KG-Rohrfallen 15 und 30 nach Dammler

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Die KG-Rohre sind als Fallenkörper sehr gut geeignet. sie sind stabil, leicht, preiswert und wetterbeständig. Der Materialpreis für die Marderfalle beträgt nur 35 €, für die Fuchsfalle 90 €. Das Trittbrett liegt ebenerdig. Die Fallen sind sehr gut geeignet als Brückenfalle.

KG-Rohrfallen nach Dammler

Die Jagdgesetze einiger Bundesländer schreiben für die Lebensfang-Fallen gewisse Maße vor. So

muss der Mindest-Rohrdurchmesser für den Marderfang 15 cm und für den Fuchsfang 25 cm groß

sein und die Länge der Fallen 100 cm bzw. 130 cm betragen.

Es bietet sich ein stabiler, wetterbeständiger Fallenkörper an, der aus einem Kanal-Grund-Rohr

besteht. Die Rohre erhalten wir mit den Durchmessern von 15 bzw. 30 cm preiswert im Baumarkt.

Sie sind leicht mit Stichsäge und Bohrer zu verarbeiten.

Materialliste für die KG-Rohrfalle 15 für den Marderfang

KG-Rohr 100 cm lang, Durchmesser 15 cm

Dachlatten 24x48 mm, 12 Stück je 40 cm lang für 4 Schienen und für Unterlagen

2 Kiefer-Leimholzbretter (200x20x1,8 cm) für zwei Schieber ca. 18x16 cm, Rückwand und Deckel

Aluleiste 100x2x0,2 cm, 17 cm für Auslösearm und 15 cm für Stoppbalken

2 Abstandshalter Schaumstoff-Puffer 15x15x12 mm ( www.abstandshalter.com)

4 Scharniere, je 1 für Trittbrett (10 cm breit), Auslösung, Deckel

Schneehaube, 3 Bretter 30x25 cm und zwei Bretter 7x 25 cm

braune Holzschutzfarbe, Sprühlack, Ösen, Zugschnur, Unterlegscheiben,

3 Betonplatten 30x30 cm,

Funktion der KG-Fallen

Das ebenerdige Trittbrett ist aus dem Rohr ausgeschnitten. Mit einem Scharnier wird es wieder an

das Rohr angeschraubt. Auf einen Querbalken über dem Trittbrett sind zwei Schaumstoff-Puffer

(Abstandshalter) geklebt, sie halten das Trittbrett hoch bis ein Tier es runter tritt. Dann kann der

Haltearm das Auslösescharnier frei geben, es schlägt hoch, die Ringe mit den Zugschnüren lösen

sich und die Schieber fallen.

Die Nase von dem Auslösearm ragt nur 3 Millimeter über das Auslösescharnier. Das Trittbrett kann

sich nur um 5 Millimeter senken, weil es von dem Stoppbalken gebremst wird. Der ist vorne auf das

Trittbrett geschraubt. An beiden Enden vom Stoppbalken sind größere Löcher. So kann er 5

Millimeter rauf und runter auf den Gewindeschraube rutschen, die fest am Rohr befestigt sind. Wir

müssen zuerst die Gewindeschrauben in Rohr und Trittbrett schrauben und dann den Stoppbalken

da drauf schieben. Zwei Muttern (Kontermuttern) werden fest auf dem Gewinde

zusammengeschraubt, damit sich nichts löst.


Innen auf dem Trittbrett (10x10 cm) sehen wir den trockenen Sand, der durch Sprühfarbe auf dem

Boden haftet. Der Auslösearm ist ca. 17 cm lang. Er muss zum Auslösescharnier angemessen und

der Rundung angepasst werden.

Die langen Gewindeschrauben erleichtern die Montage. Nur die Pins auf dem Auslösescharnier

werden gekürzt und gefeilt. Es darf kein Sprühlack an die Gewinde kommen. So können wir sie

immer wieder lösen. Unterlegscheiben (Ringe) werden an die Zugschnüre gebunden. Die laufen

über Umlenkbolzen, damit das Auslösescharnier auch hoch gezogen wird. Unten am Schieber und

oben wird durch die Schraubösen die Zugschnur geführt. Im Schieberkasten ist noch Platz für den

Fallenmelder. Die Schieber (ca. 16x18 cm) bestehen aus schwerem Leimholzbrettern, damit sie sich

zuverlässig schließen. Über das Auslösescharnier und das KG-Rohrfalle wird eine Schneehaube

gestülpt.


An der Seite von der Schiene befindet sich die bewegliche Sicherung im Schieberkasten. Sie rutscht

über den gefallenen Schieber. Eine Holzschraube unten daran dient zum Hochhalten des Schiebers,

wenn er geöffnet bleiben soll. Wenn Waschbären im Revier leben, dann wird das Rückbrett nach

vorne gesetzt.Die Sicherung ist sicher vor den anderen Waschbären. (linkes Bild)

Damit der Marder über das Trittbrett läuft, legen wie je ein Ei vor und eins hinter das Trittbrett.

Wenn wir aber ganz sicher gehen wollen, dass der Marder das auch tut, bilden wir die Einbahnfalle.

Bei der Einbahnfalle liegt das KG-Rohr in Ost-West-Richtung. Das ist dem häufigen Westwind

geschuldet. Vor die Westöffnung legen wir eine Maschendrahtmatte mit hochgestellten Seiten. Der

Maschendraht darf nicht direkt vor dem Eingang der Falle sein. Der Köder kommt auf die Westseite

der Falle. Er sollte für den Marder schwer sichtbar sein.


Herstellung der KG-Falle 15

Die imprägnierten Dachlatten streichen wir mit brauner Holzschutzfarbe bevor wir sie für die

Schienen zu schneiden. Aus jeweils drei Latten fertigen wir eine Schiene. Sie muss an das Rohr

angepasst und mit Holzschrauben befestigt werden. Dabei sollte alles im Winkel sein. Das geht

leicht auf Terrassenplatten als Unterlage oder einem Winkeleisen.

Am KG-Rohr wird der Wulst abgesägt mit der Eisen- oder Stichsäge.

Auf den künftigen Boden der Falle im Rohr sprühen wir Sprühlack und lassen trockenen Sand

darüber laufen. Anschließend kann noch Erdschlamm den Boden tritt fester machen.

Das Trittbrett (10x10 cm) ist auf das Rohr zu zeichnen. Die Löcher für die Stichsäge sind zu bohren

und das Trittbrett auszuschneiden.

Aufstellen der KG-Rohrfalle 15

Im Revier legen wir Hühnereier an für uns geeignete erscheinende Stellen aus und decken sie gegen

die Sicht der Vögel etwas ab. Werden die Eier aufgenommen, dann stellen wir die Falle dorthin.

Alles wird mit Zweigen, die in die Erde gesteckt werden, verblendet. Die Umrisse der Falle sollen

nicht erkennbar sein. Der Marder soll meinen, er würde unter einen Busch schlüpfen. Die

Betonplatten unter der Falle schützen das Holz vor Feuchtigkeit. Ein langer Fallensteig führt zum

Osteingang der Falle.

Das Geschehen an der Falle beobachten wir mit der Wildkamera, die wir diebstahlgesichert erhöht

am Baum mit einer Leiter anbringen.


KG-Rohrfalle 30 nach Dammler für den Fuchsfang

Der Mindestdurchmesser der Rohre für die Fuchsfalle muss laut Jagdgesetz 25 cm groß sein und die

Fallenlänge 130 cm. Empfehlenswert ist aber ein 30 cm großer Durchmesser für das Rohr.

Es gibt KG-Rohre von 30 cm Durchmesser und 200 cm Länge für nur 51 € im Baumarkt. Wir

verwenden aber nur die vorgeschriebenen 130 cm des Rohres. Aus dem Rest von 70 cm und einem

weiteren Rest von 70 cm bei einer anderen Falle, können wir noch eine KG-Rohrfalle fertigen. So

ist das Gewicht der Falle gering. Sie kann von einer Person getragen werden. Empfehlenswert ist es,

ein 30 cm Betonrohr vor die Ostseite zu legen.

Die Herstellung der großen Falle ist mit der Marderfalle vergleichbar. Sogar das Trittbrett von

10x10 cm ist gleich. Jedoch der Auslösearm ist ca. 27 cm lang. Die Schienen haben eine Länge von

75 cm. Die zwei Schieber (ca. 35x33 cm) schneiden wir aus 40 cm breiten Leimholzbrettern,

daraus bestehen auch die Seitenbretter und Abdeckungen.

Wir planen die Fuchsfalle als Einbahnfalle. Den Köder legen wir in eine Metalldose mit vielen

kleinen Löchern im Deckel, der den Duft raus lässt, aber die Fliegen nicht rein. Ein

Marmeladenglas mit Metalldeckel tut es auch.

KG-Rohrfalle 30 als Brückenfalle

Die 130 lange Falle wiegt nur 14 kg und kann über einen Graben als Durchlauffalle geführt werden.

Dazu reichen zwei Balken von 10x10 cm und ein paar Leimholzbretter. Es ist ein sicherer Weg, um


Füchse zu fangen. Weil die KG-Falle so leicht ist, kann sie schnell umgesetzt werden vor

Abwasserrohre, die unter der Autobahn oder der Eisenbahn verlaufen. Das ist eine sehr erfolgreiche

Fangmethode. Wir schütten Sand vor die Abwasserrohre und beobachten so, welches Raubwild dort

läuft.

Materialliste für die KG-Rohrfalle 30, Materialpreis nur ca. 90 €

KG-Rohr, Durchmesser 30 cm , 200 cm lang (nur 130 cm verwenden)

Dachlatten 24x48 mm, 12 Stück je 75 cm lang für 4 Schienen und für Unterlagen

2 Kiefer-Leimholzbretter (80x40x1,8 cm) für zwei Schieber ca. 35x33 cm, Rückwand und Deckel

Aluleiste 100x2x0,2 cm, (ca. 27 cm für Auslösearm und ca. 15 cm für Stoppbalken)

2 Abstandshalter oder Gummiband

4 Scharniere für Tritt, Auslösung, Deckel

braune Holzschutzfarbe, Sprühlack, Ösen, Zugschnur, 2 Schaumstoffpuffer

3 Bretter für die Schneehaube je 45x20 cm, 2 Betonplatten 40x40 cm

Balken und Bretter für die Brücke über den Graben

Gummiband-Auslösung

kann eingesetzt werden, wenn keine Schaumstoffpuffer vorhanden sind. Auf dem Bild sehen Sie

unten das Scharnier an Trittbrett und Rohr geschraubt, daneben das Gummiband, dann die

Auslösespange und quer den Stoppbalken. Im rechten Bild ist das Auslösescharnier mittig auf das

Rohr geschraubt, die Zugschnur mit Ringen und die Nase der Auslösespange sind zu sehen.

Das Trittbrett braucht nur wenige Millimeter runtergetreten zu werden, um die Nase von dem

Auslösescharnier zu entfernen und die Falle auszulösen. Das Trittbrett wird durch den Stoppbalken

gebremst, der ist vorne auf das Trittbrett geschraubt. Er hat an den Enden zwei größere Löcher, so

kann er sich auf den Gewindeschrauben etwas rauf und runter bewegen. Die Gewindeschrauben

sind fest auf das Rohr geschraubt. Das Trittbrett wird von dem Gummiband (statt von den Puffern)

hoch gehalten. Es sollte nur das Trittbrett hochhalten. Wir erhalten ein Gummiband im

Kurzwarengeschäft oder wir opfern eine alte Unterhose.


Anmerkung: Die Gummiauslösung ist neu. Sie ist noch nirgends veröffentlicht. Weil sie schwer zu

verstehen ist, gebe ich hier noch eine ausführliche Aufstellung.

Die Teile der Gummi-Auslösung nach Dammler

Das Trittbrett der KG-Falle wird vor dem Herruntertreten durch das Wild von Gummi hochgehalten.

Entweder von einem Gummiband, das um das KG-Rohr und über das Trittbrett geführt ist oder von

zwei Gummi-Puffern, die auf einem Querbalken unter dem Trittbrett sitzen.

Hier wird die Gummi-Auslösung mit den zwei Gummipuffern (Abstandshalter) beschrieben

Der Querbalken1 ist mit Gewindeschrauben2 und zwei Kontermuttern3 am KG-Rohr fest

geschraubt. Auf dem Querbalken sind zwei Gummipuffer geklebt.

Der Auslösearm5 wird auf das Trittbrett6 geschraubt, seine Nase7 ruht drei Millimeter weit auf dem

Auslösescharnier8.

Der Stoppballken9 ist fest vorne ans Trittbrett geschraubt, deren Löcher10 an den beiden Enden

sind groß, so ist er beweglich und kann um fünf Millimeter mit samt des Trittbrettes runter getreten

werden.

Das Auslösescharnie11 ist mittig auf dem KG-Rohr12 befestigt. Der untere Teil13 schlägt hoch,

wenn das Trittbrett mit dem Auslösearm runter getreten wird. Dann lösen sich die Ringe15 mit den

Zugschnüre14 von den Pinnen16 und die Fallenschieber fallen. Die Zugschnüre laufen über

Umlenkbolzen17, damit der untere Teil des Auslösescharnier auch hochgezogen wird.

Wird ein Gummiband verwendet, dann es läuft um das KG-Rohr und über den Stoppbalken. Das

Trittbrett soll nur leicht hochgehalten werden. So bald ein Tier darauf tritt, geht das Trittbrett um

fünf Millimeter runter. Es wird das vom Stoppbalken gebremst.


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