Prima Magazin - Ausgabe September 2021

prima.magazin

Foto © LEXI An einen Haushalt / Österreichische Post AG P.b.b. / RM 06A036811 K / Verlagspostamt 7400 Oberwart SEPTEMBER 2021

WWW.PRIMA-MAGAZIN.AT

TITELFOTO:

Schwammerlzeit, Seite 40

Stadtzentren

• Ideensuche für Oberwart

• Konzpte der TU Graz für die

Hartberger Innenstadt

GESAMTER BEZIRK OBERWART UND

OSTSTEIERMARK MIT GROSSRAUM HARTBERG

BREITER INFORMIERT AUS MEINER REGION

„Brutstätten der

Misshandlung“

Tierethiker Martin Balluch über die

Haltung von Schweinen in Zuchtanlagen

„Gemma

Schwammerl

suchen“

prima! unterwegs im Wald mit der

Pinkafelderin Maria Szemes

Legasthenie – was tun?

Wenn die Buchstaben ein Eigenleben führen


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4 2 APRIL SEPTEMBER 2019 2021

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23


Foto © VIEW

INHALTSVERZEICHNIS

Editorial

Nicole Mühl, MA

Herausgeberin & Medieninhaberin

Die EU hat das Jahr 2021 zum Jahr

der Schiene erklärt. Das Ziel ist ein

einheitlicher europäischer Eisenbahnraum.

Bis 2050 wird in Europa die

Klimaneutralität angestrebt und da ist

der Verkehrssektor gefragt, denn hier

müssen die Treibhausgasemissionen

radikal verringert werden. Die Bahn

wird dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Am 2. September startet der „Connecting

Europe Express“ von Lissabon

aus und wird 26 Länder ansteuern. Ein

starkes Zeichen Europas für die Bahn!

Ein starkes Zeichen kommt zu diesem

Thema auch aus dem Südburgenland

– allerdings in die entgegengesetzte

Richtung: Hier hat nämlich

der symbolische Spatenstich für den

Radweg stattgefunden. Radwege sind

wichtig und die brauchen wir auch.

Aber warum muss es denn eine „Entweder

– Oder“-Debatte sein, wo man

ja eine bestehende Verbindung nur

mehr ausbauen müsste? Im Südburgenland

werden dafür jedenfalls Schienen

abmontiert. Ein Querschlag, dessen

Folgen noch gar nicht abzuschätzen

sind.

Tierethiker Martin Balluch vom VGT

gibt einen Einblick in die Haltung von

Schweinen in Zuchtanlagen. Machen

Sie sich selbst ein Bild vom Leben der

Tiere auf Vollspaltenböden. Bei jedem

Einkauf sind diese Bilder wichtig,

denn diese Haltung ist Standard in

Österreich. Aber wir sind als Konsument*innen

nicht machtlos. Im

Gegenteil. Die Nachfrage bestimmt

das Angebot und das wiederum bestimmen

wir mit jeder Kaufentscheidung

mit. Das ist das stärkste Mittel,

das wir haben, um das Leid der Tiere

zu beenden. Nicole Mühl

www. prima-magazin.at

Schweinehaltung in Österreich, Seite 4

Schwammerl suchen, Seite 40 Vespa, Seite 36

Coaching, Seite 24

IM GESPRÄCH

4 „Brutstätten der Misshandlung“

Tierethiker Martin Balluch über die

Haltung von Schweinen in Zuchtanlagen

PLANEN-BAUEN-WOHNEN

8 Wohnen in Hartberg als Experimentierfeld

Konzepte der TU Graz für die Innenstadt

12 Probewohnen und Garteln

Reinschnuppern in das Leben am Land

ES WIRD GEBAUT

16 Investition in die Zukunft

Der neue Kindergarten in Wiesfleck

20 Gelebte Zweisprachigkeit

Zubau beim Kindergarten- und

Volksschulgebäude in Unterwart

Villa Rustica, Seite 11

PORTRÄT

24 „Hinter der Angst steht die Freiheit“

Wenn man ein Familienunternehmen

verkauft. Elisabeth Bürgler hat es gewagt

28 Die Kunst der Entrüstung

Renate Holpfer – die Geschäftsführerin der

Frauenberatung geht in Pension.

Die Kunst bleibt

IM FOKUS

26 Wenn Buchstaben ein Eigenleben führen

Legasthenie – was tun?

36 Happy Birthday Vespa

Das italienische Kult-Gefährt ist 75!

40 „Gemma Schwammerl suchen“

prima! im Wald mit der Pinkafelderin

Maria Szemes

Impressum: prima! Magazin, Herausgeberin: Nicole Mühl MA • 0664-4609220, redaktion@prima-magazin.at, www.prima-magazin.at,

Verwaltung, Assistenz: Tina Trobits, verwaltung@prima-magazin.at; Anzeigenleitung: Elke Ifkovits 0664-9198969,

anzeigen@prima-magazin.at; Anzeigenberatung: Christina Stefanits, werbung@prima-magazin.at; Redaktionsleitung/Satz: Nicole Mühl;

Redaktion: Eva Maria Kamper BA MSc, Laura Weingrill; Dr. Olga Seus; Kommentar: Feri Tschank; Rubriken: „Rede & Antwort“: Walter Reiss; „Plätze

& G‘schichten“: Ing. Wilhelm Hodits; „100 Jahre Burgenland“: Herbert Rehling; Kolumne „Liebe, Sex & Co.: Silvia Messenlehner; „So geht vegan“: Karin

Weingrill MA; Titelfoto: LEXI • Verlags- und Herstellungsort: 7400 Oberwart • Büro: Röntgengasse 28 Top 1, 7400 Oberwart • Offenlegung §25 Mediengesetz

unter www.prima-magazin.at • Grundlayout Print: www.edelweiss-werbeagentur.at • Website: Rabold und Co. • Druck: Wograndl Druck GmbH,

Nachdrucke nur mit schriftl. Genehmigung des Verlages. Für Manuskripte und Fotos von Dritten übernehmen wir keine Haftung und Garantie für ihr

Erscheinen. Bezahlte Artikel sind oben und unten mit einer rot gepunkteten Linie begrenzt und mit der Bezeichnung „Werbung“ gekennzeichnet. Für

den Inhalt dieser Artikel zeichnet der Auftraggeber verantwortlich. Druck- und Satzfehler vorbehalten. Fotos werden teilweise von www.shutterstock.

com und www.pixelio.de verwendet. Die Kennzeichnung ist neben dem Foto platziert.

SEPTEMBER 2021

3


Foto © VGT.at

Eine gesetzliche Änderung der

Haltung der Mastschweine fordert

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch,

denn „Österreich ist bei der Haltung

unter dem EU-Mindeststandard.“

Die Haltung auf Vollspaltenböden,

kein Stroh, niemals Sonne,

eingesperrt in Käfige – das ist die

Haltung der Mastschweine

in Österreich

„Brutstätten der Misshandlung“

Die Bilder sind schwer auszuhalten. Doch sie zeigen ein System, das in Österreich Standard ist:

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) veröffentlicht Anfang Juli ein Video, das die Haltung der

Schweine in einem burgenländischen Mastbetrieb zeigen soll (prima! hat online berichtet). Wieder

einmal legt der VGT den Finger in die Wunde, die entstanden ist, weil die Politik versagt und

die Medien ihrer Verpflichtung, Missstände aufzudecken, zu wenig bis gar nicht nachkommen.

prima! im Gespräch mit VGT-Obmann Martin Balluch über den Begriff, „regional“, unzureichende

Kontrollen in den Zuchtbetrieben, über Tierethik und warum der Mensch sein Mitgefühl dem Tier

gegenüber verloren hat. Nicole Mühl

Herr Balluch, am 6. Juli 2021 hat der

VGT ein Video veröffentlicht, das einen

verstörenden Einblick in die Haltung von

Zuchtschweinen in einem burgenländischen

Schweinezuchtbetrieb gibt.

Martin Balluch: Das Video (www.vgt.at,

Rubrik Video) zeigt einige hundert Mutterschweine,

die in einen Kastenstand

gesperrt sind, also in einen Käfig, der die

Größe ihres Körpers hat. Seit 2012 ist diese

dauerhafte Haltung EU-weit verboten. Für

diese Mutterschweine heißt das, sie stoßen

überall an die Metallstäbe. Sie können sich

nicht einmal ordentlich hinlegen und wenn

sie flachliegen, ragen sie in den Käfig des

anderen Muttertieres. In den ersten sieben

Tagen werden die männlichen Tiere kastriert,

indem man ihnen die Hoden rausschneidet

ohne Betäubung, was ein furchtbarer

Schmerz ist. Sechs Euro würde es pro

Ferkel kosten, wenn das ein Tierarzt oder

eine Tierärztin machen würde. Das sind die

Betriebe aber nicht bereit zu zahlen.

4 SEPTEMBER 2021

Die Tiere werden auf Vollspaltenböden gehalten

auf einer Fläche von 0,55 m 2 pro 85

Kilo-Schwein. Sie haben blutige Hufe, geschwollene

Gelenke, Schwielen wegen der

Kanten und sie werden nie ausgemistet. Die

Tiere sind völlig neurotisch und beißen sich

gegenseitig. Deshalb schneidet man ihnen

die Schwänze ab. Das ist EU-widrig. Man

darf den Schweinen nicht routinemäßig die

Schwänze abschneiden. Aber in Österreich

geschieht das in 95 Prozent der Fälle.

Unter diesen Bedingungen bekommen

die Tiere – wie wir aus Untersuchungen

wissen – zu 43 Prozent Lungenentzündung,

Leberschäden, Spulwürmer in der Leber.

Gelenkschäden, Verletzungen an den Körpern.

Sie beißen und kratzen sich. Man hat

auch viele Tiere mit einem Nabelbruch und

einem Darmvorfall gesehen.

Das AMA-Gütesiegel wird gerade

weiterentwickelt – unter anderem

gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium.

Bis 2032 sollen Schweinemastbetriebe

mit AMA Gütesiegel keine

Haltung auf Vollspaltenböden mehr

führen. Reicht das?

Martin Balluch: Nein, das reicht nicht!

Zum einen sind nur 40 Prozent der

Schweine AMA Gütesiegel-Schweine.

Die wesentliche Botschaft ist aber: Ein

Verbot der Vollspaltenböden ist zu wenig,

denn es heißt nicht, dass die Tiere Stroh

bekommen. Aber das brauchen sie, um beispielsweise

nicht Schwielen zu bekommen.

Die Tiere brauchen auch mehr Platz, denn

dann hätten sie einen Liegebereich mit

Stroh, den sie sauber halten. Schweine tun

dies nämlich. Und im entfernteren Eck, wo

ein Spaltenboden ist, könnten sie koten. Sie

könnten hin und her gehen. Das wäre ein

Minimum an Lebensqualität.Wir brauchen

deshalb unbedingt eine gesetzliche Änderung.

Und es braucht bessere Förderungen

für die Betriebe, diesen Umbau durchzuführen.

www.prima-magazin.at


Foto © VGT.at

TIERETHIK

IM GESPRÄCH

DDr. Martin Balluch

ist Obmann des VGT (Verein gegen Tierfabriken).

Er promovierte in Physik und

Philosophie im Bereich Tierethik.

Der VGT (Verein gegen Tierfabriken)

ist ein unabhängiger Verein mit dem Ziel,

Mitgefühl und Respekt gegenüber Tieren

in der Gesellschaft zu verankern. Der Verein

macht immer wieder auf extreme Missstände

im Tierschutz aufmerksam.

www.vgt.at

Was bedeutet das AMA Gütesiegel?

Martin Balluch: Es geht nicht um eine

bessere Tierhaltung, wie man in der Werbung

sieht. Es zeigt nur, dass das Fleisch

von österreichischen Betrieben stammt.

Tatsächlich sind wir aber bei den Mastschweinen

in Österreich das absolute

Schlusslicht in Europa. Wir sind hier unter

dem EU Mindeststandard.

Viele Konsument*innen glauben, wenn

sie ihr Fleisch regional kaufen, ist das in

Ordnung, denn regional bedeutet Tierwohl.

Ist das so? Reicht regional?

Martin Balluch: Regional sagt nichts,

wenn man in einem schweineindustriellen

Gebiet lebt. Auch im Burgenland ist das

so. Wenn die Herkunftskennzeichnung

von Fleisch gefordert wird, dann muss man

auch bedenken, dass wir bei Mastschweinen

den miesesten Standard in der EU haben.

Die Herkunftskennzeichnung bei Schweinefleisch

wäre für Österreich somit eine

negative Kennzeichnung.

Es wäre aber sehr wichtig, dass es eine

Kennzeichnung für die Haltungsform gibt.

Bio gibt es beim Schweinefleisch selten. Es

gibt einige Vorzeigebetriebe, aber die sind

im Bereich von unter einem Prozent.

In einem weiteren Video, das dem VGT zugespielt

worden war und laut Tierschützer

Aufnahmen aus dem Zuchtbetrieb zeigt,

ist zu sehen, wie Ferkel an den Hinterbeinen

aus den Buchten gerissen und mehrmals

mit dem Kopf auf den harten Boden

aufgeschlagen werden. Herr Balluch, Sie

sind promovierter Tierethiker. Was passiert

da mit den Menschen? Warum fehlt

jegliches Mitgefühl für das Tier?

Martin Balluch: Diese Menschen denken

„Es sind ja nur Viecha“ und sie haben schon

als Kinder gelernt, dass sie sich nicht in

Tiere hineinversetzen dürfen. Man erklärt

ihnen, Tiere sind anders und ihnen muss

man das sogar antun. Wenn Kontrolle und

Mitgefühl fehlen, herrschen brutale Zustände.

Das finden wir in Schweinemastbetrieben,

aber auch in Schlachthöfen. Wir haben

gesehen, dass Mitarbeiter*innen bei Tieren,

die zur Tötungsstelle getrieben werden,

Zigaretten ausdrücken. Dass sie sie prügeln

und mit Elektroschocks malträtieren.

Was muss passieren, damit sich etwas

ändert?

Martin Balluch: Es ginge von einer Generation

auf die nächste, wenn man dieses

Mitgefühl sich entwickeln lässt – beispielsweise

im Rahmen eines Ethikunterrichts

an Schulen. Aber unser Problem ist die industrielle

Tierproduktion. Man kann nicht

am Fließband stehen, ständig Schweinen in

den Hals stechen und dabei mitleiden. Man

kann nicht 3.000 Schweine in einer Halle

haben und Mitgefühl haben. Wir müssen

von diesem industriellen Produktionsprozess

wegkommen. Das muss Hand in Hand

gehen mit einer tierfreundlicheren Einstellung

und Erziehung.

Wie geht es nach der Anzeige eines solchen

Betriebes weiter?

Martin Balluch: In der Tierschutzkontrollverordnung

steht, dass im Mittel jede

Schweinefabrik nur alle 50 Jahre kontrolliert

werden muss. Wenn man weiß, dass es nie

auffallen wird, was man den Tieren antut, ist

das natürlich eine Brutstätte für Misshandlungen.

Abgesehen davon gibt es Misshandlungen,

die bei den Kontrollen nicht auffallen.

Das ist das Töten der Ferkel, die man

mit dem Kopf auf den Boden knallt. Dazu

gehört das Rausreißen der Hoden. Dazu gehört,

dass die Tiere ständig im Kastenstand

eingesperrt sind. Es gibt ein Vollzugsdefizit

beim Tierschutz in Österreich. Selbst wenn

die Gesetze schön klingen, sind die Verordnungen

schlecht. Und wenn kontrolliert

wird, wird das oft schlecht oder von Menschen

durchgeführt, die diesen Umgang

mit den Tieren gewohnt sind. Die Strafen

betreffen oft nur wenige Hundert Euro und

das bei Subventionen von Tausenden Euro

jährlich. Unsere Erfahrung mit dem Vollzug

ist wirklich schlecht.

Worauf sollen die Konsument*innen beim

Einkaufen achten?

Martin Balluch: Einerseits müssen wir

generell den Fleischkonsum überdenken.

Wenn so eine große Gesellschaft wie wir

ständig Fleisch isst, dann kann man das

nicht wirklich tiergerecht produzieren. Man

müsste es viel seltener essen. Zweitens: Nie

zu einem Aktionsfleisch greifen! Zwei Drittel

des Fleisches werden als Aktionsfleisch

verkauft. Fleisch, das so billig ist, kann nicht

tiergerecht produziert worden sein.

Der nächste Schritt wäre, auf Bio zu

schauen. Das ist sicher besser als die konventionelle

Haltung. Und man sollte auf

Gütesiegel achten, die nicht von der Industrie

kommen, sondern von unabhängigen

Stellen eingeführt und kontrolliert wurden.

Wie z.B. jenes von „Gesellschaft! Zukunft

Tierwohl!“. Diese jährlichen Kontrollen

werden von Leuten durchgeführt, die selber

kein Eigeninteresse am Verkauf des Fleisches

haben. Aber das alles ist wirklich das

Minimum an Lebensqualität für das Tier.

Der VGT hat die Website www.wie-hatsgelebt.at

eingerichtet. Da kann man angeben,

welche Ansprüche in der Tierhaltung

für einen selbst beim Fleischkauf wichtig

sind und man sieht dann, welche Gütesiegel

diese Kriterien erfüllen. Da ist man dann

meist erstaunt, weil fast alle Gütesiegel

schlechtere Tierhaltung garantieren als man

erwarten würde.

www.wie-hats-gelebt.at

Wie hat das Schwein gelebt, bevor es als

Fleisch verpackt im Supermarkt angeboten

wird? Diese Website des VGT liefert

transparente Informationen über Aufzucht,

Haltung und Schlachtung der Tiere, damit

Konsument*innen im Supermarkt selbst

entscheiden können, welches Fleisch sie

meiden möchten. Sie sehen hier, welche

Supermärkte und welche Gütesiegel den

eigenen Kriterien entsprechen. Jeder Einkauf

entscheidet über die Haltung der Tiere!

SEPTEMBER 2021

5


REGIONAL DABEI

Im Vorjahr waren die Bewohner*innen

von Oberwart und

St. Martin/Wart aufgerufen,

ihre Ideen zum Stadtpark

kundzutun. Jetzt geht die

Bürgerbeteiligung in die zweite

Runde. Im Fokus steht das

Stadtzentrum! Nicole Mühl

Ausgehend vom geplanten Stadtgarten

startet die Stadtgemeinde Oberwart nun

die zweite Bürgerbeteiligung und möchte

wissen, was ein attraktives, lebenswertes

Stadtzentrum auszeichnet. Im Fokus steht

dabei der Bereich in der Wienerstraße ab

der Andreas Hoferstraße bis zum Rathaus

am Hauptplatz. „Auf Grundlage des

Ergebnisses der Bürgerbeteiligung soll ein

Verkehrs- und Gestaltungskonzept für das

Stadtzentrum entstehen, in dem sich die

Amtsleiter Roland Poiger, Bgm. 2. LT-Präs. Georg

Rosner, Gemeinderat und Ausschuss-Obmann Stefan

Rath, Vizebgm. Hans Peter Hadek und Christian

Keglovits von der Agentur Rabold und Co.

Ihre Ideen für Oberwart

Wünsche der Bürger*innen widerspiegeln“,

betont Bürgermeister Georg Rosner. Dabei

soll auch geklärt werden, wie viel Verkehr in

Zukunft noch im Stadtzentrum gewünscht

ist oder etwa wie man mit neuen Wohnprojekten

und frei gewordenen Räumen

umgeht. Auch die Wirtschaftstreibenden

sollen in das Konzept miteingebunden werden.

Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung

möchte die Gemeinde noch in diesem Jahr

der Öffentlichkeit präsentieren.

Foto© Christina Stefanits

So funktioniert es

Ideen zum Stadtzentrum können bis

Ende September eingebracht werden.

Möglichkeiten dazu:

In Form einer Postkarte (diese ist allen

Haushalten in Oberwart und St. Martin/

Wart zugestellt worden).

Die ausgefüllte Postkarte kann in einem

der Briefkästen im Stadtpark, im Obertrum,

Untertrum und im eo abgegeben

werden. Ebenso können die Ideen über

die Infoseite www.gestalte-oberwart.at

mitgeteilt werden. Handyfotos können an

presse@oberwart.gv.at gemailt oder auf

Instagram gepostet werden

(Hashtags #stadtzentrum_oberwart

oder #stadtzentrumoberwart oder

#gestalte_oberwart).

Im Zuge der Einkaufsnacht am 10. September

besteht die Möglichkeit für einen

Gedankenaustausch im Ideen-Pavillon.

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6 SEPTEMBER 2021

www.prima-magazin.at


Das Erbe unserer Kinder

Ist das tatsächlich die Welt, die wir unseren Nachkommen hinterlassen

möchten? Eine Spurensuche.

So, jetzt beginnen sie wieder

die Monate mit “r”, die mit den

langen Nächten und kurzen

Tagen. Wir haben uns über

die Urlaubszeit tapfer geschlagen,

was die Infektionszahlen

betrifft, laufen aber sehenden

Auges in eine vierte Welle.

Was wird die uns wohl wieder

für Einschränkungen bringen?

Warum gibt es eigentlich

immer noch Gratis-Tests für

Impfgegner? Im November

soll sich das ändern, es sei denn

jemand muss wieder seine Beliebtheitswerte

aufpolieren. Die

Allgemeinheit zahlt, ist doch

egal, oder? Wer nicht geimpft

ist, wird laut Virologen krank

werden, früher oder später.

Manche leicht, manche schwer.

Einige werden sterben. Eine

amerikanische Intensivmedizinerin

hat kürzlich gemeint, dass

viele ihrer Patientinnen und Patienten

kurz bevor sie intubiert

werden, nach einer Impfung

fragen würden und sie ihnen

darauf antworten muss, dass es

jetzt leider zu spät sei.

Aber davon abgesehen, kommen

auf die Menschheit viel

größere Probleme zu. Um die

globale Erderwärmung zu

stoppen und die schlimmsten

Auswirkungen des Klimawandels

zu verhindern, müssen die

Menschen aufhören, der Atmosphäre

Treibhausgase zuzuführen.

51 Milliarden Tonnen ist

jene Menge an Treibhausgasen,

die jedes Jahr in die Atmosphäre

freigesetzt werden.

31 Prozent durch die Industrie,

19 Prozent durch die Landwirtschaft,

sieben Prozent durch

Heizen und Kühlen.

Es gibt 1,6 Milliarden Klimaanlagen,

Tendenz steigend.

16 Prozent durch Transporte

und Verkehr.

Da fehlen ein paar Prozent,

richtig, aber die kann man

sich bei aufmerksamer Beobachtung

der Weltenlage selbst

zusammenrechnen. Schwere

Brände im Mittelmeerraum

und Russland, Brandrodungen

in Brasilien, spuckende Vulkane,

Feuerwerke und vieles mehr

machen wohl den Rest aus.

Während bei uns die Gletscher

immer schneller schmelzen und

wir den heißesten Sommer seit

Beginn der Aufzeichnungen

hatten, mit einem europäischen

Hitzerekord von 48,8 Grad in

Sizilien, werden anderswo im

Moment rund 600 Kohlekraftwerke

gebaut und über 1.000

befinden sich in Planung. Mit

zunehmender Erderwärmung

wird es immer häufiger zu

Dürren und Überschwemmungen

kommen. Ganze Ernten

können vernichtet werden, die

Erträge werden sinken. Hungersnöte

in den Dritte-Welt-

Ländern sind vorprogrammiert.

Was tun die Industrieländer

dagegen? Sie bekennen sich zu

Klimazielen, die zu erreichen sie

in keinster Weise imstande sein

werden, denn dazu müsste es

schon rigorose Einschränkungen

in vielen Bereichen geben.

Der Ausbau von Solar und

Windkraft geht viel zu langsam

vonstatten, ganz abgesehen

davon, dass Solarkraftwerke in

unseren Breitengraden wieder

massive Eingriffe in die Natur

bedeuten. Leuchtende Weizenfelder,

ersetzt durch glänzende

Kollektoren?

1.500 Quadratmeter sind es

noch, die jedem Österreicher an

landwirtschaftlicher Fläche zur

Verfügung stehen.

Und nachdem Hoch- und

Tiefbau ohne Beschränkungen

tun und lassen können, was sie

wollen und wir Europameister

im Bodenversiegeln sind, werden

es täglich weniger. Früher

hat, wenn ein Bauer aufgehört

hat, weil er keine Nachkommen

mehr hat, sein Nachbar den

Grund gekauft. Heute tun das

Wohnbaugenossenschaften,

Supermarktketten, Grundstücksspekulanten.

Toll, und

schön langsam nicht mehr zu

übersehen.

Versuchen Sie sich einmal, egal

wo Sie wohnen, vorzustellen,

um wie viel mehr Raum es gäbe

ohne Autos. Ohne Garagen,

Parkplätze und Straßen. Unvorstellbar

wie viel Platz der

Verkehr einnimmt!

Unser Bundeskanzler meinte

zwar, wir müssen unser Leben

nicht ändern, wir wollen ja

Kommentar

von Feri Tschank

nicht zurück in die Steinzeit.

Mit Hilfe der Technik kriegen

wir die Umweltprobleme in den

Griff. Da liegt er aber derart

falsch, dass es jemanden mit

Umweltbewusstsein fast schon

schmerzt, wie sorg- und verantwortungslos

und mit wie wenig

Umweltwissen man an der

Spitze unseres Staates ausgestattet

ist. Wir alle hinterlassen

unsere Spuren und können für

uns selbst das eine oder andere

Rädchen drehen. Aber wenn

es die Großen und Mächtigen

dieser Erde nicht tun, werden

uns unsere Kinder und Kindeskinder

dafür verfluchen, dass

wir sie in einer kaputten Welt

zurückgelassen haben.

Davon abgesehen, freue ich

mich auf einen schönen Spätsommer,

einen langen Herbst

und einen kurzen Winter mit

etwas Schnee. Bleiben Sie

gesund und passen Sie auf sich

auf!

Ihr Feri Tschank

7411 Markt Allhau, Hauptstraße 135

Tel. 03356 22201 | office@mariohari.at

www.mariohari.at

SEPTEMBER 2021

7


Wohnen in Hartberg

als Experimentierfeld

„Deine Idee für Hartberg“. Unter diesem Slogan wurde die Bevölkerung Hartbergs Ende des

vergangenen Jahres aufgerufen, eigene Ideen für die städtische Entwicklung einzureichen.

Diese dienten als Impuls für Konzepte des Grazer Instituts für Wohnbau an der TU unter

Prof. Andreas Lichtblau. prima! auf Ideensuche. Olga Seus

Nicht umsonst werden die Worte „wohnen“

und „leben“ oft synonym verwendet.

Die Wohnsituation bestimmt durchaus

mit, wie wir durchs Leben gehen. Oder

wie Prof. Andreas Lichtblau, Leiter des

Instituts für Wohnbau an der Technischen

Universität (TU) Graz, sagt: „Man kann

einen Menschen mit einer Axt oder mit

einer Wohnung erschlagen.“ Seine Konzepte

haben etwas von seinem schwer zu

fassenden Blick, der nicht still zu stehen

scheint. Statt klarer Grenzen, exakt um-

Wohnen

mit Garten

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8 SEPTEMBER 2021

www.prima-magazin.at


Foto © Olga Seus

Fotos/Skizzen © TU Graz/Martina Hausegger bzw. Bühne Lena Ruisz

TU-Professor Andreas Lichtblau hat mit Studierenden einige Ideen für Hartberg planerisch umgesetzt. So widmet sich dem Thema Begrünung die Studentin Martina

Hausegger. Foto linke Seite: Das Projekt „szene hartberg“ von Lena Ruisz ist ebenfalls aus dem Aufruf „Deine Idee für Hartberg“ an die Bevölkerung entstanden

rissener Konzepte und genau definierter

Zielgruppen plädiert Lichtblau vielleicht

nicht für die vollkommene Aufhebung aller

0

10 20 30 40

Grenzen, wohl aber für das Aufweichen

1:1000

derselben. Schnell redet er sich in Rage

über neue Arten des Wohnens, wobei bei

0 2 4 6 8

ihm „wohnen“ eben nicht diese ganz klare 1:200

Grenze der privaten Wohnung darstellt,

0

10 20

sondern eher ein weiter gefasster Begriff ist, 1:1000

der durchaus die gesamte Lebenssituation

betreffen kann: Da geht es um die Aufhebung

der Grenzen zwischen Privatem

0 2 4

1:200

und Öffentlichem, zwischen wohnen und

0 5 10

1:500

19

arbeiten, innen und außen. Hierzu erklärt

er: „Ein gutes Beispiel sind die Erdgeschoße.

Lange waren sie reine Verkaufsflächen

für Läden, das Wohnen betraf die oberen

Stockwerke. Aber mit der Verknappung des

Wohnraums, vor allem in Städten, drückt

es die Menschen förmlich in die Erdgeschoße

zurück.“ Was aber nicht unbedingt

heißt, dass Lichtblau nun Erdgeschoße rein

als Wohnungen nutzen möchte, sondern

er setzt sich für „multifunktionale“, offene

Formen von Raumkonzepten ein: Ein

Ort, der als Werkstatt, Wohnraum, Verkaufsfläche

etc. genutzt werden kann. Ein

Vorgarten, der nicht umzäunt, streng von

der Außenwelt abgegrenzt ist, sondern die

Umwelt mit einbezieht. Dies ist möglich,

indem zum Beispiel eine Bank oder ein

Tischchen aufgestellt sind und die Möglichkeit

einer Kommunikation mit der

Außenwelt eröffnet wird – ohne sie notwendigerweise

zu erzwingen. Schließlich

kann man ebenso stumm und unbeteiligt

auf der Bank sitzen und die Menschen

außerhalb des eigenen Grundstückes wie

einen Umzug vorüber ziehen lassen.

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SEPTEMBER 2021

9


Fotos/Skizzen © TU Graz/Viktoria Brunner

Erdgeschoßwohnungen in der Hartberger

Wienerstraße stehen bei der

Planung von Viktoria Brunner im

Fokus. Statt Wände als Raumteiler

einzuziehen, greift sie beispielsweise

auf Vorhänge

Idee(n) für Hartberg zur Belebung und Nutzung der Innenstadt

20.12.2020: „Deine Idee für Hartberg“ startet. Die Bevölkerung ist aufgerufen, Ideen zur Stadtentwicklung

einzuschicken. 61 Ideen wurden eingereicht.

15.7.2021: Die Ideen wurden von Student*innen der TU Graz aufgegriffen, die daraus 21 Vorschläge

formulierten und präsentierten. Im Herbst 2021 ist ein Impulsabend mit möglichen Geldgebern und betroffenen

Eigentümer*innen geplant. Dies soll als weiteres Projekt der TU Graz im Rahmen des Masterstudienganges

durchgeführt werden. Die genauen Umsetzungsschritte sind noch ungewiss, einzelne

Verwirklichungen jedoch geplant. Kosten für Hartberg nach Abzug aller angesuchten Förderungen für

die Ideen und Planungen: ca. 7.000 Euro.

Ideen für Hartberg

Was nun passiert, wenn diese

offene Gedankenwelt, die

einem auf den ersten Blick

urban, auf multikulturelle

Metropolen zugeschnitten vorkommt,

auf eine eher beschauliche

österreichische Stadt wie

Hartberg trifft, konnte man

bei der Projektpräsentation des

Seminars „(un)gewohnt_produktiv“

in Hartberg am 15.

Juli dieses Jahres bestaunen.

Aufgabe der Studierenden war

es, auf Grundlage der eingegangenen

„Idee(n) für Hartberg“

eigene Vorschläge für die Stadt

zu entwickeln.

Da war unter anderem von der

„freilich(t) bühne“ die Rede,

eine Holzplankenkonstruktion,

die sich über den Hauptplatz

bis zum Innenhof bei der Stadtbücherei

ziehen sollte und dort

in eine Freilufttribüne mündet.

Die Planerin Lena Ruisz beschreibt

ihr Projekt so: „Der

Alltag wird zum Schauspiel,

Fremde zum Publikum. ‚szene

hartberg‘ (so der Titel ihrer

Idee, Anm. d. Red.) kann sich

sehen und hören lassen. Die

entstehenden Geräusche auf

dem Holz liefern den perfekten

Titelsong zum Leben in

Hartberg.“ Die Metapher der

„Bühne“ ist für Prof. Lichtblau

eine perfekte Umschreibung

seines gesamten Konzeptes, das

wiederum die Grenze zwischen

Zuschauer und Akteur zum

Verschwinden bringt. Das

zugrundeliegende Thema, das

dieses Projekt bearbeitet hat,

war einerseits den Hauptplatz

zu beleben, andererseits ihn

möglichst autofrei zu halten.

Ein ganz anderes Thema liegt

dem Projekt „begrünung_hofgasse_hartberg“

zugrunde. Oft

wurde in den eingereichten

Ideen für Hartberg eine Überdachung

der Fußgängerzone

und allgemeine Begrünung

gefordert. Studentin Martina

36

Hausegger greift beides heraus

und will mit begrünten Säulen,

die durch ein Geflecht oben

miteinander verbunden sind, die

„Illusion eines Daches“ schaffen

und mit der entstehenden

„Gesamtskulptur“ ein „entspannendes

Umfeld“ erzeugen.

Die Idee der Erdgeschoßwohnungen

hat Viktoria Brunner

aufgegriffen und verdeutlicht

am Beispiel der Wienerstraße 9

und 11, wie ein moderner Lebensraum

gestaltet sein könnte:

Die ehemaligen Schaufenster

werden mit vertikal öffnenden

Fenstern in ihrer Größe beibehalten,

die, so Brunner, „einen

guten Ausblick bzw. Einblick

ermöglichen.“ So entsteht

bei Öffnung der Fenster ein

Zwischenraum zwischen innen

und außen. Flexibilität bei der

Raumteilung ergibt sich, indem

nicht neue Wände eingezogen,

sondern Vorhänge aufgestellt

werden.

Ziel, so Lichtblau, sei aber auch

hier, nicht gleich komplett umsetzbare

Pläne zu entwickeln,

die genaue Vorgaben enthalten,

sondern Gedankenräume aufzumachen,

Möglichkeiten aufzuzeigen,

die wiederum Impulse

für bauliche Maßnahmen vor

allem bei den Leerständen in

der Innenstadt geben könnten.

Ob allerdings diese sehr freie

universitäre Herangehensweise

für die Hartbergerinnen und

Hartberger, die selbst mit ihren

Ideen für die Stadt teilweise

sehr komplexe und auch recht

konkrete Impulse setzten, der

angemessene Weg ist und ob

am Ende mehr als Luftschlösser

gebaut werden, wird sich

zeigen.

10 SEPTEMBER 2021

www.prima-magazin.at


Foto © Olga Seus

Foto © Eva Kamper

Mehr über die

Villa Rustica

lesen Sie auf

www.prima-magazin.at

Rubrik: Planen-Bauen-

Wohnen

Der Ausdruck Villa Rustica

steht allgemein für ein Landgut

im römischen Reich. In Löffelbach

bei Hartberg dient der Begriff

als Benennung für Mauerreste

eines Landsitzes von etwa

400 n.Chr. Um die Mauerfunde

schützen zu können, wurden sie

kniehoch aufgemauert. So entsteht

ein plastisches Relief des

Grundrisses.

Lange vermutete man, dass

die Villa Rustica, wie sie heute

auszumachen ist, genau in

dieser Form zur Zeit der Römer

bestand. Die Bodenuntersuchungen

von 2017/18 ergaben

allerdings, dass sie nicht die

erste Besiedelung darstellte: Im

Georadar konnte der Bodenabdruck

eines vorherigen Landgutes

ausgemacht werden, das 30

Meter westlich liegt. Allerdings

gibt es von diesem älteren Bauwerk

keinerlei Mauerreste mehr.

Neues von

den alten Römern

Die Villa Rustica in Löffelbach umfasste mehr als man heute sieht. Bei den Bäumen (bildmittig) wurden Grabstätten lokalisiert

Die 1960/61 freigelegte Villa Rustica gehört zu den Sehenswürdigkeiten

der Gemeinde Hartberg-Umgebung. 1998-2002 wurde auf die bestehenden

Steine aufgemauert. Das schützte die ursprünglich erhaltene

Mauer vor Verfall. 2020 wurde mit der Sanierung dieser Mauer begonnen.

Jetzt ist sie fertig. Olga Seus

Das Sanierungsprojekt

Da die Mauerfunde Wind und

Wetter ausgesetzt sind, begann

die aufgemauerte Schicht

zu bröckeln. Das machte eine

Sanierung dringend nötig:

2020 begonnen, ist der Abschluss

Ende Sommer 2021

geplant. Das Projekt wird im

Rahmen des Programmes zur

Entwicklung des ländlichen

Raumes LEADER 2014-2020

mit Mitteln der Europäischen

Union, des Bundes und des

Landes Steiermark mit 32.310

Euro von insgesamt 53.850

Euro gefördert. Den Rest trägt

die Gemeinde. Zunächst wurde

das Mauerwerk mit Hochdruck

gereinigt. Die Mauern wurden

mit einem speziell witterungssicheren

Mörtel ausgebessert und

mit einer Imprägnierschicht

besprüht. Gegen Vandalismusschäden

wurde vorsorglich

eine Videoüberwachung der

gesamten Anlage errichtet. Da

die Informationstafeln alt und

schlecht leserlich waren, wurde

ein neuer Informationspylon

errichtet, ein Bronzemodell

aufgestellt und ein Audioguide

aufgenommen, der mittels

QR-Code übers eigene Handy

abgerufen werden kann.

