Fußball 2021/22

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AKTUELL

SPORT

SPORT B | 2021

26. August 2021

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SPORT B | 2021

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Visiten Praxisgemeinschaft Orthoplus: 0471 976433

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Dr. Nicola Bizzotto

Handchirurg

Dr. David Espen

Handchirurg

Terminvormerkung für Visiten: 0471 1551010

Dr. Markus Kleon

Terminvormerkung für Visiten: 0473 055778


Inhalt

AKTUELL

4 FC Südtirol

10 Die Südtiroler Fußballer

bei Profivereinen

12 Oberliga

22 Landesliga

39 Damenfußball

40 Die 1. Amateurliga

41 Die 2. Amateurliga

42 Die 3. Amateurliga

ZUM HERAUSNEHMEN

Die Spielkalender 2021/22

Titelbild Spielkalender:

Lukas Aichner (St. Georgen, links) und

Edoardo Ghiotti (Obermais, rechts)

Titelbild Fußball Radius:

Wollen mit dem FC Südtirol in die Serie B:

Kapitän Fabian Tait und Manuel Fischnaller (von links).

IMPRESSUM

RUBRIK

11 Gesundheit:

Trinken – Das A und O

beim Sport

Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Bozen, Eintrag LG Bozen 2.4.1948,

Nr.7/48 | Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Dr. Toni

Ebner | Projektleiter: Franz Wimmer | Produktion: Magdalena Pöder

Redaktion: Christian Staffler, Stefan Frötscher, Tobias Unterhofer,

Christian Morandell, Alex Raffeiner, Thomas Debelyak (Koordination),

Andreas Vieider (Koordination) | Statistiken: Walter Morandell

Werbung/Verkauf: dott. Marita Wimmer, Michael Gartner, Patrick

Zöschg, Alois Niklaus, Helene Ratschiller | Verwaltung: Weinbergweg 7,

39100 Bozen, Tel. 0471 081 561, info@mediaradius.it, www.mediaradius.it

Fotos: Fotosport Bordoni (u.a. Titelbild), Robert Perathoner,

Dieter Runggaldier, Reinhold Eheim, Franz Griessmair, Markus Dorn,

David Laner (u.a. Titelbild Spielkalender), Sarah Mitterer, DLife,

Andrea Giacomelli, Stefan Frötscher, Hannes Unterhauser, Vereinsfotos,

Dolomiten-Archiv | Grafik/Layout: Achim March | Infografiken: Michal

Lemanski, Ambra Delvai | Produktion: Athesia Druck Bozen -

www.athesia.com | Vertrieb: Sonderdruck zur heutigen Dolomiten-

Ausgabe und im Postversand | Druckauflage: 36.700 Stück

Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung für die Inhalte der Werbeseiten,

PR-Seiten und der angeführten Webseiten.

Redaktionsschluss dieser Ausgabe: Montag, 23. August

EDITORIAL

Neustart 2.0. Vor einem Jahr stand

an dieser Stelle geschrieben, dass es

ein ehrgeiziger Plan sei, der Corona-

Pandemie zu trotzen und als erste

Region in ganz Italien mit dem Amateurfußball

loszulegen. Wie es ausging,

ist bekannt: Gespielt wurde bis Ende Oktober, ehe die

sogenannte 2. Corona-Welle Überhand nahm und die Meisterschaften

bei den Amateuren, aber auch in der Jugend,

vorzeitig unter- und dann abgebrochen wurde. Zwar gab es

im April 2021 einen Re-Start, der diente aber mehr einem

zaghaften Wiederannähern zurück zur Normalität. Nun also

folgt der 2. Versuch, und diesmal scheinen die Vorzeichen

besser, um auch bis zum Ende durchspielen zu können. Die

Mehrheit der Spieler ist geimpft. Diejenigen, die es noch

nicht sind, werden bewusst-unbewusst immer mehr an den

Rand gedrängt und dürften auf Befehl von oben spätestens

im Spätherbst auch formal ausgeschlossen werden. Am Ende

ist es logisch: Nur wer seinen Beitrag zur gesellschaftlichen

Solidarität leistet, soll auch in den Genuss dessen kommen,

was er in seiner Freizeit am liebsten tut. Das hat nichts

damit zu tun, dass der Fußball nach dem Skisport die am

zweitmeisten praktizierte Sportart in Südtirol ist. Nur weil

erfolgreicher Teamsport miteinander zum Ziel führen kann,

ist es unabdingbar, dass alle in die gleiche Richtung schauen,

sprich sich impfen lassen. Zum eigenen Schutz, zum Schutz

der Mitspieler, zum Schutz der Familie, zum Schutz der

Arbeitgeber. Wer sich weiterhin weigert, der wird nicht nur

schleichend an den Rand der Gesellschaft gestellt werden,

sondern auch im Sport keinen Platz mehr finden. Daran

sollten Spieler wie Eltern wie Trainer wie Betreuer denken,

die bisher uneinsichtig waren. Die Gesundheit ist unser

höchstes Gut, und das übersteigt bei weitem die Wichtigkeit

eines Sieges oder eines geschossenen Tores. Voraussetzung

ist, dass jeder die nötige Eigenverantwortung übernimmt

und dass die Wörter Solidarität und Egoismus nicht verwechselt

werden. In diesem Sinne viel Spaß bei der Lektüre

der mittlerweile 12. Ausgabe des Fußball-Radius.

Andreas Vieider, Sportredaktion „Dolomiten“

Die ganze Welt

des Sports

international und

lokal online auf


4 SPORT B | 2021 SERIE C

FC Südtirol: Die Zeit ist reif

Will nach einer schwierigen

Saison beim FC Südtirol endlich

voll durchstarten: Mittelstürmer

Raphael Odogwu.

So nah dran wie noch nie war der

FC Südtirol in der vergangenen

Saison am Meistertitel in der Serie

C und dem damit verbundenen

Direkt-Aufstieg in die 2. Liga. Trainer

Stefano Vecchi hat den FCS an die

absolute Spitze herangeführt, den

entscheidenden letzten Schritt aber

verpasst. Den sollen die Weiß-Roten

nun unter Nachfolger Ivan Javorcic

machen.

Der 42-jährige Fußball-Lehrer aus

Split übernimmt eine gegenüber

der Vorsaison weitgehend unveränderte

Mannschaft, die schon bewiesen

hat, dass sie das Zeug für ganz vorne

hat. Die 75 Punkte der letzten Spielzeit

hätten in anderen Jahren für den

Titel gereicht, die Qualität im Team

ist also vorhanden. Darin besteht kein

Zweifel. Den eigentlichen Qualitätssprung

müssen die Weiß-Roten in

den direkten Duellen machen, in den

sogenannten 6-Punkte-Spielen. Also

dort, wo der FCS unter Vecchi wiederholt

Federn lassen musste. Nach 2

Jahren mit dem Coach aus Bergamo

auf der Kommandobrücke war für die

Vereinsverantwortlichen klar, dass ein

Wechsel auf der Trainerbank unausweichlich

ist, will man auch die letzte

Sprosse der Erfolgsleiter auf dem Weg

in die Serie B erklimmen.

Für dieses Unterfangen holte Sportchef

Paolo Bravo einen seiner Lieblingstrainer

nach Bozen. Im Sommer

2019, nach dem Abschied von

Paolo Zanetti, hatte Javorcic

dem FCS noch eine Absage

erteilt. Damals schwenkten

die Bosse auf Vecchi um. 2

Jahre später hat es nun mit

der Liaison zwischen dem

kroatischen Coach und

dem FC Südtirol geklappt.

Auf den ersten Blick ist

Javorcic kein Trainer, der die

Herzen der Fans höherschlagen

lässt. In Brescia und

Mantua wurde er vorzeitig

entlassen, erfolgreich war

seine Arbeit bei Pro Patria

– den Traditionsverein aus

Busto Arsizio übernahm er

im April 2017 und führte

den Club von der Serie D in

die 3. Liga und zuletzt 3 Mal in

Folge ins Play-off.

Von einer Mannschaft, die

stets den Klassenerhalt als Ziel

ausgab, wechselt Javorcic zu einem

Verein, der in die Serie B drängt. Der

ehemalige Brescia-Profi steht in Bozen

vor einer großen Herausforderung,

denn der Druck auf den FCS nimmt

Jahr für Jahr zu. Nach 12 Jahren in

der Serie C ist die Zeit reif, der

FC Südtirol kein Underdog mehr,

sondern einer der Titelfavoriten. „Wir

werden nicht mehr die Jäger sein,

sondern die Gejagten“, sagt FCS-

Präsident Walter Baumgartner. „Darauf

müssen wir uns einstellen. Alles

wird noch schwieriger.“

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Gabriel Meli

(leihweise von Empoli,

zuletzt Fano), Giovanni

Zaro (Modena), Filippo De

Col (Virtus Entella), Marco

Moscati (Perugia), Leonardo

Candellone (leihweise von

Napoli, zuletzt Bari)

Abgänge: Marco Meneghetti

(Spal), Julian Pircher

(Virtus Bozen), Jan Polak

(vereinslos), Gabriele

Morelli (Messina), Hamza

El Kaouakibi (Pordenone),

Leandro Greco (Karriereende),

Simone Magnaghi

(Pontedera), Mattia Marchi

(Reggiana)

Der neue FCS-Coach

Ivan Javorcic steht

vor einer enormen

Herausforderung.


SERIE C

SPORT B | 2021

5

Der Kapitän bleibt an Bord: Hannes Fink.

Stärken & Schwächen

Stärken: Neo-Coach Ivan

Javorcic kann auf eine

Mannschaft bauen, die in

der vergangenen Saison

75 Punkte holte und nur

auf 2 Positionen verändert

wurde. Auf der

rechten Abwehrseite

ersetzt Filippo De Col

den in die Serie B gewechselten

Hamza

El Kaouakibi. In

der Schaltzentrale

im Mittelfeld

soll es Marco

Moscati besser machen als Leandro

Greco, der nach einer für ihn enttäuschenden

Spielzeit die Fußballschuhe

vorzeitig an den berühmten Nagel

hing und als Assistent von Javorcic

ins Trainerteam wechselte. Sowohl

De Col als auch Moscati kommen

mit reichlich Serie-B-Erfahrung nach

Südtirol. De Col spielte seit 2013

ununterbrochen in der 2. Liga, bringt

also alle Voraussetzungen mit, um

die Lücke auf der rechten Abwehrseite

zu schließen, die El Kaouakibi,

der Überraschungsmann der letzten

Saison, hinterlassen hat. Moscati feierte

mit Perugia im Mai den Aufstieg

in die Serie B und stellt nun seine

Meister-Erfahrung in den Dienst des

FCS. Von der Papierform her ist der

FC Südtirol stärker als in der abgelaufenen

Rekord-Spielzeit, auch weil

die Weiß-Roten von Beginn an auf

ihre kongeniale Doppel-Zehn setzen

können. Davide Voltan und Daniele

Casiraghi sind in der Serie C absolute

Ausnahmekönner. Voltan stieß in der

letzten Saison erst im Jänner zum FCS,

diesmal ist er von Anfang an dabei.

Sein Verbleib ist der größte Transfercoup,

der dem FC Südtirol in diesem

Sommer gelungen ist. Um Voltan, der

in der Vorsaison auf Leihbasis von

Die Gegner des FC Südtirol: Serie C, Gruppe A 2021/22

Filippo De Col ist

der Nachfolger von

Hamza El Kaouakibi

auf der rechten

Abwehrseite.

Juventus U23

(Alessandria)

AlbinoLeffe

(Zanica)

Fiorenzuola

(Fiorenzuola D’Arda)

AC Trient

Lecco

Renate

Feralpisaló

(Meda)

(Saló)

Pro Patria Seregno

Virtus Verona

(Busto Arsizio) Giana Erminio (Verona)

(Gorgonzola)

Padova

Pro Vercelli

Pergolettese

(Padua)

(Vercelli) Pro Sesto

(Crema)

(Sesto San Giovanni)

Legnago

Piacenza

Mantova

(Mantua)

FC Südtirol

(Bozen)

Adria

Triestina

(Triest)

-Infografik: A. Delvai


6 SPORT B | 2021 SERIE C

Reggiana gekommen war, endgültig

nach Bozen zu holen, mussten die

FCS-Bosse tief in die Tasche greifen.

Rund 150.000 Euro hatte Reggiana

2020 für Voltan bezahlt, etwas

weniger überwies der FC Südtirol nun

für den 26-jährigen Offensivkünstler

nach Reggio Emilia. Nebenmann

Casiraghi hat die beste Saison seiner

Karriere hinter sich: 17 Treffer und 8

Tor-Vorlagen in 43 Spielen – das sind

für einen offensiven Mittelfeldspieler

beeindruckende Zahlen. Voltan/Casiraghi

ist ein Duo, um dessen Qualität,

Torgefährlichkeit und Spielstärke den

FC Südtirol jeder Serie-C-Verein beneidet.

Um die Offensiv-Power voll zu

entfesseln, entschieden sich Sportchef

Bravo und Coach Javorcic im Mittelfeld

bewusst für keinen klassischen

Regisseur, sondern für einen flexiblen

und dynamischen Profi wie Moscati,

der in der Zentrale alle Positionen

bekleiden kann. Angeführt von Fabian

Tait, dem Einzigen, der seinen Platz in

der Startelf sicher hat, stehen Javorcic

in Emanuele Gatto, Nermin Karic,

Marco Beccaro, Hannes Fink und

eben Moscati im Mittelfeld 6 potenzielle

Stammspieler für 3 Plätze zur

Verfügung. Laut Sportchef Bravo

bleibt aber die Abwehr das Prunkstück

des FCS. Kann, so wie es

aussieht, Marco Curto gehalten

werden, duellieren sich Kevin

Vinetot, Alessandro Malomo

und Neuzugang Giovanni

Zaro um den

freien Platz in

der Innenverteidigung,

wobei

der Franzose zumindest

zu Saisonbeginn die Nase vorne

haben dürfte. Dass ein Verteidiger

wie Zaro, der im Vorjahr

bei Modena, der hinter Padova

zweitbesten Abwehr der Liga,

unbestrittener Stammspieler war,

nun beim FCS vielleicht nur zweite

Wahl ist, zeugt von der Stärke der

weiß-roten Defensive.

Schwächen: Die Erwartungen sind

weiter gestiegen. Die Serie B

ist längst ein echtes Ziel und

nicht mehr nur ein Traum.

Soll es aber mit dem lang

Neuzugang in der Innenverteidigung: Giovanni Zaro.

Kommt von Meister

und Serie-B-Aufsteiger

Perugia: Marco

Moscati.

ersehnten Aufstieg klappen, muss

wirklich alles zusammenpassen, denn

die Konkurrenz bleibt enorm stark.

Steigern gegenüber dem Vorjahr müssen

sich vor allem die Stürmer, allen

voran Manuel Fischnaller und Raphael

Odogwu. Beide hatten in der vergangenen

Saison mit Verletzungen zu

kämpfen, der Italo-Nigerianer

musste gleich 2 Mal lange

pausieren, zunächst für 3

Monate mit einem

Innenbandanriss,

dann für 2

Monate nach

einer Oberschenkelzerrung.

Fischnaller wurde im

Herbst von einer Muskelverletzung

zurückgeworfen, bis dahin und auch

danach konnte er allerdings selten

überzeugen. Der Knoten schien mit

dem Triplepack in San Benedetto del

FC SÜDTIROL - RÜCKBLICK

Saison Liga Platz

2020/2021 Serie C 3.

2019/2020 Serie C 4.

2018/2019 Serie C 6.

2017/2018 Serie C 2.

2016/2017 Lega Pro 12.

2015/2016 Lega Pro 10.

2014/2015 Lega Pro 10.

2013/2014 1. Division 3.

2012/2013 1. Division 4.

2011/2012 1. Division 7.

2010/2011 1. Division 16.

2009/2010 2. Division 1.

2008/2009 2. Division 15.

2007/2008 Serie C2 12.

2006/2007 Serie C2 7.

2005/2006 Serie C2 4.

2004/2005 Serie C2 8.

2003/2004 Serie C2 3.

2002/2003 Serie C2 3.

2001/2002 Serie C2 4.

2000/2001 Serie C2 11.

1999/2000 Amateur-Nationalliga 1.

1998/1999 Amateur-Nationalliga 7.

1997/1998 Amateur-Nationalliga 12.

1996/1997 Oberliga 1.

1995/1996 Landesliga 1.


SERIE C

SPORT B | 2021

7

Die Trainer in

der FCS-Gruppe A:

Der überragende Spieler der vergangenen Saison: Daniele Casiraghi.

Michele Marcolini (AlbinoLeffe), Stefano

Vecchi (Feralpisaló), Luca Tabbiani (Fiorenzuola),

Oscar Brevi (Giana Erminio),

Lamberto Zauli (Juventus U23), Mauro

Zironelli (Lecco), Giovanni Colella

(Legnago), Maurizio Lauro (Mantova),

Massimo Pavanel (Padova), Cristiano

Scazzola (Piacenza), Stefano Lucchini

(Pergolettese), Luca Prina (Pro Patria),

Antonio Filippini (Pro Sesto), Giuseppe

Scienza (Pro Vercelli), Francesco Parravicini

(Renate), Alberto Mariani (Seregno),

Ivan Javorcic (FC Südtirol), Carmine Parlato

(Trient), Cristian Bucchi (Triestina),

Luigi Fresco (Virtus Verona)

Tronto Ende Februar geplatzt zu sein,

im Offensivverbund mit Voltan und

Casiraghi konnte „Fisch“ endlich den

Erwartungen gerecht werden, auch

wenn er seine Torjäger-Qualitäten

von früher weiter allzu oft vermissen

ließ. Im Play-off wurde er erneut von

einer Verletzung ausgebremst. Auch

in dieser Saison konnte er die Vorbereitung

nicht komplett mitmachen

und stieg erst Anfang/Mitte August

wieder ins Mannschaftstraining ein,

weshalb zumindest zu Saisonbeginn

wohl Odogwu als Mittelstürmer die

erste Wahl sein dürfte. Matteo Rover

und Rückkehrer Leonardo Candellone

komplettieren den Sturm. Der 23-jährige

Neuzugang hatte in der zweiten

Saisonhälfte 2017/18 unter Coach Zanetti

das Play-off-Halbfinale erreicht,

ein Jahr später stieg er mit Pordenone

in die Serie B auf, wobei er in 37 Liga-

Spielen 14 Treffer erzielte. Auch in der

2. Liga blieb Candellone Stammspieler,

ehe er im letzten Sommer zu Bari in

die Serie C wechselte, um den Liga-

Krösus zum Aufstieg zu schießen. Die

Mission misslang, Candellone erlebte

eine Saison zum Vergessen mit 0

Toren. Nun sinnt er in Bozen auf seine

persönliche Wiedergutmachung. Von

einem Stürmer, der in den vergangenen

2 Spielzeiten lediglich 2 Tore erzielen

konnte, darf man sich allerdings

auf Anhieb keine Wunderdinge erwarten.

Ein Fragezeichen steht unweigerlich

auch hinter dem neuen Coach.

Bravo und die FCS-Vereinsverantwortlichen

schwören auf die Qualitäten des

kroatischen Übungsleiters. Doch fest

steht: Ivan Javorcic muss erst beweisen,

dass er das Zeug hat, in der Serie

C um den Titel mitzuspielen. Ein Blick

in die FCS-Geschichte zeigt, dass die

Weiß-Roten ihre größten Erfolge mit

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8 SPORT B | 2021 SERIE C

jungen, aufstrebenden, oft zu dem Zeitpunkt auch weitgehend

unbekannten Trainern gefeiert haben. Giuseppe Sannino

war 1999 ein unbeschriebenes Blatt, Attilio Tesser gab

beim FCS sein Profi-Debüt, ebenso später Giovanni Stroppa

oder Paolo Zanetti. Den letzten Aufstieg 2010 schafften die

Weiß-Roten unter Alfredo Sebastiani, einem Interimstrainer

und Feuerwehrmann, der zum Headcoach aufstieg.

Prognosen

Titelfavorit Nummer 1 ist der FC Südtirol nicht. Padova

und Triestina sind die Mannschaften, die es zu schlagen

gilt. Die beiden Traditionsvereine haben auch die teuersten

Kader in der Gruppe A. Padova brachte es in der vergangenen

Saison auf 79 Zähler und landete punktegleich mit

Meister Perugia auf Platz 1, nur aufgrund des verlorenen

direkten Vergleichs musste die Mannschaft ins Play-off,

wo im Finale gegen Alessandria im Elfmeterschießen die

nächste bittere Enttäuschung folgte. Trainer Andrea Mandorlini

ist nicht mehr dabei, sein Nachfolger heißt Massimo

Pavanel, die Mannschaft bleibt aber absolut hochklassig und

damit der größte Anwärter auf den Direkt-Sprung in die

Serie B. Aufgrund der neuen Einteilung in Nord, Mitte und

Süd geht der FC Südtirol schwierigen Gegnern wie Modena

oder Absteiger Reggiana aus dem Weg. In der Spitze war

die FCS-Gruppe in der vergangenen Saison definitiv stärker

besetzt, die horizontale Kreiseinteilung ist also kein Nachteil

für die Weiß-Roten. Sie können sich außerdem auf das prestigeträchtige

Aufeinandertreffen mit der U23 von Italiens

Rekordmeister Juventus freuen. Brisanz verspricht

auch das Wiedersehen mit Stefano Vecchi, der

nun Trainer bei Feralpisaló ist. Die Gardasee-

Kicker liebäugeln durchaus auch mit einem

Aufstieg in die Serie B. Der in Bozen

geschasste Vecchi, der mit Feralpisaló

auf Kosten des FC Südtirol den

Sprung in die 2. Liga schafft – ein

Albtraum-Szenario, an das beim

FCS niemand denken will.

Zurück in Südtirol: Leonardo Candellone.

Gravina, soll die neue Liga bereits 2022/23 starten. Andere

haben ihre Zweifel, allen voran Serie-C-Chef Francesco

Ghirelli. Hauptziel der Reform ist eine Reduzierung der

Proficlubs in Italien. Von den aktuell 100 Teams im italienischen

Profifußball wären es dann nur noch 56 (20 Serie A,

18 Serie B, 18 Serie C). Unterhalb der Serie C Elite sieht

die Reform eine halbprofessionelle Serie C mit 2 Gruppen

zu je 18 Teams vor, dann eine Serie D Elite (2 Gruppen zu

18 im ersten Jahr, dann 3 Gruppen zu 18) und die Serie

D, die somit nur noch die 6. Liga wäre. Ob die geplanten

Neuheiten schon in einem Jahr in Kraft treten, scheint zumindest

fraglich, schließlich müssten dann bereits in dieser

Saison die Weichen für die neuen Spielklassen gestellt wer-

FC Südtirol: Mögliche Startelf

Kommt die Serie C Elite

2022/23?

Seit Jahren wird darüber diskutiert,

nun soll sie tatsächlich

Wirklichkeit werden: Die eingleisige

Serie C Elite mit nur noch 18 Clubs

ist die Zukunft des italienischen

Drittligafußballs. Geht es nach

Italiens Verbandsboss Gabriele

Trainer

Ivan Javorcic

Karic

Voltan

Odogwu

Moscati

Casiraghi

Tait

Kevin

Vinetot

Fabbri

Vinetot

Curto

De Col

Konnte gehalten werden:

Davide Voltan.

System

4-3-2-1

Poluzzi

-Infografik: M. Lemanski/A. Delvai

Fett=Neuzugänge


SERIE C

SPORT B | 2021

9

den. Die Reform aber wird kommen –

und für Gravina kann es nicht schnell

genug gehen.

Liga-Modus bleibt vorerst unverändert

In dieser Saison ändert sich noch nichts

am Liga-Format. Die 3 Meister steigen

in die Serie B auf, das letzte Zweitliga-

Ticket sichert sich der Play-off-Sieger.

An den Aufstiegsspielen nehmen wieder

28 Mannschaften teil, wobei zunächst

die Teams auf den Plätzen 5 bis 10 ins

Geschehen eingreifen, in der 2. Runde

steigen die Viertplatzierten ein, ehe es

Gruppen übergreifend mit Hin- und

Rückspielen weitergeht – zunächst mit

den Drittplatzierten und dem Italienpokalsieger,

der in dieser Spielzeit nach

dem Corona-Stopp im Vorjahr wieder

Die Gruppen B und C:

Gruppe B:

Ancona Matelica, Carrarese, Cesena,

Fermana, Grosseto, Gubbio, Imolese,

Lucchese, Modena, Montevarchi, Olbia,

Pescara, Pistoiese, Pontedera, Reggiana,

Siena, Teramo, Virtus Entella, Vis Pesaro,

Viterbese

Gruppe C:

Avellino, Picerno, Bari, Campobasso,

Catania, Catanzaro, Fidelis Andria, Foggia,

Juve Stabia, Latina, Messina, Monopoli,

Monterosi, Paganese, Palermo, Potenza,

Taranto, Turris, Vibonese, Virtus Francavilla

ermittelt wird. Ab dem Viertelfinale

sind dann auch die Vize-Meister dabei.

Insgesamt gibt es 9 Absteiger, die 3

Tabellenletzten der 3 Gruppen steigen

direkt ab, die Teams auf den Plätzen

16, 17, 18 und 19 müssen ins Play-out.

Mit der Liga-Reform und der Einführung

der Serie C Elite soll es dann

künftig nur noch 2 Aufsteiger in die

Serie B geben sowie 3 Absteiger in die

halbprofessionelle Serie C.

Jugend-Regel

Um in den Genuss der Verbandsgelder

aus dem TV-Topf der Serie A

zu kommen, müssen auch 2021/22

U21-Akteure über 271 Minuten

pro Match auf dem Platz stehen.

U21-Profis sind in dieser Saison alle

Spieler, die nach dem Jahr 2000

geboren sind sowie maximal 2

Akteure des Jahrgangs 1999. Bereits

in der abgelaufenen Spielzeit hatte

der FC Südtirol, so wie die meisten

Top-Clubs in der Serie C, auf den

verpflichtenden Einsatz von Jugendspielern

verzichtet. Die Zahl der

Kaderspieler wurde unterdessen auf

24 erhöht. Jeder Verein kann zusätzlich

einen Profi aufbieten, der nach

2002 geboren ist, der nicht auf der

Liste steht. Jugendspieler, die noch

keinen Profivertrag besitzen, dürfen

weiter uneingeschränkt eingesetzt

werden. Die erlaubte Zahl der Leihspieler

blieb gleich: 8.

FC Südtirol

Heimspielplatz: Drususstadion Bozen

Cadornastraße 9 B | 39100 Bozen

Trainingsstätte: FCS Center im

Sportzentrum Rungg/Eppan

Tel. 0471 266 053

info@fc-suedtirol.com

FC Südtirol

Pos. Name Nr. Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Giacomo Poluzzi 1 1988

Daniel Theiner 12 2004

Gabriel Meli 22 1999

Alessandro Fabbri 3 1990

Marco Curto 4 1999

Kevin Vinetot 5 1988

Alessandro Malomo 6 1991

Giovanni Zaro 19 1994

Simone Davi 24 1999

Filippo De Col 26 1993

Davide Voltan 7 1995

Emanuele Gatto 8 1994

Hannes Fink 10 1989

Nermin Karic 14 1999

Daniele Casiraghi 17 1993

Fabian Tait 21 1993

Marco Moscati 23 1992

Marco Beccaro 30 1989

Raphael Odogwu 9 1991

Manuel Fischnaller 11 1991

Matteo Rover 18 1999

Leonardo Candellone 27 1997

Ivan Javorcic (neu)

Leandro Greco (Co-Trainer)

Massimo Marini (Tormann-Trainer)

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10 SPORT B | 2021 SÜDTIROLER FUSSBALLPROFIS

Was die Frauen den Männern voraus haben

Seit dem Meraner Simon Laner (2013

für Hellas Verona) hat kein Südtiroler

Fußballprofi mehr einen Einsatz in einer

der großen 5 europäischen Ligen

gesammelt. Das könnte sich heuer

ändern, auch wenn Südtiroler auf der

großen Bühne weiterhin rar sind. Bei

den Frauen sieht die Lage besser aus.

die Saisonvorbereitung mit Oberligist

St. Georgen. Vom Profi-Dasein träumen

dürfen David Wieser (19), Kifle

Gambato (17/beide Inter), Eljon Toci

(18/Fiorentina) und Luca Polli (17/

Sampdoria), die allesamt bei namhaften

Vereinen im Nachwuchs spielen.

Neapel gewechselt. Nationaltorhüterin

Katja Schroffenegger (Steinegg) ist bei

Fiorentina geblieben. Erfreulich ist,

dass mit Elisa Pfattner (Latzfons) eine

weitere Südtirolerin den Sprung in

eine 1. Mannschaft geschafft hat. Die

17-jährige Angreiferin konnte in der

Die Südtiroler Fußballer bei Profivereinen

Die Südtiroler Fußballer bei Profivereinen

Die Südtiroler Fußballer bei Profivereinen

Die Südtiroler Fußballerinnen stellen Saisonvorbereitung überzeugen und

3 Serie-A-Spielerinnen. Melanie Kuenrath

(1999) (Burgeis) ist von Florentia nach

Simon Kader Straudi der Juventus (1999) Women.

steht seit wenigen Tagen offiziell im

M Die

Die

Bremen

Die Südtiroler Fußballer Bremen

bei

bei bei Profivereinen

anuel De Luca hätte der Nachfolger

von Laner werden und als Die Südtiroler Fußballer bei Profivereinen

Simon Straudi

Werder Bremen (2. Bundesliga)

Werder Bremen (2. (2. Bundesliga)

erster Südtiroler seit 8 Jahren einen

ußballer bei Profivereinen

Die Südtiroler Fußballer bei Profivereinen

Serie-A-Einsatz sammeln können. Der

DEUTSCHLAND

DEUTSCHLAND

Bremen

23-Jährige aus Pfatten wechselte nach

Simon Straudi (1999)

Bremen

der Pleite von Chievo Verona zu Sam-

Bremen

Bremen

Werder Simon Bremen (2. Bundesliga)

Simon Simon Straudi Straudi Straudi (1999)

(1999)

(1999)

pdoria in die höchste italienische Spielklasse,

wird aber wohl zu Perugia in FSV Die Zwickau Südtiroler (3. Liga)

Max Reinthaler (Jahrgang 1995) Werder Werder Werder Bremen Bremen Bremen Max (2. (2.

Max Bundesliga)

(2. Bundesliga)

(2. Reinthaler Bundesliga)

(Jahrgang 1995)

Bremen Fußballer

Simon

bei

Straudi

Profivereinen

FSV (1999) FSV Zwickau (3. (3. Liga) Liga)

DEUTSCHLAND Werder Bremen (2. Bundesliga)

die Serie B weiterverliehen. Damit ist

Bremen

Simon Straudi (1999)

Simon Beccari (Ersatztormann bei der

DEUTSCHLAND

Simon Straudi (1999)

Werder Bremen (2. Bundesliga)

Werder Bremen (2. (2. Bundesliga)

WSG Tirol/1. Bundesliga in Österreich)

DEUTSCHLAND

Max Reinthaler (Jahrgang 1995)

der einzige Profi aus Südtirol, der bei

FSV Max Zwickau (3. Liga)

Max Max Max Reinthaler Reinthaler Reinthaler (Jahrgang (Jahrgang (Jahrgang 1995)

1995)

1995)

SCHLAND einem Erstligisten angestellt ist.

Simon Beccari (1998)

DEUTSCHLAND

Simon

Bremen

FSV Beccari (1998)

FSV FSV FSV Zwickau Zwickau Zwickau (3. Liga)

(3. (3. Liga)

(3. Liga)

Liga)

Simon Straudi (1999)

Dass das WSG nicht Tirol so (1. bleiben Bundesliga) muss, zeigt

WSG Tirol Tirol (1. (1. Bundesliga) Werder Bremen

Max Reinthaler

(2. Bundesliga)

(Jahrgang 1995)

das Beispiel von Emanuele Zuelli. Der

FSV Zwickau (3. Liga)

Max Reinthaler (Jahrgang 1995)

Max Max Reinthaler (Jahrgang 1995)

19-Jährige aus Bozen wurde bei Chievo ÖSTERREICH

ÖSTERREICH

FSV Zwickau (3. Liga)

FSV FSV Zwickau (3. (3. Liga) Liga)

Verona ausgebildet und gilt als großes

DEUTSCHLAND

Wattens

Simon Beccari (1998)

Wattens

Talent. Kein Wunder, dass sich Juventus

WSG Simon Tirol (1. Bundesliga)

im Sommer die Transferrechte sicherte.

Simon Simon Beccari Beccari Beccari (1998)

(1998)

(1998)

Elisa Pfattner

Elisa Elisa Pfattner WSG

Zunächst ist Zuelli für die U23-Mann-

WSG WSG Tirol Tirol Tirol Tirol (1. Bundesliga)

(1. (1. Bundesliga)

(1. Bundesliga)

David Wieser

David Wieser

Max Reinthaler (Jahrgang 1995)

(2004)

(2004)

ÖSTERREICH

schaft der Turiner eingeplant,

(2002)

Simon Beccari (1998)

die in der

(2002)

FSV Zwickau (3. Liga)

Juventus Women

Juventus Women

Inter (Primavera)

WSG Tirol (1. Bundesliga)

Serie-C-Meisterschaft auch auf den FC

Wattens

cari (1998)

A)

Inter (Primavera)

ÖSTERREICH

(Serie A)

(Serie A)

Mailand

Simon Mailand Beccari (1998)

undesliga)

Südtirol trifft. Neben dem Mittelfeld-

WSG Tirol Tirol (1. (1. Bundesliga) Wattens

Wattens

Wattens ÖSTERREICH

Lorenzo Elisa Sgarbi Pfattner (2001)

Lorenzo Sgarbi (2001)

spieler stehen mit Turin Lorenzo Sgarbi (nach

(2004)

Turin Turin David Wieser

ÖSTERREICH

Genua

Legnago (Serie C)

Legnago

Kreuzbandriss mit Legnago im Aufbau-

Juventus Elisa Women

(2002)

ÖSTERREICH

(Serie C) C)

Elisa Genua

Elisa Elisa Pfattner

Pfattner Pfattner

Wattens

(2004)

David training) und Manuel Scavone (Bari/er

(2004) (Serie A)

Inter David David Wieser

(2004)

(Primavera)

Wieser

Wieser

Emanuele Wattens Zuelli

Florenz

Juventus Juventus Emanuele Women

Zuelli Mailand

(2002)

Florenz

Wattens

Elisa Juventus

Women

Pfattner Women

Simon Beccari (1998) (2002) (2002)

könnte in den letzten Transfertagen noch

(Serie A) A)

Inter (Primavera)

Eljon Toci Toci (2003)

(2001)

(Serie Eljon Toci (2003)

(2004)

(2001) (Serie A) A)

WSG Tirol (1. Bundesliga) Inter

David Inter (Primavera)

Wieser (Primavera)

Fiorentina (Primavera)

Mailand

wechseln) 2 weitere Südtiroler in der Se-

Mailand

Lorenzo Sgarbi (2001)

Fiorentina (Primavera)

Juventus U23

Elisa Elisa

Juventus Pfattner

U23 U23 Mailand

Juventus Women

(2002)

David (Serie Wieser C)

Manuel De Luca

Turin

(Serie Genua

Legnago (Serie C)

rie C unter Vertrag. Nicht mehr in der 3.

(2004)

(Serie A) C) C)

Manuel De De Inter Luca Luca David (Primavera) Wieser Lorenzo

(2002)

(1998)

(1998)

Lorenzo Lorenzo

ÖSTERREICH

Sgarbi Sgarbi Sgarbi (2001)

(2001)

(2001)

Juventus Katja

Women

Turin Mailand (2002)

Liga dabei ist der Brixner Andrea Isufaj,

Turin Turin

Turin

Katja

Inter (Primavera) Sampdoria (Serie A)

Sampdoria Genua

Legnago C)

Genua

(Serie Legnago (Serie C)

Emanuele (Serie A) A)

Zuelli

Florenz Inter A)

A) Legnago (Serie (Serie C)

Schroffenegger (1991) Genua

C)

(Primavera) Wattens

Schroffenegger (1991)

and der nach einem schwierigen Jahr bei

Fiorentina (Serie Mailand A)

Lorenzo Sgarbi (2001)

Eljon Fiorentina Toci (2003)

(Serie A) A)

(2001)

Turin

Emanuele Legnago (Serie C)

Paganese in der Serie D bei Ambrosiana

Juventus U23

Fiorentina (Primavera)

Emanuele Zuelli

Florenz

Lorenzo Sgarbi (2001) ITALIEN Emanuele Zuelli

Florenz

Zuelli Genua Florenz

Elisa Pfattner

ITALIEN

Lorenzo Sgarbi Eljon Toci (Provinz Verona) einen Neuanfang wagt.

(Serie (2001) C)

Manuel De Luca

Eljon Eljon (2001) Toci

Toci Toci (2003)

(2001)

(2003) (2003)

(2001)

Legnago (Serie C)

Turin Turin

Genua

(2004)

David Wieser

U23

(1998)

Genua

Legnago (Serie Fiorentina Fiorentina C) C)

(Primavera)

Juventus Emanuele U23 Zuelli

Florenz

Fiorentina (Primavera)

Juventus Juventus U23

(Primavera)

U23

(2002)

Katja

Offen ist, was mit Simon Straudi

(Serie Juventus

Melanie

(Serie (2001)

(Serie C) Women Manuel C) C)

C)

Sampdoria Manuel Manuel De Luca

De De (Serie Luca

De Luca Melanie

Luca A)

Eljon Toci (2003)

(Serie Neapel A) (1998) Inter (Primavera)

Schroffenegger Neapel (1991)

Florenz passiert. Der St. Georgener stieg im

Emanuele Zuelli

(1998)

(1998)

Kuenrath Florenz

Fiorentina Katja (Primavera)

Kuenrath (1999) Juventus U23 Sampdoria Mailand

(1999)

Fiorentina Katja

(Serie A)

Eljon

Napoli

Toci

(Serie

(2003)

A) (Serie Sampdoria (Serie A) A)

Eljon

Frühling mit Austria Klagenfurt in die

Schroffenegger Toci Toci (2003)

(2001) C)

Manuel Sampdoria (Serie

De Luca (Serie A)

Katja

A)

Schroffenegger Napoli (Serie A) A)

Schroffenegger (1991)

(1991)

(1991)

Fiorentina (Primavera)

U23 ITALIEN

Fiorentina (Primavera)

Juventus Manuel U23 Scavone (1998) (1987)

Lorenzo Sgarbi Fiorentina

Katja

Manuel Fiorentina (2001)(Serie (Serie Scavone (Serie A)

A)

A) (1987)

A)

uel De Luca 1. Bundesliga in Österreich auf, musste

(Serie C) C) Bari Sampdoria Turin

(Serie Manuel C) De (Serie De Luca Luca A)

Schroffenegger Bari Bari (1991)

(Serie C) C)

8) danach aber zu seinem Stammverein

(1998)

ITALIEN

Genua

Legnago (Serie C)

Katja

Fiorentina Katja (Serie A)

doria (Serie A)

Sampdoria Melanie

(Serie A) A)

Neapel

Werder Bremen zurück.

Schroffenegger

Dort steht der

(1991)

Emanuele Zuelli

Schroffenegger (1991)

Kuenrath ITALIEN

Florenz

(1999)

Fiorentina (Serie A)

Melanie

22-Jährige auf dem Abstellgleis, von

(2001)

Napoli Melanie

Melanie

Fiorentina (Serie A) A)

(Serie A)

Neapel Eljon Toci (2003)

Kuenrath Neapel

Neapel

ITALIEN

Kuenrath Kuenrath (1999)

ITALIEN

(1999)

(1999)

Fiorentina (Primavera)

Juventus U23

Manuel Scavone (1987)

einem Wechsel kurz vor Transferschluss (Serie C)

Manuel Napoli Napoli Melanie De Napoli Luca (Serie (Serie (Serie A)

A) A)

A)

Neapel Bari (Serie C)

ist auszugehen. Sein Bruder Fabian (20)

(1998)

Manuel

Kuenrath (1999)

Manuel Manuel Scavone

Katja

Scavone Scavone (1987)

(1987)

(1987)

Melanie

Sampdoria

hat Bremen verlassen und absolvierte

Napoli Melanie (Serie (Serie A)

Bari

A)

Bari Bari Bari (Serie (Serie (Serie C)

C) C)

C)

Neapel

Neapel Schroffenegger (1991)

Kuenrath (1999)

Kuenrath (1999) Manuel Fiorentina Scavone (Serie (1987) A)

-Infografik: M. Lemanski

-Infografik: M. M. Lemanski

Napoli (Serie A)

Napoli (Serie A) A)

Bari (Serie C)

Manuel Scavone (1987)

ITALIEN

Manuel Scavone (1987)

Bari (Serie C)

Bari Bari (Serie C) C)

Die Südtiroler Fußballer bei Profive

Bremen

Werder Bremen (2. B

(1999

Straudi Simon

DEUTSCHLAND

Die Südt

D

WS

WS

Elisa Pfattner

Elisa

(2004)

Pfattner

(2004)

Juventus Wom

Juventus Wom

(Serie A)

(Serie A)

Emanuele Zu

Emanuele

(2001)

Zu

(2001)

Juventus U23

Juventus

(Serie C)

U23

(Serie C)

gang 1995)

FSV Zwi

Re Max

WSG Tirol (1. Bundesliga)

(1998)

Beccari Simon

H

ÖSTE

Wattens

(2004)

Pfattner

Elisa

(2002)

Wieser

David

Inter (Primavera)

(Serie A)

Women

Juventus

Mailand

Turin

Legnago (Ser

Sgar

Lorenzo

Genua

Florenz

(2001)

Zuelli

Emanuele

Primavera)

003)

(Serie C) Manuel De Luca

U23

Juventus

Sampdoria (Serie A)

(1998)

ger (1991)

Serie A)

ITALIEN

Ne

Kuenrath (1999)

Melanie

Napoli (Serie A)

one (1987)

ari (Serie C)


GESUNDHEIT

SPORT B | 2021

11

Wasser ist unser Lebenselixier …

… ohne geht's nicht! Gerade bei hohen

Temperaturen ist genug trinken

das A und O. Die hohen Außentemperaturen,

die starke Sonneneinstrahlung

und die Bodenwärme heizen

dem Körper ganz schön ein. Wer

dann auch noch Sport treibt, sollte

auf jeden Fall auf eine ausreichende

Flüssigkeitsversorgung achten.

Durch die Muskelbetätigung entsteht

nämlich zusätzlich Wärme, die der

Körper durch Schweißbildung abgeben

muss, um abzukühlen. Steht zu wenig

Wasser zur Verfügung, kann der Körper

diese Wärme nur mehr bedingt abgeben,

und die Kühlungsfähigkeit nimmt

drastisch ab, eine Überhitzung droht.

Was passiert bei Flüssigkeitsmangel

beim Sport?

• Das Blut verdickt.

• Die Elektrolytkonzentration im

Blut nimmt zu.

• Die Herzfrequenz erhöht sich,

und das Herz muss kräftiger

pumpen, um das dickflüssige

Blut zu transportieren.

• Die Muskulatur wird langsamer

mit Sauerstoff und

Nährstoffen versorgt.

• Die Durchblutung der Arme

und Beine wird reduziert.

• Die Gefahr für Muskelkrämpfe

erhöht sich.

• Die Hautoberfläche wird

weniger durchblutet, was

bedeutet, dass weniger

Schweißbildung möglich

wird und die Kühlung eingeschränkt

ist.

• Der Körper überhitzt.

• Wer zu wenig trinkt, hält nicht lange

durch: Die Folgen sind Leistungseinbußen,

Koordinationsstörungen,

Schwindel oder Erbrechen.

Also, nicht vergessen: früh genug und

regelmäßig zu trinken! Aber was genau

sollte beim Sport getrunken werden,

um das Verlorene auszugleichen und

die sportliche Leistungsfähigkeit zu

erhalten?

Welches ist das

optimale Sportgetränk?

Wie so oft ist auch hier die professionelle

Antwort: Es kommt darauf

an. Aber worauf kommt es eigentlich

an? Grob gesagt, kommt es auf den

individuellen Schweißverlust, die

Trainingsdauer und das individuelle

Ziel an. Neben Wasser

verliert der Körper über den

Schweiß Elektrolyte (vor allem

Natrium und Chlorid) und in

geringer Menge auch Nährstoffe

(wasserlösliche Vitamine).

Durch die Bewegung

verbraucht man außerdem

Energie, die zunächst aus

den Kohlenhydratreserven

gewonnen wird. Pro

Stunde Sport verliert der

menschliche Körper durchschnittlich

0,5 Liter Schweiß

bei mäßiger Betätigung (kein

Schweiß sichtbar). Durchschnittlich

bedeutet das einen

Verlust von 1,3 Gramm

Salz. Ein Liter Schweiß

ist es hingegen bei intensiver

Belastung (deutlich

sichtbarer Schweiß), was

2,6 Gramm Salzverlust bedeutet. Bei

extremer Belastung können es sogar

bis zu 1,5 Liter Schweiß (fließender

Schweiß) bzw. 4 Gramm Salz sein.

Die verlorene Menge an Flüssigkeit

und Elektrolyten sollte währenddessen

oder spätestens nach dem Sport

ausgeglichen werden.

Bei einer sportlichen Betätigung bis

zu 60 Minuten sollte Wasser während

oder nach der Belastung getrunken

werden. Bei einer Tätigkeit über

60 Minuten braucht der Körper

Wasser während der Belastung und

anschließend Kohlenhydrate in Form

von fester Nahrung oder isotonischen

Getränken. Bei 60 Minuten bis mehrere

Stunden ist es wichtig, Wasser und

isotonische Getränke mit Maltodextrin

sowie Kohlenhydrate in Form von

fester Nahrung bereits während der

Belastung einzunehmen.

Was eingenommen werden soll, hängt

auch von den persönlichen Zielen ab.

Geht es rein um eine Leistungssteigerung,

bietet sich ein isotonisches

Getränk mit Kohlenhydraten an.

Sollte das Ziel hingegen Gewichtsverlust

sein, kann die zusätzliche Zufuhr

von Zucker aber kontraproduktiv

sein.

Zum Autor

Johanna Fischer

ist Ernährungswissenschaftlerin,

Ernährungstherapeutin,

Mentaltrainerin

und auch Autorin.


12 SPORT B | 2021 OBERLIGA

Den ganz großen Favoriten gibt es nicht

Kommt es 2021/22 erstmals seit 2018

wieder zu einem Oberliga-Meister

aus Südtirol? Sieht man sich die

Ausgangslage im regionalen Fußballoberhaus

an, dann stehen die

Chancen nicht schlecht.

Obwohl es den großen Favoriten

nicht gibt, haben die heimischen

Top-Klubs sehr gute Karten für einen

Sprung in die Serie D. Zünglein an der

Waage wird wie immer die Bereitschaft

sein, ein Abenteuer eine Liga

höher anzugehen.

Die Favoriten

Nach 9 Spieltagen führte Obermais

im letzten Jahr das Oberliga-Feld an

und auch in der Mini-Meisterschaft im

Frühling waren die Meraner der ärgste

Verfolger des späteren Aufsteigers Levico.

Weil Obermais den stärksten Kader

besitzt, ist klar: Die Truppe von Luca

Lomi ist der heißeste Kandidat auf Platz

1. Der auf dem Papier namhafteste Widersacher

ist wohl St. Georgen, das mit

zahlreichen Zugängen von außerhalb

der Region nicht nur eine Nebenrolle

spielen will. Mit Virtus Bozen wird

auch zu rechnen sein, immerhin fiel

der Umbruch nicht so radikal aus wie

gedacht – und Spieler wie Elis Kaptina,

Davide Cremonini, Matteo Timpone

und Michael Bacher besitzen immer

noch Serie-D-Niveau. Auch Lavis ist

mit Meister-Macher Stefano Manfioletti

als Coach stark einzuschätzen.

Das Mittelfeld

Die Favoriten ärgern können in erster

Linie der SSV Brixen (mit Rückkehrer

Luca Consalvo) und Lana, das sich

mit Landesliga-Topstürmer Alexander

Nischler verstärkt hat sowie auf einen

topfitten Lukas Hofer bauen kann.

Beide Mannschaften haben das Zeug

für die Top 5. Eine ruhige Meisterschaft

spielen werden der Bozner

FC, Tramin, das im Vergleich zu den

letzten Jahren etwas schwächer einzuschätzen

ist, und Arco.

Der Abstiegskampf …

… wird wie immer das Sahnehäubchen

sein. Auch wenn die Oberliga von

einer Absteigerflut verschont bleiben

dürfte (im nächsten Jahr wird das Feld

auf 16 Teams reduziert, 4 Absteiger

gibt es aber nur, wenn Levico den

Klassenerhalt in der Serie D nicht

schaffen sollte), wird es hinten extrem

brenzlig. St. Pauls hat die Qualität, sich

zu halten. Für Stegen wird die Mission

Ligaverbleib trotz der gesammelten

Erfahrung in der Mini-Oberliga eine

schwierige, genauso wie für den ehemaligen

Serie-D-Verein Dro, der nach

dem Tod des ehemaligen Präsidenten

und Alles-Macher Loris Angeli eine

Baustelle ist. Auch Rotaliana, Gardolo,

Comano und Vipo Trient werden

zittern müssen.

Oberliga 2021/22

SÜDTIROL

Anaune Valle di Non

(Cles)

Comano

(Ponte Arche)

Gardasee

Rotaliana

(Mezzolombardo)

-Infografik: Ch. Staffler

Obermais (Lahn)

Lana

Lavis

Gardolo

Vipo Trient

(Gabbiolo)

Dro

Arco

Mori S. Stefano

SSV Brixen

(Jugendhort)

Bozner FC

(Talferplatz B)

Virtus Bozen

St. Pauls (Righi)

(Rungghof)

Tramin

TRENTINO

Stegen

Andreas Nicoletti,

Mittelfeld-Regisseur von Lana

St. Georgen

Foto: D. Runggaldier

EWIGE OBERLIGA-TABELLE

Verein Jahre Spiele Punkte

1. Salurn 39 1162 1520

2. Tramin 31 891 1264

3. Arco 29 831 1160

4. SSV Brixen 29 839 1151

5. Mori S. Stefano 28 809 1118

6. Rovereto 23 690 1091

7. Alense 24 720 946

8. Rotaliana 25 714 942

9. St. Martin i.P. 23 679 874

10. Comano 21 600 823

11. St. Pauls 24 688 815

12. Fersina 19 562 789

13. St. Georgen 16 461 778

14. Levico 16 468 707

15. Virtus Bozen 17 504 677

16. Passer Meran 12 356 670

17. Condinese 17 504 666

18. AC Leifers 17 506 663

19. FC Bozen 96 13 390 606

20. Benacense 14 420 586

21. Obermais 12 342 557

27. Naturns 15 450 471

28. Neuer FC Bozen 11 328 433

29. Eppan 12 360 426

33. SSV Bruneck 11 328 389

35. Ahrntal 10 300 388

39. Bozner FC 7 180 268

40. FC Meran 7 210 264

49. Stegen 5 140 137


OBERLIGA

SPORT B | 2021

13

Bozner FC:

Der Knall vor dem Saisonstart

Unmittelbar vor Saisonstart haben

gleich 3 namhafte Eigengewächse

des Bozner FC das Weite gesucht.

Das ist nicht nur sportlich ein großer

Verlust.

Es gibt gewiss schönere Nachrichten

bei der Rückkehr nach dem Strandurlaub.

Joachim Degasperi, sportlicher

Leiter des Bozner FC, hatte das Meer

gerade erst hinter sich gelassen, da

ereilte ihn eine Woche vor dem ersten

Pokalspiel die unangenehme Botschaft:

Martin Hafner, Peter Gostner und

Felix Lintner – 3 Eigengewächse und

Aushängeschilder – sind ab sofort keine

Spieler des Bozner FC mehr.

Wie später klarwerden sollte, hatte

das Trio schon länger Differenzen

mit Trainer Mario Pasquali, kurz vor

Saisonstart schmissen sie hin. Die

harmonische Fassade, die

man vom Bozner FC seit

vielen Jahren gewohnt

war und ist, bekam somit

tiefe Risse. Trotzdem

schicken die Talferstädter

auch ohne

das Trio eine

Gabriel Tessaro

schlagkräftige Truppe ins Rennen. Wie

man schon in Nals sehen konnte, wo

sich der Bozner FC im Nachholpokalfinale

gegen Lana den Pott holte.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Alex Colucci (Virtus Bozen),

Daniele De Simone (Naturns), Joey Filippin

(Lana), Andrea Gasparini (Tramin),

Lukas Kritzinger, Florin Mayer,

Florian Ciavatta, Jonas Riccardi (alle

eigene Jugend)

Abgänge: Alessio Piz, Andrea Orsolin

(beide Auer), Simone Chiarello

(Eppan), Peter Gostner, Felix Lintner,

Martin Hafner (alle Terlan), Mahdi

Sammah (St. Pauls), Sebastian Pichler

(Schlern), Michelangelo Torcaso (Studiengründe),

Manuel Marcolini (Haslach)

Bozner FC

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Denis Iardino 1984

Jonas Riccardi 2002

Simone Franchi 2003

Daniele De Simone 1988

Pino Ruggiero 1991

Federico Conci 1996

Gabriel Degasperi 2002

Moritz Gamper 2003

Alex Colucci 2001

Lukas Kritzinger 2005

Florin Mayer 2003

Lukas Michaeler 2000

Mattia Pareti 1991

Felix Willeit 2002

Philip Degasperi 2002

Gianmaria Conci 1993

Fabio Gislimberti 2003

Florian Ciavatta 2004

Alessio Orfanello 1992

Gabriel Tessaro 1996

Andrea Gasparini 1999

Joey Filippin 1994

Mario Pasquali (bestätigt)

Luca Favero (Co-Trainer)

Peter Paul Zelger (Co-Trainer)

Luca Rossato (Tormanntrainer)

Stärken & Schwächen

Stärken: Mit Ruggiero und De Simone

gibt’s 2 Verteidiger, die das leidige Abwehrproblem

lösen werden; Tormann

Iardino hat mit Virtus Bozen eine

halbe Saison lang Serie-D-Erfahrung

gesammelt: Er ist jetzt noch besser;

nahezu alle Schlüsselspieler haben die

FC-Südtirol-Schule durchgemacht

oder höherklassig gespielt: Sie wissen,

wie man gut Fußball spielt.

Schwächen: Wenn kurz vor Saisonstart

3 langjährige Spieler hinschmeißen, ist

in der Mannschaft etwas faul; Identifikationsfiguren

gibt es bis auf Pareti

und Iardino keine – das kann sich in

kritischen Phasen negativ auswirken;

zahlreiche Top-Spieler im Sturm, doch

ein richtiger Knipser fehlt.

Prognosen

Der Verein strebt

einen Top-5-Platz an.

Utopisch ist das nicht,

allerdings muss hierfür

alles zusammenpassen.

Der Radius-Tipp: Der

Bozner FC wird sich im

unteren Mittelfeld platzieren.

Bozner FC

Heimspielplatz: Talfer B

Cadornastraße 9

39100 Bozen

Tel. 0471 402 170

info@boznerfc.it

Gianmaria Conci


14 SPORT B | 2021 OBERLIGA

SSV Brixen: Der launische Hochbegabte

Irgendwie erinnert der SSV Brixen

immer an einen hochbegabten,

aber auch launischen Schüler, der

an guten Tagen bei einer komplexen

Algebra-Arbeit die Bestnote schreibt,

an anderen aber selbst im Religionsunterricht

ein ungenügend kassiert.

Ob sich daran heuer etwas ändert?

Ein kräftiger Anreiz wurde dem

Schüler von seinem Förderer jedenfalls

mitgegeben: Luca Consalvo, einer

der besten Stürmer Südtirols, konnte

zu einer Rückkehr bewogen werden.

Er wird in diesem Jahr eine Schlüsselrolle

im Team des jungen Trainers

Raffaele Trovato einnehmen und mit

Jan Martin Vinatzer und Emanuele

Bocchio einen Traumsturm bilden.

Auf der anderen Seite hat sich mit

Manuel Prossliner der letzte Vertreter

der „alten Garde“ verabschiedet,

was im Umkehrschluss bedeutet: Der

Generationenwechsel wurde endgültig

vollzogen. Die Feder führen nun

die ehemals jungen Talente

wie Neo-Kapitän Sven

Kerschbaumer und Ivan

Angerer. Sie mussten in

der Vorbereitung einen

schweren Schlag

hinnehmen,

denn Torhüter

Matthias

Siller fällt

mit einer

Schulterverletzung

noch

bis mindestens

Mitte Oktober

aus. Ihn müssen bis

auf weiteres Youngster

Davide Dal Cortivo

Kapitän

Sven Kerschbaumer

und Last-Minute-Neuzugang Philipp

Insam (reaktiviert, früher FC Gröden)

ersetzen.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Luca Consalvo (St. Georgen),

Philipp Insam (reaktiviert), Klaidi Sokola,

Renè Sanna (beide eigene Jugend)

Abgänge: Manuel Prossliner (Karriereende),

Alex Debertol (Studiengründe)

Stärken & Schwächen

Stärken: Luca Consalvo ist einer der

besten Stürmer des Landes, Emanuele

Bocchio ein großes Talent und Jan

Martin Vinatzer hat in Brixen endgültig

Fuß gefasst (im Vorjahr 7 Tore

in 6 Spielen) – das Trio ist für 35 bis

40 Tore gut; Trainer Trovato kann

in jedem Spiel 11 Akteure aufs Feld

schicken, die technisch und spielerisch

zum Besten der Oberliga zählen.

Schwächen: Der Siller-Ausfall ist für

die ohnehin nicht immer sattelfeste

Brixner Abwehr schwer zu verkraften

– die Ersatzmänner Dal Cortivo

und Insam müssen sich erst beweisen;

Prossliner war ein Spieler, der auch

Mal ein Zeichen setzte – solche Typen

fehlen nun; die fehlende

Konstanz:

Emanuele

Bocchio

Brixen kann gegen jeden gewinnen,

aber auch gegen jeden verlieren.

Prognosen

Eine Prognose über den SSV Brixen

abzugeben, ist immer so eine Sache.

Entscheidend werden 2 Faktoren sein:

Wie Consalvo, Vinatzer und Bocchio

harmonieren und wie der Siller-Ausfall

kompensiert wird. Vom absoluten

Spitzenfeld bis zum anonymen Mittelfeldgeplänkel

ist für die Eisacktaler

alles drin. Der Radius-Tipp: Brixen

schafft es heuer in die Top 6!

SSV Brixen

Heimspielplatz: Brixen Jugendhort

(Kunstrasen)

Großer Graben 26 | 39042 Brixen

Tel. 329 050 63 06

fussball@ssv-brixen.info

SSV Brixen

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Matthias Siller 1993

Davide Dal Cortivo 1997

Philipp Insam 1992

Sven Kerschbaumer 1996

Alex Demetz 1997

Ivan Munerati 1998

Daniel Huber 1999

Ivan Angerer 1996

Simon Grassl 1999

Jean Paul Costalunga 2002

Stefan Senoner 1990

Dennis Nagler 1996

Marco Miuli 1996

Armin Blasbichler 1997

Endi Reci 1998

Klaidi Sokola 2004

Jan Martin Vinatzer 1991

Luca Consalvo 1991

Emanuele Bocchio 1998

Tobias Costalunga 1998

Manuel Wachtler 2001

Maxi Schraffl 2002

Renè Sanna 2003

Raffaele Trovato (bestätigt)

Giorgio Fadda (Co-Trainer)

Simon Stuffer (Fitnesstrainer)

Manuel Righetti (Tormanntrainer)


OBERLIGA

SPORT B | 2021

15

Lana kann sich nicht mehr verstecken

Zahlreiche Rückkehrer prägten den

Transfersommer in Lana. Nicht nur,

aber auch deshalb, darf mit den Burggräflern

in ihrer 4. Oberliga-Saison in

Folge mehr als nur gerechnet werden.

Die meisten Neuzugänge haben sich

das Lana-Trikot schon in Vergangenheit

einmal übergestreift. Allen

voran Daniel Holzner und Ex-Kapitän

Andreas Ratschiller, die nach kurzen

Abstechern in die 2. Amateurliga wieder

mit an Bord sind. Der Königstransfer

kommt aber aus der Landesliga:

Alexander Nischler (57 Tore seit 2014

für Partschins) soll im Angriff Joey

Filippin ersetzen.

Gemeinsam mit Lukas Hofer (er

wechselte im Winter zu Virtus Bozen,

kam verletzungsbedingt aber zu keinem

Einsatz), Matthias Gasser, Paolo

Basile und Andreas Nicoletti kann der

bestätigte Trainer Kurt Forer auf eine

starke Offensive bauen. Weil Tormann

Luca Tenderini, Alex Debiasi, Christof

Auer und Defensiv-Allrounder Luca

Sorrentino gehalten werden konnten,

Sicherer Rückhalt im Tor: Luca Tenderini.

hat Lana durch die Bank eine starke

Mannschaft. Das muss für das vordere

Tabellendrittel reichen.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Lukas Hofer (Virtus Bozen),

Daniel Holzner, Manuel Scavelli (beide

Tscherms Marling), Fabian Gruber,

Ivan Forer (beide Gargazon), Andreas

Ratschiller (Kastelbell Tschars), Alexander

Nischler (Partschins)

Abgänge: Joey Filippin (Bozner FC),

Daniel Gasser (Studiengründe), Marian

Schwienbacher (Ziel unbekannt),

Christian Überbacher (Völlan Tisens),

Luca Santer (Gargazon)

Stärken & Schwächen

Stärken: Begnadete Offensivkünstler

mit starker Technik: Das Quartett Hofer-Nischler-Basile-Gasser

muss sich

vor niemandem verstecken; Tenderini

ist einer der besten Torhüter der Liga;

eingespielter Kern, die meisten Neuen

kennen den Verein und die Liga;

Abwehrchef Auer hat herausragenden

Kampfgeist und Mentalität in die Defensive

gebracht; breiterer Kader als in

den letzten Jahren.

Schwächen: Der Abgang

von Mittelfeldmotor

Daniel Gasser schmerzt:

Er ist einer der

besten Box-to-

Box-Spieler

der Liga

Ist nach einem

Jahr zurück an

Bord: Daniel

Holzner.

und ein komplett anderer Spielertyp als

Rückkehrer Ratschiller; wie schnell findet

Torjäger Lukas Hofer nach 2 Jahren

ohne Einsätze (zuerst Kreuzbandriss,

dann Muskel- und Knöchelprobleme)

zurück in die Spur?

Prognosen

Lana hat viel Qualität und ist längst kein

Außenseiter mehr. Ein Platz unter den

Top 6 muss das Ziel sein – auch weil der

Kader in allen Mannschaftsteilen sehr

gut bestückt ist und die namhaften Rückkehrer

für mehr Quantität sorgen.

Lana

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

SV Lana

Heimspielplatz: Lana

Bozner Straße 82 | 39011 Lana

Tel. 0473 562 225

fußball@svlana.it

Luca Tenderini 1994

Manuel Ladurner 2002

Michael Tutzer 1998

Alex Debiasi 1999

Patrick Forer 1999

Daniel Holzner 1992

Christof Auer 1992

Benjamin Zuech 1998

Jan Waldner 2002

Valentino Saffioti 1998

Andreas Gamper 2002

Leo Brugger 2002

Andreas Nicoletti 1998

Luca Sorrentino 1993

Fabian Gruber 2003

Andreas Ratschiller 1990

Issam Quadid 2002

Paolo Basile 2000

Lorenz Brugger 2002

David Mairhofer 2003

Lukas Hofer 1995

Matthias Gasser 1997

Ivan Forer 2000

Manuel Scavelli 2003

Alexander Nischler 1995

Kurt Forer (bestätigt)

Gerald Schenk (Co-Trainer)

Armin Gasser (Tormanntrainer)


16 SPORT B | 2021 OBERLIGA

Will Obermais zurűck zum Glűck?

Die Sommermonate werden beim

FC Obermais üblicherweise begleitet

von einem Transferhammer. Heuer

war dem nicht so. Das bedeutet

nicht automatisch, dass der Meraner

Stadtviertelverein deshalb kleinere

Brötchen backen muss.

Als im Herbst des vergangenen Jahres

die Oberliga-Saison abgebrochen

wurde, thronte Obermais unangefochten

an der Tabellenspitze. Auch wenn

die Spielzeit noch lange gedauert hätte,

wäre die Serie D früher oder später

zum Thema geworden. Das ist auch

heuer nicht anders, denn die Blau-Weißen

von der „Lahn“ zählen zum engen

Favoritenkreis.

Mit den ehemaligen Obermais-Jugendspielern

Hannes Sonnenburger

und Jonas Raffl konnte Trainer Luca

Lomi 2 Neuzugänge begrüßen. Dazu

noch Martin Prantl (er ist das einzige

Überbleibsel vom Oberliga-Restart) und

eine Reihe von hochkarätigen Rückkehrern,

die bei der Mini-Meisterschaft im

Frühjahr nicht dabei waren. Matthias

Bacher, Lukas Obkircher oder Jonas

Hannes Gamper

Clementi pausierten, sind jetzt aber mit

vollem Elan zurück. Die große Frage ist,

ob sich der FC Obermais den Sprung in

die Serie D zutraut. Falls ja, dann könnte

heuer das richtige Stündchen geschlagen

haben. Das Potenzial ist vorhanden,

allein der Wille wird entscheidend sein.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Martin Prantl (Riffian Kuens),

Jonas Raffl (Algund), Hannes Sonnenburger

(FC Südtirol Jugend), Willi

Pföstl, Patrick Kuen, Francesco Malafronte,

Alessio Antonelli (alle eigene

Jugend)

Abgänge: Robel Gambato (Rotaliana),

Peter Wörndle (Schenna), Moritz

Tschöll (St. Martin Moos), Noah Pixner

(Naturns), Bernardo Ceravolo (Karriereende),

Dario Hasa (private Gründe),

Cristian Parise (Ziel unbekannt), Abderrahmane

Jamai (Mulhouse/Frankreich),

Stefano Gallo (Riffian Kuens), Antonio

Capobianco (Mezzocorona)

Stärken & Schwächen

Stärken: Zum besten Sturmduo

der Liga (Clementi und Bacher)

gesellt sich ein fitter und vor

Spielwitz sprühender Drescher;

Dreier- oder Viererkette:

Lomi ist taktisch flexibel,

die Spieler beherrschen

beide Systeme;

Wieser ist ein

Top-Tormann;

Obermais hat die

Mini-Oberliga

bestritten und ist voll

im Saft: Viele Konkurrenten

haben seit 10

Monaten kein Pflichtspiel

mehr absolviert;

riesige Siegermentalität.

Schwächen: Dünn

besetztes Mittelfeld: Nur

unerfahrene Junge als Ersatz

für Ciaghi, der nicht in

bester Verfassung ist; Druck

und Erwartungshaltung sind

Edoardo Ghiotti

hoch: Das ist Obermais schon in der

Vergangenheit des Öfteren nicht gut

bekommen.

Prognosen

Wie jedes Jahr übt sich Obermais im

Understatement. Aber: Die Konkurrenz

scheint heuer nicht übermächtig, die

Lomi-Truppe hat gewaltige Qualitäten,

ist eingespielt und weiß, worauf es ankommt.

Wenn Obermais wirklich will,

dann führt der Meistertitel nur über das

Team von der „Lahn“.

FC Obermais

Heimspielplatz: Lahn/Obermais und

Viehmarktplatz/Meran (Kunstrasen)

Dantestraße 5 | 39012 Meran

Tel. 335 775 63 21

info@fcobermais.it

Obermais

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Patrick Wieser 1994

Michele Moretti 1987

Alessandro Panzanini 2003

Lukas Höller 1989

Hannes Sonnenburger 2003

Fabian Tratter 1998

Hannes Gamper 2001

Lukas Obkircher 1995

Willi Pföstl 2004

Patrick Kuen 2003

Martin Ciaghi 1992

Jonas Raffl 1999

Hannes Luther 2003

Alessandro Capobianco 2002

Michael Unterthurner 2001

Alex Laimer 1996

Edoardo Ghiotti 2002

Martin Prantl 1993

Francesco Malafronte 2004

Alessio Antonelli 2004

Matthias Bacher 1993

Jonas Clementi 1992

Claus Drescher 1995

Raphael Schötzer 2004

Ilir Skuka 2003

Luca Lomi (bestätigt)

Stephan Lanbacher (Co-Trainer)

Antonio Tenderini (Tormanntrainer)


OBERLIGA

SPORT B | 2021

17

St. Georgen: Samba und Tiki Taka

Tränenreiche Abschiede, exotische

Neuzugänge und ambitionierte

Ziele: In St. Georgen kennt man kein

Sommerloch, da ist immer beste

Unterhaltung geboten.

Der 1. Akt ereignete sich schon

Ende Juni, als sich Vereinslegende

Roland Harrasser nach Ende der Mini-

Oberliga und 16 Jahren im „Jergina“-

Trikot von der Fußballbühne verabschiedete

und für viele Tränen sorgte.

Der 2. Akt ging im Sommer über die

Bühne, als zahlreiche weitere Spieler

und der erst im Vorjahr neu installierte

Sportdirektor Werner Seeber (zu Trient

in die Serie C) „Pfiat Enk“ sagten.

Akt Nummer 3 gab es schließlich

im August, als St. Georgen mit Luca

Band (Belluno, Serie D), dem Brasilianer

Rafael Pocai und dem Spanier

Kilian Perez (sie haben beide in der

Oberliga in Kampanien gespielt)

sowie Lorenzo Acka (zuletzt in der 2.

rumänischen Liga) 4 exotische Neuzugänge

präsentierte.

Und Akt Nummer 4? Der könnte noch

kurz vor Saisonstart erfolgen. Denn

St. Georgen fehlt immer noch ein

Stürmer, den Klub-Boss Georg Brugger

ebenfalls von außerhalb der Region zu

sich locken möchte. Und vielleicht unterschreibt

auch noch Fabian Straudi.

Wohl dem, der solche Kontakte (und

finanzielle Mittel) hat.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Luca Band (Belluno), Rafael

Pocai, Kilian Hernandez Perez (beide

Orta Nova/Oberliga Kampanien),

Lorenzo Acka (CSM Resita/2. rumänische

Liga), Stefano Calabrese (FC

Südtirol Jugend), David Mair am Tinkhof

(Ahrntal), Alex Lechner, Dario

Mattevi, Simon Ritsch, Alex Oberlechner

(alle eigene Jugend)

Abgänge: Roland Harrasser (Karriereende),

Luca Consalvo (SSV Brixen),

Manuel Sullmann (Albeins), Patrick

Psenner, David Zimmerhofer (beide

Ahrntal), Thomas Piffrader (Jergina

Amateure), Luca Bertoldi, Alexandre

Koré, Francisco Garcia, Lorenzo

Treccani (alle Ziel unbekannt), Noah

Gietl, Luca Lorenzi (beide Stegen),

Denis Kerrniqi (SV Tristach/6. Liga

Österreich)

Stärken & Schwächen

Stärken: Professionell geführter

Verein, der das Erfolgs-Gen wie kaum

ein anderer Klub in sich hat; die

Achse Negri-Aichner-Gabriel und Leo

Brugger-Ritsch-Schwingshackl; oft

wurde spekuliert, dass es unter Trainer

Morini Abnützungserscheinungen

gibt – doch das Gegenteil ist der Fall.

Schwächen: Eine Sommerpause gab es

für St. Georgen praktisch nicht – wie

lange reicht da der Saft? Mit Roland

Harrasser ging eine unersetzbare Galionsfigur

verloren; die Neuzugänge von

außerhalb der Region wissen nicht, was

es heißt, für St. Georgen zu spielen;

zahlreiche Abgänge, darunter auch

jener von Topstürmer Alexandre Koré.

Sind mit Kapitän Lukas Aichner die

„Anführer“ bei St. Georgen: Martin Ritsch

(links) und Gabriel Brugger (hinten).

Prognosen

Viel hängt davon

ab, ob der

Klub noch einen

namhaften Stürmer

findet. Wenn ja, ist

St. Georgen heuer

ein Titelanwärter,

auch wenn die

Top-Favoriten

andere sind.

Andernfalls wird

es sehr schwer,

vorne ein Wörtchen

mitzureden.

SC St. Georgen

Heimspielplatz: St. Georgen

Gremsenstraße 26 | 39031 Bruneck

Tel. 335 121 88 40

info@ascstgeorgen.it

St. Georgen

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Andre Negri Bevilacqua 1997

David Mair am Tinkhof 2003

Lukas Aichner 1993

Samuel Arras 2003

Gabriel Brugger 1991

Lorenzo Acka 1995

Leo Brugger 1992

Rafael Pocai 1999

Alex Oberlechner 2004

Kilian Hernandez Perez 2000

Alex Lechner 2004

Stefano Calabrese 2002

Dominik Lercher 2001

Dario Mattevi 2004

Andreas Priller 1994

Martin Ritsch 1990

Philipp Schwingshackl 1995

Simon Siller 2002

Luca Band 2001

Peter Ferdigg 2003

Elias Gasser 2004

Simon Harrasser 1996

Simon Ritsch 2005

Patrizio Morini (bestätigt)

Gianluca Cecere (Co-Trainer)

Dominik

Lercher

Silvio Sommadossi (Tormanntrainer)


18 SPORT B | 2021 OBERLIGA

St. Pauls stellt sich neu auf

Gefühlt ist bei St. Pauls immer etwas

los. Zwar beteiligte sich der Traditionsverein

aus dem Überetsch nicht

am Oberliga-Restart, ein ruhiges

Frühjahr erlebten die Vereinsverantwortlichen

dennoch nicht.

St. Pauls war einer jener Vereine,

der sich aktiv gegen den Restart

in der Oberliga stellte. Das brachte

den Blau-Weißen viel Zuspruch, aber

auch Gegenwind ein. Doch nicht nur

die Corona-Thematik hielt den Klub

aus dem Weindorf auf Trab. Ein neuer

Kunstrasen, die Folgen der Jugend-

Umstrukturierung (keine Spielgemeinschaft

mit den anderen Vereinen aus

der Gemeinde Eppan mehr) und eine

schwierige Transferphase bestimmten

das Jahr 2021.

Am Ende scheint vieles gut zu werden:

Für das Oberliga-Team konnte der

Wunschspieler nach St. Pauls gelotst

werden. Thomas Mair soll im Sturm

jene Lücke schließen, die Jonas

Clementi mit seinem Abgang

vor einem Jahr aufgerissen

hat. Kurios: Mair kommt

von Virtus Bozen aus der

Serie D, betritt mit der

Oberliga aber dennoch

Neuland. Vor seinem

Virtus-Abenteuer

traf Mair für

Landesligist

Schenna am

Fließband.

Mair ist kein

Einzelfall: Von den Paulsner

Neuzugängen bringt nur

der junge Außenverteidiger

Mahdi Sammah Oberliga-

Erfahrung mit. Reicht das,

um sich von der Abstiegszone

fern zu halten?

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Davide De Vito

(Tirol), Thomas Mair

(Virtus Bozen),

Alex Untertrifaller

Simon Oberrauch (Latzfons Verdings),

Mahdi Sammah (Bozner FC), Hamza

Hannachi, Antonio Volino, Daniel

Casaril (alle FC Südtirol Jugend)

Abgänge: Indrit Koni (Lavis), Philipp

Stein, Simon Fabi, Andrei Schvartz,

Mirko Ferraris, Manuel Schieder (alle

Karriereende), Aron Scuttari, Juri Ebnicher

(beide Ziel unbekannt), Conor

Harrison, Lukas Schrott, Nik Messner

(alle Girlan), Peter Gordan (Hronec/

Slowakei), Daniel Winkler, Felix Zuchristian,

Younesse Lahmidi (alle Studiengründe),

Michael Innerebner (Pause)

Stärken & Schwächen

Stärken: Mair ist der Wunschstürmer:

Ein klassischer „Neuner“, der Wucht

und Kaltschnäuzigkeit vereint; auch

mit 36 Jahren zählt Torhüter Tarantino

zur Oberliga-Elite; wenig Druck: Die

Verantwortlichen wissen um die

schwierige Situation und behalten

auch in kritischen Phasen kühlen

St. Pauls

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Antonio Tarantino 1985

Daniel Casaril 2002

Georg Zublasing 1989

Hannes Ohnewein 1992

Adnan Mehovic 1990

Mirko Danieli 1997

Philipp Schweigkofler 2000

Matthäus Kössler 2001

Madi Sammah 2001

Alex Untertrifaller 2002

Abdenaim En Naim 1994

Davide De Vito 1996

Alan Righetti 1999

Hamza Hannachi 2003

Fabio Donadio 2002

Jakob Hofer 2003

Thomas Mair 1994

Simon Oberrauch 1995

Simon Ebner 2002

Renè Andergassen 2002

Antonio Volino 2003

Alex Mayr (bestätigt)

Yuri Pellegrini (Co-Trainer)

Marco Pagliani (Tormanntrainer)

Kopf; der neue Kunstrasenplatz (Fertigstellung

im September) soll helfen, die

Verletzungsmisere der letzten Jahre zu

verbessern.

Schwächen: Der Abgang von Supertalent

Messner (er war der beste

Jugendspieler der Oberliga) schmerzt

gewaltig; Fabi und Stein haben ihre

Karrieren beendet: Es fehlen 2 absolute

Leithammel; De Vito und Oberrauch

gehörten in der 1. Amateurliga zu den

Besten, doch die Oberliga ist eine andere

Welt: Sie müssen den Sprung schnell

schaffen, denn der dünn besetzte Kader

ist auf sie angewiesen.

Prognosen

Auf dem Papier zählt St. Pauls zu den

Abstiegskandidaten. Schlägt Mair ein

und schaffen die Neuzugänge schnell

die Anpassung an die Oberliga, dann

werden sich die Überetscher im

Mittelfeld ansiedeln. Grundvoraussetzung

dafür sind die klassischen

Paulsner Dorftugenden:

Kampf, Zusammenhalt und

unbändiger Wille.

Philipp Schweigkofler

FC St. Pauls

Heimspielplatz: Rungg/Eppan und

St. Pauls (Kunstrasen)

Unterrainer Straße 36 B | 39057 Eppan

Tel. 338 131 04 71

fcstpauls@rolmail.net

www.fcpauls.com


OBERLIGA

19

Stegen: Die Vereins-Philosophie

steht über allem

Stegen war eine jener Mannschaften,

die am Oberliga-Restart im Frühjahr

teilgenommen haben. Zu Beginn kritisch

beäugt, ging die Mini-Rückrunde

reibungslos über die Bühne. Was

haben die Pusterer, die ihren Erfolg

einer klaren Linie zu verdanken haben,

mitnehmen können?

Lange hat die Oberliga-Rückkehr von

Stegen im Vorjahr nicht gedauert.

Nach der Unterbrechung der Meisterschaft

im Herbst waren die Pusterer einer

von 3 Südtiroler Klubs, die am Re-Start

im Frühjahr teilnahmen. Die gewonnene

Erfahrung und die Spielpraxis in den

letzten Monaten nimmt den Stegenern

niemand mehr. Jetzt hofft man in der

Fraktion von Bruneck – genauso wie in

gesamt Fußball-Südtirol – darauf, dass es

heuer wieder eine normale Meisterschaft

geben kann. Die Ziele sind dieselben geblieben:

Der Klassenerhalt soll her. Dass

der keine Utopie ist, hat sich in der Mini-

Meisterschaft gezeigt, als Stegen auch

die Großen um Lokalrivale St. Georgen

immer wieder ärgern konnte. Allerdings

muss Trainer-Ikone Thomas Piffrader

auf 4 wichtige Stützen verzichten: Jonas

Knapp, Alexander Falkensteiner, Michael

Putzer und Florian Appenbichler sind

nicht mehr dabei.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Noah Gietl, Luca Lorenzi

(beide St. Georgen), Hannes Winkler

(Dietenheim Aufhofen), Lukas Gatterer

(reaktiviert), Aaron Hildgartner, Aaron

Niederkofler, Noah Tinkhauser, Elia

Holzer (alle eigene Jugend)

Abgänge: Fabian Zitturi, David

Lanthaler (beide Rasen Antholz), Alexander

Falkensteiner (Kiens), Jonas Engl

(Terenten), Andrè Gasteiger (Hallbergmoos/Deutschland),

Michael Putzer

(Bruneck), Philipp Sinner, Tobias

Sinner (beide Gsies), Lukas Baumgartner

(Pfalzen), Maximilian Ladstätter

(Studiengründe), Jonas Knapp,

Florian Appenbichler (beide Ziel unbekannt),

Dominik Dejaco (Karriereende),

Ruben Passler, Tobias Piffrader

(beide Arbeitsgründe)

Stärken & Schwächen

Stärken: Stegen hat wenig Druck, denn

die Vereinsphilosophie ist der Liga-

Angehörigkeit untergeordnet; Trainer

Thomas Piffrader ist ein Fuchs und

weiß, wie man Talente zu Topspielern

formt; Carbogno, Philipp Piffrader

und Julian Bacher bilden ein starkes

Mittelfeld-Trio; vor allem zuhause große

Kampfkraft.

Schwächen: Der Kader ist in der Breite

nicht qualitativ ausgeglichen genug

besetzt: Wenn Leistungsträger ausfallen,

wird es haarig; ein Top-Torjäger fehlt:

Stegen muss die Last auf mehrere Schultern

verteilen; die Abgänge wurden

nicht gleichwertig ersetzt.

Prognosen

Aufgrund der Spielpraxis im Frühjahr

hat man die Chance, besser als andere

Julian Bacher

SV Stegen

Heimspielplatz: Stegen

Heiligen-Kreuz-Straße 13 | 39031 Bruneck

Tel. 348 882 64 60

sportverein.stegen@gmail.com

Stegen

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Philipp

Piffrader

aus den

Startlöchern

zu kommen. Zudem

ist man zuhause enorm

kampfstark und immer

für eine Überraschung

gut.

Wenn diese

Trümpfe gekonnt

eingesetzt werden,

dann ist der Klassenerhalt machbar. Eine

Zitterpartie bis zum letzten Spieltag wird

es aber selbst dann.

Fabian Masoni 1992

Aaron Hildgartner 2004

Hannes Dejaco 2004

Noah Gietl 2001

Gabriel Frener 1994

Felix Messner 1998

Lukas Gatterer 1996

Hannes Winkler 1998

Jakob Wierer 2003

Aaron Niederkofler 2004

Felix Piffrader 2003

Diego Carbogno 1993

Laurin Aichner 2001

Julian Bacher 1999

Levi Passler 2003

Philipp Piffrader 1992

Noah Tinkhauser 2004

Giovanni Lacedelli 2002

Luca Lorenzi 2003

Matteo Simula 2000

Patrick Bacher 1998

Martin Hisomenay 2004

Elia Holzer 2004

Thomas Piffrader (bestätigt)

Peter Bacher (Co-Trainer)

Dieter Schatzer (Tormanntrainer)


20 SPORT B | 2021 OBERLIGA

Tramin: Das Ende von „Brangelina“

Tramin und Hugo Pomella – das

ist ein bisschen wie Brad Pitt und

Angelina Jolie: Zusammen jahrelang

ein unschlagbares Duo, doch irgendwann

kommt der Punkt, an dem man

getrennte Wege gehen will und muss.

Und so endete mit dem Abschied

des langjährigen Trainers – er

saß 8 Jahre bei Tramin auf der Bank

– die bislang erfolgreichste Ära in der

Geschichte der Unterlandler. Auf der

Suche nach einem Nachfolger ist Tramin

südlich der Provinzgrenze fündig

geworden und hat die Mannschaft

Mauro Bandera anvertraut. Der ehemalige

Lavis-Trainer ist hierzulande

ein unbeschriebenes Blatt – genauso

wie 3 seiner ehemaligen Schützlinge,

die er im Schlepptau mit nach Tramin

bringt.

Diese werden auch prompt gefordert

sein, denn bei den Unterlandlern hat

sich mit Max Dalpiaz ein „Unterschiedsspieler“

der letzten 5 Jahre

nach 119 Spielen mit 59 Toren verabschiedet.

Dafür konnte Leithammel

Stefan Rellich (er wollte seine Karriere

eigentlich beenden) zum Weitermachen

bewogen werden – ein Transfercoup.

Und auch Mittelfeldmotor

Rafael Pomella ist nach einem Kreuzbandriss

wieder fit.

Ist der neue Trainer bei Tramin:

Mauro Bandera.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Nicola Dalla Valle, Daniel

Sebastiani, Davide Caldato (alle Lavis),

Enrico Bordignon (Mori), Sebastian

Peer (Weinstraße Süd), Yuri Pernstich,

Julian Dezini, Niklas Bachmann,

Tobias Santer, Alex Micheli, Simon

Weissensteiner (alle eigene Jugend)

Abgänge: Max Dalpiaz (Weinstraße

Süd), Shon Scuttari, Endrit Duriqi

(beide Pause), Michael Frötscher

(Studiengründe), Tobias Thaler (Aldein

Petersberg), Yuri Facchinelli (Neumarkt),

Andrea Gasparini (Bozner

FC), Alexander Calliari (Karriereende)

Stärken & Schwächen

Stärken: Extrem viel Geschwindigkeit

und große Torgefahr: Der Sturm

mit Pfitscher, Dalla Valle und Stefan

Frötscher ist auch ohne Dalpiaz eine

Wucht; die Neuzugänge aus dem

Trentino sind keine Schönwetterspieler,

sondern Kämpfer; Trainer Bandera

hat Lavis in den letzten Jahren zu einer

Top-Adresse der Oberliga geformt – er

weiß, wie der Hase läuft.

Schwächen: In der Abwehr und im

Mittelfeld ist die Personaldecke extrem

dünn; die Torhüterposition könnte

Kopfschmerzen bereiten; Dalpiaz war

nicht nur ein verlässlicher Torjäger,

sondern machte auch seine Mitspie-

Rafael Pomella

ler – allen voran Pfitscher – besser;

Greif, Rellich und Pfitscher: 3 überragende

Spieler, fällt aber einer aus,

kann das fatale Auswirkungen haben.

Prognosen

Tramin muss kleinere Brötchen

backen. Zu einer Top-5-Platzierung

wird es nicht mehr reichen. Bleiben

Greif, Rellich und Pfitscher gesund, ist

ein gesicherter Platz zwischen Rang 6

und 10 möglich. Ansonsten droht den

Unterlandlern heuer nach langer Zeit

wieder der Abstiegskampf.

SV Tramin

Heimspielplatz: Tramin

Kalterer See Straße 31 | 39040 Tramin

Tel. 333 570 76 61

fussball@asvtramin.it

Tramin

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Matthias Zelger 2000

Enrico Bordignon 1994

Sebastian Peer 2003

Stefan Rellich 1990

Daniel Sebastiani 1991

Davide Caldato 1988

Christian Baldo 2002

Simon Dissertori 1998

Yuri Pernstich 2003

Julian Dezini 2004

Niklas Bachmann 2004

Simon Greif 1987

Rafael Pomella 2000

Philipp Rabensteiner 2000

Philipp Spiess 2000

Robin Stürz 2003

Daniel Rella 2000

Alex Pfitscher 1994

Nicola Dalla Valle 1998

Simon Baldo 2000

Stefan Frötscher 1999

Alex Tisi 2002

Tobias Santer 2003

Alex Micheli 2004

Simon Weissensteiner 2004

Mauro Bandera (neu)

Simone Vicentini (Co-Trainer)

Manfred Terzer (Torwarttrainer)


OBERLIGA

21

Virtus Bozen:

Neuanfang mit „jungen Wilden“

Davide

Cremonini

Nach 3 Spielzeiten in der Serie D ist

Virtus Bozen wieder in der Oberliga

gelandet. Im Sommer gab es ein

großes Gehen.

Neu in der Mannschaft sind vor

allem junge, gut ausgebildete Spieler,

die es zusammen mit den verbliebenen

Routiniers um Michael Bacher

& Co. in der Oberliga richten sollen.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Cristian Hernan Tissone

(Ciliverghe Mazzano/Oberliga), Yassir

Assi Al Salih (Rotaliana) Alessandro

Bertuolo, Julian Pircher, Andrea

Bussi (alle FC Südtirol Jugend), Hani

Hleihil, Konrad Lipinski, Alex Bedin,

Kevin Buzi, Francesco Albanese, Alessandro

Casucci, Mattia Zeni, Dennis

Recla, Martin Naci (alle eigene

Jugend)

Abgänge: Arnaldo Kaptina

(Clodiense Chioggia Sottomarina/Serie

D), Hannes Kiem,

Michael Cia, Fabian Menghin

(alle Naturns),

Manuel Rizzon

(Bassano 1903/

Oberliga), Emil

Grezzani (geliehen

vom FC Südtirol,

weiter zu Levico Terme/Serie

D), Federico

Davi (geliehen vom

FC Südtirol, weiter

zu Levico Terme/Serie

D), Thomas Mair

(St. Pauls), Lukas Hofer

(geliehen von Lana und

dort zurück), Alex Colucci

(Bozner FC), Denis

Iardino (geliehen vom

Bozner FC und dort

zurück), Filippo Carella

(Vipo Trient),

Alessandro Guerra,

Simone Chiarello

(beide Eppan), Kristian

Grbic, Manuel Vitiello, Mark Gulic

(alle Ziel unbekannt)

Stärken und Schwächen:

Stärken: Die beiden Stürmer Elis

Kaptina und Matteo Timpone erzielten

in der letzten Saison zusammen

21 Treffer; beide können in der

Oberliga zweistellig anschreiben,

wenngleich Matteo Timpone erst am

4. Spieltag (wegen der roten Karte

im Entscheidungsspiel gegen Montebelluna)

auflaufen darf. Dazu gesellt

sich der flinke und quirlige Adrian

Osorio; das Mittelfeld mit Michael

Bacher, Davide Cremonini, Yassine

Bounou und Matteo Forti hat Serie-

D-Niveau; die verbliebenen Virtus-

Spieler sind allesamt loyal zu Trainer

Alfredo Sebastiani. Der Bozner

Fußballlehrer ist dafür bekannt, dass

er junge Spieler auf die nächsthöhere

Ebene hieven kann.

Schwächen: Eine Unbekannte

bei Virtus sind die Torhüter:

Alle 3 Keeper haben mit ihren 17

bzw. 18 Jahren keine Erfahrung in

einer Kampfmannschaft. Sind sie dem

Druck, vor allem nach Fehlern, schon

gewachsen? Überhaupt könnte sich

die Hintermannschaft als Achillesferse

entpuppen, denn

mit Kapitän Hannes

Kiem, Manuel

Rizzon und Filippo

Carella haben alle 3 letztjährigen

Innenverteidiger den Verein

verlassen. Mit Cristian Hernan

Tissone wurde ein erfahrener

Innenverteidiger geholt.

Ob der gebürtige Argentinier,

der bei Atalanta

ausgebildet wurde, die

Lücke schließen kann, muss

sich erst zeigen.

Elis Kaptina

Prognosen

Sollte Virtus die

Gegner nicht unterschätzen

und den Abstieg

auch mir der richtigen

mentalen Einstellung verkraftet

haben, werden sie am Ende unter den

ersten 3 Teams zu finden sein. Für ganz

oben wird es nicht reichen, dafür war der

Umbruch zu drastisch und die Hintermannschaft

scheint zu unerfahren.

AC Virtus Bozen

Heimspielplatz: Righi-Internorm-Arena

(Talfer)

Cadornastraße 25 | 39100 Bozen

Tel. 0471 270 696

segretaria@acvirtusbolzano.com

Virtus Bozen

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Julian Pircher 2003

Hani Hleihil 2004

Konrad Lipinski 2004

Andi Kicaj 1996

Noa Hochkofler 2003

Alex Bedin 2003

Kevin Buzi 2002

Francesco Albanese 2004

Yassir Assi Al Salih 1998

Cristian Hernan Tissone 1988

Michael Bacher 1988

Davide Cremonini 1996

Matteo Forti 1999

Kleidi Rabija 2002

Kevin Kuka 2001

Alessandro Casucci 2003

Andrea Bussi 2003

Mattia Zeni 2005

Yassine Bounou 2000

Matteo Timpone 1993

Elis Kaptina 1986

Dennis Recla 2004

Martin Naci 2003

Adrian Osorio 1998

Alfredo Sebastiani (bestätigt)

Gabbiano Santin (Co-Trainer)

Fabrizio Galvan (Tormanntrainer)


22 SPORT B | 2021 LANDESLIGA

Vorne und hinten wird es brennen

Die Landesligasaison 2021/22

wird so spannend wie lange nicht

mehr – das liegt auch daran, dass

es eine Zwei-Klassen-Gesellschaft

gibt.

Selten war die Frage, wer Meister

wird, so schwer zu beantworten

wie in der kommenden Saison.

Denn gut und gerne 6 Mannschaften

haben das Zeug, am Ende ganz

vorne zu stehen. Auf der anderen

Seite geht es für die halbe Liga von

der ersten Sekunde an ums blanke

Überleben. Das ist der ungewissen

Absteiger-Anzahl geschuldet.

Die Favoriten

2 Teams gehen als große Favoriten

ins Rennen: Naturns und die

Weinstraße Süd. Während die

Untervinschger mit Ex-Serie-B-Profi

Michael Cia und Ex-FC-Südtirol-

Kapitän Hannes Kiem die Transfers

des Jahres gelandet haben, stellen die

Unterlandler mit Fabio Bertoldi und

Max Dalpiaz wohl den besten Sturm,

den die Landesliga je gesehen hat.

Aber Achtung – die Konkurrenz ist

da! Bei Bruneck ist die Zeit für den

Klassensprung überreif, Partschins

zählt auch ohne seinen Top-Stürmer

Landesliga 2021/22

Auswahl

Ridnauntal

(Stange)

SC Passeier

(St. Leonhard)

St. Martin Moos

Riffian Kuens

Partschins Schenna

Latsch Naturns Meran

H. = Hinrunde

R. = Rückrunde

Eppan

(Rungghof)

Terlan

-Infografik: Ch. Staffler

Bozen

Freienfeld

Natz

Milland

Albeins

Voran Leifers

(Galizien)

Weinstraße Süd

H. Kurtatsch

R. Margreid

Ahrntal

(St. Johann)

Alexander Nischler zu den besten

Teams der Liga, Ahrntal (mit Philipp

Bachlechner) ist bereit für höhere

Aufgaben und auch Terlan ist

dank der 3 Last-Minute-Einkäufe

vom Bozner FC mehr als nur eine

Mannschaft, die Favoriten ärgern

kann. Nicht zu vergessen natürlich

St. Martin Moos, das man immer auf

der Rechnung haben muss.

Mittelfeld

Das Mittelfeld ist dünn besiedelt.

Das hängt damit zusammen, dass

mehr als die Hälfte der Mannschaften

gegen den Abstieg spielen

wird. Trotzdem haben Natz (ohne

Consalvo, dafür mit Manuel Hofer),

Latsch und Milland das Zeug,

eine sorgenfreie Meisterschaft zu

spielen.

Der Abstiegskampf

Das wird heuer brisant! Weil die

Liga im nächsten Jahr von 18 auf

16 Teams reduziert wird, könnte es

zu einer Abstiegsflut kommen. Im

schlimmsten Fall (sprich bei 4 Südtiroler

Oberliga-Absteigern) müssen

gleich 7 (!) Vereine den Gang in

die 1. Amateurliga antreten. Das ist

zwar unwahrscheinlich, dass aber

Bruneck

(Reischach,

Reiperting A)

Fabio Bertoldi

(Weinstraße Süd)

Foto: D. Runggaldier

4 oder 5 Landesligisten absteigen,

könnte durchaus sein. Für Riffian

Kuens ist der Klassenerhalt eine

„Mission Impossible“, aber auch

für die stark verjüngte Auswahl

Ridnauntal, Albeins, Freienfeld und

Schenna wird es sehr schwierig.

Bessere Karten haben Eppan (mit

Erfolgstrainer Hugo Pomella), der

SC Passeier (mit Mittelfeldjuwel

Jan Pichler) und Voran Leifers in

der Hand. Klar ist schon jetzt: Es

wird ein kollektives Zittern bis zum

Schluss geben.

EWIGE LANDESLIGA-TABELLE

Verein Jahre Spiele Punkte

1. Naturns 17 478 792

2. Natz 20 568 766

3. Plose 18 540 743

4. St. Pauls 14 420 742

5. SSV Bruneck 17 477 711

6. Lana 17 510 703

7. Virtus Bozen 15 450 688

8. Neugries 14 420 637

9. Vahrn 15 450 622

10. Neumarkt 17 510 580

11. St. Martin i.P. 13 369 575

12. Stegen 13 379 575

13. Eppan 14 388 559

14. Weinstraße Süd 11 296 445

15. Latzfons/Verdings 13 390 437

16. Tramin 9 270 426

17. SC Passeier 13 358 422

18. Latsch 13 358 417

19. Bozner FC 9 270 404

20. Schluderns 11 330 385

21. Mals 9 270 358

22. Obermais 7 210 348

23. Ahrntal 8 208 341

24. Auswahl Sterzing 8 240 308

25. Kastelbell/Tschars 9 270 305

26. Partschins 7 176 297

27. SSV Brixen 5 150 274

28. Terlan 8 208 269

29. Vintl 8 240 249

30. Taufers 6 180 246

31. Salurn 6 180 244

32. Schabs 6 180 235

33. FC Meran 6 180 231

34. Nals 7 210 220

35. Schlern 6 180 216

36. SV Milland 7 176 216

37. SSV Leifers 6 147 201

38. Sarntal 6 180 198

39. Mühlbach/Rodeneck/Vals 4 120 185

40. St. Georgen 4 120 162


LANDESLIGA

SPORT B | 2021

23

Ahrntal: Mit Kontinuität zum Erfolg

Im Toule hat sich nur wenig verändert.

Lediglich eine Personalie hat

es in sich, weshalb Ahrntal auch in

dieser Saison eine Außenseiterrolle

im Aufstiegskampf inne haben wird.

Der Neue ist kein Geringerer als

Philipp Bachlechner. Der Top-

Stürmer kommt von Bruneck und ist

für eine zweistellige Anzahl an Toren

gut. Vor allem, wenn er hinter sich

einen kongenialen Mitspieler wie David

Zimmerhofer hat, der wie

vereinbart nach der Mini-

Oberliga bei St. Georgen

zu seinem Heimatverein

zurück kehrte. Zimmerhofer

hat das Auge für

seine Mitspieler und

das dürfte einem

Stürmer wie Bachlechner

entscheidend

zu Gute kommen.

Selbst treffen kann

Zimmerhofer

auch, er knipste

in der letzten

Abbruchsaison

gleich oft wie

Bachlechner (5 Mal in

9 Spielen). Vor allem bei

Standards ist der versierte

Techniker brandgefährlich.

Die Favoriten um den

Oberliga-Aufstieg sind

andere, doch Ahrntal weiß

um seine Qualität. Das

zeigte sich im Vorjahr mit

Rang 3 nach 9 Spieltagen

mit dem beinahe identischen

Kader, nur ohne

Bachlechner. Auf einigen

Positionen sind die „Teldra“

stark besetzt: Routinier

Patrick Psenner im Tor oder

Kampfmaschine Stefan Pareiner

im Mittelfeld sind zuverlässige

Stützen. In der Defensive fehlt

seit dem Abgang von Hannes Steger

zwar noch einer, der den Ton angibt,

doch dieses Manko dürfte sich mit

etwas Spielpraxis auflösen.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Philipp Bachlechner (Bruneck),

Roman Ausserhofer (Rückkehr

nach Studienpause), Andreas Oberhollenzer

(eigene Jugend)

Abgänge: David Mair am Tinkhof

(St. Georgen)

Stärken & Schwächen

Stärken: Bachlechner ist ein Topstürmer;

das Mittelfeld um David

Zimmerhofer und Stefan

Pareiner ist defensiv solide

und offensiv gefährlich;

Psenner ist ein klasse

Torwart; bei Heimspielen

nahezu unschlagbar

Schwächen: Die Kaderbreite

war stets ein Problem,

Maximilian Hofer

Mark Milesi

auch heuer sind die Teldra relativ

knapp besetzt; die Abwehr war in der

Vorsaison anfällig: 10 Gegentore in 9

Spielen sind für einen Spitzenkandidaten

etwas zu viel.

Prognosen

Ahrntal hat das Potenzial, vorne

mitzumischen. Wie weit vorne, hängt

von den Ergebnissen gegen die Top-

Teams ab. Kann man die ärgern, ist

Ahrntal ein heißer Überraschungs-

Tipp und kann sogar um den Aufstieg

mitspielen.

SSV Ahrntal

Heimspielplatz: St. Johann im Ahrntal

(Kunstrasen)

Steinhaus 29 A | 39030 Ahrntal

Tel. 348 360 92 03

ssvahrntal@rolmail.net

Ahrntal

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Patrick Psenner 1988

Roman Ausserhofer 2000

Mark Milesi 1997

Simon Niederwolfsgruber 1993

Dominik Kirchler 1996

Simon Oberhollenzer 1997

Tobias Kirchler 2001

Richard Maurer 1988

Hannes Zonta 2003

Andreas Oberhollenzer 2004

Stefan Pareiner 1992

Michael Oberhollenzer 1997

Florian Gartner 2000

Benjamin Zimmerhofer 1997

Maximilian Hofer 1996

David Zimmerhofer 1996

Hannes Stolzlechner 2001

Jacob Brunner 2003

Manuel Zimmerhofer 1995

Philipp Maurer 1997

Julian Niederkofler 1999

Julian Gartner 2003

Philipp Bachlechner 1995

Jürgen Großgasteiger (bestätigt)

Reinhard Niederkofler (bestätigt)

Richard Maurer (Co-Trainer)

Arthur Dalfovo (Tormanntrainer)


24 SPORT B | 2021 LANDESLIGA

Albeins: Zwischen den Extremen

Wer im Vorjahr auf der Suche nach

spektakulären Fußballspielen war,

der hat sich in Albeins köstlich amüsiert.

Beim Brixner Vorortklub flogen

die Fetzen – am Ende auch etwas zu

viel.

In der Liebe ist oft davon die Rede,

dass sich Gegensätze anziehen.

Würde dieses Prinzip auch für den

Fußball gelten, dann wäre man in Albeins

in der vergangenen 9-Spieltage-

Saison wohl lieber Single geblieben.

Mit 20 geschossenen Toren stellten

die Eisacktaler den zweitbesten

Angriff der Landesliga, gleichzeitig

kassierten sie aber 22 Treffer und

erarbeiteten sich so den unrühmlichen

Ruf der löchrigsten Abwehr. Zu

allem Überfluss stand der Aufwand

und der Ertrag in einem ähnlichen

Verhältnis wie bei einer Maus, die

einen Betonklotz den

Ortler hochschleppen

will, sprich:

Bei Abbruch der

Meisterschaft fand

sich das Team von

Präsident Danny

Fäckl mit 5

Pünktchen auf

dem vorletzten

Platz wieder.

Allein an diesen

Zahlen wird klar,

dass in Albeins zwar

einiges an Potenzial,

aber auch viele

Mängel stecken.

Diese auszubessern,

wird

Aufgabe von

Manuel

Sullmann

sein, der heuer

als Spielertrainer

fungiert.

Er beerbt Fabio

Tiziano Weiss

Ianeselli, dem 2 Stunden Autofahrt pro

Training zu viel geworden sind.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Jan Mitterrutzner (Plose),

Ebrima Sarr (USD Brixen), Manuel

Sullmann (St. Georgen)

Abgänge: Simon Michaeler (Gitschberg

Jochtal), Simone Dalle Grave

(Bruneck), Angelo Bocca (Karriereende),

Stefan Griesser (Wiesen), Manuel

Nicolaci (USD Brixen)

Stärken & Schwächen

Stärken: Peter Plaickner (im Vorjahr 7

Tore in 9 Spielen), Dennis und Damian

Fanani wissen, wo das gegnerische Tor

steht: Ihre Offensivpower ist top; die

spielerische Klasse der beiden Strategen

Johannes Seeber und Manuel Sullmann.

Schwächen: Danny Fäckl, Markus

Fiechter und Alexander Tauber würden

der ultra-wackeligen Defensive

viel Sicherheit geben, sie springen

Albeins

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Philipp Knoflach 1992

Patrick Piok 1992

Stefan Ausserhofer 1998

Davide Defrancesco 1991

Maximilian Fornari 2002

Alexander Holzer 1992

Daron Irsara 1997

Manuel Sullmann 1988

Alexander Tauber 1993

Enrico Weiss 2003

Manuel Weissteiner 1994

Damian Fanani 1993

Izet Gjuzi 1998

Matthias Mair am Tinkhof 1993

Jakob Mutschlechner 2002

Johannes Seeber 1990

Luca Varoli 1993

Tiziano Weiss 1993

Dennis Fanani 1996

Peter Plaickner 1999

Ebrima Sarr 1995

Jan Mitterrutzner 2001

Manuel Sulllmann (neu)

Florian Oberhauser (Co-Trainer)

aber nur im Notfall ein; Sullmann

hat zwar Erfahrung als Spielertrainer,

die Doppelbelastung ist bei einem

Abstiegskandidaten aber nicht zu

unterschätzen.

Prognosen

Albeins und das Abwehrproblem: Nur

wenn die löchrige Defensive stabilisiert

wird und Torhüter Knoflach seine alte

Form wiederfindet, ist der angepeilte

Klassenerhalt zu schaffen. Ansonsten

geht’s eine Liga runter – trotz der

enormen Feuerkraft im Sturm.

SV Albeins

Heimspielplatz: Albeins

Albeins 58 | 39042 Brixen

Tel. 339 751 16 06

asvalbeins@gmail.com

Torjäger Peter Plaickner


LANDESLIGA

SPORT B | 2021

25

Bruneck in neuer Rolle

Während andernorts groß eingekauft

wurde, ist es bei Bruneck weitgehend

still geblieben. Wer die Pusterer

deshalb unterschätzt, macht einen

gewaltigen Fehler, denn Trainer

Roberto Fuschini hat wieder ein Team

beisammen, das es mit jedem Gegner

aufnehmen kann.

Mit dem Abgang von Philipp

Bachlechner zu Liga-Konkurrent

Ahrntal hat Bruneck zwar seinen

Top-Stürmer (letzte Saison 5 Tore in

9 Spielen) verloren, doch davon lässt

sich im Pusterer Hauptort keiner irritieren.

Die Zugänge können sich sehen

lassen. Im Sturm soll Michael Putzer

(Stegen) für die nötige Torgefahr sorgen.

Wegen einer Kreuzbandverletzung

Bruneck

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Patrick Pietersteiner 1989

Luan Dema 2005

Daniel Rubner 2004

Tobias Hitthaler 1995

Alex Niederkofler 1986

Martin Falkensteiner 1993

Aaron Falkensteiner 1999

Simon Villgrater 2003

Dominik Valorz 2004

Lukas Lanzinger 1994

Thomas Mairegger 1997

Max Videsott 2004

Michael Gruber 1995

Matthias Elzenbaumer 1988

Thomas Laner 2000

Stefan Nagler 1993

Leo Villgrater 2005

Markus Kirchler 1993

Simone Dalle Grave 2001

Hannes Oberleiter 2005

Marian Rigo 2002

Fabian Unterhofer 1995

Philipp Rainer 1991

Manuel Schwärzer 2003

Michael Putzer 1997

Lukas Hochwieser 1998

Roberto Fuschini (bestätigt)

Manuel Holzer (Co-Trainer)

Martin Recla (Tormanntrainer)

wird er aber erst im Spätherbst wieder

spielen. Markus Kirchler kommt vom

FC Gais aus der 2. Amateurliga, hat

aber schon Erfahrung in höheren

Ligen gesammelt. Lukas Lanzinger

(Sexten) soll hinten Beton anrühren,

auch wenn die Abwehr von Bruneck

ohnehin schon ein Bollwerk ist.

In der letzten Saison war Bruneck

beim coronabedingten Abbruch

Tabellenführer, die 2 Jahre zuvor als

Zweiter immer auf dem Sprung. Der

lang ersehnte Aufstieg in die Oberliga

wurde noch nicht wahrgemacht, doch

der Weg ist der richtige. Die Bestätigung

von Top-Trainer Roberto Fuschini

ist für diese Mission ein wichtiger

Bestandteil, schließlich hat er Bruneck

zu einer starken und schwer zu

schlagenden Mannschaft gemacht. Im

Tor darf man sich auf Patrick Pietersteiner

verlassen, einem der besten

Torhüter im ganzen Land. Alex

Niederkofler und die Falkensteiner‘s

Martin und Aaron in der Abwehr,

Stefan Nagler und Michael

Gruber im Mittelfeld,

Philipp Rainer im Sturm –

die Achse steht.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Lukas

Lanzinger (Sexten),

Michael

Putzer (Stegen),

Markus Kirchler

(Gais), Simone Della

Grave (SSV Brixen),

Jan Hinteregger, Luan

Dema, Dominik Valorz,

Max Videsott, Hannes

Oberleiter (alle eigene

Jugend)

Abgänge: Philipp

Bachlechner (Ahrntal),

Christian Felder,

Philipp Reden,

Markus Agstner,

Dominik von Wenzl,

Gabriel Kofler (alle

Pause), William Oberkofler

(Reischach)

Marian

Rigo

Stärken & Schwächen

Stärken: Trainerfuchs Roberto Fuschini;

die (neue) Außenseiter-Rolle

muss kein Nachteil sein; die Neuzugänge

sind ligaerprobt, der Kader hat

enorme Qualität und einen großen

Erfolgshunger.

Schwächen: Philipp Bachlechners Tore

werden fehlen; die Konkurrenz ist auf

dem Papier besser besetzt, einfacher

wird es auch in der Außenseiterrolle

nicht.

Prognosen

Naturns und Weinstraße Süd gilt es zu

schlagen, doch Bruneck ist keineswegs

zu unterschätzen. Pietersteiner & Co.

sind ein eingespieltes Team und können

den „Großen“ mehr als nur ein

Bein stellen. Bei konstant guten Leistungen

ist der langersehnte Aufstieg in

die Oberliga drin.

SSV Bruneck

Heimspielplatz: Reischach Reiperting A

Josef-Ferrari-Straße 26 | 39031 Bruneck

Tel. 340 226 52 38

info@ssvbruneck.it

Tobias Hitthaler


26 SPORT B | 2021 LANDESLIGA

Eppan: Der Trainer ist der Star

Latsch: Alle spielen für

Eppan hat aufgerüstet. Nicht unbedingt

den Kader, dafür an der Seitenlinie.

Denn Hugo Pomella gehört zu den

besten Trainern des Südtiroler Amateurfußballs.

Er soll den Traditionsklub

zurück in die Erfolgsspur bringen.

Der Abschied von Pomella nach 8

Jahren in Tramin kam überraschend,

sein Engagement bei Eppan ebenso.

„Mir hat die Idee hier gut gefallen. Der

Verein will von Null starten und wieder

dorthin kommen, wo Eppan einst war“,

kommentierte der 54-Jährige seinen

Wechsel. Bei den Überetschern steht ihm

eine blutjunge Mischung aus Eigengewächsen

und Talenten aus der Schmiede

des FC Südtirol zur Verfügung.

„Das Ziel soll nicht in kürzester

Zeit, sondern über einen längeren

Zeitraum umgesetzt werden“,

erklärt Pomella. Die Abgänge

der Lekiqi-Brüder, von

Eppan

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Juri Osti 1988

Alessandro Baudoni 1999

David Ziller 2003

Davide De Bacco 2003

Christian Morelato 1999

Luca Firmian 2002

Max Ruscelli 1999

Fation Imeri 1991

Gabriel Franzoso 2004

Davide Degasper 1997

Cherif Henikat 2003

Patrick Pechlaner 2002

Elia Margoni 2003

Diego Montecchio 1999

Omar Maoual 1995

Andreas Weger 2003

Stefano Breglia 1997

Feta Osmani 1996

Simone Chiarello 2001

Alessandro Guerra 2000

Giacomo Sartori 2003

Alex Zelger 2000

Hugo Pomella (neu)

Omar Maoual

Markus Terzer (Co-Trainer)

Stefano Bampi (Tormanntrainer)

Russo und Donquerque tun natürlich

weh, denn sie waren erfahrene Leistungsträger.

Doch das Ziel ist ohnehin, stark

auf die Jugend zu setzen. In der zentralen

Abwehr hat man mit Fation Imeri von

Nals einen starken Neuzugang vorzuweisen,

der sich neben Kapitän Max Ruscelli

gut einfinden kann. Das Prunkstück

könnte der Sturm werden, wo man zwar

junge, aber hochtalentierte Spieler (z.B.

Alessandro Guerra von Virtus Bozen) zur

Verfügung hat.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Fation Imeri (Nals), Elia Margoni,

Giacomo Sartori (beide FC Südtirol

Jugend), Feta Osmani (Voran Leifers),

Alessandro Guerra (Virtus Bozen), Simone

Chiarello (Bozner FC), Andreas Weger,

David Ziller (beide eigene Jugend)

Abgänge: Shkelqim Lekiqi, Arber Lekiqi,

Anxhelo Luci (alle Salurn), Manuel Russo,

Francesco Donquerque, Alex Lafogler,

Maximilian Graf (alle Karriereende),

Luca Poda, Romeo Sadiku, Alberto

Magnanelli (alle Arbeitsgründe), Endrit

Veselaj, Mohamed Majdi, Giacomo Oss

Emer (alle Ziel unbekannt)

Stärken & Schwächen

Stärken: Professionelles Trainierteam;

Kapitän Ruscelli ist trotz seines Alters ein

Führungsspieler und bildet mit Fation

ein solides Abwehrzentrum; junger, aber

brandgefährlicher Sturm.

Schwächen: Sehr junge Mannschaft,

im Abstiegskampf kann das zum Nachteil

werden; defensiv im Vorjahr große

Schwierigkeiten (20 Gegentore in 9

Spielen).

Prognosen

Vereinsvorgabe ist, nach schwierigen

Jahren einen Neuaufbau zu starten. Ziel

für die kommende Saison ist der Klassenerhalt

– das wird alles andere als ein

Spaziergang.

FC Eppan

Heimspielplatz: Rungghof (Girlan)

Wartlweg 3 | 39057 Eppan

Tel. 339 503 70 01

afceppan.fussball@gmail.com

Es war eine Nachricht, die die Fußballwelt

in Südtirol erschütterte: Im Februar

riss bei Mattia Lo Presti die Aorta,

also die Hauptschlagader, weshalb er

bei einer mehrstündigen Not-Operation

um sein Leben kämpfen musste.

Ein Ereignis, das in Latsch und weit

darüber hinaus für einen Schock

sorgte. Mittlerweile befindet sich

Lo Presti, der mit 80 Toren der erfolgreichste

Knipser in der Latscher

Vereinsgeschichte ist, auf dem Weg der

Besserung. Er absolviert eine Reha und

hat einen großen Traum: Irgendwann

wieder Fußball spielen zu können.

Bis dahin wird er seine neue Rolle als

Assistent des bestätigten Trainers Fabio

Memmo ausüben. Auf das Trainerteam

wartet auch ordentlich viel Arbeit, denn

in Latsch hat sich in den letzten Monaten

vergleichsweise viel getan.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Cesar Koumane (Meran),

Fabian Lechthaler (Schlanders), Gerbi

Gjepali (SC Passeier), Simon Schütz

(Oberland), Elias Kaufmann (Goldrain),

Marian Pauli, Samuel Weiss (beide eigene

Jugend)

Abgänge: Andreas Pirhofer (Studiengründe),

Jonas Tscholl (Goldrain), Max

Greis, Simon Rinner, Johannes Janser

(alle Morter)

Stärken & Schwächen

Stärken: Klein, laufstark und ein

feiner Spielgestalter: Neuzugang Cesar

Koumane kann der N’Golo Kanté der

Landesliga werden; Stürmer Gerbi Gjepali

wurde schon für Albanies U21-Nationalmannschaft

einberufen – er ist eine

Wundertüte; der Kern der Mannschaft

geht seit vielen Jahren gemeinsam durch

dick und dünn.

Schwächen: Mattia Lo Presti war DIE

Latscher Lebensversicherung – seine

SV Latsch

Heimspielplatz: Latsch

Marktstraße 42 B | 39021 Latsch

Tel. 0473 623 123

sportverein.latsch@rolmail.net


LANDESLIGA

SPORT B | 2021

27

Mattia

Freienfeld: Der Abstiegskampf wartet

Tore werden immens fehlen; die Verletzungsanfälligkeit

einiger Stützen (wie

Alex Medda).

Prognosen

Der Verein gibt als Ziel einen Platz unter

den ersten 6 aus. Das ist zwar ambitioniert,

aber nicht realistisch. Die Vinschger

haben jedoch das Zeug und die

Erfahrung, eine ruhige Meisterschaft zu

spielen und einen gesicherten Mittelfeldplatz

einzufahren – vorausgesetzt, Gjepali

& Co. können die fehlenden Lo-Presti-

Tore irgendwie kompensieren.

Philipp Trafoier

Latsch

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Hannes Lechner 1993

Elias Kaufmann 2000

Daniel Kaserer 2001

Alexander Kuen 1997

Marco Paulmichl 1994

Matthias Paulmichl 1998

Elias Pirhofer 2000

Fabian Lechthaler 1993

Dominik Mair 2000

Andreas Paulmichl 1994

Simon Pirhofer 2000

Philipp Trafoier 1999

Alex Weithaler 2001

Michael Pixner 2000

Armando Shehi 2002

Simon Schütz 1996

Cesar Koumane 1995

Marian Pauli 2003

Alex Kiem 2000

Gerbi Gjepali 1998

Mattia Lo Presti 1993

Samuel Weiss 2005

Alex Medda 1993

Fabio Memmo (bestätigt)

Neno Petricutto (Co-Trainer)

Andreas Lechner (Tormanntrainer)

Wegen des Saisonabbruchs nach nur

9 Spieltagen konnte Freienfeld nicht

beweisen, wie man sich im Abstiegskampf

behaupten kann. Ein starker 12.

Platz mit immerhin 3 Siegen und einem

Remis war damals überraschend,

und daran wollen die Wipptaler nun

anknüpfen.

Nachdem im Sommer 2020 versucht

wurde, die Breite der Mannschaft

zu verbessern, ging die sportliche Leitung

heuer gezielt gegen Schwachstellen

im Kader vor. Mit 19 Gegentoren in 9

Spielen zählte Freienfelds Defensive zu

den schwächsten der Liga. Helfen soll

hier Neuzugang Benjamin Zulic, der bei

St. Georgen schon Serie-D-Erfahrung

gesammelt hat. Großes erwartet man

sich auch von Philipp Amort, der die

Offensive der Wipptaler neu beleben

und für die nötige Gefahr vor dem Tor

sorgen soll.

Ein Rückschlag ist der erneute Abgang

von Fabian Graus, der erst im letzten

Jahr euphorisch begrüßt wurde. Er

wechselte zum Rivalen Ridnauntal.

Trotzdem herrscht in Freienfeld gute

Stimmung. Man sieht sich für den Abstiegskampf

in der Landesliga gerüstet.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Benjamin Zulic (St. Georgen),

Philipp Amort (Teis Villnöß), Fabian

Blanchetti (SSV Brixen)

Abgänge: Aaron Kostner (Gherdeina

Gröden), Patrick Graus (Auswahl Ridnauntal),

Daniel Hochrainer (Gossensaß)

Stärken und Schwächen

Stärken: Zusammenhalt, Leidenschaft

und starker Wille: Freienfeld ist eine

Kampfmaschine; die Neuzugänge sorgen

für eine ausgewogene Balance; Ballkünstler

Pfeifer, Torjäger Fabian Trenkwalder

und der pfeilschnelle Amort sind

Offensivwaffen.

Schwächen: Obwohl er im Vorjahr ohne

Treffer und somit einiges schuldig geblieben

ist, war Patrick Graus im Sturmzentrum

unheimlich wichtig für Freienfeld;

trotz der Verpflichtung von Zulic ist die

Defensive noch zu anfällig.

Prognosen

Freienfeld geht nicht chancenlos ins

Rennen um den Klassenerhalt. Die

Wipptaler wissen, wie Abstiegskampf

geht. Trotzdem wird es ein Zittern

bis zum letzten Spieltag werden – vor

allem, weil bis zu 7 Mannschaften

absteigen könnten.

Justin Pfeifer

Freienfeld

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Hannes Überegger 2003

Endrit Mehmetaj 2000

Norman Hofer 1997

Matthias Ganterer 1996

Aaron Grasl 1992

Simon Ralser 1992

Max Kinigadner 1997

Philipp Trenkwalder 1998

Benjamin Zulic 2000

Marcel Rainer 1992

Lorenz Frick 1991

Jonas Tietz 1989

Luca Montalto 1992

Peter Brunner 2001

Tobias Ramonser 2003

Philipp Amort 1997

Fabian Blanchetti 2003

Michael Überegger 1993

Patrick Zingerle 1988

Lukas Rainer 2001

Fabian Trenkwalder 1994

Justin Pfeifer 2000

Patrick Fleckinger (bestätigt)

Fabian Ganterer (bestätigt)

Daniel Auer (Co-Trainer)

SV Freienfeld

Heimspielplatz: Freienfeld (Kunstrasen)

Bliegerweg 10 | 39040 Freienfeld

Tel. 333 434 90 70

info@asv-freienfeld.it


28 SPORT B | 2021 LANDESLIGA

Voran Leifers: Abstiegskampf voraus

Der letztjährige Umbruch bei Voran

Leifers schien ins Nichts zu führen.

Nach 9 Spieltagen standen Clementi

& Co. auf dem 15. Tabellenrang – ein

Abstiegsplatz. Heuer soll’s besser

laufen, aber einfacher wird‘s nicht.

Der Kader wurde nur minimal

verändert und ist nebenbei mit

20 Spielern dünn besetzt. Mit Klaus

Lechner (er kommt von Nals) wurde

ein Routinier für die Abwehr und/

oder das defensive Mittelfeld geholt,

der schnell das Kommando übernehmen

kann und auch in schwierigen

Spielen einen kühlen Kopf behält.

Doch ansonsten ruhen die Hoffnungen

auf wenige Leistungsträger.

Diese Leistungsträger sind die Brüder

Daniel und Stefan Clementi. Daniel

soll seine Oberliga-Erfahrung in der

Abwehr zur Geltung kommen lassen,

Stefan kann mit seiner individuellen

Klasse Spiele im Alleingang entscheiden.

Das Trio Stefan Clementi-Kurti-

Galassiti ist für die Treffer verantwortlich.

Sie drei sind im Angriff die

Lebensversicherung von Voran Leifers.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Christian Leoni (Jugend

Neugries), Klaus Lechner (Nals), Daniel

Bordoni (Virtus Bozen), Philipp

Larentis, Daniele Zenatti, Mattia

Cosco, Fiqiri Maksuti (alle eigene

Jugend)

Abgänge: Daniele Lazzaro (Mezzocorona),

Marco Borin, Davide Bortignon,

Philipp Cottini (alle Karriereende),

Daniel Adamo (Virtus Bozen),

Feta Osmani (Eppan)

Stärken & Schwächen

Stärken: Mehrere spielstarke Spieler

aus der Schule des FC Südtirol; die

Voran Leifers

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Alex Fioravanzo 1996

Christian Leoni 2000

Luca Cappelletto 1996

Daniel Clementi 1996

Philipp Larentis 2002

Klaus Lechner 1987

Marco Nava 1997

Alex Weger 2002

Daniele Zenatti 2003

Daniel Bordoni 2001

Mattia Cosco 2003

Fiqiri Maksuti 2002

Gabriel Morabito 2001

Nicoló Oss Emer 1999

Halo Kurti 2001

Lucas Ausserer Wieser 1994

Ruben Baldino 2001

Stefan Clementi 1997

Samuel Crepaz 1997

Alex Galassiti 1999

Gianluca Pellizzari (bestätigt)

Thomas Gruber (Co-Trainer)

Alessandro Cleva (Tormanntrainer)

Clementi-Brüder und Lechner bringen

viel Erfahrung mit; Galassiti kann

knipsen, Cappelletto ebenso – auf die

beiden muss man aufpassen.

Schwächen: 20 Spieler bedeuten einen

der kleinsten Kader der Liga – bei

Verletzungen vor allem der Leistungsträger

brennt der Hut; haben die

jungen Spieler den nötigen Biss für

den Abstiegskampf?

Gabriel

Morabito

Prognosen

Voran Leifers erwartet

eine schwierige

Saison. Der Kader

ist klein und auch

die Qualität fehlt

auf einigen Positionen.

Auf die Pellizzari-

Truppe wartet ein beinharter

Abstiegskampf.

SSV Voran Leifers

Heimspielplatz: Leifers Galizien

(Kunstrasen)

Weißensteiner Straße 8

39055 Leifers

Tel. 335 665 56 33

info@ssvvoranleifers.it

Der SportNews-Spitzler -

Tore, Highlights & Emotionen des Südtiroler Fußballs

Bereits seit Jahren ist es Tradition, dass

am Montagabend auf SportNews die

Zusammenfassungen der besten Oberund

Landesliga-Spiele des Wochenendes

ausgestrahlt werden. Dies wird auch in

der Saison 2021/22 so sein – und zwar im

bewährten SportNews-Spitzler-Format.

In einem kurzen und knackigen Video

präsentiert die SportNews-Redaktion

am Montagabend ab 22.50 Uhr

die besten Szenen des Südtiroler

Amateurfußballs. Unsere Kameras

werden wie immer bei 3 bis 4 Spielen

aus Ober- und Landesliga vor

Ort sein und neben den Toren und

Highlights auch die Stimmen der

Protagonisten einfangen. Los geht

es bereits am kommenden Montag

mit dem langersehnten ersten Spieltag.

Reinklicken lohnt sich auf alle

Fälle.


LANDESLIGA

SPORT B | 2021

29

Milland: Die Mischung stimmt

Milland strebt wieder ein Jahr

jenseits von Gut und Böse an. Der

Kader wurde nur minimal verändert,

weshalb das auch gelingen

sollte.

Der schwerwiegendste Abgang ist

jener von Manuel Hofer. Der

Stürmer ist nach 2 Jahren bei Milland

wieder zu Natz zurückgekehrt. Auch

wenn Hofer in Milland nie richtig eingeschlagen

hat, fehlt im Angriff nun

der Mann mit dem Torriecher – von

den 12 Toren der vergangenen Saison

haben deren 8 Millands Verteidiger

erzielt. Mit Thomas Ritsch (35) hat

man zwar einen großen Namen für

den Angriff geholt, doch der einstige

Oberliga-Bomber ist genauso wie

Sturmpartner Alex Feltrin (39) in die

Jahre gekommen. Dafür haben beide

schon Trainererfahrung gesammelt,

was dem Verantwortlichen an der Seitenlinie,

Siegmar Pfeifhofer, eine

Hilfe sein wird.

Die Abwehr ist das Prunkstück

der Eisacktaler. Dort gibt es

nicht nur eine erstaunliche

Breite von 11 Spielern,

sondern mit Tormann

Marco Mittermair

auch eine hart

zu knackende

Wand. Besonders

bekannt ist

Milland für seine

kompromisslosen

Zweikämpfe – im

Mittelfeld stehen

mit Ivan Oberhofer

und Martin

Brugger 2 Kampfmaschinen,

die keine

Rücksicht auf Verluste

nehmen. Und auf

den Außenseiten

sorgen Alex

Leitner und

Alex Alessandrini

mit ihren

Pferdelungen

Willi Hvala

für Dauerdruck.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Liam Bock, Paolo Di Luca,

Raphael Oberrauch (alle SSV Brixen),

Stefano Castagnetta (Gino Nasi Calcio),

Thomas Ritsch (St. Georgen), Hannes

Ausserhofer, Sajdi Elmazi, Tobias Gruber,

Leo Tauber (alle eigene Jugend)

Abgänge: Manuel Hofer (Natz), Alex

Piok (Lüsen), Matteo Ponzo (Schabs),

Max Weissteiner, Albert Lopatkiewicz

(beide Karriereende)

Stärken & Schwächen

Stärken: Großer Kader, auf allen Positionen

doppelt und dreifach besetzt;

gute Mischung aus Jung und Alt; Milland

hat sich mit solidem und aufopferungsvollem

Fußball einen Namen

gemacht; großer Kampfgeist im Team.

Schwächen: Etwas in die Jahre gekommener

Angriff – können Feltrin & Co.

Manuel Hofers Abgang ausputzen? Im

Mittelfeld fehlt der Ballverteiler.

Manuel Maly

Prognosen

Milland wird sich wieder im Mittelfeld

der Landesliga festbeißen. Der

Kader hat das Potenzial dazu, die

große Stärke ist aber der unerbittliche

Kampfgeist. Und der ist auch in

der Landesliga schlicht und einfach

Gold wert.

SV Milland

Heimspielplatz: Milland

Brennerstraße 34 | 39042 Brixen

Tel. 340 306 59 59

info@asvmilland.it

Milland

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Marco Mittermair 1992

Sajdi Elmazi 2004

Paolo De Luca 2001

Moritz Angerer 1999

Liam Bock 2002

Andreas Gschnitzer 1999

Willi Hvala 1991

Alessio Kerer 2000

Christoph Larcher 1996

Alex Leitner 1999

Manuel Maly 2002

Samuel Mitterrutzner 1997

Daniel Niederjaufner 1988

Amadeus Wachtler 2003

Alex Alessandrini 1986

Hannes Ausserhofer 2004

Sergen Behljuiji 2002

Daniel Blasbichler 1999

Martin Brugger 2000

Stefano Castagnetta 1995

Tobias Gruber 2005

Lukas Hopfgartner 2003

Ivan Oberhofer 2000

Alex Feltrin 1982

Lukas Gruber 2002

Daniel Larcher 2002

Daniel Prader 1998

Thomas Ritsch 1986

Raphael Oberrauch 1999

Leo Tauber 2005

Franz Tschimben 1988

Siegmar Pfeifhofer (bestätigt)

Florian Gasser (Co-Trainer)

Tonino Liotto (Tormanntrainer)


30 SPORT B | 2021 LANDESLIGA

Naturns: Eine spannende Reise

Lange Zeit war es ruhig in Naturns.

Doch dann, Mitte Juli, packte der

Landesligist den Hammer aus und

präsentierte die Top-Transfers: Die

ehemaligen FCS-Ikonen Michael Cia

und Hannes Kiem wechselten im

Dreierpack mit Fabian Menghin von

Virtus Bozen zum SSV Naturns.

Geballte Profipower für den Landesligisten,

der im Vorjahr seinen

Erwartungen hinterher hechelte. Bis

zum Corona-Abbruch im Oktober

erfüllte das Team von Goran Cekic

die gesteckten Ziele nicht. Christian

Pixner übernahm nach seinem Aus

bei St. Martin Moos das Traineramt.

Für den Psairer ist es eine Rückkehr,

nachdem er bereits als Spieler Spuren

in Naturns hinterlassen hat.

In Naturns kann Pixner künftig auf die

Erfahrung und die Klasse von Hannes

Kiem und Michael Cia bauen. Die beiden

ehemaligen Fußballprofis kommen

vom letztjährigen Serie-D-Ligisten

Virtus Bozen und geben dem

Traditionsverein einen glamourösen

Touch. Beide sollen im

Naturnser Konstrukt eine zentrale

Rolle einnehmen. Allerdings

gibt sich der Verein bedeckt,

wohin die Reise

gehen soll. Von einer

Favoritenrolle im

Titelkampf will man

nichts wissen. Ob die

beiden Altstars (Innenverteidiger

Kiem ist 36, Offensiv-

Allrounder Cia 33) ausreichen,

um die vorhandenen

Schwächen zu lösen, ist

eine andere Frage.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Kevin Tarneller

(Goldrain), Fabian Menghin,

Michael Cia, Hannes Kiem

(alle Virtus Bozen), Noah

Pixner (Obermais), Moritz

Mitterhofer (eigene Jugend)

Alex Spechtenhauser

Abgänge: Daniele De Simone (Bozner

FC), Martin Gander, Dominik Müller

(beide Studiengründe), Kristijan Dimitrov

(Umzug in die Schweiz), Fabio

Broggi (Ritten), Alex Bordato, Daniele

Speziale (beide Ziel unbekannt)

Stärken & Schwächen

Stärken: Kiem, Cia und Menghin

sind ein Luxus für die Landesliga:

Ihre Transfers haben für Aufbruchsstimmung

gesorgt; viel Kampfkraft

in der Abwehr mit Gufler, Peer

und Kiem; Torhüter Piazzo ist eine

Garantie; große Fangemeinde und

Zuschauermagnet

Schwächen: Nehmen die hochdekorierten

Ex-Profis den Landesliga-Kampf

an? Hacke, Spitze, 1,2,3 ist auch für

unbestrittene Klasse-

Spieler zu wenig;

ein Goalgetter

fehlt: Nach dem

Abgang von

Felix Piazzo

Torjäger Gander steht und fällt der

Angriff mit dem jungen Pichler und

Neuzugang Pixner – das ist nicht ohne

Risiko; viele Kämpfer, aber kein Spielmacher

im Mittelfeld; jeder Gegner

wird topmotiviert sein, um Cia & Co.

den Schneid abzukaufen.

Prognosen

Wer solch namhafte Spieler verpflichtet,

kann sich vor einer

Favoritenrolle nicht drücken. Aber:

Der Kader wirkt nicht ausgewogen,

der Druck ist hoch und im

bekannt-hitzigen Naturnser Umfeld

brennt schnell der Hut. Trotzdem

ist Naturns mit Weinstraße Süd der

Top-Anwärter auf den Titel.

SSV Naturns

Heimspielplatz: Naturns

Bahnhofstraße 67 | 39025 Naturns

Tel. 335 762 98 71

fussball@ssvnaturns.it

Naturns

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Felix Piazzo 1998

Moritz Mitterhofer 2004

Matthias Gufler 1991

Kevin Tarneller 1996

Matthias Peer 1996

Fabian Menghin 1998

Hannes Kiem 1985

Lukas Müller 2001

Lukas Messmer 1998

Hannes Kofler 2002

Thomas Nischler 1996

Lukas Schöpf 1999

Elias Schuler 2000

David Pitigoi 2002

Marc Kiem 2003

Michael Cia 1988

Raffael Tribus 1998

Alex Spechtenhauser 1999

Lukas Platzgummer 1999

Tobias Pichler 2002

Noah Pixner 2002

Christian Pixner (neu)

Waltner Pixner (Co-Trainer)

Riccardo Guccione (Tormanntrainer)


LANDESLIGA

SPORT B | 2021

31

Natz ist eine Wundertüte

Sich in der Landesliga zu etablieren

war und ist das große Ziel von

Natz. Dabei setzt die Klubführung

auf Ruhe und Kontinuität – sowie

die Rückkehr seines Rekord-Torschützen.

Nach 2 Jahren in Milland kehrt

Manuel Hofer an seine alte

Wirkungsstätte zurück. So richtig

angekommen war der Stürmer beim

Landesliga-Konkurrenten nie, jetzt

will er in vertrautem Umfeld an seine

vormaligen Leistungen anknüpfen.

Und Natz braucht einen neuen

Torjäger. Luca Consalvo wechselte

nach 5 Toren in 8 Spielen zurück zu

Oberligist SSV Brixen.

Ansonsten hat sich im Kader von

Trainer Manuel Rella wenig getan.

Auch deshalb sind die Eisacktaler

schwer einzuschätzen. Auf der einen

Seite bringt Natz viel Potenzial und

Talent mit, auf der anderen sind

die Schwächen nicht zu übersehen.

Vor allem in der Abwehr drückt der

Schuh, doch auch die fehlende Konstanz

der jungen Mannschaft macht

Andreas Fusco

Sorgen. Hat Natz trotzdem das Zeug

zur Überraschungsmannschaft?

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Manuel Hofer (Milland),

Julian Wieland, Paul Überegger (beide

SSV Brixen)

Abgänge: Luca Consalvo (Brixen),

Kevin Prosch (Raas), Maximilian

Baumgartner (Pause), Michael Brunner

(Studiengründe), Alex Nussbaumer

(Arbeitsgründe)

Stärken & Schwächen

Stärken: Eingespielte Mannschaft mit

großartigem Teamgeist; Moritz Mair,

Patrick Auer und Maximilian Hofer

sind Topspieler; Manuel Hofer ist ein

eiskalter Vollstrecker: Findet

er sein Selbstvertrauen

wieder, kann er mit einer

einzigen Aktion für

3 Punkte sorgen; klares

Vereinskonzept.

Schwächen: 20 Gegentore in 9

Spielen im Vorjahr: Trainer Rella ist

gefordert, denn personell wurde in

der Abwehr nicht nachgerüstet; die

T-Frage: Maximilian Mair und Neuzugang

Überegger (er war bei Wacker

Innsbruck in der Jugend) kämpfen

um das Einser-Leibchen, müssen

beide aber erst Landesliga-Niveau

beweisen.

Prognosen

Natz ist eine Wundertüte. Läuft von

Anfang an alles glatt und kann Rückkehrer

Manuel Hofer an alte Natz-

Zeiten anknüpfen, dann können die

Eisacktaler zum Überraschungsteam

werden. Realistischer ist der Kampf

um den Klassenerhalt – der aufgrund

der individuellen Klasse seiner Paradespieler

auch gelingen wird.

SV Natz

Heimspielplatz: Natz

St.-Magdalena-Straße 31

39040 Natz-Schabs

Tel. 340 972 66 71

info@asv-natz.info

Natz

Patrick Auer

Pos. Name Geboren

Maximilian Mair 2001

Trainer Angriff

Mittelfeld

Abwehr Tor

Paul Überegger 2002

Maximilian Obexer 2002

Daniel Mitterrutzner 1991

Julian Brunner 1997

Tristan Obexer 2002

Stefan Peintner 1997

Patrick Huber 2004

Armin Ferretti 1997

Moritz Mair 1998

Patrick Auer 1997

Simon Klement 1996

Julian Wieland 2002

Simon Mair 2001

Andreas Fusco 1999

Alexander Mair 1985

Ivan Hilpold 2004

Alex Braunhofer 2001

Maximilian Hofer 1996

Dominik Gasser 1997

Peter Mair 1997

Alex Huber 2002

Manuel Hofer 1991

Manuel Rella (bestätigt)

Daniel Volgger (Co-Trainer)

Oswald Obexer (Tormanntrainer)


32 SPORT B | 2021 LANDESLIGA

SC Passeier: Knipser gesucht

Auswahl Ridnauntal:

Der SC Passeier ist und bleibt eine

Wundertüte: Im Vorjahr als Top-Abstiegskandidat

gehandelt, fand sich

das Team aus St. Leonhard bei Saisonabbruch

nach 9 Spielen auf einem

ruhigen Mittelfeldplatz wieder – und

das ohne Torjäger. Daran hat sich auch

heuer nichts geändert. Mit einem

Unterschied: Jan Pichler ist zurück.

Im Vorjahr wurden in den 9 Spielen 12

Tore erzielt, dafür waren 8 verschiedene

Spieler verantwortlich. Dabei waren

Robert Kofler und Gerbi Gjepali mit je 3

Toren die „fleißigsten“ vor dem

gegnerischen Tor. Problem

ist, dass beide nicht mehr dabei

sind (Gjepali wechselte zu

Latsch, Kofler aus beruflichen

Gründen).

Für Tore soll nun auch

Rückkehrer Jan Pichler

sorgen, der beim

SC Passeier mit dem

Christopher Schwarz

SC Passeier

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Ivan Hofer 1996

Hannes Hofer 2000

Raphael Graf 2001

Dominik Brunner 1994

Nick Delucca 2004

Patrick Gögele 2000

Luca Mercuri 1993

Christoph Ploner 1989

Josef Zipperle 1999

Adrian Gufler 2003

Philipp Kofler 2000

Dominik Perkmann 2002

Jan Pichler 2000

Christopher Schwarz 1989

Michael Siller 1985

Hannes Tschöll 1993

Hannes Zöschg 1998

Yannick Hofer 2003

Theo Hofer 2004

Jonas Tschöll 2000

Manuel Hofer 2001

Kevin Larch 1998

Andreas Tschöll (bestätigt)

Christoph Ploner (Co-Trainer)

Fußballspielen begann und anschließend

in der Jugend des FC Südtirol zu einem

brillanten Mittelfeldspieler heranwuchs.

Zudem hat der erst 21-Jährige in den

letzten Jahren beim Lokalrivalen St.

Martin Moos große Spuren hinterlassen.

Er ist ein absoluter Gewinn für den Klub

aus St. Leonhard.

Als „Könner“ im Abstiegskampf kann

der SC Passeier mit breiter Brust in die

Saison gehen. Trotzdem wird es spannend,

denn die Anzahl der Absteiger

wird bis zuletzt ungewiss sein.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Jan Pichler (St. Martin Moos),

Hannes Zöschg (Goldrain), Theo Hofer,

Hannes Hofer, Nick Delucca, Raphael

Graf (alle eigene Jugend)

Abgänge: Gerbi Gjepali (Latsch), Robert

Kofler (berufliche Gründe), Arno

Ebnicher, Janik Marth (beide Pause),

Alexander Holzknecht (Karriereende)

Stärken & Schwächen

Stärken: Der Erfolg stützt sich auf den

Zusammenhalt der Akteure, die zum Teil

schon seit vielen Jahren zusammenspielen;

im Mittelfeld wird Jan Pichler den

Unterschied machen; die Erfahrung von

Ploner, Mercuri, Siller und Schwarz.

Schwächen: Ganz klar: Es fehlt ein Stürmer,

der Tore macht; Arno Ebnicher war

eine Konstante in den letzten Jahren, ist

nun aber nicht mehr dabei.

Prognosen

Der SC Passeier hat mit Robert Kofler

und Gjepali seine treffsichersten Akteure

verloren, Ersatz wurde keiner gefunden.

Trotzdem ist das Kollektiv nicht zu

unterschätzen. Bei optimalem Saisonstart

kann die Saison ruhig verlaufen, wahrscheinlicher

ist jedoch ein zäher Abstiegskampf

bis zum Schluss, in dem die

Passeirer aber bestehen werden.

SC Passeier

Heimspielplatz: St. Leonhard

Gänsboden 1 | 39015 St. Leonhard i. P.

Tel. 335 831 86 07

asc.passeier.fussball@gmail.com

elmar.dandler@bb44.it

Im Ridnauntal wird die eigene

Jugend nicht nur geschätzt, sondern

auch auf sie gebaut. Das wird beim

Blick auf den Kader deutlich. Nachdem

die vergangene Saison abgebrochen

wurde, wollen die Wipptaler

nun den nächsten Schritt gehen. Mit

8 Punkten aus 9 Partien war man vor

Jahresfrist im Soll. Um den Klassenerhalt

zu sichern, muss heuer ein Gang

zugelegt werden.

Dazu hat man den vorher schon

jungen Kader noch jünger gemacht.

3 Spieler kommen aus der eigenen

Jugend, dafür hat der vierte Neueinkauf

einen klingenden Namen: Patrick

Graus. Der konnte in der kurzen Corona-Saison

im Vorjahr bei Freienfeld

zwar nicht sonderlich überzeugen (0

Tore in 9 Spielen), in Vergangenheit hat

er aber schon bewiesen, dass er in einer

Saison auch zweistellig treffen kann.

Die 6 Abgänge waren teils erfahrene

Spieler, das aktuelle Team besteht

zum Großteil aus Akteuren, die das

Ridnauntal-Gen in sich tragen – vor

allem im Abstiegskampf kann diese

Einstellung entscheidend sein.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Patrick Graus (Freienfeld),

Manuel Strickner, Lorenz

Grasl, Fabian Dialer (alle eigene

Jugend)

Abgänge: Michél Rainer,

Michael Strickner, Andreas

Agstner (alle Wiesen), Michél

Braunhofer (Pause), Andrè

Hochrainer, Andreas Kruselburger

(beide Freizeit

Ridnauntal)

Stärken & Schwächen

Stärken: Viele einheimische Kräfte

im Kader sprechen für einen großartigen

Teamgeist; die Euphorie

bleibt riesig, schließlich will Ridnauntal

zeigen, dass es zurecht in

die Landesliga gehört; die Jugend

ist ein großer Trumpf.

Philipp Prechtl


LANDESLIGA

SPORT B | 2021

33

Jugend ist die Devise

Riffian Kuens: Kein Kanonenfutter

Schwächen: Blutjunges Torhütertrio;

auf einigen Positionen mangelt es an

Erfahrung.

Prognosen

Einfach wird es nicht, denn die Landesliga

wird wieder abgespeckt. Dennoch,

wenn Trainer Matthias Markart sein

Team sofort in die Spur bringt, ist im

Ridnauntal nicht nur in dieser Saison,

sondern auch in den nächsten Jahren

vieles möglich.

Auswahl Ridnauntal

Heimspielplatz: Ratschings Stange

Braunhofe 30 | 39040 Ratschings

Tel. 0472 766 694

info@kurt-eisendle.it

Auswahl Ridnauntal

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Dominik Kofler 2001

Patrick Braunhofer 2001

Jonas Strickner 2003

Stefan Siller 1992

Philipp Prechtl 1999

Jan Rainer 2000

Noèl Rainer 2000

Philipp Grasl 2001

Manuel Gander 2003

Nicolas Goggi 2003

Fabian Dialer 2004

Patrick Bacher 1986

Ivan Wurzer 1996

Manuel Festini 1996

Alex Kerschbaumer 1997

Patrick Siller 1998

Simon Pittracher 2001

Lukas Kahn 2001

Lukas Hofer 2003

David Volgger 2003

Manuel Strickner 2003

Lorenz Grasl 2004

Manuel Montalto 1989

Loris Albertini 1999

Patrick Graus 1994

Andreas Gogl 1999

Lukas Obex 2000

Fabian Dolliana 2000

Matthias Markart (bestätigt)

Mirko Minzoni (Co-Trainer)

Meo Mangialardi (Tormanntrainer)

Die Premierensaison von Riffian Kuens

in der Landesliga war aufgrund

des Corona-Abbruchs nur von kurzer

Dauer. Trotzdem haben die Blau-Weißen

ein turbulentes Jahr hinter sich.

Nach 4 Niederlagen zum Saisonstart

warf Norbert Pixner, der

erst im Sommer 2020 für Aufstiegstrainer

Franz Joseph Theiner gekommen

war, das Handtuch. Der Holperstart

konnte auch unter Nachfolger Hannes

Mussi nicht abgewendet werden, doch

der ehemalige Verteidiger konnte die

Verantwortlichen trotzdem überzeugen.

Mussi geht als Cheftrainer auch

in die neue Saison und wird aufgrund

der fehlenden Lizenz von Matthias

Gruber unterstützt.

In Sachen Kader gab es kaum Veränderungen.

Martin Prantl ist nach

seinem Obermais-Gastspiel während

der Mini-Oberliga dort geblieben. Im

Gegenzug wechselte mit Stefano Gallo

ein talentierter Offensiv-Allrounder

nach Riffian. Für die nötige Durchschlagskraft

im Angriff soll Nicolas

Waldner sorgen – in den letzten Jahren

einer der treffsichersten Stürmer in der

1. Amateurliga.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Nicolas Waldner (Tirol),

David Siragna (Plaus), Stefano Gallo

(Obermais)

Abgänge: Martin Prantl (Obermais)

Stärken & Schwächen

Stärken: Eingespielte Mannschaft,

die großen Teamgeist und Einsatzwillen

verkörpert; mit Nicolas Waldner

kam ein Vollblutstürmer; die Offensive

kann sich sehen lassen: Daniel

Bernard, Waldner und Spechtenhauser

bilden ein Top-Trio.

Schwächen: Nach dem Stotterstart

im Vorjahr ist Verunsicherung spürbar:

Punkte zum Auftakt wären Gold

wert; Tormann Holzknecht muss sich

steigern, will er sich in der Landesliga

etablieren; in der Mittelfeld-Zentrale

klafft eine Lücke: Wer führt das

Riffian-Spiel?

Prognosen

Riffian Kuens

zählt zum

Kreis der

Abstiegskandidaten

und

kann schon alleine

deshalb nur gewinnen.

Weil es heuer viele

Absteiger geben wird,

brauchen die Burggräfler

ein kleines Fußballwunder,

um oben zu

bleiben.

SV Riffian Kuens

Heimspielplatz:

Riffian (Kunstrasen)

Kirchweg 23 | 39010 Riffian

Tel. 348 581 04 03

asv.riffian-kuens@rolmai.net

Riffian Kuens

Philipp

Bernard

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Daniel Holzknecht 1998

Raphael Gruber 2003

Nils Augscheller 2002

Dominik Collazuol 1990

Stefan Erb 1989

Philipp Flarer 1993

Christian Gufler 1989

Niklas Kuen 1997

Fabian Pöhl 2000

Tobias Unterholzner 1997

Denis Gruber 1996

Simon Haller 2000

Matthias Kröss 1993

Julian Pöhl 2000

Stefan Höllrigl 2003

Oliver Gufler 2002

Stefano Gallo 2001

Stefan Schwabl 1999

David Siragna 1991

Daniel Bernard 1989

Philipp Bernard 1997

Manuel Haas 2000

Simon Innerhofer 1994

Lukas Spechtenhauser 1993

Nicolas Waldner 1995

Hannes Mussi (bestätigt)

Matthias Gruber (Co-Trainer)

Davide Mobile (Tormanntrainer)


34 SPORT B | 2021 LANDESLIGA

Partschins:

Das Bond-Girl will eine Hauptrolle

Partschins in den letzten Landesliga-

Jahren – da lässt sich eine bemerkenswerte

Parallele zu den legendären

Bond-Girls ziehen: Nie in der

Hauptrolle, aber trotzdem immer

schön anzuschauen. Die Burggräfler

kratzten immer wieder am großen

Aufstiegscoup, doch klappen wollte

es bisher nicht.

Vom Bond-Quartiermeister, besser

bekannt als „Q“, gab es heuer kein

Upgrade, dafür mussten mit Alexander

Nischler und Michael Tscholl 2 wichtige

Gadgets abgegeben werden. Vor

allem Nischlers Abgang zu Lana tut

weh, denn er hatte in den letzten

Jahren wortwörtlich die Lizenz

zum Knipsen und brachte es seit

2014 auf 57 Partschins-Treffer

in der Landesliga.

Ein Quantum Trost gibt’s

für die Schwarz-Roten beim

Blick auf‘s letzte Jahr:

Obwohl von Corona

gebeutelt, hat sich

Partschins wie eine

Dampfwalze präsentiert

und 6 von seinen 7

Spielen gewonnen.

Mit einem Torverhältnis

von 25:4,

wohlgemerkt. Es

hätte das große

Partschinser

Jahr werden

können,

doch dann

Michael Aiello

SV Partschins

Heimspielplatz: Partschins

Zielstraße 5 | 39020 Partschins

Tel. 340 590 35 18

fussball@asvpartschins.it

wurde der Corona-Abbruch einmal

mehr zum Bösewicht. Heuer unternimmt

die Truppe von Trainer Gustav

Grünfelder einen neuen Anlauf. Was

dabei auch noch leise Hoffnungen machen

könnte: Im nächsten Bond-Film

soll eine Frau (wenn auch nur kurzzeitig)

in die Rolle des 007 schlüpfen. Ein

gutes Omen?

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Stephan Lanpacher (Tirol),

Moritz Reiner, Elias Lampugnani,

Daniel Gögele (alle eigene Jugend)

Abgänge: Alexander Nischler (Lana),

Michael Tscholl (Plaus), Max

Oberperfler, Sebastian Kuen,

Jakob Gerstgrasser (alle Pause),

Christoph Fischer (Kleinfeld

Partschins), Felix Rungg (Ziel

unbekannt)

Partschins

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Andreas Nischler 1993

Manuel Raffeiner 1988

Daniel Gögele 2003

Michael Aiello 1991

Maximilian Frank 1999

Daniel Hofer 1995

Mathias Kaserer 1993

Jonas Raffeiner 2001

Julian Tappeiner 2001

Alexander Schnitzer 2001

Elias Lamugnani 2002

Philipp Gerstl 1998

Andreas Kuppelwieser 1999

Manuel Plunger 2002

Jonas Gander 1991

Armin Rungg 1987

Olaf Stark 1999

Dominik Schnitzer 1991

Stephan Lanpacher 1997

Daniel Lanthaler 1991

Hannes Pircher 2001

Moritz Reiner 2002

Gustav Grünfelder (bestätigt)

Armin Rungg (Co-Trainer)

Stärken & Schwächen

Stärken: Von vorne bis hinten: Überall

gibt’s überragende Spieler; Daniel

Lanthaler zählt zu den besten Angreifern

der Liga; im letzten Jahr 9

verschiedene Torschützen in 7 Spielen:

Das macht ein Spitzenteam aus;

Jugendspieler Manuel Plunger (im

Vorjahr 4 Tore) ist eine Geheimwaffe;

die Defensive war einst Problemkind,

nun eine Stärke.

Schwächen: Alexander Nischlers

Tore werden fehlen und können

von Neuzugang Stephan Lanpacher

(spielstark, aber kein Knipser) nicht

kompensiert werden; über eine ganze

Saison fehlte Partschins oft die nötige

Konstanz.

Prognosen

Wäre Alexander Nischler geblieben,

hätte Partschins zum engsten Favoritenkreis

auf den Titel gezählt. So aber

schlüpft die Grünfelder-

Elf in die Rolle des heißen

Außenseiters, was

Armin Rungg & Co.

nicht weniger gefährlich

macht.

Dominik Schnitzer


LANDESLIGA

SPORT B | 2021

35

Schenna: Stefan Gasser soll’s richten

Schennas Mannschaft ist eine bunte

Truppe. Und der Trainer ist der Star:

Stefan Gasser wurde bestätigt. Er soll

die Mission Klassenerhalt auch im

2. Anlauf umsetzen.

Dafür ist Gasser der ideale Mann.

Seine Erfolge im Südtiroler Amateurfußball

sprechen für sich. Beim

Kader von Schenna muss er aber auf

eines setzen: Unerbittlichen Kampfgeist,

100 Prozent bis zum Abpfiff. Denn die

großen Namen fehlen in seinem Team.

Das wurde auch in der kurzen Vorsaison

deutlich. Nach 9 Spielen stand man

lediglich bei 6 Punkten, belegte den drittletzten

Platz. Die Mission Klassenerhalt –

sie wird ganz sicher keine einfache.

Seit dem Abgang von Thomas Mair

konnte sich wenigstens ein anderer Stürmer

als Torschütze vom Dienst auszeichnen:

Jakob Gögele hat im Vorjahr in der

Landesliga dort weitergemacht, wo er

ein Jahr zuvor in der 1. Amateurliga aufgehört

hat. In 9 Spielen

traf Gögele 5 Mal. Die

Schwachstelle ist und

bleibt dafür die Abwehr

(17 Gegentore in 9

Spielen), wobei

Julian Gögele

eines zu erwähnen ist: Abwehrchef Peter

Wörndle war für den Verlauf der Mini-

Oberliga bei Obermais und hat dort

überzeugt. Seine Rückkehr ist für Gasser

immens wichtig, seine Erfahrung noch

mehr. Und im Tor kam mit Pasquale

Colosimo ein erfahrener Spieler, der im

Alleingang Punkte festhalten kann.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Fabian Götsch (Burgstall),

Pasquale Colosimo (Mals), Saikou Jagne

(Freizeit Schenna), Josef Prunner, Martin

Preims, Alexander Hellbock (alle

eigene Jugend)

Abgänge: Markus Dosser, Hannes Dosser,

Patrick Walzl, Benjamin Mair (alle

Freizeit Schenna)

Stärken & Schwächen

Stärken: Trainerfuchs Stefan Gasser

hat immer ein Ass im Ärmel; Jakob

Gögele kann in die

Fußstapfen von

Thomas Mair

treten; macht Peter

Wörndle weiter

wie zuletzt bei

Obermais,

dann steht

Moritz Eder

ein bärenstarker Innenverteidiger in der

Abwehr.

Schwächen: Viele Spieler haben nach

wie vor kaum Landesliga-Erfahrung;

verletzen sich die Leistungsträger,

wird’s schwierig – auch, weil der Kader

verhältnismäßig klein ist.

Prognosen

Stefan Gasser wird sich auf das Kollektiv

verlassen müssen. In seiner unnachahmlichen,

emotionalen Art kann er

Schenna zum Klassenerhalt pushen

– dazu müssen aber einige Spieler über

sich hinaus wachsen.

SC Schenna

Heimspielplatz: Schenna

Volgelsangstraße 21 | 39017 Schenna

Tel. 346 242 12 61

ascschenna-fussball@rolmail.net

Schenna

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Pasquale Colosimo 1983

Martin Telfser 1998

Mathias Bria 2003

Thomas Burger 1991

Florian Dosser 1995

Julian Gögele 1993

Fabian Götsch 1992

Klaus Ilmer 1998

Philipp Ilmer 2000

Martin Preims 2004

Peter Wörndle 1996

Moritz Eder 2000

Samuel Ghirardello Pichler 2004

Veit Gögele 1996

Tobias Mair 1998

Alexander Mair 1998

Christof Pichler 2001

Josef Prunner 2004

Saikou Jagne 1996

Markus Unterthurner 1995

Lukas Gilg 1996

Jakob Gögele 1998

Alexander Hellbock 2005

Tobias Pföstl 1999

Stefan Gasser (bestätigt)

Andreas Pircher (Co-Trainer)

Hanspeter Schermer (Tormanntrainer)


36 SPORT B | 2021 LANDESLIGA

Terlan: Plötzlich Mitfavorit

Als hätte die anstehende Landesliga-

Saison nicht schon genug Titelanwärter,

mauserte sich Terlan im letzten

Moment noch zu einem Spitzenteam,

das ohne Zweifel das Zeug hat, ganz

vorne mitzuspielen.

Seit dem Aufstieg in die Landesliga

im Sommer 2018 hatte Terlan in

der Landesliga weniger Anpassungsschwierigkeiten

als ein altbewährter

Anzugs-Schneider. Zwei 5. und ein

4. Platz in den letzten 3 Jahren legen

davon ein deutliches Zeugnis ab.

Vieles deutete zunächst daraufhin, dass

die kaum veränderte Terlaner Mannschaft

auch in der neuen Saison im

vorderen Mittelfeld ihre Kreise ziehen

wird. Doch auf den letzten Drücker gelang

der Vereinsführung ein gewaltiger

Coup: Martin Hafner, Peter Gostner

und Felix Lintner, 3 Aushängeschilder

von Oberliga-Klub Bozner FC, haben

sich kurz vor Meisterschaftsstart mit

ihrem Verein zerstritten und sind in

Terlan mit offenen Armen empfangen

worden. Aus dem soliden Landesliga-

Team ist so von einem

Tag auf den anderen

ein Titelanwärter

geworden.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Johannes

Pardeller (reaktiviert),

Martin

Hafner,

Florian Ausserer

Peter Gostner, Felix Lintner, Manuel

Strazzieri, Alex Strazzieri (alle Bozner

FC), Moritz Tratter (Jenesien), Hannes

Jakomet (FC Südtirol Jugend), Ben

Youssouf Sanogo (Meran)

Abgänge: Matthias Kastl (Pause), Davide

Ioris (Ziel unbekannt), Francesco

Daniele (Andrian), Jacopo Marini

(Rotaliana), Elias Resch (Gargazon),

Peter Thurner (Studiengründe)

Stärken & Schwächen

Stärken: Kämpfer Gostner und Ballzauberer

Mayr ergänzen sich im Mittelfeld

ideal; Physische Stärke (Lintner), viel

Speed (Amofah, Fofana) und spielerische

Finesse (Albenberger) im Angriff;

das ganze Dorf steht hinter dem Verein,

die Heimspiele sind ein Treffen der

Gemeinschaft; in Terlan zu bestehen, ist

für keinen Gegner einfach.

Schwächen: Gleich 3 Neue kamen

mitten in der Vorbereitung, die den

Anspruch haben, immer zu

spielen – das kann das

Gefüge des Teams durcheinander

bringen und

für einige altgediente

Spieler die Bank

Moritz

Duregger

bedeuten; Terlans Defensive ist für ein

Spitzenteam zu anfällig.

Prognosen

Terlan ist mehr als nur ein Geheimtipp

in dieser Saison. Für den großen Wurf

könnte es am Ende knapp nicht reichen,

dafür ist die Konkurrenz zu stark und

Terlans unbedingter Wille wahrscheinlich

nicht vorhanden. Bei optimalem

Saisonverlauf kann der 4. Platz des Vorjahres

verbessert werden, was für die

Etschtaler ein großer Erfolg wäre.

FC Terlan

Heimspielplatz: Terlan (Kunstrasen)

St.-Peter-Weg 25 | 39018 Terlan

Tel. 333 341 11 10

richard.degasperi@gemeinde.terlan.bz.it

Terlan

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Lukas Malfatti 1992

Moritz Tratter 1997

Florian Ausserer 1992

Claudio Cascone 1998

Moritz Duregger 2000

Martin Hafner 1997

Hannes Jakomet 2005

Lukas Palese 1998

Johannes Pardeller 1994

Alex Strazzieri 2002

Armin Unterholzner 1991

Elias Erschbamer 1992

Robin Gagliardi 1998

Peter Gostner 1999

Armin Mayr 1988

Alessio Perri 2001

Ben Youssouf Sanogo 2001

Nick Stimpfl 2002

Manuel Strazzieri 2002

Julian Vasselai 1992

Andreas Walcher 1998

Thomas Albenberger 1997

William Adu Amofah 1988

Cedric Fofana 2002

Felix Lintner 2002

Matthias Mathá 1995

Walter Oselini (bestätigt)

Hannes Alessandrini (Co-Trainer)

Patrizio Guarnieri (Tormanntrainer)


LANDESLIGA

SPORT B | 2021

37

St. Martin Moos: Kein Favorit mehr

Der gröbste Ärger nach dem Oberliga-

Abstieg vor einem Jahr ist verraucht,

doch die „Mission Wiederaufstieg“ gestaltet

sich für den FC St. Martin Moos

schwierig. Daran wird sich auch in der

neuen Saison nichts ändern.

Zufrieden mit der abgebrochenen Vorsaison

war bei den Psairern niemand.

Die Mannschaft blieb hinter den Erwartungen

zurück. Ein Trainerwechsel war die

Folge. Christian Pixner musste seinen Hut

nehmen, für ihn kam Paolo Goisis. Doch

weil nur kurz darauf die Saison abgebrochen

wurde, saß der Ex-Profi und ehemalige

FCS-Jugendtrainer noch bei keinem

Spiel auf dem „Mortiner“ Trainerstuhl.

Das wird sich bald ändern, doch ob

St. Martin Moos heuer das Zeug zum

Topteam hat, muss sich erst zeigen.

Qualitativ und quantitativ scheint der

Kader schwächer besetzt als im Vorjahr.

Vor allem der Abgang von Jan Pichler

schmerzt gewaltig. Der 21-Jährige ist

einer der besten Mittelfeldspieler der

Liga und wechselte im Sommer zum

Lokalrivalen nach St. Leonhard. Zudem

stellt sich die Frage: Wer soll die nötigen

Tore schießen?

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Walid Sogheir (Meran), Andreas

Gufler (Freizeit St. Martin Moos), Moritz

Tschöll (Obermais), Jakob Tschöll,

Noah Trompedeller, Fabian Pacella, Mark

Mössmer, Lukas Pixner, Niklas Fahrner,

Patrick Verdorfer, Jonas Senoner (alle

eigene Jugend)

HOLZ

NATÜRLICH

GEWACHSEN

UND MIT LIEBE

VERARBEITET

Abgänge: Jan Pichler (SC Passeier),

Robert Knoll (St. Pankraz), Jonas

Paler (Pause), Noah Pixner (Naturns/

war an Obermais ausgeliehen), Simon

Breitenberger (Ulten), Florian Pichler

(Studiengründe), Emanuele Minati

(Arbeitsgründe)

St. Martin Moos

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Alessandro Caula 2000

Andreas Gufler 1989

Jakob Tschöll 2006

Artur Tschöll 1988

Elmar Haller 1989

Julian Prünster 1995

Patrick Öttl 1999

Denis Trompedeller 2002

David Angerer 2002

Patrick Verdorfer 2005

Dominik Lanthaler 1993

Marco Baggio 1987

Moritz Tschöll 2002

Noah Trompedeller 2005

Fabian Pacella 2005

Lukas Pixner 2003

Patrick Pichler 2000

Walid Sogheir 1997

Jonas Senoner 2005

Moritz Frötscher 1992

Mark Mössmer 2002

Niklas Fahrner 2004

Maximilian Lanthaler 1994

Martin Saltuari 1983

Paolo Goisis (neu)

Andrea Guglielmo (Co-Trainer)

Gabriel Hofer (Tormanntrainer)

Stärken & Schwächen

ZIMMEREI HASPINGER GMBH

Stärken: Neu-Trainer Goisis kommt mit

seiner Art wunderbar an und hat nach

schwierigen Jahren neue Euphorie entfacht;

geballte Defensivkraft mit Haller,

Prünster, Trompedeller und Tschöll; top

Infrastruktur, dazu eine ruhige, besonnene

Vereinsführung.

Schwächen: Im Sturm lastet der Druck

auf Max Lanthaler: Wenn er nicht trifft

oder gar ausfallen sollte, droht eine

Flaute; Sogheir bringt Technik und die

richtige Einstellung mit, kann Jan Pichler

aber nicht gleichwertig ersetzen; Tormann

Caula muss erst noch zeigen, dass

er das Zeug zur dauerhaften

Nummer 1 hat.

Dominik

Lanthaler

Prognosen

St. Martin Moos zählt nicht

zu den Favoriten auf den

Meistertitel. Dafür fehlt

dem Kader die Breite

und auch die Qualität.

Abschreiben darf man die

Psairer mit ihrer herausragenden

Mentalität aber

nie – vor allem dann nicht,

wenn ein guter Start gelingen

sollte.

IHR PARTNER FÜR HOLZLÖSUNGEN AM BAU

FC St. Martin Moos

Heimspielplatz:

St. Martin in Passeier

Steinachweg 1

39010 St. Martin i. P.

Tel. 349 340 66 09

info@sc-stmartin.it

Jaufenstraße 158/b, 39010 | Riffian, Italien / Südtirol | T. +39 340 6329561 | info@zimmereihaspinger.it | www.zimmereihaspinger.it


38 SPORT B | 2021 LANDESLIGA

Weinstraße Süd: Der Traumsturm ist perfekt

Alleine Fabio Bertoldi ist schon ein

Traumsturm. Wenn er dann mit Massimiliano

Dalpiaz erweitert wird, dann

hat man die Perfektion. Genau das

hat sich wohl auch die Vereinsführung

der Weinstraße Süd gedacht.

Dalpiaz wechselte nach 5 Jahren bei

Tramin in der Oberliga eine Liga

und ein Dorf nach unten. Bertoldi und

Dalpiaz haben schon zu Beginn ihrer

Karrieren miteinander gespielt und für

Furore gesorgt, und zwar bei Salurn.

Bei der Weinstraße Süd hat man nun

eine Mannschaft, die ohnehin schon

einiges hergab. Jetzt ist es ein wahrhaftig

überragend aufgestelltes Team, das in der

Landesliga bis auf Naturns seinesgleichen

sucht. Genau deshalb muss man in den

Weindörfern Kurtatsch, Magreid und

Kurtinig vom Aufstieg sprechen – alles

andere wäre eine maßlose Untertreibung.

Denn das Sturmduo Bertoldi & Dalpiaz

ist für 40 Tore plus gut, außerdem

hat man mit Armando Dauti und Joao

Loyola 2 herausragende Mittelfeldspieler

in den eigenen Reihen. In der

Abwehr wurde mit Matthias Pernstich

(von Neumarkt) ein Traminer Juwel an

Land gezogen, der schon mit 16 Jahren

zum Stammspieler in der Oberliga reifte.

Neben dem vom Achillessehnenriss wiedergenesenen

Michael Palma scheint also

auch die Innenverteidigung bombenfest.

Schmerzen werden einige Abgänge,

angefangen bei Kapitän Stefan Christoforetti,

der sein Karriereende verkündet

hat. Ebenso Matteo Tulipano, außerdem

fallen Mauro Vasile (Studium) und

Simon Sanoll (Neumarkt) weg.

Zugänge & Abgänge

Zugänge: Matthias Pernstich, Massimiliano

Dalpiaz (beide Tramin), Daniel Mair,

Philipp Pichler (beide eigene Jugend)

Abgänge: Mauro Vasile, Gabriel

Brugnara (beide Studiengründe), Stefan

Christoforetti, Matteo Tulipano, Philipp

Baldo (alle Karriereende), Simon

Sanoll (Neumarkt), Manuel Pichler

(Freizeit Weinstraße Süd), Sebastian

Peer (Tramin)

Stärken & Schwächen

Stärken: Bertoldi & Dalpiaz, Dauti

& Loyola, Palma & Pernstich – diese

Achse kann Furchen durch die Landesliga

ziehen; einige Jungspunde (Gruber,

Dindo, Aschbacher) haben großes

Potenzial.

Schwächen: Die Einstellung muss stimmen

– nicht weniger als der Meistertitel

Ein gewohntes Bild: Fabio Bertoldi (links) trifft, die Teamkollegen jubeln mit.

darf das Ziel sein; bei den vielen Spielern

von „auswärts“ muss viel Arbeit

in das Teambuilding gesteckt werden;

bisweilen nicht konstante Leistungen

in den letzten Jahren; sind 2 Alpha-

Tiere (Bertoldi und Dalpiaz) nicht

eines zu viel?

Prognosen

Weinstraße Süd ist der absolute Favorit

der Landesliga, daran gibt es nichts

zu rütteln. Doch das Unterfangen ist

kein einfaches, denn Stolpersteine

finden sich genug bei den 17 anderen

Mannschaften. Die Konstanz über 38

Spieltage ist das Zauberwort.

SSV Weinstraße Süd

Heimspielplatz: Hinrunde Kurtatsch,

Rückrunde Margreid

Breitbach 24 | 39040 Kurtatsch

Tel. 338 384 98 48

info@weinstrassesued.com

Weinstraße Süd

Pos. Name Geboren

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainer

Andrea Donato 1990

Andrea Cristofori 1984

Daniel Aschbacher 2003

Leo Gruber 2002

David Mitterstätter 2002

Michael Palma 1988

Matthias Pernstich 1999

Simon Plancher 2002

Philipp Pichler 2004

Julian Augustin 1999

Armando Dauti 1994

Gabriel Dindo 2002

Noél Gabalin 2003

Samuel Haas 2002

Joao Loyola 1992

Hermann Johann Plattner 2003

Fabio Bertoldi 1988

Kilian Carlini 1999

Massimiliano Dalpiaz 1988

Quassim Hannachi 1997

Tizian Terzer 2004

Daniel Mair 2004

Thomas Nonnato (bestätigt)

Nicoló Varesco (Co-Trainer)

Nicola Maffoni (Tormanntrainer)


DAMENFUSSBALL

SPORT B | 2021

39

So schnell kann’s gehen

Der Südtiroler Damenfußball hatte

mit Nationalmannschafts-Torfrau

Katja Schroffenegger und Melanie

Kuenrath zuletzt 2 Aushängeschilder

in der Serie A. Dazu gesellt sich jetzt

ein neues Gesicht: Elisa Pfattner, erst

17 Jahre jung, gehört seit Saisonbeginn

dem Serie-A-Kader von Juventus

Turin an.

Die quirlige Angreiferin aus Latzfons

wäre eigentlich für die U19 eingeplant

gewesen, hat aber Juve-Trainer

Joe Montemurro vom Serie-A-Team

derart überzeugt, dass er sie kurzerhand

ins Profiteam beförderte.

Es gibt aber nicht nur Gutes von der

„Damenfront“ zu berichten: In der

Serie C ist mit dem SSV Brixen Obi

nur mehr ein Südtiroler Damenverein

vertreten. Unterland Damen hat sich

nämlich aufgelöst und ist von der Fußballkarte

verschwunden.

3 Südtirolerinnen in der Serie A

Elisa Pfattner hat ihr offizielles Profidebüt

noch vor sich. Vielleicht schlägt ihre

Stunde ja schon beim Serie-A-Saisonauftakt

am kommenden Samstag, 28. August

im Heimspiel gegen Aufsteiger

Pomigliano. Oder am 2. Spieltag (5. September),

wenn es auswärts

gegen Fiorentina geht.

Dort käme es zum

Schaffte den Sprung

in den Profikader

von Juventus

Women:

Elisa Pfattner.

brisanten Aufeinandertreffen mit Katja

Schroffenegger. Die Nationaltorhüterin

aus Karneid geht mit dem Klub aus Florenz

in ihre 2. Saison. Verein gewechselt

hat die 3. Südtiroler Profispielerin im

Bunde, Melanie Kuenrath (Burgeis). Sie

wechselte im Sommer von Florentia (der

Verein ist im Toskana-Städtchen San

Gimignano beheimatet) zu Napoli.

Eva Schatzer in Juves U17

Ausgezogen waren Elisa Pfattner und

ihre um ein Jahr jüngere Cousine

Eva Schatzer (sie kommt aus Vahrn)

nach ihren ersten Spielerfahrungen

beim SSV Brixen Obi im Sommer

2020 gemeinsam, um bei der U19-

Nachwuchsmannschaft von Juventus

Women Neuland zu betreten. Pfattner

gehört mittlerweile zum Juve-Profiteam,

und der um ein Jahr jüngeren Schatzer

(Jahrgang 2005) wird eine ähnlich

verheißungsvolle Zukunft vorhergesagt.

Die Mittelfeldspielerin ist bereits Mitglied

des U17-Nationalteams, genauso

wie Pfattner, die in der U19 der „Azzurri“

bereits Erfahrung gesammelt hat.

Serie C: SSV Brixen Obi

bleibt alleine übrig

Vor 2 Jahren waren sie noch zu dritt,

jetzt ist der SSV Brixen Obi in der Serie

C der Damen nur mehr alleine übrig.

Im Sommer 2020 verschwand der

CF Südtirol von der Bildfläche, in den

letzten Wochen hat es auch Unterland

Damen erwischt. „Allesmacher“ Fabiano

Nardon – er war Präsident, Trainer,

Sponsorensucher und Seelentröster –

war zunehmend auf sich alleine gestellt

und fand keine Mitstreiter mehr, die

ihm die Arbeit abnahmen. Damit bleibt

der SSV Brixen Obi übrig, der weiterhin

von Marco Castellaneta trainiert

wird. Der Saisonstart erfolgt in der

Serie C erst am 10. Oktober, deshalb

gleicht auch der Kader (noch)

einer Baustelle. Trainingsbeginn

war am 23. August,

als Neuzugang steht bisher

lediglich Lea Casal (Unterland

Damen) fest, Sonja Kiem (zu

Castelfranca in die Serie B) und Anna

Barbacovi (Karriereende) sind nicht

mehr dabei.

Oberliga: Aus 9 mach 12

Im Vorjahr wäre die Oberliga der

Damen mit 9 Teams geplant gewesen,

ehe Corona vorzeitig für einen

Saisonabbruch sorgte. Beim Re-Start

im Frühling waren immerhin noch

5 Mannschaften mit dabei. In dem

8 Spiele umfassenden Turnier setzte

sich überraschend der neugegründete

FFC Pustertal durch, der 7 Spiele gewann

und am Ende 7 Zähler Vorsprung

auf den favorisierten FC Obermais hatte.

In der am 5. September beginnenden

Meisterschaft sind nun 12 Teams mit

am Start, nachdem sich Voran Leifers

im letzten Moment zurückgezogen hat.

9 Mannschaften kommen aus Südtirol

(Pustertal, Jugend Neugries, Klausen,

Obermais, Niederdorf, Pfalzen, Red Lions

Tarsch, Riffian Kuens und FC Südtirol),

3 aus dem Trentino (Azzurra San

Bartolomeo aus Trient, Valli del Noce

aus Marcena di Rumo am Nonsberg,

Riva del Garda).

Sofia Oberschmied vom FFC Pustertal


40 SPORT B | 2021 1. AMATEURLIGA

Die Karten werden neu gemischt

Auf dem Papier hat sich im Vergleich

zum Vorjahr nichts geändert. 15

Mannschaften nehmen die 1. Amateurliga

in der westlichen Gruppe A

in Angriff, im Osten sind es 14. Die

Gruppen-Zusammensetzungen sind

gleich geblieben. Doch wie sieht die

Sachlage auf dem Rasen aus?

Nals und Latzfons Verdings führten

die Tabellen im Oktober an,

als kurz darauf die gesamten Fußball-

Meisterschaften dem Coronavirus

zum Opfer fielen. Eine der

beiden Mannschaften zählt

heuer nicht mehr zum Favoritenkreis.

Gruppe A

Der FC Nals ist auch in der

kommenden Saison

der Topfavorit auf

den Meistertitel. Die

Etschtaler müssen zwar

Treffen auch heuer

aufeinander:

Leo Hofer (Tirol, links)

und Alex Gius

(Kaltern, rechts).

1. Amateurliga 2021/22

Schluderns

Schlanders

Gruppe A

-Infografik: Ch. Staffler

Gruppe B

Gitschberg Jochtal

(Vals und Rodeneck)

LatzfonsVerdings

(Latzfons)

Schabs

Tirol

(Dorf Tirol)

Plaus

Gargazon

Ulten Nals

(St. Walburg)

Meran

(Sinich)

Frangart

(Rungghof)

Kaltern

Ritten

(Klobenstein)

auf Kapitän Klaus Lechner, Armin

Stuefer und Fation Imeri verzichten,

haben aber immer noch mehr Qualität

im Kader als alle anderen Teams in der

Gruppe A. Die ärgsten Konkurrenten

dürften das unveränderte Kaltern (mit

Neo-Trainer Patrick Fliri) und Salurn

sein. Der Traditionsklub aus dem

Unterland (Salurn liegt auf Rang 1 der

ewigen Oberliga-Tabelle) hat sich von

den sportlichen Misserfolgen erholt

und mit den Lekiqi-Brüdern Arber und

Shkelqim 2 Hochkaräter

verpflichtet.

Allerdings muss auf

Toptrainer Filippo

Moratti verzichtet

werden,

der zu Anaune

Cles zurückgekehrt

ist (sein

Nachfolger

ist Maurizio

Sgarbossa).

Gargazon (mit

Rudy Marcadella

und Fabio

Catalano), Plaus

und die Heimmacht

Schluderns haben

Außenseiter-Potenzial,

für ganz vorne wird

Vahrn

Feldthurns

Barbian

Villanders

(Barbian)

Salurn

Haslach

(Pfarrhof)

Plose

(St. Andrä)

Schlern

(Seis Laranz)

Aldein Petersberg

(Aldein)

Taufers

(Sand in Taufers)

Kiens

Lüsen

Rasen

(Niederrasen)

Pichl Gsies

Reischach

(Reiperting B und

Bruneck Schulzone)

Mareo

(St. Vigil in Enneberg)

es aber nicht reichen. Gespannt sein

darf man auf Aldein Petersberg, das im

Vorjahr erster Nals-Verfolger und damit

die Überraschungsmannschaft schlechthin

war. Der neue Tirol-Trainer Christian

Avancini muss die schwerwiegenden

Abgänge der Aushängeschilder Nicolas

Waldner und Davide De Vito verkraften,

für einen gesicherten Mittelfeldplatz

sollte es aber reichen. Dasselbe gilt für

Ulten, das mit Simon Breitenberger

seinen Topstürmer zurückgeholt hat,

und Frangart. Zittern ist in Schlanders

(ohne Kapitän Fabian Lechthaler, aber

mit Vollblut-Stürmer Lukas Schuler) und

am Ritten, wo es zahlreiche Abgänge

gegeben hat, angesagt.

Gruppe B

Eine relativ ruhige Zeit haben die

1. Amateurliga-Klubs im Osten des Landes

hinter sich. Mega-Transfers blieben

aus, viele Klubs setzen auf das Gerüst aus

dem Vorjahr. Beim Abbruch im Herbst

stand Latzfons Verdings an der Tabellenspitze,

doch die Eisacktaler gaben mit

Simon Oberrauch einen wichtigen Baustein

an Oberligist St. Pauls ab. Trotzdem

zählt die Mannschaft von Trainer Lukas

Steinacher zu den Mitfavoriten. Genauso

wie Lüsen, das kein Überraschungsteam

mehr ist und die starke Debütsaison

(Rang 3) im Vorjahr mit Platz 2 nach

7 Spielen bestätigt hat. Zudem kann man

heuer auf Matteo Lorenzi und Alex Piok

von Landesligist Milland zählen. Zu den

heißen Eisen zählen Gitschberg Jochtal

(weiterhin mit Torgarant Lukas Hofer)

und Taufers, das auf Rückkehrer Michael

Feichter baut. Gsies will nach einem

komplett verkorksten Jahr (kein Sieg im

Vorjahr, schneller Trainerwechsel) mit

dem erfahrenen Peter Unteregelsbacher

zurück in geordnete Bahnen und nichts

mit dem Abstieg zu tun haben. In der

Liga bleiben wollen auch Mareo/St. Vigil,

Schabs, Rasen Antholz und Feldthurns –

alle 4 zählen zu den Abstiegskandidaten.

Vahrn ist eine Wundertüte: Neo-Trainer

Alex Tauber (er hat für Klaus Schuster

übernommen) hat eine Mannschaft mit

Potenzial zum Überraschungsteam.


2. AMATEURLIGA

SPORT B | 2021

41

Viele Favoriten mit großer Qualität

Einige Vereine in der 2. Amateurliga

haben im Sommer ordentlich aufgerüstet

und dürfen sich jetzt zu den

vermeintlichen oder auch wirklichen

Favoriten zählen. Ob das Segen oder

Fluch ist, wird sich zeigen.

Gruppe A

Neu ist, dass sich Burgstall aus der

Meisterschaft zurückgezogen hat.

Dafür darf nun Jugend Neugries in der

2. Amateurliga ran. Im Aufstiegsrennen

haben andere das Sagen. Unter anderem

Girlan, wo mit Nik Messner ein Talent

der Extraklasse (Jahrgang 2003) gelandet

ist. Er sorgte bei St. Pauls in der Oberliga

für Furore und geht nun bei seinem

Heimatverein auf Torejagd. Auch andere

Talente (Simone Fratucello, Conor

Harrison, Lukas Schrott) sind bei Girlan

gelandet. Andrian hat ebenfalls aufgerüstet

und Cesaro Villano (Sturm), Nicholas

Kasslatter (Tor) und Francesco Daniele

(Abwehr) geholt. Kastelbell Tschars, das

im Vorjahr den Kreis A bis zum Abbruch

dominierte, musste sich von Andreas

Ratschiller (zurück zu Lana) verabschieden,

Hannes Angerer hat die Schuhe

an den Nagel gehängt. Prad kann indes

weiter auf die Tore von Jonas Gander

vertrauen, der in der letzten Saison in

7 Spielen 9 Mal geknipst hat.

2. Amateurliga 2021/22

Gruppe A

Gruppe B

Gruppe C

Oberland

(St. Valentin)

Mals

Prad

H. = Hinrunde

R. = Rückrunde

Goldrain

Morter

Tscherms

(Tscherms)

Kastelbell

Tschars

Jugend Neugries

(Pfarrhof)

-Infografik: Ch. Staffler

Andrian

Girlan

(Rungghof)

Auer

Neumarkt Montan

Laag

Kleinere Brötchen müssen wohl Mölten

Vöran und Mals backen, im Vorjahr

noch zwei der Top-Teams der Liga.

Nikola Jurcevic hat Mölten verlassen

(Ziel unbekannt), Mals muss ohne

Ausnahmetormann Pasquale Colosimo

(zu Schenna) auskommen. Im Abstiegskampf

wird es einmal mehr spannend,

denn krasse Außenseiter gibt es nicht

wirklich. Goldrain und Oberland

hatten im Vorjahr ihre Mühe, Morter

zählt trotz der 3 Zugänge von Latsch

(Max Greis, Simon Rinner, Johannes

Janser) als Aufsteiger immer noch zu

den Kandidaten für die hinteren Tabellenregionen.

Gruppe B

Hier wird es ein Titelrennen der Extraklasse

geben, denn Gröden wurde vom

Kreis C in die Gruppe B verschoben.

Klausen (mit den Stuefer-Brüdern Stefan

und Benjamin), Gröden (ohne die

Foldi-Brüder, aber mit Aaron Kostner

und Andrea Crisci) sowie einige Vereine

aus dem Unterland haben ordentlich

Stellung bezogen. So hat Neumarkt

mit Dennis Psenner (Montan), Yuri

Facchinelli (Tramin), Simon Sanoll

(Weinstraße Süd), Luca Marchi und

Daniele Bissaro (beide Steinegg) groß

eingekauft. Dem steht Lokalrivale Auer,

Steinhaus

Gossensaß

(St. Jakob im Ahrntal)

Mühlwald

Gais Hochpustertal

Pfalzen

H. Innichen,

Terenten

R. Toblach

USD Brixen

St. Lorenzen

(Milland Kunstrasen)

Olang

Tscherms

Teis

Villnöß

Taisten

Marling

(Marling)

Sarntal

(Sarnthein)

Mölten Vöran

(Vöran)

Arberia

(Reschen C)

Gherdeina

Gröden

(St. Ulrich)

Steinegg

(Steinegg u. Deutschnofen)

Unterland Berg

(Truden)

Klausen

H. St. Peter

R. Teis

Val Badia

(St. Martin i. T.)

Sexten

Ist Spielertrainer bei

Kastelbell Tschars: Hansjörg Mair.

das vom Bozner FC Topstürmer

Andrea Orsolin,

Torwart Alessio Piz und

Mittelfeld-Ass Luca Gislimberti

geholt hat, nichts

nach. Unterland Berg hat

im Vorjahr die Liga-Tauglichkeit

mehr als bestanden

und kann erneut überraschen,

ebenso Laag und

USD Brixen.

Hinten einordnen muss

sich wohl Montan, das ohne Dennis

Psenner und auch Kevin Visalli (beide

zurück zu Steinegg) auskommen muss.

Teis Villnöß musste Philipp Amort an

Freienfeld in die Landesliga abgeben

und das technisch starke Arberia Bozen

muss sich wohl wieder hauptsächlich

um seine Disziplin kümmern.

Gruppe C

Die Gruppe C ist durch den Abgang

von Gröden ausgeglichen wie nie.

Steinhaus, im Vorjahr der erste Gröden-

Verfolger, hat Markus Niederkofler

(Ex-Ahrntal), Sturmtank Tobias Maurberger

und Philipp Mair von Gais ins

Toule gelotst, zwischen den Pfosten

wird Gabriel Mair (Rasen Antholz)

stehen. Hochpustertal hatte bis zum Abbruch

eine starke Saison abgeliefert und

wird dort anknüpfen wollen. Gossensaß

kann als Gruppe-C-Neuling in die Rolle

des Außenseiters schlüpfen.

Vor allem der Abstiegskampf ist im Pusterer

Kreis immer besonders spannend.

Gais hat nach einem Umbruch viele

Abgänge zu verzeichnen und wird vermehrt

auf Eigengewächse setzen. Olang

und Val Badia schwächelten im Vorjahr.

Besonders schwierig wird es einmal

mehr Pfalzen haben, das zum zweiten

Mal in Folge den Abstieg nur wegen des

Corona-Abbruchs vermeiden konnte –

Coach Manfred Villgrater hat erneut

eine Herkules-Aufgabe vor sich.


42 SPORT B | 2021 3. AMATEURLIGA

Klein, aber fein

Die Corona-Saison hat im vergangenen

Herbst auch in der 3. Amateurliga

Spuren hinterlassen, obwohl dort

nur höchstens 6 Spieltage absolviert

wurden. Einige Vereine sind weg,

andere neu dabei, wieder andere

haben fusioniert. Wenn die Pandemie

es zulässt, ist wieder für jede Menge

Spannung gesorgt.

Die Anzahl der Mannschaften ist

bei 29 geblieben, was aber nur

eine Frage der Zeit bleiben soll. Denn

der Landesverband plant, die höheren

Amateurligen wieder abzuspecken, was

eine Aufstockung der unteren Ligen

zur Folge hätte. Dazu muss eine Saison

aber wieder einmal fertig gespielt

werden können.

Gruppe A

3. Amateurliga 2021/22

Gruppe A

Gruppe B

Gruppe C

Schnals

(Unser Frau)

Glurns

Algund

Kortsch

Eyrs

St. Pankraz

Laas

Völlan Tisens

H. Tisens

R. Völlan

Excelsior La Strada (Reschen A/B)

Blue Stars (Reschen A/B)

Oberau Juventus Club (Righi)

Celtic Don Bosco (Reschen C)

Sporting Bozen (Reschen A/B)

Multigest (Pfarrhof)

-Infografik: A. Delvai

Wiesen

Sinich

Dieser Kreis hat sich am meisten verändert.

Laatsch Taufers gibt es nicht

mehr, dafür hat Glurns eine Mannschaft

neu auf die Beine gestellt. Außerdem

gab es im Etschtal eine Fusion:

Laugen Tisens und Völlan haben sich

zu Völlan Tisens zusammengeschlossen.

Außerdem wurde Jenesien vom

Kreis B zur Gruppe A geschoben.

Wer sind die Aufstiegskandidaten? Im

Vorjahr war es noch das von Spielertrainer

Christian Avancini geleitete

Algund. Ob das so bleibt, ist abzuwarten.

Avancini trainiert jetzt Tirol in der

1. Amateurliga, außerdem sind einige

Obermaiser Jungspunde zu ihrem

Heimatverein zurückgekehrt. Durch

die Spielgemeinschaft ist Völlan Tisens

ein heißer Kandidat. Völlan war bei

Abbruch auf Platz 3, Laugen Tisens auf

Platz 5. Mit vereinten Kräften also ein

spannendes Team. Sinich war in der

vergangenen Saison Zweiter, der Meraner

Vorstadtklub ist ebenfalls nicht

zu unterschätzen.

Gruppe B

Die „Bozner Gruppe“, wie sie gerne

treffend genannt wird, hat ebenfalls 2

neue Mannschaften am Start. Multigest

ist ein neuer Klub aus der Landeshauptstadt,

während Aldein Petersberg

gleich eine zweite Mannschaft

angemeldet hat. Weggefallen ist in der

Gruppe B neben Jenesien auch Jugend

Neugries, das durch den Rückzug von

Burgstall in der 2. Amateurliga eine

Klasse höher befördert wurde.

Die Gruppe B verspricht neben den

vielen Stadtduellen (6 von 9 Teams

kommen aus Bozen), die erfahrungsgemäß

gerne auch mal zu einer hitzigen

Fußballschlacht ausarten können,

Uttenheim

Jergina Amateure

(St. Georgen)

Neustift

(Vahrn)

Jenesien

Bozen

Lajen

Raas

Eggental

H. Welschnofen,

R. Deutschnofen

Aldein Petersberg B

(Aldein)

Prettau

Dietenheim

Aufhofen

(Dietenheim)

Percha

Rina

(Welschellen)

La Val

(Wengen)

H. = Hinrunde

R. = Rückrunde

einen spannenden Kampf um den Aufstieg.

Eggental war im Vorjahr gemeinsam

mit Jugend Neugries ganz vorne.

Demnach darf sich das Team aus

Deutschnofen und Welschnofen, das

in der Vorbereitung den Weißhorn-

Pokal gewann, als Favorit bezeichnen.

Die Stadt-Mannschaften haben aber

nicht nur ein hitziges Gemüt, sondern

mehrmals auch technisch versierte

Spieler in ihren Reihen – eine Überraschung

ist also nicht ausgeschlossen.

Gruppe C

Im Pustertal arbeitet man ganz nach

dem „Spreu-und-Weizen“-Prinzip.

Erfahrungsgemäß gibt es immer ein

paar Mannschaften, die vorne mitspielen

und ein paar, die es sich wiederum

hinten gemütlich machen. In den

vergangenen Jahren war Uttenheim

stets ein Aufstiegskandidat. Beim Abbruch

der Vorsaison waren sie auf dem

2. Platz anzutreffen, denn Neustift hat

ihnen die Show gestohlen und grüßte

vom Tabellenkopf. Percha und Dietenheim

Aufhofen konnten ebenfalls

überzeugen.

Den Königstransfer der C-Gruppe

haben aber einmal mehr die Jergina

Amateure getan. Thomas Piffrader

wird nach zig Jahren in der Serie D

und Oberliga vorerst kürzer treten.

Gemeinsam mit Benjamin Althuber

(Spielertrainer bei den

Amateuren) stehen

also gleich 2 ehemalige

Größen St. Georgens

auf dem

Rasen.

Stürmt in Zukunft für

die Jergina Amateure:

Thomas Piffrader


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