My Body

mp.austria

Schön, dass es mich gibt. Die Kampagne "My Body" dient als Wohlfühlratgeber, für alle die sich intensiver mit ihrem Körper auseinandersetzen möchten.

EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET

Lesen Sie mehr unter www.dergesundheitsratgeber.info

Schön, dass es mich gibt.

My Body

FOTO: ZVG

No Body Shame!

Corinna Heiss erzählt,

wie sie sich nach ihrer

Amputation zurück ins

Leben gekämpft hat

04

Hunger,

Genuss und Co.

Lernen, auf die eigenen

Bedürfnisse zu hören

10

Vorsorge

und Versicherung

Die gesundheitliche Zukunft

in die eigene Hand nehmen

12

Erholsamer Schlaf,

freie Atemwege

So kommt man entspannt

durch den Alltag


2 | Lesen Sie mehr unter dergesundheitsratgeber.info

VORWORT

Dafür bin ich meinem Körper dankbar.

Ich schäme mich nicht

mehr für die Narben auf

meinem Körper. Sie zeigen,

was ich durchgemacht und

dass ich überlebt habe.

Und wenn man mit sich

selbst im Reinen ist, dann

strahlt man das auch nach

außen aus.

Corinna Heiss, Gründerin

des Österreichischen

Amputiertenverbands

Wir lieben unseren

Körper, weil er uns hilft,

unsere persönlichen Ziele

in unserem Leben zu

erreichen – wenn wir ihn

entsprechend pflegen.

Joe und Fabian,

Gründer Schlafonaut.de

Senior Project Manager: Jacqueline Wilk, BA Business

Developer: Florian Rohm, BA Editorial Manager: Viktoria

Pisker Layout: Juraj Príkopa Managing Director:

Bob Roemké Medieninhaber: Mediaplanet GmbH ·

Bösendorferstraße 4/23 · 1010 Wien ·

ATU 64759844 · FN 322799f FG Wien

Impressum: www.mediaplanet.com/at/impressum

Distribution: Der Standard Verlagsgesellschaft m.b.H.

Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. & Co.KG

Kontakt bei Mediaplanet:

Tel: +43 676 847 785 119

E-Mail: jacqueline.wilk@mediaplanet.com

Erscheinungstermin: 23.09.2021

Bleiben Sie in Kontakt:

@MediaplanetWorld

@austriamediaplanet

Ich habe gelernt, was mir

guttut und was nicht,

diese Dinge lasse ich

dann auch ganz bewusst

weg. Ich habe viel mehr

Selbstvertrauen und bin

vor allem als Mama und

mit dem Wissen, was

mein Körper in einer

Schwangerschaft leistete,

stolz auf ihn. Ich kenne

meine Schwachstellen und

meine Vorzüge. Ich fühle

mich wirklich wohl in

meinem Körper, da er mir

seit Jahren zur Seite steht,

immer voller Energie für

mich da ist und ich finde

einfach, dass Einstellung

die halbe Miete ist.

Catrin Ferrari-Brunnenfeld,

Foodbloggerin, Gründerin

cookingCatrin

Erst wenn ein Organ nicht

mehr „funktioniert“, merkt

man, wie wichtig jeder

einzelne Teil des Körpers

ist. Gesundheit ist nicht

selbstverständlich.

Univ-Doz. Dr. Felix Wantke,

Leiter des Floridsdorfer

Allergieambulatoriums

Mit 17 Jahren die Diagnose

einer chronischen

Erkrankung zu erhalten,

ist nicht unbedingt leicht.

Was ich aber mit dieser

Diagnose gelernt habe,

kann mir niemand nehmen

und ist ein wichtiger Teil

meiner Lebenseinstellung

geworden.

Lebensqualität wird

zur stetig angestrebten

Lebensphilosophie: Das

Leben ist auch mit einem

Morbus Crohn schön und

absolut lebenswert!

Evelyn Groß, Präsidentin

der ÖMCCV (Österreichische

Morbus Crohn/Colitis ulcerosa

Vereinigung)

Ich bin dankbar dafür,

wenn ich gesund bin und

nehme mich an, wie ich bin.

Ich höre in mich hinein,

mein Körper sagt mir, was

gut ist oder nicht. Ich lebe

gerne, denn das Leben

bietet immer wieder schöne

Dinge – man muss sie nur

annehmen und zulassen.

Helga Thurnher, Obfrau

der Allianz onkologischer

PatientInnenorganisationen,

Präsidentin der Selbsthilfe

Darmkrebs


MEDIAPLANET | 3

Abigail Simpson,

BSc

Physiotherapeutin bei

den Psychosozialen

Diensten in Wien

(PSD), freiberuflich

tätig, externe Lehrbeauftragte

an der

FH Campus Wien

FOTO: ABIGAIL SIMPSON

Körper, Seele, Geist

Und welchen Einfluss hat Corona darauf?

Kein Thema wurde im

letzten halben Jahr wohl

so häufig besprochen

wie Corona. Doch gilt

die Vorsicht nur vor der

Ansteckung oder gibt es

noch mehr zu bedenken?

In der modernen Medizin

wird dem Zusammenspiel

von Körper, Seele und Geist

wieder mehr Bedeutung

zugemessen. „Wieder“ deshalb,

weil es in der Antike vollkommen

selbstverständlich war, dass es

dem Körper nur mit einer gesunden

Psyche gut gehen kann, bis

dieses Verständnis dann für viele

Jahrhunderte in den Hintergrund

rückte. Aber Sie kennen

das doch bestimmt von sich

selbst, dass schon bei kleineren

körperlichen Beschwerden bald

auch die Stimmung betroffen ist.

Es gibt ständige Wechselwirkungen

zwischen unserem Körper

und unserer Psyche, daher kann

man auch nicht „nur“ körperlich

oder „nur“ psychisch krank

sein. Haben Sie schon überlegt,

woher all die uns so vertrauten

Redewendungen kommen?

Warum liegt mir denn etwas „wie

ein Stein im Magen“ und wenn

sich das Problem löst, „fällt mir

eine Last von den Schultern“? Es

kommt daher, dass sich unsere

Emotionen – sowohl die positiven

als auch die negativen – sehr stark

im Körper darstellen, teilweise

auch unbewusst.

Corona und die Seele

Das Leben mit der Corona-Pandemie

und allen damit verbundenen

Einschränkungen ist an

niemandem spurlos vorübergegangen.

Sicherlich belastet es

manche mehr als andere, doch

alle sind betroffen. Ein Gefühl

der Bedrohung ist Teil unseres

Alltags geworden. Eine Angst, die

man sonst nur von Ausnahmesituationen

kennt, wurde zum

täglichen Begleiter. Menschen,

die alleine wohnen, waren

während des Lockdowns mit

großer Einsamkeit konfrontiert.

In anderen Haushalten wurde

es aufgrund fehlenden Abstands

immer schwieriger und konfliktreicher.

