05.08.2021 Aufrufe

Baden vokal Nr. 8/9 2021

Was stellen die Chöre vor Ort auf die Beine, was läuft in der Chorszene auf regionaler und nationaler Ebene? Infos dazu finden Sie in Ihrem Badischer Chorverband-Magazin, in Baden vokal. Die Zeitschrift wirft elfmal im Jahr auch Blicke über den Tellerrand, berichtet aus dem Landesmusikverband und anderen Amateurmusikverbänden, spielt Mäuschen, was Aktivitäten anderer Landes-Chorverbände betrifft, informiert über Trends und neue Noten, gibt Vorständen Tipps für die Vereinsarbeit und lässt Experten zur Wort kommen – das alles in einer ansprechenden, unterhaltsamen Aufmachung.

Was stellen die Chöre vor Ort auf die Beine, was läuft in der Chorszene auf regionaler und nationaler Ebene?
Infos dazu finden Sie in Ihrem Badischer Chorverband-Magazin, in Baden vokal. Die Zeitschrift wirft elfmal im Jahr auch Blicke über den Tellerrand, berichtet aus dem Landesmusikverband und anderen Amateurmusikverbänden, spielt Mäuschen, was Aktivitäten anderer Landes-Chorverbände betrifft, informiert über Trends und neue Noten, gibt Vorständen Tipps für die Vereinsarbeit und lässt Experten zur Wort kommen – das alles in einer ansprechenden, unterhaltsamen Aufmachung.

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vokal

Baden

Magazin des

Badischen Chorverbandes

8+9/2021

WIE MAN MIT BABYS UND

KLEINKINDERN MUSIZIERT SEITE 3

STUDIE: WARUM JUNGE

LEUTE IM CHOR SINGEN SEITE 16 – 17

KOMPONISTEN IN

BADEN: ULI FÜHRE SEITE 19


aus dem inhalt

titelbild

„Cantabile“ vom Liederkranz Forchheim

(CV Karlsruhe) Archivbild: Dannenmaier

thema Seite 3

Nachwuchsgewinnung mit Babys 3

news | nachrichten

für baden Seiten 4 – 11, 19, 20

Bericht von BCV-Präsident Josef Offele 4

Bericht von Musikalischen Direktor

Matthias Böhringer 5

Bericht von Finanzreferentin

Beate Dufke-Falkenstein 6

Bericht von Jugendreferenten

Christoph Heiß 7

Fit für den Neustart werden 8

Aus dem Tagebuch des Präsidenten 9

Förderprogramme „FreiRäume“ und

„Zukunftsmusik“10

Förderprogramm „Neustart Kultur“ 10

Deutschland singt am 3. Oktober 11

„Komponisten in Baden“: Uli Führe 19

Studie zur Freiburger Chorszene 20

kalenderSeite 12

chorpraxis | chorleiter Seiten 14 – 18

Serie „Probenwochenende“:

Probewochenende in Bingen am Rhein 14 – 15

Nachwuchsgewinnung:

Wie die Generation Y tickt 16 – 17

Mitglieder ohne Versicherungsschutz 18

kinder und jugend Seiten 21 – 22

Singbus unterwegs in Baden-Württemberg 21

Lieder der Monate August und September 22

chöre vor ort Seite 23

mit Berichten aus dem Sängerkreis Buchen

und dem Chorverband Bruchsal

leute Seite 24

Maria Löhlein-Mader verlässt

LMR-Präsidium24

service Seiten 25 – 28

Kurse – Seminare – Fortbildungen 25

Vorstandstipp:

Wie man mit Verlusten umgehen darf 26

Chormusik im Radio 27

ARAG: Versicherungsfall

beim Heckenschnitt 27

Buch-Tipp, Rätsel 28

unter uns gesagt

KOLUMNE

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie schon von Mulla Nasrudin

gehört oder gelesen? Man könnte

diesen als den Till Eulenspiegel des

Orients bezeichnen. Die humorvollen

Episoden, die man sich über ihn erzählt, haben meist einen

Hintersinn. So auch die folgende:

Jemand beobachtete Nasrudin, wie dieser etwas auf dem

Boden suchte. „Was hast du verloren, Nasrudin?" fragte

er. „Meinen Schlüssel", sagte der Mulla. Beide lagen nun

auf den Knien und suchten. Nach einer Weile fragte der

andere: „Wo hast du ihn denn eigentlich verloren?" – „In

meinem Hause." – „Aber warum suchst du ihn dann hier

draußen?" –„Weil es hier heller ist."

Sie fragen sich, was diese Anekdote mit Ihnen oder

unseren Chören und unseren Vereinen zu tun hat? Vielleicht

nichts. Vielleicht viel. Viel, wenn Sie etwas suchen

und es seit Jahren nicht gefunden haben. Denn dann suchen

Sie womöglich dort, wo das Suchen angenehm, aber nicht

unbedingt erfolgsversprechend ist. Vielleicht scheuen Sie

sich davor, neue Wege zu gehen, andere Dinge auszuprobieren

oder dorthin zu gehen, wo verlorene Schlüssel abgegeben

werden.

Es soll Chöre geben, die suchen schon seit Jahren nach

neuen, jüngeren Mitgliedern. Ob das etwas mit Mulla

Nasrudin zu tun hat, möge jeder selbst entscheiden.

In diesem Sinne,

Ihr

Martin Bernhard

Redaktionsleitung Baden vokal

2

BAV 8/9 · 2021


nachwuchsgewinnung mit babys | thema

Beim CHOR BINZGEN

beginnt die

NACHWUCHSARBEIT

bereits mit BABYS

Der Chor Binzgen besteht seit 20 Jahren

und zählt über 300 Mitglieder (Binzgen

hat ca. 1300 Einwohnern). Wie in

der Schule, ist es auch in der Chorarbeit

wichtig, dass die Kinder auf ihrem

Alters- und Entwicklungsstand abgeholt

werden. Die Chorleiterin beziehungsweise

der Chorleiter muss dem

Entwicklungsstand der Kinder gerecht

werden. Dies ist nur möglich, wenn die

Altersspanne nicht zu groß ist. Daher

war es uns immer wichtig, die Kinder

in verschiedene Gruppen einzuteilen.

Alles hat mit einer Kinderchorgruppe

angefangen. Doch der Altersunterschied

in der Kinderchorgruppe wurde

immer größer. Schon bald musste die

Chorgruppe geteilt werden. Mittlerweile

zählt der Chor drei Kinderchorgruppen

und einen Erwachsenenchor.

Die Kinder von der Vorschule bis zur

ersten Klasse gehören zu den Singzwergen.

Ab der zweiten Klasse darf man in

den Kinderchor. Für die Teenies gibt

es einen Jugendchor. Mit der Zeit entwickelte

sich die Idee, auch Kurse für

jüngere Kinder anzubieten. Zuerst gab

es die Musikzwerge für Kinder ab drei

Jahre, später auch den Baby-Musikgarten

für Babys von vier bis 18 Monaten

und den Musikgarten Phase 1 für Kinder

ab 18 Monaten.

Wie man mit Babys singt

Im Baby-Musikgarten werden die Kinder

zu Beginn der Stunde mit einem

Lied begrüßt. Schon beim Begrüßungslied

strampeln die Füße der Babys aufgeregt

oder man bekommt ein Lächeln

geschenkt. Nach dem Begrüßungslied

dürfen die Kinder auf den Schoß der

Erwachsenen sitzen oder liegen, und

schon reiten wir mit „Hoppe Hoppe

Reiter“ oder anderen Kniereitern und

Liedern durch die Welt. Das Lieblings-

instrument der Babys

ist die Rassel. Die Instrumente

werden in

diesem Alter zuerst mit

dem Mund erkundet.

Nach einigen Stunden

wird auch schon eifrig

gerasselt. Neben Liedern

mit verschiedenen Instrumenten

wie Rasseln,

Trommeln, Klangstäben

und Klanghölzern wird in dieser

Stunde auch gerne auf dem Arm der

Eltern getanzt. Auch das Schwungtuch

kommt oft zum Einsatz. Die

Kinder dürfen auf dem Schwungtuch

liegen, während die Eltern das Tuch

sanft bewegen. Nach einer halben

Stunde Programm sind die Babys

meistens erschöpft und fallen nach

der Stunde auch schon bald in einen

tiefen Schlaf.

Kleinkinder im Musikgarten

Nach dem Baby-Musikgarten folgt

der Musikgarten Phase 1. Auch diese

Kinder werden von einem Elternteil

begleitet. Jedes Kind darf sich beim

Begrüßungslied eine Bewegung aussuchen:

es wird geklatscht, gestampft,

gerollt und noch vieles mehr. Beim

Tanzen können die Kinder nun schon

auf ihren eigenen Beinen gehen und

sich bewegen. Die Kinder kennen den

festen Ablauf der Stunde. Während

die rhythmischen und melodischen

Echospiele im Babymusikgarten

größtenteils von den Eltern nachgesprochen

und gesungen werden, beteiligen

sich die Kinder im Musikgarten

Phase 1 schon aktiv daran.

Singen mit Musikzwergen

Ab drei Jahre dürfen die Kinder zu den

Musikzwergen. Diese Stunde findet

Babys und Kleinkinder musizieren beim Chor Binzgen

besonders gern mit Rasseln. Fotos: Böhler

ohne Begleitung der Eltern statt. Sie

dauert 45 Minuten. Neben Singen, Tanzen

und Musizieren lernen die Kinder

auch verschiedene Instrumente kennen.

Es werden eigene Instrumente gebastelt

oder zur Musik gemalt. Neben

den Kindern entdecken auch manche

Eltern die Freude am Singen und steigen

in den Erwachsenenchor mit ein.

Übergang in den Kinderchor

Beim Eintritt der Kinder in den Kinderchor

sind sie teilweise schon seit

fünf Jahren im Verein mit dabei. Manche

Kinder dürfen wir singend bis ins

Erwachsenenalter hinein begleiten.

Manchmal endet der gemeinsame

Weg, und die jungen Erwachsenen gehen

studieren. Aber der Kontakt bleibt

oft erhalten. Und manchmal kommen

die jungen Erwachsenen nach der

Ausbildung oder dem Studium auch

wieder in die Heimat zurück und treten

wieder als begeisterte Sängerinnen

und Sänger in die Chorgemeinschaft

ein. Mittlerweile hat der Chor Binzgen

neben den vier Chorgruppen noch 14

Musikzwerge-Gruppen mit Kindern

im Alter von vier Monaten bis fünf

Jahren. Außerdem gibt es noch zwei

Trommelgruppen und einen Kurs

„Kunst zur Musik“ sowie diverse Flötengruppen

und Veeh-Harfen Gruppen.


Christine Böhler

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3


news | nachrichten für baden

„Den Schaden für den

Chorgesang in Grenzen gehalten“

Sehr geehrte Mitglieder des

Badischen Chorverbands,

liebe Sängerinnen und Sänger,

wir reden derzeit über einen Neustart

der Chöre nach der Pandemie. Bei

allen Unklarheiten über die Zukunft

ist eines sicher: Das Virus bleibt uns

erhalten! Deshalb plädiere ich dafür,

dass sich alle Sängerinnen und Sänger

impfen lassen sollten.

Bei unseren Mitgliedern und im Präsidium

des BCV haben die vergangenen

Monate zu vielen Diskussionen

geführt: Was kann der BCV leisten?

Welche Forderungen stellen wir gegenüber

der Politik? Wie helfen wir

den Chören und Chorvereinigungen

am besten? Meiner Meinung nach ist

es uns gelungen, den Schaden für den

Chorgesang in Grenzen zu halten:

Zweimal konnte das Land zu einer finanziellen

Hilfsaktion für die Vereine

veranlasst werden. Jeder Verein hat

auf unbürokratische Weise einen Gesamtbetrag

zwischen 1.600 und 2.800

Euro erhalten. Zusammen mit dem

Institut für Musikermedizin in Freiburg

und der Musikakademie in Staufen

zeigten wir in einem Papier Wege

auf, wie die Gefahr einer Virusverbreitung

vermindert werden kann. Leider

hat das Land unsere Vorschläge bisher

nicht übernommen. Die Regelungen

in den verschiedenen Verordnungen

zeigen vielmehr, dass die Amateurmusik

bei der Pandemiebekämpfung

nach wie vor nicht in einem positiven

Fokus steht. So musste sich der BCV

oft darauf beschränken, die Fragen

und Wünsche unserer Mitglieder

beim Land vorzutragen und die jeweiligen

Landesregelungen im Rahmen

unserer Möglichkeiten zu erläutern.

Dabei haben wir uns im Präsidium

und in der Geschäftsstelle oft wie

zwischen zwei Mühlsteinen gefühlt.

Zu diesem Eindruck hat auch beigetragen,

dass wir als Sängerinnen und

Sänger – und damit auch die Dachverbände

– eine gesellschaftliche Verantwortung

dafür haben, die Pandemie

erfolgreich zu bekämpfen. Auf der

anderen Seite sind wir Interessenvertreter

des Chorgesangs und müssen

unsere Stimme hörbar erheben, wenn

uns Regelungen unverhältnismäßig

erscheinen. Ich bin davon überzeugt,

dass der BCV zusammen mit den

anderen Landesverbänden im DCV

dieser schwierigen Aufgabe durchaus

gerecht geworden ist.

In einem positiven Sinne fällt auf, dass

die Förderangebote des Bundes sehr

stark zugenommen haben. Wir suchen

noch nach Wegen, wie wir unsere

Vereine darüber schneller informieren

und wie wir sie noch besser beraten

können. Bemerkenswert ist auch,

dass erstmals in einem Koalitionspapier

die Amateurmusik genannt

wird. Die dort vereinbarten Verbesserungen

der Vereinsförderung zeigen,

dass die Arbeit der kulturellen Dachverbände

in Baden-Württemberg Wirkung

zeigt.

