Gebirgsfreund Nr. 3/2021

g.xc9q1mjhx

Eine unabhängige Vereinszeitschrift für Bergfreunde und Naturgenießer. Wir informieren mit einzigartigen Berichten und Aufnahmen und machen Lust auf Natur und das Erlebnis Berg. Vordergründig dabei sind immer die Themen Sicherheit und Naturbewusstsein.

Gebirgsfreund

*

Das Magazin des

Alpenverein-Gebirgsverein

GRATIS Bouldern

im City Kletterzentrum 1080 Wien

Hanspeter Eisendle

Im Gespräch zu: Nachhaltigkeit am Berg

Kursprogramm

Winter 2022 / Sommer 2022

Österreichische Post AG / Sponsoring Post, GZ 02Z030518 S, BPA 1080 Wien

Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt: 1080 Wien, Retour Postfach 555, 1008 Wien 03

www.gebirgsverein.at

| 2021


Gebirgsfreund | Umwelt Inhalt & Naturschutz

Inhalt Nr. 3/2021

Editorial ............................................... 3

Kurzinfos .............................................. 4

Editorial, Gesichter des Ehrenamts . .................... 6

Berichte

Ein Klettersteig auf die Schneealpe .................... 8

Der Gebirgsverein wird BIM ............................ 9

Neues von der Julius-Seitner-Hütte ..............12 – 13

Jetzt Onlinen: Kursprogramm 2021/2022, Seite 18 © Archiv Gebirgsverein

Umwelt

Aschenbecher Donauinsel .......................10 – 11

Im Gespräch mit Hanspeter Eisendle .............14 – 17

Tourentipp

Nordwandgeschichte(n)

Die „End“ an der Bischofsmütze .................22 – 25

Im Gespräch mit Hanspeter Eisendle, Seite 14 © storyteller labs

Thema

Jetzt Online: Kursprogramm 2021/2022 . ........18 – 19

Gruppenklettern im City Kletterzentrum .........20 – 21

Kletterrouten am rechten Rand .......................34

MTB-Umfrage Ergebnisse .........................26– 33

Rubriken

Fachgruppen ....................................35 – 40

Tourenprogramm ................................41 – 43

Österreichischer Alpenverein, Sektion Österreichischer Gebirgsverein, ZVR-597 444 457

132. Jahrgang, Heft 3/4

2 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021

Aschenbecher Donauinsel, Seite 10 © Oskar Münstermann

Ein Klettersteig auf die Schneealpe , Seite 8 © alpenlandmagazin.at

Impressum: DER GEBIRGSFREUND – Das Magazin des Alpenverein-Gebirgsverein,

ÖAV Sektion Österreichischer Gebirgsverein

* Titel: „Der Gebirgsfreund“ , kurz Gebirgsfreund. Unsere Sektionsnachrichten sind historisch

entstanden. Aufgrund der Lesbarkeit verzichten wir im Titel auf eine gendergerechte Formulierung.

Angesprochen sind selbstredend alle Geschlechter. Gendergerechte Formulierung: Die Autor*innen

werden dazu angehalten, dort eine geschlechtsneutrale Sprache zu verwenden, wo es sinnvoll möglich

ist. Die Verwendung eines Binnen-I oder eines _ ist dort erwünscht, wo es den Lesefluss nicht wesentlich

negativ beeinflusst.

Titelbild:

Sonnenaufgang am Schneealpenhaus © Christian Schreiter

Erscheinungstermine: 15. März, 15. Juni, 15. September, 15. Dezember

Redaktionsschlusstermine: 1. Februar, 1. Mai, 1. August, 1. November

Medieninhaber & Herausgeber: Alpenverein-Gebirgsverein, Lerchenfelder Straße 28, 1080 Wien,

Tel. 01/405 26 57, oeav@gebirgsverein.at,

www.gebirgsverein.at, Alpenverein.Gebirgsverein, instagram.com/gebirgsverein/

Redaktion & Gestaltung: Michael Hauke, redaktion@gebirgsverein.at

Redaktion-Richtlinien: www.gebirgsverein-services.at/downloads/gebirgsfreund/Richtlinien_Zeitschrift_Gebirgsfreund.pdf

Fotos, wenn nicht anders angegeben: Archiv Gebirgsverein

Grundlegende Richtung: Unabhängige Zeitschrift für alpinsportliche Belange. Mitteilungen für

die Vereinsmitglieder laut Satzung. Die Ausarbeitung der beschriebenen Berg- und Kletterfahrten

erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen der Autoren. Haftungen für etwaige Unfälle und

Schäden können nicht übernommen werden. Satz- und Druckfehler vorbehalten.

Hersteller: Druckerei Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H.,

Wienerstraße 80, A-3580 Horn

Papier: Umschlag: holzfrei matt 170g/m² (Magno satin)

Kern: holzfrei matt 80g/m² (Soramatt)

Druckverfahren: Bogenoffset/Rollenoffset

201920021


Umwelt & Naturschutz Editorial | Gebirgsfreund

| Liebe Gebirgsfreundin,

lieber Gebirgsfreund,

groß war die Aufregung, als wir uns

Anfang des Sommers in einem Schulterschluss

zwischen den Wiener Sektionen

im Alpenverein öffentlich mit einer Presseaussendung

(siehe Seite 16) -klar von

Kletterroutennamen am rechten Rand distanziert

haben. Selbstverständlich sehen

wir unseren Verein als überparteilich und

begrüßen wir einen offenen Diskurs im

Sinne der Meinungsfreiheit. Denn was uns

vorrangig verbindet sind die Liebe zu den

Bergen und die gemeinsamen Aktivitäten

im alpinen Raum. Hier geht es dennoch

um die Frage der Grenzziehung. Der

Gebirgsverein hat sich ebenso wie weitere

Sektionen und der Alpenverein insgesamt

bewusst mit der eigenen Geschichte und

dem Vereinsgeschehen in der Vorkriegszeit

und zur Zeit des Nationalsozialismus

auseinandergesetzt. Diese Aufarbeitung

endet jedoch nicht in der historischen

Betrachtung, sondern wir müssen daraus

auch die Lehren für die Zukunft ableiten.

So ist bei diesem Gedankengut die klare

Grenze, bei der wir unsere Verantwortung

sehen zu sagen: nie wieder!

Gehäufte Beschwerden unserer Mitglieder

und Wahrnehmungen unserer Kletterund

Bergsteigergruppen haben aufgezeigt,

dass bei Routenbenennungen auffällig

doppeldeutig mit Begriffen und Namen

aus dieser dunklen Vergangenheit bzw.

aus rechtsextremen Kreisen kokettiert

wird – und dies nicht zum ersten Mal.

Gesprächsangebote, diese Namen gemeinsam

aufzuarbeiten und eine konsensuale

Lösung für die Zukunft zu finden, haben

wir selbstverständlich angeboten, wurden

aber ausgeschlagen bzw. brüsk zurückgewiesen.

So sehen wir es in unserer Verantwortung,

selbst eine klare Distanzierung

öffentlich auszusprechen und in weiterer

Folge für Aufklärung zu sorgen. Als

Mitglied im Alpenverein Gebirgsverein

soll sich jede und jeder bei der Ausübung

seiner/ihrer sportlichen Leidenschaft

wohl fühlen, ohne Gefahr einer künftigen

Stigmatisierung zu laufen. Dass dieses

Thema vielen von Euch am Herzen lag,

hat uns der zahlreiche positive Zuspruch

in den letzten Wochen gezeigt. Für diesen

Zuspruch möchte ich mich seitens des

Vorstands sehr bedanken.

Auf der erfreulichen Seite konnte ein

langjähriges Projekt unseres Ende 2019

leider verstorbenen ehemaligen Ersten

Vorsitzenden und Ehrenmitglieds im Alpenverein

Gebirgsverein Otto Neubacher

aufgegriffen werden. In Kooperation mit

der Sektion Edelweiss und dem Naturpark

Mürzer Oberland mit der Gemeinde

Kapellen wird ein Familienklettersteig bei

der Falkensteinalm errichtet. Otto Neubacher,

zusätzlich ehemals Obmann unserer

Ortsgruppe Südwien - Mürzer Oberland,

hatte diese Idee ursprünglich ins Leben

gerufen. Wir freuen uns, ihm hiermit ein

Andenken bewahren zu können.

Freuen wir uns auf einen ereignisreichen

und sicheren Herbst Alpin um Wien – eine

Gelegenheit zum lockeren Austausch bietet

das erstmalige „International Climbers

Meeting“ vom 24. – 26. September am

Peilsteinhaus. Climb &Meet & Chill; meldet

Euch an, seid dabei und bleibt gesund!

Philipp Graf

1. Vorsitzender

Nr. 3 / 2021 | Gebirgsfreund | 3


Gebirgsfreund | Umwelt Kurzinfos & Naturschutz

Kurzinfos

Öffnungszeiten

Servicestelle

Juli | August | September

Montag bis Freitag 10:00 – 17:00 Uhr

Mai | Juni | Oktober | November

Montag bis Freitag 10:00 – 18:00 Uhr

Dezember | Jänner | Februar | März | April

Montag

08:00 – 18:30 Uhr

Dienstag bis Freitag 10:00 – 18:30 Uhr

Bitte etwaige coronabedingte Abweichungen

beachten! www.gebirgsverein.at

BERG 2022

Jetzt erhältlich

Mitglied Herbstberaktion

Weiter erzählen!

Jetzt ist der absolut günstigste Zeitpunkt

Mitglied beim Alpenverein-Gebirgsverein

zu werden. Und auch, wenn Sie selbst

leider nicht davon profitieren können,

weil Sie schon Mitglied sind: erzählen Sie

Ihren Freunden von der einmalig günstigen

Möglichkeit, um nur 16,50 ein ganzes

Jahr lang Mitglied in unserem Verein zu

sein! Denn mit dem #comebackstronger

Bonus der Bundesregierung können wir

unseren neuen und wieder einsteigenden

Mitgliedern 75 % Rabatt auf die Jahresmitgliedschaft

anbieten.

• Weltweite Berge- & Rückholversicherung

• Gratis Bouldern in 1080 Wien

• Sicherheit durch Top-Ausbildung

• Ausrüstungs-Verleih für deine Touren

• Günstiger auf Hütten übernachten

• Nutze unser Freizeit- und Aktivprogramm

• ... und vieles mehr ...

Mitgliedskarten digital

mein.alpenverein.at

Hilf mit, Deine Daten aktuell zu halten, im

Serviceportal unter mein.alpenverein.at

• Kontaktdaten aktualisieren

• Adressänderungen durchführen

• Studienbestätigungen hochladen

• Mitgliedsbeitragstatus einsehen

• Abbucher eintragen

Lerchenfelder Straße 28,1080 Wien

www.mitgliedwerden.at

Karten und Buchhandel

in der Servicestelle

Das neue Alpenverein-Jahrbuch

ist demnächst erhältlich.

Berg 2022 - BergWelten:

Ortler, BergFokus: Freiheit

In unserer Servicestelle erhältlich solange

der Vorrat reicht. AV-Kartenbeilage

Zillertaler Alpen West (35/1-H) von 1930

(1:25.000) – ergänzt durch die aktuellen

Gletscherstände – kostenlos dazu!

Preis € 20,90

Urlaub in den Alpen!

Wanderführer für die beliebtesten

Urlaubsdestinationen in Europa sind bei

uns erhältlich. Detaillierte Karten der

Alpenregion helfen Dir Deinen Weg zu

finden. AV-Karten, Freytag & Berndt-Karten

sowie ÖK-Karten.

Lerchenfelder Straße 28,1080 Wien

www.gebirgsverein.at

Du kannst dort auch Deine digitale

Mitgliedskarte einsehen. Die digitale

Mitgliedskarte kannst Du auch

verwenden falls Du die Originalkarte

gerade nicht dabei hast oder als Übergang

für Deine verlorene Karte.

4 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt & Kurzinfos Naturschutz | Gebirgsfreund

| Gebirgsverein

Hauptversammlung

26. November 2021

Freitag 26. November 2021

17:00 bis 19:00 Uhr im Vereinshaus

Lerchenfelder Straße 28, 1080 Wien

näheres unter:

www.beteiligung-gebirgsverein.at

Gebirgsfreund Nr. 4/2021

Nur digital

Liebe Leserin, lieber Leser,

aufgrund der Corona-Pandemie und den

damit einhergehenden Verlusten, haben

wir uns schweren Herzens entschieden,

Einsparungen beim Gebirgsfreund in

Ausgabe Nr. 4 vorzunehmen. Deshalb

wird es die Winterausgabe ausschließlich

in digitaler Form geben, das spart

dem Verein Druck- und Versandkosten.

Der Gebirgsfreund Nr. 4 wird Mitte

Dezember als PDF zur Verfügung gestellt

werden, hierzu werden wir allen

Mitgliedern eine E-Mail zusenden.

Wir bitten für Ihr Verständnis!

Ist Deine E-Mail-Adresse noch aktuell?

mein.alpenverein.at

Hilf mit, Deine Daten aktuell zu halten, im

Serviceportal unter mein.alpenverein.at

oder Tel.: +43 1 405 26 57

oeav@gebirgsverein.at

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 5


Gebirgsfreund | Umwelt Kurzinfos & Naturschutz

Editorial

Liebe Gebirgsfreundin,

lieber Gebirgsfreund,

über den Sommer ist wieder ein Hauch

von Normalität bei uns eingekehrt. Unsere

Hütten verzeichnen einen normalen

Sommer wie vor der Pandemie. Offenbar

flaut das „wir machen Urlaub in Österreich“-Feeling,

das letztes Jahr noch eine

breite Bevölkerungsschicht erfasst hatte,

schön langsam wieder ab und es pendeln

sich die Dinge wieder auf Vor-Pandemie-Niveau

ein. Sofern die Dinge so

bleiben wie sie sind und nicht im Herbst

wieder massive Maßnahmen seitens der

Regierung gesetzt werden. Hoffen wir

also gemeinsam auf einen guten, halbwegs

normalen Herbst.

Um das Wiedererstarken unseres Vereinslebens

auch abseits von geführten

Touren und Kursen und diversen ehrenamtlichen

Tätigkeiten zu ermöglichen,

haben wir uns exklusiv für Gebirgsvereins-Mitglieder

etwas Besonderes einfallen

lassen! Seit Mitte Juli ist es möglich,

während der Geschäftszeiten gratis bei

uns im Hause zu bouldern. Wie, was,

wann und wo, erfahren Sie auf www.

gebirgsverein.at. Jeweils an den Dienstagen

ist es möglich, auch nach Geschäftsschluss

am beliebten Gruppen-Bouldern

teilzunehmen. Informationen darüber

halten die jeweiligen Gruppen für Euch

bereit.

Ganz innovativ verlief der Sommer auch

im Hüttenreferat, wo wir ein BIM-Pilotprojekt

starteten. BIM steht für Building

Information Modeling und wird in

einem eigenen Beitrag in dieser Ausgabe

erläutert.

Und weil es uns alle nach den vielen

Lockdowns schon in den Kletterherzen

„juckte“, habe wir gemeinsam mit dem

Tourismusverband und dem Alpenverein

Edelweiss auch noch ein Klettersteigprojekt

auf die Schneealpe verwirklicht bzw.

stecken mitten drinnen. Dieses schlummerte

schon länger in der Schreibtischlade,

wurde von unserem ehem. Obmann

und Ortsgruppenobmann Otto Neubacher

konzipiert und nun gemeinschaftlich

umgesetzt. Eine einmalige Chance,

aber auch eine finanzielle Herausforderung,

die wir einmal mehr nicht ohne

Sie schaffen. Herzlichen Dank, dass Sie

unserem Spendenaufruf so zahlreich

nachkommen! Die Eröffnung des Klettersteiges

fällt in die Zeit nach Drucklegung

dieses Magazins. Einen kleinen

Bericht vom Bau finden Sie dennoch im

Blattinneren.