Die fehlende Ablenkung

sowie auftretende Ungewissheiten

in Bezug auf finanzielle

Absicherung und Gesundheit

führten zu Sorgen, welche viel

Kraft raubten. Haben die Kinder

zu Hause genug gelernt? Werde

ich meinen Job behalten können?

Wohin kann ich in den Urlaub

fahren? Und darf ich mich über

den stornierten Urlaub überhaupt

ärgern, wenn es anderen

so viel schlechter geht? Doch was

hat das nun alles mit unserem

Körper zu tun?

Atemübung für Ihr Wohlbefinden

Unser Körper ist die materielle

Verleiblichung unserer Identität.

Diese Möglichkeit können

wir nutzen, um über unseren

Körper Einfluss auf die Psyche

zu nehmen. In einer Situation,

in der wir kaum Möglichkeiten

haben, die äußeren Umstände zu

beeinflussen, können wir über

unseren Körper doch etwas in

uns selbst verändern. Eine solche

Möglichkeit bietet sich beispielsweise

über die Übung „Bewusstes

Atmen“ an.

Wir sehnen uns doch alle nach

Ausgewogenheit und Gleichgewicht

in all dem Trubel. Ein

bewusstes Beschäftigen mit dem

eigenen Körper kann einen Teil

dazu beitragen. Ja, es ist sehr

wichtig, verantwortungsbewusst

und vorsichtig zu sein, wenn es

um Corona geht. Doch lassen wir

auch unsere Psyche nicht außer

Acht. Nehmen wir unsere

Identität als Körper, Seele und

Geist wahr und geben ihr gerade

in dieser herausfordernden Zeit

die nötige Bedeutung!

BEWUSSTES ATMEN

• Bauchatmung: Legen Sie Ihre Hände

auf den Bauch, atmen Sie über

die Nase tief bis zum Bauch ein,

spüren Sie, wie sich der Bauch unter

Ihren Händen hebt und atmen Sie

dann über den Mund wieder aus.

• Flankenatmung: Legen Sie Ihre

Hände seitlich auf die unteren

Rippen, atmen Sie wie zuvor über

die Nase tief ein und über den Mund

aus.

• Brustatmung: Legen Sie Ihre Hände

oberhalb der Brust auf, atmen Sie

tief ein und aus und achten Sie auf

die Bewegung des Brustkorbs.

Sie können in jedem Abschnitt einige

Atemzüge lang bleiben und dabei versuchen,

Ihre Gedanken ganz auf die

Atmung zu fokussieren.

FOTO: UNSPLASH


4 | Lesen Sie mehr unter dergesundheitsratgeber.info

Unterstützt von Novo Nordisk

Moderne Abnehmmedizin:

„Der Erfolg steigert die

Motivation riesig“

FOTO: ZVG

einer Spezialistin oder einem

Spezialisten beraten zu lassen.

Zuallererst muss auch medizinisch

abgeklärt werden, ob

organische Ursachen oder erste

Folgeerkrankungen vorliegen.

Im nächsten Schritt sieht man

sich gemeinsam den Lebensstil

an. Bewegung und gesunde

Ernährung sind nun einmal

wichtige Faktoren, um langfristig

mit seinem Gewicht glücklich

zu sein. Damit allein schaffen es

aber viele noch nicht, zu ihrem

Wunschgewicht zu kommen.

Hier habe ich in meiner Praxis

gute Erfahrungen mit der modernen

Abnehmmedizin gemacht.

Dr. Sabine Maier ist die derzeit amtierende Präsidentin der Austrian Academy of Cosmetic Surgery and Aesthetic Medicine (AACSM)

und seit mehr als 20 Jahren Expertin für ästhetische Medizin. Ihre Praxis bietet neben der modernen Abnehmmedizin eine weitreichende

Palette an Behandlungsmethoden. sabinemaier.at

2 von 3 Frauen in Österreich

wollen abnehmen. Welche

Motive stecken hinter diesen

Wünschen?

Jede und jeder von uns möchte

sich in seinem Körper wohlfühlen,

das ist ein ganz natürliches

Bedürfnis. Ein gesundes

Körpergewicht hat dabei einen

wesentlichen Anteil. Wir fühlen

uns fitter, vitaler und kommen

leichter durch den oft anstrengenden

Alltag. Viele wollen auch

ihr Wunschgewicht erreichen,

um jünger und attraktiver

auszusehen.

Was macht das Wunschgewicht

aus?

Ästhetisch gesehen ist das etwas

sehr Individuelles. Manche

sind kritischer mit sich selbst

und wollen einen athletischen

Körper haben, andere gefallen

sich auch mit ein paar Kilos zu

viel. Die Medizin setzt bei dieser

Frage allerdings streng definierte

Richtlinien. Von Übergewicht

spricht man ab einem BMI von

25. Das ist auch der Punkt, an

dem die ersten gesundheitlichen

Probleme auftauchen können.

Gewicht ist auch eine Frage der

Gesundheit.

Absolut. Ein Zuviel an Gewicht

bringt oft Bluthochdruck,

Diabetes, Herzerkrankungen

oder Gelenk- und Rückenbeschwerden

mit sich. Tatsächlich

haben Menschen je nach

Schweregrad des Übergewichts

eine bis zu sieben Jahre kürzere

Lebenserwartung.

Wieso fällt es vielen so schwer,

zu einem gesunden Körpergewicht

zu kommen?

Viele meiner Patienten und

Patientinnen schätzen völlig

falsch ein, was und wie viel sie

tatsächlich essen. Da passiert es

leicht, dass man am Ende des

Tages deutlich mehr Kalorien zu

sich genommen hat, als einem

bewusst ist. Dinge wie „gesundes

Naschen“ sind besonders

tückisch. Nüsse oder Haferkekse

beispielsweise wirken auf den

ersten Blick gesund, enthalten

aber viele Kalorien. Dazu kommt

ein Überangebot an Fast Food

und Fertiggerichten, deren

Zusammensetzung schwierig zu

durchschauen ist.

Ist eine Diät die richtige Lösung?

Das Problem, vor allem bei sogenannten

Crash-Diäten, ist, dass

man sich damit den Stoffwechsel

kaputt macht. Der Körper verlernt

komplett, auf Sättigungssignale

zu hören. Irgendwann

kommt es unweigerlich zu

Heißhunger-Attacken, dann wird

durch Essen überkompensiert.

Der Teufelskreis beginnt und am

Ende ist der Fettanteil im Körper

höher als vorher.

Was empfehlen Sie Menschen,

die gerne zu ihrem Wunschgewicht

kommen wollen?

Seit mehr als 20 Jahren

beschäftige ich mich beruflich

mit Übergewicht. Aus meiner

Erfahrung kann ich sagen, dass

es sich bei diesem komplexen

Thema absolut lohnt, sich von

Moderne Abnehmmedizin?

Ja. Die Entwicklung moderner

Medikamente in diesem Bereich

hat in den letzten Jahren riesige

Fortschritte gemacht. Sie werden

beispielsweise gezielt eingesetzt,

um Hunger in den Griff zu

bekommen. Die Menschen haben

damit nicht mehr das Bedürfnis,

zu viel zu essen. Sie nehmen ab.

Dabei wird auch das medizinisch

gefährliche Bauchfett, das

sogenannte Viszeralfett, reduziert.

Das ist dann eine riesige

Motivation, dieses neue Gewicht

auch zu halten und zu einem

gesünderen Lebensstil mit mehr

Bewegung und einer gesunden

Ernährung zu kommen.

AT21OB00039

Weitere Infos unter

abnehmen.at

Der BMI-Rechner

Der Body-Mass-Index, kurz BMI,

dient der Einschätzung eines

gewichtsbedingten individuellen

Gesundheitsrisikos. Er stellt

Körpergröße und -gewicht in Relation:

BMI =

Gewicht in kg

(Größe in m) 2

BMI < 18,5: Untergewicht

BMI 18,5–24,9: Normalgewicht

BMI 25–29,9: Übergewicht

BMI 30–34,9: Adipositas Grad I

BMI 35–39,9: Adipositas Grad II

BMI >40: Adipositas Grad III


MEDIAPLANET | 5

2,7 Millionen

ÖsterreicherInnen

qualifizieren sich

für Abnehmmedikamente

»Mit medizinischer

Wirkung habe ich

endlich abgenommen.

In fünf Monaten von

85 auf 76 kg.«

– Lena, Wien

AT21 OB00037 08/2021 Novo Nordisk Pharma GmbH, 1220 Wien, Donau-City-Str.7

ABNEHMEN.AT

Qualifizierst auch Du Dich für

Abnehmmedikamente?

Finde jetzt einen Abnehmmediziner in Deiner Nähe!

www.abnehmen.at/mybody


6 | Lesen Sie mehr unter dergesundheitsratgeber.info

INSIGHT

„Vorsorge in jeder Hinsicht

kann eben manche Probleme

und Sorgen verhindern!“

Unser Gesundheitssystem

bietet viele

Möglichkeiten der

Vorsorge, die man

unbedingt annehmen sollte. In

den vergangenen Jahren ist das

Verständnis für Krebserkrankungen

und die damit verbundenen

Belastungen größer geworden

und das Angebot der Unterstützungen

und Hilfestellungen

ebenfalls.

So bieten zum Beispiel Versicherungen

eine spezielle „Krebsversicherung“

an, die finanzielle

Unterstützung bei Erkrankung

ermöglicht. Gibt es in einer Familie

Krebserkrankungen, so wäre

es sinnvoll, so eine Versicherung

rechtzeitig abzuschließen, um

Ich hatte damals Angst

vor dem Sterben,

und war [...] einfach

überfordert. […] Viele

Menschen verstehen

nicht, dass die meisten

Krebspatientinnen und

-patienten überleben

und nicht sterben.

Martina Hagspiel,

Gründerin

Kurvenkratzer

InfluCancer

im „Notfall“ wenigstens keine

finanziellen Sorgen zu haben.

Seit Sommer 2017 ist es möglich,

nach längerem Krankenstand

zunächst teilweise wieder

ins Berufsleben einzusteigen.

Vielleicht ist es nicht bei jedem

Arbeitsplatz möglich, dies sollte

man aber abklären. Krankheit

ist keine Schande und kann vor

allem jeden treffen – jederzeit!

Beratung findet man bei den

jeweiligen Selbsthilfegruppen,

die einem wichtige Kontakte

vermitteln können sowie das

Gespräch mit ebenfalls Betroffenen

ermöglichen. Der Austausch

ist wichtig, um zu sehen, dass

andere Menschen die gleichen

oder ähnliche Probleme haben

und man mit seinem Schicksal

nicht allein ist.

Körper und Geist haben im

Verlaufe einer Erkrankung sehr

viel zu verarbeiten, und so ist es

sehr unterstützend, wenn man

sich mit anderen Dingen des

täglichen Lebens nicht belasten

muss.

FOTO: LUDWIG SCHEDL

Helga Thurnher

Präsidentin

der Selbsthilfe

Darmkrebs, Obfrau

der Allianz onkologischer

Patient Innenorganisationen

Kontakt:

Helga Thurnher

0676/9340746

www.selbsthilfedarmkrebs.at

info@selbsthilfedarmkrebs.at

gegen Krebs kann man sich nicht versichern, gegen die

finanziellen Folgen schon.

Mit der Diagnose Krebs* ändert sich alles im Leben. Damit man sich auf die Behandlung konzentrieren

kann, hilft die DONAU Krebsversicherung. Sie unterstützt finanziell und bietet die Möglichkeit einer

medizinischen Zweitmeinung. Mehr erfahren und online beantragen auf

donauversicherung.at/krebsversicherung

Serviceline 050 330 330

*gilt bei bedingungsgemäßen Krebserkrankungen


MEDIAPLANET | 7

Gesundheitszentrum

Resilienzpark Sitzenberg

Für aktive Versicherte:

Jetzt anmelden zur „modernen Kur“

Im Gesundheitszentrum

Resilienzpark Sitzenberg

stärkt die BVAEB mit einem

neuen Konzept nachhaltig

die Gesundheit aller aktiven

Versicherten.

Am 21. September 2021 eröffnet die

BVAEB im Bezirk Tulln das neue Gesundheitszentrum

Resilienzpark Sitzenberg.

Dort geht es nicht um die Behandlung

von Krankheiten, sondern

um die Verbesserung der Lebensqualität

und der Zufriedenheit.

Individuell abgestimmte Maßnahmen

sowie eine umfangreiche Diagnostik

schaffen die Grundlage für einen

nachhaltig gesunden Lebensstil.

Die Programminhalte widmen sich

den Themen Bewegungsförderung,

Ernährungsoptimierung, Stärkung

der mentalen Gesundheit sowie Steigerung

der Gesundheitskompetenz

und des Sozialkapitals.

„Aktiv für die eigene

Gesundheit“ - Melden Sie

sich an!

Aktive Versicherte, mit dem Wunsch

die eigene Gesundheit zu verbessern

und aufrecht zu erhalten, sind hier

richtig. Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin

bzw. Ihrem Hausarzt und beantragen

Sie den stationären Gesundheitsaufenthalt

wie eine Kur.

Nachdem der allgemeine Kurantrag

von der BVAEB bewilligt wurde, erhalten

Sie eine Einladung mit allen

wichtigen Informationen.

Das insgesamt dreiwöchige Programm

gliedert sich in einen zweiwöchigen

Basisaufenthalt sowie

eine Folgewoche – drei Monate nach

dem Basisaufenthalt. In diesen drei

Monaten zwischen den beiden Aufenthalten

im Gesundheitszentrum

integrieren Sie Gelerntes aus dem Basisaufenthalt

in den Alltag und festigen

neu erworbene Fähigkeiten.

Den Kurantrag sowie weitere Informationen

zu den Programminhalten

finden Sie im Internet auf

www.gz-sitzenberg.at

Für alle Kassen

© ZOOM visual project

Gesundheitsplatz 1

3454 Sitzenberg-Reidling

Tel.: 050405-86025

E-Mail: gz.sitzenberg@bvaeb.at

www.gz-sitzenberg.at

Anmeldung

mit Kurantrag

jetzt möglich


8 | Lesen Sie mehr unter dergesundheitsratgeber.info

INTERVIEW

FOTO: JACQUELINE WILK

Amputation?