Spatenstich für das Samo-Center Teil 2

Samo-Center in Markt

Allhau wird weitergebaut

Drei Jahre ist es her, dass in

Markt Allhau das Samo-Center

fertiggestellt und übergeben

wurde. Es vereint einen

Supermarkt im Erdgeschoß mit

Wohnungen für Senior*innen

und Starter – nicht zu vergessen

die Dachterrassenwohnungen.

Nun geht es in die zweite

Runde. 14 Wohnungen sollen

entstehen und auch eine Konditorei/Backstube

für den Verein

Vamos. Die OSG will hier den

Green-Way umsetzen. Und

dieser hat an diesem Standort

bereits vor Jahren damit begonnen,

dass das alte Gasthaus

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11


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Ein eigenes Haus am Land,

die Laufstrecke gleich vor der

Tür und auf den Tisch kommt,

was der Gemüsegarten so hergibt.

Klingt verlockend. Aber

ist der Umzug aufs Land wirklich

der richtige Schritt? Vor

allem, wenn man eigentlich

nur das Stadtleben kennt?

Wer solche Zweifel hat, der

hat in der Oststeiermark die

Möglichkeit, es auszuprobieren.

Eine innovative Art, den

Zuzug in die Gemeinden am

Land zu fördern. Nicole Mühl

Der Wunsch nach einem Leben auf

dem Land ist für viele durch die Corona-

Krise stärker geworden. Das weiß auch

Silvia Karelly, Vorsitzende der Region

Oststeiermark. Mehr Platz für sich und

Wohnen am Land mit einem eigenen Garten, Holzarbeit, etc. Für viele ist es ein Traum, in der Natur zu

wohnen. Doch gerade für Stadtmenschen ist dieser Schritt ein großer. In fünf oststeirischen Gemeinden

kann nun für vier Tage und drei Nächte das Landleben im Zuge eines Gewinnspieles ausprobiert werden

Probewohnen und Garteln

die Familie, Selbstversorgung, ein gesünderes

Leben führen in der Natur, Teil

einer Gemeinschaft sein – das alles sind

Punkte, die für das Leben auf dem Land

sprechen. Und dennoch ist dieser Schritt

gerade für jene, die nur das Großstadtleben

kennen, ein großer. Fragen nach

der Kinderbetreuung, der Integration in

die Gemeinde, die Angst, das Landleben

vielleicht zu unterschätzen, hemmen dann

Fotos © Regionalentwicklung Oststeiermark

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TESTWOHNEN AM LAND

PLANEN-BAUEN-WOHNEN

Freuen sich auf die Gäste: Bürgermeisterin Andrea

Kohl (Bad Blumau), Bürgermeister Hubert Höfler

(Anger), Andrea Schmidhofer (Kleinhofers Himbeernest),

LAbg. Bürgermeisterin Silvia Karelly (Fischbach

und Vorsitzende der Region Oststeiermark),

Bettina Mandl (Regionalentwicklung Oststeiermark)

und Franz Kneißl (Geschäftsführer Regionalentwicklung

Oststeiermark)

doch, das Wagnis einzugehen. In der Oststeiermark

gibt es genau dafür ein Projekt,

das Interessierten die Möglichkeit bietet,

das Landleben kennenzulernen.

„Probewohnen und Garteln“ bietet zehn

Paaren bzw. Familien die Möglichkeit vier

Tage lang ins Landleben hineinzuschnuppern.

Diese werden während der Zeit ihres

Aufenthaltes begleitet und in das Leben

der Gemeinde eingeführt. Die Teilnahme

an einer Feuerwehrübung, eine Ausfahrt

mit dem örtlichen Mountainbike-Verein,

viele Möglichkeiten, die regionalen

Freizeitangebote zu nutzen und regionale

Produkte zu verkosten, das alles ist hautnah

erlebbar. Außerdem werden die Gäste beim

Garteln mit regionalen Bauern und Bäuerinnen

aktiv miteingebunden.

Die Familien bzw. Paare wohnen in oststeirischen

Ferienwohnungen. Der Aufenthalt

ist für sie kostenlos. Im Zuge eines Gewinnspieles

wurden die Gewinner ermittelt

und können nun im September Landluft

schnuppern. Initiiert wurde das Projekt von

der Regionalentwicklung Oststeiermark.

Die Gemeinden, die sich um die Gäste

kümmern, sind Anger, Bad Blumau, Fischbach,

Grafendorf und Passail. Unterstützt

wird die Aktion vom Land Steiermark

im Rahmen des Projektes „Lebensregion

Oststeiermark 2021“. Bereits im Vorjahr

wurden zehn Familien ausgelost und zum

Probewohnen in die Gemeinden eingeladen.

Über 2.000 Interessierte haben am

Gewinnspiel teilgenommen.

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Die 50. INFORM Oberwart im Zeichen des Klimas

Es gab ein Jahr Pause. Zwangsbedingt. Dafür gibt´s heuer nicht nur die 50. Inform Oberwart, sondern

auch das Flair von anno dazumal mit vielen neuen Zuckerln obendrauf.

Foto © LEXI

Die Inform ist und bleibt ein

Ort der Begegnung. Ein Ort, an

dem Unternehmer*innen und

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Beratung und gelebte Handschlagqualität.

„Gemeinsam mit den Besucher*innen

wird sich das Thema

Klimaschutz wie ein ‚grüner Faden‘

durch die Jubiläums-Inform

ziehen. Wir wollen zeigen, dass

jeder etwas tun kann“, freut sich

Veranstalter Markus Tuider.

5.000 Roteichen werden beispielsweise

beim Stand von O.K.

Haus verschenkt. E-Autos vom

Autohaus Fürst stehen zum

Testfahren bereit und es gibt

viel Nachhaltiges im Bereich der

Landwirtschaft (Thema Bio)

und beim Bauen. Für die Besucher*innen

hat sich das Inform-

Team tolle Jubiläumsaktionen

einfallen lassen – ein kleiner

Trost, da der Vergnügungspark

heuer nicht stattfindet. Wobei

Karussells für die kleinen Gäste

auch im sehr genau ausgearbeiteten

Covid-Sicherheitskonzept

vorgesehen sind. Am OHO-Messestand

hält die Kunst Einzug

und es gibt tolle Live-Musik-

Acts. Was wäre die Inform ohne

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In zentraler Lage befindet sich der neue Kindergarten, der auch Platz für Veranstaltungen bietet. prima! war während der Bauphase vor Ort. Inzwischen wurde der Kindergarten

fertiggestellt und am 29. August feierlich eröffnet. Bürgermeister Christoph Krutzler freut sich über den weiteren Schritt zur familienfreundlichen Gemeinde

Investition in die Zukunft

In Wiesfleck möchte man wieder Kind sein. Oder man bekommt zumindest unweigerlich das

Gefühl, ein bisserl neidisch auf die Kids zu werden, wenn man den neu errichteten Kindergarten

inspiziert. Die Gemeinde hat nach jahrelangen Platznöten nun mitten im Ortskern eine Oase der

Kinderbetreuung geschaffen, die auch gleichzeitig eine Veranstaltungsstätte der Bevölkerung sein

soll. Sozusagen das i-Tüpfelchen als besonders familienfreundliche Gemeinde. Eva Maria Kamper

Vor wenigen Tagen hat der

Festakt zur Fertigstellung

des Kindergartens die neue

Ära eingeleitet. Entzückende,

klitzekleine Möbel und

Sanitäranlagen verraten auf den

ersten Blick, dass sich hier die

Kleinsten ganz groß fühlen sollen.

Im September wird mit 49

Kindern ganz schön viel Leben

einziehen.

Neues Ortszentrum

Das wesentliche Ziel seines

Auftrags als Bürgermeister sieht

Christoph Krutzler darin, die

Gemeinde Wiesfleck noch familienfreundlicher

zu gestalten.

Mit satten 3,2 Millionen Euro

wird mit dem Bau des neuen

Kindergartens nun in die Zukunft

der Gemeinde investiert,

die als Wirtschaftsstandort

zwar etwas im Abseits ruht,

aber dafür umso attraktiver für

das Familienleben im Grünen

ist. „Da der bisherige Kindergarten

schon aus allen Nähten

zu platzen drohte und Räumlichkeiten

schon provisorisch

mit der Volksschule geteilt

wurden, haben wir im Gemeinderat

beschlossen, den Neubau

auf beinahe 1.000 Quadratmetern

zu errichten“, schildert

der Bürgermeister. Und nicht

nur die Kinder sollen davon

profitieren, sondern auch die

ganze Gemeinde kommt in den

Genuss.

Der große Bewegungsraum des

Kindergartens sowie das Ver-

anstaltungsfoyer sollen nämlich

auch als Veranstaltungsstätte

für Feierlichkeiten, Vorträge

oder Wahlen zur Verfügung

stehen. Ein neues, modernes

Ortszentrum quasi. Umgesetzt

wird dieses Projekt mit der

Oberwarter Siedlungsgenossenschaft

(OSG).

Farblich einigte man sich mit

dem Mitarbeiterteam auf eine

sehr schlichte Gestaltung mit

weißen Wänden und hellgrauem

Boden, da im Laufe

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Fotos © Eva Maria Kamper

Der Parkplatz bekommt nicht nur eine moderne Lichtanlage, sondern auch eine E-Tankstelle. Die Außenspielanlage lässt Kinderherzen höher schlagen

der Zeit erfahrungsgemäß

ein mächtiges Potpourri an

bunten Bildern, Basteleien und

Dekostücken entstehen würde.

„Bunte Wände sind dann

doch zu viel des Guten“, lacht

Christoph Krutzler. Der Linoleumboden

bringt den Vorteil,

besonders reinigungsfreundlich

zu sein. Eine Klimaanlage mit

Belüftung sorgt dafür, dass der

rundum Glasverbau im Sommer

nicht zur Hitzefalle wird.

Akustikdecken beziehungsweise

Schallabsorber liefern ebenfalls

einen wichtigen Beitrag

zum angenehmen Raumklima.

Ein modernes digitales Glockensystem

mit Farbzuweisung

ermöglicht die direkte Verbindung

von der Haustür in

die richtige Gruppe und die

schnelle interne Kommunikation.

Die Gruppenräume des

Kindergartens sind sehr großzügig

angelegt und besitzen

alle einen eigenen Zugang zur

Außenspielanlage sowie eigene

Garderoben und Sanitärräume,

die in der Dimension dem

jeweiligen Alter der Kinder

angepasst sind. Mit einer Liftanlage

beziehungsweise einem

Verbindungsgang wurde der

Komplex zwischen Kindergarten

und Volksschule nun auch

barrierefrei erschlossen.

Die südwestlich ausgerichtete

Gartenanlage lässt Kinderherzen

mit bunten Schaukeln,

Klettergerüsten und Karussellen

höher schlagen. „Zuletzt

ist ein Volksschüler an der

Bausstelle vorbeigeradelt und

er hat lautstark ‚Na geh, ich will

auch nochmal in den Kindergarten‘,

gerufen“, schmunzelt

der Bürgermeister, lässt einen

Blick über den Garten schweifen

und fügt hinzu: „Wir haben

hier wirklich Herzblut hineingesteckt.“

Aus der gesamten

bitte umblättern >>

SEPTEMBER 2021

17


Die letzten Arbeiten vor der großen Eröffnung

Bevölkerung in Wiesfleck sei der Zuspruch

für dieses Projekt spürbar.

Alles unter einem Dach

Eine moderne Zentralheizung wurde auch

in diesem Gebäudekomplex installiert. Mit

nachhaltiger Wärme aus Biomasse werden

nun der Kindergarten, die Volksschule, das

nebenan ebenfalls neu errichtete OSG-

Wohnhaus und das Gemeindeamt versorgt.

Auch stets benötigte Lagerflächen für die

Gemeinde konnten in einem Trakt dieses

Neubaus untergebracht werden. Besonders

stolz ist Bürgermeister Krutzler auch über

die erste E-Tankstelle Wiesflecks, die hier

ebenfalls ein Plätzchen gefunden hat.

Baustellen-Alltag

Aber gab es einen Zeitpunkt, wo man

selbst bei einer reibungslosen Baustelle wie

dieser eine schlaflose Nacht hatte? „Und

ob“, kann der Bürgermeister mittlerweile

schon darüber lachen, „wenn man bedenkt,

dass sich früher eine Tankstelle am Nachbargrundstück

befunden hat und wir zum

Foto © Eva Maria Kamper

BAUREPORTAGE

Zeitpunkt des Aushubes nicht wussten, ob

wir nicht doch auf etwas stoßen, das uns

Probleme bereiten könnte.“ Dem war zum

Glück aber nicht so und auch insgesamt

kann der Bürgermeister den Bauarbeitern

nur gratulieren: „Es war eine Freude, der

Baustelle beim Wachsen zuzuschauen. Hier

war ein besonderer Spirit, eine erfrischende

Power im Bauteam!“ Selbst ein verzögerter

Baustart aufgrund des Corona-Lockdowns

im Mai 2020 wurde im ursprünglichen

Zeitplan aufgeholt.

Und mit welchem Gedanken der Bürgermeister

in zehn Jahren auf diese Baustelle

zurückblickt? „Da mit der Errichtung

dieses bunten Ortszentrums eine Ressource

für die Zukunft geschaffen wird, werde

ich immer mit Stolz auf die Umsetzung

zurückdenken!“ Im September startet der

Betrieb des Kindergartens und der Kinderkrippe

und diese werden Wiesfleck als

Oase für Familien noch lebendiger und

bunter machen.

KINDERGARTEN WIESFLECK

OSG Wohnungen in der

Nachbarschaft

Mit der Planung des Kindergartens

entstand gleichzeitig die Idee, auch für

zusätzlichen Wohnraum in Wiesfleck zu

sorgen. „Lange Zeit war die Gemeinde

ein ‚weißer Fleck‘ auf der ‚OSG-Gemeinden-Karte‘,

doch das hat sich dann rasch

geändert! Im Vorjahr wurde das erste

OSG-Wohnprojekt gestartet. Wir freuen

uns gemeinsam mit der Gemeinde, den

Wiesfleckerinnen und Wiesfleckern und

allen, die gerne im schönen Ort Wiesfleck

wohnen möchten, eine Wohnmöglichkeit

bieten zu können“, so OSG-Chef Dr.

Alfred Kollar. Sechs sonnige Wohnungen

mit einer Größe von 57 m² und 77 m² in

bester Lage sind aktuell im Entstehen.

Direkt neben dem Gemeindeamt, ums

Eck gleich Kindergarten sowie Volksschule

und herrliche Natur – hier steht einem

entspannten Wohnen nichts im Wege!

Wir haben gebaut!

Augenmerk wurde darauf gelegt, regionale Firmen mit dem Bau zu beauftragen. Errichtet

wurde der Kindergarten mit dem Verantsaltungsfoyer von der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft

(OSG). Für die Baumeisterarbeiten zeichnet das Pinkafelder Bauunternehmen

Tripamer verantwortlich. Das Unternehmen Mihala führte den Trockenbau durch. Den Zimmererauftrag

übernahm die Firma Halwachs & Thier aus Neustift/Lafnitz und Hirschbeck

& Plank waren an den Dacharbeiten beteiligt.

Die Installateurarbeiten wurden von der Firma Hagenauer aus Markt Allhau übernommen.

Die Elektrik kommt vom Fachbetrieb Schweitzer aus Bad Tatzmannsdorf.

Fenster und Raffstore stammen von der Firma Wimmer aus Oberwart, die Fliesen wurden von

Strobl & Strobl verlegt. Für die Malerarbeiten sorgte die Malerei Ringbauer aus Markt

Allhau. Die Innentüren stammen von Hoffmann & Söhne und die Alu-Portale kommen aus

der Meisterhand der Firma Haas Metallbau in Pinkafeld. Die Schlosserarbeiten übernahm

das Unternehmen Alu Pfeiffer. Der Boden wurde von Ebenspanger verlegt. Die Akustikdecken

sind vom Unternehmen Gleichweit und Co KG. Der Aufzug wurde von Otis aus Graz

eingebaut. Die Außengartenanlage wurde von der Bauschule Schiller aus Wolfau gestaltet.

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18 SEPTEMBER 2021

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Foto © Foto Muik

BNI – mehr als ein

Unternehmernetzwerk

Treffen sich jeden Freitag zum Netzwerken: Unternehmerinnen und Unternehmer der Region Oberwart-Oststeiermark. Über neue Mitglieder freut man sich

31 Unternehmerinnen und Unternehmer der Region kommen jeden Freitagmorgen ins Lokal

Telegraph nach Oberwart. Netzwerken wird dann großgeschrieben. Die Freundschaft unter den

Mitgliedern macht die Marke BNI Chapter Eisenberg aus. Und dass man zur Stelle ist, wenn ein

anderes BNI-Mitglied etwas braucht, ist ein ungeschriebenes Gesetz.

Jeden Freitag um 7 Uhr morgens

geht es los für das BNI

Chapter Eisenberg. Das Frühstück

ist ein positiver Nebeneffekt

für die 31 Unternehmerinnen

und Unternehmer. Hier

geht es um konsequentes Netzwerken

ganz nach dem Leitspruch

„Wer gibt, gewinnt.“

Jede Branche ist nur einmal

vertreten. Man präsentiert

sich vor der Gruppe in kurzen

Pitches, lernt dabei die Betriebe

der anderen Mitglieder besser

kennen und empfiehlt sich bei

Gelegenheit weiter. „BNI ist

nicht nur wirtschaftlich für die

Unternehmen interessant. BNI

ist ein Freundschaftsband. Das

Chapter Eisenberg sticht dabei

besonders hervor, weil sich die

einzelnen Mitglieder wirklich

schätzen und füreinander da

sind“, erklärt Chapter Direktor

Dieter Reischitz. Während der

coronabedingten Schließung

der Gastronomie haben die

Treffen weiterhin via Zoom

stattgefunden. Umso mehr

freut man sich wieder über

persönliche Meetings.

Wer Lust hat, an einem solchen

morgendlichen Netzwerk-

Frühstück als Gast teilzunehmen,

ist herzlich eingeladen.

www.bni-stmk-bgld.at/eisenberg

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SEPTEMBER 2021

19


Foto © Olga Seus

Foto © Gemeinde Unterwart

Gelebte Zweisprachigkeit

Unterwart ist eine zweisprachige Gemeinde. Dies spiegelt sich sowohl im Kindergarten als auch

in der Volksschule wider. Als Nachbargemeinde von Oberwart ist Unterwart eine gefragte Gemeinde

und zieht vor allem Jungfamilien an. Damit ist das 2009 gebaute Kindergarten- und

Volksschulgebäude zu klein geworden und wird seit Ende letzten Jahres um einen Zubau von

zwei Klassenzimmern erweitert. Olga Seus

Ein schöner Sommertag.

Das Radio spielt einen flotten

Sommerhit, die Luft ist so

warm, dass sie zu flirren scheint

und jeglicher Gedanke an die

Zeit nach den Ferien und an

die Schule wird noch weit

weggeschoben. Das ändert sich

nicht, wenn man auf die Baustelle

zum Zubau der Volksschule

Unterwart kommt. Das

Radio spielt hier ebenfalls und

das ziemlich laut. Ein paar gut

gelaunte Arbeiter haben gerade

die Zimmer fertig gestrichen,

nehmen sich nun die Außenfassade

vor. Der Linoleumboden

ist noch nicht verlegt, es

riecht nach frischer Farbe und

durch die riesige Fensterfront

scheint einladend die Sommersonne.

Obwohl noch etliches

zu tun ist, bevor der Zubau

in der ersten Schulwoche am

Mittwoch, den 8. September

offiziell eröffnet werden kann,

ahnt man bereits jetzt schon:

Hier entsteht keine Stätte,

die dem verstaubten Image

von Schule gerecht wird, hier

entsteht ein fröhlicher Ort, an

dem man gerne verweilen und

gut lernen kann.

Vom Speisesaal zum

eigenen Klassenzimmer

Schule ist in Unterwart überhaupt

ein bisschen anders als

in vielen anderen Ortschaften:

Die Zweisprachigkeit bestimmt

die Gemeinde als Ganzes wie

die Schule: Jede Lehrperson

beherrscht sowohl Deutsch als

auch Ungarisch und unterrichtet

abwechselnd in beiden Sprachen

in einem „einzigartigen

regionalsprachlichen Bildungsangebot“,

wie Bürgermeisterin

Klara Liszt anmerkt. Das führt

dazu, dass die Schule in der

Kategorie „Minderheitenschulwesen“

geführt wird und keine

Klassenstärken über 18 aufweist.

Oder anders gesagt: das

19. Kind teilt bereits die Klasse.

Somit sind die ursprünglich

zwei Klassenräume (für jeweils

zwei Jahrgangsstufen in einer

Gruppe) schnell zu klein geworden,

aus den zwei Klassen

wurden drei. Die dritte Gruppe

wich in den angeschlossenen

Speiseraum aus, der sowohl

von der Kindergarten-Nachmittagsbetreuung

als auch vom

Schulhort genutzt wird. Dass

das verändert werden muss, war

lange bekannt. Doch erst nach

Jahren, im Mai 2020 lag der

Plan vor, die Ausschreibung war

Mitte September 2020, die Vergabe

erfolgte Anfang Oktober.

Baubeginn war schließlich Anfang

November und kam dank

der milden Witterung gut voran.

„Dass der Zubau rechtzeitig

Für das SüdBurgenland

und seine Menschen

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20 SEPTEMBER 2021

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Fotos © Olga Seus

REPORTAGE

Wir haben gebaut!

Insgesamt wurde darauf geachtet,

vorwiegend regionale

Firmen zu beauftragen.

Fotos linke Seite: Noch ist alles eingerüstet, aber man kann bereits den barrierefreien Eingang sehen. Bürgermeisterin

Klara Liszt kennt die Pläne für den Zubau genau. Fotos diese Seite: Bunte Möbel – wie in den bereits bestehenden Klassenzimmern

sowie im Speisesaal – sorgen für eine fröhliche, unbeschwerte Atmosphäre

fertig wird, daran habe ich nie

gezweifelt“, so die fröhliche

Bürgermeisterin. Insgesamt

wird der Bau etwa 550.000

Euro kosten, wobei 100. 000

Euro von der Bundesmilliarde

zugeschossen wurde, vom Land

kamen 70.000 Euro dazu.

Klein, aber auf

neuestem Stand

Wenn man im leeren Klassenzimmer

steht, kann man gar

nicht glauben, dass es „nur“ 50

Quadratmeter groß ist. Das

liegt sicher auch an der langen

Fensterfront wie an der hohen,

ansteigenden Decke. Die bereits

vorhandenen Klassenzimmer

mit ihren bunten Möbeln lassen

erahnen, wie fröhlich es hier

drin bald aussehen wird. Überhaupt

– das ganze Schul- und

Kindergartengebäude, in das

der Zubau nahtlos integriert

ist, strahlt den Charme einer

kleinen, sehr feinen Landschule

aus. Mit 37 Kindern im kommenden

Schuljahr und etwa

genauso vielen Kindergartenkindern

bleibt die Kinderanzahl

im Gebäude überschaubar.

Technisch ist man auf dem

neuesten Stand, die Tafeln

werden ein Smart-Display

aufweisen, Laptops sind in

„Klassenstärke“ vorhanden, um

einzelne Unterrichtseinheiten

auch PC-gestützt vornehmen

zu können. „Zum Glück ist alles

nahtlos vorangegangen und

unser Amtsleiter hat zusammen

mit dem Architekten den

gesamten Bau punktgenau koordiniert“,

erzählt die Bürgermeisterin

und berichtet, dass

man dank früh abgeschlossener

Fixverträge auch gerade noch

von coronabedingten Verteuerungen

verschont geblieben ist.

Als absoluter Glücksfall erwies

sich weit vor Baubeginn, dass

2019 das Nachbargrundstück

zum Verkauf stand, „da haben

wir natürlich sofort zugegriffen“.

Diesem Umstand ist es

zu verdanken, dass das Gebäude

erdgeschoßig wie bisher

bleiben konnte und im Ganzen

barrierefrei zugänglich ist.

Zukunftsvision

Obwohl Klara Liszt, die selbst

50 Jahre in Wien lebte und

unterrichtete, die Kleinheit der

Schule schätzt, so hat sie doch

die Vision, dass in ein paar

Jahren, dank weiterem Zuzug

die Schülerzahlen so weit

wachsen könnten, dass alle vier

Klassenräume als solche genutzt

werden. Zunächst einmal

wird dieser vierte Klassenraum

im kommenden Schuljahr

rein dem Hort überlassen. Ihr

Credo: „Raum ist die Grundvoraussetzung

für ein funktionierendes

Bildungssystem und

Schule ist die Zukunftswerkstätte

für (Weiter-)Bildung.“

Geplant wurde der Schulzubau

vom Architekten Martin

Schwartz, ausführender

Bauherr war Schwartz Bau

Oberwart.

Für das Verputzen der

Wände sorgte Innenausbau

Schieder, die Decken stammen

von Peinsipp Trockenausbau.

Die Spenglerarbeiten erledigte

Spenglerei Niko Kunkic,

die Fenster und Türen

stammen vom Lagerhaus

Unterwart.

Die Wärmepumpe sowie die

gesamte Haustechnik wurde

von Hagenauer Haustechnik

eingebaut, der Bodenbelag

mit Linoleum kommt

von Teppich Hoffmann, die

Möbel liefert Mayr Schulmöbel.

Die Malerarbeiten wurden

von der Malerei Marsch

übernommen, den Außenzaun

errichtete Pratscher

Zauntechnik.

Die Elektrik wurde von

Elektrotechnik Szabo

verlegt und die IT-Ausstattung

stammt von Neuhold

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SEPTEMBER 2021

21


Foto © Feuerwehr Oberwart

1939 wurde die

ehemalige Synagoge

zum Feuerwehrhaus

umgebaut

Plätze & G‘schichtn

Oberwarts

von Ing. Wilhelm Hodits

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Das Feuerwehrhaus wurde am heutigen Standort 1995 offiziell eröffnet

Immer wieder Helden

Sie leisten Großartiges. Innerhalb weniger Minuten sind sie zur Stelle, wenn das Schicksal knallhart

zuschlägt. Gerade in den letzten Wochen haben Bilder von Überschwemmungen und Wirbelstürmen

gezeigt, wie wichtig der Einsatz der Feuerwehren ist. Ein Blick auf die Geschichte der

Freiwilligen Feuerwehr Oberwart – voll Wertschätzung gegenüber allen Einsätzkräften.

Eigentlich beginnt die

Geschichte der Oberwarter

Feuerwehr mit einem fürchterlichen

Brand. Vom 4. auf

den 5. März 1883 kam es im

Oberwarter Obertrum in der

Dombhát-utca (Hügelgasse)

zu einem Großbrand, der 35

Häuser zerstörte. Es war nur

dem Eingreifen der Feuerwehren

aus der Nachbarschaft zu

22 SEPTEMBER 2021

verdanken, dass Oberwart nicht

völlig zerstört wurde. Eine

eigene Feuerwehr gab es im

Ort nicht. Die wenigen Geräte

waren defekt und zudem war

niemand eingeschult, um diese

überhaupt bedienen zu können.

In jedem Fall war dieser Brand

Anlass, dass in Oberwart

offiziell am 5. August 1883 eine

Feuerwehr gegründet wurde.

Oberwarter

einkaufSnacht

10. September 2021

bis 21 Uhr

im Stadtzentrum

Einkaufen - Genießen

Freunde treffen

Zum ersten Kommandanten

wurde Friedrich von Koczor

gewählt, der damit auch als der

Gründer der Feuerwehr Oberwart

in die Stadtgeschichte

einging. Ihm gelang die

Aufstellung der ersten Mannschaft,

die stolze 100 Mann

betrug.

Es wurde auch ein neues

Feuerwehrlöschgerät angekauft.

Zudem besagte eine

neue feuerpolizeiliche Verordnung,

dass keine Holzhäuser

mehr errichtet werden durften

und auch das Eindecken mit

Stroh wurde untersagt. Eingehalten

werden konnte dies

aber freilich nicht. Immerhin

war es eine Frage des Geldes.

In der heutigen Bahnhofstraße

auf Höhe des Modegeschäfts

Gober & Gober wurde 1889

das erste Haus für die Feuerwehr

errichtet. Bis 1939 war

sie hier beheimatet. Jene Männer,

die bei Alarm als Erste mit

ihren Pferden zur Stelle waren,

wurden mit einer Geldprämie

belohnt.

Feuerwehrhaus statt

Synagoge

1938 wurde die Freiwillige

Feuerwehr Oberwart an das

Deutsche Reich angeschlossen

und der Polizei unterstellt. Innerhalb

von 24 Stunden musste

die jüdische Gemeinde die

Synagoge räumen. Diese sollte

zu einem Feuerwehrhaus umgebaut

werden. Dass das Gebäude

auch später nie wieder an seinen

Ursprung erinnerte, bleibt ein

trauriges Kapitel in der Geschichte

der Stadt. Inzwischen

wurde sogar die wunderbare

Deckenmalerei der einstigen

Synagoge übermalt und ist

scheinbar völlig in Vergessenheit

geraten. Heute ist hier die

Musikschule beheimatet.

Doch zurück zum Jahr 1938.

Das Vorhaben, aus der Synagoge

ein Feuerwehrhaus zu

errichten, war wohl auch der

Grund, warum dieses ehemalige

jüdische Gebetshaus

in Oberwart in der Reichskristallnacht

nicht beschädigt

wurde. 1939 wurde der Umbau

durchgeführt. An der Nordseite

wurde ein Schlauchturm

angebaut.

Als 1945 die Besatzungszeit

begann, haben Truppen der

Roten Armee alles, was für sie

von Nutzen war, geplündert.

Fast die gesamte Ausrüstung

musste neu angekauft werden.

Herausforderung

Hochhaus

In den 1970er Jahren bekam

Oberwart sein „Wahrzeichen“:

das Hochhaus. Das stellte die

Feuerwehr vor eine völlig neue

Herausforderung. Rettungsübungen

bis zum 7. Stock

des 14-stöckigen Gebäudes

www.prima-magazin.at


Fotos © Alexander Mohat

Kauf eines Löschwagens im Jahr 1925 Das erste Feuerwehrhaus in der heutigen Bahnhofstraße Feuerwehr im Jahr 1927 mit Löschgerät im Einsatz

wurden durchgeführt, um im

Brandfall die Bewohnerinnen

und Bewohner sicher aus dem

Gebäude zu bringen. 1989

kaufte die Stadtgemeinde

schließlich auch eine Drehleiter

mit 30 Meter Einsatzhöhe.

Sukzessive wurden die Aufgabengebiete

und Einsätze der

Feuerwehr immer mehr und

das Gebäude der ehemaligen

Synagoge erwies sich schließlich

als zu klein.

Nach langer Standortsuche

kam es im September 1993

zum Spatenstich für das neue

Feuerwehrhaus am ehemaligen

Schlachthofgelände. Architekt

Hans Gangoly plante

das Gebäude und am 27. Mai

Eine Frauenfeuerwehr

hatte Oberwart von 1942

bis 1945. Weil der Großteil

der Männer im Zweiten

Weltkrieg einberufen

wurde, übernahmen die

Frauen die Aufgaben der

Feuerwehr.

1995 wurde das neue Feuerwehrhaus

mit einem Festakt

eröffnet.

Heute ist die Stadtfeuerwehr

Oberwart auch eine Bezirksstützpunktwehr

und ist mit

einem Katastrophenlager

ausgestattet. 67 aktive Feuerwehrmänner,

sechs Reservisten

und elf Jungfeuerwehrmänner

umfasst die Mannschaft. Frauen

gibt es keine. Das Gebäude

ist dafür nicht ausgerichtet

und müsste für einen eigenen

Bereich sehr aufwendig umgebaut

werden. Dies scheint aber

das einzige Relikt der modern

ausgerüsteten Wehr zu sein.

72 Einsätze

hat die Feuerwehr Oberwart

allein von 2. Jänner bis 22.

Juli 2021 durchgeführt.

Notruf 122

Unter dieser Nummer erreichen

Hilfsuchende die

Landessicherheitszentrale.

Geben Sie unbedingt den

genauen Standort und den

Grund des Anrufes an. Dieser

Alarm wird per Funk an die

Einsatzkräfte weitergegeben.

Natürlich verfügt Oberwart

auch über Sirenen, die durch

den „stillen Alarm“ aber kaum

zum Einsatz kommen.

Die Arbeit der Feuerwehrmänner

ist freiwillig und

ehrenamtlich. 356 Tage im

Jahr, 24 Stunden am Tag.

Ihre Einsätze sind oft lebensrettend.

Und dafür kann man

den Feuerwehren, den Oberwartern

und allen Wehren

weltweit, nicht herzlich genug

danken.

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Foto © Nicole Mühl

Coaching Tipps für

Unternehmer*innen

Lesen Sie die neue

prima! Kolumne von

Elisabeth Bürgler ab der

nächsten Ausgabe

Mag. Elisabeth Bürgler, MSc MBA

hat sich als Coach und Wirtschaftspsychologin auf die Begleitung von Unternehmer*innen spezialisiert.

Coachings finden meist direkt bei den Klient*innen vor Ort statt, aber auch in ihrer Praxis in Kukmirn

„Hinter der Angst steht die Freiheit“

Elisabeth Bürgler hat die Dinge schon immer hinterfragt. Mit elf Jahren hat sie ihrer Mutter ein

Buch gekauft, mit dem Titel „Das kann nicht das Leben sein“, weil die Ehe der Eltern keine besonders

gute war. Als der Vater sehr früh verstarb, ist Elisabeth Bürgler dem Druck gewichen

und hat den Betrieb übernommen. 30 Jahre lang hat sie den Gasthof geführt und zu einem

gehobenen Hotelleriebetrieb ausgebaut. 30 Jahre hat sie ihr Leben in einem Bereich verbracht,

der niemals der ihre war. Ihr damaliger Glaubenssatz „Wenn man nur sehr viel arbeitet, dann

wird alles gut“, hat sich als falsch erwiesen. Nichts war gut. Alles war schwierig. In der Familie.

Mit den Mitarbeitern. In ihrem Lebensumfeld, dort in Osttirol. Nach 30 Jahren hat sie das Traditionsunternehmen

verkauft. Elisabeth Bürgler weiß, was es heißt, Altes loszulassen, welche

Verletzungen da dahinter stecken und mit wem man sich aussöhnen muss, bis man sich selbst

verzeiht. Heute ist ihr Leben kein Kampf mehr. Sie ist angekommen. Nicole Mühl

Es ist eine Geschichte, in

der sich manch Unternehmerin,

manch Unternehmer wiederfindet.

Wenn erwartet wird,

einen Berufsweg zu gehen, der

nicht der eigene ist. Es ist eine

Geschichte, die aufzeigt, dass

es nicht leicht ist, die Erwartungen

der Vorfahren abzuschütteln.

Aber der auch zeigt,

dass es möglich ist.

Drei Magister- bzw. Mastertitel,

Coach in systemischer

Aufstellungsarbeit – die Liste

der Ausbildungen von Elisabeth

Bürgler passt auf keinen

A4 Zettel. Keine Freizeit. Keinen

Urlaub. Lernen neben dem

Hotelbetrieb, den sie eigentlich

nie wollte. Die systemische

Therapie und die Wirtschaftspsychologie

waren schon früh

die Fachbereiche, die sie fesselten.

Heute ist das Coaching

von Unternehmerinnen und

Unternehmern ihr Brotberuf.

Dafür musste sie rund 400 Kilometer

weiter nach Kukmirn

ins Südburgenland ziehen. Erst

nachdem sie selbst einiges an

systemischer Arbeit erledigt

hatte. Auch der Blick auf ihre

Ahnen, auf die Männer in ihrer

Familie, die den Betrieb aufgebaut

und über Generationen

geführt haben, war notwendig.

Einer ihrer Lehrer sagte einmal:

„Geh erst, wenn sich deine

Kreise geschlossen haben.“ Als

sie das spürte, konnte sie auch

das Hotel verkaufen. Ihren

Weg musste sie von da an

lange Zeit alleine gehen. „Ich

hatte gewagt, einen Traditions-

24 SEPTEMBER 2021

www.prima-magazin.at


COACHING ELISABETH BÜRGLER

PORTRÄT

betrieb zu verkaufen. Es gab

viele Menschen in meiner

Umgebung, die mir das nicht

verziehen haben“, sagt sie. In

ihre Rolle, die sie dort in Osttirol

hatte, hat sie nicht mehr

gepasst. Also ist sie gegangen.

Aufstellungen machen

Systeme sichtbar

Die Sonne fällt mit voller

Wucht auf das Aufstellungsbrett,

das im Arbeitszimmer

von Elisabeth Bürgler in

Kukmirn steht. Ein Werkzeug,

mit dem systemische Coaches

gerne arbeiten.

In der systemischen Aufstellung

erkennt der Klient bzw.

die Klientin die eigene Position

im System. Elisabeth Bürgler

hat sich dabei auf Unternehmen

spezialisiert. Meist sind

es Familienunternehmen, die

enorm konfliktbeladen sind.

„Da gibt es starke Verwicklungen,

weil man natürlich aus der

Familie immer etwas in den

Betrieb hineinnimmt“, erklärt

sie.

Gerade durch die Corona-

Maßnahmen hat sich in vielen

Unternehmen etwas verändert.

„Zum einen waren gerade im

Gastgewerbe viele Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter lange

daheim, haben Geld bekommen

und es ist schwierig für

sie, sich wieder zu motivieren.

Zum anderen gibt es Unternehmerinnen

und Unternehmer,

die erkannt haben, dass sie

den Betrieb nicht mehr wollen.

Beides sind völlig neue Herausforderungen“,

stellt Elisabeth

Bürgler fest. Genau hier setzt

die Arbeit der Systemikerin

und Wirtschaftspsychologin

an. Ihre eigenen Erfahrungen

grenzt sie davon ab. Doch sie

helfen, solche Systeme besser

zu verstehen, sagt sie. Die Arbeit

mit ihren Klientinnen und

Klienten ist intensiv. Hier im

Südburgenland kann sie ihre

eigene Methode gut anwenden:

Rückzug und Neuausrichtung.

Veränderungen

„Wir haben grundsätzlich

immer die Wahl: Weiterleiden

oder etwas ändern.“ Beides sei

kein Honigschlecken. „Wer

sich zu neuen Ufern aufmacht,

auf den wartet nicht automatisch

das Paradies“, warnt sie.

Es ist ein laufender Prozess.

Aber man kann immer etwas

ändern und daran arbeiten.

„Nur, wenn ich mich gut fühle,

dort wo ich bin, kann ich die

Herausforderungen auch gut

annehmen.“

Für Unternehmerinnen und

Unternehmer hat sie ein

spezielles, intensives Coaching:

Der Mensch bekommt andere

Sichtweisen, wenn er sein Umfeld

ändert. Das sei auch der

erste, der wichtigste Schritt,

sagt die Systemikerin. Ein paar

Tage in einem Kellerstöckl sorgen

für den bewussten Rückzug

aus dem gewohnten Umfeld

und für die nötige Ruhe. Hier

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kann ihre individuelle Arbeit

und Begleitung in der systemischen

Arbeit besonders gut

greifen. Im Moment arbeitet

sie mit einer Unternehmerin,

die sich eine Auszeit von zwei

Monaten genommen und hier

die Entscheidung für eine

Neuausrichtung ihres Lebens

getroffen hat. Zwei Mal zwei

Stunden die Woche erfolgt

ein intensives, zielgerichtetes

Coaching. „Das ist notwendig,

denn Veränderung macht auch

Angst. Aber man darf nie vergessen:

Hinter der Angst steht

die Freiheit“, sagt Elisabeth

Bürgler. Wie weit die Veränderung

geht, entscheidet

jeder für sich. Das Leben darf

kein Kampf sein, weiß Elisabeth

Bürgler. „Wir können

vieles verbessern, wenn wir die

Opferrolle ablegen.“ Verändern

kann man niemanden. Nur die

eigene Sichtweise. Und das verändert

alles.

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Wenn die

Buchstaben ein

Eigenleben

führen

Foto © shutterstock_Veja

Lese-Rechtschreibstörungen betreffen etwa 25 Prozent der Kinder laut österreichischem Dachverband

Legasthenie. Sie können verschiedene Ursachen haben. Eine besondere Form ist die

Legasthenie. Olga Seus

Die Schule: Horror. Mehr

als die anderen lernt er, jeden

Morgen wiederholt er die

Lernwörter und trotzdem hat

er wieder die meisten Fehler.

„Lern mehr“ sagt die Lehrerin,

„stell dich nicht dumm“, der

Onkel. „Unser Klassendoofi“,

hänseln die Mitschülerinnen

und Mitschüler. Die Lernwörter

wollen einfach nicht im

Kopf bleiben, verwandeln sich

auf dem Papier zu unleserlichen

Drachen.

„Oft ist die Diagnose ‚Legasthenie‘

eine Erlösung für alle

Beteiligten“, erzählt Christine

Schlacher, selbst Mutter eines

inzwischen erwachsenen Legasthenikers

und diplomierte

Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin.

Die betroffenen

Kinder sind keineswegs

weniger intelligent als ihre

Klassenkamerad*innen, „des

Öfteren sind die Buben im

technischen, die Mädchen im

kreativen Bereich sogar überdurchschnittlich.“

AFS-Training

Aber bei der Aufmerksamkeit

und bei der Verarbeitung gibt

es Schwierigkeiten, die es auszugleichen

gilt. Dazu gibt es

mehrere Ansätze. „Wir haben

das AFS-Training: Aufmerksamkeit,

Funktion, Symptom“,

so Schlacher. Aufmerksamkeit

kann man z.B. durch Merk-

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SEPTEMBER 2021

spiele üben, bei denen nach

und nach gezielt Ablenkungen

eingebaut werden, etwa durch

Fragen oder Musikabspielen

im Hintergrund.

Funktionsübungen sprechen

multisensorisch mehrere Sinne

an, fördern die Körperwahrnehmung.

So werden etwa

Geschichten verarbeitet (hören,

wiedergeben, Fragen beantworten).

Mit „Symptom“ sind all

jene Übungen zum spezifischen

Problem gemeint, z.B. eine

Gruppe an Lernwörtern, die

geübt, wiederholt, eingeprägt

wird.

Andere Ansätze sind verhaltenstherapeutische

Lerntrainings

für zuhause, die zum

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Beispiel über den Schulpsychologen

vermittelt werden. Diese

Trainings zielen vor allem

auf das Lernen und Wiederholen

des spezifischen Lerninhaltes

ab und arbeiten dabei

mit positiven Lernverstärkern

(z.B. beim Lesen eines Textes

wird für jedes richtig gelesene

Wort eine Murmel in ein Glas

gegeben. Liest das Kind falsch,

muss es das Wort wiederholen,

wird aber nicht gerügt).

Allerdings gibt es nicht den

„Standard-Legastheniker“:

„Jedes Kind hat eine andere

Legasthenie, muss individuell

behandelt werden. Ich teste

das am Anfang aus“, erklärt

Christine Schlacher. Zur

Abklärung einer Legasthenie

müssen nämlich etliche andere

Faktoren ausgeschlossen

werden. Natürlich gibt es viele

unerkannte Fälle. Zwar kann

man auch im Erwachsenenalter

gezielte Übungen machen,

aber „je früher man beginnt,

um so besser“, erklärt die

Trainerin. Häufig entwickeln

nämlich unerkannte Legastheniker

in Folge von Unmut und

Misserfolgen Verhaltensauffälligkeiten,

bekommen Migräne

oder Panikattacken. Viele

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LEGASTHENIE

IM FOKUS

Foto © zVg

Was bedeutet Legasthenie?

Legasthenie ist eine spezifische Lese-Rechtschreibschwäche. Zur Abklärung gehört, dass folgende

Ursachen der Schwäche ausgeschlossen werden können: • verminderter Schulbesuch

• verminderte Intelligenz • neurologische Störungen • Seh- oder Hörprobleme und • starke psychische

Probleme. Damit ist Legasthenie lediglich eine Teilleistungsstörung und muss von einer

allgemeinen Lernschwäche abgegrenzt werden.

Anzeichen können sein, dass trotz vielen Lernens keine Erfolge erzielt werden, es eine Rechts-

Links-Schwäche gibt, im Weiteren auch Verhaltensauffälligkeiten. Da Legasthenie zum großen

Teil erblich ist, ist ein Indikator auch das Vorkommen einer Lese-Rechtschreibschwäche in der

Verwandtschaft. Weiterhelfen können dabei einerseits die jeweilige Schulpsychologie, aber auch

niedergelassene Legasthenietrainerinnen und –trainer. Allerdings sind Letztere privat zu zahlen.

Durch gezielte Trainings und viele Wiederholungen können Betroffene letztlich ein ganz normales

Leben führen.

Christine Schlacher, Legasthenie- und

Dyskalkulietrainerin

driften online in Computerspiele

ab, um kompensatorisch

in diesem Bereich Erfolg zu

haben. Das wiederum führt

oft zu Aggressionen im realen

Leben.

Legasthenie – outen oder

verschweigen?

Es empfiehlt sich, eine diagnostizierte

Legasthenie der

Klassenlehrerin bzw. dem

Klassenlehrer mitzuteilen.

Zwar gibt es – anders als in

Deutschland – keinen gesetzlichen

Anspruch darauf, dass

die Rechtschreibung nicht in

die Deutschnote einfließt, aber,

so Schlacher: „Wenn sie es

weiß, kann die Lehrkraft auf

jeden Fall auf das betroffene

Kind ganz anders zugehen und

z.B. mit speziellen Übungen

unterstützen. Im späteren Erwerbsleben

– gerade mit den

heutigen Möglichkeiten von

Korrekturprogrammen im PC-

Bereich – sollte eine Legasthenie

jedenfalls kaum eine Rolle

spielen, aber ich würde keinem

Kind mit solch einer Störung

raten, verstärkt im Bereich der

schriftlichen Kommunikation

zu arbeiten.“

Informationsabende

Maturavorbereitung

Berufsreifeprüfung, Studienberechtigungsprüfung

Frauenkirchen:

Eisenstadt:

Oberwart:

Online:

Mo. 13.09.2021, 18:00 Uhr

Di. 14.09.2021, 18:00 Uhr

Do. 16.09.2021, 18:00 Uhr

Mi. 15.09.2021, 18:00 Uhr

Lehrabschluss nachholen

Anerkennungsverfahren „Du kannst was!“

Eisenstadt:

Oberwart:

Online:

Di. 21.09.2021, 19:00 Uhr

Do. 23.09.2021, 19:00 Uhr

Mi. 22.09.2021, 19:00 Uhr

Wissen, was ich kann

Fähigkeiten und Kompetenzen feststellen und nutzen

Frauenkirchen:

Eisenstadt:

Oberwart:

Do. 07.10.2021, 18:00 Uhr

Di. 05.10.2021, 18:00 Uhr

Do. 07.10.2021, 18:00 Uhr

Anmeldung unbedingt erforderlich!

ZWEITER BILDUNGSWEG

Information und Beratung

bildungsberatung@vhs-burgenland.at

Nord: 0 26 26/ 67 740 oder 0664 10 600 60

Süd: 0 33 52/ 34 525 oder 0664 4 500 501

Online-Beratungsraum: www.vhs-burgenland.at

Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Do. 17:00 - 19:00 Uhr

Zweiter Bildungsweg

Mit der VHS zu Ihrem Bildungsabschluss.

Der Zugang zu weiterführenden

Bildungsangeboten oder zur beruflichen

Weiterentwicklung ist

vielfach an den Abschluss einer

bestimmten Schul- oder Berufsausbildung

gebunden.

Die Burgenländischen Volkshochschulen

ermöglichen Ihnen

im Zweiten Bildungsweg einen

Abschluss nachzuholen.

Informieren Sie sich kostenlos bei

den VHS-Informationsabenden

oder bei einem persönlichen

Beratungsgespräch!

Matura nachholen

Sie möchten eine Universität

besuchen, sich in eine Fachhochschule

einschreiben, Ihre Aufstiegschancen

verbessern oder

in einen neuen Beruf einsteigen,

haben aber keine Matura?

Mit der Berufsreifeprüfung oder

Studienberechtigungsprüfung eröffnen

sich für Sie neue Zugänge

zu Studium und Weiterbildung.

Lehrabschluss nachholen

Falls Sie in Ihrem aktuellen

Lehrberuf keinen formalen Abschluss,

jedoch eine mehrjährige

praktische Berufserfahrung

haben, können Sie sich diese anerkennen

lassen.

Das Projekt „Du kannst was!“

ermöglicht Ihnen, mit einem speziellen

Verfahren Ihren Lehrabschluss

kostenlos nachzuholen.

Infos: 0 26 82/ 61 363

bildungsberatung@vhs-burgenland.at

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SEPTEMBER 2021

27


PORTRÄT RENATE HOLPFER

Die Kunst der

Entrüstung

Mehr als zwei Jahrzehnte hat Renate Holpfer

in der Frauenberatung gearbeitet. Und genau

so lange beschäftigt sie sich mit Malerei und

später mit Druckgrafik. Demnächst geht sie

in den beruflichen Ruhestand. Wobei dieser

Begriff für die lebensfrohe Südburgenländerin

nur eine Formalsache ist. Denn ruhig wird es

bestimmt nicht um sie. prima! war in ihrem

Kunstatelier zu Gast. Eva Maria Kamper

Die Fensterfront ermöglicht

einen weitläufigen Ausblick ins

sommerliche Grün, inmitten

ein großer Arbeitstisch. An den

28 SEPTEMBER 2021

Wänden sind die Regale vollgefüllt

mit Pinseln, Spachteln,

Farben und anderen Materialien,

die in Renate Holpfers

Verabschiedungsgottesdienst

Bild Lagler

für Verstorbene der Onkologie- und Palliativstation

Krankenhaus Oberwart

Wir laden Angehörige

und Freunde der

verstorbenen Patientinnen

und Patienten zu einem

gemeinsamen

Gedenkgottesdienst am

Freitag, dem

10. September 2021,

um 19 Uhr,

in die katholische

Stadtpfarrkirche

Oberwart ein.

Der Gottesdienst findet unter Einhaltung der aktuellen Covid-Maßnahmen

statt. Bitten tragen Sie beim Betreten der Kirche einen Mund-Nasen-Schutz.

Händen schon so vielfältig

Gestalt angenommen haben.

In diesem Atelier spürt man

unweigerlich die produktive

Kreativität, die in der Luft liegt.

„Zum Glück ist es im Sommer

auch der kühlste Ort im

Haus“, lacht sie und streift die

lange Strähne ihres mondänen

Haarschnittes hinters Ohr. Das

Alter von 60 Jahren nimmt

man dieser Frau mit ihrer inspirierend

positiven Ausstrahlung

definitiv nicht ab.

Frauen für Frauen

Doch rein rechnerisch stimmt

es und somit ist der Zeitpunkt

gekommen, dass Renate Holpfer

nach langjähriger Tätigkeit

als Geschäftsführerin von

Frauen für Frauen Burgenland

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Im Atelier von Renate Holpfer werden

gesellschaftspolitische Themen und

Emotionen in ihre Kunst umgesetzt

demnächst ihren Ruhestand

antreten wird. „Ich blicke auf

eine spannende Zeit zurück.

Unzählige Beratungsgespräche,

anregende Diskussionen und

schöne Projekte. Immer mit

der Frage im Zentrum, ‚Was

brauchen Frauen in dieser

ländlichen Region für ein gutes

Leben?‘. Und dabei Frauenund

Männerrollen aufbrechen,

immer im Fokus: der bedürfnis-

und stärkenorientierte

Blick auf Frauen. Stärken benennen

und nützen. Solidarisch

sein, Durchsetzungskraft und

Wirksamkeit entwickeln“,

beschreibt sie ihren beruflichen

Alltag der letzten 23

Jahre. Und dabei fallen ihr viele

Beispiele ein. Wenn sie ältere

Frauen ermutigen konnte, doch

noch den Führerschein zu machen.

Oder der Hausfrau und

Mutter mit dem pendelndem

Familienvater das Bewusstsein

vermittelt hat, dennoch Zeiten

für sich einzufordern.

Lebe, liebe, lache

Privat bezeichnet sich Renate

Holpfer selbst als „quirliger“

Mensch. „Ich bin als Kind

unter vielen Menschen aufgewachsen

und lebe auch noch

heute in einer Hausgemeinschaft

zu sechst zusammen.

www.prima-magazin.at


Foto © Eva Maria Kamper

Wenn dann noch Besuche

kommen, wird es wirklich sehr

lebendig bei uns“, schwärmt

Renate Holpfer über gesellschaftliche

Abende mit

vielen Dialogen, gemeinsamen

Mahlzeiten und viel Gelächter.

„Corona war kein angenehmer

Zustand für mich!“ Ihre Beziehung

zu ihrem Ehemann Michael

pflegt sie auch schon seit

23 Jahren. Dabei stand auch

immer im Vordergrund, dass

beide Partner sich nach ihrem

Empfinden entwickeln dürfen

und sich nicht „gegenseitig

sprichwörtlich mit unrealistischen

Vorstellungen in Korsette

zwängen“. Die Themen müssen

angesprochen werden dürfen –

auf Augenhöhe. Und niemals

soll um unangenehme Dinge

„herumgetänzelt“ werden,

sondern alles soll auf den Tisch

gelegt werden.

Kunstwerke mit Botschaft

Für ihre Kunst holt sie sich

ihre Inspirationen direkt aus

ihrer Emotion. Oder es geht

um gesellschaftliche Themen,

die brennen. Schon als Kind

hat sie zu malen und zu töpfern

begonnen. Seit 2012 stellt sie

ihre Kunstwerke öffentlich aus.

Unterschiedliche Verfahren

wendet sie an, mal auf Papier,

mal handwerklich auf einer

Kupferplatte, es wird immer

etwas Eigenes. „Es kommt in

Wellen. Ihre Objekt-Installation

„Hommage an 14“ hat die

Frauenmorde in Österreich

thematisiert. Mit den Mordopfern,

auch wenn sie diese

nicht gekannt hat, fühlt sie sich

verbunden. „Man darf nie aufhören

darüber zu reden. Auch

weltweit gibt es noch sehr viele

Missstände, die Frauen betreffen.

Diese Themen beeinflussen

mich vermutlich mein ganzes

Leben lang!“

Zur Zeit bangt sie, so wie

viele, mit den Frauen und

Mädchen in Afghanistan. „So

lange es in unserer globalisierten

Welt Staaten gibt, die

die Unterdrückung, Misshandlung,

Vergewaltigung

und Tötung von Frauen und

Mädchen billigen oder sogar

zur Regel machen, ist länderübergreifendes

solidarisches

Handeln auf verschiedenen

Ebenen unbedingt notwendig.“

Ob sich das auf ihre

Kunst auswirkt, weiß sie noch

RENATE HOLPFER

PORTRÄT

nicht. „Ich stehe oft an den

Grenzen des Unfassbaren. Und

dann ist es besser, Entrüstung

zu spüren als Ohnmacht“, sagt

die einfühlsame Künstlerin,

die schon so viele Frauen in

schwierigen, hierarchischen

oder gewaltsamen Beziehungen

beraten hat.

Im (Un)ruhestand

Somit wird der Ruhestand

auch nicht sonderlich still

werden, denn auch wenn

sie nicht mehr beruflich im

Verein aktiv ist, werden ihre

Themen nie ruhen. „Der einzige

Unterschied ist, dass der

Wecker nicht mehr klingelt“,

lacht sie, „dann kann ich tun

und produzieren wann ich

will.“ Was die psychosoziale

Frauenberaterin rückblickend

ihrem jüngeren „Ich“ raten

würde? „Du kannst dir selbst

viel mehr vertrauen. Du kannst

mehr als du denkst. Und folge

deiner Neugierde!“

Literaturfestival Schloss Hartberg

Eine Veranstaltung des Kulturreferates Hartberg

Donnerstag 7.10.

Vernissage

In Zusammenarbeit mit der Galerie Westlicht

zeigen wir Fotos aus dem Leben des Designers,

Kreateurs und Erfinders Udo Proksch

(alias Serge Kirchhofer).

Buchpräsentation Georg Biron

„Der Herr Udo“

Eine Spurensuche nach der vielleicht schillerndsten

Persönlichkeit im Wien der 60er,

70er und 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Freitag, 8.10.

Lesung Tanja Paar „Die zitternde Welt“

Eine starke Frau und ihre Familie inmitten

der großen Umstürze der ersten Hälfte des

20. Jahrhunderts. Ein Buch über unsere Verletzlichkeit

in Zeiten großer Umbrüche. Und

über die Kräfte, die dabei in uns erwachen.

Samstag 9.10.

Stefan Slupetzky Lesung aus dem Buch

„Nichts als Gutes“ (Grabreden) & Musik

vom Trio Lepschi

Über Tote, heißt es, soll man nichts als Gutes

sagen. Stefan Slupetzkys pointierte und

hintergründige fiktive Grabreden erzählen

ebenso viel über die Verstorbenen wie über die

Redner selbst.

Freitag 15.10.

Florian Klenk Buchpräsentation und

Diskussion

„Bauer & Bobo“ Wie aus Wut

Freundschaft wurde

„Wahrheit aufdecken und damit die Realität

verbessern: bei großen Staatsaffären und

auch bei den Nöten eines kleinen Bauern.

Dass Klenk das Kleine nicht zu klein ist,

macht ihn groß.“ (Robert Menasse)

Schloss Hartberg

Herrengasse 1

Beginn jeweils 19.30 Uhr

www.hartberg.at

Reservierung:

kultur@hartberg.at

Samstag 16.10.

Krimilesung Theresia Prammer „Lockvogel“

Ein einflussreicher Regisseur soll übergriffig

geworden sein. Es ist ein brisanter Stoff,

dem sich die Autorin Theresa Prammer in

„Lockvogel“ zuwendet. Und genau dafür

wird sie geschätzt.

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SEPTMBER MÄRZ 2021

29


IM FOKUS

100 JAHRE BURGENLAND

Foto © Land Bgld.

Unsere Künstler

und Gelehrten

So manche Auswanderer haben eine beeindruckende

berufliche Laufbahn geschafft. Auch

Künstler, Gelehrte und Wissenschaftler sind

aus Familien von Emigranten hervorgegangen.

Einige stammen aus dem Bezirk Oberwart.

Ahnenforscher Herbert Rehling zu „100 Jahre Burgenland“

Arzt

Einer aus der großen Schar

der frühen Auswanderer aus

Oberschützen war Gottlieb

Polster. 1857, als kaum 30-Jähriger,

folgte er seinem jüngeren

Bruder Tobias über den großen

Teich und landete im Raum St.

Louis, Missouri. Er begann ein

Medizinstudium am Humboldt

Institute und machte bereits

1861 seinen Abschluss, eine erstaunliche

Leistung, wenn man

die für ihn völlig neuen Verhältnisse

bedenkt.

In den Staaten änderte Gottlieb

Polster seinen Namen und war

dort als Dr. Arvid G. de Cossy

bekannt. Seine Praxis eröffnete

er im Städtchen Black Jack (St.

Louis) und das von ihm dort

begründete Spital blieb seine

berufliche Heimat bis zu seinem

Tod im Jahr 1897.

Künstler Gustav Rehberger

Eine außergewöhnliche Karriere

als Künstler glückte dem

Riedlingsdorfer Gustav Rehberger.

1910 geboren, erlebte

er zunächst das Schicksal so

mancher Kinder aus ärmlichen

Verhältnissen. Seine Eltern

wanderten in die USA aus, als

er drei Jahre alt war, um für

die Familie bessere finanzielle

Grundlagen zu schaffen, als

es zu Hause möglich gewesen

wäre. Der Ausbruch des Ersten

Weltkrieges durchkreuzte

ihre Pläne, und sie konnten

erst 1920 zurückkehren. Nach

unbefriedigenden Versuchen,

sich in Riedlingsdorf eine feste

Existenz aufzubauen, wanderte

die ganze Familie, Vater,

Mutter und drei Kinder, 1923

endgültig in die USA aus.

Gustav, der schon als Kind

mit seinen Zeichenkünsten

verblüfft hatte, gewann bereits

im nächsten Jahr mit einem

sensationellen künstlerischen

Einfall ein Stipendium am

Art Institute of Chicago. Nach

diesem Start ging es steil bergauf

mit seiner Karriere und er

wurde ein berühmter Zeichner,

Maler, Illustrator, Designer und

auch Kunsterzieher.

(Auch die Landesausstellung

„Unsere Amerikaner“ im Landesmuseum

Eisenstadt würdigt

ihn entsprechend.)

Patentanwalt

William Weigl wurde 1926 in

Ohio als Sohn von Einwanderern

aus Wolfau geboren.

Im Zweiten Weltkrieg war er

Flugzeugmechaniker bei den

US Navy Reserves. William

hat dann eine steile Karriere

als Akademiker absolviert und

in seiner Ausbildung den Grad

eines Industrial Education

LLB von der Bowling Green

University erworben sowie

anschließend das Law Degree

JD von der Cleveland Marshall

Mehr über „Unsere

Künstler und

Gelehrten“ lesen Sie auf

www.prima-magazin.at

Rubrik: Im Fokus

Ölbild von Gustav Rehberger: Marlon Marlon Brando Brando im Film im Film „One „One Eyed Eyed Jacks“, deutsch „Der Besessene“

Jacks“, deutsch „Der Besessene“

Law School. („JD“ bezeichnet

ein in den USA erwerbbares

Berufsdoktorat.)

In seiner beruflichen Karriere

war er in vielen Gremien und

Konzernen als Patentreferent

bzw. Patentanwalt tätig. Er

selbst hat 15 Patente unter

seinem Namen gehalten.

Sänger

Eduard Dirnbeck wurde 1936

in Harmisch geboren und

wanderte als junger Mann in die

USA aus, wo er sich im Lehigh

Patentanwalt

Valley im östlichen Pennsylvania

niederließ, circa zwei Autostunden

entfernt von New York.

Beruflich war er als Fleischschneider

(Meat Cutter) tätig.

In seiner Freizeit war Eduard

begeisterter Sänger beim berühmten

Coplay Saengerbund;

überdies war er Mitglied beim

Austrian-Hungarian Club in

Allentown und bei der St. Peter

& Paul Hungarian Society in

Northampton. Im geselligen

Kreis von Landsleuten war die

Trennung von seiner alten Heimat

sicher leichter zu ertragen

als in Zurückgezogenheit.

Gustav Rehberger, ca. 1944, im Dienst der US Air Force

Universitätsprofessor

Donald Alexander Gyorog

wurde 1931 in Everett, Bundesstaat

Washington, geboren,

etwa 60 km nördlich von

Seattle. Sein Vater Alexander

Györög war aus Unterwart in

die USA eingewandert und

hatte in Everett eine Einheimi-

sche geheiratet.

Nach dem Besuch der High

School im benachbarten

Marysville studierte Donald

Alexander an der University

of Wisconsin in Madison,

Bundesstaat Wisconsin. Dort

erwarb er den Titel PhD (Doktor

der Philosophie), einen der

höchsten akademischen Grade,

den amerikanische Universitäten

vergeben, und zwar im

Fach Mechanical Engineering.

Damit verbunden war auch die

Berechtigung, an Universitäten

zu lehren. Zum Abschluss

seiner Laufbahn war er an der

University of Kansas als Professor

tätig.

Sein Sohn Michael Donald

Gyorog, geboren 1955, erwarb

an der katholischen Privatuniversität

University of Notre

Dame im US-Bundesstaat Indiana

den akademischen Grad

Bachelor of Science mit der

höchsten Auszeichnung With

Highest Honors, und zwar im

Fach Electrical Engineering.

Ein weiterer Sohn, Steven

Mark Gyorog, geboren 1957,

studierte an der University of

Kansas und schloss mit dem

Grad Master of Science ab, also

noch ein Akademiker aus dem

Hause Györög, deren Vorfahren

väterlicherseits aus Unterwart

kamen.

Herbert Rehling ist Ahnenforscher

und lebt in Bad

Tatzmannsdorf

www.rehling.weebly.com

William Weigl wurde 1926 in Ohio als Sohn von Einwanderern aus Wolfau geboren. Im 2. Weltkrieg

war er Flugzeugmechaniker bei den US Navy Reserves. William hat dann eine steile Karriere als

Akademiker absolviert und in seiner Ausbildung den Grad eines Industrial Educa,on LLB von der

Bowling Green University erworben sowie anschließend das Law Degree JD von der Cleveland

30 SEPTEMBER 2021

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100 JAHRE BURGENLAND

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Der 10-millionste Thermengast

37 Jahre Heiltherme Bad Waltersdorf. Und der Erfolg geht weiter.

Einen gemütlichen Entspannungstag

wollten Sonja Prem und Gerhard Suppan

aus Kumberg in der Heiltherme Bad Waltersdorf

verbringen. Womit sie nicht gerechnet

hatten, war ein Glückwunschregen in ihrer

selbst ernannten Lieblingstherme. Geschäftsführer

Gernot Deutsch beglückwünschte die

10-millionsten Besucher in der Heiltherme

persönlich und überreichte Blumen und ein

Quellengenuss-Paket mit Thermeneintritt,

Kuschelpavillon, Mittagessen, Eisbecher,

Obstkorb, Prosecco und Getränken. „Wie ein

Tag im Paradies“, freute sich das glückliche

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Viersterne Quellenhotel mit eigener

Hoteltherme, zählt Bad Waltersdorf zu den

schönsten Thermen des Landes. Die gesamte

Region ist vom Thermentourismus geprägt.

Als regionaler Leitbetrieb versteht sich die

oststeirische Therme aber nicht nur als Gastgeber,

sondern ist auch Arbeitgeber für rund

240 Menschen in der Region. „Es ist toll,

mit so einem engagierten Team zu arbeiten.

Es gibt Mitarbeiter*innen, die unser Unternehmen

seit Bestehen begleiten wie zum

Beispiel unser Prokurist und Thermenleiter

Erich Weinzettl. Und es gibt Gäste, die uns

seit Anbeginn in den frühen Achtzigerjahren

die Treue halten. Ihnen allen gilt mein größter

Dank“, so Heilthermen-Geschäftsführer

Gernot Deutsch.

Foto © Heiltherme Bad Waltersdorf

Die 10-millionsten Gäste: Gerhard Suppan und

Sonja Prem mit Geschäftsführer Gernot Deutsch

Das Thermalwasser in Bad Waltersdorf

sprudelt weiter. Und die Erfolgsgeschichte

wird fortgesetzt. Zuversichtlich blickt man

gespannt in die Zukunft und freut sich darauf,

vielen weiteren Besucher*innen Ruhe, Entspannung

und Erholung zu bescheren.

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32 SEPTEMBER 2021

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BFI-Geschäftsführer Jürgen Grandits (li.) bei der Spendenübergabe

an Stephan Zwiauer (Sterntalerhof)

336 Menschen haben an der Aktion „Walk 4 Fun 2 Italy“ des

BFI Burgenland teilgenommen und dabei virtuell die Strecke bis

nach Neapel für den Sterntalerhof erwandert. Nicole Mühl

1.422 km für den Sterntalerhof

84 Teams mit je vier Teilnehmerinnen

und Teilnehmern haben bei der Bewegungs-Aktion

des BFI Burgenland mitgemacht.

Neapel wurde als Ziel der virtuellen

Wanderroute gewählt – „auch um ein

wenig Urlaubsfeeling zu vermitteln“, kommentiert

BFI Burgenland Geschäftsführer

Jürgen Grandits die Aktion. Am 1. Mai

fiel der Startschuss. Mittels Schrittzähler

konnten die Teilnehmenden ihre täglich

84 Teams – gemeinsame Leistung

• Lediglich 20 Tage brauchte das

schnellste Team bis nach Neapel

• 480 Lösungen zu den Fragen wurden

abgegeben, davon waren 347 korrekt

• 525 Fotos wurden eingereicht

• 1.720 Euro konnten für den Sterntalerhof

gesammelt werden

• 4.927 Tage waren die Teams zusammen

unterwegs

• 104.808,1 km wurden gemeinsam

zurückgelegt

zurückgelegten Schritte erfassen und in die

virtuelle Landkarte eintragen. An sieben

Zwischenstationen mussten die Teams

Aufgaben lösen, die mit dem 100-jährigen

Burgenland-Jubiläum zu tun hatten.

Motiviert waren die Teams auch durch

den karitativen Gedanken der Aktion. Der

Erlös aus den Teilnahmegebühren in der

Höhe von 1.720 Euro geht an das Kinderhospiz

Sterntalerhof in Kitzladen.

Singspiel

in Oberwart

KULTURTIPP

„Wenn die Ziege schwimmen lernt“,

Singspiel für Kinder & Erwachsene.

Angelehnt an das gleichnamige Buch

von Nele Moost inszeniert Regisseurin

Angelika Messner mit der Musik von

Thomas Monetti ein Singspiel mit

wunderbaren Botschaften, für die

man nicht alt genug sein kann.

Während uns unsere Leistungsgesellschaft dazu erzieht, uns auf unsere Schwächen zu

konzentrieren und wir selbst den Anspruch an uns stellen, in allen Bereichen gut sein zu

müssen, streicht dieses Stück die Besonderheiten des einzelnen Menschen hervor. Eine Botschaft,

die wir Kindern nicht oft genug vermitteln können: „Sich auf seine Fähigkeiten zu

konzentrieren und darauf zu vertrauen.“ Immerhin gehört der Elefant zu den Big Five – auch

wenn er nicht schwimmen und fliegen kann.

Die gebürtige Oberwarterin Angelika Messner hat neben Regieführung und Text auch ein

Libretto verfasst. Aufgeführt wird das Singspiel am Spielplatz des Praxiskindergartens der

Bundesbildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) in Oberwart. Elf der 14 Darsteller*innen

sind aus der Region. Ein Musik- und Schauspielerlebnis für jedes Alter.

3. September, Kindergarten der BAfEP, 17 Uhr, Nähere Infos: www.oho.at

Foto © BFI Burgenland

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Foto © Nicole Mühl

DI Wagner, Bgm. Unger, Bgm. Rosner, LH Doskozil, LR Dorner, Bgm. Polster,

Vizebgm. Ulreich beim Spatenstich des Radweges in Oberschützen

Radland statt Bahn

Das Burgenland soll zum Radland Nummer

eins werden. Acht Gemeinden wird der regionale

Radweg im Bezirk Oberwart verbinden.

Dafür wurden Schienen abgebaut. Nicole Mühl

Seit Juli wird an der Errichtung

des über sieben

Kilometer langen Radweges

zwischen Oberschützen, Bad

Tatzmannsdorf und Oberwart

gearbeitet. Auch von Großpetersdorf

bis Rechnitz soll ein

Radweg führen. Die Kosten

für die insgesamt 22 Kilometer

lange Strecke belaufen sich auf

3,5 Millionen Euro. Das Land

Burgenland weist dabei auf eine

50 Prozent „klimaaktiv-Förderung“

durch den Bund hin.

Im Zuge des Baus des Radweges

werden auch zwei Brücken

(über die B50 bei Jormannsdorf

und in Oberwart über den

Zickenbach) errichtet, deren

Trägerkonstruktion mehrheitlich

aus zwei kompletten

Windradflügeln besteht.

Landeshauptmann Hans Peter

Doskozil betont beim symbolischen

Spatenstich des ersten

34 SEPTEMBER 2021

Abschnittes die Ankurbelung

des Tourismus durch den neuen

Radweg und ist von einer

Steigerung des Radfahrens im

Alltag überzeugt: „Wer keine

weiten Wege zurücklegen muss,

kann das in Hinkunft bequem

und klimaschonend mit dem

Rad machen. Und Touristen

können auf der fast 22 Kilometer

langen Strecke die Landschaft

genießen und in einen

Buschenschank einkehren.“

Was die Touristen allerdings

nicht können: Mit der Bahn

anreisen (der Personenverkehr

Oberwart–Friedberg ist

seit 2011 eingestellt) oder eine

Regionalverbindung im Südburgenland

nutzen. Für den

Radweg wurden die Schienen

zwischen Oberschützen und

Oberwart bereits abmontiert.

Der Rest (Großpetersdorf–

Rechnitz) folgt.

Leserbrief

von Peter Sitar

Vertane Chance

für eine ganze

Region

So, jetzt ist es leider amtlich. Das Land Burgenland macht aus den

Schienen im Bezirk Oberwart Radwege und lässt sich dafür auch noch

kritiklos bejubeln. Das in Zeiten, wo EU-weit der Bahnausbau forciert

und stillgelegte Strecken für den Umweltschutz wieder reaktiviert

werden sollen.

Dabei hätte es durchaus Alternativen gegeben. Bad Tatzmannsdorf

ist einer der bedeutendsten Tourismusorte des Burgenlandes. Bis vor

Kurzem lagen dort auch noch Schienen. Die sind jetzt mit Zustimmung

des Landes weg. Wäre es nicht reizvoll und gar nicht so teuer gewesen,

hätte man mit den ÖBB oder einem anderen Bahnunternehmen, sich

auf eine morgendliche direkte Bahnverbindung von Wien nach Bad

Tatzmannsdorf (Wo die Reisenden quasi vor der Burgenland-Therme

aussteigen) einigen können. Und am Abend ein Zug retour von Bad

Tatzmannsdorf nach Wien. Die Therme und der ganze Kurort hätten

davon nachhaltig profitiert. Mit dem Rad wird aus Wien wohl kaum

wer nach Bad Tatzmannsdorf anreisen.

Nebenbei hätte das Ganze noch den Charme gehabt, dass die vielen Tagespendler

vom Bezirk Oberwart nach Wien eine echte Fahralternative

zu den engen Bussen gehabt hätten. Aber das haben die weitsichtigen

Macher und Verantwortlichen hemmungslos an die Wand gefahren.

Dafür haben die Herren Doskozil & Co wieder einmal bewiesen, was für

tolle Macher sie sind.

Randbemerkung: Hat sich schon irgendwer darüber Gedanken gemacht,

dass dieser Radweg in Oberwart im Nirvana endet?

Aber die Macher machen weiter: Jetzt soll auch die Bahnstrecke von

Großpetersdorf bis Rechnitz ein Radweg werden. Damit kann sich

Rechnitz den Traum von einem Industriegebiet mit Bahnanbindung

endgültig abschminken. Stichwort: Firma Kölbl. Einem ganzen Bezirk

wird ein wesentlicher Teil der Infrastruktur genommen.

Spätestens seit dem Fall des Eisernen Vorhanges 1989 gab es immer

wieder Anläufe, die Bahnstrecke von Oberwart über Rechnitz bis Szombathely

zu reaktivieren. Doch die SPÖ war immer dagegen. Warum,

wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

Bleibt nur die Hoffnung, dass es gelingt, den Personenverkehr auf der

Strecke Oberwart – Friedberg wieder zu reaktivieren. Für die Pendler, für

die Infrastruktur im Bezirk. Dabei werden aber auch vor allem die Bürgermeister

der Region, allen voran der Oberwarter Bürgermeister und

2. Landtagspräsident Georg Rosner, es nötig haben, mit der Faust auf

den Tisch in Eisenstadt zu hauen. Bei Oberwart – Bad Tatzmannsdorf

haben sie schon versagt. Hoffentlich nicht da auch noch.

Wie so etwas funktioniert, können sich die Oberwarter bei ihren Amtskollegen

in der Oststeiermark anschauen. Dort wurde die Thermenbahn

nicht nur erhalten, sondern soll auch noch ausgebaut werden.

www.prima-magazin.at


PERSÖNLICHKEITEN

REGIONAL

Knapp 30 Jahre war Dr. Peter Schuh Allgemeinmediziner in

Oberwart. Als Palliativmediziner des Mobilen Palliativteams

Oberwart hat er außerdem rund 600 Schwerstkranke in ihrem

privatesten Umfeld begleitet. Symptome gelindert, wo die

Krankheit nicht mehr geheilt werden konnte. Am 1. Juli ist

Peter Schuh in Pension gegangen. Mit einem weinenden Auge,

weil sein Beruf für ihn immer Berufung war. Aber auch mit

einem lachenden Auge – weil vieles gelungen ist. Nicole Mühl

Dr. Peter Schuh ist seit 1. Juli im Ruhestand

„Es war eine geglückte Zeit“

Das Tabuthema Demenzerkrankung aufzubrechen

und in diesem Bereich etwas zu

bewirken, war Peter Schuh schon sehr früh

ein Herzensanliegen. Als dann 2007 unter

seinem Mitwirken der Seniorengarten der

Diakonie in Oberwart – eine Tagesbetreuung

für Senior*innen – eröffnet wurde,

war ein wesentlicher Meilenstein erreicht.

Peter Schuh gilt auch als Geburtshelfer

der Senioren-WG „Demenz im Zentrum“.

Die Autonomie und Selbstbestimmung der

Menschen waren dabei für ihn immer vorrangig.

„Der Sinn des Lebens, nach Viktor

Frankl, besteht darin, die Aufgaben des

Alltags zu meistern. Das umzusetzen war

immer mein Ansinnen – und mit Offenheit

an anstehende Sorgen und Nöte heranzugehen.

Die Wertschätzung der Betroffenen

und deren Angehörigen für mein Tun

hat diese Begleitungen sehr oft gelingen

lassen, dafür bin ich allen sehr dankbar“,

resümiert Peter Schuh. Auch wenn er

seine Tätigkeit als Arzt niedergelegt hat,

wird er als Vortragender im Bereich der

Palliativmedizin in den Kursen von Hospiz

Burgenland sein Wissen weitergeben.

Die neu gewonnene Zeit will Peter Schuh

auch nutzen und im Bereich Demenz

weiterhin einiges in Bewegung setzen,

Projekte planen und begleiten.

SENIORENGARTEN Oberwart

Der Seniorengarten ist geöffnet

ab Mitte September

Anmeldungen bereits jetzt: 03352/31200

Unsere Zimmer erstrahlen

im frischen Design.

Wallfahrtskirche, Park,

Festgarten, standesamtliche

und kirchliche Trauungen

möglich. 3 vollautomatische

Kegelbahnen

für lustige Kegelpartien.

Bis zu 250 Gäste haben

im neuen Festsaal Platz.

Herzlich willkommen!

David Pack,

Gastwirt in 4. Generation

Familie Pack

Gasthof „Zur Lebing Au“

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Tel: 03332/62470

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Foto: Bernhard Bergmann

Wir suchen

Dich!

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Housekeeping

SEPTEMBER 2021

35


Happy

Birthday

Vespa!

„Schraub- und Reparaturarbeiten gehören bei Oldtimer-Vespas einfach dazu“, sagt Daniel Lehr

Das italienische Kult-Gefährt wird heuer 75! Eigentlich als einfaches und

sparsames Fahrzeug für die individuelle Mobilität in der Nachkriegszeit

entworfen, startete im Jahr 1946 die bis heute ungebrochene, weltweite

Erfolgsstory der freundlichsten „Wespe“, die uns auf den Straßen begegnet.

„Dolce vita“ im Fahrtwind auf zwei Rädern. Eva Maria Kamper

Die Vespa: Stilikone

auf zwei Rädern

Vor 75 Jahren haben die

Unternehmersöhne Enrico

und Armando Piaggio das

Patent für ein revolutionäres

neues Moped angemeldet,

das vom Luftfahrtingenieur

Corradino D’Ascanio (1891-

1981) entworfen wurde.

Ganz anders als die bis dato

gängigen Konstruktionsarten

von Zweirädern entstand

damals das charakteristische

Design der Vespa.

Die Geburt einer Stilikone:

eine runde Karosserie im

Einklang mit einer schmalen

Taille.

Die erste Ausführung ging

mit 98 Kubikzentimetern

Hubraum bei einer Endgeschwindigkeit

von 60 km/h,

und einer Massenanfertigung

von 2.000 Stück auf

den Markt. Bis heute wurden

im Lauf der Jahrzehnte

Dutzende verschiedene

Vespatypen entworfen und

produziert.

Insgesamt 19 Millionen

Stück sind in 83 Ländern

weltweit unterwegs.

Foto © Eva Maria Kamper

Helm aufsetzen, einen beherzten

Tritt auf den Kickstarter,

mit schwungvollem

Handgelenk den ersten Gang

eingelegt und los gehts. Wenn

Daniel Lehr aus Pinkafeld

mit seiner Oldtimer-Vespa

seine Runden dreht, geht ihm

das Herz auf: „Ich hab mir

mit dieser restaurierten Vespa

einen lang gehegten Traum

erfüllt!“ Das Retro-Fahrzeug

aus dem Jahr 1979 mit der

Vier-Gang-Handschaltung sei

allerdings kein Spielzeug für

Anfänger. „Mit 144 Kubik bei

34 PS muss man schon recht

sachte anfahren, sonst stellt sie

sich auf“, lacht er. Auch beim

Tanken ist Fingerspitzengefühl

21

Literaturtage Kohfidisch 2021

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800 Jahre Kohfidisch - 8. Literaturtage Kohfidisch des

burgenländischen Verlagshaus edition lex liszt 12 und der

Marktgemeinde Kohfidisch.

LESUNG: Fr, 10. Sept., 19 Uhr,

Mittelschule Kohfidisch, Angelika

Polzer und Hans Peter Treiber

LITERATURWEG-WANDERUNG

AM CSATERBERG: Sa, 11. Sept.,

18 Uhr, Treffpunkt: Infopoint,

Wanderung zu den Kellerstöckeln:

Walter Horvath – Josef Oswald

Literarische Begleitung: Andrea

Kerstinger, Siegmund Kleinl,

Andreas Lehner/Paul Mühlbauer/

Fritz Pomm, Jutta Treiber

Musik: Gerhard Altmann und

Thomas Monetti

LESUNG: So, 12. Sept., 15 Uhr,

Buschenschank Bradl

Jakob Michael Perschy

Musik: Gernot Schönfeldinger

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36 SEPTEMBER 2021

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Gemeinsame Ausfahrten

mit seiner

Vespa-Clique

machen das „Dolce

Vita“-Gefühl von

Gerald Kurz perfekt

Die modernen Automatik-Vespas

sind hoch im

Kurs bei Jugendlichen,

weiß Fahrlehrerin Janine

Pusterhofer

Foto © Eva Maria Kamper

Foto © zVg

gefragt. „Ich hab immer mein

Fläschchen mit Öl dabei, um

mir selbst ein 1:40 Verhältnis

von Öl und Benzin herzustellen.

Sonst droht der Kolbenreiber.“

Lebensgefühl

Für Gerald Kurz aus Oberwart

ist die Vespa ein Sinnbild

für das Lebensgefühl unter

Gleichgesinnten. Als Teil einer

ganzen Vespa-Clique sorgt er

bei gemeinsamen Ausfahrten

mit den bunten Fahrzeugen des

Öfteren für neugierige Blicke.

Was in seinem Rucksack nicht

fehlen darf? „Früher hätte ich

gesagt, sämtliches Werkzeug.

Heutzutage habe ich immer

mein Smartphone dabei, um im

Fall des Falles Hilfe zu holen.

Und um Fotos zu machen und

den Standort zu teilen“, zwinkert

Gerald Kurz.

Jugendliebe

In der Entwicklung der Vespas

ging der Zahn der Zeit natürlich

nicht vorüber. Längst gibt

es moderne Vesparoller mit E-

Starter und Automatikgetriebe,

die besonders unter Jugendlichen

sehr beliebt sind. Fahrlehrerin

Janine Pusterhofer aus

Grafendorf weiß: „Der Kultstatus

der Vespas ist ungebrochen.

Das Lieblingsmoped unter den

Rollern ist für Jugendliche nach

wie vor die Original Vespa.“

Zweirad Fassl erweitert

Der Fahrrad-Fachbetrieb Zweirad Fassl aus Pinkafeld eröffnet

ein neues Kapitel in der Firmengeschichte! Lukas Fassl tritt als

Gesellschafter in den Betrieb seiner Eltern ein und will Altbewährtes

mit dem digitalen Zeitalter verbinden.

Seit 27 Jahren ist das Unternehmen Zweirad

Fassl der verlässliche Ansprechpartner, wenn

es um Bikes geht. In all diesen Jahren hat

sich der Fachbetrieb als Marke positioniert.

Firmenchef Franz Fassl führt diesen Erfolg

auf seine kompetenten und kundenorientierten

Mitarbeiter zurück. Eine flache Hierarchie

ist ihm in seiner Firma wichtig. Jede Meinung

zählt gleich viel. Diese Firmenphilosophie

wird auch Sohn Lukas als Gesellschafter und

sechstes Mitglied des Zweirad-Fassl-Teams

lebendig halten. Mit ihm ist nicht nur die

Nachfolge gesichert. Lukas Fassl hat bei

großen Firmen im Burgenland und Wien

im kaufmännischen Bereich viel Erfahrung

gesammelt und schließt im nächsten Jahr sein

Immobilien-Management-Studium ab. Zum

Familienbetrieb gehört er seit Jahren dazu, da

er quasi im Betrieb aufgewachsen ist.

Die Marke Zweirad Fassl wächst

Altbewährtes und von den Kund*innen

Liebgewonnenes sollen auch weiterhin bestehen

bleiben. Der persönliche Kontakt zu den

Kund*innen bleibt am Standort Pinkafeld das

Herzstück von Zweirad Fassl und soll sogar

um ein weiteres Geschäftslokal (schräg vis

á vis des Hauptsitzes) in Pinkafeld erweitert

werden. Lukas Fassl will aber auch den

Digitalisierungsprozess des Unternehmens

vorantreiben. Ein Online-Shop soll ab Mitte

Oktober noch mehr Kundenservice bieten.

Franz und Lukas Fassl. Seit 1. Juli sind Vater und

Sohn auch Geschäftspartner

Zweirad Fassl bietet nicht nur Fahrräder,

E-Bikes und sämtliches Zubehör. Mit der

Werkstatt im Haus wird den Kund*innen eine

schnelle, flexible Rundumbetreuung geboten.

Foto © Tina Trobits

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SEPTEMBER 2021

Marie Bruckner bei den MEVZA Beach Volleyball Championships U16/U18 Ende Juli in Hartberg

Der Ball fliegt hoch, dann

springt die Spielerin, einen

kurzen Moment scheint sie zu

schweben. Sie trifft den Ball

mit voller Wucht und hält die

Luft an. Der Ball beschleunigt

und trifft. Aber nur aufs Netz.

Dabei hätte er knapp drüber

gehen sollen. Der Schiedsrichter

pfeift, Punkt für die

anderen. Die Spielerin ist enttäuscht.

Sie hätten den Punkt

so dringend gebraucht, damit

sie den Satz gewinnen können.

Ein Anfänger hingegen wäre

zunächst einmal froh, wenn

er oder sie überhaupt einen

Ball übers Netz bekommt, den

richtigen Winkel, die richtige

Kraft und vor allem auch die

Höhe erreicht. Von gezielten

Anspielpunkten ist zunächst

nicht die Rede. Der Ehrgeiz

erwacht, sobald man die

Grundtechniken beherrscht:

Baggern, Pritschen, Angriff

oder Block. Dann kommen

erste taktische Überlegungen

und man ärgert sich, wenn

nach den maximal drei erlaubten

Ballberührungen innerhalb

der eigenen Mannschaft der

Ball nicht ins gegnerische Feld

befördert wird oder ins Aus

geht. Man freut sich, wenn

man einen guten Block gesetzt

hat oder einen Ball genau in

die Lücke zwischen zwei gegnerischen

Spielerinnen.

Taktik & Action im Team

Doch erst jahrelanges intensives

Training lässt daraus ein

komplexes Spiel werden. „Volleyball

ist irrsinnig spannend,

da jeder Punkt zählt und man

damit in einer Art ‚Dauerstress‘

ist. Es besticht durch eine hohe

Dynamik, ist actionreich und

ist taktisch äußerst anspruchsvoll“,

so Markus Gaugl, der

früher selbst im österreichischen

Nationalteam spielte und

heute Geschäftsführer des TSV

Hartberg Volleyball ist.

Ein Nachwuchstalent aus

Hartberg, die 17-jährige

Marie Bruckner, beschreibt

ihren Sport so: „Volleyball ist

etwas ganz Besonderes. Ich

liebe es, im Team zu spielen,

gleichzeitig ist man ganz nah

beim Gegner ohne direkten

Kontakt.“ Tatsächlich ist die

Beherrschung der Techniken

genauso wichtig wie das Zusammenspiel.

Bei den Kleinsten

fängt das mit Dreier-Gruppen

an, wird auf vier gesteigert,

bis es dann in der U15 zur

bekannten Sechser-Aufstellung

kommt. Ein Ausnahmefall

ist Beachvolleyball: Auf

kleinerem Feld wird auf Sand

in Zweierteams gespielt. Die

Damen spielen im Bikini: „Das

gehört wohl zum Beachfeeling

mit Sand und Sonne dazu“,

sagt Gaugl und auch Marie

Lesen Sie mehr

dazu auf

www.prima-magazin.at

Rubrik: Reportage

Volleyball kennt fast jeder aus dem Schulsport. Doch was bedeutet es,

wenn gebaggert oder geblockt wird? prima! hat sich beim TSV Volleyball

Hartberg ein paar Bälle um die Nase fliegen lassen. Olga Seus

winkt ab: „Das ist eben so.“ Der

Fokus liegt auf dem Spiel. Alles

andere wird – nach fünf Jahren

mit vier Trainingseinheiten

pro Woche – ausgeblendet.

„Nervös bin ich nur mehr vor

sehr wichtigen Spielen“, sagt

sie souverän.

TSV Hartberg Volleyball

1985 gegründet als Sektion

des TSV Hartberg, seit 2000

ein eigenständiger Verein.

Größte Erfolge: 2006/7 und

2012/13: Sieg Österreichcup

Herren. Auch heute spielt

der TSV Hartberg Volleyball

erfolgreich in der Herren- und

Damenbundesliga mit und

stellt darüber hinaus Teams

in der Landesliga, der Oberliga

und in den verschiedenen

Nachwuchsgruppen von U11

bis U20. Der TSV Hartberg

hat sich damit einen Namen

als „Ausbildungsverein“

gemacht, der jungen Nachwuchstalenten

die Chance

zum Spielen und damit zur

Aufnahme in bekanntere

Kader gibt. „Wir sehen das

nicht als Problem, wir haben

so immer recht junge Mannschaften

mit guten Spielern.

Wenn diese später große

Erfolge feiern, ist das auch

ein Stück unser Verdienst“,

so Geschäftsführer Gaugl.

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Foto © KUGA

Voodoo Jürgens (sitzend re.) und seine „Ansa Panier“ in der KUGA Großwarasdorf

mit Organisator Mani Bintinger (re.)

Wiedersehensfreude

Live-Auftritte, Konzerte und kulturelle Events

mussten eine lange Pause überstehen. Umso

dankbarer werden nun die sommerlichen Kulturabende

genossen. Die „Croatisada“ in der

KUGA im mittelburgenländischen Großwarasdorf

war eines der ersten Festivals, die wieder

abgehalten werden durften. prima! hat dort

mit dem Hauptakteur Voodoo Jürgens über das

Bühnen-Revival gesprochen. Eva Maria Kamper

Baumfreunde Oberwart

Ohne Bäume kein Leben – die Serie zur

Bewusstseinsbildung für mehr Baumschutz

Ina Gangoly

Krisensichere Investition mit geringem Eigenkapital

und garantierter Gewinnsteigerung – der BAUM

Ob im Schwimmbad, am Parkplatz, im Garten oder in der Stadt, nichts

ist im Sommer so begehrt wie der kühlende Schatten eines Baumes.

Der beste Zeitpunkt einen Baum zu pflanzen war vor 20 Jahren, der

zweitbeste ist heute. Bäume im privaten als auch öffentlichen Bereich

haben eine lange Tradition. Linden kennzeichneten öffentliche Plätze,

an denen sich die Gemeinschaft zum Diskutieren, Richten und Feiern

traf. Der Walnussbaum repräsentiert den traditionellen Haus-Baum

im Burgenland. Seine Dienste sind vielseitig. Im Sommer spendet

er Schatten und Ruhe. Im Herbst schenkt er gesunde Nüsse, welche

in den Wintermonaten gerne für Weihnachtsbäckereien verwendet

werden. Wessen Großeltern einen solchen Baum gepflanzt haben,

haben ein wertvolles Erbe hinterlassen, an dem sich heute viele Kinder,

Enkel und Urenkel erfreuen. Bei respektvoller Pflege und Behandlung

werden weitere Generationen daran Freude finden können. Denn der

Wert eines Baumes steigt mit dessen Alter. Zu schnell werden Bäume

für Bauvorhaben beseitigt, anstatt umzudenken und zu reflektieren. Die

Folgen werden meist erst nach und nach mit steigenden Temperaturen

bewusst. Und dann werden Jungbäume nachgepflanzt, ein kosten- und

arbeitsintensiver Neustart. Dabei müssen einige Fragen angedacht werden,

denn mit der Pflanzung wird der Grundstein für Jahrzehnte gelegt:

Sie finden alle

Gastkommentare der

Baumfreunde auf

www.prima-magazin.at

Rubrik: Baumfreunde

„Als Erstes will man wissen,

ob man es noch kann“,

schmunzelt Voodoo Jürgens

vor seinem Auftritt. Seit März

2020 haben Live-Auftritte

coronabedingt in nur sehr kleinem

Rahmen oder notgedrungen

sogar online stattgefunden.

Und endlich kann man wieder

in alter Gewohnheit vereint auf

der Bühne stehen: „Das Schöne

an der Gschicht‘ ist und bleibt

das gemeinsame Musizieren,

das schweißt zusammen und

macht Spaß“, streut der frühere

Solo-Künstler seiner Band,

der „Ansa Panier“, die den

musikalischen Background mit

Harmonika, Kontrabass und

Co. liefert, Rosen.

Und last but not least ist das

Publikum einer der wesentlichen

Gründe, warum Voodoo

Jürgens mit Herz und Seele auf

der Bühne steht. „Der Anblick,

wenn sich die Leit‘ an deiner

Musik erfreuen, wenn sie mitgehen,

das ist das schönste Gefühl.

Das ist der Grund warum

man es macht!“

Seine Texte sind im Wiener

Dialekt gehalten, goschert

und schonungslos ehrlich,

mit schwarzem Humor vom

Wiener Alltag inspiriert, dazu

eingängige Ohrwurm-Melodien.

So kennen und lieben

die Fans von Voodoo Jürgens

das musikalische Schaffen des

38-jährigen Künstlers David

Öllerer aus Wien. Lieder über

Tachinierer, Spieler, Drangler

und Verlierer. Geschichten, die

das Leben schreibt. Seit 2016

der Durchbruch mit „Heite

grob‘ ma Tote aus“ gelungen

war, ist der charismatische

Liedermacher nicht mehr aus

der Austropop-Szene wegzudenken.

Inklusive „Amadeus

Award“-Auszeichnung. Auch

beim kleinen, aber feinen Festival

„Croatisada“ war man mehr

als stolz, dass Voodoo Jürgens

der Einladung auf die burgenländische

Bühne gefolgt ist.

1. Standort Wahl – Zuerst wird der Platz, dann die Baumart ausgewählt.

Neben der vorhandenen Fläche und Sonnenausrichtung muss

der anstehende Bodentyp berücksichtigt werden.

2. Welche Leistung erwarte ich mir von dem Baum? Ästhetik – Nutzen

– Pflege. Soll er Immergrün oder Sommergrün sein, Blüten/Früchte

tragen, dichten oder lichten Schatten spenden. Einen tiefen Kronenansatz

als Sichtschutz oder einen hohen Kronenansatz als eine Art

Schirm aufweisen. Können die Blätter zum Mulchen verwendet werden,

oder müssen diese beim Müllverband entsorgt werden (z.B.: Blätter des

Walnussbaums oder des Kirschlorbeerbaumes)

3. Kauf des Baumes – Regional ist optimal. In der Region gezogene

Bäume sind an die klimatischen Bedingungen angepasst. Gerade in unserer

pannonischen Region ist die Toleranz von Hitze und Trockenphasen

essenziell, um einen Fortbestand des Baumes garantieren zu können.

4. Optimaler Zeitpunkt, um einen Baum zu pflanzen - Grundsätzlich

in der Vegetationsruhe, wenn der Baum noch NICHT ausgetrieben hat.

Bei frostempfindlicheren Arten wird eine Pflanzung im Frühjahr, nach

den Frostperioden empfohlen. Robustere Baumarten können im Herbst

gesetzt werden. Bäume, welche zwischen April und August gepflanzt

werden, benötigen intensive Anwuchspflege. Eine zwei- bis dreimalige

Bewässerung die Woche mit ca. 40-60 l/qm muss garantiert werden,

da die starke Sommersonne die Bäume zusätzlich stresst.

Ein Baum ist die beste Investition in die Zukunft, an der wir uns nahezu

täglich erfreuen können. Ein Geschenk für Generationen und an die

Umwelt. Der Gewinn ist essenziell, nämlich Nahrung, saubere Luft und

Lebensqualität.

* Die Baumfreunde Oberwart ist eine überparteiliche und unabhängige

private Initiative engagierter OberwarterInnen baumfreunde@gmx.at

SEPTEMBER 2021

39


Fotos © Eva Maria Kamper

„Gemma

Schwammerl

suchen“

„Wenn es viele sind, kann man den Duft der Schwammerl riechen. Aber man braucht auch Glück“, sagt Maria Szemes

Im Spätsommer beginnt die Pirsch auf die begehrten Köstlichkeiten des Waldbodens: Pilze und

Schwammerl. Wer die Platzerl kennt, hütet dieses Geheimnis wie einen Schatz. prima! war mit

der Pinkafelderin Maria Szemes, die den Wald seit Kindheitstagen wie ihre Westentasche kennt,

zum Saisonauftakt auf Schwammerlsuche. Eva Maria Kamper

„Kommen’s mit, wenn ma

nix’ finden, war es ein schöner

Waldspaziergang“, lacht Maria

Szemes und lotst uns auf einen

Forstweg an der Peripherie

von Pinkafeld. Ohne große

Erwartungen auf die Suche zu

gehen, sei immer das Gebot

der Stunde. Die Bewegung im

Wald sei sowieso nie verkehrt,

das Finderglück zweitrangig.

„Es ist nicht ratsam, wenn

man sich schon im Vorhinein

das Schwammerlgericht überlegt.

Da es auch auf den bewährtesten

Plätzen passieren

kann, dass man nichts findet“,

spricht sie aus jahrzehntelanger

Erfahrung.

Schwammerl brauchen

Feuchtigkeit

Und gerade der heurige

Sommer ließ mit seiner Trockenheit

durchaus auf Eierschwammerl,

Parasol und Co.

warten. Aber wenn man dann

mit reicher Beute zurückkehrt,

müsse es wiederum

schnell gehen: „Schwammerl

möchten noch am selben

Tag verarbeitet werden, sonst

werden sie schlecht“, sagt die

rüstige Pensionistin und lässt

ihren Blick in das Grün des

Waldes schweifen. „Probieren

wir es hier“, sagt sie, und mit

gekonntem Schwung über den

Wegesrand befinden wir uns

im Dickicht des Waldes, das

vom vorangegangenen Regen

der Nacht in der Morgensonne

dampft und tropft.

„Wenn es viele sind, kann man

Schwammerl direkt riechen“,

erzählt sie. Ansonsten sei ein

geschultes Auge wichtig, das

den Boden inspiziert. Schon

nach wenigen Schritten hält

sie einen kleinen Pilz in Händen,

der unter dem Moos fast

unsichtbar ruht. „Ein g’schmackiger

Röhrling!“ Eine feuchte

Bodenbeschaffenheit sei das

Um und Auf für die Schwammerl,

dann hat man in unseren

Waldregionen gute Chancen.

Ausrüstung und

Know-how

Bereits als Kind sei sie gern

mit dem Vater in den Wald

gegangen und noch heute geht

Maria Szemes leidenschaftlich

Schwammerl suchen, die dann

nach wie vor im hauseigenen

Wirtshaus des Familienbetriebes

Szemes in der Pfanne

landen. Und auch sie teilt ihr

Wissen bei der generationsübergreifenden,

gemeinsamen

Suche: „Die Enkerl haben

eine Riesenfreude dabei!“ Die

richtige Ausstattung, wie gutes

Schuhwerk und eine lange

Hose seien im Wald wesentlich.

Und natürlich ein Korb,

oder ein Leinensackerl, um die

Schwammerl beim Transport

nicht zu „zerdepschen“.

Auch die Handhabung, die

Schwammerl richtig „auszudrehen“,

sei wichtig, um

das Mycel im Waldesboden

nicht zu verletzen, und die

Pilzsporen für die Nachkommenschaft

zu gewährleisten.

Wurmige und angeknabberte

Pilze lässt man lieber stehen,

und vor allem die Sorten, die

man gar nicht kennt. „Es gibt

zahlreiche Literatur, wenn

man sich in die Welt der

Schwammerl einlesen möchte.

Und zur Not sollte man sowieso

auf Experten zurückgreifen,

wenn man sich gar nicht sicher

ist“, rät Maria Szemes. Und

auch wenn wir an diesem Tag

im August nur mit spärlicher

Beute zurückkehren, wissen

wir voller Vorfreude auf

den Herbst, dass die nächste

selbstgefundene Schwammerlsauce

nur vertagt ist.

Schwammerl App

Wer sich inklusive digitalem

Fortschritt auf Schwammerlsuche

begeben will, der ist

eingeladen, sich zuerst in den

App-Stores umzuschauen.

Dort gibt es bereits (kostenpflichtige

sowie kostenlose)

Apps, die nicht nur zahlreiche

potenzielle Plätze eingezeichnet

haben, wo man

Schwammerl finden kann.

Auch die einzelnen wichtigen

Erkennungsmerkmale sämtlicher

Schwammerlsorten

sind online abrufbar. Manche

Apps bieten auch eine interaktive

Plattform, wo man

Fotos der Schwammerl zur

Bestimmung direkt hochladen

kann. Auch hier gilt:

Essen Sie niemals Pilze und

Schwammerl, die Sie nicht

erkennen.

40 SEPTEMBER 2021

www.prima-magazin.at


Foto © zVg

Herz-Rasen!

SONNENERDE

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Kennen Sie das? In dem einen Garten ist der saftigste Rasen daheim.

Während der Nachbargarten voller Unkraut und verbrannter Rasenflächen

ist. Ob Ihr Herz beim Anblick Ihres Rasens vor Freude einen

Luftsprung macht oder Ihr Blutdruck vor Ärger steigt, entscheiden

Sie – unter anderem durch die Wahl der Erde.

Damit der Rasen saftig und

nahezu unkrautfrei wird, müssen

einige Spielregeln eingehalten

werden. Alles beginnt mit dem

richtigen Zeitpunkt der Aussaat.

1. Der Zeitpunkt

Im Juli und August ist der

Anflug von Hirse groß (Unkrautgefahr!).

Legen Sie in

diesen Monaten keinesfalls

den Rasen an. Außerdem

kann die Oberflächentemperatur

bis zu 60°C

erreichen – der Rasensamen

verbrennt. Von September

bis November ist der richtige

Zeitpunkt.

Je fruchtbarer die Erde ist, auf

die der Samen wächst, umso

saftiger und gesünder wird sich

der Rasen entwickeln.

2. Die Rasenerde

Verwenden Sie die RASEN-

ERDE des Riedlingsdorfer

Erden-Produzenten

SONNENERDE!

Diese besteht aus dem richtigen

Mix aus Sand, Lehm

und Humus und sorgt für

die optimale Wasserspeicherung.

Es ist also September und Sie haben

die Rasenerde von SONNEN-

ERDE bestellt. Es kann losgehen

mit der fachgerechten Aussaat!

3. Die Aussaat

✓Erde planieren ✓Mit

Walze andrücken ✓ nachplanieren

✓ Rasensamen

aussäen ✓ einrechen ✓

walzen ✓gießen

Jetzt kommt es auf das richtige

Gießen an, ob sich der Samen

entwickelt. Und hier gibt es ein

paar Regeln zu beachten.

4. Richtig gießen

Die Erdoberfläche darf nie trocken

sein! In den ersten zwei

Wochen sollten Sie TÄGLICH

gießen. Sobald der Rasen angewachsen

ist, gießen Sie nur

mehr alle 1-2 Wochen. Die Regel

lautet: Ein Mal ordentlich

bewässern, anstatt immer nur

ein wenig. Die Wurzeln ziehen

sich sonst an die Oberfläche

zurück. Bewässern Sie niemals

mit dem Schlauch. Lassen Sie

in der Nacht einen Regner

laufen. Die Feuchtigkeit muss

bis etwa 15 cm tief in die Erde

dringen! Spatenprobe!

Genießen Sie Ihr Stück

gesunder Natur

Sie haben es geschafft! Der Rasen

blüht und gedeiht! Genießen

Sie ihn vor dem Winter so oft es

geht! Ein gesunder Rasen tut der

Seele gut! Sie glauben, das ist

übertrieben? Na, dann gehen Sie

einmal barfuß auf Ihrem Rasen.

Sie werden lächeln vor Zufriedenheit.

Garantiert!

Jetzt sollten Sie auch beim

Mähen wie ein Profi vorgehen.

Bitte mähen Sie nicht den

gesamten Rasen! Lassen Sie

immer ein Eck Blumenwiese für

die Insekten übrig – diese sind

durch den Klimawandel extrem

gefährdet! Bedenken Sie auch,

dass Mähroboter den Tod für

Insekten bedeuten können,

da der Rasen nie zum Blühen

kommt und keinen Lebensraum

für die Tierwelt bietet. Auch

Igel werden durch die Geräte oft

tödlich verletzt.

5. Richtig mähen

Die „1/3“-Regel: Wenn Sie

mähen, sollten Sie nie mehr

als 1/3 der Blattmasse abmähen.

Wenn der Rasen eine

Höhe von 60 mm hat, sollten

Sie nur 20 mm entfernen.

Unser Videokanal

www.sonnenerde.at/de/erd-gefluester

Schwammerl im Garten

Viele Gartenbesitzer*innen glauben,

sie stehen im Wald. Nämlich

dann, wenn die Schwammerl

im Garten zu wachsen beginnen.

Aber keine Sorge. Diese sind

weder giftig noch schädlich.

Sie kommen vor, wenn die Erde

Humus enthält. Diese Schwammerl

zerlegen organische Masse

im Boden. Vor allem in heißen

Perioden mit viel Regen treten sie

vermehrt auf.

Gartenbesitzer*innen können

nichts dagegen tun. Aber

das macht nichts, denn diese

Schwammerl verschwinden genauso

schnell wie sie gekommen

sind. Stören Sie sich nicht daran.

Sie sind ein Teil der Natur.

SONNENERDE

www.sonnenerde.at

7422

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Riedlingsdorf, T:

T: 03357

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Die beste Erde unter der Sonne

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SEPTEMBER 2021

41


Schwammerlsoße

mit Serviettenknödel

– Vegan, laktosefrei,

fruktosefrei

Zutaten

Schwammerlsoße:

500 g Eierschwammerl

1 Stk. Zwiebel groß

20 g vegane Butter

200 ml Sojacuisine

Salz, Pfeffer, Petersilie

Serviettenknödel:

6 Stk. Dinkelsemmeln

1 Stk. Zwiebel groß

150 ml Sojamilch

40 g vegane Butter

Salz, Muskatnuss, Petersilie

Infos über wertvolle

Inhaltsstoffe in

Schwammerln

und Pilzen

www.prima-magazin.at

Rubrik: So geht vegan

Karin Weingrill MA

Expertin für

vegane Ernährung

www.enjoi.at

Gesunder Genuss

Foto © Karin Weingrill

Foto © Iris Milisits

Zubereitung

Schwammerlsoße:

1. Die Schwammerl putzen,

möglichst ohne Wasser abbürsten

und blättrig schneiden.

2. Die Zwiebel hacken, in der

veganen Butter anschwitzen,

die Schwammerl zugeben und

im zugedeckten Topf ca. 15

Minuten dünsten. Dann die

Sojacuisine zufügen, mit Salz

und Pfeffer abschmecken und

die gehackte Petersilie zugeben.

Serviettenknödel:

1. Die Dinkelsemmeln in

kleine Würfel schneiden und in

eine große Schüssel geben.

2. Die vegane Butter in einer

Pfanne zerlassen, die kleingehackte

Zwiebel darin glasig

dünsten, die Sojamilch hinzufügen

und kurz aufkochen

lassen.

3. Die heiße Sojamilch über

die Semmelwürfel gießen, kurz

durchrühren und 10 Minuten

stehen lassen.

4. Inzwischen die Petersilie

hacken, zur Semmelmasse geben,

mit Salz und Muskatnuss

würzen und alles gut miteinander

vermengen.

5. Die Semmelmasse auf eine

Frischhaltefolie geben, zu einer

Rolle formen, mit der Frischhaltefolie

einwickeln und die

Enden gut einrollen.

6. Die Serviettenrolle in den

Dampfgarer geben und bei 90

Grad für 30 Minuten garen.

Vor dem Aufschneiden kurz

rasten lassen. ENJOI!

www.enjoi.at

ReUse-Shops:

Retro, Vintage & Oldie but Goldie

Neulich war ich wieder in einem

dieser ReUse-Shops – gibt’s eh im

ganzen Burgenland. Ich sage euch,

das ist eine wahre Fundgrube für

Second-Hand-Freaks. Coole Sachen

zum unschlagbaren Preis – von

Kleidung über Technik bis zu Original

LPs. Wo gibt’s denn

das sonst noch?

HITS

80 ‘ s

Und alle Sachen

sind tip-top und

in einem super

Zustand. Ich finde

die ReUse-Shops

echt stark und die Idee

very nachhaltig.

Weitere Infos findest du unter

www.reuse-burgenland.at

European Regional Development Fund

www.bmv.at

42 SEPTEMBER 2021

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