Heimat - Weite - Welt

kkobereshavelland

Programm zum Kreiskirchentag des Kirchenkreises oberes Havelland am 19. September in Gransee

Adventskirche Neuglobsow | Altes Pfarrhaus Petersdorf | Bethaus Beutel | Bethlehemkapelle | Betsaal

im Herrenhaus Wall | Dorfkirche Bärenklau | Kultur- und Kinderkirche Eichstädt | Dorfkirche Schwante

| Vehlefanz HEIMAT

| Herzfelde | Altlüdersdorf | Annenwalde | Badingen | Banzendorf | Barsdorf | Baumgarten

| Beenz | Beetz | Bergsdorf | Blumenow | Bredereiche | Buberow | Dannenwalde | Dargersdorf | Dierberg

Dollgow | Falkenthal | Friedrichsthal | Gandenitz | Germendorf | Glambeck | Glambeck | Gollin | St.

Marienkirche Gransee | Grieben | Groß Dölln | Groß-Ziethen | Großmutz | Großwoltersdorf | Grüneberg

WEITE

| Gutengermendorf | Hammelspring | Hammer | Herzberg | Hindenberg | Jakobshagen | Kappe | Keller

| Klein-Mutz | Klosterwalde | Kraatz | Krewelin | Kurtschlag | St. Nikolai Kirche Kremmen | Küstrinchen |

Leegebruch | Liebenthal | Löwenberg | Marienthal | Marwitz | Menz | Meseberg | Metzelthin | Mildenberg

| Milmersdorf WELT

| Mittenwalde | Nassenheide | Neu-Temmen | Neuholland | Neulögow | Parlow | Petznick |

Ribbeck | Ringenwalde | Rutenberg | Rüthnick | Röddelin | Rönnebeck | Sachsenhausen | Schmachtenhagen

| Schulzendorf | Schönberg | Schönermark | Seebeck | Seilershof | Sommerfeld | Sonnenberg |

Staffelde | Storkow | Strubensee | Teschendorf | Velten | Vielitz | Vietmannsdorf | Warthe | Wensickendorf

| Wesendorf | Wolfsruh | Zabelsdorf | Zehlendorf | Zernikow | Himmelpfort | Michaelkirche Hindenburg

|Stadtkirche Liebenwalde Stadtkirche Lindow |St. Nicolai Kirche Oranienburg Sonntag | Stadtkirche Zehdenick |

Bethaus Densow | Kirche Lehnitz | Kloster Zehdenick | Friedhofskapelle Linde | Kapelle Freienhagen |

Kirchenruine Retzow | Kirchlein im Grünen Alt/Neu Placht | Kirchsaal 19

Grunewald | Maria-Magdalenen-

Kirche Templin | Sankt Georgenkapelle Templin | Sankt Michael Kirche Friedrichswalde | Schlosskapelle

Hoppenrade | Schlosskirche Liebenberg | Schul- und Bethaus Ahrensdorf | St. Johanneskirche Lychen

| Adventskirche Neuglobsow | Altes Pfarrhaus Petersdorf | Bethaus Beutel | Bethlehemkapelle |Betsaal

im Herrenhaus Wall | Dorfkirche Bärenklau | Kultur- und Kinderkirche Eichstädt | Dorfkirche Schwante

| Vehlefanz | Herzfelde | Altlüdersdorf | Annenwalde | Badingen | Banzendorf | Barsdorf | Baumgarten

| Beenz | Beetz | Bergsdorf | Blumenow | Bredereiche | Buberow September

| Dannenwalde | Dargersdorf | Dierberg

Dollgow | Falkenthal | Friedrichsthal | Gandenitz | Germendorf | Glambeck | Glambeck | Gollin | St.

Marienkirche Gransee | Grieben | Groß Dölln | Groß-Ziethen | Großmutz | Großwoltersdorf | Grüneberg

| Gutengermendorf | Hammelspring | Hammer | Herzberg | Hindenberg | Jakobshagen | Kappe | Keller

14 bis 18 Uhr in Gransee

| Klein-Mutz | Klosterwalde | Kraatz | Krewelin | Kurtschlag | St. Nikolai Kirche Kremmen | Küstrinchen |

Leegebruch | Liebenthal | Löwenberg | Marienthal | Marwitz | Menz | Meseberg | Metzelthin | Mildenberg

| Milmersdorf KREIS-

| Mittenwalde | Nassenheide | Neu-Temmen | Neuholland | Neulögow | Parlow | Petznick |

Ribbeck | Ringenwalde | Rutenberg | Rüthnick | Röddelin | Rönnebeck | Sachsenhausen | Schmachtenhagen

| Schulzendorf | Schönberg | Schönermark | Seebeck | Seilershof | Sommerfeld | Sonnenberg |

Staffelde | Storkow | Strubensee | Teschendorf | Velten | Vielitz | Vietmannsdorf | Warthe | Wensickendorf

| Wesendorf KIRCHEN-

| Wolfsruh | Zabelsdorf | Zehlendorf | Zernikow | Himmelpfort |Michaelkirche Hindenburg |

Stadtkirche Liebenwalde | Stadtkirche Lindow |St. Nicolai Kirche Oranienburg | Stadtkirche Zehdenick |

Bethaus Densow | Kirche Lehnitz | Kloster Zehdenick | Friedhofskapelle Linde | Kapelle Freienhagen |

Kirchenruine Retzow | Kirchlein im Grünen Alt/Neu Placht | Kirchsaal Grunewald | Maria-Magdalenen-

Kirche Templin TAG

| Sankt Georgenkapelle Templin | Sankt Michael Kirche Friedrichswalde | Schlosskapelle

Hoppenrade | Schlosskirche Liebenberg | Schul- und Bethaus Ahrensdorf | St. Johanneskirche Lychen

Adventskirche Neuglobsow | Altes Pfarrhaus Petersdorf | Bethaus Beutel | Bethlehemkapelle |Betsaal

im Herrenhaus Wall | Dorfkirche Bärenklau | Kultur- und Kinderkirche Eichstädt | Dorfkirche Schwante

10 Jahre

1


St. Marienkirche Gransee, August 2021

Foto: Stefan Determann

2


Herzliche Einladung zum

Kreiskirchentag

am 19. September in Gransee

Liebe Gemeindeglieder in unserem Kirchenkreis Oberes Havelland,

liebe Leserinnen und Leser,

vor gut zehn Jahren entstand unser Kirchenkreis „Oberes Havelland“ aus den ehemaligen

Kirchenkreisen Oranienburg und Templin-Gransee – ein Aufbruch und ein Jubiläum, das wir

zum Anlass nehmen, um zu feiern.

PfarrerInnen, KirchenmusikerInnen und GemeindepädagogInnen, Mitglieder des

Kreiskirchenrates, Christenlehrekinder, Vertreter der Stephanusstiftung und viele andere

gestalten einen fröhlichen Festgottesdienst für alle Generationen. Damit wird der

Kreiskirchentag 14 Uhr in und um die St. Marienkirche in Gransee eröffnet. Wer in der

Kirche keinen Platz mehr findet, kann der Übertragung auf dem Festgelände lauschen.

Dabei werden wir von einem ganz anderem Aufbruch hören. Im Mittelpunkt des

Gottesdienstes wird die Geschichte Abrahams stehen, der sich noch im hohen Alter

aufmachte, sein Vaterland und seine Vaterstadt – wir würden es Heimat nennen –

zu verlassen, weil Gott ihm Land verheißen hat, das ihm und seinen zahlreichen

Nachkommen ein zu Hause werden sollte.

Heimat, Aufbruch, Weite und Welt sind Themen, denen wir uns mit unseren Gemeinden

und als Kirchenkreis auch in der Gesellschaft ständig stellen. Mit dem Gottesdienst und

den Angeboten ergeben sich sicher noch einmal ganz neue Perspektiven und Anstöße.

Ich bin gespannt und freue mich darauf, vielen Menschen zu begegnen, gemeinsam zu

feiern und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!

Ihr

Uwe Simon, Superintendent

3


Kirchgasse

Treffpunkt

für Stadtführung

Zelt der Religionen

Graffiti

Basteln

Wahrnehmungsparcour

Kinderschminken

Schulstraße

Kirchplatz (Durchfahrt gesperrt)

Baustraße

Podiumsdiskussion

4


Programm

14 Uhr

Festgottesdienst in der St. Marienkirche Gransee

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht die Geschichte Abrahams, der im hohen Alter sein

Vaterland und seine Vaterstadt verlässt, weil Gott ihm Land verheißen hat, das ihm und

seinen zahlreichen Nachkommen ein zu Hause werden sollte.

