kunst:stück Magazin c/o Osnabrück + Münsterland | issue 91

agenturh2

Kunst und Kultur aus der Region Osnabrück + Münsterland für die Monate September und Oktober 2021

kunst:stück

Magazin für Kunst und Kultur

in der Region Osnabrück

und dem Münsterland

issue 91 | September / Oktober 2021

Eija Liisa Athila mit Horizontal , Foto: © Angela von Brill, Ausschnitt

lichtsicht 7 projektions-triennale


. grußwort

Kunsthaus

Kloster

Gravenhorst

vvAUS

SCHREI

BUNG 23

DA ist Mitmachen und Mitdenken

Projektstipendium KunstKommunikation

Bewerbungsschluss für 2023: 26.01.22

09.10.21 – Jan. 22 RÜCKBLICK! Kunstprojekte 21

Julia Arztmann | Kati Gausmann | Carola Rümper | Janina Schmid

09.10.21 – Febr. 22 AUSBLICK! Kunstprojekte 22

Ausstellung der Entwürfe aus der Ideenwerkstatt

12.09. »Von der Mangelwirtschaft zum Toast Hawai« | 15 Uhr

Vortrag Dr. Uta C. Schmidt | »Geschichte(n) hinterm Giebel« zum Tag

des offenen Denkmals | mit: SOUNDSEEING-Konzert Ralf Schreiber

und Christian Faubel, Overheadprojektoren

09.10. – 21.11. »Kunst in der Region 21«

Gemeinschaftsausstellung | Eröffnung: 09.10. um 17 Uhr

31.10. Gravenhorster SAISONALE* – Abschlussfest

mit Konzert Münsterland Festival part 11 | ab 16 Uhr

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst

Klosterstr. 10 | D-48477 Hörstel | T +49 (0) 2551 6942-00

Das volle Programm:

Gefördert durch:

www.da-kunsthaus.de

2 kunst:stück


. grußwort

Julia Scheck, Foto: Kerstin Hehmann

Engagiert für internationale Filmkunst:

Die Freude am Kino ist ungebrochen

Julia Scheck, Leiterin des Unabhängigen FilmFest Osnabrück

www.filmfest-osnabrueck.de

Gena Vazquez hat Anteil an einem Kinowelterfolg,

wird aber dennoch wohl ewig unbekannt

bleiben: Sie betreute bei der Comic-

Adaption „Black Widow“ die Requisiten.

Wer einmal nach Filmende geduldig die

Stabangaben abwartet, erfährt rasch: Hinter

jedem Film steht eine Gemeinschaft. Ohne

Teamwork geht es nicht.

Mit Filmfestivals verhält es sich ähnlich.

Wenn am 20. Oktober das diesjährige Unabhängige

FilmFest Osnabrück seinen Auftakt

erlebt, blickt die Organisationscrew

auf monatelange Vorbereitungen zurück.

Weltweit mussten Filme gefunden, gesichtet,

gebucht werden. Gästeeinladungen,

Telefonate mit Kinos und Filmverleihern,

Zeitplanungen …

Aus bunten Puzzleteilchen entsteht nach

und nach ein Programm und muss dann per

Katalog, Social Media, Pressekontakte vorgestellt

werden. Technische Anforderungen

wollen bedacht sein, Moderator:innen und

Einsprecher:innen bereiten sich vor.

Die Liste aller Mitwirkenden ergäbe einen

langen Nachspann.

Die Pandemie brachte Erschwernisse. Bei

der Filmauswahl fehlte der magische Moment,

wenn das Publikum dem Werk erstmals

begegnet, wenn die Bilder auf der

großen Fläche ihre volle Wirkung entfalten.

Die Diskussionen im Auswahlprozess

konnten nur online oder schriftlich stattfinden.

Dabei geht manches zwischen den

Zeilen verloren, was sonst vielleicht schon

mit einem Nebensatz oder über den Tonfall

deutlich würde.

Dennoch ist mithilfe der vielen engagierten

Kuratorinnen und Kuratoren, die die

Programmauswahl getroffen haben, etwas

gelungen, das mich und mein Team sehr zufriedenstellt

und Dankbarkeit spüren lässt.

Ohne die fleißigen helfenden Hände der Ehrenamtlichen,

ohne die Filmemacherinnen

und Filmemacher, ohne den unermüdlichen

Einsatz des FilmFestTeams bliebe die Leinwand

im Oktober dunkel.

Ein gutes Gefühl, in Zeiten des Abstands etwas

gemeinsam, etwas für andere geschaffen

zu haben.

Unsere Freude am Kino bleibt ungebrochen.

Das Publikum ist herzlich eingeladen, sie mit

uns zu teilen.

Julia Scheck

kunst:stück 3


Lise de la Salle

Ragna Schirmer

Ensemble Polyharmonique

Pablo Barragán

04.09. – 12.12.2021

KLOSTER MALGARTEN

Danke!


Kartentelefon 05461/ 99 630

www.malgartener-klosterkonzerte.de

Niniwe

Dorothee Mields

Leonkoro Quartett

Matthias Kirschnereit

Veranstalter


. inhalt

03 Grußwort

03 - Julia Scheck, Unabhängiges

FilmFest Osnabrück

06 Inhalt

06- Impressum

26 Osnabrück

42 - Bramsche

48 - Mettingen

50 - Tecklenburg

52 - Lingen

54 - Rheine

60 - Hörstel

66 - Sögel

68 - Petershagen

70 - Herford

84 - Billerbeck

86 - Bocholt

74 Münster

xx Spezielles in dieser Ausgabe

08 - Unabhängiges FilmFest

Osnabrück

10 - lichtsicht 7 projektions-triennale

Bad Rothenfelde

14 - Internationaler Malgartener

Musikherbst

18 - Münsterland Festival part 11

20 - Jiddische Klangperspektiven

Museumsquartier Osnabrück

DAS TITELBILD

Eija Liisa Athila mit Horizontal,

Foto: © Angela von Brill

lichtsicht 7 projektions-triennale

lichtsicht 7 projektions-triennale

22.10.21 – 20.2.22 | Bad Rothenfelde

www.lichtsicht-triennale.de

→ Seite 10

Das „große Welttheater“, wie diese

siebte Ausgabe in der Fachpresse

für Medienkunst betitelt wurde,

wird komplett wiederholt und soll

vom 22. Oktober 2021 bis zum 20.

Februar 2022 erneut ein Besuchermagnet

sein. Gleichwohl muss die

Entwicklung der Corona-Pandemie

weiterhin aufmerksam beobachtet

werden.

kunst:stück Magazin

online | 24h / 7day

www.kunststueck-magazine.de

IMPRESSUM

H2 Werbeagentur + Verlag

Klaus Hortenbach (V.i.S.d.P.)

Siemes Tannen 9 · 49565 Bramsche

Tel: 05495 8599900

mail@kunststueck-magazine.de

Redaktionsschluss Osnabrück + das

Münsterland für die Ausgabe

Nov / Dez : 15. Oktober 2021

6 kunst:stück


. grußwort

8 . Okt

6. Nov 2021

GASTLAND:

ÖSTERREICH

MUSIK

KUNST

DIALOGE

www.muensterland-festival.de

Veranstalter:

kunst:stück 7


. osnabrück

↑ Filmstill aus Monobloc von Hauke Wendler

Vier Tage Filmkunst im Großformat

Kamerastreifzüge kreuz und quer über den Globus:

Das Unabhängige FilmFest Osnabrück kehrt zurück ins Kino

20.—24. Oktober 2021

Ausblick auf das Programm des 36. Unabhängigen FilmFest Osnabrück

www.filmfest-osnabrueck.de

Eine Zeit lang war der Film pandemiebedingt

eine eher intime Angelegenheit.

Jetzt ist er zurück auf der Großleinwand

– gute Aussichten für das 36. Unabhängige

FilmFest Osnabrück, das in diesem Jahr

vom 20. bis 24. Oktober stattfinden wird.

Über dreißig Spiel- und Dokumentarfilme,

dazu sechs Kurzfilmprogramme bieten Gelegenheit,

zeitgenössisches Filmschaffen

aus aller Welt kennenzulernen.

Der Eröffnungsfilm kommt aus Deutschland.

Ein Foto von rund sechzig Plastikstühlen

in der jemenitischen Wüste brachte

den Regisseur Hauke Wendler, der zur

Aufführung nach Osnabrück kommen wird,

auf die Idee zu seinem Dokumentarfilm

Monobloc. Beim Monobloc handelt es sich

um jenen stapelbaren Plastikstuhl, der aus

einem Guss gefertigt wird und deshalb billig

und schnell hergestellt werden kann.

Da das Objekt keinem Patentschutz unterliegt,

wird es millionenfach produziert. Auf

Anhieb kein Thema für einen spannenden

Film. Aber: Wendler spürte der Geschichte

des Stuhls nach, der 1972 als „Fauteuil

300“ auf den Markt kam und heute als De-

signobjekt in Museen verwahrt hat. Seine

Recherchen führten Wendler rund um den

Globus. Er stieß unter anderem auf einen

preisgünstigen Rollstuhl auf Monobloc-

Basis, und natürlich widmet er sich der

Recyclingfrage.

„Monobloc“ zeigt, dass sich gute Geschichten

mitunter gleich an der nächsten

Ecke auftun. Für einen jungen Insassen

des berüchtigten ivorischen Gefängnisses

Maison d’Arrêt et de Correction d’Abidjan,

kurz MACA, wird das Geschichtenerzählen

zur Überlebensfrage. Die Position des

erkrankten Gefängniskapos Blackbeard

ist gefährdet; ein Rivale fordert seinen

Freitod. Blackbeard will Zeit gewinnen,

indem er den Neuzugang zwingt, seine

Leute über Nacht mit spannenden Geschichten

zu unterhalten. Bricht er ab,

wird er getötet.

Glücklicherweise verfügt der Nachwuchs-

Gangster über gebührende Fantasie, die

es dem vielfach preisgekrönten Regisseur

Philippe Lacôte erlaubt, in seinem Oscarnominierten

Film Night of the Kings in der

Nachfolge Scheherazades Vergangenheit

8 kunst:stück


. osnabrück

↑ Filmstill aus Night Of The Kings von Philippe Lacôte,

Koné Bakary + Anzian Marcel, Courtesy of NEON

und Gegenwart, magisch-realistische Märchen

und Thrillerelemente zu verknüpfen.

In kurzen wie abendfüllenden Dokumentarfilmen

zeigt sich die Tendenz, dass junge

Filmschaffende an den Erfahrungen älterer

Generationen interessiert sind. Der von Hien

Mai und dem in Osnabrück geborenen Tim

Ellrich gemeinsam inszenierte Dokumentarfilm

Mein Vietnam stellt Hien Mais Eltern

vor, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen

und heute per Videoschaltung Kontakt

zu ihren Angehörigen in Vietnam halten.

„Erinnerungen sind wertvoll“, sagt einmal

der Vater Trung Tam Mai. Der Satz

könnte auch dem Film Landscapes of Resistance

vorangestellt werden, in dem

Sofija Vujanović ihrer Enkelin von ihrem

Partisanenkampf gegen die Nazis erzählt,

der ihren damaligen Ehemann das Leben

kostete.

acht Jahren gibt es Sonntagnachmittag an

zwei Terminen unter der Überschrift „UFOlinos“.

Kurzfilme für Erwachsene bieten

die thematisch gebündelten Selektionen

„Blickfang“, „Blickzwang“, „Blickband“.

Eine von Studierenden getroffene Auslese

studentischer Kurzfilme steht unter dem

Motto „Blickfelder“.

Im Rahmen des Festivals entscheiden Fachjurys

über die Gewinner des Friedensfilmpreises

Osnabrück und des Filmpreises

für Kinderrechte. Das Publikum vergibt

den Preis für den besten Kurzfilm und für

den besten studentischen Kurzfilm des

Unabhängigen FilmFest Osnabrück. Über

alle Programmpunkte, Termine und Begleitveranstaltungen

informiert die Festivalseite

www.filmfest-osnabrueck.de

↓ Filmstill aus dem Dokumentatfilm Mein Vietnam

von Hien Mai und Tim Ellrich

Das Programm des Festivals

teilt sich in die Kategorien

„Friedensfilmpreis Osnabrück“,

„Filmpreis für Kinderrechte“,

„Focus on Europe“,

„Vistas Latinas“ verspricht

aufregende Ausflüge ins lateinamerikanische

Kino. Die

Sparte „Laut“ umfasst Musikfilme

verschiedener Genres.

Unterhaltsame Kurzfilme jeweils

für Kinder ab vier und ab

kunst:stück 9


. bad rothenfelde

lichtsicht 7

↗ Wiederholung

lichtsicht 7 projektions-triennale

Videoprojektionen auf den Gradierwerken in Bad Rothenfelde

www.lichtsicht-triennale.de | 22. Oktober 2021 – 20. Februar 2022

Die zweite Welle der Corona-Pandemie

setzte der lichtsicht 7 projektions-triennale

am 1. November 2020 nach nur zehn

Tagen Laufzeit ein jähes Ende.

Die Perspektive für 2021

Das „große Welttheater“, wie diese siebte

Ausgabe in der Fachpresse für Medienkunst

betitelt wurde, wird komplett wiederholt

und soll vom 22. Oktober 2021 bis

zum 20. Februar 2022 erneut ein Besuchermagnet

sein. Gleichwohl muss die Entwicklung

der Corona-Pandemie weiterhin aufmerksam

beobachtet werden.

„Ich freue mich sehr über die richtungsweisende

Entscheidung der Gesellschafterversammlung

– sie stellt im wahrsten

Sinne des Wortes einen Lichtblick in dieser

schwierigen Zeit dar.“ so Bürgermeister

Klaus Rehkämper.

Die vergangenen Monate haben bewiesen,

wie sehr Kulturschaffende und kulturell interessierte

Menschen diese bereichernde

Facette des Lebens vermisst haben. Die

lichtsicht 7 wird einen hohen Stellenwert

einnehmen und diese Lücke schließen.

Der Kunstparcours

Die markanten Wahrzeichen von Bad Rothenfelde

sind zwei historische Gradierwerke,

die ursprünglich zum Salinenbetrieb

gehörten. Heute besitzen sie eine

touristische Magnetkraft für Tausende Besucher.

Nun bilden sie eine gigantische und

weltweit einzigartige Projektionsfläche.

10 kunst:stück


. bad rothenfelde

Abb. links: Conrad Veit mit 100 Jahre Caligari // rechts oben: Natalie Bookchin, The act of changing something’s position //

darunter: Conrad Veit mit 100 Jahre Caligari // unten: Eija Liisa Athila mit Horizontal // alle Fotos: Angela von Brill

Nicht nur die Achse des 1 km langen Kunstparcours,

sondern auch der Wechsel von

feinen Verästelungen und Verkrustungen

in der Oberfläche der Dornenwände erzeugt

eine facettenreiche Strahlkraft der

Projektionen. Renommierte Künstler dieses

Genres haben seit 2007 diese Chance

ergriffen, ihre Werke über mehrere

Monate im Bad Rothenfelder Kurpark zu

präsentieren. William Kentridge, Robert

Wilson, Kanjo Také, Veldhues und Schumacher,

Klaus Obermaier sind nur ein Auszug

der großen Namen.

Das Kunsterlebnis

Für Bad Rothenfelde hat sich dieses einzigartige

Kunstevent zum unverzichtbaren

Kulturereignis entwickelt. Es ist eine

ideale Symbiose: Die Heilkraft der Sole,

die sich mit der Leuchtkraft der lichtsicht

verbindet. Kulturelle Erlebnisse sind eine

Kraftquelle für den Geist – und gerade im

hochprädikatisierten Heilbad ist aus therapeutischer

Sicht der künstlerische-kulturelle

Aspekt untrennbar mit dem Erfolg

einer Kur- und Rehamaßnahme verbunden.

Diese Kunstform hat zusätzlich eine Anzie-

kunst:stück 11


. bad rothenfelde

Bad Rothenfelde:

8.660 Einwohner, Landkreis Osnabrück | 18 ha Kurparkfläche, 530 Tsd. Übernachtungen

pro Jahr (Stand 2019), 1,0 Mio. Tagesbesucher | Verkehrsanbindung:

33 Anschlussstelle Dissen-Bad Rothenfelde, Zug: NordWestBahn, RB 75

Osnabrück-Bielefeld im Stundentakt, Bahnhof: Dissen-Bad Rothenfelde, Flughafen

Münster-Osnabrück, Buslinien 467 und 466 nach Osnabrück im Stundentakt

www.bad-rothenfelde.de | www.lichtsicht-triennale.de

Abb.: Julius von Bismarck mit Fire With

Fire, Foto: Angela von Brill

Partner und Förderer:

Stiftung Niedersachsen, Niedersächsisches

Ministerium für Wissenschaft und Kultur,

Landkreis Osnabrück und der

Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V.

lichtsicht 7

hungskraft, die weit über die touristische

Region des Osnabrücker Landes reicht.

Das Team

Garant für diesen hohen Anspruch ist der

künstlerische Leiter und Kurator Professor

Michael Bielicky, der selbst als Medienkünstler

zwei Mal an der lichtsicht projektions-biennale

teilgenommen hat. Ihm zur

Seite stehen der Projektleiter Tim Rossberg

und der technische Leiter Christian Meyer.

Lydia Hoske (Kunstwerk in der Fontaine), Essenz,

Foto: Angela von Brill

Mit der lichtsicht 7 setzt Michael Bielicky

neue, aufsehenerregende Akzente und

konnte große Namen wie Jeffrey Shaw,

Julius von Bismarck, Refik Anadol und

LuYang gewinnen, die zusammen mit

Vertreter*Innen der neuen Generation

Kunstwerke in derselben Galerie: auf der

10.000 qm großen Leinwand der Gradierwerke

sowie im Areal des Kurparks präsentieren.

Die Intention „Narrative der vermischten

Realität“ zeigt sich in der Auswahl

der Künstler*Innen. Das klassische Medienkunstverständnis

wird mit dem Netz-

Medienverständnis lehrreich und spielerisch

erweitert.

Christian Meyer verwendet die neueste

Beamertechnik. Die Auflösung der Geräte

erreicht fast 4K-Niveau und verleiht den

Kunstwerken an den Gradierwerken eine

nie dagewesene Plastizität. Der neu hinzugewonnene

Farbraum erreicht dabei

Kinoqualität.

Lichtsicht 7

Gradierwerke. Bad Rothenfelde

12 kunst:stück


. osnabrück

kunst:stück 13


. bramsche

Ragna Schirmer © Maike Helbig ↑

Internationaler Malgartener Musikherbst 2021

Gefeierte Künstlerpersönlichkeiten zu Gast

im ehemaligen Benediktinerinnenkloster

Kloster Malgarten Bramsche, Am Kloster 1a, 49565 Bramsche-Malgarten

www.malgartener-klosterkonzerte.de

Insgesamt acht Konzerte werden zwischen

September und Dezember im Rahmen

des „Internationalen Malgartener

Musikherbstes 2021“ im zauberhaften

Klosterambiente des ehemaligen Benediktinerinnenklosters

Malgarten stattfinden.

Dem Internationalen Arbeitskreis für

Musik e. V. ist es auch in diesem Jahr gelungen,

Künstler*innen aus der ersten Liga

für die Festivalkonzerte zu gewinnen. Das

Geplante verspricht in jedem einzelnen Fall

künstlerischen Hochgenuss.

Das Eröffnungskonzert am Samstag, den

04.09. (18 Uhr & 20 Uhr) bestreitet die Pianistin

Ragna Schirmer. Ihr Programm trägt

den Titel „Bilderreise“ und versammelt

Werke von Ludwig van Beethoven (Fantasie

op. 77), Franz Liszt (Venezia e Napoli)

und Modest Mussorgskis Bilder einer Ausstellung.

