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SEPTEMBER 2021 І HEFT 281

FRANKFURT | MANNHEIM | MAINZ | STUTTGART

COMMUNITY

50 Jahre La Gata

10 Jahre Warmes

Wiesbaden

MUSIK

Mark Forster

im exklusiven

Gespräch

POLITIK

AN DIE

URNEN!

Das Special zur

Bundestagswahl 2021

INTERVIEWS: LEOPOLD, BRIX SCHAUMBURG, JOACHIM SCHULTE (QUEERNET RLP),

WRABEL, MELISSA ETHERIDGE, IMANY, HARRY MACQUEEN


DER LEXUS NX 300h HYBRID ALS TAGESZULASSUNG

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Angaben gem. Pkw-EnVKV, basierend auf NEFZ-Werten. Die Kfz-Steuer richtet sich nach den häufig höheren

WLTP-Werten (Kraftstoffverbrauch kombiniert nach WLTP 7,4–7,0 l/100 km, CO 2 -Emissionen kombiniert nach

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Hauptsitz: Autohaus NIX GmbH, Frankfurter Straße 1–7, 63607 Wächtersbach


INTRO

3

Inhalt

SZENE

4 Frankfurt

12 Rhein-Main-

Neckar

16 Mannheim

18 Stuttgart

20 Essen & Trinken

22 Special: Bundestagswahl

30 Kultur

40 Wohnen

43 Design

44 Pink Pages

50 Homoskop

LEBEN

• Musik

• Kunst

• Buch

LIEBE GAB-LESER*INNEN,

voller Zuversicht starten wir in den September und mit uns startet auch die Kulturszene:

Vom Schauspiel Frankfurt über die Oper, dem English Theatre bis zur Dresden

Frankfurt Dance Company gibt’s Zerstreuung, Inspiration und Empowerment. Wie

schön, dass wir Kultur genießen dürfen. Auch mit Freiluft-Konzepten kann man sich

noch einmal auf entspannte Get-together freuen: Vom La Gata Straßenfest bis zur

Stuttgarter Lovepop-Sause mit Hafen-Flair. Einziger Wermutstropfen: Das geplante

CSD-Fest auf dem Frankfurter Opernplatz wird nun doch nicht stattfinden können.

Zur Bundestagswahl haben wir Kandidat*innen von sechs Parteien zu queerpolitischen

Fragen Stellung beziehen lassen – und alle sind sich einig, dass queere

Rechte weiterhin gestärkt werden müssen. Zum Beispiel die Ergänzung des Art.

3 Grundgesetz um sexuelle und geschlechtliche Orientierung. Da fragt man sich,

wieso das nicht schon längst geschehen ist; die Verhandlungen laufen seit Jahren!

Am 19. September gibt es daher auf dem Frankfurter Paulsplatz einen lautstarken

Aktionstag – für die Ergänzung des Art. 3 Grundgesetz.

Achtet auf euch und die anderen – und bleibt gesund!

Björn Berndt

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IMPRESSUM

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Christian Fischer (cf) &

Michael Rädel (rä)

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Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)

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Björn Berndt (bjö)

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(fd), Christian K. L. Fischer, Patrick

Heidmann, Benjamin Hofmann

(Horoskop), Dagmar Leischow,

Leander Milbrecht, Jessica Purkhardt

(jp), Dirk Rueder (dr), Steffen

Rüth, Marcel Schilling (mas, Termine,

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Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke,

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Grafik: Susan Kühner

Cover: Phil Dlab /

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Werde jetzt aktiv für soziale, kulturelle,

ökologische Projekte & Vereine in unserer

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Großer Spendentag

am 20. September 2021.

Jetzt mitmachen!

Eine Initiative der

Frankfurter Sparkasse.


4 FRANKFURT

Kolumne

ILLUSTRATION: JANIS CIMBULIS

COMMUNITY

FOTO: J. KONCHAKOVSKAYA

Nun beginnt die heiße Phase,

in der es um alles geht, in

der Entscheidungen fallen

werden, die nicht nur die

nächsten vier Jahre Bestand,

sondern die für nicht

wenige Menschen in diesem

Land grundsätzlich einen

hohen Stellenwert haben.

Die Einzelkämpfer*innen der

Riege müssen jetzt vor großem

Publikum – auf sich allein

gestellt – ihre mentale Stärke

beweisen, während andere als

Team zusammenstehen, maximalen

persönlichen Einsatz

zeigen und trotzdem die eigenen

Ansprüche hintanstellen,

um ein gemeinsames Ziel zu

erreichen. Wir werden erleben,

wie sie ihre die Ergebnisse

langer, mühevoller Vorbereitung

feiern, ihre Niederlagen

verwinden, sich immer wieder

neu motivieren und doch oft

auch Verletzungen verkraften

müssen. Die Gratwanderung

zwischen tränenblindem Jubel

und bleiernen Niederlagen

fasziniert mich dabei mindestens

genauso wie die Menschen,

die allen Widerständen

zum Trotz mit Leidenschaft

und Idealismus nicht nur

das verwirklichen, was ihnen

wichtig ist, sondern gleichzeitig

so vielen anderen neue

Kraft und Mut zusprechen. So

sehr ich unseren Aktiven auch

die Daumen drücke, freue ich

mich diesen Monat bei den

Paralympischen Spielen von

Tokyo für alle Sportler*innen

mit Behinderung, dass sie

trotz der Widrigkeiten der

Corona-Pandemie dabei

sein können. Mit Medaille

oder ohne - allein das

ist schon ein gewaltiger

Erfolg …

... weiterlesen auf

www.männer.

media/

regional/gab

Mitorganisatorin des Straßenfests: Juliane Konchakovskaya

50 JAHRE LA GATA

Das Straßenfest

gratuliert

Frankfurts und wahrscheinlich auch Deutschlands langjährigste Lesben-Bar

La Gata feiert im September ihren 50. Geburtstag. Grund genug, um ein Straßenfest

zu organisieren.

Unermüdlich hinterm Tresen: Erika „Ricky“

Wild ist seit 50 Jahren die Besitzerin der

kleinen Lesben-Bar in Sachsenhausen –

komplett mit Musikbox und Darts-Board.

Aber das La Gata ist natürlich mehr als eine

Bar: „Das La Gata stellt einen in Deutschland

zu diesem Zeitpunkt einzigartigen

Treffpunkt für lesbische Frauen dar und

verdeutlicht die Geschichte der Homosexuellenbewegung

ebenso eindrucksvoll wie

ihre über Jahrzehnte bedrängte Existenz“,

sagen Annette Kühn, Juliane Konchakovskaya,

Josefine Liebing und Verena David. Die

vier Frauen* haben sich zusammengetan,

um zum runden Geburtstag des La Gata

ein Straßenfest auf der Seehofstraße vor

der Bar zu organisieren. Es sei wichtig „dass

sich unsere Community gemeinsam mit der

unermüdlichen Besitzerin Erika Wild an die

Anfänge und die Gemeinschaft der letzten

50 Jahre erinnern kann. Dies ist der kulturelle

Auftrag und Anspruch, mit dem wir dieses

Straßenfest organisieren“. Getragen wird das

ehrenamtliche Fest vom Bündnis Akzeptanz

und Vielfalt Frankfurt.

Ab 15:30 Uhr gibt es ein buntes Programm

mit Live-Musik von den

Frankfurter Rock’n’Roll-Band

The Slags (die übrigens ebenfalls

30-jähriges Jubiläum

feiern) oder Singer/Songwriterin

Sabho von Basstisch.

Dazu kommen DJane Bijou,

DJanes Herr O. und Ms. Mlll

und DJane Abrissbarbie. Außerdem

wird es eine Diskussionsrunde zum

Thema „Was ist lesbisches Leben heute?“

geben. Rund herum gibt’s eine Outdoor-Bar,

französische Speisen von Chez Vivi, viel

Platz zum Sitzen – und sogar eine Tanzfläche.

Herzlichen Glückwunsch! *bjö

4.9., 50 Jahre La Gata, Straßenfest auf der

Seehofstraße, Frankfurt, 15:30 Uhr,

www.vielfalt-frankfurt.de

FOTO: J. KONCHAKOVSKAYA

DJane Bijou

FOTO: WWW.THE-SLAGS.DE

Live dabei: The Slags


FRANKFURT

5

Es hat sich wieder viel getan in Frankfurt. Dass der Stall zu gemacht hat,

dürfte ja mittlerweile jedem bekannt sein. Alle anderen haben überlebt.

Aber zuerst wünschen wir alles Gute zum Geburtstag lieber Pit, hier groß

gefeiert im DESTINO (Foto 1). Ebenso empfehlenswert: Donnerstag im

SCHWEJK, gut gefüllt aber nicht zu voll. Hier ein Schnappschuss der

Thekenjungs (Foto 2). Leider war Linda nicht da – aber eine Pause sei ihr

gegönnt! Neue Gesichter trifft man bei Rolf in der KRAWALLSCHACH-

TEL. Hier am Fenster die Buben, Bilel, Kevin und Marc (Foto 3). Nach

Monaten wieder aufgetaucht: Ibrahim vom NA UND?. Er war längere

Zeit in Ägypten, jetzt wieder hier und auf unserem Foto mit Tobi aus der

TANGERINE (Foto 4).

Bis zum nächsten Mal, Euer Frank

FRANKS

Szenebommel

FOTOS: FD

Am Dornbusch 31, 60320 Frankfurt am Main, Tel. +49 69 79219084, info@villamoebel.de

www.villamoebel.de


6 FRANKFURT

Community

COMMUNITY

FOTO: BJÖ

4 JAHRE NEUES COMEBACK

Mit einem zweitägigen Special

feiert die kleine Bar im Bermudadreieck

ihren 4. „neuen“

Geburtstag. Zur Geburtstagsfete

gibt es an beiden Tagen

Welcome-Shots und special

Deko, und natürlich dürfen

die Resident-DJs des Hauses

nicht fehlen. Am Freitag sorgt

DJ Serdar (Foto) für die passenden

Beats, am Samstag

Steve K. Das knallt!

3. und 4.9., Comeback, Alte

Gasse 33, Frankfurt, 20 Uhr

FOTO: SERDAR

Allein die Kundgebung zum CSD Frankfurt 2021 zog 4.000 Besucher*innen an.

DOCH KEIN CSD-FEST

IM SEPTEMBER

Eigentlich wollte der CSD Frankfurt gemeinsam mit der AIDS-Hilfe Frankfurt am

Lauf für mehr Zeit-Wochenende im September ein zweitägiges Communityfest auf

dem Opernplatz feiern. Das Fest wurde nun doch abgesagt. Andreas Gerlach, Sprecher

des CSD Frankfurt, erklärt die Gründe – und gibt einen Ausblick auf 2022! *bjö

GRIND BEACH FESTIVAL

Weil’s so schön war gleich

nochmal: Die GRIND-Partycrew

lädt Anfang September

zu einem weiteren Beach-

Special auf dem Citybeach

Rooftop mitten in der Frankfurter

Innenstadt; komplett

mit Pool, Liegestühlen, coolen

Drinks und sexy Jungs –

denn GRIND ist auch ohne

Dresscode sexy. Knackige

Swimwear, Fetisch-Outfits

oder Kinky-Fantasy-Styles

sind jederzeit willkommen und

werden vom Team heftig beklatscht.

Für den treibenden

Soundtrack aus House, Circuit

und Tech zeichnen sich DJ

Alexio, Dommy Dean, Mark

Hartmann und Supermario

verantwortlich. Hotnuts! *bjö

4.9., Citybeach Rooftop,

Parkhaus Konstablerwache,

Eingang: Carl-Theodor-

Reiffenstein-Platz 5,

Frankfurt, 14 bis 24 Uhr,

www.grind-beach.de

FOTO: GRIND

Andreas, warum habt ihr jetzt doch

recht kurzfristig das CSD-Straßenfest

abgesagt?

Wir mussten, wie alle anderen Veranstalter

auch, das Frankfurter Gesundheitsamt in

unsere Planungen mit einbeziehen. Und

da gab es dann leider einen Dämpfer. Denn

auf der relativ betrachtet kleinen Fläche

des Opernplatzes wurde uns eine maximale

Gästeanzahl in Aussicht gestellt, die uns

in ein nicht kalkulierbares wirtschaftliches

Risiko gebracht hätte. Denn die Fixkosten

bleiben gleich, mit 1.000, 2.000 oder auch

10.000 Menschen auf dem Opernplatz.

Selbst mit Sponsorengeld hätten wir eine

Finanzierungslücke gehabt, die wir nicht riskieren

wollten, um den Fortbestand des Vereins

nicht zu gefährden. Eintrittsgeld hätten

wir auch nicht nehmen können, da es sich

beim Opernplatz um eine öffentliche Fläche

handelt. Aber selbst in geschlossenen,

privaten Arealen wäre das gleiche Problem

entstanden – das Hygiene- und Sicherheitskonzept

hätte uns eine Obergrenze bei

den Besucherinnen und Besuchern gesetzt.

Das war finanziell ein zu großes Risiko. Und

bei der vom Frankfurter Gesundheitsamt

genannten Obergrenze hätten wir einfach

auch zu viele Menschen vom Besuch des

CSD ausschließen müssen. Die Beschränkungen

wären einfach zu groß gewesen.

Der CSD 2021 konnte mit einer reinen

Fußgänger*innen-Demo 8.000

Menschen aktivieren; wäre eine reine

Fußgänger*innendemo auch für zukünftige

CSDs denkbar?

Ja, also, 8.000 Menschen ohne Lkw, Auto

oder sonstige Fortbewegungsmittel, nur zu

Fuß mit Bollerwagen – das hat uns schon

umgehauen. Denkbar wäre das ganz sicher,

wir werden das im Orgateam intensiv diskutieren.

Wenn wir dazu kommen, dass wir

wieder eine reine Fußdemo machen, dann

sollen die Bollerwagen aber allesamt mit Musikanlagen

ausgestattet sein! (lacht).

Oder muss man auch für die Demoparade

„kommerziell“ denken und Sponsoren

dort die Möglichkeit geben, sich

zu präsentieren, um damit den CSD zu

finanzieren?

Wir sind bei solchen Dingen immer dabei, einen

Spagat hinzulegen, der uns nicht zu sehr

wehtut. Auf der einen Seite braucht man

viel Geld, um eine CSD-Demo und ein Fest

zu organisieren. Auf der anderen Seite darf

man sich als CSD aber auch nicht komplett

verkaufen. Denn der CSD ist und bleibt eine

politische Aktion mit angedocktem Fest, das

nicht nur die LGBTIQ*-Community anlocken

soll. Seit einigen Jahren ist zu sehen, dass

der CSD auch Heterosexuelle mit Familie

anzieht. Und das ist es, was wir wollen. Es

soll einfach normal sein, dass wir uns alle

ohne Scheu und Vorbehalte miteinander

treffen können, diskutieren, feiern. Da ist der

CSD als übergreifendes offenes Element für

die gesellschaftlichen Gruppen auf einem

sehr guten Weg. Ich weiß, dass es auch

Stimmen in der Community gibt, denen der

CSD inzwischen zu unpolitisch geworden

ist. Man kann natürlich versuchen, einen rein

politischen CSD auf die Beine zu stellen.

Aber ob man dann auch die erreicht, die man

zu mehr Akzeptanz und Toleranz gegenüber

unserer Community bringen will, ist die

Frage. Aber „Versuch macht kluch“, sagt ein

schönes Sprichwort.

www.csd-frankfurt.de

Das komplette Interview gibt’s auf

www.männer.media/regionales/gab


FRANKFURT

7

COMMUNITY

Lauf für mehr Zeit:

Jeder Cent zählt!

Der Lauf für mehr Zeit, das wichtigste Spenden-Event

der AIDS-Hilfe Frankfurt AHF, soll

in diesem Jahr wieder als echte Veranstaltung am

Opernplatz stattfinden. Ein spezielles Hygienekonzept,

ausgeklügelt von Lauf-Chefin Anika Pilger und

ihrem Team, soll das möglich machen.

Die wichtigste Änderung: Die Läufer*innen starten zeitversetzt

in kleinen Gruppen und die Laufstrecken wurden

gekürzt: auf einen und fünf Kilometer.

Für alle Teilnehmenden gelten die drei Gs: Getestet, geimpft,

genesen. Laufteams sollten nicht größer als 10 Personen

sein. Die Startgebühren wurden verteuert: 8 Euro für

den 1-Kilometer-Lauf, 19 Euro für den 5-Kilometer-Lauf.

Das Fest auf den Opernplatz entfällt, aber AHF-Vorstand

Christian Setzepfandt und hr-Moderator Tim Frühling werden

wie immer die Moderation der Laufstarts am Opernplatz

übernehmen.

FOTO: ELHIT

CHRISTIAN LINDNER

ES GIBT VIEL ZU TUN!

Die Ehe für alle war erst der Anfang. Wir machen uns stark für:

- Blutspendeverbot aufheben

- Artikel 3 Grundgesetz ergänzen

- Hasskriminalität bekämpfen

- Selbstbestimmungsgesetz statt TSG

- Regenbogenfamilien stärken

- LSBTI-Menschenrechte weltweit schützen

- Schulaufklärung ausbauen

AM 26. SEPTEMBER:

FREIE DEMOKRATEN

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DR. STEFAN

KAUFMANN

Ergänzend dazu kann man auch „virtuell“ am Lauf für mehr

Zeit teilnehmen: Durch die Startgebühr unterstützt man

die AHF und läuft wann und wo man möchte; auch die

Streckenlänge kann hier selbst bestimmt werden.

Wer sich besonders engagieren möchte, kann auch wieder

als Sponsoren-Läufer*in teilnehmen und im Vorfeld im

Freundes- und Bekanntenkreis Spenden für die AHF

sammeln. „Nach wie vor generieren wir hauptsächlich

durch diese fleißigen Spenden-Läufer*innen die große

Spendensumme“, erklärt Pressesprecher Oliver Henrich.

„Wer die AHF also über die Teilnahmegebühr hinaus tatkräftig

unterstützen möchte, wird am besten einer unserer

Spenden-Läufer*innen“. Jeder Cent zählt“. *bjö

12.9., Lauf für mehr Zeit. Opernplatz Frankfurt, 15 Uhr,

Infos zur Anmeldung als Läufer*in, virtuelle*r Läufer*in,

Spenden/Sponsoren-Läufer*in und ehrenamtliche*r

Helfer*in über www.lauf-fuer-mehr-zeit.de

MAXIMILIAN

MÖRSEBURG

GEMEINSAM

FÜR VIELFALT!

Wir wollen, dass der Respekt für unterschiedliche

Lebensweisen in allen Teilen unserer Gesellschaft

Einzug hält.

Wir wollen bestehende Nachteile queerer Menschen

abbauen, indem wir uns z.B. für eine Ausweitung des

Art. 3 Grundgesetz um das Merkmal der sexuellen

Orientierung einsetzen.

Wir stehen für ein weltoffenes und modernes Stuttgart,

in dem Liberalität und Toleranz zur Stadt gehören wie

das Rössle und der Fernsehturm.


8 FRANKFURT

Community

FLC: APPROVED!

Nach über einem Jahr Pause

gibt es ihn wieder: Der Fetisch-

und BDSM-Treff des

FLC. In der Fetisch-Location

Grande Opera sind die Bar

zum Treffen und die Spielwiesen

zum Spielen geöffnet.

Hier treffen sich Fetisch-

Neulinge genau wie erfahrene

Kerle – beachten sollte man

den strikten FLC-Dresscode

und die zum Veranstaltungszeitpunkt

geltenden Pandemieregeln;

über beides sollte

man vor dem Besuch auf der

FLC-Website informieren.

4.9., Grande Opera,

Christian-Pleß-Str. 11 – 13,

Offenbach, 21 Uhr, www.

flc-frankfurt.de/approved

COMMUNITY

FOTO: FLC

FOTO: GFA

STADT ALS SAFE SPACE

Im Format „Bevölkerungsversammlungen“

werden

aktuelle Themen im Podium

offen diskutiert. Am 12. September

stehen die Stadträume

Frankfurt und Offenbach

auf dem Plan; diskutiert wird

dabei auch, was geschehen

muss, damit sich der

öffentliche Raum in einen

Safe Space wandelt, in

dem sich alle gut, frei und

sicher fühlen. Was muss sich

ändern, um ein angstfreies

Miteinander zu realisieren?

Und welche Rolle spielt dabei

die Polizei? *bjö

12.9., Sommerbau,

Kaiserleipromenade Offenbach,

18 Uhr, Tickets über

www.sommerbau.net

FOTO: JÖRG BAUMANN

AKTIONSTAG

Grundgesetz für alle

„Ziel ist es, mit Blick auf die Bundestagswahlen

und anschließende Koalitionsvereinbarungen

ein lautstarkes Zeichen für

die Rechte von queeren Menschen und für

den verfassungsmäßigen Schutz dieser

Rechte in Richtung Politik zu senden“,

so Chris Gaa, Josefine Liebing und Sören

Landmann von der Initiative. Die Initiative

setzt sich seit geraumer Zeit ein für die

Ergänzung des Art. 3 Grundgesetz um die

sexuelle und geschlechtliche Identität.

Trotz der Erfolge der vergangenen Jahre

wie die Ehe für alle oder die Einführung der

dritten Geschlechtsoption „divers“ ist eine

Gleichberechtigung queerer Menschen in

vielen Punkten noch lange nicht erreicht.

„Als Beispiele dafür können unter anderem

genannt werden, die noch immer legalen

‚Homoheilungen‘ von queeren Erwachsenen,

die Benachteiligung von homo- und

bisexuellen Menschen beim Blutspenden,

das bis heute immer noch geltende ‚Transsexuellengesetz‘

sowie die Situation, dass

Sören Landmann, Josefine Liebing und Chris Gaa, die Initiator*innen von „Grungesetz für alle“.

Die Initiative „Grundgesetz für alle“ lädt am 19. September zu einem bundesweiten,

queeren Aktionstag mit Kundgebungen in zahlreichen Städten Deutschlands –

unter anderem auch vor dem Bundestagsgebäude in Berlin. In Frankfurt wird das

Podium auf dem Platz vor der Paulskirche stattfinden.

Zwei-Mütter-Familien eine Stiefkindadoption

über sich ergehen lassen müssen, um

als Eltern ihrer eigenen Kinder anerkannt

zu werden“, erklärt Josefine Liebing. „All

das muss ein Ende haben“. Christian Gaa

ergänzt: „Dafür ist ein Schutz der sexuellen

und geschlechtlichen Identität durch

unsere Verfassung unabdingbar. Deswegen

gehen wir am 19. September landesweit

auf die Straße“. *bjö

19.9., Paulsplatz,

Frankfurt,

14 – 17 Uhr, www.

grundgesetzfuer-alle.de


FRANKFURT

9

NACHRUF

THEO

SANDBAUMHÜTER

gruene.de

Der ehemalige Koordinator des „Lauf für

mehr Zeit“ und jahrelanges Vorstandsmitglied

der AIDS-Hilfe Frankfurt AHF Theo

Sandbaumhüter ist am 12. Juli nach langer

Krankheit gestorben.

FOTO: W.DELIGIANNIS

Voller Einsatz

für echte Selbstbestimmung

und

gleiche Rechte.

Über 20 Jahre war er

ehrenamtliches Vorstandsmitglied

der AHF

und koordinierte davon

fast 15 Jahre den Lauf für

mehr Zeit, den Benefizlauf

der AHF; damit hat Theo

Sandbaumhüter wesentlich

dazu beigetragen, die

Pflege und Betreuung von

Menschen mit HIV und

Aids durch die AHF über

viele Jahre zu sichern.

Über sein Engagement

bei der AIDS-Hilfe hinaus

war Sandbaumhüter auch

in anderen Gruppen und

Initiativen aktiv, immer

mit dem Ziel, sich gegen

Benachteiligung und

Diskriminierung einzusetzen

„Meiner Ansicht nach

sollte sich jeder Mensch

sozial engagieren“, lautete

sein Lebensmotto, das er

trotz seiner immer ruhigen

Art durchaus zielstrebig,

hartnäckig und mitunter

streitbar verfolgte. Auch

noch, als sein Leben in

den letzten Jahren von

seiner eigenen Krankheit

stark beeinträchtigt war.

„Uns bleibt die lebendige

Erinnerung an einen

lieben Menschen und der

Auftrag, sein Vermächtnis

weiterzutragen“, heißt

es in einer Erklärung der

AHF zum Tod von Theo

Sandbaumhüter. *bjö

EGAL WER DU

BIST ODER WO DU

HERKOMMST,

ENTSCHEIDEND IST

WO DU HIN WILLST!

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BUNDESTAGSKANDIDAT

Frankfurt a. M. II

ARMAND ZORN

BUNDESTAGSKANDIDAT

Frankfurt a. M. I


10 FRANKFURT

NATUR

Sympathische Schmetterlinge

Im 150. Jubiläumsjahr des Palmengartens

konnte es im August endlich eröffnen:

das Blüten- und Schmetterlingshaus, in

dem sich alles um tropische Schmetterlinge

dreht. Das rund 800 Quadratmeter

große Glashaus-Ensemble wurde Anfang

August nach mehrjährigen Bauarbeiten

eröffnet. Und nachdem die ersten verpuppten

Raupen geschlüpft sind, kommt

man im Warmhaus-Bereich der Anlage

den schillernden Bananenfaltern, Weißen

Baumnymphen, Himmels- und Atlasfaltern

zwischen prächtigen Blüten ganz nah. In

einem weiteren Teil des Hauses erklärt die

Ausstellung „Abgestaubt“ darüber hinaus,

mit welchen optischen Reizen und mechanischen

Tricks Blüten ausgestattet sind,

um Insekten anzulocken und damit die

Fortpflanzung zu sichern. Palmengarten-

Direktorin Katja Heubach erklärt: „Unsere

tropischen Schmetterlinge sind die Sympathieträger,

mit denen wir die Aufmerksamkeit

auf ein hochrelevantes Thema

lenken wollen: Den enormen Nutzen von

Insekten für uns Menschen, und gleichzeitig

die Gefahr, in der sie sich befinden.“

Tipp: Im benachbarten Botanischen

Garten, der ebenfalls zum Palmengarten

gehört, kann man in einer außerordentlichen

Freiluftanlage heimische Insekten bei

der Arbeit beobachten! *bjö

Blüten- und Schmetterlingshaus im Palmengarten,

Siesmayerstraße 63, Frankfurt,

Tickets und Führungen buchbar über

www.palmengarten.de

FOTO: SANDRA ARDIZZONE

FOTO: VALENTIN TIKHONOV, PIXABAY.COM, GEMEINFREI

FOTO: TOM WOLF

FOTO: ULRIKE LEONE, PIXABAY.COM, GEMEINFREI

Hat geforscht: Corinne Rufli

COMMUNITY

Frauenliebe über 70

Ältere Frauen, die Frauen lieben, sind in unserer

Gesellschaft bis heute kaum sichtbar.

Die Schweizer Autorin, Historikerin und

Journalistin Corinne Rufli forscht in ihrem

Heimatland über die Lesben-Geschichte.

Für ihr Buch „Seit dieser Nacht war ich wie

verzaubert“ hat sie zahlreiche Interviews

mit elf frauenliebenden Frauen über 70

geführt, die über ihre Beziehungen in den

40er- bis 60er-Jahren berichten. Zwei

der Interviewpartnerinnen begleiten die

Autorin bei ihrer Lesung in Frankfurt; im

Anschluss stehen die Drei für Fragen und

Diskussion zur Verfügung. *bjö

26.9., LIBS, Alte Gasse 38 –

Innenhof, Frankfurt, 15 – 17 Uhr,

www.libsw4w.net, Anmeldung über

info@lsbtiq-rhein-main.net

SPORT

Re-Start: Boxtraining beim FVV

Nicht viele Breitensportvereine bieten

Boxen als Teil ihres Sportangebots

an; eine Ausnahme ist der FVV, der

bereits seit 2012 eine eigene Boxabteilung

führt. Die Zeit des Shutdowns

hat der Verein unter anderem dazu

genutzt, das Box-Training neu zu

justieren und vor allem mit dem Klub

„Le Boxeur“ in Frankfurt-Rödelheim

einen neuen Kooperationspartner zu

finden. Der Klub bietet ein abwechslungsreiches

und anspruchsvolles

Training, das sowohl Box-Neulinge als

auch erfahrene Boxsportler gleichermaßen

anspricht. Boxen ist nicht nur

Kampfsport, sondern bietet ein Fitnesstraining,

das den ganzen Körper

einbezieht: Kondition, Koordination

und Muskelaufbau werden trainiert.

„Ein Abend im FVV-Boxtraining

heißt Abstand vom Alltag gewinnen,

Stress rauspowern und die Fitness

intensiv von Kopf bis Fuß trainieren“,

erklärt Abteilungsleiter Marco. „In

den Trainingszeiten des FVV ist die

Gruppe weitgehend unter sich, aber

auch sonst sorgt die familiäre Atmosphäre

im Gym für ein respektvolles,

freundliches und partnerschaftliches

Miteinander“. Probetrainings können

unkompliziert vereinbart werden –

Infos gibt Abteilungsleiter Marco. *bjö

FVV-Boxen, mittwochs 20 –

21:30 Uhr, samstags 13 – 14 Uhr,

Boxclub „Le Boxeur“, Rödelheimer

Landstr. 75, Frankfurt, Infos über

www.fvv.org/sport/boxen/


12 RHEIN-MAIN-NECKAR

COMMUNITY

gratuliert

FOTOS: FOTO FALK UND CARSTEN-PHOTOGRAPHY.COM

„Dieses brave Wiesbaden mausert sich

ein bisschen!“

CSD Wiesbaden 2021

Vor 10 Jahren begann die Geschichte

von Warmes Wiesbaden,

dem Verein, der mehr queeres

Leben in die hessische Landeshauptstadt

bringen wollte. Mit vielen

Communityangeboten und -kooperationen

und nicht zuletzt der Organisation

des jährlichen CSDs und der monatlichen

„Let’s go queer“-Partyreihe kann der Verein

heute stolz auf 10 Jahre Communitywirken

zurückblicken. Wir haben Holger Venino und

Nathalie Schambach vom Vorstand zum

Interview getroffen.

Holger und Nathalie, ihr seid beide

keine Gründungsmitglieder gewesen,

aber könnt ihr trotzdem was zum damaligen

Start von Warmes Wiesbaden

erzählen?

HOLGER: Damals waren es 14 Personen die

sich zusammen getan haben. Und der Grund

war, dass damals tote Hose in Wiesbaden

war. Es gab zwei schwule Kneipen und das

war‘s. Und Warmes Wiesbaden wollte das

queere Leben in Wiesbaden starten. Es

sollte eine Anlaufstelle für queere Menschen

entstehen. Auch ein CSD wurde gleich im

zweiten Jahr ins Leben gerufen. Man wollte

Wiesbaden wärmer machen. Daher kommt

auch der Name des Vereins „Warmes Wiesbaden“.

Ihr habt verschiedene Angebote und

Aktionen, was ist alles Teil von Warmes

Wiesbaden?

HOLGER: Wir unterscheiden zwischen Projekten

und Aktivitäten. Zu den Kernprojekten

gehört die Vereinsarbeit wie unser

monatlicher queerer Stammtisch und das

Vereinstreffen. Dort besprechen wir auch

kommende Projekte.

Wichtig sind auch unsere Kooperationen,

denn wir finden, wir müssen nicht alles

alleine stemmen. Die Vielfalt macht’s,

und es ist einfacher, wenn ein Projekt von

mehreren Organisationen getragen wird.

Zu den Kooperationen mit der AIDS-Hilfe

Wiesbaden gehört zum Beispiel unser

Beratungstelefon, die Bunte Nummer.

Dann haben wir das SCHLAU-Projekt,

auch eine Kooperation mit der AIDS-Hilfe.

SCHLAU leistet Aufklärungsarbeit zum

Thema Sexualität und Homosexualität in

den Schulen.

Die Jugendgruppe „Birds of Pride“ ist

letzten Oktober gestartet. Sie sind eine

eigenständige Jugendgruppe, die ebenfalls

auch von der AIDS-Hilfe und der

Jugendkirche KANA unterstützt wird. Obwohl

die Jugendgruppe eigenständig ist,

sehen wir sie als eines unserer Projekte,

weil die Unterstützung der Jugendgruppe

uns ganz besonders am Herzen liegt. Wir

starten jedes Jahr auch Aktionen zum

IDAHOBIT*. Unsere größten Projekte sind

aber der CSD und die monatliche „Let‘s

go queer“-Party, die übers Jahr gesehen

fast genauso wichtig ist wie der CSD. Die

Party ist eine feste Größe im Rhein-Main-

Gebiet. Wegen Corona schläft sie jetzt

leider seit über einem Jahr, aber das wird

alles wiederkommen.

Welches sind eure Aktivitäten?

HOLGER: Wir haben ein Sportprogramm

mit einer LGBT-and-friends-Laufgruppe.

Da steht nicht nur der Sport im Vordergrund,

sondern auch viel Networking:

Wie kommen wir mit den Rädern schnell

zum CSD nach Mainz? Oder man geht

auch mal ein Bier zusammen trinken. Die

Laufgruppe hat wirklich Spaß. Bei Bedarf

bieten wir im Sportprogramm auch Zumba

und Volleyball an, was in der Pandemie

leider nicht stattfinden konnte, aber wir

wollen versuchen das wieder starten.

Während der Pandemie haben wir eine

neue Aktivität gestartet: unser WaWi-on-

Tour-Programm mit Ausflügen, Wanderungen

oder Fahrradtouren. In diesem Jahr

gab es außerdem erstmals unsere erfolgreiche

Schiffstour „Rainbowshipping“, da

waren wir ausverkauft! Wir haben für den

diesjährigen „Queeren Sommer“ unsere

und andere queere Aktivitäten gebündelt

und sind dabei auf über 40 Veranstaltungen

gekommen! Dieses brave Wiesbaden

mausert sich! Und wir merken: Die Leute

brauchen den Austausch und die Geselligkeit.

Das versuchen wir zu organisieren!

NATHALIE: Unsere Aktivitäten kamen

in diesem Jahr gerade nach dem langen

Shutdown besonders gut an. Die Leute

waren so froh, wieder unter Menschen

zu kommen und vor allem wieder unter

ihresgleichen zu sein. Das hat man

bei unseren Veranstaltungen deutlich

gespürt!


RHEIN-MAIN-NECKAR 13

Es gab auch politische Aktionen,

die Warmes Wiesbaden ins

Leben gerufen hat.

HOLGER: Ja, du meinst die Aktion

gegen die die „Demo für alle“!

NATHALIE: Wir nennen sie ja nur „Die

sogenannte Demo für alle“

HOLGER: Im Oktober 2016 hatte

sich die „Demo für alle“ in Wiesbaden

angekündigt, und sie war nach

unserer Meinung eine Veranstaltung

eines klerikal-, rechts-konservativ

bis -extremen Bündnisses mit

starken Verknüpfungen zur AFD

und anderen rechtsextremen

Gruppierungen. Da war für uns klar,

dass wir denen ja nicht einfach so

die Stadt überlassen können! Auf

Initiative des Vereins, der – das

muss man sagen – damals noch gar

nicht so breit aufgestellt war wie

heute, haben sich dann verschiedene

andere Gruppen, Initiativen,

Vereinen aber die Kirchen und viele

Parteien zusammengetan. Mit fast

100 beteiligten Gruppen was das

die größte Demo, an die sich Wiesbaden

erinnert.

*Interview: Björn Berndt

Kontakt zum Verein: Das Vereinstreffen

und der Stammtisch finden

am 2. Dienstag jeden Monats

statt; zurzeit Open Air im 60/40

im Kulturzentrum Schlachthof,

Murnaustr. 1, Wiesbaden,

www.warmeswiesbaden.de

Das komplette Interview gibt’s auf

www.männer.media/region/gab

COMMUNITY

Wiesbaden ist offizielle Rainbow City

Neuestes Mitglied des Rainbow Cities

Network ist die Stadt Wiesbaden, wie

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende beim

Regenbogenempfang anlässlich des CSD-

Wiesbaden verkündete.

Pünktlich zum CSD Wiesbaden – genauer:

beim Regenbogenempfang anlässlich

des CSD im Innenhof des Wiesbadener

Rathauses am 23. Juli – verkündete Oberbürgermeister

Gert-Uwe Mende, dass die

Stadt Wiesbaden in der Kreis des Rainbow

Cities Network (RCN) aufgenommen

wurde. Damit gehört Wiesbaden zu einer

Gruppe von 35 Städten weltweit, die gemeinsam

die gesellschaftliche Akzeptanz

von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt

fördern wollen.

„Wiesbaden ist eine Regenbogenstadt“,

erklärte Mende. „Das beweisen die Menschen,

die hier leben jeden Tag aufs Neue.

Wir als Stadt müssen uns für diskriminierte

Minderheiten einsetzen. Wir wollen diese

Aufgabe gemeinsam in partnerschaftlicher

Zusammenarbeit mit anderen Städten

angehen“.

Wiesbaden hat seit Jahren einen „Runden

Tisch LSBT*IQ Lebensweisen“, an dem

regelmäßig Vertreter*innen aus der

Community, der Politik und der Stadtverwaltung

zusammenkommen. Seit

2018 hat Wiesbaden außerdem eine

LSBT*IQ-Koordinierungsstelle im Rathaus

eingerichtet.

Zentrales Thema der Wiesbaden-Community

ist derzeit die Gründung eines

Queeren Zentrum: „Queere Menschen,

insbesondere queere Jugendliche, brauchen

diesen geschützten Raum, an dem

sie so sein können, wie sie sind. Ohne

dass sie Anfeindungen befürchten müssen“,

sagt Mende.

Das RCN wurde 2011 von Amsterdam,

Barcelona, Köln und Turin gegründet;

inzwischen haben sich weitere Städte

angeschlossen, darunter auch Wiesbadens

Partnerstädte Gent und Ljublijana. Weitere

RCN-Städte aus dem GAB-Land sind

Frankfurt, Heidelberg und Mannheim. *bjö

www.wiesbaden.de,

www.rainbowcities.com

FOTO: THE CREATIVE EXCHANGE, UNSPLASH.COM

Unser Land kann viel,

wenn man es lässt.

gruene-frankfurt.de


14 RHEIN-MAIN-NECKAR

FOTO: DYANA WING SO, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI

FOTO: QUEERNET RLP

QUEERE EMANZIPATIONSGESCHICHTE

Rheinland-Pfalz

Mit einem breit angelegten

Forschungsprojekt soll die queere

Geschichte von Rheinland-Pfalz

erforscht und vor allem die strafrechtliche

Verfolgung queerer Menschen im

Land aufgearbeitet werden; 2012 entschloss

dies der rheinland-pfälzische Landtag.

Seitdem hat sich das Forschungsteam

um die Historikerin Dr. Kirsten Plötz und den

Sexualwissenschaftler und Medizinhistoriker

Dr. Günter Grau auf die Suche gemacht:

Nach den Biografien queerer Menschen,

aber auch nach Biografien derer, die queerfeindliche

Gesetze geschaffen haben.

„Die Geschichte von Lesben, Schwulen,

Bisexuellen, Trans*identen und intergeschlechtlichen

Menschen kennt Verfolgung

und Emanzipation“, erklären Diana Gläßner

und Joachim Schulte von QueerNet RLP.

Ihr Netzwerk hat sich für die Forschungen

engagiert und sie unterstützt. 2020 war

thematisch das Jahr des Gedenkens an die

Opfer der Verfolgung, 2021 wird hingegen

der Emanzipationsbewegung gedacht. 19

Veranstaltungen, quer durchs Bundesland

verteilt, erinnern mit Vorträgen, Filmvorführungen

und Diskussionsrunden an lokale

Persönlichkeiten, lassen Zeitzeug*innen

mit der heutigen queeren Generation ins

Gespräch kommen und zeigen, wie stark die

persönliche Entwicklung von gesellschaftlicher

Akzeptanz bestimmt wird. Wir haben

mit Joachim Schulte vom QueerNet RLP

über das Projekt gesprochen. *bjö

Queere Geschichte ist generell kaum

wissenschaftlich erforscht. Musste

man in Rheinland-Pfalz quasi „bei

null“ anfangen, oder gab es schon

Forschung, auf der man aufbauen

konnte?

Für den Untersuchungszeitraum 1947

(Gründung des Landes Rheinland-Pfalz) bis

1969, beziehungsweise 1973, gab es keine

Forschung. Wir haben damit bei null angefangen.

Hinzu kommt, dass die Aktenlage

vernichtend gering ist. In der Anfangsphase

standen uns 12 Akten aus dem Landeshauptarchiv

in Koblenz zur Verfügung, die

wenig aussagekräftig sind. Die meisten

Akten aus der Nachkriegszeit wurden vernichtet,

weil sie vom Archiv für nicht aufbewahrenswert

befunden worden waren, was

auch mit der generellen Einstellung der handelnden

Personen zum Themenfeld Homosexualität

zu tun hat. Da der Forschungsbericht

von Dr. Grau und Dr. Plötz auch die Zeit

der Diktatur beleuchtet, um vor allem die

Kontinuität der Verfolgung zu zeigen, konnte

hier auf die Untersuchung von B. Jellonek

über Homosexualität in der NS Zeit auf dem

Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz, vor

allem der Pfalz, zurückgegriffen werden.

Was hat dich an den Ergebnissen

des Forschungsteams am meisten

überrascht?

Überrascht hat vor allem der ungeheure

Einfluss, den die „Nachkriegserzählung“ der

katholischen Kirche in enger Verknüpfung

mit der CDU hatte. Nicht nur in Rheinland-

Pfalz, sondern für die ganze Bundesrepublik:

Die Verbrechen der Diktatur aus einer

Abwendung des Menschen von „Gottes

Führung“ und dessen Sittengesetz zu „erklären“,

findet bis heute ihren Niederschlag

in der rheinland-pfälzischen Verfassung

Artikel 1. Dieser bindet die freie Entfaltung

der Persönlichkeit an das Sittengesetz.

Als 1957 das Bundesverfassungsgericht

den § 175 StGB als „nicht nationalsozialistisches

Unrecht“ erklärte und über

das Sittengesetz sagte, dass es durch

die beiden christlichen Kirchen definiert

werde, schloss sich der Kreis der Verfolgung

diesmal mit „christlicher“ Begründung.

Führende Vertreter dieser Richtung kamen

aus Rheinland-Pfalz und haben auch

Bundesgeschichte geschrieben mit der

„Reform“ des Familienrechts inklusive des

Scheidungsrechts, das Frauen in die alten

Rollenmuster zurückzwang: Arbeitsverträge

konnten nur mit Zustimmung des Mannes

abgeschlossen werden, das gleiche galt für

die Eröffnung von Bankkonten. 1949 hatte

Rheinland-Pfalz zum Schutz der Jugend

als erstes Land ein (Zensur)-Gesetz gegen

„Schmutz und Schund“ eingeführt, das

1954 vom Bund übernommen wurde – die

heutige FSK.

Dass es auch eine andere „Nachkriegserzählung“

über die Verbrechen der Diktatur

gab, zeigt im Übrigen das Land Hessen, wo

eine SPD/KPD-Regierung in der unmittelbaren

Nachkriegszeit eine andere Landesverfassung

auf den Weg brachte.

Überrascht hat auch, dass es uns tatsächlich

durch die mehrjährige Beschäftigung

gelungen ist, auch Biografien von schwulen

Männern, lesbischen Frauen und Trans*

Personen ausfindig zu machen, die trotz

der widrigen Umstände in den jeweiligen

Stadtgesellschaften oder auf dem Land

ihre Identitäten „offen“ lebten. Hier hat vor

allem der Historiker Dr. Christian Könne

großartige Arbeit geleistet!

Die Veranstaltungsreihe „Aufbrechen

– Queere Emanzipation von Weimar bis

heute“ bietet zwischen August und

Oktober 19 Veranstaltungen in verschiedenen

Orten in Rheinland-Pfalz. Infos zu

den einzelnen Terminen gibt’s über

www.queernet-rlp.de

Das komplette Interview mit Jochim

Schulte gibt’s auf www.männer.media/

regional/gab


Silvia Pro

The Espresso

Professional

at Home

info-de@ranciliogroup.com

www.ranciliogroup.com

Freecall 08000-RANCILIO

08000-72624546


16 MANNHEIM

FOTO: LOUP DEFLANDRE

ENGAGEMENT

LEOPOLD

Queerer Powerpop mit Message

Mit schillernden Outfits und

flockigem Poperpop kommt Leopold

direkt aus der Mannheimer

Popakademie – und verbindet

mit seinem offensiven und direkten

Auftritt eine Botschaft: Er möchte Mut zur

Individualität machen. Denn wenn wir alle

gleich wären, wäre es vielleicht viel zu trist

und langweilig. *bjö

Leopold, erzähle ein bisschen über

deinen künstlerischen Werdegang.

Ich habe schon als Kind zu Hause gesungen

und zu Songs getanzt und performt.

14 Jahre lang habe ich in verschiedenen

Chören und Ensembles gesungen, bis

ich mich dazu entschlossen habe, meine

Leidenschaft zum Beruf zu machen. Ich

habe zwei Jahre an der Berufsfachschule

in Dinkelsbühl und anschließend an der

Popakademie in Mannheim Gesang und

Songwriting studiert.

O7, 20 (Quadrate), Mannheim

www.galileo-sauna.de

Trotz der exaltierten Outfits scheint

Leopold etwas anderes zu sein als

eine Dragqueen oder ein Travestiekünstler.

Wie würdest du das, was

du mit der Figur Leopold machst,

beschreiben?

Leopold ist einfach eine andere Facette,

ein anderer Teil von mir, den ich auf der

Bühne oder in Musikvideos ausleben kann.

Outfits und Make-Up sollen das Ganze

dabei unterstützen.

Wieviel vom „privaten“ Leopold

steckt in der Showfigur und umgekehrt?

Von meiner Privatperson steckt sehr viel in

Leopold, schon alleine aufgrund der Tatsache,

dass ich eigene Songs singe, in denen

ich meine Erlebnisse und Erfahrungen

thematisiere und verarbeite. Auch wenn

es aufgrund von Make-Up und Outfits im

ersten Moment nicht so scheint, zeige ich

doch sehr viel von mir auf der Bühne.

Du spielst mit den Geschlechterrollen

und sagst selbst, dass du dich

manchmal eher männlicher, manchmal

eher weiblicher und manchmal

geschlechtsneutral fühlst. Gab es

ein Schlüsselerlebnis, wo du gemerkt

hast: Da empfinde ich anders

als man das im heteronormativen binären

System kennt? Kann man ein

nonbinäres Coming-out mit einem

homosexuellen Outing vergleichen?

Ich habe kein bestimmtes Schlüsselerlebnis,

anhand dessen ich diese

Empfindung beziehungsweise Definition

meiner eigenen Persönlichkeit festmachen

kann. Es ist eher die Häufung

verschiedener Erlebnisse und Erfahrungen,

die man im Laufe des Heranwachsens

macht, die verdeutlichen, dass man

nicht unbedingt in das heteronormative

Schema passt. Viele sehen das als

etwas Schlechtes an, aber es ist doch

toll, dass wir so ein großes Defintions-

Spektrum haben, in dem jede*r von uns

Platz finden kann.

Wir sind nun mal eine sehr diverse und

vielschichtige Gesellschaft. Ein non-binäres

Outing mit einem Coming-Out zu

vergleichen, geht meiner Meinung nach

schlecht, da es zwei unterschiedliche

Bereiche bedient: Bei dem einen geht es

eher um die eigene Identität, wohingegen

man beim anderen die eigene

Sexualität thematisiert. Ich persönlich

habe mich als homosexuell geoutet,

aber nicht wirklich als genderfluid. Ich

bin einfach ich mit all meinen verschiedenen

Farben und Facetten.

Was ist deine Botschaft als Künstler

an die Welt?

Mit meiner Kunst und meiner Musik

möchte ich Menschen Mut, Hoffnung und

Kraft geben, zu sich selbst zu stehen und

zeigen, dass es vollkommen gut und richtig

ist, anders zu sein, und sich von dem zu

unterscheiden, was die Gesellschaft vielleicht

erwarten würde. Es wäre sonst auch

viel zu trist und langweilig, wenn wir alle

gleich wären.

www.leopold-music.com, auch auf

Instagram, facebook, tiktok und twitter

Das komplette Interview gibt’s auf

www.männer.media.de/regional/gab


FORSCHUNG

Queere Geschichte Heidelberg

Erst langsam wird damit begonnen, queere Geschichte aufzuarbeiten,

Daten und Infos zu sammeln und Zusammenhänge herzustellen.

Unter dem Titel „Kreuz und queer durch Heidelberg“ bietet der Gästeführer

Steffen Schmid mit „QueerTour Heidelberg“ nun eine

Führung durch die romantische Neckarstadt, die die

Sehenswürdigkeiten Heidelbergs unter queeren

Gesichtspunkten betrachtet.

FOTO: PHILIPP ROTHE, QUEERTOUR

Steffen Schmid und Eric Stutzenberger,

Inhaber des Studentenkusshauses,

mit dem queeren Studentenkuss

Drei Jahre Recherche hat der Gästeführer

und langjährige Mitarbeiter

beim städtischen Tourismusmarketing

Steffen Schmid genutzt, um seine

Führung zum Thema „Heidelberg und

homosexuelle Geschichte“ fertigzustellen.

„Ich habe bei meinen Tätigkeiten

immer wieder festgestellt, dass das

Thema Homosexualität in der gesamten

Heidelberger Geschichte bisher kaum

existiert“, erklärt Schmid. „Und ich war

mir sicher, dass Heidelberg als eine solch

historische und facettenreiche Stadt

dazu viel zu erzählen hat“.

Die Recherchen erwiesen sich schwieriger

als gedacht, denn die Geschichte

Homosexueller ist geprägt von Diskriminierung,

Verfolgung, Angst und Scham

– und oftmals auch Totschweigen, weiß

Schmid. Oftmals brachten zufällige

Steffen Schmid mit Teilnehmer*innen bei der Begrüßung zur QueerTour auf dem Karlsplatz

Begegnungen interessante Ergebnisse,

einzelne Personen und Institutionen

zeigten sich hilfsbereit, dennoch waren

hauptsächlich Hartnäckigkeit und viel

Geduld nötig, um die Spurensuche

erfolgreich werden zu lassen.

Die so entstandene Führung „Kreuz und

queer durch Heidelberg“ reicht vom

Barock bis in die Neuzeit, beleuchtet

queere Heidelberger Persönlichkeiten,

bisher unbenannte Schicksale, die Verfolgung

Homosexueller in der Zeit des

Nationalsozialismus und queeres Leben

im heutigen Heidelberg.

Die Einnahmen seiner QueerTour spendet

er an Institutionen wie queeramnesty,

die sich weltweit für die Rechte

von LSBTIQ* einsetzen. *bjö

Mehr Infos über

www.queertour-heidelberg.de

Steffen Schmid mit Teilnehmer*innen vor der Heiliggeistkirche

FOTO: PHILIPP ROTHE, QUEERTOUR FOTO: LISA GALLO, QUEERTOUR

1)

Alle 11 Minuten

verliebt sich ein

Single über

Jetzt parshippen

1) Hochrechnung aus Nutzerbefragung 2016, Deutschland


18 STUTTGART

DRAUSSEN

L VEP P –

PEN AIR

FOTO: MARCO BASTIONE

Nochmal extra lauschig wird’s mit

der dritten Ausgabe der Lovepop

Open-Air-Session, die im September

wieder an Friedas Pier am

Neckarufer steigt.

Mit entspannter Musik, leckerem Catering

und feinen Drinks kann man hier einen

unglaublich lässigen Sonntag verbringen.

Atmosphärisch abgefedert gibt sich der

Industrie-Look von Friedas Pier – einer

ehemaligen Kohle-Verladestation – und des

Sonnendecks auf dem zum Club umgebauten

Frachtschiff „Wilhelm Knipscheer“ inklusive

Barbereich. Auf eben diesem Sonnendeck

bringt das DJane-Duo Käry (Frankfurt)

und Lisa la Vocal (München) den beliebten

Lovepop-Wildstyle-Soundtrack mit Pop,

Dance, Black und Queer-Classics. Auf dem

Pier geht’s mit den Stuttgarter DJs Martin

Rapp und Marco Bastione musikalisch viel

elektronischer zur Sache. Als zusätzlicher

Kick sind die Performer*innen Falabares &

Friends mit Jonglage und weiteren Gaukeleien

auf dem Gelände unterwegs. Lässig! *bjö

12.9., Fridas Pier, Uferstr. 107, Stuttgart,

15 Uhr, www.lovepop.info,

www.fridaspier.de

FOTO: TH G, PIXABAY.COM, GEMEINFREI

FOTO: FRIDAS PIER

Marco Bastione

LebenSlauf

Stuttgart

Regelmäßig organisiert der

Stuttgarter Sportverein

Abseitz den LebenSlauf, einen

Benefizlauf, dessen Erlöse bislang

der AIDS-Hilfe Stuttgart zu Gute

kamen.

Wegen Corona musste der Lauf im vergangenen

Jahr erstmals in einer „virtuellen“

Version stattfinden: Acht Tage lang

konnten Läufer*innen ihre 5- oder 10-Kilometerstrecke

zu einem individuellen

Zeitpunkt absolvieren, das Ergebnis wurde

anschließend per App getrackt und übermittelt.

So wird der LebenSlauf nun auch

2021 organisiert; der Laufzeitraum ist vom

12. bis 19. September. Am 19. September

wird es außerdem ein Freiluft-Abschlusstreffen

geben, mit Beteiligtenprämierung

und Kaffee und Kuchen, zu dem alle

Läufer*innen herzlich eingeladen sind.

Die Erlöse des LebenSlaufs gehen in diesem

Jahr erstmals nicht an die AIDS-Hilfe;

der Lauf steht 2021 unter dem Motto „Wir

lassen niemanden zurück“ und unterstützt

die Organisation Just Human e.V. sowie

das Regenbogen Refugium des Zentrum

Weissenburg; beide engagieren sich für

Rechte und bessere Lebensbedingungen

von LSBTIQ*-Geflüchteten.

Dazu erklärt Kerstin Bosse von Abseitz:

„Nach 2020 dachen wir den LebenSlauf

gänzlich einstellen zu müssen, da sich zunächst

keine neues Orgateam finden ließ.

Dann sind aber mehrere Abseitz-Mitglieder

den Vorstand herangetreten, die auf die

Situation von LSBTTIQ*-Geflüchteten aufmerksam

gemacht haben und auch schon

in diesem Umfeld ehrenamtlich tätig

sind. Im Unterschied zur Situation dieser

LSBTTIQ*-Gruppe hat sich die Situation

von Menschen mit HIV durch medizinische

Fortschritte wesentlich verbessert.

Der Abseitz-Vorstand wollte mit diesem

neuen Solidaritätsziel der Entwicklung

gerecht werden und dazu beitragen, dass

auch innerhalb der LSBTTIQ*-Community

der Nichtgeflüchteten verstärkt auf die

Situation von LSBTTIQ*-Geflüchteten in

unserer Region, aber auch in den großen

Lagern wie in Griechenland, aufmerksam

gemacht wird und eine Sensibilisierung für

diese Not stattfindet“. *bjö

12. – 19.9., Stuttgarter LebenSlauf,

Anmeldung über www.stuttgarterlebenslauf.de

19.9., Abschlusstreffen an der Johann-

Friedrich-von-Cotta-Schule, Sickstr.

165, Stuttgart, 14 Uhr


STUTTGART 19

FOTO: JAN ROTBAUER, STUDIOMERKAS.DE

KUNST

MERKASSO Welt

Der Künstler Nikola Merkas zeigt derzeit seine Ausstellung

„MERKASSO Welt“ in Laura’s Künstlertreff, in direkter Nachbarschaft

zu Toms‘ Bar. Merkas‘ Kunst ist im wahrsten Sinne

des Wortes eine „technische Spielerei“: Portraitfotos oder

andere Digitalbilder können mittels eines von Nikola Merkas

entwickelten Filters digital so stark verfremdet werden, dass

völlig neue Bildwelten entstehen, die das Original nur noch

erahnen lassen. Seine Vektor-Art ist minimalistisch und

modern. Und man kann sogar eigene Bilder vom Künstler

bearbeiten lassen. Am 3. und 24. September ist Nikola Merkas

persönlich in der Galerie und stellt seine Arbeiten und

seine Technik vor. *bjö

3. und 24.9., Laura’s Künstlertreff, Pfarrstr. 15,

Stuttgart, Nikola Merkas ist jeweils ab 20 Uhr vor Ort,

www.studiomerkas.de

Seefeld Frankfurt | Scheffelstraße 1

60318 Frankfurt am Main | Tel.: 0 69/95 50 86 39

Restaurant & Biergarten

www.seefeld-frankfurt.de

willkommen@seefeld-frankfurt.de

F E I N K Ö S T L I C H E S A U S T I R O L ,

S A I S O N A L U N D I M M E R F E I N –

M I T H E R Z & G E N U S S !


FOTO: IAN DOOLEY, UNSPALSH.COM, GEMEINFREI

COMMUNITY

Weissenburg:

Das Sommerfest






Es ist schon lange eine schöne Community-Tradition: Das

Sommerfest des Zentrum Weissenburg, immer hübsch

Anfang September. Zum Glück kann das Team die Hofeinfahrt

und den Innenhof nutzen und damit coronakonform

feiern. „Ihr seid herzlich eingeladen, euch zu zeigen, euch bei

uns zu treffen und durch euer Kommen und euren Verzehr

den Weissenburg e.V. und das Café aktiv zu unterstützen“,

schreibt das Team in seinem Newsletter. Schaut auf der Website

nach Updates und zusätzlichen Programmpunkten! *bjö

5.9., Zentrum Weissenburg, Weissenburgstr. 28 A,

Stuttgart, www.zentrum-weissenburg.de

Solinger Schneidwaren

Eigene Schleiferei

Töngesgasse 21, 60311 Frankfurt

Tel. 069/283224, www.dotzert.de


20 ESSEN & TRINKEN

FOTOS: SCA GERMANY/OATLY/FRANKFURT COFFEE FESTIVAL

GENUSS

Im Oktober: Das erste

FRANKFURT COFFEE

FESTIVAL

Die Lust auf guten Kaffee

scheint ungebrochen – genau

wie die akribisch betriebene

Wissenschaft, wie man das aromatische

Getränk am besten zubereitet.

Das erste Frankfurt Coffee Festival zeigt

vom 1. bis 3. Oktober nicht nur das – natürlich

kann man hier auch genießen!

Initiiert von professionellen

Enthusiast*innen aus der Kaffeebranche

wird hier fachgesimpelt und vernetzt, aber

auch einem möglichst großen Publikum

die Begeisterung an Kaffee und Kaffeekultur

vermittelt.

Die Aussteller*innen kommen aus allen

Bereichen der Kaffeekultur: Vom Thema

Anbau über Röstung sowie Maschinenhersteller,

Hafermilch- und Wasserfilter-Expert*innen,

bis zu Gastronomie

und Zubehör-Anbieter*innen

sind namhafte Unternehmen vor Ort.

Workshops und Vorträge informieren über

innovative Entwicklungen der Kaffee-Herstellung,

Verarbeitung und Zubereitung,

und Barista-Wettbewerbe zelebrieren

Leidenschaft und Können.

Stammt der „Barista“ ursprünglich aus

Italien, und war in einer Espressobar

oder einem Café als „Barkeeper“ für die

Zubereitung und das Servieren aller Getränke

verantwortlich, versteht man heute

außerhalb Italiens unter „Barista“ einen

Kaffeezubereiter – inklusive der möglichst

kunstvollen Verzierung des Kaffees mit

Milchschaum, der sogenannten „Latte-

Art“.

Filterkaffee liegt wieder voll im Trend und

bekommt damit auf dem Frankfurt Coffee

Festival einen eigenen Wettbewerb, den

Brewers Cup. Hier messen sich die Baristas

in Brühmethoden und Präsentation des

Kaffees. Für Kaffee-Liebhaber ein echtes

Fest! *bjö

1. – 3.10., Frankfurt Coffee Festival 2021,

Messe Frankfurt, Tickets und Infos über

www.fcf.coffee

Lohstraße 13

61118 Bad Vilbel

Reservierungen:

Tel. 06101-12 72 83

Öffnungszeiten:

Di–Fr: 11–22 Uhr,

Sa/So/Feiertag:

10–22 Uhr

„Crossover-Küche“ - regional & international

www.altemuehle.net

auch vegetarische und vegane Speisen

Frühstück • Mittag • Kaffee/Kuchen • Abendessen


ESSEN & TRINKEN 21

GASTROTIPP

VON PETER ZAMER

Österreich – wir kommen!

SEEFELD

Der Katzensprung vom Bermudadreieck ins Nordend

bringt uns direkt zum Scheffeleck am Fuß der Eckenheimer

Landstraße und zugleich ins Seefeld, wo wir uns

unversehens in Tiroler Terrassenstimmung wiederfinden:

Unter roten Schirmen mit vielen belebten Tischen und

Bänken mit Besteckkrügerln.

Herzlich willkommen

im Hofladen oder

der Kelterei

Ralf Schaab, Oberfeld 30,

65205 Wiesbaden

Tel.: 0611-719482 oder

WhatsApp: 0163 2719482

@hof_erbenheim

hof-erbenheim.de

Dass man hier draußen vom Service freundlich angeschmunzelt

wird, in kurzer Hose und rot-kariertem Hemd,

verbirgt auch die Maske nicht. Kein Wunder, denn der

Kellner weiß etwas, was wir noch nicht wissen: Hier gibt

es gleich köstliche österreichische Küche und zwar in

ordentlichen Portionen. Wir werden fest-zarte saftige

FOTO: PEZ

Steaks aus der Rehkeule serviert bekommen mit Pilzragout,

Preiselbeersauce, Erdäpfelstampf und knackigem Salat

(23,50 Euro) und ein in der Pfanne serviertes Tiroler Gröstl

mit Tafelspitz (12,90 Euro). Und wir werden uns die Finger

lecken, denn sowas Leckeres hatten wir lange nicht. Am

Schluss haben wir mehr gegessen, als wir dachten, bereuen

keinen Bissen und schmunzeln zurück. *pez

Seefeld – Neue Tiroler Küche, Scheffelstr. 1,

Frankfurt-Nordend, Tel 069 95508639,

Mo bis Sa 17 – 23, So und Feiertag 12 – 23 Uhr,

www.seefeld-frankfurt.de


22 BUNDESTAGSWAHL 2021

AN DIE

URNEN!

Am 26. September wählt Deutschland einen neuen Bundestag und

wir bekommen eine*n neue*n Kanzler*in. Wir haben jeweils einem

Kandidaten oder einer Kandidatin von CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS90/

DIE GRÜNEN, FDP, DIE LINKE und VOLT Fragen zu folgenden queerpolitischen

Themenfeldern gestellt: Die Ergänzung des Art. 3 Grundgesetz

um die sexuelle und geschlechtliche Orientierung, Maßnahmen gegen

LSBTIQ*-feindliche Gewalt, rechtliche Verbesserungen für Regenbogenfamilien,

Selbstbestimmungsrecht für trans*- und intersexuelle

Menschen sowie die Einführung eines bundesweiten Aktionsplans für

Akzeptanz von LSBTIQ*-Menschen. *bjö

FOTO: ULRIKE LEONE, PIXABAY.COM, GEMEINFREI


CDU:

Bettina Wiesmann

BUNDESTAGSWAHL 2021

FOTO: TOBIAS KOCH

23

Die 54-jährige Abgeordnete ist Mitglied des Ausschusses für Familie, Senioren,

Frauen und Jugend sowie der Kinderkommission und stellvertretendes Mitglied

des Finanzausschusses, CDU/CSU-Fraktion. Sie ist direkt gewählte Abgeordnete

für den Frankfurter Norden, Osten und Süden. *bjö

Wie stehen Sie zu einer Ergänzung

des Art. 3 GG um sexuelle und geschlechtliche

Orientierung? Ist sie

notwendig, oder gibt es bereits genügend

andere Bestimmungen, die

den Schutz von LSBTIQ* Menschen

gewährleisten?

Das Grundgesetz sollte ergänzt

werden. LSBTIQ-Menschen genießen

zwar den gleichen Schutz wie alle

anderen Menschen. Ich setze mich aber

zum Beispiel auch für die Aufnahme

eines Kindergrundrechts in das Grundgesetz

ein, weil damit die Grundorientierung

aller staatlichen Einrichtungen

klar definiert würde, die in der täglichen

Praxis zu oft aus dem Blick gerät. Eine

ähnliche Benachteiligung sehe ich auch

gegenüber Menschen mit unterschiedlichen

sexuellen Orientierungen.

Deshalb trete ich auch für diese

Klarstellung im Grundgesetz ein.

Gewalt gegen LSBTIQ*-

Menschen nimmt wieder zu.

Wie kann man auf Bundesebene

gezielter gegen Hasskriminalität

gegenüber LSBTIQ* vorgehen?

Hasskriminalität ist strafbar. Mit dem Gesetz

zur Bekämpfung des Rechtsextremismus

und der Hasskriminalität hat der

Bundestag Anfang April diesen Jahres

nicht nur die Strafbarkeit erhöht, sondern

auch die sozialen Netzwerke stärker

in die (Melde-) Pflicht genommen. Allerdings

– hier sehe ich das Hauptproblem

– kann Schutz nur erreicht werden, wenn

die Prävention wirkt und Ermittlungsbehörden

entsprechend qualifiziert sind.

Hier sind zwar vor allem die Bundesländer

gefragt, in ihren Aus- und Fortbildungsprogrammen

die Sensibilität der

künftigen Polizisten und Ermittler, und

die Verantwortung der Ausbildenden zu

steigern. Ich sehe aber auch den Bund in

der Pflicht, den Nationalen Aktionsplan

gegen Rassismus stärker als bisher auf

die Bekämpfung der Diskriminierung

von LSBTIQ*-Menschen zu erweitern.

Auf Länderebene gibt es hierzu bereits

umfangreiche Aktionspläne.

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24 BUNDESTAGSWAHL 2021

Wie kann das Selbstbestimmungsrecht

von trans* und inter*

Menschen besser gewährleistet

werden?

Im Hinblick auf den Eintrag in das Personenstandsregister

und intersexuelle

Menschen hat der Bundestag in dieser

Wahlperiode eine Lösung gefunden, die

ich gutheiße. Sie diskriminiert nicht,

sie klärt den Sachverhalt, der Eintrag

wird vorgenommen, und die Sache ist

erledigt. Nicht erledigt ist – leider – die

überfällige Reform des Transsexuellengesetzes.

Ich bin sehr enttäuscht, dass

sich die beiden zuständigen Ministerien

trotz aller guten Vorschläge nicht auf

einen gemeinsamen Gesetzentwurf zur

Reform des Transsexuellenrechts einigen

konnten. Dies ist besonders bedauerlich,

weil das Ziel über mehrere Etappen

greifbar nahe und ein meines Erachtens

tragfähiger Lösungsvorschlag bereits in

der Diskussion war.

In der Sache gilt: Eine reine Selbsterklärung

eines Menschen über sein

Geschlecht – seine geschlechtliche

Identität - kann nicht ausreichen.

Schon wegen der sozialen Folgen eines

Geschlechtswechsels muss jeder

Transmensch gehalten sein, sich entsprechend

unabhängig und qualifiziert

beraten zu lassen. Eine umfangreiche

Lebenstestung mit Gutachten halte

ich hingegen für unnötig und potenziell

erniedrigend; ich lehne sie ab. Für

Minderjährige sehe ich den gleichen

Schutzbedarf, den die Kinderrechtskonvention

auch sonst vorsieht; deshalb

sollte hier ein Gericht mitwirken und eine

qualifizierte Beratung von Eltern und

Kind (nicht: Gutachten) beauftragen und

bestätigen. Eingriffe in die natürliche

Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

müssen wie bei intersexuellen

Kindern auch bei Transkindern sorgfältig

geprüft und empfohlen werden.

Das komplette Interview mit den Antworten

zur rechtlichen Absicherung

von Regenbogenfamilien und zur Frage

des bundesweiten Aktionsplans gibt’s

auf www.männer.media/regional/gab

www.cdu.de, www.bmwiesmann.de

FOTO: PETER JÜLICH

SPD:

Kaweh Mansoori

Der 32-jährige Rechtsanwalt Kaweh Mansoori lebt im Frankfurter

Nordend. Er ist Vorsitzender der SPD Hessen-Süd und hat als

Vorsitzender der Jusos Hessen-Süd die Kampagne „Queer as fuck“

mitinitiiert, die bis heute auf den CSDs läuft. Kaweh Mansoori ist

Bundestagskandidat der SPD für den Wahlkreis Frankfurt am Main II.

Wie stehen Sie zu einer Ergänzung

des Art. 3 GG um sexuelle und geschlechtliche

Orientierung? Ist sie

notwendig oder gibt es bereits genügend

andere Bestimmungen, die

den Schutz von LSBTIQ* Menschen

gewährleisten?

Mit Artikel 3 hat die Gleichheit vor dem

Gesetz Verfassungsrang. Als Konsequenz

auf die NS-Zeit enthält der dritte Absatz

eine Auflistung, welche Merkmale als

Anknüpfung für Benachteiligung durch

den Staat schlechthin ausscheiden. Eine

Benachteiligung wegen der sexuellen

und geschlechtlichen Orientierung sollte

ebenso ausgeschlossen sein. Deswegen

ist mir wichtig, unser Grundgesetz an

dieser Stelle zu ergänzen. Es ist Zeit,

der Lebenswirklichkeit von LSBTIQ*

Menschen Verfassungsrang zu geben.

Meine Haltung ist: Ein klares Statement

im Grundgesetz ist auch ein wichtiger

Beitrag zur Bekämpfung von Hass und

Hetze.

Gewalt gegen LSBTIQ*-Menschen

nimmt wieder zu. Wie kann man

auf Bundesebene gezielt gegen

Hasskriminalität gegenüber

LSBTIQ* vorgehen?

Sowohl die SPD als auch ich stellen uns

konsequent gegen Diskriminierung und

Gewalt. Dafür braucht es unter anderem

den nationalen Aktionsplan gegen

Homo-, Bi-, Trans- und Interphobie und

Gewalt gegen LSBTIQ*. Auch das Strafrecht

muss mithalten. Auch auf Druck

der SPD ist die verhetzende Beleidigung

von LISBTIQ* Menschen seit dieser

Wahlperiode eine Straftat. Gleichzeitig

ist es notwendig, gerade im Hinblick

auf Polen und Ungarn, dass wir uns auf

europäischer Ebene für die Ächtung solcher

Diskriminierung einsetzen. Mit den

sozialdemokratischen Stimmen ist die

EU jetzt LSBTIQ* Freedom Zone. Denn

wichtig ist: Liebe für alle, gleiche Rechte.

Wie kann das Selbstbestimmungsrecht

von trans* und inter*

Menschen besser gewährleistet

werden?

Kein Gericht sollte künftig über die

Anpassung des Personenstandes entscheiden.

Psychologische Gutachten

zur Feststellung der Geschlechtsidentität

müssen abgeschafft werden. Jeder

Mensch sollte selbst über sein Leben

bestimmen können. Ich will erreichen,

dass trans*-, inter*- und nicht binäre

Menschen rechtlich gleichbehandelt

werden. Deswegen muss das Transsexuellengesetz

reformiert werden.

.

Das komplette Interview mit den Antworten

zur rechtlichen Absicherung

von Regenbogenfamilien und zur Frage

des bundesweiten Aktionsplans gibt’s

auf www.männer.media/regional/gab

www.spd.de, www.spdhessensued.de/

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26 BUNDESTAGSWAHL 2021

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Deborah Düring

FOTO: KATHARINA DUBNO

Die 27-jährige Studentin der Friedens- und Konfliktforschung ist Sprecherin der GRÜ-

NEN JUGEND Hessen. Queerpolitik ist ihr wichtig, weil sie in einer Gesellschaft leben

möchte, in der alle Menschen frei leben und lieben können. Sie ist auf Listenplatz 7 der

hessischen Landesliste BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Bundestagswahl sowie Direktkandidatin

im Wahlkreis 182 (Frankfurt I). *bjö

Wie stehen Sie zu einer Ergänzung

des Art. 3 GG um sexuelle und geschlechtliche

Orientierung? Ist sie

notwendig oder gibt es bereits genügend

andere Bestimmungen, die

den Schutz von LSBTIQ* Menschen

gewährleisten?

Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität

gehören endlich in Art. 3 Abs. 3

GG, um queere Menschen gleichzustellen

und sie besser vor staatlicher Diskriminierung

zu schützen, die Rechtsprechung des

Bundesverfassungsgerichts abzusichern

und rechtliche Nachteile abzubauen. Das

ist aber nur ein Schritt, um unserer vielfältigen

Gesellschaft Rechnung zu tragen.

Für uns als Grüne ist klar: Weitere müssen

folgen! LGBTIQ* Personen sind Teil unserer

Gesellschaft, und deswegen ist es unserer

aller Aufgabe, Anfeindungen und Intoleranz

entschieden entgegenzutreten. Auf europäischer

Ebene sowie in einigen Landesverfassungen

wurden sexuelle Orientierung

und Geschlechtsidentität bereits als Diskriminierungsverbote

aufgenommen, es wird

Zeit, dass der Bund da nun nachzieht und

das Grundgesetz entsprechend ändert.

Gewalt gegen LSBTIQ*-Menschen

nimmt wieder zu. Wie kann man auf

Bundesebene gezielt gegen Hasskriminalität

gegenüber LSBTIQ*

vorgehen?

Dieser Hasskriminalität stellen wir uns

entschieden entgegen! Dafür soll es ein

bundesweites Programm geben, um

Hasskriminalität gegen queere Menschen

schneller zu erkennen, präventive

Aufklärung zu leisten und Schutzräume

zu schaffen. Dazu gehört es auch, Polizei,

Justiz und Behörden zu sensibilisieren

und sie regelmäßig fortzubilden. Außerdem

sollten Straftaten gegen queere

Menschen statistisch gesondert erfasst

werden. Das Einzige, was die Große

Koalition in dieser Legislatur auf den Weg

gebracht hat, ist der neue Straftatbestand

der „verhetzenden Beleidigung“, der auch

die sexuelle Orientierung umfasst. Die

geschlechtliche Identität ist dabei aber

leider ausgeklammert, obwohl gerade die

Angriffe auf trans* Menschen sehr häufig

sind. Beide kommen bei der Strafzumessung

und unter Volksverhetzung nicht

vor. Das StGB muss deswegen an diesen

Stellen noch ergänzt werden.

Wie kann das Selbstbestimmungsrecht

von trans* und inter* Menschen

besser gewährleistet werden?

Dafür muss das Transsexuellengesetz

endlich abgeschafft werden. Es diskriminiert

die Betroffenen unnötig und bringt

sie in unangenehmen Situationen, zum

Beispiel bei Zwangsgutachten. Stattdessen

möchten wir ein Selbstbestimmungsgesetz

erlassen, welches einfacher

ermöglicht, den Geschlechtseintrag und

den Namen zu ändern. Außerdem sollen

geschlechtsangleichende Maßnahmen von

den Krankenkassen bezahlt werden, medizinisch

nicht notwendige Operationen

an intersexuellen Kindern aber nicht mehr

durchgeführt werden dürfen. Trans*- und

inter*geschlechtlichen Personen, deren

körperliche Unversehrtheit verletzt wurde

oder deren Ehen zwangsgeschieden wurden,

müssen entschädigt werden.

Das komplette Interview mit den Antworten

zur rechtlichen Absicherung von

Regenbogenfamilien und zur Frage des

bundesweiten Aktionsplans gibt’s auf

www.männer.media/regional/gab

www.gruene.de,

www.deborah-duering.de

FDP:

Dr. Jens Brandenburg

FOTO: FDP

Jens Brandenburg ist Mitglied des Bundestags und seit 2017 Sprecher für LSBTI der

FDP-Bundestagsfraktion. Der 35-jährige ist verpartnert und startet für die Bundestagswahl

2021 im Wahlkreis 277 Rhein-Neckar. *bjö

Wie stehen Sie zu einer Ergänzung

des Art. 3 GG um sexuelle und

geschlechtliche Orientierung? Ist

sie notwendig oder gibt es bereits

genügend andere Bestimmungen, die

den Schutz von LSBTIQ* Menschen

gewährleisten?

Das Grundgesetz muss endlich um den

Schutz der sexuellen Identität ergänzt

werden. Die strafrechtliche Verfolgung

homosexueller Männer hat das Bundesverfassungsgericht

noch in den 70er-Jahren

gebilligt. Das darf sich nie wiederholen. Künftige

Generationen queerer Menschen sollen

sich auf ihr Grundgesetz verlassen können.

Auch dann, wenn sich gesellschaftliche und

politische Stimmungslagen ändern. Einen

entsprechenden Gesetzentwurf haben wir

Freie Demokraten zusammen mit Grünen

und Linken in den Bundestag eingebracht.


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28 BUNDESTAGSWAHL 2021

Die Union und SPD haben aber schon die

Abstimmung über den Entwurf blockiert. Das

bleibt also ein Thema für die kommenden

Koalitionsverhandlungen. Das Merkmal ‚Geschlecht‘

in Artikel 3 GG umfasst bereits die

geschlechtliche Identität. Das sollte der Bundestag

aber unmissverständlich klarstellen,

sodass es daran keinen Zweifel geben kann.

Gewalt gegen LSBTIQ*-Menschen

nimmt wieder zu. Wie kann man

auf Bundesebene gezielter gegen

Hasskriminalität gegenüber LSBTIQ*

vorgehen?

Der Schutz von homo-, bi- und transfeindlicher

Hasskriminalität muss endlich zum

Kernthema der deutschen Innenpolitik

werden. Das homosexuellenfeindliche Motiv

des Attentats in Dresden wurde von den

Sicherheitsbehörden lange verschwiegen.

Die Bundeskanzlerin hat sich bis heute nicht

geäußert. Das ist beschämend. Verbale und

körperliche Übergriffe nehmen bundesweit

zu. Wir Freie Demokraten fordern deshalb

einen Nationalen Aktionsplan gegen Homo-,

Bi- und Transfeindlichkeit. Queerfeindliche

Straftaten müssen bundesweit einheitlich

erfasst und konsequent verfolgt werden.

Die Sicherheitskräfte wollen wir besser dafür

ausbilden und sensibilisieren. Bei der Polizei

und bei Staatsanwaltschaften braucht es

Ansprechpersonen für LSBTI, um mögliche

Hemmschwellen abzubauen. Im Strafrecht

sollte homo-, bi- und transfeindliche Gewalt

genauso behandelt werden wie rassistische

Gewalt. Um Vorurteile frühzeitig abzubauen,

setzen wir auf stärkere schulische Aufklärung.

Wie kann das Selbstbestimmungsrecht

von trans* und inter* Menschen

besser gewährleistet werden?

Das Transsexuellengesetz gehört abgeschafft.

Um ihren Geschlechtseintrag in der Geburtsurkunde

korrigieren zu lassen, müssen sich

transgeschlechtliche Menschen bisher zwei

Begutachtungen mit intimsten Fragen und

einem Gerichtsverfahren unterwerfen. Das

ist demütigend, teuer und unnötig. Deshalb

DIE LINKE:

Achim Kessler

haben wir Freie Demokraten einen Gesetzentwurf

zur Stärkung der geschlechtlichen

Selbstbestimmung vorgelegt. Eine einfache

Selbstauskunft beim Standesamt muss ausreichen.

Die geschlechtliche Identität eines

Menschen kann ohnehin niemand besser

beurteilen als dieser Mensch selbst. Außerdem

wollen wir Beratungsangebote stärken,

vor allem im ländlichen Raum. Die Kosten

geschlechtsangleichender Behandlungen

sollten vollständig von den Krankenkassen

übernommen werden. Auch das Offenbarungsverbot

wollen wir stärken, um wirksam

vor ungewollten Fremdoutings zu schützen.

Das komplette Interview mit den Antworten

zur rechtlichen Absicherung von

Regenbogenfamilien und zur Frage des

bundesweiten Aktionsplans gibt’s auf www.

männer.media/regional/gab

www.fdp.de, www.jens-brandenburg.de

FOTO: BEN GROSS

Dr. Achim Kessler ist Mitglied des Bundestages und gesundheitspolitischer Sprecher

der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. Kessler ist 1964 in St-Georgen im

Schwarzwald geboren und war während seines Studiums Mitglied des Vorstandes

des LSVD Hessen und der AIDS-Hilfe Marburg. Kessler ist verpartnert, wohnt in

Frankfurt und ist Direktkandidat der LINKEN für den Wahlkreis Frankfurt. *bjö

Wie stehen Sie zu einer Ergänzung

des Art. 3 GG um sexuelle und

geschlechtliche Orientierung? Ist

sie notwendig, oder gibt es bereits

genügend andere Bestimmungen, die

den Schutz von LSBTIQ* Menschen

gewährleisten?

DIE LINKE will geschlechtliche, körperliche

und sexuelle Selbstbestimmung ohne

rechtliche Benachteiligung. Gerade in Zeiten

des rechten und reaktionären Rollbacks gilt

es, diesen Anspruch zu stärken und mehr als

die Verteidigung des Status quo einzufordern.

Eine ausdrückliche Anerkennung der

sexuellen Identität auf Verfassungsebene ist

eine besondere Klarstellung, dass Lesbisch-,

Schwul- und Bi-Sein hierzulande geschützt

ist und kein Grund für Ausgrenzung, Gewalt,

Diskriminierung und Repressionen sein darf.

DIE LINKE im Bundestag hat dazu ganz

konkret 2019, mit den Fraktionen FDP und

Grüne, einen Gesetzentwurf zur Ergänzung

von Artikel 3 des Grundgesetzes vorgestellt.

Niemand darf aufgrund der sexuellen Identität

benachteiligt werden.

Gewalt gegen LSBTIQ*-Menschen

nimmt wieder zu. Wie kann man auf

Bundesebene gezielt gegen Hasskriminalität

gegenüber LSBTIQ*

vorgehen?

DIE LINKE fordert einen wirksamen Nationalen

Aktionsplan gegen LSBTIQA*-Feindlichkeit

und für die Akzeptanz sexueller und

geschlechtlicher Vielfalt. Dabei müssen auch

Mehrfachdiskriminierungen (zum Beispiel

aufgrund sozialer oder ethnischer Herkunft)

berücksichtigt werden. Der Schutz vor

Diskriminierung aufgrund der geschlechtlichen

Identität und sexuellen Orientierung

muss in Artikel 3 GG aufgenommen werden.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes

soll finanziell so ausgestattet werden, dass

sie Beratungsangebote zielgruppengerecht,

mehrsprachig und barrierefrei in die

Arbeitswelt hineintragen kann. Wir wollen

den Diskriminierungsschutz für trans* und

intergeschlechtliche Personen stärken.

Wie kann das Selbstbestimmungsrecht

von trans* und inter* Menschen

besser gewährleistet werden?

Das Transsexuellengesetz (TSG) pathologisiert.

Wir wollen es abschaffen und durch

ein Selbstbestimmungsrecht ersetzen. Die

fremdbestimmten Operationen an trans*

Personen und intergeschlechtlichen Menschen

aufgrund der gesetzlichen OP- und

Sterilisationspflicht im TSG in den Jahren

1981 bis 2011 müssen historisch aufgearbeitet

werden. Die davon betroffenen

Menschen müssen angemessen entschädigt

werden. Wir wollen einen Entschädigungsfonds

einrichten. Die Rechte von trans* und

inter* Kindern und Jugendlichen wollen

wir stärken und den freien Zugang zu allen

notwendigen medizinischen Leistungen. Wir

setzen uns für queere Gesundheitszentren

mit Schwerpunkt trans* und inter*auch auf

dem Lande ein.

Das komplette Interview mit den Antworten

zur rechtlichen Absicherung von

Regenbogenfamilien und zur Frage des

bundesweiten Aktionsplans gibt’s auf

www.männer.media/regional/gab

www.die-linke.de, www.achim-kessler.de


VOLT:

Maximilian Zänker

FOTO: VOLT FRANKFURT

BUNDESTAGSWAHL 2021 29

Maximilian Zänker lebt seit 2016 in Frankfurt und arbeitet hier als Integrationskoordinator;

in dieser Rolle hilft er geflüchteten Menschen beim Einstieg in den

Arbeitsmarkt. Zuvor hatte der 31-jährige Politikwissenschaft in Berlin, Amsterdam

und Berkeley studiert und als Berater für Entwicklungsprojekte in Indien und Ägypten

gearbeitet. Er tritt als hessischer Spitzenkandidat sowie als Direktkandidat im

Wahlkreis 182 (Frankfurt I) für die Partei Volt an. *bjö

Wie stehen Sie zu einer Ergänzung

des Art. 3 GG um sexuelle und geschlechtliche

Orientierung? Ist sie

notwendig, oder gibt es bereits genügend

andere Bestimmungen, die

den Schutz von LSBTIQ* Menschen

gewährleisten?

Menschen werden in Deutschland noch

immer aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen

Orientierung diskriminiert.

Ich bin bei Volt politisch aktiv geworden,

weil ich mich für eine tolerante und

diskriminierungsfreie Gesellschaft stark

machen will. Daher setze mich entschieden

für eine Ausweitung des Artikel 3 GG

um das Merkmal der geschlechtlichen und

sexuellen Orientierung ein, damit LSBTIQ*

Menschen besser vor Diskriminierung

geschützt werden.

Gewalt gegen LSBTIQ*-Menschen

nimmt wieder zu. Wie kann man auf

Bundesebene gezielt gegen Hasskriminalität

gegenüber LSBTIQ*

vorgehen?

Zunächst setze ich mich mit Volt dafür ein,

Betroffenen von Gewalt und deren Angehörigen

kostenlose und niedrigschwellige

Beratungsangebote zur Verfügung zu

stellen sowie umfassende Entschädigung

auf Basis des Opferentschädigungsgesetzes

zu ermöglichen.

Um Menschen besser vor Gewalt zu

schützen, müssen wir wirksamer gegen

Hetze und Hassverbrechen vorgehen.

Dazu soll das Strafrecht um weitere

Merkmale gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

(zum Beispiel Behindertenund

Queerfeindlichkeit) ergänzt werden.

Außerdem brauchen wir wirksamere

Maßnahmen gegen Hetze im Netz. Dazu

muss es rechtlich möglich sein, auch virtuelle

Personen (beispielsweise Social Media

Accounts) zu sanktionieren.

Mit Volt setze ich mich auch für langfristige

Veränderung hin zu einer toleranteren

Gesellschaft ein. Zu diesem Zweck wollen

wir LSBTIQ* bezogene Themen in den Aufklärungsunterricht

in der Schule einbeziehen.

Kinder sollen frühzeitig über die Vielfalt

sexueller und geschlechtlicher Orientierung

aufgeklärt werden, um Diskriminierung und

Stigmatisierung entgegenzuwirken.

Wie kann das Selbstbestimmungsrecht

von trans* und inter* Menschen

besser gewährleistet werden?

Mit Volt möchte ich es trans*, inter* und

nicht-binären Personen ermöglichen, ihren

Namen und Geschlechtseintrag selbstbestimmt

ohne gerichtliches Verfahren und

psychologische Begutachtung amtlich zu

ändern. Dazu muss die Erfassung des Geschlechts

auf Geburtsurkunden und anderen

Ausweispapieren optional gehalten

werden. Medizinisch unnötige, sogenannte

„geschlechtsnormalisierende Operationen”

müssen verboten werden. Der Zugang zu

geschlechtsangleichenden medizinischen

Verfahren wie Hormonbehandlungen sollte

hingegen vereinfacht und anfallende Kosten

von der Krankenkasse übernommen

werden.

Das komplette Interview mit den Antworten

zur rechtlichen Absicherung von

Regenbogenfamilien und zur Frage des

bundesweiten Aktionsplans gibt’s auf

www.männer.media/regional/gab

www.voltdeutschland.org,

www.linkedin.com/in/maximilianzaenker

Instagram: @max.zeanker.volt,

Twitter: @maxzaenker

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60314 Frankfurt am Main

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30 KULTUR

FOTOS: PRO-FUN MEDIA

Doku über das schwule Kult-

Fotofanzine „Kink“

Schwule Soldatenliebe im kalten Krieg: „Firebird“

FILM

SWITCH-

Cinema:

„Orfeos

Traum“

Regisseur und Drehbuchautor

Tor Iben erzählt die Geschichte

einer rätselhaften Freundschaft:

Der schwule Enis

(Julian Lickert) hat ein Auge

auf seinen Gym-Buddy Philipp

(Sascha Weingarten) geworfen,

der sich davon aber unbeeindruckt

zeigt. Auf einer Reise

nach Korfu treffen sie auf

Hercules (Henry Morales), der

allerlei von der griechischen

Mythologie zu berichten weiß

und die Besucher nach einer

traumreichen Nacht in einer

Höhle geld- und orientierungslos

zurücklässt. Das

unaufgeregte Liebesdrama

eignet sich bestens für einen

spätsommerlichen Filmabend

im SWITCH-Cinema; der Eintritt

ist frei. *mas

29.9., Switchboard,

Alte Gasse 36, Frankfurt,

19:30 Uhr,

www.switchboard-ffm.de

Pionier*innen der kalifornischen Trans*

Bewegung: „Genderation“

DIE BESTEN QUEEREN

FILME DES JAHRES

Für das diesjährige queerfilmfestival hat Salzgeber Highlights der Kinofestivals in

Cannes, San Francisco, Rotterdam, London und Berlin zusammengestellt. Gezeigt

werden 15 nicht-heterosexuelle Filme, die meisten als Deutschlandpremiere. Im

GAB-Land läuft das Festival in Frankfurt und Stuttgart.

Kurzfilm „We will become better”

Das Festivalmotto „Jede*r hat das Recht

auf Liebe“ wurde dem russischen Kurzfilm

„We will become better“ entliehen;

Die Liebesgeschichte zweier Männer

des Regisseurs Andzej Gavriss setzt sich

kritisch mit dem queerfeindlichen Klima in

Russland auseinander; der 7-Minüter ging

auf YouTube bereits viral. Beim queerfilmfestival

ist er als Vorfilm des Liebesthrillers

„Firebird“ zu sehen: Der junge Soldat Sergej

und seine Jugendfreundin Luisa dienen

Ende der 70er auf der Höhe des Kalten

Kriegs auf einem Luftwaffenstützpunkt der

UdSSR. Die beiden verfallen dem Charme

des Kampfpiloten Roman – aber die Liebe

zwischen Sergej und Roman muss geheim

bleiben, denn Roman steht bereits auf der

Beobachtungsliste des KGB.

Auch Dokumentarfilme gibt’s zu sehen:

Nach über 20 Jahren besucht die Filmemacherin

Monika Treut die Protagonist*innen

ihrer damaligen Filmdokumentation

„Gedernauts“. Wie die ehemaligen

Pionier*innen der kalifornischen Trans* Bewegung

heute leben, zeigt „Genderation“.

In „Kink“ trifft Regisseur Alberto Fuguet die

Herausgeber Paco und Manolo des homoerotischen

Fanzines „Kink“ aus Barcelona,

das mit zeitgemäßen Fotografien schwuler

Männer Kultstatus erreicht hat.

Thriller, romantische Liebesgeschichten,

informativ-einfühlsame Dokumentationen,

und zeitgemäße Beziehungskonstellationen

– die 15 Filme des queerfilmfestivals

bringen für jede*n die richtige Kinounterhaltung.

1. – 5.9., queerfilmfestival, in Frankfurt

im Arthouse Kino Harmonie und im Mal

Seh’n Kino, in Stuttgart im Delphi Arthouse

Kino,

Infos zu den Filmen und Spielzeiten

in den Kinos und über

www.queerfilmfestival.net


KINO

Queerfilmnacht: Ammonite

Im September führt die

Queerfilmnacht mit Starbesetzung

ins London des

19. Jahrhunderts: Als die an

der männlich dominierten

Wissenschaftswelt gescheiterte

Paläontologin Mary

die Pflege der schwermütigen

Charlotte übernimmt,

erlangt Mary nicht nur

ihre Lebensfreude zurück,

sondern verliebt sich auch

in Charlotte. Eine Liebe

gegen alle gesellschaftlichen

Konventionen. In den

FOTO: TOBIS

Hauptrollen: Kate Winslet,

Saorise Ronan und Gemma

Jones. *bjö

15.5., Mal seh’n Kino,

Adlerflychtstr. 6, Frankfurt,

20 Uhr, weitere

Termine: 14.9. Cineplexx,

Mannheim, 19.9. Kandelhof

Freiburg, 27.9.,

Central Würzburg, 29.9.

Schauburg Karlsruhe

und Delphi Arthouse

Kino Stuttgart,

www.queerfilmnacht.de

FOTO: SALZGEBER

KINO

Queerfilmnacht-Special:

Hochwald

KULTUR

Das Kommunale Kino Weiterstadt zeigt im September ein Queerfilmnacht-Special:

„Hochwald“ erzählt die Geschichte des jungen

Mario, dem eine Karriere als Tänzer vorschwebt. Allerdings ist das

in seinem Heimatort Hochwald, einem kleinen südtiroler Bergdorf,

unerreichbar. Als er seinen Jugendfreund Lenz wiedertrifft, der in

Rom als Schauspieler lebt, kommt Hoffnung auf: Mario fühlt sich

zu Lenz hingezogen und reist nach Rom. Bei einem Terroranschlag

in einer dortigen Schwulenbar wird Lenz getötet. Mario kehrt zurück

und fühlt sich in Hochwald noch fremder als zuvor. Unterstützung

findet er unverhofft beim muslimischen Nadim … Hochgelobter

Film der österreichischen Regisseurin Evi Romen. *bjö

31

24.9., Kommunales Kino Weiterstadt, Carl-Ulrich-Str. 9,

Weiterstadt, 18 und 21 Uhr, www.kino.weiterstadt.de,

www.queerfilmnacht.de

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32 KULTUR

THEATER

JESUS

OF HEAVEN

Interview mit

Brix Schaumburg

Als Jo Clifford ihr Stück „The

Gospel according to Jesus of

Heaven” 2009 zum ersten Mal

in einem kleinen Glasgower

Theater spielte, sah sich die Theaterautorin

und Schauspielerin mit massiven

Protesten konfrontiert: Ihre Darstellung

von Jesus als Transgender – dazu auch

noch gespielt von einer Trans* Person –

war für Vertreter*innen der Kirche und

für viele Gläubige ein kaum zu ertragender

Affront. *bjö

Mehr als 10 Jahre später wird das Stück

immer noch gespielt – in vielen Ländern

und ab September auch erstmals in

einer deutschen Version. Übersetzt

und inszeniert hat das Stück der

erfolgreiche transgender Schauspieler,

Musicaldarsteller und Coach Brix

Schaumburg, der in seiner Rolle in der

TV-Serie „Sunny – wer bist du wirklich?“

schlagartig berühmt wurde. Gezeigt

wird „The Gospel according to Jesus

of Heaven” im Rahmenprogramm der

aktuellen Ausstellung des Frankfurter

Bibelhauses „G*tt m/w/d“. Die Ausstellung

stellt bewusst provokant die

Frage nach der Genderidentität Gottes

und liefert unter anderem erstaunliche

Belege für non-binäre Interpretationen

der Bibeltexte. Im Interview erklärt Brix

Schaumburg „The Gospel according to

Jesus of Heaven”.

Brix, von was handelt „The Gospel

according to Jesus of Heaven”?

Das Stück ist ganz klar ans Neue Testament

der Bibel angelehnt. Was würde

Jesus erzählen, wenn Jesus heute noch

einmal auf unsere Erde käme. Dabei

gibt es allerdings noch einen kleinen

zusätzlichen Kniff. Jesus ist nämlich eine

trans* Frau.

Welche Intention verfolgt Jo

Cliffords Stück? Wollte sie bewusst

provozieren?

Ganz sicher wollte Jo mit ihrem Stück

auch ein wenig provozieren. Der herrlich

schwarze, englische Humor, der hier und

dort durchblitzt ist echt erfrischend. Ich

vermute allerdings, dass sie vor allem

wachrütteln möchte und die verstaubten

Gleichnisse, von denen Jesus im

Neuen Testament spricht, in die heutige

Zeit übersetzen will. Für uns in unserer

westlichen Welt ist es natürlich sehr weit

weg, sich in Steinigungen und Fischergeschichten

hineinzudenken. Das waren

damals ja alltägliche Geschichten und

Probleme. Die überträgt Jo ganz wunderbar

ins Hier und Jetzt.

Bist du – wie Jo Clifford – religiös?

Ich würde mich persönlich schon als

gläubig bezeichnen. Allerdings nicht im

klassischen „Ich gehe jeden Sonntag in

die Kirche und bete vorm Essen“ Sinne,

sondern vielmehr dahingehend, dass ich

Nächstenliebe als eines der wichtigsten

Dinge in meinem Leben empfinde und ich

immer versuche, mit Liebe durchs Leben

zu gehen und jedem Menschen unvoreingenommen

und offen zu begegnen.

Als geouteter Trans* Mann bist du

unter anderem Botschafter für die

Deutsche Gesellschaft für Transidentität

und Intersexualität dgti.

Welche Botschaft zum Thema

Transgender hat das Theaterstück?

Eben genau die, dass Menschen sich mit

Liebe begegnen und niemanden verurteilen

sollen, aufgrund des Aussehens oder

der Identität. Wenn jeder Mensch danach

leben würde, müsste auch niemand mehr

Angst davor haben, so zu leben, wie

mensch sich fühlt.

Du gehst sehr offen mit deiner

Transgender-Biografie um. Warst du

schon immer eine offensive Person

oder hat sich das erst nach deiner

Transition entwickelt?

Das hat sich definitiv erst mit der Zeit

entwickelt. Ich war vor und auch während

meiner Transition weit davon entfernt,

mich so aktiv für die queere Community

einzusetzen. Ich wollte damals still und

für mich selbst meinen Weg gehen. Mit

den Jahren habe ich aber festgestellt,

dass ich anderen Menschen so viel helfen

kann, indem ich mich an die vorderste

Front stelle und für sie kämpfe. Denn es

hat längst nicht jeder so einen leichten

Weg wie ich. Und wenn ich damit anderen

Menschen Hoffnung und Kraft geben

kann, den ersten Schritt zu gehen, dann

bin ich liebend gerne für sie da.

16.9., „The Gospel according to Jesus

of Heaven”, digitale deutsche Premiere

von und mit Brix Schaumburg als

YouTube-Stream.

Der Stream ist Teil des Rahmenprogramms

der Ausstellung „G*tt m/w/d“

des Bibelhaus Erlebnis Museums Frankfurt,

Infos zum Stück und zur Ausstellung

über www.bibelhaus-frankfurt.de


SCHAUSPIEL

Michael Kohlhaas

Dem angesehenen Pferdehändler Kohlhaas

widerfährt juristisches Unrecht durch den Junger

Wenzel von Tronka, durch den zwei seiner Pferde zu

Schaden kommen. Auf juristischem Wege wird ihm Hilfe

versagt, im Zuge seiner Bemühungen um Gerechtigkeit

findet Kohlhaas´ Frau den Tod. Einem unumstößlichen

Gerechtigkeitssinn folgend, setzt Kohlhaas zum

blutigen Rachefeldzug gegen die Familie von Tronka an:

mithilfe einer gesetzlosen Horde Marodeure brandschatzt

und mordet er sich in einem immer maßloseren

Akt der Selbstjustiz bis zum Galgen.

FOTOS: THOMAS AURIN

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KULTUR 33

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Heinrich von Kleist verarbeitet in seiner bekanntesten

Novelle von 1808 das Aufeinanderprallen politischer

Rechtssysteme und wirft die seither aktuelle Frage auf,

inwieweit der Bürger das Recht in die eigene Hand nehmen

darf und muss. Regisseurin Felicitas Bruckner und Dramaturg

Alexander Leiffheidt nehmen sich des Stoffes in einer

neuen Dramatisierung an; zu sehen sind Stefan Graf, Sarah

Grunert, Nils Kreutinger, Annie Nowak (neu im Ensemble),

Matthias Redlhammer und Sebastian Reiß. *mas

19.9., Schauspiel Frankfurt, Willy-Brandt-Platz, Frankfurt,

18 Uhr, weitere Vorstellungen: 26., 29.9., 3. (18 Uhr),

15., 16., 24. (18 Uhr), 29.10., 19:30 Uhr,

www.schauspielfrankfurt.de


34 KULTUR

Popkonzert

ANIKA LIVE

Die ehemalige Journalistin

Annika Henderson ist heute

Dichterin, Radiomoderatorin,

Filmemacherin und Sängerin.

2010 landete sie mit ihrem

Debüt-Album „Anika“ einen

Überraschungserfolg – auch

wegen der Singleauskopplung

„I go to sleep“, einem Cover

eines alten Kinks Songs. 2021

erscheint nun ihr zweites Album

„Change“ und verspricht

wieder eine atmosphärische

Reise in experimentelle Post-

Punk-, Dub-und Psychedelic-

Soundwelten.

10.9., Hafen2, Nordring 129,

Offenbach, 19:30 Uhr

(Konzertstart 20 Uhr),

www.hafen2.net, www.

anikainvada.tumblr.com

FOTO: SVEN GUTJAHR

Man Ray „Érotique voilée”,

Refoto aus dem Archiv von

Meret Oppenheim, Courtesy

LEVY Galerie, Hamburg

AUSSTELLUNG

ES IST DIE IDEE,

Impression der letzten Live Night

DIE ZÄHLT

FOTO: DIRK MASBAUM

LIVE AUF DER SOMMER-

WIESE: APPARAT

Melancholisch, manchmal

minimalistisch und immer

atmosphärisch dicht: Seit fast

20 Jahren erforscht der Berliner

Künstler Sascha Ring alias

Apparat elektronische Sounds,

ergänzt sie mit klassischen

Instrumenten und komponiert

hymnische Songs fürs

Kopfkino, den Club, Filme und

Theaterstücke. Im September

kann man auf der Sommerwiese

vor der Jahrhunderthalle

in fluffigen Soundwolken

versinken. *bjö

13.9., Sommerwiese vor der

Jahrhunderthalle, Pfaffenwiese

301.Frakfurt-Höchst,

20 Uhr, Tickets über www.

centralstation-darmstadt.de

FOTO: STUDIO LORD Z

Die Aschaffenburger Kunsthalle Jesuitenkirche widmet sich in ihrer aktuellen

Ausstellung einem der einflussreichsten Künstler des Surrealismus,

Dadaismus und der Moderne: Man Ray ist der „Magier auf Papier“.

Am Anfang steht eine Idee – erst dann

folgt eine der Idee entsprechenden

künstlerischen Umsetzung. So simpel ist

die Maxime des amerikanischen Künstlers

Emmanuel Radnitzky alias Man Ray. Und

das ist auch der Grund, wieso der Künstler,

der von 1915 bis zu seinem Tod 1976 aktiv

war, so viele verschiedene Medien für seine

Werke verwendet: Es gibt Fotografien, Malerei,

Zeichnungen, Bronzen, Objekte und

Filme. Mit dieser offenen Herangehensweise

hat er nachfolgende Künstler*innen-

Generationen nachhaltig beeinflusst.

Am bekanntesten sind heute seine

Portraitaufnahmen zeitgenössischer

Künstler*innen aus der Hochphase der Pariser

Literatur- und Kunstszene der 1920er

und 30er. Zum Beispiel Meret Oppenheim,

die für Man Ray das Model für die Akt-

Fotoserie „Érotique voilée“ gab.

Die Kunsthalle Jesuitenkirche stellt im

Bereich der Fotografie besonders die

sogenannten „Rayographien“ in den Fokus.

Man Ray war experimentierfreudig und

entwickelte diese eigene Technik, die man

als Fotografie ohne Kamera bezeichnen

kann; dafür werden Objekte auf Fotopapier

gelegt und anschließend belichtet. Die

zum Teil verschwommenen Ergebnisse

faszinierten den Künstler, weil gerade

sie die Elemente des Automatismus, des

Zufalls und ein spielerisches Element in

seine Werke miteinbezogen. Die Rayographien

stellen gleichzeitig eine Verbindung

zu Aschaffenburg: Bereits vor Man Ray hat

der bayerische Künstler Christian Schad

mit entsprechender Fotografie ohne

Kamera experimentiert – die sogenannte

„Schadographie“, um die Man Ray wusste

und die als Ausgangspunkt für Man Rays

eigene Experimente gesehen werden können.

Der Nachlass von Christian Schad ist

heute in Aschaffenburg beheimatet und in

einem eigenen Museum unweit der Kunsthalle

Jesuitenkirche zu sehen. *bjö

„Man Ray. Magier auf Papier … und der

Zauber der Dinge“ ist noch bis 24.10.

zu sehen, Kunsthalle Jesuitenkirche,

Pfaffengasse 26, Aschaffenburg,

www.museen-aschaffenburg.de


KULTUR 35

BALLETT

TRACES

SPUREN ZEITGENÖSSISCHEN

TANZES

FOTOS (PORTRAITS): DOMINIK MENTZOS

Sam Young-Wright

Jacopo Godanis Dresden Frankfurt Dance

Company eröffnet die neue Spielzeit mit einem

Special: Fünf Ensemblemitglieder choreografieren

gemeinsam den Tanzabend „Traces“.

Michael Ostenrath

FOTO: COSTIN RADU

Der Titel „Traces” ist

Programm: Felix Benning,

Kevin Beyer, Anne Jung,

Michael Ostenrath und Sam

Young-Wright begeben

sich auf Spurensuche und

verbinden ihre Erfahrungen

aus der gegenwärtigen

choreografischen

Forschung eines Jacopo

Godani mit ihren bisherigen

tänzerischen Einflüssen

und eigenen choreografischen

Handschriften. Und

an Erfahrung mangelt es

den fünf Spitzentänzern

nicht: Zum Beispiel der in

Greifswald geborene Kevin

Beyer, der als Standardund

Lateinamerikanischer

Tänzer startete, ins

Musical-Fach schnupperte,

um schließlich beim zeitgenössischen

Tanz zu landen.

Oder der Australier Sam

Young-Wright, der in seiner

Heimat bereits für die

Sydney Dance Company

arbeitete, als Stipendiat

des Nederlands Dance

Theater Summer Intensive

tanzte, bevor er 2018 zur

Dresden Frankfurt Dance

Company kam.

„Traces“ ist ein vibrierendes,

experimentelles

Stück, das auch die architektonischen

Besonderheiten

des Open-Air-Logentheaters

Sommerbau

mit seiner Stahlrohrkonstruktion

und der arenaartigen

Bühne miteinbezieht.

Fresh! *bjö

14. – 16.9., Sommerbau,

Kaiserleipromenade

Offenbach, 20 Uhr,

www.dresdenfrankfurtdancecompany.com,

Tickets über

www.sommerbau.net

Kevin Beyer

Anne Jung

Felix Benning

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36 KULTUR

FOTO: DANIEL DORNHÖFER

THEATER

ECHT,

MANN?!

Das klassische Männerbild einer souveränen, starken Person,

die im besten Fall Sicherheit bietet, aber als Nebeneffekt

wie ein autoritärer Platzhirsch agiert, hat bereits seit

den 1980ern irgendwie ausgedient. Dummerweise war

der damalige Gegenentwurf – der „Softi“ – genauso verpönt. Das

brachte viele Männer in die Bredouille, da sie nun gar nicht mehr

wussten, wie sie als Mann denn nun sein sollten und gewollt waren.

Daran hat sich bis heute kaum etwas geändert: Der metrosexuelle

Mann, ein Versuch der 90er, hielt sich nicht lange und wird inzwischen

vom retrosexuellen Mann abgelöst. Der metrosexuelle Mann

lässt typisch weibliche Eigenschaften zu, die sich allerdings oft nur

auf das äußere Erscheinungsbild beschränken und damit eher einen

Modegeschmack als eine Gesinnung bezeugen. Die Antwort darauf

ist der retrosexuelle Mann – eine Rückkehr zum „echten Kerl“, der

mit markantem Aussehen und dominantem Auftreten trotzdem

ein gewisses Feingefühl an den Tag legen soll – was nach wie vor

bleibt ist das seltsame Ringen von typisch männlichen und typisch

weiblichen Eigenschaften, wobei Männer die weiblichen

Eigenschaften offensichtlich mehr scheuen als der

Teufel das Weihwasser.

Die Frankfurter Theatermacherin Carola Moritz hat mit ihrem Projekt

Compagnie en Route und den Schauspielern Christoph Gérard Stein

und Ives Pancera unter dem Titel „Echt, Mann?!“ drei Theaterstücke

zusammengestellt, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit

dem Thema Männlichkeit auseinandersetzen; dabei stellt sich das

Ensemble die Fragen „Wie wollen wir heute unsere Sexualität leben?“

und „Ist das biologische Geschlecht noch wirklich wichtig?“. Die Premiere

wurde coronabedingt seit dem Frühjahr 2021 aufgeschoben

– nun kommen die Stücke endlich auf die Bühne! *bjö

„Echt Mann?!“ – Theaterreihe von Compagnie en route im Kulturhaus

Frankfurt, Pfingstweidstr. 2, Frankfurt, www.kulturhausfrankfurt.de,

www.compagnie-en-route.de

„Striptease“ von Sławomir Mrożek,

Premiere am 3.9., 20 Uhr, weitere Termine am 4. und 29.9.

„Der Kuss der Spinnenfrau“ von Manuel Puig, Premiere am 15.9.,

20 Uhr, weiterer Termin am 16.9.

„Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf“ von Bodo

Kirchhoff, Premiere am 22.9., 20 Uhr, weiterer Termin am 26.9.

THEATER

Szene aus „Striptease“

The Girl on the Train

ILLUSTRATION: THE ENGLISH THEATRE

Mit einem echten Thriller startet das

English Theatre in seine neue Spielzeit:

„The Girl on the Train“ basiert auf dem

gleichnamigen Roman der britischen

Autorin Paula Hawkins, der auch schon

als Kinofilm für nervenaufreibende

Spannung sorgte.

Rachel Watson ist „The Girl on the Train“:

Jeden Morgen nimmt sie den Vorstadtzug

nach London City – obwohl sie

schon vor langem ihren Job verloren hat.

Die morgendliche Zugfahrt führt vorbei

an ihrem ehemaligen Heim, wo ihr Ex-

Mann Tom mit seiner neuen Frau und

deren gemeinsamen Tochter lebt. Die

Ehe zwischen Rachel und Tom ging vor

langem in die Brüche, unter anderem,

weil Rachel keine Kinder bekommen

konnte. Rachel leidet seitdem unter

Depressionen und Alkoholabhängigkeit.

Täglich beobachtet sie vom Zug aus

ein Pärchen aus Toms Nachbarschaft

das – ihrer Meinung nach – ein perfektes

Leben führt. Doch dann wird die Nachbarin

ermordet aufgefunden. Zunächst

kann Rachel bei der Polizei sachdienliche

Hinweise zum Tag des Verbrechens

geben – doch plötzlich rückt sie selbst

in den Kreis der Verdächtigen. Als Rachel

auf eigene Faust versucht, die Wahrheit

herauszufinden, stößt sie auf ungeahnte

zwischenmenschliche Abgründe …

„Es war ein echter Glücksfall, dass das

English Theatre die Rechte am Bühnenstück

bekommen hat und nun die

Deutschlandpremiere feiern darf“, freut

sich Theater-Chef Daniel Nicolai über

den fulminanten Auftakt der neuen

Spielzeit. Regie führt Psyche Stott,

die 2019 bereits den Ökothriller „The

Children“ am English Theatre in Szene

setzte. *bjö

3.9., Deutschlandpremiere,

The English Theatre, Gallusanlage 7,

Frankfurt, zu sehen bis 6. November,

www.english-theatre.de


LITERATUR

SWITCH-Kultur:

Lesung mit Lutz van Dijk

In Kooperation mit dem Verein „Gegen Vergessen – Für

Demokratie“ lädt SWITCH-Kultur zum eindringlichen Leseabend

mit Lutz van Dijk ein, der Auszüge aus seinem Roman

„Kampala – Hamburg“ zu Gehör bringt.

Im schnörkellosen Staccatostil erzählt van Dijk, wie sich die

Lebenswege zweier junger schwuler Männer kreuzen, die bis

auf ihren Namen nur wenig gemein haben: Der 18-jährige

David aus Hamburg laviert sich gerade durch die Abschlussklasse

und engagiert sich in der ortsansässigen LSBTQ*-

Gruppe. Auch David aus dem ugandischen Kampala gehört

einer queeren Gruppe an, die sich jedoch nur heimlich bei

seiner Mutter treffen kann. Als der Vater seines Kumpels die

beiden beim Sex im Schuppen erwischt und David plötzlich

einer Festnahme entgegensieht,

muss er von heute auf morgen

fliehen. David macht sich auf

den langen Weg, mit kaum

mehr im Gepäck als blanker

Hoffnung … *mas

FOTO: QUERVERLAG

22.9., Switchboard, Alte

Gasse 36, Frankfurt, 19 Uhr,

www.switchboard-ffm.de

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FOTO: RICH SERRA, WWW.RICH-SERRA.DE

UND DER ZAUBER DER DINGE

LITERATUR

Zitronenjoghurt

mit Buttermilch

Diese Headline ist kein Rezeptvorschlag, sondern der Titel

der Anthologie von Jan Ranft, die 69 (!) schwule Kurzgeschichten

versammelt. „Grundsätzlich schreibe ich über

Dinge, die der eine oder andere so auch schon erlebt hat“,

erklärt Jan Ranft im GAB Interview. „Und ich lege mich nicht

gerne auf ein Genre fest. Deswegen finden sich im Buch

Kriminalgeschichten, Lovestorys und Alltagserlebnisse, aber

auch Fantasy und ein bisschen Science Fiction“. Der Autor

ist zu Gast in der Bar jeder Sicht, liest aus seinem Buch und

steht im Anschluss für ein Gespräch zur Verfügung. Die

Veranstaltung gibt’s live in der Bar oder per Zoom-Stream

für zu Hause. *bjö

19.9., Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz, 18 Uhr,

www.barjedersicht.de

MAGIER AUF PAPIER

www.museen-aschaffenburg.de

Pfaffengasse 26, 63739 Aschaffenburg

03.07. – 24.10.2021


38 KULTUR

Showtime

KICK LA LUNA

Mit neuem Elan sowie einigen

neuen Arrangements und

Songs geben die Ladies von

Kick La Luna ein vibrierendes

Sommerkonzert im Rahmen

der Grüne Soße Festspiele auf

dem Frankfurter Roßmarkt.

Ethno Funk und Bossa Soul,

afro-brasilianische Grooves

und butterzarte Vocals –

kaum eine andere Band bietet

eine solch weltmusikalische

Bandbreite – und kann darüber

hinaus auf eine 25-jährige

Bandgeschichte blicken. Für

das Sommerkonzert kommen

die Kicks in Komplettbesetzung

als Quintett auf die

Bühne. Coole Sache! *bjö

5.9., Grüne Soße Festzelt,

Roßmarkt, Frankfurt, 20 Uhr,

www.gruene-sosse-festival.de,

www.kicklaluna.com

FOTO: WOLFGANG SCHMIDT / TÜBINGEN

NIGHT QUEENS

Travestie, Komik und Parodie

kommen monatlich bei den

Night Queens auf die Bühne.

Gastgeberin Jessica Walker

hat wieder drei Gastqueens im

Rucksack und damit gibt’s ein

Wiedersehen mit drei bereits

bestens bekannten Stars:

Power-Girl Kelly Heelton, die

Mainzer Glamour-Drag Gracia

Gracioso sowie Paradiesvogel

André Castell. Schillernd! *bjö

18.9., Moxy Frankfurt East,

Hanauer Landstr. 162,

Frankfurt, 20 Uhr,

www.nightqueens.de

Bereits im November des vergangenen

Jahres wollten die in Berlin aktiven Queens

Sheila Wolf und Tara Darson ihr glitzerndes

Burlesque Festival nach Frankfurt bringen.

Im Oktober 2021 soll die Show nun

stattfinden – und sie ist in der Tat very

special: Mit Swing-Sounds, Meister*innen

der Kunst des erotischen Entblätterns (ja,

es gibt auch männliche Burlesque-Tänzer)

sowie eleganten Cabaret-Künstler*innen

entführt das Burlesque Festival in die Zeit

der 50er und 60er Jahre. Zusammen mit

dem stilechten Interieur der Club-Bar der

Jahrhunderthalle und dem leisen Klirren von

Eiswürfeln im Whiskeybecher verspricht

das ein stilechter Abend zu werden! Den

PREVIEW

BURLESQUE

FESTIVAL FRANKFURT

Die Club-Bar der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst bildet mit ihren

Holzvertäfelungen, Porzellanraumteilern und einer Spiegelwand den richtigen

Rahmen für eine opulente Show mit Burlesque-Strip und Entertainment

der Spitzenklasse.

Spürsinn für erotisches Entertainment

haben Dragqueen Sheila Wolf und Showgirl

Tara Dawson schon in Berlin bewiesen –

Sheila Wolf ist Produzentin der Vaudeville

Variety Revue, des Boylesque Drag Festivals

Berlin, Co-Produzentin der erfolgreichen

Hotel Gl’Amouresque Burlesque Show und

des Neuen Berliner Tuntenballs. Tara Darson

ist ein professionelles Showgirl, entwickelt

eigene Choreografien für sich und andere

Tänzer*innen und war in der Serie „Babylon

Berlin“ zu sehen. *bjö

8. + 9.10., Club der Jahrhunderthalle,

Pfaffenwiese 301, Frankfurt, 20 Uhr,

www.frankfurt-burlesque-festival.de

FOTO: OVERLINE.TV

FOTOS: ANDREY KEZZYN

Sheila Wolf

Tara Darson


TRUDES

Live Night

Die unermüdliche Trude Trash

lädt im Oktober erneut zu einer

ihrer berüchtigten Live Nights mit

verschiedenen Gästen – diesmal

im Kulturforum Bad Vilbel Dortelweil.

PREVIEW

KULTUR 39

FOTO: MATTHIAS KIEFL

Nur nicht entmutigen lassen: Getreu ihrem

Motto „Wer den Kopf in den Sand steckt,

wird ganz schnell am Po erkannt“ macht

Trude Trash weiter und präsentiert am

1. Oktober ein neues Travestieprogramm

mit neuen Gaststars live on stage.

Mit dabei ist die norddeutsche Gigi la mer,

die beweist, dass Travestieglamour keine

Altersbeschränkung kennt; Gigi interessierte

sich schon immer für die Illusion

der Verwandlung, widmete sich aber

erst im Ruhestand voll und ganz dieser

Passion. Die junge Electra Pain performt

Hits der 80er bis heute und zeigt

dabei queer-politische Haltung. Kollegin

Martha Pfahl ist auch in der Fastnachts-

Bütt sicher und hat bereits in Trudes

Live Night mitgewirkt. Auch Tarabas van

Luk, der Glitzervogel mit einem Faible

für Strass, Highheels, Leder, Musical und

Impression der letzten Live Night

Arien ist wieder mit von der Partie. Einen

ganz neuen Showtouch bringt Markus

Wissel alias der Puppenbändiger auf die

Bühne: Mit seinen fantasievollen Figuren

zaubert er eine ganz andere Art der Illusion

auf die Travestiebühne. Gastgeberin

Trude hält die bunte Truppe zusammen

und geizt dabei nicht mit frecher Conference

und knalligen Songs. Tipp: Tickets

im Vorverkauf sichern! Für Getränke und

Speisen ist vor Ort gesorgt! *bjö

1.10., Kulturforum Bad Vilbel Dortelweil,

Dortelweiler Platz 1, Bad Vilbel,

20 Uhr, Infos und Tickets über

www.trash-girls.de


40 WOHNEN

FEINES DESIGN FÜR’S EIGENE HEIM

Zuhause hat man’s gerne hygge! Mit unseren Tipps und

Anregungen für Design und Möbel ist das nicht schwer

– und macht obendrein noch Spaß! *bjö

FOTO: MICHAEL BURROWS, PEXELS.COM, GEMEINFREI

WOHN- UND SCHLAFZIMMER

MEISTERLICHE

DESIGNSPIELE

Wer ausgefallenes Möbeldesign in Wohn- und

Schlafzimmer schätzt, kommt um den österreichischen

Hersteller Wittmann nicht herum: Meisterhaftes

Handwerk trifft hier auf unverkennbar

stilsicheres Design mit globaler Inspiration. Die

Kollektionen wirken in Form und Farbe unglaublich

vielfältig – und folgen trotzdem einer gemeinsamen

Design-Idee.

FOTOS: WITTMANN

Zum Beispiel der eklektische

Sessel Vuelta des spanischen

Möbelkünstlers Jaime Hayon,

der gekonnt barocke und

mediterrane Linien zu einem

zeitlosen Klassiker verbindet

und mit seinem drehbaren

Sitz auch noch ungemein

praktisch ist. Die Sofalinie

„Playtime“ macht ihrem Namen

alle Ehre: Eine individuelle

Sitzlandschaft mit Tischund

Ablageelementen kann

hier sogar mit verschiedenen

Polster-, Stoff- und Lederarten

kombiniert werden, die

dank der stilbewussten Einzelmodule

trotzdem immer

ein harmonisches Ganzes

bilden. Bemerkenswert sind

auch die drei Bettlinien von

Wittmann, die von schlichter

Eleganz der Classic Linie

über ausgefallene Entwürfe

der Design Linie bis zur

individuell kombinierbaren

Modul-Variante „Advanced

Linie“ Komfort und Design

meisterlich verbinden. Das

lässt sich beim Probesitzen

oder -liegen sogar hautnah

spüren. Premiumhändler

von Wittmann in Frankfurt

ist der P22 Showroom von

Clemens Hummel, ein Mekka

für individuell handgefertigte

Unikate, Möbel, Leuchten

und Accessoires. *dr

P22 Interior Design, Beliner

Str. 26, Frankfurt, www.

p22interior.design und

p22_interior_design bei

Instagram


EINRICHTEN

FUNKTIONAL

UND ELEGANT

WOHNEN 41

Arbeitstische sind nicht nur praktischer Helfer im Alltag;

mit dem richtigen Design fügen sie sich auch noch

elegant in die Wohnungseinrichtung ein. Funktionalität

und Eleganz – diese Kombination hat den Cupertino

Tisch von BoConcept bereits zu einem Klassiker werden

lassen. Die schräg stehenden Beine mit der Winkelverstärkung

erinnern dezent an eine klassische Werkbank,

verleihen mit ihrer schmalen Form dem praktischen

Tisch trotzdem eine gewisse Leichtigkeit. Der Tisch

verfügt über drei Ablagefächer unter der kratzfesten

Arbeitsplatte. Zeitloses Design, das es nun auch in zwei

neuen Farbkombinationen gibt: Eichenfurnier mit mattschwarz

und Eichenfurnier mit aschgrau.

Passend dazu gibt übrigens auch das Sideboard Lugano

in dunklem Eichenfurnier und einem neuen, rohrförmigen

Beindesign. Am besten gleich anschauen und

ausprobieren bei BoConcept in Frankfurt. *dr

BoConcept City, Stephanstraße 1 – 5,

BoConcept East, Hanauer Landstr. 83 – 87, Frankfurt,

www.boconcept.com

FOTOS: BOCONCEPT


42 WOHNEN

EINRICHTEN

VILLA MÖBEL

„Jeder sollte sich in seinem Haus oder seiner Wohnung wie in einer Villa fühlen und sich entsprechend

wie in einer Villa einrichten“ – so erklärt Erkan Eser die Idee seines Einrichtungshauses Villa Möbel, das

er zusammen mit seinem Geschäftspartner Engin Ates im Jahr 2020 gegründet hat „Außerdem wird

das Wort ‚Villa‘ in den meisten Sprachen gleich ausgesprochen und verstanden“, ergänzt Erkan. Das ist

wichtig, denn sein Angebot bedient verschiedene Kulturkreise.

„Südländische Kunden gehen bei der Einrichtung

ihrer Wohnung anders vor als zum

Beispiel deutsche Kunden“; weiß Erkan

Eser. „Die einen entscheiden sich meist

für einen bestimmten Einrichtungsstil und

stellen ihre Möbel entsprechend diesem

Stil zusammen. Die Anderen schauen

sich das Angebot an, und wenn ihnen

etwas gefällt, wird der komplette Raum

oder die Wohnung dementsprechend

ausgestattet“. Somit bietet Villa Möbel

Kompletteinrichtungen im Modulsystem

für Wohnzimmer (oder den „Salon“, wie

es in der türkischen Wohnung heißt),

Ess- und Schlafzimmer. Stil und Farben

der Polstermöbel sind dann zum Beispiel

mit Stil und Design der Tische, Sideboards,

Teppiche und weiteren Wohnaccessoires

abgestimmt. Insbesondere die Polstermöbel

bieten dabei allerhöchsten Komfort,

mit verstellbaren Rückenlehnen und vielen

anderen Annehmlichkeiten. „Wir zeigen

eben gerne, dass man sich etwas gönnt“,

erklärt Erkan die heimische Wohnkultur.

Da Erkan und Engin keinen klassischen

türkischen Möbelladen eröffnen wollten,

haben sie ihr Angebot entsprechend erweitert:

„Natürlich kann man zum Beispiel

alle Polstermöbel auch als Einzelstücke

kaufen“, erklärt Erkan. Mit fachkundiger

Beratung können dann wie bei den

Kompletteinrichtungen nicht nur Stoffart

und Farbe individuell gewählt, sondern

zum Beispiel auch die Polsterstärke für

Sitzflächen und Lehnen frei bestimmt

werden. „Konfigurieren ist unser Standard“,

fasst Erkan zusammen. Alle Möbelstücke

werden extra für Villa Möbel gefertigt; ab

dem kommenden Jahr sogar eigene Entwürfe

der beiden Villa-Macher. Ein erstes

Stück wurde bereits produziert: Das Sofa

„FLY“ spielt poppig-elegant mir den Farben

grau und gelb in Polstern, Paspeln und

Kissen. *bjö

Villa Möbel, Am Dornbusch 31, Frankfurt,

www.villamoebel.de

FOTOS: VILLA MÖBEL


DESIGN

43

OUTDOOR

AKTIV UND DRAUSSEN

Lust auf frische Luft? Mit der neuen Lifestyle- und

Active-Kollektion von Tchibo steht dem Outdoor-

Erlebnis nichts mehr im Wege.

Perfekt vorbereitet mit Funktionskleidung, Rucksack

und faltbaren Trekkingstöcken geht‘s auf die nächste

Wandertour. Für ein ausgewogenes Körperklima

und – dank eines 50%igen Merinowollanteils – eine

natürliche Geruchsminderung sorgt ein Funktionsshirt

in Grau oder Dunkelgrau. Dazu eine wasserund

windabweisende Outdoorhose – und das

Wetter ist kein Grund mehr, den geplanten

Ausflug zu verschieben.

tchibo.de

GEWINNE

drei gutscheine

über je 50 Euro auf

www.männer.

media/gewinne

MODE

Weicher Harness

Fetishwear erobert die Klubwelt und

erweitert damit Horizonte. Aus Frankfurt

stammen diese Entwürfe des Labels

BamBam Fetish, die mit Harnessen, Armund

Bizepsbändern und einigen anderen

Accessoires sportlich-poppig Fetish- und

Klubwear kombinieren. „Ich hatte nie

Berührungsängste mit Fetischen. Ich kann

mit einigen nicht viel anfangen, aber verurteile

sie nicht“, erklärt BamBam. Mit Bam-

Bam Fetish möchte er eine Möglichkeit

bieten, sich dem Thema Fetisch spielerisch

anzunähern: „Ich stelle etwas her, was

Neulinge vielleicht eher dafür öffnet, ohne

dass sie sich verkleidet fühlen. So ging mir

es immer mit Harnessen, die meist sehr

massiv waren und immer irgendwo rieben“.

BamBam Fetish wird aus elastischen, weichen

Bändern gefertigt, die mit stylishen

Karabinerhaken verbunden werden. „Indem

man die Einzelteile umsteckt, kann man

den Harness wie in einer Art Baukastensystem

verändern“, erklärt BamBam weiter.

„Es fühlt sich angenehm auf der Haut an

und durch die Elastizität ist die Passform

immer gegeben.“ Die Teile kommen in zwei

Mix-Größen und vielen bunten Farben.

Checkt die Styles auf der Website. *bjö

FOTOS: BAMBAM FETISH

www.bambam-fetish.com


44 PINK PAGES

FRANKFURT

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FRANKFURT

SZENE

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Große Eschenheimer Straße

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Elefantengasse 11,

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Mo-Do 20 – 2 Uhr,

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15-24 Uhr, Fr+Sa bis 1 Uhr,

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Eschenheimer Tor

Stiftstraße

(069) 284919, tägl. ab

15 Uhr, Kaffee, Kuchen,

Di + 2.Sa Karaoke, Mi

Longdrinktag, Do Cocktailspecial,

1.Sa Bearlounge

NA UND? 43

Klapperfeldstr. 16, täglich

ab 15 Uhr bis open end,

gemütliche Bar, nettes

Stammpublikum aller

Altersklassen, Raucherlokal

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Alte Gasse 34, Di-Sa

20-5 Uhr, junge Szenebar

im Herzen Des Bermudadreiecks

mit Gästen jeden

Alters

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Schäfergasse 20, (069)

293166, Di-Do 16 – 1,

Fr+Sa 16 – 3, So + Mo

Ruhetag, wechselnde Deko,

buntes, kontaktfreudiges

Publikum jeden Alters, Mi

20-22 Uhr After-Work mit

halben Preisen

TANGERINE 11

Bleichstraße

Elefantengasse 11, tägl. ab

16 Uhr, gesellige, gemütliche

Bar mit gemischtem

Publikum

SWITCHBOARD 7

www.switchboard-ffm.de

Alte Gasse 36, (069)

283535, Di-Do 19-24

Uhr, Fr 19-1 Uhr, Sa 20-24

Uhr, So 14-23 Uhr. Cafe

der AHF, Treffpunkt vieler

Gruppen. Gelegentlich Veranstaltungen.

Die Barleute

arbeiten ehrenamtlich!

Wechselnde Aktionen; So

14 Uhr Cream-Team (nicht

im Sommer). 1.+3. Di 15-18

Uhr Café Karussell für

Schwule ab 60.

Stephanstraße

Brönnerstraße

Töngesgasse

Berliner Straße

WEISSGOLD

www.weissgold-bar.de

Berger Str. 251, (069)

24742766, Mo-Do 17-0

Uhr, Fr+Sa 17-1 Uhr, So

17-23 Uhr, moderne,

gesellige Weinbar mit

Küche im Alt-Bornheimer

Kiez, im Sommer mit Terrasse,

große Auswahl an

Weinen, variantenreiche

Speisekarte mit Tapas,

POKÉ und mehr

LESBEN-BARS

LA GATA

Facebook: Club-La-Gata

Seehofstr. 3, (069) 614581,

Mo, Mi+Do ab 20 Uhr,

Fr+Sa 21 – open end,

So+Di geschlossen, Ricky

leitet Frankfurts legendäre

Lesben-Kneipe, in der auch

Schwule herzlich willkommen

sind

PARTYLOCATIONS

CLUB 78

www.club78.de

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schwul-lesbische 70er,

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DELICIOUS

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PUREgayclubbing

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im Klub On, Karlstr. 17,

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Vilbeler Straße

Hauptwache 46 55

U

U

Große Eschenheimer Straße

S

Eschenheimer Tor

Stiftstraße

32

Hasengasse

Bleichstraße

Schäfergasse

Alte Gasse

Große Friedberger Straße

Elefantengasse

Stephanstraße

40

Brönnerstraße

45

Töngesgasse

3

Berliner Straße

Battonnstraße

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CAFÉS

BEI FRAU NANNA

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Ernst-Achilles-Platz 3,

(069) 48000335, Tapas,

Mezze, Drinks and more,

modernes Ambiente,

cooler Hang-out

ESTRAGON

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Jahnstr. 49, (069) 5978038,

Mo-Sa 17-24 Uhr, kreative,

französische Küche mit

mediterranem Einschlag,

stilvolles Ambiente.

GRÖSSENWAHN

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Lenaustr. 97, (069) 599356,

So-Do 16-2 Uhr, Fr+Sa 16-

1 Uhr, Restaurant im Nordend

mit entspanntem Publikum

& familiärer Atmosphäre,

Reservierung empfohlen.

HUÉ

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12-14:30 und 17:30-24 Uhr.

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und thailändisches

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Konrad-Adenauer-Straße

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Kurt-Schumacher -Straße

Oeder Weg 61, (069)

90554820, tägl. ab 11:30

S

Seilerstraße

Konstablerwache

Klingerstraße

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44

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Uhr, frische, aromatische

und leckere Thai-Küche,

Gerichte auch zum Mitnehmen.

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Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23,

So 13:30-22 Uhr, schwules

Restaurant mit gutbürgerlicher

Küche, reichhaltiger

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Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23

Uhr, So 13:30-22 Uhr.

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43

47

Friedberger

Vilbeler Straße

Hauptwache 46 55

32

Hasengasse

Schäfergasse

Alte Gasse

Schäferg.

40

Große Friedberger Straße

45

Elefantengasse

37

3

51

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Konrad-Adenauer-Straße

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12-3 Uhr, WE durchgehend

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CHÖRE

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(069) 76752877,

Lesbischer Chor

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30jähriger Geschichte und

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Dienstag 20 Uhr in

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Schäfergasse 27, Mahnmal

der Homosexuellenverfolgung

auf dem Klaus-

Mann-Platz

VERLETZTE LIEBE 32

Bleichstraße, Aids-Memorial

von Tom Fecht auf dem

Peterskirchhof.

RADIO

RADIO SUB

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(069) 95678004, queere

Radiosendung auf Radio X,

Mo 20-22, Wdhlg: Di, 11-13,

FM 91,8, Livestream auf

radiosub.de und in der

Mediathek radiox+7

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9-16 Uhr, Di+Mi 9-17 Uhr,

Fr 9-14 Uhr, Anonyme

Telefonberatung: Mo-Fr

9-21 Uhr, Sa+So 12-14 Uhr

0180/33 19 41 1

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Gesundheitsamt), Di+Mi

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AIDS-Hilfe, Stadt

Frankfurt und dagnä

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Treff: 4. Mi,

20 Uhr, Switchboard, Infound

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Prävention, Beratung,

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Mo-Fr 10-12:30, Di 16-10,

MO+Do 13:30-16, Tests:

DI 11-12 + 14-18 mit Tel.-

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Führungskräfte

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bundesweite Organisation

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grünen Berufen

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Lesben und Schwule in der

Stadtverwaltung,

Treff: 1.Mittwoch im Monat,

17 Uhr, Naiv, Fahrgasse 4

BERATUNG

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BEI DER POLIZEI

www.polizei.hessen.de/

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Adickesallee 70, bei Diskriminierung

oder Gewalt

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Krapp: (069) 75566-777,

(069) 75566-999, rainbow.

ppffm@polizei.hessen.de

GEWALTFREILEBEN

www.gewaltfreileben.org

Kasseler Str. 1A,

(069) 43005233,

psychosoziale Beratung

für lesbische, schwule,

genderqueere und trans*-

Personen sowie Beratung

zu Gewalt in der Beziehung

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(0179) 6033396, Projekt

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Di 14-16, (069) 295959

KISS

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Wielandstr. 10-12, (069)

293671, Krisen-interventionsstelle

für Stricher,

persönliche und ärztliche

Beratung: Mo+Di 14-18,

Do 16-20, Mi+Fr nur nach

Vereinbarung. Tagesruhebetten:

Mo+Di 9-17, Mi+Fr

9-14, Do 9-19 Uhr

COMMUNITY

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www.csd-frankfurt.de

c/o Uwe Koppens,

Am Webergarten 4,

Bad Vilbel, das Orga-Team

des CSD Frankfurt

LSKH 44

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Klingerstr. 6, (069) 2977296,

Lesbisch-schwules Kulturhaus.

Raum für Veranstaltungen,

Gruppen, Events,

Partys, Theater, Musik,

Spieleabende, Gespräche

TRANSMAIN

www.transmain.de

Klingerstr. 6, Gruppe für

Transmänner. Treff 1. Mi

19:30 Uhr im LSKH

ERMIS

www.ermis.de

Griechische Lesben und

Schwule

40 PLUS SCHWULES

FORUM

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Schwule Männer ab 40

CAFÉ KARUSSELL

www.frankfurt.gay-web.de/

40plus

Alte Gasse 36, (069)

13387930, Offener Treff

für Schwule ab 60, 1.+3. Di

15-18 Uhr im Switchboard.

ROSA PATEN

www.ah-frankfurt.de

Friedberger Anlage 24,

(069) 40586835, Ehrenamtlicher

Besuchsdienst

der AIDS-Hilfe Frankfurt

für ältere Homosexuelle

QUB – QUEER &

BEHINDERT

www.qub-frankfurt.de

Gesprächsgruppe für

Lesben, Bisexuelle und

Trans* mit Behinderung,

Treff: 3. So, 13:30 Uhr,

LSKH, Klingerstr. 6

SPES

Selbsthilfegruppe für

Schwule mit Depressionen

und Ängsten,

spes_ffm@web.de,

Treff: 1. Do, 19:30 Uhr,

Switchboard, Alte Gasse

36

YACHAD

Queere Jüdinnen und Juden

in Frankfurt, lockerer Treff,

Austausch, Gemeinsamkeit,

Stammtisch: letzter So, 14

Uhr, Café Morcolade, Infos

über joan-aaron@gmx.de

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

FrauenLesben-Sportverein.

Mehr Infos unter SPORT

BROKEN RAINBOW

www.broken-rainbow.de

Kasseler Str. 1a,

(069) 70794300,

Lesbische Anti-Gewalt-

Arbeit, Opferberatung,

Selbsthilfegruppen,

Vernetzung und Politik.

FRAUEN IN BEWEGUNG

www.fraueninbewegung.com

Baumweg 8 HH, (069)

4950710, Selbstverteidigung

und Gewaltprävention

von Frauen für Frauen und

Mädchen.

FRAUEN MUSIK BÜRO /

MELODIVA

www.melodiva.de

Roßdorfer Str. 24, (069)

4960848, Vernetzung von

musikmachenden Frauen

FRAUENVEREIN FÜR

SELBSTVERTEIDIGUNG

www.wendo.de

Baumweg 10, (069) 7411419,

Selbstbehauptungs- und

-verteidungskurse

LIBS 5

www.libs.w4w.net

Alte Gasse 38, (069)

282883, Lesben Informations-

und Beratungsstelle,

mehrere Gruppen für Lesben

verschiedenen Alters,

Mi, Do, Fr 14-19 Uhr: JuLe

- offener Treff für Mädchen

zw. 14 und 20 Jahren, Do

19-21 Uhr: Gruppe für junge

Frauen zw. 14 und 25 Jahren

LLL - LESBENARCHIV 44

www.lll-frankfurt.de

Klingerstr. 6, (069)

293044, Lebendiges

Lesben Leben im LSKH (2.

OG), Mo 16-19, Di 11-13, Mi

17-20 Lesbische Literatur

und Filme in entspannter

Atmosphäre. So ab 16 Uhr

Frauentreffpunkt LesCafé

(Spiele, Infos, Gespräche)

NAHAL

libs.w4w.net

Hohenstaufenstr. 8, (069)

282883, Für Frauen liebende

Migrantinnen und

Flüchtlingsfrauen. 4. So

16-19 Uhr, Frauenschule

WIRTSCHAFTSWEIBER

www.wirtschaftsweiber.de

Netzwerk lesbischer Fachund

Führungskräfte

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(069) 94549616, Initiative

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Kurt-Schumacher-Str. 41,

(069) 29723656, Queeres

Jugendzentrum. Café

(Di 18-22 Uhr, Fr 17-22

Uhr) und Beratung für

queere Jugendliche bis 27.

Ansprechpartner: Oliver

König + Alisa Weidinger, Trägerverein:

our generation e.V.

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9602103, Treff 1.+3. Fr,

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Frankenallee 150, (069)

5974376, Homosexuelle

und Kirche, Treff: 1. + 3. So

16 in der Friedensgemeinde

PROJEKT: SCHWUL UND

KATHOLISCH

www.psk-ffm.de

Rebstöcker Str. 70, Gottesdienst:

1. So 18:30 Uhr in

der Pfarrkirche Maria Hilf

PROJEKTGEMEINDE (MCC)

www.projektgemeindefrankfurt.de

Eckenheimer Landstr.

90, Gottesdienste 1. + 3.

Sa 18 Uhr, Gethsemane-

Gemeinde

YACHAD

Treff für jüdische Lesben

und Schwule, Infos:

Yachad-Frankfurt bei

Facebook oder

joan-aaron@gmx.de

SPORT

FVV

www.fvv.org

Gartenstr. 145, (069)

21995890, Schwuler

Sportverein mit gut 30

Sportarten im Angebot

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

Spohrstraße 3, (069)

289060, FrauenLesben-

Sportverein mit vielen

Sportarten

GOC GAY OUTDOOR CLUB

www.gocrheinmain.jimdo.com

(069) 563456, Schwule

Wander- und Freizeitgruppe.

PINK TIGERS

www.schwarzgold.de

Wittelsbacherallee 6-12,

(0177) 3253690, Schwule

Showtanzgruppe. Training

Mo 20-22 Uhr in der Turnhalle

der Herderschule.

REGENBOGENADLER

www.regenbogenadler.de

Lesbisch-schwuler Eintracht

Frankfurt Fußball-Fanclub

VOLLESROHR

www.vollesrohr.de

Alte Gasse 36, (0173)

3225108, Freundeskreis

schwuler Motorradfahrer.

1. Di, 20h, Switchboard.

Touren und Trainings siehe

Homepage

POLITIK

AG QUEER

www.gruene-frankfurt.de

LGBTIQ*-Arbeitsgruppe

des Kreisverbands der

Frankfurter Grünen, Kontakt:

kreisverband@gruenefrankfurt.de

LSU HESSEN

www.lsuhessen.de

Frankfurter Str. 6, Wiesbaden,

Lesben und Schwule

in der Union, Kontakt:

Landesvorsitzender.

Hessen@lsu-online.de.

LISL HESSEN

www.lisl-hessen.de

Liberale Schwulen und Lesben

(FDP), Landesverband

Hessen

Lebenspartnerschaft

und Familie

Strafverteidigung

Erb- u. Vertragsrecht

Ausländerrecht

Arbeitsrecht

Rechtsanwalt und

Streitschlichter

Rossertstr. 9 (Nähe Palmengarten)

60323 Frankfurt a.M.

Tel. +49 (0) 69.95 51 85 08

Fax +49 (0) 69.59 67 47 55

Mobil +49 (0) 151. 50 65 52 96

kanzlei@gaboleiro.de

www.gaboleiro.de

Die Finanzbuchhaltung?

Die mache ich mit

SidW, denn ich will

immer wissen, was

Sache ist.

Körberstraße 15

60433 Frankfurt am Main

Tel. 069 / 951401-70

Fax 069 / 951401-55

info@sidw.de

www.sidw-srw.de

FRAUEN

AFLR

www.aflr.de

Mertonstr. 26-28, (069)

79823095, Autonomes

FrauenLesben Referat. Do

18-20, im Frauenraum des

StudentInnenhauses

SCHLAU HESSEN 55

www.schlau-hessen.de

c/o our generation e. V.,

Kurt-Schumacher-Str. 41,

Bildungs- u. Antidiskriminierungsprojekt

zu

geschlechtlichen Identitäten

und sexuellen Orientierungen

für Schulklassen.

DIE LINKE.QUEER HESSEN

www.die-linke-hessen.de/

lagqueer3

Große Seestr. 29, LAG der

Schwulen, Lesben, Trans-,

Bi- und Intersexuellen in

der Linken Hessen. Treff

3. Di 19:30 im Switchboard.

switchboard


48 PINK PAGES

MANNHEIM

Kurpfalzstraße

P1

SPD QUEER

www.spd-hessen.de

Hessen-Süd: (069)

299888140, Hessen-Nord:

Hessen-Nord@schwusos.de,

Arbeitsgemeinschaft der SPD

für Akzeptanz & Gleichstellung

LSVD HESSEN

www.hessen.lsvd.de

(069) 94549616,

Lesben- und Schwulenverband,

2. Fr 19:15 Uhr im

LSKH

STUDENTEN / UNI

FRANKFURTER SCHWULE

www.fs-gu.de

Mertonstr. 26 – 28, Studierendenhaus

Raum B102,

autonomes queerfeministisches

Schwulenreferat

VORLIEBEN &

FETISCH

FLC – DER FETISCHCLUB

IM RHEIN-MAIN GEBIET

www-flc-frankfurt.de

Treff: 1.Mi, 20-22 im Stall

WIESBADEN

SZENE

12

P2

BARS

BADHAUS.BAR

www.facebook.com/

christian.badhaus

Häfnergasse 3, Szene-Bar,

Di-Do 20-2, Fr+Sa 20-3

TREND

www.trend-wi.de

Am Römertor 7, (0611)

373040, Bistro-Bar für Gays,

Lesbians und aufgeschlossene

Leute, tägl. ab 15 Uhr

BUSINESS

3

P3

SEXSHOPS UND

-KINOS

EROTIKSHOP ADAM + EVA

www.sex-sinne.de

Rheinstr. 27, (0611) 5806766,

Mo-Sa 10-22. Erotikshop mit

Kino und Darkroom

2

P4

Cahn-Garnier-Ufer

Friedrichsring

P5

Bismarckstraße

5

P6

Planken

Kunststraße

RAT & TAT

HIV / STI

AIDS-HILFE WIESBADEN

www.aidshilfe-wiesbaden.de

Karl-Glässing-Str. 8, (0611)

302436, Beratung: (0611)

19411, Mo, Di, Do + Fr

10-14, Mo auch 19-21, Prävention,

HIV-Testangebote,

Rechtsberatung, Coming-

Out, TransAlive, Frauen,

Betreutes Wohnen, Rosa

Paten

COMMUNITY

WARMES WIESBADEN

www.warmeswiesbaden.de

Stammtische, Jugend- und

Beratungsangebote, Partyreihe

„Let’s Go Queer!“,

Veranstalter des CSD,

Wanderungen, gesellschaftspolitische

Arbeit uvm.

Aktuelle queere Infos im

Telegram-Kanal: https://t.me/

WaWiPublic

LSBT*IQ-KOORDINIE-

RUNGSSTELLE

www.wiesbaden.de

Schlossplatz 6, (0611)

314048, Schnittstelle

zwischen Politik, Stadtverwaltung

und Community.

Beratung und Akzeptanzförderung

von LSBT*IQ

im Wiesbadener Rathaus,

Mo-Do 9:30-16:30, Termine

nach Vereinbarung.

BERATUNG

Collinistraße

6

DIE BUNTE NUMMER

P7

(0611) 309211, Beratung bei

Fragen zum Coming-Out;

jeden Di+Do 19-21 Uhr

JUGEND & FAMILIE

BIRDS OF PRIDE

www.warmeswiesbaden.de/

jugendgruppe/

Offene Treffen für

LSBT*IQ-Jugendliche im

Alter von 14 bis 27 Jahren

jeden zweiten Do von

18-20 Uhr, Jungbrunnen

- Haus der Jugendorganisationen,

Saalgasse 11.

4

Hebelstraße

20

Kaiserring

8

Goethestraße

Reichs

SPORT

WAWI SPORTS

www.warmeswiesbaden.de/

sportangebote/

Lauftreff: Di 19 Uhr, Kurpark

Wiesbaden, weitere

Fitness-Angebote für

LGBTIQ* & Friends

POLITIK

REFERAT FÜR GLEICH-

GESCHLECHTLICHE

LEBENSWEISEN

www.hsm.hessen.de

Hessisches Ministerium

für Soziales und Integration,

Dostojewskistraße 4,

(0611) 817-0

LSU WIESBADEN

www.lsuhessen.de

Kreisverband der Lesben

und Schwulen in der Union,

Kontakt über stefanloewer@lsu-online.de

MAINZ

Friedrichsplatz

SZENE

BARS

CHAPEAU

www.chapeau-mainz.de

Kleine Langgasse 4, (06131)

223111, tgl. 18 Uhr-open

end, Stimmung bis tief in

die Nacht. Fr + Sa Schnäpschenabend.

Raucherkneipe

SEXSHOPS UND

-KINOS

CITY SEXSHOP

www.sexshop-mainz.de

Große Langgasse, (06131)

220479, Mo-Fr 10-21, Sa

9-21, großes schwules

Sortiment

CRAZY VIDEO SHOW

Dominikanerstr. 5, (06131)

214750, Mo-Sa 9-23,

So 13-23. Gay-Erlebniskino,

8 Programme.

FUNTOY

www.funtoy.de

Frauenlobstr. 14a, (06131)

3276883, Mo-Sa 10-22

Uhr, Erotikshop, Kino/

Gloryhole

Seckenheimer Straße

Schwetzinger Straße

25

kanzler-Müller-Straße

Bassermannstraße

Kolpingstraße

Augustaanlage

RAT & TAT

HIV / STI

AIDSBERATUNG LAND-

KREIS MZ-BINGEN

Große Langgasse 29,

(06131) 693334258, Beratung,

Aufklärung, kostenloser

HIV-Test.

AIDS-HILFE MZ

www.aidshilfemainz.de

Mönchstr. 17, (06131)

222275, Tel. Beratung

Mo 12-17, Di-Do 10-17

und Fr 10-15. Außerdem

betreutes Wohnen und

Präventionsarbeit

COMMUNITY

BAR JEDER SICHT

www.sichtbar-mainz.de

Hintere Bleiche 29,

(06131) 5540165,

Di-Sa 18-o.e., So 16-22.

Kulturzentrum, anonyme

Beratung nach tel. Vereinbarung

(0174) 4985286

oder per Mail beratung@

sichtbar-mainz.de, Gruppentreff

und Kneipe

50 PLUS

www.sichtbar-mainz.de

Hintere Bleiche 29, schwule

Männer und lesbische Frauen

ab 50, Treffen in der Bar jeder

Sicht, Termine online

MAINZ TS

Selbsthilfegruppe für transidente

Menschen, Stammtisch:

4. So, 19 Uhr, Bar

Jeder Sicht, Kontakt über

info@sichtbar-mainz.de.

MEENZELMÄNNER

www.meenzelmaenner.de

Heinrich-Wothe-Str. 2,

(0171) 6840826, Schwullesbischer

Mainz-05-Fanclub

SCHWUGUNTIA

www.schwuguntia.de

PF 3643, Verein für Vielfalt

und Akzeptanz in Mainz,

Veranstalter der Sommerschwüle,

Tanzkurse, Wan-

derungen, Treff: 1.Di,

19:30 Uhr in der Bar

jeder Sicht

FRAUEN

ALLEFRAUENREFERAT

frauenreferat-mainz.de

Jacob-Welder-Weg 18,

(06131) 3924713, Plenum:

Mo 18:30. Ausleihe Mo,

Mi, Do 12-16h, Di 12-19h.

6.000 Bücher und Zeitschriften,

großer Bestand

an Lesbenliteratur

FRAUENZENTRUM

www.frauenzentrummainz.de

Kaiserstr. 59 – 61, (06131)

221263, Feministisches

Zentrum, Beratung, Frauennotruf.

Frauencafé Mi

18-23h. Do 19h Junglesbengruppe,

20h Lesbengruppe.

Lesbische Mütter:

1. Sa 14 Uhr.

NKAL

www.netzwerkkatholischer-lesben.de

PF 2844, Netzwerk

katholischer Lesben

JUGEND & FAMILIE

ILSE MZ

www.ilse.lsvd.de

(06131) 3367075, Initiative

lesbischer und schwuler

Eltern. Treff 3. So.

J.I.M.

www.jugendinmainz.jimdo.com

Jugend in Mainz, Treff für

Jugendliche in der Bar jeder

Sicht, 2.Di 19 Uhr 18-27

Jahre, 4.Mo 18-22 Uhr bis

21 Jahre

SCHWULE VÄTER

www.schwule-vaeter.org/

mainz

(06130) 207261, Treff 4. Di,

18 Uhr in der Bar jeder Sicht

ELTERNGRUPPE

Treff für Eltern von homo-,

bi- und transsexuellen Kindern

in der Bar jeder Sicht,

in ungeraden Monaten am

3.Di 19:30 Uhr

KULTUR

DIE UFERLOSEN

www.uferlose.de

(06131) 235671,

Schwullesbischer Chor.

SPORT

KDO KINDER DES OLYMP

www.kinder-des-olymp.org

Hintere Bleiche 29,

Schwullesbische Sportgruppe:

Badminton, Fußball,

Laufen, Nordic Walking,

Radfahren, Schwimmen,

Volleyball. Stammtisch in

der Bar jeder Sicht.

STUDENTEN / UNI

SCHWULENREFERAT MZ

schwulenreferat-mainz.de

Staudinger Weg 21, (06131)

3926851, Treff und Beratung:

Mi 18 Uhr

MANNHEIM

SZENE

BARS / CAFÈS

BAR2 6

www.facebook.com/

bar2mannheim

T6 19, (0621) 3974270,

Mo-Do 17-0, Fr 17-3,

Sa 18-3, So 14-23, stylishe

Szene-Bar, Kaffee, Cocktails,

gute Drinks, Nichtraucher

CAFÉ LEGENDÄR 21

www.facebook.com/

cafeLegendaer

N7 9, Mo-Do 16-24, Fr+Sa

und vor Feiertagen 16-5,

So + Feiertag geschlossen,

Stimmungsvolle Raucherbar

mit gemischtem Publikum

jeden Alters, direkt am

Wasserturm

CAFÉ SOLO 3

www.facebook.com/

SoloMannheim

U4 15-16, Café-Bar,

So-Do 18-23, Fr+Sa 18-1,

Mo Ruhetag, Terrasse mit

Blick auf den Neckar

CAFÉ KLATSCH 4

www.facebook.com/

CafeKlatschMA

Hebelstr. 3, (0621) 76049737,

Mo-Do 18-1 Uhr, Fr

18- mind.1 Uhr, Sa+So

16-mind.1 Uhr, gemütliches

Theater-Café und legendäre

Party-Location, Live-Events,

Sonntags Kaffeeklatsch

LELLO 8

www.cafe-lello.de

Berliner Str. 17, (0621)

3709000, Di-Do 18-1,

Fr+Sa 18-3, So+Mo Ruhetage.

Italienisches Dolce

Vita in abgefahren-gemütlichem

Ambiente. Exzellente

Weinkarte, mittwochs

hausgemachte Pizza.

FETISCH-BARS

JAILS

www.jails-mannheim.de

Angelstr. 33, (0621),

8544146, Bar- und Cruising-Area

im MS Connexion-Komplex,

wechselnde

Fetisch-Partys, Do ab 17,

Fr+Sa ab 21, So ab 18 Uhr

PARTYLOCATIONS

DISCOTHEK ZWEI 5

www.ponyclub-mannheim.de

T6, 14, (0621) 3974270,

Sa 22-o.e. Neuer Club (ex-

T6/Hans), Sa „Ponyclub“-

Party für Gays and Friends.

MIXED CLUB ACTION 2

www.club-action-disco.de

U5, 13, (0621) 153435,

So-Do 22-5 Uhr, Fr+Sa

22-12 Uhr. tgl. mixed Music

mit wechselnden DJs, am

Wochenende After Hour.

GAYWERK

www.gaywerk.de

Angelstr. 33, Regelmäßige

Mega-Gay-Party im Club

MS Connexion

SAUNEN

ATLANTIS SAUNA

www.atlantis-sauna.de

Wöllnerstr. 10, Ludwigshafen,

(0621) 54590137,

Di-Do 15-24 Uhr, Fr 15-1

Uhr, Sa-So 13-1 Uhr. Gay-

Sauna-Park mit Schwimmbad

u. Garten. Do+Fr FKK-

Tag, Sa Partnertag, 2.+4.

So Bärensauna

GALILEO CITY SAUNA 20

www.galileo-sauna.com

O7, 20, (0621) 1786409,

Mo-Do 13-1, Fr 13 durchgehend

bis Mo früh 1 Uhr „60h

Nonstop“, Spezialtarif für

Youngsters (U26). Nachtsauna

am WE. Massagen:

Mo, Mi, Do 16-21 Uhr


PINK PAGES

49

SEXSHOPS &

-KINOS

CRUISING POINT

www.cruisingpointmannheim.de

Mittelstr. 15, (0621) 36407,

Mo-Fr 12-24, Sa 12-3,

So 15-24. Sexshop, Videoverleih,

Kino und Kabinen.

Kostenloser Kino-Eintritt

für alle unter 25.

STUDIO 7 25

Heinrich-Lanz-Str. 32,

(0621) 449306,

Mo-Fr 11-23, Sa 11-1

(Nachtkino mit gratis

Kaffee und Snacks),

So + Feiertags 14-23 Uhr.

Ältestes Gaykino

BUSINESS

ÄRZTE

ANDREA LANG

www.lang-praxis.de

Diplom-Psychologin. O6,9,

(0621) 43655721,Di+Do

8-9 und 14:30-15 Uhr

BÜCHER

FRAUENBUCHLADEN

XANTHIPPE 12

www.frauenbuchladenxanthippe.de

T3, 4, (0621) 21633, Große

Auswahl lesbischer Bücher,

auch Versand

FINANZEN &

RECHT

RECHTSANWALT

JÜRGEN E. WOLF

www.anwalt-mannheim.de

Deutsche Gasse 20, (0621)

7773670, Fachanwalt für

Arbeits- und Familienrecht

RAT & TAT

HIV / STI

KOSI.MA

www.kosima-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

33939478, Beratung zu

sexuell übertragbaren Infektionen,

Schnelltest kostenlos

und anonym, Gruppe

HIV+NewGeneration,

Präventionsteam

AIDSBERATUNG IM

GESUNDHEITSAMT

R1, 12, (0621) 2932249,

Di 8-12h, Do 14-18h, HIV-,

Hepatitis- und Syphilis-

Tests anonym und kostenlos

AIDSBERATUNG,

GESUNDHEITSAMT HD

Kurfürstenanlage 38-40,

Heidelberg, (06221)

5221820, Beratung zu Aids

und sexuell übertragbaren

Infektionen, HIV-Test

kostenlos und anonym

AIDSHILFE AK LU

www.checkpointludwigshafen.com

Frankenthaler Str. 71,

Ludwigshafen, (0621)

68567521, Anonyme

Beratung unter (0621)

68567514.

AIDSHILFE HD

www.aidshilfe-heidelberg.de

Rohrbacher Str. 22, Heidelberg,

(06221) 19411,

Telefonberatung: Mo 10-14

Uhr, Di 14-16 Uhr, Mi 16-18

Uhr, Checkpoint: Anmeldung

über Aids-Beratung

Gesundheitsamt HD

ARBEIT & BERUF

VK RHEIN-NECKAR

www.vk-online.de

Netzwerk schwuler

Führungskräfte und Selbständiger,

Regionalgruppe

Rhein-Neckar, regelmäßiger

Stammtisch in Mannheim,

rhein-neckar@vk-online.de

BERATUNG

PLUS BERATUNG

www.plus-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

3362110, Psycholog. Lesben-

u. Schwulenberatung,

kostenl. Jugendberatung,

Gipfelstürmer (schwule

Jugendgruppe) Mo 18 Uhr,),

JuLe (junge Lesben,

Do 18 Uhr). Weitere Angebote

und Selbsthilfegruppen

siehe Homepage

COMMUNITY

CSD RHEIN NECKAR E.V.

www.csd-rhein-neckar.de

M2, 1, (0621) 21755,

CSD-Parade- und CSD-

Fest-Organisation

GAY & GREY

Gruppe für ältere junggebliebene

Schwule in

Mannheim / Ludwigshafen

/ Heidelberg. Treff: zwei Mal

im Monat, Infos über

gay.and.grey@web.de

KOORDINATIONSSTELLE

LSBTIQ+ HD

www.heidelberg.de/lsbtiq

Bergheimer Str. 69, Heidelberg,

(06221) 58-15225,

städtische Stelle zur

Stärkung von Akzeptanz

und gleichen Rechten von

LSBTIQ* in Heidelberg,

Kontakt: Marius Emmerich

lsbtiq@heidelberg.de

LSBTI-BEAUFTRAGUNG

www.mannheim.de/lsbti

Rathaus E5, (0621)

293-2004 und 293-

2003, städtische Stelle

für LSBTI-Themen,

Ansprechpartner*innen:

Margret Göth, Sören Landmann.

OFFENES NETZWERK

LSBTTIQ

www.schlimm-online.de

Überparteiliche Plattform

von Vertreter*innen der

LSBTTIQ-Community

Mannheim (ehemals

SchLIMm)

ROSA KEHLCHEN

www.rosakehlchen.de

PF 12 05 11, 69067 Heidelberg,

Schwuler Chor, Probe:

Mo, 19:30, Kulturzentrum

Mannheim-Käfertal

FRAUEN

LESBENRING

www.lesbenring.de

Postfach 11 02 14, Heidelberg,

(0441) 2097137,

Dachverband für lesbische

Frauen, Lesbengruppen

und Organisationen.

JUGEND & FAMILIE

ILSE RHEIN-NECKAR

www.ilserheinneckar.

wordpress.com

Initiative lesbisch-schwuler

Eltern

KIRCHE & GLAUBE

HUK KURPFALZ

www.huk.org

Homosexuelle und Kirche,

Regionalgruppe Kurpfalz

SPORT

MVD

www.mvd-mannheim.de

gegründet als „Mannemer

Volley Dolls“ bietet der

Verein Menschen der

LSBTT*IQ-Community in

der Rhein-Neckar Region

eine sportliche Heimat.

Abteilungen: Asian Sports,

Badminton, Fitness, Fußball,

Schwimmen, Volleyball

STUDENTEN / UNI

QUEER IM SCHLOSS

www.queerimschloss.

uni-mannheim.de

L9, 7, (0621) 1813380,

SchwuLesBische und

transidente AStA-Gruppe

VORLIEBEN &

FETISCH

LUG MANNHEIM

www.lugman.de

Postfach 102117, (0621)

1221765, Leder-Uniform-

Gummi-Club

RUBCLUB

www.rubclub.de

Gustav-Seitz-Str. 4, (0172)

7334444, Fetischgruppe,

Schwerpunkt Gummi.

Regelmäßige Fetischpartys

in Karlsruhe und Berlin

DARMSTADT

BUSINESS

BEAUTY

HAIRLOUNGE BY EDDY

Bismarckstr. 21, Lengfeld,

(06162) 72339

BÜCHER

LESEZEICHEN

www.lesezeichendarmstadt.de

Liebfrauenstr. 69

SZENE

BARS

3KLANG

www.3klang-bar.de

Riegerplatz 3, (06151)

6698847, Mo 18-24, Di-Sa

10-1, So 10-24. Szene-Bar,

bunt gemischtes Publikum.

Tgl. Frühstück bis 15 Uhr.

So 10-15 Frühstücksbüffet

(Reservierung erbeten).

KULTUR

RADIO

GANZ SCHÖN QUEER

www.radiodarmstadt.de

(06151) 87000, Schwullesbisches

Radiomagazin,

1. Mo 18-20 Uhr auf Radio

Darmstadt, UKW 103,4

(Antenne) oder 99,85

(Kabel)

RAT & TAT

HIV / STI

AIDSHILFE

DARMSTADT E.V.

Elisabethenstr. 45, (06151)

28073, Beratung: Mo, Di,

Do 9-17 Uhr, Mi 13-17 Uhr,

Fr 9-15 Uhr

COMMUNITY

QUEERES ZENTRUM

www.vielbunt.org/queereszentrum-darmstadt

In der Oetinger Villa,

Kranichsteiner Str. 81,

zwangloses Beisammensein

für queere Jugendliche

von 14 bis 27 Jahren, Di,

Do+Fr 16-20 Uhr, Kontakt:

jugend@vielbunt.org

VIELBUNT

www.vielbunt.org

Kranichsteiner Str. 81,

Queeres Zentrum Darmstadt,

Veranstalter des CSD,

der Party „Schrill & Laut“,

Jugend- und Beratungsangebote

u.v.m.

FRAUEN

FRAUENKULTURZEN-

TRUM

www.frauenkulturzentrumdarmstadt.de

Emilstr. 10 in der Kyritzschule,

(06151) 714952,

2. So 10:30-13 Uhr Frauenfrühstück;

letzter Sa 21 Uhr

Frauendisco „tanzbar“

KIRCHE & GLAUBE

HUK DARMSTADT

www.huk.org

Homosexuelle und Kirche

Regionalgruppe Darmstadt,

Treff: Das Offene Haus,

Rheinstr. 31

STUTTGART

SZENE

BARS / CAFÉS

JAKOBSTUBE

www.jakobstube.de

Jakobstr. 6, (0711)

2238995, Nachtcafe. Tgl.

18-6. tgl. ab 21 Uhr Karaoke

MONROES

www.cafe-monroes.de

Schulstr. 3, (0711)

2262770, Rustikalromantisches

Ambiente

und schöne Terrasse.

Mo 19-22 Happy Hour,

Di 22 Karaoke

RUBENS HOME

www.rubens-home.de

Geißstr. 13, (0711)

5532305, So-Do 9:30-2,

Fr+Sa 9:30-3. Christaas

glamouröse Event-Bar jetzt

auf zwei Etagen

TOM’S BAR

www.facebook.com/

Toms.Bar.Stuttgart

Pfarrstr. 13, Di-Sa 17-1,

neue Bar der Stuttgarter

Szene-Legende Laura

Halding-Hoppenheit

FETISCH-BARS

EAGLE

www.eagle-stuttgart.com

Mozartstr. 51, (0711)

6406183, Di 20-1, Fr

21-2, Sa 21-2, Lederbar,

Clublokal des LC Stuttgart

K29

www.gaykeller.de

Blumenstr. 29,

(0711) 2333323,

Ex-“Treffpunkt Kellergewölbe”

mit zahlreichen

Spielmöglichkeiten

PARTYLOCATIONS

KC KINGS CLUB

www.kingsclub-stuttgart.de

(0711) 2264558, King’s

Club im Exil: Während der

Renovierung der Original-

Location befindet sich Lauras

Club übergangsweise in

der Torstr. 15

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50 HOROSKOP

HOMOSKOP

Geburtstagskind des Monats:

PEDRO ALMODÓVAR, 25.9.1049

Der spanische Regisseur gilt als einer der bekanntesten seines Landes. Neben

hysterischen Frauenfiguren, Sex, Drogen und urbanem Leben in Madrid spielten

immer auch Lesben, Schwule und vor allem Trans*-Personen gleichberechtigte

Rollen in seinen Filmen. Aus dieser Haltung heraus möchte Almodóvar selbst

auch nicht als „schwuler Regisseur“ kategorisiert werden. *bjö

September 2021

VON BENJAMIN HOFMANN

FOTO: GEORGES BIARD

JUNGFRAU

24. AUGUST – 23. SEPTEMBER

Ein Spaziergang durch den

goldenen Spätsommerwald kann helfen,

deine Gedanken von blockierendem

Ballast zu befreien. Überstürze nichts und

lass das Herz entscheiden, ob und wann

du bereit bist, neue Ideen umzusetzen.

WAAGE

24. SEPTEMBER – 23. OKTOBER

Unter dem starken Einfluss von

Merkur schwingst du dich zu taktischen

Höhenflügen auf. Ob im privaten oder beruflichen

Umfeld: Probleme meisterst du

klug, maßvoll und weitsichtig, was dir die

Wertschätzung aller Beteiligten einbringt.

SKORPION

24. OKTOBER – 22. NOVEMBER

Dein Arbeitsberg wächst nicht,

schrumpft aber auch nicht, was unbefriedigend

ist. Du brauchst viel Achtsamkeit

und Empathie für dich und andere, um

Missverständnissen aus dem Weg zu

gehen und fair zu bleiben.

SCHÜTZE

23. NOVEMBER – 21. DEZEMBER

Während du Anfang September

am liebsten den Kram hinschmeißen und

nach Nimmerland fliegen möchtest, wird

dir bald klar, dass dir dein Lebenskonzept

doch noch immer lieb und teuer ist, so

dass sich mancher Frust auch lohnen kann.

STEINBOCK

22. DEZEMBER – 20. JANUAR

Um dich herrscht eine gewisse

Mürrischkeit, aber du drehst voll auf.

Deine positive Ausstrahlung macht dich

zur Zielscheibe der Aufmerksamkeit.

Obacht: Amor könnte mit seinem Pfeil

genau ins Schwarze treffen!

WASSERMANN

21. JANUAR – 19. FEBRUAR

Du startest dynamisch in den

Monat, das bietet viel Gelegenheit

für spätsommerliche Aktivitäten im

Freundes- und Familienkreis. Ende

September bündelst du mühelos deine

Power im Job für ein wichtiges Projekt.

FISCHE

20. FEBRUAR – 20. MÄRZ

Dass die Last der Welt nicht

allein auf deinen Schultern ruht, weißt

du selbst. Versuche im Alltag ein wenig

Kontrolle und Verantwortung abzugeben,

das reduziert Stress und stärkt

deine Beziehungen im privaten Umfeld.

WIDDER

21. MÄRZ – 20. APRIL

Wechselhaft wie der Herbst

zeigt sich die Venus: Streit und Versöhnung

liegen im September nah

beieinander. Mit Fingerspitzengefühl und

viel Diplomatie ziehen heißkalte Regengüsse

jedoch schnell vorüber.

STIER

21. APRIL – 20. MAI

Auch in der Chef*innen-Etage

wird dein verlässlicher Arbeitseinsatz

bemerkt! Mit Selbstbewusstsein und

guten Ideen ausgestattet ist die Zeit

ideal für ein Gespräch, um deine beruflichen

Chancen weiter auszuloten.

ZWILLINGE

21. MAI – 21. JUNI

Kürzere Tage, erstes Herbstlaub:

Das ist die Zeit, in der Zwillinge wieder

lauschige Abende daheim schätzen

lernen. Die müssen ja nicht allein

verbracht werden, sind aber so oder so

kraftvolle Oasen der Entspannung.

KREBS

22. JUNI – 22. JULI

Ein rückläufiger Mars kündet

den Krebsen an, dass ein baldiger Motivations-

und Energieknick ansteht. Eine

ideale Gelegenheit, dem durch gezielte

Entspannung und ein, zwei freie Tage

vorzubeugen.

LÖWE

23. JULI – 23. AUGUST

Melancholie macht sich breit, du

fühlst dich ausgebrannt. Stimuliere deine

Kreativität, etwa durch das Wiederaufleben

eines handwerklichen Hobbies

oder eine herbstliche Deko-Aktion in den

heimischen vier Wänden.

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Musik

NACHGEFRAGT

MARK FORSTER:

„Ich haderte ein wenig“

Im Grunde ist Mark Forster

ein wandelnder Widerspruch.

Auf der einen Seite lässt

er seine Fans in den Songs

seines Albums „Musketiere“

ganz nah an sich heran, andererseits

beantwortet der Sänger in Interviews

grundsätzlich keine Fragen nach seiner

Partnerin oder seinem Familienstand.

„Obwohl ich keine Lust habe, bei

Frauke Ludowig zu sitzen oder meine

Küche zu zeigen“, erläutert er, „möchte

ich trotzdem absolut barrierefrei Musik

machen.“

Wer also in seinen Liedern genau

hinhört, realisiert ziemlich schnell: Der

38-Jährige scheint privat tatsächlich

angekommen zu sein. In der Pianoballade

„Daheim“ heißt es: „Freiheit

ist Frieden.“ Diese Zeile, sagt der

Wahlberliner, hätte auch der Songtitel

sein können: „Ich bin ein sehr freiheitsliebender

Typ und habe immer in der

Ferne mein Glück gesucht. Meine neue

Erkenntnis ist: Man kann Freiheit in sich

selber finden – indem man Frieden und

ein Zuhause findet.“

Ohne Zweifel genießt Mark Forster dieses

Lebensgefühl nun in vollen Zügen.

Er ist mit sich im Reinen, deswegen

8 CELLIST*INNEN &

EINE EINZIGARTIGE

STIMME

IMANY

VOODOO CELLO

ALBUM-RELEASE 03.09.21

DIGITAL & ALS CD

AUF TOUR

27.03.2022

BERLIN | Admiralspalast

28.03.2022

FRANKFURT | Alte Oper

29.03.2022

HAMBURG | Laeiszhalle

imanymusic.com


warf ihn die Coronakrise nicht komplett

aus der Bahn. Er holte halt für sich das

Beste aus dieser diffizilen Phase heraus.

Als Künstler ebenso wie als Mensch.

Weil die Lockdowns seine Konzertpläne

durchkreuzten, nahm er alternativ ein

Album auf. Und erkämpfte sich abseits

des Rampenlichts ein Stück Normalität.

„Ich bin fast zehn Jahre ständig getourt

und hätte freiwillig nie so eine lange

Pause gemacht“, räumt er ein. „Dabei

hat es mir wirklich gutgetan, endlich mal

über einen langen Zeitraum zu Hause zu

sein.“

Offenbar profitiert Mark Forster in

Sachen Liebe ebenfalls von dieser

Beständigkeit. „Heute, morgen und

übermorgen / An deiner Seite will ich

sein“, singt er in „Übermorgen“: „In

diesem Lied steckt ein bisschen Münchener

Freiheit, aber auch ein bisschen

Alphaville.“ Die Band aus Münster

stand vor allem bei der Musik Pate, die

Synthesizerklänge schlagen einen Bogen

zu den Achtzigern.

Den richtigen Sound zu finden, das war

für Mark Forster dieses Mal gar nicht so

leicht: „Ich haderte ein wenig mit der

Deutschpop-Welt. Irgendwie hatte ich

das Gefühl, dass sich da viele Sachen

wiederholt haben.“ In der Konsequenz

entschied der Sohn einer Polin und eines

Deutschen, sich neu auszuprobieren.

Mit einigen Gästen. Für das groovige

„Drei Uhr nachts“ steht ihm die Sängerin

Lea als Duettpartnerin zur Seite. „Kein

Feature ist zum Selbstzweck auf der

Platte“, stellt Mark Forster klar. „Alle

erfüllen eine ganz wichtige Rolle.“ Für

„Willst du mich“, das auf den Dancefloor

lockt, engagierte er mit Bedacht Mathea:

„Ich brauchte einfach eine Protagonistin,

die auf das antwortet, was ich erzähle.

Deshalb schildert Mathea die Dinge aus

der Sicht der Frau.“

Außerdem verstärken zwei recht

unterschiedliche Produzententeams

Mark Forster. Kitschkrieg machten

sich durch ihre Zusammenarbeit mit

Trettmann oder Peter Fox einen Namen

und verschreiben sich dem urbanen

Deutschrap. Sie veredeln „Leichtsinn“

mit lässigen Beats. Vize lieben dagegen

Slap House, daran lässt der Titel „Bist

du okay“ nicht den geringsten Zweifel.

„Der harte Techno symbolisiert für mich

Musik

etwas“, erklärt Mark Forster. „Er ist wie

ein Kampf mit sich selbst, ein Pochen

im Kopf.“ So liegen Musik und Inhalt auf

einer Wellenlänge. „Bist du okay“ handelt

nämlich von einer Person, die depressiv

ist. Sicher war es kein Zufall, dass dieser

Song aus der Coronazeit hervorging:

„Wer schon einen Hang zur Depression

hatte, wurde durch das pandemiebedingte

Alleinsein wahrscheinlich noch

ein paar Meter zurückgeworfen.

“Dagmar Leischow

Album out on Sept 24th 2021

The first album by LA top songwriter Wrabel featuring

the singles „nothing but the love“, „back to back (feat.

Eurovision winner Duncan Laurence)“ and „good“.

Wrabel’s co-writing/performance credits include

P!nk, Backstreet Boys, Ellie Goulding, Celeste,

Adam Lambert, Klingande, Marshmello,

Louis the Child a.o. His song “The Village”

has become an LGBTQ+ anthem.


Musik

NACHGEFRAGT

MELISSA

ETHERIDGE:

„Ich war nicht

immer treu“

„One Way Out“ ist zwar ein

neues Album der 60 Jahre

jungen Melissa Etheridge. Die Songs

allerdings sind halb so alt wie die

Musikerin selbst und klingen dementsprechend

ungestüm und wild.

Ein kurzes Telefonat.

„Hallo, hier ist Melissa“, meldet sich Melissa

Etheridge aus Los Angeles am Telefon. Sie

ist keine Frau der langen Umschweife „Die

Musik hat mir in den zurückliegenden ein

bis zwei Jahren geholfen, gesund zu bleiben“,

sagt sie gleich zu Beginn. „Ich wüsste

nicht, was ich hätte tun sollen oder was aus

mir geworden wäre, hätte ich nicht meine

Gitarre, meine Songs und meine Stimme

gehabt.“ Bis zu fünf Mal pro Woche trat sie

in der Phase der tiefen Corona-Tristesse

in ihrer Garage auf, unterstützt einzig und

allein von ihrer Frau Linda Wallem.

Die Pandemie war schon hart genug, doch

Etheridge (60) musste außerdem einen

persönlichen Schicksalsschlag verkraften.

Ihr Sohn Beckett, den sie mit ihrer Ex-Frau

Julie Cypher bekam und dessen leiblicher

Vater David Crosby war, starb mit 21 Jahren

an den Folgen einer Tablettensucht. Neue

Lieder habe sie Veröffentlichung ihres

jüngsten Studioalbums „The Medicine

Show“ unter den Umständen nicht

geschrieben. Dass mit „One Way Out“

jetzt dennoch ein neues Werk erscheint,

verdankt Melissa ihrem Archivierungs- und

Aufräumtrieb. Etheridge wühlte sich nach

und nach durch ihr bestens bestücktes

Archiv und förderte jene neun Songs

zutage, die sich wirklich top anhören.

Knusprig und wild, richtig schön rockig. Bei

„Save Myself“ zum Beispiel meint man, Tina

Turner rauszuhören, und dann natürlich

auch noch die Stones, und zwar in Form

des „Sympathy For the Devil“-Hu-Hus,

minimal variiert. Der Titelsong ist einfach

total knackig, „As Cool As You Try“ ist

ein rockharmonischer Song, den man

früher, als die Sender solche Musik noch

spielten, als Radiohit bezeichnet hätte.

„For The Last Time“ ist ein richtig schöner

Bluessong, „Wild Wild Wild“ verträumt

melancholisch und stimmlich stark, und die

Midtempo-Nummer „I’m No Angel Myself“

textlich keck. „In dem Song beschreibe ich

das Treffen mit einer alten Freundin, die

mit meiner damaligen Lebensgefährtin

geschlafen hat. Und ich stelle fest, dass

auch sie unter Beziehungsproblemen leidet,

und zwar heftigen.“ An dieser Stelle lacht

Etheridge. Das Lachen wird noch lauter, als

sie sagt: „Aber keine Sorge, auch ich war bei

weitem nicht immer treu.“

Man fragt sich natürlich, warum diese Lieder

nicht damals schon rausgekommen sind, als

Melissa sie geschrieben hat, in den späten

Achtzigern und frühen Neunzigern nämlich,

schon nach ihrem Debüt, aber noch vor

dem ganz großen Mainstreamerfolg mit

dem „Yes I Am“-Album 1993. Die Antwort:

„Ich dachte, die Songs wären zu ihrer Zeit

etwas zu forsch und direkt gewesen. Ich

war persönlich noch nicht so weit.“ Was

Melissa meint: Die Lieder erzählen von

lesbischer Liebe, doch sie selbst hatte sich

noch nicht geoutet, das geschah erst parallel

zu „Yes I Am“. Seitdem freilich ist Melissa

Etheridge, die sich nach mühsamem Beginn

als Bar- und Kleinclubsängerin mit zeitlosen

Hits wie „Come to My Window“ und „Like

the Way I Do“ zeitweise in die Riege der

Stadionrockerinnen emporgekämpft hatte,

eine unvermindert unerschrockene Ikone

der LGBTQ-Bewegung sowie eine Aktivistin

für linke Politik, Klima- und Tierschutz sowie

die medizinische Nutzung von Cannabis.

„Ich denke, ich habe das alles ganz gut

hinbekommen“, fasst sie ihr Schaffen

zusammen. „Als ich mein Coming Out

hatte, gab es kaum offen Homosexuelle

in der Rock- und Popmusik. Heute hebt

niemand mehr eine Augenbraue, wenn sich

jemand dazu bekennt, queer zu sein. Wenn

du möchtest, kannst du mich gerne eine

Pionierin nennen. Ich bin definitiv stolz und

dankbar, hunderttausenden von Menschen

den Mut gegeben zu haben, offen und

angstfrei als diejenigen zu leben, die sie

sind.“ *Interview: Steffen Rüth


Musik

POP

CLUESO „Album“

Hip-Hop? Pop? Die musikalische

Neuausrichtung von Clueso zeigte

sich bereits in den letzten Jahren, in

denen er ohne Scheuklappen oder

Distinktionsgehabe Songs mit Capital Bra

oder Majan produzierte, immer neugierig

auf neue Stile, neue KünstlerInnen und

Weiterentwicklung. Und so wird auch sein

Album mit dem programmatischen Titel

„ALBUM“, welches am 1. Oktober über

Epic Germany erscheint, wieder mit vielen

Überraschungen aufwarten und unter

Beweis stellen, dass Clueso auch nach

25 Jahren Karriere zu einem der spannendsten

und progressivsten Künstlern

Deutschlands gehört.

POP

Laura Mvula: „Pink Noise“

Aufgewachsen in einem kulturell

bildungsbürgerlich stimulierenden Umfeld

(„Als Kind habe ich schon Piano und Violine

gespielt, und das sogar wirklich gerne“) hat

Mvula die 1980er naturgemäß nur bedingt

in Echtzeit kennengelernt. „Aber sobald

ich mit dem prallen Pop der Dekade in

Berührung kam, habe ich ihn geliebt.“ Man

hört die Prägung ihrem dritten Album auf

grandiose Weise an. Jetzt scheint Laura

Mvula nicht nur heller als je zuvor, sondern

auch: Pretty in Pink. *S. Rüth

FOTO: M. RÄDEL

HOUSE

MAJESTIC X Boney M.

1975 gegründet, 1985/86

aufgelöst, dazwischen nonstop

Hits wie „Daddy Cool“, „Sunny“,

„Gotta Go Home“ sowie „Malaika“,

„Rivers of Babylon“ und „Felicidad

(Margherita)“. Das Projekt bestand

aus zwei wirklichen Sängerinnen (Liz

und Marcia), einem Tänzer (Bobby),

Frank Farians Stimme, einem Model

(Maizie) – und zwischen 1982 und

1986 noch aus einem zusätzlichen

Sänger (Reggie, er sang unter

anderem den Welthit „Kalimba De

Luna“). Heute touren noch einige

Revival-Bands erfolgreich um die

Welt, auch schaffen es Remixe und

Compilations immer wieder in die

Charts – fast jedes Jahr zum Beispiel

ihr Weihnachtsgospel „Mary’s Boy

Child/Oh My Lord“. 2021 landete ein

Remake von „Rasputin“ auf Platz 1

vieler Charts – unser Tipp! *rä


Musik

FOTO: EUGENIO RECUENCO

NACHGEFRAGT

Pop mit anderen Mitteln:

IMANY

Natürlich ist es gewagt, wenn

man seinen großen Erfolg mit

einem Dance-Remix hatte – dem

Hit „Don‘t Be So Shy“ von 2015, der

es mittlerweile auf über eine Milliarde

Aufrufe bringt – und sich nun auf

das Cello als Basis für neue Lieder

beschränkt.

Gleichzeitig sagt es viel darüber aus, mit

welchem Selbstbewusstsein Imany ihren

Weg geht. Weil es für sie ganz normal zu

sein scheint, Widerstände als Herausforderung

anzusehen und sich davon nicht aufhalten

zu lassen. „Da ich es geschafft habe,

Mutter zu werden, ohne meine Arbeit zu

vernachlässigen, beschloss ich, nicht mehr

zu zweifeln. Das heilige weibliche Feuer zu

akzeptieren, nicht als eine dominierende

Kraft, sondern als eine, auf die man bauen

kann. Was zählt, ist das, was Sinn macht.

Und es gibt nichts, was eine Frau nicht

tun kann.“ Was sie uns also auf „Voodoo

Cello“ präsentiert, entspricht ihr deshalb

– nach eigener Aussage – so viel mehr als

stampfende Klubbeats. Schon ihre ersten

beiden Alben schielten nicht in Richtung

Tanzfläche und so ist es nur konsequent,

dass auch die neuen Lieder allesamt subtile,

sinnliche Arrangements voller Gefühl und

Intensität sind. Doch dieses Mal werden sie

ausschließlich von acht Cellist*innen und

Imanys Stimme getragen. Auf den ersten

Blick klingt das nach einer gewagten Idee,

doch dieses Instrument hat die Fähigkeit

vieles auszudrücken – es kann ebenso kratzig

wie sanft, aggressiv oder einschmeichelt

klingen. Erst dadurch wird auch die eher

ordinäre Idee, ein Coveralbum aufzunehmen,

plötzlich zu einem lohnenden Projekt.

„Manchmal hat man den Eindruck, es sind

Blechblasinstrumente oder E-Gitarren … Als

würden sie herumgeistern.“

Natürlich steht und fällt ein solches

Album mit der Auswahl der zu covernden

Lieder. Es geht nicht nur um Bandbreite

und Vielfalt, sondern ebenso darum, alles

sinnvoll zusammenfinden zu lassen – zum

Beispiel die regelrecht brutale Version von

Blacks „Wonderful Life“ einer zärtlichen

und gutgelaunten Interpretation von Elton

Johns „I‘m Still Standing“ gegenüberzustellen.

Gerade so, als wären alle Songs schon

immer dafür vorgesehen gewesen, auf

einem Album zu erscheinen. Überhaupt –

auch wenn die Arrangements oft ziemlich

dramatisch und ernst klingen, zeigt sich in

der Zusammenstellung auch die Lockerheit

und der Humor des Projektes. Es grenzt ja

schon fast an Frechheit, „Total Eclipse of

the Heart“ auf diese Art neu aufzunehmen

und damit durchzukommen. Dazu gibt

es dann noch ebenso Madonnas „Like

a Virgin“ (ganz verträumt) wie „All the

Things She Said“ von TaTu (kantig), um

alles mit einem klassischen Ed Sheeran

abzuschmecken. Und sogar den oft (und

oft auch zu Recht) gescholtenen Imagine

Dragons wird neues Leben gegeben. „Es

ist alles ein bisschen verrückt!“, gibt Imany

gerne zu und erklärt: „Die Produktion ist

sehr komplex: acht identische Instrumente,

das ist technisch ziemlich aufwendig.“ Trotz

dieser Beschränkung wird es nicht einen

Moment langweilig: „Voodoo Cello“ ist Pop

mit anderen Mitteln.

Dass sie diesen besonderen Weg einschlug,

hatte übrigens viel damit zu tun, dass sie

seit ihrem letzten Projekt neue Extreme

des Lebens kennenlernte: das Glück und

die Intensität Mutter zu werden, ebenso

wie ein Burnout mit allen Konsequenzen

zu erleiden. Ihr Leben änderte sich, doch

anstatt zu versuchen, den alten Status Quo

wiederherzustellen, ließ sie sich darauf ein,

eine neue Herangehensweise zu finden.

Und genau das ist es, was dieses Coveralbum

zu einem Ereignis macht. *fis


UNDERGROUND

Keye Katcher:

„Wir alle Eins“

Seine aktuelle Single „It’s Gonna Be Good“

ist eine kleine Hymne! Keye Katcher ruft

in diesem Lied dazu auf, sich gemeinsam

zu unterstützen. „In guten Zeiten und vor

allem in ‚bad times‘ – wir sind Mensch und

stehen für uns ein“. Der queere Gassenhauer

wurde in einer Zeit geschrieben,

in der nicht nur der Berliner Künstler,

sondern wir alle viel positive Energie dringend

brauchen. Ende vergangenen Jahres

entstanden die ersten Skizzen, die Keye

auch damals schon ein Stück weit aus

dem tristen Pandemie-Blues holten und

ihm selbst eine optimistische Einstellung

für 2021 brachten. Für Oktober ist seine

EP „Wir alle Eins“ geplant.

KULT

Barbras Geheimtipps

und ein

Duett mit Kermit

Kein Scherz, die legendäre Musikerin

präsentiert auf ihrem neuen Album

„Release Me 2“ neben Hochkarätern

wie Barry Gibb (von den Bee Gees)

auch die grüne „The Muppet Show“-

Kultfigur, den grünen Frosch. Und das

beweist Barbras Sinn für Humor!

TIPP

DRANGSAL

„Exit Strategy“

Musik

Sein neues Album ist das Dokument

eines gereiften Künstlers. Drangsal

hat noch nie so frei musiziert und

so wandlungsreich gesungen wie

hier, und er hat auch noch nie so

wagemutig und schillernd getextet:

von der Gegenwart zurück in die

deutsche Romantik und wieder voran

bis zum restringierten Code der

Generation Z. „Exit Strategy“ ist reich

an Facetten, aber — das ist das Tolle

daran — es ist dabei nicht beliebig:

Alles passt aneinander, jede noch so

abseitig scheinende musikalische oder

lyrische Volte fügt sich bruchlos in ein

großes Bild.

FOTO: VIDEO.SIREN

„Release Me 2“ ist ein sehr abwechslungsreiches

und sehr, sehr interessantes

Album, findet man hier eben nicht

weltbekannte Klassiker wie „Tell Him“

mit Céline Dion oder „Woman in Love“

(mit den Bee Gees im Chor), sondern

Lieder, die bisher nicht erschienen

waren oder nur irgendwo mal zu hören

gewesen sind. Aber Barbra Streisand

sind sie wichtig – und das ist auch gut

so, denn jetzt können wir sie endlich

hören. „Release Me 2“ erscheint auf

CD, Vinyl und natürlich digital. *rä

DAS NEUE ALBUM

OUT NOW!

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Musik

INTERVIEW

WRABEL:

„Mein Coming-out war quälend“

FOTO: JAZZ ALALI

Stephen Wrabels Stern funkelnde

lange im Verborgenen. Jetzt veröffentlicht

der Pop-Singer/Songwriter nach

vier EPs sein erstes komplettes Album

„These Words Are All for You“.

„Ausnahmslos alle meine Songs kommen

aus der Tiefe meines Herzens“, erzählt

Wrabel via Zoom. „Wenn dir jemand sagt „Tut

mir leid, aber es fühlt sich nicht so passend

an für uns, was du da geschrieben hast“,

dann war das jedes Mal ein Stich ins Herz.

Ich bin in meiner Karriere und in meinem

Leben nicht selten verletzt worden. Aber

hier bin ich. Und hier bleibe ich jetzt auch.“

Der Weg bis hierher war kein einfacher für

Stephen Wrabel, 32, aus Los Angeles. Zwei

fertige Alben landeten im Giftschrank der

Plattenindustrie, er litt lange unter der einschneidenden

Trennung von seinem ersten

richtigen Freund, und noch dazu schleppte

er lange ein Alkoholproblem mit sich herum.

Seit sechs Jahren lebt er abstinent. Und

jetzt ist er endlich gekommen, der Moment,

in dem aus Wrabel, dem ewigen Talent und

nicht eingelöstem Versprechen endlich Wrabel,

der funkelnde Popstar wird. Auf seinem

Debütalbum „These Words Are All for You“

nimmt er uns mit in seine Welt. Und die

besteht aus epischen Refrains, schillernden

Arrangements, aus dramatischen Popballaden

und ganz kleinen, traurigen Songs wie

„Pale Blue Dot“. Aber auch aus euphorischen

Liebesbekundungen im Stil der aktuellen

Single „Nothing But Love“. „Einige der

Songs auf meiner Platte, etwa „Love Is Not

a Simple Thing to Lose“, sind schon fast

zehn Jahre alt. Aber ‚Nothing But Love“ war

das finale Mosaiksteinchen. Ich wollte die

Tatsache, dass ich glücklich verliebt bin,

in breiten, fetten Buchstaben auf diesem

Album in die Welt hinausposaunen.“

Wrabel kommt aus Houston in Texas. Seit

zehn Jahre lebt er in Los Angeles. Er ist

offen schwul und hat sein eigenes Label

„Big Gay Records“ getauft. Ein Statement.

„Meine sexuelle Identität ist ein großer Teil

von mir, und sie ist somit auch ein großer

Teil von dem, was ich kreiere. Auf diesem

Album schaue ich mir die Welt durch

meine eigene Linse an. Natürlich wünsche

ich mir, dass sich alle

mit diesen Liedern

verbunden fühlen, die

jemals verliebt, verlassen,

himmelhoch glücklich

oder am Boden betrübt

waren. Aber ich versuche,

die Gay-Community

so gut ich kann zu

vertreten, und ich gehe

echt offenherzig mit den

Erfahrungen um, die ich

durchgemacht habe.

Mein Anliegen ist, dass sich niemand allein

fühlt, völlig gleichgültig, wer er ist, wen sie

liebt, wie er oder sie sich identifiziert.“

Wrabel selbst wusste mit zehn, dass er

auf Jungs steht, hielt seine Sexualität aber

privat, bis er Anfang, Mitte 20 und nach

LA gezogen war, um dort seinen Fuß in die

Musikbranche zu bekommen. „Ich wuchs

in der Kirche auf. Ich bin gläubig, und ich

komme aus einer gläubigen Familie. Mir

wurde beigebracht, dass es unnatürlich

und sogar böse ist, homosexuell zu sein.

Heute kann ich zurückschauen und mich

an meine Jugend erinnern, ohne in Tränen

auszubrechen. Ich weiß, wie es ist, im

Versteck zu sitzen und zu denken ‚Etwas ist

fundamental falsch mit mir‘. Mein Comingout

war langsam und quälend. Bis ich 20

war, konnte ich nicht mal laut zu mir selbst

sagen, dass ich schwul bin.“

Zur Musik findet Wrabel, als er mit 15

das Album „Strange And Beautiful“ von

Aqualung alias Matt Hales für sich entdeckt.

„Diese Platte war mein sicherer Zufluchtsort

und meine Rettung. Nie zuvor oder danach

habe ich Musik gehört,

die mich so berührte.“

Inzwischen ist er mit

Hales befreundet,

aber auch mit Kesha

oder Pink, die beide

schon den einen oder

anderen seiner sensiblen,

wunderbaren Songs

eingekauft und aufgenommen

haben. Wrabels

bis zum Album größter

Erfolg aber war der 2017

veröffentlichte Song „The Village“ über

einen Teenager, der im falschen Geschlecht

lebt. Ich schrieb „The Village“, nachdem

ich auf meiner ersten Tour zwei Transkids

kennengelernt hatte. Meine ersten Fans!

Dieser Song bedeutet mir wirklich extrem

viel. Ich kenne Leute, die „The Village“ ihren

Eltern oder Großeltern vorgespielt, um ihnen

mitzuteilen, wozu ihnen bis dahin die Worte

gefehlt hatten.“

*Interview: Steffen Rüth


Musik

POP

„Neues“ von den SUGABABES

Die legendäre Girlgroup,

die mit den

meisten Hits, der 2000er

meldet sich zurück: die 1998

gegründeten Sugababes.

Sie waren ein Pop-Trio mit

vielen Umbesetzungen.

Siobhan (Bild oben rechts)

ging 2001 nach dem ersten

Album (Hits waren unter

anderem „Run for Cover“ und „Overload“), Heidi kam – und

mit ihr der ganz große Durchbruch, etwa mit „Hole in

the Head“, „Push the Button“ und „Round Round“. 2006

verließ Mutya das Trio, Amelle folgte, zusammen landete

man dann die UK-Nummer-1 „About You Now“ und Hits

wie „Get Sexy“. Keisha ging 2009, Jade legte los. Der

Erfolg blieb bis zur letzten Single 2010 „Wear My Kiss“.

Lustig zu wissen: Heidi sang davor bei der Urbesetzung

von Atomic Kitten. Mittlerweile sind die drei originalen

Sugababes wieder vereint, haben die Namensrechte und

zum 20. Geburtstag des ersten Albums genau das wieder

im Angebot. Mit bisher unveröffentlichten Liedern, allen

B-Seiten ** und Demoversionen ... Unsere Anspieltipps

sind „Overload“, „Little Lady Love“, „Girls’ Nite Out (Demo)“

und „Look at Me (Alternative Mix)“ und „One Touch (20

Year Anniversary Edition)“. Da freut sich der Fan! *rä

MELISSA ETHERIDGE

ONE WAY OUT

DAS NEUE ROCK ‘N‘ ROLL ALBUM

DER IKONISCHEN MUSIKERIN!

AB 17.09.21

ÜBERALL!

** Damals gab es Maxi-CDs. Darauf zu finden: das aktuelle Lied in

verschiedenen Versionen, manchmal ein Video dazu und meist ein

Bonustrack, eine B-Seite.

POP

Céline Dion, Leona Lewis

und Diane Warren

Die US-amerikanische

Komponistin Diane

Warren ist seit den 1980ern

beständig in den Charts.

Pop-Klassiker wie „Because

You Loved Me“ von Céline

Dion, „Nothing’s Gonna

Stop Us Now“ von Starship,

„I Get Weak“ von Belinda

Carlisle oder auch „Blame

It on the Rain“ von Milli

Vanilli gehen auf ihr Konto. Und auch „I Don’t Want to Miss

a Thing“ von Aerosmith. Vor wenigen Wochen erschien ihr

Debütalbum unter eigenem Namen: „The Cave Sessions,

Vol. 1“, mit dabei sind unter anderem Céline Dion, Leona

Lewis (großartig: „Old With Me“ zusammen mit James

Morrison), Paloma Faith und auch John Legend. Unsere

Anspieltipps sind das sommerlich-melancholische

„Seaside“ mit Rita Ora, die rotzige (von Hip-Hop geküsste)

Rock-Nummer „Drink You Away“ featuring Ty Dolla $ign

und die Ballade „Superwoman“ zusammen mit Céline

Dion. Ein Höhepunkt des Albums ist Diane Warrens

Zusammenarbeit mit John Legend „Where Is Your Heart“.

BERÜHREND! *rä


Cruise

POOL MIT GLASSCHIEBEDACH

SPORTSTUDIO & SPA

WATERFRONT RESTAURANTS

FKK-DECK

GAY CRUISE 2022

auf den Kanaren

Vom 8. bis 18. Februar 2022 sticht die Spartacus Cruise bei deutlich über 20 Grad im Schatten und acht Sonnenstunden

pro Tag in See. An Bord werden wieder zahlreiche Stars der Community wie ESC-Teilnehmer Jendrik sowie

bekannte DJs wie Chris Bekker und Rony für zehn Tage beste Urlaubsstimmung sorgen. Die Cruise wird ohne Social-

Distancing-Maßnahmen und Maskenpflicht durchgeführt, da Gäste und Crew geimpft sind.

KANAREN

Die Tour führt über die kleineren

kanarischen Inseln nach Madeira und

endet auf Gran Canaria. Teneriffa

wurde als zusätzlicher Halt mit

einer Übernachtung eingefügt. Der

Karneval auf Gran Canaria gehört

mit vielen hunderttausenden

Teilnehmenden zu den größten der

Welt und startet am 11. Februar, kurz

bevor die Spartacus Cruise in den

Hafen zurückkehrt. Er zieht sich mit

zahllosen Feierlichkeiten bis in den

März hinein. Das milde Klima und der

Einfluss der vielen Lateinamerikaner

machen ihn zur europäischen Variante

des brasilianischen Karnevals.

Zu den zahllosen Attraktionen gehört

auch die Drag-Queen-Gala mit ihrer

jährlichen Wahl des besten Auftritts.

Maspalomas spielt neben der

Hauptstadt Las Palmas eine große

Rolle als Austragungsort und der

Abschluss wird traditionell im Jumbo

Center gefeiert.

UMWELTFREUNDLICHES SCHIFF

Die Reederei hat die Dieselmotoren der Vasco da

Gama mit einer neuer Treibstoffanlage ausgestattet.

Nicko-Cruises ist der vierte Anbieter weltweit, der

mit einer hohen Investition seinen Antrieb auf die

schadstoffreduzierte Variante MGO (Marine Gas

Oil) umgerüstet hat. Außerdem hat das Schiff einen

Stickoxidkatalysator (SCR) auf Harnstoff-Wasser-

Basis erhalten. Zusätzlich wurde auf dem Schiff ein

neues Abwassersystem installiert, das Schwebstoffe

ohne Einsatz von Chemikalien auf null reduziert.

Mehr Infos unter www.spartacus.cruises


meine

gay

cruise

Gran Canaria - Madeira -

Lanzarote - La Palma - Gomera -

Gran Canaria

8. – 18. FEBRUAR 2022

www.spartacus.cruises


Kunst

PERFORMANCE

LA WURST

IST KUNST

Conchita Wurst wurde vom Wahl-Wiener

Künstler FJ Baur und der Fotografin

Hilde van Mas ikonisch zum Kunstwerk

transformiert.

FOTOS: HILDE VAN MAS UND FJ BAUR „LE GRAND BLEU“

In „Le grand bleu (Das große Blau)“ erleben wir die

Dragqueen, die Sängerin und „Eurovision Song

Contest“-Gewinnerin still, optisch hundertprozentig

verändert und: blau. Wie auch im wahren Leben erleben

wir they als „eine ruhige, besonnene Person, die

sich für Akzeptanz, Offenheit und Freiheit einsetzt

und diese lebt“, so die beiden Künstler auf Social

Media. WURST sei eine „neoneo-humanistische

Figur“, auf ein Skulpturenpodest geklettert und

mit Michelangelos David als „Marmorikone des

Humanismus“ und der menschlichen Freiheit in

Dialog tretend. „Die blaue Haut und die textilen

Anwendungen [...] bedecken den lebenden Körper;

es entsteht eine Oszillation zwischen Kunst und

Leben, materiell und transzendent.“ Ein durchaus

spannender und queer umgesetzter Denkanstoß,

der sicherlich viele provozieren wird. Und genau das

kann und soll Kunst ja auch (mal). *rä

www.hildevanmas.com, fjbaur.bigcartel.com,

conchitawurst.com


FOTOGRAFIE

ERIC LANUIT:

„MEN MEN MEN“

Kunst

Schwule Kunst, die durchaus

Referenzen an Größen wie Tom

of Finland, Bob Mizer oder auch David

LaChapelle aufweist.

Körperhaare, Muskeln, Bärte, Glatzen,

ein großer Penis ... Jede*r hat andere

Dinge, die am Mann als besonders erotisch

empfunden werden. Der Franzose

Eric Lanuit zeigt uns seine Gedanken

zum Thema Mann, umgesetzt in Kunst,

verarbeitet in einem prall-prächtigen

Bildband. Der Fotograf Eric Lanuit entführt

in seinem aktuellen Bildband in

eine schwule Welt voller prachtvoll und

mitunter auch erotisch inszenierter

Männer: Streuner, Machos, Denker und

Erleuchtete.

„MEN MEN MEN“ fokussiert sich dabei

nicht nur auf eine Typart Mann, dem

Künstler war es wichtig zu zeigen, wie

divers Männlichkeiten leben und aussehen

können. Mal fühlt man sich an alte

Meister der Renaissance erinnert, mal

flirtet Eric Lanuit mit der Fetischwelt

von Tom of Finland. Immer auf höchstem

Niveau, immer als eigenständige

Kunst, nie als Plagiat. Sein Buch kann

auch als Statement zur Diskussion

über das männliche Rollenverständnis

im Jahr 2021 verstanden werden. Muss

es aber nicht, man kann diesen Bildband

auch einfach genießen. Auf über

160 Seiten und 21 x 21 cm groß, erfüllt

dieses fette Ding (der vollständige

Name des Buches ist übrigens „MEN

MEN MEN AND MORE“) des 1965 in

Paris geborenen Fotografen fast alle

Erwartungen. Schwule Kunst für 140

Euro – das kann man sich gönnen.

Ein Bildband, den man ohne falsche

Scham auf dem Wohnzimmertisch

liegen lassen kann. Hier bekommt man

Kunst, keine Pornografie. *rä

www.ericlanuit.fr


Buch

Azzedine Alaïa & Tina Turner, Paris, 1989, © Peter Lindbergh

(courtesy Peter Lindbergh Foundation, Paris)

Azzedine Alaïa, Maria Johnson und Peter Lindbergh, Paris, 1984

BILDBAND

Role Models treffen auf Kunst und Mode

„Azzedine Alaïa“ aus dem Hause

Peter Lindbergh ist eine elegante

und vor allem spannende Reise in eine Zeit

vor Corona: Ikonen wie Tina Turner und

natürlich die Mode des tunesischstämmigen

Pariser Modedesigners Azzedine

Alaïa (1935 – 2017) vereint in einem prallen

Bildband.

Die Modewelt nimmt ihre Inspiration

auch aus der Musik von einflussreichen

Künstler*innen wie Madonna und Tina Turner,

diese wiederum brauchen avantgardistische

Kreationen, um ihr Image, ihre Kunst

zu transportieren. Und beide brauchen

talentierte Fotografen wie Peter Lindbergh

(1944 – 2019). Eine Ménage-à-trois, die für

alle Seiten Gutes bewirkt.

Und wir, die Fans, kommen in den Genuss

solcher Bilder, wie sie dieses im April beim

Kölner TASCHEN Verlag erscheinende Buch

auf 240 Seiten versammelt. „Azzedine

Alaïa“ feiert die Vorliebe beider Künstler für

Einfarbigkeit, bei Lindberg war es die Farbe

Schwarz in der Fotografie, bei Alaïa konnte

es auch mal ein Anzug ganz in Silber

sein. Und beide feierten mit Models wie

Naomi Campbell auch die Weiblichkeit an

sich. „Frauen sind offener, mutiger, haben

stärkere Nerven und nehmen im Vergleich

zu Männern mehr Risiken in Kauf. Ich

betrachte sie als das, was sie wirklich sind,

vielleicht ist es das, was sie dazu bringt, sich

mir hinzugeben“, so Peter Lindbergh.

„Ich wollte immer freie Frauen. Ich hoffe,

dass meine Kleider ihnen diese Leichtigkeit

verleihen. Das schönste Kompliment, das

ich jemals erhalten habe, war, als sie mich

anblickten und sagten: ‚Ich fühle mich frei‘“,

so einst Azzedine Alaïa. Ein inspirierendes

Buch, eine kunstvolle Verbeugung vor den

Menschen. *rä

Peter Lindbergh „Azzedine Alaïa“, Hardcover,

24 x 32,7 cm, 1,41 kg, 240 Seiten, 60

Euro, TASCHEN Verlag, www.taschen.com

RATGEBER

Gute Vibes statt erdrückender Sorgen

Loslassen ist leichter gesagt als getan,

denn der Alltag mit seinen Bürden,

negativen Nachrichten, scheinbar bedrohlichen

E-Mails und all dem Stress

macht es einem nicht einfach. Dieses

Buch kann womöglich helfen, damit

umzugehen.

Die Autorin und Mentaltrainerin

Melanie Pignitter veröffentlichte

gerade ihren neuen Ratgeber

„Federleicht – Wie du loslässt und

ein befreites und erfülltes Leben

führst“ beim GOLDEGG Verlag, der

Leser*innen darin unterstützen soll,

sich im Alltag nicht von Sorgen,

sondern von positiven Gefühlen

leiten zu lassen. „Das regelmäßige

Entrümpeln des eigenen Heims ist

für viele Menschen ganz normal.

Dass sich auch in der Gedankenwelt Altlasten

stapeln können, wird jedoch gern übersehen“.

Die Autorin beschreibt in dem Buch auf

rund 200 Seiten den Teufelskreis, den es

zu durchbrechen gilt: „Was du nicht loslässt,

lässt auch dich nicht los“. Doch wie geht das?

In ihrem Buch gibt die Autorin Ratschläge,

die ihr selbst geholfen haben, zudem endet

jedes Kapitel mit „Be-free-Tools“, Übungen,

die man leicht umsetzen und lernen kann.

Positive Gedanken müssen zugelassen und

„ausgebrütet“ werden. Man geht davon aus,

dass uns rund 60.000 Gedanken jeden Tag

durch den Kopf kreisen, positive Reflexionen

machen im Durchschnitt nur fünf Prozent

aus. Daran kann man arbeiten. *rä

www.goldegg-verlag.com,

honigperlen.at,

www.facebook.com/melanie.pignitter


BLOG

Superhelden sind immer „echte“ Männer?!

Schaut man auf die Helden der

Comicwelt, so sind diese meist

trainierte Weiße, muskulös, heterosexuell,

dominant, kerlige Macher, die Fakten

schaffen. Lässt man die 1941 erfolgreich

gelandete Wonder Woman weg, bleiben

nicht viel queere Weiblichkeiten übrig.

Ein Fest für Freunde toxischer Männlichkeit.

In den letzten Jahrzehnten kommt

aber mehr und mehr Diversität in die

Comicwelt, zum Beispiel Dragman aka

August Crimp.

Buch

Der Autor Arkadiusz Luba widmet ihm

auf seinem Blog „Bare Comic Book Art“

ein schönes Feature, auf das wir hiermit

hinweisen wollen – und aus dem wir

zitieren dürfen. „Auf Dragman bzw. auf

seinen Autor, Steven Appleby, bin ich

dank der FAZ aufmerksam geworden.

Nachdem sein erster Comic Rockets

Passing Overhead (mit Captain Star)

in Harry Rowohlts Übersetzung im

ZEITmagazin erschien und 1994 den Max

und Moritz-Preis gewann, zeichnete er

2001 nämlich für die FAZ einen täglichen

Comicstrip“, so der Blogger. Dragman-

Erfinder Steven Appleby verrät ihm auf

FOTO: M. RÄDEL

„Bare Comic Book Art“: „Ich bin nicht

August Crimp. Ich bin aber, wie August,

ein Mann, der Frauenkleider trägt, und

wie August fand ich eines Tages einen

Damenstrumpf zwischen den Polstern

eines alten Sofas und zog ihn instinktiv

an. Die Arbeit an Dragman war für mich

eine Möglichkeit, Spaß mit dieser Besessenheit

zu haben, die ich endlich positiv

sehen konnte.“ *rä

Hier geht es zum ganzen Feature:

https://bookcomicart.wordpress.com/

2021/05/26/dragman/


Buch

FOTOS: PHIL DLAB

BILDBAND

Burschen aus der Slowakei

Geboren wurde Phil Dlab in

dem Land, in dem er jetzt auch

wieder lebt, der Slowakei. Aufgewachsen

ist er allerdings in Kanada,

doch der Ruf der Heimat war so laut,

wie diese Kerle hier sportlich sind.

Seine mit der Kamera eingefangenen

Männer seien „athletisch, aber keine

Poser; attraktiv, aber nahbar“. Und

in der Tat vermitteln diese durchaus

erotischen Bilder pure Lebensfreude

ohne angestrengtes Posing oder fiese

Filter, wie man sie (leider) von Social

Media gewöhnt ist. Phil Dlab schafft

es, seine Jungs bei aller Inszenierung

natürlich rüberkommen zu lassen.

Gerade erschien sein erster Bildband

„Nothing to Hide – Young Men from

Slovakia“, der 150 Motive zu einem

testosterongeladenen Reigen vereint.

Sexy! *rä

www.bodytorium.com,

www.salzgeber-buchverlage.de

KINDER

Mein Schatten ist pink

Scott Stuarts Buch ist ein wirklich

wunderbares Kleinod im Bücherblätterwald,

das möglichst viele Leser

finden sollte.

Sein autobiografisches Kinder-Bilderbuch

„Mein Schatten ist pink“ handelt von

einem kleinen Jungen, der so sein will,

wie er ist, seinem Schatten, Diversität,

Gender-Debatten, Identität, Geschlechter-Stereotypen

und einem mutigen und

tollen Papa. Denn der scheut sich nicht,

seinen Sohn zu supporten, als dieser

aufgrund seiner „weiblichen“ Kleiderwahl

am ersten Schultag gemobbt wird.

„Dein Schatten ist pink. Dein Schatten bist

du, er ist richtig für dich. Sei stolz drauf

und sag dir: Das bin ICH!“, so der Vater

zum Sohn, der dann auch ein Kleid anzieht

und seinen Sohn „in Drag“ in die Schule

begleitet. Denn wer hat wann definiert,

was Frauen, was Männer anziehen dürfen?

Und wer legt fest, wie man sich fühlen

„darf“?

Das Buch schneidet auf herrlich leichte Art

ernste und immer mehr zu Diskussionen

und verbalen Ausfällen führende Themen

an. Geschlechterklischees, sexuelle

Identität, Rollen, Erwartungen – diese Themen

treffen schon auf ganz, ganz junge

Menschen. Sie werden in blaue Klamotten

gesteckt, wenn sie „männlich“ sind, die

Farben Rosa und Pink sind (seit dem 20.

Jahrhundert) „den Mädchen“ vorbehalten.

Der Autor des Buchs erlebte einst eine

ähnliche Geschichte. Sein Sohn Colin war

mit drei Jahren Fan von Eiskönigin Elsa –

und trug voller Stolz ein glitzerndes Kleid.

Eines Tages kam Colin aber sehr traurig

aus dem Kindergarten, denn ihm wurde

dort gesagt, ein Kleid sei doch nur etwas

für Mädchen. *rä

Scott Stuart: „Mein Schatten ist pink“,

www.coppenrath.de


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