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1. September 2021

- FPÖ präsentierte Gebote statt Verbote für den Klimaschutz - Nächste Woche startet die Steiermark mit dem „dritten Stich" - Prozess in Graz: Auf Pensionistin geschossen - Moderner Herzschrittmacher für Schülerin - Premiere für autonomes Fahrzeug ohne Lenkrad

- FPÖ präsentierte Gebote statt Verbote für den Klimaschutz
- Nächste Woche startet die Steiermark mit dem „dritten Stich"
- Prozess in Graz: Auf Pensionistin geschossen
- Moderner Herzschrittmacher für Schülerin
- Premiere für autonomes Fahrzeug ohne Lenkrad

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1. SEPTEMBER 2021, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG

23°

Sie Sonne

zeigt sich auch

morgen in

Graz wieder öfter.

In der Früh ist

es mit 11 Grad noch sehr frisch,

am Nachmittag gibt‘s bis zu 23.

Legislative

Die Freiheitlichen präsentierten neun

Initiativen für den Umweltschutz unter

dem Motto „Anreize statt Verbote”. 2

Judikative

Zwei junge Grazer schossen auf eine

Pensionistin, weil sie dachten, es wäre

„cool”. Heute standen sie vor Gericht. 4

Dritter Stich für Pflegebedürftige und Risikopatienten

Auffrischungen für

Corona-Impfungen

starten nächste Woche

KK (2), FPÖ STMK/KURAT

Weiter geht’s. Schon in der kommenden Woche beginnt das Land Steiermark mit Auffrischungsimpfungen für Bewohner von Pflegeheimen

und Risikopatienten. Ab 27. September sind dann die Über-85-Jährigen in Impfstraßen und bei niedergelassenen Ärzten an der Reihe. SEITE 3


2 graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2021

Die Infektionslage ist nach wie

vor relativ angespannt.

FISCHER

Corona-Zahlen

in Graz und GU

■ Die Grazer Corona-Zahlen

sind seit gestern ein bisschen

gesunken: Die Sieben-Tages-

Inzidenz liegt nun bei 142,2

Fällen pro 100.000 Einwohner

(gestern waren es noch 155,9).

In Graz-Umgebung beträgt

der Wert aktuell 72,9 (gestern

68,4). Der Steiermark-Durchschnitt

liegt bei 77,1 Fällen pro

100.000 Einwohner. Die niedrigste

Inzidenz gibt es nach

wie vor im Bezirk Murau mit

gleichbleibenden 14,6.

FPÖ präsentierte

Gebote statt Verbote

für den Klimaschutz

Der Grazer Klubobmann Armin Sippel, Landesparteisekretär Stefan Hermann und Nationalratsabgeordneter und

Umweltsprecher Walter Rauch (v.l.) stellten neun freiheitliche Umweltschutz-Initiativen vor. FPÖ STMK/KURAT

POLITIK. Die Freiheitlichen präsentierten heute neun Initiativen für den

Umweltschutz: von Förderungen für Photovoltaik-Anlagen über Prämien für

den Ausstieg aus Ölheizungen bis hin zu Bausperren und Reparaturboni.

Unter den Sturm-Fans war auch

eine coronapositive Person. GEPA

Corona-Infizierter

bei Sturm-Spiel

■ Beim Europa League-Qualifikationsspiel

des SK Sturm gegen

NK Mura am 26. August 2021

hat sich eine Covid-19 positive

Person im Grazer Fansektor

befunden. Die Person hielt sich

im Fansektor 9, Reihe 15, Platz

19 auf. Wir bitten alle Personen,

die im näheren Umkreis dieses

Platzes das Spiel verfolgten, ihren

Gesundheitszustand zu beobachten

und bei auftretenden

Symptomen das Gesundheitstelefon

unter 1450 anzurufen.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Dass das Thema Umweltschutz

inzwischen bei

allen politischen Parteien

angekommen ist, sieht

man nicht nur aktuell im Grazer

Wahlkampf. In Zeiten von heftigen

Unwettern, Greta Thunberg

und Fridays for Future haben

alle Fraktionen die Bedeutung

der Thematik erkannt. „Um grüne

Politik zu machen, braucht es

keine Grüne Partei“, formulierte

es FPÖ-Klubobmann Armin

Sippel heute in einer Pressekonferenz.

Zusammen mit Landesparteisekretär

Stefan Hermann

und Umweltsprecher und Nationalratsabgeordnetem

Walter

Rauch präsentierte er heute die

Initiativen der Freiheitlichen auf

diesem Gebiet.

Wichtig war es ihm dabei zu

betonen: „Die FPÖ versteht

sich als Gebotspartei, nicht als

Verbotspartei!“ Anstatt von Restriktionen

möchten die Blauen

ein Anreizsystem schaffen.

„Überschießende Klimaziele der

EU und der Bundesregierung

lehnen wir Freiheitliche ab. Die

FPÖ steht für Umweltschutz mit

Hausverstand und Weitsicht“, so

Hermann.

Bonus für PV-Anlagen

Insgesamt wurden neun Initiativen

im Gemeinderat, Landtag

und Nationalrat präsentiert. Im

steirischen Gremium reichen

die Beiträge von natur- und sozialverträglichen

Regelungen für

Photovoltaikanlagen über treffsichere

Förderungen für Gebäudesanierung

sowie Prämien für

den Ausstieg aus Heizen mit Öl

bis hin zu einer Verschrottungsprämie

für ältere Kraftfahrzeuge

reichen. „Die gesteckten Klimaziele

sind in vielen Bereichen

absolut realitätsfremd und schädigen

den Wirtschaftsstandort

Österreich massiv“, so Hermann.

Als Beispiel nannte er den im

Raum stehenden Wegfall der

Flugverbindung zwischen Graz

und Wien einen „Anschlag auf

die Grazer Wirtschaft“.

Der Grazer Klubobmann Sippel

hob insbesondere die in den

letzten Jahren von der schwarzblauen

Regierungskoalition umgesetzten

Projekte im Umweltbereich

hervor: das Murkraftwerk

mit atomfreiem Strom, das geplante

Recyclingcenter Sturzgasse

sowie den Klimaschutzfonds.

Bausperren

Außerdem wiederholte er die

Forderung von Vizebürgermeister

Mario Eustacchio nach einer

zweijährigen Bausperre für den

Bezirk Mariatrost. Ein entsprechender

Dringlicher Antrag wird

in der nächsten Gemeinderatssitzung

eingebracht. Weitere

Sperren in anderen Bezirken sollen

geprüft werden.

Auf Bundesebene setzt sich die

FPÖ etwa für einen sogenannten

„Bundesreparaturbonus“ ein.

„Konsumenten wird dadurch der

Anreiz geboten, alte Elektrogeräte

zu reparieren, anstatt sie wegzuwerfen.

Damit könnte man

jährlich über vier Millionen Tonnen

CO2 einsparen“, so Rauch.


1. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 3

Bald startet der „dritte Stich“

SUPER. In der Steiermark beginnen nächste Woche die Auffrischungen für die Corona-Schutzimpfung.

Bei einem runden Tisch wurden heute der Fahrplan und viele weitere Details besprochen.

Hermann Schützenhöfer und Juliane Bogner-Strauß berieten mit den Verantwortlichen

über die Vorgangsweise für den „Dritten Stich“. LAND STEIERMARK/STREIBL

Von Julian Bernögger

julian.bernoegger@grazer.at

W

ir starten so rasch als

möglich mit den Auffrischungsimpfungen.

Mit unserem dualen System aus

Impfstraßen und niedergelassenen

Ärzten, sowie der Anmeldeplattform

Hippo werden wir sehr

rasch die Auffrischungsimpfungen

durchführen können“, erklärt

Gesundheitslandesrätin Juliane

Bogner-Strauß heute.

Der derzeitige Fahrplan: Nächste

Woche wird mit den Impfungen

für Bewohner von Pflegeheimen

und Rikopatienten begonnen. Die

ersten Impfungen der Bevölkerungsgruppe

der Über-85-Jährigen

beginnen mit 27. September auf

den Impfstraßen. Die Personen erhalten

eine schriftliche Einladung.

Personen, die mit Astra Zeneca und

Johnson im Mai geimpft wurden,

werden frühestens ab November

aufgefrischt, so lauten die Vorgaben

des nationalen Impfgremiums.

Der größte Teil der Bevölkerung

wird schließlich ab Dezember zum

dritten Mal geimpft.

Impfung sehr wichtig

„Die Entwicklung der Infektionszahlen

der vergangenen Wochen

zeigen uns eindringlich, dass wir

die Corona-Pandemie keineswegs

überwunden haben,“ warnt Soziallandesrätin

Doris Kampus. „Umso

wichtiger ist es, dass sich möglichst

viele Menschen dauerhaft schützen

und somit auch einen solidarischen

Beitrag für andere leisten.

Dazu gibt es in der Steiermark eine

breite Palette niederschwelliger

Impfangebote.“ Ebenfalls beschlossen:

Die Steiermark bekommt auch

bald einen eigenen Impf-Bus.

Licht aus für den Klimaschutz

EARTH NIGHT. Am 7. September gehen ab 22 Uhr die Lichter von 27 Denkmälern und Fassaden der

Stadt aus, um somit ein Zeichen für den Klimaschutz und gegen Lichtverschmutzung zu setzen.

In der Nacht des 7. September

stehen Uhrturm, Oper, Dom

und Co. ganz bewusst im

Schatten. In der weltweit stattfindenden

„Earth Night“ dreht

die Stadt ab 22 Uhr vielerorts das

Licht ab – mitmachen ausdrücklich

erwünscht! Die ansonsten

ins rechte Licht gerückten 27

Denkmäler und Fassaden der

Stadt verschwinden am Dienstag

in der Dunkelheit der Nacht.

Die „Earth Night“ findet immer

in der ersten Neumondnacht

im September statt. Die

Aktion verfolgt das Ziel, die

Lichtverschmutzung einzudämmen

und das Bewusstsein fürs

Energiesparen zu schärfen. In

Österreich werden neben Graz

heuer auch Innsbruck und Linz

für eine Nacht vielerorts die Beleuchtung

herunterfahren. Bürgermeister

Siegfried Nagl macht

beim weltweiten „Steckerziehen“

jedenfalls mit: „Jede und

jeder kann sparsam mit Energie

umgehen, um das Klima zu

schützen.“

Die „Earth Night“ soll auch ein

symbolisches Zeichen für den

Klimaschutz sein und die Bedeutung

des kollektiven Handelns

aufzeigen. Klimaschutz

wird in der Stadt Graz Priorität

eingeräumt. Graz soll sich in Zukunft

zu einer klimaneutralen

Stadt entwickeln, um die hohe

Lebensqualität zu erhalten.

Mehr dazu unter graz.at.

In der Earth Night wird auch beim Uhrturm das Licht ausgeknipst – eine von

38 Anlagen, die am 7. September verdunkelt werden. STADT GRAZ/FISCHER

NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS

ENTGELTLICHE KOOPERATION


4 graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2021

Weil sie „cool“ sein wollten, kauften sich die zwei Burschen solche C0 2

-Pistolen. Dann fuhren sie herum und schossen aus dem Auto. (Symbolbild)

Prozess in Graz:

Auf Pensionistin (63) geschossen

GERICHT. Ein 19-jähriger Grazer und sein Freund (18) schossen aus dem Auto mit einer CO 2

-Pistole auf

eine Pensionistin. Außerdem zerstörten sie Glasscheiben und fuhren mit einem falschen Blaulicht.

Von Julian Bernögger

julian.bernoegger@grazer.at

Anfang April war eine

63-jährige Pensionistin

mit ihrer Hündin im Süden

von Graz spazieren. Plötzlich

fährt ein Auto vorbei, das

Tier jault auf und die Frau spürt

ein Brennen am Oberschenkel.

Anschließend muss sie mit einer

blutenden Wunde ins Krankenhaus.

Hinter dem Vorfall stecken

zwei junge Grazer (18 und 19

Jahre alt). Sie hatten aus dem

fahrenden Auto mit einer CO 2

-

Pistole auf die Frau geschossen.

Dafür mussten sich die beiden

heute am Grazer Landesgericht

für Strafsachen vor der Richterin

verantworten. Die Anklage

umfasst aber noch weitere Punk-

te: Neben der Körperverletzung

sind auch noch Tierquälerei,

schwere Sachbeschädigung und

der Missbrauch von Notzeichen

angeklagt – dazu später mehr.

Zuerst will die Richterin von

dem 19-Jährigen wissen, warum

sie sich überhaupt Pistolen gekauft

hatten: „Wir hatten schon

länger überlegt, aus Spaßgründen

CO 2

-Waffen zu kaufen“, berichtet

der Angeklagte. „Um uns

gegenseitig abzuschießen, oder

auf Dosen zu schießen.“

Schließlich besorgen sich die

Freunde in einem Grazer Geschäft

die Pistolen. Damit schießen

sie aus dem fahrenden Auto

auf die Glasscheiben von zwei

Bushaltestellen, auf ein anderes

Auto und eben auf die 63-Jährige,

die mit ihrem Hund spazieren

war. Dabei haben sich die

Burschen auch selbst gefilmt. Zu

lauter Hip-Hop-Musik fahren

sie lachend durch die Gegend,

präsentieren stolz ihre zwei

Pistolen und schießen aus dem

Fenster. Vor Gericht sind ihnen

die Aktionen ziemlich peinlich:

„Das war alles total blöd und

ich schäme mich dafür“, sagt

der 19-Jährige heute. Außerdem

hatte er im Internet ein Blaulicht

bestellt. Das stellten sie ins Auto

und fuhren damit in der Nacht

herum. Auch davon gibt es Videos.

„Fanden das cool“

„Warum macht man so etwas?“,

will die Richterin wissen. „Um

cool zu sein“, antwortet der

19-Jährige „Hat ihr Freund das

damals auch cool gefunden?“

„Damals schon“. „Ich finde das

KK/GETTY

nicht cool“. Auch aus einer Wohnung

schossen die zwei Freunde

auf Passanten, ob dabei jemand

getroffen oder verletzt wurde,

ist aber nicht bekannt. Verletzt

wurde jedenfalls die 63-Jährige.

Sie hatte nach dem Vorfall

gut zehn Tage Schmerzen beim

Sitzen. Die zwei Burschen entschuldigen

sich im Gerichtssaal

bei der Frau: „Es tut mir wirklich

sehr leid.“ „Wenn ihr das nicht

mehr macht, dann ist es Ok“,

nimmt sie die Entschuldigung

an.

Das Urteil: Zwei und fünf Monate

Haft, ausgesetzt auf drei

Jahre Bewährung. Außerdem

bekommen die jungen Männer

einen Bewährungshelfer. Vom

Anklagepunkt Tierquälerei werden

sie freigesprochen. Nicht

rechtskräftig.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10

| GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/

80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at

| ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/

80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.928 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2020). | OFFENLEGUNG:

Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


1. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 5

Schrittmacher für Schülerin

TOLL. Schülerin Anna Mayer lebt mit einem His-Bündel-Herzschrittmacher. Damit ist sie eine der ersten

Jugendlichen in Österreich und die erste in der Steiermark, der dieses High-End-Gerät implantiert wurde.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Seit bald einem Jahr lebt die

Kärntnerin Anna Mayer

mit einem so genannten

His-Bündel-Herzschrittmacher.

Damit ist sie eine der ersten Jugendlichen

in Österreich und die

erste in der Steiermark, der dieses

High-End-Gerät implantiert

wurde. Die Platzierung ist präziseste

Millimeterarbeit und bei

Teenagern aufgrund der Herzgröße

zusätzlich herausfordernd.

Annas OP war ein voller Erfolg.

Ihre mittlerweile dreijährige Betreuung

am LKH-Univ. Klinikum

Graz ist ein Musterbeispiel für die

Topkooperation aller Partner im

Universitären Herzzentrum Graz.

Warum Anna die Herzprobleme

hatte, die 2018 zum ersten

Mal auffielen, ist aber nach wie

vor unklar. „Eine Virusinfektion

könnte die Ursache gewesen

sein“, so Stefan Kurath-Koller

von der Klinischen Abteilung

für Pädiatrische Kardiologie der

Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde.

Ein Kinderarzt

überwies die Familie damals ans

Uniklinikum und seither wird

Annas Herz hier beobachtet. Lange

bestand kein Grund, einen

Schrittmacher zu implantieren.

Da die Herzmediziner jedoch im

Langzeit-EKG gesehen haben,

dass sich Annas Rhythmusstörungen

zunehmend verändern,

fiel die Entscheidung zur Implantation.

„Mir geht’s super und ich

bin sehr dankbar, dass ich das

Neueste vom Neuen bekommen

hab“, strahlt die Schülerin. Und

das ist auch das Wichtigste!

Ein tolles Team aus Graz kümmert sich um Anna Mayer (Mitte): Jasmin Fischbach,

Stefan Kurath-Koller, Günther Prenner, Wolfgang Köle (v.l.) LKH-UNIV. KLINIKUM GRAZ/KURT REMLING

DIE JAHRES-

KARTE, DIE

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achtzigzehn | Foto: Lex Karelly | BEZAHLTE ANZEIGE


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6 graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2021

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ julian.bernoegger@grazer.at

E-Bikerin bei Unfall

tödlich verletzt

■ Gestern Nachmittag kam es

in der Grazer Herrgottwiesgasse

zu einem tragischen Unfall:

Eine 62-jährige E-Bike-Fahrerin

kollidierte gegen 14.30 Uhr mit

einem Wagen der Straßenbahnlinie

fünf. Dabei erlitt die

Frau tödliche Verletzungen.

Der 57-jährige Fahrer der Straßenbahn

blieb unverletzt, ein

Alkomattest verlief negativ. Die

Berufsfeuerwehr Graz stand mit

vier Fahrzeugen und 18 Mann

im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft

Graz hat den Leichnam

der 62-Jährigen zur Beerdigung

freigegeben. Aufgrund des Unfalles

war die Herrgottwiesgasse

für den Verkehr etwa zwei Stunden

lang gesperrt.

Ein kurzer Schock für die Anwohner: Gestern Nachmittag fing in Eggersdorf

bei Graz ein Plastiksackerl auf einem Herd an zu brennen. FF EGGERSDORF B. GRAZ

Überfall: Weitere

Täter ausgeforscht

■ Wie berichtet, hat die Grazer

Polizei am Wochenende einen

18-Jährigen verhaftet, der im

Juni einen Supermarkt ausgeraubt

haben soll. Wie heute

bekannt wurde, haben die Ermittler

nun auch einen mutmaßlichen

Komplizen ausgeforscht.

Ein ebenfalls 18-Jähriger

soll an der Planung der Straftat

maßgeblich beteiligt gewesen

zu sein. Der Bursche ist bei der

Polizei bereits bekannt. Über

Anordnung der Staatsanwaltschaft

wurde der 18-Jährige

verhaftet und in die Justizanstalt

Graz-Jakomini eingeliefert.

Auch das eigentliche Opfer des

Überfalls, ein ebenfalls 18-jähriger

Supermarktangestellter,

geriet ins Visier der Ermittler.

Die beiden anderen Verdächtigen

sollen versucht haben, ihn

vor dem Überfall zu überreden,

keinen Widerstand zu leisten

und die Kassenlade zu öffnen.

Der Supermarktangestellte gibt

an, dass er dies abgelehnt hat.

Er hatte jedoch auch nichts

gegen die bevorstehende Straftat

unternommen und seine

Bekannten nicht verraten. Er

wird nun wegen des Verdachts

der Unterlassung der Verhinderung

einer mit Strafe bedrohten

Handlung, der falschen Beweisaussage

und der Begünstigung

auf freiem Fuß angezeigt.

Plastiksackerl

brannte auf Herd

■ Die Freiwillige Feuerwehr

Eggersdorf bei Graz rückte gestern

Nachmittag aus, weil der

Brandmelder eines Gebäudes

Alarm geschlagen hatte. Auf einer

eingeschalteten Herdplatte

hatte ein Plastiksackerl Feuer

gefangen. Die Sache ging zum

Glück glimpflich aus: Beim Eintreffen

der Feuerwehr hatten

die Anwohner das Feuer schon

gelöscht.


1. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

Mobilität der Zukunft:

graz 7

Autonom und ohne Lenkrad

WELTPREMIERE. Beim diesjährigen Symposium Virtuelles Fahrzeug waren wieder Top-Vertreter der

Mobilitätsbranche vertreten – außerdem wurde das Konzeptfahrzeug ZeroOne erstmals präsentiert.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Wir treiben mit unserer

Forschung die Entwicklung

komplexer

Systeme voran, die zunehmend

Software-definiert, hoch automatisiert

und interaktiv sind. Dabei

stehen die Themen Security and

Safety, die Vertrauenswürdigkeit

autonomer Systeme sowie der

Bereich Grüne Mobilität im Mittelpunkt

unserer Arbeit“, so Jost

Bernasch, Virtual Vehicle Geschäftsführer

beim heutigen Graz

Symposium Virtuelles Fahrzeug

(GSVF) in der Seifenfabrik.

Weltneuheit

Beim Treffpunkt internationaler

Branchenkenner und Keynote-

Speaker erfuhr man die neusten

Entwicklungen über die Mobilität

von morgen.

Ein echter Hingucker war das

selbstentwickelte Konzeptfahrzeug

ZeroOne, welches heute

sogar Weltpremiere feierte: ein

sauberes, sicheres, leichtes und

vollelektrisches Fahrzeug für

den urbanen Verkehr der Zukunft.

Das Fahrzeug ist so konzipiert,

dass es in der Lage sein wird,

sich autonom in der Stadt zurechtzufinden

und Passagiere von

A nach B zu transportieren. Von

außen sieht es wie ein herkömmliches

Stadtauto aus, im Inneren

wird es schon etwas futuristischer.

Bewusst wurde auf ein Lenkrad

verzichtet, dieses wurde durch

einen professionellen Joystick für

Fahrten auf nicht kartographiertem

Gelände beziehungsweise

zum Eingreifen im Notfall verbaut.

Das Konzeptfahrzeug ZeroOne ist ein vollelektrisches Fahrzeug für den Zukunftsverkehr.

Lenkrad, Gas und Bremse etwa gibt es nicht mehr. VIRTUAL VEHICLE (2)

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1. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 9

In der Radetzkystraße entsteht

das Raiffeisenhaus.

RLB STEIERMARK

Raiffeisenhaus

statt Hypo Stmk

■ Am letzten Augustwochenende

erfolgte in der Verschmelzung

der Hypo Steiermark mit

der Raiffeisen-Landesbank

(RLB) Steiermark der finale

Schritt. Mit 71.000 Privatkunden

sowie rund 10.000 Unternehmenskunden

entstand

die größte Regionalbank, die

in rein steirischem Eigentum

steht. Gleich darauf startet Mitte

September der Umbau der

bisherigen Hypo-Hauptbankstelle

in der Radetzkystraße

zum „Raiffeisenhaus“.

Die Arbeitslosigkeit ist noch immer

höher als vor Corona. STREET VIEW

Fast 40.000 Steirer

derzeit ohne Job

■ Mit Stand Ende August waren

32.145 Personen (-23,7 Prozent

im Vorjahresvergleich) als

arbeitslos beim AMS Steiermark

vorgemerkt, inklusive der 7677

Teilnehmern an Schulungen

(+22,3 Prozent) waren damit

39.822 Steirer ohne Job (-17,8

Prozent). Zum Vergleich: Im

Vorkrisenjahr 2019 lag die Arbeitslosigkeit

mit 31.348 Betroffenen

noch um 797 Personen

niedriger. Beinahe 900 steirische

Betriebe haben die Kurzarbeit

Phase 5 (seit 1. Juli) für etwa

6000 Beschäftigte beantragt.

Handelsspartenobmann Gerhard Wohlmuth (l.) und Wirtschaftsforscher Peter

Voithover blickten auf das erste Halbjahr im steirischen Handel zurück. FISCHER

Handel schon besser als

vor der Corona-Krise

TOP. Trotz angespannter Corona-Situation konnte

der steirische Handel ein Plus erwirtschaften.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Der Handel war bekanntlich

von der Covid-19-Pandemie

besonders betroffen.

Nach wie vor haben Unternehmer

mit Herausforderungen und Unsicherheiten

vor allem, was den

Herbst betrifft, zu kämpfen. Trotzdem

ist es ihnen gelungen, diverse

Hürden zu meistern. Das geht aus

der Halbjahresbilanz der Wirtschaftskammer

Steiermark hervor,

die heute präsentiert wurde.

2,7 Milliarden Euro konnte der

steirische Einzelhandel von Jänner

bis Juni erwirtschaften, das

entspricht einem Plus von 6,2

Prozent oder 160 Millionen Euro

netto. Im gesamten weiß-grünen

Handel wurden 9,1 Milliarden

Euro erzielt – eine Zunahme von

sogar 13 Prozent.

Damit befinden sich die Umsätze

bereits wieder über dem

Vorkrisenniveau – 1,8 Prozent

sind es mehr als im Jahr 2019, im

Einzelhandel 0,8 Prozent plus.Die

Entwicklung im Detail fällt je nach

Branche allerdings sehr unterschiedlich

aus: Während der gesamte

Onlinehandel eine enorme

Dynamik erlebt, verzeichnen vor

allem modische Branchen einen

Rückgang. „Alles in allem kann

trotzdem von einem gelungenen

Restart gesprochen werden, wenn

auch nicht in allen Bereichen –

diese darf die Politik nicht im Stich

lassen. Denn mit der Delta-Variante

schwebt ein Damoklesschwert

über unseren Betrieben, hier darf

es unter keinen Umständen mehr

zu einem weiteren Lockdown

kommen“, betont der Obmann der

Sparte Handel in der WKO Steiermark,

Gerhard Wohlmuth.

Positiver Ausblick

„Prognosen lassen für den steirischen

Handel auf Umsatzzuwächse

im zweiten Halbjahr

2021 schließen“, so Peter Voithofer

vom Economica Institut für

Wirtschaftsforschung. Denn die

Konsumausgaben der privaten

Haushalte dürften österreichweit

weiter ansteigen und die Sparquote

zurückgehen.

Dennoch: „Corona hat in den

vergangenen Monaten viele Unternehmerinnen

und Unternehmer

völlig unverschuldet vor

existenzielle Fragen gestellt. Die

Politik darf hier auch in Zukunft

niemanden im Stich lassen“, appelliert

Wohlmuth.

Besuch zum Start: Heinz Mayer und

Barbara Eibinger-Miedl LAND STEIERMARK

Antritt für neuen

Geschäftsführer

■ Heinz Mayer folgt ab heute

Wolfgang Pribyl nach und

übernimmt die Leitung der

zweitgrößten außeruniversitären

Forschungsgesellschaft

Österreichs mit Hauptsitz in

Graz: der Joanneum Research.

Der 52-Jährige kennt das Unternehmen

von Grund auf,

leitete er doch bis dato die

größte Forschungseinheit der

Joanneum Research, das Institut

Digital. Forschungslandesrätin

Barbara Eibinger-Miedl

wünschte ihm viel Erfolg.

Eine Innovation aus Graz wird in

Dubai präsentiert. QUERKRAFT BAGIENSKI

Grazer bei der

Expo in Dubai

■ Grazer Entwicklungs- und

Forschergeist erobert ab 1.

Oktober die Weltausstellung

in Dubai. So präsentiert der

Holzcluster Steiermark seine

Innovationen auf der Expo.

Präsentiert wird das Projekt

„WoodC.A.R.“, bei dem ein

holzbasierter Seitenaufprallträger

entwickelt wird. Als

Partner auf wissenschaftlicher

Seite sind die TU Graz, die

Karl-Franzens-Universität, die

FH Joanneum und das Grazer

Forschungszentrum „Virtual

Vehicle“ dabei.


10 graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2021

Marry sucht

ein Zuhause

Grazer

Pfoten

Blog

achtnull

www.grazer.at

/achtnull

Marry sucht einen liebevollen Menschen, der genügend Zeit für sie hat. KK

Marry ist eine sehr skeptische

Hündin. Sie verlor jungen Hündin ein Zuhause?

bensumfeld. Wer schenkt der

ihr Zuhause durch einen Wohnungswechsel.

Das hat ihre

Unsicherheit nur bestärkt. Sie

braucht Zeit um wieder Vertrauen

zu fassen. Marry kann

- 2 Jahre

- Mischling

- mag Hunde je nach

Sympathie

die Grundkommandos. Sie - mag ältere Kinder

wünscht sich ein ruhiges Zuhause

mit festen Bezugspersonen

und einem stabilen Le-

Kontakt: Arche Noah

www. aktivertierschutz.at

Das Tea‘s Me hat in der Grazer Innenstadt einen kleinen Laden eröffnet.

Bubble Tea & Snowflake Ice

■ Unsere Redakteurin und Bloggerin

Valentina Gartner testet

jede Woche ein neues Lokal in

Graz und verrät ihre Meinung

dazu – wie schmeckt es, wie ist

der Preis und wie ist das Ambiete?

All das kann man jeden

Mittwoch nachlesen. Diese Woche

geht es um das „Teas‘Me“ in

der Sackstraße, welches erst Anfang

August offiziell eröffnet hat.

Neben verschiedenen Bubble

Tea Klassikern bietet man auch

ausgefallenere Kreationen wie

Iced Tiramisu, Strawberry Milk &

Crème Brûlée oder Iced Oreo an.

Außerdem gibt‘s verschiedene

Summer Specials. Darüber hinaus

hat man Snowflake Ice – asiatisches

Bingsoo – im Angebot.

Mehr dazu und wie es unserer

Vali geschmeckt hat, kann man

schon jetzt im Blog auf www.grazer.at/achtnull

nachlesen.

KK


1. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 11

Jetzt

mitdiskutieren

www.facebook.com/derGrazer

Super Idee

Die Idee ist richtig gut.

Hab in München gearbeitet,

dort haben wir auch

die Straßen unter die Erde

verlegt. Josef-Huber-Gasse,

Rösselmühlgasse usw.

unter die Erde? Was gäbe

es schöneres. Der Bezirk

könnte wieder aufatmen.

* * *

Nur Innenstadt

Mia Hopfer

Immer drehen sich die Verkehrskonzepte

nur um die

Innenstadt. Graz ist viel

mehr als nur die Innenstadt.

Es braucht Konzepte,

die Menschen in den

äußeren Bezirken und

Umlandgemeinden motivieren,

nicht mit dem Auto

zu fahren, um ihre täglichen

Wege zu absolvieren.

Maria Knotz

* * *

Blödsinn

Die Stadt ist Pleite und

hat nur blödsinnige, nicht

umsetzbare Ideen - dafür

brauchen wir keine gut bezahlten

Politiker, denn sie

sollen sich um die Probleme

der Grazer kümmern,

wofür sie bezahlt werden.

* * *

Peter Leifert

Lieber eine

Seilbahn

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Parkhäuser

am

Stadtr

a n d ,

von dort

eine Seilbahn

der

Mur entlang. In

vielen Millionenstädten,

vor allem in Südamerika

wurden diese Konzepte

umgesetzt. Na, de haum

ka Mur. Aber riesige Verkehrsüberlastungen.

In La

Paz (Bolivien) zum Beispiel

funktioniert das hervorragend.

Walter Marianne

Schwertberger

* * *

Autos an den Kais

unter die Erde

Der Grazer Vize-Bürgermeister

Mario Eustacchio will die Autos

in Graz an den Kais im Bereich

des Andreas-Hofer-Platzes und Mariahilfer

Platzes unter die Erde bringen.

Das ist Teil des neuen Konzeptes

„Innenstadt neu gedacht“, das er

gestern präsentiert hat. Die Kosten

des Projektes veranschlagt der FPÖ-

Spitzenkandidat mit 62 Millionen

Euro. Für die Umsetzung sieht Eustacchio

einen Zeitrahmen von zehn

Jahren. Unsere Leser kommentierten

die Idee auf Facebook.

REAKTIONEN & KOMMENTARE

26. September FPÖ

Impressum: FPÖ Graz | Conrad-von-Hötzendorf-Straße 58 | 8010 Graz

Freiheit braucht

Sicherheit

Sorgen wir für mehr Lebensqualität

- zu jeder Tageszeit!

Viele Grazer fühlen sich im öffentlichen Raum nicht

sicher - besonders in der Nacht!

Nulltoleranzpolitik gegen Drogenhandel!

Kriminalität konsequent

bekämpfen - sofortige

Ausweisung krimineller Ausländer!

Mario Eustacchio

Bürgermeister-Stv.

www.wir-grazer-sicherheit.at


12 graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2021

Schönere Baumscheiben

■ Immer wieder ist die Rede davon,

dass Graz zu wenige Grünflächen

hat. Auch der Bezirksvorsteher

von Jakomini, Klaus

Strobl, möchte gegen den fehlenden

Grünraum in der Stadt

ankämpfen. Der Bezirk Jakomini

startete deswegen die Initiative

„Baumgartln“. Mit der Baumschule

Elsnegg wurden die ersten

Baumscheiben jetzt schon

verschönert (wir haben berichtet).

Bereits um ihren Standort

in der Münzgrabenstraße 128

stellen die Gärtner ihr Können

mit aufwendigen Sträuchern und

Co zur Schau – jetzt auch bei den

dortigen Baumscheiben, die vor

der Umgestaltung fast verkommen

sind.

Pflanzen, Blümchen und Co: Die Baumschule Elsnegg hat bei der Neugestaltung

der Baumscheiben im Bezirk Jakomini ganze Arbeit geleistet. KK (2)

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1. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 13

Kinder dicker als vor Corona

ALARMIEREND. Eine Uni-Graz-Studie zeigt, dass Volksschüler übergewichtiger und weniger fit als vor

der Pandemie sind. Schuld daran seien die Schulschließungen und die damit ausfallenden Turnstunden.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Die Covid-Pandemie hat

auch bei den Volksschülern

ihre Spuren hinterlassen:

Einer Studie zu Folge, die

federführend von Gerald Jarnig

vom Institut für Sportwissenschaften

an der Uni Graz durchgeführt

worden ist, sind Kinder

im Volksschulalter im Vergleich

zu früher übergewichtiger und

weniger fit.

Schließungen schuld

„In dieser Kohortenstudie mit

Kindern aus Österreich waren

die Maßnahmen zur Bekämpfung

von Covid-19 mit einer Verringerung

der Herz- und respiratorischen

Fitness sowie einer

Erhöhung des Body-Mass-Index

verbunden. Die Ergebnisse deuten

auf einen Bedarf an gemeinschaftlichen

Anstrengungen hin,

um diese Veränderungen des

Gesundheitsstatus der Kinder

rückgängig zu machen und negative

Langzeitfolgen für die Gesundheit

zu verhindern“, schrieben

Jarnig und seine Co-Autoren

im Online-Journal der Amerikanischen

Ärztegesellschaft.

Demnach sind die bedenklichen

Erkenntnisse auf die Schulschließungen

und den damit

verbundenen Ausfall von Turnstunden

sowie dem Entfall von

sportlicher Betätigung im Freien

aufgrund des bundesweiten

Lockdowns zurückzuführen. Die

Wissenschafter hatten insgesamt

764 Volkschüler ausgewählt. Die

Zahlen ließen sich auf ganz Österreich

anwenden.

Der Sport kam für die meisten Volksschulkinder im vergangenen Pandemie-

Jahr oftmals zu kurz, dafür stieg der Body-Maß-Index dramatisch an. GETTY


10 graz

www.grazer.at 19. SEPTEMBER 2021


1. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 15

Hinaus in die frische (herbst)Luft

FRISCHE LUFT. Von 9. September bis 10. Oktober sucht

der steirische herbst mit dem diesjährigen Programm

„The Way Out“ nicht nur den Weg zur frischen Luft,

sondern auch einen Ausweg aus Krise und Pandemie.


Herbstliche Eröffnung

■ Eröffnung: Die Eröffnung

des steirischen herbst ’21 findet

in drei Akten am Donnerstag,

9. September, ab 17 Uhr statt.

Erste Station ist der Europaplatz

– als Bahnhofsvorplatz ein Ort

des sprichwörtlichen Ein und

Aus. Durch Marinella Senatores

Lichtinstallation wird er in ein

Eintrittstor zum Festival und

seinen Themen verwandelt.

■ Eröffnungsrede: In diesem

Rahmen hält Intendantin und

Chefkuratorin Ekaterina Degot

ihre traditionelle Eröffnungsrede

und Dejan Kaludjerović stellt

seine neue Produktion in einem

konzertanten Teaser vor.

■ Sicherheit: Um Fragen der

Sicherheit und der Ordnung im

öffentlichen Raum geht es ab 18

Uhr in der neuen Intervention und

Performance von Flo Kasearu.

■ Performance : Auf dem

Hauptplatz erwartet das Publikum

um 20.30 Uhr schließlich

eine Tanz- und Musikperformance

unter freiem Himmel. Der

Schlagzeuger und Komponist

Uriel Barthélémi hat sich speziell

für den steirischen herbst mit der

Fagottistin Sophie Bernado und

dem Hip-Hop-Tänzer Salomon

Baneck-Asaro zusammengetan.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Die Raabtal Dirndl sind in das herbst-Programm integriert

und werden ganz sicher einer der Höhepunkte. JOHANNA LAMPRECHT

Man sieht es der Intendantin

Ekaterina Degot an,

da ist noch ein Feuer für

den steirischen herbst vorhanden

und sie und ihr gesamtes Team

können es gar nicht erwarten,

endlich loszulegen. Am 9. September

gibt es endlich wieder ein

Treffen unter freiem Himmel.

In der Tradition aus der institutionellen

Blase auszubrechen, laden

dieses Jahr rund 35 Künstler und

Kollektive dazu ein ihre Arbeiten

über knapp fünf Wochen verteilt

außerhalb eines starren institutionellen

Korsetts zu erleben, sei es in

Form von Straßeninterventionen,

lokalen Workshops, persönlichen

Briefen, gemeinsamem Kochen

oder Installationen und Performances

im öffentlichen Raum.

Degot: „Im Fokus stehen einfache

Zugangsbedingungen, die

zufällige Begegnungen mit Kunst

und Kultur ermöglichen, beispielsweise

während eines Spaziergangs

im Park, auf dem Weg

zum Bahnhof, beim Einkaufen in

der Herrengasse oder an vielen

anderen öffentlichen Plätzen, die

The Way Out als Kunsträume erfahrbar

macht.“

Neben dem großen Eröffnungstag

(siehe Box links) hat der steirische

herbst, der mit seiner Zentrale

und der Paranoia-TV-Station in

der Murgasse eingezogen ist, noch

Sujets wie dieses hier von Johanna Lamprecht bringen wieder buntes Leben in

den steirischen herbst. Es gibt eine ganze Serie von verschiedenen Postern. KK

viel zu bieten. Neben vielen Kunstprojekten

liegt der Fokus in diesem

Jahr auch auf Performances.

Im herbst 2021 gibt es auch drei

Bühnenprojekte im Grazer Orpheum.

In Ritterrüstung und mit

Computerspielen suchen der Tatort-Darsteller

Mark Waschke und

die Medienkünstlerin Hito Steyerl

nach Spuren feudaler Zustände im

Theater und in der digitalen Welt.

Žiga Divjak entwickelt für die dritte

Festivalwoche ein neues Stück,

das sich mit dem Klimawandel

auseinandersetzt. In der vierten

Festivalwoche erweckt Yael Bartana

die Geister und beunruhigenden

Fantasien der österreichischjüdischen

Geschichte zum Leben.

Als Finale von „The Way Out“

inszeniert das Theater im Bahnhof

einen von der Unterhaltungssendung

„Bares für Rares“ inspirierten

Flohmarkt mitsamt Performance.

Pressekonferenz unter freiem Himmel mit Intendantin

und Chefkuratorin Ekaterina Degot.

CLARA WILDBERGER


steirischer herbst

■ 54. herbst-Ausgabe |

Künstler: Yael Bartana; Uriel

Barthélémi mit Sophie Bernardo

und Salomon Baneck-

Asaro; Sophia Brous mit Faye

Driscoll, Samara Hersch und

Lara Thoms; Žiga Divjak;

G.R.A.M.; Emil Gruber; Felix

Hafner und Ensemble; Thomas

Hirschhorn; Hiwa K; Dejan

Kaludjerović in Zusammenarbeit

mit Marija Balubdžić, Bojan

Djordjev und Tanja Šljivar;

Flo Kasearu; Paul B. Preciado;

Die Rabtaldirndln; Reverend

Billy and The Church of Stop

Shopping; Peter Schloss mit

Grupa Ee; Tino Sehgal; Marinella

Senatore; Hito Steyerl

und Mark Waschke; Theater im

Bahnhof.

■ Lageberichte: Lars Cuzner;

Nicholas Grafia & Mikołaj

Sobczak; Heimo Halbrainer

und Joachim Hainzl (CLIO);

Pia Hierzegger und Stefanie

Sargnagel.

■ Poster: Nilbar Güreş; Hans

Haacke; Horst Gerhard Haberl;

Li Ran; Boris Mikhailov;

Amanullah Mojadidi; Dana

Sherwood; Mounira Al Solh;

Piotr Szyhalski; Rosemarie

Trockel.


graz

16 www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2021

Ausblick

Was morgen in Graz wichtig ist

■ Um speziell an heißen Tagen im Sommer ein angenehmeres Mikroklima

für die Fahrgäste zu schaffen, hat das für die Errichtung der Haltestellen

zuständige Außenwerbe- und Tochterunternehmen der Holding

Graz, der Ankünder, im Auftrag der Stadt Graz und auf Initiative von

Bürgermeister Siegfried Nagl einen Prototyp eines begrüntes Wartehäuschen

entwickelt. Dieses wird morgen Donnerstag präsentiert.

■ Hervis sperrt einen neuen Store im Murpark auf. Ab 7 Uhr Früh gibt

es dort bereits tolle Eröffnungsangebote – Schnäppchenjäger müssen

also schnell sein.

■ Die HSG Holding Graz lädt morgen zur Saisonauftakt-Pressekonferenz

und gibt einen Ausblick auf die kommende Handball-Saison. Dabei

werden auch zwei Neuzugänge vorgestellt.

■ Am 10. September treten 16 große Persönlichkeiten aus dem heimischen

Sport im Rahmen des ELK Sporthilfe Super10Kampf im Sportpark

in Graz in Disziplinen gegeneinander an. Darunter auch Skiweltmeisterin

Michaela Kirchgasser und Olympiasieger Thomas Morgenstern.

Die Details werden morgen von Bürgermeister Siegfried Nagl präsentiert.

■ Judith Schwentner und die Grazer Grünen laden zum Wahlkampfauftakt

– einer Parade mit Pauken und Trompeten: Los geht‘s um 16.30

Uhr am Tummelplatz.

■ Abschlusskonzert von Austropop am Schloßberg: Um 19 Uhr treten

DeZwa zum letzten Mal in diesem Jahr im Biergarten auf.

Austropop-Finale Morgen sind DeZwa Harald Pekar (l.) und Peter Karner

zum letzten Mal in diesem Jahr im Biergarten im Schloßberg zu hören. LUEF

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