16 d’Isarwinkler
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URSPRÜNGLICH, FRECH, ORIGINELL UND BODENSTÄNDIG<br />
Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramszell – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern<br />
Nr.<strong>16</strong><br />
Sommer/<br />
Herbst 2021
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Wir HolzHausBau<br />
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Zimmerei<br />
Jakob Kohlhauf jun.GmbH<br />
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83676 Jachenau<br />
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info@zimmerei-kohlhauf.de<br />
www.zimmerei-kohlhauf.de
EDITORIAL<br />
Liebe Leserinnen,<br />
liebe Leser,<br />
„I mog ned miassn – i mog meng!” Dieses Sprichwort<br />
passt so gut in unsere wunderbare Isarwinkler Welt. Wir<br />
lieben unsere Freiheit und wissen ganz genau, mit wem<br />
wir unsere freie Zeit am liebsten verbringen möchten.<br />
Deshalb trägt unsere Ausgabe das Motto: Freundschaft,<br />
Freiheit, Freizeit. Werte, die in der heutigen Zeit einen<br />
ganz besonderen Stellenwert genießen.<br />
Besonders gute und noch dazu fesche Freundinnen zieren<br />
deshalb unser Titelblatt. Außerdem freuen wir uns, dass wir<br />
mit unseren Freunden und der neu gewonnenen Freiheit gemeinsam<br />
wieder unsere einzigartigen Gastrobetriebe besuchen dürfen, die sich euch gerne<br />
in unserer Ausgabe präsentieren. Wir möchten uns diesen Sommer auch unbedingt<br />
bei unserer Wasserwacht für das große Engagement bedanken und schauen<br />
gern bei ihnen am Sylvensteinsee vorbei. Unsere Dorfführung geht diesmal nach<br />
Königsdorf. Ihr dürft gespannt sein, was wir da alles erfahren durften. Die nächsten<br />
Ausgaben begleitet uns übrigens das 300-jährige Jubiläum der Lenggrieser<br />
Pfarrei. Genauso wie unsere neue Rubrik Gesundheit.<br />
Ihr merkt schon – wir haben wieder viele spannende Themen in unseren <strong>16</strong>. <strong>d’Isarwinkler</strong><br />
gepackt! Suachts eich a scheens sonnigs Platzerl und blattelts einfach moi<br />
durch. Mia gfrein uns, wenn ihr in eurer kostbaren freien Zeit unsere Zeilen lest.<br />
Herzlichen Dank dafür!<br />
Eure Christine Strauß und<br />
das gesamte Team
14<br />
40<br />
8<br />
78<br />
68<br />
58<br />
4
Inhalt<br />
Titelgeschichte<br />
„Meine Mädels“ ................................................. 8<br />
54<br />
24<br />
Freundschaft<br />
3 Meinungen ..................................................... 14<br />
Dorfführung Königsdorf<br />
Unterwegs aus der Geschichte in<br />
Richtung Zukunft ............................................. 24<br />
Antonia Leitner – Bildhauerin aus Leidenschaft<br />
„Kunst als Lebenselexier“ ................................. 40<br />
Die schönsten Biergärten im Isarwinkel .......... 54<br />
Arbeitgeber im Isarwinkel<br />
Die Stadtwerke Bad Tölz ................................... 58<br />
86<br />
Liebeserklärung an das Tölzer Freibad<br />
„Eichmühle“ ..................................................... 64<br />
Die Helden am und im Wasser<br />
Ein Porträt über die Wasserwachten<br />
im Tölzer Land.................................................. 68<br />
Kreuzworträtsel ............................................... 76<br />
300-jähriges Pfarrjubiläum in Lenggries ......... 78<br />
Gesundheit<br />
Ohne sie geht nix! ............................................. 86<br />
Autos im Porträt .............................................. 92<br />
Mei Dahoam .................................................. 106<br />
Gastro im Isarwinkel ..................................... 122<br />
106<br />
Veranstaltungen ............................................. 133<br />
Impressum ..................................................... 138<br />
5
Aussichten & Ansichten<br />
Stellt’s eich vor, jetzt hod’s mi doch no<br />
erwischt auf ihre alten Tage, d’Corona.<br />
Obwohl sie sich bei mir ganz harmlos<br />
verhoidn hod, war de 14-tägige häusliche<br />
Quarantäne fast scho Höchststrafe.<br />
Weil a Bsuach stinkt ja bekanntermaßen<br />
noch 3 Tog. Und der von da Tante Corona<br />
stinkt nach zwei Wochen bis zum<br />
Himmel. So ganz und gar kontaminiert,<br />
isoliert und von der Außenwelt abgeschlossen,<br />
kommt man sich vor wie ein<br />
Sträfling. Schuldig natürlich! A so a Freiheitsentzug<br />
hod scho wos und übt massiven<br />
Druck aus. Komisch scho, wia sich<br />
die Zeiten g’ändert ham. Vor gar nicht<br />
allzu langer Zeit hod ma gfrogt, wenn<br />
ma jemand trifft: „Mei, host a neue<br />
Blusn. Schee! Wo host denn de her?“<br />
Heid frogt ma: „Erste oder zweite Impfung?<br />
Biontech oder Astra?“<br />
Aber mia gehts wia eich, i ko a scho nix<br />
mehr hern von dera Schäßn (oisa d’Corona<br />
moin i). Drum her i a glei wieder auf.<br />
Aber oans hods mia glernt: wia schee des<br />
is, wenn ma in seiner Freitzeit macha ko<br />
was ma wui. Was Freiheit bedeit und dass<br />
ma d’Leid ned aufspaltn und unterteiln<br />
derf. Ob geimpft oder ned, ob dafür oder<br />
dagegen – des ist doch ganz wurscht. Jeder<br />
derf macha, wia er moant. Genau des<br />
bedeit Freiheit. Wos do oft für Streiterein<br />
aufkemma – des ist fei traurig!<br />
Außerdem hod sie mir ganz besonders<br />
unter d’Nosn griebn, wos des wert is,<br />
wenn ma Freund und Familie hod. Oa<br />
de oan ned verhungern oder schlimma<br />
no verdursten lossen, wenn ma sein<br />
Haus und Garten ned verlassen derf. Und<br />
z’letzt, wia glücklich ma sein ko, wenn<br />
ma überhaupt Haus und Garten hod.<br />
Des is gwieß ned selbstverständlich heutzutage<br />
und ned nur sprichwörtlich unbezahlbar<br />
(aber des ist a andere Gschicht).<br />
Wos mia aber am meisten hängabliebn is:<br />
Ma derf an Mo ned einsperrn! Scho glei<br />
ned zusammen mit seiner Frau! Weil mei<br />
Isarwinkler war mir beinah durchdraht<br />
ois Kontaktperson Kategorie 1. Mitgehangen<br />
mitgefangen! Mei, wia des jetzt<br />
wieder passt! In diesem Sinne ihr Lieben:<br />
Genießts eure Freiheit, eure Freizeit und<br />
eure Freund und vor allem euren Frieden!<br />
Herzlichst eure Isarwinklerin<br />
6
Karamellkekse<br />
Zutaten:<br />
* 225 g Mehl<br />
* 150 ml Karamellsoße<br />
* 100 g weiche Butter<br />
* 1 Prise Salz<br />
* ½ TL Zimt<br />
* 1 TL Vanillemark<br />
* 2 TL abgeriebene Bio-Orangenschale<br />
* 1 TL Backpulver<br />
* Brauner Zucker zum Bestreuen<br />
Zubereitung:<br />
* Am besten am Vortag den Sirup, die weiche Butter, Zimt, Vanillemark,<br />
Orangenabrieb und eine Prise Salz in eine Schüssel geben und schaumig schlagen.<br />
* Das Mehl zusammen mit dem Backpulver über die Masse sieben und alles mit<br />
den Händen zu einem glatten Teig kneten.<br />
* Teig zu einem Rechteck formen, in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht<br />
kühl stellen.<br />
* Am nächsten Tag den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.<br />
* Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 3 bis 4 mm dick ausrollen, mit dem<br />
gravierten Nudelholz darüber rollen und anschließend mit einem Ausstecher<br />
deiner Wahl z. B. einem Glas ausstechen.<br />
Tipp: Falls der Teig etwas klebt, einfach ein wenig Mehl hinzufügen.<br />
* Die ausgestochenen Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.<br />
* Die Kekse mit etwas braunem Zucker bestreuen und im Backofen auf mittlerer<br />
Schiene bei 190°C ca. 7 bis 8 Minuten backen. Nach dem Herausnehmen<br />
auf einem Gitter abkühlen lassen.<br />
* In einer Keksdose an einem kühlen Ort aufbewahren.<br />
Berg Chalet<br />
Friedeln 17 ∙ 83676 Jachenau<br />
www.berg-chalet.de<br />
Öffnungszeiten:<br />
Dienstag, Donnerstag, Freitag:<br />
10.00– 13.00 Uhr &<br />
14.00 – 18.00 Uhr<br />
Mittwoch 10.00– 13.00 Uhr<br />
Samstag 10.30– <strong>16</strong>.00 Uhr
TITELGESCHICHTE<br />
Meine Mädels<br />
Schee, dass mia uns hamm!<br />
Text: Michaela Probst Bilder: Wolfgang Kronwitter<br />
8
Die neun Unzertrennlichen: Susi Hölzl,<br />
Andrea Urban, Anni Mannert, Vroni Reiser,<br />
Anni Schweiger, Barbara Lechner,<br />
Evi Monn, Vroni Stiebler, Maria Heiß<br />
➳<br />
9
Wir brauchen nicht lange zu suchen,<br />
als wir beim Heiss am Lahnerbach<br />
zum Titelbuidl verabredet<br />
sind. Schon ums Hauseck hört man<br />
fröhliches und schallendes Gelächter,<br />
was uns die ausgelassene Stimmung<br />
erahnen lässt. Zu unserem<br />
Thema Freundschaft, ist uns die<br />
Heiss Maria in den Sinn gekommen.<br />
TITELGESCHICHTE<br />
Als hätten wir’s gewusst, ist sie die<br />
perfekte Wahl gewesen, denn uns<br />
erwarten neun fesche Maalan bestens<br />
gelaunt und bereit fürs Titelbild.<br />
„Des san meine Mädels“, stellt<br />
uns Maria die lustige Runde vor und<br />
neun Augenpaare strahlen um die<br />
Wette. Seit nunmehr zweiundzwanzig<br />
Jahren macht die Mädels-Runde<br />
gemeinsame Sache und es verbinden<br />
sie unzählige Erlebnisse und viel<br />
gemeinsame Zeit. Maria und Bärbel,<br />
die zwei Vronis, Susi und Evi<br />
kennen sich schon aus dem Kindergarten.<br />
Beim Furtgeh hat sich dann<br />
Anni noch dazugesellt. Seither ist<br />
diese sympathische Truppe unzertrennlich.<br />
Der gemeinsame Nenner:<br />
Spaß<br />
1984<br />
2021<br />
Anni Schwaiger Andrea Urban Maria Heiß Barbara Lechner<br />
Dass die neun Spaß an der Freud<br />
und eine Mordsgaudi miteinander<br />
haben, braucht man uns nicht lange<br />
zu erklären. „Es ist, als wäre man<br />
im Urlaub gewesen“, so beschreiben<br />
sie uns das vertraute Gefühl nach<br />
einem Mädelsabend oder -ausflug,<br />
das niemals ohne angespannte Lachmuskeln<br />
endet. Zu wilden Zeiten<br />
waren es Events wie Rock im Park,<br />
eine Trike-Tour nach Kaltern oder<br />
10
Urlaube nach Irland, Thailand, Indien<br />
oder Ibiza. Mittlerweile werden<br />
die Ziele schon etwas gediegener.<br />
Bei den neun Mamas sind es jetzt<br />
Wellness-Wochenenden oder Städtereisen,<br />
die sie fest in ihre Jahresplanung<br />
verankert haben. Auch<br />
der Ladies-Day am Brauneck passt<br />
perfekt für sie. Eine weitere Gemeinsamkeit<br />
ist das E-Biken. Spontan<br />
auf d’Lenggrieser Hütte oder<br />
aufn Scheeberg. „A paar Mädels san<br />
immer dabei“, versprechen sie uns.<br />
So füllen ihre gemeinsamen Aktivitäten<br />
schon das ein oder andere<br />
Album, inklusive Spaß versteht sich.<br />
Mia san do,<br />
wo d’Luft schäbert<br />
Der monatliche Stammtisch ist für<br />
alle besonders wichtig, weil zwei<br />
Mädels etwas weiter weg wohnen.<br />
Bärbel wohnt in Miesbach und Vroni<br />
in Hinterriss. Der Gesprächsstoff<br />
geht niemals aus und leise sein dürfen<br />
gerne die anderen. Tabu-Thema<br />
gibt’s nur eines: Corona. Gestritten<br />
haben sie sich noch nie, da sind sie<br />
sich sicher. „Bei uns derf ma natürle<br />
a a bissal bled daher red’n. Gern<br />
auch mal über unsere Männer“, garantieren<br />
sie uns einstimmig mit einem<br />
breiten Grinsen. „Du woasst as<br />
no damals“, so beginnt die nächste<br />
Geschichte, die mit einem kollektiven<br />
Lachen endet. „Des derf i mir<br />
in fünfzig Jahr a no ohern“, gehts<br />
gleich weiter. Geheimnisse haben sie<br />
keine voreinander, außer als Anni<br />
einen Überraschungsausflug zu Ihrem<br />
Vierzigsten organisiert hat.<br />
Alle 20er, 30er und 40er durften<br />
sie schon gemeinsam feiern. Fortsetzung<br />
folgt.<br />
Denn eins ist klar:<br />
„Wir tun uns einfach gut!“<br />
11
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PORTRÄT GipfelBiker<br />
Neues Bike-Dorado<br />
in Lenggries<br />
Der „GipfelBiker“ Store bietet hochwertige Fahrräder<br />
und erstklassigen Service<br />
derfahrräder, E-Bikes und Rennräder<br />
namhafter Hersteller garantieren<br />
einen hohen Qualitätsstandard und<br />
umweltschonende Nachhaltigkeit.<br />
Das Fachgeschäft bietet Arbeitnehmern<br />
auch die Möglichkeit des immer<br />
beliebter werdenden „JobRad“.<br />
Das junge innovative Team der<br />
„GipfelBiker“ berät und unterstützt<br />
seine Kunden mit großem Fachwissen<br />
und Leidenschaft für den<br />
Radsport bei der Auswahl des persönlichen<br />
Wunsch-Bikes. Für jedes<br />
Bedürfnis finden die Mitarbeiter die<br />
passende Lösung und garantieren<br />
bestmöglichen Service.<br />
Robuste Laufräder und<br />
Youth Bikes<br />
Zum Sortiment gehört auch eine<br />
große Auswahl an Radzubehör<br />
Radsportfreunde finden im „GipfelBiker“<br />
im Herzen von Lenggries<br />
ein Dorado an Bikes und Zubehör.<br />
Das umfangreiche Sortiment des modernen<br />
Bikestores umfasst Räder für<br />
alle Anforderungen und Bedürfnisse.<br />
Trekkingräder, Mountainbikes, Kin-<br />
Nachhaltige Mobilität beginnt<br />
bereits im jüngsten Alter. In der<br />
Kids-Abteilung finden Eltern und<br />
ihre Sprösslinge robuste Laufräder.<br />
Damit werden die ersten Fahrversuche<br />
auf zwei Rädern buchstäblich<br />
zum Kinderspiel. Wird das Laufrad<br />
zu klein oder die Kleinen zu groß<br />
steht mit den Kinderbikes von Winora<br />
– dem Ursprungshersteller der<br />
Kinderbikes – sowie mit Modellen<br />
von Ghost und Cannondale einem<br />
entspannten Start in das Abenteu-<br />
12
er Radfahren nichts mehr im Weg.<br />
Passendes Zubehör wie stabile Helme<br />
und Klingeln sind ebenfalls erhältlich.<br />
Youth Bikes für Heranwachsende sichern<br />
Mobilität und Flexibilität. In<br />
diesem Bereich ist eine individuelle<br />
Kaufberatung sehr wichtig. Denn<br />
ist das Rad zu groß oder zu klein<br />
verliert man schnell den Spaß am Biken.<br />
Die coolen stylischen Räder in<br />
unterschiedlichen Größen von Cannondale,<br />
Ghost und Winora sind<br />
nicht nur ein Blickfang, sondern bieten<br />
sicheres Fahrvergnügen.<br />
Erwachsene Radsportler können aus<br />
einem großen Sortiment an robusten<br />
und hochwertigen Mountain-, Trekking-<br />
und Rennrädern auswählen.<br />
Die Marken Cannondale, Ghost<br />
und Winora überzeugen mit ihren<br />
zahlreichen Modellen an Tour Bikes,<br />
Cross-Country Bikes, Trail Bikes<br />
und Enduro Bikes. So ist für jeden<br />
Geschmack, jedes Bedürfnis und<br />
jeden Trail das Richtige dabei: Für<br />
weniger anspruchsvolle Strecken,<br />
ausgedehnte Singletrail-Touren bis<br />
hin zu langen Mountainbike-Touren<br />
und sogar Alpenüberquerungen.<br />
Mit modernen E-Bikes ist kein Weg<br />
mehr zu weit und kein Berg zu steil.<br />
E-Bikes überzeugen heute durch ein<br />
modernes und elegantes Design,<br />
eine leichte Bauweise und ein breitgefächertes<br />
Einsatzgebiet. Trekking-<br />
räder sind die ideale Lösung für all<br />
jene, die sich aktiv und ohne Unterstützung<br />
sportlich betätigen möchten.<br />
Hohe Qualität in klassischem<br />
Design trifft hier auf ein sehr gutes<br />
Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />
Flott unterwegs auf<br />
dem Rennrad<br />
Schnelligkeit und Effektivität zeichnen<br />
die Rennräder von Cannondale<br />
aus. Durch ihre leichte Bauweise sind<br />
sie sowohl für kurze Streckensprints<br />
als auch für lange Ausdauerfahrten<br />
über viele Kilometer sehr gut geeignet.<br />
Grenzenlose Möglichkeiten für<br />
noch steilere Anstiege und längere<br />
Ausfahrten bietet ein E-Rennrad.<br />
Die sogenannten Gravel Bikes von<br />
Cannondale sind vielseitig einsetzbar.<br />
Sie sind auf das Wesentliche reduziert<br />
und erinnern durch ihr Aussehen<br />
an ein Rennrad. Dank ihrer<br />
hochwertigen Ausstattung sind sie<br />
ein optimaler Partner für kleinere<br />
Ausflüge in Stadt und Land.<br />
Immer mehr im Kommen ist das<br />
„JobRad“. Über den Arbeitgeber<br />
lässt sich bei „GipfelBikers“ problemlos<br />
ein Dienstfahrrad leasen. Damit<br />
wird der tägliche Weg zur Arbeit<br />
zum Highlight des Tages.<br />
Das Team der „GipfelBiker“ bietet<br />
seinen Kunden ein Rundum-sorglos-Paket:<br />
Von der ersten Beratung,<br />
über den Verkauf bis hin zur Betreuung<br />
während der Garantiezeit. In<br />
der firmeneigenen professionellen<br />
Fahrradwerkstatt sind die passenden<br />
Ersatzteile auf Lager. Check-ups des<br />
Bikes beim Kunden vor Ort sparen<br />
Zeit, Ressourcen und Nerven. kf<br />
GipfelBiker GmbH<br />
Karwendelstraße 24<br />
83661 Lenggries<br />
Tel. 8042 · 5031919<br />
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www.gipfelbiker.de<br />
Im Bikestore sind qualitativ hochwertige Bikes namhafter Hersteller erhältlich<br />
Öffnungszeiten:<br />
Dienstag bis Freitag jeweils<br />
von 09:30 bis 13:00 Uhr und<br />
von 14:30 bis 18:00 Uhr<br />
Samstags von 9:00 bis 13:00 Uhr<br />
Montags geschlossen<br />
13
DREI MEINUNGEN<br />
Bis dass der Tod<br />
uns scheidet<br />
BFF – Best Friend Forever<br />
Text und Bilder: Michaela Probst Illustrationen: Freepik<br />
Meine besten Freundinnen und<br />
ich wissen viel zu viel voneinander<br />
und deshalb müssen wir bis<br />
ans Ende unserer Tage befreundet<br />
bleiben. Selbiges stell ich mir sogar<br />
manchmal vor. Ich sitze dann<br />
steinalt mit einer fast so steinalten<br />
Lieblingsfreundin im großen grauen<br />
Sessel. Wir trinken ganz sachte<br />
unseren Prosecco, weil wir ja in der<br />
Zukunft vielleicht nicht mehr so viel<br />
vertragen. Wer weiß das schon. Wir<br />
ratschen stundenlang von früher, als<br />
wir quasi noch jung und wild waren.<br />
Wir haben uns viel zu erzählen. Es<br />
kommt einiges zusammen, denn seit<br />
wir uns kennen, gibt es nichts, über<br />
was wir nicht offen reden können.<br />
BFF: Christiane, Renate und ich<br />
Immer mal mit vorgehaltener Hand<br />
im Flüstermodus, weil nicht alles für<br />
alle Ohren bestimmt ist. Für mich<br />
heißt Freundschaft<br />
Seelenverwandtschaft ...<br />
Das geht sogar innerhalb der Verwandtschaft.<br />
Was tatsächlich nicht<br />
selbstverständlich ist. Während man<br />
sich in der Familie oft mit Gegensätzen<br />
ausgleicht und ergänzt, sind<br />
es Seelenschwestern und -brüder,<br />
die man im Erwachsenenalter aussucht,<br />
beziehungsweise ganz behutsam<br />
auserwählt. Sie passen perfekt<br />
in das schon etwas gesettelte Leben<br />
und gehören wie selbstverständlich<br />
zur Familie. Punkt! Perfekt wird‘s<br />
dann, wenn dann der Partner deiner<br />
Freundin bzw. Freund auch zu deinem<br />
Partner passt. Das verspricht<br />
dann viele unbeschwerte Stunden.<br />
Freundschaft heißt für mich, dass<br />
man sein Herz und seine Seele auf<br />
die Zunge legen darf. Ohne darüber<br />
nachzudenken.<br />
Vertrauen ...<br />
steht außer Frage und ist selbstverständlich.<br />
Auf meiner Zunge liegen<br />
dann unendlich viele Sätze und meine<br />
Liebsten erdulden diese vielen<br />
Wörter oft stundenlang. Manchmal<br />
20 Jahre später beim Wellnessen<br />
14
sind es Misserfolge, die liebevoll<br />
zu meinen Gunsten aufgewägt und<br />
analysiert werden. Manchmal sind<br />
es Erfolge und Errungenschaften,<br />
über die sie sich gemeinsam mit<br />
mir freuen. Wahre Freundschaften<br />
lassen sich nämlich am allerbesten<br />
an Erfolgen bestimmen. Wenn dein<br />
Lieblingsmensch sich über deine<br />
Stärken freut und kein Funke an<br />
Neid zu erkennen ist. Wenn es reine<br />
Freude ist, die dir entgegenkommt,<br />
dann erkennst du am besten, wer dir<br />
wirklich wohl gesonnen ist. Freundschaft<br />
bedeutet aber auch Spaß,<br />
gemeinsame Interessen und unbeschwerte<br />
Stunden.<br />
Gemeinsame Zeit …<br />
ist immer erfüllt und immer zu wenig.<br />
Auch wenn viel Zeit zwischen<br />
den Zusammenkünften liegt, es<br />
fühlt sich immer gut an. Man stülpt<br />
sein Innerstes nach Außen und es<br />
droht keine Gefahr. Smalltalk und<br />
Oberflächlichkeit haben keinen<br />
Platz. Niemals würde man nur einen<br />
Gedanken verschwenden, deine<br />
Freundin würde hinter deinem<br />
Rücken Geheimnisse verraten oder<br />
schlecht von dir reden.<br />
Ich freue mich über offene Worte<br />
und über jedes entgegengebrachte<br />
Vertrauen. Natürlich darf man sich<br />
gegenseitig Einmischen. Ich bin<br />
stolz, wenn ich diejenige bin, der<br />
man auch mal Ängste und Sorgen<br />
anvertrauen darf. Ich freu mich,<br />
wenn ich gefragt werde und wenn<br />
ich zuhören und so vielleicht ein<br />
bisschen entlasten kann.<br />
Beste Freundinnen – meine Schwestern<br />
und ich – und besonders schick<br />
in unseren Schwestern-Jacken<br />
Ich glaube, je offener und vertrauensvoller<br />
man den Menschen begegnet,<br />
je offener begegnen sie dir.<br />
Man öffnet sich und lässt wahre<br />
Freundschaften zu. Und nur so können<br />
richtig gute Beziehungen entstehen<br />
und auch bleiben. Die Angst<br />
vor Enttäuschungen darf niemals<br />
größer sein. Am besten man nimmt<br />
sich mal wieder ein Beispiel an den<br />
Kindern. „Mama i hob seid heid an<br />
neuen Freind. Der ist voi nett und i<br />
mog eam und er mog mi.“<br />
Eure Michaela ➳
DREI MEINUNGEN<br />
Über die Freundschaft<br />
Text und Bild: Michaela Linke Illustrationen: Freepik<br />
Ich habe gerade das neue Titelbild<br />
von d‘Isarwinkler gesehen und es<br />
rührt mich wirklich sehr. Denn die<br />
gutaussehenden und lebensfrohen<br />
Damen, die Wolfgang Kronwitter<br />
da so perfekt in Szene gesetzt hat,<br />
sind alle in meinem Alter und ich<br />
kenne jede von ihnen schon ziemlich<br />
lange. Zwei davon sind auch<br />
meine „alten“ Freundinnen aus der<br />
Grundschulzeit. Wie schön ist es,<br />
denke ich und freue mich gleichzeitig,<br />
dass dieser bunte, wilde Haufen<br />
über all die Jahre immer noch so gut<br />
befreundet ist.<br />
Erste Freundschaftsbande<br />
Was aber bedeutet Freundschaft<br />
für mich? Ich erinnere mich daran,<br />
dass ich meine allerersten Freunde<br />
bei uns zu Hause auf dem Alpencampingplatz<br />
gefunden habe. Meine<br />
Kindheit war eine Art Wanderzirkus.<br />
Freunde kamen und gingen,<br />
doch wir blieben im Herzen miteinander<br />
verbunden. Wir waren so<br />
unbedarft, glücklich und unendlich<br />
frei. Einige dieser Freundschaften<br />
haben bis heute gehalten und bei denen,<br />
die ich aus den Augen verloren<br />
habe, frage ich mich hin und wieder,<br />
wie es ihnen wohl ergangen ist.<br />
Gute Freunde kann niemand trennen. Corona und auch der Lieblingsverein<br />
nicht<br />
Dann warst da du. Ich werde dich nie<br />
vergessen, auch wenn das Leben uns<br />
in andere Richtungen geschickt hat.<br />
Wir haben stundenlang miteinander<br />
telefoniert, nur um uns kurz später<br />
noch zu treffen. Haben uns abends,<br />
wenn wir mal wieder gegenseitig<br />
beieinander übernachtet haben, so<br />
lange Geschichten erzählt, bis eine<br />
von uns eingeschlafen ist. Wir haben<br />
über die gleichen Dinge gelacht<br />
(und wie!) und sind mit 13 Jahren<br />
das erste Mal eine Nacht abgehauen,<br />
um auf die verbotene Party zu gehen<br />
und morgens dann beim angelehnten<br />
Badfenster wieder unbemerkt ins<br />
Haus zu kraxeln. An der Isar habe<br />
ich einmal den ganzen Vormittag<br />
ein Gedicht für dich geschrieben,<br />
statt zur Schule zu gehen, aber du<br />
warst es wert. Und nur damit du es<br />
weißt und auf die Gefahr hin, dass<br />
es sich richtig kitschig anhört nach<br />
all den Jahren, aber die Wahrheit ist:<br />
Ich trage dich immer noch bei mir.<br />
Freunde in der Ferne<br />
machen die Welt zu einem<br />
gemütlichen Platz<br />
Dann habe ich euch getroffen. Verteilt<br />
auf der ganzen Welt. Weißt du<br />
noch in Winchester, als wir auf der<br />
Parkbank saßen und plötzlich mitten<br />
in der Nacht die Sprinkler-Anlage<br />
anging und fünf Minuten später<br />
direkt vor uns ein Feuerwerk, von<br />
<strong>16</strong>
dem wir nie herausgefunden haben,<br />
woher es eigentlich kam? Das<br />
mit den 99. Luftballons im richtigen<br />
Moment und als wir in Mexiko<br />
wirklich berechtigte Sorgen um<br />
unser Leben hatten? Dann unser<br />
letztes Treffen vor zwei Jahren. Als<br />
wir bei Eiseskälte auf dem eingefrorenen<br />
Törneträsk See standen und<br />
trotz all der schlechten Prognosen<br />
an fünf ganzen Tagen Polarlichter<br />
am Himmel von Lappland bestaunten.<br />
Wir kennen uns schon über 20<br />
Jahre und seitdem reden wir davon,<br />
dass wir irgendwann einmal zusammen<br />
die Nordlichter sehen möchten.<br />
Dass es tatsächlich passiert ist, bedeutet<br />
mir viel. Das sind alles unsere<br />
Geschichten und das Wichtigste:<br />
Wir haben sie alle zusammen erlebt.<br />
Unsere Freundschaft existiert in der<br />
Ferne und in der Tiefe gleichzeitig.<br />
Wann sehen wir uns endlich wieder?<br />
Dann ihr, alle die Begegnungen, die<br />
zu Freunden geworden sind und sich<br />
langsam in mein Leben geschlichen<br />
haben, wie ein warmer Frühlingswind.<br />
Freunde sind ausnahmslos immer<br />
ein Geschenk. Freundschaft ist<br />
unabhängig von Alter, Geschlecht<br />
und Herkunft und hält sich selten<br />
an Regeln oder Vorgaben, wenn sie<br />
Menschen zusammenführt. Freundschaft<br />
beginnt da, wo Herzen im<br />
gleichen Takt schlagen und gemeinsam<br />
durch das Leben tanzen. Doch<br />
hier ist das Paradoxe, wenn du dich<br />
nach einem guten Freund sehnst,<br />
dann musst du als erstes dir selbst<br />
dein allerbester Freund werden. Du<br />
bist der einzige Mensch, der mit<br />
Sicherheit ein Leben lang an deiner<br />
Seite verweilen wird. Darum sei dir<br />
gut. Bleib deinen Werten treu. Vertraue<br />
darauf, dass dir immer dann<br />
die „richtigen“ Menschen geschickt<br />
werden, wenn du es gerade am wenigsten<br />
erwartest. Freundschaft passiert<br />
einfach. So wie ihr. Mein Herz<br />
schlägt schneller wegen euch und<br />
dafür bin ich unendlich dankbar.<br />
Doch eins habe ich noch gelernt.<br />
Man darf den Wert eines Menschen<br />
nie an der Anzahl seiner Freunde<br />
bemessen, auch du deinen eigenen<br />
nicht. Ein einzig guter Freund, kann<br />
oft das größte Glück sein. Zeit spielt<br />
dabei keine Rolle. Es kommt immer<br />
darauf an, wie aufrichtig man sich<br />
begegnet und wie stark man sich<br />
verbunden fühlt. Es gibt so kraftvolle<br />
Begegnungen, die von einem<br />
Tag auf den anderen alles verändern.<br />
Freunde, die noch gar nicht<br />
lange an deiner Seite verweilen, aber<br />
deren Begegnung dich bewegt und<br />
tief berührt hat. Ich weiß, dass es<br />
stimmt, denn ich hab’s selbst erlebt.<br />
Eure Michaela ➳<br />
RUFT NEUE<br />
TRADITIONEN<br />
INS LEBEN!<br />
NEUES<br />
G‘WAND<br />
IM KLEIDER-<br />
SCHRANK<br />
Foto: Rockmacherin<br />
www.trachtenmode-leismueller.de hat immer für euch geöffnet!<br />
17
DREI MEINUNGEN<br />
Seit über 35 Jahren verbindet mich eine innige Freundschaft mit Renate, Barbara und<br />
Katharina sowie mit Heidi (mitte) und Sabrina. Das Beste: Mittlerweile sind auch<br />
unsere Kinder gut befreundet!<br />
Freundschaft<br />
Text und Bilder: Christine Strauß<br />
Illustrationen: Freepik<br />
Ein Bund zwischen Menschen, den<br />
man schwer mit Worten beschreiben<br />
kann. Für mich ist es eine der wichtigsten<br />
Sachen auf der Welt.<br />
Eine bedingungslose Liebe, die sich<br />
unter anderem gerade dadurch auszeichnet,<br />
dass man so verschieden<br />
ist und den anderen trotz seiner Macken<br />
und Lasten schätzt und liebt.<br />
Eine Vertrautheit, die unabhängig<br />
von Raum und Zeit, gleichermaßen<br />
besteht. Egal, ob man mal zwei Tage<br />
oder auch zwei Wochen nichts voneinander<br />
gehört hat. Sieht man sich<br />
wieder, ist es, als sei es erst gestern<br />
gewesen. Selbst ich, mit meinen „jungen“<br />
Jahren, kann behaupten, schon<br />
viele Freunde kommen und gehen<br />
gesehen zu haben. Was nicht immer<br />
leicht war. Ganz im Gegenteil: Es war<br />
schwer und schmerzhaft, denn die<br />
Menschen, die einem am nächsten<br />
stehen, können einen auch am stärksten<br />
verletzen. Man ist enttäuscht,<br />
fragt sich: Wie kann ein Mensch sich<br />
so verändert haben? Oder bin ich es,<br />
die sich verändert hat?<br />
Das Leben ist wie<br />
eine Zugfahrt<br />
Immer, wenn ich mich mit diesem<br />
Thema beschäftige, denke ich an<br />
diese Zug-Metapher: „Das Leben<br />
ist wie eine Zugfahrt. An einer Station<br />
steigen Freunde ein, sie begleiten<br />
dich zu einer weiteren Station<br />
deines Lebens, an der anderen steigen<br />
wieder welche aus. Nur wenige<br />
begleiten dich bis zur Endstation.“<br />
Das Leben als ewige Zugstrecke.<br />
Man muss nicht nur dasitzen und<br />
warten, dass Menschen kommen<br />
oder gehen. Es ist immer das, was<br />
man selbst draus macht. Ich finde,<br />
man muss sein Leben in die Hand<br />
nehmen und aktiv gestalten. Wenn<br />
jemand schlecht über jeden anderen<br />
redet und das deinen Grundsätzen<br />
und Prinzipien widerspricht, sprich<br />
nicht mit ihm. Wenn dich jemand<br />
immer wieder belügt, kehr der Person<br />
den Rücken. Das Leben ist viel<br />
zu kurz. Natürlich will ich damit<br />
nicht sagen, dass man sich bei<br />
18
Unser „Mädels-Stammtisch“ trifft sich regelmäßig seit 10 Jahren (links). Der Blondschopf<br />
rechts ist Susanne. Wir werden oft für Schwestern gehalten und haben uns erst<br />
nach 20 Jahren wieder getroffen<br />
der kleinsten Auseinandersetzung<br />
abwenden soll. Streit ist ganz normal,<br />
aber worauf es ankommt, ist,<br />
wie man danach damit umgeht.<br />
Und im Laufe des Lebens verändern<br />
sich Menschen – ihre Ansichten, ihr<br />
Verhalten, die Lebensverhältnisse.<br />
Gute Freunde würden dich nie<br />
in eine Situation bringen, bei der<br />
sie wissen, dass du dich schlecht<br />
fühlst. Man sollte die Menschen<br />
zu schätzen lernen, die die gleichen<br />
Ansichten haben und deine Meinung<br />
teilen (natürlich auch nicht<br />
zu 100 Prozent in jedem einzelnen<br />
Lebensbereich – ich glaube, das ist<br />
unmöglich). Positive Menschen,<br />
die einen manchmal besser kennen<br />
als man sich selbst. Die nicht über<br />
jeden anderen lästern, euch zu Dingen<br />
„anstiften“, die vielleicht nicht<br />
immer im Rahmen des Legalen<br />
sind oder die einfach nur genauso<br />
viel erwarten wie ihr und dementsprechend<br />
auch das gleiche Maß an<br />
Dankbarkeit und Respekt zurückgeben.<br />
Denn Freundschaft ist ein<br />
Geben und Nehmen. Mal gibt auch<br />
der eine mehr als der andere, mal<br />
umgekehrt. Aber es sollte immer ein<br />
Gleichgewicht herrschen.<br />
Umso glücklicher bin ich heute,<br />
sagen zu können, dass die Freundschaft<br />
mit ganz wichtigen Personen<br />
in meinem Leben schon seit über 35<br />
Jahren besteht. Höhen und Tiefen,<br />
Streit sowie glückliche Zeiten … But<br />
we made it! Schon irre, wenn man<br />
zurückdenkt, was man alles erlebt<br />
hat. Welche Stationen man gemeinsam<br />
durchlaufen hat. Aber, und das<br />
ist das Entscheidende: Wir waren<br />
und sind immer Eins. Egal, ob der<br />
Kontakt mal weniger intensiv Kontakt<br />
war. Immer, wenn es drauf ankam,<br />
war man füreinander da. Das<br />
gilt auch für tolle Menschen, die<br />
ich erst „seit Kurzem“ (ist ja auch<br />
irgendwie relativ) kenne, oder die,<br />
die ich über Jahre aus den Augen<br />
verloren habe, und ich mich glücklich<br />
schätzen kann, dass sie wieder<br />
ein Teil meines Lebens sind. Ich bin<br />
wahnsinnig dankbar dafür! Nicht<br />
zuletzt für die Erfahrungen und den<br />
Austausch, der mir super wichtig<br />
ist. Einfach für die Momente, die<br />
Unterstützung und Liebe, die man<br />
bekommt! Wenn ihr solch einen<br />
Menschen habt, haltet ihn fest und<br />
sagt „Danke, dass du da bist.“<br />
Eure Christine<br />
19
ANZEIGE<br />
PORTRÄT Tölzer Optik & Akustik<br />
Neue Geschäftsräume<br />
Tölzer Optik & Akustik<br />
Die Tölzer Marktstraße ist seit<br />
diesem Frühjahr um ein neues Geschäftsangebot<br />
reicher: Die beiden<br />
Unternehmen „Steinacker Optik“<br />
und „Tölzer Hörakustik“ sind unter<br />
einem Dach und mit dem neuen<br />
Geschäftsnamen „Tölzer Optik<br />
& Akustik“ vereint. „Meine Geschäftsräume<br />
sind einfach zu klein<br />
geworden und auch die Anordnung<br />
Die kompetente und persönliche Beratung steht an erster Stelle<br />
Neu: Ein barrierefreier Eingang an<br />
der Hindenburgstraße<br />
des Ladengeschäfts über zwei Stockwerke<br />
war vor allem für gehbehinderte<br />
Menschen äußerst ungünstig“,<br />
begründet Irmgard Ranhart<br />
die Maßnahme. Nun können die<br />
Kunden problemlos zwischen Hörakustikbereich<br />
und Optikgeschäft<br />
wechseln. Außerdem sind die einzelnen<br />
Bereiche durch zwei separate<br />
Eingänge, sowie einen barrierefreien<br />
Seiteneingang zu betreten. Zusätzliche<br />
Mess- und Beratungsräume<br />
sind entstanden, die bei Kunden und<br />
Mitarbeitern größtmögliche Diskretion<br />
garantieren. Das ist vor allem<br />
im Bereich Hörakustik ein großer<br />
20
Vorteil, wie die Hörakustikmeisterin<br />
und Pädakustikerin Irmgard<br />
Ranhart betont. Schließlich liegt<br />
der Schwerpunkt der Hörexpertin<br />
in der Beratung von Hörsystemen<br />
und Hörimplantaten für alle Bedürfnisse.<br />
An erster Stelle steht eine<br />
einfühlsame und individuelle Beratung<br />
über das passende Produkt und<br />
seine Möglichkeiten.<br />
Selbstverständlich bietet das Team<br />
der Tölzer Hörakustik seinen Kunden<br />
in allen Bereichen des „guten<br />
Hörens“ einen Rund-um-Service auf<br />
höchstem Niveau. Dazu gehört nicht<br />
nur eine große Auswahl an hochsensiblen<br />
Hörsystemen der neuesten<br />
Generation, sondern auch die Möglichkeit<br />
eines professionellen Hörtrainings.<br />
Der Kunde kann aus einer<br />
breiten Palette von zuzahlungsfreien<br />
Basis-Hörsystemen bis hin zu<br />
High-Tech-Geräten mit modernster<br />
Technologie in allen Bauformen das<br />
für ihn passende Produkt auswählen.<br />
Ein wichtiges Thema bei Tölzer<br />
Optik & Akustik ist auch der<br />
maßgefertigte Gehörschutz für jede<br />
Lärmsituation.<br />
Erste Anlaufstelle bei Fragen<br />
zur Augengesundheit<br />
Mit modernster Messtechnik wird die Sehstärke ermittelt<br />
Eine große Auswahl an modischen<br />
Brillenmodellen und Sonnenbrillen<br />
namhafter Hersteller finden<br />
die Kunden im Bereich Optik. Als<br />
„Zeiss Vision Experte“ sind Simon<br />
Ranhart und sein Team die erste<br />
Anlaufstelle bei Fragen zur Augengesundheit.<br />
Nach einem persönlichen<br />
Gespräch folgt eine gründliche<br />
Analyse der Augen. Der Einsatz neuester<br />
Messtechnik ermöglicht eine<br />
exakte Bestimmung der Sehstärke.<br />
Die hochwertigen Zeiss-Brillengläser<br />
werden auf Basis dieser Daten<br />
passgenau angefertigt und können<br />
die Sehfähigkeit entscheidend<br />
verbessern. Kontaktlinsenträger erhalten<br />
von den kompetenten Augenoptikern<br />
ebenfalls eine umfangreiche<br />
Beratung zum optimalen Produkt.<br />
Führend ist die „Tölzer Optik<br />
& Akustik“ mit ihrem Angebot an<br />
Hilfsmitteln für spezielle Sehanforderungen.<br />
Der Kunde hat in den<br />
neuen Räumen die Möglichkeit, verschiedene<br />
Spezialsehhilfen in aller<br />
Ruhe zu testen und auszuwählen. In<br />
der hauseigenen Meisterwerkstatt<br />
wird jede Brille in Handarbeit gefertigt.<br />
Zudem können auch beschädigte<br />
Brillen – auch fremder Hersteller<br />
– auf Wunsch repariert und bei Bedarf<br />
mit neuen Gläsern ausgestattet<br />
werden.<br />
Bilder: Tölzer Optik & Akustik<br />
Fachwissen und Leidenschaft<br />
für gutes Hören und Sehen<br />
Irmgard und Simon Ranhart sind<br />
ein eingespieltes Team und absolute<br />
Experten in ihrem jeweiligen<br />
Bereich. Zusammen mit ihren Mitarbeitern<br />
stehen sie ihren Kunden<br />
auch in den neuen Geschäftsräumen<br />
mit ihrem umfangreichen Fachwissen<br />
und ihrer Leidenschaft für gutes<br />
Hören und Sehen jederzeit mit Rat<br />
und Tat zur Seite. kf<br />
Tölzer Optik & Akustik<br />
Marktstraße 59<br />
(Eingang Hindenburgstraße)<br />
83646 Bad Tölz<br />
Tel. 08041 · 3201<br />
info@toelzer-optik-akustik.de<br />
www.toelzer-optik-akustik.de<br />
21
ANZEIGE<br />
PORTRÄT Schreinerei Oswald<br />
Unverwechselbar,<br />
einzigartig und<br />
einfach besonders<br />
30 Jahre Holzdielen-Böden vom Oswald aus Gaißach<br />
22
Bilder: Bettina Krinner<br />
Die ganze Belegschaft wird geleitet von Franz senior und Franz junior<br />
Was so ein richtig schöner Holzfußboden<br />
in einem Zuhause hermacht,<br />
wissen die Oswalds aus Gaißach<br />
und ihre Kunden nur zu gut. Vor<br />
dreißig Jahren hat Franz Oswald<br />
nach der Meisterschule in Traunstein<br />
mit einer Garagen-Schreinerei<br />
für Möbelbau begonnen. Seither<br />
wurde die Werkstatt dreimal vergrößert<br />
und der Grund für ihren<br />
Erfolgt hat sich eigentlich rein zufällig<br />
ergeben. 1997 bauten Franz<br />
und Marianne ihr Eigenheim und<br />
wünschten sich dafür raumlange<br />
Dielen. Die waren schwer zu finden<br />
und so hat Schreinermeister Franz<br />
sie kurzerhand selbst geschreinert.<br />
So entstand die Idee und so kam<br />
auch ein Auftrag zum anderen, denn<br />
die Böden vom Oswald waren und<br />
sind bis heute sehr gefragt. Seit 2005<br />
hat sich der Betrieb ausschließlich<br />
auf die Produktion von Dielenböden<br />
und Sockelleisten spezialisiert.<br />
Zusammen mit einem jungen Team<br />
vom Rentner bis Studentin, Schreinern<br />
und Zimmerern und einem<br />
Landwirt arbeiten nun alle drei Generationen<br />
und alle drei Franz von<br />
22 bis 84 Jahren mit im Betrieb. Seit<br />
Mai 2021 hilft nämlich auch Franz<br />
junior mit. So werden Tannen und<br />
Eschen aus dem Isarwinkel, Eichen<br />
aus dem Spessart und europäische<br />
Lärchen zu Dreischicht-Böden verarbeitet.<br />
Aus einem Blatt werden<br />
raumlange, formstabile bis zu 13 m<br />
lange und bis zu 50 cm breite Dielen<br />
gefertigt. Viele Kunden aus dem<br />
Isarwinkel bringen ihr eigenes Holz<br />
zur Verarbeitung vorbei. Das Ergebnis<br />
ist immer das Gleiche: wunderschöne<br />
einmalige Böden, die ein<br />
unvergleichliches Raumklima schaffen<br />
– für ein besonders gemütliches<br />
Daheim. mp<br />
Franz junior, Marianne und Franz senior und Marianne<br />
Schreinerei Oswald<br />
Tölzer Str. 8<br />
83674 Gaißach (Untergries)<br />
Tel. 08041 ∙ 5181<br />
23
DORFFÜHRUNG Königsdorf<br />
Bild: Wolfgang Kronwitter<br />
Unterwegs aus der Geschichte in Richtung Zukunft<br />
Text: Martina Geisberger Bilder: Werner Beier, Oliver Betz, Monika Köglsperger, Matthäus Krinner,<br />
Wolfgang Kronwitter, Hartmut Pöstges, Mathias Schunk<br />
Königsdorf – der Ortsname und<br />
auch das Wappen mit der Krone im<br />
oberen Teil lassen eine hochadelige<br />
Dorfhistorie vermuten. Zudem sind<br />
die 3200 Einwohner Königsdorfs<br />
nachweislich besonders stolz auf<br />
ihre Vergangenheit – ein abwechslungsreicher<br />
und informativer „Weg<br />
der Königsdorfer Geschichte“ des<br />
entsprechenden Arbeitskreises führt<br />
interessierte Dorfbesucher mit einem<br />
kleinen Bücherl an über 35 Plätze<br />
rund um Königsdorf und erzählt<br />
anschaulich und mit vielen alten<br />
Bildern etwas über seine bewegte<br />
Historie. Eine sehr kreative Idee, um<br />
auf begreifbare und visuelle Art und<br />
1952 am Kirchenbogen: ein Mercedes Typ 170, ein Opel P4, beide mit<br />
AB-Nummer (Amerikanische Besatzungszone) und ein Güldner Traktor,<br />
<strong>16</strong> PS, Baujahr 1951, mit Fahrer Schwaiger Lenz. Er hatte einen der ersten<br />
Traktoren in Königsdorf<br />
24
Ochsentreiberanwesen, Dorfmitte ca. 1959/1960 – abgerissen<br />
Beuerberger Straße, Ansicht<br />
Richtung Anwesen Schußmann<br />
und Kirche St. Laurentius<br />
Weise die Heimatgeschichte an folgende<br />
Generationen und auch interessierte<br />
Zugezogene zu vermitteln.<br />
Daher habe ich mich mit der Autorin<br />
Marlies Hieke getroffen.<br />
Denn wer etwas über Königsdorf<br />
wissen will, wendet sich heute an<br />
die Mitverfasserin der Chronik<br />
und dem „Weg der Geschichte“.<br />
Zur 1200-Jahr-Feier 1978 hat die<br />
ehemalige Lehrerin der örtlichen<br />
Schule ihre Lehramts-Zulassungsarbeit<br />
über die Geschichte des Orts<br />
wieder aus der Versenkung geholt<br />
und gemeinsam mit ihrem Vater das<br />
Heimatbuch in Königsdorf verfasst.<br />
Seitdem sind die Bewahrung und der<br />
Transport der örtlichen Geschichte<br />
eine Herzensangelegenheit für sie.<br />
So kommt man sogleich im Gespräch<br />
auf den hochadligen Ortsnamen<br />
„Königsdorf“: „Tatsächlich<br />
leitet sich der heutige Ortsname aber<br />
von den ,Nobiles de Chumiztorf‘<br />
ab, welche 778 n. Chr. in der ersten<br />
urkundlichen Erwähnung als<br />
Besitzer aufgeführt worden“, weiß<br />
sie mir zu berichten. Im Laufe der<br />
Zeit wurde dann aus „Chumiztorf“<br />
Königsdorf – ohne jeglichen adligen<br />
Hintergrund, auch wenn in dem<br />
schönen Örtchen sogar einmal ein<br />
kleines Schloss seine Heimat hatte.<br />
Und auch die Krone im Wappen ist<br />
dem Abtwappen vom Kloster Benediktbeuern<br />
geschuldet, welche<br />
ab dem 17. Jahrhundert die größten<br />
Grundherren von Königsdorfwaren<br />
und diese in ihrem Wappen trugen.<br />
Aber nicht nur diese Fakten<br />
finden sich auf dem „Weg der ➳<br />
Meisteratelier Kirchmayr<br />
Ludwigstraße <strong>16</strong>a<br />
82549 Königsdorf<br />
Tel. 08179 ∙ 94 37 82<br />
info@schneiderei-kirchmayr.de<br />
www.schneiderei-kirchmayr.de
DORFFÜHRUNG Königsdorf<br />
Schulhausneubau 1961<br />
Geschichte“ – Königsdorf war in<br />
vielen Angelegenheiten der Historie<br />
zwischen Isar und Loisach ein Ausgangspunkt<br />
und Richtungsweiser<br />
für das ganze Oberland.<br />
Ein Dorf prägt<br />
die Region<br />
sowie Pius VI., aber auch Kurfürst<br />
Ferdinand Maria und unser Märchenkönig,<br />
Ludwig II., durchreisten<br />
einst Königsdorf, sogar Deutschlands<br />
berühmtester Dichter Johann<br />
Wolfgang von Goethe kam auf seiner<br />
gut dokumentierten Italienreise<br />
1786 durch das kleine Örtchen.<br />
Große Bedeutung für das ganze Isartal<br />
hatte die Königsdorfer Kirche<br />
nach den Ungarnfeldzügen (ca. 955<br />
n.Ch.). Sie wurde als die Urpfarrei<br />
des gesamten Isarwinkels mit elf<br />
Filialen (Lenggries, Tölz, Gaißach,<br />
Wackersberg, Fischbach, Ellbach,<br />
Kirchbichl, Peretshofen, Geretsried,<br />
Durch die Verbindungsstraße von<br />
Nord nach Süd war Königsdorf<br />
schon immer für viele Reisende ein<br />
Passierpunkt auf ihrem Weg in die<br />
Voralpen und weiter nach Italien.<br />
Man geht davon aus, dass die jetzige<br />
Hauptstraße schon in frühen Zeiten<br />
ein Pilgerweg nach Rom war. „1120<br />
wurde sie als die ,königliche Straße<br />
nach Tirol und Italien bezeichnet‘“,<br />
so Hieke. Die Päpste Alexander XII.<br />
Laurenziprozession 10. August 1959<br />
Pfarrer Paul Fischer hoch zu Ross beim Leonhardiritt in Oberbuchen<br />
ca. 1975<br />
Hechenberg und Ascholding) bezeichnet.<br />
Und heute noch hängen<br />
zwei der ältesten Glocken aus dem<br />
ganzen Oberland in Königsdorf<br />
(Wetterglocke aus 1402 und große<br />
Glocke <strong>16</strong>52).<br />
In der jüngeren Vergangenheit war<br />
es ein Königsdorfer Geistlicher, der<br />
maßgeblich am Erhalt der Tölzer<br />
Leonhardifahrt beteiligt war: Pfarrer<br />
Paul Fischer, ein „Roßnarrischer“,<br />
warb in den 1960er-Jahren<br />
massiv bei den Landwirten in Tölz<br />
und Umgebung für den Erhalt der<br />
Wallfahrt. Diese war – der modernen<br />
Technik geschuldet – von Beobachtern<br />
bereits totgesagt und wurde<br />
aber durch das nachdrückliche<br />
Werben des Pferdefreunds Fischer<br />
für den Fortbestand der bäuerlichen<br />
Pferdehaltung, am Leben gehalten.<br />
So nahmen die teilnehmenden Fuhrwerke<br />
an der berühmten Leonhardifahrt<br />
seit den späten 1970er-Jahren<br />
wieder beständig zu, von 30<br />
Gespannen auf heute über 80. Ein<br />
wunderbares Vermächtnis des überall<br />
beliebten Pfarrers und Ehrenbürgers<br />
von Königsdorf, der nach<br />
seinem Tode im Jahr 2005 auch am<br />
örtlichen Friedhof begraben wurde.<br />
26
Der „Hoichermaler“<br />
Ein besonderes Kleinod in Königsdorf<br />
ist auch das Heimatmuseum<br />
mit 600 Exponaten – eine eher ungewöhnliche<br />
Einrichtung für einen<br />
Ort dieser Größe. Es beschäftigt<br />
sich intensiv mit der Vergangenheit<br />
der Region und bietet immer wieder<br />
Sonderausstellungen zu diversen<br />
Themen. Die nächste Sonderausstellung<br />
befasst sich mit dem berühmten<br />
Königsdorfer Maler Georg Demmel,<br />
dem „Hoichermaler“. Seine bekanntesten<br />
Werke findet man bei<br />
einem Spaziergang durch die Tölzer<br />
Marktstraße – einfach einmal auf<br />
der linken Häuserseite die Malereien<br />
an den Giebeln bewundern, diese<br />
stammen überwiegend von ihm.<br />
Aber auch seine vielseitigen bäuerlichen<br />
und religiösen Gemälde sowie<br />
Studien sind weit über die bayrischen<br />
Grenzen hinaus berühmt und bekannt.<br />
Sein Talent wurde bereits in<br />
den 1920er-Jahren mit 23 Jahren<br />
von einem Professor entdeckt, der<br />
Bauerssohn durfte auf sein Wirken<br />
hin die Münchner Kunstgewerbeschule<br />
besuchen. Bereits 1929 stellte<br />
Demmel zum ersten Mal in der neuen<br />
Sezession, einer einflussreichen<br />
Münchner Künstlervereinigung<br />
aus. „Er war aber sehr bescheiden<br />
und zurückgezogen und hat immer<br />
wieder in der Landwirtschaft seines<br />
Bruders mitgearbeitet“, weiß Marlies<br />
Hieke über den Künstler Demmel.<br />
1972 ist er verstorben, zahlreiche<br />
Werke Demmels wurden jetzt in<br />
einem Bildband von Tölzer Walter<br />
Frei veröffentlicht. Die Sonderausstellung<br />
über den „Hoichermailer“<br />
im Königsdorfer Heimatmuseum<br />
geht noch bis Oktober 2021. ➳<br />
Kraftstoffverbrauch (l/100 km) für den Hyundai i20 N 1.6 T-GDI 150 kW (204 PS) Frontantrieb Benzin, 6-Gang-Getriebe: niedrig (Kurzstrecke): 8,6; mittel (Stadtrand):<br />
6,7; Kraftstoffverbrauch hoch (Landstraße): (l/100 6,0; km) Höchstwert für den Hyundai (Autobahn) i20 N 7,4; 1.6 kombiniert: T-GDI 150 kW 7,0; (204 CO 2 -Emission PS) Frontantrieb kombiniert: Benzin, 1586-Gang-Getriebe: g/km; CO 2 -Effizienzklasse: niedrig (Kurzstrecke): F. Die angegebenen 8,6; mittel Verbrauchs- (Stadtrand):<br />
und 6,7; hoch CO 2 -Emissionswerte (Landstraße): 6,0; wurden Höchstwert nach dem (Autobahn) vorgeschriebenen 7,4; kombiniert: WLTP-Messverfahren 7,0; CO 2 -Emission ermittelt. kombiniert: 158 g/km; CO 2 -Effizienzklasse: F. Die angegebenen Verbrauchsund<br />
CO -Emissionswerte wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt.
DORFFÜHRUNG Königsdorf<br />
Weit über die Landkreisgrenzen hinaus<br />
ist Königsdorf noch für drei weitere<br />
besondere Fleckerl bekannt, die<br />
aber nicht direkt am Ortskern liegen:<br />
Die Jugendsiedlung Hochland,<br />
das Segelflugzentrum in Wiesen und<br />
die ehemaligen Boschhöfe bei Mooseurach.<br />
Marlies Hieke berichtet<br />
stolz über Gespräche mit Auswärtigen:<br />
„Wenn man über Königsdorf<br />
außerhalb von Bayern spricht, sagen<br />
viele, das kenn ich: Hier war ich<br />
schon mal auf einer Jugendfreizeit<br />
oder die Erfolge der Segelflieger sind<br />
auch überregional sehr bekannt.“<br />
Die Jugendsiedlung<br />
Hochland<br />
Zeltlagererleben in der Jugendsiedlung Hochland in den 1960er-Jahren<br />
„Dort finden wir eine sehr bewegte<br />
Geschichte mit dunklen Zeiten, aber<br />
seit Langem schon eine wertvolle<br />
Begegnungsstätte über Oberbayern<br />
hinaus“, so Hieke über die Jugendsiedlung<br />
Hochland im Osten von<br />
Königsdorf. Das Hochlandlager<br />
wurde ursprünglich 1936 von den<br />
Nationalsozialisten für die Ausbildung<br />
von Buben und Mädchen der<br />
Hitlerjugend bzw. den Bund deutscher<br />
Mädel errichtet. Nach dem<br />
zweiten Weltkrieg erhielten hier sog.<br />
jüdische Displaced Persons (DPs),<br />
Überlebende des Holocausts, eine<br />
Ausbildung und bauten mit diesem<br />
in Königsdorf erworbenen Wissen<br />
den neuen Staat Israel bzw. Palästina<br />
auf. Ab 1949 war es dann eine<br />
Zeitlang eine Heimat für eltern- und<br />
obdachlose Jugendliche, die hier<br />
ebenfalls eine Ausbildung und Zukunftsperspektiven<br />
erhielten. Ab<br />
dieser Zeit war das Gebiet an der<br />
Isar eine christlich geprägte Erholungs-<br />
und Ausbildungsstätte für<br />
Kinder und Jugendliche aus ganz<br />
Deutschland und gilt mit 23 Hektar<br />
Fläche als eine der größten Jugendbildungsstätten<br />
in ganz Bayern. So<br />
viele unvergessene Momente erlebten<br />
hier seither abertausende Heranwachsende<br />
in ihrer Freizeit in der<br />
Jugendsiedlung Hochland.<br />
28
modernste Schleppflugzeuge mit<br />
erhöhtem Schallschutz verwendet<br />
und die meisten Starts erfolgen mit<br />
einer lautlosen Elektrowinde. Mittlerweile<br />
sind die Königsdorfer auf<br />
ihre Flieger stolz, die weltweit zu ➳<br />
Das Segelflugzentrum<br />
Zu Beginn waren nicht alle Königsdorfer<br />
vom Segelflugzentrum in<br />
Wiesen begeistert. 1959 starteten<br />
die ersten Flieger hier, von Jahr zu<br />
Jahr wuchs der Flugplatz und die<br />
Segelflug-Piloten starteten von hier<br />
aus zu Flügen bis in die Karawanken<br />
oder in den Schwarzwald. Zunehmender<br />
Fluglärm durch die Starts<br />
mit Schleppflugzeug belasteten in<br />
den 1970er-Jahren das Nachbarschaftsverhältnis.<br />
Aber durch Gespräche<br />
wurde alles geklärt, es gibt<br />
nun Ruhezeiten, es werden nur noch<br />
” Tradition und Genuss “<br />
Bei uns finden Sie eine große Auswahl an<br />
besonderen GESCHENKIDEEN mit einer<br />
Vielzahl an PRODUKTEN AUS DER<br />
REGION. Essig- und Öl-Spezialitäten sowie<br />
Schnäpse – auf Wunsch frisch abgefüllt.<br />
Köstliche Pralinen von Eybel, Geschenkkörbe,<br />
handgemachte Schafmilchseifen,<br />
naturreine Produkte aus Zirbenholz und<br />
vieles mehr ...<br />
Hauptstraße 21 I Königsdorf I Telefon 08179 - 5752
DORFFÜHRUNG Königsdorf<br />
Segelflugzentrum 1993 – Startbahnverlängerung<br />
den erfolgreichsten Segelflugvereinen<br />
zählen. Es wurden schon viele<br />
nationale und auch schon mehrere<br />
Europa-Rekorde von Königsdorf<br />
aus geflogen. Seit 1977 sind die Piloten<br />
auch in der Luftrettungsstaffel<br />
Bayern aktiv und helfen regelmäßig<br />
ehrenamtlich beim Katastrophenschutz<br />
oder Waldbrandüberwachungsflügen.<br />
Durch jährliche<br />
Veranstaltungen, wie das kostenlose<br />
Fliegen für die jeweilige Abschlussklasse<br />
der Königsdorfer Schule, das<br />
Ferienpassfliegen oder der Nikolaus,<br />
der für den Kindergarten einfliegt,<br />
sind die Flieger mittlerweile fester<br />
Bestandteil der Gemeinde. Ebenso<br />
ist das Fliegerfest mit dem weit über<br />
den Landkreis bekannten Feuerwerk<br />
mit musikalischer Untermalung<br />
im September ein Fixpunkt des<br />
Gemeindelebens. Kunstflugpiloten<br />
malen hierbei sogar Herzen in den<br />
Himmel und mit bis zu 10.000 Besuchern<br />
ist es immer eines der größten<br />
Veranstaltungen im Isarwinkel –<br />
wenn grad kein Corona ist. „Die<br />
Vereine vom Flugplatz suchten immer<br />
ein gutes Einvernehmen und<br />
Auskommen mit den Einwohnern,<br />
Das war die alte Molkerei am Boschhof, die Milch wurde bis München<br />
geliefert<br />
das ist in Begegnungen immer spürbar“,<br />
so Marlies Hieke über das heutige<br />
Verhältnis zu den Flugsportlern<br />
aus Wiesen.<br />
Die Boschhöfe<br />
Einer der wohl berühmtesten Grundbesitzer<br />
Königsdorfs war der Industrielle<br />
Robert Bosch. 1912 erwarb<br />
er Gut Mooseurach, vorher hatte<br />
er schon die Torfverwertungsgesellschaft<br />
übernommen. Zu den<br />
sogenannten Boschhöfen kamen in<br />
den 1920er-Jahren noch sechs weitere<br />
landwirtschaftliche Betriebe<br />
in Sterz, Nantesbusch, Karpfsee,<br />
Fletzen und Höfen dazu. Auf einer<br />
insgesamt 2000 Hektar großen<br />
Fläche wollte er die Prinzipien, die<br />
ihn in seiner industriellen Tätigkeit<br />
in Stuttgart zu großem Erfolg verhalfen,<br />
auch in seinem Hobby, der<br />
30
Landwirtschaft, umsetzen. Marlies<br />
Hieke weiß aus Überlieferungen<br />
über den Unternehmer: „Er wollte<br />
ein Land, wo Milch und Honig fließen.“<br />
Und er war ein Vordenker: Einer<br />
der ersten Futtersilos überhaupt<br />
wurde hier gebaut, um übers Jahr<br />
hinaus Futter für die Tiere zu haben.<br />
Das bedeutete den Einsatz von<br />
modernsten Techniken, den Aufbau<br />
eines integrierten, leistungsfähigen<br />
Gesamtbetriebs und die Vermarktung<br />
von hochwertigen Qualitätsprodukten<br />
bis nach München. Auch<br />
ein Teil der Moorlandschaft rund<br />
um Königsdorf wurde dafür ausgetrocknet.<br />
Anfang der 1930er-Jahre<br />
waren 300 Menschen rund um die<br />
Boschhöfe beschäftigt – einer der<br />
größten Arbeitgeber in der Gegend<br />
zu dieser Zeit. Leider waren seine<br />
Das alte Betriebshauptgebäude<br />
des Boschhofes<br />
Versuche aus verschiedenen Gründen<br />
nicht mit Erfolg gekrönt – die<br />
Landwirtschaft wurde 1976 eingestellt.<br />
Jetzt ist in Mooseurach wieder<br />
eine kleinere Bio-Landwirtschaft<br />
beheimatet – die Boschgüter. Der<br />
Enkel von Robert Bosch, Dr. Christof<br />
Bosch, ist heute dafür verantwortlich.<br />
Er renaturiert die zum Teil<br />
drainierte Moorlandschaft durch<br />
eine sogenannte Wiedervernässung.<br />
Heute ist man sich über den ökologischen<br />
Wert und der Wichtigkeit<br />
einer Moorlandschaft viel intensiver<br />
bewusst als noch am Anfang des 20.<br />
Jahrhunderts. Nun steht nicht mehr<br />
der Gewinn der Landwirtschaft im<br />
Vordergrund – ökologisch nachhaltig<br />
wirtschaften ist nun die Prämisse.<br />
Er will das Erbe seines prominenten<br />
Großvaters und Ehrenbürger<br />
von Königsdorf, welcher die Gegend<br />
um Königsdorf so sehr geliebt hatte,<br />
hochhalten und weiterführen. ➳<br />
Hofcafé & Ferienwohnungen<br />
Besuchen Sie uns in unserem Hofcafé.<br />
Wir laden Sie herzlich ein,<br />
unsere selbstgebackenen Kuchen,<br />
Torten und Kaffeespezialitäten sowie<br />
Bauernhofeis und kleine Brotzeiten<br />
zu genießen. Für die Kleinen<br />
haben wir einen großen Spielplatz<br />
und eine Kinderspielecke.<br />
Öffnungszeiten:<br />
Freitag 13:00 – 19:00 Uhr<br />
Samstag, Sonntag & Feiertag<br />
9:00 – 19:00 Uhr<br />
Familie Spindler<br />
Faistenberg 3 82547 Eurasburg /Beuerberg Tel.081 79 • 99 71 36 info@otthof.de www.otthof.de
DORFFÜHRUNG Königsdorf<br />
Gemeinsam auf dem Weg<br />
in die Zukunft<br />
Königsdorf ist heute ein Dorf mit<br />
berechtigtem Stolz auf seine Historie,<br />
aber auch mit Blick auf die<br />
Gegenwart und Zukunft. Die Infrastruktur<br />
ist für einen Ort dieser<br />
Größe mehr als hervorragend, man<br />
kann hier fußläufig alles erwerben,<br />
was man für den täglichen Bedarf<br />
benötigt. „Mia ham ois!“ – Marlies<br />
Hieke freut das sehr. Zudem ist man<br />
im Nu im schönen Tölz bzw. in den<br />
Bergen, aber auch in kurzer Zeit in<br />
Wolfratshausen und dann mit der<br />
S-Bahn oder über die Autobahn in<br />
München. Jede Generation fühlt<br />
sich hier wohl. Es gibt für die kleinsten<br />
Königsdorfer eine Kita sowie die<br />
Faschingshochburg Königsdorf alle<br />
zwei Jahre – bis zu 10.000 Besucher<br />
... und so bunt wird hoffentlich nach<br />
Corona auch wieder gefeiert!<br />
Das Dorf trifft sich gern an der Königsdorfer Alm. Auf diesem Bild gibt der<br />
Königsdorfer Singkreis ein paar Lieder im Rahmen des alljährlichen Seniorennachmittags<br />
des Krankenunterstützungsvereins zum Besten<br />
Grund- und Mittelschule, aber auch<br />
einen Kinder- und Jugendverein mit<br />
schönen Aktionen für den dörflichen<br />
Nachwuchs. Eine besonders rührige<br />
Organisation kümmert sich um die<br />
Alten und Kranken aus dem Ort,<br />
der Krankenunterstützungsverein.<br />
Dieser unterstützt Bedürftige bei<br />
Anschaffungen oder Verleihung von<br />
beispielsweise Krücken, Rollstühlen<br />
ect. Er ist aber auch besonders für<br />
ältere Mitbürger und Mitbürgerinnen<br />
gedacht, um Gemeinschaft und<br />
Geselligkeit bei Seniorennachmittagen<br />
auch im hohen Alter noch<br />
erleben zu können. „Viele unserer<br />
Vereine arbeiten im Alltag für ihre<br />
Mitmenschen“, so Hieke über die<br />
zahlreichen gemeinnützigen Organisationen<br />
des Orts. Daher schmerzen<br />
die Absagen von Gaufest und Patronatstag<br />
2020 immer noch sehr.<br />
Das ganze Dorf war involviert und<br />
die Vorbereitungen mit allen Ausgaben<br />
schon sehr weit fortgeschritten.<br />
Aber das gehört auch zu Königsdorf:<br />
Nicht lange jammern, sondern nach<br />
vorne schauen! Da kommt bestimmt<br />
wieder ein Faschingszug, ein Dorfflohmarkt<br />
oder man begegnet sich<br />
beim Almkirta auf der Königsdorfer<br />
Alm. Dort trifft man sich, ratscht<br />
und feiert miteinander und jeder<br />
weiß, dass Königsdorf in der bewegten<br />
Geschichte schon viel mehr<br />
durchgemacht hat als eine Corona-Pandemie.<br />
Denn wer weiß, wo er<br />
32
herkommt, findet leichter einen Weg,<br />
den er dank seiner Erfahrungen gut<br />
beschreiten kann. Und jeder Königsdorfer<br />
ist sich dank Menschen wie<br />
Marlies Hieke und dem Arbeitskreis<br />
Königsdorfer Geschichte bewusst,<br />
dass er persönlich auch ein Teil des<br />
Weges der Geschichte in Königsdorf<br />
ist, wenn er auf diesem Weg für und<br />
mit Königsdorf unterwegs ist.<br />
DAS<br />
FREUNDEBUCH<br />
Wir vom <strong>d’Isarwinkler</strong> sind bekanntermaßen ein bisschen<br />
kindisch und ein wenig altmodisch sind wir auch. Und<br />
das ist auch gut so! Wir möchten gerne das Poesie-Album<br />
und Freundebuch in Erinnerung rufen. Vor lauter Facebook-Freundschaften<br />
und Instagram-Followern drohen sie in<br />
Vergessenheit zu geraten. Weiter geht’s mit unseren Isarwinkler<br />
Bürgermeistern. Diesesmal stellt sich der Königsdorfer<br />
Bürgermeister Rainer Kopnicky unseren Fragen des Freundebuches.<br />
Seid gespannt. ➳<br />
2011 entstand mit Hilfe des Kinderund<br />
Jugendvereins ein Bikepark, der<br />
jetzt nach ein paar Jahren Pause wieder<br />
aktiviert werden soll<br />
Bau -<br />
und Kunstspenglerei<br />
Hubert Schuster<br />
Wir steigen Ihnen gerne aufs Dach.....<br />
und fertigen Dachrinnen, Metalldächer, Dachgauben,<br />
Kaminverblechungen und alles aus Blech für Ihr Dach.<br />
Wir dichten auch Balkone, Terrassen und Carports ab.<br />
METALLDÄCHER REPARATUREN<br />
83646 BAD TÖLZ-ELLBACH<br />
TÖLZER STRASSE 2<br />
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34<br />
FREUNDEBUCH
35
WIE'S FRÜHER WAR<br />
„Mei wia schreibt sich denn da<br />
Rot Kreuz Hans?“ Eine Standardfrage<br />
in ländlichen Haushalten. Man<br />
kennt den Hans guad aber hoid einfach<br />
nur unter seinem Hausnamen<br />
und nicht, wie er sich schreibt. Denn<br />
in einem Dorf mit vielen gleichen<br />
Nach- und Vornamen braucht’s einfach<br />
nomoi a andere Unterscheidung<br />
und so is bei uns der Hausname oft<br />
geläufiger als der Schreibname. Woher<br />
kommen die Namen und warum<br />
gerade die? Forscher haben<br />
sich drangemacht und<br />
eine Erklärung abgegeben:<br />
Früher hatte zwar jeder<br />
seinen Namen von Geburt<br />
an, aber zum Unterscheiden von<br />
gleichen Nachnamen nutzte man<br />
zum Beispiel auch charakteristische<br />
Bäume. Der Hof an der großen Linde<br />
war der Lindner oder Lindlbauer.<br />
Der Bauer an den hohen Tannen<br />
wurde irgendwann nur noch Hochtanner<br />
gerufen. Ähnlich verhält es<br />
sich mit Häusern oder Hofstellen, die<br />
von der Gerichtsbarkeit übergeben<br />
oder bewirtschaftet wurden, so wie<br />
der Probstbauer, Lehenbauer oder<br />
der Eigner. Hatte sich jemand einen<br />
großen Stadl gebaut, war er fortan<br />
der Stadlbauer. Natürlich vergab<br />
auch die Größe des Anwesens den<br />
Namen. So hieß der Bauer mit dem<br />
weitläufigsten Anwesen oder dem<br />
Hausnamen<br />
Text und Bilder: Agnes Müller<br />
imposantesten Bau einfach Großbauer.<br />
Hatte eine Familie ihr Zuhause<br />
an einer neuen Rodung erbaut war<br />
ihr Name bald darauf Reuthof. An<br />
einem schattigen oder sehr sonnigen<br />
Hang lebte man wahrscheinlich als<br />
Winter- oder Sonnleitner sein Leben.<br />
Nannte man einen besonders schönen<br />
Fleckchen Erde sein Eigen, war<br />
man der Schöngrundner. Der Hof an<br />
der Weggabelung gehörte dem Wegscheidbauern.<br />
Hatte man besonderes<br />
Losglück war man der Lußer.<br />
Beim Schweizerhof hatte man entweder<br />
Schweizer Kühe oder kam<br />
aus dem Land, genau wie beim Unger.<br />
Hier waren die Besitzer Ungarn.<br />
Ein Schmalzer ist ein ergiebiger und<br />
wohlhabender Grund.<br />
Natürlich waren auch die Berufe, die<br />
im Nebenerwerb betrieben wurden,<br />
bezeichnend. So gibt es heute noch<br />
den Sagschneider, Maurer oder den<br />
Bäck, auch wenn letztere nicht immer<br />
fürs Brot zuständig waren. War<br />
man irgendwo Aufseher oder Vorarbeiter,<br />
hieß man ihn den Schafferbauer.<br />
Auch die Hoflage<br />
war wichtig. So hatte der<br />
Kirchmayr seinen Hof neben<br />
der Kirche. Wohnte<br />
man unter schönen Kiefern,<br />
hieß man Kiefersauer. Dann<br />
gab es noch die Söhne, die nicht<br />
den elterlichen Besitz erbten. Die<br />
nahmen ihren Hofnamen mit und<br />
setzten ihren Vornamen dazu. Denn<br />
auch wenn unsere Hofstelle zum<br />
Laa hoasd, wohnt dort der Strasser<br />
Flori, der sich Müller schreibt. Beim<br />
Laa heißt’s, weil wahrscheinlich das<br />
alte Anwesen oder die Alm von einer<br />
Lawine also Laa zerstört wurde.<br />
Manchmal bekamen junge Erwachsene<br />
auch erst einen neuen Namen,<br />
wenn sie den Dienstherrn wechselten.<br />
So war zum Beispiel die Meier<br />
Maria, die zum Hirschbaurn in<br />
Dienst ging, ganz selbstverständlich<br />
de Hirschbaurn Weibi, obwohl sie<br />
gar nicht die Bäuerin war oder eines<br />
der Kinder vom Hirschn.<br />
Es reicht oiso ned nur de Schreibnamen<br />
zu wissen. Die Verhältnisse zu<br />
den Bewohnern müssen auch durchschaut<br />
werden.<br />
Aber des machtn hoid aus, den Unterschied,<br />
zwischen an Doign und an<br />
Zuagroasdn.<br />
38
PORTRÄT Antonia Leitner<br />
APATE, 2018, interaktive Installation, Edelstahl und Bronze<br />
Kunst als Lebenselixier<br />
Antonia Leitner ist Bildhauerin aus Leidenschaft<br />
Text: Katharina Fitz Bilder: Antonia Leitner, Sigrid Hofstetter<br />
Die griechische Göttin der Täuschung<br />
und des Betrugs, Apate,<br />
spielt im Leben von Antonia Leitner<br />
eine große Rolle: Die 29-Jährige<br />
Reichersbeurerin arbeitet als freischaffende<br />
Bildhauerin und ist in<br />
ihrer Zunft längst keine Unbekannte<br />
mehr. In diesem Jahr wurde die<br />
junge Frau als eine von drei Preisträgern<br />
mit dem Kunstförderpreis<br />
des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen<br />
ausgezeichnet. „Dieser Preis<br />
bedeutet mir sehr viel, ist es zum einen<br />
meine erste Auszeichnung, zum<br />
anderen freue ich mich, in meinem<br />
Heimatlandkreis für meine Arbeit<br />
gewürdigt zu werden“, erzählt Antonia<br />
bei einem Besuch in ihrem<br />
Antonias erstes Kunstwerk aus gegosssener<br />
Bronze<br />
Atelier in Waakirchen. Seit rund<br />
10 Jahren wirkt sie im Atelier des<br />
renommierten Bildhauers Otto Wesendonck<br />
in Waakirchen. In dem<br />
kleinen, etwas windschiefen aber<br />
unglaublich originellen, denkmalgeschützten<br />
ehemaligen Bauernhaus<br />
in der Dorfmitte hat sich der<br />
international bekannte Künstler<br />
ein Refugium geschaffen, dass für<br />
künstlerische Freigeister wie Antonia<br />
Leitner geradezu prädestiniert<br />
ist. Im hinteren Teil des Anwesens<br />
befindet sich ein lichtdurchflutetes<br />
großzügiges Atelier samt Werkstatt<br />
und einer Besonderheit: einer Bronzegießerei.<br />
Auf Sockeln und Regalen<br />
sind zahlreiche Kunstwerke der<br />
40
damit auf den ersten Blick vielleicht<br />
gar nicht viel anfangen können.“<br />
Dabei war die Dreidimensionalität<br />
dieses Werks zunächst gar nicht geplant.<br />
„Diese Idee wuchs in mir erst<br />
während der Arbeit an dem Werk. In<br />
gewisser Weise ist es mir begegnet“,<br />
erklärt Antonia freimütig.<br />
„Ein Stein ist immer<br />
wieder anders“<br />
Antonia Leitner in ihrem Atelier<br />
Kunst ist für die dunkelhaarige Frau<br />
mit den auffallend blauen Augen ein<br />
Prozess, keine statische Tätigkeit<br />
nach vorgefertigten Denkmustern.<br />
Ihre Ideen entstehen oft spontan,<br />
beim Betrachten eines Fundstücks<br />
aus der Natur beispielsweise. Feuersteine<br />
haben es der Künstlerin<br />
besonders angetan. „Ich kann darin<br />
oft ganz viel entdecken. Je nachdem,<br />
wie man solche Steine dreht<br />
und wendet, stellt oder legt – es ist<br />
immer wieder anders.“ Die Prozedur,<br />
wie aus einer Zeichnung eines<br />
Feuersteins eine fertige Bronzefigur<br />
wird, ist für den Laien nicht einfach<br />
zu verstehen. „Das sind so viele<br />
komplizierte Arbeitsschritte, das ist<br />
wirklich schwer zu vermitteln“, bestätigt<br />
Antonia. Für die Arbeit als<br />
Bildhauerin benötigt man zudem<br />
nicht nur das entsprechende Talent,<br />
sondern auch körperliche Fitness.<br />
„Mein Bizeps ist schon beachtlich“,<br />
sagt Antonia mit einem Augenzwinkern.<br />
➳<br />
beiden Bildhauer aus Materialien<br />
wie Bronze, Stein, Edelstahl und<br />
Gips ausgestellt. Eine Skulptur zieht<br />
die Besucher jedoch sofort in ihren<br />
Bann: Ein mannshoher gebogener<br />
Spiegel, in dem sich scheinbar frei<br />
in der Luft schwebend eine Bronzeskulptur<br />
spiegelt. Ein Objekt, das<br />
innehalten lässt und beim Betrachter<br />
so manche Fragen aufwirft. „Das ist<br />
beabsichtigt“, sagt Antonia Leitner<br />
lachend. Die „Apate“ schuf sie als<br />
Abschlussarbeit für ihr Diplom an<br />
der Münchner Kunstakademie. „Ich<br />
wünsche mir, dass sich damit auch<br />
Menschen angesprochen fühlen, die<br />
Ein Prisma aus Edelstahl<br />
41
PORTRÄT Antonia Leitner<br />
18. Lenggrieser<br />
Kunstwoche<br />
in der ehemaligen<br />
Kaserne<br />
Die 18. Lenggrieser Kunstwoche<br />
findet voraussichtlich vom 18.09 bis<br />
03.10.2021 statt. Das Motto der<br />
diesjährigen Veranstaltung – die im<br />
letzten Jahr wegen der Corona-<br />
Pandemie ausfiel – lautet KRAFT-<br />
WERKEe. Neu ist der Ausstellungsort:<br />
die Künstlervereinigung Lenggries<br />
plant die Durchführung in den<br />
Räumen der ehemaligen Lenggrieser<br />
Kaserne. Die Besucher dürfen sich<br />
neben Werken von Mitgliedern der<br />
Künstlervereinigung auch auf zahlreiche<br />
Exponate renommierter Gastkünstler<br />
freuen. Infos zu Öffnungszeiten<br />
und dem Programm sind unter<br />
www.kv-lenggries.de zu finden.<br />
Der Geruch nach Farbe<br />
und Terpentin<br />
hat sich eingeprägt<br />
Kunst war schon immer das Steckenpferd<br />
der 29-Jährigen, die in<br />
Reichersbeuern aufgewachsen ist.<br />
„Als ich klein war, lebte in unserer<br />
Einliegerwohnung ein Künstlerpaar.<br />
Das hat mich schon ganz früh in den<br />
Bann gezogen. Sooft es ging, besuchte<br />
ich das Atelier der beiden und<br />
schaute zu, wie aus einer Idee nach<br />
und nach Gemälde entstanden.“ Besonders<br />
eingeprägt hat sich ihr der<br />
Geruch nach Farbe und Terpentin,<br />
der sie immer wieder an diese so<br />
besondere Kindheit erinnert. „Meine<br />
Eltern haben mir viel Freiraum<br />
gelassen, dafür bin ich ihnen heute<br />
noch dankbar“, berichtet Antonia.<br />
Die Herstellung einer Bronzeskulptur ist ein aufwendiger Prozess mit vielen<br />
verschiedenen Arbeitsschritten<br />
Für die Arbeit als Bildhauerin<br />
braucht es nicht nur Talent, sondern<br />
auch Muskelschmalz<br />
Schon damals fand sie im elterlichen<br />
Garten alles, was ihrer Bastel- und<br />
Gestaltungsliebe zugutekam. Die<br />
ersten kleinen Kunstwerke entstanden<br />
aus Ästen und Zweigen,<br />
aus Steinen und Knochen. „Steine<br />
haben es mir einfach schon immer<br />
angetan“, erinnert sie sich lächelnd.<br />
Schon bald stand für das Vorschulkind<br />
fest: Ich möchte Künstlerin<br />
werden. In der Grundschule von<br />
Mitschülern und Lehrer zunächst<br />
für diesen doch recht „gspinnerten“<br />
Berufswunsch belächelt, ließ<br />
sich Antonia von ihrem Weg nicht<br />
abbringen. Nach ihrer Schulzeit<br />
erhielt sie eine Lehrstelle als Steinmetzin<br />
und Steinbildhauerin bei der<br />
Firma Ostermünchner in Bad Tölz.<br />
„Das war eine ganz besondere und<br />
wichtige Zeit für mich“, sagt Antonia<br />
nachdenklich. „Damals war<br />
das ein stark männlich dominierter<br />
Beruf und wenig künstlerisch. Ein<br />
klassischer Steinmetz fertigt hauptsächlich<br />
Grabmäler an oder arbeitet<br />
im Baubereich,“ berichtet sie. Doch<br />
dank der liebevollen Unterstützung<br />
der Firmenchefin, die auf Anhieb<br />
das Talent und die Zielstrebigkeit<br />
ihrer Auszubildenden erkannte,<br />
wurde die Lehre für Antonia zu einem<br />
wichtigen Eckpunkt ihrer heutigen<br />
Tätigkeit als Künstlerin. Nach<br />
ihrer Lehre immatrikulierte sich Antonia<br />
an der „Städtischen Fachoberschule<br />
für Gestaltung“ in München,<br />
auch als „Kunst FOS“ betitelt.<br />
42
Vorstandstätigkeit bei<br />
der Lenggrieser<br />
Künstlervereinigung<br />
In der Bronzegießerei von Otto Wesendonck<br />
Einen großen Anteil an ihrem künstlerischem<br />
Reifeprozess hat freilich<br />
auch Otto Wesendonck. Durch Zufall<br />
erhielt Antonia während ihrer<br />
Schulzeit an der FOS die Möglichkeit,<br />
ihr Berufspraktikum bei dem<br />
berühmten Bildhauer zu absolvieren.<br />
„Ich habe mir damals verschiedene<br />
Praktikumsplätze angesehen, aber<br />
bereits nach einem Blick durch die<br />
Werkstattfenster war mir klar, dass<br />
das nicht das Richtige für mich ist.<br />
Meine Mutter brachte mich dann<br />
schließlich auf die Idee, bei Otto<br />
Bild: Sigrid Hofstetter<br />
nachzufragen“, berichtet sie. Otto<br />
Wesendonck zeigte sich anfangs zögerlich,<br />
doch am Ende überzeugte<br />
Antonia auch ihn mit ihrem außergewöhnlichen<br />
künstlerischen Talent.<br />
Die folgenden Jahre pendelte die Reichersbeurerin<br />
zwischen dem Atelier<br />
in Waakirchen und der Akademie<br />
der Bildenden Künste München, wo<br />
sie im Fachbereich Bildhauerei 5 Jahre<br />
lang bei Professor Hermann Pitz<br />
studierte. 2018 schloss sie ihre Ausbildung<br />
mit der oben bereits erwähnten<br />
Diplomarbeit „Apate“ ab.<br />
Eine künstlerische Heimat fand<br />
Antonia Leitner auch in der Künstlervereinigung<br />
Lenggries (KVL).<br />
Seit 2019 ist sie dort Mitglied und<br />
hat mittlerweile den Posten des 2.<br />
Vorstandes von der Fotografin Heidi<br />
Gohde übernommen. Bei der 17.<br />
Lenggrieser Kunstwoche durfte sie<br />
ihre Werke erstmalig einer breiten<br />
Öffentlichkeit präsentieren – mit Erfolg.<br />
„Ich habe unglaublich viel positives<br />
Feedback erhalten,“ erinnert<br />
sich Antonia. Die Verleihung des<br />
Kunstförderpreises – der übrigens<br />
erstmalig seit vielen Jahren wieder<br />
an eine Vertreterin der bildenden<br />
Künste ging – stellt den vorläufigen<br />
Höhepunkt in der noch jungen<br />
Laufbahn Antonias dar. Doch wer<br />
Antonias einzigartige Kunstwerke<br />
aus schimmernder Bronze und<br />
rauem Stein einmal gesehen hat,<br />
weiß: Diese Künstlerin ist ein Ausnahmetalent<br />
und steht mit Sicherheit<br />
erst am Anfang einer beeindruckenden<br />
Karriere.<br />
www.antonialeitner.de<br />
Raumausstattung mit Herz und Erfahrung<br />
43
Freizeit-(Spitzen-)Sportler<br />
Text: Michaela Probst<br />
Sie<br />
&<br />
Er<br />
Ihr ist wohl bewusst, dass sie vieles<br />
viel zu ernst nimmt. Den Haushalt,<br />
die Kindererziehung, die Schule,<br />
die Arbeit, was die Nachbarn<br />
denken, was es zu Essen gibt,<br />
was die Waage spricht und<br />
ob der Trockner schon fertig<br />
ist. Sie beneidet ihn dafür,<br />
dass er alles etwas lockerer<br />
nimmt und dennoch bringt<br />
es sie auf die Palme, dass er<br />
Vieles viel zu locker nimmt.<br />
Es würde sie wahnsinnig machen,<br />
wäre er so wie sie und<br />
trotzdem kann sie nicht verstehen,<br />
dass er so gar nichts von<br />
ihr annehmen will. Doch es gibt<br />
etwas, was sie nur müde belächelt<br />
und so gar nicht mit ihrem weiblichen<br />
Verstand logisch nachvollziehen kann:<br />
Seinen sportlichen Ehrgeiz. Woher sich dieser<br />
nährt und wodurch dieser beizeiten ins Unermessliche<br />
wächst, kann sie nicht begreifen. Sie glaubt,<br />
es ist der übliche Verdächtige: das Testosteron. Wäre er im Olympia-Team, im<br />
Nachwuchskader, hauptberuflich Sportler oder wenigstens unter 20, 30, 40* gäbe<br />
es durchaus einen Funken Hoffnung. Wer weiß, vielleicht würde sich irgendwann<br />
irgendein Bundestrainer persönlich bei ihm melden. Doch ob selbiger via Satellit<br />
zufällig bemerkt, dass er mal wieder Höchstleistungen vollbringt? Fraglich! Ein<br />
Puls von 180 und mehr wird da schon mal gut und gerne in Kauf genommen und<br />
in die imaginäre Trophäensammlung gestellt. Nur zu gerne verfolgt er zusammen<br />
mit seinem alten Mountainbike einen E-Mountainbiker – bergauf versteht sich.<br />
Genauso gerne misst er sich mit einem Rennradler auf der geraden Teerstraße.<br />
Selbiger Rennradler (männlich) ist sich übrigens sicher, mindestens so schnell wie<br />
ein Kfz zu sein und verhält bzw. platziert sich dementsprechend selbstsicher auf<br />
der gesamten rechten Fahrbahnseite. Gerne auch gruppenweise. Schön!<br />
Liebe Männer, ihr dürft ruhig mal einen Gang runterschalten. Eure Frauen lieben<br />
euch auch, wenn ihr mal nicht Erster seid. Versprochen!<br />
*je oller, je doller!<br />
44
FAMILIENSEITE<br />
Gartenkugeln fürs<br />
Blumenbeet<br />
in unserer letzten Ausgabe hod eich unsere Agnes zoagt, wia ma<br />
schene bunte Gartenkugeln am besten selber gestalten kon. Wia<br />
ham uns riesig gfreid, dass a paar Kinder uns von ihre Kunstwerke<br />
a Foto gschickt ham – super!<br />
Unter allen, die uns a Foto zuakema ham lossn,<br />
verlosen wir je einen Eis-Gutschein im Wert von 5 Kugeln.<br />
Wer no oans schicken mog, dearf des gern doa.<br />
Am besten an: info@disarwinkler.de<br />
oder über Mobil 0173-9728744<br />
Martin Reiser<br />
Anna & Franz<br />
Dosch<br />
Marlene Gerg<br />
46
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Mit Helikoptereltern hat das<br />
überhaupt gar nichts zu tun<br />
Warum ein Berufsunfähigkeitsschutz für Schüler<br />
eine kluge Idee ist<br />
Sie zählt zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt:<br />
die Berufsunfähigkeitsversicherung. Inzwischen<br />
schließen Mütter und Väter häufig einen entsprechenden<br />
Vertrag für ihr Kind ab, obwohl das<br />
noch einige Zeit die Schulbank drücken wird. Alles<br />
Helikoptereltern? Johanna Walser, die in Bad Tölz<br />
eine LVM-Versicherungsagentur betreibt, hat eine<br />
klare Haltung: „Mit Helikoptereltern hat das überhaupt<br />
gar nichts zu tun. Eltern, die ihr Kind frühzeitig<br />
gegen Berufsunfähigkeit absichern, denken<br />
einfach einen Schritt voraus. Und für ihr Kind kann<br />
das später ein ganz wichtiger Schritt sein.“<br />
Die Versicherungsexpertin erklärt: „Schüler sind<br />
in der Regel gesund und haben keine gravierenden<br />
Vorerkrankungen. Deswegen ist es einfach, für sie<br />
eine BU abzuschließen. Im weiteren Verlauf des<br />
Lebens können Krankheiten oder Unfälle das deutlich<br />
erschweren. Dann werden entweder bestimmte<br />
Erkrankungen ausgeschlossen oder es wird teurer,<br />
schlimmstenfalls gibt es sogar gar keinen Vertrag.“<br />
Bei der LVM Versicherung können Eltern ihre Kinder<br />
deswegen inzwischen schon ab zehn Jahren gegen<br />
Berufsunfähigkeit absichern. Entsprechend sind<br />
die dann natürlich auch während ihrer Schulzeit geschützt<br />
– Beruf: Schüler. Später ist es egal, welchen<br />
Lebensweg das Kind einschlägt: Ob in der Ausbildung,<br />
im Studium oder in welchem Job auch immer:<br />
Der BU-Schutz bleibt. „Und das wohlgemerkt zum<br />
vergleichsweise niedrigen Beitrag für Schüler“, erklärt<br />
Johanna Walser.<br />
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zlöT daB 64638<br />
73697 1408<br />
/:sptth.reslaw/<br />
ed.mvl<br />
Interessierte berät<br />
Johanna Walser<br />
LVM-Versicherungsagentur<br />
in der Königsdorfer Str. 2,<br />
83646 Bad Tölz.
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PORTRÄT Wild & Genuss Tobias Stockinger<br />
Der Wildfleisch-Sommelier<br />
Tobias Stockinger<br />
„Ich will mehr, als Wildfleisch<br />
,nur verkaufen‘, so der Wildfleisch-<br />
Sommelier Tobias Stockinger über<br />
seine Marke „Wild & Genuss“ –<br />
„Ich will meine Kunden für Wildfleisch<br />
begeistern!“ Sein Antrieb:<br />
Das Bewusstsein der Menschen<br />
für die Qualität von heimischem<br />
Wild schärfen, den richtigen Umgang<br />
mit Fleisch vermitteln und mit<br />
handwerklich hochwertigen Produkten<br />
von Reh, Hirsch & Co. die<br />
geschmackliche Vielfalt von Wildfleisch<br />
erlebbar machen.<br />
Vom Hobby zum Beruf – die<br />
Passion Jagd<br />
Bilder: Wolfgang Kronwitter<br />
Von Kindesbeinen an geht Tobias Stockinger leidenschaftlich auf die Jagd<br />
Tobias Werdegang führte den zielstrebigen<br />
43-jährigen Bad Heilbrunner<br />
von der klassischen Metzgerlehre<br />
über den Meisterbrief bis hin zum<br />
Studium der Lebensmitteltechnologie.<br />
Durch diese Kombination aus<br />
handwerklicher Praxis und technologischem<br />
Verständnis schaffte<br />
es Stockinger in kurzer Zeit, sich<br />
in den Führungsebenen von großen<br />
fleischverarbeitenden Unternehmen<br />
zu etablieren. „Meine Ausbildung<br />
als Metzger und meine Erfahrun-<br />
48
gen aus der Praxis waren mir dort<br />
immer eine Hilfe beim Lösen von<br />
komplexen Aufgabenstellungen“,<br />
berichtet Tobias, „aber auch die<br />
Erkenntnisse aus meinem Studium<br />
und der Industrie über Hygiene und<br />
chemische Prozesse habe ich damals<br />
wie heute stets bei vielen meiner<br />
Handgriffe während der Fleischverarbeitung<br />
im Hinterkopf“.<br />
Von Kindesbeinen an geht Tobias<br />
mit auf die Jagd, bereits mit 17 Jahren<br />
erwarb er den Jagdschein. Heute<br />
geht er in der Jachenau und Bad<br />
Tölz regelmäßig ins Revier. Für ihn<br />
bedeutet die Jagd nicht nur das Erlegen<br />
eines Tieres, sondern das Leben<br />
dem Ziel, den Genuss für den Gast<br />
oder Kunden erlebbarer zu machen.<br />
Der Fleisch-Sommelier kennt die<br />
Genussfaktoren, die den Geschmack<br />
von Lebensmitteln und besonders<br />
von Fleisch beeinflussen. Er beachtet<br />
zum Beispiel auch Ursprung, Rasse,<br />
Aufzucht, Haltung, Schlachtung<br />
und Zuschnitt bei der Herstellung<br />
und Zubereitung von Fleisch. „Wir<br />
Fleischsommeliers lieben unseren<br />
Beruf, respektieren die Tiere in ihrem<br />
Umfeld und legen Wert auf eine<br />
gesunde Ernährung mit Fleisch und<br />
anderen qualitativ hochwertigen Lebensmitteln“,<br />
erklärt Stockinger.<br />
Von Vorzügen und<br />
Vorurteilen<br />
Für ihn ist Wildfleisch eines der<br />
natürlichsten, gesündesten und umweltschonendsten<br />
Fleischquellen,<br />
denn ein wildes Tier nimmt nur<br />
Futter zu sich, welches es selbst ➳<br />
in der Natur und mit der Natur. Ein<br />
Kreislauf, der zum Arten- und Umweltschutz<br />
beitrage und auch dem<br />
Erhalt des Lebensraums Wald diene.<br />
Seit 1999 vermarktet er sein Wildfleisch<br />
direkt an ausgewählte Gastronomiebetriebe<br />
und Privatkunden<br />
im Nebenerwerb. Mit der steigenden<br />
Nachfrage stellte sich ihm in<br />
den letzten Jahren immer stärker die<br />
Frage nach der Gründung eines eigenen<br />
Geschäfts, einer eigenen Marke,<br />
mit der er sich auf den Verkauf seiner<br />
Wildspezialitäten konzentrieren<br />
und zusätzlich sein über die Jahre<br />
erworbenes Wissen aus der Industrie<br />
in Form einer freiberuflichen Beratertätigkeit<br />
für die Lebensmittelbranche<br />
praktisch umsetzen kann.<br />
Fleischsommeliers – die<br />
Genussbotschafter<br />
Getreu dem Spruch „Man lernt nie<br />
aus“ setzte Tobias 2019 seinen Abschlüssen<br />
und zahlreichen Weiterbildungen<br />
noch eine etwas ungewöhnliche<br />
Qualifikation obendrauf, den<br />
des „Fleischsommelier“ – ein Titel,<br />
den man eigentlich aus der Weinbranche<br />
kennt. Da der Begriff „Sommelier“<br />
nicht geschützt ist, sondern<br />
nur seinen Ursprung im Getränkebereich<br />
hat, wird er auch in anderen<br />
Nahrungsmittelbereichen genutzt:<br />
Es gibt z.B. auch Bier-, Käse-, Wasser-<br />
und Fleisch-Sommeliers. Was<br />
alle Sommeliers eint: Sie sind Botschafter<br />
des guten Geschmacks mit<br />
Der Geschäftsführer vom bayrischen<br />
Fleischerverband Lars<br />
Bubnick überreicht dem frischgebackenen<br />
Fleisch-Sommelier die<br />
Auszeichnung<br />
49
PORTRÄT Wild & Genuss Tobias Stockinger<br />
Würzige Wildschweinspareribs – ein wahrer Grillgenuss!<br />
auswählt, lebt im natürlichen Umfeld<br />
und kann ohne Stress gedeihen.<br />
Auch die Wege der Beschaffung –<br />
vom Schuss bis hin zum Verbraucher<br />
– sind kurz, was letztlich auch<br />
die Umwelt schont.<br />
Trotz aller Vorzüge müsse sich der<br />
Jäger auch mit Vorurteilen auseinandersetzen,<br />
die hinsichtlich des<br />
Geschmacks von Wildfleisch immer<br />
noch in manchen Köpfen verankert<br />
seien. Da sich die Kenntnisse innerhalb<br />
der Jägerschaft über richtiges<br />
Erlegen, Hygiene, Reifung und Zuschnitt<br />
des Fleischs aber stark verbessert<br />
haben, hat sich die Meinung,<br />
Wildfleisch schmecke „streng oder<br />
intensiv“ in seinen Augen längst<br />
überholt.<br />
Um die Hemmungen im richtigen<br />
Umgang mit Wildfleisch abzubauen,<br />
bekommt man bei Stockinger perfekt<br />
ausgelöstes Fleisch, küchenfertig<br />
zugeschnitten beziehungsweise<br />
grillfertig gewürzt angeboten. Stark<br />
nachgefragt sind die saisonal zusammengestellten<br />
Pakete, so kann<br />
man auch mal Wildhackfleisch<br />
für Burger, Rehsteaks oder Wildschwein-Spareribs<br />
ausprobieren.<br />
Bilder: Wolfgang Kronwitter<br />
„Letztlich kann jeder ein hochwertiges<br />
Stück Fleisch ohne Probleme<br />
sehr geschmackvoll zubereiten, sogar<br />
auf einem normalen Holzkohlegrill.“<br />
Tipp vom Profi: „Von allen Seiten<br />
scharf anbraten und dann das Fleisch<br />
am Rand des Grills bei schwacher<br />
Steaks<br />
Braten<br />
Edelgulasch<br />
Hackfleisch<br />
ca. 1000 g<br />
ca. 2000 g<br />
ca. 1000 g<br />
ca. 1000 g<br />
Rehlendchen gewürzt<br />
Rehsteaks gewürzt<br />
Wildburger-Patties (2x 2 Stück)<br />
Wildbratwurst (3x 2 Stück)<br />
ca. 400 g<br />
ca. 500 g<br />
ca. 550 g<br />
ca. 550 g<br />
50
Hitze ruhen lassen. So wird das<br />
Fleisch saftig, rosa und zart.“<br />
Um den Funken überspringen zu lassen,<br />
sind für das nächste Jahr Veranstaltungen<br />
rund um das Thema<br />
„Wild und Genuss“ geplant – kombiniert<br />
mit dem Wissen von Mama<br />
Annelies, Kräuterpädagogin oder<br />
Ehefrau Barbara, Weinfachfrau.<br />
„Wein und Wild – eine perfekte<br />
Symbiose, nicht nur bei uns privat“,<br />
sind sich die beiden lachend einig.<br />
Wer sich über das Angebot von Tobias<br />
Stockinger informieren möchte,<br />
kann dies auf seiner Website unter<br />
www.wild-stockinger.de tun oder<br />
über den Newsletter, den er regelmäßig<br />
an seine Kunden verschickt<br />
(info@wild-stockinger.de). mg<br />
Familie Stockinger ist nicht nur für Fleischgenuss bekannt – Ehefrau Barbara<br />
ist die Inhaberin des beliebten Weinhandels Fischer in Bad Tölz<br />
Wild & Genuss Tobias Stockinger<br />
Unterkarpfsee 17<br />
83670 Bad Heilbrunn<br />
Tel. 0152 · 32712230<br />
info@wild-stockinger.de<br />
www.wild-stockinger.de
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52
BAD TÖLZ<br />
JEDER BESUCH EIN ERLEBNIS<br />
Endlich wieder Kultur! Ob spontane Konzerte in der bekannten<br />
Marktstraße, attraktive Aktionstage für Groß und Klein oder spannende<br />
Events am Blomberg. In Bad Tölz gibt es wieder einiges zu erleben.<br />
Natürlich alles sicher und entsprechend den aktuellen Vorgaben.<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />
AKTUELLE<br />
VERANSTALTUNGEN<br />
Code<br />
scannen<br />
Stadt Bad Tölz, Referat für Tourismus und Kultur<br />
Max-Höfler-Platz 1, 83646 Bad Tölz, Tel. 0 80 41 / 78 67-17<br />
info@bad-toelz.de, www.bad-toelz.de
Die schönsten Platzerl<br />
in den isarwinkler<br />
Biergärten<br />
Schattig soll’n sie sein mit einem ganz dezenten Lüftchen. Ein richtig gutes kühles Bier soll’s geben und a gscheide<br />
Brotzeit. Gern genießen wir einen Schweinebraten – vorzugsweise Sonntag Mittag. Biergarten Zeit ist die schönste<br />
Zeit, da sind wir uns ganz sicher. Schaut doch mal vorbei. Die isarwinkler Gastgeber freuen sich über euren Besuch!<br />
Arzbacher Hof<br />
Michaela und Thomas Linke<br />
Alpenbadstr. 20<br />
83646 Wackersberg/Arzbach<br />
Tel. 08042-8408<br />
www.arzbacherhof.de<br />
Beim Dannerer<br />
Regina und Hans Danner<br />
Tannern 32 ½<br />
83676 Jachenau<br />
Tel. 08043-918889<br />
Altwirt Wackersberg<br />
Katharina und Konrad Goldner<br />
Dorfstr. 1<br />
83646 Wackersberg<br />
Tel. 08041-4812<br />
www.altwirt-wackersberg.de<br />
54
Landgasthof Fischbach<br />
Familie Steingruber<br />
Fischbach 48<br />
83646 Wackersberg<br />
Tel. 08041-4817<br />
www.gasthaus-fischbach.de<br />
Alte Mulistation<br />
Jule Drüeke<br />
Gilgenhöfe 29a<br />
83661 Lenggries<br />
jule@events-mulistation.de<br />
Tel. 08042-5039694<br />
Mobil 0176-23760138<br />
Da lässt sich’s aushalten!<br />
Willkommen in unserem lauschigen Biergarten<br />
Arabella Brauneck Hotel<br />
Münchner Str. 25<br />
D-83661 Lenggries<br />
Tel. 08042-502-0<br />
www.arabella-brauneckhotel.com<br />
Wenn man von der Natur so reich verwöhnt wird, wie hier<br />
im malerischen Isarwinkel, genießt man Bier und Brezn<br />
am liebsten draußen – beschattet von einer alten Kastanie<br />
in unserem gemütlichen Biergarten.<br />
Genießen Sie den Ort mit urbayerischer Lebensart bei<br />
frisch gezapften Bierspezialitäten und Brotzeitklassikern,<br />
wie Obazda, Räucherspezialitäten und Bergkäse. Erleben<br />
Sie den Sommer in Lenggries von seiner schönsten Seite.<br />
Öffnungszeiten in den Sommermonaten:<br />
10 bis 22 Uhr bei schöner Witterung<br />
55
Otthof<br />
Hofcafe & Ferienwohnungen<br />
Familie Spindler<br />
Faistenberg 82547 Eurasburg/Beuerberg<br />
Tel. 08179-997136<br />
www.otthof.de<br />
Ratsstube<br />
Elke Ullmann und Ron Hinz<br />
Marktstr. 8<br />
83661 Lenggries<br />
Tel. 08042-3466<br />
www.ratsstube-lenggries.de<br />
Schweizer Wirtin<br />
Barbar Hipp<br />
Schlegldorf 83<br />
83661 Lenggries<br />
Tel. 08042-8902<br />
www.schweizer-wirt.de<br />
56
HERZENS<br />
<br />
ANGELEGENHEITEN<br />
Glück<br />
Was für ein schönes Wort mit so mächtiger Bedeutung.<br />
Glück ist des Lebens Sinn und Triebwerk und ständiges Bestreben –<br />
was immer es auch bedeutet.<br />
Für jeden etwas anderes.<br />
Dem einen Ruhm und Reichtum<br />
dem anderen Zufriedenheit und Gesundheit.<br />
Dem nächsten Gemeinsamkeit, Freundschaft und Familie.<br />
Die Bedeutung und das Maß des Glücks kann vielseitiger kaum sein.<br />
Glück heißt für die einen am Leben bleiben<br />
und für die nächsten noch mehr Geld verdienen.<br />
Für den einen jemand in die Arme schließen,<br />
für den anderen mal ganz für sich alleine sein.<br />
Glück bedeutet vier Wände, Wärme eine Mahlzeit,<br />
Sonnenschein, Geborgenheit, Freiheit, Frieden, Muße,<br />
Verbundenheit und große Herzen.<br />
Die schönsten Worte und wichtigsten Werte dieser Welt<br />
sind perfekt dem Wörtchen Glück zuzuschreiben.<br />
Das Glück wohnt in dir.<br />
Wenn nicht, klopft es immer wieder an,<br />
bei denen, die es erfahren dürfen,<br />
die es annehmen und nach ihm streben.<br />
Das Glück vergisst aber auch so manchen<br />
und niemand weiß warum.<br />
Doch manchmal lässt es sich auch vertreiben,<br />
es lässt sich nicht pachten, kaufen und fast nicht beschreiben.<br />
Im Namen aller Glücklichen und solche, die es hoffentlich bald werden,<br />
die das Glück bewundern und schätzen, wie einen wertvollen Schatz –<br />
wertvoller als alle Schätze diese Welt:<br />
„Danke, dass es dich gibt!“<br />
57
ANZEIGE<br />
ISARWINKLER ARBEITGEBER<br />
Energie aus der Region für die Region<br />
Wer sich einmal bewusst durch<br />
Bad Tölz bewegt, stellt fest: Mitarbeiter<br />
der Stadtwerke schwärmen<br />
betriebsam von früh bis spät durch<br />
unsere Kreisstadt und sorgen dafür,<br />
dass – im wahrsten Sinne des Wortes<br />
– Tag und Nacht alles läuft. „Wir<br />
wollen die verantwortliche Kraft in<br />
der Region sein“, so Geschäftsführer<br />
Walter Huber über die vielseitigen<br />
Aufgaben seines Betriebes. „Die<br />
Versorgung mit Strom, Wasser, Gas<br />
und Wärme zu jeder Zeit zu gewährleisten,<br />
ist unser oberstes Ziel.“<br />
In Bad Tölz kommt das Leitungswasser in bester Trinkwasserqualität aus<br />
der Leitung<br />
Als regionaler Energieversorger beliefern<br />
die Stadtwerke seit 1893<br />
Bürger aus Bad Tölz und Umgebung<br />
in ihren Anfängen zuerst mit<br />
Trinkwasser, in den folgenden Jahrzehnten<br />
dann auch mit Elektrizität,<br />
Erdgas und Wärme. Und hier sind<br />
die vielfältigen Geschäftsfelder noch<br />
nicht zu Ende erzählt: Besonders der<br />
Bereich rund um das Thema „neue<br />
Energielösungen“ ist in den letzten<br />
Jahren aufgrund des steigenden Bedarfs<br />
gewachsen. Das Portfolio umfasst<br />
die Umsetzung von Photovoltaik-Konzepten<br />
für Privatpersonen<br />
und Gewerbekunden sowie die Realisierung<br />
von Mieterstrommodellen<br />
im ganzen Oberland. Daneben<br />
spielt die Elektromobilität eine große<br />
Rolle. Der konsequente Ausbau der<br />
Ladeinfrastruktur im privaten und<br />
öffentlichen Bereich wird aktuell<br />
massiv von den Stadtwerken vorangetrieben.<br />
Neben der Energie- und Wasserversorgung<br />
kommt auch das Frei-<br />
58
Die Stadtwerke Bad Tölz<br />
Walter Huber, Geschäftsführer:<br />
„Ich schätze an meinen Mitarbeitern<br />
die hohe Flexibilität und<br />
den Einsatzwillen, zu jeder Zeit an<br />
jedem Ort für die Bürger der Region<br />
anzupacken. Sowohl im handwerklichen<br />
als auch im kaufmännischen<br />
Bereich helfen alle zusammen und<br />
jeder weiß, dass er bei den Stadtwerken<br />
etwas für die Menschen in<br />
seiner Heimat tut. Das macht uns<br />
alles sehr stolz und wir freuen uns<br />
sehr, dass die Stadtwerke sowohl als<br />
Dienstleister, aber auch als Arbeitgeber<br />
einen sehr guten Ruf genießen.<br />
“<br />
Bilder: Stadtwerke Bad Tölz, Stadtwerke Bad Tölz/wisthaler.com<br />
zeitvergnügen nicht zu kurz. Als<br />
Betreiber des lokalen Eisstadions<br />
geben die Stadtwerke den Tölzer<br />
Löwen eine Heimat. Wassersportler<br />
und Badenixen kommen im Hallenbad<br />
und von Mai bis September im<br />
Naturfreibad Eichmühle auf ihre<br />
Kosten. Auch kulturell sieht sich der<br />
Energieversorger in der Verantwortung<br />
für ein buntes und vielfältiges<br />
Bad Tölz einen Beitrag zu leisten.<br />
Im Sommer wird das Naturfreibad<br />
Eichmühle so wieder zur Bühne für<br />
Open-Air-Konzerte der Extraklasse.<br />
Zukunftsweisende<br />
Energieversorgung<br />
Ökostrom aus der Region<br />
für die Region<br />
Der Strom der Stadtwerke stammt<br />
zu 100 Prozent aus umweltfreundlichen<br />
und erneuerbaren Energiequellen<br />
und ist Bestandteil einer nachhaltigen<br />
Energieversorgung. Die<br />
tragende Säule in ihrem Ökostrom-<br />
Mix ist die Wasserkraft aus heimischen<br />
Kraftwerken. Auch in anderen<br />
Bereichen der Ökostrom-Erzeugung<br />
sind die Stadtwerke aktiv: Dazu gehören<br />
Biomassekraftwerke, die mit<br />
Holzhackschnitzeln arbeiten, Photovoltaikanlagen,<br />
die Strom aus der<br />
Sonne gewinnen sowie effiziente Erzeugungsanlagen,<br />
die auf der Basis<br />
von Gas und Öl betrieben werden.<br />
Eine saubere Sache –<br />
CO 2 -neutrales Erdgas<br />
Als klimaneutrales Unternehmen<br />
haben sich die Stadtwerke dafür<br />
entschieden, auch beim Erdgas ein<br />
Zeichen zu setzen. Durch den Erwerb<br />
von CO 2 -Zertifikaten werden<br />
die bei der Erdgasverbrennung ➳<br />
Nachhaltige Stromerzeugung im Farchet Bad Tölz – der Solarpark nutzt<br />
die Energie der Sonne<br />
59
ISARWINKLER ARBEITGEBER<br />
Lars Bachmann, Berater Energielösungen:<br />
„Im April 2020 kam mein Sohn zur Welt und für mich war klar, dass<br />
ich so viel wie möglich an seiner Entwicklung teilhaben will. Die Stadtwerke<br />
sind mir hier sehr entgegengekommen und ermöglichen mir im Rahmen<br />
meiner 11-monatigen Elternzeit den temporären Wechsel in ein Teilzeitmodell.<br />
Dadurch kann ich wesentlich mehr Zeit mit der Familie verbringen.<br />
Einen familienfreundlichen Arbeitgeber zu haben ist für mich besonders<br />
wertvoll und motivierend.<br />
“<br />
Nahwärmenetze, die durch den<br />
Einsatz von hocheffizienten Technologien<br />
und regenerativen, emissionsarmen<br />
Brennstoffen besonders<br />
umweltfreundlich arbeiten.<br />
Wasserkraft – eine saubere Energiequelle für Bad Tölz und Umgebung<br />
Photovoltaik – mit der Kraft<br />
der Sonne<br />
Mit einer Photovoltaikanlage kann<br />
man Sonnenenergie optimal nutzen,<br />
die Speichermöglichkeiten werden<br />
freigesetzten CO 2 -Emissionen kompensiert.<br />
So leisten die Verbraucher<br />
beim Bezug von Tölzgas einen wichtigen<br />
Beitrag für den Umweltschutz.<br />
Nahwärme – Regional und<br />
nachhaltig<br />
Im Energiemix der Zukunft spielt<br />
die Nahwärme eine wichtige Rolle.<br />
Der Ausbau des Nahwärmenetzes<br />
wird seit einigen Jahren konsequent<br />
von den Stadtwerken verfolgt. Das<br />
große Plus an der Nahwärme: Die<br />
Heizenergie wird lokal erzeugt und<br />
je nach Bedarf von den Stadtwerken<br />
direkt ins Haus geliefert – zusätzlich<br />
wird Strom für Bad Tölz erzeugt.<br />
Der Energieversorger betreibt drei<br />
Die gute Zusammenarbeit und Absprache mit einheimischen Firmen sind<br />
für die Stadtwerke stets von hoher Bedeutung<br />
60
Die Stadtwerke Bad Tölz<br />
Lisa Braun, Kundenservice:<br />
„Seit 2014 bin ich bei den Stadtwerken beschäftigt und gehe wirklich<br />
jeden Tag sehr gerne in die Arbeit. Neben dem abwechslungsreichen Aufgabengebiet<br />
motivieren mich vor allem auch die gute Stimmung und der<br />
starke Zusammenhalt im Team. Mit vielen Kollegen treffe ich mich privat,<br />
wir sind wie eine große Familie. Ich stehe zu 100 Prozent hinter den Stadtwerken<br />
und allen Produkten und Dienstleistungen, die wir anbieten.<br />
“<br />
Bilder: Stadtwerke Bad Tölz, Stadtwerke Bad Tölz/wisthaler.com<br />
Das Heizkraftwerk wird mit Holzhackschnitzeln aus heimischen Wäldern<br />
betrieben<br />
von Jahr zu Jahr verbessert und optimiert.<br />
Die Stadtwerke bieten auch<br />
in diesem Bereich professionelle<br />
Lösungen an und stehen mit ihrem<br />
Knowhow und ihrer Erfahrung den<br />
Bürgern zur Seite. Lange war die<br />
Nutzung einer Photovoltaikanlage<br />
nur Hauseigentümern vorbehalten.<br />
Das hat sich geändert! Mit Unterstützung<br />
der Stadtwerke können<br />
jetzt auch Mieter von der hauseigenen<br />
Erzeugungsanlage profitieren.<br />
Beim Mieterstrommodell arbeiten<br />
alle Beteiligten Hand in Hand.<br />
Die Stadtwerke planen die Anlage<br />
gemeinsam mit dem Eigentümer,<br />
installieren und betreiben sie in Eigenregie<br />
und beliefern die Mieter<br />
mit dem vor Ort erzeugten Strom.<br />
Die Kostenersparnis wird über einen<br />
Mieterstrom-Vertrag an die Kunden<br />
weitergegeben.<br />
Mit Strom auf Touren<br />
Die Stadtwerke bieten ihren Kunden<br />
ein passgenaues Komplettangebot<br />
in Sachen Elektromobilität<br />
an: vom Ökostrom über eine attraktive<br />
Infrastruktur an öffentlichen<br />
Ladepunkten, komfortablen<br />
Ladelösungen für zu Hause bis hin<br />
zu Dienstleistungen für Ladestationsbetreiber.<br />
Und wer die Vorteile<br />
der E-Mobilität erstmal nur testen<br />
will, kann sich bei den Stadtwerken<br />
bequem ein E-Auto oder ein E-Bike<br />
zu günstigem Tarif ausleihen und<br />
klimafreundlich das Tölzer Land<br />
erkunden.<br />
So lässt sich die lange Liste der<br />
Dienstleistungen der Stadtwerke<br />
noch beliebig weiterführen. Ständig<br />
kommen neue Herausforderungen in<br />
Sachen Energieversorgung und Klimaschutz<br />
hinzu. Der Anspruch der<br />
Stadtwerke ist, diese gemeinsam mit<br />
den Kundinnen und Kunden für eine<br />
„saubere“ Zukunft in unserer Heimat<br />
zu bewältigen und nachhaltige<br />
Lösungen zum Wohle aller zu finden.<br />
Die Stadtwerke als<br />
attraktiver Arbeitgeber<br />
„Unser Anspruch ist es, die Lebensqualität<br />
der Tölzer durch zuverlässige<br />
Energieversorgung und passgenaue<br />
Dienstleistungen zu erhalten<br />
und zu verbessern“, so Geschäftsführer<br />
Walter Huber. Damit auch<br />
wirklich bei den Einwohnern auf<br />
Knopfdruck das Licht angeht und<br />
das Wasser immer in bester Trinkwasserqualität<br />
aus der Leitung sprudelt,<br />
braucht es viele kompetente<br />
sowie fleißige Hände und Köpfe, die<br />
alles am Laufen halten. ➳<br />
61
ISARWINKLER ARBEITGEBER<br />
Wolfgang Stahl, Gas-/Wasserversorgung:<br />
„Ich bin seit 35 Jahren bei den Stadtwerken und weiß den stabilen Arbeitsplatz,<br />
die faire Bezahlung und auch das familiäre Miteinander sehr zu<br />
schätzen. Die Vorgesetzten haben stets ein offenes Ohr für alle Anliegen,<br />
man kann über alles reden. Und wir geben jedem eine Chance, sich zu beweisen.<br />
Aufgrund des Handwerkermangels haben wir schon einige Arbeiter<br />
eingestellt, die zwar nicht unbedingt den ausgeschriebenen Beruf erlernt<br />
haben, aber mit ihrem handwerklichen Geschick und großen Arbeitswillen<br />
durchaus ihren Platz bei den Stadtwerken gefunden haben.<br />
“<br />
81 Mitarbeiter beschäftigen die<br />
Stadtwerke Bad Tölz derzeit, die<br />
Berufsbilder im Unternehmen sind<br />
so vielfältig wie das Dienstleistungsangebot<br />
des Energieversorgers. Als<br />
fortschrittlicher Arbeitgeber stehen<br />
bei den Stadtwerken die Entwicklung<br />
des Einzelnen und das gute<br />
Miteinander im Vordergrund. Ideale<br />
Voraussetzungen für ein motivierendes<br />
Arbeitsumfeld und einen Job<br />
den man jeden Tag gerne ausübt.<br />
„Unsere Mitarbeiter sind gern bei<br />
uns, sehen die Arbeit und langen<br />
tatkräftig und flexibel hin, auch<br />
wenn es mal nicht genau das eigentliche<br />
Aufgabengebiet ist“, berichtet<br />
Walter Huber über die Vielseitigkeit<br />
und Motivation seiner Mannschaft<br />
in allen Belangen.<br />
Ein Teil der Angestellten und Arbeiter<br />
hat bereits seine Ausbildung<br />
bei den Stadtwerken absolviert.<br />
1975 wurden die ersten Lehrlinge<br />
eingestellt und viele davon nach ihrer<br />
Abschlussprüfung übernommen.<br />
Mit derzeit neun Auszubildenden<br />
ist der Energieversorger jetzt einer<br />
der größten Ausbildungsbetriebe in<br />
Bad Tölz. Dieses Investment in den<br />
Nachwuchs zahlt sich aus, denn solides<br />
Handwerk, Expertenwissen und<br />
der Aufbau moderner Verwaltungsstrukturen<br />
aus den eigenen Reihen<br />
ist für den langfristigen Erfolg der<br />
Stadtwerke mitverantwortlich. Das<br />
weiß auch Walter Huber zu schätzen:<br />
„Unsere Mitarbeiter sind uns<br />
gegenüber sehr loyal, aber auch wir<br />
überzeugen als Arbeitgeber mit Zuverlässigkeit<br />
und Planbarkeit. Und<br />
für beide Seiten ist es von unschätzbarem<br />
Wert, dass wir Menschen aus<br />
der Region in der Region beschäftigen<br />
können. Die Beständigkeit ist<br />
nicht zuletzt auch für unsere Kunden<br />
von großem Vorteil.“<br />
Der Region etwas zurückgeben<br />
– aus der<br />
Region für die Region<br />
Die Verwaltung der Stadtwerke an der Osterleite<br />
Die Heimatverbundenheit ist nicht<br />
nur mit der Stadt Bad Tölz als<br />
Muttergesellschaft tief in der Unternehmenskultur<br />
verankert. Für<br />
Geschäftsführer Huber ist das gesellschaftliche<br />
Engagement vor Ort<br />
aber auch eine Herzensangelegenheit.<br />
Ob als Sponsor von Vereinen<br />
oder Unterstützer gemeinnütziger<br />
Organisationen wie auch als Veranstalter<br />
von kulturellen Großveranstaltungen<br />
– der Energieversorger ist<br />
im Tölzer Land nicht nur mit seinen<br />
Bilder: Stadtwerke Bad Tölz<br />
62
Die Stadtwerke Bad Tölz<br />
Martina Schmid, Auszubildende 2. Jahr Industriekauffrau:<br />
„Als Azubi durchläuft man verschiedene Abteilungen und ich bin in jeder<br />
sehr herzlich aufgenommen worden. Man merkt überall, dass man hier<br />
keine „Nummer“ ist und alles sehr persönlich und familiär läuft. Ich freue<br />
mich schon auf den nächsten Betriebsausflug bzw. Betriebsfeier, hier lernt<br />
man sich auch nochmal näher kennen und hat Spaß zusammen. Was ich<br />
auch noch klasse finde, ist unser Gleitzeitmodell. Diese Flexibilität weiß ich<br />
sehr zu schätzen.<br />
“<br />
Bilder: Stadtwerke Bad Tölz, Stadtwerke Bad Tölz/wisthaler.com<br />
Der Energieversorger ist auch Betreiber des Naturfreibades Eichmühle<br />
Dank kompetenter Mitarbeiter läuft es rund – in Sachen zuverlässige Energieversorgung<br />
wird nichts dem Zufall überlassen<br />
vielen fleißigen Mitarbeitern täglich<br />
sichtbar, sondern auch ein fester<br />
Bestandteil des gesellschaftlichen<br />
Lebens in Bad Tölz. „Weiter gedacht<br />
ist jeder Tölzer Bürger ein Anteilshaber<br />
von uns und diesen wollen<br />
wir etwas zurückgeben“, so Huber<br />
über das vielseitige Engagement in<br />
der Heimat.<br />
Und wer das nächste Mal in Bad<br />
Tölz und Umgebung jemanden von<br />
den Stadtwerken fleißig werkeln<br />
sieht, weiß jetzt, wie viel „gute Energie“<br />
und Unternehmenskultur dahintersteckt,<br />
wenn der grüne Strom<br />
auf Knopfdruck fließt, das Wasser in<br />
Trinkwasserqualität aus der Leitung<br />
kommt oder in der „Oach“ fröhlich<br />
geplanscht werden kann. mg<br />
An der Osterleite 2<br />
83646 Bad Tölz<br />
Tel. 08041 · 797-0<br />
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63
PORTRÄT Freibad Eichmühle<br />
Liebeserklärung an das<br />
Tölzer Freibad „Eichmühle“<br />
Text: Stadtarchiv und Stadtwerke/Ines Gokus<br />
Bilder: Tölzer Stadtarchiv/Ines Gokus<br />
Bilder: Max Mustermann<br />
Schon immer ein erfrischendes Sommervergnügen für die Tölzer: Das Freibad Eichmühle mit seinem herrlichen Moorwasser<br />
„Das Leben wird nie wieder wie<br />
damals im Freibad“ hat der Kabarettist<br />
Claus von Wagner einmal gesagt<br />
und auf mich trifft dieser Satz<br />
vorbehaltlos zu. Tatsächlich habe<br />
ich mich selten wieder so frei und<br />
sorglos gefühlt wie damals im Tölzer<br />
Freibad, der „Eichmühle“. In der<br />
„Oach“, wie das Bad von den Tölzern<br />
liebevoll genannt wird, habe<br />
ich die Sommer meiner Kindheit<br />
und Jugend verbracht, war später<br />
mit meinen eigenen Töchtern dort<br />
und auch jetzt ist für mich erst richtig<br />
Badesaison, wenn ich das erste<br />
Mal im Jahr über die große Wiese<br />
Richtung Bademeisterhäusl gehe,<br />
um auf der dort angebrachten Tafel<br />
zu schauen, welche Temperatur das<br />
seidig-dunkle Moorwasser hat.<br />
Entspannte Atmosphäre auf<br />
altmodische Art<br />
Wer die Eichmühle liebt, erfreut<br />
sich an dem frischen, kühlen Naturwasser,<br />
dem weitläufigen Gelände,<br />
dem schattigen Biergarten und an<br />
der vielleicht etwas altmodischen,<br />
aber durch und durch entspannten<br />
Atmosphäre. Wilde Rutschlandschaften<br />
sucht man dort genauso<br />
vergeblich wie Sprungtürme oder<br />
Wasserfälle und beheizt ist das Becken<br />
schon gar nicht – wo kämen<br />
wir denn da hin? Früher gab es<br />
mitten im Wasser ein Dreieck aus<br />
Holzbalken, aber das war in seiner<br />
spartanischen Schlichtheit Drehund<br />
Angelpunkt der Halbstarken<br />
der Südwestwiese. Die Knaben gockelten<br />
herum, die Mädchen kreischten,<br />
wenn sie vom Balken geschubst<br />
wurden und als besonders<br />
beliebt galt, wer besonders oft „getaucht“<br />
wurde – pubertäre Anbändelei<br />
eben. Seit vielen Jahren ist das<br />
Holzdreieck durch große, schwimmende<br />
Gummi-Inseln oder Eisberge<br />
ersetzt worden, die vermutlich den<br />
gleichen Zweck erfüllen. Anders als<br />
64
früher gibt es heute außerdem ein<br />
Beachvolleyball- und Fußballfeld,<br />
Tischtennisplatten, einen Sandkasten<br />
mit Sonnenschutz und ein paar<br />
Klettergerüste mehr als in meiner<br />
Kindheit. Zuständig für das Bad<br />
sind seit 2003 übrigens die Tölzer<br />
Stadtwerke.<br />
Den „Eichmühldamen“<br />
entging so schnell nichts<br />
So verbrachten sie viele Sommer: Die legendären Eichmühldamen auf<br />
ihren „Pritschen“<br />
Wenn ich die Oach betrete, ist es<br />
ein bissl wie heimkommen. Jede Familie<br />
oder Freundesgruppe hat ihr<br />
Domizil in der immer gleichen Ecke<br />
der Liegewiese aufgeschlagen. Man<br />
grüßt links und rechts, viele Leute<br />
sieht man sonst das ganze Jahr über<br />
nicht und es ist ein selbstverständliches<br />
Miteinander von Jung und Alt.<br />
Mir ist auch so, als würde ich immer<br />
noch meine Oma und die anderen<br />
Eichmühldamen auf den nebeneinander<br />
aufgereihten Holzliegen<br />
an der großen Hecke liegen sehen,<br />
die heute an die FKK-Wiese grenzt.<br />
„Pritschen“ hießen diese Liegen früher<br />
und dementsprechend nannten<br />
sich die Damen selbst „Pritschenweiber“.<br />
Ähnlich wie beim Stammtisch<br />
in einer bayrischen Gastwirtschaft<br />
war es ein ungeschriebenes<br />
Gesetz, dass sich niemand anders<br />
dort einfach so niederlassen durfte<br />
und wer es dennoch wagte, wurde<br />
nachhaltig darauf hingewiesen. Ich<br />
sehe noch heute die brutzelbraun<br />
gefältelten Frauen in ihren altmodischen<br />
Badeanzügen unter den bunten<br />
Schirmen, denen nichts entkam,<br />
was in der Oach vor sich ging und<br />
über was allgemein so geredet wurde.<br />
Meine Oma fuhr morgens mit<br />
ihrem alten Fiat 500 hin und blieb<br />
den ganzen Tag; viele Jahrezehnte<br />
lang war das ihr Lebenselixier.<br />
Sie und ihre Freundinnen genossen<br />
in vollen Zügen das Schwimmen,<br />
Sonnen und Ratschen und sie waren<br />
wohlwollend befreundet bis ans<br />
Lebensende. Es kam sogar vor, dass<br />
die unerschrockenen Damen an<br />
sonnigen Wintertagen dort waren,<br />
in das eiskalte Wasser eintauchten<br />
und sich dann im Pelzmantel sonnten.<br />
Wie sie hineingelangten, blieb<br />
ihr Geheimnis.<br />
Persönliche Erinnerungen und<br />
kleiner Ausflug in die Historie<br />
Das Freibad in seinen Anfängen in den frühen 1930er-Jahren<br />
Für uns gab es immer ein freies Platzerl<br />
auf den Pritschen an der Hecke.<br />
Als Kind stand ich so unter liebevoller,<br />
aber strenger vielfacher Aufsicht.<br />
Man wachte darüber, dass ich nicht<br />
zu lang im Wasser blieb und ob ich<br />
mir nachher trockene Sachen anzog.<br />
Ich wurde mit Tiroler Nussöl eingerieben<br />
und wenn meine Mutter ➳<br />
65
PORTRÄT Freibad Eichmühle<br />
es separate Liegeplätze für Frauen,<br />
Männer und Familien gegeben hat.<br />
Der ab 1933 nationalsozialistisch<br />
geprägte Stadtrat ließ die Abteilungen<br />
später aber wieder entfernen.<br />
Aber auch die damals in Tölz ansässigen<br />
Brauereien profitierten von<br />
der Eichmühle. Wenn im Winter<br />
alles zugefroren war, wurden große<br />
Blöcke Eis herausgehauen und in<br />
die alten Kühlkeller der Brauereien<br />
transportiert. Das Eis hielt sich den<br />
ganzen Sommer über und das Bier<br />
blieb frisch.<br />
Ohne Eichmühle ist es<br />
kein Sommer<br />
Glückliche Kindheitssommertage: Autorin Ines Gokus mit fünf Jahren<br />
mir einen Apfel kredenzte statt dem<br />
ersehnten Steckerleis, schob mir<br />
meist eine der Damen ein Fuchzgerl<br />
zu, und dagegen konnte dann auch<br />
meine Mutter nichts ausrichten.<br />
Von ihr hab ich erzählt bekommen,<br />
dass es früher Badekabinen direkt<br />
am Wasser gegeben hat, in denen<br />
man sich umziehen und durch eine<br />
Öffnung gleich hinausschwimmen<br />
konnte, ohne sich zeigen zu müssen.<br />
Ganz so gschamig war man in meiner<br />
Kindheit nicht mehr.<br />
Eröffnet wurde das „Schwimm-<br />
und Sonnenbad Aichmühle“ (damals<br />
noch mit A) bereits im Jahr<br />
1930. Die Badeanlagen am Klammerweiher<br />
und am Aichmühlweiher<br />
waren veraltet und nicht mehr<br />
ordnungsgemäß instandgehalten<br />
worden. Auch fehlte es dort an der<br />
nötigen Aufsicht. Es passierten öfters<br />
Unfälle und es entwickelten<br />
sich Zustände, die auch von der<br />
sittlichen Seite her nicht mehr gutgeheißen<br />
wurden. Deshalb forderte<br />
das Erzbischöfliche Ordinariat die<br />
Trennung der Geschlechter, sodass<br />
Ich lernte in der Oach tauchen, Rad<br />
schlagen, Bauchplatscher aushalten,<br />
der Oma im Kassenhäusl auszuhelfen<br />
(sie hatte da einige Sommer<br />
lang immer wieder die Herrschaft<br />
über den Einlass) und mich in der<br />
finsteren, spinnwebverhangenen<br />
Umkleidekabine umzuziehen, ohne<br />
heulend Reißaus zu nehmen. In den<br />
Ferien war ich immer da, und nie<br />
wurde mir langweilig. Später zog<br />
ich auf die Südwest-Wiese um, aber<br />
ich hab es nie versäumt, den Damen<br />
einen Besuch abzustatten. Und<br />
auch, wenn das Naturbad jetzt ein<br />
bisschen betagt daherkommt, hoffe<br />
ich aus nostalgischen Gründen, dass<br />
es noch lange so bleibt wie es ist.<br />
„Kimmst morgen wieder ausse?“,<br />
fragt man sich nach einem langen,<br />
heißen Tag zum Abschied, wenn<br />
die Schatten am Nachmittag lang<br />
geworden sind. Und wann immer<br />
es geht, bin ich dort, denn sonst ist<br />
es kein richtiger Sommer. Das hat<br />
in meiner Familie einfach Tradition<br />
und manche Dinge ändern sich eben<br />
nicht. So, wie die Spinnweben in der<br />
Umkleidekabine, die auch noch immer<br />
da sind. gk<br />
66
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Mode für die ganze Familie<br />
Natürlich geht’s zum Jeansstadl<br />
alias Trischberger in die Marktstraße,<br />
wenn’s mit der ganzen Familie zum<br />
Shoppen geht. Eine große Jeans-Auswahl,<br />
Mode und Wäsche für Damen,<br />
Herren und Kinder erfüllen<br />
nämlich alle Wünsche. Die bekannten,<br />
freundlichen Gesichter und die<br />
ehrliche und kompetente Beratung<br />
der Jeansstadl Mädels beschert dem<br />
Modeladen viele treue Stammkunden.<br />
Kein Wunder, denn Katharina<br />
Claus und ihr Team haben ein gutes<br />
Händchen für ihre Kundschaft<br />
und führen ausschließlich Marken<br />
in Topqualität zu fairen Preisen:<br />
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PORTRÄT Die Wasserwacht im Tölzer Landkreis<br />
Die Helden am und im Wasser<br />
Ein Porträt über die Wasserwachten<br />
im Tölzer Landkreis<br />
Text: Katharina Fitz Bilder: Wasserwacht Bayern<br />
68
„Ertrinken ist weltweit die<br />
dritthäufigste Todesursache bei<br />
Kindern zwischen 5 und 14 Jahren“<br />
– so steht es im „Handbuch Rettungsschwimmen“,<br />
das regelmäßig<br />
von der Wasserwacht Oberbayern<br />
aktualisiert und veröffentlicht wird.<br />
Auch wenn sich über 90 Prozent<br />
der Ertrinkungsfälle in Entwicklungs-<br />
und Schwellenländern ereignen,<br />
lässt auch hierzulande die<br />
Schwimmfähigkeit bei Kindern und<br />
Jugendlichen nach. Heinz Eger ist<br />
seit 47 Jahren bei der Wasserwacht<br />
im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen<br />
ehrenamtlich tätig. Der frischgebackene<br />
Vorstand der Kreiswasserwacht,<br />
die eine Gemeinschaft<br />
innerhalb des Bayerischen Roten<br />
Kreuzes ist, wird deshalb nicht<br />
müde, immer wieder an Eltern und<br />
Erziehungsberechtige zu appellieren,<br />
Kinder möglichst frühzeitig für<br />
Auch auf der Isar kommt es immer<br />
wieder zu Notfällen<br />
Schwimmkurse bei der Wasserwacht<br />
anzumelden. „Und da genügt das<br />
Seepferdchen allein nicht“, bekräftigt<br />
Eger. Um sicher schwimmen und<br />
tauchen zu können, sollte man sich<br />
mindestens das bronzene Schwimmabzeichen<br />
ans Revers heften dürfen.<br />
Neben der Wasserrettung und vielen<br />
anderen Aufgaben, ist das Angebot<br />
an Schwimmkursen für Kinder und<br />
Jugendlichen ein Schwerpunkt der<br />
ausschließlich ehrenamtlich organisierten<br />
Truppe. „Leider sind wir<br />
durch die Corona-Pandemie in unserem<br />
Angebot an Schwimm- und<br />
Tauchkursen stark ausgebremst<br />
worden“, bedauert Heinz Eger. Aber<br />
er hofft, dass die Wasserwacht spätestens<br />
im Herbst wieder zahlreiche<br />
Termine anbieten kann.<br />
Auftrag: Die Hilfe bei in<br />
Not geratener Personen<br />
am und im Wasser<br />
Die Kreiswasserwacht des Landreises<br />
Bad Tölz-Wolfratshauses gliedert<br />
sich in sieben Ortsgruppen. ➳<br />
Großes Hallen-Schwimmbecken<br />
Wildwasser-Strudel im Außenbereich<br />
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69
PORTRÄT Die Wasserwacht im Tölzer Landkreis<br />
Jeder Einsatz an Land und auf dem Wasser wird vom Rettungsteam rasch und effizient geplant und durchgeführt<br />
Dazu gehören die Wasserwachten<br />
Bad Tölz (mit Standort Niederbach<br />
am Walchensee), Walchensee, Sachsenkam<br />
am Kirchsee, Kochelsee,<br />
Lenggries am Sylvenstein, Wolfratshausen<br />
am Starnberger See und<br />
Ammerland am Starnberger See.<br />
Insgesamt zählt die Gemeinschaft<br />
derzeit 1300 Mitglieder, davon<br />
sind 650 aktiv im Ehrenamt tätig.<br />
Der Auftrag der Wasserwacht ist<br />
laut Bayerischem Rettungsdienstgesetz<br />
klar definiert: die Rettung<br />
in Not geratener Personen am und<br />
im Wasser. Doch die Aufgaben der<br />
ehrenamtlichen Wasserretter erstrecken<br />
sich auch auf die Landrettung.<br />
„Die Ortsgruppe Walchensee absolviert<br />
bestimmt zwei Drittel ihrer<br />
Rettungseinsätze an Land, sprich<br />
bei Auto- und Motorradunfällen<br />
rund um Walchen- und Kochelsee“,<br />
erklärt Heinz Eger. Technisch gut<br />
ausgerüstet und personell stark sind<br />
die Wasserwachtler auch bei schweren<br />
Unfällen, wie beispielsweise am<br />
Kesselberg, schnell vor Ort und leisten<br />
effektive und kompetente Hilfe.<br />
Immer wieder schwere Einsätze<br />
mit Wassersportlern<br />
Doch die Hauptaufgabe der einzelnen<br />
Ortsgruppen ist und bleibt<br />
der Einsatz in Gewässern. Als Unfallschwerpunkte<br />
im Tölzer Landkreis<br />
stechen der Walchen- und der<br />
Starnbergersee sowie die Isar und<br />
Loisach hervor. „Hier kommt es<br />
immer wieder zu – teils auch schweren<br />
– Einsätzen mit Wassersportlern<br />
und Schwimmern“, berichtet die<br />
Stellvertretende Kreisvorsitzende<br />
Hedvig Schmidbauer. Sie ist in der<br />
Ortsgruppe Wolfratshausen aktiv.<br />
Als Krankenschwester für Anästhesie<br />
und Intensivmedizin ist ihr der<br />
Umgang mit medizinischem Gerät<br />
ebenso vertraut wie die Versorgung<br />
von Unfallopfern. Bei besonders<br />
schweren Unglücken, besonders<br />
wenn Kinder betroffen sind, können<br />
auch die Helfer psychologischen<br />
Beistand in Anspruch nehmen. Unfälle<br />
mit Todesfolge sind aber zum<br />
Glück die Ausnahme. „Nicht jedes<br />
Unglück ist dramatisch. Zu unseren<br />
Aufgaben gehört auch die Versorgung<br />
von kleineren Verletzungen<br />
wie Schnittwunden oder Ähnliches.<br />
Wir haben auch schon Hunde vor<br />
dem Ertrinken gerettet“, erzählt<br />
Hedvig Schmidbauer mit einem Augenzwinkern.<br />
Medizinische Vorkenntnisse sind für<br />
eine aktive Mitgliedschaft in einer<br />
der Ortsgruppen übrigens nicht notwendig,<br />
versichert Jakob Jungmeier,<br />
Jugendleiter der Kreiswasserwacht.<br />
70
Er ist beruflich als Projektmanager<br />
tätig und in seiner Freizeit begeisterter<br />
Wasserretter. Die notwendigen<br />
Kenntnisse werden bei umfassenden<br />
Aus- und Weiterbildungen<br />
in allen Bereichen vermittelt. Auf<br />
eine fundierte Ausbildung wird bei<br />
der Wasserwacht nämlich großen<br />
Wert gelegt. Ob als Wasserretter,<br />
Rettungstaucher, Bootsführer oder<br />
in anderen Funktionen wie Einsatzleiter,<br />
Ausbilder oder als Leitungskraft.<br />
Die Wasserwacht bietet eine<br />
Fülle an interessanten Aufgaben<br />
und Tätigkeiten. Doch der Nachwuchs<br />
ist rar: „Das Interesse am<br />
Ehrenamt hat seit dem Beginn der<br />
Pandemie stark abgenommen. Freilich<br />
arbeiten wir ohne Vergütung,<br />
aber wir sind eine tolle Gemeinschaft<br />
und es macht einfach großen<br />
Spaß seine Freizeit am Wasser zu<br />
verbringen.“ Doch wer nun meint,<br />
Die Einsatzkräfte bei der Bergung<br />
eines in Not geratenen Seglers<br />
die Wasserwacht sei mit der amerikanischen<br />
Serie „Baywatch“ aus den<br />
1980ern zu vergleichen, ist auf dem<br />
Holzweg. „Die Mitglieder unserer<br />
Stationen an den Gewässern stehen<br />
nicht nur am Wasser und sehen gut<br />
aus, sondern haben das Gewässer<br />
immer im Blick“, schmunzelt Heinz<br />
Eger. „Ertrinken geschieht nämlich<br />
meistens lautlos, vor allem bei Kindern.“<br />
Besteht in einem Schwimmbad<br />
vielleicht noch die Chance, eine<br />
Person unter Wasser sofort zu entdecken,<br />
sinkt in Seen und Flüssen<br />
die Chance schnell. „Drei Minuten<br />
unter Wasser entscheiden über Leben<br />
und Tod“, warnen die drei Vorstandsmitglieder<br />
eindringlich. Deshalb<br />
gilt: Wer einmal selbst eine in<br />
Not geratene Person im Wasser entdeckt,<br />
sollte sich auf jeden Fall den<br />
Standort so gut es geht einprägen.<br />
Hilfreich sind markante Orientierungspunkte<br />
wie Bäume, Gebäude<br />
oder auch eine Bergspitze im Hintergrund.<br />
So können die Retter versunkene<br />
Personen schneller finden. ➳<br />
Ihre D inkelbäckerei<br />
in Lenggries!<br />
Brot & Torte Isarstraße 8 83661 Lenggries 08042/97 82 762
PORTRÄT Die Wasserwacht im Tölzer Landkreis<br />
Rettung in letzter Sekunde aus dem Eis: Die Wasserretter sind auch im Winter im Einsatz<br />
Von riskanten Selbstrettungsversuchen<br />
eines Ertrinkenden raten<br />
Heinz Eger und seine Vorstandskollegen<br />
ab: „Das kann für Retter und<br />
Opfer gefährlich werden. Besser ist<br />
es, dem Unfallopfer zunächst einen<br />
Rettungsring oder eine andere Auftriebshilfe<br />
zuzuwerfen, an dem es<br />
sich festhalten kann. Denn Ertrinkende<br />
neigen reflexartig dazu, sich<br />
an ihren Rettern festzuklammern,<br />
und das kann im Wasser für beide<br />
fatal enden.“<br />
Selbstverantwortung, Umsicht<br />
und Rücksicht sind gefragt<br />
Die einzelnen Ortsgruppen<br />
der Kreiswasserwacht Bad<br />
Tölz-Wolfratshausen leisten tagtäglich<br />
an ihren Stationen und mit<br />
der Schnelleinsatzgruppe (SEG)<br />
hervorragende Arbeit und retten<br />
Menschenleben. Heinz Eger, Hedvig<br />
Schmidbauer und Jakob Jungmeier<br />
bitten im Namen ihrer Kollegen<br />
dennoch eindringlich darum, sich<br />
bei Freizeitaktivitäten am und im<br />
Wasser niemals zu überschätzen<br />
und zu jeder Zeit umsichtig und<br />
rücksichtsvoll zu verhalten. Ebenso<br />
bitten die Wasserwachten Eltern<br />
und Aufsichtspersonen, die Gefahren<br />
am Wasser nicht zu unterschätzen<br />
und gerade kleine Kinder nie (!)<br />
unbeaufsichtigt zu lassen. Wer das<br />
beherzigt, kann den Sommer an den<br />
Seen, Flüssen und auch Bädern im<br />
Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen<br />
unbeschwert genießen. kf<br />
Wer die Wasserwacht als aktives<br />
oder förderndes Mitglied oder mit<br />
einer Spende unterstützen möchte<br />
oder sich über das Angebot an<br />
Schwimmkursen für Kinder und<br />
Jugendliche informieren möchte,<br />
findet auf der Internet Seite<br />
www.brk-toel-wor.de/angebote/<br />
ehrenamt/wasserwacht.html<br />
alle relevanten Infos.<br />
72
PRESSEMITTEILUNGEN LVM Versicherung<br />
Für einen sicheren Sprung<br />
Für einen ins Berufsleben<br />
sicheren Sprung<br />
ins Berufsleben<br />
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LVM hilft jungen Leuten bei der Absicherung eines<br />
Existenzrisikos:<br />
Rund jeder vierte Deutsche wird im im Laufe seines Lebens<br />
berufsunfähig. Trotzdem gibt es es nur in in knapp<br />
einem Drittel der deutschen Haushalte eine Berufsunfähigkeitsversicherung<br />
(BU). „Nicht selten mangelt es es<br />
an an Informationen, oft ist ist es es aber auch eine Frage des<br />
Geldes –– denn die Absicherung eines existenziellen<br />
Risikos hat halt ihren Preis“, erklärt LVM-Vertrauensfrau<br />
Johanna Walser. Damit sie sie gleichwohl auch<br />
für junge Leute bezahlbar bleibt, bietet die LVM für<br />
Azubis, Studierende und Berufseinsteiger eine Berufsunfähigkeitsrente<br />
mit sogenannter Startphase an.<br />
„Entscheidet sich ein Kunde für eine LVM-BU-Rente<br />
mit Startphase, zahlt er er in in den ersten fünf Jahren ––<br />
bei vollem Schutz –– nur 50 50 Prozent des Beitrages, im im<br />
sechsten Jahr 60 60 Prozent, im im siebten 70 70 Prozent … bis<br />
er er ab ab dem zehnten Jahr diese sogenannte Startphase<br />
hinter sich lässt. Dann ist ist der 100-prozentige Zielbeitrag<br />
fällig“, erläutert Johanna Walser.<br />
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129
ALTE WÖRTER<br />
„Strawanzen“<br />
Text: Michaela Probst<br />
Bilder: Agnes Müller<br />
Kater Pepi ist nach der<br />
Strawanz fix und foxi<br />
Passend zu unserem Thema „Freundschaft, Freiheit,<br />
Freizeit“ haben wir uns ein ganz besonders schönes bayrisches<br />
Wort ausgesucht: „Strawanzen“.<br />
Selbiges hat zwar für klassische Homeys beziehungsweise<br />
Hoam-Kia wenig positive Assoziationen, aber<br />
für alle freiheitsliebenden unter uns gibt es höchste<br />
Punktzahl. „Herumtreiben“ ist die offizielle Übersetzung,<br />
aber das Wörtchen hat wesentlich mehr zu bieten.<br />
Ganz ohne Verpflichtungen, gern auch mit dem<br />
besten Freund, ungezwungen sein Leben genießen, um<br />
wenig ortsgebunden die Welt zu erkunden. Was auch<br />
immer in selbiger zu finden ist. Für größere Strawanzer<br />
sind es eher schöne Frauen und scheene Plaatz. Für die<br />
kleineren Abenteurer sind es viele besondere Gelegenheiten<br />
und ein bisschen mehr Abstand von zu Hause.<br />
Wie schön die Strawanz in ein unbeschwertes Leben<br />
passt, zeigt uns am besten der Kater von Agnes unserer<br />
<strong>d’Isarwinkler</strong>-Schreiberin. Selbiger darf noch ein echter<br />
Kater/Kerl sein und ist oft tagelang bei den Ladys auf der<br />
Strawanz. Wenn Kater Pepi heimkommt, braucht er die<br />
fünffache Menge an Katzenfutter und mindestens einen<br />
ganzen Tag Schlaf.<br />
Pepi, so sois sei! Sauber sogn mia und fett Respekt. Warum<br />
jetzt die Strawanz so eindeutig dem männlichen<br />
Geschlecht zuzuordnen ist? Schon komisch, oder? Wir<br />
Mädels sind wahrscheinlich mal wieder braver und eher<br />
für den Nestbau zuhause zuständig. Aber wer weiß das<br />
schon so genau?<br />
74
In der jetzigen Zeit ist es mal<br />
was Neues beim Alten zu bleiben<br />
Wilhelm Raabe (dt. Schriftsteller, 1831-1910)<br />
- Bekleidung ökologisch und fair:<br />
Leben und wirtschaften in Verbundenheit mit Mensch und Natur.<br />
Manchmal sind es innovative Ideen, die einen großen Fortschritt bedeuten.<br />
Manchmal ist es auch der Blick in die Vergangenheit, durch den wir gute<br />
Antworten auf gegenwärtige Fragen finden.<br />
- Aromatherapie – Das Wesen der Pflanze nutzen<br />
100 % naturreine ätherische Öle sind das Wesen, die Essenz der Pflanze.<br />
Mensch und Natur sind als Einheit miteinander verbunden.<br />
Nutzen Sie die Kraft der Pflanzen als Nahrung für die Haut und<br />
Aktivierung aller Sinne.<br />
- Räuchern als Ritual für die Seele<br />
Direktimport der Mönche vom Hl. Berg Athos.<br />
Räuchergefäße, Beratung und Unterstützung<br />
- Handgefertigter Treibholzschmuck, Karten für besondere Menschen und<br />
Anlässe – jedes Stück ein Unikat aus dem wunderbaren Isarwinkel.<br />
Ich freue mich auf Sie<br />
Herzliche Grüße<br />
Ihr ISARENGEL Elke Ederer Lenggries<br />
Elke Ederer ISARENGEL<br />
Tölzer Straße 9<br />
83661 Lenggries<br />
Öffnungszeiten täglich<br />
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1. Alter Name von Königsdorf Nobiles de ...<br />
2. Einziges Tabuthema der 9 Mädels<br />
3. Kirchenpfleger von Lenggries (Nachname)<br />
4. Woher stammt die Krone im Königsdorfer Wappen Kloster?<br />
5. Wie nannten sich die weiblichen Stammgäste der Oach?<br />
6. Herumtreiben auf bayerisch<br />
7. Welches Adelsgeschlecht erbaute den Dom vom Isarwinkel?<br />
8. Helden in und am Wasser<br />
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9<br />
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9<br />
➔<br />
5<br />
➔<br />
5<br />
➔<br />
8 8 11 11<br />
3<br />
3<br />
➔3<br />
➔3<br />
5 5 10 10<br />
➔6<br />
➔6<br />
8<br />
➔<br />
8<br />
➔<br />
7<br />
7<br />
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6<br />
9<br />
9<br />
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➔<br />
10<br />
➔7<br />
➔7<br />
2 2 12 12<br />
1<br />
1<br />
➔2<br />
➔2<br />
4<br />
4<br />
Lösung:<br />
1 21 32 43 54 65 67 87 98 10 9 10 11 12 11 12<br />
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300 JAHRE Pfarrkirche Lenggries<br />
Verändern und bewahren<br />
300-jähriges Pfarrjubiläum in Lenggries<br />
Text: Michaela Probst Bilder: Pfarrei Lenggries<br />
Es ist immer wieder ein schönes<br />
Gefühl, inklusive Gänsehaut, wenn<br />
am Sonntagvormittag die Kirchenglocken<br />
zur Sonntagsmesse zusammenrufen.<br />
Für mich ist es wie eine<br />
kleine Zeitreise, wenn das imposante<br />
Geläut das ganze Dorf erfüllt. Als<br />
ich noch ein Kind war, und das sind<br />
jetzt schon gut vier Jahrzehnte her,<br />
war der sonntägliche Gottesdienst<br />
nicht Pflicht, sondern meist Freude.<br />
Regeln und Rituale geben Kindern<br />
Sicherheit und Geborgenheit. In<br />
unserer Familie ging es recht ungezwungen<br />
und leger zu. Unsere Mama<br />
konnte bei fünf Kindern nicht immer<br />
konsequent, streng und durchorganisiert<br />
sein. So blieb es für den Sonntag<br />
übrig, ganz klar durchgeplant zu<br />
werden (inklusive Sonntagsbraten)<br />
und das liebten wir. Auch wenn wir<br />
Kinder nicht immer ordentlich daherkamen,<br />
weil die Strumpfhose ein<br />
Loch oder die Schürze nicht richtig<br />
gebügelt war, machten wir uns gerne<br />
auf den ein Kilometer langen Kirchgang<br />
und marschierten dem Kirchengeläut<br />
entgegen. Wir waren fast<br />
immer zu spät und trotzdem setzen<br />
wir Kinder uns in die zweitvorderste<br />
Bank an dem ein silbernes Schild<br />
mit der Aufschrift „2. Klasse“ angeschraubt<br />
war. Wenn wir uns heute<br />
beizeiten in unserer Heimatpfarrei<br />
in Neukirchen bei Weyarn treffen,<br />
ist immer noch so: zweite Bank,<br />
„2. Klasse“ und meistens sind wir zu<br />
spät. Es gibt Dinge, die ändern sich<br />
eben nie. Schön!<br />
Dennoch möchte ich keinen falschen<br />
oder scheinheiligen Eindruck<br />
erwecken, liebe Leserinnen und Leser.<br />
Zugegebenermaßen gehöre ich<br />
nicht zu den fleißigen Kirchgängern,<br />
wie es in Lenggries beeindruckend<br />
viele gibt. Auch wenn der christliche<br />
Glaube für uns ein fester und selbstverständlicher<br />
Bestandteil in ➳<br />
Auch wenn man pro Bank<br />
13 Familien-Schilder zählen<br />
kann, waren die Leute vor<br />
300 Jahren wohl etwas kleiner<br />
und schmächtiger, denn heute<br />
finden pro Reihe nur 9 Personen<br />
bequem Platz<br />
78
Pfarrer Josef Kraller und<br />
Mesner Jakob Gottlob –<br />
ein super Team!<br />
79
80<br />
300 JAHRE Pfarrkirche Lenggries
Kirche St. Jakobus ca. 1910<br />
Bild: Familie Ertl<br />
unserer Familie ist, haben wir das Ritual<br />
Sonntags-Gottesdienst nur selten<br />
in unserem Alltag untergebracht.<br />
Zum einen ist es die Bequemlichkeit<br />
und zum anderen lassen sich meine<br />
Kinder nur ungern vom stillen Zuhören<br />
begeistern, wenn die Dauer einer<br />
Schulstunde überschritten wird.<br />
Wo ein oder zwei in meinem<br />
Namen versammelt sind,<br />
da bin ich mitten unter ihnen.<br />
Die Lenggrieser Pfarrei feiert das<br />
300-jährige Bestehen ihrer Pfarrkirche<br />
St. Jakobus und als eine <strong>d’Isarwinkler</strong>-Schreiberin<br />
verabrede ich<br />
mich natürlich gerne im Pfarrhaus.<br />
Ein ganzes Jahr lang begleitet uns<br />
dieses Jubiläum mit vielen tollen<br />
Aktivitäten und festlichen Gottesdiensten.<br />
Das Team rund um Pfarrer<br />
Kraller möchte die Lenggrieser und<br />
alle rundherum dafür begeistern.<br />
Heute ist genauso wie zu Zeiten von<br />
Jesus das Zusammenkommen von<br />
großer Bedeutung – für die Kirche,<br />
den Glauben und das Leben. Die<br />
Pandemie und die dazugehörigen<br />
sozialen Einschränkungen zeigen<br />
uns ganz deutlich wie wichtig „gemeinsam“<br />
ist und dass weder Telefon<br />
noch Internet das ersetzten<br />
kann. Dennoch sind es auch viele<br />
Menschen, die in der Kirche Ruhe<br />
suchen und dem stressigen Alltag<br />
entfliehen wollen. Wie auch immer –<br />
alle sind willkommen.<br />
Pfarrer Josef Kraller, der seit 2004<br />
die Pfarrei betreut, macht sich sichtlich<br />
Sorgen um seine Nachfolge. Es<br />
gibt nicht mehr viele, die sich für seinen<br />
Weg entscheiden. „Gut möglich,<br />
dass die Gottesdienste irgendwann<br />
seltener stattfinden, weil die Seelsorger<br />
fehlen. Wer weiß, vielleicht gibt<br />
es dann wieder Fahrgemeinschaften,<br />
so wie in den vergangenen drei Jahrhunderten“,<br />
das wünscht er sich.<br />
„Wenn der Kirchplatz wieder voller<br />
Leut’ wär, dass wär schön“, verrät<br />
uns der Kirchenpfleger Peter Dichtl,<br />
der sich um viele Themen in und um<br />
die Pfarrei ehrenamtlich kümmert.<br />
„Damals und vor gar nicht allzu<br />
langer Zeit war nämlich der Kirchgang<br />
Treffpunkt und gesellschaftliches<br />
Highlight. Man kam nur einmal<br />
in der Woche zusammen auf an<br />
Ratsch und um sich zu verabreden.<br />
Telefonieren und chatten war noch<br />
nicht erfunden“, erklärt er uns. ➳<br />
So ändern sich die Zeiten: Bei der Kirchenzählung im Jahre 2004<br />
waren es noch <strong>16</strong> % von gesamt 6400 Katholiken in der Lenggrieser<br />
Pfarrei, die den Gottesdienst besuchten, 2019 nur noch 5 % von<br />
6048, die in einer der Sonntagsmessen zu zählen waren. Zu Zeiten<br />
von Pfarrer Burgmayr in den 1950er-Jahren wurden noch 2330<br />
Kirchgänger von 4500 Katholiken gezählt. Allerdings gab es damals<br />
insgesamt 8 Geistliche in der Pfarrei<br />
Bild: Mathias Weindl, April 1921, Hochzeit Kronprinz Ruprecht von Bayern<br />
und Prinzessin Antonia von Luxemburg<br />
Für alle<br />
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300 JAHRE Pfarrkirche Lenggries<br />
Das Wirtshaus und die<br />
Sonntagsmess’<br />
Dass fast neben jedem Gotteshaus<br />
auch ein Wirtshaus zu finden ist,<br />
das hat gute Gründe. Wer weiß,<br />
vielleicht belebt die Konkurrenz das<br />
Geschäft? So manch einem war das<br />
viele Latein während der Messe zu<br />
trocken und „Mann“ traf sich lieber<br />
am Kirchplatz zur legeren Unterhaltung.<br />
Wenn dann zur Wandlung<br />
die Glocken läuteten (aufgewandelt<br />
wurde) marschierten selbige ganz<br />
brav zur Kommunion und danach<br />
gleich hinaus zum Kirchentor und<br />
gesellten sich zum Wirt. Für selbige<br />
eine kurzweilige Angelegenheit<br />
so ein Sonntagsgottesdienst. Jakob<br />
Gottlob, der Lenggrieser Mesner<br />
weiß dazu aus den Zeiten von Herrn<br />
Pfarrer Maier (Pfarrer Krallers Vorgänger)<br />
auch so manch amüsante<br />
Geschichte. Pfarrer Maier wollte<br />
beim Vereinsjahrtag die Musikanten<br />
austricksen, die immer auf das<br />
zweite Läuten zur Libera (Totengedenken)<br />
warteten, um sich erst<br />
dann zum Kirchenzug zu gesellen<br />
und so das Ganze etwas abzukürzen.<br />
Der Pfarrer ließ das Leuten zur<br />
Wandlung einfach ausfallen und so<br />
warteten die Herren vergeblich darauf<br />
und kamen dann zu spät zum<br />
Kirchenzug, der von der Kirch zum<br />
Wirt ging – diesmal ganz ohne musikalische<br />
Begleitung. Aber wir sind<br />
uns sicher, sie haben auch so den<br />
Weg zum Gasthaus gefunden.<br />
Mesner – ein Traumberuf<br />
Der Lenggrieser Mesner mit dem<br />
klangvollen Namen weiß vieles aus<br />
seiner über 37-jährigen Arbeit zu berichten<br />
und man merkt sofort, dass<br />
sein Beruf Berufung ist. Sein Vorname<br />
Jakob passt perfekt zum Kirchenpatron<br />
Jakobus und auch der Nachname<br />
Gottlob, den er von der Hoffamilie<br />
angenommen hat. Auch seine<br />
Frau ist aktiv in der Pfarrgemeinde<br />
bei allen Bestattungen beschäftigt.<br />
Sie bietet Hilfestellung bei Beerdigungen,<br />
richtet her und kanalisiert<br />
und ist wahrscheinlich besser unter<br />
der etwas unattraktiven Berufsbezeichnung<br />
„Leichenfrau“ bekannt.<br />
Ihr Mann Jakl ist gelernter Schriftsetzer<br />
und hat damals, als er mit seiner<br />
Annelies den Hof übernommen hat,<br />
einen Beruf mit flexiblen Arbeitszeiten<br />
gesucht, den er auch neben der<br />
1721 im Frühjahr startete der<br />
Kirchbau mit den Bauherren<br />
Herwarths und im September<br />
1722 war bereits die Weihe.<br />
Eine reife Leistung! Damit<br />
es schneller ging, stiftete die<br />
Adelsfamilie sogar die Isarbrücke,<br />
damit das Baumaterial<br />
einfach auf die andere<br />
Flussseite kam. Der Turm<br />
wurde übrigens erst 1724<br />
fertig gestellt<br />
82
Landwirtschaft stemmen kann. „So<br />
hab ich mich damals als Mesner<br />
beworben“, erzählt er uns mit einem<br />
vielsagenden und zufriedenen<br />
Lächeln. Er und unser Herr Pfarrer<br />
sind ein echtes Dreamteam, das lässt<br />
sich nicht bestreiten. Vor ihm hat er<br />
viele Jahre mit Herr Pfarrer Maier<br />
zusammengearbeitet, der 30 Jahre<br />
lang in Lenggries als Seelsorger aktiv<br />
war. „Ein Pfarrer ist auch nur ein<br />
Mensch“, weiß Jakl aus Erfahrung,<br />
„und des Guade is, i hob Gott sei<br />
Dank zwoa Ohrwaschl. Do geht<br />
scho moi wos bei der andern Seitn<br />
wieder naus. Aufregung is ned so<br />
meins“, verrät er uns sein Geheimrezept.<br />
Lange ist er jedoch nicht mehr<br />
im Amt, denn nächstes Jahr startet<br />
er in den Ruhestand. Jetzt macht<br />
er schon mal Werbung für seinen<br />
abwechslungsreichen Traumberuf.<br />
Aber noch ist er mit seinem Traktor<br />
unterwegs zur Kirche und läutet<br />
zum Beispiel die Wetterglocken, um<br />
so manches Gewitter zu vertreiben,<br />
oder ist beim Blumengießen oder dabei<br />
die nächste Messe vorzubereiten.<br />
Übrigens in der Pfarrgemeinde gibt<br />
es weitere sechs Mesner und Mesnerinnen.<br />
Mit Veränderungen<br />
leben<br />
So wird sich in den nächsten Jahren,<br />
quasi im 4. Jahrhundert der<br />
Pfarrkirche, nicht nur für ihn und<br />
Pfarrer Kraller, sondern auch für<br />
viele in der Pfarrgemeinde einiges<br />
ändern. Veränderungen sind nicht<br />
immer einfach und Vertrautes gibt<br />
man ungern auf. Für den einen ist es<br />
der gewohnte Platz in der Kirchenbank,<br />
der zu Coronazeiten nicht frei<br />
ist, für den anderen, dass man mal<br />
ganz vorne in der Kirche sitzt und<br />
nicht immer ganz hinten! „Das würde<br />
mich freuen“, verrät uns Pfarrer<br />
Kraller. „Dann brauch ich nicht so<br />
laut zu predigen, wenn alle Bänke<br />
von vorne aufgefüllt werden. Natürlich<br />
darf Männlein auch auf der<br />
linken Weibleinseite sitzen und andersherum.<br />
Auch das geht natürlich.<br />
Macht nur fast keiner. Die Familie<br />
schreitet gemeinsam nach vorne<br />
und plötzlich teilt sie sich auf nach<br />
rechts und links. Immer das gleiche<br />
Bild. Das bringt man selbst bei den<br />
Kommunionkindern nicht mehr aus<br />
deren Köpfen“, berichtet uns Pfarrer<br />
Kraller schmunzelnd. Und selbst der<br />
Mesner Jakob Gottlob<br />
Friedensgruß, der ja noch nicht ganz<br />
so lange Einzug in den Kirchen gefunden<br />
hat, ist so manchem zu viel<br />
des Guten. Kirche bedeutet aber<br />
auch ganz viel Tradition, gerade<br />
bei uns im Isarwinkel. „Man trägt<br />
und fördert sich gegenseitig“, ➳<br />
Öffnungszeiten<br />
Montag u. Dienstag 8:30 – 12:00 Uhr<br />
14:00 – 18:00 Uhr<br />
Mittwoch<br />
8:30 – 12:00 Uhr<br />
Donnerstag u. Freitag 8:30 – 18:00 Uhr<br />
Samstag<br />
8:30 – 12:30 Uhr<br />
Johann-Probst-Str. 1 | 83661 Lenggries | Tel. 08042 - 8923<br />
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83
300 JAHRE Pfarrkirche Lenggries<br />
Das Team der Pfarrei Lenggries:<br />
Elisabeth Wasensteiner,<br />
Claudia Hanus, Renate Rinner,<br />
Benedikt Hanus, Gabi<br />
Gilgenreiner, Rainer<br />
Philippowski, Jakob Gottlob,<br />
Moni Maier, Alexander<br />
Pointner, Annelies Gottlob,<br />
Astrid Lindner, Thomas Paul,<br />
Andrea Fahrner, Margarete<br />
Paul, Resi Fischhaber,<br />
Annemarie Janßen, Christoph<br />
Freundl, Anna Lisa Schandl,<br />
Pfarrer Josef Kraller<br />
Jubiläumsveranstaltungen<br />
So., 19.09.2021 09.30 Uhr<br />
Eröffnungsgottesdienst mit<br />
Herrn Weihbischof Bischof<br />
So., 19.09.2021 17.00 Uhr<br />
Festkonzert zur Eröffnung<br />
des Jubiläumsjahres<br />
für Trompete und Orgel<br />
Fr., 01.10.2021 19.00 Uhr<br />
Festkonzert der Blaskapelle<br />
Lenggries in der Pfarrkirche<br />
unter der Leitung von<br />
Bernhard Simon<br />
Sa., 20.11.2021<br />
Jugendgottesdienst mit Einführung<br />
der Neuministrantinnen<br />
und Neuministranten<br />
November 2021<br />
Jugendwallfahrt<br />
Fr., 03.12.2021 19.00 Uhr<br />
Adventssingen mit regionalen<br />
Sängerinnen/Sängern und<br />
Musikanten in der Pfarrkirche<br />
Do., 30.12.2021 19.30 Uhr<br />
Weihnachtskonzert des<br />
Kirchenchores<br />
Januar 2022<br />
Nightfever/Nachtgebet<br />
Fr., 11.02.2022 19.00 Uhr<br />
Kanzelpredigt aus dem<br />
barocken Baiern vorgetragen<br />
von Herrn Pfarrer Josef Kraller<br />
mit Orgelmusik aus baierischen<br />
Klöstern der Barockzeit<br />
Fastenzeit 2022<br />
Familienpilgerweg<br />
So., 20.03.2022 09.30 Uhr<br />
Miserior Gottesdienst mit<br />
Missio Präsident Monsignore<br />
Wolfgang Huber anschließend<br />
Fastenessen im Pfarrheim<br />
Mi., 23. bis Fr., 25.03.2022<br />
Kinderbibelwoche<br />
Mo., 18.04. bis Fr., 22.04.2022<br />
Padua-Fahrt<br />
Fr., 06.05.2022 19.00 Uhr<br />
Mariensingen mit<br />
Lenggrieser Gruppen<br />
So., 08.05.2022 18.00 Uhr<br />
Gottesdienst und Vortrag mit<br />
Pater Anselm Grün<br />
Mo., 06.06. und<br />
So., 10.07.2022 14.00 Uhr<br />
Kapellenwallfahrt (von der<br />
Pfarrkirche nach Winkl/von<br />
Schlegldorf nach Wegscheid, mit<br />
geselligem Abschluss in einer<br />
Gaststätte)<br />
Sa., 09.07.2022<br />
Ministrantentreffen/<br />
Ehemaligentreffen<br />
So., 24.07.2022 09.30 Uhr<br />
Patrozinium mit<br />
Orchestermesse<br />
Fr., 05.08.2022 19.00 Uhr<br />
Orgelnacht mit verschiedenen<br />
Organisten<br />
So., 11.09.2022 09.30 Uhr<br />
Festgottesdienst mit<br />
Herrn Kardinal Marx,<br />
anschließendem Pfarrfest<br />
So., 18.09.2022<br />
Pfarrfest mit Lenggrieser<br />
Blechmusik im Anschluss zum<br />
Gottesdienst<br />
So., 06.11.2022<br />
Leonhardifahrt<br />
84
weiß Andrea Fahrner. „Unsere Messen<br />
sind wirklich gut besucht. Das<br />
soll auch so bleiben bzw. mit und<br />
nach Corona wieder so werden. Wir<br />
möchten sichtbar sein in unserem<br />
Jubiläumsjahr und den Geburtstag<br />
mit allen Sinnen genießen. Ihr dürft<br />
gespannt sein. Wir freuen uns darauf“,<br />
verspricht sie uns.<br />
Auch wenn die Herrschaften Herwarth<br />
den „Dom des Isarwinkels“<br />
vor 300 Jahren so großzügig gebaut<br />
haben, dass jeder Lenggrieser sicher<br />
einen Platz von gesamt 800 Sitzplätzen<br />
findet, ist Pfarrer Kraller heute<br />
froh, wenn sich die Kirche an besonderen<br />
Tagen gänzlich füllt.<br />
Verändern, anpassen, verbessern,<br />
das ist nicht immer leicht. Jedem gerecht<br />
zu werden ist fast unmöglich:<br />
dem einen, der die Veränderung fordert<br />
und sucht und dem anderen, der<br />
sie meidet und sogar fürchtet. Den<br />
Spagat zwischen den Regularien der<br />
katholischen Kirche z.B. dem Zölibat<br />
und der Ehrfurcht zu Gott und dem<br />
Spaß an der Gemeinschaft und der<br />
Liebe zu Gott zu gewährleisten, das<br />
ist eine echte Herausforderung. Ein<br />
Patentrezept inklusive einer großen<br />
Portion Respekt und Toleranz gibt es<br />
dafür nicht. Es braucht einfach viel<br />
Gespür und Hilfe von ganz oben!<br />
So bleibt zu hoffen, dass sich auch<br />
im nächsten Lenggrieser Kirchen-<br />
Jahrhundert die Kirchenglocken<br />
lautstark und imposant Gehör verschaffen.<br />
Dass viele Menschen jung<br />
und alt gerne das Gotteshaus besuchen<br />
und es ein Ort des Zusammenkommens<br />
und der Gemeinsamkeit<br />
und der Freude ist und bleibt.<br />
St. Jakob<br />
Marktstr. 15 · 83661 Lenggries<br />
Tel. 08042 · 8789<br />
Fax 08042 · 503630<br />
st-jakob.lenggries@ebmuc.de<br />
Pfarrbüro Öffnungszeiten:<br />
Dienstag bis Freitag<br />
08.00 bis 12.00 Uhr<br />
Donnerstag 14.00 bis 17.00 Uhr<br />
(außer an Feiertagen)<br />
Seit über 10 Jahren begleiten wir unsere<br />
Kunden durch sämtliche Familien-Ereignisse<br />
immer gerne mit einem persönlichen<br />
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Mo. - Fr. 8.30 – 12.30 Uhr & 14 – 18 Uhr<br />
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geradegebogen. So ein Auto ist ja<br />
auch wertvoll. Es bringt uns von<br />
A nach B. Genauso wie unser Körper.<br />
Der Gute trägt uns brav durch<br />
unser ganzes Leben. Auch er hat<br />
es doch sicherlich verdient, dass<br />
man sich um ihn kümmert? Ein<br />
harmonisches Zusammenspiel von<br />
Körper und Geist ist dabei für die<br />
Gesundheit unerlässlich. Wie viele<br />
Michaela, unsere Isarwinkler<br />
Schreiberin, zu Besuch bei Markus<br />
Merklinger<br />
Facetten so ein menschlicher Körper<br />
hat und wie viele Möglichkeiten<br />
es gibt, ihm Gutes zu tun, weiß<br />
Markus Merklinger. Er hat sich in<br />
seiner Arbeit ganz und gar dem<br />
Wohle seiner Patienten verschrieben.<br />
Und das schafft er auf vielen<br />
Ebenen. Für sein Dream-Team mit<br />
ganz unterschiedlichen Qualifikationen,<br />
das sich fachlich und<br />
menschlich perfekt ergänzt, hat er<br />
in der Parkvilla in Bad Heilbrunn<br />
genau das richtige Platzerl gefunden.<br />
Mit dem Besuch in seiner<br />
Praxis starten wir unsere neue Rubrik<br />
„<strong>d’Isarwinkler</strong> Gesundheit“.<br />
86
Gesundheit geht<br />
nur gemeinsam<br />
Markus ist Physiotherapeut, Heilpraktiker,<br />
Diplom-Osteopath und<br />
Sportlehrer. Seit 30 Jahren stellt<br />
er seine Ausbildungen und Schulungen<br />
ganz bewusst zusammen.<br />
„Ich habe meinen Weg gefunden<br />
und setze meine Schwerpunkte<br />
aus Überzeugung. Gerade in<br />
der vergangenen Zeit haben sich<br />
Angst, Unsicherheit und Existenzängste<br />
breitgemacht. Viele unserer<br />
Werte haben wir überdacht<br />
und uns neu aufgestellt. Achtsamkeit<br />
gegenüber der Natur und<br />
uns selbst, zum Beispiel in Sachen<br />
Ernährung oder Bewegung haben<br />
viele Themen von der Oberfläche<br />
verdrängt. Unser Blickwinkel hat<br />
sich gewandelt und korrigiert.<br />
Und diese Antennen möchten gerade<br />
wir Therapeuten nutzen. Wir<br />
möchten nicht nur die Symptome<br />
behandeln, sondern die Ursachen<br />
erkennen und bestenfalls beheben.<br />
Die vielen unterschiedlichen<br />
Prozesse in unserem Körper sollen<br />
wieder perfekt zusammenspielen<br />
Gutes tun für sich und seinen Körper – hier ist’s möglich<br />
und wir möchten ein Gleichgewicht,<br />
das für unsere Gesundheit<br />
unerlässlich ist, herstellen“, das<br />
ist seine Philosophie. Schulmedizin<br />
und Heilpraxis verfolgen oft<br />
unterschiedliche Ansätze. Dies<br />
muss sich aber nicht ausschließen,<br />
sondern kann sich wunderbar ergänzen.<br />
Markus arbeitet seit vielen Jahren<br />
gut und gerne mit den hiesigen<br />
Ärzten und Sportmedizinern<br />
zusammen. Zum Beispiel mit Dr.<br />
Zitzmann. „Wir nutzen kurze<br />
Wege und stimmen uns über gemeinsame<br />
Patienten und deren<br />
Therapien ab. So lässt es sich viel<br />
besser behandeln. Wer hilft, hat<br />
Recht und gemeinsam geht‘s besser<br />
das wichtigste Ziel, die Gesundheit,<br />
zu erreichen“, erklärt<br />
Markus.<br />
Hauptsache gsund<br />
Wie wärs z.B. mit Yoga im Grünen<br />
Was oft so lapidar klingt, hat<br />
gerade für die Isarwinkler einen<br />
großen Stellenwert. Die Naturverbundenheit<br />
liegt in den Genen und<br />
das Gespür für sich selbst macht<br />
es dem Heilpraktiker leicht, seine<br />
Therapien und Ideen umzusetzen.<br />
Genau diese Liebe zur Natur, unsere<br />
Heimat und zum Sport hat<br />
Markus in allen Ecken und Enden<br />
in seiner Gesundheits-Praxis umgesetzt.<br />
Jeder Raum ist überraschend<br />
anders und es finden ➳<br />
87
kümmert sich um seine Patienten,<br />
huscht von Raum zu Raum und<br />
ist auch privat, z.B. im Lenggrieser<br />
Fußballverein, engagiert. Und<br />
trotzdem ist er nie gestresst und<br />
immer am Strahlen. Genauso wie<br />
die Sonne auf seinem Firmenlogo.<br />
„Ich freu mich, wenn ich helfen<br />
kann!“ meint er. Für seinen ganz<br />
persönlichen Ausgleich sorgen seine<br />
Berge, seine Seen und natürlich<br />
seine Familie. Ein perfekter Plan<br />
und sein ganz persönliches Geheimrezept.<br />
Danke, Markus, für<br />
diese Einblicke und danke für deine<br />
Zeit. mp<br />
Markus Merklinger’s „Werkstatt“ – einer seiner Behandlungsräume<br />
Die Sportbegeisterung ist überall zu<br />
sehen z.B. im Wartebereich<br />
Krafttraining ist ein wichtiger Bestandteil bei der Reha-Behandlung<br />
sich Bilder und Elemente aus allen<br />
Ecken des Isarwinkels. Seine Frau<br />
hat ihn bei der Gestaltung der<br />
Praxis unterstützt und Elemente<br />
des Feng Shui sowie Elemente der<br />
gemeinsamen Werte Bewegung,<br />
Natur und geistige Entwicklung<br />
einfließen lassen. Die beeindruckende<br />
Parkvilla, mitten im Kurpark<br />
von Bad Heilbrunn, ergänzt<br />
das Praxis-Konzept perfekt. Doch<br />
eines ist Markus ganz besonders<br />
wichtig: „Wir sind trotz unserer<br />
vielschichtigen Therapieformen<br />
ganz bodenständig.“ Im „Weißbier-Yoga-Kurs“,<br />
an dem Markus<br />
selbst teilnimmt, haben sich viele<br />
hiesige Handwerker zusammengefunden,<br />
die hier für ihre tägliche<br />
schwere Arbeit einen Ausgleich<br />
finden. Präventions-Kurse wie die<br />
Rückenschule stehen auf dem Programm.<br />
Gute Erfolge erreicht die<br />
Bioresonanz-Therapie für Allergiker<br />
z.B. bei Heuschnupfen. Manuelle<br />
Therapie, Massage, Fußreflexzonenmassage<br />
oder Lymphdrainage<br />
gehören ebenso zum<br />
Leistungsspektrum. „Mein Beruf<br />
ist Berufung“, da ist sich Markus<br />
sicher. Und wir uns auch. Er<br />
Markus Merklinger<br />
Badstr. 1<br />
83670 Bad Heilbrunn<br />
Tel. (+49) (0)8046 ∙ 1887707<br />
praxis@merklinger-info.de<br />
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Gestaltung Ihrer Räumlichkeiten.<br />
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Der neue vollelektrische<br />
Fiat 500<br />
Kult, der Kultur verändert<br />
Text: Fiat Isarzentrum<br />
Bilder: Wolfgang Kronwitter<br />
92
Der neue Fiat 500 – rein elektrisch.<br />
Mehr Platz, noch innovativere<br />
Technologie, ein neuer Stil – aber<br />
immer noch ein Cinquecento. Rein<br />
elektrische Reichweite von bis zu<br />
458 Kilometern in der Stadt (bis<br />
zu 320 km kombiniert), gemessen<br />
nach neuem WLTP-Standard. Und<br />
jetzt sogar Vergleichstest-Sieger.<br />
Der neue Fiat 500 bleibt nicht nur<br />
seinen Wurzeln, sondern auch seinem<br />
ikonischen Stil treu und ist<br />
noch schöner – dank seines neuen,<br />
noch raffinierteren Designs. Das<br />
500 Emblem befindet sich jetzt an<br />
der Frontseite, um die einzigartige<br />
Persönlichkeit des Autos noch mehr<br />
zu unterstreichen. Breiter und länger<br />
als je zuvor, wird er noch mehr<br />
Präsenz auf der Straße zeigen.<br />
Fahrkomfort:<br />
Der neue Fiat begeistert mit leichtfüßigem<br />
Handling und ebenso gutem<br />
Komfort.<br />
Der Elektroantrieb des neuen Fiat<br />
500 hat eine Leistung von 87 kW<br />
(vergleichbar mit 118 PS). Damit<br />
ist eine Beschleunigung aus dem<br />
Stand auf 50 km/h in 3,1 Sekunden<br />
möglich, Tempo 100 wird nach 9,0<br />
Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit<br />
ist auf 150 km/h<br />
begrenzt.<br />
Der neue Fiat 500 stellt drei Fahrstufen<br />
bereit: Normal, Range und<br />
Sherpa.<br />
Im Modus Sherpa ist das gesamte<br />
System daraufhin konfiguriert, die<br />
größtmögliche Reichweite zu erzielen.<br />
Im Modus Normal lässt sich<br />
der neue Fiat 500 beinahe wie ein<br />
herkömmliches Fahrzeug mit Verbrennungsmotor<br />
fahren. Steht der<br />
Fahrprogrammwahlschalter dagegen<br />
auf Range, muss im Prinzip<br />
nur noch das Fahrpedal betätigt<br />
werden. Loslassen des Fahrpedals<br />
löst einen Bremsvorgang aus, ohne<br />
dass dazu das Bremspedal getreten<br />
werden muss.<br />
Ladetechnologie:<br />
Mit einer Ladung von fünf Minuten<br />
den ganzen Tag fahren.<br />
Das Laden des Fiats ist sowohl mit<br />
Gleich- als auch mit Wechselstrom<br />
möglich. Daher kann der 500er<br />
neben den öffentlichen Ladestationen<br />
ebenso zu Hause über eine<br />
Wallbox oder auch über die Haushaltssteckdose<br />
geladen werden.<br />
Die Ladekabel hierzu sind im Lieferumfang<br />
enthalten. Die Anschaffung<br />
einer Wallbox wird zudem<br />
vom Bundesamt für Wirtschaft<br />
und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst.<br />
Um die Ladezeit zu optimieren,<br />
ist der neue Fiat 500 mit einem<br />
Schnellladesystem ausgestattet, das<br />
einen Ladestrom von bis zu 85 kW<br />
ermöglicht. Beim Schnelladen sind<br />
nach nur fünf Minuten Ladezeit die<br />
Batterien weit genug aufgeladen,<br />
um rund 50 Kilometer zu fahren.<br />
In nur 35 Minuten ist die Batterie<br />
zu 80 Prozent aufgeladen. ➳<br />
93
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Autonomes Fahren Level 2<br />
und Konnektivität<br />
Der neue Fiat 500 ist nicht nur das<br />
erste rein elektrisch angetriebene<br />
Fahrzeug der Marke. Er bringt<br />
auch erstmals Autonomes Fahren<br />
Level 2 ins Segment der Citycars<br />
und damit die entsprechenden Vorteile<br />
in die urbane Mobilität. Zu<br />
den dazu notwendigen Systemen<br />
zählen beispielsweise Kameras, die<br />
den Bereich um Längs- und Querachse<br />
des Fahrzeugs überwachen.<br />
Weitere Ausstattungsmerkmale<br />
sind zum Beispiel der Spurhalteassistent<br />
und Müdigkeitsassistent.<br />
Der Fiat 500 legt hohen Wert auf<br />
Konnektivität. Er kommuniziert<br />
mit seinem Besitzer an Bord und<br />
außerhalb des Fahrzeugs. Möglich<br />
ist beispielsweise die Programmierung<br />
des Navigationssystems<br />
schon vor Antritt der Fahrt. Der<br />
neue Fiat 500 baut eine Verbindung<br />
zum Smartphone des Fahrers<br />
in rund fünf Sekunden auf, zum<br />
Aufladen des Smartphones wird<br />
kein Kabel mehr benötigt.<br />
Vergleichstest-Sieger:<br />
Der neue Fiat 500 ist ein extrem<br />
konkurrenzfähiger Cityflitzer, der<br />
auf Augenhöhe mit den deutschen<br />
Herstellern ist. Er überzeugt mit<br />
einer sehr guten Reichweite, einer<br />
schnellen Ladeleistung mit bis zu<br />
85 kW und muss sich preislich<br />
wirklich nicht verstecken.<br />
Zudem überzeugt er mit seiner<br />
umfangreichen Ausstattung, dem<br />
guten Komfort, feinem Handling<br />
und seiner sehr guten Connectivity.<br />
In beiden Preisen ist bereits<br />
der hinterlegte Rabatt<br />
in Höhe von 9.570,- €<br />
eingerechnet.<br />
Bestehend aus dem Umweltbonus<br />
i.H.v. 3.570,- €<br />
inkl. 19% MwSt. sowie<br />
erhöhtem staatlichen<br />
Umweltbonus i.H.v.<br />
6.000,- € gemäß den Förderrichtlinien<br />
des Bundesministeriums<br />
für Wirtschaft und Energie zum<br />
Absatz von elektrisch betriebenen<br />
Fahrzeugen (BAFA).<br />
Um die Beantragung der Prämien<br />
kümmert sich selbstverständlich<br />
das Autozentrum Isarring.<br />
Der neue 500er Elektro löst unseren<br />
altbekannten 500er Benziner<br />
nicht ab, beide Fahrzeugmodelle<br />
existieren parallel und können<br />
nach wie vor bestellt werden.<br />
94
Mein persönlicher Erfahrungsbericht<br />
Der neue Fiat 500e: Fahrgefühl und mehr<br />
Ich bin endlich zum ersten Mal den<br />
neuen elektrischen Fiat 500 Cabrio<br />
in der Ausstattungsvariante<br />
„la Prima“ gefahren. Hier kommt<br />
meine persönliche Erfahrung und<br />
Einschätzung der Probefahrt mit<br />
weniger technischen Details, mehr<br />
Gesamteindruck und fern von Hersteller-Werbeversprechen.<br />
Das Auto hat mich tatsächlich<br />
schnell überzeugt, denn: Es ist<br />
meiner Meinung nach einfach ein<br />
anderes Fahrzeug und nicht vergleichbar<br />
mit seinen Vorgängern!<br />
Der neue Fiat 500e fühlt sich mehr<br />
wie ein luxuriöses Mittelklasse-Fahrzeug<br />
in Kleinwagen-Größe<br />
an, sowohl im Fahrgefühl als auch<br />
in der Innenausstattung. Das Design<br />
ist besonders, die Linien und<br />
Materialien des Armaturenbretts<br />
nicht 0-8-15. Viele liebevolle Details<br />
tragen zu dem Gefühl bei,<br />
wie zum Beispiel das 500-Logo im<br />
Rücklicht, das Abbild eines alten<br />
500 in der Tür oder die sanfte italienische<br />
Melodie beim Losfahren<br />
statt klassischem Elektro-Sound –<br />
die Melodie hat mich übrigens mit<br />
am meisten begeistert,<br />
obwohl ich damit<br />
gerechnet hatte,<br />
den Sound unnötig<br />
zu finden. Der Fiat<br />
500e fühlt sich innen<br />
zudem deutlich geräumiger<br />
an, obwohl<br />
sich an der Gesamtgröße<br />
nicht sehr viel<br />
verändert hat – der<br />
Flitzer ist nach wie<br />
vor absolut wendig<br />
und flexibel.<br />
Ich kann nur sagen – es lohnt sich!<br />
Ich hätte das Fahrzeug am liebsten<br />
direkt behalten. Ganz viel Spaß<br />
beim Ausprobieren!<br />
Eure Isarwinkler<br />
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VAN CITY Autohaus Geisreiter<br />
Alltags- und Freizeitfahrzeug<br />
Renaut Van City<br />
Text & Bilder: Ahorn-Camp<br />
96
Ahorn Camp hat mit dem Van<br />
City ein alltagstaugliches Freizeit-Fahrzeug<br />
auf Basis des Renault<br />
Trafic entwickelt. Damit rundet<br />
der Camper-Profi sein Angebot<br />
ab und bietet ein Fahrzeug unter 5<br />
Meter an.<br />
Der neue Van City zeichnet sich<br />
besonders durch das integrierte<br />
Schienensystem der 3-er Sitzbank<br />
im Rücksitzbereich aus. Durch eine<br />
schnelle und gezielte Arretierung<br />
in verschiedene Positionen kann<br />
aus dem Sitzbereich mit schnellen<br />
Handgriffen ein Ess- und Wohnbereich<br />
geschaffen werden. Mit<br />
der umklappbaren Sitzbank, die<br />
zu einem zwei Meter langen Bett<br />
ausgeklappt werden kann, verfügt<br />
der Van City inklusive<br />
Aufstelldach über<br />
vier Schlafplätze. Somit<br />
kann der Van City<br />
innerhalb weniger<br />
Minuten vom praktischen<br />
Combi zum<br />
Wohlfühl-Reisemobil<br />
umgebaut werden.<br />
Der Van City fungiert<br />
als praktische<br />
Alltagsfahrzeug und<br />
kann gleichzeitig Partner<br />
für Auszeiten aus<br />
dem Alltag sein. Mit<br />
seinem großem Kompressor<br />
Kühlschrank<br />
punktet der Van City<br />
in Sachen autono- ➳<br />
97
VAN CITY Autohaus Geisreiter<br />
mes Reisen. Viele kleine Verbesserungen,<br />
wie der herausnehmbare<br />
Tisch, ermöglichen eine individuelle<br />
Anpassung an unterschiedliche<br />
Begebenheiten. Bei schlechtem<br />
Wetter bietet der Van City mit seiner<br />
voll ausgestatteten Küche, der<br />
breiten Sitzbank und den drehbaren<br />
Fahrersitzen genug Platz zum Zusammensitzen<br />
und Essen. Bei Sonnenschein<br />
kann der Esstisch leicht<br />
außerhalb genutzt werden, da ein<br />
zusätzliches Tischbein in der Serienausstattung<br />
mitgeliefert wird – so<br />
wird er zum Frühstückstisch mitten<br />
in der Natur.<br />
Der Van City basiert auf dem bewährten<br />
Renault Trafic Chassis und<br />
bietet drei Motorisierungen. Zwei<br />
Motoren-Varianten wahlweise auch<br />
mit Automatik-Getriebe.<br />
98
Autohaus Frimberger<br />
wird zu Autohaus Geisreiter<br />
Seit 1947 entwickelt sich das Unternehmen<br />
ständig weiter.<br />
2017 wurde das große Jubiläum:<br />
„70 Jahren Autohaus Frimberger“<br />
mit dem Markeneintrag gefeiert.<br />
In dem Jahr startete die 2. Generation<br />
der Familie Geisreiter und<br />
wählte bereits die neue Firmierung:<br />
Geisreiter GmbH & Co. KG.<br />
Mit dem Markenwechsel gehen<br />
die beiden Unternehmer Josef und<br />
Martin Geisreiter in der Familiengeschichte<br />
zurück auf das Jahr<br />
1983. Damals startete Josef Geisreiter<br />
Senior mit „Auto Geisreiter“<br />
in die Selbstständigkeit. Fast vier<br />
Jahrzehnte später, geht das Unternehmen<br />
auf den Automobilen-Ursprung<br />
der Familie zurück und setzt<br />
den Familiennamen wieder an die<br />
erste Stelle. Damit unterstreichen<br />
die Unternehmer auch den Qualitätsanspruch<br />
an die eigene Arbeit<br />
und stehen dafür mit dem eigenen<br />
Namen.<br />
Das Autohaus Geisreiter erweitert<br />
in diesem Jahr das Portfolio um die<br />
Marke „Ahorn Camp“ und bietet<br />
künftig auch den Vertrieb, Service<br />
und die Vermietung von Wohnmobilen.<br />
Pünktlich zum Markenwechsel im<br />
Autohaus werden auch die neuen<br />
Logos von Renault und Dacia eingeführt.<br />
Daten zum Unternehmen:<br />
1947 Gründung des Unternehmens<br />
– 2017:<br />
70 Jahre Autohaus<br />
Frimberger ®<br />
1968 Vertrag mit Renault –<br />
2018: 50 Jahre<br />
Renault Frimberger<br />
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1983 Josef Geisreiter sen.<br />
startet mit Auto<br />
Geisreiter in die<br />
Selbständigkeit<br />
1989 Übernahme des Autohauses<br />
von der Familie<br />
Frimberger auf Josef<br />
Geisreiter sen.<br />
2011 Start der E-Mobilität<br />
im Autohaus: 2021<br />
10 Jahre Erfahrung<br />
mit E-Mobilität<br />
2017 Betriebsübergabe an<br />
die Söhne: Josef<br />
und Martin Geisreiter<br />
2017 Start der eigenen<br />
CarSharing-Flotte in<br />
Bad Tölz<br />
2021 Vertrag mit Ahorn<br />
Camp – Wohnmobile<br />
2021 Markenwechsel: Autohaus<br />
Frimberger ® wird<br />
zu Autohaus Geisreiter ®<br />
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Foto: Ahorn Camp<br />
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beständige Entwicklung den Wirtschaftspreis<br />
des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen.
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PORTRÄT Fuchs baut Gärten<br />
„Fuchs baut Gärten“ wird 60<br />
Die „Füchse“ haben Grund zum Feiern<br />
Im beschaulichen Schlegldorf bei<br />
Lenggries gibt es in diesem Jahr etwas<br />
zu feiern: Vor genau 60 Jahren<br />
hat Nikolaus Fuchs das Unternehmen<br />
„Fuchs baut Gärten“ gegründet.<br />
Heute ist das Familienunternehmen<br />
ein erfolgreicher Betrieb für<br />
Gartengestaltung und Landschaftsbau<br />
auf höchstem Niveau.<br />
Von der Obstbaumpflege bis<br />
zum innovativen Gartendesign<br />
Der ehemalige Forstarbeiter Klaus<br />
Fuchs fand mit seiner Idee, Hausbesitzer<br />
in Sachen Gartengestaltung zu<br />
beraten damals eine echte Marktlücke.<br />
Die Arbeit im Wald wurde dem<br />
dreifachen Familienvater irgendwann<br />
zu gefährlich und deshalb<br />
suchte er beruflich nach Alternativen.<br />
Zunächst gründete er eine kleine<br />
Baumschule, holte Obstbäume<br />
im Ausland, veredelte sie und bot<br />
sie zum Verkauf an. Mit dem beginnenden<br />
Bauboom der 1950er-Jahre<br />
bekam der Obstbaum-Experte<br />
erste Aufträge für Anpflanzungen.<br />
Nach einer Gärtnerlehre machte<br />
er seinen Meister und begann den<br />
Betrieb peu à peu auszubauen. Auf<br />
zahlreichen Lehrgängen bildet er<br />
sich kontinuierlich weiter. Neben<br />
der Obstbaumpflege kristallisierte<br />
sich bald eine weitere Leidenschaft<br />
des Gartenfachmanns heraus: die<br />
Steinbearbeitung. In Südtirol informierte<br />
sich Klaus Fuchs über Terrassen-<br />
und Wegebau mit Natursteinen<br />
– zur damaligen Zeit ein absolutes<br />
Novum in der Region. Als die Büroarbeit<br />
überhandnahm und die<br />
Familie wuchs, stellte er seine erste<br />
Mitarbeiterin ein: Rosmarie Gruber<br />
kümmerte sich fortan um alle<br />
anfallenden Sekretariatsarbeiten<br />
von der Rechnungsstellung bis zur<br />
Buchhaltung. Sie ist dem Betrieb<br />
bis heute treu geblieben. Das Büro<br />
befand sich damals noch im Privathaus<br />
der Familie Fuchs im Lenggrieser<br />
Ortsteil Schlegldorf. Marianne,<br />
treusorgende Ehefrau des ehrgeizigen<br />
Gartenunternehmers hielt ihrem<br />
Mann stets den Rücken frei. Als es<br />
die Familiensituation erlaubte, war<br />
Marianne für den Verkauf in der gemeinsamen<br />
Baumschule zuständig,<br />
eine Aufgabe, die ihr große Freude<br />
bereitete.<br />
Eine Dynastie von Landschaftsgärtnern<br />
Tochter Angelika war es dann, die<br />
das weitere Schicksal der väterlichen<br />
Firma nachhaltig beeinflussen<br />
sollte. Angelika, „Gela“, lernte über<br />
ihren mittlerweile verstorbenen<br />
Bruder Klaus Fuchs ihren späteren<br />
Ehemann Fred kennen. Wie es der<br />
Zufall so wollte, befand sich Fred<br />
102
gerade in der Ausbildung zum Landschaftsgärtner.<br />
Der junge Mann heiratete<br />
in die Fuchs-Dynastie ein und<br />
nahm sogar den Namen seiner Frau<br />
an. „Er war sozusagen ein falscher<br />
Fuchs“, erzählt Balbina lachend.<br />
Mit ihrem eigenen Ehemann war es<br />
übrigens ähnlich. „Mein Mann hat<br />
auch seinen Familiennamen zugunsten<br />
des Namens „Fuchs“ aufgegeben.“<br />
Bilder (3): Barbara Jungwirth<br />
Die vierte Generation „Fuchs“<br />
steht schon in den Startlöchern<br />
Aber zurück in die bewegte Geschichte<br />
des Unternehmens: Als<br />
Balbinas Vater Fred Fuchs in die Firma<br />
einstieg, platzte der Büroraum<br />
im Wohnhaus aus allen Nähten. Allen<br />
Unkenrufen aus dem Umfeld der<br />
Fuchsens zum Trotz entschloss sich<br />
die Familie Anfang der 1990er-Jahre<br />
zum Bau eines Geschäftshauses<br />
direkt neben dem privaten Anwesen.<br />
Nach und nach wuchs die Zahl<br />
der Beschäftigten und auch die<br />
Auftragslage boomte immer mehr.<br />
Um den steigenden Ansprüchen der<br />
Kunden gerecht zu werden, absolvierte<br />
Fred Fuchs eine zusätzliche<br />
Ausbildung zum Gartenbautechniker.<br />
Seine Tochter Balbina Fuchs<br />
hingegen zog es zunächst überhaupt<br />
nicht in den Beruf der Landschaftsgärtnerin.<br />
„Ich bin ja quasi mit dem<br />
ganzen Stress und der Hektik eines<br />
Familienbetriebes aufgewachsen<br />
und wusste, dass das neben Freude<br />
auch ein immenses Arbeitspensum<br />
bedeutet. Das wollte ich erstmal<br />
gar nicht“, gibt die Mutter von drei<br />
Kindern zu. Nach einer Lehre zur<br />
Bankkauffrau sattelte sie dann aber<br />
kurzerhand doch um und holte das<br />
Abitur nach. Anschließend belegte<br />
sie in Weihenstephan bei München<br />
ein zu diesem Zeitpunkt ganz neues<br />
Studium mit dem Schwerpunkt<br />
Landschaftsbaumanagement. Nach<br />
Praktika in Münster und im Allgäu<br />
kehrte Balbina schließlich in<br />
ihr Heimatdorf zurück und stieg<br />
ins elterliche Unternehmen ein. Das<br />
Schicksal wollte es, dass auch sie in<br />
Ludwig Fuchs einen Ehemann fand,<br />
der als Hochbauarchitekt sein Fachwissen<br />
bis heute in das Unternehmen<br />
einbringt.<br />
Und auch die nächste Generation<br />
der „Füchse“ steht schon in den<br />
Startlöchern. Der Berufswunsch<br />
„Gärtner“ belegt bei der achtjährigen<br />
Aurelia den ersten Platz auf der<br />
Wunschliste möglicher Tätigkeiten.<br />
Damit ist eine Fortführung der Erfolgsgeschichte<br />
des Unternehmens<br />
„Fuchs baut Gärten“ erstmal gesichert.<br />
Fuchs baut Gärten GmbH<br />
Schlegldorf 91a<br />
83661 Lenggries<br />
Tel. 08042 · 914540<br />
Fax 08042 · 9145422<br />
info@fuchs-baut-gaerten.de<br />
www.fuchs-baut-gaerten.de<br />
103
ANZEIGE<br />
PORTRÄT Fuchs baut Gärten<br />
Schattige Plätzchen schaffen<br />
Sonne satt? In dieser Gartensaison<br />
bislang weitgehend Fehlanzeige.<br />
Doch irgendwann wird die Wolkendecke<br />
aufreißen – und spätestens<br />
dann wird auch den hartgesottensten<br />
Sonnenanbetern unter<br />
den Gartenbesitzern wieder klar:<br />
Fürs Rundum-Wohlgefühl braucht<br />
der Garten mindestens ein schattiges<br />
Plätzchen. Wie man sich das<br />
schaffen kann und worauf es zu<br />
achten gilt, erklärt Ludwig Fuchs,<br />
Gärtner von Eden aus Lenggries,<br />
ein echter Gartenprofi.<br />
Auch mittags entspannt im Garten<br />
sitzen, ein wenig Kühle und<br />
gedämpftes Licht genießen, wenn<br />
drumherum alles in gleißendes<br />
Sonnenlicht getaucht ist: Ein<br />
Schattenplatz erweitert die Nutzungsmöglichkeiten<br />
eines Gartens<br />
noch einmal beträchtlich. Also<br />
einfach Sonnenschirm aufgespannt<br />
und gut? „Das ist natürlich die einfachste<br />
Art, zeitweilig für Schatten<br />
zu sorgen“, erklärt Ludwig Fuchs.<br />
Der Gartengestalter aus Lenggries<br />
gehört mit seinem Betrieb Fuchs<br />
baut Gärten GmbH zu den Gärtnern<br />
von Eden, einem genossenschaftlichen<br />
Zusammenschluss<br />
von rund 50 Gartengestaltern in<br />
Deutschland und der Schweiz, die<br />
sich wie er auf Planung, Anlage<br />
und Pflege individueller privater<br />
Gärten spezialisiert haben. „Ich<br />
empfehle aber, sich zunächst einmal<br />
die Gegebenheiten vor Ort<br />
sehr intensiv anzuschauen, bevor<br />
man sich für eine bestimmte Art<br />
von Sonnenschutz entscheidet“,<br />
so der Experte. Das heißt zum einen,<br />
zu klären, zu welchen Zeiten<br />
die Sonne wo und wie lange in den<br />
Garten scheint, und zum anderen,<br />
mit den Gartenbesitzern herauszuarbeiten,<br />
wann und wie sie ihren<br />
Garten nutzen. Von beiden Faktoren<br />
ist abhängig, an welcher Stelle,<br />
in welcher Größe und mit welcher<br />
Art von Sonnenschutz ein Schattenplatz<br />
sinnvoll ist.<br />
Vorhandenen Schatten nutzen<br />
„Eine grundlegende Frage lautet<br />
dabei: Will ich einen vorhandenen<br />
Sitzplatz beschatten oder habe ich<br />
vielleicht einen Ort im Garten, der<br />
104
zu bestimmten Zeiten im Schatten<br />
liegt und richte mir dort einen Sitzplatz<br />
ein?“, fasst Gartenprofi Fuchs<br />
zusammen.<br />
Wer einen bereits existierenden<br />
Sitzplatz, etwa die Hauptterrasse<br />
am Haus, beschatten möchte,<br />
kann dies meist mit wenig Aufwand<br />
tun. Das Aufspannen eines<br />
Sonnenschirms oder das Ausrollen<br />
eines Sonnensegels heißt aber auch,<br />
die Sonne einfach auszusperren:<br />
Damit gibt es zwar kein direktes<br />
Sonnenlicht mehr, aber heiß kann<br />
es an Ort und Stelle dennoch werden,<br />
gerade, wenn durch den Sonnenschutz<br />
auch die Luftzirkulation<br />
eingeschränkt wird.<br />
Bäume als natürliche<br />
Schattenspender<br />
Deutlich angenehmer ist das Mikroklima<br />
dort, wo sich der Schatten<br />
ganz natürlich durch die örtlichen<br />
Gegebenheiten einstellt, etwa, weil<br />
die Sonne zeitweilig hinter einem<br />
Nachbarhaus verschwindet oder<br />
gar ein größerer Baum Schatten<br />
spendet. Hier heizt sich die Luft<br />
nicht so schnell auf, und das Laubdach<br />
eines Baumes sorgt außerdem<br />
für Verdunstungskälte. „Deshalb<br />
ist der Schatten unter einem Baum<br />
auch so angenehm und ein Baum<br />
der optimale Schattenspender“,<br />
weiß Ludwig Fuchs aus Erfahrung.<br />
Sein Tipp: „Wenn die Zeiten, zu<br />
denen es solche natürlich beschatteten<br />
Stellen im Garten gibt, zu den<br />
eigenen Nutzungsgewohnheiten<br />
passen, kann es sich lohnen, dort<br />
einen zusätzlichen Sitzplatz anzulegen.“<br />
Unabhängig davon sollte jeder Verweilort<br />
im Garten auch sein eigenes<br />
Beschattungskonzept bekommen.<br />
Der flexibelste unter den Schattenspendern<br />
ist der Sonnenschirm. Er<br />
kann, je nach Ständer, bei Bedarf<br />
einigermaßen problemlos überall<br />
im Garten platziert werden. „Bei<br />
der Anschaffung sollte man unbedingt<br />
auf Qualität setzen“, empfiehlt<br />
Ludwig Fuchs. „Günstige<br />
Modelle sind oft nicht lange stabil.<br />
Auch eine gewisse Größe und Bedienkomfort<br />
sollten bei der Kaufentscheidung<br />
eine Rolle spielen.“<br />
Wichtig ist auch die Farbe: „Die<br />
sollte ins gestalterische Konzept des<br />
Gartens und zu den Gartenmöbeln<br />
passen, damit der Gesamteindruck<br />
harmonisch bliebt“, lautet die<br />
Empfehlung des Profis. Das gilt im<br />
Übrigen für alle textilen Schattenspender,<br />
also auch für Sonnensegel<br />
und Markise. Für beide empfiehlt<br />
der Gartengestalter professionelle<br />
Unterstützung bei Planung und<br />
Einbau. Markisen sind ohnehin<br />
Einzelanfertigungen, und Sonnensegel<br />
sollten mit einer festen Konstruktion<br />
verankert sein, um auch bei<br />
stärkerem Wind sicher zu halten.<br />
Ein eingebauter Windsensor bringt<br />
zusätzliche Sicherheit.<br />
Dann lässt sich das Schattenplätzchen<br />
auch bei auffrischendem Wind<br />
uneingeschränkt genießen. kf<br />
Bilder (2): Fuchs baut Gärten GmbH<br />
105
produziert das Heimspiel des A-Klassen-Aufsteigers<br />
auf Bundesliga-Niveau<br />
und überträgt die Begegnung live in HD.<br />
Die unverschlüsselt ausgestrahlte und<br />
somit frei empfangbare Partie kommentiert<br />
Wolff-Christoph Fuss. Die Analyse<br />
übernehmen prominente Sky-Fußballexperten.<br />
Das Spiel kann man auch im<br />
Livestream mitverfolgen unter www.<br />
spieldeslebens.sky.de.<br />
Die Vereine fiebern ihrem<br />
Mit<br />
Traum<br />
einem<br />
entgegen.<br />
Insektenschutz-Rollo vor<br />
dem Dachfenster bleiben Mücken<br />
Josef Reiter, Trainer vom SC Reichersbeuern<br />
und Wespen<br />
kann es<br />
draußen<br />
kaum fassen:<br />
und<br />
„Das<br />
einem<br />
ist<br />
ungestörten für einen kleinen Schlaf Dorfverein steht wie nichts unseren im<br />
Wege. eine Riesengeschichte. Die außen liegende Die Rivalität Hitzeschutz-Markise<br />
Wackersberg ist groß, sorgt die für Spieler angeneh-<br />
kennen<br />
mit<br />
me Temperaturen<br />
Mei Dahoam<br />
Hitze- und Insektenschutz<br />
Mit drei Tipps entspannt durch<br />
den Sommer im Dachgeschoss<br />
sich und jeder ist heiß auf das ‚Sky Spiel bescheren. Und natürlich freuen sie sich<br />
des Lebens‘. Mal sehen, wer dann die auf das Team von Sky, das bereits einen<br />
Hosen Damit voll hat, die wenn's Temperaturen losgeht.“ im Tag derzimmer vorher anreist, lassen Kameras lichtdurchlässige rund ums<br />
Dachgeschoss auch im Sommer Spielfeld Markisen installiert, Tageslicht Tribünen in aufbaut den Raum, und<br />
Und auch Klaus Heller, Trainer vom SV die Technik für die Reporter und das Expertenteam<br />
bereitstellt.<br />
angenehm bleiben, ist neben einer die Hitze aber weitestgehend draußen.<br />
Zweite wichtige Empfeh-<br />
Wackersberg-Arzbach, ist begeistert:<br />
guten Dämmung des Daches der<br />
„Sensationell, dass unser Derby live bei<br />
Sky Schutz gezeigt der wird Dachfenster und sogar deutschlandweidend.<br />
frei Wichtig empfangbar ist, dass ist. Wir dieser freuen außen uns beginnen. Dachgeschoss: Im heißen Sommer<br />
entschei-<br />
Das<br />
lung<br />
Live-TV-Event<br />
für ein gutes Raumklima<br />
kann<br />
im<br />
riesig, vor dem dass Fenster wir beim liegt ‚Spiel und des Lebens‘ so die sollten die Dachfenster tagsüber<br />
dabei energiereichen sein dürfen. Strahlen Das ist eine der einmalige Sonne Ein möglichst einmaliger geschlossen Event erwartet den bleiben, Zuschauer,<br />
damit die wenn warme die beiden Außenluft Vereine „vor erst<br />
Sache.“ vor dem Auftreffen auf die Scheibe<br />
stoppt. Für das Schlafzimmer<br />
dem<br />
gar nicht<br />
größten<br />
in die<br />
Spiel<br />
Wohnung<br />
ihrer Vereinsgeschichte“<br />
stehen, wie Dr. Rainer Koch, 1.<br />
gelangt.<br />
Der SC Reichersbeuern jedenfalls ist<br />
eignen sich verdunkelnde Velux Ausgiebig gelüftet werden sollte in<br />
vorbereitet. Auf die vielen Fans, die in DFB-Vizepräsident Amateure und Präsident<br />
Tracht<br />
Hitzeschutz-Markisen<br />
und mit Weißbier in<br />
oder<br />
der Hand,<br />
Rollläden.<br />
Spielern Letztere von den punkten Holzbänken mit einer aus (BFV) Abend. versichert. Wer nach dem Lüften nicht<br />
den<br />
des<br />
frühen<br />
Bayerischen<br />
Morgenstunden<br />
Fußball-Verbandes<br />
und am<br />
grölend Hitzereduktion zujubeln, sie von anfeuern bis und zu ihnen 92% auf Mückenjagd gehen möchte, der<br />
und hoffentlich zusätzlichem einen unvergesslichen Lärm- und Einbruchschutz.<br />
Im Arbeits- oder Kin-<br />
ist deshalb, einen<br />
Tag Also, sollte auf vorbeugen. zum nächsten Der dritte Sieg! Tipp<br />
Insektenschutz<br />
Rosatöne wie Einhorn- oder Flamingorosa sind nicht nur was für Mädchen. Bereits leichte Akzente wirken<br />
entspannend und bringen ein Gefühl von Sicherheit mit.<br />
Bei der Wahl der passenden Wandfarben hilft die Alpina Farbkollektion<br />
Farbenfreunde. Sie wurde speziell für das Kinderzimmer entwickelt und<br />
orientiert sich an den Bedürfnissen des Kindes.<br />
106
mit Klettverschluss kurzfristig für<br />
mehr Flexibilität und langfristig<br />
für mehr Haltbarkeit. Das Material<br />
sollte zudem strapazierfähig und<br />
der Blick nach Draußen für einen<br />
Sommer zum Genießen weiterhin<br />
ungestört möglich sein. epr<br />
Fotos: epr/Velux<br />
Beim Frühstück noch schnell die kühle Morgenluft in den Raum lassen,<br />
aber die Hitzeschutz-Markise schon geschlossen haben – so bleibt das<br />
Raumklima im Dachgeschoss angenehm<br />
am Dachfenster anzubringen. Das<br />
Fliegengitter sollte dicht abschließen,<br />
aber keine Herausforderung<br />
für das Öffnen und Schließen des<br />
Fensters darstellen. Hersteller wie<br />
Velux bieten Insektenschutz-Rollos,<br />
die sich einfach ausziehen und<br />
zum „Überwintern“ in eine Kassette<br />
zurückschieben lassen. Das<br />
sorgt im Gegensatz zu Lösungen<br />
Hitzeschutz-Markisen, hier in der<br />
verdunkelnden Ausführung, werden<br />
außen auf dem Fensterflügel<br />
montiert und verhindern so, dass<br />
die energiereichen Sonnenstrahlen<br />
auf die Scheibe treffen<br />
"Alles aus Meisterhand... denn Qualität überzeugt!"<br />
Wir sind Schreiner mit Herz und Leidenschaft<br />
Für unsere Vielseitigkeit, Kreativität und Qualität sind<br />
wir schon seit über zwei Jahrzehnten bekannt.<br />
Unser Leistungsfeld streckt sich über eine große Bandbreite<br />
des Schreinerhandwerks.<br />
Lernen Sie uns kennen!<br />
Schreinerei Joachim<br />
Reintal 5 | D-83677 Reichersbeuern<br />
Tel: 08041 / 799 930 | Fax: 08041 / 799 929<br />
E-Mail: info@schreinerei-joachim.com<br />
www.schreinerei-joachim.com
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PORTRÄT Ofenbauer Josef Waldherr<br />
Leidenschaft für Feuer und Wärme<br />
Der „Feuerraum“ von Josef Waldherr<br />
An einem kalten Wintertag gibt es<br />
fast nichts Behaglicheres als sich von<br />
einem Holz- oder Kaminofen in den<br />
eigenen vier Wänden wärmen zu lassen.<br />
Wer sich den Traum vom Bullerofen<br />
im Wohnzimmer verwirklichen<br />
möchte, findet in Josef Waldherr aus<br />
Wackersberg den richtigen Ansprechpartner.<br />
Der renommierte und kompetente<br />
Ofenbauer berät und unterstützt<br />
seine Kunden seit 2012 bei der Auswahl,<br />
Planung und beim Einbau ihres<br />
persönlichen Wohlfühlofens.<br />
Das Angebot des Ofenbauers erstreckt<br />
sich vom Einbau eines modernen<br />
Grundofens bis zur Instandsetzung<br />
und Reparatur antiker Kachelöfen. Individualität<br />
nimmt dabei einen hohen<br />
Stellenwert ein. Denn jeder Ofen, den<br />
Josef Waldherr zusammen mit seinem<br />
Team konstruiert und anfertigt ist ein<br />
absolutes Einzelstück. Akribisch und<br />
mit viel Liebe zum Detail berät der<br />
Ofenbaumeister seine Kunden von der<br />
Planung über den sachgerechten Einbau<br />
bis zum ersten Anheizen. Harmonisch<br />
abgestimmt auf die Proportionen<br />
und Maße der Räume und die Wünsche<br />
seiner Kunden entstehen auf diese<br />
Weise kreative Designobjekte, die mit<br />
dem jeweiligen Einrichtungsstil perfekt<br />
harmonieren. Seien es moderne, puristische<br />
Öfen mit großen Glaseinsätzen<br />
und Natursteinakzenten oder traditionelle<br />
Kachelöfen im bäuerlichen Stil:<br />
Josef Waldherr und seine drei Mitarbeiter<br />
bemühen sich, die Vorstellungen<br />
und Wünsche ihrer Kunden in die<br />
Realität umzusetzen. Mit einem Holzküchenofen<br />
in traditioneller Optik und<br />
modernster Funktionsweise wird die<br />
Küche zum Lebensmittelpunkt für die<br />
ganze Familie. Ganze Menüs gelingen<br />
wie von Zauberhand und das Ergebnis<br />
steht dem Kocherlebnis auf Gas- und<br />
Elektroöfen in nichts nach.<br />
Schwedenofen oder<br />
Warmluftofen?<br />
Das ist hier die Frage.<br />
Ein weiterer Schwerpunkt des<br />
Handwerksbetriebes liegt auf der<br />
Modernisierung veralteter Heizanlagen.<br />
Gemäß dem Bundesemmissionsschutzverordnung<br />
sollten Öfen<br />
eine hohe Effizienz bei gleichzeitiger<br />
Verringerung der Feinstaubbelastung<br />
garantieren. Der Vorteil für<br />
den Verbraucher liegt nicht nur in<br />
der besseren Heizleistung, sondern<br />
vor allem in der Minimierung des<br />
Brennholzbedarfs. Diese Faktoren<br />
schonen die Umwelt und sorgen für<br />
ein angenehmes Raumklima. Einige<br />
Modelle, die von Josef Waldherr<br />
eingebaut werden, funktionieren<br />
„wassergeführt“. Das bedeutet, die<br />
Wärme wird in Kombination mit der<br />
Leistung einer Solaranlage in einem<br />
108
Pufferspeicher gespeichert und über<br />
eine Fußbodenheizung langsam an<br />
die Wohnräume abgegeben. Für eine<br />
rasche Erwärmung der Wohnräume<br />
dient ein Warmluftofen. Allerdings<br />
wird bei dieser Variante zwar schnell<br />
Wärme abgegeben, der Ofen kühlt<br />
aber auch schnell wieder aus. So<br />
manche Zeitgenossen liebäugeln mit<br />
der Anschaffung eines Schwedenofens.<br />
Die soliden, meist runden Öfen<br />
in Edelstahloptik sind nicht nur ein<br />
gefälliger Hingucker, sondern eignen<br />
sich auch hervorragend als Wärmequelle<br />
in Garten- und Skihütten, kleinen<br />
Wohnungen oder Ferienhäusern.<br />
Knisternde Scheite und<br />
behagliche Wärme<br />
Wem der Blick ins offene Feuer wichtiger<br />
ist als eine zusätzliche Wärmequelle<br />
in der kalten Jahreszeit, sollte<br />
über die Anschaffung eines offenen<br />
Kamins nachdenken. Mit einem heißen<br />
Tee oder einem Glühwein in geselliger<br />
Runde das Spiel der Flammen<br />
zu beobachten, beschert Momente<br />
voller Gemütlichkeit und Entspannung.<br />
bei bestehenden Öfen bietet sich oftmals<br />
auch eine Sanierung oder Reparatur<br />
an, um sie auf den neuesten<br />
Stand der Technik zu bringen.<br />
Als zuverlässiger und kompetenter<br />
Partner in Sachen Ofenbau hat sich<br />
Josef Waldherr mit seinem Betrieb<br />
„Der Feuerraum“ mittlerweile weit<br />
über die Grenzen des Tölzer Landkreises<br />
hinaus einen Namen gemacht.<br />
Sein Einzugsgebiet erstreckt<br />
sich bis nach München, Rosenheim<br />
und Weilheim.<br />
Beim Ofenbaumeisterbetrieb Josef<br />
Waldherr in Wackersberg wird der<br />
Traum vom eigenen Kaminofen Realität:<br />
Zuverlässig, fair und mit viel<br />
Gespür für Flammen und Feuer. kf<br />
Ofenbaumeisterbetrieb<br />
Josef Waldherr<br />
Am Sauersberg 132<br />
83646 Wackersberg<br />
Tel. 0151 ∙ 15429799<br />
info@der-feuerraum.de<br />
www.der-feuerraum.de<br />
109
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PORTRÄT Spenglerei Martin Wasensteiner<br />
Traumberuf Spengler<br />
Die Firma Martin Wasensteiner bietet eine<br />
fundierte Ausbildung mit Zukunft<br />
Das Thema Ausbildung wird bei<br />
der Spenglerei Wasensteiner in Hohenwiesen<br />
bei Lenggries großgeschrieben.<br />
Seit zwölf Jahren bildet<br />
der renommierte Handwerksbetrieb<br />
zeitweise bis zu drei Azubis gleichzeitig<br />
in allen Bereichen des Spenglerhandwerks<br />
aus. „Vor zehn Jahren<br />
haben wir Alois Adlwarth als Lehrling<br />
eingestellt“, erzählt Firmenchef<br />
Martin Wasensteiner. „Alois ist<br />
mittlerweile fester Bestandteil des<br />
Teams und übt seinen Beruf mit großer<br />
Leidenschaft und Engagement<br />
aus und übernimmt immer mehr<br />
Verantwortung.“<br />
In der Werkstatt werden die verschiedenen Materialien für den Gebäudeschutz<br />
gelagert und bearbeitet<br />
Sehr stolz sind der Firmenchef und<br />
sein Team auf Florian Bechteler, der<br />
seine Ausbildung in diesem Jahr mit<br />
Bestnoten abschließen konnte. Der<br />
junge Handwerker verkürzte seine<br />
Lehrzeit sogar um ein halbes Jahr<br />
und wird künftig im Unternehmen<br />
als Geselle tätig sein. Er wird sein<br />
Können den nachfolgenden Azubis<br />
weitergeben.<br />
Mit Michael Bichlmair und Sebastian<br />
Gascha treten im Herbst zwei<br />
neue Schulabgänger ihre Lehrstelle<br />
in dem Lenggrieser Familienbetrieb<br />
an. „Die Ausbildung zum Spengler<br />
ist äußerst vielseitig und abwechslungsreich“,<br />
betont Martin Wasensteiner.<br />
Das Spenglerhandwerk<br />
deckt sämtliche Arbeiten und Maßnahmen<br />
ab, die Gebäuden Schutz<br />
vor Wind, Wetter und Wasser gewähren:<br />
Vom Sockelblech bis zum<br />
112
Blechdach, von Tiefgaragen- und<br />
Balkonabdichtungen bis zur Begrünung.<br />
Die Tätigkeit eines Spengler<br />
reicht vom Keller bis zum Dach.<br />
Martin Wasensteiner: „Es ist einfach<br />
ein vielseitiger Beruf mit großer<br />
Abwechslung.“<br />
Arbeiten, wo andere Urlaub<br />
machen<br />
Die Lehrlinge dürfen bereits ab dem<br />
ersten Tag auf den verschiedenen<br />
Baustellen mitarbeiten und ihren<br />
Beruf von der Pike auf erlernen.<br />
Die Firma Wasensteiner ist auch auf<br />
vielen Almbaustellen vertreten. Die<br />
Arbeit auf teilweise nur mit Hubschrauber<br />
erreichbaren Almen und<br />
Berghütten ist für die ganze Belegschaft<br />
und gerade Berufsanfänger<br />
ein ganz besonderes Erlebnis.<br />
Doch trotz der Vielseitigkeit und<br />
den hervorragenden beruflichen<br />
Möglichkeiten ist die Zahl der Interessenten<br />
gering. „Wir würden auch<br />
gerne mehr Lehrlinge einstellen.<br />
Aber es ist schwierig, Anwärter zu<br />
finden, da es im Handwerk allgemein<br />
immer schwieriger wird, Azubis<br />
zu finden obwohl es sich gezeigt<br />
hat, dass es sehr krisensicher ist“,<br />
bedauert Martin Wasensteiner.<br />
Als Voraussetzung für die dreieinhalbjährige<br />
Lehre sollten die Bewerber<br />
einen Hauptschulabschluss,<br />
aber vor allem Motivation mitbringen.<br />
Von Vorteil sind auch räumliches<br />
Vorstellungsvermögen und mathematisches<br />
Verständnis. Für die<br />
Arbeiten auf Dächern und Balkonen<br />
benötigt man zudem eine gewisse<br />
körperliche Fitness und Schwindelfreiheit.<br />
Ob der Beruf passt, kannst man mit<br />
einem Praktikum herausfinden.<br />
Die Auszubildenden erwartet bei der<br />
Firma Wasensteiner eine familiäre<br />
Bilder (2): Spenglerei Wasensteiner<br />
Die Ausbildung zum Spengler ist vielseitig und abwechslungsreich<br />
Atmosphäre, ein junges, dynamisches<br />
Team sowie die Möglichkeit<br />
den Beruf „Spengler“ in all seinen<br />
Facetten und Möglichkeiten von<br />
Grund auf zu erlernen und zu erleben.<br />
„Eine Tätigkeit, die nicht nur<br />
großen Spaß macht, sondern in der<br />
auch übertariflich honoriert wird<br />
Bilder (2): Wolfgang Kronwitter<br />
und die eine lange Betriebsbindung<br />
garantiert“, bekräftigt der Spenglermeister.<br />
Kurzum: ein moderner, vielseitiger<br />
Beruf mit Zukunft. kf<br />
Komm und werde Spengler!<br />
Hohenwiesen 3 · 83661 Lenggries<br />
Tel. 0 80 42 · 87 25 · info@spenglerei-wasensteiner.de<br />
www.spenglerei-wasensteiner.de<br />
113
Schaufensterln<br />
Viele zauberhafte Wohnaccessoires,<br />
kleine Möbelstücke und<br />
liebevolle Geschenke findet ihr<br />
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Chalet, Friedeln 17 (direkt an<br />
der Hauptstraße), Jachenau,<br />
Tel. 08043-1036 und im<br />
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Ab Mitte September öffnet der Hofladen in<br />
Gaißach, Lenggrieser Str. 8<br />
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Mo – Fr. 14 – 18 Uhr, Sa. 9 – <strong>16</strong> Uhr<br />
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Gaißach (Sunntratn)<br />
www.apfel-gaissach.de<br />
Die Mountain Boutique ist der<br />
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und zeigt eure Leidenschaft für die<br />
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114
Mei Dahoam<br />
Für Gaumen und Seele<br />
Mit einem Kamingrill köstliche und stimmungsvolle Momente erleben<br />
Was gehört zu einem schönen<br />
Sommertag? Neben netter Gesellschaft<br />
und erfrischenden Getränken<br />
selbstverständlich köstliches Grillgut.<br />
Was gehört zu einem lauen Sommerabend?<br />
Natürlich Lagerfeueratmosphäre.<br />
Mit Gartengrillkaminen<br />
von Buschbeck sind wir für beides<br />
optimal ausgestattet, denn diese<br />
kombinieren Grillgenuss und wärmespendende<br />
Kaminromantik. Ihre<br />
in der Regel doppelwandige Bauweise<br />
erlaubt es, auf den meisten Modellen<br />
nicht nur mit Holzkohle Wurst zu<br />
brutzeln, sondern sie zudem mit Holz<br />
zu befeuern – und das bei TÜV-garantierter<br />
Sicherheit für die ganze<br />
Familie. Eine über Jahre edle Optik<br />
Dank der doppelwandigen Bauweise kann man auf den Grillkaminen nicht<br />
nur mit Holzkohle grillen, sondern sie auch mit Holzscheiten befeuern<br />
gewährleistet bei fast allen Modellen<br />
eine fertig behandelte Oberfläche.<br />
Die Allround-Feuerplätze werden zu<br />
100 Prozent in Deutschland produziert<br />
und inklusive Montagekleber<br />
sowie hochwertigem Grillrost geliefert.<br />
Zudem ist umfangreiches Zubehör<br />
erhältlich. epr<br />
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Nassflächen, Grünland<br />
und Kulturflächen<br />
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Ausfahren von Grüngut<br />
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Amortstraße 21<br />
83646 Wackersberg<br />
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PORTRÄT Simon Holzbau<br />
Gesundes Wohnen nach<br />
neuesten ökologischen Standards<br />
Bilder: Simon Haus und Holzbau<br />
Ökologisch, nachhaltig und massiv:<br />
diese drei Attribute zeichnen die<br />
„Lebenshäuser“ der Firma Simon<br />
Haus und Holzbau aus Lenggries<br />
aus. Das renommierte Unternehmen<br />
baut Holzhäuser für Privatpersonen<br />
und Gewerbetreibende.<br />
Im vergangenen Jahr wurde der<br />
Handwerksbetrieb im Lenggrieser<br />
Ortsteil Schlegldorf erneut mit dem<br />
Zertifikat „Baubiologisch empfehlenswert“<br />
für seine Rohbau-Holzbauweisen<br />
vom Institut für Baubiologie<br />
und Nachhaltigkeit (IBN)<br />
ausgezeichnet. Damit ist das Unternehmen<br />
im Bereich Holzhausbau<br />
führend im südlichen Oberbayern.<br />
Leimfreie und metallfreie<br />
Massivholzbauweise<br />
In der firmeneigenen Produktion<br />
entstehen drei verschiedene Wandkonstruktionen<br />
in Holzbauweise:<br />
Beim Holzrahmenbau wird die<br />
Traglast von einem Holzrahmensystem<br />
und den Holzständern aufgenommen.<br />
Die Konstruktion beruht<br />
auf der Verbindung von senkrechten<br />
Holzständern mit horizontalen<br />
Rahmen. Gedämmt wird dabei<br />
ausschließlich mit Holzfasern. Diese<br />
Bauart ermöglicht eine Fülle an kreativen<br />
Gestaltungsmöglichkeiten.<br />
Immer beliebter wird der Holzmassivbau.<br />
Dabei werden die Wandelemente<br />
als Brettschichtholzwand,<br />
aus Brettstapelelementen, als<br />
kreuzverleimte Wand oder mit der<br />
leimfreien Simon Massivwand ausgeführt.<br />
Ganz neu hierbei ist der<br />
vollständige Verzicht auf Holzleim<br />
und Metallelemente. Die einzelnen<br />
Schichten werden stattdessen mit<br />
stabilen Buchenholzdübeln und<br />
1<strong>16</strong>
-nägeln miteinander verbunden.<br />
„Das ist nicht nur ökologisch optimal,<br />
sondern auch sehr stabil“, erklärt<br />
Unternehmenschef Bernhard<br />
Simon. Die Vollholzwände sorgen<br />
für einen hohen Schallschutz und<br />
bilden einen hervorragenden Feuchtigkeitsspeicher,<br />
der den Feuchtigkeitsgehalt<br />
der Raumluft zu jeder<br />
Jahreszeit reguliert. Die dritte Variante<br />
in der Angebotspalette der Firma<br />
Simon ist der Blockbau. Massive<br />
Blockbalken werden aufeinandergeschichtet.<br />
Durch Anordnungen von<br />
Nut und Feder ist die Konstruktion<br />
absolut wind- und wetterdicht. Das<br />
Holzblockhaus überzeugt durch Robustheit<br />
und urige Hüttenromantik.<br />
Nachwachsendes Gebirgsholz<br />
aus heimischen Wäldern<br />
Bei dem Rohstoff Holz legt Bernhard<br />
Simon größten Wert auf Nachhaltigkeit.<br />
Die Komponenten der<br />
einzelnen Wandsystemen bestehen<br />
ausschließlich aus Hölzern wie Tanne<br />
und Fichte aus dem Isarwinkel.<br />
„Ich wähle die Waldplätze jedes<br />
Jahr im Herbst persönlich aus“, so<br />
die Zusage des Zimmerermeisters.<br />
Beim Schlagen in den Wintermonaten<br />
achten die Holzfäller zudem<br />
auf die geeignete Mondphase. Nach<br />
dieser uralten Methode ist das Holz<br />
nachweislich haltbarer. Gebirgsholz<br />
wächst aufgrund der Bodenbeschaffenheit,<br />
dem raueren Klima und der<br />
Meereshöhe außerdem langsamer.<br />
Dadurch wird es feinjähriger – was<br />
an dem Abstand der Jahresringe<br />
erkennbar ist – und damit deutlich<br />
robuster.<br />
Ein Zuhause für die Ewigkeit<br />
„Wenn die Kunden möchten, dann<br />
haben sie auch die Möglichkeit,<br />
genau das Waldstück, aus dem das<br />
Holz für ihr persönliches Haus gewonnen<br />
wird, zu besichtigen“, sagt<br />
Bernhard Simon. Natürlich, nachwachsend<br />
und klimaneutral ist heimisches<br />
Holz, damit das perfekte<br />
Material für die „Lebenshäuser mit<br />
Wohlfühlgarantie“ des Lenggrieser<br />
Betriebes. Selbstverständlich stehen<br />
bei der Planung eines jeden Hauses<br />
die individuellen Wünsche und Bedürfnisse<br />
des Kunden im Vordergrund.<br />
Alle Häuser der Firma Simon<br />
werden nach einem ganzheitlichen<br />
Gesundheitskonzept und unter<br />
Berücksichtigung verschiedenster<br />
baubiologischer Aspekte konzipiert<br />
und errichtet. Feuchtigkeitsarm,<br />
wohlriechend, frei von Elektrosmog<br />
und Schimmelpilzen und mit einer<br />
natürlichen Wärmedämmung ausgestattet,<br />
sind die „Lebenshäuser“<br />
der Firma Simon ein Zuhause für<br />
die Ewigkeit. kf<br />
Simon Haus und Holzbau GmbH<br />
Schlegldorf 67<br />
83661 Lenggries<br />
Tel. 08042 · 9780-0<br />
Fax 08042 · 9780-10<br />
info@simon-holzbau.de<br />
www.simon-holzbau.de<br />
117
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GASTRO im Isarwinkel<br />
Einkehrtipps<br />
Das Tölzer Land bietet eine<br />
Vielzahl an Möglichkeiten,<br />
sich kulinarisch verwöhnen zu<br />
lassen. Die Auswahl ist groß.<br />
Je nach Gusto und Budget hat<br />
man die Wahl zwischen bayrischen<br />
Schmankerln, mediterraner<br />
oder Gourmetküche.<br />
Der Isarwinkel bietet mit seinen<br />
zahlreichen Freizeitmöglichkeiten viele<br />
Möglichkeiten, um zu<br />
genießen, abzuschalten und<br />
Kraft zu tanken.<br />
Guten Appetit!<br />
Essen*Trinken*Feiern*Genießen<br />
Familie Steingruber<br />
Landgasthof Fischbach<br />
Fischbach 48<br />
83646 Wackersberg<br />
Tel.: 0 80 41 / 48 17<br />
www.gasthaus-fischbach.de
Neue<br />
Ladestation<br />
Seit Ende 2019 wurde ein Teilstück des "Jachenauer<br />
Radlweg"fertiggstellt. Ab sofort steht den Radfahrern<br />
mit E-Bike / Pedelec eine Ladestation beim<br />
Cafe Dannerer zur Verfügung. Während das Radl<br />
geladen wird kann man sich hier entspannt auf die<br />
schöne Terrasse sitzen und dabei die hausgemachten<br />
Schmankerl vom Cafe genießen.<br />
Ab sofort bei uns:<br />
LADESTATION<br />
Das Café „Beim Dannerer“ bietet<br />
alles was Familien & Radlfahrer<br />
erfreuen, selbstgemachte Kuchen<br />
und Torten, Kaffeespezialitäten bis<br />
hin zu Wurstsalat und Hittnsupp’n.<br />
Bei schönem Wetter lädt die sonnige<br />
Terrasse zum Verweilen ein und<br />
der riesige Kinderspielplatz lässt<br />
Kinderherzen höher schlagen.<br />
Beim Dannerer<br />
Kaffä · Kuacha · Brotzeitn<br />
Tannern 32 ½<br />
83676 Jachenau<br />
Tel. 08043/918889<br />
Öffnungszeiten:<br />
Sommersaison bis 31.10.21<br />
Freitag bis Sonntag 13 - 18 Uhr
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Guten Appetit im<br />
Vorspeisen<br />
…………………………………………………………………<br />
Tessiner Käsesuppe<br />
mit gerösteten Schwarzbrot-Croutons und<br />
frisch gehobeltem Parmesan 5,00 €<br />
Kräftige Tafelspitzbouillon<br />
mit hausgemachten Pfannkuchenstreifen<br />
und Schnittlauch 4,00 €<br />
Obatzda<br />
drei Kugeln mit roten Zwiebeln, a Brez’n und a Scheibe<br />
hausgemachtes Dinkelbrot 7,00 €<br />
Bayerischer Wurstsalat<br />
von Regensburger Stadtwurst mit Essiggurken,<br />
roten Zwiebeln und hausgemachtem Brot 7,00 €<br />
Schweizer Wurstsalat<br />
von Regensburger Stadtwurst und Käse mit Essiggurke,<br />
Zwiebeln und Bauernbrot 8,00 €<br />
Die fleißige Sennerin<br />
fein aufgeschnittener kalter Braten mit frischem Kren,<br />
Essiggurkerl und hausgemachtem Brot 7,00 €<br />
Vegetarische Geschichten<br />
…………………………………………………………………<br />
Bayerisch Veggie<br />
herzhaftes Grillgemüse mit gebratener Ofenkartoffel,<br />
hausgemachter Kräuter Sour Creme und<br />
Mozzarellastick 12,00 €<br />
Rahmschwammerl<br />
hausgemachter Semmelknödel und Reiberdatschi<br />
auf Rahmschwammerl mit Rucola, Parmesanfetzen<br />
und gegrillten Cocktailtomaten 12,00 €<br />
Vegetario<br />
zwei hausgemachte Gemüse-Kartoffelbratlinge<br />
auf Champignonrahmsoße und reichhaltigem<br />
Salatbukett 12,00 €<br />
Der Arzbacher Hof Salat<br />
frische gemischte Salate der Saison<br />
mit Rind | mit Garnelen 12,00 | 14,00 €<br />
Frisches, herzhaftes<br />
Grillgemüse 5,00 €<br />
MICHAELA UND THOMAS LINKE · ALPENBADSTR. 20 · 83646 WACKERSBERG-ARZBACH<br />
www.arzbacherhof.de · info@arzbacherhof.de · Telefon: 0 80 42 - 8408
Aus der Pfanne<br />
………………………………………………<br />
Schweineschnitzel Wiener Art<br />
zwei Stück aus der Lende geschnitten,<br />
paniert und goldbraun gebacken<br />
mit Pommes frites und buntem<br />
Salatteller<br />
Schweinefilet-Teller<br />
drei zarte Schweinefilets vom Grill auf feiner<br />
Champignonrahmsoße mit hausgemachten<br />
Butterspätzle und Salat 14,00 €<br />
Wilde Kräuterliebe<br />
Medaillons vom Filet in einer Kräuterkruste mit feiner<br />
Cognacrahmsoße, Rösti-Duett und<br />
Grillgemüse-Garnitur 15,00 €<br />
Zigeunerspieß<br />
Schweinefilets am Spieß gegrillt in hausgemachter,<br />
pikanter Soße, serviert mit Pommes frites und<br />
buntem Salatteller 14,00 €<br />
Das Cordon bleu<br />
aus der zarten Schweinelende, gefüllt mit<br />
Delikatess-Hinterschinken und Tölzer Butterkäse,<br />
paniert und goldbraun gebacken, dazu Pommes<br />
und knackiger Salatteller 14,00 €<br />
12,00 €<br />
Fisch<br />
…………………………………………………………………<br />
Der Fischgrillteller<br />
Zanderfilet und Lachsfilet in zerlassener Butter gebraten,<br />
mit Riesengarnele auf buntem Grillgemüse,<br />
serviert mit Hausmacherröster 17,00 €<br />
Fischermanns Bestes<br />
Kombination aus Räucherlachs & gebratenem Lachsfilet vom<br />
Grill auf Reiberdatschi mit frischem Kren, dazu<br />
Tomaten-Rucolasalat mit hausgemachtem Balsamico<br />
Dressing im Weckglas <strong>16</strong>,00 €<br />
Steaks<br />
…………………………………………………<br />
Lady-Steak<br />
140 g Rinderfilet und Riesengarnele mit<br />
hausg. Kräuterbutter, an Haufen mit<br />
Rucolasalat, Hausdressing im Weckglasl<br />
Kirschtomaten und Parmesansplitter <strong>16</strong>,00 €<br />
Knoblauchsteak<br />
200 g aus der Rinderlende in frischem Knoblauchjus, dazu<br />
Pommes frites und bunter, knackiger Salatteller <strong>16</strong>,00 €<br />
Rinderfilet-Tournedos<br />
zwei Rinderfilets, medium gegrillt, mit krossem Bacon<br />
auf feiner Pfefferrahmsoße, serviert mit original<br />
Hausmacherrösti 21,00 €<br />
Pfefferlendchen<br />
zwei zarte Rinderlendchen in feiner Pfefferrahmsoße,<br />
serviert mit Hausmacherrösti und Grilltomaten 15,00 €<br />
Zwiebelrostbraten<br />
200 g Rinderlende in feinem Bratenjus, dazu Pommes frites,<br />
frische Röstzwiebeln und Salat 17,00 €<br />
Glück vom Land im Pfandl serviert<br />
Ochsenfilet- und Schweinefiletspitzen in feiner Cognacrahmsoße<br />
mit Kräuterbutter, dazu hausg. Butterspätzle <strong>16</strong>,00 €<br />
So is(s)t Bayern<br />
…………………………………………………………………<br />
1/2 resche Bauernente<br />
in feinem Orangensoßerl, serviert mit Kartoffelknödel<br />
und frischem Ismaninger Apfelblaukraut 15,00 €<br />
Ofenfrische, knusprige Schweinshax<br />
in Salvator-Dunkelbiersoße, dazu hausgemachter<br />
Kartoffelsalat 12,00 €<br />
Das Bayern-Schmankerl<br />
1/4 Ente, a Scheibn Schweinsbraten und a Schweinefilet,<br />
dazu hausgemachte Semmel- und Kartoffelknödel<br />
und frisches Ismaninger Apfelblaukraut <strong>16</strong>,00 €<br />
Ofenfrischer Schweinsbraten<br />
in Paulaner Dunkelbiersoße mit Kartoffelknöde<br />
und Krautsalat 11,00 €<br />
Arzbacher Hof Gröstl<br />
mit gerösteten Kartoffeln, Knödelscheiben, Bratenfleisch,<br />
dazu Spiegelei und Krautsalat 8,00 €
PORTRÄT Kräuterwerkstatt Natur & Kräuter<br />
Natur & Kräuter<br />
Shirin Völkl<br />
Text: Michaela Linke Bilder: Shirin Völkl<br />
Bilder: Shirin Völkl<br />
Genussmomente aus der Natur für klein und groß<br />
Besonders der Isarwinkel ist reich<br />
an heimischen Heilkräutern und<br />
Pflanzen. Shirin Völkl hat 20<strong>16</strong><br />
ihre Leidenschaft für die heimische<br />
Natur zum Beruf gemacht und sich<br />
als zertifizierte Kräuterpädagogin<br />
ausbilden lassen. Zudem ist sie seit<br />
2018 freie Bildungsreferentin bei der<br />
Energiewende Oberland, da es ihr<br />
sehr am Herzen liegt die Natur um<br />
uns herum nicht nur bewusst wahrzunehmen,<br />
sondern auch achtsam<br />
mit ihr umzugehen und nachhaltig<br />
aus diesem Reichtum zu schöpfen.<br />
Shirin ist überzeugt, die Vielfalt und<br />
Geheimnissen unserer Natur befinden<br />
sich direkt vor unserer Haustür.<br />
Ihr liebevoll eingerichtetes Kräuterstüberl<br />
ist gleichzeitig eine Kräuterwerkstatt<br />
bei der gesammelte<br />
Wildkräuter in feine Köstlichkeiten<br />
verarbeitet oder Öl, Essig oder Tinkturen<br />
angesetzt werden. Zudem veranstaltet<br />
Shirin regelmäßig Kräuterwanderungen,<br />
Gartenführungen<br />
oder Workshops. Auch das Wilde<br />
Frühstück, das einmal monatlich<br />
stattfindet, ist ein echter Tipp von<br />
<strong>d’Isarwinkler</strong>. In einer gemütlichen<br />
Runde werden hier in einem Miniworkshop<br />
altbekannte „Unkräuter“<br />
noch einmal neu entdeckt und<br />
in wahre Delikatessen verwandelt.<br />
Auch für neugierige Naturkinder<br />
die gerne Geburtstag feiern möchten<br />
oder das Ferienangebot „Wilde<br />
Ferien“ nützen möchten, ist es eine<br />
wunderbare Möglichkeit viel Spaß<br />
zu haben und gleichzeitig unsere<br />
Heimat von einer ganz neuen Seite<br />
kennen zu lernen. ml<br />
Natur & Kräuter<br />
Shirin Völkl<br />
Hauptstraße 10<br />
83646 Wackersberg<br />
Tel. 0175 ∙ 54 64 733<br />
info@naturundkraeuter.de<br />
www.naturundkraeuter.de<br />
126
Wildkräuterstrudel<br />
oder Schneckerl<br />
Das Sommerrezept von Shirin Völkl<br />
von ihrer Kräuterwerkstatt Natur & Kräuter<br />
• 50g oder 2 Hände voll Wildkräuter:<br />
Brennnessel, Giersch, Löwenzahn,<br />
Labkraut, Knoblauchrauke,<br />
Schafgarbe, Bärlauch, je nach<br />
Saison und Garten ; )<br />
• 2 Becher Sauerrahm, oder Cremefreche,<br />
oder körniger Frischkäse,<br />
oder gemischt<br />
• 1 Pk Feta/ oder 150g geriebener<br />
Bergkäse<br />
• 1-2 Knoblauchzehen optional<br />
• 1 Blätterteigrolle<br />
• Salz, Pfeffer<br />
Kräuter waschen und klein schneiden,<br />
mit Sauerrahm und den gehackten<br />
Knoblauch vermischen. Feta klein<br />
bröseln, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.<br />
Blätterteig ausrollen und<br />
die Kräutermasse gleichmäßig verteilen,<br />
einrollen und ca. 20-25 Min.<br />
bei 200C goldgelb backen. Optional<br />
kann man den Feta mit einem würzigen<br />
Käse ersetzen. Als Fingerfood<br />
auf Partys auch beliebt: die Rolle in<br />
ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden<br />
und diese als Kräuterschnecken im<br />
Backofen ca. 12 Min backen bei 220<br />
Grad C<br />
Ober und<br />
Unterhitze.<br />
Das Rezept kann<br />
je nach Vorlieben, Saison<br />
und Geschmack verändert werden.<br />
Fein ist auch auf mediterrane Art,<br />
mit Oregano, Thymian und Mozzarella.<br />
Schmeckt kalt und warm gut, dazu<br />
gibt es einen Salat.<br />
Viel Spaß und lasst´s<br />
Euch schmecken!<br />
FREITAGS:<br />
ab 17:00 Uhr<br />
bei schönem Wetter<br />
Steckerlfisch vom<br />
Holzkohlegrill<br />
Der Gasthof mit<br />
über 250 Jahren Tradition,<br />
dem wahrscheinlich schönsten<br />
Biergarten im Isarwinkel,<br />
historischem Saal, gemütlicher Stube<br />
und bärigem Kinderspielplatz.<br />
Öffnungszeiten:<br />
Freitag bis Dienstag<br />
von 11:00 – 22:00 Uhr<br />
DIENSTAGS:<br />
ganztägig Schnitzeltag<br />
Katharina & Konrad Goldner<br />
Dorfstr. 1 – 83646 Wackersberg<br />
Tel. 080 41/48 12<br />
info@altwirt-wackersberg.de<br />
www.altwirt-wackersberg.de<br />
Ruhetag Mittwoch und Donnerstag<br />
(außer Feiertags)<br />
127
PORTRÄT Schweizer Wirtin<br />
40 Schweizer Kühe und ein Gasthof<br />
Feinste Kulinarik bei der „Schweizer Wirtin“<br />
Bilder: Wolfgang Kronwitter<br />
Tradition trifft auf Kulinarik: Der Gasthof „Schweizer Wirtin“ besteht seit fast vier Jahrhunderten<br />
Der renommierte Gasthof „Schweizer<br />
Wirtin“ in Schlegldorf kann auf<br />
eine lange Tradition zurückblicken.<br />
Seit <strong>16</strong>32 werden in dem urigen<br />
Gasthaus hungrige und durstige Einkehrende<br />
bewirtet. Seinen Namen<br />
verdankt er übrigens 40 Schweizer<br />
Kühen, die während des Dreißigjährigen<br />
Krieges von den Schweden<br />
gestohlen und von mutigen Tölzer<br />
Bauern zurückerobert wurden. So<br />
erzählt es eine Legende.<br />
Seit 1983 führt Barbara Hipp den<br />
gastronomischen Betrieb mit viel<br />
Herzblut und Engagement. Auf der<br />
Karte stehen oberbayerische und<br />
österreichische Schmankerl, ausgesuchte<br />
Weine aus internationalen<br />
Anbaugebieten und erfrischendes<br />
Bier der Schlossbrauerei Kaltenberg.<br />
Die Zutaten für die schmackhaften<br />
und mit viel Liebe und Kreativität<br />
angerichteten Speisen bezieht die<br />
„Schweizer Wirtin“ größtenteils aus<br />
regionalen bäuerlichen Betrieben.<br />
Qualität und Frische stehen für die<br />
Gastronomin an erster Stelle.<br />
Traditionell bayerische Küche<br />
in historischem Flair<br />
Der Innenraum des historischen<br />
Gasthauses besticht durch sein rustikales<br />
Ambiente. In den verschiedenen<br />
Räumen finden rund 80 bis<br />
100 Personen Platz. Die Wände der<br />
Gaststube schmücken Kunstwerke<br />
der Malerin Getrude Seitz. Ihre<br />
Studien- und Arbeitsreisen spiegeln<br />
sich in den ausdrucksvollen Ölgemälden<br />
wider, die das Interieur des<br />
Raumes stilvoll ergänzen. Im Sommer<br />
lockt ein Platzerl im schattigen<br />
Biergarten unter den alten Kastanien<br />
und Linden sowie auf der blumengeschmückten<br />
Sonnenterrasse.<br />
Von hier aus lassen sich nicht nur<br />
mittags und abends das gute Essen<br />
und das süffige Bier, sondern auch<br />
der Blick in die malerische Landschaft<br />
genießen. Wer eine Feier-<br />
128
lichkeit wie eine Hochzeit,<br />
einen Geburtstag oder ein<br />
Jubiläum plant, findet im<br />
Gasthof „Schweizer Wirtin“<br />
mit Sicherheit den passenden<br />
Rahmen. Barbara<br />
Hipp berät ihre Gäste gerne<br />
und unterbreitet passende<br />
Menüvorschläge.<br />
Damals wie heute ist der<br />
Gasthof „Schweizer Wirtin“<br />
ein Ort ausgezeichneter Kulinarik<br />
und gemütlicher Geselligkeit.<br />
Barbara Hipp und<br />
ihr Team freuen sich auf ihre<br />
Gäste! kf<br />
Geöffnet ist das Lokal von<br />
Mittwoch bis Sonntag durchgehend<br />
ab 11.30 Uhr. Warme Speisen sind<br />
von 11.30 bis 14.00 Uhr sowie von<br />
17.30 bis 21.30 Uhr erhältlich.<br />
Montag und Dienstag sind<br />
Ruhetage.<br />
Schweizer Wirtin<br />
Barbara Hipp<br />
Schlegldorf 83<br />
D-83661 Lenggries<br />
Tel. 08042 / 89 02<br />
Fax 08042 / 34 83<br />
Mail: info@schweizer-wirt.de<br />
www.schweizer-wirt.de<br />
129
ANZEIGE<br />
MOUNTAIN<br />
BEACH CLUB<br />
Ob im Liegestuhl oder<br />
Strandkorb, einen frischgemixten<br />
Cocktail in<br />
der Hand und die Füße<br />
im Sand vergraben mit<br />
Blick aufs Brauneck – so<br />
etwas gibt es nur in der<br />
Alten Mulistation.<br />
Hier findet man Strand<br />
und Bergblick in einem,<br />
ob als Einheimischer<br />
oder Urlauber des Isarwinkels,<br />
der Mountain<br />
Beach lädt zum verweilen<br />
ein.<br />
SOULFOOD<br />
In der Alten Mulistation<br />
gibt es die heiss<br />
begehrte Pizza aus<br />
dem Steinofen, verschiedene<br />
Pastagerichte<br />
und Salate – alle mit<br />
ganz viel Amore zubereitet.<br />
Einen großen Anklang<br />
findet die große Auswahl<br />
an Cocktails, vom<br />
Caipirinha bishin zum<br />
Pina Cola ist alles geboten.<br />
FEIERLICHKEITEN<br />
Die Räumlichkeiten der<br />
Alten Mulistation bieten<br />
viel Entfaltungsmöglichkeiten<br />
für jegliche Form<br />
von Feierlichkeiten bis<br />
80 Personen. Exklusiv<br />
können hier Geburtstage,<br />
Hochzeiten oder<br />
Teamevents ganz individuell<br />
geplant werden.<br />
Ein Aperitif mit Strandfeeling<br />
oder ein individuelles<br />
Menü auf der<br />
Sonnenterasse, hier werden<br />
Vorstellungen in Taten<br />
umgesetzt.
„Uns ist es wichtig, jedem Gast hier eine<br />
ganz besondere Auszeit vom Alltag zu<br />
gestalten. Es ist einfach schön, in die entspannten<br />
und glücklichen Gesichter der<br />
Gäste zu sehen, während diese ihre Pizza<br />
oder den Lieblingscocktail bei uns genießen“,<br />
freut sich Jule Drüeke, Wirtin der<br />
Alten Mulistation.<br />
FACTS<br />
Geöffnet Freitags – Sonntags<br />
Sowie an Feiertagen<br />
14:00 – 0:00 Uhr<br />
Sandstrand mit Liegestühlen<br />
Überdachter Außenbereich<br />
Sonnenterrasse<br />
Veranstaltungen bis 80 Personen<br />
Nach dem Motto - alles ist möglich<br />
Alte Mulistation<br />
Jule Drüeke<br />
Gilgenhöfe 29a<br />
83661 Lenggries<br />
jule@events-mulistation.de<br />
08042 | 5039694<br />
0176 | 23760138
REZEPT<br />
„Hausgemachtes Trutscherl“<br />
Bilder: Christine Strauß, Tetiana Tychynska/Freepik<br />
ZUTATEN:<br />
• 500 g Erdbeeren<br />
• 80 g Zucker<br />
• 200 ml Wodka<br />
• 200 ml Wasser<br />
• 1 Zitrone<br />
ZUBEREITUNG:<br />
Als Erstes die Erdbeeren pürieren.<br />
Danach den Zucker in das Wasser<br />
rühren, aufkochen lassen und<br />
wenn der Zucker ganz gelöst ist,<br />
erkalten lassen.<br />
Jetzt gibt man den Zuckersirup,<br />
Zitronensaft und Wodka zu den<br />
pürierten Erdbeeren und verrührt<br />
alles miteinander.<br />
Nun füllen wir den Erdbeerlimes in<br />
schöne Gläser und geben eine Kugel<br />
Vanilleeis mit rein.<br />
Guten Appetit wünscht euch<br />
die Wirtin Elke von<br />
der Ratsstube Lenggries<br />
Bei schönem Wetter lädt unser<br />
lauschiger Biergarten<br />
sowie unsere Freiluftgaststube<br />
zum Verweilen ein<br />
Geöffnet täglich von 11 bis 14 Uhr und<br />
17 bis 22 Uhr; nur am Mittwoch ist Ruhetag<br />
Elke Ullmann und Ron Hinz<br />
Marktstr. 8, 83661 Lenggries<br />
Tel. 08042-3466<br />
www.ratsstube-lenggries.de
VERANSTALTUNGEN<br />
Aufgrund der aktuellen Situation sind noch immer viele<br />
geplante Veranstaltungen im Isarwinkel unsicher. Wir<br />
haben uns deswegen dafür entschieden, keine einzelnen<br />
Termine zu veröffentlichen, sondern euch die wichtigsten<br />
Anlaufstellen für Theater, Kabarett und Musikveranstaltungen<br />
jeglicher Art auf dieser Seite aufzulisten.<br />
Bitte informiert euch direkt auf der Webseite der<br />
einzelnen Gemeinden oder aber direkt per Telefon.<br />
Referat für Tourismus<br />
und Kultur<br />
Touristinfo in Bad Tölz<br />
www.bad-toelz.de<br />
Tel. 08041 ∙ 78670<br />
BEATE<br />
KRAFT<br />
Dipl.Ing.(FH)<br />
Innenarchitektur<br />
Touristinfo Lenggries<br />
www.lenggries.de<br />
Tel. 08042 ∙ 5008-817<br />
Gemeinde Bad Heilbrunn<br />
www.bad-heilbrunn.de<br />
Tel. 08046 ∙ 323<br />
Kloster Benediktbeuern<br />
www.klosterbenediktbeuern.de<br />
Tel. 08857 ∙ 88-0<br />
RAUMAUSSTATTUNG INNENARCHITEKTUR<br />
Mehr denn je brauchen wir<br />
jetzt ein funktionsfähiges<br />
und gemütliches Zuhause.<br />
Ich helfe Ihnen dabei.<br />
Ihre Beate Kraft<br />
KleinKunst & Kultur<br />
www.kkk-lenggries.de<br />
Tel. 08042 · 9727990<br />
Tölzer Marionettentheater<br />
www.marionetten-toelz.de<br />
Tel. 08041 ∙ 74176<br />
Kulturverein Dietramszell<br />
www.kulturverein-dietramszell.de<br />
Tel. 08176 ∙ 7319<br />
VORHANGSTOFFE<br />
UND STANGEN<br />
NÄH- UND MONTAGESERVICE<br />
POLSTERARBEITEN<br />
TEPPICH UND DESIGNBÖDEN<br />
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WAS WAR LOS GipfelBiker<br />
Neu in Lenggries<br />
Vom 01. bis 03. Juli feierte die Firma „GipfelBiker“<br />
aus Lenggries ihre Neueröffnung. Viele Fahrradbegeisterte<br />
fanden den Weg dorthin, ließen sich den<br />
modernen Bikestore mit den neuesten Modellen nicht<br />
entgehen und wurden durch den Hendlwagen sowie<br />
das Catering der Metzgerei Weber kulinarisch bestens<br />
versorgt.<br />
Die Eröffnung war ein voller Erfolg und wir wünschen<br />
Aylin Ehliz mit ihrem Team für die Zukunft<br />
viel Erfolg! cs<br />
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Marathon-Mountainbiking<br />
WAS WAR LOS<br />
Der Europameister kommt aus Lenggries<br />
Bild: Sportograf.com<br />
Die Gemeinde Lenggries hat einen<br />
Grund zum Jubeln: Der 29-jährige<br />
Andreas Seewald ist frischgebackener<br />
Europameister im Marathon-<br />
Mountainbiking. Beim „Reidevolenard“<br />
im schweizerischen Wallis holte<br />
er sich den Meistertitel mit fast vier<br />
Minuten Vorsprung vor seinen Kontrahenten.<br />
Dabei sah es im Verlauf<br />
des Rennens, an dem die Elite des<br />
europäischen Mountainbike-Sports<br />
teilnahm, zunächst nicht nach einem<br />
Sieg für den Lenggrieser Bike-Profi<br />
aus. „Ich musste ein paar Unsicherheiten<br />
sowie zwei leichte Stürze überwinden“,<br />
gibt der Athlet zu. Doch<br />
beim letzten langen Anstieg vor dem<br />
Ziel mobilisierte er seine letzten<br />
Kräfte und hängte nach und nach seine<br />
Gegner ab. Zu guter Letzt ließ er<br />
auch die Medaillen-Gewinner Samuelle<br />
Porro und seinen Teamkollegen<br />
Martin Stošek hinter sich und überquerte<br />
nach 78 Kilometern und 3900<br />
Höhenmetern nach 4:02:50 Stunden<br />
die Ziellinie.<br />
Die Weltmeisterschaft fest<br />
im Blick<br />
Für den ambitionierten Mountainbiker<br />
aus dem Flößerdorf ist das neben<br />
dem vorangegangenen Sieg bei<br />
den „Hero Dolomites“ der bislang<br />
größte Erfolg seiner Karriere. Doch<br />
der junge Sportler ist weit davon entfernt<br />
sich jetzt auf seinen Lorbeeren<br />
auszuruhen. Schließlich lockt im<br />
Oktober eine neue sportliche Herausforderung:<br />
die Weltmeisterschaft<br />
Bild: Michele Mondini<br />
Andreas Seewald (Mitte) mit<br />
Samuele Porro (links) und Teamkollegen<br />
Martin Stošek<br />
der Marathon-Mountainbiker auf<br />
der italienischen Insel Elba. „Ich<br />
hoffe, dass es da noch einen weiteren<br />
Höhepunkt für mich gibt“, sagt der<br />
Radprofi. Die Gemeinde Lenggries<br />
und die „Isarwinkler Radsportfreunde“<br />
versprechen in diesem Fall einen<br />
glanzvollen Festakt zu Ehren ihres<br />
erfolgreichen Gemeindebürgers. cs<br />
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Herausgeber:<br />
CS Medienberatung + Verlag, Christine Strauß,<br />
Sperberstraße 8a, 83661 Lenggries,<br />
info@disarwinkler.de, Tel. 0173 · 9728744, www.disarwinkler.de<br />
Gestaltung:<br />
Claudia Wendt, www.wendtpunkt.de,<br />
presentja Mediengestaltung Nicole Müntsch, presentja@web.de<br />
Titelfoto:<br />
Wolfgang Kronwitter, Auweg 3a, 83661 Lenggries,<br />
Tel. 0151 · 24044883, www.windkinder.com<br />
Illustration:<br />
Gaby Bürsch, Valley<br />
Redaktion:<br />
Michaela Probst (mp), Katharina Fitz (kf), Birgit Bondarenko (bb),<br />
Ines Gokus (gk), Christine Strauß (cs), Agnes Müller (am),<br />
Martina Geisberger (mg)<br />
Projektleitung:<br />
Christine Strauß<br />
Anzeigen:<br />
Christine Strauß, info@disarwinkler.de, Tel. 0173 · 9728744<br />
Fotos:<br />
Wolfgang Kronwitter, Michaela Probst, Christine Strauß, Agnes Müller,<br />
Martina Geisberger, Matthäus Krinner, Ines Gokus, Werner Beier,<br />
Monika Köglsperger, Hartmut Pöstges, Mathias Schunk, Kulzer Güni,<br />
Tölzer Stadtarchiv, Kulzer Güni, Antonia Leitner, Sigrid Hofstetter,<br />
Wisthaler.com, Foto Bettina Krinner, Wasserwacht Bayern,<br />
Ahorn Camp, Archiv Pfarrei Lenggries, Andrea Fahrner,<br />
Michaela Linke, fotolia, easy-pr, Freepik, Privat,<br />
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Nächste Ausgabe:<br />
Herbst/Winter 2021<br />
erscheint Ende November<br />
Anzeigenschluss:<br />
20.10.2021<br />
Auflage: 15.000<br />
Druckerei:<br />
F&W Druck- und Mediencenter GmbH,<br />
83361 Kienberg, www.fw-medien.de<br />
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sowie Adressen und Telefonnummern wird nicht gehaftet.<br />
Veröffentlichungen – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher<br />
Genehmigung des Verlages<br />
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