No Body Shame!

Corinna Heiss hat

den Österreichischen

Amputiertenverband

gegründet. Als selbst

Amputierte erzählt sie über

ihre Intention dahinter und

wieso sie sich wünscht, dass

sich niemand mehr für eine

Behinderung schämen muss.

Text

Magdalena

Reiter-Reitbauer

Corinna, was war der Grund

für deine Amputation?

2014 wurde mir bei einem

Unfall, bei dem mich ein Auto

angefahren hat, das Bein

abgerissen. Ich habe mir sogar

noch das restliche Bein selbst

mit einem Gürtel abgebunden,

bevor ich in den Notarzthubschrauber

gelegt wurde. Als

ich im Krankenhaus wieder

aufgewacht bin, dachte ich mir

schon, dass mein Bein nicht

wieder anzunähen gewesen sein

muss. Aber es war dennoch ein

Schock!

Du benutzt heute eine Beinprothese.

Wie lange hat es

gedauert, bis du wieder gehen

konntest?

Der Unfall war im April, Ende

Juni habe ich angefangen, mit

einer ersten, mechanischen

Prothese zu gehen. Eine mikroprozessorgesteuerte

Prothese

habe ich dann im August

erhalten. Es war ein großes

Glücksgefühl, endlich wieder

auf zwei Beinen stehen zu

können!

Woran merkst du am stärksten,

dass sich dein Alltag seit

der Amputation verändert hat?

Die Mobilität im Alltag hat

sich sehr verändert. Ich habe

den Vorteil, dass ich zumindest

auf einem Bein stehen

kann. Was mich allerdings in

meinem Leben am meisten

einschränkt, sind die ständigen

Phantomschmerzen.

Wie kann man sich Phantomschmerzen

vorstellen – es

schmerzt ja etwas, das gar

nicht mehr da ist?

Man kann sich das so vorstellen,

wie wenn einem die Hand

eingeschlafen ist und man ein

intensives, brennendes Kribbeln

spürt. Und das spüre ich den

ganzen Tag. Das Bein kann sich

auch je nach Wetterlage eiskalt

oder flammend heiß anfühlen,

oder als ob jemand mit einem

Messer hineinstechen würde. Es

gibt verschiedene Erklärungsansätze,

warum es zu Phantomschmerzen

kommt, aber so

richtig herausgefunden hat es

die Medizin bislang noch nicht.

Mit Hilfe von Medikamenten

und Therapien, wie etwa

Spiegeltherapien, Akupunktur,

Wärme- oder Ultraschalltherapien,

kann man die Schmerzen

behandeln. Ich bin optimistisch,

etwas zu finden, das auch mir

weiterhelfen wird.

Du hast eine Selbsthilfegruppe

für Amputierte gegründet.

Was war deine Intention dahinter?

Als ich amputiert wurde, war

ich richtig verärgert, dass es

niemanden gegeben hat, an den

ich mich wenden konnte. Ich

wusste nicht, wie mein Leben

nun weitergehen soll. Ärzte

können dir medizinische Fragen

beantworten, Orthopädietechniker

können dir die Prothese

erklären, aber niemand kann dir

sagen, wie du mit allem zurechtkommen

wirst und wie dein

Leben von nun an aussehen

wird. Du musst es einfach von

jemandem hören, der oder die

selbst betroffen ist. Daher habe

ich den Amputiertenverband

gegründet.


MEDIAPLANET | 9

Was sind die Ziele des Amputiertenverbandes?

Unser Ziel ist die Unterstützung

von allen Amputierten und

ihren Angehörigen in Österreich.

Wir bieten unter anderem ein

Peer-Programm an, in dem wir

Menschen von der Amputation

im Krankenhaus – und zum Teil

sogar schon davor – bis zu dem

Zeitpunkt begleiten, an dem sie

wieder im Leben stehen.

Kommen dabei auch Themen

wie Partnerschaft, Beziehung

und Sexualität auf?

Klar, denn viele machen sich

Sorgen, ob sie jemals wieder

einen Partner finden werden. Für

Frauen sind Schwangerschaft

und Kinder das größte Thema,

während bei Männern der Kraftverlust

im Vordergrund steht.

Viele, vor allem Frauen, stellen

auch Fragen rund um das Thema

Körper, Aussehen und Umgang in

der Öffentlichkeit. Wenn dir mitleidige

Blicke folgen, fühlst du

dich einfach nicht gut. Dabei will

man doch nur wie ein normaler

Mensch wahrgenommen werden!

Der Österreichische

Amputiertenverband

bietet Infos & Erfahrungsaustausch

rund um das

Thema Amputation &

Prothesen, Veranstaltungen

zu allen wichtigen

Themen und regelmäßige

Treffen zum persönlichen

Kennenlernen. In Zusammenarbeit

mit verschiedenen

Institutionen, die

uns unterstützen, finden

Betroffene Ansprechpartner

in jeder Region,

und motivierte Menschen,

die gemeinsam das Leben

für Amputierte in unserem

Land verbessern wollen.

FOTO: ZVG

Wo hat unsere Gesellschaft

noch Aufholbedarf?

Ganz eindeutig in der Inklusion!

Zum Beispiel gibt es im Berufsleben

nach wie vor viele Vorurteile

gegenüber Behinderten und damit

Arbeitskräften, die niemand

haben möchte. Dabei verpassen

Unternehmen damit eine große

Chance! Man hat keine Behinderung,

sondern man lässt sich

behindern. Niemand muss sich für

seinen Körper oder für seine

Behinderung schämen. Man kann

aus jeder Situation auch etwas

Gutes machen. Ich habe für mich

das Beste herausgeholt und gebe

meiner Amputation einen Sinn,

indem ich nun anderen helfe.

Infos und Anmeldung

bei Corinna

Heiss:

0664/4588681

amputierten

treff@gmx.at

Ihr Partner für

Prothesenversorgung

Oberpullendorf

In unserer Filiale in Oberpullendorf

erwarten Sie freundliche Beratung

und ein breit gefächertes Sortiment.

Hauptstraße 51

7350 Oberpullendorf

E-Mail: oberpullendorf@giendl.at

Telefon: +43 2612 43 650

Öffnungszeiten:

Mo - Fr: 09:00 - 18:00 Uhr

Samstag: 09:00 - 12:00 Uhr

Korneuburg

Ob Bandagen, Stützstrümpfe,

Krankenbetten oder Gehhilfen:

Bei uns sind Sie richtig.

Wiener Straße 14

2100 Korneuburg

E-Mail: korneuburg@giendl.at

Telefon: +43 2262 64 580

Öffnungszeiten:

Mo - Fr: 09:00 - 12:00

14:00 - 18:00 Uhr

Wien 1130

Unser Sanitätshaus in der Speisinger

Straße 104 steht für kompetente

und persönliche Beratung und eine

große Produktvielfalt.