Tags darauf (Sonntag, den 05.09.)kommt

das international gefeierte Ensemble Polyharmonique.

Normalerweise gastiert das

Vokalensemble bei namhaften Festivals

(etwa Tage alter Musik in Regensburg oder

Herne, Bachfest in Leipzig oder Thüringer

Bachwochen, Utrecht Oude Muziek), an

diesem Nachmittag aber (17 Uhr) in der

kleinen Klosterkirche. Neben Bachs Motette

Jesu meine Freude kommen vokale

14 kunst:stück


. bramsche

← Alexander Lonquich © cecopato photography

27.10.2019, Kloster Malgarten

– – –

→ Kataro Fukuma © Takuji Shimmura

25.10.2019, Kloster Malgarten

Pablo Barragàn © Nicolaj Lund ↗

Lise de la Salle © Stephane Gallois →

Kostbarkeiten deutscher Vokalmusik

des 17. Jahrhunderts zur Aufführung.

Dies sind konkret Kompositionen

von Heinrich Schütz, Johann

Hermann Schein, Tobias Michael

und Andreas Hammerschmidt.

Wer könnte ein Programm mit

dem Titel „Paris – Stadt des Lichts“

besser interpretieren als die Pariserin

Lise de la Salle? Die Französin

gehört zu den besten Klavierkünstler*innen

ihres Heimatlandes

und gastiert weltweit in den großen

Konzerthäusern. Ihr Recital

am Sonntag, den 03.10. (11 Uhr &

17 Uhr) eröffnet sie mit Musik von

Mozart (Rondo D-Dur KV 485 sowie

seine 12 Variationen über „Ah vous

dirai-je, maman“). Es folgen ausge-

kunst:stück 15


. bramsche

Leonkoro Quartett © Nikolaj Lund Photography ↑

wählte Werke aus den Mirroirs von Maurice

Ravel, Gabriel Faurés Barcarolles Nr. 4

und Nr. 5 sowie Chopins Balladen Nr. 1 und 4.

Mit Martin Helmchen kommt am Freitag,

den 08.10. (18 Uhr & 20 Uhr) ein weiterer

großer und vielfach ausgezeichneter Pianist

nach Malgarten. Seine Karriere begann

mit dem Gewinn des Clara-Haskil-Wettbewerbs.

Es folgten u. a. eine Auszeichnung

mit einem ECHO Klassik, im letzten Jahr

der „Beethoven250-Award“ des britischen

Gramophone Magazins, und seine Aufnahme

mit Beethovens Konzertstück für Klavier

und Orchester in f-Moll wurde von NDR

Kultur als „CD der Woche“ ausgezeichnet.

In Malgarten interpretiert er Johann Sebastian

Bachs Partita Nr. 3 a-Moll BWV 827

sowie Schuberts epochale Klaviersonate

A-Dur D.959.

Nur zwei Tage später (Sonntag, den 10.10.)

kommen mit dem Klarinettisten Pablo

Barragán, dem Cellisten Alexey Stadler und

der Pianistin Annika Treutler gleich drei herausragende

Solisten. Gemeinsam dürften

sie ein Feuerwerk der Kammermusik zünden.

Mit Schumanns Fantasiestücken op.

73 für Cello und Klavier werden die beiden

Konzerte um 11 Uhr bzw. um 16 Uhr eröffnet.

Es folgt Francis Poulencs selten zu erlebende

Sonate für Klarinette und Klavier

und der Höhepunkt der Konzerte dürfte

Johannes Brahms Klarinettentrio a-Moll

op. 114 werden.

Am Freitag,den 15.10. gastiert mit Matthias

Kirschnereit ein weiterer der großen namhaften

deutschen Pianisten im Kloster Malgarten.

Aber er kommt nicht allein, sondern

bringt das Leonkoro Quartett mit, das

jüngst einen der größten Wettbewerbe

für Streichquartette im italienischen Reggio

Emilia für sich entscheiden konnte. In

den beiden Konzerten, die um 18 Uhr bzw.

um 20 Uhr beginnen, stehen Schumanns

Klavierquintett Es-Dur op. 44 sowie Beethovens

Streichquartett C-Dur op. 59 Nr. 3

auf dem Programm.

↗ Auf Grund der Corona-Verordnungen in

Niedersachsen steht nur eine deutlich

reduzierte Anzahl an Konzertkarten zur

Verfügung. Es wird dringend empfohlen,

sich rechtzeitig um Karten zu kümmern.

Kartentelefon 05461/99 630

www.malgartener-klosterkonzerte.de

16 kunst:stück


20. 6. – 31. 10. 2021

Justus Möser und das

Justus Möser und das

Tuchmachergewerbe

Tuchmachergewerbe

in Bramsche

in Bramsche

gefördert durch:

Förderverein

Tuchmacher Museum Bramsche e.V.

Mühlenort 6, 49565 Bramsche, www.tuchmachermuseum.de


. münsterland

Eröffnet wird das Münsterkand Festival am 8. Oktober auf

dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde mit Donauwellenreiter.

Foto: Andreas Jakwerth

Münsterland Festival part 11

Alpenklänge ohne Höhenmeter mit rund

40 Veranstaltungen zu Musik, Kunst und Dialogen

8. Oktober bis 6. November 2021

www. muensterland-festival.de

part 11

Von den Gipfeln in die Burgen und Schlösser der Region: Die Musik und Kultur

Österreichs stehen beim Münsterland Festival part 11 im Mittelpunkt. Vom

8. Oktober bis zum 6. November lädt das Festivalteam des Münsterland e.V.

unter dem Motto „Alpenklänge ohne Höhenmeter“ zu rund 40 Veranstaltungen

an schönen und spannenden Orten im Münsterland ein, dieses Mal

mit Österreich als Gastland.

„Die vergangenen Festivals haben gezeigt: Es ist vor allem die kulturelle Vielfalt,

auch mal gespickt mit musikalischen Experimenten, die das Festival ausmachen“,

betont die Künstlerische Leiterin Christine Sörries. „Darauf können

18 kunst:stück


. münsterland

Abb. links: Bei dem Quartett Donauwellenreiter kommt live auf der Bühne das Zusammenspiel aus Piano,

Violine, Schlagzeug, Cello und Gesang besonders zur Geltung. Foto: Andreas Jakwerth

Abb. rechts oben: 5k HD sorgt für eine spannende Mischung: Mal klingen ihre Stücke futuristisch, mal

zerbrechlich, mal brachial, mal verspielt. Foto: Nikolaus Ostermann // darunter: Mit Purple is the Color

gibt es im Kloster Gravenhorst Jazz der eleganten Note. Foto: Georg Buxhofer

sich die Gäste auch in diesem Jahr wieder

freuen – denn kulturell und musikalisch hat

Österreich so viel zu bieten!“

28 Konzerte mit Jazz, Pop, Klassik und traditionellen

Klängen, zehn Kunstveranstaltungen

und vier Exkursionen bringen Musik,

Kunst und Dialoge in rund 30 Städte

und Gemeinden im Münsterland. Neben

Kulturgenuss aus Österreich gibt es zudem

bleibende Eindrücke aus der Schlösserund

Burgenregion. Denn bei dieser Ausgabe

stehen die weit über 100 Schlösser,

Burgen, Herrenhäuser, Klöster und Adelssitze

der Region als Veranstaltungsorte

besonders im Fokus. „Aber dabei belassen

wir es natürlich nicht“, sagt Lars Krolik, Festivalleiter

beim Münsterland e.V. „Orte

mit Geschichte sowie besondere moderne

Architektur sind ebenfalls wieder dabei. Außerdem

laden wir erneut zu spannenden

Entdeckungsreisen ins Münsterland ein.“

Alpenklänge am Hermannsweg gibt es

zum Beispiel am 31. Oktober (Sonntag)

in Hörstel. Eine Exkursion geht dabei erst

auf den Hermannsweg, später dann geführt

durch die Innen- und Außenbereiche

des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst.

Abends sind die Teilnehmenden beim Auf-

kunst:stück 19


. münsterland

Partner und Förderer:

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Förderprogramm

Regionale Kulturpolitik), Kreise des Münsterlandes (Borken, Coesfeld,

Steinfurt und Warendorf), Stadt Münster, LWL-Kulturabteilung,

Österreichisches Kulturforum, Austrian Music Export, BERESA, Hilde und Bodo

Crone-Stiftung, Sparkasse Münsterland Ost, Sparkasse Westmünsterland,

Kreissparkasse Steinfurt, Stiftung Kunst und Kultur Münsterland, KulturStiftung

Masthoff, kultur.west (Medienpartner), Westfalenspiegel (Medienpartner),

WDR 3 (Kulturpartner), Münsterland-Siegel.

Die mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnete

Band Shake Stew kommt zum

Festivalabschluss nach Lüdinghausen.

Foto: Severin Koller

tritt des Jazz-Quartetts Purple is the Color

dabei.

Mit dem Sinfonieorchester Münster geht es

am 4. November (Donnerstag) in der Draiflessen

Conference in Mettingen auf eine

kulturelle Entdeckungsreise. Das Orchester

widmet sich in seinem Programm nicht nur

Ludwig van Beethovens berühmter „Eroica“,

sondern auch zwei österreichischen

Komponisten der jüngsten Vergangenheit.

Erstmals ist auch Zauberkunst Teil des

Münsterland Festivals: Im Wasserschloss

Haus Marck in Tecklenburg tritt am 16. Oktober

(Samstag) der Österreichische Zauberer

Wolfgang Moser auf, der aus Wasser

Wein macht und es liebt, die Logik auf den

Kopf zu stellen.

Im Kloster Bentlage erwartet die Gäste

dann am 24. Oktober (Sonntag) mit der

münsterländisch-österreichischen Produktion

„Anatomie der Sehnsucht“ | „Anatomie

der Peinlichkeit“ choreografierte

Bilder zwischen Tanz und Performance.

part 11

Zudem findet im Kloster Bentlage ab dem

10. Oktober eine Ausstellung als Teil von

prINT – Das Grafikprojekt statt.

Auch in Münster laden zahlreiche Veranstaltungen

zu Kunst und Kultur ein – etwa

mit 5K HD im LWL Museum für Kunst

und Kultur (13. Oktober), AVEC im Theater

Münster (22. Oktober) und MoZuluArt feat

Ambassade Streichquartett in der Friedenskapelle

(29. Oktober).

Eröffnet wird das Festival am 8. Oktober

(Freitag) auf dem Kulturgut Haus Nottbeck

in Oelde mit Donauwellenreiter, der

Abschluss ist am 6. November (Samstag)

mit der mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichneten

Band Shake Stew auf Burg

Vischering in Lüdinghausen.

Veranstalter: Münsterland e.V.

Das vollständige Festival-Programm sowie

Tickets und weitere Infos gibt es online auf

www.muensterland-festival.de

20 kunst:stück


kunst:stück 21


. osnabrück

Jiddische Musik, Kundish & Farrell © Manuel Miethe

Jiddische Klangperspektiven

Veranstaltung im Felix-Nussbaum-Haus

Termine: 25. September // 30. Oktober // 20. November 2021

Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de

Mit Erzählkonzerten, Werkstattgesprächen

und multimedialen Erlebnissen werden Sie

eingeladen, jüdisches Leben in Deutschland

näher kennenzulernen. Schicksale von

Menschen und ihren außergewöhnlichen

Lebenswegen stehen im Mittelpunkt der

Reihe. Die Mitwirkenden begeben sich

individuell auf Spurensuche, spüren ihrer

Herkunft nach und zeigen, wie vielfältig

jüdisches Leben in Deutschland ist.

Im Fokus dieser Erzählkonzerte steht eine

Kultur, die auf einer unterschätzen Sprache

basiert: Jiddisch, vor etwa 1000 Jahren

aus dem Mittelhochdeutschen im Süden

Deutschlands entstanden, hat unsere

westliche Kultur maßgeblich geprägt. Jiddisch

hat sich schon immer über Grenzen

hinweggesetzt, ist bis heute staatenlos

und steht für liberal Denkende als Lebenshaltung

für eine gerechtere Welt. Die Wortrepublik

Jiddischland vereinte Jiddischsprechende

auf der ganzen Welt und Ihre

Blüte erlebte die säkulare jiddische Bewegung

zwischen 1860 und 1930. „Ein kosmopolitischer

Entwurf, dessen Modernität

angesichts der heutigen Globalisierung

atemberaubend wirkt (Dr. Efrat Gal-Ed).“

Ein Vorbild also für eine moderne Gesellschaft,

die Minderheiten einbindet und

Alltagsrassimus bekämpft.

Alle Musiker und Mitwirkenden dieser Reihe

leben in Deutschland. Das Jüdische und

das Jiddische ist ein wichtiger Teil ihres

künstlerischen Schaffens und zeigt, wie

vielfältig und unterschiedlich Judentum

in Deutschland praktiziert wird.

Die Serie wurde kuratiert von Stella

Jürgensen, die als leidenschaftliche Musikerin

und Kennerin der jiddischen Mu-

22 kunst:stück


. osnabrück

sik- und Kulturszene die Veranstaltungsreihe

moderiert.

„Jiddische Klangperspektiven“ wird gefördert

von „1700 Jahre jüdisches Leben

in Deutschland e.V. www.2021jlid.de und

dem deutschen Bundesministerium des

Innern, für Bau und Heimat.

Aufgrund von jeweils aktuell geltenden

Maßnahmen und Verordnungen gegen

die Ausbreitung des Corona-Virus können

wir derzeit nicht absehen, welche Veranstaltungen

vor Ort mit Publikum durchgeführt

werden können. Bitte informieren

Sie sich daher vor Ihrem Besuch auf

unserer Internetseite oder per Telefon unter

0541/323-2237.

→ 25. September 2021, 20Uhr

„Motiks Tonband“ – die Geschichte einer

Familie – ein Erzählkonzert

mit Sveta Kundish & Patrick Farrel

Eintritt: 13€ (erm.), 15€ (VVK) und 17€ (AK)

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wanderten

in den 1990er Jahren Hunderttausende

jüdischer Familien aus der ehemaligen

UdSSR nach Israel, Deutschland und

Nordamerika aus. Die Familie der Sängerin

Sveta Kundish war Teil dieser großen

Auswanderungswelle. Sie verließ die Ukraine

und ging 1995 nach Israel. Später entdeckten

Svetas Eltern eine Reihe von alten

Tonbändern mit Aufnahmen von Svetas

Großvater aus den 1970er und 1980er Jahren:

Aufnahmen, die mehr als vierzig Jahre

überdauert hatten und das Alltagsleben,

die Lieder und Geschichten ihrer Familie

im Shtetl Owrutsch in der Ukraine wiedergeben

– als Teil des jüdischen Lebens

dort, das fast vollständig verschwunden

ist. Von diesen Aufnahmen inspiriert, erzählen

Sveta Kundish und Akkordeonist

Patrick Farrell die Geschichte einer ukrainisch-jüdischen

Familie: von Svetas Urgroßvater

– einem Kantor in der Synagoge

von Owrutsch – bis zu Svetas heutigem

Leben in Deutschland als Musikerin, die

selbst ein Kantorenstudium in Potsdam absolvierte

und als Kantorin in Braunschweig

tätig ist. Verwoben mit dieser Geschichte

sind jiddische, hebräische, russische, ukrainische

und deutsche Lieder, die das Duo

live vorträgt oder die mit Hilfe der Tonbandaufnahmen

aus der Vergangenheit

geholt werden. Familienfotos aus den letzten

hundert Jahren, auf Leinwand projiziert,

vermitteln dem Publikum einen Einblick

in das jüdische Leben der Ukraine in

den Jahren der Sowjetunion und in die Erfahrungen

vieler während der Emigration

danach. „Kundish und Farrell - ein kongeniales

Duo, das Musik in die Zukunft transportiert.“

M. Fritsch/mittelhessen.de

Sveta Kundish – Gesang

Patrick Farrell – Akkordeon

Moderation – Stella Jürgensen

→ 30. Oktober 2021, 20 Uhr

„Der zinger fun noyt“ – Die Stimme der Armen,

Uwe von Seltmann über das jiddische

Lied & live-Musik

Eintritt: 13€ (erm.), 15€ (VVK) und 17€ (AK)

Der Autor, Filmemacher und Musikethnologe

Uwe von Seltmann berichtet in einem

multimedialen Vortrag, wie sich jiddische

Sprache und Lebenshaltung musikalisch

artikulieren. Er erzählt anhand von Hörbeispielen,

Fotos, Faksimiles und Filmausschnitten

u.a. über den „Vater des jiddisches

Liedes,“ Mordechai Gebirtig und

andere Protagonisten, die die jiddische

Kultur maßgeblich prägten. Insbesondere

von 1860-1940 erlebte diese säkulare Be-

kunst:stück 23


. osnabrück

Jidische Musik, Uwe von Seltmann © Yura Drug

wegung ihre Blüte. Wären nicht Millionen

Juden mitsamt ihrer Kultur vernichtet worden,

wäre der jiddische Liedermacher heute

so populär wie Woody Guthrie und Bob

Dylan. Gebirtig wurde 1942 im Krakauer

Ghetto von Nationalsozialisten ermordet.

Seine Lieder sind ein bedeutendes Zeugnis

jüdisch-europäischer Kultur und werden

weltweit von namhaften Künstlern interpretiert.

Die Protestlieder haben angesichts

des wachsenden Antisemitismus ihre Relevanz

und Aktualität behalten. Mit Bildmaterial

und Zeitzeugnissen erschließt von

Seltmann die Rolle Gebirtigs und anderer

Kulturschaffender im Krakauer Kulturleben,

das Netzwerk, ihren Zorn, ihr Leiden an Demütigungen

aller Art, aber auch ihre Würde.

Hörbeispiele und Videos zeigen, wie

vielfältig Künstler Gebirtig interpretieren.

Stella’s Morgenstern wird im Duo live jiddische

Lieder spielen.

Moderation – Stella Jürgensen

Jidische Musik, Heinedakis

→ 20. November 2021, 19 Uhr

„ Heinedakis“ – Lieder von Heinrich Heine

& Manos Hadjidakis, mit Stella’s Morgenstern,

feat. Gwen Leo-Allen & Stella Tsianios

Eintritt: 13€ (erm.), 15€ (VVK) und 17€ (AK)

Der deutsche Volksdichter Heine und der

griechische Komponist Manos Hadjidakis

haben mehr Gemeinsamkeiten, als man

denkt: Beide waren Exilanten, Kosmopoliten

und überzeugte Europäer. Heine

machte aus der Alltagssprache Lyrik. Hadjidakis

führte Rembetiko, „den politischen

Blues Griechenlands“ in die zeitgenössische

Kultur ein. Heines Texte und Hadjidakis’

Lieder sind in unzählige Sprachen übersetzt.

Einen multilingualen Ansatz verfolgt

auch das Ensembe „Stella‘s Morgenstern“

mit seinen Heine-Vertonungen. Die Herkunft

der Musiker reicht von Deutschland

über Chile und Zypern, Ägypten bis nach

Israel. Dazu mischen sie unterschiedlichste

Stile, denn sie denken ihre Musik jenseits

nationaler Grenzen und Nationalstaaten.

Die Sängerinnen Gwen Leo-Allen (GB/DE)

und Stella Tzianiou (GR/DE) haben sich intensiv

mit Hadjidakis‘ Werk auseinandergesetzt

und kooperieren erstmals mit Stella‘s

Morgenstern. In der Begegnung mit Heine

und Hadjidakis beziehen die Musiker klar

Position für Europa, gegen Ausgrenzung

und Rassismus. Für dieses Konzerterlebnis

werden erstmals Lieder von Hadjidakis auf

Jiddisch uraufgeführt, die jiddischen Übersetzungen

hat Daniel Kahn extra für diesen

Anlass verfasst. Außerdem werden Heine

und Hadjidakis auf Hebräisch, Deutsch, Englisch,

Griechisch, Türkisch, Spanisch und natürlich

auf Jiddisch gesungen.

