Pistenclub Magazin August 2021

pistenclub

Purismus und Fahrspaß
Die Eifel, ihre Wettertücken, und wie alles anders kam
Trackday Spa-Francorchamps September 2020
GeKÜSster Grello siegt beim 24-Stunden-Rennen
Fortbildung der Pistenclub-Instruktoren 2021
Der Camaro: eine Liebesgeschichte
Manthey Performance-Kits
Termine 2021

07 / 2021

Das Magazin für Sportfahrer

Die Deutsche

und das Beast

Wie Angela Dentz ihre Liebe

zum Chevrolet Camaro entdeckte

Termine

Alle Veranstaltungen

im Überblick

Ohne Dach und Türen

Trackday in Hockenheim mit

dem Lotus 2-Eleven

Back to Basics

Mit dem zugelassenen Hyundai

in Spa-Francorchamps

Sieg für den Grello

Ein ganz besonderes

24-Stunden-Rennen


UPGRADE YOUR PERFORMANCE: Zur Steigerung Ihrer Leistung auf

der Rennstrecke – vor, während und nach dem Rennen: Bis zu 7,4

Sekunden schneller nach 15 Runden bei BIS ZU 2x mehr Runden

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nur noch die MICHELIN Track Connect Sensoren einsetzen, um den Reifen anzuschließen.

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Impressum & Inhalt

Purismus und Fahrspaß S. 6

Trackday Spa-Francorchamps S. 16

GeKÜSster Grello siegt beim 24-Stunden-Rennen S. 22

Fortbildung der Pistenclub-Instruktoren 2021 S. 26

Impressum

Herausgeber und verantwortlich für Inhalte:

Pistenclub e.V.

Geschäftsstelle

Johannes-Cleven-Str. 3

D-41334 Nettetal

Telefon 1: +49 (0)2153 95 13 00

Telefon 2: +49 (0)2153 90 13 100

Fax: +49 (0)2153 95 13 029

E-Mail: info@pistenclub.de

www.pistenclub.de

Redaktion: Felix Aretz & Dirk Weidner

(zeitung@pistenclub.de)

Produktion:

Rheinland Presse Service GmbH,

Monschauer Str. 1,

40549 Düsseldorf,

José Macias,

Lara Hunt

Telefon: +49 (0)211 528018-13

E-Mail: redaktion@rheinland-presse.de

Layout:

SiMa Design - Michael Sieger

Gestaltung: Pascal Gerlach

Übersetzungen:

Roberto Ballerini (IT), Philippe Streff (FR),

Matthias Otto - www.motion-text.de (EN)

Inhalt

Vorwort S. 4

Purismus und Fahrspaß S. 6

Die Eifel, ihre Wettertücken, und wie alles anders kam S. 10

Trackday Spa-Francorchamps September 2020 S. 16

GeKÜSster Grello siegt beim 24-Stunden-Rennen S. 22

Fortbildung der Pistenclub-Instruktoren 2021 S. 26

Der Camaro: eine Liebesgeschichte S. 30

Manthey Performance-Kits S. 34

Termine 2021 S. 38

Verlag & Anzeigenverkauf:

Fa. MMB

Birsteiner Straße 7

63636 Brachttal

Telefon: +49 (0) 1516 730 32 61

E-Mail: reutzel@t-online.de

Für den Inhalt und das Copyright der Anzeigen &

Einsendungen sind allein die Anzeigenkunden

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Druck:

Strube Druck & Medien OHG

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Erscheinungsweise:

Dreimal jährlich: 01.04.2021, 01.07.2021, 01.10.2021

Anzeigenplatz bitte frühzeitig reservieren!

Auflage: 10.000 Exemplare

Fotos: Daniel Pfeiffer, Manoj George/Nordschleifenbilder,

Bernd Meindl, GruppeC, frozenspeed, Manthey, Dirk

Weidner, Angela Dentz, Markus Stiefken

Der Camaro: eine Liebesgeschichte S. 30

Pistenclub - Das Clubmagazin 3


Liebe Clubmitglieder und Freunde des Pistenclubs,

kurz vor der Fertigstellung dieses Magazins erreichen uns die

unfassbaren Nachrichten und Bilder von der aktuellen Flutkatastrophe.

Nicht nur Regionen in Deutschland, sondern auch

unsere Nachbarn in ganz Benelux sind hiervon betroffen.

Zur Unterstützung der Betroffenen, zu denen ganz sicher zahlreiche

uns verbundene Menschen gehören, werden wir versuchen,

die eine oder andere „Charity“ zu lancieren. Also, eine

Art Spendenaktion, deren Erlös dorthin gehen soll, wo es dringend

nötig ist.

Hierzu werden wir sodann auf den entsprechenden Kanälen

informieren.

Aus Respekt vor den Opfern möge hier an dieser Stelle unser

gemeinsames Hobby nicht allzu sehr im Mittelpunkt erwähnt

sein.

Vielleicht so viel: Zur Optimierung einer einheitlichen Qualität

der Pistenclub Fahrprogramme führen wir intern Schulungen

durch. Impressionen von unserer letzten Weiterbildung im Racepark

Meppen findet ihr im Heft ab Seite 26.

Respektvolle Grüße senden wir an alle Helfer*innen, welche

vor Ort aufopferungsvoll tätig sind oder waren.

Dear club members, friends and partners,

just as we are about to complete this edition of our magazine

the terrifying news and pictures of the flooding catastrophe

reach us. Not only Germany but also our neighbours in Benelux

are affected.

To support those who suffered, which surely includes people

close to us, we will try to set up one or the other charity, meaning

some sort of fundraising to get financial aid to where it is

urgently needed.

We will inform you in time through our proper channels.

Out of respect for the victims our mutual hobby shouldn’t take

up too much space at this point.

Maybe only this much: To optimise and stardardise the quality

of Pistenclub driving programs we conduct internal trainings.

You can find some impressions from our last course at the Racepark

Meppen on page 26.

We send respectful regards to all the helpers who are or were

devotedly helping on-site.

Ralph Burstedde

(President)

Ralph Burstedde

(Vorsitzender)

Chers membres du club et amis du Pistenclub,

Peu de temps avant la finalisation de cette édition

de notre magazine, nous avons reçu les

nouvelles et des images incroyables de la catastrophe

actuelle des inondations. Non seulement

des régions en Allemagne, mais aussi nos

voisins du BeNeLux sont concernés.

Nous essaierons de lancer prochainement l'une

ou l'autre "action caritative" pour soutenir les

personnes touchées, parmi lesquelles certainement

des personnes de notre entourage et qui nous tiennent à cœur.

Donc, une sorte de campagne d’action de solidarité, dont les recettes

reviendront à ceux et celles qui sont les plus touchés et dans le

besoin.

Nous vous en informerons prochainement par les différents canaux

sociaux.

Par respect pour les victimes, notre passion et loisir commun ne doit

pas à ce stade se trouver trop au centre de nos (pré)occupations.

Peut-être juste autant: nous organisons des formations internes pour

optimiser la qualité uniforme de nos événements du Pistenclub. Vous

trouverez quelques impressions de notre dernier perfectionnement

au Racepark Meppen dans ce numéro (page 26).

Nous profitons de l’occasion d’envoyer nos plus respectueuses salutations

à tous les bénévoles et sécuristes qui se sacrifient ou se sont

sacrifiés sur place dans les régions inondées.

Cari soci e amici del Pistenclub e.V.

poco prima del completamento di questa

rivista, abbiamo ricevuto l'incredibile

notizia e le immagini dell'attuale disastro

alluvionale. Non solo le regioni della Germania,

ma anche i nostri vicini in tutto il

BeNeLux sono stati colpiti da questo.

Cercheremo di lanciare l'una o l'altra “beneficenza”

per sostenere le persone colpite,

che includeranno sicuramente numerose

persone a noi vicine. Quindi una sorta di campagna di

raccolta fondi il cui ricavato andrà dove ce n'è urgente bisogno.

Vi informeremo quindi su questo sui canali corrispondenti.

Per rispetto verso le vittime, il nostro hobby comune non dovrebbe

essere menzionato troppo a questo punto.

Forse cosi tanto: teniamo corsi di formazione interni per ottimizzare

la qualità uniforme dei programmi di guida del Pistenclub.

