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16 d’Isarwinkler

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URSPRÜNGLICH, FRECH, ORIGINELL UND BODENSTÄNDIG<br />

Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramszell – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern<br />

Nr.<strong>16</strong><br />

Sommer/<br />

Herbst 2021


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Wir HolzHausBau<br />

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HOLZ<br />

IM HAUS<br />

AM HAUS<br />

UND RUNDUM`S<br />

HAUS<br />

Zimmerei<br />

Jakob Kohlhauf jun.GmbH<br />

Höfen 18 ¼<br />

83676 Jachenau<br />

T: 080 43 / 91 88 33<br />

info@zimmerei-kohlhauf.de<br />

www.zimmerei-kohlhauf.de


EDITORIAL<br />

Liebe Leserinnen,<br />

liebe Leser,<br />

„I mog ned miassn – i mog meng!” Dieses Sprichwort<br />

passt so gut in unsere wunderbare Isarwinkler Welt. Wir<br />

lieben unsere Freiheit und wissen ganz genau, mit wem<br />

wir unsere freie Zeit am liebsten verbringen möchten.<br />

Deshalb trägt unsere Ausgabe das Motto: Freundschaft,<br />

Freiheit, Freizeit. Werte, die in der heutigen Zeit einen<br />

ganz besonderen Stellenwert genießen.<br />

Besonders gute und noch dazu fesche Freundinnen zieren<br />

deshalb unser Titelblatt. Außerdem freuen wir uns, dass wir<br />

mit unseren Freunden und der neu gewonnenen Freiheit gemeinsam<br />

wieder unsere einzigartigen Gastrobetriebe besuchen dürfen, die sich euch gerne<br />

in unserer Ausgabe präsentieren. Wir möchten uns diesen Sommer auch unbedingt<br />

bei unserer Wasserwacht für das große Engagement bedanken und schauen<br />

gern bei ihnen am Sylvensteinsee vorbei. Unsere Dorfführung geht diesmal nach<br />

Königsdorf. Ihr dürft gespannt sein, was wir da alles erfahren durften. Die nächsten<br />

Ausgaben begleitet uns übrigens das 300-jährige Jubiläum der Lenggrieser<br />

Pfarrei. Genauso wie unsere neue Rubrik Gesundheit.<br />

Ihr merkt schon – wir haben wieder viele spannende Themen in unseren <strong>16</strong>. <strong>d’Isarwinkler</strong><br />

gepackt! Suachts eich a scheens sonnigs Platzerl und blattelts einfach moi<br />

durch. Mia gfrein uns, wenn ihr in eurer kostbaren freien Zeit unsere Zeilen lest.<br />

Herzlichen Dank dafür!<br />

Eure Christine Strauß und<br />

das gesamte Team


14<br />

40<br />

8<br />

78<br />

68<br />

58<br />

4


Inhalt<br />

Titelgeschichte<br />

„Meine Mädels“ ................................................. 8<br />

54<br />

24<br />

Freundschaft<br />

3 Meinungen ..................................................... 14<br />

Dorfführung Königsdorf<br />

Unterwegs aus der Geschichte in<br />

Richtung Zukunft ............................................. 24<br />

Antonia Leitner – Bildhauerin aus Leidenschaft<br />

„Kunst als Lebenselexier“ ................................. 40<br />

Die schönsten Biergärten im Isarwinkel .......... 54<br />

Arbeitgeber im Isarwinkel<br />

Die Stadtwerke Bad Tölz ................................... 58<br />

86<br />

Liebeserklärung an das Tölzer Freibad<br />

„Eichmühle“ ..................................................... 64<br />

Die Helden am und im Wasser<br />

Ein Porträt über die Wasserwachten<br />

im Tölzer Land.................................................. 68<br />

Kreuzworträtsel ............................................... 76<br />

300-jähriges Pfarrjubiläum in Lenggries ......... 78<br />

Gesundheit<br />

Ohne sie geht nix! ............................................. 86<br />

Autos im Porträt .............................................. 92<br />

Mei Dahoam .................................................. 106<br />

Gastro im Isarwinkel ..................................... 122<br />

106<br />

Veranstaltungen ............................................. 133<br />

Impressum ..................................................... 138<br />

5


Aussichten & Ansichten<br />

Stellt’s eich vor, jetzt hod’s mi doch no<br />

erwischt auf ihre alten Tage, d’Corona.<br />

Obwohl sie sich bei mir ganz harmlos<br />

verhoidn hod, war de 14-tägige häusliche<br />

Quarantäne fast scho Höchststrafe.<br />

Weil a Bsuach stinkt ja bekanntermaßen<br />

noch 3 Tog. Und der von da Tante Corona<br />

stinkt nach zwei Wochen bis zum<br />

Himmel. So ganz und gar kontaminiert,<br />

isoliert und von der Außenwelt abgeschlossen,<br />

kommt man sich vor wie ein<br />

Sträfling. Schuldig natürlich! A so a Freiheitsentzug<br />

hod scho wos und übt massiven<br />

Druck aus. Komisch scho, wia sich<br />

die Zeiten g’ändert ham. Vor gar nicht<br />

allzu langer Zeit hod ma gfrogt, wenn<br />

ma jemand trifft: „Mei, host a neue<br />

Blusn. Schee! Wo host denn de her?“<br />

Heid frogt ma: „Erste oder zweite Impfung?<br />

Biontech oder Astra?“<br />

Aber mia gehts wia eich, i ko a scho nix<br />

mehr hern von dera Schäßn (oisa d’Corona<br />

moin i). Drum her i a glei wieder auf.<br />

Aber oans hods mia glernt: wia schee des<br />

is, wenn ma in seiner Freitzeit macha ko<br />

was ma wui. Was Freiheit bedeit und dass<br />

ma d’Leid ned aufspaltn und unterteiln<br />

derf. Ob geimpft oder ned, ob dafür oder<br />

dagegen – des ist doch ganz wurscht. Jeder<br />

derf macha, wia er moant. Genau des<br />

bedeit Freiheit. Wos do oft für Streiterein<br />

aufkemma – des ist fei traurig!<br />

Außerdem hod sie mir ganz besonders<br />

unter d’Nosn griebn, wos des wert is,<br />

wenn ma Freund und Familie hod. Oa<br />

de oan ned verhungern oder schlimma<br />

no verdursten lossen, wenn ma sein<br />

Haus und Garten ned verlassen derf. Und<br />

z’letzt, wia glücklich ma sein ko, wenn<br />

ma überhaupt Haus und Garten hod.<br />

Des is gwieß ned selbstverständlich heutzutage<br />

und ned nur sprichwörtlich unbezahlbar<br />

(aber des ist a andere Gschicht).<br />

Wos mia aber am meisten hängabliebn is:<br />

Ma derf an Mo ned einsperrn! Scho glei<br />

ned zusammen mit seiner Frau! Weil mei<br />

Isarwinkler war mir beinah durchdraht<br />

ois Kontaktperson Kategorie 1. Mitgehangen<br />

mitgefangen! Mei, wia des jetzt<br />

wieder passt! In diesem Sinne ihr Lieben:<br />

Genießts eure Freiheit, eure Freizeit und<br />

eure Freund und vor allem euren Frieden!<br />

Herzlichst eure Isarwinklerin<br />

6


Karamellkekse<br />

Zutaten:<br />

* 225 g Mehl<br />

* 150 ml Karamellsoße<br />

* 100 g weiche Butter<br />

* 1 Prise Salz<br />

* ½ TL Zimt<br />

* 1 TL Vanillemark<br />

* 2 TL abgeriebene Bio-Orangenschale<br />

* 1 TL Backpulver<br />

* Brauner Zucker zum Bestreuen<br />

Zubereitung:<br />

* Am besten am Vortag den Sirup, die weiche Butter, Zimt, Vanillemark,<br />

Orangenabrieb und eine Prise Salz in eine Schüssel geben und schaumig schlagen.<br />

* Das Mehl zusammen mit dem Backpulver über die Masse sieben und alles mit<br />

den Händen zu einem glatten Teig kneten.<br />

* Teig zu einem Rechteck formen, in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht<br />

kühl stellen.<br />

* Am nächsten Tag den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.<br />

* Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 3 bis 4 mm dick ausrollen, mit dem<br />

gravierten Nudelholz darüber rollen und anschließend mit einem Ausstecher<br />

deiner Wahl z. B. einem Glas ausstechen.<br />

Tipp: Falls der Teig etwas klebt, einfach ein wenig Mehl hinzufügen.<br />

* Die ausgestochenen Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.<br />

* Die Kekse mit etwas braunem Zucker bestreuen und im Backofen auf mittlerer<br />

Schiene bei 190°C ca. 7 bis 8 Minuten backen. Nach dem Herausnehmen<br />

auf einem Gitter abkühlen lassen.<br />

* In einer Keksdose an einem kühlen Ort aufbewahren.<br />

Berg Chalet<br />

Friedeln 17 ∙ 83676 Jachenau<br />

www.berg-chalet.de<br />

Öffnungszeiten:<br />

Dienstag, Donnerstag, Freitag:<br />

10.00– 13.00 Uhr &<br />

14.00 – 18.00 Uhr<br />

Mittwoch 10.00– 13.00 Uhr<br />

Samstag 10.30– <strong>16</strong>.00 Uhr


TITELGESCHICHTE<br />

Meine Mädels<br />

Schee, dass mia uns hamm!<br />

Text: Michaela Probst Bilder: Wolfgang Kronwitter<br />

8


Die neun Unzertrennlichen: Susi Hölzl,<br />

Andrea Urban, Anni Mannert, Vroni Reiser,<br />

Anni Schweiger, Barbara Lechner,<br />

Evi Monn, Vroni Stiebler, Maria Heiß<br />

➳<br />

9


Wir brauchen nicht lange zu suchen,<br />

als wir beim Heiss am Lahnerbach<br />

zum Titelbuidl verabredet<br />

sind. Schon ums Hauseck hört man<br />

fröhliches und schallendes Gelächter,<br />

was uns die ausgelassene Stimmung<br />

erahnen lässt. Zu unserem<br />

Thema Freundschaft, ist uns die<br />

Heiss Maria in den Sinn gekommen.<br />

TITELGESCHICHTE<br />

Als hätten wir’s gewusst, ist sie die<br />

perfekte Wahl gewesen, denn uns<br />

erwarten neun fesche Maalan bestens<br />

gelaunt und bereit fürs Titelbild.<br />

„Des san meine Mädels“, stellt<br />

uns Maria die lustige Runde vor und<br />

neun Augenpaare strahlen um die<br />

Wette. Seit nunmehr zweiundzwanzig<br />

Jahren macht die Mädels-Runde<br />

gemeinsame Sache und es verbinden<br />

sie unzählige Erlebnisse und viel<br />

gemeinsame Zeit. Maria und Bärbel,<br />

die zwei Vronis, Susi und Evi<br />

kennen sich schon aus dem Kindergarten.<br />

Beim Furtgeh hat sich dann<br />

Anni noch dazugesellt. Seither ist<br />

diese sympathische Truppe unzertrennlich.<br />

Der gemeinsame Nenner:<br />

Spaß<br />

1984<br />

2021<br />

Anni Schwaiger Andrea Urban Maria Heiß Barbara Lechner<br />

Dass die neun Spaß an der Freud<br />

und eine Mordsgaudi miteinander<br />

haben, braucht man uns nicht lange<br />

zu erklären. „Es ist, als wäre man<br />

im Urlaub gewesen“, so beschreiben<br />

sie uns das vertraute Gefühl nach<br />

einem Mädelsabend oder -ausflug,<br />

das niemals ohne angespannte Lachmuskeln<br />

endet. Zu wilden Zeiten<br />

waren es Events wie Rock im Park,<br />

eine Trike-Tour nach Kaltern oder<br />

10


Urlaube nach Irland, Thailand, Indien<br />

oder Ibiza. Mittlerweile werden<br />

die Ziele schon etwas gediegener.<br />

Bei den neun Mamas sind es jetzt<br />

Wellness-Wochenenden oder Städtereisen,<br />

die sie fest in ihre Jahresplanung<br />

verankert haben. Auch<br />

der Ladies-Day am Brauneck passt<br />

perfekt für sie. Eine weitere Gemeinsamkeit<br />

ist das E-Biken. Spontan<br />

auf d’Lenggrieser Hütte oder<br />

aufn Scheeberg. „A paar Mädels san<br />

immer dabei“, versprechen sie uns.<br />

So füllen ihre gemeinsamen Aktivitäten<br />

schon das ein oder andere<br />

Album, inklusive Spaß versteht sich.<br />

Mia san do,<br />

wo d’Luft schäbert<br />

Der monatliche Stammtisch ist für<br />

alle besonders wichtig, weil zwei<br />

Mädels etwas weiter weg wohnen.<br />

Bärbel wohnt in Miesbach und Vroni<br />

in Hinterriss. Der Gesprächsstoff<br />

geht niemals aus und leise sein dürfen<br />

gerne die anderen. Tabu-Thema<br />

gibt’s nur eines: Corona. Gestritten<br />

haben sie sich noch nie, da sind sie<br />

sich sicher. „Bei uns derf ma natürle<br />

a a bissal bled daher red’n. Gern<br />

auch mal über unsere Männer“, garantieren<br />

sie uns einstimmig mit einem<br />

breiten Grinsen. „Du woasst as<br />

no damals“, so beginnt die nächste<br />

Geschichte, die mit einem kollektiven<br />

Lachen endet. „Des derf i mir<br />

in fünfzig Jahr a no ohern“, gehts<br />

gleich weiter. Geheimnisse haben sie<br />

keine voreinander, außer als Anni<br />

einen Überraschungsausflug zu Ihrem<br />

Vierzigsten organisiert hat.<br />

Alle 20er, 30er und 40er durften<br />

sie schon gemeinsam feiern. Fortsetzung<br />

folgt.<br />

Denn eins ist klar:<br />

„Wir tun uns einfach gut!“<br />

11


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PORTRÄT GipfelBiker<br />

Neues Bike-Dorado<br />

in Lenggries<br />

Der „GipfelBiker“ Store bietet hochwertige Fahrräder<br />

und erstklassigen Service<br />

derfahrräder, E-Bikes und Rennräder<br />

namhafter Hersteller garantieren<br />

einen hohen Qualitätsstandard und<br />

umweltschonende Nachhaltigkeit.<br />

Das Fachgeschäft bietet Arbeitnehmern<br />

auch die Möglichkeit des immer<br />

beliebter werdenden „JobRad“.<br />

Das junge innovative Team der<br />

„GipfelBiker“ berät und unterstützt<br />

seine Kunden mit großem Fachwissen<br />

und Leidenschaft für den<br />

Radsport bei der Auswahl des persönlichen<br />

Wunsch-Bikes. Für jedes<br />

Bedürfnis finden die Mitarbeiter die<br />

passende Lösung und garantieren<br />

bestmöglichen Service.<br />

Robuste Laufräder und<br />

Youth Bikes<br />

Zum Sortiment gehört auch eine<br />

große Auswahl an Radzubehör<br />

Radsportfreunde finden im „GipfelBiker“<br />

im Herzen von Lenggries<br />

ein Dorado an Bikes und Zubehör.<br />

Das umfangreiche Sortiment des modernen<br />

Bikestores umfasst Räder für<br />

alle Anforderungen und Bedürfnisse.<br />

Trekkingräder, Mountainbikes, Kin-<br />

Nachhaltige Mobilität beginnt<br />

bereits im jüngsten Alter. In der<br />

Kids-Abteilung finden Eltern und<br />

ihre Sprösslinge robuste Laufräder.<br />

Damit werden die ersten Fahrversuche<br />

auf zwei Rädern buchstäblich<br />

zum Kinderspiel. Wird das Laufrad<br />

zu klein oder die Kleinen zu groß<br />

steht mit den Kinderbikes von Winora<br />

– dem Ursprungshersteller der<br />

Kinderbikes – sowie mit Modellen<br />

von Ghost und Cannondale einem<br />

entspannten Start in das Abenteu-<br />

12


er Radfahren nichts mehr im Weg.<br />

Passendes Zubehör wie stabile Helme<br />

und Klingeln sind ebenfalls erhältlich.<br />

Youth Bikes für Heranwachsende sichern<br />

Mobilität und Flexibilität. In<br />

diesem Bereich ist eine individuelle<br />

Kaufberatung sehr wichtig. Denn<br />

ist das Rad zu groß oder zu klein<br />

verliert man schnell den Spaß am Biken.<br />

Die coolen stylischen Räder in<br />

unterschiedlichen Größen von Cannondale,<br />

Ghost und Winora sind<br />

nicht nur ein Blickfang, sondern bieten<br />

sicheres Fahrvergnügen.<br />

Erwachsene Radsportler können aus<br />

einem großen Sortiment an robusten<br />

und hochwertigen Mountain-, Trekking-<br />

und Rennrädern auswählen.<br />

Die Marken Cannondale, Ghost<br />

und Winora überzeugen mit ihren<br />

zahlreichen Modellen an Tour Bikes,<br />

Cross-Country Bikes, Trail Bikes<br />

und Enduro Bikes. So ist für jeden<br />

Geschmack, jedes Bedürfnis und<br />

jeden Trail das Richtige dabei: Für<br />

weniger anspruchsvolle Strecken,<br />

ausgedehnte Singletrail-Touren bis<br />

hin zu langen Mountainbike-Touren<br />

und sogar Alpenüberquerungen.<br />

Mit modernen E-Bikes ist kein Weg<br />

mehr zu weit und kein Berg zu steil.<br />

E-Bikes überzeugen heute durch ein<br />

modernes und elegantes Design,<br />

eine leichte Bauweise und ein breitgefächertes<br />

Einsatzgebiet. Trekking-<br />

räder sind die ideale Lösung für all<br />

jene, die sich aktiv und ohne Unterstützung<br />

sportlich betätigen möchten.<br />

Hohe Qualität in klassischem<br />

Design trifft hier auf ein sehr gutes<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />

Flott unterwegs auf<br />

dem Rennrad<br />

Schnelligkeit und Effektivität zeichnen<br />

die Rennräder von Cannondale<br />

aus. Durch ihre leichte Bauweise sind<br />

sie sowohl für kurze Streckensprints<br />

als auch für lange Ausdauerfahrten<br />

über viele Kilometer sehr gut geeignet.<br />

Grenzenlose Möglichkeiten für<br />

noch steilere Anstiege und längere<br />

Ausfahrten bietet ein E-Rennrad.<br />

Die sogenannten Gravel Bikes von<br />

Cannondale sind vielseitig einsetzbar.<br />

Sie sind auf das Wesentliche reduziert<br />

und erinnern durch ihr Aussehen<br />

an ein Rennrad. Dank ihrer<br />

hochwertigen Ausstattung sind sie<br />

ein optimaler Partner für kleinere<br />

Ausflüge in Stadt und Land.<br />

Immer mehr im Kommen ist das<br />

„JobRad“. Über den Arbeitgeber<br />

lässt sich bei „GipfelBikers“ problemlos<br />

ein Dienstfahrrad leasen. Damit<br />

wird der tägliche Weg zur Arbeit<br />

zum Highlight des Tages.<br />

Das Team der „GipfelBiker“ bietet<br />

seinen Kunden ein Rundum-sorglos-Paket:<br />

Von der ersten Beratung,<br />

über den Verkauf bis hin zur Betreuung<br />

während der Garantiezeit. In<br />

der firmeneigenen professionellen<br />

Fahrradwerkstatt sind die passenden<br />

Ersatzteile auf Lager. Check-ups des<br />

Bikes beim Kunden vor Ort sparen<br />

Zeit, Ressourcen und Nerven. kf<br />

GipfelBiker GmbH<br />

Karwendelstraße 24<br />

83661 Lenggries<br />

Tel. 8042 · 5031919<br />

servus@gipfelbiker.de<br />

www.gipfelbiker.de<br />

Im Bikestore sind qualitativ hochwertige Bikes namhafter Hersteller erhältlich<br />

Öffnungszeiten:<br />

Dienstag bis Freitag jeweils<br />

von 09:30 bis 13:00 Uhr und<br />

von 14:30 bis 18:00 Uhr<br />

Samstags von 9:00 bis 13:00 Uhr<br />

Montags geschlossen<br />

13


DREI MEINUNGEN<br />

Bis dass der Tod<br />

uns scheidet<br />

BFF – Best Friend Forever<br />

Text und Bilder: Michaela Probst Illustrationen: Freepik<br />

Meine besten Freundinnen und<br />

ich wissen viel zu viel voneinander<br />

und deshalb müssen wir bis<br />

ans Ende unserer Tage befreundet<br />

bleiben. Selbiges stell ich mir sogar<br />

manchmal vor. Ich sitze dann<br />

steinalt mit einer fast so steinalten<br />

Lieblingsfreundin im großen grauen<br />

Sessel. Wir trinken ganz sachte<br />

unseren Prosecco, weil wir ja in der<br />

Zukunft vielleicht nicht mehr so viel<br />

vertragen. Wer weiß das schon. Wir<br />

ratschen stundenlang von früher, als<br />

wir quasi noch jung und wild waren.<br />

Wir haben uns viel zu erzählen. Es<br />

kommt einiges zusammen, denn seit<br />

wir uns kennen, gibt es nichts, über<br />

was wir nicht offen reden können.<br />

BFF: Christiane, Renate und ich<br />

Immer mal mit vorgehaltener Hand<br />

im Flüstermodus, weil nicht alles für<br />

alle Ohren bestimmt ist. Für mich<br />

heißt Freundschaft<br />

Seelenverwandtschaft ...<br />

Das geht sogar innerhalb der Verwandtschaft.<br />

Was tatsächlich nicht<br />

selbstverständlich ist. Während man<br />

sich in der Familie oft mit Gegensätzen<br />

ausgleicht und ergänzt, sind<br />

es Seelenschwestern und -brüder,<br />

die man im Erwachsenenalter aussucht,<br />

beziehungsweise ganz behutsam<br />

auserwählt. Sie passen perfekt<br />

in das schon etwas gesettelte Leben<br />

und gehören wie selbstverständlich<br />

zur Familie. Punkt! Perfekt wird‘s<br />

dann, wenn dann der Partner deiner<br />

Freundin bzw. Freund auch zu deinem<br />

Partner passt. Das verspricht<br />

dann viele unbeschwerte Stunden.<br />

Freundschaft heißt für mich, dass<br />

man sein Herz und seine Seele auf<br />

die Zunge legen darf. Ohne darüber<br />

nachzudenken.<br />

Vertrauen ...<br />

steht außer Frage und ist selbstverständlich.<br />

Auf meiner Zunge liegen<br />

dann unendlich viele Sätze und meine<br />

Liebsten erdulden diese vielen<br />

Wörter oft stundenlang. Manchmal<br />

20 Jahre später beim Wellnessen<br />

14


sind es Misserfolge, die liebevoll<br />

zu meinen Gunsten aufgewägt und<br />

analysiert werden. Manchmal sind<br />

es Erfolge und Errungenschaften,<br />

über die sie sich gemeinsam mit<br />

mir freuen. Wahre Freundschaften<br />

lassen sich nämlich am allerbesten<br />

an Erfolgen bestimmen. Wenn dein<br />

Lieblingsmensch sich über deine<br />

Stärken freut und kein Funke an<br />

Neid zu erkennen ist. Wenn es reine<br />

Freude ist, die dir entgegenkommt,<br />

dann erkennst du am besten, wer dir<br />

wirklich wohl gesonnen ist. Freundschaft<br />

bedeutet aber auch Spaß,<br />

gemeinsame Interessen und unbeschwerte<br />

Stunden.<br />

Gemeinsame Zeit …<br />

ist immer erfüllt und immer zu wenig.<br />

Auch wenn viel Zeit zwischen<br />

den Zusammenkünften liegt, es<br />

fühlt sich immer gut an. Man stülpt<br />

sein Innerstes nach Außen und es<br />

droht keine Gefahr. Smalltalk und<br />

Oberflächlichkeit haben keinen<br />

Platz. Niemals würde man nur einen<br />

Gedanken verschwenden, deine<br />

Freundin würde hinter deinem<br />

Rücken Geheimnisse verraten oder<br />

schlecht von dir reden.<br />

Ich freue mich über offene Worte<br />

und über jedes entgegengebrachte<br />

Vertrauen. Natürlich darf man sich<br />

gegenseitig Einmischen. Ich bin<br />

stolz, wenn ich diejenige bin, der<br />

man auch mal Ängste und Sorgen<br />

anvertrauen darf. Ich freu mich,<br />

wenn ich gefragt werde und wenn<br />

ich zuhören und so vielleicht ein<br />

bisschen entlasten kann.<br />

Beste Freundinnen – meine Schwestern<br />

und ich – und besonders schick<br />

in unseren Schwestern-Jacken<br />

Ich glaube, je offener und vertrauensvoller<br />

man den Menschen begegnet,<br />

je offener begegnen sie dir.<br />

Man öffnet sich und lässt wahre<br />

Freundschaften zu. Und nur so können<br />

richtig gute Beziehungen entstehen<br />

und auch bleiben. Die Angst<br />

vor Enttäuschungen darf niemals<br />

größer sein. Am besten man nimmt<br />

sich mal wieder ein Beispiel an den<br />

Kindern. „Mama i hob seid heid an<br />

neuen Freind. Der ist voi nett und i<br />

mog eam und er mog mi.“<br />

Eure Michaela ➳


DREI MEINUNGEN<br />

Über die Freundschaft<br />

Text und Bild: Michaela Linke Illustrationen: Freepik<br />

Ich habe gerade das neue Titelbild<br />

von d‘Isarwinkler gesehen und es<br />

rührt mich wirklich sehr. Denn die<br />

gutaussehenden und lebensfrohen<br />

Damen, die Wolfgang Kronwitter<br />

da so perfekt in Szene gesetzt hat,<br />

sind alle in meinem Alter und ich<br />

kenne jede von ihnen schon ziemlich<br />

lange. Zwei davon sind auch<br />

meine „alten“ Freundinnen aus der<br />

Grundschulzeit. Wie schön ist es,<br />

denke ich und freue mich gleichzeitig,<br />

dass dieser bunte, wilde Haufen<br />

über all die Jahre immer noch so gut<br />

befreundet ist.<br />

Erste Freundschaftsbande<br />

Was aber bedeutet Freundschaft<br />

für mich? Ich erinnere mich daran,<br />

dass ich meine allerersten Freunde<br />

bei uns zu Hause auf dem Alpencampingplatz<br />

gefunden habe. Meine<br />

Kindheit war eine Art Wanderzirkus.<br />

Freunde kamen und gingen,<br />

doch wir blieben im Herzen miteinander<br />

verbunden. Wir waren so<br />

unbedarft, glücklich und unendlich<br />

frei. Einige dieser Freundschaften<br />

haben bis heute gehalten und bei denen,<br />

die ich aus den Augen verloren<br />

habe, frage ich mich hin und wieder,<br />

wie es ihnen wohl ergangen ist.<br />

Gute Freunde kann niemand trennen. Corona und auch der Lieblingsverein<br />

nicht<br />

Dann warst da du. Ich werde dich nie<br />

vergessen, auch wenn das Leben uns<br />

in andere Richtungen geschickt hat.<br />

Wir haben stundenlang miteinander<br />

telefoniert, nur um uns kurz später<br />

noch zu treffen. Haben uns abends,<br />

wenn wir mal wieder gegenseitig<br />

beieinander übernachtet haben, so<br />

lange Geschichten erzählt, bis eine<br />

von uns eingeschlafen ist. Wir haben<br />

über die gleichen Dinge gelacht<br />

(und wie!) und sind mit 13 Jahren<br />

das erste Mal eine Nacht abgehauen,<br />

um auf die verbotene Party zu gehen<br />

und morgens dann beim angelehnten<br />

Badfenster wieder unbemerkt ins<br />

Haus zu kraxeln. An der Isar habe<br />

ich einmal den ganzen Vormittag<br />

ein Gedicht für dich geschrieben,<br />

statt zur Schule zu gehen, aber du<br />

warst es wert. Und nur damit du es<br />

weißt und auf die Gefahr hin, dass<br />

es sich richtig kitschig anhört nach<br />

all den Jahren, aber die Wahrheit ist:<br />

Ich trage dich immer noch bei mir.<br />

Freunde in der Ferne<br />

machen die Welt zu einem<br />

gemütlichen Platz<br />

Dann habe ich euch getroffen. Verteilt<br />

auf der ganzen Welt. Weißt du<br />

noch in Winchester, als wir auf der<br />

Parkbank saßen und plötzlich mitten<br />

in der Nacht die Sprinkler-Anlage<br />

anging und fünf Minuten später<br />

direkt vor uns ein Feuerwerk, von<br />

<strong>16</strong>


dem wir nie herausgefunden haben,<br />

woher es eigentlich kam? Das<br />

mit den 99. Luftballons im richtigen<br />

Moment und als wir in Mexiko<br />

wirklich berechtigte Sorgen um<br />

unser Leben hatten? Dann unser<br />

letztes Treffen vor zwei Jahren. Als<br />

wir bei Eiseskälte auf dem eingefrorenen<br />

Törneträsk See standen und<br />

trotz all der schlechten Prognosen<br />

an fünf ganzen Tagen Polarlichter<br />

am Himmel von Lappland bestaunten.<br />

Wir kennen uns schon über 20<br />

Jahre und seitdem reden wir davon,<br />

dass wir irgendwann einmal zusammen<br />

die Nordlichter sehen möchten.<br />

Dass es tatsächlich passiert ist, bedeutet<br />

mir viel. Das sind alles unsere<br />

Geschichten und das Wichtigste:<br />

Wir haben sie alle zusammen erlebt.<br />

Unsere Freundschaft existiert in der<br />

Ferne und in der Tiefe gleichzeitig.<br />

Wann sehen wir uns endlich wieder?<br />

Dann ihr, alle die Begegnungen, die<br />

zu Freunden geworden sind und sich<br />

langsam in mein Leben geschlichen<br />

haben, wie ein warmer Frühlingswind.<br />

Freunde sind ausnahmslos immer<br />

ein Geschenk. Freundschaft ist<br />

unabhängig von Alter, Geschlecht<br />

und Herkunft und hält sich selten<br />

an Regeln oder Vorgaben, wenn sie<br />

Menschen zusammenführt. Freundschaft<br />

beginnt da, wo Herzen im<br />

gleichen Takt schlagen und gemeinsam<br />

durch das Leben tanzen. Doch<br />

hier ist das Paradoxe, wenn du dich<br />

nach einem guten Freund sehnst,<br />

dann musst du als erstes dir selbst<br />

dein allerbester Freund werden. Du<br />

bist der einzige Mensch, der mit<br />

Sicherheit ein Leben lang an deiner<br />

Seite verweilen wird. Darum sei dir<br />

gut. Bleib deinen Werten treu. Vertraue<br />

darauf, dass dir immer dann<br />

die „richtigen“ Menschen geschickt<br />

werden, wenn du es gerade am wenigsten<br />

erwartest. Freundschaft passiert<br />

einfach. So wie ihr. Mein Herz<br />

schlägt schneller wegen euch und<br />

dafür bin ich unendlich dankbar.<br />

Doch eins habe ich noch gelernt.<br />

Man darf den Wert eines Menschen<br />

nie an der Anzahl seiner Freunde<br />

bemessen, auch du deinen eigenen<br />

nicht. Ein einzig guter Freund, kann<br />

oft das größte Glück sein. Zeit spielt<br />

dabei keine Rolle. Es kommt immer<br />

darauf an, wie aufrichtig man sich<br />

begegnet und wie stark man sich<br />

verbunden fühlt. Es gibt so kraftvolle<br />

Begegnungen, die von einem<br />

Tag auf den anderen alles verändern.<br />

Freunde, die noch gar nicht<br />

lange an deiner Seite verweilen, aber<br />

deren Begegnung dich bewegt und<br />

tief berührt hat. Ich weiß, dass es<br />

stimmt, denn ich hab’s selbst erlebt.<br />

Eure Michaela ➳<br />

RUFT NEUE<br />

TRADITIONEN<br />

INS LEBEN!<br />

NEUES<br />

G‘WAND<br />

IM KLEIDER-<br />

SCHRANK<br />

Foto: Rockmacherin<br />

www.trachtenmode-leismueller.de hat immer für euch geöffnet!<br />

17


DREI MEINUNGEN<br />

Seit über 35 Jahren verbindet mich eine innige Freundschaft mit Renate, Barbara und<br />

Katharina sowie mit Heidi (mitte) und Sabrina. Das Beste: Mittlerweile sind auch<br />

unsere Kinder gut befreundet!<br />

Freundschaft<br />

Text und Bilder: Christine Strauß<br />

Illustrationen: Freepik<br />

Ein Bund zwischen Menschen, den<br />

man schwer mit Worten beschreiben<br />

kann. Für mich ist es eine der wichtigsten<br />

Sachen auf der Welt.<br />

Eine bedingungslose Liebe, die sich<br />

unter anderem gerade dadurch auszeichnet,<br />

dass man so verschieden<br />

ist und den anderen trotz seiner Macken<br />

und Lasten schätzt und liebt.<br />

Eine Vertrautheit, die unabhängig<br />

von Raum und Zeit, gleichermaßen<br />

besteht. Egal, ob man mal zwei Tage<br />

oder auch zwei Wochen nichts voneinander<br />

gehört hat. Sieht man sich<br />

wieder, ist es, als sei es erst gestern<br />

gewesen. Selbst ich, mit meinen „jungen“<br />

Jahren, kann behaupten, schon<br />

viele Freunde kommen und gehen<br />

gesehen zu haben. Was nicht immer<br />

leicht war. Ganz im Gegenteil: Es war<br />

schwer und schmerzhaft, denn die<br />

Menschen, die einem am nächsten<br />

stehen, können einen auch am stärksten<br />

verletzen. Man ist enttäuscht,<br />

fragt sich: Wie kann ein Mensch sich<br />

so verändert haben? Oder bin ich es,<br />

die sich verändert hat?<br />

Das Leben ist wie<br />

eine Zugfahrt<br />

Immer, wenn ich mich mit diesem<br />

Thema beschäftige, denke ich an<br />

diese Zug-Metapher: „Das Leben<br />

ist wie eine Zugfahrt. An einer Station<br />

steigen Freunde ein, sie begleiten<br />

dich zu einer weiteren Station<br />

deines Lebens, an der anderen steigen<br />

wieder welche aus. Nur wenige<br />

begleiten dich bis zur Endstation.“<br />

Das Leben als ewige Zugstrecke.<br />

Man muss nicht nur dasitzen und<br />

warten, dass Menschen kommen<br />

oder gehen. Es ist immer das, was<br />

man selbst draus macht. Ich finde,<br />

man muss sein Leben in die Hand<br />

nehmen und aktiv gestalten. Wenn<br />

jemand schlecht über jeden anderen<br />

redet und das deinen Grundsätzen<br />

und Prinzipien widerspricht, sprich<br />

nicht mit ihm. Wenn dich jemand<br />

immer wieder belügt, kehr der Person<br />

den Rücken. Das Leben ist viel<br />

zu kurz. Natürlich will ich damit<br />

nicht sagen, dass man sich bei<br />

18


Unser „Mädels-Stammtisch“ trifft sich regelmäßig seit 10 Jahren (links). Der Blondschopf<br />

rechts ist Susanne. Wir werden oft für Schwestern gehalten und haben uns erst<br />

nach 20 Jahren wieder getroffen<br />

der kleinsten Auseinandersetzung<br />

abwenden soll. Streit ist ganz normal,<br />

aber worauf es ankommt, ist,<br />

wie man danach damit umgeht.<br />

Und im Laufe des Lebens verändern<br />

sich Menschen – ihre Ansichten, ihr<br />

Verhalten, die Lebensverhältnisse.<br />

Gute Freunde würden dich nie<br />

in eine Situation bringen, bei der<br />

sie wissen, dass du dich schlecht<br />

fühlst. Man sollte die Menschen<br />

zu schätzen lernen, die die gleichen<br />

Ansichten haben und deine Meinung<br />

teilen (natürlich auch nicht<br />

zu 100 Prozent in jedem einzelnen<br />

Lebensbereich – ich glaube, das ist<br />

unmöglich). Positive Menschen,<br />

die einen manchmal besser kennen<br />

als man sich selbst. Die nicht über<br />

jeden anderen lästern, euch zu Dingen<br />

„anstiften“, die vielleicht nicht<br />

immer im Rahmen des Legalen<br />

sind oder die einfach nur genauso<br />

viel erwarten wie ihr und dementsprechend<br />

auch das gleiche Maß an<br />

Dankbarkeit und Respekt zurückgeben.<br />

Denn Freundschaft ist ein<br />

Geben und Nehmen. Mal gibt auch<br />

der eine mehr als der andere, mal<br />

umgekehrt. Aber es sollte immer ein<br />

Gleichgewicht herrschen.<br />

Umso glücklicher bin ich heute,<br />

sagen zu können, dass die Freundschaft<br />

mit ganz wichtigen Personen<br />

in meinem Leben schon seit über 35<br />

Jahren besteht. Höhen und Tiefen,<br />

Streit sowie glückliche Zeiten … But<br />

we made it! Schon irre, wenn man<br />

zurückdenkt, was man alles erlebt<br />

hat. Welche Stationen man gemeinsam<br />

durchlaufen hat. Aber, und das<br />

ist das Entscheidende: Wir waren<br />

und sind immer Eins. Egal, ob der<br />

Kontakt mal weniger intensiv Kontakt<br />

war. Immer, wenn es drauf ankam,<br />

war man füreinander da. Das<br />

gilt auch für tolle Menschen, die<br />

ich erst „seit Kurzem“ (ist ja auch<br />

irgendwie relativ) kenne, oder die,<br />

die ich über Jahre aus den Augen<br />

verloren habe, und ich mich glücklich<br />

schätzen kann, dass sie wieder<br />

ein Teil meines Lebens sind. Ich bin<br />

wahnsinnig dankbar dafür! Nicht<br />

zuletzt für die Erfahrungen und den<br />

Austausch, der mir super wichtig<br />

ist. Einfach für die Momente, die<br />

Unterstützung und Liebe, die man<br />

bekommt! Wenn ihr solch einen<br />

Menschen habt, haltet ihn fest und<br />

sagt „Danke, dass du da bist.“<br />

Eure Christine<br />

19


ANZEIGE<br />

PORTRÄT Tölzer Optik & Akustik<br />

Neue Geschäftsräume<br />

Tölzer Optik & Akustik<br />

Die Tölzer Marktstraße ist seit<br />

diesem Frühjahr um ein neues Geschäftsangebot<br />

reicher: Die beiden<br />

Unternehmen „Steinacker Optik“<br />

und „Tölzer Hörakustik“ sind unter<br />

einem Dach und mit dem neuen<br />

Geschäftsnamen „Tölzer Optik<br />

& Akustik“ vereint. „Meine Geschäftsräume<br />

sind einfach zu klein<br />

geworden und auch die Anordnung<br />

Die kompetente und persönliche Beratung steht an erster Stelle<br />

Neu: Ein barrierefreier Eingang an<br />

der Hindenburgstraße<br />

des Ladengeschäfts über zwei Stockwerke<br />

war vor allem für gehbehinderte<br />

Menschen äußerst ungünstig“,<br />

begründet Irmgard Ranhart<br />

die Maßnahme. Nun können die<br />

Kunden problemlos zwischen Hörakustikbereich<br />

und Optikgeschäft<br />

wechseln. Außerdem sind die einzelnen<br />

Bereiche durch zwei separate<br />

Eingänge, sowie einen barrierefreien<br />

Seiteneingang zu betreten. Zusätzliche<br />

Mess- und Beratungsräume<br />

sind entstanden, die bei Kunden und<br />

Mitarbeitern größtmögliche Diskretion<br />

garantieren. Das ist vor allem<br />

im Bereich Hörakustik ein großer<br />

20


Vorteil, wie die Hörakustikmeisterin<br />

und Pädakustikerin Irmgard<br />

Ranhart betont. Schließlich liegt<br />

der Schwerpunkt der Hörexpertin<br />

in der Beratung von Hörsystemen<br />

und Hörimplantaten für alle Bedürfnisse.<br />

An erster Stelle steht eine<br />

einfühlsame und individuelle Beratung<br />

über das passende Produkt und<br />

seine Möglichkeiten.<br />

Selbstverständlich bietet das Team<br />

der Tölzer Hörakustik seinen Kunden<br />

in allen Bereichen des „guten<br />

Hörens“ einen Rund-um-Service auf<br />

höchstem Niveau. Dazu gehört nicht<br />

nur eine große Auswahl an hochsensiblen<br />

Hörsystemen der neuesten<br />

Generation, sondern auch die Möglichkeit<br />

eines professionellen Hörtrainings.<br />

Der Kunde kann aus einer<br />

breiten Palette von zuzahlungsfreien<br />

Basis-Hörsystemen bis hin zu<br />

High-Tech-Geräten mit modernster<br />

Technologie in allen Bauformen das<br />

für ihn passende Produkt auswählen.<br />

Ein wichtiges Thema bei Tölzer<br />

Optik & Akustik ist auch der<br />

maßgefertigte Gehörschutz für jede<br />

Lärmsituation.<br />

Erste Anlaufstelle bei Fragen<br />

zur Augengesundheit<br />

Mit modernster Messtechnik wird die Sehstärke ermittelt<br />

Eine große Auswahl an modischen<br />

Brillenmodellen und Sonnenbrillen<br />

namhafter Hersteller finden<br />

die Kunden im Bereich Optik. Als<br />

„Zeiss Vision Experte“ sind Simon<br />

Ranhart und sein Team die erste<br />

Anlaufstelle bei Fragen zur Augengesundheit.<br />

Nach einem persönlichen<br />

Gespräch folgt eine gründliche<br />

Analyse der Augen. Der Einsatz neuester<br />

Messtechnik ermöglicht eine<br />

exakte Bestimmung der Sehstärke.<br />

Die hochwertigen Zeiss-Brillengläser<br />

werden auf Basis dieser Daten<br />

passgenau angefertigt und können<br />

die Sehfähigkeit entscheidend<br />

verbessern. Kontaktlinsenträger erhalten<br />

von den kompetenten Augenoptikern<br />

ebenfalls eine umfangreiche<br />

Beratung zum optimalen Produkt.<br />

Führend ist die „Tölzer Optik<br />

& Akustik“ mit ihrem Angebot an<br />

Hilfsmitteln für spezielle Sehanforderungen.<br />

Der Kunde hat in den<br />

neuen Räumen die Möglichkeit, verschiedene<br />

Spezialsehhilfen in aller<br />

Ruhe zu testen und auszuwählen. In<br />

der hauseigenen Meisterwerkstatt<br />

wird jede Brille in Handarbeit gefertigt.<br />

Zudem können auch beschädigte<br />

Brillen – auch fremder Hersteller<br />

– auf Wunsch repariert und bei Bedarf<br />

mit neuen Gläsern ausgestattet<br />

werden.<br />

Bilder: Tölzer Optik & Akustik<br />

Fachwissen und Leidenschaft<br />

für gutes Hören und Sehen<br />

Irmgard und Simon Ranhart sind<br />

ein eingespieltes Team und absolute<br />

Experten in ihrem jeweiligen<br />

Bereich. Zusammen mit ihren Mitarbeitern<br />

stehen sie ihren Kunden<br />

auch in den neuen Geschäftsräumen<br />

mit ihrem umfangreichen Fachwissen<br />

und ihrer Leidenschaft für gutes<br />

Hören und Sehen jederzeit mit Rat<br />

und Tat zur Seite. kf<br />

Tölzer Optik & Akustik<br />

Marktstraße 59<br />

(Eingang Hindenburgstraße)<br />

83646 Bad Tölz<br />

Tel. 08041 · 3201<br />

info@toelzer-optik-akustik.de<br />

www.toelzer-optik-akustik.de<br />

21


ANZEIGE<br />

PORTRÄT Schreinerei Oswald<br />

Unverwechselbar,<br />

einzigartig und<br />

einfach besonders<br />

30 Jahre Holzdielen-Böden vom Oswald aus Gaißach<br />

22


Bilder: Bettina Krinner<br />

Die ganze Belegschaft wird geleitet von Franz senior und Franz junior<br />

Was so ein richtig schöner Holzfußboden<br />

in einem Zuhause hermacht,<br />

wissen die Oswalds aus Gaißach<br />

und ihre Kunden nur zu gut. Vor<br />

dreißig Jahren hat Franz Oswald<br />

nach der Meisterschule in Traunstein<br />

mit einer Garagen-Schreinerei<br />

für Möbelbau begonnen. Seither<br />

wurde die Werkstatt dreimal vergrößert<br />

und der Grund für ihren<br />

Erfolgt hat sich eigentlich rein zufällig<br />

ergeben. 1997 bauten Franz<br />

und Marianne ihr Eigenheim und<br />

wünschten sich dafür raumlange<br />

Dielen. Die waren schwer zu finden<br />

und so hat Schreinermeister Franz<br />

sie kurzerhand selbst geschreinert.<br />

So entstand die Idee und so kam<br />

auch ein Auftrag zum anderen, denn<br />

die Böden vom Oswald waren und<br />

sind bis heute sehr gefragt. Seit 2005<br />

hat sich der Betrieb ausschließlich<br />

auf die Produktion von Dielenböden<br />

und Sockelleisten spezialisiert.<br />

Zusammen mit einem jungen Team<br />

vom Rentner bis Studentin, Schreinern<br />

und Zimmerern und einem<br />

Landwirt arbeiten nun alle drei Generationen<br />

und alle drei Franz von<br />

22 bis 84 Jahren mit im Betrieb. Seit<br />

Mai 2021 hilft nämlich auch Franz<br />

junior mit. So werden Tannen und<br />

Eschen aus dem Isarwinkel, Eichen<br />

aus dem Spessart und europäische<br />

Lärchen zu Dreischicht-Böden verarbeitet.<br />

Aus einem Blatt werden<br />

raumlange, formstabile bis zu 13 m<br />

lange und bis zu 50 cm breite Dielen<br />

gefertigt. Viele Kunden aus dem<br />

Isarwinkel bringen ihr eigenes Holz<br />

zur Verarbeitung vorbei. Das Ergebnis<br />

ist immer das Gleiche: wunderschöne<br />

einmalige Böden, die ein<br />

unvergleichliches Raumklima schaffen<br />

– für ein besonders gemütliches<br />

Daheim. mp<br />

Franz junior, Marianne und Franz senior und Marianne<br />

Schreinerei Oswald<br />

Tölzer Str. 8<br />

83674 Gaißach (Untergries)<br />

Tel. 08041 ∙ 5181<br />

23


DORFFÜHRUNG Königsdorf<br />

Bild: Wolfgang Kronwitter<br />

Unterwegs aus der Geschichte in Richtung Zukunft<br />

Text: Martina Geisberger Bilder: Werner Beier, Oliver Betz, Monika Köglsperger, Matthäus Krinner,<br />

Wolfgang Kronwitter, Hartmut Pöstges, Mathias Schunk<br />

Königsdorf – der Ortsname und<br />

auch das Wappen mit der Krone im<br />

oberen Teil lassen eine hochadelige<br />

Dorfhistorie vermuten. Zudem sind<br />

die 3200 Einwohner Königsdorfs<br />

nachweislich besonders stolz auf<br />

ihre Vergangenheit – ein abwechslungsreicher<br />

und informativer „Weg<br />

der Königsdorfer Geschichte“ des<br />

entsprechenden Arbeitskreises führt<br />

interessierte Dorfbesucher mit einem<br />

kleinen Bücherl an über 35 Plätze<br />

rund um Königsdorf und erzählt<br />

anschaulich und mit vielen alten<br />

Bildern etwas über seine bewegte<br />

Historie. Eine sehr kreative Idee, um<br />

auf begreifbare und visuelle Art und<br />

1952 am Kirchenbogen: ein Mercedes Typ 170, ein Opel P4, beide mit<br />

AB-Nummer (Amerikanische Besatzungszone) und ein Güldner Traktor,<br />

<strong>16</strong> PS, Baujahr 1951, mit Fahrer Schwaiger Lenz. Er hatte einen der ersten<br />

Traktoren in Königsdorf<br />

24


Ochsentreiberanwesen, Dorfmitte ca. 1959/1960 – abgerissen<br />

Beuerberger Straße, Ansicht<br />

Richtung Anwesen Schußmann<br />

und Kirche St. Laurentius<br />

Weise die Heimatgeschichte an folgende<br />

Generationen und auch interessierte<br />

Zugezogene zu vermitteln.<br />

Daher habe ich mich mit der Autorin<br />

Marlies Hieke getroffen.<br />

Denn wer etwas über Königsdorf<br />

wissen will, wendet sich heute an<br />

die Mitverfasserin der Chronik<br />

und dem „Weg der Geschichte“.<br />

Zur 1200-Jahr-Feier 1978 hat die<br />

ehemalige Lehrerin der örtlichen<br />

Schule ihre Lehramts-Zulassungsarbeit<br />

über die Geschichte des Orts<br />

wieder aus der Versenkung geholt<br />

und gemeinsam mit ihrem Vater das<br />

Heimatbuch in Königsdorf verfasst.<br />

Seitdem sind die Bewahrung und der<br />

Transport der örtlichen Geschichte<br />

eine Herzensangelegenheit für sie.<br />

So kommt man sogleich im Gespräch<br />

auf den hochadligen Ortsnamen<br />

„Königsdorf“: „Tatsächlich<br />

leitet sich der heutige Ortsname aber<br />

von den ,Nobiles de Chumiztorf‘<br />

ab, welche 778 n. Chr. in der ersten<br />

urkundlichen Erwähnung als<br />

Besitzer aufgeführt worden“, weiß<br />

sie mir zu berichten. Im Laufe der<br />

Zeit wurde dann aus „Chumiztorf“<br />

Königsdorf – ohne jeglichen adligen<br />

Hintergrund, auch wenn in dem<br />

schönen Örtchen sogar einmal ein<br />

kleines Schloss seine Heimat hatte.<br />

Und auch die Krone im Wappen ist<br />

dem Abtwappen vom Kloster Benediktbeuern<br />

geschuldet, welche<br />

ab dem 17. Jahrhundert die größten<br />

Grundherren von Königsdorfwaren<br />

und diese in ihrem Wappen trugen.<br />

Aber nicht nur diese Fakten<br />

finden sich auf dem „Weg der ➳<br />

Meisteratelier Kirchmayr<br />

Ludwigstraße <strong>16</strong>a<br />

82549 Königsdorf<br />

Tel. 08179 ∙ 94 37 82<br />

info@schneiderei-kirchmayr.de<br />

www.schneiderei-kirchmayr.de


DORFFÜHRUNG Königsdorf<br />

Schulhausneubau 1961<br />

Geschichte“ – Königsdorf war in<br />

vielen Angelegenheiten der Historie<br />

zwischen Isar und Loisach ein Ausgangspunkt<br />

und Richtungsweiser<br />

für das ganze Oberland.<br />

Ein Dorf prägt<br />

die Region<br />

sowie Pius VI., aber auch Kurfürst<br />

Ferdinand Maria und unser Märchenkönig,<br />

Ludwig II., durchreisten<br />

einst Königsdorf, sogar Deutschlands<br />

berühmtester Dichter Johann<br />

Wolfgang von Goethe kam auf seiner<br />

gut dokumentierten Italienreise<br />

1786 durch das kleine Örtchen.<br />

Große Bedeutung für das ganze Isartal<br />

hatte die Königsdorfer Kirche<br />

nach den Ungarnfeldzügen (ca. 955<br />

n.Ch.). Sie wurde als die Urpfarrei<br />

des gesamten Isarwinkels mit elf<br />

Filialen (Lenggries, Tölz, Gaißach,<br />

Wackersberg, Fischbach, Ellbach,<br />

Kirchbichl, Peretshofen, Geretsried,<br />

Durch die Verbindungsstraße von<br />

Nord nach Süd war Königsdorf<br />

schon immer für viele Reisende ein<br />

Passierpunkt auf ihrem Weg in die<br />

Voralpen und weiter nach Italien.<br />

Man geht davon aus, dass die jetzige<br />

Hauptstraße schon in frühen Zeiten<br />

ein Pilgerweg nach Rom war. „1120<br />

wurde sie als die ,königliche Straße<br />

nach Tirol und Italien bezeichnet‘“,<br />

so Hieke. Die Päpste Alexander XII.<br />

Laurenziprozession 10. August 1959<br />

Pfarrer Paul Fischer hoch zu Ross beim Leonhardiritt in Oberbuchen<br />

ca. 1975<br />

Hechenberg und Ascholding) bezeichnet.<br />

Und heute noch hängen<br />

zwei der ältesten Glocken aus dem<br />

ganzen Oberland in Königsdorf<br />

(Wetterglocke aus 1402 und große<br />

Glocke <strong>16</strong>52).<br />

In der jüngeren Vergangenheit war<br />

es ein Königsdorfer Geistlicher, der<br />

maßgeblich am Erhalt der Tölzer<br />

Leonhardifahrt beteiligt war: Pfarrer<br />

Paul Fischer, ein „Roßnarrischer“,<br />

warb in den 1960er-Jahren<br />

massiv bei den Landwirten in Tölz<br />

und Umgebung für den Erhalt der<br />

Wallfahrt. Diese war – der modernen<br />

Technik geschuldet – von Beobachtern<br />

bereits totgesagt und wurde<br />

aber durch das nachdrückliche<br />

Werben des Pferdefreunds Fischer<br />

für den Fortbestand der bäuerlichen<br />

Pferdehaltung, am Leben gehalten.<br />

So nahmen die teilnehmenden Fuhrwerke<br />

an der berühmten Leonhardifahrt<br />

seit den späten 1970er-Jahren<br />

wieder beständig zu, von 30<br />

Gespannen auf heute über 80. Ein<br />

wunderbares Vermächtnis des überall<br />

beliebten Pfarrers und Ehrenbürgers<br />

von Königsdorf, der nach<br />

seinem Tode im Jahr 2005 auch am<br />

örtlichen Friedhof begraben wurde.<br />

26


Der „Hoichermaler“<br />

Ein besonderes Kleinod in Königsdorf<br />

ist auch das Heimatmuseum<br />

mit 600 Exponaten – eine eher ungewöhnliche<br />

Einrichtung für einen<br />

Ort dieser Größe. Es beschäftigt<br />

sich intensiv mit der Vergangenheit<br />

der Region und bietet immer wieder<br />

Sonderausstellungen zu diversen<br />

Themen. Die nächste Sonderausstellung<br />

befasst sich mit dem berühmten<br />

Königsdorfer Maler Georg Demmel,<br />

dem „Hoichermaler“. Seine bekanntesten<br />

Werke findet man bei<br />

einem Spaziergang durch die Tölzer<br />

Marktstraße – einfach einmal auf<br />

der linken Häuserseite die Malereien<br />

an den Giebeln bewundern, diese<br />

stammen überwiegend von ihm.<br />

Aber auch seine vielseitigen bäuerlichen<br />

und religiösen Gemälde sowie<br />

Studien sind weit über die bayrischen<br />

Grenzen hinaus berühmt und bekannt.<br />

Sein Talent wurde bereits in<br />

den 1920er-Jahren mit 23 Jahren<br />

von einem Professor entdeckt, der<br />

Bauerssohn durfte auf sein Wirken<br />

hin die Münchner Kunstgewerbeschule<br />

besuchen. Bereits 1929 stellte<br />

Demmel zum ersten Mal in der neuen<br />

Sezession, einer einflussreichen<br />

Münchner Künstlervereinigung<br />

aus. „Er war aber sehr bescheiden<br />

und zurückgezogen und hat immer<br />

wieder in der Landwirtschaft seines<br />

Bruders mitgearbeitet“, weiß Marlies<br />

Hieke über den Künstler Demmel.<br />

1972 ist er verstorben, zahlreiche<br />

Werke Demmels wurden jetzt in<br />

einem Bildband von Tölzer Walter<br />

Frei veröffentlicht. Die Sonderausstellung<br />

über den „Hoichermailer“<br />

im Königsdorfer Heimatmuseum<br />

geht noch bis Oktober 2021. ➳<br />

Kraftstoffverbrauch (l/100 km) für den Hyundai i20 N 1.6 T-GDI 150 kW (204 PS) Frontantrieb Benzin, 6-Gang-Getriebe: niedrig (Kurzstrecke): 8,6; mittel (Stadtrand):<br />

6,7; Kraftstoffverbrauch hoch (Landstraße): (l/100 6,0; km) Höchstwert für den Hyundai (Autobahn) i20 N 7,4; 1.6 kombiniert: T-GDI 150 kW 7,0; (204 CO 2 -Emission PS) Frontantrieb kombiniert: Benzin, 1586-Gang-Getriebe: g/km; CO 2 -Effizienzklasse: niedrig (Kurzstrecke): F. Die angegebenen 8,6; mittel Verbrauchs- (Stadtrand):<br />

und 6,7; hoch CO 2 -Emissionswerte (Landstraße): 6,0; wurden Höchstwert nach dem (Autobahn) vorgeschriebenen 7,4; kombiniert: WLTP-Messverfahren 7,0; CO 2 -Emission ermittelt. kombiniert: 158 g/km; CO 2 -Effizienzklasse: F. Die angegebenen Verbrauchsund<br />

CO -Emissionswerte wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt.


DORFFÜHRUNG Königsdorf<br />

Weit über die Landkreisgrenzen hinaus<br />

ist Königsdorf noch für drei weitere<br />

besondere Fleckerl bekannt, die<br />

aber nicht direkt am Ortskern liegen:<br />

Die Jugendsiedlung Hochland,<br />

das Segelflugzentrum in Wiesen und<br />

die ehemaligen Boschhöfe bei Mooseurach.<br />

Marlies Hieke berichtet<br />

stolz über Gespräche mit Auswärtigen:<br />

„Wenn man über Königsdorf<br />

außerhalb von Bayern spricht, sagen<br />

viele, das kenn ich: Hier war ich<br />

schon mal auf einer Jugendfreizeit<br />

oder die Erfolge der Segelflieger sind<br />

auch überregional sehr bekannt.“<br />

Die Jugendsiedlung<br />

Hochland<br />

Zeltlagererleben in der Jugendsiedlung Hochland in den 1960er-Jahren<br />

„Dort finden wir eine sehr bewegte<br />

Geschichte mit dunklen Zeiten, aber<br />

seit Langem schon eine wertvolle<br />

Begegnungsstätte über Oberbayern<br />

hinaus“, so Hieke über die Jugendsiedlung<br />

Hochland im Osten von<br />

Königsdorf. Das Hochlandlager<br />

wurde ursprünglich 1936 von den<br />

Nationalsozialisten für die Ausbildung<br />

von Buben und Mädchen der<br />

Hitlerjugend bzw. den Bund deutscher<br />

Mädel errichtet. Nach dem<br />

zweiten Weltkrieg erhielten hier sog.<br />

jüdische Displaced Persons (DPs),<br />

Überlebende des Holocausts, eine<br />

Ausbildung und bauten mit diesem<br />

in Königsdorf erworbenen Wissen<br />

den neuen Staat Israel bzw. Palästina<br />

auf. Ab 1949 war es dann eine<br />

Zeitlang eine Heimat für eltern- und<br />

obdachlose Jugendliche, die hier<br />

ebenfalls eine Ausbildung und Zukunftsperspektiven<br />

erhielten. Ab<br />

dieser Zeit war das Gebiet an der<br />

Isar eine christlich geprägte Erholungs-<br />

und Ausbildungsstätte für<br />

Kinder und Jugendliche aus ganz<br />

Deutschland und gilt mit 23 Hektar<br />

Fläche als eine der größten Jugendbildungsstätten<br />

in ganz Bayern. So<br />

viele unvergessene Momente erlebten<br />

hier seither abertausende Heranwachsende<br />

in ihrer Freizeit in der<br />

Jugendsiedlung Hochland.<br />

28


modernste Schleppflugzeuge mit<br />

erhöhtem Schallschutz verwendet<br />

und die meisten Starts erfolgen mit<br />

einer lautlosen Elektrowinde. Mittlerweile<br />

sind die Königsdorfer auf<br />

ihre Flieger stolz, die weltweit zu ➳<br />

Das Segelflugzentrum<br />

Zu Beginn waren nicht alle Königsdorfer<br />

vom Segelflugzentrum in<br />

Wiesen begeistert. 1959 starteten<br />

die ersten Flieger hier, von Jahr zu<br />

Jahr wuchs der Flugplatz und die<br />

Segelflug-Piloten starteten von hier<br />

aus zu Flügen bis in die Karawanken<br />

oder in den Schwarzwald. Zunehmender<br />

Fluglärm durch die Starts<br />

mit Schleppflugzeug belasteten in<br />

den 1970er-Jahren das Nachbarschaftsverhältnis.<br />

Aber durch Gespräche<br />

wurde alles geklärt, es gibt<br />

nun Ruhezeiten, es werden nur noch<br />

” Tradition und Genuss “<br />

Bei uns finden Sie eine große Auswahl an<br />

besonderen GESCHENKIDEEN mit einer<br />

Vielzahl an PRODUKTEN AUS DER<br />

REGION. Essig- und Öl-Spezialitäten sowie<br />

Schnäpse – auf Wunsch frisch abgefüllt.<br />

Köstliche Pralinen von Eybel, Geschenkkörbe,<br />

handgemachte Schafmilchseifen,<br />

naturreine Produkte aus Zirbenholz und<br />

vieles mehr ...<br />

Hauptstraße 21 I Königsdorf I Telefon 08179 - 5752


DORFFÜHRUNG Königsdorf<br />

Segelflugzentrum 1993 – Startbahnverlängerung<br />

den erfolgreichsten Segelflugvereinen<br />

zählen. Es wurden schon viele<br />

nationale und auch schon mehrere<br />

Europa-Rekorde von Königsdorf<br />

aus geflogen. Seit 1977 sind die Piloten<br />

auch in der Luftrettungsstaffel<br />

Bayern aktiv und helfen regelmäßig<br />

ehrenamtlich beim Katastrophenschutz<br />

oder Waldbrandüberwachungsflügen.<br />

Durch jährliche<br />

Veranstaltungen, wie das kostenlose<br />

Fliegen für die jeweilige Abschlussklasse<br />

der Königsdorfer Schule, das<br />

Ferienpassfliegen oder der Nikolaus,<br />

der für den Kindergarten einfliegt,<br />

sind die Flieger mittlerweile fester<br />

Bestandteil der Gemeinde. Ebenso<br />

ist das Fliegerfest mit dem weit über<br />

den Landkreis bekannten Feuerwerk<br />

mit musikalischer Untermalung<br />

im September ein Fixpunkt des<br />

Gemeindelebens. Kunstflugpiloten<br />

malen hierbei sogar Herzen in den<br />

Himmel und mit bis zu 10.000 Besuchern<br />

ist es immer eines der größten<br />

Veranstaltungen im Isarwinkel –<br />

wenn grad kein Corona ist. „Die<br />

Vereine vom Flugplatz suchten immer<br />

ein gutes Einvernehmen und<br />

Auskommen mit den Einwohnern,<br />

Das war die alte Molkerei am Boschhof, die Milch wurde bis München<br />

geliefert<br />

das ist in Begegnungen immer spürbar“,<br />

so Marlies Hieke über das heutige<br />

Verhältnis zu den Flugsportlern<br />

aus Wiesen.<br />

Die Boschhöfe<br />

Einer der wohl berühmtesten Grundbesitzer<br />

Königsdorfs war der Industrielle<br />

Robert Bosch. 1912 erwarb<br />

er Gut Mooseurach, vorher hatte<br />

er schon die Torfverwertungsgesellschaft<br />

übernommen. Zu den<br />

sogenannten Boschhöfen kamen in<br />

den 1920er-Jahren noch sechs weitere<br />

landwirtschaftliche Betriebe<br />

in Sterz, Nantesbusch, Karpfsee,<br />

Fletzen und Höfen dazu. Auf einer<br />

insgesamt 2000 Hektar großen<br />

Fläche wollte er die Prinzipien, die<br />

ihn in seiner industriellen Tätigkeit<br />

in Stuttgart zu großem Erfolg verhalfen,<br />

auch in seinem Hobby, der<br />

30


Landwirtschaft, umsetzen. Marlies<br />

Hieke weiß aus Überlieferungen<br />

über den Unternehmer: „Er wollte<br />

ein Land, wo Milch und Honig fließen.“<br />

Und er war ein Vordenker: Einer<br />

der ersten Futtersilos überhaupt<br />

wurde hier gebaut, um übers Jahr<br />

hinaus Futter für die Tiere zu haben.<br />

Das bedeutete den Einsatz von<br />

modernsten Techniken, den Aufbau<br />

eines integrierten, leistungsfähigen<br />

Gesamtbetriebs und die Vermarktung<br />

von hochwertigen Qualitätsprodukten<br />

bis nach München. Auch<br />

ein Teil der Moorlandschaft rund<br />

um Königsdorf wurde dafür ausgetrocknet.<br />

Anfang der 1930er-Jahre<br />

waren 300 Menschen rund um die<br />

Boschhöfe beschäftigt – einer der<br />

größten Arbeitgeber in der Gegend<br />

zu dieser Zeit. Leider waren seine<br />

Das alte Betriebshauptgebäude<br />

des Boschhofes<br />

Versuche aus verschiedenen Gründen<br />

nicht mit Erfolg gekrönt – die<br />

Landwirtschaft wurde 1976 eingestellt.<br />

Jetzt ist in Mooseurach wieder<br />

eine kleinere Bio-Landwirtschaft<br />

beheimatet – die Boschgüter. Der<br />

Enkel von Robert Bosch, Dr. Christof<br />

Bosch, ist heute dafür verantwortlich.<br />

Er renaturiert die zum Teil<br />

drainierte Moorlandschaft durch<br />

eine sogenannte Wiedervernässung.<br />

Heute ist man sich über den ökologischen<br />

Wert und der Wichtigkeit<br />

einer Moorlandschaft viel intensiver<br />

bewusst als noch am Anfang des 20.<br />

Jahrhunderts. Nun steht nicht mehr<br />

der Gewinn der Landwirtschaft im<br />

Vordergrund – ökologisch nachhaltig<br />

wirtschaften ist nun die Prämisse.<br />

Er will das Erbe seines prominenten<br />

Großvaters und Ehrenbürger<br />

von Königsdorf, welcher die Gegend<br />

um Königsdorf so sehr geliebt hatte,<br />

hochhalten und weiterführen. ➳<br />

Hofcafé & Ferienwohnungen<br />

Besuchen Sie uns in unserem Hofcafé.<br />

Wir laden Sie herzlich ein,<br />

unsere selbstgebackenen Kuchen,<br />

Torten und Kaffeespezialitäten sowie<br />

Bauernhofeis und kleine Brotzeiten<br />

zu genießen. Für die Kleinen<br />

haben wir einen großen Spielplatz<br />

und eine Kinderspielecke.<br />

Öffnungszeiten:<br />

Freitag 13:00 – 19:00 Uhr<br />

Samstag, Sonntag & Feiertag<br />

9:00 – 19:00 Uhr<br />

Familie Spindler<br />

Faistenberg 3 82547 Eurasburg /Beuerberg Tel.081 79 • 99 71 36 info@otthof.de www.otthof.de


DORFFÜHRUNG Königsdorf<br />

Gemeinsam auf dem Weg<br />

in die Zukunft<br />

Königsdorf ist heute ein Dorf mit<br />

berechtigtem Stolz auf seine Historie,<br />

aber auch mit Blick auf die<br />

Gegenwart und Zukunft. Die Infrastruktur<br />

ist für einen Ort dieser<br />

Größe mehr als hervorragend, man<br />

kann hier fußläufig alles erwerben,<br />

was man für den täglichen Bedarf<br />

benötigt. „Mia ham ois!“ – Marlies<br />

Hieke freut das sehr. Zudem ist man<br />

im Nu im schönen Tölz bzw. in den<br />

Bergen, aber auch in kurzer Zeit in<br />

Wolfratshausen und dann mit der<br />

S-Bahn oder über die Autobahn in<br />

München. Jede Generation fühlt<br />

sich hier wohl. Es gibt für die kleinsten<br />

Königsdorfer eine Kita sowie die<br />

Faschingshochburg Königsdorf alle<br />

zwei Jahre – bis zu 10.000 Besucher<br />

... und so bunt wird hoffentlich nach<br />

Corona auch wieder gefeiert!<br />

Das Dorf trifft sich gern an der Königsdorfer Alm. Auf diesem Bild gibt der<br />

Königsdorfer Singkreis ein paar Lieder im Rahmen des alljährlichen Seniorennachmittags<br />

des Krankenunterstützungsvereins zum Besten<br />

Grund- und Mittelschule, aber auch<br />

einen Kinder- und Jugendverein mit<br />

schönen Aktionen für den dörflichen<br />

Nachwuchs. Eine besonders rührige<br />

Organisation kümmert sich um die<br />

Alten und Kranken aus dem Ort,<br />

der Krankenunterstützungsverein.<br />

Dieser unterstützt Bedürftige bei<br />

Anschaffungen oder Verleihung von<br />

beispielsweise Krücken, Rollstühlen<br />

ect. Er ist aber auch besonders für<br />

ältere Mitbürger und Mitbürgerinnen<br />

gedacht, um Gemeinschaft und<br />

Geselligkeit bei Seniorennachmittagen<br />

auch im hohen Alter noch<br />

erleben zu können. „Viele unserer<br />

Vereine arbeiten im Alltag für ihre<br />

Mitmenschen“, so Hieke über die<br />

zahlreichen gemeinnützigen Organisationen<br />

des Orts. Daher schmerzen<br />

die Absagen von Gaufest und Patronatstag<br />

2020 immer noch sehr.<br />

Das ganze Dorf war involviert und<br />

die Vorbereitungen mit allen Ausgaben<br />

schon sehr weit fortgeschritten.<br />

Aber das gehört auch zu Königsdorf:<br />

Nicht lange jammern, sondern nach<br />

vorne schauen! Da kommt bestimmt<br />

wieder ein Faschingszug, ein Dorfflohmarkt<br />

oder man begegnet sich<br />

beim Almkirta auf der Königsdorfer<br />

Alm. Dort trifft man sich, ratscht<br />

und feiert miteinander und jeder<br />

weiß, dass Königsdorf in der bewegten<br />

Geschichte schon viel mehr<br />

durchgemacht hat als eine Corona-Pandemie.<br />

Denn wer weiß, wo er<br />

32


herkommt, findet leichter einen Weg,<br />

den er dank seiner Erfahrungen gut<br />

beschreiten kann. Und jeder Königsdorfer<br />

ist sich dank Menschen wie<br />

Marlies Hieke und dem Arbeitskreis<br />

Königsdorfer Geschichte bewusst,<br />

dass er persönlich auch ein Teil des<br />

Weges der Geschichte in Königsdorf<br />

ist, wenn er auf diesem Weg für und<br />

mit Königsdorf unterwegs ist.<br />

DAS<br />

FREUNDEBUCH<br />

Wir vom <strong>d’Isarwinkler</strong> sind bekanntermaßen ein bisschen<br />

kindisch und ein wenig altmodisch sind wir auch. Und<br />

das ist auch gut so! Wir möchten gerne das Poesie-Album<br />

und Freundebuch in Erinnerung rufen. Vor lauter Facebook-Freundschaften<br />

und Instagram-Followern drohen sie in<br />

Vergessenheit zu geraten. Weiter geht’s mit unseren Isarwinkler<br />

Bürgermeistern. Diesesmal stellt sich der Königsdorfer<br />

Bürgermeister Rainer Kopnicky unseren Fragen des Freundebuches.<br />

Seid gespannt. ➳<br />

2011 entstand mit Hilfe des Kinderund<br />

Jugendvereins ein Bikepark, der<br />

jetzt nach ein paar Jahren Pause wieder<br />

aktiviert werden soll<br />

Bau -<br />

und Kunstspenglerei<br />

Hubert Schuster<br />

Wir steigen Ihnen gerne aufs Dach.....<br />

und fertigen Dachrinnen, Metalldächer, Dachgauben,<br />

Kaminverblechungen und alles aus Blech für Ihr Dach.<br />

Wir dichten auch Balkone, Terrassen und Carports ab.<br />

METALLDÄCHER REPARATUREN<br />

83646 BAD TÖLZ-ELLBACH<br />

TÖLZER STRASSE 2<br />

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34<br />

FREUNDEBUCH


35


WIE'S FRÜHER WAR<br />

„Mei wia schreibt sich denn da<br />

Rot Kreuz Hans?“ Eine Standardfrage<br />

in ländlichen Haushalten. Man<br />

kennt den Hans guad aber hoid einfach<br />

nur unter seinem Hausnamen<br />

und nicht, wie er sich schreibt. Denn<br />

in einem Dorf mit vielen gleichen<br />

Nach- und Vornamen braucht’s einfach<br />

nomoi a andere Unterscheidung<br />

und so is bei uns der Hausname oft<br />

geläufiger als der Schreibname. Woher<br />

kommen die Namen und warum<br />

gerade die? Forscher haben<br />

sich drangemacht und<br />

eine Erklärung abgegeben:<br />

Früher hatte zwar jeder<br />

seinen Namen von Geburt<br />

an, aber zum Unterscheiden von<br />

gleichen Nachnamen nutzte man<br />

zum Beispiel auch charakteristische<br />

Bäume. Der Hof an der großen Linde<br />

war der Lindner oder Lindlbauer.<br />

Der Bauer an den hohen Tannen<br />

wurde irgendwann nur noch Hochtanner<br />

gerufen. Ähnlich verhält es<br />

sich mit Häusern oder Hofstellen, die<br />

von der Gerichtsbarkeit übergeben<br />

oder bewirtschaftet wurden, so wie<br />

der Probstbauer, Lehenbauer oder<br />

der Eigner. Hatte sich jemand einen<br />

großen Stadl gebaut, war er fortan<br />

der Stadlbauer. Natürlich vergab<br />

auch die Größe des Anwesens den<br />

Namen. So hieß der Bauer mit dem<br />

weitläufigsten Anwesen oder dem<br />

Hausnamen<br />

Text und Bilder: Agnes Müller<br />

imposantesten Bau einfach Großbauer.<br />

Hatte eine Familie ihr Zuhause<br />

an einer neuen Rodung erbaut war<br />

ihr Name bald darauf Reuthof. An<br />

einem schattigen oder sehr sonnigen<br />

Hang lebte man wahrscheinlich als<br />

Winter- oder Sonnleitner sein Leben.<br />

Nannte man einen besonders schönen<br />

Fleckchen Erde sein Eigen, war<br />

man der Schöngrundner. Der Hof an<br />

der Weggabelung gehörte dem Wegscheidbauern.<br />

Hatte man besonderes<br />

Losglück war man der Lußer.<br />

Beim Schweizerhof hatte man entweder<br />

Schweizer Kühe oder kam<br />

aus dem Land, genau wie beim Unger.<br />

Hier waren die Besitzer Ungarn.<br />

Ein Schmalzer ist ein ergiebiger und<br />

wohlhabender Grund.<br />

Natürlich waren auch die Berufe, die<br />

im Nebenerwerb betrieben wurden,<br />

bezeichnend. So gibt es heute noch<br />

den Sagschneider, Maurer oder den<br />

Bäck, auch wenn letztere nicht immer<br />

fürs Brot zuständig waren. War<br />

man irgendwo Aufseher oder Vorarbeiter,<br />

hieß man ihn den Schafferbauer.<br />

Auch die Hoflage<br />

war wichtig. So hatte der<br />

Kirchmayr seinen Hof neben<br />

der Kirche. Wohnte<br />

man unter schönen Kiefern,<br />

hieß man Kiefersauer. Dann<br />

gab es noch die Söhne, die nicht<br />

den elterlichen Besitz erbten. Die<br />

nahmen ihren Hofnamen mit und<br />

setzten ihren Vornamen dazu. Denn<br />

auch wenn unsere Hofstelle zum<br />

Laa hoasd, wohnt dort der Strasser<br />

Flori, der sich Müller schreibt. Beim<br />

Laa heißt’s, weil wahrscheinlich das<br />

alte Anwesen oder die Alm von einer<br />

Lawine also Laa zerstört wurde.<br />

Manchmal bekamen junge Erwachsene<br />

auch erst einen neuen Namen,<br />

wenn sie den Dienstherrn wechselten.<br />

So war zum Beispiel die Meier<br />

Maria, die zum Hirschbaurn in<br />

Dienst ging, ganz selbstverständlich<br />

de Hirschbaurn Weibi, obwohl sie<br />

gar nicht die Bäuerin war oder eines<br />

der Kinder vom Hirschn.<br />

Es reicht oiso ned nur de Schreibnamen<br />

zu wissen. Die Verhältnisse zu<br />

den Bewohnern müssen auch durchschaut<br />

werden.<br />

Aber des machtn hoid aus, den Unterschied,<br />

zwischen an Doign und an<br />

Zuagroasdn.<br />

38


PORTRÄT Antonia Leitner<br />

APATE, 2018, interaktive Installation, Edelstahl und Bronze<br />

Kunst als Lebenselixier<br />

Antonia Leitner ist Bildhauerin aus Leidenschaft<br />

Text: Katharina Fitz Bilder: Antonia Leitner, Sigrid Hofstetter<br />

Die griechische Göttin der Täuschung<br />

und des Betrugs, Apate,<br />

spielt im Leben von Antonia Leitner<br />

eine große Rolle: Die 29-Jährige<br />

Reichersbeurerin arbeitet als freischaffende<br />

Bildhauerin und ist in<br />

ihrer Zunft längst keine Unbekannte<br />

mehr. In diesem Jahr wurde die<br />

junge Frau als eine von drei Preisträgern<br />

mit dem Kunstförderpreis<br />

des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen<br />

ausgezeichnet. „Dieser Preis<br />

bedeutet mir sehr viel, ist es zum einen<br />

meine erste Auszeichnung, zum<br />

anderen freue ich mich, in meinem<br />

Heimatlandkreis für meine Arbeit<br />

gewürdigt zu werden“, erzählt Antonia<br />

bei einem Besuch in ihrem<br />

Antonias erstes Kunstwerk aus gegosssener<br />

Bronze<br />

Atelier in Waakirchen. Seit rund<br />

10 Jahren wirkt sie im Atelier des<br />

renommierten Bildhauers Otto Wesendonck<br />

in Waakirchen. In dem<br />

kleinen, etwas windschiefen aber<br />

unglaublich originellen, denkmalgeschützten<br />

ehemaligen Bauernhaus<br />

in der Dorfmitte hat sich der<br />

international bekannte Künstler<br />

ein Refugium geschaffen, dass für<br />

künstlerische Freigeister wie Antonia<br />

Leitner geradezu prädestiniert<br />

ist. Im hinteren Teil des Anwesens<br />

befindet sich ein lichtdurchflutetes<br />

großzügiges Atelier samt Werkstatt<br />

und einer Besonderheit: einer Bronzegießerei.<br />

Auf Sockeln und Regalen<br />

sind zahlreiche Kunstwerke der<br />

40


damit auf den ersten Blick vielleicht<br />

gar nicht viel anfangen können.“<br />

Dabei war die Dreidimensionalität<br />

dieses Werks zunächst gar nicht geplant.<br />

„Diese Idee wuchs in mir erst<br />

während der Arbeit an dem Werk. In<br />

gewisser Weise ist es mir begegnet“,<br />

erklärt Antonia freimütig.<br />

„Ein Stein ist immer<br />

wieder anders“<br />

Antonia Leitner in ihrem Atelier<br />

Kunst ist für die dunkelhaarige Frau<br />

mit den auffallend blauen Augen ein<br />

Prozess, keine statische Tätigkeit<br />

nach vorgefertigten Denkmustern.<br />

Ihre Ideen entstehen oft spontan,<br />

beim Betrachten eines Fundstücks<br />

aus der Natur beispielsweise. Feuersteine<br />

haben es der Künstlerin<br />

besonders angetan. „Ich kann darin<br />

oft ganz viel entdecken. Je nachdem,<br />

wie man solche Steine dreht<br />

und wendet, stellt oder legt – es ist<br />

immer wieder anders.“ Die Prozedur,<br />

wie aus einer Zeichnung eines<br />

Feuersteins eine fertige Bronzefigur<br />

wird, ist für den Laien nicht einfach<br />

zu verstehen. „Das sind so viele<br />

komplizierte Arbeitsschritte, das ist<br />

wirklich schwer zu vermitteln“, bestätigt<br />

Antonia. Für die Arbeit als<br />

Bildhauerin benötigt man zudem<br />

nicht nur das entsprechende Talent,<br />

sondern auch körperliche Fitness.<br />

„Mein Bizeps ist schon beachtlich“,<br />

sagt Antonia mit einem Augenzwinkern.<br />

➳<br />

beiden Bildhauer aus Materialien<br />

wie Bronze, Stein, Edelstahl und<br />

Gips ausgestellt. Eine Skulptur zieht<br />

die Besucher jedoch sofort in ihren<br />

Bann: Ein mannshoher gebogener<br />

Spiegel, in dem sich scheinbar frei<br />

in der Luft schwebend eine Bronzeskulptur<br />

spiegelt. Ein Objekt, das<br />

innehalten lässt und beim Betrachter<br />

so manche Fragen aufwirft. „Das ist<br />

beabsichtigt“, sagt Antonia Leitner<br />

lachend. Die „Apate“ schuf sie als<br />

Abschlussarbeit für ihr Diplom an<br />

der Münchner Kunstakademie. „Ich<br />

wünsche mir, dass sich damit auch<br />

Menschen angesprochen fühlen, die<br />

Ein Prisma aus Edelstahl<br />

41


PORTRÄT Antonia Leitner<br />

18. Lenggrieser<br />

Kunstwoche<br />

in der ehemaligen<br />

Kaserne<br />

Die 18. Lenggrieser Kunstwoche<br />

findet voraussichtlich vom 18.09 bis<br />

03.10.2021 statt. Das Motto der<br />

diesjährigen Veranstaltung – die im<br />

letzten Jahr wegen der Corona-<br />

Pandemie ausfiel – lautet KRAFT-<br />

WERKEe. Neu ist der Ausstellungsort:<br />

die Künstlervereinigung Lenggries<br />

plant die Durchführung in den<br />

Räumen der ehemaligen Lenggrieser<br />

Kaserne. Die Besucher dürfen sich<br />

neben Werken von Mitgliedern der<br />

Künstlervereinigung auch auf zahlreiche<br />

Exponate renommierter Gastkünstler<br />

freuen. Infos zu Öffnungszeiten<br />

und dem Programm sind unter<br />

www.kv-lenggries.de zu finden.<br />

Der Geruch nach Farbe<br />

und Terpentin<br />

hat sich eingeprägt<br />

Kunst war schon immer das Steckenpferd<br />

der 29-Jährigen, die in<br />

Reichersbeuern aufgewachsen ist.<br />

„Als ich klein war, lebte in unserer<br />

Einliegerwohnung ein Künstlerpaar.<br />

Das hat mich schon ganz früh in den<br />

Bann gezogen. Sooft es ging, besuchte<br />

ich das Atelier der beiden und<br />

schaute zu, wie aus einer Idee nach<br />

und nach Gemälde entstanden.“ Besonders<br />

eingeprägt hat sich ihr der<br />

Geruch nach Farbe und Terpentin,<br />

der sie immer wieder an diese so<br />

besondere Kindheit erinnert. „Meine<br />

Eltern haben mir viel Freiraum<br />

gelassen, dafür bin ich ihnen heute<br />

noch dankbar“, berichtet Antonia.<br />

Die Herstellung einer Bronzeskulptur ist ein aufwendiger Prozess mit vielen<br />

verschiedenen Arbeitsschritten<br />

Für die Arbeit als Bildhauerin<br />

braucht es nicht nur Talent, sondern<br />

auch Muskelschmalz<br />

Schon damals fand sie im elterlichen<br />

Garten alles, was ihrer Bastel- und<br />

Gestaltungsliebe zugutekam. Die<br />

ersten kleinen Kunstwerke entstanden<br />

aus Ästen und Zweigen,<br />

aus Steinen und Knochen. „Steine<br />

haben es mir einfach schon immer<br />

angetan“, erinnert sie sich lächelnd.<br />

Schon bald stand für das Vorschulkind<br />

fest: Ich möchte Künstlerin<br />

werden. In der Grundschule von<br />

Mitschülern und Lehrer zunächst<br />

für diesen doch recht „gspinnerten“<br />

Berufswunsch belächelt, ließ<br />

sich Antonia von ihrem Weg nicht<br />

abbringen. Nach ihrer Schulzeit<br />

erhielt sie eine Lehrstelle als Steinmetzin<br />

und Steinbildhauerin bei der<br />

Firma Ostermünchner in Bad Tölz.<br />

„Das war eine ganz besondere und<br />

wichtige Zeit für mich“, sagt Antonia<br />

nachdenklich. „Damals war<br />

das ein stark männlich dominierter<br />

Beruf und wenig künstlerisch. Ein<br />

klassischer Steinmetz fertigt hauptsächlich<br />

Grabmäler an oder arbeitet<br />

im Baubereich,“ berichtet sie. Doch<br />

dank der liebevollen Unterstützung<br />

der Firmenchefin, die auf Anhieb<br />

das Talent und die Zielstrebigkeit<br />

ihrer Auszubildenden erkannte,<br />

wurde die Lehre für Antonia zu einem<br />

wichtigen Eckpunkt ihrer heutigen<br />

Tätigkeit als Künstlerin. Nach<br />

ihrer Lehre immatrikulierte sich Antonia<br />

an der „Städtischen Fachoberschule<br />

für Gestaltung“ in München,<br />

auch als „Kunst FOS“ betitelt.<br />

42


Vorstandstätigkeit bei<br />

der Lenggrieser<br />

Künstlervereinigung<br />

In der Bronzegießerei von Otto Wesendonck<br />

Einen großen Anteil an ihrem künstlerischem<br />

Reifeprozess hat freilich<br />

auch Otto Wesendonck. Durch Zufall<br />

erhielt Antonia während ihrer<br />

Schulzeit an der FOS die Möglichkeit,<br />

ihr Berufspraktikum bei dem<br />

berühmten Bildhauer zu absolvieren.<br />

„Ich habe mir damals verschiedene<br />

Praktikumsplätze angesehen, aber<br />

bereits nach einem Blick durch die<br />

Werkstattfenster war mir klar, dass<br />

das nicht das Richtige für mich ist.<br />

Meine Mutter brachte mich dann<br />

schließlich auf die Idee, bei Otto<br />

Bild: Sigrid Hofstetter<br />

nachzufragen“, berichtet sie. Otto<br />

Wesendonck zeigte sich anfangs zögerlich,<br />

doch am Ende überzeugte<br />

Antonia auch ihn mit ihrem außergewöhnlichen<br />

künstlerischen Talent.<br />

Die folgenden Jahre pendelte die Reichersbeurerin<br />

zwischen dem Atelier<br />

in Waakirchen und der Akademie<br />

der Bildenden Künste München, wo<br />

sie im Fachbereich Bildhauerei 5 Jahre<br />

lang bei Professor Hermann Pitz<br />

studierte. 2018 schloss sie ihre Ausbildung<br />

mit der oben bereits erwähnten<br />

Diplomarbeit „Apate“ ab.<br />

Eine künstlerische Heimat fand<br />

Antonia Leitner auch in der Künstlervereinigung<br />

Lenggries (KVL).<br />

Seit 2019 ist sie dort Mitglied und<br />

hat mittlerweile den Posten des 2.<br />

Vorstandes von der Fotografin Heidi<br />

Gohde übernommen. Bei der 17.<br />

Lenggrieser Kunstwoche durfte sie<br />

ihre Werke erstmalig einer breiten<br />

Öffentlichkeit präsentieren – mit Erfolg.<br />

„Ich habe unglaublich viel positives<br />

Feedback erhalten,“ erinnert<br />

sich Antonia. Die Verleihung des<br />

Kunstförderpreises – der übrigens<br />

erstmalig seit vielen Jahren wieder<br />

an eine Vertreterin der bildenden<br />

Künste ging – stellt den vorläufigen<br />

Höhepunkt in der noch jungen<br />

Laufbahn Antonias dar. Doch wer<br />

Antonias einzigartige Kunstwerke<br />

aus schimmernder Bronze und<br />

rauem Stein einmal gesehen hat,<br />

weiß: Diese Künstlerin ist ein Ausnahmetalent<br />

und steht mit Sicherheit<br />

erst am Anfang einer beeindruckenden<br />

Karriere.<br />

www.antonialeitner.de<br />

Raumausstattung mit Herz und Erfahrung<br />

43


Freizeit-(Spitzen-)Sportler<br />

Text: Michaela Probst<br />

Sie<br />

&<br />

Er<br />

Ihr ist wohl bewusst, dass sie vieles<br />

viel zu ernst nimmt. Den Haushalt,<br />

die Kindererziehung, die Schule,<br />

die Arbeit, was die Nachbarn<br />

denken, was es zu Essen gibt,<br />

was die Waage spricht und<br />

ob der Trockner schon fertig<br />

ist. Sie beneidet ihn dafür,<br />

dass er alles etwas lockerer<br />

nimmt und dennoch bringt<br />

es sie auf die Palme, dass er<br />

Vieles viel zu locker nimmt.<br />

Es würde sie wahnsinnig machen,<br />

wäre er so wie sie und<br />

trotzdem kann sie nicht verstehen,<br />

dass er so gar nichts von<br />

ihr annehmen will. Doch es gibt<br />

etwas, was sie nur müde belächelt<br />

und so gar nicht mit ihrem weiblichen<br />

Verstand logisch nachvollziehen kann:<br />

Seinen sportlichen Ehrgeiz. Woher sich dieser<br />

nährt und wodurch dieser beizeiten ins Unermessliche<br />

wächst, kann sie nicht begreifen. Sie glaubt,<br />

es ist der übliche Verdächtige: das Testosteron. Wäre er im Olympia-Team, im<br />

Nachwuchskader, hauptberuflich Sportler oder wenigstens unter 20, 30, 40* gäbe<br />

es durchaus einen Funken Hoffnung. Wer weiß, vielleicht würde sich irgendwann<br />

irgendein Bundestrainer persönlich bei ihm melden. Doch ob selbiger via Satellit<br />

zufällig bemerkt, dass er mal wieder Höchstleistungen vollbringt? Fraglich! Ein<br />

Puls von 180 und mehr wird da schon mal gut und gerne in Kauf genommen und<br />

in die imaginäre Trophäensammlung gestellt. Nur zu gerne verfolgt er zusammen<br />

mit seinem alten Mountainbike einen E-Mountainbiker – bergauf versteht sich.<br />

Genauso gerne misst er sich mit einem Rennradler auf der geraden Teerstraße.<br />

Selbiger Rennradler (männlich) ist sich übrigens sicher, mindestens so schnell wie<br />

ein Kfz zu sein und verhält bzw. platziert sich dementsprechend selbstsicher auf<br />

der gesamten rechten Fahrbahnseite. Gerne auch gruppenweise. Schön!<br />

Liebe Männer, ihr dürft ruhig mal einen Gang runterschalten. Eure Frauen lieben<br />

euch auch, wenn ihr mal nicht Erster seid. Versprochen!<br />

*je oller, je doller!<br />

44


FAMILIENSEITE<br />

Gartenkugeln fürs<br />

Blumenbeet<br />

in unserer letzten Ausgabe hod eich unsere Agnes zoagt, wia ma<br />

schene bunte Gartenkugeln am besten selber gestalten kon. Wia<br />

ham uns riesig gfreid, dass a paar Kinder uns von ihre Kunstwerke<br />

a Foto gschickt ham – super!<br />

Unter allen, die uns a Foto zuakema ham lossn,<br />

verlosen wir je einen Eis-Gutschein im Wert von 5 Kugeln.<br />

Wer no oans schicken mog, dearf des gern doa.<br />

Am besten an: info@disarwinkler.de<br />

oder über Mobil 0173-9728744<br />

Martin Reiser<br />

Anna & Franz<br />

Dosch<br />

Marlene Gerg<br />

46


ANZEIGE<br />

Mit Helikoptereltern hat das<br />

überhaupt gar nichts zu tun<br />

Warum ein Berufsunfähigkeitsschutz für Schüler<br />

eine kluge Idee ist<br />

Sie zählt zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt:<br />

die Berufsunfähigkeitsversicherung. Inzwischen<br />

schließen Mütter und Väter häufig einen entsprechenden<br />

Vertrag für ihr Kind ab, obwohl das<br />

noch einige Zeit die Schulbank drücken wird. Alles<br />

Helikoptereltern? Johanna Walser, die in Bad Tölz<br />

eine LVM-Versicherungsagentur betreibt, hat eine<br />

klare Haltung: „Mit Helikoptereltern hat das überhaupt<br />

gar nichts zu tun. Eltern, die ihr Kind frühzeitig<br />

gegen Berufsunfähigkeit absichern, denken<br />

einfach einen Schritt voraus. Und für ihr Kind kann<br />

das später ein ganz wichtiger Schritt sein.“<br />

Die Versicherungsexpertin erklärt: „Schüler sind<br />

in der Regel gesund und haben keine gravierenden<br />

Vorerkrankungen. Deswegen ist es einfach, für sie<br />

eine BU abzuschließen. Im weiteren Verlauf des<br />

Lebens können Krankheiten oder Unfälle das deutlich<br />

erschweren. Dann werden entweder bestimmte<br />

Erkrankungen ausgeschlossen oder es wird teurer,<br />

schlimmstenfalls gibt es sogar gar keinen Vertrag.“<br />

Bei der LVM Versicherung können Eltern ihre Kinder<br />

deswegen inzwischen schon ab zehn Jahren gegen<br />

Berufsunfähigkeit absichern. Entsprechend sind<br />

die dann natürlich auch während ihrer Schulzeit geschützt<br />

– Beruf: Schüler. Später ist es egal, welchen<br />

Lebensweg das Kind einschlägt: Ob in der Ausbildung,<br />

im Studium oder in welchem Job auch immer:<br />

Der BU-Schutz bleibt. „Und das wohlgemerkt zum<br />

vergleichsweise niedrigen Beitrag für Schüler“, erklärt<br />

Johanna Walser.<br />

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73697 1408<br />

/:sptth.reslaw/<br />

ed.mvl<br />

Interessierte berät<br />

Johanna Walser<br />

LVM-Versicherungsagentur<br />

in der Königsdorfer Str. 2,<br />

83646 Bad Tölz.


ANZEIGE<br />

PORTRÄT Wild & Genuss Tobias Stockinger<br />

Der Wildfleisch-Sommelier<br />

Tobias Stockinger<br />

„Ich will mehr, als Wildfleisch<br />

,nur verkaufen‘, so der Wildfleisch-<br />

Sommelier Tobias Stockinger über<br />

seine Marke „Wild & Genuss“ –<br />

„Ich will meine Kunden für Wildfleisch<br />

begeistern!“ Sein Antrieb:<br />

Das Bewusstsein der Menschen<br />

für die Qualität von heimischem<br />

Wild schärfen, den richtigen Umgang<br />

mit Fleisch vermitteln und mit<br />

handwerklich hochwertigen Produkten<br />

von Reh, Hirsch & Co. die<br />

geschmackliche Vielfalt von Wildfleisch<br />

erlebbar machen.<br />

Vom Hobby zum Beruf – die<br />

Passion Jagd<br />

Bilder: Wolfgang Kronwitter<br />

Von Kindesbeinen an geht Tobias Stockinger leidenschaftlich auf die Jagd<br />

Tobias Werdegang führte den zielstrebigen<br />

43-jährigen Bad Heilbrunner<br />

von der klassischen Metzgerlehre<br />

über den Meisterbrief bis hin zum<br />

Studium der Lebensmitteltechnologie.<br />

Durch diese Kombination aus<br />

handwerklicher Praxis und technologischem<br />

Verständnis schaffte<br />

es Stockinger in kurzer Zeit, sich<br />

in den Führungsebenen von großen<br />

fleischverarbeitenden Unternehmen<br />

zu etablieren. „Meine Ausbildung<br />

als Metzger und meine Erfahrun-<br />

48


gen aus der Praxis waren mir dort<br />

immer eine Hilfe beim Lösen von<br />

komplexen Aufgabenstellungen“,<br />

berichtet Tobias, „aber auch die<br />

Erkenntnisse aus meinem Studium<br />

und der Industrie über Hygiene und<br />

chemische Prozesse habe ich damals<br />

wie heute stets bei vielen meiner<br />

Handgriffe während der Fleischverarbeitung<br />

im Hinterkopf“.<br />

Von Kindesbeinen an geht Tobias<br />

mit auf die Jagd, bereits mit 17 Jahren<br />

erwarb er den Jagdschein. Heute<br />

geht er in der Jachenau und Bad<br />

Tölz regelmäßig ins Revier. Für ihn<br />

bedeutet die Jagd nicht nur das Erlegen<br />

eines Tieres, sondern das Leben<br />

dem Ziel, den Genuss für den Gast<br />

oder Kunden erlebbarer zu machen.<br />

Der Fleisch-Sommelier kennt die<br />

Genussfaktoren, die den Geschmack<br />

von Lebensmitteln und besonders<br />

von Fleisch beeinflussen. Er beachtet<br />

zum Beispiel auch Ursprung, Rasse,<br />

Aufzucht, Haltung, Schlachtung<br />

und Zuschnitt bei der Herstellung<br />

und Zubereitung von Fleisch. „Wir<br />

Fleischsommeliers lieben unseren<br />

Beruf, respektieren die Tiere in ihrem<br />

Umfeld und legen Wert auf eine<br />

gesunde Ernährung mit Fleisch und<br />

anderen qualitativ hochwertigen Lebensmitteln“,<br />

erklärt Stockinger.<br />

Von Vorzügen und<br />

Vorurteilen<br />

Für ihn ist Wildfleisch eines der<br />

natürlichsten, gesündesten und umweltschonendsten<br />

Fleischquellen,<br />

denn ein wildes Tier nimmt nur<br />

Futter zu sich, welches es selbst ➳<br />

in der Natur und mit der Natur. Ein<br />

Kreislauf, der zum Arten- und Umweltschutz<br />

beitrage und auch dem<br />

Erhalt des Lebensraums Wald diene.<br />

Seit 1999 vermarktet er sein Wildfleisch<br />

direkt an ausgewählte Gastronomiebetriebe<br />

und Privatkunden<br />

im Nebenerwerb. Mit der steigenden<br />

Nachfrage stellte sich ihm in<br />

den letzten Jahren immer stärker die<br />

Frage nach der Gründung eines eigenen<br />

Geschäfts, einer eigenen Marke,<br />

mit der er sich auf den Verkauf seiner<br />

Wildspezialitäten konzentrieren<br />

und zusätzlich sein über die Jahre<br />

erworbenes Wissen aus der Industrie<br />

in Form einer freiberuflichen Beratertätigkeit<br />

für die Lebensmittelbranche<br />

praktisch umsetzen kann.<br />

Fleischsommeliers – die<br />

Genussbotschafter<br />

Getreu dem Spruch „Man lernt nie<br />

aus“ setzte Tobias 2019 seinen Abschlüssen<br />

und zahlreichen Weiterbildungen<br />

noch eine etwas ungewöhnliche<br />

Qualifikation obendrauf, den<br />

des „Fleischsommelier“ – ein Titel,<br />

den man eigentlich aus der Weinbranche<br />

kennt. Da der Begriff „Sommelier“<br />

nicht geschützt ist, sondern<br />

nur seinen Ursprung im Getränkebereich<br />

hat, wird er auch in anderen<br />

Nahrungsmittelbereichen genutzt:<br />

Es gibt z.B. auch Bier-, Käse-, Wasser-<br />

und Fleisch-Sommeliers. Was<br />

alle Sommeliers eint: Sie sind Botschafter<br />

des guten Geschmacks mit<br />

Der Geschäftsführer vom bayrischen<br />

Fleischerverband Lars<br />

Bubnick überreicht dem frischgebackenen<br />

Fleisch-Sommelier die<br />

Auszeichnung<br />

49


PORTRÄT Wild & Genuss Tobias Stockinger<br />

Würzige Wildschweinspareribs – ein wahrer Grillgenuss!<br />

auswählt, lebt im natürlichen Umfeld<br />

und kann ohne Stress gedeihen.<br />

Auch die Wege der Beschaffung –<br />

vom Schuss bis hin zum Verbraucher<br />

– sind kurz, was letztlich auch<br />

die Umwelt schont.<br />

Trotz aller Vorzüge müsse sich der<br />

Jäger auch mit Vorurteilen auseinandersetzen,<br />

die hinsichtlich des<br />

Geschmacks von Wildfleisch immer<br />

noch in manchen Köpfen verankert<br />

seien. Da sich die Kenntnisse innerhalb<br />

der Jägerschaft über richtiges<br />

Erlegen, Hygiene, Reifung und Zuschnitt<br />

des Fleischs aber stark verbessert<br />

haben, hat sich die Meinung,<br />

Wildfleisch schmecke „streng oder<br />

intensiv“ in seinen Augen längst<br />

überholt.<br />

Um die Hemmungen im richtigen<br />

Umgang mit Wildfleisch abzubauen,<br />

bekommt man bei Stockinger perfekt<br />

ausgelöstes Fleisch, küchenfertig<br />

zugeschnitten beziehungsweise<br />

grillfertig gewürzt angeboten. Stark<br />

nachgefragt sind die saisonal zusammengestellten<br />

Pakete, so kann<br />

man auch mal Wildhackfleisch<br />

für Burger, Rehsteaks oder Wildschwein-Spareribs<br />

ausprobieren.<br />

Bilder: Wolfgang Kronwitter<br />

„Letztlich kann jeder ein hochwertiges<br />

Stück Fleisch ohne Probleme<br />

sehr geschmackvoll zubereiten, sogar<br />

auf einem normalen Holzkohlegrill.“<br />

Tipp vom Profi: „Von allen Seiten<br />

scharf anbraten und dann das Fleisch<br />

am Rand des Grills bei schwacher<br />

Steaks<br />

Braten<br />

Edelgulasch<br />

Hackfleisch<br />

ca. 1000 g<br />

ca. 2000 g<br />

ca. 1000 g<br />

ca. 1000 g<br />

Rehlendchen gewürzt<br />

Rehsteaks gewürzt<br />

Wildburger-Patties (2x 2 Stück)<br />

Wildbratwurst (3x 2 Stück)<br />

ca. 400 g<br />

ca. 500 g<br />

ca. 550 g<br />

ca. 550 g<br />

50


Hitze ruhen lassen. So wird das<br />

Fleisch saftig, rosa und zart.“<br />

Um den Funken überspringen zu lassen,<br />

sind für das nächste Jahr Veranstaltungen<br />

rund um das Thema<br />

„Wild und Genuss“ geplant – kombiniert<br />

mit dem Wissen von Mama<br />

Annelies, Kräuterpädagogin oder<br />

Ehefrau Barbara, Weinfachfrau.<br />

„Wein und Wild – eine perfekte<br />

Symbiose, nicht nur bei uns privat“,<br />

sind sich die beiden lachend einig.<br />

Wer sich über das Angebot von Tobias<br />

Stockinger informieren möchte,<br />

kann dies auf seiner Website unter<br />

www.wild-stockinger.de tun oder<br />

über den Newsletter, den er regelmäßig<br />

an seine Kunden verschickt<br />

(info@wild-stockinger.de). mg<br />

Familie Stockinger ist nicht nur für Fleischgenuss bekannt – Ehefrau Barbara<br />

ist die Inhaberin des beliebten Weinhandels Fischer in Bad Tölz<br />

Wild & Genuss Tobias Stockinger<br />

Unterkarpfsee 17<br />

83670 Bad Heilbrunn<br />

Tel. 0152 · 32712230<br />

info@wild-stockinger.de<br />

www.wild-stockinger.de


ANZEIGE<br />

52


BAD TÖLZ<br />

JEDER BESUCH EIN ERLEBNIS<br />

Endlich wieder Kultur! Ob spontane Konzerte in der bekannten<br />

Marktstraße, attraktive Aktionstage für Groß und Klein oder spannende<br />

Events am Blomberg. In Bad Tölz gibt es wieder einiges zu erleben.<br />

Natürlich alles sicher und entsprechend den aktuellen Vorgaben.<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

AKTUELLE<br />

VERANSTALTUNGEN<br />

Code<br />

scannen<br />

Stadt Bad Tölz, Referat für Tourismus und Kultur<br />

Max-Höfler-Platz 1, 83646 Bad Tölz, Tel. 0 80 41 / 78 67-17<br />

info@bad-toelz.de, www.bad-toelz.de


Die schönsten Platzerl<br />

in den isarwinkler<br />

Biergärten<br />

Schattig soll’n sie sein mit einem ganz dezenten Lüftchen. Ein richtig gutes kühles Bier soll’s geben und a gscheide<br />

Brotzeit. Gern genießen wir einen Schweinebraten – vorzugsweise Sonntag Mittag. Biergarten Zeit ist die schönste<br />

Zeit, da sind wir uns ganz sicher. Schaut doch mal vorbei. Die isarwinkler Gastgeber freuen sich über euren Besuch!<br />

Arzbacher Hof<br />

Michaela und Thomas Linke<br />

Alpenbadstr. 20<br />

83646 Wackersberg/Arzbach<br />

Tel. 08042-8408<br />

www.arzbacherhof.de<br />

Beim Dannerer<br />

Regina und Hans Danner<br />

Tannern 32 ½<br />

83676 Jachenau<br />

Tel. 08043-918889<br />

Altwirt Wackersberg<br />

Katharina und Konrad Goldner<br />

Dorfstr. 1<br />

83646 Wackersberg<br />

Tel. 08041-4812<br />

www.altwirt-wackersberg.de<br />

54


Landgasthof Fischbach<br />

Familie Steingruber<br />

Fischbach 48<br />

83646 Wackersberg<br />

Tel. 08041-4817<br />

www.gasthaus-fischbach.de<br />

Alte Mulistation<br />

Jule Drüeke<br />

Gilgenhöfe 29a<br />

83661 Lenggries<br />

jule@events-mulistation.de<br />

Tel. 08042-5039694<br />

Mobil 0176-23760138<br />

Da lässt sich’s aushalten!<br />

Willkommen in unserem lauschigen Biergarten<br />

Arabella Brauneck Hotel<br />

Münchner Str. 25<br />

D-83661 Lenggries<br />

Tel. 08042-502-0<br />

www.arabella-brauneckhotel.com<br />

Wenn man von der Natur so reich verwöhnt wird, wie hier<br />

im malerischen Isarwinkel, genießt man Bier und Brezn<br />

am liebsten draußen – beschattet von einer alten Kastanie<br />

in unserem gemütlichen Biergarten.<br />

Genießen Sie den Ort mit urbayerischer Lebensart bei<br />

frisch gezapften Bierspezialitäten und Brotzeitklassikern,<br />

wie Obazda, Räucherspezialitäten und Bergkäse. Erleben<br />

Sie den Sommer in Lenggries von seiner schönsten Seite.<br />

Öffnungszeiten in den Sommermonaten:<br />

10 bis 22 Uhr bei schöner Witterung<br />

55


Otthof<br />

Hofcafe & Ferienwohnungen<br />

Familie Spindler<br />

Faistenberg 82547 Eurasburg/Beuerberg<br />

Tel. 08179-997136<br />

www.otthof.de<br />

Ratsstube<br />

Elke Ullmann und Ron Hinz<br />

Marktstr. 8<br />

83661 Lenggries<br />

Tel. 08042-3466<br />

www.ratsstube-lenggries.de<br />

Schweizer Wirtin<br />

Barbar Hipp<br />

Schlegldorf 83<br />

83661 Lenggries<br />

Tel. 08042-8902<br />

www.schweizer-wirt.de<br />

56


HERZENS<br />

<br />

ANGELEGENHEITEN<br />

Glück<br />

Was für ein schönes Wort mit so mächtiger Bedeutung.<br />

Glück ist des Lebens Sinn und Triebwerk und ständiges Bestreben –<br />

was immer es auch bedeutet.<br />

Für jeden etwas anderes.<br />

Dem einen Ruhm und Reichtum<br />

dem anderen Zufriedenheit und Gesundheit.<br />

Dem nächsten Gemeinsamkeit, Freundschaft und Familie.<br />

Die Bedeutung und das Maß des Glücks kann vielseitiger kaum sein.<br />

Glück heißt für die einen am Leben bleiben<br />

und für die nächsten noch mehr Geld verdienen.<br />

Für den einen jemand in die Arme schließen,<br />

für den anderen mal ganz für sich alleine sein.<br />

Glück bedeutet vier Wände, Wärme eine Mahlzeit,<br />

Sonnenschein, Geborgenheit, Freiheit, Frieden, Muße,<br />

Verbundenheit und große Herzen.<br />

Die schönsten Worte und wichtigsten Werte dieser Welt<br />

sind perfekt dem Wörtchen Glück zuzuschreiben.<br />

Das Glück wohnt in dir.<br />

Wenn nicht, klopft es immer wieder an,<br />

bei denen, die es erfahren dürfen,<br />

die es annehmen und nach ihm streben.<br />

Das Glück vergisst aber auch so manchen<br />

und niemand weiß warum.<br />

Doch manchmal lässt es sich auch vertreiben,<br />

es lässt sich nicht pachten, kaufen und fast nicht beschreiben.<br />

Im Namen aller Glücklichen und solche, die es hoffentlich bald werden,<br />

die das Glück bewundern und schätzen, wie einen wertvollen Schatz –<br />

wertvoller als alle Schätze diese Welt:<br />

„Danke, dass es dich gibt!“<br />

57


ANZEIGE<br />

ISARWINKLER ARBEITGEBER<br />

Energie aus der Region für die Region<br />

Wer sich einmal bewusst durch<br />

Bad Tölz bewegt, stellt fest: Mitarbeiter<br />

der Stadtwerke schwärmen<br />

betriebsam von früh bis spät durch<br />

unsere Kreisstadt und sorgen dafür,<br />

dass – im wahrsten Sinne des Wortes<br />

– Tag und Nacht alles läuft. „Wir<br />

wollen die verantwortliche Kraft in<br />

der Region sein“, so Geschäftsführer<br />

Walter Huber über die vielseitigen<br />

Aufgaben seines Betriebes. „Die<br />

Versorgung mit Strom, Wasser, Gas<br />

und Wärme zu jeder Zeit zu gewährleisten,<br />

ist unser oberstes Ziel.“<br />

In Bad Tölz kommt das Leitungswasser in bester Trinkwasserqualität aus<br />

der Leitung<br />

Als regionaler Energieversorger beliefern<br />

die Stadtwerke seit 1893<br />

Bürger aus Bad Tölz und Umgebung<br />

in ihren Anfängen zuerst mit<br />

Trinkwasser, in den folgenden Jahrzehnten<br />

dann auch mit Elektrizität,<br />

Erdgas und Wärme. Und hier sind<br />

die vielfältigen Geschäftsfelder noch<br />

nicht zu Ende erzählt: Besonders der<br />

Bereich rund um das Thema „neue<br />

Energielösungen“ ist in den letzten<br />

Jahren aufgrund des steigenden Bedarfs<br />

gewachsen. Das Portfolio umfasst<br />

die Umsetzung von Photovoltaik-Konzepten<br />

für Privatpersonen<br />

und Gewerbekunden sowie die Realisierung<br />

von Mieterstrommodellen<br />

im ganzen Oberland. Daneben<br />

spielt die Elektromobilität eine große<br />

Rolle. Der konsequente Ausbau der<br />

Ladeinfrastruktur im privaten und<br />

öffentlichen Bereich wird aktuell<br />

massiv von den Stadtwerken vorangetrieben.<br />

Neben der Energie- und Wasserversorgung<br />

kommt auch das Frei-<br />

58


Die Stadtwerke Bad Tölz<br />

Walter Huber, Geschäftsführer:<br />

„Ich schätze an meinen Mitarbeitern<br />

die hohe Flexibilität und<br />

den Einsatzwillen, zu jeder Zeit an<br />

jedem Ort für die Bürger der Region<br />

anzupacken. Sowohl im handwerklichen<br />

als auch im kaufmännischen<br />

Bereich helfen alle zusammen und<br />

jeder weiß, dass er bei den Stadtwerken<br />

etwas für die Menschen in<br />

seiner Heimat tut. Das macht uns<br />

alles sehr stolz und wir freuen uns<br />

sehr, dass die Stadtwerke sowohl als<br />

Dienstleister, aber auch als Arbeitgeber<br />

einen sehr guten Ruf genießen.<br />

“<br />

Bilder: Stadtwerke Bad Tölz, Stadtwerke Bad Tölz/wisthaler.com<br />

zeitvergnügen nicht zu kurz. Als<br />

Betreiber des lokalen Eisstadions<br />

geben die Stadtwerke den Tölzer<br />

Löwen eine Heimat. Wassersportler<br />

und Badenixen kommen im Hallenbad<br />

und von Mai bis September im<br />

Naturfreibad Eichmühle auf ihre<br />

Kosten. Auch kulturell sieht sich der<br />

Energieversorger in der Verantwortung<br />

für ein buntes und vielfältiges<br />

Bad Tölz einen Beitrag zu leisten.<br />

Im Sommer wird das Naturfreibad<br />

Eichmühle so wieder zur Bühne für<br />

Open-Air-Konzerte der Extraklasse.<br />

Zukunftsweisende<br />

Energieversorgung<br />

Ökostrom aus der Region<br />

für die Region<br />

Der Strom der Stadtwerke stammt<br />

zu 100 Prozent aus umweltfreundlichen<br />

und erneuerbaren Energiequellen<br />

und ist Bestandteil einer nachhaltigen<br />

Energieversorgung. Die<br />

tragende Säule in ihrem Ökostrom-<br />

Mix ist die Wasserkraft aus heimischen<br />

Kraftwerken. Auch in anderen<br />

Bereichen der Ökostrom-Erzeugung<br />

sind die Stadtwerke aktiv: Dazu gehören<br />

Biomassekraftwerke, die mit<br />

Holzhackschnitzeln arbeiten, Photovoltaikanlagen,<br />

die Strom aus der<br />

Sonne gewinnen sowie effiziente Erzeugungsanlagen,<br />

die auf der Basis<br />

von Gas und Öl betrieben werden.<br />

Eine saubere Sache –<br />

CO 2 -neutrales Erdgas<br />

Als klimaneutrales Unternehmen<br />

haben sich die Stadtwerke dafür<br />

entschieden, auch beim Erdgas ein<br />

Zeichen zu setzen. Durch den Erwerb<br />

von CO 2 -Zertifikaten werden<br />

die bei der Erdgasverbrennung ➳<br />

Nachhaltige Stromerzeugung im Farchet Bad Tölz – der Solarpark nutzt<br />

die Energie der Sonne<br />

59


ISARWINKLER ARBEITGEBER<br />

Lars Bachmann, Berater Energielösungen:<br />

„Im April 2020 kam mein Sohn zur Welt und für mich war klar, dass<br />

ich so viel wie möglich an seiner Entwicklung teilhaben will. Die Stadtwerke<br />

sind mir hier sehr entgegengekommen und ermöglichen mir im Rahmen<br />

meiner 11-monatigen Elternzeit den temporären Wechsel in ein Teilzeitmodell.<br />

Dadurch kann ich wesentlich mehr Zeit mit der Familie verbringen.<br />

Einen familienfreundlichen Arbeitgeber zu haben ist für mich besonders<br />

wertvoll und motivierend.<br />

“<br />

Nahwärmenetze, die durch den<br />

Einsatz von hocheffizienten Technologien<br />

und regenerativen, emissionsarmen<br />

Brennstoffen besonders<br />

umweltfreundlich arbeiten.<br />

Wasserkraft – eine saubere Energiequelle für Bad Tölz und Umgebung<br />

Photovoltaik – mit der Kraft<br />

der Sonne<br />

Mit einer Photovoltaikanlage kann<br />

man Sonnenenergie optimal nutzen,<br />

die Speichermöglichkeiten werden<br />

freigesetzten CO 2 -Emissionen kompensiert.<br />

So leisten die Verbraucher<br />

beim Bezug von Tölzgas einen wichtigen<br />

Beitrag für den Umweltschutz.<br />

Nahwärme – Regional und<br />

nachhaltig<br />

Im Energiemix der Zukunft spielt<br />

die Nahwärme eine wichtige Rolle.<br />

Der Ausbau des Nahwärmenetzes<br />

wird seit einigen Jahren konsequent<br />

von den Stadtwerken verfolgt. Das<br />

große Plus an der Nahwärme: Die<br />

Heizenergie wird lokal erzeugt und<br />

je nach Bedarf von den Stadtwerken<br />

direkt ins Haus geliefert – zusätzlich<br />

wird Strom für Bad Tölz erzeugt.<br />

Der Energieversorger betreibt drei<br />

Die gute Zusammenarbeit und Absprache mit einheimischen Firmen sind<br />

für die Stadtwerke stets von hoher Bedeutung<br />

60


Die Stadtwerke Bad Tölz<br />

Lisa Braun, Kundenservice:<br />

„Seit 2014 bin ich bei den Stadtwerken beschäftigt und gehe wirklich<br />

jeden Tag sehr gerne in die Arbeit. Neben dem abwechslungsreichen Aufgabengebiet<br />

motivieren mich vor allem auch die gute Stimmung und der<br />

starke Zusammenhalt im Team. Mit vielen Kollegen treffe ich mich privat,<br />

wir sind wie eine große Familie. Ich stehe zu 100 Prozent hinter den Stadtwerken<br />

und allen Produkten und Dienstleistungen, die wir anbieten.<br />

“<br />

Bilder: Stadtwerke Bad Tölz, Stadtwerke Bad Tölz/wisthaler.com<br />

Das Heizkraftwerk wird mit Holzhackschnitzeln aus heimischen Wäldern<br />

betrieben<br />

von Jahr zu Jahr verbessert und optimiert.<br />

Die Stadtwerke bieten auch<br />

in diesem Bereich professionelle<br />

Lösungen an und stehen mit ihrem<br />

Knowhow und ihrer Erfahrung den<br />

Bürgern zur Seite. Lange war die<br />

Nutzung einer Photovoltaikanlage<br />

nur Hauseigentümern vorbehalten.<br />

Das hat sich geändert! Mit Unterstützung<br />

der Stadtwerke können<br />

jetzt auch Mieter von der hauseigenen<br />

Erzeugungsanlage profitieren.<br />

Beim Mieterstrommodell arbeiten<br />

alle Beteiligten Hand in Hand.<br />

Die Stadtwerke planen die Anlage<br />

gemeinsam mit dem Eigentümer,<br />

installieren und betreiben sie in Eigenregie<br />

und beliefern die Mieter<br />

mit dem vor Ort erzeugten Strom.<br />

Die Kostenersparnis wird über einen<br />

Mieterstrom-Vertrag an die Kunden<br />

weitergegeben.<br />

Mit Strom auf Touren<br />

Die Stadtwerke bieten ihren Kunden<br />

ein passgenaues Komplettangebot<br />

in Sachen Elektromobilität<br />

an: vom Ökostrom über eine attraktive<br />

Infrastruktur an öffentlichen<br />

Ladepunkten, komfortablen<br />

Ladelösungen für zu Hause bis hin<br />

zu Dienstleistungen für Ladestationsbetreiber.<br />

Und wer die Vorteile<br />

der E-Mobilität erstmal nur testen<br />

will, kann sich bei den Stadtwerken<br />

bequem ein E-Auto oder ein E-Bike<br />

zu günstigem Tarif ausleihen und<br />

klimafreundlich das Tölzer Land<br />

erkunden.<br />

So lässt sich die lange Liste der<br />

Dienstleistungen der Stadtwerke<br />

noch beliebig weiterführen. Ständig<br />

kommen neue Herausforderungen in<br />

Sachen Energieversorgung und Klimaschutz<br />

hinzu. Der Anspruch der<br />

Stadtwerke ist, diese gemeinsam mit<br />

den Kundinnen und Kunden für eine<br />

„saubere“ Zukunft in unserer Heimat<br />

zu bewältigen und nachhaltige<br />

Lösungen zum Wohle aller zu finden.<br />

Die Stadtwerke als<br />

attraktiver Arbeitgeber<br />

„Unser Anspruch ist es, die Lebensqualität<br />

der Tölzer durch zuverlässige<br />

Energieversorgung und passgenaue<br />

Dienstleistungen zu erhalten<br />

und zu verbessern“, so Geschäftsführer<br />

Walter Huber. Damit auch<br />

wirklich bei den Einwohnern auf<br />

Knopfdruck das Licht angeht und<br />

das Wasser immer in bester Trinkwasserqualität<br />

aus der Leitung sprudelt,<br />

braucht es viele kompetente<br />

sowie fleißige Hände und Köpfe, die<br />

alles am Laufen halten. ➳<br />

61


ISARWINKLER ARBEITGEBER<br />

Wolfgang Stahl, Gas-/Wasserversorgung:<br />

„Ich bin seit 35 Jahren bei den Stadtwerken und weiß den stabilen Arbeitsplatz,<br />

die faire Bezahlung und auch das familiäre Miteinander sehr zu<br />

schätzen. Die Vorgesetzten haben stets ein offenes Ohr für alle Anliegen,<br />

man kann über alles reden. Und wir geben jedem eine Chance, sich zu beweisen.<br />

Aufgrund des Handwerkermangels haben wir schon einige Arbeiter<br />

eingestellt, die zwar nicht unbedingt den ausgeschriebenen Beruf erlernt<br />

haben, aber mit ihrem handwerklichen Geschick und großen Arbeitswillen<br />

durchaus ihren Platz bei den Stadtwerken gefunden haben.<br />

“<br />

81 Mitarbeiter beschäftigen die<br />

Stadtwerke Bad Tölz derzeit, die<br />

Berufsbilder im Unternehmen sind<br />

so vielfältig wie das Dienstleistungsangebot<br />

des Energieversorgers. Als<br />

fortschrittlicher Arbeitgeber stehen<br />

bei den Stadtwerken die Entwicklung<br />

des Einzelnen und das gute<br />

Miteinander im Vordergrund. Ideale<br />

Voraussetzungen für ein motivierendes<br />

Arbeitsumfeld und einen Job<br />

den man jeden Tag gerne ausübt.<br />

„Unsere Mitarbeiter sind gern bei<br />

uns, sehen die Arbeit und langen<br />

tatkräftig und flexibel hin, auch<br />

wenn es mal nicht genau das eigentliche<br />

Aufgabengebiet ist“, berichtet<br />

Walter Huber über die Vielseitigkeit<br />

und Motivation seiner Mannschaft<br />

in allen Belangen.<br />

Ein Teil der Angestellten und Arbeiter<br />

hat bereits seine Ausbildung<br />

bei den Stadtwerken absolviert.<br />

1975 wurden die ersten Lehrlinge<br />

eingestellt und viele davon nach ihrer<br />

Abschlussprüfung übernommen.<br />

Mit derzeit neun Auszubildenden<br />

ist der Energieversorger jetzt einer<br />

der größten Ausbildungsbetriebe in<br />

Bad Tölz. Dieses Investment in den<br />

Nachwuchs zahlt sich aus, denn solides<br />

Handwerk, Expertenwissen und<br />

der Aufbau moderner Verwaltungsstrukturen<br />

aus den eigenen Reihen<br />

ist für den langfristigen Erfolg der<br />

Stadtwerke mitverantwortlich. Das<br />

weiß auch Walter Huber zu schätzen:<br />

„Unsere Mitarbeiter sind uns<br />

gegenüber sehr loyal, aber auch wir<br />

überzeugen als Arbeitgeber mit Zuverlässigkeit<br />

und Planbarkeit. Und<br />

für beide Seiten ist es von unschätzbarem<br />

Wert, dass wir Menschen aus<br />

der Region in der Region beschäftigen<br />

können. Die Beständigkeit ist<br />

nicht zuletzt auch für unsere Kunden<br />

von großem Vorteil.“<br />

Der Region etwas zurückgeben<br />

– aus der<br />

Region für die Region<br />

Die Verwaltung der Stadtwerke an der Osterleite<br />

Die Heimatverbundenheit ist nicht<br />

nur mit der Stadt Bad Tölz als<br />

Muttergesellschaft tief in der Unternehmenskultur<br />

verankert. Für<br />

Geschäftsführer Huber ist das gesellschaftliche<br />

Engagement vor Ort<br />

aber auch eine Herzensangelegenheit.<br />

Ob als Sponsor von Vereinen<br />

oder Unterstützer gemeinnütziger<br />

Organisationen wie auch als Veranstalter<br />

von kulturellen Großveranstaltungen<br />

– der Energieversorger ist<br />

im Tölzer Land nicht nur mit seinen<br />

Bilder: Stadtwerke Bad Tölz<br />

62


Die Stadtwerke Bad Tölz<br />

Martina Schmid, Auszubildende 2. Jahr Industriekauffrau:<br />

„Als Azubi durchläuft man verschiedene Abteilungen und ich bin in jeder<br />

sehr herzlich aufgenommen worden. Man merkt überall, dass man hier<br />

keine „Nummer“ ist und alles sehr persönlich und familiär läuft. Ich freue<br />

mich schon auf den nächsten Betriebsausflug bzw. Betriebsfeier, hier lernt<br />

man sich auch nochmal näher kennen und hat Spaß zusammen. Was ich<br />

auch noch klasse finde, ist unser Gleitzeitmodell. Diese Flexibilität weiß ich<br />

sehr zu schätzen.<br />

“<br />

Bilder: Stadtwerke Bad Tölz, Stadtwerke Bad Tölz/wisthaler.com<br />

Der Energieversorger ist auch Betreiber des Naturfreibades Eichmühle<br />

Dank kompetenter Mitarbeiter läuft es rund – in Sachen zuverlässige Energieversorgung<br />

wird nichts dem Zufall überlassen<br />

vielen fleißigen Mitarbeitern täglich<br />

sichtbar, sondern auch ein fester<br />

Bestandteil des gesellschaftlichen<br />

Lebens in Bad Tölz. „Weiter gedacht<br />

ist jeder Tölzer Bürger ein Anteilshaber<br />

von uns und diesen wollen<br />

wir etwas zurückgeben“, so Huber<br />

über das vielseitige Engagement in<br />

der Heimat.<br />

Und wer das nächste Mal in Bad<br />

Tölz und Umgebung jemanden von<br />

den Stadtwerken fleißig werkeln<br />

sieht, weiß jetzt, wie viel „gute Energie“<br />

und Unternehmenskultur dahintersteckt,<br />

wenn der grüne Strom<br />

auf Knopfdruck fließt, das Wasser in<br />

Trinkwasserqualität aus der Leitung<br />

kommt oder in der „Oach“ fröhlich<br />

geplanscht werden kann. mg<br />

An der Osterleite 2<br />

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63


PORTRÄT Freibad Eichmühle<br />

Liebeserklärung an das<br />

Tölzer Freibad „Eichmühle“<br />

Text: Stadtarchiv und Stadtwerke/Ines Gokus<br />

Bilder: Tölzer Stadtarchiv/Ines Gokus<br />

Bilder: Max Mustermann<br />

Schon immer ein erfrischendes Sommervergnügen für die Tölzer: Das Freibad Eichmühle mit seinem herrlichen Moorwasser<br />

„Das Leben wird nie wieder wie<br />

damals im Freibad“ hat der Kabarettist<br />

Claus von Wagner einmal gesagt<br />

und auf mich trifft dieser Satz<br />

vorbehaltlos zu. Tatsächlich habe<br />

ich mich selten wieder so frei und<br />

sorglos gefühlt wie damals im Tölzer<br />

Freibad, der „Eichmühle“. In der<br />

„Oach“, wie das Bad von den Tölzern<br />

liebevoll genannt wird, habe<br />

ich die Sommer meiner Kindheit<br />

und Jugend verbracht, war später<br />

mit meinen eigenen Töchtern dort<br />

und auch jetzt ist für mich erst richtig<br />

Badesaison, wenn ich das erste<br />

Mal im Jahr über die große Wiese<br />

Richtung Bademeisterhäusl gehe,<br />

um auf der dort angebrachten Tafel<br />

zu schauen, welche Temperatur das<br />

seidig-dunkle Moorwasser hat.<br />

Entspannte Atmosphäre auf<br />

altmodische Art<br />

Wer die Eichmühle liebt, erfreut<br />

sich an dem frischen, kühlen Naturwasser,<br />

dem weitläufigen Gelände,<br />

dem schattigen Biergarten und an<br />

der vielleicht etwas altmodischen,<br />

aber durch und durch entspannten<br />

Atmosphäre. Wilde Rutschlandschaften<br />

sucht man dort genauso<br />

vergeblich wie Sprungtürme oder<br />

Wasserfälle und beheizt ist das Becken<br />

schon gar nicht – wo kämen<br />

wir denn da hin? Früher gab es<br />

mitten im Wasser ein Dreieck aus<br />

Holzbalken, aber das war in seiner<br />

spartanischen Schlichtheit Drehund<br />

Angelpunkt der Halbstarken<br />

der Südwestwiese. Die Knaben gockelten<br />

herum, die Mädchen kreischten,<br />

wenn sie vom Balken geschubst<br />

wurden und als besonders<br />

beliebt galt, wer besonders oft „getaucht“<br />

wurde – pubertäre Anbändelei<br />

eben. Seit vielen Jahren ist das<br />

Holzdreieck durch große, schwimmende<br />

Gummi-Inseln oder Eisberge<br />

ersetzt worden, die vermutlich den<br />

gleichen Zweck erfüllen. Anders als<br />

64


früher gibt es heute außerdem ein<br />

Beachvolleyball- und Fußballfeld,<br />

Tischtennisplatten, einen Sandkasten<br />

mit Sonnenschutz und ein paar<br />

Klettergerüste mehr als in meiner<br />

Kindheit. Zuständig für das Bad<br />

sind seit 2003 übrigens die Tölzer<br />

Stadtwerke.<br />

Den „Eichmühldamen“<br />

entging so schnell nichts<br />

So verbrachten sie viele Sommer: Die legendären Eichmühldamen auf<br />

ihren „Pritschen“<br />

Wenn ich die Oach betrete, ist es<br />

ein bissl wie heimkommen. Jede Familie<br />

oder Freundesgruppe hat ihr<br />

Domizil in der immer gleichen Ecke<br />

der Liegewiese aufgeschlagen. Man<br />

grüßt links und rechts, viele Leute<br />

sieht man sonst das ganze Jahr über<br />

nicht und es ist ein selbstverständliches<br />

Miteinander von Jung und Alt.<br />

Mir ist auch so, als würde ich immer<br />

noch meine Oma und die anderen<br />

Eichmühldamen auf den nebeneinander<br />

aufgereihten Holzliegen<br />

an der großen Hecke liegen sehen,<br />

die heute an die FKK-Wiese grenzt.<br />

„Pritschen“ hießen diese Liegen früher<br />

und dementsprechend nannten<br />

sich die Damen selbst „Pritschenweiber“.<br />

Ähnlich wie beim Stammtisch<br />

in einer bayrischen Gastwirtschaft<br />

war es ein ungeschriebenes<br />

Gesetz, dass sich niemand anders<br />

dort einfach so niederlassen durfte<br />

und wer es dennoch wagte, wurde<br />

nachhaltig darauf hingewiesen. Ich<br />

sehe noch heute die brutzelbraun<br />

gefältelten Frauen in ihren altmodischen<br />

Badeanzügen unter den bunten<br />

Schirmen, denen nichts entkam,<br />

was in der Oach vor sich ging und<br />

über was allgemein so geredet wurde.<br />

Meine Oma fuhr morgens mit<br />

ihrem alten Fiat 500 hin und blieb<br />

den ganzen Tag; viele Jahrezehnte<br />

lang war das ihr Lebenselixier.<br />

Sie und ihre Freundinnen genossen<br />

in vollen Zügen das Schwimmen,<br />

Sonnen und Ratschen und sie waren<br />

wohlwollend befreundet bis ans<br />

Lebensende. Es kam sogar vor, dass<br />

die unerschrockenen Damen an<br />

sonnigen Wintertagen dort waren,<br />

in das eiskalte Wasser eintauchten<br />

und sich dann im Pelzmantel sonnten.<br />

Wie sie hineingelangten, blieb<br />

ihr Geheimnis.<br />

Persönliche Erinnerungen und<br />

kleiner Ausflug in die Historie<br />

Das Freibad in seinen Anfängen in den frühen 1930er-Jahren<br />

Für uns gab es immer ein freies Platzerl<br />

auf den Pritschen an der Hecke.<br />

Als Kind stand ich so unter liebevoller,<br />

aber strenger vielfacher Aufsicht.<br />

Man wachte darüber, dass ich nicht<br />

zu lang im Wasser blieb und ob ich<br />

mir nachher trockene Sachen anzog.<br />

Ich wurde mit Tiroler Nussöl eingerieben<br />

und wenn meine Mutter ➳<br />

65


PORTRÄT Freibad Eichmühle<br />

es separate Liegeplätze für Frauen,<br />

Männer und Familien gegeben hat.<br />

Der ab 1933 nationalsozialistisch<br />

geprägte Stadtrat ließ die Abteilungen<br />

später aber wieder entfernen.<br />

Aber auch die damals in Tölz ansässigen<br />

Brauereien profitierten von<br />

der Eichmühle. Wenn im Winter<br />

alles zugefroren war, wurden große<br />

Blöcke Eis herausgehauen und in<br />

die alten Kühlkeller der Brauereien<br />

transportiert. Das Eis hielt sich den<br />

ganzen Sommer über und das Bier<br />

blieb frisch.<br />

Ohne Eichmühle ist es<br />

kein Sommer<br />

Glückliche Kindheitssommertage: Autorin Ines Gokus mit fünf Jahren<br />

mir einen Apfel kredenzte statt dem<br />

ersehnten Steckerleis, schob mir<br />

meist eine der Damen ein Fuchzgerl<br />

zu, und dagegen konnte dann auch<br />

meine Mutter nichts ausrichten.<br />

Von ihr hab ich erzählt bekommen,<br />

dass es früher Badekabinen direkt<br />

am Wasser gegeben hat, in denen<br />

man sich umziehen und durch eine<br />

Öffnung gleich hinausschwimmen<br />

konnte, ohne sich zeigen zu müssen.<br />

Ganz so gschamig war man in meiner<br />

Kindheit nicht mehr.<br />

Eröffnet wurde das „Schwimm-<br />

und Sonnenbad Aichmühle“ (damals<br />

noch mit A) bereits im Jahr<br />

1930. Die Badeanlagen am Klammerweiher<br />

und am Aichmühlweiher<br />

waren veraltet und nicht mehr<br />

ordnungsgemäß instandgehalten<br />

worden. Auch fehlte es dort an der<br />

nötigen Aufsicht. Es passierten öfters<br />

Unfälle und es entwickelten<br />

sich Zustände, die auch von der<br />

sittlichen Seite her nicht mehr gutgeheißen<br />

wurden. Deshalb forderte<br />

das Erzbischöfliche Ordinariat die<br />

Trennung der Geschlechter, sodass<br />

Ich lernte in der Oach tauchen, Rad<br />

schlagen, Bauchplatscher aushalten,<br />

der Oma im Kassenhäusl auszuhelfen<br />

(sie hatte da einige Sommer<br />

lang immer wieder die Herrschaft<br />

über den Einlass) und mich in der<br />

finsteren, spinnwebverhangenen<br />

Umkleidekabine umzuziehen, ohne<br />

heulend Reißaus zu nehmen. In den<br />

Ferien war ich immer da, und nie<br />

wurde mir langweilig. Später zog<br />

ich auf die Südwest-Wiese um, aber<br />

ich hab es nie versäumt, den Damen<br />

einen Besuch abzustatten. Und<br />

auch, wenn das Naturbad jetzt ein<br />

bisschen betagt daherkommt, hoffe<br />

ich aus nostalgischen Gründen, dass<br />

es noch lange so bleibt wie es ist.<br />

„Kimmst morgen wieder ausse?“,<br />

fragt man sich nach einem langen,<br />

heißen Tag zum Abschied, wenn<br />

die Schatten am Nachmittag lang<br />

geworden sind. Und wann immer<br />

es geht, bin ich dort, denn sonst ist<br />

es kein richtiger Sommer. Das hat<br />

in meiner Familie einfach Tradition<br />

und manche Dinge ändern sich eben<br />

nicht. So, wie die Spinnweben in der<br />

Umkleidekabine, die auch noch immer<br />

da sind. gk<br />

66


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Herren und Kinder erfüllen<br />

nämlich alle Wünsche. Die bekannten,<br />

freundlichen Gesichter und die<br />

ehrliche und kompetente Beratung<br />

der Jeansstadl Mädels beschert dem<br />

Modeladen viele treue Stammkunden.<br />

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Claus und ihr Team haben ein gutes<br />

Händchen für ihre Kundschaft<br />

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PORTRÄT Die Wasserwacht im Tölzer Landkreis<br />

Die Helden am und im Wasser<br />

Ein Porträt über die Wasserwachten<br />

im Tölzer Landkreis<br />

Text: Katharina Fitz Bilder: Wasserwacht Bayern<br />

68


„Ertrinken ist weltweit die<br />

dritthäufigste Todesursache bei<br />

Kindern zwischen 5 und 14 Jahren“<br />

– so steht es im „Handbuch Rettungsschwimmen“,<br />

das regelmäßig<br />

von der Wasserwacht Oberbayern<br />

aktualisiert und veröffentlicht wird.<br />

Auch wenn sich über 90 Prozent<br />

der Ertrinkungsfälle in Entwicklungs-<br />

und Schwellenländern ereignen,<br />

lässt auch hierzulande die<br />

Schwimmfähigkeit bei Kindern und<br />

Jugendlichen nach. Heinz Eger ist<br />

seit 47 Jahren bei der Wasserwacht<br />

im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen<br />

ehrenamtlich tätig. Der frischgebackene<br />

Vorstand der Kreiswasserwacht,<br />

die eine Gemeinschaft<br />

innerhalb des Bayerischen Roten<br />

Kreuzes ist, wird deshalb nicht<br />

müde, immer wieder an Eltern und<br />

Erziehungsberechtige zu appellieren,<br />

Kinder möglichst frühzeitig für<br />

Auch auf der Isar kommt es immer<br />

wieder zu Notfällen<br />

Schwimmkurse bei der Wasserwacht<br />

anzumelden. „Und da genügt das<br />

Seepferdchen allein nicht“, bekräftigt<br />

Eger. Um sicher schwimmen und<br />

tauchen zu können, sollte man sich<br />

mindestens das bronzene Schwimmabzeichen<br />

ans Revers heften dürfen.<br />

Neben der Wasserrettung und vielen<br />

anderen Aufgaben, ist das Angebot<br />

an Schwimmkursen für Kinder und<br />

Jugendlichen ein Schwerpunkt der<br />

ausschließlich ehrenamtlich organisierten<br />

Truppe. „Leider sind wir<br />

durch die Corona-Pandemie in unserem<br />

Angebot an Schwimm- und<br />

Tauchkursen stark ausgebremst<br />

worden“, bedauert Heinz Eger. Aber<br />

er hofft, dass die Wasserwacht spätestens<br />

im Herbst wieder zahlreiche<br />

Termine anbieten kann.<br />

Auftrag: Die Hilfe bei in<br />

Not geratener Personen<br />

am und im Wasser<br />

Die Kreiswasserwacht des Landreises<br />

Bad Tölz-Wolfratshauses gliedert<br />

sich in sieben Ortsgruppen. ➳<br />

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69


PORTRÄT Die Wasserwacht im Tölzer Landkreis<br />

Jeder Einsatz an Land und auf dem Wasser wird vom Rettungsteam rasch und effizient geplant und durchgeführt<br />

Dazu gehören die Wasserwachten<br />

Bad Tölz (mit Standort Niederbach<br />

am Walchensee), Walchensee, Sachsenkam<br />

am Kirchsee, Kochelsee,<br />

Lenggries am Sylvenstein, Wolfratshausen<br />

am Starnberger See und<br />

Ammerland am Starnberger See.<br />

Insgesamt zählt die Gemeinschaft<br />

derzeit 1300 Mitglieder, davon<br />

sind 650 aktiv im Ehrenamt tätig.<br />

Der Auftrag der Wasserwacht ist<br />

laut Bayerischem Rettungsdienstgesetz<br />

klar definiert: die Rettung<br />

in Not geratener Personen am und<br />

im Wasser. Doch die Aufgaben der<br />

ehrenamtlichen Wasserretter erstrecken<br />

sich auch auf die Landrettung.<br />

„Die Ortsgruppe Walchensee absolviert<br />

bestimmt zwei Drittel ihrer<br />

Rettungseinsätze an Land, sprich<br />

bei Auto- und Motorradunfällen<br />

rund um Walchen- und Kochelsee“,<br />

erklärt Heinz Eger. Technisch gut<br />

ausgerüstet und personell stark sind<br />

die Wasserwachtler auch bei schweren<br />

Unfällen, wie beispielsweise am<br />

Kesselberg, schnell vor Ort und leisten<br />

effektive und kompetente Hilfe.<br />

Immer wieder schwere Einsätze<br />

mit Wassersportlern<br />

Doch die Hauptaufgabe der einzelnen<br />

Ortsgruppen ist und bleibt<br />

der Einsatz in Gewässern. Als Unfallschwerpunkte<br />

im Tölzer Landkreis<br />

stechen der Walchen- und der<br />

Starnbergersee sowie die Isar und<br />

Loisach hervor. „Hier kommt es<br />

immer wieder zu – teils auch schweren<br />

– Einsätzen mit Wassersportlern<br />

und Schwimmern“, berichtet die<br />

Stellvertretende Kreisvorsitzende<br />

Hedvig Schmidbauer. Sie ist in der<br />

Ortsgruppe Wolfratshausen aktiv.<br />

Als Krankenschwester für Anästhesie<br />

und Intensivmedizin ist ihr der<br />

Umgang mit medizinischem Gerät<br />

ebenso vertraut wie die Versorgung<br />

von Unfallopfern. Bei besonders<br />

schweren Unglücken, besonders<br />

wenn Kinder betroffen sind, können<br />

auch die Helfer psychologischen<br />

Beistand in Anspruch nehmen. Unfälle<br />

mit Todesfolge sind aber zum<br />

Glück die Ausnahme. „Nicht jedes<br />

Unglück ist dramatisch. Zu unseren<br />

Aufgaben gehört auch die Versorgung<br />

von kleineren Verletzungen<br />

wie Schnittwunden oder Ähnliches.<br />

Wir haben auch schon Hunde vor<br />

dem Ertrinken gerettet“, erzählt<br />

Hedvig Schmidbauer mit einem Augenzwinkern.<br />

Medizinische Vorkenntnisse sind für<br />

eine aktive Mitgliedschaft in einer<br />

der Ortsgruppen übrigens nicht notwendig,<br />

versichert Jakob Jungmeier,<br />

Jugendleiter der Kreiswasserwacht.<br />

70


Er ist beruflich als Projektmanager<br />

tätig und in seiner Freizeit begeisterter<br />

Wasserretter. Die notwendigen<br />

Kenntnisse werden bei umfassenden<br />

Aus- und Weiterbildungen<br />

in allen Bereichen vermittelt. Auf<br />

eine fundierte Ausbildung wird bei<br />

der Wasserwacht nämlich großen<br />

Wert gelegt. Ob als Wasserretter,<br />

Rettungstaucher, Bootsführer oder<br />

in anderen Funktionen wie Einsatzleiter,<br />

Ausbilder oder als Leitungskraft.<br />

Die Wasserwacht bietet eine<br />

Fülle an interessanten Aufgaben<br />

und Tätigkeiten. Doch der Nachwuchs<br />

ist rar: „Das Interesse am<br />

Ehrenamt hat seit dem Beginn der<br />

Pandemie stark abgenommen. Freilich<br />

arbeiten wir ohne Vergütung,<br />

aber wir sind eine tolle Gemeinschaft<br />

und es macht einfach großen<br />

Spaß seine Freizeit am Wasser zu<br />

verbringen.“ Doch wer nun meint,<br />

Die Einsatzkräfte bei der Bergung<br />

eines in Not geratenen Seglers<br />

die Wasserwacht sei mit der amerikanischen<br />

Serie „Baywatch“ aus den<br />

1980ern zu vergleichen, ist auf dem<br />

Holzweg. „Die Mitglieder unserer<br />

Stationen an den Gewässern stehen<br />

nicht nur am Wasser und sehen gut<br />

aus, sondern haben das Gewässer<br />

immer im Blick“, schmunzelt Heinz<br />

Eger. „Ertrinken geschieht nämlich<br />

meistens lautlos, vor allem bei Kindern.“<br />

Besteht in einem Schwimmbad<br />

vielleicht noch die Chance, eine<br />

Person unter Wasser sofort zu entdecken,<br />

sinkt in Seen und Flüssen<br />

die Chance schnell. „Drei Minuten<br />

unter Wasser entscheiden über Leben<br />

und Tod“, warnen die drei Vorstandsmitglieder<br />

eindringlich. Deshalb<br />

gilt: Wer einmal selbst eine in<br />

Not geratene Person im Wasser entdeckt,<br />

sollte sich auf jeden Fall den<br />

Standort so gut es geht einprägen.<br />

Hilfreich sind markante Orientierungspunkte<br />

wie Bäume, Gebäude<br />

oder auch eine Bergspitze im Hintergrund.<br />

So können die Retter versunkene<br />

Personen schneller finden. ➳<br />

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PORTRÄT Die Wasserwacht im Tölzer Landkreis<br />

Rettung in letzter Sekunde aus dem Eis: Die Wasserretter sind auch im Winter im Einsatz<br />

Von riskanten Selbstrettungsversuchen<br />

eines Ertrinkenden raten<br />

Heinz Eger und seine Vorstandskollegen<br />

ab: „Das kann für Retter und<br />

Opfer gefährlich werden. Besser ist<br />

es, dem Unfallopfer zunächst einen<br />

Rettungsring oder eine andere Auftriebshilfe<br />

zuzuwerfen, an dem es<br />

sich festhalten kann. Denn Ertrinkende<br />

neigen reflexartig dazu, sich<br />

an ihren Rettern festzuklammern,<br />

und das kann im Wasser für beide<br />

fatal enden.“<br />

Selbstverantwortung, Umsicht<br />

und Rücksicht sind gefragt<br />

Die einzelnen Ortsgruppen<br />

der Kreiswasserwacht Bad<br />

Tölz-Wolfratshausen leisten tagtäglich<br />

an ihren Stationen und mit<br />

der Schnelleinsatzgruppe (SEG)<br />

hervorragende Arbeit und retten<br />

Menschenleben. Heinz Eger, Hedvig<br />

Schmidbauer und Jakob Jungmeier<br />

bitten im Namen ihrer Kollegen<br />

dennoch eindringlich darum, sich<br />

bei Freizeitaktivitäten am und im<br />

Wasser niemals zu überschätzen<br />

und zu jeder Zeit umsichtig und<br />

rücksichtsvoll zu verhalten. Ebenso<br />

bitten die Wasserwachten Eltern<br />

und Aufsichtspersonen, die Gefahren<br />

am Wasser nicht zu unterschätzen<br />

und gerade kleine Kinder nie (!)<br />

unbeaufsichtigt zu lassen. Wer das<br />

beherzigt, kann den Sommer an den<br />

Seen, Flüssen und auch Bädern im<br />

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen<br />

unbeschwert genießen. kf<br />

Wer die Wasserwacht als aktives<br />

oder förderndes Mitglied oder mit<br />

einer Spende unterstützen möchte<br />

oder sich über das Angebot an<br />

Schwimmkursen für Kinder und<br />

Jugendliche informieren möchte,<br />

findet auf der Internet Seite<br />

www.brk-toel-wor.de/angebote/<br />

ehrenamt/wasserwacht.html<br />

alle relevanten Infos.<br />

72


PRESSEMITTEILUNGEN LVM Versicherung<br />

Für einen sicheren Sprung<br />

Für einen ins Berufsleben<br />

sicheren Sprung<br />

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LVM hilft jungen Leuten bei der Absicherung eines<br />

Existenzrisikos:<br />

Rund jeder vierte Deutsche wird im im Laufe seines Lebens<br />

berufsunfähig. Trotzdem gibt es es nur in in knapp<br />

einem Drittel der deutschen Haushalte eine Berufsunfähigkeitsversicherung<br />

(BU). „Nicht selten mangelt es es<br />

an an Informationen, oft ist ist es es aber auch eine Frage des<br />

Geldes –– denn die Absicherung eines existenziellen<br />

Risikos hat halt ihren Preis“, erklärt LVM-Vertrauensfrau<br />

Johanna Walser. Damit sie sie gleichwohl auch<br />

für junge Leute bezahlbar bleibt, bietet die LVM für<br />

Azubis, Studierende und Berufseinsteiger eine Berufsunfähigkeitsrente<br />

mit sogenannter Startphase an.<br />

„Entscheidet sich ein Kunde für eine LVM-BU-Rente<br />

mit Startphase, zahlt er er in in den ersten fünf Jahren ––<br />

bei vollem Schutz –– nur 50 50 Prozent des Beitrages, im im<br />

sechsten Jahr 60 60 Prozent, im im siebten 70 70 Prozent … bis<br />

er er ab ab dem zehnten Jahr diese sogenannte Startphase<br />

hinter sich lässt. Dann ist ist der 100-prozentige Zielbeitrag<br />

fällig“, erläutert Johanna Walser.<br />

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129


ALTE WÖRTER<br />

„Strawanzen“<br />

Text: Michaela Probst<br />

Bilder: Agnes Müller<br />

Kater Pepi ist nach der<br />

Strawanz fix und foxi<br />

Passend zu unserem Thema „Freundschaft, Freiheit,<br />

Freizeit“ haben wir uns ein ganz besonders schönes bayrisches<br />

Wort ausgesucht: „Strawanzen“.<br />

Selbiges hat zwar für klassische Homeys beziehungsweise<br />

Hoam-Kia wenig positive Assoziationen, aber<br />

für alle freiheitsliebenden unter uns gibt es höchste<br />

Punktzahl. „Herumtreiben“ ist die offizielle Übersetzung,<br />

aber das Wörtchen hat wesentlich mehr zu bieten.<br />

Ganz ohne Verpflichtungen, gern auch mit dem<br />

besten Freund, ungezwungen sein Leben genießen, um<br />

wenig ortsgebunden die Welt zu erkunden. Was auch<br />

immer in selbiger zu finden ist. Für größere Strawanzer<br />

sind es eher schöne Frauen und scheene Plaatz. Für die<br />

kleineren Abenteurer sind es viele besondere Gelegenheiten<br />

und ein bisschen mehr Abstand von zu Hause.<br />

Wie schön die Strawanz in ein unbeschwertes Leben<br />

passt, zeigt uns am besten der Kater von Agnes unserer<br />

<strong>d’Isarwinkler</strong>-Schreiberin. Selbiger darf noch ein echter<br />

Kater/Kerl sein und ist oft tagelang bei den Ladys auf der<br />

Strawanz. Wenn Kater Pepi heimkommt, braucht er die<br />

fünffache Menge an Katzenfutter und mindestens einen<br />

ganzen Tag Schlaf.<br />

Pepi, so sois sei! Sauber sogn mia und fett Respekt. Warum<br />

jetzt die Strawanz so eindeutig dem männlichen<br />

Geschlecht zuzuordnen ist? Schon komisch, oder? Wir<br />

Mädels sind wahrscheinlich mal wieder braver und eher<br />

für den Nestbau zuhause zuständig. Aber wer weiß das<br />

schon so genau?<br />

74


In der jetzigen Zeit ist es mal<br />

was Neues beim Alten zu bleiben<br />

Wilhelm Raabe (dt. Schriftsteller, 1831-1910)<br />

- Bekleidung ökologisch und fair:<br />

Leben und wirtschaften in Verbundenheit mit Mensch und Natur.<br />

Manchmal sind es innovative Ideen, die einen großen Fortschritt bedeuten.<br />

Manchmal ist es auch der Blick in die Vergangenheit, durch den wir gute<br />

Antworten auf gegenwärtige Fragen finden.<br />

- Aromatherapie – Das Wesen der Pflanze nutzen<br />

100 % naturreine ätherische Öle sind das Wesen, die Essenz der Pflanze.<br />

Mensch und Natur sind als Einheit miteinander verbunden.<br />

Nutzen Sie die Kraft der Pflanzen als Nahrung für die Haut und<br />

Aktivierung aller Sinne.<br />

- Räuchern als Ritual für die Seele<br />

Direktimport der Mönche vom Hl. Berg Athos.<br />

Räuchergefäße, Beratung und Unterstützung<br />

- Handgefertigter Treibholzschmuck, Karten für besondere Menschen und<br />

Anlässe – jedes Stück ein Unikat aus dem wunderbaren Isarwinkel.<br />

Ich freue mich auf Sie<br />

Herzliche Grüße<br />

Ihr ISARENGEL Elke Ederer Lenggries<br />

Elke Ederer ISARENGEL<br />

Tölzer Straße 9<br />

83661 Lenggries<br />

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25.10.2021<br />

Lösung aus der<br />

Ausgabe Nr. 15:<br />

Wieselhaarig<br />

Gewinnerin:<br />

Traudi Gschwendtner, Warngau<br />

Wir gratulieren!<br />

1. Alter Name von Königsdorf Nobiles de ...<br />

2. Einziges Tabuthema der 9 Mädels<br />

3. Kirchenpfleger von Lenggries (Nachname)<br />

4. Woher stammt die Krone im Königsdorfer Wappen Kloster?<br />

5. Wie nannten sich die weiblichen Stammgäste der Oach?<br />

6. Herumtreiben auf bayerisch<br />

7. Welches Adelsgeschlecht erbaute den Dom vom Isarwinkel?<br />

8. Helden in und am Wasser<br />

9. Urpfarrei des Isarwinkels<br />

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9<br />

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8 8 11 11<br />

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4<br />

Lösung:<br />

1 21 32 43 54 65 67 87 98 10 9 10 11 12 11 12<br />

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300 JAHRE Pfarrkirche Lenggries<br />

Verändern und bewahren<br />

300-jähriges Pfarrjubiläum in Lenggries<br />

Text: Michaela Probst Bilder: Pfarrei Lenggries<br />

Es ist immer wieder ein schönes<br />

Gefühl, inklusive Gänsehaut, wenn<br />

am Sonntagvormittag die Kirchenglocken<br />

zur Sonntagsmesse zusammenrufen.<br />

Für mich ist es wie eine<br />

kleine Zeitreise, wenn das imposante<br />

Geläut das ganze Dorf erfüllt. Als<br />

ich noch ein Kind war, und das sind<br />

jetzt schon gut vier Jahrzehnte her,<br />

war der sonntägliche Gottesdienst<br />

nicht Pflicht, sondern meist Freude.<br />

Regeln und Rituale geben Kindern<br />

Sicherheit und Geborgenheit. In<br />

unserer Familie ging es recht ungezwungen<br />

und leger zu. Unsere Mama<br />

konnte bei fünf Kindern nicht immer<br />

konsequent, streng und durchorganisiert<br />

sein. So blieb es für den Sonntag<br />

übrig, ganz klar durchgeplant zu<br />

werden (inklusive Sonntagsbraten)<br />

und das liebten wir. Auch wenn wir<br />

Kinder nicht immer ordentlich daherkamen,<br />

weil die Strumpfhose ein<br />

Loch oder die Schürze nicht richtig<br />

gebügelt war, machten wir uns gerne<br />

auf den ein Kilometer langen Kirchgang<br />

und marschierten dem Kirchengeläut<br />

entgegen. Wir waren fast<br />

immer zu spät und trotzdem setzen<br />

wir Kinder uns in die zweitvorderste<br />

Bank an dem ein silbernes Schild<br />

mit der Aufschrift „2. Klasse“ angeschraubt<br />

war. Wenn wir uns heute<br />

beizeiten in unserer Heimatpfarrei<br />

in Neukirchen bei Weyarn treffen,<br />

ist immer noch so: zweite Bank,<br />

„2. Klasse“ und meistens sind wir zu<br />

spät. Es gibt Dinge, die ändern sich<br />

eben nie. Schön!<br />

Dennoch möchte ich keinen falschen<br />

oder scheinheiligen Eindruck<br />

erwecken, liebe Leserinnen und Leser.<br />

Zugegebenermaßen gehöre ich<br />

nicht zu den fleißigen Kirchgängern,<br />

wie es in Lenggries beeindruckend<br />

viele gibt. Auch wenn der christliche<br />

Glaube für uns ein fester und selbstverständlicher<br />

Bestandteil in ➳<br />

Auch wenn man pro Bank<br />

13 Familien-Schilder zählen<br />

kann, waren die Leute vor<br />

300 Jahren wohl etwas kleiner<br />

und schmächtiger, denn heute<br />

finden pro Reihe nur 9 Personen<br />

bequem Platz<br />

78


Pfarrer Josef Kraller und<br />

Mesner Jakob Gottlob –<br />

ein super Team!<br />

79


80<br />

300 JAHRE Pfarrkirche Lenggries


Kirche St. Jakobus ca. 1910<br />

Bild: Familie Ertl<br />

unserer Familie ist, haben wir das Ritual<br />

Sonntags-Gottesdienst nur selten<br />

in unserem Alltag untergebracht.<br />

Zum einen ist es die Bequemlichkeit<br />

und zum anderen lassen sich meine<br />

Kinder nur ungern vom stillen Zuhören<br />

begeistern, wenn die Dauer einer<br />

Schulstunde überschritten wird.<br />

Wo ein oder zwei in meinem<br />

Namen versammelt sind,<br />

da bin ich mitten unter ihnen.<br />

Die Lenggrieser Pfarrei feiert das<br />

300-jährige Bestehen ihrer Pfarrkirche<br />

St. Jakobus und als eine <strong>d’Isarwinkler</strong>-Schreiberin<br />

verabrede ich<br />

mich natürlich gerne im Pfarrhaus.<br />

Ein ganzes Jahr lang begleitet uns<br />

dieses Jubiläum mit vielen tollen<br />

Aktivitäten und festlichen Gottesdiensten.<br />

Das Team rund um Pfarrer<br />

Kraller möchte die Lenggrieser und<br />

alle rundherum dafür begeistern.<br />

Heute ist genauso wie zu Zeiten von<br />

Jesus das Zusammenkommen von<br />

großer Bedeutung – für die Kirche,<br />

den Glauben und das Leben. Die<br />

Pandemie und die dazugehörigen<br />

sozialen Einschränkungen zeigen<br />

uns ganz deutlich wie wichtig „gemeinsam“<br />

ist und dass weder Telefon<br />

noch Internet das ersetzten<br />

kann. Dennoch sind es auch viele<br />

Menschen, die in der Kirche Ruhe<br />

suchen und dem stressigen Alltag<br />

entfliehen wollen. Wie auch immer –<br />

alle sind willkommen.<br />

Pfarrer Josef Kraller, der seit 2004<br />

die Pfarrei betreut, macht sich sichtlich<br />

Sorgen um seine Nachfolge. Es<br />

gibt nicht mehr viele, die sich für seinen<br />

Weg entscheiden. „Gut möglich,<br />

dass die Gottesdienste irgendwann<br />

seltener stattfinden, weil die Seelsorger<br />

fehlen. Wer weiß, vielleicht gibt<br />

es dann wieder Fahrgemeinschaften,<br />

so wie in den vergangenen drei Jahrhunderten“,<br />

das wünscht er sich.<br />

„Wenn der Kirchplatz wieder voller<br />

Leut’ wär, dass wär schön“, verrät<br />

uns der Kirchenpfleger Peter Dichtl,<br />

der sich um viele Themen in und um<br />

die Pfarrei ehrenamtlich kümmert.<br />

„Damals und vor gar nicht allzu<br />

langer Zeit war nämlich der Kirchgang<br />

Treffpunkt und gesellschaftliches<br />

Highlight. Man kam nur einmal<br />

in der Woche zusammen auf an<br />

Ratsch und um sich zu verabreden.<br />

Telefonieren und chatten war noch<br />

nicht erfunden“, erklärt er uns. ➳<br />

So ändern sich die Zeiten: Bei der Kirchenzählung im Jahre 2004<br />

waren es noch <strong>16</strong> % von gesamt 6400 Katholiken in der Lenggrieser<br />

Pfarrei, die den Gottesdienst besuchten, 2019 nur noch 5 % von<br />

6048, die in einer der Sonntagsmessen zu zählen waren. Zu Zeiten<br />

von Pfarrer Burgmayr in den 1950er-Jahren wurden noch 2330<br />

Kirchgänger von 4500 Katholiken gezählt. Allerdings gab es damals<br />

insgesamt 8 Geistliche in der Pfarrei<br />

Bild: Mathias Weindl, April 1921, Hochzeit Kronprinz Ruprecht von Bayern<br />

und Prinzessin Antonia von Luxemburg<br />

Für alle<br />

Klassenstufen!<br />

Liebe Eltern,<br />

bald ist es soweit, ihr Kind<br />

kommt in die Schule!<br />

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senden (Fax oder E-Mail ist<br />

natürlich auch möglich).<br />

* Sie geben zusätzliche Informationen<br />

wie Geschlecht des Kindes, recht´s- oder<br />

linkshändig schreibend, Lieblingsfarbe,<br />

Motivwüsche auf dem Infoblatt an.<br />

* Bei Unklarheiten melden wir uns<br />

selbstverständlich bei Ihnen.<br />

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08042-8990 Fax: <strong>16</strong>77<br />

E-mail: schreibzeig@t-online.de


300 JAHRE Pfarrkirche Lenggries<br />

Das Wirtshaus und die<br />

Sonntagsmess’<br />

Dass fast neben jedem Gotteshaus<br />

auch ein Wirtshaus zu finden ist,<br />

das hat gute Gründe. Wer weiß,<br />

vielleicht belebt die Konkurrenz das<br />

Geschäft? So manch einem war das<br />

viele Latein während der Messe zu<br />

trocken und „Mann“ traf sich lieber<br />

am Kirchplatz zur legeren Unterhaltung.<br />

Wenn dann zur Wandlung<br />

die Glocken läuteten (aufgewandelt<br />

wurde) marschierten selbige ganz<br />

brav zur Kommunion und danach<br />

gleich hinaus zum Kirchentor und<br />

gesellten sich zum Wirt. Für selbige<br />

eine kurzweilige Angelegenheit<br />

so ein Sonntagsgottesdienst. Jakob<br />

Gottlob, der Lenggrieser Mesner<br />

weiß dazu aus den Zeiten von Herrn<br />

Pfarrer Maier (Pfarrer Krallers Vorgänger)<br />

auch so manch amüsante<br />

Geschichte. Pfarrer Maier wollte<br />

beim Vereinsjahrtag die Musikanten<br />

austricksen, die immer auf das<br />

zweite Läuten zur Libera (Totengedenken)<br />

warteten, um sich erst<br />

dann zum Kirchenzug zu gesellen<br />

und so das Ganze etwas abzukürzen.<br />

Der Pfarrer ließ das Leuten zur<br />

Wandlung einfach ausfallen und so<br />

warteten die Herren vergeblich darauf<br />

und kamen dann zu spät zum<br />

Kirchenzug, der von der Kirch zum<br />

Wirt ging – diesmal ganz ohne musikalische<br />

Begleitung. Aber wir sind<br />

uns sicher, sie haben auch so den<br />

Weg zum Gasthaus gefunden.<br />

Mesner – ein Traumberuf<br />

Der Lenggrieser Mesner mit dem<br />

klangvollen Namen weiß vieles aus<br />

seiner über 37-jährigen Arbeit zu berichten<br />

und man merkt sofort, dass<br />

sein Beruf Berufung ist. Sein Vorname<br />

Jakob passt perfekt zum Kirchenpatron<br />

Jakobus und auch der Nachname<br />

Gottlob, den er von der Hoffamilie<br />

angenommen hat. Auch seine<br />

Frau ist aktiv in der Pfarrgemeinde<br />

bei allen Bestattungen beschäftigt.<br />

Sie bietet Hilfestellung bei Beerdigungen,<br />

richtet her und kanalisiert<br />

und ist wahrscheinlich besser unter<br />

der etwas unattraktiven Berufsbezeichnung<br />

„Leichenfrau“ bekannt.<br />

Ihr Mann Jakl ist gelernter Schriftsetzer<br />

und hat damals, als er mit seiner<br />

Annelies den Hof übernommen hat,<br />

einen Beruf mit flexiblen Arbeitszeiten<br />

gesucht, den er auch neben der<br />

1721 im Frühjahr startete der<br />

Kirchbau mit den Bauherren<br />

Herwarths und im September<br />

1722 war bereits die Weihe.<br />

Eine reife Leistung! Damit<br />

es schneller ging, stiftete die<br />

Adelsfamilie sogar die Isarbrücke,<br />

damit das Baumaterial<br />

einfach auf die andere<br />

Flussseite kam. Der Turm<br />

wurde übrigens erst 1724<br />

fertig gestellt<br />

82


Landwirtschaft stemmen kann. „So<br />

hab ich mich damals als Mesner<br />

beworben“, erzählt er uns mit einem<br />

vielsagenden und zufriedenen<br />

Lächeln. Er und unser Herr Pfarrer<br />

sind ein echtes Dreamteam, das lässt<br />

sich nicht bestreiten. Vor ihm hat er<br />

viele Jahre mit Herr Pfarrer Maier<br />

zusammengearbeitet, der 30 Jahre<br />

lang in Lenggries als Seelsorger aktiv<br />

war. „Ein Pfarrer ist auch nur ein<br />

Mensch“, weiß Jakl aus Erfahrung,<br />

„und des Guade is, i hob Gott sei<br />

Dank zwoa Ohrwaschl. Do geht<br />

scho moi wos bei der andern Seitn<br />

wieder naus. Aufregung is ned so<br />

meins“, verrät er uns sein Geheimrezept.<br />

Lange ist er jedoch nicht mehr<br />

im Amt, denn nächstes Jahr startet<br />

er in den Ruhestand. Jetzt macht<br />

er schon mal Werbung für seinen<br />

abwechslungsreichen Traumberuf.<br />

Aber noch ist er mit seinem Traktor<br />

unterwegs zur Kirche und läutet<br />

zum Beispiel die Wetterglocken, um<br />

so manches Gewitter zu vertreiben,<br />

oder ist beim Blumengießen oder dabei<br />

die nächste Messe vorzubereiten.<br />

Übrigens in der Pfarrgemeinde gibt<br />

es weitere sechs Mesner und Mesnerinnen.<br />

Mit Veränderungen<br />

leben<br />

So wird sich in den nächsten Jahren,<br />

quasi im 4. Jahrhundert der<br />

Pfarrkirche, nicht nur für ihn und<br />

Pfarrer Kraller, sondern auch für<br />

viele in der Pfarrgemeinde einiges<br />

ändern. Veränderungen sind nicht<br />

immer einfach und Vertrautes gibt<br />

man ungern auf. Für den einen ist es<br />

der gewohnte Platz in der Kirchenbank,<br />

der zu Coronazeiten nicht frei<br />

ist, für den anderen, dass man mal<br />

ganz vorne in der Kirche sitzt und<br />

nicht immer ganz hinten! „Das würde<br />

mich freuen“, verrät uns Pfarrer<br />

Kraller. „Dann brauch ich nicht so<br />

laut zu predigen, wenn alle Bänke<br />

von vorne aufgefüllt werden. Natürlich<br />

darf Männlein auch auf der<br />

linken Weibleinseite sitzen und andersherum.<br />

Auch das geht natürlich.<br />

Macht nur fast keiner. Die Familie<br />

schreitet gemeinsam nach vorne<br />

und plötzlich teilt sie sich auf nach<br />

rechts und links. Immer das gleiche<br />

Bild. Das bringt man selbst bei den<br />

Kommunionkindern nicht mehr aus<br />

deren Köpfen“, berichtet uns Pfarrer<br />

Kraller schmunzelnd. Und selbst der<br />

Mesner Jakob Gottlob<br />

Friedensgruß, der ja noch nicht ganz<br />

so lange Einzug in den Kirchen gefunden<br />

hat, ist so manchem zu viel<br />

des Guten. Kirche bedeutet aber<br />

auch ganz viel Tradition, gerade<br />

bei uns im Isarwinkel. „Man trägt<br />

und fördert sich gegenseitig“, ➳<br />

Öffnungszeiten<br />

Montag u. Dienstag 8:30 – 12:00 Uhr<br />

14:00 – 18:00 Uhr<br />

Mittwoch<br />

8:30 – 12:00 Uhr<br />

Donnerstag u. Freitag 8:30 – 18:00 Uhr<br />

Samstag<br />

8:30 – 12:30 Uhr<br />

Johann-Probst-Str. 1 | 83661 Lenggries | Tel. 08042 - 8923<br />

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83


300 JAHRE Pfarrkirche Lenggries<br />

Das Team der Pfarrei Lenggries:<br />

Elisabeth Wasensteiner,<br />

Claudia Hanus, Renate Rinner,<br />

Benedikt Hanus, Gabi<br />

Gilgenreiner, Rainer<br />

Philippowski, Jakob Gottlob,<br />

Moni Maier, Alexander<br />

Pointner, Annelies Gottlob,<br />

Astrid Lindner, Thomas Paul,<br />

Andrea Fahrner, Margarete<br />

Paul, Resi Fischhaber,<br />

Annemarie Janßen, Christoph<br />

Freundl, Anna Lisa Schandl,<br />

Pfarrer Josef Kraller<br />

Jubiläumsveranstaltungen<br />

So., 19.09.2021 09.30 Uhr<br />

Eröffnungsgottesdienst mit<br />

Herrn Weihbischof Bischof<br />

So., 19.09.2021 17.00 Uhr<br />

Festkonzert zur Eröffnung<br />

des Jubiläumsjahres<br />

für Trompete und Orgel<br />

Fr., 01.10.2021 19.00 Uhr<br />

Festkonzert der Blaskapelle<br />

Lenggries in der Pfarrkirche<br />

unter der Leitung von<br />

Bernhard Simon<br />

Sa., 20.11.2021<br />

Jugendgottesdienst mit Einführung<br />

der Neuministrantinnen<br />

und Neuministranten<br />

November 2021<br />

Jugendwallfahrt<br />

Fr., 03.12.2021 19.00 Uhr<br />

Adventssingen mit regionalen<br />

Sängerinnen/Sängern und<br />

Musikanten in der Pfarrkirche<br />

Do., 30.12.2021 19.30 Uhr<br />

Weihnachtskonzert des<br />

Kirchenchores<br />

Januar 2022<br />

Nightfever/Nachtgebet<br />

Fr., 11.02.2022 19.00 Uhr<br />

Kanzelpredigt aus dem<br />

barocken Baiern vorgetragen<br />

von Herrn Pfarrer Josef Kraller<br />

mit Orgelmusik aus baierischen<br />

Klöstern der Barockzeit<br />

Fastenzeit 2022<br />

Familienpilgerweg<br />

So., 20.03.2022 09.30 Uhr<br />

Miserior Gottesdienst mit<br />

Missio Präsident Monsignore<br />

Wolfgang Huber anschließend<br />

Fastenessen im Pfarrheim<br />

Mi., 23. bis Fr., 25.03.2022<br />

Kinderbibelwoche<br />

Mo., 18.04. bis Fr., 22.04.2022<br />

Padua-Fahrt<br />

Fr., 06.05.2022 19.00 Uhr<br />

Mariensingen mit<br />

Lenggrieser Gruppen<br />

So., 08.05.2022 18.00 Uhr<br />

Gottesdienst und Vortrag mit<br />

Pater Anselm Grün<br />

Mo., 06.06. und<br />

So., 10.07.2022 14.00 Uhr<br />

Kapellenwallfahrt (von der<br />

Pfarrkirche nach Winkl/von<br />

Schlegldorf nach Wegscheid, mit<br />

geselligem Abschluss in einer<br />

Gaststätte)<br />

Sa., 09.07.2022<br />

Ministrantentreffen/<br />

Ehemaligentreffen<br />

So., 24.07.2022 09.30 Uhr<br />

Patrozinium mit<br />

Orchestermesse<br />

Fr., 05.08.2022 19.00 Uhr<br />

Orgelnacht mit verschiedenen<br />

Organisten<br />

So., 11.09.2022 09.30 Uhr<br />

Festgottesdienst mit<br />

Herrn Kardinal Marx,<br />

anschließendem Pfarrfest<br />

So., 18.09.2022<br />

Pfarrfest mit Lenggrieser<br />

Blechmusik im Anschluss zum<br />

Gottesdienst<br />

So., 06.11.2022<br />

Leonhardifahrt<br />

84


weiß Andrea Fahrner. „Unsere Messen<br />

sind wirklich gut besucht. Das<br />

soll auch so bleiben bzw. mit und<br />

nach Corona wieder so werden. Wir<br />

möchten sichtbar sein in unserem<br />

Jubiläumsjahr und den Geburtstag<br />

mit allen Sinnen genießen. Ihr dürft<br />

gespannt sein. Wir freuen uns darauf“,<br />

verspricht sie uns.<br />

Auch wenn die Herrschaften Herwarth<br />

den „Dom des Isarwinkels“<br />

vor 300 Jahren so großzügig gebaut<br />

haben, dass jeder Lenggrieser sicher<br />

einen Platz von gesamt 800 Sitzplätzen<br />

findet, ist Pfarrer Kraller heute<br />

froh, wenn sich die Kirche an besonderen<br />

Tagen gänzlich füllt.<br />

Verändern, anpassen, verbessern,<br />

das ist nicht immer leicht. Jedem gerecht<br />

zu werden ist fast unmöglich:<br />

dem einen, der die Veränderung fordert<br />

und sucht und dem anderen, der<br />

sie meidet und sogar fürchtet. Den<br />

Spagat zwischen den Regularien der<br />

katholischen Kirche z.B. dem Zölibat<br />

und der Ehrfurcht zu Gott und dem<br />

Spaß an der Gemeinschaft und der<br />

Liebe zu Gott zu gewährleisten, das<br />

ist eine echte Herausforderung. Ein<br />

Patentrezept inklusive einer großen<br />

Portion Respekt und Toleranz gibt es<br />

dafür nicht. Es braucht einfach viel<br />

Gespür und Hilfe von ganz oben!<br />

So bleibt zu hoffen, dass sich auch<br />

im nächsten Lenggrieser Kirchen-<br />

Jahrhundert die Kirchenglocken<br />

lautstark und imposant Gehör verschaffen.<br />

Dass viele Menschen jung<br />

und alt gerne das Gotteshaus besuchen<br />

und es ein Ort des Zusammenkommens<br />

und der Gemeinsamkeit<br />

und der Freude ist und bleibt.<br />

St. Jakob<br />

Marktstr. 15 · 83661 Lenggries<br />

Tel. 08042 · 8789<br />

Fax 08042 · 503630<br />

st-jakob.lenggries@ebmuc.de<br />

Pfarrbüro Öffnungszeiten:<br />

Dienstag bis Freitag<br />

08.00 bis 12.00 Uhr<br />

Donnerstag 14.00 bis 17.00 Uhr<br />

(außer an Feiertagen)<br />

Seit über 10 Jahren begleiten wir unsere<br />

Kunden durch sämtliche Familien-Ereignisse<br />

immer gerne mit einem persönlichen<br />

Gespräch und fachlicher Beratung.<br />

Angefangen bei Geburtstagen über<br />

Hochzeiten, Taufen bis hin zu Beerdigungen<br />

und vielem mehr.<br />

Unser Team freut sich immer wieder, neue<br />

Kunden in unserem VergissMeinNicht<br />

begrüßen zu dürfen!<br />

Besonderen Wert legen wir auf alle jahreszeitlichen<br />

Ereignisse zum Beispiel:<br />

Weihnachten, Valentin, Ostern, Muttertag<br />

und Allerheiligen<br />

Petra Illner<br />

Inhaberin<br />

Münchner Str. II<br />

83623 Dietramszell<br />

Tel. 08027/1036<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mo. - Fr. 8.30 – 12.30 Uhr & 14 – 18 Uhr<br />

Sa., 8.30 – 12.30 Uhr<br />

85<br />

Mi. nachmittag geschlossen


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PORTRÄT Gesundheit Markus Merklinger<br />

Ohne sie geht nix!<br />

Ein Hoch auf die Gesundheit<br />

Bilder: Güni Kulzer<br />

Markus Merklinger in seinem Element<br />

Ganz selbstverständlich geht<br />

man mit dem Auto alle Jahre brav<br />

zum Kundendienst. Dann wird gecheckt,<br />

repariert und alles wieder<br />

geradegebogen. So ein Auto ist ja<br />

auch wertvoll. Es bringt uns von<br />

A nach B. Genauso wie unser Körper.<br />

Der Gute trägt uns brav durch<br />

unser ganzes Leben. Auch er hat<br />

es doch sicherlich verdient, dass<br />

man sich um ihn kümmert? Ein<br />

harmonisches Zusammenspiel von<br />

Körper und Geist ist dabei für die<br />

Gesundheit unerlässlich. Wie viele<br />

Michaela, unsere Isarwinkler<br />

Schreiberin, zu Besuch bei Markus<br />

Merklinger<br />

Facetten so ein menschlicher Körper<br />

hat und wie viele Möglichkeiten<br />

es gibt, ihm Gutes zu tun, weiß<br />

Markus Merklinger. Er hat sich in<br />

seiner Arbeit ganz und gar dem<br />

Wohle seiner Patienten verschrieben.<br />

Und das schafft er auf vielen<br />

Ebenen. Für sein Dream-Team mit<br />

ganz unterschiedlichen Qualifikationen,<br />

das sich fachlich und<br />

menschlich perfekt ergänzt, hat er<br />

in der Parkvilla in Bad Heilbrunn<br />

genau das richtige Platzerl gefunden.<br />

Mit dem Besuch in seiner<br />

Praxis starten wir unsere neue Rubrik<br />

„<strong>d’Isarwinkler</strong> Gesundheit“.<br />

86


Gesundheit geht<br />

nur gemeinsam<br />

Markus ist Physiotherapeut, Heilpraktiker,<br />

Diplom-Osteopath und<br />

Sportlehrer. Seit 30 Jahren stellt<br />

er seine Ausbildungen und Schulungen<br />

ganz bewusst zusammen.<br />

„Ich habe meinen Weg gefunden<br />

und setze meine Schwerpunkte<br />

aus Überzeugung. Gerade in<br />

der vergangenen Zeit haben sich<br />

Angst, Unsicherheit und Existenzängste<br />

breitgemacht. Viele unserer<br />

Werte haben wir überdacht<br />

und uns neu aufgestellt. Achtsamkeit<br />

gegenüber der Natur und<br />

uns selbst, zum Beispiel in Sachen<br />

Ernährung oder Bewegung haben<br />

viele Themen von der Oberfläche<br />

verdrängt. Unser Blickwinkel hat<br />

sich gewandelt und korrigiert.<br />

Und diese Antennen möchten gerade<br />

wir Therapeuten nutzen. Wir<br />

möchten nicht nur die Symptome<br />

behandeln, sondern die Ursachen<br />

erkennen und bestenfalls beheben.<br />

Die vielen unterschiedlichen<br />

Prozesse in unserem Körper sollen<br />

wieder perfekt zusammenspielen<br />

Gutes tun für sich und seinen Körper – hier ist’s möglich<br />

und wir möchten ein Gleichgewicht,<br />

das für unsere Gesundheit<br />

unerlässlich ist, herstellen“, das<br />

ist seine Philosophie. Schulmedizin<br />

und Heilpraxis verfolgen oft<br />

unterschiedliche Ansätze. Dies<br />

muss sich aber nicht ausschließen,<br />

sondern kann sich wunderbar ergänzen.<br />

Markus arbeitet seit vielen Jahren<br />

gut und gerne mit den hiesigen<br />

Ärzten und Sportmedizinern<br />

zusammen. Zum Beispiel mit Dr.<br />

Zitzmann. „Wir nutzen kurze<br />

Wege und stimmen uns über gemeinsame<br />

Patienten und deren<br />

Therapien ab. So lässt es sich viel<br />

besser behandeln. Wer hilft, hat<br />

Recht und gemeinsam geht‘s besser<br />

das wichtigste Ziel, die Gesundheit,<br />

zu erreichen“, erklärt<br />

Markus.<br />

Hauptsache gsund<br />

Wie wärs z.B. mit Yoga im Grünen<br />

Was oft so lapidar klingt, hat<br />

gerade für die Isarwinkler einen<br />

großen Stellenwert. Die Naturverbundenheit<br />

liegt in den Genen und<br />

das Gespür für sich selbst macht<br />

es dem Heilpraktiker leicht, seine<br />

Therapien und Ideen umzusetzen.<br />

Genau diese Liebe zur Natur, unsere<br />

Heimat und zum Sport hat<br />

Markus in allen Ecken und Enden<br />

in seiner Gesundheits-Praxis umgesetzt.<br />

Jeder Raum ist überraschend<br />

anders und es finden ➳<br />

87


kümmert sich um seine Patienten,<br />

huscht von Raum zu Raum und<br />

ist auch privat, z.B. im Lenggrieser<br />

Fußballverein, engagiert. Und<br />

trotzdem ist er nie gestresst und<br />

immer am Strahlen. Genauso wie<br />

die Sonne auf seinem Firmenlogo.<br />

„Ich freu mich, wenn ich helfen<br />

kann!“ meint er. Für seinen ganz<br />

persönlichen Ausgleich sorgen seine<br />

Berge, seine Seen und natürlich<br />

seine Familie. Ein perfekter Plan<br />

und sein ganz persönliches Geheimrezept.<br />

Danke, Markus, für<br />

diese Einblicke und danke für deine<br />

Zeit. mp<br />

Markus Merklinger’s „Werkstatt“ – einer seiner Behandlungsräume<br />

Die Sportbegeisterung ist überall zu<br />

sehen z.B. im Wartebereich<br />

Krafttraining ist ein wichtiger Bestandteil bei der Reha-Behandlung<br />

sich Bilder und Elemente aus allen<br />

Ecken des Isarwinkels. Seine Frau<br />

hat ihn bei der Gestaltung der<br />

Praxis unterstützt und Elemente<br />

des Feng Shui sowie Elemente der<br />

gemeinsamen Werte Bewegung,<br />

Natur und geistige Entwicklung<br />

einfließen lassen. Die beeindruckende<br />

Parkvilla, mitten im Kurpark<br />

von Bad Heilbrunn, ergänzt<br />

das Praxis-Konzept perfekt. Doch<br />

eines ist Markus ganz besonders<br />

wichtig: „Wir sind trotz unserer<br />

vielschichtigen Therapieformen<br />

ganz bodenständig.“ Im „Weißbier-Yoga-Kurs“,<br />

an dem Markus<br />

selbst teilnimmt, haben sich viele<br />

hiesige Handwerker zusammengefunden,<br />

die hier für ihre tägliche<br />

schwere Arbeit einen Ausgleich<br />

finden. Präventions-Kurse wie die<br />

Rückenschule stehen auf dem Programm.<br />

Gute Erfolge erreicht die<br />

Bioresonanz-Therapie für Allergiker<br />

z.B. bei Heuschnupfen. Manuelle<br />

Therapie, Massage, Fußreflexzonenmassage<br />

oder Lymphdrainage<br />

gehören ebenso zum<br />

Leistungsspektrum. „Mein Beruf<br />

ist Berufung“, da ist sich Markus<br />

sicher. Und wir uns auch. Er<br />

Markus Merklinger<br />

Badstr. 1<br />

83670 Bad Heilbrunn<br />

Tel. (+49) (0)8046 ∙ 1887707<br />

praxis@merklinger-info.de<br />

88


PORTRÄT STOFF-CREATIV<br />

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feine Wollstoffe und Leinen für<br />

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restlichen Welt<br />

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und vieles mehr<br />

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Kreativ in den Herbst<br />

Im Traditionshaus STOFF-CREA-<br />

TIV in Bad Tölz werden ihre Stoffwünsche<br />

wahr. Ob Baumwolle,<br />

Leinen, Viskose, Jersey, Wolle oder<br />

Samt für Mode von Top-Designern<br />

aus aller Welt oder traditionelles<br />

Dirndlgwand – bei STOFF-CREA-<br />

TIV finden unsere Kundinnen alles,<br />

was das Herz begehrt: Sämtliches<br />

Nähzubehör, Gardinen im provenzalischen<br />

Stil und dazu ausgesuchtes<br />

Deko-Material zur schönen<br />

Gestaltung Ihrer Räumlichkeiten.<br />

Unsere langjährigen STOFF-CREA-<br />

TIV-Mitarbeiterinnen stehen Ihnen<br />

mit sachkundigen Ratschlägen gern<br />

zur Seite. Das Motto von Karin<br />

Denzer lautet: „Immer wieder neue<br />

Innovationen einbringen.“<br />

Das STOFF-CREATIV-Team mit<br />

Karin Denzer freuen sich auf Ihr<br />

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Salzstraße 12<br />

83646 Bad Tölz<br />

Tel. 08041 ∙ 79 60 493<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mo.−Fr. 09.00–18.00 Uhr<br />

Sa. 09.00 –13.00 Uhr<br />

Bilder: Wolfgang Kronwitter<br />

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FIAT Autozentrum Isarring<br />

Der neue vollelektrische<br />

Fiat 500<br />

Kult, der Kultur verändert<br />

Text: Fiat Isarzentrum<br />

Bilder: Wolfgang Kronwitter<br />

92


Der neue Fiat 500 – rein elektrisch.<br />

Mehr Platz, noch innovativere<br />

Technologie, ein neuer Stil – aber<br />

immer noch ein Cinquecento. Rein<br />

elektrische Reichweite von bis zu<br />

458 Kilometern in der Stadt (bis<br />

zu 320 km kombiniert), gemessen<br />

nach neuem WLTP-Standard. Und<br />

jetzt sogar Vergleichstest-Sieger.<br />

Der neue Fiat 500 bleibt nicht nur<br />

seinen Wurzeln, sondern auch seinem<br />

ikonischen Stil treu und ist<br />

noch schöner – dank seines neuen,<br />

noch raffinierteren Designs. Das<br />

500 Emblem befindet sich jetzt an<br />

der Frontseite, um die einzigartige<br />

Persönlichkeit des Autos noch mehr<br />

zu unterstreichen. Breiter und länger<br />

als je zuvor, wird er noch mehr<br />

Präsenz auf der Straße zeigen.<br />

Fahrkomfort:<br />

Der neue Fiat begeistert mit leichtfüßigem<br />

Handling und ebenso gutem<br />

Komfort.<br />

Der Elektroantrieb des neuen Fiat<br />

500 hat eine Leistung von 87 kW<br />

(vergleichbar mit 118 PS). Damit<br />

ist eine Beschleunigung aus dem<br />

Stand auf 50 km/h in 3,1 Sekunden<br />

möglich, Tempo 100 wird nach 9,0<br />

Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit<br />

ist auf 150 km/h<br />

begrenzt.<br />

Der neue Fiat 500 stellt drei Fahrstufen<br />

bereit: Normal, Range und<br />

Sherpa.<br />

Im Modus Sherpa ist das gesamte<br />

System daraufhin konfiguriert, die<br />

größtmögliche Reichweite zu erzielen.<br />

Im Modus Normal lässt sich<br />

der neue Fiat 500 beinahe wie ein<br />

herkömmliches Fahrzeug mit Verbrennungsmotor<br />

fahren. Steht der<br />

Fahrprogrammwahlschalter dagegen<br />

auf Range, muss im Prinzip<br />

nur noch das Fahrpedal betätigt<br />

werden. Loslassen des Fahrpedals<br />

löst einen Bremsvorgang aus, ohne<br />

dass dazu das Bremspedal getreten<br />

werden muss.<br />

Ladetechnologie:<br />

Mit einer Ladung von fünf Minuten<br />

den ganzen Tag fahren.<br />

Das Laden des Fiats ist sowohl mit<br />

Gleich- als auch mit Wechselstrom<br />

möglich. Daher kann der 500er<br />

neben den öffentlichen Ladestationen<br />

ebenso zu Hause über eine<br />

Wallbox oder auch über die Haushaltssteckdose<br />

geladen werden.<br />

Die Ladekabel hierzu sind im Lieferumfang<br />

enthalten. Die Anschaffung<br />

einer Wallbox wird zudem<br />

vom Bundesamt für Wirtschaft<br />

und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst.<br />

Um die Ladezeit zu optimieren,<br />

ist der neue Fiat 500 mit einem<br />

Schnellladesystem ausgestattet, das<br />

einen Ladestrom von bis zu 85 kW<br />

ermöglicht. Beim Schnelladen sind<br />

nach nur fünf Minuten Ladezeit die<br />

Batterien weit genug aufgeladen,<br />

um rund 50 Kilometer zu fahren.<br />

In nur 35 Minuten ist die Batterie<br />

zu 80 Prozent aufgeladen. ➳<br />

93


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oder ab<br />

19.990€* (großes Batteriepaket).<br />

Autonomes Fahren Level 2<br />

und Konnektivität<br />

Der neue Fiat 500 ist nicht nur das<br />

erste rein elektrisch angetriebene<br />

Fahrzeug der Marke. Er bringt<br />

auch erstmals Autonomes Fahren<br />

Level 2 ins Segment der Citycars<br />

und damit die entsprechenden Vorteile<br />

in die urbane Mobilität. Zu<br />

den dazu notwendigen Systemen<br />

zählen beispielsweise Kameras, die<br />

den Bereich um Längs- und Querachse<br />

des Fahrzeugs überwachen.<br />

Weitere Ausstattungsmerkmale<br />

sind zum Beispiel der Spurhalteassistent<br />

und Müdigkeitsassistent.<br />

Der Fiat 500 legt hohen Wert auf<br />

Konnektivität. Er kommuniziert<br />

mit seinem Besitzer an Bord und<br />

außerhalb des Fahrzeugs. Möglich<br />

ist beispielsweise die Programmierung<br />

des Navigationssystems<br />

schon vor Antritt der Fahrt. Der<br />

neue Fiat 500 baut eine Verbindung<br />

zum Smartphone des Fahrers<br />

in rund fünf Sekunden auf, zum<br />

Aufladen des Smartphones wird<br />

kein Kabel mehr benötigt.<br />

Vergleichstest-Sieger:<br />

Der neue Fiat 500 ist ein extrem<br />

konkurrenzfähiger Cityflitzer, der<br />

auf Augenhöhe mit den deutschen<br />

Herstellern ist. Er überzeugt mit<br />

einer sehr guten Reichweite, einer<br />

schnellen Ladeleistung mit bis zu<br />

85 kW und muss sich preislich<br />

wirklich nicht verstecken.<br />

Zudem überzeugt er mit seiner<br />

umfangreichen Ausstattung, dem<br />

guten Komfort, feinem Handling<br />

und seiner sehr guten Connectivity.<br />

In beiden Preisen ist bereits<br />

der hinterlegte Rabatt<br />

in Höhe von 9.570,- €<br />

eingerechnet.<br />

Bestehend aus dem Umweltbonus<br />

i.H.v. 3.570,- €<br />

inkl. 19% MwSt. sowie<br />

erhöhtem staatlichen<br />

Umweltbonus i.H.v.<br />

6.000,- € gemäß den Förderrichtlinien<br />

des Bundesministeriums<br />

für Wirtschaft und Energie zum<br />

Absatz von elektrisch betriebenen<br />

Fahrzeugen (BAFA).<br />

Um die Beantragung der Prämien<br />

kümmert sich selbstverständlich<br />

das Autozentrum Isarring.<br />

Der neue 500er Elektro löst unseren<br />

altbekannten 500er Benziner<br />

nicht ab, beide Fahrzeugmodelle<br />

existieren parallel und können<br />

nach wie vor bestellt werden.<br />

94


Mein persönlicher Erfahrungsbericht<br />

Der neue Fiat 500e: Fahrgefühl und mehr<br />

Ich bin endlich zum ersten Mal den<br />

neuen elektrischen Fiat 500 Cabrio<br />

in der Ausstattungsvariante<br />

„la Prima“ gefahren. Hier kommt<br />

meine persönliche Erfahrung und<br />

Einschätzung der Probefahrt mit<br />

weniger technischen Details, mehr<br />

Gesamteindruck und fern von Hersteller-Werbeversprechen.<br />

Das Auto hat mich tatsächlich<br />

schnell überzeugt, denn: Es ist<br />

meiner Meinung nach einfach ein<br />

anderes Fahrzeug und nicht vergleichbar<br />

mit seinen Vorgängern!<br />

Der neue Fiat 500e fühlt sich mehr<br />

wie ein luxuriöses Mittelklasse-Fahrzeug<br />

in Kleinwagen-Größe<br />

an, sowohl im Fahrgefühl als auch<br />

in der Innenausstattung. Das Design<br />

ist besonders, die Linien und<br />

Materialien des Armaturenbretts<br />

nicht 0-8-15. Viele liebevolle Details<br />

tragen zu dem Gefühl bei,<br />

wie zum Beispiel das 500-Logo im<br />

Rücklicht, das Abbild eines alten<br />

500 in der Tür oder die sanfte italienische<br />

Melodie beim Losfahren<br />

statt klassischem Elektro-Sound –<br />

die Melodie hat mich übrigens mit<br />

am meisten begeistert,<br />

obwohl ich damit<br />

gerechnet hatte,<br />

den Sound unnötig<br />

zu finden. Der Fiat<br />

500e fühlt sich innen<br />

zudem deutlich geräumiger<br />

an, obwohl<br />

sich an der Gesamtgröße<br />

nicht sehr viel<br />

verändert hat – der<br />

Flitzer ist nach wie<br />

vor absolut wendig<br />

und flexibel.<br />

Ich kann nur sagen – es lohnt sich!<br />

Ich hätte das Fahrzeug am liebsten<br />

direkt behalten. Ganz viel Spaß<br />

beim Ausprobieren!<br />

Eure Isarwinkler<br />

Testfahrerin<br />

Isarring 5 83661 Lenggries<br />

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Telefon: 08042 2720<br />

Fax: 08042 4923<br />

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Das Autozentrum Isarring freut sich auf Ihren Besuch – vereinbaren<br />

Sie noch heute Ihre unvergessliche Probefahrt!<br />

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VAN CITY Autohaus Geisreiter<br />

Alltags- und Freizeitfahrzeug<br />

Renaut Van City<br />

Text & Bilder: Ahorn-Camp<br />

96


Ahorn Camp hat mit dem Van<br />

City ein alltagstaugliches Freizeit-Fahrzeug<br />

auf Basis des Renault<br />

Trafic entwickelt. Damit rundet<br />

der Camper-Profi sein Angebot<br />

ab und bietet ein Fahrzeug unter 5<br />

Meter an.<br />

Der neue Van City zeichnet sich<br />

besonders durch das integrierte<br />

Schienensystem der 3-er Sitzbank<br />

im Rücksitzbereich aus. Durch eine<br />

schnelle und gezielte Arretierung<br />

in verschiedene Positionen kann<br />

aus dem Sitzbereich mit schnellen<br />

Handgriffen ein Ess- und Wohnbereich<br />

geschaffen werden. Mit<br />

der umklappbaren Sitzbank, die<br />

zu einem zwei Meter langen Bett<br />

ausgeklappt werden kann, verfügt<br />

der Van City inklusive<br />

Aufstelldach über<br />

vier Schlafplätze. Somit<br />

kann der Van City<br />

innerhalb weniger<br />

Minuten vom praktischen<br />

Combi zum<br />

Wohlfühl-Reisemobil<br />

umgebaut werden.<br />

Der Van City fungiert<br />

als praktische<br />

Alltagsfahrzeug und<br />

kann gleichzeitig Partner<br />

für Auszeiten aus<br />

dem Alltag sein. Mit<br />

seinem großem Kompressor<br />

Kühlschrank<br />

punktet der Van City<br />

in Sachen autono- ➳<br />

97


VAN CITY Autohaus Geisreiter<br />

mes Reisen. Viele kleine Verbesserungen,<br />

wie der herausnehmbare<br />

Tisch, ermöglichen eine individuelle<br />

Anpassung an unterschiedliche<br />

Begebenheiten. Bei schlechtem<br />

Wetter bietet der Van City mit seiner<br />

voll ausgestatteten Küche, der<br />

breiten Sitzbank und den drehbaren<br />

Fahrersitzen genug Platz zum Zusammensitzen<br />

und Essen. Bei Sonnenschein<br />

kann der Esstisch leicht<br />

außerhalb genutzt werden, da ein<br />

zusätzliches Tischbein in der Serienausstattung<br />

mitgeliefert wird – so<br />

wird er zum Frühstückstisch mitten<br />

in der Natur.<br />

Der Van City basiert auf dem bewährten<br />

Renault Trafic Chassis und<br />

bietet drei Motorisierungen. Zwei<br />

Motoren-Varianten wahlweise auch<br />

mit Automatik-Getriebe.<br />

98


Autohaus Frimberger<br />

wird zu Autohaus Geisreiter<br />

Seit 1947 entwickelt sich das Unternehmen<br />

ständig weiter.<br />

2017 wurde das große Jubiläum:<br />

„70 Jahren Autohaus Frimberger“<br />

mit dem Markeneintrag gefeiert.<br />

In dem Jahr startete die 2. Generation<br />

der Familie Geisreiter und<br />

wählte bereits die neue Firmierung:<br />

Geisreiter GmbH & Co. KG.<br />

Mit dem Markenwechsel gehen<br />

die beiden Unternehmer Josef und<br />

Martin Geisreiter in der Familiengeschichte<br />

zurück auf das Jahr<br />

1983. Damals startete Josef Geisreiter<br />

Senior mit „Auto Geisreiter“<br />

in die Selbstständigkeit. Fast vier<br />

Jahrzehnte später, geht das Unternehmen<br />

auf den Automobilen-Ursprung<br />

der Familie zurück und setzt<br />

den Familiennamen wieder an die<br />

erste Stelle. Damit unterstreichen<br />

die Unternehmer auch den Qualitätsanspruch<br />

an die eigene Arbeit<br />

und stehen dafür mit dem eigenen<br />

Namen.<br />

Das Autohaus Geisreiter erweitert<br />

in diesem Jahr das Portfolio um die<br />

Marke „Ahorn Camp“ und bietet<br />

künftig auch den Vertrieb, Service<br />

und die Vermietung von Wohnmobilen.<br />

Pünktlich zum Markenwechsel im<br />

Autohaus werden auch die neuen<br />

Logos von Renault und Dacia eingeführt.<br />

Daten zum Unternehmen:<br />

1947 Gründung des Unternehmens<br />

– 2017:<br />

70 Jahre Autohaus<br />

Frimberger ®<br />

1968 Vertrag mit Renault –<br />

2018: 50 Jahre<br />

Renault Frimberger<br />

Entdecken Sie die<br />

VAN-Serie ab 39.990€<br />

1983 Josef Geisreiter sen.<br />

startet mit Auto<br />

Geisreiter in die<br />

Selbständigkeit<br />

1989 Übernahme des Autohauses<br />

von der Familie<br />

Frimberger auf Josef<br />

Geisreiter sen.<br />

2011 Start der E-Mobilität<br />

im Autohaus: 2021<br />

10 Jahre Erfahrung<br />

mit E-Mobilität<br />

2017 Betriebsübergabe an<br />

die Söhne: Josef<br />

und Martin Geisreiter<br />

2017 Start der eigenen<br />

CarSharing-Flotte in<br />

Bad Tölz<br />

2021 Vertrag mit Ahorn<br />

Camp – Wohnmobile<br />

2021 Markenwechsel: Autohaus<br />

Frimberger ® wird<br />

zu Autohaus Geisreiter ®<br />

Entdecken Sie die<br />

VAN-Serie ab 39.990€<br />

Foto: Ahorn Camp<br />

Foto: Ahorn Camp<br />

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im bayerischen Oberland und Tirol tätig.<br />

Mit Fachkompetenz, Zuverlässigkeit und ökologischem<br />

Credo empfehlen wir uns als Unternehmen<br />

in allen Bereichen des Tief-, Straßen- und<br />

Landschaftsbaues sowie der Herstellung von<br />

Baustoffen. Wir bilden unseren Nachwuchs in 5<br />

Ausbildungsberufen aus und erhielten für unsere<br />

beständige Entwicklung den Wirtschaftspreis<br />

des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen.


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PORTRÄT Fuchs baut Gärten<br />

„Fuchs baut Gärten“ wird 60<br />

Die „Füchse“ haben Grund zum Feiern<br />

Im beschaulichen Schlegldorf bei<br />

Lenggries gibt es in diesem Jahr etwas<br />

zu feiern: Vor genau 60 Jahren<br />

hat Nikolaus Fuchs das Unternehmen<br />

„Fuchs baut Gärten“ gegründet.<br />

Heute ist das Familienunternehmen<br />

ein erfolgreicher Betrieb für<br />

Gartengestaltung und Landschaftsbau<br />

auf höchstem Niveau.<br />

Von der Obstbaumpflege bis<br />

zum innovativen Gartendesign<br />

Der ehemalige Forstarbeiter Klaus<br />

Fuchs fand mit seiner Idee, Hausbesitzer<br />

in Sachen Gartengestaltung zu<br />

beraten damals eine echte Marktlücke.<br />

Die Arbeit im Wald wurde dem<br />

dreifachen Familienvater irgendwann<br />

zu gefährlich und deshalb<br />

suchte er beruflich nach Alternativen.<br />

Zunächst gründete er eine kleine<br />

Baumschule, holte Obstbäume<br />

im Ausland, veredelte sie und bot<br />

sie zum Verkauf an. Mit dem beginnenden<br />

Bauboom der 1950er-Jahre<br />

bekam der Obstbaum-Experte<br />

erste Aufträge für Anpflanzungen.<br />

Nach einer Gärtnerlehre machte<br />

er seinen Meister und begann den<br />

Betrieb peu à peu auszubauen. Auf<br />

zahlreichen Lehrgängen bildet er<br />

sich kontinuierlich weiter. Neben<br />

der Obstbaumpflege kristallisierte<br />

sich bald eine weitere Leidenschaft<br />

des Gartenfachmanns heraus: die<br />

Steinbearbeitung. In Südtirol informierte<br />

sich Klaus Fuchs über Terrassen-<br />

und Wegebau mit Natursteinen<br />

– zur damaligen Zeit ein absolutes<br />

Novum in der Region. Als die Büroarbeit<br />

überhandnahm und die<br />

Familie wuchs, stellte er seine erste<br />

Mitarbeiterin ein: Rosmarie Gruber<br />

kümmerte sich fortan um alle<br />

anfallenden Sekretariatsarbeiten<br />

von der Rechnungsstellung bis zur<br />

Buchhaltung. Sie ist dem Betrieb<br />

bis heute treu geblieben. Das Büro<br />

befand sich damals noch im Privathaus<br />

der Familie Fuchs im Lenggrieser<br />

Ortsteil Schlegldorf. Marianne,<br />

treusorgende Ehefrau des ehrgeizigen<br />

Gartenunternehmers hielt ihrem<br />

Mann stets den Rücken frei. Als es<br />

die Familiensituation erlaubte, war<br />

Marianne für den Verkauf in der gemeinsamen<br />

Baumschule zuständig,<br />

eine Aufgabe, die ihr große Freude<br />

bereitete.<br />

Eine Dynastie von Landschaftsgärtnern<br />

Tochter Angelika war es dann, die<br />

das weitere Schicksal der väterlichen<br />

Firma nachhaltig beeinflussen<br />

sollte. Angelika, „Gela“, lernte über<br />

ihren mittlerweile verstorbenen<br />

Bruder Klaus Fuchs ihren späteren<br />

Ehemann Fred kennen. Wie es der<br />

Zufall so wollte, befand sich Fred<br />

102


gerade in der Ausbildung zum Landschaftsgärtner.<br />

Der junge Mann heiratete<br />

in die Fuchs-Dynastie ein und<br />

nahm sogar den Namen seiner Frau<br />

an. „Er war sozusagen ein falscher<br />

Fuchs“, erzählt Balbina lachend.<br />

Mit ihrem eigenen Ehemann war es<br />

übrigens ähnlich. „Mein Mann hat<br />

auch seinen Familiennamen zugunsten<br />

des Namens „Fuchs“ aufgegeben.“<br />

Bilder (3): Barbara Jungwirth<br />

Die vierte Generation „Fuchs“<br />

steht schon in den Startlöchern<br />

Aber zurück in die bewegte Geschichte<br />

des Unternehmens: Als<br />

Balbinas Vater Fred Fuchs in die Firma<br />

einstieg, platzte der Büroraum<br />

im Wohnhaus aus allen Nähten. Allen<br />

Unkenrufen aus dem Umfeld der<br />

Fuchsens zum Trotz entschloss sich<br />

die Familie Anfang der 1990er-Jahre<br />

zum Bau eines Geschäftshauses<br />

direkt neben dem privaten Anwesen.<br />

Nach und nach wuchs die Zahl<br />

der Beschäftigten und auch die<br />

Auftragslage boomte immer mehr.<br />

Um den steigenden Ansprüchen der<br />

Kunden gerecht zu werden, absolvierte<br />

Fred Fuchs eine zusätzliche<br />

Ausbildung zum Gartenbautechniker.<br />

Seine Tochter Balbina Fuchs<br />

hingegen zog es zunächst überhaupt<br />

nicht in den Beruf der Landschaftsgärtnerin.<br />

„Ich bin ja quasi mit dem<br />

ganzen Stress und der Hektik eines<br />

Familienbetriebes aufgewachsen<br />

und wusste, dass das neben Freude<br />

auch ein immenses Arbeitspensum<br />

bedeutet. Das wollte ich erstmal<br />

gar nicht“, gibt die Mutter von drei<br />

Kindern zu. Nach einer Lehre zur<br />

Bankkauffrau sattelte sie dann aber<br />

kurzerhand doch um und holte das<br />

Abitur nach. Anschließend belegte<br />

sie in Weihenstephan bei München<br />

ein zu diesem Zeitpunkt ganz neues<br />

Studium mit dem Schwerpunkt<br />

Landschaftsbaumanagement. Nach<br />

Praktika in Münster und im Allgäu<br />

kehrte Balbina schließlich in<br />

ihr Heimatdorf zurück und stieg<br />

ins elterliche Unternehmen ein. Das<br />

Schicksal wollte es, dass auch sie in<br />

Ludwig Fuchs einen Ehemann fand,<br />

der als Hochbauarchitekt sein Fachwissen<br />

bis heute in das Unternehmen<br />

einbringt.<br />

Und auch die nächste Generation<br />

der „Füchse“ steht schon in den<br />

Startlöchern. Der Berufswunsch<br />

„Gärtner“ belegt bei der achtjährigen<br />

Aurelia den ersten Platz auf der<br />

Wunschliste möglicher Tätigkeiten.<br />

Damit ist eine Fortführung der Erfolgsgeschichte<br />

des Unternehmens<br />

„Fuchs baut Gärten“ erstmal gesichert.<br />

Fuchs baut Gärten GmbH<br />

Schlegldorf 91a<br />

83661 Lenggries<br />

Tel. 08042 · 914540<br />

Fax 08042 · 9145422<br />

info@fuchs-baut-gaerten.de<br />

www.fuchs-baut-gaerten.de<br />

103


ANZEIGE<br />

PORTRÄT Fuchs baut Gärten<br />

Schattige Plätzchen schaffen<br />

Sonne satt? In dieser Gartensaison<br />

bislang weitgehend Fehlanzeige.<br />

Doch irgendwann wird die Wolkendecke<br />

aufreißen – und spätestens<br />

dann wird auch den hartgesottensten<br />

Sonnenanbetern unter<br />

den Gartenbesitzern wieder klar:<br />

Fürs Rundum-Wohlgefühl braucht<br />

der Garten mindestens ein schattiges<br />

Plätzchen. Wie man sich das<br />

schaffen kann und worauf es zu<br />

achten gilt, erklärt Ludwig Fuchs,<br />

Gärtner von Eden aus Lenggries,<br />

ein echter Gartenprofi.<br />

Auch mittags entspannt im Garten<br />

sitzen, ein wenig Kühle und<br />

gedämpftes Licht genießen, wenn<br />

drumherum alles in gleißendes<br />

Sonnenlicht getaucht ist: Ein<br />

Schattenplatz erweitert die Nutzungsmöglichkeiten<br />

eines Gartens<br />

noch einmal beträchtlich. Also<br />

einfach Sonnenschirm aufgespannt<br />

und gut? „Das ist natürlich die einfachste<br />

Art, zeitweilig für Schatten<br />

zu sorgen“, erklärt Ludwig Fuchs.<br />

Der Gartengestalter aus Lenggries<br />

gehört mit seinem Betrieb Fuchs<br />

baut Gärten GmbH zu den Gärtnern<br />

von Eden, einem genossenschaftlichen<br />

Zusammenschluss<br />

von rund 50 Gartengestaltern in<br />

Deutschland und der Schweiz, die<br />

sich wie er auf Planung, Anlage<br />

und Pflege individueller privater<br />

Gärten spezialisiert haben. „Ich<br />

empfehle aber, sich zunächst einmal<br />

die Gegebenheiten vor Ort<br />

sehr intensiv anzuschauen, bevor<br />

man sich für eine bestimmte Art<br />

von Sonnenschutz entscheidet“,<br />

so der Experte. Das heißt zum einen,<br />

zu klären, zu welchen Zeiten<br />

die Sonne wo und wie lange in den<br />

Garten scheint, und zum anderen,<br />

mit den Gartenbesitzern herauszuarbeiten,<br />

wann und wie sie ihren<br />

Garten nutzen. Von beiden Faktoren<br />

ist abhängig, an welcher Stelle,<br />

in welcher Größe und mit welcher<br />

Art von Sonnenschutz ein Schattenplatz<br />

sinnvoll ist.<br />

Vorhandenen Schatten nutzen<br />

„Eine grundlegende Frage lautet<br />

dabei: Will ich einen vorhandenen<br />

Sitzplatz beschatten oder habe ich<br />

vielleicht einen Ort im Garten, der<br />

104


zu bestimmten Zeiten im Schatten<br />

liegt und richte mir dort einen Sitzplatz<br />

ein?“, fasst Gartenprofi Fuchs<br />

zusammen.<br />

Wer einen bereits existierenden<br />

Sitzplatz, etwa die Hauptterrasse<br />

am Haus, beschatten möchte,<br />

kann dies meist mit wenig Aufwand<br />

tun. Das Aufspannen eines<br />

Sonnenschirms oder das Ausrollen<br />

eines Sonnensegels heißt aber auch,<br />

die Sonne einfach auszusperren:<br />

Damit gibt es zwar kein direktes<br />

Sonnenlicht mehr, aber heiß kann<br />

es an Ort und Stelle dennoch werden,<br />

gerade, wenn durch den Sonnenschutz<br />

auch die Luftzirkulation<br />

eingeschränkt wird.<br />

Bäume als natürliche<br />

Schattenspender<br />

Deutlich angenehmer ist das Mikroklima<br />

dort, wo sich der Schatten<br />

ganz natürlich durch die örtlichen<br />

Gegebenheiten einstellt, etwa, weil<br />

die Sonne zeitweilig hinter einem<br />

Nachbarhaus verschwindet oder<br />

gar ein größerer Baum Schatten<br />

spendet. Hier heizt sich die Luft<br />

nicht so schnell auf, und das Laubdach<br />

eines Baumes sorgt außerdem<br />

für Verdunstungskälte. „Deshalb<br />

ist der Schatten unter einem Baum<br />

auch so angenehm und ein Baum<br />

der optimale Schattenspender“,<br />

weiß Ludwig Fuchs aus Erfahrung.<br />

Sein Tipp: „Wenn die Zeiten, zu<br />

denen es solche natürlich beschatteten<br />

Stellen im Garten gibt, zu den<br />

eigenen Nutzungsgewohnheiten<br />

passen, kann es sich lohnen, dort<br />

einen zusätzlichen Sitzplatz anzulegen.“<br />

Unabhängig davon sollte jeder Verweilort<br />

im Garten auch sein eigenes<br />

Beschattungskonzept bekommen.<br />

Der flexibelste unter den Schattenspendern<br />

ist der Sonnenschirm. Er<br />

kann, je nach Ständer, bei Bedarf<br />

einigermaßen problemlos überall<br />

im Garten platziert werden. „Bei<br />

der Anschaffung sollte man unbedingt<br />

auf Qualität setzen“, empfiehlt<br />

Ludwig Fuchs. „Günstige<br />

Modelle sind oft nicht lange stabil.<br />

Auch eine gewisse Größe und Bedienkomfort<br />

sollten bei der Kaufentscheidung<br />

eine Rolle spielen.“<br />

Wichtig ist auch die Farbe: „Die<br />

sollte ins gestalterische Konzept des<br />

Gartens und zu den Gartenmöbeln<br />

passen, damit der Gesamteindruck<br />

harmonisch bliebt“, lautet die<br />

Empfehlung des Profis. Das gilt im<br />

Übrigen für alle textilen Schattenspender,<br />

also auch für Sonnensegel<br />

und Markise. Für beide empfiehlt<br />

der Gartengestalter professionelle<br />

Unterstützung bei Planung und<br />

Einbau. Markisen sind ohnehin<br />

Einzelanfertigungen, und Sonnensegel<br />

sollten mit einer festen Konstruktion<br />

verankert sein, um auch bei<br />

stärkerem Wind sicher zu halten.<br />

Ein eingebauter Windsensor bringt<br />

zusätzliche Sicherheit.<br />

Dann lässt sich das Schattenplätzchen<br />

auch bei auffrischendem Wind<br />

uneingeschränkt genießen. kf<br />

Bilder (2): Fuchs baut Gärten GmbH<br />

105


produziert das Heimspiel des A-Klassen-Aufsteigers<br />

auf Bundesliga-Niveau<br />

und überträgt die Begegnung live in HD.<br />

Die unverschlüsselt ausgestrahlte und<br />

somit frei empfangbare Partie kommentiert<br />

Wolff-Christoph Fuss. Die Analyse<br />

übernehmen prominente Sky-Fußballexperten.<br />

Das Spiel kann man auch im<br />

Livestream mitverfolgen unter www.<br />

spieldeslebens.sky.de.<br />

Die Vereine fiebern ihrem<br />

Mit<br />

Traum<br />

einem<br />

entgegen.<br />

Insektenschutz-Rollo vor<br />

dem Dachfenster bleiben Mücken<br />

Josef Reiter, Trainer vom SC Reichersbeuern<br />

und Wespen<br />

kann es<br />

draußen<br />

kaum fassen:<br />

und<br />

„Das<br />

einem<br />

ist<br />

ungestörten für einen kleinen Schlaf Dorfverein steht wie nichts unseren im<br />

Wege. eine Riesengeschichte. Die außen liegende Die Rivalität Hitzeschutz-Markise<br />

Wackersberg ist groß, sorgt die für Spieler angeneh-<br />

kennen<br />

mit<br />

me Temperaturen<br />

Mei Dahoam<br />

Hitze- und Insektenschutz<br />

Mit drei Tipps entspannt durch<br />

den Sommer im Dachgeschoss<br />

sich und jeder ist heiß auf das ‚Sky Spiel bescheren. Und natürlich freuen sie sich<br />

des Lebens‘. Mal sehen, wer dann die auf das Team von Sky, das bereits einen<br />

Hosen Damit voll hat, die wenn's Temperaturen losgeht.“ im Tag derzimmer vorher anreist, lassen Kameras lichtdurchlässige rund ums<br />

Dachgeschoss auch im Sommer Spielfeld Markisen installiert, Tageslicht Tribünen in aufbaut den Raum, und<br />

Und auch Klaus Heller, Trainer vom SV die Technik für die Reporter und das Expertenteam<br />

bereitstellt.<br />

angenehm bleiben, ist neben einer die Hitze aber weitestgehend draußen.<br />

Zweite wichtige Empfeh-<br />

Wackersberg-Arzbach, ist begeistert:<br />

guten Dämmung des Daches der<br />

„Sensationell, dass unser Derby live bei<br />

Sky Schutz gezeigt der wird Dachfenster und sogar deutschlandweidend.<br />

frei Wichtig empfangbar ist, dass ist. Wir dieser freuen außen uns beginnen. Dachgeschoss: Im heißen Sommer<br />

entschei-<br />

Das<br />

lung<br />

Live-TV-Event<br />

für ein gutes Raumklima<br />

kann<br />

im<br />

riesig, vor dem dass Fenster wir beim liegt ‚Spiel und des Lebens‘ so die sollten die Dachfenster tagsüber<br />

dabei energiereichen sein dürfen. Strahlen Das ist eine der einmalige Sonne Ein möglichst einmaliger geschlossen Event erwartet den bleiben, Zuschauer,<br />

damit die wenn warme die beiden Außenluft Vereine „vor erst<br />

Sache.“ vor dem Auftreffen auf die Scheibe<br />

stoppt. Für das Schlafzimmer<br />

dem<br />

gar nicht<br />

größten<br />

in die<br />

Spiel<br />

Wohnung<br />

ihrer Vereinsgeschichte“<br />

stehen, wie Dr. Rainer Koch, 1.<br />

gelangt.<br />

Der SC Reichersbeuern jedenfalls ist<br />

eignen sich verdunkelnde Velux Ausgiebig gelüftet werden sollte in<br />

vorbereitet. Auf die vielen Fans, die in DFB-Vizepräsident Amateure und Präsident<br />

Tracht<br />

Hitzeschutz-Markisen<br />

und mit Weißbier in<br />

oder<br />

der Hand,<br />

Rollläden.<br />

Spielern Letztere von den punkten Holzbänken mit einer aus (BFV) Abend. versichert. Wer nach dem Lüften nicht<br />

den<br />

des<br />

frühen<br />

Bayerischen<br />

Morgenstunden<br />

Fußball-Verbandes<br />

und am<br />

grölend Hitzereduktion zujubeln, sie von anfeuern bis und zu ihnen 92% auf Mückenjagd gehen möchte, der<br />

und hoffentlich zusätzlichem einen unvergesslichen Lärm- und Einbruchschutz.<br />

Im Arbeits- oder Kin-<br />

ist deshalb, einen<br />

Tag Also, sollte auf vorbeugen. zum nächsten Der dritte Sieg! Tipp<br />

Insektenschutz<br />

Rosatöne wie Einhorn- oder Flamingorosa sind nicht nur was für Mädchen. Bereits leichte Akzente wirken<br />

entspannend und bringen ein Gefühl von Sicherheit mit.<br />

Bei der Wahl der passenden Wandfarben hilft die Alpina Farbkollektion<br />

Farbenfreunde. Sie wurde speziell für das Kinderzimmer entwickelt und<br />

orientiert sich an den Bedürfnissen des Kindes.<br />

106


mit Klettverschluss kurzfristig für<br />

mehr Flexibilität und langfristig<br />

für mehr Haltbarkeit. Das Material<br />

sollte zudem strapazierfähig und<br />

der Blick nach Draußen für einen<br />

Sommer zum Genießen weiterhin<br />

ungestört möglich sein. epr<br />

Fotos: epr/Velux<br />

Beim Frühstück noch schnell die kühle Morgenluft in den Raum lassen,<br />

aber die Hitzeschutz-Markise schon geschlossen haben – so bleibt das<br />

Raumklima im Dachgeschoss angenehm<br />

am Dachfenster anzubringen. Das<br />

Fliegengitter sollte dicht abschließen,<br />

aber keine Herausforderung<br />

für das Öffnen und Schließen des<br />

Fensters darstellen. Hersteller wie<br />

Velux bieten Insektenschutz-Rollos,<br />

die sich einfach ausziehen und<br />

zum „Überwintern“ in eine Kassette<br />

zurückschieben lassen. Das<br />

sorgt im Gegensatz zu Lösungen<br />

Hitzeschutz-Markisen, hier in der<br />

verdunkelnden Ausführung, werden<br />

außen auf dem Fensterflügel<br />

montiert und verhindern so, dass<br />

die energiereichen Sonnenstrahlen<br />

auf die Scheibe treffen<br />

"Alles aus Meisterhand... denn Qualität überzeugt!"<br />

Wir sind Schreiner mit Herz und Leidenschaft<br />

Für unsere Vielseitigkeit, Kreativität und Qualität sind<br />

wir schon seit über zwei Jahrzehnten bekannt.<br />

Unser Leistungsfeld streckt sich über eine große Bandbreite<br />

des Schreinerhandwerks.<br />

Lernen Sie uns kennen!<br />

Schreinerei Joachim<br />

Reintal 5 | D-83677 Reichersbeuern<br />

Tel: 08041 / 799 930 | Fax: 08041 / 799 929<br />

E-Mail: info@schreinerei-joachim.com<br />

www.schreinerei-joachim.com


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PORTRÄT Ofenbauer Josef Waldherr<br />

Leidenschaft für Feuer und Wärme<br />

Der „Feuerraum“ von Josef Waldherr<br />

An einem kalten Wintertag gibt es<br />

fast nichts Behaglicheres als sich von<br />

einem Holz- oder Kaminofen in den<br />

eigenen vier Wänden wärmen zu lassen.<br />

Wer sich den Traum vom Bullerofen<br />

im Wohnzimmer verwirklichen<br />

möchte, findet in Josef Waldherr aus<br />

Wackersberg den richtigen Ansprechpartner.<br />

Der renommierte und kompetente<br />

Ofenbauer berät und unterstützt<br />

seine Kunden seit 2012 bei der Auswahl,<br />

Planung und beim Einbau ihres<br />

persönlichen Wohlfühlofens.<br />

Das Angebot des Ofenbauers erstreckt<br />

sich vom Einbau eines modernen<br />

Grundofens bis zur Instandsetzung<br />

und Reparatur antiker Kachelöfen. Individualität<br />

nimmt dabei einen hohen<br />

Stellenwert ein. Denn jeder Ofen, den<br />

Josef Waldherr zusammen mit seinem<br />

Team konstruiert und anfertigt ist ein<br />

absolutes Einzelstück. Akribisch und<br />

mit viel Liebe zum Detail berät der<br />

Ofenbaumeister seine Kunden von der<br />

Planung über den sachgerechten Einbau<br />

bis zum ersten Anheizen. Harmonisch<br />

abgestimmt auf die Proportionen<br />

und Maße der Räume und die Wünsche<br />

seiner Kunden entstehen auf diese<br />

Weise kreative Designobjekte, die mit<br />

dem jeweiligen Einrichtungsstil perfekt<br />

harmonieren. Seien es moderne, puristische<br />

Öfen mit großen Glaseinsätzen<br />

und Natursteinakzenten oder traditionelle<br />

Kachelöfen im bäuerlichen Stil:<br />

Josef Waldherr und seine drei Mitarbeiter<br />

bemühen sich, die Vorstellungen<br />

und Wünsche ihrer Kunden in die<br />

Realität umzusetzen. Mit einem Holzküchenofen<br />

in traditioneller Optik und<br />

modernster Funktionsweise wird die<br />

Küche zum Lebensmittelpunkt für die<br />

ganze Familie. Ganze Menüs gelingen<br />

wie von Zauberhand und das Ergebnis<br />

steht dem Kocherlebnis auf Gas- und<br />

Elektroöfen in nichts nach.<br />

Schwedenofen oder<br />

Warmluftofen?<br />

Das ist hier die Frage.<br />

Ein weiterer Schwerpunkt des<br />

Handwerksbetriebes liegt auf der<br />

Modernisierung veralteter Heizanlagen.<br />

Gemäß dem Bundesemmissionsschutzverordnung<br />

sollten Öfen<br />

eine hohe Effizienz bei gleichzeitiger<br />

Verringerung der Feinstaubbelastung<br />

garantieren. Der Vorteil für<br />

den Verbraucher liegt nicht nur in<br />

der besseren Heizleistung, sondern<br />

vor allem in der Minimierung des<br />

Brennholzbedarfs. Diese Faktoren<br />

schonen die Umwelt und sorgen für<br />

ein angenehmes Raumklima. Einige<br />

Modelle, die von Josef Waldherr<br />

eingebaut werden, funktionieren<br />

„wassergeführt“. Das bedeutet, die<br />

Wärme wird in Kombination mit der<br />

Leistung einer Solaranlage in einem<br />

108


Pufferspeicher gespeichert und über<br />

eine Fußbodenheizung langsam an<br />

die Wohnräume abgegeben. Für eine<br />

rasche Erwärmung der Wohnräume<br />

dient ein Warmluftofen. Allerdings<br />

wird bei dieser Variante zwar schnell<br />

Wärme abgegeben, der Ofen kühlt<br />

aber auch schnell wieder aus. So<br />

manche Zeitgenossen liebäugeln mit<br />

der Anschaffung eines Schwedenofens.<br />

Die soliden, meist runden Öfen<br />

in Edelstahloptik sind nicht nur ein<br />

gefälliger Hingucker, sondern eignen<br />

sich auch hervorragend als Wärmequelle<br />

in Garten- und Skihütten, kleinen<br />

Wohnungen oder Ferienhäusern.<br />

Knisternde Scheite und<br />

behagliche Wärme<br />

Wem der Blick ins offene Feuer wichtiger<br />

ist als eine zusätzliche Wärmequelle<br />

in der kalten Jahreszeit, sollte<br />

über die Anschaffung eines offenen<br />

Kamins nachdenken. Mit einem heißen<br />

Tee oder einem Glühwein in geselliger<br />

Runde das Spiel der Flammen<br />

zu beobachten, beschert Momente<br />

voller Gemütlichkeit und Entspannung.<br />

bei bestehenden Öfen bietet sich oftmals<br />

auch eine Sanierung oder Reparatur<br />

an, um sie auf den neuesten<br />

Stand der Technik zu bringen.<br />

Als zuverlässiger und kompetenter<br />

Partner in Sachen Ofenbau hat sich<br />

Josef Waldherr mit seinem Betrieb<br />

„Der Feuerraum“ mittlerweile weit<br />

über die Grenzen des Tölzer Landkreises<br />

hinaus einen Namen gemacht.<br />

Sein Einzugsgebiet erstreckt<br />

sich bis nach München, Rosenheim<br />

und Weilheim.<br />

Beim Ofenbaumeisterbetrieb Josef<br />

Waldherr in Wackersberg wird der<br />

Traum vom eigenen Kaminofen Realität:<br />

Zuverlässig, fair und mit viel<br />

Gespür für Flammen und Feuer. kf<br />

Ofenbaumeisterbetrieb<br />

Josef Waldherr<br />

Am Sauersberg 132<br />

83646 Wackersberg<br />

Tel. 0151 ∙ 15429799<br />

info@der-feuerraum.de<br />

www.der-feuerraum.de<br />

109


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PORTRÄT Spenglerei Martin Wasensteiner<br />

Traumberuf Spengler<br />

Die Firma Martin Wasensteiner bietet eine<br />

fundierte Ausbildung mit Zukunft<br />

Das Thema Ausbildung wird bei<br />

der Spenglerei Wasensteiner in Hohenwiesen<br />

bei Lenggries großgeschrieben.<br />

Seit zwölf Jahren bildet<br />

der renommierte Handwerksbetrieb<br />

zeitweise bis zu drei Azubis gleichzeitig<br />

in allen Bereichen des Spenglerhandwerks<br />

aus. „Vor zehn Jahren<br />

haben wir Alois Adlwarth als Lehrling<br />

eingestellt“, erzählt Firmenchef<br />

Martin Wasensteiner. „Alois ist<br />

mittlerweile fester Bestandteil des<br />

Teams und übt seinen Beruf mit großer<br />

Leidenschaft und Engagement<br />

aus und übernimmt immer mehr<br />

Verantwortung.“<br />

In der Werkstatt werden die verschiedenen Materialien für den Gebäudeschutz<br />

gelagert und bearbeitet<br />

Sehr stolz sind der Firmenchef und<br />

sein Team auf Florian Bechteler, der<br />

seine Ausbildung in diesem Jahr mit<br />

Bestnoten abschließen konnte. Der<br />

junge Handwerker verkürzte seine<br />

Lehrzeit sogar um ein halbes Jahr<br />

und wird künftig im Unternehmen<br />

als Geselle tätig sein. Er wird sein<br />

Können den nachfolgenden Azubis<br />

weitergeben.<br />

Mit Michael Bichlmair und Sebastian<br />

Gascha treten im Herbst zwei<br />

neue Schulabgänger ihre Lehrstelle<br />

in dem Lenggrieser Familienbetrieb<br />

an. „Die Ausbildung zum Spengler<br />

ist äußerst vielseitig und abwechslungsreich“,<br />

betont Martin Wasensteiner.<br />

Das Spenglerhandwerk<br />

deckt sämtliche Arbeiten und Maßnahmen<br />

ab, die Gebäuden Schutz<br />

vor Wind, Wetter und Wasser gewähren:<br />

Vom Sockelblech bis zum<br />

112


Blechdach, von Tiefgaragen- und<br />

Balkonabdichtungen bis zur Begrünung.<br />

Die Tätigkeit eines Spengler<br />

reicht vom Keller bis zum Dach.<br />

Martin Wasensteiner: „Es ist einfach<br />

ein vielseitiger Beruf mit großer<br />

Abwechslung.“<br />

Arbeiten, wo andere Urlaub<br />

machen<br />

Die Lehrlinge dürfen bereits ab dem<br />

ersten Tag auf den verschiedenen<br />

Baustellen mitarbeiten und ihren<br />

Beruf von der Pike auf erlernen.<br />

Die Firma Wasensteiner ist auch auf<br />

vielen Almbaustellen vertreten. Die<br />

Arbeit auf teilweise nur mit Hubschrauber<br />

erreichbaren Almen und<br />

Berghütten ist für die ganze Belegschaft<br />

und gerade Berufsanfänger<br />

ein ganz besonderes Erlebnis.<br />

Doch trotz der Vielseitigkeit und<br />

den hervorragenden beruflichen<br />

Möglichkeiten ist die Zahl der Interessenten<br />

gering. „Wir würden auch<br />

gerne mehr Lehrlinge einstellen.<br />

Aber es ist schwierig, Anwärter zu<br />

finden, da es im Handwerk allgemein<br />

immer schwieriger wird, Azubis<br />

zu finden obwohl es sich gezeigt<br />

hat, dass es sehr krisensicher ist“,<br />

bedauert Martin Wasensteiner.<br />

Als Voraussetzung für die dreieinhalbjährige<br />

Lehre sollten die Bewerber<br />

einen Hauptschulabschluss,<br />

aber vor allem Motivation mitbringen.<br />

Von Vorteil sind auch räumliches<br />

Vorstellungsvermögen und mathematisches<br />

Verständnis. Für die<br />

Arbeiten auf Dächern und Balkonen<br />

benötigt man zudem eine gewisse<br />

körperliche Fitness und Schwindelfreiheit.<br />

Ob der Beruf passt, kannst man mit<br />

einem Praktikum herausfinden.<br />

Die Auszubildenden erwartet bei der<br />

Firma Wasensteiner eine familiäre<br />

Bilder (2): Spenglerei Wasensteiner<br />

Die Ausbildung zum Spengler ist vielseitig und abwechslungsreich<br />

Atmosphäre, ein junges, dynamisches<br />

Team sowie die Möglichkeit<br />

den Beruf „Spengler“ in all seinen<br />

Facetten und Möglichkeiten von<br />

Grund auf zu erlernen und zu erleben.<br />

„Eine Tätigkeit, die nicht nur<br />

großen Spaß macht, sondern in der<br />

auch übertariflich honoriert wird<br />

Bilder (2): Wolfgang Kronwitter<br />

und die eine lange Betriebsbindung<br />

garantiert“, bekräftigt der Spenglermeister.<br />

Kurzum: ein moderner, vielseitiger<br />

Beruf mit Zukunft. kf<br />

Komm und werde Spengler!<br />

Hohenwiesen 3 · 83661 Lenggries<br />

Tel. 0 80 42 · 87 25 · info@spenglerei-wasensteiner.de<br />

www.spenglerei-wasensteiner.de<br />

113


Schaufensterln<br />

Viele zauberhafte Wohnaccessoires,<br />

kleine Möbelstücke und<br />

liebevolle Geschenke findet ihr<br />

bei Andrea Happach im Berg<br />

Chalet, Friedeln 17 (direkt an<br />

der Hauptstraße), Jachenau,<br />

Tel. 08043-1036 und im<br />

Onlineshop www.berg-chalet.de<br />

Ab Mitte September öffnet der Hofladen in<br />

Gaißach, Lenggrieser Str. 8<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mo – Fr. 14 – 18 Uhr, Sa. 9 – <strong>16</strong> Uhr<br />

Äpfel und Apfelsaft aus eigenem Anbau in<br />

Gaißach (Sunntratn)<br />

www.apfel-gaissach.de<br />

Die Mountain Boutique ist der<br />

Online-Shop für alle Bergliebhaber.<br />

Entdeckt eure neuen Lieblingsteile<br />

und zeigt eure Leidenschaft für die<br />

Berge. Brotzeitboxen, Stirnbänder,<br />

Bergschmuck und vieles mehr auf<br />

www.mountainboutique.de<br />

114


Mei Dahoam<br />

Für Gaumen und Seele<br />

Mit einem Kamingrill köstliche und stimmungsvolle Momente erleben<br />

Was gehört zu einem schönen<br />

Sommertag? Neben netter Gesellschaft<br />

und erfrischenden Getränken<br />

selbstverständlich köstliches Grillgut.<br />

Was gehört zu einem lauen Sommerabend?<br />

Natürlich Lagerfeueratmosphäre.<br />

Mit Gartengrillkaminen<br />

von Buschbeck sind wir für beides<br />

optimal ausgestattet, denn diese<br />

kombinieren Grillgenuss und wärmespendende<br />

Kaminromantik. Ihre<br />

in der Regel doppelwandige Bauweise<br />

erlaubt es, auf den meisten Modellen<br />

nicht nur mit Holzkohle Wurst zu<br />

brutzeln, sondern sie zudem mit Holz<br />

zu befeuern – und das bei TÜV-garantierter<br />

Sicherheit für die ganze<br />

Familie. Eine über Jahre edle Optik<br />

Dank der doppelwandigen Bauweise kann man auf den Grillkaminen nicht<br />

nur mit Holzkohle grillen, sondern sie auch mit Holzscheiten befeuern<br />

gewährleistet bei fast allen Modellen<br />

eine fertig behandelte Oberfläche.<br />

Die Allround-Feuerplätze werden zu<br />

100 Prozent in Deutschland produziert<br />

und inklusive Montagekleber<br />

sowie hochwertigem Grillrost geliefert.<br />

Zudem ist umfangreiches Zubehör<br />

erhältlich. epr<br />

Mähen von Steilhangflächen,<br />

Nassflächen, Grünland<br />

und Kulturflächen<br />

Rundballenwickelservice<br />

Ausfahren von Grüngut<br />

aus Nassflächen<br />

Georg Buchberger<br />

Amortstraße 21<br />

83646 Wackersberg<br />

0151 65 206 473<br />

115


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PORTRÄT Simon Holzbau<br />

Gesundes Wohnen nach<br />

neuesten ökologischen Standards<br />

Bilder: Simon Haus und Holzbau<br />

Ökologisch, nachhaltig und massiv:<br />

diese drei Attribute zeichnen die<br />

„Lebenshäuser“ der Firma Simon<br />

Haus und Holzbau aus Lenggries<br />

aus. Das renommierte Unternehmen<br />

baut Holzhäuser für Privatpersonen<br />

und Gewerbetreibende.<br />

Im vergangenen Jahr wurde der<br />

Handwerksbetrieb im Lenggrieser<br />

Ortsteil Schlegldorf erneut mit dem<br />

Zertifikat „Baubiologisch empfehlenswert“<br />

für seine Rohbau-Holzbauweisen<br />

vom Institut für Baubiologie<br />

und Nachhaltigkeit (IBN)<br />

ausgezeichnet. Damit ist das Unternehmen<br />

im Bereich Holzhausbau<br />

führend im südlichen Oberbayern.<br />

Leimfreie und metallfreie<br />

Massivholzbauweise<br />

In der firmeneigenen Produktion<br />

entstehen drei verschiedene Wandkonstruktionen<br />

in Holzbauweise:<br />

Beim Holzrahmenbau wird die<br />

Traglast von einem Holzrahmensystem<br />

und den Holzständern aufgenommen.<br />

Die Konstruktion beruht<br />

auf der Verbindung von senkrechten<br />

Holzständern mit horizontalen<br />

Rahmen. Gedämmt wird dabei<br />

ausschließlich mit Holzfasern. Diese<br />

Bauart ermöglicht eine Fülle an kreativen<br />

Gestaltungsmöglichkeiten.<br />

Immer beliebter wird der Holzmassivbau.<br />

Dabei werden die Wandelemente<br />

als Brettschichtholzwand,<br />

aus Brettstapelelementen, als<br />

kreuzverleimte Wand oder mit der<br />

leimfreien Simon Massivwand ausgeführt.<br />

Ganz neu hierbei ist der<br />

vollständige Verzicht auf Holzleim<br />

und Metallelemente. Die einzelnen<br />

Schichten werden stattdessen mit<br />

stabilen Buchenholzdübeln und<br />

1<strong>16</strong>


-nägeln miteinander verbunden.<br />

„Das ist nicht nur ökologisch optimal,<br />

sondern auch sehr stabil“, erklärt<br />

Unternehmenschef Bernhard<br />

Simon. Die Vollholzwände sorgen<br />

für einen hohen Schallschutz und<br />

bilden einen hervorragenden Feuchtigkeitsspeicher,<br />

der den Feuchtigkeitsgehalt<br />

der Raumluft zu jeder<br />

Jahreszeit reguliert. Die dritte Variante<br />

in der Angebotspalette der Firma<br />

Simon ist der Blockbau. Massive<br />

Blockbalken werden aufeinandergeschichtet.<br />

Durch Anordnungen von<br />

Nut und Feder ist die Konstruktion<br />

absolut wind- und wetterdicht. Das<br />

Holzblockhaus überzeugt durch Robustheit<br />

und urige Hüttenromantik.<br />

Nachwachsendes Gebirgsholz<br />

aus heimischen Wäldern<br />

Bei dem Rohstoff Holz legt Bernhard<br />

Simon größten Wert auf Nachhaltigkeit.<br />

Die Komponenten der<br />

einzelnen Wandsystemen bestehen<br />

ausschließlich aus Hölzern wie Tanne<br />

und Fichte aus dem Isarwinkel.<br />

„Ich wähle die Waldplätze jedes<br />

Jahr im Herbst persönlich aus“, so<br />

die Zusage des Zimmerermeisters.<br />

Beim Schlagen in den Wintermonaten<br />

achten die Holzfäller zudem<br />

auf die geeignete Mondphase. Nach<br />

dieser uralten Methode ist das Holz<br />

nachweislich haltbarer. Gebirgsholz<br />

wächst aufgrund der Bodenbeschaffenheit,<br />

dem raueren Klima und der<br />

Meereshöhe außerdem langsamer.<br />

Dadurch wird es feinjähriger – was<br />

an dem Abstand der Jahresringe<br />

erkennbar ist – und damit deutlich<br />

robuster.<br />

Ein Zuhause für die Ewigkeit<br />

„Wenn die Kunden möchten, dann<br />

haben sie auch die Möglichkeit,<br />

genau das Waldstück, aus dem das<br />

Holz für ihr persönliches Haus gewonnen<br />

wird, zu besichtigen“, sagt<br />

Bernhard Simon. Natürlich, nachwachsend<br />

und klimaneutral ist heimisches<br />

Holz, damit das perfekte<br />

Material für die „Lebenshäuser mit<br />

Wohlfühlgarantie“ des Lenggrieser<br />

Betriebes. Selbstverständlich stehen<br />

bei der Planung eines jeden Hauses<br />

die individuellen Wünsche und Bedürfnisse<br />

des Kunden im Vordergrund.<br />

Alle Häuser der Firma Simon<br />

werden nach einem ganzheitlichen<br />

Gesundheitskonzept und unter<br />

Berücksichtigung verschiedenster<br />

baubiologischer Aspekte konzipiert<br />

und errichtet. Feuchtigkeitsarm,<br />

wohlriechend, frei von Elektrosmog<br />

und Schimmelpilzen und mit einer<br />

natürlichen Wärmedämmung ausgestattet,<br />

sind die „Lebenshäuser“<br />

der Firma Simon ein Zuhause für<br />

die Ewigkeit. kf<br />

Simon Haus und Holzbau GmbH<br />

Schlegldorf 67<br />

83661 Lenggries<br />

Tel. 08042 · 9780-0<br />

Fax 08042 · 9780-10<br />

info@simon-holzbau.de<br />

www.simon-holzbau.de<br />

117


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GASTRO im Isarwinkel<br />

Einkehrtipps<br />

Das Tölzer Land bietet eine<br />

Vielzahl an Möglichkeiten,<br />

sich kulinarisch verwöhnen zu<br />

lassen. Die Auswahl ist groß.<br />

Je nach Gusto und Budget hat<br />

man die Wahl zwischen bayrischen<br />

Schmankerln, mediterraner<br />

oder Gourmetküche.<br />

Der Isarwinkel bietet mit seinen<br />

zahlreichen Freizeitmöglichkeiten viele<br />

Möglichkeiten, um zu<br />

genießen, abzuschalten und<br />

Kraft zu tanken.<br />

Guten Appetit!<br />

Essen*Trinken*Feiern*Genießen<br />

Familie Steingruber<br />

Landgasthof Fischbach<br />

Fischbach 48<br />

83646 Wackersberg<br />

Tel.: 0 80 41 / 48 17<br />

www.gasthaus-fischbach.de


Neue<br />

Ladestation<br />

Seit Ende 2019 wurde ein Teilstück des "Jachenauer<br />

Radlweg"fertiggstellt. Ab sofort steht den Radfahrern<br />

mit E-Bike / Pedelec eine Ladestation beim<br />

Cafe Dannerer zur Verfügung. Während das Radl<br />

geladen wird kann man sich hier entspannt auf die<br />

schöne Terrasse sitzen und dabei die hausgemachten<br />

Schmankerl vom Cafe genießen.<br />

Ab sofort bei uns:<br />

LADESTATION<br />

Das Café „Beim Dannerer“ bietet<br />

alles was Familien & Radlfahrer<br />

erfreuen, selbstgemachte Kuchen<br />

und Torten, Kaffeespezialitäten bis<br />

hin zu Wurstsalat und Hittnsupp’n.<br />

Bei schönem Wetter lädt die sonnige<br />

Terrasse zum Verweilen ein und<br />

der riesige Kinderspielplatz lässt<br />

Kinderherzen höher schlagen.<br />

Beim Dannerer<br />

Kaffä · Kuacha · Brotzeitn<br />

Tannern 32 ½<br />

83676 Jachenau<br />

Tel. 08043/918889<br />

Öffnungszeiten:<br />

Sommersaison bis 31.10.21<br />

Freitag bis Sonntag 13 - 18 Uhr


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Guten Appetit im<br />

Vorspeisen<br />

…………………………………………………………………<br />

Tessiner Käsesuppe<br />

mit gerösteten Schwarzbrot-Croutons und<br />

frisch gehobeltem Parmesan 5,00 €<br />

Kräftige Tafelspitzbouillon<br />

mit hausgemachten Pfannkuchenstreifen<br />

und Schnittlauch 4,00 €<br />

Obatzda<br />

drei Kugeln mit roten Zwiebeln, a Brez’n und a Scheibe<br />

hausgemachtes Dinkelbrot 7,00 €<br />

Bayerischer Wurstsalat<br />

von Regensburger Stadtwurst mit Essiggurken,<br />

roten Zwiebeln und hausgemachtem Brot 7,00 €<br />

Schweizer Wurstsalat<br />

von Regensburger Stadtwurst und Käse mit Essiggurke,<br />

Zwiebeln und Bauernbrot 8,00 €<br />

Die fleißige Sennerin<br />

fein aufgeschnittener kalter Braten mit frischem Kren,<br />

Essiggurkerl und hausgemachtem Brot 7,00 €<br />

Vegetarische Geschichten<br />

…………………………………………………………………<br />

Bayerisch Veggie<br />

herzhaftes Grillgemüse mit gebratener Ofenkartoffel,<br />

hausgemachter Kräuter Sour Creme und<br />

Mozzarellastick 12,00 €<br />

Rahmschwammerl<br />

hausgemachter Semmelknödel und Reiberdatschi<br />

auf Rahmschwammerl mit Rucola, Parmesanfetzen<br />

und gegrillten Cocktailtomaten 12,00 €<br />

Vegetario<br />

zwei hausgemachte Gemüse-Kartoffelbratlinge<br />

auf Champignonrahmsoße und reichhaltigem<br />

Salatbukett 12,00 €<br />

Der Arzbacher Hof Salat<br />

frische gemischte Salate der Saison<br />

mit Rind | mit Garnelen 12,00 | 14,00 €<br />

Frisches, herzhaftes<br />

Grillgemüse 5,00 €<br />

MICHAELA UND THOMAS LINKE · ALPENBADSTR. 20 · 83646 WACKERSBERG-ARZBACH<br />

www.arzbacherhof.de · info@arzbacherhof.de · Telefon: 0 80 42 - 8408


Aus der Pfanne<br />

………………………………………………<br />

Schweineschnitzel Wiener Art<br />

zwei Stück aus der Lende geschnitten,<br />

paniert und goldbraun gebacken<br />

mit Pommes frites und buntem<br />

Salatteller<br />

Schweinefilet-Teller<br />

drei zarte Schweinefilets vom Grill auf feiner<br />

Champignonrahmsoße mit hausgemachten<br />

Butterspätzle und Salat 14,00 €<br />

Wilde Kräuterliebe<br />

Medaillons vom Filet in einer Kräuterkruste mit feiner<br />

Cognacrahmsoße, Rösti-Duett und<br />

Grillgemüse-Garnitur 15,00 €<br />

Zigeunerspieß<br />

Schweinefilets am Spieß gegrillt in hausgemachter,<br />

pikanter Soße, serviert mit Pommes frites und<br />

buntem Salatteller 14,00 €<br />

Das Cordon bleu<br />

aus der zarten Schweinelende, gefüllt mit<br />

Delikatess-Hinterschinken und Tölzer Butterkäse,<br />

paniert und goldbraun gebacken, dazu Pommes<br />

und knackiger Salatteller 14,00 €<br />

12,00 €<br />

Fisch<br />

…………………………………………………………………<br />

Der Fischgrillteller<br />

Zanderfilet und Lachsfilet in zerlassener Butter gebraten,<br />

mit Riesengarnele auf buntem Grillgemüse,<br />

serviert mit Hausmacherröster 17,00 €<br />

Fischermanns Bestes<br />

Kombination aus Räucherlachs & gebratenem Lachsfilet vom<br />

Grill auf Reiberdatschi mit frischem Kren, dazu<br />

Tomaten-Rucolasalat mit hausgemachtem Balsamico<br />

Dressing im Weckglas <strong>16</strong>,00 €<br />

Steaks<br />

…………………………………………………<br />

Lady-Steak<br />

140 g Rinderfilet und Riesengarnele mit<br />

hausg. Kräuterbutter, an Haufen mit<br />

Rucolasalat, Hausdressing im Weckglasl<br />

Kirschtomaten und Parmesansplitter <strong>16</strong>,00 €<br />

Knoblauchsteak<br />

200 g aus der Rinderlende in frischem Knoblauchjus, dazu<br />

Pommes frites und bunter, knackiger Salatteller <strong>16</strong>,00 €<br />

Rinderfilet-Tournedos<br />

zwei Rinderfilets, medium gegrillt, mit krossem Bacon<br />

auf feiner Pfefferrahmsoße, serviert mit original<br />

Hausmacherrösti 21,00 €<br />

Pfefferlendchen<br />

zwei zarte Rinderlendchen in feiner Pfefferrahmsoße,<br />

serviert mit Hausmacherrösti und Grilltomaten 15,00 €<br />

Zwiebelrostbraten<br />

200 g Rinderlende in feinem Bratenjus, dazu Pommes frites,<br />

frische Röstzwiebeln und Salat 17,00 €<br />

Glück vom Land im Pfandl serviert<br />

Ochsenfilet- und Schweinefiletspitzen in feiner Cognacrahmsoße<br />

mit Kräuterbutter, dazu hausg. Butterspätzle <strong>16</strong>,00 €<br />

So is(s)t Bayern<br />

…………………………………………………………………<br />

1/2 resche Bauernente<br />

in feinem Orangensoßerl, serviert mit Kartoffelknödel<br />

und frischem Ismaninger Apfelblaukraut 15,00 €<br />

Ofenfrische, knusprige Schweinshax<br />

in Salvator-Dunkelbiersoße, dazu hausgemachter<br />

Kartoffelsalat 12,00 €<br />

Das Bayern-Schmankerl<br />

1/4 Ente, a Scheibn Schweinsbraten und a Schweinefilet,<br />

dazu hausgemachte Semmel- und Kartoffelknödel<br />

und frisches Ismaninger Apfelblaukraut <strong>16</strong>,00 €<br />

Ofenfrischer Schweinsbraten<br />

in Paulaner Dunkelbiersoße mit Kartoffelknöde<br />

und Krautsalat 11,00 €<br />

Arzbacher Hof Gröstl<br />

mit gerösteten Kartoffeln, Knödelscheiben, Bratenfleisch,<br />

dazu Spiegelei und Krautsalat 8,00 €


PORTRÄT Kräuterwerkstatt Natur & Kräuter<br />

Natur & Kräuter<br />

Shirin Völkl<br />

Text: Michaela Linke Bilder: Shirin Völkl<br />

Bilder: Shirin Völkl<br />

Genussmomente aus der Natur für klein und groß<br />

Besonders der Isarwinkel ist reich<br />

an heimischen Heilkräutern und<br />

Pflanzen. Shirin Völkl hat 20<strong>16</strong><br />

ihre Leidenschaft für die heimische<br />

Natur zum Beruf gemacht und sich<br />

als zertifizierte Kräuterpädagogin<br />

ausbilden lassen. Zudem ist sie seit<br />

2018 freie Bildungsreferentin bei der<br />

Energiewende Oberland, da es ihr<br />

sehr am Herzen liegt die Natur um<br />

uns herum nicht nur bewusst wahrzunehmen,<br />

sondern auch achtsam<br />

mit ihr umzugehen und nachhaltig<br />

aus diesem Reichtum zu schöpfen.<br />

Shirin ist überzeugt, die Vielfalt und<br />

Geheimnissen unserer Natur befinden<br />

sich direkt vor unserer Haustür.<br />

Ihr liebevoll eingerichtetes Kräuterstüberl<br />

ist gleichzeitig eine Kräuterwerkstatt<br />

bei der gesammelte<br />

Wildkräuter in feine Köstlichkeiten<br />

verarbeitet oder Öl, Essig oder Tinkturen<br />

angesetzt werden. Zudem veranstaltet<br />

Shirin regelmäßig Kräuterwanderungen,<br />

Gartenführungen<br />

oder Workshops. Auch das Wilde<br />

Frühstück, das einmal monatlich<br />

stattfindet, ist ein echter Tipp von<br />

<strong>d’Isarwinkler</strong>. In einer gemütlichen<br />

Runde werden hier in einem Miniworkshop<br />

altbekannte „Unkräuter“<br />

noch einmal neu entdeckt und<br />

in wahre Delikatessen verwandelt.<br />

Auch für neugierige Naturkinder<br />

die gerne Geburtstag feiern möchten<br />

oder das Ferienangebot „Wilde<br />

Ferien“ nützen möchten, ist es eine<br />

wunderbare Möglichkeit viel Spaß<br />

zu haben und gleichzeitig unsere<br />

Heimat von einer ganz neuen Seite<br />

kennen zu lernen. ml<br />

Natur & Kräuter<br />

Shirin Völkl<br />

Hauptstraße 10<br />

83646 Wackersberg<br />

Tel. 0175 ∙ 54 64 733<br />

info@naturundkraeuter.de<br />

www.naturundkraeuter.de<br />

126


Wildkräuterstrudel<br />

oder Schneckerl<br />

Das Sommerrezept von Shirin Völkl<br />

von ihrer Kräuterwerkstatt Natur & Kräuter<br />

• 50g oder 2 Hände voll Wildkräuter:<br />

Brennnessel, Giersch, Löwenzahn,<br />

Labkraut, Knoblauchrauke,<br />

Schafgarbe, Bärlauch, je nach<br />

Saison und Garten ; )<br />

• 2 Becher Sauerrahm, oder Cremefreche,<br />

oder körniger Frischkäse,<br />

oder gemischt<br />

• 1 Pk Feta/ oder 150g geriebener<br />

Bergkäse<br />

• 1-2 Knoblauchzehen optional<br />

• 1 Blätterteigrolle<br />

• Salz, Pfeffer<br />

Kräuter waschen und klein schneiden,<br />

mit Sauerrahm und den gehackten<br />

Knoblauch vermischen. Feta klein<br />

bröseln, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.<br />

Blätterteig ausrollen und<br />

die Kräutermasse gleichmäßig verteilen,<br />

einrollen und ca. 20-25 Min.<br />

bei 200C goldgelb backen. Optional<br />

kann man den Feta mit einem würzigen<br />

Käse ersetzen. Als Fingerfood<br />

auf Partys auch beliebt: die Rolle in<br />

ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden<br />

und diese als Kräuterschnecken im<br />

Backofen ca. 12 Min backen bei 220<br />

Grad C<br />

Ober und<br />

Unterhitze.<br />

Das Rezept kann<br />

je nach Vorlieben, Saison<br />

und Geschmack verändert werden.<br />

Fein ist auch auf mediterrane Art,<br />

mit Oregano, Thymian und Mozzarella.<br />

Schmeckt kalt und warm gut, dazu<br />

gibt es einen Salat.<br />

Viel Spaß und lasst´s<br />

Euch schmecken!<br />

FREITAGS:<br />

ab 17:00 Uhr<br />

bei schönem Wetter<br />

Steckerlfisch vom<br />

Holzkohlegrill<br />

Der Gasthof mit<br />

über 250 Jahren Tradition,<br />

dem wahrscheinlich schönsten<br />

Biergarten im Isarwinkel,<br />

historischem Saal, gemütlicher Stube<br />

und bärigem Kinderspielplatz.<br />

Öffnungszeiten:<br />

Freitag bis Dienstag<br />

von 11:00 – 22:00 Uhr<br />

DIENSTAGS:<br />

ganztägig Schnitzeltag<br />

Katharina & Konrad Goldner<br />

Dorfstr. 1 – 83646 Wackersberg<br />

Tel. 080 41/48 12<br />

info@altwirt-wackersberg.de<br />

www.altwirt-wackersberg.de<br />

Ruhetag Mittwoch und Donnerstag<br />

(außer Feiertags)<br />

127


PORTRÄT Schweizer Wirtin<br />

40 Schweizer Kühe und ein Gasthof<br />

Feinste Kulinarik bei der „Schweizer Wirtin“<br />

Bilder: Wolfgang Kronwitter<br />

Tradition trifft auf Kulinarik: Der Gasthof „Schweizer Wirtin“ besteht seit fast vier Jahrhunderten<br />

Der renommierte Gasthof „Schweizer<br />

Wirtin“ in Schlegldorf kann auf<br />

eine lange Tradition zurückblicken.<br />

Seit <strong>16</strong>32 werden in dem urigen<br />

Gasthaus hungrige und durstige Einkehrende<br />

bewirtet. Seinen Namen<br />

verdankt er übrigens 40 Schweizer<br />

Kühen, die während des Dreißigjährigen<br />

Krieges von den Schweden<br />

gestohlen und von mutigen Tölzer<br />

Bauern zurückerobert wurden. So<br />

erzählt es eine Legende.<br />

Seit 1983 führt Barbara Hipp den<br />

gastronomischen Betrieb mit viel<br />

Herzblut und Engagement. Auf der<br />

Karte stehen oberbayerische und<br />

österreichische Schmankerl, ausgesuchte<br />

Weine aus internationalen<br />

Anbaugebieten und erfrischendes<br />

Bier der Schlossbrauerei Kaltenberg.<br />

Die Zutaten für die schmackhaften<br />

und mit viel Liebe und Kreativität<br />

angerichteten Speisen bezieht die<br />

„Schweizer Wirtin“ größtenteils aus<br />

regionalen bäuerlichen Betrieben.<br />

Qualität und Frische stehen für die<br />

Gastronomin an erster Stelle.<br />

Traditionell bayerische Küche<br />

in historischem Flair<br />

Der Innenraum des historischen<br />

Gasthauses besticht durch sein rustikales<br />

Ambiente. In den verschiedenen<br />

Räumen finden rund 80 bis<br />

100 Personen Platz. Die Wände der<br />

Gaststube schmücken Kunstwerke<br />

der Malerin Getrude Seitz. Ihre<br />

Studien- und Arbeitsreisen spiegeln<br />

sich in den ausdrucksvollen Ölgemälden<br />

wider, die das Interieur des<br />

Raumes stilvoll ergänzen. Im Sommer<br />

lockt ein Platzerl im schattigen<br />

Biergarten unter den alten Kastanien<br />

und Linden sowie auf der blumengeschmückten<br />

Sonnenterrasse.<br />

Von hier aus lassen sich nicht nur<br />

mittags und abends das gute Essen<br />

und das süffige Bier, sondern auch<br />

der Blick in die malerische Landschaft<br />

genießen. Wer eine Feier-<br />

128


lichkeit wie eine Hochzeit,<br />

einen Geburtstag oder ein<br />

Jubiläum plant, findet im<br />

Gasthof „Schweizer Wirtin“<br />

mit Sicherheit den passenden<br />

Rahmen. Barbara<br />

Hipp berät ihre Gäste gerne<br />

und unterbreitet passende<br />

Menüvorschläge.<br />

Damals wie heute ist der<br />

Gasthof „Schweizer Wirtin“<br />

ein Ort ausgezeichneter Kulinarik<br />

und gemütlicher Geselligkeit.<br />

Barbara Hipp und<br />

ihr Team freuen sich auf ihre<br />

Gäste! kf<br />

Geöffnet ist das Lokal von<br />

Mittwoch bis Sonntag durchgehend<br />

ab 11.30 Uhr. Warme Speisen sind<br />

von 11.30 bis 14.00 Uhr sowie von<br />

17.30 bis 21.30 Uhr erhältlich.<br />

Montag und Dienstag sind<br />

Ruhetage.<br />

Schweizer Wirtin<br />

Barbara Hipp<br />

Schlegldorf 83<br />

D-83661 Lenggries<br />

Tel. 08042 / 89 02<br />

Fax 08042 / 34 83<br />

Mail: info@schweizer-wirt.de<br />

www.schweizer-wirt.de<br />

129


ANZEIGE<br />

MOUNTAIN<br />

BEACH CLUB<br />

Ob im Liegestuhl oder<br />

Strandkorb, einen frischgemixten<br />

Cocktail in<br />

der Hand und die Füße<br />

im Sand vergraben mit<br />

Blick aufs Brauneck – so<br />

etwas gibt es nur in der<br />

Alten Mulistation.<br />

Hier findet man Strand<br />

und Bergblick in einem,<br />

ob als Einheimischer<br />

oder Urlauber des Isarwinkels,<br />

der Mountain<br />

Beach lädt zum verweilen<br />

ein.<br />

SOULFOOD<br />

In der Alten Mulistation<br />

gibt es die heiss<br />

begehrte Pizza aus<br />

dem Steinofen, verschiedene<br />

Pastagerichte<br />

und Salate – alle mit<br />

ganz viel Amore zubereitet.<br />

Einen großen Anklang<br />

findet die große Auswahl<br />

an Cocktails, vom<br />

Caipirinha bishin zum<br />

Pina Cola ist alles geboten.<br />

FEIERLICHKEITEN<br />

Die Räumlichkeiten der<br />

Alten Mulistation bieten<br />

viel Entfaltungsmöglichkeiten<br />

für jegliche Form<br />

von Feierlichkeiten bis<br />

80 Personen. Exklusiv<br />

können hier Geburtstage,<br />

Hochzeiten oder<br />

Teamevents ganz individuell<br />

geplant werden.<br />

Ein Aperitif mit Strandfeeling<br />

oder ein individuelles<br />

Menü auf der<br />

Sonnenterasse, hier werden<br />

Vorstellungen in Taten<br />

umgesetzt.


„Uns ist es wichtig, jedem Gast hier eine<br />

ganz besondere Auszeit vom Alltag zu<br />

gestalten. Es ist einfach schön, in die entspannten<br />

und glücklichen Gesichter der<br />

Gäste zu sehen, während diese ihre Pizza<br />

oder den Lieblingscocktail bei uns genießen“,<br />

freut sich Jule Drüeke, Wirtin der<br />

Alten Mulistation.<br />

FACTS<br />

Geöffnet Freitags – Sonntags<br />

Sowie an Feiertagen<br />

14:00 – 0:00 Uhr<br />

Sandstrand mit Liegestühlen<br />

Überdachter Außenbereich<br />

Sonnenterrasse<br />

Veranstaltungen bis 80 Personen<br />

Nach dem Motto - alles ist möglich<br />

Alte Mulistation<br />

Jule Drüeke<br />

Gilgenhöfe 29a<br />

83661 Lenggries<br />

jule@events-mulistation.de<br />

08042 | 5039694<br />

0176 | 23760138


REZEPT<br />

„Hausgemachtes Trutscherl“<br />

Bilder: Christine Strauß, Tetiana Tychynska/Freepik<br />

ZUTATEN:<br />

• 500 g Erdbeeren<br />

• 80 g Zucker<br />

• 200 ml Wodka<br />

• 200 ml Wasser<br />

• 1 Zitrone<br />

ZUBEREITUNG:<br />

Als Erstes die Erdbeeren pürieren.<br />

Danach den Zucker in das Wasser<br />

rühren, aufkochen lassen und<br />

wenn der Zucker ganz gelöst ist,<br />

erkalten lassen.<br />

Jetzt gibt man den Zuckersirup,<br />

Zitronensaft und Wodka zu den<br />

pürierten Erdbeeren und verrührt<br />

alles miteinander.<br />

Nun füllen wir den Erdbeerlimes in<br />

schöne Gläser und geben eine Kugel<br />

Vanilleeis mit rein.<br />

Guten Appetit wünscht euch<br />

die Wirtin Elke von<br />

der Ratsstube Lenggries<br />

Bei schönem Wetter lädt unser<br />

lauschiger Biergarten<br />

sowie unsere Freiluftgaststube<br />

zum Verweilen ein<br />

Geöffnet täglich von 11 bis 14 Uhr und<br />

17 bis 22 Uhr; nur am Mittwoch ist Ruhetag<br />

Elke Ullmann und Ron Hinz<br />

Marktstr. 8, 83661 Lenggries<br />

Tel. 08042-3466<br />

www.ratsstube-lenggries.de


VERANSTALTUNGEN<br />

Aufgrund der aktuellen Situation sind noch immer viele<br />

geplante Veranstaltungen im Isarwinkel unsicher. Wir<br />

haben uns deswegen dafür entschieden, keine einzelnen<br />

Termine zu veröffentlichen, sondern euch die wichtigsten<br />

Anlaufstellen für Theater, Kabarett und Musikveranstaltungen<br />

jeglicher Art auf dieser Seite aufzulisten.<br />

Bitte informiert euch direkt auf der Webseite der<br />

einzelnen Gemeinden oder aber direkt per Telefon.<br />

Referat für Tourismus<br />

und Kultur<br />

Touristinfo in Bad Tölz<br />

www.bad-toelz.de<br />

Tel. 08041 ∙ 78670<br />

BEATE<br />

KRAFT<br />

Dipl.Ing.(FH)<br />

Innenarchitektur<br />

Touristinfo Lenggries<br />

www.lenggries.de<br />

Tel. 08042 ∙ 5008-817<br />

Gemeinde Bad Heilbrunn<br />

www.bad-heilbrunn.de<br />

Tel. 08046 ∙ 323<br />

Kloster Benediktbeuern<br />

www.klosterbenediktbeuern.de<br />

Tel. 08857 ∙ 88-0<br />

RAUMAUSSTATTUNG INNENARCHITEKTUR<br />

Mehr denn je brauchen wir<br />

jetzt ein funktionsfähiges<br />

und gemütliches Zuhause.<br />

Ich helfe Ihnen dabei.<br />

Ihre Beate Kraft<br />

KleinKunst & Kultur<br />

www.kkk-lenggries.de<br />

Tel. 08042 · 9727990<br />

Tölzer Marionettentheater<br />

www.marionetten-toelz.de<br />

Tel. 08041 ∙ 74176<br />

Kulturverein Dietramszell<br />

www.kulturverein-dietramszell.de<br />

Tel. 08176 ∙ 7319<br />

VORHANGSTOFFE<br />

UND STANGEN<br />

NÄH- UND MONTAGESERVICE<br />

POLSTERARBEITEN<br />

TEPPICH UND DESIGNBÖDEN<br />

TISCH- UND BETTWÄSCHE<br />

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133


WAS WAR LOS GipfelBiker<br />

Neu in Lenggries<br />

Vom 01. bis 03. Juli feierte die Firma „GipfelBiker“<br />

aus Lenggries ihre Neueröffnung. Viele Fahrradbegeisterte<br />

fanden den Weg dorthin, ließen sich den<br />

modernen Bikestore mit den neuesten Modellen nicht<br />

entgehen und wurden durch den Hendlwagen sowie<br />

das Catering der Metzgerei Weber kulinarisch bestens<br />

versorgt.<br />

Die Eröffnung war ein voller Erfolg und wir wünschen<br />

Aylin Ehliz mit ihrem Team für die Zukunft<br />

viel Erfolg! cs<br />

134


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Marathon-Mountainbiking<br />

WAS WAR LOS<br />

Der Europameister kommt aus Lenggries<br />

Bild: Sportograf.com<br />

Die Gemeinde Lenggries hat einen<br />

Grund zum Jubeln: Der 29-jährige<br />

Andreas Seewald ist frischgebackener<br />

Europameister im Marathon-<br />

Mountainbiking. Beim „Reidevolenard“<br />

im schweizerischen Wallis holte<br />

er sich den Meistertitel mit fast vier<br />

Minuten Vorsprung vor seinen Kontrahenten.<br />

Dabei sah es im Verlauf<br />

des Rennens, an dem die Elite des<br />

europäischen Mountainbike-Sports<br />

teilnahm, zunächst nicht nach einem<br />

Sieg für den Lenggrieser Bike-Profi<br />

aus. „Ich musste ein paar Unsicherheiten<br />

sowie zwei leichte Stürze überwinden“,<br />

gibt der Athlet zu. Doch<br />

beim letzten langen Anstieg vor dem<br />

Ziel mobilisierte er seine letzten<br />

Kräfte und hängte nach und nach seine<br />

Gegner ab. Zu guter Letzt ließ er<br />

auch die Medaillen-Gewinner Samuelle<br />

Porro und seinen Teamkollegen<br />

Martin Stošek hinter sich und überquerte<br />

nach 78 Kilometern und 3900<br />

Höhenmetern nach 4:02:50 Stunden<br />

die Ziellinie.<br />

Die Weltmeisterschaft fest<br />

im Blick<br />

Für den ambitionierten Mountainbiker<br />

aus dem Flößerdorf ist das neben<br />

dem vorangegangenen Sieg bei<br />

den „Hero Dolomites“ der bislang<br />

größte Erfolg seiner Karriere. Doch<br />

der junge Sportler ist weit davon entfernt<br />

sich jetzt auf seinen Lorbeeren<br />

auszuruhen. Schließlich lockt im<br />

Oktober eine neue sportliche Herausforderung:<br />

die Weltmeisterschaft<br />

Bild: Michele Mondini<br />

Andreas Seewald (Mitte) mit<br />

Samuele Porro (links) und Teamkollegen<br />

Martin Stošek<br />

der Marathon-Mountainbiker auf<br />

der italienischen Insel Elba. „Ich<br />

hoffe, dass es da noch einen weiteren<br />

Höhepunkt für mich gibt“, sagt der<br />

Radprofi. Die Gemeinde Lenggries<br />

und die „Isarwinkler Radsportfreunde“<br />

versprechen in diesem Fall einen<br />

glanzvollen Festakt zu Ehren ihres<br />

erfolgreichen Gemeindebürgers. cs<br />

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Brot & Torte<br />

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Foto Bettina Krinner<br />

Gipfelbiker<br />

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Herausgeber:<br />

CS Medienberatung + Verlag, Christine Strauß,<br />

Sperberstraße 8a, 83661 Lenggries,<br />

info@disarwinkler.de, Tel. 0173 · 9728744, www.disarwinkler.de<br />

Gestaltung:<br />

Claudia Wendt, www.wendtpunkt.de,<br />

presentja Mediengestaltung Nicole Müntsch, presentja@web.de<br />

Titelfoto:<br />

Wolfgang Kronwitter, Auweg 3a, 83661 Lenggries,<br />

Tel. 0151 · 24044883, www.windkinder.com<br />

Illustration:<br />

Gaby Bürsch, Valley<br />

Redaktion:<br />

Michaela Probst (mp), Katharina Fitz (kf), Birgit Bondarenko (bb),<br />

Ines Gokus (gk), Christine Strauß (cs), Agnes Müller (am),<br />

Martina Geisberger (mg)<br />

Projektleitung:<br />

Christine Strauß<br />

Anzeigen:<br />

Christine Strauß, info@disarwinkler.de, Tel. 0173 · 9728744<br />

Fotos:<br />

Wolfgang Kronwitter, Michaela Probst, Christine Strauß, Agnes Müller,<br />

Martina Geisberger, Matthäus Krinner, Ines Gokus, Werner Beier,<br />

Monika Köglsperger, Hartmut Pöstges, Mathias Schunk, Kulzer Güni,<br />

Tölzer Stadtarchiv, Kulzer Güni, Antonia Leitner, Sigrid Hofstetter,<br />

Wisthaler.com, Foto Bettina Krinner, Wasserwacht Bayern,<br />

Ahorn Camp, Archiv Pfarrei Lenggries, Andrea Fahrner,<br />

Michaela Linke, fotolia, easy-pr, Freepik, Privat,<br />

Werbepartner, Veranstalter<br />

Nächste Ausgabe:<br />

Herbst/Winter 2021<br />

erscheint Ende November<br />

Anzeigenschluss:<br />

20.10.2021<br />

Auflage: 15.000<br />

Druckerei:<br />

F&W Druck- und Mediencenter GmbH,<br />

83361 Kienberg, www.fw-medien.de<br />

Für die Richtigkeit von Terminen, Daten und Angaben<br />

in Kundenanzeigen, Preisen, redaktionellen Inhalten<br />

sowie Adressen und Telefonnummern wird nicht gehaftet.<br />

Veröffentlichungen – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher<br />

Genehmigung des Verlages<br />

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