Stella’s Morgenstern – Stella: Gesang, Autoharp

Ukulele; Andreas Hecht: Gesang, Gitarren;

Matthias Ricardo Müller: Cello; Cherif

Flöhr: Cajon; Jerry Merose: Kompositionen;

Gwen Leo-Allen: Gesang; Stella Tzianios: Gesang;

Moderation: Stella Jürgensen

Museumsquartier Osnabrück

Kulturgeschichtliches Museum

Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück

24 kunst:stück


. osnabrück

ARTLET

ZEITGENÖSSISCHE S C H A U R

MALEREI A U M

UND •

SKULPTUREN

2 0 2 1

DIGITALE

ZEITGENÖSSISCHE

ZEITGENÖSSISCHE KUNST UND

MALEREI

MALEREI VIRTUELLE

UND

UND AUSSTELLUNGEN

SKULPTUREN

DIGITALE KUNST UND VIRTUELLE AUSSTELLUNGEN

SKULPTUREN

DIGITALE KUNST UND VIRTUELLE AUSSTELLUNGEN

NACHT DER MUSEEN UND GALERIEN

NACHT AM 4. SEPTEMBER DER MUSEEN VON 16:00 UND -GALERIEN

23:00 UHR

AM 4. SEPTEMBER VON 16:00 23:00 UHR

ANDREA KRAFT | ANJA WEINBERG | ANNA KANT | JESÚS CURIÁ

MIREIA ANDREASERRA KRAFT | REGINE ANJAROSTALSKI WEINBERG | SONJA ANNATINES KANT | WILLOWS JESÚS CURIÁ

| U.A.

ZU MIREIA GAST: SERRA KUNSTHALLE REGINE SCHNAKE ROSTALSKI MIT STEINSKULPTUREN SONJA TINES WILLOWS AUS SIMBABWE

U.A.

ZU GAST: KUNSTHALLE SCHNAKE MIT STEINSKULPTUREN AUS SIMBABWE

Der SCHAURAUM im ARTLETstudio findet größtenteils im Freien und in

Der SCHAURAUM im ARTLETstudio findet größtenteils im Freien und in

offenen Der Zelten statt.Um das Mitbringen und Tragen von Masken wird gebeten.

offenen SCHAURAUM Zelten statt.Um im ARTLETstudio das Mitbringenfindet und Tragen größtenteils von Masken im Freien wird gebeten. und in

offenen Zelten statt.Um das Mitbringen und Tragen von Masken wird gebeten.

ARTLETstudio

Tagesaktuelle

ARTLETstudio

Tagesaktuelle

Harsewinkelgasse ARTLETstudio 21

Termine Öffnungszeiten

Harsewinkelgasse 21

Termine & Öffnungszeiten

Tagesaktuelle

D-48143 Harsewinkelgasse Münster 21

Termine & Öffnungszeiten

finden Sie auf

D-48143 Münster

finden Sie auf

artletstudio.online

D-48143 Münster

artletstudio.online

artletstudio.online

artletstudio.online

finden Sie auf

artletstudio.online

artletstudio.online

kunst:stück 25


. osnabrück

Plakatausstellung von Amnesty International im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum

Einsatz für die Menschenrechte

Plakatausstellung von Amnesty International

30. September 2021 bis 23. Januar2022

Erich Maria Remarque-Friedenszentrum | www.remarque.uni-osnabrueck.de

Seit der Gründung von Amnesty International

1961 engagieren sich deren Mitglieder

weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte.

Eine wesentliche Grundlage

ihrer Arbeit bildet die am 10. Dezember

1948 von der UN-Vollversammlung verabschiedete

Allgemeine Erklärung der

Menschenrechte. Trotz jahrzehntelanger

Aufklärungstätigkeit gibt es nach wie vor

international in zahlreichen Ländern Menschenrechtsverletzungen

verschiedenster

Art. Die Plakatausstellung thematisiert unter

anderem den Schutz von Flüchtlingen,

Frauenrechte, Kindersoldaten, Rassismus

und „moderne“ Sklaverei.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit

der Osnabrücker Regionalgruppe von Amnesty

International gezeigt.

Marlene Dietrich

Die Diva. Ihre Haltung. Und die Nazis

Ausstellung im Kulturgeschichtlichen Museum, 11. Juni bis 5. September 2021

Erich Maria Remarque-Friedenszentrum | www.remarque.uni-osnabrueck.de

Marlene Dietrich war der erste deutsche

Weltstar. Unzählige Ausstellungen und

Publikationen rund um den Globus beleuchteten

mit höchst unterschiedlichen

Perspektiven das Phänomen Marlene

Dietrich. Sie machten eine Frau sichtbar,

die ihre Zeit verändert hat und nicht nur

mit langen Beinen, rauchiger Stimme und

laszivem Blick Männern wie Frauen den

Kopf verdrehte. Einen weniger beachteten

Bereich ihres Lebens bildet ihre entschiedene

Haltung gegenüber den Nationalsozialisten

und ihr angespanntes

Verhältnis zu ihrer Heimat nach 1945.

Die von der Gedenkhalle Oberhausen mit

Unterstützung der Marlene Dietrich Collection

Berlin realisierte Wanderausstellung

rekonstruiert die ablehnende Haltung

der Dietrich zum Nazi-Regime und

ihr Verhältnis zu Deutschland über einen

Zeitraum von mehr als 60 Jahren. Die Ausstellung

folgt dabei dem Lebensweg des

Weltstars von Deutschland in die USA, zu

den Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs

bis zurück ins Nachkriegsdeutschland und

weiter nach Polen, Israel und schließlich

Paris, wo sie 1992 verstarb.

Erich Maria Remarque-Friedenszentrum

Markt 6, 49074 Osnabrück

26 kunst:stück


. osnabrück

11. September 2021 bis 16. Januar 2022

Am Kindergarten 2

32052 Herford

Stiftung Ahlers Pro Arte

Freitag bis Sonntag 12 bis 17 Uhr

Führungen jeden Samstag 15 Uhr www.ahlers-proarte.com

Bitte informieren Sie sich auf unserer Internetseite über die aktuellen Zugangsbestimmungen

Jan Henderikse, $-Shirt, 2017, ahlers collection, © Jan Henderikse

kunst:stück 27


. osnabrück

Abb. oben: Thorsten Pracht, Süssigkeit, 120 x 180 cm, Acryl auf Holz // Abb. unten: Thorsten Pracht, Atelieraufnahmen

Torsten Pracht

Atelier Ausstellung, Serie 1 Details

Samstag, 18. und Sonntag, 19. September von 12 bis 18 Uhr

www.torstenpracht.com

Foto, Gemälde, Druck? Torsten Prachts

Werke entziehen sich einer Festlegung. Für

den Künstler sind diese Kategorien nicht

von Bedeutung. Wichtig ist das Ergebnis:

Die Irritation des Betrachters und eine

neue Sicht auf die vertrauten Dinge des

Alltags. Für Pracht steht das Motiv im Zentrum

seiner Arbeit. Seine Fotos sind die Basis.

Die daraus entstehenden Kunstwerke

fordern zum Perspektivwechsel auf: Je

weiter der Betrachter sich entfernt, umso

deutlicher das Motiv, je näher er kommt,

umso mehr entgleitet der Zusammenhang.

Dafür erkennt er andere Facetten des Alltags.

Und andere Facetten des Werks: Aus

der Nähe werden Schichten deutlich, der

weiße und schwarze Farbauftrag, die Konturen

der Schnittlinien.

Für Torsten Pracht war Kunst schon immer

ein Prozess der Verlangsamung. Die

Umsetzung dieser Überzeugung, der

langsame Weg zum fertigen Werk, ist elementarer

Bestandteil seiner Arbeiten. Die

Auswahl des Motivs, die Bearbeitung der

Fotovorlage und der bis zu mehrere Wochen

dauernde Prozess des Schneidens,

verleihen den Werken ihre besondere Bedeutsamkeit.

Torsten Pracht Atelier

Liebigstraße 29, 49078 Osnabrück

28 kunst:stück


. osnabrück

of Tradition

Breaking out

Japanese Lacquer – 1890 to 1950

23.9. –

12.12.2021

Die Ausstellung ist eine Kooperation

mit dem Rijksmuseum, Amsterdam

Eine Einrichtung der

BASF Coatings GmbH

www.museum-fuer-lackkunst.de

Windthorststraße 26

48143 Münster kunst:stück 29


. osnabrück

asap – we must hurry to slow down

kuratiert von Ann-Katrin Günzel

28. August bis 31. Oktober 2021

Kunstraum hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst

www.hase29.de

Der Kunstraum hase29 zeigt vom 28.8.–

31.10.2021 mit der Ausstellung „asap. we

must hurry to slow down“ 11 internationale

künstlerische Positionen, die sich mit der

ständig wachsenden Geschwindigkeit in

unserem Alltag auseinandersetzen.

Sebastian Schmieg, Gallery Delivery, 2018–2021

Die Kölner Kunstwissenschaftlerin Ann-

Katrin Günzel hat dazu die Künstler*innen

Douglas Coupland, Oliver Gather, Mischa Kuball,

Dan Perjovschi, Warren Neidich, Stefan

Rohrer, Sebastian Schmieg, Matthias Surges,

Su Yu Hsin, Johanna Terhechte und Stefanie

Zoche eingeladen, Arbeiten in Osnabrück

zu präsentieren, die sich kritisch mit Fortschrittseuphorie,

Beschleunigungsdruck

und dem ständigen Wachstumsimperativ

sowie mit den entsprechenden Auswirkungen

der Erschöpfung, Ausbeutung

und Zerstörung unserer Ressourcen beschäftigen.

So betritt man den Kunstraum durch das

zeichnerische Werk des Künstlers Dan

Perjovschi, der auf der Glasfassade in Skizzen

und Wortspielen humorvolle, aber

durchaus kritische Anmerkungen zu unserem

Weltgeschehen notiert, während im

30 kunst:stück


. osnabrück

Stefan Rohrer, rote Schwalbe, 2013 // Douglas Coupland, Slogans for the 21st Century, 2019, Plakat

Innenraum Malerei, Skulpturen, Videoarbeiten,

Sound, Installationen und Plakate

facettenreich das Thema darlegen: mit den

Originalfotografien der geschwindigkeitsbegeisterten

Futuristen aus den 1920er

Jahren korrespondiert das schwungvoll

verbogene Moped von Stefan Rohrer, während

Johanna Terhechte die inzwischen

kilometerlangen Staus der (damals) gefeierten

Automobile ins Visier nimmt

und Oliver Gather uns der Monotonie der

Stauberichte aussetzt, Douglas Couplands

Plakate zum Innehalten auffordern, Su

Yu Hsin in ihrer Video-Installation die entschleunigten

Zeitverläufe der Natur poetisch

in den Raum stellt, Matthias Surges

thematisiert, wie die Naturbetrachtung im

Anthropozän durch Geschwindigkeit zum

Verschwinden gebracht wird und Stefanie

Zoche die Auswirkungen eines gewinnorientierten

Umgangs mit unseren Wäldern

aufzeigt. Die Ausstellung weitet sich

durch die Tag und Nacht in der Außenvitrine

leuchtende Arbeit des Künstlers Warren

Neidich sowie mit Douglas Couplands Plakaten

auch in den Außenraum aus, wo

auf den Dächern der Stadtbibliothek und

des Theaters außerdem die leuchtenden

Schriftzüge (un)finished und Dys(U)topia

von Mischa Kuball zu bedenken geben,

dass alles auch immer eine Frage der Perspektive

ist.

Sebastian Schmieg schließlich bezieht sich

mit seiner performativen Arbeit auf die verstärkt

um sich greifende Angewohnheit,

sich die Dinge geradewegs nach Hause liefern

zu lassen: wer möchte, kann sich also

eine komplette Ausstellung kurzerhand

ins heimische Wohnzimmer liefern lassen.

Mit freundlicher Unterstützung: Sievert

Stiftung, Stadt Osnabrück, Ministerium

für Wissenschaft und Kultur, Niedersachsen

dreht auf, Landschaftsverband Osnabrücker

Land e.V.

Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, 14 – 18 Uhr,

Do, 16 – 20 Uhr, Sa, 11 – 15 Uhr | Eintritt frei

hase29

Hasestraße 29 / 30, 49074 Osnabrück

kunst:stück 31


. osnabrück

RIA, 11. Sept, 19 Uhr,

Nackte Mühle

Elektronischer Dauerurlab, 23. Sept, 19 Uhr,

Jugendzentrum Ostbunker

KulturTriathlon

Rein in die Stadtteile mit Kunst und Kultur

Osnabrück | www.kulturmarathon-os.de/kulturtriathlon/

Im August fiel der Startschuss zum „KulturTriathlon“

in Osnabrück, im September

nimmt er volle Fahrt auf. Ob Musik oder

Theater, Klassik oder Rock – es ist für jeden

etwas dabei. Das Programm ersetzt

die Kulturnacht, die in diesem Jahr erneut

wegen Corona abgesagt werden musste.

Statt geballt an einem Abend innerhalb

der Altstadt finden die Veranstaltungen

verteilt auf einen Zeitraum von sechs Wochen

im ganzen Stadtgebiet statt.

Nach der Zusage des Bundes, die Veranstaltungsreihe

mit Mitteln aus seinem Programm

NEUSTART KULTUR zu fördern,

stellte Anke Bramlage, Leiterin des Projektbüros

im Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück,

den „KulturTriathlon“ innerhalb

kürzester Zeit auf die Beine.

Tatkräftige Unterstützung gab es von den

zahlreichen Projektpartner:innen in den

verschieden Stadtteilen und Quartieren.

Auch die Förderer der Kulturnacht sind mit

im Boot. Die Stadtwerke Osnabrück, die

VGH-Stiftung, das Marketing Osnabrück

GmbH (mO.) sowie die Stadt Osnabrück

selbst unterstützen mit ihren Geldern für

die Kulturnacht den „KulturTriathlon“.

Infos zum Programm gibt es auf:

www.kulturmarathon-os.de/kulturtriathlon

Es gehört zur Website des weiterhin laufenden

„Kulturmarathons“, dessen Projekte

ebenfalls auf der Seite zu finden sind.

Unter anderem laufen im „KulturTriathlon“

folgende Veranstaltungen:

– – –

↗ LAUT! Konzerte vor dem Ostbunker

Auf dem Platz vor dem Jugendzentrum

Ostbunker läuft den ganzen September

noch die LAUT! Reihe mit Musik von

Frauen*, Trans*, Inter*menschen und nonbinären

Personen. Sie sind auch an den

Reglern der Technik aktiv und zeigen so

vor und hinter der Bühne, dass Pop- und

Rockmusik in Osnabrück divers ist.

– – –

Donnerstag, 2. September, 18 Uhr:

Katrin Göhringer, Gianna Pludra,

Kummerfeld

32 kunst:stück


. osnabrück

Compagnia Buffo, Die Odyssee, 1. Sept, 19 Uhr,

Piesberger Gesellschaftshaus

Donnerstag, 9. September, 19 Uhr:

Rayen, Flaw and Order feat. Lotter Ladies

Donnerstag, 16. September, 19 Uhr:

Jessovski, MELE

Donnerstag, 23. September, 19 Uhr:

Elektronischer Dauerurlaub, AMY

→ Anmeldung:

anmeldung@musikbuero.net

– – –

↗ Konzert und Kindertheater an der

Nackten Mühle

Der Verein FOKUS holt im Rahmen des

„KulturTriathlons“ Musik und Theater

auf das Gelände der Nackten Mühle. das

Tijo-Kindertheater unterhält dort mit dem

Weltraumabenteuer „Drache Valentin wird

Astronaut oder Milchstraßen-Expeditions

für Anfänger“. Außerdem machen Ronja

Maltzahn, G’emma und RIA Musik.

– – –

Sonntag, 4. September, 15 Uhr:

Tijo Kindertheater

Sonntag, 4. September, 19 Uhr:

Ronja Maltzahn

Sonntag, 11. September, 15 Uhr:

G’emma

Sonntag, 11. September, 19 Uhr:

RIA

– – –

↗ Theateracker – Plan B

Das Piesberger Gesellschaftshaus holt Straßenkultur

auf höchstem Niveau in seinen

Kastaniengarten. So zeigt die Compagnia

Buffo „Die Odyssee“ als schräges Ein-Personen-Stück.

Die Clowns Kaspar & Gaya

fechten Beziehungsprobleme auf unterhaltsame

Art aus. Und das Theater Pikante

sucht und findet mit „Lola zwischen den

Saiten“ das Schöne in jedem Gegenstand.

– – –

Mittwoch, 1. September, 19 Uhr:

Compagnia Buffo

Mittwoch, 15. September, 19 Uhr:

Kaspar & Gaya und Theater Pikante

Weiter Infos zum Programm gibt es auf:

www.kulturmarathon-os.de/kulturtriathlon

kunst:stück

33


. osnabrück

David Rauer | Helen Frik

Abgeschleppt und Eingesackt

1. Oktober (Vernissage um 18 Uhr) bis 9. Oktober 2021

Osnabrück | www.room4art.de

Helen Frik (*1960 Worcester, UK) und David

Rauer(*1986 Ostercappeln, DE) zeigen

im room4art (Kunst & Projektraum

Merle Lembeck + Petra Höcker) ihre erste

gemeinsame Ausstellung. Die in Amsterdam

lebende Künstlerin Helen Frik arbeitet

zeichnerisch, bildhauerisch und installativ.

Seit Beginn der Neunziger verbildlichen

sich ihre Kunstwerke in teilweise absurden,

komischen, grotesken und lebendigen

Keramiken. Sie spielt auf mannigfaltige Art

mit den Stilmitteln und Dekorationselementen

historischer Keramiken, und hat

inzwischen ein umfassendes keramisches

Werk geschaffen, welches vielfach international

ausgestellt wurde.

David Rauer hat als ausgebildeter Keramiker

ein Kunststudium an der Kunstakademie

Münster abgeschlossen. Skulptur,

Keramik, Installation und Performance sind

seine Wirkungsbereiche, die zumeist miteinander

verschmolzen zum großen Happening

werden. Seine keramischen Werke

34 kunst:stück


. osnabrück

Frik + Rauer: Containerrama, Collage zur mehrteiligen Installation

aus Keramik und Videoprojektionen, H.Frik und D.Rauer, 2021

wurden vielfach beachtet und seine Arbeiten

regional und überregional ausgestellt.

Helen Frik und David Rauer arbeiteten erstmals

2016 in Japan miteinander und schufen

in dieser Zeit einige Keramiken im

traditionellen Anagama-Holzfeuerofen.

Room4art zeigt ihre erste gemeinsame

Arbeit „Containerama“, eine mehrteilige

Installation aus Keramiken und Videoprojektionen.

Diese Arbeit wird als work-inprogress

speziell für diese Ausstellung

entstehen. Zusätzlich haben die Künstler

*innen gegenseitig zahlreiche Lieblingsarbeiten

kuratiert, die auch zu erleben

sein werden.

Öffnungszeiten:

Freitag

Samstag

Sonntag

T. 0177-7040114

Freitag

Samstag

1. Okt.

2. Okt.

3. Okt.

8. Okt.

9. Okt.

18-20 Uhr

11-18 Uhr

15-18 Uhr

Montag 4. Okt. – Donnerstag 7. Okt.

nach telefonischer Absprache unter

15-18 Uhr

11-18 Uhr

Besuch unter geltenden

Corona-Hygienemaßnahmen

AR[BEI]T – Raum für Kunst

Katharinenstraße 25a, 49078 Osnabrück

kunst:stück 35


. osnabrück

© Franz Greife

Franz Greife

just a moment

3. September bis 30. Oktober 2021

www.skulptur-galerie.de

Die skulptur-galerie präsentiert Arbeiten

des Künstlers Franz Greife. Im Raum dominieren

seine lebensgroßen, figürlichen

Skulpturen aus Holz, die Assoziationen und

Fragen zu unseren eigenen Haltungen und

zur Verkörperung von Männlichkeit wecken.

