Waffenmarkt-Intern 09/2021

JAHRMEDIA

Waffenmarkt-Intern – Das B2B-Insider-Magazin für Jagd, Messer, Schießsport und Security – die September-Ausgabe
WM-Intern ist das offizielle Mitteilungsorgan des Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e. V.

09/September 2021 – G 25272

Das Insider-Magazin für Jagd, Messer, Schießsport und Security

Wahlen und legaler

Waffenbesitz – 7 Fragen

an die Parteien

Sicherheit geht vor

Neuheiten aus den Bereichen

Tactical, Law Enforcment,

Security & Home. Defense.

Termine

Der wackelige Beginn der

Herbstmesse-Saison.

Geändertes VerpackG

Verpackungen rechtssicher

lizensieren.

www.wm-intern.de


Handmade – Schönes für Zu Hause und unterwegs

„Handwerk hat goldenen Boden“ – ob der Ursprung dieses

Sprichwortes nun ironisch gemeint ist oder nicht: In jedem Fall

sind handgefertigte Produkte meist etwas ganz Besonderes.

Sie sind oft mit viel Hingabe hergestellt und eben keine Massenanfertigung

sondern individuelle Unikate, die große Wertschätzung

erfahren. Ob handgeschmiedet,

handgestrickt, handgetischlert

– wir stellen hier einige

attraktive Produkte aus verschiedenen

Manufakturen für zu

Hause oder unterwegs vor.

Stilvolle Skulpturen in einer perfekten

Kombination aus Horn und

Holz fertigt die Schweizer Manufaktur

edelhirsch und ehrt damit

die Schönheit der Natur. Geweihe

aus Horn werden mit einem Schädel

aus edlem Holz vollendet.

Form und Design orientieren sich jeweils an den Proportionen

des Kopfskeletts. Die Reduktion auf das Wesentliche unterstreicht

die natürlichen Gegebenheiten von Hornart und Holzstruktur.

Verwendet werden Abwurfstangen und Geweihe von

Hirsch und Reh, außerdem Hornpaare von unter anderem Steinbock,

Stier, Texas Longhorn, Widder und Antilope. Hinzu kommen

vorwiegend heimische Hölzer aus kontrolliertem Schweizer Anbau

wie etwa Nussbaum, Eibe, Eiche, Ulme oder Linde. So entstehen einzigartige,

handgemachte Kostbarkeiten. www.edelhirsch.ch

Mit vollem Herzblut verarbeitet die Familie

Reithofer aus dem Salzburger Lungau seit

mehr als 40 Jahren aromatisch duftendes

Zirbenholz, das für seine gesundheitsfördernde

Wirkung bekannt ist. So wird dort

beispielsweise diese hübsche Butterdose

mit eingraviertem Hirschmotiv getischlert.

Durch das Zirbenholz entsteht ein Klima,

das die Butter im Kühlschrank nicht zu kalt werden lässt. Als Auflage

dient eine Mineralsteinplatte, die man einfach reinigen kann.

www.servusmarktplatz.com

Ebenfalls mit Hirschmotiv und befüllt mit wohlduftenden Flocken

der hochalpinen Zirbe sind die handgenähten und bestickten Kissen

aus 100 % Leinen in verschiedenen Farben, die in einem kleinen

Atelier im Wienerwald hergestellt werden.

www.servusmarktplatz.com

Der österreichische Familienbetrieb Schwarz verwendet in langer

Tradition Hirschgeweih als Griff von Flaschenöffner, Besteck,

Steak- oder Jagdmesser. Hierzu werden Abwurfstangen aus der

Region verwendet. Und weil kein Geweih dem anderen gleicht,

sind natürlich auch die Griffe im wahrsten Sinne des Wortes einmalig

in Form und Farbe. Das Jagdmesser mit dem naturbelassenen,

leicht gebogenen Hirschhorngriff verfügt über eine geschmiedete,

rostfreie Klinge aus Edelstahl. Jedes Unikat wird mit

Lederscheide geliefert. Erhältlich über Servus am Marktplatz:

www.servusmarktplatz.com

Die praktischen Schlüsselanhänger

mit Edelweiß, Hirsch oder Steinbock

werden in einer kleinen Manufaktur

in Österreich angefertigt. Jedes Teil

ist vor Ort ausgesucht und wird von

Hand montiert. Die Figuren des

Schlüsselanhängers sind gegossen.

Es handelt sich um nickelfreies, versilbertes Metall. Der kleine

Karabiner lässt sich am Schlüsselbund, aber auch an Taschen

oder Ähnlichem als Accessoire anklippen. Erhältlich über

Wohlgeraten: www.wohlgeraten.de

Die spanische Manufaktur SOL & LUNA hat sich darauf spezialisiert,

verschiedenste Objekte mit nachhaltig verarbeitetem

Leder zu beziehen – so auch diese Isolierflasche für Kalt- oder

Heißgetränke mit 0,7 Liter Fassungsvermögen. Deckel und

Flasche sind mit 100 % Rindsleder bezogen. Erhältlich über

Gustavia: www.gustavia-shop.de

Bilder: © Edelhirsch, © Servus am Marktplatz, © wohlgeraten.de, © Gustavia

Bilder: ©


EDITORIAL

09/2021 · 3

Jede Stimme zählt!

Nein, die WM-Intern ist nicht zum Politmagazin geworden.

Doch aus aktuellem Anlass wird sich diese Ausgabe

– wie mein Editorial – verstärkt mit den politischen

Rahmenbedingungen unserer Branche befassen. Am

26. September, sprich Ende des Monats, wählen wir einen

neuen Bundestag und dabei ist gewiss: Die seit

2005 amtierende Bundeskanzlerin wird abgelöst werden.

Es steht ein Generationswechsel an, der viele neue Gesichter ins Parlament

bringen wird, und genau darin liegen Chance und Gefahr für eine Branche,

die in den letzten Jahrzehnten nicht viel bis gar nichts zu feiern hatte.

Chancen sehe ich in frischen Gesprächspartnern in den Fraktionen wie

auch den Ministerien. Unsere Themen „privater Waffenbesitz“ und „zivile

Schusswaffennutzung“ müssen dringend mehr zahlengetriebene Sachlichkeit

erfahren, wenn wir eine erträgliche und wirtschaftlich ertragreiche Zukunft

haben wollen. Doch damit diese Chancen zum Tragen kommen, brauchen

jene Parteien gute Wahlergebnisse, die den privaten Waffenbesitz im

Wahlprogramm nicht rundheraus abschaffen wollen und die von den anderen

Parteien als potenzielle Koalitionspartner gesehen werden.

Die größte Gefahr geht von einer schwachen Wahlbeteiligung jener Menschen

aus, die pro legalen Waffenbesitz eingestellt sind, aber aus Resignation,

Frust oder Bequemlichkeit nicht zur Wahl gehen. Bei der Bundestagswahl

2017 lag die Wahlbeteiligung bei nur 76,2 Prozent der Wahlberechtigten.

Da es vor allem den ideologisch getriebenen Parteien gut gelingt, ihre

Wähler zu mobilisieren, erklären sich deren im Verhältnis starke Wahlergebnisse

von selbst, obwohl sie in absoluten Zahlen nicht von so vielen Bürgerinnen

und Bürgern unterstützt wurden. Jeder legale Waffenbesitzer, der

aus welchen Gründen auch immer, sein Wahlkreuz verweigert, wertet damit

die Stimmen der ideologisch aufgeheizten, selbsternannten Gutmenschen

auf und gibt diesen im Gesamtergebnis mehr Gewicht. Das ist keine

neue Erkenntnis, aber diesmal ist es besders wichtig, es unseren

Gegnern nicht auch noch leichter zu machen, weil wir

zu träge sind. Immer wieder lese und höre ich von

Sportschützen, Sammlern und Jägern in

puncto Wahl: „Das bringt doch nichts,

es ändert sich doch nie was.“

Tatsächlich sieht es in den

Wahlumfragen zurzeit

so aus,

als ob in

der nächsten Regierung erklärte Waffengegner sitzen

könnten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es für uns

schlimmer wird, ist demnach ziemlich hoch. Auf den

folgenden Seiten widmen wir den wahlpolitischen

Zielen der Parteien einen großen Übersichtsartikel

und versuchen daraus Schlüsse für eine strategische

Wahlentscheidung abzuleiten. Der langen Rede

kurzer Sinn: Bitte nehmen Sie am 26. September Ihr Wahlrecht wahr und

motivieren Sie auch andere Waffenbesitzer, wählen zu gehen.

Im September werden nicht nur die Weichen für einen politischen Neuanfang

in Deutschland gestellt. Mit der HUBANA auf Schloss Lembeck beginnt

wieder die jagdliche Messesaison. Wir alle blicken gespannt auf dieses Ereignis

und hoffen, dass Messeatmosphäre auch mit Hygienekonzept möglich

sein wird. Egal ob geimpft oder getestet, die Zeiten des Lockdowns als

Wunderwaffe gegen das Virus gehören hoffentlich für den Fachhandel der

Vergangenheit an. Wenn man uns denn lässt, dann ist der Facheinzelhandel

in der Herbst- und Wintersaison mindestens genauso sicher wie Frisöre

und Supermärkte.

Damit wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre und bitte helfen Sie dabei,

so viele Wähler pro Waffenbesitz zu ermuntern, ihre Stimme abzugeben.

Ihr

Roland Zobel

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Magazinkap.: 14 Schuss

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09/2021 · 4 INHALT I CONTENT

INHALT

EDITORIAL SEITE 3

KURZNACHRICHTEN I MAKE IT SHORT! SEITE 6

FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE SEITE 7

WAFFENRECHT SEITE 10

VDB – VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER

UND WAFFENFACHHÄNDLER SEITE 16

TERMINE I APPOINTMENTS SEITE 29

HANDWERK I HANDCRAFT SEITE 32

NEUHEITEN AUS DEN BEREICHEN

TACTICAL, LAW ENFORCEMENT, SECURITY & HOME DEFENSE SEITE 35

SORTIMENT I ASSORTMENT SEITE 39

LIEFERANTEN-LEXIKON SEITE 41

IMPRESSUM I IMPRINT SEITE 40

Seite 10

Recht: Verlust des

Jagdscheins und

Auswirkung auf die

waffenrechtliche

Erlaubnis

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Bilder: © malkovkosta – Adobe Stock, √ ©nmann77 - stock.adobe.com,, © Pixabay, © mvcaspel - stock.adobe.com, © Landbell AG


INHALT I CONTENT

09/2021 · 5

Neuheiten aus den Bereichen

Tactical, Law Enforcement, Security & Home Defense

Seite 35 Seite 25

Geändertes VerpackG – Verpackungen

rechtssicher lizensieren

Wahlen und legaler

Waffenbesitz –

7 Fragen an die

Parteien

Seite 16

Seite 30

IWA 2022:

Förderung möglich

Versand von Jagd- und Sportwaffen,

Gefahrgut (1.4G) und Munition

am Tag und über Nacht.

Service: 0221 - 954 21 80

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09/2021 · 6

KURZNACHRICHTEN I

MAKE IT SHORT!

KURZNACHRICHTEN

Wachstumsprognose Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft erholt sich laut mehrerer Wirtschaftsforschungsinstitute schneller als erwartet.

So wird jetzt mit einem Wachstum des BIP um 3,2 Prozent statt zuvor 3 Prozent gerechnet.

www.handelsblatt.com

Einzelhandel hat beste Suchfunktion

Laut einer Umfrage von YouGov sind viele Webseitennutzer frustriert von den Resultaten, die sie bei

der Nutzung der Suchfunktion erhalten. Im Branchenvergleich schnitt der Einzelhandel mit fast 30

Prozent positiven Bewertungen der Kundenzufriedenheit am besten ab.

www.gfm-nachrichten.de

Paketboom

Im Vergleich zum Jahr 2019 stieg die Zahl der Paketsendungen im vergangenen Jahr um knapp elf

Prozent auf über vier Milliarden an. Auch für dieses Jahr wird ein weiteres Ansteigen der Sendungen

erwartet.

www.internetworld.de

Weniger Insolvenzen – mehr Insolvenz

Wie eine Insolvenzanalyse von Creditreform ergab, ging im ersten Halbjahr 2021 zwar die Zahl der

Unternehmensinsolvenzen um 1,7 Prozent zurück, dagegen wuchs die Zahl der Privatinsolvenzen

aber um 63 Prozent. Dies lässt sich auf eine Reform des Verbraucherinsolvenzgesetzes zurückführen,

die eine schnellere Restschuldbefreiung möglich macht.

www.creditreform.de

Transparente Lieferkette bei Vaude

Im Online-Shop des Outdoorspezialisten Vaude können Kunden ab sofort sämtliche Informationen

zur Lieferkette, zu Produktionsstätten etc. einsehen. Das Unternehmen will damit aufzeigen, dass ein

vom Bundestag beschlossenes Lieferkettengesetz durchaus umsetzbar ist.

www.vaude.de

Corona-Hilfen nicht abgerufen

Wie das Ifo-Institut mitteilte, wurde nur ein Bruchteil der von der Bundesregierung bereitgestellten

Corona-Hilfen von Unternehmen in Anspruch genommen. Bei den Zuschüssen waren es ein Viertel

und bei Soforthilfen weniger als ein Drittel. Allerdings seien auch die Voraussetzungen sehr streng

formuliert worden, um Missbrauch vorzubeugen.

www.tagesschau.de

www.wm-intern.de

Bilder: © photokozyr – Adobe Stock


FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE

09/2021 · 7

FIRMEN UND PERSONEN

Grube: Abschied von Stefan Meier

Nach 37 erfolgreichen Jahren beendet

Stefan Meier, Vertriebs- und

Marketingleiter, seine berufliche

Laufbahn bei der Grube KG. Sein besonderes

Engagement hat entscheidend

zu der positiven Entwicklung

der Grube-Unternehmensgruppe

beigetragen. In diesen 37 Jahren

war Stefan Meier unter anderem

verantwortlich für die Entwicklung,

Bekanntmachung und Vermarktung

der Eigenmarken Nordforest und

Nordforest Hunting. Hierbei konnte

die Grube KG von Meiers jagdlichen

wie auch forstlichen Kompetenzen

profitieren. Ein Ziel hatte Stefan Meier

dabei immer vor Augen: die Umgestaltung vom nachfrageorientierten

Distanz- zum angebotsorientierten Versandhändler. Das Ergebnis lässt sich

sehen: Mittlerweile versendet Grube

jährlich mehrere Hunderttausend

Fachkataloge und betreibt einen umfangreichen

Web-Shop.

Den Bereich Marketing & Produktgruppenmanagement

Forst übernimmt

in Zukunft Katrin Cebulla,

Handlungsbevollmächtigte, Assessorin

des Forstdienstes. Die Teamleitung

Marketing & Public Relations

übernimmt Inga Maushake-Chelius.

Die Familie Grube, welche das Familienunternehmen

nu nmehr in

dritter Generation leitet, bedankt sich

bei Stefan Meier für die jahrzehntelange

Mitarbeit und Loyalität und

wünscht ihm viele weitere erfolgreiche und gesunde Jahre.

www.grube.de

ali

Reimer Johannsen verstorben

Bilder: © ivanko80 – Adobe Stock, © Grube, © WM-Intern

In tiefer Trauer nimmt die Deutsche Büchsenmacher-Gilde Abschied von

Reimer Johannsen, der am 27. Juli 2021 verstorben ist.

Seit der Gründung der Büchsenmacher-Gilde im Jahre 2009 leitete er diese

als 1. Vorsitzender mit seiner großen Erfahrung, seinem umfassenden Fachwissen

und steter Motivation. "Mit ihm verlieren wir einen herausragenden

Büchsenmacher und Freund. Wir werden Reimer Johannsen stets in ehrender

Erinnerung behalten."

Den Hinterbliebenen gilt unsere aufrichtige Anteilnahme.

Die Mitglieder der Deutschen Büchsenmacher-Gilde

www.wm-intern.de

www.buechsenmachergilde.de

cj


09/2021 · 8 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE

Von Schönfels bleibt

Präsident des DSB

Hans-Heinrich von Schönfels wird dem Deutschen Schützenbund auch in

den nächsten vier Jahren als Präsident vorstehen. Die Delegierten bestätigten

den Präsidenten bei der erstmals online durchgeführten Delegiertenversammlung

mit großer Mehrheit in seinem Amt. „Ich danke für das Vertrauen

und die eindeutige Wahl auch im Namen meiner Präsidiumskollegen

und -kollegin und verspreche, dass wir das Wohl des Deutschen Schützenbundes

in den nächsten vier Jahren stets im Auge haben werden!“ Neu im

Präsidium sind Dieter Vierlbeck (Bildung, Bayerischer Sportschützenbund)

und Evi Benner-Bittihn (Öffentlichkeitsarbeit, Oberpfälzer Schützenbund),

die die Nachfolge der nicht mehr kandidierenden Susanne Mittag und Wolfgang

Kink antreten. Als Gastredner war Alfons Hörmann, Präsident des

Deutschen Olympischen Sportbundes vor Ort und lobte zunächst den neuen

Bundesstützpunkt Wiesbaden/Frankfurt am Main als „ein einmaliges, weltweit

einzigartiges Zentrum des Schießsports – ein Jahrhundertprojekt, das

Mut macht und zeigt: Es wird ein Leben nach der Pandemie geben.“ Auch

das Thema Waffenrecht klammerte Hörmann nicht aus und sicherte dem

viertgrößten olympischen Sportverband die Unterstützung zu: „Das Thema

DOSB-Präsident Alfons Hörmann gratuliert Hans-Heinrich von Schönfels (links)

zur Wiederwahl. Foto: Deutscher Schützenbund.

Waffenrecht wird uns vor der Bundestagswahl sicherlich beschäftigen und

der DOSB wird eng an Ihrer Seite sein, um jegliche Verschlechterungen für

die Schützen zu vermeiden.“

www.dsb.de

ali

Verstärkung im Sales-Team bei JAHR MEDIA

Der neue Mann im Team: Jan-Hendrik Röhrs.

Jan Röhrs ist der Neue im Sales-Team beim Hamburger JAHR MEDIA Verlag,

dem Fachverlag für Freizeitthemen wie Angeln, Jagen, Sport, Fotografie oder

auch Fliegen. Seinen Arbeitsschwerpunkt wird die crossmediale Vermarktung

der Magazine JÄGER, SAUEN und WM-Intern bilden.

„Ich freue mich auf viele interessante Kontakte zu Lesern und Werbepartnern

unserer Magazine“, sagt Röhrs, der als Quereinsteiger aus dem Baustoffhandel

in der Jagd- und Waffenbranche großes Potenzial sieht. Jan

Röhrs ist in der Lüneburger Heide aufgewachsen und mit der Jagd vertraut,

auch wenn er selber „noch“ keinen Jagdschein hat. Seit einigen Jahren lebt

er in Hamburg. In seiner Freizeit ist er leidenschaftlicher Musiker, hat einen

Hund und wandert gerne.

Zu erreichen ist er unter: Tel:+494038906161 oder

per Mail jan-hendrik.roehrs@jahr-media.de

z

Neues Verkaufsteam „Süddeutschland“

bei Helmut Hofmann

Peter Gawellek hat sich nach 45 Jahren Betriebszugehörigkeit bei Helmut

Hofmann in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Seit mehr als 20

Jahren betreute er das Gebiet Süddeutschland im Innendienst-Verkauf. Die

Geschäftsführer sowie die Belegschaft wünschen ihm alles Gute für die Zukunft

und bedanken sich für seine hohe Einsatzbereitschaft und sein großes

Engagement.

René Daneyko und Tobias Söder übernehmen das Gebiet. Beide Mitarbeiter

sind bereits seit Jahren im Innendienst-Verkauf bei Helmut Hofmann tätig.

www.wm-intern.de

Bilder: © DSB, © JAHR MEDIA


FIRMEN & PERSONEN 09/2021 · 9

René Daneyko und Tobias Söder übernehmen den Innendienst-Verkauf für das

Gebiet Süddeutschland von Peter Gawellek.

Andreas Hohmann, der das Gebiet Süddeutschland als Außendienstmitarbeiter

betreut, wird Daneyko und Söder unterstützen.

„Das neue Verkaufsteam freut sich auf die kommenden Aufgaben und steht

mit viel Engagement sowie Rat und Tat zur Seite“, heißt es aus dem Unternehmen.

www.helmuthofmann.de

cj

Tradition vereint mit Innovationsgeist

Für unseren Standort Fürth suchen wir zum nächst möglichen Zeitpunkt

Sachbearbeiter (m/w/d)

Customer Service / Retourenmanagement – Business Unit

Hunting & Sports

Ihre Aufgaben

• Sicherstellung der technischen Beurteilung und logistischen Abwicklung von Retouren

• Entscheidung gemäß Vorgaberichtlinien über die interne Behandlung und Steuerung der

Retouren

• Wareneingangsbuchungen und interne Belegerstellung

• Anlage von Aufträgen, Gutschriften sowie Retourenvorgängen

• Unterstützung der Abteilungen Vertrieb und Marketing bei Veranstaltungen sowie technischer

Support auf Fachmessen

• Technischer Support für Handelsmarken

• Erledigung und Unterstützung von allgemeinen Werkstatttätigkeiten (Durch führung von

Reparaturen von Waffen und Waffenzubehör sowie Instandhaltungen vor Ort bzw. die Weiterleitung

an die Hersteller, Serviceleistungen, Beratungs leistungen, Ersatzteillieferungen)

Ihr Profil

• Abgeschlossene technische oder kaufmännische Berufsausbildung, vorzugsweise als Büchsenmacher

(m/w/d)

• Berufserfahrung in dieser oder vergleichbarer Funktion wünschenswert

• Fachkenntnisse aus dem Bereich Waffen / Munition zwingend erforderlich

• Sichere soziale Kompetenz und Erfahrung im persönlichen Umgang mit Kunden

• Routinierter Umgang mit MS Office und SAP

• Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift

• Strukturierte und teamorientierte Arbeitsweise

Ihr Kontakt

Haben wir Ihr Interesse für neue berufliche Horizonte geweckt?

Dann freuen wir uns auf Ihre Online-Bewerbung.

RUAG Ammotec

Recruiter / HR Manager: Melanie Brandner

Tel. 0911 7930-634

https://careers.ammotec.ruag.com

Generalvertrieb Night Pearl

für D-A-CH

Bilder: © Niebling GmbH, © Helmut Hofmann

Daniel Niebling präsentiert Nightpearl-Produkte.

Hochwertige Wärmebild- und Nachtsichttechnik aus Tschechien in

Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es jetzt aus einer Hand.

Seit dem 1. August 2021 hat die Niebling Hunting GmbH, die bereits den Generalvertrieb

der Marke Night Pearl in Deutschland führt, nun auch Österreich

und die Schweiz als Generalvertrieb übernommen.

www.wm-intern.de

WIR

SUCHEN DICH!

Wir suchen ab sofort einen

Verkäufer (m/w/d) für den Bereich

Waffen/Munition/Optik

in Voll- oder Teilzeit

Du bist Waffenenthusiast, Jagdscheininhaber, besitzt die Waffenhandelslizenz

(wünschenswert, aber kein Muss), hast Erfahrung im

Einzelhandel und Einkauf? Dann bist du bei uns genau richtig! Wir

bieten dir einen abwechslungsreichen Job mit Weiterentwicklungspotential

zur Betriebsleitung und tollem Betriebsklima am

Einsatzort Melsungen. Interesse geweckt?

Sende uns deine Bewerbung an: hr@neumann-neudamm.de

www.jana-jagd.de ∙ @janajagd ∙ @JANAjagd


09/2021 · 10 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE

Somit ist es möglich den Service und das Fachwissen, von dem die Night-

Pearl-Kunden in Deutschland bereits profitieren, auch an die Fachhändler in

den beiden anderen Ländern weiterzugeben.

Die Night Pearl D-A-CH bietet Händlern die Möglichkeit, sich jederzeit auf

dem neuesten Stand der Technik bei den Kunden zu präsentieren: Service

und Kompetenz aus einer Hand von erfahrenen Jägern und Nutzern der

Night-Pearl-Wärmebild- und Nachtsichtgeräte.

www.nieblinghunting.de

z

Jubiläen der VDB-Mitglieder

20 Jahre Schießsport Appelbaum: Wegen der Corona-Einschränkungen

hat sich das Schießsport-Team um Markus Appelbaum schweren Herzens

gegen eine Jubiläumsfeier entschieden.

www.appelbaum-sport.de

35 Jahre Waffen Prechtl: Für September plant Gottfried Prechtl mit seinen

Mitarbeitern eine kleine Jubiläumsfeier. Zeitgleich soll eine neue, interessante

Investition vorgestellt werden – mehr dazu erfahren Sie umgehend in

einer der nächsten Ausgaben von WM-Intern.

www.prechtl-waffen.de

ali

Von links: Claudia Hanken, Niklas Hellwich, Steffanie Appelbaum, Inhaber

Markus Appelbaum, Lisa Seifert.

Verlust des Jagdscheins und Auswirkung auf die waffenrechtliche

Erlaubnis

Waidleute mit gültigem Jahresjagdschein im Sinne des

§ 15 Abs. 2 BJagdG sind anderen Legalwaffenbesitzern

gegenüber in vielerlei Hinsicht privilegiert. So dürfen

Waidleute losgelöst von den waffenrechtlichen Privilegien

im Rahmen der befugten Jagdausübung Wild strecken,

aufbrechen, zerwirken, Wildbret als sogenannte

kundige Person in gewissem Umfang hinsichtlich seiner

Genusstauglichkeit untersuchen und damit ein

hochwertiges und nachhaltiges Lebensmittel herstellen,

ohne hierfür beispielsweise die strengen – insbesondere

europarechtlichen – Hygienevorschriften allesamt

beachten zu müssen, die für Landwirte und

Metzgereien zunehmend existenziell werden. Sofern sie

die erforderliche Schulung nachweisen und ihnen dies

behördlich übertragen wurde, dürfen sie dabei auch eigenständig

Trichinenproben entnehmen (vgl. § 6 Abs. 2 Tier-LMÜV),

was bei der Schlachtung von Hausschweinen eine amtliche Fleischbeschau

erforderlich macht.

Auch waffenrechtlich sind Waidleute mehrfach privilegiert. So erfolgt bei

Waidleuten, die Inhaber eines Jahresjagdscheins sind, grundsätzlich keine

Prüfung des jagd- und waffenrechtlichen Bedürfnisses zum Erwerb von

Schusswaffen (vgl. § 13 Abs. 2 Satz 2 BJagdG). Für den Erwerb von Langwaffen

benötigen sie keinen Voreintrag (§ 13 Abs. 3 BJagdG); die Erlaubnis zum

Erwerb jagdlicher Langwaffenmunition ergibt sich aus dem Jagdschein (§

13 Abs. 5 BJagdG). Das bedeutendste waffenrechtliche Privileg dürfte indes

sein, dass Waidleute gemäß § 13 Abs. 6 Satz 1 BJagdG Jagdwaffen zur befugten

Jagdausübung einschließlich des Ein- und Anschießens im Revier, zur

Ausbildung von Jagdhunden im Revier, zum Jagdschutz oder zum Forstschutz

ohne Erlaubnis führen und mit ihnen schießen dürfen. Dieser Privilegien

(beachte: die vorstehenden Auflistungen sind lediglich exemplarisch

und zudem unvollständig) sollten sich Waidleute stets bewusst sein, denn

mit jedem Privileg kommt auch Verantwortung.

www.wm-intern.de

Bilder: © Schießsport Appelbaum, © nmann77 - stock.adobe.com


FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE

09/2021 · 11

Dieser Kurzbeitrag soll das Verhältnis von Jagd- zu Waffenrecht skizzieren

und anhand ausgewählter Fallbeispiele praktische Konsequenzen aufzeigen.

Körperliche Eignung und Zuverlässigkeit im Jagd- und Waffenrecht

So gibt es persönliche/körperliche Unzulänglichkeiten, Verhaltensdefizite

und Fehlverhalten, die zum Widerruf einer erteilten waffenrechtlichen Erlaubnis

führen können oder sogar zwingend dazu führen (vgl. hierzu insgesamt

Göbel, Der Kreistag und das Waffenrecht, in: WM-Intern 2/2021, S. 38

ff.). Die körperliche Nichteignung und/oder Unzuverlässigkeit – insbesondere,

wenn es um Verstöße gegen waffenrechtliche Sorgfaltspflichten geht –

führt dabei zugleich auch zur Einziehung des Jagdscheins (vgl. § 17 Abs. 1 Nr.

2, § 18 Satz 1 BJagdG, §§ 4 ff. WaffG), da die Begriffe im Jagdrecht insoweit

vergleichbar definiert werden.

„Aus dem Fehlen der körperlichen Eignung muss eine gefahrbringende

Jagduntauglichkeit entspringen, insbesondere Treffunsicherheit, mag diese

gleich nur bedingt oder teilweise sein.“ Unzuverlässig ist hierneben, „wer

nicht die Gewähr dafür bietet, dass er die Jagd ordnungsgemäß ausüben

wird. Das mag insbesondere auf einer gefährlichen Neigung des Bewerbers

zu mangelnder Vorsicht (und damit seiner Untauglichkeit als Träger einer

Schusswaffe) oder zu einer irgendwie gearteten Gefährdung der öffentlichen

Sicherheit, aber auch überhaupt auf charakterlichen, geistigen oder

seelischen Defekten beruhen“ (hierzu insg. Metzger, in: Erbs/Kohlhaas,

Strafrechtliche Nebengesetze, 235. EL März 2021, BJagdG § 17 Rn. 3 ff.). Der

Vollständigkeit halber soll nicht unerwähnt bleiben, dass die waffenrechtliche

teilweise über die jagdrechtliche Zuverlässigkeit hinausgeht und umgekehrt,

was sich aus dem jeweiligen Sinn und Zweck der gesetzlichen Bestimmungen

ergibt.

Einziehung des Jagdscheins führt zum Wegfall des waffenrechtlichen

Bedürfnisses

Demgegenüber gibt es Tatsachen, welche „lediglich“ die Einziehung des

Jagdscheins zur Folge haben, die waffenrechtliche Erlaubnis hingegen – zumindest

unmittelbar – unberührt lassen. Der jagdrechtliche Zuverlässigkeitsbegriff

umfasst beispielsweise auch Verstöße gegen jagd-, tierschutzoder

naturschutzrechtliche Vorschriften (vgl. § 17 Abs. 4 Nr. 1 lit. d u. Nr. 2

BJagdG vs. § 5 Abs. 2 WaffG), weil die Achtung dieser Normen im Jagdrecht

immanent ist. Nach § 18 Satz 1 i.V.m. § 17 Abs. 2 Nr. 4 BJagdG kann der Jagdschein

zudem Personen entzogen werden, die gegen die allgemein anerkannten

Grundsätze deutscher Waidgerechtigkeit schwer oder wiederholt

verstoßen haben. Dabei führt die Einziehung des Jagdscheins, gleich aus

welchen Gründen, zum Wegfall des waffenrechtlichen Bedürfnisses nach

§§ 8, 13 WaffG und damit gemäß § 45 Abs. 2 WaffG jedenfalls mittelbar auch

zum Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnis.

Bilder: ©

www.wm-intern.de


09/2021 · 12 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE

An dieser Stelle sei ein kurzer Exkurs zum waffenrechtlichen Bedürfnis

von Jagdscheininhabern gestattet. Bei Jägern wird im Allgemeinen ein

besonderes Bedürfnis für den Erwerb und Besitz von Jagdwaffen und Munition

anerkannt, wenn diese für die Jagdausübung in Deutschland nicht

ausdrücklich nach dem BJagdG verboten sind und jeweils für die beabsichtigte

Jagdausübung, das Training oder den Wettkampf im jagdlichen

Schießen benötigt werden (Ziff. 13.1 WaffVwV). Bei Inhabern eines gültigen

Jahresjagdscheines entfällt dabei die Bedürfnisprüfung bei der Erlaubniserteilung

für den Erwerb und Besitz von nach BJagdG nicht verbotenen

Langwaffen und bis zu zwei Kurzwaffen sowie der zugehörigen

Munition (Ziff. 13.2 WaffVwV; vgl. zu der Frage, ob es eine zahlenmäßige

Obergrenze für den Erwerb und Besitz jagdlicher Langwaffen gibt, beispielsweise

OVG Lüneburg, B. v. 04.10.2010 - 11 ME 344/10; Göbel, Der Kreistag

und das Waffenrecht, in: WM-Intern 2/2021, Fn. 11).

Jagdschein rechtzeitig verlängern

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass Waidleuten dringend

anzuraten ist, ihren Jagdschein rechtzeitig verlängern zu lassen, denn

eine zeitliche Lücke bei der Gültigkeit des Jahresjagdscheins kann gravierende

waffenrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Ein ungültiger

Jagdschein führt nämlich zwangsläufig zum Wegfall des waffenrechtlichen

Bedürfnisses. Dies vorweggenommen führt die (auch vorübergehende) Ungültigkeit

des Jagdscheins zwar noch nicht unmittelbar zum Verlust der Erlaubnis

zum Besitz der eingetragenen Lang- und Kurzwaffen nebst Kurzwaffenmunition,

weil die Waffenbesitzkarte (WBK) ein Verwaltungsakt im Sinne

des § 35 Satz 1 VwVfG ist, der so lange Bestand hat, bis er von der Waffenbehörde

vollziehbar aufgehoben wurde. Auch sind die Waffenbehörden im

Einzelfall möglicherweise großzügig, sofern der Jagdschein wenigstens

zeitnah verlängert wird, weil mit dessen Verlängerung das waffenrechtliche

Bedürfnis quasi wiederauflebt. Ein zwingender Rechtsanspruch auf „wohlwollende

Handhabung“ durch die Waffenbehörde besteht indes nicht (vgl. §

45 Abs. 3 WaffG: „kann“).

Bei Langwaffenmunition stellt sich die Lage jedoch anders dar, weil die

WBK bei Waidleuten in der Regel lediglich Lang- und Kurzwaffen nebst Erwerbsberechtigung

für Kurzwaffenmunition, allerdings keine Erwerbsberechtigung

für Langwaffenmunition listet, da Waidleute nach § 13 Abs. 5

WaffG für den Erwerb und Besitz von jagdlicher Munition für Langwaffen

keiner gesonderten Erlaubnis bedürfen, da diese sich unmittelbar aus dem

Innehaben des Jagdscheins legitimiert. Deshalb führt die (auch vorübergehende)

Ungültigkeit des Jagdscheins zwangsläufig zu einem waffenrechtlichen

Verstoß, da die Langwaffenmunition dann nicht mehr rechtmäßig besessen

wird. Dies wiederum hat streng genommen die waffenrechtliche

Unzuverlässigkeit nach § 5 WaffG zur Folge. Dieses Problem lässt sich

rechtskonform nur dadurch umgehen, dass die betroffene Langwaffenmunition

(vorübergehend) einem Waidgenossen mit gültigem Jagdschein zum

Zwecke der Aufbewahrung überlassen wird.

Einziehung des Jagdscheins – Beispielfälle

Ausgehend von den vorstehenden Überlegungen sollen im Folgenden ausgewählte

Beispielfälle aus der Praxis skizziert werden, die zur Einziehung

des Jagdscheins und (teilweise mittelbar) auch zum Widerruf der waffenrechtlichen

Erlaubnis geführt haben:

- Nach dem Ende einer revierübergreifenden Ansitz-Drückjagd wurde

dem Jagdleiter mitgeteilt, dass zwei Stücke Schwarzwild krankgeschossen

worden waren. Der erfahrene Waidmann ging seines

Jagdscheins verlustig, weil er sich, „obwohl sich die Notwendigkeit

einer fachgerechten Nachsuche spätestens am Abend“ unmittelbar

nach der Drückjagd förmlich aufdrängte, nicht unverzüglich um

eine fachgerechte Nachsuche bemühte. Stattdessen wartete er

wegen hereinbrechender Dunkelheit die Morgendämmerung ab.

Am frühen Morgen des nächsten Tages versuchte er sodann, das

krankgeschossenen Wild „mit seiner (aus einer leistungsgeprüften

Zucht stammenden, allerdings nicht jagdlich brauchbaren) reinrassigen

Kleinen Münsterländerhündin zu finden“, was aus einer Reihe

von Gründen erfolglos blieb. Einer der Sauen, die einen Laufschuss

aufwies, konnte erst nach Tagen der erlösende Fangschuss

angetragen werden. Eine andere Sau verendete im Wundbett, weil

diese in ein Nachbarrevier gewechselt war und der Jagdleiter den

Reviernachbarn weder informierte, noch eine Wildfolgevereinbarung

traf. Erschwerend kam noch hinzu, dass der Jagdleiter kundtat,

„dass er auch bei anderen erforderlichen (schwierigen) Nachsuchen

sowohl vor“ diesem „Vorfall als auch danach, insbesondere

für die Nachsuche auf Schalenwild“ keinen brauchbaren Jagdhund

eingesetzt, sondern solche Nachsuchen mit seiner Hündin vorgenommen

habe. (VG Schleswig, B. v. 22.12.2020 - 7 B 11/20 -, BeckRS

2020, 37125)

- Während des Ansitzes auf Schwarzwild erlegte ein Waidmann einen

schwarzen Mischlingshund. „Am folgenden Tag erklärte er in

einem Entschuldigungsschreiben“ an die Familie des Hundes, „er

habe den Mischlingshund mit einem Wildschwein verwechselt und

daher erlegt. Ihm sei so etwas noch nie passiert, und er hätte nicht

einmal einen wildernden Hund erschossen.“ Später widerrief er die

„Verwechselung als Schutzbehauptung und erklärte, er habe einen

wildernden Hund erschossen.“ Das Gericht entschied, dass ein Jäger

zwar berechtigt sei, Hunde, „die außerhalb der Einwirkung von

Begleitpersonen Wild nachstellen, zu töten. Die Tötung sei jedoch

verboten und müsse unterbleiben, wenn andere Maßnahmen ausreichen,

um die Gefahr von gejagten Tieren abzuwenden. Die Tötung

stelle die ultima ratio dar. Dass der Hund wilderte, habe der

Kläger zunächst nicht vorgetragen. Vielmehr habe er in seinem

Entschuldigungsschreiben erklärt, er habe den Hund irrtümlich für

ein Wildschwein gehalten und erschossen. Erst später habe er sich

auf die Befugnis zum Töten eines wildernden Hundes berufen. Aber

selbst wenn der Hund gewildert hätte, erweise sich die Einziehung

des Jagdscheins als rechtmäßig, da er vor der Tötung des Tieres

andere Maßnahmen zur Abwehr der Wilderei hätte ergreifen müssen,

wofür der Waidmann die Beweislast trage. (VG Frankfurt a. M.,

U. v. 16.01.2004 - 5 E 4952/03 -, BeckRS 2004, 152186)

- Ein Jungjäger hatte während einer nächtlichen Jagd im Sommer

das auf einer Koppel grasende Pferd – seinen Angaben zufolge in

der Annahme, auf ein flüchtendes Wildschwein zu schießen –

durch einen Schuss in den Hals getötet. Dabei räumte er ein, das

beschossene Ziel objektiv betrachtet nicht genau identifiziert zu

haben. Das Gericht befand unter anderem, dass der in der übereil-

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09/2021 · 13

ten Schussabgabe zu sehende „hohe Grad an Sorgfaltspflichtverletzung auf eine leichtfertige

Verwendung von Waffen“ schließen lasse. Der Waidmann habe die abgezäunte Koppel,

auf der sich das Pferd befunden habe, erkennen und auch von daher bei Abgabe des Schusses

besondere Vorsicht walten lassen müssen. Dies gelte umso mehr, als er sein Verhalten

nicht an seiner noch geringen jagdlichen Erfahrung ausgerichtet habe, was den Schluss auf

einen gewissen Grad an Selbstüberschätzung zulasse. (VG Koblenz, B. v. 21.09.2012 - 6 L

828/12.KO -, BeckRS 2012, 57645)

- Einem Forstbeamten wurde der Jagdschein entzogen, weil er unter anderem in zwei Fällen

vorsätzlich gegen die Abschussregelungen nach dem BJagdG sowie in einem Fall vorsätzlich

gegen den Jagdhundeeinsatz nach dem Landesjagdgesetz verstoßen hatte. Das Gericht

sah den Tatbestand des § 17 Abs. 4 Nr. 2 BJagdG als erfüllt, wonach der wiederholte oder

gröbliche Verstoß gegen jagd-, tierschutz- oder naturschutzrechtliche Vorschriften in der

Regel zur Annahme der jagdlichen Unzuverlässigkeit führt. Dabei seien zwei jagdrechtliche

Ordnungswidrigkeiten bereits als „wiederholt“ anzusehen. (VG Greifswald, B. v. 12.04.2016 - 6

B 737/16 HGW -, BeckRS 2016, 44898)

Fazit

Jagd- und/oder waffenrechtliche Verstöße können aus nachvollziehbaren Gründen gleichermaßen

dazu führen, beide vorhandenen Erlaubnisdokumente zu verlieren. Die jeweiligen Bestimmungen

sind vom Gesetzgeber systematisch aneinander angeglichen, teilweise identisch, bauen aufeinander

auf oder sind jedenfalls eng miteinander verzahnt. Jagdliche Grundsätze wie „des Waidmanns

Erstgebot: Was du nicht kennst, das schieß’ nicht tot“, „keine Schussabgabe ohne natürlichen Kugelfang“

oder „Finger lang am Abzug bis unmittelbar vor Schussabgabe“ kommen nicht von ungefähr,

sondern sollen jagd- und waffenrechtliches Fehlverhalten unbedingt verhindern. Schon- und

Jagdzeiten sind ebenso zu beachten, wie die allgemein anerkannten Grundsätze deutscher Waidgerechtigkeit.

Früher vereinzelt zu hörende Sprüche, wie „das haben wir schon immer so gemacht“

oder „dass gerade Schonzeit ist, weiß doch der Fuchs nicht“, haben bei der Jagdausübung absolut

nichts verloren. Sollten Jungjäger auf solche Aussagen treffen, sollten sie sich besser anderswo

einen Begehungsschein suchen. Am Ende geht es nämlich um den eigenen Jagdschein oder gar

um das Leben einer Kreatur oder eines Menschen.

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Der Autor

Patrice Leon Göbel …

… ist Richter am Verwaltungsgericht. Seit 2012 ist er

durchgehend Inhaber eines Jahresjagdscheins. Seine

jagd- und waffenrechtliche Fachexpertise hat er sich

primär im Rahmen seiner richterlichen Tätigkeit sowie

als nebenamtlicher Lehrbeauftragter für das Fach Waffenrecht

an der Hessischen Hochschule für Polizei und

Verwaltung (HfPV) und Fachprüfer bei Jägerprüfungen

im Fach Jagdrecht angeeignet. Als nebenamtlicher Prüfer

in juristischen Staatsprüfungen prüft er gelegentlich

auch waffenrechtliche Sachverhalte.

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09/2021 · 14 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE

Die Notfall-Peitsche von Stinger –

erlaubt, aber mit klaren Einschränkungen

Das US-amerikanische Unternehmen Stinger Tools bietet unter der Bezeichnung

„Stinger Whip Car Emergency Tool with Window Breaker“ ein

Notfall- und Rettungstool an, welches für den Einsatz im KFZ konzipiert

ist, aber auch als effektives Selbstverteidigungsgerät dienen kann. Tatsächlich

ähnelt der Aufbau des Gerätes eine Peitsche. Der aus einer Aluminiumlegierung

gefertigte Griff ist dabei als Kubotan ausgeformt und am

unteren Ende mit einer Spitze aus gehärtetem Stahl versehen. Diese soll

im Notfall als Glasbrecher fungieren. Oben wurde mittels mehrerer

Schrauben ein 8 mm starkes, ab dem Griff 44 cm langes kunststoffummanteltes

Stahlseil angebracht, welches im Verteidigungsfall als eine Art

Peitsche zum Einsatz kommt. Das BKA begutachtete im Februar 2020 die

Stinger Whip im Rahmen eines Feststellungsbescheides (Aktenzeichen

SO 23-5164.01-Z-493) und kam dabei zu dem Schluss, dass es sich hierbei

definitiv um eine Waffe (Hieb- und Stoßwaffe), jedoch nicht per se um einen

verbotenen Gegenstand handelt, da die klassischen Merkmale eines

sogenannten Totschlägers (Metallbeschwerung am Ende) nicht gegeben

sind. Zugleich fällt die Stinger Whip jedoch aufgrund ihrer Eigenschaften

unter das sogenannte Führverbot (§ 42a) und darf somit nicht ohne Weiteres

im Auto oder generell außerhalb befriedeten Besitztums mitgeführt

werden. Dennoch mag die Stinger Whip ihre Abnehmer finden, dennoch

ist sie durchaus geeignet zur Home Defense in den eigenen vier Wänden.

Nähere Infos zur Stinger Whip gibt es auf der Homepage des Herstellers,

alle Ausführungen und rechtlichen Details zur Beurteilung finden sich auf

den Seiten des Bundeskriminalamtes.

www.thestingertools.com + https://tinyurl.com/notfallpeitsche dg

Ein Inserat im Lieferanten-Lexikon lohnt sich immer!

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FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE

09/2021 · 15

Waffenrecht Europa

„Firearms United Network“

klagt gegen die

Europäische Kommission

Die Erfolgsstory geht weiter:

Das neue PARD NV007S

Am 9. April dieses Jahres hat das Firearms-United-Network bei der Europäischen

Union eine Klage gegen das Verbot bleihaltiger Schrotmunition

in oder in der Nähe von Feuchtgebieten eingereicht.

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In der Rechtssache T-187/21 (2021/C 217/68) beantragen die Kläger, die Verordnung

(EU) 2021/57 der Kommission vom 25. Januar 2021 zur Änderung des

Anhangs XVII der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments

und des Rates zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung

chemischer Stoffe (REACH) betreffend Blei in Schrotmunition in oder in

der Nähe von Feuchtgebieten für nichtig zu erklären und aufzuheben.

Als Klagegründe und wesentliche Argumente gibt der Prozessbevollmächtigte

Rechtsanwalt E. Woźniak die folgenden vier Gründe an:

Erster Klagegrund: Verstoß gegen die Bestimmungen der Charta der Grundrechte

der Europäischen Union ( 2 ) (Art. 16, 17 Abs. 1, Art. 21 Abs. 1, Art. 45 Abs. 1,

Art. 48 Abs. 1) durch die Beschränkung der Freiheit, wirtschaftliche Tätigkeiten im

Zusammenhang mit dem Schießsport aufzunehmen und auszuüben; durch die

Beschränkung des Rechts auf Eigentum an, Benutzung von und Verfügung über

eine Schusswaffe, bleihaltige Munition, Einrichtungen, die Schießstände darstellten;

durch die Diskriminierung von Sport- und Jagdschützen; durch die Beschränkung

der Möglichkeit, mit bleihaltiger Munition zu reisen; durch die Einführung

einer Vermutung, dass Personen, die sich mit bleihaltiger Munition in

„Feuchtgebieten“ bewegten, Personen seien, die mit bleihaltiger Munition in

„Feuchtgebieten“ schössen und damit gegen das Verbot verstießen.

Zweiter Klagegrund: Verstoß gegen die Bestimmungen des Vertrags über

die Europäische Union (3) (Art. 2, 3 Abs. 2 und 3) durch die Verletzung der

Freiheit und des Rechts, die Jagd und den Schießsport auszuüben; durch die

Verletzung des Grundsatzes der Rechtsstaatlichkeit mittels Einführung einer

Vermutung, dass Personen, die sich mit bleihaltiger Munition in „Feuchtgebieten“

bewegten, Personen seien, die mit bleihaltiger Munition in „Feuchtgebieten“

schössen; durch die Verletzung des Sicherheitsgefühls durch die Einführung

von Bestimmungen, die es unmöglich machten, „Feuchtgebiete“ und

damit den territorialen Geltungsbereich des Verbots zu erkennen und folglich

das eigene Verhalten den geltenden Vorschriften anzupassen.

Dritter Klagegrund: Verstoß gegen die Bestimmungen des Vertrags über

die Europäische Union (Art. 5 Abs. 2, 3 und 4) durch den Verstoß gegen den

Grundsatz der begrenzten Einzelermächtigung, ein Verstoß, der darin bestehe,

dass Maßnahmen ergriffen worden seien, die in zufriedenstellender

Weise von den Mitgliedstaaten hätten ergriffen werden können und die in

Form und Umfang über das hinausgingen, was zur Erreichung der Ziele der

Verträge erforderlich sei.

Vierter Klagegrund: Missbrauch von Befugnissen durch den Erlass einer

Verordnung, die zum Zweck habe, das zivile Schießen in der Europäischen

Union erheblich zu beschränken.

(Veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union, C 217, 7. Juni 2021) z

Firearms United …

…bringt mehr als 100 Millionen gesetzestreue Waffenbesitzer in Europa

zusammen. Dazu gehören Reservisten, Jäger, Sportschützen,

Sammler, Waffenhändler, Hersteller, Sicherheitsexperten, Schießstandbetreiber

und normale Bürger, die freie Waffen besitzen. Die

Klage wurde von der polnischen Sektion mit Sitz in Warschau eingereicht.

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09/2021 · 16

VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

DER VDB INFORMIERT

Parteien zur Bundestagswahl

Wie stehen die großen Parteien zu privatem Waffenbesitz?

Für die Wahl 2021 haben die Parteien den Wahlprüfsteinen einen Rahmen

gegeben: Erlaubt waren bis zu acht Fragen in einer Länge von

max. 300 Zeichen.

Sieben Fragen hat der VDB den Parteien gestellt, die zukünftig unser

Land regieren wollen. Ziel ist, eine klarere Einschätzung zu bekommen,

was Jäger, Sportschützen und Sammler bei einer Regierungsbeteiligung

der jeweiligen Partei zu erwarten hätten. Wahlprogramme

sind Idealvorstellungen und keine verbindlichen Handlungsversprechen.

Vieles wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Dennoch

geben die Antworten Aufschluss über Denkweisen und Weltbilder.

Insofern können wir Wähler davon ausgehen, dass sich Positionen

umso stärker im späteren Regierungsalltag niederschlagen, je größer

die Fraktion der jeweiligen Partei ist. Immer vorausgesetzt, die Partei

wird von den anderen als geeigneter Koalitionspartner gesehen.

Um eine bessere Vergleichbarkeit der Antworten zu ermöglichen, haben

wir im Anschluss an die Fragestellung die Antworten aller in alphabetischer

Reihenfolge Parteien aufgelistet. Von Die Linke liegen leider

keine Antworten vor.

Frage 1: Unabhängig der Umsetzung der EU-Feuerwaffenrichtlinie:

Strebt Ihre Partei weitere Veränderungen des Waffengesetzes oder

des Sprengstoffgesetzes an?

Wenn ja: welche?

Die AfD wendet sich gegen weitere Verschärfungen im Waffenrecht.

Unsere Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung

in ihrem Antrag (Drucksache 19/30193) dazu auf, bis

auf Weiteres keine Gesetzentwürfe mehr in den Bundestag einzubringen oder

weiterzuverfolgen, „die eine Verschärfung des Waffenrechts, auch in Bezug auf den

Erwerb und Besitz von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen vorsehen“.

Darüber hinaus fordert die AfD-Fraktion in dem Antrag die Bundesregierung

dazu auf, die in ihrem Gesetzentwurf „zur Verbesserung waffenrechtlicher

Personenüberprüfungen“ (Drucksache 19/29487) vorgesehenen Regelabfragen

der zuständigen Waffenbehörde bei anderen Behörden und Mitteilungspflichten

anderer Behörden im Falle einer Weiterverfolgung dieser

Gesetzesinitiative zu streichen. Zugleich wird die Bundesregierung dazu

aufgefordert, „im Rahmen einer Gesetzesinitiative darauf hinzuwirken, die

Regelabfrage der Waffenbehörden bei den Verfassungsschutzbehörden

wieder abzuschaffen“.

Ferner soll die Bundesregierung nach dem Willen unserer AfD-Fraktion die

nach § 14 des Waffengesetzes begrenzte Erwerbsmöglichkeit für Sportschützen

auf zehn Waffen wieder aufheben. Außerdem fordert unsere Fraktion

die Bundesregierung auf, „genauer zu analysieren, inwieweit sich die

jüngsten Verschärfungen im Waffenrecht auf den legalen Erwerb und Besitz

von Schusswaffen gerade im Hinblick auf Gebührensteigerungen und Wartezeiten

nachteilig für Legalwaffenbesitzer in der Praxis ausgewirkt haben“.

In Deutschland gibt es über fünf Millionen legale

Waffen. Jedes Jahr sterben Menschen auch durch

legale Waffen, beim Hantieren mit ihnen oder durch

Straftaten. Diese reichen von häuslicher Gewalt über

Amokläufe bis hin zu extremistischen Attentaten. Solche Straftaten werden

nicht unbedingt durch die Legalwaffenbesitzer*innen begangen, sondern

auch durch Menschen, die sich rechtswidrig Zugang zu diesen Waffen verschaffen,

zum Beispiel im gemeinsamen Haushalt. Jeder Mensch, der durch

eine Waffe stirbt, ist einer zu viel. Deshalb wollen wir GRÜNE die Verfügbarkeit

von tödlichen Schusswaffen für Sportschützen schrittweise beenden. Im Bereich

des Schießsports setzen wir uns im Dialog mit Sportschütz*innen für die

Umstellung auf nichttödliche Schusswaffen ein. Wir wollen, dass alle, die eine

waffenrechtliche Erlaubnis anstreben, ihre psychische Eignung nachweisen

müssen und wollen die Altersschwelle für die Vorlage eines medizinisch-psychologischen

Zeugnisses in § 6 Abs. 3 WaffG abschaffen.

Deutschland verfügt über eines der strengsten

Waffengesetze der Welt. Das bestehende deutsche

Waffenrecht hat sich bewährt und bietet

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Bilder: © VDB


VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

09/2021 · 17

grundsätzlich ausreichende Möglichkeiten, den Missbrauch von

Schusswaffen und Munition wirksam zu verhindern. Insofern sind systematische

Verschärfungen oder Lockerungen weder erforderlich noch

beabsichtigt. Das schließt nicht aus, dass aufgrund des technischen

Fortschritts sowie infolge neuer Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden

an einzelnen Stellen Präzisierungen der Rechtsgrundlagen erforderlich

werden können.

Das Sprengstoffrecht in seiner jetzigen Form ist wegen wiederholter punktueller

Anpassungen an EU-Recht äußerst komplex. Durch eine Neuordnung

des Sprengstoffrechts könnten die Vorschriften insgesamt leichter und klarer

handhabbar gemacht und so gefasst werden, dass auf technische und

rechtliche Entwicklungen besser reagiert sowie erkannte Probleme der

Vollzugspraxis gelöst werden können.

Wir Freie Demokraten stehen für ein Waffenrecht

mit Augenmaß und Konsequenz. Wir

lehnen Forderungen nach einem Verbot des

privaten Schusswaffenbesitzes entschieden

ab. Ein solcher Schritt führt zu keinem nennenswerten Sicherheitsgewinn,

beeinträchtigt aber den Schießsport und seine Traditionen in erheblichem

Ausmaß. Gleichzeitig verschließen wir nicht die Augen davor, dass von Waffen

in den falschen Händen eine Gefahr ausgeht. Es ist deshalb unser erklärtes

Ziel, Extremisten zügig zu entwaffnen. Dazu muss der Datenaustausch

der beteiligten Behörden verbessert werden und der illegale

Waffenhandel auf europäischer Ebene stärker bekämpft werden. Eine Verschärfung

des Waffenrechts über das gegenwärtige Maß hinaus braucht es

jedoch nicht. Vielmehr mangelt es an einer konsequenten Umsetzung. Im

Übrigen spricht sich die Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag

für eine Generalrevision des Waffenrechts aus (BT-Drs. 19/27183). Die

Vielzahl der Gesetzesänderungen der Vergangenheit hat das Waffengesetz

unhandlich und benutzerunfreundlich gemacht. Ein modernes Waffenrecht

muss übersichtlich und leicht verständlich sein. Regelungen, die übereilt

eingeführt wurden, um die Sicherheit zu erhöhen, müssen auf den Prüfstand

und hinsichtlich ihrer Geeignetheit und Erforderlichkeit neu bewertet

werden.

Wir haben eines der strengsten Waffenrechte

der Welt und halten dies für ausreichend.

Weitere Verschärfungen sind unverhältnismäßig.

Mit dem neuen Waffenrecht haben wir bereits mit der Entwaffnung

von Extremisten begonnen. Wir werden auch

weiterhin Rechtsextremisten und Reichsbürger, die Feinde

unserer Demokratie, konsequent entwaffnen und von Waffen

fernhalten.

Frage 2: Dass WaffG ist an das Bedürfnisprinzip gebunden. Wie

stehen Sie dazu, Schusswaffen mit glatten Läufen der Kat. C der

Richtlinie 91/477/EWG vom Bedürfnis zu entbinden, sodass diese

allein mit einem Nachweis der persönlichen Eignung, Zuverlässigkeit

und entsprechenden Sachkunde erworben werden dürfen?

Hierzu ist bislang noch keine Meinungsbildung erfolgt.

Wir GRÜNE sehen aktuell keinen Anlass für eine

Abschaffung der Bindung an das Bedürfnis für

Schusswaffen mit glatten Läufen der Kat. C der

Richtlinie. 91/477/EWG im Sinne der Fragestellung.

Das Bedürfnisprinzip ist eine der tragenden Säulen

des deutschen Waffenrechts und hat sich bewährt.

Das Waffengesetz trägt bereits der Tatsache Rechnung,

dass von bestimmten Schusswaffen mit glatten

Läufen (insbesondere sogenannten Vorderladern) eine vergleichsweise

geringere Gefährlichkeit ausgeht, indem es den erlaubnisfreien Erwerb und

Besitz solcher Waffen zulässt.

Wie die Fraktion der Freien Demokraten im

Deutschen Bundestag festgestellt hat, hat

sich das Bedürfnisprinzip grundsätzlich bewährt

und dazu geführt, dass die Zahl der

Straftaten mit legal besessenen Schusswaffen in Deutschland äußerst gering

ist (BT-Drs. 19/27183).

Auch beim Erwerb von Einzellader-Langwaffen

mit glatten Läufen (ehemals Kat. D) halten

wir neben der persönlichen Eignung auch eine weitergehende Prüfung für

notwendig. Der angesprochene Sachkundenachweis könnte aus unserer

Sicht der Jagdschein sein, dessen Inhaber kein Bedürfnis für den Erwerb

oder Besitz von Langwaffen nachweisen müssen.

Wir sehen keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf.

Frage 3: Unterstützen Sie eine Entbürokratisierung des Waffenbesitzes?

Indem beispielsweise digitale Waffenbesitzkarten/Jagdscheine eingeführt

und damit beim Kauf/Verkauf einer Waffe digitale Meldungen statt

der persönlichen Anmeldung bei der Behörde möglich werden?

Ja, der Waffenbesitz muss soweit wie möglich entbürokratisiert

werden. Die fortschreitende Digitalisierung

bietet hierzu Möglichkeiten, die genutzt werden sollten.

Die digitale Waffenbesitzkarte und der digitale Jagdschein sollten daher

eingeführt werden. Auch die Anmeldung bei der Behörde beim Kauf/Verkauf

einer Waffe sollte digital abgewickelt werden können.

Grundsätzlich stellen wir GRÜNE uns Ideen für eine

Entbürokratisierung nicht entgegen, wenn der

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09/2021 · 18 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

Nachweis geführt werden kann, dass dadurch keine Sicherheitslücken entstehen.

So wie in dieser Frage vorgeschlagen bestünde allerdings die Gefahr,

dass eine unerlaubte Weitergabe von Waffen ohne Wissen der Behörden erleichtert

werden könnte. Zwar ist der Wunsch von Waffenbesitz*innen nach

Entbürokratisierung aus ihrer Sicht aus Praktikabilitätsgründen nachvollziehbar,

jedoch sind wir davon überzeugt, dass diese hier im Rahmen einer Verhältnismäßigkeitsprüfung

und Güterabwägung hinter das Interesse der Allgemeinheit

an Gefahrenreduktion durch Waffenkriminalität zurücktreten.

Das Onlinezugangsgesetz sieht vor, dass spätestens

bis Ende 2022 sämtliche Verwaltungsdienstleistungen

von Bund, Ländern und Kommunen

auch online anzubieten sind. Dies umfasst auch die

Beantragung waffenrechtlicher und jagdrechtlicher Erlaubnisse. Die für den

Vollzug des Waffen- und des Jagdrechts zuständigen Landesbehörden arbeiten

derzeit mit Unterstützung des Bundes an der Umsetzung entsprechender

Lösungen. Die Möglichkeit der digitalen Beantragung schließt

nicht aus, dass die Waffenbehörden im Einzelfall weiterhin das persönliche

Erscheinen des Antragstellers anordnen können, wenn dies zur Ermittlung

des Sachverhalts bzw. zur Klärung von Zweifeln an Zuverlässigkeit und persönlicher

Eignung erforderlich ist.

Die jüngsten Verschärfungen des Waffenrechts

haben die Besitzerinnen und Besitzer von Legalwaffen

und auch die zuständigen Behörden mit

zusätzlicher unnnötiger Bürokratie überzogen.

Die Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag fordert daher eine

Generalrevision des Waffenrechts, um Praktikabilität und Praxisnähe zu verbessern

(BT-Drs. 19/27183). Wir treten auch für eine konsequente Digitalisierung im

Bereich des Waffenrechts ein. Wir wollen insbesondere, dass das Nationale Waffenregister

umgestaltet wird. In seiner momentanen Ausgestaltung ist das Nationale

Waffenregister kaum in der Lage, den Ansprüchen an ein modernes und

digitales Register gerecht zu werden. Um die hoch sensiblen Daten vor dem Zugriff

Unbefugter zu schützen und gleichzeitig die Datenqualität zu verbessern,

sind Investitionen in Software und Abläufe nötig. Zudem sprechen wir uns für ein

konsequentes Datenmonitoring aus.

Wir unterstützen eine Digitalisierung der Verwaltungsvorgänge

insbesondere für die Händler.

Allerdings muss gewährleistet sein, dass die zuständige Kreisverwaltungsbehörde

die Zuverlässigkeit gerade bei Erstkäufern ausreichend prüfen kann.

Auf Landesebene haben wir FREIE WÄHLER uns in Bayern bereits im März

letzten Jahres für einen digitalen Jagdschein stark gemacht. So könnten Jäger

den neuen Jagdschein problemlos dauerhaft in der Brieftasche mitführen, was

die Wahrscheinlichkeit eines versehentlichen Nicht-Mitführens zur Jagd deutlich

reduziert. Neben den Vorteilen für Jäger würde auch die Arbeit der Polizei

vereinfacht werden sowie das gesamte Format fälschungssicherer werden.

Grundsätzlich sind wir für eine Entbürokratisierung von

Verwaltungshandelungen. Der Bedarf für eine digitale Waffenbesitzkarte

oder Jagdschein sowie Anmeldung wäre zu

prüfen. Jedoch sollte die Anordnung des persönlichen Erscheinens

des oder der Antragsteller*in immer möglich sein. Dies muss

möglich sein, damit sich die Waffenbehörde ein persönliches Bild der antragstellenden

Person machen kann.

Frage 4: Inwiefern unterstützen Sie die nach Herkunft differenzierte

Erfassung von Strafdelikten mit Schusswaffen in der polizeilichen Kriminalstatistik?

Kategorien könnten sein: Illegale versus legale Waffe;

gestohlene Dienst- oder Privatwaffe versus zum Tatzeitpunkt im rechtmäßigen

Besitz der Täterin oder des Täters befindliche Waffe.

Ja, unbedingt. Bei der Erfassung von Straftaten mit

Einsatz von Schusswaffen ist eine Differenzierung

zwischen legalen und illegalen Waffen in der Kriminalstatistik

sinnvoll und zu befürworten. Diese Differenzierung hat es bis

2015 im „Bundeslagebild Waffenkriminalität“ auch gegeben. Daraus war

ersichtlich, dass legale Feuerwaffen bei Straftaten kaum Verwendung finden.

Im Zuge einer organisatorischen Umstellung bei der Erhebung der

statistischen Daten ist diese Praxis aufgegeben worden und soll laut Auskunft

des von der CSU geführten zuständigen Bundesinnenministeriums

(BMI) auch nicht wieder aufgenommen werden. Mutmaßlich deswegen,

weil Gegnern der nächsten Waffenrechtsverschärfung nicht die Möglichkeit

gegeben werden soll, auf die offiziellen Kriminalstatistiken verweisen

zu können. Diesen Sachverhalt hatte die AfD aufgedeckt und publik gemacht.

Wir GRÜNE unterstützen eine differenzierte Erfassung

im Sinne der Fragestellung. Um ein valides

Bild über die Dimensionen und Ursachen von Straftaten,

die unter Zuhilfenahme von Schusswaffen

begangen wurden, zu erhalten, braucht es endlich eine verbesserte kriminalstatistische

Erfassung. Es muss dokumentiert werden, ob eine Straftat

mit einer legalen oder illegalen Schusswaffe begangen wurde, ob es bei der

Tat auch zu einer Schussabgabe kam und ob die oder der Tatverdächtige

berechtigt war, die Waffe zu besitzen oder nicht.

Eine solche Differenzierung wäre zwar wünschenswert,

lässt sich jedoch praktisch kaum realisieren,

da sich bei zahlreichen Straftaten unter Verwendung

von Waffen im Nachhinein nicht mehr feststellen

lässt, ob eine legale oder illegale Waffe verwendet wurde. Dies betrifft

insbesondere Fälle, in denen der Täter und/oder die Tatwaffe im

Nachhinein nicht ermittelt werden können.

Die Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen

Bundestag hat sich dafür eingesetzt,

dass die Herkunft sichergestellter und beschlagnahmter

Waffen in der polizeilichen

Kriminalstatistik und im Bundeslagebild Waffenkriminalität aufgeführt und

insbesondere dokumentiert wird, ob diese bei der Tat legal oder illegal besessen

wurden (BT-Drs. 19/27183). Außerdem sollte bei Straftaten mit

Schusswaffen stets vermerkt werden, ob diese legal oder illegal besessen

wurden. Auch müssen Verstöße gegen das Waffengesetz durch den Handel

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VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

09/2021 · 19

und Besitz illegaler Waffen und Kriegswaffen deutlich detaillierter im Bundeslagebild

Waffenkriminalität dargestellt werden, damit Defizite in der Regulierung

und Strafverfolgung ermittelt werden können.

Wir begrüßen eine differenzierte Erfassung in

den Kriminalstatistiken, wenn diese mit einem

verstärkten Einsatz gegen illegalen Waffenbesitz einhergehen.

Wir halten eine Optimierung des Systems der Kriminal- und

Rechtspflegestatistiken generell für erforderlich und werden

regelmäßig einen periodischen Sicherheitsbericht erstellen.

Ob aber auch eine nähere Aufschlüsselung der

Herkunft von Schusswaffen in PKS und dem BKA-Lagebild Waffenkriminalität

zweckmäßig und leistbar ist, bedürfte näherer Prüfung.

Frage 5: Wie stehen Sie zu den Wünschen des Fachhandels, das Nationale

Waffenregister dialogfähig zu machen, um das Sicherheitsniveau

zu steigern? Das heißt, dass den Fachhändlern ein Lesezugriff auf die

eigenen sowie auf die für Überlassungs- und Erwerbsvorgänge nötigen

Daten der Kunden gewährt wird.

Diesen Wunsch des Fachhandels unterstützen wir. Im

Rahmen einer Vereinfachung des legalen Waffenhandels

wäre es zu begrüßen, dass die Fachhändler für die

Abwicklung der Erwerbsvorgänge einen unkomplizierten Zugriff auf die dafür

notwendigen Daten der Kunden im Nationalen Waffenregister haben.

Alle datenrechtlichen Bestimmungen müssen hierbei selbstverständlich

eingehalten werden. Der Datenschutz der Kunden gegen unbefugten Zugriff

muss gewährleistet bleiben.

Die Einführung des Nationalen Waffenregisters sehen

wir GRÜNE als wichtigen Schritt für mehr Sicherheit

beim Thema Waffenbesitz. Nun muss dies im Sinne

der Anwendungsfreundlichkeit und zur intendierten

Steigerung des Sicherheitsniveaus weiterentwickelt werden. Wir stehen hierzu

mit den Verbänden im Austausch und glauben, dass auch hier ein wichtiger

Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung des Waffenrechts in den kommenden

Jahren liegt, konkret z. B. bei den Themen Verfassungsschutz-Abfrage und Datenklarheit

der im Nationalen Waffenregister eingestellten Daten.

Ein Zugriff der Waffenhändler und -hersteller auf

das Nationale Waffenregister (NWR) verbietet sich,

da das NWR ein Sicherheitsregister ist und einen

Zugriff der Privatwirtschaft zwingend ausschließt.

Die Abfrage der Daten aus dem NWR ist den in § 13 Waffenregistergesetz

genannten öffentlichen Stellen vorbehalten.

Zudem widerspricht der Vorschlag auch der technischen Ausgestaltung und

der fachlichen Bestimmung des Systems. Das NWR ist als verwaltungsinternes

technisches System ausgestaltet und steht in keinem direkten Verhältnis

zu den Händlern und Herstellern. Die Händler und Hersteller sind nicht an das

NWR angeschlossen, sondern steuern ihre Meldungen an das im Auftrag und

in Zuständigkeit aller Waffenbehörden eingerichtete Meldeportal für Händler

und Hersteller. Im Auftrag der Waffenbehörden werden die Daten dann in einem

weiteren Schritt an die vom Meldeportal der Waffenbehörden getrennte

sogenannte „Zentrale Komponente“ des NWR übermittelt.

Wir Freie Demokraten wollen die Praxisnähe

und Praktikabilität des Waffenrechts verbessern.

Die Bundestagsfraktion der Freien Demokraten

hat daher vorgeschlagen, das Nationale

Waffenregister so umzugestalten, dass Waffenhersteller und -händler

ihren Datenbestand jederzeit abgleichen und Korrekturen veranlassen können.

Gleichzeitig muss die Architektur des Registers so gestaltet werden,

dass fehlerhafte Eingaben, beispielsweise infolge des Austauschs eines

wesentlichen Waffenteils, vermieden werden. Siehe auch Frage 3.

Das digitale nationale Waffenregister umfasst

Daten von knapp 1,7 Millionen legalen Waffenbesitzern

in Deutschland. Hier einen Lesezugriff für Fachhändler einzurichten,

halten wir für problematisch. Die Zugriffsberechtigung auf die nötigen

Kundendaten müssten höchsten Sicherheitsvorgaben entsprechen, damit

die Fachhändlerzugriffe nicht von Hackern ausgenutzt werden können. Wir

sehen durch die hohen Umsetzungshürden keinen Mehrwert bei der Abänderung

der aktuellen Zugriffsbeschränkungen auf die Datenbestände.

Das NWR wurde zum 1. September 2020 um relevante Daten

von Waffenherstellern und Waffenhändlern erweitert.

Der komplette Lebenszyklus einer Waffe soll nun im NWR

nachvollzogen werden können. Eine Ausweitung der auskunftsberechtigten

Personen oder Stellen ist nicht vorgesehen.

Frage 6: Das bestehende Waffengesetz bietet den Behörden bereits

jetzt ausreichend Möglichkeiten, waffenrechtliche Erlaubnisse zu versagen

beziehungsweise zu widerrufen und somit Fälle wie in Hanau zu

verhindern. Wie will Ihre Partei dazu beitragen, dass die bestehenden

Regelungen effizient umgesetzt werden?

Im Hinblick auf das Attentat von Hanau hat die AfD-Bundestagsfraktion

in ihrem Antrag (Drucksache 19/30193)

unter anderem gefordert, eine Untersuchungskommission

von Bund und Ländern einzusetzen, die in einem öffentlich zugänglichen

Bericht die damals erfolgte Behördenkommunikation zwischen Strafverfolgungs-

und Waffenbehörden aufarbeitet. Die behördeninternen Verfahrensweisen

gehören auf den Prüfstand. Es muss gewährleistet sein, dass relevante

Daten zwischen den Behörden auch tatsächlich zeitnah ausgetauscht

werden, wenn Anhaltspunkte für ein Gefährdungspotenzial vorliegen.

Wir GRÜNE machen schon seit vielen Jahren auf

dieses massive Problem für die Sicherheit der Menschen

in Deutschland aufmerksam. Es braucht

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09/2021 · 20 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

endlich eine effiziente und konsequente Praxis bei der Versagung bzw. dem

Widerruf waffenrechtlicher Erlaubnisse. Dabei dürfen die örtlichen Waffenbehörden

nicht überfrachtet werden. Die ihnen aufgetragene Arbeit muss auch

tatsächlich leistbar sein. Denn gesetzliche Veränderungen dürfen nicht auf

dem Rücken der Menschen, die in den Behörden arbeiten, ausgetragen werden.

Es ist daher dringend erforderlich, dass die örtlichen Waffenbehörden

deutlich besser aufgestellt werden. Wir fordern, dass der Bund auf Länder und

Kommunen, z. B. im Rahmen der Innenministerkonferenz, einwirkt, um hier

schnell für Verbesserungen zu sorgen. Dies ist schon lange überfällig und sollte

Teil der gesetzgeberischen Verantwortung des Bundes sein.

Entscheidend ist es, die Kommunikation zwischen

den Waffenbehörden und anderen Behörden, insbesondere

den Sicherheitsbehörden, in der Praxis

so effektiv wie möglich zu gestalten. Hierzu haben

CDU und CSU die Regelabfrage der Waffenbehörden beim Verfassungsschutz

eingeführt und die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen, dass

bereits die Mitgliedschaft in einer verfassungsfeindlichen Vereinigung zur

waffenrechtlichen Regelunzuverlässigkeit führt. Diese Regelungen müssen

nun in der Praxis so reibungslos wie möglich umgesetzt werden, auch um

Verzögerungen bei der Erteilung waffenrechtlicher Erlaubnisse möglichst

zu vermeiden. Hieran arbeiten die für den Vollzug des Waffengesetzes zuständigen

Behörden der Länder und werden seitens des Bundes unterstützt,

soweit dessen Zuständigkeit betroffen ist.

Wir teilen die Analyse. Waffenbesitzerinnen

und -besitzer müssen bereits nach derzeitiger

Rechtslage strenge Voraussetzungen, etwa im

Hinblick auf Aufbewahrung, Bedürfnisnachweis

und Zuverlässigkeit, erfüllen und unterliegen entsprechenden Überprüfungen

durch die Waffenbehörden. Häufig verfügen die Waffenbehörden jedoch

nicht über die für eine Entziehung der waffenrechtlichen Erlaubnis

notwendigen Informationen. Eine bessere Kommunikation zwischen Strafverfolgungs-

und Waffenbehörden ist geeignet, Vorfälle wie den Anschlag in Hanau

zu verhindern. Behörden, die Kenntnis von Tatsachen erlangen, die auf

das Vorliegen einer psychischen Erkrankung hinweisen, sollten daher umgehend

die zuständigen Waffenbehörden unterrichten. Gleiches gilt, wenn es

Hinweise auf eine verfassungsfeindliche Einstellung gibt. Denn Waffen gehören

nicht in die Hände von Gefährdern oder Extremisten.

Wir begrüßen die Regelabfrage beim Verfassungsschutz

vor Erteilung einer Waffenerlaubnis.

So verhindern wir, dass Extremisten legal in den Besitz von Schusswaffen

gelangen. Bei Extremismusverdacht muss ein einzelfallbezogener

Entzug der Waffenerlaubnis auch künftig hohe Priorität haben. Waffen in

den Händen von IS-Heimkehrern, Reichsbürgern oder Neonazis müssen

konsequent entzogen werden.

Die erweiterten Regelungen nach dem dritten Waffenrechtsänderungsgesetz

müssen evaluiert und auf weiteren

gesetzgeberischen Handlungsbedarf überprüft werden.

Frage 7: Aus welchem Grund sollten Jäger, Sportschützen, Sammler,

gefährdete Personen, Besitzer von Taschenmessern oder freien Abwehrmitteln,

Reenactoren, Airsoft- und Paintballspieler und andere

Legalwaffenbesitzer bei der Bundestagswahl 2021 für Ihre Partei stimmen?

Die AfD ist die einzige Partei, die die Interessen der Legalwaffenbesitzer

entschlossen und konsequent vertritt

und sich klar gegen weitere Verschärfungen im

Waffenrecht positioniert. Wir setzen uns für das Recht auf den privaten Waffenbesitz

unter anderem auch deshalb ein, weil Jäger, Schützenvereine und

Waffensammler ein wichtiger Teil des kulturellen Brauchtums und der Tradition

in Deutschland sind. Der in den letzten Jahren immer stärker werdende

Druck der etablierten Politik auf die Legalwaffenbesitzer bringt ein Misstrauen

und einen Generalverdacht gegen die Bürger zum Ausdruck, der

durch nichts gerechtfertigt ist. Diesem Generalverdacht tritt die AfD entschieden

und entschlossen entgegen.

Das Waffenrecht in Deutschland ist bereits eines der restriktivsten und am

strengsten geregelten in Europa und der gesamten westlichen Welt. Ein liberaler

Rechtsstaat muss seinen Bürgern jedoch grundsätzlich vertrauen. Er muss es

nicht nur ertragen können, dass Bürger legal Waffen erwerben und besitzen,

sondern muss die Handlungsfreiheit seiner Bürger bewahren und freiheitsbeschränkende

Eingriffe minimieren. Eine immer stärkere Überwachung und Bevormundung

rechtstreuer Legalwaffenbesitzer lehnen wir entschieden ab, daher

widersetzt sich die AfD weiteren Erschwerungen des legalen Besitzes von

Waffen. Denn Terroristen und andere Verbrecher werden dadurch nicht daran

gehindert, Waffen illegal zu erwerben und einzusetzen.

Der Einsatz der AfD und ihrer Fraktion im Deutschen Bundestag für die Interessen

von legalen Zivilwaffennutzern wie Sportschützen, Jägern, Waffensammlern,

Waffenfachhändlern und Herstellerunternehmen hat bereits zu einer Reihe von

parlamentarischen Initiativen geführt. Im Folgenden übersenden wir Ihnen hinsichtlich

der grundsätzlichen Haltung der AfD zum Waffenrecht und dem Einsatz

der AfD für Legalwaffenbesitzer gerne einen Überblick mit parlamentarischen

Initiativen und Reden der Fraktion der AfD im Deutschen Bundestag:

„Für ein Waffengesetz mit Augenmaß – Kein Generalverdacht gegen legale

Waffenbesitzer“ (Drs. 19/14504)

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/145/1914504.pdf

Änderungsantrag zum Dritten Waffenrechtsänderungsgesetz für den Innenausschuss

(19(4)401), nicht öffentlich abrufbar, Änderungsantrag zu der

zweiten Beratung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung – Drucksachen

19/13839, 19/15875 –, (Drs. 19/15883)

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/158/1915883.pdf

„Kein pauschales Verbot bestimmter Munitionsarten durch die Hintertür –

Spielräume zur weiteren Verwendung rechtzeitig schaffen sowie Freiwilligkeit

und Eigenverantwortung stärken“ (Drs. 19/22924)

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/229/1922924.pdf

Kleine Anfrage: „Mögliche Verschärfungen im Waffenrecht im Hinblick auf

Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen“ (Drs. 19/27417)

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/274/1927417.pdf

Kleine Anfrage: „Kleiner Waffenschein und Straftaten“ (Drs. 19/11388)

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/113/1911388.pdf

Drucksachen des Deutschen Bundestages können auch direkt über Google

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09/2021 · 21

aufgerufen werden, falls ein Link nicht funktionieren sollte:

Redebeiträge der AfD über das Dritte Waffenrechtsänderungsgesetz:

https://youtu.be/9A2gsw-rPFU

Redebeitrag zur Debatte über das Dritte Waffenrechtsänderungsgesetz in

Zweiter und Dritter Lesung: https://youtu.be/hDmTy8t4v7s

Öffentliche Anhörung zur Waffenrechtsverschärfung und Interview mit

selbst geladener Expertin Katja Triebel: https://www.bundestag.de/presse/

pressemitteilungen/2019/pm-191105-pm-innen-11-11-19-666434, https://

www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw46-pa-inneres-waffenrecht-666164

https://youtu.be/1GY4Irmflgo

Informationsflyer zu Initiativen der AfD an alle Schützenvereine in Deutschland:

https://q2z7z6i5.rocketcdn.me/wp-content/uploads/2020/05/afd_

btf_waffengesetz_2019_flyer_digitale_version.pdf

Presseberichte (Auszug):

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/kriminalitaet-mitschusswaffen-legal-illegal-scheissegal

https://www.jagderleben.de/news/bleimunition-afd-fordert-kein-pauschales-verbot-712174

Es geht nach unserer Überzeugung in keiner Weise

darum, Schusswaffenbesitzer*innen zu kriminalisieren

oder unter Generalverdacht zu stellen – das

wäre völlig unangemessen. Vielmehr geht es uns

darum, die besten Lösungen zur Gewährung eines Höchstmaßes an Sicherheit

für alle Menschen in Deutschland zu finden. Dafür machen wir GRÜNE

viele konkrete Angebote, z. B. für eine analoge und digitale Stärkung der

Polizei, eine deutliche Verbesserung der Prävention und Deradikalisierung

sowohl im Bereich Islamismus als auch Rechtsextremismus, konsequente

Überwachung von islamistischen oder rechtsextremistischen

„Gefährder*innen“, Stärkung der Analysefähigkeit der Sicherheitsbehörden,

sodass Gefahren früher und besser erkannt werden, mehr und bessere

Strukturermittlungen gegen organisierte Kriminalität oder stärkere grenzüberschreitende

Zusammenarbeit von Polizei und Justiz.

CDU und CSU wissen sehr gut, dass die ganz überwiegende

Mehrheit der legalen Waffenbesitzer –

wie Jäger, Schützen und Waffensammler – verantwortungsvoll

mit ihren Waffen umgehen. Wir sind

stets dafür eingetreten, dass sie nicht unter einen Generalverdacht gestellt

werden. Tradition und Brauchtumspflege im Schützenwesen dürfen keinem

überzogenen Regelungswillen und keiner Bürokratisierung zum Opfer fallen.

Der berechtigte Waffenbesitz muss auch in Zukunft in Deutschland anerkannt

bleiben. Denn eine Gefahr geht zu einem ganz überwiegenden Teil

nicht von den unzähligen rechtstreuen Legalwaffenbesitzern aus, sondern

von den leider viel zu vielen illegalen Waffen.

Schon in den letzten Jahren haben wir hier einen besonnenen Kurs gesteuert.

Unser Waffenrecht trägt in ausgewogener Weise sowohl den Belangen

der öffentlichen Sicherheit als auch den berechtigten Belangen der Legalwaffenbesitzer

Rechnung. Bei Umsetzungsnotwendigkeiten europäischer

Richtlinien haben wir mit Augenmaß gute Lösungen erreichen können, die

mehr Sicherheit bringen und zugleich verhindern, dass Jäger und Sportschützen

unnötig mit Bürokratie belastet werden.

Politik muss Entscheidungen auf der Basis

von Fakten treffen. Dies muss auch für das

Waffenrecht gelten. Wir setzen uns deswegen

für eine ausführliche Evaluierung der

Waffenrechtsänderungen der vergangenen Jahre ein und lehnen weitere

Verschärfungen und Änderungen am Waffenrecht ab, die nicht evidenzbasiert

sind. Die jüngsten Verschärfungen des Waffenrechts haben die Besitzer

von Legalwaffen wie Sportschützen und Jäger zudem mit zusätzlicher

unnötiger Bürokratie überzogen. Der Bund sollte daher eine Generalrevision

des Waffenrechts unternehmen, um Praktikabilität und Praxisnähe zu verbessern.

Hierfür hat sich auch die Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen

Bundestag immer wieder eingesetzt (vgl. etwa den Antrag „Waffenrecht

mit Augenmaß und Konsequenz“, BT-Drs. 19/27183).

Bei den legalen Waffenbesitzern in Deutschland

wird viel Verbands- und Jugendarbeit

betrieben, die zum verantwortungsvollen Umgang mit Waffen und zu positiver

gesellschaftlicher Teilhabe anleitet. Diesen staatlich kontrollierten Umgang

mit Waffen wollen wir weiter stärken und nicht durch Verschärfungen

unter Generalverdacht zu stellen. Für die überwältigende Masse der Betroffenen,

die mit Waffen stets verantwortungsvoll umgehen, sind weitere Verbote

und Vorgaben nur demotivierend. Wir FREIE WÄHLER setzen uns deshalb

für bürgernahe Lösungen beim Thema Waffenbesitz ein.

Sozialdemokratische Politik ermöglicht, dass die Menschen

von ihrer Freiheit Gebrauch machen können. Wir sind der

Freiheit verpflichtet. Sie ist einer der Grundwerte der SPD

und Maßstab unseres Handelns. Wir stehen für eine Sicherheitspolitik

mit Augenmaß. Eine Sicherheitspolitik, bei der der Mensch und

nicht der Staat im Mittelpunkt steht und die sich an der tatsächlichen Sicherheitslage

orientiert. Freiheit und Sicherheit werden bei uns in eine vernünftige

Balance gebracht. Wir werden aus diesem Grund nicht den privaten

Waffenbesitz generell untersagen.

Theoretische Sitzverteilung bei 598 Sitzen (Wahltrend vom 22. August 2021)

77

71

118

45

598

Sitze

154

133

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09/2021 · 22 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

Wahrscheinliche Koalitionsmodelle – da alle Parteien eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen haben, fehlen diese hier als Planspiel.

67,7 %

60,9 %

58,4 % 54,8 %

www.bundestagswahl-2021.de

www.afd.de

www.gruene.de

www.cdu.de

www.csu.de

www.fdp.de

www.freiewaehler.eu

www.spd.de

Save the

Dates!

Fortbildungsangebot

des VDB

die Möglichkeit, sich über Google My Business kostenfrei mit einem Unternehmensprofil

zu präsentieren.

Ort: Online-Webseminar

Termine 2021

07. September, 14:30–15:30 Uhr (1 x 60 min)

07. September, 18:30–19:30 Uhr (1 x 60 min)

Workshop mit Peter Husen zum Wahljahr

Am 26. September ist Bundestagswahl. Wie sehen die Wahlprogramme aus

und wen kann man als Büchsenmacher oder Waffenfachhändler eigentlich

noch ruhigen Gewissens wählen? Mit wem spricht der VDB und was können

Sie vor Ort tun, damit unsere Branche gehört wird? Wir sprechen mit

unserem Mann in Berlin, Peter Husen, über das Wahljahr, die Parteiprogramme

und die politischen Aktionen des VDB.

Ort: Online-Webseminar – für VDB-Mitglieder kostenfrei

Termin 2021

Der Wahlkampf auf den letzten Metern – Politische Akteure und Themen

für den VDB

Montag, 06. September 2021, 18:30 bis ca. 20:00 Uhr

Webseminar „Kunden erreichen mit Google My Business“

Der erste Weg einer Produktsuche geht häufig über Google. Firmen haben

Morgen-Briefing „Verpackungsgesetz(-novelle)“ am 14. September

Am 3. Juli 2021 ist die Verpackungsgesetznovelle in Kraft getreten. Für den

Waffenfachhandel gibt es hier nur kleinere Neuerungen, die wiederum jedoch

für alle Unternehmen relevant sind.

Ort: Online-Webseminar – für VDB-Mitglieder kostenfrei!

Termin 2021

14. September, 08:00–09:00 Uhr (1x 60 min)

Webseminar „Waffenrecht aus der Praxis“

Wer tagtäglich mit Waffen umgeht, der bekommt am eigenen Leib zu spüren,

wie komplex das deutsche Waffenrecht ist. Wir haben für Sie über ein

Dutzend spannende Fälle herausgegriffen, die Ihnen jeden Tag passieren

können und die in der Regel Fragen aufwerfen. Diese behandeln wir in einer

moderierten Fragerunde gemeinsam mit unserem Verbandsjustiziar Jens

Müller.

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VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

09/2021 · 23

Ort: Online-Webseminar

Termine 2021

30. September, 18:30–20:00 Uhr (1x 90 min)

Webseminarreihe „Waffen über deutsche Grenzen hinaus“

Von A wie Ausfuhrgenehmigungen bis Z wie Zoll geht es in unserem dreitägigen

Webseminar um alle Fragen rund um den Handel mit Waffen und Munition

über die deutschen Grenzen hinaus. Aber auch die Mitnahme zum

Beispiel auf einer Jagdreise wird thematisiert und macht das Webseminar

nicht nur für Händler interessant.

Ort: Online-Webseminar

Termine 2021

19. Oktober, 18:30–20:00 Uhr (1 x 90 min) – Handel innerhalb der EU

20. Oktober, 18:30–20:00 Uhr (1 x 90 min) – Handel mit Drittländern

21. Oktober, 18:30–20:00 Uhr (1 x 90 min) – Mitnahme von Waffen innerhalb

der EU und in Drittländer

ADR-Basis-Webseminar

Das Thema ADR/Gefahrgut betrifft jedes Mitgliedsunternehmen, das Gefahrgut,

zum Beispiel Munition, Abwehrsprays oder auch Waffenpflege-Öle im

Ladengeschäft verkauft, versendet oder zur Vernichtung annimmt. Denn in

diesem Bereich nachweisbar geschult sein muss im Unternehmen jede Person,

die mit Gefahrgut in Berührung kommt (zum Beispiel Versand, Beförderung,

Annahme, Be- und Entladung etc.). Da Verstöße im schlimmsten Fall

mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe belegt werden

können, kann das Thema Gefahrgut existenzbedrohend werden. Eine absolvierte

Schulung kann Sie daher bei behördlichen Kontrollen vor hohen Bußgeldern

schützen.

Ort: Online-Webseminar

Termin 2021

22.–24. November, 18:30–20:00 Uhr (3 x 90 min)

ADR-Refresher-Webseminar

Das Gefahrgutrecht sieht vor, dass eine Schulung nach 1.3 ADR alle zwei

Jahre – wenn ein neues ADR-Recht herausgegeben wird – aufgefrischt werden

muss. Die VDB-Refresher-Schulung findet wieder als Webseminar statt,

sodass Sie und Ihre Angestellten an einem Abend innerhalb von einer Stunde

online zu allen nötigen neuen Aspekten des ADR geschult werden.

Ort: Online-Webseminar

Termin 2021

25. Oktober, 18:30–19:30 Uhr (1x 60 min)

www.vdb-waffen.de/de/service/fortbildungsangebote/aktuelle.html

Termine Waffenfachschulen

Deutsches Sachkunde Zentrum – Fulda

Waffen-Fachkundelehrgang „große Lizenz“

13. - 16. September 2021

7.–10. Oktober 2021

Waffen-Fachkundelehrgang „kleine Lizenz“

14.–16. September 2021

8.–10. Oktober 2021

https://www.deutsches-sachkunde-zentrum.de

Waffentechnisches Sachverständigenbüro Mohr

Vorbereitungslehrgang zur Waffenhandelslizenz-Prüfung

03.– 05. September 2021

www.rogermohr.de/whe

Waffenschule Berlin

Fachkundelehrgänge für den Waffen- und Munitionshandel

21.–26. September 2021

16.–21. November 2021

Fachkundelehrgängen für den Waffenhandel – Selbststudium

Das Selbststudium kann in einer Dauer von bis zu circa 2,5 Monaten durchgeführt

werden. Der Lehrgang schließt mit einem Präsenztag (fakultativ) ab.

Ab 10. September 2021 (Präsenztag 22. November 2021)

www.waffenschule.berlin

Waffenfachkunde Zentrum Mittelhessen

Termine für Standard-, Intensiv- oder Online-Kurse auf Anfrage

http://waffenfachkunde-zentrum-mittelhessen.de

NWR-PRAXISTIPP 13:

Wie wird eine Steyr Pro X im NWR erfasst

Im Auftrag eines Nutzers des NWR-Waffenbuches haben wir bei der Fachlichen

Leitstelle nachgefragt, wie eine Steyr Pro X im NWR zu erfassen ist –

und für die relativ junge Waffengattung der Druckluftwaffen mit Luftspeicher

eine spannende Antwort erhalten.

Beginnen wir mit der Kategorisierung, die beweist, dass es doch immer

noch Waffen gibt, die die Matrix nicht abdecken kann.

Die Steyr Pro X hat eine Gesamtlänge von 76 cm und eine Lauflänge von 65

cm. Die Munition befindet sich in einem Trommelmagazin. Die Steyr Pro X

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09/2021 · 24 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

wird nach dem Schuss selbsttätig erneut

schussbereit. Um den nächsten

Schuss auszulösen, muss erneut der

Abzug betätigt werden. Es handelt sich

also um eine halbautomatische Lang-

Schusswaffe (Magazin wechselbar).

Als Druckluft-/CO 2

-Gewehr mit über 7,5

Joule ist die Waffe erlaubnispflichtig, was uns die Waffentypfeingliederung

angibt. Als solche ist sie keiner Kategorie der EU-Feuerwaffenrechtsrichtlinie

zuzuordnen.

Wir fassen also zusammen:

Druckluft-/CO 2

-Gewehr (erlaubnispflichtig) – halbautomatische Lang-

Schusswaffe (Magazin wechselbar) – keiner Kategorie der EU-Feuerwaffenrechtsrichtlinie

zuzuordnen

Um nun herauszufinden, welche wesentlichen Waffenteile anzulegen sind,

müssen die Definitionen des Waffengesetzes herangezogen werden.

Eine Steyr ProX wird nur mit

dem Lauf als führendem wesentlichen

Waffenteil erfasst.

Danach hat die Steyr Pro X keinen Verschluss,

da nach Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt

1 Nr. 1.3.1.2 WaffG ein Verschluss

ein Patronen- oder Kartuschenlager nach

hinten abschließt. Diese Druckluftwaffe verschießt

jedoch einzelne Geschosse, die

nicht Bestandteil einer Patrone sind und die

auch nicht durch eine Kartusche angetrieben werden. Entsprechende Lager für

eine Patrone oder Kartusche sind also nicht vorhanden.

Daraus folgt, dass die Waffe auch kein Gehäuse nach Anlage 1 Abschnitt 1

Unterabschnitt 1 Nr. 1.3.1.6 WaffG hat, denn das Gehäuse ist das Bauteil, das

den Lauf, die Abzugsmechanik und den Verschluss aufnimmt. Ist kein Verschluss

vorhanden, ist folglich auch kein Gehäuse vorhanden.

Daher empfiehlt die Fachliche Leitstelle, die Waffe mit nur einem wesentlichen

Waffenteil, das dann gleichzeitig das führende wesentliche Waffenteil

(nämlich der Lauf) ist, zu erfassen.

Ein Jahr NWR-Meldepflicht – können Sie es?

Ein Jahr arbeiten wir nun schon mit dem Nationalen Waffenregister – ein

Jahr, in dem es viel zu verstehen und zu lernen galt. Wir haben für Sie ein

kleines NWR-Quiz erstellt und verlosen unter allen Einsendungen mit den

meisten richtigen Antworten fünf Überraschungsboxen – mit freundlicher

Unterstützung der Fachlichen Leitstelle NWR! Senden Sie uns Ihre Antworten

jeweils mit Kürzel (z.B. 1-f, 2-k etc.) an info@vdb-waffen.de. Die Gewinner

werden per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die

korrekten Antworten werden in der nächsten Ausgabe bekanntgegeben.

1. Wann ist die erste Ausbaustufe des NWR (NWR-I) gestartet?

a. 2012 b. 2013

c. 2014 d. 2020

2. Ein Sportschütze hat den Jagdschein gemacht und kauft bei Ihnen seine

erste jagdliche Langwaffe. Wie melden Sie die Überlassung?

a. Überlassen an Jagdscheininhaber, der noch nicht Inhaber einer waffenrechtlichen

Erlaubnis ist

b. Überlassen an WBK-Inhaber; der Erwerb unterliegt keiner Anzeigepflicht

c. Überlassen an Erwerber ohne vorhandene Anzeigebescheinigung und

ohne Erlaubnis nach §21 WaffG

d. Überlassen an WBK-Inhaber oder Inhaber einer Anzeigebescheinigung

3. Müssen Sie eine drei Wochen andauernde Leihe melden?

a. Ja, immer

b. Nur beim Verleihen an Jäger

c. Nur beim Verleihen an den Inhaber einer Erlaubnis nach § 21 WaffG

d. Nein, nie

4. Wie viele Zahlen hat eine NWR-ID?

a. 15 b. 17

c. 20 d. 21

5. Was können Sie anhand einer E-ID auf den ersten Blick erkennen?

a. Dass der Inhaber im Besitz einer gültigen waffenrechtlichen Erlaubnis ist

b. Wann die Behörde die ID im NWR angelegt hat

c. Ob es eine WBK oder eine Handels- oder eine Herstellungserlaubnis ist

d. Dass die E-ID zur genannten P-ID gehört

6. Ein Kunde möchte vom Büchsenmacher einen Lauf getauscht und damit

das Kaliber seiner Waffe geändert haben. Welche der folgenden Meldereihenfolgen

ist korrekt, wenn die Waffe nur mit W-ID im NWR ist?

a. Erwerb (ohne Anzeigepflicht), Bestand, Hinzufügen eines Waffenteils,

Austausch eines Waffenteils, Überlassen (mit Anzeigepflicht)

b. Erwerb (ohne Anzeigepflicht), Umbau, Überlassen (mit Anzeigepflicht)

c. Erwerb (ohne Anzeigepflicht), Bestand, Hinzufügen eines Waffenteils,

Austausch eines Waffenteils, Umbau, Überlassen an sonstigen Berechtigten,

Erwerb von sonstigem Überlasser, Überlassen (mit Anzeigepflicht)

d. Erwerb (mit Anzeigepflicht), Bestand, Hinzufügen eines Waffenteils,

Austausch eines Waffenteils, Umbau, Überlassen an sonstigen Berechtigten,

Erwerb von sonstigem Überlasser, Überlassen (ohne Anzeigepflicht)

7. Wie wird die Basküle einer Flinte als wesentliches Waffenteil erfasst?

a. Gehäuse

b. Verschluss-(kopf)

c. Gehäuse-Verschluss-Einheit

d. Die Basküle ist kein wesentliches Waffenteil

8. Ein Drilling wird mit Einstecklauf verkauft. Wie muss gemeldet werden?

a. Drilling und Einstecklauf jeweils „Überlassen an WBK-Inhaber oder Inhaber

einer Anzeigebescheinigung“

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Bilder: © STEYR SPORT GmbH


VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

09/2021 · 25

b. Der Einstecklauf wird dem Drilling als verbautes Waffenteil hinzugefügt,

dann wird beides als „Überlassen an WBK-Inhaber oder Inhaber

einer Anzeigebescheinigung“ gemeldet

c. Wenn der Käufer ein Jäger mit bereits vorhandenen Flinte auf der

WBK ist, dann kann beides als „Überlassen an Jagdscheininhaber,

der noch nicht Inhaber einer waffenrechtlichen Erlaubnis ist“ gemeldet

werden.

d. Der Drilling als „Überlassen an WBK-Inhaber oder Inhaber einer Anzeigebescheinigung“;

der Einstecklauf als „Überlassen an WBK-Inhaber;

der Erwerb unterliegt keiner Anzeigepflicht“.

9. Wann benötigen Sie den Meldeanlass „Überlassen an Erwerber ohne vorhandene

Anzeigebescheinigung und ohne Erlaubnis nach §21 WaffG“?

a. Beim Verkauf eines Einstecklaufes, wenn der Kunde diesen nicht bei

der Behörde anzeigen muss

b. Beim Verkauf eines Magazins, wenn der Kunde eine Ausnahmegenehmigung

beantragt hat

c. Beim Verkauf einer Alt-Deko-Waffe, wenn der Kunde den Kauf noch

nicht der Behörde angezeigt hat

d. Beim Verkauf einer Neu-Deko-Waffe, wenn der Kunde den Kauf noch

nicht der Behörde angezeigt hat

10. Auf welche IDs wird die Vereinswaffe eines Schießsportvereins überlassen?

a. V-ID (Vereins-ID) und E-ID der Vereins-WBK

b. P-ID des Vereinsvorsitzenden und E-ID der Vereins-WBK

c. F-ID (Vereins-ID) und E-ID der Vereins-WBK

d. P-ID des Vereinsvorsitzenden und E-ID seiner WBK

1. Preis: 1 Decke, 1 Tasse

2. bis 5. Preis: Preis: 1 Tasse, VDB-Giveaways

Unsere Partnerunternehmen unterstützen Sie - Teil 7: Landbell AG

Geändertes VerpackG - Verpackungen rechtssicher lizensieren

Seit dem 3. Juli 2021 ist die Verpackungsgesetznovelle

in Kraft. Für den Waffenfachhandel

gibt es nur kleinere Neuerungen,

die jedoch für alle Unternehmen der Branche relevant sind. Damit

betrifft das Verpackungsgesetz alle Unternehmen, vom Versandhandel

bis zum Verkauf über die Ladentheke. Wir haben mit Tamina Szöke

von der Landbell AG über alle Regelungen gesprochen, die Sie im Waffenfachhandel

betreffen.

Bilder: © Landbell AG

VDB: Frau Szöke, stellen Sie bitte Landbell einmal kurz vor.

Tamina Szöke: Landbell ist ein unabhängiger Umwelt- und Entsorgungsspezialist

mit Sitz in Mainz. Wir betreiben seit August 2003 ein zertifiziertes und

unabhängiges duales System, das heißt, dass wir im Auftrag von Industrie,

Handel und Handwerk flächendeckend die Erfassung und Verwertung von

Verkaufsverpackungen organisieren. Dazu stellen wir bei den Endkunden –

wo der Verpackungsmüll anfällt – Sammelbehälter zur Verfügung und kümmern

uns um die Entsorgung und Verwertung. Marktführer in Deutschland

sind wir mit über 25.000 Kunden im Online-Bereich, wo es um die Einhaltung

der Systembeteiligungspflichten nach dem Verpackungsgesetz geht.

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VDB: Über das duale System holen Sie beim Endkunden die Verpackungen

ab, um sie in den Verwertungskreislauf zu bringen. Am System

beteiligen muss sich jedoch der Händler. Wie funktioniert das?

Tamina Szöke: Laut Verpackungsgesetz muss derjenige die systembeteiligungspflichtige

Verpackung lizensieren lassen, der sie mit Ware befüllt. Im

Verpackungsgesetz wird er zum „Hersteller“ dieser Verpackungen. Die sogenannte

„Verpackungslizenzierung“ oder „Systembeteiligung“ erfolgt

durch den Abschluss eines Systembeteiligungsvertrags, der Meldung der in

Umlauf gebrachten Verkaufsverpackungsmengen und der Entrichtung eines

Entgelts zur Finanzierung von Rücknahme, Entsorgung und Verwertung.

Sinn und Zweck ist es, den Verpackungsmüll weitmöglich zu reduzieren

bzw. eine möglichst hohe Quote der Wiederverwertung zuzuführen.

VDB: Das ist grundsätzlich in Sachen Umweltschutz eine lobenswerte

Sache, jedoch für die Händler mit Kosten verbunden. Welche Verpackungen

sind systembeteiligungspflichtig?

Tamina Szöke: Es geht um Verkaufsverpackungen, Serviceverpackungen,

Versandverpackungen und Umverpackungen. Im Waffenfachhandel fallen

vor allem Verpackungen aus Papier/Pappe/Karton, Kunststoff sowie Verbundverpackungen,

wie Luftpolstertaschen, an.

Verkaufsverpackungen sind solche, die dem Endverbraucher mit Ware befüllt

angeboten werden. Diese Verpackungen werden vom Endkunden dann

entsorgt, wodurch die Pflicht entsteht, diese an einem dualen System zu

beteiligen. Wichtig ist, dass die Systembeteiligungspflicht bei dem entsteht,


09/2021 · 26 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

der die Einheit aus Ware und Verpackung erstmalig im Geltungsbereich des

Gesetzes in Verkehr bringt. Damit entsteht die Verpflichtung z. B. auch für

Importeure.

Auch Service- und Versandverpackungen sind letztendlich Verkaufsverpackungen.

Serviceverpackungen werden am Ort der Übergabe mit der Ware

befüllt und an den Kunden abgegeben – hierzu zählt z. B. die Plastik- oder

Papiertüte, in die die Ware an der Ladenkasse verpackt wird. Versandverpackungen

sind solche, die dem Versand von Waren dienen. Dabei sind sämtliche

Verpackungsbestandteile betroffen, also der Versandkarton, die Luftpolstertaschen

sowie Füllmaterial. Da es um alle Verpackungen geht, die

zuletzt vom Endverbraucher entsorgt werden, gelten sogar gebrauchte und

wiederverwendete Verpackungen als systembeteiligungspflichtig.

Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) bietet eine Datenbanksuche

für systembeteiligungspflichtige Verpackungen unter www.verpackungsregister.org/stiftung-behoerde/katalog-systembeteiligungspflicht/produktsuche-im-katalog.

VDB: Wird Ware in eine Verpackung verpackt, so muss diese am dualen

System beteiligt werden. Gibt es auch Verpackungen, die nicht

systembeteiligungspflichtig sind?

Tamina Szöke: Das Verpackungsgesetz spricht hier von Transportverpackungen

und gewerblichen Verkaufsverpackungen. Transportverpackungen dienen

dem Transport von Waren und Gütern zwischen gewerblichen Versendern.

Ein Beispiel ist die Palette, auf der Waren vom Hersteller zum Händler

gelangen. Solche Verpackungen gelangen typischerweise nicht zum Endkunden,

werden von diesem in der Regel nicht entsorgt und müssen daher nicht

am dualen System beteiligt werden. Dazu kommen system unverträgliche

Verpackungen, die sich nicht über das duale System verarbeiten lassen.

Mit dem neuen Verpackungsgesetz müssen auch nicht systembeteiligungspflichtige

Verpackungen registriert, jedoch nicht lizensiert werden.

VDB: Können Sie den Unterschied zwischen Registrierungs- und Lizensierungspflicht

beschreiben?

Tamina Szöke: Die Registrierung ist die Grundpflicht, die mit dem neuen Verpackungsgesetz

für nahezu jedes Unternehmen gilt. Wer mit Ware befüllte

Verpackungen – auch bereits vorlizenzierte Serviceverpackungen wie Plastiktüten

– an einen Endkunden abgibt, muss sich bis zum 1. Juli 2022 bei der

Zentralen Stelle Verpackungsregister registrieren. Zu registrieren sind die

Arten der Verpackungen, die in Verkehr gebracht werden.

Lizensiert werden müssen systembeteiligungspflichtige Verpackungen

vom Hersteller im Sinne des Verpackungsgesetzes, also von dem, der die

mit Ware befüllten Verpackungen zum ersten Mal in Verkehr bringt. Für

Hersteller systembeteiligungspflichtiger Verpackungen besteht die Registrierungspflicht

bereits seit dem 1.1.2019. Nur im Bereich der Serviceverpackungen

haben Händler die Möglichkeit, bereits lizensierte Verpackungs

materialen zu kaufen und zu nutzen, dann sind sie nur von der

Registrierungspflicht betroffen.

VDB: Wie kann ein Händler herausfinden, ob er verpflichtet ist, seine

Verpackungen zu lizensieren?

Tamina Szöke: Hier gilt der oben genannte Merksatz: Bringt ein Händler in

Deutschland erstmalig mit Ware befüllte Verkaufsverpackungen in Verkehr

und übergibt sie an Endkunden, wo diese dann entsorgt werden, muss er die

Verpackungen lizensieren. Eine Verpackung ist jede Art von Umverpackung, in

die ein Produkt zur Übergabe an den Endkunden verpackt wird. Nehmen wir z. B.

ein Nachtsichtgerät. Dieses wird vom Hersteller in eine Blister-Umverpackung

verpackt. Das ist die erste systembeteiligungspflichtige Verkaufsverpackung.

Auf einer Palette versendet der Hersteller die blisterverpackten Geräte an den

Händler. Dabei nutzt er Transportverpackungen, die nur registrierungs-, nicht

aber lizensierungspflichtig sind. Für Transportverpackungen besteht aber z. B.

eine Rücknahmepflicht. Der Händler verkauft die Nachtsichtgeräte im Ladengeschäft

und verpackt sie zur Mitnahme in eine Papiertüte. Diese ist systembeteiligungspflichtig.

Versendet der Händler die Geräte an Endkunden, haben

wir zum Versand Kartons und Packmaterial als Versandverpackung, auch diese

muss lizensiert werden.

Bei der Auswahl der Papptüten kann der Händler bereits lizensierte Serviceverpackungen

nutzen, dann ist lediglich eine Registrierung bei der ZSVR nötig.

Bitte beachten Sie, …

… dass Landbell als duales System keine Rechtsberatung leisten kann und darf. Obwohl diese Nachricht ggf. Auskünfte, Informationen und Hinweise

enthält, welche mögliche Rechtsangelegenheiten berühren können, sind sie nicht rechtsverbindlich und stellen keine Rechtsberatung dar.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder eine Rechtsberatung wünschen, wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsberatungsstelle.

Bitte nutzen Sie für rechtsverbindliche Einschätzungen weiterhin die Internetpräsenz der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister und insbesondere

die Möglichkeit, die Systembeteiligungspflicht für Verpackungen im konkreten Fall bewerten zu lassen. Landbell übernimmt keine Haftung

für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Auskünfte, Informationen und Hinweise in dieser Nachricht, auch wenn sie bemüht sind, Ihre Anfrage

mit größtmöglicher Sorgfalt zu beantworten.

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Bilder: © Landbell AG


VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

09/2021 · 27

Würde der Händler die blisterverpackten Geräte im Ausland erwerben,

müsste er die bisher noch nicht registrierte Blisterverpackung ebenfalls lizensieren

lassen. Noch mehr Klarheit zur Lizensierung bringt der „Schnell-

Check“ der ZSVR: www.verpackungsregister.org/information-orientierung/

themenpakete/check-bin-ich-verpflichtet/schnell-check

VDB: Was muss ein Händler tun, wenn er Verpackungen registrieren

oder sogar lizensieren muss?

Tamina Szöke: Zum einen die Registrierung bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister

im Portal LUCID durchführen. Nach der Registrierung erhalten

die Unternehmen eine Registrierungsnummer. Die Registrierung ist auch für

Unternehmen nötig, die bereits lizensierte Serviceverpackungen nutzen.

Bringt ein Händler systembeteiligungspflichtige Verpackungen in Umlauf,

so muss er die Mengen an einem dualen System beteiligen, es muss also

ein Beteiligungsvertrag mit dem dualen System abgeschlossen werden.

Dies ist über Landbell rechtssicher möglich. Landbell benötigt dazu die Registrierungsnummer

der Zentralen Stelle.

VDB: Geht es bei der Lizenzierung um Stück oder wird nach Gewicht

abgerechnet?

Tamina Szöke: Abgerechnet wird nach Gewicht. Händler werden in der Regel

gleiche oder ähnliche Verpackungen und Füllmaterialien verwenden und

Plastiktüten im Ladengeschäft. Wiegen Sie einmal die Einzelgewichte Ihrer

Verkaufsverpackungen im Rahmen der Inventur und ermitteln, wie viel Sie davon

im jeweiligen Kalenderjahr in Verkehr gebracht haben. Die Füllmaterialien

und deren Gewicht sind grundsätzlich im Einzelfall zu ermitteln, sofern nicht

immer die gleiche Art und das gleiche Gewicht an Material verwendet werden.

VDB: Wie kann ein Händler über Landbell seine Verpackungen lizensieren?

Tamina Szöke: Über das Portal EASy-Shop wird lizensiert. Der EASy-Shop

richtet sich an Inverkehrbringer von kleinen und mittleren Mengen von Verpackungsmaterialien.

Durch Abschluss des Vertrages im EASy-Shop und die

jährliche Angabe von Planmengen sowie Jahresabschluss-Mengenmeldungen

(stets Anfang des Folgejahres bis 15. Februar) können Unternehmen

ihre Systembeteiligungspflicht vollständig erfüllen.

VDB: Worin liegt für die VDB-Mitgliedsunternehmen der Vorteil, wenn

sie ihre Verpackungen über Landbell lizensieren?

Tamina Szöke: Landbell bietet die notwendige Expertise aufgrund langjähriger

Erfahrung, garantiert rechtssichere Leistungen und bietet die passende

Entsorgungslösung für jede Herausforderung. Bei Landbell erhalten Sie das

Gesamtpaket aus einer Vielzahl von Entsorgungs- und Umweltdienstleistungen

auch als Einzelleistungen speziell für Ihre Branche. Im Rahmen der

Verkaufsverpackungen sind wir auf Kleinstmengen spezialisiert und können

im Vergleich zu Konkurrenzunternehmen ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

bieten.

VDB: Wenn ein Unternehmen sich nicht am dualen System beteiligt

bzw. seine Verpackungen nicht lizensiert – mit welchen Strafen muss

gerechnet werden?

Tamina Szöke: Wird eine Verpackung nicht lizensiert, ist dies eine Ordnungswidrigkeit

im Sinne des Verpackungsgesetzes (VerpackG). Dieses

benennt Bußgelder bis zu 200.000 €. Außerdem kann die Nachbeteiligung

angeordnet werden. Für Unternehmen, die Verkaufsverpackungen erstmalig

in Umlauf bringen, ist die Registrierung bei der ZSVR zwingend erforderlich,

da sie sonst keine Waren vertreiben dürfen. Die Zentrale Stelle meldet

Verdachtsfälle an die zuständigen Landesbehörden, wo sie dann gegebenenfalls

zur Anzeige gebracht werden.

Bilder: © Landbell AG

VDB: Die Mengen an Verpackungen müssen gemeldet werden. Wie genau

läuft das ab?

Tamina Szöke: Voran geht die Planmengenmeldung, also eine Mengenschätzung

für das Folgejahr, die bis zum 31. Dezember des laufenden Jahres

für das kommende Jahr abgegeben werden muss. Nach Ablauf des Vertragsjahres

erfolgt dann eine Jahresabschlussmengenmeldung, bei der die

wirklich in Verkehr gebrachten Verpackungen gemeldet werden. Bei Landbell

ist diese bis zum 15. Februar abzugeben. Die Mengenangaben müssen

sowohl bei Landbell als auch im Portal der Zentralen Stelle Verpackungsregister

(LUCID/ZSVR) vorgenommen werden. Bei letzterer geben Sie an, dass

Sie Ihre Verpackungen über Landbell lizensieren. Wichtig ist, dass die Angaben

an beiden Stellen übereinstimmen, da ein Abgleich zwischen ZSVR und

dualem System stattfindet. Über den Abgleich wird sichergestellt, dass alle

Mengen korrekt beim dualen System bezahlt und rechtskonform beteiligt

wurden.

www.wm-intern.de

VDB: Gibt es weitere Neuerungen in der Verpackungsgesetznovelle,

die die Waffenbranche betreffen könnten?

Tamina Szöke: Eine weitere Neuerung könnte die Waffenhersteller betreffen.

Denn diese sind als Inverkehrbringer von Transport-, Verkaufs-, Mehrwegund

Umverpackungen, die nicht typischerweise bei Endverbrauchern anfallen,

verpflichtet, einen Nachweis über die Erfüllung der Rücknahme- und

Verwertungsanforderungen zu erbringen. Werden Paletten an Händler verschickt,

müssen diese ggf. zurückgenommen werden und dies ist zu dokumentieren.

Das neue Verpackungsgesetz sieht eine zu dokumentierende Pflicht für Inverkehrbringer

vor, Endkunden über Rückgabemöglichkeiten von Verpackungen

zu informieren. Außerdem sind zusätzliche Selbstorganisationspflichten

zu erfüllen. In welcher Form oder welchem Umfang dies erfolgen

muss, steht noch nicht fest. Hierüber werden wir von Landbell informieren,

sobald die Informationen vorliegen.


09/2021 · 28 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER

VDB: Mit der Novelle betrifft das Verpackungsgesetz also nahezu alle Waffenherstellungs- und -fachhandelsunternehmen. Wenn ein Unternehmen

seine systembeteiligungspflichtigen Verpackungen über Landbell lizensieren möchte, findet es alle nötigen Informationen sowie den direkten

Zugangslink für VDB-Mitglieder im VDB-Mitgliederbereich. Wie können VDB-Mitglieder Sie noch erreichen?

Tamina Szöke: Im Internet über diesen Link: https://easyshop.landbell.de/welcome?trackingCode=ba356a3c19dc90d1b27c88096a4b7eee. Per Telefon über

06131 235 652 813 oder per E-Mail über info@landbell.de.

Kleine Lage

Neues aus der Bundesgeschäftsstelle in Marburg

Die Veränderungen des VDB haben in den letzten Monaten bei dem einen

oder anderen für Irritationen in der Wahrnehmung geführt. Zum einen sind

es die Aktivitäten in der politischen Interessenvertretung, zum anderen die

neue Art der Fördermitgliedschaft im VDB, die in einzelnen Branchenverbänden

zur Verunsicherung führten.

Dies ist natürlich das Gegenteil von dem, was wir als Schnittstellenverband

wollen. Wir wünschen uns eine stärkere Vernetzung der Verbände untereinander

und Mitgliederzuwachs bei allen Verbänden. Im Fokus steht die Stärkung

unserer Branche – die weit über die sogenannten Legalwaffenbesitzer

hinausgeht – genauso wie die Sensibilisierung von Medien und Politik. Mittel-

bis langfristig müssen bei Delikten mit Schusswaffen die Täter und deren

Motive in den Vordergrund der Wahrnehmung gelangen und nicht, wie

bisher, die Betonung auf den verwendeten Schusswaffen selbst liegen. Auf

diese Sensibilisierung zahlt auch eine klare Unterscheidung zwischen legal

besessenen oder illegal beschafften Waffen ein.

VDB-Außenteam auf dem Hera Steel Nightmare 2021: Links Benia Hüne, zuständig

für Kooperationen und Fortbildung im VDB, und rechts Peter Braß, VDB-Koordinator

für Interessenvertretung der Branche.

Missverständnisse aufklären – Vertrauen schaffen

Um Missverständnissen und Unsicherheiten entgegenzuwirken, hat unser

Präsidium ein Positionspapier entwickelt, das den VDB im Kontext der Branche

beleuchtet. Anhand dieses Dokuments wird schnell klar, wie wir als Interessenverband

vorgehen werden, um die wirtschaftliche Existenz unserer

Mitgliedsunternehmen zu sichern und in Verbindung damit auch die Interessen

unserer Fördermitglieder zu vertreten. Das wir dabei nicht nur einen

Teilaspekt der Branche im Blick haben können, liegt in der Natur der Sache:

Im VDB-Fachhandel und Büchsenmachermeisterhandwerk kaufen eben

ALLE ein – vom Outdoor-Aktiven, der Messer oder Equipment einkauft, über

Paintballer oder Airsoftler bis hin zu den Käufern freier Abwehrmittel … und

natürlich alle Jäger, Sportschützen und Waffensammler.

Das Dokument „Der VDB im Kontext der Branche“ ist postalisch an alle Fachverbände

und gegebenenfalls an deren Landesorganisationen gesandt

worden – sofern die Bundesorganisation der Aussendung nicht widersprochen

hat. Für WM-Intern-Leser steht das Dokument als Download zur Verfügung:

https://www.vdb-waffen.de/d/sdz1w43k.pdf

Das erste VDB-Außenteam seit einem Jahr

Mit Benia Hüne und Peter Braß war der VDB zum ersten Mal seit Beginn der

Pandemie wieder auf einer Veranstaltung präsent. Auf der Hera Steel Nightmare

2021, einem IPSC-Match, bei dem nur auf Stahl geschossen wird, waren

wir mit unserem neuen Messepavillon vor Ort. Die vielen Fachfragen der

Teilnehmer und Besucher, die das VDB-Team an den beiden Wettkampftagen

beantworten konnte, haben wieder gezeigt, wie gut der VDB als Verband

zum Erleben wahrgenommen wird, eben weil unsere Mitarbeiter vor

Ort sind und mit Rat und Tat helfen, wo es geht.

Fördermitglieder

Seit Kurzem sind unsere

Flyer für die Fördermitgliedschaft

im Einsatz.

Wir haben bei der

Gestaltung Wert daraufgelegt,

diese Flyer

möglichst lange aktuell

halten zu können. Darum

sind alle Inhalte, die

gegebenenfalls aktualisiert werden müssen, über einen QR-Code (gedruckte

Version) oder eine Verlinkung (Online-Version) erreichbar. Dadurch

sind die Flyer sowohl online als auch als gedruckte oder

selbst ausgedruckte Version nutzbar. Zum Verteilen an Kunden

oder in Vereinen können Sie die Flyer in der Bundesgeschäftsstelle

auch formlos anfordern.

www.wm-intern.de

Bilder: © VDB


TERMINE I APPOINTMENTS

09/2021 · 29

XXX

TERMINE

Messehallen & Infektionsschutz

Wie sicher sind die Messehallen in Deutschland?

Bilder: © Andrey Popov – Adobe Stock

Abstandsregeln, Mund-Nase-Schutz und die Vermeidung von Menschenansammlungen

bestimmen unseren Alltag, seit Covid 19 in Europa wütet. Speziell

in den Wintermonaten, die für die Ausbreitung des Virus bessere Bedingungen

bieten, wurden nahezu alle Veranstaltungen im Innenbereich

abgesagt. Soll das jetzt die neue Normalität sein? Nur noch Open-Air Veranstaltungen

und ab Oktober geht die Branche in den Winterschlaf? Hoffentlich

nicht! WM-Intern fragte deshalb die führenden Hallenmessen im

deutschsprachigen Raum nach ihren Konzepten und technischen Maßnahmen

den Messebesuch im Sinne des Infektionsschutzes für Besucher und

Aussteller sicher zu machen.

Ein Blick auf den Messekalender gibt die Reihenfolge vor: Die „Jagen & Fischen“

der Messe Augsburg soll die erste reine Hallenmesse der Saison sein

und ist auf den Januar 2022 terminiert. In der Tat hat die Messeleitung ein

ausführliches und vor allem übersichtlich dokumentiertes Hygienekonzept

entwickelt. Den Schwerpunkt bilden organisatorische Maßnahmen wie

mehr Platz zwischen den Ständen, breitere Gänge und eine explizite Besucherführung.

Der Hauptunterschied zwischen Open-Air und Hallenveranstaltungen

ist die Durchlüftung, der Hallen. Das in den Augsburger Messehallen

verbaute Belüftungssystem ist auf diese Herausforderung gut

vorbereitet. Die Anlagen führen permanent Frischluft von außen zu, anstatt

die Luft in der Halle nur umzuwälzen. Darüber hinaus findet kein Luftaustausch

zwischen den Hallen statt. Wer sich in den Messehallen aufhält

wird im Voraus registriert. Die Ausstellerausweise werden dabei ebenso erfasst

wie die Besuchertickets. Dazu ist der Kauf von Onlinetickets eine klare

Empfehlung, weil dadurch der Einlass vor Ort deutlich entzerrt werden

kann.

Maßnahmen, an die wir uns wohl dauerhaft gewöhnen müssen sind z. B. die

Mund-Nase-Masken, regelmäßiges Händedesinfizieren usw. Insofern baut

auch der Infektionsschutz auf der Messe im Wesentlichen darauf, dass Besucher

und Aussteller mitmachen und die Regeln beherzigen, denn Abstand

halten, auf Händeschütteln und herzliche Umarmungen verzichten – das

kann nur jeder selbst beeinflussen.

www.wm-intern.de

Die Hygienemaßnahmen im Detail werden Online ständig aktuell gehalten

und sind einsehbar unter:

www.messeaugsburg.de/unternehmen/schutzmassnahmen-covid-19


09/2021 · 30 TERMINE I APPOINTMENTS

Teilnahme an IWA 2022 kann gefördert werden

Jetzt Standfläche- und Standbaukosten

mit bis zu 40 % fördern

lassen!

Die Geschäfte müssen weiterlaufen

und dazu gehört die Pflege von Netzwerken,

die Präsentation neuer Produkte

und ganz einfach der Kontakt

zu Herstellern und Dienstleistern der

jeweiligen Branche. Covid 19 hat das

Messegeschehen in 2020 fast völlig

zum Erliegen gebracht. Nun gibt es

ein erstes Förderprogramm für Messen, von dem auch (neue) Aussteller der

IWA OutdoorClassics profitieren können. Das Bundesministerium für Wirtschaft

und Energie (BMWi) sowie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

(BAFA) fördert Messebeteiligungen kleiner und mittlerer Unternehmen

mit einem Zuschuss von 40 % für Standflächen- und Standbaukosten

(jedoch keine Eigenleistung). Die Obergrenze liegt bei 12.500 Euro.

Gefördert werden bestimmte, festgelegte Messen, die man am besten im Förderantrag

sehen kann (einfach das Jahr auswählen und in der Veranstaltungsliste

blättern). Für 2022 ist auch die IWA mit unter den förderfähigen Messen.

Die genaue Ausschreibung sowie der Förderantrag und weitere Informationen

zum BAFA-Förderprogramm liegen auf den Seiten des VDB für Sie bereit:

https://tinyurl.com/messefoerdern

z

Jagen & Angeln Leipzig setzt 2021 aus

Noch 2020 fand die JAGEN & ANGELN als einzige Jagdmesse unter Covid-Bedingungen

statt. Der Aufwand für ein solides Hygienekonzept war

immens und es hat sich gezeigt, wie empfindlich die Besucher auf Hygienevorschriften

reagieren. Im September, also kurz vor dem Messetermin,

steht eine Novellierung der Hygieneregeln für Leipzig an. Das ist zu

knapp um noch ein umsetzbares Hygienekonzept für eine Messe dieser

Größe zu entwickeln. Darum hat die Messeleitung beschlossen, die

Messe 2021 auszusetzen und erst 2022 unter kalkulierbaren Verhältnissen

neu zu starten.

www.jagd-und-angeln.de

z

MesserPreis 2021

Leider fiel die Knife 2021, die Nachfolgemesse der Deutschen Messermacher

Messe, in diesem Jahr aus. Dennoch soll der traditionelle MesserPreis vergeben

werden. Die Verleihung des MesserPreises 2021 zum Thema: „Dolch!“ wurde auf

den 13. November 2021 verschoben.

Alle interessierte Messermacherinnen und Messermacher sind aufgefordert, bis

zum 30. Oktober 2021 einen handgemachten Dolch einzureichen. Die Klinge hat

dabei (mindestens) zweischneidig zu sein und darf eine Länge von 25 cm nicht

überschreiten. Die Stücke werden nach den Kriterien handwerkliche Qualität,

Gestaltung, Kreativität und Führigkeit bewertet. Die Teilnahme steht jeder/m offen

und kann ohne weitere Vorbedingungen erfolgen. Alle eingereichten Beiträge

werden vom 2. bis zum 13. November 2021 im Deutschen Klingenmuseum

ausgestellt. Die nicht prämierten Stücke werden danach zurückgesandt. Die

Gewinnerin oder der Gewinner des Wettbewerbs wird am 13. November 2021 im

Deutschen Klingenmuseum bekanntgegeben. Das prämierte Stück wird danach

bis zum 15. Mai 2022 ausgestellt und im Anschluss zurückgesandt.

Einsendungen bitte an: Deutsches Klingenmuseum Solingen · Dr. Sixt Wetzler ·

Klosterhof 4 · 42653 Solingen

Die Knife 2022 soll am 14./15. Mai im Theater und Konzerthaus Solingen stattfinden,

dann wird der MesserPreis 2022 verliehen werden. Das Motto dafür wird im

Herbst 2021 bekannt gegeben werden.

www.klingenmuseum.de + www.knife-solingen.de

cj

Von der Kalaschnikow zur Wieger – Ausstellung verlängert

Die Laufzeit der Sonderausstellung „Von der Kalaschnikow zur Wieger“

im Waffenmuseum in Suhl wird bis Ende Dezember 2022 verlängert.

Hintergründe und Informationen zur Ausstellung wurden in WM-Intern

3/2020 erörtert. www.waffenmuseum.eu cj

www.wm-intern.de


TERMINE I APPOINTMENTS

09/2021 · 31

Rückblick: Erfolgreiche Auktionen von Hermann Historica

187.500 Euro für „historisches SUV“

Bilder: © Hermann Historica

Die Frühjahrsauktionen der Hermann Historica GmbH im Mai und Juni

– die eine in Präsenz, die andere online – waren ein voller Erfolg für das

Auktionshaus. In allen Bereichen konnten sehr gute Zuschläge verbucht

werden, von einem verbeinten Radschloss-Karabiner über Ordonnanzwaffen

aus Polen bis hin zu kolossalen Fahrzeugen aus den

Dreißigern.

Ein erlesenes Beispiel höchster

Kunstfertigkeit stellte ein Paar

verbeinter Radschloss-Karabiner

aus Teschen dar. Die reichhaltige

Verzierung der Schäfte

mit Einlagen aus Bein und Perlmutt

zeigte neben Ranken und

Schnörkeln auch Wild- und Fabeltiere

sowie das Stadtwappen

von Teschen. Diese in ihrer gesamten Anmutung unübersehbar einzigartigen

Prestigeobjekte betonten damals den Status und Reichtum seines Eigentümers

und wechselten erst bei 81.250 Euro den Besitzer.

Auch unter den modernen Systemen begeisterten seltene Raritäten, so zum

Beispiel eine Pistole aus dem Kapitel „Ordonnanzwaffen Polen“ mit einem

Startpreis von 5.000 Euro. Schon im Vorfeld war die Versteigerung einer extrem

frühen Fertigung (Seriennummer 12!) der VIS Mod. 35 aus der Fabryka

Broni in Radom in Fachkreisen rege diskutiert worden. Kaum aufgerufen

überschlugen sich die Gebote, bis erst bei rekordverdächtigen 72.500 Euro

der Hammer fiel.

Eine Schönberger-Laumann Mod. 1894-II gilt als ein für die Geschichte der

Waffenentwicklung wichtiges Stück, ist sie doch eines von nur sechs bekannten

Exemplaren der weltweit ersten Selbstladepistole. Diese Rarität

wurde im anerkannten Standardwerk „Vom Ursprung der Selbstladepistole“

von Joschi Schuy ausführlich beschrieben

und wechselte für

27.500 Euro in eine neue Sammlung.

Während der Online-Only-Auktion Ende Juni erzielte

ein korallenbesetzter Kilic aus dem 19. Jahrhundert,

der mit Goldtausia, Versilberung sowie mit reichem

Besatz von Korallen und Türkisen bestach, für

25.000 Euro den Besitzer.

Mit besonderer Aufmerksamkeit

wurde

die Versteigerung

von zwei ganz speziellen

Liebhaberstücken

erwartet, sozusagen SUVs der etwas anderen Art: Die „Krupp-Protze“

oder „Kfz 70“, ein als Mannschaftswagen konzipierter geländegängiger

Sechsrad-Lastkraftwagen aus dem Baujahr 1941 und eine ebenso spektakuläre

Flugabwehrkanone auf der Pritsche eines Mercedes-Benz L 3000 S,

Baujahr 1939, gingen für 187.500 und 125.000 Euro weg.

Alle genannten Zuschlagspreise beinhalten Steuern und Gebühren von gesamt

25 Prozent.

www.hermann-historica.de

ali

www.wm-intern.de


09/2021 · 32 HANDWERK I HANDCRAFT

HANDWERK

Zielfernrohrmontagen Teil 2/3

Vorbereitung zur Montage

In Vorbereitung der Montage ist am Zielfernrohr zu überprüfen, ob die Höhenund

Seitenverstellung mittig steht. Dazu sind beide Deckel abzuschrauben

und ist das Zielfernrohr vorsichtig, unter Vermeidung von Kratzern und

Druckspuren, einzuspannen und auf einen Punkt auszurichten. Die jeweilige

Verstellung ist unter ständigem Durchsehen durch das Zielfernrohr so lange

zu drehen, bis das Absehen eine Endlage erreicht. Das ist der Punkt, an dem

eine Drehung an der Absehenverstellung zu keiner Änderung der Absehenlage

führt. Danach in entgegengesetzter Richtung drehen, bis die Endlage auf

der anderen Seite erreicht ist und die dabei notwendigen „Klicks“ zählen. Deren

Anzahl ist zu halbieren und wieder zurückzudrehen. Das Absehen sollte

dann in Höhen- und Seitenrichtung mittig stehen.

Diese Kontrolle ist insbesondere bei den Zielfernrohren wichtig, die schon einmal

auf einer anderen Waffe montiert waren.

Danach kann am Zielfernrohr der Objektivdurchmesser und der Mittelrohrdurchmesser

beziehungsweise die Prismenführung vermessen werden. Beim

vorderen Ring sollte die Bauhöhe ausgewählt werden, die eine Supportverstellung

am hinteren Fuß zulässt. Das erleichtert ein wenig die Montage.

Nachdem die bestellten Teile eingetroffen sind, sind diese auf ihre Funktion

und Passung zu überprüfen. Das trifft insbesondere für den vorderen Ring

mit Einschubplatte zu. Die Platte ist vormontiert. Mithilfe eines Zielfernrohr-

Dummys (siehe Abbildung 7) und einer Einspannvorrichtung (siehe Abbildung

8) wird die Passung und Gangbarkeit der Verbindung überprüft und

wenn notwendig korrigiert.

Bild 7: Zielfernrohr-Hilfsmittel

zur Schonung des Zielfernrohrkörpers.

Bild 8: Einspannvorrichtung zur

„Gangbarmachung“ des vorderen

Fußes (Ringes) in der Einschubplatte.

Es ist darauf zu achten, dass die Verbindung zwischen der Ring- beziehungsweise

Vorderfußauflage und der Einschubplatte lichtdicht ist. Wenn

dies erreicht wurde, kann damit begonnen werden, die Laufschiene für den

Einsatz des vorderen Sockels und des Schlösschens vorzubereiten. Dazu

muss das Zielfernrohr – so wie in Abbildung 6 (siehe WM-Intern Ausgabe

07-08 2021) – über dem Lauf positioniert werden. Die Montageteile befinden

sich in diesem Stadium allerdings noch nicht an der Waffe und am Zielfernrohr.

Die jeweiligen Stellen für die Montageteile werden durch Auflagen der

Montageteile (vorderer Sockel und Schlösschen) mit einer Reißnadel gekennzeichnet.

Die Größe der Aussparungen in der Laufschiene ergibt sich

selbstredend aus der Länge der jeweiligen Teile. Beim Entfernen der Schienenstücke

ist unbedingt auf die Laufgeometrie zu achten.

Bei Gewehren mit übereinanderliegenden Läufen befindet sich der höchste

Punkt des Laufes oberhalb der unteren Begrenzung der Laufschiene. Hier

ist insbesondere beim Fräsen darauf zu achten, dass nicht in den Lauf hineingefräst

wird. Dies schwächt nicht nur den Laufquerschnitt, sondern kann

im Extremfall dazu führen, dass der Lauf zum „Ausschuss“ deklariert werden

muss.

Bild 9: Durch die Laufgeometrie bedingt ist beim Fräsen auf

den höher liegenden Laufmantel zu achten, damit der Laufquerschnitt

nicht unzulässig verringert wird.

Des Weiteren muss berücksichtigt werden, dass der Laufdurchmesser

meist in Stoßbodenrichtung zunimmt. Aus

diesem Grund ist ein „abgestuftes“ Fräsen vorteilhaft – in

Richtung zur Laufmündung etwas tiefer als in Richtung des Stoßbodens.

Bei doppelläufigen Waffen muss insbesondere im Bereich des Schlösschens

sehr sorgfältig gearbeitet werden. Da sich hier meist die Hartlotverbindung

für die verlängerte Laufschiene befindet, muss der Bereich zwischen

den Läufen vorsichtig „freigefräst“ werden. Der Schaftfräser darf

keinesfalls durch eine unbedachte seitliche Zustellbewegung die Laufwandung

schwächen.

www.wm-intern.de

Bilder: © Jahr Top Special Verlag, Lutz Henneberg, © Ingo Rottenberger


HANDWERK I HANDCRAFT

09/2021 · 33

Bild 10: Insbesondere beim Entfernen des hart gelöteten und vom Material

massiv ausgeführten Schieneneinsatzes darf der Laufquerschnitt im Bereich

des höchsten Gasdruckes nicht geschwächt werden.

MEISTERWERKSTATT

Büchsenmacherhandwerk seit 1908

Nach dem Fräsen müssen die Reste der Laufschiene und des Weichlots am Lauf unter größtmöglicher

Schonung des Laufquerschnittes entfernt werden. Die Stirnseiten des vorderen Sockels und des

Schlösschens sind sauber zu feilen. Danach können beide in Längsrichtung in die Laufschiene formschlüssig

eingepasst werden. Die Lage des Sockels ist anhand der Schiene auszurichten. Es ist darauf

zu achten, dass die Freimachungen in der Laufschiene geringfügig größer sind (0,1 mm bis 0,2 mm)

als die Teile selbst, um auch an diesen Stellen eine Weichlotverbindung herstellen zu können. Das

Schlösschen darf nur so weit nach unten gepasst werden, dass die Funktion des Schiebers noch gewährleistet

ist und nicht auf dem Lauf aufliegt.

Lötarbeiten

Nun kann mit den Passarbeiten an den Anlageflächen vom Lauf und den Montageteilen begonnen werden.

Hier wird nur durch sehr sorgfältiges Arbeiten eine ausreichende Passung der Montageteile zum Lauf erreicht

werden können. Die Passarbeiten dürfen fast ausschließlich nur am vorderen Sockel und am Schlösschen

vorgenommen werden, da die Laufwandung nicht geschwächt werden darf. Ziel ist eine großflächige

Anlage der Montageteile am Lauf, um einen möglichst geringen Lötspalt zu erhalten. Dadurch „zieht“ sich

das Weichlot während des Lötvorganges durch die Kapillarwirkung besser über die gesamte Lötfläche und

schafft so eine belastbare Verbindung zwischen den Montageteilen und dem Lauf.

Nachdem eine gute formschlüssige Anlage erreicht wurde, müssen beide Teile einer Formgebung

unterzogen werden. Am vorderen Sockel werden die Kanten an den Seitenflächen relativ stark abgerundet

und ausgefeilt. Es ist vorteilhaft, die groben Feilriefen schon zu entfernen, weil im eingelöteten

Zustand dieser Arbeitsschritt wesentlich umständlicher und zeitaufwendiger ist. Am Schlösschen

werden nur die Ecken mit kleineren Radien versehen.

Bild 11: Vorgefeilter vorderer Sockel, der weitestgehend an die Höhe der

Laufschiene und deren Breite angepasst worden ist.

Dann kann mit dem Verzinnen begonnen werden. Dazu werden vorderer

Sockel und Schlösschen an den Passflächen entfettet, mit Lötwasser

bestrichen, erwärmt und das Lötzinn gleichmäßig aufgetragen und

verteilt. Im warmen Zustand wird das überflüssige Lot abgebürstet und

beide Teile können nun erkalten. Bevor die Lötflächen am Lauf verzinnt

werden können, muss dieser „eingebunden“ werden. Dazu werden mit

„Bindedraht“ die nun offenen Enden die Laufschiene durch mindestens

zweimaliges Umwickeln fixiert. Durch seitlich eingeschobene Keile

kann die Spannung des Bindedrahtes bei Bedarf erhöht werden.

Bild 12:

Eingebundener Lauf

als „Sicherung“ der

Laufschiene und der

Reifen gegen ein Lösen

beim Erwärmen.

Bild 13:

Die Metallkeile dienen

dazu, die Spannung

des Bindedrahtes

erhöhen zu

können.

MÜNDUNGS-

GEWINDE

ANBRINGEN

WIR FÜHREN FOLGENDE

SERVICEARBEITEN DURCH:

• zur Laufseelenachse ausgerichtetes

Mündungsgewinde

dem Lauf-Ø entsprechend

• zum Kaliber sinnvolle

Laufkürzung

• entfernen oder versetzen

des Kornes und Änderung

der Visierung

• entsprechende Beratung

und Umsetzung auch bei

Selbstladewaffen

• Beschussabwicklung

• neu einschießen mit

Schalldämpfer

Bilder: © Lutz Henneberg

www.wm-intern.de

Nähere Informationen erhalten Sie

bei FRANKONIA – frankonia.de unter

Service > Büchsenmacherwerkstatt


09/2021 · 34

HANDWERK I HANDCRAFT

Der Lauf kann nun entfettet, erwärmt (nicht über die Anlassfarbe „Gelb“ hinaus!!)

und an den zukünftigen Passstellen mit Lötwasser bestrichen werden. Danach

wird das Lötzinn aufgetragen, gleichmäßig verteilt und das überflüssige Material

im noch flüssigen Zustand abgebürstet. Im Idealfall verbleibt ein gleichmäßig

dünner Film von Lötzinn auf den Passflächen. Nun kann der Lauf erkalten.

Im Anschluss werden der vordere Sockel und das Schlösschen mit dem

Lauf zusammengepasst und ebenfalls „eingebunden“. Da auch die Seitenschienen

(„Reifen“) am Lauf fixiert werden müssen, geschieht dies unter

Zuhilfenahme von Bindedraht und Keilen. Auch hier wird der Draht mindestens

zweimal um den Lauf und die Montageteile gewickelt und die Enden

mit einer Zange verdreht, um einen eng anliegenden Draht zu erreichen.

Mittels der Metallkeile kann die Spannung auf die Montageteile, Visierschiene

und die Seitenschienen erhöht werden. Während dieses Vorganges müssen

vorderer Sockel und Schlösschen zum Lauf „ausgekantelt“ werden.

Dazu werden ca. 10 cm lange gerade Materialstücke („Kanteln“) benutzt, die

Bild 14: Lauf mit „Kanteln“ – sie müssen parallel zueinander verlaufen. Ausgerichtet

werden die Montageteile nach der Visierschiene.

auf die Laufschiene und die Oberseiten der beiden Montageteile aufgelegt

werden. Alle „Kanteln“ müssen beim Blick in Lauflängsrichtung parallel zueinander

sein. Durch leichte seitliche Schläge kann selbst bei den bereits

„eingebundenen“ Montageteilen eine Korrektur erreicht werden. Dieser

Schritt ist insofern wichtig, als damit erreicht wird, dass die Montageteile in

senkrechter Ebene zur Laufschiene fluchten und bei den nachfolgenden

Passarbeiten am vorderen Sockel nicht zu viel weggefräst werden muss.

Eine zu große Aussparung nach dem Fräsen am vorderen Sockel führt dazu,

dass die Einschubplatte nicht mehr eingepasst werden kann und eine größere

bestellt oder selbst angefertigt werden muss.

Bild 15: Fertig eingebundener Lauf nach dem Auskanteln. Die Kanten der Montageteile

können durch das zusätzliche Auflegen einer Walze (siehe Abbildung 12)

geschützt werden.

Sind die Vorarbeiten abgeschlossen, werden der Lauf und die Montageteile

vorsichtig erwärmt. Unter Zugabe von Lötwasser und unter vorsichtigem

Nachschlagen der Keile wird so eine feste Verbindung zwischen Lauf, vorderem

Sockel und Schlösschen hergestellt. Noch im warmen Zustand des Laufes

wird mittels „Auskanteln“ überprüft, ob Laufschiene und Montageteile

noch zueinander fluchten. Sollte dies nicht der Fall sein, muss der Lauf wieder

erwärmt und durch leichte Schläge mit einem Messingstempel und Hammer

auf die Außenseite der Teile eine Korrektur vorgenommen werden. Überflüssiges

Lot kann im flüssigen Zustand abgebürstet werden. Dies erspart Zeit beim

nachfolgenden Garnieren. Ein Blick auf die Verbindungsstellen zeigt, ob sich

überall Lötzinn befindet. Fehlstellen müssen sofort nachgearbeitet werden.

Danach wird der Lauf an den Lötstellen mit klarem Wasser abgespült und das

aggressive Lötwasser mit einem Leinenlappen abgewischt und entfernt.

Unter „Garnieren“ wird das Entfernen des nicht benötigten Lötzinns vom

Lauf und den Montageteilen bezeichnet. Das Lot muss vollständig von den

Oberflächen beseitigt werden, weil sonst beim nachfolgenden Bräunieren

des Laufes helle, silbrige Stellen zurückbleiben. Besondere Sorgfalt ist da

auf die Ecken und Verbindungstellen der Montageteile zum Lauf und zur

Laufschiene zu legen. Mittels einer Reißnadel kann geprüft werden, ob noch

Lot im sichtbaren Bereich der Verbindung vorhanden ist. Es ist ein Ausdruck

guter Büchsenmacherarbeit, wenn sich im Bereich des vorderen Sockels

und des Schlösschens keine Lotreste mehr befinden.

Nachdem das Lötzinn entfernt wurde, empfiehlt es sich, diese Stellen auch

gleich auszufeilen und weitestgehend zu polieren.

Hinweis: Alle Zeichnungen sind nicht maßstäblich!

Fortsetzung folgt …

ir

Custom-Made

GUN BARRELS

AND MORE

Ihre Wahl:

System:

M98; Rem700;...

Kontur

Patronenlager:

.223Rem; .308Win; 6,5CM; ...

Kannelierung

Drall

Material:

CrMo-Stahl oder rostfrei

Mündung:

-Gewinde

-Match

-ballig

-11° Varmint

www.wm-intern.de


SCHWERPUNKT SECURITY / TACTICAL

09/2021 · 35

SCHWERPUNKT SECURITY / TACTICAL

Neuheiten aus den Bereichen

Tactical, Law Enforcement, Security & Home Defense

Bilder: © Pixabay, © Coptex, © Enforcer, © True Utility

Unter der zu Buchner gehörenden

Marke Coptex wird

unter anderem ein stichfester

Rucksack vertrieben, der gerade

in Zeiten unerwarteter Messerangriffe

im urbanen Umfeld

einen klaren Vorteil verschaffen

kann. Der Anti-Stabbing-Rucksack

bietet mit seinen Maßen

von 49 x 30 x 25 cm neben zwei

Hauptfächern mit separatem,

gepolstertem Laptop-Fach

drei aufgesetzte Taschen. Die Oberfläche der Rucksackfront ist dabei von einem

kettenhemdähnlichen Metallgewebe durchzogen, das zuverlässig Klingen jeder

Art vom Eindringen abhält. Neben den Schulterträgern sind an den Seiten zusätzliche

große Griffe angebracht, mit denen man im Angriffsfall den Rucksack

sicher in den Händen und das Gegenüber auf Abstand hält. Das Gewicht liegt

dabei bei 1,65 kg. Damit der Rucksack auch fern jeglicher Angriffe dennoch tagtäglich

ein angenehmer Begleiter ist, wurden die Rückenpolster mit Luftkanälen

versehen und die Polster mit Mesh-Gewebe ausgestattet. Als Obermaterial wurde

abriebfestes Nylon 1000D gewählt. Die außen liegenden Reißverschlüsse

sind spritzwassergeschützt und jene der Hauptfächer können zudem mit einem

Vorhängeschloss gesichert werden. Erhältlich ist der taktische Rucksack Coptex

Anti Stabbing beim Hans Buchner Großhandel in Dachau.

www.buchner-grosshandel.de

Aus dem Hause Enforcer gibt es schlagkräftige und starke Tools für den

Einsatz. So der 21“ (53 cm) lange Teleskopschlagstock, welcher sich mit einer

einfachen Schleuderbewegung öffnet und (erst) mit einem Druck auf

den Knopf am Stockende wieder schließt. Das mitgelieferte Nylonholster

lässt sich am Gürtel in acht Stufen seitlich verstellen, sodass der Träger

stets eine bequeme Sitzposition findet. Geschlossen misst der Enforcer

www.wm-intern.de

Teleskopschlagstock 22,4 cm und wiegt 562 g. Als

Notfall- und Einsatztool bewährt hat sich zudem

das Enforcer Demolition Tool: eine Art multifunktionale Brechstange, gefertigt

aus pulverbeschichtetem 1055er-Kohlenstoffstahl. Ausgestattet ist es

mit einem Stemmeisen, Nagelzieher, Zughaken, Hammer und einer Feueraxt.

Das Enforcer Demolition Tool hat insgesamt eine Länge von 38 cm bei

einem Gewicht von 965 g.

Alle Enforcer-Produkte sind erhältlich bei www.buchner-grosshandel.de

Das FireRanger von True Utility ist ein waschechtes Outdoor

Survival Tool, das sich am Gürtel auf Security-Patrouille

genauso gut macht wie für den Notfall in einem

Bug Out Bag (Fluchtrucksack).

Es verfügt zunächst über eine 7 cm lange mit Teil-Wellenschliff

versehene Klinge aus 420er-Stahl. Ein großer

Kreuzschlitz- ist ebenso wie ein normaler Schraubendreher

integriert. Zudem verfügt das Tool über eine ausgewachsene

Zange mit austauschbaren Cuttern aus gehärtetem

Stahl. Eine aggressive Säge schneidet auch in

härtestes Holz. Der Clou am FireRanger aber ist der integrierte

Feuerstahl, mit dem sich in jedweder Notsituation

ein rettendes und moral-erwärmendes Lagerfeuer


09/2021 · 36 SCHWERPUNKT SECURITY / TACTICAL

starten lässt. Das FireRanger kommt mitsamt einer robusten Nylon-Tasche

mit Gürtelschlaufen. Eine laute Notsignalpfeife ist ebenfalls im Griff des Feuerstahls

integriert. Somit bietet True Utility mit seinem FireRanger eine

durchdachte und zudem günstige Alternative zu deutlich teureren Produkten

anderer renommierter Hersteller.

Bestellbar für den Fachhhandel ist das FireRanger ebenso wie weitere coole

Gagdets dieses Herstellers bei der Corporate Sports International GmbH &

Co. KG unter www.cospin.de

Mehr zu allen Gadgets unter www.trueutility.com

Die Firma Hoernecke aus

Oberstenfeld bietet mit ihrem

Produkt TW1000 Tactical ein

Pfefferpray für den harten taktischen

Einsatz. Diese professionellen

Sprays sind dank Bag-

System in der Lage, auch

kopfüber zu sprühen, weshalb

der Hersteller hier von einer 360°-Allround-Sprühtechnologie spricht. Beim

Sprühstrahl der Tactical-Versionen setzt Hoernecke auf den sogenannten

Pepper Jet, einen ballistischen Flüssigstrahl. Ebenso ist das Spray mit ballistischem

Gel-Strahl erhältlich. Die effektive und zudem unentzündliche OC-

Lösung verspricht eine sofortige Stoppwirkung und wurde zur Markierung

und späteren Identifizierung eines Angreifers zudem mit einem UV-Marker

versetzt. Dieser nur unter UV-Licht zu erkennende Farbstoff ist ebenso in

den Trainingssprays enthalten, um Treffer auch bei Übungen sichtbar zu machen.

Die Reichweite der jeweils 45 ml fassenden Sprays wird auf 4 bis 5 m

beziffert. Neben der Standard-Dose mit Flip-up-Deckel wird das TW1000

Tactical auch in der einsatzbewährten Super-Garant-Professional-Ausführung

mit austauschbarer Wirkstoffpatrone angeboten. Nähere Informationen

dazu finden sich auf der Seite des Herstellers unter www.tw1000.com

Die auf Kletterzubehör spezialisierte Skylotec

GmbH hat längst nicht nur persönliche

Schutzausrüstung gegen Absturz und Sicherungssysteme

für Industrie und Sport im

Programm. Auch Artikel aus dem Bereich der

Evakuierung und Höhenrettung sowie taktische

Ausrüstung zählen zum Portfolio des

1947 gegründeten Neuwieder Unternehmens.

Gerade im taktischen Bereich verlassen

sich zahlreiche Spezialeinsatzkräfte auf die Produkte dieses Herstellers.

Die Tactical Range umfasst dabei alle erdenklichen Mittel; von Gurten über

Helme bis hin zu diversen, auf den jeweiligen Einsatzzweck hin optimierten

Abseilgeräten, wie das kompakte Modell Sirius, das sich intuitiv bedienen lässt

und mit seinem kleinen Hebel schnelle, präzise Aktionen ermöglicht. Eine andere

Liga bilden dann die akkubetriebenen TRC-Motor-Seilwinden. Sie sind

auf taktische Operationen im urbanen, aber auch maritimen Umfeld ausgelegt,

ermöglichen Auf- und Abseilgeschwindigkeiten von bis zu 60 m und können

auch mittels Fernbedienung gesteuert werden. Einen Überblick über das

gesamte taktische Sortiment aus dem Hause Skylotec finden Sie unter www.

skylotec.com/tactical

Auf unsere Anfrage bezüglich

taktischer Neuheiten

aus Fernost ließ

sich das in erster Linie

für seine leuchtenden Produkte bekannte Unternehmen Nextorch nicht

lange bitten. Der inzwischen durchweg renommierte, chinesische Hersteller

taktischer Lampen und Schlagstöcke hat seit jüngstem ein durchweg fesselndes

Paar im Programm: neue, extra leichte Handfesseln aus dem Hause

Nextorch! Diese sind teils aus Stahl, teils aus Aluminium gefertigt, was wiederum

ein paar Gramm mehr an Gewicht am Einsatzgürtel spart. So kommt

das Paar Handschellen auf nur 240 g Gewicht. Das Double-Lock-Schloss soll

manipulationssicher sein und zugleich ein Engerstellen der Handschellen

unterbinden. Der Hersteller verspricht bei einer Zugfestigkeit in längs von

3500 N und quer 4300 N eine Lebensdauer von 11.000 Öffnungs- und

Schließvorgängen bei sage und schreibe satten zehn Jahren Garantie. Alle

Handschellen verfügen selbstverständlich über eine Seriennummer. Die Abgabe

erfolgt ausschließlich an berechtigte Personen.

Mehr Infos und Kontakt unter www.nextorch.de

Das ebenfalls aus China stammende

Unternehmen Nitecore wirft mit seinem

neuen Modell P20iX eine ausgewachsene

taktische Taschenlampe

auf den Markt, die es mit ihrem maximal satten Lichtstrom von 4.000 lm dick

hinter den Ohren hat. Damit verspricht der Hersteller eine Reichweite von

221 m. Die Laufleistung im Turbo-Modus wird mit etwa 30 Minuten beziffert.

Im geringsten der fünf Modi (Ultralow bei 2 lm) schafft die P20iX hingegen

ganze 350 Stunden – der Rest liegt dazwischen. Daneben verfügt die taktische

Lampe über einen sogenannten „Random“ Strobe Mode. Ausgeliefert

wird die Nitecore mit einem 21700-Li-Ion-Akku mit einer Kapazität von 5.000

mAh. Im Zackenkranz der Krone sind zudem Keramikeinlagen eingebracht,

um effektiv Glas zu brechen. Alles in allem ein passendes Gesamtpaket.

Nähere Infos zu den taktischen Lampen aus dem Hause Nitecore beim

deutschen Importeuer unter www.nitecore.de

Oft sind es die kleinen

Dinge im Leben,

die einem selbiges

deutlich erleichtern.

So beispielsweise

das neue EZ-Click-

Molle-System von

Peli. Dabei handelt

es sich um eine

schnell und einfach

(ohne Werkzeuge)

austauschbare Deckeleinlage für alle Peli-Koffer. Diese bietet vorn wie auf der

Hinterseite diverse Möglichkeiten, jedwede Ausrüstung im Molle-Stil oder mit

Klettverschlusssystemen im Koffer unterzubringen. Die Möglichkeiten sind

schier unendlich. Das neue EZ-Click-Molle-System ist zunächst für die Peli-

Koffer Typ 1535 und 1560 verfügbar. Alle näheren Infos zu den taktischen Umbaumöglichkeiten

aus dem Hause Peli finden Sie unter www.peli.com

www.wm-intern.de

Bilder: © Hoernecke, © Skylotec, © Nextorch, © Nitecore, © Peli


SCHWERPUNKT SECURITY / TACTICAL

09/2021 · 37

Bilder: © PowerTraveller, © Prinus, © Tasmanien Tiger

Das 1986 gegründete und durch seine Solarsysteme bekannte britische Unternehmen

PowerTraveller startet nun mit einer neuen taktischen Linie

durch. Allen voran besticht das Modell Tactical Sport 25 – ein kleines kompaktes

Powerpack, das zusätzlich mit einer 150-lm-Lampe ausgerüstet ist –

mit einer Akkuleistung von 6700 mAh. Mehr als genug, um nur ein Handy zu

laden.

Dieses ist erhältlich im praktischen Kit mit einem dreiteilig auffaltbaren Solarpanel

mit 7W-Leistung, wodurch man draußen quasi permanent imstande

ist, sein Handy (oder auch Tablet etc.) zu laden. Somit stellt dieses System

eine solide Basis unter den PowerTraveller-Systemen dar. Doch gerade

in der Tactical Range ist bei diesem Hersteller noch so einiges mehr geboten:

Mehr an Power, mehr an Innovation, mehr an Taktik.

Mehr unter www. powertraveller.com

Primus, der bekannte schwedische Hersteller von Kochern und weiterem

Outdoorzubehör bietet mit dem neuesten Update seines Kochers Lite Plus

eine konsequente Weiterentwicklung seiner bisher

bereits auf Leistung und Langlebigkeit ausgelegten

Produkte. Denn nun passt der Kocher

samt einer 100-g-Gas-Kartusche und Zubehör in

den 500-ml-Alutopf. Dabei wurde zudem bisher

verwendetes Plastikmaterial gegen Bio-Kunststoff

getauscht und die bisherige Filzummantelung

durch hochwertigeres G-10900-Eco-Lite-

Material ersetzt. Somit ist man draußen deutlich nachhaltiger unterwegs,

was auch im taktischen Bereich durchweg sinnvoll ist. Und so gibt es den

neuen Primus Lite außer in den typischen Lifestyle-Farben auch ganz unauffällig

in den taktisch gedeckten Farben Schwarz und Grün (sowie in Grau

für urbane Umgebung).

Nähere Infos zur Produkt-Range von Primus sowie Kontakt unter

www.pri-musoutdoor.de

Vom Tasmanischen Tiger aus Dasing

gibt es unter anderem eine

multifunktionale Gurtschlinge, welche

nicht nur Waffen, sondern auch

Kamerasysteme taktisch zu tragen imstande ist. Bei einer maximalen Belastung

von 85 kg darf man dem lediglich 185 g leichten und in Schwarz, Oliv

MANFRED ALBERTS GMBH – DISTRIBUTOR AUS TRADITION UND LEIDENSCHAFT.

www.wm-intern.de

Manfred Alberts GmbH · Bielsteiner Straße 66 · 51674 Wiehl-Bielstein

Telefon 0 22 62 / 99 94 33-0 · Fax 0 22 62 / 72 21 40 · info@manfred-alberts.de · www.manfred-alberts.de


09/2021 · 38 SCHWERPUNKT SECURITY / TACTICAL

sowie Coyote-Braun erhältlichem Umhänger mit

seinen adaptiven Fähigkeiten durchaus sein

Vertrauen schenken.

Daneben glänzt die Marke Tasmanian Tiger vor

allem wieder in ihrer Paradedisziplin, bei den taktischen

Rucksäcken. Neben dem neuen TT Modular

Combat Pack, einem universell einsetzbaren,

kleinem taktischen Kampfrucksack

mit TT-typischer Flexibilität

steht vor allem das

Modell TT Modular Gunner

Pack IRR im Vordergrund. Dieser

ist aus Cordura 5000 nach

allen Standards und Forderungen

der Bundeswehr gefertigt

und erfüllt – alle Bauteile und

Verschlüsse eingeschlossen –

selbst die IRR-Tarnwirkung

nach IRR 650.

Ein Blick auf die Palette der

einsatztauglichen jedenfalls

lohnt. Einzusehen unter

www.tasmaniantiger.info

Umarex ergänzt sein Zubehörprogramm im Bereich Home Defense um spezielle

Upgrades für Produkte, die verteidigungswillige Kunden seit Langem

in den Nachtschränken horten, um sie im Falle des Falles bei der Home Defense

zum Einsatz zu bringen. Darunter ein

schnelles Wechselmagazin für den in

Deutschland (leider lediglich 7,5 Joule schwachen)

Home-Defense-Revolver HDR50. Hier

findet der Freund dieser Waffengattung nun

ein vorgeladenes Trommelmagazin, abwechselnd

bestückt mit drei Gummigeschossen und drei Pfefferpulvergeschossen.

Weiter wurde von Umarex eine neue Klassifizierung ihrer Munitionsarten

vorgenommen. Demnach sind demnächst unter Sport Ammunition

derartige Geschosse, die Kreide- oder Farbmarkierungsstoffe beinhalten, zu

finden. Als Practice Ammunition werden künftig Gummi- und Kunststoffrundkugeln

bezeichnet, welche ein Feedback

beim Getroffenen erzeugen. Als neue Kategorie

wird nunmehr eingeführt die

Performance Ammunition. Diese beinhaltet

Geschosse aus selbst- beziehungsweise nachleuchtenden

Kugeln, aus Gummi oder Kunststoff,

welche die Flugbahn für den Beobachter

bei Dunkelheit nachvollziehbar machen – zumindest

wenn sie mit Licht aufgeladen sind.

Die letzte Art ist die Defense Ammunition. Hierbei

handelt es sich um Pfefferpulverkugeln, die

den Reizstoff erst beim Aufprall auf das Ziel,

sprich den Aggressor, freigegeben. Somit eignet

sich diese Geschossart ideal zur Verteidigung

innerhalb der eigenen vier Wände.

www.umarex.de

dg

Security-Messe Essen

Nachdem die Security Essen in den Jahren 2020 und 2021 der Pandemie

zum Opfer gefallen ist, soll nun im kommenden Jahr die Sicherheitsmesse

vom 20. bis 23. September 2022 endlich wieder in den Hallen der Stadt abgehalten

werden.

Das verkündete der Veranstalter, die Messe Essen GmbH, im Rahmen einer

Pressemitteilung Ende Juni 2021.

Neben den bekannten Schwerpunkten aus den Bereichen Videoüberwachung,

Zutrittskontrolle, Mechatronik, Mechanik, Systeme und Perimeter

sowie Brandschutz- und Einbruchschutzsystemen sind nun insbesondere

durch die veränderte Arbeitssituation mit viel Telearbeit und teils permanentem

Homeoffice die Dienstleistungen & Digital Networking Security als

auch Cyberkriminalität in den Vordergrund gerückt.

Denn: „Das Thema Sicherheit betrifft zahlreiche Lebens- und Arbeitsbereiche

und hat neue Dimensionen angenommen. Die Branche hat daher großen

Bedarf, sich persönlich auszutauschen und neue Produkte vorzustellen.

Wir freuen uns, mit der Security Essen erneut eine hochkarätige Plattform

dafür geben zu können. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

greifen, sodass wir für den Herbst 2022 eine Messe mit internationaler

Ausrichtung planen können“, sagt Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer

der Messe Essen.

Der Veranstalter rechnet dabei mit rund 500 Ausstellern, zur Hälfte aus internationalem

Umfeld.

Dabei richtet sich die Messe mit einem speziellen zeit- und kostensparenden

Komplettpaket auch und insbesondere an Erstaussteller. Neben dem

Standbau sowie 20 Kunden-Eintrittskarten erwarten diese darin unter anderem

auch Vergünstigungen auf die Werbeflächen auf dem Messegelände.

Doch auch für junge Gründer und Start-ups gibt es attraktive Möglichkeiten,

sich auf der Messe zu präsentieren. Außerdem wird den Besuchern ein zielgruppenorientiertes

Rahmenprogramm versprochen. Alle näheren Infos

und Kontakt zur Security Essen gibt es unter www.security-essen.de

www.wm-intern.de

Bilder: © Tasmanian Tiger, © Umarex, © Messe Essen– Rainer Schimm


SORTIMENT I ASSORTMENT

09/2021 · 39

SORTIMENT

Schleifmittel aus dem Hause Kubesch bei kh-security

Schon seit 1930 ist die in Fulda bestehende Messerschmiede als Fachgeschäft

für Solinger Stahlwaren bekannt. Nach dem 2. Weltkrieg

wuchs die Schleiferei zum größten und bekanntesten Fachbetrieb seiner

Art im Landkreis Fulda. 1995 kaufte Jens Kubesch das Traditionsunternehmen,

mit nur 21 Jahren seinen Meister machte.

„Man muss die Leidenschaft dafür haben. Wenn man das nicht hat, dann hat

man auch kein Gespür für Formen und Design“, erzählt Jens Kubesch im Interview

mit dem ARD Morgenmagazin. „Man braucht ein gewisses Maß an

Fingerspitzengefühl und man muss sich ein bisschen in dem Bereich auskennen,

für den man das Messer produziert“.

Das SimplyShark Geschenkset in dekorativer

Holzbox

Jährlich bearbeitet Kubesch bis

zu 100 Sonderanfertigungen an

Messern. Der Meisterbetrieb ist

offiziell anerkannter Schärfdienst

namhafter Messer- und Scherenhersteller,

wie z. B. Herbertz, Böker,

Haller, Wüsthof, Dovo, Wasa, Victorinox,

Klaas und weiteren. Auch

Privatkunden wie Angler, Jäger

oder Hobbyköche sind bei Kubesch

an der richtigen Adresse.

Kh-security bietet ab diesem Jahr als Großhandelsvertreter die gesamte

„SimplyShark“ Produktpalette an Messerschleif-Utensilien, die Kubesch

selbst entwickelt hat. Von der

Schleifplatte über Messerschleipaste

bis hin zu Geschenk- und Komplettsets ist alles dabei. Dem Meister

liegt die Weitergabe der richtigen Technik am Herzen, sowohl als Ausbildungsbetrieb

als auch in seinen Seminaren für Besucher.

„In unseren Schärfkursen haben wir immer wieder festgestellt, dass unsere

Kunden ihre Messer am einfachsten, sichersten und schnellsten mit Diamant-Schleifplatten

auf Rasierschärfe bekommen“, verrät Kubesch auf seiner

Website. „All die unterschiedlichen Produkte, die wir in den letzten 30

Jahren genutzt haben, haben wir zu einer optimalen Diamant-Schleifplatte

zusammengeführt.“ Die geschlossene Diamantplattenoberfläche ermöglicht

ein problemloses Abziehen ohne Verhaken der Messerspitzen. Dank

der massiven Stahlplatte arbeitet man auf einer planen und festliegenden

Oberfläche. Für den feinen Abzug ist eine Seite mit einer 1000er Körnung

versehen. Extrem stumpfen Klingen oder Schneiden mit Ausbrüchen rückt

man mit der 400er Körnung auf der anderen Seite zu Leibe.

www.messerschmiede-kubesch.shop/ + www.kh-security.de ah

Bilder: © JAHR MEDIA, © Kubesch

www.wm-intern.de

Über 30 Jahre persönliche Erfahrung

und über 10 Jahre Erfahrungen

mit Anwendern in Schleifseminaren

fließen in die Entwicklung

der SimplyShark-Produkte.

Die dazugehörigen Schleifpasten und

Pflegemittel runden das Sortiment ab.


09/2021 · 40 SORTIMENT I ASSORTMENT

Messerporträt

Christoph Daim schreibt über handgemachte

Messer. Er ist Mitglied der Deutschen

Messermacher Gilde (DMG) und

hat dort die Funktion des Lektors übernommen.

Für WM-Intern schreibt er aus

der Sicht des Messermachers über ausgefallene

und kunstvolle Messer.

www.viennablade.com +

www.deutsche-messermacher-gilde.de

WM-Intern – Das Insider-Magazin für

Jagd, Messer, Schießsport und Security

www.wm-intern.de

www.facebook.com/wmintern

Impressum

JAHR MEDIA GmbH & Co. KG

Jürgen-Töpfer-Straße 48

22763 Hamburg

040-389 06-0

www.jahr-media.de

WM-Intern ist offizielles Mitteilungsorgan

des Verbandes der Deutschen Büchsenmacher

und Waffenfachhändler e. V. sowie

offizielles Mitteilungsblatt des Bundesinnungsverbandes

für das Büchsenmacher-Handwerk

und der Innung

des Büchsenmacherhandwerks für

Mitteldeutschland.

Mein Lieblingswerkzeug für diese Tätigkeit: der klappbare Opinel Austernöffner.

Außerdem schreibt WM-Intern die

Geschichte von „Der Büchsenmacher“

fort, der hier im 117. Jahrgang erscheint

und die älteste Zeitschrift für Büchsenmacher,

Waffen, Jagd und Outdoor ist.

Ebenfalls in WM-Intern erscheint im

125. Jahrgang „Messer & Schere“, die

Fachzeitschrift für den Bereich Schneidwaren/Bestecke.

O wie Opinel

Auch wenn es scheinbar ein Allerwelts-Messer und auf den ersten Blick

nichts Besonderes ist, gibt es doch auch im Fall Opinel bei genauerem

Hinschauen Interessantes zu berichten. Dazu gehört zum Beispiel die

Tatsache, dass das Tragen dieses volkstümlichen Messers ab Größe

fünf, also mit der in den 1950er Jahren eingeführten Verriegelung, in

Frankreich eigentlich verboten ist. „Eigentlich“ bedeutet in diesem Zusammenhang,

dass auf dem Land und getragen von Einheimischen normalerweise

kein Problem besteht. In Ballungszentren, bei Demonstrationen

und Terrorismusalarm hingegen sollte man dieses Gesetz entsprechend

ernst nehmen! Eine Spezialität ist auch das abgebildete Austernmesser,

das sinnvollerweise auch mit Virobloc-Verriegelung ausgestattet

ist. Es gehört bei uns nicht zu den sehr geläufigen Modellen, ist aber

im Laufe der Zeit zu meinem Lieblingswerkzeug zum Austernöffnen geworden.

Der Griff in der typischen Opinelform ist aus Bubinga-Holz, das

den extremen Arbeitsbedingungen (Salzwasser und Feuchtigkeit) erstaunlich

gut standhält. Lediglich der Sitz der Klinge im Griff gab Anlass

zur Nachbesserung: die Klinge „versank“ immer weiter im Holz, sodass

der Nagelhieb nicht mehr greifbar war. Durch vorsichtiges Ausfräsen

und Nacharbeiten (siehe Bild rechts) habe ich diesen kleinen Mangel

leicht beheben können.

www.opinel.com + www.herbertz-messerclub.de

Redaktionsleitung

Claudia Jahn (cj) · claudia.jahn@wm-intern.de · Telefon: 02204-979 93 76

Mitarbeiter der Redaktion

Roland Zobel (z), Miriam von Chamier (mvc), Daniel Guthannß (dg),

Patrice Leon Göbel (pg), Adrian Hopp (ah), Adina Lietz (ali), Ann-Kathrin Ochs (ako),

Ingo Rottenberger (ir), Tim Zychacek (tz)

Anzeigenleitung

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Anzeigen: Roland Zobel · roland.zobel@wm-intern.de · Telefon: 0152-01939102

Jan-Hendrik Röhrs · jan-hendrik.roehrs@jahr-media.de · Telefon: 040-38906-161

Titelfoto: © mvcaspel - stock.adobe.com

ISSN 2196-9477 · Gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 42 vom 1.1.2021

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Jahresabonnement: 57 Euro · (Ausland: 67 Euro, Übersee: 77 Euro)

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Bilder: © Christoph Daim


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www.tw1000.com

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ALLES FÜR DIE JAGD

Georg Fritzmann & Söhne GmbH

D- 96202 Lichtenfels

Tel. 09571 - 6081

Fax 09571 - 71131

info@fritzmann.org · www.fritzmann.org

Mehr Informationen:

www.tw1000.com

Carl Hoernecke Chem. Fabrik GmbH & Co. KG | Industriestraße 26

D-71720 Oberstenfeld | info@hoernecke.de | www.tw1000.com

Vertrieb Schweiz: Spowag GmbH | CH-8618 Oetwil am See

ANKAUF VON WAFFEN UND ZUBEHÖR

Schäfer & Schäfer GmbH

Waffenverwertung

Bielsteiner Straße 40

D-51674 Wiehl

Tel. 0 22 62 - 99933-19

Fax 0 22 62 - 99933-18

info@waffenverwertung.de

www.waffenverwertung.de

BLOCKIERSYSTEME FÜR ERBWAFFEN

Felix Mogdans

D-71665 Vaihingen / Enz-Horrheim

Tel. 0 70 42 - 8 40 24 - 5, Fax -6

www.GunBlock.de

BOGENSPORTARTIKEL

Herst./Großist-Bogen-& Armbrustsport

BLACK FLASH Archery GmbH

D-07333 Unterwellenborn / Koenitz

Tel. 03 67 32 - 20 89 - 0

Fax 03 67 32 - 20 89 - 13

mail@black-flash-archery.de

BOGENFUCHS, Fa. Ludwig Fuchs

Inhaber Martin Fuchs e.Kfm.

D-35037 Marburg, Wilhelmstraße 16

Tel. 0 64 21 - 2 25 25, Fax 2 75 49

www.bogenfuchs.com

BRÜNIERMITTEL

Original First Defense

OC-Tierabwehrspray

DEF-TEC Defense Technology GmbH

Breitlacher Straße 96

D-60489 Frankfurt am Main

Tel. 069 - 74 30 38 0 · Fax 069 - 74 30 38 - 22

info@deftec.de

Ein Inserat im

Lieferanten-Lexikon

– lohnt sich immer!

ANKAUF VON WAFFEN UND ZUBEHÖR

B&L Handelsgesellschaft

Waffenhandel – Waffentechnik

Inh. Dirk Bayer

Bergstr.1a

41334 Nettetal

Tel. 02153 - 1219426

Fax 02153 - 9587335

info@BundL-Waffen.de

www.waffen-barankauf.de

BALLISTOL GmbH

D-84168 Aham

Brünierung von BALLISTOL

Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0

Fax 0 87 44 - 96 99 - 96

info@ballistol.de

www.ballistol.de

www.wm-intern.de/lieferanten-lexikon


Lieferanten-Lexikon

BRÜNIERMITTEL

GAS- UND PLATZMUNITION

GEWEHRSCHÄFTE

DEWE Brünofix GmbH

D-91126 Rednitzhembach

Tel. 0 91 22 - 98 68 - 0, Fax - 30

info@bruenofix.de

www.bruenofix.de

DARTS

EMBASSY SPORTS GmbH

UNICORN / BULL´S

Eulerstraße 9, D-48155 Münster

Tel. 0251-539501-0, Fax 539501-29

info@embassy-sports.de

www.embassy-sports.de

ELKADART ® / WINMAU ®

Sportsdivision Jim Pike GmbH

Würzburg

Tel. 09 31 - 40 55 56, Fax - 48 079

www.sportsdivision.de

EXKLUSIVES FÜR UNTERWEGS

Karl Beier OHG

Spezial-Sortiment edler Lederwaren/ Reiseartikel

Tel. 069-69 76 82 89 · Fax 069-82 34 39

www.beier-travelcompanion.com

FACHLITERATUR

Verlag J. Neumann-Neudamm

Schwalbenweg 1

D-34212 Melsungen

Tel. 0 56 61 - 92 62 26, Fax 0 56 61 - 92 62 19

info@neumann-neudamm.de

www.neumann-neudamm.de

VS-BOOKS Torsten Verhülsdonk

Grenzweg 41, 44623 Herne

Tel. 02323 - 9462520, Fax 9462529

info@vs-books.de + www.vs-books.de

Waffentech. Militärgesch. Uniformkunde

FUTTERALE

FAW08 Waffenpflege-Futterale

E. Demgen Vertriebsservice

D-46487 Wesel

Tel. 02 81 - 96 66 90

info@faw08.de · www.futterale.de

GAS- UND SIGNALWAFFEN

Record Firearms GmbH

info@record-firearms.de

www.record-firearms.de

Drello GmbH & Co. KG

Tel. 0 21 61 - 909-6

www.drello.de

KEITSMESSGERÄTE

GEWEHRSCHÄFTE

NUSSBAUMHÖLZER seit 1880

Kurt Katzenmeier

D-64407 Fränkisch-Crumbach/Odenw.

Tel. mobil +49 (0) 174-6666864

www.katzenmeier.net

www.thomasnowak.com

www.kunststoffschaft.de

Rohlinge aus Französisch Nussbaum

S.Theys@email.de

GESCHOSSGESCHWINDIG-

Gewehrschaft-

Rohlinge

Karl Nill GmbH

In Schlattwiesen 3

D-72116 Mössingen

Tel. 07473-9434-0

Fax 07473-9434-30

www.nill-griffe.com

GRIFFE

GROSSHANDEL

Buchner Grosshandel

Tel. 08131- 66676-0 Fax-10

info@buchner-grosshandel.de

www.buchner-grosshandel.de

DEURUS Handelsgesellschaft mbH

39218 Schönebeck · Welsleber Str.46

Tel. 0 39 28-7 08 80 · info@deurus-gmbh.de

SAGA / MESKO / Ddupleks / H&N u.v.m.

www.deurus-gmbh.com

Fenix GmbH, siehe Taschenlampen

Frankonia Handels GmbH & Co. KG

Partner des Fachhandels

Schießhausstraße 10

D-97228 Rottendorf

Tel. 0 93 02 - 20 80

Fax 0 93 02 - 20 220

info@frankonia-b2b.de

www.frankonia-b2b.de

Gustav Jehn GmbH

Postfach 1827

D-59528 Lippstadt

Tel. 0 29 41 - 2 90 90

gustav@jehn.de

Französisch Nussbaum

langjährig gelagert

S.Theys

vormals Valentin Volk KG

64385 Reichelsheim

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Tel.: +49(0) 9287 – 800 58 92

E-Mail: info@its-tactical.de

www.its-tactical.de

Winchester-Munition

Im Sande 25

D-46049 Oberhausen

Tel. 0 208 - 62 06 -26 7

Fax 0 208 - 62 06 - 68 7

GROSSHANDEL

HUNDETRANSPORT

Schmidt-Fahrzeugbau GmbH

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D-78253 Eigeltingen-Honstetten

Tel. 0 77 74 - 92 20 - 0, Fax -20

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JANA Jagd + Natur

Schwalbenweg 1

D-34212 Melsungen

Tel. 0 56 61 - 92 62 0

Fax 0 56 61 - 92 62 20

info@jana-jagd.de · www.jana-jagd.de

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Jagdverlagen

LEADER Trading GmbH

Am Gierath 20 E

D-40885 Ratingen

Tel. 0 21 02 - 94 20 1 - 0

Fax 0 21 02 - 94 20 1 - 90

www.leader-trading.com

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Ferkinghoff International GmbH & Co. KG

Schwanfelder Straße 8

97241 Bergtheim bei Würzburg

Telefon +49 (0)9384 88212-00

info@waffen-ferkinghoff.com

www.waffen-ferkinghoff.com

Europa/Deutschland-Vertretungen: u. a. Magnum

Research, Auto-Ordnance, KIMBER, Just Right Carbine,

Mossberg

SIMBATEC GmbH

D-42697 Solingen

info@simbatec.de

www.simbatec.de

Waimex

Jagd und Sportwaffen GmbH

Benno-Strauß-Straße 41

D-90763 Fürth

Tel. 09 11 - 37 66 32 - 0

Fax 09 11 - 37 66 32 - 33

info@waimex.com

www.waimex.com

IMPRÄGNIERMITTEL

BALLISTOL GmbH

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Atmungsaktive Textilimprägnierung

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info@ballistol.de

www.ballistol.de

JAGD-LAMPEN

Fenix GmbH, siehe Taschenlampen

Jagdschule Blatt

Tel. +49 6867 -560 770

Jägerschule Seibt GmbH

www.jagdschule-seibt.de

info@jagdschule-seibt.de

Tel. 06873 - 992707

JAGDSCHULEN

JAGD-, SPORT- UND SAMMLERWAFFEN

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Am Michelsbach 12 C

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Tel. 0 36 91 - 70 85 10 · Fax 0 36 91 - 89 38 88

info@BlackPowderNo1.de

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JAGDWAFFEN

Mauser Jagdwaffen GmbH

Ziegelstadel 1

D-88316 Isny

Tel. 0 75 62 - 974 97-0, Fax - 02

info@mauser.com

www.mauser.com

LÄUFE

www.lothar-walther.de

Tel. 0 73 28 - 96 30 0, Fax -5066

LAUFREINIGER

BALLISTOL GmbH

D-84168 Aham

Militärentwickelte Laufreiniger

Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0

Fax 0 87 44 - 96 99 - 96

info@ballistol.de

www.ballistol.de

BRUNOX AG / www.brunox.swiss

siehe Rubrik Waffenpflege

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Lieferanten-Lexikon

MESSER

Giesser Messerfabrik GmbH

www.giesser.de

MESSER / SCHWERTER

„Rough Rider” u.a. Messermarken

Tel. 06073 - 742379, www.wolfster.de

MESSERSCHÄRFER

Gebr. Graef GmbH & Co KG

Schneiden und schärfen

D-59757 Arnsberg

Tel. 0 29 32 - 97 03 -0

www.Graef.de

OPTIK

BRESSER GmbH -Distributor

pulsar@bresser.de

www.bresser.de/pulsar

SCHAFTPFLEGEMITTEL

Scherell's SCHAFTOL-Das Original

BALLISTOL-Klever GmbH

D-84168 Aham

Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0

Fax 0 87 44 - 96 99 - 96

info@ballistol.de · www.ballistol.de

MÜNDUNGSVERSTELLUNGEN

Fortner

Jagd- und Sportwaffentechnik

Tel. 0 80 32 - 59 35

service@fortner-waffen.de

MUNITION

Nammo LAPUA Oy

Tel. 0049-172-5843201

ralf.winter@lapua.com · www.lapua.com

NARKOSE

Jagd & Sportbedarf Jürgen Jöst

Mooswiesen 17, D-88214 Ravensburg

Tel. 0751 -66670, Fax -652095

mail@jjrv-waffen.de

TeleDart GmbH & Co. KG

Betäubungsgewehre / Betäubungsblasrohre

Obere Heide 8, 67368 Westheim

Tel. 06344 939 -765 · Fax 06344 939 -890

info@teledart.com · www.teledart.com

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Fax 0 76 23 - 7 49 12 49

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Tel. 09733 - 78387-0

Fax 09733 - 78387-10

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