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tassilo - das Magazin rund um Weilheim und die Seen - Ausgabe September/Oktober 2021

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<strong>Ausgabe</strong> 38<br />

<strong>September</strong> / <strong>Oktober</strong> <strong>2021</strong><br />

®<br />

Das <strong>Magazin</strong> <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>Seen</strong><br />

Eine Produktion von<br />

Titelbild: pwmotion, Adobe Stock<br />

Blick auf den Haarsee<br />

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate<br />

Regional & präzise<br />

Die Wettersoftware „SWarn“<br />

Auf der Roten Couch<br />

Kreisbrandmeisterin Katharina Kögl


Deine Ausbildung<br />

bei Roche<br />

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Biotechnologie-Zentren Europas <strong>und</strong><br />

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Hellseherische Fähigkeiten<br />

Murnau <strong>und</strong> Penzberg haben<br />

sie mehrheitlich abgelehnt,<br />

Peiting, Schongau,<br />

Peißenberg <strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong><br />

schwören auf sie: Die Sicherheitswacht.<br />

In unserer<br />

<strong>September</strong> / <strong>Oktober</strong>-<strong>Ausgabe</strong><br />

erfahren Sie, liebe<br />

Leser, wie viel sicherer<br />

Ortschaften mit einer<br />

Sicherheitswacht<br />

wirklich<br />

sind. Gegen Unwetter<br />

sind auch <strong>die</strong> in polizeiblau<br />

gekleideten Ehrenamtler<br />

machtlos. Könnte eine<br />

Hochwasser-Katastrophe<br />

wie sie in Nordrhein-Westfalen,<br />

Rheinland-Pfalz oder auch im Berchtesgadener Land<br />

Mitte Juli geschehen ist, auch dem Tassiloland blühen?<br />

Stefan Schwarzer sagt ohne zu zögern: „Ja!“<br />

Früher beobachtete der Peißenberger <strong>das</strong> Wetter auf<br />

der Zugspitze, heute arbeitet er als Programmierer<br />

für <strong>das</strong> Meteorologische Observatori<strong>um</strong> auf dem Hohen<br />

Peißenberg. Und privat? Da sagt er seinen treuen<br />

Followern im Netz, wie <strong>das</strong> Wetter im bayerischen<br />

Oberland wirklich wird. Und zwar so präzise wie kein<br />

anderer in Bayern, Deutschland <strong>und</strong> der Welt – eine<br />

von ihm eigens programmierte Software macht’s<br />

möglich. Wetter spielt auch für <strong>die</strong> aktiven Mitglieder<br />

hiesiger Feuerwehren eine zentrale Rolle. „Es gibt<br />

ka<strong>um</strong> eine Wehr, <strong>die</strong> heuer noch nicht regelmäßig<br />

aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> Unwetterschäden im Einsatz war“, sagt<br />

Katharina Kögl, 24, erste Kreisbrandmeisterin in der<br />

Geschichte <strong>Weilheim</strong>-Schongaus. Im großen Interview<br />

auf der Roten Couch spricht <strong>die</strong> hauptberufliche<br />

Bauingenieurin aus Eberfing über Frauenquoten in<br />

feuerfesten Schutzanzügen, ihre Funktion als Beauftragte<br />

für „Lehrgangswesen <strong>und</strong> Ausbildungsorganisation“,<br />

<strong>das</strong> Image hiesiger Feuerwehren sowie<br />

einen Einsatz, den sie nicht vergessen wird.<br />

Unvergessliche Projekte für Bayern, Deutschland<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Welt initiiert auch ein rühriger Künstler aus<br />

<strong>Weilheim</strong>. Mit „wERDschätzung“ versucht der „Freifrank“<br />

<strong>die</strong> Bedeutung <strong>und</strong> Vielfalt der Natur den<br />

immer digitalisierteren Menschen wieder näherzubringen<br />

– insbesondere denen in großen, zugepflasterten<br />

Städten.<br />

Wie wertvoll <strong>die</strong> Natur im Bayerischen Alpenra<strong>um</strong><br />

ist, muss einem Bergwachtler nicht gezeigt werden.<br />

Wir haben einen erfahrenen <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong>s Thema „Gipfelbücher“<br />

befragt – deren Nutzen geht z<strong>um</strong> Teil weit<br />

über den Erinnerungsvermerk des Bergsteigers hinaus,<br />

kann sogar Leben retten. Als Jasmina Gröschel<br />

der Kripo geholfen hat, ging es nicht mehr <strong>um</strong> <strong>die</strong><br />

Rettung eines Lebens, sondern <strong>um</strong> <strong>die</strong> Auffindung<br />

einer vermissten Person. Die 53-Jährige hat Talente,<br />

<strong>die</strong> weit über <strong>das</strong> durchschnittliche menschliche<br />

Vorstellungsvermögen hinausreichen – <strong>und</strong> sogar<br />

wissenschaftlich belegt sind. Außergewöhnlich stark<br />

ist auch Jasmin Janning, <strong>die</strong> in <strong>die</strong>ser spätsommerlichen<br />

Herbstausgabe vorgestellt wird. Die Fußball-<br />

Torhüterin überzeugt seit mehreren Jahren in Jungsmannschaften<br />

<strong>und</strong> hat <strong>das</strong> Ziel Profifußball fest im<br />

Blick. Falls sie tatsächlich mal einen Vertrag beim<br />

FC Bayern München unterschreiben sollte, könnte<br />

sie sich sicherlich ein Produkt von Ultrasone leisten.<br />

Wo <strong>die</strong>se handgemachten Kopfhörer für Profimusiker<br />

hergestellt werden? Lesen Sie am besten selbst. Auf<br />

Seite 14, wie an <strong>die</strong>ser Stelle verrät,<br />

Ihr Johannes Schelle<br />

> > > AUS DEM INHALT<br />

Seite 4<br />

Sicherheitswachten in<br />

der Region — für ein<br />

anständiges Miteinander<br />

Seite 6<br />

Am Anfang waren es<br />

Weinflaschen — Sinn <strong>und</strong><br />

Zweck von Gipfelbüchern<br />

Seite 9<br />

Kreisbrandmeisterin Katharina<br />

Kögl im großen Interview<br />

auf der Roten Couch<br />

Seite 14<br />

Handgemacht auf Gut<br />

Raucherberg: Kopfhörer<br />

für Profimusiker<br />

Seite 16<br />

Nachwuchstalent Jasmin<br />

Janning: „Männerfußball<br />

bringt mich weiter“<br />

Seite 20<br />

Strahlen gegen Corona:<br />

Pollinger Firma befreit<br />

Ra<strong>um</strong>luft von Viren<br />

Seite 26<br />

Aus einer Peißenberger<br />

Manufaktur: Tiroler Speck<br />

wie anno daz<strong>um</strong>al<br />

Seite 28<br />

„Dafür bekommst du<br />

Geld?“ Tobias Giebel<br />

arbeitet als Streetworker<br />

Seite 32<br />

Gruselgeschichten!<br />

Neues Buch verrät unheimliche<br />

Orte im Tassiloland<br />

Seite 36<br />

wERDschätzung — <strong>das</strong><br />

internationale Kunstprojekt des<br />

<strong>Weilheim</strong>ers Frank Fischer<br />

Seite 40<br />

„SWarn“ von Stefan<br />

Schwarzer — der bessere<br />

Wetterbericht<br />

Seite 43<br />

In Stein gemeißelt!<br />

Das „<strong>tassilo</strong>“-Heimaträtsel<br />

mit herzhaftem Gewinn<br />

Seite 45<br />

In den Herbstferien wird<br />

<strong>um</strong>gezogen: Die neue<br />

Berufsschule in <strong>Weilheim</strong><br />

Seite 48<br />

„Jugend Motivator“ verhilft<br />

künftigen Schulabgängern<br />

z<strong>um</strong> Tra<strong>um</strong>job<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 3


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WEILHEIM<br />

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Sicherheitswachten in der Region<br />

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Präsenz zeigen für ein<br />

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<strong>Weilheim</strong><br />

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<strong>Weilheim</strong>-Schongau | Mit Schongau,<br />

<strong>Weilheim</strong>, Peiting <strong>und</strong> Peißenberg<br />

stellen vier Landkreis-<br />

Gemeinden eine Sicherheitswacht.<br />

Anhaltende Probleme mit Lärmbelästigung,<br />

Graffiti-Schmierereien,<br />

Saufgelagen, Brandstiftungen,<br />

Vandalismus <strong>und</strong> Vermüllung<br />

waren für Bürgermeister, Stadt<strong>und</strong><br />

Gemeinderäte letztlich ausschlaggebende<br />

Gründe, <strong>die</strong>ser<br />

Einführung – auch auf Anraten<br />

der hiesigen Polizei – mehrheitlich<br />

zuzustimmen. Umso wichtiger<br />

zu wissen: „Dass <strong>die</strong> Sicherheitswacht<br />

keine Hilfspolizei ist“, sagt<br />

René Kießlich ausdrücklich. Der<br />

44-jährige arbeitet nicht nur als<br />

Dienstgruppenleiter für <strong>die</strong> Polizeiinspektion<br />

Schongau, sondern<br />

auch als Ausbilder <strong>und</strong> Betreuer<br />

der Sicherheitswachten für Peiting<br />

<strong>und</strong> Schongau. „Wobei <strong>die</strong> Einstellungsvoraussetzungen<br />

<strong>und</strong> Ausbildungsabläufe<br />

von Sicherheitswachtlern<br />

bayernweit gleich sind“,<br />

so Kießlich, der an <strong>die</strong>ser Stelle für<br />

sein <strong>Weilheim</strong>er Pendant, Thomas<br />

Wackerle, gleich mitspricht. Ein<br />

vorstrafenfreies Führungszeugnis,<br />

keine<br />

rechts- oder linksangehauchte<br />

Gesinnung, ein<br />

kompetenter, fre<strong>und</strong>licher<br />

<strong>und</strong> der jeweiligen<br />

Situation angepasster<br />

Umgang mit Menschen<br />

allen Alters <strong>und</strong> aller<br />

Nationalitäten, eine<br />

starke Verwurzelung<br />

<strong>und</strong> Ortskenntnis im<br />

jeweiligen Einzugsgebiet,<br />

Volljährigkeit<br />

4 | <strong>tassilo</strong><br />

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82362 <strong>Weilheim</strong> /<br />

/ 2 Holzhofstr.<br />

sowie eine abgeschlossene Schule<br />

<strong>und</strong> Berufsausbildung sind <strong>die</strong><br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>voraussetzungen für eine<br />

Ausbildung z<strong>um</strong> „Sicherheitswachtler“.<br />

Die 40-stündige Ausbildung<br />

in Theorie <strong>und</strong> Praxis erfolgt<br />

überwiegend auf den Polizeiwachen<br />

in Schongau <strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong>,<br />

z<strong>um</strong> Teil auch draußen in den<br />

Orten, wo <strong>die</strong> jeweiligen Männer<br />

<strong>und</strong> Frauen letztlich eingesetzt<br />

werden. Kommunikation, Sicherheitswachtgesetz,<br />

Strafrecht, Erste<br />

Hilfe <strong>und</strong> Selbstverteidigung sind<br />

<strong>die</strong> Schwerpunktfächer. Außerdem<br />

vorgeschrieben: Eine einheitliche<br />

Dienstkleidung mit entsprechender<br />

Ausrüstung: Die besteht aus dunkelblauer<br />

Jacke (Winter) oder dunkelblauem<br />

Polo-Shirt (Sommer),<br />

<strong>die</strong> sich für den Laien, z<strong>um</strong>indest<br />

auf den allerersten Blick, ka<strong>um</strong> von<br />

einer klassischen Polizei-Uniform<br />

unterscheidet. „Nur <strong>das</strong>s auf dem<br />

Rücken, der Brust <strong>und</strong> am Ärmel<br />

Spaß bei der Arbeit: Thomas Arndt (li.)<br />

<strong>und</strong> Kevin Baltot am Peitinger Hauptplatz.<br />

‚Sicherheitswacht‘ draufsteht.“<br />

Außerdem an Mann <strong>und</strong> Frau: Ein<br />

Reizstoffsprühgerät (im Volksm<strong>und</strong><br />

Pfefferspray) zur Selbstverteidigung<br />

<strong>und</strong> Funk, <strong>um</strong> im Falle eines<br />

ernsten Notfalls sofort <strong>die</strong> Polizei<br />

verständigen zu können.<br />

Brutaler Raubüberfall<br />

in Schongau<br />

Die erste Sicherheitswacht im<br />

Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

wurde im Jahr 2010 in Schongau<br />

eingeführt. Allerdings weniger<br />

aus oben genannten Problemen,<br />

sondern vielmehr als Antwort auf<br />

einen brutalen Raubüberfall, geschehen<br />

im Jahr 2009 auf dem<br />

etwas steileren Fußweg zwischen<br />

Bahnhof <strong>und</strong> Altstadt. „Das war<br />

für uns <strong>und</strong> <strong>die</strong> Stadt Schongau<br />

der Anlass, im öffentlichen Bereich<br />

mehr Präsenz zeigen zu wollen“,<br />

sagt René Kießlich rückblickend.<br />

Genau <strong>das</strong> ist <strong>die</strong> wichtigste Aufgabe<br />

einer Sicherheitswacht: Durch<br />

Präsenz auf öffentlichen Plätzen, in<br />

Wohnsiedlungen sowie an beliebten<br />

Treffpunkten von Jugendlichen<br />

<strong>und</strong> Erwachsenen ein Plus an Sicherheit,<br />

Zivilcourage <strong>und</strong> Zusammenhalt<br />

in der Gesellschaft herzustellen.<br />

„In der Regel<br />

reicht <strong>die</strong>se Präsenz<br />

aus, <strong>um</strong> potentielle<br />

Straftäter von möglichen<br />

Vergehen abzuhalten,<br />

<strong>und</strong> Jugendliche<br />

vor D<strong>um</strong>mheiten<br />

zu bewahren, <strong>die</strong> sie<br />

hinterher bereuen<br />

würden.“ Im Einsatz ist<br />

<strong>die</strong> Sicherheitswacht<br />

sowohl in Schongau,<br />

Peiting, Peißenberg als<br />

auch <strong>Weilheim</strong> meis-<br />

0881-92766211<br />

<strong>Weilheim</strong><br />

weilheim@hellofit.de


tens am Freitag <strong>und</strong><br />

Samstag zwischen 17<br />

bis 1 Uhr, aber auch<br />

tagsüber im Rahmen<br />

größerer Veranstaltungen<br />

– ehrenamtlich,<br />

aber mit einer Aufwandsentschädigung<br />

von acht Euro pro<br />

St<strong>und</strong>e, bezahlt vom<br />

Freistaat.<br />

Wer letztlich wie lange<br />

<strong>und</strong> an welchen<br />

Plätzen unterwegs ist,<br />

wird im Rahmen eines Dienstplanes<br />

individuell <strong>und</strong> flexibel von der<br />

jeweiligen Polizeiinspektion <strong>und</strong> in<br />

enger Absprache mit den Männern<br />

<strong>und</strong> Frauen der Sicherheitswacht<br />

festgelegt. Auf der jeweiligen Inspektion<br />

haben <strong>die</strong> Sicherheitswachtler<br />

auch einen eigenen Spint,<br />

<strong>um</strong> Dienstkleidung <strong>und</strong> Ausrüstung<br />

sicher verstauen zu können.<br />

Heißt: Dienstbeginn für <strong>die</strong> Sicherheitswachtler<br />

in Schongau <strong>und</strong><br />

Peiting ist immer <strong>die</strong> Polizeiwache<br />

in Schongau. Für <strong>die</strong> in <strong>Weilheim</strong><br />

<strong>und</strong> Peißenberg <strong>die</strong> Dienststelle<br />

der <strong>Weilheim</strong>er Polizei. „Die Männer<br />

<strong>und</strong> Frauen, <strong>die</strong> weitere Anfahrtswege<br />

zurücklegen müssen,<br />

in unseren Fällen bis nach Peiting<br />

oder Peißenberg, bekommen auch<br />

einen zivilen Dienstwagen zur Verfügung<br />

gestellt“, sind sich Thomas<br />

Wackerle <strong>und</strong> René Kießlich einig.<br />

Vor Ort sind <strong>die</strong> Sicherheitswachtler<br />

dann nahezu ausschließlich zu<br />

Fuß unterwegs. Und zwar immer<br />

im Zweier-Team, <strong>um</strong> sich im Falle<br />

einer Gefahrensituation gegenseitig<br />

helfen zu können.<br />

Skepsis, Respekt <strong>und</strong><br />

Anerkennung<br />

Sonja Fabel (li.) <strong>und</strong><br />

Constanze Schmid auf dem<br />

Weg z<strong>um</strong> Bahnhof Peißenberg.<br />

Auch auf <strong>die</strong> Frage, ob <strong>die</strong> Sicherheitswacht<br />

tatsächlich für mehr Sicherheit<br />

in der Region sorgt, sind<br />

sich Wackerle <strong>und</strong> Kießlich einig:<br />

„Sie wurde zu Beginn mit Skepsis<br />

betrachtet, wird inzwischen jedoch<br />

von der Bevölkerung immer besser<br />

angenommen, respektiert <strong>und</strong> geschätzt<br />

– gleichzeitig haben wir an<br />

früheren Brennpunkten wesentlich<br />

weniger, an vielen Plätzen sogar<br />

gar keine Probleme mehr.“ Allen<br />

voran was <strong>die</strong> Vermüllung von<br />

Grillplätzen an Ammer <strong>und</strong> Lech<br />

betrifft, aber auch Vandalismus,<br />

Lärmbelastung durch illegale Partys<br />

sowie Graffiti-Schmierereien<br />

finden dank uniformierter Präsenz<br />

in Peiting, Schongau, Peißenberg<br />

Via Funkgerät können Sicherheitswachtler<br />

im Notfall Kontakt<br />

zur Polizei aufnehmen.<br />

> > > MITARBEITER GESUCHT<br />

<strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong> weniger<br />

statt. Trotzdem gibt<br />

es auch <strong>die</strong> eine oder<br />

andere Gemeinde aus<br />

<strong>die</strong>sem oder benachbarten<br />

Landkreis, z<strong>um</strong><br />

Beispiel Penzberg <strong>und</strong><br />

Murnau, <strong>die</strong> eine Sicherheitswacht<br />

trotz<br />

Empfehlung der jeweiligen<br />

Polizeiinspektion<br />

im Rahmen einer<br />

Stadt- oder Gemeinderatssitzung<br />

mehrheitlich<br />

abgelehnt haben. „Unser<br />

Ort ist sicher“, so <strong>die</strong> Begründung<br />

der Gegner, <strong>die</strong> sowohl Kießlich als<br />

auch Wackerle nicht wirklich nachvollziehen<br />

können, da <strong>die</strong> Sicherheitswacht<br />

schließlich kein Polizeiersatz<br />

sei. „Wir werden deshalb<br />

weder mehr noch weniger Streifen<br />

einsetzen.“ Und trotzdem trägt <strong>die</strong><br />

Präsenz der Sicherheitswacht einen<br />

wesentlichen Beitrag zu mehr<br />

Sicherheit, Zivilcourage <strong>und</strong> somit<br />

auch Zusammenhalt in der Gesellschaft<br />

bei. „Weil sie hinsehen, wo<br />

andere den Blick abwenden <strong>und</strong><br />

verschließen, sie zu- <strong>und</strong> hinhören,<br />

wo andere nichts hören <strong>und</strong><br />

nichts wissen wollen, weil sie handeln<br />

<strong>und</strong> Hilfe leisten, <strong>und</strong> weil sie<br />

sicht- <strong>und</strong> ansprechbares Bindeglied<br />

zwischen der Bevölkerung<br />

<strong>und</strong> der Polizei sind.“ Mit <strong>die</strong>sen<br />

Worten beschreibt der Freistaat<br />

den Sinn <strong>und</strong> Zweck der – bayernweit<br />

betrachtet – bereits 1994 eingeführten<br />

Sicherheitswacht. Die in<br />

Schongau, <strong>Weilheim</strong>, Peißenberg<br />

<strong>und</strong> Peiting wirkt sich in jedem<br />

Falle positiv auf ein anständigeres<br />

Miteinander aus.<br />

js<br />

Die Polizeiinspektionen <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> Schongau suchen aktuell<br />

weitere Mitarbeiter für <strong>die</strong> Sicherheitswachten in Schongau, Peiting,<br />

Peißenberg <strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong>.<br />

Interessierte dürfen sich jederzeit bei den jeweiligen Dienststellen<br />

melden, erk<strong>und</strong>igen <strong>und</strong> bewerben. Die PI Schongau ist erreichbar<br />

unter 08861 / 2340, <strong>die</strong> PI <strong>Weilheim</strong> unter 0881 / 6400.<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 5<br />

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© Martin Martin Bolle<br />

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Der Sinn <strong>und</strong> Zweck von Gipfelbüchern<br />

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Tassiloland | Im 19. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

war auf den Bergen noch wenig<br />

los. Hütten gab es ka<strong>um</strong> <strong>und</strong> auch<br />

ein Kreuz stand nur auf wenigen<br />

Gipfeln. So machten es sich <strong>die</strong> Ersteiger<br />

jener Zeit zur Gewohnheit,<br />

ein Zeichen zu hinterlassen: Einen<br />

Steinhaufen z<strong>um</strong> Beispiel. Oder<br />

eine Stange. Und nicht wenige<br />

hatten eine Flasche Wein dabei –<br />

<strong>das</strong> einzige bergtaugliche Getränk<br />

neben dem Quellwasser – <strong>und</strong> war<br />

sie auf dem Gipfel leer, blieb sie<br />

dort. Oft steckte man einen Zettel<br />

mit seinem Namen <strong>und</strong> seiner Adresse<br />

dazu. Der nächste, der auf<br />

den Gipfel kam, konnte <strong>die</strong> Nachricht<br />

lesen, suchte im Tal vielleicht<br />

sogar den Vorgänger auf <strong>und</strong> hinterließ<br />

seine eigene Visitenkarte in<br />

der Flasche.<br />

Um <strong>die</strong> Jahrh<strong>und</strong>ertwende wurde<br />

der Ansturm in den Bergen größer.<br />

Auf manchem Gipfel stapelten sich<br />

Flaschen <strong>und</strong> andere Zeichen der<br />

Verewigung. So kam<br />

man auf <strong>die</strong> Idee eines<br />

Gipfelbuchs.<br />

Auf dem Biberkopf<br />

im Allgäu lag schon 1888 eine<br />

Metallkapsel mit einem Büchlein.<br />

Und <strong>die</strong> Idee fand Nachahmung.<br />

Bald standen auch auf immer<br />

mehr Gipfeln Kreuze, an <strong>die</strong> Behälter<br />

angebracht werden konnten,<br />

<strong>um</strong> darin Gipfelbücher vor der<br />

Witterung zu schützen. Damals<br />

verewigten sich <strong>die</strong> meisten Gipfelstürmer<br />

recht formell mit Namen,<br />

Beruf, sowie Zugehörigkeit<br />

zu ihrer Alpenvereinssektion <strong>und</strong><br />

der Aufstiegsroute, <strong>die</strong> sie gewählt<br />

hatten. „Das hat sich eigentlich<br />

noch bis in <strong>die</strong> siebziger Jahre<br />

so gehalten“, weiß Georg Degle.<br />

„Natürlich kamen auch schon mal<br />

schöne kurze Gedichte oder kleine<br />

feine Zeichnungen dazu, oder ein<br />

Satz über <strong>das</strong> Wetter.“ Degle ist<br />

langjähriger Wegewart bei der Alpenvereinssektion<br />

Peiting. Er kennt<br />

<strong>die</strong> Gipfelbücher im Gebiet <strong>um</strong> <strong>die</strong><br />

Kenzenhütte, für <strong>das</strong> <strong>die</strong> Peitinger<br />

AV-Sektion zuständig ist. Auf der<br />

G<strong>um</strong>penkarspitze, <strong>die</strong> wegen des<br />

weglosen steilen Terrains nur von<br />

wenigen bestiegen wird, befindet<br />

sich noch ein Gipfelbuch aus dem<br />

Jahre 1967. Auf<br />

der benachbarten,<br />

viel bekannteren<br />

Hochplatte<br />

hingegen muss<br />

Degle <strong>das</strong> Gipfelbuch<br />

fast jedes<br />

Jahr austauschen,<br />

so schnell füllt es<br />

sich. Auch deshalb, da manche<br />

Zeitgenossen für sich allein ganze<br />

Seiten füllen – mit bierseligen<br />

Sprüchen oder großen Strichmännchen.<br />

Oder ein paar Ottifanten<br />

über der abgewandelten<br />

Bayernhymne. Schön <strong>und</strong> passend<br />

findet <strong>das</strong> nicht jeder.<br />

Einträge können<br />

Leben retten<br />

Autor Christian Rauch auf dem<br />

Brünstlkreuz über Farchant.<br />

Rechts: „Das letzte Gipfelbuch“<br />

am Geiselstein.<br />

Dabei können Gipfelbücher Leben<br />

retten – immer wieder bekommt<br />

<strong>die</strong> Bergwacht bei Rettungseinsätzen<br />

einen hilfreichen Hinweis<br />

aus dem Gipfelbuch. „Wenn man<br />

weiß, wann ein Vermisster sich<br />

oben auf dem Gipfel eingetragen<br />

hat, kann man z<strong>um</strong> Beispiel dar-<br />

aus ableiten, wie weit er danach<br />

im Abstieg gekommen sein kann“,<br />

erklärt Degle, der seit Jahrzehnten<br />

auch in der Peitinger Bergwacht-<br />

Bereitschaft aktiv ist. Aber nicht jeder<br />

trägt sich ein. Und manche tragen<br />

sich nicht mit Uhrzeit ein, was<br />

im Notfall ein großer Nachteil sein<br />

kann. Neben Gipfelbüchern gibt<br />

es in vielen Alpenvereinshäusern<br />

auch Hüttenbücher <strong>und</strong> an viel<br />

besuchten Kletterrouten in Felswänden,<br />

wie am Geiselstein, auch<br />

Wandbücher. Wer also eine lange<br />

<strong>und</strong> nicht ungefährliche hochalpine<br />

Unternehmung vorhat, trägt<br />

sich morgens am besten in ein<br />

Hüttenbuch ein, mit Abmarschzeit<br />

<strong>und</strong> vorgesehener Route,<br />

später gegebenfalls im Wand-<br />

29 Hofstattstr.<br />

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uch, schließlich im Gipfelbuch.<br />

Wer solche – im Extremfall lebensrettenden<br />

– Angaben beherzigt,<br />

kann sich darunter noch frei ausdrücken.<br />

Man kann loswerden,<br />

was einen bewegt. Ein anstrengender<br />

Marsch, Gipfelglück trotz<br />

Nebel oder eben <strong>die</strong> tra<strong>um</strong>hafte<br />

Aussicht, bei der man dann z<strong>um</strong><br />

mehr oder weniger begabten<br />

Zeichner wird. Grüße an den oder<br />

<strong>die</strong> Liebste zuhause, der Bericht<br />

von einer größeren Wandergruppe<br />

oder <strong>die</strong> Etappe auf einer<br />

wochenlangen Fernwanderung.<br />

Gipfelbucheinträge sind so vielfältig<br />

wie <strong>die</strong> Menschen, <strong>die</strong> den<br />

Berg besteigen. Andere blättern<br />

<strong>das</strong> Geschriebene später durch,<br />

man schmunzelt hin <strong>und</strong> wieder<br />

<strong>und</strong> entdeckt vielleicht den Namen<br />

eines Fre<strong>und</strong>es, der Monate vorher<br />

auf dem gleichen Gipfel war.<br />

Auch Georg Degle schaut, vor allem<br />

wenn er mal in ganz anderen<br />

Gebirgen unterwegs ist, ob sich in<br />

Gipfelbüchern Einträge von Bekannten<br />

finden.<br />

Zu viele Marterl<br />

am Geiselstein<br />

Wirklich „verewigen“ aber kann<br />

man sich in Gipfelbüchern aber<br />

nicht. Keine Alpenvereinssektion<br />

hebt alle Bücher von früher auf.<br />

„Das würde zu viele Schränke füllen“,<br />

sagt Georg Degle. Auch im<br />

Archiv des Deutschen Alpenvereins<br />

auf der Münchner Praterinsel lagern<br />

nur besonders alte Bücher.<br />

Der personelle Aufwand wäre<br />

schlicht zu groß, <strong>um</strong> mehr zu archivieren.<br />

Und der meist schlechte<br />

Zustand von Gipfelbüchern würde<br />

nur selten eine automatisierte Digitalisierung<br />

zulassen. Über den<br />

Zustand von Gipfelbüchern kann<br />

auch Georg Degle ein Lied singen.<br />

Manche sind schon nach einigen<br />

Monaten extrem zerfleddert, der<br />

Einband beschädigt. „Meist kommt<br />

<strong>das</strong>, wenn jemand vergisst <strong>die</strong><br />

Klappe des Gipfelbuchkästchens<br />

wieder zuz<strong>um</strong>achen. Zieht dann<br />

ein Gewitter auf, steht so ein Buch<br />

richtig im Wasser.“ Ein offenes<br />

Gipfelbuchkasterl musste Degle im<br />

Frühjahr auch mal von einer dicken<br />

Schneeschicht befreien.<br />

Ein Gipfelbuch dagegen, <strong>das</strong> der<br />

Peitinger pflegt, hat einen ganz<br />

besonderen, traurigen Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong>.<br />

Es liegt auf keinem Gipfel,<br />

sondern in der Kapelle am Wankerfleck,<br />

unterhalb der legendären<br />

Felswände des Geiselsteins, des<br />

berühmtesten Kletterbergs in den<br />

Ammergauer Alpen. „Bis in <strong>die</strong><br />

fünfziger Jahre“, so erzählt Georg<br />

Degle, „hat man an den Zustiegen<br />

zu den Kletterrouten Marterl<br />

aufgestellt, wenn jemand verunglückt<br />

war. Irgendwann standen<br />

viele Marterl am Bergfuß <strong>und</strong> so<br />

entschied <strong>die</strong> Sektion Peiting eine<br />

Gedenkkapelle am Wankerfleck<br />

zu bauen.“ Und in <strong>die</strong>ser Kapelle<br />

liegt seit <strong>r<strong>und</strong></strong> 65 Jahren <strong>das</strong> „Letzte<br />

Gipfelbuch“. Darin eingetragen:<br />

Alle Bergsteiger, <strong>die</strong> im Kenzengebiet<br />

verunglückt sind.<br />

cr<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 7 september / oktober <strong>2021</strong> | 7


„Quo Vadis“<br />

Immobilienmarkt ?<br />

Georg S<strong>um</strong>merer<br />

Leiter Immobilien<br />

Anja Romeike<br />

<strong>Weilheim</strong><br />

Andreas Gilg<br />

Peißenberg & Schongau<br />

Bianca Kmeth<br />

Murnau & Penzberg<br />

Ein Interview mit Anja Romeike (Immobilienwirtin)<br />

<strong>und</strong> Georg S<strong>um</strong>merer (Leiter Immobiliencenter) der<br />

Sparkasse Oberland<br />

Herr S<strong>um</strong>merer, Sie sind seit 01.01.21 der Leiter der Immobilien-Abteilung<br />

der Sparkasse Oberland – War<strong>um</strong> steigen <strong>die</strong> Immobilienpreise so<br />

deutlich?<br />

Wir haben eine ungebrochen starke Nachfrage. Hierzu gibt es mehrere<br />

Ursachen. Die historisch niedrigen Zinsen lenken inflationsbewusste<br />

Anleger immer stärker auf Sachwerte wie Immobilien aber auch Aktien<br />

<strong>und</strong> Rohstoffe.<br />

Dazu kommt durch <strong>die</strong> Corona-Pandemie eine starke Fokussierung auf <strong>die</strong><br />

eigenen vier Wände. Homeofffice, Homeschooling sowie der Lock-Down<br />

haben bei vielen Menschen <strong>die</strong> Wichtigkeit der eigenen Wohnsituation<br />

verdeutlicht.<br />

Wie schätzen Sie <strong>die</strong> weitere Entwicklung im Landkreis ein?<br />

Wir glauben, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Zinsniveau weiter sehr niedrig bleibt <strong>und</strong> <strong>die</strong> Effekte<br />

aus der Pandemie noch eine Zeit nachhalten. Die Nachfrage gerade im<br />

erweiterten Umfeld von München wird hoch bleiben. Somit gehe ich von<br />

stabilen <strong>und</strong> noch weiter leicht steigenden Preisen aus.<br />

Dabei gibt es im Geschäftsgebiet durchaus Unterschiede. Während <strong>die</strong><br />

Preise im Ra<strong>um</strong> Penzberg mit seiner Anbindung an <strong>die</strong> Autobahn (A95)<br />

stärker gestiegen sind, erkennen wir im Ra<strong>um</strong> Schongau, <strong>das</strong>s Preise<br />

zwar auch steigen, aber auf einem im Verhältnis niedrigeren Niveau.<br />

Was beschäftigt Sie gerade besonders?<br />

Was alle Makler beschäftigt – Wie bekommen wir für unsere Interessenten<br />

neue Objekte in unser Angebots-Portfolio? Durch <strong>das</strong> hervorragende<br />

Netzwerk der Sparkasse können wir hier allerdings immer wieder interessante<br />

Objekte anbieten. Gerade in <strong>die</strong>sen anspruchsvollen Zeiten<br />

überzeugt K<strong>und</strong>en, <strong>die</strong> eine Immobilie veräußern möchten, <strong>die</strong> jahrelange<br />

professionelle Begleitung durch unsere Makler.<br />

Frau Romeike, Sie sind eine der langjährigen erfahrenen Profis in der<br />

Immobilienvermittlung der Sparkasse Oberland. War<strong>um</strong> sollte ein Immobilienbesitzer<br />

in <strong>die</strong>ser Marktsituation verkaufen?<br />

Ein Verkauf macht immer nur dann Sinn, wenn <strong>die</strong> aktuelle Wohnsituation<br />

nicht mehr z<strong>um</strong> Lebens<strong>um</strong>feld oder zur eigenen Lebensphase passt.<br />

Dies ist sehr oft der Fall, wenn sich <strong>die</strong> familiäre oder berufliche Situation<br />

verändert. Durch <strong>die</strong> von Herrn S<strong>um</strong>merer beschriebene Marksituation<br />

können in vielen Fällen sehr gute Preise erzielt werden.<br />

Bianca Roth<br />

Assistentin<br />

Georg Sterzer<br />

Murnau & Penzberg<br />

Vertrauen Sie auf <strong>die</strong> jahrelange Fachexpertise Ihrer Sparkasse im Makler geschäft –<br />

gemeinsam finden wir den richtigen Käufer für Ihre Immobilie.<br />

Ihre Immobilien-Profis<br />

persönlich für Sie erreichbar unter 0881 641-0.<br />

Carina Juhnke<br />

Assistentin<br />

Harald Wörnzhofer<br />

Peißenberg & Schongau<br />

War<strong>um</strong> sollten <strong>die</strong> K<strong>und</strong>en einen Makler beauftragen – <strong>das</strong> kostet doch<br />

auch Geld?<br />

Sehr oft zeigt sich, <strong>das</strong>s gerade bei einer professionellen Vermarktung<br />

ein besserer Preis erzielt werden kann. Von der ersten Besichtigung bis<br />

z<strong>um</strong> Notartermin begleiten wir unsere K<strong>und</strong>en <strong>und</strong> klären alle Details ab.<br />

Durch unser hervorragendes Netzwerk haben wir alle Möglichkeiten, einen<br />

sorgenfreien Verkauf sicherzustellen.<br />

Themen wie Immobilienrente <strong>und</strong> Immobilienteilverkauf werden aktuell<br />

von der Branche stark beworben – Was halten Sie davon?<br />

Die Berücksichtigung der persönlichen Situation des Eigentümers ist<br />

bei <strong>die</strong>sen „Verkaufsmodellen“ der wichtigste Aspekt. Eine <strong>um</strong>fassende<br />

Beratung, <strong>die</strong> Alternativen <strong>und</strong> daraus resultierende Folgen aufzeigt, ist<br />

unabdingbar. Vorsicht ist immer dann angesagt, wenn nur eine Option<br />

angeboten wird.<br />

Gibt es denn so viele Optionen?<br />

Es gibt viele Möglichkeiten <strong>und</strong> derzeit auch sehr viele Anbieter. Die<br />

Entscheidung des Verkäufers sollte nachhaltig <strong>und</strong> von einem guten<br />

Bauchgefühl begleitet werden. Dazu gehört auch <strong>die</strong> Rücksprache mit der<br />

Familie <strong>und</strong> bestenfalls mit dem vertrauten Kreditinstitut vor Ort.<br />

Herr S<strong>um</strong>merer – Was raten Sie K<strong>und</strong>en, <strong>die</strong> noch keine Immobilie<br />

besitzen?<br />

Wenn es irgendwie darstellbar ist, sollten sie versuchen, in ihre eigenen<br />

4-Wände zu kommen. Auch vor 10, 20 oder 30 Jahren haben viele gedacht,<br />

<strong>das</strong>s <strong>die</strong> Preise sehr hoch sind. Durch <strong>die</strong> Inflation <strong>und</strong> <strong>die</strong> steigenden<br />

Einkommen ist <strong>die</strong> Rechnung fast immer aufgegangen. Zudem<br />

kommt, <strong>das</strong>s eine solide Rentenabsicherung ohne Immobilienbesitz ka<strong>um</strong><br />

möglich ist.<br />

Weil‘s <strong>um</strong> mehr als Geld geht.<br />

sparkasse-oberland.de


Auf der Roten Couch<br />

Die Kreisbrandmeisterin<br />

Stark in Theorie <strong>und</strong> Praxis: Seit<br />

gut einem Jahr ist Katharina Kögl<br />

Kreisbrandmeisterin für <strong>Weilheim</strong>-<br />

Schongau. Interview <strong>und</strong> Fotoshooting<br />

auf der Roten Couch fanden<br />

am Eberfinger Feuerwehrhaus<br />

statt. Von dort ist <strong>die</strong> 24-Jährige<br />

regelmäßig aktiv im Einsatz.<br />

Foto: Felix Baab<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 9


Eberfing | Katharina Kögl ist nicht<br />

nur Kreisbrandmeisterin. Sie ist<br />

<strong>die</strong> erste überhaupt, <strong>die</strong> in der Geschichte<br />

des Landkreises <strong>Weilheim</strong>-<br />

Schongau eine solche Position als<br />

Frau innehat. Und <strong>das</strong> mit gerade<br />

einmal 24 Jahren. Damit ist sie in<br />

<strong>die</strong>ser Funktion <strong>die</strong> derzeit wohl<br />

jüngste in ganz Bayern – auch unter<br />

den zahlreichen männlichen Kollegen.<br />

Im großen Interview auf der<br />

Roten Couch spricht <strong>die</strong> waschechte<br />

Eberfingerin mit Abitur in <strong>Weilheim</strong><br />

<strong>und</strong> Bauingenieurs-Studi<strong>um</strong><br />

(Bachelor <strong>und</strong> Master) an der TU<br />

München über ihre zeitintensiven<br />

Aufgaben <strong>die</strong>ser neugeschaffenen,<br />

landkreisweiten Stelle für „Lehrgangswesen<br />

<strong>und</strong> Ausbildungsorganisation“.<br />

Sie verrät, wie sich<br />

<strong>die</strong>ses verantwortungsvolle Ehrenamt<br />

mit ihrem hauptamtlichen Beruf<br />

als Ingenieurin in einem Büro<br />

für vorbeugenden Brandschutz vereinbaren<br />

lässt. War<strong>um</strong> sie sich „auf<br />

jeden Fall“ noch mehr Frauen in<br />

hiesigen Feuerwehren wünschen<br />

würde. Und war<strong>um</strong> <strong>die</strong> Wichtigkeit<br />

von Freiwilligen Feuerwehren<br />

nicht hoch genug wertzuschätzen<br />

ist. Außerdem blickt sie emotional<br />

zurück auf ihren prägendsten<br />

Einsatz als Aktive, der allerdings<br />

bereits mehrere Jahre zurückliegt.<br />

Denn trotz regelmäßiger Unwetter<br />

in den vergangenen Wochen <strong>und</strong><br />

Monaten fällt auf: Seit Eintritt der<br />

Corona-Pandemie mussten <strong>die</strong><br />

Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau deutlich<br />

seltener ausrücken.<br />

Frau Kögl, woher rührt Ihre Leidenschaft<br />

für <strong>das</strong> Feuerwehr-Dasein?<br />

Da bin ich sicherlich familiär vorbelastet.<br />

Mein Vater ist auch aktiv<br />

bei der Eberfinger Feuerwehr, war<br />

unter anderem Kommandant, <strong>und</strong><br />

hat mich natürlich schon als kleines<br />

Mädchen immer wieder mal mitgenommen.<br />

Hinzu kommt, <strong>das</strong>s ich<br />

von klein auf technisch interessiert<br />

war, gerne aktiv mitanpacke <strong>und</strong><br />

sich in meinem Leben ohnehin immer<br />

etwas rühren muss. So bin ich<br />

10 | <strong>tassilo</strong><br />

Rollentausch: Expertin Katharina Kögl lässt „<strong>tassilo</strong>“-Redakteur Johannes Schelle Probe sitzen.<br />

im Jahr 2012 offiziell in <strong>die</strong> Eberfinger<br />

Wehr eingetreten, zunächst<br />

bei der Jugend. 2014 habe ich <strong>die</strong><br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>ausbildung absolviert, 2017<br />

<strong>die</strong> z<strong>um</strong> Atemschutzgeräteträger,<br />

2020 <strong>die</strong> z<strong>um</strong> Gruppenführer <strong>und</strong><br />

kürzlich <strong>die</strong> Weiterbildung z<strong>um</strong><br />

Zugführer.<br />

Besser gesagt zur Zugführerin. Wie<br />

viele weibliche Mitglieder gibt es in<br />

den von Männern dominierten Feuerwehren?<br />

Im kompletten Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

haben wir 53<br />

Freiwillige Feuerwehren <strong>und</strong> vier<br />

Werkfeuerwehren mit insgesamt<br />

3 100 Mitgliedern, darunter 161<br />

Frauen, <strong>die</strong> meines Wissens nach<br />

alle aktiv dabei sind. Penzberg<br />

stellt mit 19 Frauen bei 111 Mitgliedern<br />

<strong>die</strong> meisten in der Region,<br />

prozentual betrachtet führt<br />

<strong>die</strong> landkreisweite Frauenquote<br />

jedoch <strong>die</strong> Wehr in Fischen am<br />

Westufer des Ammersees an: Die<br />

haben momentan acht Frauen bei<br />

41 Mitgliedern. Hier bei uns in<br />

Eberfing sind wir drei Frauen.<br />

Welche Stärken haben Frauen im<br />

Vergleich zu Männern?<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich hat jeder Mensch<br />

Stärken <strong>und</strong> Schwächen, egal ob<br />

männlich oder weiblich. In S<strong>um</strong>me<br />

betrachtet sind Frauen sicherlich<br />

einfühlsamer, trauen sich auch<br />

mal eine Schwäche zu zeigen, was<br />

insbesondere bei der Verarbeitung<br />

von schlimmen Einsätzen wichtig<br />

ist. Dafür sind Männer wieder<strong>um</strong><br />

körperlich stärker, was im Innenangriff<br />

von Vorteil ist. Im Falle eines<br />

Hausbrandes kann wahrscheinlich<br />

jeder Feuerwehrler aus unserer<br />

Wehr mich aus einem brennenden<br />

Haus retten, aber ich als<br />

Frau sicherlich nicht jeden Mann.<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich gibt es aber genauso<br />

gut sehr einfühlsame Männer <strong>und</strong><br />

Frauen, <strong>die</strong> körperlich stärker sind<br />

als z<strong>um</strong>indest <strong>die</strong> jüngsten männlichen<br />

Mitglieder einer Feuerwehr.<br />

Sind bei der Feuerwehr trotzdem<br />

gewisse, kernige G<strong>r<strong>und</strong></strong>-Eigenschaften<br />

gefragt, <strong>die</strong> eine zartbesaitete<br />

Frau mit Modelmaßen eher<br />

weniger mitbringt?<br />

Würde ich nicht sagen. Wir haben<br />

viele verschiedene Aufgaben zu<br />

erledigen. Für <strong>das</strong> Absperren von<br />

Straßen muss ich keine schlimmen<br />

Bilder sehen, nicht kräftig gebaut<br />

sein, dafür eine gute Ortskenntnis<br />

haben <strong>und</strong> gut mit Menschen<br />

kommunizieren können. Das Aufgabengebiet<br />

in einer Feuerwehr<br />

ist derart vielschichtig, <strong>das</strong>s es für<br />

jede Frau <strong>und</strong> für jeden Mann <strong>die</strong><br />

passende Aufgabe gibt.<br />

Die Eberfinger Wehr ist mit 43 aktiven<br />

Mitgliedern <strong>und</strong> zwei Fahrzeugen<br />

vergleichsweise klein, <strong>die</strong> Einsatzzahlen<br />

sind überschaubar. Dafür<br />

sind Sie auf landkreisebene <strong>um</strong>so<br />

intensiver eingespannt – als Kreisbrandmeisterin<br />

für „Lehrgangswesen<br />

<strong>und</strong> Ausbildungsorganisation“.<br />

Klären Sie uns auf:<br />

Bis z<strong>um</strong> Frühjahr 2020 gab es<br />

ausschließlich <strong>die</strong> Stelle des Kreisjugendfeuerwehrwarts,<br />

dessen<br />

Aufgabengebiet jedoch sehr <strong>um</strong>fangreich<br />

war, insbesondere was<br />

<strong>die</strong> Ausbildungsorganisation betraf.<br />

Deshalb wurde <strong>die</strong>se Stelle<br />

vor gut einem Jahr in Zwei geteilt.<br />

Günther Drobilitsch aus Peiting ist<br />

nun alleiniger Kreisjugendfeuerwehrwart.<br />

Und ich bin als neue<br />

Kreisbrandmeisterin für den Fachbereich<br />

„Lehrgangswesen <strong>und</strong><br />

Ausbildungsorganisation“ in ganz<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau zuständig.<br />

Wie sind Sie zu <strong>die</strong>ser ehren- <strong>und</strong><br />

verantwortungsvollen Aufgabe gekommen?<br />

Dr. Rüdiger Sobotta, seit vielen<br />

Jahren Kreisbrandrat für <strong>Weilheim</strong>-<br />

Schongau, ist eines Tages auf mich<br />

zugekommen <strong>und</strong> hat gefragt, ob<br />

ich mir <strong>das</strong> vorstellen könnte. Zunächst<br />

war ich mir unsicher, habe<br />

mir <strong>die</strong> Aufgabe dann einen Monat<br />

lang angeschaut, Arbeiten im<br />

Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong> übernommen <strong>und</strong> auf<br />

Anhieb festgestellt, <strong>das</strong>s mir <strong>die</strong>ser<br />

Posten echt Spaß macht.<br />

Ihre konkreten Aufgaben als Kreisbrandmeisterin<br />

für „Lehrgangswesen<br />

<strong>und</strong> Ausbildungsorganisation“?<br />

Ich bin im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e <strong>die</strong> Koordinatorin<br />

<strong>und</strong> zentrale Ansprechpartnerin<br />

was <strong>die</strong> Organisation aller<br />

Ausbildungen <strong>und</strong> Lehrgänge der<br />

ehrenamtlichen Feuerwehrleute<br />

im Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

betrifft. Viel telefonieren, E-Mails<br />

schreiben <strong>und</strong> Termine festlegen.<br />

Wobei mein Aufgabengebiet<br />

nochmals in zwei Schwerpunkte zu<br />

unterteilen ist.<br />

Z<strong>um</strong> einen?<br />

Geht es <strong>um</strong> <strong>die</strong> landkreisweite<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>ausbildung von ehrenamtlichen<br />

Feuerwehrleuten, <strong>die</strong> überwiegend<br />

in den jeweiligen Feuerwehren<br />

selbst stattfindet, oder<br />

optional bei einer der großen Feuerwehren<br />

in unserem Landkreis –<br />

dazu gehören <strong>die</strong> sogenannten<br />

Stützpunktfeuerwehren in Penzberg,<br />

<strong>Weilheim</strong>, Peißenberg, Peiting<br />

<strong>und</strong> Schongau, sowie <strong>die</strong><br />

aus Wielenbach <strong>und</strong> Pähl, <strong>die</strong> wir<br />

ebenfalls als Ausbildungsstandorte<br />

dazugewinnen konnten. Im<br />

Rahmen <strong>die</strong>ser Ausbildungen stehe<br />

ich in sehr engem Kontakt mit<br />

meinen Kreisbrandmeister-Kollegen<br />

– <strong>die</strong> kümmern sich <strong>um</strong> den<br />

fachlichen Teil der Ausbildung, ich<br />

mich <strong>um</strong> den organisatorischen.<br />

Heißt konkret?<br />

Jeder, der aktiv zur Freiwilligen<br />

Feuerwehr gehen will, muss nicht


nur für den aktiven Einsatz<strong>die</strong>nst<br />

mindestens 16 Jahre alt sein, sowie<br />

für aktive Tätigkeiten in Gefahrenbereichen<br />

sein 18. Lebensjahr<br />

vollendet haben, sondern<br />

auch eine Modulare Truppausbildung,<br />

kurz MTA, absolvieren, <strong>die</strong><br />

wieder<strong>um</strong> aus drei Teilen besteht.<br />

Beginnend mit einem Basismodul<br />

– ein sehr <strong>um</strong>fangreicher<br />

Lehrgang mit wöchentlichen Unterrichtseinheiten<br />

in Theorie <strong>und</strong><br />

Praxis. Gefolgt von einem zweijährigen<br />

Übungs- <strong>und</strong> Ausbildungsmodul<br />

– dabei müssen <strong>die</strong><br />

Aspiranten an den regelmäßigen<br />

Übungen ihrer jeweiligen Feuerwehr<br />

teilnehmen. Und abschließend<br />

gilt es eine Abschlussprüfung<br />

zu absolvieren, <strong>die</strong> manchmal<br />

auch ich persönlich abnehmen<br />

darf.<br />

Und nach <strong>die</strong>ser G<strong>r<strong>und</strong></strong>ausbildung?<br />

Können sich <strong>die</strong> Männer <strong>und</strong><br />

Frauen beispielsweise z<strong>um</strong> Atemschutzgeräteträger<br />

<strong>und</strong> Maschinisten<br />

weiterqualifizieren. Auch<br />

<strong>die</strong>se Lehrgänge finden noch auf<br />

landkreisweiter Ebene statt, also<br />

bei unseren Feuerwehren vor Ort.<br />

Was bei 57 Wehren in ganz <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

nach verdammt viel<br />

Arbeit klingt?<br />

Heuer finden vergleichsweise sehr<br />

viele Lehrgänge statt, weil wir aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Corona vergangenes Jahr<br />

fast gar keine durchführen konnten.<br />

In Zahlen ausgedrückt: 13<br />

Atemschutzgeräteträger-Lehrgänge<br />

für 130 Personen, drei Maschinisten-Ausbildungen<br />

für 40 Personen<br />

sowie jede Menge G<strong>r<strong>und</strong></strong>ausbildungen.<br />

Dann gibt es aber noch <strong>die</strong>sen<br />

zweiten Schwerpunkt in Ihrer<br />

Funktion als Kreisbrandmeisterin?<br />

Ganz genau. Denn alle weiterführenden<br />

Ausbildungen, <strong>die</strong> über<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>ausbildung, Atemschutzgeräteträger<br />

<strong>und</strong> Maschinisten hinaus<br />

gehen, erfolgen auf überregionaler<br />

Ebene. Genaugenommen in<br />

einer der drei Feuerwehrschulen,<br />

<strong>die</strong> wir in ganz Bayern haben.<br />

Würzburg, Geretsried <strong>und</strong> Regensburg<br />

sind hier <strong>die</strong> Standorte,<br />

an denen übers Jahr verteilt mehr<br />

als 100 verschiedene Lehrgänge<br />

angeboten werden. Zwei davon<br />

sind <strong>die</strong> z<strong>um</strong> Zugführer <strong>und</strong> Gruppenführer.<br />

Meine Aufgabe dann:<br />

Den Lehrgangs-Bedarf der Feuerwehren<br />

aus unserem Landkreis zu<br />

ermitteln <strong>und</strong> <strong>die</strong>sen an <strong>die</strong> Regierung<br />

von Oberbayern weitergeben.<br />

Die organisieren daraufhin <strong>die</strong>se<br />

Lehrgänge <strong>und</strong> geben mir wieder<strong>um</strong><br />

Bescheid, wie viele Männer<br />

<strong>und</strong> Frauen welchen Lehrgang<br />

zu welcher Zeit <strong>und</strong> an welchem<br />

Standort letztlich besuchen dürfen.<br />

Die finale Entscheidung, welche<br />

Feuerwehr bei uns im Landkreis<br />

welchen Lehrgangsplatz bekommt,<br />

wird auch von mir getroffen.<br />

Eine schwierige Aufgabe?<br />

Wir haben im Landkreis <strong>Weilheim</strong>-<br />

Schongau jährlich einen Bedarf<br />

von <strong>r<strong>und</strong></strong> 300 Lehrgangsplätzen<br />

an den Feuerwehrschulen, jedoch<br />

schon vor Corona nur knapp 200<br />

Plätze zur Verfügung gestellt bekommen<br />

<strong>und</strong> seit Pandemie-Beginn<br />

natürlich noch viel weniger.<br />

Im vergangenen Jahr konnten wir<br />

lediglich 43 Lehrgänge besuchen.<br />

Sie müssen somit als sprichwörtlicher<br />

Prellbock für <strong>die</strong> enttäuschten,<br />

ambitionierten Männer <strong>und</strong> Frauen<br />

hiesiger Wehren herhalten, <strong>die</strong><br />

nicht teilnehmen dürfen?<br />

An <strong>die</strong>ser Stelle muss ich wirklich<br />

ein dickes Lob an <strong>die</strong> jeweiligen<br />

Kommandanten aussprechen, <strong>die</strong><br />

für Corona-bedingte, oft sehr kurzfristige<br />

Absagen großes Verständnis<br />

aufbringen.<br />

Wie viel Zeit investieren Sie letztlich<br />

in <strong>die</strong>se – wohlgemerkt – ehrenamtliche<br />

Aufgabe als Kreisbrandmeisterin?<br />

Es gibt Wochen, wo ich nur montags<br />

was klären muss, dann aber<br />

auch Tage, an denen ich nichts<br />

andere mache. Durchschnittlich<br />

mindestens eine halbe St<strong>und</strong>e<br />

am Tag.<br />

Viele Vereine beklagen seit Jahren<br />

Nachwuchsprobleme, <strong>die</strong> sich aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Corona verstärkt haben. Wie<br />

steht es <strong>um</strong> den Nachwuchs der<br />

Freiwilligen Feuerwehren?<br />

Es gibt ein, zwei Wehren in unserem<br />

Landkreis, <strong>die</strong> sich in Sachen<br />

Nachwuchs ein bisschen schwertun.<br />

Insgesamt betrachtet aber gibt<br />

es bei uns keine einzige Wehr, deren<br />

Existenz aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> von Nachwuchsproblemen<br />

gefährdet ist. Trotzdem<br />

muss man natürlich dranbleiben<br />

<strong>und</strong> darf <strong>das</strong> Thema auf gar keinen<br />

Fall aus den Augen verlieren. Vom<br />

Ministeri<strong>um</strong> gibt es unter anderem<br />

mehrere Initiativen mit guten


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Tipps, wie wir aktiv neue Mitglieder<br />

gewinnen können.<br />

Falls doch mal eine Wehr wegbrechen<br />

sollte?<br />

Greift <strong>die</strong> gesetzliche Einforderung<br />

einer Pflichtfeuerwehr – <strong>die</strong> Gemeinde<br />

muss dann Bürger für ein<br />

ehrenamtliches Engagement bei<br />

der Feuerwehr bestimmen. Wobei<br />

wir von solch einem Fall weit entfernt<br />

sind in unserer Region. Ganz<br />

im Gegenteil sogar: Die jüngsten<br />

Übungen waren flächendeckend<br />

sehr gut besucht.<br />

Ab wann käme eine Berufsfeuerwehr<br />

in Frage?<br />

Sobald eine Freiwillige Feuerwehr<br />

oder Pflichtfeuerwehr zur<br />

Erfüllung ihrer Aufgaben, also <strong>die</strong><br />

Sicherstellung des abwehrenden<br />

Brandschutzes <strong>und</strong> der technischen<br />

Hilfeleistung, nicht mehr<br />

ausreicht, muss <strong>die</strong> Gemeinde eine<br />

Berufsfeuerwehr aufstellen.<br />

Gibt’s im Landkreis <strong>Weilheim</strong>-<br />

Schongau Berufsfeuerwehren?<br />

Nein. Wir haben mit Roche in<br />

Penzberg, UPM in Schongau sowie<br />

Herzogsägmühle bei Peiting drei<br />

Werkfeuerwehren sowie in der<br />

Kaserne Altenstadt eine Flugfeldfeuerwehr<br />

in unserem Landkreis.<br />

Darüber hinaus ausschließlich<br />

<strong>die</strong> klassischen Freiwilligen Feuerwehren,<br />

von denen jedoch <strong>die</strong><br />

eine oder andere größere Wehr<br />

mit hauptamtlichen Kräften besetzt<br />

ist. In der Regel sprechen<br />

wir da von Leuten, <strong>die</strong> als Gerätewart<br />

eingestellt sind, <strong>um</strong> Fuhrpark,<br />

Werkzeuge <strong>und</strong> Maschinen<br />

Instand zu halten. Das macht auch<br />

Sinn, weil <strong>die</strong> großen Feuerwehren<br />

in unserem Landkreis mehrere<br />

Einsätze pro Woche haben,<br />

es insofern immer etwas zu tun<br />

gibt.<br />

Sie sind trotz Ihrer neuen Funktion<br />

als Kreisbrandmeisterin nach wie<br />

vor bei der Eberfinger Feuerwehr<br />

aktiv. Ihr prägendster Einsatz?<br />

Mein erster Einsatz überhaupt –<br />

ein Verkehrsunfall mit Todesfolge.<br />

Und der erste Atemschutzeinsatz<br />

von mir – der Großbrand<br />

eines Bauernhofs in Etting, Mitte<br />

Juli 2017. Ich weiß noch ganz genau,<br />

als <strong>die</strong> Sirene losgegangen<br />

ist, ich bei uns zuhause aus der<br />

Einfahrt Richtung Feuerwehrhaus<br />

gefahren bin <strong>und</strong> dabei schon <strong>die</strong><br />

schwarzen Rauchwolken in den<br />

Himmel aufsteigen sah. Sowas<br />

vergisst man nicht.<br />

Wie verkraften Sie Einsätze mit<br />

Schwerverletzten <strong>und</strong> Toten?<br />

Durch viel reden. Über den Einsatz.<br />

Im Miteinander mit der Mannschaft.<br />

Und mit dem Versuch, z<strong>um</strong><br />

jeweiligen Einsatz keine emotionale<br />

Bindung aufzubauen <strong>und</strong> zu<br />

akzeptieren, <strong>das</strong>s man selbst keine<br />

Schuld am Geschehnis hat.<br />

Was sagen Sie zur Heftigkeit jüngster<br />

Unwetter?<br />

Unser größter Einsatz in Eberfing,<br />

unter anderem mit golfballgroßem<br />

Hagel, war an einem Montag Ende<br />

Juli, an dem ich nicht dabei sein<br />

konnte, weil ich z<strong>um</strong> Zeitpunkt des<br />

Unwetters auf dem Weg zu einer<br />

Kreisfeuerwehrverbandssitzung in<br />

Oberhausen war. Das dramatische<br />

dabei: Ich <strong>und</strong> Petra Sobotta, <strong>die</strong><br />

Kreisfrauenbeauftragte, <strong>die</strong> mit mir<br />

im Auto war, sind unglücklicherweise<br />

direkt in <strong>die</strong>se Superzelle<br />

hineingefahren. Das war ein eindrucksvolles<br />

Erlebnis, bei dem uns<br />

Gott sei Dank nichts passiert ist. In<br />

Eberfing aber sind Dächer, Solarplatten<br />

<strong>und</strong> Autoscheiben kaputtgegangen,<br />

es hat Bä<strong>um</strong>e ausgerissen<br />

<strong>und</strong> es sind Keller mit Wasser<br />

vollgelaufen.<br />

Wie sehr verändert der offensichtliche<br />

Klimawandel <strong>die</strong> Arbeiten hiesiger<br />

Feuerwehren?<br />

Bei uns in Eberfing ist <strong>das</strong> Schwerpunktthema<br />

ganz klar Hochwasser.<br />

Wenn man mit älteren Mitgliedern<br />

spricht, ist <strong>die</strong> Entwicklung<br />

eine eindeutige: Es kommt immer<br />

„Lieber Schutzkleidung als blaue<br />

Uniform“, sagt Katharina Kögl.<br />

häufiger zu Hochwasser-Situationen.<br />

Was vor 50 Jahren noch alle<br />

fünf bis zehn Jahre passiert war,<br />

geschieht mittlerweile alle zwei<br />

Jahre oder gar jährlich. Einmal<br />

im Jahr findet eine landkreisweite<br />

Winterschulung für Führungskräfte<br />

hiesiger Feuerwehren statt, in<br />

der schwerpunktmäßig aktuelle<br />

Themen wie Waldbrandgefahr<br />

aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> anhaltender Trockenheit<br />

aufgegriffen werden. Wir als Feuerwehr<br />

müssen letztlich immer mit<br />

der aktuellen Wetter- <strong>und</strong> Klimasituation<br />

gehen, uns entsprechend<br />

anpassen <strong>und</strong> im Falle des Falles<br />

möglichst schnell <strong>und</strong> richtig darauf<br />

reagieren.<br />

Die schwersten Einsätze in den Jahren<br />

2020 <strong>und</strong> <strong>2021</strong>, bezogen auf den<br />

Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau?<br />

2020 <strong>und</strong> bislang auch <strong>2021</strong> waren<br />

vergleichsweise sehr ruhige<br />

Einsatzjahre – <strong>die</strong> Zahlen sind, sicherlich<br />

aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> Corona, deutlich<br />

nach unten gegangen. Blicken wir<br />

etwas weiter zurück, war der hochwasserbedingte<br />

Katastrophenfall<br />

in Polling im Jahr 2016 ein einschneidender<br />

Einsatz für <strong>die</strong> ganze<br />

Region. Ähnliches gilt für den<br />

Großbrand im Kloster Rottenbuch<br />

2018.<br />

12 | <strong>tassilo</strong>


Alltägliche Einsätze, <strong>die</strong> immer wieder<br />

auf <strong>die</strong> Freiwillige Feuerwehren<br />

zukommen?<br />

Derzeit ganz klar <strong>die</strong> Einsätze aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Unwetter. Es gibt nur wenige<br />

Feuerwehren im <strong>Weilheim</strong>-Schongauer<br />

Landkreis, <strong>die</strong> aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> Überschwemmung,<br />

entwurzelter Bä<strong>um</strong>e<br />

<strong>und</strong> abgedeckten Dächern nicht<br />

im Einsatz waren. Und natürlich<br />

Verkehrsunfälle, <strong>die</strong> jedoch seit Beginn<br />

der Corona-Pandemie Gott sei<br />

Dank auch weniger geworden sind.<br />

In der Regel gehört auch <strong>die</strong> Verkehrsbetreuung<br />

von Großveranstaltungen<br />

wie Trachten- <strong>und</strong> Musikfeste<br />

zur Aufgabe einer Freiwilligen Feuerwehr.<br />

Vermissen Sie <strong>die</strong>se Veranstaltungen?<br />

Voll! Bei <strong>die</strong>sen Veranstaltungen<br />

geht es ja nicht nur <strong>um</strong> Verkehrsregelung,<br />

sondern <strong>um</strong> Geselligkeit,<br />

<strong>um</strong> Kameradschaft. Letzteres ist<br />

beim Thema Feuerwehr <strong>das</strong> wichtigste<br />

überhaupt. Du kannst als<br />

Team nur dann gut funktionieren<br />

im Einsatz, wenn du deine Leute<br />

wirklich kennst <strong>und</strong> einschätzen<br />

kannst. Wer ist der Elektriker? Wer<br />

kann <strong>die</strong> Motorsäge be<strong>die</strong>nen? Für<br />

einen Notfall müssen solche Dinge<br />

klar geregelt sein.<br />

Aus welchen Fahrzeugen besteht ein<br />

klassischer Fuhrpark einer Freiwilligen<br />

Feuerwehr?<br />

Das hängt g<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich sehr stark<br />

von der Einwohnerzahl des Ortes<br />

<strong>und</strong> der jeweiligen Größe der Feuerwehr<br />

ab. Standard sind in jedem<br />

Falle ein oder mehrere Löschfahrzeuge.<br />

Die größeren Wehren wie<br />

eben Penzberg, Schongau, Peiting,<br />

<strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> Peißenberg sowie<br />

auch noch Seeshaupt haben auch<br />

eine Drehleiter, <strong>die</strong> bei Großbränden<br />

immer dazu alarmiert wird.<br />

Darüber hinaus gibt es Rüstwagen,<br />

Einsatzleitwagen, Anhänger, Boote<br />

<strong>und</strong> vieles mehr<br />

Werkzeuge sowie <strong>die</strong> Ausrüstung<br />

von Kopf bis Fuß?<br />

Ein feuerfester Sicherheitsstiefel<br />

mit Stahlkappe <strong>und</strong> nagelfester<br />

Sohle, eine leichte oder feuerfeste<br />

Hose, eine leichte oder feuerfeste<br />

Jacke, <strong>die</strong> über eine begrenzte Zeit<br />

hinweg bis zu 1 000 Grad Hitze<br />

aushält. Schutzhelm <strong>und</strong> Handschuhe.<br />

Funkgerät. Und über <strong>die</strong>sen<br />

Standard hinaus gehen z<strong>um</strong><br />

Beispiel Atemschutzgeräte mit<br />

Sauerstoffflaschen, ein Gurt mit<br />

Beil, eine Flammschutzhaube, <strong>die</strong><br />

unter den Helm gezogen werden<br />

kann. Fluchthauben für <strong>die</strong> Rettung<br />

von Personen in einem brennenden,<br />

verrauchten Ra<strong>um</strong>. Oder<br />

eine sogenannte Feuerwehrleine,<br />

<strong>die</strong> vielseitig einsetzbar ist. Darüber<br />

hinaus natürlich sämtliche<br />

Schläuche samt Strahlrohr, aus<br />

dem letztlich <strong>das</strong> Löschwasser<br />

kommt. Türkeile, Stützkrümmer,<br />

Rettungsmesser, Scheren, Spreizer<br />

– <strong>die</strong> Liste ist schier unendlich<br />

lang.<br />

Mit Funkgerät sind auch Polizisten<br />

ausgestattet, <strong>die</strong> sich selbst hier auf<br />

dem Land zunehmend mit respektlosen<br />

Anfeindungen auseinanderzusetzen<br />

haben. Wie steht es <strong>um</strong> den<br />

Ruf der Freiwilligen Feuerwehren?<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich übt der Feuerwehrler<br />

in unserer Gesellschaft ein sehr<br />

angesehenes Ehrenamt aus, was<br />

vom Großteil der Bevölkerung auch<br />

respektiert <strong>und</strong> anerkannt wird.<br />

Leider gibt es auch bei unseren<br />

Einsätzen mal Ausnahmen. Bei<br />

einer Verkehrsabsicherung habe<br />

ich selbst erlebt, wie sich ein Autofahrer<br />

erst fre<strong>und</strong>lich von mir verabschiedet<br />

hat, <strong>um</strong>gedreht ist <strong>und</strong><br />

kurz darauf doch auf mich zugerast<br />

kam, <strong>um</strong> an der Absperrung vorbeizukommen.<br />

Trifft <strong>das</strong> auch auf Gaffer zu?<br />

Diesbezüglich ist mir persönlich<br />

gar kein negativer Fall bekannt.<br />

Die mit erste <strong>und</strong> auch wichtigste<br />

Aufgabe von uns: Eine Unfallstelle<br />

weiträ<strong>um</strong>ig abzusperren <strong>und</strong><br />

zu sichern, wodurch in der Regel<br />

Unbeteiligte an <strong>die</strong> Einsatzstelle<br />

gar nicht hinkommen können. Was<br />

es natürlich schon gibt, <strong>und</strong> auch<br />

ein Stück weit typisch ist auf dem<br />

Land: Übertrieben neugierige Bürger,<br />

<strong>die</strong> meinen, alles sofort wissen<br />

<strong>und</strong> weitererzählen zu müssen.<br />

Wobei sich auch <strong>die</strong> Anzahl derer<br />

wirklich in Grenzen hält bei Einsätzen<br />

im <strong>Weilheim</strong>-Schongauer<br />

Landkreis. Auf Autobahnen <strong>und</strong> in<br />

Großstädten ist <strong>das</strong> Thema „Gaffer“<br />

wahrscheinlich ein ganz anderes<br />

Problem.<br />

Neben Ihrem Hauptberuf <strong>und</strong> Ihrer<br />

Aufgabe als Kreisbrandmeisterin<br />

bleibt vermutlich nicht viel Zeit.<br />

Gibt’s trotzdem noch andere Leidenschaften?<br />

Im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e ist <strong>die</strong> Feuerwehr mein<br />

Hobby, mit dem ich sehr gerne<br />

meine Freizeit verbringe. Es ist<br />

eine super Abwechslung zu meinem<br />

hauptberuflichen Büroalltag.<br />

Trotzdem fällt Ihnen sicherlich auch<br />

mal <strong>die</strong> Decke sprichwörtlich auf den<br />

Kopf. Was dann?<br />

Dann muss ich dringend raus in<br />

<strong>die</strong> Natur, im besten Falle alleine.<br />

Meistens setze ich mich dann aufs<br />

Rad oder nimm einen naheliegenden<br />

Berg wie Hörnle oder Laber in<br />

Angriff.<br />

Und was sagt Ihr privates Umfeld zu<br />

Ihrer geschichtsträchtigen Position<br />

als erste <strong>und</strong> jüngste Kreisbrandmeisterin?<br />

Es gibt schon einige, <strong>die</strong> sagen,<br />

„woa, ich könnte <strong>das</strong> nicht, so<br />

viel Zeit damit verbringen <strong>und</strong> mit<br />

dem Druck <strong>und</strong> der Verantwortung<br />

<strong>die</strong>ser Aufgabe <strong>um</strong>gehen“.<br />

Dazu muss man aber wissen: Ich<br />

war schon immer ein sehr aktiver<br />

Mensch, für den es nichts schlimmeres<br />

als Langeweile gibt. Das<br />

wissen natürlich auch Familie,<br />

Fre<strong>und</strong>e <strong>und</strong> Bekannte, <strong>die</strong> meine<br />

Tätigkeit voll <strong>und</strong> ganz akzeptieren,<br />

respektieren <strong>und</strong> bei Bedarf<br />

auch unterstützen, mir den Rücken<br />

freihalten.<br />

Unabhängig davon: Würden Sie sich<br />

noch mehr Frauen bei Freiwilligen<br />

Feuerwehren wünschen?<br />

Auf jeden Fall. Die Feuerwehr<br />

braucht immer Leute, egal ob<br />

männlich oder weiblich. Je vielseitiger<br />

eine Feuerwehr aufgestellt<br />

ist, desto flexibler kann sie<br />

auf unterschiedlichste Situationen<br />

reagieren. Insofern sind wir <strong>um</strong> jedes<br />

aktive Mitglied froh. Und wenn<br />

man dabei auch noch den Frauenanteil<br />

in einer Männerdomäne<br />

erhöhen <strong>und</strong> so zu mehr Gleichberechtigung<br />

beitragen kann, ist <strong>das</strong><br />

eine <strong>um</strong>so schönere Sache.<br />

Apropos „schöne Sache“: War<strong>um</strong><br />

sind Freiwillige Feuerwehren nicht<br />

hoch genug wertzuschätzen?<br />

Wir reden hier von ehrenamtlich<br />

engagierten Männern <strong>und</strong> Frauen,<br />

<strong>die</strong> teilweise ihr eigenes Leben für<br />

<strong>die</strong> Rettung anderer riskieren. Insofern<br />

sind <strong>die</strong> aktiven Mitglieder<br />

hiesiger Feuerwehren eine wichtige<br />

Stütze unserer Gesellschaft, <strong>die</strong><br />

allergrößten Respekt ver<strong>die</strong>nen. js<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 13


Handgemacht auf Gut Raucherberg<br />

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seit einigen Jahren in den Klanggenuss<br />

von portablen Kopfhörern in<br />

Ultrasone-Qualität – <strong>das</strong> Unternehmen<br />

unweit des Starnberger Sees<br />

hat bereits mehr als 100 Patente<br />

angemeldet. „Uns zeichnet primär<br />

aus, <strong>das</strong>s wir auf eine andere Art<br />

den Klang ans Ohr bringen“, sagt<br />

Michael Willberg, CEO des Unternehmens.<br />

Die sogenannte Ultrasone<br />

S-Logic-Technologie (Surro<strong>und</strong><br />

So<strong>und</strong> Technologie) sorgt über eine<br />

dezentrale Anordnung der Schallwandler<br />

für einen rä<strong>um</strong>lichen <strong>und</strong><br />

natürlichen Klang, schont gleichzeitig<br />

<strong>das</strong> Gehör. Da sich <strong>die</strong>ser<br />

Klang nicht direkt im Kopf<br />

abspielt, hört es sich für den<br />

Nutzer von Ultrasone-Kopfhörern<br />

an, als würde er über Boxen<br />

Musik hören, <strong>die</strong> mehrere<br />

Meter von ihm entfernt stehen.<br />

Weniger Schalldruck<br />

<strong>und</strong> Strahlenbelastung<br />

„Dazu muss man wissen, wie <strong>das</strong><br />

menschliche Gehör funktioniert“,<br />

sagt Willberg. Geräusch-Entfernungen<br />

realisiere der Mensch<br />

ausschließlich im Außenohr.<br />

„Wir haben eine ganz besondere<br />

Außenohrform, <strong>die</strong> bei jedem<br />

Menschen individuell ist“, erklärt<br />

Willberg. Um eine Distanzwahrnehmung<br />

zu schaffen, benötige<br />

man also <strong>das</strong> eigene Ohr. „Die<br />

einzige Möglichkeit, <strong>die</strong>s auch<br />

beim Hören von Kopfhörern zu<br />

Die Kopfhörer von Ultrasone zeichnen<br />

sich durch edle Formgebung aus.<br />

berücksichtigen, ist unsere S-Logic<br />

Technologie.“ Der Trick dabei sei,<br />

den Schallwandler vom Gehörgang<br />

wegzurücken – aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> einer dezentralen<br />

Positionierung der Treiber<br />

spricht <strong>die</strong>se Technologie auf<br />

möglichst natürliche Weise zuerst<br />

<strong>das</strong> Außenohr an. „Dadurch hören<br />

wir jedes Detail, weil <strong>das</strong> Gehirn<br />

nichts neu berechnen muss“, so<br />

Willberg.<br />

Auch ein positiver Effekt der handgemachten<br />

Ultrasone-Kopfhörer von<br />

Gut Raucherberg ist <strong>das</strong> „Sichere<br />

Hören“. S-Logic erzeugt eine größere<br />

Klangbühne, so <strong>das</strong>s automatisch<br />

<strong>die</strong> Lautstärke verringert wird.<br />

„In einer Testreihe lag der Durch-<br />

Auf Gut Raucherberg befindet sich<br />

der Hauptsitz von ULTRASONE.<br />

14 | <strong>tassilo</strong>


Hochwertige Materialien <strong>und</strong><br />

Langlebigkeit im Profi- <strong>und</strong><br />

Luxussegment.<br />

schnitt bei 3 bis 4 Dezibel weniger<br />

Schalldruckpegel am Trommelfell,<br />

was tatsächlich einer Reduzierung<br />

von 30 bis 40 Prozent entspricht.“<br />

Und was genau bedeutet? „Weniger<br />

Belastung fürs Ohr.“<br />

Nachhaltigkeit als<br />

Selbstverständnis<br />

Ein weiterer Meilenstein des<br />

Unternehmens ist <strong>die</strong> 1997 entwickelte<br />

ULE-Abschirmung. Die<br />

meisten Kopfhörer, <strong>die</strong> derzeit auf<br />

dem Markt sind, erzeugen beim<br />

Umwandeln von elektrischen zu<br />

akustischen Signalen sogenannte<br />

Niederfrequenzfelder. Ultrasone<br />

entwickelte dagegen <strong>die</strong>se Ultra<br />

Low Emission Technologie, kurz<br />

ULE, speziell dafür, <strong>um</strong> niederfrequente<br />

Felder zu minimieren. Das<br />

geschieht mit Hilfe einer sogenannten<br />

MU-Metall-Abschirmung,<br />

<strong>die</strong> als Trennwand zwischen dem<br />

Luftvol<strong>um</strong>en am Ohr <strong>und</strong> der Kopfhörerkapsel<br />

z<strong>um</strong> Einsatz kommt.<br />

Dadurch wird <strong>die</strong> elektromagnetische<br />

Strahlenbelastung des Kopfes<br />

bei der Nutzung eines Ultrasone-<br />

Kopfhörers <strong>um</strong> bis zu 98 (!) Prozent<br />

im Vergleich zu handelsüblichen<br />

Kopfhörern reduziert. Zu schätzen<br />

wissen <strong>das</strong> insbesondere professionelle<br />

Anwender wie eben DJs<br />

<strong>und</strong> Musiker, <strong>die</strong> regelmäßig viele<br />

St<strong>und</strong>en mit ihren Kopfhörern<br />

arbeiten. Aber auch privaten Nutzern<br />

kommt <strong>die</strong> ULE-Technologie<br />

zugute. „Gerade bei langen Hör-<br />

Sessions“, sagt Michael Willberg.<br />

Die Anfertigung in der Manufaktur,<br />

eine eigene Photovoltaikanlage<br />

sowie <strong>die</strong> Zusammenarbeit mit<br />

klimaneutral arbeitenden Partnern:<br />

Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil<br />

der Unternehmensphilosophie<br />

<strong>und</strong> für Michael Willberg<br />

seit jeher ein großes Anliegen. So<br />

besteht auch der Firmenfuhrpark<br />

vorwiegend aus Elektrofahrzeugen.<br />

Der CEO ist überzeugt, <strong>das</strong>s eine<br />

klimaschonende Arbeitsweise im<br />

Einklang mit Standort <strong>und</strong> Natur<br />

den richtigen Weg für eine erfolgreiche<br />

<strong>und</strong> zukunftssichere Unternehmensgestaltung<br />

darstellt.<br />

Ebenso kommen für <strong>die</strong> Manufakturprodukte<br />

ausschließlich ausgesuchte<br />

<strong>und</strong> hochwertige Materialien<br />

z<strong>um</strong> Einsatz: Edle Hölzer in<br />

massiver Ausführung oder feinstes<br />

Schafsleder garantieren eine lange<br />

Lebensdauer. Mit einem Kopfhörer<br />

der Marke Ultrasone erwirbt der<br />

K<strong>und</strong>e zweifellos einen Kopfhörer<br />

fürs Leben. „Das ist auch der Kern<br />

unserer Einstellung. Eine Anschaffung,<br />

<strong>die</strong> ewig hält.“<br />

An <strong>die</strong>ser Stelle erinnert sich Michael<br />

Willberg gerne daran zurück,<br />

wie er sich seinen ersten eigenen<br />

Ultrasone HIFI-100 ver<strong>die</strong>nt hat –<br />

indem er beim Bau der Geräte mithalf.<br />

„Meiner war der erste nichtgelbe<br />

Ultrasone Kopfhörer, <strong>und</strong> belegt<br />

immer noch einen Ehrenplatz<br />

in meinem Büro. Auch nach 15<br />

Jahren ist der Klang noch hervorragend.“<br />

nb<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 15


Jasmin Janning, Nachwuchstalent aus Fuchstal<br />

„Männerfußball<br />

bringt mich weiter“<br />

Fuchstal / Murnau | Jasmin Janning<br />

kennt keine Angst. Auch dann<br />

nicht, wenn ein muskulöser, drei<br />

Köpfe größerer Mittelstürmer im<br />

Vollsprint auf Sie zukommt, <strong>und</strong><br />

den Ball an seinem Fuß mit Brachialgewalt,<br />

Vollspann, im Tor<br />

versenken möchte. „Alleingänge<br />

<strong>und</strong> intensive Torschüsse mag<br />

ich sogar am liebsten“, sagt <strong>die</strong><br />

16-jährige Torhüterin aus Leeder<br />

im Fuchstal. Bereits mit fünf Jahren<br />

hat sie <strong>das</strong> Fußballspielen in<br />

ihrem Dorfverein, dem SVF angefangen.<br />

„Eigentlich nur, weil ich<br />

was mit Fre<strong>und</strong>en machen wollte,<br />

<strong>die</strong> wegen des Fußballtrainings<br />

aber keine Zeit hatten – aus <strong>die</strong>sem<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong> bin ich dann einfach<br />

auch ins Training gegangen.“ Und<br />

findet vom ersten Tag an großen<br />

Gefallen an <strong>die</strong>sem Sport, der ihr<br />

bis heute alles bedeutet. Innenverteidigung,<br />

Sechser, Zehner, Außenverteidigung<br />

– Jasmin Janning<br />

spielt in den ersten Jahren nahezu<br />

alle Positionen, hilft kurzerhand<br />

auch zwischen den Pfosten aus,<br />

als sich der eigentliche Torhüter<br />

ihrer Mannschaft verletzt – <strong>und</strong><br />

findet in <strong>die</strong>ser Position schließlich<br />

ihre wahre Bestimmung. „Als<br />

ich für den DFB-Stützpunkt nominiert<br />

wurde, musste ich mich für<br />

eine Position entscheiden.“ Seither<br />

ist Jasmin Janning „richtige“<br />

Torhüterin, sowohl im Verein als<br />

auch in der Talente-Auswahl des<br />

Deutschen Fußballverbandes. Das<br />

Besondere an ihrer noch jungen<br />

Laufbahn aber ist etwas anderes:<br />

Sie spielt nahezu ausschließlich<br />

für Jungs-Mannschaften, <strong>und</strong><br />

überzeugt in <strong>die</strong>sen auf ganzer<br />

Linie. „Männerfußball ist schneller,<br />

kräftiger, intensiver, <strong>das</strong> macht<br />

mir einfach mehr Spaß <strong>und</strong> bringt<br />

mich körperlich <strong>und</strong> fußballerisch<br />

weiter“, sagt sie. Dank Sondergenehmigung,<br />

beantragt beim<br />

Bayerischen Fußballverband, darf<br />

sie auch am Punktspielbetrieb mit<br />

ihrer jeweiligen Jungs-Mannschaft<br />

aktiv teilnehmen. „Was mir unheimlichen<br />

Spaß macht.“<br />

Lange Zeit sieht der Fußball-<br />

Alltag von Jasmin Janning so<br />

aus: DFB-Stützpunkt-Training am<br />

Montagabend, Vereinstraining<br />

mit den Jungs des SV Fuchstal am<br />

Dienstag- <strong>und</strong> Donnerstagabend,<br />

gesondertes Towarttraining am<br />

Mittwochabend, sowie am Wochenende<br />

ein Punktspiel mit den<br />

Jungs, <strong>und</strong> zusätzlich ein Punktspiel<br />

mit der Mädchenmannschaft,<br />

„bei der ich meistens ausgeholfen<br />

habe“. Sechs Tage Fußball pro Woche<br />

sind für <strong>die</strong> Gymnasiastin, <strong>die</strong><br />

obendrein Spielerin der Bayernauswahl<br />

ist, somit der Alltag, ehe<br />

sie mit zwölf Jahren <strong>das</strong> nächsthöhere<br />

Level anstrebt: Erst mit einem<br />

Wechsel zur JFG Lechrain, einer<br />

Spielgemeinschaft in ihrer Heimatregion.<br />

Dann mit einem Wechsel<br />

z<strong>um</strong> TSV Murnau, der dank professioneller<br />

Nachwuchsarbeit seit einigen<br />

Jahren als Aushängeschild<br />

im kompletten Oberland gilt.<br />

Vier Trainings<br />

pro Woche<br />

Vor wenigen Wochen ist Jasmin<br />

Janning in ihre dritte Saison<br />

beim TSVM gestartet. „Endlich<br />

wieder richtig Fußball“, sagt sie<br />

in Anspielung auf <strong>die</strong> Corona-bedingte<br />

Zwangspause, <strong>die</strong> ihr nicht<br />

leichtgefallen ist, aber auch nicht<br />

zu einem Formabfall beigetragen<br />

hat. „Mit Krafttraining, Stabi-


Übungen <strong>und</strong> ballorientiertem<br />

Techniktraining habe ich mich fitgehalten.“<br />

Überwiegend zuhause<br />

im Fitness-Ra<strong>um</strong> <strong>und</strong> Garten, wo<br />

auch mal Schwester <strong>und</strong> Mama einen<br />

Ball auf sie geschossen haben.<br />

Aber auch mit Trainingsplänen<br />

vom TSV Murnau, DFB-Stützpunkt<br />

sowie der Bayernauswahl, „mit<br />

der wir auch immer wieder mal<br />

gemeinsam via Zoom trainiert haben“.<br />

Auch Kleingruppen-Training<br />

beim TSVM, teilweise in Zweier-<br />

Teams, hat dazu beigetragen, ein<br />

gewisses Niveau aufrechtzuerhalten.<br />

„War aber nicht ansatzweise<br />

mit richtigem Fußball zu vergleichen.“<br />

Insofern hofft Jasmin<br />

Janning inständig, <strong>das</strong>s sie, ihre<br />

Teamkollegen <strong>und</strong> der komplette<br />

Spielbetrieb des Amateurfußballs<br />

ohne vierten Lockdown <strong>und</strong> den<br />

damit verb<strong>und</strong>enen Einschränkungen<br />

durch den Herbst <strong>und</strong><br />

Winter kommen. Denn <strong>die</strong> Lust,<br />

Punktspiele zu gewinnen, ist riesengroß<br />

bei der hochveranlagten<br />

Torhüterin. Aktuell trainiert sie vier<br />

Mal <strong>die</strong> Woche – drei Mal mit den<br />

Jungs der Murnauer U16, einmal<br />

mit den Jungs der U17. Punktspiele<br />

bestreitet sie aller Voraussicht<br />

nach für <strong>die</strong> U16, Kreisliga. Optional<br />

aber auch bei den Älteren,<br />

der U17, <strong>die</strong> dank Bezirksoberliga<br />

auf hohem Nachwuchs-Niveau<br />

agieren. Genau <strong>das</strong>, was Jasmin<br />

Janning braucht, <strong>um</strong> den nächsten<br />

Schritt zu machen? „Ich möchte es<br />

auf jeden Fall in den professionellen<br />

Fußball schaffen.“ Logischerweise<br />

dann nicht mehr bei den<br />

Jungs – allein deshalb nicht, weil<br />

<strong>die</strong> Sondergenehmigung lediglich<br />

bis zur B-Jugend gilt.<br />

Feldspieler<br />

als großes Vorbild<br />

Der absolute Wunschverein von<br />

Jasmin Janning wäre <strong>die</strong> Damenmannschaft<br />

des FC Bayern<br />

München. „Was für eine so junge<br />

Spielerin wie mich aber ziemlich<br />

unrealistisch sein dürfte, da der<br />

FCB überwiegend bereits topausgebildete<br />

Spielerinnen aus ganz<br />

Europa <strong>und</strong> der Welt für <strong>die</strong> erste<br />

Mannschaft verpflichtet.“ Insofern<br />

könnte sich Jasmin Janning<br />

im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e auch alle anderen<br />

Profi-Vereine im Deutschen Frauenfußball<br />

gut vorstellen. Leipzig,<br />

Potsdam <strong>und</strong> Essen sind nur drei<br />

Beispiele, <strong>die</strong> sie an <strong>die</strong>ser Stelle<br />

beim Namen nennt. Was den Fußball-lastigen<br />

Alltag <strong>und</strong> Aufwand<br />

betrifft, dürfte sich mit dem nächsten<br />

großen Schritt in Richtung<br />

Profimannschaft jedenfalls nicht<br />

allzu viel ändern für <strong>die</strong> waschechte<br />

Fuchstalerin. Ihr aktueller<br />

Tagesablauf sieht nämlich so aus:<br />

Aufstehen <strong>um</strong> 5:30 Uhr, Schule auf<br />

dem Ignaz-Kögler-Gymnasi<strong>um</strong> in<br />

Landsberg am Lech von 7.30 bis<br />

13 Uhr. Wieder nach Hause, essen<br />

<strong>und</strong> Hausaufgaben erledigen. Trainingstasche<br />

packen, kurz ruhen,<br />

was mit Fre<strong>und</strong>en oder der Familie<br />

machen <strong>und</strong> ab nach Murnau<br />

fahren – 60 Kilometer bei <strong>r<strong>und</strong></strong> 50<br />

Minuten Fahrzeit einfach, was bei<br />

vier Trainings <strong>die</strong> Woche 480 (!)<br />

Kilometer <strong>und</strong> 400 Fahrminuten<br />

ausmacht. Da <strong>das</strong> Training beim<br />

TSVM in der Regel eineinhalb bis<br />

eineindreiviertel St<strong>und</strong>en dauert,<br />

auch noch Zeit für Umziehen, Duschen<br />

<strong>und</strong> Rückfahrt miteinkalkuliert<br />

werden muss, „komme ich<br />

meistens erst gegen 21.15 Uhr wieder<br />

heim“. Dann: Essen, <strong>und</strong> ab<br />

ins Bett. Dieser streng durchgetaktete<br />

Alltag fordert sicherlich Opfer,<br />

Furchtlos, auch im<br />

Zweikampf gegen<br />

deutlich Größere.<br />

kostet viel Kraft <strong>und</strong> macht müde?<br />

„Eigentlich nicht“, sagt Jasmin<br />

Janning, <strong>die</strong> sich an <strong>die</strong>ser Stelle<br />

ein Grinsen nicht verkneifen kann.<br />

Müdigkeit verspürt sie selten bis<br />

nie. Training <strong>und</strong> Spiele machen<br />

ihr immer Spaß. Fre<strong>und</strong>e trifft sie<br />

„eh“ in der Schule. Ihre Schulnoten<br />

sprechen bei einem Zeugnisschnitt<br />

von 1,33 (!) ohnehin für sich. Und<br />

schwer verletzt war sie bislang<br />

auch nicht. „Beim Skifahren habe<br />

ich mir mal den Da<strong>um</strong>en gebrochen,<br />

beim Fußball eine Kapsel im<br />

Fingergelenk gerissen.“ Beides ist<br />

gut verheilt, schränkt sie im Torhüter-Dasein<br />

in keinster Weise ein.<br />

Und an trainings- <strong>und</strong> spielfreien<br />

Tagen? „Treffe ich mich entweder<br />

mit Fre<strong>und</strong>en, oder schaue mir<br />

Fußballspiele im Fernsehen an.“<br />

Jedoch nicht nur aus Sicht eines<br />

Fans. „Mich interessiert vor allem<br />

<strong>das</strong> Stellungsspiel von Torhütern –<br />

wie sie sich positionieren, wie sie<br />

sich bewegen.“ Manuel Neuer ist<br />

hier <strong>das</strong> Nonplusultra. Trotzdem<br />

bezeichnet Jasmin Janning einen<br />

anderen Spieler des FC Bayern<br />

München als ihr großes Vorbild:<br />

Joshua Kimmich. „Der auf dem<br />

Platz wie kein Zweiter Ehrgeiz,<br />

Siegeswillen <strong>und</strong> Verantwortung<br />

fürs Team verkörpert.“ Tugenden,<br />

<strong>die</strong> auch Jasmin Janning beherzigt.<br />

Und sicherlich eine wichtige<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>voraussetzung für sie sind,<br />

<strong>um</strong> tatsächlich den Sprung in den<br />

professionellen Frauenfußball zu<br />

schaffen.<br />

js<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 17


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Starnberg | Alles begann im Jahr<br />

2008, als Grischa Schulz seine damals<br />

16-jährige Tochter mit dem<br />

Auftrag zur Bank schickte, ein Girokonto<br />

für sie zu eröffnen. Die<br />

junge Dame wollte einen Ferienjob<br />

antreten – <strong>und</strong> irgendwohin musste<br />

<strong>das</strong> ver<strong>die</strong>nte Geld schließlich<br />

fließen. Zurück kam sie letztlich<br />

auch mit einem eigenen Girokonto,<br />

aber zusätzlich hatte ihr <strong>die</strong> Bank<br />

einen Bausparvertrag über 50000<br />

Euro „aufgeschwatzt“. Grischa<br />

Schulz war zunächst sauer auf seine<br />

Tochter, dann auf <strong>die</strong> Bank, <strong>und</strong><br />

schließlich auf sich selbst, weil er<br />

<strong>die</strong> Jugendliche nicht ausreichend<br />

auf den Umgang mit Banken <strong>und</strong><br />

Geld vorbereitet hatte. Zwei Jahre<br />

später gründete er im Bayerischen<br />

Wald den Verein „Geldlehrer e.V.“.<br />

Dessen Ziel: Jugendlichen zwischen<br />

15 <strong>und</strong> 19 Jahren finanzielle<br />

Bildung zu vermitteln. Inzwischen,<br />

elf Jahre später, hat der Verein<br />

6237 ehrenamtlich geleistete Un-<br />

terrichtst<strong>und</strong>en abgehalten, 6 475<br />

Bücher mit dem Titel „Geldschule“<br />

samt Taschenrechner an Schüler<br />

verschenkt <strong>und</strong> 185 Kooperationsverträge<br />

mit Schulen abgeschlossen.<br />

Und er beschäftigt derzeit<br />

162 ehrenamtliche Geldlehrer in<br />

Österreich, Deutschland <strong>und</strong> der<br />

Schweiz. Einer davon ist Stefan<br />

Pflugmacher, der sein Büro als<br />

Finanz<strong>die</strong>nstleister in Starnberg<br />

hat. Der 59-jährige Fachwirt aus<br />

Wolfsburg stieß 2011 zu Geldlehrer<br />

e. V., unterstützt heute den Vorstand.<br />

Ausbildung kostet<br />

3 000 Euro<br />

„Ich fand <strong>die</strong> Idee gut, ehrenamtlich<br />

an Schulen zu gehen <strong>und</strong><br />

Schülern finanzmathematische<br />

Kenntnisse beizubringen“, erzählt<br />

Stefan Pflugmacher von seiner<br />

Motivation. „Erst einmal war ich<br />

nur Mitglied <strong>und</strong> Förderer, doch<br />

irgendwann bin ich selbst Geldlehrer<br />

geworden.“ Doch so leicht war<br />

<strong>das</strong> gar nicht. Jeder, der Schüler in<br />

Finanzfragen unterrichten möchte,<br />

muss eine Ausbildung z<strong>um</strong> Geldlehrer<br />

absolvieren <strong>und</strong> dafür 3000<br />

Euro aus eigener Tasche bezahlen.<br />

„Wir lehnen immer wieder einige<br />

Kandidaten ab, denn wir möchten<br />

nicht, <strong>das</strong>s Finanz<strong>die</strong>nstleister den<br />

Verein benutzen, <strong>um</strong> ihr<br />

Image aufzupolieren<br />

Belohnung<br />

für finanzielle Bildung:<br />

Das Zertifikat der Geldlehrer.<br />

oder gar Produkte anzupreisen.<br />

Jeder Geldlehrer muss einen Ehrenkodex<br />

unterschreiben, <strong>und</strong> wer<br />

sich an den nicht hält, kann nicht<br />

mehr mitmachen. Die Hürde, Geldlehrer<br />

zu werden, ist hoch.“<br />

Nach der Ausbildung bekommen<br />

<strong>die</strong> frisch gebackenen Geldlehrer<br />

einen Mentor zur Seite gestellt<br />

<strong>und</strong> dürfen <strong>die</strong> ersten Schritte wagen.<br />

Denn es geht nicht nur <strong>um</strong><br />

den Lehrplan <strong>und</strong> erklärungsbedürftige<br />

Finanzkonstrukte an sich,<br />

sondern auch <strong>um</strong> didaktische <strong>und</strong><br />

schulrechtliche Inhalte. In Zeiten<br />

der Corona-Pandemie geriet der<br />

Unterricht zwangsläufig ins Sto-<br />

cken, Online-Angebote kamen nur<br />

schleppend ins Rollen.<br />

Direktoren*innen der Schulen reagieren<br />

generell unterschiedlich<br />

auf <strong>das</strong> Angebot<br />

des Vereins. Es<br />

Wir beraten Sie gerne zu<br />

Ihrem eigenen Bauvorhaben.<br />

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18 | <strong>tassilo</strong>


QUALITÄT<br />

herrscht erhöhter Erklärungsbedarf<br />

<strong>und</strong> so manche Lehrkraft fühlt sich<br />

in ihrer Kompetenz beschnitten.<br />

Dabei betont Pflugmacher, <strong>das</strong>s es<br />

<strong>das</strong> Ziel sei, gemeinsam mit den<br />

regulären Pädagogen*innen den<br />

Stoff zu vermitteln. „Wir haben<br />

einen <strong>um</strong>fassenden Lehrplan erarbeitet.<br />

Dazu gehört begleitend <strong>das</strong><br />

Buch ‚Geldschule 3.0‘ von Grischa<br />

Schulz <strong>und</strong> jeder Schüler erhält<br />

einen eigens von uns entwickelten<br />

Taschenrechner, mit dem sich<br />

beispielsweise Zins <strong>und</strong> Zinseszins<br />

leicht errechnen lassen.“<br />

Besser machen als<br />

<strong>die</strong> Großeltern<br />

Natürlich wird <strong>die</strong> Anwesenheit<br />

eines Geldlehrers von den Schülerinnen<br />

<strong>und</strong> Schülern nicht spontan<br />

bejubelt. Die Skepsis ist groß, <strong>die</strong><br />

Motivation zu Beginn der St<strong>und</strong>e<br />

gering. Aber Stefan Pflugmacher<br />

kriegt <strong>die</strong> jungen Menschen sehr<br />

schnell mit praktischen Beispielen.<br />

Er lässt sie ausrechnen, was<br />

<strong>die</strong> Finanzierung eines Autos<br />

wirklich kostet, wenn Zins <strong>und</strong><br />

Inflation einberechnet werden.<br />

„Die Jugendlichen sehen es oft<br />

bei ihren Großeltern, <strong>das</strong>s nicht<br />

viel Geld zur Verfügung steht.<br />

Und dann möchten sie natürlich<br />

wissen, was sie selbst besser<br />

machen können. Das Interesse<br />

ist sehr schnell geweckt“, be-<br />

richtet der ehrenamtliche Pädagoge.<br />

Die Kids lernen in der Schule<br />

zwar Algebra, Kurvendiskussion,<br />

deutsche Klassiker <strong>und</strong> englische<br />

Vokabeln, doch über Al-<br />

Stefan Pflugmacher von Geldlehrer e. V.<br />

möchte junge Menschen fit in Finanzthemen<br />

machen.<br />

tersvorsorge oder Baufinanzierung<br />

wissen <strong>die</strong> Schüler in der Regel<br />

nichts, sobald sie <strong>die</strong> Schule verlassen.<br />

Mittlerweile fragen sogar<br />

Unternehmen bei Stefan Pflugmacher<br />

an, ob er nicht den Azubis ein<br />

paar St<strong>und</strong>en etwas über Vermögenswirksame<br />

Leistungen erzählen<br />

könne. „Der Bedarf <strong>und</strong> <strong>das</strong> Interesse<br />

ist da. Die jungen Menschen<br />

möchten auch Antworten auf <strong>die</strong><br />

g<strong>r<strong>und</strong></strong>legenden Fragen bekommen:<br />

Wie ist Geld entstanden? Was<br />

ist überhaupt Inflation?“<br />

Der Unterricht erfolgt über mindestens<br />

drei Monate, oft auch über<br />

ein komplettes Schuljahr, mit einer<br />

St<strong>und</strong>enzahl von 22 bis zu 40 St<strong>und</strong>en.<br />

Auch Hausaufgaben gehören<br />

z<strong>um</strong> Lehrprogramm, aber auch<br />

hier setzt Stefan Pflugmacher auf<br />

praktische Lebenshilfen. „Holt euch<br />

mal drei Kreditangebote von Banken<br />

<strong>und</strong> rechnet über <strong>das</strong> Wochenende<br />

aus, welcher für euch der<br />

günstigste ist. Das weckt den Ehrgeiz<br />

bei den jungen Menschen.“<br />

Zertifikat für <strong>die</strong><br />

Bewerbungsmappe<br />

Haben <strong>die</strong> Schülerinnen <strong>und</strong> Schüler<br />

ausreichend über Spar-, Darlehens-<br />

<strong>und</strong> Finanzierungsangebote<br />

gelernt <strong>und</strong> können eine Vermögens-<br />

<strong>und</strong> Ruhestandsstrategie<br />

entwickeln, schreiben sie abschließend<br />

einen Test. Wird er bestanden,<br />

nehmen <strong>die</strong> Jugendlichen ein<br />

Zertifikat mit nach Hause, <strong>das</strong> sich<br />

in der Bewerbungsmappe durchaus<br />

vorteilhaft liest.<br />

Stefan Pflugmacher hat einfach<br />

schon zu viele Menschen, geschäftlich<br />

wie privat, finanziellen<br />

Schiffbruch erleiden sehen. Sein<br />

Ziel ist, den jungen Leuten <strong>das</strong><br />

nötige Rüstzeug mitzugeben, <strong>um</strong><br />

versteckte Kosten oder Fallen im<br />

Kleingedruckten zu erkennen.<br />

„Es macht mir einfach Spaß, mit<br />

zwanzig Jugendlichen zusammenzusitzen,<br />

<strong>die</strong> aufmerksam<br />

zuhören. Und dann merke ich<br />

nach einer Weile, wie bei denen<br />

eine Veränderung stattfindet<br />

<strong>und</strong> sie den Themen gegenüber<br />

aufgeschlossen sind. Und wenn<br />

ich frage, wer Millionär werden<br />

möchte, gehen viele Hände<br />

hoch. Dann male ich einen Zeitstrahl<br />

an <strong>die</strong> Tafel <strong>und</strong> wir berechnen,<br />

wie viel jeder im Monat<br />

sparen muss, <strong>um</strong> mit 50 oder 60<br />

eine Million auf dem Konto zu<br />

haben.“ Spätestens dann hören<br />

wirklich alle zu.<br />

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Pollinger Firma befreit Ra<strong>um</strong>luft von Viren<br />

Strahlen gegen Corona<br />

Polling | Seit fast 50 Jahren ist <strong>die</strong><br />

Firma Gimat in Polling bei <strong>Weilheim</strong><br />

auf Messtechnik für Wasser<br />

spezialisiert. Kläranlagen, Wasserwerke<br />

<strong>und</strong> Schwimmbäder zählen<br />

zu ihren K<strong>und</strong>en. Doch als im März<br />

2020 <strong>die</strong> Corona-Pandemie begann,<br />

beschloss Geschäftsführer<br />

Dr. Volker Koschay <strong>das</strong> Know-how<br />

des Unternehmens auch auf <strong>die</strong><br />

Luftqualität auszudehnen. Ihm fiel<br />

auf, <strong>das</strong>s Supermarktkassiererinnen<br />

<strong>und</strong> -kassierer viele St<strong>und</strong>en<br />

am Tag den Aerosolen unzähliger<br />

K<strong>und</strong>en <strong>und</strong> damit einem besonderen<br />

Infektionsrisiko ausgesetzt<br />

sind. „Damals gab es noch keine<br />

Abstandsmarkierungen, keine<br />

Plexiglas-Trennwände, keine Maskenpflicht“,<br />

erinnert sich Koschay.<br />

War<strong>um</strong> also nicht <strong>die</strong> Luft entkeimen,<br />

sagte sich der Wirtschaftsingenieur.<br />

Mit ultraviolettem Licht,<br />

<strong>und</strong> damit, wie <strong>die</strong>ses Bakterien<br />

<strong>und</strong> Viren im Trinkwasser abtötet,<br />

hatten er <strong>und</strong> sein Team schon viele<br />

Erfahrungen gesammelt. Was es<br />

brauchte war also ein Gerät, <strong>das</strong><br />

Luft ansaugt, mit UV-Licht entkeimt<br />

<strong>und</strong> wieder in den Ra<strong>um</strong> entlässt.<br />

Doch <strong>das</strong> Gerät musste kompakt<br />

sein, sollte es im begrenzten Bereich<br />

einer Supermarktkasse Platz<br />

finden. „Da hatten mein Team <strong>und</strong><br />

ich einen schlanken Zylinder vor<br />

Augen“, erzählt Volker Koschay.<br />

„Hochwertig in Edelstahl mit grünem<br />

Lichtstreifen oben.“ Gimats<br />

neues Produkt für eine virenfreie<br />

Ra<strong>um</strong>luft sollte eben nicht zu klobig<br />

daherkommen, niemanden<br />

verängstigen, aber doch auch<br />

nicht übersehen werden. Am endgültigen<br />

Design wirkte dann der<br />

<strong>Weilheim</strong>er Künstler Frank Fischer<br />

mit. Die große Herausforderung<br />

aber stellte sich beim Luftstrom<br />

im Inneren. „Damals wusste man<br />

noch nicht genau, wie lange <strong>die</strong><br />

Luft im Gerät vom UV-Licht bestrahlt<br />

werden muss, <strong>um</strong> <strong>die</strong> Viren<br />

auszuschalten“, sagt Koschay.<br />

Heute weiß man, <strong>das</strong>s etwa fünf<br />

Sek<strong>und</strong>en durchaus ausreichen.<br />

Koschay nahm sich letztlich vor, 20<br />

Sek<strong>und</strong>en zu erreichen.<br />

„Wir würden erblinden,<br />

Pflanzen absterben“<br />

Dafür tüftelte er selbst wochenlang<br />

an der richtigen Geometrie.<br />

Schließlich hatte er sich eine eigene<br />

Wirbelströmungs-Technologie<br />

ausgedacht. Bewegliche<br />

Teile braucht es dafür ka<strong>um</strong>. Lediglich<br />

ein Ventilator saugt unten<br />

<strong>die</strong> Luft aus dem Ra<strong>um</strong> an, dann<br />

sorgt <strong>das</strong> geometrische Bauprinzip,<br />

Koschays Betriebsgeheimnis,<br />

dafür, <strong>das</strong>s <strong>die</strong> Luft langsam in<br />

einem kontinuierlichen Wirbel<br />

nach oben steigt. Die in der Mitte<br />

angeordnete Niederdruckentladungslampe<br />

bestrahlt <strong>die</strong> Luft<br />

dank ausgefeilter Verspiegelungen<br />

<strong>die</strong> gesamte Zeit mit dem für<br />

Viren besonders schädlichen UV-<br />

C-Licht. Dieses unsichtbare Licht<br />

ist noch kurzwelliger <strong>und</strong> energiereicher<br />

als <strong>das</strong> UV-A- <strong>und</strong> UV-<br />

B-Licht. Während UV-A <strong>und</strong> ein<br />

Teil des UV-B von der Sonne bis<br />

zur Erdoberfläche strahlen, wird<br />

<strong>das</strong> UV-C-Licht der Sonne von der<br />

Ozonschicht in der Atmosphäre<br />

absorbiert <strong>und</strong> erreicht „uns“ am<br />

Erdboden nicht. „Wären wir Menschen<br />

dem UV-C-Licht schutzlos<br />

Der Geschäftsführer von Gimat, Dr. Volker Koschay, hat den Luftentkeimer<br />

selbst mitentwickelt. In seinen Händen <strong>die</strong> UV-Lampe.<br />

20 | <strong>tassilo</strong>


Bürgermeister Martin Pape zeigt<br />

den Luftentkeimer im Sitzungssaal<br />

des Rathauses Polling.<br />

ausgeliefert, würden wir erblinden,<br />

Pflanzen absterben“, erklärt<br />

Koschay. Dieser zerstörerische<br />

Effekt ist gut für <strong>die</strong> Entkeimung.<br />

Bakterien sterben im UV-C-Licht<br />

binnen Sek<strong>und</strong>en, Viren werden<br />

inaktiv. Nach draußen gelangen<br />

soll aber nichts von dem UV-C-<br />

Licht. Und <strong>die</strong>s war <strong>die</strong> zweite<br />

große Herausforderung für Koschay<br />

<strong>und</strong> sein Team. Denn oben<br />

braucht <strong>das</strong> Gerät Löcher, damit<br />

<strong>die</strong> entkeimte Luft nach außen<br />

tritt. Da aber der Innenra<strong>um</strong> mit<br />

UV-C-Licht geflutet ist, würde unweigerlich<br />

auch ein Teil des Lichts<br />

austreten. So kaufte Gimat spezielle,<br />

teure tiefschwarze Beschichtungen<br />

ein, <strong>die</strong> ansonsten in der<br />

Laser- <strong>und</strong> Ra<strong>um</strong>fahrttechnik<br />

eingesetzt werden. Mit solchen<br />

„Lichtfallen“ bleiben <strong>die</strong> schädlichen<br />

Strahlen im Gerät, <strong>die</strong> virenfreie<br />

Luft dagegen kann nach<br />

draußen.<br />

Nachdem der erste Prototyp im<br />

Juni 2020 fertig war <strong>und</strong> seine<br />

Tests bestand, produzierte Gimat<br />

<strong>die</strong> erste kleine Serie für seinen<br />

Luftentkeimer, getauft auf den<br />

Namen „VIBA_EX“. Und während<br />

man in „normalen“ Zeiten<br />

zu K<strong>und</strong>en fährt <strong>und</strong> auf Messen<br />

ausstellt, reichte <strong>die</strong>smal eine<br />

Internetkampagne, schon riefen<br />

<strong>die</strong> ersten K<strong>und</strong>en im Pollinger<br />

Unternehmen an. „Vor allem<br />

Arztpraxen, bald aber auch Hotels<br />

<strong>und</strong> Restaurants“, erzählt Volker<br />

Koschay. Und im <strong>Oktober</strong> 2020<br />

startete <strong>die</strong> Serienfertigung.<br />

Hilft bei Grippe <strong>und</strong><br />

Schnupfen<br />

Bald lieferte Gimat auch Geräte<br />

ins Ausland. Bis heute hat <strong>die</strong><br />

Firma einige H<strong>und</strong>ert seiner Luftentkeimer<br />

verkauft. Für gut 1 500<br />

Euro <strong>das</strong> Stück. „Manche asiatische<br />

Hersteller verkaufen deutlich<br />

günstigere Geräte“, rä<strong>um</strong>t<br />

Koschay ein. Doch dann ist <strong>das</strong><br />

Produkt aus Kunststoff, statt aus<br />

Edelstahl. Mit der Folge, <strong>das</strong>s <strong>das</strong><br />

Gehäuse unter dem Einfluss des<br />

UV-C-Lichts bald porös wird. Eine<br />

richtige Wirksamkeit lässt sich<br />

dann nicht mehr erzielen, außerdem<br />

kann <strong>das</strong> schädliche Licht<br />

austreten.<br />

Auch in der Region stehen mittlerweile<br />

viele VIBA_EX-Geräte.<br />

Allerdings nicht in Supermärkten,<br />

wie es sich Volker Koschay anfänglich<br />

vorgestellt hatte. Dafür in<br />

Frisörsalons, Restaurants, Hotels,<br />

Praxen, Büros <strong>und</strong> Agenturen.<br />

Pollings Bürgermeister Martin<br />

Pape hat <strong>das</strong> Rathaus sogar mit<br />

dreien ausgestattet. Übereinstimmend<br />

hört man, <strong>die</strong> Geräte<br />

seien leise, würden nicht stören<br />

<strong>und</strong> gleichzeitig ein gutes Gefühl<br />

von Sicherheit schaffen. Ein<br />

„Allheilmittel“ ist <strong>die</strong> Luftentkeimung<br />

allerdings nicht. „Es ist ein<br />

Add-on“, betont Volker Koschay.<br />

„Abstände, Hygiene <strong>und</strong> Masken<br />

bei fehlenden Abständen kann es<br />

nicht ersetzen.“ Denn <strong>das</strong> Gerät<br />

kann <strong>die</strong> Luft in einem bis zu 100<br />

Quadratmeter großen Ra<strong>um</strong> zwar<br />

mehrmals am Tag erneuern, ohne<br />

zu lüften. Doch wenn sich Menschen<br />

einige Meter vom Gerät<br />

entfernt dicht an dicht ohne Maske<br />

unterhalten, können <strong>die</strong> Aerosole,<br />

<strong>die</strong> Viren tragen, erstmal ungestört<br />

in der Gruppe zirkulieren,<br />

ehe sie vom Gerät irgendwann<br />

erfasst werden.<br />

Volker Koschay ist überzeugt, <strong>das</strong>s<br />

<strong>die</strong> von seiner Firma verwendete<br />

UV-C-Technologie gleich wirksam<br />

ist wie klassische Gewebefilter, so<br />

genannte HEPA-Filter. Allerdings<br />

förderte <strong>das</strong> bayerische Kultusministeri<strong>um</strong><br />

bisher nur solche<br />

Geräte für den Einsatz in Schulen.<br />

Koschay wünscht sich da ein Umdenken.<br />

Dass seine Geräte langfristig<br />

Abnehmer finden, davon<br />

ist er überzeugt. Denn schließlich<br />

entferne der VIBA_EX sämtliche<br />

Erreger aus der Luft, auch <strong>die</strong> für<br />

Schnupfen <strong>und</strong> Grippe. Über<strong>die</strong>s<br />

zu einem Teil auch Pilzsporen,<br />

unter denen Allergiker leiden. cr<br />

Vorhang auf.<br />

Für euch!<br />

Das wird ein Sommer voller Kunst <strong>und</strong> Kultur<br />

Alle Künstler*innen, Veranstalter*innen, Kommunen <strong>und</strong> ihr, liebes<br />

Publik<strong>um</strong>, aufgepasst! Macht mit, nutzt <strong>das</strong> vielfältige Angebot auf<br />

der neuen digitalen Plattform <strong>und</strong> lasst Bayern in <strong>die</strong>sem Sommer<br />

wieder leuchten.<br />

Hier geht es zur Plattform:<br />

www.bayernspielt.info


ALLERLEI IM TASSILOLAND<br />

Azubis, Lernpaten & Fotos gesucht!<br />

Klassikfestival <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> den Ammersee<br />

Viele Ausbildungsstellen noch unbesetzt!<br />

Andechs | Klassik-Fans dürfen sich freuen: Nach 2015, 2016 <strong>und</strong> 2017 findet<br />

heuer <strong>das</strong> insgesamt siebte Klassikfestival namens „AMMERSEErenade“ statt.<br />

Und zwar von Samstag, 11. <strong>September</strong>, bis Sonntag, 19. <strong>September</strong> an den<br />

Orten Kloster Andechs, Landheim Schondorf, Gasthof zur Post in Raisting, im<br />

Haus der Bayerischen Landwirtschaft<br />

in Herrsching, im Gasthof<br />

Saxenhammer in Hechenwang,<br />

in der Klosterkirche St. Ottilien<br />

sowie im Exerzitienhaus von St.<br />

Ottilien. Eröffnet wird <strong>das</strong> einwöchige<br />

Festival vom Janoska<br />

Ensemble aus Wien am Samstagabend,<br />

11. <strong>September</strong>, <strong>um</strong> 17<br />

Uhr im Florianstadl, Kloster Andechs.<br />

Alle Informationen <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

<strong>um</strong> Interpreten, Ticketverkauf,<br />

Veranstaltungsorte, Uhrzeiten <strong>und</strong> Corona-Maßnahmen finden Sie, liebe<br />

Leser, im Internet unter ammerseerenade.de. Oder im persönlichen<br />

Dialog mit Susanne Rick, telefonisch unter 08192 / 99898 oder via<br />

E-Mail: info@ammerseereneade.de.<br />

js<br />

Tassiloland | Zahlreiche Betriebe aus Industrie,<br />

Handwerk <strong>und</strong> Handel wie auch Arbeitgeber<br />

im Bereich Ges<strong>und</strong>heit <strong>und</strong> Pflege<br />

suchen nach wie vor händeringend nach<br />

Azubis für <strong>das</strong> am 1. <strong>September</strong> <strong>2021</strong> beginnende<br />

neue Lehrjahr.<br />

„Unsere Ausbildungsbetriebe setzen weiter<br />

auf <strong>die</strong> Ausbildung eigener Fachkräfte.<br />

Sie werden ihrer unternehmerischen <strong>und</strong><br />

gesellschaftlichen Verantwortung mehr als<br />

gerecht <strong>und</strong> bieten mehr Lehrstellen an,<br />

als es Bewerber gibt“, sagt Klaus Bauer,<br />

Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau.<br />

Seit Corona sind nahezu alle Maßnahmen<br />

zur Berufsorientierung ausgefallen. Schnupperpraktika,<br />

Ausbildungsmessen <strong>und</strong> persönliche<br />

Bewerbungsgespräche konnten<br />

oftmals gar nicht oder in nur stark eingeschränkter<br />

Form stattfinden. Auch <strong>die</strong> entscheidende<br />

Bewerbungsphase im Frühjahr<br />

habe laut Bauer massiv unter dem Lockdown<br />

gelitten. Laut Statistik der Agentur für Arbeit<br />

(Stand Ende Juli <strong>2021</strong>) kommen allein im<br />

Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau 2,6<br />

noch offene Lehrstellen auf nen Bewerber.<br />

eijs<br />

Abbruch, Umbruch, Aufbruch – <strong>die</strong> Gewinner der Juli / August-<strong>Ausgabe</strong>!<br />

Fotowettbewerb als Töpfermarkt-Ersatz<br />

Tassiloland | „Lady Shackleton“ heißt <strong>das</strong><br />

edle Ersatz-Segelboot, bis der 2020 gekenterte<br />

Zweimaster „Sir Shackleton“ wieder<br />

einsatzbereit sein wird. Auf Herz <strong>und</strong> Nieren<br />

testen dürfen es auch zwei treue „<strong>tassilo</strong>“-<br />

Leser, <strong>die</strong> im Rahmen der Juli / August-<strong>Ausgabe</strong><br />

einen Ammersee-Segeltörn auf Lady<br />

Shackleton gewonnen haben. Unter zahlreichen<br />

Einsendungen war<br />

<strong>das</strong> Losglück <strong>die</strong>smal<br />

auf Seiten von Beate<br />

Fürst aus Uffing, <strong>die</strong> gemeinsam<br />

mit einer guten<br />

Fre<strong>und</strong>in sich einen<br />

Segeltörn ihrer Wahl<br />

aussuchen durfte. Außerdem<br />

verlost wurden<br />

drei Bücher von „Abbruch, Umbruch, Aufbruch“<br />

– ein Werk, an dem insgesamt acht<br />

Autoren <strong>und</strong> Autorinnen mit dem Schwerpunkt<br />

Kurzgeschichten gearbeitet haben.<br />

Unter der Leitung von Dr. Rosemarie Benke-<br />

Bursian, Inhaberin der Tutzinger Textstube,<br />

sind 169 lesenswerte Seiten mit 35 Kurzgeschichten<br />

<strong>und</strong> Gedichten zu unterschiedlichsten<br />

Themen entstanden.<br />

In <strong>die</strong>sen kurzweiligen<br />

Lesegenuss gekommen sind<br />

Franz Kronas aus <strong>Weilheim</strong>,<br />

Maria Schmotz aus Peißen-<br />

berg sowie Petra Martin<br />

aus dem hessischechen.<br />

Neukirjs<br />

Dießen | Buntes Markttreiben, w<strong>und</strong>ervolle Töpferkunst direkt am See. Die Fans<br />

des Diessener Töpfermarktes sind aufgerufen, in ihren privaten Archiven besonders<br />

schöne Fotografien mit Marktszenen, Keramiken <strong>und</strong> Ausstellern herauszusuchen.<br />

„Corona-bedingt haben wir unseren schönen Markt nun schon<br />

im zweiten Jahr nicht veranstalten können. Austellern <strong>und</strong> Besuchern fehlt der<br />

Töpfermarkt sehr. Daher wollen wir ihn mit <strong>die</strong>sem Aufruf wieder mehr in<br />

unser Bewusstsein bringen“, hebt Marktleiter Wolfgang Lösch hervor. Bis z<strong>um</strong><br />

30. <strong>September</strong> können nun Fotos mit Impressionen des Diessener Töpfermarktes<br />

unter Angabe des Fotografens per Mail an barbara.blankenburg@<strong>die</strong>ssen.<br />

de gesendet werden. Die Bilder sollten druckfähig sein <strong>und</strong> eine möglichst<br />

hohe Auflösung (mindestens 1 MB) haben. Jeder Einsender kann maximal<br />

fünf Fotos in den Wettbewerb<br />

schicken – <strong>die</strong> schönsten werden<br />

mit Preisen von bis zu 300 Euro<br />

ausgezeichnet sowie<br />

in regionalen en veröffentlich.<br />

Medijs<br />

22 | <strong>tassilo</strong>


ORLA auf 2022 verschoben!<br />

Mia kenna ois.<br />

A übern Tellerrand naus.<br />

Abschiede zwischen<br />

bayerischer Tradition<br />

<strong>und</strong> Weltoffenheit.<br />

<strong>Weilheim</strong> | In der Regel findet <strong>die</strong> Oberlandausstellung (ORLA) in<br />

<strong>Weilheim</strong> alle zwei Jahre statt. Insofern wäre <strong>die</strong> bunte Messe aus<br />

Gewerbetreibenden, Ehrenamtsorganisationen, Behörden <strong>und</strong><br />

Schaustellern aus dem kompletten Oberland turnusgemäß auch<br />

für <strong>2021</strong> geplant gewesen. Aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> der nach wie vor nicht ausgestandene<br />

Corona-Pandemie sowie der drohenden vierten Welle<br />

mit Herbstbeginn haben sich <strong>die</strong> Verantwortlichen dafür entschieden,<br />

<strong>die</strong> 23. Oberlandausstellung im kommenden Jahr 2022 durch-<br />

zuführen – <strong>und</strong> zwar im Zeitra<strong>um</strong> von Mittwoch, 29. <strong>September</strong>,<br />

bis Sonntag, 3. <strong>Oktober</strong>. Nähere Informationen für Aussteller<br />

<strong>und</strong> interessierte Besucher hält <strong>die</strong> Internetseite<br />

orla-weilheim.de bereit.<br />

js<br />

<strong>Weilheim</strong> i. Obb.<br />

Münchner Straße 15<br />

0881/92 70 027 www.zirngibl-bestattungen.de<br />

Landratsamt sucht Lernpaten<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau | „Durch <strong>die</strong> Corona-Pandemie gibt es bei vielen<br />

Kindern <strong>und</strong> Jugendlichen Lernlücken“, sagt Uta Pollmeier von<br />

der landkreisweiten Koordinierungsstelle für Bürgerengagement<br />

namens „KOBE“. Um <strong>die</strong>se Lücken zu schließen, sucht sie im Auftrag<br />

des Landratsamtes nach ehrenamtlichen Lernpaten. Diese sollten<br />

Spaß am Umgang<br />

mit Kindern<br />

<strong>und</strong> Jugendlichen<br />

haben sowie ein gewisses<br />

Maß an pädagogischem<br />

Gespür<br />

mitbringen.<br />

Besonders geeignet<br />

sind beispielsweise<br />

Lehrer <strong>und</strong> Lehrerinnen<br />

im Ruhestand,<br />

aber auch Personen,<br />

<strong>die</strong> bereits Erfahrungen<br />

als Nachhilfe-Lehrer gesammelt haben. Dazu gehören auch<br />

Schüler höherer Jahrgangsstufen. Anfragen <strong>und</strong> Nähere Infos<br />

bei Utta Pollmeier (0881 / 681-1519, ehrenamt@lra-wm.<br />

bayern.de) oder Integrationslotsin Johanna Greulich<br />

(0881/ 681-1673, j.greulich@lra-wm.bayern.de). js<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 23


– ANZEIGE –<br />

Im Schongauer Krankenhaus: 600 Babys pro Jahr<br />

Geburt in familiärer Atmosphäre<br />

Sonderveröffentlichung der<br />

Schongau | Jedes Jahr erblicken<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 600 Mädchen <strong>und</strong> Buben<br />

im Schongauer Krankenhaus <strong>das</strong><br />

Licht der Welt. Die Sicherheit für<br />

<strong>die</strong> werdenden Mamas <strong>und</strong> Babys<br />

steht vor, während <strong>und</strong> nach der<br />

Geburt immer im Vorderg<strong>r<strong>und</strong></strong>,<br />

hat für Ärzte <strong>und</strong> Pflegepersonal<br />

oberste Priorität. Um <strong>die</strong>se auch<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>die</strong> Uhr gewährleisten zu<br />

können, kann für den Fall der Fälle<br />

jede Menge Hightech eingesetzt<br />

werden im Rahmen einer Geburt.<br />

Die Schwierigkeit dabei: Dass sich<br />

werdende Mütter <strong>und</strong> Väter trotz<br />

Einsatz mondernster Technik wie<br />

zuhause fühlen. Dr. Ikechukwu Emmanuel<br />

Anikwe, Chefarzt der Geburtshilfe<br />

im Krankenhaus Schongau,<br />

verrät im Kurzinterview, wie<br />

ihm <strong>und</strong> seinem Team <strong>das</strong> immer<br />

wieder aufs Neue ganz hervorragend<br />

gelingt.<br />

Herr Dr. Anikwe, was ist <strong>das</strong> Schöne<br />

an der Geburtenstation im Schongauer<br />

Krankenhaus?<br />

Dass wir für unsere werdenden<br />

Mütter Zeit haben, nicht ständig<br />

auf <strong>die</strong> Uhr schauen müssen. Bei<br />

uns im Haus kann man sich wohlfühlen,<br />

im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e wie im eigenen<br />

Zuhause entbinden. Das beginnt<br />

bereits bei einem ganz persönlichen<br />

Musikwunsch, den <strong>die</strong> hochschwangeren<br />

Frauen sowie deren<br />

Partner mitbringen <strong>und</strong> anhören<br />

dürfen. Dank einer Wanne haben<br />

<strong>die</strong> Frauen auch <strong>die</strong> Möglichkeit,<br />

im Wasser zu entbinden. In jedem<br />

Falle legen wir viel Wert auf eine<br />

ruhige, entspannte Atmosphäre,<br />

damit <strong>die</strong> Geburt für all <strong>die</strong> jungen<br />

Familien ein schönes, unvergessenes<br />

Erlebnis wird. Unser Kreißsaal<br />

kann aber auch sehr stimmungsvoll<br />

sein. Außerdem hat unsere<br />

Dr. Ikechukwu<br />

Emmanuel Anikwe,<br />

Chefarzt Geburtshilfe<br />

moderne Geburtsstation w<strong>und</strong>erschön<br />

eingerichtete Familienzimmer,<br />

<strong>die</strong> einen herrlichen Weitblick<br />

auf <strong>die</strong> Berge ermöglichen. Heißt:<br />

Auch nach der Geburt können<br />

Papa, Mama <strong>und</strong> Baby zusammenbleiben.<br />

So wird <strong>die</strong> Geburt für alle<br />

Beteiligten zu einem besonderen<br />

Moment, den niemand vergisst.<br />

Was passiert, falls es mit einer natürlichen<br />

Geburt nicht klappen sollte?<br />

Bei uns ist alles an technischer<br />

Ausstattung <strong>und</strong> Know-how vorhanden.<br />

Wenn ein Kaiserschnitt<br />

erforderlich ist, machen wir ihn<br />

auch. Wobei in unserem Haus <strong>die</strong><br />

natürliche Geburt im Vorderg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

steht, wir <strong>die</strong>se so gut fördern wie<br />

nur möglich. Z<strong>um</strong> Beispiel, indem<br />

wir, sofern möglich, <strong>das</strong> Kind im<br />

Mutterleib wenden, falls es falsch<br />

her<strong>um</strong> liegen sollte. So kommt<br />

es, <strong>das</strong>s wir im Vergleich z<strong>um</strong><br />

b<strong>und</strong>esweiten Durchschnitt in Sachen<br />

Geburten eine sehr geringe<br />

Kaiserschnittrate haben – bei uns<br />

kommen 30,68 Prozent aller Babys<br />

durch einen Kaiserschnitt zur Welt,<br />

deutschlandweit liegt <strong>die</strong>se Quote<br />

bei 35,5 Prozent. Letztlich sind<br />

unsere Hebammen alle sehr erfahren<br />

<strong>und</strong> begleiten <strong>die</strong> werdenden<br />

Mütter sehr einfühlsam durch <strong>die</strong><br />

Geburt – völlig gleich, ob es sich<br />

<strong>um</strong> einen Kaiserschnitt oder eine<br />

natürliche Geburt handelt.<br />

Gibt es im Schongauer Krankenhaus<br />

auch eine Kinderärztin oder einen<br />

Kinderarzt?<br />

Wir kooperieren hier mit verschiedenen<br />

Partnern, z<strong>um</strong> Beispiel mit<br />

der Kinder- <strong>und</strong> Jugendmedizin<br />

im Klinik<strong>um</strong> Garmisch, aus der<br />

mehrmals <strong>die</strong> Woche jemand zu<br />

uns kommt. Darüber hinaus<br />

arbeiten wir auch sehr eng<br />

mit unserer Kooperationspraxis in<br />

Schongau sowie einer Kinderarztpraxis<br />

in Peiting zusammen. Die<br />

Vorsorgeuntersuchung „U1“ wird<br />

noch bei uns im Kreißsaal gemacht,<br />

<strong>die</strong> „U2“ auf unserer Station <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> „U3“ dann außerhalb unseres<br />

Hauses in einer Kinderarzt-Praxis.<br />

Aber <strong>um</strong> <strong>die</strong> Frage final zu beantworten:<br />

Auf unserer Geburtsstation<br />

im Schongauer Krankenhaus sind<br />

täglich ein oder mehrere Kinderärzte<br />

anwesend.<br />

Was gibt Ihnen <strong>die</strong> Arbeit im Fachbereich<br />

„Geburtshilfe“?<br />

Jedes Kind ist einzigartig <strong>und</strong> ein<br />

W<strong>und</strong>er der Natur. Leben schenken<br />

ist überwältigend. Auch wir Hebammen,<br />

Ärzte <strong>und</strong> Schwestern, <strong>die</strong><br />

wir teilweise schon seit Jahren <strong>und</strong><br />

Jahrzehnten Müttern helfen, ihre<br />

Kinder zur Welt zu bringen, sind<br />

immer wieder zutiefst berührt.<br />

Wenn ein Kind atmet oder schreit,<br />

wenn Tränen fließen vor lauter<br />

Freude oder <strong>die</strong> Geschwisterkinder<br />

<strong>das</strong> erste Mal ins Zimmer mit der<br />

Mama <strong>und</strong> dem Neugeborenen<br />

kommen. Es ist wirklich ein W<strong>und</strong>er<br />

des Lebens.<br />

Familie Kurschus


Geballte Erfahrung bei Geburtsvorbereitung<br />

„Mutprobe des Lebens“<br />

Eine Geburt ist „<strong>die</strong> Mutprobe<br />

des Lebens“, sagt Stephanie<br />

Glötzl-Widl. Seit 27 Jahren begleitet<br />

<strong>die</strong> Hebamme junge Paare<br />

auf dem Weg zur eigenen Familie.<br />

In Geburtsvorbereitungskursen ab<br />

der 30. Woche werden schwangere<br />

Frauen von ihr <strong>und</strong> ihren<br />

Kolleginnen auf <strong>das</strong> Gebären<br />

vorbereitet. Dabei lernen sie, <strong>die</strong><br />

eigenen Kräfte zu mobilisieren,<br />

mit Schwangerschaftsbeschwerden,<br />

Schmerz <strong>und</strong> Schmerzlinderung<br />

selbstbewusst <strong>und</strong> richtig<br />

<strong>um</strong>zugehen. Außerdem, wie<br />

eine Geburt abläuft, gefolgt von<br />

Stillen, Wochenbett <strong>und</strong> der Zeit<br />

danach.<br />

Die Hebammen am Krankenhaus<br />

Schongau sind ein eingespieltes<br />

Team mit viel Erfahrung <strong>und</strong><br />

Ruhe. „Eine Geburt ist eine große<br />

Herausforderung für <strong>die</strong> Frauen,<br />

vergleichbar mit einem immer<br />

steiler werdenden Gipfelaufstieg<br />

in den Alpen. Letztlich kommt jede<br />

werdende Mutter hoch, doch ist es<br />

für viele verdammt anstrengend,<br />

erfordert in S<strong>um</strong>me alle Kräfte.<br />

Oben ankommen, erwartet dich<br />

dafür der bedeutendste Moment,<br />

den du erleben kannst – <strong>und</strong> du<br />

erhältst mit dem frischgeborenen<br />

Baby <strong>das</strong> Schönste, was Du bekommen<br />

kannst“, sagt an <strong>die</strong>ser<br />

Stelle Hebamme Christine Eder,<br />

<strong>die</strong> bereits seit 32 Jahren werdende<br />

Mütter auf dem Weg zur Geburt<br />

begleitet.<br />

Letztlich können hochschwangere<br />

Frauen ihre Kinder im Krankenhaus<br />

Schongau stets in Geborgenheit<br />

<strong>und</strong> wohlbehütet zur Welt<br />

bringen, da nahezu immer eine<br />

Eins-zu-Eins-Betreuung gelingt.<br />

Obendrein sichert ein „Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong><strong>die</strong>nst“<br />

dahingehend ab,<br />

<strong>das</strong>s <strong>die</strong> werdenden Mütter ganz<br />

individuell mit einer Hebamme<br />

entbinden können.<br />

„Ja, <strong>das</strong> schaffe ich“<br />

Christine Eder<br />

„Wir bereiten <strong>die</strong> Frauen so auf<br />

<strong>die</strong> Geburt vor, <strong>das</strong>s sie voller<br />

Überzeugung <strong>und</strong> Selbstvertrauen<br />

sagen: Ja <strong>das</strong> schaffe ich!“, sagt<br />

Christine Eder. In den Vorbereitungskursen<br />

<strong>und</strong> Gesprächen lernen<br />

<strong>die</strong> schwangeren Frauen, was<br />

Gebären eigentlich bedeutet: „Eine<br />

Wehe beginnt im Kopf“, erklärt<br />

Hebamme Christine Eder weiter.<br />

„Wenn <strong>die</strong> Frauen <strong>das</strong> annehmen<br />

können <strong>und</strong> loslassen, Zeit mitbringen<br />

<strong>und</strong> auf ihren Körper hören,<br />

sich auf den Geburtsvorgang<br />

einlassen <strong>und</strong> auch auf den damit<br />

verb<strong>und</strong>enen Schmerz, dann ist es<br />

auch positiv fürs Kind.“ Hinterher,<br />

wenn sie <strong>die</strong>sen Kraftakt erfolgreich<br />

hinter sich gebracht haben,<br />

blicken frischgebackene Eltern<br />

<strong>um</strong>so stärker voller Stolz auf <strong>die</strong>ses<br />

unvergessliche Erlebnis. „Wir Hebammen<br />

haben letztlich auch <strong>die</strong><br />

Aufgabe, <strong>die</strong> Frauen nicht nur auf<br />

Stephanie Glötzl-Widl<br />

<strong>die</strong> Geburt vorzubereiten, sondern<br />

sie auch einfühlsam durch <strong>die</strong> Geburt<br />

zu leiten <strong>und</strong> zu führen“, sagt<br />

Christine Eder. Für sie <strong>und</strong> ihre Kolleginnen<br />

ist es immer wieder ein<br />

W<strong>und</strong>er, „<strong>das</strong>s aus zwei winzigen<br />

Zellen ein w<strong>und</strong>erbarer Mensch<br />

entsteht – <strong>und</strong> bei <strong>die</strong>sem faszinierenden<br />

Moment der Geburt immer<br />

wieder aufs Neue dabei sein zu<br />

dürfen, ist wirklich faszinierend“.<br />

Familiäre Entbindung<br />

Katharina <strong>und</strong> Florian Kurschus aus<br />

Dießen sind bereits erfahrene Eltern,<br />

haben sich für <strong>die</strong> Geburt ihres<br />

zweiten Kindes jedoch bewusst<br />

> > > KONTAKT<br />

Krankenhaus Schongau<br />

INFORMATIONSABEND<br />

FÜR WERDENDE ELTERN<br />

für <strong>das</strong> Schongauer Krankenhaus<br />

entschieden. Ihr erstes Kind wurde<br />

noch in einem großen Klinik<strong>um</strong><br />

in München geboren – beim<br />

zweiten aber sollte es familiärer<br />

zugehen. Nur wo? Letztlich ist Familie<br />

Kurschus über eine Fre<strong>und</strong>in<br />

auf <strong>die</strong> Geburtsstation im Schongauer<br />

Krankenhaus aufmerksam<br />

gemacht worden. Bereits <strong>die</strong> <strong>um</strong>fassenden<br />

Informationen auf der<br />

Internetseite der <strong>Weilheim</strong>-Schongauer<br />

Krankenhaus GmbH hat <strong>das</strong><br />

junge Paar überzeugt, spätestens<br />

jedoch ein Corona-bedingtes<br />

Zoom-Meeting, <strong>das</strong> jeden ersten<br />

Mittwoch im Monat stattfindet.<br />

Daraufhin meldete sich Katharina<br />

Kurschus für <strong>die</strong> Geburt ihres<br />

zweiten Kindes im Schongauer<br />

Krankenhaus an. Als sie dann auch<br />

noch den Kreißsaal <strong>und</strong> <strong>die</strong> neue<br />

Geburtsstation gesehen hatte, war<br />

sie endgültig davon überzeugt,<br />

Marie-Eberth-Straße 6, 86956 Schongau<br />

Telefonn<strong>um</strong>mern: Empfang: 08861 / 215-0, Sekretariat: 08861 / 215-291<br />

Kreißsaal: 08861 / 215-130, Station 5: 08861 / 215-164<br />

Geburtsvorbereitungskurse bis zur 20. Schwangerschaftswoche<br />

im Kreißsaal anmelden.<br />

Mehr unter<br />

JEDEN 1. MITTWOCH DES MONATS | 19.00 UHR<br />

ZOOMMEETING: MEETING-ID 859 105 9657<br />

Weitere Informationen auf Facebook <strong>und</strong> Instagram<br />

„Mia san Krankenhaus”<br />

Referenten: Geburtshilfliches Team der Klinik für Gynäkologie<br />

<strong>und</strong> Geburtshilfe Schongau<br />

Termine <strong>2021</strong>: 1. <strong>September</strong>, 6. <strong>Oktober</strong>,<br />

3. November, 1. Dezember<br />

www.meinkrankenhaus2030.de<br />

mit <strong>die</strong>ser Wahl des ortes <strong>die</strong> richtige Entscheidung<br />

Geburtsgetroffen<br />

zu haben. Am Tag des<br />

Termins wurde sie gleich am Eingang<br />

von Hebamme Christine Eder<br />

fre<strong>und</strong>lich in Empfang genommen,<br />

<strong>und</strong> auch gleich mit klaren<br />

Worten auf <strong>die</strong> korrekte Atmung<br />

hingewiesen <strong>und</strong> eingestellt –<br />

obendrein mangelte es nicht an<br />

mutmachenden Worten von Eder<br />

<strong>und</strong> ihren Kolleginnen. Gut eine<br />

St<strong>und</strong>e später war <strong>das</strong> zweite<br />

Mutterglück der Dießenerin auch<br />

schon perfekt – der kleine Fiete<br />

erblickte <strong>das</strong> Licht der Welt. Und<br />

Vater Florian? Der freute sich wie<br />

Bolle, als er am nächsten Tag ins<br />

Krankenhaus kam <strong>und</strong> unten im<br />

Eingangsbereich an der an einem<br />

Storch hängenden Infotafel den<br />

liebevoll notierten Namen seines<br />

neugeborenen Sohnes lesen<br />

konnte. Herzlich Willkommen in<br />

Schongau!<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 25


Wir Wirsuchen ab absofort einen<br />

Wir suchen ab sofort einen<br />

Maurer m/w/d<br />

Wir suchen ab sofort einen<br />

<strong>und</strong> z<strong>um</strong> Maurer <strong>September</strong> m/w/d 2020 einen<br />

Auszubildenden <strong>und</strong> Maurer z<strong>um</strong> <strong>September</strong> z<strong>um</strong> m/w/d<br />

2020 Maurer einen m/w/d<br />

Auszubildenden z<strong>um</strong> Maurer m/w/d<br />

<strong>und</strong> z<strong>um</strong> <strong>September</strong> 2020 einen<br />

Egenrieder Weg Weg 44<br />

T. Mayr T. Mayr Bauunternehmen GmbH<br />

82395 82395 Obersöchering<br />

info@bau-mayr.de<br />

Egenrieder Weg 4<br />

T. Mayr Bauunternehmen GmbH<br />

82395 Obersöchering<br />

Tel. Tel. 08847/699799-9 oder oder 0176/22884902<br />

info@bau-mayr.de<br />

Tel. 08847/699799-9 oder 0176/22884902<br />

szubildenden z<strong>um</strong> Maurer m/w/d<br />

Egenrieder Weg 4<br />

T. Mayr Bauunternehmen GmbH<br />

82395 Obersöchering<br />

info@bau-mayr.de<br />

Tel. 08847/699799-9 oder 0176/22884902<br />

AB SOFORT:<br />

ZIMMERERGESELLE<br />

(M/W/D)<br />

GESUCHT!<br />

„Landler“-Schinken aus der Peißenberger Manufaktur<br />

Speck wie anno daz<strong>um</strong>al<br />

Peißenberg | Wer richtig guten<br />

Schinken genießen möchte, muss<br />

nicht etwa nach Tirol oder Südtirol<br />

reisen. Denn ganz in der Nähe, im<br />

Herzen des Pfaffenwinkels, werden<br />

feine Schinkenspezialitäten<br />

kreiert. In der Landler Manufaktur<br />

in Peißenberg wird hochqualitatives<br />

Fleisch aus Bayern<br />

<strong>und</strong> Österreich zu herzhaftem<br />

„Landler“-Bauernspeck, ma-<br />

gerem Schinken vom Tiroler<br />

Metzgermeister oder fein marmoriertem<br />

„Original Karreespeck<br />

aus dem Pfaffenwinkel“ verarbeitet.<br />

„Wir machen Speck wie anno<br />

daz<strong>um</strong>al“, sagt Vertriebsleiter<br />

Andreas Schalk. Zusammen mit<br />

Metzgermeister Franz Petregger,<br />

der <strong>die</strong> Produktion leitet, teilt er<br />

sich <strong>die</strong> Geschäftsführung. Die<br />

Marke „Landler“ steht hierbei für<br />

Handwerkstradition nach alten<br />

Familienrezepten aus Tirol, fernab<br />

von Massenproduktion <strong>und</strong> langen<br />

Vertriebsketten. „Mit Speck ist übrigens<br />

Rohschinken gemeint“, wie<br />

Andreas Schalk erläutert. Speck<br />

habe demnach nichts mit heimischem<br />

Bauchspeck zu tun, sondern<br />

ist vielmehr ein Schinken, der<br />

aus einer Schweinekeule gewonnen<br />

wird.<br />

Der Tiroler Metzgermeister Franz<br />

Petregger brachte <strong>die</strong> Familienrezepte<br />

mit in <strong>die</strong> Manufaktur.<br />

„Das wichtigste am Schinken ist<br />

<strong>das</strong> gute Frischfleisch <strong>und</strong> viel<br />

Zeit“, weiß Andreas Schalk. Zusammen<br />

mit seinem Geschäftspartner<br />

achtet er auf strenge Auswahl<br />

beim Fleischeinkauf. „Wir<br />

arbeiten mit kleinen Betrieben<br />

aus Bayern <strong>und</strong> Österreich zusammen,<br />

<strong>die</strong> ausschließlich unter<br />

natürlichen Wachst<strong>um</strong>sbedingungen<br />

produzieren. Wir kaufen dort<br />

Teilstücke vom Schwein <strong>und</strong> veredeln<br />

sie dann zu Rohschinken.“<br />

Durch <strong>die</strong> stetige Kontrolle der<br />

Lieferanten <strong>und</strong> <strong>die</strong> Einhaltung<br />

der EG-Betriebsnorm sei höchste<br />

Qualität garantiert. Schalk betont<br />

auch, <strong>das</strong>s eine schnelle Hochmast<br />

den Fleischgenuss trüben würde.<br />

Genauso wichtig wie <strong>die</strong> Herkunft<br />

ist ihm <strong>und</strong> seinem Team<br />

<strong>die</strong> schonende <strong>und</strong> traditionelle<br />

Verarbeitung des Fleisches. Dank<br />

der Rezepturen aus Großvaters<br />

Zeiten wird <strong>das</strong> Fleisch mit einer<br />

Würzmischung, bestehend aus<br />

Meersalz, Naturgewürzen <strong>und</strong> etwas<br />

Zucker, von Hand gewürzt –<br />

ganz ohne ker, Phosphate <strong>und</strong> Aromen.<br />

Geschmacksverstärden<br />

über Buchenholz geräuchert,<br />

trocken gepökelt <strong>und</strong> bei guter<br />

Luft langzeitgereift. Etwa 24 Wo-<br />

Alle Schinkenspezialitäten werchen<br />

dauert es, bis aus dem<br />

angelieferten Rohfleisch der<br />

originale Landler-Schinken wird.<br />

„Durch <strong>die</strong> lange Reifung wird <strong>das</strong><br />

Fleisch mürbe aber nicht zäh. Es<br />

verliert Wasser <strong>und</strong> bleibt dadurch<br />

haltbar.“ Wichtig sei außerdem,<br />

<strong>das</strong>s der Speck nicht salzig oder<br />

bitter schmeckt. „Unsere K<strong>und</strong>en<br />

schätzen den einzigartigen<br />

Geschmack“, betont Schalk. Die<br />

Landler Vertriebs- <strong>und</strong> Spezialitäten<br />

GmbH beliefert nur Fleischerfachgeschäfte<br />

<strong>und</strong> Einzelhändler,<br />

keine Gemischtwarenkonzerne.<br />

Ga<strong>um</strong>enfreuden<br />

für Genießer<br />

Speck wird hier ausschließlich von Hand gewürzt.<br />

26 | <strong>tassilo</strong>


…über Buchenholz geräuchert <strong>und</strong> langzeitgereift.<br />

„Wir sind eine Manufaktur <strong>und</strong><br />

be<strong>die</strong>nen nur ausgesuchte Vertriebspartner.“<br />

So zählen Metzgereien,<br />

Feinkosthändler, sowie<br />

ausgewählte Fachgroßhändler in<br />

Deutschland, Österreich, Italien<br />

<strong>und</strong> den Niederlanden zu ihrem<br />

Klientel. „Wir beliefern sogar eine<br />

Kreuzfahrtflotte“, ergänzt Andreas<br />

Schalk an <strong>die</strong>ser Stelle. Die Delikatessen<br />

können aber auch vom<br />

Endverbraucher direkt in einem<br />

Online-Shop oder kleinen Hofladen<br />

erworben werden.<br />

Lange<br />

Metzgertradition<br />

Die Geschichte der Peißenberger<br />

Schinken-Manufaktur beginnt im<br />

Jahr 1993. Damals kam Metzgermeister<br />

Franz Petregger in den<br />

Pfaffenwinkel <strong>und</strong> brachte <strong>das</strong><br />

handwerkliche Können einer langjährigen<br />

Tiroler Metzgertradition<br />

sowie zahlreiche Familienrezepte<br />

mit. Er tut sich mit Andreas<br />

Schalk zusammen, der ebenfalls<br />

einer Metzgerfamilie entstammt.<br />

Gemeinsam gründen sie eine Manufaktur<br />

mit dem Ziel, Schinken<br />

in bester Qualität von Hand herzustellen.<br />

Schon als kleiner Junge<br />

kam Franz Petregger mit dem<br />

Handwerk in Berührung, er half<br />

seinem Vater beim Pökeln <strong>und</strong><br />

Räuchern. Der wieder<strong>um</strong> hatte<br />

sein Wissen <strong>und</strong> seine Rezepte<br />

von seinem Vater übernommen.<br />

Im Laufe der Zeit sammelten sich<br />

viele Familienrezepte an, <strong>die</strong> bis<br />

heute z<strong>um</strong> Erfolgsgeheimnis des<br />

Betriebes beitragen – eine langjährige<br />

Metzgertradition, <strong>die</strong> in<br />

Tirol ihren Ursprung hatte <strong>und</strong><br />

heute im Pfaffenwinkel weitergeführt<br />

wird. Mit über 2 500 Quadratmetern<br />

bietet <strong>die</strong> Manufaktur<br />

in der Peißenberger Sonnenstraße<br />

genügend Platz für Lagerflächen,<br />

Kühl- <strong>und</strong> Räucherkammern sowie<br />

dem angrenzenden Hofladen.<br />

Das Richtige<br />

für jede Brotzeit<br />

Ob rustikal <strong>und</strong> deftig für <strong>die</strong> herzhafte<br />

Brotzeit? Oder Leichtes für<br />

<strong>die</strong> kalorienbewusste Ernährung?<br />

Landler bietet seinen K<strong>und</strong>en eine<br />

Fülle an erlesenen Schinkenspezialitäten<br />

an. „Wir verwenden nur<br />

Fleisch von Schweinen, <strong>die</strong> in der<br />

Region gehalten werden“, bekräftigt<br />

Andreas Schalk. Alle Tiere<br />

würden außerdem mit viel Getreide<br />

<strong>und</strong> Magermilch gefüttert.<br />

Ein Hauch Buchenrauch <strong>und</strong> eine<br />

lange Trocknungszeit an der Luft<br />

geben dem Landler Schinken letztlich<br />

den würzigen Geschmack <strong>und</strong><br />

eine unvergleichliche Zartheit. Das<br />

Fleisch aus der Rückenregion des<br />

Schweins dagegen wird zur Herstellung<br />

von Karreespeck verwendet.<br />

Man würzt <strong>die</strong> zarte Schweinelende<br />

mit Meersalz, Knoblauch,<br />

Pfeffer, Koriander, Wacholder <strong>und</strong><br />

schichtet sie in Fässer. Nach drei<br />

Wochen kommt der Karreespeck in<br />

<strong>die</strong> Räucherkammer, anschließend<br />

wird er zwei Monate luftgetrocknet.<br />

Der Geschmack ist würzig, rustikal<br />

<strong>und</strong> mild. Der Brettlspeck verdankt<br />

seinen typischen Geschmack<br />

vor allem seiner Herkunft. Magere<br />

Schweinebäuche werden nach altem<br />

Familienrezept gewürzt, geräuchert<br />

<strong>und</strong> in der frischen Luft<br />

des Voralpenlandes getrocknet.<br />

Für den Kaiserschinken verwendet<br />

Landler frische Schweineoberschale,<br />

im Volksm<strong>und</strong> auch „Kaiserteil“<br />

genannt. Er steht für einen fein<br />

würzigen, leicht rauchigen Geschmack.<br />

In 100 Gramm sind etwa<br />

35 Gramm Eiweiß <strong>und</strong> nur vier<br />

Gramm Fett enthalten. Somit ist der<br />

Kaiserschinken ein ideales Produkt<br />

für kalorienarme <strong>und</strong> ges<strong>und</strong>heitsbewusste<br />

Ernährung. Eine Besonderheit<br />

aus dem Hause Landler ist<br />

auch der Andechser Klosterspeck.<br />

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Ihre Essgruppe nach Maß gefertigt – jede Tischplatte ein Unikat.<br />

<strong>und</strong> einzigartig beschrieben. Und<br />

in der Produktion steckt sogar ein<br />

kleines Geheimnis, <strong>das</strong> an <strong>die</strong>ser<br />

Stelle verraten wird: Die mageren<br />

Bauchstücke werden mit „Andechser<br />

Doppelbock“ verfeinert. nb<br />

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september / oktober <strong>2021</strong> | 27


Tobias Giebel arbeitet als Streetworker<br />

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„Dafür bekommst du Geld?“<br />

Tassiloland | „Die Psychosoziale<br />

Beratungs- <strong>und</strong> Behandlungsstelle<br />

in Herzogsägmühle unterhält auch<br />

Zentren in <strong>Weilheim</strong>, Schongau<br />

<strong>und</strong> Penzberg. Deren Türen stehen<br />

allen Menschen offen, <strong>die</strong> ein<br />

Suchtproblem haben oder durch<br />

andere davon betroffen sind. Egal,<br />

ob Me<strong>die</strong>n-, Spiel-, Alkohol- oder<br />

Drogensucht – <strong>die</strong> Mitarbeiter bieten<br />

von Beratung über Begleitung<br />

bis hin zur Substitutionsambulanz<br />

Hilfe an. Allerdings warten <strong>die</strong><br />

ausgebildeten Helfer nicht nur darauf,<br />

<strong>das</strong>s <strong>die</strong> Betroffenen zu ihnen<br />

kommen, sondern schicken auch<br />

Streetworker an <strong>die</strong> Brennpunkte<br />

im Landkreis, <strong>um</strong> proaktiv tätig zu<br />

werden. Einer <strong>die</strong>ser Streetworker<br />

ist Tobias Giebel. Der 31-jährige<br />

gebürtige Schongauer mit Wohnsitz<br />

in <strong>Weilheim</strong> kennt <strong>die</strong> Plätze,<br />

wo sich junge Menschen zwischen<br />

14 <strong>und</strong> 22 Jahren treffen. Nach der<br />

Schule stu<strong>die</strong>rte er von 2011 bis<br />

2015 Soziale Arbeit in München. Im<br />

Anschluss arbeitete er mit opiatabhängigen<br />

Langzeitkons<strong>um</strong>enten<br />

<strong>und</strong> kümmerte sich <strong>um</strong> <strong>die</strong> psychosoziale<br />

Begleitung von Substituierten.<br />

Gekoppelt war <strong>die</strong> Arbeit<br />

an den Kontaktladen „off+“ des<br />

privaten Trägers Condrobs e. V. in<br />

der bayerischen Landeshauptstadt.<br />

Der heute verheiratete Vater zweier<br />

Kinder wechselte schließlich Ende<br />

2017 in den Landkreis <strong>Weilheim</strong>-<br />

Schongau. Und geht neben seiner<br />

Tätigkeit als stationärer Suchtberater<br />

auch raus, <strong>um</strong> den Kontakt<br />

zu kons<strong>um</strong>ierenden Jugendlichen<br />

proaktiv zu suchen.<br />

Berufserfahrung in<br />

München<br />

„Ich hatte schon während der<br />

Schulzeit Praktika im sozialen Bereich<br />

gemacht“, schildert Tobias<br />

Giebel seine Motivation. „Und<br />

dabei gemerkt, <strong>das</strong>s es mir Spaß<br />

macht, mit Leuten <strong>und</strong> den verschiedensten<br />

Themen zu arbeiten.<br />

Den Kontaktladen in München habe<br />

ich im Verlauf des Studi<strong>um</strong>s kennengelernt<br />

<strong>und</strong> mich schließlich<br />

auf Suchtberatung konzentriert.“<br />

Die Menschen konnten kommen,<br />

wie sie waren <strong>und</strong> <strong>die</strong> Lokalität bot<br />

ihnen saubere Spritzen, günstige<br />

Mahlzeiten, frische Klamotten oder<br />

auch eine Dusche. Der Kons<strong>um</strong> war<br />

in den Rä<strong>um</strong>lichkeiten jedoch nicht<br />

erlaubt, was von B<strong>und</strong>esland zu<br />

B<strong>und</strong>esland anders geregelt wird.<br />

In Hessen beispielsweise gibt es<br />

sogenannte Kons<strong>um</strong>rä<strong>um</strong>e, wo<br />

Abhängige unter stressfreien <strong>und</strong><br />

hygienischen Bedingungen illegale<br />

Spritzdrogen injizieren können. Um<br />

<strong>die</strong> 60 Menschen kamen täglich in<br />

den Kontaktladen, <strong>und</strong> Tobias Giebel<br />

lernte alle Facetten der Sucht<br />

kennen.<br />

Als seine Gattin schwanger wurde,<br />

beschlossen <strong>die</strong> beiden zurück in<br />

<strong>die</strong> Heimat zu ziehen, woraufhin<br />

Tobias Giebel für <strong>r<strong>und</strong></strong> ein Jahr in<br />

einem Kinderhort in <strong>Weilheim</strong> arbeitete.<br />

„Ich habe aber gemerkt,<br />

<strong>das</strong>s ich wieder in <strong>die</strong> Suchtberatung<br />

möchte. Als hier eine Stelle<br />

frei war, habe ich angerufen <strong>und</strong><br />

mich beworben“, erzählt er von<br />

seinen Anfängen in der Diakonie<br />

Herzogsägmühle. Wie sein nun<br />

neuer Alltag aussieht? Wie er als<br />

Streetworker auf <strong>die</strong> Jugendlichen<br />

zugeht?<br />

„Da ich im Landkreis groß geworden<br />

bin, waren mir einige<br />

der Plätze, an denen sich junge<br />

Menschen treffen, schon bekannt.<br />

Ich gehe dann einfach auf <strong>die</strong><br />

Gruppen zu, stelle mich vor <strong>und</strong><br />

erkläre, was ein Streetworker ist<br />

<strong>und</strong> macht“, schildert Tobias Giebel<br />

den Erstkontakt. Ganz wichtig<br />

sei, <strong>das</strong>s er sich als „Besucher“<br />

definiert. Die Leute können ihn<br />

jederzeit wegschicken, wenn sie<br />

nicht möchten, <strong>das</strong>s er sich bei<br />

ihnen aufhält. Und über allem<br />

stehe <strong>die</strong> Schweigepflicht, an <strong>die</strong><br />

er geb<strong>und</strong>en ist: „Manchmal sind<br />

<strong>die</strong> Menschen verstört <strong>und</strong> fragen<br />

sich, was ich mache, wenn<br />

ich sie beim Kons<strong>um</strong> von Drogen<br />

beobachte.“ Nach <strong>und</strong> nach lernen<br />

sie aber, <strong>das</strong>s er nicht <strong>die</strong> Polizei<br />

ruft, was sich letztlich durch<br />

M<strong>und</strong>propaganda verbreitet – <strong>die</strong><br />

Jugendlichen wissen dann schnell<br />

Bescheid. „Und dafür bekommst<br />

du Geld?“, wird er gelegentlich<br />

scherzhaft gefragt. Manchmal<br />

spricht er mit seinen „Klienten“<br />

einfach nur über Gott <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

Welt. Es herrscht kein Druck. Er<br />

möchte Angebote machen, ein<br />

offenes Ohr haben <strong>und</strong> sieht sich<br />

mehr in der Rolle des Vermittlers.<br />

Der eine möchte seinen Kons<strong>um</strong><br />

einschränken, der andere sehnt<br />

sich nach völliger Abstinenz. Wieder<br />

andere erleben Alkoholsucht<br />

in der Familie oder haben Probleme<br />

am Arbeitsplatz. Tobias Giebel<br />

weiß nie, was ihn erwartet, wenn<br />

er <strong>die</strong> Gespräche mit den Betroffenen<br />

sucht. Er vermittelt Therapieplätze<br />

<strong>und</strong> Beratungsangebote,<br />

immer zugeschnitten auf <strong>die</strong> Bedürfnisse<br />

der Hilfesuchenden.<br />

Außen<strong>die</strong>nst <strong>um</strong><br />

Mitternacht<br />

Zwei Tage in der Woche arbeitet<br />

er in den Büros in <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong><br />

Schongau. Die restliche Woche geht<br />

bei ihm für den Job „on the road“<br />

drauf. Er muss flexibel sein – es<br />

kann auch mal Mitternacht wer-<br />

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28 | <strong>tassilo</strong>


Streetworker Tobias Giebel kennt<br />

<strong>die</strong> Brennpunkte der Region.<br />

den, bevor er wieder Zuhause ist.<br />

Aggressive Reaktionen hat er allerdings<br />

noch nie erlebt. Vielmehr<br />

w<strong>und</strong>ern sich <strong>die</strong> jungen Menschen,<br />

<strong>das</strong>s da jemand ist, der ihnen<br />

zuhört <strong>und</strong> Lösungen anbieten<br />

kann. „Zieloffenheit“ ist <strong>das</strong> Stichwort<br />

bei seiner Beratungstätigkeit.<br />

Es gibt keine Formel, wie geholfen<br />

werden kann. Er fragt <strong>die</strong> Leute,<br />

was sie erreichen <strong>und</strong> welchen<br />

Weg sie einschlagen möchten. Tobias<br />

Giebel begleitet, berät, unterstützt<br />

<strong>und</strong> vermittelt.<br />

„Wenn es dann jemand schafft,<br />

seine Ziele zu verfolgen, freue ich<br />

mich, <strong>und</strong> messe daran schließlich<br />

auch meinen Erfolg. Die Lebenswege<br />

sind sehr unterschiedlich. Aber<br />

<strong>die</strong> Menschen wissen, <strong>das</strong>s ich da<br />

bin <strong>und</strong> nehmen meine Hilfe dann<br />

auch in Anspruch. Das füllt meine<br />

Arbeit aus“, beschreibt der Streetworker<br />

seine Job-Philosophie.<br />

Manche Menschen würden auch<br />

vom Gericht „unter Auflage“ zu ihm<br />

geschickt <strong>und</strong> seien erst einmal<br />

widerwillig <strong>und</strong> wenig motiviert.<br />

Wenn <strong>die</strong> dann später freiwillig<br />

wieder zu ihm kommen, wüsste er,<br />

<strong>das</strong>s er etwas richtig gemacht hat.<br />

Und was sagt der Streetworker zur<br />

Verfassung der heutigen Jugend<br />

in <strong>Weilheim</strong>, Schongau <strong>und</strong> Umgebung?<br />

Macht <strong>die</strong> junge Generation<br />

Hoffnung oder besteht Anlass<br />

zur Sorge? Tobias Giebel denkt bei<br />

<strong>die</strong>sen Fragen etwas länger nach:<br />

„Es gibt durchaus Jugendliche, <strong>die</strong><br />

sich perspektivlos <strong>und</strong> überfordert<br />

fühlen. Gerade für den beruflichen<br />

Werdegang gibt es so viele Möglichkeiten,<br />

<strong>die</strong>se Vielfalt kann auch<br />

erschlagend auf <strong>die</strong> jungen Menschen<br />

wirken. Viele möchten aber<br />

auch nicht wie ihre Eltern einen<br />

Beruf ergreifen <strong>und</strong> den dann für<br />

den Rest des Lebens ausüben. Die<br />

sehen <strong>die</strong>se vielen Optionen, <strong>die</strong><br />

sie haben, als Chance auf ein abwechslungsreiches<br />

Berufsleben.“<br />

Mit nach Hause nimmt Tobias Giebel<br />

all <strong>die</strong>se Erlebnisse jedoch nur<br />

selten. Er kann zwischen Beruf <strong>und</strong><br />

Privatleben gut trennen, ist auch<br />

nicht 24 St<strong>und</strong>en an sieben Tagen<br />

<strong>die</strong> Woche erreichbar. „Ich fühle<br />

mich sehr wohl <strong>und</strong> mag meine<br />

Arbeit. Wenn ich irgendwann mal<br />

merken sollte, <strong>das</strong>s <strong>die</strong> Jugendlichen<br />

mich als alten Mann wahrnehmen,<br />

werde ich was anderes<br />

machen. Spätestens, wenn meine<br />

Jungs in dem Alter sind, <strong>das</strong>s ich<br />

sie auf der Straße treffen könnte.“<br />

Bis dahin werden aber noch einige<br />

Jahre ins Land ziehen.<br />

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september / oktober <strong>2021</strong> | 29


Saisonal <strong>und</strong> regional – Rezepte der Hauswirtschafterei<br />

Alternativen zu Omas<br />

Zwetschgen-Datschi<br />

Topfenknödel mit<br />

Zwetschgenröster<br />

(Füssener Hütte)<br />

Tassiloland | An <strong>die</strong> N<strong>um</strong>mer eins,<br />

den Apfel, kommt <strong>die</strong> Zwetschge<br />

nicht ran. In den Top-Ten der<br />

Obstsorten bayerischer Hausgärten<br />

belegt sie lediglich Rang sieben. ZUTATEN:<br />

mig rühren. Die Eier nach <strong>und</strong><br />

nach dazugeben. Den Topfen unterrühren.<br />

Das Mehl zufügen <strong>und</strong><br />

zu einem Teig verkneten.<br />

Das Ganze anschließend 1 St<strong>und</strong>e<br />

Trotzdem gibt es eine Zeit im Jahr,<br />

in der Omas Zwetschgen-Datschi<br />

in aller M<strong>und</strong>e ist. G<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich<br />

ist <strong>die</strong>se rot-blaue Ba<strong>um</strong>frucht, es<br />

gibt elf verschiedene Sorten, frühestens<br />

Mitte Juli, spätestens Mitte<br />

Knödel:<br />

400 g Topfen (20 %)<br />

100 g weiche Butter<br />

2 Eier<br />

250 g Mehl<br />

Salz<br />

kühl stellen.<br />

Die Butter schmelzen. Semmelbrösel,<br />

Zucker <strong>und</strong> etwas Zimt dazugeben<br />

<strong>und</strong> leicht anrösten.<br />

Die Zwetschgen waschen, halbieren<br />

<strong>und</strong> entsteinen. Den Zucker in<br />

<strong>September</strong> erntereif. Die gängigsten<br />

Zwetschgensorten, <strong>die</strong> auch<br />

Z<strong>um</strong> Wälzen:<br />

einer Pfanne erhitzen <strong>und</strong> karamellisieren.<br />

Mit dem Wein ablö-<br />

50 g Butter<br />

zahlreiche Gärten im Tassiloland<br />

140 g Semmelbrösel<br />

schen. Zwetschgen, Vanillemark,<br />

schmücken, können in der Regel<br />

1–2 EL Zucker<br />

Zitronenabrieb <strong>und</strong> etwas Zimt dazugeben<br />

<strong>und</strong> 5 Minuten köcheln.<br />

ab Ende August geerntet werden –<br />

Zimt<br />

<strong>und</strong> dann zu Kompott verarbeitet,<br />

Die Speisestärke mit etwas kaltem<br />

oder in einen leckeren Datschi Zwetschgenröster:<br />

Wasser glatt rühren <strong>und</strong> zu den<br />

zwischen Boden <strong>und</strong> Streusel verbaut<br />

werden. Dass aus Zwetschgen 2 EL Zucker<br />

chen <strong>und</strong> etwas abkühlen lassen.<br />

200 g Zwetschgen<br />

Zwetschgen geben. Einmal aufko-<br />

auch andere Leckereien zu zaubern 100 ml Rotwein<br />

Aus dem Teig kleine Knödel formen<br />

sind, beweisen einmal mehr <strong>die</strong> etwas Vanillemark<br />

<strong>und</strong> in leicht siedendem Salzwasser<br />

20 Minuten ziehen lassen.<br />

Rezept-kreativen Damen der Hauswirtschafterei.<br />

Pünktlich zur Ernte-<br />

Zimt<br />

Die Knödel aus dem Wasser neh-<br />

etwas Zitronenabrieb<br />

zeit empfehlen Bettina Eder, Silvia 1 TL Speisestärke<br />

men, kurz abtropfen lassen <strong>und</strong> in<br />

Schlögel <strong>und</strong> Christine Schleich<br />

folgende drei Schmankerl z<strong>um</strong><br />

Selbermachen: Topfenknödel mit<br />

Zwetschgenröster, Zwetschgentar-<br />

te, einen „falschen“ Amaretto so- wie Zwetschgenessig.<br />

Z<strong>um</strong> Bestäuben:<br />

Puderzucker<br />

ZUBEREITUNG: Den Topfen gut ab-<br />

tropfen lassen. Die Butter schauden<br />

Bröseln wälzen. Mit Puderzucker<br />

bestäuben <strong>und</strong> mit dem<br />

Zwetschgenröster anrichten.<br />

TIPP: Die Knödel nach Belieben<br />

mit Zwetschgen, Marillen oder<br />

Nugat füllen.<br />

30 | <strong>tassilo</strong>


Zwetschgentarte<br />

ZUTATEN::<br />

Mürbteig:<br />

300 g Mehl<br />

175 g gemahlene Haselnüsse<br />

125 g Zucker<br />

1 EL Vanillezucker<br />

200 g Butter<br />

1 Ei<br />

Füllung:<br />

1 kg Zwetschgen<br />

3 EL Speisestärke<br />

300 ml Rotwein<br />

50 g Zucker<br />

Mark 1 Vanilleschote<br />

Guss:<br />

50 g Puderzucker<br />

1 EL Rotwein<br />

Z<strong>um</strong> Bestreuen:<br />

2–3 EL Haselnussblättchen<br />

ZUBEREITUNG: Aus den Teigzutaten<br />

einen Mürbteig herstellen.<br />

Knapp zwei Drittel des Teiges zu<br />

einem Kreis ausrollen <strong>und</strong> eine<br />

gefettete, mit Mehl bestäubte Tarteform<br />

(24 cm Ø) damit auslegen.<br />

Den restlichen Teig zu einem Kreis<br />

in Größe der Tarteform ausrollen.<br />

Beides 30 Minuten kühl stellen.<br />

Für <strong>die</strong> Füllung <strong>die</strong> Zwetschgen<br />

waschen, vierteln <strong>und</strong> entsteinen.<br />

Die Speisestärke mit 3 EL Rotwein<br />

glatt rühren. Den restlichen Rotwein<br />

mit dem Zucker einmal aufkochen.<br />

Die Zwetschgen dazugeben<br />

<strong>und</strong> 5 Minuten bei schwacher<br />

Hitze weiterkochen. Die Stärke einrühren<br />

<strong>und</strong> nochmals kurz aufkochen.<br />

Das Vanillemark dazugeben<br />

<strong>und</strong> etwas abkühlen lassen.<br />

Die Rotweinzwetschgen in der Tarteform<br />

verteilen <strong>und</strong> den Teigkreis<br />

darauflegen. Am Rand etwas festdrücken<br />

<strong>und</strong> backen.<br />

Backzeit: ca. 40 Minuten bei 180 °C<br />

(160 °C)<br />

Aus Puderzucker <strong>und</strong> Rotwein einen<br />

Guss zubereiten. Den abgekühlten<br />

Kuchen damit verzieren<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Haselnussblättchen darüberstreuen.<br />

Falscher Amaretto<br />

(Für 1 Flasche à 750 ml)<br />

250 g Zwetschgensteine<br />

200 g brauner Zucker<br />

etwa 700 ml Korn 32 %<br />

Die Zwetschgensteine gründlich<br />

waschen <strong>und</strong> dabei Fruchtfleischreste<br />

entfernen. Gut trocknen lassen.<br />

Mit Zucker <strong>und</strong> Korn in ein großes,<br />

verschließbares Glas geben <strong>und</strong><br />

<strong>um</strong>rühren oder schütteln, bis sich<br />

der Zucker aufgelöst hat.<br />

Gut verschlossen zunächst vier Wochen<br />

an einem sonnigen Platz ziehen<br />

lassen. Einmal täglich durchschütteln.<br />

Danach weitere vier<br />

Wochen an einem schattigen Platz<br />

ziehen lassen.<br />

Durch ein feines Sieb in eine vorbereitete<br />

Flasche abfüllen.<br />

Zwetschgenessig<br />

ZUTATEN:<br />

500 g Zwetschgen<br />

500 ml weißer Balsamico<br />

250 g Zucker<br />

ZUBEREITUNG: Die Zwetschgen<br />

waschen <strong>und</strong> entsteinen.<br />

Den Essig mit dem Zucker erwärmen,<br />

bis sich der Zucker aufgelöst<br />

hat. Die Zwetschgen dazugeben<br />

<strong>und</strong> 10 Minuten bei schwacher Hitze<br />

kochen. Dabei hin <strong>und</strong> wieder<br />

<strong>um</strong>rühren.<br />

Den Essig durch ein Tuch abgießen<br />

<strong>und</strong> noch heiß in Flaschen füllen.<br />

TIPP: Der feine Zwetschgenessig<br />

schmeckt super zu allen Blattsalaten.<br />

Er ist auch ein tolles Mitbringsel für<br />

ein Treffen mit guten Fre<strong>und</strong>en.<br />

Ihr Team „<strong>tassilo</strong>“ <strong>und</strong> <strong>die</strong> drei Damen<br />

der Hauswirtschafterei wünschen<br />

Ihnen, liebe Leser, viel Erfolg<br />

beim Ausprobieren der exklusiven<br />

Zwetschgen-Rezepte – <strong>und</strong> maximalen<br />

Genuss beim Verzehr! js<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 31


Neues Buch verrät unheimliche Orte<br />

Gruselgeschichten aus<br />

Oberbayern<br />

Tassiloland | Mitten im Wald ein<br />

einsamer Forstweg. Anne Dreesbach<br />

<strong>und</strong> Laura Bachmann passieren<br />

eine Verzweigung, dann<br />

noch eine Wegbiegung. Und auf<br />

einmal stehen sie vor einer Kapelle:<br />

St. Georg, <strong>die</strong> Pestkapelle von<br />

Pollingsried. Wenige Kilometer<br />

nordwestlich der Osterseen. Unscheinbar<br />

steht sie da, grauweiß<br />

verputzt mit hölzernem Glockenturm.<br />

Die beiden Frauen nehmen<br />

gleich <strong>die</strong> Brunnen in den Blick,<br />

<strong>die</strong> <strong>um</strong> <strong>die</strong> Kapelle verstreut liegen.<br />

Erst sehen sie nur zwei, ein<br />

dritter ist dann etwas weiter im<br />

Wald versteckt. Die Brunnen liegen<br />

recht flach am Boden, oben<br />

drauf <strong>r<strong>und</strong></strong>e, kuppelförmige Eisengitter.<br />

Tief unten sieht man<br />

nichts, aber manche erzählen: Die<br />

Toten der Pest sollen hier vor <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

400 Jahren versenkt worden sein.<br />

Ebenso <strong>die</strong> Leiche eines jungen<br />

Mädchens, <strong>das</strong> dem Mord durch<br />

einen Pfarrer z<strong>um</strong> Opfer fiel.<br />

Anne Dreesbach <strong>und</strong> Laura Bachmann<br />

sind Autorinnen eines<br />

neuen Buchs über vergessene,<br />

verlassene <strong>und</strong> unheimliche Orte,<br />

im Spezialjargon „Lost <strong>und</strong> Dark<br />

Places“, in Oberbayern. Fast ein<br />

Jahr lang haben <strong>die</strong> beiden recherchiert<br />

<strong>und</strong> 33 spannende<br />

Plätze <strong>und</strong> ihre<br />

Geschichte beschrieben.<br />

Nicht wenige liegen in<br />

<strong>und</strong> <strong>um</strong> <strong>das</strong> Tassiloland.<br />

Jeden <strong>die</strong>ser Orte, wie<br />

<strong>die</strong> Pollingsrieder Kapelle,<br />

haben <strong>die</strong> Autorinnen<br />

persönlich besucht <strong>und</strong><br />

inspiziert. Einmal sogar<br />

aus dem Wasser. „In Berg<br />

am Starnberger See haben<br />

wir südlich der Votivkapelle<br />

für Ludwig II. eine schöne<br />

Badestelle entdeckt“, erzählt<br />

Anne Dreesbach. „Da<br />

bin ich kurzerhand in den<br />

Badeanzug geschlüpft <strong>und</strong> hinübergeschwommen<br />

zu dem Gedenkkreuz,<br />

<strong>das</strong> im Wasser vor der<br />

Votivkapelle steht – an der Stelle,<br />

an der man Ludwigs Leiche am<br />

Abend des 13. Juni 1886 gef<strong>und</strong>en<br />

hat.“ Schwimmen, wo der<br />

Kini einst ertrunken ist? Oder sich<br />

<strong>um</strong>gebracht hat? Oder ermordet<br />

wurde? Bis heute ist der Tod Ludwigs<br />

II. nicht geklärt. So <strong>um</strong>gibt<br />

<strong>die</strong> Gedenkstätte am Ostufer des<br />

Starnberger Sees eine mystische<br />

Stimmung. Eine solche fanden<br />

Dreesbach <strong>und</strong> Bachmann auch<br />

im Murnauer Moos. Wenn am<br />

Morgen der<br />

Herbstnebel über Europas größte<br />

zusammenhängende Moorlandschaft<br />

streicht, kann man sich gut<br />

vorstellen, wie vor Jahrh<strong>und</strong>erten<br />

Geschichten entstanden: über <strong>die</strong><br />

Moorgeister <strong>und</strong> den Lindwurm,<br />

<strong>das</strong> Murnauer Wappentier. Der<br />

Drache, der mit Vorliebe Jungfrauen<br />

verspeist haben soll, soll<br />

auch gern im Murnauer Moos<br />

gewesen sein. Um sich gegen all<br />

<strong>die</strong> Dämonen zu schützen, bauten<br />

Menschen eine Kapelle am Rand<br />

des riesigen Moorgebiets, gewidmet<br />

dem heiligen Georg, Schutzpatron<br />

gegen <strong>das</strong> Böse. Heute<br />

32 | <strong>tassilo</strong>


kennt <strong>die</strong> Kapelle fast jeder Tourist<br />

unter dem Namen „Ähndl“.<br />

Sechsfach-Mord war<br />

Realität<br />

Doch nicht alle unheimlichen Orte<br />

im Buch basieren auf Legenden.<br />

Der grausame Sechsfach-Mord am<br />

ehemaligen Hof von Hinterkaifeck<br />

bei Schrobenhausen fand vor fast<br />

100 Jahren wirklich statt – bis heute<br />

wurde er nie aufgeklärt. Für<br />

<strong>die</strong> angeblichen Pesttoten <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

Mädchenleiche in den Brunnen<br />

von Pollingsried wurden jedoch<br />

nie Belege gef<strong>und</strong>en. Und auch,<br />

<strong>das</strong>s es insgesamt fünf Brunnen<br />

geben soll, einen davon unter der<br />

Kapelle, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Form eines Pentagramms<br />

bilden, ist frei erf<strong>und</strong>en.<br />

Darauf verweisen <strong>die</strong> Autorinnen<br />

auch klar <strong>und</strong> deutlich.<br />

Ohnehin wollen Anne Dreesbach<br />

<strong>und</strong> Laura Bachmann mit ihrem<br />

Buch nicht nur Gruselstimmung<br />

verbreiten. Oft sind <strong>die</strong> beschriebenen<br />

Orte auch Kraftplätze, <strong>die</strong><br />

dazu einladen, in sich zu gehen,<br />

<strong>die</strong> Schönheit der Natur zu bew<strong>und</strong>ern<br />

<strong>und</strong> Energie zu schöpfen.<br />

Neben dem Murnauer Moos<br />

ist für <strong>die</strong> beiden <strong>die</strong> Pähler<br />

Schlucht nördlich von <strong>Weilheim</strong><br />

> > > BÜCHER ZU GEWINNEN<br />

Ihr Regionalmagazin „<strong>tassilo</strong>“ verlost drei Exemplare des neuen<br />

Buches „Lost & Dark Places – OBERBAYERN“, geschrieben<br />

von Anne Dreesbach <strong>und</strong> Laura Bachmann. Schicken Sie uns bis<br />

15. <strong>September</strong> eine Postkarte mit dem Stichwort „Gruselorte“<br />

an „<strong>tassilo</strong>“, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an<br />

info@<strong>tassilo</strong>.de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Viel Erfolg!<br />

ein Kraftplatz. Schon beim Weg<br />

hinein wähnt man sich wie im<br />

Märchen: Abgerissene Äste <strong>und</strong><br />

Zweige <strong>und</strong> <strong>um</strong>gestürzte Ba<strong>um</strong>stämme<br />

scheinen sich einem wie<br />

„Wächter“ in den Weg zu stellen.<br />

Und plötzlich taucht inmitten der<br />

Sträucher ein kleines Häuschen<br />

auf. Ein Hexenhaus oder ist es<br />

doch nur ein ehemaliges P<strong>um</strong>phäuschen?<br />

Befreiend <strong>und</strong> doch<br />

mystisch zeigt sich dann der hintere<br />

Teil der Schlucht, in <strong>die</strong> <strong>das</strong><br />

Sonnenlicht wie in ein tiefes Loch<br />

fällt <strong>und</strong> ein Wasserfall senkrecht<br />

von den Felswänden rieselt (Anm.<br />

der Redaktion: Seit Mitte Juni ist<br />

<strong>die</strong> Pähler Schlucht wegen Unwetterschäden<br />

gesperrt!)<br />

Kraftorte finden sich auch <strong>um</strong> <strong>das</strong><br />

ehemalige Kloster Wessobrunn.<br />

Ob unter der 14 Meter dicken uralten<br />

Linde wirklich schon anno 753<br />

der Bayernherzog Tassilo III. döste<br />

oder ob der Ba<strong>um</strong> doch eher seine<br />

500 bis 800 Jahre alt ist – für Laura<br />

Bachmann ist <strong>die</strong> Tassilolinde<br />

der ideale Ort der Entspannung.<br />

Hier kann man <strong>die</strong> Kraft der Natur<br />

spüren, in sich gehen <strong>und</strong> sich womöglich<br />

auch schweren persönlichen<br />

Entscheidungen stellen. Unweit<br />

von dem Ba<strong>um</strong>riesen, neben<br />

den eigentlichen barocken Klostergebäuden,<br />

steht der romanische<br />

Glockenturm. Hier lebt <strong>das</strong> Mittelalter<br />

weiter <strong>und</strong> inspiriert dazu, so<br />

halten es <strong>die</strong> Buchautorinnen fest,<br />

„der Vergangenheit nachzuspüren,<br />

<strong>die</strong> Gegenwart zu ergründen <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> Zukunft zu erträ<strong>um</strong>en“.<br />

Appell an <strong>die</strong> Leser!<br />

Ein Aspekt <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> all <strong>die</strong> beschriebenen<br />

Plätze ist den beiden<br />

Autorinnen besonders wichtig:<br />

„Behandeln Sie <strong>die</strong> Orte mit Respekt<br />

<strong>und</strong> achten sie <strong>das</strong> Privateigent<strong>um</strong>“,<br />

so Laura Bachmann.<br />

Sind Fenster <strong>und</strong> Türen verschlossen,<br />

Verbotstafeln oder Zäune<br />

angebracht, ist ein heimliches<br />

Eindringen nicht nur respektlos,<br />

sondern auch strafbar. So zählen<br />

<strong>die</strong> Ruinen des ehemaligen<br />

P<strong>um</strong>pwerks in Maxkron bei Penzberg<br />

zwar definitiv zu den beeindruckendsten<br />

„Lost Places“ in<br />

Oberbayern, doch sie sind durch<br />

einen Bauzaun abgesperrt. „Außerdem<br />

darf man nicht vergessen,<br />

<strong>das</strong>s ein Betreten auch gefährlich<br />

sein kann“, gibt Laura Bachmann<br />

zu bedenken. „In solchen Gebäuderuinen<br />

können jederzeit Ziegel<br />

herabfallen oder Treppenstufen<br />

<strong>und</strong> sogar Böden durchbrechen.“<br />

Am P<strong>um</strong>pwerk Maxkron lohnt also<br />

definitiv nur der Blick von außen.<br />

Und durch <strong>das</strong> teils fehlende Dach<br />

<strong>und</strong> teils eingestürzte Mauern <strong>und</strong><br />

herausgebrochene Fenster sieht<br />

man von jenseits des Zauns auch<br />

ein wenig in <strong>das</strong> Gebäude hinein.<br />

Auch der düster aussehende Wasserturm<br />

mit Fensterschlitzen, <strong>die</strong><br />

an ein Gefängnis erinnern, wirkt<br />

aus größerer Distanz erst recht interessant.<br />

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september / oktober <strong>2021</strong> | 33


Verwertung von Schlachtnebenprodukten<br />

Regionales H<strong>und</strong>efutter<br />

von höchster Qualität<br />

Schongau / Saulgrub | Haustiere<br />

haben für Alt <strong>und</strong> Jung eine immer<br />

größere Bedeutung, sind für viele<br />

ein fester Bestandteil im Familienleben.<br />

Allen voran H<strong>und</strong>e. Laut<br />

„statista“ gibt es allein in Bayern<br />

mehr als 1,38 Millionen Haushalte,<br />

in denen ein H<strong>und</strong> gehalten wird,<br />

darüber hinaus zahlreiche weitere<br />

Haushalte, in denen zwei oder<br />

mehr H<strong>und</strong>e gehalten werden. Je<br />

nach Rasse, Alter <strong>und</strong> Umgang<br />

sollten <strong>die</strong> Vierbeiner ein bis zwei<br />

Mal am Tag gefüttert werden. Eine<br />

altbewährte, aber immer beliebter<br />

werdende Art der H<strong>und</strong>efütterung<br />

ist <strong>die</strong> nach BARF, auch „barfen“<br />

genannt. „Das steht für eine biologisch<br />

artgerechte, möglichst naturnahe<br />

Rohfütterung, im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e<br />

der Ernährung des wildlebenden<br />

Wolfs gleichzusetzen“, sagt Anton<br />

Albrecht. Der Saulgruber besitzt<br />

zwar selbst keinen H<strong>und</strong>, kennt<br />

dafür jede Menge H<strong>und</strong>ebesitzer<br />

im Fre<strong>und</strong>es- <strong>und</strong> Bekanntenkreis,<br />

<strong>die</strong> ihre Vierbeiner nach BARF ernähren<br />

– also ohne industriell hergestelltes<br />

Trocken- <strong>und</strong> Nassfutter.<br />

Deren allgegenwärtiges Problem<br />

aber ist: „Das Rohfutter wird hauptsächlich<br />

online bestellt, ist nicht<br />

immer frisch <strong>und</strong> im Sommer oft<br />

aufgetaut.“ Darüber hinaus wissen<br />

<strong>die</strong> H<strong>und</strong>ehalter in vielen Fällen<br />

nicht, woher <strong>das</strong> Fleisch wirklich<br />

kommt <strong>und</strong> was an Nährstoffen tatsächlich<br />

drinsteckt. Da kam Anton<br />

Albrecht <strong>die</strong> zündende Idee, Rohfutter<br />

für H<strong>und</strong>e künftig eigenhändig<br />

herzustellen. Einerseits, „weil<br />

es bei uns in der Region einen<br />

Markt dafür gibt“. Andererseits,<br />

34 | <strong>tassilo</strong><br />

weil er persönlich Können, Knowhow<br />

<strong>und</strong> Kontakte mitbringt, <strong>um</strong><br />

<strong>die</strong>se geniale Geschäftsidee <strong>um</strong>zusetzen.<br />

Hauptberuflich leitet der<br />

35-jährige Metzgermeister nämlich<br />

<strong>die</strong> Schlachtung <strong>und</strong> Zerlegung der<br />

Firma Boneberger in Schongau.<br />

Dort fallen mehrmals <strong>die</strong> Woche<br />

Schlachtnebenprodukte an, „<strong>die</strong><br />

für eine Abfallentsorgung qualitativ<br />

viel zu gut sind“. War<strong>um</strong> sie<br />

trotzdem entsorgt werden? „Weil<br />

<strong>die</strong> Nachfrage an Fleisch- <strong>und</strong><br />

Wurstprodukten für <strong>die</strong> Komplettverwertung<br />

eines geschlachteten<br />

Tieres nicht groß genug ist in der<br />

Bevölkerung.“ Dabei ist <strong>die</strong>ser aus<br />

dem Englischen übergeschwappte<br />

Begriff „Nose to Tail“ (von der Nase<br />

bis z<strong>um</strong> Schwanz) in aller M<strong>und</strong>e.<br />

Er steht für ganzheitliche Verwertung<br />

von geschlachteten Tieren,<br />

was einen nachhaltigeren <strong>und</strong> verantwortungsbewussteren<br />

Fleischkons<strong>um</strong><br />

zur Folge hätte.<br />

Putenfleisch als<br />

Diät-Produkt<br />

Die Speisekarte von „Albi Tierkost“,<br />

so der offizielle Name des Start-<br />

Ups, steht bereits: Lamm pur, Rind<br />

pur, Kalb pur <strong>und</strong> Pute pur. Darüber<br />

hinaus gibt’s einen Innereien-<br />

Mix vom Rind mit beispielsweise<br />

Leber, Herz, Milz, Niere, Lunge<br />

<strong>und</strong> Luftröhre sowie grüne Blätter-<br />

<strong>und</strong> Pansenmägen.<br />

„Mit <strong>die</strong>sem<br />

Sortiment decken<br />

wir <strong>die</strong> Basis einer<br />

BARF-Fütterung<br />

komplett ab. Kohlenhydrate<br />

<strong>und</strong> Ballaststoffe aus<br />

beispielsweise Kartoffeln, Reis <strong>und</strong><br />

Getreide können <strong>die</strong> H<strong>und</strong>ebesitzer<br />

dagegen nach Belieben selbst beimengen“,<br />

sagt Anton Albrecht, der<br />

ganz genau weiß, in welcher Zusammensetzung<br />

er <strong>das</strong> Rohfutter<br />

für H<strong>und</strong>e herzustellen hat. „Lamm,<br />

Kalb <strong>und</strong> Rind haben einen Fettanteil<br />

von 15 Prozent.“ Pute dagegen<br />

sei <strong>das</strong> Diät-Produkt in seinem<br />

Sortiment, enthalte lediglich einen<br />

Fettanteil von zwei Prozent. Die<br />

Blätter- <strong>und</strong> Pansenmägen in Grün<br />

dagegen seien für H<strong>und</strong>e <strong>das</strong>, „was<br />

für uns Menschen der Spinat ist“.<br />

Welcher H<strong>und</strong> nun mit welchem<br />

Fleisch in welcher Menge gefüttert<br />

werden soll, hängt stark von Rasse,<br />

Alter, Fitness <strong>und</strong> Umgang mit dem<br />

jeweiligen Tier ab. „Aktive Rassen<br />

wie Border Collis oder Schlittenh<strong>und</strong>e,<br />

<strong>die</strong> ständig in Bewegung<br />

sind <strong>und</strong> schier unendliche Power<br />

haben, brauchen auch eine fett<strong>und</strong><br />

eiweißhaltigere Nahrung, wofür<br />

sich Lamm, Kalb <strong>und</strong> Rind sehr<br />

gut eignet.“ Ältere, trägere <strong>und</strong><br />

auch übergewichtige H<strong>und</strong>e sind<br />

dagegen auf Diät-Futter angewiesen,<br />

sollten verstärkt mit Pute gefüttert<br />

werden. Der Innereien-Mix<br />

dagegen ist für alle Rassen <strong>und</strong><br />

Alters-<br />

Anton Albrecht in seiner Produktionsstätte für H<strong>und</strong>efutter.<br />

gruppen wichtig, weil er einen<br />

hohen Vitamin-A-Anteil beinhaltet.<br />

Hergestellt wird „Albis“ Rohfutter<br />

für H<strong>und</strong>e an der Ammergauer<br />

Straße in Saulgrub, wo der Metzgermeister<br />

mit tatkräftiger Unterstützung<br />

seiner Familie eine topausgestattete<br />

Produktionsstätte mit<br />

Kühlra<strong>um</strong>, Hubpodest, Fleischwolf,<br />

Vaku<strong>um</strong>-Füller, Warm-Wasser-Anschluss,<br />

Doppel-Klipper, Hand-Hygiene,<br />

Edelstahl-Wänden, Industrieharz-Boden,<br />

sowie Strom- <strong>und</strong><br />

Druckluftanschluss errichtete. Der<br />

Produktions-Ablauf: Mit seinem<br />

hauseigenen Kühltransporter holt<br />

Anton Albrecht <strong>das</strong> in Kisten portionierte,<br />

schlachtfrische Fleisch von<br />

der Firma Boneberger in Schongau<br />

ab <strong>und</strong> lagert es zunächst in seinen<br />

Kühlra<strong>um</strong> bei 1,5 bis 2 Grad Celsius<br />

ein. Tags darauf schmeißt er<br />

seine Maschinen an, kippt <strong>die</strong> gekühlte<br />

Ware in den Fleischwolf, wo<br />

Lamm, Kalb, Rind, Pute, Innereien<br />

<strong>und</strong> Mägen – stets voneinander<br />

getrennt – zu einer ganz speziellen<br />

Größe verarbeitet werden. „Dicker<br />

als Hackfleisch, dünner als Gulasch.“<br />

Im nächsten Arbeitsschritt<br />

gelangt <strong>die</strong> geschnittene Ware in<br />

den Vaku<strong>um</strong>-Füller, über den<br />

sie luftdicht zu 500-Gramm-<br />

Würsten verpackt wird.<br />

Anschließend kommt <strong>das</strong><br />

fertige H<strong>und</strong>efutter der in den Kühlra<strong>um</strong>,<br />

ehe es schockgefroren<br />

<strong>und</strong> an alle Ladenge-<br />

wie-<br />

dagegen ist für alle Rassen <strong>und</strong> als Hackfleisch, dünner als Gu-<br />

schäfte der Firma Boneberger ausgeliefert<br />

wird. Die befinden sich in<br />

Kaufbeuren (2x), Marktoberdorf,<br />

Schongau, Landsberg, <strong>Weilheim</strong>,<br />

Starnberg, Gauting, Gräfelfing,<br />

Großhadern, Giesing, Haidhausen,<br />

Lochhausen, Pasing (2x), Moosach,<br />

Fürstenfeldbruck, Neufahrn, Solln,<br />

Trudering, Freising <strong>und</strong> Erding. Erhältlich<br />

ist <strong>das</strong> H<strong>und</strong>efutter jedoch<br />

nicht über <strong>die</strong> Ladentheke, sondern<br />

via Selbstbe<strong>die</strong>nung aus einer am<br />

Boden stehenden Tiefkühlbox –<br />

<strong>und</strong> kostet, je nach Sorte, zwischen<br />

4,80 Euro <strong>und</strong> 10,20 Euro pro Kilo.<br />

Wer <strong>das</strong> H<strong>und</strong>efutter schließlich<br />

gekauft hat, sollte es entweder<br />

auftauen <strong>und</strong> gleich verfüttern,<br />

oder im Tiefkühlfach aufbewahren,<br />

worin es mindestens ein Jahr lang<br />

haltbar sein wird.<br />

Wie viel Anton Albrecht, der <strong>die</strong><br />

H<strong>und</strong>efutter-Produktion im August<br />

startete, pro Monat herstellt, ob<br />

er es auch über andere Geschäfte<br />

verkaufen wird, womöglich auch<br />

einen Mitarbeiter einstellt, „hängt<br />

stark von der Nachfrage ab“. Fakt<br />

ist, <strong>das</strong>s sich H<strong>und</strong>eliebhaber in jedem<br />

Falle freuen dürfen, regionales<br />

Rohfutter von höchster Qualität<br />

zu bekommen. „Durch <strong>die</strong> frische<br />

Verarbeitung <strong>und</strong> ständige Kühlung<br />

garantieren wir, <strong>das</strong>s unserem Futter<br />

keine wertvollen Inhaltsstoffe<br />

verloren gehen“, bekräftigt Anton<br />

Albrecht, der damit nicht nur seinem<br />

„barfendem“ Bekanntenkreis<br />

einen großen Gefallen tut. js


„wERDschätzung“ – ein internationales Kunstprojekt<br />

Auf Tuchfühlung<br />

mit Mutter Natur<br />

<strong>Weilheim</strong> | Ein Fleckerl Erde, weiß<br />

von Stoff <strong>um</strong>randet. Auf einer Wiese<br />

am Ammerufer. Im Pollinger<br />

Tuffsteinbruch. Am Waldrand am<br />

Gögerl. Aber auch im Schlosspark<br />

Charlottenburg in Berlin, am Roten<br />

Platz in Moskau, auf einer bolivianischen<br />

Steilküste. An h<strong>und</strong>erten<br />

Orten weltweit haben Menschen<br />

„wERDschätzung“ betrieben. An all<br />

<strong>die</strong>sen Plätzen wurde ein weißer<br />

Stoffrahmen ausgebreitet <strong>und</strong> so<br />

ein Quadratmeter Erdboden gewertschätzt.<br />

Entwickelt hat <strong>die</strong>sen<br />

Rahmen der <strong>Weilheim</strong>er Künstler<br />

Frank Fischer. 2018 startete er <strong>die</strong><br />

Aktion mit dem Leitgedanken: „Wer<br />

<strong>die</strong> Erde wertschätzt, geht mit ihr<br />

achtsam <strong>um</strong> <strong>und</strong> schü tzt sie.“<br />

Ein Zeichen gegen <strong>die</strong> Entfremdung<br />

von der Natur will Fischer setzen.<br />

Aber er will nicht mit Fakten <strong>und</strong><br />

Erklärungen belehren. „Ich möchte,<br />

<strong>das</strong>s wir Menschen ein Stück Natur<br />

mit allen Sinnen wahrnehmen“,<br />

sagt der Künstler. „Und damit fühlen<br />

<strong>und</strong> spüren, <strong>das</strong>s wir Teil der<br />

Natur sind, <strong>das</strong>s Erde, Boden <strong>und</strong><br />

alles Leben darin für uns da sind<br />

<strong>und</strong> wir für sie.“ So leben im Boden<br />

unter dem einen Quadratmeter,<br />

den Fischers Stoffrahmen abdeckt,<br />

mehr Kleinstlebewesen als alle<br />

Menschen zusammen auf der Erde<br />

zählen! Ein jeder kann einen Rahmen<br />

im Atelier des Künstlers in der<br />

<strong>Weilheim</strong>er Oberen Stadt ausleihen.<br />

Und ihn dann einfach irgendwo<br />

in <strong>die</strong> Natur legen, <strong>das</strong> Stück<br />

Boden wertschätzend <strong>um</strong>rahmen<br />

<strong>und</strong> ein Foto davon machen. „Für<br />

manche war es sofort klar, wo sie<br />

den Stoffrahmen hinlegen, für andere<br />

eine echte Herausforderung“,<br />

erzählt Frank Fischer, der <strong>die</strong> Fotos<br />

<strong>und</strong> wERDschätzungs-Orte anschließend<br />

in Galerien <strong>und</strong> Videos<br />

zusammenstellt <strong>und</strong> dok<strong>um</strong>entiert.<br />

Es kann ein Stück Bl<strong>um</strong>enwiese<br />

sein, etwas Waldboden, ein Holzhaufen<br />

oder auch ein Stück Kies am<br />

Fluss. „Was zählt, ist, <strong>das</strong>s man es<br />

tut <strong>und</strong> dok<strong>um</strong>entiert“, so Fischer.<br />

Und ob man sich dann hinkniet<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Pflanzen <strong>und</strong> Insekten genauer<br />

ansieht, ob man <strong>die</strong> Augen<br />

schließt <strong>und</strong> hört <strong>und</strong> riecht, ob<br />

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36 | <strong>tassilo</strong>


Künstler Frank Fischer, auch bekannt als „Freifrank“.<br />

man mit den Händen in den Boden<br />

greift oder ob man einfach nur einen<br />

Moment neben dem Rahmen<br />

steht <strong>und</strong> in sich geht, ist jeder <strong>und</strong><br />

jedem selbst überlassen.<br />

Wühlen <strong>und</strong><br />

„dreckig“ werden<br />

In <strong>die</strong>sem Frühjahr hat Frank Fischer<br />

den Gedanken der „wERDschätzung“<br />

auch in Großstädte getragen.<br />

Am 12. Mai arrangierte er<br />

sechs Kubikmeter H<strong>um</strong>us mitten<br />

in München auf dem Odeonsplatz.<br />

Dort wo überall Asphalt <strong>und</strong> Pflastersteine<br />

den Boden überziehen,<br />

Säulen <strong>und</strong> ehrwürdige Bauwerke<br />

in den Himmel ragen, lag plötzlich<br />

ein großer dunkler Erdhaufen. Corona-konform<br />

konnten sich Menschen<br />

in ausreichendem Abstand<br />

<strong>um</strong> den Haufen stellen <strong>und</strong> ihn<br />

für sich entdecken. „Manche waren<br />

eher vorsichtig, andere legten<br />

sich vollständig hinein“, erinnert<br />

sich Fischer, der viele Eindrücke<br />

der Teilnehmerinnen <strong>und</strong> Teilnehmer<br />

auf Video festgehalten hat. Ein<br />

Mann berichtete, wie eindrucksvoll<br />

er <strong>die</strong> Wärme empfand, <strong>die</strong> aus<br />

dem H<strong>um</strong>us strömt <strong>und</strong> Geborgenheit<br />

schenkt. Eine Frau bedeckte<br />

sich vollständig mit dem H<strong>um</strong>us<br />

<strong>und</strong> empfand sich „ganz eins mit<br />

der Erde“ <strong>und</strong> so, als würde ihr<br />

Körper Wurzeln schlagen. Manche<br />

erinnerte der H<strong>um</strong>us auch an<br />

<strong>die</strong> eigene Kindheit, als es noch<br />

selbstverständlich war in der Erde<br />

zu wühlen <strong>und</strong> „dreckig“ zu werden.<br />

Mit ihren Handlungen betätigten<br />

sich <strong>die</strong> Teilnehmer intuitiv<br />

selbst als Künstler – passend z<strong>um</strong><br />

Gedanken von Joseph Beuys, der<br />

an <strong>die</strong>sem 12. Mai seinen h<strong>und</strong>ertsten<br />

Geburtstag gefeiert hätte.<br />

Einige Wochen später dann wiederholte<br />

Frank Fischer <strong>die</strong> H<strong>um</strong>us-<br />

Aktion auf dem Platz der Republik<br />

in Wuppertal. Und am 9. <strong>Oktober</strong><br />

soll H<strong>um</strong>us zur „wERDschätzung“<br />

(www.werdschaetzung.de) wieder<br />

in München auf dem Odeonsplatz<br />

liegen, dann im Rahmen des<br />

Münchner Klimaherbstes, passend<br />

z<strong>um</strong> <strong>die</strong>sjährigen Thema „Ernährung“.<br />

Der „Freifrank“ mit<br />

herzogsägmühler Fackeln<br />

Bei solchen Aktionen <strong>und</strong> künstlerischen<br />

Prozessen nennt sich Frank<br />

Fischer „Freifrank“ (www.freifrank.<br />

de). Denn nach seinem Grafikdesign-Studi<strong>um</strong><br />

in München arbeitete<br />

er viel für Firmen <strong>und</strong> Unternehmer,<br />

erledigte Auftragsarbeiten<br />

als Designer <strong>und</strong> Grafiker. Doch<br />

seit er 2013 <strong>die</strong> bayerische Landeshauptstadt<br />

verlassen hatte <strong>und</strong><br />

nach <strong>Weilheim</strong> gekommen war,<br />

geht es ihm zunehmend <strong>um</strong> freie<br />

Kunst: Fischer widmet sich der intuitiv<br />

<strong>und</strong> expressionistisch orientierten<br />

Malerei, der Fotografie <strong>und</strong><br />

eigenen Kunstaktionen. Jetzt ist er<br />

63 <strong>und</strong> möchte sich zukünftig ausschließlich<br />

als „Freifrank“ für <strong>die</strong><br />

„freie Kunst“ einsetzen. In seinem<br />

Atelier stellt er Bilder <strong>und</strong> Fotografien<br />

aus, <strong>die</strong> man auch käuflich erwerben<br />

kann. Und er ist an vielen<br />

<strong>Weilheim</strong>er Kunstprojekten beteiligt:<br />

Aktuell im Stadtmuse<strong>um</strong> mit<br />

dem Buch „Orm Art“ bei der Ausstellung<br />

„Künstlerbücher“ <strong>und</strong> bei<br />

der jährlichen Gruppenausstellung<br />

des Kunstfor<strong>um</strong>s <strong>Weilheim</strong> e. V.,<br />

über<strong>die</strong>s – alle zwei Jahre – als<br />

teilnehmendes „Atelier“ bei den<br />

Weiheimer Ateliertagen mit Ausstellungen<br />

von Gastkünstlern. 2016<br />

initiierte Frank Fischer den „Lichterzauber“<br />

am <strong>Weilheim</strong>er Stadtbach,<br />

der direkt vor seinem Atelier<br />

vorbeifließt. Unzählige Fackeln<br />

neben dem Bach <strong>und</strong> Schwimmkerzen<br />

im Wasser tauchten <strong>die</strong><br />

ansonsten verkehrsreiche Obere<br />

Stadt in ein ungewohnt gemütliches<br />

<strong>und</strong> sinnliches Licht. Und bei<br />

den Vorbereitungen für den ersten<br />

Lichterzauber stieß Frank Fischer<br />

auf etwas, <strong>das</strong> zwei Jahre später<br />

z<strong>um</strong> entscheidenden Element des<br />

Projekts „wERDschätzung“ wurde.<br />

„Ich überlegte, wo ich <strong>die</strong> vielen<br />

Fackeln am besten herbekomme“,<br />

erzählt der Künstler. „Da stieß ich<br />

auf <strong>die</strong> Licht- <strong>und</strong> Wachsmanufaktur<br />

in der Diakonie Herzogsägmühle.<br />

Dort sah ich, wie Fackeln aus<br />

Dochtgarn gefertigt werden.“ Das<br />

weiche lockere Garn aus Ba<strong>um</strong>wolle<br />

gefiel Frank Fischer auf Anhieb.<br />

Zwei Jahre später, als er nach<br />

dem geeigneten Material für seine<br />

wERDschätzungs-Rahmen suchte,<br />

erinnerte er sich an <strong>das</strong> Dochtgarn<br />

aus Herzogsägmühle. Dieses<br />

schmückt nun immer wieder<br />

Erdfleckerl in aller Welt. Was den<br />

Lichterzauber angeht, hofft Frank<br />

Fischer auf einen Neustart im Jahr<br />

2022, nach den Corona-bedingten<br />

Pausen in <strong>die</strong>sem <strong>und</strong> letzten Jahr.<br />

Die Obere Stadt, bekannt als historisch<br />

prägnanter Teil der <strong>Weilheim</strong>er<br />

Innenstadt, will er weiterhin<br />

mit neuen Ideen künstlerisch bespielen<br />

<strong>und</strong> beleben.<br />

cr<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 37


Jasmina Gröschel kann hellsehen<br />

„Mein soziales Gefüge<br />

hat oft darunter gelitten“<br />

Tassiloland | Es begann, als Jasmina<br />

Gröschel noch ein kleines Mädchen<br />

war <strong>und</strong> in ihrer Geburtsstadt<br />

<strong>Weilheim</strong> aufwuchs. Wurde<br />

sie zornig oder wütend, konnte es<br />

passieren, <strong>das</strong>s sich Gegenstände<br />

im Zimmer bewegten <strong>und</strong> durch<br />

<strong>die</strong> Gegend flogen. Sie selbst <strong>und</strong><br />

ihr Umfeld waren verwirrt <strong>und</strong><br />

verängstigt, ließen sich <strong>die</strong>se Vorkommnisse<br />

doch nicht erklären.<br />

Jasmina Gröschel verdrängte <strong>die</strong><br />

seltsamen Gefühle <strong>und</strong> Emotionen,<br />

<strong>die</strong> an ihr zerrten, bis sie zu<br />

einer jungen Frau gereift war. Erst<br />

dann stellte sie sich der Tatsache,<br />

<strong>das</strong>s sie einfach „anders“ war <strong>und</strong><br />

über Fähigkeiten verfügte, <strong>die</strong> für<br />

andere Menschen unheimlich <strong>und</strong><br />

befremdlich waren. Für eine kurze<br />

Weile wurde sie zu einer Attraktion<br />

auf Partys, denn sie konnte per<br />

Gedankenkraft für allerlei Schabernack<br />

sorgen, der sie in den Mittelpunkt<br />

stellte. Doch irgendwann<br />

zog sie sich zurück <strong>und</strong> untersuchte<br />

<strong>die</strong> Kraft, <strong>die</strong> ihr innewohnte:<br />

Telekinese.<br />

Der Begriff leitet sich ab von den<br />

altgriechischen Wörtern tēle „fern“<br />

<strong>und</strong> kínēsis „Bewegung“ <strong>und</strong> bezeichnet<br />

<strong>die</strong> Ortsveränderung von<br />

Gegenständen durch Geisteskraft.<br />

Der wissenschaftliche Forschungszweig<br />

der Parapsychologie (Seelenk<strong>und</strong>e)<br />

untersucht seit über 120<br />

Jahren psychische Fähigkeiten, <strong>die</strong><br />

<strong>das</strong> normale Erkenntnisvermögen<br />

überschreiten. Ein wissenschaftlich<br />

nachvollziehbarer Nachweis<br />

über Telekinese ist angeblich bis<br />

heute nicht erbracht worden.<br />

Wissenschaftlich<br />

untersucht<br />

Das kümmert <strong>die</strong> heute 53-jährige<br />

Jasmina Gröschel nur wenig,<br />

als sie entspannt in den warmen<br />

Sonnenstrahlen auf der Bank am<br />

Jasmina Gröschel untersuchte unter anderem auch <strong>die</strong> Kornkreise in<br />

Raisting. Das eindeutige Ergebnis: Von Menschen gemacht.<br />

38 | <strong>tassilo</strong><br />

Jasmina Gröschel am Galgenbichl bei Schongau, wo sich über <strong>die</strong> Jahrh<strong>und</strong>erte<br />

grausige Dinge ereigneten.<br />

Schongauer Galgenbichl sitzt <strong>und</strong><br />

den Blick auf <strong>das</strong> Alpenpanorama<br />

schweifen lässt. „Schon meine<br />

Großmutter verfügte über hellseherische<br />

Fähigkeiten, denn sie<br />

wusste im Krieg, wo <strong>die</strong> Bomben<br />

einschlagen würden <strong>und</strong> welche<br />

Bunker sicher waren. Was soll ich<br />

machen!? Jeder Mensch hat Talente.<br />

Einer kann gut malen, der<br />

andere hervorragend kochen – ich<br />

muss mit meinen Talenten leben.“<br />

Doch zunächst widmete sie sich<br />

ganz weltlichen Unternehmungen,<br />

machte eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten,<br />

wechselte<br />

danach in <strong>die</strong> freie Wirtschaft<br />

<strong>und</strong> arbeitete 25 Jahre in ihrem<br />

Beruf. Aus ihrer ersten Ehe hat<br />

sie eine Tochter, ihrem zweiten<br />

Gatten schenkte sie einen Sohn.<br />

War der neue Ehemann von ihren<br />

verborgenen Talenten überzeugt?<br />

„Ganz <strong>und</strong> gar nicht, der glaubte<br />

an <strong>die</strong>sen Kram überhaupt nicht.<br />

Aber dann habe ich ihm haargenau<br />

<strong>das</strong> Haus beschrieben, in dem<br />

wir bald wohnen würden. Mit<br />

Einfahrt, Garten <strong>und</strong> allem dr<strong>um</strong><br />

her<strong>um</strong>. Und drei Wochen später<br />

bezogen wir genau <strong>die</strong>se Bleibe.<br />

Seitdem unterstützt er mich.“ Jasmina<br />

Gröschel lacht herzlich, <strong>und</strong><br />

<strong>das</strong> tut sie oft.<br />

Irgendwann stellte sie sich der<br />

Wissenschaft. Sie wollte wissen, ob<br />

sie „spinnt“ oder einfach mit Hellseherei,<br />

Telekinese <strong>und</strong> Heilkraft<br />

gesegnet ist. Sie nahm unter anderem<br />

Kontakt z<strong>um</strong> Astrophysiker<br />

Illobrand von Ludiger auf, der seit<br />

2014 <strong>die</strong> von ihm gegründete „Interdisziplinäre<br />

Gesellschaft zur Analyse<br />

anomaler Phänomene e. V.“<br />

(IGAAP) leitet. Die Tests dauerten<br />

fünf Jahre. Danach bekam sie es<br />

schwarz auf weiß, <strong>das</strong>s sie „anders“<br />

ist. Seit ihrem 18. Lebensjahr<br />

hilft sie Mensch <strong>und</strong> Tier. Sei es<br />

mit Kartenlegen oder Heilung.<br />

Helferin der<br />

Kriminalpolizei<br />

Eines Tages hatte sie aber eine<br />

besondere Vision, <strong>die</strong> sie verwirrte.<br />

Sie sah eine Leiche <strong>und</strong><br />

stellte <strong>die</strong> Verbindung zu einem<br />

Entführungsfall in einem anderen<br />

B<strong>und</strong>esland her. Was sollte sie<br />

tun? Die Kriminalpolizei kontaktieren<br />

<strong>und</strong> als Spinnerin, oder noch<br />

schlimmer, als Täterin betrachtet<br />

werden? Sie griff z<strong>um</strong> Telefon <strong>und</strong><br />

wenige Tage später standen zwei<br />

Beamte vor der Türe <strong>und</strong> wollten<br />

alles über ihre Eingebung wissen.<br />

Das Opfer wurde durch ihre<br />

Hilfe gef<strong>und</strong>en, aber ihre Dienste<br />

niemals aktenk<strong>und</strong>ig, denn „<strong>die</strong><br />

Staatsanwaltschaft kann mit Hellseherei<br />

nicht arbeiten, <strong>die</strong> braucht<br />

Beweise <strong>und</strong> Fakten“. Der Täter<br />

ist heute noch auf freiem Fuß.<br />

Den Kontakt zu den beiden Beamten<br />

verlor sie nie. Inspiriert<br />

von <strong>die</strong>sem Erlebnis machte sie<br />

bei einem anderen Kriminaler<br />

in München eine Ausbildung zur<br />

Privatdetektivin. Nicht nur, <strong>um</strong><br />

untreue Ehemänner aufzuspüren<br />

oder Schwarzarbeiter zu entlarven,<br />

sondern hauptsächlich wollte<br />

sie vermisste Personen finden. Sie<br />

arbeitete gemeinsam mit einem<br />

Fernsehsender an einer Sendung<br />

über Paranormales, fühlte<br />

sich aber oft missverstanden <strong>und</strong><br />

falsch dargestellt. Sie wendete den<br />

Me<strong>die</strong>n den Rücken zu, deshalb<br />

brauchte <strong>das</strong> Interview, <strong>das</strong> sie


heute am Galgenbichl gibt, einen<br />

Vorlauf von über einem Jahr. „Die<br />

Menschen verstehen mich einfach<br />

nicht <strong>und</strong> ich werde schnell in <strong>die</strong><br />

Schublade der Esoterik gesteckt,<br />

aber damit habe ich nichts zu<br />

tun.“<br />

Suche nach dem<br />

Heiligen Gral<br />

Sie baute ihre eigene Website,<br />

auf der sie viele Phänomene auch<br />

kritisch dok<strong>um</strong>entiert: Geister <strong>und</strong><br />

Spuk, Erscheinungen, Seltsame<br />

Kreaturen, UFOs, Zeitreisen <strong>und</strong><br />

bizarre Orte. Und der Galgenbichl<br />

nordwestlich von Schongau ist so<br />

ein Ort mit einer gewalttätigen,<br />

grausamen Geschichte, wie Jasmina<br />

Gröschel zu erzählen weiß:<br />

„Hier wurden bis z<strong>um</strong> Anfang<br />

des 19. Jahrh<strong>und</strong>erts Räuber <strong>und</strong><br />

Diebe aufgeknüpft <strong>und</strong> <strong>die</strong> Leichen<br />

hingen zur Abschreckung<br />

so lange am Galgen, bis sich <strong>die</strong><br />

Reste über <strong>die</strong> Felder verteilten.<br />

Auch eine junge Frau fand hier<br />

ein grausiges Ende, weil sie ihr<br />

eigenes uneheliches Kind getötet<br />

hatte. Und in den 1970er Jahren<br />

kamen hier sechs Menschen in<br />

einer Aussiedlerbaracke grässlich<br />

<strong>um</strong>s Leben. Ich glaube nicht,<br />

<strong>das</strong>s es hier spukt, aber ich denke,<br />

<strong>das</strong>s solche Orte <strong>die</strong> Ereignisse abspeichern<br />

<strong>und</strong> sensible Menschen<br />

<strong>die</strong> Energie spüren können.“<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich ist sie immer skeptisch<br />

<strong>und</strong> hält nichts von Geisterst<strong>und</strong>en<br />

<strong>und</strong> „weißen Frauen <strong>um</strong><br />

Mitternacht“. Mit Okkultismus hat<br />

sie ebenso wenig am Hut („Diese<br />

Geister sollte man nicht rufen.“),<br />

wie mit der Kirche, aus der sie<br />

vor einigen Jahren ausgetreten ist:<br />

„Ich glaube an eine höhere Macht<br />

<strong>und</strong> ein Leben nach dem Tod, aber<br />

nicht an <strong>die</strong> Hölle. Und ich brauche<br />

keine Institution, <strong>um</strong> meinen<br />

Glauben zu leben.“<br />

Sie hilft Menschen nur noch,<br />

wenn sie dar<strong>um</strong> gebeten wird<br />

<strong>und</strong> drängt sich nicht auf. Aber<br />

<strong>das</strong> hindert sie nicht daran, ihre<br />

privaten Forschungen zu betreiben.<br />

Derzeit arbeitet sie an einem<br />

Buch über den Heiligen Gral. „Ich<br />

habe Informationen bekommen,<br />

wo er sein könnte“, sagt sie. Wo?<br />

Wieder einmal lacht sie fröhlich<br />

<strong>und</strong> zwinkert: „Das werde ich<br />

jetzt sicherlich nicht sagen.“ Ein<br />

Unwetter zieht auf. Die Alpen<br />

verschwinden hinter schwarzen<br />

Wolkentürmen, ein kalter Wind<br />

streicht über den Galgenbichl. Hat<br />

ihre Gabe ihr Leben rückblickend<br />

besser oder schlechter gemacht?<br />

Jasmina Gröschel überlegt, dann<br />

sagt sie vorsichtig: „Spirituell bin<br />

ich dadurch reicher geworden,<br />

aber mein soziales Gefüge hat oft<br />

darunter gelitten.“<br />

edl<br />

Jasmina Gröschel hat festgestellt: R<strong>und</strong> <strong>um</strong> <strong>die</strong> Pestkapelle von Pollingsried<br />

spukt es nicht.<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 39


„SWarn“ von Stefan Schwarzer<br />

Der bessere<br />

Wetterbericht<br />

Peißenberg | Stefan Schwarzer<br />

kann Wetter nicht beeinflussen,<br />

aber verdammt präzise vorhersagen.<br />

Dafür hat der 48-Jährige<br />

eine handeigene Software namens<br />

„SWarn“ programmiert. Das Besondere<br />

an <strong>die</strong>sem Programm:<br />

Es sammelt <strong>und</strong> visualisiert nicht<br />

nur Wetterdaten der großen, namhaften<br />

Plattformen wie <strong>die</strong> des<br />

Deutschen Wetter<strong>die</strong>nstes (DWD),<br />

sondern auch Ergebnisse aus über<br />

50 Messstationen im bayerischen<br />

Oberland, wozu auch zahlreiche<br />

private gehören. Stefan Schwarzer<br />

selbst betreibt eine Messstation<br />

auf seinem Hausdach sowie<br />

zwei in seinem Privatgarten, <strong>die</strong><br />

ihm in Echtzeit Temperatur, Luftfeuchtigkeit,<br />

Niederschlagsmenge,<br />

Windgeschwindigkeit sowie<br />

Bodenfeuchtigkeit <strong>und</strong> Bodentemperatur<br />

für sein Wohnviertel<br />

am Pfarrer-Schneider-Weg in<br />

Peißenberg-Wörth liefern. War<strong>um</strong><br />

ihm <strong>die</strong>se regional heruntergebrochenen<br />

Wetterdaten so wichtig<br />

sind? „Weil Unwetter immer schon<br />

streng lokale Phänomene sind“,<br />

sagt er. Dass ein Gewitter auf den<br />

Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

zukommt, kann in der Regel auch<br />

von der Warn-App des Deutschen<br />

Wetter<strong>die</strong>nstes ziemlich gut prognostiziert<br />

werden. Wie stark <strong>die</strong><br />

Gewitterzelle letztlich wird, ob sie<br />

sich schwerpunktmäßig eher über<br />

Schongau oder Peiting, <strong>Weilheim</strong><br />

oder Murnau, Dießen oder Starnberg<br />

bewegt? Das zeigt <strong>die</strong> DWD-<br />

App wieder<strong>um</strong> weniger genau an,<br />

<strong>das</strong> Programm von Stefan Schwarzer<br />

dagegen schon. Z<strong>um</strong>indest<br />

kurzfristig, <strong>r<strong>und</strong></strong> 20 bis 30 Minuten<br />

im Voraus. „Was im Falle einer<br />

drohenden Hochwasser-Katastrophe<br />

sehr entscheidend sein kann.“<br />

Genau darauf setzt <strong>die</strong> Gemeinde<br />

Peißenberg, <strong>die</strong> seit mehreren Jahren<br />

mit dem auf sie zugeschnittenen<br />

SWarn-Programm von Stefan<br />

Schwarzer arbeitet. Genaugenommen<br />

sind es ausgewählte Gemeinde-<br />

<strong>und</strong> Bauhofmitarbeiter sowie<br />

aktive Mitglieder der Freiwilligen<br />

Feuerwehr, <strong>die</strong> auf <strong>die</strong>se SWarn-<br />

Daten zugreifen können, <strong>und</strong> im<br />

Falle eines drohenden Notfalls via<br />

E-Mail oder Pushnachricht aufs<br />

Smartphone alarmiert werden.<br />

Dabei ganz entscheidend aus Sicht<br />

der Peißenberger: Die aktuellen<br />

Pegelstände von Fendter Bach <strong>und</strong><br />

Wörthersbach. „Wenn <strong>die</strong> innerhalb<br />

weniger Minuten rasant ansteigen,<br />

<strong>und</strong> laut Wetterdaten ein<br />

Ende starker Niederschläge nicht in<br />

Sicht ist, muss mit dem schlimmsten<br />

gerechnet, <strong>und</strong> sehr schnell<br />

gehandelt werden.“ Auch im Falle<br />

eines Einsatzes dann mittendrin<br />

statt nur dabei: Stefan Schwarzer,<br />

der <strong>die</strong> Einsatzkräfte vor Ort ehrenamtlich<br />

über <strong>die</strong> weitere Unwetterentwicklung<br />

dank seiner gesammelten<br />

Echtzeit-Wetter-Daten auf<br />

dem Laufenden hält.<br />

Elf Jahre auf der Zugspitze<br />

Hauptberuflich arbeitet Stefan<br />

Schwarzer als Programmierer für<br />

den Deutschen Wetter<strong>die</strong>nst, angestellt<br />

beim meteorologischen<br />

Observatori<strong>um</strong> auf dem Hohen<br />

Peißenberg. Ursprünglich gelernt<br />

Stefan Schwarzer mit<br />

Tablet am Wörthersbach<br />

in Peißenberg.<br />

hat der aus dem Ruhrpott stammende<br />

Bergsport-Enthusiast jedoch<br />

erst den Beruf z<strong>um</strong> Fernseh-<br />

Techniker, anschließend den z<strong>um</strong><br />

Wetterbeobachter – <strong>und</strong> bekam<br />

daraufhin eine Stelle auf Deutschlands<br />

höchstem Berg, der Zugspitze,<br />

wo er über elf Jahre hinweg als<br />

Wetterbeobachter arbeiten durfte.<br />

„Eine Zeit, in der ich wettertechnisch<br />

natürlich nahezu alles erlebt<br />

habe“, sagt er rückblickend <strong>und</strong> in<br />

Anspielung auf gewaltige Naturereignisse,<br />

<strong>die</strong> in 2 962 Metern Höhe<br />

nochmals von ganz anderem Ausmaß<br />

sind als unten im Tal. Allen<br />

voran was Kälte <strong>und</strong> Windstärke<br />

betrifft. Doch „leider“ wurde der<br />

Beruf des Wetterbeobachters aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

zunehmender Automatisierung<br />

bereits vor mehreren Jahren<br />

b<strong>und</strong>esweit abgeschafft. „Was ein<br />

großes Problem ist, da viel Wissen<br />

verloren geht.“ Stefan Schwarzer<br />

sagt, „<strong>das</strong>s viele Wetterphänomene<br />

bis heute nicht visualisiert<br />

werden können, Gespür, Erfahrung<br />

<strong>und</strong> Fachwissen von Menschen in<br />

gewissen Bereichen schlichtweg<br />

nicht zu ersetzen sind“. Insofern<br />

schlagen zwei Herzen in ihm: Einmal<br />

<strong>das</strong> eines IT-Spezialisten, der<br />

bereits als Kind, mit acht Jahren,<br />

voller Faszination angefangen hat,<br />

sich <strong>die</strong> Programmier-Sprache<br />

autodidaktisch, also auf eigene<br />

Faust, beizubringen – erst nach<br />

Abschaffung des Wetterbeobachters<br />

absolvierte Stefan Schwarzer<br />

eine offizielle Umschulung z<strong>um</strong><br />

Programmierer. Und einmal <strong>das</strong><br />

Herz eines Naturliebhabers, der<br />

<strong>die</strong> Beobachtung von Wetter, Wasser,<br />

Pflanzen <strong>und</strong> Tiere über alles<br />

40 | <strong>tassilo</strong>


liebt <strong>und</strong> schätzt. „Das Problem<br />

in unserer heutigen Zeit ist: Viele<br />

einfache Dinge, <strong>die</strong> programmiert<br />

werden könnten, werden noch<br />

<strong>um</strong>ständlich manuell gemacht.<br />

Und viele Aufgabenbereiche, <strong>die</strong><br />

ohne menschliches Gespür <strong>und</strong><br />

Fachwissen nicht optimal funktionieren,<br />

werden trotzdem durch<br />

Automatisierungen abgeschafft.“<br />

Insofern verkörpert den Fluch <strong>und</strong><br />

Segen der Technologisierung ka<strong>um</strong><br />

ein zweiter so sehr wie Stefan<br />

Schwarzer, der sich natürlich auch<br />

intensiv mit den Hochwasserkatastrophen<br />

Mitte Juli in Nordrhein-<br />

Westfalen, Rheinland-Pfalz <strong>und</strong><br />

Bayern (Berchtesgadener Land)<br />

auseinandergesetzt hat.<br />

Kritik an Online-<br />

Journalismus<br />

„Sicherlich war <strong>die</strong> Informationspolitik<br />

in den betroffenen Hochwasserkatastrophen-Gebieten<br />

nicht<br />

optimal, denn <strong>das</strong>s es zu extrem<br />

heftigen Niederschlägen kommen<br />

kann, war aus den Wetterdaten<br />

heraus bereits im Vorfeld abzulesen.“<br />

Stefan Schwarzer möchte mit<br />

<strong>die</strong>ser Aussage niemandem etwas<br />

vorwerfen, aber im Zuge dessen<br />

auf ein allgemeines Problem in<br />

heutiger Zeit hinweisen: „Wichtige<br />

Nachrichten von unwichtigen zu<br />

unterscheiden.“ Und <strong>die</strong>se wirklich<br />

wichtigen Nachrichten auch rechtzeitig<br />

an <strong>die</strong> richtigen Leute zu<br />

bringen, <strong>die</strong> wieder<strong>um</strong> richtig <strong>und</strong><br />

rechtzeitig handeln müssten. Dank<br />

Social Media <strong>und</strong> Online-Journalismus<br />

ist Reichweite <strong>und</strong> Informationsgeschwindigkeit<br />

für Me<strong>die</strong>n,<br />

Leser, Hörer <strong>und</strong> TV-Zuschauer<br />

zwar größer <strong>und</strong> höher denn je,<br />

aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> Informationsüberfluss<br />

sowie ständiger Über-Dramatisierung<br />

jedoch in den meisten Fällen<br />

nicht hilfreich. Online-Me<strong>die</strong>n<br />

ver<strong>die</strong>nen ihr Geld durch Klicks,<br />

bekommen <strong>die</strong>se am schnellsten<br />

<strong>und</strong> einfachsten durch Schlagzeilen.<br />

Dabei beliebt: Aus harmlosen<br />

Ereignissen sprichwörtliche Weltuntergangs-Szenarien<br />

multimedial<br />

zu stricken. Insbesondere auch<br />

beim Thema Wetter. „Deshalb<br />

braucht man sich nicht w<strong>und</strong>ern,<br />

<strong>das</strong>s selbst vermeintlich vernünftige<br />

Menschen eine wirklich wichtige<br />

Unwetter-Warnung irgendwann<br />

nicht mehr ernst nehmen.“<br />

Und <strong>die</strong> unvernünftigen? Stefan<br />

Schwarzer sträuben sich durchaus<br />

<strong>die</strong> kurzgeschnittenen Haare bei<br />

der Beobachtung der gesamtgesellschaftlichen<br />

Entwicklung, „wie<br />

immer mehr Menschen den Respekt<br />

<strong>und</strong> Realitätsbezug zur Natur<br />

verlieren, im Zuge dessen auch<br />

überhaupt kein Gefahrenpotential<br />

in Gewittern sehen <strong>und</strong> spüren“.<br />

Stichwort „Gipfel-Selfie“, wofür<br />

immer mehr Menschen mit falscher<br />

Ausrüstung, aber eben auch<br />

bei gefährlichen Wetter-Prognosen<br />

<strong>und</strong> zu völlig falschen Uhrzeiten<br />

sich auf den Weg machen.<br />

*Rechtsberater<br />

Dr. Maria Hagenauer*<br />

Fachanwältin für Miet- <strong>und</strong><br />

Wohnungseigent<strong>um</strong>srecht<br />

Verwaltungsrecht<br />

Linda Heidemann<br />

Rechtsanwältin<br />

Allgemeines Zivilrecht,<br />

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T 0881 / 63 80 90 Mittlerer Graben 18<br />

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1. Januar<br />

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Pascal de Coulon*<br />

Fachanwalt für Miet- <strong>und</strong><br />

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Fachanwalt für Bau- <strong>und</strong><br />

Architektenrecht<br />

Erweiterter Wetterradar, ermöglicht einen „Blick“ in <strong>die</strong> Wolken.<br />

Follower sind begeistert<br />

Verhindern lassen sich Unwetter-<br />

Katastrophen trotzdem nicht. „Wir<br />

können aber versuchen, uns rechtzeitig<br />

drauf einzustellen <strong>und</strong> bestmöglich<br />

zu handeln“, bekräftigt<br />

Stefan Schwarzer, der Beruf <strong>und</strong><br />

Hobby eng miteinander verzahnt.<br />

Und entgegen <strong>die</strong>ser zahlreichen,<br />

reißerischen Online-Me<strong>die</strong>n es<br />

besser machen möchte. Sowohl<br />

auf seiner Facebookseite „Private<br />

Wetterstation Peißenberg“<br />

als auch auf seiner Internetseite<br />

„www.wetter-peissenberg.de“ informiert<br />

er seine Follower täglich<br />

mit brandaktuellen Wetterdaten,<br />

maßgeschneidert auf Peißenberg<br />

<strong>und</strong> Umgebung heruntergebrochen.<br />

„Ehrlich gesagt schaue ich<br />

schon seit über einem Jahr gar<br />

nicht mehr auf meine wetter.com-<br />

App, sondern nur noch auf <strong>die</strong> Facebook-Seite<br />

von Stefan – da weiß<br />

ich nämlich, wie <strong>das</strong> Wetter hier in<br />

der Region wirklich wird“, sagt<br />

Öffnungszeiten<br />

Di. - Fr.<br />

Sa. & So.<br />

Feiertags<br />

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Max-Planck-Str. 8-10<br />

82380 Peißenberg<br />

Tel: 08803 - 74 09 749<br />

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september / oktober <strong>2021</strong> | 41


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42 | <strong>tassilo</strong><br />

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Sonja Fabel, <strong>die</strong> unter anderem für<br />

<strong>die</strong> Sicherheitswacht der Polizeiinspektion<br />

<strong>Weilheim</strong> arbeitet <strong>und</strong><br />

hellauf begeistert ist von den einfach<br />

verständlichen, hochpräzisen<br />

Vorhersagen von Stefan Schwarzer.<br />

Damit spricht sie aus dem<br />

Herzen aller treuen Follower von<br />

Schwarzer, <strong>die</strong> sich beim Wette<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

IT-Experten immer wieder via<br />

Kommentarfunktion bedanken für<br />

seinen kostenlosen, im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e<br />

hobbymäßigen Wetter-Dienst auf<br />

verdammt hohem Niveau – <strong>und</strong><br />

ihn gleichzeitig füttern mit aktuellen<br />

Angaben, Bildern <strong>und</strong> Videos<br />

aus ihren eigenen Dörfern. Immer<br />

wieder beliebte Motive: Dunkle<br />

Wolken mit gespenstischen Formen,<br />

<strong>die</strong> rein optisch betrachtet<br />

auf einen (kleinen) Tornado hinweisen<br />

könnten. Jedenfalls entsteht<br />

auf dem Facebook-Account<br />

von Stefan Schwarzer ein <strong>um</strong>s<br />

andere Mal ein konstruktiver<br />

Austausch, bei dem auch der Experte<br />

selbst neue Erkenntnisse<br />

über <strong>das</strong> Wetter im bayerischen<br />

Oberland dazugewinnt. Allen voran<br />

<strong>die</strong> vergangenen Wochen <strong>und</strong><br />

Monate, wo es mehrere Gewitter<br />

mit heftigeren Ausmaßen auch im<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongauer Landkreis<br />

gegeben hat. Hagel, Blitzeinschläge,<br />

von Sturmböen <strong>um</strong>geknickte<br />

Bä<strong>um</strong>e, abgedeckte Hausdächer<br />

sowie teilweise eingerissene Stadel<br />

<strong>und</strong> Ställe. „Unwetter <strong>die</strong>ser<br />

Art hat es bei uns immer schon<br />

gegeben – <strong>das</strong> ist nun mal <strong>das</strong><br />

Wetter.“ Dass <strong>die</strong>se Extrem-Wetter<br />

in ihrer Häufigkeit tendenziell<br />

eher zunehmen, hat laut Stefan<br />

Schwarzer jedoch sehr wohl mit<br />

dem Klimawandel zu tun.<br />

Niederschlagsrekord<br />

am Forggensee<br />

Die alles entscheidende Frage<br />

derzeit: Könnte eine Hochwasserkatstrophe,<br />

wie sie in Rheinland-<br />

Pfalz, Nordrhein-Westfalen sowie<br />

im Berchtesgadener Land geschehen<br />

ist, auch dem <strong>Weilheim</strong>-<br />

Stieg in wenigen Minuten von<br />

zehn Zentimetern auf 1,20 Meter:<br />

Der Pegel des Fendter Bachs.<br />

Schongauer Landkreis blühen?<br />

Stefan Schwarzer sagt ohne zu zögern:<br />

„Ja!“ War<strong>um</strong>? „Weil sich <strong>das</strong><br />

Wetter den Ort nicht aussucht –<br />

passiert es dort, kann es beim<br />

nächsten Mal auch hier passieren.“<br />

Allen voran Peißenberg gilt<br />

in Sachen potentieller Hochwasserkatastrophe<br />

als gefährdet, weil<br />

geographisch betrachtet ähnliche<br />

Voraussetzungen herrschen wie<br />

beispielweise in Ahrweiler. Der Ort<br />

liegt am östlichen Fuße des Hohen<br />

Peißenbergs, von dem zahlreiche<br />

Bäche <strong>und</strong> Gräben<br />

erst Richtung Tal,<br />

schließlich direkt<br />

durch den Ort führen.<br />

Im Falle eines<br />

heftigen Niederschlags<br />

sammelt<br />

sich <strong>das</strong> Wasser in<br />

<strong>die</strong>sen Bächen <strong>und</strong><br />

Gräben – <strong>und</strong> rauscht mit Höchstgeschwindigkeiten<br />

den Berg hinab.<br />

„Was für viele schwer vorstellbar<br />

ist: 20 bis 30 Liter Regen pro<br />

Quadratmeter pro St<strong>und</strong>e können<br />

bereits ausreichen, damit sich<br />

nach <strong>r<strong>und</strong></strong> 25 Minuten aus einem<br />

kleinen, beschaulichen Bach mit<br />

niedrigem Pegelstand eine reißende<br />

Flutwelle entwickelt.“ Erst Anfang<br />

Juli <strong>die</strong>ses Jahres hatten <strong>die</strong><br />

Peißenberger genau <strong>die</strong>ses Phänomen,<br />

als der Pegel des Fendter<br />

Baches, der aus dem Ort hinaus<br />

gen Norden Richtung Paterzell<br />

fließt, in kürzester Zeit von 10<br />

Zentimeter auf 1,20 Meter (!) angestiegen<br />

ist. Hätte es an <strong>die</strong>sem<br />

Tag nur wenige Minuten (!) länger<br />

in <strong>die</strong>ser gewaltigen Dimension<br />

geschüttet, der Boden aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

anhaltender Trockenheit oder<br />

Übersättigung kein Wasser mehr<br />

aufnehmen können, wäre (massives)<br />

Hochwasser sicher gewesen.<br />

Deutschlandweit betrachtet sind<br />

<strong>die</strong> vergangenen Wochen an mehreren<br />

Orten Schauer mit Niederschlagsmengen<br />

von bis zu 200 (!)<br />

Litern pro Quadratmeter gemessen<br />

worden. Der stärkste Niederschlag,<br />

der seit Aufzeichnung von<br />

Wetterdaten b<strong>und</strong>esweit betrachtet<br />

je gemessen wurde, liegt dagegen<br />

schon mehrere Jahrzehnte<br />

zurück: Am 25. Mai 1920 sind über<br />

dem unweit entfernten Füssen 126<br />

Liter in gerade einmal acht Minuten<br />

gefallen! „Was dank Lech <strong>und</strong><br />

Forggensee zu keiner Katastrophe<br />

geführt hat.“ Ploppt eine solche<br />

Prognose jedoch auf dem SWarn-<br />

Programm von Stefan Schwarzer<br />

auf, müssen Anwohner <strong>und</strong><br />

Rettungskräfte verdammt schnell<br />

sein.<br />

js<br />

> > > ZUM THEMA<br />

SWarn wurde zwar explizit für <strong>die</strong> Peißenberger<br />

Gemeinde entwickelt, wäre theoretisch<br />

aber für alle Orte in ganz Deutschland<br />

<strong>und</strong> darüber hinaus anwendbar.


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL<br />

In Stein gemeißelt<br />

Tassiloland | Immer wieder stößt<br />

<strong>die</strong> „<strong>tassilo</strong>“-Redaktion bei der<br />

Suche nach geeigneten Rätsel-Motiven<br />

auf Spuren von Bayernherzog<br />

Tassilo III, nachdem bekanntlich<br />

auch <strong>das</strong> Regionalmagazin benannt<br />

ist: Straßennamen, naturdenkmalgeschützte<br />

Linden, Schriften,<br />

Gebete <strong>und</strong> Anekdoten.<br />

Diesmal sind wir auf ein imposantes<br />

Erinnerungsstück aus<br />

Stein gestoßen, sicherlich zwei<br />

auf einen Meter groß. Das Besondere<br />

an <strong>die</strong>sem Kunstwerk:<br />

Es ist künstlerisch verziert, zeigt<br />

ein in Stein gemeißeltes, historisch<br />

durchaus wertvolles Motiv:<br />

Einen Jäger, eine Himmelsleiter,<br />

<strong>die</strong> Stirnseite einer Kirche oder<br />

eines Klostergebäudes, aber auch<br />

Quellwolken <strong>und</strong> Bä<strong>um</strong>e. Bei genauerem<br />

Hinsehen sticht auch<br />

noch eine in Stein gemeißelte Inschrift<br />

ins Auge, <strong>die</strong> den Rahmen<br />

des Kunstwerks bildet. Im Uhrzeigersinn,<br />

beginnend von links<br />

oben, heißt es in Großbuchstaben:<br />

„WESSOBRUNN DURCH HERZOG<br />

TASSILO NACH SEINEM TRAUM<br />

VON EINER HIMMELSLEITER UND<br />

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG<br />

Wo der schwere, US-amerikanische Horizontalbomber „Bunky“,<br />

eine Boeing B-17 Flying Fortress, am 19. Juli 1944 abgestürzt ist?<br />

Das wollten wir von Ihnen in der letzten <strong>Ausgabe</strong> wissen. Die<br />

Lösung: An der Achbrücke zwischen Huglfing <strong>und</strong> Grasleiten, wo<br />

ein Marterl mit Foto der damals verunglückten Crew zurückerinnert<br />

an <strong>die</strong>ses tragische Ereignis. Unter zahlreichen richtigen Einsendungen<br />

war <strong>das</strong> Losglück <strong>die</strong>smal auf der Seite von Sieglinde<br />

Habermeier aus Oberhausen. Sie durfte sich auf einen herzhaften<br />

Spezialitätenkorb der Schönegger Käse-Alm freuen.<br />

DREI QUELLEN, AUFGEFUNDEN<br />

DURCH SEINEN JÄGER WEZZO. A.D.<br />

1753 KLOSTERGRÜNDUNG.“<br />

Wir möchten nun von Ihnen, liebe<br />

Leser wissen: Zu welchem Bauwerk<br />

gehört <strong>die</strong>ses sich auf den Bayernherzog<br />

beziehende Relief?<br />

Schicken Sie uns bis 15. <strong>September</strong><br />

eine Postkarte mit der Lösung<br />

<strong>und</strong> dem Stichwort „Heimaträtsel“<br />

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wieder einen leckeren Spezialitätenkorb<br />

der Schönegger Käse-Alm,<br />

in <strong>die</strong>sem Falle mit Almwiesenkäse,<br />

Rübli, Kaminwurz, „Knabbertaler“<br />

<strong>und</strong> gefüllten Kirschpaprika.<br />

Das Los entscheidet, der Rechtsweg<br />

ist ausgeschlossen. Viel Erfolg! js<br />

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Wir freuen uns auf euch!<br />

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Telefon 0881 5699 | Mobil 0160 98 72 81 41<br />

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Das neue Buch von Nicola Förg<br />

Hintertristerweiher<br />

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Prem | Dieses Fleckerl zwischen<br />

Gründl <strong>und</strong> Steingädele scheint<br />

ein Ort voller kreativer Schaffenskraft<br />

zu sein. Z<strong>um</strong>indest aus Sicht<br />

von Nicola Förg. Die Bestseller-<br />

Autorin wohnt nämlich auf<br />

einem dort abseits liegenden<br />

Bauernhof. Gemeinsam mit<br />

Lebensgefährte, Ponys, H<strong>und</strong>en<br />

<strong>und</strong> einer ganzen Reihe<br />

verschmuster Katzen genießt<br />

sie nicht nur <strong>die</strong> Idylle auf dem<br />

Land, sondern arbeitet auch<br />

hart an neuen Büchern. Erst<br />

im Frühjahr <strong>2021</strong> erschien<br />

mit „Böse Häuser“ ein neuer<br />

Alpenkrimi von ihr, der<br />

sowohl von Fans als auch<br />

namhaften Kennern der li-<br />

terarischen Szene gelobt wird<br />

in höchsten Tönen. Und nun, ein<br />

gerade einmal halbes Jahr später,<br />

bringt <strong>die</strong> inzwischen 58-Jährige<br />

schon wieder ein neues Buch auf<br />

den Markt. „Hintertristerweiher“,<br />

ausnahmsweise mehr Roman als<br />

Krimi, fast 400 Seiten dick, <strong>und</strong><br />

ab sofort für 15 Euro in allen örtlichen<br />

Buchhandlungen sowie<br />

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online erhältlich. „Ein außergewöhnlich<br />

schönes Mädchen,<br />

<strong>das</strong> seinen eigenen Wert nicht<br />

kennt. Eine Liebe, <strong>die</strong> eine große<br />

hätte sein können, doch nie<br />

Erfüllung findet. Ein Erbe, ver-<br />

knüpft mit Bedingungen, <strong>das</strong><br />

Wahrheiten enthüllt. Und eine<br />

unwillige Erbin, <strong>die</strong> Antworten<br />

sucht <strong>und</strong> eine Reise zu sich<br />

selbst beginnt.“ In Hintertristerweiher<br />

erzählt Nicola Förg auf<br />

zwei Zeitebenen eine Geschichte<br />

über <strong>das</strong> Ungesagte zwischen<br />

der Kriegsgeneration <strong>und</strong> den<br />

Nachgeborenen, über Heimat <strong>und</strong><br />

Heimatlosigkeit, Seelenorte <strong>und</strong><br />

Seelenverwandte.<br />

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Romans von Bestseller-Autorin Nicola Förg. Schicken Sie uns bis<br />

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Stand bei Drucklegung im August <strong>2021</strong> – Auflage: 43000 Exemplare<br />

Änderungen <strong>und</strong> Fehler vorbehalten.<br />

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten <strong>Ausgabe</strong> Nov. / Dez. <strong>2021</strong>:<br />

Freitag, 29. <strong>Oktober</strong> <strong>2021</strong> (Anzeigenschluss: 11. <strong>Oktober</strong> <strong>2021</strong>) –<br />

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine<br />

Erscheinungsgewähr übernommen.<br />

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine<br />

<strong>und</strong> weitere technische Angaben finden Sie auf www.<strong>tassilo</strong>.de<br />

Herausgeber: Peter Ostenrieder<br />

Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)<br />

Mitarbeiter <strong>die</strong>ser <strong>Ausgabe</strong>: Ernst-Dietrich Limper, Christian Rauch,<br />

Nicole Burk<br />

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler<br />

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting<br />

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 <strong>Weilheim</strong><br />

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,<br />

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler, Christian Lechner<br />

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>Seen</strong> — Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.<br />

Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe Stock, Ernst-Dietrich Limper, Bettina Eder, Kurt Zarbock, Christian Rauch, Isa Berndt, Krankenhaus GmbH<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau, Schönegger Käse-Alm, ULTRASONE AG, Jasmin Janning, Frank Janning, TSV Murnau, Noah Cohen, JWS GmbH, AMMERSEErenade, Stefan<br />

Bierl Fotografie, Laura Bachmann, Nicole Glass Photography, commons.wikimedia.org-Boschfoto, Markus Scha<strong>um</strong>löffel, Shutterstock, Albi Tierkost, Stefan<br />

Schwarzer, PIPER, Landratsamt <strong>Weilheim</strong>-Schongau, JMP Ingenieure, Jugend Motivator, Bettina Lindenberg, Thomas Wobido<br />

44 | <strong>tassilo</strong>


Neue Berufsschule am Narbonner Ring<br />

In den Herbstferien wird <strong>um</strong>gezogen<br />

<strong>Weilheim</strong> | In wenigen Wochen ist<br />

es soweit: Die neue Berufsschule<br />

in <strong>Weilheim</strong>, <strong>das</strong> größte Bauprojekt,<br />

<strong>das</strong> der <strong>Weilheim</strong>-Schongauer<br />

Landkreis seit Jahrzehnten<br />

gestemmt hat, wird fertig sein.<br />

„In den Herbstferien, <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> Allerheiligen,<br />

ziehen wir <strong>um</strong>“, sagt<br />

Kreiskämmerer Norbert Merk, der<br />

schon jetzt lobende Worte von<br />

mehreren Seiten abbekommen<br />

hat. Der G<strong>r<strong>und</strong></strong>: Die ursprünglich<br />

auf 69,8 Millionen Euro veranschlagten<br />

Baukosten können bei<br />

tatsächlichen Baukosten von <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

72,5 Millionen Euro ziemlich genau<br />

eingehalten werden. „Unter<br />

Berücksichtigung der allgemeinen<br />

Baupreisentwicklung in den vergangenen<br />

Jahren sowie Coronabedingten<br />

Hürden könnte man<br />

trotz <strong>die</strong>ser Budgetsteigerung<br />

von drei Prozent durchaus von<br />

einer Punktlandung sprechen“,<br />

sagt Norbert Merk, der sich nicht<br />

nur mit Zahlen, sondern auch<br />

Geschichte gut auskennt. Er kann<br />

sich noch bestens daran erinnern,<br />

als <strong>das</strong> Thema „Modernisierung<br />

der Berufsschulen im Landkreis<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau“ erstmals<br />

diskutiert wurde. „Im Jahr 2006<br />

unter dem damaligen Landrat<br />

Luitpold Braun.“ Untersuchungen<br />

hatten gezeigt, <strong>das</strong>s insbesondere<br />

der Berufsschul-Standort in<br />

<strong>Weilheim</strong>, wo schwerpunktmäßig<br />

technisch-gewerbliche Ausbildungsberufe<br />

gelehrt werden,<br />

nicht mehr zeitgemäß ausgestattet<br />

ist. Der eigentliche Plan einige<br />

Jahre darauf, diskutiert <strong>um</strong> 2012:<br />

Den bereits bestehenden Standort<br />

an der Kerschensteinerstraße<br />

für 35 bis 40 Millionen Euro <strong>um</strong>bauen<br />

<strong>und</strong> erweitern, was jedoch<br />

deutlich höhere Unterhaltungskosten<br />

mittel- <strong>und</strong> langfristig bedeutet<br />

hätte. Insofern stellte <strong>die</strong><br />

Regierung von Oberbayern den<br />

Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

vor <strong>die</strong> Wahl: Den alten Standort<br />

auf Vordermann bringen? Oder<br />

eine komplett neue Berufsschule<br />

bauen? Politik <strong>und</strong> Verwaltung<br />

haben sich schließlich, <strong>um</strong> 2014,<br />

für letzteres entschieden. Mit tatkräftiger<br />

Unterstützung von <strong>Weilheim</strong>s<br />

Bürgermeister Markus Loth<br />

wurde in der Folge ein G<strong>r<strong>und</strong></strong>stück<br />

gesucht – <strong>und</strong> mit <strong>die</strong>ser freien<br />

Fläche nördlich des Narbonner<br />

Rings auch gef<strong>und</strong>en. Spatenstich<br />

des Großbauprojekts auf einer Gesamtg<strong>r<strong>und</strong></strong>stücksfläche<br />

von 27 856<br />

Quadratmetern, was einer Größe<br />

von <strong>r<strong>und</strong></strong> sieben Fußballfeldern<br />

entspricht: Donnerstag, 7. Juli<br />

2018, unter anderem mit Markus<br />

Söder als frischgebackenem Ministerpräsidenten.<br />

Theorie <strong>und</strong> Praxis<br />

vereint<br />

Gut drei Jahre später steht nun<br />

<strong>die</strong>ses imposante Gebäude in H-<br />

Form, <strong>das</strong> bewusst schlicht, aber<br />

praktikabel geplant <strong>und</strong> gebaut<br />

wurde. Beim R<strong>und</strong>gang stechen<br />

breite Gänge, hohe Decken <strong>und</strong><br />

z<strong>um</strong> Teil riesige Rä<strong>um</strong>e, ja sogar<br />

Hallen ins Auge. In Zahlen ausgedrückt:<br />

250 Rä<strong>um</strong>e, darunter<br />

14 klassische Klassenzimmer, 45<br />

Werkstätten <strong>und</strong> 27 sogenannte<br />

IFU’s. „Man müsste hier eigentlich<br />

vielmehr von einer Gewerbeanlage<br />

als von einer klassischen Berufsschule<br />

sprechen“, sagt Philipp<br />

Rehm, diplomierter Architekt im<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongauer Landratsamt,<br />

der <strong>das</strong> Großprojekt vom<br />

ersten Tag an begleitete, <strong>und</strong> an<br />

<strong>die</strong>sem Dienstagnachmittag durch<br />

den Bau führt, dabei immer wieder<br />

von <strong>die</strong>sen IFU’s schwärmt.<br />

Damit gemeint: „Integrierte<br />

Fachunterrichtsrä<strong>um</strong>e, in denen<br />

Theorie <strong>und</strong> Praxis gleichzeitig<br />

unterrichtet werden kann.“ Heißt:<br />

Während der Berufsschullehrer<br />

Zahlen <strong>und</strong> Erklärungstexte von<br />

Werkstoffen <strong>und</strong> Fertigungsverfahren<br />

via Beamer an eine weiße<br />

Wand projiziert, können <strong>die</strong> Schüler<br />

parallel dazu an Werkbank<br />

oder Maschine <strong>die</strong>ses Material<br />

auch gleich anfassen sowie manuell<br />

<strong>und</strong> maschinell verarbeiten.<br />

Apropos: Für <strong>die</strong> zukünftigen Kfz<strong>und</strong><br />

Landmaschinen-Mechaniker<br />

stehen mehrere Hallen mit vollversenkbaren<br />

Hebebühnen <strong>und</strong><br />

Montagegrube sowie einem Kfz-<br />

Prüfstand zur Verfügung – unter<br />

anderem mit bis zu fünf Meter hohen,<br />

hochfahrbaren Eingangstoren,<br />

durch <strong>die</strong> z<strong>um</strong> Teil monströse<br />

Maschinen wie Mähdrescher oder<br />

Bulldog samt Ladewagen direkt<br />

ins Berufsschul-Gebäude gefahren<br />

werden können. Auch genial:<br />

Ein eigener Werkhof auf der Nordseite<br />

des Zentralbaus, wo unter<br />

anderem jede Menge Rohmaterial<br />

für praktische Unterrichtsst<strong>und</strong>en<br />

der Azubis gelagert werden<br />

kann. Ziegelsteine, Zementsäcke,<br />

Holzbalken, Metallstangen, Bleche<br />

<strong>und</strong> Wasserleitungen sind nur<br />

wenige Beispiele. Wieder<strong>um</strong> im<br />

Hauptgebäude befinden sich jede<br />

Menge nigelnagelneue Maschinen<br />

sowie topausgestattete Arbeitsplatzeinrichtungen<br />

von namhaften<br />

Herstellern aus dem kompletten<br />

deutschsprachigen Ra<strong>um</strong>.<br />

Schweißgeräte mit Schutzkabinen<br />

<strong>und</strong> Abzugshauben.<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 45


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In H-Form: Diese Luftaufnahme zeigt eindrucksvoll <strong>die</strong> Dimension der neugebauten Berufsschule <strong>Weilheim</strong>.<br />

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sagt Philipp Rehm. Heißt: Lehrer<br />

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für Brotzeiten zur Verfügung, gelöst sein dürfte – 203 Stellplätze<br />

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www.zarges.de/ausbildung<br />

Großzügige wobei sich von dort viele Lehrer stehen auf der Ostseite des neuen<br />

Fragen beantworten wir dir gerne<br />

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<strong>und</strong> Schüler auch mit Essen <strong>und</strong> Gebäudes zur Verfügung. Angefahren<br />

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Der Zentralbau des H-förmigen<br />

Gebäudes besteht mit Keller, oder Imbissbuden versorgt haben. <strong>die</strong> südlich des Neubaus über den<br />

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46 | <strong>tassilo</strong>


Narbonner Ring erfolgt. Von dort<br />

führen auch Rad- <strong>und</strong> Fußwege<br />

aus allen Himmelsrichtungen zur<br />

Schule. Und auch Zug- <strong>und</strong> Busbahnhof<br />

sind bei 15 Fußminuten<br />

nicht allzu weit entfernt.<br />

Stärkung der<br />

regionalen Wirtschaft<br />

Die Lehrer <strong>und</strong> Berufsschüler, <strong>die</strong><br />

ab Montag, 8. November, als erste<br />

<strong>das</strong> neue Gebäude auf Herz <strong>und</strong><br />

Nieren testen, dürfen sich schon<br />

jetzt freuen auf wesentlich mehr<br />

Platz, mehr Maschinen <strong>und</strong> vor<br />

allen Dingen eine nigelnagelneue<br />

Ausstattung auf aktuellstem Stand<br />

der Technik. Mehr Fachbereiche<br />

<strong>und</strong> Ausbildungsberufe werden<br />

am neuen Standort – z<strong>um</strong>indest<br />

vorerst – jedoch nicht angeboten<br />

<strong>und</strong> unterrichtet: Es bleibt also<br />

bei den zwei allgemeinbildenden<br />

Unterrichtsfächern Deutsch<br />

<strong>und</strong> Sozialk<strong>und</strong>e sowie den sechs<br />

Fachbereichen Bau <strong>und</strong> Maurer,<br />

Metall- <strong>und</strong> Fertigungstechnik,<br />

Farbe <strong>und</strong> Gestalten, Kfz- <strong>und</strong><br />

Landmaschinen-Technik, Landwirtschaft<br />

<strong>und</strong> Gärtner sowie Zimmerer<br />

<strong>und</strong> Schreiner.<br />

Welche Bedeutung der Berufsschul-Neubau<br />

im Allgemeinen<br />

hat, „ist gar nicht hochgenug wertzuschätzen“,<br />

sagt Philipp Rehm.<br />

Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels<br />

sei eine topmoderne<br />

Berufsschule eine wesentliche<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>voraussetzung für einen<br />

starken, regionalen Wirtschaftsstandort.<br />

Und sicherlich auch ein<br />

Anreiz für zukünftige Schulabgänger,<br />

sich wieder verstärkt <strong>um</strong> einen<br />

handwerklich-technischen Ausbildungsplatz<br />

zu bemühen. Denn viel<br />

zu enge Rä<strong>um</strong>lichkeiten, veraltete<br />

Maschinen <strong>und</strong> Werkzeuge, <strong>die</strong><br />

z<strong>um</strong> Teil mehr abschreckend als<br />

einladend auf Schüler <strong>und</strong> Lehrer<br />

wirkten, gehören nun der Vergangenheit<br />

an. „Was sicherlich viele<br />

Vorteile haben wird“, sagt Kreiskämmerer<br />

Norbert Merk, der an<br />

<strong>die</strong>ser Stelle auch an <strong>die</strong> Suche<br />

nach neuen Lehrkräften denkt, im<br />

Zuge dessen <strong>die</strong> neue Berufsschule<br />

als „schlagkräftiges Arg<strong>um</strong>ent“<br />

für Personalgewinn bezeichnet.<br />

Letztlich profitieren von <strong>die</strong>ser<br />

neuen Berufsschule nicht nur Azubis,<br />

Lehrkräfte <strong>und</strong> Ausbildungsbetriebe,<br />

sondern eine ganze Region.<br />

Und <strong>die</strong> Stadt <strong>Weilheim</strong> kann<br />

zugleich stolz sein auf ein neues<br />

bauliches Wahrzeichen – <strong>die</strong> derzeit<br />

wohl modernste Berufsschule<br />

Bayerns.<br />

js<br />

Die finalen Arbeiten sind in vollem Gange — während den Herbstferien<br />

erfolgt dann der Umzug in den 72,5 Millionen Euro schweren Neubau.<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 47<br />

WIR BIETEN AUSBILDUNGS- UND<br />

STUDIENPLÄTZE WIR BIETEN AUSBILDUNGS- AN: UND<br />

STUDIENPLÄTZE WIR BIETEN AUSBILDUNGS- AN: UND<br />

STUDIENPLÄTZE AN:<br />

• Ausbildung z<strong>um</strong> Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)<br />

• Ausbildungsbeginn z<strong>um</strong> Verwaltungsfachangestellten 1. <strong>September</strong> 2022<br />

(m/w/d)<br />

Bewerbungsschluss: 12. <strong>Oktober</strong> <strong>2021</strong><br />

• Ausbildungsbeginn z<strong>um</strong> Verwaltungsfachangestellten 1. <strong>September</strong> 2022<br />

(m/w/d)<br />

Bewerbungsschluss: Ausbildungsbeginn 1. 12. <strong>September</strong> <strong>Oktober</strong> <strong>2021</strong> 2022<br />

• Ausbildung z<strong>um</strong> Verwaltungswirt (m/w/d)<br />

Bewerbungsschluss: 12. <strong>Oktober</strong> <strong>2021</strong><br />

• Ausbildungsbeginn z<strong>um</strong> Verwaltungswirt 1. <strong>September</strong> 2022 (m/w/d)<br />

(Erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren des<br />

• Ausbildungsbeginn z<strong>um</strong> Verwaltungswirt 1. <strong>September</strong> 2022 (m/w/d)<br />

Landespersonalausschusses<br />

(Erfolgreiche<br />

erforderlich)<br />

Ausbildungsbeginn Teilnahme 1. <strong>September</strong> am Auswahlverfahren 2022 des<br />

Bewerbungsschluss:<br />

Landespersonalausschusses<br />

12. <strong>September</strong><br />

erforderlich)<br />

<strong>2021</strong><br />

(Erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren des<br />

Bewerbungsschluss: Landespersonalausschusses 12. <strong>September</strong> erforderlich) <strong>2021</strong><br />

• Duales Studi<strong>um</strong> z<strong>um</strong> Diplom-Verwaltungswirt (FH) (m/w/d)<br />

Bewerbungsschluss: 12. <strong>September</strong> <strong>2021</strong><br />

• Stu<strong>die</strong>nbeginn Duales Studi<strong>um</strong> 1. <strong>Oktober</strong> z<strong>um</strong> Diplom-Verwaltungswirt 2022<br />

(FH) (m/w/d)<br />

(Erfolgreiche<br />

Stu<strong>die</strong>nbeginn<br />

Teilnahme<br />

1. <strong>Oktober</strong><br />

am<br />

2022<br />

Auswahlverfahren des<br />

• Duales Studi<strong>um</strong> z<strong>um</strong> Diplom-Verwaltungswirt (FH) (m/w/d)<br />

Landespersonalausschusses<br />

(Erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren<br />

erforderlich)<br />

Stu<strong>die</strong>nbeginn 1. <strong>Oktober</strong> 2022<br />

des<br />

Bewerbungsschluss:<br />

Landespersonalausschusses<br />

12. Dezember<br />

erforderlich)<br />

<strong>2021</strong><br />

(Erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren des<br />

Bewerbungsschluss: Landespersonalausschusses 12. Dezember erforderlich) <strong>2021</strong><br />

Bewerbungsschluss: 12. Dezember <strong>2021</strong><br />

WARUM ZU UNS?<br />

WARUM ZU UNS?<br />

WARUM ZU UNS?<br />

Wir legen hohen Wert auf eine qualitätvolle Ausbildung. Sie lernen daher<br />

<strong>die</strong><br />

Wir<br />

verschiedensten<br />

legen hohen Wert<br />

Fachbereiche<br />

auf eine qualitätvolle<br />

<strong>und</strong> Teams<br />

Ausbildung.<br />

des Landratsamtes<br />

Sie lernen<br />

kennen.<br />

daher<br />

Dort<br />

<strong>die</strong><br />

werden Sie jeweils von einem/einer kompetenten Ausbilder/in<br />

Wir verschiedensten legen hohen Wert Fachbereiche auf eine qualitätvolle <strong>und</strong> Teams Ausbildung. des Landratsamtes Sie lernen kennen. daher<br />

Dort<br />

betreut.<br />

<strong>die</strong> verschiedensten werden Sie jeweils Fachbereiche von einem/einer <strong>und</strong> Teams kompetenten des Landratsamtes Ausbilder/in kennen.<br />

betreut.<br />

Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung übernehmen wir alle unsere<br />

Dort werden Sie jeweils von einem/einer kompetenten Ausbilder/in<br />

Nach<br />

Nachwuchskräfte<br />

erfolgreich absolvierter<br />

<strong>und</strong> bieten Fort-<br />

Ausbildung<br />

<strong>und</strong> Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

übernehmen wir alle unsere<br />

an.<br />

betreut.<br />

Wir<br />

Nachwuchskräfte<br />

gewähren einen<br />

<strong>und</strong><br />

Fahrkostenzuschuss<br />

bieten Fort- <strong>und</strong> Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

für den ÖPNV bzw. bei Vorliegen<br />

erfolgreich absolvierter Ausbildung übernehmen wir alle unsere an.<br />

der<br />

Wir<br />

persönlichen<br />

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Voraussetzungen<br />

Fahrkostenzuschuss<br />

einen Fahrtkostenzuschuss<br />

für den ÖPNV bzw. bei<br />

für<br />

Vorliegen<br />

den<br />

Nachwuchskräfte <strong>und</strong> bieten Fort- <strong>und</strong> Weiterbildungsmöglichkeiten an.<br />

PKW<br />

der persönlichen<br />

<strong>und</strong> bieten verschiedene<br />

Voraussetzungen<br />

Angebote<br />

einen<br />

zur<br />

Fahrtkostenzuschuss<br />

Ges<strong>und</strong>heitsförderung.<br />

Wir gewähren einen Fahrkostenzuschuss für den ÖPNV bzw. bei für Vorliegen den<br />

der PKW persönlichen <strong>und</strong> bieten verschiedene Voraussetzungen Angebote einen zur Fahrtkostenzuschuss Ges<strong>und</strong>heitsförderung. für den<br />

PKW <strong>und</strong> bieten verschiedene Angebote zur Ges<strong>und</strong>heitsförderung.<br />

BEWERBEN SIE SICH JETZT<br />

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online unter www.LK-starnberg.de/stellenausschreibungen<br />

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Weitere Informationen erhalten<br />

Sie unter:<br />

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www.LK-starnberg.de/ausbildung<br />

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Ansprechpartnerinnen (08151 148 - )<br />

Kerstin Lehmeier (-506)<br />

Ansprechpartnerinnen (08151 148 - )<br />

Johanna Brauer (-234)<br />

Kerstin Lehmeier (-506)<br />

Ansprechpartnerinnen (08151 148 - )<br />

Johanna Brauer (-234)<br />

ausbildung@LRA-starnberg.de<br />

Kerstin Lehmeier (-506)<br />

Johanna Brauer (-234)<br />

ausbildung@LRA-starnberg.de<br />

Landratsamt Starnberg<br />

Strandbadstr. ausbildung@LRA-starnberg.de<br />

2<br />

Landratsamt Starnberg<br />

82319 Starnberg<br />

Strandbadstr. 2<br />

Landratsamt Starnberg<br />

82319 Starnberg<br />

Strandbadstr. 2<br />

82319 Starnberg


„Jugend Motivator“ unterstützt künftige Schulabgänger<br />

Senioren<br />

brauchen Profis!<br />

Ausbildung in der Altenpflege<br />

Z<strong>um</strong> Ausbildungsstart im <strong>September</strong><br />

bieten wir Plätze für <strong>die</strong> Ausbildung<br />

zur Pflegefachfrau / z<strong>um</strong> Pflegefachmann<br />

(m/w/divers).<br />

Du hast Freude an der Arbeit mit älteren<br />

Menschen <strong>und</strong> suchst einen abwechslungsreichen<br />

<strong>und</strong> zukunftssicheren Ausbildungsberuf?<br />

Dann freuen wir uns<br />

auf Deine Bewerbung!<br />

Ök<strong>um</strong>enische Sozialstation Oberland gGmbH<br />

Hauptstraße 77 · 82380 Peißenberg<br />

Telefon: 08803 6333-0 · Telefax: 08803 6333-133<br />

info@sozialstation-oberland.de<br />

www.sozialstation-oberland.de<br />

Mit professioneller Hilfe<br />

z<strong>um</strong> Tra<strong>um</strong>job<br />

Tutzing | Mittlere Reife oder Abitur?<br />

Ausbildung, Studi<strong>um</strong>, Berufsfachschule,<br />

Duales Studi<strong>um</strong><br />

oder Fachoberschule? Erst Ausbildung,<br />

dann Berufsoberschule?<br />

Ein Auslandsjahr? Büro oder<br />

Baustelle? Bäcker oder Software-<br />

Programmierer? Altenpflegerin<br />

oder Chemielaborantin? Lieber im<br />

internationalen Großkonzern oder<br />

familiär geführten Fünf-Mann-Betrieb?<br />

Draußen oder drinnen? Sitzend<br />

oder stehend? Mit Menschen?<br />

An Menschen? Für sich allein? In<br />

der Region oder fernab der Heimat?<br />

Mehr Gehalt oder Freizeit?<br />

Die geradlinigen Zeiten, in denen<br />

schon Opa <strong>und</strong> Papa Lehrer geworden<br />

sind, Sohn <strong>und</strong> Tochter, weil<br />

„in <strong>die</strong> Wiege gelegt“, es infolgedessen<br />

auch werden, sind längst<br />

vorbei. Im globalisierten <strong>und</strong> digitalisierten<br />

Zeitalter sind <strong>die</strong> beruflichen<br />

Möglichkeiten für zukünftige<br />

Schulabgänger grenzenlos. Der<br />

Vorteil darin: Die Chance, seinen<br />

absoluten Tra<strong>um</strong>beruf zu finden,<br />

ist deutlich höher als früher. Der<br />

Nachteil darin: Den Tra<strong>um</strong>beruf<br />

auf G<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>die</strong>ses immensen Überangebots<br />

an Schulen, Stu<strong>die</strong>ngängen,<br />

Branchen <strong>und</strong> Jobs auch<br />

tatsächlich zu finden. Die allermeisten<br />

Jugendlichen verzweifeln<br />

nämlich an <strong>die</strong>ser Vielfalt, können<br />

sich nicht entscheiden zwischen<br />

Lehrstelle A, B, C, D oder doch E,<br />

<strong>und</strong> stehen infolgedessen vor einem<br />

riesigen Entscheidungsberg –<br />

der meist so hoch ist, <strong>das</strong>s <strong>die</strong><br />

Jungs <strong>und</strong> Mädels in Lethargie verfallen,<br />

plötzlich keinen „Bock“ auf<br />

gar nichts mehr haben <strong>und</strong> ihrem<br />

möglichen Tra<strong>um</strong>beruf auf einmal<br />

entfernter sind denn je. An <strong>die</strong>ser<br />

Stelle kommt Simone Reimers-de<br />

Heer ins Spiel. Die aus Holland<br />

stammende 52-Jährige lebt seit<br />

mehr als 20 Jahren in Tutzing am<br />

Starnberger See, arbeitete aber<br />

auch schon für längere Zeit in den<br />

Vereinigten Staaten, in Italien,<br />

ihrer niederländischen Heimat<br />

sowie in der Schweiz. Unter anderem<br />

als Leiterin eines Vertriebs<strong>und</strong><br />

Marketing-Teams in einem<br />

internationalen Software-Konzern.<br />

Mit <strong>die</strong>ser geballten, internationalen<br />

Erfahrung in Coaching,<br />

Management <strong>und</strong> Personal-Re-<br />

cruiting machte sie sich schließ-<br />

lich mit „Partner Career“ selbstständig<br />

– sie verhilft neu in <strong>die</strong><br />

Region gekommenen (Ehe-)<br />

Partnern <strong>und</strong> Kindern von<br />

Geschäftsleuten,<br />

sowohl<br />

beruflich <strong>und</strong> schulisch als<br />

auch kulturell Fuß<br />

zu fassen. Am<br />

meisten Freude<br />

im Rahmen<br />

<strong>die</strong>ser<br />

Tätigkeit hat <strong>und</strong><br />

hatte Simone Reimers-de<br />

Heer, selbst<br />

Mutter zweier Jugendlicher<br />

sowie Stiefmutter<br />

eines jungen Erwachsenen,<br />

immer mit<br />

den Kindern <strong>und</strong><br />

Jugendlichen.<br />

Ihre Intension deshalb:<br />

Junge Menschen<br />

auf den für sie<br />

richtigen, beruflichen Weg zu bringen.<br />

„Sie zu motivieren <strong>und</strong> ihnen<br />

Struktur zu verleihen in einer immer<br />

unübersichtlicheren, komplexeren<br />

Berufswelt.“ Dafür gründete<br />

<strong>die</strong> stu<strong>die</strong>rte Betriebswirtschafterin<br />

(Elite-Universität in Nijenrode,<br />

Niederlande) <strong>und</strong> Personalökonomin<br />

(St. Gallen, Schweiz) vor gut<br />

einem Jahr <strong>die</strong> Agentur „Jugend<br />

Motivator“.<br />

Auch mal streng sein<br />

Auch deshalb, „weil Informationsangebote<br />

über Ausbildungsberufe<br />

<strong>und</strong> Stu<strong>die</strong>ngänge an Schulen,<br />

über Bildungsplattformen <strong>und</strong><br />

online zwar reichlich vorhanden,<br />

jedoch für meinen Geschmack<br />

48 | <strong>tassilo</strong>


Simone Reimers-de Heer verhilft überforderten<br />

Jugendlichen z<strong>um</strong> Tra<strong>um</strong>job.<br />

viel zu allgemeingehalten<br />

sind, <strong>um</strong> letztlich für den<br />

jeweils einzelnen den richtigen<br />

Beruf zu finden“. Erster<br />

Ansprechpartner der Schulabgänger<br />

von Morgen sind<br />

bei der Suche nach einem<br />

Ausbildungs- oder Stu<strong>die</strong>nplatz<br />

in den allermeisten<br />

Fällen jedoch <strong>die</strong> Eltern –<br />

ausgerechnet <strong>die</strong> mit dem<br />

beschränkten Blick? „Gestaltet<br />

sich meistens als äußerst<br />

schwierig“, sagt Reimers-de<br />

Heer, <strong>die</strong> auch aus eigener<br />

Erfahrung ganz genau<br />

weiß, wie wenig Anklang<br />

all <strong>die</strong> „gutgemeinten“ Ratschläge<br />

von Eltern, sofern<br />

sie überhaupt als sinnvoll<br />

erscheinen, ankommen bei<br />

hochpubertierenden Jugendlichen.<br />

„Nämlich wenig bis<br />

gar nicht.“ Abgesehen davon<br />

sind aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> des Überangebots<br />

an beruflichen Möglichkeiten<br />

nicht nur <strong>die</strong> Jugendlichen<br />

selbst, sondern auch deren Eltern<br />

heillos überfordert. Insofern<br />

macht eine professionelle Begleitung<br />

der Jugendlichen, wie Simone<br />

Reimers-de Heer sie künftigen<br />

Schulabgängern aus Tutzing <strong>und</strong><br />

Umgebung anbietet, durchaus<br />

Sinn. Beginnend mit einem einstündigen<br />

Einzelgespräch. „Das<br />

meistens bei mir in der Agentur in<br />

Tutzing in einem Besprechungsra<strong>um</strong><br />

stattfindet.“ Ein Ort, wo<br />

weder Fre<strong>und</strong>e noch Bekannte<br />

noch Eltern Einfluss nehmen<br />

können auf <strong>das</strong> wahre Vorhaben<br />

eines jungen Menschen. Wo auf<br />

ein großes Flip-Chart Stichpunkte<br />

geschrieben werden. Wer bin ich?<br />

Was kann ich bereits? Wo möchte<br />

ich hin? Geredet wird natürlich<br />

auch über Wünsche <strong>und</strong> Trä<strong>um</strong>e<br />

der Jugendlichen. Vor allem aber<br />

über realitätsnahe berufliche <strong>und</strong><br />

schulische Möglichkeiten, <strong>die</strong> dem<br />

Alter, Können <strong>und</strong> den Vorstellungen<br />

des jeweiligen Jugendlichen<br />

entsprechen. „Demnach ganz unterschiedlich<br />

verläuft <strong>die</strong> Begleitung<br />

meiner jüngsten Klienten“,<br />

sagt Simone Reimers-de Heer,<br />

<strong>die</strong> immer wieder von „maßgeschneidert“<br />

<strong>und</strong> „total individuell“<br />

spricht. Letztlich erstellt sie<br />

mit den Jugendlichen gemeinsam<br />

einen stichhaltigen, realitätsnahen<br />

<strong>und</strong> handfesten Plan, <strong>um</strong> den<br />

idealen Ausbildungs-Beruf oder<br />

Stu<strong>die</strong>nplatz ausfindig zu machen.<br />

Das beginnt bei Anrufen in Firmen<br />

für Schnupperpraktika, geht weiter<br />

über realitätsgetreue Trainings<br />

von Bewerbungsgesprächen, <strong>und</strong><br />

endet mit dem Absenden einer<br />

vollständigen, inhaltlich einwandfreien<br />

Bewerbung.<br />

Damit Fristen eingehalten <strong>und</strong><br />

Ziele strikt verfolgt werden, muss<br />

Reimers-de Heer auch mal streng<br />

sein mit den „Null Bock auf gar<br />

nichts“-Jugendlichen. „Das gehört<br />

natürlich auch dazu“, sagt<br />

<strong>die</strong> Expertin, <strong>die</strong> den jungen Männern<br />

<strong>und</strong> Frauen bewusst nichts<br />

schönredet, den Ernst des Lebens<br />

immer wieder vor Augen führt<br />

<strong>und</strong> klar macht, <strong>das</strong>s es in allen<br />

Berufen auch schwierige Phasen<br />

zu durchleben gibt. Doch genau<br />

dann, in Zeiten, in denen<br />

es weniger gut läuft, ist eine<br />

klare Haltung <strong>und</strong> Struktur<br />

sowie ein hohes Maß an<br />

Eigenmotivation besonders<br />

wichtig – drei Attribute, <strong>die</strong><br />

Simone Reimers-de Heer<br />

den Jugendlichen mit auf<br />

den Weg gibt.<br />

Eltern sind<br />

begeistert<br />

Das einstündige Erstgespräch<br />

bei Simone Reimers-de Heer<br />

kostet den Jugendlichen, beziehungsweise<br />

deren Eltern,<br />

49 Euro, jede weitere St<strong>und</strong>e<br />

75 Euro. Trotzdem nutzen<br />

<strong>die</strong>ses Angebot bei weitem<br />

nicht nur Jugendliche aus<br />

wohlhabenden Familien.<br />

Auch Eltern aus einfach bürgerlichen<br />

Häusern setzen mit<br />

Begeisterung immer häufiger<br />

auf <strong>das</strong> professionelle Angebot von<br />

Simone Reimers-de Heer, weil sie<br />

merken, <strong>das</strong>s sie auf eigene Faust<br />

nicht <strong>das</strong> Richtige für ihr Kind herausholen<br />

können, <strong>die</strong> international<br />

erfahrene Managerin <strong>und</strong><br />

Mutter jedoch sehr wohl. Auch<br />

<strong>die</strong> Resonanzen bisheriger Klienten<br />

von „Jugend Motivator“ sind<br />

durchwegs positiv. Insbesondere<br />

<strong>die</strong> Eltern der Jugendlichen geben<br />

Simone Reimers-de Heer immer<br />

wieder positives Feedback, wenn<br />

<strong>die</strong>se „Null-Bock-auf-gar-nichts-<br />

Einstellung“ <strong>um</strong>schlägt in Euphorie<br />

<strong>und</strong> Tatendrang, <strong>und</strong> <strong>die</strong>ses lethargische<br />

„Abhängen“ im Zimmer<br />

plötzlich wie verflogen ist. Weil <strong>die</strong><br />

Jugendlichen dank professioneller<br />

Hilfe endlich wissen, wie sie zu<br />

ihrem Tra<strong>um</strong>job finden? „Weil sie<br />

von mir einen klaren, durchstrukturierten,<br />

bis ins Detail ausgereiften<br />

Plan an <strong>die</strong> Hand bekommen,<br />

mit dem sie etwas Vernünftiges<br />

anfangen können.“ Und so trotz<br />

Überangebot an Ausbildungsplätzen<br />

<strong>und</strong> Stu<strong>die</strong>ngängen den für sie<br />

passenden Weg finden.<br />

js<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 49<br />

Wir suchen Auszubildende für 2022!<br />

Die Weckerle GmbH ist ein erfolgreich agierendes <strong>und</strong><br />

expan<strong>die</strong>rendes Familienunternehmen mit Sitz in <strong>Weilheim</strong><br />

<strong>und</strong> gehört zur Weckerle Companies Gruppe mit weiteren<br />

Standorten in Peißenberg, Obersöchering, Eislingen, der<br />

Schweiz, Frankreich, Italien, Russland, Brasilien, China,<br />

In<strong>die</strong>n <strong>und</strong> den USA. Mit den Geschäftsbereichen Machines<br />

<strong>und</strong> Cosmetics ist <strong>das</strong> Unternehmen führend in der<br />

Herstellung innovativer <strong>und</strong> hochspezialisierter Abfüllanlagen<br />

für <strong>die</strong> Kosmetik-, Pharma- <strong>und</strong> Lebensmittelindustrie<br />

<strong>und</strong> übernimmt <strong>die</strong> k<strong>und</strong>enspezifische Entwicklung <strong>und</strong><br />

Produktion von dekorativen Kosmetikprodukten im Auftrag<br />

namhafter Kosmetikkonzerne.<br />

Wir suchen z<strong>um</strong> 1. <strong>September</strong> 2022 engagierte <strong>und</strong> motivierte<br />

Auszubildende (m/w/d)<br />

Industriekaufmann<br />

(mindestens Mittlere Reife)<br />

Mechatroniker<br />

(mindestens Mittlere Reife)<br />

Industriemechaniker<br />

(mindestens Qualifizierender Hauptschulabschluss)<br />

Technischer Produktdesigner<br />

(mindestens Mittlere Reife)<br />

Wir bieten Ihnen<br />

• Eine zeitgemäße Ausbildung mit modernen Fertigungs- <strong>und</strong><br />

Informationstechnologien<br />

• Gute Entwicklungsmöglichkeiten in einem dynamischen <strong>und</strong><br />

wachsenden Unternehmen<br />

• Gute Übernahmechancen nach erfolgreicher Ausbildung<br />

• Die Möglichkeit zur Absolvierung eines Trainee-Programms<br />

an einem ausländischen Standort nach der Ausbildung<br />

Haben wir Sie neugierig gemacht?<br />

Dann bewerben Sie sich über unser Jobportal bis<br />

30. <strong>September</strong> <strong>2021</strong> unter www.weckerle.com<br />

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:<br />

Frau Marie-Claude Sisto<br />

+ 49 881 - 92 93 1154


Die Hauswirtschaftsschule<br />

Was fürs Leben<br />

<strong>Weilheim</strong> | Mittwochvormittag an<br />

der Kr<strong>um</strong>pperstraße in <strong>Weilheim</strong>:<br />

Zwölf junge Frauen sitzen in weißer<br />

Hose, weißem T-Shirt, weißer<br />

Haube <strong>und</strong> bordeauxfarbiger<br />

Schürze vor Dekor-Arbeitsplatten,<br />

blicken konzentriert auf <strong>die</strong> an<br />

eine Wand projizierte Lehrfolie<br />

<strong>und</strong> lauschen aufmerksam den<br />

Worten von Melanie Holzmann.<br />

„Erst Vorbesprechung, dann Kochen“,<br />

sagt <strong>die</strong> praktische Hauswirtschaftslehrerin<br />

auf <strong>die</strong> Frage,<br />

war<strong>um</strong> noch kein Ofen vorgeheizt,<br />

kein Gemüse geschnitten ist.<br />

Das Thema <strong>die</strong>smal: Heimischer<br />

Fisch. Genaugenommen gibt’s<br />

panierten Waller <strong>und</strong> gebratenen<br />

Saibling, serviert mit frischem<br />

Gemüse, Kartoffelvariationen,<br />

Dips <strong>und</strong> einer sündhaft-leckeren<br />

Nachspeise. Drei Rä<strong>um</strong>e weiter<br />

befindet sich der zweite Teil der<br />

amtierenden Hauswirtschaftsklasse,<br />

<strong>die</strong> sich im Gebäude der<br />

<strong>Weilheim</strong>er Landwirtschaftsschule<br />

befindet. Die Frauen dort tragen<br />

weder Hauben auf dem Kopf<br />

noch weiße Einheitskleidung, sind<br />

dafür noch konzentrierter bei der<br />

Sache. Einerseits, <strong>um</strong> sich nicht<br />

zu verletzen. Andererseits, damit<br />

jeder Stich sitzt. Es wird genäht.<br />

Maschinell. Kissenbezüge sollen<br />

es werden.<br />

Der Lerneffekt an <strong>die</strong>sem Tag ist<br />

sowohl für <strong>die</strong> Frauen in der der<br />

Küche als auch für <strong>die</strong> im Nähzimmer<br />

hoch. „Weil wir für unsere<br />

praktischen Unterrichtsst<strong>und</strong>en<br />

<strong>die</strong> Klasse immer aufteilen, so<br />

jeder Schülerin einen eigenen<br />

Arbeitsplatz zur Verfügung stellen<br />

können“, sagt Veronika Ostermeier,<br />

<strong>die</strong> <strong>das</strong> Sachgebiet Hauswirtschaft<br />

unter dem Dach der <strong>Weilheim</strong>er<br />

Landwirtschaftsschule<br />

leitet. In Zahlen ausgedrückt: 13<br />

Küchen, 13 Nähmaschinen <strong>und</strong> 13<br />

Waschplätze in jeweils eigenen,<br />

großzügigen Rä<strong>um</strong>lichkeiten.<br />

Darüber hinaus bietet <strong>das</strong> Haus<br />

weitere, technisch hochwertige<br />

Ausstattungen für f<strong>und</strong>ierten Unterricht<br />

in Theorie <strong>und</strong> Praxis an.<br />

Z<strong>um</strong> Beispiel hochauflösende,<br />

schwenkbare Kameras, tonstarke<br />

Mikrofone, leistungsstarke Beamer<br />

sowie einen interaktiven,<br />

schultafelgroßen Touchscreen.<br />

Einzig der gemütliche Speisesaal<br />

mit Echtholz-Möbeln hebt sich<br />

von der Hightech-Ausstattung in<br />

den anderen Rä<strong>um</strong>en ab, lädt<br />

dafür <strong>um</strong>so herzlicher zur geselligen<br />

Verkostung selbstgemachter<br />

Gerichte ein. „Was aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> Corona<br />

in den vergangenen Wochen<br />

<strong>und</strong> Monaten leider viel zu selten<br />

stattgef<strong>und</strong>en, <strong>und</strong> vor <strong>r<strong>und</strong></strong> drei<br />

Jahren ohnehin noch ganz anders<br />

ausgesehen hat“, sagt Veronika<br />

Ostermeier in Anspielung auf<br />

eine <strong>um</strong>fangreiche Sanierung der<br />

<strong>Weilheim</strong>er Hauswirtschaftsschule,<br />

<strong>die</strong> vor <strong>r<strong>und</strong></strong> drei Jahren für 1<br />

Million Euro (!) auf Vordermann<br />

gebracht wurde.<br />

Kochunterricht: Jede Schülerin hat<br />

eine eigene Küche zur Verfügung.<br />

Gegründet wurde <strong>die</strong> Hauswirtschaftsschule<br />

in <strong>Weilheim</strong> bereits<br />

im Jahre 1935 mit dem Ziel, insbesondere<br />

Frauen in essentiellen<br />

Haushaltsaufgaben wie Kochen,<br />

Waschen, Putzen, Nähen <strong>und</strong> Bügeln<br />

professionell auszubilden.<br />

Absolventinnen mit<br />

bäuerlichem Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Damals noch mit zwei Klassen<br />

in Vollzeit. Seit 1997 mit einer<br />

Klasse in Teilzeit. Bewerbungsvoraussetzung:<br />

Eine vollständig<br />

abgeschlossene Berufsausbildung<br />

fernab eines hauswirtschaftlichen<br />

Bereichs. Die derzeit 24 Frauen,<br />

<strong>die</strong> <strong>die</strong>se Spezialschule über ins-<br />

Veronika Ostermeier (re.) <strong>und</strong> Inge Dürrenberger im Kräutergarten.<br />

50 | <strong>tassilo</strong>


gesamt 17 Monate an ein bis zwei<br />

Tagen <strong>die</strong> Woche besuchen, leben<br />

<strong>und</strong> arbeiten überwiegend auf einem<br />

landwirtschaftlichen Betrieb.<br />

„Oft sind es in einen Hof eingeheiratete<br />

Frauen, <strong>die</strong> zuvor in einem<br />

ganz anderen Berufsfeld wie<br />

Bank, Versicherungen oder Medizin<br />

gearbeitet haben“, sagt Veronika<br />

Ostermeier, <strong>die</strong> neben ihrer<br />

leitenden Tätigkeit auch Theorie<br />

unterrichtet. Die Fächer: Familie<br />

<strong>und</strong> Betreuung, Haushalts- <strong>und</strong><br />

Finanzmanagement, Ernährung<br />

<strong>und</strong> Lebensmittel, Berufs- <strong>und</strong><br />

Arbeitspädagogik, Landwirtschaft<br />

<strong>und</strong> Erwerbskombination sowie<br />

Projektmanagement <strong>und</strong> Kommunikation.<br />

Die praktischen Fächer,<br />

in denen nicht nur gekocht <strong>und</strong><br />

genäht wird: Haus- <strong>und</strong> Textilpraxis,<br />

Küchenpraxis sowie Garten<br />

<strong>und</strong> Natur. Für letzteres steht den<br />

Absolventinnen ein w<strong>und</strong>erschöner<br />

Garten südlich des Schulgebäudes<br />

zur Verfügung. Salate,<br />

Kräuter, Gemüse, Bl<strong>um</strong>en <strong>und</strong><br />

Pflanzen aller Art werden dort<br />

angebaut. Es gibt auch Obstbä<strong>um</strong>e,<br />

Insektenhotels <strong>und</strong> einen Bienenstock.<br />

„Ein Vorzeigebeispiel<br />

für Biodiversität“, sagt Veronika<br />

Ostermeier sichtlich mit Stolz<br />

über einen Außenbereich, der<br />

sogar als Lehrgarten im Netzwerk<br />

„Gartenwinkel Pfaffenwinkel“ gefragt<br />

ist. Darüber hinaus finden<br />

regelmäßige Lehrfahrten wie <strong>die</strong><br />

Besichtigung von Betrieben statt.<br />

Und ab <strong>September</strong> 2022 komplett<br />

neu: Wahlpflichtmodule zu Themen<br />

wie „Me<strong>die</strong>nkompetenz <strong>und</strong><br />

Öffentlichkeitsarbeit“ oder „Unterstützung<br />

im Alltag“.<br />

Mehr Anfragen<br />

als freie Plätze<br />

War<strong>um</strong> <strong>die</strong> <strong>Weilheim</strong>er Hauswirtschaftsschule<br />

trotz überragender<br />

Ausstattung, engagierten<br />

Lehrkräften <strong>und</strong> meist mehr als<br />

40 Bewerberinnen pro Jahr auch<br />

im <strong>September</strong> 2022 nur 24 Absolventinnen<br />

aus den Landkreisen<br />

An <strong>die</strong>sem Mittwochvormittag wurden Kissenbezüge genäht.<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau, Starnberg,<br />

Garmisch-Partenkirchen sowie<br />

(vereinzelt) Landsberg am Lech<br />

<strong>und</strong> Bad Tölz-Wolfratshausen aufnehmen<br />

werden? „Weil wir für<br />

eine zweite Klasse mehr Personal<br />

bräuchten, <strong>und</strong> den praktischen<br />

Unterricht nicht mehr so effektiv<br />

gestalten könnten“, sagt Veronika<br />

Ostermaier, <strong>die</strong> sich g<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich<br />

sehr wohl wünschen würde,<br />

<strong>das</strong>s sich generell wieder mehr<br />

junge Menschen für <strong>die</strong> wirklich<br />

wichtigen Dinge des Lebens interessieren.<br />

Schließlich sind Haushaltsaufgaben,<br />

allen voran <strong>die</strong> Zubereitung<br />

einer ausgewogenen,<br />

ges<strong>und</strong>en Ernährung, <strong>das</strong> A <strong>und</strong> O<br />

für jeden Einzelnen – allen voran<br />

für Familien, aber auch Berufstätige,<br />

<strong>die</strong> nicht in einem Großkonzern<br />

mit betriebseigener Kantine<br />

arbeiten, häufig Fertiggerichte<br />

aus Supermärkten oder Fastfood<br />

kaufen. Doch in Zeiten der Emanzipation,<br />

in Zeiten der Globalisierung<br />

<strong>und</strong> Digitalisierung <strong>und</strong> in<br />

Zeiten des Höher, Schneller, Weiter<br />

haben immer mehr Menschen<br />

weniger Zeit <strong>und</strong> Muße, sich <strong>um</strong><br />

eine vernünftige Ernährung zu<br />

kümmern. Darüber hinaus leiden<br />

Hauswirtschaftsschulen im Allgemeinen<br />

an einem Imageproblem.<br />

Die „Frau hinterm Herd“ ist<br />

out, was jedoch <strong>die</strong> große Gefahr<br />

birgt, <strong>das</strong>s <strong>die</strong> allseits geschätzten<br />

Kochkünste von Mama <strong>und</strong> Oma<br />

vom Aussterben bedroht sind, da<br />

<strong>die</strong> jüngere Generation deren Rezepte<br />

weder <strong>um</strong>setzten kann noch<br />

will. Umso wertvoller, <strong>das</strong>s an der<br />

Hauswirtschaftsschule <strong>Weilheim</strong><br />

wenigstens 24 engagierte Frauen<br />

alle eineinhalb Jahre mit einer<br />

f<strong>und</strong>ierten Ausbildung in <strong>die</strong><br />

Haushalte der Region entlassen<br />

werden. Gefragt sind <strong>die</strong> „Fachkräfte<br />

für Ernährung <strong>und</strong> Haushaltsführung“<br />

jedoch nicht nur<br />

auf landwirtschaftlichen Betrieben.<br />

Sie können mit dem Gelernten<br />

auch in Senioren- <strong>und</strong> Pflegeheimen,<br />

Kindertagesstätten,<br />

Bildungseinrichtungen, aber auch<br />

für Caterer sowie als Betriebsoder<br />

Dorfhelferinnen <strong>und</strong> in vielen<br />

anderen Bereichen arbeiten. Denn<br />

gekocht, genäht, gewaschen <strong>und</strong><br />

gebügelt wird überall.<br />

js<br />

> > > ANMELDUNG HAUSWIRTSCHAFTSSCHULE<br />

Wer sich für eine kostenlose Teilzeit-Ausbildung zur Fachkraft<br />

für Ernährung <strong>und</strong> Haushaltsführung ab <strong>September</strong> 2022 interessiert,<br />

kann sich bis Mai 2022 unter www.aelf-wm.bayern.de/<br />

bildung/hauswirtschaft näher informieren <strong>und</strong> anmelden.<br />

Durchstarter<br />

Du wünschst Dir<br />

eine abwechslungsreiche<br />

Ausbildung?<br />

Dann sollten wir uns kennenlernen.<br />

Wir freuen uns auf Dich.<br />

Berufliche Fortbildungszentren<br />

der Bayerischen Wirtschaft<br />

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Du weißt noch nicht, welche Ausbildung<br />

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september / oktober <strong>2021</strong> | 51


SEPTEMBER/


Veranstaltungskalender<br />

1. <strong>September</strong> bis 31. <strong>Oktober</strong> <strong>2021</strong><br />

Stand 12.08.<strong>2021</strong> – kurzfristige Absagen, Änderungen <strong>und</strong> Einschränkungen aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> der Corona-Pandemie sind möglich!<br />

MI 01.09.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Viktualienmarkt in der<br />

Von-Eichendorff-Straße 1,<br />

jeden Mittwoch<br />

STARNBERG<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Im Schein der<br />

Sterne“ Geschichten vom Nachthimmel<br />

im Muse<strong>um</strong>. Anmeldung<br />

unter 08151 / 4477570. Bis 9.1.22<br />

PENZBERG<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

Ausstellung „Rings<strong>um</strong> Schönheit –<br />

Campendonk, <strong>die</strong> Expressionisten<br />

<strong>und</strong> <strong>das</strong> Kunsthandwerk“ im<br />

Muse<strong>um</strong>. Bis 1.11.<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt in der Fußgängerzone,<br />

jeden Mittwoch<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Punkt, Linie, Fläche.<br />

Die Kinderzeichnung <strong>und</strong> der<br />

Expressionismus“ im Schloßmuse<strong>um</strong>.<br />

Eintritt: 6 €, bis 7.11.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Es kommen kalte<br />

Zeiten. Murnau von 1919 bis 1950.“<br />

im Schloßmuse<strong>um</strong>. Eintritt: 6 €,<br />

weitere Infos unter www.schlossmuse<strong>um</strong>-murnau.de,<br />

bis 21.11.<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

OKTOBER <strong>2021</strong><br />

Offene Werkstatt / Bastelclub im<br />

Erlhaus. Eintritt frei, Infos <strong>und</strong><br />

Anmeldung unter www.erlhaus.de<br />

oder 08841 / 2656, jeden Mittwoch<br />

18.00 bis 19.30 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Anmeldung unter www.murnau.de,<br />

Kosten: 8 €, jeden Mittwoch<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

Ausstellung „Gaymann. Von<br />

Hühnern <strong>und</strong> Menschen“ im<br />

Buchheim Muse<strong>um</strong>. Eintritt: 10 €,<br />

weitere Infos unter www.buchheimmuse<strong>um</strong>.de,<br />

bis 24.10.<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

Ausstellung „Die Farben der<br />

Avantgarde“ im Buchheim Muse<strong>um</strong>.<br />

Eintritt: 10 €, Infos unter www.<br />

buchheimmuse<strong>um</strong>.de, bis 7.11.<br />

PÄHL<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Ausstellung „Art Hommage“<br />

im Haus der Kunst auf Gut<br />

Kerschlach. Anmeldung unter<br />

0171 / 5626181, bis 31.10.<br />

SEESHAUPT<br />

18.00 Uhr<br />

H<strong>um</strong>uswoche Oberland „Die Hüter<br />

der Grasnarbe. Steinschafe in der<br />

Landschafts- <strong>und</strong> Bodenpflege.“ im<br />

Landgasthof Zur Quelle. Infos unter<br />

www.h<strong>um</strong>uswoche-oberland.de<br />

SCHONGAU<br />

ganztags<br />

Schongauer Ausbildungsmarkt<br />

„SAM<strong>2021</strong>“. Weitere Infos unter<br />

www.schongauer-ausbildungsmarkt.<br />

de, siehe Anz. S. 57, bis Herbst <strong>2021</strong><br />

19.00 Uhr<br />

Online-Infoabend des Krankenhauses<br />

für werdende Eltern via<br />

Zoom-Meeting. Infos siehe Seite 25<br />

DO 02.09.<br />

BERNRIED<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

PEISSENBERG<br />

Ausstellung „Coloured Beauty“ im<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Buchheim Muse<strong>um</strong>. Eintritt: 10 €,<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz,<br />

weitere Infos unter www.buchheimmuse<strong>um</strong>.de,<br />

bis<br />

jeden Donnerstag<br />

10.10.<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz,<br />

jeden Donnerstag<br />

PENZBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Stadtplatz,<br />

jeden Donnerstag<br />

MURNAU<br />

8.00 <strong>und</strong> 10.00 Uhr<br />

Kaffeeverkostung in der Kaffeerösterei.<br />

Eintritt: 10 €, weitere Infos<br />

siehe Anzeige „Aktionstage“ S. 15<br />

9.30 bis 14.00 Uhr<br />

Moosführung „Von Bulten, Drischen<br />

<strong>und</strong> Köcheln“. Treffpunkt<br />

am Wanderparkplatz. Kosten: 12 €,<br />

Anmeldung unter www.murnau.de<br />

13.30 <strong>und</strong> 15.00 Uhr<br />

Schokoladenverkostung mit Führung<br />

in der Schokoladenmanufaktur<br />

Krönner. Kosten: 15 €, Infos<br />

siehe Anzeige „Aktionstage“ S. 15<br />

14.00 Uhr<br />

Hofführung mit Hühnermobilbesichtigung<br />

auf dem Semerhansenhof.<br />

Eintritt: 10 €, siehe Anzeige<br />

„Aktionstage“ Seite 15<br />

18.00 Uhr<br />

Bierseminar im Griesbräu zu<br />

Murnau. Kosten: 18 €, weitere Infos<br />

siehe Anzeige „Aktionstage“ S. 15<br />

RAISTING<br />

19.00 Uhr<br />

Offener Stammtisch für Künstler &<br />

Kunstinteressierte im Gasthof Drexl<br />

RIEGSEE<br />

10.00 Uhr<br />

Imkereibesuch mit Honigverkostung<br />

bei BienenFranz GbR.<br />

Kosten: 15 €, weitere Infos siehe<br />

Anzeige „Aktionstage“ Seite 15<br />

SEEHAUSEN<br />

10.00 <strong>und</strong> 14.30 Uhr<br />

Bauernhofführung auf dem Eiblhof.<br />

Kosten: 10€, siehe Anzeige<br />

„Aktionstage“ Seite 15<br />

FR 03.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz,<br />

jeden Freitag<br />

MURNAU<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Geführte Wanderung „Weindorf –<br />

Froschsee – Hagener Höhenrücken“.<br />

Treffpunkt an der Tourist-<br />

Info. Anmeldung unter www.<br />

murnau.de, Kosten: 10 €<br />

17.00 Uhr<br />

KunstKulinarische Reise mit dem<br />

Bus zu den Staffelseewirten. Reservierung<br />

unter www.kunstwirte.de<br />

HABACH<br />

14.00 Uhr<br />

H<strong>um</strong>uswoche Oberland „Pflanzenpflege<br />

<strong>und</strong> -schutz mit effektiven<br />

Mikroorganismen <strong>und</strong> Co.“<br />

in der Jaudenmühle. Infos unter<br />

www.h<strong>um</strong>uswoche-oberland.de<br />

17.00 Uhr<br />

H<strong>um</strong>uswoche Oberland „Führung<br />

z<strong>um</strong> Thema Gartenboden“ durch<br />

<strong>die</strong> Jaudenmühle. Infos unter<br />

www.h<strong>um</strong>uswoche-oberland.de<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt an der Kirche<br />

St. Ulrich, jeden Freitag<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Tischtennis-Schnupperkurs für<br />

Anfänger <strong>und</strong> Hobbyspieler beim<br />

SV Söcking. Weitere Infos bei Tobias<br />

Huber unter 0160 / 95858286<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Reservierung<br />

ab 10 Personen unter 08867 / 489<br />

nötig, jeden Freitag<br />

> > > BLUTSPENDETERMINE VOM ROTEN KREUZ<br />

Do, 23. Sept. 15.00 bis 20.00 Uhr <strong>Weilheim</strong>, BRK-Haus<br />

Fr, 24. Sept. 15.00 bis 20.00 Uhr <strong>Weilheim</strong>, BRK-Haus<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 53


SA 04.09.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz,<br />

jeden Samstag<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz,<br />

jeden Samstag<br />

MURNAU<br />

9.30 Uhr bis 13.00 Uhr<br />

Leichte Mooswanderung mit<br />

Reinhard Klein. Treffpunkt am<br />

Wanderparkplatz. Kosten: 12 €,<br />

Anmeldung unter www.murnau.de<br />

EGLFING<br />

9.00 Uhr bis 12.00 Uhr<br />

Heimatmuse<strong>um</strong> geöffnet. Anmeldung<br />

unter 08847 / 6174<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Weitere<br />

Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter www.<br />

bowling-islands.de, jeden Samstag<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathausplatz,<br />

jeden Samstag<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- <strong>und</strong> Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Reservierung ab 10 Personen unter<br />

08867 / 489 nötig, jeden Samstag<br />

PEITING<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica.<br />

Siehe Anzeige Seite 23<br />

54 | <strong>tassilo</strong><br />

SO 05.09.<br />

STARNBERG<br />

15.00 Uhr<br />

Führung im Muse<strong>um</strong>. Anmeldung<br />

unter 08151 / 4477570. Kosten: 6 €<br />

MURNAU<br />

10.00 bis 13.00 Uhr<br />

Radtour „Auf den Spuren des<br />

Blauen Reiters“ mit Lesung<br />

<strong>und</strong> Picknick. Treffpunkt an der<br />

Mariensäule. Anmeldung unter<br />

0157 / 50603691, Kosten: 28 €<br />

10.30 bis 12.00 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau. Treffpunkt<br />

am Rathaus. Anmeldung<br />

unter www.murnau.de, Kosten: 8 €,<br />

jeden Sonntag<br />

ANDECHS<br />

10.00 bis 13.00 Uhr<br />

Sonntagsfrühstück im Bowling<br />

Islands. Anmeldung unter www.<br />

bowling-islands.de, jeden Sonntag<br />

TUTZING<br />

10.30 Uhr<br />

Geh-Meditation im Kustermannpark.<br />

Treffpunkt an der Seewiese.<br />

Anmeldung unter 08158 / 906944,<br />

Spendenbasis<br />

SCHONGAU<br />

14.00 <strong>und</strong> 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 33<br />

MO 06.09.<br />

PEISSENBERG<br />

SEPTEMBER/<br />

19.00 bis 21.30 Uhr<br />

Tauschabend der Sammlerfre<strong>und</strong>e<br />

Peiting <strong>und</strong> Umgebung e.V. in<br />

der Bücherei<br />

MURNAU<br />

15.30 bis 17.00 Uhr<br />

Themenführung „Murnau <strong>und</strong><br />

Emanuel von Seidl“. Treffpunkt<br />

vor dem Rathaus. Kosten: 10 €, Anmeldung<br />

unter www.murnau.de<br />

DI 07.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

8.00 <strong>und</strong> 10.00 Uhr<br />

Kaffeeverkostung in der Kaffeerösterei.<br />

Eintritt: 10 €, weitere<br />

Infos siehe Anzeige „Aktionstage“<br />

Seite 15<br />

13.30 <strong>und</strong> 15.00 Uhr<br />

Schokoladenverkostung mit Führung<br />

in der Schokoladenmanufaktur<br />

Krönner. Kosten: 15 €, Infos<br />

siehe Anzeige „Aktionstage“ S. 15<br />

PÄHL<br />

20.00 Uhr<br />

Bauernstammtisch im Gasthof<br />

Neue Post<br />

RIEGSEE<br />

10.00 Uhr<br />

Hofführung mit Brotzeit beim<br />

Bichlbaur. Kosten: 21 €, Infos siehe<br />

Anzeige „Aktionstage“ Seite 15<br />

SEEHAUSEN<br />

10.00 <strong>und</strong> 14.30 Uhr<br />

Bauernhofführung auf dem Eiblhof.<br />

Kosten: 10€, siehe Anzeige<br />

„Aktionstage“ Seite 15<br />

MI 08.09.<br />

MURNAU<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Geführte Radtour „Murnaus Kultur-<br />

<strong>und</strong> Naturschätze“. Treffpunkt<br />

an der Tourist-Info. Anmeldung<br />

unter www.murnau.de, Kosten:<br />

19 €, jeden Mittwoch<br />

20.00 Uhr<br />

Sommerkonzert des Jugend<strong>und</strong><br />

Blasorchesters im Schloßhof.<br />

EBERFING<br />

14.00 Uhr<br />

Kaffeetreff des Frauenb<strong>und</strong>es im<br />

Gasthof Zur Post<br />

POLLING<br />

18.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen der Weinfre<strong>und</strong>e<br />

im Garten des Rathauses. Nur<br />

bei schönem Wetter<br />

DO 09.09.<br />

MURNAU<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong><br />

Geschichten vom Murnauer<br />

Moos“. Treffpunkt am Wanderparkplatz.<br />

Anmeldung unter www.<br />

murnau.de, jeden Donnerstag<br />

14.30 bis 16.00 Uhr<br />

Themenführung „Gabriele Münter<br />

<strong>und</strong> der Blaue Reiter“. Treffpunkt<br />

vor dem Rathaus. Kosten: 9 €,<br />

Anmeldung unter www.murnau.de<br />

RIEGSEE<br />

9.30 Uhr<br />

Alpakaführung <strong>und</strong> Brotbacken.<br />

Treffpunkt am Alpakahof. Kosten:<br />

26 €, siehe Anzeige „Aktionstage“<br />

Seite 15<br />

MURNAU<br />

FR 10.09.<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Geführte Wanderung „Weindorf –<br />

Froschsee – Hagener Höhenrücken“.<br />

Treffpunkt an der Tourist-<br />

Info. Anmeldung unter www.<br />

murnau.de, Kosten: 10 €<br />

10.00 bis 12.30 Uhr<br />

Themenführung „Der Königsweg –<br />

majestätische Aus- <strong>und</strong> Einblicke“.<br />

Treffpunkt an der Tourist-Info.<br />

Anmeldung unter www.murnau.de<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SA 11.09.<br />

WEILHEIM<br />

7.00 bis 16.00 Uhr<br />

Herbstflohmarkt am Festplatz<br />

MURNAU<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

KunstKulinarische Reise – zu Fuß<br />

zu den Staffelseewirten. Reservierung<br />

unter www.kunstwirte.de <strong>und</strong><br />

08841 / 467-240<br />

EBERFING<br />

20.30 Uhr<br />

Führung „Mond mit seinen Meeren,<br />

Kratern <strong>und</strong> Bergen – Verdeutlichung<br />

der Entstehung.“ in<br />

der Sternwarte. Eintritt frei, Infos<br />

unter www.sternwarte-eberfing.de<br />

POLLING<br />

11.00 Uhr<br />

Führung „Auf den Spuren Thomas<br />

Manns <strong>und</strong> seines Doktors Faustus<br />

in Polling“. Treffpunkt vor der<br />

Kirche. Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter<br />

drwambsganz@web.de<br />

ANDECHS<br />

17.00 Uhr<br />

7. AMMERSEErenade – Eröffnungskonzert<br />

mit dem „Janoska<br />

Ensemble“ im Florian-Stadl.<br />

Weitere Infos siehe Seite 22<br />

PEITING<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica.<br />

Siehe Anzeige Seite 23


SO 12.09.<br />

STARNBERG<br />

15.00 Uhr<br />

Führung im Muse<strong>um</strong>. Anmeldung<br />

unter 08151 / 4477570. Kosten: 6 €<br />

SCHONGAU<br />

14.00 <strong>und</strong> 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 33<br />

MO 13.09.<br />

MURNAU<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Vortrag „Nachhaltig einkaufen,<br />

wie geht <strong>das</strong>?“ im Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Anmeldung unter<br />

rausch.tanja@gmx.net<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Themenführung „Kunsthistorischer<br />

Spaziergang“. Treffpunkt vor<br />

dem Rathaus. Kosten: 8 €, Anmeldung<br />

unter www.murnau.de<br />

DI 14.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

RAISTING<br />

19.00 Uhr<br />

7. AMMERSEErenade – Schweinsbratenkonzert<br />

mit dem „Salonorchester<br />

der Bad Reichenhaller<br />

Philharmonie“ im Gasthof Zur<br />

Post. Weitere Infos <strong>und</strong> Karten<br />

unter www.ammerseerenade.de<br />

TUTZING<br />

OKTOBER <strong>2021</strong><br />

15.30 bis 17.30 Uhr<br />

Offene Sprechst<strong>und</strong>e „Frauennotruf“<br />

Beratung bei Stalking,<br />

häuslicher <strong>und</strong> / oder sexualisierter<br />

Gewalt im Thelin-Ra<strong>um</strong> in der<br />

Betreuten Wohnanlage, Bräuhausstraße<br />

3. Kostenfrei, weitere<br />

Infos unter 08152 / 5720<br />

MI 15.09.<br />

MURNAU<br />

20.00 Uhr<br />

Sommerkonzert des Jugend<strong>und</strong><br />

Blasorchesters im Schloßhof.<br />

Eintritt frei<br />

DO 16.09.<br />

MURNAU<br />

9.30 bis 14.00 Uhr<br />

Moosführung „Von Bulten,<br />

Drischen <strong>und</strong> Köcheln“. Treffpunkt<br />

am Wanderparkplatz. Kosten: 12 €,<br />

Anmeldung unter www.murnau.de<br />

FR 17.09.<br />

WEILHEIM<br />

20.00 bis 22.30 Uhr<br />

Konzert „Bei mir“ mit Werner<br />

Schmidbauer in der Stadthalle.<br />

Karten unter www.lk-konzerte.de<br />

MURNAU<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Geführte Wanderung „Weindorf –<br />

Froschsee – Hagener Höhenrücken“.<br />

Treffpunkt an der Tourist-<br />

Info. Anmeldung unter www.<br />

murnau.de, Kosten: 10 €<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Weitere<br />

Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter www.<br />

bowling-islands.de, jeden Freitag<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SA 18.09.<br />

WEILHEIM<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Austellung „Streifzug durch<br />

ein Jahrh<strong>und</strong>ert mit Tracht <strong>und</strong><br />

Tradition“ im Stadtmuse<strong>um</strong>. Siehe<br />

Anzeige Seite 20, bis 30.10.<br />

MURNAU<br />

8.00 <strong>und</strong> 10.00 Uhr<br />

Kaffeeverkostung in der Kaffeerösterei.<br />

Eintritt: 10 €, weitere<br />

Infos siehe Anzeige „Aktionstage“<br />

Seite 15<br />

13.30 <strong>und</strong> 15.00 Uhr<br />

Schokoladenverkostung mit<br />

Führung in der Schokoladenmanufaktur<br />

Krönner. Kosten: 15 €,<br />

Infos siehe Anzeige „Aktionstage“<br />

Seite 15<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Bewegung, Entspannung, Tanz<br />

im Tanzstudio, Bräuhausstraße 1a.<br />

Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter www.<br />

kreativitaet-in-bewegung.de<br />

16.00 bis 18.30 Uhr<br />

Kreativer Schreibworkshop für<br />

Erwachsene <strong>und</strong> Jugendliche<br />

in der Textstube. Ab 17 Jahren,<br />

Anmeldung unter 08158 / 9643<br />

RIEGSEE<br />

10.00 Uhr<br />

Imkereibesuch mit Honigverkostung<br />

bei BienenFranz GbR.<br />

Kosten: 15 €, weitere Infos siehe<br />

Anzeige „Aktionstage“ Seite 15<br />

10.00 Uhr<br />

Hofführung mit Brotzeit beim<br />

Bichlbaur. Kosten: 21 €, weitere<br />

Infos siehe Anzeige „Aktionstage“<br />

Seite 15<br />

PEITING<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica.<br />

Siehe Anzeige Seite 23<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 55


SO 19.09.<br />

WEILHEIM<br />

18.00 Uhr<br />

Konzert z<strong>um</strong> 100-jährigen Bestehen<br />

des Chors der Apostelkirche<br />

in der Stadthalle. Weitere Infos<br />

unter 0881 / 9291-30<br />

DIESSEN<br />

11.00 bis 18.00 Uhr<br />

Carl Orff Muse<strong>um</strong> geöffnet. Anmeldung<br />

unter 08807 / 91981<br />

11.30 Uhr<br />

Orgelmatinée „Symphonie Nr. 1“<br />

mit Stephan Ronkov im Marienmünster.<br />

Karten: 10 € unter www.<br />

muensterkonzerte-<strong>die</strong>ssen.de<br />

STARNBERG<br />

15.00 Uhr<br />

Führung im Muse<strong>um</strong>. Anmeldung<br />

unter 08151 / 4477570. Kosten: 6 €<br />

PENZBERG<br />

15.00 bis 16.30 Uhr<br />

Vortrag „Bairisch – heitere Betrachtungen<br />

der Besonderheiten<br />

unserer M<strong>und</strong>art“ im Rot-Kreuz-<br />

Haus. Kosten: 3 €<br />

MURNAU<br />

10.00 bis 13.00 Uhr<br />

Radtour „Auf den Spuren des<br />

Blauen Reiters“ mit Lesung<br />

<strong>und</strong> Picknick. Treffpunkt an der<br />

Mariensäule. Anmeldung unter<br />

0157 / 50603691, Kosten: 28 €<br />

WIELENBACH<br />

9.00 bis 15.00 Uhr<br />

4. Dorfflohmarkt im Ort. Anmeldung<br />

<strong>und</strong> Infos unter www.<br />

wielenbach.de. Verkaufsstände sind<br />

mit Luftballons gekennzeichnet<br />

TUTZING<br />

10.30 Uhr<br />

Geh-Meditation im Kustermannpark.<br />

Treffpunkt an der Seewiese.<br />

56 | <strong>tassilo</strong><br />

Anmeldung unter 08158 / 906944,<br />

Spendenbasis<br />

PENZBERG<br />

15.00 bis 17.00 Uhr<br />

DIESSEN<br />

11.00 bis 18.00 Uhr<br />

SCHONGAU<br />

Beratung für Menschen mit 1. Dießener Klimatag mit Vorträgen,<br />

Spaziergängen <strong>und</strong> Live-<br />

Hörbehinderung im Rathaus.<br />

14.00 <strong>und</strong> 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Kostenfrei<br />

PÄHL<br />

Musik am Untermüllerplatz<br />

MURNAU<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

9.00 Uhr<br />

10.00 bis 13.00 Uhr<br />

Siehe Anzeige Seite 33<br />

Frühstück für Trauernde im Radtour „Auf den Spuren des<br />

PEITING<br />

Pfarrzentr<strong>um</strong><br />

Blauen Reiters“ mit Lesung<br />

<strong>und</strong> Picknick. Treffpunkt an der<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

RIEGSEE<br />

Mariensäule. Anmeldung unter<br />

Führung an der Villa Rustica.<br />

0157 / 50603691, Kosten: 28 €<br />

9.30 Uhr<br />

Siehe Anzeige Seite 23<br />

Alpakaführung <strong>und</strong> Brotbacken.<br />

EBERFING<br />

Treffpunkt am Alpakahof. Kosten:<br />

MO 20.09. 26 €, siehe Anzeige Seite 15 20.30 Uhr<br />

Führung „Jupiter mit den Galileischen<br />

Monden“ in der Sternwar-<br />

MURNAU<br />

FR 24.09.<br />

te. Eintritt frei, Infos unter www.<br />

9.30 Uhr bis 13.00 Uhr<br />

sternwarte-eberfing.de<br />

Leichte Mooswanderung mit WEILHEIM<br />

Reinhard Klein. Treffpunkt am<br />

15.00 bis 20.00 Uhr<br />

IFFELDORF<br />

Wanderparkplatz. Kosten: 12 €,<br />

Blutspenden im BRK-Haus<br />

Anmeldung unter www.murnau.de<br />

19.00 Uhr<br />

DI 21.09.<br />

WEILHEIM<br />

Energieberatung der Verbraucherzentrale<br />

Bayern in der VHS. Anmeldung<br />

PEITING<br />

PENZBERG<br />

Iffeldorfer Meisterkonzert mit<br />

Anna Gourari im Gemeindezentr<strong>um</strong>.<br />

Karten unter 08856 / 3695<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

unter 0800 / 809802400<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

Führung an der Villa Rustica.<br />

MURNAU<br />

19.30 Uhr<br />

Siehe Anzeige Seite 23<br />

Konzert „50 Jahre Queen“ mit 9.30 bis 12.00 Uhr<br />

QueenMania in der Stadthalle. Geführte Wanderung „Weindorf –<br />

Karten unter 0365 / 5481830 Froschsee – Hagener Höhenrücken“.<br />

SO 26.09.<br />

MI 22.09.<br />

Treffpunkt an der Tourist-<br />

Info. Anmeldung unter www.<br />

WAHL <strong>2021</strong><br />

murnau.de, Kosten: 10 €<br />

BUNDESTAG<br />

POLLING<br />

18.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen der Weinfre<strong>und</strong>e<br />

im Garten des Rathauses. Nur<br />

bei schönem Wetter<br />

DO 23.09.<br />

SEPTEMBER/<br />

WEILHEIM<br />

15.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden im BRK-Haus<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SA 25.09.<br />

WEILHEIM<br />

9.00 bis 20.00 Uhr<br />

Herbst- <strong>und</strong> Winterbasar in der<br />

Stadthalle. Weitere Infos unter<br />

www.muetterzentr<strong>um</strong>-weilheim.de<br />

STARNBERG<br />

15.00 Uhr<br />

Führung im Muse<strong>um</strong>. Anmeldung<br />

unter 08151 / 4477570. Kosten: 6 €<br />

PENZBERG<br />

19.00 Uhr<br />

Konzert „Gedichte <strong>und</strong> Musik“ mit<br />

Wolfgang Knittel in der Aula der<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>schule. Karten: 20 € unter<br />

www.musikfre<strong>und</strong>e-penzberg.de<br />

HABACH<br />

10.00 bis 16.00 Uhr<br />

1. Garagenflohmarkt im Ort Habach<br />

<strong>und</strong> Dürnhausen. Infos unter<br />

0176 / 20815192. Verkaufsstände<br />

sind mit Luftballons gekennzeichnet<br />

SCHONGAU<br />

14.00 <strong>und</strong> 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 33<br />

MO 27.09.<br />

ANTDORF<br />

16.30 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“ im<br />

Sportheim. Für Kinder ab 6 Jahren<br />

DI 28.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

16.00 bis 16.45 Uhr<br />

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor<br />

in der Stadtbücherei. Eintritt frei<br />

EBERFING<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“ in<br />

der Schule. Für Kinder ab 6 Jahren<br />

MI 29.09.<br />

OBERSÖCHERING<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“ im<br />

Pfarrheim. Für Kinder ab 6 Jahren<br />

DO 30.09.<br />

PENZBERG<br />

19.30 Uhr<br />

Konzert mit Tenöre4you im Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Karten:


19,50 € unter 01805 / 565465 oder<br />

www.tenoere4you.de<br />

EGLFING<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“ im<br />

Sportheim. Für Kinder ab 6 Jahren<br />

FR 01.10.<br />

MURNAU<br />

17.00 Uhr<br />

KunstKulinarische Reise mit dem<br />

Bus zu den Staffelseewirten. Reservierung<br />

unter www.kunstwirte.de<br />

RAISTING<br />

17.00 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“ im<br />

Haus der Arbeiterwohlfahrt. Für<br />

Kinder ab 6 Jahren<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SA 02.10.<br />

PENZBERG<br />

9.00 bis 11.30 Uhr<br />

Kindersachenbasar im Gymnasi<strong>um</strong>.<br />

Verkauf von gebrauchten<br />

Baby- <strong>und</strong> Kindersachen. Infos<br />

unter www.mueze.planet-rock.org<br />

oder 0152 / 55310277<br />

MURNAU<br />

9.30 Uhr bis 13.00 Uhr<br />

Leichte Mooswanderung mit<br />

Reinhard Klein. Treffpunkt am<br />

Wanderparkplatz. Kosten: 12 €,<br />

Anmeldung unter www.murnau.de<br />

EGLFING<br />

OKTOBER <strong>2021</strong><br />

9.00 Uhr bis 12.00 Uhr<br />

Heimatmuse<strong>um</strong> geöffnet. Anmeldung<br />

unter 08847 / 6174<br />

POLLING<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“ im<br />

Feuerwehrhaus. Für Kinder ab 6<br />

Jahren<br />

PEITING<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica.<br />

Siehe Anzeige Seite 23<br />

SO 03.10.<br />

Tag der Deutschen Einheit<br />

STARNBERG<br />

15.00 Uhr<br />

Führung im Muse<strong>um</strong>. Anmeldung<br />

unter 08151 / 4477570. Kosten: 6 €<br />

MO 04.10.<br />

PEISSENBERG<br />

19.00 bis 21.30 Uhr<br />

Tauschabend der Sammlerfre<strong>und</strong>e<br />

Peiting <strong>und</strong> Umgebung e.V. in<br />

der Bücherei<br />

WIELENBACH<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“ im<br />

Feuerwehrhaus. Für Kinder ab 6 J.<br />

RIEGSEE<br />

10.00 Uhr<br />

Hofführung mit Brotzeit beim<br />

Bichlbaur. Kosten: 21 €, Infos siehe<br />

Anzeige „Aktionstage“ Seite 15<br />

SEEHAUSEN<br />

10.00 <strong>und</strong> 14.30 Uhr<br />

Bauernhofführung auf dem<br />

Eiblhof. Kosten: 10€, siehe Anzeige<br />

„Aktionstage“ Seite 15<br />

DI 05.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

PÄHL<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“ im<br />

Gemeindezentr<strong>um</strong>. Für Kinder ab<br />

6 Jahren<br />

MI 06.10.<br />

PÄHL<br />

14.30 Uhr<br />

Kaffeekranzl im Pfarrzentr<strong>um</strong><br />

SCHONGAU<br />

19.00 Uhr<br />

Online-Infoabend des Krankenhauses<br />

für werdende Eltern via<br />

Zoom-Meeting. Infos siehe Seite 25<br />

DO 07.10.<br />

RAISTING<br />

19.00 Uhr<br />

Offener Stammtisch für Künstler &<br />

Kunstinteressierte im Gasthof Drexl<br />

FORST<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“ in<br />

der G<strong>r<strong>und</strong></strong>schule. Für Kinder ab 6 J.<br />

FR 08.10.<br />

WEILHEIM<br />

20.00 bis 22.30 Uhr<br />

Kabarett „Jäger des verlorenen<br />

Satzes“ mit Willy Astor in der<br />

Stadthalle. Weitere Infos <strong>und</strong> Karten<br />

unter www.willyastor.de<br />

MURNAU<br />

8.00 <strong>und</strong> 10.00 Uhr<br />

Kaffeeverkostung in der Kaffeerösterei.<br />

Eintritt: 10 €, weitere Infos<br />

siehe Anzeige „Aktionstage“ S. 15<br />

13.30 <strong>und</strong> 15.00 Uhr<br />

Schokoladenverkostung mit Führung<br />

in der Schokoladenmanufaktur<br />

Krönner. Kosten: 15 €, Infos<br />

siehe Anzeige „Aktionstage“ S. 15<br />

14.00 Uhr<br />

Hofführung mit Hühnermobilbesichtigung<br />

auf dem Semerhansenhof.<br />

Eintritt: 10 €, siehe Anzeige<br />

„Aktionstage“ Seite 15<br />

18.00 Uhr<br />

Bierseminar im Griesbräu zu<br />

Murnau. Kosten: 18 €, weitere<br />

Infos siehe Anzeige „Aktionstage“<br />

Seite 15<br />

HUGLFING<br />

14.00 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“ im<br />

Schmitterhof. Für Kinder ab 6 J.<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

RIEGSEE<br />

10.00 Uhr<br />

Hofführung mit Brotzeit beim<br />

Bichlbaur. Kosten: 21 €, weitere<br />

Infos siehe Anzeige Seite 15<br />

SA 09.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Hallenflohmarkt in der kleinen<br />

Hochlandhalle. Anmeldung unter<br />

0881 / 4179225<br />

PEISSENBERG<br />

10.00 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“ in<br />

der Bücherei. Für Kinder ab 6 J.<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Ami live“ mit Ami<br />

Warning & Matthew Austin in der<br />

Tiefstollenhalle. Karten unter www.<br />

tiefstollenhalle.de, siehe Anzeige<br />

Seite 16<br />

PENZBERG<br />

9.30 bis 13.30 Uhr<br />

Online-Karrieretag „VirtualDay@<br />

RocheAusbildung“. Siehe Anzeige<br />

Seite 2<br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 57


MURNAU<br />

8.00 <strong>und</strong> 10.00 Uhr<br />

Kaffeeverkostung in der Kaffeerösterei.<br />

Eintritt: 10 €, weitere<br />

Infos siehe Anzeige „Aktionstage“<br />

Seite 15<br />

10.00 bis 13.00 Uhr<br />

Radtour „Auf den Spuren des<br />

Blauen Reiters“ mit Lesung<br />

<strong>und</strong> Picknick. Treffpunkt an der<br />

Mariensäule. Anmeldung unter<br />

0157 / 50603691, Kosten: 28 €<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

KunstKulinarische Reise – zu Fuß<br />

zu den Staffelseewirten. Reservierung<br />

unter www.kunstwirte.de<br />

13.30 <strong>und</strong> 15.00 Uhr<br />

Schokoladenverkostung mit<br />

Führung in der Schokoladenmanufaktur<br />

Krönner. Siehe Anzeige<br />

„Aktionstage“ Seite 15<br />

IFFELDORF<br />

19.00 Uhr<br />

Konzert „The Armed Man“ mit Karl<br />

Jenkins in der Mehrzweckhalle<br />

OBERHAUSEN<br />

16.30 Uhr<br />

Kinderkino „Sams im Glück“<br />

im BSC Stüberl. Für Kinder ab 6<br />

Jahren<br />

POLLING<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Bauernmarkt am Kirchplatz<br />

> > > SO ERREICHEN SIE UNS<br />

Anschrift<br />

„<strong>tassilo</strong>“<br />

Birkland 40<br />

86971 Peiting<br />

Tel.: 08869 / 91 22-26<br />

Fax: 08869 / 91 22-20<br />

www.<strong>tassilo</strong>.de<br />

58 | <strong>tassilo</strong><br />

Email<br />

RIEGSEE<br />

10.00 Uhr<br />

Hofführung mit Brotzeit beim<br />

Bichlbaur. Kosten: 21 €, weitere<br />

Infos siehe Anzeige „Aktionstage“<br />

Seite 15<br />

PEITING<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica.<br />

Siehe Anzeige Seite 23<br />

SO 10.10.<br />

WEILHEIM<br />

9.00 bis 17.30 Uhr<br />

Gallimarkt in der Oberen Stadt<br />

11.00 bis 17.00 Uhr<br />

Bauernmarkt am Marienplatz<br />

STARNBERG<br />

15.00 Uhr<br />

Führung im Muse<strong>um</strong>. Anmeldung<br />

unter 08151 / 4477570. Kosten: 6 €<br />

PENZBERG<br />

15.00 bis 16.30 Uhr<br />

Vortrag „Die Geschichte des BRK<br />

Penzberg“ von Oliver Kugel im<br />

Rot-Kreuz-Haus. Eintritt: 3 €<br />

IFFELDORF<br />

17.00 Uhr<br />

Konzert „The Armed Man“ mit Karl<br />

Jenkins in der Mehrzweckhalle<br />

Redaktion: redaktion@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Termine: veranstaltungen@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Anzeigen: anzeigen@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Anregungen / Kritik: info@<strong>tassilo</strong>.de<br />

MO 11.10.<br />

MURNAU<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Themenführung „Kunsthistorischer<br />

Spaziergang“. Treffpunkt vor<br />

dem Rathaus. Kosten: 8 €. Anmeldung<br />

unter www.murnau.de<br />

DI 12.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

TUTZING<br />

15.30 bis 17.30 Uhr<br />

Offene Sprechst<strong>und</strong>e „Frauennotruf“<br />

Beratung bei Stalking,<br />

häuslicher <strong>und</strong> / oder sexualisierter<br />

Gewalt im Thelin-Ra<strong>um</strong> in der<br />

Betreuten Wohnanlage, Bräuhausstraße<br />

3. Kostenfrei, weitere<br />

Infos unter 08152 / 5720<br />

MI 13.10.<br />

EBERFING<br />

14.00 Uhr<br />

Kaffeetreff des Frauenb<strong>und</strong>es im<br />

Gasthof Zur Post<br />

POLLING<br />

18.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen im Garten des<br />

Rathauses. Nur bei schönem Wetter<br />

PENZBERG<br />

DO 14.10.<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Stadtplatz<br />

15.00 bis 17.30 Uhr<br />

SEPTEMBER/<br />

Das Impress<strong>um</strong> finden Sie auf Seite 44.<br />

Computerkurs für Senioren<br />

in der VHS. Anmeldung unter<br />

08856 / 3615 oder info@vhspenzberg.de<br />

FR 15.10.<br />

EBERFING<br />

20.30 Uhr<br />

PEISSENBERG<br />

Führung „Mond mit seinen<br />

Meeren, Kratern <strong>und</strong> Bergen –<br />

20.00 Uhr<br />

Verdeutlichung der Entstehung.“<br />

Kabarett „<strong>das</strong> Leben ist kurz...“ mit<br />

in der Sternwarte. Nur bei klarem<br />

Josef Brustmann in der Tiefstollenhalle.<br />

Karten unter www.tiefstollen-<br />

Himmel. Eintritt frei, Infos unter<br />

www.sternwarte-eberfing.de<br />

halle.de, siehe Anzeige Seite 16<br />

IFFELDORF<br />

DIESSEN<br />

19.00 Uhr<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Iffeldorfer Meisterkonzert mit<br />

10. Produzentenausstellung „Das<br />

dem Reinhold Quartett im Gemeindezentr<strong>um</strong>.<br />

Karten unter<br />

kleine Format.“ im Kulturfor<strong>um</strong><br />

Blaues Haus. Eintritt: 2 €,<br />

08856 / 3695<br />

Fr / Sa / So bis 31.10.<br />

ANDECHS<br />

MURNAU<br />

20.00 Uhr<br />

10.00 bis 12.30 Uhr<br />

Kabarett „Einer für alle – Alle für<br />

Themenführung „Der Königsweg –<br />

keinen“ mit Martin Frank im Florian-Stadl.<br />

Einlass: 19 Uhr, Karten<br />

majestätische Aus- <strong>und</strong> Einblicke“.<br />

Treffpunkt an der Tourist-Info.<br />

unter www.bee-veranstaltung.de<br />

Anmeldung unter www.murnau.de<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

FELDAFING<br />

Bewegung, Entspannung, Tanz<br />

im Tanzstudio, Bräuhausstraße 1a.<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter www.<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

kreativitaet-in-bewegung.de<br />

SA 16.10.<br />

PEISSENBERG<br />

15.00 Uhr<br />

Familienkonzert „Abenteuerlieder“<br />

von den Sternschnuppe-<br />

Künstlern in der Tiefstollenhalle.<br />

Karten unter www.tiefstollenhalle.<br />

de, siehe Anzeige Seite 16<br />

PENZBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Bayerische Weltreise“<br />

mit Knedl & Kraut in der Stadthalle.<br />

Einlass: 19 Uhr, Karten unter<br />

08142 / 504466<br />

MURNAU<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Vortrag „Nachhaltig einkaufen,<br />

wie geht <strong>das</strong>?“ im Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Anmeldung unter<br />

rausch.tanja@gmx.net<br />

16.00 bis 18.30 Uhr<br />

Kreativer Schreibworkshop für Erwachsene<br />

<strong>und</strong> Jugendliche in der<br />

Textstube. Ab 17 Jahren, Anmeldung<br />

unter 08158 / 9643<br />

PEITING<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica.<br />

Siehe Anzeige Seite 23<br />

DIESSEN<br />

SO 17.10.<br />

11.00 bis 18.00 Uhr<br />

Carl Orff Muse<strong>um</strong> geöffnet. Anmeldung<br />

unter 08807 / 91981<br />

STARNBERG<br />

15.00 Uhr<br />

Führung im Muse<strong>um</strong>. Anmeldung<br />

unter 08151 / 4477570. Kosten: 6 €


PENZBERG<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kirchweihmarkt mit verkaufsoffenem<br />

Sonntag am Stadtplatz<br />

19.00 Uhr<br />

Konzert „Omnis Terra“ in der<br />

Pfarrkirche Steigenberg. Infos unter<br />

www.musikfre<strong>und</strong>e-penzberg.de<br />

DI 19.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

FR 22.10.<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SA 23.10.<br />

ANDECHS<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Wuide unterwegs“ mit<br />

Georg Ringsgwandl im Florian-<br />

Stadl. Nachholtermin: Karten aus<br />

2020 behalten ihre Gültigkeit.<br />

Einlass: 19 Uhr, Karten unter www.<br />

bee-veranstaltung.de<br />

PEITING<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica.<br />

Siehe Anzeige Seite 23<br />

SO 24.10.<br />

DIESSEN<br />

17.00 Uhr<br />

Herbstkonzert „Ludwig van<br />

Beethoven“ im Marienmünster.<br />

Weitere Infos unter www.<br />

muensterkonzerte-<strong>die</strong>ssen.de<br />

STARNBERG<br />

15.00 Uhr<br />

Führung im Muse<strong>um</strong>. Anmeldung<br />

unter 08151 / 4477570. Kosten: 6 €<br />

MO 25.10.<br />

ANTDORF<br />

16.30 Uhr<br />

Kinderkino „Asterix <strong>und</strong> <strong>das</strong><br />

Geheimnis des Zaubertranks“ im<br />

Sportheim. Für Kinder ab 6 Jahren<br />

DI 26.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

16.00 bis 16.45 Uhr<br />

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor<br />

in der Stadtbücherei. Eintritt frei<br />

EBERFING<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Asterix <strong>und</strong> <strong>das</strong> Geheimnis<br />

der Zaubertranks“ in der<br />

Schule. Für Kinder ab 6 Jahren<br />

MI 27.10.<br />

OBERSÖCHERING<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Asterix <strong>und</strong> <strong>das</strong><br />

Geheimnis des Zaubertranks“ im<br />

Pfarrheim. Für Kinder ab 6 Jahren<br />

POLLING<br />

18.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen der Weinfre<strong>und</strong>e<br />

im Garten des Rathauses. Nur<br />

bei schönem Wetter<br />

DO 28.10.<br />

EGLFING<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Asterix <strong>und</strong> <strong>das</strong><br />

Geheimnis des Zaubertranks“ im<br />

Sportheim. Für Kinder ab 6 Jahren<br />

FR 29.10.<br />

HEUTE ERSCHEINT<br />

DER NEUE TASSILO<br />

RAISTING<br />

17.00 Uhr<br />

Kinderkino „Asterix <strong>und</strong> <strong>das</strong><br />

Geheimnis des Zaubertranks“ im<br />

Haus der Arbeiterwohlfahrt. Für<br />

Kinder ab 6 Jahren<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SA 30.10.<br />

MURNAU<br />

20.00 bis 22.00 Uhr<br />

Konzert „ABBA FOREVER – thank<br />

you for the music“ im Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Karten: 39 €<br />

unter 08622 / 9878040 oder www.<br />

concert4you.de<br />

EBERFING<br />

20.30 Uhr<br />

Führung „Saturn Ringplanet“ in<br />

der Sternwarte. Nur bei klarem<br />

Himmel. Eintritt frei, Infos unter<br />

www.sternwarte-eberfing.de<br />

POLLING<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Asterix <strong>und</strong> <strong>das</strong> Geheimnis<br />

des Zaubertranks“ im<br />

Feuerwehrhaus. Für Kinder ab 6<br />

Jahren<br />

ANDECHS<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Best of“ mit Claudia Koreck<br />

im Florian-Stadl. Karten unter<br />

www.bee-veranstaltung.de<br />

PEITING<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica.<br />

Siehe Anzeige Seite 23<br />

SO 31.10.<br />

STARNBERG<br />

15.00 Uhr<br />

Führung im Muse<strong>um</strong>. Anmeldung<br />

unter 08151 / 4477570. Kosten: 6 €<br />

Änderungen <strong>und</strong> Fehler vorbehalten<br />

Stand 12.08.<strong>2021</strong> – kurzfristige<br />

Absagen, Änderungen <strong>und</strong><br />

Einschränkungen aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> der<br />

Corona-Pandemie sind möglich!<br />

OKTOBER <strong>2021</strong><br />

september / oktober <strong>2021</strong> | 59


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