Berghofer Blick 2021-3

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HILFE & SERVICE


Benjamin Blick

meint ...

VORWORT

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LIEBE LESERINNEN UND LIEBE LESER,

in Berghofen bewegt sich was, die IBG e.V. freut sich zwei neue Mitglieder begrüßen zu dürfen.

Die Gaststätte Haus Heimsoth hat eine neue Wirtin gefunden und kann wieder Gäste empfangen.

Frau Renate Karbowniczek wünschen wir viel Erfolg.

Desweiteren begrüßen wir Herrn Jonas David Bredemeier von der ,

der sich in dieser Ausgabe den Berghofer Bürgern vorstellt.

Das Testzentrum hat die Straßenseite gewechselt, da der Berghofer Fotoservice mit seiner Postfiliale

in die ehemaligen Geschäftsräume der Volksbank/Testzentrum einzieht. Wir freuen uns, das alle

Umbauarbeiten von IBG e.V. Mitgliedern durchgefürht wurden.

Wir wünschen Stefan „Der Berghofer“, für seinen Lebensabend alles Gute, vor allem Gesundheit!

Der zweite Corona-Sommer ist leider sehr verregnet, hoffen wir auf einen gesunden und schönen

Herbst. Viele Berghofer sind geimpft, das ist sehr erfreulich, denn nur die Impfung aller ist der Weg

aus der Pandemie.

Deshalb bitten wir Sie LIEBE LESERINNEN UND LIEBE LESER: „Lassen Sie sich Impfen!“

IHR BENJAMIN BLICK

Herausgeber: Interessengemeinschaft Berghofer Gewerbetreibende e.V. • 1. Vorsitzender Carsten Freiheit • Berghofer Str. 149a • 44269 Dortmund

Telefon 0231 395 22 33 • www.ibg-do.de • info@ibg-do.de

Verantwortlich für den Inhalt: Vorstand IBG e.V. (V.i.S.d.P)

Gestaltung & Satz: Berghofer Fotoservice • Berghofer Straße 149a • 44269 Dortmund • Telefon 0231 3952233

Druck: Uwe Nolte • Im Kurzen Busch 7 • 58740 Iserlohn • Telefon 02371 9765-30

Fotos: Berghofer Fotoservice • Berghofer Straße 149a • 44269 Dortmund • Telefon 0231 3952233

Der nächste BB erscheint am 15.11.2021 • Druckauflage / verteilte Auflage 15.000 Exemplare / ISSN Nr. 1861-9304

Der Anzeigenschluss für die Ausgaben ist jeweils 30 Tage vorher!

Ihre Anzeigen und Texte senden Sie bitte per E-Mail an: info@ibg-do.de


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GESUNDHEIT

Melatonin – das Schlafmittel der Wahl?

Die letzten Monate sind pandemiebedingt für fast

alle Menschen eine besondere Belastung und für

einen nicht unerheblichen Teil äußerte sich dies in

verschiedenen Formen von Schlafstörungen – seien

es Einschlaf- oder Durchschlafstörungen.

Der Schlafrhythmus im menschlichen Körper wird

unter anderem durch das körpereigene Hormon Melatonin

gesteuert. Es wird auch als Schlafhormon

bezeichnet. Melatonin wird abhängig durch den

im Hirn verankerten Tagesrhythmus und dem Sonnenlicht

in der Zirbeldrüse des Gehirns produziert.

In den Abendstunden, wenn es dunkler wird steigt

sein Spiegel im Körper an und man wird müde.

Dieser Rhythmus kann von vielen Faktoren beeinflusst

werden, z.B. der Länge des Tageslichts, den

Konsum melatoninhaltiger Nahrungsmittel (Cranberrys,

Steinpilze,

usw.), bestimmten

Krankheiten, Arzneimitteleinnahme

oder Stress. Gerät der Rhythmus aus dem Gleichgewicht,

können Einschlaf- und Durchschlafprobleme

auftreten.

Um den Schlafrhythmus wieder in geordnete

Bahnen zu lenken, werden auf dem Markt unterschiedlichste

Melatonin-Präparate angeboten. Sie

finden zurzeit in nahezu jeder Gesundheitszeitung

oder auch in der TV-Werbung unzählige Produkte

– Sprays zum Sprühen in den Mundraum, Kapseln,

Gummidrops oder auch Tabletten. Von den

zahlreichen frei verkäuflichen Produkten abzugrenzen

ist das verschreibungspflichtige Arzneimittel

„Circadin“, welches für Patienten ab 55 Jahren

bei Insomnien (Schlaflosigkeit) eingesetzt wird. Es


GESUNDHEIT

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enthält 2 mg Melatonin. Weitere Kategorien sind

die diätetischen Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel.

Diätische Lebensmittel werden beim

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

(BVL) angezeigt. Die meisten melatonin-haltigen

Präparate gehören in die Sparte der

Nahrungsergänzungsmittel (NEM). Diese enthalten

bis zu 1 mg Melatonin als Tagesdosis. Sie können

als NEM eingestuft werden, da mit dieser Konzentration

keine pharmakologische Wirkung nachgewiesen

werden kann. Viele Hersteller versuchen

ihre Produkte als Nahrungsergänzungsmittel auf

den Markt zu bringen, dennoch ist der rechtliche

Status bei einigen Präparaten nicht ganz geklärt

und Teil von Gerichtsverhandlungen. Die Aufsicht

über die NEM haben in Deutschland die Lebensmittel-Überwachungsbehörden

der einzelnen Bundesländer,

so dass es hier auch zu unterschiedlichen

Entscheidungen kommen kann.

Der Melatoninspiegel im Körper eines jeden einzelnen

Menschen ist sehr individuell. Eine klare

Konzentrationsgrenze für einen Mangel ist wissenschaftlich

nicht gegeben. Daher gibt es in der

Selbstmedikation keine klaren Therapieempfehlungen.

Lassen Sie sich unbedingt vor der Einnahme

eines Melatonin-Präparates ärztlich beraten oder

kommen Sie zu uns in die Apotheke. Melatonin

kann mit einigen Beruhigungs- und Schlafmitteln

starke Wechselwirkungen hervorrufen. Auch die

Einnahme von Hormonen bei Frauen erzeugt Interaktionen.

Vorsicht ist auch geboten bei Rauchern

und Alkoholkonsum.

Unter der Anwendung melatoninhaltiger NEM verbessert

sich die Symptomatik der Schlaflosigkeit

teilweise stark - ob durch einen Placebo-Effekt

oder pharmakologisch lässt sich selten herausfinden.

Wenn Sie unter Schlaflosigkeit leiden, klären

wir gerne persönlich mit Ihnen, ob Melatonin unbedenklich

für Sie in Frage kommt.

Bleiben Sie gesund!

Martin Kemper mit allen Mitarbeitern


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VEREINSLEBEN

Aktuelles von Unsere Mitte Steigerturm e. V.

DEIN ORT

DEIN SHIRT

Bekenntnis in Kurzfassung –

und sicher nicht nur in Berghofen gern

gesehen: Das Berghofer Shirt gibt es in

zwei Farbvarianten und in vielen Größen.

Wo wird es gefertigt und verkauft?

Natürlich in Berghofen

Shirt weiß mit hellgrauer Schrift: 19,95 €

Shirt anthrazit mit hellgrauer Schrift: 24,95 €

GEMEINSAM

BERGHOFEN

„Durch diesen Slogan ist mir

bewusst geworden, dass ich mich

hier sehr wohlfühle und Berghofen

meine Heimat geworden ist“,

sagt Volker Fritz, Berghofer und Geschäftsführer der

Fritz-Effekt Unternehmerberatung GmbH. Er unterstützt

den Verein Unsere Mitte Steigerturm e.V.. Aus seinem Büro

am Phoenix See stammt die Idee, ein Berghofen-Shirt zu

produzieren. Das Design hat der Berghofer Grafik-Designer

Jens Neubert entwickelt. Eine erste Auflage des Shirts wurde

gefertigt und dem Verein als Sachspende übergeben.

Der Verkaufserlös ist bestimmt für das künftige Bürgerzentrum

im Steigerturm. Aufgrund der großen Nachfrage werden

die T-Shirts nun im Berghofer Fotofachgeschäft von Gaby und

Carsten Freiheit hergestellt und verkauft. Auch bei dieser

Vereinbarung wird ein Teil des Verkaufserlöses dem Verein

gespendet. „Wir bedanken uns bei allen Beteiligten.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich für Berghofen zu

engagieren. Dies ist ein gutes Beispiel für den Zusammenhalt

und das Miteinander in Berghofen“, betont der

Vereinsvorsitzende Winfried Liebig.

ZWEI ECHTE ORTSTEILE:

Bei seltenen Größen: Fertigung innerhalb einer Woche Berghofer Str. 155, Tel. 3952233

Unsere Mitte Steigerturm e.V.

Vorsitzender: Winfried Liebig

Vikar-Kleffmann-Weg 6

44267 Dortmund

info@steigerturm.de

Spenden

Unsere Mitte Steigerturm e.V.

IBAN:

DE03 4405 0199 0101 0295 49

Zweck: Spende Steigerturm

Weitere Informationen

zum Steigerturm, seinem Verein

und zum Stand der Planungen

finden Sie auf

www.steigerturm.de

Werden Sie jetzt Mitglied und

unterstützen Sie die Entwicklung

Berghofens. Jedes Engagement und

Ihre Mitsprache sind auch ohne

Mitgliedschaft herzlich willkommen.

Die Interessengemeinschaft Berghofer Gewerbetreibende ermöglicht uns, regelmäßig über den Stand unseres Projektes zu informieren. Vielen Dank!


HILFE & SERVICE

Erleben Sie ab dem 17. August

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Wir freuen uns, Euch ab dem 17. August 2021 in unseren

neuen Geschäftsräumen begrüßen zu dürfen.

Unsere Leistungen im Bereich Foto sowie Postdienstleistungen

bleiben selbstverständlich wie gehabt, bzw.

werden noch erweitert.

Besonders schön ist für Euch Berghofer, dass ihr unser

Fotostudio jetzt barrierefrei erreichen könnt. Nach

wie vor machen wir zertifizierte Passfotos sowie Bewerbungsfotos

jederzeit ohne Terminvereinbarung. Für

aufwändigere Shootings ist allerdings ein Termin in

unserem Fotostudio zu empfehlen. Aber auch hier sind

wir sehr flexibel und bieten kurzfristig Termine an.

Desweiteren verfügen wir neuerdings über eine Bilderrahmen-Galerie.

Eine große Auswahl an verschiedenen

Bilderrahmen steht zur Verfügung.

Dazu besteht die Möglichkeit sich Passepartouts auf

Maß schneiden zu lassen.

Ferner bieten wir weiterhin unsere individuelle Textilgestaltung

mit ÖKO-TEX-Farben an. Vom Layout bis zum

fertigen Produkt übernehmen wir Druck- und Designarbeiten.

Seit Jahren fertigen wir T-Shirts, Hodies, Pullover für

Firmen und Abschlussklassen in unserer Umgebung.

Viele Berghofer gestalten auch Einzelstücke und lassen

sich ihr ganz persönliches Unikat bei uns gestalten.

Über den jüngsten Auftrag von UNSERE MITTE STEI-

GERTURM e.V. freuen wir uns besonders. So produzieren

wir, als Berghofer Gewerbebetrieb die Shirts für den

Berghofer Verein. Die T-Shirts sind ab Eröffnung bei

uns im Geschäft in vielen Größen erhältlich. Sondergrößen

können

wir auf Wunsch

natürlich ebenfalls

anfertigen.

Neuerdinds wird es eine größere Auswahl an Glückwunschkarten

geben. Wir haben unser Sortiment erweitert

und können Euch jetzt endlich auch die langersehnten

Dortmunder Postkarten anbieten.

Zur Eröffnung wird unser Ladenlokal noch nicht komplett

sein, denn wir haben noch ein wenig Platz für etwas

Neues und suchen noch etwas Besonderem womit

wir Berghofen bereichern können.

Wir freuen uns auf Euren Besuch in unseren neuen

Geschäftsräumen.

Das Team vom Berghofer Fotoservice


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GESUNDHEIT


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HILFE & SERRVICE

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Lerntechnik Erinnerungsgeschichten

Um das Lernen zu unterstützen, kann man verschiedenste Techniken

einsetzen. Eine davon, welche auch noch viel Spaß machen

kann, ist die der Erinnerungsgeschichten.

Manchmal helfen uns kleine, selbstausgedachte Geschichten,

um uns an bestimmte Lerninhalte erinnern zu können. Das können

z.B. Lernwörter sein oder auch die Phasen eines bestimmten

Prozesses (wie beispielsweise die Phasen der Zellteilung für den

Biologieunterricht). Diese Technik der Erinnerungsgeschichten

gehört zu den sogenannten Assoziationstechniken und ist sehr

leicht zu lernen. Die Geschichten kreieren mentale Bilder, die nur

Sie verstehen müssen. Um besonders starke und gute Assoziationen

zu bilden, sollten Sie bei der Entwicklung einer solchen

Erinnerungsgeschichte möglichst viele der folgenden sieben

Grundsätze beherzigen:

1. Action

Bewegung, Dramatik, Energie – wie in einer spannenden

Geschichte!

2. Neuigkeitenwert

Neuartige Verbindungen/Zusammenhänge, die es so

nicht gibt oder die Sie so nicht kennen!

3. Extreme

Riesig groß, winzig klein – die Größe darf ruhig unüblich

sein!

4. Effekte

Zaubern Sie, schaffen Sie Unmögliches, Verblüffendes,

Schwebendes,

Durchsichtiges…

Der Kreativität

sind keine Grenzen

gesetzt!

5. Intensität

Stellen Sie sich alles so konkret wie möglich vor. Riechen

Sie, schmecken Sie, fühlen Sie Ihre Geschichte so,

als wenn sie konkret wäre!

6. Sinnesfülle

Nutzen Sie Begriffe aus allen Sinnesbereichen. Es darf

auch mal ungewöhnlich sein, das weiß ja niemand

außer Ihnen!

7. Merkmale

Visualisieren Sie typische Merkmale in übertriebener

Größe. Eine riesige Nase, ein Auto mit viel zu breiten

Rädern…

Falls Sie weitere Informationen über meine Arbeit als Lerntherapeutin

wünschen oder einen unverbindlichen Beratungstermin

vereinbaren möchten, scheuen Sie sich nicht Kontakt mit mir

aufzunehmen.

Ich freue mich, Sie in meiner Praxis in der Schüruferstraße begrüßen

zu dürfen!

Ihre Sarah Daas


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NEUES MITGLIED


NEUES MITGLIED

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Für Ihre Finanzen am Ball.

Wie auch immer Sie aufgestellt sind, wir analysieren Ihre finanzielle

Situation und beraten Sie passgenau und langfristig in allen finanziellen

Fragen. Ausgehend von Ihren individuellen Bedürfnissen, erhalten

Sie alle Bausteine zur Bildung und Sicherung Ihres Vermögens aus

einer Hand.

Vertrauen Sie auf unsere Kompetenz. Als Teil der Unternehmensgruppe

Deutsche Vermögensberatung profitieren Sie von der über 40-jährigen

Erfahrung von Deutschlands größter eigenständiger Finanzberatung. Als

Ihr Partner vor Ort bin ich persönlich für Sie da.

Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin.

Büro für Allfinanz

Deutsche Vermögensberatung

Jonas David Bredemeier

Auf dem Knick 1-3

58455 Witten

Telefon 0172 4680675

jonas-david.bredemeier@allfinanz.ag


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VEREINSLEBEN

„Jeder trägt seine Heimat, die Erinnerung an seine Kindheit,

wie ein Schneckenhaus mit sich.“

Elly Heuss-Knapp (1881-1952)

Der Berghofer „Rück-Blick“

Nach der von der Corona-Pandemie verursachten langen

Pause in den Präsenz-Aktivitäten des Heimatvereins (HVB)

war es endlich wieder möglich, sich am 12. Juli

im neueröffneten

„Haus Heimsoth“ zum

Arbeitskreis Geschichte

zu treffen. Themen waren

das Gedenken an die

verstorbene ehemalige

Wirtin Helma Göttke, ein

Filmprojekt über Berghofen

und erste Überlegungen

zu einem Kalender 2022.

– Am 21. Juli fand am

gleichen Ort die Sitzung

des Geschäftsführenden

Vorstands des HVB

statt. Zweck des Treffens

waren die Vorbereitung der

Jahreshauptversammlung

mit Wahlen und die

Organisation des Tages des

Offenen Denkmals am 12.

September.

Der 43. „Ein-Blick“

in die „Plattdütsche

Sproake“

Auf Anregung unseres

Mitglieds Dr. Ingo Fiedler,

der einen sehr informativen

und spannenden Aufsatz über das Westfalenlied (1869)

von Emil Rittershaus und weitere seiner Gedichte sowie

die „Regionalhymnen“ für andere Landschaften von

verschiedenen Autoren in dieser Ausgabe des „Berghofer

Blicks“ veröffentlicht hat, zitieren wir hier die vergrößerte

Plattdeutsche Version des Westfalenliedes von

Rittershaus, da sie in dem genannten Artikel zu klein und

fast unleserlich abgedruckt ist.

Der Berghofer

„Aus-Blick“

In der Hoffnung, dass uns

Corona nicht wieder einen

Strich durch die Planung

macht, werden wir in

diesem Jahr wieder am Tag

des Offenen Denkmals

am 12. September unter

dem deutschlandweiten

Motto „Sein & Schein – in

Geschichte, Architektur

und Denkmalpflege“

teilnehmen. Ebenso ist auch

für den Volkstrauertag

am 14. November eine

Veranstaltung geplant, die

sowohl als Präsens- als

auch als digitale Fassung

vorbereitet wird.

Die zunächst verschobene

Jahreshauptversammlung

des HVB findet am

Dienstag, 24.8., um

19 Uhr in Haus Heimsoth

statt.

– Informieren Sie sich bitte auch über unsere bekannte

Homepage (www.heimatverein-berghofen.de) und die

örtliche Presse.

Dieter K. Tillmann


HILFE & SERVICE

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Klaus Spieker

Oft verkaufen wir schneller, als sich

das mancher Interessent vorzustellen

vermag. Daher – nehmen Sie frühzeitig

Kontakt mit uns auf, wenn Sie

eine bestimmte Immobile suchen und

nennen uns Ihr Suchprofil. (Ortsteil,

Größe, KP) Auch bei VERKAUFS-Überlegungen

oder Umsteigen auf altersgerechten

Prof. Dr. Raphael Spieker

Wohnraum kann eine frühe Vorberatung sinnvoll sein! Neben professioneller

Verkaufswert-Einschätzung informieren wir Sie über die sinnvollen Schritte und

Alternativen. Nutzen Sie unser Know How jetzt.

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SEIT 1970

Samson Haus & Gartendienst in Dortmund-Berghofen

Unsere Leistungen:

Rasenpflege • Gartenpflege • Baumpflege/-fällung •

Pflanzungen • Unkrautentfernung • Hochdruckreinigung

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HILFE & SERVICE

Mitglieder der Interessengemeinschaft Berghofer Gewerbetreibende e.V.

Berghofer Straße 149 a, Carsten Freiheit, 1. Vorsitzender, Tel.: 0231 - 3952233, Fax: 0231 - 3952244

Ehrenmitglieder Robert Lettermann; Günter Schulte †; Frank Trabert

Apotheke

Orion Apotheke Claudia Kemper & Martin Kemper

Berghofer Str. 155; E-Mail: orion.apotheke@gemeinsam-gesuender.de

Telefon: 948305-0

Telefax: 948305-30

Arne Ulrich Telefon: 487202

Betonrückbau

HTS Baudienstleistungen Ralph Regelmann; Klusenweg 26, 58239 Schwerte;

E-Mail: regelmann@icloud.com

DTL Betonrückbau GmbH Michael Rosik,

Riesestr. 17; E-Mail: info@dtl-rosik.de; www.dtl-rosik.de

Kötter

Overgünne 89;E-Mail: info@bestattungen-koetter.de

Telefon: 48955-57

Telefax: 488531

Telefon: 0157 50656650

Telefon: 8824620

Telefax: 8824621

Telefon: 9413000

Telefax: 94130020

Telefon: 464276

Telefax: 464337

Telefon: 02304 80350

Dachdecker Telefon: 3952746

Telefax: 3952747

Lischke Bedachungen Fasanenweg 62; E-Mail info@lischke-bedachungen.de Telefon: 28053950

;

Telefon: 28678253

Telefax: 28678247

Telefon: 4257534

Telefon: 484762

Telefax: 948012

Dennis Rohrmoser, Kalthofer Feld 23, Iserlohn; www.elektro-rohrmoser.de;

E-Mail: info@elektro-rohrmoser.de

Telefon: 0176 20912172

Andreas Stockx Elektroservice Ruhfusstr. 26; E-Mail info@stockx.de Telefon: 42784455

Telefon: 813782

; Telefon: 48944

Jörg Bachstein Telefon: 481388

Foto-Service Berghofer Fotoservice Carsten Freiheit, Berghofer Str. 155; www.fotoladen.info Telefon: 3952233

Berghofer Haarstudio F. Bagajeva; Busenbergstr. 33; www.berghofer-haarstudio.de Telefon: 4960840

Telefon: 484649

Galerie

Borowski Glaskunst & Fotoatelier M. Abraham; Von-Steinen-Str. 1; Fröndenberg

E-Mail: abraham-photography@email.de; www.abraham-photography.com

Telefon: 01735151371

Hausmeisterservice Mobil: 0173 7006465

m+b DIE GÄRTNER Mylius und Becker; Neuflöz 8; E-Mail: info@mb-diegaertner.de Telefon: 486766

Gärtnerei/Blumen Dirk Scholz Wittbräucker Str. 282; E-Mail: dirkscholzgarten@aol.com Telefon: 480932

Glaserei

Glas Hilf Inh. Michael Siepen

Telefon: 482376

Berghofer Str. 166; (Zufahrt über Ostkirchstr.); E-Mail: info@glas-hilf.de; www.glas-hilf.de Telefax: 483404

Heilpraktiker für

Psychotherapie

Jérôme Gobet

Berghofer Str. 144; E-Mail: info@heilpraxis-gobet.de; www.heilpraxis-gobet.de

Telefon: 017621674112

Telefax: 53226708

Telefon: 48921/-22

Telefax: 488710

Ralf Brüser, Berghofer Str. 173; E-Mail: info@ralf-brueser.de Telefon: 88088930

; info@spieker-immobilien.de

Anna Kagan, Berghofer Schulstr. 1,

E-Mail: info@immo-kagan.de; www.immo-kagan.de

Telefon: 981090-0

Telefon: 017623546128

Telefax: 5688247

Kreditinstitute Sparkasse Dortmund Telefon: 18322621

Dortmunder Volksbank e.G.


HILFE & SERVICE

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Kreditvermittlung

Finance Partner Dortmund GmbH www.fp-dortmunnd.de,

E-Mail: peter.luetke@fp-dortmund.de, Büroanschrift: Torgauer Str. 7

Telefon: 9414068

Telefax: 9414067

Lerntherapie Sarah Daas, Schüruferstr. 4; E-Mail: info@lerntherapie-daas.de Telefon: 42775584

Lotto Ute Foster, Berghofer Str. 192, www.lotto-foster.de; E-Mail: info@lotto-foster.de Telefon: 487707

Malerwerkstatt Thorsten Haselhoff

Telefon: 47797430

Gansmannshof 1; E-Mail: malerwerkstatt-haselhoff@gmx.de; www.malerwerkstatt-haselhoff.de Telefax: 47797431

Mode MaFe XXL Mode Martina Kather; Berghofer Str. 171; www.logistikwelt24.de Telefon: 0178/5758222

Medizintechnik Dipl.-Ing. Heise Vertriebs-GmbH Telefon: 488445

Telefax: 482298

Anja Pearce Telefon: 53226709

Telefax: 53226708

Osteopathie

Anita Widlitzek Berghofer Str. 144; www.naturheilkunde-dortmund.com;

E-Mail: contact@naturheilkunde-dortmund.com

Telefon: 2298573

Mobil: 0173/2764632

Online Marketing M. Wintgens Marketing/SEO Inh. Marc Wintgens; Schmuckstr. 3 Telefon: 4960077

Beate Weigand Orthopädieschuhmachermeisterin Telefon: 4080591

Telefax: 4080593

24h Seniorenbetreuung

Physiotherapie

Osteopathie

AAu.K Amb. Alten- und Krankenpflege

Alfred-Trappen-Str. 9; E-Mail: aauk@gmx.de; AAu.K Pflege GmbH Einhaus

SHD Seniorenhilfe Dortmund GmbH

Berghofer Str. 176; E-Mail: info@shd-dortmund.de; www.shd-dortmund.de

Betz & Pohl Inh. Sebastian Betz u. Oliver Pohl

Berghofer Str. 179; E-Mail: info@betz-pohl.de; www.betz-pohl.de

Radio Schaaf

Husener Str. 94; E-Mail info@radio-schaaf.de

Telefon: 430044

Telefax: 417383

Telefon: 58979880

Telefon: 9414491

Telefax: 9414492

Telefon: 482178

Telefax: 484166

Kornelia und Klaus Urban Telefon: 485841

Telefax: 482344

Telefon: 53200539

Telefon: 482636

Haus Heimsoth, Inh. Renate Karbowniczek, Berghofer Str. 149 Telefon: 480671

Restaurant „Pfeffermühle“ Telefon: 9486648

Serres Grill; Berghofer Str. 166 Telefon: 96738330

Inh. Silvia Lehr; Kleine Berghofer Str. 3; E-Mail: zur-waldesruh@arcor.de Telefon: 481680

Sachverständigeninstitut ISH-Gutachter Jörg Kühnast ö.b.u.v. Sachverständiger; Wittener Str. 265;

E-Mail: office@ISH-Institut.de

Telefon: 98969984

Telefax: 98969982

Elisabeth Windau Telefon: 482230

Sonnenstudio Sun for you; Ramona Orban; Berghofer Schulstr. 5a; www.sun-for-you.de Telefon: 8640694

SWM Steuerberatungsgesellschaft

Wittbräucker Str. 401; E-Mail: mail@swm-stb.de; www.swm-stb.de

Telefon: 5677090

bft-Tankstelle Helmand Naserie; Berghofer Str. 180 Telefon: 485370

Textilpflege T&H Textilpflege Berghofer Str. 163; textilpflege-th@gmx.de Telefon: 72960228

Umzüge/Möbeltransporte

Küchenmontagen

Vermögensberatung

Versicherungsmakler

Futtermittelvertrieb Pfötchen Bistro

;

Alfred Pawlowicz Wilmsmannstr. 14

E-Mail: ap-umzug@t-online.de; www.ap-umzug.de

Allfinanz Deutsche Vermögensberatung Jonas David Bredemeier;

Auf dem Knick 1-3; 58455 Witten; E-Mail: jonas-david.bredemeier@allfinanz.ag

Versicherungsbüro Renneke

Ehmsenstr. 41; E-Mail: joerg.renneke@arcor.de

Rohde & Partner GmbH

Untermarkstr. 44; E-Mail: makler@rohde-partner.de

Telefon: 53223062

Telefon: 485240

Telefon: 0172 4680675

Telefon: 485126

Telefax: 487352

Telefon: 488999

Telefax: 487417

Versicherungen LVM-Versicherungsagentur, Jörg Kneer; Telefon: 5588424

Wohnmobilvermietung

Schultis Wohnmobile Tobias Schulte;

Berghofer Str. 141; E-Mail: kontakt@schultis-wohnmobil.de

Telefon: 4440763

Telefax: 4440764

Zahnarzt Dr. Frank Hardenacke Telefon: 481261

Dr. Shirin Toekan, M.Sc. Busenbergstr. 8a, praxis@zahnarzt-berghofen.de Telefon: 4948228


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HISTORISCHES

Westfalenlied

Ein fast vergessenes Westfalenlied

Wie heisst das Land, das schon in grauen Zeiten

Bewund´rung sich von aller Welt errang?

Das mit der Weltbeherrscherin zu streiten

Vermocht´ und einst das stolze Rom bezwang?

Ihr kennt es wohl, ihr Alle wisst es ja:

Das tapfre Land, es heisst Westphalia.

Wo schlug Arminius die Legionen,

Wo hat sich Varus in sein Schwert gestürzt?

Wo sieht man nach zweitausend Jahren wohnen

Den alten Stamm noch rein und unverkürzt?

Ihr kennt den Stamm, ihr Alle wisst es ja:

Das Deutsche Land, es heisst Westphalia.

Zu schirmen treu das heimische Gefild.

Ihr kennt das Land, ihr Alle stehet ja:

Mit Gut und Blute für Westphalia.

Dieses gegenwärtig fast vergessene Westfalenlied dichtete der

1808 in Schwelm geborene Carl Gustav Korte und widmete es

dem Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, dem Freiherrn Julius

Wilhelm Eduard von Schaper (1792-1868). Im Jahre 1851 schrieb

der aus Soest stammende August Disselhoff (1829-1903)

sein auch heute noch populäres Lied „Nun ade, du mein lieb

Heimatland“, aus dessen Refrain „Westfalenland ade“ findige

Sänger und Chorleiter „Mein Heimatland, ade“ machten, so dass

es in jeder Landschaft mit gleicher Gültigkeit zu singen war und

der westfälische Ursprung bald vergessen wurde.

Wo hat einst Wittekind dem grossen Kaiser

Getrotzt ein ganzes Menschenalter durch?

Wo fand das Deutsche Recht stets freie Weiser,

Wo Deutscher Muth stets eine Waffenburg?

Ihr kennt das Land, ihr Alle wisst es ja:

Das Deutsche Land, es heisst Westphalia.

Ihr kennt die Weser, die von Kampf und Siegen

Die Kunde fröhlich in die Lande rauscht.

Ihr kennt die Lippe, die von Römerkriegen

Erzählt dem Volke, das der Sage lauscht.

Ihr kennt die Ströme, wisst es Alle ja:

Sie wogen stolz durch´s Land Westphalia.

Ihr kennt die klare Ruhr, die schöne Lenne,

Ihr kennt den Hellweg, kennt das Süderland,

Ihr kennt das Leben rings auf Feld und Tenne,

Euch ist der Städte Regsamkeit bekannt.

Ihr kennt es wohl, ihr Alle wisst es ja:

Das Land voll Leben heisst Westphalia.

Im Bürgerhaus, in Burg und Bauerhöfen

Grünt Frauentreue, blüht der Jungfrau´n Zucht,

Am Ambos und am Herd der Hammeröfen

Trotzt Männerkraft in fester Arme Wucht

Das ist ein Volk! Ihr Alle wisst es ja:

Noch Schrot und Korn giebt´s in Westphalia.

Da steht die alte Treue, wie die Eichen

Noch stark und grün nach tausend Jahren steh´n.

Da bleibt der Kern, wie rasch sich auch die Speichen

Am Rad der Zeit umschwingend mögen dreh´n.

Heil dir, mein Volk! Ihr wisst es Alle ja:

Herz, Hand und Mund gilt in Westphalia.

Da regen sich die Hände um die Wette,

Wenn es ein grosses Werk zu schaffen gilt.

Da steht der Männer Schaar wie eine Kette,

Widmungsblatt zu Gustav Kortes Westfalenlied

Hymnen für Landschaft, Länder und Nationen

Hymnen für Nationen, Länder und Landschaften reichen nur

selten bis ins 18. Jahrhundert zurück, wie das bei der seit 1740

genutzten britischen Hymne „God save the King / the Queen“ („Gott

erhalte den König / die Königin“) oder bei der in der französischen

Revolution 1792 kreierten Nationalhymne Frankreichs „Allons,

enfants de la patrie“ („Auf, Kinder des Vaterlandes“) der

Fall ist. Die meisten Hymnen wurden im sangesfreudigen 19.

Jahrhundert, geprägt von Patriotismus, Nationalstolz und

Herkommensbewusstsein, gedichtet und vertont. So schrieb

Johann Bernhard Thiersch (1793-1855) im Jahre1830: „Ich bin


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18

HISTORISCHES

ein Preuße, kennt ihr meine Farben?“ Die schwedische Prinzessin

Großherzogin Cäcilie von Oldenburg (1807-1844) verfasste

selbst den Text für die Landeshymne „Heil dir, o Oldenburg“.

Im selben Jahr dichtete Matthäus Friedrich Chemnitz (1815-

1870) „Schleswig Holstein, meerumschlungen, deutscher Sitte

hohe Wacht“ – der ursprüngliche Text von Karl Friedrich Straß

(1803-1864) war bald vergessen. Seit 1846 sangen die Thüringer

– in ihrem in viele kleine Einzelstaaten aufgespaltenen Land –

Hermann Allmers (1821-1902) Heimatlied „Dort Saaleck, hier

die Rudelsburg“. 1851 schrieb Adolf Pompe (1831-1889) das

Pommernlied „Wenn in stiller Stunde Träume mich umwehn“.

In „Gott mit dir, du Land der Bayern, deutsche Erde Vaterland“

von Michael Öchsner (1816-1893) fanden die Bayern ihre

Hymne. Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhielt

manches Land sein Lied: „Steige hoch, du roter Adler“ schrieb

Gustav Büchsenschütz (1902-1996) für seine Brandenburger,

die Ostpreußen erkannten im „Land der dunklen Wälder“ von

Erich Hannighofer (1908-1945) ihre Landschaft wieder. – Zu

den frühen Schöpfungen dieser Art gehört auch „Das Lied der

Deutschen“, das von dem von der preußischen Administration

verfolgten Liberalen Heinrich Hoffmann von Fallersleben auf

der damals noch zu Großbritannien gehörenden Nordseeinsel

Helgoland 1841 gedichtet wurde; es war bewusst gegen seine

Verfolger gerichtet und mahnte die – in den napoleonischen

Kriegen erhoffte – deutsche Einheit an. Zur Nationalhymne

wurde es 1922 erhoben, die dritte Strophe ist derzeit die Hymne

der Bundesrepublik Deutschland. Freilich war es in der jungen

Bundesrepublik eine umstrittene Entscheidung, an dem Liede

festzuhalten, denn die ersten beiden Strophen des Liedes fanden

keine allgemeine Zustimmung mehr.

Grüß dich Gott, Westfalenland

Am 24. April 1869 erschien ein neues Westfalenlied, gedichtet

von Emil Rittershaus im „Volks-Blatt für den Wahlkreis Iserlohn

– Altena“ unter dem Titel „Grüß dich Gott, Westfalenland“,

und vier Tage später wurde es im „Wochenblatt für den Kreis

Altena“ nachgedruckt. Unter dem Titel „Lied des Westfalen“

publizierte der Dichter sein Westfalenlied in seinem Buch „Neue

Gedichte“ im Verlag von Ernst Keil 1871 in Leipzig. Zu diesem

Zeitpunkt war das Lied, das unmittelbar nach dem Erscheinen

vom Kapellmeister des Kölner Stadttheaters Peter Johann Peters

vertont worden war, schon populär. Dazu hatte der gemeinsame

Freund von Rittershaus und Peters, Dr. Hugo Rademacher,

beigetragen, der das Lied mehrfach öffentlich gesungen

hatte, unter anderem bei der Begrüßung des aus England

heimgekehrten Dichters Ferdinand Freiligrath, der von Freunden

am 18. Juli 1869 auf dem Bielefelder Johannisberg begrüßt

wurde. Als hervorragender Interpret des Westfalenliedes erwies

sich auch der Iserlohner Kaufmann Carl Schrimpff (1828-1885),

der das Westfalenlied unter anderem am 3. August 1882 bei der

Übergabe des renovierten Vincke-Turms an den Westfälischen

Provinziallandtag mit großem Erfolg auf Hohensyburg sang.

Rittershaus´ Westfalenlied erfuhr eine ganze Reihe weiterer

Vertonungen, die sich jedoch nicht durchsetzen konnten. Auch

an dem schon bald als „spätromantisch“ empfundenen Text gab

es, jeweils der Zeit entsprechend, immer wieder Kritik, aber alle

Anstrengungen, eine neue Westfalenhymne zu kreieren, blieben,

weil weder Texte noch Melodien Allgemeingut wurden, erfolglos.

Rittershaus´ Westfalenlied wurde jedenfalls in Westfalen ein

fester Bestandteil des Repertoires vieler Chöre. Unterschiedliche

Interpreten sangen das Westfalenlied für ihr Publikum und

nahmen es auch auf Tonträger auf, unter ihnen der lyrische Tenor

Kammersänger Rudolf Schock, der Rundfunkstar Bass-Bariton

Willy Schneider und der Schlagersänger Heino.

Gruß aus Westfalen – Ansichtspostkarten mit dem

Wappen der preußischen Provinz Westfalen und mit

Rittershaus´ Westfalenlied in seiner ersten Fassung in

Frakturschrift

Rittershaus´ Westfalenlied in späterer Fassung in

Antiquaschrift unter der Ansicht einer altwestfälischen

Sägemühle: In der dritten Strophe steht in dieser

späteren Version: „ein Mädchen aus Westfalenland“.


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HISTORISCHES

Westfoolenlied – eine plattdeutsche Version

zu Rittershaus´ Westfalenlied

Der Anfang des Westfalenliedes

auf einem Dortmunder Notgeldschein

Die Entstehung des Westfalenliedes wird in verschiedenen

Versionen erzählt, die alle aus späterer Zeit stammen: Sie

beschreiben zumeist eine Landpartie im April des Jahres 1869, die

Rittershaus auf Einladung seines Iserlohner Geschäftsfreundes

Carl Schrimpff unternahm. Hemer, das Hönnetal und Menden

wurden besucht und die Ruhrauen durchfahren. Am Bertingloh

in der Gemeinde Halingen rasteten die Ausflügler; und unter

einer alten Eiche ließ Rittershaus das Landschaftsbild auf sich

wirken. Später soll er dann im Gasthof zur Post in Iserlohn das

Westfalenlied niedergeschrieben haben.

Am Bertingloh

wurde am 28. Juni

2013 auf dem

Grund einer schon

vorher bestehenden

Gedenkstätte

auf Initiative des

Heimatvereins

Ostsümmern ein

von dem Bildhauer

Jürgen Ebert

entworfenes und

von Gustav Dieter

Edelhoff gestiftetes

Rittershaus-

Denkmal errichtet.

(Foto Ernst

Dossmann)

Emil Rittershaus

Friedrich Emil Rittershaus war Dichter und Schriftsteller aus

Passion, seine Profession fand er als Kaufmann und Fabrikant.

Als Sohn einer väterlicherseits vom Gut Korthausen bei Schwelm

stammenden Familie wurde er am 3. April 1834 in Barmen im

Tal der Wupper als Sohn eines Bandstahlfabrikanten geboren.

Der weitgereiste österreichische Offizier Friedrich von Borkel

bereitete Emil Rittershaus auf den Besuch der Barmer Höheren

Stadtschule vor, die der begabte Schüler dann besuchte, aber

bereits vierzehnjährig verließ, um Kaufmann im väterlichen

Unternehmen zu werden. Seit 1853 unternahm er Geschäftsreisen

in die Niederlande, nach Belgien, England und in die Schweiz, und

er gehörte zum „Wupperbund“ für theoretische und praktische

Pflege der schöngeistigen Wissenschaften. Schon 1856 heiratete

er Hedwig Lucas, die Tochter des Elberfelder Verlegers F. W. Lucas,

mit der er dann sieben Kinder hatte. Im selben Jahr übernahm

er auch die Metallwarenfabrik seines Schwiegervaters, die er

schnell erweitern konnte. In Elberfeld gründete er die Firma E.

Rittershaus & Cie., die er zu einem Engroshandelsgeschäft

für Metallwaren aller Art mit weitreichendem Exportgeschäft

ausbaute. Er erwarb Beteiligungen an Barmer Fabriken und

wurde Generalvertreter mehrerer Versicherungsgesellschaften.

Einen zunehmenden Anteil am Familieneinkommen machten

dann auch die Einnahmen aus der schriftstellerischen Tätigkeit

aus.

Rittershaus verstand es, neben der wirtschaftlichen Tätigkeit sich

einen großen Freiraum für das Wirken als Dichter und Schriftsteller

zu reservieren. Seine schöngeistige Arbeit, so betonte er, sei ihm

wichtiger als der schnöde Broterwerb. Vielgereist und weltgewandt

galt seine Vorliebe einem weiten Heimatraum: dem Bergischen

Land, dem Rheinland und Westfalen. Viele Texte schrieb er für den

täglichen Gebrauch, indem er für Zeitschriften Kunst-, Theaterund

Ausstellungsberichte verfasste, einige davon wurden auch

in den USA veröffentlicht: Er schrieb Artikel anlässlich der

Weltausstellung und des Internationalen Sängerfestes in Chicago

im Jahre 1883, dazu ein Gedicht, das mit der Zeile begann:

„Meerüber send´ ich meinen Sang, meerüber meines Grußes

Wort!“ Auch anlässlich der Humboldt-Feier 1885 in New York

äußerte er sich. In seinem Gedicht zur Feier reimte er: „Vereint

durch eines Geistes Kraft war Nord und Süd und Ost und West! Es

war ein Tag der Brüderschaft der Völker, dieses Humboldtfest.“ –

Als Rezitator und Festredner

wurde Rittershaus einem

breiten Publikum bekannt:

Er verfasste für den

Komponisten Ferdinand

Hiller den begeisternden

Text für den Festakt zur

Vollendung des Kölner

Doms am 15. Oktober

1880, von dem Robert

König meinte, er werde

„mit dem altehrwürdigen

Bau und seiner Geschichte

Das gewidmete und

signierte Foto zeigt

Emil Rittershaus in

seinen besten Jahren.


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HISTORISCHES

hinfort für alle Zeiten verbunden bleiben“. Rittershaus hielt

am 28. September 1883 die Festansprache zur Einweihung des

zwischen Rüdesheim und Aßmannshausen am Rhein errichteten

Deutschen Nationaldenkmals, gemeinhin Niederwalddenkmal

genannt. Mit seinen Aufsätzen in den Zeitschriften „Über Land

und Meer“ und in der „Gartenlaube“ erreichte Rittershaus einen

großen Leserkreis. Er wurde als Familien- und Hausdichter im

ganzen deutschsprachigen Raum bekannt.

Emil Rittershaus stand im Briefwechsel mit Heinrich Hoffmann

von Fallersleben (1798-1874) und war mit Ferdinand Freiligrath

(1810-1876), Emanuel Geibel (1815-1884) und Albert Traeger

(1830-1912) befreundet. – Rittershaus war Freimaurer, er

gehörte der Schwelmer Johannisloge „Zum Westfälischen

Löwen“ an und war lange Zeit auch Meister der Barmer Loge

„Lessing“. In Bochum weihte er am 1. Juli 1877 die neuen Räume

der Loge „Zur Deutschen Redlichkeit“ ein. Zuvor, als Papst

Pius IX. in der Enzyklika „Quanta cura“ und dem „Syllabus“ –

einer Zusammenstellung der „hauptsächlichen Irrtümer“ der

Zeit – einen Bannfluch gegen Freimaurer und gegen Anhänger

der Gewissens- und Glaubensfreiheit aussprach, wandte

sich Rittershaus mit einem Gedicht in aller Schärfe gegen

den päpstlichen Bann. So trägt auch sein in den „Barmer

Anlagen“ stehendes, von seinem Schwiegersohn Fritz Schaper

geschaffenes, lebensgroßes Denkmal das Freimaurer-Zeichen

unter der Widmung der Stifter. Bei der Sammlung für das

Denkmal war ein so großer Betrag zusammengekommen, dass

der überwiegende Teil des Geldes, aufgestockt durch 5.000 Mark

der Stadt Barmen, zur Grundlage der „Rittershaus-Stiftung für

Frühstück armer Kinder“ wurde.

Rittershaus, der 1866 noch sein dichterisches Veto gegen die

Teilung Deutschlands – durch die Abspaltung Österreichs

– eingelegt hatte, wurde angesichts des Krieges gegen

Frankreich und der Reichsgründung zum patriotischen Dichter

für die geeinte Nation. Dennoch war er ein intensiver, auch

kritischer Beobachter seiner Zeit, wie es seine – posthum in

der Wiener Zeitschrift „Blätter für moderne Weltanschauung“

veröffentlichten – Artikel ausweisen. Aus gesellschaftlichen und

wohl auch aus geschäftlichen Gründen war er mit kritischen

Meinungsäußerungen zu Lebzeiten recht vorsichtig. Seine

Liedertexte lassen es kaum vermuten, aber schon 1875 trat

Rittershaus für ein Droste-Hülshoff-Denkmal ein; es war ein

erster Ausdruck seiner Einstellung zur Frauenemanzipation.

Als Mitglied des Schriftstellerverbandes 1894 unterstützte

er die Frauenrechtlerin Antonie Pieper bei der Gründung der

Zweigstelle des „Allgemeinen deutschen Frauenvereins“ in

Elberfeld. Seine erstgeborene Tochter Adeline (1867-1924) wurde

eine Vorkämpferin für das Frauenstudium, legte das Abitur ab,

absolvierte ein Studium, wurde zur Doktorin promoviert und

machte sich einen Namen als Skandinavistin.

Rittershaus nutzte seine Popularität immer wieder für caritative

Zwecke, indem er 1866 zu einer Hilfsaktion für Kriegsverwundete

und deren Familien aufrief, 1867 setzte er sich für die

Choleraerkrankten ein, 1869 unterstützte er die Witwen und

Waisen der beim Brückenbau in Düsseldorf verunglückten Arbeiter,

1880 trat er für die Notleidenden in Oberschlesien ein und 1882

suchte er die Not der Menschen am Rhein zu lindern. Rittershaus

propagierte als einer der ersten eine umfassende Volksbildung:

Er unterstützte den „Verein für wissenschaftliche Vorlesungen“ in

Barmen, übernahm den Vorsitz des „Allgemeinen Bürgervereins“

in seiner Vaterstadt und war Mitbegründer eines Spar- und

Konsumvereins sowie des Barmer Verschönerungsvereins.

Ungebrochen ist die Erinnerung: Täglich zur Mittagszeit erklingt

am Unnaer Platz in Iserlohn, ganz in der Nähe des Gasthofs

„Zur Post“, Rittershaus´ Westfalenlied, intoniert von einem

wohlklingenden Glockenspiel als Reminiszenz an die westfälische

Heimat. Mag manchem das Westfalenlied als gestrig erscheinen,

der Heimatbegriff, wie ihn Rittershaus im Gedicht „Die Heimat“

manifestiert, ist es sicher nicht:

Die Heimat

Was ist die Heimat? Ist´s die Scholle,

D´rauf deines Vaters Haus gebaut?

Ist´s jener Ort, wo du die Sonne,

Das Licht der Welt, zuerst geschaut?

O nein, o nein, das ist sie nimmer!

Nicht ist´s die Heimat, heißgeliebt.

Du wirst nur da die Heimat finden,

Wo´s gleichgesinnte Herzen gibt!

Die Heimat ist, wo man dich gerne

Erscheinen, ungern wandern sieht.

Sie ist´s, ob auch in weiter Ferne

Die Mutter sang dein Wiegenlied.

Die Zitate wurden entnommen aus:

Emil Rittershaus: Neue Gedichte. Leipzig 1871

Emil Rittershaus: Gedichte. 10. Aufl., Berlin 1906

Literatur:

Ernst Dossmann: Emil Rittershaus, der Dichter des

Westfalenliedes, und sein Schaffen. In: Förderkreis Iserlohner

Museen e. V. Jahresschrift 1984 Nr. 5, S. 84-99

Ernst Dossmann: Emil Rittershaus und das Westfalenlied. In:

Heimatpflege in Westfalen. 6/2001, S. 1-4

Ernst Dossmann: Ansprache zur Einweihung des Rittershaus-

Denkmals am Bertingloh. In: Ergste... und wir im Ruhrtal. Mai

2014, S. 50-51

Ludwig Fränkel: Rittershaus, Emil. In: Allgemeine Deutsche

Biographie. Bd. 53. Leipzig 1907, S. 673-679

Gerd Helbeck: Musikpflege, Literatur, Heimatbewegung: Reaktion

auf kulturelle Verlusterfahrungen. In: Museum Haus Martfeld

Schwelm. 2. Aufl. Schwelm 1993, S. 259-263

Walter Wehner: Wir haben keine süßen Reden. Emil Rittershaus

und das Westfalenlied. In: Heimatpflege in Westfalen. 3/2016,

S. 1-12

Für die Übermittlung des Fotos von Emil Rittershaus danken wir

Herrn Klaus Meixner (Würzburg).

(Ingo Fiedler)


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