Energie & Umwelt 2021

VerlagMediaRadius

Kostenloses

Exemplar

I.R.

MAGAZIN

FÜR DIE EUROPAREGION TIROL

Nr. 3

September 2021

www.mediaradius.it

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energie

& Umwelt

NOI Techpark: Forschung im Dienste der Unternehmen

Die Zukunft: Grün & Elektrisch

Wasserstoff für private Nutzung


im Pop werden unangepasste Künstler

zunehmend sanktioniert. Seite 45

Als „Königin der Herzen“ ist Lady Di

eine Legende. Und ihr Sinn für Mode

ist heute wieder aktuell. Seite 55

Straßengesetzes, die es ebenfalls erlauben

würde, Fahrverbote zu verhängen.

aus, im Wintersemester noch nicht

vollständig in die Präsenzlehre zurückkehren

zu können. Dies ergab eine

Umfrage von WELT AM SONNTAG bei allen 116

Universitäten und gleichgestellten Hochschulen, 113

antworteten. 92 Prozent planen weiter mit einem

Mix aus Präsenz- und Digitalformaten. Nur acht

cheres Studium in weitgehender Präsenz und Forschung

zu ermöglichen“, sagt Enrico Schleiff, Präsident

der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

„Um Lehre wieder verantwortungsvoll in Präsenz

anbieten zu können, sollten die Verordnungen jetzt

so flexibilisiert werden, dass die Unis das Semester

eigenverantwortlich gestalten können.“ Oliver Günther,

Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz,

zeigt sich optimistisch, dass „die ganz große

Mehrheit“ der Studenten und Dozenten zu Beginn

des Wintersemesters geimpft sein wird. „Dann gibt

es aus meiner Sicht auch keinen Grund, die Präsenz

einzuschränken.“ Joachim Hornegger, Präsident der

müsse sein, „dass nur so viel Freiheit von Lehre und

„Dass die Hochschulen weiterhin gezwungen

sind, teilweise auf Digitalformate zu setzen, ist angesichts

einer steigenden Impfquote schlichtweg

nicht mehr hinnehmbar“, kritisiert Katja Suding,

Söder den Spaß und zwingt Armin Laschet, nur

sich impfen!“ Die Landesregierungen betonen, auch

ihr Ziel sei es, so viel Präsenz wie möglich anzubieten.

„Das Miteinander gehört zu einem Studium unbedingt

dazu“, findet Bayerns Wissenschaftsminister

Bernd Sibler (CSU). Sein niedersächsischer

Amtskollege Björn Thümler (CDU) erklärt: „Das

Land setzt auf ein verantwortungsvolles Vorgehen

der Hochschulen mit Augenmaß und wird die Hochschulen

dabei unterstützen.“

Die Diskussionen über die grüne Kanzlerkandidatin

Annalena Baerbock ebben

Lebenslauf lange ein falsches Partei-

Eintrittsdatum genannt. Obwohl die

Politikerin erst im Jahr 2005 bei den

Grünen Mitglied wurde, gab sie auf ihrer

Internetseite in der Vergangenheit

an, rund eineinhalb Jahre früher den

Niedersachsens Innenminister Boris

..FACEBOOK, YOUTUBE, TWITTER

.

Lieber blättern,

statt wischen

DAS „SÜDTIROL-MAGAZIN“

ALS BEILAGE FÜR „DIE WELT AM SONNTAG“

MIT EINER AUFLAGE VON 285.000 STÜCK

Forscherin klärt auf: Welche Nahrungsmittel Sie vor Krebs schützen · Seite 51

Interview

Vitali Klitschko

11. JULI 2021 NR. 28 B * DEUTSCHLANDS GROSSE SONNTAGSZEITUNG GEGRÜNDET 1948

über Boxen,

Putin und

die deutsche

Sprache

CORONA-ZAHLEN

Seite 26

WIEDER HÖHER

England feiert,

Deutschland sorgt

sich – wie macht

man’s richtig? Seiten 2–3

IN DIESER AUSGABE

Rückkehr des Glamours

Ob bei Präsentationen von Dior oder

den Festspielen in Cannes: Es wird

wieder gefeiert. Endlich. Seite 12

Einfach verpufft

Deutschland droht ein lukratives

Wasserstoff-Projekt zu verlieren.

Weil die Politik nicht mitspielt. Seite 27

Angriff auf die Kreativität

Von Eminem bis Lana Del Rey: Auch

PICTURE ALLIANCE/DPA/DPA-ZENTRALBILD; GETTY IMAGES ENTERTAINMENT/GETTY

ILLUSTRATION: ANSELM HIRSCHHÄUSER

Die Geschichte des

netten Pizza-Bäckers

Antonio

In einer kleinen deutschen Stadt

macht ein Mann eine Pizzeria auf.

Er ist sympathisch, das Lokal

beliebt. Elf Jahre später geht es

vor Gericht um Mord und

Totschlag, Kokain und Waffen

Seiten 15–18

Länderregeln bremsen Unis bei

Rückkehr zu Normalbetrieb aus

Abstandsgebote verhindern eine vollständige Präsenzlehre im Wintersemester. Neun von zehn

GETTY IMAGES/VANDAL PHOTOGRAPHY; GETTY IMAGES/FSTOP

VON WEGEN

FREIER WILLE

Was uns

Menschen

wirklich steuert

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GRÜNE KANDIDATIN

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Wie

Meinungsfreiheit

im Netz

unterdrückt wird

Seite 5

Mehr Fehler

bei Baerbock

Universitäten halten Online-Vorlesungen weiter für nötig. Rektoren fordern mehr Autonomie

Für immer Diana

Der weit überwiegende Teil der Universitäten

in Deutschland geht davon

nicht ab. Nach Recherchen von WELT

AM SONNTAG hat Baerbock in ihrem

VERKEHRSCHAOS

FDP-Fraktionsvize im Bundestag. „Statt den Hochschulen

den Präsenzbetrieb zu verbieten, sollten die

Länder sie dabei unterstützen, pandemiefeste Vorlesungen

zu ermöglichen.“ Martin Hagen, Fraktionschef

der Liberalen im bayerischen Landtag, sagt:

„Bis zum Semesterbeginn werden alle Bürger ein

Grünen beigetreten zu sein, als dies der

Städte nehmen

sich E-Roller vor

Mehrere Städte wollen den Betrieb von

E-Scootern teils deutlich beschränken.

Prozent sind überzeugt, ab Oktober vollständig in

den Normalbetrieb zurückkehren zu können.

VON FREDERIK SCHINDLER

Impfangebot haben. Damit gibt es keine Begründung

mehr, auf Präsenzlehre zu verzichten. Die Abstandsgebote

der Länder müssen fallen.“

Der Umfrage zufolge konnten bereits 55 Prozent

der Universitäten einem Teil der Studenten ein

Impfangebot machen, weitere 24 Prozent planen

das. Dabei geht um eigene Impfzentren, mobile

Teams vor den Hochschulen oder für Studierende

ANZEIGENSCHLUSS: 21. OKTOBER 2021

Fall war, nämlich im Europawahlkampf

2004. Zusätzlich zu der Debatte über ihren

Lebenslauf muss Baerbock sich mit

Vorwürfen rund um ihr Promotionsstipendium

von der Heinrich-Böll-Stiftung

auseinandersetzen. Seiten 7, 10

Das haben Recherchen von WELT AM

SONNTAG ergeben. Der Grund sind

bundesweit mehr als 2000 E-Roller-Unfälle

mit Toten oder Verletzten im vergangenen

Jahr. So will etwa Köln, dass

die Betreiber nächtliche Betriebspausen

einhalten. In Berlin arbeitet die Verkehrsverwaltung

an der Neuerung des

Begründet wird die Zurückhaltung der Unis vor

allem mit den Corona-Verordnungen der Bundesländer,

die aktuell ein Abstandsgebot an Hochschulen

vorsehen. Dadurch entstehen Kapazitätsprobleme:

Die Rückkehr in große Hörsäle ist erschwert, die

fast überall geltende 1,5-Meter-Regel lässt ihr Fassungsvermögen

auf ein Viertel schrumpfen. Lediglich

in Baden-Württemberg, Brandenburg und im

Saarland wurde das Abstandsgebot gelockert.

Mehrere Hochschulrektoren dringen darauf, vollständige

Präsenzlehre zu ermöglichen. „Wir trauen

uns sehr gut selbst zu, mit dem Corona-Risiko im

kommenden Wintersemester umzugehen und ein si-

Uni Erlangen-Nürnberg, sagt: „Wir wollen und müssen

zurück in die Präsenz – insofern erachten wir es

als notwendig, dass das Abstandsgebot fällt.“ Birgitt

Riegraf, Vorsitzende der Universitätsallianz UA11+

aus acht Bundesländern, fordert: „Die Politik muss

rasch reagieren, um den Universitäten Planungssicherheit

für das Wintersemester zu ermöglichen, indem

für Studierende ausreichend Impfangebote gemacht

werden.“ Auch Metin Tolan, Präsident der

Uni Göttingen, plädiert für mehr Autonomie: „Bei

einer hohen Impfquote und niedrigen Infektionszahlen

sollten es die Universitäten selbst in der

Hand haben, wie sie die Lehre gestalten.“

Für den Deutschen Hochschulverband ist klar:

„Solange es rechtliche Regeln gibt, die von uns einen

Abstand verlangen, sind uns die Hände gebunden“,

sagt Präsident Bernhard Kempen. Die Grundlinie

geblockte Termine in Zentren der Städte.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU)

hält es für richtig, dass sich Länder und Hochschulen

auf „unterschiedliche Szenarien“ vorbereiteten:

„Es ist mein Wunsch für das Wintersemester, dass

wir so viel Normalität wie möglich erreichen.“ Sie

wisse, wie unbefriedigend das isolierte Lernen sei.

„Um so viel Präsenz wie möglich zu ermöglichen,

appelliere ich auch an die Studierenden – lassen Sie

ERSCHEINUNGSTERMIN: 21. NOVEMBER 2021

AFGHANISTAN

Geld für Helfer

der Bundeswehr?

Branchenverbände befürchten durch

die Regeln Umsatzeinbußen. Seite 5

Forschung beeinträchtigt werden darf, wie es wirklich

erforderlich ist“.

Pistorius (SPD) fordert, ehemalige afghanische

Ortskräfte der Bundeswehr,

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c all a

ikone de s s chmuck s

E

s gibt viele Gründe, im September CDU/

CSU zu wählen. Die allerwenigsten davon

sind gut, aber nach dieser Meldung fällt es

doch sehr schwer, nicht für die Union zu stimmen:

Andreas Scheuer will weitermachen, er sagte

wörtlich: „Ich habe noch viel vor.“ Das macht

neugierig, denn eigentlich mag man sich gar

nicht vorstellen, dass dieser Mann noch mehr

Schaden anrichten kann, aber er ist anscheinend

fest entschlossen dazu. Insgesamt werden die

Späße von Scheuer die Steuerzahlerinnen und

ZIPPERTS WORT ZUM SONNTAG

Andreas Scheuer hat noch sehr viel vor

die Chance bekommen, die Verkehrspolitik unseres

Landes zu lenken. Tatsächlich gibt es da ja einiges

zu tun. Noch immer schwimmen mehr Fische

als Elektroroller in unseren Flüssen, noch

immer sind nicht alle Straßen in Scheuers Wahlkreis

mit Gold gepflastert, und es gibt noch einige

Anwälte und Beraterfirmen, die auf einen Anruf

vom Verkehrsministerium warten. Es wird also

spannend im September. Macht sich Markus

die von den Taliban bedroht werden, finanziell

bei der Ausreise zu unterstützen.

Die Ortskräfte hätten der Bundeswehr

sehr geholfen und seien nun in

Gefahr. Darum wäre die Übernahme der

Flugkosten „ein kleines Zeichen des Anstands

und der Dankbarkeit für die geleisteten

Dienste“. Seite 7

-zahler etwa eine Milliarde Euro kosten, immerhin

inklusive Anwalts- und Beraterkosten. Das ist

natürlich nicht so gravieren

weil er es kann, Andreas Scheuer im Amt zu behalten?

Und gelingt es Scheuer wir

diose


Faszinierende Ausblicke

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INHALT & IMPRESSUM

10

16

Impressum

Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Bozen,

Eintrag LG Bozen

Nr. 26/01, am 27.11.2001

Chefredakteur: Franz Wimmer

Produktion/Redaktion: Magdalena Pöder

Verkaufsleitung/Koordination:

dott. Marita Wimmer

Redaktion: Franz Wimmer, Nicole D. Steiner,

dott. Marita Wimmer, Elisabeth Stampfer,

Lukas Benedikter, Marion Egger

Werbung/Verkauf: Patrick Zöschg, Michael

Gartner, Helene Ratschiller, Alois Niklaus

Verwaltung: Weinbergweg 7

39100 Bozen | Tel. 0471 081 561

info@mediaradius.it | www.mediaradius.it

Fotos: Dolomiten-Archiv, shutterstock,

verschiedene Privat-, Firmen- und

Online-Archive sowie Verkaufsunterlagen.

Konzept und Abwicklung:

MediaContact Eppan

Grafik/Layout: Elisa Wierer

Lektorat: Magdalena Pöder

Produktion: Athesia Druck Bozen

www.athesia.com

Vertrieb: Als „Dolomiten“-Beilage und

im Postversand

Druckauflage: 23.000 Stück

Preis: Einzelpreis 2 Euro, A+D: 2,60 Euro

Inhalt

Aktuell

6 NOI Techpark: Forschung im

Dienste der Unternehmen

7 Labore und Teststände: Die „Grüne“

Forschungsinfrastruktur

8 Intelligentes Wärmepumpen-Projekt

10 Lab 4 Business: Neue Potentiale

für Unternehmen

12 Das Bindeglied zwischen

Forschung und Wirtschaft

14 Klimaschutz leben: energieeffizient

und komfortabel lüften

16 So heizen Sie richtig

20 Der 19. KlimaHaus Award 2021

24 „Coole“ Sache – Kühlung für

Gastronomie und zu Hause

26 Die Zukunft ist elektrisch

28 Die richtige Ladung fürs E-Auto

30 Regenwasser nutzen, Klima schützen

34 Speicherung von Wasserstoff

36 Nutzung von Wasserstoff

37 Nachhaltig versickern statt versiegeln

38 Schluss mit Einweg-Plastik

42 Fragen an den Experten

40

Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung

für die Inhalte der Werbeseiten, PR-Seiten und

der angeführten Webseiten.


INHALT & IMPRESSUM

EDITORIAL

19

Info-PR

10 Niederstätter AG, Bozen

11 psaier.energies GmbH, Brixen

13 Alpin GmbH, Bozen

15 Imperial OHG, Bruneck

19 Trenkwalder & Partner GmbH,

Wiesen

23 Egger Kälte Klima GmbH, Lana

29 Selectra AG, Bozen

32 eco center AG, Bozen

Rubriken

40 Portrait: Klaus Mutschlechner

44 Gesundheit: Energie braucht Energie

45 Bunte Meldungen

34

20

28

Der Klimawandel als globale

Herausforderung beeinflusst

immer mehr die aktuellen

Themen der Gesellschaft:

Nicht nur die vordergründigen

Begriffe wie Elektro-

Mobilität samt der immer

aktueller werdenden Wasserstoff-Technologie,

Produktionsprozesse

auf allen Ebenen

von Lebensmittel bis zu den

Autozulieferern, die gesamte

Wärme- und Kältetechnik, die

Abfallbewirtschaftung, bis hin

zu vermeintlichen Kleinigkeiten

wie die Regenwasser-Nutzung.

Südtirol ist dank dem

NOI Techpark gut aufgestellt,

wenn es um Forschung und

Entwicklung in diesen Bereichen

geht. Die Uni Bozen, die

EURAC, das Fraunhofer Institut,

das Forschungszentrum

Laimburg, die KlimaHaus-

Agentur und bekannte Firmen

wie Leitner, Würth samt den

zahlreichen Start-ups unter

einem Dach, hat sich bisher als

Erfolgsmodell erwiesen. Die

Zusammenarbeit der genannten

Institutionen mit den Unternehmen

hat sich, dank dem

NOI Techpark, auch erheblich

verbessert.

Franz Wimmer


6

AKTUELL

NOI Techpark: Forschung im

Dienste der Unternehmen

Ein schwarzer Monolith als Zeuge der

industriellen Vergangenheit, umgeben

von einem offenen und lebendigen

Platz. Auf einer Fläche von zwölf

Hektar, die von der Autonomen Provinz

Bozen für die Realisierung eines

Innovationsviertels zur Verfügung

gestellt wurde.

Ein Symbol für eine neue Wirtschaft:

eine, die auf Nachhaltigkeit und technologischen

Fortschritt baut. Das ist der

NOI Techpark in Bozen Süd. Hier sind

mittlerweile über 80 Unternehmen und

Start-ups tätig, die sich mit Forschungseinrichtungen

und wissenschaftlichen

Laboren vernetzen, um ihre Dienstleistungen

und Produkte weiterzuentwickeln

und damit auf die Zukunft zu setzen.

Eurac, unibz, Fraunhofer und

Laimburg unter einem Dach

Seine Tore öffnete der NOI Techpark

im Oktober 2017 auf einem rundum

sanierten Areal, das von den 1930er-

Jahren bis Ende der 70er-Jahre eines

der größten Aluminiumwerke Italiens

beherbergte. Heute ist die Schwerindustrie

den Talenten und der Zusammenarbeit

zwischen Wirtschaft und

Forschung gewichen. Das Innovationsviertel

vereint die vier wichtigsten

Forschungseinrichtungen des Landes

unter einem Dach: Eurac Research, die

Freie Universität Bozen, das Versuchszentrum

Laimburg und Fraunhofer

Italia. Die Forscherinnen und Forscher

arbeiten mit den Unternehmen in

den Schlüsselbranchen der Südtiroler

Wirtschaft zusammen: Green, Food,

Digital und Automotive/Automation.

Von Energieeffizienz bis Digitalisierung

Die Freie Universität Bozen beschäftigt

im NOI rund 150 Forscherinnen,

Techniker und Studierende in zwölf

Laboren: von Lebensmitteltechnologien

über Digitalisierung bis hin

zu Energieeffizienz. Eurac Research

betreibt hier 15 Labore in ganz verschiedenen

Bereichen. Wichtigste Anlaufstelle

für die heimische Wirtschaft

ist sicherlich das Institut für Erneuerbare

Energien mit seinen zahlreichen

Laboren und Testständen. Neben den

großen Themen Energie und Umwelt

müssen sich Unternehmen auch den

Herausforderungen der Industrie 4.0


AKTUELL

7

stellen. Dank Fraunhofer Italia, dem

italienischen Zweig der deutschen

Fraunhofer-Gesellschaft – seit jeher

Partner für angewandte Forschung

in der Industrie, im Handwerk und

im Bauwesen – können sie im NOI

Techpark wichtige Innovationen im

Bereich der Digitalisierung kennenlernen

und anwenden.

lvh, SBB und KlimaHaus

Und dann wäre da noch das Versuchszentrum

Laimburg, landesweit

anerkanntes Zentrum für Landwirtschaft

und Lebensmittelqualität,

mit seinem Labor für Aromen und

Metaboliten, das sich mit der Erforschung

von Lebensmittelqualität und

Pflanzengesundheit befasst. Zum

erweiterten NOI-Netzwerk gehört

zudem eine Vielzahl an Laboren

im historischen Sitz der Laimburg

in Pfatten, die für Analysen und

F&E-Tätigkeiten offenstehen. Als

Anlaufstelle dienen den Unternehmen

im NOI Techpark neben den

Forschungsakteuren auch wichtige

Institutionen wie der lvh und der

Südtiroler Bauernbund. Und auch

die KlimaHaus Agentur, anerkanntes

Kompetenzzentrum für energieeffizientes

und nachhaltiges Bauen und

Sanieren in Südtirol, unterstützt die

nachhaltige Innovation im NOI mit

zahlreichen Projekten und

Aktivitäten.

Labore und Teststände: die

„grüne“ Forschungsinfrastruktur

Beginnen wir mit den Zahlen: Der

vom Europäischen Rat verabschiedete

Klima- und Energierahmen 2030

hat als Hauptziele eine Reduzierung

der Treibhausgasemissionen um

40 Prozent, einen Anteil von 32 Prozent

erneuerbarer Energien und eine

Verbesserung der Energieeffizienz

um 32,5 Prozent.

Ehrgeizige Ziele, die auch in Südtirol

die Messlatte für die Energiewende

höher gelegt haben und den Prozess

in verschiedenen Bereichen beschleunigen:

von der Gebäudesanierung bis

hin zur Elektromobilität, vom Biomethan

bis zu den Wärmepumpen. All

das in einem Gebiet, das schon immer

das Thema Nachhaltigkeit großgeschrieben

hat und das seit Jahren

daran arbeitet, zu 100 Prozent eine

„Green Region“ zu werden. Zu den

Hauptakteuren hinter dieser Vision

zählen neben Politik und Unternehmen

die beiden Forschungseinrichtungen

Eurac Research und unibz, die mit

Laboren und Testständen zur Erprobung

von Systemen und Materialien

im NOI Techpark an der Entwicklung

von Hightech-Lösungen im Bereich

der erneuerbaren Energien und der

Energieeffizienz arbeiten.

Hohe technische Standards

Sehen wir uns einige dieser grünen

Labore und Teststände genauer an:

Eines ist das Energy Exchange Lab, ein

Simulator zum Testen fortschrittlicher

Fernwärme- und Fernkühlsysteme.

Auch innovative Technologien wie etwa

Absorptionswärmepumpen können

hier von Firmen getestet werden. Eine

weitere Infrastruktur ist das Multifunctional

Façade Lab. Darin findet

man mithilfe einer künstlichen Sonne

und eines Wasserkreislaufs heraus, wie

effektiv eine Gebäudehülle vor Wärme

und Kälte schützt. Im Heat Pumps Lab

hingegen können Unternehmen unter

stationären und dynamischen Bedingungen

Wärmepumpen und Systeme

zum Heizen und Kühlen testen. Das

Solar PV Lab ist ein Sonnensimulator,

der die elektrische Leistung von Photovoltaikmodulen

und -systemen misst.

Im Accelerated Life Testing Lab können

beschleunigte Lebenszyklen simuliert

werden, um den Leistungsabfall von

Industrieprodukten wie Photovoltaikmodulen,

Kunststoffen und elektro-

www.inoxdesign.eu


8

AKTUELL

nischen Komponenten zu bewerten.

Den Solarfaktor hingegen misst man

im G-Value Lab. Dabei handelt es sich

um einen Wert, der angibt, wie viel

Sonnenenergie durch ein verglastes

Bauteil übertragen wird. Er kann dabei

helfen, Prototypen zu perfektionieren

und neue Lösungen zu entwickeln.

Kreislaufwirtschaft als

komplexe Herausforderung

Die Forschung des Labors Bioenergy

& Biofuels konzentriert sich auf die

Energiegewinnung aus Biomasse. Hier

werden Biokraftstoffe charakterisiert

und die Erzeugungsprozesse von Energie

aus Biomasse optimiert. Unternehmen

können hier gemeinsam mit dem

Forscherteam errechnen und überprüfen,

wie viel Energie eine neue Idee

einsparen könnte, um dann gemeinsam

an der Entwicklung der Technologie

zu arbeiten. So geschehen im Fall von

Sauber. Das Unternehmen hat in Zusammenarbeit

mit NOI Techpark und

dem Bioenergy & Biofuels Lab von

unibz eine Anlage zur Vergasung von

Biomasse entwickelt. „Wir brauchten

einen zuverlässigen und qualifizierten

Partner für die Optimierung unserer

Anlage, und hier haben wir ihn

gefunden. Diese Synergie hat uns dazu

veranlasst, in Südtirol ein Forschungsund

Entwicklungsbüro zum Thema

Vergasung zu eröffnen“, berichtet der

Gründer Nicola Baraldi.

226 Südtiroler Unternehmen

Wie die Firma Sauber haben im

vergangenen Jahr 226 Unternehmen

die Labore im NOI im Rahmen von

F&E-Aktivitäten beauftragt. Eines davon

ist das Start-up BioLogik Systems.

Es hat eine Technologie entwickelt,

mit der Schnittholzabfall zu Wärme

und Humus verarbeitet wird. „Die

Ansiedelung im NOI Techpark war

für uns als Start-up unter mehreren

Gesichtspunkten sehr von Vorteil.

Dadurch kamen wir etwa in Kontakt

mit dem Versuchszentrum Laimburg,

mit Eurac Research und der Uni Bozen

und konnten von deren Know-how

profitieren und in den Laboren Proben

analysieren und Versuche vornehmen“,

erzählt der Gründer Tobias Diana. Mit

Unterstützung von NOI wurden bereits

zwei Pilotanlagen in Südtirol installiert.

Die erste Serienanlage produziert seit

Januar 2021 saubere Wärme. Diese Unterstützung

war auch für das Unternehmen

HBI unverzichtbar. „Die Expertinnen

und Experten im NOI Techpark

haben uns während des gesamten

Entwicklungsprozesses unterstützt, von

der Prüfung von Möglichkeiten zur

Kofinanzierung über die Unterstützung

bei der Strukturierung und Vorbereitung

von Projektvorschlägen bis hin zur

Identifizierung des besten Standorts und

Partners für die Installation der Pilotanlage“,

so Daniele Basso, Gründer der

innovativen Firma, die ein Industriemodul

zur Aufbereitung von Klärschlamm

entwickelt hat. Die Technologie wird

derzeit im Klärwerk von Bozen erprobt,

um vor Ort den Betrieb zu optimieren

und Daten zu sammeln.


AKTUELL

9

Intelligente Wärmepumpensteuerung

Die Energiewende ist eine Herausforderung,

die nur durch eine enge

Zusammenarbeit zwischen Forschung

und Wirtschaft bewältigt werden

kann. Daher kommt es nicht von ungefähr,

dass sich eines der von Fusion

Grant finanzierten Projekte mit intelligenten

Wärmepumpen befasst.

Fusion Grant – das ist ein Wettbewerb

der Stiftung Südtiroler Sparkasse

in Zusammenarbeit mit NOI

Techpark, dem Südtiroler Wirtschaftsring

und WirtschaftsNetz Südtirol,

der junge Forschende in angewandten

wissenschaftlichen Projekten von

Südtiroler Unternehmen fördert. In

diesem Fall handelt es sich um ein

Projekt des Südtiroler Unternehmens

inewa und des Instituts für Erneuerbare

Energien von Eurac Research,

beide mit Sitz im NOI Techpark.

Unter der wissenschaftlichen Koordination

von Roberto Fedrizzi und in

Zusammenarbeit mit dem Forscher

Matteo Antelmi arbeitet inewa an der

Entwicklung einer optimierten Steuerungslogik

für Wärmepumpenanlagen

mit zwei Quellen.

Wärme aus der Tiefe

Mit GEOZ und dessen Verantwortlichem

Andrea Zille bietet das Unternehmen

schon seit Jahren Lösungen

für geothermische Wärmepumpenanlagen.

Vereinfacht gesagt holen sich

Wärmepumpen Energie aus der Luft

oder aus dem Erdreich – Letzteres

ist bei geothermischen Pumpen der

Fall – über das Heizungssystem in

den Wohnraum. Das System schont

sowohl Umwelt als auch Geldbeutel.

Im Fusion Grant Projekt geht es nun

darum, eine intelligente Überwachung

für thermische Anlagen und Systeme,

die Wärmepumpen mit zwei Quellen

(Luft- und Erdwärme) verwenden, zu

entwickeln. Die Vorteile dieser Art

von Pumpen gegenüber den klassischen

Modellen liegen auf der Hand:

Da wären zum einen die niedrigen

Installationskosten sowie die ganzjährig

stabile und hohe Leistung. Zum

anderen die zahlreichen Einsatzgebiete

– von Wohngebäuden über Büros

bis hin zu großen Hotelkomplexen.

Tatsächlich wird geschätzt, dass die

Implementierung einer intelligenten

Überwachung in Zweiquellen-Wärmepumpensystemen

eine höhere Effizienz

als herkömmliche Geothermiesysteme

erzielen kann. Das Forschungsteam

erwartet am Ende des Projekts eine

Steigerung der durchschnittlichen saisonalen

Systemleistungszahl um etwa

20 Prozent.

Künstliche Intelligenz

Wie sieht das Projekt konkret aus?

Nach einer Charakterisierung der

Wärmepumpenanlage in den Eurac-

Research-Laboren im NOI wird ein

numerisches Modell erstellt, um die

Steuerungsalgorithmen einer typischen

Anlage zu entwickeln. Die Algorithmen

wählen mithilfe künstlicher Intelligenz

anhand der erfassten Wettervorhersagen

und der berechneten thermischen Last

die zu verwendende Quelle – entweder

Luft oder Erde – aus. Nach dieser

Entwicklungsphase der intelligenten

Überwachung in einer simulierten Umgebung

wird sie anschließend im Heat

Pumps Lab validiert.

.ELEKTROINSTALLATIONEN

.SCHALTSCHRANKBAU

.MITTELSPANNUNGSANLAGEN

Erfahrung

schafft

Qualität

W W W . G I B I T Z . I T


10

Lab 4 Business: neue Potenziale für Unternehmen

Energieerzeugung aus Biomasse,

nachhaltige Wärmepumpensysteme,

leistungsstarke Photovoltaikmodule

und Energiespeicherung mithilfe von

Wasserstoff – die Energie der Zukunft

ist grün.

In den zahlreichen Laboren im NOI

Techpark stehen Unternehmen die

neuesten Technologien, Simulatoren

und Testumgebungen zur Verfügung,

um die eigenen Produkte im Bereich

erneuerbare Energien und Kreislauf-

wirtschaft zu testen und gemeinsam

mit den Forschenden von Eurac

Research und der Freien Universität

Bozen neue Produkte zu entwickeln.

Wohin soll ich mich wenden?

Wie eine solche Zusammenarbeit

konkret aussehen kann, ist oftmals

schwierig zu fassen. An wen wende

ich mich etwa, wenn ich ein neues

Produkt im Bereich Photovoltaik

entwickelt habe und es auf seine

Belastbarkeit hin testen möchte? Oder

wenn ich nach einem geeigneten Partner

suche, um die Realisierung einer

innovativen Technologie anzugehen?

Und wie sieht es aus, wenn ich schnell

und einfach einen Prototyp anfertigen

will, um meiner Idee eine konkrete

Form zu geben? Unter dem Namen

„Lab 4 Business“ lädt NOI Techpark

am 13. Oktober dazu ein, die Labore

im NOI, die genau für diese Art von

Forschung und Entwicklung offenstehen,

und deren Services besser

kennenzulernen.

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Elektromaschinen auf der Baustelle

Niederstätter setzt sich für Nachhaltigkeit im Bausektor

durch emissionsfreies Arbeiten ein und präsentierte

vor Kurzem eine Reihe von elektrobetriebenen Arbeitsmaschinen

der neuesten Generation.

Im Rahmen des Events „Choose Green, Work Green“,

organisiert im Sitz der Niederstätter Academy im Safety

Park in Bozen, wurden innovative und leistungsstarke

Elektro-Baumaschinen präsentiert: Minibagger, Radlader,

Dumper und vieles mehr. Die Maschinen wurden vorgeführt

und konnten von den Anwesenden getestet werden.

Niederstätter will nun in Zukunft immer mehr auf elektrobetriebene

Maschinen bauen.

Beratung in Sachen Baumaschinen ist ein Kernthema

bei Niederstätter. Seit fast einem halben Jahrhundert ist

Niederstätter im Verkauf und in der Vermietung von Baumaschinen

tätig und bietet umfassende Serviceleistungen.

Dabei geht es nicht nur darum, gemeinsam jene Maschine

auszusuchen, die für die jeweilige Baustelle am besten

geeignet ist. Im Rahmen der Niederstätter Academy werden

hochqualitative Kurse für Baumaschinenführer und zum

Thema Arbeitssicherheit angeboten. Weiterhin berät die

Abteilung Finance Consulting zum Thema Steuervorteile,

Fördergelder und andere Finanzierungsmöglichkeiten.

Niederstätter AG

Achille-Grandi-Straße 1 I 39100 Bozen

Tel. 0471 061 107

sales@niederstaetter.it | www.niederstaetter.it


AKTUELL

11

Forschungskompetenz und

entsprechende Infrastruktur ...

... entscheiden über den unternehmerischen

Erfolg von morgen. Ziel

dieses Tags der offenen Labortüren

ist es deshalb, naheliegende Wege für

Südtiroler Firmen aufzeigen, diese

beiden Faktoren zu nutzen und im

NOI die eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten

voranzubringen.

Im Fokus stehen die Labore aus den

Technologiefeldern Green und Food

sowie die Prototypen-Werkstatt Maker

Space und die Versuchsküche Kitchen

Lab. Laborverantwortliche bringen

Beispiele, wie Unternehmen die Forschungsinfrastruktur

im NOI für sich

nutzen können. Und Firmen berichten

von ihren Erfahrungen, die sie in den

Laboren bereits machen konnten.

Interessante Einblicke

Gemeinsam mit den beteiligten

Forschungseinrichtungen im NOI

Techpark – dem Versuchszentrum

Laimburg, der Freien Universität

Bozen und Eurac Research – können

interessierte Unternehmen hinter die

Kulissen der Labore blicken und sich

selbst ein Bild davon machen, was

es bedeutet, im NOI Forschung und

Entwicklung zu betreiben. Neben

der Besichtigung von Laborräumen

besteht die Möglichkeit, individuelle

Gespräche mit Forschungsakteuren

und Laborverantwortlichen zu

führen, um konkrete Projektideen zu

besprechen und sich über Forschungsservices

zu informieren.

Info

Wann? Am 13. Oktober | 9 bis 15 Uhr

Wo? Im NOI Techpark in Bozen

Wer? Alle interessierten Unternehmen,

die sich mit der Forschungsinfrastruktur

im NOI Techpark vertraut

machen wollen

Wie? Anmeldung unter https://noi.

bz.it/de/lab-4-business

psaier.energies: Förderung von

Energiegemeinschaften

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Erste Erfolgsprojekte in Italien und ganz Europa zeigen

den Trend hin zur Eigenversorgung mit erneuerbarer

Energie der Bürger, Betriebe und Gemeinden. Die „Energy

Communities“ werden dabei mit interessanten Förderungen

und Anreizen subventioniert.

psaier.energies betreut bereits mehrere Kunden bei der

Gründung von Energiegemeinschaften und hat ein besonders

einfaches Konzept hierfür ausgearbeitet. Vor allem

bei vorhandenen großen Dachflächen kann eine Rentabilität

garantiert werden. Bei einem ersten Beratungstermin können

bereits anhand Energieverbräuchen (letzte Stromrechnungen)

zukünftige Einsparungen berechnet werden. Die

Möglichkeit der 100%igen Übernahme der Finanzierung

kann ebenso angeboten werden, sodass kein Kosten- und

Investitionsaufwand für den Kunden entsteht.

Referenzprojekte

Bei ersten Projekten von Energiegemeinschaften, wie z.B.

in der Industriezone Brixen, wurde eine Photovoltaikanlage

installiert, welche die Verbraucher im Gebäude versorgt.

Zusätzlich werden auch andere Gebäude mit erneuerbarem

Strom beliefert. Für die Betriebe bringt die Teilnahme keinen

zusätzlichen Aufwand mit sich, da psaier.energies eine

360°-Lösung für sie liefert und somit keinerlei Kosten für

die Betriebe anfallen. Sie können in Zukunft mit einer Vergünstigung

von 20 Prozent in Bezug auf ihre Stromrechnung

rechnen. psaier.energies betreut seit über 20 Jahren erfolgreich

Kunden im Bereich der erneuerbaren Energien.

psaier.energies GmbH

Julius-Durst-Straße 6 | 39042 Brixen

Tel. 0472 275 300

efficient-energy@psaierenergies.it


12

AKTUELL

Das Bindeglied zwischen

Forschung und Wirtschaft

Ein Gespräch über den Zugang zu Laboren

und wissenschaftlichem Knowhow

und den finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten

für Südtiroler

Unternehmen mit Sepp Walder.

Radius: Welche Rolle spielt der

NOI Techpark bei der Vernetzung

von Unternehmen

mit Forschungsakteuren

und Laboren?

Sepp Walder: Unsere

Kernaufgabe ist es, die

Forschung mit den Unternehmen

in Verbindung

zu setzen und die Mauern, die

es in der Vergangenheit zwischen

diesen beiden Welten gegeben hat,

einzureißen. NOI Techpark ist der Ort,

wo Forschende Tür an Tür mit Unternehmen

und Start-ups – und zukünftig

vermehrt auch mit Studierenden der

unibz – an konkreten Innovationsprojekten

arbeiten. Dabei liegt der Fokus

auf den vier Technologiefeldern, die

Südtirols Stärken widerspiegeln: Green,

Food, Digital und Automotive/Automation.

In diesen vier Bereichen bieten wir

Tech-Transfer-Dienstleistungen an, die

genau dieses Ziel verfolgen: nämlich

mit spezifischer Fachkompetenz als

Bindeglied und Unterstützer zu wirken

und die Vernetzung und die Zusammenarbeit

für beide Seiten so effizient

wie möglich zu gestalten. Das bedeutet

oft auch, als „Übersetzer“ zwischen Unternehmen

und Forschungsakteuren zu

fungieren und die Interessen der beiden

Positionen gewinnbringend zusammenzuführen.

Zudem verwalten wir den

Lab Desk als zentrale Anlaufstelle für

alle Unternehmen, die mit einem der

40 Labore im NOI zusammenarbeiten

wollen und nicht genau wissen, wer was

macht oder kann. Der Lab Desk analysiert

den Bedarf des Betriebs, findet den

richtigen Ansprechpartner bzw. Service

und hilft bei der Förderung durch den

Lab Bonus.

Radius: Wie viele F&E-Projekte von

Unternehmen werden im NOI begleitet

und wie viele Firmen haben bereits mit

den Laboren zusammengearbeitet?

S. Walder: Im Jahr 2020 haben wir

89 F&E-Projekte von lokalen Unternehmen

begleitet, mit einem

Investitionsvolumen von

rund 11 Millionen. Die

Leistungen der 40 Labore

wurden hingegen von

insgesamt 226 Unternehmen

in Anspruch genommen

– dabei ging es

etwa um klimatische Tests

von Fahrzeugkomponenten,

um wissenschaftliche Analysen im

Lebensmittelbereich, um Beratungen

für die Entwicklung von neuen Produkten

im Energiesektor oder um die

Realisierung von Produkt-Prototypen

im Maker Space.

Radius: Bietet NOI Techpark auch finanzielle

Unterstützung für Forschungsdienstleistungen?

S. Walder: Ja, dabei kann man zwischen

zwei Ebenen unterscheiden: Einerseits

bieten wir eigene Förderinstrumente,

die mit Partnern wie z.B. dem Amt für

Innovation der Autonomen Provinz

Bozen entwickelt wurden, um schnell

und unbürokratisch auf die Bedürfnisse

der lokalen Unternehmen und deren

kleinere F&E-Vorhaben zu reagieren,

wie z.B. den Lab Bonus oder den

Wettbewerb Fusion Grant. Andererseits

bieten wir über unsere Abteilungen zu

den Themen Tech Transfer und EU-

Opportunities Beratung und Hilfestellung

an, wenn es darum geht, in den

zuvor genannten Technologiefeldern

die richtigen Förderungen der Provinz,

des Staates und auch der EU für seine

F&E-Projekte zu nutzen.

Radius: Sie haben Fusion Grant erwähnt.

Worum genau handelt es sich

dabei?

S. Walder: Die Idee für den Wettbewerb

Fusion Grant kommt von der

Stiftung Südtiroler Sparkasse. Die Stiftung

fördert seit Jahren Initiativen im

Bereich Wissenschaft und Forschung

und hatte die Idee, jungen hoch

qualifizierten Forscherinnen und Forschern

ein Stipendium zur Verfügung

zu stellen, um ein Jahr lang an einem

F&E-Projekt eines Südtiroler Unternehmens

zu arbeiten – das Ganze in

Kooperation mit einer Forschungseinrichtung.

Die Stiftung ist mit diesem

Vorhaben an uns herangetreten, und

wir haben mit Begeisterung mitgemacht

und die konkrete Umsetzung

unterstützt. Als weitere Partner konnten

wir den Südtiroler Wirtschaftsring

und Rete Economia gewinnen, die das

Vorhaben an die eigenen Mitgliedsunternehmen

kommunizieren. Bei der

ersten Ausgabe wurden neun Projekte

von verschiedenen Südtiroler Unternehmen

und Forschungseinrichtungen

im NOI finanziert, d.h. neun junge

Postdoc-Forscher arbeiten gemeinsam

mit Eurac Research, dem Versuchszentrum

Laimburg, der Freien Universität

Bozen und Fraunhofer Italia an

unterschiedlichen Herausforderungen

der Südtiroler Wirtschaft.

Radius: Was ist das Ziel all

dieser Maßnahmen?

S. Walder: Das Ziel der beschriebenen

Services und Initiativen liegt

darin, dass vermehrt Unternehmen

– auch gerade kleinere Betriebe –

den Nutzen der Forschung für sich

erkennen und in konkreten Projekten

anwenden können. Wir wollen einen

Beitrag leisten, um die Kooperationskultur

und das hierfür notwendige

Vertrauen zwischen Forschung

und Wirtschaft zu fördern. Damit

Südtirols Unternehmen innovationsund

wettbewerbsfähig bleiben und

das Wachstum des Landes nachhaltig

fördern.


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13

Wartungseinsätze digital

in einer App verwalten

Einfach, bequem und jederzeit verfügbar: Dank Microsoft

Power Platform lassen sich Wartungseinsätze von Energieunternehmen

in einer einzigen App verwalten. Egal ob

Fälligkeiten, Aufgaben oder Detailinformationen wie

Fotos, Messungen und technische Störungen. Sämtliche

Informationen sind jederzeit und in Echtzeit verfügbar

und entsprechen den betrieblichen ISO-Zertifizierungen.

Die Energie AG, eines der führenden Energieunternehmen

in Südtirol, hat die Verwaltung seiner Wartungseinsätze

über eine App auf Basis der Microsoft Power

Platform realisiert. Während eine SharePoint-Online-Site als

Datenquelle dient, wurde die App für den mobilen Einsatz

auf Tablet-Geräten optimiert.

Die App bietet eine generelle Sicht auf alle offenen Wartungseinsätze,

und gezielte Filter geben den Anwendern eine

Übersicht über die für sie bestimmten Wartungen. Administratoren

können Wartungsinformationen bearbeiten und

neue Wartungseinsätze anlegen. Eine Liste von vordefinierten

Wartungsaktivitäten je Gerätetyp erleichtert die Zuweisung

einer oder mehrerer konkreter Wartungsaufgaben.

Ist eine Wartungsaufgabe erfasst, können im Rahmen der

Abarbeitung derselben Fotos hochgeladen, Messungen erfasst,

ausführliche Beschreibungen hinterlegt sowie Ergebnisse

von Kontrollen festgehalten und gespeichert werden.

Wird bei den Kontrollen ein Problem festgestellt, kann

über die App direkt ein Service-Ticket erstellt werden: Auf

diese Weise werden Prozesse digitalisiert, verkürzt und

beschleunigt.

Ist eine Wartung abgeschlossen, erstellt das Programm automatisch

den Termin für die neue Wartung samt anstehender Aufgaben.

Eine Einsatzmöglichkeit im Offline-Modus ist geplant.

Die App wurde von den Digitalisierungsexperten des Bozner

IT-Unternehmens Alpin GmbH in Zusammenarbeit mit der

Energie AG entwickelt.

Die Benutzeroberfläche der App

Die App ist einfach und klar in Themenfelder strukturiert

und ermöglicht so ein gutes und schnelles Arbeiten:

• Wartung: Wartungsauswahl mit Filtern, neue Wartung

erstellen, Bearbeiten Wartungsdetails, Aufgaben Quickliste

• Aktivitäten: Aktivitätenfilter über Gerätetyp, Wartungstyp,

Infrastrukturtyp sowie Zuweisung von offenen Aufgaben,

die noch keiner Wartung angehören

• Wartungsaufgaben: Verantwortlichkeiten verwalten, Fotos

hochladen, Beschreibung, Messungen oder Ticket erstellen

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14

AKTUELL

Klimaschutz leben: energieeffizient

und komfortabel lüften

Große Fensteröffnungen, eine

angenehme Raumtemperatur und

staubfreie Luft. Die Ansprüche an

den modernen Wohnkomfort sind

hoch. Mit dem Einbau hochwertiger

Komfortlüftungsgeräte kann beste

Raumluftqualität garantiert werden.

Häufig werden Gebäudehüllen heutzutage

sehr dicht ausgeführt. Für

die Gesundheit

und die

korrekte Beheizung

ist es aber

notwendig, ein

Mindestmaß

an Luftwechsel

sicherzustellen.

Es gilt, einen

guten Kompromiss

aus energiesparendem

Wärmeschutz

und energiesparender

Anlagentechnik

zu finden. Wenn man zudem

weiß, dass der überwiegende

Teil der Wärmeverluste eines

Gebäudes auf Kosten der Fensterlüftung

geht, wird schnell klar, dass hier ein

wesentlicher Hebel zur Energieeinsparung

liegt.

Wohlfühlklima

Effiziente Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung

können über 90 Prozent

dieser Wärme zurückgewinnen.

Eine kontrollierte Wohnungslüftung

mit Wärmerückgewinnung

kann außerdem mit zusätzlichen

„Highlights“ punkten. Dazu zählt

die energiesparende Lüftung, die

Feuchteschäden

und Schimmel,

die aufgrund

mangelnder

Lüftung entstehen

können,

von vornherein

verhindert und

die Bausubstanz

sichert.

Foto © Meltem Wärmerückgewinnung GmbH & Co. KG

Beispiel für ein

Komfortlüftungsgerät

mit Wärmerückgewinnung:

die M-WRG-II von

Meltem

Saubere und frische Luft schafft zudem

Lebensqualität. Ein kontinuierlicher Luftaustausch

trägt wesentlich zum „Wohlfühlklima“

in geschlossenen Räumen

bei, wobei aber Staub, Pollen und andere

Luftschadstoffe draußen bleiben müssen.

Ein Argument für die Installation von

Lüftungsgeräten ist auch der hohe

Komfort beim Lüften, denn die Luft

kommt insbesondere in der Heizperiode

vorgewärmt in den Raum. Dafür sorgen

etwa Kreuzgegenstromwärmeübertrager,

die über 90 Prozent der Wärme aus der

Abluft zurückgewinnen und ohne Vermischung

der Luftströme an die zugeführte

Frischluft übertragen.

Ideale Raumluftfeuchte

Neben der Wärme kann mit einem

Enthalpie-Wärmeübertrager auch Feuchte

zurückgewonnen werden. Komfortlüftungsgeräte

wie etwa die Baureihe

M-WRG-II E von Meltem bieten diese

Möglichkeit. Der Vorteil des Enthalpie-

Wärmeübertragers besteht darin, dass er

zu trockene Raumluft im Winter oder

zu hohe Luftfeuchtigkeit im Sommer

wirkungsvoll ausgleicht und damit verhindert.

5 Gründe für unsere

Komfortlüftung:

• Allrounder Fähigkeiten

• Ideal für Hotels und

Appartements

• Optimal im Geschossbau

• Flexibel im Einbau

• Vielfältig in der Bedienung

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Intelligent heizen

Wärmepumpen nutzen die Umweltenergie im Erdreich, im

Wasser oder in der Luft, um Gebäude im Winter zu heizen,

im Sommer zu kühlen und mit Warmwasser zu versorgen.

Die Funktionsweise kennen wir vom Kühlschrank, nur mit

umgekehrtem Wirkungsprinzip: Die Wärmepumpe zieht

die in der Umwelt auf niedrigem Temperaturniveau vorhandene

Wärme ein und „pumpt“ diese auf ein höheres Temperaturniveau.

Für diesen Kreisprozess benötigen Wärmepumpen

Strom, im Idealfall aus der eigenen Photovoltaikanlage. Zur

Bereitstellung von 100 Prozent Heizenergie sind nur 25 Prozent

Strom erforderlich; 75 Prozent werden aus der Umwelt

gewonnen.

System 1: Erdwärmepumpe

Ob Heizen, Kühlen oder Warmwasserbereitung: Kein Haustechnik-System

arbeitet kostengünstiger und energieeffizienter

als Erdwärmepumpen. Im Winter nutzen sie das im Vergleich

zur Außentemperatur relativ warme Erdreich. Beim Kühlen im

Sommer schaffen sie ein angenehmes Raumklima, indem sie

die Temperaturen des Erdbodens sanft ins Innere des Hauses

übertragen. Die Wärme für die Erdwärmepumpen wird dem

Erdreich entzogen und kommt entweder aus Flächenkollektoren,

Ringgraben kollektoren, Tiefenbohrungen oder von

Grundwasserbrunnen.

Wärmepumpen

von Imperial

Nutzen Sie die ganze Energie,

von der Sie umgeben sind!

KNV-Wärmepumpen - viele Vorteile für Sie

• Wärmepumpe sind heute das sauberste und

günstigste System zu heizen und Wasser zu

erwärmen

• Sie können die Energie von der Erde, dem

Wasser oder der Luft entziehen

• Jährliche Energiekosten deutlich unter 800€

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System 2: Luftwärmepumpe

Luftwärmepumpen sind der einfachste Weg, um kostengünstig

zu heizen, zu kühlen und um Warmwasser aufzubereiten.

Ihre Energie entziehen sie der Umgebungsluft, die praktisch

überall zur Verfügung steht. Ihr zentraler Vorteil: Es herrscht

weniger Raumbedarf, und die Anlagen lassen sich praktisch

überall schnell und einfach installieren. Speziell in gut isolierten

Häusern mit Wand- oder Fußbodenheizungen arbeiten

Luft-Wasser-Wärmepumpen deutlich effizienter und sparsamer

als konventionelle Öl- und Gasheizungen, wobei die Anschaffungskosten

meist spürbar niedriger liegen.

Förderungen

Wer bis Dezember 2021 seine bestehende Heizanlage durch

eine Anlage mit Wärmepumpe ersetzt, im Idealfall sogar in

Kombination mit der Installation von Photovoltaikanlagen

und entsprechenden Speichersystemen, profitiert vom neuen

Superbonus von 110 Prozent.

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16

AKTUELL

So heizen Sie richtig

Nachhaltige Energieträger werden

immer beliebter. Was Sie über

Pellets, Hackschnitzel, Wärmepumpen,

Biomasse & Co. wissen sollten.

Heizen mit Holz ist in. Mit

hochmodernen Holzfeuerungsanlagen

lässt sich heute fossiler

Brennstoff einsparen, und

dank ausgeklügelten

Filtersystemen gelangt

kein Feinstaub in die

Umwelt. Wohlig gilt

vielen Menschen

die Wärme, die

von einem Kamin

oder Ofen ausgeht.

Doch spricht man

heute allgemein vom

Heizen mit Holz,

so sind meist

hochtechnologische

Holzfeuerungsanlagen

gemeint.

Holz überzeugt.

Und die

Nachfrage nach

dem Brennstoff

Holz steigt. Da

sind zum einen die im

Vergleich zu fossilen Brennstoffen

günstigen Preise, andererseits gilt

Holz als klimaneutraler Brennstoff

und sogar CO 2-neutral. Hier gilt es,

genauer hinzusehen. Der alte Kachelofen

oder der offene Kamin kann

hinsichtlich Schadstoffausstoß nicht

wirklich punkten und gibt letztlich

nur rund zehn Prozent der erzeugten

Wärme an den Raum ab. Moderne

Holzschnitzel-Zentralheizungen

oder Holzpellet-Brennwertheizungen

hingegen sind äußert effizient und

stoßen weit weniger Schadstoffe aus.

Sie geben bis zu 95 Prozent der Wärme,

die sie erzeugen, auch wieder an

den Raum ab.

Unabhängig von Gas und Öl

Der größte Vorteil moderner Holzfeuerungsanlagen

liegt für viele

Kunden darin, sich aus der Abhängigkeit

von Gas und Öl zu befreien.

Und sind die Anschaffungskosten

erst einmal getätigt, überzeugen beispielsweise

Holzpelletsanlagen mit

geringeren Verbrauchskosten. Pellets,

die kleinen Holzpresslinge, wurden

erstmals vor rund 40 Jahren in den

USA hergestellt und genutzt. Heute

sind sie aus dem Alltag vieler nicht

mehr wegzudenken. Das Verfeuern

Prem um-Pellets

ALLES PELLETI!

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AKTUELL

17

in den Holzpelletsanlagen funktioniert

bequem und vollautomatisch.

Für jeden Brennstoff die

passende Anlage

Neben dem Energiebedarf sind die

Art, Stückigkeit, der Wassergehalt

und der Aschegehalt des Brennstoffs

jene Faktoren, die bei der Wahl der

richtigen Biomasseheizanlage entscheidend

sind. Daneben spielen auch der

Wärmebedarf und die Nutzungsstunden

in einem Jahr eine Rolle. So gibt

es Anlagen für die Verbrennung von

Wald- und Sägerestholz, Abfällen aus

der Landschaftspflege wie etwa Rinde

oder Grünschnitt, trockene Brennstoffe

aus der industriellen Holzverarbeitung

oder eben Holzpellets und

Holzhackschnitzel. Die Auswahl ist

groß. Moderne Holzfeuerungsanlagen

finden sich heute in Privathaushalten

ebenso wie in öffentlichen Gebäuden.

Erde und Sonne: Energie aus

der Umgebung gewinnen

Erdwärme und Sonnenenergie sind

zwei weitere Schlagworte der Gegenwart.

Denn immer mehr Bauherren

setzen bei Sanierungen oder Neubauten

auf alternative Energiequellen,

die vor allem eines sind: erneuerbar

und direkt aus unserer Umwelt gewonnen.

Beide Formen der Energiegewinnung

sind CO 2-emissionsfrei

und mittlerweile teils auch günstiger

bzw. deutlich effizienter im Vergleich

zu fossilen Brennstoffen. Die

Sonnenenergie kann mit geringstem

Aufwand genutzt werden, auch

deshalb, weil im Bausektor auf einen

reichen Schatz an Erfahrungswerten

zurückgegriffen werden kann. Die

Nutzung der Erdwärme hingegen

ist mit einer intensiveren Planung

verbunden, hat jedoch – gegenüber

der Sonnenenergie – den Vorteil, dass

sie unabhängig vom Wetter und vom

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STARKES

TEAM

für Umweltbewusstes und

Energie sparendes Heizen

mit Biomasse

Tel. 0471 802 376 | info@ht-heiztechnik.it

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18

AKTUELL

Klima rund um die Uhr zur Verfügung

steht. Auch bleibt die gelieferte

Energiemenge konstant. Weder mit

Solarthermie- noch mit Geothermie-

Anlagen sind im Normalfall große

bauliche Eingriffe verbunden, und die

beiden Energie formen lassen sich zudem

– je nach Standort – problemlos

kombinieren: Geschickt angebrachte

Sonnenkollektoren liefern Warmwasser

für das Haus und unterstützen

gegebenenfalls auch die Heizanlage.

Die Geothermie-Anlage hingegen

funktioniert wie ein „umgekehrter

Kühlschrank“ – je nach Bedarf

werden zwei oder mehrere Sonden in

der Erde versenkt, eine Wärmepumpe

sorgt dann für das notwendige

Warmwasser und vor allem für die

Beheizung (gegebenenfalls aber auch

für die Kühlung) des Gebäudes.

Heizen mit Wärmepumpen –

auch das ist im Trend

Immer häufiger zum Einsatz kommen

in Südtirol auch Wärmepumpen. Mit

den verschiedenen Arten der Wärmepumpen

können Luft, Wasser und die

Erde als Wärmequelle genutzt werden.

Eine Wärmepumpe ist sowohl

für Neubauten wie auch für Gebäude

nach Umbauten/Sanierungen geeignet.

Diese Geräte sind kosten- und platzsparend

sowie sehr effizient – vorausgesetzt,

dieses Heizsystem wird mit

Niedertemperatur betrieben. Welche

Energiequelle beim Einbau einer

Wärmepumpe zum Einsatz kommt,

hängt von zwei entscheidenden

Faktoren ab: dem Standort und dem

damit verbundenen Kostenaufwand.

Die größten Unterschiede treten bei

der Wahl der Umweltenergiequelle

auf. Denn während bei einer Luft-

Wärmepumpe fast kaum zusätzlicher

Technikaufwand erforderlich ist,

müssen bei anderen Systemen auch

eventuell notwendige Bohrungen

mitbedacht werden. Dies kann etwa

bei Erd-Wärmepumpen oder auch

bei Wasser-Wärmepumpennotwendig

sein. Doch für alle Systeme gilt:

Kunden sollten auf jeden Fall auf eine

umfassende Beratung beim Experten

setzen. Diese gewährleistet, dass die

Bauherren von unliebsamen Überraschungen

verschont bleiben.

INTELLIGENTE ENERGIE,

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Von der Planung über die Inbetriebnahme bis zur Wartung Ihrer Biomasseheizanlagen

profitieren Sie von unserem Experten-Know-how. Wir sind Service-

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19

Von der Natur lernen,

mit der Natur leben

Mit dem Bienendach gibt der Handwerksbetrieb

Trenkwalder & Partner der Natur das zurück, was ihr am

Boden mit der Bautätigkeit weggenommen wird: einen

Lebensraum für Bienen und Insekten.

Schon 1949 soll Albert Einstein gewarnt haben: „Wenn die

Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch

nur noch vier Jahre zu leben.“ Für unser Ökosystem und

damit für den Erhalt der Menschheit sind die Bienen systemrelevant.

Umweltgifte, Klimawandel und die Zerstörung

von Lebensraum und Nahrungsgrundlage führen zu einem

weltweiten Bienensterben. Auch in Südtirol kann man

diesen Trend beobachten. Mit seinen Bienendächern möchte

Peter Trenkwalder dem entgegenwirken. Das Bienendach

ist eine nachhaltige und attraktive Lösung für den Bau. Auf

Flachdächern und Terrassen wird mit dem Bienendach neue

Grünfläche und damit neuer Lebensraum für die Tier- und

Pflanzenwelt erschaffen. Der Fokus liegt auf der Bepflanzung

mit bienen- und insektenfreundlichen Pflanzen.

Oben zurückgeben, was wir unten wegnehmen

Menschen brauchen nun mal eben Platz zum Leben. Doch

wenn zahlreiche Eigenheime und Industriegebäude aus

dem Boden sprießen, hat die Natur das Nachsehen. Denn

durch die Versiegelung und Bebauung werden erhebliche

Flächen an Lebensräumen für die Tier- und Pflanzenwelt

zerstört. Der Trend zur Dachbegrünung setzt sich nun

schon seit Längerem durch, auch weil ein Gründach bei

der Kühlung der Städte eine große Rolle spielt. Grundlage

für das Bienendach ist die Abdichtung des zu begrünenden

Daches. Der individuellen Gestaltung sind dabei kaum

Grenzen gesetzt. Mit dem Bienendach kann neuer Lebensraum

erschaffen werden. Es bietet den Tieren nicht nur

ungestörten Rückzugsraum, sondern es fördert auch gezielt

die Artenvielfalt und schafft ganz nebenbei auch noch eine

natürliche Kühlung des Gebäudes.

Nachhaltig in die Zukunft

Wenn wir an die Zukunft denken, so ist es die wohl größte

Herausforderung, mit den vorhandenen Ressourcen schonend

umzugehen. Gerade bei Neubauten und Sanierungen

will Trenkwalder mit Lösungen aus der Natur arbeiten.

Bioökonomie ist schließlich eine Form von aktivem Klimaschutz.

Wie die Fassaden- und Dachbegrünung steht das

Bienendach exemplarisch für nachhaltige und zukunftsorientierte

Lösungen am Bau und Dach.

Lassen auch Sie auf Ihrem Dach neuen Lebensraum für

Bienen und Insekten entstehen.

Trenkwalder & Partner GmbH

Eisackstraße 9 | 39049 Wiesen/Pfitsch

Tel. 0472 764 512

info@trenkwalderpartner.it | www.trenkwalderpartner.net


20

AKTUELL

Der 19. KlimaHaus Award 2021

Am Freitag, den 10. September

wurden im Bozner Hotel Sheraton die

KlimaHaus Awards 2021 vergeben,

mit welchen die besten KlimaHäuser

des zurückliegenden Jahres ausgezeichnet

wurden. Die Verleihung der

begehrten Preise fand heuer bereits

zum 19. Mal statt.

Mit dem „Golden Cube“ werden

Planer und Bauherren prämiert,

die energieeffizientes und nachhaltiges

Bauen besonders gelungen und innovativ

interpretieren. Die Sieger wurden

aus den 1.332 im Vorjahr zertifizierten

Projekten ermittelt und vereinen

– unabhängig von Architekturstil,

Bauweise oder Materialwahl – einen

geringen Energieverbrauch und eine

gute Ökobilanz mit einem behaglichen

Raumklima und den Ansprüchen an

die planerischen Freiheiten und Bedürfnisse

der Bauherren.

Fachjury ermittelt sechs Preisträger

Sechs Preisträger wurden von einer

Fachjury ausgewählt, der Sieger des begehrten

Publikumspreises wurde auch

heuer wieder über ein Online-Voting

ermittelt. Unter den Siegerprojekten,

die aus ganz Italien kommen, finden

sich auch dieses Jahr wieder private

und öffentliche Gebäude, Neubauten

ebenso wie gelungene Sanierungen.

Direktor Ulrich Santa eröffnete den

Abend. Nach den Grußworten diskutierte

der bekannte Meteorologe

und Klimaexperte Luca Mercalli mit

Landeshauptmann Arno Kompatscher,

Landesrat Giuliano Vettorato und dem

Bozner Bürgermeister Renzo Caramaschi

über Herausforderungen und

Lösungsansätze im Kampf gegen den

Klimawandel. Anschließend wurden

die Siegerprojekte bekanntgegeben.

Auszeichnung für Projekte

in St. Vigil, Torbole und Eppan

Der erste goldene Cube wurde dem

Projekt „Ciasa Le Fiun“ (Arch. Daniel

Ellecosta) aus St. Vigil in Enneberg

Foto © Gustav Willeit

Ciasa del Fiun, St. Vigil in Enneberg

Rathaus in Nago/Torbole


AKTUELL

21

Foto © Giovanni de Sandre

Foto © Oliver Jaist

House P2, Eppan

Santenwaldele, St. Pankraz

überreicht. Das Haus ist ein Paradebeispiel

für modernes Wohnen, das die

traditionelle bäuerliche Architektur

des Gadertals auf zeitgemäße Art und

Weise neu interpretiert. Die Kombination

aus Massiv- und Holzbau, lokale

Materialien und der Einsatz modernster

und umweltfreundlicher Gebäudetechnik

überzeugte die Jury.

Der nächste Preis ging an ein Projekt

am Gardasee – an das neue Rathaus

Torbole/Nago (Arch. Matteo Merega).

Das öffentliche Gebäude besticht durch

seine umfassend ökologischen Qualitäten.

Der Holzbau wurde KlimaHaus

Gold Nature und ARCA Platinum zertifiziert

und steht für eine zeitgemäße

Radius 190 x 93

Umsetzung öffentlicher Bauvorhaben

mit Vorbildcharakter.

Prämiert wurde auch das House P2

(monovolume architecture+design)

in Eppan. Die Villa präsentiert sich

als private Oase, die sich harmonisch

in die umliegende Landschaft

einfügt. Eine umfassend nachhaltige

Planung machen diesen Abbruch und

Wiederaufbau zu einem gelungenen

Beispiel für eine KlimaHaus-Nature-

Zertifizierung.

Gemeinde Ulten als Preisträger

Der nächste goldene Kubus ging wiederum

an ein öffentliches Gebäude.

Die Gemeinde St. Pankraz im Ultental

hat mit dem neuen Gebäudekomplex

Santenwaldele (Architekturstudio

Stifter + Bachmann) einen neuen

wichtigen Bezugspunkt für Sport und

Freizeit geschaffen, der alle Dorfbewohner

zur Nutzung einlädt. Das

Ensemble besticht durch seine moderne

Formensprache und steht für

die Verbindung von ökologischer und

sozialer Nachhaltigkeit.

Ein Jury-Preis ging auch in die Provinz

Venedig. Casa Righetto (Studio

Pranovi) interpretiert das typisch

ländliche Bauen im Veneto mit einer

zeitgemäßen Architektursprache. Der

einzigartige Charakter des Gebäudes

drückt sich durch ein harmonisches

Effizienz und Innovation

mit den besten

Wärmepumpen.

www.bautechnik.it

Das ideale Klima.

Foto: © OskarDaRiz


22

AKTUELL

Casa Rigetto, Venedig

Grangia Borgata Vazon

Spiel der Kontraste zwischen Tradition

und Moderne aus. Das KlimaHaus A

verbindet außergewöhnlichen Wohnkomfort

mit hoher Energieeffizienz.

Der letzte Jurypreis ging an die Sanierung

Grangia Borgata Vazon (Arch.

Elena Mercalli, Arch. Dario Miron),

einem alten piemontesischen Almhof

nahe der französischen Grenze. Im

Rahmen der Modernisierung wurden

die vielen – nicht nur technischen –

Herausforderungen vorbildlich nach

dem Sanierungsleitfaden KlimaHaus

R gelöst. Durch die umfangreichen

Eingriffe wurde das historische

Gebäude auf innovative und umweltfreundliche

Weise aufgewertet.

Gardenia Srl ausgezeichnet,

Publikumspreis geht nach Mailand

Generaldirektor Santa überreichte

anschließend den Fidelity Cube

an Gardenia Srl, einer Baufirma

aus der Provinz Lodi, die sich seit

Jahren der Errichtung von Gebäuden

nach dem KlimaHaus-Standard

verschrieben hat.

Besonders gespannt warteten die

Anwesenden auf den Publikumspreis,

über den bereits zum siebten

Mal online abgestimmt wurde. Unter

den 23 Finalisten setzte sich das

Projekt „Condominio CasaClima

Milano“ (d.n.a. dYNAMIC

nETWORK aRCHITECTS) durch,

ein Mehrfamilienhaus in einer zentralen

Lage von Mailand.

Der Publikumspreis erfreut sich von

Jahr zu Jahr größeren Interesses: Über

12.000 Teilnehmer haben heuer die

Abstimmungsseite besucht.

KlimaHaus Awards 2021

19. Ausgabe

1.332 zertifizierte Gebäude

aus dem Vorjahr

23 Finalisten

6 Jurypreise und ein Publikumspreis

www.klimahaus-awards.it

Publikumspreis


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23

Natürliche Kältemittel

Für die Firma Egger Kälte Klima stehen Umweltfreundlichkeit

und natürliche Rohstoffe an oberster Stelle. Daher

beschäftigen sie sich bereits seit Jahren mit Alternativen

zu synthetischen Kältemitteln.

Kältemittel dienen dazu, in Kälteanlagen, Klimaanlagen

und Wärmepumpen die Abwärme, die dem Kühlgut

über dem „Verdampfer“ beim Kühlen entzogen wird, zu

transferieren. Da die meisten synthetischen Kältemittel ein

hohes Erderwärmungspotenzial besitzen, wirken sie sich

negativ auf die Umwelt und den Energieaufwand aus.

Nachhaltigkeit und natürliche Alternativen

Ein Ausweg kann nur mit natürlichen Kältemitteln erreicht

werden: Diese kommen in der Natur vor und enthalten

keine oder nur wenige Stoffe, die die Erderwärmung negativ

beeinflussen.

Drei natürliche Kältemittel

R744 (CO 2 Kohlenstoffdioxid) ist ein geruchloser Stoff, der

eine erhebliche Energieeinsparung erzielen kann. Er fällt in

die Sicherheitsgruppe A1 (ungiftig und nicht brennbar).

R290 (Propan) ist ein geruchloser Stoff, der eine gute Möglichkeit

bietet, die gesetzten Umweltkriterien zu erreichen. Er

fällt in die Sicherheitsgruppe A2 (ungiftig, aber brennbar).

R717 (NH3 Ammoniak) ist ein stark riechender Stoff, der

eine erhebliche Energieeinsparung erzielen kann. Er fällt in

die Sicherheitsgruppe B2 (giftig und leicht brennbar).

Egger Kälte Klima hat bereits viel Erfahrung in

diesem Bereich und leistet einen wesentlichen Beitrag

für die Umwelt.

KÄLTE KLIMA

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24

AKTUELL

„Coole“ Sache – Kühlung für

Gastronomie und zu Hause

Nicht nur exzellente Kochkünste,

auch modernste Gastrotechnik gehören

heute in die Küche eines jeden

Gastbetriebs. Letztere schafft die

Voraussetzungen für besten Service

und macht gutes Arbeiten möglich.

Ohne leistungsstarke Kühltechnik

geht es nicht.

Damit der Abend im Restaurant

für den Gast zum Erlebnis wird,

müssen viele kleine Faktoren zusammenspielen.

Da sind zum einen die

Exzellenz der Köchinnen und Köche,

die höchste Qualität der Produkte,

ein hochqualitativer Service und nicht

zuletzt eine hochwertige technische

Ausstattung der Küche. Dabei geht es

neben Logistik, Herd und Backrohr

vor allem auch um eine innovative und

moderne Kühltechnik.

können heute Speisen in etwas mehr

als einer Stunde von Kochtemperatur

auf wenige Plusgrade herabkühlen.

Das erleichtert die Küchenlogistik

mitunter enorm.

Hightech-Kühlgeräte

Längst hat die Digitalisierung auch die

Gastroküchen erreicht. Viele innovative

Kühlgeräte warten heute mit

viel Technologie auf, so etwa einer

Touchscreen-Steuerung oder der Wahl

verschiedener Kühlprogramme für

einzelne Einschubebenen.

Energiesparen mit Kühlanlagen

Mit durchschnittlich 200 bis

260 kWh/m 2 pro Jahr ist der Stromverbrauch

in der Gastronomie sehr

hoch. Dabei sind es vor allem Kühlgeräte,

die für den hohen Stromverbrauch

und die damit verbundenen

Kosten verantwortlich sind. Auch weil

Kühlgeräte im Gegensatz zu Herd und

Ofen ständig laufen müssen. Beim

Kauf von Kühl- und Gefrierschränken

sollte die Wahl daher in jedem Fall auf

eine hohe Energieeffizienzklasse fallen.

Ebenso sollten Kühlgeräte nicht in

unmittelbarer Nähe zur Heizung oder

zu anderen hitzeerzeugenden Geräten

positioniert werden. Eine bedarfsgerechte

Befüllung hilft genauso beim

Energiesparen wie die regelmäßige

Wartung der Geräte sowie die Kontrolle

der Kühltemperatur. Außerdem

nutzen viele Betriebe heute die Abwärme

von Kühlgeräten und Kälteanlagen

für Warmwasser oder gar die Heizung.

So lassen sich zumindest an anderer

Stelle wertvolle Energie und zusätzliche

Kosten einsparen.

Die passende Kühltechnik

Generell lassen sich die Kühlgeräte in

der Gastronomie in zwei Kategorien

einteilen: die Plus- und die Minusgeräte.

Wie der Name schon verrät,

kühlen die Plusgeräte bei Plusgraden

von 0 bis 10 Grad. Das sind

Kühlschränke oder Getränkekühler,

während die Minusgeräte bei Minusgraden

von bis zu -18 Grad Waren

länger frischhalten. Wenn es mal

schnell gehen muss, ist Schockfrosten

bzw. Schnellkühlen die richtige Lösung.

Bereits kompakteste Kühlgeräte



Achtsamkeit bedeutet,

behutsam zu sein.


Der sanfte Umgang

mit der Natur war uns

von Anfang an wichtig.

Wir verstehen die stetige Optimierung der

Kühlanlagen als Dienstleistung für unsere Kunden.

Über 30 CO 2 -Kältesyssteme wurden von

uns in Südtirol-Trient installiert und werden 365 Tage

im Jahr betreut.

CO 2 -Kälteanlagen nutzen natürliches, hocheffizientes

und umweltfreundliches Kältemittel.

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26

AKTUELL

Die Zukunft

ist elektrisch

Die Automobilindustrie befindet sich mitten in einem

radikalen Veränderungsprozess. Der Klimaplan der EU-

Kommission sieht vor, dass ab 2035 das Null-Emissions-

Ziel bei Neuwagen gelten soll. Wohin die Reise geht,

ist ziemlich klar, der Zeitplan aber auch bei Fachleuten

höchst umstritten.


AKTUELL

27

Die EU setzt auf eine bekannte Devise:

„Man muss das Unmögliche verlangen,

um das Mögliche zu erreichen.“

Über 90 Prozent sind aktuell noch mit

einem Diesel oder Benziner unterwegs,

nach wie vor ist der Verbrennungsmotor

der mit Abstand beliebteste Antrieb

am Markt. Verbrennungsmotoren

waren noch nie so ausgereift und gut

wie heute, während E-Autos noch eine

sehr lange Strecke zurücklegen werden

müssen, um diese technologische Reife

zu erlangen. Wenn man sich nämlich

die Gesamtenergiebilanz ansieht, also

von der Rohstoffbeschaffung über die

Herstellung bis hin zur Entsorgung,

schneiden E-Autos im Vergleich zu

Verbrennern deutlich schlechter ab.

Und das wird auch noch eine Zeit lang

so bleiben.

Verbrenner werden

E-Technologie überleben

Dazu passt auch die Aussage eines

Porsche-Ingenieurs, wonach der heutige

Verbrennungsmotor die heutige Technologie

der Elektro-Autos bei Weitem

überleben werde. Die Betonung liegt

auf „heutige“! Die Zukunft des Autos

wird elektrisch sein. Nur wird

der Übergang eben

nicht ganz einfach

werden, wie das bei

jedem anderen radikalen

technologischen

Wandel auch ist.

Das E-Auto der Zukunft

wird keines sein

mit einer Batterie

an Bord, die mehrere

Hundert Kilo wiegt. Es wird ein

elektrisches Auto sein, aber die Speicherung

der Energie wird über Wasserstoff

oder andere Technologien erfolgen.

In der heutigen Zeit besteht die Gefahr,

dass Käufer immer auf das nächste,

sehr viel bessere Modell warten und

den Neuwagenkauf trotz staatlicher

Förderungen immer wieder aufschieben.

Die Autohersteller wissen das

auch und versuchen, wie man etwa in

Deutschland sieht, E-Autos vor allem

über Leasingangebote abzusetzen. So

kann man als Konsument ein E-Auto

fahren, ohne es tatsächlich zu besitzen

und sich anschließend mit der Frage

beschäftigen zu müssen, wie man es zu

einem halbwegs vernünftigen Preis am

Gebrauchtwagenmarkt absetzen kann.

Automobilhersteller müssen derzeit

viele Milliarden Euro in die Entwicklung

der E-Mobilität investieren. Diese

Investitionen müssen über das laufende

Geschäft finanziert werden. Keiner

kann es sich leisten, mit dem Marktstart

so lange zuzuwarten, bis die Technologien

tatsächlich ausgereift sind.

Hybrid hat keine Zukunft

Technisch betrachtet, sind Hybride ein

völliger Nonsens. Man führt im Grunde

zwei Antriebstechnologien mit. Das

Zusatzgewicht liegt bei 200 bis 300 Kilogramm

je Fahrzeug. Hybride wurden

zu Beginn in Asien, vor allem in China,

entwickelt, weil dort der Verkehr in

den Ballungszentren für Verbrennungsmotoren

gesperrt werden wird. Dieses

Verbot soll jedoch nicht für E-Autos

und Hybride gelten. Vor diesem Hintergrund

macht die Hybrid-Technologie

aus rein praktischer Sicht schon Sinn.

Hybride sind eine Pseudolösung bis zum

Zeitpunkt, an dem es bessere Lösungen

geben wird – und das wird schon bald

der Fall sein.

Das Auto verliert an Bedeutung

Die Gesellschaft wandelt sich gerade.

Kaum einen jüngeren Menschen interessiert

es heute noch sonderlich, ob sein

Fahrzeug besonders schnell ist, viel Leistung

hat und seinen Status entsprechend

ausdrückt. Das Fahrzeug ist ein Mittel

der Fortbewegung. Die Menschen überlegen

sich vorher, wie und mit welchem

Verkehrsmittel sie wohin kommen. Unnötige

Fahrten mit dem Auto werden

vermieden. Wenn der Stellenwert

des Autos sinkt, steht der

Komfortaspekt auch nicht

mehr so im Mittelpunkt.

Der technologische Wandel

im Automobilbereich geht

also Hand in Hand mit

einem geänderten Mobilitätsverhalten

vonseiten der

Menschen.


28

AKTUELL

Die richtige Ladung fürs E-Auto

Elektroautos liegen im Trend. Allein

2020 waren ein Viertel der Neuzulassungen

in Südtirol Elektroautos.

Damit steigt auch die Nachfrage nach

der Ladeinfrastruktur. Diese sollte

gut gewählt sein.

Für den Kauf eines Elektroautos

steuern Staat und Land Südtirol

eine beachtliche Summe bei. So will

man alte „Stinker“ von der Straße

wegbringen und einen Beitrag zur

Erreichung der Klimaziele leisten. Das

E-Auto boomt derzeit in Südtirol, aber

auch im restlichen Europa. Vor der

Kaufentscheidung spielen Fragen nach

der Reichweite und Ausstattung eine

wichtige Rolle. Passt das E-Auto zu den

eigenen Fahrgewohnheiten und zur Lebenssituation?

Aber nur die wenigsten

denken bereits in dieser Phase darüber

nach, wie und wo sie das Auto künftig

laden möchten. Wallbox oder Ladesäule?

Und welche Technologie passt?

Generell empfiehlt es sich, nicht nur die

aktuellen Anforderungen an das Laden

daheim zu betrachten, sondern auch

einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Anforderungen an die Ladeinfrastruktur

Ladestationen bzw. Wallboxen für zu

Hause gibt es heute als einphasige

Variante mit einer Leistung von bis zu

7,4 kW oder als dreiphasige Variante mit

einer Leistung von bis zu 22 kW. Geht

es um die Wahl der richtigen Ladeinfrastruktur,

die auch noch zukunftsfit

sein soll, sollte man sich zunächst einige

Fragen stellen. Wie wird das Haus in

den kommenden Jahren mit Strom

versorgt werden? Ist vielleicht sogar die

Einrichtung einer Solaranlage geplant?

Will man künftig in einem Smarthome

leben? Welche Standards werden im

smarten Energienetz der Zukunft gelten?

Diese Fragen sind wichtig, um schließlich

die richtige Wallbox auszusuchen,

und nicht die, deren Preis am attraktivsten

ist. Denn günstigere Modelle sind

oft ausschließlich auf das reine Laden

ausgelegt und bieten keine Möglichkeit

einer Interaktion mit einer Smarthome-

Anlage oder einer Solaranlage. Will man

da später nachrüsten, kann es schnell

teuer werden oder es muss gar eine neue

Wallbox angeschafft werden.


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29

Fahren Sie grün in die Zukunft mit Selectra

Seit einigen Jahren gewinnt die Elektromobilität zunehmend

an Bedeutung, und somit wächst auch das Interesse

an intelligenten und nachhaltigen Ladeinfrastrukturen.

Der Elektrogroßhandel Selectra ist auch in diesem Fall der

richtige Ansprechpartner für Unternehmen und Privatpersonen

und bietet die ideale Ladestation für zu Hause

oder den Betrieb.

Aufgrund der Tatsache, dass Elektrofahrzeuge dort aufgeladen

werden, wo sie geparkt sind, ist die Bereitstellung

geeigneter Ladelösungen von entscheidender Bedeutung.

Mit Selectra die passende Lösung finden

Zum breiten Sortiment des Unternehmens gehören beispielsweise

die Wallbox-Ladestationen von MENNEKES: Sie lassen

sich in Privathäusern, Garagen oder in halb öffentlichen

Bereichen, wie z.B. auf Firmenparkplätzen für Mitarbeiter

oder Kunden, problemlos installieren.

Aber nicht nur das, auch die „klassischen“ Ladesäulen

wurden modernisiert und technisch auf den neuesten Stand

gebracht, um jetzt intelligenter, nachhaltiger zu sein und

damit unkomplizierte Ladelösungen zu bieten. Durch eine

weitere Option wird beim Anstecken des Ladekabels das

Fahrzeug erkannt und die Freigabe zum Aufladen erteilt. Dies

vereinfacht nicht nur dem Anwender das Leben, nein, auch

dem Betreiber der Lade infrastruktur, der nun auf komplette

Anwender-Systemlösungen, sei es für Aufladungen oder für

für Zahlungen, zurückgreifen kann.

Im Sortiment von Selectra befindet sich zudem eine Reihe von

Ladekabeln. Diese sind problemlos für alle Fahrzeuge geeignet

und können sowohl an Ladestationen als auch Wallboxen mit

Ladesteckdosen angeschlossen werden.

Das Team von Selectra berät Sie gerne rund um das Thema

Elektromobilität. Im Hauptsitz in Bozen finden Sie garantiert

die perfekte Lösung.

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30

AKTUELL

Regenwasser

nutzen,

Klima schützen

Ob Toilette oder Gartenbewässerung, Reinigungsarbeiten

oder gar die Waschmaschine. Regenwasser lässt sich im

Haushalt vielseitig nutzen, und im besten Fall kann man

damit bis zu 50 Prozent des täglichen Trinkwasserbedarfs

einsparen. Denn wer Regenwasser, das sowieso ganz ohne

Kosten vom Himmel fällt, nutzt, spart nicht nur Geld,

sondern auch wertvolle Trinkwasserressourcen.

Welche Anlage für den jeweiligen

Nutzer die richtige ist, hängt

von verschiedensten Faktoren ab. Da

ist zum einen die Größe der Dachfläche,

von der das Regenwasser in

den Tank läuft entscheidend, zum

anderen sind auch die Anzahl der

Personen im Haushalt und allen voran

natürlich der Nutzungsumfang des

Regenwassers von Bedeutung. Wer

Waschmaschine, Toilettenspülung und

die Gartenbewässerung anschließen

möchte, hat einen größeren Wasserbedarf.

Wer hingegen lediglich seinen

Garten und die Pflanzen am Balkon

mit Regenwasser versorgen möchte,

kommt verständlicherweise mit einem

kleineren Tank aus.

Worauf es ankommt

Regenwasser, das man später für verschiedenste

Zwecke nutzen möchte,

muss zuerst gereinigt und gefiltert

werden. Möglich machen das eigene

Regenwasseranlagen. Bereits auf dem

Dach wird das Wasser in ein eigenes

Rohr geleitet. Ein Filter im Rohr

dient dazu, grobe Unreinheiten bereits

aufzuhalten. Über das Rohr gelangt das

Wasser nun in einen unter der Erde

liegenden Regenwasserspeicher. Je nach

Bedarf können diese Speicher bis zu

9.000 Liter Regenwasser fassen. Erneut

kommt es im Regenwasserspeicher zu

einer Trennung von Schmutzpartikeln

und „sauberem“ Wasser, das von einer

Pumpe angesaugt und dorthin gepumpt

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AKTUELL

31

wird, wo es benötigt wird. In die vom

Dach führenden Fallrohre zusätzlich

eingebaute Filtersysteme können

zudem Keimbildung vermeiden und

garantieren eine noch bessere Wasserqualität.

Regenwasser hat außerdem

den Vorteil, dass es von Natur aus kalkund

chlorfrei ist. So bleiben die Rohre

länger geschützt.

Anlagen zur Gartenbewässerung

Wer das Regenwasser nicht für die

Toilettenspülung oder die Waschmaschine

nutzen möchte, kann bereits mit

einer Regenwassernutzungsanlage für

die Gartenbewässerung einen wichtigen

Beitrag für die Umwelt leisten und spart

gleichzeitig Geld. Und weil das Regenwasser

eine geringe Wasserhärte aufweist

und anders als Trinkwasser mit keinen

konservierenden Zusätzen versetzt ist,

bekommt es den Pflanzen meist besser.

Die einfachste und wohl auch preisgünstigste

Art, Regenwasser für den

Garten nutzbar zu machen, ist, eine

offene Tonne unterhalb eines Regenrinnenablaufs

zu positionieren. Der

Nachteil: Bei viel Regen kann die Tonne

schnell überlaufen und sie hat ein

relativ begrenztes Fassungsvermögen.

Für die Bewässerung größerer Gärten

lohnt sich deshalb meist ein Erdtank

mit einem Fassungsvermögen von ca.

4.000 Kubikmeter. Dieser wird in der

Erde versenkt. Die Entnahme erfolgt

über eine Pumpe. Ein weiterer Vorteil

ist, dass der Erdtank direkt in die automatische

Gartenbewässerung integriert

werden kann.

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Kläranlage Meran

OEG2 – ein musterhaftes Verwaltun

Kontinuität und Effizienz für den Umweltschutz sind

die Prinzipien, welche die eco center AG bei der Verwaltung

des einheitlichen Abwasserdienstes des optimalen

Einzugsgebiets 2 befolgt. Zahlreiche Projekte wurden in

Angriff genommen, um den Dienst zu rationalisieren.

Die 58 Gemeinden des OEG2 der Provinz Bozen, welches

Bozen, Burggrafenamt, Salten/Schlern und Überetsch/Unterland

umfasst, haben 2006 dem eco center den

einheitlichen Abwasserdienst anvertraut. Der Gesellschaft,

die seit über 25 Jahren die größten Kläranlagen Südtirols

führt, wurden weitere zehn kleine Anlagen anvertraut.

Seit vielen Jahren betreibt eco center einen Rationalisierungsprozess,

der zur Schließung kleiner Anlagen, zur

Erweiterung und Modernisierung der bestehenden Anlagen

und zum Bau neuer Anlagen geführt hat, stets mit besonderer

Bedachtnahme auf die Energieeffizienz. Zahlreich sind

die Eingriffe, die an der Kanalisation vorgenommen wurden.

Alle Kläranlagen, Pump- und Messstationen des Einzugsgebiets

können aus der Ferne überwacht werden.

Kanalisation

eco center verwaltet derzeit 250 Kilometer übergemeindliche

Hauptsammler und alle mit ihnen zusammenhängenden Infrastrukturen,

darunter 21 Pumpstationen, elf Rückhalte- und

Ausgleichsbecken und 60 Messstationen. Außer um das eigene

Leitungsnetz kümmert sich die Gesellschaft auch um 29 Pumpstationen

und 7 km Leitungen von Mitgliedsgemeinden.

Foto © eco center AG

Pumpstation Sigmundskron

Foto © eco center AG

Kläranlage Bozen


33

Foto © Tappeiner GmbH

Hauptsammler Bozen

gssystem

Foto © Goller Boegl GmbH

Das gesamte Leitungsnetz wird mittels Videoinspektionen

ständig kontrolliert. Schadhafte und/oder veraltete Leitungen

werden hauptsächlich mit der No-dig-Technologie

saniert, d.h. ohne Aushub und daher mit einer geringeren

Umweltbelastung als bei der herkömmlichen Technologie.

Unter den wichtigsten durchgeführten Vorhaben sind der

neue Hauptsammler von Bozen, die Sanierung des Hauptsammlers

Burgstall-Bozen, die neuen Sammler von Montiggl

und von Kompatsch und Saltria auf der Seiser Alm zu

nennen.

Kläranlagen

Derzeit betreibt eco center 22 Kläranlagen und behandelt

ca. 39 Mio. Kubikmeter Abwasser pro Jahr.

2011 hat eco center damit begonnen, die Abwässer der kleinen

Kläranlagen in die größeren abzuleiten. Diese Entscheidung

bringt verschiedene Vorteile hinsichtlich Umweltschutz

und Anlagenführung mit sich. Die

wichtigsten Vorteile bestehen in der

erzielbaren höheren Reinigungsleistung

– bei geringeren spezifischen

Behandlungskosten – und in einer

besseren Funktionskontrolle, denn

die größeren Anlagen sind mit

Personal besetzt. Außerdem ist zu

unterstreichen, dass kleine Anlagen

in ökologisch besonders sensiblen

Gebieten aus Umweltschutzgründen

OEG2

Einzugsgebiet: 58 Gemeinden

Kläranlagen: 22

Gereinigtes Abwasser: 39 Mio. m 3 /Jahr

Kanalisation: 250 km

Pumpstationen: 21

Rückhalte- und Ausgleichsbecken: 11

Messstationen: 60

(z.B. innerhalb geschützter Zonen wie der Naturparks) und

aus touristischen Gründen aufgelassen werden.

Ab 2011 wurden zunächst Kläranlagen in der Bezirksgemeinschaft

Salten-Schlern, nämlich Völs, Seis, Kastelruth

und Kompatsch, und anschließend die Kläranlagen von

Andrian, Tiers, Saltria und Montiggl geschlossen. Ende

dieses Jahres ist die Schließung der Kläranlage Eggental und

binnen 2023 jene der Kläranlage Mölten vorgesehen.

Seit 2007 legt eco center besonderes Augenmerk auf die

Energieeffizienz der Kläranlagen. In allen Hauptanlagen

wurden die Blockheizkraftwerke ausgetauscht, das Luftverteilungssystem

in den Belebungsbecken wurde erneuert und

die Schlammentwässerung verbessert.

Unter den wichtigsten durchgeführten Vorhaben sind die

Schlammentwässerungsanlage Bozen, der Bau des dritten

Faulturms der Anlage von Meran, die Vorbehandlungsanlage

mit Hochlast-Faulung der Abwässer der Firma VOG

in Branzoll, der Ausbau der Kläranlage

Pontives und die neue Kläranlage von

Salurn zu nennen. In den nächsten Jahren

sind die Erweiterung der Kläranlage

Meran und der Bau des dritten Faulturms

von Bozen vorgesehen.

eco center AG

Rechtes Eisackufer 21 A I 39100 Bozen

Tel. 0471 089 500

info@eco-center.it | www.eco-center.it


34

AKTUELL

Speicherung von Wasserstoff

GKN Sinter Metals Bruneck hat eine

neue Technologie entwickelt. Die

100 Prozent recycelbare Produktpalette

von GKN Hydrogen wurde in

den letzten Jahren insbesondere in

Bruneck entwickelt und verfeinert.

Heute ist sie die zuverlässigste und

sicherste Wasserstoffspeicherlösung

auf dem Markt.

Die robusten Systeme erzeugen

grünen Wasserstoff aus schwankenden

erneuerbaren Energiequellen und

speichern ihn kompakt und sicher in

Metallhydrid über lange Zeiträume.

Bei Bedarf kann der grüne Wasserstoff

direkt genutzt oder in Strom und Wärme

für eine Vielzahl von Anwendungen

zurückverwandelt werden. Das

skalierbare Systemdesign ermöglicht

maximale Vielseitigkeit von Notstromversorgung

und

netzunabhängiger

Energieversorgung

bis hin zu

Wohnkomplexen,

Seeverkehr und

Großindustrie.

Peter Oberparleiter,

Chief Executive Officer

bei GKN Powder Metallurgy: „GKN

Hydrogen ist ein unglaublich spannender

Vorstoß, der eine Schlüsselrolle

an der Spitze der Energiewende

spielen wird. Mit einer hochmodernen

Technologie mit weitreichenden Anwendungsmöglichkeiten

und großem

Entwicklungsspielraum tragen wir dazu

bei, das weltweite Problem der Wasserstoffspeicherung

zu lösen und saubere

Energie für alle verfügbar zu machen

– grün, sicher und kompakt.“

Kompetenzzentrum für Wasserstoff

GKN Sinter Metals Bruneck hat mit

der Entwicklung dieses Systems einen

wesentlichen Beitrag geleistet und

gilt innerhalb der globalen Firmengruppe

als Kompetenzzentrum für

Wasserstoff. Verschiedene

HY2MEGA

Der weltweit größte Wasserstoffspeicher

mit Metallhydrid,

bis zu 300 kg können darin

gespeichert werden

Demonstratoren wurden zu diesem

Zweck in Bruneck entwickelt und

gebaut, um die Entwicklung dieser innovativen

und revolutionären Technik

voranzutreiben. Hierzu führt Gottfried

Rier, Chief Technology Officer

bei GKN Powder Metallurgy aus:

„Wasserstoff ist für mich der Energieträger

der Zukunft. Grüne und erneuerbare

Energieressourcen können nur

dann nachhaltig und effizient genutzt

werden, wenn sie sicher und CO 2-

neutral gespeichert werden können.

Mit der Speicherung von Wasserstoff

in Metallhydriden haben wir von

GKN eine Lösung entwickelt, die eine

sichere und umweltfreundliche Speicherung

der natürlichen Energieressourcen

ermöglicht. Unsere

neu entwickelten Energiemanagement-Systeme

speichern überschüssige

Energie in Wasserstoff und

stellen diese dem Verbraucher

wieder bedarfsgerecht

zur Verfügung.“

Eine hohe Flexibilität

„Durch unsere Systeme können wir

Lösungen in den verschiedensten An-


AKTUELL

Heiz- und

Kühldecke

Alles Gute kommt

von oben!

35

Hier zum Video

wendungsbereichen anbieten. Sie reichen von der Notstromversorgung

über eine autarke und unabhängige Energieversorgung

bis hin zur industriellen Nutzung. Damit ebnen wir

den Weg für eine nachhaltige CO 2-neutrale Energieversorgung.“

Mit der Gründung von GKN Hydrogen, dem zweiten

Geschäftsbereich neben GKN Additive, der sich auf innovative

Technologien konzentriert, stärkt GKN Powder Metallurgy

seine Position als Anbieter von zukunftsweisenden

Technologielösungen. GKN Hydrogen nutzt die weltweit

führende Position des Unternehmens bei Pulvermetall-Lösungen

und leistet Pionierarbeit bei der sicheren, emissionsfreien

Speicherung von grünem Wasserstoff, um Organisationen

und Gesellschaften auf der ganzen Welt dabei zu helfen, ihre

Ziele in Bezug auf Kohlenstoffneutralität heute und in den

kommenden Jahren zu erreichen.

Weltweit führender Anbieter

HY2MINI System in Bruneck

Energiespeichersystem mit Wasserstoff

mit einer Kapazität von bis 450 kWh

GKN Powder Metallurgy ist der weltweit führende Anbieter

von Pulvermetall-Lösungen, von hochentwickelten Metallpulvern

bis hin zu Hochleistungs-Sintermetallkomponenten.

Auf Basis seiner starken Kernkompetenzen beschleunigt das

Unternehmen seine Expansion in die zukünftigen Wachstumsbereiche

Additive Manufacturing und Wasserstoffspeicherung.

Als eigenständige Geschäftseinheit der Melrose

PLC umfasst GKN Powder Metallurgy heute vier Geschäftsbereiche:

GKN Powders, GKN Sinter Metals, GKN Additive

und GKN Hydrogen. Insgesamt beschäftigt GKN Powder

Metallurgy über 6.000 Problemlöser an 29 Standorten

und setzt damit sein globales Technologienetzwerk auf den

höchsten Standard.

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36

AKTUELL

Nutzung von Wasserstoff

Grüner Wasserstoff ist dort eine nachhaltige

Alternative, wo heute Benzin,

Diesel, Kerosin und Schweröl zum

Einsatz kommen. Er bietet gleichzeitig

den gewohnten Komfort von

großen Reichweiten und schnellen

Tankvorgängen.

Brennstoffzellen zeichnen sich durch

eine hohe Effizienz aus und verursachen

außer Wasserdampf keine Emissionen

– im Gegensatz zum direkten

Verbrennen von Wasserstoff in Motoren

und Turbinen. Das Deutsche Luft- und

Raumfahrtinstitut (DLR) entwickelt

sowohl spezielle Brennstoffzellen als

auch neuartige Wasserstofftanks für

den mobilen Einsatz und integriert sie

in die jeweiligen Gesamtsysteme, seien

es Autos, Busse, Lastwagen, (Lasten-)

Fahrräder, Züge, Flugzeuge oder Schiffe.

Wasserstoffbasierte Antriebslösungen

haben gegenüber Batteriekonzepten

deutliche Vorteile, wenn es darum geht,

schwere Lasten über weite Strecken zu

transportieren.

Wasserstoffmobilität für Straße,

Schiene, Luft und See

Brennstoffzellenfahrzeuge für den

Individualverkehr sind bereits auf dem

Markt erhältlich. Die DLR-Fachleute

analysieren deren Markt- und Einsatzpotenziale.

Brennstoffzellenzüge sind

auf Strecken ohne Oberleitung eine

emissionsfreie Alternative zu Dieseltriebwagen.

Das DLR hat in einer Studie

den Markt für Züge mit hybriden

Antriebskonzepten untersucht sowie

gemeinsam mit dem Schienenfahrzeughersteller

Alstom den weltweit ersten

Brennstoffzellentriebzug entwickelt und

erprobt. Weitere Züge und Testregionen

sollen folgen. Erste Busse mit Brennstoffzelle

fahren bereits in Pilotprojekten

auf den Straßen, und mehrere

Hersteller entwickeln Lkw mit dieser

Antriebsform.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf

der Nutzung von Wasserstoff für die

Energieversorgung von Schiffen. Die

Fachleute forschen an Aspekten wie

Lebensdauer, Alltagstauglichkeit und

der besonders effizienten Integration

solcher Systeme, wenn zum Beispiel auf

einem Schiff Strom für den Antrieb und

gleichzeitig Kälte für die Kühlung der

Fracht gebraucht wird. Gemeinsam mit

Unternehmen und Forschungseinrichtungen

arbeitet das DLR außerdem daran,

maritime Antriebe zu untersuchen.

Wasserstoff für

modifizierte Gasturbinen

In der Luftfahrt kann Wasserstoff als

Treibstoff in modifizierten Gasturbinen

zum Einsatz kommen. Dies ist

besonders für große Flugzeugklassen

interessant, erfordert allerdings die

Entwicklung luftfahrttauglicher Wasserstoffspeicher

und neuer Brennkammersysteme.

Das Fliegen mit Brennstoffzelle

und elektrischen Antrieben stellt

bisher eine sehr komplexe technische

Herausforderung dar, verspricht aber

besonders leise, effizient und emissionsfrei

zu sein. Darüber hinaus können

flüssige synthetische Treibstoffe auf

Wasserstoffbasis das Fliegen deutlich

nachhaltiger machen. Ihr Einsatz könnte

in Zukunft nicht nur in der Luftfahrt

gefragt sein, sondern auch überall dort,

wo sich konventionelle Antriebe nicht

ohne Weiteres durch klimafreundliche

Alternativen wie Batterien oder Brennstoffzellen

ersetzen lassen. Antriebskomponenten

und Infrastruktur müssen

dafür meist nur geringfügig angepasst

werden. Institutsübergreifend werden

die chemisch-physikalischen Eigenschaften

solcher klimaneutralen Treibstoffe

sowie deren Leistung, Zusammensetzung

und wirtschaftliche Produktionswege

untersucht.

Grüner Wasserstoff für Strom,

Wärme und die Industrie

Auch der Energiesektor kann in Zukunft

vom Allround-Talent unter den

Energieträgern profitieren. Mit Brennstoffzellen

und Gasturbinen lassen sich

regelbarer Strom und regelbare Wärme

erzeugen. Beides ist im Energiesystem

von morgen, das auf schwankenden

erneuerbaren Quellen beruht, eine

zentrale Voraussetzung. So können

Verbrauchsspitzen ausgeglichen werden.

Dabei gilt es, möglichst hohe Wirkungsgrade

zu erreichen.

Für die Umrüstung von bereits sehr

effizient arbeitenden Gaskraftwerken

auf Wasserstoff sind nur geringe Anpassungen

notwendig. Aktuell forscht

das DLR gemeinsam mit Turbinen- und

Kraftwerksherstellern auf dem Gebiet

der Brennstoffflexibilität und entwirft

Konzepte, wie Gemische aus Erdgas

und Wasserstoff möglichst stabil und

schadstoffarm verbrennen. Darüber

hinaus beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftler mit der

Industriefähigkeit von Wasserstofftechnologien:

Zusätzlich zum Einsatz von

Wasserstoff in Gasturbinenkraftwerken

kann regenerativ hergestellter Wasserstoff

als Reduktionsmittel genutzt werden,

zum Beispiel in der Stahlherstellung

oder zur Ammoniaksynthese.


AKTUELL

37

Nachhaltig versickern

statt versiegeln

Dank versiegelungsfreier Bodenbefestigungen

können Flächen nachhaltig

geschützt und gleichzeitig

nutzbar gemacht werden. Das hat

nicht nur ökologisch, sondern auch

wirtschaftlich positive Folgen.

Der Boden stellt für Mensch und

Natur eine wichtige Lebensgrundlage

dar. Er speichert das

Regenwasser, bietet Lebensraum für

verschiedenste Arten und sorgt dafür,

dass es in unseren Siedlungsgebieten

und insbesondere den Städten nicht

zu heiß wird. Doch je mehr Boden

versiegelt wird, desto schlimmer sind

die Folgen: überlaufende Drainagen,

überflutete Innenstädte, teure Regenrückhaltemaßnahmen.

Ein schnelleres

Aufheizen tagsüber und eine geringere

Abkühlung in der Nacht führen zu

einer Überwärmung der Innenstädte

in den Sommermonaten.

Innovative Bodengitter

Um dieser Tendenz entgegenzuwirken

und die Folgen versiegelter Bebauung

zu vermeiden, setzen Planer und

Bauherren für die Bodenbefestigung

und -stabilisierung immer öfter auf

versiegelungsfreie Bodenbefestigungssysteme.

Dank innovativer Bodengitter

können Regen und Tauwasser

ungehindert versickern. Aufwändige

Drainagen oder Regenrückhaltemaßnahmen

sind nicht mehr notwendig

und im Winter gibt es dank der Bodengitter

weniger Räumaufwand und

weniger Vereisungsgefahr. Bodengitter

sind eine gute Alternative, wenn es

um die Umgestaltung vorhandener Flächen

oder eine Neuanlage geht.

Aus alt mach neu: Bodengitter

aus recyceltem Kunststoff

Mittlerweile gibt es zahlreiche Bodengitter

aus Kunststoff am Markt, die man

nach Herzenslust begrünen, bepflanzen

oder anderweitig befüllen kann.

Allerdings sollte man bei der Wahl des

Gitters stets auf den Sicherheitsverbund

und die Witterungsempfindlichkeit

achten. Mit einem Belastungswert von

800 Tonnen pro Quadratmeter steht

das Kunststoffbodengitter seinen Konkurrenten

aus Metall um nichts nach.

Hergestellt werden die innovativen

Gitter aus eigens recycelten Kunststoffen.

Moderne Qualitätsbodengitter aus

Kunststoff sind echte Hochleistungsteile.

Sie finden nicht nur bei öffentlichen

Bauten Anwendung, sondern haben seit

Jahren auch den Einzug in das private

Bauen gefunden.

ECORASTER

Versiegelungsfreie

Oberflächengestaltung

für eine grüne Welt

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Obst- und Weinbau

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in der Tierhaltung

Gehwege


38

AKTUELL

Schluss mit

Einwegplastik

Seit 3. Juli 2021 hat die EU den Verkauf

von bestimmten Einwegprodukten

aus Plastik erschwert. Trinkhalme

und Einweggeschirr aus Plastik sollen

weitestgehend der Vergangenheit

angehören. Bioplastik hingegen ist

aber in Italien weiterhin erlaubt.

Verbraucher und Produzenten haben

sich an die neue Situation angepasst.

Auch in Südtirol.

Trinkhalmen, Rührstäbchen, Kaffeebechern,

Grillgeschirr, Wattestäbchen

und anderen Alltagsartikeln

aus Plastik hat die EU den Kampf

angesagt. Denn diese Produkte finden

sich laut EU-Kommission häufig an

europäischen Stränden wieder. Das

neue EU-Verbot soll Müll vermeiden

und die Meere schützen. Denn das

Plastik zerbröselt mit der Zeit im

Wasser zu kleinsten Teilchen, die

auf unbestimmte Zeit in der Umwelt

verbleiben. Viele Fische und Vögel

sterben daran, und über den Verzehr

von Fischen gelangt das Mikroplastik

häufig auch auf unsere Teller.

Das Verbot, das seit 3. Juli 2021 in

Kraft ist, hat dazu geführt, dass sich

ein riesiger neuer Markt für Alternativen

zu Einwegplastik entwickelt


AKTUELL

39

hat. Einige davon sind schon länger

bekannt, wie beispielsweise Einweggeschirr

aus Holz oder PLA, einem

Kunststoff, der meist aus Zuckerrohr

gewonnen wird.

Diese Verpackung kann man essen

Verpackungen werden zunehmend

durch pflanzliche Materialien

ersetzt. Die ein oder andere Kuriosität

inklusive: Besteck aus Brotteig,

Verpackung aus Algen oder Seegras

oder Schüsseln und Schalen aus

einer Weizen- und Roggenmehlmischung,

Rapsöl, Wasser und Salz. An

Möglichkeiten des Plastik-Ersatzes

wird derzeit intensiv gearbeitet. Dabei

wird auch auf einen nachhaltigen

Produktionsprozess Wert gelegt.

Plastikfreie Trinkhalme made in Südtirol

Seit den 1970er-Jahren hat sich die

Südtiroler Firma Alpiplast als Hersteller

von PP-Trinkhalmen auch international

einen Namen gemacht und

beliefert bekannte

Getränkemarken

und die Gastronomie.

Mit einem

neuen, nachhaltigen

Produktportfolio

reagiert man nun auf

die Veränderungen am

Beispiel eines biologisch abbaubaren

Halms aus Zuckerrohr,

welcher sich in seiner Haptik

kaum von einem PP-Halm

unterscheidet, aber trotzdem

umweltfreundlich ist

Markt. Die biologisch

abbaubaren Trinkhalme

Brick und in U-

Form sind in verschiedenen

Dimensionen, Farben

und Formen erhältlich und

können auch personalisiert

werden. Hergestellt werden

sie je nach Produktlinie aus

einem kompostierbaren und

komplett biologisch abbaubaren

Bio-Polymer, aus Lignin,

einem Material aus der Papierherstellung,

aus Kaffeegranulat,

Zuckerrohr oder Papier. Daneben

vertreibt das Unternehmen aus

Partschins auch Trinkbecher und

Deckel aus 100 Prozent frischer

Zellulose.

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40 PORTRAIT

Foto © Daniel Demichiel

Klaus Mutschlechner, Geschäftsführer

der Firma Intercable, einer

der wichtigsten Zulieferer für alle

Premium-Fahrzeughersteller im Bereich

E-Mobilität und Präsident des

Netzwerks „Automotive Excellence

Südtirol“, dem Zusammenschluss von

sechs Südtiroler Firmen, die Zulieferer

für die weltweite Automobilindustrie

sind. Kein E-Auto in Europa fährt

ohne Südtiroler Komponenten!

In seiner - gering bemessenen - Freizeit

zieht der Pusterer mit seiner Frau und

seinen beiden Kindern zwar Wassersport

wie Surfen, Kitesurfen und Wasserski

vor, aber Klaus Mutschlechner

ist auch ein Wanderer. Nicht in den

Bergen, sondern zwischen heute und

der Zukunft. Er lebt und bestimmt

das Heute, hat den Kopf aber schon

im Morgen, kennt und beeinflusst die

Entwicklungen der nächsten Jahre.

Sich Herausforderungen zu stellen ist

sein Metier; dabei stellt er höchste

Ansprüche nicht nur an sich selbst,

sondern auch an seine Mitarbeiter.

Manchmal zu viel, wie er zugibt.

Zeitwanderer

Klaus Mutschlechner ist ein Techniker, durch und durch

konkret, aber soziale Beziehungen, menschlicher

Kontakt und Vertrauen im Umgang haben einen hohen

Stellenwert bei ihm. Weltoffen und menschenorientiert

ist ein Motto seines Unternehmens.

Europa-Challenge:

CO 2-Neutralität bis 2035

Das EU-Ziel der CO 2-Neutralität bis

2035 ist ein hochgestecktes, ehrgeiziges

Ziel, das ihm entspricht. Ob es

termingerecht zu erreichen ist, sagt

er, sei allerdings dahingestellt, aber

zumindest habe Europa eine klare

Zielrichtung! „Wir denken in Modellzyklen,

und es wird mindestens zwei

bis drei brauchen, um die Umstellung

zu vollziehen.“ Wobei er zu bedenken

gibt, dass die Verbrennungsmotoren,

auch wenn sie Auslaufmodelle sind,

noch nie so gut waren wie heute.

Mit seiner Firma Intercable ist

Mutschlechner Mitglied im Automotive

Netzwerk Südtirol. Ein Zusammenschluss

von sechs Südtiroler

Unternehmen, die zu den Marktführern

der E-Mobilitäts-Branche zählen,

d. h. in der Komponentenherstellung

für E-Autos. Mit Intercable sind das

GKN Driveline und GKN Sinter

Metals, Alupress sowie Autotest und

Abuscom. Die Kunden der Automotive-Partner

sind u. a. die sogenannten

Premium-Fahrzeughersteller wie


PORTRAIT

41

Mercedes, BMW, Audi, Volkswagen

und Porsche.

Die Intercable Gruppe zählt über 2000

Mitarbeiter in 11 Niederlassungen

in Europa und Übersee: China, USA,

Italien, Slowakei, Deutschland und

Österreich. Vor COVID war Klaus

Mutschlechner nicht nur ein Zeitreisender,

sondern auch ständig zwischen

den Kontinenten unterwegs. Auch

wenn er als leidenschaftlicher Techniker

mit den digitalen Medien auf Du

und Du ist, die persönliche Begegnung

können sie seiner Ansicht nach nicht

ersetzen. Bis zu einer nächsten Reise

nach China wird er sich aber noch

gedulden müssen: Voraussichtlich erst

nach der Olympiade 2022.

„Wir haben rechtzeitig einen

neuen Trend erkannt“

Hat Klaus Mutschlechner vor 15

Jahren schon eine Entwicklung

vorhergesehen und das Unternehmen

auf einen neuen, zukunftsweisenden

Kurs gebracht? Der Kurs habe sich

fast von selbst ergeben, meint der

Geschäftsführer von Intercable. Das

Brunecker Unternehmen war von jeher

spezialisiert auf isolierte Leitungen

und Komponenten, die hohe Ströme

übertragen. „Wir haben rechtzeitig

einen neuen Trend erkannt und unser

Know-how einbringen können.“ Die

Qualitätsanforderungen sind extrem

hoch. Klaus Mutschlechner: „Wenn etwas

nicht funktioniert, fährt das Auto

im besten Fall nicht, im schlimmsten

brennt es!“

Die Wurzeln der Intercable sind

in Bruneck und auch wenn es eine

Herausforderung ist, hochqualifizierte

Arbeitskräfte in Südtirol zu

finden, werden das Headquarter und

die Denkfabrik des Unternehmens

im Pustertal bleiben, unterstreicht

Mutschlechner. Das Personalproblem

löse sich durch eine besondere Qualität

der Südtiroler, die so manches

Manko an Qualifikation wettmachen

könne. Die Südtiroler Arbeitskräfte

zeichneten sich durch ihre besondere

Hartnäckigkeit und großen Fleiß aus.

Nebenbei sind das Eigenschaften,

die er bei sich selbst als sehr positiv

bewertet. „Bei uns gibt man nur Briefe

auf, sonst nichts“, scherzt er. Synergien

mit der Universität und den Fachoberschulen

sowie spezifische Ausbildungsprogramme

sollen dazu beitragen,

geeignete Arbeitskräfte heranzubilden.

Und wer beruflich von auswärts nach

Südtirol kommt, findet im Pustertal

nicht nur ein wundervolles Umfeld,

sondern bei Intercable auch jede

erdenkliche Hilfestellung, angefangen

von der Suche nach der passenden Unterkunft

bis hin zu einem qualifizierten

Arbeitsplatz für den Partner.

Der Zukunft der E-Mobilität sieht

Mutschlechner jedenfalls mit großem

Optimismus entgegen. Die Automobilbranche

hatte zwar durch Corona

große Einbußen, die Partner von

Automotive konnten hingegen ihren

Wettbewerbsvorsprung noch weiter

ausbauen, der E-Automarkt boomt.

Zukunftsmusik

Heute sind Elektroautos noch teuer

und leiden unter der begrenzten

Reichweite. In Zukunft, so der Präsident

von Automotive, werden die

Batterien leichter, die Reichweite erweitert

und die Kosten sinken. Klaus

Mutschlechner denkt und spricht in

konkreten Bildern: „Das ist wie mit

den Handys. Die ersten waren schwer

wie ein Ziegelstein, fungierten nur als

Telefon und waren sehr kostspielig.

Heute, nach wenigen Jahren, passen

die modernen Smartphones in jede

Hosentasche, ersetzen einen Computer

und sind erschwinglich für jeden.“

Auch die Modalitäten werden sich

ändern. „In ein paar Jahren werden

wir Autos nicht mehr kaufen, sondern

leasen. Die Batterien können

nach vier, fünf Jahren, wenn sie nur

mehr 60 Prozent ihrer ursprünglichen

Ladekapazität haben, die für

ein Auto nicht mehr ausreichen,

für weitere fünf bis zehn Jahre im

Wohnbereich eingesetzt werden. Es

wird Lösungen für neue Rohstoffe

und für das Recycling geben … Zukunftsmusik,

die Klaus Mutschlechner

schon heute hört.


42 FRAGEN AN DEN EXPERTEN

Fragen an

den Experten

Die Radius-Themenausgaben informieren und

vermitteln zeitgemäßes Wissen in kompakter

Form. In dieser Rubrik beantworten unsere

Experten aktuelle Fragestellungen. In dieser

Ausgabe werden zum übergeordneten Thema

„Nachhaltiges Unternehmertum und Digitalisierung

für mehr Verantwortung“ einige spezielle

Detailfragen geklärt.

Waltraud M., Bozen: Als international

tätiger Verarbeitungsbetrieb für Obst

und Gemüse haben wir uns in den

vergangenen Monaten sehr gut entwickelt.

Nun wollen wir im Hinblick

auf ein angestrebtes Wachstum das

Produktionsgebäude erweitern. Diese

große Investition motiviert uns, das

Unternehmen bis 2030 gleichzeitig

komplett klimaneutral zu stellen.

Wo rauf müssen wir jetzt achten?

Rainer M Sigmund: Klimaneutralität

ist wohl das Endziel, das jetzt alle

Geschäftsstrategien neu definiert und,

wenn Sie es richtig anwenden, auch

Investitionsentscheidungen im Immobilienbereich

vorantreibt. Offensichtlich

wird nun allen Unternehmen eine

unbedingte Notwendigkeit vor Augen

geführt, dennoch sind international

viele noch weit von einer „Netto-

Null-Zukunft“ entfernt (letzte Studien

belegen über 80 %). Also ja, reihen

Sie sich in eine wachsende Gruppe

zukunftsorientierter Unternehmen

ein! Nehmen Sie es mit der Nachhaltigkeit

ernst und seien Sie ein Vorbild!

Der Umbau bzw. die Erweiterung

der Betriebsstätte ist ein ausgezeichneter

Moment, um ganzheitlich an

den Stellschrauben zu drehen. Wir

befassen uns als Geschäftsentwickler

aktuell natürlich besonders stark

mit diesen Themen in Projekten und

Foren, lassen Sie mich einige wichtige

Erkenntnisse mit Ihnen teilen.

1. Machen Sie Ihr Geschäftsmodell

zukunftssicher!

Der anstudierte Anspruch auf eine

lineare finanzielle Rendite reicht

nicht mehr aus. Es müssen heute

Kriterien berücksichtigt werden, die

über kurzfristige finanzielle Aspekte

hinausgehen; insbesondere soziale

und ökologische Auswirkungen. Das

Geschäftsmodell mit einem bewussten

Nachhaltigkeitsstrategie zu flankieren,

in die Arbeitsabläufe und in das

Leistungsportfolio einzubetten und

dauernd auszubauen ist fundamental.

Dies erfordert Zeit, Mühe und finanzielle

Investitionen, aber es wird einen

begeisternden Wandel bewirken.

2. Daten müssen in Ordnung

gebracht werden!

Analysen und Berichterstattungen zu

Fortschritten im Unternehmen sind

ein komplexer und bürokratischer

Aufwand, der durch Unmengen

von Daten oft schlechter Qualität

oder unnötiger Datensätze oft sehr

schwierig ist. Zahlreiche Softwarelösungen

mit fortschrittlichen

Technologien sorgen für Klarheit

und unterstützen Entscheidungsfindungsprozesse

nachhaltig. Gezielte

Investitionen in Wissen, also Data-

Analysten, für die Geschäftsentwicklung

und eine intelligente Automatisierung

in der Infrastruktur helfen

Ihnen, im Vergleich zum Mitbewerber

fortschrittlich zu sein.

3. Wir können unsere eigenen Klimaziele

nicht erreichen, wenn unsere

Kunden nicht dasselbe tun!

Jedes Unternehmen hat einen unterschiedlichen

CO 2-Fußabdruck, und

jede Lieferkette bringt so ihre eigene

Komplexität mit sich. Keiner von uns

wird durch die eigenen Anstrengungen

komplette Klimaneutralität erreichen

können. Damit Sie also Ihre Ziele für

2030 erreichen können, müssen Sie

Lieferanten und Kunden dazu bringen,

eigene Ziele zu definieren und

schnellstens zu erreichen.

4. Je mehr wir jetzt tun, desto weniger

werden wir auf Ausgleichsmaßnahmen

angewiesen sein.

Unsere 2020er-Jahre sind der Wendepunkt.

Auch wenn es wichtig ist, ein

endgültiges Netto-Null-Ziel zu haben,

sind die Etappenziele in den nächsten

zehn Jahren noch viel wichtiger. Durch

eine wissenschaftlich fundierte Objektivierung

Ihrer Scope-1-, Scope-2- und

idealerweise auch Scope-3-Emissionen

können sie die Grundlage für eine

kurz-, mittel- und langfristige Planung

schaffen. Dies auch, um auf mögliche

Finanzierungs- und Förderungsansprüche

vorbereitet zu sein.

5. Schlussendlich noch im Hinblick

auf die Erweiterung Ihres Produktionsgebäudes:

Was wir heute bauen,

muss im großen Ganzen gedacht sein

und den Notwendigkeiten von 2050

entsprechen.


FRAGEN AN DEN EXPERTEN

43

Die Erweiterung von Produktionsflächen

durch Zu- oder Neubau ist

sicherlich der einfache und kurzfristig

effizienteste Weg, das angestrebte

Wachstum zu erreichen, idealerweise

durch den Bau eines klimaneutralen

Gebäudes. Die Revitalisierung älterer

Gebäude, die Umnutzung von Räumen

und etwa die Sanierung zur Verfügung

stehender Gebäude in Anlehnung an

die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft

sind vielleicht die weniger glamourösen

Optionen, aber sie sind für eine Netto-

Null-Zukunft entscheidende Aspekte.

Prüfen Sie also alternative Möglichkeiten.

Es ist sicher ein komplexerer, aber

womöglich nicht teurerer Prozess.

Renate S., Klobenstein: Wir sind mit

60 Betten ein mittelgroßer Beherbergungsbetrieb

am Ritten, und mein

Sohn will das Gebäude digitalisieren

und nachhaltiger machen. Durch die

Digitalisierung der Haustechnik soll

es hier Möglichkeiten geben, Ressourcen-

und auch Zeitaufwand weiter zu

reduzieren. Vor zehn Jahren haben wir

durch die Sanierung des Technikraums

die Energiespesen bereits wesentlich

verringert. Macht eine weitere Investition

also Sinn?

Martin Hellweger: Komfort, Nachhaltigkeit,

Gesundheit und Sicherheit sind

die Schlagwörter, die sich die Gesellschaft

von heute wünscht und erwartet.

Für Unternehmer bedeutet dies, dass sie

in ihren Strukturen oder Büroräumlichkeiten

agiler werden und nach Lösungen

suchen müssen, die den aktuellen

Ansprüchen der Arbeitnehmer in jeder

Hinsicht gerecht werden. Insofern hat

Ihr Sohn absolut recht, denn mit intelligenter

Gebäudeautomation kann Ihr

Betrieb die Erwartungen und Wünsche

der Mitarbeiter einfach realisieren.

Im Grunde benötigt man dafür nicht

mehr als ein Tool, das sämtliche

Abläufe im Betrieb, abhängig von den

Bedürfnissen der Nutzer, automatisiert.

Genau hier kommt die Digitalisierung

der Haustechnik ins Spiel,

welche alle Gewerke und Systeme im

Gebäude (Cloud-Dienste über eine

REST-API, auch solche von Drittanbietern)

über ein einheitliches Regelungskonzept

vernetzen kann. Dazu

gehören Beleuchtung und Beschattung,

Belüftung und Klimatisierung, aber

auch Zutrittskontrolle, Parkraumregelung

oder die Bewässerung von Büropflanzen

und Außenflächen. Zentral

erfasst werden sollte zudem auch die

Sensorik, die im Gebäude alle gesundheitsrelevanten

Parameter misst (von

der Raumtemperatur über die Feuchte

bis hin zur CO 2-Sättigung der Raumluft)

und durch Interaktion mit den

Geräten für optimale Werte sorgt.

Das Tool muss (sollte) schlussendlich

eben auch das Energiemanagement

übernehmen, welches die Energieflüsse

im Gebäude automatisch optimiert.

Damit wird die Nachhaltigkeit gesteigert,

während die Energiekosten

signifikant sinken.

Was hochkomplex klingt, muss in der

Nutzung einfach sein. Die Bedienung

des Systems muss über eine einheitliche

Benutzeroberfläche erfolgen, die über

ein eigenes Dashboard oder eine App

zugänglich ist. Der Weg zum Smart

Building ist dann mit dem richtigen

Tool einfach: von der Planung bis hin

zur professionellen Installation.

Diese Transformation zu einem

digitalen und grünen Gebäude muss

nicht zwingend mit großen Investitionen

einhergehen. Die Digitalisierung

der Gebäude kann auch durch kleine

Maßnahmen angegangen werden,

wie zum Beispiel Monitoring und

Erfassung der Daten. Daraufhin kann

das Gebäude step-by-step vollständig

automatisiert werden. Diese Investition

ist aus heutiger Sicht kein Kannman-machen

mehr und auch keine

Option. Sie ist ein Muss und eine

Notwendigkeit. Für Nutzer genauso

Die Experten

wie für Sie als Eigner. Für Erstere

erschließen sich neue Businessmöglichkeiten,

sie leisten einen Beitrag

zu mehr Gesundheit am Arbeitsplatz,

steigern die Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten

und damit

den Austausch im Team, sorgen für

mehr Kreativität, Behaglichkeit und

schlussendlich Produktivität.

Ihnen als Eigentümerin bringt der

Sprung in die digitale Zukunft eine

signifikante Wertsteigerung ihrer

Immobilie, eine Senkung der Betriebskosten

um bis zu 55 Prozent

sowie eine Steigerung der Energieeffizienz

und einen Beitrag zur Senkung

der CO 2-Emissionen ihres Gebäudes.

Und die letzte gute Nachricht ist:

Investitionen in die Intelligenz von

Gebäuden, in die Manage-to-Green-

Strategie, werden von der öffentlichen

Hand großzügig gefördert.

Rainer M. Sigmund, CSR-Berater

und Unternehmensinhaber der

Vinburg Projects GmbH in Meran,

und Martin Hellweger, Energieexperte

und Verkaufsleiter von Rainer M. Sigmund Martin Hellweger

myGEKKO Italien. Sie arbeiten auf

Projektebene interdisziplinär über die Plattform Vinburg Projects zusammen – der Südtiroler

Unternehmensberater mit Spezialisierung in den Bereichen Nachhaltigkeitsstrategie,

Corporate Finance, Controlling, Vertriebsstrategie, Organisations- und Projektentwicklung,

Projektmanagement. Vorausdenker mit Weitblick. Mehr unter www.vinburg.com.


44

Energie braucht

Energie

Führung braucht Energie. Mitarbeit

braucht Energie. Schlechte Führung

erfordert noch mehr Energie der Mitarbeitenden.

Schlechte Mitarbeit erfordert

noch mehr Energie der Führungspersonen.

Gute Führung trifft auf

gute Mitarbeit.

Schon erstaunlich, wie sehr diese

Kreisläufe ineinander verwoben

sind und daher eine komplexes Miteinander

darstellen. Ohne in philosophische

Welten einzutauchen, kann jeder

ein Lied davon singen.

Energieräuber

Hinter solchen Situationen

stecken meistens Sorgen:

Sorgen um die Qualität, Sorgen um

die Zukunft, Sorgen um die Finanzen,

Sorgen um …, da bilden sich plötzlich

ganze Sorgenberge. Das Perfide an

Sorgen ist, dass sie sich vermehren,

wenn wir unseren Fokus zu sehr auf

sie richten. Ist man einmal in so einem

Sorgenrad gefangen, bleibt kaum noch

Energie, um konstruktiv und sorgenfrei

nach vorne zu wirken. Sorgen sind

enorme Kraftfresser. Wie bekommt

man seine Energie zurück?

Tipp 1: Schreiben Sie alle Sorgen Satz

für Satz auf ein großes Blatt Papier.

Oft löst sich so manche Sorge bereits

beim Notieren auf, da sie einem selbst

lächerlich erscheint. Wenn nicht, notieren

Sie in einer anderen Farbe daneben,

was Sie schon getan haben, dass

dies nicht eintrifft. Was könnten Sie

noch tun? Wen könnten Sie

um Rat fragen? Sehnen

Autorin

Dr. Petra Gamper,

Trainerin und Coach

für Haltung, Empathie und

Gesundheit, www.petra-gamper.com,

Kooperationspartnerin von vival.institute

Sie sich nach Klarheit, braucht es ein

Coaching?

Tipp 2: Entscheiden Sie nach dieser aktiven

Sorgenbearbeitung, ob Sie an der

Sorge festhalten und gelähmt bleiben

wollen oder ob Sie sich eingestehen,

alles getan zu haben und loslassen?

Das ist vermutlich die größte Herausforderung.

Denn wir können alles

Menschenmögliche tun, doch wir

können nicht alles verhindern. Je freier

wir davon sind, desto mehr Energie

bleibt uns für das Wesentliche, für das

Vorwärtsschreiten im Hier und Jetzt.

Aufladen

Oft genügt es bereits, die

Energiefresser zu demaskieren,

damit sich die Energiebatterie

wieder auflädt. Oft ist die Batterie

schon so leer, dass wir aktiv für die

Aufladung sorgen dürfen.

Tipp 3: Nehmen Sie sich selbst wahr,

welches Bedürfnis gerade in Ihnen

schreit? Anerkennung, Urlaub, Ruhe,

Aussprache? Was will erfüllt werden?

Nicht jedes Bedürfnis kann sofort gestillt

werden, klar! Wichtig ist jedoch,

sobald man ein erfüllbares oder unerfüllbares

Bedürfnis klar erkannt hat,

sich selbst dafür wertzuschätzen, ohne

es zu bewerten. Denn jedes Bedürfnis

ist ein Hinweis, eine Art Wegweiser

im Leben. Das ist bereits Teil 2: keine

Bewertung, denn es gibt keine negativen

Bedürfnisse. Diese entstehen nur,

wenn wir diese so bewerten – wenn

wir in Kategorien denken und fühlen

und das dann zum Ausdruck bringen.

Tipp 4: Sich für sein Bedürfnis einsetzen

und es den anderen mitteilen.

Haltung gibt Halt

Eine ehrliche Haltung zu

sich selbst ist die Voraussetzung

für ein ehrliches Miteinander,

was letztlich ein starkes Team

ausmacht. Obwohl sich jeder einen

respektvollen, ehrlichen Umgang

wünscht, scheint dies oft nicht so

leicht zu gelingen. Allzu schnell

schiebt man die Schuld auf die unterschiedlichen

Charaktere und schweigt

vor sich hin, anstatt sich auszudrücken

und einander offen und ehrlich

zu begegnen. Dafür braucht es Mut.

Nur mit Mut gelingt ein glückliches

gesundes Leben und Arbeiten.

Tipp 5: Richten Sie sich immer wieder

körperlich auf, dehnen Sie Ihren Brustraum.

Das bringt ein gutes Selbstwertgefühl,

stärkt das Selbstvertrauen und

schafft mehr Raum in der Herzgegend.

Denn die Wirbelsäule kommt in ihre

natürliche S-Krümmung, der Rücken

inklusive Schultern entspannen sich,

obwohl sie sich nach hinten ziehen;

zudem stellt sich ein Gefühl von

„Längung oder Wachstum nach oben“

ein, damit einher geht oft ein inneres

Lächeln. Es bringt Energie. Machen Sie

sich dieses Geschenk an sich selbst immer

wieder – es

wirkt kleine und

große Wunder!

Dieser Tipp ist

ein Auszug aus

dem Buch „Das

Geheimnis des

Rückens“, welches

im Oktober

erscheinen

wird.


BUNTE MELDUNGEN

45

Vorteile bei der

Dachsanierung

Bereits ein kleiner Dachschaden

oder eine schlechte Dämmung

sorgen für große Energieverluste.

Der Meisterbetrieb GamperDach

aus Lana kümmert sich seit über

40 Jahren um eine professionelle

Eindeckung und Sanierung von

Dächern – dadurch wird nicht nur

der Wohnkomfort und der Immobilienwert,

sondern auch die Energieleistung

gesteigert.

Die Verminderung der Kosten einer

fachgerechten Sanierung für Dach

und Fassade ist, auf Grund der

verschiedenen Steuerbegünstigungen,

attraktiver denn je. Durch den

Steuerbonus von 50 % – 65 % –

90 % oder 110 Prozent ist jetzt der

ideale Zeitpunkt einer energetischen

Sanierung für Ihr Zuhause! Gamper-

Dach steht Ihnen mit guter Beratung,

handwerklicher Erfahrung und

einem tollen Team zur Seite.

Weitere Informationen unter

www.gamperdach.it

Südtiroler rocken das Porschetreffen

Beim internationalen Porschetreffen in

Zell am See hatten Jason Nussbaumer,

Marco Diana, Markus Mayer, Oliver

Blaha und Franz Wimmer einen ganz

besonderen Auftritt. Das Porsche Medley

erlebte seine Premiere. Ein Medley der

ganz besonderen Art mit Bezug auf die

Porschegeschichte, auf Fahrspaß und

Internationalität.

Die Idee die Porsche-Geschichte in dieser

Art zu vertonen stammt von Franz

Wimmer, der auch für den gesamten

Text verantwortlich zeichnet. „Kärntner,

Schweizer sowie Schwäbische

Musikelemente mit einem Jodler sowie

Teile vom „Hiatamadl“ und einem Hit

der Alpenrebellen von 1997 („Rock

me“) zusammen zu stellen, war nicht

einfach. Mein Freund Marco Diana,

dem ich vor einem Jahr davon erzählte,

hatte auch seine Bedenken. Doch als

Studiomusiker und Arrangeur machte

er das Unmögliche möglich,“ berichtet

Franz Wimmer. Nachdem für so eine

Porsche-Event nur die Besten in Frage kamen,

organisierte Franz Wimmer allen voran

Arrangeur Marco Diana (Gesang und

Gitarre), Jason Nussbaumer (Steirische

und Gesang), Markus Mayer (Schlagzeug

und Gesang), Oliver Blaha (Bass und Gesang).

Um das Ganze zu dokumentieren

bat Franz Wimmer noch den Brunecker

Kameramann Rudi Kaneider.

Am 4. September in Zell am See war es

dann soweit. Vor 300 Porschefreunde aus

ganz Europa, lief die „911-Combo“ aus

Südtirol, bestehend aus den fünf genannten

Akteuren, zur Hochform auf. Tosender

Applaus und ein sichtlich erfreuter

Wolfgang Porsche, der von Franz Wimmer

eine CD mit dem Song überreicht bekam,

bleiben den Akteuren und Gästen in

bester Erinnerung an ein ganz besonderes

Porschetreffen in Zell am See.

HYGAN übernimmt

Gustav Koch

Das eigentümergeführte Unternehmen

HYGAN GmbH aus Leifers hat

zum 1. August 2021 die deutsche

Firma Gustav Koch GmbH & Co.

KG mit Sitz in Kerpen-Türnich übernommen

und weitet sein Betriebsnetzwerk

weiter aus. Jetzt wächst das

Unternehmen weiter. Dieser Zukauf

passt genau in Unternehmensstrategie

des Leiferer Unternehmens. „Die

Forschung und Entwicklung in unserem

Sektor und die Digitalisierung

verändern das unternehmerische

Umfeld und unser Geschäftsmodell

kontinuierlich. Für die kommenden

Jahre liegt ein besonderes Augenmerk

auf der Nachhaltigkeitsstrategie“,

so Hygan-Inhaber Norbert

Gummerer. Weitere Informationen

unter www.hygan.eu

v.l.: Oliver, Markus, Wolfgang Porsche, Franz, Jason und Markus

v.l.: Norbert Gummerer und Benno Ronig


46 BUNTE MELDUNGEN

Bruneck hat eine Intercable Arena

Der Namenssponsor der Arena steht

nun fest. Die Multifunktionsarena mit

Fokus Eissport wird u.a. Heimat des HC

Pustertal, der seit diesem Jahr in der

bet-at-home ICE Hockey League spielen

wird. Eissportvereine der Schulsport

und andere Veranstaltungen werden

diese vielfältige Kombination das ganze

Jahr lang mit Leben füllen. Davon sind

der Präsident der Führungsgesellschaft

v.l.: Roland Griessmair, Kurt Mutschlechner und Alfred Valentin

Bruneck Aktiv Alfred Valentin, Kurt

Mutschlechner, Geschäftsführer von

Intercable und Bürgermeister Roland

Griessmair überzeugt. „Intercable und

die Arena in Bruneck sind eine perfekte

Kombination. Intercable ist ein sehr dynamisches

Unternehmen und diese Arena

ist an Dynamik kaum zu überbieten.“,

so Kurt Mutschlechner. Man mache dies

auch für die bestehenden und potenziellen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

sowie zur Unterstützung der Jugend.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit

und wünschen uns gemeinsam Erfolg.“

Radius Top 100 Präsentation

Als erstes nicht eissportliches Event wir

am Mittwoch den 6. Oktober um 19 Uhr

in der neuen Arena die Radius-Ausgabe

„Südtirols Top 100“ präsentiert. Dazu

Chefredakteur Franz Wimmer: „Nach

2018 im neuen Trainingszentrum des

FC Südtirol in Eppan Rungg, sind wir

zum 2. Mal in einer Sportstätte zu

Gast. Spitzensport und Wirtschaft,

das passt einfach

zusammen. Außerdem

freue ich mich darüber

in einer wirtschaftlich

so starken Region Gast

zu sein, aus der auch

zahlreiche Radius-Kunden

kommen.“

Golfen für die Sporthilfe

Ende August fand im Golfclub St. Vigil

Seis das sechste FORST Sporthilfe Golf

Charity statt. Nachwuchssportler, ehemalige

Spitzensportler, Unternehmer sowie

Golfbegeisterte kamen auf Einladung

der Südtiroler Sporthilfe zum Golfen in

den bekannten Golfclub.

130 Teilnehmer, darunter auch großartige

Nachwuchssportler der Südtiroler

Sporthilfe und ehemalige Spitzensportler

waren mit auf dem Green. „Die

Vorfreude bei vielen Teilnehmern war

so groß, dass wir bereits zwei Tage vor

dem Turnier ausgebucht waren und nur

mehr eine Warteliste geführt wurde “, so

der Geschäftsführer Stefan Leitner, der

nach dem letztjährigen großen Erfolg in

Petersberg heuer sogar noch von einer

Steigerung spricht.

Die ehemaligen Spitzensportlern wie

Alfred und Peter Runggaldier, Denise

Karbon, Giustina Demetz, Christian Polig,

Alex Zingerle, Much Mair, Norbert

Gasser, Guido Paur, Alexander Zingerle,

Harald Oberrauch, Pepi Ploner, Diego

Amplatz, Peter Fill, Giacomo Erlacher,

Ergebnisse

Gesamtsieger:

Hans Perini (GC St. Vigil Seis) 33

1. Kategorie:

1. Herbert Fritzenwenger 39

2. Markus Ortler 37

3. Pepi Ploner 37

2. Kategorie:

1. Karl Gurschler 44

2. Markus Tauber 43

3. Günther Perini 37

3. Kategorie:

1. Guido Paur 48

2. Max Mahlknecht 46

3. Astrid Krapf 39

Herbert Fritzenwenger und Andreas

Wenzel haben in den verschiedenen Sponsor

Flights mitgespielt und so der Sporthilfe

und dem Charity Golfturnier eine

zusätzliche Attraktivität verliehen. Bereits

am frühen Nachmittag hatten Südtiroler

Nachwuchstalente die Möglichkeit, mit

dem Golf PRO in die Geheimnisse des

Golfsports eingeführt wurden, was alle mit

großer Begeisterung genutzt haben.


Kaltern, Südtirol

NEUEN PROJEKTEN ENTGEGEN.

GLAUBEN SIE AN DAS MÖGLICHE.

WER VIEL VORHAT, KOMMT ZU UNS.

Hypo Vorarlberg Leasing ist der richtige Partner, wenn Sie mit Ihrem Unternehmen neue Horizonte ansteuern.

Wir begleiten Sie mit Fachkenntnis und Erfahrung, damit Sie die vielen Möglichkeiten des Leasings optimal nutzen können.

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Hypo Vorarlberg Leasing AG, Norditalien

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Die Energie, die das Land uns schenkt, geben wir

weiter an die Menschen. Um Energie zu spenden und

damit aktiv eine energiereiche Zukunft zu gestalten.

257 Mio. €

generierter Mehrwert

für Südtirol

2.162.148 tCO 2 e

vermiedene Emissionen

entspricht der Menge an gereinigter Luft

durch etwa 95.250 Bäume in einem Jahr

5,1 TWh

Nettoenergiepoduktion

aus erneuerbaren

Energiequellen

entspricht dem Verbrauch

von ca. 1.889.000 Familien

72 %

unterirdisch

verlegte

Stromleitungen

nachhaltigkeit.alperia.eu

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