Als Premiere wird das große neunteilige

Relief traces präsentiert (280 x 190 cm).

Fasziniert von der lebhaften Verkörperung

der Musik durch den Dirigenten hat

Franz Greife Andreas Hotz und die Osnabrücker

Symphoniker bei den Proben von

Richard Strauss' Also sprach Zarathustra,

begleitet. Ergänzt werden die in Holz gehauenen

Skizzen durch eine audio-visuelle

Präsentation.

Während der Ausstellungszeit wird Franz

Greife in der Galerie auch an einer weib-

lichen Figur mit dem Arbeitstitel "just a

moment" arbeiten. Auf einem Bein balancierend

beschreibt sie die immerwährende

Suche nach innerem und äußerem

Gleichgewicht.

Seit Ende der 90er realisiert Franz Greife

als freischaffender Holzbildhauer zahlreiche

Skulpturen, private und öffentliche

Auftragsarbeiten sowie Kunstaktionen im

öffentlichen Raum.

Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr, 11–18 Uhr /

Sa, So, 11–16 Uhr und auf Anfrage;

Änderungen möglich

skulptur-galerie.de

Bierstraße 2, 49074 Osnabrück

36 kunst:stück


kolvenburg.de

NORBERT

THOMAS

Von der Fläche in den Raum

12. SEPT –

31. OKT 21

Ausstellung in der

KOLVENBURG

BILLERBECK

EIN DENKMAL DES

KREISES COESFELD


. osnabrück

Judith Schepers und Regine Wolff

Wasserprobe – Zeichnung, Malerei, Installation

27. August bis 09. Oktober 2021

Kunst-Quartier des BBK | www.bbk-osnabrueck.de

Regine Wolff, Wasserzeit, Mischtechnik auf

Textil, 150 x 140 cm, Foto: Regine Wolff

Der Titel der Ausstellung bezieht sich sowohl

auf den künstlerischen Versuch zu veranschaulichen

wie es wäre, wenn der Wasserspiegel

dramatisch steigt; als auch darauf,

wie wichtig Wasser für unser Leben ist.

Eine „Wasserprobe“ wird genommen, um

das Wasser zu untersuchen, was in dieser

Ausstellung künstlerisch geschieht. Im

Deutschen gibt es eine weitere Bedeutung

mit besonderem Bezug zum Ausstellungsort

Osnabrück. Zu Zeiten der Hexenverfolgung

wurde die „Wasserprobe“ auch hier

in der Hase angewandt, um Hexen zu entlarven.

Das perfide an dieser Probe war die

fast völlige Aussichtslosigkeit für die Betroffenen.

Wenn sie nicht untergingen, war

das ein Beweis für Ihre Schuld, wenn sie

untergingen waren sie zwar keine Hexen

ertranken aber meist, ein klassisches Dilemma,

bei dem es an ein Wunder grenzte,

wenn das Opfer davon kam.

Judith Schepers,That Which Darkly Thrives, 120 x 180 cm,

Bleistift + sibirische Kreide auf Papier, Foto: Judith Schepers

In der Ausstellung soll Wasser das zentrale

und verbindende Element sein. Wasser soll

sowohl in den ausgestellten Arbeiten eine

Rolle spielen als auch den gesamten Raum

bestimmen und alles zu einer Gesamtinstallation

verschmelzen, die beide Künstlerinnen

gemeinsam entwickelt haben.

Die niederländische Künstlerin Judith Schepers

schloss 2002 ihr Studium an der AKI,

Akademie für Kunst und Design, Abteilung

Monumentale Kunst, ab. Sie macht Zeichnungen

und manchmal Installationen.

In den Arbeiten zu Wasserprobe erforscht

sie die Farbe Schwarz, Schwarz reflektiert

nicht, es absorbiert. In ihren Landschaften

platziert sie schwarze Flächen, wie dunkle

Elemente aus einer anderen Welt.

Die Malerin Regine Wolff schloss ihr Studium

an der Westsächsischen Hochschule

als Diplomdesignerin ab und studierte

Malerei bei Norbert Bisky, Marc van Yetter

und Bernd Zimmer.

Charakteristisch für ihre neueren Arbeiten

ist der Einsatz zuvor bedruckter Stoffe und

die Integration von Mustern und Rapporten

in ihre Malerei. Thematisch beschäftigen

sich Wolffs Bilder mit der Trennung

von Mensch und Natur sowie der Absurdität

in diesem Konstrukt.

Kunst-Quartier des BBK

Bierstraße 33, 49074 Osnabrück

38 kunst:stück


ForumFormClemenswerth

Sonderausstellung

d platziert

Stadt.Land.Schloss.

Sa 4.09. - So 31.10.2021

Landeskunstausstellung 2021

75 Jahre BBK Niedersachsen

Mit Werken von Gernot Baars, Hein

Bohlen, Ingeborg Dammann-Arndt,

Michaela Hanemann, Susanne Laufer,

Susanne Otte, Ursula Reiff, Hiltrud

Schäfer und Brigitte Schulten

49751 Sögel | www.clemenswerth.de

Die Ausstellung

wird gefördert:

Ursula Reiff

Hein Bohlen

Hiltrud Schäfer

Susanne Otte


. osnabrück

Peter Rechtien, Pendant, 2021

Peter Rechtien

Metamorphosen – Zeichnung, Aquarell

1. Oktober (Eröffnung: 19 Uhr) bis 30. Oktober 2021

Kunst-Quartier des BBK | www.bbk-osnabrueck.de

Der BBK zeigt in seinen Räumen, dem Kunst-Quartier an der Bierstraße 33, Zeichnungen

und Aquarelle von Peter Rechtien. Die Ausstellung wird am 1. Oktober um 19 Uhr mit

einer Vernissage eröfnet und zeigt die Arbeiten des Künstlers bis zum 30 Oktober 2021.

Kunst-Quartier des BBK

Bierstraße 33, 49074 Osnabrück

– – –

YUP / Young Urban Performances

KiBa im OliBa

12. September 2021, 16–21 Uhr

Moskaubad Osnabrück | www.youngurbanperformances.de/de

Das YUP Kollektiv lädt auf einen Kurzurlaub

in das Moskaubad ein. Unsere Reisegruppe

begibt sich am 12.09.2021 von 16 — 21 Uhr in

dem beliebten Osnabrücker Freibad auf den

Weg in einen imaginierten Sehnsuchtsort,

dem Traum vom Kurzurlaub in der eigenen

Stadt. Sieben künstlerisch-performative Beiträge

eröffnen den Blick in utopische Realitäten,

installative Begenungsräume und

parallele Universen.

Das Freibad entpuppt sich als ein Sehnsuchtsort

unerreichbarer Ideale. Die Fantasie

stößt an die Grenzen unserer Realität.

Denn als Teil unserer Gesellschaft ist auch

das Freibad kein diskriminierungsfreier

Raum. Im Gegenteil, das Freibad ist für viele

Menschen ein Ort des Unwohlseins mit dem

eigenen Körper, der sich den wertenden

Blicken der anderen Badegäst*innen aussetzen

muss.

Ganz bewusst setzten sich die eingeladenen

Performancekünstler*innen diesen Blicken

aus. Dabei leben sie jedoch eine mögliche

zukünftige Realität vor.

Künstler*innen: Baby of Control, Lia Quirina,

Lady Bubu Tea (LBBT), Rebecca Solari, DJ

Hengameh, Kimchi Eukimchi, GigiPop & Lil.v

Reiseleitung: YUP Kollektiv

40 kunst:stück


. osnabrück

Jiddische

Klangperspektiven

Konzerte im Felix-Nussbaum-Haus

Samstag,

Samstag, 25.

25. September

September 2021

2021 | | 20

20 20 Uhr

Uhr

„Motiks

„Motiks Tonband“

Tonband“ – – die

die Geschichte

Geschichte einer

einer Familie

Familie –


ein

ein Erzählkonzert

Erzählkonzert

mit

mit Sveta

Sveta Kundish

Kundish & Patrick

Patrick Farrell

Farrell

Eintritt: 13€ (erm.), 15€ (VVK) und 17€ (AK)

Eintritt: 13€ (erm.), 15€ (VVK) und 17€ (AK)

Samstag,

Samstag, 30.

30. Oktober

Oktober 2021

2021 | | 20

20 20 Uhr

Uhr

„Der

„Der zinger

zinger fun

fun noyt“

noyt“ – – Die

Die Stimme

Stimme der

der Armen

Armen

Uwe

Uwe von

von Seltmann

Seltmann

über

über das

das jiddische

jiddische Lied

Lied & Live-Musik

Live-Musik

Eintritt: 13€ (erm.), 15€ (VVK) und 17€ (AK)

Eintritt: 13€ (erm.), 15€ (VVK) und 17€ (AK)

Samstag,

Samstag, 20.

20. November

November 2021

2021 | | 19

19 19 Uhr

Uhr

HEINEDAKIS

HEINEDAKIS –


Lieder

Lieder von

von Heinrich

Heinrich Heine

Heine & Manos

Manos Hadjidakis

Hadjidakis

mit

mit

Stella’s

Stella’s Morgenstern

Morgenstern

feat.

feat. Gwen

Gwen Leo-Allen

Leo-Allen & Stella

Stella Tsianious

Tsianious

Eintritt: 13€ (erm.), 15€ (VVK) und 17€ (AK)

Eintritt: 13€ (erm.), 15€ (VVK) und 17€ (AK)

Museumsquartier Osnabrück | | Lotter Straße 2 | | 49078 Osnabrück

www.museumsquartier-osnabrueck.de | | museum@osnabrueck.de

Telefon: 0541 323-2207 / / 323-2237

kunst:stück 41


. bramsche

Möser-Fest

Sonntag, 5. September 2021, 11.00 – 16.00 Uhr

Begleitprogramm zur Ausstellung „Die Leute sind Goldarbeiter – Justus Möser und das

Tuchmachergewerbe in Bramsche“, 20.06. – 31.10.2021

Tuchmacher Museum Bramsche | www.tuchmachermuseum.de

„Die Leute sind Goldarbeiter und sie haben

nur Messing“ – der einflussreiche Osnabrücker

Staatsmann Justus Möser (1720–

1794) wusste, was den Bramscher Tuchmachern

fehlte: feine Wolle, Kredite für den

Einkauf der Rohstoffe sowie eine professionelle

Schönfärberei und Tuchausrüstung.

Vom handwerklichen Können seiner „Goldarbeiter“

war er jedoch so überzeugt, dass er

sich über 30 Jahre für die Förderung des

Bramscher Tuchmachergewerbes einsetzte.

Die Ausstellung im Tuchmacher Museum

Bramsche zum 300. Geburtstag Justus Mösers

bindet seine Initiativen in den zeithistorischen

Kontext ein und zeigt anhand

von Exponaten, Modellen, Schriften und

einer filmischen Zeitreise ihre Bedeutung

für die Entwicklung in Bramsche.

Am Sonntag, 5. September, von 11 bis 16

Uhr gibt sich der Osnabrücker Staatsmann,

dargestellt von dem Schauspieler Magnus

Heithoff, beim Möser-Fest persönlich die

Ehre und nimmt seine Gäste im Museum

mit auf eine Themenreise über mehrere

Stationen. Im Museumshof und auf dem

Mühlenort präsentieren Schafzüchter alte

Rassen, Textilkünstlerinnen ihre Produkte

und in der Färberei wird das „Bramscher

Rot“ gefärbt.

Alle Programmpunkte vorbehaltlich möglicher

Änderungen aufgrund der Corona-

Schutzverordnung. Besucher*innen sollten

sich kurz vor dem Möser-Fest über die

genauen Modalitäten und mögliche Änderungen

auf der Homepage informieren:

www.tuchmachermuseum.de

42 kunst:stück


. bramsche

Merinoschaf, Lithographie nach Nicolas Huet (1718–

nach 1788), Fotonachweis: Wellcome Library, London,

Wellcome Collection. Attribution 4.0 International (CC

BY 4.0)

Die Leute sind

Goldarbeiter

Justus Möser und das Tuchmachergewerbe

in Bramsche

20. Juni bis 31. Oktober 2021

Tuchmacher Museum Bramsche

www.tuchmachermuseum.de

www.justus-moeser-2020.de

Justus Möser (Magnus Heithoff) und seine Tochter Jenny

(Babette Winter) mit Akteurinnen der Kunterbunten Wollspinnerey

in der Färberei des Tuchmacher Museums. Foto:

Tuchmacher Museum Bramsche

Die Ausstellung und das Möser-Fest sind

Teil des Veranstaltungsreigens „Justus

Möser 1720 / 2020“ mit dem Stadt und

Land Osnabrück den einflussreichen

Staatsmann und in seiner Zeit viel gelesenen

Publizisten würdigen.

Ausstellung und Begleitprogramm werden

von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung,

der Kreissparkasse Bersenbrück, dem

Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft

und Kultur, dem Landschaftsverband

Osnabrücker Land e.V. und dem Förderverein

Tuchmacher Museum Bramsche e.V. gefördert.

Tuchmacher Museum Bramsche

Mühlenort 6, 49565 Bramsche

Justus Möser (1720–1794) hat sich als

Staatsmann entscheidend für das Fortbestehen

des Tuchmachergewerbes

in Bramsche eingesetzt. Die Entwicklung

der Gilde im 18. Jahrhundert wurde

durch seine Ideen und aktive Unterstützung

maßgeblich befördert. Auf

seine Initiative geht vor allem die Einrichtung

des Bramscher Lagerhauses zurück.

Dieses versorgte die Tuchmacher

nicht nur mit günstiger Wolle in guter

Qualität, sondern organisierte gleichzeitig

den Verkauf der produzierten Tuche

zu einem angemessenen Preis. Dadurch

sollte das Bramscher Tuchmachergewerbe

in dem hart umkämpften Textilmarkt

vorankommen. Die Ausstellung, die bis

zum 31. Oktober im Tuchmacher Museum

Bramsche gezeigt wird, bindet die

Initiativen Mösers in den regionalen und

zeithistorischen Kontext ein und zeigt

anhand von Exponaten, Modellen und

Schriften ihre Bedeutung für die Entwicklung

in Bramsche.

Im Dezember 1720 wurde Justus Möser

geboren. Stadt und Land Osnabrück

würdigen ihn mit dem Veranstaltungsreigen

„Justus Möser 1720/2020“.

kunst:stück

43


making

places

motivating

pro office Büro + Wohnkultur

Sutthauser Str. 287, 49080 Osnabrück

Tel.: 0541.33 50 63 0, Fax: 0541.33 50 63 3

www.prooffice.de


usm.com


. bramsche

Bildinformationen: © Th. Zühmer, Rheinisches Landesmuseum Trier, GDKE

Spot an – Szenen einer römischen Stadt

Neue Sonderausstellung ab Mai im Varusschlacht-Museum

2. Mai bis 14. November 2021

Museum und Park Kalkriese | www.kalkriese-varusschlacht.de

Herausragende archäologische Funde und

der Prunk der einst größten römischen Metropole

nördlich der Alpen: Die Wanderausstellung

„Spot an! Szenen einer römischen

Stadt“, die vom 2. Mai bis zum

14. November 2021 in Museum und Park

Kalkriese zu sehen ist, illustriert eindrücklich

die Bedeutung des antiken Triers und

gibt anhand beeindruckender Mosaike,

Skulpturen und Münzen einen Einblick in

das Stadtleben der Antike.

Mit dem Vormarsch der Römer nach

Norden gelangten viele kulturelle Neuerungen

nach Mitteleuropa. Zu den wirkungsmächtigsten

gehörten die planmäßig

angelegten Städte. Ihre Architektur, ihre

Struktur, ihre Funktion setzten Maßstäbe,

die bis in die Gegenwart Geltung behalten

sollten. Mit öffentlichen Plätzen, eindrucksvollen

Tempeln, großen öffentlichen

Bädern und prächtigen Statuen bot sich

den Bewohnern ein ungekannter Luxus,

der sich nicht selten hinter der Wohnungstür

weiter fortsetzte. Prachtvolle Mosaiken

und Wandmalereien und exquisite

Möbel und Tischgeschirre zeugen von der

einstigen Pracht des urbanen Privatlebens.

Aber Städte dienten nicht nur dem Wohnen.

Sie waren Orte der Macht, Schaltstelle

der Verwaltung und Zentren des Handwerks,

der Wirtschaft und des Handels.

Etwa 2 000 antike Städte vermutet die

moderne Forschung auf dem Boden des

ehemaligen Römischen Reiches. Nur ein

kleiner Teil verdient indes die Bezeichnung

Metropole. Das antike Trier ist sicherlich

eine davon.

Auf rund 500 Quadratmeter zeigt die Sonderausstellung

„Spot an – Szenen einer

römischen Stadt“ am Beispiel der um 300

n. Chr. zur Kaiserresidenz aufsteigenden

blühenden Moselmetropole Trier Szenen

aus dem Leben einer römischen Großstadt.

Als größte römische Stadt nördlich

der Alpen verfügte Trier sowohl im öffentlichen

als auch im privaten Raum über eine

eindrucksvolle Architektur. Die verkehrsgünstige

Lage verhalf ihren Bewohnern zu

Wohlstand, der sich in ihren Wohnungen

und Lebensgewohnheiten entsprechend

niederschlug. Das Rheinische Landesmuseum

Trier hat dafür seine reich bestückten

Depots gesichtet und herausragende antike

Exponate zusammengestellt. Sie illustrieren

die Bedeutung des antiken Trier

und geben anhand beeindruckender Mosaike,

Skulpturen und Goldmünzen einen

Einblick in das Leben in der einst größten

Metropole nördlich der Alpen.

Informationen zu Führungen, Kinderprogramme

und Vorträgen unter:

www.kalkriese-varusschlacht.de

Varusschlacht im Osnabrücker Land

Museum und Park Kalkriese

Venner Straße 69, 49565 Bramsche

46 kunst:stück


. osnabrück

15.8.–3.10.2021

www.kulturmarathon-os.de/kulturtriathlon

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung

für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR

Weitere Förderer:

kunst:stück 47


. mettingen

Harmen Jansz Muller (nach Maarten van Heemskerck), Luna, aus: Die Sieben Planeten, ca. 1568, Foto: Stephan Kube, Greven

Stay Healthy

10. Juni bis 31. Oktober 2021

Draiflessen Collection | www.draiflessen.com

Besonders seit der Covid-19-Pandemie ist

der Ausdruck „Bleib gesund“ zu einem konkreten

Wunsch für das Gegenüber geworden.

Allerdings begleitet uns das Bedürfnis

nach Gesundheit nicht nur heute, sondern

schon seit jeher. Die Kabinettausstellung

STAY HEALTHY veranschaulicht, dass eine

ganzheitliche Körperprävention kein moderner

Ansatz ist, sondern dass sich bereits

vor rund 500 Jahren Menschen Fragen

zur eigenen Gesundheit gestellt und

zu beantworten versucht haben. Die in der

Kabinettausstellung präsentierten Drucke

und Grafiken aus dem 16. Jahrhundert spiegeln

diesen damaligen Zeitgeist wieder und

vermitteln das gesundheitliche Verständnis

der Frühen Neuzeit. Denn nicht nur heute

gilt: Gesundheit ist das höchste Gut.

