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My HSG Career 2021

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NEUE

ARBEITSWELTEN

Wie du dich im Studium dafür wappnest

S. 18

Remote Work

Resilient bleiben

S. 66

Das Magazin für deine Karriere

AUSGABE 2021

FUTURE

SKILLS

Diese Fähigkeiten brauchst du in Zukunft

S. 6


CSC Stimmen

« Kenne deine Ressourcen

und nutze sie. Was mich weitergebracht hat, ist

der gezielte Einsatz meiner Ressourcen. Sich seiner eigenen

Stärken bewusst zu sein und zu wissen, woraus man Kraft

schöpft, führt einen zum Erfolg. Dies hilft nicht nur bei der

eigenen Motivation, sondern auch beim Arbeiten in Teams.

Gleichzeitig erachte ich es als äusserst wertvoll, von meinen

Mitmenschen Feedback zu erhalten und auf diese Weise

po tenziell neue Qualitäten aufzudecken. Am wichtigsten ist,

dass man authentisch bleibt.»

Catherine Kha, Business Developer

“Know your

resources.”

my HSG Career INSIGHT

2

“Explore

and use

your

possibilities

– being

able to do

that is a

privilege.”

« Die Arbeit muss dem Alltag

Raum zum Glücklichsein bieten.

Hätte ich bei meinem Start in das Berufsleben vor 23 Jahren von

meiner erfüllenden Aufgabe hier beim CSC gewusst, hätte ich mir

wahrscheinlich einen Plan gemacht. Doch es brauchte ihn nicht. Ich

hielt mich an meinen inneren Kompass, der sich nach Respekt,

Offenheit, Flexibilität und Zuversicht ausrichtet. Das gab mir genug

Luft zum Atmen, Raum für Entwicklung und ein hohes Mass an

Zufriedenheit. Kürzlich wurde mir gesagt, ich sei ein ‹Possibilist› – ein

Mensch, der weder zu optimistisch noch zu pessimistisch ist; einer, der

immer versucht, mutig und kreativ die Möglichkeiten des Lebens zu

nutzen. Nach diesem Credo lebe ich tatsächlich, immer abgestimmt mit

meinem inneren Kompass. Und wie sagt ein Sprichwort aus meiner

bayerischen Heimat: ‹Schau ma mal, dann seng mas scho.›»

Florian Graf, Key Account Manager

« Wegweisende Selbstreflexion.

In meiner bisherigen Laufbahn bin ich einer klaren Richtung

gefolgt, und doch war mein beruflicher Weg nicht vorhersehbar:

Flexibilität und Offenheit gegenüber Veränderungen haben mir

ermöglicht, Chancen als solche zu erkennen. Entscheidend dabei

war das Wissen um meine Interessen und Kompetenzen. Diese

Selbstreflexion ist ein verlässlicher Wegweiser in einer sich verändernden

Welt. Als Teil des CSC-Teams freue ich mich, künftige

Anforderungen der Berufswelt zu adressieren, um weiterhin mit

einem zeitgemässen Angebot Studierende und Unternehmen

individuell und gewinnbringend zu beraten.»

Andreas Stopper, Data Analytics Manager

“Self-reflection

is a reliable guide

in a changing

world.”


Welche Skills brauchst du in Zukunft?

Liebe Studentin, lieber Student

Future Skills – ein anregendes Begriffspaar, das gleichzeitig viele Fragen aufwirft.

Welche Fähigkeiten werden auf dem Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit zunehmend

nachgefragt? Welche Trends zeichnen sich ab? Welche Jobs entstehen, welche

ent fallen? Antworten auf diese und andere Zukunftsfragen findest du in der aktuellen

Ausgabe unseres Karrieremagazins. Neben dem Schwerpunktthema «Future Skills»

präsentieren wir dir unter anderem den HSG Talent Profiler und wertvolle

Infor mationen rund ums Thema Digital Recruiting. Success-Storys aus der Praxis

erhältst du in der Rubrik «Best Practice». Dort porträtieren wir ehemalige HSG-

Studentinnen und -Studenten, die teilweise eher untypische Karrierewege eingeschlagen

haben und heute trotzdem – oder gerade deshalb – höchst erfolgreich sind.

Und weil wir möchten, dass auch du den für dich richtigen Weg einschlägst,

verraten wir dir in der Rubrik «Get Hired», welche Phasen es bis zum Einstieg ins

Arbeitsleben gibt und worauf es ankommt.

my HSG Career EDITORIAL

3

Wir freuen uns, wenn du im Magazin und gern auch bei uns im CSC vor Ort

Antworten auf deine Karrierefragen findest.

Bis bald

Dein Career & Corporate Services-Team

Djulijana Kilic

Projektleiterin HSG-Karrieremagazin,

Fachspezialistin Marketing und

Kommunikation

Nadine Leemann

Projektleiterin HSG Banking Days

und HSG Career Days

Gerd Winandi-Martin

Leiter Career & Corporate Services


INHALT

my HSG Career INHALT

4

5

6

IMPRESSUM

Career & Corporate Services

Institut für Medien- und

Das Karrieremagazin Kommunikationsmanagement der Universität

St. Gallen

Herausgeber

Career & Corporate Services

Gatterstrasse 1, 9010 St. Gallen,

csc@unisg.ch, hsgcareer.ch

Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe

Djulijana Kilic (Projektleitung),

Jürg Aegerter, Imera Crietee, Ines Danuser,

Christoph Fleischmann, Florian Graf, Sibylle

Jung, Catherine U Kha, Nadine Leemann,

Mindestabstand

Theresa Rutscheidt, Gerd Winandi-Martin

Konzept, Redaktion und Gestaltung

Pur Kommunikation, St.Gallen,

pur-kommunikation.ch

18 CD-Manual Universität St.Gallen

Variabler Abstand

Druck

Typotron AG, St.Gallen, typotron.ch

gedruckt auf Lessebo smooth white: FSC ® ,

PEFC & Nordic Swan Ecolabel zertifiziert

5

6

A4 / Massstab 1:1

Buntfarbe Grün

Pantone 356

Euroskala Grün

Cyan 95%

Magenta 0%

Yellow 100%

Black 20%

RGB Grün

R 0 G 128 B 47

Schwarz / Weiss

Black 100%

Logo einzeilige

Institution

Logo zweizeilige

Institution

Mindestabstand

unterhalb Logo

Unterhalb des Logos muss

der Mindestabstand von der

Versalhöhe des Buchstabens

U aus dem Universitätslogo

eingehalten werden.

Spotlight

Future Skills – Studieren 4.0: Wie du ein

Skill-Set für die Zukunft aufbaust 6

HSG Talent Profiler – Daten basierte Erkenntnisse

für deine Karriere 10

Neue Arbeitswelten – «Studiert, was euch

Spass macht» 18

The Future Way – Future Skills für alles,

was da kommt 24

Recruiting – High tech vs. High touch 56

Best Practice

Sprungbrett für steile Karrieren

– Dominik Schuler, Mister Loo: WC-Business

in Asien 14

– Isabelle Siegrist, Sandborn: «Finde heraus,

wer du bist und was dich glücklich macht» 16

– Laura Behrens Wu, Shippo: «Einen perfekten

Lebensplan gibt es nicht» 22

– Nicholas Hänny, NIKIN: «Verkaufe dich

schlechter, als du bist» 32

Karrierewege

– Sophie Sozzi, L’Oréal: «From being lost to my

dream job» 29

– Maiko Reutimann, Arundo Analytics: «Eine HSG-

Absolventin im HR? Ja, das geht!» 30

– Mathieu Gasser, Muller Healthcare Consulting:

Von der KV-Lehre in der Brauerei zum Consultant 31

LinkedIn – Act to connect: successfully expand

your network on LinkedIn 38

Auflage und Erscheinung

3500 Ex., 1× jährlich zum Herbstsemester

und als Online-Version auf hsgcareer.ch

September 2021

Erster Arbeitstag

– Damiano Della Bruna, Lidl: «Arbeitsstart bei

Lidl war um 5 Uhr in der Früh» 60

– Nora Küng, UBS: «Bleibt neugierig» 61


Get hired

6 Steps im Bewerbungsprozess

Orientieren – Die Standortfindung 41

Bewerben – Der Lebenslauf als Herzstück 42

Vorstellen – Die beste Vorbereitung fürs Jobinterview 44

Auftreten – Persönlich vs. virtuell 47

Entscheiden – Die Reflexion 48

Einsteigen – Der erste Arbeitstag 49

Snack it

Karriere hat viele Gesichter … 62

Alles für den Karrierekick 65

Insight

14 Stimmen – Das sagen die CSC-

Protagonistinnen und -Protagonisten 2, 27, 37, 71

3 Bereiche – HR, Sales und Legal im Vergleich 34

1 CSC – 3 Buchstaben für die beste Karriereunterstützung

51

6 Workshops und Online-Sessions – Das sind

die Take-aways 54

3 Events – Zum Vormerken 58

my HSG Career INHALT

5

Trendsetter

Remote Work – Resilienz im Homeoffice? Geht doch! 66

Future Jobs – Gesucht: Captain Future 70


Future Skills

my HSG Career SPOTLIGHT

6

Studieren 4.0:

Wie du ein Skill-Set

für die Zukunft

aufbaust

In der Arbeitswelt von morgen wird alles ganz anders. Welche Skills

gesucht und welche ersetzt werden, erfährst du hier. Ausserdem zeigen

wir dir, welche Fertigkeiten und Denkprozesse du dir im Studium

aneignen solltest, damit du in der neuen Arbeitswelt ankommst.

Text: Djulijana Kilic und Theresa Rutscheidt


Du bist Studentin oder Student und kurz vor

dem Abschluss deines Studiums. Du hast gelernt,

dich mit komplexen Themen zu beschäftigen,

hast zahlreiche Gruppenprojekte erarbeitet und

präsentiert. Jetzt stehst du vor deinem ersten Schritt

in die Arbeitswelt. Consulting, Banking, Business

Innovation, Human Resources, Marketing oder

vielleicht doch ein eigenes Start-up gründen? Dir

stehen alle Türen offen. Mit einem gefüllten Koffer

an Wissen und Fähigkeiten wagst du dich in

kleinen Schritten in die Arbeitswelt. Doch schon

bei deinen ersten Einblicken merkst du: Die Arbeitswelt

verändert sich rasant und es gibt noch so

viel mehr zu lernen als das, was an der Universität

bisher auf deinem Lehrplan stand.

Kultiviere deine

Anpassungsfähigkeit

Im Studium hast du gelernt, wirtschaftliche Modelle

anzuwenden. Auch effektives Zusammenarbeiten

in Gruppen gelingt dir. Du erkennst immer besser,

wo deine Stärken liegen. Aber aufgepasst: Rechne

immer damit, dass dein angeeignetes Wissen schon

überholt sein kann. Halte dich nicht nur über

wirtschaftliche Themen auf dem Laufenden, sondern

auch über neue Arbeitsmethoden. Lerne dazu,

adaptiere, finde neue Lösungen, sei kreativ. Ständig

erobern neue Technologien und Programme den

Markt: etwa Zoom, Trello oder Miro. Bleib offen. Sei

ein Early Adopter und bringe neue Arbeits methoden

in dein Team ein. Nutze deine jugendliche Unbeschwertheit

und verwandle sie in eine dynamische

Arbeitsweise. Denn die Evolution hat uns gezeigt:

Nicht die oder der Stärkste überlebt, sondern die

bzw. der Anpassungsfähigste.

Befähige dich

zur Freiheit

Deine Fähigkeit zur Anpassung wird auf allen

Ebenen wichtiger. Dabei spielen die technologischen

Veränderungen die entscheidende Rolle: Wir

arbeiten zusammen, jedoch nicht am gleichen Ort;

repetitive und weniger komplexe Aufgaben werden

auto matisiert. Unsere Arbeitskolleginnen und

Arbeitskollegen treffen wir häufiger in digitalen

Netzwerken als am Arbeitsplatz. Wir arbeiten, wo

wir wollen, wann wir wollen und wie wir wollen.

Augenscheinlich gewinnen wir mehr Freiheit, wenn

wir lernen, sie sinnvoll einzusetzen. Dabei solltest

du drei Skills auch schon jetzt während deines

Studiums gezielt fördern: technologische Fähigkeiten,

digitale Schlüsselqualifikationen und

nicht digitale Schlüsselkategorien.

Technologische Fähigkeiten

«Lerne dazu,

adaptiere dich,

finde unbekannte

Lösungen, sei

kreativ.»

Der erste Schritt zur neuen arbeitsweltlichen Freiheit

ist die Aneignung von technologischen Fähigkeiten,

die dir bei der Gestaltung von transformativen

Technologien helfen. Zu solchen Technologien zählen

beispielsweise die Webentwicklung, das User Experience

Design (UX) und Blockchain. Ebenso wichtig ist

ein Verständnis dafür, wie du komplexe Daten, «Big

Data», überblicken, nutzen und managen kannst.

Dazu gehört, Algorithmen bzw. Künstliche Intelligenzen

(KI) kreieren zu können, die dir bei der Analyse

von Datenmengen helfen. Ein Jobprofil, das dabei

hoch im Kurs steht, ist Data Scientist. Data Scientists

übernehmen die Steuerung und das Management der

Datenanalyse. Das Wissen, wie man mit transformativen

Technologien

umgeht,

wird in allen

Branchen ein

zentraler

Erfolgsfaktor

sein.

my HSG Career SPOTLIGHT

7


Future Skills

my HSG Career SPOTLIGHT

8

Digitale

Schlüsselqualifikationen

Good News: Nicht alle müssen sich spezifische

technologische Fähigkeiten aneignen. Sogenannte

«digitale Schlüsselqualifikationen» sollten zur

Allgemeinbildung werden. Diese Qualifikationen

sind der «Key» zu deiner neuen Freiheit. Sie

beschreiben Fähigkeiten, mit denen Menschen

in der Lage sind, sich in einer digitalisierten Welt

zurechtzufinden und aktiv daran teilzunehmen.

Dazu zählen unter anderem die digitale Wissensaneignung,

der informierte Umgang mit Daten

im Netz und die Fähigkeit, auch remote kollaborativ

zu arbeiten. Wer dies beherrscht, kann in einer

digital geprägten Welt kooperativ und agil arbeiten

und kritische Entscheidungen treffen.

Die wichtigsten

Schlüsselqualifikationen:

Digital Literacy

Grundlegende digitale Skills beherrschen,

z. B. den sorgsamen Umgang

mit digitalen persönlichen Daten,

das Nutzen gängiger Software, das

Interagieren mit Künstlicher

Intelligenz

Digitale Interaktion

Bei der Interaktion über Online-

Kanäle andere verstehen und

sich ihnen gegenüber angemessen

verhalten («Digitaler Knigge»)

Kollaboration

Unabhängig von räumlicher Nähe

und über verschiedene Disziplinen

und Kulturen hinweg effektiv

und effizient in Projekten zusammenarbeiten,

um als Team bessere

Resultate als eine Einzelperson zu

erzielen

Agiles Arbeiten

In einem für ein Endprodukt

verantwortlichen Team iterativ

(«Rapid Prototyping») genau

das erarbeiten, was der Kundin bzw.

dem Kunden Mehrwert bietet

Digital Learning

Aus einer Vielzahl digitaler

Infor mationen valides Wissen zu

ausgewählten Themengebieten

aufbauen

Digital Ethics

Digitale Informationen sowie

Auswirkungen des eigenen digitalen

Handelns kritisch hinterfragen

und entsprechende ethische Entscheidungen

treffen

Quelle: Das Future-Skills-Framework | Future Skills

STUDIEREN 4.0

In Zukunft wird nicht entscheidend sein, wie

viel Zeit du in den Erwerb von Abschlüssen

investiert oder wo und was du studiert hast.

Deine Zeugnisse, Zertifikate und Diplome

werden an Wichtigkeit verlieren. Entscheidender

wird die Erfahrung, die du in der

Anwendung einer Kompetenz hast. Studieren

wird individualisierter, kompetenzbasierter,

interdisziplinärer. Informelles Wissen,

das durch Lebenserfahrung gefördert wird,

gewinnt an Bedeutung. «Starres Wissen», wie

auswendig gelernte Modelle, wird weniger

relevant werden, weil du immer und überall

auf Wissen Zugriff haben wirst. In Zukunft

wählst du wahrscheinlich keinen Studiengang,

sondern ein Problem, das du lösen möchtest,

oder eine Mission, die du erfüllen willst.

Klingt das für dich nach einem Studium 4.0?


TOP-10-JOBS

VON MORGEN

1 Data Analysts and Scientists

2 Al and Machine Learning

Specialists

3 Big Data Specialists

4 Digital Marketing and

Strategy Specialists

5 Process Automation Specialists

6 Business Development

Professionals

7 Digital Transformation Specialists

8 Information Security Analysts

9 Software and Applications

Developers

10 Internet of Things Specialists

Quelle: Future of Jobs Survey 2020

World Economic Forum

Nichtdigitale

Schlüsselkategorien

Die neue Freiheit im Arbeitsleben umfasst aber nicht

nur digitale Fähigkeiten, sondern auch nichtdigitale

Schlüsselqualifikationen:

Problemlösungsfähigkeit

Konkrete Aufgabenstellungen, für die es keine

vorgefertigten Lösungen gibt, durch einen strukturierten

Ansatz und eigene Urteilskraft lösen

Kreativität

Originelle Verbesserungsideen (z. B. für bestehende

Geschäftsprozesse) oder Ideen für Innovationen

(z. B. für neue Produkte) entwickeln

Unternehmerisches Handeln &

Eigeninitiative

Eigenständig und aus eigenem Antrieb im Sinne

eines Projekts oder einer Organisation arbeiten

Adaptionsfähigkeit

Sich auf neue (technologische) Entwicklungen

einlassen, sie vorteilhaft nutzen und auf verschiedene

Situationen transferieren können

Durchhaltevermögen

Übernommene Aufgaben, z. B. herausfordernde

Projekte, fokussiert, verantwortlich und auch gegen

Widerstände zu Ende führen

my HSG Career SPOTLIGHT

9

Quellen: Das Future-Skills-Framework | Future Skills

Der Future-Skills-Bedarf bis 2023 | Future Skills

Bringst du diese Skills mit, dann bist du

klar im Vorteil: Du kannst dich in neuen

Situationen einfacher zurecht finden

sowie Probleme in einer zunehmend

unbeständigen und komplexen

(Arbeits-)Welt besser analysieren und

lösen.

Gig-Economy-Prekariat

Was typisch ist und was speziell,

erfährst du in unserem Online-Magazin.

hsgcareer.ch/karrieremagazin/

spotlight/studieren-40


HSG Talent Profiler

Daten basierte

Erkenntnisse

für deine Karriere

SPOTLIGHT

10

my HSG Career

Neue Jobs werden geschaffen. Karrierewege

ändern sich. Die Welt befindet sich

in einem stetigen Wandel. Das hat

Einfluss auf die Art und Weise, wie heute

rekrutiert wird. Damit wir dich in

deiner Karriereplanung ideal unterstützen

können, haben wir zwei

zusammen hängende Tools entwickelt.

Wir stellen sie dir hier vor.

Text: Catherine Kha

Karrierewege sind heute vielfältiger denn je. Umso

entscheidender ist es, sich selbst zu kennen und sich

bewusst vor Augen zu führen, welche Präferenzen

man hat. Nach dieser Reflexion gilt es, bei den

passenden Unternehmen den richtigen Eindruck zu

hinterlassen. Um diesen Prozess zu unterstützen

und zu zeigen, worauf es ankommt, haben wir vom

CSC zusammen mit Dr. Benjamin Berghaus

zwei Tools entwickelt: den HSG Career Profiler >

für Studierende und den HSG Talent Profiler >

für Unternehmen. Bei beiden Tools steht ein

Konzept, bestehend aus Werten, Interessen und

Kompetenzen, im Zentrum.

1

Werte

2

Interessen 3 Kompetenzen

Nach Schwartz, Shalom H.; Cieciuch, Jan; Vecchione,

Michele; Davidov, Eldad; Fischer, Ronald; Beierlein,

Constanze et al. (2012): Refining the theory of basic

individual values. In: Journal of Personality and Social

Psychology 103 (4), S. 663–688.

Nach Tracey, Terence J. G. (2002): Personal Globe

Inventory. Measurement of the spherical model

of interests and competence beliefs. In: Journal of

Vocational Behavior 60 (1), S. 113–172.

Nach Bartram, Dave (2005): The Great Eight

Competencies. A Criterion-Centric Approach

to Validation. In: Journal of Applied Psychology

90 (6), S. 1185–1203.


Der HSG Talent Profiler

Letztes Jahr haben wir damit begonnen, Unternehmen

zu befragen, wie das wünschenswerte Interessen-,

Kompetenzen- und Werte profil eines Talents aussieht,

das zu ihnen passen würde. Gleichzeitig interessierte

uns, worauf sie im Recruiting achten und wo sie

häufiger Schwächen feststellen. Hier die Erkenntnisse.

TALENT

PROFILER

Identify - Differentiate - Recruit

Bitte

einwandfrei

Die Bewerbungsunterlagen

Sauber und fehlerfrei – so sollen die

Unterlagen sein. Dieser Punkt hat es auf

Platz 1 bei den wichtigsten Komponenten

in der Prüfung von Bewerbungsunterlagen

geschafft. Ebenfalls unter den Top 5 ist

ein treffend formuliertes Anschreiben. Auf

diese beiden Punkte kannst du gezielt

Einfluss nehmen und dir bei Bedarf

Unterstützung holen – zum Beispiel bei

uns im CSC.

1. Sauberkeit, Fehlerfreiheit

2. Praxiserfahrung

3. Kompetenzen im IT-Umgang

4. Fremdsprachenkenntnisse

5. Treffendes Anschreiben

Möglichst

vermeiden

Die Schwächen

Wir haben Unternehmen ausserdem

befragt, wo sie öfter Schwächen der

Bewerbenden feststellen. Am häufigsten

wird der CV genannt, gefolgt vom

persönlichen Gespräch und Telefon-/

Video-Interviews.

Die Werte

sollten passen

Das Interview

Worauf achten Unternehmen, wenn der

erste Schritt geschafft ist und du zum

Bewerbungsgespräch eingeladen wurdest?

Hier sind der Wertefit und ein professionelles

Auftreten entscheidend. Ebenfalls

unter den Top-5-Komponenten: die

Qualität der Antworten und die nonverbale

Kommunikation. Kennst du deine

Werte? Möchtest du dich gezielt auf

dein Interview vorbereiten? Das CSC

unterstützt dich auch hierbei.

1. Wertefit

2. Professionelles Auftreten

3. Qualität der Antworten

4. Nonverbale Kommunikation

5. Wissen über das

Unternehmen / die Stelle

my HSG Career SPOTLIGHT

11

1. CV

2. Persönliches Gespräch

3. Telefon-/Video-Interview

4. Motivationsschreiben

5. USP formulieren


HSG Career Profiler

CAREER

PROFILER

Identify - Differentiate - Start

SPOTLIGHT

«Es geht nicht um

‹schlechter oder

besser›, sondern um

das Bewusstsein»

12

my HSG Career

DER HSG

CAREER PROFILER

Möchtest du mehr individuelle Erkenntnisse

erlangen? Dann empfehlen wir dir als idealen

Startpunkt für deine Karriereplanung den HSG

Career Profiler. Finde mit diesem Tool heraus,

wo deine Stärken und Interessen liegen und

welches Umfeld zu dir passt. Innert 20 Minuten

erhältst du wertvolle Auswertungen und kannst

diese in einem Termin mit unseren Career

Coaches vertieft besprechen und reflektieren.

Besonders spannend ist der Vergleich mit anderen

Studierenden, die sich für dieselbe Branche

oder denselben Funktionsbereich interessieren.

hsgcareerprofiler.ch

Mehr zum Erhebungs- und Auswertungskonzept

des HSG Career Profiler

erfährst du im Interview mit Benjamin.

Benjamin, hinter dem HSG Career Profiler und

dem HSG Talent Profiler stehen verschiedene

konzeptionelle und methodische Überlegungen.

Kannst du uns mehr darüber erzählen?

Den Start machte der 2012 erstmals an der HSG

erhobene Swiss Student Value Survey. Damals

wollten wir Studierende dazu anregen, sich bei der

Karriereplanung mehr über ihre arbeitsplatzbezogenen

Werte Gedanken zu machen. Nach einigen

Durchführungen haben wir das Konzept um die

Themenfelder Kompetenzen und Interessen ergänzt

und zum HSG Career Profiler ausgebaut. Diese

drei Facetten sind nun die Basis für die Beratungen

zur karrierebezogenen Standortfindung im Bereich

Career & Corporate Services. Der Profiler verfolgt

dabei zwei Ziele: Einerseits soll er möglichst neutral

das Karriereprofil der Studierenden zum gegebenen

Zeitpunkt der Erhebung ermitteln. Andererseits

will der Profiler einen Denkanstoss für die bewusste

Gestaltung der Karriere bieten. Die Teilnehmenden

erkennen ihre Gestaltungspielräume und hinterfragen,

ob sie sich bei ihrer Karriereplanung selbst

einschränken.


Für die Erhebung von Werten, Kompetenzen

und Interessen gibt es viele unterschiedliche

Modelle. Wie war dein Vorgehen bei der

Auswahl passender Modelle?

Wir haben ursprünglich mit der Erhebung von

arbeitsplatzbezogenen Werten begonnen und uns

konzeptionell auf dem Schwartz Value Survey –

dem vermutlich am breitesten angewandten

Erhebungskonzept zum Thema Werte (Grafik 1,

S. 10) – abgestützt. Darauf aufbauend, haben wir

die Erhebungsmethode für die HSG sowohl in der

Bestimmung geeigneter Items als auch in der

Erhebungsform operationalisiert.

Denselben Ansatz haben wir für Interessen (Grafik 2,

S. 10) und Kompetenzen (Grafik 3, S. 10) gewählt. Für

Interessen setzen wir auf eine vereinfachte Variante

des «Personal Globe Inventory». Dieses ist in der

Literatur zur Arbeitsforschung weit verbreitet und

mit seinen Ursprüngen in den 1980er-Jahren tief

verwurzelt. Es ist ein breit angelegtes Konzept zur

Erhebung von allgemeinen Interessen bezüglich

der Ausübung von Tätigkeiten. Für uns ergab diese

Wahl Sinn, da die Fragen zu berufsbezogenen

Interessen unsere Befragung eröffnen. Hier wollen

wir bewusst die Grenzen zwischen persönlichen

Präferenzen der Teilnehmenden und den Vorurteilen

zur Arbeitswelt etwas verwischen. Die erste Frage

einer Standortbestimmung sollte stets lauten: «Was

macht dir Freude?»

Zur Erhebung der Kompetenzen (Grafik 3) setzen

wir auf die «Great Eight». Das ist ein etwas jüngeres,

empirisch gestütztes Konzept mit acht Facetten, die

ZUR PERSON

Dr. Benjamin Berghaus promovierte an der Universität

St.Gallen. In seiner Dissertation, die den Impuls für die

Wurzeln des HSG Career Profiler gab, untersuchte

er den Einfluss von prestigereichen Arbeitgebermarken

auf Bewerbende, Management-Entscheidungsverhalten

und Organisationskultur. Benjamin arbeitet heute als

Unternehmer an der Schnittstelle von Lehre, Forschung

und Praxis und engagiert sich im HSG-Mentoringprogramm

genauso wie in Projekten zur Förderung und

Entwicklung der akademischen Kultur.

Befragt: Mr. HSG Career Profiler

Benjamin Berghaus

«Die erste Frage

einer Standortbestimmung

sollte stets lauten:

‹Was macht dir

Freude?› »

sich in der

qualitativen

Erforschung

von Vorgesetzten-Mitarbeitenden-Beziehungen

als relevant

herausgestellt

haben. Diese

acht Kompetenzen-Facetten

machen in aller Regel am Arbeitsplatz

den Unterschied. Es geht also nicht um die

Ermittlung von «schlechter oder besser», sondern

immer darum, das Profil aus selbst wahrgenommenen

Stärken und Potenzialen zu ermitteln und

es gleich darauf kritisch zu hinterfragen. Kurzum:

Es geht um die intensive Beschäftigung mit den

oben genannten Themen.

Von zentraler Bedeutung waren für uns dabei drei

Aspekte: Erstens möchten wir auf Konzepte setzen,

die bekannt und erprobt sind. Zweitens benutzen

wir Tools, die unseren Teilnehmenden möglichst

ganzheitliche und ausgewogene Profilbestimmungen

erlauben. Drittens stellen wir durch unsere eigene

Operationalisierung sicher, dass die Erhebungsmethoden

zur Lebensrealität und Sprache unserer

Studierenden passen. Die Fragen müssen beantwortbar

bleiben, und die Erhebungsmethoden dürfen

weder bewusst noch unbewusst manipulierbar sein,

was sehr wichtig ist. Dies alles spielt in die

Gestaltung der Items, der Abfragemethodik und

des Screenings der Datenqualität hinein.

my HSG Career SPOTLIGHT

13


Sprungbrett für steile Karrieren

Mister Loo

BEST PRACTICE

14

my HSG Career

Aus der Komfortzone:

WC-Business in Asien

Dominik Schuler schlug nach der HSG erst einen klassischen Karriereweg

im Investment Banking ein. Nach gewonnener Arbeitserfahrung in

Asien gründete er zusammen mit seinem Geschäftspartner ein Unternehmen,

das sich um ein menschliches Grundbedürfnis kümmert und erstklassige

Toilettenanlagen betreibt – und hat Erfolg damit. Sein Unternehmen

«Mister Loo» ist mittlerweile an über 50 Standorten in Asien vertreten

und wächst schnell.

Text: Nadine Leemann, Fotografie: Lek Kiatsirikajorn

Zur Toilette gehen ist Privatsache, fast schon ein

Tabuthema. Besonders für, was dieses Thema

anbelangt, eher zurückhaltende Schweizerinnen und

Schweizer. Als wir von my HSG Career Dominik

zum virtuellen Talk treffen, überzeugt er uns rasch

vom Gegenteil. Er geht das Thema WC völlig

unverkrampft an. Schliesslich kümmert sich Dominik

seit einigen Jahren beruflich darum, und das sehr

erfolgreich. Ausschlag für sein Studium in St.Gallen

gaben jedoch nicht der Traum vom eigenen Business

oder eine steile Karriere im Consulting-Bereich:

«Für mich wichtig waren nebst der erstklassigen

Ausbildung die Praxisnähe der Uni und die

Aussicht, in eine WG zu ziehen», blickt der heute

39-jährige Unternehmer zurück. Nach dem Masterstudium

folgte zunächst der klassische Werdegang

«Wenn man den

Herausforderungen

spielerisch gegenübertritt,

ist es einfacher,

sich wieder neu zu

motivieren und Lösungsansätze

zu finden.»

eines HSG-Absolventen. Am prägendsten waren

seine Berufserfahrungen im Bereich Corporate

Finance bei KPMG während des Studiums und

danach bei der UBS im Investment Banking.

Bei der Bank lernte er seinen Businesspartner

kennen. Beide wollten etwas Sinnvolles machen.


ZUR PERSON

Neues Geschäftsfeld E-Health

Dominik Schuler absolvierte 2010 den Master

Dominik und sein Geschäftspartner

Andreas denken das

in Accounting and Finance (M.A. HSG) und das

CEMS-Programm an der Universität St.Gallen. WC-Business bereits weiter. Ein

Nach einigen Jahren im Finanzbereich gründete grosses Thema ist E-Health.

er 2005 zusammen mit seinem Freund und In Asien werden Spitäler oft als

damaligen Arbeitskollegen Andreas Wanner Virenschleudern angesehen.

«Mister Loo», das Toilettenanlagen vertreibt. Bereits heute können deshalb

Das Unternehmen ist mittlerweile in Thailand, Patientinnen und Patienten

Vietnam, Indonesien und auf den Philippinen an einem Gesundheitskiosk bei

vertreten. misterloo.com

«Mister Loo» einen Check

durchführen. Ausserdem sind

Dominik und Andreas daran,

Smart Toilets in ihr Konzept zu integrieren.

Auf diesen Toiletten wird mit Einverständnis der

WC-Besuchenden deren Urin analysiert. Die

anonymisierte und aggregierte Datenauswertung

hilft den Gesundheitsdepartements der asiatischen

Länder, zu erfahren, welche Leiden in der Bevölkerung

vorhanden sind. Durch diese Erkenntnisse

können entsprechend zielgerichtete Gesundheitskampagnen

lanciert werden.

BEST PRACTICE

Erfolgreich im WC-Business:

HSG-Absolvent Dominik Schuler

Das Geschäft mit dem Geschäft

Nach verschiedenen Reisen durch Asien und

vielen negativen Toilettenerlebnissen war die Idee

geboren. «Mister Loo» wurde 2015 gegründet

und ist mittlerweile bereits an über 50 Standorten in

Thailand, Vietnam, Indonesien und den Philippinen

vertreten. Saubere Toilette, angenehmer Duft, Seife

für die Hände – simpel, hygienisch und gut. Das

Unternehmen ist erfolgreich und wächst, besonders

während der Pandemie: «Wir sind Corona-Sieger,

da die Hygieneanforderungen gestiegen sind und ein

sauberer Toilettengang respektive das Händewaschen

stark an Bedeutung gewonnen haben», sagt Dominik.

Herausforderungen spielerisch begegnen

Abschliessend wollten wir von Dominik wissen,

welchen Tipp er für Karriere einsteigerinnen und

-einsteiger hat. «Nutze deine privilegierte und hart

erarbeitete Ausgangssituation, probiere aus und

stecke den Kopf nicht in den Sand, wenn mal etwas

nicht funktioniert. Wir hatten mit unserem neuen

Businesskonzept in Ländern mit unterschiedlichen

kulturellen Hintergründen viele Hürden und

Rückschläge zu verkraften. Doch wenn man den

Herausforderungen spielerisch gegenübertritt,

ist es viel einfacher, sich immer wieder neu zu

motivieren und Lösungsansätze zu finden. Wenn

man aber nicht bereit ist, sich diesem Spiel zu

stellen, bleibt man an der Seitenlinie zurück», sagt

der erfolgreiche Unternehmer.

Mit der HSG ist der Wahl-Asiate Dominik immer

noch sehr verbunden. «Vor allem das Alumni-

Netzwerk hat mir weltweit Türen geöffnet. Dafür

bin ich sehr dankbar.»

Wir von my HSG Career bedanken uns für das

spannende Gespräch und freuen uns auf

einen Toilettenbesuch – bei «Mister Loo» auf

unserer nächsten Asienreise.

15

my HSG Career


Sprungbrett für steile Karrieren

Sandborn

BEST PRACTICE

16

Isabelle Siegrist arbeitete bei Startups.ch,

bevor sie Sandborn gründete.

my HSG Career

«Finde heraus,

wer du bist und

was dich

glücklich macht»

Projektgeist, Neugierde und der Wille, einen Impact für die Gesellschaft zu erzielen.

Isabelle Siegrist machte sich diese Kombination zunutze, als sie vor vier Jahren ihr eigenes

Unternehmen «Sandborn» gründete. Als Company Builder baut sie Firmen auf, berät

Grossunternehmen und unterstützt andere Gründerinnen und Gründer in der Umsetzung

ihrer Geschäftsideen.

Text: Catherine Kha, Fotografie: Tunya Koch


ZUR PERSON

Nach dem Studium führte Isabelles

Weg zunächst zu Startups.ch, wo sie

als Business Consultant und CIO

tätig war. Hier konnte sie unterschiedliche

Start-ups vorantreiben

und die Academy leiten. Nach zwei

Jahren entschied Isabelle, sich gezielt

auf einzelne Geschäftsideen zu

fokussieren, diese selbst aufzubauen,

und machte sich selbständig.

Isabelle Siegrist schloss 2016 den Master in

Business Innovation (M.A. HSG) ab. Nachdem

sie als Business Consultant und CIO bei

Startups.ch tätig war, gründete sie «Sandborn».

2018, 2019 und 2020 wurde sie in die

Reihe der «Top 100 Women in Business in

Switzerland» aufgenommen und erschien 2019

auf der «Forbes»-DACH-Liste «30 under

30». Heute ist sie unter anderem Jurymitglied

bei der Swiss Innovation Challenge und dem

Incubator Bluelion und Coach bei Innosuisse.

sand-born.com

«Be the change you want to see

in the world»

Als freiheitsliebendem Menschen bot

sich Isabelle nun die Möglichkeit,

ihren Alltag selbst zu strukturieren

und ihre Karriere im Bereich Company

Building fortzusetzen. Getreu

dem Motto «Be the change you

want to see in the world» treibt die

31-Jährige in ihrem beruflichen

Leben die Themen voran, die ihr

persönlich am Herzen liegen.

«Ich zähle auf starke

Partner und bleibe

bewusst flexibel mit

einer kleinen, agilen

Unternehmensgrösse.»

So zählt es zu ihren Leidenschaften,

Unternehmen mit einem gesellschaftlichen

Impact aufzubauen. Zum

Beispiel «Gärta»: eine Plattform, die

während des Corona-Lockdowns

entstanden ist, um die hart getroffene

Gärtnerbranche lokal zu unterstützen.

Bewusst ein kleines, agiles Unternehmen

Den Begriff «Karriere» verknüpft Isabelle damit, sich

weiterzuentwickeln und die eigene Expertise in

verschiedensten Bereichen zu erhöhen. Sie ist sich

bewusst, dass sie als Entrepreneurin ihre Karriere

mit klaren Zielen vorantreiben muss. Dabei ist es für

sie elementar, herauszufinden, wie man Erfolg für

sich definiert und authentisch bleibt. Beispielsweise

wurde Isabelle im Zusammenhang mit Erfolgsmessungen

oft gefragt, wie viele Mitarbeitende sie

hat. Ihre Antwort: «Erfolg ist für mich nicht an

die Anzahl der Mitarbeitenden geknüpft. Ich zähle

lieber auf starke Partner und bleibe bewusst flexibel

mit einer kleinen, agilen Unternehmensgrösse.»

Die HSG als Grundlage

Auch heute profitiert Isabelle vom Studium an

der Universität St.Gallen. Sei es durch das Businessnetzwerk

mit ehemaligen Mitstudierenden oder

durch das damals angeeignete Wissen und die

Kompetenzen. Rückblickend kommen ihr dabei

Geschäftsmodell-Innovationen oder an der

HSG erlernte Projektmanagement- und Kommunikations-Skills

speziell in den Sinn. Ihr Tipp an

die Studierenden: «Finde heraus, wer du bist, was

dich glücklich macht und welches deine Assets

sind. Sei authentisch und stärke deine Stärken.»

my HSG Career BEST PRACTICE

17


Neue Arbeitswelten

«Studiert,

was euch Spass

macht»

my HSG Career SPOTLIGHT

18

Erfolg ist an Fähigkeiten geknüpft. Wohin geht die Entwicklung

für die HSG-Innovationsfachfrau, den Personalchef

einer Bank und den Trendforscher? Wir haben Fachleute aus

unterschiedlichsten Gebieten zu einem digitalen Roundtable-

Gespräch eingeladen und Spannendes erfahren.

Die Fragen stellte: Gerd Winandi-Martin

Wir leben in einer Zeit, in der

digitale Technologien immer

stärker mit der physischen und

der biologischen Welt interagieren.

Gemäss Klaus Schwab,

Gründer und Präsident des World

Economic Forums WEF, ist dies

eine so komplexe und umfangreiche

Transformation, wie sie die

Menschheit noch nie erlebt hat.

Dazu kommt die aktuelle

Corona-Pandemie; es ist noch

nicht absehbar, was sie für

langfristige Auswirkungen auf

die Weltwirtschaft haben wird.

Jakub Samochowiec, Sie sind Trendforscher

am Gottlieb Duttweiler Institut und Autor der

aktuellen Future-Skills-Studie. Braucht

es arbeitende Menschen in Zukunft noch?

Jakub Samochowiec: Ja, es wird immer etwas zu

tun geben, allerdings werden sich die Rahmenbedingungen

wie Vergütung, Art der Arbeit, Art der

Anstellung, Arbeitsort etc. teilweise stark ändern.

Ausserdem ist es eher das Mittelmass, das von

der Automatisierung bedroht ist. Exzellenz wird

bleiben.

Sabine Seufert, wie sehen Sie das?

Sabine Seufert: Aus meiner Sicht werden Maschinen

zunehmend zur Rationalisierung eingesetzt und

ersetzen somit auch immer häufiger Menschen.

Substitution gab es auch schon in der Vergangenheit,


Gäste des (digitalen)

Roundtable

Moderator

Prof. Dr. Sabine Seufert, Ordentliche

HSG-Professorin für Wirtschaftspädagogik,

insbesondere pädagogisches Innovationsmanagement

Gerd Winandi-Martin, Leiter

Career & Corporate Services

Dr. Jakub Samochowiec, Trendforscher

am GDI und Autor der

aktuellen Future-Skills-Studie

das ist nicht neu. Es wird in Zukunft daher die Frage

zu diskutieren sein, wie das Zusammenspiel von

Mensch und Maschine funktioniert, welche komparativen

Vorteile sich aus der Zusammenarbeit

ergeben und welche Handlungsfelder und Optionen

entstehen – also Augmentation wird wichtiger als

Substitution.

Dr. Alex Villiger, Leiter Personal Graubündner

Kantonalbank und HSG-Absolvent

«Es ist eher

das Mittelmass,

das von der

Automatisierung

bedroht ist.

Exzellenz wird

bleiben.»

Jakub Samochowiec, GDI-Trendforscher

my HSG Career SPOTLIGHT

19

Alex Villiger, Sie beschäftigen sich mit dem

Thema Future Skills und der damit

verbundenen Transformation im Banking.

Wie verändert sich aktuell die Bankbranche?

Alex Villiger: Wir werden die Veränderung in drei

Wellen erleben: Die erste Welle läuft schon länger

und beinhaltet, dass mächtiger werdende Systeme

repetitive Funktionen ersetzen. Die zweite Welle

beinhaltet die künstliche Intelligenz, die auch

Sachbearbeitungsfunktionen gefährden wird.

Bei der dritten Welle handelt es sich um emotional

intelligente Roboter, die uns überall unterstützen

und begegnen. Die zweite Welle kommt aktuell

auf uns zu und wird die Bankenwelt nachhaltig

verändern. Auf der anderen Seite entstehen auch

neue Jobs, zum Beispiel Data Warehouse Analyst

oder Social-Media-Fachperson. Diese Jobs sind

häufig mit einem höheren Anforderungsprofil

verbunden, was heisst, dass wir unsere Mitarbeitenden

«upskillen» müssen und werden.


Neue Arbeitswelten

my HSG Career SPOTLIGHT

20

Sabine Seufert, wie gestaltet

sich der Veränderungsprozess

aus Ihrer Sicht?

Sabine Seufert: Wir sehen aktuell

eine grosse Heterogenität,

beispielsweise erleben wir einen

boomenden Start-up-Markt,

während auf der anderen Seite

klassische Jobs, wie von Herrn

Villiger erwähnt, wegfallen.

Die grossen Veränderungen

bringen selbstverständlich die

Bereiche Data Science, Künstliche

Intelligenz und smarte Dienstleistungen,

etwa in der Medizin,

im Gesundheitsbereich oder

beim Smart Home mit sich. Ich bin

überzeugt, dass auch praktische

Fertigkeiten, wie das Handwerk,

in der Zukunft mehr an Gewicht

gewinnen werden. Das heisst,

dass gute Zukunftskompetenzen

auch sehr bodenständig sein

können.

Jakub Samochowiec, gibt

es zu den Ausführungen

von Herrn Villiger und

Frau Seufert Ergänzungen?

Jakub Samochowiec: Die Fragestellung,

ob es in Zukunft diesen

oder jenen Job noch geben wird,

empfinde ich als sehr passiv,

sie löst das Gefühl aus, dass die

Zukunft uns zustossen wird.

Vergleichbar mit einer dunklen

Wolke, die über uns herzieht,

und wir hoffen, dass es jetzt nicht

gleich über uns zu regnen

anfängt. Entscheidender aus

meiner Sicht ist daher eine

gesellschaftliche Debatte um

die Fragestellung, wie wir den

Arbeitsmarkt der Zukunft

gemeinsam und aktiv gestalten

wollen. Es braucht neue Ideen,

und es braucht Visionen und

Experimente. Mit der Pandemie

wurde das Homeoffice zum

plötzlichen Experiment. Weitere

Experimente wären beispielsweise

der 6-Stunden-Arbeitstag

oder das bedingungslose

Grundeinkommen.

«Ich bin überzeugt, dass

auch bodenständige,

praktische Fertigkeiten,

wie das Handwerk, in der

Zukunft mehr an Gewicht

gewinnen werden.»

Welche Skills sehen Sie als

essenziell für die Zukunft?

Sabine Seufert: Für mich hat der

Umgang mit den Wünschen

und Bedürfnissen der Menschen

Priorität. Ich würde den Studierenden

empfehlen, weniger

vorgefertigte Kompetenzlisten

abzuarbeiten, sondern vielmehr

zu überlegen, wo die individuellen

Stärken liegen und wie

diese eingebracht werden.

Ich plädiere für eine Abkehr

vom Defizitdenken.

Jakub Samochowiec: Wir haben

die Kompetenzen in drei Kategorien

unterteilt: in Wissen, Wollen

Sabine Seufert, HSG-Professorin


Live-Ausschnitte zum

digitalen Roundtable

findet ihr hier:

hsgcareer.ch/karrieremagazin/spotlight/

studiert-was-euch-spass-macht

älteste

Denkfabrik

der Schweiz

Das Gottlieb Duttweiler Institut

GDI geht zurück auf den gleichnamigen

Migros-Gründer und ist

ein unabhängiger Thinktank

für Wirtschaft, Gesellschaft und

Konsum. Die Forscherinnen

und Forscher untersuchen am GDI

Megatrends und Gegentrends

und entwickeln Zukunftsszenarien

für Wirtschaft und Gesellschaft.

gdi.ch

Future-Skills-Studie:

gdi.ch/futureskills

GDI

und Wirken. «Wissen» sind konkrete Inhalte,

zum Beispiel eine Programmiersprache lernen. Das

Thema «Wollen» behandelt die Selbstbestimmung,

und mit «Wirken» sind der Glaube und das Vertrauen

gemeint, die gesteckten Ziele auch erreichen

zu können. Für mich zentral ist die Fähigkeit,

Entscheidungen zu treffen – wofür das «Wollen»

und das «Wirken» bedeutsamer werden.

Können Sie unseren Studierenden

abschliessend einen Tipp geben?

Alex Villiger: Studiert, was euch Spass macht,

packt viel in den Rucksack und verpasst die

technologische Entwicklung nicht.

Sabine Seufert: Probiert im Studium viel aus und

wählt eure Kurse nach Interessen und Präferenzen,

kombiniert mit Praxiserfahrung. Als künftige

Führungskräfte gilt es, die aktuellen Entwicklungen

zu verstehen und eine Vision für die gelungene

Partnerschaft von Mensch und Maschine zu

entwickeln.

Jakub Samochowiec: Traut euch, Entscheidungen

zu treffen. Und wenn ihr unsicher seid, denkt

daran, dass die anderen auch nur bedingt wissen,

was sie tun.

Ein perfektes Schlusswort.

Vielen Dank für das Gespräch.

my HSG Career SPOTLIGHT

21


Sprungbrett für steile Karrieren

Shippo

Laura Behrens Wu ist Mitgründerin

und CEO des Versandsoftware-

Unternehmens Shippo.

my HSG Career BEST PRACTICE

22

«Einen perfekten

Lebensplan

gibt es nicht»

Ursprünglich war es Laura Behrens Wus grosser Traum, bei einem

renommierten Beratungsunternehmen zu arbeiten. Zu diesem Plan gehörte es,

für ein Praktikum nach San Francisco zu reisen und im Anschluss nach

St.Gallen zurückzukommen. Doch während des Praktikums entschied sich

Laura gegen den geplanten Karriereweg und ergriff von da an stets

neue Möglichkeiten: Sie blieb und gründete ihr eigenes Unternehmen.

Text: Catherine Kha, Fotografie: zVg


In Lauras Karriere spielt die HSG

eine grosse Rolle. Nicht nur, weil

sie noch heute vom erlernten

Wissen in Strategie, Kommunikation

und Makroökonomie

profitiert, sondern auch weil sie

an der HSG Schlüsselpersonen

für ihre Unternehmensgründung

und ihre Karriere kennengelernt

hat. Dazu zählt ein Unternehmer,

mit dem sie sich am St.Gallen

Symposium ausgetauscht hat

und der ihr CV an sein Netzwerk

weitergeleitet hat. Damals

befand sich Laura in ihrem

Masterstudium in Unternehmensführung

und hatte

den Entschluss gefasst, zunächst

Berufserfahrung zu sammeln

und später Karriere bei einer der

grossen Beratungsfirmen zu

machen. Mithilfe des Unternehmers

gelang es ihr, einen

Praktikumsplatz bei einem

Start-up zu ergattern.

ZUR PERSON

Laura Behrens Wu schloss 2012 den

Bachelor in Betriebswirtschaftslehre

(B.A. HSG) ab. 2013 gründete

sie «Shippo» und ist heute CEO des

Versandsoftware-Unternehmens.

Zusammen mit ihrem Mitgründer,

Simon Kreuz, schaffte sie es 2017 auf

die Forbes «30 under 30»-Liste in der

Kategorie Enterprise Tech.

goshippo.com

Probleme erkennen, die man lösen will

Während ihrer Praktikumszeit in San Francisco

realisierte Laura: «Ich habe mir in der kurzen Zeit

schon mein Netzwerk vor Ort aufgebaut,

bin verwurzelt. Ich möchte bleiben und gründen.»

Zusammen mit einer weiteren Schlüsselperson,

Simon Kreuz, der ebenfalls an der HSG studierte

und sich in der Bay Area befand, entwickelte sie

mögliche Unternehmensideen. Mit der Umsetzung

der ersten Idee kam nicht der erhoffte Erfolg. Sie

blieben am Ball und gründeten 2013 «Shippo»: als

Antwort auf ein logistisches Problem, mit dem

sie selbst in der Vergangenheit konfrontiert waren.

«Shippo» bietet eine Software, die kleinere Firmen

dabei unterstützt, den Versand ihrer Waren erschwinglich

und einfach zu gestalten. Aktuell wird

das Unternehmen mit einer Milliarde US-Dollar

bewertet.

Learning on the job

«Bis zu dieser Unternehmensbewertung war es

ein herausfordernder Weg», erzählt Laura. Einige

(Leadership-)Kompetenzen musste sie schnell

«on the job» lernen, während sie gleichzeitig das

Überleben des Start-ups sichern musste, was

jedes Jahr wieder neue Tücken mit sich brachte.

Rückblickend sagt sie: «Es gibt immer wieder

Downs. Das hat mir aber auch geholfen und mich

weitergebracht. Es hat eine Weile gedauert, bis

ich realisiert habe, dass ich glücklicher bin, wenn

ich authentisch sein kann, statt Stereotypen zu

kopieren. Anfangs dachte ich noch, ich müsste

tough sein.»

Offen sein für alles

Zukünftigen Karrieremacherinnen und -machern

legt sie ans Herz: «Die Karrierewelt bietet so viel.

Sei offen für alles – nicht nur für die Beratungswelt.

Man braucht keinen perfekten Lebensplan, sondern

soll die Möglichkeiten ergreifen, wenn sie sich

ergeben. Jede Gelegenheit öffnet wiederum weitere

Chancen.»

my HSG Career BEST PRACTICE

23


The Future Way

SPOTLIGHT

24

my HSG Career

Future Skills

für alles,

was da kommt

Die aktuellen Entwicklungen weisen auf eine ungewisse Zukunft hin:

der Klimawandel, die Langzeitauswirkungen der Corona-Krise,

die Verschiebung der Machtverhältnisse in der Welt.

Das Gottlieb Duttweiler Institut GDI zeigt, welche Future Skills nötig sind,

um flexibel auf mögliche Zukunftsszenarien zu reagieren.

Text: Jürg Aegerter


Future Skill Nr. 2:

Wollen

Future Skill Nr. 1:

Wissen

Man muss die Gegenwart

kennen, um die Zukunft zu

gestalten. Es braucht also

Grundlagenwissen und das

Bewusstsein, dass man

nicht alles weiss. Wichtig ist

die Fähigkeit, schnell Neues

zu lernen – und die richtigen

Lernwerkzeuge zu

beherrschen.

GEMÄSS TREND-

FORSCHENDEN

ERWIESEN: NICHTS IST

SO BESTÄNDIG WIE

DER WANDEL

Ziele sind unerlässlich für die

Gestaltung der Zukunft. Eigene

Wünsche erkennen und formulieren.

Falsch ist es, zu denken,

dass alles bereits erfunden wurde.

Kleine Gruppen, die gemeinsam

neue Ideen entwickeln, sind

der Weg zu einer gesunden

Gesellschaft.

Future Skill Nr. 3:

Wirken

Nur wer die Dinge selber

verändern will, kann etwas

bewirken. Für die tatsächliche

Umsetzung sind praktische

und organisatorische Fähigkeiten

nötig. Wichtig sind soziale

Kompetenzen, um Entscheide in

der Gruppe zu fällen und

umzusetzen.

my HSG Career SPOTLIGHT

25

Es entstehen zwar neue Jobs, doch sind diese meist hoch qualifizierten

Arbeitnehmenden vorbehalten, da die Jobs die Handhabung der Technologie

zum Inhalt haben. Und selbst Bildung ist keine Erfolgsgarantie,

weil auch anspruchsvolle Jobs aufgrund der künstlichen Intelligenz

automatisiert werden können und so den Menschen aus verschiedenen

Sektoren verdrängen werden. Was bleibt, ist, sich auf neue Gegebenheiten

einzustellen, neugierig zu bleiben und sich und seine Arbeit

immer wieder neu zu erfinden.

Podcast zum Thema

Quelle: GDI

Neuer GDI-Podcast:

Future Skills – Was wir in

Zukunft können müssen.

gdi.ch


Publireportage

«Dare to apply»

Tiziana de Angelis, Senior Assistant Audit

Corporates Lugano / Master of Arts in Accounting

and Finance (MAccFin)

Als Teil des Next Gen Board gestaltet Tiziana die

Zukunft unserer Funktion «Audit» aktiv mit.

Wie bist du zu KPMG gekommen?

Während meines Studiums habe ich

an einem KPMG-Karriere-Event

teilgenommen, bei dem man das

Unternehmen kennenlernen und mit

Mitarbeitenden ins Gespräch kommen

konnte. Nach Abschluss meines

Masterstudiums habe ich mich als

Assistant Auditor in der Abteilung

Audit Corporate beworben.

Mittlerweile arbeite ich seit drei Jahren bei KPMG und bin

kürzlich zur Senior Assistant befördert worden.

Wie wirst du in deiner Entwicklung gefördert?

KPMG unterstützt mich bei meiner Ausbildung zur eidgenössisch

diplomierten Wirtschaftsprüferin. Ich habe eine

ideale Balance zwischen Arbeit und freier Zeit, die ich zum

Lernen benötige. So kann ich mich bestens auf die

Prüfungen vorbereiten.

Was ist dein bisheriges Highlight bei KPMG?

Ich durfte internationale Mandate betreuen, bei denen ich mit

Kundinnen und Kunden aus aller Welt zusammengearbeitet

habe. Das hat sicherlich meinen Horizont erweitert, da ich

unterschiedliche Arbeitsweisen und kulturelle Überzeugungen

kennengelernt habe. Gleichzeitig konnte ich meine Kommunikations-

und Problemlösungsfähigkeiten ausbauen.

Was ist dein persönlicher «dare to»-Moment?

In diesem Jahr bin ich Teil des Audit Next Gen Board geworden.

Wir sind eine Gruppe junger Wirtschaftsprüfer*innen,

die als Innovationstreibende fungieren und unsere Vorschläge

der Audit Leadership präsentieren. Diese Aufgabe hat mich

bereits einige Male aus meiner Komfortzone gebracht.

Gleichzeitig ist es eine unglaublich bereichernde Erfahrung.

Welchen Rat hast du an alle, die in Erwägung ziehen,

sich bei KPMG zu bewerben?

Bei KPMG wartet ein informelles und dynamisches Arbeitsumfeld

auf dich. Du wirst Teil eines wunderbaren Teams und

kannst deine Führungsqualitäten ausbauen.

Durch die vielen und herausfordernden Aufgaben

schärfst du zudem deine Multitasking-Skills und

dein innovatives Mindset. Sei bereit für eine neue

Herausforderung und «dare to apply»!


« Wage den Sprung ins Unbekannte

– mit Mut und Integrität. Ich habe auf vier

Kontinenten gelebt und für den öffentlichen wie den privaten Sektor gearbeitet.

Dabei habe ich gelernt, die Andersartigkeit von Menschen nicht nur

zu tolerieren, sondern sie zu akzeptieren. Seit dieser Zeit begeistert mich die

multikulturelle Zusammenarbeit. Eine Schlüsselrolle dabei spielt stets die

Integrität im Umgang miteinander. Etwas hat mich besonders geprägt, und

zwar die deutlichen Worte meines ehemaligen Vorgesetzten und heutigen

Mentors Hermann Hefti. Er sagt: ‹Nimm dir die Zeit, über dein Leben zu

reflektieren, aber wage auch den Sprung ins Unbekannte – nur so lernst du

dich kennen und kannst für deine Mitmenschen vielleicht eine Hilfe sein.›»

Christina Sandau-Jensen, Career Coach

“Experience

now with

integrity and

courage the

stories you

want to tell

later.”

CSC Stimmen

“You should get

to the point

where anyone else

would quit and

you’re not going to

stop there.”

Shia LaBeouf

« Shoot your shot – auch im

Berufsleben. Als ich mich 2017 um die Arbeitsstelle

an der Universität bewarb, hoffte ich weder auf eine

Einladung zum Vorstellungsgespräch, noch rechnete ich

überhaupt mit einer Antwort. Heute bin ich bereits vier Jahre

Teil des Teams und kann allen erklären, dass ich nicht an der

Universität studiere, sondern hier arbeite. Was ich daraus

gelernt habe: Just do it – einfach machen und schauen, was

passiert. Vielleicht ergeben sich so Möglichkeiten, die dir,

hättest du es nicht versucht, nie offengestanden hätten.»

Timon Huber, Application Manager

« Keep moving – mentally and

physically. Während meiner langen und vielseitigen Karriere

waren mir stets drei Dinge besonders wichtig: Mut, Lernbegeisterung

und Bewegung. Geh mutig deinen eigenen Weg, traue dich, unbekanntes

Terrain zu entdecken. Lerne jeden Tag aus Situationen, von Aufgaben

und von Menschen. Wachse an den Herausforderungen des Lebens und

traue dich, Fehler zu machen. Du kannst nur gewinnen oder lernen. Bewege

dich körperlich, mental und emotional. Bleib situationselastisch.»

Ines Danuser, Senior Career Coach

“To do what

I love and to

love what I

do – that’s

purpose for

me.”

my HSG Career INSIGHT

27

“Focus on your

passion and

develop your

talents.”

« Passende Aufgaben bedeuten

Energie und Selbstvertrauen. Es ist erwiesen,

dass Menschen, die sich ihrer Talente bewusst sind und sie richtig einsetzen,

selbstbewusster und erfolgreicher sind. Nicht ganz so einfach ist,

sich ihrer bewusst zu werden. Lohnen tut es sich allemal. Schliesslich stecken

Leichtigkeit, Energie, Leidenschaft und Tatkraft in ihnen. Ein Talent

erkennt man daran, dass etwas, was du tust, dir grosse Freude bereitet.

Lerne deine Talente kennen und entwickle sie weiter; zum Beispiel auch,

indem du dich von anderen spiegeln lässt. Du wirst Anerkennung und

Komplimente ernten. Was braucht es mehr, um glücklich zu sein?»

Patricia Heemskerk, Career Coach


Karrierewege

Der ganz

(ab)normale

Karriereweg

BEST PRACTICE

28

Die eine Reise zum (Job-)Ziel verläuft linear, die andere oszillierend, wieder andere

mit grösseren und kleineren Umwegen. Jeder Weg ist wertvoll und braucht –

so individuell er ist – eine andere Begleitung. Wir haben für euch drei Karrierewege von

ehemaligen HSG-Studierenden herausgepickt. Ganz schön unterschiedlich.

Texte: Florian Graf, Nadine Leemann, Gerd Winandi-Martin

my HSG Career


My story

“From

being lost

to my

dream job”

To Sophie Sozzi, the financial world was never

appealing and all she knew was that she enjoys

social interaction. But how do I get a job with

only knowing that?

“I was completely lost and doubted myself because

everyone around me seemed to be so sure about

what they want to do,” Sophie reflects. It was one

simple question which got the ball rolling for her.

During a counselling session, a career coach asked

her: “So, what is it that you want to do?” They

started analyzing her strengths and interests. After a

few jobs during her studies, she started her first

internship at a startup. She was sure that this was it,

the job sounded so cool. But already after a few days

she realized that the values of the company, as well

as the promises they had made, were not what she

was told in the interview. A very tough time started

and again – self doubts came up. “Am I not made for

working life? Am I too fussy? Why can everyone

do it but I don’t feel right in this job?” It took a lot of

guts but before

her probation

period ended,

she resigned.

Back to square

one. During this

whole time, she

“Why can

everyone do it,

but I don’t feel

right in this job?”

Sophie Sozzi completed her Bachelor program at the

University of St.Gallen in Summer 2021. Throughout

her time as a student, she was active in various clubs such

as the Social Business Club, Cercle des Francophones,

PIECES and African Impact. She is planning to do

her Masters at the ISCTE Business School in Lisbon.

kept in contact with the career coach and dug

deeper and deeper to find her passion. “The

values of a company are extremely important to

me, but it is so hard to find out if they are telling

the truth in an interview or not.”

When she applied at L’Oréal, she was aware that

she did not fulfill all the requirements. But

Sophie had met the company during her role as

head of events for the Cercle des Francophones

(CF) and enjoyed working with them. She tried

her luck. After touching up her CV and a mock

interview with her career coach, she applied. It

worked out. It was definitely a bumpy road,

but it was worth it. I ask her what her next career

step is. “I can imagine staying with L’Oréal

forever, I just absolutely love it. The people are so

nice, and they really appreciate the employees,”

Sophie says and smiles. A true happy end.

my HSG Career BEST PRACTICE

29


Karrierewege

So war's

«Eine HSG-

Absolventin

im HR?

Ja, das geht!»

my HSG Career BEST PRACTICE

30

Maiko Reutimann, Bachelor of Arts (B.A. HSG), arbeitet

seit März 2020 bei Arundo Analytics in Norwegen.

Maiko Reutimann ist wie viele ihrer Mitstudierenden

mit dem Ziel an die HSG gekommen, nach

dem Studium eine Karriere im Banking zu

machen. Der geplante Karriereweg stellte sich

für Maiko als unpassend heraus. Ihr Glück

fand sie schliesslich im HR.

Eigentlich wollte Maiko ins Banking. So bewarb sie

sich bei J.P. Morgan in London und bekam das

sehr begehrte Praktikum im Bereich Sales & Trading.

Rasch stellt sie fest, dass es nicht das ist, was sie

möchte: «Ich habe den Sinn hinter der Arbeit für

«Meinem Manager bei

J.P. Morgan sagen zu

müssen, dass dies nicht

mein Karriereweg ist,

war für mich äusserst

schwierig und emotional.»

mich persönlich nicht gefunden.» Es war für sie ein

schwieriger Prozess, sich eingestehen zu müssen,

dass sich der geplante Karriereweg als unpassend

herausstellte.

Dann bewarb sie sich für das Adecco-«CEO for One

Month»-Programm und konnte sich gegenüber

vielen anderen Bewerbenden durchsetzen. Entscheidend

war, dass sie ihre Begeisterung stets zeigen

und somit auch andere mit diesem Spirit anstecken

konnte. Diese Zeit empfand Maiko als Geschenk

und als sehr prägend.

Begeistert davon, ihren Karriereweg gefunden zu

haben, startete Maiko nach dem Studium ihre

Karriere im Bereich Executive Search. Heute arbeitet

sie in Norwegen im Tech Recruitment und hat ihren

Traumjob gefunden.

An die HSG-Zeit erinnert sie sich gern zurück.

Und da besonders auch an den Bereich Career &

Corporate Services. Als Teil des Organisationsteams

der HSG Banking Days konnte sie wichtige

Erfahrungen im Projektmanagement sammeln und

ein gutes Netzwerk aufbauen. Ihre Kurse hatte sie

bereits 2018 abgeschlossen. Die Fertigstellung ihrer

Bachelorarbeit musste sie jedoch wegen ihres

Karrierestarts im Executive Search verschieben.

Die Arbeit holte sie im letzten Semester nach,

natürlich mit einem Thema aus dem Bereich Human

Resources.


So war's

«Growth

Mindset» –

von der KV-Lehre

in der Brauerei

zum Consultant

Statt ins Gymnasium zu gehen, wollte

Mathieu Gasser lieber etwas Praktisches

machen. Also entschied er sich für eine

kauf männische Ausbildung bei der Heineken

Switzerland AG. Erstens lag die Schweizer

Niederlassung des Grosskonzerns gleich

um die Ecke, und zweitens lockte den damals

15-Jährigen die Arbeit in einer Brauerei.

Nach der dreijährigen Berufslehre merkte Mathieu,

dass er mehr wollte. Mit Beginn der Militärzeit

meldete er sich an der Maturitätsschule Luzern

zum Passerellen-Lehrgang an. Nach der bestandenen

Matura packte Mathieu erst einmal seinen

Rucksack und bereiste Amerika, Asien und Afrika –

in gerade einmal sechs Monaten. Mathieu sagt:

«Belohne dich durch grosszügige Auszeiten mit

Auslandaufenthalten. So kannst du dir Zeit zur

Selbstreflexion nehmen und deine persönlichen

Lebensziele neu definieren.»

Mathieu Gasser, Bachelor of Arts (B.A. HSG), arbeitet seit

September 2020 bei Muller Healthcare Consulting.

Bildungsaufenthalt in der Mongolei

Mathieu begann 2017 sein Bachelorstudium an der

HSG und engagierte sich während seiner Studienzeit

im Vorstand von PIECES, einem studentischen

Verein an der HSG, dem die Bildung von Kindern in

Entwicklungsländern am Herzen liegt. Im Zuge

dieses Engagements unterrichtete er allein eine Schul -

klasse in der Mongolei und lebte mehrere Wochen

gemeinsam mit seiner Gastfamilie in einer Jurte. Diese

Erfahrungen zeigten ihm, wie wichtig ein funktionierendes

Miteinander ist, und er ist überzeugt, dass

ihm das ein Leben lang in seinem Mindset verankert

bleiben wird.

Erfahrung als Consultant

Nach einer Standortbestimmung mit einem Career

Coach vom CSC zeigte sich für Mathieu ein Karriereweg

auf, den er für sich vorher nicht gesehen

hatte – das Consulting. Mittlerweile arbeitet er bei

Muller Healthcare Consulting als Junior Consultant

und wird den Master in Banking and Finance

(MBF) an der HSG beginnen. Vorher macht Mathieu

eine Bike packing-Tour von der Schweiz nach

Griechenland.

my HSG Career BEST PRACTICE

31


Sprungbrett für steile Karrieren

NIKIN

«Verkaufe

dich schlechter,

als du bist»

my HSG Career BEST PRACTICE

32

Bei einem Bier im Oktober 2016 hatten Nicholas Hänny und

sein Sandkastenfreund Robin Gnehm die Idee, NIKIN

zu gründen. Nach fünf Jahren macht das Unternehmen mit

nachhaltigen Kleidern und Produkten über 13 Millionen Franken

Umsatz und beschäftigt rund 40 Mitarbeitende. Das Besondere:

Pro verkauftes Produkt lassen sie einen Baum pflanzen. Aus

einer Bieridee wurde eine Erfolgsgeschichte.

Text: Djulijana Kilic

Ein gewisser Unternehmergeist zeichnete Nicholas

schon früh aus. Er verkaufte während seines Studiums

an der Universität St.Gallen selbst gemachte

«Beutelsäcke». Was als Hobby begann, entwickelte

sich zu einem Unternehmen mit einer international

bekannten Trendmarke.

Ohne Businessplan zum Ziel

Nicholas’ Traum war immer, ein Unternehmen mit

zehn Mitarbeitenden und einer Million Umsatz

aufzubauen. Doch fast unbemerkt erreichte er dieses

Ziel bereits vor Abgabe seiner Masterarbeit und

noch vor seinem Vollzeiteinstieg bei NIKIN. Ohne

«Zeitweise wurde

ich belächelt und

als ‹Säckli-Nicholas›

verspottet.»

Businessplan handelten er und sein Co-Founder so,

wie es für sie Sinn ergab. Sie promoteten ihre

Produkte mit selbst gemachten Bildern. Genau das

sprach die Masse an. Mit viel Authentizität

und wenig Geld wurde NIKIN immer bekannter.

Von 5000 Franken Startkapital auf 13 Millionen

Franken Umsatz

Was die beiden Gründer Nicholas und Robin

besonders stolz macht: «Wir konnten jedes

Jahr Gewinne verzeichnen und sind all die Jahre

ohne Investoren und Bankdarlehen ausgekommen.»

Die Bilanz der Unternehmer: Mit 5000 Franken

Startkapital machten sie im Jahr 2020 bereits

13 Millionen Franken Umsatz und haben mittlerweile

über eine Million Bäume auf allen Kontinenten

gepflanzt. Trotz dieser eindrücklichen Zahlen blieb

der 29-jährige Nicholas bescheiden: «Mir persönlich

ist und war eine gewisse Demut wichtig. Ich lebe

nach dem Motto ‹Verkauf dich schlechter, als du

bist›.»


«Nach meiner Zeit

als Unternehmer

möchte ich ein

Restaurant oder

eine Bar eröffnen –

oder in Brasilien

leben.»

Ein digitaler Netzwerker

Obwohl Nicholas ein hervorragender Redner ist,

mochte er Smalltalk und Networking nie besonders.

Trotzdem hat er sich dank LinkedIn & Co. ein grosses

Netzwerk aufbauen können. Anfang 2020 fing er mit

regelmässigen Postings auf LinkedIn an. Da sah er

bereits, welches Potenzial das Businessnetzwerk ihm

persönlich und beruflich bringen könnte. «Du

bekommst viel mehr Reichweite als nur die Anzahl

Menschen, die dir folgen. So kann man organisch sehr

schnell wachsen», resümiert er. Nicht zuletzt hat er

dank LinkedIn Anfragen für Podcasts und Verwaltungsratsmandate

erhalten, wurde zum «Aargauer

des Jahres» 2019 gewählt und 2021 sogar für die

«Forbes»-DACH-Liste «30 under 30» nominiert.

ZUR PERSON

Nicholas Hänny ist Mitgründer von NIKIN, ein

Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das sich

auf bezahlbare, nachhaltige Kleider und Produkte

spezialisiert hat. Pro verkauftes Produkt wird

ein Baum gepflanzt – mittlerweile sind es über

eine Million Bäume. Während seiner Studienzeit

war Nicholas Mitglied des Young Entrepreneurs

Clubs und Mitgründer des Poker Clubs an der

Universität St.Gallen. nikin.ch

Nicholas Hänny gründete nach seinem Studium

die nachhaltige Kleidermarke NIKIN.

Kritik von anderen überwinden

Ursprünglich peilte Nicholas eine Karriere im

Consulting an. Doch ergab sich keine Festanstellung,

was sich im Nachhinein als Glücksfall herausstellte.

Heute will er andere motivieren, selbst aktiv zu

werden und die Selbständigkeit zu wagen. Während

seiner Anfänge wurde ihm häufig geraten, zuerst

etwas «Richtiges» zu arbeiten, bevor er sich selbständig

mache. Heute ist er froh, dass er diese wohlgemeinten

Ratschläge ignorierte. «Ich wurde

belächelt und teilweise als ‹Säckli-Nicholas›

ver spottet. Das hat mich damals sehr geärgert

und gleichzeitig umso mehr angespornt weiterzumachen»,

blickt er auf diese Zeit zurück.

Persönliche Entwicklung durch Selbständigkeit

Durch die Selbständigkeit konnte er sich viel Wissen

aneignen. Auch persönlich entwickelte er nicht nur

Skills, sondern änderte fundamental seine Lebenseinstellung.

Ihm war die Verantwortung bewusst,

dass Arbeitsstellen an seinem Unternehmen hängen.

Er arbeitete selbst teilweise 15 bis 16 Stunden

täglich und auch am Wochenende. Trotzdem würde

er nicht wechseln wollen. Seine Stärke sieht er darin,

Leute zu inspirieren, und wie er sagt, im «einfach

Machen».

Und danach?

Trotz allem möchte Nicholas nicht bis zur Pension

bei NIKIN bleiben. «Irgendwann möchte ich

meine 30 Kilogramm Tee, die noch im Keller sind,

verkaufen und einen eigenen Tee-Brand aufziehen,

ein Restaurant oder eine Bar eröffnen oder in

Brasilien leben. Und in zwei bis drei Jahren eine

Familie gründen und viel Zeit mit ihr verbringen»,

so die Pläne des Jungunternehmers. Bei ihm ist

offensichtlich «h»ännything möglich.

my HSG Career BEST PRACTICE

33


Bereiche

Mit welchem

Bereich

liebäugelst du?

In dieser Ausgabe sind HR, Sales und Legal im Fokus. Zwei Bereiche

beschreiben wir hier; den dritten findest du in unserem Online-Magazin.

my HSG Career INSIGHT

34

Legal/

Auf legalem

Weg

Typische Aufgabenbereiche

Partner in einer Kanzlei oder Verantwortung im

Gericht – das sind klassische Berufsfelder. Du kannst

dich auch in einem grösseren Unternehmen engagieren,

in der Compliance und in der Rechtsabteilung,

oder eine Karriere bei einer Versicherung anstreben.

Wie variantenreich die Felder auch sind, eins bleibt

immer gleich: Man handelt nach dem Gesetz.

Spezialisierungen

Die meisten Jusstudierenden möchten Anwältin oder

Richter werden. Voraussetzung ist das Anwaltspatent.

Ein Patent, das auch in vielen Kanzleien

vorausgesetzt wird, wenn man an der Front arbeiten

möchte. Ausnahmen gibt es im Steuerrecht oder in

der Rechtsabteilung eines grossen Unternehmens.

Hier ist auch eine Karriere mit Masterstudium

möglich.

Chancen und Herausforderungen

Wer viel arbeitet und das richtige Fundament hat,

gekoppelt mit dem richtigen Riecher, hat einen

steilen Berufsweg vor sich, fordernd und lehrreich

gleichermassen.

Vorurteile und die Realität

«Am Abend das Licht brennen lassen.» Das Klischee,

das Anwälte nie Feierabend machen dürfen, herrscht

vor. Sicher ist die Arbeit in einer Kanzlei kein

typischer Nine-to-five-Job; Wochenend- und Abendeinsätze

gehören bisweilen dazu. Auf der anderen

Seite lässt der Job auch zu, dass man die

Arbeit flexibel einteilen und nebenbei Hobbys

oder die Familie pflegen kann.


Spezialisierungen

Der Verkauf ist ein zentrales Thema in vielen

Unternehmen; ein typisches Verkäuferprofil gibt

es dennoch nicht.

Sales/

Bist du Sales

oder Key

Account

Manager?

Typische Aufgabenbereiche

Die Bereiche, in denen du wirken kannst, sind sehr

unterschiedlich; die verlangten Persönlichkeitsprofile

ebenso. Während bei der Kaltakquise das

Funnel-System gilt und die Devise «Oben viel

reingeben, damit unten etwas rauskommt» vorherrscht,

ist man als Sales Consultant gut beraten,

auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen,

um einen Abschluss zu erzielen. Als Key Account

Manager wiederum betreut man bestehende

Kundengruppen; hier stehen persönliche, langfristige

Beziehungen im Zentrum, die gepflegt werden

müssen. Wenn du im Innendienst arbeitest,

unterstützt du alle, die im Aussendienst wirken.

Chancen und Herausforderungen

Im Zentrum des Verkaufs steht ein Produkt oder eine

Dienstleistung, die dem Unternehmen mitteloder

langfristig Gewinn bringen sollen. Die Basis

legt oft eine Marktanalyse mit Fragen rund um

Produkt-USP, Zielpersonen und Strategie, bei der die

Verkaufsverantwortlichen bereits miteingebunden

werden. Als Sales Person arbeitet man mit fast allen

Abteilungen eines Unternehmens zusammen:

von der Produktion über die Buchhaltung bis zum

Marketing. Das ist vielseitig, spannend und –

wegen der Schnittstellen – bisweilen auch komplex.

Vorurteile und die Realität

Die Verkäuferin bzw. der Verkäufer ist mehr als die

Person, die das Produkt oder die Dienstleistungen

an die Frau/den Mann bringt: Sie hat aus

strategischer Sicht relevanten Einfluss auf den

Unternehmenserfolg.

my HSG Career INSIGHT

35

Bild: Universität St.Gallen

HR ist mehr als.

nur Rekrutierung.

Was typisch ist und was

speziell, erfährst du in

unserem Online-Magazin.

hsgcareer.ch/karrieremagazin/insight/

branchen-im-überblick


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Equipped with an entrepreneurial mindset, we are an

industrial holding company focusing on direct equity

investments in privately-held, medium-sized “Mittelstand”

businesses in Germany, Austria and Switzerland. Armira

engages in established, profitable companies offering high

potential for sustainable value enhancement typically

generating between EUR 50 m and EUR 500 m in sales.

With capital from entrepreneurs and family offices

sharing our long-term investment horizon, we have the

flexibility to take both majority and minority ownership

stakes. We see ourselves as responsible partners

for a strong and continuous development of the acquired

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CSC Stimmen

“Respect,

appreciation and

good relations

at work are the

key points for

a happy and

meaningful work

environment.”

« Corporate Happiness. Du liebst

Zahlen, Herausforderungen und harte Fakten? Dein Job

ist deine Leidenschaft? Trotzdem merkst du, dass etwas

fehlt? An diesem Punkt stand ein ehemaliger Controller.

Er begann, sich mit positiver Psychologie und mit dem

‹Corporate-Happiness-Ansatz› zu befassen. Sein Fazit:

Mitarbeiten de, die ihre Stärken und Potenziale gezielt einsetzen

können, sind nachhaltig glücklicher und motivierter

am Arbeitsplatz. Anstatt den Fokus primär auf Zahlen zu

setzen, ist Menschenorientierung essenziell, um die Unternehmensziele

zu erreichen.»

Elke Wüst, Career Coach

“Swedish break:

‘Fika’ is a short

break, giving a

chance to ‘air’ our

brains and refuel

with inspiration

from others.”

« Fokussiere dich auf deine

Ziele. Neben kontinuierlicher Weiterbildung und der

Leidenschaft für meinen Beruf ist für mich eines essenziell:

der Fokus. Sei es auf eine Aufgabe, ein privates oder

berufliches Projekt oder ganz generell auf das, was ich gerade

mache. Für einen motivierten Start in den Tag hilft es mir,

mich auf die aktuell grösste Herausforderung zu konzentrieren.

Eine ‹Extrameile› ist hierbei ab und zu essenziell.»

Simon Mächler, Projektleiter HSG TALENTS Conference

« Gönn dir ab und zu eine

schwedische Pause. Wünschen wir uns nicht

alle eine erfüllende und sinnvolle Arbeit? Mir scheint wichtig,

dass neben dem Arbeitsinhalt vor allem auch der Teamspirit

nicht zu kurz kommen darf. Eine gute Möglichkeit, diesen zu

fördern, ist ‹Fika›: die schwedische Kaffeepause. Hier einen

Kaffee trinken mit Kolleg/innen, dort etwas Kleines essen;

immer dann, wenn man es braucht. Ungezwungen und locker

zusammen sein, den Kopf frei bekommen und wieder Energie

tanken – das macht Lust auf mehr, auch auf mehr ‹Fika›.»

Christina Merri-Madsen, Assistentin Career & Corporate

Services

“Be focused

in what you do.”

my HSG Career INSIGHT

37

« Jeder Tag ist eine neue Chance.

Als Career Coach gebe ich meine Erfahrungen gern weiter,

indem ich Studierende dabei unterstütze, ihre Stärken und

Potenziale zu erkennen, mit ihren Interessen und Werten ihre

Karriere nachhaltig zu planen und erfolgreich ins Berufsleben

einzusteigen. Ich identifiziere mich mit dieser sinnstiftenden,

abwechslungsreichen Tätigkeit und freue mich, damit etwas

bewegen zu können.»

Andrea Wirth, Career Coach

“Give every day

the chance

to be the best of

your life.”

Mark Twain


Positioning on social media

Act to connect:

successfully expand your

network on LinkedIn

my HSG Career BEST PRACTICE

38

Often, during conversations with students and other job seekers, I sense

some hesitation to connect to interesting, but unknown, people on

LinkedIn. I hear arguments like: “This person is probably busy enough”

and “They surely don’t enjoy being bothered by someone they don’t

know”. But what if …

Text: Imera Crietee

… you did get the chance to interact with them?

Wouldn’t a chat with this person be a great opportunity

to gain insight into the industry or company they are

working for? To find out if the company or the job suits

you? Or might even lead to opportunities for a job

or an internship that you would not have found online.

Let’s turn it around – for example: Let’s say you receive a

message from a student. You have a shared background

and she/he is interested in connecting. Are you available

for a 15-minute chat? It also depends on the WAY this

person approaches you to get your attention. Some tips

WHY people accept an invitation and how you can

convince them to have a short conversation – even if you

have never met before.

1. A shared connection

Search by keywords. Look for a second-degree connection

and who you both know. Ask the shared contact if you

can mention his/her name in the invitation. This will give

you an easy introduction, which increases your chances

of success. Having something in common is the #1 reason

people tie up.

2. A shared interest

Alternatively, you can look for a mutual interest.

For example:

– Check out the Alumni section of the University of

St.Gallen and search for keywords or a company name.

Alumni are very likely to respond because you have a

common background.

– Follow people that share interesting content and

respond to the article they posted.

– Join a group. Once you are in, you can send messages

(without a premium account) to all the group members.

– Ask in your invitation if they have time for a (virtual)

coffee to chat about the above topics.


Here are some examples:

With these tips,

nothing holds you back

from expanding your

network on LinkedIn. It is

a great way to get to

know people, companies,

industries and job

opportunities as well as

to take the lead on

your career.

1. When connecting to a second-degree connection:

Hi John, through (shared connection) I heard about the interesting work

you do for XYZ in project management. I am in my last year of my Master’s

degree program at HSG and I am writing my thesis on agile methods in project

management. Would you be open for a (virtual) coffee and chat about the

recent developments in project management? Kind regards, …

2. Connecting to a LinkedIn member for a shared interest:

Hi Tamara, I came across your profile and realized we share a background at HSG!

Currently I am learning about what it takes to start working in HR,

specifically as a Change Manager. It would be great to hear more about your

experiences. Do you have time for a 15-minute video chat, next week

Tuesday or Thursday? Thank you in advance, best regards, …

And to be safe, you could add an escape line for the receiver, like:

“If my invitation to connect is inappropriate, then

please let me know and I will not contact you again”.

3. You have something to give

Look for content (articles, posts, connections)

that the person you would like to talk to might be

interested in. For example, let’s say you recently

read an article in a course. This person may be

too busy to read all features and your up-to-date

knowledge may be interesting to them.

4. Be genuinely interested

People in general like to get recognized, talk

about themselves and the things they do. Ask

specific questions. Find a topic this person

(or company) knows a lot about and is also of

specific interest to you. For example, how

has your work changed over the past few

months? This shows you are genuinely interested.

It might be contagious.

6. There may be a need

for an employee or intern

Last but not least, the person you are writing to could

actually be looking for an employee or intern for the

company. Although you should not ask directly, you use

the question "What is your advice, if I would like to work

at... " and they will mention it, if they have anything

available.

Now, let’s do it! HOW can you write an appealing

invitation message? For inspiration, see the two examples

in the white circle above.

my HSG Career BEST PRACTICE

39

5. Ask for advice

People like to help. It makes them feel good.

They are flattered because you need their advice.

Don’t ask for a job. Not even in the conversation.

If you like what you hear about the job or the

company, you could ask: “What is your advice on

how to proceed, if I would like to work at…?”

MORE TIPS

Want to know more about the do’s and don’ts

of a LinkedIn profile? Come to our workshop

“Career Input: Social Media and LinkedIn”.

Registration on my.hsgcareer.ch.


Publireportage

«Verantwortung übernehmen –

gemeinsam wachsen»

Wer neugierig ist und an sich und seine Talente

glaubt, dem stehen bei Lidl Schweiz viele Türen

offen. Egal, wo und wie Mitarbeitende ins Lidl-

Team einsteigen: Sie werden unterstützt, gefördert

und gefordert. Trage zum Wachstum von

Lidl Schweiz bei und entdecke die spannenden

und vielseitigen Aufgaben im Bereich Real Estate.

Egal, ob Bau, Expansion, Facility Management, Energie und

CSR oder Portfoliomanagement – wir bieten das gesamte

Paket. Sei dabei, wenn eine neue Filiale oder ein Sonderbau

vom Vertragsabschluss bis zur Eröffnung entsteht. Bring

dein Know-how zur Weiterentwicklung des Filialkonzepts

ein und sorge mit uns für ein modernes und gepflegtes

Erscheinungsbild der Filialen.

Was ist für dich ein besonders

faszinierender Aufgabenbereich?

«Es fasziniert mich, bei jeder

Filiale wieder aufs Neue zu

sehen, wie aus einem Plan ein

funktionierendes Gebäude

heranwächst und dieses durch

den Einzug des Filialteams

zum Leben erwacht. Bei Lidl

erhält man auch als junge

Person die Möglichkeit, Verantwortung

zu übernehmen

und etwas zu bewirken.»

Michèle Sallenbach,

Senior Manager Construction

Management

«In meiner Position im strategischen

Facility Management

ist es besonders spannend,

viele facettenreiche Aufgabengebiete

zu übernehmen. Dazu

gehören z. B. die Kostenanalyse

und das Erstellen von

Kennzahlen im Immobilienbereich

und zum anderen

auch Filialbesuche und die

Sicherstellung des Qualitätsmanagements.

Zudem schätze

ich die Vielzahl an Möglichkeiten, die Lidl bietet. Neben

internen Schulungsangeboten sind auch externe Weiterbildungen

möglich – daher bin ich sehr froh, berufsbegleitend

meinen MBA absolvieren zu können.»

Stefanie Koser, Project Manager Facility Management

Zukunft braucht Raum – wir geben ihn dir. Wir

arbeiten unermüdlich an der Weiterentwicklung unseres

Filial- und Logistiknetzes und sind daher ständig auf

der Suche nach neuen Mitarbeitenden für die Expansion.

Haben wir dein Interesse geweckt? Weitere

Informationen sowie alle offenen Stellen im

Bereich Real Estate findest du unter:

karriere.lidl.ch


4 Kernfragen,

1 Kernaussage zur

Standortfindung

Orientieren

Orientieren

1/6

1/6

Kein Plan, wo es mit der Stellensuche hin gehen

soll? Oder ein zu perfekter Plan, der dich verunsichert?

Unklar, welcher Job zu dir passt? In allen

Fällen verhilft dir eine wohlüberlegte und reflektierte

Standortfindung zu Klarheit, Struktur,

Mut und Vertrauen für deine nächsten beruflichen

Schritte.

Wer bin ich?

– Was freut dich, was hast du immer schon gern getan?

– Was schätzen dein Umfeld, deine Freunde und deine

Familie an dir?

– Wie sahen deine Pläne und Ideen als Kind aus,

welche sind geblieben?

Was kann ich?

– Worin bist du so richtig gut, was machst du

speziell gern?

– Welches sind neben deinen Fachkompetenzen

deine persönlichen, sozialen und emotionalen

Fähigkeiten und Stärken?

– Welches Erfahrungswissen hast du dir angeeignet,

z. B. im Sport, in der Freiwilligenarbeit, in der Musik?

TIPP

Hast du Fragen oder kommst du nicht

weiter? Vereinbare einen Termin zu

unserem Format «Standortfindung».

Besuche hsgcareer.ch.

Selbstreflexion ist die Basis deiner beruflichen

Entscheidungen. Das bedeutet, dich mit dir selbst

auseinanderzusetzen, deine Stärken und Knackpunkte

zu kennen. Diese Fragen können dir dabei

helfen.

Text: Ines Danuser

Was ist mir wichtig?

– Magst du es, wenn es richtig schwierig wird?

– Gehst du Dingen gern auf den Grund?

– Löst du Probleme gern pragmatisch oder

magst du es, wenn die Situationen und Teams

immer wieder wechseln?

– Fasziniert dich der Blick aufs grosse Ganze

oder die Details oder doch von allem etwas?

– Möchtest du einen Job mit viel Macht?

– Ein inspirierendes, wohlwollendes Umfeld, Teammitglieder,

die alle hohe Ziele erreichen wollen,

genügend Zeit für Freunde, Freizeit und Familie?

– Eine Arbeit, die sinnvoll und unterstützend ist?

Wo will ich hin?

– Dorthin, wo das Unternehmen, die Aufgaben,

die Arbeitskultur und die Werte einen möglichst

hohen Match ergeben. Bedenke dabei:

100-Prozent-Matching ist sehr rar und übersteht

den Realitätscheck kaum.

GET HIRED

41

my HSG Career


Bewerben

2/6

my HSG Career GET HIRED

42

Der Lebenslauf?

Herzstück jeder Bewerbung

So punktest du. Einmal strukturieren, bitte. Und: Reduziere aufs Relevante.

Recruiter nehmen sich pro CV maximal 1 Minute Zeit.

Motivationsschreiben

CV für

Studierende

in DACH

Der Name ist Programm. Sag, weshalb du

die richtige Person für diese Stelle bist. Nicht

den Lebenslauf wiederholen, sondern einzelne

Punkte hervorheben, Learnings und

Kompetenzen erläutern. Wenn du doppelt

punkten willst: Schreiben so aufsetzen, dass

es einmalig ist.

Generelles

• Ziel des Lebenslaufs ist, den persönlichen Werdegang darzustellen

• Übersichtliche Gestaltung, um schnell einen ersten Eindruck von dir bekommen zu können

• Umgekehrt chronologisch sortiert (vom Aktuellsten zum Ältesten)

• Empfohlen werden max. 2 Seiten (DACH) oder 1 Seite (USA/UK/Asien) oder gemäss Anforderung Inserat/Website

• Schriftart sollte deutlich lesbar sein, Schriftgrösse nicht kleiner als 8 Punkte

• Keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler

• Kurze und präzise Formulierungen, positiv und aktiv

Dos: Gib Kontaktmöglichkeiten an.

Vergiss nicht, eine telefonische

Voicemail aufzunehmen, damit

Recruiter Nachrichten hinterlassen

können.

Don’ts: Verwende keine

unprofessionelle E-Mail-Adresse wie

z.B. dragonslayer92@mail.com.

1

1

2

3

Neben einem gut strukturierten Lebenslauf

ist ein aussagekräftiges Motivationsschreiben

essenziell für deinen Bewerbungserfolg.

Dos: Hebe deinen Namen hervor.

Nationalität und Geburtsdatum

daneben sind üblich. Optional kann

ein Kurzprofil von ca. 4 bis 5 Zeilen

folgen mit den für die Stelle relevanten

Erfahrungen und Kompetenzen.

Don’ts: Für Studierende grundsätzlich

nicht nötig anzugeben: Zivilstand,

Bürgerort, Elternberufe, Anzahl der

Geschwister.

2

Dos: Fotos sind optional, aber im

3


Geschwister.

Dos: Fotos sind optional, aber im

deutschsprachigen Raum oft

willkommen (professionell, freundlich,

Passfotoformat, auf gute Auflösung

achten).

Don’ts: Keine Freizeitkleidung, keine

privaten Hintergründe (z.B. Balkon).

3

4

Dos: Falls für das Unternehmen

relevant, können optional jeweils

Studienschwerpunkt, Notendurchschnitt,

Praxisprojekte, Thesis

etc. ergänzt werden.

Don’ts: Keine kompletten

Auflistungen absolvierter Kurse

einfügen, Studienschwerpunkt genügt.

4

Dos: Benenne nicht nur das

Unternehmen, sondern auch deine

eigene Funktion und die Abteilung.

Hebe ganz konkret deine

Hauptaufgaben und Projekte hervor,

die für die neue Stelle relevant sind.

Don’ts: Vermeide nichtssagende

Punkte wie «Mithilfe im Sponsoring».

Besser: Was hast du ganz konkret

beigetragen? «Erstellen von

Präsentationen, um neue Sponsoren

zu gewinnen.»

5 5

TIPP

Andere Länder, andere Sitten

Relevant für das USA-CV

Dos and Don’ts

+ Bewerbungsbild vom Profi

+ E-Mail-Adresse mit Vor- und

Nachnamen

+ Recruiter korrekt anschreiben

+ korrekte Rechtschreibung

+ formal einwandfrei

– Lohnvorstellungen

Mehr Infos zum Thema?

Die vollständige Vorlage findest du auf:

hsgcareer.ch/curriculum-vitae

· ohne Bild, Religion, Alter,

Länderzugehörigkeit

Bewerbungsfotos werden in der DACH-Region erwartet,

in den USA aus rechtlichen Gründen aber nicht akzeptiert.

· alles auf einer Seite

· Chronologie anders als in

DACH-Region

my HSG Career GET HIRED

43


Vorstellen

3/6

Die beste Vorbereitung

fürs Jobinterview

Die erste Hürde ist geschafft: Du bist zu einem Vorstellungsgespräch

eingeladen worden. Gratulation! Nun geht es darum, den positiven

Eindruck im persönlichen Kontakt zu bestätigen. Worauf du achten solltest

und welche Stolpersteine lauern, erfährst du hier.

Text: Djulijana Kilic

my HSG Career GET HIRED

44

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Bevor du

in das Jobinterview gehst, vergewissere dich, dass

du alle benötigten Informationen hast: Datum,

Uhrzeit, Ort und mit welchen Personen du das

Gespräch führen wirst.

Vorbereitung

− Recherchiere über das Unternehmen: Wie viel

Umsatz hat es in den letzten Jahren gemacht, wie

viele Mitarbeitende sind dort beschäftigt, in

welchen Branchen ist es tätig? Das Wissen über

alle Informationen, die auf der Firmenwebsite

publiziert sind, wird bei Bewerbenden vorausgesetzt.

Zudem spannend: Wer ist dein Gegenüber

beim Vorstellungsgespräch? Auf LinkedIn und

Xing finden sich vielleicht Gemeinsamkeiten, mit

denen du im Vorstellungsgespräch punkten kannst.

− Kleidung: Auf der Website kannst du dir häufig

ein Bild von Unternehmen und gelebtem

Dresscode machen. Du findest keine Bilder? Dann

gehe in einer Mittagspause zum Firmensitz

und beobachte die Personen, die ein und aus gehen.

− Anfahrt: Zu spät kommen ist ein absolutes No-Go.

Plane deshalb genügend Zeit für die Reise ein,

egal, ob mit dem Zug oder Auto. Solltest du dich

wirklich verspäten, informiere deine Ansprechperson

rechtzeitig von unterwegs.

Im Vorstellungsgespräch

− Das Gespräch beginnt mit dem Eintritt ins Firmengebäude.

Es gibt Recruiter, die ihre Bewerbenden

bereits vor dem eigentlichen Vorstellungsgespräch

beobachten. Wie verhältst du dich an der Rezeption?

Was machst du während der Wartezeit? Bist du ständig

am Mobiltelefon oder liest du interessiert in den

Unternehmensbroschüren? Sei dir bewusst, welches

Verhalten welche Wirkung auf dein Gegenüber hat.

− Die Begrüssung: Du weisst es sicher schon – dein

Händedruck sollte kräftig, aber nicht zu kräftig

sein. Einen «nassen Fisch» findet auch der Recruiter

uncool.

− Sitzordnung: Vielfach lässt dich der Recruiter

wählen, wo du sitzen möchtest. Manchmal ist die

Sitzposition (aus strategischen Gründen) bereits

vorgegeben.

− Augenkontakt: Versuche, immer alle anwesenden

Personen miteinzubeziehen und beispielsweise

nicht nur den Recruiter anzuschauen, sondern alle

anwesenden Personen im Raum.

− Du bist nervös? Keine Panik, das ist ganz menschlich;

du kannst es gern im Gespräch erwähnen.

Das wirkt beruhigend.

− Fragen zu dir und zu deiner Person werden sehr

häufig zu Anfang des Gesprächs gestellt. Versuche

bei deiner Selbstpräsentation nicht einfach nur dein

CV zu wiederholen. Verpackst du deine USPs

in eine Geschichte, verankern sich Bilder bei den

Recruitern.


Zeige beim Vorstellungsgespräch

mehr als nur dein CV.

− Weitere Fragen solltest du nach

der STAR- Methode beantworten.

Wie das funktioniert, erfährst du

auf hsgcareer.ch:

− Welche Fragen auf dich zukommen

können? Hier gibt es 100 zur Auswahl:

− Am Ende des Gesprächs hast du die

Chance, eigene Fragen zu stellen.

Halte also einige parat. Mit welchen du

punkten kannst, erfährst du hier:

EXTRA-TIPP

Streiche deinen persönlichen USP im

Gespräch heraus. Du kennst ihn noch

nicht? Dann vereinbare einen Termin für

eine individuelle Karriereberatung und

finde deinen USP: my.hsgcareer.ch

Dos

+ gepflegte Erscheinung

+ 5 bis 10 Minuten vorher

vor Ort sein (nicht früher,

nicht später)

+ Kontaktpersonen mit richtigem

Namen ansprechen

+ informiert sein über das

Unternehmen

+ Fragen aufschreiben, die man am

Ende stellen möchte

+ bedanken für das Vorstellungsgespräch

«Bleibe authentisch.

Sei du selbst.

Und du wirst überzeugen.»

Nach dem Vorstellungsgespräch

− Nach dem Vorstellungsgespräch kannst du dich

bei den Verantwortlichen noch einmal für das

Gespräch bedanken und deine Highlights, was dir

besonders zum Gespräch, zur Stelle oder zum

Unternehmen gefallen hat, hervorheben.

− Am Ende des Gesprächs sollte dich der Recruiter

über das weitere Vorgehen informieren, also

wer meldet sich mit einem Feedback bei wem und

bis wann.

GET HIRED

45

my HSG Career


Juristische Praktika

Die ganze Welt

des Wirtschaftsrechts

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einer der grössten Wirtschaftskanzleien der Schweiz!

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Auftreten

4/6

Dein Auftritt

PERSÖNLICH

VIRTUELL

Im Interview überzeugst du dein

Gegenüber von dir. Damit das gelingt, gilt

es ein paar Punkte zu beachten.

Nie vergessen: Auch die nonverbale

Kommunikation spielt eine wesentliche Rolle.

Blickkontakt

Blicke allen Personen direkt in

die Augen. Das zeigt Interesse und

sorgt für gute Aufmerksamkeit.

Körperhaltung

Nutze die gesamte Sitzfläche des

Stuhls und achte darauf, dass du eine

offene Körperhaltung einnimmst.

kleidung

Passe dich deinem potenziellen

zukünftigen Arbeitgeber an. Der

Dresscode bei einem Start-up ist

anders als etwa bei einer Bank.

Im Zweifel kannst du beim Unternehmen

anrufen.

Authentizität

Sei, wer du bist. Spiele keine Rolle

und antworte ehrlich und offen

auf die Fragen deines Gegenübers.

Übung

Trainiere dein Video-Interview

oder deinen persönlichen Auftritt –

am besten mit unseren Career

Coaches.

Technik

Stelle sicher, dass die Technik

funktioniert: Übertragungsgeschwindigkeit,

Kamera und

Mikrofon.

Hintergrund

Platziere dich vor einem

neutralen Hintergrund. So

kann sich dein Gegenüber

auf dich konzentrieren.

Stimme und Tonalität

Setze deine Stimme gezielt ein und sprich

langsam und deutlich.

GET HIRED

47

my HSG Career


Entscheiden

5/6

Mit 6 Fragen zum

richtigen Job

my HSG Career GET HIRED

48

Drei Unternehmen, drei Positionen, eine Wahl. Du hast verschiedene

Bewerbungsprozesse durchlaufen, verschiedene Personen kennengelernt

und mehrere Zusagen erhalten? Jetzt geht’s um die richtige Entscheidung.

Beantworte diese Fragen und du weisst mehr.

Text: Djulijana Kilic

FRAGE 1

Welche Vor- und Nachteile

haben die einzelnen Jobs?

Wäge die Pros und Kontras pro

Stelle und Unternehmen ab.

FRAGE 2

Wie korrespondieren die

Jobs mit deinen Werten und

Vorstellungen?

Überlege dir, was dir wichtig

ist: schnelle Karriere, hoher Lohn,

familiäres Umfeld oder etwas

ganz anderes.

FRAGE 3

Wie kannst du deine

Kompetenzen, Stärken und

Interessen einbringen?

Mach dir Gedanken, wie dein

Arbeitsalltag genau aussehen

wird; auch, wie der Mix von Daily

Business und Projekten ist.

EXTRA-TIPP

· Frage dich, was du liebst, worin du gut bist

und wo du eine Veränderung bewirken kannst.

· Wenn du mehr über das Arbeitsumfeld erfahren

möchtest, suchst du dir am besten Personen,

die in dem Unternehmen ihre Karriere gestartet

haben, z. B. HSG-Alumni.

FRAGE 4

Wie sehen deine Zukunftschancen

aus?

Vergewissere dich über die jeweiligen

Karrieremodelle und wie

du während der Einarbeitungszeit

unterstützt wirst.

FRAGE 5

Wie hast du die Unternehmenskultur

wahrgenommen?

Rekonstruiere noch einmal den

Bewerbungsprozess: Wie ist

der Umgangston, wie die Atmosphäre

und wie dein Gefühl

dabei? Vielleicht hat dich auch

etwas irritiert?

FRAGE 6

Wie könnte dein Arbeitsalltag

konkret aussehen?

Versuche, dich gedanklich in die

Zukunft zu versetzen. Wie sind

Arbeitsweg, Arbeitsumgebung,

Arbeit, wie die Kolleginnen und

Kollegen?

Alle Fragen beantwortet und

trotzdem nicht geschlafen?

Wir helfen dir weiter. Komm zu

einem unverbindlichen Beratungsgespräch

ins Career Center:

Gut beraten

+ Werte priorisieren

+ Pros und Kontras abwägen

+ eine Nacht drüber schlafen

+ Bauchgefühl beachten

+ entscheiden


Einsteigen

6/6

Der erste Arbeitstag:

Fluch und Segen

Der Vertrag ist unterschrieben, die Freude gross.

Du hast es geschafft. Dein nächster Karriereschritt ist getan.

Jetzt heisst es abwarten, bis endlich der erste Arbeitstag kommt.

Und der hat es in sich.

Text: Nadine Leemann

Die Zeit bis zum Start ist wichtig. Du solltest sie nutzen und

dich mit dem Unternehmen vertraut machen. Besuch die

Website regelmässig, schau dir die Abteilungen und Teammitglieder

genauer an. Versuche, mehr über Vision

und Mission raus zufinden. Was deckt sich mit

deinen Stärken und Werten?

Was anziehen?

Bei den Interviews konntest

du dir bereits ein Bild vom

Dresscode machen. Überlege

dir bereits ein paar Tage vor

deinem Starttermin, was du

anziehen möchtest. Wichtig

ist, dass du dich wohlfühlst und

alles sauber und gebügelt ist.

Eine gute Vorbereitung ist die

halbe Miete. 100 Prozent ready kann

man nie sein. Eine gewisse Unsicherheit,

spätestens am Tag vor dem Start, ist absolut

normal – beim ersten oder 15. Mal.

Fragen, fragen, fragen

Am ersten Tag gilt es, mit voller Konzentration dein ganzes

Potenzial abzurufen. Pünktlichkeit, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit

und Offenheit sind absolut wichtig. Der Notizblock

ist dein stetiger Begleiter. Benutze ihn für Namen, Tätigkeiten,

Prozesse.

Ein neuer Job ist auch immer ein

neues Abenteuer. Geniesse es.

Das Wichtigste ist jedoch, dass du Fragen stellst: zu deinem

Arbeitsbereich und auch zu den Abläufen. Wann soll ich am

«Pünktlichkeit, Aufmerksamkeit,

Freundlichkeit und Offenheit sind

absolut wichtig.»

Morgen während meiner Einführung jeweils da sein? Wie

läuft es mit den Pausen ab? Welche Feierabendzeit

ist üblich? Geht das Team

gemeinsam zum Mittagessen? Versuche,

über die ersten paar Tage

hinweg bei dem Rhythmus

des Teams mitzumachen.

Und weisst du was?

Es wird kleine Missgeschicke

geben, zum

Beispiel ein falsch ausgesprochener

Name oder,

dass du dich beim Meeting

versehentlich auf den

Chefsessel setzt. Sie sind

völlig okay und gehören dazu.

Solltest du dich in den ersten

Tagen etwas verloren fühlen, ruf dir

in Erinnerung, dass genau DU aus

sämtlichen Kandidatinnen und Kandidaten das

Rennen für diese Position, dieses Team, dieses Unternehmen

gemacht hast. Du kannst das und wirst nach

wenigen Wochen über deine anfänglichen Unsicherheiten,

kleinen Fauxpas und Bedenken zusammen mit deinen

neuen Kolleginnen und Kollegen schmunzeln können.

Viel Erfolg in deinem neuen Job.

Fotografie: Simon Migaj on Unsplash

my HSG Career GET HIRED

49


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Are you Are ready you ready to start to start your your career?

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Karriereziel Anwaltskanzlei?

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Bist du talentiert, motiviert, und selbstbewusst und und daran daran interessiert, nach nach dem dem Abschluss deines deines Masterstudiums

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Information

Lenz & Staehelin, Brandschenkestrasse 24, CH-8027 Zürich

career-zh@lenzstaehelin.com

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Tino Gaberthüel, Hiring Partner

Lenz & Staehelin, Brandschenkestrasse 24, CH-8027 Zürich

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Angebot

CSC:

3 Buchstaben für

die beste Karriereunterstützung

my HSG Career

Studierst du an der HSG und bist aktive Karrieregestalterin resp. selbstbewusster

Karriereplaner? Dann bist du beim CSC goldrichtig. Wir sind deine Anlaufstelle für alle Fragen

rund um deine Karriere. Auf den nächsten Seiten erfährst du, wer das CSC ist,

welche Services wir anbieten und wie du am besten von unseren Formaten profitieren kannst.

Tauche ein. Viel Spass.

Bilder: Universität St.Gallen

INSIGHT

51


Angebot

Unsere Mission?

Studierende und Unternehmen

zusammenbringen.

Standortfindung

Erarbeite deinen USP als idealen Startpunkt für deine

Karriereplanung.

my HSG Career INSIGHT

52

CV und Motivationsschreiben

Lebenslauf und Motivationsschreiben im Fokus;

wir geben dir entscheidende Inputs.

Interview

Trainiere dein Jobinterview mit uns; wir geben dir

wertvolles Feedback.

Zeitversetztes Video-Interview

Zeichne zu Hause deine Antworten via Webcam

auf; wir besprechen die Aufzeichnungen danach

gemeinsam.

Assessment Center

Trainiere mit kniffligen Online-Übungen und

optimiere deine Selbstpräsentation.

Wie können wir dich unterstützen?

Wähle das für dich passende Angebot und vereinbare

heute noch einen individuellen Beratungstermin:

bei uns im Career Center (01-U110) oder unter

071 224 31 00. Wir sind für dich da – während des

Semesters und auch in den Semesterferien.

Deine Career Coaches


Eindrücklich?

Eindrücklich!

76’801

4’572

2’228

1’529

1’444

1’000+

209

1’752

85×

50

4.9

Unique User hatten wir 2020 auf

hsgcareer.ch.

Studierende sind auf my.hsgcareer.ch

registriert.

Unternehmen sind auf my.hsgcareer.ch

registriert.

Studierende haben 2020 an den HSG Banking

Days und der HSG Career Days teilgenommen.

Einzelberatungen haben unsere

Career Coaches im Jahr 2020 durchgeführt.

Mitglieder umfassen unsere Career

Communities auf my.hsgcareer.ch.

User haben wir täglich auf unserer

Plattform.

Stelleninserate wurden im Jahr 2020

publiziert.

wird ein Stellenangebot durchschnittlich

aufgerufen.

Karriereworkshops mit 1’720 Teilnehmenden

führten wir im Jahr 2020 durch.

ist der durchschnittliche Zufriedenheitswert im Jahr

2020 (Skala von 1 = unzufrieden bis 5 = sehr

zufrieden). Wir sind stolz und sagen Danke, liebe

Studierende.

my HSG Career INSIGHT

53


Workshops

In Workshops

und Online-Sessions

zum Profi werden

Karriererelevante Informationen erhalten und über deine Karrierepläne

reflek tieren – darum geht’s in unseren Workshops und Online-Sessions. Du kannst

ausprobieren, dich gezielt auf eine Interviewsituation vorbereiten oder deinen

professionellen Auftritt weiterentwickeln – alles in einem geschützten Rahmen.

Sechs Formate und die wesentlichen Take-aways im Überblick.

my HSG Career INSIGHT

54

Your takeaways –

presented by Career Coach

Patricia Heemskerk

1. Career Input:

get ready for

your job interview

You did it! Your application

documents appealed to

the recruiter, and you have

been invited to an interview.

Now, preparation is key.

You will know

– how a typical job interview is

structured;

– how and what you can

prepare; and

– which questions you may expect.

Available as a recording on my.hsgcareer.ch

and as a live online session

2. Career Input:

CV und Motivationsschreiben

CV und Motivationsschreiben sind

das Handwerkszeug, wenn du

dich bewirbst, und der Schlüssel für

eine Einladung zum Interview.

Deine Take-aways –

präsentiert von Career Coach

Andrea Wirth

Du erhältst Antworten auf folgende

Fragen:

– Wodurch unterscheiden sich

Motivationsschreiben und CV?

- Welche Elemente und welche

Struktur haben die beiden Dokumente

typischerweise?

- Wie schneidet man seine Bewerbungsunterlagen

individuell auf die Stellenausschreibung

zu?

Videoaufnahme auf my.hsgcareer.ch

und als Live-Online-Session


3. Career Input:

LinkedIn &

Social Media

LinkedIn and social media have

become common recruitment

tools. Presenting yourself in the

best possible light on the right

platforms is an important step

towards finding the right job.

Your take aways – presented by Career Coach

Gerd Winandi-Martin

After this session, you will learn

– how to put together a convincing LinkedIn

profile, step by step;

- how to incorporate LinkedIn into your

career-planning process;

- how HR professionals incorporate social media

into their recruitment process.

5. Future jobs need

future skills

Im Zeitalter der Digitalisierung

ändern sich die Berufe schnell.

Gemäss PwC verschwinden

viele Rollen ganz, während

andere neu entstehen.

Gemeinsam mit Expertinnen

und Experten aus der Praxis

wird interaktiv diskutiert.

Deine Take-aways –

präsentiert von Career Coach

Christina Sandau-Jensen

Available as a recording on my.hsgcareer.ch

and as a live online session

Nach diesem Workshop weisst du mehr über

– die aktuellen Entwicklungen in

verschiedenen Branchen;

– dein Karrierequadrat und die Ist-Soll-

Situation;

– deine Kompetenzen, ihren zukünftigen

Ausbau und ihren Erhalt.

4. Networking:

Türöffner zum Karriereziel

Durch ein erfolgreiches Beziehungs -

management können Karriereziele

wesentlich schneller und nachhaltiger

erreicht werden. Die richtigen

Kontakte und deren wertschätzende

Pflege öffnen Türen, die

ansonsten verschlossen bleiben.

Deine Take-aways – präsentiert von Career Coach

Elke Wüst

In diesem Workshop

– lernst du einen Smalltalk-Einstieg, Wege für die

Kontaktaufnahme und für den Beziehungsaufbau;

– erfährst du, wie du dein Netzwerk im Hinblick

auf deine Karrierethemen erweitern kannst;

– erstellst du einen konkreten Aktionsplan, um

deine Ziele zu erreichen und deine Netzwerkkompetenzen

weiterzuentwickeln.

6. Mein Projekt:

effektive Jobsuche

In diesem Workshop lernst du, wie

du dein Projekt Jobsuche vorbereiten,

planen und durchführen kannst, um

effektiv und erfolgreich an dein Ziel

zu kommen.

Deine Take-aways –

präsentiert von Career Coach

Ines Danuser

Nach diesem Workshop

– weisst du, wo du stehst;

– kennst du die Strategien, die dich zu einem

passenden Job führen, und weisst, wie sie anwenden;

– hast du einen konkreten, individuellen Projektplan

für deine Jobsuche;

– kennst du die nächsten Schritte und weisst, wie die

Zeit managen.

Gibt's als Live-Online-Session

my HSG Career INSIGHT

55


Future Skills

my HSG Career SPOTLIGHT

56

Recruiting –

High tech vs.

High touch

During this pandemic, a lot of things have changed. It feels like

everything is now online, virtual, digital. Our world has moved from

packed train rides to work, having a drink in a bar and celebrating

your colleague’s birthday with croissants to sitting around in tracksuit

pants, virtual after-work drinks and sending a message through

MS Teams to congratulate. The “touch” got lost and tech is probably the

most important thing of our time. But how has all this impacted the

recruiting process? How will it change in the future?

Text: Nadine Leemann


Artificial intelligence and mobile recruiting have

been established for a while now. Do they help? Yes.

Do they make sense? Not always. Before writing this

article, we were convinced that the big companies

and executive search firms must use a lot of tools.

We were wrong. We spoke to a few experts from the

field and got very interesting insights into how they

think this process will develop.

Technology can’t replace HR

Surprisingly for us, the big, international tech

companies are far less open to a digital process. The

values vary from continent to continent and from

country to country a lot. For an international

company it is almost impossible to program a

one-size-fits-all system. That means the resources

needed would be much higher than employing

someone who screens the CV. But overall, the profile

of a recruiter has changed. Like almost in every job,

it is necessary to be open to computer systems and

the usage thereof. These tools definitely support the

process but will never replace a person.

A human touch is needed

Five years ago, it was a recruiter’s daily business to

sift through 200 applications or more. Looking at the

design of the CV, trying to spot the skills they need

for a role. It was a tough job. In most corporate

companies this process has been taken over by an

algorithm which can evaluate the KPI’s they are

looking for. Do you think robots will take over the

recruiting process completely, I ask Daniel Müller

from Mercuri Urval. “In recruiting, you have on

the one hand a search problem and on the other a

selection problem. For the search, those tools are

very helpful. You can hop onto LinkedIn and find

almost everyone. This helps a lot and speeds up the

process. But when it comes to the selection process,

a system can’t help you. We are human beings, and

it has to match in person.”

Ask questions

But how can you as a student prepare for an interview?

“I would strongly recommend that you

contact the company before you apply and find out

more about their application process. Maybe you

will have to do a video interview or a test. Maybe

you will have to go through an assessment before

you can attend an interview. These are things

you can prepare for and the counsellors at the CSC

will help you to talk things through,” Selina Frei

from HSG Alumni suggests.

Use the right buzz words

“Make sure you use the same language as in the job

ad but don’t lose your personal touch,” says Selina.

It is important to have the buzz words describing

your skills and personality in your CV and on

your LinkedIn profile but in the end, you will face

somebody from the company and that is all that

counts to be selected for a job.

Be yourself

For us this research has been a big surprise.

All the experts we spoke to denied using Artificial

Intelligence and are convinced that a recruiter

will never be replaced by a robot. It is somehow

reassuring to know that our personalities and

values are important and will be key to matching us

to the right job. So be clever when applying but

never lose yourself.

my HSG Career SPOTLIGHT

57


Events

Für die Agenda –

bereits

jetzt vormerken

HSG

CAREER

DAYS

my HSG Career INSIGHT

58

HSG Banking Days

The HSG Banking Days is the biggest career

event at the University of St.Gallen (HSG)

in the autumn semester and serves as a

bridge between the world’s most prestigious

financial services firms and our talented

students. Students and company representatives

have the opportunity to find their

match during the different get-togethers.

We offer you the exciting opportunity

to meet decision-makers from all over the

world face to face.

HSG Career Days

An den HSG Career Days (mit Fokus FMCG, Industry,

Legal, Luxury und Tech) sind viele Unternehmen und

potenzielle Arbeitgeber vor Ort. Selbst wenn du noch

kein konkretes berufliches Ziel vor Augen hast, lohnt

es sich, Karriere-Events zu besuchen. Weshalb?

– Wichtige Kontakte für künftige Praktika oder den

Berufseinstieg knüpfen

– Im Austausch das Thema deiner Abschlussarbeit

finden

– Einen ersten Eindruck von Unternehmen gewinnen

– Einen guten ersten Eindruck hinterlassen

hsgcareerdays.ch

hsgbankingdays.ch/for-students

Watch the video here:

bit.ly/hsg-bankingdays

Hier Video ansehen:

bit.ly/hsg-careerdays

Weshalb du unbedingt dabei sein solltest: «Mach deinen

ersten Karriereschritt und nimm an den branchenspezifischen

Events teil. Lerne Unternehmen aus den Bereichen Banking, FMCG,

Industry, Legal und Luxury kennen. Das ist deine Chance, direkt

mit Fachpersonen in Kontakt zu treten und Türen zu deinem

zukünftigen Arbeitgeber zu öffnen. Die verschiedenen Eventformate

finden bei uns am Campus oder an einer ausgewählten, zum

Thema passenden Location statt.»

Nadine Leemann, Projektleiterin HSG Career Days und HSG Banking Days


HSG TALENTS Conference

Die HSG TALENTS Conference ist eine studentische

Initiative und bringt als der offizielle Karriere-Event

der Universität St.Gallen jedes Jahr über 100 Unternehmen

und mehr als 1’700 Studierende in Kontakt.

Organisiert wird die Conference von einem sechsköpfigen

Studierendenteam unter der Leitung

des Bereichs Career & Corporate Services (CSC).

Die HSG TALENTS Conference bietet den Studierenden

der Universität St.Gallen eine einzigartige

Gelegenheit, Unternehmensvertreterinnen und -vertreter

hautnah kennenzulernen und erste Kontakte zu

potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen. Gleichzeitig

gibt sie den Unternehmen die Möglichkeit, im

Rahmen des Events neue talentierte Studentinnen

und Studenten für ihre Firma zu rekrutieren. Das

Opening Panel bildet den Einstieg zur Conference,

die sich über drei Wochen erstreckt und mit den

verschiedenen Modulen zahlreiche Interaktionsmöglichkeiten

zwischen Studierenden und Unternehmen

bietet.

hsgtalents.ch

my HSG Career INSIGHT

59

Hier Video ansehen:

bit.ly/hsg-talents

Weshalb du unbedingt dabei sein solltest:

«Du kannst dich für keine Branche entscheiden und möchtest gleich die gesamte

Bandbreite kennenlernen? An der HSG TALENTS Conference kannst du genau

das tun. Du lernst zukünftige Arbeitgeber in ungezwungener Atmosphäre kennen

und kannst an der Messe wertvolle Kontakte knüpfen. Hier findest du das, was

zu dir passt.»

Simon Mächler, Projektleiter HSG TALENTS Conference


Erster Arbeitstag

So war's

«Arbeitsstart bei

Lidl war um

5 Uhr in der Früh»

my HSG Career BEST PRACTICE

60

Damiano Della Bruna absolvierte den Master of Arts

in Business Innovation und arbeitet seit Januar 2021

bei Lidl Schweiz als Regionalleiter.

Der Einblick in den Arbeitsalltag ist spannend.

Oft wird man auf die Probe gestellt.

Damiano Della Bruna erfuhr als Trainee Area

Manager bei Lidl Schweiz, was es heisst,

in einem Supermarkt anzupacken.

«Während der ersten Woche als Trainee Area Manager

bei Lidl Schweiz begleitete ich einen erfahrenen

Area Manager und erhielt spannende Einblicke in

die Position. Von Anfang an konnte ich eigene

Aufgaben übernehmen und beispielsweise überprüfen,

ob Massnahmen innerhalb der Filialen

«An Lidl Schweiz

schätze ich, dass

angepackt und aus

den Ergebnissen

gelernt wird.»

umgesetzt werden. Da ich noch nicht alle Prozesse

kannte, war es keine einfache Aufgabe – doch mit

Unterstützung des Teams meisterte ich sie. Ausserdem

lernte ich bei meinem Einsatz viele Mitarbeitende

der Filialen sowie deren Führungskräfte kennen.

Ein Jahr Einarbeitung

Mein Einarbeitungsprogramm erstreckte sich über

12 Monate und deckte alle Positionen innerhalb

einer Filiale ab. Ich erinnere mich noch gut daran,

frühmorgens aufzustehen und bereits ab 5 Uhr

die Eröffnung der Filiale vorzubereiten. Insbesondere

die körperliche Arbeit, welche die Produkt präsentation

in den Regalen mit sich bringt, ist nicht zu

unterschätzen. Es ist hilfreich für die spätere

Tätigkeit als Area Manager, die Arbeit in der Filiale

aus erster Hand zu erleben und die verschiedenen

Aufgaben auszuführen. Dabei setzte ich nicht

nur die Prozesse aus der Theorie in die Praxis um,

sondern sah, wie Veränderungen oder Massnahmen

auf die Abläufe wirken. An Lidl Schweiz schätze

ich, dass angepackt und aus den Ergebnissen

gelernt wird. Es ist toll, bereits von Anfang an so

viel Verantwortung zu übernehmen.»

TIPP

«Vergleiche die verschiedenen Jobmöglichkeiten

in Ruhe und entscheide nach

deinen Interessen und Präferenzen.»


So war's

«Bleibt

neugierig»

Nora Küng konnte von Beginn an

bei der Kommunikation für rund

70’000 Angestellte mitarbeiten.

Eine grossartige Chance, bei der

sie Einblick in die verschiedenen

Themenbereiche einer Bank

erhielt.

«Wegen der Pandemiemassnahmen

startete ich meinen ersten Arbeitstag

als Communications Specialist

Intern aus dem Homeoffice. Meine

Kolleginnen und Kollegen waren

sehr herzlich, und so war es nicht

schwierig, mich ins Team zu integrieren

und die Unternehmenskultur

der UBS kennenzulernen. Ich wurde

in die internen Kommunikationsrichtlinien

eingeführt, erfuhr einiges

über die verschiedenen Kommunikations

kanäle und über aktuelle

Kampagnen. Insbesondere schätzte

ich die Gespräche mit Leuten aus

unterschiedlichen Unternehmensbereichen

und Regionen, von denen

ich vieles für meinen persönlichen

Karriereweg mitnehmen konnte.

TIPP

«Bleibt neugierig und stellt den Leuten

Fragen. Versucht, in so viele Bereiche

wie möglich Einblick zu erhalten. So findet

ihr heraus, was euch wirklich Spass

macht und wo eure Stärken liegen.»

Nora Küng absolvierte den Master of Arts in

Management, Organisation und Kultur und arbeitet

seit November 2020 bei der UBS als Communication

Specialist.

«Insbesondere schätzte ich

die Gespräche mit Leuten

aus unterschiedlichen

Unternehmensbereichen

und Regionen, von denen

ich vieles für meinen

persönlichen Karriereweg

mitnehmen konnte.»

Offen für Neues

Hätte man mich vor ein paar Jahren gefragt, wo ich

nach dem Studium arbeiten werde, hätte ich wohl

nicht zuerst an eine Bank gedacht. Doch schon beim

Vorstellungsgespräch bei der UBS war mir klar

geworden, dass man sich nicht auf eine bestimmte

Branche eingrenzen sollte. Wichtig ist, dass man offen

bleibt und seine Entscheidung vom Verantwortungsbereich,

den Entwicklungsmöglichkeiten und dem

Team abhängig macht. Ich bin sehr froh, diese Position

gefunden zu haben. Ansonsten wäre mir die Chance,

an globalen Kommunikations massnahmen für

rund 70’000 Mitarbeitende mitzuwirken und mit

Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt

zusammenzuarbeiten, wohl entgangen.»

my HSG Career BEST PRACTICE

61


Muntermacher

Karriere hat

viele Gesichter …

Welcher Karrieretyp bist du? Falls du (noch) keine Antwort auf diese Frage hast –

deine USPs verraten dir viel über deine berufliche Zukunft. Wer bist du, was

ist dir wichtig, was interessiert dich, worin bist du gut? Vielleicht ist unter unseren

Vorschlägen etwas für dich dabei. Lass dich inspirieren.

Büsinesstalent

my HSG Career SNACK IT

62

Träume? Träume sind für Träumer.

Wünsche sind da, um in Erfüllung zu

gehen. Du wartest nicht, du holst dir,

was du willst. Zielsicher und effizient.

So läuft das im Business.

Haarmonicer

Lieber cooles Team statt steile Karriere –

und die Work-Life-Balance im Griff. Du

wägst ab, akzeptierst Kompromisse und

suchst in allen Lebenslagen nach dem

Win-win.

Foundeer

Lange Businesspläne sind nicht so

dein Ding. Viel lieber lässt du Taten

sprechen. Du steckst voller Ideen

und Möglichkeiten und willst jeden

Tag die Welt bewegen.


Haiclimber

Dein Denken und Handeln ist auf

Resultate getrimmt. Immer steil nach

oben. Hindernisse überwindest du

spielerisch oder manövrierst dich

geschickt drumherum.

Teeoretiker

Veränderungen schön und gut, aber

bitte in Ruhe. Und gefälligst ordentlich.

Bevor du dich entscheidest,

gehst du den Fakten auf den Grund

und prüfst jedes Detail.

my HSG Career SNACK IT

63

Bärsonaler

Du bist kommunikativ und interessierst

dich für Menschen und deren

Geschichten. Soft Skills sind für dich

die Hard Facts – schliesslich geht es

im Leben immer um Personality.

Beeliever

Was für eine Power! Du vertraust

auf dich und deine Fähigkeiten. Diese

Stärke ist eine grosse Gabe – nutze

sie zu deinem Vorteil, und dir stehen

alle Türen offen.


UNILEVER FUTURE

LEADERS PROGRAMME

A BETTER BUSINESS. A BETTER WORLD. A BETTER YOU.

Wir entwickeln grosse Marken – und die Manager:Innen von morgen. Starte direkt

bei Unilever durch! In zwei bis zweieinhalb Jahren vom Einsteiger zur Manager:In?

Unser Future Leaders Programme (UFLP) bietet dir im Bereich Sales & Marketing

die Chance dazu. Dabei erhältst du kontinuierlich Support und übernimmst schnell

Verantwortung, um deinen Bereich, deine Zukunft – und die unserer Love Brands zu

gestalten.

Spannende Einblicke in die Welt von Unilever kannst du zudem auch schon

während des Studiums in einem Praktikum gewinnen.

Hier erfährst du mehr:

@ www.unilever.ch/karriere

www.facebook.com/UnileverCareersDACH

unilevercareersdach


Muntermacher

Alles für den

Karrierekick

Mehr Struktur im Uni-Alltag?

Kein Problem. Wir haben für dich 5 Tipps

mit tollen Digital-Tools und 1 für den

Karriere-Boost. Ach ja, fit(ter) wirst du auch.

3

Leseliste im Pocketformat

Praktisch für alle, die viel recherchieren,

surfen, teilen. Und nichts verlieren

möchten. Mit Pocket speichert man

Inhalte jeder Art, die sich online

über einen Browser aufrufen lassen.

getpocket.com

5

1

3

5

2

4

1Die Welt um dich herum entdecken

Mit Lens (achte auf das Symbol) wird die

Kamera zur Suchmaschine. Etwa, um Text

zu übersetzen, Formeln zu lösen oder

auch, um mehr über ein Lieblingsoutfit zu

erfahren.

lens.google.com

2

Verschiedene Messenger

gebündelt

Verschiedene Apps und Online-

Services in einer Applikation – Franz

macht’s möglich. So behältst Du

auch in der Vorlesung den Überblick

über die (digitale) Aussenwelt.

meetfranz.com

4

Fast-alles-Könner

Das Schweizer Sackmesser für

ansprechende Projekt- und Selbstorganisation.

Kollaborieren und

Automatisieren mit Power-ups und

definierbaren Regeln. Und zwar

auch in der kostenlosen Version.

trello.com

my HSG Career SNACK IT

65

Instant-Fitness

für Zwischendurch

Liegestütze sind einfach, effizient,

effektiv. Wer 100 am Stück schafft,

darf zu Recht stolz sein. Für die

Instant-Fitness zwischendurch gibt’s

kaum etwas Besseres.

100liegestuetze.net

+1

Unlock your career

Einige der besten Karrierekicks gibt es direkt in St. Gallen:

mit den Workshops des CSC. Der perfekte Pitch. Oder

«Crack the Case» – unabdingbar fürs Assessment Center bei

PwC und Co. Für alle Gründerinnen und Gründer in spe

ist das HSG Start-up Coaching genau richtig.

hsgcareer.ch/fuer-studierende/karriere-workshops


Remote Work

my HSG Career TRENDSETTER

66

Homeoffice – ein grosses

Thema während der Pandemie.

Remote zu arbeiten, hat

Vorteile, aber auch Schattenseiten.

Wie man dabei voller

Energie bleibt, verraten

wir hier. Eine Anleitung zur

besseren Resilienz.

Text: Ines Danuser

Das Konzept der Resilienz bewährt

sich besonders in schwierigen

Zeiten und hilft, nicht nur gut mit

den alltäglichen Herausforderungen

umgehen zu können, sondern

auch längerfristig seine Aufgaben

wahrzunehmen, Ziele anzupeilen

und dabei gesund zu bleiben.

Resilienz ist etwas, was man in

kleinen Schritten üben kann und

das gut im eigenen Kontext

umsetzbar ist. Dabei geht es nicht

darum, noch leistungsfähiger zu

werden oder noch mehr aus sich

herauszuholen, sondern darum,

flexibel auf widrige Umstände zu

reagieren, daraus zu lernen und

bestenfalls gestärkt aus ihnen

hervor zugehen.

Resilienz im

Homeoffice?

Geht doch!

1

Akzeptanz

Erkennen, was veränderbar

ist, und annehmen, was

nicht veränderbar und

beeinflussbar ist.

Akzeptanz bedeutet, anzunehmen,

was nicht beeinflussbar

und veränderbar ist. Was

hinter mir liegt, hat eine

Bedeutung, die sich oft erst in

der Rückschau erschliessen

lässt. In Zeiten der Pandemie

heisst das, Vorgaben zu

akzeptieren und sich

innerhalb dieser gesteckten

Rahmen zu bewegen. Allzu

oft vergeuden wir zu viel Zeit

mit Klagen und Jammern.

Was immer veränderbar ist,

ist die eigene Einstellung. Ich

kann eine andere Haltung

oder in Bezug auf eine

Situation oder ein Problem

eine andere Sichtweise

annehmen. Dadurch, dass wir

uns in unserer inneren

Haltung bewegen, kommt

automatisch Bewegung ins

Spiel.

2

Optimismus

Eine positive Weltsicht

haben und ein positives

Selbstkonzept sowie

ein Bewusstsein der

eigenen Stärken.

Sich selbst positiv zu sehen,

beruht auf dem grundsätzlichen

Selbstvertrauen, dass

Kräfte und Fähigkeiten

mobilisiert werden können.

Echtes Selbstwertgefühl ist

weitgehend unabhängig

von äusseren Einflüssen.

Wer fest davon überzeugt

ist, es zu schaffen, ist eher

bereit, sich aktiv Herausforderungen

zu stellen und

erste kleine Schritte zu

gehen. Sich seiner Stärken

bewusst zu sein, stärkt

wiederum das positive

Selbstbild. «Du musst halt

nur positiv denken, dann

kommts schon gut», ist

damit nicht gemeint.

Optimi smus bedeutet viel -

mehr, auch trotz Schwierigkeiten

aktiv und mutig

zu sein und sich an bereits

überwundene Schwierigkeiten

zu erinnern.


AUF WELCHE

DREI SÄULEN

LEGST DU

DEINEN FOKUS?

5

Selbstverantwortung

3

Lösungsorientierung

Probleme als Möglichkeiten

und Chancen

erkennen, ohne die

Realitäten zu negieren.

Energien werden darauf

gelenkt, Lösungen anzupeilen

oder erwünschte

Ergebnisse zu erzielen und

dabei die eigenen Kräfte

zu reaktivieren oder neue

Kräfte zu entdecken. Ziel ist,

unterschiedliche Optionen

zu entwickeln oder aus

verschiedenen Ansätzen

eine neue Lösung zu

kreieren. Wenn sowohl der

Kopf als auch der Bauch

Ja zur Lösung sagen, passt

sie. Dabei sind wir auch

gefordert, ganz bewusst

zwischen Gut-genug-

Lösungen und ausserordentlichen

Lösungen zu unterscheiden

und abzuwägen,

wie viel Zeit und Energie

wir wo reinstecken.

4

Ausbalancierung

Befindlichkeiten steuern

und angemessen

zwischen Aktivität und

Beruhigung balancieren.

Durch die Regulierung der

Gefühle kann man seinen

Gemütszustand in Balance

bringen, so etwa auch

unter grossem Druck ruhig

und gelassen bleiben.

Dies geschieht durch den

schnellen Wechsel zwischen

den beiden Hirnhälften:

dem bewussten Verstand

(links) und dem emotionalen

Erfahrungsgedächtnis

(rechts). Dieses Zusammenspiel

beeinflusst, welche

Entscheidungen wir treffen

und wie wir uns selbst

motivieren. Resiliente

Menschen haben wirksame

Strategien, mit Stress

um zugehen. Eine davon ist,

niemandem die Schuld

für seine eigenen Gefühle

zuzuweisen.

Verantwortung für

Handlungen, Gedanken

und Gefühle übernehmen.

Es ist ein grundlegender

Antrieb des Menschen,

möglichst viel Kontrolle

über das eigene Leben zu

haben. Allerdings ist

kaum vermeidbar, sich

dazwischen auch in einer

Opferrolle zu finden.

Wie sehr und wie lange wir

jedoch unter den Gegebenheiten

leiden und in ihnen

verharren, entscheiden

wir selbst. Es geht darum, zu

erkennen, welche Teile dem

eigenen Einfluss unterliegen,

und sie Schritt für Schritt

aktiv und eigenverantwortlich

zu verändern. Schuldzuweisungen

anderen gegenüber

sind unnötige

Energieräuber und helfen

nicht weiter. Fehler dürfen

passieren. Entscheidend ist,

unser Leben in die eigenen

Hände zu nehmen.

Die Säulen 6 und 7 zu

den Themen «Netzwerk -

orientierung» und

«Zukunftsblick» findest

du im Online-Magazin.

hsgcareer.ch/karrieremagazin/trends/

resilienz-im-homeoffice

TRENDSETTER

67

my HSG Career


Remote Work

10 Tipps für

mehr Resilienz

im Homeoffice

my HSG Career TRENDSETTER

68

Innehalten und die Kunst

der kleinen Pausen

Hast du mal probiert, wie es ist, alle zehn Minuten

aus dem Fenster zu schauen?

Den eigenen

Standort bestimmen

Wer bin ich? Wo will ich hin? Was ist meine Superpower?

Das Energiefass füllen

Wer oder was sind Energieräuber? Wie werde ich sie los?

Wenn’s stockt –

ab ins CSC

› Karriereberatung

buchen

hsgcareer.ch/fuer-studierende/einzelberatungen

Den Rucksack entlasten

Über welche Themen stolpere ich immer wieder?

Wie werde ich den Ballast los?


Die inneren Antreiber

kennen (lernen)

Was motiviert mich?

Grenzen setzen

oder öffnen

Bin ich mir selbst immer treu?

Konflikte aktiv angehen

Wie wär’s, wenn ich den ersten Schritt mache?

Nicht hadern, machen!

Richte ich mich immer konsequent

auf Handlungsspielräume aus?

Freundschaften pflegen

Wen vermisse ich?

Wem wollte ich schon lange mal Danke sagen?

Ines Danuser, Senior Career Counsellor CSC,

Bewegungs- und Sportwissenschaftlerin ETH Zürich,

Supervisorin & Coach BSO, Resilienztrainerin HBT,

CAS Krisenintervention

ZUR PERSON

Ines Danusers beruflicher Weg

führte sie als Dozentin und

Trainerin im Sportbereich auf

allen Schulstufen zur Leitung der

Student Career Services

(International Office, Career

Center und Beratung) an der

Fachhochschule Graubünden.

Nach einem Abstecher in die

Sportorganisation und ins

Diversity Management ist sie als

Karriereberaterin beim CSC

tätig. Ihr Credo in der Karriereberatung:

in Bewegung kommen.

my HSG Career TRENDSETTER

69

Ruhe finden,

Kraft verankern

Wann bin ich das letzte Mal (gedanklich oder physisch)

auf den Berg gestiegen und habe in die Weite geschaut?

Quellen: Karsten Drath: Resilienz in der Unternehmensführung

– Was Manager und ihre Teams stark

macht, Haufe, 2016; Gruhl Monika: Resilienz – Die

Strategie der Stehauf-Menschen, Kreuz Verlag, 2014

Sylvia Kéré Wellensiek Joachim Galuska: Resilienz –

Kompetenz der Zukunft, Beltz Verlag, 2014


Future Jobs

Gesucht:

Captain Future

Die Berufsbilder ändern sich rasant. Die Universität Oxford rechnet damit, dass es in

zehn Jahren 40 Prozent der Berufe in der heutigen Form nicht mehr geben wird. Künstliche

Intelligenz, Roboter und Automatisierung übernehmen diese Jobs. Good News: In dieser Zeit

sollen gleich viele neue Berufe entstehen. Hier drei Ideen für Jobs der Zukunft.

Ausgewählt von: Jürg Aegerter, Illustration: Marie-Louise von Aarburg-Gerber

TRENDSETTER

70

Grandpa-rent

Deine Kundinnen und Kunden kommen aus den

USA oder Bahrain und arbeiten in Zürich. Für den

fünfjährigen Sohn bist du die Oma oder der Opa

vor Ort und wirst dafür bezahlt. Wenn die Familie

weiterzieht, kann dein «Enkel» im kostenpflichtigen

Abo online in Kontakt mit dir bleiben.

Cellular Farmer

Mit der zellulären Methode wird das Fleisch von

Land- und Meerestieren direkt aus Zellen gezüchtet.

Somit müssen zur Herstellung von Fleisch keine

Tiere mehr geschlachtet werden. Dein Vorteil als

Cellular Farmer: Das Ausmisten des Stalls fällt weg.

Captain Future

Auf einem ehemaligen Kreuzfahrtschiff entfliehst

du mit Gleichgesinnten den Problemen der

Welt. Ihr lebt und arbeitet auf dem Schiff. Dank

Solar-, Wasserstoff- und Windenergie, Ackerflächen

auf den Decks und eigener Fischzucht im

Pool seid ihr autark unterwegs.


CSC Stimmen

“Nothing

changes as

fast as the

situation.”

« Flexibel, offen und neugierig

bleiben. ‹Nichts ändert sich so schnell wie die Lage.›

Das pflegte ein ehemaliger Chef zu sagen. An der HSG

bekommen wir täglich viele Inputs von Studierenden und

von Unternehmen. Wir sind am Puls der Zeit. Das verlangt

nach Flexibilität, Offenheit und Neugierde. Mir persönlich

macht es grossen Spass, Trends und Entwicklungen zu

erkennen und diese Erkenntnisse in meine tägliche Arbeit

einfliessen zu lassen.»

Gerd Winandi-Martin, Leiter Career & Corporate Services

« Den Rucksack mit vielen

verschiedenen Eindrücken

füllen. Bis anhin bin ich bei jedem Jobwechsel in eine

neue Branche und in eine neue Rolle geschlüpft. Ich habe

während einiger Jahre in Afrika gelebt und war anschliessend

selbständig. Ursprünglich wollte ich Journalistin

werden oder Tierärztin. Jetzt bin ich an der HSG. Nichts

war so geplant. Eine Sache ist gleich: Ich habe mit

Menschen zu tun. Ich liebe es, verschiedene Kulturen und

ihre Geschichte kennenzulernen. Zuhören, Momente teilen

und die Spontanität bewahren – das treibt mich an.»

Nadine Leemann, Projektleiterin HSG Career Days und

HSG Banking Days

“Embrace the

moment and

be open to all

kinds of people

and situations.”

71

my HSG Career

“Surround

yourself with

people that

inspire you and

give you new

perspectives.”

« Schaffe ein inspirierendes

Umfeld. In meiner beruflichen Laufbahn ist mir bewusst

geworden, dass die Menschen, die dich umgeben, einen

enormen Einfluss auf dein Leben haben. Sie können dich

inspirieren, dir neue Perspektiven aufzeigen oder dich auch an

deine Grenzen kommen lassen. Nutze diese Möglichkeiten,

sei offen für neue Erfahrungen und versuche, auch aus

herausfordernden Situationen etwas zu lernen. Sie werden

dich deinem Purpose ein Stück näher bringen und dich

persönlich auf vielen Ebenen wachsen lassen.»

Djulijana Kilic, Fachspezialistin Marketing und

Kommunikation


Career & Corporate Services

Universität St.Gallen (HSG)

Gatterstrasse 1

9010 St.Gallen

+41 71 224 31 00

csc@unisg.ch

hsgcareer.ch

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