Auf Bundesebene ist von Bedeutung,

dass im Juni trotz Pandemie das Deutsche

Chorzentrum eingeweiht wurde

und für alle Vereine das Beratungsangebot

www.frag-amu.de eingerichtet

wurde. Unsere Befürchtungen wegen

der hohen Kosten für das Chorzentrum

haben sich leider bestätigt.

Aber positiv zu bewerten ist, dass es

den Verantwortlichen gelungen ist,

die Finanzierung durch zusätzliche

Bundes- und Landesmittel zu sichern.

So müssen keine Beitragsmittel dafür

eingesetzt werden. Jetzt muss das

Chorzentrum auf analogem und digitalem

Wege mit Leben erfüllt werden.

Abschließend möchte ich auf ein

Projekt aufmerksam machen, das

noch in den Anfängen steckt, aber

für die Zukunft unserer Chöre von

großer Bedeutung ist: die Chorakademie

Baden-Württemberg. Gemeinsam

mit dem Schwäbischen Chorverband

und dem Baden-Württembergischen

Sängerbund wollen wir die

Aus-, Fort- und Weiterbildung besser

organisieren und qualitätsmäßig verbessern.

Es handelt sich um ein auf

zwei Jahre angesetztes Pilotprojekt,

das mit Landesmitteln gefördert wird.

Nach holprigem Start befinden wir

uns derzeit in der Konzeptionsphase

und hoffen, im Jahre 2022 mit der

Umsetzungsphase beginnen zu können.

Sie sehen, dass es gute Gedanken für

die Zukunft des Chorgesangs gibt. Ich

danke allen für ihr Engagement in

schwierigen Zeiten. Auf Wiedersehen

beim virtuellen Chorverbandstag!

Ihr

Präsident

4 BAV 8/9 · 2021


nachrichten für baden | news

„Chorszene hat gesellschaftliche

Verantwortung übernommen“

Chöre singen wieder in Präsenz! Die

Freude ist nach so viel Verzicht nun

vielerorts groß. Wir spüren deutlich,

was wir in den letzten Monaten oft

schmerzlich vermisst haben.

Die schwierigsten Monate der Pandemie

liegen nun hoffentlich hinter

uns, leider auch Abschiede. Die situationsbedingt

abverlangte Flexibilität

konnten nicht alle aufbringen. Sowohl

Sänger – als auch Chorleiterkarrieren

fanden ein unrundes Ende, und so

mancher Abschied für immer musste

nicht selten verwehrt werden. Noch

lässt sich die vielerorts herbeigesehnte

Normalität vielleicht nur erahnen,

doch Gemeinschaften finden sich

wieder und auch Neues entsteht! Der

positive Umgang mit den oft widrigen

Probensituationen ist bemerkenswert,

und die Freude, sich endlich wieder

hören und sehen zu können, überwiegt.

Das motiviert und gibt begründete

Hoffnung für die Zukunft!

Natürlich wissen und spüren wir, dass

die Pandemie noch nicht überstanden

ist. Nach wie vor ist Vorsicht geboten.

Trotzdem ergeben sich jetzt Möglichkeiten

zu Proben und Konzerten, die

unbedingt genutzt werden sollten! Für

manche bedeutet das jetzt auch, sich

Ängsten zu stellen und verantwortungsvoll

abzuwägen. Während der

ganzen Pandemie hat die Chorszene

unter erheblichen Einschränkungen

gesellschaftliche Verantwortung übernommen.

Studien belegen, dass Chöre

bislang keine Pandemietreiber gewesen

sind. Im Gegenteil, hätten noch

mehr so agiert, wären wir wahrscheinlich

besser durch die Wintermonate

gekommen. Hier gilt es, danke zu

sagen! Nun müssen wir aber aktiver

werden, um die Wertigkeit unseres

Wirkens wieder in unser und das

Bewusstsein der Gesellschaft zu verankern.

In diesem Zusammenhang

kann ich nicht verschweigen, dass

die Corona-Verordnung des Landes

Baden-Württemberg vom 28. Juni dahingehend

enttäuschend gewesen ist,

dass dort zwar zum Beispiel der Sport

aber nicht die Amateurmusik direkt

benannt wird.

Der BCV ist in den letzten Monaten

auf vielen Ebenen sehr aktiv gewesen.

Musikalisch ist das im gefühlt

endlosen zweiten Lockdown leider

nur online möglich gewesen. Diese

einzige Möglichkeit haben wir zum

Beispiel mit dem „Badischen Jugend-

Chor“ oder mit dem Projekt „Spirit of

Brotherhood“ genutzt. Fast 400 Mitwirkende

aus vier Kontinenten haben

zu dieser „Ode an die Zukunft“ beigetragen

(www.spiritofbrotherhood.de).

Wir haben in Zeiten der sozialen Isolation

ein Zeichen der Gemeinschaft

gesendet und gezeigt, dass es immer

Möglichkeiten gibt. Auch inhaltlich

hatten wir etwas zu sagen, basiert der

Text doch auf der Allgemeinen Erklärung

der Menschenrechte. Für interessierte

Chöre stellte der BCV zudem

Onlineproberäume zur Verfügung

und führte mehrere Seminare sowie

Proben online durch. Wir entwickeln

aktuell neue systematische Ausbildungssysteme,

zum Beispiel in der

Kinderchorleitung, die im nächsten

Jahr beginnen sollen. Literaturempfehlungen

für reduzierte Chorbesetzungen

sind im Entstehen, und auch

der Badische Chorwettbewerb 2022

wird als Anreiz in diesem Jahr noch

ausgeschrieben werden.

Vielleicht haben auch Sie in den vergangenen

Monaten gedankliche Höhen

und Tiefen durchschritten. Aus

tiefer Überzeugung empfehle ich,

die Chancen in dieser Krisen- und

Umbruchzeit zu nutzen und rufe

alle Generationen dazu auf, an einer

vitalen Chorlandschaft mitzuwirken,

denn: Singen im Chor ist in vielerlei

Hinsicht sinnvoll! Und macht Spaß!

Treten wir in den kommenden Wochen

singend gesellschaftlich in Erscheinung!

Ich wünsche Ihnen möglichst viele

bereichernde Chorerlebnisse, gute

Ideen, Mut, Kraft und Durchhaltevermögen

für die kommenden noch ungewissen

Monate! Chor-Macht-Sinn!

Musik ist relevant!

Herzliche Grüße

Ihr

Matthias Böhringer

BAV 8/9 · 2021

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news | nachrichten für baden

Umsichtiges Wirtschaften führt

zu stabiler Finanzlage

In Zusammenarbeit mit der BCV-

Geschäftsführerin Cornelia Donat

wurden der Jahresabschluss 2020 und

der Haushaltsplan 2021 vorbereitet.

Ich bedanke mich an dieser Stelle für

die gute Zusammenarbeit bei der Jahresrechnung

und der Umsetzung der

Förderrichtlinien des Landesmusikverbandes

Baden-Württemberg.

Wie erwartet, wirkte sich die Pandemie

direkt auf die Ausgabenseite in

der Jahresabrechnung aus. Wir hatten

mit einer Verminderung der im Haushaltsplan

berechneten Unterdeckung

von zirka 40.000 Euro gerechnet

und sind bei einer Überdeckung von

102.878,06 Euro gelandet. Das Ergebnis

hat dazu beigetragen, die Liquidität

des Badischen Chorverbandes,

nach Abzug aller Verbindlichkeiten

und Rückstellungen sowie der Hinzurechnung

der Forderungen, zum

31.12.2020 zu stärken. Das ist notwendig,

um bis zum Eingang der Landesmittel

und der Beiträge unserer Mitgliedsvereine

alle Ausgaben im ersten

Halbjahr 2021 gesichert abwickeln zu

können.

Die Einnahmen 2020 beliefen sich

auf 3.010.500,26 Euro, dem standen

Ausgaben in Höhe von 2.907.622,20

Euro gegenüber. Die ungewohnte

Höhe auf beiden Seiten erklärt sich

durch die Corona-Soforthilfe des Landes,

die 1.330.500,00 Euro betrug, und

die wir ohne Abzug direkt an unsere

Vereine weitergegeben haben. Die

deutliche Verringerung der Ausgaben

begründet sich vor allem auf die durch

Corona nicht umgesetzten Projekte,

Verringerung der Sachkosten, zum

Beispiel Geschäftsstelle, Ehrungen

und Ähniches, und die deutlich geringeren

Gema-Rechnungen. Auf der Seite

der Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen

hatten wir im Haushaltsplan mit

352.000 Euro gerechnet und konnten

lediglich eine tatsächliche Einnahme

von 313.600 verbuchen.

Das Land Baden-Württemberg hat

– wie gehofft – die Krise nicht zum

Anlass genommen, die Zuschüsse

zu kürzen, und wir mussten lediglich

rund 54.000 Euro der erhaltenen

Mittel zurückgeben. Aus den Eigenmitteln

des BCV, die im Haushalt mit

70.000 Euro auf der Einnahmenseite

veranschlagt waren, konnten wir bis

März vergangenen Jahres 2.500 Euro

an unsere Vereine für Anträge zur

Aus- und Weiterbildung überweisen.

Die restlichen 67.500 Euro wurden

nach Beschluss des Präsidiums in

Form einer Corona-Novemberhilfe an

unsere Vereine weitergegeben. Diese

Unterstützung sollte die gestiegenen

Ausgaben unserer Mitglieder im Bereich

Hygiene- und Digitalisierungsmaßnahmen

abmildern.

Für das Jahr 2021 werden wir den

Überschuss voraussichtlich nicht halten

können. Wir müssen mit einer

weiteren Verringerung bei den Mitgliedsbeiträgen

durch Vereinsauflösungen

planen. Präsidium und

Geschäftsstelle werden alles tun, Einsparmöglichkeiten

zu nutzen und

Einnahmen zu generieren, aber durch

die weiterhin schwierige Lage rechnen

wir nicht damit, wieder einen Überschuss

zu erwirtschaften.

Wir sind froh, dass wir durch umsichtiges

Wirtschaften in den vergangenen

Jahren in einer stabilen Finanzsituation

sind und die Corona-Delle hoffentlich

problemlos aushalten werden.

Es wird uns auch 2021 möglich sein,

unsere gesteckten Ziele für Aus- und

Weiterbildung und für die Unterstützung

der Kinder-und Jugendchöre, die

wir uns aus Überzeugung gesteckt haben,

weiterhin umzusetzen.

Die Jahresrechnung 2020 und der

Haushaltsplan 2021 werden rechtzeitig

vor dem Chorverbandstag im Oktober

hier in Baden vokal abgedruckt.

Ihre

Finanzreferentin

Zahlenwerk im

nächsten Heft

Die detaillierte Jahresrechnung 2020 und den Haushaltsplan für das Jahr 2021

veröffentichen wir in der Oktober-Ausgabe von Baden vokal. So erhalten Sie diese

Informationen rechtzeitig zum digitalen Chorverbandstag am 17. Oktober.

6 BAV 8/9 · 2021


nachrichten für baden | news

„Zusammen singen

wir stärker!“

Seit über einem Jahr hat uns Corona fest

im Griff und geht auch an den Kinderund

Jugendchören nicht spurlos vorbei.

Aus vielen Kinderchören sind Kinder

„rausgewachsen“, aber keine oder nicht

genügend jüngere Kinder hinzugekommen.

Vielerorts bleiben nur kleine

Grüppchen übrig, zarte Pflänzchen, die

wieder aufgepäppelt werden müssen.

Das kostet Zeit und Kraft, aber ich bin

mir sicher, dass es Ihnen die verbliebenen

Kinder danken werden!

Die Pandemie ist leider noch nicht

vorbei, und wir müssen befürchten,

dass es auch im Herbst wieder zu

Einschränkungen kommen könnte.

Umso wichtiger ist es in meinen Augen,

jede Gelegenheit zu nutzen, um

zu zeigen, dass Singen immer noch

das schönste Hobby der Welt ist. Getreu

dem Motto „Zusammen singen

wir stärker“ fand am Wochenende

die Auftaktveranstaltung der Singbus-

Tour der Deutschen Chorjugend in

Bad Herrenalb statt. Es war so toll,

bei herrlichem Sonnenschein endlich

wieder Kinder ohne Masken im Freien

singen zu sehen, und die Zuschauer

nahmen es dankbar an.

Ich freue mich, dass so viele unserem

Aufruf gefolgt sind und sich um den

Kinderchorlandpreis beworben haben.

In keinem anderen Bundesland gab es

so viele Bewerbungen. Darauf dürfen

wir stolz sein! Ich hoffe, dass jeder von

Ihnen diese einmalige Chance genutzt

hat und bei einer der sechs Stationen

live vor Ort war, um sich zu vernetzten

und auszutauschen.

Das Pilotprojekt zur D-Ausbildung ist

beendet und wird gerade evaluiert. In

meinen Augen ist die D-Ausbildung

eine Investition in die Zukunft jedes

einzelnen Kindes und natürlich auch

der Chöre. Sobald die Evaluation abgeschlossen

ist und die Rahmenbedingungen

für die Prüfung festgelegt

sind, werden wir Jugendreferenten

und Chorleiter zum Austausch einladen,

um dann flächendeckend mit der

D-Ausbildung im BCV beginnen zu

können.

Ihr

Christoph Heiß

Jugendreferent

Planungssicherheit für Amateurmusik

Immer noch haben erst etwa die

Hälfte aller Chöre in der Amateurmusik

wieder den Probenbetrieb

aufgenommen. Darauf wies der

Landesmusikrat in einer Pressemitteilung

hin. Ursache dafür sind seiner

Ansicht nach Verunsicherungen

vor Ort, die aus allzu rigiden und

unverständlich formulierten Hygienevorschriften

herrühren. Und auch

an den Schulen ist bis auf weiteres

das jahrgangsübergreifende Singen

nicht gestattet. Vom Ministerium

für Kultus, Jugend und Sport gab es

bis Ende Juli keinen Hinweis an die

Schulen, etwa die Stunden für den

Ergänzungsbereich in den Deputaten

vorzuhalten. Es zeichnet sich

ein weiteres Schuljahr ohne Angebote

für Chor und Orchester ab. Dadurch

droht zugleich das Ende aller

gewachsenen Chor- und Ensemblekultur

an den Schulen. Prof. Dr. Wilske,

Präsident des Landesmusikrats

Baden-Württemberg, fordert ein Ende

der undurchsichtigen Zuständigkeiten

für die Coronaverordnungen.

Es kann nicht sein, dass diese bald

bei den Landkreisen und Kommunen,

bald bei Gesundheits- und Ordnungsämtern

angesiedelt sind und im Zweifelsfall

meist zu Ungunsten der Musik

ausgelegt werden. Amateurmusik

wie Schulensembles sind nicht nur

reine Freizeitbeschäftigung. Vielmehr

leben sie davon, dass klare Probenziele

in Form langfristig zu planender

Konzertveranstaltungen möglich

sind. Dies gilt ebenso für semiprofessionelle

Chöre und Orchester,

Kantoreien und Kammerchöre. Keinesfalls

redet der Landesmusikrat

solchen Coronaverordnungen das

Wort, wie sie in manch anderen

Bundesländern gelten, wo fast alles

wieder so möglich ist, wie es vor

der Pandemie war. Es muss jedoch

insbesondere bei den Abstandsregelungen

zu Vorgaben kommen, die

größeren Ensembles in Schulen und

Amateurmusik unzweifelhaft Probenmöglichkeiten

und Planungssicherheit

geben. Der Landesmusikrat

fordert detaillierte und präzise Regelungen

für die Amateurmusik, wie

sie in ähnlicher Form bereits für den

Sport gelten.

lmr

BAV 8/9 · 2021

7


news | nachrichten für baden

Fit für den

Neustart werden

Die Landesmusikjugend Baden-

Württemberg veranstaltet am 23. Oktober

eine digitale Konferenz zum

Neustart der Amateurmusik. Die

digitale Zusammenkunft bietet Impulse

und konkrete Tipps rund um

den Neubeginn der über 12.000 Amateurmusikensembles

im Land. Neben

Workshops und Vorträgen von Fachleuten

stehen in einem digitalen Proberaum

weitere Informationsquellen

und Hilfestellungen zur Verfügung.

Mit den Angeboten der digitalen Konferenz

wird der Neustart von verschiedenen

Seiten beleuchtet. Es werden

Fragen behandelt wie: „Wie motiviere

ich mich und meinen Verein nach der

Pause?“ und „Wie setzen wir uns im

Verein realistische Ziele und nehmen

alle dabei mit?“. Viele Vereine kämpfen

mit einem Mitgliederrückgang,

daher thematisieren die Veranstalter

die bekannte Frage der Nachwuchsgewinnung.

Eine bewährte Methode

dafür ist die Kooperation zwischen

Schule, Musikschule und Verein. Hier

wird es praxisnahe Beispiele geben,

wie die Kooperationen wiederbelebt

und fortgeführt werden können. Darüber

hinaus geht

es auch um Vereinskassen

und

Tipps und Tricks

rund um die Akquise

von Förderund

Sponsoringmitteln.

Mit all

diesen Infos an

der Hand bleibt

der Neustart nicht

nur eine Wunschvorstellung.

Die

Konferenz hilft

Vereinen und Ensembles

dabei, musikalisch wieder

voll durchzustarten. Weitere Informationen

zum Programm und zur

Anmeldung folgen im September.

Man kann sich aber schon jetzt in die

Interessentenliste unter www.landesmusikverband-bw.de/neustart

eintragen.

So erhält man automatisch neue

Informationen.

lmv

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8 BAV 8/9 · 2021


nachrichten für baden | news

Aus dem Tagebuch

des Präsidenten Josef Offele

Montag, 28. Juni

Neue Corona-Verordnung der Landesregierung

Keine gesonderte Regelung für Breitenkultur.

Macht die Umsetzung der Verordnung

für Vereine sehr schwer. Insbesondere Neustartbedingungen

bleiben unklar. Telefonat

mit dem Ministerium für Wissenschaft und

Kunst. Man hat Verständnis, verweist aber auf

die Homepage des Ministeriums mit der Liste

der oft gestellten Fragen.

Donnerstag, 1. Juli

Virtuelle Sitzung des LMV-Präsidiums

Zwischenbericht über das Seminarkonzept des

LMV. Schwerpunkt ist dort Vereinsmanagement.

Inhalt gut. Überschneidungen mit der

Chorakademie sollen vermieden werden. Landesförderung

möglicherweise nur für die Mitglieder

in den einzelnen Dachverbänden, die

Vereinsstatus haben. Würde Fördermöglichkeiten

einschränken. Gespräch mit den kulturpolitischen

Sprechern des Landtags geplant.

Freitag, 2. Juli

Vertragsabschluss mit Rechtsanwalt

Einigung mit Rechtsanwalt Dr. Schneider,

Karlsruhe, über Erstberatung der Vereine.

Gute Regelung, die bis Herbst befristet ist,

um Bedarf und Kosten abschätzen zu können.

Dienstag, 6. Juli

Besprechung mit Rechtsanwalt Dr. Schneider

Rechtliche Prüfung der gemeinsamen Trägerschaft

bei der Chorakademie von allen drei

Chorlandesverbänden in Auftrag gegeben.

Mittwoch, 7. Juli

Umfrage „Chorstadt Freiburg“

Ergebnisse teilweise überraschend: Zahl der

Chöre nimmt zu, das Durchschnittsalter der

Freiburger Chöre ist erheblich geringer als

im badischen Durchschnitt, viele Chöre sind

in keinem Dachverband organisiert, die Stimmung

bezüglich Neustart nach Corona ist gut;

fast 60 Prozent der Chöre ohne bleibenden

Schaden durch Corona.

Montag, 12. Juli

Sondersitzung Geschäftsführendes Präsidium

Intensive Diskussion über die bisherige Arbeit

der Projektleiter der Chorakademie.

Der bisher vom BCV beauftragte Projektleiter

kündigt seinen Auftrag. Beschluss:

Ausschreibung einer halben Stelle für die

organisatorische und betriebswirtschaftliche

Leitung der geplanten Akademie.

BAV 8/9 · 2021

9


news | nachrichten für baden

Neu

Förderprogramm „FreiRäume“ und „Zukunftsmusik“

Mit dem Förderprogramm „FreiRäume“

verfolgt das „Ministerium für

Wissenschaft, Forschung und Kunst“

Baden-Württemberg das Ziel, neue

Orte der Begegnung und des gemeinschaftlichen

Engagements zu

schaffen. Die Fördermittel können

dafür eingesetzt werden, leerstehende

Gebäude in ländlichen Kommunen

durch künstlerische und soziokulturelle

Prozesse wieder zu beleben oder

bestehende Räume für kulturelle Zwecke

für neue Angebote und Zielgruppen

zu öffnen und zu sogenannten

„Dritten Orten“ weiterzuentwickeln.

Unter dem Titel „Zukunftsmusik“

richtet sich das Fördermodul zudem

an Netzwerke von Chören, Ensembles

und Orchestern der Amateurmusik

sowie professionelle Musikerinnen

und Musiker.

Das Förderprogramm „FreiRäume“ ist

in drei Förderlinien unterteilt:

1. Zwischennutzung: Temporäre Förderung

einer einmaligen, zeitlich

befristeten Zwischennutzung leerstehender

Räume beziehungsweise

Öffnung vorhandener Räume für

kulturelle Zwecke für neue Angebote

und Kooperationen

2. Umnutzung: Förderung der Entwicklung

und Umsetzung von

Konzepten zur längerfristigen kulturellen

Nutzung leerstehender

Räume beziehungsweise Öffnung

vorhandener Räume für kulturelle

Zwecke für neue Angebote, Zielgruppen

und Kooperationen

3. Zukunftsmusik: Förderung von

Kooperationsprojekten von Chören,

Ensembles oder Orchestern der

Amateurmusik sowie einer professionellen

musikalischen Einrichtung

zur gemeinsamen Nutzung

außergewöhnlicher Orte der Musik

Das Programm „FreiRäume“ richtet

sich insbesondere an Kommunen und

kommunale Verbünde, Kultureinrichtungen

und Einrichtungen kultureller

Bildung sowie Vereine und bürger-

schaftliche Initiativen. Mit dem Bereich

„Zukunftsmusik“ werden vor

allem Chöre, Ensembles und Orchester

der Amateurmusik in Kooperation

mit professionellen Musikerinnen und

Musikern angesprochen. Die Zusammenarbeit

und Einbindung verschiedener

Akteure vor Ort ist Voraussetzung

für eine Förderung. Die Antragssumme

beträgt je nach Förderlinie

mindestens 10.000 Euro und maximal

100.000 Euro für eine Projektlaufzeit

von mindestens sechs Monaten. Der

Umsetzungszeitraum beginnt am

1. Januar 2022 und endet am 31. Oktober

2023. Der Kosten- und Finanzierungsplan

muss mindestens einen Anteil

von 20 Prozent Eigen- oder Drittmitteln

bei der Antragsstellung vorweisen.

Anträge sind bis Donnerstag,

14. Oktober 2021, einzureichen.

Informationen unter

https://mwk.baden-wuerttemberg.de/

de/service/ausschreibungen/

pm

Rund 20 Millionen für Amateurmusik auf dem Land

Im Rahmen des Förderprogramms

„Neustart Kultur“ stellt Kulturstaatsministerin

Monika Grütters

mit dem neuen Förderprogramm

„Impuls“ fast 20 Millionen Euro für

die Amateurmusik in ländlichen

Räumen bereit. Die Förderung soll

den Musizierenden Impulse und

Motivationshilfen zur nachhaltigen

Stärkung und erhöhter Sichtbarkeit

für den zeitnahen Neustart ermöglichen.

Die Ensembles sollen

zur schnellen Wiederaufnahme der

Proben- und Konzerttätigkeit befähigt

werden und Unterstützung bei

durch die Pandemie beschleunigten

Transformationsprozessen in den

Bereichen (Wieder-) Gewinnung von

Mitgliedern und Digitalität erhalten.

Der „Bundesmusikverband Chor &

Orchester“ (BMCO) ist der übergreifende

Dachverband von 21 bundesweit

tätigen weltlichen und kirch-

lichen Chor- und Orchesterverbänden

mit insgesamt 100.000 Ensembles die

Interessen der Amateurmusik gegenüber

Politik und Öffentlichkeit.

Der Bundesmusikverband wickelt das

Förderprogramm IMPULS im Auftrag

der Bundesregierung für Kultur und

Medien ab.

Eckpunkte der Förderrunde II

Antragstellung: bis 15. Oktober

Projektzeitraum: 01.01. – 15.10.2022

Förderhöhe: 2.500 – 15.000 €

Antragsberechtigung: Amateurmusikensembles

aus deutschen Kommunen

mit höchstens 20.000 Einwohnern

mit regelmäßiger Aktivität

in den letzten Jahren. Pro Ensemble

kann nur ein Antrag gestellt werden.

Eigenanteil: 10 Prozent der Antragssumme,

ehrenamtliche Arbeit darf

einberechnet werden

Förderfähig: zum Beispiel Honorare,

Sachausgaben sowie Weiterbildungen.

Fördermodule

Die Einordnung in die Module spielt

für die Bewertung Ihres Antrags

durch die Jury keine Rolle. Diese

Module sollen Ihnen lediglich Anregungen

für Ihre Projektgestaltung

bieten.

• Modul A: Kreativer Neustart, zum

Beispiel durch Gemeinschaftskonzerte

oder innovative Proben- und

Aufführungsformen

• Modul B: Mitgliedergewinnung,

zum Beispiel durch neue Formen

der Ansprache oder Projekte mit

• Modul C: Strukturstärkung, zum

Beispiel durch Weiterbildungen,

Organisationsentwicklung, digitales

Arbeiten.

bmcv

10 BAV 8/9 · 2021


nachrichten für baden | news

Lieder statt

Parolen

Die Initiative „Deutschland singt“

mit ihrem Trägerkreis aus „Bundesmusikverband

Chor und Orchester“

(BMCO), dem Deutschen

Chorverband und vielen anderen

Netzwerken, Verbänden und Kirchen

veranstaltet auch in diesem

Jahr wieder die Aktion „3. Oktober –

Deutschland singt“. Ziel ist es, wie

im vergangenen Jahr am 3. Oktober

in ganz Deutschland zehn, vorher

festgelegte allgemeinbekannte

Lieder mit Kerzen in den Händen

gemeinsam um 19 Uhr auf den

Marktplätzen zu spielen und zu

singen. Kerzen statt Fackeln, Lieder

statt Parolen, lautet die Devise.

Denn Werte wie Einheit, Frieden

und Zusammenhalt aller Kulturen

müssten für die Demokratie und

das Zusammenleben in unserem

Land immer wieder neu erlebt werden,

schreiben die Veranstalter in

einer Pressemitteilung. Gerade und

besonders auch in diesen polarisierenden

Zeiten, die viele Menschen

durch die Pandemie gerade durchlebten,

sei gemeinsames Singen

und Musizieren in der Öffentlichkeit

eine so frohmachende Perspektive.

Die Schirmherrschaft der Aktion

„3. Oktober – Deutschland singt“

übernimmt Bundestagspräsident Dr.

Wolfgang Schäuble, der als einer der

gestaltenden Minister der Deutschen

Einheit von der Initiative und deren

Ideen begeistert ist.

Seit dem 4. Mai finden als Vorbereitung

für das eigentliche Projekt wie

im vergangenen Jahr die beliebten Online-Chorproben

auf YouTube unter

der Leitung von Christian Schnarr

statt. Die Proben sind jederzeit wieder

im Internet abruf- und verwendbar.

Termine und Materialien zu

den Chorproben findet man auf der

Homepage www.3oktober.org. pm

Helfer

für Landesmusikfestival

gesucht

Die Organisatoren des Landesmusikfestivals

am 18. September

in Neresheim suchen noch ehrenamtliche

Helfer, und zwar für folgende

Bereiche:

• Einlass an den Spielorten (Einlasskontrolle,

Unterstützung der

Ensembles und Besucher bei

der Besucherregistrierung)

• Bühnenbetreuung (Empfang der

Ensembles an den Bühnen, Einhaltung

der Auftrittszeiten, Unterstützung

beim Umstellen der

Stühle auf der Bühne)

• Lotsinnen und Lotsen (Empfang

der Ensembles und Besucher an

den Parkplätzen, Unterstützung

der Anreisenden durch Wegbeschreibung

zu den Spielorten)

• Beaufsichtigung des Kinderund

Jugendprogramms (Einhaltung

der Hygieneregelungen,

Desinfektion der Materialien)

Der Veranstaltungszeitraum liegt,

inklusive Einweisung der Helfer

am Festivaltag, voraussichtlich

zwischen 9 und etwa 18 Uhr. Alle

Helfer erhalten eine Aufwandsentschädigung

in Höhe von 40 Euro

für ganztags beziehungsweise 20

Euro für halbtags. Der BCV übernimmt

die Fahrtkosten.

Mit Kerzenlicht und Liedern für Friede und Einheit.

Foto: BVCO

Anmeldungen bis 22. August

unter https://www.landesmusikfestival.de/helfer/.

Ansprechpartnerin ist Betina

Grützner (Tel. 0711 6872331,

Mobil 0172 8097303,

betina.gruetzner@bw-saengerbund.de).

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11


kalender

Termine 2021

Candice / Pixabay

september

24.9.21

Chorverband Hochrhein

Jahreshauptversammlung

20 Uhr, Haus des Gastes

Höchenschwand

25.09.2021

Obermarkgräfler Chorverband

Frauenchor Grenzach-Wyhlen

Abendkonzert zum 40-jährigen

Jubiläum

19:00 Uhr in Haus der Begegnung,

Grenzach-Wyhlen

26.09.2021

Obermarkgräfler Chorverband

Frauenchor Grenzach-Wyhlen

Singende Kaffeeklatsch zum

40-jährigen Jubiläum

15:00 Uhr in Haus der Begegnung,

Grenzach-Wyhlen

oktober

16.10.2021

Badischer Chorverband

Präsidiumssitzung und

Arbeitstagung

Digital

17.10.2021

Badischer Chorverband

Chorverbandstag

Digital

23.10.21

Chorverband Elsenzgau

100 Jahre Chorverband Elsenzgau

Jubiläums-/ Ehrungs-Abend

19 Uhr, Dr.-Sieber-Halle Sinsheim

www.chorverband-elsenzgau.de

www.msk-baden-baden.com

24.10.2021

Bodensee-Hegau-Chorverband

Kreutzer-Chor Meßkirch mit

Capella Novanta

„Schubertmesse in C“ mit Chor,

Orchester und Solisten

Festkonzert in der renovierten

St. Martinskirche

18 Uhr, Pfarrkirche St. Martin,

Meßkirch

www.kreutzerchor.de

november

6.11.21

Chorverband Hochrhein

Festbankett zum 100-jährigen

Jubiläum des Chorverbandes

Hochrhein

20 Uhr, Höchenschwand

www.chorverband-hochrhein.de

7.11.21

Chorverband Hochrhein

Festkonzert zum 100-jährigen

Jubiläum des Chorverbandes

Hochrhein

17 Uhr, Höchenschwand

www.chorverband-hochrhein.de

dezember

04.12. + 05.12.2021

Chorverband Karlsruhe

„Chor 100“ des Chorverband

Karlsruhe und symphonisches

Blasorchester Ettlingen/Rüppurr

„Brandnacht“ – Musical Uraufführung

19:30 Uhr, SchlossGartenHalle,

Klostergasse 8, 76275 Ettlingen

www.chorverband-karlsruhe.de

11.12.2+ 12.12.2021

Bodensee-Hegau-Chorverband

Vokalensemble Gaienhofen e.V.

Minikantorei der Ev. Schule

Schloss Gaienhofen

J.S. Bach Weihnachtsoratorium

I-IV+VI

Sa 18 / So 17 Uhr,

Melanchthonkirche Gaienhofen

www.vokalensemble-gaienhofen.de

19.12.2021

Chorverband Karlsruhe

Liederkranz Friedrichstal

Benefiz-Weihnachtskonzert

17 Uhr Stutensee-Friedrichstal,

evangelische Kirche

www.mgvliederkranz-friedrichstal.de

Wussten

Sie schon ...

Pixabay

HINWEIS Wegen der Corona-

Krise wurden zahlreiche Veranstaltungen

abgesagt. Wir können deshalb nicht

garantieren, dass die hier angekündigten

Veranstaltungen stattfinden werden.

... dass das Präsidium des Badischen

Chorverbands zurzeit an einem Masterplan

für die Chormusik in Baden arbeitet?

Darin werden kurz- mittel- und

langfristige Ziele und Maßnahmen

definiert. Sie sollen dabei helfen, den

Chorgesang zukunftsfähig zu erhalten.

mb

12 BAV 8/9 · 2021


nachrichten für baden | news

BADISCHER

CHORVERBAND E. V.

Gemeinschaft.

Leidenschaft. Musik.

Badischer Chorverband e.V., Gartenstr. 56 a, 76133 Karlsruhe

Tel. 0721 – 84 96 69 | Fax 0721 – 85 38 86 | info@bcvonline.de

Der Badische Chorverband e.V. (BCV) entwickelt und betreibt gemeinsam mit dem Schwäbischen

Chorverband (SCV) und dem Baden-Württembergische Sängerbund (BWSB) in einem Pilotprojekt,

das vorläufig bis zum 31.08.2023 befristet ist, die Chorakademie Baden-Württemberg. Sie ist

Dachmarke und Qualitätsanker für Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Amateurchorszene in Baden-

Württemberg. Hierfür sucht der Badische Chorverband e. V. für seinen Standort in Karlsruhe zum nächstmöglichen

Zeitpunkt einen

organisatorischen/betriebswirtschaftlichen Leiter

der Chorakademie (m/w/d; 50%)

Die Stelle ist vorerst befristet bis zum 31.08.2023. Das Leitungsteam besteht aus einem künstlerischen

Leiter beim Schwäbischen Chorverband e.V. und einem organisatorischen/betriebswirtschaftlichen Leiter

beim Badischen Chorverband.

Aufgaben der organisatorischen/betriebswirtschaftlichen Akademieleitung:

• Strategische und organisatorische Entwicklung der Chorakademie Baden-Württemberg

(auch über die Pilotphase hinaus)

• Markenbildung und Marketingkonzept der Chorakademie sowie die CI-Entwicklung

in Zusammenarbeit mit einer Agentur

• Finanzierungsplan und Preismodelle

• Organisation der Bildungsveranstaltungen, Abläufe, Teilnehmermanagement

• Evaluation und Verfahren zur Qualitätssicherung

• Vertretung der Chorakademie nach innen und außen

• Zusammenarbeit mit dem Aufsichtslenkungskreis der Chorverbände

Unsere Anforderungen:

• abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Kulturmanagement oder Entrepreneurship/BWL

• Erfahrungen

-in Chorvereins- und Chorverbandsstrukturen

-im Veranstaltungs- und Projektmanagement

-im Bildungswesen

-in effizienter Ablauforganisation

• sozial-kommunikative Kompetenz, Überzeugungsvermögen, Verhandlungsgeschick,

• eine hohe Flexibilität, Bereitschaft zur Tätigkeit an Wochenenden und in den Abendstunden

und zu Dienstreisen

• sicheren Umgang mit allen Office-Anwendungsprogrammen

Unsere Leistungen:

• Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an den TV-L bei entsprechender Qualifikation

bis Entgeltgruppe 11

• Sie sind verantwortlich für ein Pilotprojekt und haben damit große Gestaltungsmöglichkeiten.

• Die Chorakademie ist ein Kooperationsprojekt, in dem Sie Ihr Netzwerk erweitern können

• Ihnen steht ein engagiertes Team zur Seite

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Josef Offele (Präsident) 0721 849669 oder Cornelia Donat

(Geschäftsführerin) 0721 9851607. Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen mit den üblichen

Unterlagen bis zum 06.08.2021 per E-Mail in einer PDF unter cornelia.donat@bcvonline.de ein.

BAV 8/9 · 2021

13


chorpraxis | chorleiter

Probewochenenden

Probewochenenden sind ein bewährtes Mittel, um einen Chor auf einen Auftritt vorzubereiten

und gleichzeitig die Chorgemeinschaft zu stärken. In dieser Serie stellen

wir Lokalitäten vor, die von Chören unseres Verbands genutzt und für geeignet befunden

wurden. Sie finden die Serie immer in der Mitte des Hefts, so dass Sie

die Seiten problemlos heraustrennen und sammeln können.

Die Jugendherberge in Bingen bietet ihren Gästen einen beeindruckenden Panoramablick.

Proben vor einem

beeindruckenden Panorama

Die Rhein-Nahe-Jugendherberge Bingen

liegt oberhalb der Stadt und bietet

einen herrlichen Blick auf das Rheintal.

Sie befindet sich mitten im Unesco-

Welterbe „Oberes Mittelrheintal“, der

wohl schönsten Strecke des Rheintals.

Von der Lage der Jugendherberge ist

auch Thomas Müller vom „Celebration

Gospel Choir“ (Gesangverein Sängerkreis

1906 Mannheim-Wallstadt) be-

geistert: „Der Blick auf den Rhein und

den Mäuseturm ist auffallend schön.“

Er kann sich nicht erinnert, in ähnlich

schöner Lage mit seinem Chor

ein Wochenende verbracht zu haben.

Auch die Räumlichkeiten der Jugendherberge

lobt er. Zimmer und Restaurants

verfügten über einen sehr guten

Standard. „Für unsere Zwecke war die

Jugendherberge ideal“, stellt Müller

fest. Die verschieden großen Räume

ermöglichten es dem Chor, in unterschiedlichen

Chorgruppen gleichzeitig

zu proben. Der Chor nutzte das

Klavier der Herberge und brachte sein

eigenes mobiles Piano mit. mb

Nähere Information bei:

Celebration Gospel Choir Mannheim

info@celebration-choir.de

14 BAV 8/9 · 2021


chorpraxis | chorleiter

Sie können ebenfalls einen geeigneten Ort für ein

Probewochenende empfehlen? Dann melden Sie

sich bei der Redaktion von Baden vokal unter

martin.bernhard@ bcvonline.de oder 06281 564338.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Adresse:

Bewirtung:

Zimmer:

Preise:

Parkplätze:

Rhein-Nahe-Jugendherberge

Betriebsleitung: Christian Kupper

Herterstraße 51

55411 Bingen

Telefon: 06721 / 32163

https://www.diejugendherbergen.de/jugendherbergen/

bingen/portrait

Übernachtung mit Frühstück,

Halb- und Vollpension buchbar,

auf Wunsch auch Lunchpakete.

121 Betten in Zimmern für die

1-, 2-, 4- und Mehrbettbelegung.

Alle Zimmer sind mit Dusche/

WC ausgestattet. Barrierefreiheit

gegeben.

Je nach Buchungsart zwischen

24,90 Euro und 41,90 €.

ausreichend vorhanden

Proberaum: 5 Aufenthalts- und Veranstaltungsräume

unterschiedlicher

Größe für bis zu 60 Personen,

kombinierbar für bis zu 100 Personen.

Zur Ausstattung gehören

Beschallungsanlage, Musikanlage

mit CD-Player, Klavier.

FREIZEIT

• Gesellschaftsspiele, Tischtennis, Grillplatz und

Kinderspielplatz vorhanden

• Foyer mit Rezeption, Bistro und Café-Bar,

Snackbereich, Restaurant mit Kinderspielecke

und Terrasse

• Nahe gelegen zum Freizeitgelände und Naherholungsgebiet

„Park am Mäuseturm“ mit

Sportfeldern, Skateanlage, Wasserspielplatz

und vielem mehr.

SEHENSWERTES IN UND UM BINGEN

Die Jugendherberge in Bingen verfügt über einen hohen Standard.


Fotos: DJH

• Burg Klopp

• Mäuseturm

• Mittelrheintal

• Basilika St. Martin

• Rochuskapelle

• Drususbrücke mit Brückenkapelle

• Binger Innenstadt

• Kaiser-Friedrich-Turm auf dem Rochusberg

• Alter Binger Hafenkran

• Wandern und Radfahren

• Wein und Landschaft

BAV 8/9 · 2021

15


chorpraxis | chorleiter

Teil 1

STUDIE:

Jüngere Menschen

leichter für den Chorgesang

gewinnen

Wie sich die Generationen

voneinander unterscheiden

Alle wissen es, aber keiner so genau:

Warum ist es schwierig, jüngere Menschen

als Sängerinnen und Sänger

für Gesangsvereine zu gewinnen?

Präsidiumsmitglied Ulrich Engelhardt,

Präsident des Chorverbands Kurpflalz

Heidelberg, beauftragte Professor

Dr. Antje-Britta Mörstedt sowie

die Studenten Hasan Kayki und

Robert Mogharrab von der Private

Hochschule Göttingen damit, diesen

Sachverhalt zu untersuchen. Sie betrieben

jedoch nicht nur Ursachenforschung,

sondern arbeiteten auch

aus, auf welche Weise Vereine heutzutage

junge Menschen ansprechen

sollten. Den Schwerpunkt setzten sie

auf die 25- bis 40-Jährigen, auf die sogenannte

„Generation Y“. Wir stellen

die Studie in mehreren Folgen vor.

HEUTE: DIE IST-SITUATION

X, Y, Z: Was ist gemeint mit diesen

ominösen Buchstaben? Zunächst

kannte man nur die „Generation Y“,

auf Englisch wie „why“ ausgesprochen.

Das bedeutet „warum.“ Die

Generation Y soll Menschen umfassen,

die gern hinterfragen. Sie wurden

zwischen den Jahren 1980 und

1995 geboren. Die Generation davor

nannte man dementsprechend „X“,

und diejenigen Personen, die zwischen

1995 und 2010 das Licht der

Welt erblickten, Generation Z. All

diese Menschen sind aufgrund ihres

Lebensalters unterschiedlich sozialisiert

worden. So bezeichnet man Angehörigen

der Generationen Y und Z

gern als „digital natives“, weil sie in

das digitale Zeitalter hineingeboren

wurden. Die davor Geborenen dagegen

mussten sich als Jugendliche

und junge Erwachsene in die digitale

Welt hineinarbeiten. Die Generation

Z ist dagegen zu Zeiten groß geworden,

als Soziale Netzwerke schon

etabliert waren. Diese unterschied-

Jede Generation tickt anders, auch die der 25- bis 40-Jährigen. Foto: Martin Bernhard

lichen Erfahrungen während der Zeit

des Heranwachsens beeinflussen wesentlich

das Freizeit- und Mediennutzungsverhalten.

Ein Schwerpunkt der

Untersuchung lag darin, die Unterschiede

der Generationen darzulegen.

Denn wer vor 30 Jahren einem Chor

beitrat, tat dies sehr wahrscheinlich

aus anderen Gründen, als dies heute

ein junger Erwachsener tut.

Wie ist die Lage?

Zunächst widmeten sich die Studenten

der Ist-Situation in den Chören.

Dazu entwickelten sie eine Befragung,

an der im März und April dieses

Jahres über 1000 Sängerinnen

und Sänger aus dem Badischen Chorverband

teilgenommen haben. Davon

konnten 835 Datensätze ausgewertet

werden. Von diesen hatten 783 Personen

alle Fragen beantwortet. Das

Durchschnittsalter der Teilnehmer lag

bei 58 Jahren. Zu 60 Prozent waren

sie männlich. Nur zehn Prozent gehörten

den Generationen Y und Z an,

waren also 40 Jahre alt oder jünger.

Eintrittsalter und Pausenphase

Die meisten Umfrageteilnehmer sind

einem Chor entweder im Schulalter

oder im Alter zwischen 41 und 65 Jahren

beigetreten – zu einer Zeit also, in

der man beruflich etabliert und in der

die Familienphase fortgeschritten war.

Viele Umfrageteilnehmer pausierten

mit dem Chorsingen, im Durchschnitt

sechs bis zehn Jahre lang. Die

häufigsten Gründe für den Austritt

sind Studium oder Ausbildung (23

Prozent), Karriere (10 Prozent), Familie

(9 Prozent) und generell Zeitmangel

(23 Prozent). Das erklärt, warum

vor allem viele Mitglieder im Alter

zwischen 18 und 20 Jahren austreten

(29 Prozent), gefolgt von den 21- bis

25- (23%) und 26- bis 30-Jährigen

(12%). Jeder zehnte hat den Chor verlassen,

weil er umgezogen ist. Neun

Prozent hatten Schwierigkeiten, in

einen anderen Chor zu wechseln, sieben

Prozent verloren das Interesse

am Chorgesang.

Interesse am Chor verloren

Chorleiter

Andere Hobbys

Musikangebot

Niveau

Altersdurchschnitt

Zusammenhalt fehlte

Abbildung 1

16 BAV 8/9 · 2021


chorpraxis | chorleiter

Wiedereintritt in einen Chor

Interessant ist, warum und auf welche

Weise die ausgeschiedenen Sängerinnen

und Sänger wieder zu einem

Chor gefunden haben (siehe Abbildung

2). Neben dem Spaß am Singen

(29 Prozent), der Akquise durch

Freunde und Bekannten (28 Prozent)

ist auch der einfache Grund, dass der

Zeitmangel weggefallen sei, vertreten

(23 Prozent). Des Weiteren gaben die

Leute bei den sonstigen Gründen an,

endlich den richtigen Chor gefunden

zu haben oder soziale Kontakte knüpfen

zu wollen. Auch die Teilnahme an

Projektchören sowie die Lust am Musizieren

ohne Instrument sorgen für

Wiedereintritte.

Warum die Generation Y im Chor singt

Fast jeder fünfte der 25- bis 40-Jährigen

hat Spaß am gemeinsamen Singen

(19 Prozent), 17 beziehungsweise

18 Prozent suchen Ausgleich von der

Arbeit oder soziale Kontakte. Ältere

Generationen gaben zu über 18 Prozent

„Gemeinschaft“ als Motiv an.

Das Marketing beziehungsweise die

Mitgliedergewinnung sollten sich also

mehr darauf konzentrieren, den Chor

als sozialfreudige ausgleichende Aktivität

darzustellen. (siehe Abbildung 3)

Grund für den Wiederbeitritt (wichtige Gründe)

Richtigen Chor gefunden

Soziale Kontakte knüpfen/Gemeinschaft

25%

20%

15%

10%

Projektchor

Musik ohne Instrument

Auftritt

Anwerbung durch Sänger/Marketing

5%

0%

Umstrukturierung

Unterstützung

Berufsausgleich

0% 5% 10% 15% 20% 25 30% 35%

Gesamtmotivation

Abbildung 2

Spaß am Singen

Gemeinschaft

Ausgleich Arbeit

Soziale Kontakte

Tolle Erlebnisse

Vereinstätigkeit fortführen

Gesundheit

Gesangsqualitäten fördern

Moderne Lieder singen

Generationenaustausch

Ausgleich zu den sozialen...

Neues erleben

Mit gleichgesinnten Singen

Verantwortung im Verein...

Sinnvolle Freizeitgestaltung

Abbildung 3

Vergleich der Generationen

> 25-Jährigen

Die unter 25-Jährigen treten einem Chor

bei, weil sie Spaß am Singen haben und

den Zusammenhalt sowie eine gemeinsame

Freizeitgestaltung schätzen. Das

deckt sich mit den Erkenntnissen über

die Generation Z. Sie sind stark sozial

geprägt und nutzen ihre Freizeit, um

primär Spaß zu haben.

26-41-Jährigen

Für sie kommt es weniger darauf an,

Zusammenhalt zu erleben. Sie singen

im Chor, um einerseits Spaß zu

haben und andererseits den nötigen

Alltagsausgleich zu bekommen. Da sie

zurzeit in einer Phase der Arbeits- und

Karriereplanung sind, achten sie auf

eine ausgewogene Work-Life-Balance

und nutzen die Freizeit vermehrt zum

Abschalten. Des Weiteren üben sie

hauptsächlich Aktivitäten aus, die ihrem

Wohlbefinden gut tun. Diese Generation

pflegt gern soziale Kontakte

42-60-Jährigen

Für Angehörige dieser Altersgruppe

nimmt der Chor eine ähnliche Rolle

ein wie für die Generation Y. Sie geben

in der Befragung auch an, dass

der Chor sie fit machen oder erhalten

soll. Diese Generation ist dafür

bekannt, ihre Freizeit mit etwas

Sinnvollem verbringen zu wollen.

mb

Wird fortgesetzt


BAV 8/9 · 2021

17


chorpraxis | chorleiter

Anzeigen

CHOR SUCHT CHORLEITER/IN

Der Gesangverein Altenheim

(www.gv-altenheim.de) sucht zum

01. September 2021 für seinen

Chor Young Xang

eine/n Chorleiterin/Chorleiter.

Das Repertoire des Chors erstreckt

sich von Musicals über Schlager bis

Rock und Pop – vorzugsweise in

englischer Sprache.

40-45 Sängerinnen und Sänger

haben Spaß am Singen und freuen

sich, SIE bei einer Probe

kennen zu lernen.

Unser Probetag ist MONTAG

(von 20:00 bis 21:30 Uhr).

Haben Sie Interesse?

Dann freuen wir uns über Ihre

Kontaktaufnahme:

+49 78 07 94 97 97 oder

chorleitersuche@gv-altenheim.de

Ulrike Halter, 1. Vorsitzende

CHOR SUCHT CHORLEITER/IN

Chor sucht Chorleiter/in

Wir sind ein gemischter Chor aus

dem Raum Ettlingen mit

50 Sänger/innen, zwischen

16 und 70 Jahren, und suchen einen

Chorleiter/In

Unser Repertoire: Rock, Pop

und Schlager.

Unser Probentag war bisher:

Dienstag 19:30 bis 21 Uhr

Unsere Chormitglieder freuen

sich auf die Chorproben

nach den Sommerferien.

Bei Interesse nehmen Sie bitte

Kontakt auf unter:

pia.erhard@t-online.de

cbauer.home@web.de

CHOR SUCHT CHORLEITER/IN

Endlich wieder singen und fröhlich sein.

Endlich wieder singen

Nach

und

der großen

fröhlich

AUS-Zeit

sein.

machen

wir einen Neuanfang!

Nach der großen AUS-Zeit machen

Wir, das sind der Gesangverein

wir einen Neuanfang!

Germania 1864 Oftersheim e.V.

Wir, das sind und der die Gesangverein

Germania Happy 1864 Voices Oftersheim e.V.

und die

suchen eine/n Chorleiter*In

der/die mit uns mit Elan und frischem Mut

in die neue Zeit startet.

Happy Voices Oftersheim

Das gesellige Beisammensein nach

der Singstunde ist uns sehr wichtig,

suchen eine/n Chorleiter*In,

daher wäre es schön, wenn die Chorprobe

wie der/die bisher freitags mit uns ab 19:30 mit Uhr Elan stattfindet. und

Bei frischem Interesse nehmen Mut in Sie die bitte neue mit der

2. Vorsitzenden Sieglinde Pietsch unter

Zeit startet.

info@germania-oftersheim.de

Das gesellige Beisammensein nach

Kontakt auf.

der Singstunde ist uns sehr wichtig,

daher wäre es schön, wenn die

Chorprobe wie bisher freitags

ab 19:30 Uhr stattfindet.

Bei Interesse nehmen Sie bitte

mit der 2. Vorsitzenden

Sieglinde Pietsch unter

info@germania-oftersheim.de

Kontakt auf.

CHOR SUCHT CHORLEITER/IN

Der Junge Chor

des MGV 1850 Hohensachsen e. V.

sucht

Dirigent*in

oder

Musiker*in

mit Lust auf eine Chorleitung.

Seit rund 15 Jahren singen wir als

gemischter Chor Pop und Jazz.

Wir sind experimentierfreudig.

Konzertmitschnitte sind auch auf

youtube zu sehen.

Bisher ist die wöchentliche Probe

donnerstags 19:30 Uhr in

unserem Sängerheim in

69469 Weinheim-Hohensachsen.

Kontakt: Christine Federmann

christinefedermann@web.de

Mitglieder

eines Freizeitchors

ohne Versicherungsschutz

Gehen Mitglieder bei ihrer Vereinstätigkeit

in erster Linie ihrem Hobby

nach, besteht kein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz.

Das hat das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt

(LSG) bei einer Sängerin

in einem Frauenchor festgestellt. Sie

war bei der Fahrt zu einem Auftritt mit

ihrem Pkw schwer verunglückt. Nach

Ansicht des LSG hatte die Verwaltungsberufsgenossenschaft

die Gewährung

von Leistungen zu Recht mit

dem Argument abgelehnt, es habe für

den Chor keine arbeitnehmerähnliche

Tätigkeit bestanden. Ein Versicherungsschutz

als „Wie-Beschäftigte“ entfalle,

wenn die Tätigkeit auf Mitgliedspflichten

beruhe. Die Sängerin hatte

im Chor auch keine besonderen Aufgaben

übernommen (zum Beispiel

Moderation, Leitung, Solo), die über

die bloße Ausübung der Mitgliedschaft

hinausgingen. (LSG Sachsen-Anhalt,

Urteil vom 24.09.2020, Az. L 6 U 14/20)

Der Frauenchor ist nicht Mitglied in

einer Dachorganisation. Mitgliedsvereine

des Badischen Chorverbands sind

über eine Gruppenversicherung bei

der ARAG abgesichert. rkpn

Baden vokal kann jetzt auch

gelesen werden unter

www.bcvonline.de

Annahmestelle für

Anzeigen in Baden vokal

Stober Medien GmbH

Industriestraße 12 · 76344 Eggenstein

Ansprechpartnerin: Silvia Maier

bav@stober.de · www.stober-medien.de

Fon 0721 97830-123 · Fax 0721 97830-40

18 BAV 8/9 · 2021


nachrichten für baden | news

SERIE „Komponisten in Baden

„Es gibt keine deutsche Stadt, wo nicht Führe gesungen wird.“ Das behauptet der

64-Jährige Alemanne ganz unbescheiden von sich selbst. Doch wer will ihm schon

widersprechen? Wohl kaum ein zeitgenössischer Chorkomponist ist im deutschsprachigen

Raum so verbreitet wie Uli Führe. Zwar hat der Südbadener schon im

Jahr 1976, als 19-Jähriger, eigene Lieder geschrieben. Doch richtig los mit dem Komponieren

ging es bei ihm, als er in Stuttgart Schul- und Popularmusik studierte.

Im zweiten Semester erhielt er einen Lehrauftrag an der Fachschule für Sozialpädagogik.

„Da fing ich an, mein eigenes Material zu schreiben“, erinnert sich Führe.

Seine erste Komposition, der Kanon „Hallo Django“, ging um die Welt.

Als seine Tochter drei Jahre alt war,

begann er, Kinderlieder zu komponieren.

Inzwischen findet man Führe-

Lieder in vielen Schulbüchern. Die

Liste seiner Kompositionen für Kinderund

Jugendchöre ist lang. Außerdem

hat er zahlreiche literarische Texte vertont,

zum Beispiel von Robert Gernhardt,

Joachim Ringelnatz, Wilhelm

Busch, Mascha Kaléko, Heinrich

Heine, Rose Ausländer und Christian

Morgenstern, meist für gemischten

Chor, aber auch für Männer- und

Frauenchor, teilweise mit Klavierbegleitung.

Zwar ist Uli Führe studierter Schulmusiker.

Doch seit 35 Jahren verdient

er seinen Lebensunterhalt als Freiberufler.

Im Rahmen seiner Chorleitertätigkeit

setzte sich Führe intensiv

mit der menschlichen Stimme auseinander.

Denn darüber hatte er an der

Hochschule nichts gelernt. „Singen ist

wie Sport“, stellt er fest. „Man braucht

Körperbewusstsein, muss sich selbst

spüren und wahrnehmen.“ Er habe

sich bewusst für die musikalische Arbeit

mit Laien entschieden. „Elitäres

ist nicht so meines“, sagt er. Anfangs

gab er Seminare für Stimmbildung in

vielen Ländern Europas. Doch bald

merkte er, dass das nicht sinnvoll ist.

„Singen ist ans Sprachsystem gekoppelt.“

Deshalb konzentriert er sich

inzwischen auf deutschsprachige

Länder. Führe war Professor für Chor-

pädagogik an der Musikhochschule in

Düsseldorf. Außerdem gibt er Kurse

und Seminare in Sing- und Liedpädagogik

für Erzieherinnen und Erzieher

und in Instrumentalimprovisation.

Uli Führe hat sich auch als alemannischer

Liedermacher einen Namen

gemacht. Mit seinem hochalemannischen

Bühnenprogramm tritt er

vor allem in Südbaden, im Elsass und

der Schweiz auf. Er veröffentlichte elf

alemannische Produktionen und zwei

Bücher. Von 1987 bis 1999 arbeitete

er als freier Autor beim SWR, wo er

allwöchentlich in der Rolle von Ernst

Uli Führe ist auch ein bekannter Mundart-

Liedermacher.

Hirnholzer, später als Hubertus Mooskopf,

das Zeitgeschehen glossierte.

Die Corona-Krise hat Uli Führes Kursleiter-

und Auftrittstätigkeit nahezu

zum Erliegen gebracht. Dank Gema-

Ausschüttungen und Verlagstandiemen

kommt er jedoch einigermaßen

über die Runden, obwohl die Verlage

seit März 2020 fast keine seiner Bücher

mehr verkaufen. Dafür blieb

ihm mehr Zeit zum Komponieren. So

entstanden Werke für Geige, Kontrabass

und Klavier und für Fagott und

Klavier. Den Chorgesang vermisste er

trotzdem. „Es gibt im Chor magische

Momente“, stellt er fest. „Die kann

man nicht machen. Die geschehen.“

ULI FÜHRE IN KÜRZE

• Geboren 1957 in Lörrach

• Studium der Schul- und Popularmusik

in Stuttgart

• Komponist von Chorliedern für

Kinder, Jugendliche und Erwachsene

• Kursleiter in den Bereichen Liedpädagogik,

Stimmbildung und

musikalischer Improvisation

• Lebt in Buchenbach-Unteribental

bei Freiburg

• Für sein Wirken und sein Werk

erhielt er zahlreiche renommierte

Preise.


www.ulifuehre.de

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news | nachrichten für baden

Umfrage unter Kindergärten

und singenden

Ensembles

Wenn man schon nicht singen darf,

dann macht man wenigstens eine

Umfrage, um die Lage der Freiburger

Chöre und Vokalensembles

möglichst umfassend beschreiben

zu können, dachte sich der

Verein Chorstadt Freiburg e.V. zu

Beginn des Jahres. Nun wurden

im Humboldtsaal unter dem Titel

„Chorwärts!“ die Ergebnisse der

vom Chorverband Breisgau und Badischen

Chorverband finanzierten

Evaluation präsentiert. „Insgesamt

geht es wieder aufwärts. Wir sind

eine Musikstadt – und auch eine

Chorstadt“, sagte Kulturbürgermeister

Ulrich von Kirchbach in seinem

Grußwort zu Beginn der Veranstaltung.

237 Chöre wurden angeschrieben,

darunter auch Schulchöre und kleine

Ensembles wie Unduzo oder

Anders, 183 haben den detaillierten

Fragebogen ausgefüllt. Zusätzlich

befragte man 170 Kindergärten

und Kindertagesstätten. Das Ergebnis:

Die Freiburger Chorszene ist

jünger und größer als man dachte.

„Man hört ja immer wieder, dass

das Chorsingen besonders in der

jüngeren Generation aussterben

würde. Das Gegenteil ist der Fall“,

sagt Bernhard Schmidt vom Evaluationsteam,

der die Ergebnisse

präsentierte. Dazu passt auch die

überraschende Tatsache, dass 126

Freiburger Chöre erst nach dem

Jahr 1990 gegründet wurden. Insgesamt

sind rund 8600 Freiburger, die

älter als vier Jahre sind, in Chören

aktiv, was 4 Prozent der Gesamtbevölkerung

entspricht. Nimmt man

noch die 5900 Kinder unter vier Jahren

dazu, so singen 6 Prozent der

Bevölkerung wöchentlich durchschnittlich

1,75 Stunden in Gemeinschaft.

Der Bereich Jazz/Pop/

Musical wird besonders von den

Freiburger Chorszene ist

jünger als gedacht

Schulchören gepflegt. Rund 40 Prozent

aller Sängerinnen und Sänger

sind unter 27 Jahren alt. Das Durchschnittsalter

eines singenden Freiburgers

liegt mit 33 Jahren deutlich unter

dem eines Durchschnittsbürgers (40

Jahre).

Die Freiburger Chöre gehören mit

der Musikhochschule zu den größten

Konzertveranstaltern der Stadt. Rund

1080 chorische Auftritte in Gottesdiensten

und Konzerten waren 2019

in Freiburg zu erleben. Mindestens

450 Konzerte fanden in anderen Städten

Deutschlands und Europas statt.

Rund 400 000 Menschen wurde durch

die Freiburger Chöre erreicht. Aber

auch wirtschaftlich spielten die Chöre

eine nicht unbedeutende Rolle. Was

die Wertschöpfung angeht, werden

die Fördergelder laut Evaluation um

den Faktor 1,7 multipliziert wieder an

die Stadt zurückgeführt – in Form von

Mietkosten, Hotelübernachtungen,

Technik und Werbung. Rund 450 Personen,

darunter neben Chorleitern

auch Stimmbildner, Instrumentalisten,

Techniker und Projektmanager,

werden von Chören engagiert.

Die Coronakrise hat zu einem Stillstand

der Chorarbeit geführt. Mehr

als die Hälfte der Chöre konnte

in den letzten neun Monaten

nicht proben. „Die ohnehin schon

schwierige Raumsituation hat sich

während der Coronapandemie verschärft,

weil die schulischen und

kirchlichen Probenräume ganz

gesperrt waren“, sagt Bernhard

Schmidt. Hier erhofft sich in der

Zukunft organisatorische Hilfe

durch die Stadt, um neue Probenräume

mit benutzerfreundlichen

Öffnungszeiten zu finden. „Leider

wurden für die Chöre die Zuschüsse

im Gegensatz zu anderen Bereichen

seit vielen Jahren nicht erhöht,

obwohl die Ausgaben für Miete

und Honorare gestiegen sind“, so

Schmidt. Dass die derzeitige Coronaverordnung

in Baden-Württemberg

für Chöre äußerst unbefriedigend

sei, konstatierte Josef Offele, Präsident

des Badischen Chorverbandes.

Und kritisiert dabei vor allem das

Sozialministerium. Besonders die

strenge Abstandsregelung von 1,5

Meter mache öffentliche Auftritte

von Chören auf einer Bühne nahezu

unmöglich. Trotz der widrigen

Umstände schauen die 86 Prozent

der Freiburger Chöre aber positiv in

die Zukunft. Der Blick geht „chorwärts“.


Georg Rudiger

Mit Interesse nahmen (von links) Jan Elert und Nina Amon (Vorstand Chorstadt Freiburg

e. V.) sowie BCV-Präsident Josef Offele, BCV-Geschäftsführerin Cornelia Donat und

Bernhard Schmidt (Vorstand Chorstadt Freiburg e. V.) die ausgearbeitete Studie entgegen.


Foto: Nina Ruckhaber

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kinder und jugend

Singbus warb für das Singen im Chor in Baden-Württemberg

„Singen macht

Freude und kann

Selbstbewusstsein

stärken“

Der Singbus der Deutschen Chorjugend

(DCJ) war im Juli zwei Wochen

lang unterwegs in Baden-Württemberg.

Er machte Station in Bad

Herrenalb, Hambrücken,

Löwenstein-Reisach, Mutlangen,

Bisingen und St.

Peter. In Bad Herrenalb

brachten die Chorjugend

im schwäbischen

Chorverband, der Badischen

Chorverband

und der Baden-Württembergischen

Sängerbund

vor Ort und an den

heimischen digitalen Endgeräten

Fachleute und Chorleiter

von Kinderchören zusammen. An

zwei Tagen boten die Organisatoren

Workshops rund um die Kinderchorarbeit.

Außerdem wurde der Kinderchorland-Preis

verliehen. Der Tag

endete mit einem Konzert von Kinderchören:

Der Lörracher Kinderchor,

Preisträgerchor des Kinderchorland-

Preises, sowie der Kinderchor der Musikschule

Filderstadt und „Cantus Juvenum“

aus Karlsruhe bewiesen, dass

die Freude am Singen nach der Pandemie

ungebrochen groß ist, und luden

mit vielen Mitsingaktionen auch

das Laufpublikum immer wieder zum

Mitsingen ein.

Die nächste Station führte den Singbus

nach Hambrücken (Chorverband

Bruchsal). Die Gesangvereine GV

Hambrücken und GV Frohsinn Kirrlach

hatten sich erfolgreich um den

Besuch des Singbusses beworben.

„Unser Ziel ist es“, war von den Singbus-Leiterinnen

Alina Gehlen und

Lisa Meier zu erfahren, „Kinderchöre

zu unterstützen und die Wichtigkeit

An dieser

Singbus-Station

konnte

man die

passenden

Geräusche

zu einem Lied

kreieren.

Fotos: Brigitte

Hübner

von Singen mit Kindern hervorzuheben.

Wir wollen Lust auf Singen

machen“. Dies gelang den Lehrmeisterinnen

an diesem Nachmittag mit

ihren Proben und Mitmachaktionen.

Den ersten Part übernahm die Musiktherapeutin

Alina Gehlen, die die Kinder

mit Stimm- und Körperübungen

locker und fit für das gemeinsame Singen

machte. Mit Songs wie „Das Haus

am See“, „Einer von 80 Millionen“,

„Das ist alles nur geklaut“ und „Der

Regen kommt nicht“, begeisterten

Mit Lust am Singen machte der Singbus

in Hambrücken Werbung für

Kinderchöre und das Chorsingen

insgesamt.

die Kinder ihre

Zuhörer, die

lautstark Zugaben

forderten.

Den Taktstock

führte

Chorleiterin

Kristina Haag.

Mit der Gitarre

begleitete das Singen

Stefan Traut.

Nach dem beeindruckenden

Konzert luden die

Initiatoren die Kinder ein,

mit der Sing- und Kling-

Ausstellung spielerisch

ihre Stimme mit einem

Stimm-Modell, ganz

spannend mit einem

Rhythmus-Roulette, und

einer Singdusche auszuprobieren.

„Singen“, sagte

Alina Gehlen, „kann viel

mehr als nur Singen sein.“ Singen

ermögliche Lernerfahrung auf

ganz verschiedenen Ebenen. „Singen

macht Freude, kann Ängste lösen und

das Selbstbewusstsein stärken. Gemeinsam

proben heißt probieren, sich

etwas zutrauen. Jeder Einzelne trägt

zum Erfolg eines Auftritts bei“, erläuterte

Gehlen. So schaffe das Mitsingen

im Chor Gemeinschaft. Freundschaften

könnten entstehen. Daher lautet

das Ziel der Chorjugend: „Deutschland

soll zum Kinderchorland werden

mit einem Kinderchor in jedem Ort.“


dcj/Brigitte Hübner

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kinder und jugend

STIFTUNG „SINGEN MIT KINDERN“

FLEISSIGE HANDWERKER

Das Volkslied „Fleißige Handwerker“ ist unser

MONATSLIED AUGUST aus unserem Bestseller –

dem Liederkalender für den Kindergarten und Klasse 1.

1. Wer will fleißige Handwerker sehn?

Ei, der muss zu uns her gehn.

Stein auf Stein, Stein auf Stein!

Das Häuschen wird bald fertig sein.

2. O wie fein, o wie fein!

Der Glaser setzt die Scheiben ein.

3. Tauchet ein, tauchet ein!

Der Maler streicht die Wände fein.

4. Zisch, zisch, zisch, zisch, zisch, zisch!

Der Tischler hobelt glatt den Tisch.

5. Poch, poch, poch, poch, poch, poch!

Der Schuster schustert zu das Loch.

6. Stich, stich, stich, stich, stich, stich.

Der Schneider näht ein Kleid für mich.

7. Rühre ein, rühre ein.

Der Kuchen wird bald fertig sein.

8. Tripp, trapp, drein, tripp, trapp, drein.

Jetzt geh'n wir von der Arbeit heim.

9. Hopp, hopp, hopp, hopp, hopp, hopp.

Jetzt tanzen alle im Galopp.

Text und Melodie: volkstümlich

Gestaltung: Kindergarten und Grundschule Altheim,

Walldürn-Altheim

SHALOM CHAVERIM

Das MONATSLIED SEPTEMBER aus dem

Liederkalender für die Klasse 4 und 5 ist

„Shalom chaverim“ (In Frieden geht hin).

Der Liedtext des beliebten hebräischen

Friedenslieds:

Shalom chaverim,

shalom chaverim!

Shalom, shalom!

Le hitraot, le hitraot,

shalom, shalom!

In Frieden geht hin,

in Frieden geht hin,

auf Wiederseh'n!

Ihr Freunde all, ihr Freunde all,

auf Wiederseh'n!

Text und Melodie: volkstümlich aus Israel

Deutscher Text: Franz Möckl

Gestaltung: Theodor-Heuss-Gymnasium Mühlacker

Lernen Sie das Lied des Monats kennen:

Jeden Monat präsentieren wir hier das aktuelle Monatslied. Streamen

Sie das Lied auf der Internetseite der Stiftung „Singen mit

Kindern“. Ergänzt wird dies mit ausführlichen Handreichungen,

die Sie kostenlos herunterladen können: www.singen-mit-kindern.de.

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chöre vor ort | news

dass bei ihnen sehr viel Chorklang

ankam, obwohl hin und wieder eine

Windböe den Hof durchstreifte. Vereinsvorsitzender

Michael Farrenkopf

begrüßte die Zuhörer und bedankte

sich bei Michael Wüst für die musikalische

Leitung sowie bei Sandra Kern

und Eva Herzmann für die Organisation.

Selbstverständlich fand die Matinee

nach den geltenden Corona-Bechorverband

bruchsal | gv helmsheim

Ein Konzert für Herz, Seele und Beine

Ein gelungenes Konzert führte der Gesangverein Helmsheim im Freien auf. Foto: Hübner

Mit „Baba la gumbala, la gumbala

havi-seh“, einem temperamentvollen

Begrüßungslied der afrikanischen

Yoruba, stimmten die Chorsängerinnen

und Sänger des GV Helmsheim und

ihre Dirigentin Sonja Oellermann auf

ein Konzert ein, das ins Herz, in die

Seele und in die Beine ging. Hoch

erfreut zeigte sich Vereinsvorsitzender

Hans Maertiens, dass weit mehr

Besucher als erwartet, gekommen

waren. Viel Geduld und Optimismus

seien dem Chor in den vergangenen

Monaten abverlangt worden.

Dass es gelungen sei, neue Stücke in

schwieriger Zeit einzustudieren, sei

in hohem Maße der Dirigentin Sonja

Oellermann zu verdanken. Keine

gewohnten Proben seien möglich

gewesen, nur mit Abstand hinter

Plexiglas-Scheiben, bei gutem Wetter

im Freien auf privaten Grundstücken

oder virtuell am Computer. Besonders

stolz verkündete Hans Maertiens,

dass trotz oder gerade in der Corona-

Zeit acht neue Chormitglieder gewonnen

wurden. Freuen durften sich die

Zuhörer auf großartige Stücke, die

Herz und Seele gut taten. Dazu gehörten

Lieder wie „Imagine“ von John

Lennon. „I have a dream“ von Abba,

„Wunder“ von Nena aber auch die

„Ode an die Freude“ und die „Hymne

an die Nacht“ von Ludwig van Beethoven.

Außerdem erklang Franz Schuberts

„Am Brunnen vor dem Tore“

zunächst wie gewohnt, dann grandios

als Rock-Version. „Viel Spaß machte

der Nummer-eins-Song in den Chats

„Wellermann“. Brigitte Hübner

CHORVERBAND BRUCHSAL

www.saengerkreis-bruchsal.de

Brigitte Hübner

Berliner Straße 87 | 76646 Bruchsal

Telefon 07251-15923

brigittehuebner@web.de

Gelungener Neustart nach 18 Monaten Pause

sängerkreis buchen | mgv „liederkranz“ buchen

„Hurra, sie singen wieder!“ Dies wäre

das passende Motto zur Matinee des

MGV „Liederkranz“ Buchen im örtlichen

historischen Museumshof

gewesen. Nach eineinhalbjähriger

Pause präsentierten sich die Konzertchöre

„Cantamus“ und „Cantus M“

wieder der Öffentlichkeit. Mit einem

abwechslungsreichen Programm aus

geistlicher Musik, Spirituals, deutschen

und internationalen Volksliedern

sowie Film- und Popmusik erfreuten

sie ein dankbares Publikum.

Die Herausforderung, untereinander

in zwei Meter Abstand singen zu müssen,

meisterten die Sängerinnen und

Sänger. Michael Wüst, Leiter der beiden

Chöre, begleitete manche Lieder

auf dem E-Piano. Der Museumshof

erwies sich dank seines Hofcharakters

als guter Freilichtauftrittsort, da die

Sängerinnen und Sänger zumindest

von ein wenig Widerhall profitierten.

Die Zuhörer freuten sich darüber,

Die Chöre des MGV „Liederkranz“ Buchen präsentierten sich nach langer Zeit wieder in

der Öffentlichkeit.

Foto/Repro: Martin Bernhard

stimmungen statt. Zuhörer mussten

sich registrieren und hielten Abstand

zueinander, ebenso die Sängerinnen

und Sänger in den Chören.

SÄNGERKREIS BUCHEN

www.saengerkreis-buchen.de

Doris Scholz | Am Ring 10

74722 Buchen | Telefon 06281-3010

doris.scholz.bch@web.de

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leute

„Mutiges Engagement einer

moralischen Instanz“

Maria Löhlein-Mader, Vizepräsidentin

des BCV, ist als Präsidiumsmitglied

des Landesmusikrats (LMR) verabschiedet

worden. Sie gehört e 19 Jahre

lang diesem Gremium an. LMR-Präsident

Professor Dr. Hermann Wilske

würdigte ihre Verdienste.

Jubiläen

Bereits bei ihrer ersten Wahl ins Präsidium

am 11. Juni 2002 erhielt Maria

Löhlein-Mader die zweithöchste Stimmenanzahl.

Dies zeigte, dass sie bereits

damals eine bekannte Größe innerhalb

der Amateurmusik in Baden-

Württemberg war. Wie Professor Dr.

Wilske erläuterte, sei Maria Löhlein

Mader entscheidend beteiligt gewesen,

den heutigen Generalsekretär Harald

Maier zum Landesmusikrat zu holen.

„Damals gab es einen demokratischen

Beschluss der Findungskommission,

und den wollte man aufweichen“, erinnerte

sich der LMR-Präsident. Mit

Maria Löhlein-Mader jedoch gehe dergleichen

nicht. Sie erhebe keinesfalls

bei jeder Gelegenheit die Stimme, jedoch

dann, wenn es nötig ist. „Solch

mutiges Engagement war nicht nur an

dieser Stelle, sondern auch bei manch

anderen wichtigen Entscheidungen

hilfreich. Wir konnten uns glücklich

schätzen, solch eine in bestem Sinne

moralische Instanz unter uns zu haben!“

Wilske hob besonders das Engagement

von Löhlein-Mader für das Singen mit

Kindern auf allen Ebenen hervor: im

Badischen Chorverband, im Präsidium

des Deutschen Chorverbandes, in

der Singementorenausbildung und in

der nahezu täglichen Arbeit vor Ort

in Kindertagesstätten. „Wundert es

da noch, dass Maria Löhlein-Mader

als erste Musikerpersönlichkeit überhaupt

bereits im Jahr 2010 auf Schloss

Mainau der Gräfin-Sonja-Gedächtnispreis

verliehen wurde?“, fragte Wilske.

Zahlreich und verdienstvoll seien auch

die Aufgaben, die Maria Löhlein-Mader

für den Landesmusikrat übernommen

habe. So vertrat sie mehrere Jahre lang

Maria Löhlein-Mader verlässt nach 19 Jahren

das Präsidium des Landesmusikrats.

Präsident Professor Dr. Hermann Wilske

(links) und Generalsekretär Harald Maier

verabschiedeten die Musikerpersönlichkeit.


Foto: LMR

diese Institution im Kuratorium für

die außerschulische Jugendbildung.

Zugleich war sie Vertreterin im Beirat

der Stiftung „Singen mit Kindern“.

Auch der Landeschorwettbewerb

Baden-Württemberg mit dem Vorentscheid

zum Deutschen Chorwettbewerb

ist in der derzeitigen Form, also in

der Trägerschaft des Landesmusikrats,

ein Werk von Maria Löhlein-Mader. Sie

übertrug klug die Gesamtorganisation

auf den Musikrat und band gleichzeitig

die beiden großen Chorverbände in

eine Arbeitsgemeinschaft ein, die alle

wichtigen Entscheidungen, von der Jurybesetzung

bis zum Wettbewerbsort,

maßgeblich mitgestaltet. So war Maria

Löhlein-Mader nicht nur zwei Jahrzehnte

lang die Ansprechpartnerin

des Landesmusikrats in Sachen Chor

sondern auch „sein Ohr“ in der Deutschen

Chorszene insgesamt – bestens

vernetzt, informiert und immer aus

der Perspektive der Praktikerin, die bis

heute neun Chöre leitet.

Was den Abschied von Löhlein-Mader

aus dem Präsidium des Landesmusikrat

erträglich macht, ist der glückliche

Umstand, dass sie dem Rat weiterhin

erhalten bleibt: als Jurymitglied bei

„Jugend musiziert“, als Juryassistenz

beim Landeschorwettbewerb sowie

als unverzichtbares Jurymitglied bei

„LandMusik“ im Deutschen Musikrat.

Chorverband Breisgau

60 Jahre im Chor aktiv:

Arno Gerhart (Sponeck-Jechtingen)

Chorverband Karlsruhe

70 Jahre im Chor aktiv:

Meinrad Lauinger (Ettlingen)

Bodensee-Hegau-Chorverband

70 Jahre im Chor aktiv:

Otto Eisenbach (Stockach-

Hindelwangen)

Alemannischer Chorverband

65 Jahre im Chor aktiv:

Hermann Rueb (Wieden)

70 Jahre im Chor aktiv:

Hans Seger, Gerhard Strohmeier

(Pfaffenberg)

Wussten

Sie schon ...

... dass auch eine Gemeinde aus

Baden zu den Preisträgern des bundesweiten

Wettbewerbs „Landmusikort

des Jahres“ zählt? Die Gemeinde

Öhningen auf der Bodensee-Halbinsel

Höri gewann den zweiten Preis

und damit 20.000 Euro. Den Wettbewerb

hatte der Deutsche Musikrat

ausgeschrieben, der 15 Millionen

musizierende Menschen vertritt.

Damit ist er weltweit der größte

nationale Dachverband der Musikkultur.


mb

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service

Kurse…Seminare…Fortbildungen...

VIZECHORLEITERSEMINAR

FÜR NEULINGE

In dem Seminar werden Notenkenntnisse

aufgefrischt. Man lernt, einen

Ton von der Stimmgabel oder einen

Instrument abzunehmen und an Sängerinnen

und Sänger abzugeben.

Außerdem übt man den korrekten Einsatz

des Chors und ein klares Dirigat.

Datum:

Referent:

Beginn am 4. September,

Dauer sechs

Wochenenden

Andreas Beraldo

Organisation: Sängerkreis Weinheim

Ort:

Gebühr:

Kath. Gemeindezentrum,

Kleiststraße 23,

Weinheim

steht noch nicht fest

Infos/Anmeldung:

Peter Strohmenger,

Schriftführer SK Weinheim,

www.saengerkreis-weinheim.de

MUSIKWERKSTATT 1 - 3

Das Seminar richtet sich an Erzieher,

Kinderchorleiter, Betreuer und Pädagogen.

Mit allen Sinnen beschäftigen

wir uns mit der Welt der Musik.

Wir erfahren Rhythmus, Gesang, das

Hören, und bilden ein Fundament

für musikalischen Ausdruck. Geschult

werden Bewegung, Koordination

und Motorik, wobei Vorgaben

und Fantasie sich zu einem musikalischen

Gesamtkonzept ergänzen.

Sie vermitteln den Kindern, aufeinander

zu hören, sich selbst einzubringen

und miteinander Musik

zu machen. Wie vermittle ich „erste

Noten“ und „richtige“ Instrumente?

Dazu gibt es coronakonformes Material

für unbedenklichen Einsatz.

Datum:

8. September/

13 Oktober/14. November

Referentin: Sonja Reinsfelder,

Dipl. Musikpädagogin mit

Konzertexamen

Organisation: Chorverband

Karlsruhe (CVK)

Ort: Präsenz und online;

Näheres bei Anmeldung

Gebühr: 45 Euro für Mitglieder des

CVK, für andere 60 Euro

Infos/Anmeldung:

info@chorverband-karlsruhe.de,

www.chorverband-karlsruhe.de

CHORLEITERASSISTENZ

Für erfahrene Vizechorleiter beziehungsweise

Interessierte mit Dirigiererfahrung.

Inhalte sind Schlagtechnik,

Tonangabe, Dynamik, Mimik, Gestik,

chorische Stimmbildung sowie Einzelstimmbildung.

Bitte bringen Sie jeweils

ein Chorstück aus Ihrem Chor mit, an

dem wir als Kurs gemeinsam arbeiten.

Datum: 9. Oktober

Referentin: Sonja Reinsfelder, Dipl.

Musikpädagogin und

andere

Organisation: Chorverband Karlsruhe

Ort:

Gebühr:

Präsenz und online;

Näheres bei Anmeldung

20 Euro

Infos/Anmeldung:

Anmeldeschluss 9. Oktober,

maximal neuen Teilnehmer,

info@chorverband-karlsruhe.de,

www.chorverband-karlsruhe.de

SINGEN MIT

KINDERGARTENKINDERN

Erzieherinnen und Erzieher in Kindergärten

werden für das Singen

mit Kindern geschult (Atemübungen,

kindgerechtes Einsingen, Haltungsübungen,

Literaturtipps)

Datum: 22.Oktober

Referentin: Maria Löhlein-Mader

und andere

Organisation: Chorverband Kurpfalz

Schwetzingen

Ort:

Gebühr:

Neulußheim,

Haus der Feuerwehr

10 Euro

Infos/Anmeldung:

www.chorverband-kurpfalzschwetzingen.de

VORBEREITUNG AUF

C1-AUSBILDUNG

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen

werden in die Lage versetzt, von

den Chorleitenden ihrer Vereine einstudierte

Lieder vertretungsweise zu

dirigieren. Ferner werden Grundlagen

gelegt bzw. vertieft, um im

nächsten Schritt die C 1-Ausbildung

absolvieren zu können.

Datum: 23. Oktober 2021,

8 Samstage jeweils von

14.00 bis ca. 16.00 Uhr

Organisation: Chorverband Kurpfalz

Heidelberg

Ort:

Gebühr:

Großraum Heidelberg

100 Euro

Info/Anmeldung:

über den Heimatverein bzw.

Heimatverband an die Geschäftsstelle

des Chorverbandes ,

info@chorverband-heidelberg.de

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service

Tipps für den Vorstand

Wie man mit Verlusten

in der Coronapandemie umgehen darf

Viele Mitgliederversammlungen

mussten

vergangenes Jahr verschoben werden.

Im Herbst wird deshalb die große

„Nachholspielzeit“ anstehen. Auch

reguläre Präsenzmitgliederversammlungen

werden wieder möglich sein.

Erfahren Sie deshalb, wie Sie für diese

die richtigen Vorkehrungen treffen

und ungültige Beschlüsse vermeiden.

Auch wenn sich allgemein die Corona-

Lage entspannt, gibt es immer wieder

Ausreißer. Plötzliche Infektionsgeschehen

können dazu führen, dass

eine Landes-Corona-Schutz-Verordnung

greift und physische Versammlungen

verbietet. Zusätzlich können

regional begrenzte Verfügungen der

Gemeinde eine eigentlich zulässige

Versammlung vor Ort versagen. Haken

Sie im Vorfeld deshalb die folgenden

fünf Punkte gedanklich ab:

1.Das Infektionsgeschehen immer

im Blick haben.

Verschaffen Sie sich einen Überblick

über das Infektionsgeschehen, bevor

Sie die Mitgliederversammlung einberufen.

Halten Sie sich im Einladungsschreiben

außerdem Optionen

offen. Von Gastronomie und teilweise

dem Einzelhandel kennen wir die

Situation, dass ein Zutritt nur mit

Anmeldung möglich ist oder die Besucher

genesen, vollständig geimpft

oder einen negativen Test vorlegen

müssen. Dies ist auf den Besuch der

Mitgliederversammlung nicht eins

zu eins übertragbar.

2. Anmeldung kann nicht zur Bedingung

für Teilnahme gemacht werden.

Um Planungssicherheit zu erlangen,

empfiehlt es sich, um eine Anmeldung

zu bitten. Das darf jedoch

nicht dazu führen, dass Sie Mitglieder

abweisen, die sich nicht angemeldet

haben. Machen Sie es dennoch,

sind die gefassten Beschlüsse

anfechtbar.

3. Nur getesteten Mitgliedern Einlass

gewähren?

Aus diesem Grund ist es auch nicht

möglich, einen negativen Testnachweis

zu verlangen oder den Zutritt

nur geimpften oder genesenen Mitgliedern

zu erlauben. Sie können jedoch

zu freiwilligen Tests aufrufen

oder in Zusammenarbeit mit einem

Testzentrum Mitgliedern anbieten,

dass der Verein im Vorfeld einen

Corona-Test anbietet.

4. Die „Outdoor-Mitgliederversammlung“

als Alternative.

Eine Idee, die aktuell immer wieder

verfolgt wird, ist die „Outdoor-

Mitgliederversammlung“, also die

Durchführung unter freiem Himmel.

Denken Sie hier immer an

zu behandelnde Tagesordnungspunkte,

die nicht unbedingt für jedermanns

Ohr bestimmt sind.

5. Das erforderliche Hygienekonzept.

Prüfen Sie als allererstes, welche

Vorgaben die Corona-Schutz-Verordnung

Ihres Bundeslandes macht.

Maßgeblich ist hier auch, ob Sie die

Versammlung im eigenen Vereinsheim

oder extern abhalten möchten.

Mieten Sie einen Raum an, wird

der Vermieter ein entsprechendes

Hygienekonzept vorhalten (müssen).

Ob dort an alles gedacht wurde,

können Sie anhand der folgenden

Punkte abgleichen:

Organisieren Sie im Vorfeld ausreichend

Desinfektionsmittel, so dass

sich die Teilnehmer am Eingang die

Hände desinfizieren können. Weisen

Sie durch Aushänge darauf hin, dass

die Teilnehmer dies auch tun.

Belüftungsintervalle regeln: Können

Sie schon anhand der Tagesordnung

erkennen, dass die Mitgliederversammlung

lange dauern wird, sollten

Sie Lüftungszeitfenster einplanen.

Abstand einhalten: Mindestens

1,50 Meter Abstand sollten die Versammlungsteilnehmer

zueinander

haben. Prüfen Sie bei der Planung

der Mitgliederversammlung, mit

wie vielen Teilnehmern Sie rechnen

können.

Bestuhlungsplan: Erstellen Sie einen

Bestuhlungsplan. Der zeigt Ihnen,

ob Sie die 1,5 Meter Abstand gewährleisten

können. Vorstandsmitglieder

sitzen üblicherweise vorne

eng beieinander. Organisieren Sie

hier Plexiglasscheiben, um sie voneinander

zu trennen.

Teilnehmer vorab instruieren: Machen

Sie auch direkt im Vorfeld

darauf aufmerksam, dass die Teilnehmer

den Abstand wahren und

eine Gruppenbildung vermeiden

müssen. Dies können Sie durch

entsprechende Hinweise auf Aushängen

oder durch Ordner gewährleisten.

Weisen Sie darauf hin, dass

die Maskenpflicht während der gesamten

Versammlung besteht.

Ersatzmasken bereithalten: Gehen

Sie davon aus, dass einige Teilnehmer

bewusst oder unbewusst ihre

Maske vergessen werden. Halten

Sie Ersatzmasken bereit.

FAZIT:

Eine Präsenzversammlung wird

immer noch nicht so leicht zu organisieren

sein, wie es „vorher“

war. Wenn Sie die vorgestellten

Maßnahmen umsetzen, sollte

dies jedoch machbar sein, ohne

dass Ihre Mitgliederversammlung

zu einem „zweiten Ischgl“

wird.

Der Autor

Rechtsanwalt Patrick R. Nessler ist Inhaber

der RKPN.de-Rechtsanwaltskanzlei

Patrick R. Nessler, St. Ingbert.

Er ist tätig auf den Gebieten des Vereins-,

Verbands- und Gemeinnützigkeitsrechts,

des Datenschutzrechts für Vereine und Verbände,

sowie des Kleingartenrechts.

Patrick R. Nessler

Kastanienweg 15; 66386 St. Ingbert

Tel.: 06894 9969237

Fax: 06894 / 9969238

Mail: Post@RKPN.de

Internet: www.RKPN.de

26 BAV 8/9 · 2021


service

Chormusik in

Gemeinde fordert Schadensersatz

für Heckenschnitt

Zum Frühlingsanfang stand bei

einem Verein am Niederrhein ein

großer Gehölzrückschnitt auf dem

Vereinskalender. Die Hecke war

zügig gewachsen und ihre spitzen

Dornen hatten schon manchen Passanten

verärgert. Außerdem müssen

die Bäume und Sträucher auf

dem gemeindlichen Gelände laut

Nutzungsvertrag noch vor Beginn

der Vegetationsperiode geschnitten

werden.

Der Vorstand des Vereins hatte die

Gemeinde als Eigentümerin des

Platzes zur Auslichtung aufgefordert.

Leider vergeblich! So schritt

man an einem Wochenende selbst

zur Tat und leitete den Rückschnitt

kurzerhand selbst in die Wege.

Alle Mitglieder waren aufgefordert

mitzumachen. Am Ende türmten

sich einige Kubikmeter Ast- und

Strauchabfälle im Abfallcontainer.

Damit war der Fall für den Verein

erledigt. Nicht aber für die Gemeinde!

Denn kurze Zeit nach der

Aktion erhielt der Vereinsvorstand

ein Schreiben der Verwaltung, das

BAV 8/9 · 2021

den Verein in Aufruhr versetzte.

Die Gemeinde als Eigentümerin

bemängelte ihre nicht erteilte Einverständniserklärung

und warf dem

Verein vor, mehr als dreißig Bäume,

Baumkronen und Hecken durch

„unfachmännische Pflege“ folgenschwer

geschädigt zu haben. Dieser

Sachverhalt wurde dem Vereinsvorstand

erst im Nachhinein bewusst.

Die Eigentümerin hatte nach Sichtung

des umfangreichen Baumund

Strauchschnitts einen Sachverständigen

eingeschaltet. Auf der

Grundlage seines Gutachtens erhob

die Gemeinde gegenüber dem Verein

Schadensersatzansprüche. Der

Gutachter prognostizierte für die

Folgejahre einen größeren Kostenaufwand

für die Baumkronenpflege.

Ob die radikal heruntergeschnittene

Hecke jemals neu austreiben

würde, war außerdem ungewiss.

Gut, dass der Verein haftpflichtversichert

war. Für den fachgerechten

Nachschnitt in den Folgejahren

erstattete die ARAG über die Haftpflichtversicherung

rund 4.000

Euro.

Ihre Ansprechpartner der ARAG

Björn Bauer Tel. 0211 963 3707

Anja Goossens Tel. 0211 963 3706

Marita Loose Tel. 0211 963 3712

Elke Papay Tel. 0211 963 3784

E-Mail: duesseldorf@arag-sport.de

www.arag.de/chor

Im Schadenfall: Tel. 0211 963 3737

freepik

Für die Monate August bis Oktober

sind in der Sendung „Musik

aus dem Land" in SWR4 Baden-

Württemberg sonntags ab 18 Uhr

folgende Chöre zu hören:

19.9.21

Gesangverein Frohsinn

1842 Mudau / Odenwald

3.10.201

Männergesangverein

Vogelbach-Malsburg

10.10.2021

Shantychor Überlingen


(Änderungen vorbehalten)

Sonntags heißt es in SWR4 Baden-

Württemberg zwei Stunden lang:

„Musik aus dem Land“. In dieser

Sendestrecke stehen Musikanten

und Sänger aus Baden-Württemberg

im Mittelpunkt. Sie haben

vom letzten Konzert einen Mitschnitt

angefertigt? Oder mit

Ihrem Ensemble eine CD produziert?

Wir stellen Sie gerne

vor, in der Sendung „Musik aus

dem Land“, immer am Sonntag

in SWR4 Baden-Württemberg ab

18 Uhr. Senden Sie Ihre CD mit

allen Gema-Angaben an: SWR4

Baden-Württemberg, „Musik aus

dem Land", z. Hd. Edi Graf, Postfach,

70150 Stuttgart

Des Rätsels Lösung aus 7/2021

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(1-8) Popmusik

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Für Sie gelesen

Thomas Schuster,

Warum sinkt mein

Chor? Über das Detonieren

von Laienchören,

112 Seiten, Book od

Demand, Taschenbuch:

ISBN 978-3-

7543-0781-6, 12,80 €,

E-Book: ISBN 978-3-

7543-6235-8, 9,99 €

Chorleiter, insbesondere von Laienchören,

sind häufig mit der Frage

befasst, warum der Chor in der

Stimmung absinkt, und wie dem

Sinken entgegengewirkt werden

kann. In der Literatur sind oft nur

kurze und unzureichende Antworten

zu finden. Das Buch präsentiert

eine detaillierte Betrachtung

verschiedener Mechanismen und

zeigt Lösungsstrategien auf. Entscheidend

ist, dass nie nur eine

Ursache allein im Fokus stehen

darf. Wesentliche Ansatzpunkte

sind Effekte, die auf den Stimmungssystemen

basieren – sogenannte

Kommarückungen – sowie

gesangstechnische Probleme. Der

Chorleiter muss also ein Stück weit

Musiktheoretiker und Stimmbildner

zugleich sein. Thomas Schuster

ist promovierter Physiker sowie neben

beruflicher Organist und Chorleiter.

Seit jeher interessiert er sich

für die physikalisch-mathematischen

Zusammenhänge in der

Musik und deren Auswirkung auf

die Praxis. Er hat verschiedene Kirchenchöre

geleitet und ist auch als

Chorsänger in ambitionierten Ensembles

aktiv.

pm

Wortsuchspiel

Die gesuchten Begriffe können in jede Richtung laufen.

AIDATROMPETE – ALTHORN – ALTKORNETT – ALTPOSAUNE – BARITONHORN – BAROCKTROMPETE – BASSPO-

SAUNE – BASSTUBA – DOPPELHORN – DOPPELTUBA – EUPHONIUM – FANFARE – FLUEGELHORN – HELIKON –

JAZZTROMPETE – KLAPPENHORN – KORNETT – MELLOPHON – NATURTROMPETE – SOPRANKORNETT –

SOUSAFON – TENORHORN – TENORPOSAUNE – VENTILPOSAUNE – VENTILTROMPETE – WALDHORN

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Impressum

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Anzeigen, Gestaltung und Herstellung:

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Stober Medien GmbH | Industriestraße 12 |

Badischer Chorverband 1862 e.V. | Geschäftsstelle:

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Telefax: 07 21 / 8538 86 |

Redaktionsschluss ist der 10. des Vormonats. Anzeigenschluss ist am 10. des Vormonats.

info@bcvonline.de | www.bcvonline.de Vereine reichen ihre Beiträge über die Pressereferenten

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der regionalen Chorvereinigungen ein. Aus gebleichtem, umweltfreund-

Jahresbezugspreis: 18,90 Euro (inkl. 7 % Gründen der Lesbarkeit wird in Baden vokal zum lichem Papier.

MwSt.) | Baden vokal erscheint monatlich Teil auf die Nennung der weiblichen Form verzichtet;

(außer September) und ist als Download egal, welche Formulierung gewählt wurde, immer Baden vokal online auf

28 unter www.bcvonline.de erhältlich. sind alle Geschlechter in gleicher Weise gemeint. www.bcvonline.de BAV 8/9 · 2021

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