15 bis 18 Uhr

Begleitprogramm rund um die Kirche

Zahlreiche Info- und Mitmachstände sowie Verpflegungsangebote sind am Nachmittag rund

um die St. Marienkirche aufgebaut. Auf den folgenden Seiten geben wir Ihnen einen Überblick,

was Sie erwartet. Wo Sie sich informieren und ins Gespräch kommen können. Was

Sie ausprobieren und vielleicht auch neu entdecken können.

15.45 Uhr

Offenes Singen

mit Kreiskantor Markus Pfeiffer in der St. Marienkirche

15.45 Uhr

Stadtführung

mit Werner Beil durch die Altstadt von Gransee

16.45 Uhr

Podiumsdiskussion im Amtssaal (Amtsverwaltung Gransee)

"Sie ist dann mal weg. - Wie selbstverständlich ist die Kirche in unseren Dörfern und Städten?"

18 Uhr

Abschlusskonzert in der St. Marienkirche

Musik für Bläser und Flöten

Leitung: KMD Barbara Barsch (Landesposaunenwartin) und Helge Pfläging (Kantor an der

Maria-Magdalenen-Kirche Templin)

Coronaschutzmaßnahmen und Kontaktverfolgung:

Hinweise zu den allgemeinen Coronabestimmungen und Schutzmaßnahmen finden Sie

auf Seite 42 dieses Heftes. Über konkrete Schutzmaßnahmen und Bestimmung zum

Kreiskirchentag informieren wir aktuell auf unserer Website unter: www.10jahre.kk-ohl.de.

Zur Kontaktverfolgung werden am Eingang der Kirche Registrierungs-Codes der "luca

App" und der "Corona-Warn-App" aushängen.

Für die alternative Sammlung handschriftlicher Kontakte können Sie bereits im Vorfeld

das Formular hier im Heft ausschneiden und ausgefüllt mitbringen. Sie finden es auf der

letzten Seite. Vor der Kirche stehen Boxen zum Einwerfen. Weitere Anmeldekarten liegen

vor Ort bereit. Vielen Dank.

5


Begleitprogramm

15 bis 18 Uhr rund um die Kirche

Infostände

• NABU-Kirche Neu Temmen

• Dorfbewegung Brandenburg - Netzwerk lebendige Dörfer e.V.

• Förderkreis "Kultur- und Kinderkirche Eichstädt e.V."

• Simbabwepartnerschaft des Kirchenkreises Oberes Havelland

• Brandenburgischer Klosterweg

• „Grüneberg erinnert“ - Arbeitskreis zur Aufarbeitung des ehemaligen

Ravensbrücker KZ Außenlagers

• Zelt der Religionen

• LESEKISTE aus dem Pfarrsprengel Herzfelde (Templin)

• Immanuel Beratung Zehdenick

• LektorInnen und PrädikantInnen-Ausbildung

• Notfallseelsorge und Krisenintervension

• Krankenhausseelsorge

Mitmach-Stände und Angebote für Kinder und Jugendliche

• Zelt der Religionen

• Kirchenquiz aus Kremmen und Lindow-Herzberg

• Bastelstand der "Kirche für Kinder und Familien"

• LESEKISTE aus dem Pfarrsprengel Herzfelde, Wahrnehmungsparcour und Kinderschminken,

Graffitiwand (JugendKella Templin)

Fairer Handel / gemeinnützige Angebote

• Eine-Welt-Laden Templin

• Weltladen Oranienburg

• Spendenladen Velten

• Patchworkgruppe

• regionale Produkte und Töpferwaren (Stephanusstiftung)

Versorgungsstände

• Kaffee und Kuchen (Gesamtkirchengemeinde Gransee)

• Baristamobil

• Gulaschkanone (Johanniter)

• Grillstand und Getränke (Stephanusstiftung)

• Schmalzstullen und Heidelbeerwein (Kirchengemeinde Kremmen)

Musik

• Bläserchor Gransee

• Bläserchor Sachsenhausen

• Lieder zur Gitarre mit Andreas Domke

6


NABU-Kirche Neu Temmen

Seit Mai diesen Jahres ist sie Wirklichkeit, die NABU-Kirche in Neu Temmen.

Instandgesetzt und eingeweiht heißt in diesem Fall: abgebaut und

neu wieder aufgebaut. Die NABU-Kirche ist ein einzigartiges Projekt. Sie

predigt Naturschutz durch Bewusstseinswandel, durch den sanften Umgang

mit der Natur, durch nachhaltige Ansätze in der Land- und Forstwirtschaft,

durch mehr Raum, den wir den bedrohten Arten in unseren Gärten

und auf unseren Feldern einräumen.

Diese christliche Idee des Zusammenlebens aller Arten und Lebensformen

ist zeitlos und soll in der NABU-Kirche Neu Temmen von den Bewohnern

unserer Landschaft liebevoll bewahrt werden.

Mehr dazu am Stand der NABU-Kirche und bei unserer Podiumsdiskussion.

Einweihung der NABU-Kirche

Neu Temmen

am 24. Mai 2021

Foto: Christiane Penke

Dorfbewegung Brandenburg -

Netzwerk Lebendige Dörfer e.V.

Der ländliche Raum und insbesondere die Dörfer fallen in der Politik kaum

mehr ins Gewicht. Viele Menschen fühlen sich „abgehängt“ und „unverstanden“.

Aus diesem Grund hat sich 2015 die Dorfbewegung Brandenburg

gegründet, mit der Zielsetzung den Dörfern in Deutschland eine

starke Stimme zu geben. Wir freuen uns, dass die "Dorfbewegung Brandenburg

- Netzwerk lebendige Dörfer e.V." auf dem Kirchentag über ihre

Arbeit informiert. Dabei geht es aber nicht nur um die politische Wahrnehmung

der Dörfer, denn die Kirchen brauchen einen festen Platz in den

Dorfgemeinden und auch in der Wahrnehmung der Landeskirche.

Mehr dazu bei der Podiumsdiskussion um 16:45 Uhr.

7


Kultur- und Kinderkirche Eichstädt

Kultur, Kinder, Kirche - die drei K sind zum Markenzeichen der Eichstädter

Kultur- und Kinderkirche geworden. Eine Geschichte, die 2004 mit der

Sanierung der maroden Dorfkirche und dem Entschluss, sie zu einem

kirchenmusikalischen Zentrum zu entwickeln, begann.

Seit fast 15 Jahren gestaltet der Förderkreis "Kultur- und Kinderkirche

Eichstädt e.V." nun das Leben in und um die Eichstädter Kirche. Eine Zeit,

in der sich nicht nur personell einiges verändert hat. Was man braucht, um

ein solches Projekt zu einem erfolgreichen Langzeitmodell zu entwickelt,

davon können die Aktiven des Förderkreises berichten.

Mehr dazu am Stand der "KuKi Kirche" und bei der Podiumsdiskussion.

Kultur- und Kinderkirche

Eichstädt

Kirchenquiz aus Kremmen und Lindow-Herzberg

Die Kirchengemeinden aus Kremmen und aus dem Pfarrsprengel Lindow-

Herzberg werden mit einem Kirchenquiz für Unterhaltung sorgen und das

Wissen der Besucher testen. Aus Kremmen außerdem für das leibliche

Wohl mit dabei: Schmalz- und Kräuterbutterstullen, Saft und der berühmte

Heidelbeerwein. Die Kirchengemeinde Lindow bietet zudem ein kleines

(Rest-)Sortiment des mittlerweile geschlossenen Eine-Welt-Ladens an.

LESEKISTE aus dem Pfarrsprengel Herzfelde

Die Dörfer des Pfarrsprengels Herzberg bei Templin haben sich für ein

gemeinsames Projekt zusammengetan. Weil die Fahrbibliothek des Landkreises

eingestellt wurde, wollen sie eine eigene Kinder- und Jugendbibliothek

aufbauen. Ein gut ausgebauter PKW-Anhänger wird von Kirche

zu Kirche gefahren. Die Dorfkirchen, die sonst oft nur zum Gottesdienst

geöffnet sind, werden so auf andere Weise für die Kinder und Jugendlichen

zugänglich. Mehr zum Projekt ab Seite 22 hier im Heft. Und zum Kreiskirchentag

gibt es am Stand der LESEKISTE sicher auch viele Lesetipps und

Anregungen für große und kleine Bücher- und Geschichtenfreunde.

8


Simbabwepartnerschaft des

Ev. Kirchenkreises Oberes Havelland

Die Partnerschaft des Kirchenkreises mit drei Dörfern im Norden Simbabwes

wurde 1996 als Begegnungspartnerschaft begründet. Wenn möglich finden

jährlich wechselseitige Lern- und Bildungsreisen statt. Viele Gäste aus den

Partnergemeinden konnten wir so schon in unserem Kirchenkreis begrüßen.

