5. September 2021

DerGrazer

- Umrage prophezeit Chaos: Graz ist nach Wahl unregierbar
- Kuriositäten zur Gemeinderatswahl: Mehr Wähler als Wahlberechtigte
- Neue Untersuchung zeigt: Fäkalbelastung in der Mur alarmierend
- Fast 8000 Straftaten im ersten Halbjahr in Graz
- Flächentausch mit den Heimgärten am Grünanger
- Spitzenkandidaten im Check: Wohnen als Zünglein an der Waage

5. SEPTEMBER 2021, AUSGABE 36

Gar nicht leiwand

Eine neue Untersuchung der Med Uni zeigt:

Die Bakterienbelastung in der Mur ist für

Wassersportler höchst bedenklich. 8/9

Leinwand

Das „Grazer“-Autokino fand einen fulminanten

Abschluss. Die Filmfans ließen sich heuer

nicht mal von Unwettern abschrecken. 16

Exklusiv: Interne Umfrage

aus dem Rathaus

VP

KP

Nach der

Wahl droht

Graz das

KP

GRÜNE

SP

FP

SP

Chaos

VP

FP

GRÜNE

GRÜNE

FP

KP

VP

Knifflig. Eine interne Umfrage zur Gemeinderatswahl lässt die ÖVP zittern. Bürgermeister Nagl verliert rund fünf Prozent. Die einzige rechnerisch mögliche

Zweierkoalition wird von beiden Parteien ausgeschlossen, mehrere Dreierpaarungen sind theoretisch drin. Aber ist Graz so noch regierbar? SEITEN 4/5

GEPA, GETTY, LUEF


2 die seite zwei

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Wählen

für

Fortgeschrittene

D

emokratische Wahlen

wie die Grazer Gemeinderatswahl

sind im

Prinzip ja sehr einfach. Jeder,

der dazu berechtigt ist, gibt

jener Partei seine Stimme, die

ihn am meisten überzeugt, und

am Ende wird abgerechnet.

Manchen ist das aber zu

simpel, sie praktizieren Wählen

für Fortgeschrittene: dabei gibt

man nicht jener Partei seine

Stimme, die man am überzeugendsten

findet, sondern geht

taktisch vor. Ein Grün-Wähler

könnte zum Beispiel seine

Stimme der SP geben, um die

Roten in den Stadtsenat zu

bringen und so eine linke

Dreierkoalition zu forcieren,

oder umgekehrt könnte ein

VP-Sympathisant bei den Neos

sein Hakerl machen, damit

diese nicht aus dem Gemeinderat

fliegen. Um nur zwei von

vielen Taktierereien zu nennen.

Fakt ist aber auch: Wer taktisch

wählt, muss Frust einkalkulieren.

Denn es ist völlig unabsehbar,

welche Parteien einander

nach der Wahl finden werden.

Es sind viele Koalitionen – zu

zweit und vor allem zu dritt

– möglich, sowohl SP als auch

die Neos kann man sich als

Zünglein an der Waage in einer

rechten und einer linken

Koalition gleich gut vorstellen

und am Ende hat man womöglich

lediglich eine Partei

gestärkt, die man nicht für die

beste hält. Vielleicht ist es also

doch besser, ganz simpel

seinen Favoriten zu wählen und

taktische Wahlgeplänkel lieber

den Politikern zu überlassen.

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

... Kabarettist Josef Hader

Josef Hader, auch Filmschauspieler, Regisseur, Autor, frühstückte in

unserer Redaktion. Kleiner Kaffee, mehr nicht, Hader erzählt, warum.

Einen Kaffee, mehr gibt’s nicht?

Daheim ist es zuerst Tee. Ingwertee ist gut, wenn am

Vorabend Programm war. Dann Wasser und Kaffee.

Bin nicht so der Frühstücker, esse lieber später, dann

Joghurt. Eigentlich esse ich nicht viel. Ganz wenig

Fleisch. Ich bin eher hager, allerdings jetzt schon etwas

verschrumpelt: Liga Zwetschenkrampus.

17 Jahre ist es her, als 2004 ein neues Programm

kam, warum so eine lange Pause?

Ich war lange in einer Filmphase, habe viele Rollen

angenommen und dann endlich meinen ersten

eigenen Film als Regisseur gemacht. Das war die

„Wilde Maus“. Ich habe bei der vielen Filmarbeit viel

gelernt, ich kam ja als Quereinsteiger zum Film.

Das Programm wurde 2020 geschrieben, im

Jahr der Corona-Lockdowns.

Ich hatte 2020 als Schreibjahr schon vor Corona geplant

und nahezu keine Termine ausgemacht. Als

der Lockdown kam, musste ich nicht, wie andere,

viele Termine verschieben oder absagen. Ich war in

dem Jahr privilegiert, ich konnte schreiben.

„Ich habe Freude an Grauslichkeiten“, wurden

Sie in einer Zeitung zitiert ...

Das geht auf große Vorbilder wie Helmut Qualtinger

oder Gerhard Polt zurück, die noch richtiges

Volkstheater machen. Es geht um menschliche Abgründe

und darum, dass Polt oder Qualtinger sichtbar

Freude am Darstellen der Abgründe haben.

Eine Freude, wie sie etwa Insektenforscher haben,

wenn sie eine neue Spezies gefunden haben. Diese

großen Vorbilder sind Menschenforscher.

Bei „Hader on Ice“ gibt es eine Regisseurin?

Ja, ich arbeitete da wieder mit Petra Dobetsberger

zusammen. Lange Zeit schreibt man allein am Programm

und muss dann irgendwann raus aus dieser

Blase. Man will das Erarbeitete anderen Menschen

zeigen, um zu sehen, ob der Text verstanden wird.

Dafür gibt es die Proben mit der Regisseurin, sie hilft

Josef Hader auf

einen Kaffee beim

„Grazer“

KK

mit, das Programm auf die Bühne zu bringen.

Graz war von „Hader on Ice“ begeistert ...

Ich spiele gerne im Orpheum. Das ist für mich das

ideale Haus und eine meiner Lieblingsspielstätten.

Selbst bei vollem Haus sind die Leute nicht weit weg

von der Bühne. Die Technik, das Hausteam, alles ist

gut.

Graz ist aber nicht Ihr Lebensmittelpunkt?

Nein, der liegt in Wien. Vor allem arbeitstechnisch,

und das schon, seit ich 19 bin. Ich bin aber öfter in

Graz, auch wenn ich nicht auftrete ...

Wir leben in komischen Zeiten, die Menschen

fühlen sich von vielen Seiten bedroht.

Ja, und auch das hat mich zum Schreiben des neuen

Programms motiviert. Ich wollte die Zeit einfangen

und aufspießen. Hader on Ice ist der Versuch, die

verrückte Zeit auf die Bühne zu bringen.

Gibt es auch neue Filmpläne?

Ich arbeite an einem Filmprojekt. Ein eigener Film wieder,

er könnte im Frühsommer 2022 verfilmt werden.

Im Februar werden Sie 60, sind schon große

Auszeichnungen im Anflug?

Nein, Preise fürs Lebenswerk würde ich noch nicht

wollen. Wenn ich 95 bin, das wäre was anderes.

Sind Sie mit „Holiday on Ice“ zufrieden?

Ich bin zufrieden und ich spiele es sehr gerne.


VOJO RADKOVIC

Josef Hader, am 14. Februar 1962 in Waldhausen in OÖ

geboren, ist Kabarettist, Schauspieler, Regisseur und

Autor. Seit den 1980er Jahren ist Hader einer der populärsten

Kabarettisten des Landes, der auch als Hauptdarsteller

und Drehbuchautor für einige der erfolgreichsten

österreichischen Filme mitverantwortlich war. 2017

gab er mit „Wilde Maus“ sein Debüt als Filmregisseur.

Das neue Programm „Hader on Ice“ gibt es im Grazer

Orpheum am 11. und 12. 9., am 17. 10. und am 10. 11.


graz

4 graz

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Umfrage prophezeit

Es kann schon passieren,

dass da in Graz etwas ins

Rutschen kommt.“

Politikforscher Heinz Wassermann über

die Lage vor der Wahl FH JOANNEUM

Chaos: Graz ist nach

Beim Landesgericht fahren die

Autos unter die Erde.

FP will Autos

unter der Erde

■ „Innenstadt neu gedacht“

heißt ein Projekt, das Vizebürgermeister

Mario Eustacchio

in Graz präsentierte. Eustacchio

schlägt vor, die Autos entlang der

Mur unter die Erde zu verlegen.

Laut Plan sollten die Autos beim

Landeszivilgericht unter die Erde

und bei der Keplerbrücke wieder

rauskommen. Auf der anderen

Murseite würde der Tunnel vom

Mariahilfer Platz bis zum Nikolaiplatz

führen. Die Oberfläche

stünde Grazern zur Verfügung,

es stünde mehr Grün zur Verfügung.

KK

33,2

11,8 12,6

Titel titel

14,2

24,6

3,6

VP SP FP Grüne KP NEOS

Schauen nett aus, helfen gegen

Hitze: begrünte Haltestellen. FISCHER

Wartehäuschen

werden begrünt

■ Am Grazer Hauptplatz

wurde der Prototyp eines begrünten

Wartehäuschens für

Straßenbahn und Bus von

Bürgermeister Siegfried Nagl,

Holding-CEO Wolfgang Malik

und Ankünder-GF Dieter

Weber vorgestellt. Das erste

dieser Häuschen, deren Grün

nicht nur die Wartenden erfreuen,

sondern vor allem die

Hitze abhalten soll, wird in

der Münzgrabenstraße aufgestellt.

Weitere werden folgen.

Sonntagsfrage: Welcher Partei würden Sie ihre Stimme geben, wenn heute die Gemeinderatswahl wäre?

derGrazer

Wissen Sie schon, wen Sie wählen werden?

„Ich kenne zwar

alle Parteien,

die antreten,

aber ich weiß

überhaupt noch

nicht, wen ich

wählen werde.“

Zymryte Kastrati,

26, Studentin

„Ich weiß es

jetzt schon fix,

ja. Ich wähle

eigentlich auch

meistens dieselbe

Partei, aber

nicht immer.“

Herbert Breisach,

82, Pensionist

„Ich schaue

mir die Programme

immer

sehr genau an.

Diesmal weiß

ich schon, wen

ich wähle.“

Jutta Luttenberger

64, Pensionistin

Blitzumfrage

„Seit ich selbst

wählen darf,

wähle ich

immer dieselbe

Partei. Ich bin

auch selbst Parteimitglied.“

Luca Poier, 24,

Student

?

GETTY

ALLE FOTOS: DER GRAZER

„Ich weiß es

noch nicht. Ich

kenne auch die

Parteien nicht.

Mir ist das alles

eigentlich auch

ziemlich egal.“

Alketa Mehmeti,

24, Studentin


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 5


TOP

MED UNI, ROTES KREUZ

Erfolg für die Medizinische Universität

Die Med Uni Graz schaffte es im

THE-Ranking erstmals unter die 200

weltweit besten Universitäten.

Doppelt so viele Verkehrstote

In der Steiermark gab es im

heurigen Sommer doppelt so viele

Verkehrstote wie im Vorjahr.

FLOP


Wahl unregierbar

ALARMIERT. Nach einer internen Umfrage liegen bei der Grazer VP die Nerven

blank. Der Bürgermeistersessel wackelt. Löst eine dunkelrot-rot-grüne Koalition

den Nagl ab? Die VP schickt nervösen Appell an alle Parteimitglieder.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Eine Umfrage aus dem eigenen

Haus lässt bei der Grazer

ÖVP die Alarmglocken

läuten. Laut Umfrage ist man zwar

nach wie vor die stärkste Kraft in

der Stadt, aber es könnte

passieren, dass eine

Koalition aus KPÖ,

SPÖ und Grünen

den Langzeitbürgermeister

aus dem

Sattel hievt und die

ÖVP als Wahlsieger

auf die Oppositionsbank

muss.

Schaut man sich die

Umfrageergebnisse

an, dann kämen die ÖVP auf 33,2

Prozent (2017: 37,79), die SPÖ auf

11,8 (10,05) die FPÖ auf 12,6 Prozent

(2017: 15,86), die Grünen auf

14,2 Prozent (10,51), die KPÖ auf

24,6 Prozent (20,34) und die Neos

auf 3,6 Prozent (3,94). Die acht

Siegfried Nagl

kleinen weiteren Listen, darunter

das Team HC Strache und die Liste

Verantwortung Erde (Liste Erde

kam in Villach in den Stadtsenat),

wurden nicht abgefragt.

Die zahlenmäßig logische

Zweier-Koalition wäre eine Zusammenarbeit

zwischen Siegfried

Nagl und Elke Kahr. Schließen

beide aus. Bei den

Mandaten schaut es

so aus: ÖVP 16 (2017:

19), SPÖ 6 (5), FP

6 (8), Grüne 7 (5),

KPÖ 12 (10), Neos 1

(1). Bei den Stadträten

hätte die VP statt

bislang drei nur mehr

zwei. Die SP würde einen

Stadtratsposten ergattern,

die FP einen, die KP zwei

und die Grünen einen.

Schwierige Konstellationen tun

sich auf, langwierige Verhandlungen

drohen.

Die Grazer VP versucht in einem

dramatischen Appell an die

Parteimitglieder zum Wahlgang

zu animieren. In dem uns vorliegenden

Mobilisierungsmail heißt

es u. a. wörtlich: „Unsere aktuellen

Umfragewerte lassen darauf

schließen, dass sich eine dunkelrot-rot-grüne

Koalition gegen die

ÖVP nicht nur ausgeht, sondern

immer wahrscheinlicher wird.

Sowohl die kommunistische Spitzenkandidatin

als auch die Kandidatin

der Grünen haben schon

gesagt, dass sie sich gegenseitig in

den Bürgermeistersessel verhelfen

würden. Jetzt braucht es deine Unterstützung“,

heißt es in dem von

Anna Hopper unterschriebenen

Mailing.

Dass die stärkste Partei in die

Opposition geschickt und die drittstärkste

Chefin der Stadt wird, ist

nichts Neues. Gab es schon. Etwa

1998 im Bund, wo die SPÖ stärkste

Partei wurde und der Drittplatziere

Wolfgang Schüssel mit Jörg

Haiders Hilfe Bundeskanzler wurde.


Umfragedetails

■ Wie zufrieden sind Sie mit

der Stadtregierung: im Großen

und Ganzen zufrieden (41 %),

eher unzufrieden (29 %), weiß

nicht (30 %)

■ Werden Sie an der Wahl

teilnehmen: ganz sicher (62 %),

eher nicht (11 %), höchstwahrscheinlich

(17 %), unentschlossen

(7 %), sicher nicht (3 %)

■ Welcher Politiker soll in

nächster Zeit die Geschicke

der Stadt lenken: Siegfried

Nagl (36,8 %), Mario Eustacchio

(13,2 %), Kurt Hohensinner (8,4

%), Elke Kahr (19,6 %), Robert

Krotzer (1,1 %), Günter Riegler

(0,7 %), Judith Schwentner (5,9

%), andere (14,3 %)

■ Sollen die politischen

Parteien in Graz eher ... einen

harten Konfrontationskurs

verfolgen, um Unterschiede

klarzustellen (18 %), oder sollen

sie auf das Gemeinsame setzen

und stärker zusammenarbeiten

(82 %)

■ Welcher Partei würden Sie

Ihre Stimme geben, wenn

heute Gemeinderatswahl

wäre: VP (33,2 %), SP (11,8 %),

FP (12,6 %), Grüne (14,2 %), KP

(24,6 %), Neos (3,6 %)


graz

6 www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

K O M M E N T A R

von

Vojo

Radkovic

✏ vojo.radkovic@grazer.at

Bei Direktwahl

wäre vieles

leichter ...

M

it Umfragen ist das so

eine Sache. Sind sie

gut, dann freut sich die

Siegerpartei auch nicht so

recht, schließlich könnten

viele Parteigänger daheim

bleiben unter dem Motto

„Wahl ist eh a g’mahte

Wies’n“. Kann dann schlecht

ausgehen. Schlechte Umfragen

aber machen auch

Langzeitsieger wie Siegfried

Nagl und die Grazer ÖVP

nervös. Die Stimmung im

Bürgermeisteramt und in den

Clubräumen ist angespannt.

Verständlich. Wäre das doch

wirklich eine Art politisches

Erdbeben in der Stadt, wenn

die künftige Bürgermeisterin

Elke Kahr (KP) oder Judith

Schwentner (Grüne) hieße.