Puoi trovare le impressioni del nostro ultimo allenamento

nel Racepark Meppen in questa rivista da pagina 26.

Inviamo rispettosi saluti a tutti gli aiutanti che sono o si sono

sacrificati sul posto.

Ralph Burstedde

(Presidente)

Ralph Burstedde

(Président)

4 Pistenclub - Das Clubmagazin


„ZWÖLF STUNDEN AM TAG BESCHÄFTIGE ICH MICH

MIT MEINEM AUTO, DIE RESTLICHEN ZWÖLF STUNDEN

DENKE ICH DARÜBER NACH“ – Ayrton Senna

„TWELVE HOURS A DAY I WORK WITH MY CAR,

THE REMAINING TWELVE HOURS I THINK ABOUT IT“

– Ayrton Senna

BUCHEN SIE NOCH HEUTE UND

GENIESSEN SIE VERSICHERUNGS-

SCHUTZ MORGEN AUF DER STRECKE.

BOOK TODAY AND ENJOY ‘INSURED’

DRIVING ON TRACK BY TOMORROW.

JEDER LOBT, WAS DER

NÜRBURGRING ERPROBT.

Wenn die Konkurrenz groß ist, müssen wir uns unterscheiden.

Deshalb wurde die Raceinc. aus dem

An spruch heraus gegründet, Ihre Interessen wahrzunehmen

und zu vertreten.

EVERYONE PRAISES WHAT

THE NÜRBURGRING PROVES.

If the competition is big, we have to differentiate

ourselves. That‘s why the Raceinc. founded on the

claim to perceive and represent your interests.

Gerne höre ich von Ihnen.

I like to hear from you.

Herzliche Grüße

Kind regards

Die Versicherung im Motorsport

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UNFALLVERSICHERUNG FÜR MOTORSPORTLER

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Tobias Groenen

Raceinc. - Die Versicherung im Motorsport | Trackdayversicherung.de

Raceinc. - The insurance in motorsport | Trackdayversicherung.de

Bildnachweise: istock © 4X-image, istock © Pgiam, istock © MAURO DALLA POZZA

Tobias Groenen

Versicherungsfachwirt (IHK)

Versicherungskaufmann (IHK)

Insurance Manager Motorsports

Hohenzollernstrasse 34

47799 Krefeld

Telefon: 02151-3523051

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Trackday

Unterwegs auf der Hausstrecke in Hockenheim.

Purismus und

Fahrspaß

Ohne Dach und Windschutzscheibe unterwegs auf Europas Rennstrecken

Text | Fotos: Daniel Pfeiffer

6 Pistenclub - Das Clubmagazin


Trackday

Es muss 1997 gewesen sein. Ich,

ein Dreikäsehoch, inmitten von kreischenden

V10- und V12-Motoren aus

den goldenen Jahren der Formel 1,

zusammen mit meinem Papa. Tatort:

Nürburgring Ferrari-Days. Damals

wurde ich endgültig mit dem Motorsport-Virus

infiziert, und zum Glück

ist bis heute keine Heilung in Sicht.

Seitdem hatte ich den Wunsch, irgendwann

auch einmal selbst am

Steuer eines Rennwagens zu sitzen.

Da leider schnell klar wurde, dass es

zu einer Karriere als professioneller

Rennfahrer nicht reichen würde,

musste mein Traum ein bisschen

Danke!

Wir bedanken uns bei Daniel

Pfeiffer für die Einsendung des

Berichts und belohnen dies

mit einem Gutschein für einen

Trackday seiner Wahl. Bist

auch du an einer Veröffentlichung

interessiert und möchtest

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Dann schicke deinen

Vorschlag einfach per Mail an

zeitung@pistenclub.de

länger auf seine Erfüllung warten.

Nämlich mindestens, bis das nötige

Kleingeld für ein passendes Gefährt

angespart war.

Ich hatte immer eine Schwäche für

puristische Fahrzeuge, und so kam

ich an der Marke Lotus nur schwer

vorbei. Es sollte aber nicht irgendein

Lotus sein, sondern einer, der

den Geist des Gründervaters der

englischen Traditionsmarke, Colin

Chapman, verkörpert wie kein anderer:

Performance durch Leichtbau.

Ein 2-Eleven, 760 Kilo leicht und mit

260 Pferdestärken potent genug für

einen Anfänger wie mich. Autofahren

in Reinkultur: Keine Türen, kein

Dach und keine Windschutzscheibe.

Sicherlich nicht die beste Wahl für

feuchte Tage (also fast jeder Tag in

Spa), aber dafür wird man mit einem

fantastischen Geschwindigkeitsgefühl

belohnt. Ich hatte mich bereits

2011 bei einer Reise nach Italien in

besagten 2-Eleven verguckt, als ich

ihn auf der Rennstrecke in Varano de'

Melegari nahe Parma zum ersten Mal

live erlebte. Ende 2016 war es dann

endlich soweit, ich fand ein passendes

Fahrzeug in fast perfektem Zustand

in Holland.

Nachdem ich mich einige Zeit auf der

Landstraße unter strikter Einhaltung

der Straßenverkehrsordnung mit

dem Fahrverhalten vertraut gemacht

sowie meinen Lotus einmal komplett

zerlegt und wieder zusammengesetzt

hatte, um technischen Gebrechen

vorzubeugen, blieb nur noch

eine Frage offen: Mit welchem Veranstalter

komme ich am besten auf die

Rennstrecke? Nach einer ausführlichen

Internetrecherche war klar: Der

Pistenclub sollte es werden. Die beste

Streckenauswahl, professionelle

sowie freundliche Betreuung und

tadellose Organisation überzeugten

mich von Anfang an.

Für den Start entschied ich mich für

einen After-Work-Trackday in Hockenheim.

Bereits vor der Abfahrt zu meiner

Rennstreckenpremiere war ich

recht aufgeregt. Zum einen konnte

ich es kaum erwarten, mir diesen lang

gehegten Traum endlich zu erfüllen,

auf der anderen Seite hatte ich auch

Respekt davor, mit erfahrenen und

schnelleren Fahrerinnen und Fahrern

gleichzeitig unterwegs zu sein.

Allerdings konnte mich das amüsante,

aber dennoch sehr gute Fahrer-

Briefing sehr gut auf die Streckengegebenheiten

vorbereiten und mir

spielerisch alle wichtigen Regeln und

Verhaltensweisen vermitteln. Vor allem

wurde vor dem Start noch einmal

klar gemacht: Wir fahren miteinander,

nicht gegeneinander!

Pistenclub - Das Clubmagazin 7


Trackday

Keine Türen, kein Dach, keine Windschutzscheibe – dafür

ist das Fahrgefühl im Lotus 2-Eleven fantastisch.

Die drei Stunden Fahrzeit vergingen

wie im Flug, und was soll ich sagen?

Es machte einfach wahnsinnig viel

Spaß, sich an das Limit des eigenen

Könnens und das Limit des Autos

heranzutasten. Nach ein paar Besichtigungsrunden

steigerte ich mein

Tempo schrittweise, um Reifen und

Bremsen auf Arbeitstemperatur zu

bringen. Dann begann ich damit, mir

Bremsmarkierungen zu suchen und

diese immer weiter Richtung Kurve

zu verschieben. Die Kommunikation

mit den anderen Mitfahrern funktionierte

auf wie neben der Strecke jederzeit

einwandfrei.

Der erste Mal mit dem Pistenclub unterwegs

war Daniel Pfeiffer beim After-

Work-Trackday in Hockenheim.

8 Pistenclub - Das Clubmagazin


Trackday

Nach dem ersten Trackday war natürlich

klar, dass dies nur der Anfang

war, und es folgten auch direkt weitere

Veranstaltungen mit dem Pistenclub.

Dabei besuchte ich bis jetzt

die Strecken in Spa-Francorchamps,

den Racepark Meppen und natürlich

meine Hausstrecke in Hockenheim,

meistens zusammen mit meinem

besten Freund und Fahrlehrer

Florian, seines Zeichens Ingenieur

und Testfahrer in der Reifenentwicklung.