Ein großes Problem ist der Zugang zu sauberen Trinkwasser. Daher unterstützt

die Simbabwepartnerschaft die Gemeinden vor Ort beim Bau von

solarbetriebenen Tiefbrunnen.

Mehr dazu ab Seite 20 und am Stand der Simbabwepartnerschaft.

Partnerschaftstreffen in

Simbabwe im Juli 2019

Foto: privat

Kirche mit Kindern und Familien

Eine Tiersafari durch unseren Kirchenkreis

gab es noch nie. Die Mitarbeitenden des

Arbeitsbereiches "Kirche mit Kindern und

Familien" haben in unseren Kirchen einmal

nachgeschaut, welche Tiere dort zu

finden sind. Über die große Anzahl und

Vielfalt waren sie erstaunt. Mal sind Tiere

in Verbindung mit Bibeldarstellung an hölzerne

Decken oder Emporen gemalt, mal

in Wandteppiche oder Antependien eingeschickt

oder aufgenäht, in Stein gehauen, in

Holz geschnitzt oder auch geschmiedet, wie

der Wetterhahn auf manchen Kirchtürmen.

Und hinter jedem Tier steckt eine Geschichte.

Einige davon gibt es hier im Heft ab Seite 26

zu entdecken. Und zum Kreiskirchentag warten

ein Bastelstand auf Euch.

9


Brandenburgischer Klosterweg

Im Spätmittelalter hatte der Orden der Zisterzienser ein weites Netz von

Klöstern über ganz Europa gelegt. Auch in unserer Gegend gibt es viele

Zeugnisse dieser Zeit. Der „Brandenburgische Klosterweg“ wird in Zukunft

mehrere der ehemaligen Zisterzienserklöster im Norden Brandenburgs

miteinander verbinden. Der Anfang ist mit der Pilgerstrecke vom Kloster

Himmelpfort zum Zehdenicker Kloster gemacht. Die Fortsetzung bis nach

Lindow ist derzeit in Planung. Aber schon jetzt ermutigen wir Sie gern zur

einer kleinen Pilger(aus)zeit am Wochenende auf den ausgeschilderten

Wegen zwischen Zehdenick und Himmelpfort bis nach Fürstenberg. Wir

freuen uns auf Ihr Interesse beim Kreiskirchentag.

Eröffnungspilgern des

Klosterpilgerweges von

Himmelpfort nach Zehdenick

2020, am Hoch- und

Stapelweg.

Foto: Stefan Determann

Graffitiwand vom JugendKella Templin

Beim KonfiCamp des

Kirchenkreises gehört die

Graffitiwand immer mit

dazu.

Wir freuen uns auf bunte

Bilder und farbenfrohe

Ideen bei Kreiskirchentag.

Foto: Lutz Böning

10


Stephanus-Stiftung

Die Stephanus gGmbH Templin ist beim Kreiskirchentag mit unterschiedlichen

Angeboten vertreten. Der Bereich der Werkstatt stellt seinen Wagen

mit Regionalwaren wie Wildwurst und -fleisch, Honig und Getränken zur

Verfügung. Außerdem werden Töpfereien zum Verkauf angeboten.

Betrieben werden die Stände wie auch der Grillstand von Menschen, die

im IBW (Intensiv Betreutes Wohnen) in der Templiner Prenzlauer Allee

(Erwachsene) und in Groß Dölln (Jugendliche) leben und arbeiten.

Mitarbeitende aus dem Haus Sonnenschein, in dem Kinder mit Beeinträchtigungen

leben, haben ganz besondere Aktionen vorbereitet. Zum einen

haben alle Kinder die Möglichkeit, sich nach bestimmten Vorlagen oder

nach individuellen Wünschen schminken zu lassen.

Zum anderen werden unterschiedliche „Spiele“ aufgebaut, die sich mit

dem Bereich der Sinne und der Wahrnehmungen beschäftigen. Etwa

durch einen Barfußpfad, durch das Verbinden von Augen und der Herausforderung,

dabei einen Bonbon aus seiner Verpackung zu schälen,

oder mit Zeichen kommunizieren zu müssen, um ein bestimmtes Ziel zu

erreichen. So wird auf die besondere Bedeutung der Sinne aufmerksam

gemacht. Denn durch solche Simulationen können Menschen nicht nur

Spaß miteinander haben, sondern werden sich auch über die Auswirkung

von Beeinträchtigungen der Menschen bewusst, die nicht alle Sinne wahrnehmen

können.

Untermauert wird die spielerische Beschäftigung durch Anleitung und

Begleitung von ausgebildeten HeilpädagogInnen. Darüber hinaus gibt

es Wissenswertes zum menschlichen Wahrnehmungsapparat in einfacher

Sprache zu entdecken.

Mit Sinnen erfahren:

Wie fühlt sich der

Samen der Rapspflanze

an?

Foto: Tim Voß

11


Grüneberg erinnert

Engagierte Jugendliche, junge Erwachsene und weitere Interessierte haben

sich im Jahr 2016 zum Arbeitskreis „Grüneberg erinnert“ zusammengefunden,

um lokal eine demokratische Erinnerungskultur zu entwickeln

und lebendig zu halten. Ein vorhandener Gedenkort an die kaum bekannte

nationalsozialistische Ortsgeschichte wird dazu räumlich und inhaltlich aufgearbeitet

und erweitert, um so für mehr Menschen von nah und fern zugänglich

zu sein.

Die Initiative „Grüneberg erinnert“ der Kirchengemeinde Grüneberg ist im

Rahmen des Projektes „überLAGERT – lokale Jugendgeschichtsarbeit an

Orten ehemaliger KZ-Außenlager“ entstanden. Gern berichten wir von unserer

Arbeit und kommen mit Ihnen an unserem Stand ins Gespräch.

Zelt der Religionen

Das "Zelt der Religionen" ist ein offenes Zelt. Es lädt ein zum Nachdenken

und Austausch mit einem interkulturellem und interreligiösen Team über den

Glauben mit seinen unterschiedlichen Facetten.

Mit unserer Ausstellung stellen wir Frage und laden zum Gespräch. Woran

orientieren wir uns im Alltag und in Krisen? Unser Blick richtet sich auf religiöse

Praktiken und dem Verhältnis zur Gesellschaft. Es geht uns dabei um

das Miteinander, an das wir glauben und das wir leben wollen.

Es finden sich Informations- und Wissenskarten zum Judentum, Islam und

Christentum, zum Verhältnis von Religion und Gesellschaft.

Am Glücksrad und an unseren Wissensbingos können groß und klein ihr

Wissen testen. Mit dem Phrasendrescher entwickeln sich spannende Gespräche.

Unsere Frage: "Was ist es für ein Zeitalter, in dem es leichter ist ein

Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil."

Zelt der Religionen

in Aktion.

Foto: ESTAruppn e.V.

12


Immanuel Beratung Zehdenick

Familien- und Erziehungsberatung, Schwangerschaftsberatung, Paarberatung

und Lebensberatung.

Entlastende Gespräche bei familiären, partnerschaftlichen oder beruflichen

Konflikten helfen, die Problemsituation besser zu verstehen. Ein Beratungsgespräch

kann der erste Schritt für Veränderungen sein.

Alle unsere MitarbeiterInnen verfügen über langjährige Beratungserfahrung

und haben vielfältige Zusatzausbildungen in kinderpsychologischen,

lösungsorientierten, paartherapeutischen und familiensystemischen Beratungsmethoden.

Über die Arbeit und die Angebote der Immanuel Beratung informieren wir

gern zum Kreiskirchentag in Gransee und freuen sich auf das Gespräch

mit Ihnen am Stand.

Kontakt: Im Kloster 1, 16792 Zehdenick

Telefon: 03307 / 310012, E-Mail: beratung.zehdenick@immanuel.de

LektorInnen und PrädikantInnen-Ausbildung

Erinnern Sie sich noch an unseren ersten gemeinsamen Gottesdienst als

Kirchenkreis Oberes Havelland in der St. Nicolaikirche in Oranienburg?

Es waren nicht Pfarrerinnen und Pfarrer, die diesen Gottesdienst leiteten.

Es waren Lektorinnen und Lektoren unseres Kirchenkreises. In allen Gemeinden

übernehmen sie und die Prädikantinnen und Prädikanten wichtige

Aufgaben in der Gottesdienstgestaltung und Gemeindearbeit. Darüber

informieren wir Sie gern zum Kreiskirchentage und stehen für Ihre Fragen

bereit.

Mehr dazu ab Seite 40 und am Infostand.