Abgesehen davon, dass noch

nie eine Frau auf dem Grazer

Bürgermeistersessel Platz

genommen hat. In die

Opposition verbannt, trotz

Stimmenmehrheit, und dann

von einer dunkelrot-rot-grünen

Koalition. Schlimmer

könnte es für den Langzeitsieger

gar nicht kommen. Es

würde sich dann vieles

ändern in Graz. Wie schaut

eine dunkelrot-rot-grüne

Wirtschaftspolitik für die

Stadt aus, welchen Weg

nimmt die Kulturpolitik?

Spannende Fragen und noch

keine Antworten. Auf jeden

Fall wird die Wahl am 26.

September spannend. Hätten

wir in Graz eine Bürgermeister-Direktwahl,

wäre die ÖVP

wohl wesentlich entspannter.

Mehr Wähler als

Wahlberechtigte

SKURRIL. Noch drei Wochen bis zur Gemeinderatswahl am 26. September.

Die Vorbereitungen für den Urnengang laufen hinter den Kulissen auf

Hochtouren. Da kommen auch einige Kuriositäten zum Vorschein.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Da kann doch nur ein Fehler

passiert sein!“, werden

sich viele am Wahlsonntag

vielleicht denken, wenn sie

auf manche Stimmzettel oder

Ergebnisse schauen. Mehr Stimmen

als Wähler, leere Listenplätze,

fiktive Sprengel oder mehr

Briefwähler als Urnengänger

können nicht sein? Doch! Rund

um die Gemeinderatswahl am

26. September sind einige Kuriositäten

zu finden – der Grund:

Vorschrift ist Vorschrift!

In St. Peter wird die Wahlbeteiligung

besonders hoch liegen,

im Sprengel 08/80 sogar

bei mehreren tausend Prozent!

Dort sind nämlich weitaus mehr

Stimmabgaben als Wähler im

Wählerverzeichnis zu erwarten.

„Die Stimmen der vorgezogenen

Stimmabgabe müssen laut § 67

Gemeindewahlordnung Graz

2012 ununterscheidbar in ein

anderes Wahlergebnis miteinbezogen

werden“, erklärt Wolfgang

Schwartz, Leiter des städtischen

Wahlreferats. „Wir ordnen diese

Stimmen gemäß dem Beschluss

der Wahlbehörde dem besonderen

Wahlsprengel 08/80 zu, einem

Seniorenpflegeheim in St. Peter.“

Bei der Bezirksratswahl ist das

freilich nicht möglich, die Andritzer

Ergebnisse können ja nicht St.

Peter zugeordnet werden. Damit

die Bezirksergebnisse nicht verfälscht

werden, gibt es deshalb

in jedem Bezirk einen fiktiven

Sprengel: 01/99, 02/99 usw. Diesem

werden die Stimmen der vorgezogenen

Wahl zugeordnet.

Leerer Listenplatz

Apropos Bezirksrat: Eigentlich werden

am Wahlsonntag ja ganze 19

Wahlen in Graz abgehalten – Neben

der Gemeinderatswahl auch

die Wahl zum Migrantenbeirat

sowie ganze 17 Bezirksratswahlen

in den einzelnen Bezirken. Dementsprechend

gibt es auch 19 verschiedene

Stimmzettel. Und auf

einigen von ihnen ist ein leerer

Listenplatz zu finden – etwa in Gösting,

Eggenberg, Wetzelsdorf und

Straßgang! Auch das ist kein Fehler:

Von Gesetzes wegen muss ein fixer

Listenplatz freigehalten werden,

auch wenn die Partei gar nicht kan-

Amtlicher Stimmzettel

für die

Wahl der Bezirksräte der Landeshauptstadt Graz

am 26. September 2021

Liste

Nr.

1

2

3

4

Für die gewählte

wahlwerbende

Gruppe

im Kreis ein

2

einsetzen!

5

6

XIV. Bezirk (14. Eggenberg)

Kurzbezeichnung

ÖVP

SPÖ

SPÖ Graz –

Team Michael Ehmann

Muster

FPÖ

GRÜNE

KPÖ

Bezeichnung

der wahlwerbenden Gruppe

Liste Siegfried Nagl –

die Grazer Volkspartei

Freiheitliche Partei

Österreichs

Die Grazer Grünen –

Judith Schwentner

Kommunistische Partei

Österreichs – Elke Kahr

leer

Vorzugsstimme

durch Eintragung des

Namens der wahlwerbenden

Person der

gewählten Gruppe


Kuriositäten zur Grazer Gemeinderatswahl

Auf den

Stimmzetteln

von vier

Grazer

Bezirken

kann man

auf dem

sechsten

Listenplatz

„leer“

wählen.

GETTY, FAKSIMILE

didiert, so ergibt sich die leere Zeile

am Stimmzettel. Die Neos hätten

aufgrund des Einzugs in den Landtag

einen fixen Platz, treten in vier

Bezirken aber gar nicht an.

Viele Briefwahlstimmen

Aufgrund der Corona-Situation

rechnet man bei der Wahlbehörde

mit sehr vielen Briefwahlstimmen.

„Wir haben uns die Wahlen

der letzten eineinhalb Jahre angesehen

und auf Graz umgelegt.

Demnach rechnen wir mit 35.000

bis 70.000 Briefwahlstimmen. Material

haben wir für 90.000“, berichtet

Schwartz. Wären es wirklich so

viele, gäbe es mehr Briefwähler

als Urnengänger – das Ergebnis

am Wahlsonntag wäre verfälscht,

da die Briefwahlstimmen erst am

Montag geöffnet und ausgewählt

werden dürfen. Um 9 Uhr startet

die Wahlbehörde mit ihrer Sitzung.

30- bis 35.000 Stimmen werden

so gegen 18 Uhr ausgezählt

sein. Bei 70.000 würde das bis etwa

Mitternacht dauern. Ein Weiterzählen

am nächsten Tag ist sehr

komplex, da alle Boxen wieder

versiegelt werden müssten, Notare

hinzugezogen würden usw.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION:

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5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 7

Hilfe für 3000 Kinder

SCHÖN. Neben der

Schulbeihilfe wurde 2021

auch der Kleinkinderzuschuss

ausgegeben.

■ Die neue finanzielle Unterstützung

in Höhe von 40 Euro kommt

allen Kindern von SozialCard-

Beziehern zugute, die unter sechs

Jahre alt sind bzw. in Ausnahmefällen

über sechs Jahre, aber noch

nicht die Schule besuchen. Im

Hohensinner: Die SozialCard hilft

vielen Grazer Familien. FISCHER

heurigen Jahr werden über diese

neue Leistung 871 Kinder unterstützt.

Das finanzielle Volumen

beträgt rund 35.000 Euro. Die Ausgabe

des Kleinkinderzuschusses

erfolgt mittels zweckgebundenen

Sachgutscheinen von Sodexo.

Einlösbar sind diese bei rund 25

Händlern in Graz, die besonders

auf die Bereiche Kindermode und

-bekleidung sowie Kinderzubehör

jeglicher Art fokussiert sind.

Stadtrat Kurt Hohensinner:

„Die SozialCard ist ein wichtiger

Beitrag der Stadt Graz zu einem

funktionierenden Sozialsystem.“

Eine bereits bewährte Leistung in

der SozialCard ist die Schulbeihilfe.

Diese unterstützt Familien, für

die der Ankauf von Schulmaterialien

aufgrund der finanziellen

Situation schwierig ist. „Auch hier

ist uns die Unterstützung der Kinder

besonders wichtig. Deshalb

haben wir die Schulbeihilfe im

Jahr 2019 auch um 20 Prozent von

50 auf 60 Euro pro Kind erhöht“,

so der Schulstadtrat Kurt Hohensinner.


8 graz

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Neue Untersuchung zeigt:

Fäkalbelastung in

Die jungen Neos fordern die

Sonntagsöffnung der Gastro.

Sonntags-Gastro-

Öffnung gefordert

■ Die Jugend-Kandidaten

der Grazer Neos Lukas Hosemann

und Juliana Seebacher

fordern neben einer verkehrsberuhigten

Zinzendorfgasse

und einem gut ausgebauten

E-Scooter-Sharing-Angebot

die Gastro-Öffnung auf den

Grazer Märkten auch an Sonnund

Feiertagen. Unterstützung

erhalten die jungen Neos von

Franz Reiter, einem der Eigentümer

des Café Fotter in

der Attemsgasse, sowie dem

Lenz am Lend.

Standl-Wahl

KK

Baden in der Mur im Sommer 2021. Eigentlich kein Badewasser. Die Wasser der Mur sollte wie das kristallklare Wasser

des reinen Grazbachs (kl. F. r.) werden und nicht eine trübe Brühe wie in den Fläschchen links oben sein. KEPPEL (2), KK

Ranking der ersten Favoriten

VOTING. Seit zwei Wochen läuft die „Grazer“-Standl-Wahl nun, tausende Stimmen sind bereits für die

beliebtesten Markt-, Gastro- und Würstelstände eingegangen. Wir verraten die aktuellen Top Fünf.

Abstimmen auf

www.grazer.at

Sie sind regionale Einkaufsmöglichkeiten,

wichtige

Treffpunkte und oft richtige

Szene-Hotspots: die unzähligen

Standln in der Stadt. „der Grazer“

sucht jetzt das beliebteste unter

ihnen – egal ob Bauernmarktstand,

Würstelbude oder Gastrotreff.

Tausende Stimmen sind

in den ersten beiden Wochen

bereits eingegangen und langsam

kristallisieren sich erste Favoriten

heraus. Auch wenn das Rennen

noch lange nicht entschieden

ist, verraten wir die aktuellen

Top Fünf – die Reihung bleibt

aber geheim. Am meisten Stimmen

bekommen haben bisher

(in alphabetischer Reihenfolge):

Marktgraf (Lendplatz), Stand 5

und Stand 12 (beide Hauptplatz),

Wagner Brezen (Herrengasse)

und „Würstl’ Scheich“ (Weblinger

Gürtel). Unter den Bauernmarktstandlern

schafften es die Familie

Scherr (Kaiser-Josef-Platz und

Liebenau), Fleischerei

Rinner (Kaiser-

Josef-Platz), Gartenbau Scherlak

(Lendplatz), Gemüse Trummer

(Kaiser-Josef-Platz) und Wolfgang

Schinnerl (Bauernmarkt Liebenau)

an die Spitze.

Mitmachen & gewinnen

Bis 15. Oktober kann noch

auf www.grazer.at oder unter

standlwahl@grazer.at abgestimmt

werden. Unter allen, die für das

Sieger-Standl getippt haben, wird

je nach Kategorie eine Standl-

Party oder ein tägliches Paket mit

Standl-Produkten verlost.

www.grazer.at

präsentiert


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 9

Mur alarmierend

OBACHT. Das Wasser

unserer lieben Mur ist

wieder etwas schmutziger

geworden, das

zeigt eine Wasserprobe

der Med Uni Graz.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Die Mur ist kein Badewasser.

Das müsste eigentlich jedes

Grazer Kind wissen. Allerdings

sieht man sehr oft Eltern mit

ihren Kindern in der Augartenbucht

in der Mur plantschen. Das ist nicht

lebensgefährlich, aber die Mur hat

viele Fäkalbakterien im Wasser, und

das verursacht Hautausschläge und

Durchfall. Die Stand-Up-Paddler,

die Kanu-Fahrer und die Surfer wissen

ein Lied davon zu singen. Warnhinweistafeln

werden ignoriert. Die

Fäkalien kommen über den Grazbach

in die Mur. Am 12. August hat

Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer

die Medizinische Universität

Graz beauftragt, das Wasser in der

Augartenbucht auf seine Qualität

zu untersuchen. Das Ergebnis ist

eindeutig: Das Murwasser erhielt

auf einer vierstufigen Bewertungsskala

die schlechte Note 4. Damit

ist die Mur als Badewasser absolut

nicht geeignet. Es wurden diverse

Stuhlkeime gefunden.

Nicht verharmlosen

Franz „Huchenfranz“ Keppel, der

die Mur wie seine Westentasche

kennt und allein schon wegen der

vielen Fische für eine saubere Mur

kämpft, sieht da ernsthafte Gefahren.

Keppel: „Jeder Arzt wird bestätigen,

dass die nachgewiesenen

Stuhlkeime Durchfall, Darminfektionen

und sogar schwere Nierenerkrankungen

auslösen können. Das

darf nicht verharmlost werden, im

Gegenteil, man sollte ehrlich sein

und Aufklärung betreiben. Viele

Grazer wissen überhaupt nicht,

dass die Mur mit Stuhlkeimen belastet

ist und man diesen Zustand

auch nicht mit der Erweiterung des

ZSK ändern kann. Veraltete Kläranlagen

nördlich von Graz (wie z. B.

Judendorf) mit sechs bis acht Einlassrohren

mitten in der Mur verursachen

verheerende Zustände und

sind längst nicht mehr zeitgemäß.“

Und Keppel appelliert an die

Stadt: „Es muss alles unternommen

werden, damit wir kein Déjàvu

erleben: Vor 60 Jahren war die

Mur eine schäumende, stinkende,

schwarze Brühe. Politische Unterstützung

sollte vorausgesetzt sein.“

Auch das Land Steiermark ist

jetzt gefragt, damit die Wasserqualität

generell auf einen Punkt

gebracht wird, der für die Nutzer

der Mur unbedenklich ist, und die

Qualität definitiv in Richtung Badewasser

geht.

TU-Rektor Harald Kainz und

Stadtrat Kurt Hohensinner

Grazer Talente-

Samstage 2021

■ Bei den Talente-Samstagen

wird den jungen Forschern die

Möglichkeit geboten, gemeinsam

mit anderen Gleichgesinnten

einem Thema ihres Interesses

nachzugehen. Experten

gestalten im Bereich Naturwissenschaften

(Chemie, Physik,

Astronomie), Technik (Programmieren)

und Kunst spannende

Kurse für Kinder und Jugendliche

im Alter von 8 bis 14 Jahren.

Die aktuelle Kursbroschüre mit

allen Terminen sowie die Online-Anmeldung

ist unter www.

begabungsakademie.at abrufbar.

KK


10 graz

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Fast 8000 Straftaten

Bevor die Schule losgeht, sollte

man den Schulweg abgehen. ARBÖ

Schulweg im

Vorfeld üben

■ Bald beginnt für viele wieder

die Schule. Besonders für Tafelklassler

ist es daher wichtig,

den Schulweg zu üben. „Der

Schulweg ist nicht an einem Tag

erlernt, sondern es braucht rund

sechs bis zehn Wiederholungen,

bis alle Gefahrensituationen

am Schulweg auch als solche

erkannt werden“, erklärt ARBÖ-

Verkehrspsychologin Patricia

Prunner. Aber auch ältere Kinder

sollten sich gemeinsam mit

Eltern den Schulweg in Erinnerung

rufen. Durch die Baustellen

im Sommer kann sich der Schulweg

auch verändert haben.

Die Aufklärungsquote ist erfreulicherweise leicht gestiegen.

SCHERIAU

KRIMINELL. Von Jänner

bis Juni wurden in

Graz 7963 Straftaten

angezeigt. Es gab 1370

Diebstähle und 1283

Sachbeschädigungen.

Von Julian Bernögger

julian.bernoegger@grazer.at

Insgesamt ist die Zahl der angezeigten

Verbrechen im Vergleich

zum ersten Halbjahr

2020 gesunken. Von Jänner bis

Juni 2020 wurden in Graz 9071

Straftaten registriert, dieses Jahr

sind es mit 7963 Verbrechen etwas

weniger. Das geht aus einer

aktuellen parlamentarischen Anfrage

von FPÖ-Nationalrat Hannes

Amesbauer an Innenminister

Karl Nehammer hervor. Den

größten relativen Zuwachs gibt es

Neuer Bauernmarkt eröffnet

LOS GEHT’S. Diese Woche hat der Bauernmarkt im neuen Stadtteil Reininghaus eröffnet. Jeden Freitag

gibt es dort von 13 bis 17 Uhr Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Brot, Mehlspeisen und vieles mehr.

Der für die Bauernmärkte zuständige Vizebürgermeister Mario Eustacchio

musste sich am ersten Tag natürlich selbst ein Bild in Reininghaus machen.HAUSJELL

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Im neuen Stadtteil Reininghaus

wird es immer heimeliger:

Die ersten Mieter sind

schon lange eingezogen, immer

mehr Bauten werden fertig, die

Bim wird demnächst ebenfalls

fahren. Und am Freitag wurde

auch der neue Bauernmarkt direkt

am Eck vom Quartier 7 eröffnet.

Im Kreuzungsbereich der

Wetzelsdorfer Straße mit der Domenico-dell’Allio-Allee

stehen

freitags in der Zeit von 13 bis 17

Uhr ab sofort rund 120 Quadratmeter

für die Standler und ihre

Kunden zur Verfügung.

Damit können die dortigen Bewohner

nun wöchentlich frische

saisonale und regionale Produkte

direkt vom Produzenten quasi

vor der Haustüre beziehen. Von

Obst und Gemüse über Fleisch

und Fisch, Brot und Mehlspeisen

bis hin zu Edelbränden und Natursäften

bekommt man alles direkt

vom Produzenten. „Der erste

Markttag war ein voller Erfolg!“,

freut sich Märktestadtrat und Vizebürgermeister

Mario Eustacchio

über den gelungenen Start.

Standler vor Ort

Dort anzutreffen waren etwa

Anna Steirer und Johannes Stelzl

mit Obst, Gemüse, Blumen und

Jungpflanzen, Erwin Absenger

mit Selchwaren und Würsten, Erika

Weber mit Gemüse, Familie

Daum mit Frischfleisch und Edelbränden,

Familie Baumgartner

mit Fisch und Honig, Sandra und

Wolfgang Stranzl mit Produkten

rund um die Aroniabeere oder die

Familie Reisenhofer mit Obst, Gemüse,

Säften und Edelbränden.


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 11

im ersten Halbjahr

beim Delikt „Vorsätzliche Gefährdung

von Menschen durch übertragbare

Krankheiten“. Hier gab

es von Jänner bis Juni schon zwölf

Fälle. Im Vergleichszeitraum 2019

und 2020 gab es hingegen nur einen

beziehungsweise zwei Fälle.

Auch die fahrlässige Version des

Delikts hat zugenommen, hier

gab es 2019 und 2020 gar keine

Fälle, dieses Jahr aber schon vier.

Der Anstieg ist mit hoher Wahrscheinlichkeit

der Pandemie geschuldet.

Dieses Jahr gab es leider auch

schon zwei Morde in Graz. Bei

beiden Taten waren die Opfer

Frauen (17 und 38 Jahre alt). In

einem Fall ist der Tatverdächtige

der Ehemann des Opfers, im

anderen Fall ein Bekannter. Außerdem

kamen vier Menschen

durch „fahrlässige Tötung im

Straßenverkehr“ ums Leben.

509 Körperverletzungen und 54

schwere Körperverletzungen

wurden ebenso angezeigt wie

308 gefährliche Drohungen.

1,13 Millionen Schaden

Die beiden am öftesten angezeigten

Verbrechen in Graz sind

Diebstähle und Sachbeschädigungen:

Es gab im ersten Halbjahr

1370 Diebstähle, 27 schwere

Diebstähle und 677 Diebstähle

durch Einbruch oder mit Waffen.

Der Schaden, der bei den insgesamt

1283 „normalen“ und 85

schweren Sachbeschädigungen

verursacht wurde, beträgt rund

1,13 Millionen Euro.

Die vorläufige Aufklärungsquote

aller Straftaten ist erfreulicherweise

leicht gestiegen – sie

liegt derzeit bei 56,2 Prozent. Insgesamt

konnte man bislang 5111

Tatverdächtige ausforschen.

Nicht alle davon sind bereits

strafmündig: Zwölf Verdächtige

waren jünger als zehn Jahre, 105

zwischen zehn und 14 Jahre alt.


Grazer Verbrechen

Verbrechen in Graz von

Jänner bis Juni 2021:

§ zwei Morde

§ zehn Raufhandel

§ vier Fälle von Verhetzung

§ 509 Körperverletzungen

§ 54 schwere Körperverletzungen

§ 1370 Diebstähle

§ 27 schwere Diebstähle

§ 1283 Sachbeschädigungen

§ 87 Nötigungen

§ 308 Gefährliche Drohungen

§ 19 Raubüberfälle

§ zehn schwere Raubüberfälle

§ 34 Erpressungen

§ 563 Betrüge

§ 114 schwere Betrüge

§ 13 Fälle von Geldwäsche

§ 55 Fälle von Geldfälschung

§ 22 Vergewaltigungen

§ 20 Tierquälereien

§ 37 Beleidigungen

§ eine Brandstiftung

Der Flohmarkt

der Andritzer

■ Am Sonntag, 12. September,

findet in Andritz der traditionelle

Flohmarkt statt, coronabedingt

diesmal am Areal

des Fachmarktzentrums Am

Arlandgrund. Vor Corona gab es

die beliebten Flohmarktfeste am

Grazer Hauptplatz. Es gibt eine

Tombola und Gastronomie. Der

Markt findet unter Corona-Regeln

von 7 bis 16 Uhr statt.


graz

12 www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Einkaufen und Gutscheine gewinnen

■ Stifte, Hefte, Schultaschen

und Lineale – diese Schul-

Einkaufslisten haben es in sich

und können ganz schön teuer

kommen. Heuer ist aber alles

anders: Deswegen übernimmt

das Shopping Nord heuer zehn

Schuleinkäufe, die zwischen 30.

August und 10. September im

Einkaufszentrum über die Registrierkassen

gehen, und zahlt den

Rechnungsbetrag in Form von

Shopping-Gutscheinen retour.

Shopping-Gutscheine für den

Schuleinkauf im Shopping Nord RIPIX

Grünanger

Flächentausch

IDEE. Im Bereich des

Sport- und Freizeitgeländes

Grünanger in Jakomini

wird ein Flächentausch

beim Heimgartenverein

vorgeschlagen.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Im Zeitrahmen von zwei bis

vier Jahren soll es im Grazer

Bezirk Jakomini zwischen

Neuholdaugasse und Andersengasse

zum lang gewünschten

Straßendurchstich kommen. In

diesem Bereich südlich der Seifenfabrik

entstand mittlerweile

ja auch ein neues Freizeitareal

an der Mur. Dieses Sport- und

Freizeitgelände wird zur Freude

aller sehr gut angenommen,

allerdings gab es in den Som-

mermonaten durch den neu entstandenen

Gastrobereich und

den unmittelbar angrenzenden

Heimgartenbereich der HGV

Grünanger verstärkt Lärmerregungsprobleme.

Der Jakomini-Bezirksvorsteher

Klaus Strobl empfiehlt zur

Verbesserung der Situation daher,

dass im Zuge der Errichtung

des Durchstichs der angrenzende

Heimgartenbereich in den

westlichen Teil des Grünangerparks

verlegt wird und in dem

unmittelbar angrenzenden Areal

die Freizeitanlage Grünanger als

Grünraumareal erweitert wird.

„Dies hätte auch den Vorteil,

dass in diesem Bereich – da hier

ja auch der Murradweg entlangführt

– keine Abfälle mehr in den

abschüssigen Wegrandbereich

hineingeworfen werden können,

was derzeit eine permanente

Säuberung stark erschwert“, so

Strobl. Ein Antrag wird demnächst

eingebracht.


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 13

mit Heimgärten

Jakomini-Bezirksvorsteher schlägt im Zuge des Durchstichs von der Neuholdaugasse

zur Andersengasse einen Flächentausch der Heimgärten vor. KK


14 graz

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Graz: Job-Höchststand

Insgesamt 52 Wohnungen sind

modernst ausgestattet.

Wohnprojekt

„Ritter“ fertig

■ So wohnt die Zukunft: Das

innovative Wohnprojekt „Das

Ritter“ in Feldkirchen bei Graz

wurde an die zukünftigen Mieter

übergeben. Bauherr Herbert

Ritter: „Mit der heutigen

Technologie und ein bissl Innovationskraft

kann man auch

hochwertige Projekte günstig

bauen.“ Die 52 Wohneinheiten

haben allesamt großzügige

Balkone und Terrassen, Fußbodenheizung,

Deckenkühlung,

schallgedämmte Schlafräume

mit Zu- und Abluft. Die Türen

werden per Schlüsselanhänger,

Karte oder Handy-App geöffnet.

KK

TOP. 112.068 Grazer

waren Ende Juli 2021

beschäftigt, mehr als im

Juli 2019 vor Corona.

Ein positives Bild zeichnen

die aktuellen Beschäftigungs-

und Arbeitslosenzahlen

der Stadt Graz. Bereits

im Mai 2021 erreichten die

Werte das Vorkrisenniveau, das

mit den aktuellen Zahlen von

Ende Juli deutlich übertroffen

wird: Insgesamt 112.068 Grazer

waren als unselbstständig beschäftigt

gemeldet, davon 60.153

Männer und 51.915 Frauen. Damit

wurde der im Juli 2019 verzeichnete

Höchststand von 110.671 Beschäftigten

um 1397 Personen übertroffen.

Verglichen mit dem Zeitraum

Juli 2020 fällt der Zuwachs mit 3822

Beschäftigten mehr noch deutlicher

aus. Auch die Zahl der Arbeitslosen

in Graz befand sich Ende Juli 2021

auf dem Stand von März 2019 und

Christa Zengerer (kl. F.) verweist auf die Mobilitätsindustrie als wichtigem

Arbeitgeber für die Steiermark und insbesondere für Graz. MATTHIAS KNIEPEISS/KK

damit auf Vorkrisenniveau. Verglichen

mit dem Wert des Vorjahres

waren im Juli 2021 37,9 Prozent weniger

Grazer arbeitslos gemeldet.

Ein Trend, der sich auch in vielen

heimischen Industriezweigen widerspiegelt.

Stellvertretend für die

Mobilitätsbranche, zu der die größten

Arbeitgeberbetriebe der Stadt

Graz wie Magna Steyr, AVL List oder

Siemens zählen, bestätigt Christa

Zengerer, Geschäftsführerin des

ACstyria Mobilitätsclusters: „Mit

über 70.000 Arbeitsplätzen ist die

Mobilitätsindustrie ein wichtiger

Jobmotor für die Steiermark. Auch

hier geht der Trend steil nach oben:

Neue Aufträge und eine Vielzahl

an Forschungsprojekten machen

die Mobilitätshauptstadt Graz zu

einem Magnet für gut ausgebildete

Fachkräfte.“

VOJO

Der große Tag des Sports naht

SUPER. Am 26. September findet in Graz wieder der Tag des Sports statt. Besucher können rund 60

Sportarten selbst vor Ort ausprobieren. Außerdem gibt es eine Reihe toller, spannender Shows.

Von Julian Bernögger

julian.bernoegger@grazer.at

Der große Tag des Sports

steht wieder vor der Tür!

Am Sonntag, 26. September,

ist es endlich wieder so weit

und ganz Graz wird zur Sportarena.

Das Zentrum der Veranstaltung

ist der Karmeliterplatz.

Dort können die Besucher

zahlreiche aufregende Shows

sehen. Der steirische Aeroclub

zum Beispiel veranstaltet eine

spannende Flugshow mit verschiedenen

ferngesteuerten

Fluggeräten. Außerdem wird

eine tolle Kinder- und Jugendakrobatik-Show

aufgeführt.

Rund 80 Verbände präsentieren

ihre Sportarten. Die Besucher

können vor Ort also jede Menge

selber ausprobieren. Ein ganz

besonderes Highlight sind auf jeden

Fall auch die Flug- und Surfsimulatoren.

Coole Moderatoren

Moderiert wird die große Show

auf der Hauptbühne am Karmeliterplatz

von „Gonzo“ Renger

und Thomas Seidl. Für die

Besucher gibt es bei dem Event

auch eine eigene Impf- und Teststraße.

Man kann sich direkt von

Bundesrat und Arzt Karlheinz

Kornhäusl eine Corona-Schutzimpfung

geben lassen.

GEPA

www.grazer.at

präsentiert


16 graz

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

„Grazer“-Autokino war

wieder ein voller Erfolg

ACTION. Das „Grazer“-Autokino am Dach des Citypark zeigte dank des Dieselkinos

nach einem langen Coronajahr endlich wieder aktuelle Blockbuster

auf der Freiluft-Leinwand. Sogar bei heftigen Unwettern fuhren die Autos ein.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Diesen Sommer feierte das

„Grazer“-Autokino seine

bereits vierte Saison

– und auch heuer war es wieder

ein voller Erfolg. Die meisten

Aufführungen waren restlos ausverkauft

und endlich schafften

es auch wieder aktuelle Blockbuster

auf die Freiluft-Leinwand.

Das Dieselkino holte Streifen mit

Top-Besetzung.

Die erfolgreichsten Filme waren

der Hollywood-Blockbuster

„Fast & Furious 9“, der Disney-Hit

„Cruella“ und der Science-Fiction-Actionfilm

„Black Widow“.

Unzählige Film-Fans trudelten

in Schwärmen für unsere Vorstellungen

am Dach des Citypark

ein, sogar das schwere Unwetter

am 30. Juli stoppte sie nicht. „An

dem Abend spielten wir den Horrorfilm

,Conjuring 3: Im Bann

des Teufels‘. Obwohl ein wirklich

heftiges Unwetter mit Sturmböen,

Gewitter und sogar kurzem

Hagel aufzog, blieben die Gäste

und schauten den Film. Beim

Hagel sind sie zwar unter die Däche

geflüchtet, empfanden den

wilden Regen aber lustigerweise

als perfekte Stimmung für den

Horrorfilm“, schmunzelt Stefan

Riedler vom Dieselkino.

Alle Autos vertreten

Autofans sind beim Anblick auf

alle Fälle nicht zu kurz gekommen

– und das nicht nur, weil gerade

ein toller Film gespielt wurde.

Von einer alten Ente über den

originalen VW Bus bis hin zum

alten Mustang, Käfer oder auch

einem Pick-up, bei dem die Ladefläche

zum Liegeplatz wurde,

war wieder alles dabei.

Die beliebten Kino-Snacks

gingen ebenso wieder zahlreich

über die Theke: Gleich mehrere

hundert Partyboxen Nachos

wurden von den Besuchern verspeist

– heuer waren sie sogar

noch beliebter als das klassische

Kinopopcorn.

Man darf jedenfalls gespannt

auf das nächste Jahr sein, wenn

es heißt: Klappe, die fünfte!

„Grazer“-Team: (hinten) Victoria Purkarthofer, Fabian Kleindienst, Verena

Leitold, Gerhard Goldbrich, (vorne) Mailo, Selina Gartner, Valentina Gartner LUEF (9)

www.grazer.at

präsentiert


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 17

Sitzbänke samt Ladestecker

COOL. SPÖ-Gemeinderatskandidat Arsim Gjergji fordert Smartbänke für Graz. Leerem Handy-Akku

soll damit der Kampf angesagt werden, auch Luftqualität und Geräuschpegel kann man damit messen.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

In Städten wie London, Prag

oder Essen gibt es sie bereits:

Smartbänke. Genauer gesagt

sind das Sitzbänke, die mit einem

integrierten Solarpanel und

USB-Anschlüssen ausgestattet

sind. Einige Varianten der „smart

benches“ haben auch Sensoren,

die Umweltdaten wie Luftqualität

oder Geräuschpegel messen.

Eleven-Gastronom Arsim Gjergji,

der auf Listenplatz 5 für die

SPÖ Graz für den Gemeinderat

kandidiert, fordert genau solche

Smartbänke für Graz. „Der öffentliche

Raum und die Plätze in Graz

bieten viel zu wenige Sitzgelegenheiten.

Wir brauchen daher mehr

Parkbänke, die zum Verweilen

einladen. Diese Sitzgelegenhei-

ten sollten wir nutzen, um einen

zusätzlichen Mehrwert für die

Grazer zu schaffen. Viele von uns

kennen die Situation: Man ist unterwegs

und der Handy-Akku ist

plötzlich leer. Da kann es dann

oft schwierig werden, eine Lademöglichkeit

zu finden. Bänke, auf

denen man nicht nur sitzen, sondern

auch noch kostenlos und

klimafreundlich das Smartphone

oder Tablet mit Solarstrom aufladen

kann, lösen dieses Problem“,

so Gjergji. Eine Smartbank kostet

um die 4500 Euro.

Laden bei Haltestelle

Weiters setzt sich Gjergji für

USB-Anschlüsse bei Haltestellen

ein, wo es bereits Strom gibt.

Damit könne man künftig beim

Warten auf die Öffis ebenso den

Saft seines Telefons auffüllen.

Eleven-Gastronom und SPÖ-Gemeinderatskandidat Arsim Gjergji setzt sich

für Smartbänke und USB-Anschlüsse bei Haltestellen für Graz ein. KK (2)


graz

18 www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Spitzenkandidaten im Check:

Das Wohnen

GETTY

G E M E I N D E R A T S W A H L

Graz hat die Wahl

-------WOHNEN---------


Siegfried Nagl, ÖVP

W ir haben in der jetzigen

Periode mehr

Gemeindewohnungen geschaffen

als je zuvor – diesen Weg verfolgen

wir weiter! Der kommunale

Wohnbau muss Hand in Hand

mit der Stadtentwicklung gehen.

2. Wichtig ist es, Grünund

Baulandflächen

in Einklang mit der Bevölkerungsentwicklung

zu halten, das heißt,

wir weisen kein zusätzliches Bauland

aus und stellen Grünflächen

durch strategische Ankäufe sicher.

Gleichzeitig muss man bei bestehenden

Bauflächen streng in Sachen

Bodenversiegelung sein.

3.

Ich habe die Erfahrung

gemacht, dass man

durch Gespräche mit den Eigentümern

vieles erreichen kann. So

entstand auch das Vorzeigeprojekt

Hotel Kai 36 oder das Übereinkommen

zum Girardihaus. Mit

einer Erhöhung des Altstadterhaltungsfonds

werden wir historische

Gebäude in Zusammenarbeit mit

den Eigentümern erhalten.

Ich wohne in einer großen

4.

Wohngemeinschaft mit

meiner Familie – ich bin sehr stolz

darauf und genieße das Familienleben

im Vier-Generationen-Haus!

1. 1. D

Elke Kahr, KPÖ

afür braucht es nicht

nur mehr Gemeindewohnungen,

sondern auch eine

Senkung der Wohnungseinstiegskosten

(Maklerprovision soll vom

Auftraggeber bezahlt werden),

niedrigere Mietzinsobergrenzen

und die Eindämmung der Errichtung

von teuren Anlegerwohnungen,

die oft leerstehen. Bei den Betriebskosten

kann die Stadt selbst

helfen, indem sie von den automatischen

Erhöhungen absieht.

2. Die KPÖ hat als einzige

Partei gegen den Flächenwidmungsplan

gestimmt, der

die Verbauung ermöglicht, und tritt

für eine Revision ein. Dazu gehört

die Baudichteverordnung überarbeitet.

Auch eine Abschöpfung von

Wertzuwächsen aus Umwidmungen

sowie eine Bebauungsplanpflicht

für das gesamte Stadtgebiet

würde die Situation entschärfen.

3. Durch Änderungen des

Altstadterhaltungsgesetzes.

Die Schutzzonen gehören

erweitert, einzelne Bauwerke erfasst.

Seit ich mit 17 Jahren ausgezogen

bin, wohne ich

4.

zur Miete. Derzeit wohnen mein

Mann Franz und ich in einer gemütlichen

Mietwohnung in Gries.


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 19

als Zünglein an der Waage

SERIE. Grünraum, Bausperren, Leerstandserhebungen und Co – kaum ein Thema war im Wahlkampf

bisher so präsent wie das Thema Wohnen. Vor dem Urnengang am 26. September war es deshalb

klar, dass wir den Spitzenkandidaten der verschiedenen Parteien dahingehend auf den Zahn fühlen.

1. Wie garantieren Sie leistbares Wohnen in Graz?

2. Wie kann man der fortschreitenden Verbauung entgegenwirken?

3. Soll man historische Gebäude wie das Kommod-Haus oder das Theater KiStL besser schützen?

Wenn ja: wie?

4. Bezirk, Miete, Eigentum, Wohnung, Haus, WG: Wie wohnen Sie persönlich?

Mario Eustacchio, FPÖ

I n meiner politischen

Verantwortlichkeit liegen

die Grazer Gemeindewohnungen.

Für mich als Wohnungsstadtrat

ist es wichtig, dass jeder Grazer

bei Bedarf unkompliziert und

schnell in eine Gemeindewohnung

einziehen kann. Während

der letzten Jahre konnte die Warteliste

für Gemeindewohnungen

vollständig abgeschafft werden.

Früher betrug die Wartezeit auf

eine Wohnung bis zu zwei Jahre.

2.

Zum einen müssen wir

nach Kräften die Altbaustrukturen

erhalten und zum

anderen brauchen wir dort, wo

die Verbauung überhandnimmt,

lokale Baustopps. So kann nicht

nur der Charakter der Stadt bewahrt

werden, sondern auch die

Lebensqualität sichergestellt werden.

3. Ein ähnliches Eingreifen

der Stadt wie beim

Girardihaus ist für mich auch

bei anderen Objekten denkbar.

Grundsätzlich sind Fragen der

Erhaltung aber Fragen des Denkmalschutzes.

Ich wohne gemeinsam

4.

mit meiner Familie im eigenen

Haus.

Judith Schwentner, Grüne

dauerhaften Wohnungsleerstand

Abgaben einhebt und

so in den Markt eingreift. Wir

brauchen in den nächsten fünf

Jahren 1000 neue Gemeindewohnungen.

Durch einen Baustopp.

Das verlan-

2.

gen schon allein die Auswirkungen

der Klimakrise. Wir

müssen die Stadt neu planen.

Weniger Asphalt und Beton,

mehr Grünräume, Bäume und

Wasser. Da dürfen wir keine

Zeit mehr verlieren.

3.

Auf jeden Fall.

Denkmalschutz

und Altstadtschutz sind oft

zu zahnlos. Eigentümerinnen

und Eigentümer müssen

unterstützt und früher dazu

angehalten werden, alte Substanz

zu erhalten und vor dem

Verfall zu schützen. Auch sollten

wir die Schutzzonen noch

einmal genau unter die Lupe

nehmen.

4.

Ich wohne mit meiner

Familie schon seit

vielen Jahren in einer Altbauwohnung

im Bezirk Jakomini.

Michael Ehmann, SPÖ

1.

ndem die Stadt selbst

urch die Einführung

1. I 1.

Wohnungen baut, für D 1.

neuer Widmungs-

J

kriterien im Flächenwidmungsplan,

die geförderten Wohnbau

bevorzugen, wie das bereits seit

längerem in Wien erfolgreich

praktiziert wird – als wirkungsvollste

Maßnahme gegen Preistreiberei,

Spekulation und Flächenfraß.

Durch eine Leerstandserhebung,

2.

die Mobilisierung der 7000 bis

12.000 leerstehenden Wohnungen

sowie über das Stadtentwicklungskonzept

und den Flächenwidmungsplan.

Außerdem

gehören die Spekulationsgeschäfte

mit Anlegerwohnungen

eingedämmt.

3.

Ja! Am besten durch restriktivere

Auflagen für

die Instandhaltung mit strengeren

Kontrollen durch die Behörde.

Außerdem durch die Entwicklung

von Förderungs- bzw.

Darlehensmodellen für die Sanierung,

aber auch von Zwangsmitteln

(Ersatzvornahmen) gegen

den vorsätzlichen Verfall.

4. Ich wohne mit meiner

Familie in einer Eigentumswohnung

in Gösting.

Philipp Pointner, Neos

ede Minute, in der kein

neuer Wohnraum geschaffen

wird, führt dazu, dass

die Mieten steigen. Um mehr

leistbaren Wohnraum zu schaffen,

braucht es den Fokus auf

der Verbesserung des Bestandes

durch Sanierungen, auf Schaffung

von neuem Wohnraum

durch Nachverdichtungen in

Siedlungsgebieten und auf bedarfsorientiertem

Neubau.

2. Die Frage ist nicht, ob

wir bauen, sondern

wie. Bevor Grünland zubetoniert

wird, müssen erst versiegelte Flächen

optimal genutzt werden. Der

Hebel liegt in der Mobilisierung

der bestehenden Baulandreserven,

der Revitalisierung von unbenutztem

Altbestand und einer

möglichst verdichteten Bauweise.

Wir sind für den

3.

Schutz der erhaltungswürdigen

Bauten durch

das Stadtplanungsamt. Wo nötig,

braucht es eine behutsame Modernisierung,

damit diese historischen

Gebäude erhalten bleiben.

4.

Meine Frau und ich

wohnen in einer Eigentumswohnung

in einem Reihenhaus

in Mariatrost.


22 graz

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Die Pläne sind bereits geschmiedet und die Gründstücke erworben. Bald

kann das Projekt rund um den Ferbersbach starten. GEMEINDE VASOLDSBERG (2)

Naturerlebniszone in

Vasoldsberg geplant

TOLL. Um den Ferbersbach soll in den nächsten

Jahren ein Erholungsparadies in GU entstehen.

Von Julian Bernögger

julian.bernoegger@grazer.at

Unser Slogan war schon

immer ,Vasoldsberg –

Natur bei Graz‘, weil wir

wirklich viel Natur haben und

auch der Tierbestand hier noch

komplett intakt ist. Bei

allen attraktiven Sachen,

die es bei dem

neuen Projekt geben

wird, wollen

wir die Natur im

Vordergrund lassen“,

erklärt Johann

Wolf-Maier,

Bürgermeister der

GU-Gemeinde Vasoldsberg.

Wolf-Maier

plant in der Gemeinde

ein tolles Projekt: Rund um den

Ferbersbach soll in den nächsten

Jahren ein Freizeit- und Erholungsparadies

entstehen.

Viel geplant

Es soll in der Naturerlebniszone

mehrere Stationen geben, zum

Beispiel einen Grillplatz. Auch

verschiedene Spiel- und Sportplätze

sollen für eine spaßige

Abwechslung vom Alltag sorgen.

Die Erholung in der Natur

Johann Wolf-Maier

steht aber an erster Stelle. „Es ist

auch angedacht, dass man zum

Beispiel in den Ferien dort ein

Ferienlager für Kinder mit Campen,

Erlebniswanderungen und

Ähnlichem abhält. Ferien direkt

vor Ort“, erklärt Wolf-Maier.

Eine weitere Idee des Bürgermeisters:

ein Projekt,

durch das Menschen

mit

Beeinträchtigung

in der Erholungszone

Arbeitsplätze

finden. „Vielleicht

finden wir

einen tollen Partner,

mit dem es uns

gelingt, eine kleine

Landwirtschaft zu

betreiben. Es soll ein

lebendiger Park werden, nicht

nur Rasen und Spielgeräte.“ Die

größte Herausforderung sind

derzeit noch die Kosten. „Wir

haben kein Riesenbudget, das

Projekt wird in mehreren Etappen

in Angriff genommen.“ In

einem ersten Schritt werden

Geh- und Laufstrecken errichtet.

Auch eine Hundewiese ist

weit oben auf der Agenda. Man

darf also gespannt sein, wie sich

die Naturzone entwickelt.

Die Unterstützer: Klaus Strobl (Bez. Jakomini), Stefan Lienhart (Sacre

Coeur) und Andreas Molnár (St. Leonhard) sowie Sebastian u. Simon

„Pedibus“ in Jakomini

und in St. Leonhard

FEIN. Den „Pedibus“, der als gesunde Alternative

zum Elterntaxi gilt, gibt’s auch in Grazer Bezirken.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

D

er Pedibus (von französisch:

Pédibus), auch Laufender

Schulbus, Laufbus,

Schulbus auf Füßen, Bus auf Füßen,

Schulbus zu Fuß, Bus auf Beinen

(BaB) oder Walking-Bus (aus

dem Englischen) ist eine Maßnahme

zur Sicherung des Schulwegs

von Kindern. Ein „Pedibus“ setzt

genau dort an, wo es bei vielen Eltern

heutzutage an der Zeit fehlt:

den Schulweg oder zumindest das

letzte Teilstück zur Schule mit den

Kindern zu Fuß zurückzulegen, bis

diese ihn auch alleine bewältigen

können. In einer Phase, die von

durch die Grazer Polizei geschulten

Personen betreut wird, üben

die Kinder gemeinsam den Schulweg

ab einem bestimmten Treffpunkt

– der Pedibus-Haltestelle.

Dadurch wird der Bringverkehr im

direkten Schulumfeld verringert

und automatisch die Sicherheit

vor den Schultoren erhöht. Denn

was oft vergessen wird: Jedes einzelne

Auto, aus dem Kinder vor der

Schule aussteigen, stellt selbst eine

Gefahr für alle anderen Kinder und

Passanten dar, insbesondere dann,

wenn die StVO von gestressten El-

tern nicht eingehalten und von

der Polizei (noch) nicht hinreichend

kontrolliert wird.

Vier Haltestellen

Österreichweit gibt es bereits sehr

viele Schulen und Gemeinden,

die mit Unterstützung des Ministeriums

und des Projektes „Mobilitätsmanagement

Kinder-Eltern-

Schule“ auf das Pedibus-Konzept

zurückgreifen und damit Eltern

unterstützen. In Graz in den Bezirken

St. Leonhard und Jako mini

übernimmt nun der Campus Sacre

Coeur eine wichtige Vorreiterrolle

und bietet mit Unterstützung

der Stadt Graz und den Bezirken

ihren Schülern den Pedibus gleich

auf vier verschiedenen Zubringer-

Wegen an. An vier Haltestellen

(Eingang Heimgartensiedlung/

Koßgasse 5, Haupteingang St.-

Peter-Stadtfriedhof, Studentisches

Wohnungsservice/Rechbauerstraße

4a, Eingang Bezirkssportplatz/Münzgrabengürtel),

die alle

über eine hohe Aufenthaltsqualität

verfügen, warten ab 7 Uhr die

Schülerlotsen auf die Kinder. Zum

schnellen Abgeben der Kinder

stehen mindestens zwei Parkplätze

zur Verfügung. Abmarsch ist

pünktlich um 7.15 Uhr.

KK


26 graz

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Finale für die Urlaubsfotos

ENDSPURT. Eine Woche

noch gibt es die Möglichkeit,

das schönste, lustigste oder

originellste Sommerfoto

zu knipsen und damit eine

TUI-Kreuzfahrt zu gewinnen!

Mit Schulanfang tagt auch

unsere Jury. Schicken Sie

uns Ihr Bild mit ein paar

Zeilen an redaktion@grazer.

at oder verlinken Sie ein

Bild auf Instagram mit

#dergrazerurlaubsfoto2021.

Der 300 Kilo schwere Seelöwe schließt beim

Kuss mit Monica Genser in der Dominikanischen

Republik wie ein Verliebter die Augen.

Alle Fotos auf

www.grazer.at

Herzig! Sabine und Hannes Zöhrer haben

dieses romantische Bild in Kroatien gemacht.

Türkiser geht nicht! Julia Totter lässt sich bei

der griechischen Peloponnes einfach treiben.

Steiermark, do bin i her! So lautete das Motto

von Helene Fegus’ Urlaub im heurigen Jahr.

Entspannung pur und ein Foto wie aus dem

Katalog: Nadja Kemmer relaxte auf Kreta.

Franz Reiber wanderte von München nach

Venedig! Das Foto entstand vor dem Piz Boè.

Kaspar Prattes hat in Kroatien heuer seine

Leidenschaft fürs Wellenreiten entdeckt.

GETTY, KK (9)

Was für eine malerische Landschaft! Erika Siegmann

hat auf Sansibar das Paradies gefunden.


28 graz

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

Verkehr berücksichtigen

Vor rund 20 Jahren wurde vom

seinerzeit für die Verkehrsplanung

zuständigen Stadtrat vorausschauend

und richtig erkannt,

dass das zukünftige Wohngebiet

Sternäckerweg, Johann-Weitzer-

Weg, Novalisgasse vom ebenfalls

entstehenden Industrie- und Gewerbegebiet

Messendorf durch

geeignete Maßnahmen „abzutrennen“

sei. Durch den errichteten

Poller am Messendorfgrund sollte

vor allem der bereits bestehende

Individual- bzw. „Schleichverkehr“

über den Sternäckerweg reduziert

werden. Zwischenzeitig sind in

diesem Gebiet nicht nur weitere

zahlreiche Genossenschaftswohnungen

entstanden, sondern ist

auch das Trainingszentrum des

SK Puntigamer Sturm in unmittelbarer

Nähe errichtet worden, was

naturgemäß zusätzlichen Verkehr

auslöst. Der Tatsache, dass sich

die neuen Anwohner/Nachbarn

nunmehr aufregen, dass sie über

die St.-Peter-Hauptstraße einen –

unserer Meinung nach zumutbaren

– längeren Weg zu Hofer, KIK,

Pagro in Kauf nehmen müssen, ist

entgegenzuhalten, dass die vorgenannten

Firmen fußläufig, per

Fahrrad/Lastenrad und vor allem

auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln

(Bus) der GVB (Linie 75 und

75U) problemlos erreichbar sind.

Die Schaffung von Wohnraum

erscheint auch für UNS von der

Bürgerinitiative unabdingbar und

notwendig. Bei zukünftigen Wohnprojekten

muss von der Kommunalpolitik

auch das zu erwartende

zusätzliche Verkehrsaufkommen

mitberücksichtigt werden.

Engelbert Gerstl &

Annemarie Pillich, Graz

* * *

Gute Nacht, St. Peter

Zum ersten Mal in meinem Leben

habe ich aktiv die Polizei kontaktiert:

Zwei Häuser weiter fand eine

Gartenparty statt. Laute Musik im

Freien, Feuerwerk im Wohngebiet,

bis ein Uhr nachts habe ich gewartet.

Den Notruf wollte ich samstagabends

nicht blockieren, daher rief

ich beim nächstgelegenen Wachzimmer

an: PI Plüddemanngasse.

Freundlich wurde mir mitgeteilt:

„Die Kollegen kommen sich das

ansehen.“ Bis kurz vor drei Uhr

ging die Feier dann noch weiter, die

Polizei ward nicht gesehen.

Markus Baumgartner, Graz

* * *

Kein Klettersteig

Bitte keinen Klettersteig auf den

Schloßberg! Das Grazer Wahrzeichen

verkommt immer mehr

zum Event-Berg. Es scheint, dass

sich der Bürgermeister (Murgondel,

Plabutschgondel) und sein

Stellvertreter an sinnbefreiten und

verzichtbaren Vorhaben übertreffen

wollen. Der Blick vom Schloßbergplatz

auf den Aufgang zum

Schloßberg ist einer der schönsten.

Der Klettersteig würde auch weitere

bauliche Maßnahmen erfordern,

um den darunter liegenden

Stiegenaufgang zu schützen. Also

Klettersteig: NEIN DANKE!!!

Ulrike Stadler, Graz

* * *

„Stadt der Schande“

Wie jeden Sommer, so auch heuer

am Freitag, den 27. August, besuchten

wir mit unseren Freunden,

zwei Paaren aus Italien und Frankreich,

das bislang geliebte Graz mit

Spaziergang auf den Schloßberg.

Zu unser aller Schande skandierten

im Gastrobereich Politiker und

AnhängerInnen der Freiheitlichen

Partei Österreich für einen Afghanen-freien

Schloßberg. Für uns

und unsere Freunde, darunter eine

Muslima, war das der zeitlebens

letzte Aufenthalt in Graz. Herr Bürgermeister

Nagl, in Ihrer einstigen

Stadt der Menschenrechte herrscht

großer Handlungsbedarf.

Martin Brunell, Graz

* * *

Belagern, nicht erstürmen

Im Mittelalter wurden Burgen meist

durch zähes Belagern und nicht

unbedachtes Erstürmen eingenommen.

Ähnlich erging es jetzt mit der

Rückeroberung Göstings als historisches

Baujuwel für alle! Als ich in

dieser Zeitung seinerzeit meinem

Unmut über die Auer’sche Burgruinenschließung

mit Aussperren von

Erholungssuchenden und Burgvereinsmitgliedern

Luft machte und

eine Enteignung der Burgruine im

Interesse der Öffentlichkeit in den

Raum stellte, reagierten zwei Organisationen

dankenswerterweise

sofort darauf. Zum einen der

Burgverein Gösting, dem allein wir

die Erhaltung der Burgruine (Mitgliedschaft

zahlt sich aus!!) zu verdanken

haben, und zum anderen

das Bürgermeisterbüro Siegfried

Nagl, welches über die laufenden,

extrem zähen Verhandlungen mit

dem Besitzer und den dazugehörigen

Hoffnungsschimmer auf ein

„Happy End“ berichtete. Der einzige,

bitter schmeckende Wermutstropfen

bei der ganzen Sache: Die

Win-Situation betrifft vornehmlich

Herrn Hubert Auer selbst, der lediglich

mit seiner Unterschrift eine

Jahrespacht von 40.000 Euro lukrieren

kann und dem die öffentliche

Hand „seine“ Burg(ruine) kostenlos

saniert, revitalisiert und mit allen

zeitgemäßen Anschlüssen kostenlos

versorgt.

Gerhard Maurer, Graz

* * *

Liebster Wanderweg

Ich habe gerade Ihren Artikel über

die Ruine Gösting gelesen und bin

sehr froh darüber, dass der Ruine

Gösting endlich wieder Leben eingehaucht

wird. Als Göstingerin ist

die Ruinenrunde mein allerliebster

Wanderweg, bei dem ich mich

zwischendurch auch gerne etwas

stärke. Sehr erleichtert und glücklich

bin ich darüber, dass es weiterhin

keine Autozufahrt geben wird.

Autos würden den Reiz der Ruine

als Ausflugsziel massiv zerstören.

Endlich gibt es einen Wanderweg,

der – fast ausschließlich – den

Wanderern gehört. Wer will schon

zwischen Autoabgasen die schöne

Natur genießen? Die Kooperation

mit dem Zeughaus ist eine wirklich

gute Sache. Da kann ich mir sehr

tolle Installationen und Führungen

vorstellen. Meiner Meinung nach

würde auch eine Greifvogelstation

zur Ruine passen. Ich bin jedenfalls

positiv gespannt auf die Ruine Gösting

neu.

Evelyn Gappmair-Haas, Graz

* * *

Trittroller und Microscooter

In unserer letzten Ausgabe haben

wir Trittroller, Tretroller und

Microscooter gemeint, als wir

angaben, dass man mit diesen

Geräten nicht auf der Fahrbahn

fahren darf. Irrtümlich wurde der

Eindruck erweckt, auch mit E-

Scootern dürfe man nicht auf die

Straße. Die dürfen klar, gelten wie

Fahrräder (die Red., V.R.).


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz 29

Internet: „Prävention Zentral“

SCHUTZ. Der Verein „Sicher Leben in Graz“ startet dieses Wochenende ein neues Projekt gegen Kriminalität

im Internet. Das Ziel ist es, die Menschen zu schützen, dass sie nicht Opfer von Internetbetrügern werden.

Evelyn Trattner (Polizei), Christina Hochfellner (Sicher Leben), Gerhard Lachomsek

(Polizei), Bgm. Nagl, Gilbert Sandner und Jeremy Stöhs (v. l.) STADT GRAZ/FISCHER

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Betrug im Netz ist längst

alltäglich geworden. Täter

stellen gezielt über Telefon

oder Internet durch das Vortäuschen

einer falschen Identität ein

Vertrauensverhältnis mit dem jeweiligen

Opfer her und nutzen es

aus, um an Geld ranzukommen.

Die Kriminellen geben sich da

oft als Polizisten, Bankangestellte

oder gar entfernte Verwandte

aus.

Der Verein „Sicher Leben in

Graz“ will mit dem neuen Projekt

„Prävention Zentral“ die Bevölkerung

gegenüber den möglichen

Tricks der Betrüger sensibilisieren,

damit sie eben nicht Opfer

werden. Gemeinsam mit Experten

der Polizei und den Mitarbeitern

des Sicherheitsinformationszen-

Jetzt App downloaden!

Vergangene Woche

im täglichen E-Paper

trums (SINFO, Tel. 0 316/872577)

bietet der Verein „Sicher Leben

in Graz“ Spezialseminare an.

Zusätzlich gibt es freitags und

samstags am Grazer Hauptplatz

vor dem Juwelier Weikhard einen

Informationsstand, wo Experten

die Menschen beraten (freitags

14 bis 17 Uhr und samstags 9 bis

12 Uhr). So will man den Grazern

Werkzeuge zum Selbstschutz in

die Hand geben.

Bürgermeister Siegfried Nagl:

„Die Sicherheit der Grazer ist mir

ein besonderes Anliegen. ,Sicher

Leben‘ und die Polizei sorgen

für mehr Sicherheit im digitalen

Zeitalter.“

Jeremy Stöhs (GF Sicher Leben):

„Wir müssen die Menschen

so früh wie möglich über neue

Betrugsformen informieren, nur

so können sie sich gegen dreiste

Täter im Netz schützen.“

Am schnellsten

■ Als Erstes war am Dienstag im

„Grazer“-E-Paper über die Attraktivierung

des Mariatroster

Ortskerns zu lesen. Das Tramway-

Museum wird zur Erlebniswelt für

Nostalgiker, ein Bauernmarkt und

eine Gastro-Bim kommen.

■ Wir haben die Werbesujets der

sechs derzeit im Gemeinderat vertretenen

Parteien unter die Lupe

genommen und ihre Bildauswahl,

Botschaften und Slogans für die

Graz-Wahl am 26. September analysiert.

Analyse

Urlaubscheck

■ „Reisen mit Corona im Gepäck“:

Im Rahmen unserer Serie haben

wir die Lage auf Mallorca gecheckt.

Geht Ballermann und Pandemie?

Wie sieht’s mit Abstand auf den

Stränden und an den Touristenspots

aus? Wird kontrolliert?

BÜRO KAMPITSGAMERITH, KK (2)


szene

graz

30 www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

30

Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Alle werden beim Vornamen

angesprochen – ein Titel bringt

da nicht viel.“

Christopher Leitinger und Stefan Feiertag von der Genießerei

am Markt begegnen allen Gästen auf Augenhöhe. KK

Jetzt kehren die Clubs zurück

JETZT ABER WIRKLICH. Postgarage und p.p.c. eröffnen nächste Woche nach langer Durststrecke

endlich wieder. Im Univiertel geht’s im Oktober wieder richtig los – ein ganz neues Lokal ist am Start.

Ready to party? Nächste Woche

sperren die ersten Clubs wieder auf.GETTY

Die Partytiger mussten lange

Zeit stark sein. Auch

nach der offiziellen Erlaubnis

der Bundesregierung

blieben viele Clubs und Szenetempel

aufgrund der strengen

Auflagen geschlossen. Jetzt ist es

dann aber endlich so weit! Das

p.p.c. kehrt kommenden Freitag

(10. September) zurück. Mit

der großen 00er-Party „Hey Ya!“

feiert man das Reopening auf

zwei Floors. Mit Impfung oder

PCR-Test gibt’s die besten Tracks

des Jahrzehnts – von den Black

Eyed Peas, Shakira, Lady Gaga,

Shaggy, Usher und Co. Am Tag

darauf (11. September) wird das

p.p.c. dann zum „Treibhaus“ mit

Djane Ma.Tem, Sarah S. Stereo,

Stella deStroy sowie den

Audiotherapie-Lokalmatadoren

Mischkonsum, Severin Su und

Julian Körndl.

„Nicht feiern ist auch keine

Lösung“, fand man auch in der

Postgarage. Ebenfalls am 10.

September lädt man zur Clubnacht

#13 – gehosted wird auch

hier von Audiotherapie.

Im Herbst am Start

Andere Party-Locations lassen

sich noch ein bisschen länger

Zeit, scharren aber ebenfalls

schon in den Startlöchern. Im

Heart ist es am 24. September so

weit.

Im Univiertel wartet man

noch auf die Studierenden: Kottulinsky,

Monkeys und Moridal

sperren im Oktober wieder auf.

Letzteres wurde übrigens komplett

umdesignt. Bis auf ein paar

Deko-Elemente ist alles bereits

fertig. Mit der Wiedereröffnung

möchte man zu DER Cocktailbar

im Univiertel werden.

Der neue Club von Martin

Fritz (Bollwerk) und Willi Kubaner

(Hasenstall) im ehemaligen

Gecco wird ebenfalls noch weiter

umgebaut. „Der Plan ist, am 1.

Oktober aufzusperren“, berichtet

Kubaner. Der Name? „Irgendetwas

mit Alm!“ Es soll ja schließlich

ein Stadl werden. VENA


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

szene graz 31

LUEF, KK

Annemarie Gauster

Die Gastronomin vom dreizehn

und Kreuzwirt feiert am

Mittwoch ihren 31. Geburtstag.

GEBURTSTAGSKINDER

DER WOCHE

Happy Birthday!

Silvio Gabriel

Der bekannteste Kubaner der

Stadt, Cuba-Libre-Sänger Silvio,

wird am Freitag 58 Jahre alt.

Nachhaltigkeit bei Events:

Feiern mit gutem Gewissen

Kein Kitsch, kein Plastik, Qualität und Regionalität: Auch das Aufsteirern-Festival ist bereits seit Jahren als Green Event zertifiziert.

ARCHIVFOTO 2015: SCHERIAU

FAIRANSTALTEN. Das Umweltamt hat einen neuen Veranstaltungsleitfaden erstellt, der bei privaten und professionellen

Events hilft, auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu achten – ohne viel Aufwand und trotz Corona.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Die Pandemie hatte die

Szene lange fest im Griff,

mit dem steigenden Immunisierungsgrad

finden aber

auch wieder mehr Veranstaltungen

statt – egal ob Partys in Clubs

(siehe auch links) oder private

Feste wie Hochzeiten oder Geburtstage.

Das Grazer Umweltamt

hat für all diese Events jetzt

einen druckfrischen Nachhaltigkeitsleitfaden

erstellt.

„Feste und Veranstaltungen

brauchen viele Ressourcen. Das

Thema Nachhaltigkeit ist also auch

bei der Ausrichtung von kleinen

und großen Veranstaltungen ein

wichtiger Punkt“, stellt Umweltstadträtin

Judith Schwentner

klar. „Von der Auswahl der Location

über die Bewerbung bis hin

zu Anreise, Verpflegung und Abfallentsorgung

können wir schon

beim Planen von Veranstaltungen

darauf achten, dass sie so umweltschonend

wie möglich über die

Bühne gehen.“ Der nigelnagelneue

Leitfaden beinhaltet viele nützliche

Tipps dazu. Er soll informieren

und vor allem motivieren, dem

Klimaschutzgedanken beim Feiern

mehr Beachtung zu schenken.

Ort, Deko, Kulinarik

Schon die Wahl der Location

kann einiges ausmachen. Die

Veranstaltungsstätte sollte etwa

mit öffentlichen Verkehrsmitteln

erreichbar sein. Bei Freiluftveranstaltungen

ist eine Stromversorgung

über das öffentliche

Stromnetz mit temporärem Anschluss

die beste Lösung – Notstromgeneratoren

sind fossil betrieben

und verursachen hohe

lokale Emissionen. Bei beheizten

Zelten sollte man ebenfalls auf

das örtliche Stromnetz setzen.

Bei der Dekoration gibt es

auch einige Unterschiede: Blumen

im Frühling und Sommer,

Hagebutten oder Kastanien im

Herbst sind natürlich nachhaltiger

als Plastik-Dekogegenstände.

In Sachen Kulinarik sollte es

selbstverständlich sein, auf regional

produzierte Lebensmit­

tel zurückzugreifen – das spart

CO2-Emissionen durch kürzere

Transportwege. Und es muss

nicht immer Fleisch sein, am

besten bietet man auch vegetarische

Alternativen an.

Bei Gläsern und Tellern sollte

man auf Mehrweg-Lösungen setzen

– das Geschirr kann man sich

auch ausborgen und oft sogar

ungewaschen zurückbringen.

Der Plastikstrohhalm ist Gott sei

Dank nur mehr selten zu sehen.

Mülltrennung ist ein Muss!

Corona und Umwelt

In der Corona-Pandemie ist es

durch die vielen Hygienevorschriften

nicht gerade einfacher

geworden, eine Veranstaltung zu

planen. Aber Hygienesicherheit

und Nachhaltigkeit schließen

einander nicht aus! Aggressive

Putzmittel belasten nämlich Umwelt

und Gesundheit gleichermaßen.

Es gibt auch umweltschonende

Desinfektionsmittel.

Umweltzertifikat

Wer eine rundum nachhaltige Veranstaltung

umsetzt, kann diese als

Green Event zertifizieren lassen. In

Graz tragen etwa schon die Opernredoute,

Aufsteirern, die Diagonale

oder der steirische herbst das

Österreichische Umweltzeichen.

Außerdem gibt es die Nachhaltigkeitsinitiative

des Landes Steiermark

„G’scheit feiern“.

Den 36-seitigen Veranstaltungsleitfaden

bekommt man im

Umweltamt.


32 szene

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

E V E N T S

In bester

Gesellschaft

Von Verena Leitold

✏ verena.leitold@grazer.at

Mitarbeit: Vojo Radkovic

Saisonabschluss

■ „Der letzte Summer wor

sehr schen!“ Diesen Donnerstag

traten DeZwa Harald Pekar

und Peter Karner zum letzten

Mal im Biergarten am Schloßberg

auf und schlossen die

Austropop-Saison mit vielen

Klassikern ab.

DeZwa mit Gastgeberin und Restaurantleiterin

Steffi Hallemann KK

Songcontest-Flair im Klyo

■ Zwar hat das Klyo in der Alten Münze am Schloßbergplatz

schon vor zwei Monaten aufgesperrt, die

offizielle Eröffnungsfeier ließ man sich aber nicht

nehmen und hat sie deshalb diese Woche nachgeholt.

Hausherr Manfred Pschaid wartete da mit

Live-Performances von Songcontest-Starter Cesar

Sampson und Poppins auf. In den Gastgarten des

neuen Lokals haben sich die Grazer inzwischen

schon verliebt, die Foodies, Blogger und Influencer

haben die Location gestürmt – jetzt gibt es im Untergeschoß

auch eine versteckte Erlebniswelt inklusive

Dschungel-Raum und neuem Selfie-Hotspot

der Stadt.

Autohauschefin Maria Gaberszik und Ford-Generaldirektor

Andreas Oberascher mit der Showtanzgruppe GABERSZIK

Hausherr Manfred Pschaid (l.) und Songcontest-Starter

Cesar Sampson eröffneten das Klyo jetzt offiziell. KK

Wilder Westen im Autokino

■ Unter dem Motto „Wild West“ wurde am Mittwoch

im Grazer Autokino das jüngste Pferd im Ford-

Stall, der neue Mustang Mach-E, feierlich vorgestellt.

Das Traditionsautohaus Ford Gaberszik lud mehr als

200 geladene Gäste zum Film „Der Schuh des Manitu“

ins Drive-in-Cinema. Autohauschefin Maria Gaberszik

durfte darunter auch Andreas Oberascher,

Generaldirektor von Ford Austria, begrüßen. Passend

zum Thema gab’s ein amerikanisches Flying Dinner

und einzigartige Performances von der Showtanzgruppe

der „Pipeliners“ zur stimmungsvollen Musik

der Buffaloes. Moderator Philipp Jocham führte als

Sheriff durch den Abend.


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at szene

Opus: Award für Lebenswerk

■ Es ist der erste und zugleich letzte Amadeus

Austrian Music Award für Opus. Die Band erhielt

den Amadeus 2021 für ihr Lebenswerk. Mastermind

Ewald Pfleger: „Wir haben den Preis jetzt schon erhalten,

weil wir aufhören. Wir haben auf dem Dach

des Uniqua-Turms in Wien einen tollen Auftritt hingelegt.

In der TV-Award-Show gibt es erst einen Überblick

über große Auftritte und Erfolge, dann spielen

wir ,Live is Life‘, und dann wird die neue Single ,We

made it‘ eingespielt. Die Single erscheint am 9. September.

Das Video dazu machten wir in Wiesen. Geil.“

Pfleger ist im Finalstress. „Bis zum letzten Konzert in

der Grazer Oper haben wir noch volles Programm.“

Sommerfest der JW: Jochen Pack, Andreas Herz, Valentina

und Josef Herk sowie Christian Buchmann (v. l.) FISCHER

Opus & Friends: Kurt Plisnier, Günter Grasmuck, Ewald Pfleger,

Thomas Stipsits, Ulli Bäer, Willi Ganster, Herwig Rüdisser (v. l.)KK

Wirtschaftliches Sommerfest

■ Die Lange Nacht der Jungen Wirtschaft am Schloßberg

ist Jahr für Jahr ein richtiger Szene-Treffpunkt. In

diesem Jahr gab sich Arbeitsminister Martin Kocher

die Ehre beim Sommerfest. Unter den Speakern waren

außerdem Instahelp-CEO Bernadette Frech und

AVL-Vice-President Georg List. Live on stage war außerdem

die Start-up-Show „2 Minuten 2 Millionen“,

der überzeugendste Pitch konnte sich ein Last-Minute-Ticket

direkt in die neue Staffel sichern. Moderiert

wurde das Spektakel von Puls4-Face Chris Stefan.

Unter den Gästen: Bundesrats-Präsident Christian

Buchmann, Bürgermeister Siegfried Nagl und Wirtschaftskammer-Präsident

Josef Herk.

33

Dancing Stars

proben jetzt

■ Diese Woche wurden die

Paarungen für die neue Staffel

Dancing Stars bekanntgegeben.

So sieht’s für die Grazer

aus: Goalie-Legende Otto

Konrad tritt mit Lenka Pohoralek

an, Schauspielerin Margarethe

Tiesel bekam Neuling

Michael Kaufmann und der

„Grazer der Herzen“ Boris

Bukowski geht mit Julia Burghardt

aufs Parkett. Die Proben

haben am Montag begonnen.

Die Grazer Margarethe Tiesel und

Otto Konrad sind bereit.

ORF

Junger alter

Hase in Graz

■ „Mir fällt das gar nicht auf,

dass ich älter werde“, scherzt

Kabarettist Christoph Fälbl.

Und das, obwohl es in seinem

neuen Programm „Midlifepause

und Menocrisis“ genau

darum geht. Nächsten Freitag

(10. September) kommt der

55-jährige frischgebackene

Papa damit zur Komödie Graz.

Am Samstag sind Frank Hoffmann

und das Martin Gasselsberger-Trio

dran.

Kabarettist Christoph Fälbl kommt

nächsten Freitag nach Graz. KK

Monika Tement, Robert Stark, Florian Traumberger-Millonig, Reinhold

Gütebier, Michaela Cholewa, Christian Zach und Gerhard Fuchs (v. l.)

Essen, kochen – leben

■ Im Grazer Eskole-Küchenstudio

wird gelebt, gefeiert und verkostet.

So auch diese Woche, als

das Weingut Tement dort seine

edelsten Tröpfchen, die Lagenweine,

präsentierte und Haubenkoch

Gerhard Fuchs von der

„Weinbank“ in Ehrenhausen die

Gäste verköstigte. Dabei konnte

man ihm beim Kochen über die

Schulter schauen und dem Profi

den einen oder anderen Tipp

entlocken. So manch einer wurde

bei der Top-Küche, in der gekocht

wurde, natürlich neidisch.

Beim Brotseminar von Bäckermeister

Florian Taumberger-

Millonig konnte man außerdem

viel Neues über das Handwerk

erfahren. Kika/Leiner-CEO und

Eskole-Chef Reinhold Gütebier

schaute persönlich vorbei.

Ebenso Robert Stark von „Reiner

Wein“ und Sommelier und

Weinbank-Inhaber Christian

Zach.

KK


34

eco

graz

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Fabian Kleindienst

34 fabian.kleindienst@grazer.at

Mit der Delta-Variante schwebt ein

Damoklesschwert über unseren

Betrieben.“

Gerhard Wohlmuth, Spartenobmann der Sparte

Handel der WKO Steiermark FISCHER

Langzeitarbeitslose

Ein starkes Umsatzplus gab es im

Einzelhandel zu verzeichnen. GETTY

Starkes Plus für

Einzelhandel

■ Der steirische Einzelhandel

konnte im ersten Halbjahr 2021

ein Umsatzplus verzeichnen.

Der steirische Einzelhandel

konnte 2,7 Milliarden Euro von

Jänner bis Juni erwirtschaften,

das entspricht einem Plus von

6,2 Prozent. Sorgen bereitet allerdings

die Delta-Variante, da

es keinesfalls zu einem erneuten

Lockdown kommen darf.

Trotz Corona sind zurzeit mehr

Lehrstellen ausgeschrieben. GETTY

Lehrstellen

erleben Hoch

■ Lehrstellen erleben trotz

Corona zurzeit ein Hoch.

Dies geht aus den Daten von

„karriere.at“ und „hokify“

hervor. So stieg die Zahl der

ausgeschriebenen Lehrstellen

im ersten Halbjahr 2021 um

knapp ein Drittel im Vergleich

zu 2019. Ende August verstärkte

sich der Wachstumstrend

am Lehrstellenmarkt sogar: Zu

diesem Zeitpunkt waren dort

um 46 Prozent mehr Lehrstellen

ausgeschrieben als 2019.

Das ist ein Anstieg im Vergleich

zum Vorjahr von 32 Prozent.

Obwohl die Arbeitslosenzahlen sinken und derzeit so viele Lehrstellen ausgeschrieben

sind wie lange nicht, haben es Langzeitarbeitslose schwer. GETTY

EuroSkills bald in Graz

■ Von 22. bis 26. September finden

im Schwarzl-Freizeitzentrum

in Premstätten bei Graz die

EuroSkills, also die Berufsmeisterschaften,

statt. Diese werden

heuer erstmals in Österreich

ausgetragen. Dabei werden rund

400 Teilnehmer aus 23 Nationen

um die begehrten Titel kämpfen.

Das Hauptziel von EuroSkills ist

es, die Aufmerksamkeit auf die

Wichtigkeit der beruflichen Ausund

Weiterbildung zu lenken:

„Wir stehen in den kommenden

Jahren vor gewaltigen Herausforderungen,

die wir ohne ‚Young

Professionals‘ nicht lösen werden

können. Wir müssen den

Stellenwert der beruflichen Ausbildung

nachhaltig anheben“,

erklärt Josef Herk, EuroSkills-

Aufsichtsratsvorsitzender. Am

26. September erfolgt dann die

Abschlusszeremonie, bei der für

jeden Skill-Wettbewerb Gold-,

Silber- und Bronzemedaillen sowie

die „Best of Nation“-Medaillen

vergeben werden.

Die EuroSkills-Europameister Steinmetz Seidl, Floristin Haberschrick,

Möbeltischler Zink, Malerin Janisch, Grafikdesigner Gwiggner (v. l.) KANIZAJ

JOB. Der Arbeitsmarkt

erholt sich langsam von

der Corona-Pandemie,

dennoch haben es vor

allem Langzeitarbeitslose

oft schwer.

Von N. Wiesmüller & F. Kleindienst

redaktion@grazer.at

Zurzeit sind in Graz rund

15.642 (Stand August

2021) Menschen arbeitslos

gemeldet. Davon sind fast

45 Prozent, also mehr als 6800

Menschen, langzeitbeschäftigungslos.

Dies hat unterschiedliche

Gründe. Einer davon ist die

Auch Eibinger-Miedl gratulierte

Mayer zum neuen Job. LAND STEIERMARK

Mayer wird

Geschäftsführer

■ Die JOANNEUM RE-

SEARCH ist die zweitgrößte

außeruniversitäre Forschungseinrichtung

in ganz

Österreich. Sie hat ihren Sitz

in Graz und bekommt nun mit

Heinz Mayer einen neuen Geschäftsführer.

Mayer kennt das

Unternehmen von Grund auf,

da er bis dato die größte Forschungseinheit

der JOANNE-

UM RESEARCH, das Institut

DIGITAL, leitete. Der studierte

Telematiker kam bereits 2007

zu JOANNEUM RESEARCH,

davor war er bei Magna Steyr.


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz eco 35


TEURER

GETTY (2)

Kfz-Reparaturen +4,3 %

Die Kosten für Reparaturen von

privaten Verkehrsmitteln haben sich

um ganze 4,3 Prozent erhöht.

Milch, Käse, Eier –1,8 %

Für diese Grundnahrungsmittel

musste man weniger tief in die Geldbörse

greifen: 1,8 Prozent günstiger.

BILLIGER


vor Hürden

Tatsache, dass beim Aufschwung

nach einer Krise üblicherweise

zuerst die Personen mit den

besseren Arbeitsmarktchancen

aus der Arbeitslosigkeit abgehen,

also etwa jüngere, besser

ausgebildete Personen. Dann

erst folgen allmählich auch jene

mit vergleichsweise größeren

Schwierigkeiten bei der Jobsuche,

also Langzeitarbeitslose,

ältere, schlechter ausgebildete

Personen oder jene mit gesundheitlichen

Problemen. Was man

allerdings aus den aktuellen

Zahlen herauslesen kann, ist die

Tatsache, dass die hohe Arbeitslosigkeit

nicht daran liegt, dass

die Arbeitslosen faul und unmotiviert

sind, erklärt Wolfgang

Schmidt, Gründer des Vereins

Amsel. Der Verein soll Arbeitslose

unterstützen und den Austausch

untereinander fördern.

Mitsprache

Um Betroffenen zu helfen, wird

vor allem Mitsprache im gesamten

gesellschaftlichen Kontext

gefordert. „Fast jede Gruppe

kann mitsprechen, nur Arbeitslose

haben kaum Möglichkeiten“,

so Schmidt. Auch spezielle

Programme, wie beispielsweise

das Programm Sprungbrett vom

AMS, sollen helfen. „Diese sollen

bis Ende nächsten Jahres insgesamt

5000 langzeitarbeitslosen

Steirern neue Chancen auf eine

Beschäftigung ermöglichen, so

Landesgeschäftsführer Karl-

Heinz Snobe.

Manfred und Katrin Hohensinner, Christoph Holzer, Eva Glawischnig,

Othmar Karas, Lizz Görgl, Magnus Brunner, Lukas Schweighofer PHILIPP PLATZER

Diskussion über Klima

■ Bei einer vom BürgerInnen

Forum Europa organisierten

Podiumsdiskussion in der Frutura

Thermal-Gemüsewelt in

Bad Blumau waren die Klimakrise

und die Lebensmittelproduktion

zentrale Themen. Die

Diskussionsrunde bestand aus

Obmann und Vizepräsident des

Europäischen Parlaments Othmar

Karas, Staatssekretär Magnus

Brunner, Ex-Klubobfrau

der Grünen Eva Glawischnig-

Piesczek, Geschäftsführer der

SPAR-Zentrale Graz Christoph

Holzer und Miteigentümer der

Frutura-Unternehmensgruppe

Manfred Hohensinner. Bis

2050 werde sich das Leben dahingehend

komplett verändern.

Autos werden nicht rein elektrisch,

eher müsse man neuen

Treibstoff finden. Lebensmittel

werden demnach regionaler.


36

viva

graz

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Valentina Gartner

36 valentina.gartner@grazer.at

Zukunft der Pflege:

Betreuende Angehörige sind

Hochrisikogruppen.“

Warnt Günter Klug von der Gesellschaft für

Seelische Gesundheit (GFSG) vor den Folgen, wenn

Angehörige zu lange Eltern und Co pflegen müssen. KK

Tolle Erfindung aus Graz:

Die Katzensofas wurden vom kuscheligen Kater „Simba“ inspiriert und werden in Handarbeit hergestellt. KK

KREATIV. Die Grazer

Firma „Mr. Can’t“

bietet ein sehr ausgefallenes

Produkt an:

handgefertigte, ausklappbare

Katzensofas.

Von Julian Bernögger

julian.bernoegger@grazer.at

Katzenbesitzer aufgepasst!

Eine kreative Grazerin hat

eine ganz besondere Idee

entwickelt, mit der man Haustieren

eine Freude machen kann:

ausklappbare Sofas für Haustiere.

Die Sofas sind für Katzen,

aber auch für kleinere Hunderas-

Tageszentren und Ablösung

KONZEPT. 2003 erstellte die Stadt ein Gesamtkonzept für die gerontopsychiatrische Versorgung in Graz.

Da die Menschen immer älter werden, arbeitet man an einer Neufassung. Zudem gibt es Pläne für Zukunft.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Die Menschen in Graz werden

immer älter, bis zum Jahr

2050 wird sich der Anteil

der über 85-Jährigen sogar verdrei-

fachen. Diese Zunahme führt dazu,

dass es immer mehr Menschen mit

psychischen Erkrankungen im Alter

und mehr Versorgungsbedarf gibt.

Deshalb wurde eine Neufassung

des im Jahr 2003 erstellten Gesamtkonzepts

für die gerontopsychia-

trische Versorgung erarbeitet, um

in den kommenden Jahren zielge-

richtete Angebote in der Stadt auf

den Weg bringen zu können.

„Die häufigsten psychischen Erkrankungen

im Alter sind Depression,

Angsterkrankungen (Trau-

men), Demenz und paranoide

Zustandsbilder sowie Alkoholab-

hängigkeit. Grundsätzlich muss

man davon ausgehen, dass acht

bis zehn Prozent der Menschen

über 65 Jahren einer dringenden

Behandlung oder Unterstützung

bedürfen“, weiß Studienautor

Günter Klug von der Gesellschaft

für Seelische Gesundheit (GFSG).

Angebote werden geschaffen, um

Betroffene und pflegende Ange-

hörige zu unterstützen.

Konkrete Pläne

Konkret startet ab Jänner 2022 eine

stundenweise Betreuung für An-

gehörige. „Dieses System soll zur

Entlastung der Angehörigen sein.

Sei es ein schneller Einkauf, Frisör-

besuch oder weil sie sich einfach

mit Freunden treffen wollen“, so

Norma Rieder, , Leiterin des Fachbereichs

Pflege/Planung/Control-

ling der Stadt Graz.

Weiters in Planung: auch tageweise

in Demenzzentren verwei-

len. „In der Früh wird beispielswei-

se die Mama abgeholt, den ganzen

Tag fachlich betreut und abends

wieder zurückgebracht. Auch die-

ses Angebot soll zur Entlastung

eingeführt werden. Wir

wollen den Angehö-

rigen sozusagen ein

Licht geben“, erklärt

Klug.

Für Pflegestadtrat

Robert Krotzer

steht das Credo

„mobil vor

stationär“

im Mittelpunkt.

„Ältere

Menschen

wollen,

so lange

es möglich

ist, in ihren

eigenen vier

Wänden bleiben. Dabei wollen

wir sie bestmöglich unterstützen“,

betont Krotzer. Der Fahrplan für

die nächsten Jahre beinhaltet

auch das Wohnen

in „Heimen“, die

wie die eigenen

vier

Wände aussehen.


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

graz viva 37


IN

GETTY (3)

Blumen-Muster

Träumerisch und verspielt: Genau

das will man in der Modeszene

aktuell sehen.

Animal-Prints

Große und harte Prints im Animal-

Look sind von gestern. Jetzt setzt

man auf dezent statt auffällig.

OUT


Katzensofas

sen geeignet. Die Haustiermöbel

haben ein paar ganz besondere

Extras: Zum einen lassen sich

die Sofas im Handumdrehen

aufklappen, wodurch die Sitz-

beziehungsweise

Liegefläche

vergrößert wird, zum anderen

verfügen die Sofas auch über integrierte

Behälter für Futter und

Leckerlis. Auch Spielsachen für

die kuscheligen Vierbeiner können

in den Sofas untergebracht

werden.

Jedes ein Unikat

Jedes Sofa ist ein Unikat, das

aus hochwertigen Materialien in

Handarbeit im Bezirk Eggenberg

gefertigt wird. Die Haustiermöbel

sind auch leicht zu reinigen. Mit

den Möbeln soll vor allem Komfort

und eine gute Stimmung erzeugt

werden. Harmonie ist der

Designerin der ausgefallenen

Tiersofas, Eva Moser-Passenegg,

generell wichtig: „Es ist mir

ein großes Bedürfnis, dass sich

nicht nur jeder Mensch, sondern

auch jedes Tier in meiner Gegenwart

wohlfühlt“, sagt sie.

Ihr flauschiger Kater „Simba“

hat sie zu der Idee mit den Katzensofas

inspiriert. Für Moser-

Passenegg ist das Design generell

ein wichtiger Teil ihres Lebens:

„Mein Hobby ist meine Leidenschaft

und ein positiver Antrieb

für jeden Tag.“ Sie stellt die Katzensofas

gemeinsam mit ihrem

Ehemann her. Sie sind im Online-Shop

der Firma „Mr. Can’t“

erhältlich.

Die Autorin Vötsch (links) und ihre Schwester Rainer, die sowohl die Idee

für die Geschichte gab als auch für die Zeichnungen verantwortlich war. KK

Kobolde im Kinderbuch

■ „Herminchens Gespür für

Kobolde“ heißt das neueste

Kinderbuch von Roswitha

Vötsch. Dabei geht es um die

vierjährige Hermine, die beim

Schmökern in ihrem großen Bilderbuch

auf Kobolde stößt und

so fasziniert davon ist, dass sie

unbedingt einen kennenlernen

möchte ... Den Impuls für diese

Geschichte bekam Vötsch von

ihrer Schwester Hermine Rainer.

Diese erzählte ihr, dass sie

einmal auf einer Wanderung einen

kleinen Stein aus dem Wald

mitgenommen und als Gegenleistung

ein Stück Schokolade

dagelassen hatte.


38 viva

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Schulterschmerzen schnell

THERAPIE. Rund

500.000 Österreicher

leiden unter Gelenkserkrankungen

– gerade

in den Schultern sind

diese häufig.

Der Grazer Experte René Könighofer (kl. Bild) rät Leuten mit akuten Schulterschmerzen zur schnellen Abklärung.GETTY, KK

Das Schultergelenk ist das

beweglichste und zugleich

komplexeste Gelenk

des Körpers. Wenn es einmal

schmerzt, sollte man schnell handeln.

„Bei Schulterschmerzen empfiehlt

sich zunächst eine sorgfältige

Untersuchung der Schulter, bei

Bedarf gefolgt von bildgebenden

Verfahren. Nachdem eine erfolgreiche

Diagnose gestellt werden

konnte, erweist sich häufig eine

konservative Therapie als sinnvoll.

Bei akuten Schulterverletzungen

sowie bei langfristigen Beschwerden

sollte ein operativer Eingriff


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at viva

39

behandeln

angedacht werden, wofür ein großes

Spektrum an modernen Therapieverfahren

zur Verfügung steht.

Speziell nach Schulteroperationen

ist eine professionelle Nachbehandlung

und Betreuung in der

Rehabilitationsphase besonders

wichtig – wir als Schulterspezialisten

stehen Ihnen gerne beratend

zur Seite“, erklärt René Könighofer,

Facharzt für Orthopädie und

Unfallchirurgie in Graz.

Knorpelschaden

Sowohl der Oberarmkopf als

auch die Schulterpfanne sind an

ihren gelenkbildenden Anteilen

mit einer Knorpelfläche überzogen.

Eine Beschädigungen des

Gelenkknorpels kann einerseits

oberflächlich mit kleinen Rissen

auftreten, andererseits aber

den ganzen Knorpel im Gelenk

betreffen. Dadurch tritt die raue

Oberfläche des Knochens hervor.

Arthrose ist ein Gelenkverschleiß,

der mit einer Schädigung des

Knorpels einhergeht. Mir circa

500.000 Betroffenen in Österreich

ist es die häufigste aller Gelenkserkrankungen.

Dabei baut sich der

schützende Überzug der Gelenke

immer mehr ab, sodass langfristig

die angrenzenden Strukturen wie

Knochen, Gelenkspalt, Sehnen,

Bänder und Muskeln in Mitleidenschaft

gezogen werden können.

„Je nach Ausprägung des Knorpelschadens

(Grad 1 bis 4) wird

die Therapie abgeleitet. Während

Grad 1 – nur eine Erweichung des

Knorpels – ohne wesentliche weiterführende

Therapie zu behandeln

ist, sollte bei Grad 3 und Grad

4 (völliger Knorpelverlust) eine

Prothese implantiert werden, um

eine Schmerzfreiheit zu erzielen.

Bei Grad 2 bis Grad 4 können alternativ

eine Hyaluronsäuretherapie

oder auch neuartige Verfahren

wie eine PRP (Platelet Rich Plasma

– Eigenbluttherapie) die Symptome

langfristig lindern“, weiß der

Grazer Experte.

Covid-Impfung für Zwölf- bis 18-Jährige ist nach Beurteilung des Nationalen

Impfgremiums mit den Impfstoffen Pfizer/Biontech und Moderna möglich. GETTY

Kinder ab 12 Jahren

impfen: Ja oder Nein?

COVID-19. Grazer Experten sind für das Impfen

von Kindern. Zu Schulbeginn gibt es Angebote.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Aktuelle Meldungen über

Kinder, die aufgrund einer

Coronainfektion auf Intensivstationen

liegen, sorgen für

große Angst bei Eltern. Dennoch

ist die Frage kurz vor Schulbeginn,

ob man sein über zwölfjähriges

Kind denn jetzt impfen lassen soll

oder nicht, ein Dauerthema. Wir

haben bei Experten nachgefragt,

wie sie zu diesem Thema stehen.

„Der Impfstoff ist ausreichend

erprobt. Man kann also definitiv

davon ausgehen, dass er sicher

ist. Zudem hat es einen positiven

medizinischen und auch sozialen

Effekt auf Kinder. Oft fühlen auch

sie sich wohler, wenn sie beispielsweise

zu den Großeltern gehen“,

so Eva Winter, Gesundheitsamtsleiterin

der Stadt Graz. Dem

stimmt auch Bundesrat und Arzt

Karlheinz Kornhäusl zu: „Es ist in

vielen Köpfen immer noch verankert,

dass Kindern nichts passieren

kann, davon müssen wir aber

wegkommen. Sie haben zwar oft

einen milderen Verlauf, aber wie

man sieht, kann es auch schlimmer

sein. Ich bin ganz klar für die

Impfung; wenn man sich unsicher

ist, sollte man das Gespräch mit

seinem Kinderarzt suchen.“

„Die hohen Infektionszahlen

unter den Zwölf- bis 25-Jährigen

zeigen: Es gibt eigentlich nur

eine Alternative zur Impfung: die

Erkrankung. Daher: Geben Sie

Ihrem Kind die Chance, sich impfen

zu lassen“, appelliert Gesundheitslandesrätin

Juliane Bogner-

Strauß.

Fast lane für Kinder

„Ich habe gemeinsam mit einem

der führenden europäischen

Kinderimpfungs-Experten, Hans

Jürgen Dornbusch, eine Initiative

gestartet, jedem Kinderarzt

Impfstoff zur Verfügung zu stellen,

damit bei einem Besuch beim

Kinder-/Jugendarzt die Impfung

auch angeboten werden kann.

Eine Anmeldung für eine Impfung

auf unseren Impfstraßen ist

jederzeit möglich. Wie auch Bundesminister

Heinz Faßmann vorgeschlagen

hat, wird auch in der

Steiermark zu Schulbeginn die

Covid-Schutzimpfung angeboten.

Zwei Möglichkeiten für die Schulen

soll es geben: einerseits eine

‚Fast lane‘ bei einer der nächstgelegenen

Impfstraßen, oder mit

dem Schularzt in der Schule zu

impfen. Die Vorbereitungen dazu

laufen“, so Bogner-Strauß.


40 viva

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Entspannung, Action und

WOW. Der Herbst rückt

näher – und damit auch

Regen und Kälte. Darum

sollte man die letzten

warmen Tage noch

für Ausflüge nutzen.

Von Nina Wiesmüller

nina.wiesmueller@grazer.at

Die wunderschönen steirischen Berge sind nur ein paar der vielen Ausflugsziele im Grünen Herzen. STEIERMARKTOURISMUS/WOLF

Dahoam ist’s ja bekanntlich

am schönsten und das

Grüne Herz Österreichs

hat wahrlich viele Ausflugsdestinationen

zu bieten. Grund genug

also, die letzten schönen Wochen

auszunutzen, bevor es dann langsam,

aber sicher herbstlich kalt

und nass wird. Die Steiermark

bietet mit ihrer Vielzahl an Möglichkeiten

für jeden Geschmack

etwas. All jene, die es gern idyllisch,

bodenständig, aber auch


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at viva

41

Adrenalin

abwechslungsreich mögen, sind

in den steirischen Bergen bestens

aufgehoben. Zusätzlich zu

den bekannten Aktivitäten wie

beispielsweise Wandern oder – je

nach Ort – auch Raften oder Ähnliches

kann man beispielsweise

auf einer Sommerrodelbahn einen

Adrenalinkick erleben. Gerade

für Familien mit Kindern

eignet sich so ein Ausflug perfekt.

Denn wie kann man die letzten

Ferientage besser nützen als mit

einem Tag in der Natur?

Noch rasanter geht es am Red

Bull Ring zu. Die Rennstrecke im

Murtal in der Obersteiermark ist

immerhin Austragungsort diverser

Auto- und Motorradrennen.

Dort kämpft nicht nur Jahr für

Jahr die Weltelite der Formel 1

und des Motor GP um die beliebten

Titel, man hat auch die

Möglichkeit, sich selbst hinters

Steuer zu setzen. Mit über 15

Fahrzeugen kann man dabei die

berühmte Strecke abfahren; diejenigen,

die ihr eigenes Fahrzeug

besonders lieben, können sogar

mit diesem fahren. Wer es noch

etwas ausgefallener möchte,

kann auch eine Offroad-Strecke

unsicher machen.

Genuss pur

Deutlich entspanntere Tage kann

man beispielsweise in der Südsteiermark

verbringen. Nach einem

ausgedehnten Spaziergang

durch die steirischen Weinberge

kann man den Tag dann perfekt

in einer der vielen steirischen

Buschenschänken ausklingen

lassen. Wer Glück hat, bekommt

vielleicht sogar schon ein Glas

Sturm serviert, immerhin ist der

Herbst nicht mehr weit. Und wo

lassen sich die ersten Tage des

Herbstes, inklusive den schon

leicht verfärbten Blättern, besser

erleben als in den steirischen

Weinbergen?

Rätsel-Lösung vom 29.8.2021

S N B E P

M A R I O N P E T R I C R

N E L I A S D A P A

K A S E R N S T R A S S E

T R E G E R U P T I V

L A N D E S R A T E E

E B U N T E S E N O N

T O N E R D E I C H B T

N U R S T E C H E R I

H I G H S L O R E M O

L A T E I N I N A N I N

R R A B A T

D A S A G E N Lösung:

L E G A L E A

Landhaus-

G R A Z G N O M

Kapelle Lösung:

M U S E T T E LANDHAUS-

M E R A N O N KAPELLE

Sudoku-Lösung

vom 5.9.2021

1 8 9 2 5 4 3 6 7

4 5 6 7 8 3 9 2 1

2 7 3 6 9 1 4 5 8

9 4 2 8 6 7 5 1 3

3 6 5 1 4 9 7 8 2

7 1 8 5 3 2 6 9 4

8 2 4 9 7 5 1 3 6

5 3 1 4 2 6 8 7 9

6 9 7 3 1 8 2 4 5


42 motor

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Suzuki Swace: A Star is born

Der Suzuki Swace lieferte

eine ausgezeichnete

Performance.


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

motor 43

KOMPAKTHIT. Der Suzuki

Swace, noch etwas

ungeliebt, ist ein Top-

Hybrid-Kombi, der auf

ganzer Linie überzeugt.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Unaufdringlich steht er da

auf dem Parkplatz des

Grazer Autohauses Spes in

Eggenberg. Schaut irgendwie gar

nicht nach Suzuki aus. Der Suzuki

Swace ist in der Tat noch ein Geheimtipp

aus Japan. Ein kompakter

Kombi, wie er feiner gar nicht sein

kann. Technisch aufgebaut ist der

Suzuki Swace ähnlich wie der Toyota

Corolla Hybrid Touring Sports.

Von außen wirkt der Swace elegant.

Ein ausladender Körper und eine

tiefliegende Silhouette geben dem

Swace ein Gefühl von Stärke und

signalisieren dem Fahrer: Mir kann

man vertrauen!

Es gibt Autos, da sitzt man einfach

gleich bequem, es ist genug

Platz im Innenraum, und Cockpit

samt Display scheinen vertraut.

Druck auf den Startknopf, dann

die sekundenübliche Stille in ei-

nem Hybrid, und schon leuchtet

es grün: „Ready“. Schon nach den

ersten Kilometern war klar, das ist

ein ganz besonderes Auto. Hier

hat sich der Deal von Suzuki mit

Toyota, sich gegenseitig zu helfen,

ausgezahlt.

Schon die Basisausstattung hat

ziemlich alles, was es an technischen

Finessen gibt, zu bieten.

Darunter Einparkassistent, Spurhaltewarner,

Notbremsassistent,

Kurvenassistent, Toter-Winkel-

Warner, Rückfahrkamera, Berganfahrhilfe.

Ein Plus ist auch das

in der Mitte des Armaturenbretts

befindliche 8-Zoll-Display mit

Touchscreen-Funktion als Kommandozentrale.

Der Wagen ist für einen Suzuki

relativ groß. Er ist 4,65 Meter lang,

1,79 Meter breit und 1,46 Meter

flach. Auch der Kofferraum ist

überaus flexibel, er reicht von 600

bis 1600 Liter. Der Innenraum ist

sehr komfortabel gestaltet.

Bemerkenswert ist auch der Antrieb.

Ich testete einen Benziner mit

1,8 Liter Hubraum und 98 PS. Der

Motor wird über ein stufenloses

Automatikgetriebe angetrieben

und dabei von einer Batterie mit 1,3

kWh Power gespeist. Systemleistung

122 PS. Sprinter ist der Swace

Die Scheinwerfer sind wirklich

stylisch ausgerichtet.

keiner. Für die Beschleunigung von

0 auf 100 km/h braucht der Swace

11,1 Sekunden und an Spitze soll es

auf 180 km/h gehen.

Beim Fahren vermittelt der

Swace ein geschmeidiges Fahrgefühl.

Es gibt die üblichen drei Fahrmodi

zur Auswahl.

Fazit: Suzuki hat mit dem Swace

überrascht. Ein rundes Auto, wo

eigentlich alles passt. Der Swace ist

ein Begleiter in allen Lebenslagen.

Technisch überaus anspruchsvoll,

mit viel Komfort ausgestattet. Noch

ist er ein Geheimtipp, aber das

wird sich ändern. Für die Japaner

jedenfalls ist eines ganz sicher: A

Star is born!


Suzuki Swace Hybrid

■ Benzinmotor: 1,8-Liter-Hybrid-wassergekühlter-Vierzylinder-Benzinmotor,

Hubraum

1798 ccm, Leistung 98 PS

(72 kW), Beschleunigung

0–100 km/h in 11,1 Sekunden,

Höchstgeschwindigkeit 180

km/h, Automatik

■ Elektromotor: Leistung 72

PS (53 kW), Nenndauerleistung

37 kW

■ Verbrauch: kombiniert

4,5 Liter/100 Kilometer,

C02-Emissionen 103 g/km,

Tankinhalt 43 Liter, Abgasnorm

EURO 6d-ISC-FCM

■ Abmessungen: Länge 4,65

Meter, Breite 1,79 Meter, Höhe

1,46 Meter, Eigengewicht

1400 Kilogramm, Wendekreis

10,4 Meter, der Radstand

umfasst 1530 mm, Bodenfreiheit

135 mm

■ Preis: ab 29.690 Euro

■ Autohaus: Spes Automobile,

Eggenberger Gürtel 53–57,

Graz, Tel. 0 316/71 48 30,

https://spes-graz.suzuki.at

Ja, der Test mit dem Suzuki Swace hat Spaß gemacht. Ein Auto, mit dem

man schnell vertraut ist und das viel zu bieten hat. SCHERIAU (4)

Der Suzuki Swace von hinten. Der Swace macht keine schlechte Figur, vor

allem bei den Heckleuchten hat man sich was einfallen lassen.

Bildunterschrift das ist Bildunterschrift das ist Bildunterschrift das ist Bildunterschrift

das ist Bildunterschrift das ist.

FOTO


44

sport

graz

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

Fabian Kleindienst

44 fabian.kleindienst@grazer.at

Ich habe mich 14 Wochen lang in

einem sibirischen Trainingslager

darauf vorbereitet.“

Skisprung-Legende Thomas Morgenstern scherzhaft über

seine Teilnahme am Super10Kampf im Grazer Sportpark. GEPA

Mountainbike-Eliminator-WM

HIGHLIGHT. Heute

findet in Graz die

Mountainbike-Eliminator-Weltmeisterschaft

statt. Rund 50 Athleten

kämpfen um den Sieg.

Die Athleten Jeroen van Eck, Titouan Perrin-Ganier und Simon Gegenheimer bei der UCI-Mountainbike-Eliminator-

Weltmeisterschaft im Jahr 2019. Der Franzose Perrin-Ganier gilt heute als Top-Favorit auf den Weltmeistertitel. GEPA

Von Julian Bernögger

julian.bernoegger@grazer.at

Zweimal waren die spektakulären

„Eliminatoren“ bereits

in Graz zu Gast. Letztes Jahr

machte die Pandemie dem spannenden

Bewerb leider einen Strich

durch die Rechnung. Heute ist es

aber wieder so weit und die Grazer

können sich auf einen tollen Wettkampf

freuen. Eine neue Strecke

verspricht auf jeden Fall Hochspan-

S P O R T

In Bewegung

fabian.kleindienst@grazer.at

Nordische Kombi

■ Der 14-jährige Lukas Mühlbacher

aus Premstätten hat am vergangenen

Wochenende den ersten

Bewerbstag des FIS Youth Cup

in Deutschland gewonnen. In der

Nordischen Kombination schaffte

er am ersten Tag einen 63-Meter-Sprung.

Auch am zweiten Tag

holte er sich einen Stockerlplatz

und liegt nun gleichauf mit dem

Deutschen Jonathan Gräbert in

der Wertung an der Spitze.

Nachwuchssportler Lukas Mühlbacher

aus GU brillierte in Deutschland. KK

Der Heeressportler Thomas Frühwirth

war in Tokio erfolgreich. GEPA

Heeressportler

■ Der steirische Heeressportler

Thomas Frühwirth vom Grazer

Heeressportzentrum gewann bei

den Paralympischen Spielen in

Tokio eine Silbermedaille. Frühwirth

musste sich in der Klasse

H4 im Straßenrennen dem überragenden

Niederländer Jetze Plat

geschlagen geben. Für den Sportler

ist es bereits die zweite Silbermedaille

bei den Paralympischen

Spielen. Seine Teamkollegen Alexander

Gritsch und Walter Ablinger

haben jeweils eine Bronzemedaille

gewonnen.

Super10Kampf

■ Am Freitag, 10. September,

findet im Grazer Sportpark der

Super10Kampf statt. 16 bekannte

österreichische Sportler treten

in vier Teams in zehn verschiedenen

Disziplinen gegeneinander

an. Unter den Teilnehmern

sind zum Beispiel Thomas Morgenstern,

Andreas Goldberger,

Marc Janko und Michaela

Kirchgasser. Die Sportler wissen

im Vorhinein nicht, welche Disziplinen

auf sie zukommen. Es geht

um Geschick, Ausdauer und Wissen.

Für die Aufzeichnung gibt

es noch Tickets. Die Show wird

am Samstag, 18. September, um

20.15 Uhr auf ORF1 ausgestrahlt.

Thomas Morgenstern und Michaela

Kirchgasser treten gegeneinander an.KK

M. Schweighofer, S. Schmidt, M.

Sagmeister und R. Kramer (v. l.)GEPA

Saisonauftakt

■ Die HSG startet in ihre 25.

Saison: „Die letzten zwei Jahre

waren sehr schwierig – sportlich

und finanziell. Deswegen sind

wir umso motivierter, in unsere

Jubiläumssaison zu starten“, so

HSG-Holding-Graz-Clubmanager

Michael Schweighofer. Neu

dabei sind Trainer Rene Kramer

und Legionär Jurij Jensterle.

Auch der 22-jährige Paul Offner

ist diese Saison wieder bei der

HSG am Start. Los geht’s mit dem

ersten Spiel am 11. September

auswärts gegen den HC Linz AG.


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

sport 45

OHA! ➜

GEPA (2)

Sabitzer wechselt nach München

Fußballstar Marcel Sabitzer wechselt vom

RB Leipzig zum FC Bayern München. Er

war schon als Kind Fan der Bayern.

Corona-Fall beim Sturm-Spiel

Beim Europacup-Spiel von Sturm Graz

gegen NS Mura (Slowenien) war eine Person

im Fansektor mit Covid-19 infiziert.

OJE!


heute in Graz

nung: „Die Strecke ist noch spektakulärer

und wird den Fahrern alles

abverlangen“, sind sich die beiden

Organisatoren Werner Madlencnik

und Felix Felberbauer sicher.

Start und Ziel ist auf dem Karmeliterplatz,

danach geht es die Hartiggasse

runter, vorbei an historischen

Gebäuden wie Schauspielhaus und

Alte Universität, und nach einer

schönen Umrundung des Freiheitsplatzes

geht es über die Ballhausgasse

und die Sporgasse wieder

zurück auf den Karmeliterplatz.

Nach einer Qualifikation (ab 14

Uhr) wird das Finale der besten 32

Herren und 16 Damen im K.-o.-System

ausgetragen (ab 16 Uhr). Das

funktioniert so: Vier Mountainbiker

gehen immer gleichzeitig auf die

Strecke und absolvieren zwei Runden

– jeweils die zwei schnellsten

Fahrer steigen in die nächste Runde

auf, bis im großen Finale um die

Medaillen Gold, Silber und Bronze

gefahren wird.

Franzose ist Favorit

Bei den Herren gilt der Franzose Titouan

Perrin-Ganier als Favorit. Er

holte sich bereits viermal hintereinander

den WM-Titel. Österreichs

Medaillenhoffnung ist der Tiroler

Daniel Federspiel. Er gewann die

Eliminator-Premiere in Graz 2018.

Ein besonderes Augenmerk

sollten die Besucher aber auch auf

den Steirer Theo Hauser legen.

Bei den Damen hat die Italienerin

Gaia Tormena beste Chancen

auf den Titel. Sie war bereits 2019

Weltmeisterin und ist dreifache

Europameisterin (2019, 2020 und

2021).

Die Kinder sollen durch das neue Projekt mit regelmäßigen Fußballtrainings

ganz normal am Vereinsleben teilhaben können.

PHOTOWORKERS.AT

Eine Chance für Kinder

■ Der Verein TOR.CHANCE

startet diesen Monat gemeinsam

mit der First Vienna und

mit Unterstützung vom RC Wien

Nestroy ein wöchentliches Training

für beeinträchtigte Kinder.

Ausgebildete Trainer werden

immer eine Stunde lang ein

Fußballtraining abhalten. Das

Ziel des Projekts ist es, den Kindern

ein regelmäßiges Training

und eine ganz normale Vereinsmitgliedschaft

und Vereinsleben

zu ermöglichen. Auch die persönliche

Entwicklung und das

Selbstbewusstsein der Kinder

und Jugendlichen sollen so gestärkt

werden.


46 grazer sonntag

www.grazer.at 5. SEPTEMBER 2021

SO ISST GRAZ

Das Gasthaus Wildmoser

präsentiert heute den Klassiker ...

... Kutteln

Koch Marco Sommerfeld präsentiert

die schmackhaften Kutteln.KK (2)

Das Gasthaus Wildmoser im Bezirk

Lend ist seit kurzem ein neues Highlight

in der Grazer Gastronomie. Ein historisches

Gebäude wurde mit viel Liebe

zum Detail sorgsam

renoviert und bietet

nun zahlreichen

Gästen Platz,

um herrliche

Speisen zu

genießen.

Zum Beispiel

schmackhafte

Kutteln. JB

Zutaten für

die Kutteln:

440 g Kutteln, 2 Zwiebeln, 280 g Wurzelgemüse,

3 EL Tomatenmark, 250 ml

Weißwein, Knoblauch, Petersilie, Salz,

Lorbeer, 200 ml Rindsfond, 160 ml

passierte Tomaten

Zubereitung:

Die Kutteln in Salzwasser mit Lorbeer,

Pfefferkörnern, Wacholder, Zwiebel und

Knoblauch bissfest garen. Abkühlen

lassen und in kleine Streifen schneiden.

Zwiebeln in kleine Würfel schneiden

und anschwitzen. Anschließend das

Wurzelgemüse in Würfel schneiden,

im gleichen Topf anrösten und wieder

herausnehmen. Danach die Zwiebelwürfel

in den Topf geben und mit Weißwein

ablöschen. Alles mit Rindsfond und

passierten Tomaten aufgießen. Gewürze

hinzugeben und rund eine Stunde lang

köcheln lassen. Dann Lorbeerblätter

und Kutteln hinzugeben. Nach weiteren

30 Minuten kommt auch das Wurzelgemüse

wieder in den Topf. Sobald das

Gemüse heiß ist, alles in einem Suppenteller

anrichten. Zum Abschluss etwas

Parmesan und gehackte Petersilie

darübergeben. Guten Appetit!

GRAZWORTRÄTSEL

Schriftsteller

"in Graz"

† 1932

(2 Wörter)

Grazer

Skatepark

weiblicher

Vorname

zehn

Gramm

10 ml

Ausflugsziel

in

Turrach

Mannigfaltigkeit

Einheit der

Information

"windige"

Ausbildung

am

Schwarzlsee

blassrot

Grazer

Palais in

der Bürgergasse

ja natürlich

Treibmittel

beim

Backen

1

3

8

nicht sie

Schwester

in der Leonhardstraße

Brandstetter-Skulptur

im Grazer

Stadtpark

Abk. für

"Notfallhilfe"

öffentlich

bekennen

US-

Nachrichtensender

widerstandsfähig

himmlische

Lichtspenderin

großer

Papagei

weiblicher

Vorname

Bedrücktheit,

düstere

Stimmung

granitähnliches

Urgestein

röm. "101"

Abk. für

"Geschäftsführer"

5

Abk. für

"courant"

4

Vulkan auf

Sizilien

technischer

Schultyp

Abk. für

"außerordentlich"

KFZ-Kz. für

Singapur

Ding

7

Umweltsünde

von

früher

poetisch

für "Löwe"

"langes I"

Gründer

der Volksrepublik

China †

Fluss

durch

Laa

Grazer

Hügel mit

Jakobsleiter

Auerochse

kurz für

"in dem"

französisch

für

"Nacht"

9

11

Heiliger

Geist

15

Sommerweide

in den

Bergen

3. Ton der

Tonleiter

Telefonbenützer

2

"Apostel

der Grönländer"

(Hans)

Modul

zum Aufladen

des

Motors

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

14

größte

Stadt

Istriens

Kadaver

Tier der

Tundra

Stadt in

Ungarn

12

Abk. für

"unter Umständen"

olympisches

Gremium

(Abk.)

kurzer

Videofilm

12 13 12 14 15

gelb

blühende

Nutzpflanze

Medizinnobelpreisträger

1965

10

das Unsterbliche

im Menschen

Position

innerhalb

der Hierarchie

Lösung der Vorwoche: Landhauskapelle Rätsellösungen: S. 41

Aktuelles Lösungswort:

1 8 9 5 4 3

5 2

2 9 5

4 8 1

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SUDOKU

3 1 9

8 51142

Und so geht’s!

Jede Ziffer darf in

jeder Reihe in jedem

Quadrat nur

einmal vorkommen.

Bleistift

spitzen, los geht’s.

Viel Spaß!

Ein genussvoller Streifzug durch Bad Waltersdorf

1 x Weinkarton

Höhepunkt

Rinderwahnsinn

Feuerkröte

G E W I N N S P I E L

der besten „Winzern am Berg“-

Weine zu gewinnen!

Wie lautet die Lösung?

E-Mail mit Betreff „Rätsel“,

Lösung und Telefonnummer an:

gewinnspiel@grazer.at

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn nicht

übertragbar. Einsendeschluss: 8. 9. 2021. Gewinner

werden telefonisch verständigt und sind mit

der Veröffentlichung einverstanden.

6

13

11. Sept. 2021

Bad Waltersdorf


5. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at

grazer sonntag 47

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 5. SEPTEMBER

Cabrio-Bus-Tour

Besonders genussvoll geht es bei

der heutigen Rundfahrt mit dem

Cabrio-Bus zu. An vier Stationen

erlebt man die kulinarischen

Highlights der Stadt Graz, ganz

ohne mühsame und zeitaufwendige

Anfahrt. Start ist um 13

Uhr bei der ersten Station, dem

Kunsthauscafé, wo die Tour mit

einem Happen und einem Glas

Sekt startet. Anschließend geht

es für die Vorspeise weiter zum

Hotel Nova Air, wo in der Original-

Boeing 727–200 ein Fischgericht

mit passender Weinbegleitung

serviert wird. Danach folgt ein

Abstecher ins St. Veiter Schlössl,

wo man den Hauptgang, begleitet

von einem Glas Wein, genießt.

Den Abschluss mit Dessert macht

der Kirchenwirt in Mariatrost. Die

Kosten betragen pro Person 95

Euro.

MTB

Heute finden die UCI Mountainbike

Eliminator World Championships

in Graz statt. Nach den Weltcups

2018 und 2019 kommen die

Stars der UCI-MTB-Szene heuer

nach Graz, um hier ihre Weltmeister

zu küren.

Direkt in

der Grazer

Altstadt, am

Fuße des

atem beraubenden

GENUSS-

TOUR

13 Uhr

Kunsthauscafé

Heute findet wieder die Rundfahrt im Cabrio-Bus statt. An vier

Stationen wird man kulinarisch verwöhnt.

Schloßbergs, wird daher auch

2021 für Furore gesorgt. Einen Tag

lang ist Graz wieder der Nabel der

Mountainbike-Welt und bietet den

rund 100 Teilnehmern und allen

Zuschauern die Möglichkeit, die

Stadt wieder von ihrer sportlichen

Seite zu erleben. Gestartet wird

um 13.30 Uhr mit einem Training,

um 14 Uhr ist die Qualifikation,

um 16 Uhr die finale Weltmeisterschaft.

Wandertag

Sportlich geht es heute in Hönigtal

in Graz-Umgebung zu. Dort

wird heute nämlich für den guten

Zweck gewandert. Start ist in der

Hönigtaler Stub’n, danach wird bis

zur Talstation der Schöcklgondel

gewandert, von wo es dann bequem

mit der Gondel nach oben

GETTY (2), GRAZTOURISMU/KRUG,KK, UMJ/PS

geht. Nach einer Einkehr fährt

man um 15 Uhr wieder talwärts.

Für das Event muss man eine

Mindestspende von 30 Euro abtreten,

der Reinerlös kommt einer

Familie aus Kainbach zugute. Die

Freiwillige Feuerwehr Kainbach

bei Graz sorgt am Weg für eine

Stärkung und verteilt beim Wetterturm

Niederschöckl Getränke

und Snacks.

WOHIN AM SONNTAG

Baumgeschichte(n)

Uralte Baumriesen stehen noch

heute im Schlosspark und erzählen

von vergangenen Zeiten.

Welche Bedeutung hatten die

Bäume damals, welche heute?

Wie wächst ein Baum, wovon

ernährt er sich, wie alt kann er

werden? Bei dieser Führung kann

man das Wunderwerk Baum

näher kennenlernen und sowohl

heimische als auch exotische Exemplare

von sich erzählen lassen.

Lauftreffs

Heute wird in Gösting und Waltendorf

im Zuge des Grazer Sportjahres

wieder gelaufen. In Gösting

treffen sich Anfänger bis leicht

Fortgeschrittene um 17 Uhr bei

der Busendhaltestelle Gösting, in

Waltendorf geht es für Anfänger

um 17 Uhr vor dem Union-Bad los.

Golfschnuppertraining

Golfinteressierte aufgepasst:

Heute gibt der Golfclub Thalersee

rund drei Stunden lang Einblicke

in den Golfsport, inklusive der

Möglichkeit, das Golfen selbst

kostenfrei auszuprobieren.

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