Restauro 6/2021
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MUSEUM & DIGITALISIERUNG<br />
ausbauen, um ihre Handlungsmöglichkeiten<br />
nutzen zu können.“ Denn es bleibe der Fakt,<br />
dass Museen Verantwortung für die Gesellschaft<br />
haben, sagt Stocker. Zwar würden<br />
auch ihm echte Menschen und echte Räume<br />
mehr Spaß machen, doch in der Digitalisierung<br />
sehe er vor allem eine Chance. „Digitalisierung<br />
verändert nicht die Welt, aber sie<br />
verändert die Art, wie wir unsere Arbeit machen.“<br />
Wie er seine Arbeit macht, ist für Jürgen<br />
Sieck keine Frage. Doch als angewandter<br />
Informatiker kann er mit Kunstwerken ohne<br />
Spezialisten nicht allzu viel anfangen. Etwa<br />
mit einem persischen Buch. Also hat er gemeinsam<br />
mit den Museumsspezialist:innen<br />
einen Übersetzer und Erklärer für das „Buch<br />
der Könige“ gebaut, der es den Besucher:innen<br />
des Museums für Islamische<br />
Kunst in Berlin ermöglichte, Geschichten<br />
mit dem Smartphone in der Ausstellung<br />
„einzusammeln“ und mit nach Hause zu<br />
nehmen. „Vierzehn Tage nach der Ausstellungseröffnung<br />
hatte sich die Besucherzusammensetzung<br />
geändert. Es kamen ganz<br />
viele Eltern mit ihren Kindern, um Geschichten<br />
mit nach Hauses zu nehmen“, erzählte<br />
Jürgen Sieck und warb unter den<br />
Tagungsteilnehmer:innen aus den Museen<br />
für eine Zusammenarbeit und für das Informatikstudium:<br />
„Kommen Sie zu uns, holen<br />
Sie sich die Absolventen ab und bringen Sie<br />
Ihre Kinder zu uns zum studieren.“<br />
Ein flammendes Plädoyer für Zusammenarbeit<br />
über die Fächergrenzen hinweg hatte zuvor<br />
auch Johanna Leissner, Koordinatorin der<br />
Forschungsallianz Kulturerbe bei der Fraunhofer-Gesellschaft,<br />
gehalten, denn die Vernetzung<br />
von Daten sei nur durch die Vernetzung<br />
von Menschen nützlich. Sie forderte: „Vernetzen<br />
Sie sich in Begegnungsräumen!“<br />
Das Thema Digitalisierung nahm die anschließende<br />
Tagung des Arbeitskreises Konservierung/Restaurierung<br />
unter dem Titel „Digitales<br />
in der Restaurierung. Wo stehen wir<br />
heute?“ auf. Lisa Wagner und Laura Valentini<br />
sprachen über ihr digitales Vermittlungsprojekt<br />
zur Restaurierung und Ausstellung von<br />
Ernst Ludwig Kirchners „Badende im Raum“<br />
am Saarlandmuseum Saarbrücken. Sie hatten<br />
ein umfassendes digitales Vermittlungskonzept<br />
entwickelt, das Restaurierung umfassend<br />
erklärt. Das aufwändige Projekt kam<br />
während der Museumsschließung in den vergangenen<br />
Monaten gerade richtig. Doch<br />
Nachfragen zu Nutzerzahlen beantworteten<br />
Wagner und Valentini ausweichend. Bei Youtube<br />
hat keiner ihrer Filme bisher mehr als<br />
100 Aufrufe. Auch wenn das Projekt beim Publikum<br />
noch um Akzeptanz werben muss, mit<br />
den Kolleg:innen im Museum habe es während<br />
des aufwändigen und personalintensi-<br />
1<br />
Das Thema „Digitale<br />
Sammlungsarbeit. Das<br />
Museum im Wandel“<br />
der virtuellen Jahrestagung<br />
des Deutschen<br />
Museumsbundes <strong>2021</strong><br />
hat viele Interessent:innen<br />
zusammengebracht<br />
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