Notfallseelsorge und Krisenintervension

Seit mehr als 20 Jahren gibt es das Team der Notfallseelsorge in unserem

Kirchenkreis. Zur Zeit gehören dazu elf Notfallseelsorgende. Sie arbeiten

in verschiedenen Berufen und sind ehrenamtlich bereit, Menschen in Notsituationen

beizustehen. Wir freuen uns immer über Menschen, die sich

vorstellen können, im Team der Notfallseelsorge mitzuarbeiten. Wenn Sie

keiner Kirche angehören, sollten Sie aufgeschlossen für die christliche Botschaft

sein. Gern beantworten wir zum Kreiskirchentag in Gransee Ihre

Fragen und kommen mit Ihnen ins Gespräch.

Mehr dazu ab Seite 38 und am Infostand.

Krankenhausseelsorge

Am Stand der Notfallseelsorge informiert Pfarrerin Nele Poldrack auch

über ihre Arbeit als Krankenhausseelsorgerin und freut sich mit Ihnen dazu

ins Gespräch zu kommen.

13


Eine-Welt-Laden Templin

Im Templiner Eine-Welt-Laden findet man ein großes Angebot an fair gehandelten

Produkten. Darunter viele Lebensmittel, mit deren Kauf man

Erzeugergenossenschaften vor Ort unterstützen kann. Daneben gibt es

ein breites Sortiment an kunsthandwerklichen Gebrauchs- und Schmuckgegenständen.

Geflochtene Körbe aus nachhaltigen Materialen, Tücher

und Schals, Musikinstrumente aus aller Welt und vieles mehr.

Adresse / Kontakt:

Martin-Luther-Straße 7 (im evang. Gemeindehaus)

17268 Templin

Telefon: 03987 / 202 752

Öffnungszeiten:

Dienstag und Donnerstag: 16 - 18 Uhr

Freitag: 10 - 12 Uhr

Weltladen Oranienburg

Seit über 25 Jahren gibt es den Weltladen in Oranienburg. Bis vor kurzem

hatte er sein Domizil im Oranienburger Gemeindehaus in der Lehnitzstrasse.

Doch der Raum war eigentlich schon länger zu klein. Am 21. August

2021 konnte der Laden endlich umziehen. Das neue Geschäft in der Bernauer

Straße bietet mit rund 100 Quadratmetern ausreichend Platz für das

breite Sortiment.

Adresse / Kontakt:

Bernauer Straße 24

16515 Oranienburg

E-Mail: weltladenorbg@posteo.de

Telefon: 03301 / 681 8961

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 11 - 18 Uhr

Samstag 10 - 13 Uhr

Spendenladen Velten

Im zweiten Obergeschoss des Veltener Bürgerhauses befindet sich der

Spendenladen der Evangelischen Kirchengemeinde Velten. Er wird ehrenamtlich

betreut. Gespendete, gut erhaltene Kleidung sowie Geschirr, Spielzeug,

Bücher und einiges mehr können hier gegen eine Spende erworben

werden. Mit den Spenden werden nach Abzug der Betriebskosten gemeinnützige

Projekte und Vereine unterstützt.

Adresse / Kontakt:

Rathausstraße 10 (Stadtverwaltung)

16727 Velten

Telefon: 0174 / 5412176

Öffnungszeiten:

Dienstag: 9 - 11 Uhr

Mittwoch: 9 - 11 und 15 - 17 Uhr

Donnerstag: 15 - 17 Uhr

14


Patchworkgruppe

"Bunte Decken gegen äußere und innere Kälte?!" Unter diesem Leitmotiv

schlossen sich vor 20 Jahren Veltener Frauen zur Patchworkgruppe zusammen

um genau solche wärmenden und zugleich verbindenden Decken

herzustellen. Neun Frauen treffen sich seitdem regelmäßig jede Woche im

Veltener Gemeindehaus, um einzelne Stoffteile zu einem großen Ganzen

zu verbinden.

Zum 10jährigen gab es eine Ausstellung in der Veltener Kirchen. Mehr

dazu auch hier im Heft auf Seite 43. Zum Kreiskirchentag gibt es einen

Stand mit Arbeiten der Veltener Patchworkgruppe.

Speis und Trank

Im Zeitraum vom 15 bis 18 Uhr wird es rund um die Kirche ein vielfältiges

Angebot an Speisen und Getränken geben.

Für Kaffee und Kuchen sorgt die Gesamtkirchengemeinde Gransee. Außerdem

wird vor der Kirche ein Baristamobil – auch bekannt als mobile

Kaffeebar – leckere Kaffeevariationen anbieten.

Für den herzhaften Genuss haben die Johanniter ihre Gulaschkanone aufgestellt.

Und die Stephanus-Stiftung kommt mit einem Grillstand und ihrem

Verkaufswagen für regionale Produkten wie Wildwurst und -fleisch, Honig

sowie Getränken. Am Stand der Kremmener Kirchengemeinde wird es

außerdem Schmalzstullen und Heidelbeerwein geben.

Musik rund um die Kirche

Bevor um 14 Uhr der Festgottesdienst beginnt, wird der Bläserchor Gransee

unter Leitung von Kantorin Maraike Schäfer am Eingang der St. Marienkirche

zur Begrüßung spielen.

Für das musikalische Programm rund um die Kirche ab 15 Uhr sorgen

der Bläserchor Sachsenhausen unter Leitung von Detlef Maaß und Pfarrer

Andreas Domke aus Zehdenick mit Liedern zur Gitarre, die er auch einfach

Bläserchor Gransee

auf der Orgelempore

der Marienkirche am

22.09.2021 zur Amtseinführung

von Pfarrer

Sebastian Wilhelm.

Foto: Stefan Determann

15


Offenes Singen

und Stadtführung

15.45 Uhr

Offenes Singen in der St. Marienkirche

An diesem Nachmittag soll nichts einstudiert werden oder im mehrstimmigen

Gesang erklingen. Jeder, der Spaß und Freude am Singen hat, ist

herzlich willkommen zum Offenen Singen ab 15.45 Uhr in der St. Marienkirche.

Mit seinem Angebot geht es Kreiskantor Markus Pfeiffer um das

Gefühl des gemeinsamen Singens. Aus Oranienburg wird er Hefte mit bekannten

Liedern mitbringen und einfach beginnen. Einstimmen und mitsingen

kann also jede und jeder. Und wer möchte, kann sich ein Lied aus den

mitgebrachten Heft aussuchen, das dann alle gemeinsam singen.

15:45 Uhr | St. Marienkirche

Markus Pfeiffer

Stadtführung mit Werner Beil

Gransee ist voller Geschichte und Geschichten. Ob der „Falsche Waldemar“,

Königin Luise oder Theodor Fontane - sie alle prägen das Granseer

Gesicht.

Werner Beil führt Sie zu den schönsten Plätzen und erzählt Ihnen dabei

außer der Historie auch kleine Geschichten, denn dadurch wird die Vergangenheit

viel interessanter und die Führung amüsanter.

15:45 Uhr | Treffpunkt am Aufsteller "Stadtführung" vor der Kirche

Werner Beil

Luisendenkmal am

Schinkelplatz,

Entwurf von

Karl Friedrich Schinkel

(1811)

Foto: Doris Antony

16


Sie ist dann mal

weg.

16.45 Uhr

Podiumsdiskussion: Wie selbstverständlich ist die

Kirche in unseren Dörfern und Städten?

von Stefan Determann

Dorf und Kirche gehören zusammen. Also lassen wir die Kirche doch mal lieber im Dorf. Das war

schon immer so. Selbstverständlich. Und so wird es auch bleiben. Allein die Frage: „Was wäre denn,

wenn sie mal weg wäre?“, setzt häufig ungläubiges Staunen frei. Dabei ist das „Wäre-wenn“ bereits

vielfach gelebte Realität. Denn manch eine wurde verkauft, andere stehen leer oder werden nur

selten genutzt. Aber solange der Kirchturm am Horizont aus der weiten Ferne grüßt, scheint die Welt

ja eigentlich noch in Ordnung – ?

Solange der Kirchturm noch grüßt

Doch so einfach ist es leider nicht. In vielen Dörfern geht gerade etwas verloren. In dem einen vielleicht

etwas schneller, in anderen eher langsam: Was genau es ist oder war? Sicher erfahren wird

man's erst hinterher, mit zeitlichen Abstand. Wenn man zurückblickt und eine Leerstelle sieht. – Es

wollen ja immer weniger "Kirche" sein.