Ich wünsche Ihnen einen sicheren,

erlebnisreichen Herbst! Wie immer steht

meine Einladung auf einen gemeinsamen

Kaffee, wenn Sie mal in der Lerchenfelder

Straße sind. Reden wir über Ihre

Mitgliedschaft und wo wir als Verein

vielleicht noch besser werden könnten

aus Ihrer Sicht. Denn nur mit Ihrem

Feedback können wir das bieten, was Sie

sich wünschen. Alternativ freue ich mich

natürlich stets über Post unter management@gebirgsverein.at

Christian Schreiter

Vereinsmanager

www.mitgliedwerden.at

www.mitgliedwerden.at

A Abfahrt, T Treffpunkt, GZ Gehzeit , Hm Höhenmeter, h Stunden

6 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt & Ehrenamt Naturschutz | Gebirgsfreund

| Gesichter des Ehrenamts

Bärbel Huber

Ehrenamt…was bedeutet das, wenn man so

viele Jahre einfach dabei ist? Erinnerungen

an unglaublich schöne Momente, Erinnerungen

an spannende Erlebnisse, Erinnerungen

an schwierige Ereignisse.

Heuer bin ich 70 Jahre alt geworden, bzw.

jung geblieben, und habe meinen Schwerpunkt

und Erfüllung im Leiten und Begleiten

unserer Seniorengruppe, gemeinsam

mit Gertrude Hlatky, gefunden. Hier gibt

es viel zu tun, besteht diese Gruppe doch

aus über 100 Mitgliedern. Jeden Mittwoch

sind wir unterwegs, bei jedem Wetter und

immer sind wir 10 – 50 Senior*Innen die

gerne draußen sind……früher….und ich

hoffe auch in Zukunft wieder. Durch die

Pandemie waren wir stark eingebremst und

strenge Regeln machten die Organisation

unserer Wanderungen nicht einfach. Aber

wir haben das geschafft. Einmal im Jahr

zur Weihnachtsfeier, sehen wir auch die

Wandersenior*Innen wieder, die es aus gesundheitlichen

Gründen nicht mehr schaffen

mitzuwandern.

Inzwischen kann ich zurückblicken auf 34

Jahre Mitgliedschaft beim Gebirgsverein

und davon 22 Jahre in verschiedenen ehrenamtlichen

Tätigkeiten.

Als ich im Jahr 2000 meinen Instruktor

Alpin und den Übungsleiter*In für Sportklettern

absolvierte, begann eine unglaublich

schöne Zeit vieler Führungstouren für den

Gebirgsverein. Neben meiner 18 jährigen

beruflichen Tätigkeit als Sozialarbeiterin

in der Suchtklinik Anton-Proksch-Institut,

machte ich mich in der Pension selbständig

im Bereich der Erlebnispädagogik und

Suchtprävention, Supervision und Coaching.

Viele interessante Projekte sind entstanden

an denen ich gewachsen bin.

Führungstouren waren somit ein „ent“spannendes

Abenteuer. Der Wienerwald ist

meine Heimat, aber die Touren auf hohe

Berge geben mir Kraft und Erfüllung. Am

Schneeberg, Hochschwab, Rax, Gesäuse,

Hochkönig, Großglockner, bis zu den

Westalpen war ich mit Gruppen wandernd,

bergsteigend, auf Klettersteigen oder Klettertouren

unterwegs.

Wunderschön war auch die Trekking-Reise

mit einer Gruppe nach Nepal/Tibet zum

Kailash, Königreich Guge, Everest Base

Camp bis Lhasa und die Trekking-Reise

nach Lhadak. Die Wanderreise nach Ischia

und die Bergtourenwoche nach Schenna/

Südtirol mit der Seniorengruppe hat großen

Spaß gemacht.

Privat hat es mich zusätzlich nach Ecuador

zum Cotopaxi, Iliniza und Chimborazo gezogen,

zum Tauchen auf die Galapagos-Inseln,

nach Nepal auf den Mera Peak (6461m

mein höchster Gipfel) nach Marokko auf

den Djebel Toubkal, nach Sri Lanka, auf

die Capverden, Liparischen Inseln, Sizilien,

Ägypten, Schweiz, auf den Mont Blanc.

Wildspitze, Grand Paradiso und vieles mehr

hab ich wandernd erkundet. Im Winter sind

Skitouren eine Leidenschaft geworden.

Ein besonderer Lebensweg waren meine Pilgerreisen

durch Frankreich (Via Podiensis)

und Spanien Camino Northe bis Santiago de

Compostela und Finisterre, wo ich 1.300 km

in 2 Monaten unterwegs war. Oder den Camino

Primitivo in Spanien. Auch Österreich

hat viele Jakobs-Wege….

Mein Ehrenamt im Gebirgsverein war allerdings

auch sehr umfassend. Eine Periode im

Verstand als Schriftführerin, Entscheidungsträgerin

für den Neubau des Annaberger

Hauses am Tirolerkogel, als Eventmanagerin

der 125 Jahrfeier, der Jubilarenehrung und

der Gedenkfeier in der Burg Perchtoldsdorf.

Als Teamcoach in der Geschäftstelle, als

Vortragende meiner Reisen im Vereinshaus,

seit vielen Jahren Schriftführerin im Landesverband

Wien, Standbetreuerin vieler

Messen, Kletterturmbetreuerin und vieles

mehr. Mitglied der Bergsteigergruppe und

des Seniorenwanderclubs.

Beim Schreiben dieser Zusammenfassung

stelle ich mir die Frage: kann das alles in

einem Leben passieren? Ja, das kann….

freudvoll, mit Begeisterung, achtsam und behutsam

zu sich selbst und den Menschen die

begleitet werden wollen….ein Leben voller

Abenteuer, Erlebnisse, Freude, Spannung,

Freundschaften auf vielen Wegen, einfach

unterwegs sein…….

Ehrenamt ist nicht nur Arbeit, Ehrenamt

kann Bereicherung sein, kann Wachsen mit

Aufgaben sein, kann Geben und Nehmen

sein, kann Freunde gewinnen sein, kann so

unendlich Vieles…..

Mein Wunsch an Euch: findet es selbst heraus,

die Aufgaben sind facettenreich…..

Bärbel Huber

Intruktor Alpin, Tourenführerin im Gebirgsverein

Verabschiedung von Ehrenamtlichen

Wir bedanken uns bei...

Alfred Hopfgartner

als ehrenamtlichen witschaftlichen Hüttenreferenten ( 2020 – 2021 )

Danke

für Deinen Einsatz!

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 7


Gebirgsfreund | Umwelt Thema | Bericht & Naturschutz

Ein Klettersteig

auf die Schneealpe

© alpenlandmagazin.at

Jahrelang lag das Konzept unseres ehem. Obmanns und Ortsgruppenobmanns,

Otto Neubacher, in der Schublade, nun wurde es Realität:

ein Klettersteig über die Falkensteinwand auf die Schneealpe!

Wer einen Klettersteig errichten

will, braucht einen

langen Atem. Neben der nicht

unwesentlichen Frage der Finanzierung

sind hunderte andere Dinge zu berücksichtigen.

Grundstückseigentümer und

Gemeinden müssen ihr OK geben, die

Klettercommunity mit eingebunden

werden, die Tourismusverbände sowieso

und schließlich soll alles auch noch so

umweltverträglich wie möglich errichtet

werden und dazu sind natürlich auch

naturschutzrelevante Vereinbarungen mit

den Bundesforsten von Nöten. Und das ist

auch gut so!

Nach Jahren der Planung mit zahlreichen

Nachdenkpausen dazwischen hatte sich

schließlich im Frühling dieses Jahres ein

Realisierungsfenster aufgetan und wir

haben natürlich sofort unsere Unterstützung

zugesagt. Einerseits, weil die

Schneealpe eines unserer wesentlichen

Arbeitsgebiete ist (Ortsgruppe Südwien

– Mürzer Oberland), andererseits, weil

eine gemeinsame Finanzierung mit dem

Alpenverein Edelweiss möglich war. Das

hat auch Sinn, denn von der Falkensteinalm

aus kann man sowohl zur Hinteralm

der Edelweiss weiterwandern, als auch zu

unserem Schneealpenhaus samt Gipfelsieg

am höchsten Berg der Schneealpe – dem

Windberg.

Natürlich wussten wir schon im Vorfeld,

dass es ohne die Mithilfe unserer Mitglieder

nicht gehen wird. An dieser Stelle

daher herzlichen Dank an all jene, die

unserem Spendenaufruf gefolgt sind und

weiterhin folgen! Sie sind wirklich spitze!

Der Klettersteig über die Falkensteinwand

wurde als Familienklettersteig konzipiert.

Zur Drucklegung dieses Magazins war der

Steig noch in der Bauphase, aber es kann

bereits mit Sicherheit gesagt werden: es

erwarten die Kletterer verschiedene Routen

bis zur maximalen Schwierigkeit D

(sonst B/C). Herzstück ist eine Hängebrücke

mit einer Länge von rund 20 Metern

hoch über dem Canyon, der vor allem zur

Schneeschmelze einen beeindruckenden

Wasserfall bildet.

Der Zustieg ist sehr kurz und von einem

Parkplatz aus möglich, der Abstieg erfolgt

bequem und etwas länger oder kurz und

steil.

Wir freuen uns sehr, Sie im Frühling 2022

bei der Eröffnung vor Ort begrüßen zu

dürfen!

Redaktion

8 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt & Naturschutz Bericht | Gebirgsfreund

© Konrad Hitthaler

Der Gebirgsverein wird BIM

Hüttendokumentation

© Bernhard Brus

Als erster Zweig des Österreichischen Alpenvereins beschäftigt sich

der Alpenverein-Gebirgsverein im Zuge eines Pilot-Projekts mit

Building Information Modeling und bringt so die Dokumentation

über den Zustand seiner Hütten auf noch nie dagewesenes, zukunftsträchtiges

Niveau.

Der Alpenverein-Gebirgsverein

plant und dokumentiert ab diesem

Jahr als erste Sektion des Alpenvereins

in BIM. BIM steht für Building

Information Modeling und bedeutet, den

baulichen Bestand unserer Hütten in allen

Facetten in einem 3D-Modell abbilden

und nutzen zu können.

Dies erleichtert es uns zukünftig einerseits,

unmittelbare bauliche Maßnahmen

planlich erfassen zu können und somit

wichtige Ressourcen zu sparen, und andererseits

den zum Teil historisch wichtigen

Gebäuden jene kulturelle Aufmerksamkeit

zu schenken, die ihnen gebührt.

Zusammen mit der Firma. A-NULL

Bausoftware [ www.a-null.com ] entwickelt

der Alpenverein-Gebirgsverein jene

Arbeitsabläufe und Tools in der BIM-Software

Archicad, die in weiterer Folge als

Vorbild für digitale Planungsmethoden in

exponierten Extremlagen dienen sollen.

Im Zuge des diesjährigen Pilotprojektes

wurde uns im Juni der Umgang mit dem

3D-Laserscanner erläutert, der später die

Grundlagen für die Erfassung unserer

Hütten liefert. Dieser wird nun eingesetzt,

um unsere, zum Teil räumlich komplexen,

Hütten erfassen zu können. Konkret

handelt es sich im ersten Aufschlag um die

Schwarzenberghütte, das Schneealpenhaus

und das Habsburghaus, die digital in

3D erfasst werden. Diesen 3D-Modellen

können später vielfältige Informationen

über eine Informations-Management-Datenbank

hinzugefügt werden, sodass am

Ende des Tages die Hütten bei uns am

Computer samt Inventar und Informationen

als begehbares Objekt erscheinen.

Wir versuchen damit einen Beitrag sowohl

im Sinne kulturgeschichtlicher Archivierung

als auch vorausschauendes, mutiges

Agieren an den neuen Fronten alpin-architektonischer

Methoden zu leisten.

Dieses Projekt wäre nicht ohne unsere

engagierten ehrenamtlichen Projektleiter*innen

möglich, die – mit unserem

techn. Hüttenreferenten Konrad Hitthaler

an der Spitze allesamt Architekt*innen -

mit Ihrer Expertise zur guten und raschen

Verwirklichung von Ergebnissen maßgeblich

beitragen.

Was genau wird gemacht?

Beim Verfahren rund um BIM wird mittels

eines 3D-Scanners eine Punktwolke

aller Räumlichkeiten der Hütte (innen

wie außen) erzeugt. Dies dauert pro Hütte

vor Ort ca. ein bis zwei Tage. Aus dieser

Punktwolke wird schließlich ein visuelles

3D-Modell in Archicad erzeugt, das mit

weiteren Informationen hinterlegt werden

kann. So kann zum Beispiel bei einem

Herd nicht nur seine physische Beschaffenheit

und seine Lage im Raum dargestellt

und als Information zur Verfügung

gestellt werden, sondern auch Seriennummer,

Hersteller, Installationsdatum und

vieles mehr. Am Ende des Tages kann ein

solches Modell dann der schnellen Erfassung

und Planung von Sanierungsmaßnahmen

dienen, ohne dass man zwingend

selbst auf der Hütte anwesend sein muss.

Dies schafft in vielen Fällen zukünftig eine

wesentlichen Arbeitserleichterung für

unser Hüttenreferat, unsere Hüttenwarte

und natürlich auch unsere Projektleiter,

die jene unserer Hütten betreuen, die in

naher Zukunft saniert oder neu gebaut

werden müssen.

Wir danken an dieser Stelle der Firma

A-NULL Bausoftware, die uns bei diesem

Projekt im Sinne einer Kooperation

mit allen nötigen Gerätschaften, der

BIM-Software Archicad, dem BIMmTool

und nötigen Schulungen kostenlos versorgte

und so das Projekt überhaupt erst

ermöglichte!

Hüttenreferat

Nr. 3 / 2021 | Gebirgsfreund | 9


Gebirgsfreund | Umwelt Editorial

| Umwelt | Bericht & Naturschutz

© Oskar Münstermann

Na habe die Ehre

Aschenbecher Donauinsel

Schüler_innen lernen ehrenamtliches Engagement im Gebirgsverein

kennen und befreien die Donauinsel gemeinsam mit Umweltministerin

Gewessler von 5000 Zigarettenstummeln.

Lebendige Vereinsarbeit

Ehrenamtliches Engagement und Jugendarbeit

sind die zwei wichtigsten Säulen

um einen Verein lebendig und aktiv zu

halten. Beim Gebirgsverein ist das nicht

anders. Unser zuständiger Referent Günter

Sigl hat darum die Chance ergriffen, im

Rahmen der ersten WIENXTRA Ehrenamtswoche

am 29.07.21 einen Aktionstag

für Schüler_innen anzubieten.

Die WIENXTRA Ehrenamtswoche unterstützt

Kinder und Jugendliche dabei, sich

in der Gesellschaft zu engagieren, indem

Kontakt zu Vereinen, NGOs und Organisationen

hergestellt wird. Im besten Fall

gewinnen diese neue junge motivierte

Aktivist_innen.

Gemeinsam anpacken

Ein paar Stunden gemeinsam eine Aufgabe

anzupacken, dabei etwas Gutes für alle

zu schaffen, macht Lust auf soziales Miteinander.

Da wir im Gebirgsverein Natur-

und Umweltschutz auch im urbanen

Bereich ernst nehmen, lag gemeinsames

Müllsammeln auf der Donauinsel nahe.

Mit dem Verein Plastic Planet Austria und

der Initiative Ploggerei konnten für den

Aktionstag Expert_innen ins Boot geholt

werden. Ein besonderer Coup gelang

Günter Sigl indem er Umweltministerin

Gewessler zur aktiven Mitwirkung

bewegte!

Müllsammeln als Dauerbrenner

„Plastic Planet Austria“, unter der Leitung

von Stella Wittmann setzt sich, aufgerüttelt

vom Dokumentarfilm „Plastic Planet“

von Werner Boote (2009), seit Jahren für

Plastikreduktion und auch dementsprechende

Gesetzesänderungen und Maßnahmen

ein. Sogenannte „Clean ups“ wie

auf der Donauinsel, stehen regelmäßig auf

dem Programm.

„Ploggerei“ nennt sich die Initiative von

Dhayrie Spannagl und Florian Zach,

die sich leidenschaftlich vor allem dem

Tschikstummelsammeln und der Schaffung

von Bewusstsein für diesen ganz und

gar nicht harmlosen Müll in der Umwelt

verschrieben haben. Im absolut coolen

Design und dem Nimbus einer erfolgreichen

Taskforce in Sachen Tschikstummel

bringen sie das Thema seit Monaten unter

hohem persönlichen Einsatz unter die

Menschen in Wien.

10 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt & Naturschutz Umwelt | Gebirgsfreund

Youngsters und Profis

Hand in Hand

Am Tag X wartete bei der U1 Station „Donauinsel“

eine Armada an professionellen

Greifzangen, Tschik-Sammelkübeln und

Müllsäcken auf die Ankunft von 14 Schüler_innen

(zwischen 15 und 17 Jahren)

und zwei Lehrer_innen der polytechnischen

Schule Maiselgasse aus dem dritten

Bezirk.

Zum Einstieg stellte Günter Sigl kurz

unseren Verein und seine Aktivitäten vor.

Damit blieb genug Zeit die Schüler_innen

durch Oskar Münstermann's Erzählungen

von seinem Freiwilligen Umweltjahr beim

Gebirgsverein zu inspirieren. Er verteilte

auch unsere Folder zum Ehrenamt.

Danach sorgten Hard facts für großes

Erstaunen:

Infobox Tschikstummel

• 1 Tschickstummel verschmutzt 40l

Wasser

• 4.000 Chemikalien (wie Arsen, Blei

und Cadmium) gelangen so ins

Grundwasser

• 868.000.000 Tschickstummel landen

pro Jahr auf Wiens Straßen

• 21.600 Papierkörbe mit Aschenrohren

stehen im öffentlichen Raum zur

Verfügung

• 2100 freistehende

Aschenrohre kommen hinzu

• 130.000.000 Zigarettenstummel

werden in den Aschenrohren entsorgt

• 250.000 Tschickstummel hat die

Initiative Ploggerei in 3,5 Monaten in

Wien gesammelt

Und weg damit

Zwei Teams machten sich ans Werk um

etwa eine Stunde rund um die U-Bahn

Station entweder Müll oder Tschikstummel

zu sammeln. Die Funde wurden auf

einer Plane ausgebreitet und nach der

Ankunft der Umweltministerin gemeinsam

mit ihr analysiert. Die Ausbeute

war erschreckend groß. Ca. 5000

Tschickstummel landeten in Sammelkübeln.

Glasflaschen und Getränkedosen

waren die nächste große Gruppe. Jede

Menge Styroporbehälter für Lebensmittel

von den Picknickplätzen wurden ebenfalls

gefunden. Dann folgte Kleinkram, vieles

davon kleine Plastikteile.

Wer Sachen wegwirft, macht Mist

Viel Müll könnte durch Pfandsysteme und

Mehrwegbehälter eingespart werden. Gibt

es Geld zurück, landet weniger in der Natur.

Es liegt an jedem einzelnen Menschen

hier ein Bewusstsein zu entwickeln und

sorgfältig mit den vorhandenen Ressourcen

umzugehen. Umweltministerin

Gewessler wies darauf hin, dass aktuell

eine Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes

(aus 2002) in Begutachtung ist. Darin

würden umfassende Maßnahmen für den

Stopp der Plastikflut fixiert- darunter

ein verbindliches Mehrwegangebot bei

Getränken für den Lebensmitteleinzelhandel

und ein Verbot für bestimmte

Einwegplastikprodukte. Zudem kündigte

die Umweltministerin Pilotprojekte für

ein Einweg-Pfandsystem an.

Die Youngsters drückten das so aus: „Mist

ist nicht sexy, Wiese schon.“

Anna Karall

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 11


Gebirgsfreund | Umwelt | Bericht & Naturschutz

Neues von der

Julius-Seitner-Hütte

© Archiv Gebirgsverein

Wenn der Amtsschimmel wiehert und wir trotz großer finanzieller

Herausforderungen Vollgas geben.

Fast wäre es sich ausgegangen, die

neu sanierte Julius-Seitner-Hütte

noch in diesem Herbst mit Pauken

und Trompeten zu eröffnen. Aber halt

leider nur fast, denn es fehlt noch ein

wesentlicher Teil zur Bewirtschaftung:

die Trockenkompost-Bio-Kläranlage,

die wir erst nach Erhalt eines Bescheides

beauftragen können, wollen wir nicht

eine wesentliche Förderung des Landes

Niederösterreich verlieren. Und dieser

Bescheid ließ – aufgrund einer Pensionierung

in der zuständigen Stelle der Bezirkshauptmannschaft

– seit April auf sich

warten. Zum Zeitpunkt der Drucklegung

dürfte es nun endlich soweit sein und wir

halten den Bescheid vermutlich gerade

mit feuchten Augen in den Händen. Aber

selbst wenn es tatsächlich wie durch ein

Wunder zu einer Kläranlagenfertigstellung

noch in diesem Jahr kommen sollte

– wiedereröffnen werden wir das Haus

dann im Sommer 2022. Mit noch mehr

Pauken und Trompeten!

Es wäre allerdings unfair, den schwarzen

Peter der Behörde zuzuschieben, denn

einen wesentlichen Teil der Verzögerung

stellten auch Baumängel aus der Vergangenheit

dar, die erst während der Sanierung

entdeckt wurden. Ein besonderes

Schmankerl: Teile des Stüberls waren

beim Zubau neben das Fundament gebaut

worden. Der nachträgliche Einbau eines

entsprechenden Fundaments verschlang

nicht nur Zeit, sondern auch Geld, das

nun anderwertig fehlt. So wird besagtes

Stüberl erst mit Mitteln aus dem Budget

2022 ausgebaut werden können, ebenso

wie der Winterraum.

Ansonsten bekam die Hütte ein neues

Dach, einen Zubau, eine Photovoltaikanlage,

eine neue Wasserversorgung, neue

Toilettanlagen, ein neues Stüberl sowie

einen neuen Winterraum. Und natürlich

eine neue Küche, neue Lagerräume, und

und und. Auch neu werden im kommenden

Jahr die Pächter sein, da der bisherige

Pächter Thomas Krösbacher im Zuge der

obligatorischen Neuausschreibung auf

eine neuerliche Bewerbung verzichtete.

Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt auf

eine große gemeinsame Feier unter dem

Motto „alles Neu“ im Sommer 2022! Ohne

Ihren Beitrag wäre die Sanierung der Julius-Seitner-Hütte

nicht möglich gewesen.

Das feiern wir gemeinsam!

Christian Schreiter

12 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt & Naturschutz Bericht | Gebirgsfreund

Visualisierungen Winterraum © Anna Lisa Radlmaier

Visualisierungen Winterraum © Anna Lisa Radlmaier

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 13


Gebirgsfreund | Umwelt Editorial | Umwelt | Bericht & Naturschutz

Im Gespräch mit

Hanspeter Eisendle

Hanspeter Eisendle © storyteller labs

Mit Hanspeter Eisendle im Gespräch, über Nachhaltigkeit am Berg.

Er ist seit 1982 Bergführer und einer der besten Dolomitenkletterer

mit zahlreichen Erstbegehungen, Sportkletterrouten bis zum 10.

Schwierigkeitsgrad und durfte mehrere Himalaja-Expeditionen erleben.

Extreme Klettereien in aller Welt, wobei das Erleben der eigenen

Exponiertheit weit vor dem Leistungserlebnis steht.

Als Alpenverein-Gebirgsverein liegt

uns das Wohl der Berge sehr am

Herzen. Mit deiner weltweiten

und jahrzehntelangen Gebirgs-Erfahrung

kannst du uns bestimmt einige Anregungen

zum Themenbereich „alpiner Umweltschutz“

geben.

Welche Veränderungen siehst du bei

Bergsteigern und Wanderer seit deinen

Anfangsjahren?

Meine Beobachtungen diesbezüglich

erstrecken sich mittlerweile über 40

Jahre. Sie sind im Vergleich zu früher

in der Regel körperlich fitter, bestens

ausgerüstet und informiert, haben aber

weniger zusammenhängende Tage Zeit

für den Aufenthalt im Gebirge. Parallel

dazu hat die Geschicklichkeit beim Gehen

im weglosen- oder schrofigen Gelände

abgenommen. Das heißt konkret, man

kann als Bergführer vergleichsweise viel

schwierigere Touren im Aufstieg machen

und braucht für Abstiege, die nicht

durch abseilen zu machen sind, viel mehr

Zeit und Geduld. Das gesicherte Gehen

am so genannten kurzen Seil, bzw. das

"gestaffelte Abklettern" hat sich somit für

Bergführer (Seilschaftsführer) stark weiter

entwickelt.

Die Folgen des Klimawandels sind

gerade in den Bergen unübersehbar.

Wo siehst du für uns die größten Gefahren?

Kurzfristig sehe ich die Gefahren für uns

in der Verstärkung aller Phänomene in der

Natur. Heftigere Gewitter, Starkregen mit

Muren, großflächige Waldschäden durch

Wind und Schneemassen. Das ist in der

Natur zwar alles nicht neu, aber die Zeitfenster

zwischen den "Großereignissen"

werden immer kürzer, sodass eine natürliche

Erholungsphase der Landschaft nicht

mehr stattfinden kann und die Veränderungen

mit weiteren Folgen für Mensch

und Tier auch langfristig bleiben. Für den

Alpinismus selbst wäre das alles kein großes

Problem, denn das Wesen des seriösen

Bergsteigens war und ist die Anpassung,

egal wie sich das Gebirge verändert.

Heute steigt man beispielsweise über die

Eiger-Nordwand oder über andere große

Eiswände im November, März oder Mai,

während man dort vor 3 Jahrzehnten noch

im Juli und August unterwegs war. Oder

man besteigt große Gletscherberge eher

im Winter mit Skiern, als über grauschwarze

Geröllhalden und Eiswüsten im

Sommer.

Was fällt dir zu der folgenden Meinung

ein: "Touristen ruinieren im Gebirge

gerade das, was sie alle dort suchen!"

In erster Linie ist das ein griffiger Slogan

mit dem man praktisch nicht viel anfangen

kann. Prinzipiell sehe ich im Tourismus

ein Hilfsmittel, um den Frieden

auf Welt und etwas Wohlstand halten zu

können. Es kommt, wie bei vielen Dingen

14 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt & Fachgruppen Naturschutz Umwelt | Gebirgsfreund

Sextener Dolomiten © kordi_vahle

im Leben, auf die Dosis an. In den Alpen

gibt es einerseits Orte, die jede Grenze der

Belastbarkeit und des Geschmackes längst

überschritten haben und andererseits auch

Gebiete, die aus dem Besuch von mehr

Gästen durchaus einen nicht nur materiellen

Mehrwert generieren könnten.

Es kommt ganz auf das Verhalten der

Besucher und der Gastgeber an! Wenn

die einen ihre vermeintlichen Bedürfnisse

hinterfragen und die anderen ihre unverwechselbaren

Eigenarten erkennen und

wertschätzen würden, könnte aus Tourismus

sogar spannende und wohltuende

Begegnung werden. Das ist allerdings nur

dort denkbar, wo Masse beidseitig ausgeschlossen

wird und wo Mehrwert nicht

ausschließlich monetär gesehen wird.

Wie geht es dir mit der Aussage:

Immer mehr Bergtouristen verstehen

die Alpen als einen rundum gesicherten

Freizeitpark!

Die Alpen sind zweifelsohne für die

meisten Menschen ein Freizeitpark. Für

die Bewohner der Alpen sind sie auch

Wirtschaftsraum und sie wären gut beraten,

wenn sie nicht nur auf Tourismus

setzen würden. Nur in der geschickten

Verzahnung von Kleinindustrie, Handwerk,

unterschiedlichster Landwirtschaften

und Kultur sehe ich längerfristige

Überlebenschancen der Bergbewohner.

Monokulturuen, egal welcher Art, stellen

ein viel zu hohes Risiko dar, um langfristig

über die Runden zu kommen. Die aktuelle

Pandemie-Situation hat eine Ahnung

davon aufkommen lassen, was passiert,

wenn der "Zweig" Tourismus wegbricht.

Artenvielfalt ist für die Wirtschaft genau

so überlebenswichtig wie für die Tier- und

Pflanzenwelt. Der "Playground of europe"

wird als "Freizeitpark" also nur "gesichert"

sein, wenn die Bergbewohner auf Vielfalt

setzen und wenn dieses Bestreben von den

Erholungsuchenden aus den Ballungszentren

frei von Romantik wertgeschätz wird!

Was die Alpenvereine betrifft, die ursprünglich

ja für die Erleichterung des

Bereisens der Berge gegründet wurden

und somit bis heute stark an deren

Erschließung beteiligt sind, hat sich der

Aufgabenbereich stark verändert. Nach

dem erschöpfenden Schutzhütten- und

Wegenetzbau haben Vereine vor 2 Jahrzehnten

noch in Steilwänden weitergebaut.

Alte klassische Kletterrouten wurden

vereinsgesteuert zu Plaisier-Strukturen

umgebohrt und fast jede Hütte bekam aus

wirtschaftlichen Gründen einen Klettersteig

oder eine künstliche Aussichtsplattform.

Dieser Trend wurde zum Glück

als Sackgasse erkannt. Mittlerweile steht

der Alpenverein nicht selten im Clinch

mit örtlichen Tourismusvereinen oder

Skigebietsbetreibern, um den langfristig

betrachtet größten Unfug zu verhindern.

Das Einbringen von alpinistischem

Knowhow in die Politik wird sicherlich

eine Hauptaufgabe für die Zukunft darstellen.

Wie soll die verlorengegangene Bindung

des Menschen zur Natur wiederbelebt

werden?

Ich glaube, die Bindung zur bzw. die

Sehnsucht nach Natur ist bei den meisten

Menschen schon vorhanden. Nur das Verständnis

von Natur und das Wissen, dass

wir nach wie vor ein Teil von ihr sind, sind

sehr schwammig geworden. Ich würde

sogar behaupten die moderne Gesellschaft

hat diesbezüglich ein Bildungsproblem

und im Laufe der Zeit einen gewaltigen

Kulturverlust erfahren. Der akutelle Digitalisierungsschub

könnte hervorragend

für die Behebung dieser fehlende Bildung

und Sensibilisierung genutzt werden. Der

immense Wert des realen Rückzugs- und

Erfahrungsraumes Berg müsste gerade

von einem zusehends virtueller werdenen

Alltagsleben als riesiges Potential des Ausgleiches

erkannt und genutzt werden.

Welches Bild entsteht in deinem Kopf,

wenn ich dich Frage: "Wie schaut unsere

Gebirgslandschaft in 20 Jahren aus?"

Der einzige Maßstab, um einen möglichen

Blick in das ferne Jahr 2041 zu werfen, ist

eine Bestandsaufnahme der Jetztzeit. Die

Berge selbst werden in ihrem natürlichen

Prozess, beschleunigt durch den immer

höher steigenden Permafrost, weiterhin

zerfallen. Einhergehend damit werden

die Alpengletscher bis auf einige Restflä-

Nr. 31 /2021 | Gebirgsfreund | 15


Gebirgsfreund | Umwelt Editorial | Umwelt | Bericht & Naturschutz

Dolomiten Grödnertal © thomasstaub

chen verschwinden und die Winterzeit

mit tiefen Temperaturen und kompakten

Schneedecken, wird deutlich kürzer

werden.

Wie bereits gesagt, aus bergsteigerischer

Sicht ist diese Perspektive kein

großes Problem. Viel spannender finde

ich die wahrscheinliche Veränderung

der Erwartungshaltung der Bergsteiger

und Bergtouristen selbst. Unser urbaner

Alltag inklusive unserer Freizeitgestaltung

wird zunehmend hektischer, schneller,

vor allem virtueller und von weitgehend

künstlichen Bedürfnissen dominiert. Ich

nehme also an, wer im Jahr 2041 noch die

Berge oder die Bergtäler aufsuchen wird,

egal wie sie sich geologisch verändert

haben werden, wird in einem viel höheren

Ausmaß eine ausgleichende Parallelwelt

suchen, in der Einfachheit, Stille und reale

Gefahren vorherrschen.

Welche konkreten Erwartungen oder

auch Forderungen hast du an die zahlreichen

Kletterer und Wanderer im

Gebirge?

In der "Szene" spricht man viel vom Alpinstil.

Das heißt, dieser Stil versucht mit so

wenig Ausrüstung und Infrastruktur wie

möglich, so viel wie möglich an persönlicher

Erfahrung zu sammeln. Das beginnt

schon bei der Auswahl des Tourenziels.

Nur wer sich der Natur ungefiltert aussetzt,

wird etwas lernen, - vor allem über

sich selbst. Das kann auch bei der einfachsten

Wanderung stattfinden, die nicht

gerade über den breitesten Trampelpfad

führt und bei der man nur das Allernotwendigste

mitführt. Wer am Berg wenig

mitführt, kann automatisch wenig davon

hinterlassen und wird genau dadurch viel

erleben, - von der Entbehrung bis zur beglückenden

Selbstwahrnehmung. Das gilt

vom Everest bis zum Vorstadthügel.

Weil wir gerade bei den Erwartungen

sind, was erwartest du dir von den

alpinen Vereinen bzw. der Politik in

Richtung alpiner Umweltschutz?

Der so genannte Umweltschutz müsste

dringend von allen Beteiligten, vor allem

von den gewählten Vertretern als Menschenschutz

erkannt werden. Wenn die

Vehemenz, mit der in den aktuellen Pandemiezeiten

Menschenschutz betrieben

wird, für den Umweltschutz angewandt

wird, dann könnte die Welt noch für viele

Generationen eine Lebensgrundlage bleiben.

Dafür braucht es aber wirklich große

politische und wirtschaftliche Korrekturen

und weniger das schlechte Gewissen

von Einzelpersonen, auch wenn individuelles

Handeln im Kleinen durchaus

persönlich bereichernd wirken kann.

16 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt & Fachgruppen Naturschutz Umwelt | Gebirgsfreund

Hanspeter Eisendle

Hanspeter Eisendle (geboren1956

in Sterzing, Südtirol, Italien) ist ein

professioneller Bergführer. Der Bergsteiger

hat in seiner Karriere zahlreiche

Touren in den Alpen, im Himalaya, in

Patagonien, im Yosemite-Nationalpark,

aber auch im Oman unternommen.

Dazu kommen einige Erstbegehungen

und Solobegehungen vornehmlich

in den heimischen Dolomiten. Er ist

verheiratet und hat drei Kinder.

Mit rock snow & icendle bist du und

dein Team viel in den Bergen unterwegs.

Welche Umweltvorgaben gibt es

für euch selber?

Wir sind eine wilde Horde von Freunden,

die sich gerne in den Bergen herum

treiben und dabei weiß Gott keine großen

Ökologen sind. Aber wir haben seit jeher

versucht, also seit Jahrzehnten, unseren

Gästen eine Zugfahrt und die Abholung

am Bahnhof für alle unsere Tourenwochen

anzubieten, um von der ersten Stunde an

entspannt chauffiert zu werden. Zudem

ist es viel kommunikativer, zusammen im

Kleinbus zu- und von den Touren zu fahren.

Flugreisen gibt es bei uns maximal 1-

2 Mal im Jahr und sie werden wohl noch

weniger werden. Ich denke, wenn jemand

in Nepal oder in Alaska bergsteigen will,

soll er sich einem örtlichen Bergführer anvertrauen

und in den Alpen dafür zu uns

kommen. Auch unsere Unterkünfte haben

wir alpenweit instinktiv immer nach den

Kriterien echter Qualität ausgewählt. Das

heißt, gute Küche mit lokalen Produkten

und in "entspannten" Gebieten, wo man

als "Fremder" noch wahrgenommen wird.

In fast allen unseren Tourengebieten

haben wir freundschaftliche Verbindungen

zu den Bewohnern vor Ort. Die

gegenseitige Achtung halte ich persönlich

für das wichtigste "Umwelt-Kriterium".

Alles weitere müsste sich eigentlich daraus

ergeben!

Günter Sigl

Alpine Biographie

Im Jahr 1980 konnte Eisendle die

Prüfung zum Bergführer ablegen und

bestehen. Zwei Jahre später wurde er

von Reinhold Messner zu einer Expedition

am Cho Oyu eingeladen, aber

die Winterbegehung auf den 8188

m hohen Berg scheiterte. Auch ein

Versuch am Dhaulagiri (8167 m) misslang

1984. Danach verlegte Eisendle

seinen Fokus stärker auf das (alpine)

Sportklettern in den Alpen. 1986 reiste

er in die Vereinigten Staaten in das

Kletterzentrum Yosemite-Nationalpark.

Hier kletterte er die Route The

Nose am El Capitan in elf Stunden. Im

Jahr 1989 gelang ihm zusammen mit

Hans Kammerlander die Besteigung

der Aguja Poincenot (3002 m) in Patagonien.

Zwei Jahre später durchstieg

er wiederum mit Kammerlander an

einem Tag die Nordwände von Ortler

(3905 m) und Großer Zinne (2999 m).

Die 247 Kilometer dazwischen legten

sie mit dem Rennrad zurück. Weitere

Kletter-Unternehmungen führten ihn

1995 nach Schweden und Norwegen,

sowie 1999 in die Hohe Tatra nach

Polen. Mit Messner ging es 2000 wieder

in den Himalaya, dieses Mal zum

Nanga Parbat (8125 m). Der Versuch,

den Gipfel über die Diamir-Nordflanke

zu besteigen misslang, allerdings waren

sie die ersten, denen die Begehung

der Flanke gelang; sie erreichten eine

Höhe von 7500 m.

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 17


Gebirgsfreund | Umwelt Thema & Naturschutz

Jetzt Online

Kursprogramm Winter 2022 / Sommer 2022

Der Umwelt zuliebe und der schwierigen wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Zeit

geschuldet, erscheint das Jahresprogramm 2022 in ausschließlich digitaler Form. Das Programm wir

laufend erweitert und ergänzt!

Alpinschule Peilstein

Alle Kurse der Alpinschule werden

von staatlich geprüften Berg- und

Skiführern durchgeführt. Dieses

Konzept ermöglicht es uns, Mitgliedern

als auch Nichtmitgliedern eine

professionelle Ausbildung in der von

Ihnen gewählten Bergsportart zu

bieten.

• Kletterkurse

• Klettersteigkurse

• Gletscherkurse

• Familenkurse

• Jugendkletterwochen

• Skitourenkurse

• Skitechnikkurse

• Lawinenkurse

www.alpinschule-peilstein.at

Für Neumitglieder

€ 20,– günstiger!*

Kletterzentrum

Das umfangreiche Veranstaltungsangebot

bietet eine große Vielfalt an

Indoor- und Outdoor-Kletterkursen

sowie Workshops für alle Niveaus

und Altersstufen. Wer neu in den

Klettersport einsteigt und an Schulung

und Ausbildung interessiert

ist, kann aus dem umfangreichen

Angebot für Kinder, Jugendliche und

Erwachsene wählen.

• Kletterkurse für Kinder,

Jugendliche & Erwachsene

• Niveau von Einsteiger bis Profi

• Trainingsbetreuung und individuelle

Betreuung im Einzel- Coaching

• Sportkletter-Reisen

www.kletterzentrum.at

Für Neumitglieder

€ 20,– günstiger!*

Health & Fitness

Health & Fitness - Tu dir was Gutes!

Unter dem Motto „Health & Fitness“

bieten wir ein umfassendes Kursprogramm

für Körper und Geist. Alle

Alters- und Leistungsgruppen finden

hier das richtige Angebot, um mental

und körperlich beweglich zu bleiben

und wieder fit zu werden.

Mitten im pulsierenden Zentrum von

Wien, in der Lerchenfelder Straße

28, bietet unser Gymnastikraum

genug Platz für alle Spielformen der

Fitness - von Yoga und Pilates bis hin

zu Functional Training und Mobility

& Stretch.

www.health-fitness.at

Für Neumitglieder

€ 15,– günstiger!*

18 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021

* Gebirgsvereins-Neumitglieder erhalten nach Einzahlung des Mitgliedsbeitrags mit dem Gutscheinheft einmalig € 20,– Ermäßigung für

Kletterkurse, € 20,– Ermäßigung für Alpinschulekurse, € 15,– Health- & Fitness-Kurse und vieles mehr! www.mitgliedwerden.at


Umwelt & Thema Naturschutz | Gebirgsfreund | Gebirgsfreund

Wald-Yoga und

Klettern am Peilstein

Winterbild: shutterstock_1307286181 | Hochkönig © Konrad Kössler; Sommerbild: shutterstock_279619349; composed by Michael Hauke

Skitourenkurs

auch für Absolute Beginner 2 ½ Tage

Online

Vinyasa Flow

29.09.2021 - 01.12.2021

Mittwoch 18:30 bis 19:30 Uhr

© Kellerer-Pirklbauer Isabell

© iStock-498869396

Erlernen Sie die richtige Handhabung

Ihrer Ausrüstung und erhalten

Sie wichtige Informationen über

Schnee- und Lawinenkunde, Wetterkunde,

Tourenplanung und Orientierung

aus erster Hand. Suchübungen

mit elektronischen Verschütteten-Suchgeräten

und Lehr-Skitouren

unter Beachtung der "Stop or Go"

bieten Gelegenheit zum Anwenden

des Gelernten.

ab € 320,–

Zusatzkosten: An- und Abreise, Liftkarte (je nach Schneelage),

Unterkunft und Verpflegung, Leihausrüstung

www.bit.ly/winterkurse

© iStock-639189480

Mit Vinyasa Yoga wirst du erfahren,

dass es dir gleichermaßen Kraft und

Ausgeglichenheit schenken kann.

Auf dem Weg in dieses "In-sich-Ruhens“

gibt es allerhand zu erfahren

und du wirst Muster erkennen, die du

auch im Alltag entweder lösen oder

fortführen kannst.

Kosten für 10 Einheiten:

ÖAV Mitglieder: € 120,–

Der Peilstein im südlichen Wienerwald

ist einer der schönsten und

bestens abgesicherten Klettergebiete

Ostösterreichs. Das Peilsteinhaus des

Gebirgsvereins im Wienerwald dient

als gemütlicher Stützpunkt inklusive

Kletterpavillon und genügend Freiraum

für Entspannung. Das Retreat

richtet sich an alle, die den Sommer

bewusst ausklingen lassen, die letzten

angenehmen Klettertage nutzen und

ihren Körper und Geist mit entspannenden

Yogaübungen für das Herbstwetter

vorbereiten möchten.

Termine: Fr., 17.09.21 – So., 19.09.21

Fr., 01.10.21 – So., 03.10.21

ab € 220,–

Zusatzkosten: An- & Abreise, Unterkunft & Verpflegung

www.bit.ly/Workshops-Retreats

Mitglieder werden: Nur jetzt 75% des Mitgliedsbeitrag

sparen! Infos: www.mitgliedwerden.at

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 19


Gebirgsfreund | Umwelt Thema & Naturschutz

GRATIS

Gruppenklettern im

City Kletterzentrum

(Bouldern)

© Michael Hauke

Exklusiv für Mitglieder des Alpenverein-Gebirgsverein bieten wir

seit Juni 2021 die Möglichkeit, unsere Boulderräume während der

Geschäftszeiten kostenlos zu benutzen!

Fachgruppe (OOR, Bergsteigergruppe,

Familiengruppe usw..).

Christian Schreiter

Mitglieder des Alpenverein-Gebirgsverein

haben es gut. Denn

seit Juli klettern sie in unseren

Boulderräumen zu den Geschäftszeiten

tagsüber völlig kostenlos! Einzige Bedingung:

sie gehören einer unserer Interessensgruppen

an.

Alles was Sie tun müssen, um in den kostenlosen

Klettergenuss zu kommen, ist,

sich vor dem Erscheinen in unserem City-Kletterzentrum

für den jeweiligen Tag

zu registrieren (siehe www.gebirgsverein.

at), damit wir wissen, dass Sie kommen.

Nehmen Sie zum Klettern Ihre Tages-Registrierung

sowie Ihren Mitgliedsausweis

und einen Lichtbildausweis mit.

Der Check-In erfolgt in der Servicestelle.

Bitte beachten Sie den Belegungsplan, die

3G Regelung sowie unsere Öffnungszeiten,

zu denen Sie die freien Räume nutzen

können.

Für die Nachteulen unter unseren Mitgliedern

gibt es ab nun wieder Dienstag

nach Geschäftsschluss die Möglichkeit

zum kostenlosen Klettern im Rahmen

des Gruppenabends. Dies ist ein von

den Gruppen organisiertes Event. Mehr

Infos darüber bekommen Sie bei Ihrer

Registrierung

Gratis Klettern für

Gebirgsvereinsmitglieder:

https://bit.ly/gratis-klettern

20 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt & Thema Naturschutz | Gebirgsfreund | Gebirgsfreund

© Michael Hauke

© Bernhard Wagner www.bw-foto.net

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 21


Gebirgsfreund | Umwelt Tourentipp & Naturschutz

© Rudi Melchart

Nordwandgeschichte(n)

Die „End“ an der

Bischofsmütze

Die Nordwand der Bischofsmütze ist keine besonders berühmte

Wand. Sie steht ein bisschen versteckt und bietet keine offensichtlichen

Plaisierlinien nach heutigem Standard, dafür aber mühsame

oder aufwändige Zustiege. Nichtsdestotrotz bietet sie eine interessante

Ersteigungsgeschichte und richtig gute Kletterei auf einen

prominenten Gipfel, in der man meistens alleine sein wird.

Wettlauf um die Nordwand?

Nach dem zweiten Weltkrieg waren auf

der Bischofsmütze im Gosaukamm praktisch

alle offensichtlichen Linien bereits

erstiegen.Auf der Südseite gab es mit dem

Jahn- und dem Schneiderweg bekannte

Klassiker. Von Norden und Süden waren

auch die Kanten und Schluchten schon

begangen. Nur die Nordwand wies in

Gipfelfalllinie einen breiten unbestiegenen

Wandstreifen auf, der überdurchschnittlich

steil und anhaltend direkt auf das

Gipfeldach führt.

Die erste Beschreibung eines Durchstiegs

in diesem Bereich stammte von

Fritz Palaoro, der behauptete, 1941 nach

mehreren Versuchen einen Durchstieg

gefunden zu haben. Er schreibt von sehr

brüchigem Fels bis in Wandmitte, dann

erst von schwerer Kletterei. Von Hakeneinsatz

und technischem Klettern war in

seiner Beschreibung wenig zu lesen – was

aber zu dieser Zeit weniger verwunderlich

war. Außerdem schweigt er auch über die

doch sehr einprägsamen Stellen im oberen

Wandteils. Geht man die direkte Nordwand

entlang der im Dachsteinführer

1972 beschriebenen Linie, so kann man

Palaoro’s Beschreibung nicht nachvollziehen.

Wo auch immer Palaoro geklettert

sein mag, die direkte Nordwand war

es nicht. 1948 bestiegen dann End und

Dubowy die Nordwand auf unglaublich

direkter Linie. Immer natürlichen Strukturen

folgend, den markanten Ringwulst

nach links entlang, seichte Risse hakentechnisch

bewältigend, und dann in einer

ausgesetzten, ungesicherten Querung hin

zur markanten Ausstiegsverschneidung.

Die ersten Wiederholer lesen sich wie

ein who is who der lokalen und deutschsprachigen

Kletterszene. Wintersteller,

Buhl, Schmuck, Löw, Forstenlechner &

Grutschnigg waren Spitzenkletterer der

damaligen Zeit. Und mit der Aufnahme

in den

„Extremen Fels“ von Walter Pause

und Jürgen Winkler wurde die direkte

Nordwand mit höheren Ehren versehen.

Mit der Zeit wurde es ruhiger um die

Nordwand. Der frühere Hüttenwirt der

Körnerhütte, Blas Rettenegger ging die

Nordwand jährlich im späten Frühjahr

– solo, und wie er sagte, um die Form zu

überprüfen. Ein guter Fünfer sei sie …

auch wenn in Willi Ends Führer VI und

22 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021

1580 ursprüngliche Route


Umwelt & Naturschutz Tourentipp | Gebirgsfreund

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 23


Gebirgsfreund | Umwelt Tourentipp & Naturschutz

A2 stehe. Sonst bekam die Nordwand nur

noch wenige Begehungen.

(Direkte) Persönliche Bekanntschaft

Im August 1991 war die „End“ in der

Nordwand – gemessen an den zu dieser

Zeit bewältigten Schwierigkeiten längst

keine extreme Tour mehr. Rudi Melchart

– in seinem nach eigener Aussage

stärksten Bergjahr - und ich hatten uns

bereits einige Tage im Gosaukamm aufgehalten

um uns in klassischen und klassisch

modernen Routen zu vergnügen. Bohrhaken

waren damals, mit Ausnahme der

Stände an der Däumlingkante, im ganzen

Gebirgsstock Fehlanzeige. Wir „echten

Alpinkletterer“ lästerten auch ausführlich

über Bohrhakentouren. Bewaffnet waren

wir mit den damals üblichen Textbeschreibungen

aus Willi Ends Alpenvereinsführer

– Topos waren unüblich.

Zur End war der Zustieg schon damals

kompliziert. Von der Hofpürglhütte hinauf

zum Mützensockel, durch bröseliges

Gelände zur Stuhllochscharte abseilen

und dann noch eine Schuttrinne hinunter.

Die Wand drüber war sehr respektanregend

steil, die ersten eineinhalb Seillängen

waren noch dazu brüchig. Was dann

folgte war steile, raue und feste Genusskletterei

bis zum Ringwulst. Die Haken in

dieser Passage allerdings ließen Gedanken

an Freikletterversuche im Keim ersticken

– alt, locker, wacklig, rostig. Also zärtliche

Behandlung der Fragmente und anstrengend

technisch hinauf. Danach folgten

15m ausgesetzter plattiger Quergang über

der Kante ohne Zwischensicherung (wie

kann man das ohne richtige Kletterschuhe

klettern?) und schlussendlich genussvoll

die abschließende Riesenverschneidung

hinauf aufs Gipfeldach. Wir waren mit

ausreichend mobilen Sicherungsgeräten,

guten Kletterschuhen, Helm und leichten

Seilen unterwegs – all diese feinen Errungenschaften

standen den Erstbegehern

nicht zur Verfügung. Am Gipfel waren

wir uns ziemlich einig, dass wir mit der

Ausrüstung der Erstbegeher keine Chance

gehabt hätten. Der Respekt für die Eröffner

schwerer Touren dieser Zeit steigt

dann nahezu ins Unermessliche.

Bergsturz –

aber die Nordwand steht noch.

1993 löste sich dann in der Süd- und

Ostwand ein riesiger Bergsturz, der den

größten Teil dieser Touren vernichtete.

Der Grund dafür ist nicht etwa die

Gesteinsqualität jener Teile der Bischofsmütze,

an denen man tatsächlich klettert,

sondern der Untergrund. Er besteht aus

Dolomit und Haselgebirge mit einem

relativ hohen Gipsanteil. Dieser beginnt

bei starken Regenfällen zu quellen, und

verursacht im darüberliegenden Deckgebirge

jene Spannungen, die schließlich

zum Abbruch großer Teile der Süd- und

Ostwand führten.

Ein großer Teil der Felsmassen stürzte

auf die Stuhllochscharte und dann auch

über die Einstiegsseillängen der „End“

ins Stuhlloch. Im Wesentlichen wurde die

Route aber vom Bergsturz nicht berührt.

© Rudi Melchart

Sanierung und die Nordwand heute

Sowohl der Bergsturz, als auch die geänderten

Anforderungen an sicheres Klettern

bewegten Heinz Sudra, Hüttenwirt

der Hofpürglhütte, und Hias Schreder, Urgestein

der Annaberger Kletterszene 2009

dazu, die Nordwand sanft zu sanieren.

Entsprechend stecken heute an den Ständen

und teilweise auch dazwischen einige

Bohrhaken – Plaisirkletterei ist es dennoch

keine geworden. Im vom Bergsturz

betroffenen Gelände wurde die Linienführung

nach rechts, in Richtung des Buhleinstiegs

verlegt, und auch im Mittelteil

wurden neue Felspartien eingebunden,

die tendenziell etwas schwieriger als die

Originallinie sind. Auch eine neue Variante

über den Ringwulst wurde eingebohrt,

die die oft feuchte Originallinie umgeht.

Geblieben ist eine große, abgeschiedene

24 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt & Naturschutz Tourentipp | Gebirgsfreund

Felstour in weitestgehend gutem Gestein,

die einen dennoch Können und Mut der

Erstbegeher erahnen lässt.

Thomas Jekel

Quellen: End, W., 1980, AVF

Dachstein West: Gosaukamm &

Gosaustein. München: Rother

Mokreis, A. & Hasitschka, J., 2015,

Bischofsmütze-Nordwand. In dieselben, Erlesener Dachstein.

Wien: Schall.

Palaoro, F., 1943, Die erste Begehung der direkten Nordwand

der Bischofsmütze (2459m). In ÖAZ 1943, 32 f.

Peterka, H., 1949, Erschließungsgeschichte der großen

Bischofsmütze. ÖAZ 1949, S. 148 f.

Bilder: Kletterbilder © Rudi Melchart, 1991

Ausschnitt: Willi End, AVF Dachsteingebirge West: Gosaukamm,

Gosaustein, 1980

Aktuelles Topo: ein aktuelles Topo findet

sich im Kletterführer Hofpürglhütte von

Heinz Sudra – online verfügbar:

www.klettergarten-Filzmoos.at

Die älteren Topos bzw. Beschreibungen

(AVF Dachstein/End bzw. Dachsteingebirge

& Gosaukamm Schall/Jekel)

beschreiben nicht den aktuellen Routenverlauf!

Zustieg: Entweder von der Hofpürglhütte

auf den Gipfel der Bischofsmütze

und dann über die Nordwand abseilen

(siehe Topo). Oder von der Stuhlalm/Körnerhütte

auf Jagdsteig ins Stuhlloch und

dieses Kar mühsam aufwärts zum Einstieg

am linken Rand des düsteren Kessels in

Gipfelfalllinie.

Abstieg:

Normalweg (3) bzw. Abseilpiste.

Touren-Facts

Bischofsmütze Nordwand,

End-Führe mit neuem Einstieg

8- (Stelle), mehrere Stellen 7,

meist 5-6, 6+ obligatorisch. 10 SL.

Erstbegehung:

W. End & H. Dubowy, 03.08.1948

Beeindruckende Kletterei in meist

festem rauen Fels mit kompliziertem

und/oder mühsamem Zustieg im

wildesten Winkel des Gosaukamms.

Nach Regen sind trockene Tage abzuwarten,

um Genuss zuzulassen.

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 25


Gebirgsfreund | Umwelt Thema & Naturschutz

© R. Sendlhofer

MTB-Umfrage

Ergebnisse

Fährst du mit oder ohne Motor? Sollen alle Forststraßen frei befahrbar

sein? Gibt es genug „legale“ Singletrails in deiner Region?

Braucht es Ladestationen auf Alpenvereinshütten? Wir haben euch

gefragt, ihr habt geantwortet: Fast 15.000 Mal!

Mountainbiken hat sich vom Trend- zum Breitensport entwickelt

und ist auch im Alpenverein längst als Kernsportart verankert. Um

ein aktuelles Stimmungsbild innerhalb des Vereins zu bekommen,

wurde von Oktober bis Dezember 2020 eine Umfrage zum Thema

MTB/e-MTB durchgeführt, hier die exklusiven Ergebnisse.

Diese Zahlen sprechen für sich: Die

Ergebnisse von 14.657 Teilnehmenden

(8.300 davon Mitglied im Alpenverein)

bringen einen klaren Handlungsauftrag

für den Verein mit sich. Das vorhandene

Angebot entspricht schlichtweg nicht der

Nachfrage. Mountainbiker*innen in Österreich

haben kaum Möglichkeiten, ihren

Sport legal auszuüben. Gemeinsam mit allen

Stakeholdern wird sich der Alpenverein

nun mit Nachdruck für ein attraktives,

zeitgemäßes und vor allem möglichst

flächendeckendes Angebot einsetzen und

seinen Beitrag zur besseren Sichtbarkeit

und Akzeptanz des Sports leisten.

Auch das e-MTB (Pedelec) hat Einzug in

das Sektionsleben gefunden und erfreut

sich großer Beliebtheit. Für den Alpenverein

gilt es einerseits, die Natur zu

bewahren, andererseits soll sie so vielen

Menschen wie möglich zugänglich sein.

Der steigende Nutzungsdruck bei allen

Bergsportarten, besonders aber im Bikesport,

erfordert durchdachte Konzepte

und Lenkungsmaßnahmen im Konsens

mit allen Lebensraumpartnern. Der

Alpenverein wird auch hier seine Aufgabe

als (eine) Interessensvertretung der Mountainbiker*innen

wahrnehmen.

Die Umfrage war über zwei Monate

online und war offen über diverse Kanäle

zugänglich.

1. Sportausübung

Mountainbiken ist keine Randsportart.

Über 68% der Befragten steigen mehrmals

monatlich in den Sattel. Damit ist Mountainbiken

nach Wandern bzw. Bergwandern

die zweithäufigste Sommer-Sportart

im Alpenverein. Diese starke Nachfrage

ist auch in der Alpenverein-Akademie zu

beobachten:

• Das Angebot der Übungsleiterkurse

wird jährlich von knapp 50 Tourenführer*innen

angenommen.

• Mit dem Programm von risk’n´fun

bringen wir auch jungen Mountainbiker*innen

den Sport und den bewussten

Umgang mit den Themen Risiko, Natur

und Mitmenschen nahe.

Es zeigt sich aber auch: Mountainbiken

ist immer noch ein von Männern

dominierter Sport. Lediglich 19%

der Teilnehmenden waren Frauen. Die

statistische Auswertung ergab allerdings

keine signifikanten Unterschiede zwischen

den Geschlechtergruppen und ein

Korrekturfaktor ist daher lt. Agentur nicht

notwendig.

Während 67% der Mountainbiker*innen

mit einem normalen MTB unterwegs

sind, geben 22% an, auch e-MTBs zu

nutzen.(Abb. 3: Besitzen Sie ein MTB bzw.

e-MTB? )

26 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt & Thema Naturschutz | Gebirgsfreund | Gebirgsfreund

© R. Sendlhofer

2. Beweggründe

Abb. 1: Allgemeine Angaben. Grafik: BusinessBeat

Warum steigen wir auf's Bike? Gerade

der Naturgenuss wird von 88% der

Befragten aber als das Hauptmotiv für

den Sport angegeben. Darüber hinaus

zählen die Förderung der Gesundheit und

das Trail-Erlebnis bei der Abfahrt zu den

motivierenden Gründen.

Abb. 2: Vergleich der Bergsportarten. Grafik: BusinessBeat

Abb. 3: Besitzen Sie ein MTB bzw. e-MTB? Grafik: BusinessBeat

Abb. 4: Beweggründe zum Mountainbiken.

Grafik: BusinessBeat

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 27


Gebirgsfreund | Umwelt Thema & Naturschutz

3. Wo unterwegs?

Rund 62% der befragten Mountainbiker*innen

geben an, Forststraßen bergauf

und Wanderwege bergab zu nutzen (Abb.

5). Das zeigt die Notwendigkeit, sich bei

der Freigabe von Mountainbike-Strecken

nicht nur auf Forststraßen zu konzentrieren.

Ein modernes Angebot beinhaltet gleichermaßen

auch Singletrails. In Kombination

mit dem priorisierten Naturerlebnis

gehen wir davon aus, dass sich Mountainbiker*innen

die bestehenden Wege mit anderen

Nutzergruppen teilen möchten. Ein

Ausflug in den Bike-Park, das Trail-Center

oder die Nutzung von Lift- und Shuttle-Unterstützung

ist nur für einen kleinen

Teil der Befragten interessant. Diese

sollten eine Ergänzung zu einem umfangreichen

Mountainbike-Netzwerk bieten.

Abb. 5: Ausübung des MTB/e-MTB-Sports. Grafik: BusinessBeat

4. Begegnungen & Erfahrungen

Der Konflikt zwischen Mountainbiker*innen

und anderen Naturnutzer*innen,

Forst oder Jagd kocht medial gerne hoch.

Wir haben gefragt, wie Biker*innen

wahrgenommen werden und sehen hier

ein durchwegs positives Stimmungsbild.

Speziell Mountainbiker*innen haben wir

gefragt, mit welcher Nutzergruppe sie negative

Erfahrungen gemacht haben. Dabei

liegt das größte Konfliktpotential bei den

Gruppen der Jagd, Grundstücksbesitzer

und Wanderern.

Betrachtet man die in den Medien

dargestellten Konflikte, so glaubt man

kaum, dass Mountainbiken in Österreich

möglich sei. Doch 45% der Mountainbiker*innen

geben an, noch keine negativen

Erfahrungen gemacht zu haben. Dabei

sei erwähnt, dass es sich hier um Meinungen

und persönliche Erfahrungen

handelt. Was von einer Person als Konflikt

aufgefasst wird, kann für eine andere ganz

unterschiedlich bewertet werden. Wir

können in dieser Umfrage nicht zwischen

einem Konflikt und einer allgemeinen,

ablehnenden Haltung der Sportart

gegenüber unterscheiden, sehen aber das

große Spannungsfeld, in dem wir uns als

Alpenverein bewegen.

Abb. 6: Wo sind Sie mit dem MTB/e-MTB unterwegs? Grafik: BusinessBeat

Abb. 7: Erfahrungen mit Mountainbikern/e-Mountainbikern? Grafik: BusinessBeat

28 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021

Abb. 8: Negative Erfahrungen. Grafik: BusinessBeat


Umwelt & Thema Naturschutz | Gebirgsfreund | Gebirgsfreund

5. Möglichkeiten & Veranstaltungen

rund ums Mountainbiken

Die Teilnehmenden wurden befragt, ob es

in ihrer Umgebung ausreichend Möglichkeiten

gibt, dem Bikesport nachzukommen.

Auch hier spiegelt sich der Mangel

an freigegebener Infrastruktur wider

(Abb. 9).

46% geben an, dass das Angebot zwar

ausreichend, aber nicht freigegeben ist.

Ein Drittel sieht die Menge an freigegebenen

Forststraßen als ausreichend.

Ein Fünftel aller Teilnehmenden sagt

klar, dass es kein adäquates Angebot gibt.

Abb. 9: Gibt es genügend Möglichkeiten? Grafik: BusinessBeat

Dies könnte entweder geographisch

begründet sein, oder aber aufgrund der

Tatsache, dass es in manchen Regionen

Österreichs nahezu unmöglich ist, seinen

Sport konfliktfrei auszuüben.

Wir haben in der Umfrage ganz speziell

unsere Mitglieder befragt, welche Veranstaltungen

es zum Thema MTB/e-MTB in

deren Sektionen gibt (Abb. 10). Mehr als

die Hälfte der befragten Mitglieder wissen

nicht, ob es in ihrer Sektion Bike- Veranstaltungen

gibt. Hier könnte man ansetzen,

um den Bikesport in der Gesellschaft

sichtbarer zu machen. Angeboten werden

viele Tagestouren und Fahrtechnik-Kurse.

Durch unsere Übungsleiter-Kurse der Alpenvereins-Akademie

haben wir seit 2008

eine große Zahl an qualitativ hochwertig

ausgebildeten MountainbikerInnen, die

Tourenführer*innen in den Sektionen

aktiv sind.

Abb. 10: Veranstaltungen zum Thema MTB/e-MTB? Grafik: BusinessBeat

Aus jener großen Gruppe, die nicht über

das Bike-Angebot ihrer Sektion Bescheid

wissen, wünschen sich 43% mehr Fahrtechnik-Kurse

und 32% ein Angebot an

Tagestouren (Abb. 11). Auch hier somit

ein klarer Handlungsauftrag an unsere

Sektionen, diese Angebote in die Jahresprogramme

aufzunehmen. Der Alpenverein

bietet mit dem Übungsleiter MTB,

GetReady-Kursen und Updates sowie dem

Programm von Risk’n Fun ausreichend

Abb. 11: Wunschveranstaltungen zum Thema MTB/e-MTB. Grafik: Business-

Beat

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 29


Gebirgsfreund | Umwelt Thema & Naturschutz

6. Probleme & Konflikte

Konflikte mit GrundeigentümerInnen und

das Thema der Haftung spielen immer

noch eine große Rolle beim Befahren von

Forststraßen. Gerade das Thema Haftung

braucht aus Sicht des Alpenvereins mehr

Aufmerksamkeit und Aufklärung. Ist eine

Forststraße oder ein Wanderweg nicht

freigegeben, so haften GrundstücksbesitzerInnen

für einen Unfall nur dann, wenn

ihnen grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz

nachgewiesen werden kann. Wird eine

Strecke explizit freigegeben, so regeln

die in Österreich verwendeten Modelle/

Konzepte dies auf vertraglicher Basis und

beinhalten eine Haftpflichtversicherung,

die den GrundstücksbesitzerInnen/WegehalterInnen

in auch bei leichter Fahrlässigkeit

deckt.

7.Positionierung des Alpenvereins

Der Wunsch, den Sport aus seiner Illegalität

zu heben, ist groß.

81% der Befragten fordern eine generelle

Freigabe von Forststraßen, davon wünschen

sich 42% ein zusätzliches Konzept

zum Schutz sensibler Naturräume. Auch

hinsichtlich der Öffnung von Wanderwegen

ist das Ergebnis ähnlich und unterstreicht

den Bedarf an Singletrails. Für

den Alpenverein gilt es abzuwägen, welche

Maßnahmen und Forderungen zukünftig

sinnvoll, verantwortbar und realistisch

sind. Doch die Umfrage zeigt auch, dass

sich Meinungen geändert haben. Das

Positionspapier 2021 befindet sich aktuell

in Arbeit. Ebenfalls 81% der Befragten

wünschen sich mehr Einsatz des Vereins.

Zum Thema e-MTB sind sie zurückhaltender.

Aber auch hier möchten 50% den

Verein als Interessenvertretung sehen. Das

e-MTB soll dem MTB gänzlich gleichgestellt

sein, sagen 41% der Teilnehmenden.

Rechtlich gesehen ist es das lt. EU-Richtlinie

auch. Dem gegenüber stehen 13%, die

sich eine Distanzierung wünschen, 46%

fordern eine „differenziertere Betrachtung“.

Abb. 18: Probleme beim Befahren von Forststraßen? Grafik: BusinessBeat

Abb. 19: Probleme beim Befahren von Wanderwegen? Grafik: BusinessBeat

Grafik: BusinessBeat

30 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


© R. Sendlhofer

Umwelt & Thema Naturschutz | Gebirgsfreund | Gebirgsfreund

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 31


Gebirgsfreund | Umwelt Thema & Naturschutz

© pixabay

8. Lademöglichkeit des e-MTB auf

Alpenvereinshütten?

Ein weiteres wichtiges Thema ist jenes der

Ladestationen auf Alpenvereinshütten.

Für die befragten Mitglieder steht hier die

Autonomie der Hüttenwirtsleute im Vordergrund.

Allerdings darf eine derartige

Infrastruktur nur dann geschaffen werden,

wenn es ausreichend Überschuss-Strom

aus bereits vorhandenen, regenerativen

Energiequellen gibt.

Ladestationen an Hütten?

Abb. 15: Lademöglichkeiten e-MTB? Grafik: BusinessBeat

9. Positive & negative Aspekte

Alle erhobenen Punkte der Umfrage, sei

es der Nutzerdruck auf alpine Räume, die

Sicherheit am Bike oder auch der Umweltgedanke

bei der Ausübung können mit

geeigneten Maßnahmen positiv beeinflusst

werden. Dem gegenüber stehen die

positiven Aspekte des e-MTBs, welche in

prozentuellem Ausmaß deutlich überwiegen.

All diese Faktoren müssen für eine

zukünftige Positionierung des Alpenvereins

in Betracht gezogen werden. Es gilt

die Entwicklung des Sports zu beobachten

und mit Aufklärungsarbeit und Angeboten

ein Bewusstsein für das Thema zu

schaffen.

Abb. 16: Positive Aspekte des Mountainbiken/e-Mountainbiken? Grafik: BusinessBeat

32 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021

Abb. 17: Negative Aspekte des Mountainbiken/e-Mountainbiken? Grafik: BusinessBeat


Umwelt & Thema Naturschutz | Gebirgsfreund | Gebirgsfreund

10. Fazit

Der Alpenverein bedankt sich bei allen

Teilnehmenden für die aufgewendete Zeit.

Die Ergebnisse der Umfrage werden im

Laufe des Jahres 2021 in ein überarbeitetes

Positionspapier zum Thema MTB/e-

MTB einfließen. Darüber hinaus werden

Umsetzungsschritte und ein Konzept

erarbeitet, wie der Alpenverein zukünftig

aktiv dazu beitragen kann, den Mountainbike-Sport

sichtbarer zu machen und

ihm zu mehr Akzeptanz zu verhelfen.

Der Alpenverein möchte in Zukunft seine

Aufgabe als eine Interessenvertretung

für den Bike-Sport wahrnehmen und

gemeinsam mit anderen alpinen Vereinen

und Stakeholdern mit Nachdruck an einer

Verbesserung der Situation für Biker in

Österreich arbeiten.

Dabei ist ein respektvoller Umgang mit

anderen Nutzern und unserer Natur

Grundvoraussetzung für ein friedliches

Miteinander. Erlebnisgewinn durch Verzicht

und die Akzeptanz anderer Bewegungsformen

in unseren Bergen sichert

nachhaltig die Möglichkeit zur

Ausübung der Bergsportarten

und unseren Alpenraum.

Stets gilt es für den Alpenverein,

unseren Naturraum zu bewahren,

ihn aber für möglichst viele

Menschen zugänglich zu halten.

Diese Gratwanderung ist nicht nur

beim Thema e-MTB einer Herausforderung,

sondern auch aufgrund

der stetig wachsenden Nutzerzahlen

in allen Bergsportbereichen eine

schwierige Aufgabe.

Redaktion

Infobox

Ergebnisse:

www.bit.ly/mtb-umfrage

© R. Sendlhofer

© R. Sendlhofer

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 33


Gebirgsfreund | Umwelt Thema & Naturschutz

Kletterrouten am

rechten Rand

Klare Distanzierung

In den Wiener Alpenvereins-Geschäftsstellen werden Kletterführer

mit fragwürdigen Routenbezeichnungen nicht mehr verkauft. Neue

Routennamen aus den letzten Jahren lassen eine bereits vor über

zehn Jahren geführte Diskussion wieder aufleben.

Seit einigen Monaten wird in der

Wiener Kletterszene wieder intensiv

über Routenbezeichnungen diskutiert,

die leicht als Codes für rechtsextreme

Ideologien verstanden werden können.

Historiker ordnen diese Bezeichnungen

für Kletterrouten teils dem Vokabular

des völkischen Nationalismus, teils

Texten rechtsextremer Metal-Bands zu.

Im Herbst 2010 haben sich die alpinen

Vereine Österreichs deutlich „von allen

Routenbezeichnungen, die in der Wahrnehmung

auch nur im geringsten einen

Zusammenhang mit den vom Naziregime

kreierten und verwendeten Namen

herstellen könnten“, distanziert und an

die Namensgeber appelliert, derartige

Routenbezeichnungen „unverzüglich

zu ändern“. Der Appell richtete sich im

besonderen Maße auch an die Herausgeber

und Verleger von Kletterführern. Auch

manche renommierte Buchhandlung hat

damals den Kletterführer „Keltenkalk 2“,

der in der Kritik stand, aus dem Sortiment

genommen.

Interventionen bisher ohne Erfolg

Der Führerautor und Erstbegeher zahlreicher

Kletterrouten, Thomas Behm,

hat sich damals von jeder ideologischen

Nähe zum Nationalsozialismus distanziert,

die Änderung von Routennamen

sowie die Schwärzung in der Restauflage

des Führers versprochen. Seit dem 2017

erschienenen „Buckelbuch“ von Thomas

Behm ist diese Kritik in der Wiener Bergcommunity

wieder verstärkt aufgeflammt

und wurde durch die Ankündigung einer

Neuausgabe des Kletterführers „Keltenkalk“

neu belebt. Einige Neubenennungen

der letzten Jahre im alten Stil sorgen bei

vielen Kletterern für Zorn. Ein Gesprächsangebot

seitens des Alpenvereins

an die Erstbegeher über einen sensibleren

Umgang mit den Routenbenennungen

lehnten diese ab. Der Alpenverein zieht

nun daraus die Konsequenzen und wird

die betreffenden Kletterführer in den

Wiener Geschäftsstellen nicht mehr

verkaufen. Auch die Unterstützung der

Erschließer durch Bereitstellung von

Klettermaterial und Inserate wird, soweit

dies nicht bereits geschehen ist, eingestellt.

Die seit vielen Jahrzehnten bestehende

internationale Übereinkunft, dass Erstbegeher*innen

die von ihnen erschlossenen

Routen selbst benennen, stellt niemand in

Frage. Der Alpenverein sieht aber in der

Verwendung von Bezeichnungen, die wie

in diesem Fall als rechtsextreme Codes

verstanden werden können, einen Missbrauch

und wird an deren Weiterverbreitung

nicht mitwirken. So werden solche

Routen im Tourenportal alpenvereinaktiv.

com nicht aufgenommen.

Klare Worte der Wiener

Alpenvereinssektionen

Der erste Vorsitzende des Alpenvereins

Austria, KR Friedrich Macher, Prof., verweist

auf die Geschichte des Alpenvereins:

„Der Alpenverein geht achtsam und verantwortungsbewusst

mit seinen Fehlern

der Zwischenkriegszeit um. Benennungen

von Routen, die in befremdlicher Art mit

dieser Grundhaltung nicht in Einklang zu

bringen sind, haben daher keinen Platz

und finden bei uns null Toleranz.“

34 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Jugendliche raus

Für Jugendliche von 9 bis 14-Jahren

Umwelt & Naturschutz | Gebirgsfreund

Mag. Philipp Graf, erster Vorsitzender

des Alpenvereins-Gebirgsverein, betont

den internationalen Charakter des

Klettersports: "Als Bergsteiger*innen und

Kletterer schätzen wir den Kontakt mit

unterschiedlichen Kulturen und Nationalitäten.

Gemeinsam freundschaftlich und

im respektvollen Umgang miteinander

Erlebnisse zu teilen, ist ein prägendes

Merkmal dieser Community. Dieselbe

Toleranz, der wir in der Ferne begegnen

wollen, wollen wir auch daheim vorzeigen

und wiederfinden."

Georg Lenz, Vorsitzender des Alpenvereins

Edelweiss, richtet sich gegen Extremismus

jeder Art: „Beim Alpenverein sind

alle willkommen, deren Herzen für Berge,

Natur und Bewegung schlagen. Egal woher

diese Herzen kommen. Auch wenn die

Geschichte des Vereins weit zurück reicht,

hat so manches gestrige Gedankengut in

unserer Gegenwart keinen Platz und soll

genau dort bleiben – in der Vergangenheit.

Vor allem extreme Ansichten egal aus

welcher Richtung, Religion oder Motivation

haben heute keinen Platz und werden

ihn auch nicht bekommen.“ Auch aus dem

Alpenvereinshaus in Innsbruck kommen

klare Worte der Distanzierung, so von

Martin Achrainer, Historiker im ÖAV:

„Die Kletterszene ist zweifellos gewitzt genug,

Alternativen zu politisch instrumentalisierten

und auf eine menschenverachtende

Ideologie verweisende Routennamen

zu finden. Die Freude und der Geist des

Klettersports, der Menschen und Kulturen

verbindet, sollen durch solche Bezeichnungen

nicht getrübt werden.“

Redaktion

Neue Jugendgruppe

beim Gebirgsverein, sei dabei.

Mitte Juli gab´s den Startschuss für eine

neue Jugendgruppe. Ziel unseres ersten Kennenlern-Ausflugs

war ein netter Rundwanderweg

in Greifenstein. Wir gingen hoch

zur Tempelbergwarte und wieder runter zur

Burg Greifenstein (diese ist leider aktuell

nicht begehbar). Die Wege waren teils von

den Unwettern der Tage zuvor versperrt,

was uns natürlich nicht aufhalten konnte.

Käfer und Schneckensichtungen brachten

uns eher zum Stehen, muss man diese ja

genau unter die Lupe nehmen. Nach lustigen

zweieinhalb Stunden gab es eine kleine

Stärkung, um genug Kraft zum Schwimmen

zu tanken. Am Donauarm konnten wir uns

abkühlen und zukünftige Abenteuer planen.

Die Ideen der Jugendlichen gingen von

Klettergarten, über Bogenschießen, bis hin

zu Radtouren. Wir freuen uns jetzt schon

auf die nächste Action. Du bist zwischen

9-14 Jahre alt und willst auch beim nächsten

Jugend-Ausflug dabei sein? Dann melde dich

gerne bei den Betreuer*innen.

Waldläuferbande

Familien mit 0 bis 13-jährigen Kindern

Sommerlager beim Hochschwab

Nach der Anreise am Mittwoch hat es bis

Donnerstagnachmittag mit ein paar Pausen

geregnet. Trotzdem haben wir eine kleine

Wanderung zu der Erdfunkstelle gemacht

und waren dort auch in einem Museum. Als

der Regen am Nachmittag aufhörte, haben

wir das gleich zum Volleyball spielen genutzt.

Am Freitag waren wir am Schießling wandern,

dort erreichten wir knapp vor einem

überraschenden Regen die Hütte. Danach

teilten wir uns, ein Teil ging zum Gipfel, der

andere hinunter. Als wir am Campingplatz

wieder zusammen waren, hüpften noch ein

paar in den kalten See. Am nächsten Tag

schien die Sonne und wir machten eine Wanderung

zur Fölzalm im Hochschwabgebirge.

Am Abreisetag hat es wieder geregnet, wir

haben die Zelte abgebaut und uns voneinander

verabschiedet. Von Marlies Imhof

„Das was ich wirklich für ein Highlight halte,

ist und bleibt das schwimmen im kalten

See am Campingplatz. Und vor allem die

Gesellschaft tut gut, jeder kann seine Ideen

einbringen.“ Regina Perkonig

Nächste Termine:

Sa., 02.10.21

Kontakt:

Marietta und Geri

+43 650 4406190

Gerald.Baumgartlinger@gmx.at

So., 19.09.21

So., 10.10.21

So., 14.11.21

Sa., 06.11.21

Sa., 04.12.21

Wanderung Hadersdorf

Wanderung Lainzer

Tiergarten

Vögelbeobachten im

Seewinkel

Kontakt:

Maria, Fabian, Marcel und Marisol

+43 650 890 15 38

waldlaeuferbande@gebirgsverein.at

Nr. 3 /2021 | Gebirgsfreund | 35

© Gerald Baumgartlinge

© Waldläuferband


Gebirgsfreund | Umwelt Fachgruppen & Naturschutz

Bergsteigergruppe

Forum Alpin

In der BG tut sich was!

Die Sommerkletterwoche zählt für unsere Gruppe traditionell

zu den Höhepunkten im Bergjahr, so war es wohl auch in diesem

Juli. 17 Erwachsene und 6 Kinder waren auf das Hallerangerhaus

im Karwendel gekommen. Es war eine gute Mischung aus Leuten,

die fast immer dabei sind, und solchen, die schon lange nicht

mehr dabei waren und last not least Leuten, die neu dabei sind.

Der Beginn der Woche fiel in eine katastrophale Starkregenperiode,

die den Hüttenzustieg um einen Tag verzögerte. Danach aber

hatten wir Wetterglück und konnten uns an den hüttennahen

Kletterfelsen im sogenannten Durchschlag-Klettergarten sowie

an der Speckkarspitze und am Lafatscher erfreuen. Die klettertechnischen

Highlights waren sicherlich die klassische Lafatscher-NO-Verschneidung,

sowie der spektakuläre Buratti-Pfeiler.

Der Halleranger ist ein landschaftliches Kleinod, der Lafatscher

mit seiner gigantischen Verschneidung zieht magisch die Blicke

der Kletterer an. Das endlos lange Tal von Scharnitz zur Kastenalm

(nur Taxiverkehr) ist übrigens ein Radfahrerparadies.

Nicht nur im steilen Fels war die BG im bisherigen Jahr unterwegs:

auf Initiative von „Robär“ nahm Anfang Juli ein 8-köpfiges

Team an einem 24-Stunden-Radrennen in Oberösterreich teil.

Trotz beachtlicher

Rundenzeiten belegten

wir den ehrenwerten

letzten Platz

bei den sogenannten

Big Teams. Die 24 h

gestalteten sich sehr

erlebnisreich, das

ist aber eine andere,

lange Geschichte….

Schließlich wollen wir

unseren Internetauftritt

modernisieren,

damit sich Interessierte

über unsere Aktivitäten

informieren können.

Im kommenden Herbst

planen wir covidbedingt

noch keine großen

Vorträge, sondern

einige interessante

Themenabende im

kleineren Kreis.

Ein wichtiger Termin ist jedenfalls das International Climbers

Meeting (24.-26.9.2021 am Peilsteinhaus) mit dem wir in Wien und

Umgebung lebende Kletterer aus aller Welt ansprechen wollen.

Kletterlager am Halleranger Haus

© Andreas Ranet

Hanna im Klettergarten

© Andreas Ranet

Matthias, Ulli und Thomas

36 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021

Philipp Graf in der Lafatscher NO Verschneidung

© Andreas Ranet


Umwelt & Fachgruppen Naturschutz | Gebirgsfreund

Wolfgang Axt

1935 – 2021

Ein Urgestein der Bergsteigergruppe im Gebirgsverein

ist von uns gegangen. Er war einer

der aktivsten und erfolgreichsten Bergsteiger der

Siebziger und Achzigerjahre auf allen Kontinenten

und dazu ein brillianter Fotograf und Vortragender. Dazu war er

ein sehr gesuchter und erfolgreicher Trekkingführer. Sein Buch

„Überleben auf allen Kontinenten“ erschien 2015. Vier große Expeditionen

und viele Kletterfahrten verbinden mich mit ihm. Wir

werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Bruno Klausbruckner

Gemeinschaftsprogramm

der Bergsteigergruppe und des Forum Alpin

Ab September gibt’s wieder einen Gruppen-Boulderabend im

Gebirgsvereinshaus und zwar jeden DIENSTAG – mit open end!

Aufgrund der schwierigen Koordination der vielen Kurse, die ja

teilweise (fürs Seilklettern) weiterhin ausgelagert werden müssen,

und der Trainingszeiten für unser Climbing-Team, hat sich der

Dienstag-Abend als der einzig mögliche herauskristallisiert.

Boulderabend deshalb, weil die Kletterwand zum Seilklettern im

Lichthof aus brandschutztechnischen Gründen leider abgebaut

werden musste. Zusätzlich ist es für Gruppenmitglieder möglich,

jeden Werktag zu den Öffnungszeiten der Geschäftsstelle in allen

Bereichen zu bouldern, die gerade nicht durch einen Kurs belegt

sind. Abgesehen von regelmäßigen Boulderabenden haben wir

folgendes im kommenden Halbjahr geplant: Alle Mittwoch-Termine

finden im 4.Stock vom Gebirgsvereinshaus statt – je nach

Personenanzahl im BG-Zimmer oder im Vortragssaal – Beginn ist

immer um 18:30 Uhr.

Gemeinschaftsprogramm

der Bergsteigergruppe und des Forum Alpin

Mi., 15.09.21

Sa., 18.09. 21–

So., 19.09.21

Fr., 24.09. –

So., 26.09.21

Mi., 29.09.21

Mi., 13.10.21

Mi., 20.10.21

Sa., 06.11. –

So., 07.11.21

Mi., 10.11.21

Thema: Was packe ich in die Rucksackapothe-

und was kann ich damit machen? – Erste Hilfe

Mi., 24.11.21

ke

Mi., 01.12.21

BG-Heimabend

Herbstklettertreffen in der Wachau,

Stützpunkt am Campingplatz in Rossatz

International Climbers Meeting Peilstein

„In der Kürze liegt die Würze“

Alpiner Kurzgschichtlabend

Thema: In die Berg bin i gern – Mei Auto auch

Diskussion über ökologische Anreise zum Berg

BG-Heimabend zur Programmplanung

Abklettern auf der Hohen Wand

mit Übernachtung im Hubertushaus

BG-Heimabend

BG-Ausschuss-Sitzung

Do., 09.12.21 Forum-Alpin-Weihnachtsfeier –

ab 19 Uhr im 4.Stock vom Gebirgsvereinshaus

Fr., 17.12.21

ab Do., 30.12.21

Fr., 31.12.21

Mi., 19.01.22

Sa., 22.01.–

So., 23.01.22

Mi., 26.01.22

Mi., 16.02.22

Sa., 19.02. –

So., 20.02.22

BG-Weihnachtsfeier

ab 19 Uhr im 4.Stock vom Gebirgsvereinshaus

Silvestertreffen auf der Goferhütte

Silvesterklettern am Tirolersteig

Thema: Lawinenkunde – "Wie vermeide

ich in eine Lawine zu kommen?"

Praxiswochende Lawinenkunde auf der Rax

Übernachtung in der Gloggnitzer Hütte

BG-Hauptversammlung

Thema: Biwak im winterlichen Gebirge

Praxiswochenende Winterbiwak

am Tirolerkogel

Kontakt:

Klaus Adler, +43 664 / 7309 7595 | klaus.adler@gebirgsverein.at

Matthias Hutter (+43 664 / 537 0064 | matthias.hutter@aon.at )

Ulli Fechter (+43 676 / 941 0047 | ulli@tschi.net )

Thomas Jekel (+43 664 / 917 3680 | thomas.jekel@gmx.at )

https://www.gebirgsverein-services.at/Web_FA/

Nr. 3 / 2021 | Gebirgsfreund | 37


Gebirgsfreund | Umwelt Fachgruppen & Naturschutz

Enzian unterwegs

Wieder ein normaler Winter?

Es ist für mich wieder an der Zeit, an den kommenden „Enzian-Unterwegs-Winter“

zu denken, und das fällt mir heuer doch etwas

schwerer als sonst. Nicht deshalb, weil es momentan draußen an die

30° Hitze hat. Nein, ein kleines Virus hat seit weit mehr als einem

Jahr die ganze Welt verändert. Es beeinträchtigt die Weltbevölkerung

in vielen Lebensbereichen und leider auch unser Gruppenleben.

Vergangenes Jahr habe ich mir wie immer zu dieser Jahreszeit den

Kopf bezüglich eines geeigneten Schitourenprogramms zerbrochen,

was ohnehin durch den Zahn der Zeit, der an uns allen nagt, immer

schwieriger wird. Denn einerseits dürfen die Touren ja nicht mehr

zu lang, andererseits aber doch attraktiv genug sein, um den inneren

Schweinehund der Enziane zu motivieren, die morschen Beine

wieder auf die Schier zu stellen. Aber das ausgetüftelte Programm

war umsonst, denn das besagte Coronavirus schaffte es, dass keine

einzige Gemeinschaftsschitour zustande kam.

Zusätzlich war der letzte Winter auch ein ziemlich Ausgefallener.

Kaum Schnee im Dezember, die erste Schitour dadurch erst zu

Silvester und auch bis in den Februar hinein gab es wenig Schnee.

Die Quartiere waren österreichweit geschlossen, daher waren die

Schitourengebiete im Nahbereich überlaufen und dort die Parkplätze

komplett überfüllt. Heli und ich brachten trotzdem einige schöne

Touren zusammen, allerdings meist allein und man musste schon

kreativ sein, um die Touren auch genießen zu können. Hervorzuheben

wären dabei unsere Touren auf die Hohe Veitsch und vor allem

die auf den Hochwart im Hochschwabgebiet. Bei herrlichem Wetter

stiegen wir über die Häuselalm zum Gipfel auf und konnten dann

durch das Rauchtal abfahren. In der steilen Rinne gab es allerdings

nur ein schmales Schneeband. Dieses bot dafür aber wunderbaren

Firn und das im Februar. Der meiste Schnee ist dann doch im März

und April gekommen, was uns Tourengehern die Saison in den

Hausbergen unerwartet verlängerte.

Man merkt, der Klimawandel schreitet stetig voran und wird auch

von uns noch einige Änderungen in unserem Freizeitverhalten fordern.

Noch können wir meist ungehindert mit unseren Benzinkutschen

bis in die hintersten Gräben zum Start unserer Touren fahren,

aber wie lange noch? In den Brücklergraben beim Turntaler Kogel

z.B. durfte man letzten Winter nur mehr mit dem Gemeinschaftstaxi

fahren, was aber durchaus nicht schlecht war. Man wird sehen, ob

das weitere Nachahmer findet.

Nun denke ich aber wieder an unser Programm für den kommenden

Winter, in der Hoffnung, dass dieser ein anderer sein möge wie

der letzte. Mit einem Saisonbeginn im Schneeloch Frein müsste es

eigentlich passen. Ich hoffe auch, dass wir wieder ein Schitourenwochenende

veranstalten können. Voriges Jahr hatten wir in Pusterwald

reserviert, mehrmals verschoben und dann leider endgültig absagen

müssen.

Aktuell gibt es nur wenige Einschränkungen wegen Corona, aber die

Deltavariante macht immer mehr von sich reden.

Möge uns ein 4. Lockdown erspart bleibt und wir einen ungehinderten

Schitourenwinter mit ausreichend Schnee erleben können.

Bis dieser Gebirgsfreund bei unseren Mitgliedern ist, sollten wir ja

schon mehr wissen..

Gert

Enzian unterwegs Programm

September 2021 – Dezember 2021

So., 03.10.21

Do., 07.10.21

Mi., 13.10.21

Di., 19.10.21

Mi., 20.10.21

So., 24.10.21

Fr., 29.10.21

So., 31.10.21

Di., 09.11.21

Mi., 17.11.21

So., 21.11.21

Fr., 26.11.21

Mo., 29.11.21

Mi., 08.12.21

Sa., 11.12.21

So., 12.12.21

Do., 16.12.21

So., 26.12.21

Abklettern Hohe Wand

Preßbaumrunde,

Wanderung mit Grete Merstik

Gr.Göller, Wanderung mit Helmut Wanek

Helenental, Radtour mit Robert Kripta

La Palma, Bildervortrag von Christine Linnert

Schützen am Gebirge – St.Margarethen,

Wanderung mit Leo Cornelson

Kaiserkogel,

Wanderung mit Gerti Krenn

Sierningtalstrecke,

MTB-Tour mit Gert Petraschek

Gaisstein, Wanderung mit Helmut Wanek

Zwischen Weinviertel und Lesachtal,

Bildervortrag von Fredi Scholz

Hinterbrühler Rundwanderweg,

Wanderung mit Leo Cornelson

Anninger, Wanderung mit Gerti Krenn

Maurer Stadtwanderweg,

Wanderung mit Grete Merstik

Schiopening in der Frein,

Schitour mit Gert Petraschek

Weihnachtsfeier

Drei Berge, Wanderung mit Leo Cornelson

Stadtwanderweg Prater,

Wanderung mit Grete Merstik

Überraschungstour mit Leo Cornelson

Unsere Organisatoren begleiten die Teilnehmer, es sind aber

keine Führungstouren, jeder Teilnehmer geht eigenverantwortlich.

Kontakt:

+43 664/180 35 22 oder +43 650/879 41 06

enzian@gebirgsverein.at

http://enzian.gebirgsverein.at

© Gert Petraschek

© Gert Petraschek

38 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt & Fachgruppen Naturschutz | Gebirgsfreund

Fachgruppe GEO

Am 1. Juni 2021 wanderten wir zu viert von Guntramsdorf über

den Eichkogel nach Gumpoldskirchen, bestaunten die Süßwasserkalke

und genossen die Rast beim Heurigen im Garten. Die Exkursion

ins Pielachtal wurde wegen zu geringer Teilnehmerzahl und

zu großer Hitze verschoben.

Von Montag, 28. Juni bis Samstag, 3. Juli 2021 trafen sich 17 Wanderer/-innen

beim „Schallerwirt“ in der Steirischen Krakau (Ersatz

für die geplante Reise im Mai 2021 nach Santorin und Naxos,

die auf Oktober 2021 und inzwischen auf Mai 2022 verschoben

werden musste). Je nach Wetter und Wanderlust unternahmen wir

coronakonforme kürzere oder weitere Wanderungen im Bereich

des Prebers, im Etrach- und Rantental, entdeckten diesmal auch

die Moore im Bereich des Weidschobers und freuten uns über

die besondere freundliche und musikalische Atmosphäre beim

„Schallerwirt“.

Die Organisation der Exkursion am Samstag, 24. Juli 2021 auf die

Mariazeller Bürgeralpe und in die Hohlensteinhöhle übernahm

dankenswerter Weise Gerhard Schuster.

Der für Mittwoch, 4. August 2021 geplante Besuch der Sonderausstellung

im Stift Göttweig ″Pater Lambert Karner – Ein Benediktiner

als Höhlenforscher um 1900″ wurde auf

28. September 2021 verschoben.

Da noch nicht klar ist, wie die Corona-Situation sich im Herbst

entwickeln wird, muss ich weiterhin um eine verlässliche Anmeldung

bitten. Wenn Ihr euch bei Interesse an einer Veranstaltung

unverbindlich meldet, folgen zu jeder Tour dann per E-Mail nähere

Informationen.

Sa., 18. – 25.09.21 Wanderwoche im Raum Lofer

Im Sinne der Klimawandelanpassung Wanderungen durch kühle

Klammen und Besuch der Lamprechtshöhle. Das genaue Programm

wird mit den Teilnehmern geplant und ist vom Wetter

abhängig.

Di., 28.09.21 Sonderausstellung im Stift Göttweig

″Pater Lambert Karner – Ein Benediktiner als Höhlenforscher um

1900.″ Er erforschte Erdställe, künstliche Höhlen, die von Emil

Wrbata fotografiert wurden.Anmeldung bis 25. September 2021.

Sa., 02. – 09.10.21 Wanderwoche im Salzkammergut (statt

Santorin und Naxos – siehe Vorschau) Quartier in Bad Goisern, je

nach Wetter Wanderungen und Kultur.

Die Fachgruppe Geo feiert ihr 20-jähriges Bestehen

Wir wollen uns am So., 17.10.21, 18 Uhr im Gasthof Prilisauer

treffen und alte Bilder der Exkursionen anschauen, in Erinnerungen

schwelgen und Neues planen. Am Do., 25.11.21 werden wir

den Kahlenberg besteigen/befahren.

Fr., 17.12.21 Kletterfelsen im Kalk im Süden von Wien

Wanderung von der Endstation der Linie 60 Rodaun über Mizzi

Langer Wand und Lutterwand und die Heide zum Christkindlmarkt

in Perchtoldsdorf.

Vorschau: Mai 2022 Santorin und Naxos

Von Mai 2020 auf Oktober 2020, dann auf Mai 2021, auf Oktober

2021 und jetzt auf Mai 2022 verschoben; die vorgemerkten Teilnehmer/innen

werden von mir umgehend informiert, sobald die

Reisebedingungen bekannt sind.

Gerhards Wanderungen, an die Corona-Verordnungen angepasst

– bei Interesse bitte bei Gerhard melden: Tel. +43 664 23 30 26

Die Geo-Exkursionen sind keine Führungstouren, daher wird auch

kein Führungsbeitrag eingehoben, die TeilnehmerInnen gehen

eigenverantwortlich!

Kontakt:

Uli Pistotnik, +43 676 72 36 536

geogruppe@gebirgsverein.at

Nr. 3 / 2021 | Gebirgsfreund | 39


Gebirgsfreund | Umwelt Fachgruppen & Naturschutz

Seniorenwanderclub

Liebe Wanderclubler und Innen!

Endlich können wir wieder fast ohne Einschränkungen wandern,

wenn wir die „3G“-Regel beachten. Gott sei Dank haben auch

etliche Gasthäuser wieder geöffnet, dass wir nicht verhungern

oder im Winter erfrieren müssen. Ich ersuche Euch aber trotzdem

unbedingt um Anmeldung per E-Mail oder Telefon.

Wir haben uns bemüht, wieder einige neue Ziele zu finden, was

mit der Zeit immer schwieriger wird. Ihr werdet interessante

Destinationen finden, die meistens in 2 Gruppen sowohl für die

etwas flotteren als auch für die gemütlicheren Wanderer geeignet

sind.

Hoffentlich können wir heuer wieder unsere Weihnachtsfeier

in gewohnter Weise abhalten. Dazu lade ich auch alle ein, die

nicht mehr mitwandern können und trotzdem den Kontakt zur

Gruppe nicht verlieren möchten. Unsere Feier wird wieder im

Restaurant Ochsenkopf, (1140 Karl-Bekerty-Straße 60) ab ca.

14:00 Uhr stattfinden. Vorher werden wir eine kleine Wanderung

von Neuwaldegg zum Ochsenkopf unternehmen. Wer nicht

mitwandern will oder kann, kommt direkt mit dem Bus 52A ab

Hütteldorf zum Restaurant.

Ich hoffe, auch mit vielen, die ich schon lange nicht mehr gesehen

habe, plaudern zu können.

Bärbel kann diesmal leider bei der Weihnachtsfeier nicht dabei

sein, wünscht aber allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und

freut sich auf ein Wiedersehen im Neuen Jahr!

Trude

Wanderungen des Seniorenwanderclubs

Wanderungen jeweils am Mittwoch

„G“ verkürzte Wanderungen für Gemütliche

„A“ Abfahrt, „T“ Treffpunkt

„ME“ Mittagseinkehr, „SE“ Schlusseinkehr

Begleitete Wanderungen, jeder Teilnehmer geht auf eigenes

Risiko

Gasthäuser nicht immer verfügbar, bitte immer Jause und Getränke

mitnehmen! Anmeldung erforderlich!

Kontakt:

Gertrude Hlatky, +43 664 273 47 55

Bärbel Huber, +43 664 31 61 700

seniorenwanderclub@gebirgsverein.at

© Bärbel Huber

Mi. 06.10.21 Türkensturz T: 8:20 Uhr Bhf. Meidling, A: 8:37 Uhr nach Seebenstein (ab

Bad Vöslau ER-Ticket) ca.9,5km, 320 Hm, für „G“ ev. verkürzte

Tour, SE

Mi. 13.10.21 Hagenbachklamm T: 9:30 Uhr Bhf. Heiligenstadt, A: 9:45 Uhr nach St. Andrä-Wördern,

ME, „G“ ev. mit Bus zurück

Mi. 20.10.21 Limberg-Eggenburg T: 9:15 Uhr Bhf. Heiligenstadt, A: 9:38 Uhr nach Limberg

(ER-Ticket), gemeinsam mit „G“ (ca. 12 km),

Mi. 27.10.21 Höherberg T: 8:50 Uhr Bhf. Meidling, A: 9:07 Uhr nach Alland-Rehazentrum,

ca. 8 km, 250 Hm, Für „G“ ev. verkürzt

Mi. 03.11.21

Zeitreise in die Vergangenheit

(17 Millionen

Jahre)

T: 8:20 Uhr Bhf. Floridsdorf, A: 8:35 Uhr nach Niederkreuzstetten,

Wanderung und Kellergassenführung (€ 8,-),

gemeinsam mit „G“, ME

Mi. 10.11.21 Guglzipf T: 8:20 Uhr Bhf. Meidling, A: 8:37 Uhr nach Berndorf, gemeinsam

mit „G“ (ca.10,2 km, 220 Hm), ME am Guglzipf

Mi. 17.11.21 Badener Lindkogel T: 8:50 Bhf. Meidling, A: 9:07 Uhr nach Baden Hildegardbrücke,

ca. 7,5 km, 320 Hm, „G“ ev. verkürzte Tour

Mi. 24.11.21 Burg Mödling T: 9:20 Uhr Bhf. Meidling, A: 9:37 nach Mödling, gemütliche

Wanderung gemeinsam mit „G“, ME

Mi. 01.12.21 Gr. Marchberg T: 8:50 Uhr Bhf. Meidling, A: 9:07 Uhr nach Mayerling

Schwechatbrücke, ca. 8,3 km, 400 H m, „G“ ev. verkürzte

Tour

Mi. 08.12.21 Höllenstein T: 9:40 Uhr Bhf. Liesing, A: 9:53 Uhr nach Ellinggraben („G“ bis

Sulzer Höhe), ME

Mi. 15.12.21 Weihnachtsfeier T: 11:00 Uhr Endstelle Strb.43 Neuwaldegg , kurze gemütliche

Wanderung zum Restaurant Ochsenkopf

Hans Ziegler

Gertrude Hlatky

Günter Pichler

Hans Ziegler

Lorenz Klatzl

Bärbel Huber

Hans Ziegler

Hanni Gloser

Hans Ziegler

Hanni Gloser

Hanni Gloser

WA211005

WA211006

WA211007

WA211008

WA211104

WA211105

WA211106

WA211107

WA211202

WA211203

WA211204

Sa. 01.01.22 Neujahrsspaziergang T: 11:00 Uhr Bhf. Hütteldorf, SE WA220101

A Abfahrt, T Treffpunkt, GZ Gehzeit , Hm Höhenmeter, h Stunden, ME Mittagseinkehr, SE Schlusseinkehr, G verkürzte für Gemütliche,

40 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


Umwelt Tourenprogramm & Fachgruppen Naturschutz | Gebirgsfreund

Wandern

Do. 16.09.21 Öhlerschutzhaus Puchberg, Öhlerschutzhaus,

Imitzersteig

So. 26.09.21

Klein Maria Dreieichen

Wiener Melange

A: Bhf. Praterstern 9:01 Uhr

T: 8:45 Uhr

Sa. 02.10.21 Edlitz-Grimmenstein - Aspang Von der Bahnstation Edlitz-Grimmenstein

bis Aspang Bahnhof.

So. 10.10.21

Do. 21.10.21

So. 24.10.21

So. 07.11.21

Lobau

Wiener Melange

A: Bhf. Praterstern

T: 8:45 Uhr

Schutzhaus auf der Knofeleben Payerbach, Eng, Lackaboden, Schutzhaus,

Promischkagraben

Neuwaldegg - Kahlenberg

Wiener Melange

Wöglerin - Sulz

Wiener Melange

A: Endstelle Straßenbahn Linie 43,

8:30 Uhr, T: 8:20 Uhr

A: Bhf Liesing 8:23 Uhr

T: 8:10 Uhr

Detailinfos für alle Touren unter gebirgsverein.at

Renate Kleisch, +43/6763699277

renate.kleisch@aon.at

Team Wiener Melange

wiener.melange@geirgsverein.at

Norbert Szalai, 0677/62036218

08 norbert@gmail.com

Team Wiener Melange

wiener.melange@geirgsverein.at

Renate Kleisch, +43/6763699277

renate.kleisch@aon.at

Team Wiener Melange

wiener.melange@geirgsverein.at

Team Wiener Melange

wiener.melange@geirgsverein.at

So. 21.11.21 Gösing auf alten Wegen Unterwegs auf historischen Jagdsteigen Helmut Mucker, +43 664/8109116

helmut@mucker.at

So. 21.11.21

So. 12.12.21

Von Mariental zum Liesingbach

Wiener Melange

Badener Adventmeile

Wiener Melange

Schneeschuhwandern

A: Bhf Meidling 8:32 Uhr

T: 8:15 Uhr

A: Bhf Meidling 8:37 Uhr

T: 8:20 Uhr

Team Wiener Melange

wiener.melange@geirgsverein.at

Team Wiener Melange

wiener.melange@geirgsverein.at

€ 6,– WA210908

€ 4,– WA210909

€ 6,– WA211002

€ 4,– WA211003

€ 6,– WA211001

€ 4,– WA211004

€ 4,– WA211101

€ 6,– WA211102

€ 4,– WA211103

€ 4,– WA211201

Sa. 05.02.22 Auf den Schnalzstein Alles, was die perfekte Schneeschuhtour

braucht.

Sa. 19.02.22

mehrere

Termine

mehrere

Termine

mehrere

Termine

Mit Schneeschuhen an den

Hängen des Schneebergs

Schneeschuh-Schnupper-Tour

Schneeschuh-WE

Tauplitzalm

Schneeschuh-Easy-Wandern

Winterliche Schneebergerkundung

auf seiner einsamen Seite.

Schnupperkurs, lawinenfrei,

ganz nah bei Wien!

Einstiegstour inkl. LVS-Schulung

auf der Tauplitzalm

Genusstouren, lawinenfrei,

ganz nah bei Wien!

Christian Schreiter, +43 664/5284087

management@gebirgsverein.at

Christian Schreiter, +43 664/5284087

management@gebirgsverein.at

Robert Winkler, +4369915272266

alpinrobert@gmx.at

Robert Winkler, +4369915272266

alpinrobert@gmx.at

Robert Winkler, +4369915272266

alpinrobert@gmx.at

€ 15,– SW220217

€ 15,– SW220218

€ 36,– SW22

€ 98,– SW22

€ 36,– SW22

Alpine Wanderungen

Sa. 18.09.21

Gipfelsammeln in den

Gutensteiner Alpen

Eine Wanderung für Romantiker über

den Großen und Kleinen Neukogel

So. 19.09.21 Krumbachstein etwas anders Auf ungewohntem Weg auf den Krumbachstein

Do. 07.10.21

Fr. 08.10.21

So. 10.10.21

Sa. 09.10.21

Do. 21.10.21

Sa. 06.11.21

Sa. 06.11.21

Die einsame Nordseite der

Veitsch

Hochschwab Ost - Gipfelreigen

rund ums Seetal

Schneealpe - Lohmstein über

Jagdsteig

Einsame Kammwanderung mit

schönen Ausblicken

Rax/Heukuppe - über

gesicherten Steig

Herbstliche Wanderung

über Gländ & Hohe Wand

Weitengrund-Seebodenkogel-Burg

Unmarkierte Steige zur Veitsch

von Seewiesen über die Staritzen zur

Voisthaler Hütte

ca. 5 Stunden, 900 Hm

Über Kleinen und Großen Neukogel von

Gutenstein nach Pernitz

Martinsteig oder Raxenmäuersteig

ca. 5 Stunden, 1000 Hm

Aussichtsreiche Herbsttour auf weniger

bekannten Spuren.

So. 07.11.21 Schneeberg Novembergrat Über den Novembergrat auf den

Schneeberg

Sa. 27.11.21

Sa. 09.07.22

Sa. 16.07.22

Fels und Eisen auf der Hohen

Wand - ÖFFI-Tour

Bergtourenwoche Großarltal

Über das Zahme Pechersteiglein luftig

zum Hubertushaus

Feine alpine Wanderungen in den Radstädter

Tauern

Christian Schreiter, +43 664/5284087

management@gebirgsverein.at

Helmut Mucker, +43 664/8109116

helmut@mucker.at

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

Robert Vondracek, 01/4052657-207,

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Adi Kasper

+43 664/1309816

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

Adi Kasper

+43 664/1309816

Christian Schreiter, +43 664/5284087

management@gebirgsverein.at

Helmut Mucker, +43 664/8109116

helmut@mucker.at

Robert Vondracek, 01/4052657-207,

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Ingrid u. Robert Vondracek

robert.vondracek@gebirgsverein.at

€ 12,– BT210906

€ 15,– BT210907

€ 15,– BT211003

€ 65,– BT211002

€ 15,– BT211001

€ 12,– BT211004

€ 15,– BT211101

€ 12,– BT211103

€ 15,– BT211104

€ 15,– BT211102

€ 260,– BT220701

Nr. 3 / 2021 | Gebirgsfreund | 41


Gebirgsfreund | Umwelt Fachgruppen

Tourenprogramm & Naturschutz

Skitouren

Detailinfos für alle Touren unter gebirgsverein.at

Sa. 11.12.21

Keine Angst vor der Abfahrt

Skitechnik Skitour

Do. 16.12.21 Genussskitour 50+

unter der Woche

Do. 23.12.21

Einsteiger-

Vorweihnachtsskitour

Do. 06.01.22 Genussskitour 50+

unter der Woche

Do. 20.01.22 Genussskitour 50+

unter der Woche

Sa. 05.02.22

Sa. 12.02.22

Skitourenwoche Kitzbüheler

Alpen, Spertental

Do. 17.02.22 Genussskitour 50+

unter der Woche

Do. 03.03.22 Genussskitour 50+

unter der Woche

Do. 17.03.22 Genussskitour 50+

unter der Woche

Nach Vereinbarung

Ski Alpin

Sa. 22.01.22

Sa. 29.01.22

Sie wünschen, wir spielen

Skitechniktag für mehr Spaß und Sicherheit

im Gelände

Wenig bekannte Tagesziele, einsame

Gipfel, 600-900 Hm

Eisenstein, Julius-Seitner-Hütte,

ca. 600 Hm

Wenig bekannte Tagesziele, einsame

Gipfel, 600-900 Hm

Wenig bekannte Tagesziele, einsame

Gipfel, 600-900 Hm

Spertental, Kelchsau, Jochbergtal. Pens.

Berghaus Kirchberg

Wenig bekannte Tagesziele, einsame

Gipfel, 600-900 Hm

Wenig bekannte Tagesziele, einsame

Gipfel, 600-900 Hm

Wenig bekannte Tagesziele, einsame

Gipfel, 600-900 Hm

Genussskitouren in den Wiener Hausbergen

Skiwoche Mittersill Eine Woche Skilauf im alpinen Gelände. Erich Litzlbauer

0676/400 3206

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

Robert Vondracek, 01/4052657-207,

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

Ingrid u. Robert Vondracek

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

Alpinteam, 01 4052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

€ 30,– ST211201

€ 30,– ST211202

€ 25,– ST211203

€ 30,– ST220101

€ 30,– ST220102

€ 360,– ST220201

€ 30,– ST220202

€ 30,– ST220301

€ 30,– ST220302

€ 30,–

bis 60,–

ST219999

€ 899,– SP220101

Mountainbiken

Sa. 25.09.21

Sa. 02.10.21

Fahrtechniktraining für

MTB und E-MTB

MTB und E-MTB Tour

Semmering-Wechsel

Einsteiger*innen/leicht fortgeschritten

Neuwaldegg/Wienerwald

Semmering-Wechsel-Überfahrung

(leicht/mittel), Öffi-Tour

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

€ 30,– MTB210901

€ 30,– MTB211001

Klettern Alpin

Nach

Vereinbarung

Sie wünschen, wir spielen

von Wien bis ins Grazer Bergland

Genussklettern im besten Kalk

Touren im 3. bis 5. Grad

Alpinteam, 01 4052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

€ 30,–

bis 60,–

KT219999

Orientierung

So. 26.09.21 Mit Karte, Bussole und GPS Theorie - Praxis der professionellen Orientierung

im Gelände

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

€ 80,– OR210401

Klettersteig

Di. 05.10.21 Hans-von-Haid-Steig /

Rax-Preinerwand

Di. 16.11.21 Gebirgsvereinssteig /

Hohe Wand

Nach Vereinbarung

Sie wünschen, wir spielen von

Wien bis in die Hochschwabgruppe

Anspruchsvoller Klassiker auf der Rax,

Schwierigkeitsgrad C/D.

Steiler Klassiker der Hohen Wand,

Schwierigkeitsgrad C/D.

Genusseisenwege nach Lust und Laune

Schwierigkeitsgrad C bis E

Robert Vondracek, 014052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Robert Vondracek, 014052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Alpinteam, 01 4052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

€ 35,– KS211001

€ 30,– KS211101

€ 30,–

bis 60,–

KS219999

A Abfahrt, T Treffpunkt, GZ Gehzeit , Hm Höhenmeter, h Stunden

www.mitgliedwerden.at

www.mitgliedwerden.at

42 | Gebirgsfreund | Nr. 3 / 2021


© Karpos

KARPOS

Herren-Daunenjacke

Focobon

€ 269,90

KARPOS

Herren-Hybridjacke

Miage

€ 269,90

KARPOS

Herren-Hose

Alagna Plus Evo

€ 189,90

ORTOVOX

Rucksack

Peak Light 40 l

€ 200,-

-10%

BERGSCHUH

PLUSCARD-BONUS

Online Code: GS21-10PLCBERG

Gültig für PlusCard-Kunden auf reguläre Wander-/

Bergschuhe für Damen und Herren. Ausgenommen

sind Low-Cut Modelle, Kindermodelle, Herbstund

Winterschuhe und bereits reduzierte

Artikel. Nicht kombinierbar

mit anderen Aktionen.

LA SPORTIVA

Herren-Bergschuhe

Makra Combi GTX

€ 269,99 OHNE

PLUSCARD

PLUSCARDPREIS

€ 242,99

SCARPA

Herren-Bergschuhe

Ribelle HD

€ 330,- OHNE

PLUSCARD

PLUSCARDPREIS

€ 297,-

GIGASPORT

16 MAL IN ÖSTERREICH

& IM ONLINE SHOP

Graz | Klagenfurt | Villach | Brunn am Gebirge | Innsbruck | Liezen | Fohnsdorf | Leoben

Kapfenberg/St.Lorenzen | Oberwart | Spittal | Lienz | Bärnbach | Fürstenfeld | Bad Ischl | Wolfsberg

www.gigasport.at

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine