2021_RBV_Sommer

LotharBergelt

Ausgabe

Sommer 2021

Die Jahreshauptversammlung 2021

Wohnen im Bunker

Die Großbaustelle an der Trasse

Bericht von der Sommerfahrt


Überschrift links

Editorial

Liebe Mitglieder, Freunde

und Gönner des Vereins,

endlich ist es wieder soweit, diese

Seiten wollen gefüllt werden. Aber

mir fällt partout nichts ein. Es ist ja

auch nicht wirklich viel geschehen.

Corona ist immer noch da, und

darüber wurde an anderen Stellen

ausreichend berichtet.

Als ich neulich eine Dokumentation

gesehen habe, hat diese mich sehr

berührt und nachdenklich gestimmt.

Es war eine Dokumentation über

Woodstock, dem legendären Musikfestival

von 1969. Drei Tage Frieden

und Musik.

Was mich daran so fasziniert, ist

nicht nur die Musik. Die natürlich

auch… Ich finde besonders die

Organisation und vor allem die

Besuchermenge und ihr Verhalten

so bemerkenswert. Weit über

400.000 Menschen haben drei Tage

auf einer Wiese bei Sonne, Regen

und Sturm campiert. Und das alles

sehr friedlich! Kaum ein Mensch

wurde verletzt und der einzige Tote

war nach einem unglücklichen

Treckerunfall zu beklagen.

Eine beispiellose Welle der Solidarität

ereilte die Besucherinnen und

Besucher des Festivals, als über

Lebensmittelknappheit auf dem

Gelände berichtet wurde. Die Bürgerinnen

und Bürger der nahegelegenen

Orte leerten ihre Speisekammern,

damit Essen und

Getränke verteilt werden konnten.

Am Ende sind viele Menschen

geblieben und haben geholfen, den

Müll zu beseitigen. Ja, in Woodstock

1969 was das so. Und heute? Heute

ist eine Veranstaltung solcher Tragweite

nur sehr schwer denkbar…

Wir bekommen es doch kaum hin,

eine Sportveranstaltung friedlich zu

beenden. Da wird sich kräftig vor

und auch in den Stadien geprügelt.

Aus friedlichen Demonstrationen

entstehen wahre Straßenschlachten.

Dem Menschen, der auf der Straße

zusammenbricht, wird selten

geholfen. Nein, häufig wird da erst

einmal das Handy gezückt und ein

Video aufgenommen. Selbst Sanitäter,

Feuerwehrleute und Polizisten

werden immer wieder bedrängt.

2 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 3



Da wünsche ich mir doch den „Geist

von Woodstock“ zurück!

Zu Beginn der Pandemie ereilte

erfreulicherweise auch den Rott

eine Welle der Solidarität. So

wurden Einkaufshilfen organisiert

und ein Gabenzaun an der Rotter

Kirche installiert. Doch je länger die

Pandemie dauerte, desto weniger

wurde es mit der Solidarität. Leider.

Dazu beigetragen haben auch einige

Chaoten, die am Gabenzaun randalierten.

Die eigentlich für Bedürftige

bestimmten Spenden wurden entwendet

oder in der Gegend verteilt.

Was für ein sinnloses und verabscheuungswürdiges

Verhalten!

Lebensqualität im Alter

Gemütlich, herzlich, fröhlich – so ist die Atmosphäre in unserem

Haus. Die Lage: Ruhig und doch zentrumsnah zum Stadtteil

Barmen. Der Außenbereich: Ein wunderschön angelegter

Innengarten mit Hochbeet für Rollstuhlfahrer,

Wasserlauf, Terrassen und Blumenbeeten.

Das Essen: Selbst gekocht nach Ihren Wünschen.

Die Pflege und Betreuung: Liebevoll, gewissenhaft

und individuell. Sie brauchen sich also

nicht mehr zu verbiegen – wenn, machen wir

das. Menschen mit Demenz leben bei uns in

einem beschützten Zuhause.

Sind Sie interessiert?

Dann sprechen Sie uns gerne an.

Hans-Sachs-Str. 1

42281 Wuppertal

Tel.: 0202 – 25 15 0

Web: www.festina-lente.de

Wie selbstverständlich werden auch

unsere öffentlichen Flächen, zum

Beispiel der Schönebecker Busch

und der Hohenstein, zugemüllt.

Warum ist es für so viele Mitmenschen

nicht möglich, den Müll

auch wieder mit nach Hause zu

nehmen und dort zu entsorgen?

Hier fehlt er mir, der „Geist von

Woodstock“. Aber vielleicht schaffen

wir es wieder. Mit ein wenig mehr

Miteinander und Rücksichtnahme!

Herzlichst, Ihr und Euer

Lothar Bergelt

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt:

Lothar Bergelt

1. Vorsitzender

Rotter Bürgerverein 1902 e. V.

https://rotter-buergerverein.de

Geschäftsstelle

Rotter Bürgerverein 1902 e. V.

c/o Eschen-Apotheke

Eschenstraße 140

42283 Wuppertal

Bankverbindung

IBAN: DE25330500000000262212

Bank: Stadtsparkasse Wuppertal

Layout, Satz und Produktion

Stefan Lohkamp

new media training

Eschenstraße 81

42283 Wuppertal

https://nmtraining.de

Bildnachweis

Sofern nicht anders vermerkt,

stammen die verwendeten Bilder

von den Autorinnen und Autoren.

Seiten 26, 27 und 36: Pixabay

Inhalt

Editorial 3

Impressum 5

Die Jahreshauptversammlung

2021 6

Post vom RBV 9

Wohnen im Bunker 10

Absage unseres

UNICEF-Fests 13

Dunkle Wolken

über dem Seniorentreff 14

Obacht in der Tunnelstraße 15

Straßennamen

auf dem Rott 17

Die Großbaustelle

an der Trasse 18

Rudi vom Rott 22

Termine 2021 24

Rotter Rezepte-Ecke 26

Die große

Wohnumfeldreinigung 29

Auf dem Rott:

Peter Holzrichter GmbH 30

Wings for Nepal 32

Die Sommerfahrt 2021 34

Geburtstage, neue

Mitglieder und Jubilare 36

Für die Racker vom Rott 38

4 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 5



Die Jahreshauptversammlung 2021

Im März findet grundsätzlich unsere jährliche Jahreshauptversammlung und

Mitgliederversammlung statt. In diesem Jahr konnte eine Mitgliederversammlung

aufgrund des Versammlungsverbotes durch Covid-19 jedoch leider nicht in

gewohnter Form durchgeführt werden.

Eine besondere Situation

Für den Rotter Bürgerverein stellte sich

nun die Frage: Können wir auf eine

Mitgliederversammlung verzichten und

bis zum nächsten Jahr warten? Schnell

waren wir uns einig, dass dies für uns

keine Option ist. Wir wollten eine

Jahreshauptversammlung, um unseren

Vorstand wieder vollständig besetzt zu

wissen.