Zusammen verbringen wir die

meisten Fahrpausen mit Daten- und

Videoanalyse zur Verbesserung unseres

Fahrstils. Weitere Trackdays

sind natürlich geplant, vor allem der

Nürburgring und der Bilster Berg

sollen demnächst erfahren werden.

Ich freue mich schon auf die neue

Saison und weitere Veranstaltungen

zusammen mit meinem Kumpel Flo

und dem tollen Pistenclub-Team!

Daniel Pfeiffer im Anflug auf die berühmte Eau Rouge in Spa.

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Trackday

Morgens am Nürburgring: Die Fahrzeuge kommen an.

Die Eifel, ihre Wettertücken,

und wie alles anders kam

Text | Fotos: Manoj George | Manoj George/Nordschleifenbilder

Wir schreiben den 15. April 2021 und laut Wettervorhersage sollte

es wolkenverhangen sein. Tageshöchsttemperaturen von

5 Grad waren prognostiziert. Als dann noch das Gerücht

von Schneefall für die zweite Tageshälfte aufkam, wuchsen

die Zweifel, ob es eine gute Entscheidung sei, sich

heute auf den Weg zum Nürburgring zu machen. Wir

vertrauten der Unschärfe der Wetterstatistik und

fuhren los. Dank der technischen Unterstützung

von Seebach Fahrzeugtechnik (SFT) waren wir ja

bestens vorbereitet, und die wiederum hatten ihren

frisch folierten Porsche GT4 Cup Competition

im Gepäck. Da konnte nichts schiefgehen!

Manoj Georges GT3 in der Box

10 Pistenclub - Das Clubmagazin


Trackday

So ging es am Morgen des 15. Aprils

2021 um 6 Uhr mit meiner Co-Pilotin,

meiner Tochter Layla, in Frankfurt am

SCHUTZ Main los. Layla ist eine sehr erfahrene

CARFOTEC Co-Pilotin, - BODYFENCE hat an zahlreichen schützt Pistenclub

Trackdays Umwelteinflüssen, wie Hockenheim, Verschmutzung, Spa Vogelkot, Park-

Ihren Lack vor Steinschlag,

Kratzern,

schäden,

und Nürburgring

Baumharz,

teilgenommen,

Vandalismus, Salz

und

und Splitt,

Beschädigunen durch Waschanlagen und viele andere Lack

gefährdende verspürt jetzt Situationen. den Wunsch, mal den

Sitz zu tauschen. Mir schwant Böses.

Als wir uns der Autobahnausfahrt näherten,

empfing uns die Eifel mit weiß

VORTEILE

CARFOTEC-BODYFENCE hat eine hervorragende optische

Klarheit gepuderten und ist sehr Feldern pflegeleicht. und frostigen Bei richtiger Pflege bleibt

sie Temperaturen Jahrelang klar und jenseits transparent. der Nullgradlinie.

nahezu Das könnte unsichtbar ja spannend Ihren Lack. werden,

Sie schützt zuverlässig

und

dachte ich. Überpünktlich schlugen

Das Fahrzeug bleibt Nachlackierungsfrei und der damit

verbundene wir gegen Werterhalt 7.30 Uhr des am Fahrzeugs Nürburgring ist der wichtigste

Vorteil. auf, um zeitnah unseren Schlüssel für

Die die originale Box 16 Optik in Empfang des Fahrzeugs zu nehmen. wird durch die Verklebung

von

Die

CARFOTEC-BODYFENCE

in dicken Jacken gekleideten

nicht nennenswert

beeinträchtigt oder verändert.

Streckendienstkollegen bestätigten

unseren Eindruck – es war saukalt.

Unser Thermometer zeigte 3 Grad

an, Frankfurt verließen wir 90 Mi-

Start/Zielgerade um 7.55 Uhr

Start/Zielgerade um 8.55 Uhr

SELBSTHEILUNG - SELBSTREINIGUNG

CAFOTEC- BODYFENCE hat eine selbstheilende Oberfläche.

Steinschläge, Schrammen und Kratzer die nicht in diese

Schicht eindringen, verschwinden bei der Anwendung

von Wärme. Beispielsweise mittels heissem Leitungswasser,

Heissluftgebläse oder Sonnenstrahlen.

Des Weiteren hat das sogenannte TopCoating eine

Anti-Haft Komponente. Diese minimiert das Anhaften

von Schmutz und erleichtert somit das Reinigen.

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Ein neuwertiger und unbeschädigter Lack ist beim verkleben

unserer CARFOTEC-BODYFENCE vom ersten Moment an

geschützt. Die Investition der Folierung relativiert

sich somit sofort.

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Trackday

nuten zuvor noch bei sommerlichen

10 Grad. Es half nichts, da mussten

wir wohl durch.

Yannick, unser technischer Betreuer

von SFT, und die Box 16 begrüßten uns

aber mit Licht und Wärme. Entwarnung

konnte gegeben werden, Daunenjacke

und extrawarme Schuhe blieben im

Rucksack. Anschließend ging es mit

den üblichen Vorbereitungen wie Profil

sichten, Bremsscheibe und -beläge

prüfen, Luftdruck ablassen, Scheiben

putzen, Ölstand und Bremsflüssigkeit

kontrollieren etc. los. Der letzte Trackday

lag immerhin sechs Monate zurück,

ein Check war damit unerlässlich.

Licht erhellte die Box von außen, und

siehe da, circa 60 Minuten später zeigte

sich die Sonne von ihrer schönsten

Seite. Wir öffneten die Tür und mussten

wieder einmal feststellen, welche

beeindruckende Kraft unsere Sonne

besitzt, obwohl sie circa 150 Millionen

Kilometer entfernt ist.

Das war der Beginn eines wundervollen

Saisonauftakts. Nach einem kurzen

Espresso löste ich mein Geburtstagsgeschenk

ein. Marc Basseng, Profi-

Rennfahrer und unter anderem Ex-

FIA-GT1-Weltmeister, begrüßte mich

den Worten: „Bereit fürs Coaching,

Manoj?“

Wir richteten gemeinsam den Race-

Navigator ein, besuchten das obligatorische

Briefing und dann ging

schon Stint 1 los. Zugegebenermaßen

machte sich anfänglich etwas Nervosität

breit, und ich empfand die ersten

Runden wie eine Fahrprüfungssituation

vor 30 Jahren. Es gab eigentlich

gar keinen Grund für Nervosität, da

ich bereits unzählige Runden am GP-

Kurs real und virtuell absolviert hatte,

und so verflog sehr rasch das flaue

Gefühl und Freude kam auf.

Nach 1,5 ruhigen Runden kam die

Ansage des Coachs, los geht’s, und

Marc beobachtete Strecke und Fahrer

mit Argusaugen. Seine Anweisungen

kamen präzise, und so konnte ich

Runde für Runde zügig Gelerntes umsetzen.

Nach Stint 1 positionierten

wir iPad und RaceNavigator-App auf

der Frittentheke des GT3 und verglichen

Kurve für Kurve Anspruch versus

Realität. Zahlen lügen nicht, und

so konnte man zügig sehen, warum

der heutige Ex-Weltmeister Basseng

2012 so erfolgreich war. Scharfsinnig

und mit Fakten untermauert, zeigte

er mir motivierend meine Defizite auf.

Stint Nummer 2 verlief nach ähnlichem

Muster, aber viel strenger.

Die Erwartungshaltung des Coaches

stieg in gleichem Maße wie mein Ehrgeiz.

Nach einer eingehenden Analyse

der Fahrspuren konnte man jetzt

schon sehen, dass sich die Linien

anglichen. Wunderbar, Tagesziel erreicht!

Lehrer und Schüler beendeten

für diesen Tag das Coaching. Und genau

das war es: Ich konnte Theorie

vom Simulator, Fahrerfahrung von

vergangenen Pistenclub Nürburgring

GP Kurs Trackday einfließen lassen.

Es war Mittagszeit, und das Magenknurren

zerrte uns zur Box 1. Der Geruch

von frischer Pasta und Gulasch

kam uns entgegen. Es fühlte sich ein

wenig wie Herbst an, und so fiel meine

Wahl auf Gulasch und Salzkartoffeln.

Wegen Corona-Kilos und damit

zu engem Rennanzug musste der

Nachschlag leider ausbleiben.