Speisinger Straße 104

1130 Wien

E-Mail: speising@giendl.at

Telefon: +43 1 803 18 53

Öffnungszeiten:

Mo - Fr: 09:00 - 12:00

14:00 - 18:00 Uhr

Wien 1230

Unsere Prothesenwerkstatt finden

Sie in der Schuhfabrikstraße 17.

Wir freuen uns, Sie bald persönlich

bei uns begrüßen zu dürfen!

Schuhfabrikgasse 17

1230 Wien

E-Mail: info@giendl.at

Telefon: +43 1 804 61 01

www.giendl.at


10 | Lesen Sie mehr unter dergesundheitsratgeber.info

INSPIRATION

Catrin

Ferrari-Brunnenfeld

Foodbloggerin, Gründerin

cookingCatrin

Mehr Comfort-

Food-Ideen findest

du auf:

cookingcatrin.at

Soulfood – Körper und

Seele verwöhnen

mit gutem Gewissen

Für Foodbloggerin cookingCatrin sind Genuss

und Freude beim Kochen das Allerwichtigste.

FOTO: ZVG

Comfort Food spielt in meinem Alltag

ein großes Thema. Durch das tägliche

Backen und Kochen bei uns in der Kuchl

kommt man ständig in Versuchung, dort und

da zu kosten und am Ende des Tages weit über

seinen Hunger hinaus gegessen zu haben. Über

die Jahre habe ich gelernt, auf mein „Bauchgefühl“

zu hören. Essen, was einem gut tut, und

aufhören, wenn man satt ist. „Richtiges“ Essen

muss dabei pro Person unterschiedlich definiert

werden, da jeder Körper individuell ist. Mein

Tipp: Beobachten und auf das eigene Bauchgefühl

hören – was tut wann gut und schmeckt

dabei aber auch? Denn Genuss steht für mich

an oberster Stelle und der beginnt bereits beim

Kochen selbst. Wissen, woher die Lebensmittel

kommen und sie zu genießen, wenn die Zeit

dazu reif ist, ist nicht nur gesünder als Fertiggerichte

oder tägliche Gasthausbesuche – es

schmeckt auch besser. Und mit einfachen

Tricks wie alternativen Süßungsmitteln & Co.

darf dann auch mal ein Stück Kuchen mehr auf

meinen Teller. Mein absoluter Favorit, wenn es

um gesundes Naschen geht, sind übrigens meine

Bliss Balls. Da kann es dann schon einmal

passieren, dass diese den Tag nicht überleben.

Kochen und Essen kann so viel Freude

machen – teilt diese, tut euch und eurer Seele

Gutes und genießt gemeinsam mit Freunden

und Familie!

Eure cookingCatrin!

FOTO: ZVG

GEFÜLLTE SÜSSKARTOFFEL MIT QUINOA

& HALLOUMI IN SESAM-PANADE

Zutaten

4 Süßkartoffeln (groß)

4 EL Olivenöl

150 g Cherry-Tomaten

100 g Spinat (frisch)

Etwas Olivenöl & Apfelessig

(für die Marinade der

Spinatblätter)

Heute kommt unsere Kartoffel süß daher.

Gefüllte Süßkartoffel mit Quinoa und Halloumi

in Sesam-Panade. Perfekt für heiße

Sommertage – super leicht, gesund und

veggie. Davon darf es gerne eine Portion

mehr sein.

Und nicht nur super leicht, auch super

einfach in der Zubereitung. Um die Süßkartoffel

kümmert sich heute der Ofen.

In Folie gewickelt und ab in die Sauna

sozusagen.

In der Zwischenzeit kümmern wir uns

um den Rest. Als Füllung gibt’s heute

Quinoa. Den kochen wir in etwas Gemüsebrühe

und würzen mit Harissa im

African Style.

Dazu gibt es heute bei uns Halloumi.

Für die Füllung:

100 g Quinoa

200 ml Gemüsesuppe

1 gestrichener TL Harissa-

Gewürzmischung

Salz & Pfeffer

200 g Halloumi

50 g Sesam

Etwas BBQ-Rub-Gewürzmischung

2 EL Olivenöl

Für den Dip:

200 g Sauerrahm

½ TL BBQ-Rub-Gewürzmischung

Lieben wir ja generell, vor allem in der

Grillsaison, und jetzt neu interpretiert

noch mehr unser Favorit. Schon mal

probiert? Halloumi in Sesam-Panade.

Ehrlich herrlich! Wir würzen den Käse mit

der Gewürzmischung aus natriumreduziertem

Meersalz, Knoblauch, Zwiebeln,

Pfeffer, Zucker, Tomate, natürlichen

Aromen, Koriander, Petersilie und etwas

Chili und panieren ihn anschließend mit

Sesam. Dafür die Samen etwas am Käse

andrücken und kurz in Olivenöl braten.

Die Süßkartoffel aus der Folie nehmen,

der Länge nach einschneiden und bei

Bedarf ein wenig aushöhlen, mit Quinoa

und dem Halloumi in Sesam-Panade füllen

und mit Tomaten und Spinat toppen.

Weil in den

Kürzeln

die Würze

liegt

Sag‘

Lorem

XXX.at

Gewinne einen unserer

BBQ-Trypacks!

Schick einfach deine Adresse

an hallo@myspice.at

und sie landet im Lostopf.

Christl Gewürze GmbH • Österreich

myspice.li

MYS-Inserat-200x89mm.indd 1 15.09.21 05:52


MEDIAPLANET | 11

EXPERTISE

Hausstaubmilbenallergie

Die Hausstaubmilbenallergie ist die dritthäufigste Allergie, die

sowohl Kinder als auch Erwachsene betrifft.

Die Hausstaubmilben

zählen zu den ganzjährigen

Allergenen

und finden sich in

jedem Haushalt,

auch wenn täglich gesaugt wird.

Milben bevorzugen Wärme und

eine höhere Luftfeuchtigkeit und

leben vor allem in Textilien wie

Teppichen, Bettzeug, aber auch

in Kleidern und Sitzbezügen

(Auto und öffentliche Verkehrsmittel).

Hausstaubmilbenallergiker

leiden unter verlegter Nase, insbesondere

in der Früh nach dem

Aufstehen, aber auch nachts,

wodurch die Schlafqualität mitunter

erheblich beeinträchtigt

ist. Typisch sind dann Beschwerden

wie Tagesmüdigkeit oder

Leistungsknick. Hausstaubmilbenallergiker

leiden aber auch

oft an Asthma bronchiale.

Allergie?

Bei Verdacht auf eine Allergie

sollte möglichst rasch ein

Allergietest durchgeführt

werden. Dieser besteht aus einer

Patientenbefragung (Anamnese),

einem Hauttest (Pricktest)

und der Bestimmung von

spezifischen IgE-Antikörpern

gegen die Hausstaubmilben. Ist

die Allergie diagnostiziert, so

bestehen mehrere Behandlungsansätze.

Die Verringerung des

Allergenkontakts kann durch

Einsatz milbendichter Polsterund

Bettüberzüge erreicht

werden. Die verlegte Nase kann

mit einem kortisonhältigen

Nasenspray behandelt werden,

zusätzlich empfiehlt sich die

Gabe eines Antihistaminikums.

Asthmatiker werden mit der

klassischen Asthmatherapie

behandelt (Betamimetikum und

inhalatives Kortikoid,

idealerweise mit Kombinationspräparat).

Um die Allergie an der

Wurzel zu behandeln, gibt es die

allergenspezifische Immuntherapie

(AIT), die „Desensibilisierungsbehandlung“.

Hier wird

das Allergen entweder in

Spritzenform oder in Tablettenform,

eventuell auch in Tropfenform

über drei Jahre zugeführt,

um den Organismus an das

Allergen zu gewöhnen. Die

Immuntherapie führt zu einer

deutlichen Symptomreduktion,

wobei der Effekt über Jahre

anhält. Auch Asthmatiker

können erfolgreich mit spezifischer

Immuntherapie behandelt

werden und benötigen nach

Therapie deutlich weniger

inhalative Medikamente. Eine

spezifische Immuntherapie

sollte möglichst früh erwogen

werden.

FOTO: FLORIDSDORFER ALLERGIE ZENTRUM

Univ.-Doz. Dr. Felix

Wantke

Spezialist für

allergisches Asthma,

Floridsdorfer

Allergiezentrum

Lutschtablette zum Diätmanagement bei allergischer Rhinitis

zum Beispiel bei

Für Erwachsene und Kinder ab 3 Jahre,

laktosearm und glutenfrei.

Weitere Informationen entnehmen Sie

der Packungsbeilage.

Pollenallergie

Tierhaarallergie

Milbenallergie

Erhältlich

in der

Apotheke!

A/43/21-A/11_11

Bencard Allergie GmbH · Stiftgasse 18/5-6 · 1070 Wien · www.bencard.com


12 | Lesen Sie mehr unter dergesundheitsratgeber.info

INSIGHT

Gesunder Schlaf

ist ein wertvolles

Gut

...aber was macht ihn aus?

Dr. Rainer Popovic

Präsident der

Österreichischen

Gesellschaft für

Schlafmedizin und

Schlafforschung

FOTO: RAINER POPOVIC

Ein großer Teil unseres

Lebens läuft in Gewohnheiten

ab: das Frühstücksgetränk,

unsere

Kleidung, das Beförderungsmittel,

die Essenszeit zu Mittag, die

Auswahl der Produkte im Supermarkt

und vieles mehr. Diese

Gewohnheiten sind anerzogen,

erlernt oder durch unsere mittelbare

und unmittelbare Umgebung

bestimmt. Nehmen wir als

Beispiel unsere Ernährung her:

Geschmack und Essverhalten

sind überwiegend anerzogen.

Zahlreiche Erkrankungen

entstehen auf dem Boden dieser

(anerzogenen) Verhaltensweisen,

wie beispielsweise Adipositas,

Diabetes, Bluthochdruck,

Arteriosklerose, aber auch schlafbezogene

Atemstörungen. Wer

mit vollem Magen ins Bett geht,

wird nicht nur schlecht schlafen

und Albträume haben, sondern

auch Stoffwechselstörungen, ein

schlechtes Muskelwachstum und

herabgesetzte Abwehrkräfte.

Wer gut schläft, braucht

sich darüber keine Gedanken

zu machen. Und wer schlecht

schläft, kämpft am nächsten Tag

mit starker Schläfrigkeit und

ist viel weniger leistungsfähig.

Dabei deckt sich das Empfinden

von Schlafdauer und Schlafqualität

meist nicht mit dem tatsächlichen

Ausmaß, da es zumeist

unterschätzt wird.

Stress, Grübelzwang oder auch

nur ein überfüllter Magen sind

Störfaktoren, die gut erkennbar

sind, dann aber auch konsequent

angegangen werden müssen, um

das seelische und körperliche

Gleichgewicht wiederherzustellen.

Auch die Schlafposition im

Bett spielt eine wesentliche Rolle.

Eine Objektivierung des Schlafes

gelingt oft schon mit Apps,

die wir uns auf unser Handy

laden können. Präziser lassen

sich Schlaf und Schlafstörungen

mittels einer sogenannten

Polysomnografie im Schlaflabor

erfassen. Der Zugang zu einer

solchen Untersuchung ist jedoch

streng limitiert und erfordert

Voruntersuchungen wie zum Beispiel

das ambulante Monitoring.

Über die notwendige Schlafdauer

wird oft diskutiert, kurz

gefasst gilt: Guter und gesunder

Schlaf ist dann gegeben, wenn

man am nächsten Morgen gut

erholt aufwacht. So einfach kann

ein schönes Leben sein!

Mehr Infos auf

www.schlafmedizin.at

Top-Tipps von den Schlafonauten:

Guter erholsamer

Schlaf für mehr

Gesundheit &

Lebensqualität!

schlafonaut.de

Unsere liebsten Schlaftipps

sind gratis und

kosten nur Disziplin.

Ein regelmäßiger

Schlafrhythmus ohne Ausschlafen

am Wochenende ist die Basis

für guten Schlaf. Er erleichtert

das Einschlafen und sorgt im

Idealfall für ein Aufwachen

ohne Wecker. Viel Tageslicht am

frühen Morgen ist der stärkste

natürliche Wachmacher, taktet

unseren Körper und lässt die notwendigen

Hormone für erholsamen

Nachtschlaf produzieren.

Daneben empfehlen wir

Routinen am Abend. Gerade in

Zeiten von Homeoffice und

ständiger Erreichbarkeit

braucht unser Körper, aber vor

allem unser Gehirn einen

klaren Cut. Hier hilft eine feste

Zeit, zu der Social Media tabu

sind, das Smartphone im

Flugmodus ist und ich mich um

mich und entspannende

Hobbys kümmere. Eine solche

oder so ähnliche Abendroutine

vermeidet Grübeln beim

Einschlafen.

FOTO: JESSICA SCHÄFER


MEDIAPLANET | 13

Unterstützt von Novartis

Frei durchatmen,

gesund schlafen

„Fast ein Drittel aller Menschen in Österreich leidet an

unterschiedlichen Schlafstörungen. Asthma ist eine häufige, gut

behandelbare aber oftmals nicht bekannte Ursache“, erklärt die

Lungenexpertin Robab Breyer-Kohansal.

OÄ Priv.-Doz.in Dr.in

Robab

Breyer-Kohansal

Abteilung für

Atemwegs- und

Lungenkrankheiten

an der Klinik Penzing,

Studienleiterin am

Ludwig Boltzmann

Institut für Lungengesundheit

FOTO: ZVG

Was bedeuten Schlafstörungen

für die Patientinnen und

Patienten?

Dr. Breyer-Kohansal: Menschen

mit Schlafstörungen leiden sehr.

Ein- und Durchschlafstörungen

haben erhebliche Auswirkungen,

nicht nur psychisch, sondern auch

körperlich. Wir wissen mittlerweile,

dass Schlafmangel auf

Dauer zu einem geschwächten

Immunsystem und in weiterer

Folge zu chronischen Krankheiten

wie Adipositas, Herz-Kreislauf-

Erkrankungen, hohem Blutdruck

und einer erhöhten Sterblichkeit

führen kann.

Wie kann sich Asthma auf die

Schlafqualität auswirken?

Dr. Breyer-Kohansal: Die häufigsten

Symptome von Asthma

sind, neben Atemnotanfällen,

Husten und Engegefühl in der

Brust. Nachts in der Phase der

Umstellung des vegetativen

Nervensystems von Sympathikus

auf Parasympathikus sind

diese besonders häufig und

stören den Schlaf. Auslöser sind

dabei oftmals Allergene, wie

Gräser und die Hausstaubmilbe.

Letztere stellt ein besonderes

Problem dar, da ihr die Allergikerinnen

und Allergiker ganzjährig

ausgesetzt sind. Aber auch

Nasenpolypen können, gerade

während der flachen Atmung

im Schlaf, die Nasenatmung

merklich behindern. Auch eine

Refluxerkrankung kann nächtliche

Asthmaattacken auslösen.

Wann sollte ich professionelle

Hilfe in Anspruch nehmen?

Dr. Breyer-Kohansal: Schlafstörungen

sind zum größten Teil gut

behandelbar, wenn die zugrunde

liegenden Ursachen genau

bestimmt werden. Daher ist es

so wichtig, bei einer regelmäßig

behinderten Nasenatmung,

einer laufenden oder verstopften

Nase sowie bei tränenden

und geschwollenen Augen und

wiederkehrendem nächtlichem

Husten eine umfassende Abklärung

durch Spezialisten aus

Bereichen wie Lungenheilkunde,

HNO, Allergologie, Neurologie

oder Innere Medizin zu veranlassen.

Mittel der Wahl sind

je nach Verdachtsdiagnose eine

Untersuchung in einem Schlaflabor,

Allergie- und eventuell

Lungenfunktionstest und eine

Blutabnahme zum Nachweis von

Immunglobulin E.

Was hat es mit Immunglobulin E

auf sich?

Dr. Breyer-Kohansal: Bei Patientinnen

und Patienten mit allergischem

Asthma wird, sobald

das Allergen den Körper betritt,

durch das eigene Immunsystem

Immunglobulin E freigesetzt.

Dieses aktiviert wiederum eine

Abwehrreaktion und kann im

Körper eine Entzündung mit

den typischen Symptomen

verursachen. Patientengezielte

Therapien wie Immunglobulin E

Antikörper können – auch bei

anderen Erkrankungen wie

Nasenpolypen – diese Reaktion

wirksam abschwächen und

Symptome reduzieren.

Wie gut greifen die Therapien?

Dr. Breyer-Kohansal: Während

bei den Schlafatemstörungen, wie

dem obstruktive Schlafapnoesyndrom,

eine mechanische Therapie

notwendig ist, können neue

medikamentöse Therapien bei

Asthma, Allergien und Nasenpolypen

helfen. Die Entwicklungen

der letzten Jahre können

dazu beitragen, Symptome

spürbar abzuschwächen. Unsere

Patientinnen und Patienten

berichten über eine deutlich

gebesserte Schlaf- und Lebensqualität.

Auch Aktivitäten wie

Sport sind oft wieder möglich.

Nicht selten „ärgern“ sich unsere

Patientinnen und Patienten ein

wenig, dass sie ihre Symptome

und die verminderte Schlafqualität

sehr lange als „Stressreaktion“

hingenommen und nicht haben

abklären lassen.

FOTO: UNSPLASH

AT2109106555


14 | Lesen Sie mehr unter dergesundheitsratgeber.info

FOTO: UNSPLASH

Der Herbst zieht ein, es beginnt

ungemütlich kalt zu werden, es ist

Erkältungszeit. Schnupfennase,

Fieber und Co. müssen aber

trotzdem nicht sein.

Hier die wichtigsten Tipps, wie Sie Ihr Kind und natürlich auch sich

selbst winterfest machen.

Christina Spreitzer

Pressesprecherin

Elternwerkstatt

Wir haben die

Werkzeuge, um

Herausforderungen

im Alltag mit

der Familie besser

zu meistern.

elternwerkstatt.at

FOTO: PRIVAT

Wie in vielem ist

auch hier gute Vorbereitung

die halbe

Miete. Beginnen

wir schon jetzt, das Immunsystem

auf die stärkere winterliche

Belastung vorzubereiten,

können wir viel gelassener auf

die kalte Jahreszeit zugehen.

Los geht’s, das Immunsystem-

Trainingslager kann beginnen.

#1

Gesunde Ernährung,

das A und O

für einen starken

Körper. Besonders Lebensmittel

mit reichlich Vitamin C,

A, B und D und Zink, Kupfer,

Selen und Eisen tragen zu

einer normalen Funktion

unseres Immunsystems bei

und unterstützen es in seiner

Leistung. Nur mit dem richtigen

Treibstoff können unsere

Abwehrkräfte ihre optimale

Leistung entfalten. Täglich ein

selbst gemachter Smoothie aus

frischen Früchten und Karotten

füllt leere Vitaminspeicher

wieder auf.

#2

Bewegung an der frischen

Luft, besonders

in der Natur,

tut gut. Denn Bäume senden

Duftstoffe, sogenannte Terpenoide,

aus, die die körpereigenen

Killerzellen steigern und

so ihre Familie stark im Kampf

gegen Viren und Bakterien

machen. Ein Tag im Wald stärkt

die Abwehrkräfte nachhaltig für

eine ganze Woche.

#3

Gesunde Beziehungen

und ein

unbeschwerter

und angstfreier Alltag haben

ebenfalls einen großen Einfluss

auf unser Immunsystem. Geht

es uns gut, stärkt das unser

Immunsystem nachhaltig und

wir werden weniger leicht krank.

Ist der Alltag jedoch vollgespickt

mit negativem Stress,

kann es leicht passieren, dass

unser Körper bei zusätzlichen

starken äußeren Reizen, wie

zum Beispiel Kälte, an seine

Grenzen gerät und eine Erkältung,

die sonst unbemerkt

vorbeigegangen wäre, ausbricht.

#4

Hygiene. Hände

waschen, das muss

jedes Kind und

natürlich jeder Erwachsene.

Nicht nur im Pandemiewinter

ein Muss, denn unsere lieben

Kleinen erforschen und ertasten

mit ihren Fingern alles um sich

herum.

Ein kleiner Tipp: Sind Sie

mit Ihren Kindern in der Natur,

darf sich schmutzig gemacht

werden. Denn der Kontakt mit

Dreck trainiert die Abwehrkräfte

und macht Spaß.

Viel Freude beim Immuntraining!

Damit der Winter Ihnen

und Ihrer Familie nichts

anhaben kann.


Pneumokokken –

Das müssen Sie wissen:

Was sind Pneumokokken?

Pneumokokken sind Bakterien, die ständig in der Bevölkerung zirkulieren. Pneumokokken sind von einer Polysaccharidkapsel

umgeben. Durch Unterschiede in dieser Kapsel können mehr als 90 Typen (sogenannte Serotypen),

unterschieden werden. Der Großteil der Erkrankungen wird von einigen wenigen Serotypen verursacht. 1

Welche Erkrankungen werden

durch Pneumokokken ausgelöst? 2

Pneumokokken werden, so wie viele andere Bakterien oder Viren,

durch Tröpfcheninfektion (z. B. durch Husten oder Niesen) übertragen.

Eine Infektion mit Pneumokokken kann zu lokal begrenzten

Erkrankungen führen wie zum Beispiel:

· Lungenentzündung

· Mittelohrentzündung (Akute Otitis Media)

· Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Jedoch können die Bakterien auch ins Blut übergehen und

sogenannte invasive Erkrankungen wie diese hier auslösen:

· Invasive Lungenentzündung (Pneumonie)

· Blutvergiftung (Sepsis)

· Hirnhautentzündung (Meningitis)

Eine invasive Pneumokokken-Erkrankung ist in Österreich laut

Epidemiegesetz als meldepflichtig. Dazu werden die Proben aus dem

Krankenhaus-Labor an die Nationale Referenzzentrale für Pneumokokken

geschickt, die diese Fälle analysiert und in das epidemiologische

Meldesystem einträgt. 3

Welche Symptome werden

durch eine Pneumokokken-

Erkrankung ausgelöst? 1

· Fieber

· Schüttelfrost

· Husten

· Atembeschwerden

· Brustschmerzen

MEDIAPLANET | 15

Wie kann ich mich schützen? 4

ILLUSTRATIONEN: GOODSTUDIO, ZORAN MILIC/SHUTTERSTOCK

Wer zählt zur Risikogruppe?

· Säuglinge und Kleinkinder unter 5 Jahre

· Personen ab 60 Jahre

· Personen mit Atemwegserkrankungen (wie Asthma oder

COPD*) oder chronischen Erkrankungen (wie Diabetes

oder chronischen Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen)

· Personen, deren Immunsystem geschwächt ist (durch

Erkrankung, Lebensumstände oder Lebensstil)

*chronisch obstruktive Lungenerkrankung

vermeiden Sie den Kontakt

zu erkrankten Personen

Achten Sie auf eine gesunde Ernährung

und ausreichend Bewegung und

verringern Sie beeinflussbare Faktoren

wie übermäßigen

Alkoholgenuss oder Rauchen

Beachten Sie übliche

Hygienevorschriften

wie regelmäßiges

Händewaschen

Gegen

bestimmte

Serotypen von

Pneumokokken

sind Impfstoffe

verfügbar

Quellen:

1) AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, Pneumokokken, abgerufen am 20.09.2021 unter https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/

pneumokokken/tab/2/

2) Impfplan Österreich abgerufen am 20.09.2021 unter https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Impfen.html

3) Jahresbericht 2020 der Nationale Referenzzentrale für Pneumokokken abgerufen am 20.09.2021 unter https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:57aead77-3c95-4ac1-8db1-

5a7273e1e95a/JB_NRZ_Pneumokken_2021.pdf

4) Facts About Pneumonia abgerufen am 20.09.2021 unter https://www.pfizer.com/news/featured_stories/featured_stories_detail/facts-about-pneumonia

Diese Kampagne wird unterstützt von PFIZER CORPORATION AUSTRIA GMBH., WIEN, WWW.PFIZER.AT.

PP-PNA-AUT-0132/09.2021


DIE HEILKRAFT DER NATUR

IM NATURPARK ZIRBITZKOGEL-GREBENZEN

BERGWANDERN IM

NATURPARK

Mit mentaler Fitness durch den Herbst!

Genießen Sie unbeschwerte Tage in einer einzigartigen

Umgebung. Mit Therapien zur Entspannung

und zur Steigerung Ihrer Kraft und

Ausdauer können Sie eine wichtige Grundlage

für Ihre Gesundheit schaffen.

7 Nächte inkl. Vollpension**, ärztliche Untersuchung

und Therapieverordnung, 7 Therapieeinheiten

(inkl. Physio- und Bewegungstherapien,

medizinische Massage, mentales

Coaching, ergonomische Beratung, Entspannungstraining,

uvm. ), Hallenbad, Wellnessund

Fitnessbereich, inkl. Leihbademantel

und Badetücher, inkl. MurtalCard.

STRESSBEWÄLTIGUNG

DURCH ACHTSAMKEIT

Richtet sich an Menschen mit knappen Zeitressourcen,

die Abstand zum Alltag gewinnen

und neue Wege zum Umgang mit ihren Herausforderungen

erlernen wollen.

3 Nächte inkl. Vollpension**, fachärztliche

Untersuchung, 9 Therapieeinheiten (Achtsamkeitstraining,

Gruppentherapie Natur erleben,

individuelles Achtsamkeitsprogramm, Bewegungstherapien

uvm. ), Hallenbad, Wellnessund

Fitnessbereich, inkl. Leihbademantel und

Badetücher, inkl. MurtalCard.

3 Nächte statt € 750,- .............................. € 630,-*

LONG-COVID-

REGENERATION

Mit gezielten Therapien zur Bewältigung der

physischen und psychischen Auswirkungen

einer Corona-Erkrankung oder den Folgen der

Pandemie beitragen. Steigern Sie gezielt Ihre

Leistungsfähigkeit und finden Sie zurück zu

alter Stärke.

7 Nächte inkl. Vollpension**, medizinische

Aufnahmeuntersuchung, Therapieplanerstellung

und fachärztliche Untersuchung und

Behandlung, individuelles Therapiepaket zur

Regeneration im Umfang von rund € 700/

Woche, Hallenbad, Wellness- und Fitnessbereich,

inkl. Leihbademantel und Badetücher,

inkl. MurtalCard.

7 Nächte statt € 890,- ......................................€ 750,-*

Begleitperson ohne Behandlungen

statt € 390,- ...........................................................€ 330,-*

Minus 15% Eröffnungsrabatt, ohne Aufpreis bei Einzelbelegung

bei einem Aufenthalt bis 30.11.2021.

*alle Preise pro Person im Klassik Doppelzimmer ohne Balkon (Upgrade gegen

Aufpreis möglich), exklusive Nächtigungsabgabe von € 1,50/Person/Nacht.

**auf Wunsch auch Lunchpaket möglich

AUSZEIT – GESUNDHEITSZENTRUM ST. LAMBRECHT GMBH

Hauptstraße 38 – 40, 8813 St. Lambrecht, 03585 / 275 55-0,

www.auszeit-reha.at

7 Nächte statt € 1.490,- .......................... €1.260,-*

-15%

ERÖFFNUNGS-

RABATT*

Buchungscode: 114

DIE GESUNDHEITSZENTREN AUF

REHA.AT

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine