Küchenplaner Ausgabe 7/8

strobel.verlag

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Siebenmal jährlich werden mehr als 6.000 Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und in der Küchenindustrie angesprochen.

www.kuechenplaner-magazin.de

Ausgabe 7/8 / 2021

STROBEL VERLAG

Hausgeräte –

Neuartige

Bedienkonzepte

▶ 20

Poggenpohl –

Die neue

Opulenz

▶ 48

Avitana –

Mit verbriefter

Sicherheit

▶ 56


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Impulse/Ansichten

Tage der offenen Türen

Wer macht auf, wer nicht? Diese Frage beschäftigte die Branche im

vergangenen Jahr im Vorfeld der Küchenmeile enorm. In diesem Herbst

scheint wieder vieles wie gewohnt. Alle Messezentren wollen öffnen.

Doch nicht jeder ist dabei.

Für Messeveranstaltungen sah es im letzten Jahr Corona-bedingt

düster aus. Viele Hausausstellungen der

Küchenmöbelhersteller öffneten zwar, ebenso die Ausstellungszentren

Architekturwerkstatt und Designwerkstatt

Forum 26, doch mit house4kitchen, area30

und dem Kitchen Center Löhne blieb eine Menge physische

Messeinfrastruktur verwaist. Auf Gut Böckel

sorgte allein Aussteller Smeg mit Kooperationspartner

Noodles, Noodles & Noodles für Bewegung. Bei der

Dynamik der Corona-Pandemie ist zwar niemand vor

Überraschungen gefeit und der Weg bis Mitte September

könnte ein langer sein, doch wie es jetzt aussieht,

wird im Herbst so etwas wie Messenormalität nach

Ostwestfalen zurückkehren.

Für die Küchenmöbelhersteller mit ihren dezentralen

und dadurch vergleichsweise übersichtlich zu

organisierenden Ausstellungen dürfte das auf jeden

Fall gelten. Aber auch die Trendfairs GmbH, Organisator

der Fach- und Ordermesse area30, meldet

Stand Mitte Juli 2021 rund 120 Marken / Aussteller für

die Fachmesse in Löhne. Darunter die gewohnte Prominenz.

Das house4Kitchen mit Schüller / next125,

Franke, Gaggenau und Neff wird öffnen, ebenso wie

in Rödinghausen Designwerkstatt Forum 26 (neu mit

Studio Becker) und das Kitchen Center Löhne mit

AEG / Electrolux, Sachsenküchen, Impuls Küchen

und Puris Bad möbel. Auf Gut Böckel haben Blanco,

Bauknecht, Smeg, Beko / Grundig und Carat ihre Teilnahmen

fest eingeplant; hier steht hingegen die Absage

von Hausgerätehersteller Miele im Raum (siehe www.

kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/

miele-streicht-ifa-und-kuechenmeile-fuer-diesesjahr/).

Was Gewicht hat, denn schon Miele allein sorgt

auf jeder Messe für Frequenz. Weitere Nichtteilnahmen

wurden bislang nicht kommuniziert. Premiere in

Löhne feiert hingegen das neue Ausstellungszentrum

IDF34, unter anderem mit dem Luxusküchen-Hersteller

BT45. Und in der Architekturwerkstatt wird ein

Outdoorküchen-Anbieter aus dem Handel die Präsentation

von LEICHT, V-ZUG, Inalco und Gessi bereichern.

Also alles wie gehabt? Sicher nicht. Denn kein Ausstellungszentrum

kommt trotz Impfkampagne an fundierten

Hygienekonzepten vorbei. Diese werden jedoch

längst vorbereitet. So betont Schüller für das

house4ktichen zum Beispiel: „Aktuell wird ein besucherfreundliches

Konzept erarbeitet, das sowohl

alle nötigen Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen

als auch die gesetzlichen Vorgaben erfüllt.“ Von der

Trendfairs aus München ist Ähnliches zu hören.

Parallel zu den Ausstellungen vor Ort setzen viele

Unternehmen wieder auf eine digitale Neuheitenpräsentation.

Miele wird Ideen und Konzepte angesichts

der Abstinenz auf Gut Böckel komplett digital vorstellen

– und bei area30-Veranstalter Trendfairs ist das hybride

Nebeneinander ohnehin in kürzester Zeit Normalität

geworden.

Einen ausführlichen Bericht zur Küchenmeile und den

Ausstellungen der Messezentren lesen Sie wie gewohnt

in unserer umfangreichen Messe-Vorberichtsausgabe

9/2021. Dennoch macht sich schon jetzt so etwas wie

verhaltene Vorfreude bemerkbar auf das, was im Herbst

auch wieder live und in Farbe gezeigt wird. Das gilt natürlich

für Ausstellungen der Küchenmöbelindus trie.

Aber auch bei Geräten und Zubehör ist im Moment viel

in Bewegung. Zum Beispiel im Hausgerätemarkt durch

den Einstieg von Bora ins Segment Dampfbackofen und

Wärmeschublade. Der Hersteller von Muldenlüftern

hat viele Fans im Fachhandel, so dürfte die Offenheit

für die neuen Produkte in gewissen Kreisen groß sein.

Wenngleich ein Netto-VK in Höhe von 5290 Euro (laut

Unternehmen) und ein Festwasseranschluss als Montagebedingung

den Kundenkreis deutlich vorsortiert

und die herkömmliche Technik des Dampfbackofens

den Markt sicher nicht revolutioniert – wenngleich das

Gerät einige sehr interessante Ausstattungen bietet,

die es in dieser Zusammenstellung so noch nicht gibt.

Aber der Klang der Marke und deren Verwurzelung im

Fachhandel macht’s – und Optik und Funktion der Bedienblende

lassen auf jeden Fall aufblicken. Was aber

auch für V-ZUG und die neue Excellence Line gilt, die

wir schon vor Ort in der Architekturwerkstatt in Löhne

begutachtet haben. Über beide Neuheiten berichten wir

in dieser Ausgabe. Und natürlich über manches mehr.

Einen schönen Sommer und viel Vergnügen beim Blättern,

Lesen und Inspirierenlassen wünscht Ihnen

Dirk Biermann

Chefredakteur KÜCHENPLANER online/offline

7/8/2021 KÜCHENPLANER 3


Inhalt

Foto: Biermann

Foto: Biermann

20 56

Für die neue Einbaugerätelinie „Excellence Line“ hat V-ZUG ein

besonderes Bedienkonzept entwickelt. Wir haben es uns von

Verkaufs leiter Patric Schleicher (Foto) zeigen lassen.

Durch Avitana erhält das Thema Plasma-Umluftfilterung weiteren

Schub. Wir haben uns mit Jürgen Heitmann und Carmen

Ehlebracht über die Ziele des jungen Unternehmens unterhalten.

Foto: THEWALL ® by Lechner

Markt + Menschen

6 Neue Alno: Insolvenz in Eigenverwaltung

7 Hans Strothoff posthum geehrt

8 Neue Möglichkeiten an der MöFa

13 Umsatzsprung bei Blum

Nachhaltigkeit

14 Lebensmittelrettung: Topf oder Tonne?

Hausgeräte

18 Tiefgekühlter Bio-Abfall

20 V-ZUG schafft neue Möglichkeiten

24 Bora geht neue Wege

26 Miele packt 23 Assistenten ins Kochfeld

27 Neff inszeniert mit Schwung

28 Vernetzte Samsung-Welt virtuell erkunden

30 200 Millionen Glaskeramik-Kochfelder

32 Beko will für nachhaltigen Lifestyle begeistern

Küchenzubehör

34 Blanco: Eine bärenstarke Bilanz

36 Franke-Gruppe meistert herausforderndes Jahr

38 Ambitionierte Online-Kampagne für Wassersysteme

39 Armaturen-Vielfalt im „Inspirator“ entdecken

Zum Titelbild

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Geräte und vieles mehr.

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Küchenverbände

40 „Erfolgsbox“ fürs Händler-Coaching

41 Industrie und Handwerk kooperieren

42 DER KREIS wächst in allen Bereichen

44 Großzügige Spende für den Küchennachwuchs

Betriebsmanagement

46 Für eine elegante Unternehmensnachfolge

Küchenmöbel

48 Poggenpohl: neue Opulenz

50 Pronorm erweitert

50 LEICHT reduziert den CO 2

-Fußabdruck

51 Doppelte Freude bei Rotpunkt Küchen

Küchenfertigung

52 Hettich investiert in Systeme für Höhenverstellbarkeit

53 Gemeinsame Lehrfabrik wird Realität

Küchendesign

54 Neues Konzept für den servicepoint A30

Hausgeräte

56 Avitana: Mit verbriefter Sicherheit

60 Blanc & Fischer: Kochtisch für die Luxusküche

62 E.G.O.: Punktlandung nach Achterbahnfahrt

66 Im Mieletec für die Praxis forschen

Diverses

3 Ansichten: Tage der offenen Türen

43 Impressum

55 Partner des Fachhandels

4 KÜCHENPLANER 7/8/2021


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Insolvenz in Eigenverwaltung

Das Amtsgericht Hechingen hat am 5. Juli 2021 die Insolvenz

in vorläufiger Eigenverwaltung über die Neue Alno

GmbH angeordnet. Zum vorläufigen Sachwalter wurde

RA Dr. Holger Leichtle, Büchsenstraße 20, 70174 Stuttgart,

Telefon: 0711 214130, Fax: 0711 21413500, E-Mail Insolvenzverwalterleichtle@goerg.de

bestellt. Ziel sei die Aufrechterhaltung

und Fortführung des Geschäftsbetriebs.

Denn die Auftragslage sei derzeit sehr gut; mit zuletzt

zweistelligen Zuwachsraten. Der Küchenmöbelhersteller

beschäftigt in Pfullendorf aktuell 230 Mitarbeiter. Das

Vorgängerunternehmen Alno AG hatte 2017 Insolvenz

angemeldet und den Geschäftsbetrieb eingestellt. Unter

dem Dach des Finanzinvestors Riverrock wurde unter

Neue Alno Gmbh der Neustart initiiert. Riverrock sucht

bereits seit einiger Zeit einen Co-Investor. Diese Suche

geht parallel zur jetzt angeordneten Insolvenz in vorläufiger

Eigenverwaltung weiter. www.kuechenplaner-magazin.

de/suche/news-detail/news/neue-alno-insolvenz-in-eigenverwaltung/

Foto: Neue Alno

Erneut „Top Arbeitgeber“

Blanco wurde erneut als „Top-Arbeitgeber“

ausgezeichnet. Und das bereits zum achten

Mal in Folge. Damit gehöre das Unternehmen

zu den „Besten im Südwesten“. Das Ranking

der besten Arbeitgeber Deutschlands basiert

auf Ergebnissen einer umfangreichen Analyse,

welche das Nachrichtenmagazin „ Focus

B usiness“ in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber-Bewertungsportal

„Kununu“ durchgeführt

hat. Es wurden rund 4 Mio. Beurteilungen

von mehr als 950000 Unternehmen

ausgewertet, inklusive der Weiterempfehlungsrate.

In der Rubrik Industrie gehört

Blanco zu den Top 20 und belegt hier sogar

Platz 4 unter den Firmen in Baden-Württemberg.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/zum-achten-mal-top-arbeitgeber/

Geschäftsführer

Jochen

Braun und

Michael

Spadinger.

Foto: Blanco

Neu im gfu-Aufsichtsrat

Wechsel im Aufsichtsrat des Ifa-Veranstalters gfu: Zum

31. Mai 2021 schied Kai Hillebrandt (ehemals Panasonic

Deutschland) aus dem Aufsichtsrat aus. Sein Nachfolger

ist Mario Vogl, Vorsitzender der Geschäftsführung der

Beko Grundig Deutschland GmbH. Neuer Vorsitzender des

Gremiums ist Volker Klodwig (BSH). www.kuechenplaner-magazin.

de/themen/detail/news/mario-vogl-in-den-gfu-aufsichtsrat-gewaehlt/

Foto: Beko Grundig

6 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Foto: Miele

Hans Strothoff posthum geehrt

Am 1. Juni 2021 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Dreieich eine bedeutende

Entscheidung getroffen: MHK-Gründer Hans Strothoff wurde posthum in besonderer Weise

geehrt, indem der Platz direkt vor der MHK Europazentrale in Hans-Strothoff-Platz 1

umbenannt wurde. „Wir sind der Stadt Dreieich für dieses positive Votum sehr dankbar“,

sagt Prof. Rainer Kirchdörfer, Aufsichtsratsvorsitzender

der MHK Group. „Nicht einmal

zehn Monate sind seit dem Ableben

MHK-Gründer Hans Strothoff

starb am 11. August 2020.

Foto: MHK

von Hans Strothoff vergangen. Da ist eine

solche Entscheidung eine große Ehre, zeigt

aber auch sein einmaliges Engagement für

und in der Region.“ Hans Strothoff hat die

MHK Group vor über 40 Jahren gegründet

und zu einer international tätigen Unternehmensgruppe

mit knapp 600 Mitarbeitern

am Standort Dreieich aufgebaut. Vor

drei Jahren schuf er mit der MHK Europazentrale

ein neues Stadtentrée in Dreieich

Sprendlingen, das nun am Hans-Strothoff-

Platz sein endgültiges Zuhause findet. Neben

dem Engagement in der MHK Group

gründete Hans Strothoff die Strothoff International

School in Dreieich. Ganz besonders

lag ihm zudem die positive Stadtentwicklung

am Herzen. www.kuechenplaner-magazin.de/

suche/news-detail/news/hans-strothoff-posthum-geehrt/

Miele auf der „Kö“

Apple, Joop! und Porsche Design – in Nachbarschaft

dieser Top-Marken bezieht Miele

auf der Düsseldorfer Einkaufsmeile „Kö“

einen Markenstore. In bester Citylage hat

Miele ein zweistöckiges Ladenlokal mit insgesamt

441 Quadratmetern Verkaufs- und

Lagerfläche gemietet. Im Erdgeschoss zieht

Miele selbst ein, während in der ersten Etage

die neue Tochter Otto Wilde Grillers einen

exklusiven Showroom errichtet. Die

Eröffnung soll noch vor Weihnachten stattfinden.

Miele betreibt solche Markenstores

weltweit bereits in rund 100 Metropolen.

Nach den Miele Experience Centern (MEC) am

Hauptsitz Gütersloh und in Berlin (Unter den

Linden/Ecke Friedrichstraße) ist der Düsseldorfer

Store (Königsallee/Ecke Schadowstraße)

die dritte eigene Adresse des Unternehmens

in Deutschland. Perspektivisch seien

Miele Experience Center auch in weiteren

deutschen Metropolen denkbar, so das Unternehmen.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/

news-detail/news/miele-eroeffnet-markenstore-auf-der-koe/

Spende für 3333 Augenlichter

Die Sozialaktion „Licht für die Welt“ hat bei Blum Tradition.

Der Beschlägehersteller spendet schon seit

vielen Jahren für jeden dokumentierten interzum-

Messegast 30 Euro. Das wurde nun auch bei der hybriden

Veranstaltung umgesetzt. 99 990 Euro wurden

überwiesen. Die Messebesucher der hybriden Messe

„Blum CONNECTS“ konnten wie auf einer physischen

interzum im Gästebuch unterschreiben. Jede Unterschrift

war 30 Euro wert – so viel kostet eine Augenoperation

für Menschen mit Grauem Star in Afrika. Die

Unterschriften, die Blum digital und analog gesammelt

hat, ermöglichen 3333-mal lebensrettende Augenoperationen

für junge und alte Menschen. Der unabhängige

österreichische Verein „Licht für die Welt“

ist weltweit tätig und setzt sich mithilfe von Spenden

seit über 30 Jahren gemeinsam mit Partnern auf

der ganzen Welt für eine inklusive Gesellschaft ein.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/blum-spendetfuer-3333-augenlichter/

Der zweijährige Luis aus Mosambik nach der Augen-OP auf dem Arm

seiner Mutter Josefa.

Foto: Licht für die Welt

7/8/2021 KÜCHENPLANER 7


Markt + Menschen

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Zusätzlicher Schub

„Wir wollen die farbige Quarzkomposit-Spüle in Österreich

nach vorne bringen“, betont Sven-Michael Funck, Geschäftsführer

Vertrieb von Schock. Dafür werde man weiterhin

vertrauensvoll mit HKT und der Eigenmarke HKT

zusammenzuarbeiten, zusätzlich aber den Fachhandel und

den Endkunden mit einem eigenen Team und eigenen Marketingaktivitäten

„von der Quarzkomposit-Technologie und

einer starken Marke überzeugen“. Der Hersteller rückt ein

komplettes Portfolio in den Fokus. Thematisch geht es um

Farbe und damit um Design, gleichzeitig aber auch um die

Funktionalität rund um die Spüle. Ein weiterer Schwerpunkt

ist Nachhaltigkeit. Mit dem Konzept „Sink Green“ und den

dazugehörigen Spülen der „Cristadur Green Line“ hat Schock

hier eine besondere Lösung im Programm. www.kuechenplanermagazin.de/themen/detail/news/zusaetzlicher-schub-in-oesterreich/

Neue Möglichkeiten an der MöFa

Schon lange bietet die MöFa maßgeschneiderte Aus- und

Weiterbildung für die Möbel- und Küchenbranche an. Um

die Bedürfnisse der Branche noch besser erfüllen zu können,

werden aktuell neue Bildungsgänge erarbeitet. Als erstes

Produkt wird ab dem 20. September 2021 der „ Bachelor

Professional Business Management“ mit dem Schwerpunkt

Küche angeboten. Ziel der neuen Weiterbildung ist es, den

Nachwuchsbedarf der Küchenbranche auf der Führungs ebene

maßgeschneidert auszubilden. Die Dozenten der MöFa

bereiten die Studierenden auf Führungspositionen vor und

vermitteln warenkundliche Grundlagen, die für eine solche

Position unerlässlich sind. Schulleiterin Sabine Gantzkow

betont: „Es wird praxisnah nach den speziellen Bedürfnissen

der Branche ausgebildet.“

Voraussetzung für diesen Bildungsgang

ist eine abgeschlossene

Berufsausbildung mit Abschlusszeugnis

der Berufsschule

oder fünf Jahre Berufserfahrung.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/

news-detail/news/neue-moeglichkeiten-ander-moefa/

Foto: Schock

Foto: MöFa

Fokus Küchenbranche

In den letzten 22 Jahren war Jeffry van de Vijver für

Branchengrößen wie Schüller, Zeyko, Rotpunkt und

Lechner tätig – jetzt hat er bei der Garant Gruppe

neue Verantwortung übernommen: als Head of

International Sales. In dieser Führungsposition soll er

die Weiterentwicklung der internationalen Expansionsstrategie

vorantreiben, mit deutlichem Fokus auf

der Küchenbranche. Der gebürtige Niederländer mit

Wohnsitz in Deutschland bringt langjährige Erfahrungen

im Aufbau und der Entwicklung internationaler

Absatzmärkte mit. Neben Niederländisch und

Deutsch spricht van de Vijver Englisch und Französisch.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/dieinternationale-kuechenbranche-im-blick/

Von Adidas zu Electrolux

Foto: Electrolux

Führungswechsel im

Marketingbereich der

Electrolux Hausgeräte

GmbH: Ab 1. September

übernimmt Nina

Wünsch, 34, die Marketingleitung

für Deutschland

und Österreich. Sie

wechselt von Adidas in

Herzogenaurach nach

Nürnberg. In ihrer neuen

Position verantwortet

sie die Bereiche Brand Management, Consumer

Experience, Content und Digital Marketing sowie

Produkt-PR. Wünsch folgt auf Heidi Zucker, die das

Unternehmen nach zehn Jahren auf eigenen Wunsch

verlässt. Als neue Head of Marketing bei Electrolux

hat Nina Wünsch einen klaren Auftrag: die Premiummarke

AEG kontinuierlich weiterzuentwickeln und

über die gesamte Customer Journey crossmedial erlebbar

zu machen. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/marketingfachfrau-kommt-von-adidas/

Foto: Garant

8 KÜCHENPLANER 7/8/2021


General Manager bei rational

Foto: rational

Dogan Yalin.

Küchenmöbelhersteller rational einbauküchen solutions GmbH ist seit

April 2021 Teil der internationalen Bravat Gruppe. Nun hat Dogan Yalin in

Melle die Position des General Managers übernommen. Er wolle sich zuerst

auf den deutschen Markt

konzentrieren und personell

in Service und Marktbearbeitung

investieren. Vorgestellt

wird der 43-jährige Dogan

Yalin als ausgewiesener Vertriebsexperte

mit vielen Jahren

Erfahrung im Küchenbusiness;

als Produktmanager,

Key-Account-Manager und

auch als Deutschland-Vertriebsleiter

eines Küchennetzwerks.

www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/

dogan-yalin-uebernimmt-bei-rational/

Unterstützung für den DCC

Als Assistentin der Geschäftsführung

ergänzt Anika Degenhard

seit dem 1. Juli das Team

der Branchenorganisation DCC.

Damit erhält CEO Dr. Olaf Plümer

die dringend notwendige Unterstützung.

Denn die Aufgaben

werden immer umfangreicher.

Anika Degenhard ist

seit 2010 in Unternehmen der

Möbel- sowie Software-Branche

tätig. Mit der Doppelqualifikation

Einzelhandelskauffrau

und Handelsassistentin war sie für verschiedene Gesellschaften

von Porta Möbel tätig. Die letzten vier Jahre war sie in

Projektmanagement und Vertrieb der Diomex Dataservices

aktiv. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/unterstuetzungfuer-den-dcc/

Foto: DCC e.V.

ENTWICKELT FÜR 20 JAHRE

GLÄNZENDE ERGEBNISSE.

TAG FÜR TAG. 1)

QUALITÄT, DIE IHRER ZEIT VORAUS IST

MEHR ENTDECKEN AUF MIELE.DE

1) Während der Entwicklungsphase der Geschirrspülerserie G 7000 hat Miele Modelle & Kernkomponenten

mit 5600 Spülgängen (= 280 Spülgänge p. a.) in div. Programmen getestet.

Mehr: miele.de/20Jahre


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Online sichtbarer sein

Die Beko Grundig Deutschland GmbH reagiert auf

die neuen Marktstrukturen und baut ihren im Januar

2021 neu geschaffenen Bereich „Key Account

Management Pure Player MDA“ weiter aus. Seit 1. Juni

verstärkt Sebastian Seiberth, 39, das Vertriebsteam.

Der Diplom-Kaufmann war vor seinem Wechsel zur

Beko Grundig Deutschland GmbH im Key Account

Management bei LG Electronics und Hisense / Gorenje.

Seine Hauptaufgabe bei seinem neuen Arbeitgeber

wird es sein, die Sichtbarkeit von Haushaltsgroßgeräten

der Marken Beko und Grundig im Onlinehandel

weiter zu erhöhen und voranzutreiben.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/sichtbarkeitim-onlinehandel-erhoehen/

Foto: Beko Grundig Deutschland

Vogt schafft mehr Platz

Schnelle Lieferfähigkeit zählt zu den

Kernkompetenzen von Zubehörgroßhändler

Vogt. Mit der Verlagerung

der Logistik von Oyten nach Oldenburg

wird dies zusätzlich gestärkt.

Die kompletten Lager-, Versand- und

Fuhrparktätigkeiten wurden vom

Standort Oyten in das hochmoderne

und großzügig ausgestattete Zentrallager

der Muttergesellschaft FAMO

GmbH & Co. KG verlegt. Damit einher

gehe eine deutliche Erweiterung

der Lagerkapazität inklusive Optimierung

logistischer Abläufe, betont

das Unternehmen. Am Vogt-Standort

in Oyten sei die notwendige Flächenvergrößerung

nicht möglich gewesen.

„Hiermit setzen wir ein klares

Foto: Vogt

Sarah Heil (links), Nicole von der Ropp.

Rund um die IFA

Am 1. Juli hat Sarah Heil bei der Messe Berlin PR und Kommunikation

für die IFA übernommen. Sie folgt auf Nicole von

der Ropp, die das Unternehmen zum 30. Juni 2021 verlassen

hat. Sarah Heil arbeitet seit 2019 im Bereich Corporate

Communications der Messe Berlin und verantwortete nach

dem Abschluss ihres Volontariats die PR- und Kommunikation

der Veranstaltungen CMS Berlin und der belektro.

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Tim Benedict Wegner

wurde sie im vergangenen Jahr mit dem DPRG Junior-

Award in der Kategorie Young Professionals ausgezeichnet.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/sarah-heil-gestaltetifa-kommunikation/

Foto: Messe Berlin

Signal in Richtung Zukunftswachstum

hinsichtlich der Anforderungen

des sich veränderten Marktes“, erläutert

Vogt-Geschäftsführer Mathias

Meloh. Die persönlichen Ansprechpartner

für Fachhandelspartner sind

nach wie vor am Standort Oyten erreichbar.

www.kuechenplaner-magazin.de/

suche/news-detail/news/noch-mehr-platz-fuer-dievogt-logistik/

Das Zentrallager der Vogt-Muttergesellschaft FAMO in Oldenburg.

10 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Responsible Elegance

www.neolith-deutschland.eu | www.neolith.com | @neolithdeutschland


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Neuer Eigentümer für Novy

Die Novy-Zentrale in Kuurne/Belgien.

The Middleby Corporation aus den USA ist neuer

Eigentümer von Novy, belgischer Hersteller von

Dunstabzügen und Kochfeldern. Das US-Unternehmen

hat seinen Hauptsitz in Elgin, Illinois,

und gilt als weltweit bedeutender Anbieter von

gewerblichen und privaten Küchengeräten sowie

als Spezialist von Systemen für die Verarbeitung

von Lebensmitteln. Im Jahr 2020 belief sich

der Umsatz Unternehmensangaben zufolge auf

mehr als 2,5 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen

bietet eine breite Produktpalette in der Küchenund

Getränkeservice-Branche. Zu den Premium-

Haushaltsgeräten gehören bekannte Marken wie

Aga, Rangemaster, La Cornue und Viking. Die neue

Tochter Novy soll unter anderem von einem „breiteren internationalen Vertriebsnetz“ profitieren. Um international weiter

wachsen zu können und das Innovations-Niveau aufrechtzuerhalten, hatten die bisherigen Anteilseigner (Sofindev, BNP

Paribas, Korys und die Familie Lannoy) nach einem Investitionspartner gesucht. Und nun gefunden. Tim FitzGerald, CEO von

Middleby, wird so zitiert: „Novy ist bekannt für marktführende Innovationen und seine Produktdesigns, die unser wachsendes

Portfolio von Premium-Marken für den Wohnbereich optimal ergänzen. Wir glauben, dass es spannende Möglichkeiten

gibt, um Synergien mit unseren bestehenden Wohnmarken zu realisieren.“ In einer Pressemitteilung heißt es: „Aufgrund

der dezentralen Art und Weise, in der Middleby seine Unternehmen betreibt, wird erwartet, dass Kunden und andere

Stakeholder in der täglichen Interaktion mit Novy wenig bis gar keine Veränderungen bemerken.“

Beidatsch leitet Handelsmarketing

Christian Beidatsch, 39, bislang Head of Marketing für den Kleingerätebereich,

verantwortet jetzt das nationale Handelsmarketing

von Electrolux. Er ist seit 2018 im Unternehmen und war zuvor Leiter

des Kleingerätemarketings bei Electrolux. Seit Oktober 2020 leitet

er den Bereich Trade Marketing Operations. Damit verantwortet er

über alle Produktbereiche hinweg die stationäre und digitale Vermarktung

am PoS, den Bereich Automatisierungsprozesse mit Handelspartnern

sowie sämtliche Produkttrainings.

Foto: pronorm

pronorm erweitert

Auf etwa 2500 m 2 Fläche entsteht bei pronorm

in Vlotho weitere Produktionsfläche. Zentraler

Bestandteil des Neubaus ist ein vollautomatisches

Plattenlager. Der erste Spatenstich wurde

nun gesetzt. Die Fertigstellung ist für Ende

2021 / Anfang 2022 geplant. Mit Inbetriebnahme

wird der Küchenmöbelhersteller sein komplexes

Sortiment mit 75 verschiedenen Dekoren

„noch schneller, flexibler und qualitativ hochwertiger

anbieten können“, wie es in einer Mitteilung

der Geschäftsführer Thorsten Gösling

und Roger Klinkenberg heißt. Mit dem ersten

offiziellen Spatenstich am 1. Juli 2021 (Foto)

begannen die Bauarbeiten. www.kuechenplanermagazin.de/themen/detail/news/pronorm-erweitert/

Foto: Electrolux

Foto: Novy

12 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Paukenschlag mit Sorgenfalten

Die Blum-Bilanz für das Wirtschaftsjahr 20/ 21 gleicht einem Paukenschlag. Der Beschlägespezialist

meldet ein Umsatzplus von beeindruckenden 24,7 %. Doch in die Zufriedenheit mischen sich

Sorgenfalten: Rohstoffknappheit, massive Kostensteigerungen und eine angespannte Lieferkette

sorgen für enorme Herausforderungen.

Die Blum-Gruppe erwirtschaftete

vom 1. Juli 2020

bis zum 30. Juni 2021 einen

Umsatz von 2,376 Mrd.

Euro. Und damit 24,7 % oder

470 Mio. Euro mehr als im

Wirtschaftsjahr 19/20. Bis

zum finalen Bilanzstrich

war es Corona-bedingt auch

in Höchst am Bodensee ein

langer Weg. Und ein turbulenter,

wie Geschäftsführer

Philipp Blum bei der

Bilanzpressekonferenz erläuterte.

Die v-förmig angelegte

Streckenführung der

Pandemie ist branchenweit

bekannt und hat auch bei

Blum das aktuelle Tagesgeschäft

geprägt: Schließungen im Handel

gingen mit einer weltweiten Nachfrage

auf höchstem Niveau einher. Dieses Auftragshoch

sei bis heute ungebrochen. Was

dem Vorarlberger Beschlägehersteller den

nun kommunizierten überproportionalen

Umsatzanstieg bescherte. Und vermutlich

weiterhin bescheren wird. Zumindest

Stand Mitte Juli blickt das Unternehmen

zusammen mit seinen Kunden der Küchen-

und Möbel industrie grundsätzlich

optimistisch in die Zukunft. Denn die Bedeutung

der eigenen vier Wände hat während

der Krise überall auf der Welt gewonnen.

Doch die erfreuliche Situation bringt

auch bei Blum erhebliche Herausforderungen

mit sich. Pandemiebedingt sind

wie hinlänglich bekannt manche Rohstoffe

knapp und teuer. In der Logistik

stottert es ebenfalls. Blum beschreibt

den Hintergrund so: Der Stahlpreis hat

sich nahezu verdoppelt, Kunststoff, Verpackungen,

Zink oder Aluminium sind

„Jetzt zeigt sich der Wert langjähriger

Partner schaften.“

Geschäfts führer Martin Blum.

Fotos: Blum

„Ein erfolgreiches und

turbulentes Wirtschaftsjahr.“

Geschäfts führer Philipp Blum.

von massiven Preissteigerungen betroffen.

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich

im Transportwesen, sowohl im Land- als

auch im Seeverkehr wurden die Preise

teilweise empfindlich erhöht. „Die gesamten

internationalen Lieferketten sind angespannt

und unter Druck“, resümierte

Geschäftsführer Martin Blum. Und er

fügte an: „Die Puffer sind leer, jedes Ereignis

schlägt sofort durch.“ Doch dass

nicht jedes externe Ereignis gleich zu folgenreichen

Produktionsschwankungen

führt, habe einen Grund: „Auch wenn die

Situation aktuell sehr herausfordernd ist,

sorgen unsere langjährigen Partnerschaften

mit unseren Lieferanten zumindest

für eine gewisse Stabilität“, ist Martin

Blum überzeugt.

Wenn kurzfristig Liefermengen ausfallen,

hilft Flexibilität und Offenheit für

neue Lösungen. Die Bereitschaft dazu

sei hoch im Unternehmen. Ganz besonders

bei den Mitarbeitern, die von

der Geschäftsleitung für ihre Einsatzbereitschaft

einen speziellen

Dank erhielten. Diese

Wertschätzung für die

Belegschaft hat bei Blum

Tradition und ist Teil der

Unternehmensidentität. Mit

Ende des Wirtschaftsjahres

arbeiten 8778 Leute weltweit

für das Unternehmen,

davon 6551 in Vorarlberg.

Doch an manchen Tagen

genügt selbst der größtmögliche

Wille zum beweglichen

Umgang mit

unvorhergesehenen Situationen

nicht. Schließlich

ist auch Blum von externen

Entwicklungen abhängig.

„Die Versorgung unserer

Bestandskunden stand zu jederzeit

für uns an erster Stelle“, betonte Philipp

Blum. Dies konnte bislang auch durchgehend

umgesetzt werden, wenngleich

teilweise mit Lieferverzögerungen.

„Bei extremen Entwicklungen sind uns

die Hände gebunden“, warb er für Verständnis

der Kunden in Industrie und

Handwerk. Nur durch die teilweise angepassten

Lieferzeiten sei es möglich gewesen,

die rapide gestiegene Nachfrage

aus den Märkten zu bedienen. Auf Anfrage

bestätigte der Geschäftsführer zudem,

dass es angesichts der teils erheblichen

Kostensteigerungen bei Rohwaren

zu Preisanpassungen der Blum-Produkte

kommen wird. Diese Kosten sollen „zum

Teil“ weitergegeben werden.

Die Bilanzpressekonferenz von Blum

fand unmittelbar vor Druck dieser Ausgabe

statt. Einen ausführlichen Bericht

lesen Sie online auf www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/

paukenschlag-mit-sorgenfalten/

7/8/2021 KÜCHENPLANER 13


Nachhaltigkeit

14 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Topf oder Tonne?

Fast alle von uns wollen nachhaltiger leben und lassen

die krumme Gurke im Supermarkt trotzdem links liegen.

Wenn es das Gemüse überhaupt bis dorthin schafft. 30 %

der Ernte nehmen die großen Handelsgesellschaften gar

nicht erst ab. Weil es an der Optik hapert. Doch auch in

den privaten Haushalten landen noch viel zu viele Lebensmittel

unnötig in der Tonne statt im Topf.

Foto: Biermann

7/8/2021 KÜCHENPLANER 15


Nachhaltigkeit

Das Thema Lebensmittelverschwendung ist nicht neu

und doch aktueller denn je. Denn laut der FAO (Ernährungs-

und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten

Nationen) werden derzeit 1,3 Mrd. Tonnen essbare

Lebensmittel unnötigerweise weggeworfen. Dies

entspricht fast einem Drittel des aktuellen Nahrungsmittelverbrauchs.

Für das Gebiet der EU wird die

Menge aktuell auf 88 Mio. Tonnen geschätzt, allein

für Deutschland sollen es bis zu 18 Mio. Tonnen sein.

Diese Zahlen klingen unvorstellbar und dabei derart

abstrakt, dass sie kaum zu fassen sind. Frederic

Goldkorn versucht es dennoch und spricht von fast

einer kompletten Lkw-Ladung, die in Deutschland

jede Minute weggeworfen wird. Zusammengerechnet

aus der gesamten Prozesskette von der Erzeugung

über die Verarbeitung bis zur Verwendung.

Goldkorn zählt zu den Initiatoren des Sozialunternehmens

Querfeld (www.querfeld.bio) und ist heute

dessen Geschäftsführer. Auf Einladung des Hausgeräteherstellers

Braun gab er beim Online-Event „Food

Overshoot Day“ 2021 einen Einblick in die Aktivitäten

von Querfeld. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe

gemacht, krummes Bio-Gemüse direkt bei den

erzeugenden Betrieben vor der Tonne zu retten und

stattdessen Großküchen in verschiedenen Regionen

Deutschlands damit zu beliefern. Das läuft seit 2015.

Seit 2020 bietet Querfeld zudem ein Gemüseabo zur

Abholung in der Nachbarschaft in den Städten Berlin,

München, Köln und Bonn an. Im Jahr 2020 konnte das

Sozialunternehmen nach eigenen Angaben so über

270 000 Kilo Obst und Gemüse aus Deutschland, Spanien

und Frankreich retten. Seit Gründung bis zum

Jahr 2021 seien es bereits über 900 000 Kilo.

Blick nach vorn

Für Braun, Hersteller von diversen Elektrokleingeräten

inklusive Küchenmaschinen, ist die Verarbeitung von

Lebensmitteln im Haushalt eine der Kernkompetenzen.

Und so lag das Thema der Lebensmittelverschwendung

– beziehungsweise der Lebensmittelrettung –

nahe, als sich die Verantwortlichen überlegten, dass sie

zum 100. Geburtstag des Unternehmens in diesem Jahr

nicht nur zurückblicken, sondern einen hilfreichen Beitrag

für die Zukunft leisten wollen, wie Hwa-Youl Kim,

Brand Managerin Braun, hervorhob. Besonders in Bezug

auf die drängenden Herausforderungen einer auf Nachhaltigkeit

angelegten Haltung. Neben Frederic Goldkorn

nahmen der Filmemacher Valentin Thurn (Filmtitel:

Taste the Waste) und die Köchin und Autorin Sophia

Hoffmann (Buchtitel: Zero Waste Küche) an diesem Online-Event

teil. Moderiert wurde es von Felicitas Then

(Köchin, Autorin, Journalistin und Moderatorin). Symbolisch

sprach Braun dabei vom „Food Overshoot Day“.

Dabei handelt es sich um eine Abwandlung des „Earth

Overshoot Day“, der jedes Jahr aufzeigt, zu welchem Zeitpunkt

im Jahr die Menschheit so viele Ressourcen verbraucht

hat, wie der Planet auf natürlichem Weg erneuern

kann. Der „Earth Overshoot Day“ war in diesem Jahr

bereits am 5. Mai. Der „Food Overshoot Day“ wurde für

den 23. Oktober errechnet. Ab diesem Tag könnten die

Deutschen den Rest des Jahres von den Lebensmitteln

leben, die sie über das Jahr verteilt allein in den Privathaushalten

wegwerfen. Statistisch landen 75 Kilo hochwertig

produzierter Lebensmittel pro Kopf und Jahr in

der Mülltonne statt im Kochtopf. Das entspräche einem

Wert von 235 Euro pro Bundesbürger und Jahr (laut einer

forsa-Studie).

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geht von 12 Mio. Tonnen Lebensmittelabfällen in

Deutschland pro Jahr aus. Andere Quellen sprechen aktuell sogar von bis zu 18 Mio. Tonnen.

Foto: BMEL

16 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Blasses Rot genügt nicht

Filmemacher Valentin Thurn konkretisierte diese Zahlen

mit einigen praktischen Beispielen:

• Kartoffeln werden wegen der Optik zu 40 bis 50 %

aussortiert, bevor sie in den Handel kommen.

• Wenn das Rot einer Tomate nicht intensiv genug ist

(was in Großbetrieben von einem Scanner erfasst

wird), landet diese in der Tonne.

• Bäckereien haben bis zu 20 % Ausschuss; in Deutschland

summiert sich dies auf 500 000 Tonnen Abfall

im Jahr. (Thurn: „Dabei hat trockenes Brot einen

ähnlichen Heizwert wie Holz und könnte wenigstens

energetisch genutzt werden.“)

Das Fazit des engagierten Filmemachers: „Von dem,

was wir in Europa wegwerfen, können wir alle Hungernden

auf der Welt zweimal ernähren.“ Doch was

tun? Laut Valentin Thurn hilft es, sich an die eigene

Nase zu fassen. Denn „die meisten von uns schätzen

den Umfang ihrer persönlichen Lebensmittelverschwendung

als viel zu gering ein“.

Kochkultur, die Lebensmittel wertschätzt

Für ihn beginnt es mit einer neuen Kochkultur am heimischen

Herd, die Lebensmittel deutlicher wertschätzt

und die Entfremdung von Lebensmitteln und Erzeugern

reduziert. Nötig sei aber auch eine Politik, die die

Lebensmittelrettung belohnt und nicht bestraft. Zudem

betrachtete er kritisch die Strategie der Lebensmittelindustrie,

die das „Mindesthaltbarkeitsdatum“

so einsetzt, dass es die Entsorgung intakter Lebensmittel

unnötig fördert. Viele Verbraucher empfinden das

aufgedruckte Datum auf der Packung als Wegwerftag.

Auch für die Naturschutzorganisation WWF ist der

Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)

ein großer Treiber bei der Lebensmittelverschwendung.

„Ist das MHD bald erreicht, gilt die Ware nicht mehr

als verkäuflich“, erläutert die Organisation. Anreize an

die Verbraucher, mehr und größere Packungen zu kaufen,

sorgten wiederrum dafür, dass vermehrt Abfälle

in den Privathaushalten anfallen. Der WWF rät, direkt

am Lebensmittel zu riechen oder es zu probieren, statt

eine Datumsangabe über Topf oder Tonne entscheiden

zu lassen. Einfach mal die Sinne testen lassen. Dafür

plädieren auch Frederik Goldkorn sowie die Autorin

und Köchin Sophia Hoffmann („ein schlechtes Ei riecht

entsetzlich“).

Lieber häufiger einkaufen

Die Gründe der ungeheuren Lebensmittelverschwendung

in unserer konsumorientierten Überflussgesellschaft

sind vielfältig. Optische Ansprüche der Verbraucher

gehen Hand in Hand mit strengen Normen

der Handelsunternehmen und der verarbeitenden Industrie.

Hinzu kommen Transport- und Lagerschäden.

Auch die Buffetkultur der Gastronomie hat sich mit hohen

Ausschussraten arrangiert. Im privaten Haushalt

liegt es oft an der falschen Lagerung und einer Einkaufsplanung,

die bei frischen Lebensmitteln zu sehr

auf große Mengen setzt. Die Teilnehmer der Onlinerunde

von Braun plädierten einvernehmlich für mehrere

Einkäufe im Lauf der Woche statt für den einen umfangreichen

Wocheneinkauf. Dies reduziere auch die

Menge der Lebensmittel, die im Kühlschrank in zweiter

oder dritter Reihe unbeachtet verwelken. Die Vorteile

moderner Kühltechnik mit temperatur- und luftfeuchteoptimierten

Frischeschubladen wurde nicht thematisiert,

ist aus Küchenplanungssicht aber ein elementarer

Beitrag, um die Menge des Abfalls zu reduzieren.

Am häufigsten Obst und Gemüse

Was genau alles an Lebensmitteln im Privatmüll landet,

lässt derzeit das Bundesministerium für Ernährung

und Landwirtschaft untersuchen. Eine Veröffentlichung

der Studie wurde für den „Frühsommer 2021“

angekündigt, ist aber aktuell noch nicht erhältlich. Die

letzten durch die Gesellschaft für Konsumforschung

(GfK) erhobenen Daten dazu (im Auftrag des Ministeriums)

stammen aus dem Zeitraum 2016 / 2017. Demnach

werfen Privathaushalte in Deutschland vor allem

Obst und Gemüse (34 % der Abfälle) in den Müll, gefolgt

von Brot und Backwaren (14 %), Getränken (11 %) und

Milchprodukten (9 %). Ein weiterer Befund der Untersuchung:

„Je jünger der Haushaltsvorstand, desto mehr

potenziell verwertbare Lebensmittel werden weggeworfen.

Haushalte mit älteren Personen werfen tendenziell

weniger weg.“

So komplett wie möglich

Die Ergebnisse der Studie geben laut Ministerium „Ansatzpunkte

für Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen,

ermöglichen Hochrechnungen und zeigen,

wo die größten Einsparpotenziale sind.“ So ließe

sich etwa durch bessere Einkaufsplanung und passendere

Zubereitung von Mahlzeiten gegensteuern.

Was zum Abschluss der Braun-Onlinerunde zum

„Food Overshoot Day“ das Spezialgebiet von Sophia

Hoffmann ansprach. In ihren Büchern steuert sie

zahlreiche Ideen bei, wie Lebensmittelabfall vermieden

und eingekaufte Lebensmittel so vollständig wie

möglich verarbeitet werden können. Das dazu nötige

Grundwissen vermittelt sie mit konkreten Rezepten,

die auch das Grün der Möhren und die Schale der Kohlrabi

berücksichtigen. Ihr Credo ist intuitives Kochen.

Dies will sie mit ihrer Arbeit fördern und damit der Lebensmittelentfremdung

entgegentreten. Und das ganz

praktisch: Wer sich beim Gemüseputzen fragt, „ob man

das essen kann oder nicht“, sollte einfach mal hineinbeißen

und probieren. Und anschließend individuell

entscheiden, was mit der Zutat geschehen könnte: Kochen,

Garen, Backen, Braten? Und das püriert, zerkleinert,

geraspelt, gehäckselt oder in Scheiben geschnitten?

„Es ist erstaunlich, was mit müdem Gemüse und

matschigen Beeren alles zu machen ist“, schwärmte

Sophia Hoffmann, und man glaubt ihr sofort, dass sie

schon vieles ausprobiert hat.

Dirk Biermann

7/8/2021 KÜCHENPLANER 17


Hausgeräte

Bioabfall tiefgekühlt

Zu Hause wird immer mehr gekocht. Und damit auch immer mehr geschält, enthäutet

und entkernt. Der anfallende Bio-Abfall sollte fix entsorgt werden, sonst dominieren

üble Gerüche. So weit will es das Schweizer Start-up „FreezyBoy“ gar nicht erst

kommen lassen. Die Grünreste werden mobil eingefroren.

Der flexibel positionierbare „Biofreezer“ kühlt den Abfall

auf minus 5 Grad. So werde die Zersetzung der Biomasse

unterbunden und lästige Gerüche entstehen gar

nicht erst. Was sonst gewöhnlich nach ein bis zwei Tagen

stattfindet. Abfall könne damit sogar über Wochen

aufbewahrt werden, erläutert der Anbieter. In der Praxis

des Küchenalltags geht es eher um die geruchsneutrale

Zwischenlagerung.

Hochkarätige Kooperationspartner

Verschiedene Umsetzungen mit jeweils identischer Technologie

sind erhältlich: Das Standgerät „Freezyboy One“

(Shop-VP rund 810 Euro) für den freistehenden Einsatz

im Küchenschrank oder auf der Arbeitsfläche sowie die

Systeme (Shop-VP ab 1.085 Euro) „Oeko 60“, „Oeko 55“

und „Complet“. Die Systemausführungen sind kompatibel

mit Auszugsystemen wie „Blum Legrabox“, „Grass

Vionaro“ oder „Hettich AvanTech“. Kombiniert wird jeweils

ein 7 Liter fassender Innenbehälter (in Melonengelb)

mit einem hochwertigen Kunststoffgehäuse (in Anthrazit)

und dem Kühlaggregat im Bodenbereich. Für

den Betrieb genügt der Anschluss an eine Haushaltssteckdose.

Das Prinzip lautet Plug’n Play. Im Jahr verbraucht

die Ausstattung laut Hersteller 81 kWh. Das sind

an Stromkosten 15 Franken. Angeglichen an den Strompreis

in Deutschland sind es ca. 18 Euro. Die Geräuschemission

wird mit maximal 36 dB angegeben. Kooperationspartner

des jungen Schweizer Unternehmens sind

die Premium-Anbieter V-ZUG (Kühltechnik) und Peka

(Abfalltrennsystem). Produziert wird bei V-ZUG.

Besser recyceln als verbrennen

Die Entwickler sehen das Potenzial des Kompaktgefriergeräts

unter Aspekten von Komfort und Ökologie.

„FreezyBoy“ habe das Potenzial, die Abfallwirtschaft

nachhaltig zu verändern und Küchenabfall als natürliche

Energiequelle zu etablieren, heißt es in einer Darstellung

des Unternehmens. Denn noch immer landen

viel zu viel Biomüll und Speisereste im Restmüll, statt

recycelt zu werden. Einer zitierten Statistik zufolge beläuft

sich diese Ausfallquote auf bis zu 250 Kilo pro

Haushalt und Jahr. Der „Verbund kompostierbare Produkte

e.V.“ spricht laut Unternehmen sogar von einem

Anteil von 40 % Bioabfall im Restmüll. Dabei seien die

Grünabfälle aus der Küche wertvoller Rohstoff, der

„keinesfalls verbrannt“ gehöre.

Foto: FreezyBoy

„Nie mehr stinkende

Grünabfälle“

lautet

das Versprechen

von „Freezy-

Boy“ dem gekühlten

Komposteimer.

18 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Unterstützung von Andreas Kress

„FrezzyBoy“ ist eine Marke des Luzerner Startups

Avantyard Ltd. Das Unternehmen startete

2015 mit der Mission, den ökologischen Wandel

durch eine „CleanTech“ Produktinnovation zu

beflügeln. So entstand der erste „Biofreezer“ einer

neuen Generation kompakter Gefriergeräte.

Seit 2018 ist das Produkt „FreezyBoy“ auf

dem Markt. Im Heimatmarkt Schweiz hat es

sich in Teilen des Handels bereits etablieren

können. Als Lösung für Haushalts- und Büroküchen.

Nun will das Unternehmen in weiteren

europäischen Märkten Fuß fassen. Bevorzugt

in Deutschland und Österreich und in der Folge

in der gesamten EU. Unterstützung im Vertrieb

erhält das junge Team um die Gründer

Benjamin Flechsig, Peter Ruppeiner und Peter

Schmidlin ab sofort von Andreas Kress. Der bekannte

und profilierte Branchenkenner, viele

Jahre für Zeyko als Geschäftsführer aktiv, dann

bei Dross&Schaffer und aktuell für den Einrichtungsspezialisten

Studio Becker in Deutschland

und Europa engagiert, ist neues Mitglied

im Verwaltungsrat. Seine Aufgaben sind vielfältig

und dabei klar umrissen: Vertriebswege

weiterentwickeln, Kontakte herstellen, Türen

in der Industrie und im Fachhandel öffnen und

Ideen in der Produktentwicklung beisteuern.

Die Zusammenarbeit mit dem Küchenverband

GEDK und der Dross&Schaffer Gruppe wurde

bereits initiiert.

Auftritt auf der area30

Die Messepremiere in Deutschland steht für

den gekühlten Komposteimer unmittelbar bevor.

Das Start-up präsentiert sich im Rahmen

der Küchenmeile auf der Fach- und Ordermesse

area30 in Löhne (18. bis 23. September 2021).

Aus Begeisterung „für ein

tolles Produkt“: Branchenkenner

Andreas Kress unterstützt

das junge Schweizer Start-up

besonders bei der Entwicklung

neuer Vertriebswege.

Grafik: gfu

Foto: Kress

Immer öfter mit mehreren Türen

Kühl- und Gefriergeräte boomen: Bedingt durch Pandemie

und Lockdown rückte die Vorratshaltung für Lebensmittel

stärker in den Fokus. Entsprechend zeigen

die Verkaufszahlen für 2020 einen Anstieg von knapp

11 % auf 3,8 Mio. Geräte. Dies hatte ein Umsatzvolumen

von mehr als 2 Mrd. Euro mit einer Steigerung von

14,2 % generiert.

Im ersten Quartal 2021 hat sich das Wachstum beim

Umsatz allerdings auf knapp 3 % verringert, die Stückzahlen

sind im Vergleich zum ersten Quartal 2020 sogar

um 4 % zurückgegangen. Das hat die gfu Consumer

& Home Electronics GmbH auf Basis von GfK-Daten ermittelt.

Parallel zeige sich in den ersten drei Monaten ein

starker Trend zu den sogenannten Side-by-Side- und

Multidoor-Geräten. Diese Modelle bieten deutlich

mehr Volumen und somit mehr Platz für die Lebensmittel.

Im ersten Quartal stammte bereits jedes zehnte

Gerät aus dieser Kategorie, insgesamt knapp 74 000

Stück. Das Stückzahlwachstum bei den Side-by-Side-

Geräten betrug in diesem Zeitraum 32 %, bei den Multidoor-Geräten

sogar 63 %. Entsprechend sind auch die

Umsätze um 27 % bei Side-by-Side, bzw. um 69 % bei

den Multidoor-Geräten gewachsen. Dazu erklärt Dr.

Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu Consumer

& Home Electronics GmbH: „Was sich in unserer Studie

im Frühjahr 2020 erstmals angedeutet hat, hat sich

über das gesamte Jahr mit deutlichem Wachstum bestätigt.

Für viele Konsumenten hat die Bevorratung

von Lebensmitteln an Bedeutung gewonnen. So stehen

die Side-by-Side- und Multidoor-Geräte im ersten Quartal

bereits für mehr als 18 % des Umsatzes mit Kühlund

Gefriergeräten, Tendenz weiter steigend.“

Quelle: Alle Marktzahlen GfK Panel. Anmerkung:

Alle Prozent-Werte beziehen sich auf den vergleichbaren

Vorjahreszeitraum.

7/8/2021 KÜCHENPLANER 19


Hausgeräte

V-ZUG schafft neue

Möglichkeiten

Der Schweizer Gerätehersteller V-ZUG ist mit deutlichen Zuwächsen durch die Zeit

der Pandemie gekommen und konnte seine Kunden durchgehend pünktlich beliefern.

Nun beschäftigt sich das Team mit einem Highlight: Der Einführung der neuen

Einbaugerätelinie „Excellence Line“.

Mitte Juni geht es im Ausstellungszentrum Architekturwerkstatt

in Löhne gewöhnlich beschaulich zu. Die

Aktualisierung der Ausstellungen für die Küchen meile

im September ist in Sicht, aber noch nicht in der Umsetzung.

Mit einer Ausnahme: Auf der rund 300 Quadratmeter

großen Fläche des V-ZUG Studios geht es

munter zu. Ein Dutzend Techniker montieren, demontieren,

überprüfen und diskutieren, in der Funktionsküche

hinten rechts macht Koch und Markenbotschafter

Alexander Popp das, was er am liebsten macht und

hervorragend kann: Er kocht, brät und gart. Verführerische

Düfte schweben schon morgens um 10 durch den

eleganten Showroom im Industrial Style. Denn während

sich die Techniker vom V-ZUG-Kundendienst zu

Schulungszwecken konzentriert mit dem Innenleben

der Geräte vertraut machen, testet Alexander Popp die

neue „Excellence Line“ bereits in der Praxis.

Wie die Umgebung

Seit wenigen Wochen werden die Geräte der „ Excellence

Line“ in Deutschland eingeführt. Der europaweite

Startschuss fiel am 1. Juni. Der Heimatmarkt Schweiz

startete sogar schon am 1. März, die asiatischen Märkte

im zweiten Halbjahr 2021. Die erste große Präsentation

findet dann im September zur Küchenmeile 2021

in Löhne statt.

Mit der „Excellence Line“ bietet V-ZUG eine Einbaugerätelinie

für den Premiumbereich, die mit einigen

markentypischen Besonderheiten in „swiss

made“-Qualität aufwartet. Backöfen sowie Combair-

Steamer (Dampfbacköfen) und die neuen Steamer (reiner

Dampfgarer) glänzen im neuen Design mit verspiegelten

Glasfronten, wahlweise mit oder ohne Griffe und

das in den beiden Farben Schwarz und Platinum. In

beiden Varianten fügen sich die Geräte harmonisch in

„Höhere Flexibilität

für

Kombinationen.“

Patric

Schleicher,

Verkaufsleitung

V-ZUG

Deutschland.

Hier präsentiert

er Geräte

der neuen

„ Excellence

Line“ in der

Spiegelglasfarbe

Platinum.

20 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Die „Excellence Line“ gibt es in zwei Farben sowie den drei optisch

einheitlichen Ausstattungsklassen „V2000“, „V4000“ und „V6000“

(Foto in der Farbe Schwarz). Die Top-Ausstattung kann zusätzlich

durch die neue Funktion „AutoDoor“ aufgewertet werden.

Damit lässt sich die Gerätefront automatisch öffnen

und schließen. So kann auf Griffe an den

Geräten komplett verzichtet werden. Eine

Entlüftungsfunktion mit einem

Öffnungswinkel von 30° (Foto)

ist ebenfalls Bestandteil

von „AutoDoor“.

Fotos: Biermann

7/8/2021 KÜCHENPLANER 21


Hausgeräte

die Architektur und Atmosphäre der jeweiligen Küche ein.

Denn das verspiegelte Glas greift die Farben und Materialien

der Umgebung auf.

Optisch und preislich differenzieren

Auch hinter den elegant-puristischen Glasfronten ist

manches neu: Die Innenraummufflen wurden für eine noch

besser Luft- und Wärmeleitung in Details überarbeitet und

zum Großteil mit LED-Prisma-Leuchten ausgestattet. Das

setzt den Geräteinnenraum samt Gargut blendfrei in Szene.

Nur in den Einstiegsgeräten leuchten Halogen-Leuchten. Die

Geräte für die 45er-Nische bieten 48 Liter Volumen, die Varianten

für die 60er-Nische 69 Liter. Wobei „Varianten“ das

entscheidende Stichwort ist. Denn mit der „Excellence Line“

schafft V-ZUG weitere Möglichkeiten für eine differenzierte

Küchenplanung. Preislich wie optisch. V-ZUG Verkaufsleiter

Patric Schleicher fasst dies prägnant mit „Faktor 6“ zusammen.

Denn gab es die Öfen und Steamer bislang in zwei Produktvarianten

im identischen Design („Faktor 2“), stehen

nun drei Gerätelinien in zwei Designs zur Verfügung. Und

das über alle Varianten der Linien „V2000“, „V4000“ und

„V6000“ hinweg mit einheitlichen Gestaltungselementen. So

können mehrere Geräte in gleicher Optik aber unterschiedlichen

Ausstattungsklassen kombiniert werden – was den

Planern im Fachhandel zusätzliche Flexibilität und Differenzierungsmöglichkeiten

verschafft. Und dies nun zusätzlich

auch noch einfacher in der horizontalen Planung mit

45er- und 60er-Geräten sowie Wärmeschubladen, die in den

vier Höhen 14, 22, 28 und 31 cm zur Verfügung stehen. Dafür

wurde die Bedienblende aller V-ZUG-Geräte auf einheitliche

8,6 cm Höhe angeglichen. Kaffeevollautomaten und Weintemperierschränke

im einheitlichen Front- und Griffdesign

bietet die „Excellence Line“ ebenfalls.

Neuartiges Benutzererleben

Bei näherer Betrachtung der Geräte fällt als erstes ein weißer

Ring auf, der elegant im Zentrum eines farbigen Touch

Displays (nur im Betrieb sichtbar) eingeschliffen ist. Es ist

der sogenannte „CircleSlider“, über den das jeweilige Gerät

intuitiv gesteuert wird. Der Finger wird auf der leicht angerauten

Oberfläche des Drehreglers präzise geführt und

unterstützt somit das exakte Einstellen von Werten. „Und

das sogar mit nassen oder kalten Fingern“, erläutert Patric

Schleicher. Auf der Bedienoberfläche erscheinen Icons, die

wie bei Smartphone-Apps aktiviert und per Drag & Drop

verschoben werden können. Eine Klartextanzeige ist auch

möglich. Zur schnellen Orientierung werden alle aktuell

einstellbaren Funktionen und Werte im Farbton Amber

(ein gedecktes Orange) dargestellt. Alle anderen Anzeigen

leuchten in Weiß. Diese Art der Bedienung hebe das

Benutzererlebnis auf eine vollkommen neue Ebene, betont

der Hersteller. Während des Garprozesses visualisieren

das Farbdisplay und der „CircleSlider“ den Prozessfortschritt

oder die entsprechende Garphase. Wer es noch

exklusiver wünscht, stattet Backofen oder Steamer mit der

neuen Funktion „AutoDoor“ aus, mit der sich die Gerätefronten

automatisch öffnen und schließen lassen. „Mit dieser

automatischen Öffnungs- und Schließfunktion sind wir

22 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Intuitive Steuerung über den zentralen „CircleSlider“:

Der Drehregler ist elegant ins Glas des großzügigen

Touch Displays (56 x 200 mm) eingeschliffen.

Foto: Biermann

einzigartig im Markt“, sagt der V-ZUG Verkaufsleiter. Zur

„AutoDoor“-Funktion der Gerätelinie „V6000“ gehört auch

eine Entlüftungsfunktion, mit der sich die Front auf Knopfdruck

einen mittelgroßen Spalt (30°) öffnen lässt, um Wärme

und Dampf kontrolliert entweichen zu lassen.

All-inclusive mit „Easy Cook”

Erweitert wurden zudem die automatischen Bedienfunktionen.

Grundsätzlich kann jede Funktion direkt am Gerät

manuell eingestellt, gestartet und beendet werden. Die „Geräteautomatik“

nimmt den Nutzern bereits zentrale Schritte

ab. Das „Climate Control System“ (CCS) unterstützt den

Garprozess komplett und stellt sicher, dass das Gargut niemals

mehr Feuchtigkeit ausgesetzt wird als es aufnehmen

kann – gleich welcher Größe und Beschaffenheit. Die noch

weiterreichende Rundum-Unterstützung beim Backen und

Garen heißt bei V-ZUG „Easy Cook“. Die Zubereitung zahlreicher

Rezepte aus dem Fundus des Herstellers kann

über das Gerät abgerufen und als Lieblingsgericht gespeichert

werden. Dabei geht der Hersteller in den Voreinstellungen

auf landestypische Gerichte ebenso ein wie auf Ernährungsgewohnheiten.

Nutzer können sich zum Beispiel

ausgesuchte Rezepte der italienischen, deutschen, libanesischen

oder französischen Küche anzeigen lassen und

vorab bestimmen, dass es nur vegetarische oder vegane

Gerichte sein sollen. Oder auch ausschließlich Fleischmahlzeiten.

Da alle Geräte der „Excellence Line“ vernetzt

sind, kann die Bedienung über „Easy Cook“ noch komfortabler

über die V-ZUG App per Tablet oder Smartphone gestaltet

werden: inklusive Rezeptauswahl, Einkaufsliste

und automatischer Übernahme sämtlicher Gerätefunktionen

für den Garprozess.

Magische Kampagne

Mit der Einführung der neuen Geräte startete V-ZUG eine

Werbekampagne mit dem Slogan „Die Magie liegt im Detail“.

Gemeint ist damit das reibungslose Zusammenwirken

von Präzision, puristischem Design und komplexer Technologie

mit einfacher Bedienung. Magie entstehe dann, wenn

alle Details exzellent und perfekt aufeinander abgestimmt

sind. Zeitgleich betont V-ZUG mit der aktuellen Kampagne

seine starke Verbundenheit mit der Natur und fokussiert

besonders die ressourcenschonende Entwicklung und Produktion

der High-End-Geräte. Dabei stehen auch die Energieeffizienz

sowie ressourcenschonende Materialien im

Mittelpunkt.

Unterstützung für den Fachhandel

Die Fachhandelspartner von V-ZUG können die Geräte seit

Juni wieder live und vor Ort auf gemeinsamen Veranstaltungen

mit Kunden bzw. Interessenten erleben. Diesen Service

zur Unterstützung individueller Beratungsprozesse

bietet der Schweizer Hersteller weiterhin kostenfrei an: in

einer der acht bundesweit angesiedelten Partnerkochschulen,

im Ende April 2020 am Promenadeplatz in München

eröffneten ZUGORAMA oder im V-ZUG Studio in Löhne.

Dirk Biermann

7/8/2021 KÜCHENPLANER 23


Hausgeräte

Fotos: Bora

Mit auffälliger Bedienblende: Dampfbackofen „Bora X BO“.

Multitalent: Aufwärmen, Warmhalten,

Auftauen oder Niedertemperaturgaren –

alles möglich. Die neue Multischublade

gibt es in zwei Höhen: 140 und 290 mm.

Bora geht neue Wege

Bora hat den Dunstabzug nach unten

zwar nicht erfunden, aber wieder zum

Standard in vielen Küchen gemacht.

Nach einer weitgehenden Allein stellung

über einige Jahre, ist es nun eng geworden:

Kochfeldabzüge überschwemmen

den Markt regelrecht. Das motiviert Bora

zu neuen Wegen.

Neu im Sortiment sind der Dampfbackofen

„Bora X BO“ und eine Multischublade

zum Aufwärmen, Warmhalten, Auftauen

oder Niedertemperaturgaren.

Besonders der Dampfbackofen lässt aufblicken.

Allein schon wegen seiner Bedien

blende. Dieses 19 Zoll große Touch

Display lässt sich ausklappen und führt

die Nutzer über Icons intuitiv durch die

Programme. Zudem verfügt die Backofen­Dampfgarer­Kombination

(560 mm

breit, 592 mm tief, 560 mm hoch) über

eine Dampfabsaugung. Diese Funktion

lässt sich im laufenden Betrieb anwenden,

um einen ungetrübten Blick

aufs Gargut zu gewinnen oder zum Programmende

vor der automatischen Türöffnung.

Ein spezieller Aktivkohlefilter

reduziert die intensivsten Gerüche.

Weitere Highlights sind der optische

Black­Panel­Effekt der Glasfront, die

LED­Multilevel­Beleuchtung und die automatische

Reinigung. Der W­LAN und

Bluetooth fähige Dampfbackofen besitzt

außerdem ein Vierpunktspeisenthermometer.

Ist die Zieltemperatur erreicht,

schaltet sich der Ofen automatisch ab.

Die ebenfalls neue Multischublade gibt

es in den beiden Höhen 140 und 290 mm.

Sie lässt sich über den „X BO“ steuern.

Geführt wird der neue Dampfbackofen

von Bora unter der Bezeichnung „Flex­

Backofen“. Er fordert einen Festwasseranschluss

und zielt mit einem Listenpreis

von etwa 5290 (UVP) Euro auf die

Spitze des Premiummarktes.

Bora auf 60 cm

Ebenfalls neu vorgestellt wurde der

Kochfeldabzug „S Pure“. Das kompakte

und angesichts der Flächenbündigkeit

elegant wirkende Kochfeld ist nur 60 cm

breit. Damit eignet es sich laut Anbieter

für kleine Küchen. Beziehungsweise für

Kochen mit kleinen Töpfen. Obwohl vier

asymmetrisch angeordnete Kochzonen

vorhanden sind. Die Einströmdüse, unter

der sich der Aktivkohle­Geruchsfilter

befindet, ist in sechs Farben erhältlich.

Die Leistung regelt sich bei aktivierter

Abzugsautomatik allein, manuelles Eingreifen

entfällt. Darüber hinaus verfügt

„Bora S Pure“ unter anderem über eine

Warmhaltefunktion, Kindersicherung

und Ankochautomatik. Alle Bestandteile

sind spülmaschinengeeignet.

24 KÜCHENPLANER 7/8/2021


WAND

LUNGS

FÄHIG

wie die

Natur

Die neue Generation der EGO Induktionsplattform

passt sich ganz einfach an Ihre

Wünsche an. Wählen Sie flexibel Anzahl, Art

und Anordnung der Kochzonen sowie Ihr individuelles

User Interface und die gewünschten

Funktionen. Sie wollen mehr darüber wissen?

Kontaktieren Sie Ihren persönlichen E.G.O.

Ansprechpartner oder schreiben Sie an:

sales@egoproducts.com

Innovationen, die das tägliche Leben einfacher machen, Nutzen stiften und gleichzeitig natürliche

Ressourcen schonen. Das ist unser Antrieb, um Technologien und Produkte für Hausgeräte von

morgen zu entwickeln. www.egoproducts.com

Die E.G.O.-Gruppe ist ein Mitglied der BLANC & FISCHER Familienholding.

7/8/2021 KÜCHENPLANER 25


Hausgeräte

Flexiblen Raum

für bis zu fünf

Kochgeschirre.

Bedienung erfolgt

über ein

Touch-Display.

Wird Kochgeschirr

aufgestellt,

erscheint

dafür eine farbige

Fläche an

der entsprechenden

Stelle

im Touch-Display.

Foto: Miele

23 Assistenten im Kochfeld

Das neue Induktionskochfeld von Miele verfügt über drei „PowerFlex“-Bereiche für

variables Kochen mit bis zu fünf Töpfen und Pfannen. Gesteuert wird es über ein

sieben Zoll großes TFT-Farbdisplay. Zudem bietet es 23 Assistenzprogramme.

Zeitlos elegant präsentiert sich das Induktionskochfeld

„KM 7999“ – und lenkt so den Fokus auf das multifunktionale

und mehrfarbige Touch­Display im vorderen

Bereich der Glaskeramik. Leistungsstufen, Temperaturen

oder Garzeiten für die einzelnen Kochzonen lassen

sich intuitiv per Fingertipp ganz einfach anwählen.

Dabei erscheint für jedes aufgestellte Kochgeschirr

dank der permanenten Topferkennung je eine farbige

Fläche im Display. Über ein Pull­Down Menü geht es zu

weiteren Funktionen wie beispielsweise Wischschutz

oder Displayhelligkeit.

Platz für fünf

Erhältlich ist das 90 cm breite Kochfeld ab sofort in zwei

Varianten: rahmenlos für den flächenbündigen Einbau

oder mit einem schmalen hochstehenden Edelstahlrahmen.

Bis zu fünf Töpfe und Pfannen können individuell

und flexibel innerhalb der drei „PowerFlex“­Kochbereiche

platziert werden. Dabei zeigt sich die bewährte

Miele­Technologie besonders anpassungsfähig: So nehmen

die beiden seitlichen Bereiche jeweils bis zu vier

Töpfe oder Pfannen auf. Die Mitte bietet Platz für großes

Kochgeschirr wie etwa Pasta­Töpfe, mit Durchmessern

von maximal 30 cm. Große Bräter können jetzt nicht

nur an den Seiten platziert werden, sondern auch waagerecht,

zentral oberhalb des Displays. Möglich macht

dies das Zusammenschalten von zwei „PowerFlex“­Zonen

zu einem großen horizontalen Bereich.

Exakte Regulierung der Temperatur

Eingebettet in die „PowerFlex“­Bereiche sorgen insgesamt

acht „TempControl“­Sensoren für gewünschte Ergebnisse

beim Braten. Diese Infrarotsensoren unter

der Glasoberfläche regulieren die Temperatur zwischen

140 und 230 °C exakt und erübrigen das manuelle

Nachjustieren der Leistungsstufen. Ist „TempControl“

nach dem Aufstellen von Pfanne, Bräter oder Topf angewählt,

beginnt der Aufheizprozess. Ein akustisches

Signal informiert, sobald die gewünschte Temperatur

erreicht ist. Spezielles Zubehör ist für diese Funktion

laut Hersteller nicht erforderlich, das verwendete Kochgeschirr

muss dazu lediglich induktionstauglich sein.

Ergänzend sind 23 Assistenzprogramme über das

Display direkt im Schnellzugriff und unterstützen,

wenn sich die Frage nach der korrekten Temperatur für

eine Speise stellt. Im Display erscheinen dann kurze Anleitungen

und die richtige Temperatureinstellung. Manuelle

Temperaturanpassungen sind dennoch möglich.

Per WLAN vernetzt

Das Induktionskochfeld ist per WLAN vernetzungsfähig

und könne in Kürze in die Miele App integriert

werden, verspricht der Hersteller. Zudem kommuniziert

das Kochfeld über die Funktion Con@ctivity direkt

mit einer Miele­Dunstabzugshaube: Abhängig

vom Geschehen auf dem Kochfeld wird die Saug leistung

automatisch angepasst.

26 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Schwungvoll inszeniert

Der „Slide&Hide“­Backofen von Neff ist längst

volljährig. Im Jahr 2002 kam das Gerät mit versenkbarer

Tür auf den Markt und ist seitdem

ein Erfolgstyp. Um Kunden immer wieder neu

für das Produkt zu begeistern, wurde es jetzt

vom Hersteller ungewöhnlich in Szene gesetzt:

in einer „Skate Kitchen“.

Basis aller Überlegungen war die Ofentür, die

exklusive Kernkompetenz von „Slide&Hide“,

die nach wie vor nur Neff im Programm hat.

Diese Tür lässt sich schließlich nicht nur aufklappen,

sondern komplett versenken und bietet

somit mehr Platz bei der Arbeit am Ofen.

Am Ende des kreativen Prozesses stand die

Idee eines Funparks für Skater – als Symbol

für den gewonnenen Freiraum. „Wir wollten

ein modernes und emotionales Storytelling“,

erläutert Elena Polontchouk, Marketingleiterin

Neff Deutschland. „Die Skate Kitchen ist im

wahrsten Sinne des Wortes eine abgefahrene 2020 feierte Hersteller Neff einen besonderen Meilenstein: Der zweimillionste Backofen

mit „Slide&Hide“-Tür lief vom Band. Dieses Produktionsjubiläum gab den An-

Sache – aber das ist der ‚Slide&Hide‘­Backofen

ja auch.“ Nun soll der Spot in einer umfangreichen

Digitalkampagne verbreitet werden.

stoß, das Produkt neu zu inszenieren und außergewöhnliche Wege zu beschreiten.

Ein Making­of Film über die Skate Kitchen ist hier zu sehen: https://youtu.be/IKBGFG09NNs

Den Spot selbst gibt es hier: https://youtu.be/wira1EHSFUM

Foto: Neff

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ELEGANTESTE

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GENIESSENS

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Die neue Ästhetik des Dunstabzugs.

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Genießen ist ganz leicht. Solange man immer das Beste nimmt.

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Hausgeräte

Fotos: Samsung

Ein Trainer nimmt die Nutzer in Empfang und führt durch das „ Experience Studio for Connected Living“ sowie die 21 verschiedenen

Anwendungsbeispiele, die sich von der Küche über das Wohnzimmer bis hin zum Konferenzraum erstrecken.

Vernetzte Welt virtuell erkunden

Um Kunden, Partnern und Trainern weiterhin eine produktnahe Nutzungserfahrung

zu bieten, hat Samsung eine zeitgemäße Lösung gefunden: Interessierte können

Anwendungsszenarien und Produkthighlights des „Experience Studio for Connected

Living“ virtuell erleben.

Der Intro- Table

dient den Nutzern

als intuitiver

Wegweiser.

Die

Anwendungsbeispiele

können

nach Szenarien

wie

„Familie“ oder

„Freelancer“

gefiltert werden.

28 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Kochen & Backen

ohne Limit

Das neue Portofino-Kochzentrum im

XXL-Format.

Die zum Einsatz kommenden 360-Grad-Fotokugeln erwecken den Anschein,

als würden sich Nutzer im Showroom vor Ort befinden. Über die Leiste am

rechten Bildrand sind verschiedene Anwendungsbeispiele aufgeführt.

Das 120 cm breite Gerät lässt keine

Wünsche offen: Doppelbackofen mit

9 Beheizungsarten auf der einen Seite

und Dampfunterstützung auf der anderen

Seite. Dazu ein Kochfeld mit Induktion,

Gas und Teppanyaki-Platte.

„Wie lässt sich ein Galaxy­Smartphone

mit dem Flip 2 verbinden, um darüber

beispielsweise eine Präsentation mit

seinen Kollegen zu teilen? Wie ist es

möglich, sich den Kühlschrankinhalt

des ‚Family Hub‘ auf dem Smartphone

anzeigen zu lassen, während man gerade

noch einkaufen ist?“ Die digital vernetzte

Produktwelt von Samsung bietet

zahlreiche Möglichkeiten. Genau

gesagt: 21 Anwendungsbeispiele für

mehr als 300 Produkte von Samsung

und Drittanbietern. „Um unserer Position

im Smart­Home­Segment gerecht zu

werden, braucht es nicht nur fortschrittliche

Produktideen, sondern auch smarte

Präsentationsmöglichkeiten, die umfassend

zugänglich sind“, verdeutlicht

Mario Winter, Vice President Marketing,

Samsung Electronics GmbH. Für ein

ideales Erlebnis empfehle sich die Nutzung

eines Chrome, Firefox oder Edge

Internet­Browsers.

Wie das Original

Das „Experience Studio for Connected

Living“ wurde im Dezember 2019 in der

deutschen Unternehmenszentrale in

Schwalbach eröffnet. Nun wurde es also

in eine digitale Umgebung überführt.

Durch den Einsatz von 360­Grad­Fotokugeln

folgt der Aufbau des virtuellen

7/8/2021

Showrooms seinem Vorbild bis ins Detail

– die Nutzer haben über die intuitive

Menüführung zudem die Möglichkeit,

sich frei auf der rund 250 m 2 großen Ausstellungsfläche

zu bewegen. „Es genügen

bereits wenige Klicks, um zwischen

der voll ausgestatteten Küche, einem gemütlichen

Wohnzimmer oder einem vernetzten

Konferenzraum zu wechseln

und mehr über die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten

der Produkte

zu erfahren“, erläutert der Hersteller.

Persönliche Ansprache inklusive

Die digitale Erlebniswelt ist dem Showroom

in Schwalbach nachempfunden

und kann auf der Samsung­Homepage

besucht werden. Trainer Robert empfängt

die Nutzer zu Beginn des Rundgangs

und führt sie per Video in die

unterschiedlichen Anwendungsbeispiele

ein. Durch die detaillierten Erklärungen

mithilfe der Kurzclips und den

entsprechenden Links zum Samsung

Online Shop, ist das Virtual Experience

Studio eine Plattform, die sich als skalierbares

Schulungstool anbietet. So

ist der virtuelle Showroom nicht nur

für Endkunden ausgelegt, sondern eignet

sich auch für Vertriebsmitarbeiter

und Handelspartner beispielsweise für

Schulungsangebote.

KOCHZENTRUM CPF120IGMPTD

Gaskochfeld mit drei Brennern, Multizonen-Induktionskochfeld,

Teppanyaki-

Grillplatte, Backofen mit Pyrolyse und

Touch-Display

Ein Familienunternehmen seit 1948

Mehr Informationen zur gesamten Designlinie

Portofino erhalten Sie bei Ihrem SMEG

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Hausgeräte

Das Rohglas

jeder einzelnen

CERAN ® Kochfläche

wird

mittels Hightech-Schmelzverfahren

in

Mainz hergestellt.

Foto: SCHOTT CERAN ®

200 Millionen

Glaskeramik-Kochflächen

Mit einer schwarzen Glaskeramik revolutionierte SCHOTT im Jahr 1971 das Kochen.

Das Hightech-Material, das ursprünglich für Weltraum-Anwendungen konzipiert

wurde, ebnet seitdem modernen Küchendesigns den Weg. Im Jubiläumsjahr wurde

nun ein Meilenstein gefeiert: die 200-millionste Kochfläche.

Alles begann in den 1970er­Jahren mit einem interdisziplinären

Forscherteam, das damals auf die Idee kam,

Glaskeramik statt im All auch in der Küche zu verwenden.

Die besonderen Eigenschaften – allen voran die

Quasi­Nullausdehnung des Materials bei großer Hitze

oder auch Kälte – prädestinierten den Werkstoff bis

dato für Weltraumapplikationen wie Satelliten oder

die größten Teleskope der Welt. So kam es, dass die

schwarze Glaskeramik­Kochfläche aus Mainz eine internationale

Revolution in der Küche anstieß. Wo zu

Beginn der Erfolgsstory noch Elektro­Heizstrahler für

Hitze sorgten, übernehmen heute magnetische Wechselfelder

die moderne und energieeffiziente Erhitzung

des Kochgeschirrs (Induktion). Besonders praktisch:

CERAN ® Glaskeramik­Kochflächen sind für alle Heizarten

geeignet. Inzwischen setzen sie auch im Design

neue Trends. „Als CERAN ® Kochflächen vor 50 Jahren

auf den Markt kamen, war Elektrostrahlung die gängige

Technologie. Heute erwärmen Europäer ihre Speisen

gerne mit Induktion, in den USA und Asien ist

Gas weiterhin die beliebteste Option. Wir freuen uns

darüber, dass Kochfelder mit SCHOTT CERAN ® weltweit

alle glücklich machen – ganz egal mithilfe welcher

Heiztechnologie“, erklärt Kathrin Becker, Director

Marketing Cooking von SCHOTT.

Rohglas kommt aus Mainz

Das Erfolgsrezept hinter 200 Millionen verkauften

Kochflächen verrät Jörg Wingefeld, Head of Sales &

Marketing Glaskeramik: „Durch kontinuierliche Innovationen

und höchsten Qualitätsanspruch konnten

wir in den letzten 50 Jahren unser Produkt immer wieder

neu erfinden, wachsen und neue Märkte auf der

ganzen Welt erschließen.“ Die Wurzeln der schwarzen

Glaskeramik bleiben jedoch in der Unternehmenszentrale

in Mainz: Denn hier wurde mittels Hightech­

Schmelzverfahren das Rohglas für jede einzelne der

200 Mio. Kochflächen hergestellt.

Eine neue Ära des Kochens

Die Corona­Pandemie veränderte die Situation am

Hausgerätemarkt in den letzten Monaten drastisch.

Das hatte auch Auswirkungen bei SCHOTT. Dr. Jan­

Peter Ortmann, Head of Operations im Bereich Glaskeramik,

erläutert: „Die extrem angestiegene Nachfrage

nach Hausgeräten aufgrund von Ereignissen wie

Lockdowns hat uns aus einer Kurzarbeitssituation in

eine Vollauslastung mit neuen Produktionsrekorden

geführt. Durch schnelle Implementierung von Hygienekonzepten

und digitale Zusammenarbeit konnten

wir die Marktbedürfnisse durchgehend stillen. Besonders

die letzten Monate haben uns gezeigt, dass wir

unseren Wachstumspfad auch in der Zukunft weiterführen

können.“ Wie, das will das Unternehmen Ende

August näher erläutern. Im Rahmen eines exklusiven,

digitalen Events für die Kunden der Hausgeräteindustrie

steht der Launch einer CERAN ® Produktneuheit

an, die „eine neue Ära des Kochens“ einleiten soll.

30 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Foto: AEG

Dampfgaren –

für gesundes

und leckeres

Essen.

„Meer sauber machen“

Aktionen zu ökologischen Themen haben bei AEG Tradition. Anlässlich der Jubiläumsaktion

„40 Jahre ÖKO­Kompetenz“ haben der Hersteller und die gemeinnützige

deutsche Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. (oeoo) im vergangenen

Jahr eine gemeinsame Müllsammelaktion in den Weltmeeren gestartet. Unter

dem Slogan „Meer sauber machen“ wurden im Zeitraum von Ende August 2020 bis

Ende März 2021 schon über 30 000 Kilogramm Müll aus dem Meer gefischt. Ein Erfolg,

den die beiden Partner nun fortführen: Vom 1. Juli bis 31. August 2021 geht die

Kampagne in die nächste Runde und gibt so Verbrauchern erneut die Chance, sich

an der Aktion zu beteiligen. Für jeden innerhalb des Aktionszeitraums verkauften

ÖKO­Staubsauger (definierte Aktionsmodelle) fischt AEG gemeinsam mit oeoo mindestens

ein Kilogramm Müll aus dem Meer. Im Rahmen der verlängerten Kampagne

hat AEG die Aktionsgeräte um zwei weitere Modelle mit 44 % Recyclinganteil

und 38 % Recyclinganteil ergänzt. Damit will das Unternehmen unterstreichen, dass

Nachhaltigkeit für AEG nicht ein Wort sei, sondern ein verankerter Wert, wie Daniel

Köhn, Business Head Wellbeing & SDA der Electrolux Hausgeräte GmbH, unterstreicht.

Der Hausgerätehersteller Electrolux mit seiner Premium­Marke AEG

wurde nach eigenen Angaben bereits zwölf Mal in Folge als nachhaltigster Hausgerätehersteller

der Welt ausgezeichnet. Als Quelle gibt das Unternehmen an: Down

Jones Substainability Index (DJSI World) Sep. 2018. www.meer-sauber-machen.de

Das Buch zur Pizza

Damit die Pizza zu Hause so gut schmeckt wie vom italienischen Pizzabäcker

braucht es nach Überzeugung des italienischen Hausgeräte­Herstellers Smeg gar

nicht viel: das Rezept für originalgetreu zubereiteten Teig und einen guten Ofen mit

einem Pizza stein aus Schamott. Ab jetzt gibt es beides zusammen: Denn seit 1. Juli

verschenkt Smeg zu jedem neuen Backofen mit Pizzafunktion ein aufwendig gestaltetes

Pizza­Kochbuch. Angehende Pizzaiolos, so heißen in Italien die traditionellen

Pizzabäcker, finden hier laut Unternehmen neben dem Originalrezept aus Neapel

50 Ideen für einen leckeren Belag: von der richtigen Zubereitung des Klassikers

Margherita bis zu ausgefallenen Varianten.

Aufgelegt wurde das aufwendig gestaltete

Buch mit zahlreichen Rezepten und inspirierenden

Fotos in Zusammenarbeit mit dem renommierten

Callwey Verlag. Das Buch kommt

im Herbst auch in den Buchhandel. Für die teilnehmenden

Smeg Fachhandelspartner ist die

Aktion mit keinem Aufwand verbunden. Denn

alles, was ihre Kunden tun müssen, um eines

der schönen Bücher zu erhalten, ist, sich auf

der Aktionswebseite www.smeg­pizzabuch.de

zu registrieren. Sie bekommen das Buch dann

direkt zugeschickt – solange der Vorrat reicht.

Foto: Smeg

Dampfgaren zaubert die besten Gerichte

und ist obendrein der Geheimtipp der Meisterköche.

Denn das Dampfgaren trägt nicht

nur zu einem gesunden Lebensstil bei,

sondern es erhält Vitamine und Mineralien

Ihrer Lebensmittel und intensiviert gleichzeitig

deren natürliches Aroma.

Durch das schonende Dampfgaren bleibt

Gemüse knackig, Fisch und Fleisch werden

außen knusprig und innen schön saftig und

zart. Sogar Brot und Gebäck werden innen

herrlich luftig. So zaubern Sie mit den

Dampfgarern von Beko im Handumdrehen

gesunde und leckere Gerichte für die

ganze Familie.

7/8/2021

www.beko.com/de-de


Hausgeräte

Die „EcoFiber“-Backöfen von Beko werden

aus recycelten Materialien gefertigt.

Für nachhaltigen Lifestyle

begeistern

Die Hausgerätemarke Beko wird nachhaltiger. Global führt das Unternehmen

sieben neue nachhaltige Produkte ein und präsentierte aktuell die Ergebnisse

einer Nachhaltigkeits­Umfrage, die unter europäischen Verbrauchern durchgeführt

wurde. In Deutschland werden die Geräte ab 2022 erhältlich sein.

Als global agierendes Unternehmen sei sich Beko seiner

Verantwortung in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit

bewusst, betonte Hakan Bulgurlu, CEO von

Arçelik, der Muttergesellschaft von Beko, im Rahmen

eines Online­Round­Tabels zum Thema nachhaltige

Produktentwicklung. „Unsere Ziele im Bereich Nachhaltigkeit

und unsere führenden Bemühungen im Bereich

nachhaltige Innovationen sind zwei Teile desselben

großen Ganzen, die eng zusammenhängen“,

erläuterte er. Und: „Es liegt an uns, bessere, umweltbewusstere

Wege zu finden, unser Leben zu führen.

Mit einer Reihe von umweltfreundlichen Beko­Geräten

können unsere Kunden nun ihr Zuhause nachhaltiger

gestalten.“ Ziel der Marke Beko sei es, zukünftige Generationen

für einen gesünderen Lifestyle zu begeistern.

Dies sei nur möglich, „wenn wir nachhaltiger leben

und auf einen gesünderen Planeten hinarbeiten“,

ergänzte Zeynep Yalım Uzun, CMO von Arçelik.

Recycling-Kunststoff aus Fischernetzen

Dafür führt Beko global ein neues, umweltfreundlich

produziertes Sortiment ein. Dieses umfasst sieben

nachhaltige Produkte, die Verbraucher dabei unterstützen

sollen, im Alltag umweltfreundlicher zu leben.

Bei den Geräten handelt es sich um die „EcoTub“­

Waschmaschine und den „EcoTub“­Waschtrockner,

den „GreenDry“­Trockner und den „EcoFiber“­Backofen,

die aus recycelten Materialien wie PET­Flaschen

und Fischernetzen hergestellt werden. In dem neuen

„BioCycle“­Kühlschrank und der „BioCoffee“­Espressomaschine

werden Bio­Verbundstoffe aus Eiern

oder Kaffeeresten verwendet. Der neue „AutoDose“­

Geschirrspüler dosiert die passende Menge an Spülmittel

und spart so bei jedem Waschgang. Die Nachhaltigkeits­Range

wird nach und nach international

ausgerollt, in Deutschland ist der Launch für 2022

geplant.

Nachhaltigkeitsstudie initiiert

Anlässlich der Vorstellung der Produktneuheiten stellte

Beko die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage

zu den Einstellungen und Bedenken der Verbraucher

in Bezug auf Nachhaltigkeit vor. Befragt wurden 1800

Teilnehmer aus Deutschland, UK, Frankreich, Italien,

Polen und Spanien. Ein Hauptergebnis der Studie: Von

Menschen verursachte Umweltschäden werden von

den Befragten aller Länder als die größte Bedrohung

für unseren Planeten wahrgenommen. Machtlos scheinen

sich die Teilnehmer dem gegenüber jedoch nicht

zu fühlen: Die große Mehrheit gibt an, dass sie es für

ihre persönliche Verantwortung halten, etwas zu verändern,

indem sie den Abfall­, Wasser­ und Energieverbrauch

in ihrem täglichen Leben reduzieren (DE: 84 %,

UK: 88 %, IT: 88 %, ESP: 87 %, FR: 78 %, POL: 74 %).

32 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Recycling in Deutschland

nur verhalten

Recycling ist europaweit die beliebteste

Art und Weise, zu Hause Nachhaltigkeit

zu leben. 66 % der Befragten

aus Deutschland setzen darauf – im

Ländervergleich stehen sie damit jedoch

an letzter Stelle. Auf die Frage,

mit welchen Maßnahmen die Erde zudem

geschützt werden kann, nennen

die Befragten, in der Reihenfolge ihrer

Effektivität absteigend, folgende Maßnahmen:

den Kauf nachhaltiger Produkte,

den Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung,

die Reduzierung

von Flug reisen und des Fleisch­Konsums.

Die Verwendung umweltfreundlicher

Produkte ist den Teilnehmern in

den Kategorien Energie und Lebensmittel

am wichtigsten, gefolgt von der Kategorie

Haushaltsgeräte.

Der Preis zählt

Als Haupthindernis für einen nachhaltigeren

Alltag wird in allen Ländern die

Wahrnehmung hoher Preise für nachhaltige

Produkte genannt. In Deutschland

sind laut der Umfrage im Vergleich

zu anderen Ländern hohe Preise nur selten

ein Hinderungsgrund für den Kauf

nachhaltiger Produkte – dies gilt sowohl

für FMCG­ als auch für Nicht­FM­

CG­Produkte (Fast Moving Consumer

Goods, also schnelllebige Konsumgüter).

Der Preis ist über alle Länder hinweg

das wichtigste Kaufkriterium bei

Haushaltsgeräten, gefolgt von Langlebigkeit

und Umweltfreundlichkeit.

Technologien demokratisieren

„Die Studie zeigt, dass wir mit unseren

Nachhaltigkeitszielen absolut auf einer

Linie mit den Verbrauchern sind. Es

ist ermutigend zu sehen, dass die Menschen

etwas für den Schutz der Umwelt

tun wollen und überzeugt sind, dass ihr

Handeln etwas bewirken kann. Bei Beko

setzen wir uns dafür ein, Technologien

zu demokratisieren, sie erschwinglich

und möglichst vielen Menschen zugänglich

zu machen. Indem wir Nachhaltigkeit

zum Geschäftsmodell machen und

in alles was wir tun integrieren, möchten

wir durch die Entwicklung leistungsstarker,

langlebiger, bezahlbarer

und gleichzeitig umweltfreundlicher

Haushaltsgeräte die Umweltbelastung

reduzieren“, sagt Mario Vogl, Vorsitzender

der Geschäftsführung der Beko

Grundig Deutschland GmbH.

Fotos: Beko Grundig Deutschland

www.sedia-kuechentechnik.de

Auch im neuen „BioCycle“-Kühlschrank werden Bio-Verbundstoffe aus Eiern oder

Kaffeeresten verwendet.

7/8/2021

Unsere Küche – unser Zuhause

Kochen · Leben · Lachen


Küchenzubehör

Eine „bärenstarke Bilanz“

Blanco hat im Geschäftsjahr 2020 mit 408 Mio. Euro einen Rekordumsatz

erwirtschaftet. Doch diese Kennziffer allein ist es nicht, die Finanzchef

Rüdiger Böhle veranlasst, von einer „bärenstarken Bilanz“ zu sprechen.

Der Blick zurück auf das Jahr 2020 ist auch bei Blanco

in Oberderdingen von den Auswirkungen der Corona-

Pandemie geprägt. Von den Aktivitäten zum Schutz

der Mitarbeitenden und der Aufrechterhaltung der Liefersicherheit.

Diese Aspekte gleichberechtigt zusammenzubringen

und dabei die formulierten Ansprüche

an Ökologie und Ökonomie zu wahren, hat die Organisation

gefordert. Und sie scheint die Herausforderung

gut gemeistert zu haben. „Wir sind stolz auf diese weltweite

Teamleistung“, brachte CEO Frank Gfrörer die

Stimmungslage der Geschäftsführung im Rahmen der

Bilanzpressekonferenz zum Ausdruck. Wobei die zusätzlichen

Aufgaben weiterhin reichlich vorhanden

sind. Die aktuellen Engpässe bei Materialien aller Art

verlangen hohen Einsatz der Blanco-Belegschaft weit

über die Kerntätigkeiten hinaus: im Kontakt mit bestehenden

Lieferanten und beim Aufspüren neuer Lieferquellen.

Für 2021 will das Unternehmen keine zusätzlichen

Preiserhöhungen an seine Kunden weitergeben,

sondern die Mehrkosten im Einkauf und in der Logistik

durch gesteigerte Produktivität ausgleichen.

Liquidität stets gesichert

Das Stichwort Kosten führt zur eingangs erwähnten

„bärenstarken Bilanz“. Denn laut CFO Rüdiger Böhle

stand die Kontrolle der Ausgaben von Beginn der Pandemie

im Mittelpunkt. „Die Sicherung der Liquidität“

sei oberstes Gebot gewesen und habe die finanziellen

Abläufe durchgehend gesichert. Denn Mitarbeiter wollen

trotz Lockdowns entlohnt und Lieferanten pünktlich

bezahlt werden. Unter dem Strich habe Blanco

ein „sehr zufriedenstellendes Ergebnis“ erwirtschaftet.

Konkrete Zahlen hierzu teilt das Unternehmen traditionell

nicht mit. Bleiben die Umsatzzahlen, die sich

trotz der massiven globalen Umsatzeinbrüche in den

ersten beiden Quartalen zu neuen Höhen aufschwangen.

408 Mio. Euro bedeuten einen Rekordumsatz in

der 97-jährigen Geschichte Blancos. Das Wachstum

beträgt damit 3,1 %. Im Inland stiegen die Erlöse auf

151 Mio. Euro (plus 6,7 %), in den internationalen Märkten

auf 257 Mio. Euro (plus 2,9 %). Die Exportquote beträgt

aktuell 63 %.

Die Früchte interner Prozesse

Die weiteren Ziele des Unternehmens sind klar wachstumsorientiert.

„Nachhaltig und ambitioniert“, konkretisiert

CEO Frank Gfrörer. Für 2021 prognostiziert er

eine höhere Steigerung als die 3,8 % aus 2020. Wobei

sich seine Zuversicht aus zwei Quellen speist. 1. Die

weiterhin hohe Nachfrage nach Küchenprodukten aller

Art im Zuge der Besinnung vieler Menschen auf

die eigenen vier Wände und dabei besonders auf die

Küche. Und 2. auf die eigenen Stärken. Gfrörer formuliert

es so: „Wir profitieren nicht nur von dem, was uns

der Markt anbietet, sondern ernten auch die Früchte

unserer internen Prozesse.“ Dabei hat er Investitionen

in Werte, Weiterbildung und Produktqualität im Sinn

– und rein produktorientiert gedacht die noch relativ

neue Unit-Strategie, also die einheitliche Vermarktung

von Spüle, Armatur, Abfalltrennsystem und Wasserveredlung.

Das macht deutlich: Für Blanco geht es

längst um mehr als ums reine Wasserzapfen. Aus dem

Spülenproduzenten und erfolgreichen Armaturenanbieter

ist vom Selbstverständnis ein Systemlieferant

geworden, der Wasser in seiner Rolle als Lebensmittel

zum elementaren Bestandteil der Aktivitäten macht.

Man mag sich dessen in Deutschland nicht durchgehend

bewusst sein: Doch in vielen Märkten weltweit

ist Wasser aus dem Hahn nicht für den Verzehr geeignet.

So bekommen leistungsstarke und leicht zu bedienende

Filter sys teme eine zunehmend höhere und

umsatzsteigernde Bedeutung. Münden könnten diese

strategischen Aktivitäten in einem individuell konfigurierbaren

Wasserplatz aus einer Hand. Dies ist

zwar noch Zukunftsmusik, doch erste Töne sind schon

klar vernehmbar. Ebenso wie zu weiteren Projekten

zu den Themen Outdoor und Mini-Küche („K2“), die

Blanco derzeit mit Konzernschwester E.G.O. vorbereitet.

Spruchreife Pläne gibt es dazu aber noch nicht.

Investitionen in vielen Bereichen

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den Rahmen

für künftige Wachstumsstrategien zu bilden, investiert

Blanco in vielen Bereichen. Zum Beispiel in

den Produktionsverbund „Composite“: So werden die

Werke für die weltweit erfolgreichen Silgranit-Spülen,

die nach wie vor stärkster Wachstumsmotor sind, in

Most (Tschechien) und Toronto (Kanada) erweitert. Außerdem

wird die Produktivität am deutschen Standort

Sinsheim erhöht.

Blanco versteht sich als Premiummarke. Damit verbunden

sei ein Anspruch an hohe Qualität, lange Lebensdauer,

gute Gebrauchseigenschaften hervorragenden

Kundennutzen – und dies weltweit. „Wir

wollen ein exzellenter und verlässlicher Systemanbieter

auch in unseren internationalen Märkten werden

und den globalen Footprint vergrößern“, beschreibt

CEO Frank Gfrörer das Ziel. Dies werde man insbesondere

mit dem Aufbau regionaler Organisationen für die

Beschaffung und das Qualitätsmanagement umsetzen.

Deshalb investiert das Unternehmen in den Ausbau

eines globalen, dezentral organisierten Qualitätsmanagements.

Derzeit entsteht zudem ein neues Prüf- und

Versuchszentrum am Stammsitz in Oberderdingen. Im

34 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Fokus stehen hier die technisch anspruchsvollen Units,

die als Systemlösung besondere Qualitätskriterien erfüllen

müssen. Hierbei verfolgt Blanco einen innovativen

Ansatz und setzt auf eine agile Produktenwicklung.

Maßstäbe setzen will Blanco auch mit der Etablierung

kundenorientierter digitaler Services, wie etwa der neuen

internationalen virtuellen Schulungsplattform für

Handels- und Vertriebspartner, Planer, Monteure, aber

auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die sogenannte

„Brand Academy“ verfolgt ebenso einen globalen

Ansatz und wird von Singapur aus geführt. Know-how zu

Produktneuheiten, Installationen, Wartungen und Reparaturen

sowie zur Montage der Unit- Komponenten: Darum

geht es künftig ganz praxisnah auch im neuen Schulungszentrum

für Präsenztrainings, das direkt an das

Prüf- und Versuchszentrum angeschlossen ist.

Für die Umsetzung seiner strategischen Ziele hat

Blanco zudem in Know-how und Personalaufbau investiert.

Das Unternehmen in Familienhand führte Ende

2020 1542 Beschäftigte (Vollzeiter), darunter 1102 in

Deutschland und 440 an den internationalen Standorten.

Mit Blick auf die vielfältigen Herausforderungen der

Pandemie sagte COO Andreas Ostermann von Roth: „Die

Gesundheit der Belegschaft ist nach wie vor einer unserer

wichtigsten Leitgedanken. Das gilt für alle Beschäftigten

weltweit, sowohl in der Verwaltung als auch in der

Produktion.“

Dirk Biermann

Zugang zu Wasser

Um Menschen in internationalen Krisengebieten,

denen der Zugang zu Trinkwasser

erschwert oder gar unmöglich

ist, zu helfen, engagiert sich Blanco seit

2019 bei der arche noVa. Die Kooperation

mit der gemeinnützigen Organisation

mit Sitz in Dresden konzentriert sich

auf die Errichtung mechanischer Wasserpumpen

und die Ausbildung von Einheimischen

zur selbstständigen Wartung

und Reparatur der Pumpen, was

die Lebensbedingungen der Menschen

dort spürbar verbessert. 2020 spendete

Blanco für dieses Projekt 45 000 Euro, in

2021 wurde die Summe auf 50 000 Euro

erhöht. (www.arche-nova.org).

Foto: Blanco

Rück- und Ausblicke: Diese gab die Geschäftsführung von Blanco anlässlich der virtuellen Bilanz-Pressekonferenz (Foto von links):

Andreas Ostermann von Roth (COO), Frank Gfrörer (CEO), Rüdiger Böhle (CFO).

7/8/2021 KÜCHENPLANER 35


Küchenzubehör

Die Franke Group (hier eine Außenansicht

der Zentrale in Aarburg/Schweiz), Teil der

Artemis Holding, musste 2020 leichte

Einbußen verkraften.

Foto: Biermann

Ein herausforderndes Jahr

gemeistert

Das Geschäftsjahr 2020 der Franke-Mutter Artemis Group war durch die Covid-19-

Krise und deren massiven Auswirkungen geprägt. Die meisten Geschäftsbereiche

seien von der Pandemie deutlich betroffen gewesen. In Summe spricht das

Unternehmen dennoch von einem guten Ergebnis. Trotz Einbußen.

Der konsolidierte Nettoumsatz der Artemis Group sank

laut Bilanzbericht organisch um 6,9 % auf umgerechnet

2,56 Mrd. Euro (2,8 Mrd. Franken) und lag damit um

12,5 % unter dem Vorjahr. Die größten organischen Umsatzeinbußen

stammen von der Feintool Group (- 19,1 %)

und der Franke Group (- 3,6 %). Akquisitionen erhöhten

den Nettoumsatz um 0,1 %, während der starke Schweizer

Franken einen negativen Währungseinfluss von

5,7 % zur Folge hatte.

EBIT

Das operative Ergebnis (EBIT) vor Restrukturierungsaufwendungen

und Wertberichtigungen aus dem Verkauf

der Division Franke Water Systems sank von

CHF 151,4 Mio. auf CHF 138,9 Mio., was einer Abnahme

von CHF 12,5 Mio. (8,2 %) im Vergleich zum Vorjahr

entspricht. Die EBIT-Marge vor Einmaleffekten

betrug 5,0 %, verglichen mit 4,7 % im Jahr 2019. Hohe

Einmaleffekte aus Restrukturierungen und Wertberichtigungen

reduzierten den EBIT auf CHF 74,7 Mio.

(Vorjahr CHF 144,8 Mio.). Der Reingewinn sank auf

CHF 102,9 Mio. (Vorjahr CHF 162,7 Mio.).

Investitionen

Die Gesamtinvestitionen von CHF 176,6 Mio. im Jahr

2020 sanken um 38,8 % gegenüber CHF 288,5 Mio. im

Vorjahr. Ein großer Teil davon wurde für die Optimierung

verschiedener Produktionswerke (Franke Group,

Feintool Group) verwendet sowie für die Akquisitionen

von Sinks & Things Ltd. in Großbritannien und der

restlichen 51,1 % an PR Kitchen & Washroom Systems

Pty. Ltd. in Australien (Franke Group). Zudem wurde

36 KÜCHENPLANER 7/8/2021


das Portfolio an Wohn- und Geschäftsimmobilien im

In- und Ausland weiter ausgebaut. Die Investitionstätigkeiten

der Artemis Asset Management Group fokussierten

sich auf Start-up-Unternehmen und Private-

Equity-Engagements.

Personal

Der Personalbestand der Artemis Group lag per Jahresende

2020 bei 11 382 Personen und war damit um

5,7 % tiefer als per Jahresende 2019. Mit einem Anstieg

der Eigenkapitalquote auf 59,0 % im Vergleich zu

58,1% im Vorjahr und der Reduktion der Nettoverschuldung

um CHF 143,1 Mio. auf CHF 350,5 Mio. – davon

CHF 305,9 Mio. für die Artemis Real Estate Group und

CHF 148,9 Mio. für die Feintool Group (die übrigen Aktivitäten

halten laut Unternehmen eine Nettoliquidität)

– stärkte die Gruppe ihre Liquidität und Bilanz weiter.

Geschäftsverlauf Franke Group 2020

Die zur Holding zählende Franke Group erwirtschaftete

im vergangenen Jahr einen organisch um 3,6 % reduzierten

Nettoumsatz von CHF 2,18 Mrd. (Vorjahr CHF

2,42 Mrd.). Die negativen Währungseffekte beliefen sich

auf 6,5 %. Der durch Akquisitionen erzielte Umsatzanstieg

wurde durch Umsatzverluste aufgrund von Veräußerungen

aus geglichen. Die Divisionen Faber Hoods &

Cooking Systems und Franke Water Systems erzielten

ein organisches Wachstum, während die übrigen drei

Divisionen der Franke Group im Berichtsjahr eine reduzierte

Umsatzentwicklung verzeichneten.

Divisionen unterschiedlich betroffen

Nach einem guten Start in das Jahr 2020 wurden die

fünf Divisionen in unterschiedlichem Ausmaß von der

sich ausbreitenden Covid-19-Krise getroffen. Franke

Kitchen Systems und Faber Hoods & Cooking Systems

erlebten im zweiten Quartal 2020 einen starken Umsatzrückgang,

erholten sich aber in der zweiten Jahreshälfte

in allen Regionen und erreichten für das Gesamtjahr

ein Wachstum von - 1,3 % bzw. 9,8 %.

Franke Coffee Systems litt am stärksten unter den

negativen Auswirkungen der Krise und musste einen

organischen Umsatzrückgang von 14,1 % hinnehmen.

Auch Franke Foodservice Systems hatte aufgrund der

Krise mit deutlich weniger Projektaktivität und einer

rückläufigen Nachfrage nach Ersatzteilen und Zubehör

im Quick-Service-Restaurant-Segment zu kämpfen. Im

Convenience-Store-Segment hingegen erlebte die Division

eine erhebliche Umsatzsteigerung. Franke Foodservice

Systems verzeichnete einen organischen Umsatzrückgang

von 2,2 %.

Franke Water Systems erwies sich als robustes Geschäft

mit stabilem Umsatz (+ 0,7 %).

Mehr als 50 Mio. Euro investiert

Das operative Ergebnis (EBIT) vor Restrukturierungsaufwendungen

und Wertberichtigungen stieg leicht

von CHF 140,3 Mio. im Jahr 2019 auf CHF 143,3 Mio. im

Jahr 2020, was sich in einer verbesserten Marge von

5,8 % auf 6,6 % widerspiegelte. Der Cash Flow blieb

mit CHF 179,9 Mio. hoch und betrug 8,3 % vom Umsatz

(Vorjahr 8,1 %). Die gesamten Investitionen betrugen

CHF 57,8 Mio. (Vorjahr CHF 98,0 Mio.).

Das Unternehmen kommentiert: „Die positive Entwicklung

der Profitabilität zeigt, dass die Franke

Group trotz der Covid-19-Krise ihre operative Ertragskraft

verbessern konnte. Dies ist vor allem auf ein

sehr striktes, frühzeitig eingeleitetes Kostenmanagement

zurückzuführen, verbunden mit einer raschen

Erholung der Umsätze in einigen Divisionen. Franke

Kitchen Systems setzte im Berichtsjahr weiterhin

Turn around-Maßnahmen um und erzielte nach einer

langen Phase des Rückgangs das zweite Jahr in Folge

eine deutliche Steigerung der Profitabilität. Bei Faber

Hoods & Cooking Systems und Franke Water Systems

konnten nahezu alle Gesellschaften ihre Gewinne steigern.

Franke Foodservice Systems und Franke Coffee

Systems erlitten aufgrund der Covid-19-Krise einen

Umsatzrückgang, was zu einem geringeren Gewinn

führte.

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7/8/2021 KÜCHENPLANER 37


Küchenzubehör

Foto: Blanco

Lars Kreutz

(Foto rechts)

und Stefan

Bregler präsentieren

den Start der

Vermarktungs-

Kampagne

für die UNIT

drink.soda

und Soda-

Wassersysteme.

Ambitionierte Online-Kampagne

für Wassersysteme

Für die Soda-Wassersysteme startet Blanco die größte

Online-Kampagne in seiner Firmengeschichte. Mit

dem Slogan „Zeit für einen frischen Start“ bewirbt das

Unternehmen die UNIT drink.soda und Soda-Wassersysteme.

Dabei setzt die das Unternehmen vor allem

auf Social Media und digitale Werbekanäle.

Die Online-Schaltungen sind der Auftakt zu umfassenden

Marketingaktivitäten, die direkt die Konsumenten

ansprechen. Denn die Vorteile multifunktionaler

Armaturen und nahtlos integrierter

Systemlösungen seien vielen gar nicht bekannt. Mit

den Soda-Wassersystemen steht gefiltertes, gekühltes,

gesprudeltes Wasser jederzeit und in genau der gewünschten

Menge zur Verfügung. „Wir möchten das

Leben der Konsumenten in der Küche rund um den

Wasserplatz nachhaltig und spürbar erleichtern und

einen echten Mehrwert bieten“ erläutert Lars Kreutz,

Managing Director Markets DACH.

Auf allen Kanälen präsent

„Medial ist die Kampagne breit angelegt und unterstreicht

die neue kommunikative Ausrichtung des Unternehmens.

Sie enthält neben einer Landingpage auf

der Blanco Webseite unter anderem Online-Werbeanzeigen

auf Facebook, Instagram und Google und wird

rund ein Jahr, also bis in das Frühjahr 2022 laufen“, erläutert

Daniela Römgens, Managing Director / Head of

Global Brand Marketing.

Stefan Bregler, Head of Sales Marketing Region

DACH, ergänzt: „Es handelt sich hierbei um die größte

Konsumenten-Kampagne in der fast 100-jährigen

Unternehmensgeschichte von Blanco. Ziel ist es, unseren

Handelspartnern Konsumenten zuzuführen und

den Abverkauf zu fördern. Die Kampagne spricht potenzielle

Kunden in verschiedenen Inspirations- und

Informationsphasen – der sogenannten Customer

Journey – direkt an. So soll sie Begehrlichkeiten und

Interesse an der Marke Blanco und unseren innovativen

Lösungen rund um den Wasserplatz wecken. Küchenberater

und Planer können hier direkt anknüpfen

und Verbraucher sich vor Ort in den Ausstellungen von

der einzigartigen Funktionsweise und dem edlen Design

der Wassersysteme begeistern lassen.“

Gutschein für vier CO 2

-Zylinder

Am „Point of Sale“, also den Verkaufsräumen des Fachhandels,

ergänzen gedruckte Broschüren, Produkt-Displays

und Informationstafeln das Kommunikationsangebot.

Weiterer Bestandteil der Kampagne ist eine

Vorteilsaktion. Sie richtet sich direkt an die Käufer. Mit

dem Kauf einer UNIT drink.soda oder einem Soda-Wassersystem

erhält der Kunde einen Gutschein für vier

CO 2

-Zylinder. Damit sei für rund ein Jahr sprudelnde

Erfrischung gratis gesichert.

Der Möbel- und Küchenfachhandel kann darüber

hin aus auf zusätzliche Unterstützung zurückgreifen,

die Blanco im Rahmen des UNIT-Partner-Programms

anbietet. UNIT-Partner können sich als Spezialisten

für den Wasserplatz qualifizieren; Schulungen für Berater

und Monteure bieten ebenso Mehrwert wie weitere

Marketingbausteine, z. B. Vorlagen für regionale

Werbung.

38 KÜCHENPLANER 7/8/2021


„Tag der Küche“

erneut virtuell

Samstag, 25. September 2021: Dann findet der „Tag der

Küche“ statt. Auch in diesem Jahr wieder virtuell und

per Live-Stream, wie die Initiatoren von der Arbeitsgemeinschaft

Die Moderne Küche e.V. (AMK) mitteilen.

Beim „Tag der Küche“ können sich die Besucher über die

Neuheiten der Küchenbranche informieren. Der bundesweite

Aktionstag findet auch in diesem Jahr wieder virtuell

und per Live-Stream statt. Laut AMK werden rund

2000 Küchenfachgeschäfte, Küchenstudios und Möbelhändler

mit Küchenfachabteilung mitwirken. Viele Industriepartner

werden beim Live-Stream zu Wort kommen.

Außerdem kann jedes Studio live dabei sein. Für

die Teilnahme ist lediglich der YouTube- oder Facebook-

Link zum Live-Event erforderlich. Interessierte

Händler können sich bei

Rückfragen an die Geschäftsstelle der

AMK in Mannheim wenden.

Neben aktuellen Trend- und Produktinfos

wird es Kochevents, Profitipps

und ein Gewinnspiel geben. Wer bis zum „Tag

der Küche“ und auch darüber hinaus auf dem Laufenden

bleiben will, kann sich in den sozialen Netzwerken

informieren. Unter Facebook und „instagram.com/

tagderkuche“ finden sich aktuelle Mitteilungen über

das laufende Gewinnspiel und Informationen zu den

neuesten Trends. www.tag-der-kueche.de

Foto: AMK

Armaturen-Vielfalt entdecken

Die Auswahl an Küchenarmaturen ist

groß. Auch bei Franke. Und gerade im

Segment der hochwertigen Edelstahlmodelle.

Mit dem „Armaturen Inspirator“ hat

das Unternehmen nun ein spezielles Modul

bereitgestellt.

Die Palette der Edelstahlarmaturen im

Franke-Sortiment umfasst unter anderem

die neue berührungslose „Atlas Neo

Sensor“ und die kürzlich eingeführten

„ Tango Neo“ und „Taros Neo“. Neben dem

klassisch eleganten Edelstahl-Look gibt

es seit Neuestem auch ein sattes Industrial

Black. In Summe gibt es zahlreiche

Modelle vom Landhausstil bis zum minimalistischen

Industrial-Look. Viele Armaturen

sind mit einem Laminar-Strahlregler

ausgestattet. Dieser reduziert das

Spritzverhalten und erzeugt einen kristallklaren,

spritzarmen Wasserstrahl.

Franke präsentiert nicht nur eine Vielzahl

an Formen und Designs, die Armaturen

sind zudem mit unterschiedlichen

Auslaufvarianten und Brausefunktionen

erhältlich. „Die Varianten allein bei den

massiven Edelstahlarmaturen sind so vielfältig,

dass sie kaum noch zu über blicken

sind“, erläutert der Hersteller. Daher hat

Franke den „Armaturen Inspirator“ entwickelt

und auf seiner Website integriert.

Dort soll der Weg spielerisch und mit wenigen

Klicks zum passenden Produkt führen.

www.franke.de/inspirator

Mit dem neuen „Armaturen Inspirator“ unter franke.de/inspirator soll jeder schnell das perfekte Modell finden.

Foto: Franke

7/8/2021 KÜCHENPLANER 39


Küchenverbände

„Erfolgsbox“ fürs Händler-Coaching

Die Verbundgruppe DER KREIS baut das Portfolio an

Service- und Dienstleistungen für Küchenspezialisten

weiter aus. Zusammen mit einem Unternehmenscoach

wurde eine besondere Methode entwickelt. Diese sei

neuartig, ergebnissteigernd und zeitsparend. Bei dieser

„Erfolgsbox“ gehe es um einen leicht umsetzbaren,

fortschrittlichen Ansatz der Betriebsführung. Das Tool

ist so konzipiert, dass Veränderungen an wenigen, aber

zentralen Bausteinen bei der Unternehmensführung

umgesetzt werden. Es enthält Werkzeuge, die ganz individuell

von den Teilnehmern angewandt werden, wie

Textvorlagen, spezielle Formulare und ein spezielles

Softwareprogramm. Die Erfolgsbox wurde exklusiv für

DER KREIS und Mein BAD Mitglieder entwickelt. Die

Gruppe betont: „Die positiven Auswirkungen für den

Betrieb sind schnell messbar – der Küchen spezialist

wirtschaftet damit ertragreicher, zeitsparender und risikoärmer.“

Mitglieder vorausschauend unterstützen

Gerade im Hinblick auf die Zeit nach dem Lockdown

will die Verbundgruppe ihre Mitglieder mit Angeboten

wie diesen proaktiv unterstützen. „Wir haben festgestellt,

dass viele Küchenspezialisten erfolgreich am

Foto: DER KREIS

Markt agieren, aber ihr volles Erfolgspotenzial noch

nicht ganz ausschöpfen. Hier setzt die DER KREIS Erfolgsbox

an“, erklärt Ulf Triebener, Geschäftsführer

DER KREIS Deutschland. „Wir geben unseren Mitgliedern

ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie ihren Betrieb

effektiv, wirkungsvoll und mit wenig Zeitaufwand

optimieren können.“ Seine Überzeugung lautet:

„Wer mitmacht, kann nur gewinnen.“

In Kooperation mit Tobias Metz

Entwickelt wurde das Angebot in Kooperation mit

dem DER KREIS Unternehmenscoach Tobias Metz, der

auf die Beratung von Küchenfachhändlern und Handwerksbetrieben

spezialisiert ist. Metz arbeitete einige

Jahre als enger Vertrauter bei dem ehemaligen DER

KREIS Unternehmensberater Wilhelm Peter Flender

und sammelte dort Erfahrungen in der Beratung von

Küchenspezialisten. „Mit DER KREIS Erfolgsbox steigert

ein teilnehmender Küchen- oder Badspezialist sein

Unternehmensergebnis schon innerhalb von 12 Monaten

erheblich – ohne an der Kostenschraube zu drehen –

auf der Basis seines bestehenden Unternehmensergebnisses“,

verspricht Tobias Metz. Ein weiterer Mehrwert:

Zeitersparnis durch besseres Zeitmanagement.

Erfahrungen aus der Praxis

Viele Mitglieder haben die „Erfolgsbox“ laut Leonberger

Zentrale bereits im Einsatz und „profitieren von der

kompakten Form des Unternehmenscoachings, mit der

innerhalb von 11 Wochen schon zentrale Änderungen

im Betriebsalltag umgesetzt wurden“. Zum Beispiel

zieht Küchenspezialistin Nadine Zimmermann von Küchen

Zimmermann in Gütersloh ihre erste Bilanz: „Der

Einsatz der Erfolgsbox hat uns enorm weitergebracht,

weil wir unsere Prozesse systematisch überprüft und

wo notwendig verändert haben.“ Wertvolle Erkenntnisse

brachte die Analyse der Angebote: Wie hoch ist

der kalkulierte Ertrag? Wie realistisch ist der Zeitaufwand

für Beratung/Montage berechnet? Gibt es einen

Puffer? Wieviel Gewinn muss unterm Strich stehen?

Nadine Zimmermann lernte schnell, das betriebliche

Zeitmanagement anzupassen, die Kosten neu zu kalkulieren

und den Gesamtaufwand dem Kunden gegenüber

transparent und offen darzustellen.

„Wer mitmacht,

kann nur gewinnen.“

Ulf Triebener,

Geschäftsführer

DER KREIS

Deutschland.

Ein Jahr Begleitung

Der besondere Service des Coachings: Die teilnehmenden

DER KREIS Mitglieder werden zwölf Monate

lang begleitet. So werde sichergestellt, dass innerhalb

eines Jahres eine messbare Ergebnissteigerung und

eine konkrete Zeitersparnis beim Küchen- und Badspezialisten

eintritt, so die Verbundgruppe. Beides seien

wichtige Erfolgsfaktoren für die Bewältigung der gestiegenen

Auftragslage.

40 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Anzeige

KüchenTreff Schroeder

Kundenservice und Nachhaltigkeit im Fokus

Foto: KüchenTreff

Im Stil der Marke: Die Pläne von KüchenTreff Schroeder in Geilenkirchen.

Seit 2008 ist das Küchenstudio von

Alexander Schroeder eine feste Anlaufstelle

für alle, die in Geilenkirchen und

Umgebung nach einer neuen Traumküche

suchen. Die großzügige Küchenausstellung

hält für jeden Geschmack und Geldbeutel

die passende Küche parat.

Nachdem das Küchenstudio in diesem

Jahr einen neuen Namen erhalten

hat – Heico Küchen wurde zu Küchen-

Treff Schroeder – gibt es im nächsten Jahr

eine weitere Neuerung: Im Mai 2022 zieht

Küchen Treff Schroeder um. Von der gemieteten

Fläche geht es jetzt auf das eigene

Firmengelände. „Ich habe mich entschieden,

eigene Räumlichkeiten nach meinen

Vorstellungen zu bauen“, so Alexander

Schroeder. „Dazu gehört für mich neben

einer attraktiven Ausstellung auch ein Gebäude,

das nach dem Stand der Technik gestaltet

ist.“ Für Alexander Schroeder sind

dabei Nachhaltigkeitsfragen untrennbar

mit moderner, zeitgemäßer Architektur

verbunden. Deswegen wird zukünftig

ein Großteil des benötig ten Stroms

aus der hauseigenen Photovoltaikanlage

gespeist. Und Kund:innen, die mit dem

Elektromobil anreisen, können ihr Fahrzeug

an einer Ladestation aufladen. „Unsere

Kund:innen stehen bei uns im Mittelpunkt

– und das sollen sie schon ab dem

Moment merken, wenn sie auf den Parkplatz

fahren“, sagt Alexander Schroeder.

Auch Daniel Borgstedt, Geschäftsführer

Marketing und Vertrieb bei Küchen-

Treff, ist von dem Konzept von Alexander

Schroeder überzeugt: „KüchenTreff

Schroeder zählt zu einem unserer modernsten

Studios. Neben einer umfassenden

Ausstellung wurden Kundenservice

und Nachhaltigkeit schon in der

Konzeption des Neubaus mitgedacht.“ Neben

33 Musterküchen enthält das neue

Küchenstudio vier Beraterplätze sowie einen

Schulungs- und einen Kochraum.

www.erfolgreich-mit-kuechentreff.de

Industrie und Handwerk kooperieren

Hier ein Industrieunternehmen mit Weltgeltung,

dort eine tief im Holzhandwerk

verwurzelte Verbundgruppe. Durch eine

Vorfreude auf eine partnerschaftliche

Zusammenarbeit: Gerd Fähler (Foto links,

Creative Partner) und Jan Hübschmann

(Hettich).

Foto: Hettich

neu getroffene Kooperation wollen Hettich

und Creative Partner die Herausforderungen

der Branchenzukunft gemeinsam

noch besser meistern. „Die Herausforderungen

der Zukunft sind so komplex,

dass weder wir als Hersteller noch das

Handwerk oder der Handel allein Antworten

und Lösungen finden werden,“ sagt

Jan Hübschmann, Vertriebsleiter Handel/

Handwerk für Zentraleuropa bei Hettich.

Seine Überzeugung: „Das wird uns nur

durch mehr Nähe und intensives Netzwerken

gelingen.“ Die Voraussetzungen dazu

sind seiner Meinung nach in der Kooperation

mit der Verbundgruppe Creative

Partner aus dem DER KREIS Systemverbund

gegeben. Denn der Verbund initiiert

seit 25 Jahren den Wissenstransfer

zwischen seinen Mitgliedsbetrieben und

sieht darin einen Schlüsselfaktor für deren

erfolgreiche Weiterentwicklung.

Erklärtes Ziel von Hettich sei es, den

Unternehmen im Tischler- und Schreinerhandwerk

gut zuzuhören, um ihre

Belange noch besser kennenzulernen

und Produkte sowie Services bedarfsgerecht

bereitzustellen. Im Gegenzug sollen

die Mitgliedsbetriebe der Verbundgruppe

vielfältig profitieren: von der Innovationskraft

durch die international ausgerichtete

Forschung und Entwicklung und

durch die ganzheitliche Branchenkompetenz

eines Global Players wie Hettich. Beide

Partner denken nach eigener Aussage

über neue Dialogformate zum direkten

Austausch zwischen Handwerk und Hersteller

nach, um so voneinander lernen

und profitieren zu können. Dabei wird die

„Digitalisierung in allen Bereichen“ besonders

im Focus stehen. Denn diese sei für

Handwerksunternehmen „eine der größten

Herausforderungen“.

7/8/2021 KÜCHENPLANER 41


Küchenverbände

DER KREIS

wächst in allen Bereichen

Ein Umsatzplus von 12 % auf jetzt 4,2 Mrd. Euro meldet DER KREIS Systemverbund

für das Geschäftsjahr 2020. Die Gruppe sei in allen Geschäftsbereichen gewachsen.

Und das in 17 europäischen Ländern. Die Zahl der Mitgliedshäuser erhöhte sich von

3374 auf 3409.

Die Leonberger Verbundgruppe vereint in vielen Ländern

Europas Küchenspezialisten, Bad-, Heizungsund

Klimaspezialisten, Schreiner, Tischler sowie Laden-

und Fensterbauspezialisten. Seit Jahresbeginn

existiert mit Italien bereits die 8. Ländergesellschaft.

„2020 war für DER KREIS ein extrem herausforderndes

Jahr“, betont Ernst-Martin Schaible, geschäftsführender

Geschäftsführer von DER KREIS. Entsprechend gilt

sein Dank den Mitgliedern, den Partnern aus der Industrie,

den Dienstleistern und den Teams von DER

KREIS „für ihren besonderen Einsatz und ihr Engagement,

die pandemiebedingten Herausforderungen gemeinsam

zu meistern“.

Mehr Umsatz pro Küche

Der allgemeine Trend zur gut ausgestatteten und individuell

geplanten Küche spiegelt sich auch in der Statistik

von DER KREIS wider. Waren es 2019 noch 13 189

Euro pro Küche, erzielten die Küchenspezialisten 2020

durchschnittlich 14 257 Euro. Das entspricht einem Anstieg

von 8 % gegenüber dem Vorjahr.

DER KREIS-Chef Ernst-Martin Schaible und Ralph Leimbach, Geschäftsführer

DER KREIS Systemverbund Holding, sind mit dem Geschäftsjahr 2020 sehr

zufrieden.

Fotos: DER KREIS

Online boomt

Mit der Marke kuechenspezialisten.de und der gleichnamigen

Endkunden-Plattform verfügt die Verbundgruppe

über eine Online-Strategie, deren Bedeutung

in der Pandemie weiter zugenommen hat. „Durch die

Lockdowns haben die Recherchen nach Küchen im Netz

zugenommen, was die Seitenaufrufe um 30 % gegenüber

2019 steigerte“, teilt das Unternehmen mit. Die Zahl der

generierten Online-Anfragen habe sich verdoppelt. Zudem

sei die Online-Plattform durch die Einführung der

Vorqualifzierung von Leads optimiert und weiter ausgebaut

worden. „Für den Küchenspezialist bedeutet das

einen entscheidenden Mehrwert und Vorsprung, denn

er bekommt durch uns passgenaue und Erfolg versprechende

Online-Anfragen vermittelt“, erläutert Ralph

Leimbach, Geschäftsführer DER KREIS Systemverbund

Holding. Und er ergänzt: „Für unsere Küchenspezialisten

und uns zählt klar Qualität vor Quantität.“

Erneut ausgezeichnet

Die Marke kuechenspezialisten.de wurde 2020 zum

zweiten Mal innerhalb von drei Jahren ausgezeichnet.

Beim German Brand Award, der einmal im Jahr an

deutsche Unternehmen für erfolgreiche Marken verliehen

wird, gewann DER KREIS zwei Preise, einmal als

„Service Brand of the Year“ und in der Kategorie „Trade,

Retail & E-Commerce“.

Ausblick 2021

Das erkennbar starke Bewusstsein für den Wert des eigenen

Zuhauses lässt die Verbundgruppe zuversichtlich

nach vorn schauen. Denn von dieser Entwicklung

werden die Küchen-, Bad-, Heizungs- und Klimaspezialisten

auch 2021 weiter profitieren. Risiken beständen

angesichts der Engpässe bei Materialien und den daraus

resultierenden Lieferverzögerungen und Preiserhöhungen.

„Als starker Verbund werden wir alles

daransetzen, um gemeinsam mit unseren Industriepartnern

gute Lösungen für unsere Mitglieder zu finden,

sodass auch 2021 ein Erfolg versprechendes Jahr

sein wird“, so Ernst-Martin Schaible. So fokussiere

DER KREIS Systemverbund den Digitalisierungsprozess

innerhalb der gesamten Gruppe und den Ländern

mit diversen IT-Projekten. Eine neue Kommunikationsplattform

für Mitglieder und Lieferanten sei in der Projektphase,

für das Konditionsmanagement-Bonusabrechnungssystem

werde ein spezielles Programm

eingeführt. Ein weiterer Schwerpunkt sei das neu ent-

42 KÜCHENPLANER 7/8/2021


wickelte Existenzgründerkonzept. Für angehende Unternehmensgründer

sowie Nachwuchskräfte startet

bei der DER KREIS Akademie wieder das IHK-zertifizierte

Betriebsmanagement-Seminar von Oktober 2021

bis Juni 2022.

DER KREIS Kongress 2021

„Die Küche im Mittelpunkt des Lebens“ zu gestalten

und im Bewusstsein der Gesellschaft zu verankern,

dazu leistet auch die DER KREIS ANJA SCHAIBLE

Stiftung mit ihren Projekten einen besonderen Beitrag.

Die Ergebnisse aus der Zusammenarbeit mit den

Hochschulen Detmold und Stuttgart werden der Öffentlichkeit

bei der Preisverleihung am 20. September

2021 auf der Fach- und Ordermesse area30 in Löhne

präsentiert. „Die Studierenden demonstrieren mit ihren

Gewinnerprojekten ihre Kreativität und Innovationskraft,

aus denen Industrie und Küchenspezialisten

zukunftsweisende Impulse ziehen und so auch innovative

Produkte und neuartige Küchenlösungen entstehen“,

heißt es in der Ankündigung. Die DER KREIS

Highlights des Jahres werden die Preisverleihung

an die Studierenden am 20. September 2021 auf der

area30 sein sowie der DER KREIS Kongress, der als

wichtiger Branchentreff vom 17. bis 19. September 2021

in Harsewinkel/Ostwestfalen stattfinden wird.

Neuer Finanzchef

DER KREIS Systemverbund hat einen neuen kaufmännischen Leiter:

Frank Platzer verantwortet seit dem 21. Juni 2021 bei der Leonberger

Verbundgruppe die Bereiche Finanzen, Controlling sowie Digitalisierung

und Prozessoptimierung. Und das für die gesamte Unternehmensgruppe.

Frank Platzer, 51, ist Diplom-Kaufmann und verfügt

über fundierte Verbundgruppenerfahrung. Er verantwortete

zuletzt bei Euronics in Ditzingen als Prokurist die Bereiche Controlling

sowie Strategieentwicklung & Projekte. „Unser Ziel ist, den

Ausbau der internationalen Aktivitäten und die Digitalisierung in

der Unternehmensgruppe weiter voranzutreiben. Wir freuen uns,

dass wir dafür mit Frank Platzer einen ausgewiesenen Experten

mit Verbundgruppenerfahrung

gewinnen konnten“,

Frank Platzer.

so DER KREIS-Chef Ernst-

Martin Schaible. Die Unternehmensgruppe

DER KREIS

Systemverbund ist mittlerweile

in 18 europäischen

Ländern aktiv und in acht

Ländern mit eigener Ländergesellschaft

vertreten.

Impressum

Magazin für alle, die Küchen planen und produzieren,

kaufen und verkaufen.

Erscheint im 55. Jahrgang (2021)

www.kuechenplaner-magazin.de

www.strobelmediagroup.de

Verlag

STROBEL VERLAG GmbH & Co. KG

Zur Feldmühle 11, 59821 Arnsberg,

Tel.: 02931 8900-0

Herausgeber

Michael Voss

Redaktion

Dirk Biermann, Chefredakteur,

(verantwortlich im Sinne des Presserechts)

Amselweg 10, 32105 Bad Salzuflen

Telefon: 05222 9441188

E-Mail: d.biermann@strobelmediagroup.de

Astrid Plaßhenrich (apl)

Camillo F. Kluge (cfk)

Redaktionssekretariat

Birgit Brosowski

Telefon: 02931 8900-41

E-Mail: redaktion@strobelmediagroup.de

Anzeigen

Mediaservice: Awigeja Schustow

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E-Mail: anzeigen@strobelmediagroup.de

Zurzeit ist Anzeigenpreisliste 2021 gültig.

Anzeigenverkauf Inland: Uwe Sommerfeld,

Iserstr. 58, 14513 Teltow,

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Piazza Wagner 5, 20145 MILANO / ITALIEN,

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Sendungen ohne Lieferschein werden nicht mehr angenommen.

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Zum Abdruck angenommene Beiträge, Manuskripte und

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im In- und Ausland und in allen Sprachen, insbesondere

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ISSN 0722-9917

Mitglied bei:

Arbeitsgemeinschaft

Die Moderne Küche e.V.

Informationsgemeinschaft zur Feststellung

der Verbreitung von Werbeträgern

7/8/2021 KÜCHENPLANER 43


Küchenverbände

25 000 Euro Spende

für den Küchennachwuchs

Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens spendete Finanzdienstleister Euroteam

25 000 Euro an die DER KREIS ANJA SCHAIBLE Stiftung. Die Stiftung wurde von

Ernst-Martin Schaible 2009 gegründet. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht,

junge Menschen für den Beruf des Küchenspezialisten zu begeistern.

Das Unternehmen Euroteam führt seit 1996 für den

Leonberger Verbund DER KREIS international die

Zentralregulierung durch und übernimmt die Projektleitung

aller Finanzdienstleistungen. Euro team-

Geschäftsführer Bernd Siekiera und Klaus Speck

und die langjährige Mitarbeiterin Katrin Adolf überreichten

dem Stiftungsvorsitzenden Ernst-Martin

Schaible in der Leonberger DER KREIS Zentrale den

Scheck über die großzügige Summe. „Die Küchenfachgeschäfte

und Familienunternehmen benötigen dringend

Nachwuchs und motivierte, kreative junge Menschen,

die ihre berufliche Zukunft in der boomenden

Küchenbranche sehen“, betonen Bernd Siekiera und

Klaus Speck. „Mit unserer Jubiläumsspende statt

einem Jubiläumsfest wollen wir für die Förderung der

Ausbildung von Küchenspezialisten ein positives Zeichen

setzen und die Projekte der DER KREIS ANJA

SCHAIBLE Stiftung unterstützen.“

Junge Menschen begeistern

Die DER KREIS ANJA SCHAIBLE Stiftung, 2009 von DER

KREIS-Chef Ernst-Martin Schaible gegründet, hat zum

Ziel, junge Menschen für den Beruf des Küchenspezialisten

zu begeistern und zu gewinnen. Die Stiftung fördert

interdisziplinäre Projekte an verschiedenen Hochschulen,

um die Trendthemen „Küchengestaltung“ und

„Küchendesign“ bei den Studierenden ins Rampenlicht

zu rücken und ihnen zu vermitteln, welche attraktiven

und kreativen Berufschancen diese Branche in der Zukunft

bietet. Kooperationen bestehen mit der Hochschule

für Technik in Stuttgart und der Technischen

Hochschule Ostwestfalen-Lippe (OWL) in Detmold.

Ernst-Martin Schaible, Botschafter der Küchenbranche

und Stiftungsgründer: „Es ist mir ein ganz großes

Anliegen, unserer Küchenbranche in Deutschland den

Nachwuchs zu sichern. Deshalb werden wir noch intensiver

das Handwerk und die Hochschulen fördern

Die Nachwuchsförderung

ist

eine Herzensangelegenheit

von DER KREIS-

Gründer Ernst-

Martin Schaible.

Auf der Living-

Kitchen 2019

überreichte er

die Stiftungspreise

an die

Hochschulen

und Studierenden

aus

Furtwangen,

Stuttgart und

Wismar (Foto).

In diesem Jahr

werden die

Preisträger auf

der area30 in

Löhne ausgezeichnet.

Fotos : DER KREIS

44 KÜCHENPLANER 7/8/2021


und weiter aktiv sein, um die Auszubildenden und Studenten

von unserer Branche und den großartigen Berufschancen

zu begeistern. Umso mehr bin ich sehr

erfreut, dass Euroteam unser Stiftungs engagement

schätzt und mit dieser großzügigen Spende unseren

Nachwuchs fördert – ich bedanke mich sehr herzlich!“

Das Engagement der Stiftung

Wie kochen und leben wir in der Zukunft? Mit dieser

spannenden Aufgabenstellung entstand 2009 die Idee,

eine Zusammenarbeit mit Studierenden an Hochschulen

für neuartige Innovationskonzepte für Küche und

Wohnen einzugehen. Die Stiftung legt besonderen Fokus

auf interdisziplinäre Kooperationen zwischen

Fachbereichen, wie z. B. der Innenarchitektur, den Sozial-

und Gesundheitswissenschaften, Ökotrophologie,

Soziologie und Kommunikation. Dieser interdisziplinäre

Lehransatz ist bis heute einzigartig an den

Hochschulen. Innerhalb der geförderten Projekte organisiert

und finanziert die Stiftung Praxisexkursionen

und Seminare, in denen die Studierenden ihre Ideen

zum jeweiligen Studienthema entwickeln und vorstellen.

So fördert die Stiftung ein funktionierendes Netzwerk

zwischen Forschung, Wissenschaft und Praxis.

Kooperation mit Handel und Herstellern

Die DER KREIS ANJA SCHAILBE Stiftung arbeitet

deshalb intensiv mit Küchenspezialisten und Koope

rationspartnern aus der Industrie zusammen. Zu

den langjährigen Industriepartnern gehören die Küchenmöbelhersteller

Ballerina und Nobilia, der Elektrohersteller

Electrolux/AEG, die Möbelbeschlägehersteller

Hettich und Kesseböhmer sowie die

Küchenspezialisten und DER KREIS Mitglieder Rieth &

Klettner, Wagner & Schönherr und Grambow & Widmer.

Weitere Kooperationspartner konnten jetzt neu gewonnen

werden: Blanco, Hansgrohe, Hollweg Arbeitsplatten,

Franke Home Solutions, Franke Aquarotter und

die Softwarefirma SHD.

Studienprojekte unterstützt

Die DER KREIS ANJA SCHAIBLE Stiftung hat in den

vergangenen Jahren Studienprojekte an den Hochschulen

Coburg, Wismar und Furtwangen unterstützt. Aktuell

gibt es Kooperationen mit der Hochschule für

Technik Stuttgart und der Technischen Hochschule

Ostwestfalen-Lippe (OWL) in Detmold. An der Stuttgarter

Hochschule finanzierte die Stiftung zusätzlich eine

wissenschaftliche Stelle für ein Semester. Die Besonderheit:

Die Stiftung ist offen für Bewerbungen aller deutschen

Hochschulen und die Ergebnisse der Studienprojekte

werden der Öffentlichkeit präsentiert. In diesem

Jahr findet die Präsentation der prämierten Studienprojekte

im September auf der Küchenmeile im Rahmen

der Fach- und Ordermesse area30 in Löhne statt.

Die aktuellen Studienprojekte

Eins der aktuellen Studienprojekte ist an an der Hochschule

für Technik Stuttgart unter der Leitung von Prof.

Wolfgang Grillitsch angesiedelt: Ausgangslage war ein

Zeilenbau in Stuttgart-Rot, in den studentisches Wohnen

integriert werden sollte. Dafür wurden von der

Wohnungsbaugesellschaft Neues Heim eG sechs leere

Spendenübergabe auf der Terrasse in der Leonberger

Zentrale von DER KREIS: Stiftungsvorsitzender Ernst-

Martin Schaible (Foto 2. von links) und Euroteam-Mitarbeiterin

Katrin Adolf halten den symbolischen Scheck.

Flankiert werden sie von den Euroteam-Geschäftsführern

Klaus Speck (links) und Bernd Siekera (rechts).

Wohnungen zur Verfügung gestellt. Studierende des

International Master of Interior- Architectural Design

(IMIAD) der Hochschule für Technik Stuttgart konnten

diese Wohnungen im Sommersemester 2020 frei

gestalten und selber bewohnen. Die Herausforderung:

Die Wohnungen waren pro Person nur mit einem Bett,

Bad, wenigen Küchenmöbeln, Strom, Heizung und

Wasser ausgestattet. Zum Start kam den jungen Kreativen

der Corona-Lockdown dazwischen – doch hier lag

nun die Chance, die Fragestellungen im neuen Kontext

zu betrachten. Die aus Europa und Indien stammenden

Studierenden nutzten nun die Zeit, um ihre unterschiedlichen

Wohngemeinschaften individuell und

nach ihren Bedürfnissen zu gestalten. So wurde die

Umsetzung der Gestaltungspläne neu überdacht und

auch ihre Projektpräsentationen mussten sie anpassen

– so entstand aus der neuen Lebenssituation erstmals

eine virtuelle Wohnungsführung.

Das zweite Projekt wurde unter der Leitung von Prof.

Sandra Bruns an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe

(OWL) in Detmold realisiert: „ Kochen.

Leben. Stories“ – so heißt das Studienprojekt mit der

TH OWL in Detmold. Auf die Frage der Zukunftsfähigkeit

tradierter Lebens-, Wohn- und Kochräume waren

innovative Lösungen im Kontext aktueller Herausforderungen

wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Knappheit

von Wohnraum gesucht. Das Projekt wurde als

mehrstufiger Wettbewerb aufgebaut, bei dem die Studierenden

ihre Projekte immer feiner ausarbeiteten.

Zum Schluss gab es zehn Semesterentwürfe, aus denen

drei Siegerprojekte ausgewählt wurden.

Feierliche Preisverleihung in Löhne

In Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern entstanden

drei Prototypen, die am 20. September auf der

area30 dem Fachpublikum präsentiert werden. Hier

findet auch die feierliche Preisverleihung der DER

KREIS ANJA SCHAIBLE Stiftung als krönender Projektabschluss

statt. Die diesjährigen Gewinner zeigen

mit ihren Entwürfen ihre außergewöhnliche Kreativität:

Die sinnliche Erfahrung der Nahrungszubereitung

steht im Mittelpunkt, die Wertschätzung des Wassers

und der bewusste Umgang mit dieser Ressource sowie

die Idee, die Küche im Wandel sich verändernder Lebenssituationen

zu erfassen.

7/8/2021 KÜCHENPLANER 45


Betriebsmanagement

Die richtige Rechtsform für das Küchenstudio

Für eine elegante

Unternehmensnachfolge

GmbH, OhG, GbR: Das sind wenige Buchstaben mit großer Wirkung. Die Rechtsform

eines Küchenstudios entscheidet über vieles. Auch darüber, wie die Nachfolge geregelt

werden kann. Im ersten Teil zu seiner Serie über Gesellschaftsformen beschreibt

Ingo Anneken von der SEB Steuerberatung, wie man sich am besten auf die

Übergabezeit vorbereitet.

Genau wie der Möbelhandel generell steht auch der Küchenhandel

vor einem Generationswechsel. Ein großer

Teil der Inhaber geht langsam, aber sicher auf den Ruhestand

zu. Hier gilt es frühzeitig vorzusorgen, damit

der Wechsel einfach und ohne Probleme vollzogen werden

kann. Doch wie sieht eine elegante Firmennachfolge

aus? Aus Sicht des Altinhabers wäre es wünschenswert,

wenn er nach der Zahlung des Kaufpreises von

einem Tag auf den anderen zu Hause bleiben könnte

und sich um nichts mehr kümmern müsste. Alle Chancen

und Risiken, alle laufenden Geschäfte, Bestände

und Reklamationen, Arbeitsverhältnisse, Mietverträge

– kurz: Alles, was zum Betrieb eines Küchenstudios

gehört, würde von einem definierten Punkt an auf

den neuen Eigentümer übergehen. Der Firmenverkauf

wäre vergleichbar mit dem Verkauf eines Kfz oder einer

Immobilie. Die Interessen des Altinhabers korrespondieren

mit dem, was der Käufer erreichen möchte.

Ihm ist insbesondere an den noch nicht ausgeführten

Kaufverträgen mit den Kunden gelegen. Kann er einen

großen Auftragsbestand und einen eingespielten Mitarbeiterstamm

übernehmen, ist es möglich, dass er am

ersten Tag nach Übernahme mit der Arbeit beginnen

und Küchen ausliefern kann. Alle offenen Geschäftsanbahnungen

könnten ohne Übergang weiter abgearbeitet

werden.

Warum frühzeitige Planung lohnt

Ein problemloser Übergang hat noch einen weiteren

Effekt: Gerade in der Verhandlungsphase ist ein Unternehmensverkauf

wackelig. Kommt keine Einigung

zustande, droht doppelte Gefahr. Einerseits könnten

Kunden Wind von dem angepeilten Verkauf bekommen

haben und überlegen, einem anderen Küchenstudio

ihr Vertrauen zu geben. Andererseits drückt ein

gescheiterter Verkauf, sofern der Markt vom Scheitern

Kenntnis erlangt hat, den Preis für den nächsten Interessenten.

Auch dies sollte Ansporn sein, die Nachfolge

frühzeitig zu planen.

Der Nachteil des Einzelunternehmers

Für einen reibungslosen Übergang ist ein Faktor zentral:

die Verträge, die zwischen dem Küchenstudio

und seinen Kunden, Partnern und Lieferanten bestehen.

Und hier kommt die Gesellschaftsform ins Spiel.

Viele Küchenstudios sind Familienbetriebe. Bei deren

Gründung wählen viele Neuunternehmer die Rechtsform

des Einzelunternehmens. Der Vorteil liegt in den

überschaubaren Kosten und dem geringen Aufwand,

mit dem das Unternehmen beim Gewerbeamt gegründet

werden kann. Entscheidend für die Zulassung sind

gewerberechtliche Voraussetzungen. Das macht das

Einzelunternehmen attraktiv: Rund 67 % aller Unternehmen

in Deutschland sind Einzelunternehmen, im

Küchenhandel dürfte diese Zahl nach Einschätzung

der SEB Steuerberatung bei 80 % liegen. Die Vorteile

dieser Unternehmensform rächen sich aber spätestens

bei der Unternehmensübergabe. Denn: Bei einem Einzelunternehmen

sind Küchenkaufverträge, Angebote,

Anzahlungen usw. nicht ohne Weiteres übertragbar.

Vielmehr muss jeder einzelne Kunde, Partner, Lieferant

schriftlich zustimmen. Käufer und Verkäufer

müssen also nach Vollzug des Vertrages mit dem Kunden

sprechen und ihn zur Zustimmung bewegen. Dies

ist vielfach nicht ohne Geldverlust möglich. Käufer und

Verkäufer behelfen sich meist damit, dass die Altverträge

vom Altunternehmer und die Neuverträge vom

Neuunternehmer befriedigt werden. Streit zwischen

Altunternehmer, Neuunternehmer und Kunden ist vorprogrammiert.

Und das ist nicht der einzige Nachteil: Der Neuunternehmer

wird größte Schwierigkeiten haben, den

Kaufpreis bei einer Bank finanziert zu bekommen. Der

Grund liegt auf der Hand: Für eine Bank sind in dieser

Konstruktion zu viele Unsicherheitsfaktoren enthalten.

Und zwar über eine lange Zeit: Manchmal laufen neues

Unternehmen und Abwicklungsunternehmen ein Jahr

lang nebeneinanderher. Das bedeutet auch: hohe Kosten,

viel Konfliktpotenzial und sehr viel Gesprächsbedarf.

In dieser Konstellation ist auch die Lieferantensituation

nicht einfach zu bewerkstelligen. Boniverluste

sind so gut wie sicher hinzunehmen.

Die Problemlösung heißt „Gesellschaft“

Eine Lösung für diese komplexen und vielschichten

Nachteile liegt in der Wahl einer anderen Firmenform.

Gesucht wird eine Firmenform, die eigenständig Kaufverträge

mit Kunden und Lieferanten abschließt und

die keine Haftungsverhältnisse und Garantieansprüche

gegen eine natürliche Person eingeht. In der Juris­

46 KÜCHENPLANER 7/8/2021


terei wird ein solches Konstrukt eine „juristische Person“

oder eine „vollwertige handelsrechtliche Person“

genannt – keine realen Personen, sondern Rechtskonstrukte,

die die skizzierten Voraussetzungen erfüllen.

Die Gesellschaftsformen, über die eine solche Figur

„geschaffen“ wird, sind zum Beispiel die GmbH oder die

GmbH & Co. KG. In beiden Fällen werden Kaufverträge

mit Kunden oder Lieferanten im Namen der Firma

geschlossen, nicht mehr im Namen des Inhabers. Gewährleistungsansprüche

richten sich gegen die Firma.

Die Firma ist der Arbeitgeber, hält die Beziehungen zur

Bank und ist Inhaberin des Mietvertrags über die Geschäftsräume.

Spätere Umwandlung möglich

Mit der Gründung des Küchenstudios als Gesellschaft

oder einer späteren Umwandlung vom Einzelunternehmen

zur Gesellschaft verschwinden auch die eingangs

geschilderten Probleme bei der Geschäftsübergabe.

Wird ein Küchenstudio, das als GmbH geführt wird,

verkauft, geht es nicht mehr darum, einzelne Kaufverträge

von einer natürlichen auf die andere natürliche

Person zu übertragen. Es wird vielmehr darüber verhandelt,

zu welchem Preis die Anteile an einer Firma

von einer natürlichen Person auf eine andere natürliche

Person übergehen. Mit dem vereinbarten Stichtag

geht dann die Verantwortung auf den neuen Inhaber

über, alle Verträge bleiben genau das, was sie vorher

waren: Verträge zwischen Dritten und der GmbH.

Für Harmonie und Vertrauen

Übrigens: Ideal ist es natürlich trotzdem, wenn der bisher

verantwortliche Anteilseigner noch im Boot bleibt

und gemeinsam mit seinem Nachfolger den Übergang

vollzieht. Das beschleunigt den Prozess, sorgt für Harmonie

und baut Vertrauen im Kundenstamm auf – ein

wichtiger Punkt für den zukünftigen Küchenstudio­

Betreiber.

Ingo Anneken und die SEB Steuerberatung

Foto: SEB Steuerberatung

Der dreifache Vater Ingo Anneken ist seit 2009 Geschäftsführer

der SEB Steuerberatung. Gemeinsam

mit seinen Kollegen unterstützt er die Kunden über

die klassische Steuerberatung hinaus hinsichtlich einer

Vielzahl an betriebswirtschaftlichen Fragen – von

der Rechtsformoptimierung bis hin zur Existenzgründung.

Die SEB Steuerberatung beschäftigt 50 Mitarbeiter

und ist seit 1990 auf den Kücheneinzelhandel

spezialisiert. Derzeit betreut die Beratungsgesellschaft

rund 80 Kücheneinzelhandelsunternehmen

unterschiedlicher Größen mit diversen Verbandszugehörigkeiten.

Die persönliche Betreuung hinsichtlich

betriebswirtschaftlicher, steuerrechtlicher, buchhalterischer

und datenschutzrechtlicher Fragen steht

dabei im Vordergrund.

Ingo Anneken: „Eine andere Firmenform kann die Lösung für

viele Probleme sein.“

7/8/2021 KÜCHENPLANER 47


Unten „+Modo“ aus Eukalyptus-Holz, oben opulenter Naturstein „Rosso Lepanto“.

Für alles, was einen besonderen

Platz verdient:

Vitrinen serie „Showcase“.

Goldig schimmernde Arbeitsplatte aus einer

texturierten Keramik. Die Auszugtablare

weisen auf das Programm „+Modo“ hin.

Plattendesign „Nero Portoro“; oben links zieht

sich das neue Hängeregal „Array 170“ ins Bild.

Fotos: Biermann

Die Arbeitsflächen

in mit

blauer Glasemaille

versiegeltem

Lavagestein.

Unten

angedeutet:

die neue Front

„Fram 75“

in schwarz

gebeizter

Astfichte.

48 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Küchenmöbel

Poggenpohl opulent

Mit der neuen Kollektion geht Luxusküchen-Ausstatter Poggenpohl

neue Wege und interpretiert den Lebensraum Küche für die Marke

ungewohnt opulent. Für die Umsetzung des neuen Markenbildes

herrschte in den vergangenen Monaten Hochbetrieb. Und das nicht

nur in der Produkt entwicklung.

Seit der rechtlichen Übernahme des Herforder

Traditionsunternehmens durch den

chinesischen Investor Jomoo zum 1. September

2020 laufen die Umbauarbeiten bei

Poggenpohl hinter den Kulissen auf Hochtouren.

Einige Mitarbeiter haben das Unternehmen

verlassen, viele neue sind

hinzugekommen. Vor allem in der Produktentwicklung,

die nach Aussage von General

Manager Ralf Marohn auf Wunsch

von Jomoo deutlich aufgewertet wurde.

Was auch für das Marketing gilt, das mit

Christina Knorr eine neue Leiterin bekommen

hat. 30 Fachleute hat das Unternehmen

für sich gewinnen können. Nun, fast drei

Monate vor Beginn der Küchenmeile 2021,

gab Poggenpohl den Blick auf das frei, was

aus diesen Aktivitäten entstanden ist – und

was als Ergebnis ab Spätherbst in den Handel

kommen wird. Das „neue“ Poggenpohl

zeigt sich von einer „modern opulent“ interpretierten

Seite. Die bestehenden Programme

„ +Venovo“, „+Modo, „ +Segmento“

und „ +Segmento Y“ werden mutig und ungewöhnlich

in Szene gesetzt. Zum Beispiel mit

Materialien wie Glaskeramik-Arbeitsplatten

aus recycelten Scherben sowie Gestaltungselementen,

die jeder Küche einen individuell

prägenden Charakter verleihen. Dazu

zählen unter anderem der sanft beleuchtete

Vitrinenschrank „Showcase“ und das Regalsystem

„Array 170“. Gefertigt wird dieses

Hängeregal mit Beleuchtung auf Maß aus

leichten Aluminium-Profilen. Spannende

Kombinationsmöglichkeiten verspricht besonders

die Wahl der Arbeitsflächen. Neben

den schon genannten Glaskeramikelementen

gibt es markante Natursteinflächen

mit integrierten Kochstellen, goldig schimmernde

Arbeitsplatte aus einer texturierten

Keramik sowie Lava gestein, das mit blauer

Glas emaille versiegelt wird. Poggenpohl

beschreibt den Charakter der neuen Kollektion

so: „Der Leitgedanke ‚Spotting New

Dimensions‘ öffnet den Blick für die Vielfalt

der Möglichkeiten. In der Kollektion spiegelt

sich die Sehnsucht nach tiefer Lebensfreude

wider. Das Leben und das Zuhause

erstrahlen durch die frischen Impulse. Die

diesjährigen Neuheiten sind außergewöhnliche

Stücke von handwerklicher Ästhetik

und höchster Präzision. Traditionelle Technik

und Innovation finden in einer zeitgemäßen

Interpretation von Luxus zusammen.

Den Rahmen bildet der systemische Ansatz,

der sich aus der planvollen Verbindung von

Design und Funktion, von Materialien und

Farben definiert.“ Was die neue Kollektion

nicht mehr bietet, sind die Küchenserien

„P’7340“ und „P’7350“. Im Zuge der Neuaufstellung

der Poggenpohl Manufacturing

GmbH wurde die Zusammenarbeit mit

Porsche Design beendet.

Geschäftsführer Ralf Marohn ist „vom

Ergebnis der letzten sechs Monate“ beeindruckt

und spricht dem Team seinen höchsten

Dank aus. „Ich bin schon stolz darauf,

was in dieser Zeit entstanden ist“, sagt er

und verweist in einem kurzen Statement

auf die „bislang unerkannten Potenziale“,

die die nach wie vor erhebliche Strahlkraft

der Marke Poggenpohl nun umso intensiver

zum Leuchten bringen soll. Aktuell beschäftigt

das Unternehmen 340 Mitarbeiter. Am

Stammsitz in Herford sind es 286. 85 % des

Umsatzes werden im Export erwirtschaftet.

Dirk Biermann

„Stolz auf das, was in den letzten

sechs Monaten entstanden ist.“

Ralf Marohn, General Manager

Poggenpohl Manufacturing GmbH.

www.ninka.com

Qanto ®

die vertikale

Nutzung

verborgener

Stauräume.


Küchenmöbel

„Solides Fundament“

Das Unternehmen pronorm Einbauküchen

aus Vlotho wurde von der Deutschen

Gütegemeinschaft Möbel (DGM) mit dem

„Goldenen M“ ausgezeichnet. Das RAL

Gütezeichen ist der strengste Nachweis

über geprüfte Möbelqualität in Europa.

Foto: DGM / pronorm

DGM-Geschäftsführer Jochen Winning (rechts) überreicht die Urkunde an die pronorm-

Geschäftsführer Roger Klinkenberg (Mitte) und Thorsten Gösling.

Es basiert auf den Güte- und Prüfbestimmungen

RAL-GZ 430, zu deren Einhaltung

sich alle DGM-Mitgliedsunternehmen

freiwillig verpflichten, um das hohe

Qualitätsniveau ihrer Produkte objektiv

und eindeutig für Endverbraucher sichtbar

zu machen. Über die Anforderungen

für das „Goldene M“ hinaus hat die DGM

auch die Einhaltung der Kriterien für

das geografische Herkunftsgewährzeichen

„Möbel Made in Germany“ bei pronorm

Einbauküchen überwacht. Gemäß

der RAL-Registrierung 0191 muss hierfür

die Konstruktion, Montage und Qualitätsprüfung

in Deutschland stattfinden.

Zudem muss der für die Qualität relevante

Herstellungsprozess überwiegend

in Deutschland erfolgen.

Im Jahr 2022 feiert der Küchenmöbelhersteller

pronorm sein 50-jähriges Firmenjubiläum.

Die beiden Geschäftsführer

Thorsten Gösling und Roger Klinkenberg

erläutern: „Das ‚Goldene M‘ und ‚Möbel

Made in Germany‘ sind ein solides Fundament

für eine vielversprechende Zukunft

von pronorm Einbauküchen“. Aktuell

beschäftigt das Unternehmen mit

Sitz in Vlotho rund 300 Mitarbeiter. Gefertigt

und vertrieben werden individuell

geplante Küchen im mittleren bis gehobenen

Segment. Neben Deutschland ist

pronorm in den Märkten Benelux, Österreich,

Schweiz, Frankreich, United Kingdom

sowie Ost-Europa und Asien aktiv.

Die Exportquote liegt bei 70 %.

Grafik: DGM

Das Label „Klimaneutraler

Möbelhersteller“

von Leicht Küchen.

CO 2

-Fußabdruck verkleinert

Den CO 2

-Fußabdruck weiter verkleinert und die verbliebenen Treibhausgasemissionen

neutralisiert: Dafür wurde Küchenmöbelhersteller LEICHT als „Klimaneutraler

Möbelhersteller“ rezertifiziert. „Wir freuen uns, dass LEICHT Küchen wieder

eine ausgeglichene CO 2

-Bilanz entsprechend den Vorgaben des Klimapakts für die

Möbelindustrie aufweisen kann“, sagt Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen

Güte gemeinschaft Möbel (DGM). Durch die Investition in hochwertige Klimaschutzprojekte

habe das Unternehmen seine CO 2

-Emissionen des vergangenen Jahres

erneut vollständig abgelöst, erläutert Winning in einer Pressemitteilung. „Das

würdigen und kennzeichnen wir gerne mit der Zertifizierung als ‚Klimaneutraler

Möbelhersteller‘“, so der DGM-Geschäftsführer.

Der „Klimapakt für die Möbelindustrie“ ist ein Schulterschluss der Möbelindustrie,

den die DGM im Jahr 2016 ins Leben gerufen hat, um das 1,5-Grad-Ziel der

Vereinten Nationen (UN) zu unterstützen. Der Klimapakt fußt auf drei Grundprinzipien:

Erstens der Bilanzierung, zweitens der Reduzierung und drittens der Neutralisierung

von CO 2

-Emissionen. Wer die Kriterien erfüllt, erhält das DGM-Klimalabel.

Hiermit können die Unternehmen offensiv für sich und ihre Produkte werben und

Endverbraucher auf ihr Engagement als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ aufmerksam

machen.

50 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Foto: Biermann

Mit der Marke

auf dem richtigen Weg

Gleich doppelten Grund zur Freude gibt es bei Rotpunkt Küchen:

In zwei Kategorien wurde der ostwestfälische Premium-Küchenhersteller

mit dem „German Brand Award 2021“ ausgezeichnet.

Entwickeln Rotpunkt

Küchen kontinuierlich

weiter: die Geschäftsführer

(Foto von links)

Andreas Wagner,

Sven Herden und

Heinz-Jürgen Meyer.

„In der Kategorie ,Excellent Brands – Sustainable Brand

of the Year‘ sind wir als ,Special Mention‘ prämiert

worden, aus der Kategorie ,Excellent Brands – Interior

& Living‘ gehen wir als ,Winner‘ hervor“, erklärt Sven

Herden, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei

Rotpunkt Küchen. Gemeinsam mit Julie Pitke, Geschäftsführerin

der verantwortlichen Werbeagentur

HOCH5 aus Bünde, nahm Lena Steffen, Mitarbeiterin für

Marketing bei Rotpunkt Küchen, den Award entgegen.

„Auf dem richtigen Weg“

Der German Brand Award ist ein Wettbewerb des

German Brand Institutes, das durch den Rat für Formgebung

und die GMK Markenberatung gegründet wurde.

Der Award wird seit 2016 in mehr als 60 verschiedenen

Kategorien vergeben und zählt zu einem der

wichtigsten deutschen Markenpreise. „Wir sind sehr

stolz, gleich in zwei Kategorien eine Auszeichnung erhalten

zu haben“, erklärt Sven Herden. „Das zeigt uns,

dass wir mit der Marke Rotpunkt Küchen auf dem richtigen

Weg sind – sowohl im Hinblick auf unsere Außendarstellung

als auch in Sachen Nachhaltigkeit. Gleichzeitig

ist uns natürlich bewusst, dass wir uns in einem

anhaltenden Prozess befinden und die konsequente

Umstellung des Corporate Designs noch einige Zeit in

Anspruch nehmen wird. So sind aktuell beispielsweise

noch einige ältere Versionen unseres Logos im Umlauf.“

Marke kontinuierlich entwickelt

Knapp anderthalb Jahre ist es nun her, dass die Werbeagentur

HOCH5 mit dem Relaunch des Corporate

De signs beauftragt wurde. „Rotpunkt Küchen gehört

schon seit fast einem Jahrzehnt zu unseren Kunden. Im

Laufe der Zeit haben wir hautnah miterlebt, wie sich

das Unternehmen und die Marke kontinuierlich weiterentwickelt

haben. Es ist schön, dass sich diese Entwicklung

nun auch im neuen Corporate Design widerspiegelt“,

erklärt Julie Pitke.

Andreas Wagner, geschäftsführender Gesellschafter

von Rotpunkt Küchen, ergänzt: „Dass wir außerdem

mit den ergriffenen Maßnahmen zur Minimierung unseres

ökologischen Fußabdrucks punkten konnten,

freut mich ganz besonders. Seit 2017 arbeiten wir bei

Rotpunkt Küchen mit dem Ansatz ,Vermeiden – Vermindern

– Kompensieren‘ daran, klimaneutral zu fertigen.

Es ist schön, dass dieses Engagement auch über

die Branchengrenzen hinaus wahrgenommen und angesehen

wird. Auszeichnungen wie der German Brand

Award spornen uns dazu an, das Unternehmen und die

Marke immer weiterzuentwickeln.“

7/8/2021 KÜCHENPLANER 51


Küchenfertigung

Foto: Kesseböhmer

Laut „Focus“-Magazin

gehört Kesseböhmer

zu den innovativsten

Unter nehmen Deutschlands.

Mit höchster Innovationskraft

Wer sind die innovativsten Unternehmen Deutschlands? In der Rubrik

Möbelbeschläge setzen Hettich und Kesseböhmer in einem neu ermittelten

Ranking Maßstäbe. Nach Branchensieger Hettich (100 Punkte)

erreichte Kesseböhmer an zweiter Stelle 70,7 Punkte. Beide Unternehmen

erhalten somit als einzige Möbelbeschlaghersteller das Prädikat

„Deutschlands innovativste Unternehmen“. Zusammen mit dem Institut

für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) hat „Deutschland

Test“ bereits zum fünften Mal infolge untersucht, welche Unternehmen

in Deutschland die höchste Innovationskraft besitzen. Gesichtet wurden

7000 Unternehmen und 12 Mio. Bewertungen.

In einer Verlagssonderveröffentlichung im Juni 2021 widmet das

Wochen magazin „Focus“ dem Innovationspreis 2021 sieben Seiten

und erläutert darin die Methodik der Studie. Bewertet wurden Aussagen

zu Themen wie Innovationstätigkeit, Investitionen, Forschung und

Entwicklung, Produktneuheiten oder Technologie. Die Datenbank umfasste

mehr als 400 Mio. Online-Quellen. In Deutschland beschäftigt

Kesseböhmer derzeit rund 2700 Mitarbeiter.

Neuer Vertriebsleiter

bei Schüco Alu Competence

Zum 1. Mai 2021 hat Michael Wiegand die Vertriebsleitung bei Schüco

Alu Competence in Borgholzhausen übernommen. Er ist diplomierter

Kaufmann und verfügt über langjährige Management- und Führungserfahrung

in vergleichbaren Funktionen, insbesondere in der Beschlagindustrie,

betont das Unternehmen. Einer Mitteilung zufolge wird der

Fokus seiner Tätigkeit auf dem Ausbau der langjährigen Kundenbeziehungen

sowie dem Aufbau neuer Vertriebskanäle und Kundensegmente

liegen. Frank Wegener, Geschäftsleitung Schüco Alu Competence, erläutert:

„Wir haben viel vor und wollen unseren Service konsequent ausbauen.

Michael Wiegand kennt die Bedürfnisse

unserer Kunden und hat den

strategischen Weitblick auf zukünftige

Marktherausforderungen. Ziel

sei es, Mehrwerte für die Kunden zu

schaffen. Um dies zu ermöglichen, investiert

Schüco Alu Competence nach

eigenen Angaben massiv in die digitale

Infrastruktur. So werden u. a. neue

CRM- und ERP-Systeme eingeführt sowie

die Gestaltung eines Konfigurators

für die SAC-Produkte gestartet.

Darüber hinaus werden Kunden sukzessive

an einen digitalen Bestell- und

Planungsprozess angebunden, um den

Michael Wiegand.

Lieferservice zu erhöhen.

Foto: Schüco Alu Competence

Foto: actiforce

Ergonomie auf kleinem Raum: höhenverstellbares

Tischsystem „Steelforce 300“.

Hettich verstellt in der Höhe

Die Hettich Unternehmensgruppe ist mehrheitlich

beim Tischsystemspezialisten actiforce eingestiegen.

Von nun an ergänzen höhenverstellbare Tischsysteme

das Produktprogramm. Laut Eigendarstellung

ist actiforce Hersteller qualitativ hochwertiger

höhenverstellbarer Tische samt Zubehör. 2004 in

den Niederlanden gegründet, beschäftigt das Unternehmen

aktuell 340 Mitarbeiter. Die Fertigung

befindet sich in Malaysia, das deutsche Headquarter

in Nienburg. Die Hauptabsatzmärkte sind Amerika

und Europa.

Hettich übernimmt die Mehrheit der Unternehmensanteile

und erweitert das Produktportfolio

mit seinem breiten Zugang zum Markt. Dabei

bleibt actiforce als Unternehmen eigenständig. Inklusive

der Führungskräfte und des bestehenden

Management-Teams rund um den CEO Jason de

Weerd. Dazu sagt Hettich-Geschäftsführer Uwe

Kreidel: „Höhenverstellbare Systeme halten Einzug

in immer weitere Bereiche des täglichen Lebens.

Im Bürobereich gehört hierzu der Markt für ergonomische

Arbeitsplätze. Immer mehr Schreibtische

lassen sich in der Höhe einstellen und sorgen so für

den ergonomisch wichtigen Wechsel zwischen Sitzen-

und Stehen. Das fördert die aktive Gesunderhaltung

im Büro und im Homeoffice.“

52 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Foto: VHK Westfalen-Lippe

Die Teilnehmer

der Gründungsveranstaltung

der „Lehrfabrik

Möbelindustrie“.

Gemeinsame Lehrfabrik

wird Realität

Für die deutsche Möbelindustrie werden die Themen rund um Nachwuchssicherung und Qualifikation

immer drängender. Das gilt besonders für die Küchenmöbel industrie, die als weltweit

führend gilt. Nun wurde ein wirklicher Meilen stein bewegt: die Errichtung einer unternehmensüber

greifenden Lehrfabrik.

Die Verbände der Holz- und Möbelindustrie

Nordrhein-Westfalen haben unter Federführung

des VHK Westfalen-Lippe

(Herford) in den vergangenen zwei Jahren

ein ehrgeiziges Vorhaben vorangetrieben,

welches jetzt mit Unterstützung aus Politik,

Wirtschaft und Verwaltung realisiert

werden kann: die gemeinsame und unternehmensübergreifende

Lehrfabrik der

Möbelindustrie im Ausbildungsnetzwerk

„Bang“ am Standort Löhne.

Ausstattung auf höchstem Niveau

Dort entsteht bis Herbst 2022 zentrumsnah

ein modernes, zweigeschossiges Trainingszentrum

mit ca. 2800 m² Brutto-

Nutzfläche für Möbelhersteller und ihre

Technologiepartner bzw. Zulieferer. „Wir

bekommen jetzt die einzigartige Chance,

konsequent am Berufsbild und an dessen

Anreicherung mit wichtigen neuen Themen

wie der Robotik und KI zu arbeiten.

Und das mit Maschinen und Anlagen, die

auf höchstem Niveau sind und immer wieder

auf den neuesten Stand gebracht werden“,

unterstreicht „Bang“-Manager Markus

Kamann.

Die Lehrfabrik hat ein Einzugsgebiet

von etwa 200 Kilometern Radius. Der Baubeginn

ist im Herbst 2021 geplant, die Eröffnung

ein Jahr später. Der Gebäudekomplex

ist als Effizienzhaus 55 (BEG)

konzipiert, zudem gehört ein Boardinghaus

zur Lehrfabrik. Ab 2022 werden

eine Vielzahl verschiedener Bildungsmodule

für sechs Berufsbilder angeboten

und jährlich rund 200 interessierte Nachwuchskräfte

und Lehrlinge einschließlich

Umschülern erwartet.

Mit aller Kraft unterstützt

Zusammen mit dem Dienstleistungspartner

Zeus GmbH (Paderborn) haben die

Möbelverbände das Projekt einer „Lehrfabrik

der Möbelindustrie“ entwickelt

und zur Realisierungsreife geführt. „Für

uns als ostwestfälisch-lippische Möbelindustrie

hat die Fachkräfteverfügbarkeit

oberste Priorität. Daher haben wir

als Verband dieses Vorhaben angestoßen

und mit aller Kraft unterstützt“, erklärt

Andreas Wagner, Vorsitzender des VHK

Westfalen-Lippe.

Das anspruchsvolle Projekt hat intensive

Evaluierungs- und Vorbereitungsarbeiten

gefordert. Jetzt ist es in „trockenen

Tüchern“: Mit der Unterzeichnung

der Gründungsurkunde durch die maßgeblichen

Unterstützer aus Politik, Wirtschaft

und Verwaltung am 8. Juli 2021

erfolgt der förmliche Startschuss. Eine

solide Finanzierung sei dank der Beteiligung

des Landes Nordrhein-Westfalen, interessierter

Unternehmen und Sponsoren,

der Gesellschafter, der Möbelverbände,

des Netzwerks „Bang“, des Kreises Herford

sowie verschiedener Kreditinstitute

sichergestellt, heißt es in einer Verbandsmitteilung.

Passend zur „Weltstadt der Küchen“

Auch die Stadt Löhne unterstützt das entstehende

Ausbildungs- und Qualifizierungszentrum

engagiert: „Hier in der

‚Weltstadt der Küchen‘ ein Bildungszentrum

für die Möbelindustrie zu etablieren

– das passt! Nachdem immer mehr Messezentren

der Küchenbranche in Löhne eine

Heimat gefunden haben, schärft die Einrichtung

der Lehrfabrik unser kommunales

Standortsprofil weiter“, so Bernd

Poggemöller, Bürgermeister der Stadt

Löhne.

Jürgen Müller, Landrat des Kreises

Herford, sagte zum ehrgeizigen Vorhaben:

„Unser Kreis ist bundesweit ein bedeutender

Standort der Möbel- und Küchenindustrie

– diese Lehrfabrik stärkt

den Standort und ist wichtig für die Nachwuchsförderung.

Das hat auch die Wirtschaft

erkannt und setzt klare Signale –

namhafte Unternehmen sind betei ligt und

haben Finanzierungen zugesagt. Schnelle

Entscheidungen sind wichtig, denn die

Konkurrenz im Arbeitsmarkt nicht nur in

OWL ist groß.“

7/8/2021 KÜCHENPLANER 53


Küchendesign

Neues Konzept für den servicepoint

Einer der Trend-Hotspots der Branche agiert von Bünde aus: Im „servicepoint A30“ werden immer

wieder jene Themen gezeigt und diskutiert, die jetzt und in der Zukunft für die Einrichtungsbranche

wichtig sind. Nun gibt es ein neues Konzept. Und einen neuen Namen: Furniture Future Forum.

Filmaufnahmen beim Netzwerk partner

Schattdecor: Die Auswirkungen der

Pandemie haben den hybriden Charakter

der Angebote gefördert.

Schon seit 2007 existiert das Trendforum

im Zentrum der deutschen Möbelindustrie.

Es hat sich als Anlaufstelle für

Entscheider und Designer der Möbelindustrie

etabliert, um Farb- und Materialtrends,

als auch gesellschaftliche Entwicklungen

und technologische Trends

für die Einrichtungsbranche zu thematisieren

und zu diskutieren. Aber auch

hier hat Corona Spuren hinterlassen,

denn das Eventforum, welches in der

Vergangenheit bis zu 170 Personen zu

einem Event begrüßte, konnte dies aufgrund

der Pandemie nicht mehr tun.

Experimentiert und entwickelt

„Wir haben im Jahr 2020 viel experimentiert

und neue Formate entwickelt,“ berichtet

Katrin de Louw, die mit ihrem

Trendfilter-Team das Forum verantwortet.

„Zum Beispiel haben wir mit dem Interior

Innovation Hub einen exklusiven

Trendworkshop für die Branche entwickelt,

der neue Einrichtungsideen hervorbringt.

Zusätzlich haben wir hybrid

gedacht und verstärkt digitale Unterstützung

gesucht, z. B. durch Filmproduktionen

und Onlineschaltungen. Insgesamt

war es ein lehrreiches Jahr für uns, sodass

wir nun das gesamte Konzept des

Trendforums überarbeitet haben,“ so de

Louw weiter.

Große Veranstaltungen,

kleine Workshops

Das Forum hat nicht nur ein neues Logo

und mit Furniture Future Forum einen

neuen Namen bekommen, es wurde auch,

gemeinsam mit den Partnern des Netzwerkes,

ein Gesamtkonzept entwickelt,

welches im Laufe eines Jahres aus allen

verschiedenen Veranstaltungsformaten

schöpfen wird. Wenn es die Situ-

54 KÜCHENPLANER 7/8/2021


ation zulässt, sind in diesem Jahr noch

Veranstaltungen mit bis zu 60 Personen

geplant. Aber auch kleine Workshops mit

15 - 20 Teilnehmern in dem 600 m² großen

Forum. So wird es ab jetzt jedes Frühjahr

einen Trendworkshop zum Thema Farb-,

Material- und Oberflächentrends geben

und jeden Herbst den Innovationsworkshop.

In diesem Jahr heißt das Thema

Nachhaltigkeit. Die Zusammenarbeit mit

(Hoch)Schulen und den Tischlerinnungen

bleibt ebenfalls Bestandteil des Gesamtkonzeptes.

Die nächsten Termine

• 7. Oktober 2021: Innovationsworkshop

„Interior Innovation Hub“, Thema:

Nachhaltigkeit in der Einrichtung

• 11. November 2021: Event „Möbelvisionen“,

Referentin: Zukunftsforscherin

Christiane Varga über die „Zukunft

des Wohnens“

• 2. Februar 2022: „Furniture Future

Day“: Das Netzwerk lädt ein zu neuen

Produktideen; mit der Möglichkeit zu

Einzelgesprächen in Timeslots

• 28. April 2022: Trendworkshop „Farbe,

Material & Oberfläche“

• 19. Mai 2022: Event „Trendreport 2022“,

Referentin u. a.: Katrin de Louw

Einladungen mit Bedacht

„Solange die Pandemie verunsichert, bleibt

unser Einladungsverteiler leider klein

und sehr gezielt“, erläutert Katrin de Louw,

„das tut mir wirklich leid, wenn wir aktuell

nicht mehr alle unsere treuen Besucher

einladen können. Die Vielfalt und der Austausch

der verschiedenen Branchenköpfe

ist ein wichtiger Teil des Forums und ich

hoffe wirklich, dass wir den Einladungsverteiler

2022 wieder für Innenarchitekten

und Innenausbauer öffnen können.“

Partner in der Ausstellung des

Furniture Future Forum sind: Christian

Kröger, Conal, Continental, europlac,

furnipart, Hera, Kröning, Lehmann.,

Linak, Neelsen, PaletteCAD, Pyrus Panels,

Röhm, schattdecor, Sonae Arauco, SWL,

Van Hoecke und Westag Getalit. Weitere

Informationen zur Ausstellung, den Unternehmen

im Netzwerk und weiteren Aktivitäten

gibt es im Netz.

Fotos: Trendfilter

„Wir haben im Jahr 2020 viel experimentiert

und neue Formate entwickelt.“

Katrin de Louw, Trendfilter.

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7/8/2021 KÜCHENPLANER 55


Hausgeräte

Mit verbriefter Sicherheit

56 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Die Plasmatechnologie hat sich in der Küche

etabliert. Durch den Anbieter Avitana erhält das

Thema zur Umluftfilterung weiteren Schub.

Das 2018 in Herford gegründete Unternehmen ist

auf Expansionskurs und setzt dabei konsequent

auf den direkten Kontakt zum Fachhandel.

Foto: Biermann

Avitana bietet derzeit vier Produktlinien für die Umluftfilterung

der Küchenluft mittels Plasmatechnologie.

Damit ausstatten lassen sich Hauben jeder Bauform, ob

für Wand (mit und ohne Kaminschacht), Decke oder Insel.

Schon im Herbst sollen auf der Fachmesse area30

weitere Anwendungslösungen gezeigt werden, unter

anderem ein besonders schlanker Filter mit nur 60 mm

Bauhöhe. Dieser könne zum Beispiel im Raum hinter

der Schrankrückwand installiert werden. Dieser entsteht

durch den Überstand der Arbeitsplatte. Und auch

über die Küche hinaus entwickelt das Unternehmen

Produktlösungen für immer weitere Anwendungen.

Und das mit internationaler Blickrichtung: Erst kürzlich

wurden zum Beispiel die Kontakte zu einem australischen

Industriekunden intensiviert und eine Anwendung

zur Marktreife gebracht.

„Ganz schön viel Aktivität für ein so junges Unternehmen“,

könnte man meinen. Doch jung bedeutet in

diesem Fall nicht gleich unerfahren. Denn auch wenn

das Unternehmen erst vor drei Jahren gegründet wurde,

verfügen die handelnden Personen bereits über

viele Jahre Erfahrung in der Küchenbranche, teilweise

schon seit Jahrzehnten. Allen voran Jürgen Heitmann,

neben Carmen Ehlebracht (Finanzen/Organisation)

geschäftsführender Gesellschafter und zuständig für

Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb. Heitmann

war bis 2002 im Vorstand der Ehlebracht AG, Enger.

Zusammen mit Gründer Horst Ehlebracht baute er

den Spezialisten für Licht, Funktions- und Kunststofftechnik

auf und führte das Unternehmen zu internationaler

Bedeutung. Im Jahr 2002 schied er bei Ehlebracht

aus. 2015 traf er auf einen der Pioniere der Plasmafilterung,

der die in der Industrie bereits angewandte Technologie

in die Haushaltsküche bringen wollte. Jürgen

Heitmann hatte die dafür nötigen Branchenkontakte

und die technische Expertise, um entsprechende Lösungen

zu konstruieren. Die damaligen Geschäftsbeziehungen

sind inzwischen aufgelöst. Die bewährte

Technik lebt in den Avitana-Filtern fort und wurde seit

der Grundkonstruktion immer weiter verfeinert und in

Filtergehäuse für alle Arten von Dunstabzugshauben

inklusive dem Dunstabzug nach unten gebracht.

Unabhängige Prüfungen

Die Plasmatechnologie als Lösung für die Umluftfilterung

in der Küche verbreitet sich immer mehr, wird

aber auch kritisch betrachtet. Umso wichtiger ist dem

Unternehmen ein nachgewiesen sicherer Umgang damit,

da die gereinigte Luft nach dem Filterdurchfluss

direkt in den jeweiligen Raum zurückgeführt wird.

Schließlich erzeugt das sogenannte kalte Oxidationsverfahren,

bei dem – vereinfacht gesagt – Geruchsmoleküle

und Bakterien aufgespalten und vernichtet werden,

auch Ozon. Das natürlich vorkommende Gas hat in

Jürgen Heitmann (Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb) und

Carmen Ehlebracht (Finanzen / Organisation) leiten das 2018 gegründete

Unternehmen Avitana als geschäftsführende Gesellschafter.

Hinzu kommen zwei weitere Gesellschafter: Winfried Pommeranz

sowie ein stiller Teilhaber.

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Hausgeräte

der Stratosphäre zwar schützenden Charakter (Ozonschicht),

ein deutliches Zuviel davon in der Raumluft

kann bei Lebewesen aber zu gesundheitlich ungünstigen

Wirkungen führen. Jürgen Heitmann kennt die

Technik aus dem Effeff und bestätigt, dass im Filterprozess

Ozon erzeugt wird. „Aber unsere Kaltplasma-Technologie

produziert weniger davon, als in der

Raumluft natürlich enthalten ist“, sagt er und verweist

auf eine Reihe von Zertifikaten unabhängiger Institute

und Labore. Erst kürzlich wurde das Leibniz-Institut

für Plasmaforschung und Technologien in Greifswald

mit einer Testreihe betraut. Am Beispiel des Testmodells

„Aira Rondo“ heißt es im Abschlussbericht: „Es

wurden im Betrieb keine nachweisbaren Ozon-Emissionen

in der gefilterten Luft gemessen.“ Damit sieht

Avitana die Qualität und Unbedenklichkeit seiner Filtersysteme

ein weiteres Mal bestätigt. Die jüngste

Leibniz-Prüfung sei schließlich nur eine von mehreren.

Vom Olfasense-Institut in Kiel wurden die Filter laut

Jürgen Heitmann als hoch wirksam zertifiziert: „mit

einer Geruchsminderung bei Bratfisch oder Pommes

frites nachweislich um 95 %“. Und bezüglich Betriebssicherheit

zeichnen sich Avitana Plasmafilter auch durch

Zertifikate vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut

aus. Zudem bestätigte das Duisburger Institut für

Ener gie- und Umwelttechnik (IUTA) schon vor einiger

Zeit „die Ozonfreiheit der gereinigten Gebrauchsluft.“

Weder Verbände noch Großhandel

Im Vertrieb setzt Avitana auf den direkten Kontakt

zum Fachhandel. Der Vertrieb über Verbandslistungen

oder den Großhandel sei kein Ziel. In Deutschland

sind derzeit 12 Handelsvertreter für das Herforder

Unternehmen unterwegs. Angesichts der anhaltenden

Expansion sollen die Vertriebsgebiete demnächst weiter

verdichtet und damit die Zahl der Außendienstler

erhöht werden. Und das mit regionalen Schwerpunkten.

In den Benelux-Ländern zum Beispiel ist die

Nachfrage besonders groß. „Benelux und Skandinavien

machen ca. 25 % unseres Umsatzes aus“, berichtet

Jürgen Heitmann. Die Erlöse werden dieses Jahr bei

„etwa 3 bis 4 Mio. Euro“ liegen und – wenn alles so

läuft, wie es die Verantwortlichen prognostizieren –

im Jahr 2022 bei 6 bis 8 Mio. Euro. Erwirtschaftet wird

der Umsatz in zahlreichen weiteren Ländern in Europa

und Übersee, inklusive Asien und USA. Organisieren

lässt sich Avitana den Export von Frans Jamry von

der Firma Mares.

Am 1. Juli eröffnete Avitana am Firmensitz in Herford einen neuen Showroom, der auch für Produktschulungen

genutzt wird. Hier werden alle Plasmafilterlösungen für „Wand, Decke und Insel“ gezeigt.

58 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Ein weiteres Vertriebsstandbein ist das OEM-Geschäft.

So werden die Original Avitana-Filter zum Beispiel

auch von Inventum und Boretti (beide Niederlande)

oder witt und Thermex (beide Dänemark) verkauft. Hinzu

kommt der Erstausstatter-Kontakt zum italienischen

Hersteller Galvamet, der einige Dunsthauben seines

Sortiments ab Werk mit den Plasma-Filtern ausstattet.

Neuer Firmensitz geplant

Am Firmensitz in Herford sind neben der Geschäftsleitung

sechs weitere Mitarbeitende im Vertriebsinnendienst

tätig. Hier laufen alle administrativen Fäden

zusammen. Produzieren lässt das Unternehmen

bei Spezialbetrieben der Region Ostwestfalen- Lippe. In

einem dieser Betriebe erfolgt auch die Endmontage und

der Versand. „Wir liefern jeden Filter innerhalb von 24

Stunden“, betont Jürgen Heitmann. Schon bald könnten

diese ohnehin gut etablierten Abläufe nochmals reibungsloser

gestaltet werden. Denn Avitana plant einen

Firmenneubau in Herford. An diesem Standort sollen

dann auch die Metall-, Elektrotechnik- und Kunststoffzulieferer

Platz finden.

Aktuell hat sich das Unternehmen am Sitz an der

Berliner Straße in Herford flächenmäßig verdoppelt.

Zum 1. Juli 2021 wurde ein neuer Showroom eröffnet.

Hier präsentiert das Unternehmen die aktuellen Produkte.

Zudem dient die Ausstellung als Schulungs- und

Weiterbildungszentrum, als Kunden-Servicezentrale

sowie als „experimentelles Labor für kundenspezifische

Wünsche oder zur Produkt-Weiterentwicklung“.

Neue Marke für Muldenlüfter

Gezeigt wird in Herford auch die jüngste Neuheit,

die auf der area30 in Löhne im September die offizielle

Messepremiere feiern wird. Mit den Muldenlüftern

„benthaus by avitana“ haben Jürgen Heitmann

und Carmen Ehlebracht ein neues Vertriebsangebot im

Programm. Die anspruchsvollen Modelle für das obere

Marktsegment sind natürlich mit Plasma-Filtern von

Avitana ausgestattet. Im ersten Schritt wird es vier Modelle

geben: Drei mit Touch-Bedienung und eins mit externen

Bedienknebeln.

Dirk Biermann

Fotos: Biermann

Avitana ist auch OEM-Ausstatter für Anbietern zum Beispiel

aus Dänemark und den Niederlanden.

Der italienische Haubenhersteller Galvamet stattet einige Modelle ab Werk

mit den Plasma-Umluftfiltern von Avitana aus.

(Foto: Modell „Blade Plasm 600 WH“).

7/8/2021 KÜCHENPLANER 59


Hausgeräte

Luxus für die Nische:

Der Kochtisch „Atoll“

soll 2022 auf den Markt

kommen und eigenständig

vertrieben

werden.

Kochtisch für die Luxusküche

Die Blanc & Fischer Familienholding, Muttergesellschaft u. a. von Blanco und E.G.O.,

hat das schwierige Pandemie-Jahr 2020 mit einem stabilen Umsatz abgeschlossen.

Die Erlöse beliefen sich auf 1,181 Mrd. Euro nach 1,188 Mrd. Euro im Vorjahr. Die nicht

konkret genannten Ergebnisziele wurden erreicht. Für 2022 wurde ein besonderes

Produkt angekündigt: „Atoll“, ein Kochtisch für die Luxusküche.

Auch für die nähere Zukunft zeigte sich Dr. Johannes

Haupt, CEO der Blanc & Fischer Familienholding, sehr

optimistisch: „Wir haben 2021 den Ehrgeiz, den bereits

ambitionierten Wachstumsplan von etwa sechs

Prozent zu übertreffen. Und wir wollen bis 2025 einen

Jahresumsatz von 1,5 Mrd. Euro erreichen“, erklärte

Dr. Haupt in einem hybriden Pressegespräch, an dem

die Journalisten wahlweise vor Ort am Firmensitz in

Oberderdingen oder per Internet teilnehmen konnten.

Der CEO begründete diesen Optimismus vor allem

mit zwei Faktoren: „Unsere Domäne ist die Küche.

Und da hat die Pandemie bei allen negativen Begleiterscheinungen

dazu geführt, dass sich die Menschen

zwangsläufig noch stärker als früher auf ihr Zuhause

konzentriert haben. Das belebt das Geschäft unserer

Kunden in der Hausgeräte-Industrie merklich. Außerdem

wird die Küche immer mehr als Lebens- und

nicht als Funktionsraum gesehen, was unseren operativen

Teilkonzernen auch in Verbindung mit den Möglichkeiten

der Digitalisierung viele Chance für Innovationen

und Wachstum bietet.“

Keine betriebsbedingten Kündigungen

Die Familienholding und ihre Teilkonzerne haben

2020 weltweit rund 8300 Menschen beschäftigt, etwa

200 weniger als im Vorjahr. „Die Mitarbeiter zu schützen

und gleichzeitig unser operatives Geschäft in den

Teilkonzernen weiterzuführen, waren unsere obersten

Prioritäten im Jahr 2020. Beides haben wir erfreulich

gut geschafft“, berichtete Dr. Haupt. Betriebsbedingt

gekündigt wurde niemand. Stattdessen gab es an einigen

Standorten einzelner Teilkonzerne zeitweise

Kurzarbeit. Wobei die Zeit der Kurzarbeit mit maximal

zwei Monaten eher kurz ausfiel, denn auf einen dramatischen

Umsatz-Rückgang von März bis Mai folgte bereits

im Sommer ein ebenso steiler Wiederanstieg.

60 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Nachhaltiges Wachstum

Konsequent fortgesetzt habe die Blanc & Fischer Familienholding

auch ihre „Triple P“ genannte Nachhaltigkeits-Offensive,

die inzwischen Teil der Unternehmensstrategie

ist. Die drei „Ps“ stehen dabei für die

Bereiche Planet, People und Performance. Bei der Performance

liege laut Dr. Haupt der Fokus auf Wachstum:

Das Ziel ist hier für die nächsten Jahre bis 2025 eine

durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 5 %,

um eben im Jahr 2025 einen konzernweiten Umsatz

von 1,5 Mrd. Euro zu erreichen. 60 % dieses Umsatzes

sollen auf dem Europäischen Markt einschließlich des

Nahen Osten und Afrikas (EMEA) erreicht werden, der

Rest zu jeweils 20 % in der asiatisch-pazifischen Re gion

(APAC) und auf dem amerikanischen Kontinent. Dabei

liege der Fokus auf einem organischen Wachstum über

eine noch bessere Durchdringung der Kernmärk te,

wobei Dr. Haupt auch gezielte Akquisitionen und Partnerschaften

nicht ausschloss. Um die wirtschaftlichen

Ziele möglichst umweltschonend zu erreichen, gebe es

im Bereich „Planet“ eine Vielzahl von Nachhaltigkeits-

Projekten mit dem Ziel, vor allem den CO 2

-Ausstoß zu

senken. Als Beispiel nannte er die CO 2

-Reduktion in

der globalen Lieferkette. Aktuell entstünden hier noch

rund 5000 Tonnen CO 2

jährlich, an einer markanten

Reduzierung wird nachhaltig gearbeitet.

Ein Tisch zum Kochen und Kommunizieren

Parallel zur Nachhaltigkeit liege das Augenmerk auf

dem weiteren Ausbau der Innovationsfähigkeit. Dafür

wurde unter anderem in der Unternehmenszentrale in

Oberderdingen das Future Kitchen Lab eingerichtet –

eine für alle Teilkonzerne nutzbare, interne Denkfabrik,

in der Ideen für die Küche von morgen erdacht

und erprobt werden sollen. Ein Beispiel dafür ist das

Start-up „Atoll“, das Dr. Johannes Haupt im Rahmen

des Pressegesprächs im Future Kitchen Lab erstmals

präsentierte und für das unter dem Dach der Holding

eine eigenständige Vertriebsgesellschaft gegründet

wurde. Bei „Atoll“ handelt es sich um einen vom japanischen

Teppan-yaki inspirierten Tisch, der aus einer

speziellen High-Tech-Keramik besteht und so die

Möglichkeit bietet, in der Oberfläche praktisch unsichtbar

Induktionsbeheizungen (von E.G.O.) einzubauen.

So werde der Tisch zum Kochfeld, ohne sein bewusst

klares Design einzubüßen und seine inneren Werte zu

offenbaren. Dr. Haupt: „,Atoll‘ steht sinnbildlich für unsere

Mission. Wir wollen mit unseren Produkten und

Innovationen den Lebensraum Küche weiter verbessern

und komfortabler gestalten und dabei gleichzeitig

knappe Ressourcen und das Klima schonen. Bei ‚Atoll‘

kann diese knappe Ressource der Platz sein, in vielen

anderen Bereichen sind es Rohstoffe und Energie.“

Umgesetzt werden kann das „Atoll“ als eigenständiger

Tisch oder als Teil der Küchenzeile. Produziert

wird es vorerst bei einem Partner in Spanien. Sollte

eine nicht näher konkretisierte Stückmenge überschritten

werden, sei der Aufbau der Produktion in

Oberderdingen möglich. Es sei ein „Luxusprodukt für

eine attraktive Nische“, das im Jahr 2022 in den Markt

eingeführt werden soll.

In der Küche daheim

Die Blanc & Fischer Familienholding prägt den Lebensraum

Küche weltweit. Zur Unternehmensgruppe gehören

Arpa (französischer Spezialist für Kochfelder mit

verschiedenen Beheizungsarten und Dunstabzüge),

Blanco (Spezialist für den Wasserplatz in der Küche),

Blanco Professional (Produzent von Investitionsgütern

für Großküchen und Zulieferer der Industrie, Blanc &

Fischer Corporate Services (interner Dienst leis ter für

IT und übergeordnete Funktionen) sowie E.G.O. (Komponentenzulieferer

für Hersteller von Hausgeräten).

Insgesamt beschäftigen diese Unternehmen rund 8300

Mitarbeiter in 23 Ländern und an 56 Standorten weltweit.

2020 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz

von 1,18 Mrd. Euro. Die Holding ist zu 100 % im Besitz

der Familien Blanc und Fischer.

Fotos: Blanc & Fischer

„ Ehrgeizige

Ziele noch

übertreffen.“

Dr. Johannes

Haupt, CEO der

Blanc & Fischer

Familienholding.

7/8/2021 KÜCHENPLANER 61


Hausgeräte

Die E.G.O.-Zentrale

im badischen Oberderdingen.

62 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Foto: E.G.O.

Punktlandung

nach Achterbahnfahrt

Nach einer aufregenden Berg- und Talfahrt gelang der E.G.O. Gruppe

im Jahr 2020 beim Umsatz eine Punktlandung. Mit 656 Mio. Euro

lag dieser auf Vorjahresniveau. Für CEO Dirk Schallock steht fest:

„Wir haben unter schwierigen Bedingungen alles richtig gemacht.“

7/8/2021 KÜCHENPLANER 63


Hausgeräte

„Das war schon ein verrücktes Jahr“: Mit diesen Worten

kommentierte Dirk Schallock, CEO der E.G.O.-Gruppe

(E.G.O.), die Geschäftsentwicklung des Unternehmens

im Pandemie-Jahr 2020. Denn was dem Umsatz

von 656 Mio. Euro nach auf den ersten Blick wie eine

Punktlandung auf dem Vorjahresniveau (2019: 658 Mio.

Euro) aussieht, war im Jahresverlauf eine echte Bergund

Talfahrt. „Wir hatten im April und Mai einen dramatischen

Einbruch, den wir aber dann in den Folgemonaten

teilweise mit Rekordzahlen ausgleichen

konnten“, berichtete der CEO des größten Teilkonzerns

der Blanc & Fischer Familienholding in einem Pressegespräch

in Oberderdingen. Entsprechend optimistisch

ist Schallock für das aktuelle Jahr: „Wir sind sicher,

dass wir 2021 die 700-Millionen-Grenze nicht nur

erreichen, sondern überschreiten werden – und das

möglicherweise sehr deutlich.“ Das liegt nach den Angaben

des CEO vor allem an zwei Faktoren. Zum einen

verzeichne die Hausgeräte-Industrie eine deutlich

gewachsene Nachfrage als Folge der durch die Pandemie

erzwungenen Konzentration auf die eigenen vier

Wände. Das mache sich auch beim Hausgeräte-Zulieferer

E.G.O. positiv bemerkbar. Zum anderen habe E.G.O.

aber auch mit einer neuen Struktur, einer noch einmal

gestärkten Innovationskraft und einer klaren Strategie

die Voraussetzungen geschaffen, überdurchschnittlich

vom positiven Marktumfeld zu profitieren. „Ich denke,

wir haben 2020 unter schwierigen Bedingungen alles

richtig gemacht“, bilanzierte der sichtlich zufriedene

E.G.O.-Chef.

Erfolgsfaktor Business Units

Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern,

werde E.G.O. in diesem Jahr 20 Mio. Euro hauptsächlich

für Kapazitätserweiterungen an den Standorten weltweit

investieren. Die im vergangenen Jahr geschaffene

Struktur mit fünf Business Units ( Electronic Surface

Cooking, Mechatronics, Thick Film, Electronics und

Gas) habe sich als „Erfolgsfaktor“ erwiesen. In der

Business Unit Gas ist 2021 die frühere italienische

Tochtergesellschaft Defendi aufgegangen. Damit hat

E.G.O. 300 neue Mitarbeiter und zwei weitere Standorte

in Camerano (Italien) und Itatiba (Brasilien). Als Teil

von E.G.O. hätten die Gas-Experten jetzt neue Chancen,

innovative Produkte im Bereich E-Gas zu entwickeln.

Auch der neu geschaffene Querschnittsbereich Innovation

& Technologies habe die Innovationskraft bereits

merklich gestärkt und so einen wichtigen Beitrag zum

Erfolg geleistet.

65 Prozent weniger CO 2

bis 2030

Wie bei der Muttergesellschaft Blanc & Fischer Familienholding

ist auch bei E.G.O. Nachhaltigkeit ein fester

Teil der Unternehmensstrategie. Entsprechend sind damit

konkrete Ziele verknüpft. Schallock nannte beispielhaft

vier Meilensteine, die sich E.G.O. gesetzt hat:

Bis jeweils 2024 will das Unternehmen mindestens ein

Werk klimaneutral machen, ein neues klimaneutrales

Gebäude errichten und eine Produktreihe so redesignen,

dass sie den Anforderungen einer geschlossenen

Kreislaufwirtschaft entspricht. Auch bei den CO 2

-Emissionen

formuliert der CEO ein anspruchsvolles Ziel: Sie

sollen bis 2030 um 65 % sinken.

Digitalisierung Basis neuer Geschäftsmodelle

Zusammen mit der Nachhaltigkeit ist die Digitalisierung

nach innen und außen ein strategischer Schwerpunkt

für E.G.O. Dabei gehe es sowohl darum, entlang

der eigenen Wertschöpfungskette Effizienz und Produktivität

durch digitale Prozesse und Methoden zu

verbessern, als auch um die Entwicklung neuer digitaler

Geschäftsmodelle. Intern gehe es dabei vom

durchgängigen Datenfluss über die Digitalisierung der

Fertigung bis hin zur Modernisierung des ERP-Systems,

um unternehmensweit eine einheitliche Informationsbasis

mit durchgängigen Reporting-Strukturen

und Echtzeit-Analysen zu schaffen, erklärte Schallock.

Kochfeld mit „magischen“ Funktionen

Dabei böte die Digitalisierung auch große Chancen für

die Entwicklung neuer physischer Produkte mit smarten

Funktionen. „Kochen 4.0“ nennt das E.G.O., und

der CEO erläuterte anhand eines Beispiels, wie es in

der Praxis aussehen kann: Ein Induktionskochfeld mit

„magischen Funktionen“, die uns unterstützend durch

Kochprozesse führen. Das Kochfeld misst dabei mit

einem patentierten Verfahren die sich im Kochprozess

verändernden Eigenschaften der Töpfe und Pfannen. Es

regelt oder hält so Temperaturen, erkennt Kochpunkte

oder führt Kochprozesse nach den Anweisungen eines

zuvor geladenen Rezepts völlig selbstständig durch.

Küche auf 0,5 Quadratmetern

Außer der Digitalisierung gibt es weitere Megatrends,

die E.G.O. nach eigener Aussage zu neuen Ideen inspirieren.

Die Urbanisierung und der knapper werdende

Wohnraum in den Metropolen als eine ihrer Folgen zähle

dazu. Auch dafür sucht und findet E.G.O. Antworten,

wie Schallock versicherte. Als Beispiel nannte er die

64 KÜCHENPLANER 7/8/2021


Neuheit „K2“. Dabei handelt es sich um eine ultrakompakte

Kücheneinheit, die auf einem halben Quadratmeter

Fläche eine Spüle, einen Geschirrspüler und ein

Kochfeld vereint. Schallock: „Gemeinsam mit unserer

Schwestergesellschaft Blanco entwickeln und testen

wir innovative ‚kleine‘ Ideen und nutzen damit einen

einzigartigen Wettbewerbsvorteil der Blanc & Fischer

Familienholding.“ Dieses Testfeld der „kleinsten Küche

der Welt“ sei ein Beispiel dafür, dass es nach wie vor

viele Möglichkeiten gibt, den Lebensraum Küche zu optimieren

und so das Leben der Menschen jeden Tag ein

Stück komfortabler zu gestalten.

Schutz der Belegschaft

Bei den knapp 5800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

von E.G.O. an 23 Standorten weltweit waren von

November 2020 bis Mai 2021 305 an Corona erkrankt.

Kündigungen hat die Gruppe nicht nur vermieden,

sondern Mitarbeiter sogar mit freiwilligen Lohnfortzahlungen

beispielsweise in Mexiko unterstützt. Trotz

Arbeitsverbot durch die dortigen Behörden hat E.G.O.

erhebliche Beiträge zur Existenzsicherung geleistet.

Auch beim Thema mobiles Arbeiten sieht sich E.G.O.

gut aufgestellt: „Wir haben einen hohen Anteil an Produktionsarbeitsplätzen.

Die Menschen, die dort beschäftigt

sind, sind natürlich an den Arbeitsplatz gebunden.

Aber an den Stellen, an denen es geht – wie in

den administrativen Bereichen –, haben wir die Möglichkeiten,

mobil zu arbeiten, geschaffen. In Oberderdingen

beispielsweise können das 349 Mitarbeiter, und

254 haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.“

Insgesamt habe E.G.O. bis Mai rund 1,4 Mio. Euro in

den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investiert.

Auch jetzt noch fielen jeden Tag Zusatzkosten

durch die Pandemie an. Beispielsweise durch für Mitarbeitende

kostenlose Selbsttests. Insofern sei es umso

erfreulicher, so Dirk Schallock, dass E.G.O. die Ergebnisziele

für 2020 vollständig erreicht habe.

Fotos: E.G.O.

„Wir investieren

in Kapazitätserweiterungen

an

allen Standorten

weltweit.“

Dirk Schallock,

CEO der E.G.O.-

Gruppe.

7/8/2021 KÜCHENPLANER 65


Hausgeräte

Im Mieletec für die Praxis forschen

Wenn Wissenschaft auf Praxis trifft, heißt das in Ostwestfalen „Mieletec“. Die Fachhochschule

Bielefeld führt seit inzwischen 10 Jahren im Auftrag des Hausgeräteherstellers

Experimente und Simulationen durch. Beide Partner profitieren von der

Kooperation – und feierten das jetzt.

Leise surrt der fahrerlose Transportwagen Richtung

Versandbereich, weicht selbstständig Hindernissen aus

und stoppt, wenn Menschen seinen Weg queren. Beladen

ist das Vehikel mit drei sogenannten „TwoInOne“-

Geräten, also Kochfeld und Dunstabzug in einem, die

Bestseller unter den Miele-Induktionskochfeldern aus

dem Werk Bünde.

Der voll automatisierte Transport steht im Gegensatz

zur Produktion der Kochfelder, denn hier können Maschinen

den Menschen nicht ersetzen. Zu komplex sind

die vielen Handgriffe, zu viele Varianten werden gefertigt.

Insbesondere für die kombinierten Kochfeldabzüge

braucht es erfahrene Werkerinnen und Werker, die

nicht am Fließband arbeiten, sondern „ihrem“ Produkt

im sogenannten Montage-U von Station zu Station folgen:

Sie verbinden das Lüftungsgebläse mit dem Gehäuse,

montieren Induktionsspulen und Elektronikkomponenten,

verkabeln nach dem vorgegebenen Schaltplan,

setzen die Glaskeramik auf, testen sämtliche Funktionen

am Prüfstand und verpacken ihr Produkt am

Ende auch noch selbst – Qualität „Made in Bünde“.

High-end ist nicht nur die Kombination aus Induktionskochfeld

und integriertem Wrasenabzug. Einzigartig

sind auch die hier gefertigten Modelle, die mit

Bratsensoren ausgestattet sind, ein Anbrennen verhindern

und Koch oder Köchin per App bei der Zubereitung

unterstützen.

Hochschule berät Miele-Entwicklungsteam

„Miele ist in diesem Feld technologisch führend und

gehört heute zu den weltweit erfolgreichsten Herstellern

von Kochfeldern“, sagt Dr. Volker Ennen, Head

of Advanced Development Hobs and Steamers in der

Business Unit Cooking bei Miele. „Die führende Position

hat ihren Grund unter anderem darin, dass in diesem

Familienunternehmen Raum dafür da ist, langfristig

zu denken und sich Zeit für die Entwicklung von

Innovationen zu nehmen“, so der promovierte Physiker

weiter. Ennen und sein Team arbeiten direkt im Werk

Bünde. Von hier aus starten sie Entwicklungsprojekte

für die nächste und übernächste Gerätegeneration. Bei

der Frage, welche neuen Technologien für künftige

Produkte geeignet sind, lässt sich das Team seit zehn

Jahren von Experten und Expertinnen der Fachhochschule

(FH) Bielefeld beraten.

Hauptfokus Induktion im Mieletec

Damals, im April 2011, wurde das Mieletec ins Leben gerufen,

eine Kooperation zwischen dem Unternehmen und

der FH. Die Partner hatten sich zum Ziel gesetzt, an Innovationen

für Hausgeräte zu arbeiten und Grundlagenforschung

insbesondere zum Phänomen des induktiven Garens

zu betreiben. „Induktion ist eine besondere Art der

Wärmeerzeugung“, erläutert Prof. Dr. Sonja Schöning,

die das Mieletec gemeinsam leitet mit Prof. Dr. Christian

Schröder, Vizepräsident für Forschung und Transfer an

der FH. „Bezogen auf das Kochen erzeugt man mithilfe

einer Spule unterhalb der Glaskeramik ein magnetisches

Wechselfeld. Im Topfboden entstehen daraufhin Wirbelströme,

die Wärme erzeugen, was wiederum für ein wesentlich

effizienteres Garen genutzt werden kann.“

Schneller, effizienter und sicherer

Beim induktiven Kochen erhitzt sich der Topfboden bekanntlich

unmittelbar und die Wärme kommt so direkt

an das Gargut heran, erläutert Prof. Schöning die Vorteile:

„Man ist schneller, weil nicht erst noch die Glaskeramik

aufgeheizt werden muss. Es entstehen weniger

Energieverluste. Und das Kochen ist sicherer, denn

die Glaskeramik selbst wird nicht besonders heiß.“

Im Fokus der Arbeiten über die Induktion standen

in den vergangenen zehn Jahren neben Forschungen

zur Wärmeübertragung auch Fragen zu Strömungsmechanik,

Sensorik und Materialforschung. „Wir wollten

das Kochen mit Induktion in seiner gesamten Wirkungskette

von der Steckdose bis ins Gargut verstehen,

und das ist uns gelungen!“ zieht Schöning Bilanz. „Das

Mieletec hat damit seinen Beitrag dazu geleistet, dass

die Induktionskochfelder von Miele heute zum Besten

gehören, was man auf dem Markt erhalten kann.“

Experiment und Simulation

Doch wie genau kommt das Mieletec zu seinen Erkenntnissen?

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

beschreiten stets zwei Wege: Experiment und

Simulation, wobei beides eng miteinander verknüpft

ist. Die Daten aus den Experimenten liefern die Basis,

auf der dann Multi-Physik-Simulationen aufgesetzt

werden. Die Simulationen ihrerseits bieten dann die

Chance, in kurzer Zeit verschiedene Parameter effizient

zu variieren, zum Beispiel die Geometrie einer Spule

oder die Größe eines Sensors.

„Wenn wir jede Variante bauen würden, über die wir

mehr erfahren möchten, müssten wir sehr viel Geld

und Arbeitszeit investieren“, erläutert Miele-Entwickler

Dr. Ennen. „Stattdessen machen die Kolleginnen

und Kollegen im Mieletec lediglich ein Experiment,

programmieren eine Simulation und testen dann mit

ein bisschen Computerrechenzeit alle verschiedenen

Größen durch.“ Jene Größe, die in der Simulation am

besten abgeschnitten hat, wird daraufhin wieder im

Experiment getestet – der Kreis schließt sich.

66 KÜCHENPLANER 7/8/2021


High-tech für ein „agiles Team“

Damit all das professionell vonstatten gehen kann, gibt

es im Mieletec an der FH für die Experimente ein Messlabor,

diverse Messgeräte, von denen das Team viele

erst auf die verschiedenen Aufgaben hin getrimmt hat,

sowie – je nach Aufgabe – das eine oder andere mit

Testsensoren gespickte Miele-Gerät. Außerdem stehen

Hard- und Software für die Multi-Physik-Simulationen

bereit, hinreichend Rechenpower ist ebenfalls vorhanden:

1500 CPU-Kerne, 2.5 Terabyte Arbeitsspeicher, 20

TeraFLOPS Leistung und ein Infiniband-Netzwerk –

man muss nicht alles verstehen.

„Im Grunde genommen ist das, was wir in den letzten

Jahren bei etlichen Projekten gemacht haben, ziemlich

genau das, was man heute unter einem sogenannten

agilen Entwicklungsprojekt versteht, das sich in verschiedene

zweiwöchige Sprints aufteilt und so besonders

schnell Ergebnisse erzielt“, resümiert Dr. Ennen.

Beide Seiten profitieren

Für Miele besteht der Vorteil der Zusammenarbeit konkret

in den gelieferten Ergebnissen. Darüber hinaus

profitiert das Unternehmen davon, frühzeitig in Kontakt

mit talentierten Studierenden zu kommen: Mehr als 60

Projekt- und Abschlussarbeiten sind im Rahmen der Zusammenarbeit

entstanden, eine von Miele finanzierte

Promotion steht unmittelbar vor der Veröffent lichung.

Für die FH ergeben sich ebenfalls mehrere Vorteile:

„Für die Studierenden ist es eine wertvolle Erfahrung,

im Mieletec sehr praxisbezogen arbeiten zu

können und schon im Studium zu lernen, wie in einem

Unternehmen professionell entwickelt wird“, erläutert

Prof. Schöning. „Manchmal profitiert die FH auch davon,

dass ein Testaufbau nach dem Abschluss eines

Projekts sozusagen ein zweites Leben in der Lehre

bekommt, weil wir hier Praktika mit hohem Anwendungsbezug

durchführen können.“

Gefördertes Forschungsprojekt

Auch die Forschung hat etwas von der kontinuierlichen

Zusammenarbeit zwischen FH und Miele im

Rahmen des Mieletec: „Es war ein Meilenstein, als wir

2015 unter Beteiligung von Miele erstmals ein öffentliches

Forschungsprojekt zur Nanoinduktion einwerben

konnten“, erzählt Schöning. In dem Projekt ging

es darum, die Induktionsspule noch einmal „ganz neu

zu denken“, so die Wissenschaftlerin. „Warum soll induktives

Laden von Elektroautos nicht bald auf breiter

Front möglich sein? Man fährt einfach über eine im

Parkraum versenkte Spule und muss nicht mehr mit

lästigen Steckern hantieren.“

Foto: Miele

Beim Mieletec-Projekt profitieren Forschung und Praxis voneinander.

Hohes Invest im Werk Bünde

In Bünde allerdings konzentriert man sich erst einmal

weiter auf die Entwicklung und Herstellung von

qualitativ hochwertigen Hausgeräten. „Mich fasziniert,

dass Miele sich trotz großer asiatischer Mitbewerber

am Markt extrem gut behauptet“, sagt Sonja Schöning.

Von nichts kommt nichts: Zurzeit investiert Miele am

Standort Bünde 28 Mio. Euro in ein Forschungs- und

Entwicklungszentrum sowie in eine neue Pressenanlage.

450 000 Produkte in 3600 Varianten verlassen das

Werk jährlich. Der Standort hat Tradition: Hier produzierte

Anfang der 1970er-Jahre der 1989 von Miele übernommene

Küchengerätehersteller Imperial das erste

Glaskeramikkochfeld. Heute stellen die 700 Beschäftigten

in Bünde neben Kochfeldern auch Wärmeschubladen

und Dampfgarer her.

Optimierter Feuchtesensor aus dem Mieletec

Bei den Dampfgarern zeigt sich ebenfalls die vorteilhafte

Zusammenarbeit von Miele und FH. Ein Beispiel

ist der Feuchtesensor der Combi-Dampfgarer, bei denen

Feuchtigkeit und Hitze unabhängig voneinander geregelt

werden können. „In der Entwicklungsphase wurde

am Mieletec das Prinzip des Feuchtesensors experimentell

analysiert und parallel mithilfe einer Simulationssoftware

untersucht“, berichtet Dr. Ennen. „Durch die

Simulation hat das Mieletec Optimierungspotenziale in

der Geometrie des Sensors und bei der Art des Sensorbetriebs

aufgezeigt.“ Die Folge: Mittlerweile wird in jedem

von Miele ausgelieferten Combi-Dampfgarer der

optimierte Feuchtesensor verbaut, der durch seine Arbeitsweise

viele Automatikprogramme unterstützt.

Kooperation mit spannenden Perspektiven

Längst hat sich bei Miele herumgesprochen, dass das

Mieletec ein kompetenter und agiler Partner ist und

keineswegs nur Expertise auf dem Gebiet von Induktion

und Dampfgaren besitzt. 30 Projekte haben Miele

und das Mieletec in den vergangenen zehn Jahren umgesetzt.

Einige erfolgreiche Arbeiten für andere Miele-

Werke als dem in Bünde sind ebenfalls darunter.

„Der Charakter der langfristigen Kooperation ist

für uns von der FH das Alleinstellungsmerkmal des

Mieletec“, bilanziert Prof. Dr. Christian Schröder, der FHseitig

das Leitungsduo mit Prof. Dr. Schöning bildet. „So

ergeben sich immer wieder ganz neue Aktivitätsfelder.“

Dr. Markus Miele, geschäftsführender Gesellschafter

von Miele, sieht das ähnlich: „Wir sind uns bewusst,

dass über das Mieletec weitere Kompetenzfelder der

FH zur Verfügung stehen. Sie bieten Potenzial für zukünftige

Kooperationen, beispielsweise in den Bereichen

Akustik oder Künstliche Intelligenz. Ideen für

neue Forschungsprojekte mit der FH werden uns also

nicht ausgehen.“

7/8/2021 KÜCHENPLANER 67


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