Die Kunst des Heilens

Bedingt durch das Aufkommen des Buchdrucks

im 15. Jahrhundert entstand eine

Vielzahl von Gesundheitsratgebern: Nicht

nur Hinweise zur Kräuter- und Frauenheilkunde

sind in diesen Büchern zu finden,

sondern auch Anregungen zur richtigen

Ernährung, der Körperhygiene oder zum

Aderlass. Anhand von Drucken und Gra-

fiken aus der Liberna und Tiluba Collection

sowie Leihgaben aus dem Rijksmuseum

Amsterdam ergründet die Ausstellung,

was genau die Menschen damals unter

Gesundheit verstanden und was sie zur

Vorbeugung und im Krankheitsfall unternommen

haben. Sie ermöglicht es somit

auch, Parallelen zu heute zu entdecken.

Zeit des Umbruchs

Das 16. Jahrhundert ist geprägt von politischen,

kulturellen, religiösen und gesellschaftlichen

Umbrüchen sowie von

neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Ebenso kennzeichnen diese Zeit Pandemien

und Ausbrüche neuer Krankheiten,

sodass die Sorge um das eigene Wohlbefinden

weitaus größer war, als wir heute

vielleicht vermuten. Ganze Berufsstände

wie Bader, Barbiere, Ärzte, Apotheker,

Wundärzte und Hebammen trugen Verantwortung

für die öffentliche Gesundheit.

Der Erfolg volkssprachlicher Gesundheitsund

Lebensratgeber bestätigt das zunehmende,

vielfach private Interesse.

Draiflessen Collection

Georgstraße 18, 49497 Mettingen

48 kunst:stück


. mettingen

Ausstellungsansichten HOHE SCHNEIDERKUNST, Abb. links: Flutra Halili nach Madeleine Vionnet, Kleid 1931 // Abb. rechts:

Elisa Prigge nach Christian Dior, Ensemble 1954

Hohe Schneiderkunst

Eine Kooperation mit dem Fachgebiet Gestalten

der Universität Osnabrück

18. Juli bis 31. Oktober 2021

Draiflessen Collection | www.draiflessen.com

Die Modesammlung der Draiflessen

Collection enthält Kreationen berühmter

Modeschöpfer*innen wie Madeleine

Vionnet, Christian Dior, Madame

Grès und Cristóbal Balenciaga. Inspiriert

von deren Kleidern und Ensembles

setzen sich Studierende mit den vier

Designer*innenpersönlichkeiten, ihren Arbeitsweisen

und ihrem Œuvre theoretisch

und praktisch auseinander und entwerfen

auf dieser Grundlage eigene Modelle. Die

Ergebnisse stellen sie in einer Präsentation

in DAS Forum vor. Das Projekt entsteht

als Seminararbeit in Kooperation mit dem

Fachgebiet Textiles Gestalten des Fachbereichs

Kultur- und Sozialwissenschaften

der Universität Osnabrück.

Inspiration und eigene Kreation

15 Studierende widmen sich in ihren

Arbeiten jeweils einem der vier Modeschöpfer*innen.

Sie forschen nach dem,

was sie*ihn bis heute ausmacht und lassen

sich von Techniken inspirieren, um eigene

Modelle zu erschaffen und handwerkliche

Finessen zu erproben. Begleitet werden sie

in ihrer Arbeit von Dr. Maria Spitz, Kuratorin

für Mode und Textilien an der Draiflessen

Collection, und Christine Löbbers,

Dozentin an der Universität Osnabrück.

Neben den vier aus der Draiflessen Collection

ausgewählten Kleidern und Ensembles

werden die studentischen Kreationen

samt ihres Entstehungsprozesses gezeigt.

Vier Meister*innen der Mode

Madeleine Vionnet (1876−1975) gilt als Erfinderin

des Schrägschnittes und vielen als

die größte Schnittkünstlerin; Christian Dior

(1905−1957) feierte mit dem „New Look“

1947 einen durchschlagenden Erfolg und

diktierte in den Folgejahren die Linien der

Damenmode; Madame Grès (eigentlich

Germaine Krebs, 1903−1993) orientierte

sich an antiken Gewändern und schuf

Kleider von zeitloser Eleganz; Christóbal

Balenciaga (1895−1972) wird bis heute als

„König der Haute Couture“ verehrt. Alle

vier waren Mitglieder der „Chambre Syndicale

de la Haute Couture“, dem Pariser

Modeverband, in dem ausschließlich nur

Modehäuser zugelassen sind, die nach Modellen

maßgeschneiderte Kreationen in

aufwendiger Handarbeit und aus luxuriösen

Materialien fertigen.

Draiflessen Collection

Georgstraße 18, 49497 Mettingen

kunst:stück 49


. tecklenburg

Karel Dierickx

Illusionäre Landschaften

Malerei, Zeichnungen und Bronzen aus drei Jahrzehnten

02. Oktober 2021 bis 28. Februar 2022

Otto Modersohn Museum Tecklenburg | www.ommt.de

Karel Dierickx (1940–2014), im flämischen

Gent geboren, studierte Malerei an der

dortigen Koninklijke Academie voor

Schone Kunsten, wo er auch später als Dozent

lehrte. 1984 vertrat er den belgischen

Pavillon auf der 41. Biennale in Venedig.

Landschaften haben einen großen Stellenwert

in Dierickx’ Œuvre. In Form von

Reisen, etwa nach Südamerika, und auch

bei dem von ihm so geschätzten „Ferien

machen“ in der Bretagne oder auf der

niederländischen Insel Tholen erschloss

er sich immer wieder besondere Gebiets-

Formationen, eigenwillige Vegetation und

spezifische Lichtverhältnisse. Aber ihm

diente das Gesehene nur als Ausgangsmotiv,

er fühlte sich durch die sichtbare

50 kunst:stück


. tecklenburg

Abb. linke Seite: Karel Dierickx, Tholen, 2007, Öl auf Leinwand, 180 x 125 cm // Abb. oben: Karel Dierickx, La mer IV, Gouache

auf Papier, 29,5 x 42 cm // Abb. unten: Karel Dierickx, Der Traum von Hieronymus Bosch, an Goya denkend, 2000, Bronze, 20

x 27 x 21 cm // Alle Abbildungen: © Karel Dierickx Estate / Hachmeister Galerie

Welt inspiriert, und erst dann begann seine

ureigenste Auseinandersetzung damit.

Dierickx äußerte sich im Darlegen innerer

Regungen, seine Malweise war impulsiv,

gestisch, so finden sich auf mehreren seiner

Gemälde taktile Spuren seiner Hände.

Das Malen war für ihn ein (fast) nie

endender Prozess, er fand hier eine Analogie

in seinem Bemühen, etwas von der

Vergänglichkeit festzuhalten. So zerstörte

und überlagerte er die Oberflächen seiner

Werke zigfach aufs Neue, bis eine verblassende

Ahnung vorherrschte. Bei aller

intimen, sehr persönlichen, suggestiven

Kraft, die in seinem Werk vorherrscht, war

Karel Dierickx ein großer Kenner der flämischen

Tradition, setzte sich weitreichend

mit der Kunstgeschichte

auseinander. Er erwähnt immer wieder

Breughel, Ensor, Cézanne, Morandi

und Giacometti als Vorbilder.

Das Phänomen der Natur erwies

dem Künstler sein gewünschtes

Spannungsfeld der realitätsbezogenen

Figuration einerseits und der

Überführung in eine gegenstandslose

Kunst andererseits.

„Er ist der Maler des Lichts, das sich

versteckt“ (Roland Jooris)

Öffnungszeiten:

# 02. Oktober – 31. Oktober 2021:

Mi, Do, Fr 14.00–18.00 Uhr

Sa + So, 11.00–18.00 Uhr

# 03. November 2021 – 28. Februar 2022:

Mi & Fr 14.00–18.00 Uhr

Sa & So 11.00–18.00 Uhr

# Führungen nach Anmeldung

Mi 15.00 und 16.30 Uhr

So 11.00 und 12. 30 Uhr

Otto Modersohn Museum Tecklenburg

Markt 9, 49545 Tecklenburg

Die in den Jahren 1996 – 2010 entstandenen

Gemälde, Zeichnungen

und Bronzen zeigen gattungsübergreifend

Dierickxs „Formen der Modellierungen“.

Sein Erfassen-Wollen

der Welt, die sich gibt und doch verweigert

– eben illusionär verbleibt.

kunst:stück 51


. lingen

Richard Wake, Plastik für eine Person, 1974, Stahl, 100 x90 x 60 cm, Privatbesitz

Altmann Kunst Monecke Wake

03. Juli bis 19. September 2021

Kunsthalle Lingen | www.kunsthallelingen.de

Der Titel der Gruppenausstellung nennt

die Nachnamen von vier Künstlern einer

Generation, die zwar nicht alle im Emsland

geboren wurden, hingegen dort zeitweise

lebten und arbeiteten. Es handelt sich um

Beringer Altmann, Friedrich Kunst, Karl-

Heinz (Charly) Monecke und Richard Wake.

Alle wurden in den 1930er Jahren geboren

und haben vor allem die Nachkriegsjahre

mit den Kunstströmungen Informel, Pop

Art, Aktion und Happening und expressive

Malerei erfahren und in ihrem Werk auf jeweils

eigene Art und Weise reflektiert. Beringer

Altmann (1939 – 2010) arbeitete im

Medium Malerei, Friedrich Kunst (1930 –

2001) fertigte Aquarelle, Zeichnungen und

Skulpturen, Charly Monecke (1930- 2013)

malte vor allem Bilder und Richard Wake

(1936 – 2016) war bekannt durch teilweise

raumgreifende Skulpturen, die er auch

im öffentlichen Raum präsentierte. Über

die Korrespondenz in der Präsentation von

Malerei, Grafik und Skulptur der vier Künstler

wird es sowohl möglich, die jeden einzelnen

prägende Formensprache und ihre

Inhalte aus ihrer jeweiligen Zeit der Entstehung

heraus zu vermitteln als auch diese

miteinander zu vergleichen. Gerade weil es

sich um Menschen einer Generation handelt,

die auf die Kunstströmungen seit den

1960er Jahren aus der Perspektive der Peripherie

reagiert haben und zwar in großen

Städten studiert haben, aber dann danach

vor allem in einer kleinen Stadt wie Lingen

(Ems) tätig waren, können im Rahmen der

Ausstellung Fragen nach einem ihrer Zeit

gemäßen Stil oder auch nach einer Zeitlosigkeit

in den Inhalten und in der jeweiligen

Formensprache diskutiert werden.

Insofern ist es möglich, sowohl die jeweiligen

Eigenheiten der Personen Beringer

Altmann, Friedrich Kunst, Charly Monecke

und Richard Wake wie auch ihrer Kunstwerke

intensiv zu vermitteln sowie ihre

unterschiedlichen Inspirationsquellen und

kulturellen Hintergründe zu berücksichtigen.

Ebenso wird ihre nationale Wirkung

vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für

die kulturelle Identität einer Region kritisch

reflektiert. Zur Ausstellung erscheint ein

Katalog und eine Edition von Richard Wake

Im Rahmen der Eröffnung wird am 02. Juli

2021 um 20.00 und um 21.00 Uhr eine von

Richard Wake konzipierte Aktion wieder

aufgeführt.

Kunsthalle Lingen

Kaiserstraße 10a, 49809 Lingen

52 kunst:stück


. osnabrück

© Karel Dierickx Estate / Hachmeister Galerie.

02.10.2021 – 28.02.2022

Illusionäre

Landschaften

Malerei, Zeichnungen und Bronzen

aus drei Jahrzehnten

& Kleine Kabinett-Ausstellung der Dauerleihgaben

,Otto Modersohn‘ des Kreises Steinfurt

kunst:stück 53


. rheine

RegineWolff, Hikkikomori 2021, Mixed Media, Öl auf Textil, 140 x 130cm

Regine Wolff

Transition

27. Juni bis 19. September 2021

Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de

Den Ausstellungstitel „Transition“ (von lateinisch

transire „hinübergehen“) wählte

Regine Wolff, weil sie in ihren Bildern Übergänge

und Verwandlungen in einer Vielzahl

von Bedeutungen thematisiert. Ihre Themen

entwickeln und wandeln sich im Malprozess

und oft ist sie selbst überrascht,

wohin sie die Arbeit an einem Bild führt.

Insbesondere beschäftigt sich Regine

Wolff mit der Trennung von Mensch und

Natur. Sie fragt sich, wie es dazu kommt

und warum wir auf diesem künstlichen

Konstrukt beharren. Sie interessiert das

allgemein Gültige, die Übergänge, die uns

Menschen bei aller Individualität mit den

vielfältigen Lebensformen um uns herum

verbindet.

Regine Wolff verweist auf das Prinzip des

Totems in den Naturreligionen, bei dem

Tiere, aber auch andere Naturerscheinungen

eine mythische verwandtschaftliche

Beziehung zum Menschen haben.

Auch hier interessiert sie der Übergang,

das Fließende. Wo erkennen wir uns in der

Natur und was ist das überhaupt: Natur?

„Die Bilder können nur einen winzigen

Aspekt zeigen, auf den mein Blick gerade

fällt“, beschreibt Regine Wolff ihren

künstlerischen Ansatz. „Mit der Malerei

beschreibe ich diesen Blick für mich und

den Betrachter. Ich stelle die Verwandlungen

in meinem kleinen Dasein den

großen Veränderungen gegenüber, bei

denen wir alle in der wahnsinnig komplexen

Welt des Anthropozäns mit Pandemie,

Klimawandel und Artensterben konfrontiert

sind.“

Regine Wolff hat neben ihrer künstlerischen

Ausbildung auch Textil- und Flächendesign

studiert. Für ihre Bilder verwendet

sie oft Druckversuche, die in ihrer

langjährigen Arbeit als Textildesignerin

entstanden sind. Auf diesen gemusterten

Vorlagen entwickelt sie ihre Malerei. An

Mustern fasziniert sie die suggerierte

Unendlichkeit durch eine nur scheinbar

identische Wiederholung. Sie hinterlegen

Wolfs Bilder mit einer surrealen, traumhaften

Ebene.

Kloster Bentlage

Bentlager Weg 130, 48432 Rheine

54 kunst:stück


KABINETTAUSSTELLUNG

10.06. – 31.10.2021

DAS

DRAIFLESSEN

Archiv & Sammlung

Forum

STAY HEALTHY

HOHE

SCHNEIDER

KUNST

18.07.–31.10.2021

Eine Kooperation mit dem Fachgebiet

Textiles Gestalten der Universität Osnabrück

www.draiflessen.com


. rheine

prINT

Grafikprojekt im Münsterland Festival

Ausstellung am Kloster Bentlage (Rheine): Eröffnung am 10. Oktober 2021

Ausstellung im FARB (Borken): Eröffnung am 14. Oktober 2021

Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de | FARB Borken | www.farb.borken.de

Von der Idee bis zur Skizze auf dem Papier,

übertragen auf einen Druckstock aus

Holz, Metall, Karton, Linoleum oder Stein,

im Ätzbad durch angriffslustige Säure verändert,

durch vielschichtige Farbaufträge

vertieft oder in Kombination mit Collagen

erweitert – die Druckgrafik war und

ist ein spannendes Feld. Die Druckvereinigung

Bentlage hat sich seit über 20 Jahren

die Förderung der Druckgrafik und Buchkunst

sowie die Vermittlung traditioneller

als auch experimenteller Drucktechniken

zur Aufgabe gemacht und betreibt dafür

am Kloster Bentlage in Rheine zwei gut

ausgestattete Werkstätten. Zahlreiche Grafikprojekte,

Fachtagungen für ein internationales

Publikum sowie Workshops für unterschiedliche

Zielgruppen werden mit den

Partnern vor Ort und Fachinstituten aus

aller Welt geplant, begleitet oder durchgeführt.

Zum Veranstaltungsprogramm

gehören zudem selbst kuratierte Ausstellungen

aber auch Druckdemonstrationen

für interessierte Gruppen.

Das Münsterland Festival ist von Beginn

an eines der wichtigsten Kooperationsprojekte,

in dem sich die Druckvereinigung

und das Kloster Bentlage mit dem Grafikprojekt

prINT engagiert. Künstler aus den

Partnerländern des Festivals arbeiten gemeinsam

in der Druckwerkstatt des Klosters

Bentlage in Rheine – und nicht nur

das. Sie leben auch vor Ort und lassen sich

von den dortigen Einflüssen inspirieren.

In diesem Jahr gibt prINT vier Künstlern

aus dem Gastland Österreich die Gelegenheit,

den Besuchern mit ihren Ausstellungen

in der Scheune am Kloster Bentlage

und im Museum FARB in Borken die Vielfalt

und Kraft der künstlerischen Druckgrafik

vorzustellen. Ab dem 10. Oktober werden

hier neben Arbeiten, die im Laufe der

vergangenen Jahre entstanden sind, auch

druckfrische Exemplare gezeigt, die sie

während ihres zweiwöchigen Arbeitsaufenthalts

Anfang September in den Werkstätten

der Druckvereinigung am Kloster

Bentlage produziert haben.

56 kunst:stück


. osnabrück

LFW-Studienreisen

Oeseder Straße 66

49124 Georgsmarienhütte

Tel. 05401- 44168

www.lfw.de

info@lfw.de

Studienreisen — Städtereisen — Konzertreisen

Emden und Borkum

Sternradtour Naumburg

Burgund

Kasseler Musiktage

Braunschweig, Hildesheim

Advent an Rhein u. Main

02.10. – 06.10.21

03.10. – 08.10.21

16.10. – 23.10.21

29.10. – 31.10.21

19.11. – 21.1.21

01.12. – 05.12.21

930,- €

1.190,- €

1.530,- €

650,- €

690,- €

850,- €

Silvesterreisen nach Frankfurt, Kopenhagen, Leipzig, Wien

29./30.12.2021 – 01./02.2022

Andalusien

Madeira

Prager Kulturkaleidoskop

Zypern

Kykladen

Starberger See

Lübeck / Ostholstein

13.03. – 21.03.22

19.3. – 26.03.22

30.03. – 03.04.22

01.04. – 09.04.22

25.04. – 05.05.22

30.04. – 06.05.22

07.05. – 11.05.22

1.650,- €

1.490,- €

960,- €

1.460,- €

1.890,- €

1.240,- €

850,- €

Unser aktuelles Studienreiseprogramm fi nden Sie im

Internet unter www.lfw.de. Gerne geben wir Ihnen

auch telefonisch Auskunft. kunst:stück 57


. rheine

Die Gastkünstler:innen

– – –

Henriette Leinfellner | 1962

Die technischen Schwerpunkte ihrer künstlerischen

Arbeit liegen im Bereich Zeichnung,

Collage und Druckgrafik. Thematisch

verwebt sie Kartographie, Tektonik, gefundene

Zeichencodes, das Organische,

das Landschaftliche, die Beobachtung sozialer

Beziehungen, das Erschaffen von

Systemen.

Die Kombination einzelner Druckträger

miteinander ermöglicht ihr die Verflechtung

verschiedener Bildebenen zu spannenden

Kompositionen.

Karina Kwapil | 1982

Die Lust am Plakativen, am Überdimensionieren

des Formates oder der Darstellung

der Figuren selbst, stehen im Mittelpunkt

ihres Arbeitsprozesses. Die Facetten des

Menschseins und die Rolle in der Gesellschaft

spielen eine große Rolle in der Inszenierung

ihrer großformatigen Werke.

Die Entscheidung für eine spezielle Technik

bestimmt sie nach dem gewünschten

Ausdruck.

Gregor Fuchs | 1996

In seiner künstlerischen Arbeit beschäftigt

er sich mit dem Zusammenleben – mit Beziehungen

zwischen Personen miteinander

und mit Beziehungen zwischen Person und

Gegenständen, die sie umgeben. Bei der

Umsetzung seiner Themen nutzt er die

Zeichnung, die Malerei sowie verschiedene

Techniken der Druckgrafik.

