Der Harz_09_21

Harzdruckerei

Schutzgebühr 2,00 E | Ausgabe 09_2021

Karstwanderweg

Südharz

Seiten 6

Neue Hörspiele vom

Harz für Kinder

Seite 14

Familienwanderungen

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EDITORIAL

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Der Harzklub e.V.

Heimat-, Wander- und

Naturschutzbund

Am Alten Bahnhof 5a

38678 Clausthal-Zellerfeld

Telefon 05323 81758

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www.harzklub.de

Redaktion:

Christoph Steingaß (CS)

Redaktionskollegium:

David Rügner (Hauptpressewart),

Christine Eggers (stellv. Hauptpressewartin),

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(stellv. Hauptpressewart), Marion

Schmidt (Hauptschriftwartin), Klaus

Dumeier (stellv. Präsident).

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stellen die persönliche Meinung

des Verfassers dar. Für unverlangt

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übernimmt der Verlag keine Gewähr.

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DER HARZ erscheint Anfang des

Monats. Jahresabonnementpreis:

31,57 € inkl. Versandkosten und

7 % MwSt. Zeitung ist kündbar bis

30. September des laufenden Jahres

für das Folgejahr.

Foto Titelseite:

Zitronenfalter Männchen

(Foto: Otto Unruh)

Liebe Leser*innen oder

liebe LeserInnen oder

liebe Leser_innen oder

liebe Leser:innen oder

liebe Lesende,

da verweigert mir glatt der Drucker die Tinte und kündigt

mir die Freundinnenschaft!

Also wie gehabt:

Liebe Leserinnen und liebe Leser!

Beim Versuch, jeder / jedem gerecht zu werden, bleibt unsere schöne deutsche Sprache auf

der Strecke! Ich werde weiterhin so schreiben (und sprechen!), wie ich es einst gelernt habe

und nicht krampfhaft gendern, nur um modern und geschlechtsgerecht zu wirken. Wer denkt

sich sowas aus? Und wer verlangt, sich daran zu beteiligen?

Es mag sicher andere Meinungen geben, und ich bin sehr daran interessiert, diese zu erfahren

- aber für mich ist das nichts!

Basta!

Auch in dieser Ausgabe geht es natürlich um das Wandern, insbesondere um gemeinsame

Unternehmungen mit Kindern. Diese und Jugendliche für unsere Sache zu gewinnen, ist eine

mühevolle Aufgabe. Das ist kein Sprint, sondern ein langer, langer Marathon. Erfolge stellen

sich – wenn überhaupt – nur sehr langsam ein.

Gute Kondition und noch bessere Ideen sind erforderlich, aber es lohnt sich!

Sie haben es sicher bemerkt, dass dieses Grußwort ohne eine einzige Bemerkung zu dem

miesen, fiesen Virus auskommt – und das soll auch so bleiben!

Also, liebe Leserinnen und Leser von DER HARZ, bereiten Sie sich langsam auf den kommenden

Herbst vor, schnüren Sie Ihre Wanderschuhe und erkunden Sie unser schönes Mittelgebirge.

Es gibt viel zu entdecken!

Glück Auf

Christoph Steingaß

INHALT

Harzklub Wildemann Kinder/Jugendgruppe „Wanja“ 4

Die neue Naturschutzhütte wird eingeweiht 5

Der zertifizierte Qualitätswanderweg des ganzen Südharzes 6

Neuer MDR Wanderweg in Neustadt/Harz eröffnet 8

Naturpark Harz stellt sich Qualitäts-Check 10

Naturerlebnispfad Meisdorf 10

Neuer NATURA Tipp 11

Ab sofort Einsatz eines Schienencabrios auf der Selketalbahn 12

AOK Sachsen-Anhalt 13

Interaktives Hörspiel mit Ausrichtung auf Kinder im Harz verfügbar 14

Neue Artenvielfalt im Wald 15

Wandern - beliebt bei Jung und Alt 16

31 Jahre Deutsche Einheit 17

Geführte Wanderungen im September und Oktober 2021 18

Columbia - 30 Prozent Rabatt 19

„Buchen-Baum-Wolle“ -– der Stoff, aus dem die neuen Kleider sind 20

09 | 2021

3


HARZKLUB

Harzklub Wildemann Kinder/Jugendgruppe „Wanja“

Die Suche nach dem silbernen Eimer

Die diesjährige Jugend/Kinderaktion

vom Harzklub-Zweigverein Wildemann

während der Sommerferien stand ganz

unter dem Motto der kleinen Lisa Luna.

Auf die Fährte der kleinen Lisa Luna aus

Braunschweig, die 1926 in Wildemann zusammen

mit ihren Eltern die Sommerfrische

verbrachte, begaben sich 15 Kinder

und auch zahlreiche Erwachsene.

Alle kamen dabei auf ihre Kosten, ausgestattet

mit einer Karte, der Geschichte

der Lisa Luna, dem Fragebogen und einer

Taschenlampe ging es an der Feuerwehr

in Wildemann los. Ganz so fiktiv war der

Startpunkt allerdings nicht, denn die heutige

Feuerwehr ist oder war der Bahnhof

von Wildemann. Und die kleine Lisa kam

damals natürlich mit dem Zug aus Goslar

nach Wildemann. Hier stieg sie aus, und

so führte die Schnitzeljagd einmal ganz

durch Wildemann, an verschiedenen historischen

Stätten vorbei, aber auch zum

Konsum, dem Lebensmittelgeschäft von

Wildemann. Mehrere Hinweise und Verstecke

mussten gesucht und auf dem Fragebogen

beantwortet werden. Am Ziel der

Suche durften die Schnitzelsucher endlich

ihre Taschenlampen auspacken. Wer alle

Fragen richtig beantwortet hatte, konnte

den Wildemann-Tunnel betreten. Aber

zum Schrecken aller tauchte am Ende des

Tunnels erst noch rauchend, schnaufend,

fauchend ein schwarzes Gespenst aus dem

dunklen Nebel auf…… Alle hatten große

Angst oder auch nicht, da schnell erkannt

wurde, dass es sich bei dem Gespenst nicht

um eine alte Dampflok, sondern nur um

sogenannte „Katzenaugen“ gehandelt hat.

Und so war es ganz nett und schön, dass es

vom Harzklub Wildemann vor dem Tunnel

ein kleines Picknick gab. Alle konnten sich

nun stärken und anschließend den silbernen

Eimer suchen. Als Andenken gab es

noch je Teilnehmer einen Brocken Pyrit,

besser bekannt als Katzengold.

Text: Inge Hus Stellvertretende Jugendwartin

Fotos: Daria Brabanski

4

09 | 2021


HARZ AKTUELL

Harzklub Bad Harzburg

Die neue Naturschutzhütte wird eingeweiht

Der Harzklub Bad Harzburg konnte

endlich seine neue Naturschutzhütte

am Stadtrand von Bad Harzburg unterhalb

des Butterberges einweihen.

Ein freudiges Ereignis mit langer Vorgeschichte,

die damit begann, dass die

ehemalige Waldschule „Sonnenstübchen“

am Marienteich aufgegeben werden

musste. Das lag vor allem daran, dass der

Kampf gegen die Waldameisen, die der

Harzklub zunächst in der Nähe angesiedelt

hatte, verloren wurde. Die Ameisen

wurden immer stärker und haben sich ihr

Terrain Stück für Stück zurückerobert. Immerhin

auch ein Zeichen für intakte Natur

- und dafür steht ja der Harzklub.

Doch in diesem Fall führte die Stärke der

Natur dazu, dass der Harzklub Bad Harzburg

plötzlich ohne Hütte da stand – noch

dazu ohne Grundstück und damit ohne

Möglichkeit, etwas Neues zu bauen.

Ein glücklicher Zufall– in Form einer großzügigen

Spende eines Mitgliederehepaares

– verschaffte dem Harzklub Bad

Harzburg dann unverhofft die Gelegenheit,

die Idee einer neuen Hütte in die Tat

umzusetzen. Und auch ein Grundstück in

Stadtnähe stand Dank der Unterstützung

der Stadt Bad Harzburg zur Verfügung.

Baubeginn der neuen Hütte war im August

2020. Zunächst wurde das Grundstück

hergerichtet, damit die Grundplatte

gebaut werden konnte. Hierbei unterstützte

eine Gartenbaufirma, die dann

auch die Außenanlage anlegte. Ein langer

Winter, Lieferschwierigkeiten und zahlreiche

Behördengänge verzögerten den Aufbau

der Hütte bis in den März 2021 hinein.

Errichtet wurde sie schließlich durch die

Fa. Wolff Bad Lauterberg. Anschließend

musste die Hütte gestrichen und die Außenanlage

hergerichtet werden, Möbel

mussten her und viele Kleinigkeiten besorgt

werden. Das alles zog sich hin, doch

am 23. Juli 2021 war es endlich soweit: Die

Naturschutzhütte konnte bei herrlichem

Wetter eingeweiht werden. Im Beisein unserer

Sponsoren, Vereinsmitglieder, der

Stadt Bad Harzburg, von Vertretern des

NABU, des Harzklub Hauptvereins (Christoph

Steingass, Annett Drache und Klaus

Foto: privat

Wippermann), des Kindergartens Westerode

und vielen tatkräftigen Unterstützern

des Harzklub Bad Harzburg wurde

die Hütte ihrer Bestimmung übergeben.

Sie ist nun Vereinshütte, Einkehrort für

unsere Wandergruppen, Waldschule für

die Kindergärten und Schulen und Heimat

für den Naturschutz - für jedermann!

Im Bereich der Hütte ist eine Benjeshecke

entstanden, Vogelhäuser, Insektenhotel,

Wildblumenwiese usw. folgen. Der Harzklub

Bad Harzburg freut sich auf weitere

Aktivitäten an und in der Hütte.

Möge sie uns weiterhin viel Spaß bereiten

und von allen Unbilden verschont bleiben

Alfred Heineke 1. Vorsitzender

Harzklub

Leserbrief

Unser Leser Ralf Hauschild, Mitarbeiter

des Nieders. Forstamtes Seesen,

hat uns das Folgende mitgeteilt:

„Hallo Redaktion, hab heute deine Harzklub-Zeitung

überflogen und fand den

Aufruf, Verse aus Schutzhütten einzusenden.

Ich hab zwar kein Foto und die Schutzhütte

gibt es auch leider nicht mehr, aber

den Spruch habe ich mir gemerkt…. Der

Vers hing an der damaligen Sackauhütte

im heutigen Revier Stauffenburg, seinerzeit

Försterei Gittelde im Forstamt

Stauffenburg. Der Vater vom damaligen

Revierleiter Gerrit Zimmermann, Kurt

Zimmermann, früher selbst Revierförster

in Schlesien, hatte ihn mit dem Lötkolben

in ein Brett gebrannt und sich damit in

der Sackauhütte verewigt!“

Schnitz‘ nie in Baumesrinde

Herz, Pfeil und Namen ein,

die Rinde heil zu finden,

wird Förstern lieber sein!

Auch ist es völlig schnuppe,

ob da zu lesen ist,

dass du mit deiner Puppe

mal da gewesen bist!

09 | 2021 5


HARZ AKTUELL

Der zertifizierte Qualitätswanderweg des ganzen Südharzes

Karstwanderweg Südharz

Am Südharz, reich an natürlichen Gipsgesteinen,

ist im Laufe von Jahrzehntausenden

eine Landschaft voller Höhlen, 20.000

Erdfälle, Bachschwinden, Karstquellen,

weißer Felsen und einer beachtlichen

Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt entstanden:

Die Gipskarstlandschaft Südharz,

vom Devonkarst des Ibergs bei Bad

Grund bis zu den Kupferschieferpingen

bei Sangerhausen-Wettelrode.

Diese gut 100 km Luftlinie umfassen zwei

„Hotspots der biologischen Vielfalt“, das

sind Regionen in Deutschland mit einer

besonders hohen Dichte und Vielfalt charakteristischer

Arten, Populationen und

Lebensräumen: „Hotspot Gipskarst - Artenvielfalt

erhalten und erleben“ in Thüringen

und „Naturschatz Gipskarstlandschaft Südharz

- Weidelandverbund & Natur erleben“

in Niedersachsen. In beide Projekte ist der

Karstwanderweg Südharz eingebunden.

Der Karstwanderweg, 1982-1995 in den Kreisen

Osterode, Nordhausen und Sangerhausen

und damit in den drei Bundesländern

Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-

Anhalt eingerichtet, ist ein landschaftsbezogener,

touristischer Wanderweg und interdisziplinärer

thematischer Lehrpfad mit

inzwischen 265 km Länge. Der Weg verläuft

auf vorhandenen land- und forstwirtschaft-

lichen und Wanderwegen bzw. –pfaden mit

200 Erläuterungstafeln. Im Altkreis Osterode

am Harz verlaufen geologisch bedingt zwei

parallele Wege mit zusammen 154 km. In

den vergangenen 12 Jahren ist der Weg mit

ca. 1.200 Wegschildern und 5.000 Wegmarken

neu beschildert worden: kein Wanderer

soll verlorengehen!

Dies ist das Geheimnis des Karstwanderweges:

der stete Wechsel zwischen Nahbeobachtungen

im lichten Laubwald und

den herrlichen Weitblicken in der Südharzer

Offenlandschaft, Streckenabschnitte

in Tallagen und auf den Anhöhen, längere

Distanzen zum kräftigen Ausschreiten und

Haltepunkte zum Betrachten oder Erleben

der Karsterscheinungen und kulturellen

Highlights des Südharzes.

Der Weg hat 2011 das begehrte Gütesiegel

des Deutschen Wanderverbands „Wanderbares

Deutschland“ erhalten; er wurde 2014,

2017 und 2020 erfolgreich rezertifiziert. Wie

die Vertreter des Deutschen Wanderverbandes

bei einer Verleihung betonten: der Karstwanderweg

ist der einzige Qualitätswanderweg

mit einem eigenen Lied, dem Karst-Rap,

anzuhören unter www.karstwanderweg.

de/karst-rap.htm. Als Qualitätswanderweg

unterliegt der Karstwanderweg mit seiner

lückenlosen Beschilderung einer eigenen

streng organisierten jährlich zweimaligen

Unterhaltung. Die geologisch und biologisch

reichhaltige länderübergreifende Karstlandschaft

des Südharzes ist im Gegensatz zu

vielen Karstgebieten der Erde geprägt von

Waldvegetation. Dieser grüne Karst der Hotspot-Region

Südharz beherbergt durch die

Eigenschaften der Gipsverwitterung zahlreiche

seltene Pflanzen: die Lebensräume

sind vielfältig und reichen von sonnigen

Steilkanten über trockenheiße Felskuppen

bis hin zu kühlfeuchten Gipsfelswänden und

Schotterfluren. Die Klippen, Gipsbuckel und

Abrissspalten sind mit einer artenreichen

Flora besiedelt, zum Beispiel Orchideen

oder Enziane. Besonders im Frühjahr erwacht

eine Blütenpracht, die einzigartig

in Fülle und Reichtum ist. Flächendeckend

strömt der Bärlauch im Frühjahr sein Aroma

aus.

Von der ebenso reichen Tierwelt finden besonders

Höhlenbrüter viele Plätze, um ihre

Jungen großzuziehen, denn die schwer zu

bewirtschaftenden Karstwälder sind reich

an Totholz. Auch Amphibien wie der Feuersalamander

leben im feuchten Waldboden;

Sümpfe oder Erdfallseen sind bevorzugte

Laichstätten für Erd- und Kreuzkröten. Fledermäuse,

für die die zahlreichen Karsthöhlen

ideale Quartiere bieten, oder auch Uhu,

Schwarzstorch, Siebenschläfer, Haselmaus,

die Wildkatze und insbesondere der Dachs

6 09 | 2021


HARZ AKTUELL

sind typische Bewohner der Südharzer

Karstlandschaft. Im Jahre 2020 hat daher

der Förderverein Deutsches Gipsmuseum

und Karstwanderweg e.V. den Dachs zum

Maskottchen des Karstwanderwegs erhoben.

Aus dem „Frechdachs“ wurde 2021 ein

mit viel Phantasie erfüllter Wettbewerb für

5.-7. Schulklassen.

Der Karstwanderweg Südharz erschließt

gezielt diese außergewöhnliche Naturlandschaft

mit ihrem stetigen Wechsel zwischen

Wald und Offenland und zahlreichen kulturelle

Highlights auf unnachahmliche Weise

für Wanderer und Naturliebhaber. Dass der

Karstwanderweg im dichten Wegenetz des

Harzes heraussticht, unterstreicht seine

Auszeichnung als Qualitätsweg Wanderbares

Deutschland. Der Karstwanderweg

ist einer der längsten und vielgestaltigsten

thematischen Wanderwege in Deutschland!

Es sind Rundwanderungen auf gegenüberliegenden

Abschnitten der beiden parallelen

Wege möglich.

Der Karstwanderweg wird mit zugehöriger

Wanderkarte in 1:33.000 (3. Auflage 2021)

als ca. einwöchiger Streckenwanderweg

genutzt, mehr aber noch für halb- oder

ganztägige Rundwanderungen mit Einkehr.

Dazu lädt eine Broschüre mit 25 solcher

Rundweg-Empfehlungen ein. Alle Teile des

Weges sind als gpx-Track für outdoor-Geräte

auf www.karstwanderweg.de erhältlich.

Der Weg berührt 10 Bahnhöfe und noch

mehr Bushaltestellen und ermöglicht damit

Rundwanderungen oder entsprechende

Radtouren. Eisdielen, Schwimmbäder, Gasthöfe

und Hotels liegen ebenso am Weg wie

Schauhöhlen, Schlösser, Burgen und Ruinen

mit Bewirtschaftung, Campingplätze oder

Jugendherbergen.

Die kompetent geführten Sonntagswanderungen

auf attraktiven Abschnitten des

Weges erfreuen sich großer Beliebtheit. Vom

Februar bis November führen Fachleute der

Region in bis zu 50 Nachmittagstouren Gäste

in die Geheimnisse und zu den landschaftlichen

und naturkundlichen Schönheiten

des ganzen Südharzes in den Landkreisen

Osterode, Nordhausen, Mansfeld-Südharz

und Kyffhäuserkreis. Veranstalter ist die

Arbeitsgemeinschaft Karstwanderweg. In

2020 und der ersten Hälfte 2021 mussten

viele Touren pandemiebedingt ausfallen.

Jetzt geht es aber wieder los! Alle Termin

unter www.karstwanderweg.de/gef_wand.

htm und in der regionalen Presse.

Auch wenn Idee und Ursprung des Karstwanderweges

im geowissenschaftlichen

Bereich lagen; die Internetpräsentation

www.karstwanderweg.de mit z.Z. mehr

als 2.700 Seiten ist ein interdisziplinäres

Angebot, das für jeden an Natur, Kultur und

Geschichte Interessierten Informationen

bietet, inzwischen sogar Kochrezepte Südharzer

Spezialitäten sowie für die Forschung

ein umfangreiches Literaturverzeichnis mit

2.100 Zitaten, davon gut 750 online.

Zu ausgewählten Gebieten erscheinen

Broschüren, so zum Hainholz, Lichtenstein,

Iberg, zum Rundweg Scharzfeld und demnächst

zum Kranich- und Sachsenstein.

Seit längerem sind die Kirchen und Burgen

am Karstwanderweg aufgenommen: als Ort

des Gottesdienstes, der Kunst- und Territorialgeschichte

und als Zeugnis der Verwendung

der Gesteine der Karstlandschaft als

Baustoffe. Seit wenigen Jahren sind auch

die Schulen Partner am Karstwanderweg.

Unter dem vor zehn Jahren gestarteten Projekt

„Bildungsperlen“ werden Schülerinnen

und Schüler mit der regionalen Natur und

Geschichte vertraut gemacht.

Neu: noch in 2021 soll eine Sonderstrecke

mit 25 Stempelstellen der Harzer Wandernadel

entlang des Karstwanderwegs samt

Begleitheft entstehen.

»Förderverein Deutsches

Gipsmuseum und Karstwanderweg e.V.,

Düna 9a, 37520 Osterode am Harz,

eMail:

wanderungen@karstwanderweg.de

Foto A.Drache

Foto A.Drache

09 | 2021

7


HARZ WANDERN

Harzklub-Zweigverein Neustadt/Osterode informiert:

Neuer MDR Wanderweg in Neustadt/Harz

am 2. Juli 2021 eröffnet

Seit 1994 lädt der MDR Thüringen jährlich

zum Osterspaziergang ein.

Im Jahr 2005 war Neustadt/Harz der

Ausrichter dieser Veranstaltung mit drei

ausgewiesenen Wanderrouten. Bei der

umfangreichen Vorbereitung und Durchführung

war der Harzklub-Zweigverein

Neustadt/Osterode maßgeblich beteiligt.

Mit dem nunmehr neu veröffentlichten

Wanderführer wurden die schönsten 20

Wanderwege, welche kreuz und quer durch

Thüringen führen, zusammengestellt.

Mit der Veröffentlichung wurde zum gemeinsamen

Wandern, auf den auserwählten

Routen, mit MDR Thüringen geladen.

Auch der thüringische Südharz ist mit dem

heilklimatischen Luftkurort Neustadt mit

dabei und hat das gemeinsam mit dem

Harzklub-Zweigverein Neustadt/Osterode

und zahlreichen Wanderern aus Nah und

Fern am 2.7.2021 passend begangen.

Die Wanderung wurde ab 10.00 Uhr, nach

dem Banddurchschnitt durch Ortschaftsbürgermeister

Dirk Erfurt und der Vorsitzenden

des Harzklub-Zweigvereins

Neustadt/Osterode Christel Meyer, vom

Wanderführer des Harzklub-Zweigvereins

Harry Appenrodt in guter Qualität geführt.

Die 10,8 km Strecke „Rund um den Südhar-

zer Vaterstein“ wurde bis 14.00 Uhr erfolgreich

bewandert. (Streckenführung siehe

Wegbeschreibung)

Abschluss bildete ein gemütlicher und gemeinsamer

Imbiss auf dem vereinseigenen

Grillplatz Zapfkuhle.

Der Harzklub-Zweigverein Neustadt/Osterode

lädt andere Wanderfreunde und

Wanderfreundinnen recht herzlich nach

Neustadt/Harz ein.

Kontakt: Christel Meyer Tel. 036331 31738

Peter Sieckel

Mitglied im Harzklub-Zweigverein Neustadt/

Osterode und stellv. Präsident des Harzklub e.V.

Begrüssung vom MDR

Auf geht´s zur Wanderung

Banddurchschnitt zur Eröffnung Wanderweg

Gondelteich

Wanderführer H. Appenrodt

Rast auf der Burgruine Hohnstein

8

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HARZ WANDERN

Talsperre Neustadt

Stempelkarte des MDR

Streckenbeschreibung Rund um

den Südharzer Vaterstein

Wir beginnen unsere Tour an der Tourist-

Information (S). Von dort biegen wir in die

Torstraße ab und kommen durch das „Alte

Tor“ mit dem Heimatmuseum. Vorbei am

Wiegehäuschen mit der Lügenbank (früher

hat man sich hier so allerlei wahre und unwahre

Geschichten erzählt) geht es weiter

bis zur Steinstraße.

Hier biegen wir rechts ab und laufen in Richtung

St. Georg Kirche. Wir kommen an der

Rolandsfigur (1) vor dem Ratskeller vorbei.

Hier biegen wir links in die Burgstraße ab.

Entlang an vielen hübschen

Fachwerkhäusern

geht es immer geradeaus.

Am Hardtbach (der

in der Literatur auch als

Kappelbach auftaucht)

gibt es an einer Wassertretstelle

die Möglichkeit

zum Kneippen.

Wir kommen vorbei am

Kurpark mit dem Neuem

Schloss. Gleich daneben

befindet sich die Naturparkverwaltung

mit

einer großen Erlebnisausstellung,

die Mensch

und Natur im Focus hat

und für die ganze Familie

geeignet ist. Nun

sehen wir vor uns den

Gondelteich (2). Wir halten

uns rechts und laufen

um ihn fast herum.

Hinter dem Schaumeiler

biegen wir rechts in den

Waldstreifen und laufen

bis zum Campingplatz.

An dessen Ende biegen

wir rechts in den Weg

„An der Burg“. Der Weg

macht nach 200 m eine

Rechtsbiegung und geht

links am Bad vorbei.

Ab jetzt wandern wir

bergauf. Wenn der Weg

breiter wird, haben wir den sogenannten

Kaiserweg (der wurde extra schön hergerichtet

für Wilhelm II., der dann doch nicht

gekommen ist …) erreicht. Nach ca. 300

m lohnt sich ein Abstecher zum Mammutbaum

(3). Wieder zurück auf dem Kaiserweg

geht es noch einmal 400 m bergauf. Am

Ende des Aufstieges treffen wir auf den Abzweig

zur Burg Hohnstein (4). Für die Anlage

sollte man etwas Zeit einplanen. Zurück

an der Wegkreuzung laufen wir geradeaus.

Vorbei an der Frauenruhewiese und dem

Vaterstein geht es ca. zwei Kilometer auf

dem Pilgerweg „Via Romea“ geradeaus bis

zur „Alten Poststraße“. In diese biegen wir

Austragungsort Neustadt/Harz 2005

Bezeichnung

Die Strecke

Streckenlänge

Dauer

Rund um den Südharzer Vaterstein

Dort wo der Harz am südlichsten ist, trifft Kurwesen auf Ritter und Kohle.

Beim Wandern vorbei an der Burgruine Hohnstein, der Neustädter Talsperre

und dem „Felsentor“ erfährt man viel über den Steinkohleabbau aus dem 18.

und 19. Jahrhundert. Auf wunderschönen Rastplätzen und bei herrlichen

Ausblicken lässt sich außerdem die gute Kur-Luft bestens genießen.

10,8 km

Schwierigkeitsgrad o o o + +

Ausgangspunkt/Ziel

*

Parken*

Anreise ÖVM*

Beschaffenheit

Stempelstelle*

Gastronomie*

3 bis 3 ½ Stunden

Tourist-Information, Stolberger Str. 3, 99762 Harztor, OT Neustadt/Harz

Zentraler Wanderparkplatz, Rüdigsdorfer Weg, 99762 Harztor, OT

Neustadt/Harz, nur wenige Schritte zur Touristinformation

Bus: Bushaltestelle „Neustadt Wendeplatz“ in Sichtweite zur

Touristinformation

Wald- und Schotterwege, wenig Asphalt

Burgruine Hohnstein;

Tourist-Information, Stolberger Str. 3, 99762 Harztor, OT Neustadt/Harz

im Ort und auf der Strecke vorhanden (an mehreren schönen Plätzen

empfiehlt sich ein Picknick mit Rucksackverpflegung)

Streckenpunkte Tourist-Information – Altes Tor – Roland – Kneippanlage im Hardtbach –

Neues Schloss – Neustädter Gondelteich – Waldbad – Kaiserweg -

(Mammutbaum) - Burgruine Hohnstein – Neustädter Talsperre – Felsentor –

Grillplatz Zapfkuhle – Lönspark – Tourist-Information

Der Ort

Der Luft- und Heilklimatische Kurort Neustadt befindet sich nordöstlich von

Nordhausen im Südharz. Bedeutendste „Persönlichkeit“ ist zweifelsfrei der

Roland. Seine Statue wurde im späten Mittelalter zum Zeichen der

Gerichtsbarkeit aufgestellt. Dass Fremdenverkehr und Kurwesen sich im 19.

Jahrhundert so gut entwickeln konnten, lag an der gesunden Luft und

Hermann Kronberg, der für gute Ernährung und Bewegung sorgte und das

erste Sanatorium mit Naturheilverfahren betrieb.

nach links, verlassen sie aber nach ca. 200

Metern, um halbrechts auf einem schmalen

Waldweg weiter zu wandern. Dieser führt

uns bis zur Talsperre Neustadt/Harz (5).

Hier an der ältesten Staumauer Thüringens

gibt es Sitzbänke, die zu einer Pause

einladen. Wir folgen dann dem Weg bergab

in Richtung Krebsbachtal. Im Tal bleiben

wir immer am rechten Bachufer.

Nach rund 6,5 km unserer gesamten Tour

verlassen wir auf dem Weg das Krebsbachtal

und kommen wieder zur „Alten Poststraße“.

Dieser folgen wir rund 200 m bevor

wir rechts abbiegen. Immer leicht bergab

vorbei an alten Steinkohle-Abbau-Stellen

und der markanten Porphyrit-Formation

„Das

Felsentor“ (6) erreichen

wir nach einer großen

Wiese die Bungalowsiedlung

„Lausekuppe“.

Auf der anderen Seite

der Waldstraße kommen

wir zum Grillplatz

„Zapfkuhle“ (7), der für

eine letzte Rast genutzt

werden kann. Auf der

anderen Bachseite geht

in Richtung Lönspark

(8). Hier kommen wir

vorbei am Herman-

Löns-Denkmal und der

kleinen Liebesinsel im

Parkteich.

Durch den Park geht es

in Richtung Neustadt.

Ein kurzes Stück folgen

wir der Harzstraße

und überqueren die

Badestraße. Auf einem

kleinen Weg geht es

zwischen zwei Häusern

hindurch entlang

einer Wiese weiter zur

Stolberger Straße. Hier

biegen wir noch einmal

nach rechts ab und erreichen

den Ausgangspunkt.

09 | 2021 9


REGIONALVERBAND HARZ

Qualitätsoffensive Naturparke

Naturpark Harz stellt sich

Qualitäts-Check

Besonderer Besuch war kürzlich im

Naturpark Harz unterwegs: Julian

Bruhn ist „Qualitäts-Scout“ vom

Verband Deutscher Naturparke e. V.

(VDN). Im Rahmen der verbandsinternen

Qualitätsoffensive prüft er, ob

der Naturpark Harz die Auszeichnung

„Qualitäts-Naturpark“ behalten kann.

Träger des Naturparks Harz ist der in

Quedlinburg ansässige Regionalverband

Harz.

Am ersten Exkursionstag besichtigte

Julian Bruhn die Natur- und Geoparkstele

in Badeborn, die Tourist-Information in

Harzgerode, den Lutherweg bei Hayn und

Neue Informationstafel zu gefiederten Gästen

auf dem Kranicher Teich (Foto: Dorff/RVH)

Luise Dorff und Julian Bruhn am Robinson-

Spielplatz (Foto: George/RVH)

den Waldhofmännchenweg in Silberhütte.

Am folgenden Tag lernte er den Naturerlebnispfad

Clausthal-Zellerfeld und den

Robinsonspielplatz in Clausthal-Zellerfeld

kennen. Weitere Stationen waren die Wandergebiete

Hahnenklee-Bockswiese und

Granetalsperre.

In Hahnenklee-Bockswiese wurden der

Qualitätsprüfer und Dr. Klaus George, Luise

Dorff und Isabel Reuter vom Regionalverband

Harz von Ortsbürgermeister Heinrich

Wilgenbus und Hildegard Steffens, Vorsitzende

des Harzklub-Zweigvereins begrüßt.

Insgesamt 13 neue Informationstafeln rund

um den Ort sind in den letzten Monaten

ausgetauscht worden. „Unsere Tafeln können

sich nun wieder sehen lassen“, freute

sich Hildegard Steffens. Ortsbürgermeister

Heinrich Wilgenbus dankte dem Regionalverband

Harz für sein Engagement für den

Ort. Julian Bruhn bestätigte, dass die neuen

Tafeln dazu anregen, die Gegend um

Hahnenklee-Bockswiese zu erkunden. Als

gebürtiger Hamburger erinnerte er sich,

dass er einige Winterurlaube hier verbachte.

Erfreut bemerkte er, dass der Ort nach wie

vor bei Gästen sehr beliebt ist.

Auch 2016 hatte der Naturpark Harz an

der Qualitätsoffensive teilgenommen und

war schließlich als „Qualitäts-Naturpark“

ausgezeichnet worden. Nach fünf Jahren

muss er – so sehen es die Regeln vor – einen

erneuten Qualitäts-Check durchlaufen.

In der Vorbereitung wurde ein 119 Seiten

umfassender Kriterienkatalog ausgefüllt.

Es waren mehr als 100 Fragen zur Arbeit

des Naturparks zu beantwortet, u. a. betreffend

den Themenfeldern „Naturschutz

und Landschaftspflege“, „Erholung und

nachhaltiger Tourismus“ sowie „Bildung

und Kommunikation“. Derzeit tragen 75 der

104 Naturparke in Deutschland das Siegel

„Qualitäts-Naturpark“.

Luise Dorff & Isabel Reuter

Wandergebiet Selketal

Naturerlebnispfad Meisdorf

Nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen

ist der neue

Naturerlebnispfad zwischen Meisdorf

und Selkemühle der Öffentlichkeit

übergeben worden. An insgesamt 36

Stationen erfahren Spaziergänger,

Wanderer oder Radfahrer nun mehr

zur Regionalgeschichte und der Natur

im wunderschönen Selketal.

Insbesondere auf junges Publikum wartet

an nahezu jeder Station ein Abenteuer der

Naturpark-Maskottchen Josephine Auerberg

und Konrad Kauz. Als große Holzfiguren

markieren beide das Eingangsportal

zum Wandergebiet Selketal unweit der

Annenbrücke Meisdorf. Dort versammelten

sich auch die zur Präsentation geladenen

Gäste, um gemeinsam den ersten

Abschnitt zu wandern. Am Gasthof „Zum

Falken“ erwartete sie ein Imbiss. Unterwegs

informierten Projektbeteiligte, darunter

Mitglieder Meisdorfer Vereine oder des Anglervereins

Aschersleben, zu Themen wie

Pflanzenwelt, Jagd oder Fischerei. Geladen

waren auch Waldeigentümer und Landwirte,

Hoteliers und Gastronomen sowie

Vertreter des Harzklubs. „Das Selketal wird

sehr gut von Wanderern und Radfahrern genutzt.

Wir sind stolz, ihnen jetzt wieder ein

tolles Naturerlebnisangebot zu machen“,

schwärmte Meisdorfs Ortsbürgermeister

Ralf Bianga. Er war es auch, der die Erneuerung

des Naturerlebnispfades angeregt

hatte und die Kooperation mit dem Regionalverband

Harz als Träger des Naturund

UNESCO-Geoparks anbahnte. „Für uns

ist es eine Win-Win-Situation. Schließlich

verfolgen wir unter anderem das Ziel, den

Naturpark sichtbarer zu machen. Das ist

hier in Gemeinschaft mit Bürgerinnen und

Bürgern aus Meisdorf in hervorragender

Weise gelungen“, so Dr. Klaus George, Geschäftsstellenleiter

des Regionalverbandes

Harz. Die neuen Informationstafeln orientieren

sich an thematischen Vorgaben des

in die Jahre gekommenen ersten Naturerlebnispfades.

Der allerdings reichte nicht

10 09 | 2021


REGIONALVERBAND HARZ

Ortsbürgermeister Ralf Bianga, Bürgermeister

Klaus Wycisk sowie Annelies Stolle und

Dr. Klaus George vom Regionalverband Harz

(Foto: Reuter/RVH)

Eröffnungsgäste unterwegs

(Foto: George/RVH)

bis zur Gemarkungsgrenze kurz unterhalb

der Selkemühle. Auf dem Weg dorthin gibt

es nun auch neue Naturerlebnisstationen

wie z. B. ein Tierspurenmemory und neue

Sitzgelegenheiten. Wem die Bewegung der

Beinmuskulatur allein nicht reicht, versucht

sich an einem der zehn Sportgeräte des

integrierten Fitnesspfades. Der Beitrag

der Meisdorfer umfasste die Aufarbeitung

vorhandener Aufsteller für Informationstafeln

sowie die Aufarbeitung von Sportgeräten

und Geländern, das Aufräumen und

Freischneiden von Wegen und Freiflächen

sowie die Instandsetzung bzw. Ergänzung

von Bänken und Sitzgruppen. Kosten für

eigenes Personal nicht eingerechnet, investierte

der Regionalverband Harz gut 50.000

Euro in die Erneuerung des Naturerlebnispfades

und nutzt dafür eine Förderung des

Landes Sachsen-Anhalt zur Umsetzung der

Letzte Station ist die Informationstafel an der

Gemarkungsgrenze zu Ballenstedt.

(Foto: Dr. Klaus George)

Pflege- und Entwicklungskonzeption des

Naturparks „Harz/Sachsen-Anhalt“.

Weitere Informationen sowie alle Informationstafeln

sind online unter www.harzregion.de

abrufbar. Annelies Stolle

Die Öffentlichkeitsarbeit des

Regionalverbands Harz wird gefördert

aus Mitteln des Ministeriums für

Umwelt, Landwirtschaft und Energie

des Landes Sachsen-Anhalt.

Steinberg bei Scharzfeld

Neuer NATURA Tipp

Die neueste Broschüre des Regionalverbandes

Harz ist der NATURA Tipp

21 – Steinberg bei Scharzfeld. Vorgestellt

wurde sie kürzlich im Beisein

von Bürgermeister Lutz Peters, der

direkt an der Steinkirche auch eine

neue Informationstafel enthüllte. Im

Anschluss führte der Geologe Firouz

Vladi fachkundig entlang der empfohlenen

Wanderroute des NATURA Tipps

21 um den Steinberg.

Präsentation des neuen NATURA Tipps 21 an

der Steinkirche (Foto: George/RVH)

Neben der Wanderempfehlung enthält

die neue Broschüre auch Tier- und Pflanzenporträts.

Auf die Besonderheiten aus

der Pflanzenwelt wie die Braunrote Stendelwurz

wies während der Wanderung

Wolfgang Beuershausen vom Arbeitskreis

Heimische Orchideen Niedersachsen hin.

Die auf der Titelseite der Broschüre abgebildete

Goldammer war während der Tour

mit ihrem unverkennbaren Gesang nicht zu

überhören. Übersetzen lässt sich ihr „Ti-titi-ti-ti

– Tüüüüüh“ als Aufforderung „Hab

mich, hab mich – l i e b!“.

Die neue Informationstafel an der Steinkirche

geht auf den Geopunkt des UNESCO

Global Geoparks Harz ∙ Braunschweiger

Land ∙ Ostfalen ein. An Geopunkten öffnet

sich ein „Fenster in die Erdgeschichte“. An

der Steinkirche erhalten die BesucherInnen

einen Einblick in die Entstehungszeit der

prägenden Gesteine Gips und Dolomit vor

ca. 260 bis 252 Mio. Jahren. Auf den blanken

Felsen konnten sich Mauerraute und

Lebermoose ansiedeln.

Als Träger des Natur- und UNESCO-Geoparks

möchte der Regionalverband Harz

die Natura 2000-Gebiete in der Harzregion

bekannter machen. „Landschaft lesen lernen“

ist das Motto. Schließlich bestimmen

Geologie und Geländeformen wesentlich

mit, welche Pflanzenarten wo vorkommen.

Karstlandschaften und Höhlen stehen im

Fokus des „International Year of Caves and

Carst“, in dessen Rahmen die Veranstaltung

stattfand. Das Projekt wird gefördert von

der EU, dem Land Niedersachsen und den

Landkreisen Göttingen und Goslar.

Weitere Informationen sowie die Informationstafel

und der NATURA Tipp 21 sind

online abrufbar unter www.harzregion.de.

Emily Carrell

Titelbild des

NATURA Tipp 21

NATURA Tipp 21

Steinberg bei Scharzfeld

Gefördert durch:

09 | 2021

11


HARZER SCHMALSPURBAHNEN

Ab sofort Einsatz eines Schienencabrios auf der Selketalbahn

Neue Attraktion und Rückkehr

des „T1“ nach erfolgter Reparatur

Wernigerode – Seit einigen Tagen hält

die Harzer Schmalspurbahnen GmbH

(HSB) ein neues Angebot für die Fahrgäste

der Selketalbahn bereit. Bis

Oktober setzt das Bahnunternehmen

hier nun täglich ein Schienencabrio bei

den Dampfzugfahrten ein. Nach erfolgter

Untersuchung und Reparatur kehrte

auch der 88-jährige Triebwagen „T1“ in

den Einsatzbestand zurück.

Die 61 km lange Selketalbahn zwischen

der Welterbestadt Quedlinburg, Alexisbad,

Harzgerode, Stiege, Hasselfelde und Eisfelder

Talmühle gilt für viele als schönste

und romantischste Strecke im insgesamt

140,4 km umfassenden Gleisnetz der HSB.

Mit einem neu ins Fahrtenprogramm

genommenen Schienencabrio ist diese

Strecke bis Oktober nun noch intensiver

erlebbar. Das zweiachsige Fahrzeug, welches

bei der VIS Verkehrs Industrie Systeme

GmbH in Halberstadt aus dem ehemaligen

Fahrradtransportwagen umgebaut worden

ist, wird in allen fahrplanmäßigen Dampfzügen

auf der Selketalbahn eingesetzt. Die

Benutzung ist mit einem Zuschlag pro Fahrt

in Höhe von 1,00 Euro für Erwachsene und

0,50 Euro für Kinder möglich.

Von dem neuen Reiseerlebnis im Selketal

zeigten sich bei der Premierenfahrt Ende

Corona-gerechte Premierenfahrt: Die anwesenden Ehrengäste genossen am heutigen

Vormittag die erste Fahrt im neuen Schienencabrio, welches nun fahrplanmäßig auf der

Selketalbahn eingesetzt wird. (Foto: HSB/Dirk Bahnsen)

Juli auch Peter Gaffert, HSB-Aufsichtsratsvorsitzender

und Oberbürgermeister von

Wernigerode, sowie Quedlinburgs Oberbürgermeister

Frank Ruch beeindruckt. Sie waren

gemeinsam mit HSB-Geschäftsführer

Matthias Wagener und weiteren anwesenden

Ehrengästen beim ersten offiziellen

Einsatz des Fahrzeuges von Quedlinburg

bis Sternhaus Ramberg an Bord des neuen

Schienencabrios.

Die anschließende Rückfahrt traten die

Gäste dann mit einem weiteren besonderen

Schmuckstück im Fahrzeugpark der

HSB an, dem historischen Triebwagen „T1“.

Das bei Fahrgästen sehr beliebte Fahrzeug

steht nach erfolgter Untersuchung sowie

einer Reparatur mit Einbau des Kollisionswarnsystems

ab sofort wieder für Sondereinsätze

auf dem Streckennetz der Harzer

Schmalspurbahnen zur Verfügung. Bei dem

Veteranen handelt es sich um das letzte

noch existierende Triebfahrzeug der ehemaligen

Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn-

Gesellschaft (GHE). Diese hatte ab 1887 den

Betrieb auf der Selketalbahn aufgenommen

und den seinerzeit nagelneuen „T1“

aus Rationalisierungsgründen für nachfrageschwache

Verkehrszeiten im Jahre 1933

bei der Waggonfabrik Dessau beschafft.

Wieder im Einsatz: Nach erfolgter Untersuchung und Reparatur steht der 1933 gebaute „T1“

auch wieder für Sondereinsätze zur Verfügung. (Foto: HSB/Dirk Bahnsen)

»Informationen zu den Fahrzeiten

und Angeboten der HSB

sind in den Verkaufsstellen, im

Internet unter www.hsb-wr.de

sowie telefonisch unter

03943 / 558-0 erhältlich.

12 09 | 2021


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09 | 2021 13


HARZER TOURISMUSVERBAND

Lukes Harz Abenteuer sollen kleine Besucher begeistern

Interaktives Hörspiel mit

Ausrichtung auf Kinder im Harz verfügbar

Harzer Tourismusverband

Ein mysteriöser Schatten treibt im

Harz sein Unwesen und lässt wundersame

Dinge geschehen. Ab sofort

können kleine Entdecker im Rahmen

eines interaktiven Hörspiels den Schüler

Luke begleiten und die Geschichte

selbst mitgestalten. Drei verschiedene

Harzer Sagen, die jeweils etwa 10

Minuten Hörspaß garantieren, gibt es

dabei zu erkunden. Der Harzer Tourismusverband

e.V. (HTV) möchte mit

diesem Hörspiel gezielt die junge Zielgruppe

ansprechen und ihr den Harz

näherbringen.

Interessierte Kinder können mit Luke,

dem Meistererzähler-Schüler, auf Erkundungstour

durch den Harz gehen. Die

erste knifflige Aufgabe wartet in Quedlin-

burg, wo das Rätsel der Schäfertürme gelöst

werden muss. Im zweiten Abenteuer

soll auf Burg Falkenstein ein Diebstahl der

Krone des Schlangenkönigs verhindert

werden, während im dritten Teil in die

Welt der Hexen an Walpurgis eingetaucht

wird. Die Episoden sind über Amazon Alexa

und den Google Assistant per Sprachsteuerung

mitgestaltbar. Zusätzlich sind

die drei Folgen als Podcast bei Spotify,

Apple und ähnlichen Plattformen sowie

unter www.harzinfo.de/lukes-abenteuer

abrufbar. Dort kann die Geschichte interaktiv

mitgestaltet werden.

Familien mit Kindern sind eine wichtige

Gästegruppe für den Harz. Für sie hält die

Region zahlreiche spannende Angebote

bereit. Mit Blick darauf entwickelt der

Harzer Tourismusverband nun gezielte

Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen,

um den Kindern den Harz auf

spannende, moderne und kindgerechte

Art näher zu bringen. „Lukes Abenteuer

sind der Einstieg in eine neue, kindbezogene

Marketingstrategie, die wir aktuell

entwickeln. Wir sehen eine große Chance,

den Harz weiter erfolgreich als Ziel

für Familien mit Kindern zu etablieren.“

kündigt Carola Schmidt, HTV-Geschäftsführerin,

an.

Konzipiert wurden die Kurzgeschichten

von der Tourismus-Marketing-Agentur

Curiopia aus Bremen und produziert vom

Studio Regenbogen aus Goslar. Die Umsetzung

des Projekts wurde vom Land

Sachsen-Anhalt gefördert.

Mit Luke werden die Kinder durch das Hörspiel geführt. (Grafik: Curiopia)

14 09 | 2021


NATIONALPARK HARZ

Tote Bäume sind Lebensräume

Neue Artenvielfalt im Wald

Rund 20 bis 30 % aller Waldbewohner

sind direkt auf Totholz angewiesen. Viele

von ihnen sind in Deutschland gefährdet.

Sie profitieren von den durch Klimawandel

und Borkenkäfer abgestorbenen

Bäumen. Die stehenden und liegenden

Stämme bilden eine wichtige Grundlage

für eine artenreiche neue Waldwildnis.

Totholz ist eine wichtige Nahrungsquelle

und Lebensraum für viele Pilze, Insekten

und Mikroorganismen. Sie zersetzen das

Holz der toten Fichten nach und nach.

So machen sie die Nährstoffe für andere

Pflanzen verfügbar. Gegenspieler der Borkenkäfer

wie der Ameisenbuntkäfer und

viele weitere Insekten entwickeln sich im

Holz und unter der Rinde. Ein Viertel aller

in Deutschland lebenden Käferarten sind

auf Holz verschiedener Zerfallsstadien

angewiesen. Auch zahlreiche Wildbienen

nutzen Totholz für ihre Brut. Zwischen den

morschen Stämmen finden zahlreiche Amphibien,

Reptilien, Vögel und Säugetiere

wie Wildkatze oder Luchs Unterschlupf.

Die Mopsfledermaus hat ihre Wochenstuben

und Schlafquartiere bevorzugt unter

Junge Raufußkäuze im Totholz (Foto: Caren Pertl)

der abstehenden Borke noch stehender

Totholzbäume. Auf den Freiflächen geht sie

auf Jagd nach Mücken oder Nachtfaltern.

Lichtliebende Pflanzen bieten mit ihren

Blüten Schmetterlingen, Wildbienen und

vielen weiteren Tieren einen reich gedeckten

Tisch. Auch der Schwarzspecht gehört

schon heute zu den Gewinnern des Waldwandels.

Er hat im Totholz lebende Insekten

zum Fressen gern und zimmert seine

Höhlen in die Stämme. Diese Baumhöhlen

bieten in den darauffolgenden Jahren noch

vielen anderen Tieren einen willkommenen

Nistplatz oder dienen als Wohn- und Winterquartier,

zum Beispiel für Siebenschläfer

oder den Raufußkauz.

Nationalpark Harz (Grafik: Mandy Gebara)

09 | 2021

15


JUGEND

Wandern - beliebt bei Jung und Alt

Familienwanderungen oder action!

Es lässt sich nicht bestreiten: das

Wandern in Deutschlands Natur hat im

wahrsten Sinne des Wortes einen sehr

großen Zulauf erhalten. Ein Trend, der

im Harzklub mit viel Interesse verfolgt

wird, ist es doch satzungsmäßig erklärtes

Ziel des Vereins, das Wandern

in der freien Landschaft zu ermöglichen

und zu unterstützen.

Erwachsene Wanderer erleben wandern

meist so, dass sie an einem bestimmten

Punkt starten und ein mehr oder weniger

weit entferntes Ziel ansteuern. So ist nicht

der Weg das Ziel, sondern das Ziel erfordert

den Weg! Unterwegs keinerlei Abwechslung,

keine Aktivitäten oder highlights! Damit

können sie bei Kindern keinen Blumentopf

gewinnen und die Sprösslinge folgen

nur murrend oder am liebsten gar nicht!

„Langweilig!“, „Wann sind wir endlich da?“

oder „Mir tun die Füße weh!“ sind noch die

harmlosesten Äußerungen und die Kleinen

verlieren auf diese Weise zumindest

bis in das Erwachsenenalter hinein jede

Freude an dieser Art der Fortbewegung.

„Ich musste als Kind immer sonntags mit

meinen Eltern wandern, das war schrecklich!“,

Originalzitat vieler tausend ehemaliger

Kinder wanderfreudiger Eltern! Also

muss dringend Abhilfe geschaffen werden.

Die Jugendwarte und Jugendwartinnen des

Hauptvereins und etlicher Zweigvereine

haben sich dieses Problems angenommen

und zahlreiche Vorschläge erarbeitet, um

die Kleinen unterwegs zu bespaßen. Das

Angebot an Unterhaltung und Ablenkung

sollte so vielseitig angelegt werden, dass

die jungen Wanderer gar nicht merken,

dass sie plötzlich z.B. auf der Kuppe des

Brockens angekommen sind oder auch

anderswo. Wie geht das?

Das Zauberwort heißt: beschäftigen! Und so

sollen hier die verschiedensten Vorschläge

folgen, die Eltern und Kindern gemeinsam

eine interessante und stressfreie Tour durch

unser schönes Mittelgebirge ermöglichen.

Erprobte Vorschläge erfahrender Eltern-

Kind-Wanderer werden gern angenommen

und gesammelt. DER HARZ wird darüber

berichten.

Es folgen Vorschläge für diverse Aktivitäten

für Familien oder auch größere Gruppen.

Für alle Beispiele gilt selbstverständlich,

dass der Schutz der Natur unbedingten Vorrang

genießt, dass nichts abgerissen oder

anderweitig zerstört wird. Es dürfen nur

natürliche Materialien verwendet werden,

Müll entsteht gar nicht oder wird mitgenommen.

Alles kann entlang der ausgewiesenen

Wanderwege oder Rastplätze erfolgen.

Nach Möglichkeit sollten immer mehrere

kurzbeinige Wanderer dabei sein, „Einzelkinder“

haben sicher nicht so viel Freude!

Mit kleinen Preisen lassen sich die Kids besser

„ködern“! Neben der Beschäftigung mit

interessanten Dingen lernen die Jüngsten

ganz nebenbei etwas über die Natur und

unsere Umwelt.

Wir sind an Rückmeldungen über die Praxistauglichkeit

der Vorschläge sehr interessiert.

Und Fotos, die die Aktivitäten

aufzeigen, bereichern jeden Bericht. (Mit

der Einsendung von Bildern setzen wir das

Einverständnis zur möglichen Veröffentlichung

voraus!)

Und los geht’s!

01. Beinahe klassische Schnitzeljagd zur

Einstimmung. Zwei Familien (Gruppen)

starten in 20 Minuten Abstand. Gruppe

1 legt unterwegs Zeichen aus, denen

die Gruppe 2 folgen muss. Weitere Zeichen

oder Symbole unterwegs müssen

erkannt und notiert werden, erhöhen

die Spannung und verlangen hohe Konzentration.

Nach einer Rast auf halber

Strecke wird gewechselt.

02. Bei der Rast bauen alle gemeinsam

ein „Wohnzimmer“ aus Ästen, Steinen,

Holzstücken. Eine mitgebrachte Plane

kann mit Schnüren so befestigt werden,

dass eine Zimmerdecke entsteht. Ein

Stubben wird zum Sessel und die wild

wachsenden Blumen zieren das Fenster.

Eine zufällig vorhandene Bank wird das

Sofa und ein einfacher Rahmen aus Holz

ist der Fernseher oder, oder, oder ……

03. Kleine Waldkünstler erschaffen Kunstwerke

aus Steinen, Holz, Zapfen usw

und finden dafür einen passenden Namen.

Natürlich wird das Meisterwerk

anschließend fotografiert und der Urzustand

wieder hergestellt.

04. Alle Teilnehmer der Familie erzählen

unterwegs eine Geschichte, wobei einer

beginnt und die nächsten reihum

jeweils einen Satz anschließen. Die

Story wird immer wieder von Anfang

an fortgeführt, bis einer etwas durcheinanderbringt.

Dann kann eine neue

Erzählung folgen.

05. Dinge einer bestimmten Farbe suchen.

Daria Brabanski

Reihum nennt einer eine Farbe und alle

müssen einen natürlichen Gegenstand

suchen, der dazu passt. Haben alle ein

Beispiel in der Hand, folgt die Bewertung

und die nächste Farbe.

06. Die Erwachsenen spannen eine Schnur

zwischen den Bäumen und verbinden

den Kindern die Augen. Diese müssen

sich nun an der Schnur bis zum Ende

entlangtasten.

07. Ähnlich ist das Ertasten eines Baumes

mit verbundenen Augen. Die Kinder sollen

dabei berichten, was sie empfinden,

fühlen usw

08. Ein mitgebrachter Spiegel wird vor das

Gesicht gehalten, einmal nach oben und

einmal nach unten. Jedes Kind „stolpert“

ein Stück mit dem Spiegel durch

den Wald. Es entstehen ganz neue Eindrücke.

09. Sind Becherlupen vorhanden (kann

man u.a. beim Harzklub ausleihen), so

können auch „gefährliche“ Insekten

wie Spinnen sicher beobachtet werden.

Nach dem ausgiebigen Studium werden

die Tiere wieder freigelassen. Zur Not

genügt auch Omas Leselupe, um die

Tierchen zu beobachten.

10. Das kleine Lieblingsstofftier, Lego oder

Playmobil wird in die Natur gestellt und

fotografiert. Vorher macht man sich Gedanken

über den Hintergrund.

11. Für die kleinen Figuren wird ein Haus

gebaut. Dafür eignen sich Wurzelanläufe

von Baumstubben sehr gut. Aus Rinde

entsteht ein Dach, aus kleinen Ästen

ein Zaun und Tannenzapfen werden zu

Lampen.

12. Vor Beginn der Wanderung werden bestimmte

Apps auf die Handys heruntergeladen.

Z.B: Flora incognita. Die Kinder

werden gebeten, bestimmte Pflanzen

damit zu bestimmen. Funktioniert natürlich

auch mit Insekten-Apps.

13. Die Kinder sollen unterwegs auf Geräusche

achten, die Eltern schreiben die

gemeldeten Geräusche auf. Ganz spannend,

wenn mehrere Gruppen gebildet

werden.

14. Es wird eine Minute gewandert, ohne ein

einziges Wort zu sagen – ganz schwere

Aufgabe!

16

09 | 2021


HARZ WANDERN

15. Kinder gehen jeweils ein Stück vorwärts,

rückwärts, seitwärts, auf einem Bein

hüpfend und vergleichen das jeweils

mit bestimmten Tieren

16. Zwei Kinder (die sich gut verstehen!)

werden mit dem jeweils linken und

rechten Bein zusammengebunden und

sollen so gemeinsam ein Stück wandern.

Gegenseitige Rücksichtnahme wird gefördert.

17. Besteht die Möglichkeit, an einem kleinen

Bach entlang zu wandern, sollte

die Chance genutzt werden, die Kinder

hier ohne Programm spielen zu lassen.

Schuhe aus und hinein in das nasse Vergnügen.

18. Mit kleinen Ästen wird ein „Kreis“ gelegt.

Die Kinder sollen mit verschiedenen Materialien

(z.B. Steine, Zapfen) Zielwürfe

durchführen und das unterschiedliche

Flugverhalten beurteilen. Wurfentfernung

für verschiedene Alter festlegen.

19. Ein stärkerer Baum wird gemeinsam umarmt.

Diese Umarmung wird anschließend

ohne den Baum wiederholt, um

die Dimension besser darzustellen.

20. Die Erwachsenen haben Papier und Stifte

im Rucksack und bitten die Kinder,

etwas aus der Natur abzuzeichnen, z.B.

einen Stein, einen Baum, einen Zapfen

oder einfach die Landschaft. Die Kunstwerke

werden anschließend gemeinsam

prämiert.

21. Kinder sammeln sehr gern. Natürlich

bietet sich da das Abstempeln ihrer

Stempelhefte an den 222 Stationen der

Harzer Wandernadel an. Vorher über

die Standorte der Kästen informieren.

22. Erwachsene Begleiter, die geocaching

als Hobby für sich entdeckt haben, können

die Kleinen bitten, unterwegs bei

der Suche zu helfen. Das ist spannend

und die Kinder lernen die Benutzung

von Navigationsgeräten und deren Bedienung.

Auch am Vortag selbst ausgelegte

Verstecke können den Spaß am

erfolgreichen Suchen erhöhen.

23. Am Jugend- und Wanderheim Wildemann

befindet sich neuerdings ein

„Achtsamkeitspfad“, den man mithilfe

verschiedener QR-Codes absolvieren

kann. Eine Stimme leitet durch die

Übungen und macht das „Waldbaden“

zu einem großen Spaß für Klein und

Groß.

24. Es gibt im Harz eine Reihe von Wanderund

Ausflugslokalen. Die kann man

prima in seine Wanderplanung einbeziehen.

Bis zum Erreichen haben die

Kids ein klares Ziel; es gibt Eis, Pommes

oder Cola und der Tag ist gerettet!

31 Jahre Deutsche Einheit

Feierstunde des Harzklub e.V.

am 3. Oktober 2021 auf dem Brocken

Alljährlich treffen sich die Mitglieder

des Harzklubs auf dem Brocken, um

gemeinsam den „Tag der Deutschen

Einheit“ zu feiern.

In der DDR war der Harzklub verboten,

analoge Aufgaben hatte der Kulturbund

übernommen. Nach der Grenzöffnung im

November 1989 waren Westharzer wie

Ostharzer berührt von dem lawinenartigen

Zustrom der Besucher. Der Freudentaumel

jener Wochen kann kaum in Worte

gefasst werden. Zu Tausenden strömten

die Menschen zu Fuß auf den alten Verbindungsstraßen

zwischen Braunlage und

Elend, Hohegeiß und Benneckenstein,

Zorge und Ellrich hin und her. Die Wanderheime

des Harzklubs in Torfhaus und

Sonnenberg waren überfüllt von spontan

eingeladenen neuen Wanderfreunden.

Alte Harzklubmitglieder aus dem Osten

gaben sich zu erkennen, holten die Wanderwimpel

und Vereinsfahnen aus alter

Zeit aus dem Versteck und brachten sie zu

den vielen improvisierten Jubelfeiern mit.

Kaum waren die ersten Wegeverbindungen

an der DDR-Grenze geöffnet, begann

der Harzklub mit der Wegebeschilderung.

Er legte größten Wert darauf, dabei die

klassischen ursprünglichen Markierungssymbole

und Wegenummern zu verwen-

den. Viele helfende Hände waren dabei,

um die alten Wanderwege quer durch den

ehemaligen Todesstreifen an der Grenze

wieder herzustellen.

Am 5. Mai 1990 wurde bei der Jahreshauptversammlung

in Bad Lauterberg

mit 33 neugegründeten Zweigvereinen

des Ostharzes die organisatorische Wiedervereinigung

des Harzklubs vollzogen.

Damit war der Harzklub eine der allerersten

gesamtdeutschen Organisationen

nach der Wende. Mehr als 30 westliche

Zweigvereine übernahmen spontan Partnerschaften

für Ostharzer Vereine, halfen

bei Neugründungen, organisierten

gegenseitige Besuche und gemeinsame

Veranstaltungen. Unzählige neue freundschaftliche

Verbindungen wurden in kurzer

Zeit geknüpft und bei Wanderungen

oder Heimatabenden vertieft.

Der „Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober

2021“ wird genutzt, um an diese

ausgesprochen spannende Zeit zu erinnern.

Die Veranstaltung beginnt um 11.00

Uhr.

Die Festansprache hält in diesem Jahr der

Oberbürgermeister des Stadt Wernigerode,

Herr Peter Gaffert. Er hält Rückblick

auf „30 Jahre Entwicklung der Brockenregion

– aus verschiedenen Perspektiven“

Die musikalische Umrahmung übernimmt

die Heimatgruppe des Harzklub-Zweigvereins

Rhumspringe. Sie wird begleitet

durch unsere Jodelmeisterin Marina Hein.

Coronabedingt wird die Veranstaltung

voraussichtlich im Freien in unmittelbarer

Umgebung des Wolkenhäuschens

durchgeführt. Aufgrund der Corona-Pandemie

werden alle Teilnehmerinnen und

Teilnehmer gebeten, einen Mund-Nasenschutz

mitzubringen.

Bitte informieren Sie sich auch über „Geführte

Wanderungen“ in diesem Heft.

Foto:

Archiv Harzklub e.V.

Text:

Annett Drache /

Dr. Albrecht von

Kortzfleisch

09 | 2021 17


HARZKLUB AKTUELL

Der Harzklub wandert wieder, wandern Sie mit!

Geführte Wanderungen

im September und Oktober 2021

Bitte beachten Sie:

Die angebotenen Wanderungen finden

unter Vorbehalt statt, da sich die Regelungen

zur Corona-Pandemie jederzeit

ändern können. Anmeldung zu den

Wanderungen erforderlich !!

Sonntag, 19.09.2021

„Über die Ziegenalm zum Carlshaus-

Turm“

(Zweigverein Bad Harzburg)

Wanderung von Sophienhof über

Stierbergteich und Walzenhütte zum

Carlshaus-Turm, ca. 15 km.

Treffpunkt: 09.15 Uhr, Bad Harzburg,

Parkplatz TEDI

Anmeldung und Führung:

Alfred Heineke, 01575-5571609

Samstag, 25.09.2021

„Wandern im Eichsfeld“

(Zweigverein Ellrich)

Panoramawanderung von Bernterode

zur Langen Bank, 8 km.

Treffpunkt: 09.00 Uhr, Ellrich, Markplatz

Anmeldung und Führung:

Peter Possehn, 036332-70307

Samstag, 25.09.2021

„Wir sammeln und bestimmen Pilze“

(Zweigverein Neuekrug-Hahausen)

Pilzsuche im Bereich der nördlichen

Harzberge, 5 km.

Treffpunkt: 09.30 Uhr, Neuekrug-Hahausen,

Parkplatz Neiletal

Anmeldung und Führung:

Fred Dommeyer, 05384-8151

Sonntag, 26.09.2021

„Rund um das Josephskreuz“

(Zweigverein Bad Harzburg)

Wanderung mit Wiesen, Wasser und

Aussichten, ca. 16 km.

Treffpunkt: 09.15 Uhr, Bad Harzburg,

Parkplatz TEDI

Anmeldung und Führung:

Ines Hohlbein, 0170-4310437

Sonntag, 26.09.2021

„Bronze, Silber und Gold“

(Zweigverein Wildemann)

Wanderung rund um Friedrichsbrunn,

ca. 21 km.

Treffpunkt: 09.30 Uhr, Friedrichsbrunn,

Parkplatz Schützenhaus

Anmeldung und Führung:

05323-6635

Samstag, 02.10.2021

„Bergauf, Bergab um Hahnenklee“

(Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese)

Wanderung rund um Hahnenklee-Bockswiese,

ca. 8 km.

Treffpunkt: 10.00 Uhr Hahnenklee,

Wandertreff Harzgebirgler Triftstraße 15B

Anmeldung und Führung:

Gudrun und Horst Hannig, 05325-3301

Sonntag, 03.10.2021

31. Tag der Deutschen Einheit auf dem

Brocken

Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese:

Wanderung von Oderbrück über Goetheweg

zum Brocken und zurück, ca. 14 km.

Teilnahme an der Gedenkfeier auf dem

Brockengipfel.

Treffpunkt: 08.00 Uhr Hahnenklee,

Wandertreff Kurhaus

Anmeldung bis zum 30.09.2021 und

Führung: Hildegard Steffens, 05325-2059

Zweigverein Wernigerode:

Treffen: 09.00 Uhr Schierke,

Jugendherberge

Wanderung: Schierke – Eckerloch -

Brocken, zurück über Alte Bobbahn,

ca. 13 km.

Anmeldung und Führung:

Heidi Cabak, 0163-5150935

Zweigverein Wildemann:

Treffen: 07.30 Uhr Wildemann,

Kiosk am Eck; PKW-Fahrt zum Torfhaus

Wanderung: Torfhaus – Goetheweg -

Brocken, ca. 14 km.

Anmeldung und Führung:

05323-6635

Samstag, 09.10.2021

„Nach Ditfurth - zu d Geelbaue“

(Zweigverein Quedlinburg)

Wanderung von Oeringer Brücke über

Lehofsweg, Luftenberg und Heidberge,

Rückfahrt mit dem Zug (2,70 €), ca. 12 km.

Treffpunkt: 9.00 Uhr Quedlinburg, An der

Oeringer Brücke

Anmeldung und Führung:

Olaf Eiding, 0151-25173652

Sonntag, 10.10.2020

„Besuch auf dem Achtermann“

(Zweigverein Bad Harzburg)

Wanderung von Oderbrück zum

Achtermann, ca. 14 km.

Treffpunkt: 09.15 Uhr, Bad Harzburg,

Parkplatz TEDI

Anmeldung und Führung:

Christoph Cless, 0174-3914863

Sonntag, 10.10.2021

„Auf den Spuren der Harzer Köhlerei“

(Zweigverein Herzberg)

Wanderung vom Stemberghaus zur

Talsperre Wendefurth, zurück über

Rotestein, ca. 14 km.

Treffpunkt: 9.00 Uhr Herzberg,

Busbahnhof

Anmeldung und Führung: J

annik Hinze, 0151-50464026

Sonntag, 10.10.2021

„Nach Oberpanshausen“

(Zweigverein Lamspringe)

Wanderung von Lamspringe über

Klosterweg nach Oberpanshausen und

zurück über Heberbaude und Glashütte,

ca. 14 km.

Treffpunkt: 10.00 Uhr Lamspringe,

Gemeindeverwaltung

Anmeldung und Führung:

Uwe Küchler, 05183-2377

Sonntag, 17.10.2020

„Vom Blauen See zur Jagdpfalz

Bodfeld“

(Zweigverein Bad Harzburg)

Wanderung vom Blauen See über

Galgenberg und Erdfelde, ca. 17 km.

Treffpunkt: 09.15 Uhr, Bad Harzburg,

Parkplatz TEDI

Anmeldung und Führung:

Sonja Vierke, 0163-3626588

18

09 | 2021


HARZ AKTUELL

Ich mache Dir ein Angebot, dass Du nicht ausschlagen kannst

30 Prozent Rabatt!

Als neuesten Partner, der dem Harzklub

bei Vorlage der DWV-Mitgliedskarte

besondere Konditionen gewährt,

begrüßen wir den Columbia Outlet

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Hier bekommen zunächst bis zum

31.12.2021 alle Mitglieder einen Rabatt

von 30% auf den Outletpreis und können

sogar noch drei Freunde zum Einkaufen

mitbringen.

Der Rabatt gilt nicht für nochmals reduzierte

Ware und Accessoires.

Nicht mit anderen Aktionen

kombinierbar.

Zudem gilt der Einkauf nur für den

Eigenbedarf.

Es wäre schön, wenn möglichst viele

Harzklub-Mitglieder von dem Angebot

Gebrauch machen würden. Weihnachten

steht vor der Tür!

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buyer’s own personal use, including gifts for others. Resale of products is strictly prohibited. Offer may not be

combined with any other offer or discount. Offer not valid on gift certificates and already discounted products.

So stellen sie sich selber vor:

Die Columbia Sportswear Company wurde

in Portland, Oregon, USA, gegründet

und produziert seit 70 Jahren Ausrüstung,

mit der die Bewohner der Region

am nordwestlichen Pazifik das Leben im

Freien genießen können.

Die Geschicke des Unternehmens wurden

über 40 Jahre von unserer Vorsitzenden

Gert Boyle geleitet. Dank ihrer hartgesottenen

Persönlichkeit wurde Columbia zu

dem globalen Unternehmen für Sportbekleidung,

das es heute ist – wir sind

immer noch in Portland und produzieren

weiterhin geradlinige, funktionelle Kleidung

und Schuhe, damit Sie bei jedem

Wetter WARM, TROCKEN, GEKÜHLT und

GESCHÜTZT bleiben, egal wohin Ihre Ausflüge

Sie bringen.

Mit unserem einzigartigen Erbe aus der

Region am nordwestlichen Pazifik und

der Durchsetzungskraft der Boyle-Familie

heben wir uns von unseren Wettbewerbern

ab.

09 | 2021 19


NIEDERSÄCHSISCHE LANDESFORSTEN

„Buchen-Baum-Wolle“ -– der Stoff, aus dem die neuen Kleider sind

Aus südniedersächsischen Buchen wird

Bekleidung, die der Haut schmeichelt

Ihr gesundes Holz ist hart und rötlich-weiß,

als Kaminholz ist sie heiß

begehrt und als Waldbaum wächst

sie fast überall in Mitteleuropa: Die

Rotbuche ist Deutschlands häufigster

Laubbaum und immer mehr Menschen

tragen Buchenholz-Fasern hautnah

am Körper. Ob Unterwäsche, T-Shirts

oder Bettwäsche – nicht selten steckt

darin der Stoff, aus dem die Bäume

sind: Zellulose. Erstmalig liefern jetzt

mehrere tausend Bäume aus dem

Landeswald den Rohstoff für solche

„Buchen-Baum-Wolle“. Zwei lange

Güterzüge nur mit Buchenstämmen

beladen bringen die Rohware von

Stadtoldendorf in ein Werk nach Lenzing

in Österreich. Die gleichnamige

Firma kauft bei den Niedersächsischen

Landesforsten rund 3.000 Kubikmeter

Buchenholz aus den Sollingwäldern

und dem Forstamt Münden. Lenzing

nützt das südniedersächsische Holz

zu 100 Prozent: Jene Anteile, die nicht

für die Herstellung von Faserzellstoff

und Fasern verwendet wird, bilden

die Grundlage für wertvolle Bioenergie

und biobasierte Produkte wie

Essigsäure. „Das mittels Bioraffineriekonzept

aufbereitete Buchenholz

ist bestens geeignet, um hautnahe

Textilien herzustellen“, verspricht Dr.

Christof Oldenburg. Über die neuen

Verwendungsmöglichkeiten freut sich

der Forstwissenschaftler. „Buchen-

Industrieholz allein als Brennholz zu

nutzen, wird dem hohen Wert dieses

wunderbaren Rohstoffes nicht gerecht.

Die Landesforsten geben bei der

Vermarktung der stofflichen Verwertung

den Vorzug vor der thermischen

Nutzung“, ergänzt Dr. Oldenburg, der

für die Landesforsten den Holzverkauf

in der Region Süd verantwortet.

Wertschöpfung vom Baum zum Kleidungsstück

- per Bahntransport ins Werk

nach Österreich

Damit aus Buchenbäumen Textilien, wie

zum Beispiel Schlafbekleidung oder auch

Handtücher, entstehen können, braucht es

mehrere Schritte. Der erste beginnt in den

Wäldern Südniedersachsens, wo während

Die flauschig weichen TENCEL Modalfasern

aus Buchenholz eignen sich hervorragend

für hautnahe Textilien (©Lenzing)

des Winters das Buchenholz gefällt und

auf Einheitslängen gesägt worden ist. Die

Forstämter Neuhaus, Dassel und Münden

stapeln die Stämme abfuhrgerecht entlang

der Waldwege. Von dort transportiert ein

regionales Holzlogistik-Unternehmen die

vier Meter langen Buchen-Stücke per Holz-

LKW zum Bahnhof nach Stadtoldendorf.

Der dritte Schritt ist die Bahnverladung und

die umweltfreundliche Reise der Buchenstämme

auf einem Ganzholz-Güterzug von

Niedersachsen nach Österreich. Mehrere

Millionen solcher Baumlängen kommen

ausschließlich per Bahn direkt ins Werk

zur Verarbeitung. Das Werk hat sich auf die

Produktion von hochwertigem Zellstoff

auf Basis von Buchen-Industrieholz spezialisiert.

Buchenholz ist dank eines relativ hohen

Zellulosegehaltes besonders gut als Rohstoff

für die Faserherstellung geeignet. Dabei

werden zunächst die aus entrindetem

Industrieholz erzeugten Hackschnitzel in

einem Zellstoffprozess gekocht, um die

Zellulose herauszulösen. Anschließend

wird die Zellulose in einem Lösungsmittel

gelöst und durch Spinndüsen gepresst um

Zellulosefasern herzustellen. Etwas vereinfacht

gesagt, lässt sich somit aus Holz so

etwas Ähnliches wie Baumwolle herstellen,

jedoch mit einer deutlich besseren Ökobilanz.

In den 1960er Jahren entwickelte

Lenzing die erste textile Spezialfaser aus

Buchenholz, die heute unter der Marke

TENCEL Modal bekannt sind. Diese Spezialfasern

sind das Produkt eines ökologisch

verantwortungsbewussten und ressourcensparenden

Herstellungsverfahrens,

das im Sinne der Kreislaufwirtschaft mit

hohen Rückgewinnungsraten überzeugt.

Buchenholzschnitzel werden in einem ressourcensparenden

Herstellungsverfahren

aufbereitet, um die Zellulose auszulösen

(©Lenzing)

Das heißt, dass die eingesetzten Produktionsmittel

zu einem sehr hohen Prozentsatz

recycelt werden. Am Ende des Lebenszyklus

sind die Fasern aus Lenzing biologisch

abbaubar. TÜV Austria Zertifikate belegen

diese biologische Abbaubarkeit von Lenzing

Fasern in Wasser, Erde und Kompost.

So wird Natur wieder zu Natur.

Durchforstungsholz stammt aus Waldpflege

– Buchenwälder sollen gesund

und klimastabil bewirtschaftet werden

Welche Bäume im Wald dafür geeignet

sind, entscheiden Forstleute wie Svenja

Schmidt aus Mollenfelde bei Hann.Münden

oder Jörg Becker aus Hilwartshausen bei

Dassel. Beide leiten Reviere mit reichlich

Buchenwäldern. Sie markieren Stämme

mit Sprühfarbe, die anschließend bei einer

Durchforstung gefällt werden. Wachsen

Bäume zu dicht auf und nehmen sie sich

gegenseitig Licht, Wasser und Nährstoffe

weg, dünnen die Forstleute den Baumbestand

aus. „Beim Wachsen fördern wir in

erster Linie gesunde Bäume ohne Trockenschäden,

Pilz- oder Insektenbefall. Unser

Förster Jörg Becker aus Dassel zählt und

markiert die im Winter geernteten Stämme

(©Müller / NLF)

20

09 | 2021


NIEDERSÄCHSISCHE LANDESFORSTEN

Ziel ist es, die naturnahen Buchenwälder

so zu bewirtschaften, dass sie ausladende

Kronen, tiefreichende Wurzeln und einen

gesunden Stamm entwickeln können.

Die Waldpflege macht sie standhafter bei

Trockenphasen mit Wassermangel oder

Stürmen“, beschreibt Jörg Becker, warum

Waldbewirtschaftung gerade im Zeichen

des Klimawandels so wichtig ist.

Buchenholz wird vielfältig in der Region

verarbeitet

Das bei der Durchforstung angefallene Holz

wird vielfältig in der Region verwendet.

Stärkere Stämme gingen in ein Sägewerk

nach Hedemünden zur Möbelverarbeitung.

Das weniger wertvolle Kronenholz oder

schadhafte Stämme werde zum Heizen der

Holzöfen in Hilwartshausen verkauft, weiß

Förster Becker. Und das qualitativ bessere

Buchen-Industrieholz sei für Lenzing ausgewählt,

ergänzt Dr. Christof Oldenburg.

„Wenn wir unseren nachwachsenden Rohstoff

so verwerten können, dass daraus

langlebige Produkte mit guter Ökobilanz

wie zum Beispiel Zellulosefasern hergestellt

werden, ist das ein Beitrag für den Klimaschutz.

Vor dem Verbrennen von Holz zur

energetischen Nutzung hat die stoffliche

Verwertung Vorrang. Trotzdem wird noch

ausreichend Brennholz zum Verkauf kommen“,

unterstreicht der Holzverkäufer der

Landesforsten die Zusammenarbeit mit

dem neuen Kunden aus Österreich.

Försterin Svenja Schmidt fragt sich derweil

gespannt, was aus ihren Mündener-Buchen

vom Brakenberg in Österreich gesponnen

wird. „Die Vorstellung, dass ich als Försterin

bei meiner Arbeit im Wald eine Textilfaser

aus einheimischen Buchen auf der Haut

tragen könnte, finde ich gut. Auch unsere

Outdoor-Bekleidung wäre moderner

und dank der Zellulosefasern aus Lenzing

auch umweltfreundlicher als erdölbasierte

Kunststofffasern, die wir täglich durch den

Wald tragen“, meint die Revierleiterin aus

dem Forstamt Münden mit Blick auf die

nächste Generation Funktionskleidung im

Forst.

Michael Rudolph

Der Harzklub e.V. und seine Zweigvereine trauern um

Peter Münch

NACHRUF

Nach langer schwerer Krankheit verstarb

unserer ehemaliger Stellvertretender

Hauptvorsitzender Peter Münch im Alter

von 79 Jahren.

Peter Münch hat sich mehr als drei Jahrzehnte

lang mit großem Engagement für

die Ziele und Aufgaben des Harzklubs eingesetzt.1988

wurde er Mitglied im Zweigverein

Zorge, wo er als Wanderwart den

Wettbewerb „Wanderschuh“ einführte.

Aktiv beteiligte er sich in der Brauchtumsgruppe

als Peitschenknaller und bei der

Aufarbeitung alter Trachten.

Im Jahr 1995 wurde er als Stellvertretender

Hauptvorsitzender des Harzklub e.V. gewählt.

Er führte dieses Amt 20 Jahre lang

mit viel Leidenschaft aus und war insbesondere

für die Bereiche Jugend, Heimatpflege

und Brauchtumsarbeit im gesamten Harz

zuständig.

Peter Münch war Teilnehmer der Wandertagswimpelgruppe

1997 von Wernigerode

nach Aschaffenburg. Er hat sich in die

Vorbereitung und Durchführung des 114.

Deutschen Wandertages 2014 im Harz

eingebracht und war für Organisation der

zentralen Veranstaltungen und des Festumzuges

mit verantwortlich.

Während seiner Amtszeit hielt Peter Münch

den Kontakt zum Landeswanderverband

Niedersachsen. Außerdem war er in verschiedenen

Arbeitsgruppen des Harzer

Tourismusverbandes als Vertreter des

Harzklubs tätig.

1996 bis 2002 übernahm Peter Münch den

Vorsitz der Bezirksarbeitsgemeinschaft IV.

Hier widmete er sich den Naturparkmaßnahmen

im Harz. Er koordinierte die Naturparkarbeiten

der Zweigvereine im Südharz

und förderte die Freundschaft mit den

Zweigvereinen im benachbarten Thüringen.

Seit 2000 war Wanderfreund Münch Mitglied

im Zweigverein Hohegeiß und sehr

aktiv in der Brauchtumsgruppe tätig. Er

war Wander- und Pressewart und von 2004-

2010 stellvertretender Vorsitzender.

2010 übernahm Peter Münch den Vorsitz

des Harzklub-Zweigvereins Hohegeiß. Im

März 2019 übergab er dieses Amt in jüngere

Hände.

Die Jahreshauptversammlung des Harzklub

e.V. im Jahr 2010 sowie der überregionale

Harzer Heimattag 2011 in Hohegeiß

wurde unter Leitung von Peter Münch ein

großer Erfolg.

Er erhielt für seine Arbeit im Harzklub e.V.

im Jahr 2007 das Abzeichen in Gold. Im Jahr

2019 wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen

des Deutschen Wanderverbands verliehen.

Wir verlieren mit Peter Münch ein ausgesprochen

aktives Mitglied und werden ihn

stets in dankbarer Erinnerung behalten.

Dr. Oliver Junk

Präsident

Harzklub e.V.

Dr. Michael Ermrich

Ehrenpräsident

Harzklub e.V.

Gunther Wendel

Vorsitzender

Zweigverein Hohegeiß

09 | 2021

21


Schutzgebühr 2,00 E | Ausgabe 08_2021

HARZKLUB


Beitrittserklärung

Zutreffendes bitte ankreuzen:

Ja, ich möchte die wichtigen Ziele und Aufgaben des Harzklubs unterstützen und

erkläre hiermit meinen Beitritt als:

Vollmitglied Lebenspartner Jugendlicher/Kind

Familie

Vorname/Name:

Geburtsdatum:

Straße:

PLZ /Ort:

E-Mail:

Beitritt zum Harzklub-Hauptverein/Zweigverein:

Der Jahresbeitrag ist unterschiedlich und liegt zwischen 10,- und 30,- €

Ort, Datum

Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«:

Ort, Datum

Der Harz (-er Wald)

geht nicht ohne uns

Harzklub hilft!

Hier geht es zur großen Pflanzaktion:

https://harzklub.de/harzklub-hilft/

Aktiv für den Naturschutz

im Harz!

Unterschrift

Bei Minderjährigen, Unterschrift

eines Erziehungsberechtigten.

Ich abonniere die Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«

(Jahresabonnement 31,57 € – erscheint monatlich).

Unterschrift

125 Jahre

Josephskreuz

Seite 5

Naturschutz-

Förderpreis 2021

Seite 13

Geführte

Wanderungen

Seite 16/17

NOCH OFFEN

www.harzklub.de

Vorteile der Mitgliedschaft

im Harzklub e.V.

✔ Vergünstigungen, preiswerte Nutzung

von Wanderheimen z.B. beim Kauf

von Wanderkarten, Übernachtungen in den

Wanderheimen

✔ DWV-Mitgliedskarte (Deutscher

Wanderverband): Vergünstigungen regional

und deutschlandweit bei vielen Partnern

✔ Angebote: Möglichkeit der Teilnahme

an Veranstaltungen des Harzklub e.V., z.B.

Harzer Heimattag, Naturschutztag, Sternwanderung,

Brockenveranstaltungen, den

Veranstaltungen der Zweigvereine und an

den geführten Wanderungen und Ausflügen

des Harzklubs

✔ Lehrgänge und Fachtagungen: Möglichkeit

der Teilnahme an den Lehrgängen,

Fachtagungen und Weiterbildungen (Wanderführer,

Wegebeschilderung, Naturschutz,

Jodeln und Peitschenknallen, Akkord-Zither,

Klöppeln)

✔ Kinder- und Jugendfreizeiten im

Wanderheim Wildemann, Ausflüge:

Teilnahme an den Kinderfreiten mit Aktivitäten

im Wald, zu Bergbau und Naturschutz,

Basteln, Harzer Brauchtum und Lagerfeuer,

Ausflüge zum Weltwald Harz, auf den Brocken,

in Höhlen oder Bergwerke

✔ Versicherungen: günstige Beiträge aufgrund

der hohen Mitgliederzahl im Harzklub-

Gesamtverein (Haftpflicht,-Unfall,- Schutzhütten,-

Musikinstrumente)

✔ Gema-Rahmenvertrag: Durch Mitgliedschaft

im Deutschen Wanderverband

20 % Nachlass der Gema-Gebühren bei Auftritte

und Möglichkeit der Mitgliedschaft im

Landestrachtenverband

✔ Vermarktung und Werbung für die

Heimat- und Brauchtumsgruppen sowie für

Wanderungen und sonstige Veranstaltungen

über die Geschäftsstelle, das Internet,

Rundschreiben und Presseinformationen

✔ Information sämtlicher Zweigvereine

zu den Geschehnissen im Harzklub und im

gesamten Harz z.B. durch Rundschreiben,

Vereinszeitschrift „Der Harz“, Versammlungen,

Internet, Presse

✔ Termine: Weitergabe aus den Zweigvereinen

über Rundschreiben und Veröffentlichungen,

Internet

✔ Austausch der Zweigvereine untereinander

z.B. über Vereinsrecht (Satzungen),

Versicherungen, Betreuungsgebiete usw.

✔ Stiftungen: Inanspruchnahme finanzieller

Zuschüsse entsprechend den Richtlinien

für besondere Projekte der Zweigvereine

✔ Unterstützung der Zweigvereine durch

den Hauptverein bei Problemen, Gründungen,

Veranstaltungen usw.

✔ Beratung durch den Hauptverein über

die Zusammenarbeit mit Forstbetrieben,

Kommunen, anderen Partnern, Pressearbeit,

Datenschutz usw.

✔ Hohe Mitgliederzahl: 12.000 Mitglieder

im gesamten Harzklub können sich viel besser

Gehör verschaffen, als einzeln agierende

„Ortsvereine“

✔ Aktive Mitwirkung in der großen

Harzklub-Familie: Umsetzung gemeinsamer

Aufgaben und Ziele, Pflege des Gemeinschaftssinns

22 09 | 2021


Kinder-Indoorspielplatz bis 12 Jahre

• Trampolin

• Bällebad

• Elektrokarts

• Kindergeburtstag

• Hüpfburgen und Rutschen

Öffnungszeiten: • mit Abenteuer-Kletterpark

Mo. Ruhetag, Di. – Fr. 14 – 19 Uhr

Sa.,So., Feiertage 11 – 19 Uhr

Ferien Niedersachsen/Thüringen 11 – 19 Uhr

www.kinder-regenbogenland.com

Tickets für Führungen,

und Senf online

kaufen unter:

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Senfherstellung live erleben!

Die Senf-Müllerin zeigt euch ihre Manufaktur.

Erlebt wie aus feinsten Naturzutaten leckerer Senf wird.

Führungen immer:

Dienstag, Freitag und Samstag um 11.00 Uhr

Regenbogenland

Talstr. 28a | 37441 Bad Sachsa | Tel. 05523 9529550

Quedlinburger Senfmanufaktur

Neuer Weg 23, 06484 Quedlinburg, Tel.: 0173 1634802

Die freundliche Druckerei

mit der Harzer Seele.

direkt an der B6n. Max-Planck-Str. 12/14.

38855 Wernigerode. Telefon 0 39 43 / 54 24 0.

info@harzdruckerei.de. www.harzdruckerei.de.

NAPOLAs des Harzes

Sie sollten zur NS-Zeit Eliteschulen für den Führernachwuchs im Großdeutschen Reich werden. Ausgelesene

Jungmannen erwarben an diesen paramilitärischen Internatsschulen nicht nur das Abitur,

sondern erhielten das Rüstzeug später in Staat, Verwaltung, Wehrmacht und SS an vorderster Stelle

die nationalsozialistische Gesinnung durchzusetzen. An zwei sehr unterschiedlichen Standorten kamen

Schüler im Harz in Nationalpolitische Erziehungsanstalten (NAPOLA). Die Klosterschule Ilfeld verwandelte

man 1934 vom einstigen humanistischen Vorzeigegymnasium in eine straff geführte Einrichtung

neuer Gemeinschaftserziehung. Im anhaltischen Ballenstedt entstand nach 1934 der einzige Neubau

einer NAPOLA in Deutschland, der mit seiner gigantomanischen Architektur heute befremdet und einer

Nachnutzung harrt. Abseits von Städten sollten im Mikrokosmos der neuen Bildungsanstalten wehrhafte

Herrenmenschen heranwachsen, die später als „Politische Soldaten“ dem Führerstaat bedingungslos

zu dienen hatten. Auch hier funktionierte das NS-System von Lager, Kolonne und Fahne. Als Vorbilder

dienten Kadettenanstalten, Landschulheime und die englischen Public Schools mit ihrer spartanischen

aber kameradschaftlichen Prägung. Unter der Parole „Mehr sein als scheinen“ wuchsen hier ausschließlich

Jungen als Führungskräfte heran, die auch nach dem Untergang des NS-Staates in Schlüsselpositionen

gelangten, wenn sie nicht vorher im II. Weltkrieg ihr Leben ließen.

Neben diesen beiden Orten werden die nächstgelegenen NAPOLAs in Schulpforta und Naumburg

beleuchtet und viele Hintergründe zur NS-Herrschaft erhellt.

NEUERSCHEINUNG NS-Eliteschulen gab es im Harz in

Ballenstedt und Ilfeld. Erstmals befasst sich ein vierköpfiges

Autorenteam umfassend mit diesem lange tabuisierten

Thema. Im

Internat sollten

die Jungs nach

sieben Jahren

Konditionierung

und ideologischer

Schulung

in einer paramilitärisch

geführten

Einrichtung

das Abitur erreichen.

Danach

war ihnen die

Berufswahl freigestellt.

Kriegsbedingt

gingen

viele von ihnen

zur Wehrmacht oder SS.

Napola Verführte Elite im Harz

Napola

Verführte Elite im Harz

Ballenstedt

Ilfeld

Auf 272 Seiten mit 780 Fotos wird ein außergewöhnlich

intensiver Blick in die Strukturen und Propaganda der NS-

Zeit möglich.

Informationen und Bestellung

www.Napolaimharz.de oder ISBN 978-3-935971-94-2


An insgesamt 222 sehenswerten Plätzen

im gesamten Harz stehen die Stempelstellen

der „Harzer Wandernadel“ für Sie

bereit. Sie befinden sich in der Nähe von

romantischen Waldgaststätten, rustikalen

Schutzhütten und einer Vielzahl von interessanten

Aussichtspunkten. Auch Bergwerke,

Burgruinen oder Naturdenkmäler und

natürlich der majestätische Brocken warten

auf Ihren Besuch und halten einen Stempel für den einheimischen Wanderer oder

den Touristen bereit.

Das System der Harzer Wandernadel ist eine Erfolgsgeschichte und eines von

wenigen Projekten, welche harzübergreifend über die Grenzen von Deutschland

hinweg Anerkennung finden.

Für Natur- und Wanderfreunde ist der Harz

für einen Urlaub wie geschaffen. Kaum

eine andere Region kann mit so vielen

interessanten Landschafts- und Kulturformen

aufwarten. Der Harz erstreckt sich

über die drei Bundesländer Niedersachsen,

Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Durch das Stempelheft der Harzer Wandernadel, unser dreiteiliges Kartenset und

die Hinweise auf unserer Webseite werden Sie sanft zu den schönsten und erlebnisreichsten

Stellen im gesamten Harz geleitet.

Es gibt wohl kein Wanderprojekt in Deutschland, welches von ihren Nutzern, egal

ob Einheimischen, Naherholungssuchenden oder Touristen in dieser Form permanent

an andere teilweise wildfremde Menschen weiterempfohlen wird.

Über 6.500 Wanderern ist es bislang

gelungen alle 222 Stempelstellen in Ihren

Wanderpass zu sammeln, ca. 850 km zu

wandern und Harzer Wanderkaiser zu

werden. Gerade Kinder lassen sich von der

Stempeljagd schnell begeistern und begleiten

so Eltern oder Großeltern gern auf

Stempeltouren. Dafür haben wir die Auszeichnung

„Wanderprinz und Wanderprinzessin“ entwickelt, welche man bereits

für 11 gesammelte Stempel bekommt und Ansporn für weitere Wanderungen und

Wandernadeln ist. Durch unser Projekt konnten wir bereits viele Kinder aus der

digitalen Welt in den schönen Harz entführen!

Für die Teilnahme an diesem einmaligen Projekt benötigen

Sie nur einen Wanderpass und diesen erhalten Sie

für eine Schutzgebühr von 3,00 € bei vielen Vertriebspartnern,

z.B. allen Harzer Touristinformationen.

Harzer Wandernadel

Schnappelberg 6 | 38889 Blankenburg | Tel. 03944 9547148

Fotos:

Jürgen Gamping La Viershöhe

Andrea Werner Rabenklippe

Lisa Weber Ferdinandstein

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