Es geht nicht nur ums Rundenfahren, sondern auch um die Fahrzeuge, die man bei den Trackdays bestaunen kann.

12 Pistenclub - Das Clubmagazin


Trackday

Danke!

Wir bedanken uns bei Manoj George für die Einsendung des Berichts und belohnen

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- den Druck von Plastikkarten auch in kleinen Auflagen,

z.B. Ausweiskarten, Club- und Vereinskarten, Fahrerausweise, etc.

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- u.v.m.


Trackday

Runde für Runde wurden die Tipps von Coach Marc Basseng umgesetzt.

Auf dem Rückweg zur Box 16 konnte

ich meine Augen über einige automobile

Schönheiten schweifen lassen.

Und genau das macht den Pistenclub

aus: Man trifft dort stets eine tolle

Ansammlung von Exoten und Boliden

verschiedener Hersteller.

Um 13.15 Uhr ging es mit Stint 3

weiter. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase

mit dickem Bauch und

kalten Reifen ging es flott an die Umsetzung

des Gelernten. Mir ging es

um flottes, ruhiges und gleichmäßiges

Abfahren der Ideallinie. Dank

der milden Temperaturen von knapp

10 Grad erreichte der GT3 ein tolles

Grip-Niveau. Die Semis konnten

sich wunderbar in den Asphalt kral-

len, und trotz der hohen Anzahl von

Straßenfahrzeugen – 60, meine ich,

– haben sich alle vorbildlich und fair

verhalten. Alle fuhren nicht gegen-,

sondern miteinander.

Meinen letzten Stint, Nummer 4, ging

ich mit meiner Co-Pilotin Layla etwas

ruhiger an. Das Adrenalinlevel war

hoch, aber die Augenlider wurden

zunehmend schwerer, und ich beschloss,

zum Ausklang mit der Gruppe

zu schwimmen. Stint 5 ließ ich

mangels Konzentration und zunehmender

Müdigkeit sausen und verließ

– wie man so schön sagt – die Party,

als sie am schönsten war.

So ging für mich am späten Nachmittag

des 15. Aprils 2021 ein sensationeller

Saisonstart am Nürburgring GP-

Kurs zu Ende. Der Tag zeichnete sich

zwölf Stunden vorher gänzlich anders

ab, und die Eifel zeigte sich am Ende

von ihrer schönsten Sonnenseite.

Diesen Beitrag möchte ich gerne mit

einigen Danksagungen abrunden. In

diesen Zeiten ist es wahrlich nicht

einfach, Veranstaltungen dieser Art

verlässlich zu planen und umzusetzen.

Dem Pistenclub ist es wieder mal

gelungen, und er hat dabei alle coronabedingten

Auflagen vorbildlich

umgesetzt. Vielen Dank dafür!

Danke auch an Jutta Fröhlich für die

tollen Fotos und Dirk Weidner, dass

ich diesen Artikel verfassen durfte.

14 Pistenclub - Das Clubmagazin


Wir bieten Ihnen das voll Programm im

Schwimmteich-, Salzpool- und Poolbau.

Wir bauen Ihnen einen Pool genau nach Ihren

Vorstellungen – natürliche Form, puristischer oder

mediteraner Baustil – egal ob in Hanglage, überdacht,

mit Saunahaus oder im Wintergarten.

Ein Badespaß für die ganze Familie, im Einklang mit der

Natur – auch im kleinsten Garten finden wir einen Platz.

Bei Bedarf sanieren wir auch Ihr altes Schwimmbad

und machen darauf ein neues Schmuckstück.

Kalff Schwimmteichund

Poolbau

Christoph Kalff

Telefon +49 (0)2473 689730

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Trackday

43 Liter pro Turn – da war die Tankstelle ein Muss.

Trackday Spa-Francorchamps

September 2020

Text | Fotos: Bernd Meindl

Salzburgring, Hockenheim, Nordschleife

sind schon abgehakt. Spa-

Francorchamps fehlt noch in dieser

Aufzählung, genauso wie die eine

oder andere Strecke in Italien.

Anfang 2020 habe ich mir dann Gedanken

gemacht, wie ich das umsetzen

kann. Ein Wettbewerbsfahrzeug

kam im Moment nicht infrage. Die

Überlegung war eher: Back to the

roots. In den 90er-Jahren sind wir zu

Automobilslaloms mit zugelassenen

Fahrzeugen gefahren. Reifen, Wagenheber,

und was man sonst noch

so braucht, hatten wir im Kofferraum

dabei. Nach der Veranstaltung wurden

wieder die Serienreifen montiert

und wir sind wieder auf der Achse

nach Hause gefahren. Wie kann man

das heute am besten umsetzen?

Meine Lösung war dann, dass ich mir

einen neuen Hyundai i30 N Performance

gekauft habe. Passend dazu

noch ein Satz Semislicks, Wagenheber,

Akkuschlagschrauben et cetera.

Ordentlich verpackt hat das alles im

Kofferraum des Hyundai Platz gefunden.

Der erste Test fand im August am

Salzburgring statt. Ich komme aus

München, von da aus ist es ein Katzensprung

zum Salzburgring. Der Test

dort war ein voller Erfolg. Wir haben

noch mit den Reifendrücken gespielt,

noch einmal Brainstorming gemacht,

was eventuell noch an Werkzeug angeschafft

werden muss, und dann ging

es schon voll in die Planung für Spa.

Als Erstes habe ich mir überlegt, mit

16

Pistenclub - Das Clubmagazin


Trackday

welchem Veranstalter ich das Ganze

machen möchte. Mein Freund Dirk

hat mir dann den Pistenclub empfohlen.

Nach ein bisschen Recherche

war klar: Der Pistenclub ist der beste

Partner für unser Projekt. Nach

der reibungslosen Anmeldung war

zwischendurch natürlich das Thema

Corona sehr aktuell. Geht es, geht es

nicht? Wie sind die Einreisebestimmungen

nach Belgien…

Wir haben entschieden, am Vorabend

anzureisen, haben in Monschau übernachtet

und dort schon die Semis

aufgezogen. Am Parkplatz Wagenheber

raus und wechseln. Alles ging

etwas leichter, weil mein Freund Michael

als Beifahrer mitgemacht hat

und er mit seinem eigenen Auto angereist

ist. Da konnten wir das ganze

Equipment auf zwei Autos verteilen.

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Trackday

Bernd Meindl mit seinem Hyundai i30 N Performance.

18 Pistenclub - Das Clubmagazin


Trackday

Am nächsten Morgen sind wir dann

entspannt an die Rennstrecke gefahren.

Somit war der Hyundai auch

schon auf Betriebstemperatur. Die

Anmeldung sowie die ganze Organisation

des Tages hat super funktioniert.

Hierfür noch einmal herzlichen

Dank an alle Organisatoren, Instruktoren

und alle anderen Helferlein.

Los ging es mit den geführten Runden,

die wir gebucht hatten. Das war

schon sehr, sehr hilfreich, weil wir

dadurch die Strecke gleich auf der

Ideallinie besichtigen konnten. Danach

startete der erste Turn, und es

ging sofort ziemlich flott durch die

Eau Rouge. Wie geil… Das hat mir

doch gleich ein Lächeln aufs Gesicht

gezaubert. Michael und ich hatten

wirklich sehr, sehr viel Spaß.

Unser Hyundai war zwar so ziemlich

das untermotorisierteste Auto im

Feld, aber wir waren bestimmt nicht

die Langsamsten. Das habe ich zumindest

für mich so interpretiert,

als manche Streckenposten an der

Strecke gehüpft sind, geklatscht und

gejubelt haben. Insgesamt sind wir

an dem Tag vier Turns gefahren. Der

Hyundai nimmt sich dann schon entsprechend

Sprit, und wir mussten

auch nach jedem Turn an die Tankstelle.

Durchschnitt 43 Liter! Dabei

waren wir immer in guter Gesellschaft.

Den fünften Turn sind wir dann nicht

mehr gefahren. Ehrlich gesagt, war

Danke!

ich schon etwas platt, und wir sind

ja auch noch 650 Kilometer wieder

nach Hause gefahren. Unser Fazit: So

viel Spaß hatten Michi und ich schon

sehr lange nicht mehr. Den ganzen

Tag bin ich nur mit einem Lächeln unterwegs

gewesen. Der Hyundai i30 N

Performance hat alles klaglos mitgemacht.

Wir haben uns dann noch

vom Pistenclub-Team vor Ort verabschiedet

und versprochen, dass das

nicht unser letzter Trackday mit dem

Pistenclub war. Wir sehen uns ganz

bald wieder.

Wir bedanken uns bei Bernd Meindl für die Einsendung des Berichts und

belohnen dies mit einem Gutschein für einen Trackday seiner Wahl. Bist

auch du an einer Veröffentlichung interessiert und möchtest dafür einen

Gutschein erhalten? Dann schicke deinen Vorschlag einfach per Mail an

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Trackday

Pistenclub - Das Clubmagazin 21


KÜS

Foto: gruppeC

GeKÜSster Grello

siegt beim 24-Stunden-Rennen

Die KÜS und Manthey freuen sich über den Sieg auf dem Nürburgring. Schließlich ist es für beide ein besonderes

Jahr.

Text | Fotos: KÜS | GruppeC, frozenspeed

22 Pistenclub - Das Clubmagazin


KÜS

Es war das kürzeste 24-Stunden-Rennen,

das am Fuße des Nürburgrings

bisher stattgefunden hat. Schon kurz

nach dem Start wirbelte das Wetter

das Klassement ordentlich durcheinander.

Starke Regenfälle sorgten für

reihenweise Rutschpartien, spektakuläre

Unfälle und viele Führungswechsel

im Starterfeld. Die Fahrer hatten

alle Mühe, ihre Fahrzeuge bei diesen

schwierigen Bedingungen auf der

Strecke zu halten.

Jubel im Team: Der Grello hat mit dem zweitknappsten Sieg

der Geschichte das 24-Stunden-Rennen gewonnen.

Starker Nebel machte sich bei einsetzender

Dämmerung auf der Kombination

aus Nordschleife und Grand-

Prix-Strecke breit. Auch wenn die

Rennfahrer gut geschulte Reflexe

haben: Wenn die Sicht gleich null ist,

kann es schnell gefährlich werden.

Besonders, wenn zwischen stärkstem

und schwächstem Teilnehmerfahrzeug

über 400 PS Leistungsdifferenz

herrschen. Ab Einbruch der Nacht

war somit Stillstand für alle Teilnehmer

angeordnet. Insgesamt für 14,5

Stunden schaltete deshalb die Ampel

auf Rot. Zeit für Reparaturen und

die eine oder andere Stunde Schlaf.

Dennoch, der Eifelklassiker war auch

in diesem Jahr ein Krimi. Schlussendlich

entschied sich dieser Nervenkrieg

erst kurz vor den letzten Runden. Der

Manthey-Porsche kam etwas später

als der bis dahin führende Rowe-BMW,

der Titelverteidiger aus dem letzten

Jahr, in die Box, hatte dadurch etwas

kürzere Standzeiten, weil nicht

mehr so viel getankt werden musste.

Der entscheidende Vorteil, der die 15

Sekunden Vorsprung für die letzten

Runden ermöglichte. Im Zieldurchlauf

war es nach 59 Runden mit 8,8

Sekunden der zweitknappste Sieg in

der Geschichte des 24-Stunden-Rennens.

Ein Triumph, der nicht nur den

Fahrern, sondern auch den Rennstrategen

gebührt. Kurz gesagt: eine

geniale Teamleistung der gesamten

Manthey-Truppe!

Besetzt war der grüngelbe Porsche

911 GT3 R mit den Porsche-Werksfahrern

Michael Christensen (Dänemark),

Matteo Cairoli (Italien) und Kévin Estre

(Frankreich). Mann des Rennens

war eindeutig der 32-jährige Franzose

Estre. Er fuhr wie von einem anderen

Stern: unfassbar schnell, aber stets

souverän und sicher. Es ist der siebte

Gesamtsieg für Manthey bei diesem

prestigeträchtigen Motorsportevent.

Dass Grello beim diesjährigen 24-

Stunden-Rennen ein „geKÜSstes“

Kleid trägt, ist die Konsequenz der

Technologiepartnerschaft des Meuspather

Rennstalls und der Fahrzeugüberwachungsorganisation

KÜS.

Bereits Mitte 2020 wurde die Zusammenarbeit

beschlossen. Das KÜS-Logo

konnten Motorsportfans somit

schon ab dem fünften NLS-Rennen im

vergangen Jahr auf dem Neunelfer erleben.

Die Zusammenarbeit von KÜS

und Manthey geht jedoch weit über

ein reines Motorsport-Sponsoring hinaus.

Pistenclub - Das Clubmagazin 23


KÜS

Fotos (3): gruppeC

Viel Arbeit hinter den Kulissen: Ein langer

Stillstand für die Fahrer verschaffte

dem Team Zeit für Reparaturen.

Ehrgeiz, Innovation und ein hoher Qualitätsanspruch

zeichnen beide Unternehmen

aus und bilden die Basis der

langfristig angelegten Partnerschaft.

Die Kooperation umfasst neben den

Motorsporteinsätzen unter anderem

auch die Abteilung Manthey Straßenfahrzeuge.

Die Bereiche Haupt- und

Abgasuntersuchung werden fortan

durch die KÜS in ihrer Funktion als

Überwachungsorganisation betreut,

die Bereiche Teilegutachten und Einzelabnahmen

durch die KÜS Technik

GmbH. Ein weiterer Bestandteil ist das

Thema Arbeitssicherheit, bei dem die

KÜS Service GmbH beratend zur Seite

steht. Für Schaden- und Wertgutachten

ist die KÜS Automotive GmbH zur

Stelle.

In der Zusammenarbeit mit der KÜS

erhielten bereits die Manthey Performance-Kits

für den Porsche 911 GT2

RS sowie den Porsche 911 GT3 RS ihre

Straßenzulassung. Die KÜS Technik

GmbH erstellte in diesem Zusammenhang

den Großteil der erforderlichen

Gutachten des Manthey Komplettpaketes.

Martin Raeder, Geschäftsführer Manthey:

„Wir wollen uns gemeinsam mit

der KÜS weiterentwickeln und Herausforderungen

meistern. Vor allem,

was unsere Manthey Eigenprodukte im

Straßenbereich betrifft: Zulassungskriterien

und Anforderungsprofile im

Performance-Nachrüstbereich sind

deutlich komplexer und anspruchsvoller

geworden, mit der KÜS haben wir

den richtigen Partner an unserer Seite,

um diese Themen zukünftig noch

erfolgreicher anzugehen.“

Peter Schuler, Hauptgeschäftsführer

KÜS: „Motorsport ist nicht nur Versuchsträger

für spätere Serientechnologien.

Im Rennbetrieb sind die Fahrzeuge

extremen Belastungen ausgesetzt,

ob Flieh- und Bremskräfte, Verschleiß

oder thermische Belastung. Um da die

Sicherheit für Fahrer und Konkurrenz

auf der Strecke sicherzustellen, muss

ständig alles überwacht und überprüft

werden. Hier folgt der Brückenschlag

zur KÜS, denn als Fahrzeugüberwacher

sind unsere Prüfingenieur*innen

und Sachverständigen ebenfalls für die

Überprüfung des einwandfreien Zu-

stands aller Kraftfahrzeuge zuständig.

Ob Strecke oder Straße, die KÜS ist zuverlässiger

und sympathischer Partner

für Ihre Sicherheit.“

2021 ist für KÜS und Manthey auch

aus historischer Sicht ein Grund zum

Feiern. Das von Olaf Manthey 1996

gegründete und mittlerweile von den

Raeder-Brüdern geführte Unternehmen

feiert sein stolzes 25-jähriges

Jubiläum. Die KÜS hat 1991 ihre erste

Hauptuntersuchung durchgeführt,

somit heißt es in 2021 „30 Jahre HU

durch KÜS“. Und das wird auch gezeigt

– mit einem großen Jubiläumslogo

auf der Motorhaube von Grello.

Somit krönt der Erfolg beim 24-Stunden-Rennen

die Jubiläen beider Unternehmen.

„Ein Sieg beim 24-Stunden-Rennen

am Nürburgring ist ein toller Erfolg

und noch dazu im Jubiläumsjahr etwas

ganz Besonderes“, so KÜS-Hauptgeschäftsführer

Peter Schuler, „herzlichen

Glückwunsch an die Gebrüder

Raeder und das gesamte Manthey-

Team zu dieser außerordentlichen

Leistung!“

24 Pistenclub - Das Clubmagazin



Instruktorenweiterbildung

Höchste Standards

beim Coaching durch

regelmäßige Fortbildung

für alle Pistenclub-

Instruktoren

Fortbildung der Pistenclub

Instruktoren 2021

Fotos: Markus Stiefken

Bei wunderschönem Wetter und

mit insgesamt 15 Teilnehmern fand

Mitte Juni die interne Fortbildung der

Pistenclub-Instruktoren statt.

26 Pistenclub - Das Clubmagazin


Instruktorenweiterbildung

Die Fortbildung bestand sowohl aus

theoretischen als auch aus praktischen

Inhalten, und alle Instruktoren waren mit

großem Interesse dabei.


Instruktorenweiterbildung

In der nächsten Zeit werden wir unser Angebot

im Coaching weiter optimieren und durch Einstufung

unserer Instruktoren in verschiedene

Stufen das Angebot individueller auf

die Teilnehmer zuschneiden können.

Allzeit gute Fahrt

Christopher Gerhard

DMSB A- und DPN-Instruktor

28 Pistenclub - Das Clubmagazin


Instruktorenweiterbildung

Ziel ist, das Niveau unserer Instruktoren

weiter anzuheben und für unsere Teilnehmer noch

hochwertigere Coachings durchführen zu können.

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Trackday

Der Camaro:

eine Liebesgeschichte

Meinem Mann und mir liegt das Benzin im Blut. Beruflich als Inhaber eines Abschleppdienstes in Frankfurt und privat

als Besitzer von drei amerikanischen V8-Fahrzeugen.

Text | Fotos: Angela Dentz

Vor knapp elf Jahren packte uns die

Leidenschaft für PS-strotzende Amis

auf einer Tour durch die USA. Da fuhr

dieses „Beast“ an uns vorbei. Wir beide

sahen uns an, und es war um uns

geschehen. Nur konnten wir beide die

Frage nicht beantworten, was das nun

war, was uns da begegnet ist. Zu Hause

in Deutschland ging die Recherche

los und wir bekamen raus, dass wir uns

in einen Chevrolet Camaro der fünften

Generation schockverliebt hatten. Ein

paar Klicks im Internet später hatten

wir auch bereits die ersten technischen

Daten gefunden und siehe da: Es gab

ein Neufahrzeug ganz bei uns in der

Nähe bei einem Händler zu bestaunen.

O-Ton meines Mannes: „Ich fahr da

mal hin und schau mal, aber das wird

ja eh nichts. Amis können nur geradeaus

und haben immer Dampftechnik

verbaut.“ Er wurde dann aber eines

Besseren belehrt. Der satte V8-Sound

mit knapp 430 Pferdchen, die deutlich

verbesserte Technik, die gute Verarbeitung

bei bestem Preis-Leistungs-

Verhältnis: Das Auto war nach einer

schlaflosen Nacht gekauft und nach

zwei weiteren schlaflosen Nächten auf

unserem Hof.

Erste Hürde war nun: Wie bringen wir

unseren völlig unnötigen Spaßmobil-

Kauf unserem Schwiegervater beziehungsweise

Vater bei? Der Vater meines

Mannes hatte immer ein Problem

mit unnötigen Ausgaben, und ein V8-

30 Pistenclub - Das Clubmagazin


Trackday

Zwei „Beasts“ für die Strecke: Mittlerweile

begehen Angela und Guido Dentz die Trackdays

mit zwei Fahrzeugen.

Fahrzeug war in seinen Augen eine unnötige

Ausgabe. Wir versteckten also

unseren Camaro die ersten Tage auf

unserem Abschlepphof unter einer Plane.

Unsere graue Eminenz schlich an

Tag vier nach unserem Erwerb doch

sehr interessiert um das abgedeckte

Fahrzeug herum, zupfte mal hier an

der Plane und lupfte mal an anderer

Stelle die Hülle nach oben. Wir überlegten

mit Schweißperlen auf der Stirn,

wie wir unseren Kauf erklären sollten.

In diesem Moment beschloss unser

Junior, im damaligen Alten von zarten

sieben Jahren, das Geheimnis mit den

Worten „Guck mal Opa, das ist unser

neuer Flitzer!“ zu lüften. Blankes Entsetzen

in unseren Gesichtern und ein

hämisches Grinsen in den Augen des

Opas. Die Antwort war doch sehr entspannt:

„Das hab ich mir gedacht. Da

muss ich unbedingt mal mitfahren.“

Wir waren doch sehr erleichtert, als der

Opa unseren Kauf abgesegnet hatte.

Angela und

Guido Dentz im Camaro

Die nächsten Jahre cruisten wir, stolz

wie ein Sack Flöhe, mit unserem Boliden

durchs Land und genossen einfach

unsere Ausfahrten und auch Familienurlaube.

Wir lernten nette, gleichgesinnte

Leute kennen, die den gleichen

Ami-Virus in sich trugen wie wir. Aber

einer war eine besondere Bekanntschaft:

ebenfalls Camaro-Fahrer und

bereits Mitglied im Pistenclub. Damit

war der Grundstein für unsere Trackday-Leidenschaft

gelegt. Mein Mann

fuhr am 1. und 2. August 2018 zusammen

mit unserem Bekannten zu

einem Trackday des Pistenclubs nach

Spa-Francorchamps, um sich mal anzuschauen,

was da so passiert und wie

das alles so abläuft. Wir hatten davor

nie von solchen Veranstaltungen gehört.

Mein Mann drehte seine ersten

Runden als Beifahrer und kam aus dem

Schwärmen nicht mehr heraus. Was

doch mit diesem eigentlich nur geradeausfahrenden

Ami so alles möglich

war, das hat ihn quasi völlig aus den

Latschen gehauen.

Wieder daheim angekommen, wurden

sofort die Mitgliedschaft im Pisten-

club beantragt und die ersten

Tuning-Maßnahmen am

Camaro in Auftrag gegeben.

Am 19. September

2018 fuhr er dann seinen

ersten „eigenen“

Trackday auf dem

Hockenheimring.

Einführungsrunden

wurden gebucht,

eine Boxeneinheit

wurde bestellt, und

die Nervosität vor

dem ersten großen

Tag, die gab es ganz

gratis obendrauf. Er

hatte noch einen Beifahrer

dabei, der das ganze

fotografisch dokumentieren

und natürlich auch einmal

„Rennstrecken-Luft“ schnuppern

wollte. Der Beifahrer gab nach fünf

Runden mit dezenter Blässe rund ums

Näschen auf und beschränkte sich nur

noch auf die Foto-Dokumentation dieses

tollen Erlebnistages. Mein Mann

war am Abend im siebten Himmel und

hin und weg von der Organisation des

Tages durch den Pistenclub.

Wieder zu Hause angekommen, wurden

weitere Tuning-Maßnahmen in Auftrag

gegeben und das Internet nach legalen

Möglichkeiten für mehr PS auf den Kopf

gestellt. Unser Camaro sollte ja streetlegal

bleiben, war es ja doch auch

immer noch unser Familien-Ausflugs-

Auto. Mein Mann fand die PS-Steigerung

aber dann doch im Internet. Es

war keine Modifizierung am vorhandenen

Camaro, sondern ein neues Track-

Beast, in Form unseres Camaro ZL1

1LE. Gekauft haben wir diesen im Dezember

2018, und im Januar 2019

stand er dann auf unserem Hof. Da dies

seit Langem mal wieder ein handgerührter

Pkw in unserem Fuhrpark war,

mussten wir das Fahren etwas üben,

was doch teilweise sehr peinlich war.

Auch die PS-Klasse war deutlich über

dem, was wir ja sonst tagtäglich bewegen.

Der ZL1 1LE strotzt vor Kraft.

Die ersten Fahrten im Januar bei fünf

Pistenclub - Das Clubmagazin 31


Trackday

Sehen nach Strecke aus:

Die Camaros mit Folierung

Trackdays sind für das Paar mittlerweile Pflicht.

Grad mit Semi-

Slicks und 659 wilden

Ponys waren doch abenteuerlich,

aber man will ja mal wissen, wie sich

das Auto fährt. Die Fahrten beschränkten

sich auf das Verlassen des Hofes,

einmal um den Block fahren und vielen

Lachern unsererseits. Entweder wurde

der Motor abgewürgt, weil man zu

vorsichtig war, oder die Reifen drehten

wild durch. Wir kamen uns vor wie blutige

Anfänger.

Dann war es endlich soweit: Ein Pistenclub-Trackday

im April 2019 stand an.

Wir buchten für ein Auto und einen Beifahrer,

und das Ganze über zwei Tage.

Mit dabei natürlich auch unser bester

Freund, der uns mit dem Virus infiziert

hatte. Dieser Tag war dann auch

gleichzeitig meine erste Trackday-Erfahrung

als Beifahrerin. Das Wetter am

Vormittag war eher bescheiden, aber

die Stimmung sensationell. Wir fühlten

uns sehr wohl an diesem Tag. Mittags

schüttete es dann wie aus Eimern, und

mein Mann tobte sich aus, da es ja

eine super Chance war, zu testen, wie

sich der neue Bolide so verhält. Das

Resultat des Tages: Der ZL1 1LE ist super

auf den Trackdays des Pistenclubs

aufgehoben und im Regen besser zu

bewegen, als wir alle für möglich gehalten

hätten.

Was aber nun tun mit dem „kleinen und

alten“ Camaro? Umgebaut für die Strecke,

ebenfalls ein hoher Spaßfaktor. Es

musste ein neuer Fahrer für dieses

Auto her, und das war dann ich. Im Juni

2019 buchten wir wieder Spa-Francorchamps.

Diesmal mit unseren beiden

Camaros und uns beiden als Fahrern.

Ich hatte allerdings so die Hose voll,

dass ich auf die geführten Runden und

ein Active Coaching bestand. Gesagt,

getan, gebucht!!!

Morgens an der Strecke angekommen,

war es für mich ein völlig anderes Feeling

als „Betroffene“. An der Fahrer-

Besprechung mit weichen Knien teilgenommen,

bei den Einführungsrunden

ganz zittrige Finger am Lenkrad, und

dann kam mein Coach Franz auf mich

zu. Jetzt gab es kein Zurück mehr für

mich, jetzt musste ich auf die Strecke,

und ein lehrreicher Tag begann.

Der erste Stint war in meinen Augen

sehr rasant. Franz gab mir manchmal

Hilfestellungen und Tipps und schaute

sich erst einmal an, was ich da so fabrizierte

mit meinem US-Car. Ich war

doch sehr erleichtert, als der Stint vorbei

war und ich eine Pause bekam. Wir

stiegen beide aus und Franz schaute

sich das Auto genauer von außen an.

Bremsanlage gefiel ihm, Bereifung war

auch in seinem Sinne. Der Abschlusskommentar

seiner Abnahme war mit

einem Augenzwinkern: „Und im nächsten

Stint fahren wir dann die Reifen mal

richtig warm.“ Mein Gedanke: Okay, du

bist eine Vollblut-Schnecke.

Die nächsten Stints kamen, und ich war

voll motiviert, mich von der Schnecke

vielleicht in ein Häschen zu verwandeln.

Wir fuhren Runde um Runde, die Eau-

32 Pistenclub - Das Clubmagazin


Trackday

Rouge klappte immer am besten, auf

der Kemmel Straight tastete ich mich

mithilfe von Franz an einen immer späteren

Bremspunkt heran, und die folgende

Les Combes klappte auch immer

routinierter. Die Bruxelles verkackte ich

jedoch in jeder Runde des ganzen Tages

und Franz kommentierte es später

nur noch mit „Wieder falsch“ und einen

verschmitzten Augenzwinkern. In der

Campus, Stavelot und auch der Blanchimont

fand ich immer besser „die“

eine Linie, und Franz war sehr zufrieden

mit mir. Für die Bus-Stop-Schikane

gab er mir die perfekten Tipps, wie ich

meinen Zwei-Tonnen-Stahlkoloss perfekt

um die Kurve bekomme und meinen

Schwung ausnutzen kann.

Ich fühlte mich von Runde zu Runde

und von Stint zu Stint sicherer, und

Franz nahm mir meine anfängliche

Angst, dass ich um jede Kurve rutsche

und wegschleudere und mich gleich

komplett überschlage. Franz fuhr dann

auch noch mal mein Auto selbst, um

mir weitere Tipps für die Verbesserung

meiner Fahrweise zu geben. Zufällig

fuhr bei diesen Runden mein Mann

hinter uns her, und er wusste natürlich

nicht, wer hinter dem Lenkrad saß. Er

war völlig verwundert, was auf einmal

mit unserem „alten“ Camaro möglich

war durch ein Coaching. In der Boxengasse

angekommen, lösten Franz und

ich natürlich das Rätsel um die Fahrkünste

in dem Camaro auf. Abschlussfazit

von „meinem“ Franz war, dass

ich meine Zwei-Tonnen-Kampfgewicht

schon sehr am Limit bewegt habe und

es bei mir sehr leicht aussah, wie ich

unseren Camaro fuhr. Er sagte, dass

unser Auto schwer zu fahren sei, aufgrund

des Gewichtes natürlich. Er lobte

mich sehr und meine deutliche Verbesserung

im Laufe des Tages. Lieber

Franz: Danke, danke, danke noch mal

für diesen Mega-Tag und für alles, was

ich bei dir an diesem einen Tag gelernt

habe!!!

Was soll ich sagen, nach diesem Tag

war es dann auch um mich geschehen.

Das Virus hat mich ebenso befallen wie

meinen Mann. Auch ich habe nun meine

Mitgliedschaft im Pistenclub. Seit

Juni 2020 bin auch ich nun schon so

einige Trackdays mit dem Pistenclub

gefahren. Wir waren mittlerweile in

Salzburg, in Spielberg, in Hockenheim,

in der grünen Hölle und natürlich in

Spa-Francorchamps. Immer mit unseren

beiden, doch von so vielen unterschätzten

US-Pony-Cars. Mittlerweile

haben wir bei „meinem“ Camaro auch

das Aussehen noch mehr an unser

tolles Hobby angepasst und eine komplett

neue Folierung im Custom-Race-

Design anfertigen lassen. Auch haben

wir uns einen Autotransporter und einen

Anhänger gekauft für die Wege zu

den Trackdays. Wir genießen jedes Mal

aufs Neue die Rennstreckenluft, das

Adrenalin und die netten Gespräche

mit den Jungs und Mädels vom Pistenclub,

sowie den Erfahrungsaustausch

mit den anderen Teilnehmern. Es entstanden

schon nette Bekanntschaften

und auch neue, tolle Freundschaften.

Selbst die Urlaube werden jetzt nach

dem Terminkalender des Pistenclubs

geplant.

Wir können „unseren“ Pistenclub jedem

empfehlen, der mal Boxengassenluft

schnuppern und dieses Feeling mal

erleben möchte. Und wer interessiert

ist, kann uns gerne auf Instagram (v8_

power_ffm) folgen. Dort posten wir unsere

Erlebnisse von den Trackdays mit

dem Pistenclub und gehen auch das

eine oder andere Mal „live“ während

unseren Fahrten.

Danke!

Wir bedanken uns bei Angela Dentz

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Manthey Performance Kits gibt es jetzt bei Porsche Tequipment.

Maximale Performance mit Porsche-Garantie

Manthey Performance-Kits

Text und Fotos: Manthey

Ein Performance-Boost für alle Porsche-Fans:

Die Motorsportmarke

Manthey ist seit diesem Jahr offizieller

Lieferant von Porsche Tequipment.

Das 911 GT2 RS Manthey

Performance-Kit ist nun auch direkt

über den Porsche Tequipment Finder

beziehungsweise im Porsche-

Zentrum erhältlich. Durch das Kit

wird der GT2 RS ambitionierter Porsche-Fahrer

noch weiter für den Einsatz

auf der Rennstrecke optimiert.

Ganz ohne einen Zulassungs- oder

Garantieverlust respektive eine

Wertminderung ihres Fahrzeugs zu

riskieren.

Für mehr Leistung und Individualität

auf der Rennstrecke ist Manthey

seit vielen Jahren ein verlässlicher

Partner für Porsche-Besitzer. Dank

der Zusammenarbeit mit Porsche

Tequipment bietet das Manthey Performance-Kit

für den Porsche 911

GT2 RS der Generation 991.2 viele

Vorteile: Die einzelnen Komponenten

des Performance-Kits gelten als

Original-Teile, die Porsche Approved

Garantie bleibt nach der Montage

erhalten. Porsche Tequipment hat

sich auf die Erfüllung individueller

Kundenwünsche spezialisiert und

bietet zahlreiche Zubehörprodukte

und Nachrüstoptionen an. Mit dem

Manthey Performance-Kit ergänzt

Tequipment dieses Angebot nun um

Performance-Komponenten.

34 Pistenclub - Das Clubmagazin


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MEHR PERFORMANCE

AUF DER RENNSTRECKE

Das 911 GT2 RS Manthey Performance-Kit

besteht aus aufeinander

abgestimmten Fahrwerks-, Aerodynamik-

und Bremskomponenten

sowie leichten GT2 RS Magnesiumrädern.

Durch die Gewichtsoptimierung

und den Hochleistungsbremsbelag

ist der Porsche damit optimal

für den Trackday gerüstet. Christoph

Breuer, Projektleiter Straßenfahrzeuge

Manthey/PSZ bei Manthey,

erklärt: „Porsche-Besitzer können so

nicht nur ihre Performance auf der

Rennstrecke verbessern, sondern

auch die Optik ihres Wagens individualisieren

und veredeln.“ Bei der

Entwicklung der Performance-Teile

profitiert Manthey von der örtlichen

Nähe zur legendären Nürburgring-

Nordschleife, wo die Ingenieurslösungen

direkt auf dem Asphalt getestet

werden.

Porsche Approved:

das Manthey Performance-Kit

für den Porsche 911 GT2 RS

Mit dem umfangreichen Performance-Kit optimieren Sie Ihren GT2 RS für noch schnellere

Rundenzeiten auf der Rennstrecke und heben sich gleichzeitig durch eine exklusive Optik

von der Masse ab. Erhältlich ab sofort über Porsche Tequipment oder bei Manthey.

Mehr erfahren: www.manthey-kit.com.

Closer to perfection


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Durch die Kits können Performance

und Optik individualisiert werden.

Mit dem Verkauf des Performance-

Kits über Tequipment zeigt Porsche

erneut ein klares Bekenntnis zur Marke

Manthey, an der die Porsche AG

mit 51 Prozent beteiligt ist. Nicht nur

im Vertrieb sind Porsche und Manthey

eng verbunden: Auch mit der „Manthey

Servicezentrum GmbH“ am

Standort in Meuspath arbeitet das

Unternehmen als offizieller Porsche-

Partner zusammen und bietet ein

breites Serviceangebot für Straßenfahrzeuge

an.

AUS MANTHEY-RACING

WURDE MANTHEY

Manthey zählt weltweit zu den führenden

Porsche-Rennteams und ist

Performance-Spezialist für GT-Modelle.

Um diese Expertise und die

Vielschichtigkeit des Unternehmens

zu betonen, präsentiert sich Manthey

Manthey

Rudolf-Diesel-Straße 11-13

53520 Meuspath

Tel. Nr. 02691 93370

www.facebook.com/mantheyracing

www.manthey-racing.de

jetzt mit einem neuen Markenauftritt:

Ein neues Logo und die Loslösung

des Racing-Elements im Markennamen

zeigen, dass Manthey neben

dem Racing noch viele weitere Facetten

bedient. So sollen die verschiedenen

Tätigkeitsbereiche gleichwertig

und prominent präsentiert werden.

Nach welchen Werten im Unternehmen

gelebt wird, ist dabei klar

definiert: Flexibilität, Geradlinigkeit,

Akribie und Kompromisslosigkeit

prägen die Arbeit und die Produkte

von Manthey. Wer mit seinem Porsche

nach Perfektion strebt, kommt

dem mit Manthey ein Stückchen näher

– so beschreibt es das neue Mission

Statement des Unternehmens:

„Closer to Perfection“. Eine Mission,

die das Unternehmen wohl mit jedem

ambitionierten Porsche-Fahrer

verbindet, für den der Fahrspaß und

ein optimal ausgestattetes Fahrzeug

Hand in Hand gehen.

36

Pistenclub - Das Clubmagazin


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Termine

Trackday

2021

Stand: 14.06.2021

Hockenheim

Übersicht unserer Events: Fahrtrainings für Automobile

März

Fr 12.03.2021 DE Hockenheimring

Mo 29.03.2021 DE Hockenheimring

April

Do 15.04.2021 DE Nürburgring Grand Prix

Mi 21.04.2021 DE Hockenheimring

Di 27.04.2021 DE Nürburgring Nordschleife

Mai

So 09.05.2021 IT Autodromo Monza

Di 04.05.2021 BE Spa-Francorchamps

Sa 15.05.2021 DE Race Park Meppen

Do 27.05.2021 DE Hockenheimring

Fr 28.05.2021 FR Circuit Dijon Prenois

Mo 31.05.2021 A Red Bull Ring

Juni

Mi 02.06.2021 IT Autodromo Vallelunga

Mi 02.06.2021 BE Spa-Francorchamps

Do 03.06.2021 BE Spa-Francorchamps

Sa 05.06.2021 DE Salzburgring

So 06.06.2021 DE Bilster Berg

Di 15.06.2021 IT Mugello Circuit

Do 24.06.2021 DE Hockenheimring

Do 24.06.2021 DE Hockenheimring (Afterwork 17-20h)

Juli

Mi 07.07.2021 BE Spa-Francorchamps

Do 08.07.2021 DE Nürburgring Grand Prix

Fr 09.07.2021 DE Nürburgring Nordschleife

Di 13.07.2021 NL Zandvoort

Mi 14.07.2021 DE Hockenheimring

Mi 14.07.2021 DE Hockenheimring (Afterwork 17-20h)

So 18.07.2021 BE Spa-Francorchamps

Fr 23.07.2021 IT Mugello

So 25.07.2021 DE Bilster Berg

Sa 31.07.2021 IT Tazio Nuvolari Circuit

August

Fr 06.08.2021 DE Nürburgring Nordschleife

Sa 07.08.2021 DE Race Park Meppen

Sa 07.08.2021 DE Hockenheimring

So 08.08.2021 DE Hockenheimring

Sa 21.08.2021 DE Bilster Berg

Mo 23.08.2021 A Red Bull Ring

Mi 25.08.2021 A Salzburgring

September

Di 07.09.2021 IT Mugello Circuit

So 12.09.2021 DE Nürburgring Grand Prix

Mo 13.09.2021 BE Spa-Francorchamps

Do 23.09.2021 DE Hockenheimring

Oktober

So 03.10.2021 FR Circuit Dijon Prenois

Fr 08.10.2021 A Red Bull Ring

Fr 08.10.2021 DE Nürburgring Nordschleife

Sa 09.10.2021 DE Bilster Berg

Mo 11.10.2021 DE Hockenheimring

Mo 11.10.2021 DE Hockenheimring (Afterwork 17-20h)

Mo 11.10.2021 A Salzburgring

Do 14.10.2021 IT Mugello Circuit

Sa 16.10.2021 IT Tazio Nuvolari Circuit

Sa 23.10.2021 DE Nürburgring Grand Prix

November

So 07.11.2021 DE Hockenheimring

Sa 20.11.2021 DE Hockenheimring

...weitere Termine folgen!

...more dates to follow!

...plusieurs dates à suivre!

...seguono alter manifestazioni!

ACHTUNG!

Wegen Covid-19 kann es bei einigen

Terminen natürlich auch

2021 noch zu Änderungen kommen.

Wir halten euch hier, auf unserer

Website und auf Facebook

auf dem Laufenden!

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Pistenclub e.V.

Geschäftsstelle

Johannes-Cleven-Str. 3

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