Dominik Pfeffer | 1991

Erinnern und Vergessen, Informationsspeicherung

und Datenverlust, Zitat, Text und

Leerstelle sind die zentralen Themen seiner

künstlerischen Arbeit. Die Arbeiten

entstehen oft über längere Zeiträume hinweg

in Serien und stehen direkt oder über

Umwege in Wechselwirkung zueinander.

Die Gegenstände und Figuren verschwimmen,

vergröbern sich, werden zur abstrakten

Form, aus welcher sich wieder neue

Gegenständlichkeit ergibt. Die so entwickelten

Geschichten haben nicht den Anspruch

wahr zu sein; es reicht ihnen durchaus

Geschichte zu sein.

Erinnern und Vergessen, Informationsspeicherung

und Datenverlust, Zitat, Text und

Leerstelle sind die zentralen Themen seiner

Werke. Sie entstehen oft über längere

Zeiträume hinweg in Serien und haben direkt

oder über Umwege eine Wechselwirkung

zueinander. Die Gegenstände und

Figuren verschwimmen, vergröbern sich,

werden zur abstrakten Form, aus welcher

sich wieder eine neue Gegenständlichkeit

ergibt. Die so entwickelten Geschichten haben

nicht den Anspruch, wahr zu sein; es

reicht ihnen durchaus, Geschichten zu sein.

Weitere Informationen zu den Ausstellungen,

dem Begleitprogramm sowie den

Partnern gibt es hier:

↗ www.druckvereinigung-bentlage.de

↗ www.kloster-bentlage.de

↗ www.farb.borken.de

↗ www.muensterlandfestival.de

Kloster Bentlage

Bentlager Weg 130, 48432 Rheine

Mahl der Völker

Ein Kunst- und Kulturprojekt.

3. Oktober bis 14. November 2021

Kloster Bentlage | www.kloster-bentlage.de

"Und der Herr Zebaoth wird auf diesem

Berge allen Völkern ein fettes Mahl machen,

ein Mahl von reinem Wein, von Fett,

von Mark, von Wein, darin keine Hefe ist.

Und er wird auf diesem Berg die Hülle wegnehmen,

mit der alle Völker verhüllt sind,

und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt

sind. Er wird den Tod verschlingen

auf ewig. Und Gott der Herr wird die Tränen

von allen Angesichtern abwischen

und wird aufheben die Schmach seines

Volkes in allen Landen; denn der HERR

hat's gesagt."

Bei diesem Kooperationsprojekt von Kloster

Bentlage mit den evangelischen Kirchenkreisen

im Münsterland haben sich

zwei Künstler:innen sowie eine fünfköpfige

Künstlergruppe mit dem Bibeltext Jesaja

25,6-8 auseinandergesetzt. Der Text

beschreibt, dass sich einst alle Völker um

den Tisch des Herrn versammeln und eine

Zeit des Friedens und der Herrschaft

Gottes anbrechen wird. Ab dem 3. Oktober

2021 werden die entstandenen Arbeiten

im Westflügel von Kloster Bentlage ausgestellt;

darum herum gibt es eine Reihe

von Veranstaltungen, in denen neben der

Kunst auch Literarisches und nicht zuletzt

gutes Essen serviert wird. Weitere Informationen

unter www.kloster-bentlage.de

58 kunst:stück


. ausstellungen weiter . bremen weg

kunst:stück 59


. hörstel

Foto: Sabine Herke

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst

↗ Veranstaltungen | www.da-kunsthaus.de

Klosterstraße 10, 48477 Hörstel

SAISONALE* Jahreszeit im DA März bis Oktober 2021

KLOSTERGRÜN als Bühne für Kunst und Interventionen

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | www.da-kunsthaus.de #gravenhorstersaisonale

Die Gravenhorster SAISONALE* startet zu ihrem letzten Durchlauf und lädt unter dem

Motto „Blütezeit“ ein, temporäre Gartenkunst im Klostergrün zu erleben.

bis 12.09.21 | Kartoffeln, Bohnen, Petersilie. Gravenhorster Gärten

nach 1945 | Historische Präsentation | Geschichte hinterm

Giebel In der Nachkriegszeit bis hinein in die 1970er-Jahre dienten Gärten der Versorgung

mit wichtigen Lebensmitteln. Nach der Ernte wurde konserviert und eingekocht.

Als nach 1945 die britische Besatzungsmacht das ehemalige Kloster beanspruchte und

zur Räumung aufforderte, verwies der Landrat auf die Familien mit Kindern, denen in

Zeiten von Nahrungsmangel „die Nutznießung des Hausgartens genommen“ werde.

12.09.21 | Tag des offenen Denkmals

»Von der Mangelgesellschaft zum Toast Hawaii« | Vortrag von

Dr. Uta C. Schmidt | Beginn des Vortrags 15.00 Uhr

Im Rahmen der Reihe »Geschichte hinterm Giebel« – Historische Präsentation

»Kartoffeln, Bohnen, Petersilie. Gravenhorster Gärten nach 1945« | Tag

des offenen Denkmals

Das Motto des diesjährigen Denkmaltages »Sein & Schein« lässt sich in der Zusammenbruchgesellschaft

von 1945 auf das pure »Sein« reduzieren. In dem Vortrag geht es um

die Versorgungslage im Altkreis Tecklenburg in der Zeit zwischen 1945 und 1955. Kartoffeln

und Grabeland, Bohnen und Gummiringe werden zum Thema der großen Politik.

# Der Tag des offenen Denkmals beginnt um 14.00 Uhr mit einer Führung über das Klostergrün

zu den Installationen der Gravenhorster SAISONALE* und einer historischen

Schauspielführung „Miktrinken 1803“

# Am Tag des offenen Denkmals finden außerdem folgende Aktionen statt: 12.30 Uhr

„PERIGON – Der Wiesen Walk“ von Reinhard Krehl, 14.00 Uhr Führung über das Klostergrün….SAISONALE*

und historische Schauspielführung

# Im Anschluss an den Vortrag findet ein SOUNDSEEING-Konzert mit Overheadprojektoren

von Christian Faubel statt.

60 kunst:stück


. hörstel

↑ SOUNDSEEING – Konzert mit Overheadprojektoren | Songs from my analogue utopia von Christian Faubel

HINWEIS:

Aufgrund der dynamischen Corona-Entwicklungen bitten wir, die jeweils tagesaktuellen

Voraussetzungen für einen Besuch des DA und der Veranstaltungen unter:

www.da-kunsthaus.de zu verfolgen und zu berücksichtigen. Infos unter 02551 694215

12.09.21 | SOUNDSEEING – Konzert mit Overheadprojektoren

Songs from my analogue utopia von Christian Faubel

Münsterlandweites Klangkunstfestival SOUNDSEEING

gefördert durch Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW,

der Kunststiftung NRW, der LWL – Kulturstiftung und der Gelsenwasserstiftung

| Träger: Landesmusikakademie NRW | www.soundseeing.net |

Beginn: 16.30 Uhr

Der Künstler und Wissenschaftler Christian

Faubel erkundet selbstorganisierende Koordinationsdynamiken

und das utopische

Potential analoger Kommunikation. In analoger

Kommunikation ist Synchronisierung

das Ergebnis der Wechselwirkung zweier

oder mehrerer Prozesse, nicht ein Prozess

dominiert den anderen.

In dieser gleichberechtigten Wechselwirkung

sieht Christian Faubel das utopische

Potential. Dies erforscht er mit Hilfe eines

Overheadprojektors, auf dessen Bildfläche

Motoren aufgebaut sind, die von einfachen

analogen Oszillatoren bewegt werden. Die

Motoren wiederum schlagen mit Schlägeln

auf Gummibänder, deren Vibration

mit einfachen Sensoren abgegriffen und

verstärkt als Klang wiedergegeben wird.

So wird das rhythmische Schlagen der

Motoren gleichzeitig als Schattenspiel

gezeigt und mit der Variation der Wechselwirkungen

entsteht eine Art Partitur.

09.10. – 21.11.21 | Kunst in der Region – Gemeinschaftsausstellung

zeitgenössischer Kunst | Eröffnung: 09.10. um 17.00 Uhr

Gefördert durch die Kreissparkasse Steinfurt

Die 34. Ausstellung wird mit einer Einführung von Dr. Britta Kusch-Arnhold vom FARB,

Forum Altes Rathaus Borken eröffnet. Im Anschluss werden die am Vortag zur Realisierung

ausgewählten Projekte des Projektstipendium KunstKommunikation 2022 durch

Berit Gerd Andersen, Leiterin des DA, Kunsthaus, vorgestellt.

27 Künstlerinnen und Künstler wurden durch eine Jury für die Teilnahme an »Kunst in

der Region 21« ausgewählt. Die Künstler*innen aus der Region zeigen eine breite Vielfalt

verschiedener künstlerischer Medien und aktuelle Positionen der bildenden Kunst.

Symbolhaft, witzig, manchmal auch surreal oder poetisch.

kunst:stück 61


. hörstel

09.10.21 – Januar 22 | RÜCKBLICK! Projektstipendium Kunst-

Kommunikation 21 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken

Präsentation der Kunstprojekte: 09.10. ab 17.00 Uhr

Die Stipendiatinnen präsentieren ihre

Kunstprojekte in den Ateliers des DA:

„hard working / soft working“ von Julia

Arztmann, „Portraits von Tagen und Orten“

von Kati Gausmann, „BANG! BOOM!“

von Carola Rümper und „Self Service Selfie

Box“ von Janina Schmid.

hard working / soft working von Julia Arztmann

Foto: M. Jezierny

09.10.21 – Februar 22 | AUSBLICK! Projektstipendium Kunst-

Kommunikation 22 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken

Ausstellung der Entwürfe aus der Ideenwerkstatt | Eröffnung:

09.10. ab 17.00 Uhr

Künstlerinnen und Künstler haben die

Chance auf eines der bis zu vier Stipendien.

Gefördert werden Kunstprojekte, die die

Besucher zur Partizipation und Interaktion

anregen. Die Entwurfsausstellung zeigt

alle Projektentwürfe, die in einem zweistufigen

Bewerbungsverfahren von der

Fachjury ausgewählt wurden und die sich

für die Endauswahl des Projektstipendiums

2022 qualifiziert haben. Darunter sind

auch die Kunstprojekte zu sehen, die 2022

umgesetzt werden.

Fachjuroren Projektstipendium KunstKommunikation

Foto: M. Jezierny

SAISONALE*- Abschlussfest, 31.10.21 | "Arche ist klein" von Wilm Weppelmann, Foto: Andrea Ennen

62 kunst:stück


. bremen . hörstel

Litfaßsäule auf der Place Denfert-Rochereau, Paris 1898 © bpk|adoc-photos

Picassoplatz 1 | 48143 Münster | T.: 0251 / 414 47-10 | info@picassomuseum.de

www.kunstmuseum-picasso-muenster.de | Dienstag bis Sonntag: 10:00–18:00 h

kunst:stück 63


. hörstel

Purple is the Color, Foto: Georg Buxhofer | Konzert Münsterland Festival part 11, 31.10.21

31.10.21 | SAISONALE*- Abschlussfest der temporären Kloster.

Garten.Kunst | gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft

des Landes NRW und der Kreissparkasse Steinfurt

Beginn: 16 Uhr

Drei Jahre lang wurde das Klostergrün

rund um das DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst

Schauplatz und Bühne für Kunstprojekte

und Interventionen, die sich mit

Natur, Garten und Ökologie auseinandersetzten.

Die temporären künstlerischen

Setzungen verwandelten die Ansicht des

Klosters und kreierten eine eigene Jahreszeit:

Die Gravenhorster SAISONALE*. Nach

den Jahresthemen „Nature Listening“ im

Jahr 2019 und den „Heimat-Gärten“ 2020,

erlebte die Kloster.Garten.Kunst in diesem

Jahr ihre „Blütezeit“. Das Finale der SAI-

SONALE* wird mit vielfältigen Kunstaktionen

gefeiert: mit einer Performance von

Wilm Weppelmann zu seiner Intervention

„Arche ist klein“, mit SAISONALE* Rundgängen

über das Klostergrün und vielen

Künstlerbegegnungen, mit Lichtkunst von

Nikola Dicke im Innenhof und dem Konzert

„Purple is the color“ im Rahmen des Münsterland

Festivals part 11.

31.10.21 | Münsterland Festival part 11 | Purple is the Color | Konzert

Simon Raab (Piano) | Štěpán Flagar (Saxofon) | Martin Kocián

(Bass) | Michał Wierzgoń (Schlagzeug) | In Zusammenarbeit

mit dem Kulturbüro des Münsterland e.V. | gefördert durch

das Land NRW | Beginn: 18.30 Uhr

Es ist ein Jazz der eleganten Note, den

das Quartett Purple is the Color zu Gehör

bringt. Er verharrt nicht im Klassischen,

sondern weist viele Verschränkungen zu

anderen Stilen auf. Beim Münsterland Festival

treten die Musiker im Kloster Gravenhorst

auf und nehmen ihr Publikum mit

auf eine inspirierende musikalische Reise.

Purple is the Color verstehen auf spannende

Weise, Brücken zu schlagen und die

verschiedenen Elemente in eine gediegene

Note zu übersetzen. Simon Raab (Piano),

Štěpán Flagar (Saxofon), Martin Kocián

(Bass) und Michał Wierzgoń (Schlagzeug)

wollen mit ihrer Musik berühren, Gefühle

freisetzen und etwas auslösen. Und das

tun sie auf vielfältige Art. Mit wunderschönen

Melodien und Harmonien, mit

leidenschaftlich verspielten Passagen,

mit ruhigen Klängen und mit spontanen

Wendungen, die immer wieder auf andere

Fährten locken. Purple is the Color treffen

genau den Ton, der von der ersten Sekunde

an die Einladung ausspricht, sich voll

und ganz dem musikalischen Schauspiel

hinzugeben.

64 kunst:stück


kunst:stück 65


. sögel

Hein Bohlen, Transrapid, 2020, collagiert und übermalt

75 Jahre BBK Niedersachsen

Landeskunstausstellung auf Schloss Clemenswerth

4. September bis 31. Oktober 2021

Emslandmuseum Schloss Clemenswerth | www.clemenswerth.de

Im Jahr 2021 blickt das Land Niedersachsen

ebenso wie der Bund Bildender Künstlerinnen

und Künstler für Niedersachsen

e.V. (BBK) auf eine 75-jährige Geschichte

zurück. Dieses Ereignis feiert der BBK

mit der Landesausstellung „d platziert –

Stadt.Land.Schloss.“, die im Jubiläumsjahr

in fünf geschichtsträchtigen Schlössern gastiert.

Wallmodenpalais Hannover (9.04.–

18.05.), Schloss Celle (6.06.–18.07), Schloss

Agathenburg (10.07.–29.08.), Schloss Clemenswerth

(4.09.–31.10.) und Weserrenaissance

Schloss Bevern (7.11. – 12.12.) boten

bzw. bieten ein Ausstellungsforum

für vierzig verschiedene niedersächsische

Künstler*innen, die sich in ihren Werken

mit den Ausstellungsorten in unterschiedlicher

Art und Weise auseinandersetzen.

Fünf eigenständige, mit Blick auf den jeweiligen

Genius loci und die Raumsituation

entwickelte Ausstellungen greifen das

provokative Thema „d platziert“ auf und

laden zu einem Besuch ein, zum Verweilen,

Flanieren, Betrachten und zur Diskussion.

Schirmherr aller Ausstellungen ist Ministerpräsident

Stephan Weil. Er schreibt in

seinem Grußwort an den BBK: „Kunst und

Kultur sind ein wichtiger Motor für die Innovationsfähigkeit

der Wirtschaft und Gesellschaft

unseres Landes […] Denn unsere

Gesellschaft braucht Kunst und Kultur

als Lebenselixier, zur Stärkung des Zusammenhalts,

zur Belebung von Veränderungsprozessen

und vor allem zur Auseinandersetzung

mit sich und anderen.“

Vom 4. September bis 31. Oktober werden

am Emslandmuseum Schloss Clemenswerth

Werke von Gernot Baars (Braunschweig),

Hein Bohlen (Varel), Ingeborg

Dammann-Arndt (Sellstedt), Michaela

Hanemann (Hannover), Susanne Laufer

(Rastede), Susanne Otte (Halle), Ursula

Reiff (Braunschweig), Hiltrud Schäfer

(Osnabrück) und Brigitte Schulten (Bad

Zwischenahn) gezeigt, die Werke der Objektkunst,

Malerei und Mischtechnik, Installation

und des Films präsentieren.

66 kunst:stück


. sögel

Susanne Otte, Candy Cake II, 2015, Pappmaché, Acryl

Schloss Clemenswerth, errichtet von

1737 bis 1747 in der Mode der Zeit, ist

heute die weltweit einzig erhaltene Jagdsternanlage

und lädt mit seinen Ausstellungen

ein „Barock mit allen Sinnen“

zu entdecken. Zudem spannt das Emslandmuseum

mit der Reihe ForumForm

Clemenswerth, in deren Rahmen auch

die BBK-Ausstellung zu sehen ist, seit

den 1970er Jahren immer wieder einen

Bogen vom Heute ins 18. Jahrhundert.

„d platziert“ zeigt, dass Kunst, wie Stephan

Weil sagt, „ÜberLebensRelevant“ für gesellschaftliche

und kulturelle Systeme ist

sowie enge Verbindungen zwischen Menschen,

Zeiten und Orten schafft. Passender

als in den Pandemiejahren 2020/2021 und

der damit einhergehenden Frage „Was ist

uns Kunst und Kultur in Zeiten von Corona

wert?“ könnte die Jubiläumsschau des

BBKs also nicht sein.

den 3. September, mit einer Podiumsdiskussion

(15 Uhr) und einer Vernissage (17

Uhr). Die Finissage findet am Sonntag, den

31. Oktober um 15 Uhr, statt.

Emslandmuseum Schloss Clemenswerth

49751 Sögel

Susanne Laufer, Illustre Jagdgesellschaft, 2021,Standfiguren

Die Ausstellung wird gefördert durch die

EWE Stiftung sowie der Emsländischen

Sparkassenstiftung. Das Gesamtprojekt

des BBKs wird unterstützt durch die STIF-

TUNGKUNSTFONDS und das Niedersächsische

Ministerium für Wissenschaft und

Kultur. Eröffnet wird die Schau am Freitag,

kunst:stück 67


. petershagen

Karin Hubert, Impressionen aus der Ausstellung, Foto: Peter Hübbe/LWL

Das Wachsen der Bilder

Scherbenarbeiten von Karin Hubert

Die poetische Kunst der Gravur in der Glashütte Gernheim

18. April bis 3. Oktober 2021

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim | www.lwl-industriemuseum.de

Über fünf Jahrzehnte arbeitete die Graveurin

Karin Hubert mit Glas, Metall und allen

Arten von Fundstücken. Prägnantes Motiv

ihrer Arbeiten sind die in Metallnetzte eingesponnenen

Glasscherben. Diese „Scherbenarbeiten“

legen Zeugnis von Karin Huberts

intensiver Auseinandersetzung mit

der Welt der Märchen, der Philosophie und

den Phänomenen der Natur ab. Als sie am

10. September 2020 im Alter von 80 Jahren

starb, hinterließ die Künstlerin einzigartig

poetische Werke deren aus Fragmenten

zusammengestelltes Ganzes einen eigenen

Kosmos bildet. Ihre Arbeiten beeinflussten

die zeitgenössische Gravur nachhaltig. Bis

3. Oktober sind ausgewählte Arbeiten der

bedeutenden Glaskünstlerin in der Glashütte

Gernheim zu sehen.

Hintergrund

Karin Hubert (1939-2020) gilt als eine der

bedeutendsten Glaskünstlerinnen der Gegenwart.

Der wechselvolle Lebenslauf der

Künstlerin führte sie von ihrer Geburt in

Holzminden über die Ausbildung in Zwiesel,

das Studium der Bildhauerei an der

Münchener Akademie nach Oberbayern

und Tschechien und schließlich nach Norddeutschland.

Obwohl ihre Anfänge in der Studioglasbewegung

liegen, ist ihre Kunst ein singuläres

Phänomen. Hubert folgte keiner

Strömung. Ihre Arbeiten sind zumeist autonome

Glasbilder: Losgelöst von der geschlossenen

Glasfläche, sind es die Splitter,

Scherben und Fundstücke, die mit

feinem Draht in einem Zusammenspiel

aus Halten und Gehaltenwerden ein fragiles,

doch zugleich kraftvolles Ganzes

bilden. Oft scheinen ihre Werke mit den

Betrachtenden in einen Dialog zu treten:

Hubert bediente sich dazu unter anderem

der Sprache und der Symbole von Märchen

und Sagen, die sie jedoch in einem neuen

Bezug einspinnt: Sie erscheinen vertraut

und fremd zugleich. Die Künstlerin setzte

das Zerstörte, das Zersplitterte, das Verlorene

oder Weggeworfene neu zusammen

und verlieh ihm Eigensinn und ästhetischen

Reiz. Damit klingt in ihren Werken

auch eine durch die buddhistische Philosophie

inspirierte Idee des Werdens und

Vergehens an.

68 kunst:stück


. petershagen

Bonbonnieren mit floralen Applikationen, Foto: Peter Hübbe/LWL

Vittorio Zecchin

Glas für Cappellin und Venini

bis 12. September 2021

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim | www.lwl-industriemuseum.de

Die perfekten, klassisch anmutenden Formen

des Malers Vittorio Zecchin bestechen

durch Eleganz und Zartheit. Ihre

meist leicht irisierende Oberfläche lässt sie

noch zerbrechlicher erscheinen und hebt

ihre fein austarierte Form hervor: Die Entwürfe

des Venezianers gelten noch heute

als Ausgangspunkt des modernen Glasdesigns.

Sie sind bis 12. September im Herrenhaus

des LWL-Industriemuseums Glashütte

Gernheim zu sehen.

Von 1921 bis 1925 gestaltete Vittorio Zecchin

für die Glashütte von Giacomo Cappellin

und Paolo Venini das gesamte

Programm Als erster Designer in einer

muraneser Hütte und entwickelte er einen

eigenen Firmenstil, der sich deutlich

von der damals vorherrschenden Produktion

abhob und große internationale Anerkennung

fand.

Hintergrund

Der Maler Vittorio Zecchin griff für seine

Gestaltung einerseits auf Vorbilder aus der

Malerei von Renaissance und Barock zurück.

Andererseits zeugen seine Entwürfe

von großer Vertrautheit mit dem Formenkanon

der Glasproduktion seit der

Antike. Er entwickelte daraus ein klassisch

anmutendes Formenvokabular, das zum

Markenzeichen von Cappellin und Venini

wurde. Die meist in zarten Farbtönen gehaltenen

Objekte dieser Schaffensphase

bis etwa 1925 beeindrucken noch heute

durch perfekte technische Ausführung und

extrem spannungsreich kalkulierte Proportionen.

Diese Makellosigkeit verdanken

die Objekte den exzellenten maestri der

Hütte, unter ihnen der legendäre Giovanni

Seguso. Zecchins wurden international

rezipiert und beeinflussten die Glasproduktion

in ganz Europa.

Die Ausstellung entstand in Kooperation

mit Le stanze del vetro und der Fondazione

Cini, Venedig. Die Leihgaben der Ausstellung

entstammen durchweg privaten

Sammlungen.

LWL-Industriemuseum

Glashütte Gernheim

Gernheim 12, 32469 Petershagen

kunst:stück 69


. herford

Fetische des Blicks

Mode und Verführung

11. September 2021 bis 16. Januar 2022

Stiftung Ahlers Pro Arte | www.ahlers-proarte.com

Mode geht heute – auch als Folge des gewachsenen

Wohlstands – längst über unsere

rein funktionalen Bedürfnisse hinaus

und ist tief mit unserem Alltag verwoben.

Die Strategien der Verführung in Gestaltung

und Vermarktung werden immer raffinierter

und statten Kleidung und Accessoires

mit einer emotionalen Qualität aus,

wodurch sie viel mehr werden als bloße

Mittel zum Zweck.

Um die komplexe Beziehung zwischen den

Menschen und ihrer Dingkultur zu erfassen,

ist der Begriff „Fetisch“ zu einem

Schlüsselbegriff geworden. Ursprünglich

wurde er um 1750 im religiös-ethnologischen

Kontext entwickelt, um Rituale

in afrikanischen Stammeskulturen zu beschreiben.

Im 19. Jahrhundert wurde er

dann in einen neuen Kontext übertragen

und in dem Gespinst von Wünschen und

Projektionen verortet, das sich in die Konsumwelt

einschrieb, als die Kaufhäuser zu

Kathedralen der Waren wurden. Bereits

Karl Marx warnte in Das Kapital (1867) vor

ihren verführerischen Illusionen.

Heute charakterisiert der Begriff vor allem

die Art und Weise, wie sich Menschen von

mystisch aufladbaren Gegenständen aus

ihrer Lebenswelt faszinieren lassen. Denn

es ist die Mystifikation und Emotionalisierung,

die den besonderen Reiz und die

„Erlebbarkeit“ von Dingen ausmacht. Die

ihnen zugeschriebene überhöhende Bedeutung

im Sinne von Exklusivität, Schönheit

oder Macht hat sich längst zu einem

wesentlichen Antrieb der Konsumgesellschaft

entwickelt und ist seit den 1960er

Jahren auch zum Thema in der bildenden

Kunst geworden. Künstler*innen eignen

sich die Dingkultur der erfüllungsverheißenden

Scheinwelt an und treiben ihren

Anbetungscharakter auf die Spitze, sie ent-

70 kunst:stück


. herford

Abb. oben v.l.n.r.: Henri de Toulouse-Lautrec, Mademoiselle Marcelle Lender, en buste, 1895, ahlers collection // Römer + Römer,

Fashion addicted, 2010, ahlers collection © VG Bild-Kunst, Bonn 2021 // Mario Testino, Madonna, 1996, ahlers collection

© Mario Testino // Abb. unten: Christo, Package, 1963, ahlers collection © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

schlüsseln die Strategien von Vermarktung

und Verführung, erschaffen Sinnbilder

oder konfrontieren ihr Publikum mit dem

eigenen Überfluss.

Die Ausstellung, konzipiert und kuratiert

von Wiebke Hahn, thematisiert die Mystifizierung

und kultische Überhöhung als

große Spielwiese der Modewelt. Sie hinterfragt

das Spannungsverhältnis zwischen

der den Dingen zuerkannten Geschichte

und ihren Besitzer*innen, erkundet, wie

Objekte Bedeutung konstituieren, und

macht Mode als ein zentrales Element

unserer theatralen Kultur erfahrbar. Die

Ausstellung fokussiert sich bis auf wenige

Ausnahmen auf Werke aus der ahlers

collection. Anhand von Arbeiten von der

frühen Moderne bis in die Gegenwart ermöglicht

sie eine vielfältige Auseinandersetzung

mit lebenspraktischen Fetischen

aus den Bereichen der Religion, des Aberglaubens,

der Waren- und Geldkultur sowie

der Erotik und Sexualität. Werke der Objektkunst,

der Fotografie, der Zeichnung

und der Malerei geben Denkanstöße im

Hinblick auf die Theatralisierung der Warenwelt

und unsere Verstrickung darin.

Die Schau findet in Kooperation mit dem

Marta Herford statt, das zur gleichen Zeit

mit der Ausstellung „Look! Enthüllungen

zu Kunst und Fashion“ andere Facetten

dieses vielschichtigen Themas beleuchtet.

Eröffnung: Fr, 10. Sept. 2021, 19.30 Uhr

Einführung: Wiebke Hahn, Kuratorin

der Ausstellung

Öffnungszeiten: Fr – So, 12–17 Uhr

Führungen: jeden Samstag 15 Uhr

Katalog: erhältlich bei der Stiftung

Ahlers Pro Arte

Begleitend zu der Ausstellung finden

zwei Abendveranstaltungen statt

(Anmeldung erforderlich):

– 22. Oktober 2021: Vortrag von

Prof. Dr. Barbara Vinken

– 26. November 2021: Vortrag von

Wolfgang Ullrich

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen

finden Sie zu gegebener

Zeit auf der Internetseite:

↗ www.ahlers-proarte.com

Stiftung Ahlers Pro Arte gGmbH

Am Kindergarten 2, 32052 Herford

Tel.: 05221 9797842

Bitte informieren Sie sich vor Ihrem

Ausstellungsbesuch auf unserer

Internetseite über die aktuellen

Zugangsbestimmungen.

kunst:stück 71


. herford

Talia Chetrit, Ever (Wet), 2018, Courtesy the artist; Sies + Höke, Düsseldorf

T

M

M

1

Te

Look!

Enthüllungen zu Kunst und Fashion

4. September 2021 bis 6. März 2022

Marta Herford | www.marta-herford.de

Mode war schon immer ein raffiniertes

Spiel zwischen gesellschaftlichen Normen

und individuellem Ausdruckswillen. Aber

welchen Stellenwert besitzt sie heute angesichts

enormer Beschleunigung und globaler

Produktionsstrukturen?

Welchen Einfluss üben die sozialen Medien

auf die Gestaltung der eigenen Identität

aus? Und was sind die Materialien von

morgen? Mit künstlerischen Beiträgen der

letzten 20 Jahre entwirft diese Ausstellung

ein lebhaftes Panorama aktueller Phänomene

in der Fashionwelt. Drängende Fragen

der Modeindustrie, Schlaglichter auf

internationale Designer*innen ebenso wie

Möglichkeiten der persönlichen Teilhabe

eröffnen eine faszinierende Expedition in

den gesellschaftlichen Alltag und machen

Mode als schillernde Erzählung über unsere

komplexe Gegenwart erlebbar.

Künstler*innen

Hrafnhildur Arnardóttir / Shoplifter, Gili

Avissar, Sonja Bäumel, Anna-Sophie Berger,

Monica Bonvicini, Alice Channer, Talia

Chetrit, Chicks on Speed / Alexandra N.

Murray-Leslie & Melissa E. Logan & Max Kibardin

& Anastasia Pistofidou, Christophe

Coppens, Andy Dixon, Nezaket Ekici, Sylvie

Fleury, Corina Gertz, Martine Gutierrez, Christian

Haake, Bart Hess, Pieter Hugo, Zhanna

Kadyrova, Mari Katayama, Aldo Lanzini,

Dennis Loesch, Yuka Oyama, Christiane

Peschek, Sruli Recht, Karin Sander, Hendrickje

Schimmel / Tenant of Culture, Pascale

Marthine Tayou, Britta Thie, Maria Visser,

Erwin Wurm, Wang Bing, Zeitguised & Studio

Ugly Stupid Honest sowie Leihgaben

von der Hochschule Reutlingen, Fakultät

Textil & Design

– – –

Auch im Marta Herford zu sehen:

Benjamin Katz. Entdeckungen

13.06.2021 – 03.10.2021

Anhand von rund 200 Schwarzweiß-Fotografien

eröffnet die Überblicksausstellung

im Marta Herford einen neuen

Kosmos dieses außergewöhnlichen Fotografen,

dessen untrüglicher Blick immer

auch die kleinen Sensationen im scheinbar

Nebensächlichen entdeckt. Dabei

sucht er oftmals solche Orte mehrfach

auf, beobachtet Straßenszenerien mit ihren

Protagonist*innen und eröffnet bildmächtige

Momente voller Poesie, Humor

und Leichtigkeit.

Marta Herford

Goebenstraße 2–10, 32052 Herford

72 kunst:stück


LWL-Industriemuseum | | Westfälisches Landesmuseum für für Industriekultur Industriekultur

. bremen

extilWerk Bocholt | Spinnerei

TextilWerk Bocholt | Spinnerei

ythos Neue Frau

TextilWerk Bocholt | | Spinnerei

Mythos Neue Frau

Mode.Land

Mythos Neue Frau

ode Mode zwischen zwischen Kaiserreich, Kaiserreich, Weltkrieg Weltkrieg und und Republik Republik

Ein Mode Textilfabrikant zwischen Kaiserreich, fotografiert

9. März 19. März bis 15. bis August 15. August 2021 2021 | Di–So | Di–So 10–18 10–18 Uhr

1900–1925 Weltkrieg und Republik

Uhr

xtilWerk

TextilWerk

Bocholt | Spinnerei

Bocholt | Spinnerei

| Industriestraße

| Industriestraße

5 | 46395

5

Bocholt

| 46395 Bocholt

| www.textilwerk-bocholt.lwl.org

| www.textilwerk-bocholt.lwl.org

12. 5. Mai September bis 25. Oktober bis 31. Oktober 2020 2021

www.lwl-industriemuseum.de

www.lwl-industriemuseum.de

kunst:stück 73


. münster

74 kunst:stück


. münster

Breaking out of Tradition

Japanische Lackkunst 1890 – 1950

23. September bis 12. Dezember 2021

Museum für Lackkunst, Münster | www.museum-fuer-lackkunst.de

Die Sonderausstellung im Museum für

Lackkunst präsentiert anhand von nahezu

60 Objekten eine Zeit des Umbruchs in

der japanischen Lackkunst. Zwischen 1890

und 1950 durchliefen Lackkünstler auf der

Suche nach einer veränderten Identität

und Ausdrucksweise bahnbrechende Entwicklungen

und Veränderungen. Von großer

Bedeutung waren dabei Innovationen

in den Lacktechniken und Experimente mit

unterschiedlichen Materialien sowie neuartigen

Pigmenten.

Die Ausstellung „Breaking out of Tradition“

lässt den Besucher die richtungsweisenden

Entwicklungen der Lackkunst Japans

in der Zeit des ausgehenden 19. bis

in die Mitte des 20. Jahrhunderts erleben

– einer Epoche, die von politischen und

kulturellen Umbrüchen geprägt war: traditionelle

Werte und moderne, vielfach

aus dem Westen kommende Strömungen

standen einander gegenüber.

Nachdem sie jahrhundertelang ihre Traditionen

gepflegt und von Generation zu

Generation weitergegeben hatten, begannen

die Lackkünstler zu Beginn des

20. Jahrhunderts diese erstmalig kritisch

und zugleich kreativ zu hinterfragen. Damit

setzten sie wegweisende Impulse in

der japanischen Kunst.

In diese Zeit fiel auch die Gründung von

Kunstgesellschaften und Akademien, die

zur Herausbildung eines individuellen

Künstlertums beitrugen und bedeutende

Künstlerpersönlichkeiten hervorbrachten.

Gleichzeitig veränderte sich die Wahrnehmung

der Lackkunst: sie entwickelte sich

zu einer eigenständigen und anerkannten

Kunstform und erlebte so eine Blütezeit.

Die Ausstellung, deren Idee vor einigen

Jahren im Gespräch mit dem Sammler und

Kunsthistoriker Dr. Jan Dees entstand, ist

eine Kooperation mit dem Rijksmuseum

in Amsterdam.

Das Begleitprogramm wird tagesaktuell

angekündigt.

Öffnungszeiten:

Mittwoch–Sonntag, und an gesetzlichen

Feiertagen: 12–18 Uhr

Museum für Lackkunst

Windthorststraße 26, 48143 Münster

Abb. von links oben nach rechts unten: Uono Jisei (1883–1941), Schreibkasten mit einem Dekor von Kiefernschößlingen

(1931), 6.4 x 24.4 x 26 cm, Privatsammlung Jan Dees & René van der Star // Tsujimura Shōka (1867–1929), Teedose mit Nelkendekor

(1927), 7.5 x 7.4 cm, Privatsammlung Jan Dees & René van der Star // Moriya Shōtei (1890–1972), Schreib- und Papierkasten

mit einem Dekor von Erbsenpflanzen, (1930), 13.1 x 19.6 x 28.6 cm, Privatsammlung Jan Dees & René van der Star //

Uematsu Hōbi (1872–1933), Dose mit einem Dekor traditioneller Textilmuster, 13.5 x 14.6 x 21.6 cm, um 1924, Privatsammlung

// Kōmo Tōzan (1882–1955), Schreibkasten mit Auberginen-Dekor, 10 x 23.5 x 26 cm, Privatsammlung Jan Dees & René van der

Star // Furuyama Eiji (1889–1969), Schreibkasten ‘Asiatic Dayflower’ (1940), 4.2 x 21.5 x 23.5 cm, Privatsammlung Jan Dees &

René van der Star // Koshida Bizan (1874–1941), rundes Tablett mit hohem Fuß; der Rand mit stilisierten Pflanzen verziert, 10

x 37.3 cm, Privatsammlung Jan Dees & René van der Star

kunst:stück 75


. münster

Abb. oben: Andrea Kraft, Mask, aus Faces – Virtuelle Ausstellung // Abb. unten: Jesus Curia, Medusa, Bronze, Stahl

ARTLETstudio beim SCHAURAUM 2021

Nacht der Museen und Galerien in Münster, 4. September, 16–23 Uhr

ARTLETstudio Münster | www.artlet-studio.com | artlet.online

Zum SCHAURAUM, diesmal beschränkt

auf die Nacht der Museen und Galerien

am 4. September, kann das ARTLETstudio

wieder mit viel Platz im Freien, teilweise

durch Zelte bedacht, aufwarten, wodurch

sich der „Schau“-Raum der Galerie selbst

beträchtlich erweitert. Es werden sowohl

Skulpturen als auch Malerei und digitale

Kunst präsentiert.

Zuerst ist da die klassische Ausstellung in

den Innen- und Außenräumen. Hier stellt

Andrea Kraft die Arbeiten ihres Projektes

„FACES“ vor - Skulpturen, Wandobjekte

und Bilder. Des Weiteren sehen wir als

(analogen) Teil einer virtuellen Ausstellung

eine Reihe kleiner Gemälde von Sonja

Tines, einer der Hauskünstlerinnen des

ARTLETstudios.

Ein weiterer Klassiker im ARTLETstudio ist

der Spanier Jesús Curiá, dessen mit Stahl

erweiterten Bronzeskulpturen nach wie

vor einen großen Reiz auf viele Betrachter

ausüben. Ebenfalls aus Spanien, genauer

Barcelona, Katalonien, finden sich

die Künstlerin Mireia Serra, die mit eher

kleinen Objekten aus Bronze und gelegentlich

auch Stahl erfreut. Zudem zeigen wir

weitere Objekte von Künstlern der Galerie.

Weiterhin finden sich die filigranen Objekte

der Nordkirchener Künstlerin Regine

Rostalski, deren Arbeiten im direkten

Gegensatz zu den massiven, bemalten

und gewachsten Holzskulpturen von Anja

Weinberg stehen, die zudem einigen Arbeiten

mit Betonunterbauten die nötige

Bodenhaftung verschafft.

76 kunst:stück


. münster

Mireia Serra, The art of adventure, Bronze

Auf der einen Seite also starke Positionen

zum Anfassen, auf der anderen einige weitere

Positionen, deren Auftritt im virtuellen

Bereich stattfindet und einen Teil dessen

vielfältiger Möglichkeiten und Ausdrucksweisen

erforscht. Seit mehreren Jahren

schon entwickelt das ARTLETstudio gemeinsam

mit der Agentur CREATIVWORKS

aus Schwerte komplexe virtuelle Ausstellungssysteme.