Hier kamen uns die vorübergehenden

Sonderregelungen, welche der Bundestag

mit Gesetz vom 27. März 2020 und

Wirkung bis zum 31. Dezember 2021

erlassen hat, zugute. Das Gesetz

enthält Erleichterungen für Vereine,

um deren Handlungsfähigkeit während

der Corona-Krise aufrechtzuerhalten.

Erfreulich hohe Wahlbeteiligung

Somit war uns möglich, eine schriftliche

Jahreshauptversammlung mit

Beschlussfassung per Briefwahl durchzuführen.

Zentraler Punkt für die Anerkennung

der Ergebnisse war hierbei,

dass wir von mindestens 50 % unserer

Mitglieder die Stimmzettel zurückgesendet

bekommen.

Hier waren wir aufgrund der Beteiligungen

an den vergangenen Jahreshauptversammlungen

zugegeben etwas

skeptisch.

An dieser Stelle gilt allen Mitgliedern

unser herzlicher Dank! Wir haben 284

Stimmzettel zurückbekommen und

somit eine Wahlbeteiligung von 57,5 %

erzielt. Wir waren unfassbar erleichtert,

als die 50 %-Hürde überschritten

wurde. Damit war klar, dass wir einen

Beschluss erwirkt hatten. Es zeigt sich

wieder einmal, dass die „Flotten

Rotter“ in guten wie in schlechten

Zeiten zusammenhalten.

Der Vorstand

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt

zusammen:

1. Vorsitzender: Lothar Bergelt

2. Vorsitzender: Stefan Lohkamp

1. Schriftführerin: Iris Beckedahl

2. Schriftführer: Jörg Zeibig

1. Kassiererin: Gisela Schünemann

2. Kassierer: Uwe Flosbach

Die Mitglieder des Vorstands bedanken

sich für das entgegengebrachte

Vertrauen.

Kassenprüferinnen

Frau Sonja Zeibig wurde für ein

weiteres Jahr als Kassenprüferin bestätigt.

Frau Hanni Hesse hatte sich als

zweite Kassenprüferin zur Verfügung

gestellt und wurde ebenfalls gewählt.

Wir gratulieren zum Wahlergebnis.

Ergänzungswahl zum Beirat

Herr Stefan Lohkamp scheidet

aufgrund seiner neuen Position im

Vorstand aus dem Beirat aus. Weiterhin

scheidet Herr Christian Hörning aus

dem Beirat aus. Herr Hörning ist im

Frühjahr nach kurzer schwerer Krankheit

verstorben. Wir werden ihn in

ehrenvoller Erinnerung behalten.

Frau Nina Lehmann wurde in den

Beirat gewählt. Wir freuen uns auf die

Zusammenarbeit.

Überschrift rechts

Der Beirat

Der neue Beirat besteht aus nachstehenden

Mitgliedern:

Frank Bergmann, Nicole Bergmann,

Michael Bungart, Egon Dreibholz,

Dirk Dulinski, Hanni Hesse, Harry

Klammer, Nina Lehmann, Friedhelm

Nick, Andreas Niemetz, Dirk Rosendahl

und Klaus Wallot.

Wir freuen uns sehr auf ein erfolgreiches

und spannendes neues Vereinsjahr

mit ein wenig mehr Normalität.

Der neue Vorstand des Rotter Bürgervereins von links nach rechts:

Lothar Bergelt, Gisela Schünemann, Uwe Flosbach, Stefan Lohkamp, Jörg Zeibig und Iris Beckedahl.

// Iris Beckedahl (Text) und Dirk Dulinski (Foto)

6 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 7



Danke, Uli!

Post vom RBV

8 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 9



Wohnen im Bunker

Überschrift rechts

Er ist ein bedrückendes Relikt aus der dunkelsten Zeit Deutschlands. Und doch

hat er vielen Rottern Schutz geboten. Die Rede ist vom 1942/1943 gebauten

Hochbunker an der Nußbaumstraße Ecke Großen Hakenstraße. Bis in die

1950er Jahre diente der fensterlose Klotz noch als Notunterkunft. Lange lebten

dort Menschen ein Leben in Dunkelheit. Heute kann sich das niemand mehr

vorstellen. Nun soll der Bau endlich wiederbelebt werden.

Als die letzten Bewohner den Bunker

verlassen hatten, verfiel er in einen

Dornröschenschlaf. Verschiedene

Besitzer wussten nicht so recht, was

sie mit ihm anfangen sollten, da ihre

Vorstellungen nicht umgesetzt werden

konnten und Pläne scheiterten.

Der Bunker wird jetzt umgebaut

Mit Antonio Pinca und Robert Düssel

soll sich dies nun ändern. In 13

Wohnungen auf sieben Etagen zieht

endlich wieder neues Leben in den

stolze 23,50 Meter hohen, markanten

Bunker ein.

Natürlich wird es für die Nachbarschaft

durch die Bautätigkeit auch zu

Belästigungen kommen. Diese sollen

jedoch so gering wie möglich ausfallen,

versprechen die Bauherren. So werden

beispielsweise die riesigen Blöcke, die

beim Aussägen der Fensteröffnungen

entstehen, als Umrandung des Grundstücks

oder als Weg zum Eingang

dienen. Laute Schredderarbeiten

werden so vermieden.

Außen wird auf Dämmung und

Verkleidung verzichtet. Auch wenn an

zwei Seiten Balkone das Gebäude

erweitern, wird es dennoch als Bunker

und als Mahnmal für den Frieden

erkennbar bleiben. Der Spielplatz wird

etwas verschoben, da ein Teil davon

zum Bunkergelände gehört.

Natürlich gibt es auch Skeptiker,

denen ein Abriss lieber wäre. Aber was

würde nach dem Abriss kommen? Wir

können es nicht sagen, hoffen aber auf

ein erfolgreiches Projekt und dass der

Dialog mit den Anwohnern weitergeht.

// Lothar Bergelt (Text), Stefan Lohkamp (Foto)

// Zeichnung: Bauantrag

10 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 11



Überschrift links

Absage unseres UNICEF-Fests

Das UNICEF-Kinder- und Herbstfest ist eine

Institution auf dem Rott, auf die sich die Kinder,

Familien, die Rotter Bürger und wir, der Rotter

Bürgerverein jedes Jahr ganz besonders freuen.

Allerdings beeinflusst die Corona-Pandemie

unser Leben in einem bislang für nicht vorstellbar

gehaltenem Maße. Persönliche Freiräume und

Aktivitäten, die uns bislang als selbstverständlich

erschienen, sind weitestgehend eingeschränkt.

Die aktuellen Inzidenzzahlen erlauben

einige Lockerungen, wie Treffen ohne

Begrenzung für Angehörige aus drei

Haushalten, Shoppen ohne Test und

Termin sowie Außengastronomie ohne

Test. Trotz der derzeitigen Lockerungen

können wir, der Vorstand des

Rotter Bürgervereines, uns ein

UNICEF-Fest mit diesen Einschränkungen

nicht vorstellen.

Das UNICEF-Fest 2021 wird abgesagt

Leider muss daher auch in diesem Jahr

auf die traditionelle Veranstaltung

verzichtet werden. Wir bedauern als

Organisatoren die Absage sehr, indes

sehen wir aufgrund der weiterhin

latenten Gefährdung durch den

CORONA-Virus Covid-19 und den

daraus resultierenden Sicherheits- und

Hygienevoraussetzungen, die Absage

als alternativlos.

Das vergangene Jahr hat uns gezeigt,

dass wir dank zahlreicher Spenden

unser ehrenamtliches Engagement

weiter ausüben können. Lassen Sie uns

bitte auch in diesem Jahr die Kleinsten

in dieser Zeit nicht vergessen und

helfen Sie uns, ihre Lebensbedingungen

mit zugedachten Spenden zu

erleichtern. Die Erlöse aus dem

UNICEF-Fest werden jedes Jahr vollständig

an UNICEF für notleidende

Kinder gespendet. Zudem können wir

Spenden an die Tafel und Projekte für

Kinder in unserem Bezirk generieren.

Bitte spenden Sie trotzdem

Wir bitten Sie auch in diesem Jahr um

Ihre Unterstützung! Helfen Sie uns

durch Ihre Spende, unser Engagement

weiter erfolgreich fortzuführen.

Spenden erbitten wir unter Angabe

des Verwendungszweckes Spende für

UNICEF oder Spende für Rotter Projekte

auf unser bekanntes Konto mit der

IBAN DE25 3305 0000 0000 2622 12

bei der Stadtsparkasse Wuppertal,.

Für Zuwendungen bis 50,- Euro gilt

die abgestempelte Einzahlungs-Quittung

als Spendenbescheinigung. Im

Namen des Vorstandes ein herzliches

Dankeschön.

// Iris Beckedahl (Text), Dirk Dulinski (Fotos)

12 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 13



Dunkle Überschrift Wolken linksüber dem Seniorentreff

Obacht inÜberschrift der Tunnelstraße rechts

Dunkle Wolken stehen über den Seniorentreff am Carnaper Platz. Dort, wo sich

viele Generationen trafen, um ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen,

ist nun ein heftiger Streit über den Fortbestand entbrannt.

Im März hat der Betriebsausschuss der

Alten- und Pflegeheime (APH) beschlossen,

dass der Seniorentreff an

der Bromberger Straße saniert wird, da

über die Wintermonate ein Wasserschaden

aufgetreten ist. Das Gebäude

wurde in der kalten Jahreszeit nicht

beheizt und so ist es zu einem Leck in

der Heizungsanlage gekommen.

Dieser Schaden ist dem Gebäudemanagement

gemeldet worden, doch

getan hat sich nichts. Angeblich stand

keine Firma für eine Reparatur zur

Verfügung. Laut einer Pressemitteilung

vom 28. Mai 2021 ist ein Auftrag erteilt

worden, den Schimmel zu entfernen.

Dies soll in der Zwischenzeit auch

geschehen sein.

Rund 4.200 Menschen nutzten vor

Corona das Haus am Carnaper Platz.

Personen, die das Haus für private

Feiern nutzten sind hier nicht mitgerechnet.

Und die sollen jetzt einfach

vor die Tür gesetzt werden!?

Drei Jahre wurde nach einer Alternative

gesucht — gefunden wurde keine.

Für eine Begegnungsstätte gibt es

kaum einen verkehrsgünstiger gelegenen

Platz, der dazu noch ebenerdig

zu begehen ist.

Unseren älteren Mitbürgerinnen und

Mitbürger, die viel für ihre Stadt getan

haben, muss dieses Haus erhalten

bleiben! Die Möglichkeit, sich zu

treffen und auszutauschen darf ihnen

nicht genommen werden. Auch wenn

einige meinen, der harmonische Blick

auf das neue Verwaltungsgebäude der

WSW würde dadurch gestört.

// Lothar Bergelt

Die Tunnelstraße wartet in diesen Tagen auf eine Beschilderung als unechte

Einbahnstraße. Dieses zusätzliche Schild erlaubt Fahrrädern das Befahren

gegen die Einbahnstraße zwischen der Einmündung der Buchenstraße in die

Tunnelstraße in Richtung Eschenstraße.

Erster Anlauf vor zwei Jahren

Wie kommt es zu dieser Veränderung?

Ein Bürgerantrag aus dem Jahr 2019

mit obigem Ziel wurde seinerzeit von

der Bezirksvertretung Barmen abgelehnt;

unter anderem mit Hinweis auf

Unübersichtlichkeit auf diesem Teilstück,

Fehlen von Ausweichstellen,

Gegenverkehr durch Busse und LKW.

Erfolg im zweiten Versuch

Eben jener abgelehnte Bürgerantrag

wurde im Dezember 2020 neu gestellt.

Die Bezirksvertretung Barmen hat sich

mit diesem Antrag im Mai 2021 befasst.

Verweisen auf die unveränderten

Bedingungen seit der ersten Ablehnung

2019 standen auch positive Meinungen

gegenüber.

Letztlich wurde mehrheitlich im

Sinne des Bürgerantrags entschieden.

Die Verwaltung hat nun den Auftrag,

die Beschilderung durchzuführen.

Fahren Sie bitte vorsichtig

Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um

besondere Vorsicht und Rücksichtnahme

in diesem unübersichtlichen

und neu beschilderten Bereich!

// Dirk Dulinski

14 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 15



Überschrift links

Straßennamen auf dem Rott

Inzwischen ist unsere Reihe der Straßenbeschreibungen ein fester und beliebter

Bestandteil des Flotten Rotters geworden. Heute erscheint bereits die vierte

Folge mit Geschichten und Geschichte rund Straßennamen in unserem Quartier.

Als Quelle dient wieder einmal auch das inzwischen leider vergriffene

Buch „Wuppertaler Straßennamen: Ihre Herkunft und Bedeutung“ von

Wolfgang Storck.

Hultschiner Straße

Die Hultschiner Straße verläuft von der

Ulmenstraße bis zur Posener Straße

und erhielt ihren Namen im Jahr 1935.

Der vorherige, 1904 vergebene Name

lautete Hamburger Straße.

Der Name Hultschiner Straße leitet

sich vom Hultschiner Ländchen ab,

einem Hügelland in Tschechien. Das

Hultschiner Ländchen war ab 1742

preußisch (vorher österreichisch), fiel

dann im Jahre 1919 durch den Versailler

Vertrag jedoch an die Tschechoslowakei.

Die Benennung der Hultschiner Straße

hatte politische Gründe: Die Nationalsozialisten

hatten sich unter anderem

die Rückgliederung der durch den

Versailler Vertrag verlorenen Gebiete

in das Deutsche Reich zum Ziel gesetzt.

Graudenzer Straße

Die Graudenzer Straße erstreckt sich

von der Thorner Straße bis zur Bromberger

Straße. Ihren heutigen Namen

erhielt sie im Jahr 1935.

Ihren früheren Namen Schleswiger

Straße trug sie seit 1899. Er stammte

vom ehemaligen Herzogtum Schleswig.

Graudenz ist eine polnische Stadt

mit Namen Grudziądz in der Woiwodschaft

Kujawien-Pommern und liegt am

Ostufer der Weichsel.

Bromberger Straße

Die Bromberger Straße verläuft von der

Rödiger Straße bis zur Leimbacher

Straße und erhielt ihren heutigen

Namen ebenfalls im Jahr 1935.

Ihren vorherigen Namen, Düppeler

Straße (nach dem im deutsch-dänischen

Krieg umkämpften, dänischen

Ort Düppel), trug sie gute 60 Jahre.

Der ursprüngliche Verlauf der

Düppeler Straße führte von der

Carnaper Straße bis zur Leimbacher

Straße. Am 24. September 1898 wurde

sie dann von der Carnaper Straße bis

zur Rödiger Straße verlängert.

Bromberg (in der Landessprache

Polens Bydgoszcz) ist als aktueller

Namensgeber der Bromberger Straße

neben Toruń (Thorn, siehe Thorner

Straße) eine der beiden Hauptstädte

der polnischen Woiwodschaft

Kujawien-Pommern.

Die räumliche Nähe dieser Straßen

auf dem Rott kommt also nicht von

ungefähr.

//Dirk Dulinski

16 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 17



Die Großbaustelle an der Trasse

Nur einen Monat später,

im Januar 2021, hatte

sich der Bagger bereits

weit vorgearbeitet. In

der Bildmitte befand

sich einmal der Aldi-

Markt. Er ist komplett

abgerissen und völlig

verschwunden.

Überschrift rechts

Auf dem Rott tut sich was! In unmittelbarer Nähe der Nordbahntrasse, umrahmt

von Buchen-, Rosen-, Eichen- und Nelkenstraße, standen seit Jahrzehnten

die Gebäude der Firma USCHI-WOLLE. Diese wurden nun abgerissen.

In einem Teil der Gebäude gab es mal

einen Aldi-Markt. Danach folgte ein

Markt für Strick- und Häkelmaterialien.

Mit Beginn der Corona-Pandemie

schloss dann auch dieses Geschäft

endgültig seine Türen.

Seit Dezember 2020 wird der Komplex

nun abgerissen, um Platz für den

Neubau von zwei Wohnhäusern mit

Tiefgarage zu schaffen. Bereits am 18.

Dezember 2020 waren die ersten

Abbrucharbeiten in vollem Gange:

Im Februarschnee ist

mehr vom Ausmaß des

Abbruchs zu sehen. Die

Gebäudemauern zur

Rosenstraße sind

gefallen und vom Dach

stehen nur noch kleine

Reste zum Eckhaus

Buchen-/Rosenstraße.

Das Wohnhaus in der

Bildmitte grenzt an die

Nelkenstraße und wird

noch abgerissen.

Im März sind sowohl das

letzte verbliebene

Wohnhaus zur Nelkenstraße

als auch alle

oberirdischen Gebäudeteile

ebenfalls verschwunden.

Erste

Aushubarbeiten haben

begonnen.

18 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 19



Wir schreiben den Mai 2021, und die

Baustelle arbeitet sich weiter in den

Rotter Boden hinein. Es entstehen

erste kleine bis mittlere Steinhaufen

von zerkleinertem Aushub. Doch das ist

noch lange nicht das Ende.

Auch im Juni schreitet die Baustelle

voran. Immer tiefer frisst sich sie sich

in den Boden hinein. Der Rotter Fels

wird aufgestemmt, Steine und Felsbrocken

werden unter teils zermürbender

Geräuschkulisse zerkleinert.

Im April wird noch ein letzter Seitenflügel,

angrenzend zum Eckhaus

Buchenstraße/Rosenstraße abgerissen.

Gleichzeitig gehen die Aushubarbeiten

weiter und lassen einen Blick auf die

alten Kellergewölbe erkennen. Eine

Steinbrechermaschine erscheint auf

der Baustelle.

Wohin nun aber mit diesen gewaltigen

Mengen Aushubs? In die Breite geht es

nicht, da bleibt nur die Höhe! Die

neuen Rotter Berge entstehen.

Bagger schaufeln und sortieren die

Steinmassen, während große Lastwagen

unermüdlich riesige Mengen

Materials über den Rott abfahren. Eine

große Lärm- und Schmutzbelastung

für alle Anwohnerinnen und Anwohner

des gesamten Viertels

.

Die Baustelle „USCHI-WOLLE“ ist jetzt

bereits sechs Monate alt und es hat

sich schon viel verändert. Bis zur

Fertigstellung der Wohnhäuser wird

allerdings noch sehr viel Wasser die

Wupper herunterfließen.

Wir werden die Entwicklung der

Bauarbeiten auch weiterhin beobachten

und Sie in der Winterausgabe

des Flotten Rotters wieder auf dem

Laufenden halten.

// Dirk Dulinski

20 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 21



Rudi vom Rott

Liebe Rotterinnen, liebe Rotter!

Ich bin es wieder, Euer Rudi. Ihr glaubt

gar nicht, was mir in den letzten

Wochen widerfahren ist. Die Corona-

Krise mit ihren ganzen Einschränkungen

— keine Treffen, keine Veranstaltungen,

meist im Home-Office,

somit viel Zeit und dazu häufig allein —

hat wohl viele veranlasst, sich einen

Hund zur Gesellschaft zuzulegen.

Rudi und die Mädels

Ich freue mich wirklich über diese

Entscheidung. Es heißt schließlich

nicht umsonst, dass „der Hund der

beste Freund des Menschen“ ist. Aber

warum müssen das denn alles

Hündinnen sein? Auf meinen Gassi-

Runden kamen mir ganz viele hübsche

Hündinnen entgegen. Ich konnte mich

gar nicht mehr konzentrieren.

Mir geisterten nur noch die Mädels

im Kopf herum, ständig hatte ich den

Drang raus zu wollen und nachzuschauen,

wer gerade unterwegs war,

mit welcher Hündin ich kurz spielen

könnte oder ob ich mich bei einem

neuen Mädel vorstellen musste.

Rudi und sooo viel Müll

Meine Familie hat immer neue Wege

gesucht, um mit mir Gassi zu gehen.

Aber das ist gar nicht so einfach. Haben

Sie schon mal gesehen, was hier überall

auf den Gehwegen rumsteht oder

rumliegt? Wir sind in den letzten

Wochen in allen möglichen Ecken vom

Rott unterwegs gewesen, aber überall

das Gleiche: Entweder waren die

Gehwege zugeparkt oder völlig

vermüllt.

Warum schmeißen die Menschen

eigentlich so viel auf den Bürgersteig?

Ärgert es sie nicht, durch den Müll zu

laufen? Ich verstehe das nicht…

Gut, mich als Hund stört es auch

nicht so sehr. Meistens riecht es ganz

spannend, aber mein Frauchen mag das

gar nicht. Sie zieht mich dann immer

weg, wenn ich mir den Abfall genauer

anschaue und vielleicht auch mal daran

lecke. Uih, dann wird sie ganz hektisch

und energisch. Menschen sind

manchmal so unentspannt.

Ich kann es verstehen, wenn Glasscherben

auf dem Boden liegen, dann

hat sie schon Recht, dass wir einen

großen Bogen darum machen, damit

ich keine in die Pfoten bekommen.

Aber ich verstehe nicht, warum die

Menschen ihren Müll nicht entsorgen

und einfach auf den Boden werfen, es

gibt doch überall genügend Mülltonnen.

Rudi mag keine Chips

Nun gut, die alternativen Gassi-Runden

haben also nicht viel gebracht. Meine

Gedanken kreisten weiter fortwährend

um die ganzen Hundemädels. Es war

schon so schlimm, dass ich gar nicht

mehr Abschalten oder mir Zeit zum

Fressen nehmen konnte.

So, und jetzt kommen wir zum

Problem: Frauchen und Herrchen

waren so besorgt, dass sie eines

Morgens mit mir zur Tierärztin

gefahren sind. Ich habe mir gar nichts

Überschrift rechts

Böses dabei gedacht, ich war schließlich

schon häufiger dort. Seit dem

Morgen hat sich aber alles geändert.

Mir wurde nämlich tatsächlich ein

Hormonchip eingesetzt.

Können Sie sich das vorstellen? Ich

bin meinem Frauchen echt böse, jetzt

kann sie schauen mit wem sie Gassi

geht, mit mir nicht. Ich habe jetzt

wirklich keine Lust mehr. Zuhause ist

es auch schön und wenn ich dann noch

etwas Leckeres zu essen bekomme,

dann bin ich schon zufrieden. Nee,

Gassi gehen kann sie jetzt echt alleine,

ich mache da nicht mehr mit.

Euer Rudi

Barmen | Elberfeld | Steinbeck | Vohwinkel

www. rundum-akzenta.de

// Rudi Beckedahl

22 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 23



Termine im 2. Halbjahr 2021

WiederkehrendeÜberschrift Veranstaltungen rechts

Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie können sich Termine ändern oder

auch komplett entfallen. Die Ankündigung erfolgt dann mit Datum, Ort und

Uhrzeit per Aushang, in der Presse und auf unserer Internetseite.

ABGESAGT

UNICEF Kinder- und Herbstfest im Schönebecker Busch.

13. Oktober 2021

Herbstfahrt ins Blaue. Eine Tagestour mit Überraschungseffekt.

18. November 2021

Reiseabend mit Rückblick 2021 und Vorschau auf 2022.

19:00 Uhr in der Rotter Kirche.

3. Dezember 2021

Adventsfahrt. Das Ziel wird noch bekanntgegeben

Es sieht danach aus, dass im zweiten Halbjahr auch beim Rotter Bürgerverein

wieder ein wenig Normalität Einzug hält. Deshalb planen wir wie gewohnt

unsere regelmäßigen Veranstaltungen. Für aktuelle Informationen beachten

Sie bitte die Aushänge und die Webseite.

Auf ein gesundes & munteres Wiedersehen!

Treff im Rotter Café

Jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat (außer in den Ferien) findet im Foyer der

Rotter Kirche von 15:00 bis 17:00 Uhr der Treff im Rotter Café statt.

Boule für alle

Jeden Mittwoch ab 16:00 Uhr wird auf der Boulebahn des Spielplatzes

Schönebecker Busch Boule gespielt.

Gymnastikgruppen

Jeden Donnerstag (außer in den Ferien) treffen sich die Gymnastikgruppen in

der Zeit von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Anbau der Rotter Kirche.

Singkreis Rott

Der Singkreis Rott trifft sich donnerstags um 17:30 Uhr in der Rotter Kirche.

Bitte beachten Sie die Aushänge in der Geschäftsstelle und der Kirche.

Stammtisch des Rotter Bürgervereins

Jeden 3. Donnerstag im Monat findet von 19:00 bis 20:30 Uhr der Stammtisch

des Rotter Bürgervereins im Thorner Eck statt.

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24 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 25



Überschrift links Rotter Rezepte-Ecke Rotter Rezepte-Ecke

Wir beginnen diese neue Rubrik zunächst mit einem zeitlosen Klassiker der

Bergischen Kartoffelküche, den Reibekuchen.

Der Jahreszeit angemessen verarbeiten wir in unserem zweiten Rezept Johannisbeeren

aus dem eigenen Garten zu einem fruchtigen Aufgesetzten.

Lecker Rieweplätzkes

Für den Teig

3 Pfund Kartoffeln

2 bis 3 Eier

1 Teelöffel Salz

2 Zwiebeln

3 bis 4 Esslöffel Paniermehl

Zum Braten

Öl oder Bratfett

Als Beilage

Schwarzbrot mit Butter,

Apfelmus oder Apfelkraut

Zubereitung

Die geschälten und gewaschenen Kartoffeln

mittelfein bis fein reiben. Geben Sie anschließend

die übrigen Zutaten unter die Kartoffeln und

mischen Sie den Teig sorgfältig mit den Händen

durch. Erhitzen Sie nun das Fett in einer Pfanne

und geben Sie mit Hilfe eines Esslöffels vorsichtig

handgroße Plätzchen in das Fett. Vorsicht, dies ist

eine spritzige Angelegenheit!

Braten Sie die Reibekuchen nun von beiden

Seiten knusprig aus. Anschließend lassen Sie die

fertigen Plätzchen auf einem Gitterrost einige

Augenblicke abtropfen. Sie können den Rost vorher

auch mit einer Lage Haushaltsrolle bedecken. So

wird mehr Fett aus den Reibekuchen gezogen. Nun

können Sie die Reibekuchen servieren! In der

süßen Variante isst man sie bestrichen mit

Apfelmus oder Apfelkraut. Herzhaft werden sie auf

einer Scheibe Schwarzbrot mit Butter serviert.

Guten Appetit!

Aufgesetzter mit Beeren

Zutaten

200 g schwarze Johannisoder

Brombeeren

100 bis 150 g weißer Kandis

1/2 Vanillestange

1 Flasche (0,7 l) Bergischer

Korn, z. B. Hoffer Alter

1 Prise Geduld

Für die Aufbewahrung

1 Literflasche

Zubereitung

Die Früchte waschen und bei Bedarf entstielen.

Füllen Sie die Früchte nun in die gesäuberte und

leere Literflasche. Geben Sie den Kandis und die

Vanillestange hinzu. Für eine weichere Süße

können Sie die Hälfte des Kandis auch durch klaren

Honig ersetzen. Gießen Sie die Basis anschließend

mit Korn auf. Stellen Sie die verschlossene Flasche

nun drei bis vier Wochen an ein sonniges Plätzchen.

Schütteln Sie die Mixtur ab und zu sanft auf.

Dann lagern Sie Ihren Aufgesetzten noch mindestens

vier weitere Wochen im Keller.

Wohl bekomms!

Wenn Sie Ihr Bergisches Lieblings-Rezept hier veröffentlichen möchten, können

Sie es in der Apotheke abgeben oder per Mail an info@rotter-buergerverein.de

senden. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge und wünschen Ihnen viel Spaß beim

Nachkochen der ersten beiden Rezepte.

// Stefan Lohkamp

26 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 27



Überschrift links

Die große Wohnumfeldreinigung

„Auf, auf und auf! Lasst uns von Tonne zu Tonne eilen, wir wollen dem Müll eine

Abfuhr erteilen.“ dichtete einst der große Heinz Erhardt. Am 20. März 2021

nahmen sich 24 tapfere Rotterinnen und Rotter, davon 4 Kinder, diese Worte

zum Motto für die alljährliche Wohnumfeldreinigung.

Bewaffnet mit Müllsäcken, Handschuhen

und Greifern, wurde der Rott

unter Einhaltung der Abstands- und

Hygienemaßnahmen gereinigt.

Zu viel Müll in kurzer Zeit

Bereits nach zwei Stunden anstrengender

Arbeit waren 23 Müllsäcke des

ESW mit achtlos in der Gegend

verteiltem Müll gefüllt. Eine erschreckende

Ausbeute in so kurzer Zeit!

Besonders große und schwere Säcke

wurden mit Einsatz einer Schubkarre

zur Sammelstelle am Rotter Platz

transportiert.

Dank an Beteiligte und den ESW

Der Rotter Bürgerverein 1902 e. V.

bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen

und Teilnehmern für ihr Engagement,

den Rott wieder ein glänzendes Viertel

zu verwandeln!

Ein besonderer Dank gilt dem Eigenbetrieb

Straßenreinigung Wuppertal,

der wie in der Vergangenheit unsere

Reinigungsarbeiten erst ermöglicht

hat.

Wir freuen uns nicht wirklich auf das

kommende Jahr. Vielmehr wünschen

wir uns, dass alle Mitmenschen durch

umweltbewussteres Verhalten dazu

beitragen, Müll zu vermeiden!

// Lothar Bergelt

28 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 29



Auf dem Rott: Peter Holzrichter GmbH

In dieser Serie stellen wir Ihnen bekannte und weniger bekannte Menschen

oder Unternehmen aus unserem Quartier vor. Die folgenden stichpunktartigen

Beschreibungen des ersten Unternehmens aus dieser Reihe basieren auf der

Festschrift anlässlich des 200-jährigen Bestehens aus dem Jahr 2017.

der Produkte und ermöglichte eine

deutlich höhere Lagerkapazität.

1908 schloss sich das Unternehmen

Peter Holzrichter dem größeren

Unternehmen Carl Spaeter aus

Duisburg an und wurde in eine GmbH

umgewandelt. Damit war der direkte

Anschluß an die eisenproduzierende

Industrie geschafft. Spaeter besaß ein

eigenes Hüttenwerk im lothringischen

Rombach.

Nach dem 2. Weltkrieg

Das Unternehmen Peter Holzrichter

war von den Zerstörungen des zweiten

Weltkriegs weitgehend verschont

geblieben. Dennoch mussten in den

ersten Jahren der Bundesrepublik die

Maschinen und Anlagen vollständig

Überschrift rechts

modernisiert werden.

Durch den wirtschaftlichen Erfolg

Holzrichters in den Folgejahren gab es

steigenden Platzbedarf. Die vorhandenen

Gebäude und Flächen erwiesen

sich als zu klein.

In den 1970iger Jahren startete die

Planung für eine erhebliche Ausweitung

der Flächen und Gebäude auf dem

Rott. 1985 wurden die Ausbauarbeiten

abgeschlossen.

Holzrichter heute

Die Peter Holzrichter GmbH ist heute

immer noch ein Teil der Spaeter-

Gruppe, einer Gruppe mit 16 Standorten

in ganz Deutschland und nimmt

eine führende Rolle im europaweiten

Stahlhandel ein.

// Dirk Dulinski (Text), Holzrichter GmbH (Fotos)

Die Peter Holzrichter GmbH

Von der Eschenstrasse, der Nordbahntrasse

und vom Loh ist eine große,

grünfarbige Gebäudekombination

sichtbar. Dies ist das Stahlhandelsunternehmen

Peter Holzrichter, das im

Jahr 2017 sein 200-jähriges Bestehen

feierte.

Die Anfänge des Unternehmens

Johann Peter Holzrichter (1788-1879)

brach nach seiner Schulzeit mit der

bäuerlichen Familientradition und fand

den Weg zur Eisenbearbeitung. Er

lernte in Elberfeld das Schmiedehandwerk,

arbeitete einige Jahre in benachbarten

Städten und kehrte wieder nach

Barmen zurück. Dort machte er sich

erfolgreich als Schmiedemeister

selbstständig. Mit 29 Jahren gründete

er 1817 das Eisenhandelsunternehmen

Peter Holzrichter.

Das noch junge Unternehmen

siedelte sich in Unterbarmen an. Die

voranschreitende Industrialisierung

von Barmen und Elberfeld sowie die

wirtschaftliche Dynamik der Region

machten die Expansion des Unternehmens

notwendig.

Seit 1904 auf dem Rott

Im Jahre 1904 wird der Firmensitz zum

Güterbahnhof Loh an der Rheinischen

Strecke verlegt. Das dort gelegene

neue Lager beschleunigte den Versand

30 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 31



Wings for Nepal

Mit diesem Beitrag verlassen wir Wuppertal und nehmen Sie mit nach Nepal,

an den Rand des Himalayas. Wir erzählen Ihnen, wie es Menschen dort während

der großen Corona-Krise ergeht - und zwar aus der Perspektive des

College-Schülers Binod.

Namaste - Hallo!

Ich bin Binod,

im Oktober

werde ich

neunzehn.

Ich lebe

zurzeit in

Duvakot — in

einem kleinen

Ort etwa

45 Minuten

Autofahrt von

Kathmandu

entfernt — in einem Heim für Waisen,

Halbwaisen und Kinder armer Eltern.

Aber eigentlich komme ich aus Jumla,

aus den Bergen im mittleren Westen

Nepals. Ich habe früh meine Eltern

verloren. Die Dorfgemeinschaft hat

mich schon während der Grundschulzeit

nach Kathmandu ins Paropakar-

Waisenhaus geschickt, damit ich dort

zur Schule gehen konnte. Nach dem

großen Erdbeben 2015 mussten wir in

das Waisenhaus nach Duvakot

umziehen. Das sollte nicht das letzte

einschneidende Ereignis bleiben.

Corona hat auch vor Nepal nicht halt

gemacht.

Im März 2020 wurde alles

geschlossen, verriegelt und verrammelt.

Alle Touristen verließen unser

Land. Keine Schule, keine Kurse an den

Colleges, kein Sport, nichts mehr. Es

war gespenstisch in den Straßen.

Es war das Jahr, in dem ich die Schule

mit der 10. Klasse beenden wollte. Wie

würden die Abschlussprüfungen

laufen? Ich wollte danach doch so

gerne auf ein College und dort noch die

11. und 12. Klasse belegen, um später

vielleicht mal studieren zu können. Wie

würden die Aufnahmeprüfungen am

neuen College laufen? Online? Ich habe

doch nur ein Handy!

Bis Ende Juni konnten wir nichts

machen. Mit Uno spielen, Geschichten

schreiben, Indoor-Sportübungen und

Meditation haben wir versucht, die

Langeweile zu vertreiben. Dann kamen

doch noch die Zeugnisse online zu uns.

Die Lehrer hatten sich trotz Corona-

Schließungen was einfallen lassen. Das

zweite Glück war, dass wir Internet

hatten. So hatte ich immer Kontakt zu

meinen Freunden in Deutschland, die

mit ihrem Verein Wings for Nepal

schon so vielen Freunden geholfen

hatten. Dieses Jahr sollte ich dran sein.

Immer wieder haben sie mich motiviert,

mich an einem College zu

bewerben. Und es hat geklappt. Seit

November bin ich Schüler am

Sunshine-College!

Alles läuft immer noch online, der

Lockdown ist mal schärfer, mal

lockerer. Die Nähe zu Indien hat uns

die Delta-Variante des Virus gebracht.

Überschrift rechts

Volle Krankenhäuser, kein Sauerstoff,

keine Möglichkeit Touristen zu

empfangen oder im Ausland zu

arbeiten. Zu wenig Impfstoff, der Aberglaube,

dass der Impfstoff aus Indien

schlecht ist… Nepal kämpft an vielen

Fronten gegen das Virus. Auch hier

leiden besonders die armen Menschen.

Was wäre, wenn ich die Leute von

Wings for Nepal nicht kennengelernt

hätte? Sie haben meine Schulgebühren,

Schuluniform und Bücher bezahlt.

Auch in der 12. Klasse werden sie mir

helfen, vielleicht sogar mein Studium

finanzieren.

Hoffentlich ist Corona bald besiegt,

denn dann kommen meine Freunde

wieder nach Nepal, um uns zu

besuchen, so wie sie es sonst jedes Jahr

getan haben.

Dhanyabad - Vielen Dank

an alle Unterstützer des Vereins, möge

er noch lange uns „lost boys“ helfen

können. Mehr Informationen über

Wings for Nepal erhalten Sie bei

Frau Fehlenberg in der Eschen-

Apotheke.

Wings for Nepal e. V., Spendenkonto

DE67 3305 0000 0000 8217 28

// Andrea Fehlenberg

Unsere Öffnungszeiten:

Mo bis Fr 8.30 - 18.30 Uhr | Sa 8.30 - 13.00 Uhr

Jürgen Trzaska e. K.

Eschenstr. 140 | 42283 Wuppertal

Telefon 0202 55 94 30 | Fax 0202 59 55 03

eschen-apotheke@t-online.de

www.eschen-apotheke.de

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Die Sommerfahrt 2021 nach Friesland

Donnerstag 3. Juni

An diesem Tag begann unsere

Sommerfahrt nach Friesland. Die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer unserer

Reise wurden mit Hafermann Reisen

vom Rott abgeholt.

Die Sitzplatzeinteilung wurde Corona

konform erstellt, damit Hafermann

diese Fahrt ohne dauernden Mundschutz

anbieten konnte. Allerdings

musste jeder Fahrgast seiner Maskenpflicht

in allen Räumen und bei

Ansammlungen von Menschentrauben

nachkommen. Die 5-Tage-Fahrt führte

uns durch unterschiedlichste Gebiete

in Friesland.

Der erste Stopp war Oldenburg. Die

Universitätsstadt gehört zur europäischen

Metropolregion Nordwest. Das

Café im Alten Rathaus hatte köstliche

Torten, die uns gerade recht kamen.

Der Besuch von Oldenburg hat sich

gelohnt! Es folgte die Weiterfahrt zu

unserer Unterkunft im Hotel Auerhahn

in Sande. Nach dem Abendessen trafen

sich alle Rotter und Freunde auf der

Terrasse. Das Wetter war angenehm

und man hatte sich nach langer Zeit

viel bei einem Drink zu erzählen!

Freitag, 4. Juni

Am nächsten Morgen nahmen wir

schon um 7:00 Uhr unser Frühstück

ein, um dann die Abfahrt nach

Langeoog über Bensersiel zu starten.

Langeoog ist eine der Ostfriesischen

Inseln im Nordwesten Deutschlands.

Die superspannende Kutschenfahrt

rund um die schönsten Gelände und

Besiedlungen der Insel war ein

Erlebnis. Bei schönstem Sonnenschein

verbrachten wir viel Zeit in der Innenstadt.

Ansprechende Cafés und Konditoreien

luden zum Besuch ein. Dann

ging es zurück mit der Inselbahn und

Fähre zurück zum Hotel.

Samstag, 5. Juni

Schon wieder um 7:00 Uhr Frühstück.

Es ging zur Insel Norderney, die auch

zu den Ostfriesischen Inseln in der

Nordsee gehört. Unser Bus brachte uns

nach Norddeich zur Überfahrt mit

einer Fähre nach Norderney. Während

der Fahrt konnten wir einige Seehunde

beobachten.

Zuerst erlebten wir eine Rundfahrt

über die Insel. Die beliebtesten

Sehenswürdigkeiten sind das Watt

(UNESCO Weltnaturerbe), das

Badehaus, der Leuchtturm, die kilometerlangen

Sandstrände und die Weiße

Düne, mit 24,4 Metern der höchste

Punkt Ostfrieslands.

Nach dieser Tour besuchten wir die

Innenstadt mit dem sehr ansprechend

gestalteten Kurpark, wo wir ohne

Regen bummeln gehen konnten.

Besonders leckeres und teures Eis in

handgebackenen Waffeln wurde am

Kurpark angeboten. In der Gastronomie

fanden wir kaum einen Platz.

Als wir wieder in unserem Bus saßen,

öffneten sich die Schleusen und es

prasselte, dass man fast nichts sehen

konnte. Nach dem Abendessen schloss

sich eine musikalische Unterhaltung

an. Es war ein amüsanter Abend.

Sonntag 6. Juni.

Auf nach Bremerhaven! Am Eingang der

Nordsee schmiegt sich die Seestadt an

die Weser. Die Nähe zum Wasser prägt

die Menschen und das Stadtbild.

Der Deich mitten in der Stadt,

umgeben von Museums- und Traditionsschiffen:

Das ist Hafenerlebnis

hautnah! Die Tour begann für uns mit

dem Fischereihafen. Weitere touristische

Attraktionen waren das Klimahaus,

das Auswanderhaus oder das

deutsche Schifffahrtsmuseum. Die Zeit

wurde leider knapp, aber eine Hafenrundfahrt

wollten wir dennoch

mitnehmen. Es hat sich gelohnt, die

Barkasse führte uns hautnah an das

Hafenleben mit seinen riesigen

Schiffen, Schwimmdocks, Schleppern,

Brücken Überschrift und Containern undrechts

auch

Übersee-Luxusschiffen heran.

Montag 07. Juni

Es hieß Kofferpacken, ab in die Heimat.

Aber einen Stopp hatten wir noch im

Programm: Wir pausierten in Bad

Zwischenahn.

Der Kurpark war sehenswert. Er lud

zum Spazieren ein, und die Bänke zum

Verweilen um die Seele baumeln zu

lassen. Die Perle, das Zwischenahner

Meer, bot seine Weiße Flotte an. Nach

einem Imbiss beim Spieker bestiegen

wir unseren Bus und kehrten froh

gelaunt nach Wuppertal zurück.

Wir haben schöne Tage miteinander

verbracht und der Rotter Bürgerverein

hofft, dass auch alle Mitreisenden

zufrieden waren.

Auf ein Wiedersehen!

// Karola Emde

34 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 35



Wir gratulieren!

Der Vorstand des Rotter Bürgervereins gratuliert sehr herzlich den folgenden

Mitgliedern, die im 1. Halbjahr 2021 Geburtstag hatten, zu ihrem Ehrentag:

96 Jahre

Gustaf-Adolf Gerressen

95 Jahre

Rudolf Müller

93 Jahre

Heinz Bogatz

90 Jahre

Klaus Fichthorn und Ina Pick

88 Jahre

Waltraud Deitermann und

Willi Hohmann

87 Jahre

Ludwig Kaletta

86 Jahre

Dr. Annemarie Gerson, Marlene

Schuwardt und Brigitte Wessel

85 Jahre

Fritz Brüninghold, Bärbel Hamann,

Doris Jehnichen, Hans Walter

Lünenschloss, Gisela Tismer,

Ursula Vogl und Erich Winkelmann

84 Jahre

Waltraud Bartsch, Friedrich-W.

Dicke, Rudolf Flosbach, Hildegard

Panne, Alfred Przybilla und

Hans-Joachim Tismer

83 Jahre

Manfred Bröcker, Rosi Lückenhaus,

Christel Overath, Ursula Schmidt,

Ursula Schneck und Karin Speth

82 Jahre

Adelheid Dreibholz, Ingrid Hahne,

Ursula Jermutus, Karin Lohre,

Karin May, Detlef Pickhardt und

Gerald Stege

81 Jahre

Albert Bleck, Agnes Brüninghold,

Egon Dreibholz, Elisabeth Heckemüller,

Jutta Jessat, Dieter Kehrenberg,

Irene Petrowski, Heidi Rohde,

Erika Werth und Annelis Winter

80 Jahre

Wolfgang Dietz, Bernd Hamann,

Gisela Heynen, Karl-Heinz Emde

und Horst Lichtinghagen

79 Jahre

Gudrun Bursch, Inge Butenhoff,

Karola Emde, Marietta Lamprecht,

Rainer Reuter, Rosemarie Röhling,

Christa Schumacher und

Bärbel Strutz

78 Jahre

Ariane Heuke, Monika Jörgens,

Detlef-Roderich Ross, Jutta

Waldeck und Charlotte

Winkelmann

77 Jahre

Werner Althoff, Christine Bernecker,

Marlis Bornefeld, Franz

Bornefeld, Ernst Udo Heuser,

Ursel Lichtinghagen und

Brigitte Tschiedel

76 Jahre

Erika Bruchmann, Theo Lange,

Brigitte Orlich und Robert

Riethbrock

75 Jahre

Bärbel Frierichs-Rehage, Peter

Gableck, Heinz Wolfgang Heil,

Thomas Stalph, Günter Wallrabenstein

und Karl-Heinz Zifuss

74 Jahre

Frank L. Bramstedt und

Gerhard Jessat

25 Jahre Mitgliedschaft

Marianne Dietz

Überschrift rechts

73 Jahre

Ilse Kiep und Bernd Liesenfeld

72 Jahre

Beate Hoffmann, Dieter Hopf und

Klaus Wallot

71 Jahre

Hans Daub, Dietmar Dönges,

Heidrun Gableck, Ursula Göbel,

Harry Klammer, Klaus Reese,

Christa Rensmann und

Elisabeth Wabnitz

70 Jahre

Peter Gaubitz, Dorothea Hitzholz,

Klaus Nögel, Brigitte Reese und

Anne Wallot

Selbstverständlich gelten unsere

Glückwünsche auch den jüngeren

Mitgliedern, die hier namentlich nicht

aufgeführt sind.

Viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit

für alle kommenden Lebensjahre.

Neue Mitglieder

Wir freuen uns über unsere neuen Mitglieder und begrüßen herzlich

Lisa & Frederic Ahrens, Joanna & Philipp Paschhoff und Jana & Pavol Patzitka

Jubilarinnen und Jubilare

40 Jahre Mitgliedschaft

Hans-Artur Strutz

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Für die Racker vom Rott

Überschrift rechts

Kreuzworträtsel

38 Der flotte Rotter Sommer 2021 Sommer 2021 Der flotte Rotter 39



In Wuppertal zeigt eine Baronin

wo’s langgeht.

Wer mit Fabienne van Straten als Baronin das Tal erkunden möchte,

bucht am besten gleich in der TreueWelt. Hier finden Sie auch weitere

Veranstaltungen und viele Vorteile. Sie werden begeistert sein.

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