Denn, bleiben wir bei "der Kirche" – in den meisten Dörfern gibt es sie ja noch – meinen wir in der

Regel das Bauwerk. Gehen wir aber ein Stück zurück in die Vergangenheit. Da sprach man von

„Kirche“ als Gebäude und Gemeinde gleichermaßen. Und als die Dörfer wuchsen und immer mehr

Menschen an den damals üblichen Prozessionen teilnahmen, wurde so manches Dorf zu klein. Also

zog man weiter hinaus und um das Dorf herum, was aber einigen nicht passte. Vielleicht fanden

sie es übertrieben oder angeberisch, möglicherweise auch überflüssig und umständlich. Jedenfalls

mahnten sie, man solle doch "die Kirche "im Dorf lassen“ und nicht "mit der Kirche ums Dorf laufen."

Lassen wir die Kirche doch mal im Dorf

Eine zweite Gelegenheit zur Mahnung, die Kirche im Dorf zu belassen, ergab sich im Mittelalter, als

die Städte wuchsen und eigene Kirchen oder Kathedralen bauten. Die Stadtgemeinden wollten sich

von den Dorfpfarreien abkapseln. Für die Dörfer bedeutete das, Macht und Geld zu verlieren. Eine

gute Idee war das noch nie. Da wollte man natürlich auch lieber „die Kirche im Dorf lassen“. Das

klingt jetzt vielleicht gar nicht so sehr nach Vergangenheit.

Heute aber, da scheint es manchmal, als sprächen wir von Kirche und Kirchengemeinde wie von

Zweien, die einander etwas fremd geworden sind. Denn die Kirche als Haus und die Gemeinde als

eine Gruppe von Menschen, das sind für uns schon rein funktional zwei völlig verschiedene Dinge

oder Wesen. Eine Pfarrerin oder Pfarrer hat schnell mal ein Dutzend Gemeinden (also Gruppen von

Menschen) zu betreuen. Oder wenn sich die Gemeinden zusammenschließen, kann eine Gemeinde

durchaus ein halbes Dutzend Kirchen und mehr "zu bewirtschaften" haben.

(weiter auf Seite 19)

17


18


(Fortsetzung)

Die Kirche als Gebäude ist nur ein Teil vom Ganzen

Da sprechen wir von der Kirche, die baufällig ist, ein Sanierungsfall, der unter Denkmalschutz steht.

Wir meinen damit aber nur die Hülle für das, was eigentlich "die Kirche" als Ganzes ist. Nach alter

Handwerksmanier wird das Gebäude im Originalzustand wieder hergerichtet.

Natürlich ist das ein großer Grund zur Freude. Die vielen schmucken sanierten Kirchen in unseren

Dörfern machen Hoffnung und Mut. Sie zeugen von einem gewissen Wohlstand. Wir können uns das

leisten, auch wenn es sehr sehr viel Geld kostet. Aber was wird aus der Kirche, wenn die Gemeinde

verschwindet? Oder: Wie können wir verhindern, dass die Gemeinde verschwindet? Diese Fragen

sollten wir stellen und nach Antworten suchen.

In unserer Diskussionsrunde zum Kreiskirchentag wollen wir von einigen Beispielen und Projekten

aus unserer Region hören, deren gemeinsames Ziel es ist, dass Kirche und Menschen im Dorf

zusammenbleiben.

Das soll uns Mut machen, einfach mal was auszuprobieren, sich anstecken zu lassen und eigene

Ideen zu entwickeln. Was daraus wird? Meist wird man es erst hinterher, im zeitlichen Abstand

erfahren. Der Kirche im Dorf eine Chance zu geben, ist mit Sicherheit eine der besten Ideen, in die

wir heute investieren können, damit sie so selbstverständlich bleibt, wie heute der Kirchturm in der

Ferne, der uns den Weg weist.

16:45 Uhr | Podiumsdiskussion, Amtssaal im Amtsgebäude Gransee

Unsere Gäste sind:

Helmut Theo Herbert

Dorfbewegung Brandenburg - Netzwerk lebendige Dörfer e.V., Netzwerk Hoher Fläming

Ortsvorsteher von Lühsdorf (Treuenbrietzen), ehrenamtlicher Landessynodaler der EKBO

Matthias Holland

Vorsitzender des "Fördervereins Kultur- und Kinderkirche Eichstädt e.V."

Pfarrerin Christine Rosin

Pfarrsprengel Herzfelde (Templin) | "Lesekiste Herzfelde"

Pfarrer Ralf Schwieger

Pfarrsprengel Friedrichswalde | NABU-Kirche Neu Temmen,

Konzertkirche Glambeck, Motorrad- & Eventkirche Friedrichswalde

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Let the people speak

Die Macht der kleinen Leute

über die Simbabwepartnerschaft des Ev. Kirchenkreises Oberes Havelland

von Kathleen Schubert

„Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der

Welt verändern“ heißt es in einem afrikanischem Sprichwort.

Seit 1996 haben sich Menschen aus dem Ev. Kirchenkreis Oberes Havelland und Menschen

aus drei verschiedenen Gemeinden im Norden Simbabwes die Hände gereicht, um sich besser

kennen und verstehen zu lernen, den christlichen Glauben zu teilen und die Welt ein kleines

bisschen freundlicher und gerechter zu machen. Daraus erwachsen ist eine seitdem anhaltende

Begegnungspartnerschaft, die durch jährliche und wechselseitig stattfindende Lern- und

Bildungsreisen geprägt ist sowie gezielt Projekte angeht.

Unsere Partner in Simbabwe gehören zum Volk der Tonga, eine Minderheitenethnie, welche im

Norden des Landes, entlang des Sambesiflusses in der Region Binga siedelt. Die meisten Menschen

leben dort von der Subsistenz(land)wirtschaft. Nur wenige Menschen können ein regelmäßiges

Einkommen in Form von Bargeld generieren. Unsere Partnergemeinden Simatelele, Mulindi und

Bunsiwa sind infrastrukturell kaum erschlossen. Es gibt keine staatliche Stromversorgung und

der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist im Zuge der klimatischen Veränderungen in den letzten

Jahren ein immer dringenderes Problem geworden. Daher bemühen wir uns gegenwärtig intensiv

darum, jede Partnergemeinde mit einem solarbetriebenen Tiefbrunnen auszustatten.

Partnerschaftstreffen in Simbabwe im Juli 2019, Foto: privat

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Die Freude war groß, als uns diese Bilder aus Mulindi erreichten. Der erste Brunnen konnte fertiggestellt werden.

Fotos: privat

In diesem Jahr ist es gelungen mit Hilfe von Spendengeldern den ersten Brunnen in der Partnergemeinde

Mulindi erfolgreich zu errichten. Der nächste Brunnen ist in Planung, jedoch müssen

zunächst noch weitere Spendengelder generiert werden.

Wer dies unterstützen möchte, kann gerne an die angegebene Kontoverbindung mit dem Verwendungszweck

„Brunnenbau“ spenden.

Kontakt:

Simbabwepartnerschaft des Ev. Kirchenkreises Oberes Havelland

Kathleen Schubert

Nordweg 60

16515 Oranienburg

Telefon: 03301 / 700 807 oder 0170 / 3668278

E-Mail: simoranienburg@gmail.com

Spendenkonto:

Ev. Kirchenkreisverband Eberswalde

IBAN: DE21 5206 0410 0603 9017 42

BIC: GENODEF1EK1

Betreff: EVKG Oranienburg Zimbabwepartnerschaft 2110.05

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Partnerschaft

nach Rumänien

Die Verbindungen zur Evangelischen

Deutschen Gemeinde in Zeiden (Codlea)

von Uwe Simon

Seit mehr als dreißig Jahren bestehen noch aus der Zeit des Altkirchenkreises Gransee enge

Kontakte zu den Siebenbürger Sachsen in Zeiden (rumänisch:Codlea). In den ersten Jahren

nach den politischen Umbrüchen standen Hilfslieferungen vor allem in Form von Medikamenten

im Vordergrund. Unter widrigsten Umständen wurden Medikamente gesammelt, sortiert und

persönlich nach Zeiden gebracht, auch um die Verteilung sicherstellen zu können.

Im Laufe der Jahre wuchsen persönliche Freundschaften und es blieb eine große Bereitschaft der

Menschen, über Gransee hinaus zu helfen. Ich erinnere mich gut an die Aktion "Weihnachten im

Schuhkarton", die bei vielen Familien in Zeiden für Weihnachtsüberraschungen sorgte.

Das örtliche Krankenhaus wurde unterstützt, eine Suppenküche im Ort für bedürftige

Rentnerinnen und Rentner, die deutsche Schule wurde bei Modernisierungsarbeiten finanziell

unterstützt, aber auch die Kirchengemeinde erhielt Unterstützung, um ähnlich wie in Lindow

eine Jugendscheune errichten zu können oder um den Kindergottesdienst zu fördern.

Jugendbegegnungsfahrten fanden statt.

Unser Kirchenkreis unterstützte die Deutsche Gemeinde bei der Finanzierung ihrer Pfarrstelle

ebenso wie beim Erhalt und der Sanierung der imposanten Kirchenburg. 2017 besuchte der

gesamte Mitarbeitendenkonvent die Partner in Zeiden.

Wir sind denen dankbar, die über Jahrzehnte hinweg die Partnerschaft gepflegt haben und freuen

uns über jeden, der die Partnerschaft weiterführt. Die

Situation vor Ort hat sich seit dem Beitritt zur EU deutlich

verbessert.

Es bleibt aber die Herausforderung immer kleiner

werdender Gemeinden bei einer gleichzeitigen Öffnung für

die rumänischstämmige Bevölkerungsmehrheit. Punktuelle

Unterstützungen im sozialdiakonischen Bereich sind immer

noch notwendig und erhofft.

Wir danken ausdrücklich dem bisherigen Arbeitskreis, der

lange unter der Leitung von Gerhard Gabriel (Pfarrer i.R.)

und zuvor Gabriele Lehmann (ehemals Blumenow) mit

vielen Mitstreitern gewirkt hat.

Spendenkonto:

Ev. Kirchenkreisverband Eberswalde

IBAN: DE21 5206 0410 0603 9017 42

BIC: GENODEF1EK1

Betreff: EVKG Oranienburg Rumänienpartnerschaft 2110.05

Bilder von der

Konventreise 2017 nach Zeiden.

Fotos: privat

Ein historisches Dokument:

Spendenaufruf von Pfarrer Gabriel

aus Grünberg aus dem Jahre 1990

zur Hilfe von "Familie zu Familie".

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LESEKISTE

eine fahrbare Bibliothek für Kinder

und Jugendliche

von Christine Rosin

In den Dörfern des Pfarrsprengels Herzfelde wird im Moment eine fahrbare Kinder- und

Jugendbibliothek aufgebaut: Ein gut ausgebauter PKW-Anhänger wird von Kirche zu Kirche

fahren. Die Bücher sind so gepackt, dass man sie leicht ausladen und in der jeweiligen Kirche

aufbauen kann. Die Dorfkirchen, die sonst oft nur zum Gottesdienst geöffnet sind, werden so

auf andere Weise zugänglich für die Kinder und Jugendlichen, die vor Ort wohnen.

An dem einen Samstag wird die LESEKISTE von Ehrenamtlichen nach Petznick gefahren

und in der Dorfkirche aufgebaut. An einem anderen Samstag wird sie in der Scheune auf dem

alten Pfarrhof in Petersdorf gastieren. Und an einem weiteren Wochenende kann die Lesekiste

mit einer Lesenacht in der Kirche Klosterwalde verbunden werden, mit Hausaufgabenhilfe in

Herzfelde oder mit einem Eltern-Kind-Café in Milmersdorf.

Die Standorte werden nach und nach ausgebaut, je nachdem, in welchem Ort sich ein Team

zusammenfindet, welches den Transport und die Betreuung vor Ort unterstützt. Zahlreiche

hochwertige Bücher wurden schon gespendet.

Im April wurde das Projekt mit der Pflanzung eines Apfelbaumes und mit dem Anbringen einer

Plakette eröffnet. Zur Zeit wird der Anhänger ausgebaut, so dass die LESEKISTE nach den

Herbstferien zum ersten Mal ausfahren wird.

Unterstützen Sie dieses Projekt mit Ihrer Spende.

Herzlichen Dank!

Kontaktinfo für Bücher- und Geldspenden:

Pfarramt Herzfelde, Pfarrerin Christine Rosin, Telefon: 039885 / 2240

Kontoverbindung:

IBAN: DE83 5206 0410 0303 9017 42 / BIC: GENODEFIEKI

Bank: Ev. Bank EG / Konto-Inhaber: Ev. Kirchenkreisverband Eberswalde

Verwendungszweck: Pfarrsprengel Herzfelde, Lesekiste

Die LESEKISTE wird gefördert von

„Land:Gut 2021 – Kultur gebraucht und genutzt“

www.landgut-kulturgut.de

„Land:Gut 2021“ ist ein Projekt mit dem Ziel, die

Kultur in ländlichen Räumen unter Berücksichtigung der individuellen

Bedürfnisse vor Ort in den Blick zu nehmen, die regionale

Identität und Eigeninitiativen zu unterstützen und Orte der Begegnung

mit der Kultur im ländlichen Raum zu stärken. Initiiert und

durchgeführt vom Kulturbüro des Rates der Evangelischen Kirche

in Deutschland (EKD). Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung

für Kultur und Medien über das Bundesprogramm

Ländliche Entwicklung (BULE).

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Fenster in der Liebenthaler Kirche


Tiersafari durch

unsere Kirchen

von Ulrike Gartenschläger

Die schönsten und einprägsamsten Bibelgeschichte sind mit Tieren verbunden: Es begann

schon im Garten Eden mit der verführerischen Schlange. Später rettete ein großer Fisch

Jona vor dem Ertrinken und die Löwen verschonten Daniel, nachdem König Darius ihn in

die Löwengrube werfen ließ, weil Daniel trotz Verbot weiter zu seinem Gott betete. Eine

Taube brachte den Ölzweig zu Noahs Arche und alle wussten, die große Flut ist überstanden,

Menschen und Tiere sind gerettet. Eine Eselin sah den Engel und hinderte den Zauberer

Bileam am Weiter-Ritt. Statt das Volk zu verfluchen, wie der König Bileam aufgetragen hatte,

segnete auf Geheiß des Engels Bileam das Volk der Israeliten. Tausend Jahre später ritt

Jesus auf einem Esel in die Stadt Jerusalem ein. Und schon bei der Geburt Jesu waren

neben Maria und Josef zuerst die Tiere beim Jesuskind: Ochs und Esel und die Hirten mit

ihren Schafen. Das sind nur einige Beispiele, euch fallen sicher noch viel mehr biblische

Geschichten mit Tieren ein!

Wir haben uns aufgemacht und in den Kirchen unseres Kirchenkreises nachgeschaut, welche

Tiere dort zu finden sind und waren erstaunt über die große Anzahl und Vielfalt. Manche waren

ganz leicht zu entdecken, z.B. auf Bildern am Altar, der Kanzel oder in bunten Glasfenstern.

Andere versteckt in Mustern, auf Teppichen, Türklinken oder in Kronleuchtern. Zwei Tiere,

die in sehr vielen Kirchen zu finden sind, wollen wir euch in diesem Heft genauer vorstellen:

den Fisch und die Taube. Und sogar Drachen haben wir gefunden – auch dazu gibt es eine

Geschichte. Im folgenden Rätsel könnt ihr noch viele andere Tiere entdecken. Und vielleicht

schaut ihr euch auch in euren Kirchen noch einmal genauer um!

Deckenmalerei in der Kirche Herzberg (Mark)

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großes Rundfenster über dem Altar

in der Schlosskirche Liebenberg


Die Taube

von Vanessa Luplow und Ulrike Limbrecht

Die Taube ist eines der bekanntesten Symbole im Christentum. Wir finden sie immer wieder

in unseren Kirchen. Aber was hat das zu bedeuten? Heute haben Tauben kein so gutes

Ansehen. Doch früher war das anders. Damals in der Antike war die Taube ein Symbol für

Sanftheit, Liebe und Unschuld, denn die Menschen glaubten, dass sie frei von allem Bösen

ist. Deshalb nannte im alten Testament der König Salomo seine Frau mit Spitznamen "Taube",

um seine Liebe für sie auszudrücken und um zu zeigen, wie schön und rein sie ist.

Die Taube kommt in einigen Geschichten der Bibel vor. Dort hat die Taube verschiedene

Bedeutungen. Zum einen ist die Taube ein Zeichen des Friedens und der Hoffnung. Zum

Beispiel in der Geschichte von der Arche Noah. Hier fliegt die Taube mit einem Ölzweig

zu Noahs Arche, um ihm zu zeigen, dass die Sintflut vorbei ist und Gott Frieden mit den

Menschen geschlossen hat.

Die Taube hat aber noch eine andere Bedeutung: Sie steht für den Heiligen Geist. Als Jesus von

Johannes dem Täufer im Jordan getauft wird, kommt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube

auf die Erde. Deshalb ist die Taube in der Tradition auch ein Symbol für das Pfingstwunder.

Kanzeldeckel in der Beetzer Dorfkirche

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Der Fischfang Jesu,

Wandbehang in der Kirche Seebeck


Geheimzeichen

Fisch

von Vanessa Luplow und Ulrike Limbrecht

Hast du schon mal einen Fisch auf einem Auto gesehen? Sie sind manchmal an der Rückscheibe

oder am Kofferraum zu finden. Seit über 2000 Jahren ist der Fisch das Geheimzeichen der

Christen. Zeichnete damals jemand eine geschwungene Linie in den Sand, und der andere

zeichnete eine zweite geschwungene Linie, so dass ein Fisch entsteht, wussten beide, dass

sie Christen sind.

Diese geheime Verständigung war damals wichtig, weil Christen verfolgt wurden. Bis

heute ist der Fisch ein Zeichen der Christen. Nicht nur an Autos, auch mit einem Fisch als

Schlüsselanhänger oder als Schmuck geben sich Menschen als Christen zu erkennen. Dabei

steht jeder Buchstabe des griechischen Wortes "ΙΧΘΥΣ" (= Fisch) für den Anfangsbuchstaben

einer Bezeichnung für Jesus. Daraus kann man den Satz bilden: Jesus Christus, Gottes Sohn

und Erlöser. Der Fisch ist somit eine Kurzform des christlichen Glaubensbekenntnisses.

Zu den Freunden Jesu gehörten etliche Fischer, z.B. Simon Petrus, Jakobus und Andreas.

Simon war ganz verzweifelt, weil er nicht genug Fische gefangen hatte, um seine Familie zu

ernähren. Jesus machte ihm Mut, die Hoffnung nicht aufzugeben und doch noch einmal auf

den See hinauszufahren. Und diesmal waren die Netze prall gefüllt mit vielen Fischen. Die

Familie brauchte nicht mehr zu hungern. So wurden die vollen Netze zu einem Symbol für den

Segen Gottes. Die Fischer folgten Jesus nach und erzählten die frohe Botschaft von Jesus

weiter.

Eine ganz andere Geschichte von einem

großen Fisch wird im Alten Testament erzählt.

Jona hatte von Gott den Auftrag erhalten, nach

Ninive zu gehen. Aber Jona floh auf ein Schiff,

das in die entgegengesetzte Richtung fuhr.

Da kam ein großer Sturm auf und Jona fiel

ins tobende Meer. Ein großer Fisch bewahrte

Jona vor dem Ertrinken. Ganz in der Nähe von

Ninive spuckte er Jona unverletzt wieder an

Land.

Jona und der Wal,

Altarbild Nikolai-Kirche Kremmen

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ΙΧΘΥΣ

Aus den Buchstaben des griechischen

Wortes für Fisch kann man den Satz bilden:

"Jesus Christus, Gottes Sohn und Erlöser."

Der Fisch ist somit eine Kurzform des

christlichen Glaubensbekenntnisses und bis

heute ein Zeichen der Christen in aller Welt.

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Ichthys

Anhänger basteln

Du brauchst:

- Pfeifenreiniger (oder eine Stück stabile Drahtschnur)

- Perlen oder Bügelperlen

- ein Stück Schnur oder Wolle

1.

Schneide den Pfeifenreiniger auf die Länge zu,

wie groß dein Fisch werden soll.

Fädle die Perlen in der Mitte des Pfeifenreinigers auf.

2.

Ist der Körper groß genug, drehe die beiden

Pfeifenreinigerenden umeinander und knicke den

Körper leicht ein.

3.

Fädle ein Stück Schnur um deinen Fisch,

damit du ihn anhängen kannst.

Fotos: Vanessa Luplow

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Altar in der Kirche Bredereiche


Kirche Sommerfeld

In einigen Kirchen haben wir sogar Drachen entdeckt.

Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr in der folgenden

Geschichte:

Die Legende

vom Heiligen

Georg

für Kinder nacherzählt von Susanne Meißner

Vor langer langer Zeit lebte in Lybien vor den Toren der Stadt Silena

ein wütender und gefräßiger Drachen. Er versetzte die Bewohner in

Angst und Schrecken.

Der König war ganz verzweifelt. Jeden Tag mussten die Menschen ihm Schafe zum Fraß

bringen, damit er nicht alles verwüstet und über die Menschen in der Stadt herfällt. Der König

überlegte, wie man diesen Drachen besiegen oder wenigstens besänftigen könne. So gab

man ihm den Rat, des Königs Tochter zu opfern. Der König weinte bitterlich.

Da kam der römische Soldat Georg daher. Der war ein mutiger Christ. Er wusste, dass Gott

ihm beistehen würde, den bösen Drachen zu besiegen. Auch die Königstochter war sehr

mutig. So zogen sie beide los und stellten sich entschlossen dem Drachen entgegen. Dieser

spuckte und fauchte und nahm Anlauf, um sich auf die Königstochter zu stürzen. Da stach

Georg mit seiner Lanze in den Hals des Drachen. Da wurde er plötzlich ruhig. Georg und

die Königstochter fesselten das Ungeheuer und zogen mit dem Drachen in die Stadt. Die

Menschen kamen vorsichtig aus ihren Häusern. Vor ihren Augen tötete Georg das Ungeheuer

mit einem Hieb. Der Schrecken hatte ein Ende und die Menschen atmeten auf. Der König gab

Georg aus Dankbarkeit nicht nur seine mutige Tochter zur Frau, sondern auch Säcke voller

Gold. Doch beide verteilten alles unter den Armen. Die Menschen waren so dankbar für die

Großherzigkeit und begeistert von dem Mut und Vertrauen auf Gott, dass sich die ganze Stadt

taufen ließ.

Marienkirche Gransee

St. Georgenkapelle in Templin

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Sie läuft in ihrem Wohnzimmer hin und her wie ein Wolf im Zoo. „Ich halte

das nicht mehr aus, ich muss schreien!“ – „Dann schreien Sie!“. Die junge

Frau schreit, dass die Gläser im Schrank klirren. Mit einem unterdrückten

Schluchzer lässt sie sich dann auf das Sofa fallen. „Ich kann es nicht

glauben“, sagt sie. „Wir hatten grade unseren dritten Hochzeitstag. Das

Haus hier, alles hat er gemacht. Jetzt ist es fertig. Wir hatten so viele

Pläne.“ Sie redet und redet.

Die Seelsorgerin hört aufmerksam zu. Die Verzweifelte versucht durch das

Reden zu realisieren, was passiert ist. Es sprudelt nur so aus ihr heraus.

Nach einer Weile unterbricht sie sich und nimmt das Telefon. „Meine

Freundin“, sagt sie erklärend. Zur Freundin sagt sie den Satz das erste

Mal: „Er ist tot.“ Es ist ein kurzes Gespräch.

Zur Seelsorgerin sagt sie: „Sie kommt. In 10 Minuten.“Sie hält inne. „Er

ist tot, hab ich gesagt. – Nein, es kann nicht wahr sein!“ Sie vergräbt den

Kopf in den Händen. Beide schweigen. Die Klingel geht. Die Freundin ist

da. Die beiden liegen sich minutenlang in den Armen. Jetzt endlich fließen

die Tränen, die Freundin streichelt sie. Die Trauernde stellt die beiden

Frauen einander vor. Dann sagt sie zur Seelsorgerin: „Danke, dass Sie

da waren. Sie haben mir sehr geholfen. Jetzt können Sie uns gern allein

lassen.“

Die Seelsorgerin schaut fragend zur Freundin. Die nickt beruhigend und

sagt: „Wir kennen uns schon seit dem Sandkasten, ich bleibe so lange,

wie sie mich braucht.“ Die Seelsorgerin verabschiedet sich: „Wenn es

noch einmal ganz schlimm wird, heute oder in den nächsten Tagen,

scheuen Sie sich nicht, die 112 anzurufen, dann kommt noch mal jemand

von uns.“

© fotoduets - stock.adobe.com

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Wenn der Boden

unter den Füßen...

Notfallseelsorge in unserem Kirchenkreis

von Nele Poldrack

Seit mehr als 20 Jahren gibt es das Team der Notfallseelsorge in unserem Kirchenkreis. Zur

Zeit gehören dazu elf Notfallseelsorgende. Sie arbeiten in verschiedenen Berufen und sind

ehrenamtlich bereit, Menschen in Notsituationen beizustehen. Rund um die Uhr hält sich

jemand dazu bereit.

Wir suchen Verstärkung!

Wenn Sie keiner Kirche angehören, sollten Sie aufgeschlossen für die christliche Botschaft

sein. Voraussetzung ist weiterhin, dass Sie in einem stabilen sozialen Netz leben und psychisch

belastbar sind. Vorerfahrungen im psychosozialen Bereich können Ihnen hilfreich sein. Sie

benötigen einen PKW, über den Sie in den Bereitschaftszeiten verfügen können.

Die Bereitschaftszeiten werden im Vorhinein geplant und sind auf die Möglichkeiten der Einzelnen

abgestimmt. Auch berufstätige Menschen, die z.B. nur an Wochenenden oder stundenweise

Dienste übernehmen können, sind uns willkommen. In einer einwöchigen Ausbildung, die

Voraussetzung für die Mitarbeit ist, erwerben Sie das nötige Handwerkszeug.

Wir bieten ein vertrauensvolles Team, regelmäßigen Austausch und Supervision. Die Kosten

der Ausbildung, die Fahrtkosten während der Einsätze und die Kosten der Supervision werden

vom Landkreis übernommen.

Wer sich einen solchen verantwortungsvollen ehrenamtlichen Dienst für sich vorstellen kann,

nehme bitte Kontakt mit Pfarrerin Nele Poldrack auf.

Pfarrerin

Nele Poldrack

Leegebruch

Telefon: 0177 2980321

pfarrerin-poldrack@kkobereshavelland.de

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Lust am

Gestalten von

Gottesdiensten

Als Lektorin oder Lektor, als Prädikantin

oder Prädikant ist das möglich.

von Peter Krause

Erinnern Sie sich noch an unseren ersten gemeinsamen Gottesdienst als Kirchenkreis Oberes

Havelland in der Nicolaikirche in Oranienburg? Es waren nicht Pfarrerinnen und Pfarrer, die diesen

Gottesdienst leiteten. Es waren Lektorinnen und Lektoren unseres Kirchenkreises.

Denn in unserer evangelischen Kirche tragen nicht nur hauptamtliche Pfarrerinnen und Pfarrer

Verantwortung für den Gottesdienst. Auch ehrenamtliche Lektorinnen und Lektoren haben

aktiven Anteil daran, mit der Gemeinde Gottesdienst zu feiern. Sie übernehmen Lesungen und

Abkündigungen oder leiten nach einer entsprechenden Ausbildung eigenverantwortlich einen

Gottesdienst.

Immer wieder, wenn genug Interessenten da sind, dann führen wir als Kirchenkreis in

Zusammenarbeit mit dem Amt für kirchliche Dienste (AKD) einen Kurs durch, an dessen Ende die

Befähigung zum Lektorendienst unserer Kirche bescheinigt wird.

Was kann ich als Lektorin oder Lektor dann tun?

Der Aufgabenbereich kann dann in der Praxis ganz verschieden sein. Es bereichert den

Gottesdienst sehr, wenn er von mehreren gestaltet wird. Lektoren beteiligen sich dabei.

Als Lektorin oder Lektor kann ich aber auch ganze Gottesdienste in den Gemeinden vorbereiten

und gestalten. Die Predigt kann sich dabei an Lesepredigten orientieren, die dann passend für

die Gemeinde umgestaltet werden. Manche Lektoren freuen sich auch darauf, selbst vorbereitete

Predigten im Gottesdienst zu halten. Die Bandbreite der Möglichkeiten, den Lektorendienst in

unserer Kirche auszuüben, ist groß.

Die Lektorinnen und Lektoren im Kirchenkreis treffen sich in der Regel zweimal im Jahr zum

Austausch. Wir reflektieren und vertiefen unser Handeln im Gottesdienst. Dann üben wir auch

ganz praktisch. Materialien, die dann beim Lektorendienst helfen, werden weitergegeben. Und

natürlich macht es auch einfach Spaß, einander aus dem gesamten Kirchenkreis wiederzusehen.

Wäre das nicht auch was für Sie? Sprechen Sie uns gern an.

Pfarrer

Holger Baum

Lindow (Mark)

Telefon: 033933 70296

pfarrer-baum@kkobereshavelland.de

Pfarrer

Peter Krause

Oranienburg - Sachsenhausen

Telefon: 03301 3090

pfarrer-krause@kkobereshavelland.de

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Aus dem Kirchengesetz über den Dienst der Prädikantinnen und

Prädikanten sowie der Lektorinnen und Lektoren vom 28.10.2017,

Präambel:

(1) Der Auftrag der Kirche ist die Verkündigung des Evangeliums zu allen

Zeiten und an allen Orten. Aufgrund der Taufe sind alle Christinnen und

Christen zum Zeugnis und Dienst in der Welt aufgerufen.

(2) Der Verkündigungsdienst ist im allgemeinen Priestertum der Getauften

Glieder der Kirche begründet. […] Auf dieser Grundlage beauftragt

die Evangelische Kirche Gemeindeglieder zum geordneten Dienst als

Prädikantinnen und Prädikanten sowie als Lektorinnen und Lektoren.

Sie haben damit teil am Amt der öffentlichen Wortverkündigung und

Sakramentsverwaltung.“

§

41


Teilnehmendenkarte

Ev. Kirchenkreis Oberes Havelland

Kreiskirchentag am 19.9.2021 in Gransee

Familienname, Vorname: ________________________________________

Telefonnummer oder E-Mail-Adresse: _________________________________

Datum der Anwesenheit: _____________19.09.2021____________________

Zeitraum der Anwesenheit: _______________________________________

Hinweis:

Um eine Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen ist es wichtig, Infektionswege nachvollziehen und betroffene Personen

identifizieren und informieren zu können. Der Kirchenkreis Oberes Havelland erfasst Ihre Kontaktdaten, um sie im Fall der

Infektion einer Besucherin oder eines Besuchers mit Covid-19 an das örtlich zuständige Gesundheitsamt weiterzugeben.

Ihre Daten werden zu keinem anderen Zweck verarbeitet. Es wird sichergestellt, dass eine Kenntnisnahme der erfassten Daten

durch Unbefugte ausgeschlossen ist.

Rechtsgrundlage: Verpflichtung zur Angabe der o.g. Daten gemäß § 4 Absatz 1 der Zweiten Verordnung über den Umgang mit

dem SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 in Brandenburg (Zweite SARS-CoV-2-Umgangsverordnung – 2. SARS-CoV-2-UmgV).

Die Teilnehmendenkarten werden auf Plausibilität kontrolliert, für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung im

Supturbüro im verschlossenen Umschlag aufbewahrt und der zuständigen Behörde auf Verlangen ausgehändigt.

Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden die Teilnehmendenkarten vernichtet.

Hier finden Sie aktuelle Empfehlungen der EKBO zum Thema Infektionsschutz in Kirche und Gemeinden:

https://www.ekbo.de/service/corona/infektionsschutz-in-kirche-und-gemeinde.html

Aktuelle Informationen zum

Programm finden Sie auch unter

folgendem Link:

www.10jahre.kk-ohl.de

Herausgeber:

Evangelischer Kirchenkreis Oberes Havelland

Schulstraße 4b, 16775 Gransee

Tel.: 03306 / 2047081

E-Mail: superintendentur@kkobereshavelland.de

Internet: www.kk-ohl.de

Facebook: www.facebook.com/kkobereshavelland

Instagram: www.instagram.com/kk_ohl

Youtube: www.youtube.kk-ohl.de

Redaktion, Gestaltung & Layout

ÖA KKOHL / Stefan Determann, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 03306 / 2047082

Mobil: 01515 / 51081117

E-Mail: st.determann@kkobereshavelland.de

Wir danken für die Unterstützung:

Redaktionsstand: 25.08.2021

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Patchworkgruppe

2021

Bunte Decken gegen äußere und

innere Kälte

Vor 20 Jahren wehte in Velten für Zugezogene ein rauher Wind. Deshalb wurde der Spruch

"Bunte Decken gegen äußere und innere Kälte" zum Leitmotiv der Patchworkgruppe, die in

diesem Jahr ihr 20jähriges Bestehen feiern konnte.

In all den Jahren haben Frauen der Gruppe bunte Flicken zusammengenäht, Fertigkeiten und

Stoffe getauscht, Vorurteile abgebaut und Freundschaften geknüpft.

Die Veltener Patchworkgruppe, das sind: Renate Wright und Karin Kaufmann, die auch gern

Auskunft gibt, sowie Elisabeth Krings, Elisabeth Kaufmann, Zouzou Hoffmann, Manuela Brinsel,

Ilona Langhans, Christine Grund und Gerda Gabriel.

Mit einer großen Sommerausstellung in der Stadtkirche Velten wurde das Jubiläum gefeiert,

verbunden mit einem herzlichen Dankeschön auch an die Kirchengemeinde, die die Arbeit der

Gruppe stets unterstützte.

Ausstellung der Veltener Patchworkgruppe im Juli 2021 in der Stadtkirche Velten.

Fotos: Stefan Determann

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Welche Kirchen

verbergen sich

hinter diesen

Türen?

www.10jahre.kk-ohl.de

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www.kk-ohl.de

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