In virtuellen Schauräumen,

Galerien und Messen – oftmals in Form frei

gestalteter Pavillons – werden hier umfangreiche

Ausstellungen präsentiert, dabei

flankiert von ganz realen Werbemaßnahmen

und Veranstaltungen.

All dies haben die Partner bereits lange vor

Corona begonnen, um auch Künstlern mit

großen Werken eine preiswerte Möglichkeit

zu schaffen, ihre Arbeit der Öffentlichkeit

zu präsentieren, wenn gerade keine

Kunsthallen oder ähnlich große Räume

zur Verfügung stehen und gleichzeitig ein

überregionaler Zugang geschaffen werden

soll. Inzwischen bewegen sich die Entwicklungen

bereits auf neue Ziele zu, was insbesondere

das „Look and Feel“ der virtuellen

Auftritte anbelangt, aber auch die

Verbindung zwischen dem Virtuellen und

dem „real Anfaßbaren“. Die aktuell präsentierten

Ausstellungen – teilweise als Erweiterung

physisch vorhandener Ausstellungen,

wie „DOWN THE RABBIT HOLE“

von Sonja Tines, „FACES“ von Andrea Kraft

oder „BACK IN MY BODY“ von Anna Kant,

„RHEINSCHIFFE“ von Christian Ahrens

oder „TABLEAUX CACHÈS“ mit den sehr

großen Bildern von Marc Giai-Miniet sind

da zu erwähnen. Die genannten Projekte

werden auf einem Großmonitor ebenfalls

zum Schauraum zu sehen sein.

Neben der Weiterentwicklung der Präsentation

in der aktuell gezeigten Panoramavariante

geht der Weg nun dahin, in

absehbarer Zeit den Besuch solcher Ausstellungen

auch per Daten-Brille möglich zu

machen, was eine ganz neue, realitätsnahe

Erfahrung bedeutet, da sich der Besucher

der Galerie dann frei in einer Ausstellung

bewegen kann. Anzumerken ist hier, dass

alle digitalen Räume nicht auf filmisch/fotografischem

Weg entstehen, sondern in

Zusammenarbeit und nach Wünschen der

Künstler oder Galerien erzeugt werden.

Zudem muss ebenso angemerkt werden,

dass die neben den Bildwerken dargestellten

Skulpturen mittels 3D-Scanning in den

virtuellen Raum übertragen werden, aus

dem sie sich auf Wunsch auch wieder „materialisieren“

lassen (z. B. im 3D-Druck).

Gleichzeitig arbeitet man aber auch am

Weg zurück von der virtuellen in eine

physikalische Welt. Lässt sich ein für den

Schauraum in Übergröße produziertes Ob-

kunst:stück 77


. münster

Abb. oben: Willows, Long-Boy // Abb. unten: Regine Rostalski, Boot auf großem blauen See, Draht

jekt von Regine Rostalski „nur“ per Handy

oder Pad im Außenbereich bewundern,

kommen digitale Malerei und digital erzeugte

Objekte (3D-Druck, handkoloriert

und meist aufwändig manuell nachgearbeitet)

von Willows sowohl am Monitor

aber auch gedruckt wieder in den realen

Raum zurück – zum Anfassen. Übrigens

natürlich auch die als Edition angelegten

Objekte einer Andrea Kraft, die sowohl

als handpatinierte Bronzen im klassischen

Gussverfahren als auch als digitale Drucke

gezeigt werden.

Sofern es die Umstände (Wetter, Corona)

erlauben, wird die Schauraumveranstaltung

um voraussichtlich 18.00 Uhr durch

eine kleine Podiumsdiskussion zum Thema

„Digitalisierung in der Kunst, virtuelle

Präsentation und digitale Zertifizierung“

ergänzt. Der genaue Termin wird kurz vorher

auf der Webseite und durch Flyer bekanntgegeben.

Last but not least bietet das ARTLETstudio

zum SCHAURAUM Bilderrahmen aus seinem

Lager – gebraucht oder neuwertig – in

einem kleinen Rahmenbasar zum Kauf an.

Das ARTLETstudio hat im Übrigen die

Kunsthalle Schnake mit ihren Steinskulpturen

eingeladen, an dieser gemeinsamen

Veranstaltung teilzunehmen.

ARTLETstudio

Harsewinkelgasse 21, 48143 Münster

78 kunst:stück


KUNST

HALLE

SCHNAKE

. münster

Foto: Thorsten Marquardt

SPIRITS IN STONE

Die Bildhauer aus Zimbabwe

Max-Winkelmann-Str. 84 | 48165 Münster | Tel. 0172 5338328

www.kunsthalle-schnake.de

kunst:stück 79


. münster

Ai Weiwei in seinem Atelier, Peking, China, 2013, © Sim Chi Yin_Magnum Photos

Henri Matisse, Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Maison de la Pensée Française, Paris 1950,

Foto-Farblithografie © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Die Galerie der Straße

Plakatkunst von Picasso zu Pollock

3. Juli bis 26. September 2021

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de

Die Ausstellung widmet sich dem Plakat

als eigentümlichem Mischwesen zwischen

der Welt der Kunst und der Welt des Kommerzes.

Sie vereint rund 90 Plakate der

1950er- bis 1980er-Jahre, die Präsentationen

von Künstlern wie Marc Chagall, Henri

Matisse, Joan Miró und Pablo Picasso

bewarben. Auch die amerikanische Avantgarde

ist mit Jackson Pollock, Keith Haring

u.a. vertreten. Die farbenfrohen Werke

der Sammlung KÖNA werden erstmals der

Öffentlichkeit vorgestellt. Sie entstanden

vornehmlich als Lithografien in der Pariser

Druckerei von Fernand Mourlot, dem

Drucker von Pablo Picasso, der 1967 auch

eine Dépendance in New York eröffnete.

80 kunst:stück


. münster

Fernand Léger, La Ville, 1959, Farblithografie © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Die Wiege des künstlerisch gestalteten

Plakats steht im Paris der Belle Époque.

Schon in den 1890er-Jahren wird es zum

begehrten Sammlerobjekt. Entsprechend

der französischen Bezeichnung für diesen

Werbeträger (Affiche) kommt es sogar zu

einem Plakatwahn (Affichomanie). Die Begeisterung

für dieses Medium steckt schon

bald den Rest Europas und die USA an.

Plakate, so stellte einst der deutsche Philosoph

und Schriftsteller Max Wiese fest,

sind Netze, in denen sich unsere Wünsche

verfangen sollen. In diesem Sinne gibt es

viel Verfängliches in der Ausstellung zu

sehen.

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

Picassoplatz 1, 48143 Münster

Die montierte Stadt

Von Fernand Léger bis Sergei Eisenstein

3. Juli bis 26. September 2021

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de

Mit der Ausstellung lädt das Picasso-Museum

zu einer künstlerischen Zeitreise in die

Weltmetropolen der Goldenen Zwanziger

ein. Elektrisches Lichtspektakel und dröhnender

Verkehr, schier unendliches vertikales

Wachstum von Wolkenkratzern, die

Verschmelzung von Arbeits- und Freizeitraum

und die generelle Beschleunigung

des Lebens: In den 1920ern-Jahren übten

die urbanen Architekturen in New York,

Paris, Berlin und Moskau zunehmend einen

Angriff auf die Sinneswahrnehmung

ihrer Bewohner aus.

Die Ausstellung vereinigt 14 Filme, Foto- und

Malerbücher von Künstlern wie Sergei Eisenstein,

Fernand Léger, Erich Mendelsohn,

Lázló Moholy-Nagy u.a., die auf eindrucksvolle

Weise eine neue Ästhetik der urbanen

Raumwahrnehmung demonstrierten.

Durch die Medien der Moderne – Fotografie

und Film – und ihre revolutionären

technisch-ästhetischen Verfahren entstand

eine neue Ästhetik des Sehens in

der Großstadt. Der russische Filmpionier

Sergei Eisenstein entwickelte in diesem

Zusammenhang eine einflussreiche Theorie

der filmischen Montage, die er als

Produkt des Urbanismus beschrieb, begrifflich

verortet „halb in der Sphäre des

Produktionsbetriebes, halb in der Sphäre

der Music Hall.“ Die Vertreter dieser neuen

Raumwahrnehmung propagieren einen

völlig neuen Künstlertypus, der sich als

Ingenieur einer technischen Avantgarde,

einer neuen Zeit und eines neuen Sehens

begreift. Die Ausstellung veranschaulicht

auf dialogische Art und Weise das Gestaltungsprinzip

der filmischen und fotografischen

Montage urbaner Sinneseindrücke.

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

Picassoplatz 1, 48143 Münster

kunst:stück 81


. münster

Albert Marquet, Frauen aus Laghouat, um 1921, Öl auf Leinwand, Centre Pompidou Paris

Musée national d'art moderne - Centre de création industrielle

Rendezvous der Freunde

Camoin, Marquet, Manguin, Matisse

9. Oktober 2021 bis 16. Januar 2022

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de

Unter dem Titel „Rendezvous der Freunde“

vereint das Picasso-Museum in einer großen

Sonderausstellung rund 90 Gemälde,

Zeichnungen und grafische Arbeiten der

sogenannten „Moreau-Gruppe“. Charles

Camoin, Henri Manguin, Albert Marquet

und Henri Matisse waren Schüler des französischen

Malers Gustave Moreau und

Künstlerfreunde. Nach einer gemeinsamen

fauvistischen Stilperiode beschritten die

vier Künstler in ihrer weiteren künstlerischen

Entwicklung jeweils eigene Wege.

Die Ausstellung spürt jenen Gemeinsamkeiten

und gegenseitigen Inspirationen

und gleichzeitig auch ihrer künstlerischen

Individualität nach. In diesem Zusammenhang

werden auch Werke ihres gemeinsamen

Lehrers Gustave Moreau gezeigt.

Picasso

Fotografie und Mythologie

9. Oktober 2021 bis 16. Januar 2022

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster | www.kunstmuseum-picasso-muenster.de

Das Künstlerbuch „Diurnes“ (franz. „am

Tage“/„tagaktiv“) bildet den Höhepunkt

der in den 1950er-Jahren begonnenen Zusammenarbeit

zwischen Pablo Picasso und

dem Fotografen André Villers. 30 Lichtdrucke

des Bandes werden im Rahmen

der Ausstellung „Picasso – Fotografie und

Mythologie“ präsentiert. Durch Mehrfachbelichtungen

entsteht ein spannender Dialog

zwischen Picassos Scherenschnitten

in Form von mythologischen Gestalten,

Tieren und Porträts und Villers fotografischer

Erkundung der provenzalischen

Landschaft. In Kombination mit im zeitlichen

Umfeld entstandenen Werken aus

dem Eigenbestand des Museums wird Picassos

spielerischer Umgang mit Fotografie

und Druckgrafik beleuchtet.

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

Picassoplatz 1, 48143 Münster

82 kunst:stück


FRANZ GREIFE

JUST A MOMENT

03. SEPTEMBER −

30. OKTOBER 2021

Bierstraße 2 · 49074 Osnabrück · www.skulptur-galerie.de

Mo, Mi, Do, Fr 11–18 Uhr, Sa, So 11–16 Uhr

Kultur aus der region

www.KunststuecK-magazine.de

24/7

das Magazin für Kunst & Kultur

aus der region – gedrucKt iM handlichen

taschenforMat oder als app – iMMer dabei

regionale ausgaben

c/o osnabrücK + Münsterland

(h2 werbung & Kunst, braMsche)

c/o breMen+ oldenburg

(h2 werbung & Kunst, braMsche)

c/o ostwestfalen

(Movin verlag, bielefeld)

muensterlandfestival.com

Druckgrafik-Ausstellungen

ab 10.10.21

Kloster Bentlage | Rheine

ab 14.10.21

Museum FARB | Borken

Kooperationspartner:

Druckvereinigung Bentlage

FARB Borken und Kloster Bentlage


. billerbeck

Betrachterin vor Kunstwerk Billerbeck, 2021, Acryl auf Leinwand © Kreis Coesfeld, Swenja Janning

Norbert Thomas

Von der Fläche in den Raum

12. September (Eröffnung: 17 Uhr) bis 31. Oktober 2021

Kolvenburg in Billerbeck | www.kolvenburg.de

Die Werke des deutschen Künstlers und

renommierten Vertreters der konkreten

Kunst, Norbert Thomas, sind bereits in

zahlreichen internationalen Ausstellungen,

unter anderem der Architekturbiennale Venedig

und der Von der Heydt-Kunsthalle

in Wuppertal vertreten gewesen. Mit seinen

großformatigen, geometrisierenden

Rastern folgenden Gemälden, Grafiken

und Skulpturen erwartet Besucherinnen

und Besucher der Ausstellung in Billerbeck

ein spannungsvolles Wechselspiel mit der

mittelalterlichen, belebten Architektur der

Kolvenburg.

Norbert Thomas gehört der Generation

von Künstlern an, die den künstlerischen

Prozess einer eigenen Systematik unterordnet,

die er seit Jahren verfolgt. Seine

Kunst wird von Kontrollierbarkeit und Logik

geprägt. Als Ausgangspunkt dienen

Überlegungen der Geometrie und die

Arbeit mit Winkeln. Für Willkür ist trotz

künstlerischer Freiheit kein Platz. Bei al-

84 kunst:stück


. billerbeck

Abb. oben: Norbert Thomas vor Werk ohne Titel, 2021 Tusche auf Leinwand © Kreis Coesfeld, Swenja Janning

Abb. unten: Norbert Thomas vor seinem Werk „Außenform Rot“, 2013, Lack auf Aluminium © Jack Kulcke, Düsseldorf

ler Rationalität ist es Thomas auch wichtig,

in seinen radikal reduzierten Werken

ein ästhetisches Gleichgewicht zwischen

Dynamik und Harmonie zu finden und so

zu ganz eigenen Bildwirklichkeiten zu

kommen.

Der 1947 in Frankfurt am Main geborene

und heute in Essen lebende Thomas, absolvierte

zunächst ein Studium an der Hochschule

für Bildende Künste und Gesamthochschule

Kassel. Ab 1987 lehrte er selbst

– erst als Professor für Gestaltungslehre

an der Fachhochschule Bielefeld, bevor

er ab 1991 die Professur für Grundlagen

der künstlerischen Gestaltung an der Bergischen

Universität Wuppertal übernahm.

Diverse Arbeits- und Studienaufenthalte im

Ausland haben sein Schaffen beeinflusst.

unterhält, zur feierlichen Ausstellungseröffnung

ab 17 Uhr ein. Der Künstler selbst

erläutert sein Schaffen im Rahmen eines

Künstlergesprächs mit anschließender Führung

am 3. Oktober um 15 Uhr.

Öffnungszeiten:

Di–Sa 13.00–18.00 Uhr, So & Feiertage

10.00–13.00 Uhr & 13.30–17.30 Uhr

Kolvenburg

An der Kolvenburg 3, 48727 Billerbeck

Die Ausstellung „Norbert Thomas. Von

der Fläche in den Raum“ wird neben der

Kolvenburg in Billerbeck an zwei weiteren

Standorten in Deutschland zu sehen

sein und mit einem eigenen Katalog begleitet.

Einen besonderen Bezug zum Ausstellungsort

Billerbeck nimmt der Künstler

mit der Betitelung eines seiner in diesem

Jahr geschaffenen Werke: „Billerbeck“,

2021, Acryl auf Leinwand.

Am 12. September lädt der Kreis Coesfeld,

der die Kolvenburg als Raum für hochkarätige

Kunst und Kulturveranstaltungen

kunst:stück 85


. bocholt

Blick in die Ausstellung use-less im LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt, Foto: LWL / Sven-Betz

use-less

Eine Wanderausstellung zum Thema

Slow Fashion gegen Verschwendung und hässliche Kleidung

19. Märzi bis 26. September 2021

www.lwl-industriemuseum.de | LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt | Spinnerei

Mode ohne Abfall –

Wie entsteht nachhaltige Mode?

In der interaktiven und ganzheitlichen Ausstellung

USE-LESS lässt sich die Entstehung

von ressourcenschonender Mode entlang

des textilen Kreislaufs erleben. In den Entwürfen

der Modedesigner*innen der Hochschule

Hannover treffen auf einzigartige

Weise künstlerische und ästhetische Auseinandersetzungen

auf Fragen nach Produktionsbedingungen

und Konsumverhalten.

Egal ob Jeans, T-Shirts oder Nylonstrümpfe

– Kleider entstehen in komplexen Produktionsabläufen

mit Folgen für Menschen

und Umwelt. Die Ausstellung stellt die Ergebnisse

der Slow Fashion-Forschung der

Hochschule Hannover vor. Die Designprojekte

machen deutlich, wie Mode langlebig,

ressourcensparend und schön gestaltet

werden kann.

Gleichzeitig fragt die Ausstellung, was

Nutzer*innen durch ihre Art des Konsums

verändern können. Nicht nur Verzicht, sondern

auch Transparenz und Teilhabe sind

wichtig, um Mode nachhaltig zu gestalten.

Dabei spielen Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen

eine ebenso große Rolle

wie Material, Kreativität und Ästhetik.

Die Kleidungsstücke erzählen Geschichten.

Wie sind sie entstanden? Wer hat sie gekauft?

Warum wurden sie entsorgt? USE-

LESS zeigt, was in unseren Schränken

steckt und was sich hinter der Idee der

„Slow Fashion“ verbirgt.

Interaktive Stationen laden dazu ein, näher

in den Kontakt mit Mode und Gestaltung

zu treten. Ein neu gestalteter Audioguide

vertont nicht nur die Stimmen von Wissenschaftlern

und Mode-Akteuren, sondern

nimmt die Besucher mit auf eine akustische

Reise um die Welt.

Die Wanderausstellung zum Thema Slow

Fashion ist als Kooperationsprojekt der

Hochschule Hannover, Studiengang Modedesign

in Kooperation mit dem Hafenmuseum

Speicher XI und MAKE SMTHNG

von Greenpeace entstanden.

Konzipiert und gestaltet wurde die Ausstellung

vom Studiengang „Modedesign“

an der Hochschule Hannover unter der Leitung

von Prof.in Martina Glomb.

Erweitert wird die Ausstellung durch einen

Audioguide, erstellt von Studierenden des

Fachbereichs „Design, Lehrgebiet Ton- und

Klanggestaltung“ der FH Dortmund unter

der Leitung von Prof. Jörg Lensing.

86 kunst:stück


. bocholt

Fotografien von Carl Bauer im LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt

Mode.Land

Ein Textilfabrikant fotografiert, 1900–1925

12. September bis 31. Oktober 2021

www.lwl-industriemuseum.de | LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt | Spinnerei

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fotografierte

Carl Bauer, der Besitzer einer mechanischen

Weberei im westfälischen Dorf Laer

bei Münster seine Fabrik, seine Familie

und sein Leben auf dem Land. Rund 400

Glasplattennegative erhielten sich in Familienbesitz

und dokumentieren eindrücklich

die Alltagskultur vor einhundert Jahren.

Ein Lehrforschungsprojekt des Masterstudiengangs

Kulturanalyse und Kulturvermittlung

der TU Dortmund hat diese

besonderen Bilder untersucht. Das Haupt-

augenmerk wurde dabei auf Kleidung und

Ausstattung gelegt. Die dichte Überlieferung

des Bestandes erlaubte es, Momente

sowie Moden der Moderne zu identifizieren

und zu interpretieren. Mit der Konzeption

von Jan C. Watzlawik nach der

Idee von Gudrun M. König und Michaela

Haibl wurde die originale Ausstellung

umgesetzt.

LWL Industriemuseum

TextilWerk Bocholt | Spinnerei

Industriestraße 5, 46395 Bocholt

kunst:stück 87

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine