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4-2021

Zeitschrift für Elektro-, Gebäude- und Sicherheitstechnik, Smart Home

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September/Oktober/November 4/2021 Jg. 23

HausundElektronik

Zeitschrift für Elektro- und Gebäudetechnik

Ein Jahrzehnt ohne Schornstein

und Feuerstätte

Kostal, Seite 6


GELADEN

UND

GESICHERT

Clever laden mit sicherer Netzleistung: Der neue

SMART CONNECT KNX e-charge II mit

Dynamischem Lastmanagement holt die E-Mobilität

jetzt in jedes KNX Haus.

Für viele E-Auto-Fans war es bisher schwierig eine eigene

Ladesäule in das KNX Haus zu holen. Das Problem: der

große Energiebedarf bei zu kleinem Netzanschluss. Der

neue SMART CONNECT KNX e-charge II mit Dynamischem

Lastmanagement (DLM) ist ein echter Problemlöser.

Modbus inside – bei nur

2 TE im Schaltschrank.

KfW

förderfähig!

mit DLM

ohne DLM

max. kW Netzlast

Trotz Spitzenverbraucher ist ein

Laden auch bei kleinem Hausanschluss

nun realisierbar. Der

zur Verfügung stehende Strom

wird auf die Ladepunkte verteilt,

der Hausanschluss wird nicht

überlastet.

Mit dem KfW Programm

440 die Förderung für

Ladestationen nutzen:


+ Kein größerer Netzanschluss nötig

dank Dynamischem Lastmanagement (DLM).

+ Herstellervielfalt und Mischbetrieb

Die Einbindung von bis zu fünf Ladepunkten

unterschiedlicher Hersteller im Mischbetrieb

bietet große Flexibilität bei der Modellauswahl.

www.ise.de/e-charge-2

+ Drinnen wissen, was draußen passiert


Ladezustand, bequem über KNX anzeigen.

COMING SOON

+ Auch von unterwegs den Ladestatus Ihres

E-Autos abrufen

per Fernzugriff in Kombination mit unserem

SMART CONNECT KNX Remote Access.

Wir machen Ihr Zuhause smarter

www.ise.de

ise Individuelle Software und Elektronik GmbH

Osterstraße 15

26122 Oldenburg, Germany

www.ise.de

Telefon +49 441 680 06 11

Fax +49 441 680 06 15

E-Mail vertrieb@ise.de


Neue Energieeffizienzlabel mit

QR-Code – Nutzen oder Schikane?

Editorial

Tom Reichelt

www.ledclusive.de

Die bekannten Energie-Effizienzlabel mit der Skalierung

von A++ bis E werden durch neue Label für

eine Vielzahl von Produkten abgelöst. Diese neuen

Label zeigen eine feinere Abstufung mit den Klassen

A bis G, sowie einen QR-Code der, direkt zu einer

zentralen Datenbank verlinkt.

Was steckt dahinter?

Basis für die neue Energieverbrauchskennzeichnung

sind neue Ökodesign Anforderungen (Verordnung

(EU) 2019/2020). Durch diese Verordnung sollen

in der EU bis zu 93 TWh/Jahr eingespart werden.

Entsprechend einem CO2-Äquivalent von 35

Mio. Tonnen.

Damit das möglich ist, so die Erwartung der Damen

und Herren in der Europäischen Kommission, sind

neue Label erforderlich, über die Verbraucher durch

einfaches Scannen eines QR-Codes alle relevanten

technischen Daten zum Produkt einsehen können.

Und wie soll das funktionieren?

Ganz einfach durch die Einrichtung einer zentralen

Datenbank genannt EPREL (European Product

Registry for Energy Labelling = Europäische Produktdatenbank

für Energiekennzeichnungen).

Alle Hersteller von Lampen und Leuchten (mit fest

eingebautem Leuchtmittel/LED), ab nun nur noch

Lichtquellen genannt, registrieren ihre Produkte

bei dieser Datenbank und übermitteln alle Inhalte

der Prüfberichte. Daraus entstehen dann verlinkbare

Effizienzlabels für die Produktaufschrift und

für die Produktbeschreibungen der Onlinehändler.

Und bis wann?

Viele Produktgruppen, wie Fernseher, Kühlschränke,

Wäschetrockner etc., sind zum Großteil schon umgesetzt.

Für Lichtquellen gilt der 01. Sept. 2021 als

Umsetzungstermin.

Kann ja nicht so viel Aufwand sein.

Da bietet ein Hersteller LED-Spots mit festen eingebauten

LED-Modulen an. Diese in drei verschiedenen

Farbtemperaturen und drei Optiken, sowie

die Auswahl einer unterschiedlichen Bestromung,

sprich Leistung. Schon müssen 18 Labormessungen

durchgeführt werden. So eine Goniometermessung

dauert ja nur!!! wenige Stunden. Werden die Leuchten

dann noch mit verschiedenen LED-Treibern für

DALI, Phasendimmen, 1-10V oder schaltbar angeboten,

sowie mit unterschiedlichen Gehäusefarben,

kommen da schnell über 100 Artikelnummern

zusammen. Für jedes ein Label.

Neu in der Spezifikation Angaben zu

Lichtflicker

Gemäß oben genannter Ökodesign-Anforderungen

müssen die Prüfberichte auch Angaben zu Lichtflicker

mittels SVM- und PstLM-Werte enthalten.

Sucht man am Markt nach verlässlichen Geräten

und unterhält sich mit Entwicklern hierzu, so erfährt

man, dass die für diese Messwerte geltende Norm

nur bestimmte Signalformen definiert, welche wenig

das tatsächliche Flickerverhalten widerspiegelt.

Dies hat zur Folge, dass Flickermessgeräte zwar

die in den Normen vergebenen Sollwerte erfüllen,

jedoch bei der Messung realer Leuchtmittel zu verschiedenen

Ergebnissen kommen können. Gezeigt

hat dies ein Ringversuch von vier Messlaboren und

25 Leuchtmitteln im Rahmen der Erstellung der EU-

Verordnung.

Nur zwischen zwei Messlaboren gab es eine weitgehende

Übereinstimmung, die anderen Messergebnisse

stimmten nur unzureichend überein.

Verbraucherverhalten und der Inhalt des

Labels

Mal ganz ehrlich. Beim Kauf eines Autos glaubt

man den Verbrauchsangaben selten und das Auto

wird meist nach Funktion, Design, Platzangebot

etc. gekauft.

Bei Lampen und Leuchten gilt Hauptsache billig,

bzw. schönes Licht oder im Wohnraum schickes

Design. Eher schon mal das Thema Flicker und

Farbwiedergabeindex, welches zur Entscheidung

herangezogen wird.

Fazit:

Wie hoch ist der Nutzen für die Verbraucher wirklich?

Für die Hersteller und Händler bedeutet das jedenfalls

hohen technischen und personellen Aufwand,

sicherlich auch an elektrischer Energie.

Ein guter Grundgedanke, der aus meiner Sicht häufig

als Schikane gesehen wird und zunehmend für

kleine Firmen kaum mehr umsetzbar ist. Zumal die

Sinnhaftigkeit der Angabe von unzureichend spezifizierten

Messwerten und -verfahren dann das

Papier nicht wert sind, auf dem es gedruckt wird.

Achso wird ja elektronisch gespeichert, ganz ohne

Stromverbrauch….

Quellen: https://www.licht-flicker.de/svm

Haus und Elektronik 4/2021 3


Inhalt 4/2021

3 Editorial

4 Inhalt

6 Energieversorgung

10 Smart-Home

12 Aktuelles

15 Gebäudekommunikation

16 Elektroinstallation

26 KNX

29 Gebäudeautomation

35 Gebäudetechnik

40 Netzwerktechnik/

Videoüberwachung

47 Lichttechnik

60 Sicherheitstechnik

67 Brandschutz

70 Videoüberwachung

72 Photovoltaik

74 Aus Forschung und Technik

75 TV, Radio und Internet

76 Software

79 Messtechnik

Zum Titelbild:

PV-Wärmepumpe

und

Stromspeicher

Auf den ersten Blick ein ganz normales

Einfamilienhaus, nur bei genauer Beobachtung gibt

das Gebäude eindeutige Hinweise auf seine inneren

Werte: Vollversorgung mit Wärme und Kühlung ohne

fossile Brennstoffe, mit Photovoltaik, Wärmepumpe

und Batteriespeicher – und das zuverlässig

und praktisch wartungsfrei seit mehr als einem

Jahrzehnt. 6

• Herausgeber und Verlag:

beam-Verlag

Krummbogen 14

35039 Marburg

info@beam-verlag.de

www.beam-verlag.de

Tel.: 06421/9614-0

Fax: 06421/9614-23

• Anzeigenverwaltung:

beam-Verlag

Johanna Pierson

johanna.pierson@beam-verlag.de

Tel.: 06421/9614-12

Fax: 06421/9614-23

• Redaktion:

Ing. Frank Sichla

Dipl. Ing. Christiane Erdmann

redaktion@beam-verlag.de

• Erscheinungsweise:

4 Hefte jährlich

• Satz und

Reproduktionen:

beam-Verlag

• Druck und Auslieferung:

Bonifatius GmbH, Paderborn

www.bonifatius.de

Der beam-Verlag übernimmt trotz sorgsamer

Prüfung der Texte durch die Redaktion keine

Haftung für deren inhaltliche Richtigkeit. Alle

Angaben im Einkaufsführerteil beruhen auf

Kundenangaben!

Handels- und Gebrauchsnamen,

sowie Warenbezeichnungen und

dergleichen werden in der Zeitschrift

ohne Kennzeichnungen verwendet. Dies

berechtigt nicht zu der Annahme, dass

diese Namen im Sinne der Warenzeichenund

Markenschutzgesetzgebung als frei zu

betrachten sind und von jedermann ohne

Kennzeichnung verwendet werden dürfen.

Dimmbarer Unterputz-Empfänger

erhellt den Alltag

Mit dem neuen Unterputz-Funkempfänger Licht dimmbar io von Somfy lassen sich Lichtquellen

bequem ein- und ausschalten sowie dimmen. So kann jetzt jeder daheim im Handumdrehen ein

individuelles Wohlfühlambiente kreieren 10

Energie sparen

dank Gebäudeautomation

Dass Gebäudeautomation (GA) und Energie-

Management (EM) einen großen Beitrag zur

Reduzierung von Energieverbräuchen und

damit auch CO 2 -Emissionen leisten können, ist

durch zahlreiche Studien bereits belegt. Die

neue Publikation „Energieeinsparung durch

Gebäudeautomation“ der Wirtschaftsinitiative Smart

Living macht die Vorteile jetzt auch anschaulich mit

Beispielen aus der Praxis sichtbar. 34

4 Haus und Elektronik 4/2021


Vom smarten zum selbstoptimierenden Gebäude

Kaum ein anderer Trend beschäftigt die Unternehmenswelt so sehr wie die Digitalisierung. Auch im Bereich Gebäudeautomation spielt die Entwicklung

hin zu stärkerem Cloud Computing mit neuen Software-Produkten, mehr Speicherplatz und Rechenleistung eine entscheidende Rolle. Sauter Digital

Services erklärt hier, wie sich die Möglichkeiten der Cloud im Gebäude-Management nutzen lassen 30

Professioneller Einbruch-, Feuer- und

Leckageschutz

Ajax ist ein professionelles

drahtloses Alarmsystem,

von Ajax Systems entwickelt.

Die Produktpalette umfasst

36 Geräte für die Innen- und

Außensicherheit, darunter

Bewegungs-,

Feuer- und

Wasserdetektoren,

sowie die Zentralen

(Hubs), Sirenen,

Verstärker, Tastaturen,

Paniktasten und

Geräte für die

Hausautomation. 63

Der Datenhunger

und

die Folgen

Scheinbar unaufhaltsam wächst

der Datenhunger und der Bedarf an

Bandbreite für gewerbliche, industrielle

und private Anwendungen. Welche

Folgen hat das für Übertragungs- und

Messtechnik? Die Kurth Electronic

GmbH zeigt Lösungen auf 44

Haus und Elektronik 4/2021 5


Energieversorgung

PV-Wärmepumpe und Stromspeicher

Im März 2010 hat Familie Schmalenberg ihren Neubau in Hagen, Nordrhein-

Westfalen bezogen: ein Haus ohne Feuerstelle und ohne Kamin. Ein Rückblick

Bei einem Besuch der Dortmunder Baumesse

ist die Familie auf das Thema

„Wärmepumpe“ zum Wärmen und Kühlen

in Verbindung mit Photovoltaik aufmerksam

geworden. „Außerdem sind

während unserer Planungsphase die

Gaspreise gestiegen und die Vorstellung,

mit Wärmepumpe und selbst

erzeugtem Strom zu heizen, wurde

für uns immer attraktiver, je mehr wir

uns damit beschäftigt haben“, erklärt

Andreas Schmalenberg.

Die richtige Wärmepumpe

Das Haus nutzt eine Photovoltaikanlage als Ganzes, ohne Störflächen wie Dachfenster, Leitern oder Schornstein

Alle Bilder: ©Kostal /F.Rogner

Auf den ersten Blick ein ganz normales

Einfamilienhaus, nur bei genauer Beobachtung

gibt das Gebäude eindeutige

Hinweise auf seine inneren Werte:

Vollversorgung mit Wärme und Kühlung

ohne fossile Brennstoffe, mit Photovoltaik,

Wärmepumpe und Batteriespeicher

– und das zuverlässig und praktisch wartungsfrei

seit mehr als einem Jahrzehnt.

Durchdachte Entscheidung

Geplant wurden Neubauten seinerzeit

üblicherweise mit einer Gas-Brennwertheizung

und klassischen Radiatoren

unter den Fenstern. Das hat Familie

Schmallenberg nicht überzeugt: Wärmeversorgung

musste ihrer Meinung

nach umweltverträglicher und zukunftsweisender

funktionieren.

Nach intensiven Recherchen einschließlich

Vergleichstests hat sich

das Ehepaar schließlich für eine Fußbodenheizung

in Verbindung mit einer

Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung

entschieden.

„Ein Grund war die Effizienz, die

damals bei den Geothermiegeräten

höher war als bei den Luft-Wärmepumpen.

Außerdem wollten wir kein

Gebläse vorm Haus haben, das Lärm

verursacht und auch nicht schön aussieht“,

erklärt Andreas Schmalenberg.

Für die gut 130 qm Wohnfläche wurde

vom Architekten eine Heizlastberechnung

erstellt, mit der der Heizungsplaner

die richtige Leistung der Wärmepumpe

bestimmte.

Zwei 70 m tiefe

Erdwärmesonden

KOSTAL Solar Electric GmbH

info-so lar@kostal.com

www.kostal-solar-electric.com

Zu sehen im Technikraum von links: Zählerkasten und Hausanschluss,

Plenticore Plus-Wechselrichter 10, Plenticore BI Batteriewechselrichter,

Waterkotte Wärmepumpe mit Pufferspeicher

Für die Erdwärmesonden wurde eine

Bodenprobe erstellt. Bei Familie Schmalenberg

waren zwei Bohrungen mit

je 70 Tiefenmetern ausreichend, um

das Gebäude im Winter zu erwärmen

und im Sommer zu kühlen. Die Bohrungen

wurden bei der zuständigen

Wasserbehörde beantragt.

„Für die Effizienz der Erdwärmesonden

ist die Bodenbeschaffenheit ein

entscheidender Faktor. In unserem

Fall ist der Wärmeübergang sehr gut.

Hätten wir einen steinigen Boden vorgefunden,

hätte eventuell noch eine

weitere Erdwärmesonde gesetzt werden

müssen. Wären wir beim Bohren

auf einen Felsen gestoßen, hätten wir

dann doch eine Luft-Wärmepumpe

installiert“, beschreibt das Ehepaar

seine Gedanken zur Tiefenbohrung.

6 Haus und Elektronik 4/2021


Energieversorgung

Aber Betreiber müssen wissen: Das

Gebäude sollte auf Temperatur gehalten

werden, denn eine Wärmepumpe

braucht Zeit zum Kühlen und Heizen.

Es dauert länger als bei einer Heizung

mit Radiatoren an den Wänden, bis die

maximal 35 °C Vorlauftemperatur die

Räume über die Fußbodenheizung auf

22 °C aufgeheizt haben. „Das muss

man nur im Hinterkopf haben“, sagen

die Schmalenbergs. Tauschen würden

sie ihr System deshalb nicht.

Photovoltaik und

Wärmepumpe

Links im Bild der Kostal Plenticore plus 10 Photovoltaik-Wechselrichter,

rechts der Kostal BI Batteriewechselrichter

Für jede Erdwärmesonde mit Bohrung

und Anschluss wurden damals rund

4000 Euro fällig. Dafür konnte beim

Bau auf einen Kamin verzichtet werden,

weil die Wärmepumpe keinen

braucht – eine Entscheidung, die das

Baubudget um 1500 Euro entlastete

und der Photovoltaikanlage ein verschattungsfreies

Arbeiten ermöglicht.

Und gebührenpflichtige Schornsteinfegerbesuche

gibt es nicht.

Im Sommer immer

angenehm kühl

Ein weiterer Vorteil einer Erdwärmepumpe

ist der sehr niedrige Energieverbrauch

und damit auch die Kühlung

zu geringen Kosten. An heißen

Tagen reicht es, wenn die Umwälzpumpe

die Flüssigkeit im System aus

dem Gebäude in die Erdwärmesonden

und wieder zurück transportiert.

Die Wärme wird an das Erdreich abgegeben,

die gekühlte Flüssigkeit wieder

ins Gebäude transportiert, wo sie

wieder Wärme aufnimmt.

Das Erdreich als Wärme- und Kühlquelle

ist sommers wie winters konstant

– weshalb eine Erdwärmepumpe

sehr effizient ist. „Das System arbeitet

seit der ersten Minute zuverlässig,

effizient und praktisch wartungsfrei.

Es gibt keine aktiven Komponenten

außerhalb des Gebäudes“, kommentiert

Andreas Schmalenberg seine

bisherigen Erfahrungen.

Hohe Effizienz durch

langsame Reaktion

Nach elf Jahren wissen die Schmalenbergs:

Es funktioniert, ist wirtschaftlich

und extrem zuverlässig. Die Erdsonden

brauchen keine Wartung und die

Wärmepumpe praktisch auch nicht.

Der Stromspeicher, modular, BYD

HVM 16.6 mit Li-Ionen-Akkutechnik

2009 war das Konzept sicherlich noch

ungewöhnlich und kam durch viel

eigene Recherche und Verständnis der

Technik zustande. Heute weiß man:

Die Entscheidung war richtig und die

Rechnung wird auch in Zukunft aufgehen.

Familie Schmalenberg hatte ausgerechnet,

dass sie ab einem Strompreis

von 23 Cent mit der Photovoltaik

im Plus arbeiten würden. Diese Marke

war bereits 2009 leicht überschritten

und heutige Strompreise kennt man...

Die PV-Anlage war zwar eine klassische

Einspeiseanlage, profitiert aber

von einer besonderen Form der EEG-

Förderung, die den Eigenverbrauch

separat fördert. Dies war nur für einen

kurzen Zeitraum möglich. Heute sind

PV-Komponenten so günstig, dass es

die wirtschaftlichste und nachhaltigste

Art ist, damit Strom zu erzeugen. Wer

heute eine Photovoltaikanlage installiert

erreicht durch geringe Stromentstehungskosten

Wirtschaftlichkeit.

Eigenverbrauch-Booster

Stromspeicher

2013 installierten die Schmalenbergs

ihren ersten Stromspeicher. War davor

ein Eigenverbrauchsanteil von 20 bis

30 Prozent möglich, steigerte sich dieser

durch den Stromspeicher und zeit-

Display Kostal Plenticore BI zum

Ladezustand des Stromspeichers

Display Kostal Plenticore plus

Einspeiseleistung von Photovoltaik

ins Net

Anzeige der Betriebsstunden des internen Zusatz-Heizstabes. Dies ist für den

Notfall, falls der Kompressor nicht genug Energie aus dem Erdreich ziehen

kann. Der Heizstab wird für die Legionellen-Abtötung aktiviert, wenn nötig.

Damit wird der Feuerstätten-Gläubige beruhigt, der der Wärmepumpe nicht

zutraut, sein Haus zu heizen. Man kann zur Eigenverbrauchssteuerung den

Heizstab theoretisch auch ansteuern, um eine Abregelung der PV auf 70 %

zu verhindern

Haus und Elektronik 4/2021 7


Energieversorgung

Der Erdungsanschluß aller Komponenten ist wichtig, da sonst Messfehler

durch fehlenden Potenzialausgleich entstehen können

Blick auf das Kostal-Solar-Portal, in dem alle Informationen zu Erzeugung

und Verbrauch grafisch aufbereitet werden

versetzte Nutzung des Solarstroms

auf satte 70 %.

Im vergangenen Jahr produzierte die

7,2-kW-Peak-Anlage insgesamt 6600

kW. Davon wurden 2000 ins Netz eingespeist

und 4600 selbst verbraucht

entsprechend obigen 70 %.

Zu guter Letzt

„Im Sommer, wenn die Tage lang und

sonnig sind, passt alles perfekt. Im

Winter könnte die Sonne öfters scheinen“,

erklärt Andreas Schmalenberg.

Obwohl die Familie mit dem aktuellen

System im Mai auch an weniger guten

Tagen mit 100 % Eigenerzeugung und

-verbrauch über 24 Stunden autark

ist, könnte etwas mehr Photovoltaik

im Winter nicht schaden, denn da ist

ja auch noch der Gedanke an Elektromobilität.

Gedanklich hat die Familie

ihre Terrasse bereits mit schicken

Glas-Glas-Modulen zwecks Verschattung

und Wetterschutz überdacht.

Wärme, Kühlung und Mobilität – zuverlässig,

sicher und preisgünstig. Was

will der Mensch mehr?

Technikdetails

Ein wesentlicher Punkt für einen langfristig

nachhaltigen, möglichst wartungsarmen

Betrieb eines Systems

sind qualitativ hochwertige, effiziente

und zukunftsfähige Komponenten:

Die Wärmepumpe kommt von Waterkotte

– ein Urgestein in der Wärmepumpenwelt

und ein Produkt Made

in Germany. Das installierte Modell

ist vom Typ Ai1+ und wurde in Tests

als sehr effizient und technisch ausgereiftes

Gerät ausgezeichnet, was

sich im Dauereinsatz bestätigt hat.

In Kombination mit der Fußbodenheizung

heizt und kühlt das System

Zahlen – Daten – Fakten

Baujahr: 2009

Bezug: März 2010

Photovoltaikleistung: 7,2 kWp (32 Module a´ 225 kWp)

Wechselrichter 1: Kostal Plenticore-Plus 10.0, 3-phasig mit max. 15 kWp

Generatoranschlussleistung, 3 MPP-Tracker, IP65

Wechselrichter 2: Kostal Plenticore BI 10.0/26

Kostal Smart Energy Meter: intelligentes Messsystem, das Energie-

Management sowie dynamische Fahrweise von Erzeugung und Verbrauch

ermöglicht

Photovoltaikertrag: 6600 kWh/Jahr (2020)

Eigenverbrauch: 4600 kWh/Jahr (2020)

Netzeinspeisung: 2000 kWh/Jahr (2020)

Autarkie: zu rund 70 % in 2020

Wärmepumpe: Erdwärmepumpe Waterkotte Ai1+ (ca. 4500 kWh Jahresverbrauch

für Heizen, Warmwasser & Kühlung)

Erdsonden: 2 Bohrungen zu je 70 m

Stromspeicher: BYD HVM 16.6 mit Li-Io-Akkutechnik

die 130 qm Wohnfläche problemlos.

Die Photovoltaik liefert aus 32 Modulen

zu je 225 W eine Maximalleistung

von 7,2 kW Peak. Ein Plenticore-Plus

zehn Wechselrichter von Kostal Solar

Electric wandelt den Gleichstrom der

PV-Anlage in netztauglichen Wechselstrom

um – mit einem Wirkungsgrad

von über 97 %. Der Kostal Plenticore-Plus

ist einer der effizientesten

Wechselrichter am Markt.

Neben dem Plenticore-Plus werkelt

ein Kostal Plenticore BI 10/26 –

ein reiner Batteriewechselrichter mit

einer Lade- und Entladeleistung von

10 kW, der Wechselstrom in Gleichstrom

umwandelt für die Akkus des

Stromspeichers. Umgekehrt wandelt

er Gleichstrom aus den Akkus in netztauglichen

Wechselstrom um. Die beiden

Plenticore sind aufeinander abgestimmt

und arbeiten mit ausgezeichnetem

Wirkungsgrad von über 96 %.

Daten für das Energie-Management

und die Visualisierung im Kostal-

Blick in den Wohn- und Essbereich

Solar-Portal liefert ein intelligentes

Energiemessgerät: das Kostal Smart

Energy Meter. Es kommuniziert Verbrauchs-

und Erzeugungsdaten zwischen

allen Systemkomponenten und

ermöglicht so intelligentes Energie-

Management.

Der Batteriespeicher kommt aus dem

Hause BYD – weltweit der größter Produzent

von Akkumulatoren – und stellt

mit seinen Lithium-Ionen-Akkus eine

nutzbare Kapazität von 16,5 kWh zur

Verfügung. Er sorgt dafür, dass möglichst

viel selbst erzeugter Solarstrom

für das Heizen, Kühlen und den Hausverbrauch

genutzt werden kann. Kostal-

Wechselrichter und BYD-Stromspeicher

sind optimal aufeinander abgestimmt.

Die Kapazität von 16,5 kWh

bedeutet für den Fünfpersonenhaushalt

ausreichend Puffer, sodass auch

große Verbraucher dann genutzt werden

können, wenn es in den Haushaltsrhythmus

passt und nicht nur, wenn

die Sonne scheint. ◄

8 Haus und Elektronik 4/2021


Der digitale Dialog –

machen Sie ihn möglich mit dem einfachen

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Smart-Home

Smarte Lichtkonzepte

Dimmbarer Unterputz-Empfänger erhellt den Alltag

Mit dem neuen Unterputz-Funkempfänger Licht dimmbar io von Somfy lassen sich

Lichtquellen bequem ein- und ausschalten sowie dimmen

für Abhilfe: Der neue Lichtempfänger

dimmbar io vernetzt in der Kombination

mit der Smart-Horne-Zentrale TaHoma

oder der Einsteiger-Box Connexoon

herkömmliche Lampen. So können

diese einfach und intelligent gesteuert

werden - sogar per Sprachassistent

mit Google Assistant oder Amazon

Alexa. Gerade bei bestehenden

Lichtinstallationen sind die Unterputz-

Module io unkompliziert nachzurüsten,

um das eigene Zuhause im Handumdrehen

aufzuwerten.

Der neue dimmbare Unterputz-Empfänger dimmbar io von Somfy erhellt den Alltag und macht die Lampen

im Handumdrehen smart

Die eigenen vier Wände sind längst

mehr als nur ein Rückzugsort nach

einem anstrengenden Arbeitstag.

Gerade im vergangenen Jahr ist der

Wohnraum zum Arbeits- und Klassenzimmer,

Fitnessstudio und Hobbyraum,

ja sogar zum privaten Kinosaal

und zur Konzertbühne geworden.

Das passende Lichtkonzept

Umso wichtiger ist es, sich für das

traute Heim ein passendes Lichtkonzept

zu überlegen – ohne alles aufwendig

umbauen zu müssen. Mit

dem neuen Unterputz-Funkempfänger

Licht dimmbar io von Somfy können

Lichtquellen bequem ein- und ausgeschaltet

sowie gedimmt werden. So

kann jetzt jeder daheim im Handumdrehen

ein individuelles Wohlfühlambiente

kreieren.

Hintergrund

Stimmung passt noch nicht so ganz.

Die Deckenleuchte wirft ein unangenehmes,

grelles Licht auf den Fernseher.

Wird sie abgeschaltet, ist es

auf einmal zu dunkel und die Augen

ermüden viel schneller.

Ein leicht gedimmtes Licht bietet die

optimale Lösung. Somfy sorgt hierbei

ab sofort mit der passenden Technik

Smart gelöst: So wird das

Licht clever vernetzt

Die smarten Funklösungen von Somfy

werden rasch und ohne großen Aufwand

oder gar Verschmutzungen installiert

- bestehende Wandtaster können

weiterverwendet werden. Die im

Sprachgebrauch als Lichtschalter

bekannten Taster benötigen keine

zusätzlichen Kabel, sodass sie ohne

Beschädigung der Wände verlegt und

in das Wohnkonzept eingebunden werden

können. Bei der Nutzung gibt es

keine Mindestlast, die LEDs können

ab 0 W gedimmt werden.

Die einstellbaren minimalen und maximalen

Dimmwerte beugen unter anderem

dem Flackern der Beleuchtung

vor. Die kleine Baugröße ermöglicht

den Einbau hinter dem bestehenden

Taster oder in einer Abzweigdose,

Somfy GmbH

www.somfy.de

Wer kennt es nicht: Alles ist für den perfekten

Filmabend vorbereitet, doch die

Der Lichtempfänger dimmbar io vernetzt in der Kombination mit der

Smart-Home-Zentrale Tahoma herkömmliche Lampen

10 Haus und Elektronik 4/2021


Robert Bosch GmbH erweitert Home-Connect-

Plattform

Smart-Home

Möglichkeiten entdecken, ihre Homematic-IP-Produkte

einfach und intuitiv mit Produkten

anderer Hersteller in nur einer App zu

integrieren, zu kombinieren und zu steuern.

Smart-Home-Produkte verschiedener Hersteller

miteinander zu verbinden oder über

eine Plattform zu steuern, war schon immer

eine Herausforderung. Mit Home Connect

Plus steht jetzt eine weitere Option zur Verfügung.

Genau wie bei Homematic IP liegt

der Fokus auf die Einfachheit der Bedienung,

um eine breite Zielgruppe ansprechen zu

können. In nur wenigen Schritten sind die

Geräte von Homematic IP integriert und können

beliebig verknüpft werden.

Das volle Potenzial

eQ-3 AG

www.homematic-ip.com

www.eQ-3.de

Homematic IP und Home Connect Plus bedeuten Smart

Home ohne Grenzen. Die Geräte von Homematic IP werden

von Beginn an in der neuen, kostenlosen Home-Connect-Plus-App

verfügbar sein, hinter der die Robert Bosch

GmbH als Investor steckt. Über die Cloud-to-Cloud-Schnittstelle

der offenen Homematic-IP-Plattform wird dazu die

Cloud von Homematic IP integriert, wodurch die Homematic

IP App mit ihrer besonders einfachen Konfiguration

weiterhin voll nutzbar bleibt. Nutzer können so ganz neue

von Homematic IP und dem Home Connect

Plus-Partnernetzwerk ergibt sich

aus dem Zusammenspiel verschiedener

Geräte in personalisierbarer Automation

– ganz nach persönlichen Vorlieben und

Bedürfnissen.

„Als führender Hersteller beweisen wir mit

dieser Kooperation erneut, dass es uns

mit dem Angebot einer offenen, auf IPv6 basierenden

Plattform ernst ist. Wir freuen uns, dass unsere Kunden

dadurch die vielfältigen Möglichkeiten von Home

Connect Plus nutzen können. Wir sind stolz, Teil eines

starken Netzwerkes mit starken Partnern wie Philips

Hue, Bosch, Sonos, Vaillant, Siemens oder Bose zu

sein, mit dem ein relevanter Gegenpol zur Abhängigkeit

von Google, Amazon, Apple und Co. entsteht“, so

Bernd Grohmann, Vorstand der eQ-3 AG. ◄

sodass auch optisch keine Änderung

wahrnehmbar ist. Ein weiterer

Vorteil ist, dass der Unterputz-Funkempfänger

bei falscher Verdrahtung

geschützt wird.

Der Somfy Lichtempfänger dimmbar

io ermöglicht nicht nur eine zentrale

Bedienung –

z.B. per Handsender oder Smartphone

– sondern ebenfalls viele zusätzliche

Funktionen, wie die Anwesenheitssimulation,

Einbindung in Szenarien

oder der Zeitautomatik.

Für die dimmbare Steuerung über einen

Handsender auf Basis des reichweitenstarken

io-Funks empfiehlt Somfy

den Situo Variation io: Mit dem Stellrad

lässt sich die Helligkeit in den Wohnräumen

jederzeit einfach und präzise

einstellen. Somfy führt zudem regelmäßig

Tests mit aktuell erhältlichen,

dimmbaren Lampen durch und stellt

online auf der Produktseite des Unterputz-Funkempfängers

eine Übersicht

der ideal kompatiblen Produkte zur

Verfügung.

Unbesorgt das Haus

verlassen

Die Einbindung der dimmbaren

Beleuchtung in Szenarien, Tagesabläufe

und Wenn Dann-Bedingungen

der TaHoma erleichtert den Alltag

enorm. Mit einem Klick per Smartphone

ist die Beleuchtung einfach

ausgeschaltet. Besonders sicher

sind die Nutzerinnen und Nutzer in

der Urlaubszeit: Wer länger weg ist,

kann das Licht automatisch einstellen

und somit die Anwesenheit zu Hause

vortäuschen. So werden potenzielle

Einbrecher schon im Vorfeld ferngehalten.

Der Unterputz-Empfänger Licht

dimmbar io ist mit folgenden Systemen

kompatibel: TaHoma, Connexoon

und Sprachsteuerung (Google

Assistant und Amazon Alexa) ◄

Haus und Elektronik 4/2021 11


Aktuelles

25 Jahre ise! - Viele Neuigkeiten im Jubiläumsjahr

Die ise Individuelle Software und Elektronik GmbH feiert dieses Jahr ihr 25.

Jubiläum und präsentiert eine neue Firmenwebseite und Produktneuigkeiten

Seit dem 15.03.2021 gibt es die ise

Individuelle Software und Elektronik

GmbH bereits ein Vierteljahrhundert!

In den 25 Jahren seit Gründung wuchs

die Mitarbeiteranzahl auf über 135 kreative

Köpfe. Die innovative Produktpalette

rund um die erfolgreiche SMART

CONNECT KNX Serie und SMART

APP KNX erweitert sich laufend.

Mit einem frischen Internetauftritt unter

www.ise.de startete ise ins Jubiläumsjahr.

Klar und modern präsentiert sich

das neue Design und informiert unterschiedliche

Zielgruppen wie Systemintegratoren,

Elektroinstallateure oder

Endkunden rund um die Themen Gebäudeautomation

und Softwareentwicklung

mit ise.

Produktneuheiten wie das umfangreiche

Update des SMART CON-

NECT KNX Remote Access folgten.

Mit der neuen Firmware V6.1 erhält

das sichere Gateway für Fernwartung,

Fernzugriff und Ferndiagnose

ein umfangreiches VPN-Feature. So

können nicht nur reine KNX Anlagen,

sondern auch beliebige andere Systeme

ferngewartet werden. Zusätzlich

unterstützt der SMART CON-

NECT KNX Remote Access ab V6.1

ise Individuelle Software und

Elektronik GmbH

www.ise.de

12 Haus und Elektronik 4/2021


Aktuelles

Welches Kabel wofür?

für den Zugang direkt auf die englische

Seite.

Hier werden allgemeine Einsatzbereiche

für die verschiedenen Kabeltypen

gezeigt und kurz beschrieben.

Der Besucher der Website gelangt intuitiv,

ja fast spielerisch, in die jeweiligen

Anwendungsbereiche und kann dort

auf die in diesem Bereich gängigen

Kabeltypen klicken, um sich über die

Besonderheiten der einzelnen Kabel

in Kürze zu informieren. Diese Angaben

enthalten einen Link zur jeweiligen

Produktseite des Unternehmens, wo

weiterführende Informationen über

das jeweilige Kabel zu finden sind.

Bei Bedarf gelangt der Nutzer von

dort aus zur Produktdatenbank, um

die Spezifikationen für das entsprechende

Kabel zu erhalten.

Online-Produktdatenbank

bda connectivity

www.bda-connectivity.com

Die Kabelwelt kann verwirrend sein.

Welches Kabel benötigt man in welchem

Anwendungsbereich? Gerade

Kommunikationskabel haben unterschiedlichste

Einsatzmöglichkeiten –

vom Videokoaxialkabel über Hochfrequenzkabel

bis zum Nano-Sensorkabel

ist die Kabelwelt heterogen und für

das jeweilige Anwendungsgebiet spezialisiert.

Inspiriert durch die zunehmende

Digitalisierung sowie durch

das Feedback von Kunden hat bda

connectivity die Kabelsuche in einer

schnell zugänglichen und anschaulichen

Weise verarbeitet. Für die Welt

der Kommunikationskabel wurde ein

neues Portal geschaffen:

https://welches-kabel-wofuer.de

bzw.

https://which-cable-for-what.com

„Auf diese Weise nehmen wir dem

Besucher Berührungsängste und

schaffen eine erste Orientierung in

der Kabelwelt.“, so Alexandra Zange,

Marketing-Verantwortliche der bda

connectivity GmbH. „Das Portal ist

der Anfang unserer Reise zusammen

mit dem Kunden – wir möchten das

beste Nutzererlebnis bieten, vom Orientierungsportal

welches-kabel-wofür

über die Website bis zur Online-Produktdatenbank.“


KNX Secure. Neu ist auch das SDA-

Portal: Neben einer frischen Optik

wurden die Funktionen des Portals

zur übersichtlicheren und intuitiven

Bedienung neu strukturiert.

Der SMART CONNECT KNX e-charge

II von ise bringt die Elektromobilität ins

Smart Home. Dank Dynamischem

Lastmanagement (DLM) ist kein aufwändiger,

teurer und größerer Netzanschluss

nötig, lange Ladezeiten

entfallen. Die Einbindung von bis zu

fünf Ladepunkten unterschiedlicher

Hersteller im Mischbetrieb ist möglich.

Das bietet große Flexibilität im

Hinblick auf die Vielfalt der Marken

und Modelle.

Mit der ise CO2-Ampel bietet ise

eine einfache Lösung zur Sichtbarmachung

der Luftqualität an. »Made

in Germany« mit hochwertiger Sensortechnik

und automatischer Kalibrierung

trägt die ise CO2-Ampel

optisch wie auch akustisch zur richtigen

Belüftung des Klassenraumes

bei. Das Produkt wurde in Zusammenarbeit

mit dem BZTG Oldenburg (Bildungszentrum

für Technik und Gestaltung

Oldenburg) entwickelt. Zunächst

richtet sich das Angebot an Schulen.

Auch für das ise Instagram Profil fiel

2021 der Startschuss. Unter ise_gmbh

bietet ise regelmäßig Einblicke und

Ausblicke rund um die ise Firmenkultur,

ise Produkte und Themen, die

ise bewegen.

Über ise:

Die ise Individuelle Software und Elektronik

GmbH embedded in Oldenburg

steht seit 1996 für modernste Softund

Hardware und zählt in Europa

zu den stärksten Industriezulieferern

im Bereich der Gebäudeautomatisierung.

Eine Außenstelle in Bonn und

die Zugehörigkeit zur GIRA Gruppe

bilden Teil der ise GmbH. Über 100

Technikexperten aus der ganzen Welt

entwickeln bei ise mit langjähriger

Erfahrung und Leidenschaft für Desktop,

Embedded Systems, Server- und

PC-Software sowie App-Lösungen.

Aus dem Know How der praxisnahen

Zusammenarbeit mit der Industrie und

der hohen Identifikation mit den Kundenwünschen

resultieren intelligente

Profi-Produkte, die smartere Homes

verwirklichen. Die ise arbeitet täglich

an der Vision, verschiedenste Geräte

in die Gebäudeautomation mit KNX zu

integrieren und ist offizielles Mitglied

der KNX Association. Neben der Kundenzufriedenheit

ist eine hohe Mitarbeitermotivation

der Schlüssel zum

Erfolg. Im November 2018 hat die ise

den OLLY, Oldenburgs Preis für familienfreundliche

Unternehmen, verliehen

bekommen. ◄

Haus und Elektronik 4/2021 13


Aktuelles

50 Jahre Störmeldetechnik

Vom einfachen Sammelstörmelder zum cyber-physischen IKT System

Die Firma UNITRO-Fleischmann Störmeldesysteme

hat in ihrer nunmehr 50 jährigen Firmengeschichte

die Störmeldetechnik nachhaltig

beeinflusst und gestaltet. Schon frühzeitig

erkannte die Firma im Zuge der zunehmenden

Automatisierung, Ende der 60er Jahre, den

steigenden Bedarf an Systemen zur zentralen

Überwachung von Betriebs - und Versorgungseinrichtungen

und begann mit der Entwicklung

solcher Systeme.

In den 90er Jahren kam dann von führenden

EVU’s die Forderung nach intelligenten

Störmelde-Fronteinbaumodulen mit Zweifach-

Blinkfrequenz-Meldung, zur Ablösung von elektro-mechanischen

Fallklappen-Relais.

Ringspeicher 4000 Ereignisse Schnittstellen

IEC 61850 und IEC 60870-5- 104, oder LON

Bus. Mit KI-Algorithmus für Predictive Maintenance

Aufgaben.

So entstanden die ersten einfachen Sammelstörmelder

in RCD Technik mit Sammelmelde-und

Hupenausgang, für den Schaltschrankeinbau

Die steigende Anzahl von Meldungen in einer

Anlage führte zur kompakten Steckkarten

Bauform, dann bereits in CMOS Technik, mit

19“ Rack Einbau in Fronttüren oder Schwenkrahmen.

Funktion: Quittierbare Blinkstörmeldung

nach DIN 19235 und US/ISA 18/1.

Die Forderung nach protokollierenden Systemen

führte in den 80er Jahren zur Entwicklung

von Protokoll-Drucker und u und SCADA Systemen,

mit Prozessvisualisierung.

In diesen Zeitraum fällt auch, im Zuge der kontinuierlichen

Weiterentwicklung die Einführung

eines Klartextmeldesystems und multifunktionaler

Kompakt- Wandaufbau Systeme.

Ab dem Jahr 2000 brachte UNITRO dann auf

den Markt: Innovative, internetfähige, programmierbare,

multifunktionale Systeme für Fernüberwachung,

sowie Fernwirk Aufgaben, in Mikroprozessortechnik,

mit drahtloser NFC Technik

und Bluetooth.

Innovative Leuchtfeld-Fronteinbau Systeme

144/288x144mm für 16/40 Meldungen, erweiterbar

bis 200 Meldungen. Mit brillanter großflächiger

Leuchtfeldanzeige in 5 wählbaren LED

RGB Farben. Zustandsspeicher bei Netzausfall,

19“ Racksysteme mit Steckkarten, mit Leuchtfeld

Anzeige als dezentrale Unterstation für das

SCADA System. Für mehrere tausend Eingänge

zur Überwachung von Versorgungs- und

Betriebseinrichtungen in großen Industriebetrieben

oder chemischen Anlagen mit einer zentralen

Leitwarte. Mit Prozessvisualisierung und örtlichem

Protokoll-Einbaudrucker.

Kompakte I/O Module mit

digitalen und analogen Ein-

Ausgängen, modular erweiterbar.

Mit Buskoppler für Fernwirkaufgaben,

als dezentrale

Unterstationen

Die Firma UNITRO bietet eine breite Palette

von Störmeldesystemen an, vom einfachen Sammelstörmelder

SVE 8 LC – übrigens zum Preis

von 1970! – bis zum intelligenten IKT System

WA16 für condition and facility monitoring. In

engem Kontakt mit seinen Kunden wird UNITRO

auch in Zukunft innovative zukumftsfähige Produkte

entwickeln, unter Einsatz neuester Technologien,

mit stetiger Weiterbildung in Entwicklung

und Fertigung, auch mittels Forschungs –

Kooperationen mit kompetenten Partnern und

Hochschulen, unter Berücksichtigung auch ökologischer

Belange: So fertigt UNITRO energieneutral

dank einer eigenen Photovoltaikanlage.

• UNITRO-Fleischmann Störmeldesysteme

www.unitro.de

14 Haus und Elektronik 4/2021


Gebäudeinstallationsverdrahtung

Kompakt planen, strukturiert verdrahten

Klippon ® Connect AITB Reihenklemmen

• Einheitliche Sammelschienenlage für die Kombination mit Weidmüller Schraubklemmen

• Zwei Querverbindungskanäle für Aufbauten im 400-V-Drehstromnetz

• PUSH IN-Anschlusstechnologie für die sichere Montage und hohe Zeitersparnis

www.weidmueller.de/aitb


Elektroinstallation

Schicke Wallbox hat es in sich

Der Juice Charger me ist für den Innen- und Ausseneinsatz geeignet und verfügt über ein Lade-/Last-Management für den Betrieb

mit zwei und mehr Einheiten

Juice Technology AG

www.juice-world.com

Juice Charger me ist lt. Hersteller die

kompakte, schicke Wallbox für jedes

Budget. Das quadratische Format

verspricht Einfachheit. Und die Wallbox

hat es in sich: Plug&Play und

Plug&Charge stehen für einfaches

Anschließen und Laden wie von allen

Juice-Produkten gewohnt. Die Juice

Technology AG präsentierte mit dem

Juice Charger me eine einfache, kompakte

und KfW-förderfähige Wallbox,

die sich im Handumdrehen anschliessen

lässt, denn als eine der ersten

AC-Ladestationen verfügt sie über

den Plug&Charge-Standard. Sie

ist vernetzt, hat ein Lade- und Last-

Management mit an Bord und ist mit

ihrer Ausstattung zudem unschlagbar

günstig. Zusätzlich fördert Juice

die ersten 3000 Exemplare mit 100

Euro/Franken.

Einfachste Anwendung

Einfachste Bedienung ohne Abstriche

bei Funktionalität und Design. Das sind

die Qualitäten des jüngsten Sprösslings

der Schweizer. Die einfache Funktionalität,

von Tesla-Superchargern hinlänglich

bekannt, gibt es hiermit nun

auch für zu Hause, für Einstellhallen

und Parkgaragen. Denn der smarte

Charger ist nicht nur individuell top,

sondern auch im Verbund perfekt

einsetzbar.

Gehäuse öffnen, Zuleitung anschliessen,

Haube aufsetzen und fertig. Einer

der Vorzüge ist die schnelle, einfache

Installation. Die Ladestation wird komplett

vorkonfiguriert ab Werk ausgeliefert

und ist somit beim Endkunden

sofort einsatzbereit – der Installateur

muss keine speziellen Einstellungen

oder weitere Zusatzinstallationen

vornehmen.

Freischalten – einstecken – laden: Die

Einfachheit setzt sich beim Ladevorgang

fort. Farbige LEDs mit selbsterklärenden

Symbolen zeigen dem Nutzer

den aktuellen Status an: Betriebsbereitschaft,

Freischalten per RFID-

Karte, aktiver Ladevorgang. Einfacher

geht es noch mit einem Plug&Chargefähigen

Auto. Hier erfolgt das Freischalten

direkt beim Einstecken der Ladekupplung

in die Auto-Buchse, weil die

Station das Auto automatisch identifiziert.

Juice integriert dieses Feature

nach ISO 15118 standardmässig in

allen Juice Charger me und ist damit

einmal mehr der Konkurrenz voraus,

die diese Funktion bisher höchstens

als optionales Extra anbietet.

„Laden muss einfach und bequem sein.

Ob Mobiltelefon oder E-Auto, sollte

dabei keine Rolle spielen. Dass das

geht, haben wir schon mit dem Juice

Booster 2 bewiesen“, so Christoph

Erni, CEO der Juice Technology AG.

„Mit dem Juice Charger me erwartet

E-Auto-Fahrer und Parkgaragenbetreiber

eine elegante Ladelösung zu

einem unschlagbar günstigen Preis.“

Kommunikation und

Last-Management

Mit dem Juice Charger me können

neben einzelnen Installationen an privaten

Stellplätzen, Carports oder heimischen

Garagen auch ganze Parkgaragen

und Flottenparkplätze ausgestattet

werden. Der smarte Charger

verfügt über ein lokaldynamisches

Lastmanagement für bis zu 250 Einheiten.

Dabei übernimmt ein Gerät die

gleichmässige Verteilung des vorhandenen

Stroms auf alle übrigen Stationen.

Wann immer jedoch mehr Flexibilität

gefragt ist, kommt vorzugsweise

das unendlich skalierbare omnidynamische

Lade- und Lastmanagement

smartJuice zum Zug. Das eröffnet

etwa die Möglichkeit der Echtzeitüberwachung

oder Priorisierung

einzelner Fahrzeuge. In beiden Fällen

braucht es lediglich einen LAN-

Anschluss. Bluetooth oder WLAN

werden nicht benötigt.

Über das Ethernet-Kabel kommunizieren

die Juice Charger me nicht

nur untereinander, sondern auch mit

dem j+ Backend. Dies ermöglicht bei

öffentlicher Nutzung der Wallbox, beispielsweise

bei einem Hotel, Golfclub

16 Haus und Elektronik 4/2021


Elektroinstallation

oder Fitnesscenter, eine lückenlose

Nutzungsauswertung und gibt dem

Betreiber die Möglichkeit der Abrechnungsverwaltung.

Um den Betrieb mit Lade-/Last-Management

zu gewährleisten, werden Anlagen

mit zwei oder mehr Stationen immer

mit MID-zertifizierten Stromzählern

ausgestattet. Auf Wunsch lässt sich

ein Zähler aber auch bei Einzelladestationen

integrieren.

Alle Komponenten des Juice Charger

me werden in Deutschland gefertigt

und zusammengebaut, wobei diese

Wallbox Made in Germany nicht teuer

sein muss. Für deutsche Kunden gibt

es einen weiteren Vorteil: Der Charger

ist KfW-förderfähig – und ohne

Zuzahlung zu erwerben.

Die wichtigsten Vorteile:

• Kleinformat

Der Charger ist mit 24 cm Kantenlänge

und 12 cm Tiefe besonders kompakt

und mit lediglich 6,5 kg Gewicht (inkl.

Kabel) auch sehr leicht. 5 m Kabel sorgen

für die nötige Flexibilität.

• hohe Ladeleistung

Ein- bis dreiphasiges Laden mit sechs

bis 32 Ampere ergibt eine Ladeleistung

von bis zu 22 kW. Für die KfW-Förderung

gibt es eine Variante mit 16 A und

einer Leistungsabgabe von 11 kW.

• Plug&Play

Die Wallbox ist ab Werk komplett

vorkonfiguriert und sofort einsatzbereit,

sodass kaum Einrichtungsaufwand

entsteht.

• Plug&Charge

Der Juice Charger me ist nach ISO

15118 zertifiziert. Beim Anschluss an

die Ladebuchse erkennt die Ladestation

jedes Auto, das bereits über

den Plug&Charge-Standard verfügt,

automatisch und startet direkt den

Ladevorgang.

• fortschrittliches Lade- und Last-

Management

Für bis zu 250 Ladestationen ist ein

lokaldynamisches Lade-Management

im Master-Slave-Betrieb mit an

Bord. Für bis zu unbegrenzt viele Einheiten

ist das cloud-basierte omnidynamische

Lade-Management smart-

Juice verfügbar. In jedem Gerät, das für

den Betrieb mit Lade-/Last-Management

vorgesehen ist, ist ein MID-zertifizierter

Zähler integriert.

Die Wallbox ist ab Werk komplett vorkonfiguriert und sofort einsatzbereit. Für alle Autos, die Plug&Charge nicht unterstützen,

ist zum Freischalten des Ladevorgangs ein RFID-Leser integriert

• Konnektivität

Das standardisierte Open Charge Point

Protocol (OCPP) bildet das Rückgrat

für die Anbindung an das j+ Backend

und ermöglicht die Geräteverwaltung,

Fernwartung, Abrechnung oder das

Lastmanagement.

• drei normierte Schnittstellen

Modbus/TCP, Modbus/RTU sowie

EEBUS gewährleisten die Kommunikation

mit einem Home-Energy-

Management-System. Das erlaubt die

Einbindung der Photovoltaikanlage in

das heimische Energie-Management

und die externe Laststeuerung.

• praktische Kommunikation

Alle Kommunikation erfolgt über den

Ethernet-Anschluss. Für den Einsatz

als private Einzelladestation ist jedoch

keine permanente Netzwerkanbindung

erforderlich und der Betrieb ist daher

auch ohne LAN-Anschluss möglich.

Für Updates kann einfach ein Notebook

angeschlossen werden.

• durchdachtes und sicheres Design

Der Juice Charger me hat einen Rahmen

aus gebürstetem Chromstahl und

eine Front aus UV-beständigem Polycarbonatglas.

So ist er für den Innenund

Außeneinsatz geeignet (IP54) und

hochgradig stoßresistent (IK10). Das

Gerät ist bei Temperaturen zwischen

-25 und +45 °C betriebsbereit. Sein

Temperatursensor zur Reduzierung

des Ladestroms funktioniert unabhängig

von der Umgebungstemperatur.

• richtlinenkomform

Die Ladestation ist CE-konform nach

den beiden EMV-Richtlinien IEC 61851

und IEC 61439-7.

Messtechnik

Rückflussmessung ohne Kalibrierung

Grundaufbau des Reflexionsgrößen-Me systems

Die gezeigte Schaltung mi st die

Rückflussdämpfung an einem

Sender im Frequenzbereich 1 bis

28 GHz genau, ohne da s eine

Systemkalibrierung erforderlich

ist. Das Design wird auf einer

einzelnen Leiterplatte mit einem

nichtreflektierenden HF-Schalter

implementiert und besteht aus

einem Mikrowe len-HF-Detektor

und einen 12-Bit-Präzisions-

Analog/Digital-Wandler. Um die

Schaltung über einen möglichst

breiten Frequenzbereich anzuwenden,

wurde anste l eines

schmalbandigen, oberflächenmontierbaren

Richtkopplers

ein Dualport-Richtkoppler mit

SMA-Steckern verwendet.

Rückflu sdämpfungen von bis

zu 20 dB

werden). Ein einzigartiges Merkmal

der Schaltung besteht darin,

da s sie die Rückflu sdämpfung

anhand eines einfachen Verhältnisses

der digitalisierten

Spannungen des HF-Detektors

berechnet, wodurch eine Systemkalibrierung

entfä lt. Das SWR,

die Rückflu sdämpfung und der

Reflexionskoe fizient werden

unter Verwendung des Verhältni

ses zwischen den vom ADC

abgetasteten vorwärts- und rückwärts

gekoppelten Spannungen

berechnet.

Leistungsdetektor ADL6010

Der Leistungsdetektor ADL6010

hat eine Linear-in-V/V-Kennli-

Literatur

nie, die für diese Anwendung

von entscheidender Bedeutung

ist. Wie im Diagramm gezeigt,

var iert die Ausgang spannung

mit der Frequenz.

Diese Variation der Übertragungsfunktion

gegenüber der

Frequenz verschlechtert die Leistung

der Schaltung in keiner

Weise, da die Berechnung der

Rückflussdämpfung auf einer

ratiometrischen Berechnung

bei einer bestimmten Frequenz

beruht. Um ein klares Ablesen

der Ergebni se vor der Aktualisierung

zu ermöglichen, werden

50 Beispielergebni se gemi telt,

bevor sie im GUI-Ergebnisfenster

angezeigt werden. ◄

Die Schaltung mi st Rückflu s-

dämpfungen von bis zu 20 dB

Die vo lständige Dokumentation für das EVAL-VSWR-SDZüber

einen Eingangsleistungsbereich

von 25 dB (Rückflu s-

Board einschließlich Schaltplänen, Layouts, Gerber-Dateien

und Stückliste steht im CN-0387 Design Support Package

dämpfungen von mehr als 20 dB

unter www.analog.com/CN0387-DesignSupport zum Download

bereit.

Analog Devices können über einen kleineren Eingangsleistungsbereich

geme sen

www.analog.com

2 hf-praxis 8/2021

• einfaches Freischalten

Hinter der Frontplatte ist ein RFID-

Leser integriert. Die Freischaltung per

RFID ist für alle Autos, die den ISO-

Standard 15118 für Plug&Charge nicht

unterstützen. Die zwei mitgelieferten

Karten lassen sich bei Verlust einfach

sperren und ersetzen. Wahlweise können

die Zugangsdaten auch auf einen

RFID-Badge gespielt werden. ◄

Fachartikel,

Pressemitteilung oder Fachbuch

schreiben – aber wie?

Erfahrener Autor und Lektor des beam-Verlags zeigt Ihnen den

optimalen Weg und begleitet Sie bis zum Ziel.

Kontakt: frank.sichla@gmx.de

Haus und Elektronik 4/2021 17


Elektroinstallation

Überspannungsschutz für Ein- und

Mehrfamilienhäuser

Mit „DEHNselect Wohngebäude“ kann man in wenigen Schritten den passenden Überspannungsschutz

finden

DEHN SE + Co KG

info@dehn.de

www.dehn.de

Im eigenen Zuhause ist der Wunsch nach Sicherheit

besonders groß. Mit „DEHNselect Wohngebäude“ kann

für die Planung und Errichtung von Ein- und Mehrfamilienhäusern

das nahezu ideale Überspannungsschutzkonzept

schnell gefunden werden. Es ist das unterstützende

Auswahl-Tool, egal ob es sich bei dem Projekt um

einen Neubau, einen Umbau oder eine Sanierung handelt.

Das praktische Tool führt Schritt für Schritt durchs

Projekt und bietet am Ende einen passenden Produktlösungsvorschlag

für den Überspannungsschutz, der alle

Normvorgaben berücksichtigt.

„DEHNselect Wohngebäude“ ist die digitale Auswahlhilfe

für Produkte und Lösungen im Bereich „Überspannungsschutz

für Ein- und Mehrfamilienhäuser“. In nur wenigen

Schritten kann damit der passende normenkonforme

Überspannungsschutz für Wohngebäude gefunden werden

– egal ob für Neubau, für Umbau oder für die Modernisierung.

Die digitale Auswahlhilfe ist leicht zu bedienen

und selbstverständlich rund um die Uhr (24/7) erreichbar.

Zudem kann man „DEHNselect Wohngebäude“ optimal

auf allen mobilen Endgeräten nutzen.

Die konfigurierten Produkte können bei Bedarf gleich

direkt aus der Auswahl bestellt werden: entweder

direkt bei DEHN oder über Elbridge, der Anbindung

zum Elektrogroßhandel. Zudem lässt sich die Auswahl

auch einfach auf einem Merkzettel zwischenspeichern.

Die entsprechenden Datenblätter, Bedienungsanleitungen

und LV-Texte der gewählten Produkte

stehen ebenso gleich zum Download bereit.:

http://de.hn/5S27L ◄

Intelligente EV-Ladestation 11/22 kW

Mit den 3-phasigen Em2Go EV-Ladestationen

mit 7.5 m langem Kabel und

Type-2-Stecker sowie in 22-kW-Version

als „Socket“ und Kabelversion

können Anwender ihr E-Fahrzeug

sicher und schnell aufladen.

Die Wallbox EM2GO

mit intelligenter Steuerung

verfügt über eine Vielzahl an

Kommunikationsschnittstellen,

wie LAN- und WLAN zwecks

Backend- und OCPP-Steuerung,

RS485 zur Steuerung

der Wallbox mittels Ansteuerungsprotokoll,

PLC (in Verbindung

mit Ladesteuerung)

sowie RFID-Steuerungskarte.

Der eingebaute Fi-Schutzschalter

Typ B speziell für

EV-Ladegeräte sowie eine

Drehstromeingangs-Sicherung

schützen vor Überlast,

bevor die Haussicherung

anspricht.

Die smarte EM2GO-Wallbox

ist „Ready2Plug“: einfach den

CEE-Stecker der Wallbox an

eine vorhandene CEE-Drehstromdose

anschließen und

schon ist die Wallbox einsatzbereit.

Ein in die Glasfront integriertes

Farb-Display informiert während

des Ladevorganges über den aktuellen

Ladezustand, Ladespannung,

Strom und Leistung. Vier LEDs zeigen

den Zustand der Wallbox an und

informieren über den ordnungsgemäßen

Ladevorgang.

Die Em2GO-EV-Ladestation ist mit

intelligenter Elektronik ausgestattet.

So ist das Fahrzeug gegen Fehlerstrom,

Kurzschluss und hohe Temperaturen

bestens geschützt.

Befestigungsmaterial zur Wandmontage

ist im Lieferumfang der Ladestation

enthalten.

Diese neue Ladestation ist erhältlich

in 11-kW-Kabelversion sowie

22-kW-Socket- oder -Kabelversion.

Eine KfW-Listung für förderfähige

EV Ladegeräte besteht ebenfalls,

sodaß für diese Artikel eine Förderung

beantragt werden kann.

• D-Parts Mobilphon

& Zubehör GmbH

info@d-parts.de

www.d-parts.de

18 Haus und Elektronik 4/2021


Elektroinstallation

Smarte Stromversorgungen für smarte Gebäude

Ganz gleich, ob Häuschen im Grünen oder Hightech-Fabrikhalle: Gebäude werden

intelligent

etwa für Temperatur, Feuchte oder Raumbelegung. Sie

steuert Motoren, Lüftungsklappen und Ventile für die Klimatisierung

der Gebäude.

Hinzu kommen Brandmeldeanlagen und Zugangskontrollsysteme.

Die Vernetzung all dieser Komponenten

erfolgt über diverse unterschiedliche Feldbus-Systeme.

Zu nennen sind beispielsweise DALI für die Beleuchtung,

EIB und KNX hauptsächlich für Sensoren und Aktoren

oder auch das recht universell eingesetzte Local Operating

Network (LON).

Es liegt auf der Hand, dass alle diese Sensoren, Aktoren,

Datenübermittlungs- und Steuergeräte eine Stromversorgung

benötigen.

inpotron Schaltnetzteile GmbH

www.inpotron.com

Sensoren, Steuerungen und Aktorik für ganz unterschiedliche

Anwendungen gehören mittlerweile zur Standardausstattung

von allem, was vier Wände und ein Dach

hat. Natürlich benötigen diese Anlagen dazu auch Stromversorgungen

– in der gleichen Vielfalt wie die Anwendungen

selbst.

Vorteilhaft maßgeschneidert

Um optimale Ergebnisse zu bekommen, sind maßgeschneiderte

Power Supplies von Vorteil.

Das traute Heim von anno dunnemals kam mit Licht, Radio,

Fernseher und einigen Küchengeräten aus. Heute hat sich

die Elektrolandschaft in den eigenen vier Wänden deutlich

weiterentwickelt. Zahlreiche neue Geräte und Funktionen

sind hinzugekommen, man denke nur einmal an

die Wärmepumpe im Keller mitsamt ihrer elektronischen

Steuerung, an die motorgetriebenen Rollläden, an diverse

Komfort- und Klimasteuerungen, an Überwachungskameras,

Einbruchschutz und dergleichen mehr. Diese Geräte

sind nicht nur einfach da, sie sind auch noch vernetzt –

Stichwort Smart Home.

In gewerblich genutzten Gebäuden werden zwar andere

Geräteparks eingesetzt als in Wohngebäuden, und auch

die elektrischen Funktionen mitsamt ihren Infrastrukturen

sind anders angelegt. Das Prinzip ist jedoch vergleichbar:

Ob Bürogebäude oder Fertigungshalle, ohne Gebäudeleittechnik

geht heute nichts mehr.

Die Gebäudeleittechnik

Sie ermöglicht die Überwachung und Steuerung zahlreicher

relevanter Parameter wie Raumbelegung, Temperatur

und Beleuchtung und dient damit als Basis für die

Optimierung des Energieverbrauchs. Ebenfalls in dieses

Feld gehören Anlagen zur Zugangskontrolle und -überwachung.

Über speziell für die Gebäudetechnik entwickelte

Datennetze liest die Gebäudeleittechnik Sensoren aus –

Die richtige Stromversorgung

Aus der Vielfalt der Anwendungen und der Diversität der

Betriebsumgebungen wird deutlich, dass der Einsatz von

Netzgeräten von der Stange nicht die Strategie der Wahl

sein kann. Stattdessen sind maßgeschneiderte, auf die

jeweilige Anwendung hin optimierte Geräte erforderlich.

Diese sollten zudem von Anbietern bereitgestellt werden,

welche sich die Zeit nehmen, die Anforderungen ihrer Kunden

genau kennenzulernen und dann ein entsprechendes

individuelles Konzept erarbeiten.

Ein solcher Anbieter ist die inpotron Schaltnetzteile GmbH

aus Hilzingen am Bodensee. Seit über zehn Jahren engagiert

sich inpotron in der Gebäudesystemtechnik und stellt

unter anderem Netzteile für motorische Antriebe für Türen

und Fenster sowie für KNX-Systeme bereit.

„Wir kennen die einschlägigen Normen ebenso wie die

Anforderungen unserer Kunden“, erläutert Hermann Püthe,

Geschäftsführender Gesellschafter der inpotron Schaltnetzteile

GmbH. „Technologisch erstellen wir Benchmark-

Lösungen am obersten Bereich des Machbaren.“

Über die Technikkompetenz hinaus kann inpotron noch ein

weiteres gewichtiges Argument in die Waagschale werfen:

Hohe Zuverlässigkeit

Die hohe Zuverlässigkeit – nicht nur auf der technischen

Ebene, sondern auch in seiner Eigenschaft als Lieferpartner.

„Verlässlichkeit ist unser oberstes Gebot“, sagt Püthe. So

gibt es bei inpotron keine Abkündigungen von Gerätemodellen.

„Wir garantieren die Verfügbarkeit unserer kundenspezifischen

Stromversorgungen über 20 Jahre und mehr.“

Und zwar mit gleichbleibenden technischen Daten und

gleichem Formfaktor. Wo Kunden anderer Anbieter immer

wieder Ärger mit neuen „Versionen“ der bestellten Geräte

haben, mit geänderten Steckerbelegungen oder modifizierten

Gehäuseabmessungen – bei inpotron erhält der

Kunde auch nach vielen Jahren noch genau das Gerät,

das für ihn maßgeschneidert wurde.

Dass das kein leeres Versprechen ist, zeigt sich an der

gelebten Transparenz inpotrons gegenüber seinen Kunden.

„Wir betreiben eine gläserne Fertigung“, sagt Püthe.

„Jeder Kunde ist eingeladen, zu uns zu kommen und unsere

Produktion zu besichtigen.“ ◄

Haus und Elektronik 4/2021 19


Elektroinstallation

Einfach-Wippe erlaubt präzisere Handhabung

Gira hat sein System 3000 um eine Einfach-Wippe erweitert.

Sie garantiert Nutzern bei der manuellen Bedienung

eine noch höhere Zielgenauigkeit als bisher. Über den

Bedienaufsatz Bluetooth lassen sich beispielsweise Licht

und Jalousien mit dem Mobile Device per Bluetooth steuern

– das geht auch ganz komfortabel vom Sofa aus. Bei

der manuellen Bedienung wächst zudem die Präzision,

weil eine Verwechslung von Funktionen bei einer Einfach-Wippe

ausgeschlossen ist. Zugleich garantiert sie

eine intuitive Bedienung von Hand beim Betreten oder

Verlassen des Raumes.

Gira

Giersiepen GmbH & Co. KG

www.gira.de

Die App-Funktionen

auf dem Mobile Device bieten eine große Funktionstiefe,

sie bleiben beim neuen Bedienaufsatz unverändert zur

Gira System 3000 Jalousie- und Schaltuhr Bluetooth.

Eine Rückmeldung erfolgt über LED.

Doch auch der Elektromeister profitiert von der Systemerweiterung:

Die Programmierung des Bedienaufsatzes

Bluetooth erfolgt über den Installations-Assistenten inklusive

textlicher Hilfestellungen in der App. Die Inbetriebnahme

verläuft also ebenso leicht wie schnell, was natürlich

die Kosten reduziert. Und für die Steuerung von Licht

und Jalousie ist das „Anlernen“ des Aufsatzes innerhalb

des bestehenden Systems 3000 ganz einfach.

Fazit

Mit dem Bedienaufsatz Bluetooth bietet Gira zusätzlich

eine optimierte, intuitive und smarte Bedienlösung für

die manuelle Bedienung von Licht und Jalousien, die

unkompliziert und zielsicher ist. Sollen dagegen die Zeitschaltfunktionen

für Licht und Jalousie genutzt werden,

ist die Schaltuhr die richtige Wahl: Mit ihr kann der Nutzer

auch am Gerät einfach und ohne Zuhilfenahme der App

die Uhrenautomatik ein- und ausschalten oder die Sperrfunktion

an der Terrassentür aktivieren. ◄

Verbinder für unbegrenzten Installationsraum

Der Neptun-Verbinder ermöglicht eine Erweiterung

des Verdrahtungsraumes durch die Kombination

mehrerer IP65-Feuchtraumverteiler vom

Typ Neptun von f-tronic. Der Verbindungstunnel

bietet genügend Raum für jegliche Art der Durchverdrahtung

und ist einfach und werkzeuglos zu

montieren.

Für die Montage im geschützten Außenbereich,

bei der es mehr als vier Reihen 48-TE-Verdrahtungsraum

bedarf, ist der Neptun-Verbinder die

ideale Erweiterungsmöglichkeit der Feuchtraumverteiler-Serie.

Die Flexibilität bei der Installation

in Garagen, Carports und Industriegebäuden steigert

sich enorm.

Der Neptun-Verbindungstunnel (Typ NVB) ist mit

allen Größen des Feuchtraumverteilers unendlich

kombinierbar. Er verbindet beliebige Neptun-

Verteiler in vertikaler Richtung miteinander, um

individuellem Platzbedarf bei der Installation zu

entsprechen.

Zur Montage werden lediglich die Kabeleinführungsflansche

bei den Verteilern entfernt und

durch den Verbinder ersetzt. Der Verbindungstunnel

ist werkzeuglos, mit einem einfachen Klicksystem,

einsetzbar.

Obwohl der Einbau keine Verschraubung benötigt,

bildet das Konstrukt ein stabiles System. Der

sichere Halt zwischen den Verteilern wird gewährleistet

und die Schutzklasse IP65 bleibt erhalten.

Durch die enorme Größe der Durchführungsöffnung

wird genügend Platz für jede Art von Durchverdrahtung

geschaffen.

• f-tronic

www.f-tronic.de


Elektroinstallation

Größere Rohrleitungen oder Leitungsbündel an

Gipskarton befestigen

C-Fix 32 und C-Fix 40 können größere Rohre und Schläuche fassen

C-Fix 32 und C-Fix 40 eignen sich

für die Befestigung von Rohren

auf der Innenseite von Gipskartonwänden

bequeme Befestigung von Rohren auf

der Innenseite von Gipskartonwänden

geeignet. Die Installation ist einfach:

Der Elektrohandwerker muss lediglich

das flexible Installationsrohr oder

den Schlauch in den C-Fix 32 stecken

und dann den C-Fix an gewünschter

Stelle mit dem Hammer einschlagen.

Die einzigartige Formgebung sorgt für

festen Halt und lässt die Außenseite

der Wand unbeschädigt.

Das Material ist chromatisiert. Der

Durchmesser des C-Fix 32 beträgt

32 mm. Die Bruchlast liegt bei 95,3 N,

wenn der Gipskarton 12,5 mm dick ist.

Das Rohmaterial entspricht der EU-

Richtlinie 2002/95/EG RoHS.

Vom Prinzip her gleicht der C-Fix 40

dem C-Fix 32. Die Montage erfolgt in

identischen Schritten und auch die

Vorteile stimmen überein. Der Durchmesser

des C-Fix 40 beträgt aber 40

mm, und er kann somit größere Rohre

und Schläuche fassen. Die Bruchlast

liegt bei 71,5 N, wenn der Gipskarton

12,5 mm dick ist.

Die C-Fix Reihe wurde erweitert. Nun gibt es den C-Fix in vielen verschiedenen

Ausgaben: C-Fix 16, C-Fix 20, C-Fix 25, C-Fix 32 und C-Fix 40

Schnabl Stecktechnik GmbH

www.schnabl.works

Die C-Fix-Produktreihe wurde nun

erweitert, um Kundenwünschen

noch gezielter zu entsprechen

Es gibt sie, die Produkte, die genau

das ermöglichen, was das Handwerk

sich wünscht – und die deswegen ein

„Renner“ werden. Eine solche Erfolgsgeschichte

schrieb Schnabl Stecktechnik

mit dem C-Fix. Diese Produktreihe

Die Montage ist einfach: An gewünschter

Stelle muss der C-Fix nur mit einem

Hammer eingeschlagen werden

wurde nun erweitert, um Kundenwünschen

noch gezielter zu entsprechen.

Der C-Fix 32 und der C-Fix 40 kamen

neu hinzu. „Der C-Fix für die Schlagmontage

hat schon in vielen Situationen

seine Fähigkeiten unter Beweis

gestellt. Mit der Erweiterung der Produktfamilie

um den C-Fix 32 und C-Fix

40 möchten wir dem Handwerker weitere

Produkte zur Verfügung stellen,

damit er bestmöglich und effizient

arbeiten kann,“ so Armin Schwarz,

Verkaufsleiter von Schnabl Stecktechnik

in Deutschland.

Die bisherigen Größen des C-Fix

haben gezeigt, dass die Befestigung

von Rohren oder Mantelleitungen auf

der Innenseite von Gipskarton noch nie

so einfach war wie mit dieser Produktreihe.

C-Fix 32 und C-Fix 40 gestatten

nun die Aufnahme von größeren

Rohrleitungen oder Leitungsbündeln

im Vergleich zu den Vorgängermodellen

C-Fix 16, C-Fix 20 und C-Fix 25.

Der C-Fix 32 ist für die schnelle und

Vorteile der C-Fix-Reihe

Dass die Produktfamilie des C-Fix ein

großer Erfolg ist, hat mehrere Gründe.

Beispielsweise wird die Brandschutzleistung

von Trockenbauwänden nicht

beeinträchtigt. Die Hersteller von Trockenbauelementen

Saint-Gobain

Rigips Austria GesmbH und Knauf

Gesellschaft m.b.H. bestätigen: Es

gibt keinerlei Bedenken hinsichtlich

der Gebrauchstauglichkeit oder des

Erhalts der brandschutztechnischen

Klassifizierung, unter Berücksichtigung

der maximal zulässigen Belastbarkeit

je Befestigungspunkt.

Dies bedeutet, dass bei richtiger Montage

der C-Fix-Reihe die ursprüngliche

brandschutztechnische Klassifizierung

der Wände ohne Einschränkung

erhalten bleibt.

Außerdem erfüllt die C-Fix-Reihe

die VDE-Normen: Die Produkte sind

korrosionsbeständig, es sind keine

scharfe Kanten vorhanden, die den

Mantel beschädigen können, und die

Leitungen werden durch die Befestigung

nicht gequetscht. Dies ermöglicht

dem Handwerker eine schnelle,

einfache und risikofreie Montage. ◄

Haus und Elektronik 4/2021 21


Elektroinstallation

Keine Batterien, keine Kabel

Energieautarker Funkschalter

Ein energieautarkes Drucktastenmodul im Gebäudeinneren kann sowohl kabellos

als auch batteriefrei als Licht- oder Jalousie-Schalter eingesetzt werden

ZF Services UK Ltd.

https://switches-sensors.zf.com

Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, intelligente

Gebäudeautomation, Flexibilität,

niedrige Systemkosten, Vernetzung

– diese Schlagwörter sind heutzutage

Schlüsselkriterien, deren Priorisierung

bei Bauherren stark zunimmt.

Insbesondere die Lichtindustrie steht

unter enormen Druck, diese Kriterien

zu erfüllen.

Stromverbrauch für

Lichtanwendungen

Der Stromverbrauch für Lichtanwendungen

im gewerblichen und privaten

Bereich in den USA im Jahr 2019 wurde

von der EIA (Energy Information Administration)

auf 5% des gesamten nationalen

Stromverbrauchs geschätzt.

Um die Kosten und die Energieeffizienz

zu optimieren, sind öffentliche

Institutionen und private Unternehmen

auf intelligente, technologische

Innovationen angewiesen.

Ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung

der oben genannten Schlüsselkriterien

stellt hier das energieautarke

Drucktastenmodul im Gebäudeinneren

dar. Die Besonderheit ist, dass dieses

sowohl kabellos als auch batteriefrei

als Licht- oder Jalousie-Schalter

eingesetzt werden kann.

Hergestellt werden diese smarten

Schalter von der ZF Friedrichshafen

AG. Das Prinzip besteht darin,

ein flexibles Raumkonzept zu schaffen,

welches mit hoher Energieeffizienz

und niedrigen Systemkosten

verbunden ist.

Kabelgebundene Systeme

bedeuten Inflexibilität

Ob für Neubauten oder für nachgerüstete

Gebäude, Strom- und Leitungskabel

bedeuten stets eine detaillierte

Vorplanung von Projekten hinsichtlich

geeigneter Verbindungen zwischen

mehreren Leuchten, Aktoren,

Sensoren, Steuergeräten und Empfängern.

Einmal umgesetzt, ist es nur

mit sehr hohem Aufwand möglich, die

Positionen dieser Module wieder zu

ändern. Neuanordnungen fordern eine

neue Planungsphase, Wände müssen

aufgerissen werden, neue Leitungen

verlegt und anschließend alles wieder

verputzt und aufgeräumt werden.

Zudem werden Elektriker benötigt, die

ihre Aufwände für Reise- und Arbeitszeiten

auf den Auftraggeber umschlagen.

Um ein Gesamtbild der Kosten

zu erhalten, reicht es nicht aus nur

die initialen Kosten zu berücksichtigen,

sondern auch die Folgekosten.

Batterien und ihre

Nachteile

Batterien bedeuten Wartungskosten

und Ressourcen Verschwendung. Eine

Alternative zu starren Leitungen sind

Funk-Systeme zwischen Leuchten und

Lichtschaltern. Wenn es um die Entscheidung

für den Einsatz von Batterien

oder energieautarke Technologien

geht, ist die anfängliche Kostenbetrachtung

für die Bauherren nach

wie vor ein entscheidender Faktor. Um

ein vollständiges Kostenbild zu erhalten,

müssen jedoch zusätzliche Kriterien

bewertet werden.

Hauptkriterien sind die zusätzlichen

Kosten für Wartungs-, Batteriewechsel-

und Entsorgungsaufwände. Bei

batteriebetriebenen Modulen müssen

sich Gebäude-Manager stets um

deren Funktionstüchtigkeit bemühen.

Sie benötigen eine detaillierte Übersicht

über die Position der batteriebetriebenen

Module mit Informationen

darüber, wann die Batterien gewechselt

werden müssen. Für Hotelanlagen,

Flughäfen, Unternehmensgebäuden

oder Produktionshallen würde dies

bedeuten, hunderte von Lichtschaltern

zu überwachen, die in einem

großen Gebäudekomplex über mehrere

Räume und Stockwerke verteilt

sind. Wenn es aufgrund einer leeren

Batterie zu einem Ausfall kommt, muss

der Schalter aufgesucht und die Batterie

gewechselt werden. Dies führt zu

zusätzlichem Arbeits- und Zeitaufwand.

Weitere wichtige Betrachtungspunkte

sind die Aufwände zur Batterieentsorgung

und die Verschwendung von Res-

22 Haus und Elektronik 4/2021


Elektroinstallation

sourcen. Batterien gehören zu der

Kategorie „Sondermüll“. Sie bestehen

je nach Batterietyp aus Schwermetallen

wie Quecksilber, Blei oder

Cadmium, die sich nachteilig auf die

Umwelt auswirken. Daher müssen

sie vom Hersteller oder Endverbraucher

sehr sorgfältig und teuer entsorgt

werden. Allein in Deutschland

wurden 2019 mehr als 80.000 t an

Batterien verbraucht. Infolgedessen

müssen vermehrt komplizierte und

energieaufwendige Recycling-Verfahren

erfolgen.

Energieautarke

Technologie

Lösungen ohne Batterien und Kabel

vermeiden mehrere Nachteile. Mithilfe

der ZF-Technologie, die auf dem

induktiven Prinzip basiert, kann ein kleiner

Generator mechanische Energie

durch manuelle Betätigung in eine elektrische

Leistung von typischerweise

330 µWs umwandeln. Diese Energieabgabe

reicht aus, um mehrere

redundante Funktelegramme direkt

an Leuchten oder an zentrale Smart-

Home-Kontrolleinheiten zu senden.

Diese gewährleisten den zuverlässigen

Empfang und die Ausführung

der Befehle, wie beispielsweise das

An- und Ausschalten oder das Dimmen

von Leuchten.

Die Größe des Kommunikationsbereichs

variiert zwischen den am Markt

verfügbaren Standardprotokollen und

erreicht bis zu 30 m in Innenräumen

bei 868 MHz. Die von ZF entwickelten

energieautarken Funkschalter haben

eine Lebensdauer von bis zu einer Millionen

Schaltzyklen. Auch bei mehrmaliger

Betätigung pro Tag müssen

die Schalter für 20 Jahre und länger

nicht gewartet werden.

Das Funkschaltermodul von ZF ist

bereits für die Standards KNX-RF

und EnOcean3.0 erhältlich. In Zusammenarbeit

mit ON Semiconductor hat

ZF kürzlich ein Referenz-Design für

einen Energy-Harvesting-Bluetooth-

Low-Energy-Schalter und ein erstes

Demo-Lichtschaltmodul entwickelt.

Es ist kompatibel mit den handelsüblichen

Lichtschalterrahmen und

-wippen. Das Modul kann aber auch

mit kundenspezifischen Bedien- und

Design-Panels kombiniert werden.

Fazit

Um sich von den Einschränkungen leitungsgebundener

Systeme zu befreien,

sind Funklösungen eine hervorragende

Alternative. Besonders für sich wandelnde

Gebäudekomplexe tragen Funk-

Lichtschaltermodule dazu bei, eine flexible

Raumgestaltung und Neuanordnung

von Lichtschaltern zu gewährleisten

– ohne Wartungsaufwand.

Im Gegensatz zu Batterien schont

die energieautarke Funkvariante die

Umwelt und Ressourcen. Außerdem

sinken in einer langfristigen Betrachtung

die Systemkosten, da interne

Aufwände für Neubatteriebeschaffung,

Batteriewechsel und Entsorgung

ausbleiben. ◄

Neue Bewegungsmelder-Serie

Günstig, zuverlässig, schnell montiert.

Die bewährten Bewegungsmelder

der Serie 2000 von Steinel

machen den Alltag der Installateur/

innen um ein Vielfaches einfacher

und kalkulierbarer . Sie eignen sich

nahezu ideal für Installationen an

Privathäusern oder Wohnanlagen,

denn sie decken viele Standardaufgaben

ab. Dank einer optimalen Präzision,

gepaart mit minimalem Aufwand,

machen sie die Installation

von automatischem Licht mit Steinel

zu einer sicheren Sache.

Umfangreiche

Produktauswahl

Installierende können je nach Erfassungsaufgabe

und Einsatzort unter

verschiedenen Modellen die für sie

perfekte Lösung auswählen – ob für

den Innen- oder Außenbereich, für

eine Montage an Wand, Decke oder

auch auf der Ecke, als Aufputz- oder

Unterputzvariante.

Zuverlässige

Lichtschaltung

Die in den Bewegungsmeldern der

Serie 2000 verbaute bewährte Infrarot-Technologie

schaltet zuverlässig

und schnell das Licht an, sobald eine

Bewegung erkannt wird. Fehlschaltungen

werden reduziert. Das steigert

die Kundenzufriedenheit.

Zeitsparende Installation

Der durchdachte Aufbau der Bewegungsmelder

der Serie 2000 gewährleistet

gut zugängliche Anschlussstellen

und ermöglicht eine schnelle

und einfache Montage.Das erleichtert

die Installation und spart kostbare

Zeit auf der Baustelle.

Langlebig

Steinel entwickelt und produziert

alle Produkte selbst. Das Ergebnis

sind einwandfreie Sensorenzu einem

attraktiven Preis mit hoher Lebensdauer

und einer Herstellergarantie

von fünf Jahren. Für das Tagesgeschäft

gibt dies eine enorme Sicherheit

und reduziert etwaige Reklamationen

und Regressansprüche.

Mehr Info:

www.steinel.de/de/Sensorserie-2000/

• Steinel Vertrieb GmbH

www.steinel.de

Haus und Elektronik 4/2021 23


Elektroinstallation

55 mm: das clevere Maß

Weinzierl

www.weinzierl.de

Für Bauherren ist die Wahl des Schaltermaterials

zuerst eine Frage des

Designs. Dabei dürfen aber auch die

Kosten und die technischen Möglichkeiten

nicht übersehen werden. Viele

Schalterprogramme am Markt sind

herstellerspezifisch und lassen sich

nicht mit Produkten anderer Anbieter

kombinieren. Gleichzeitig sind die

M-Bus Splitter erleichtert Digitalisierung

technischen Möglichkeiten oft eingeschränkt.

Wünscht sich der Kunde zum

Beispiel ein Unterputz-Radio, verfügen

bei Weitem nicht alle Design-Programme

über eine passende Lösung.

Eine clevere Alternative bieten Rahmen

mit dem Standardformat von

55 mm als Innenmaß. Dieses Format

wird von zahlreichen Anbietern

unterstützt. Darunter fallen namenhafte

Hersteller wie Merten, Gira oder

Jung. Inzwischen bietet auch Busch

Jaeger aus dem ABB Konzern eine

Linie mit Schaltern und Steckdosen

in diesem Format an. Durch die universelle

Einsetzbarkeit ergeben sich

zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten.

So können diese Rahmen mit

Produkten anderer Hersteller kombiniert

werden.

Zum Beispiel für Antennen- und Netzwerkdosen

oder Raumtemperaturregler

gibt es zahlreiche Anbieter. Auch eine

gemischte Installation mit einem Bussystem

zusammen mit konventionellen

Schaltern ist ohne Designbruch möglich.

Gleichzeitig ergibt sich durch die

Wahl eines entsprechenden Rahmenmaterials

eine große Design-Vielfalt.

Sei es Kunststoff, Metall oder elegantes

Echtglas – für fast jeden Geschmack

findet sich eine passende Variante

im 55er Maß.

Durch die Standardisierung kann der

Installateur zudem seine Beschaffung

und Lagerhaltung optimieren. Komponenten

wie Netzwerkdosen sind

universell und können herstellerübergreifend

in die Rahmen eingefügt

werden. Es müssen nur die entsprechenden

Designrahmen projektspezifisch

beschafft werden.

Diese Vielfalt und Offenheit waren

auch für die Firma Weinzierl entscheidende

Gründe, bei ihren Tastern auf

den 55-mm-Standard zu setzten. Dies

wird mit dem Namen der Tasterserie

„Match 55“ unterstrichen.

Die Serie umfasst das Tastermodul

KNX Push Button 420 für KNX TP

sowie die drahtlose Alternative KNX

RF/ENO Push Button 440. Der Funktaster

ist batteriebetrieben und unterstützt

sowohl KNX RF als auch das

EnOcean Protokoll. Der Bus- und der

Funktaster unterstützen KNX Security

bzw. EnOcean Security, um auch

zukünftigen Anforderungen gerecht

zu werden.

Eine 24-V-Variante ergänzt das

Angebot für den Einsatz mit beliebigen

Smart-Home-Systemen. Die

Taster zeichnen sich durch einen

sehr angenehmen Druckpunkt aus

und sind als Einzelwippe oder Serienwippen

erhältlich.

Punktum: Der 55-mm-Standard

ermöglicht einen großen Freiraum

sowohl für Installateure als auch für

Kunden. Offene Standards schaffen

offene Märkte. Die Kompatibilität

der Produkte befreit Nutzer von

den Zwängen propriäterer Lösungen

einzelner Anbieter. ◄

Schlank, schlanker am schlanksten:

Entwickler, die nach einer Technologie

suchen, mit der man die Digitalisierung

von M-Bus-Installationen

besonders einfach umsetzen kann,

sollten den neuen M-Bus Splitter

MSP32-IP von STV Electronic ins

Auge fassen.

Denn er lässt sich einfach durch das

Auftrennen einer M-Bus-Leitung in

das Netz einfügen – und schon können

Daten der M-Bus Slaves auch für

zentrale Instanzen wie Html-Dashboards,

Clouds und Server-Datenbanken

sowie übergeordnete Steuerungen

zur Verfügung gestellt werden.

Und ohne einen lokalen M-Bus

Master zu stören, kann ein zweiter

M-Bus Master, der über die Ethernet-Schnittstelle

des Splitters angebundenen

wird, zudem Zustände der

M-Bus Slaves eigenständig abfragen.

Schaltet man den M-Bus Splitter in

den Transparent-Modus, lassen sich

M-Bus Slaves auch über IP einrichten.

Dies ist praktisch für Inbetriebnahmen

vor Ort mittels Notebooks.

Ein typischer Anwendungsfall ist die

Integration des M-Bus Splitters in

industriellen Heizungsanlagen und

Öfen, die über per M-Bus angebundene

Zähler, Temperatursensoren,

Schalter, Leistungsregler oder Pumpen

und Ventile für die interne Steuerung

auslesen.

• STV Electronic GmbH

www.stv-electronic.de

24 Haus und Elektronik 4/2021


Elektroinstallation

Tischanschluss-Set - kompakt

und kostengünstig

BLITZ- UND

ÜBERSPANNUNGSSCHUTZ

FÜR

TELEFON & INTERNET

„Gespräche mit Anwendern und

Planern zeigen stets, welch großer

Druck im Rahmen der Digitalisierung

und rechtlicher Vorgaben

wie z.B. dem Medienentwicklungsplan

(MEP) oder des technisch-pädagogisches

Einsatzkonzeptes

(TPK) auf den Entscheidern

liegt“, stellt Peter Rieck, Key

Account- & Distribution-Manager

bei Sommer cable, fest.

Sommer cable als Hersteller für

Anschlusstechnik liefert eine hervorragende

Basis für jede Form

von digitaler Medieninstallation

und -integration und ermöglicht

eine sichere Infrastruktur für die

Digitalisierung – sei es in Schulen,

Unis, Pflegeeinrichtungen, Gemeinden, Konferenzräumen

oder an Arbeitsplätzen.

Für unterschiedliche Anforderungen hat Sommer

cable einige Tischanschluss-Sets entwickelt,

sowohl als An- oder Aufbauversion als auch zum

integrierten Einbau. Der mechanisch stabile und

modulare Aufbau erlaubt für alle Sets jederzeit

eine Nachrüstung bzw. Modifikation.

Für die schnelle und einfache Installation ohne

Veränderung am Möbelstück empfiehlt sich das

kompakte, kostengünstige Einsteiger-Set Light

1 mit praktischer Schraub- oder Klebefixierung.

Universalwinkel erlauben verschiedene Ausrichtungen

– eine schräge, dem Nutzer zugeneigte

Auftischlösung ist ebenso möglich wie die unsichtbare

„hängende“ Installation unter der Tischplatte.

Zur Auswahl stehen drei Standardfarben (Wunschfarben

auf Anfrage).

Frontseitig erlaubt der HDMI-Eingang den Anschluss

eines Computers oder Notebooks, zudem sind

zwei GHMT-zertifizierte Netzwerkdosen CAT6A

10Gbit für das Hausnetzwerk sowie drei Steckdosen

zur Stromversorgung vorhanden. Rückseitig

befinden sich ein anschlussfertiges aktives HDMI-

Anschlusskabel HI-HDRL für einen Bildschirm/

Beamer sowie anschlussfertige Netzwerk- und

Stromanschlussleitungen in gewünschter Länge.

Für ein sauberes Kabelmanagement am Tischfuß

ist ein 2 m langer Gewebeschlauch in silbergrau

inklusive. So ist alles übersichtlich, aufgeräumt

und komfortabel bedienbar. Ideal für kleine und

mittlere Klassenzimmer, Besprechungsräume,

Gemeindesäle und Arbeitsplätze...

Weitere Light-Sets inkl. HDBaseT-Technologie

oder anderer Einbauweise sowie erweiterte

Plus-Sets inkl. Raumsteuerung finden Sie unter:

www.sommercable.com/de/digisets

• Sommer cable GmbH

info@sommercable.com

www.sommercable.com

SOLIDE

SICHER

PRAKTISCH

• Überspannungsschutz für Telekommunikations

Anwendungen

• Schutz von VDSL, DSL, ISDN

und analogen Endgeräten

• Erweiterter Frequenzbereich

bis 400 MHz

• Aufputzmontage

• Normkonform nach

EN 61643-21 & IEC 61643-21

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Datenschutzgerät für ADSL, ADSL2+, VDSL & VDSL2

Haus und Elektronik 4/2021 25

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KNX

Neues Panel ist ganz schön smart

Das Jung KNX Touchdisplay Smart

Panel 8 ist die Lösung für die Visualisierung

des KNX-Systems. Ein Server

ist nicht erforderlich. Das Smart

Panel 8 ermöglicht die Steuerung der

Gebäudefunktionen und der Einbau

gelingt in bestehenden Gehäusen

(z.B. Gerätedosen nach EN 60670-1

oder Jung-Einbaugehäuse EBG 24).

Das neue Smart Panel 8 kann im

Quer- und Hochformat montiert werden

– und das in bereits vorhandene

Unterputzgehäusen. Damit eignet es

sich ideal für das Retrofitting.

Die App-Oberfläche des Smart Panel

8 heißt Jung Smart Vision. Der Fachhandwerker

parametriert sie mithilfe

einer Windows-Software. Diese

besticht durch ihre Einfachheit, denn

sie arbeitet mit einem WYSIWYG-Editor

(„What you see is what you get“).

Beleuchtung, Verschattung, Temperatur,

Musik, Alarme und vieles mehr:

Das Setup kann zusammen mit dem

Bauherrn umgesetzt werden, da er

bereits bei der Parametrierung von

Smart Vision sieht, was er letztlich auf

seinem Smart Panel 8 bedienen wird.

Nach der Parametrierung erfolgt die

Programmierung mithilfe der ETS

(Engineering Tool Software) und DCA

(Device Configuration App).

Das KNX Smart Panel 8 ist ein besonders

einfacher Start in die Smart-Home-

Visualisierung und kann zudem mit

der App Smart Vision bedient werden.

Die App für Android und iOS

steht in den App Stores zum Download

bereit und kann zudem mit der

App Smart Vision im lokalen Netzwerk

bedient werden.

Einfache Bedienung von

zahlreichen Funktionen

Egal ob dezentral per App oder direkt

auf dem Gerät: Die App-Oberfläche

Smart Vision ist intuitiv bedienbar. Im

Hauptmenü befinden sich die Raumansicht

von Wohnzimmer, Schlafzimmer

etc. Im Querformat stellt dieser

Startbildschirm maximal sechs

Räume im Raster dar. Vertikales Scrollen

zeigt weitere Räume bzw. Kacheln

mit Funktionen.

Wählt man einen Raum aus, stehen

dort die Elemente bzw. Funktionen

zur Auswahl. Das kann z.B. das Einschalten

der Deckenbeleuchtung sein.

Auch Zeitschaltpunkte, Astrofunktion,

Sequenzen und logische Verknüpfungen

und vieles mehr können in

einem Element angelegt werden. Bis

zu 300 Elemente und Räume lassen

sich insgesamt anlegen.

Das Jung KNX Smart Panel 8 eignet

sich nahezu ideal für den Privatbereich,

Kleingewerbe oder in Präsentationsräumen.

Das Touchdisplay KNX

Smart Panel 8 auf einen Blick

• Außenmaße: 225 x 145 mm

• Bildschirmdiagonale: 8 Zoll bzw.

203 mm

• Auflösung: 1280 x 800 Pixel

• Wandaufbau bzw. Tiefe: 16 mm

• Näherungssensor

• Grafische Benutzeroberfläche zur

Visualisierung und Bedienung von

KNX-Geräten

• integrierter Busankoppler

• Benutzerverwaltung

• App-Zugriff über Smartphone

oder Tablet mit gleichnamiger App

Jung Smart Vision von bis zu zehn

Benutzern

• Jung

www.jung.de

Ein KNX-Aktor für alle Fälle

Ob als Schaltaktor (max. 6-fach), als Jalousieaktor

(max. 3-fach) oder als Heizungsaktor (max.

6-fach) – der neue Universalaktor von MDT ist vielseitig

einsetzbar. Die umfangreiche Applikation

bietet volle Funktionalität in allen drei Bereichen,

wobei ein Mischbetrieb der Funktionen möglich ist.

Alleinstellungsmerkmal ist die integrierte automatische

Beschattung/Lamellennachführung

mit Sonnenstandsberechnung. Hintergrund:

Neue Gebäude sind heute hervorragend isoliert

und verfügen oftmals über große Fensterflächen.

Dadurch heizen sich die Räume bei Sonneneinstrahlung

sehr schnell auf. Ein intelligenter Sonnenschutz

gehört somit zur Grundausstattung

eines jeden neuen Hauses. Mit dem neuen Universalaktor

lässt sich eine automatische Beschattung

sehr einfach umsetzen. Ein besonderer Clou

ist auch die praxisnahe Lüftungsfunktion. Wenn

beispielsweise am Abend bereits die Rollläden

geschlossen sind und noch einmal gelüftet werden

soll, kippt der Nutzer das Fenster einfach auf und

der Rollladen hebt sich automatisch zum besseren

Lüften ein Stück nach oben an. Beim Schließen

des Fensters wird der Rollladen automatisch

wieder geschlossen. Für diese Funktion wird am

Fenster ein Fensterkontakt benötigt.

Die neue Serie der AKU Universalaktoren von

MDT verfügt über einen Funktionsumfang, den

es so bisher noch nicht auf dem KNX Markt gibt.

Zusätzlich ist die AKU-Serie noch um zwei neue

Unterputzgeräte erweitert worden. Auf die Qualitätsprodukte

„Made in Germany“ gibt MDT technologies

drei Jahre Produktgarantie.

• MDT technologies GmbH

www.mdt.de

26 Haus und Elektronik 4/2021


KNX

KNX-Touchpanel mit IP66

Für raue Umgebungen und den Außenbereich

geeignet ist das Bedien- und Anzeigepanel Fabro

KNX von Elsner Elektronik. Es kombiniert ein

robustes Alu-Gehäuse mit einem 7-Zoll-Echtglas-Display.

Die acht Flächen pro Anzeigeseite

sind extra groß gehalten für eine einfache Bedienung.

Jede Fläche kann als Taste oder Anzeige

verwendet werden. Dafür stehen über 100 Symbole

zur Auswahl, neben denen ein Wert oder

eine Farbe dargestellt wird. So können Objekte

von 1 Bit (Schalten) bis 14 Byte (Texte) übertragen

werden.

Auf fünf Seiten hat der Nutzer so bis zu 40 Einund

Ausgabemöglichkeiten. In der KNX-Applikation

stehen Logikgatter, acht Berechner für die

Datenumwandlung und acht Alarmeingänge bereit.

Mit dem Touchpanel können Daten wie zum Beispiel

Raumklima, Wetter und Tankfüllung angezeigt

und Beleuchtung, Lüftung, Klimatisierung,

Bewässerung oder Tore bedient werden – auch

in selbst zusammengestellten Szenen.

Auch in Bereichen mit hohem Verschmutzungsgrad

oder strengen Hygieneanforderungen, wie

z.B. Produktionshallen, Werkstätten, Gewächshäusern,

Lebensmittelbetrieben oder der heimischen

Terrasse, ist eine gute Gestaltung von

Gerät und Nutzeroberfläche wichtig. Sie erleichtert

die Handhabung und ermöglicht den schnellen

Zugang zur Technik. Die Installations-Optionen

des Touchpanels orientieren sich ebenfalls

an den möglichen Einsatzorten: Fabro KNX

wird aufputz montiert, wobei das Gehäuse die Aufoder

Unterputzverlegung der Leitungen erlaubt.

Fabro KNX wurde mit dem Red Dot Award: Product

Design 2021 ausgezeichnet.

Elsner Elektronik GmbH

www.elsner-elektronik.de

KNX schlägt Brücke zwischen Smart Building und E-Mobilität

Für die Europäische Kommission ist

die Elektromobilität eine entscheidende

Säule auf dem Weg hin zu

einer emissionsfreien Wirtschaft im

Jahr 2050. Sie kann den Straßenverkehr

und Transport sauberer und auch

günstiger machen. Aber sie kann nur

einen wirkungsvollen Beitrag zum Klimaschutz

leisten, wenn die erforderliche

Energie aus nachhaltigen Quellen

gewonnen wird. Außerdem gilt es

die Energie so effizient und sparsam

wie nur möglich zu nutzen. Genau hier

setzt KNX an.

Nahtlose Integration

Die E-Mobilität wird immer beliebter:

Schon heute werden weltweit jährlich

über 8,5 Mio. Elektrofahrzeuge – die

meisten davon noch in Asien – verkauft.

Doch auch in anderen wichtigen

Märkten wie Nordamerika und

Europa nimmt die Elektrifizierung des

Verkehrs zu.

Der globale Markt soll bis 2030 auf 27

Mio. E-Fahrzeuge anwachsen.

Wenn es um den Klimaschutz geht,

rückt das saubere und effiziente

Laden all dieser Fahrzeuge in den

Fokus und somit auch KNX. Denn als

weltweit führender technischer Standard

für Gebäudeautomation ermöglicht

KNX die nahtlose Integration von

Ladestationen für Elektrofahrzeuge in

das Energie-Management von smarten

Gebäuden. So schlägt KNX eine

zukunftsweisende Brücke zwischen

den Welten der Elektromobilität und

der Gebäudeautomation.

Ein Energie-Management-

System genügt

Zur Steuerung von Mehrpunkt-Ladestationen

verschiedenster Hersteller

genügt ein einziges Energie-Management-System.

Basis hierfür ist KNX

Technologie für ein optimales, sicheres

Zusammenspiel aller Geräte, Installationen

und Ladestationen in smarten

Häusern und Gebäuden sowie

das ETS Tool für deren reibungslose

Konfiguration und Inbetriebnahme.

Zu den Lösungen, die auf diese KNX-

Technologien aufsetzen, zählen u.a.

Smart Connect KNX e-charge II von

der ise GmbH und EibPC² von der

Enertex Bayern GmbH. Mit ihnen lassen

sich via KNX eigene Quellen der

Stromerzeugung, wie Photovoltaikanlagen,

für das Laden von Elektrofahrzeugen

nutzen, indem die Ladestationen

in das Energie-Management-

System des smarten Zuhauses oder

Gebäudes einbezogen werden. Dabei

können bis zu fünf verschiedene Ladepunkte

verschiedenster Hersteller an

dasselbe System angebunden werden.

Hohe Stabilität in den

Stromnetzen

Die effiziente und sparsame Nutzung

sauberer Energie für die E-Mobilität

garantiert Stabilität im lokalen und im

öffentlichen Stromnetz. Ladestrom

und Ladeprozesse werden dabei

unter Berücksichtigung des aktuellen

Stromverbrauchs so gesteuert, dass

andere laufende Geräte und Installationen

im Gebäude, wie z.B. die Waschmaschine,

der Ofen oder die Klimaanlage,

nicht beeinträchtigt werden.

Auch eine Priorisierung bestimmter

Ladepunkte ist möglich, damit das

Fahrzeug am schnellsten geladen

wird, das zeitnah benötigt wird.

Sogar Wetterdaten und -vorhersagen

lassen sich in die Steuerung der

Ladeprozesse einbeziehen. Steht aufgrund

der Wetterverhältnisse oder in

den Nachtstunden über Photovoltaikanlagen

weniger Energie zur Verfügung,

werden die Ladevorgänge entsprechend

reguliert, damit kein zusätzlicher

Strom vom regionalen Stromanbieter

bezogen werden muss. Das

spart Kosten.

• KNX Association

www.knx.org

Haus und Elektronik 4/2021 27


KNX

Energie-Management-Systeme auf KNX-Basis

Große Potenziale bei aktiver Energieeinsparung und

Nachhaltigkeit

Wie auf Basis von KNX ganzheitliche Home-Energy-Management-Systeme (HEMS)

für smarte Gebäude geschaffen werden, mit denen sich große Potenziale bei der

Energieeinsparung erschließen lassen, lesen Sie hier

Das Energie-Management spielt bei

Smart-Home-Projekten eine immer

größere Rolle. Kosteneinsparungen

und der Schutz des Klimas durch

eine effiziente, nachhaltige Erzeugung,

Speicherung und Nutzung von

Energie sind hier die zentralen Treiber

und dank KNX, dem weltweiten führenden

Technologiestandard für die

Gebäudeautomatisierung, längst Realität.

Aber auch mit der zunehmenden

Verbreitung von Elektroautos, die

in der heimischen Garage aufgeladen

werden und einen hohen Energiebedarf

aufweisen, wird ein effizientes

Energiemanagement in Smart

Homes wichtiger denn je, um Engpässe

bei der Stromversorgung durch

ein intelligentes Lastenmanagement

zu vermeiden.

KNX-HEMS-Geräte

erobern den Markt

Bereits seit Jahren ist ein breites Portfolio

von HEMS-Geräten auf dem Markt

verfügbar. Und in letzter Zeit wurden

aufgrund des zunehmenden Interesses

an diesem Bereich neue KNX-

Lösungen und KNX-Geräte eingeführt,

darunter – neben vielen anderen – die

Lösungen „Eisbär“ und EibPC. Diese

neue Art von Lösungen und Produkten

weisen hier den Weg und demonstrieren,

wie auf Basis von KNX ganzheitliche

Home-Energy-Management-Systeme

(HEMS) für smarte Gebäude

geschaffen wurden, mit denen sich

große Potenziale bei der Energieeinsparung

erschließen lassen.

Jedes KNX HEMS steuert das Zusammenspiel

aller Energieerzeuger und

-verbraucher im Smart Home. Durch

die Verbindung aller Systeme der

Gebäudetechnik und smarten Geräte

mit KNX wird eine dynamische Energieverbrauchsregelung

aller Haushaltsgeräte

und -installationen realisiert

und somit eigener produzierter

Strom intelligent dorthin geleitet, wo

dieser gerade benötigt wird. Überschüssige

Energie wird dabei automatisch

zwischengespeichert, um zu

einem späteren Zeitpunkt verwendet

zu werden. Teure Stromzukäufe von

externen Energieversorgern werden

dadurch deutlich reduziert.

Viele KNX-kompatible HEMS bieten

ihren Anwendern eine umfassende

Visualisierung aller relevanten Daten

und somit einen stets aktuellen Überblick

über die Energiebilanz im Smart

Home sowie die Möglichkeit, eigene

Anpassungen am Energie-Management

vorzunehmen.

Einsparungen von bis zu

60%

KNX-basiertes Energie-Management

erreicht in realen Projekten Energieeinsparungen

von bis zu 60%. Die jüngsten

Smart Home-Projekte in diesem

Bereich profitieren bereits von effizienten,

verbesserten und neuen Ideen

für das Energie-Management mit KNX.

Neben anderen Projekten ist ein Wohnprojekt

in Gammelsdorf (Deutschland)

hervorzuheben. Hier galt es, das

schwache Leitungsnetz des örtlichen

Energieversorgers durch den Einsatz

einer Photovoltaikanlage und eines

Blockheizkraftwerks zu kompensieren.

Mit EibPC als HEMS auf Basis von

KNX werden die beiden Stromerzeuger

nach dem tatsächlichen Wärmeoder

Elektroenergiebedarf des Gebäudes

gesteuert. Eine zusätzliche Gastherme

wird jahreszeitbedingt für die

Wärmeenergieerzeugung mit eingeregelt

bzw. an Niederlasttagen ausschließlich

für die Wärmeerzeugung

verwendet. Das Blockheizkraftwerk

dient außerdem als Ersatzstromversorgung

bei einem Spannungsausfall,

wobei in einem solchen Fall automatisch

alle Hochlastverbraucher im

Gebäude abgeschaltet werden.

Dank dem KNX-basierten Energiemanagement

können bis zu 60% der

Energie eingespart werden, wie auch

das E-Haus des ZVEH zeigt. Mit dem

E-Haus demonstriert der Verband,

welch hoher Grad an Vernetzung,

Automatisierung und Energieeffizienz

in Smart Homes schon heute

mit KNX möglich ist. Von der Photovoltaik

bis zum Stromspeicher über

die intelligente Lüftung bis zur Brennstoffzelle,

kommunikative Küchengeräte

und Active Assisted Living wurden

hier verschiedenste Geräte und

Funktionalitäten unter dem Einsatz

von „Eisbär“ als HEMS anschaulich

via KNX vernetzt.

Fazit

Dank KNX werden Smart Homes und

smarte Gebäude nachhaltig – für ein

smartes Leben.

„Smarte Gebäude basierend auf dem

KNX-Standard und den zahlreichen

Produkten und Lösungen aus dem

KNX-Universum bieten nicht nur mehr

Komfort und erhöhen die Lebensqualität,

sondern sie leisten dank den Stärken

von KNX im Energie-Management

auch einen wichtigen Beitrag zum

Klimaschutz. Als globaler Player im

Bereich der Smart-Building-Technologien

spielt das Thema Nachhaltigkeit

für KNX seit Jahren eine herausragende

Rolle, da wir um die Bedeutung

des Gebäudesektors im Kampf

gegen den Klimawandel wissen. Wir

freuen uns durch den technologischen

Fortschritt von KNX zu einer nachhaltigeren

Welt, und somit zu einem

smarteren Leben, beitragen zu können“,

erklärt Franz Kammerl, Präsident

der KNX Association.

• KNX Association

www.knx.org

28 Haus und Elektronik 4/2021


Gebäudeautomation

Steuerung von Klimageräten durch Modbus- oder

BACnet-basierte Automatisierungssysteme über IR

HMS Industrial Networks

GmbH

www.hms-networks.de

HMS Networks stellte eine neue IRbasierte

AC-Schnittstelle namens

Intesisvor, die die Integration von Klimageräten

ungeachtet der Marke in

Modbus- oder BACnet-Gebäudeautomatisierungssysteme

ermöglicht.

Bedeutung der Steuerung

von Klimaanlagen

HLK-Systeme sind üblicherweise die

größten Energieverbraucher in einem

Gebäude. Aus diesem Grund ist es für

Gebäudeeigentümer äußerst wichtig,

diese Systeme zu überwachen und

zu steuern, um Kosten und Energie

zu sparen. Darüber hinaus ist es aufgrund

der Covid-19-Pandemie wichtiger

denn je, neue Wege zu finden,

Klimageräte zu installieren und zu

nutzen, da Belüftung und „saubere

Luft“ im Mittelpunkt stehen.

Der Klimaanlagenmarkt wächst schnell

mit ständig neuen Marken und unterschiedlichen

Arten von Klimageräten.

Dieser Umstand macht es Gebäudeeigentümern

schwer, Klimageräte in

ihr jeweiliges Gebäudemanagementsystem

(BMS) zu integrieren.

Eine universelle

IR-Schnittstelle,

kompatibel mit über 100

Klimageräten

Unter der Marke Intesis bietet HMS

Networks ein umfassendes Portfolio

an Schnittstellen für Klimageräte

an und ermöglicht die Überwachung

und Steuerung von Klimageräten

über Heim- oder Gebäudeautomatisierungssysteme.

Das Portfolio wird jetzt durch die neue

IR-basierte AC-Schnittstelle zur Integration

von Klimageräten in Modbusoder

BACnet-basierte Automatisierungssysteme

weiter verstärkt. Die

neue Schnittstelle verbindet das Klimagerät

über den IR-Link, der bereits

von den meisten Klimageräten für die

Kommunikation mit ihrer Fernbedienung

verwendet wird. Das Produkt

ist bereits mit mehr als 100 IR-Fernbedienungen

und ihren zugehörigen

Klimageräten kompatibel.

Schnelle Konfiguration und

Diagnose mit Intesis MAPS

Die neue AC-Schnittstelle wird mit dem

Intesis MAPS Tool konfiguriert, das Systemintegratoren

viele Vorteile bietet.

Mit einer projektbasierten Konfiguration

können alle installierten Schnittstellen

mit einer einzigen MAPS-Vorlage

konfiguriert werden. Dies macht

es leicht, Gerätekonfigurationen zu

kopieren und neue Projekte zu erstellen.

Die Diagnosefunktion vereinfacht

darüber hinaus den Inbetriebnahmeprozess

und jede Unterstützung nach

der Installation. ◄

Haus und Elektronik 4/2021 29


Gebäudeautomation

Vom smarten zum selbstoptimierenden Gebäude

Sauter Digital Services erklärt hier, wie sich die Möglichkeiten der Cloud im

Gebäude-Management nutzen lassen

Remote-Management, Performance Management und Customer Portal bilden die drei zusätzlichen neuen

Services von Sauter

Sauter Deutschland

www.sauter-cumulus.de

Kaum ein anderer Trend beschäftigt

die Unternehmenswelt so sehr wie die

Digitalisierung. Auch im Bereich Gebäudeautomation

spielt die Entwicklung

hin zu stärkerem Cloud Computing

mit neuen Software-Produkten,

mehr Speicherplatz und Rechenleistung

eine entscheidende Rolle.

Erstaunliche Möglicheiten

Schon jetzt können Analyseprogramme,

gekoppelt mit Künstlicher Intelligenz,

die Daten zahlreicher Geräte automatisch

auswerten und Anlagen mithilfe

der daraus gewonnenen praktischen

Erkenntnisse vorausschauend regeln.

Ziel dieses Prozesses, den auch der

Gebäudeautomations- und Facility-

Management-Experte Sauter seit mehreren

Jahren vorantreibt, ist das sich

selbst optimierende Gebäude. So hat

Sauter beispielsweise bereits intelligente

Geräte wie den Smart Actuator

entwickelt, der sich als IoT-Device via

Internet in die Sauter Cloud integriert

und selbstständig Handlungsempfehlungen

für den Gebäudebetrieb abgibt.

Zudem sollen die Möglichkeiten des

Cloud Computing für ein Kundenportal

genutzt werden, bei dem sich

der Gebäude-Manager mit einer einzigen

ID einloggt und auf alle gebäudetechnischen

Anlagen und Software-Lösungen

zugreifen kann. Hinzu

kommt ein Performance Management,

welches Cloud Computing und Advanced

Analytics zur Anlagenoptimierung

einsetzt. Auch ein Remote Management

durch Sauter-Service-Techniker

ist möglich.

Blick zurück

Bevor es Cloud Computing gab, mussten

Firmen eigene Server, Speicher

und Netzwerk-Hardware anschaffen

sowie die notwendige Software installieren,

vom Betriebssystem bis zu den

Applikationen. Dies war kostspielig

und barg nicht nur einen enormen

Aufwand für den Unterhalt, sondern

auch Risiken in Zusammenhang mit

den regelmäßig anfallenden Updates.

Da nicht alle Kunden auf dem neusten

Stand waren, mussten die Software-

Hersteller laufend Zeit investieren, um

Probleme veralteter Programme im

Zusammenspiel mit neuen Betriebssystemen

zu lösen, anstatt ihre Ressourcen

voll und ganz für die Entwicklung

neuer Funktionen und Versionen

zu nutzen. Im Bereich „Gebäudeautomation“

kam als zusätzliche Hürde

hinzu, dass hohe Investitionskosten

die Betreiber von kleinen und mittle-

Sauter ist dabei, umfangreiche Cloud Services im eigenen Portfolio zu etablieren, darunter ein Kundenportal, in welches sich der Gebäudemanager

mit einer einzigen ID einloggt und anschließend auf alle seine gebäudetechnischen Anlagen und sämtliche Software-Lösungen zugreifen kann

30 Haus und Elektronik 4/2021


Gebäudeautomation

Schon heute bietet Sauter mit dem FM-Kunden- und Service-Portal TasKit eine Lösung,

welche gleichermaßen für Techniker und Kunden einen hohen Mehrwert bietet

ren Gebäuden am Einsatz einer leistungsfähigen

Management-Ebene

mit bedarfsgerechtem Performance

Reporting hinderten. Damit konnten

die Objekte aufgrund der fehlenden

Informationsgrundlage nicht energieeffizient

betrieben werden.

Cloud Computing bildete die Lösung

für dieses Problem, da mit der Entstehung

von Clouds neue Software

auf den Markt kam und die Bereitstellung

von Speicherplatz und Rechenleistung

als Dienstleistung wiederentdeckt

wurde. Heute gibt es eine Vielzahl

von Software-Firmen, die spezifische

Anwendungen anbieten, welche

anhand von Abonnements über

das Internet bezogen werden können

– eine Dienstleistung, die als Software

as a Service (SaaS) bezeichnet

und auch in der Gebäudeautomation

zunehmend genutzt wird.

Selbstoptimierende

Gebäude als nächster Entwicklungsschritt

Der effiziente Betrieb von Gebäuden

erfordert immer mehr Prozessorleistung,

größere Datenvolumen

und gleichzeitig eine einfachere Bedienbarkeit

bei steigender Komplexität

der eingesetzten Technik. Das

Gebäudeautomationssystem soll

sich zudem nahtlos ins IoT einbetten,

welches heute bereits sämtliche

Gewerke und auch Personen miteinander

verknüpft.

Auf der Demonstrationsfläche Smart

Spaces am Unternehmenssitz in Freiburg

präsentiert Sauter daher beispielhaft

die Möglichkeiten, die sich

so durch digitale Gebäudelösungen

ergeben. Dort wird unter anderem

gezeigt, wie eine bedarfsgerechte

Reinigung umgesetzt werden kann.

Derartige Services werden nicht nur

durch die hohe Rechenleistung realisierbar,

die Cloud-Anbieter zur Verfügung

stellen, sondern auch durch die

Flut an Gebäude-Daten oder Parametern,

die von zahlreichen Geräten

gemessen werden.

Analyseprogramme wie Sauter Vision

Center 7.0, gekoppelt mit Künstlicher

Intelligenz, ermöglichen heute nicht

nur eine statistische Auswertung, die

die Daten in verdaubare, praktische

Erkenntnisse übersetzt. Sondern sie

sind auch in der Lage, eine Anlage

vorausschauend zu regeln.

Je stärker derartige Systeme genutzt

werden, desto näher rückt das Ziel, aus

intelligenten (smarten) Gebäuden selbstoptimierende

Objekte zu machen.

Mit Produktinnovationen wie dem

Gebäudeautomationssystem modulo

6 und dem Ventilantrieb Smart Actuator

hat Sauter bereits Hardware

entwickelt, die auf dieses Potenzial

von Cloud Computing zugeschnitten

ist. Die smarten ins IoT integrierten

Lösungen können bereits Handlungsempfehlungen

abgeben.

Anlagenoptimierung durch

digitale Dienstleistungen

Zudem möchte das Unternehmen

noch weitere umfangreiche Cloud Services

im eigenen Portfolio etablieren,

darunter ein Kundenportal, bei welchem

sich der Gebäude-Manager

mit einer einzigen

ID einloggen und

anschließend auf

alle seine gebäudetechnischen

Anlagen

und sämtliche

Softwarelösungen

zugreifen kann –

vom Engineering

bis zur Anlagensteuerung.

Hier

stehen ihm nicht

nur alle Anlagendokumente,

Verträge

und Rechnungen

zur Verfügung,

er kann darüber

hinaus auch

Berichte exportieren

und Wartungszyklen

festlegen.

Für die Kontaktaufnahme

mit Service-Mitarbeitern oder

mit Sauter selbst muss er nur die richtigen

Buttons klicken. Anhand einfacher

Symbole erhält er einen Überblick über

den Status der Anlagen. Schon heute

bietet Sauter mit dem FM-Kundenund

Service-Portal TasKit eine Portallösung,

welche gleichermaßen für

Techniker und Kunden einen hohen

Mehrwert bietet.

Performance Management

Ein noch höherer Detaillierungsgrad

mit Fokus auf den Anlagenbetrieb

erwartet den Gebäudemanager mit

dem Performance Management –

ebenfalls ein neuer Service-Baustein,

an dem Sauter aktuell arbeitet. In diesem

Baustein werden alle aktuellen

und historischen Daten zusammengefügt.

Informationen, die momentan

in aller Regel noch auf lokalen Servern

liegen, lassen sich hier mittels

skalierbarer Rechen- und Speichermöglichkeiten

durch Cloud Computing

und Advanced Analytics auswerten

und zur Anlagenoptimierung nutzen.

Dies gilt selbst für das kleinste ungeplante

Verhalten von Komponenten

in der Anlage, wie beispielsweise

ein Schwingen von Lüftungsklappen

und Ventilen, das durch ständiges

Öffnen und Schließen die Mechanik

belastet und deren Lebenszyklus drastisch

verkürzt.

Die im Performance Management konsolidierten

Informationen führen somit

zu einer vorausschauenden Optimierung

der Anlagen. Dies trägt wesentlich

zur Schonung und Lebenserhaltung

der Hardware sowie zur Einsparung

von Energie und Ressourcen bei.

Das Energie-Management

Auch das Energymanagement bietet

dem Kunden in der Cloud neue Möglichkeiten

– unter anderen automatische,

auf seine Bedürfnisse zugeschnittene

Reports.

So ist in die neue Version 7 des

bewährten Gebäudemanagementssystems

Sauter Vision Center beispielsweise

ein Advanced Energy Management

integriert, das Daten zum tatsächlichen

Verbrauch auswertet und

damit Verbesserungen der energiebezogenen

Leistungen ermöglicht.

Zukünftig soll es ebenfalls als Teil der

Cloud Services zur Verfügung stehen.

Remote-Problembehebung

durch Service-Techniker

Gleichzeitig wird der Bedarf nach Engineering,

Software-Erweiterungen,

der Behebung von technischen Problemen

sowie dem Zugriff auf eine

lokale Oberfläche der Managementund

Bedieneinheit des Automationssystems

abseits vom Standort immer

größer, je mehr Gebäude betreut werden

und je weiter die Liegenschaften

räumlich voneinander entfernt sind.

Dieser Trend hat sich in den vergangenen

Monaten des Lockdowns zusätzlich

verstärkt.

Mit der Remote-Management-Lösung

von Sauter kann eine vollständig transparente

Site-to-Site-Verbindung zwischen

Sauter bzw. dem zuständigen

Service-Techniker und der Anlage

des Kunden geschaffen werden. Dies

geschieht, indem ein Cloud Interface

zwischen Kundenanlage und Service-

Techniker bereitgestellt wird – eine

Verbindung, die den heutigen Anforderungen

an IT-Sicherheit entspricht

und spezifische Benutzerrechte sowie

-rollen festlegt.

Aus technischer Sicht ist das Remote

Management komplett flexibel, kann

also auf die gesamte Hard- und Software

sowie das vorhandene Netzwerk

zugreifen. Damit können die Sauter-

Techniker die Engineeringtools via

Remote-Management Cloud so nutzen,

als wären sie vor Ort auf der Kundenanlage.

Die Cloud dient dabei quasi

als Relaisstation, die Signale empfängt

und automatisch weiterleitet.

Eine standardisierte Anbindung ans

Internet über VPN verhindert kundenspezifische

Konfigurationen, die sich

schnell als langwierig und kostenintensiv

entpuppen. ◄

Haus und Elektronik 4/2021 31


Gebäudeautomation

Zumtobel und iHaus machen aus Gebäuden

Smart Buildings

Die iHaus AG integriert die professionelle DALI-Lichtlösung LiteCom von Zumtobel und

positioniert sich weiter als Vorreiter und Plattformbetreiber für smarte Technologien

systeme wie LiteCom vom Marktführer

Zumtobel, die zunehmend in Zweckgebäuden,

wie Büros, Shops oder Fertigungshallen

zum Einsatz kommen.

Je smarter Gebäudebeleuchtung wird,

umso mehr gewinnt sie auch an Funktionalität.

Neben stets optimalen Lichtverhältnissen

wird Licht zunehmend

zum Kommunikator in einem Gebäude

und tritt so mit den Menschen in Interaktion.

Es fungiert einerseits als Sender,

beispielweise als Gebäudeleitsystem

oder als Signalgeber. Andererseits

wird Licht auch zum Empfänger,

wenn es zum Beispiel An- und Abwesenheiten

oder Außeneinflüsse erkennt

und darauf reagiert.

Vernetzte Lichtlösungen

In dem Referenzprojekt Computerhaus GDD SalesPoint ist die iHaus-Plattform mitunter dem LiteCom-DALI-

Lichtsystem von Zumtobel, dem KNX-Bussystem und IoT Anwendungen im Einsatz (Alle Bilder: © iHaus AG)

Die iHaus AG als Plattformbetreiber

für Smart Buildings und Smart Living

Services gewinnt mit der Zumtobel

Group Deutschland einen neuen

strategischen Partner. Die Zumtobel

Group mit ihren Marken Zumtobel

und Thron steht als europäischer

Marktführer im Bereich professioneller

Beleuchtungssysteme für vernetzte

und moderne Lichtlösungen.

Zugleich ist das österreichische Traditionsunternehmen

einer der wichtigsten

Treiber der digitalen Transformation

in der Lichtindustrie. Ab sofort

ist Zumtobel mit seinem Lighting System

LiteCom Bestandteil der iHaus-

IoT-Plattform.

Die digitale Automation zieht ins

Gebäude ein. Immer häufiger bieten

Neubauprojekte, Sanierungen oder

Modernisierungen Anlass zum Einbau

digitaler Komponenten. Dazu

gehören auch smarte Beleuchtungs-

Intelligent vernetzte Leuchten können

sich ganz automatisch zu bestimmten

Zeiten oder in leeren Räumen

abschalten. Aber auch tagsüber passen

sie sich dem Tageslicht optimal

an, so dass der Energieverbrauch

bis zu 82% gesenkt werden kann (©

Zumtobel LiteCom). Neue, immer flexiblere

Arbeitsmodelle, wie zum Beispiel

Home Office, flexiblere Raumnutzung

und Arbeitsplatzgestaltung

machen smarte Gebäudeautomation

immer wichtiger.

Licht im Zusammenspiel

mit der iHaus IoT-Plattform

Neben automatisierter Beleuchtung

gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten

ein Gebäude zu digitalisieren.

iHaus AG

www.ihaus.com

Zumtobel Group Deutschland

GmbH

https://z.lighting/de/

Hintergrund

iHaus vernetzt und automatisiert die innovativen Zumtobel Lichtlösungen

auf seiner intelligenten Plattform mit dem professionellen KNX Standard

und Systemen aus dem Internet of Things.

32 Haus und Elektronik 4/2021


Gebäudeautomation

Übersichtlich und intuitiv bedient wird der Shop mithilfe der iHaus-

Software, welche auf einem iPad visualisiert ist

Robert Klug, CEO von iHaus (l.) und Manfred Petschulat, Marketing

Director & Regional Sales Manager von Zumtobel

So vernetzt iHaus LiteCom mit dem

führenden Gebäudesystemstandard

KNX und nutzt so das gesamte Potential

des Internet of Things.

Die innerhalb der iHaus Plattform vernetzten

digitalen Geräte, Komponenten

und Dienste sind interoperabel.

Im sinnvollen Zusammenspiel entsteht

dann mehr als nur die Summe

der einzelnen Bestandteile.

Grenzenlose

Möglichkeiten zum

Anfassen

In der übersichtlichen, neu entwickelten iHaus Bedienoberfläche werden Shopbetreibern wichtige Funktionen

und Informationen übersichtlich dargestellt: von Steuerung, Automation bis hin zu Datenauswertung

und Empfehlungen

Die Partner haben im Zuge der Kooperation

ein erstes Referenzprojekt

geschaffen. Anschaulich und konkret

wird dies in der Praxis, wie im neuen,

modernisierten Shop der Computerhaus

GDD SalesPoint in München. Der

zertifizierte Apple-Shop nutzt nämlich

schon heute die iHaus Plattform, die

das LiteCom-Lichtsystem von Zumtobel,

Heizung, Beschattung via KNX,

CO2-Sensoren, internetbasierte Wetter-

und Verkehrsdienst, das Sonos

Soundsystem, die Regelung des Klimas

und der Luftqualität sowie weitere

energie- und sicherheitsrelevante

Funktionen.

Alle Anwendungen und Automatismen

werden zentral über den iHaus-Server

mit IoT-Anwendungen verknüpft.

Übersichtlich und intuitiv bedient wird

der Shop mithilfe der iHaus-Software,

welche auf einem iPad visualisiert ist.

Besucher, ob Geschäfts- oder Endkunden,

können sich selbst von den Möglichkeiten

und Vorteilen eines digital

vernetzten Gebäudes überzeugen.

Darüber hinaus entstehen weitere

Mehrwerte für Shop-Betreiber: Gebäudedaten

werden übersichtlich in webbasierten

Dashboards dargestellt, die

für ein Monitoring des Gebäudes und

einen effizienteren Betrieb und die

Optimierung des Energieverbrauchs

unerlässlich sind. ◄

Stimmen zur Kooperation von iHaus CEO Robert Klug und Marketing

Director Zumtobel Group Deutschland Manfred Petschulat können dem

Video entnommen werden: www.youtube.com/watch?v=OztT0uLo388

Die iHaus AG als Plattformbetreiber für Smart Buildings und Smart

Living Services gewinnt mit der Zumtobel Group Deutschland einen

neuen strategischen Partner

Haus und Elektronik 4/2021 33


Gebäudeautomation

Energie sparen dank Gebäudeautomation

Geschäftsstelle Smart Living

www.smart-living-germany.de

Dass Gebäudeautomation (GA) und

Energie-Management (EM) einen

großen Beitrag zur Reduzierung

von Energieverbräuchen und damit

auch CO 2 -Emissionen leisten können,

ist durch zahlreiche Studien

bereits belegt. Die neue Publikation

„Energieeinsparung durch Gebäudeautomation“

der Wirtschaftsinitiative

Smart Living macht die Vorteile jetzt

auch anschaulich mit Beispielen aus

der Praxis sichtbar.

Verschiedene Gebäudeautomationslösungen

In zehn ausgewählten Gebäudetypen

– von der Altbauwohnung über das

moderne Einfamilienhaus bis hin zur

Sporthalle – wurde geprüft, welche

Effekte mithilfe von verschiedenen

Gebäudeautomationslösungen erreicht

werden können. Beurteilt wurde dies

danach, ob in den Umsetzungsprojekten

die in der Norm DIN EN 15232

den Automationsgraden zugeordneten

Energieeffizienzklassen tatsächlich

erreicht wurden. Das positive Ergebnis:

In allen Fällen wurden die angestrebten

Einsparziele sogar übererfüllt.

Einsparungen von über

20%

Die Publikation listet in Steckbriefen

die Informationen zu den jeweiligen

Gebäudetypen, Sanierungszuständen

und den technischen Details der

GA-Lösungen auf. Danach werden

die Energieeinsparungen sowie weitere

positive Effekte der Automatisierungslösungen

dargestellt. In den

betrachteten Wohngebäuden konnten

im Schnitt 20 % der Heizenergie

eingespart werden. In einem Mehrfamilienhaus

aus dem Jahr 1964 lag

die Einsparung sogar bei rund 30%/

m 2 pro Jahr – jeder Haushalt spart

dadurch rund 260 Euro.

In einem besonders prägnanten Beispiel

einer Hochschule wurden dank

Gebäudeautomation Einsparungen

bei der Heizenergie von rund 50 %

festgestellt. Mit tageslichtabhängiger

Beleuchtungsregelung konnten dort

weitere 20 % elektrischer Energie eingespart

werden.

„Gebäudeautomation und Energiemanagement

wirken – das beweist

unsere Studie ganz praktisch. Der

Gebäudesektor ist für etwa ein Drittel

des gesamten Endenergiebedarfs in

der Bundesrepublik Deutschland

verantwortlich. Die Fallbeispiele

stellen Hausbesitzern, Wohnungsgenossenschaften

und Projektentwickelnden

anschaulich dar, welche

technischen Maßnahmen im

Bereich Gebäudeautomation es gibt

und wie hoch Einsparungen ausfallen

können – und damit einen Beitrag

zur Erreichung der Klimaschutzziele

leisten“, erklärt Heinz Lux, Leiter

der Taskforce „Kommunikation“

der WISL und CEO der KNX Association.


https://www.smart-living-germany.de/SL/Redaktion/DE/Publikationen/2021_06_03_Studie-Gebaeudeautomation-Fallbeispiele.pdf?__blob=publicationFile&v=2

34 Haus und Elektronik 4/2021


Raumbediengerät erlaubt Rückstellung trotz

analogem Sollwertsteller

Gebäudetechnik

Thermokon Sensortechnik

GmbH

www.thermokon.de

Novos 3 INC ist ein neues preiswertes

Raumbediengerät von Thermokon.

Dieses Raumbediengerät bietet die

Funktionalität, die bislang nur hochpreisigen

Geräten mit Display vorbehalten

war: externe Sollwertrückstellung

trotz analoger Bedienelemente.

Mit einem Inkrementalwertgeber ausgestattet,

erlaubt die clevere Neuentwicklung

von Thermokon sowohl die

individuelle Steuerung des Raumklimas

als auch dessen zentrale Rückstellung

über die Gebäudeleittechnik.

Durch den Verzicht auf einen mechanischen

Anschlag des Stellrads ist

die zentrale Kontrolle der Parameter

jederzeit möglich.

Bedienkomfort wird bei Novos 3 INC

groß geschrieben, denn die Nutzer können

die von der Gebäudeleittechnik

vorgegebenen Raumparameter mithilfe

des Stellrads jederzeit an ihre

persönlichen Präferenzen anpassen.

Dabei lassen sich die gewählten Einstellungen

über die integrierte LED-

Leiste problemlos überprüfen.

Auch auf die ECO-Funktion und die

Möglichkeit zur Präsenzmeldung

erhalten Nutzer über das Bedienpanel

Zugriff. Über einen Taster können bis

zu fünf Lüfterstufen ausgewählt werden.

Diese lassen sich selbstverständlich

auch extern steuern.

Zusätzliches Plus ist die Möglichkeit zur

Ausstattung mit bis zu vier Sensoren –

Temperatur, Feuchte, CO 2 und VOC.

Die Kombination dieser beiden Stärken

in einer einzigen Lösung macht

Novos 3 INC unter den Raumbediengeräten

mit Stellrad derzeit einzigartig.

Im Sinne einer einfachen Anbindung

verfügt Novos 3 INC hierzu über

eine Modbus- bzw. BACnet-Schnittstelle.


HausundElektronik

März/April/Mai 2/2020 Jg. 22

Zeitschrift für Elektro- und Gebäudetechnik Einkaufsführer

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Gebäudetechnik

Terminals, Taster, Tableaus & Co. hygienisch

bedienen

Nicht erst jetzt rückt die Hygiene von öffentlichen Terminals in das Bewusstsein:

Könnte man die Berührung nicht völlig vermeiden?

© Hy-Line unter Verwendung von iStock-171115256

Ganz selbstverständlich drücken

wir den Taster, um den Aufzug zu

rufen, und geben auf dem Tableau

das gewünschte Stockwerk ein. Am

Büroeingang identifizieren wir uns am

Keypad, damit sich die Tür öffnet. Die

Alarmanlage müssen wir auch noch

entschärfen, wurde der Code nicht

neulich geändert? Aber erst holen wir

uns mal einen Kaffee am Automaten...

Kommt Ihnen diese Situation bekannt

vor? Wieviele Geräte müssen Sie

bedienen, bevor Sie Ihren Alltag im

Autor:

Rudolf Sosnowsky

Leiter Technik bei Hy-Line

Computer Components

Vertriebs GmbH in

Unterhaching

HY-LINE Computer

Components Vertriebs GmbH

www.hy-line.de

Büro beginnen können? Und wieviele

davon nutzen alle – die Kollegen im

Büro, Besucher, Passanten, Touristen?

Wo bleibt da die Hygiene? Man kann

sich doch nicht jedes Mal Latexhandschuhe

anziehen, um sicher zu sein!

Kontaktlose Eingabe

Nicht erst jetzt rückt die Hygiene von

öffentlichen Terminals – Verkaufsautomaten

für Waren oder Fahrscheine,

Geldautomaten, Point of Sales, Aufzüge,

Check-In/Check-Out-Terminals

in Hotels und Flughäfen – in das

Bewusstsein. Wenn man sich schon

nicht durch ständig Desinfektion oder

Handschuhe schützen kann, könnte man

die Berührung nicht völlig vermeiden?

Das klassische Terminal setzt auf

Taster und Schalter; auch Tastatur und

Touchscreens gibt es je nach Komplexität

der Eingabe. Immer ist eine

Berührung erforderlich. Nicht nur die

Hygiene bei von vielen Anwendern

genutzten Terminals, sondern auch

andere Gründe lassen eine berührungsfreie

Bedienung wünschenswert

erscheinen: Sind die Hände nicht mehr

frei oder verschmutzt? Ist eine Berührung

nicht erlaubt, wie in der Lebensmittelherstellung

oder im Chemielabor,

oder möchte man darauf verzichten,

um sich selbst zu schützen? Sehen wir

uns ein paar Alternativen an.

Infrarot-Touchscreen

Der Infrarot-Touchscreen erlebt eine

Renaissance, weil er so montiert werden

kann, dass eine Berührung der

Oberfläche nicht nötig ist. Durch die

linienförmige, nicht flächige Bauart

eignet er sich auch für Anwendungen

ohne Display: Eine bedruckte Karte

oder eine gravierte Metallplatte reichen

als Eingabeoberfläche. Die Parallaxe

stört bei Montage mit Abstand

weniger, wenn die Umgebung darauf

ausgerichtet ist: Direkte Positionierung

des Bedieners vor einem Bedienpanel,

passende Gestaltung des GUIs

mit großen Schaltflächen, oder die

Möglichkeit, die Position des Touchscreens

auf den Bediener anzupassen.

Auch als Retrofit-Lösung bietet sich der

Infrarot-Screen an: bei Aufzug-Panels

kann er vertikal neben dem Tableau zur

Anwahl der Stockwerke montiert werden

(Bild 1). Dabei erkennt die Technologie

auch zuverlässig nebeneinander

liegende Tasten. Der elektrische

Anschluss erfolgt im einfachsten Fall

über USB; da der Sensor kompatibel

zum HID-Protokoll ist, erübrigt sich

die Installation eines Treibers. Das

Betätigen der ursprünglichen Tableau-

Tasten ist nun redundant.

Holografischer

Touchscreen

Einen neuen Ansatz verfolgt der holografische

Touchscreen. Eine spezielle

Optik projiziert ein frei in der Luft

schwebendes Bild, das der Bediener

„berührt“. Kommt der Finger mit dem

virtuellen Bild in Kontakt, erkennt ein

Infrarot-Sensor dies und meldet die

Position in zwei Dimensionen an

den Steuerrechner. Dieser übersetzt

die Position in die Betätigung einer

realen Taste.

Bei der Auslegung der Bedienoberfläche

ist zu beachten, dass es im Gegensatz

zum mechanischen Taster keine

haptische Rückmeldung gibt, und dass

sich die GUI-Oberfläche für die Bedienung

durch einen frei geführten Finger

eignen muss, also nicht zu fein gegliedert

sein darf.

Durch das Funktionsprinzip des Infrarotsensors

können beliebige Gegenstände

zur Bedienung verwendet werden,

auch Kugelschreiber oder Kreditkarten.

Diese Technologie bewährt sich dort,

wo viele Menschen nacheinander ein

Gerät bedienen wollen, wie z.B. einen

Aufzug, einen Ticketautomaten oder

eine Kaffeemaschine im Hotel. Hygiene

steht dabei an oberster Stelle, s.

dazu Bild 2.

Hygienischer Touchscreen

Für Bereiche, in denen eine Berührung

zwar nicht notwendig ist, aber nicht vermieden

werden kann, wurde der hygienische

Touchscreen neu entwickelt. Er

eignet sich für den Einsatz, wo Geräte

wie Fahrkarten- oder Parkscheinautomaten,

Aufzug-Tableaus und Terminals

in öffentlichen Bereichen durch

wechselnde oder technisch nicht versierte

Benutzer bedient werden sollen.

Die Oberfläche wird immer frisch desinfiziert,

sie muss zur Bedienung nicht

einmal berührt werden.

Die Funktionsweise ist einfach, aber

wirksam: Das Deckglas ist doppelt so

groß wie der aktive Anzeigebereich.

Bild 1: Infrarot-Touchscreen

zur berührungslosen Eingabe

am Aufzugstableau © Hy-Line

unter Verwendung von Adobe-

Stock_308193431

36 Haus und Elektronik 4/2021


Gebäudetechnik

Bild 2: Holografisches Bedienterminal © HoloInd, Inc.

Nachdem der Bediener den Vorgang,

also z.B. das Lösen einer Fahrkarte

oder den Ruf des Aufzugs, beendet

hat, fährt der offene, potenziell infizierte

Teil des Deckglases in einen

verdeckten Bereich und wird dort

mit UV-C-Strahlung desinfiziert, s.

Bild 3. Das Verfahren kommt ohne

Verbrauchsmaterialien wie Folien

oder Spray aus und unterliegt keinem

Verschleiß.

Mit der Gestensteuerung lässt sich

das Gerät bei Annäherung aus dem

Standby-Modus aufwecken, und es

können berührungslos quasi-analoge

Einstellungen wie z.B. für die Temperatur

mit einer Drehbewegung erfolgen.

Horizontales Wischen wird als

Scroll-Bewegung interpretiert, und die

statische Position kann auch zeitgesteuerte

Ereignisse auslösen wie von

Touchscreens bekannt: „Hover“ zeigt

weitere Informationen an oder löst ein

Ereignis aus, z.B. rechte Maustaste.

Aus einem Katalog steht eine ganze

Reihe von Bewegungen zur Verfügung,

die als Geste interpretiert werden

können.

Künstliche Realität –

Augmented und Virtual

Reality

AR und VR, oft unter dem Begriff xR

zusammengefasst, ermöglichen ein

intensives Erlebnis für einen einzelnen

Nutzer durch visuelles und auditives

Eintauchen. Ganz nahe vor dem

Auge stellt ein Display virtuelle Welten

dar oder unterstützt den Gesichtssinn

durch zusätzliche Angaben.

Aus der Consumer-Welt bekannt sind

Apps für AR, die auf einem Smartphone

laufen und Wohnungseinrichtungen

visualisieren, Wegweiser in

einer fremden Stadt anzeigen oder

übersetzen oder die Berge im Panorama

mit Namen versehen. Im Fernsehprogramm

werden bei Football-Spielen

Linien und Distanzen eingeblendet,

um für den Zuschauer die fehlende

dritte Dimension zu simulieren.

Trotz aller Euphorie darf die Ergonomie

nicht zu kurz kommen: Das Headset

ist schwer (die aktuellen Produkte

von Microsoft, HTC und Oculus wiegen

knapp 600 g), die Bewegungsfreiheit,

die man sich mit kurzer Akkulaufzeit

(2...3 h, Microsoft) oder Kabelanbindung

erkauft, ist eingeschränkt. Die

Augen müssen sich auf den kurzen

Abstand zu den Displays adaptieren,

was regelmäßige Pausen erfordert.

Im Gegensatz zu den anderen

Touch-Technologien, die sich auch

für rasch wechselnde Bediener, wie

sie an Automaten vorkommen, eignen,

ist der Einsatz der xR-Technologien

auf einen einzelnen Anwender

zugeschnitten.

Eye Tracking

Eye Tracking ist sowohl als autarke

Technik etabliert, um dort zu steuern,

wo keine Hand frei ist, als auch

als Hilfstechnologie für xR. Die Position

der Pupillen kann hier zur Orientierung

im Raum verwendet werden,

aber auch, um die beschränkte Bandbreite

des Übertragungskanals optimal

auszunutzen: Dort, wohin die Pupillen

schauen, wird das Bild mit der höchsten

Auflösung dargestellt, daneben nur

reduziert. Eigenständig eingesetzt, verlangt

Eye Tracking ein Training sowohl

des Systems auf die Augen als auch

des Bedieners selbst, der die Steuerung

mit zielgerichteten Blicken und

Blinzeln der Lider vornimmt.

Weiterführende Informationen:

Sprachsteuerung

Fahrt nimmt auch die Sprachsteuerung

auf. Etwa im Bereich der Aufzugssteuerung

öffnen sich neue Möglichkeiten:

Hat der Benutzer keine Hand

frei, sitzt im Rollstuhl oder ist sehbehindert,

kann er durch Ansagen wie

„Bitte fünfter Stock“ oder „bitte zum

Augenarzt“ den Aufzug in das korrekte

Stockwerk dirigieren. Mit der

Unterdrückung von störenden Umgebungsgeräuschen

und Unabhängigkeit

von Sprecher und Grammatik

bietet die Sprachsteuerung nicht nur

mehr Komfort, sondern im professionellen

Einsatz eine echte „Handsfree“-Bedienung.

Fazit: Alternativen zum

klassischen Touchscreen

Obwohl es viele konkurrierende

Technologien gibt, ist der klassische

Touchscreen noch nicht am Ende. Für

die Bedienung eines Gerätes ohne

direkte Berührung erweitern die hier

vorgestellten Methoden die Möglichkeit

der Interaktion zwischen Mensch

und Maschine, die nach Anwendung,

Einbauort und Benutzergruppe ausgewählt

werden können. Der abgesetzte

Infrarot-Touchscreen neuer Technologie,

wie das holografische Touch-

Display, ermöglicht eine exakte Positionierung

der Eingabe, während der

3D-Touchscreen mit Gestensteuerung

für qualitativere Eingaben „mehr/weniger“

geeignet ist. Stehen die Hände

nicht zur Verfügung, eröffnet die Offline-Sprachsteuerung

eine Alternative.

Die multi-sensuelle Kommunikation

bietet genau die Technologie, die zur

Anwendung passt. Dabei spielt auch

das GUI, das Graphical User Interface,

und die Benutzerführung zur intuitiven

Bedienung eine große Rolle. Für den

Einsatz in der Gebäudeautomatisierung

und gerade Aufzugssteuerung

gibt es hier ein weites Feld, Komfort,

Ergonomie und hygienische Sicherheit

weiter zu steigern. ◄

Bild 3: Hygienischer Touchscreen mit automatischer Desinfektion

Hy-Line Gruppe, www.hy-line-group.com

Berührungslose Bedienkonzepte, www.hy-line-group.com/beruehrungslose-bedienung

Hygienischer Touchscreen, www.hy-line-group.com/hygienic-touch

Infrarot-Touchscreen, www.hy-line-group.com/infrarot-touch

Gestensteuerung, www.hy-line-group.com/de-de/produkte/display-touch/3d-touch

Sprachsteuerung, www.hy-line-group.com/de-de/produkte/systeme/software-solutions/sprachsteuerung

Intel Realsense, www.intel.de/content/www/de/de/architecture-and-technology/realsense-overview.html

Haus und Elektronik 4/2021 37


Gebäudetechnik

Von der Idee zur Innovation

Markisenantrieb mit integriertem Windschutz

Der SE Breeze-RC von Selve ist ein innovativer Antrieb für Gelenkarmmarkisen

Entwickler Andreas Werner (l.) präsentiert den SE Breeze-RC. Mittels Funk-Handsender lassen sich die

Schwellwerte des integrierten Windschutzes komfortabel einstellen. Zusätzliche Windsensoren, wie sie hier

Dirk Wrobel (Produktmanager Textiler Sonnenschutz) zeigt, werden durch die einzigartige Antriebslösung

nicht mehr benötigt

SELVE GmbH & Co. KG

www.selve.de

Warum zwei Produkte, wenn es mit

nur einem geht? Das war die findige

Idee, die zwei SELVE-Entwicklungsingenieure

anstießen und weiter vertieften.

Der erste Prototyp begeisterte

nicht nur die Geschäftsführung.

Gemeinsam mit SELVE-Produktmanagern

wurde ein äußerst innovativer

Antrieb für Gelenkarmmarkisen auf

den Weg gebracht. Der SE Breeze-RC

verfügt über einen integrierten Windschutz

– und macht somit zusätzliche

Sensorik-Geräte überflüssig. Dass

dies bestens funktioniert, bewiesen

bereits diverse Praxistests. Derzeit

laufen Feldtests mit dem zum Patent

angemeldeten Markisenmotor, Kunden

haben die Möglichkeit zum Ausprobieren

und können Optimierungsvorschläge

einbringen. Mit dem Ziel:

den Antriebstyp noch weiter zu perfektionieren.

Zur R+T 2022 soll die

Marktneuheit dann lieferfähig sein.

Innovative Ideen muss man haben –

umso so besser, wenn sie von Haus

aus gefördert werden. „Unsere Entwicklungsingenieure

haben bei SELVE

den Freiraum, sich regelmäßig eigenen

Produktideen sowie neuen Ansätzen

zu widmen und diese voranzubringen“,

berichtet Geschäftsführer

Andreas Böck. Dabei entstand auch

eine besondere wie besonders gute

Idee, die dem Motto „aus zwei mach‘

eins“ folgte. Die Initialzündung zur neuartigen

Lösung für den textilen Sonnenschutz

hatte Elektronik-Entwicklungsingenieur

Udo Hermann, der zusammen

mit seinem Kollegen Andreas

Werner das vielversprechende Konzept

in die Tat umsetze. Mit geballter

SELVE-Kompetenz und Unterstützung

der Lüdenscheider Produktmanager

ging es ab Ende 2020 an die Umsetzung

des innovativen Antriebstyps.

Verschiedenste Entwicklungsschritte,

etliche Praxistests mit unterschiedlichen

Gelenkarmmarkisen und die

genaue Definition der Empfindlichkeitsstufen

für den im Antrieb integrierten

Sensor folgten: Sie mündeten

in einem Sonnenschutz-Antrieb, der

einzigartig am Markt ist – und wegen

seiner neuartigen Funktionalitäten von

SELVE bereits zum Patent angemeldet

wurde. Denn statt für die wichtige

Windschutz-Funktion einer Markise

zusätzliche Sensorik-Geräte verwenden

zu müssen, erfüllt der innovative

SE Breeze-RC diese Aufgabe gleich

mit. Das bislang benötigte Windrad

an der Außenfassade oder der Sensor

am Ausfallprofil der Markise werden

obsolet, deren Montage und Wartung

sowie der sonst übliche Aufbau

von Verbindungen zum Motor entfallen

gänzlich.

Sensor direkt im Motor

Zwei Produkte wurden von den elektronischen

Entwicklern zu einem zusammengeführt:

„Wir haben es uns zur Aufgabe

gemacht, dass der Windschutz

direkt vom Antrieb mitübernommen

wird und somit bei jeder neu motorisierten

Gelenkarmmarkise standardmäßig

Einzug halten kann“, sagen die

beiden Ingenieure. Und das zahlt sich

in vielerlei Hinsicht aus, denn hochwertiger

textiler Sonnenschutz wird

dank des neuartigen SELVE-Antriebs

ohne zusätzlichen Aufwand effektiv

vor Schäden geschützt.

Nimmt der Wind zu oder zieht plötzlich

eine kräftige Brise auf, wird das

Schwingen des Markisentuchs automatisch

vom SE Breeze-RC wahrgenommen,

der daraufhin die Markise

einfährt. „Der Schwellwert kann

in 5 Stufen individuell eingestellt werden,

je nach Markisentyp und -größe

sowie nach persönlichen Wünschen“,

erläutern Udo Hermann und Andreas

Werner. Dafür sorgt der im SELVE-

Antrieb verbaute Beschleunigungssensor.

Ein solcher Sensor wird übrigens

auch zur Erkennung von Bewegungen

und Drehlage in Smartphones

und Tablets verwendet.

„Durch den in unserem SE Breeze-

RC integrierten Sensor werden selbst

kleinste Bewegungen der Markise

erkannt“, berichten die Entwicklungsingenieure:

„Die gewünschte Empfindlichkeit

kann über einen commeo-

Funkhandsender oder einen normalen

Taster eingestellt und jederzeit

angepasst werden.“ Gerade die simple

Einstell- und Bedienphilosophie

wurde gemeinsam mit den SELVE-

38 Haus und Elektronik 4/2021


Gebäudetechnik

Denn der SE Breeze-RC sei die einfachste

und kostengünstigste Art, mit

und in nur einem Produkt zugleich den

Windschutz für Gelenkarmmarkisen

zu realisieren. „Das ist in der Sonnenschutz-Branche

nicht nur völlig neu,

sondern auch äußerst interessant

und wird von vielen unserer Kunden

als enormer Vorteil gesehen“, hebt

der SELVE-Geschäftsführer hervor.

Musterantriebe liegen

bereit

Der SE Breeze-RC fährt Markisen und schützt sie zugleich vor Schäden durch Wind: Durch den direkt im

Antrieb enthaltenen Sensor werden Bewegungen der Markise erkannt

Produktmanagern für Antriebe, Steuerungen

und textilen Sonnenschutz

durch verschiedenste Praxisversuche

sukzessive optimiert und schlüssig

ausgefeilt. Und auch die ersten Musterantriebe

wurden von SELVE-Mitarbeitern

am Lüdenscheider Hauptsitz

sowie ebenso bei sich daheim eingebaut,

um die Funktionalität des Markisenmotors

mit integriertem Windschutz

in verschiedensten Einbausituationen

sozusagen auf Herz und

Nieren zu prüfen.

Seit Juli geht SELVE noch einen Schritt

weiter, hat seine Fachkunden aus dem

textilen Sonnenschutz für letzte Optimierungen

auf der Zielgeraden des Entwicklungsprozesses

miteingebunden.

„Sie erhalten die Möglichkeit, sich an

unserem fundierten Feldtest zu beteiligen“,

sagt Geschäftsführer Andreas

Böck. Dafür werden ihnen Musterantriebe

kostenlos zur Verfügung gestellt,

SELVE leistet Support beim Einbau

sowie der Einstellung des Antriebs –

und erhält im Gegenzug ein Feedback

der Fachleute, nimmt ihre Verbesserungsvorschläge

zum SE Breeze-RC

auf. „Dadurch können die Markisenhersteller

einen genau für ihre Anforderungen

passenden Antrieb mitgestalten,

den wir ihrem Input folgend noch weiter

perfektionieren“, hebt Böck hervor.

Dieses Vorgehen des gemeinsamen

„Fein-Justierens“ einer Neuentwicklung

mit Kunden hat sich bei SELVE

längst bewährt, so geschehen etwa

beim SEZ-Motor für Zip-Screens oder

auch bei diversen Rollladenbauteilen.

Aktuell steht der innovative SE Breeze-

RC bei umfangreichen Feldtests

im Fokus. So viel ist bereits sicher:

„Die klare Zielsetzung von SELVE,

unseren Kunden das Leben einfacher

zu machen, wurde auch hier einmal

mehr umgesetzt“, so Andreas Böck.

Bis dahin wird der SE Breeze-RC

noch eifrig von den Sonnenschutz-

Fachleuten ausprobiert und im Einsatz

bei Wind und Wetter geprüft.

Nach ersten erfolgreichen Tests im

Umkreis des Lüdenscheider Unternehmens,

weitet SELVE die Zahl der Teilnehmer

nun gezielt aus. „Für weitere

Kunden, die am Feldtest aktiv mitwirken

wollen, stehen wir mit Musterantrieben

bereit“, berichtet Dirk Wrobel,

SELVE-Produktmanager für textilen

Sonnenschutz: „Interessierte können

sich sehr gerne bei mir melden.“

Beim Feldtest gewonnene Erkenntnisse

fließen dann in etwaige zusätzliche

Verbesserungen des innovativen

Antriebs ein. Als „absolute Marktneuheit“

soll der SE Breeze-RC dann zur

Stuttgarter Leitmesse R+T 2022 eingeführt

werden. ◄

Feldtests mit Kunden

gestartet

Der Beschleunigungssensor (Foto Leiterplatte, l.u.) im SE Breeze-RC eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Er

registriert auch minimale Erschütterungen und sorgt für das sichere Einfahren einer Gelenkarmmarkise bei

Wind

Haus und Elektronik 4/2021 39


Netzwerktechnik

Smart vernetzt:

So wird das Gebäudenetzwerk fit für die Zukunft

Aktuelle Glasfaser-Lösungen ermöglichen ein schnelles und wirtschaftliches

Netzwerk

Autor:

Harry Jacob

Freier Journalist aus Augsburg

Rosenberger Gruppe

www.rosenberger.com

Ob Firmenbüros, Verwaltung oder

Schule: Distanzunterricht, Home

Office und Videokonferenzen belasten

die Netze mit immer größeren

Datenmengen, zugleich kommt

zunehmend intelligente Gebäudetechnik

zum Einsatz. Da stößt die vorhandene

Kabelinfrastruktur irgendwann

an ihre Grenzen. Doch aktuelle

Glasfaser-Lösungen ermöglichen ein

schnelles und wirtschaftliches Netzwerk

– sei es als Neuinstallation oder

im Rahmen eines Retrofit.

Wachsende Datenmengen

Jährlich erscheinen neue Prognosen

der großen Beratungshäuser,

die das Fortschreiten der Digitalisierung

anhand der erzeugten Datenmengen

illustrieren. Die Größenordnungen,

die heute und in wenigen Jahren

anfallen, machen es erforderlich,

neue Worte zu kreieren – derzeit ist

dies die Zentillion, die 10 zur 600-sten

Potenz erhebt.

Was dabei häufig vergessen wird:

Diese Daten entstehen nicht einfach

in irgendeinem Rechenzentrum

oder einer Cloud, sondern sie

werden erzeugt – vieles davon an

Büroarbeitsplätzen, in Klassenräumen

und Industrieanlagen. Immer

größere Bandbreiten werden deshalb

in Office-Gebäuden, Schulen

und Fabrikhallen benötigt. Für die

strukturierte Gebäudeverkabelung

ist die Digitale Transformation eine

extreme Herausforderung.

Das intelligente

Bürogebäude

Wenn Lars Schulze seinen Meeting-

Raum bucht, wird nicht einfach nur

eine Reservierung in der Raumplanung

hinterlegt. Das intelligente Haus

sorgt rechtzeitig für die von Schulze

präferierte Raumtemperatur, sorgt

nach dem vorangegangenen Treffen

für einen schnellen Luftaustausch,

regelt wetterabhängig die Luftfeuchtigkeit

und schaltet rechtzeitig die

Beleuchtung an, sodass die Meeting-

Teilnehmer trotz der heruntergelassenen

Sonnenschutz-Jalousien nicht

im Dunkeln stehen. Auf dem Smart

Screen an der Tür wird das Thema

des Meetings und der verantwortliche

Ansprechpartner angezeigt, und auch

die Anfangszeit des Folgemeetings ist

dort bereits vermerkt.

Zumindest in weiten Teilen wird ein

solches Szenario heute schon realisiert.

Beispielsweise auf dem Campus

von Siemens Smart Infrastructure im

schweizerischen Zug, der 2018 eröffnet

wurde. Hier können nicht nur Meeting-Räume,

sondern auch Arbeitsplätze

gebucht werden.

Mittels der Workplace-App Comfy können

schon von zu Hause aus Temperatur

und Beleuchtung an jedem einzelnen

Arbeitsplatz eingestellt werden.

Denn der Arbeitsplatz 4.0 soll

nicht nur höchste Funktionalität bieten,

die Technik soll auch dazu beitragen,

dass der Arbeitnehmer eine

Umgebung vorfindet, in der er sich

wohlfühlen kann.

Schnell und zuverlässig

Eine der wichtigsten Anforderungen

an die Gebäudeverkabelung: Sie muss

den schnell wachsenden Datenmengen

genügen. Breitbandige Anwendungen

wie Videokonferenzen erlebten angesichts

der Reisebeschränkungen in der

Corona-Pandemie einen Boom, und

während der eine vom Home-Office

aus sein Online-Meeting mit Kollegen

und Geschäftspartnern abhält, sind in

benachbarten Wohnungen mit Streaming-Diensten

wie Netflix und Spotify

weitere Bandbreiten-Fresser am Werk.

40 Haus und Elektronik 4/2021


Netzwerktechnik

Egal ob dienstliche Anwendung oder

Freizeitvergnügen: Alle Nutzer wollen,

dass ihre Anwendungen problemlos

funktionieren, ohne Ruckler

und Aussetzer.

Darüber hinaus sind im Smart Office

oder Smart Building noch mehr Funktionen

zu erfüllen: Zugangskontrolle,

Brandschutz, Einbruchsüberwachung,

Kontrolle und Steuerung von Installationen

wie Aufzug, Rolltreppe oder

automatischen Türen, Videoüberwachung

und vieles mehr. Steuerungstechnik,

Antriebe und Sensoren sind

in einem intelligenten Gebäude eng

miteinander verknüpft. Das wiederum

stellt extreme Anforderungen an

Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit.

Zudem müssen Büroflächen heute

wesentlich flexibler genutzt werden

können. Wenn Hierarchiestufen entfallen,

zeitlich befristete Projektgruppen

eingerichtet werden oder der Anteil

der Home- und Mobile-Worker steigt,

schlägt sich das auch in der Organisation

der Büro-Arbeitsplätze nieder –

und schnell stellt sich die Frage, ob die

Gebäudeverkabelung dem gewachsen

ist: Haben PCs, Drucker und lokale

Router am geplanten Standort auch

wirklich Netzzugang?

Dabei können nicht alle Eventualitäten

von Anfang an bedacht werden. Umso

mehr kommt es darauf an, dass die

Netztechnik anpassungsfähig ist, und

mit den technologischen Anforderungen

mitwächst. Dass etwa das Verlegen

zusätzlicher Leitungen nicht daran

scheitert, dass der Etagenverteiler die

Zahl der möglichen Anschlüsse oder der

einsetzbaren Technologien beschränkt,

bestehende Kabelkanäle schon voll

belegt sind oder die zusätzliche Verkabelung

hohe Kosten verursacht.

Neue Konzepte sind gefragt

Ob Dienstleistungsunternehmen,

Verwaltung, Schule oder Krankenhaus

– ohne eine moderne Datenverarbeitung

und eine digitale Haustechnik

geht heute nichts mehr. Doch

der grundlegenden Infrastruktur, der

strukturierten Gebäudeverkabelung,

wird häufig zu wenig Aufmerksamkeit

geschenkt.

„Das Erstaunen ist allerdings groß,

wenn die Kabel nicht mehr funktionieren

– sei es wegen der Überlastung,

sei es, weil sie einfach veraltet sind“, so

Dr. Gerald Berg, Prozessverantwortlicher

Sales & Marketing bei Rosenberger

Optical Solutions & Infrastructure

(Rosenberger OSI) in Augsburg.

Doch auch wer vorausschauend handeln

will, steht vor schwierigen Entscheidungen:

Neubau, Erweiterung

oder Sanierung? Eine Neuinstallation

wird sich in der Regel nur in Gebäuden

realisieren lassen, die gerade

nicht genutzt werden, beispielsweise

bei größeren Umbauten. Dann dürfte

sich dieses Konzept auch wirtschaftlich

rechnen. Nicht selten sind dagegen

Veränderungen im laufenden Betrieb

nötig. Dann bleibt nur, die bestehende

Infrastruktur zu ergänzen oder in Teilen

auszutauschen, um die Verkabelung

den genannten Anforderungen

– Bandbreite, Latenzen, Zuverlässigkeit

und Verfügbarkeit – anzupassen.

Dabei ist nicht nur der aktuelle Bedarf

zugrunde zu legen, sondern der Planer

muss auch die Entwicklung in den

kommenden Jahren ins Auge fassen,

denn die Digitalisierung wird ungebremst

weiter voranschreiten. Sprich:

Die benötigten Kapazitäten werden

sich weiter stark erhöhen.

Glasfaser löst viele

Probleme

In der Vergangenheit wurde der Ausbau

der Bandbreite oft einfach über Gigabit-Kupferkabel

gelöst, die zusätzlich

durch vorhandene Kabelschächte und

Leerrohre gezogen wurden. Doch aufgrund

der elektromagnetischen Eigenschaften

von Kupferleitern stößt man

hier schnell an Grenzen, denn liegen

zu viele Kabel zu eng beieinander,

kommt es zum Übersprechen, was

Datenraten und Zuverlässigkeit im

Netzwerk beeinträchtigt.

Für eine zukunftsorientierte Gebäudeverkabelung

bietet sich nach Überzeugung

von Rosenberger OSI daher

der Einsatz von vorkonfektionierten

Lichtwellenleitern (LWL) an, die solche

Effekte nicht aufweisen. Sie bieten

zudem extrem hohe Bandbreiten,

die dem Ansteigen der Datenmengen

in den kommenden Jahren gewachsen

sind. Denn bislang haben sich die

meisten Wachstumsprognosen bestätigt,

ein „Zuviel“ an Bandbreite gibt

es in der Regel nicht. Wer aber später

nachrüsten muss, hat dreimal so

hohe Kosten zu tragen wie bei einer

großzügigen Erstinstallation.

Zudem sind Verkabelungsstrukturen,

die auf dieser Technologie aufbauen,

in jeder Hinsicht adaptionsfähig.

Innerhalb eines Gebäudes, in dem

immer mehr Geräte angeschlossen

werden müssen und das Prozessumfeld

immer dynamischer wächst, steht

damit eine optimale Versorgungsinfrastruktur

zur Verfügung. So lässt sich

zusammen mit der verbesserten Datenübertragung

auch ein effizientes

Gebäudeverkabelungsmanagement

realisieren.

Einfache, sichere

Installation im

Steigbereich

Ein Konzept, das schon im Sekundärbereich,

also der Steigbereichsverka

Haus und Elektronik 4/2021 41


Netzwerktechnik

belung, Glasfaserkabel einsetzt und

dadurch tertiäre Kupferkabellängen

auf ein Minimum reduziert, ist das

PreConnect smartNET von Rosenberger

OSI. Möglich wird dies durch

den Einsatz eines passiven LWL Consolidation

Points im Sekundärbereich.

Die zahlreichen Vorteile sind schnell

ersichtlich. Während bei konventionellen

Verkabelungslösungen die

Kabelkanäle der sekundären Infrastruktur

brechend voll sind, führt

jeweils nur ein Glasfaserkabel von

den LWL Consolidation Points zu den

Office-Distributoren, die den Übergang

zur tertiären Kupferverkabelung bilden.

Dadurch können bis zu 40% der

Brandschotte für die Kabelverlegung

eingespart werden.

Effizientes

Verkabelungskonzept

Für viele Installateure ist bei der Entscheidung

für ein Verkabelungskonzept

jedoch der Übergang zum Tertiärbereich,

also im horizontalen Segment

hin zum Arbeitsplatz, entscheidend.

Komplexität der Technologien,

Zeitaufwand und Kosten spielen hier

eine Rolle. Hier kann das neue Konzept

seine Stärken ausspielen. Der

Einsatz eines passiven LWL Consolidation-Points

im Sekundärbereich

ermöglicht es, die zukunftssichere

Glasfaser näher an den Arbeitsplatz

zu rücken.

Durch das intelligente Konzept Pre-

Connect smartNET können tertiäre

Kupferkabellängen auf ein Minimum

(ca. 25 m) reduziert und dadurch

erhebliche Kosten eingespart werden.

Das Materialeinsparpotenzial

im Kupferbereich erreicht 50 bis 75

Prozent. Zugleich ist diese Netzwerklösung

bereits für Power-over-Ethernet-Anwendungen

(PoE) optimiert.

Im Tertiärbereich können Office-Distributoren,

die entweder stern- oder

ringförmig angebunden sind, die bisherigen

Etagenverteiler ersetzen. Sie

benötigen im Gegensatz zu diesen keinen

eigenen Raum, sondern werden

im Doppelboden, an der Wand oder

an der Decke installiert.

Darüber hinaus bieten die neuen LAN-

Lösungen von Rosenberger OSI die

Möglichkeit, die Bandbreite dynamisch

zu erweitern sowie Datenraten innerhalb

eines Gebäudes abteilungs- oder

prozessbezogen individuell zuzuteilen.

So kann etwa eine Entwicklungsabteilung

mit mehreren CAD-Arbeitsplätzen

per Netzwerkkonfiguration

eine höhere Kapazität erhalten als

die Buchhaltung mit einfachen PC-

Anwendungen. Als besonders flexibel

erweist sich die Lösung auch bei

der Umgestaltung der Büroflächen,

denn die Erweiterung und Umstrukturierung

der Gebäudeverkabelung

kann im laufenden Geschäftsbetrieb

erfolgen – von der Umgestaltung

nicht betroffene Arbeitsplätze

müssen also nicht für Netzwerkarbeiten

stillgelegt werden.

Fazit

Die Anforderungen an die Gebäudeverkabelung

haben sich extrem

gewandelt. Einfachere Administration

und höherer Automatisierungsgrad

im Gebäudemanagement benötigen

sichere, zuverlässige Verbindungen

innerhalb des Gebäudes sowie nach

außen ins Internet. In Sachen Bandbreite

gilt es, mit der fortschreitenden

Digitalisierung auch in den kommenden

Jahren Schritt zu halten. Störungen

oder gar ein Komplettausfall

des Netzes sind dagegen immer

weniger tolerierbar. Ebenfalls verschärft

haben sich die Ansprüche in

Sachen Flexibilität des Verkabelungskonzepts

sowie die Zukunftssicherheit.

Denn Innenraumkonzepte werden

häufiger geändert, also Arbeitsplätze

öfter umpositioniert.

Glasfaser statt Kupferkabel kann viele

der genannten Probleme lösen. Dabei

stellt der Einstieg in die LWL-Technologie

heute keine Hürde mehr dar.

Das Verkabelungssystem PreConnect

smartNET ist darauf ausgelegt,

dass sowohl Konzeption wie Installation

und Betrieb nicht komplexer, sondern

einfacher werden. Geringerer

Materialaufwand beim Kupfer und kürzere

Implementierungszeiten zahlen

auf die Effizienz beim Retrofit oder der

Neugestaltung der Gebäudeverkabelung

ein. Brandschutz, geringer Platzbedarf

und flexible Anschlusstechnik

setzen weitere Pluspunkte in Sachen

Zukunftssicherheit. ◄

So kommt die Leistung der Glasfaser in die Mitte des Hauses

Die neue devolo Giga Bridge löst ein Problem, das

in vielen Einfamilienhäusern mit neuem Glasfaseranschluss

besteht: Der Router steht plötzlich

an der falschen Stelle. Denn viele Netzbetreiber

nehmen den kürzesten Weg ins Haus und lassen

die Glasfaser am Netzwerkabschluss (ONT)

hinter der ersten Wand in Keller oder Hausanschlussraum

enden. Doch damit entsteht eine

Lücke, denn Router und ONT müssen verbunden

werden.

Dazu kann der Kunde seinen Router aus Diele

oder Wohnzimmer wegnehmen und neben dem

ONT im Keller platzieren. Alternativ können neue

Netzwerkkabel bis zum Router verlegt werden.

Beides ist nicht ideal: Entweder leiden WLANund

DECT-Empfang oder es entstehen zusätzlicher

Aufwand und Kosten.

Als clevere Alternative nutzt die devolo Giga Bridge

vorhandene freie Telefon- oder Koaxialkabel, um

das Signal mit Gigabitgeschwindigkeit vom Keller

zu gewünschten Routerstandort zu transportieren.

Sie besteht aus zwei Steckdosenadaptern:

Einer wird einfach mit ONT und vorhandenem

Kabel verbunden, ein zweiter mit dem Router –

und die volle Leistung der Glasfaser kommt ohne

Zusatzaufwand ins Zentrum des Hauses.

• devolo AG

www.devolo.de

42 Haus und Elektronik 4/2021


Netzwerktechnik

Glasfaserkabel für Heimverkabelung in praktischer

250-m-Reelex-Box

Innenbereich: für Kabelkanäle, zum Einziehen in

Rohre, für Spleißverbindungen und zur direkten

Steckermontage.

Das Kabel entspricht der Brandschutzklasse Dca

s2 d2 a1 gemäß EN 50173-1; sein FireRes-Mantel

ist UV-stabil, halogenfrei und flammwidrig.

Ausgestattet mit vier Fasern G.657.A2 BendBright XS,

lassen sich mit dem Distributionskabel viele Installationen

realisieren.

Die Singlemode-Faser ist enorm biegeunempfindlich

und erlaubt einen reduzierten Biegeradius. Die

geringe Biegeempfindlichkeit garantiert, dass das

1625 nm Fenster (L-Band) für den zukünftigen Bandbreitenbedarf

genutzt werden kann.

Die Faser erfüllt sowohl die ITU G.657A2- und

G.657B2-Normen (Ausgabe 2009) als auch ITU

G.652D.

Die BU Multimedia Solutions (MMS) der Prysmian

Group bietet das Draka-Glasfaserkabel UC HOME fibre

idrop 900 I-VH LS9 4F G.657.A2 für den Innenbereich

ab sofort in einer praktischen Reelex-Box.

Die kompakte Kartonverpackung mit 250 m Kabellänge

erleichtert die Montage erheblich und ist zudem

umweltfreundlich zu entsorgen. Das Singlemode-

Faserkabel entspricht der Brandschutzklasse Dca

s2 d2 a1 und ermöglicht durch seine geringe Biegeempfindlichkeit

einen reduzierten Biegeradius.

Mit der neuen, montagefreundlichen Reelex-Box

unterstützt die BU Multimedia Solutions Installateure

bei der schnellen und sicheren Verlegung des

Draka UC HOME fibre idrop 900-Kabels im Innenbereich.

Die achtförmige Aufwicklung und das Auszugssystem

ermöglichen das einfache Herausziehen

des Kabels, ohne es zu verdrehen.

Mit der handlichen Griffmulde an der Verpackung

und dem geringeren Gewicht lässt sich die Reelex-

Box komfortabel tragen. Die Gefahr, Wände oder

Türen in engen Treppenaufgängen oder kleinen

Wohnungen zu beschädigen, ist geringer als mit

einer Plastiktrommel. Zudem ist die Reelex-Box aus

Karton umweltfreundlich und einfach zu entsorgen.

Von der kompakten Verpackung mit reduzierter, speziell

für den Heimbereich konzipierter Kabellänge

von 250 m profitieren Großhändler bei Lagerhaltung

und Verkauf.

Biegeunempfindliche Glasfaser

Mit nur 4,5 mm Durchmesser ist das UC HOME fibre

idrop 900 sehr flexibel und leicht zu verlegen. Es

eignet sich für unterschiedliche Anwendungen im

Schnelles Internet beim

Endverbraucher

Die Weiterführung der Glasfaserkabel vom Gebäudeanschluss

im Keller bis in die Wohnung oder das

Büro ist ein weiterer wichtiger Baustein, um die Digitalisierung

voranzutreiben. Nur wenn hohe Internet-Verfügbarkeit

beim Endnutzer ankommt, können

diese im Homeoffice verzögerungsfrei arbeiten

und störungsfrei an digitalen Veranstaltungen

teilnehmen. Auch im Freizeitbereich ist schnelles

Internet von Vorteil: Beim Streamen von Filmen

oder Musik profitieren Nutzer von brillanten Fernsehbildern

und enorm klarem Klang.

• Draka Comteq Germany

GmbH & Co. KG

www.draka-cable.com

Powerline-Adapter leistet 30 W

Der Powerline-Ethernet-Adapter NWPL01-POE von

Indexa sorgt in der Netzwerktechnik für einfachere

und schnellere Installationen mit weniger Kabeln.

Daten können dank des Adapters über das Stromnetz

übertragen und Endgeräte gleichzeitig mit PoE

(Power over Ethernet) versorgt werden. So werden

zusätzliche Kabel zur Datenübertragung und Spannungsversorgung

sowie PoE-Injektoren und Netzgeräte

vermieden.

Mindestens zwei Adapter sind bei jeder Installation

notwendig: einer routerseits und einer auf der Seite

eines PoE-fähigen Endgeräts. Dies kann beispielsweise

eine IP-Netzwerkkamera oder eine Komponente

eines IP-Türsprechsystems sein.

Endgeräte, die nicht PoE-fähig sind, werden bei

Anschluss an den Adapter nicht beschädigt. Die

Adapter werden einfach in eine Steckdose gesteckt

und können eine Datenmenge bis zu 1,2 GBit/s über

das Stromnetz innerhalb einer Stromphase übertragen.

Die verwendete neue G.hn (wave 2) Technologie

sorgt für eine besonders stabile Verbindung

sowie eine erhöhte Geschwindigkeit und Reichweite

bei der Datenübertragung. Die Besonderheit

des Indexa-Powerline-Adapters: Dank zwei integrierter

RJ45-Ports können mit einem Adapter über

IEEE 802.3af zwei PoE-fähige Endgeräte versorgt

werden, über IEEE 802.3at ein Gerät. Insgesamt

steht eine PoE-Leistung von bis zu 30 W zur Verfügung.

Der Powerline-Adapter ist einfach anzuwenden

und über Tastendruck zu konfigurieren. Für maximale

Datensicherheit ist der NWPL01-POE nach dem

AES-Standard 128 Bit verschlüsselt. Bis zu 14 Adapter

können in einer Stromphase eingesetzt werden.

• Indexa GmbH

www.indexa.de

Haus und Elektronik 4/2021 43


Netzwerktechnik

Neue Breitbandtechnologien und die steigenden Anforderungen an die Messtechnik

Der Datenhunger und die Folgen

Scheinbar unaufhaltsam wächst der Datenhunger und der Bedarf an Bandbreite

für gewerbliche, industrielle und private Anwendungen. Welche Folgen hat das für

Übertragungs- und Messtechnik?

Schema verschiedener FTTx-Formen

Autor:

Marco Brielmann

Sales Director

Kurth Electronic GmbH

www.kurthelectronic.de

Mit der zunehmenden Verfügbarkeit

von Bandbreite steigt erfahrungsgemäß

auch deren Inanspruchnahme.

Durch das steig wachsende Angebot

von zum Beispiel Videostreaming und

der steigenden Qualität der Videoinhalte,

von SD zu HD, von HD zu Full

HD, von Full HD zu 4k usw. sowie

dem Anspruch der parallelen Nutzung,

erhöht sich auch der Anspruch

an die dauerhafte Verfügbarkeit hoher

Datenraten.

PC-Gamer zum Beispiel sind darüber

hinaus noch zusätzlich auf schnelle

Reaktionszeiten (Ping-Zeiten) angewiesen,

was nur mit modernen Diensten

und geeigneter Infrastruktur zuverlässig

realisierbar ist.

Doch nicht nur auf Seite des Downloads

wird eine hohe Leistungsfähigkeit

erwartet. Mit deutlich zunehmender

Nutzung von Cloud-Lösungen für zum

Beispiel virtuelle Speicher oder auch

dem Bereich der Machine-to-Machine

Kommunikation (M2M), steigt auch die

Anforderung an den zur Verfügung

stehenden Upload.

Bei den klassischen DSL-Diensten ist

jedoch genau dies der Schwachpunkt,

da das Verhältnis von Downstream zu

Upstream in der Regel asymmetrisch,

zu Lasten des Upstreams ist.

Von ADSL bis VDSL2 35b

ADSL-Anschlüsse mit einer maximalen

Bandbreite von ca. 16 Mbit/s im

Download und ca. 2 Mbit/s im Upload,

im Frequenzspektrum bis 2,2 MHz,

können dem Anspruch des Anwenders

an ein modernes Kommunikationsnetz

nicht mehr gerecht werden.

Auch die klassische VDSL2-

Technologie, mit Bandbreiten von

bis zu 50 Mbit/s im Download und

10 Mbit/s im Upload ist bereits seit

2015 überholt. Das Stichwort hier

heißt Vectoring beziehungsweise

Super Vectoring, ein Verfahren

zur Minimierung der auf Kupferleitungen

auftretenden Frequenzstörungen,

ins besondere dem FEXT

(Far End Crosstalk).

Mit Zuschaltung der Vectoring-Software

vom DSLAM des Betreibers

aus, welcher als Gegenspieler des

Modems auf der Kundenseite agiert,

erhält der klassische VDSL2-Dienst

einen Geschwindigkeits-Boost und

kann Datenraten von bis zu 100/40

Mbit/s erreichen (VDSL2-Vectoring).

In der jüngsten und seit Ende 2018

verfügbaren 3. Generation, genannt

VDSL2 35b oder Super Vectoring, wird

der bisher nutzbare Frequenzbereich

von bis zu 17 auf 35 MHz erhöht, was

wiederum eine deutliche Erhöhung

der Datenraten mit sich bringen kann.

Anschlüsse mit VDSL2 35b können

Datenraten von bis zu 250/100 Mbit/s

erreichen.

G.fast

Der aktuelle Höhepunkt der Breitbandtechnologien,

welche wie DSL

das Modulationsverfahren discrete

multi-tone (DMT) über Kupferleitungen

nutzen, nennt sich G.fast. Entgegen

des bei DSL verwendeten Frequenzduplex

(FDD) kommt bei G.fast das

Zeitduplexverfahren (TDD) zum Einsatz,

wodurch nicht nach festen Frequenzbändern

für Sende- und Empfangsrichtung

getrennt wird, sondern

abwechselnd in die eine oder andere

Richtung übertragen wird. G.fast ist

in zwei Varianten verfügbar, einmal

in der Variante bis 106 MHz (Profil

106a) und einmal in der Variante bis

212 MHz (Profil 212a/c). Profil 106a

bietet Datenübertragungsraten von

bis zu 1.000 Mbit/s (Downstream

und Upstream aggregiert), Profil 212a

44 Haus und Elektronik 4/2021


Netzwerktechnik

G.fast-Messung mit einem KE3700

xDSL MultiTest

gar bis zu aggregierten 1800 Mbit/s.

Im Gegensatz zu ADSL und VDSL2

bietet G.fast dem Betreiber sogar die

Möglichkeit seinen Kunden symmetrische

Datenraten anzubieten.

Wie bei ADSL und VDSL2 gibt es auch

bei G.fast leitungsbedingte Einschränkungen.

Stark limitierender Faktor

der übertragbaren Datenrate sind die

Länge und der Zustand der verwendeten

Kupferleitung hin zum Kundenendgerät.

Bei G.fast reduziert sich

bereits ab ca. 50 Meter Leitungslänge

die Übertragungsrate merklich, ab ca.

250 Meter wird der Einsatz von G.fast

nicht mehr empfohlen, da keine signifikanten

Vorteile gegenüber VDSL2

mehr bestehen.

Somit wird deutlich, dass es um hohe

Bandbreiten mit G.fast gewährleisten

zu können notwendig ist, die Technik

(G.fast DSLAM/DPU) sehr nahe am

beziehungsweise direkt im Gebäude

zu positionieren.

Bereits heute wird G.fast von einigen

Netzbetreibern in Deutschland erfolgreich

eingesetzt und könnte aufgrund

moderater Investitionskosten und den

Vorteilen gegenüber den klassischen

DSL-Diensten in naher Zukunft eine

Rolle bei der Versorgung von größeren

Gebäuden und Wohneinheiten mit

hoher Bandbreite spielen.

Von Kupfer zu Glasfaser

Moderne DSL-Anschlüsse werden

zumeist vom Multifunktionsgehäuse

(MFG) am Straßenrand aus bereitgestellt,

welche über Glasfaserkabel

(Lichtwellenleiter, kurz LWL) mit der

Vermittlungsstelle verbunden sind. Im

Multifunktionsgehäuse (MFG) findet

sich neben der klassischen passiven

Technik, bekannt aus dem Kabelverzweiger

(KVz) auch aktive Technik,

wie zum Beispiel DSLAM, Switch etc.

Hier wird das optische in ein elektrisches

Signal umgewandelt und weiter

zu den Gebäuden geführt. Übertragungsmedium

hierfür ist die „letzte

Meile“ der altbekannten und existenten

Kupferleitung, welche nun jedoch

einer umfangreichen Prüfung auf eventuelle

Defekte und einer adäquaten

Leistungsfähigkeit unterzogen werden

sollte.

Als hinsichtlich Leistungsfähigkeit

schwächstes Glied in der Kette, können

nun nämlich genau diese Kupferleitungen

der Flaschenhals für die

Übertragung hoher Bandbreiten zum

Gebäude hin sein. Die hier beschriebene

Netzarchitektur nennt sich FTTC

(Fibre to the Curb), also Glasfaser bis

zum Bordstein und ist die in Deutschland

am stärksten verbreitete Netzarchitektur.

Eine weitere Variante nennt sich FTTdp

(Fibre to the Distribution Point) und steht

zwischen FTTC und FTTB (Fibre to the

Building). Bei FTTdp wird die Glasfaser

bis an einen Kabelschacht in der

Straße oder am Gebäude herangeführt

und erst dort in ein elektrisches Signal

umgewandelt. Die Länge der verwendeten

Kupferleitung wird somit im Vergleich

zu FTTC nochmals reduziert.

Eine zukunftsträchtige

und performante,

jedoch für die Netzbetreiber

aufwändige

und kostenintensive

Variante ist

die direkte Anbindung

der Gebäude an das

Glasfasernetz. Die

bei FTTC noch verwendeten

Kupferleitungen

zum Gebäude

hin finden hier keine

Verwendung mehr.

Unterscheiden werden

muss zwischen

FTTB (Fibre to the

Building) und FTTH

(Fibre to the Home).

Bereitgestellt werden

die Lichtwellenleiter

zu den Gebäuden

üblicherweise

vom MFG bzw. vom

Glasfaser-Netzverteiler

aus.

Bei FTTB wird die

Glasfaser bis ins

Gebäude geführt und an einem Übergabepunkt

in ein elektrisches Signal

umgewandelt. Die bestehende gebäudeinterne

Verkabelung wird zur Übertragung

der Signale zum Anwender

verwendet. Potenzielle Fehlerquelle

und limitierender Faktor hoher Datenübertragungsraten

kann jedoch genau

diese Verkabelung sein, weshalb auch

hier eine messtechnische Überprüfung

als unverzichtbarer Schritt im Testplan

eines jeden Technikers aufgeführt

sein sollte. Nur durch eine umfangreiche

Prüfung kann Defekten oder

Leistungseinbußen frühzeitig entgegengewirkt

werden.

Gänzlich auf den Einsatz von Kupferleitungen

wird auf Seite des Netzbetreibers

bei FTTH verzichtet und

somit die Faser direkt bis zum Kunden

verlegt. Lediglich am letzten Übergabepunkt,

zum Beispiel direkt in der

Wohneinheit des Kunden, wird für

gewöhnlich hinter einem Glasfaser-

Modem das Signal von Optisch auf

Elektrisch gewandelt. Ein Router stellt

dabei dem Anwender über einen klassischen

RJ45-Anschluss oder Kabellos

(WLAN) die Verbindung zum Highspeed-Internet

zur Verfügung.

Das Ziel der Netzbetreiber ist es möglichst

schnell, möglichst jedes Gebäude

an das Glasfasernetz anzuschließen,

um dem steigenden Datenhunger der

gewerblichen und privaten Anwender

gerecht werden zu können.

LWL-Tests mit einem KE3700 xDSL MultiTest

Anforderung an die

Messtechnik

Durch den Wandel im Breitbandnetz

und die Einführung neuer Technologien

verändern sich neben den Prüfaufgaben

der Techniker im Feld auch

die Anforderungen an die Messtechnik.

Die messtechnische Sicherstellung

des einwandfreien Zustandes der Leitungen,

egal ob Kupfer oder Glasfaser,

sowie deren Leistungsfähigkeit

ist in modernen Netzen ein wichtiger

Aspekt.

Auch die Prüfung des erfolgreichen

Internetzugangs auf Kundenseite sowie

weiterer dem Anwender zur Verfügung

gestellter Dienste, wie Voice over IP

Telefonie (VoIP) oder das Fernsehen

via IP (IPTV) ist Bestandteil von täglichen

Prüfaufgaben zahlreicher Service-Techniker.

Moderne Messgeräte-Plattformen,

wie die MultiTest Serie KE3700 und

KE3550 vom Hersteller Kurth Electronic

aus Eningen u.A., sind in ihrer Hardund

Software modular und lassen sich

an die Anforderungen des jeweiligen

Technikers anpassen. Diese sogar

nachträglich noch gegebene Flexibilität

garantiert eine hohe Zukunftsund

Investitionssicherheit.

Wurden früher noch mehrere Messgeräte

für die unterschiedlichen Prüfaufgaben

benötigt, genügt dem Techniker

heute zumeist ein einzelner Breitband

MultiTester. ◄

Haus und Elektronik 4/2021 45


Videoüberwachung

Kameras und Recorder für die professionelle

Videoüberwachung

Sechs neue Outdoor-Kameras und ein Netzwerk-Videorekorder von D-Link

erscheinen mit ihren Features besonders interessant

D-Link (Deutschland) GmbH

www.dlink.com

D-Link bietet eine Reihe von Überwachungskameras

für den Außenbereich

sowie einen passenden Netzwerk-Videorekorder

für den Einsatz im

Unternehmensumfeld und im Public-

Sektor an.

Kurz vorgestellt

Die jüngsten sechs Business-Neuzugänge

der Vigilance-Serie verfügen

über Auflösungen von 2, 4 und 8

Megapixel (DCS-4618EK und DCS-

4718E). Alle Kameras sind gegen

starken Regen und einige zusätzlich

gegen Vandalismus geschützt.

Als Ergänzung empfiehlt sich der Netzwerk-Videorekorder

DNR-4020-16P

mit 16 PoE-Anschlüssen.

Zusammen ergeben Kamera und

Video rekorder eine perfekt abgestimmte

Komplettlösung zur lückenlosen

und professionellen 24/7-Außenüberwachung.

Outdoor, 4K Ultra HD und

starker Schutz

Mit den Modellen DCS-4612EK, DCS-

4614EK und DCS-4618EK erweitert

D-Link sein Sortiment an robusten

Dome-Kameras mit Stoßfestigkeitsgrad

IK10 Vandalismus.

Die ersten beiden Modelle verfügen

über Auflösungen von 2 und 4 Megapixel.

Letzteres liefert Videos mit 4K

Ultra HD-Auflösung. Auch die Bullet-

Kameras DCS-4712E, DCS-4714E

und DCS-4718E kommen mit einer

Auflösung von 2, 4 sowie 8 Megapixel

(4K Ultra HD). Dank Nachtsicht bis 30

m, Rauschreduzierung und WDR-Bildoptimierung

(Wide Dynamic Range),

liefern sie zu jeder Tages- und Nachtzeit

perfekte Bildergebnisse.

Alle Kameras unterstützen High Efficiency

Video Coding (H.265) und sind

gemäß IP66-Zertifizierung vollständig

gegen Staub und starkes Spritzwasser

geschützt. Die kostenfreie,

online verfügbare D-ViewCam Video

Management Software ermöglicht ein

einfaches und dezentrales Management

über das Internet.

Netzwerk-Videorekorder

mit 16 PoE-Ports

All-in-One: Der JustConnect 16-Kanal

H.265 PoE Netzwerk-Videorekorder

DNR-4020-16P ermöglicht es

Unternehmen, Aufnahmen von bis

zu 16 Kameras aufzuzeichnen und

per Ethernet-Kabel mit Strom (PoE)

zu versorgen. Das gesamte Power-

Budget liegt bei 120 W.

Die Anbindung der Kameras erfolgt

über 100-Mbit/s-Ports. Ein Gigabit-

Ethernet-Port stellt die Verbindung

zum Unternehmensnetzwerk her.

Der Rekorder unterstützt, ebenso wie

die Kameras, High Efficiency Video

Coding (H.265) und bietet Platz für

zwei SATA-Platten mit einer Gesamtspeicherkapazität

von bis zu 16 Terabyte.

Mittels externem USB-Speicher

lassen sich problemlos Backups anlegen.

Die JustConnect+ App ermöglicht

den Online-Fernzugriff auf den

Rekorder. Zeitgleich können Echtzeit-

Videostreams angezeigt und Aufzeichnungen

durchgeführt werden. ◄

46 Haus und Elektronik 4/2021


Lichttechnik

Plug&Light jetzt auch funkvernetzt

System rund um die Lichtsteckdose wird smart

Das Plug&Light-System rund um die Lichtsteckdose von Insta wird smart und kann

sich künftig via Zigbee mit nahezu jedem Smart-Home-Standard vernetzen

Voll kompatibel: Über den funkvernetzten Smart PUK verbinden

sich damit ausgestattete Plug&Light-Leuchten mit allen gängigen

Smart-Home-Systemen

Insta GmbH

www.insta.de

Mit der neuen Technik ausgestattete

Leuchten lassen sich mit Sprachassistenten,

Apps, Sensoren & Co. schalten

und dimmen. Neben den System-Mitinitiatoren

Gira und Jung bieten

bereits sieben weitere namhafte

Leuchtenhersteller Lichtlösungen

in diesem Business-Ökosystem an.

Die neue Generation des PUK – so

nennt Insta den ins System integrierten

LED-Treiber – wird mit Befehlen

des Zigbee 3.0 Funkstandards geschaltet

und gedimmt. Mit dem Smart PUK

übergibt Insta ein hochintegriertes

und extrem kompaktes Funkmodul an

seine Leuchtenpartner: so klein, dass

es sich in nahezu jedem Leuchtengehäuse

unterbringen lässt.

Insta nimmt damit gerade mittelständischen

Leuchtenherstellern, die sich

über ihre Design-Kompetenz definieren,

die große Herausforderung

„Smart Home“ ab.

Daran hat auch der Käufer der

Plug&Light-Leuchte seine Freude:

Über eine selbsterklärende Bluetooth-

App wird der Smart PUK spielend einfach

mit einem bestehenden Zigbee-

Netzwerk verbunden.

Kompaktes, funkvernetztes

LED-Licht

Smarte Lösung

für smarte

Leuchten in

allen Designs:

Plug & Light

gibt es jetzt

auch funkvernetzt

für den

Zigbee-Funkstandard.

(v.l.n.r)

Lichtsteckdose

bestehend aus

Unterputz-Netzteil

und Zentralplatte,

Smart

PUK – sowie

optional aus

LED-Leuchtmittel

und Optik

Die Vorteile von Plug&Light gehen auch

bisher schon weit über die Funktionalität

der Lichtsteckdose hinaus: Das

wandintegrierte Netzteil in der Standard-Unterputzdose

und die integrierte

Drehachse in der magnetischen Aufnahme

sind nur zwei davon.

Auch diese funktionellen Lösungen

ermöglichen reduzierte und kompakte

Leuchten-Designs. Mit dem smarten

Funkmodul fokussiert Insta jetzt die

Systemkompatibilität. Alle Komponenten

sind aufeinander und auf die

marktgängigen Funksteuer-Systeme

abgestimmt. Bislang war das überwiegend

die Domäne von Leuchtmitteln

mit eingebauten Elektronikkomponenten,

die dafür allerdings diverse

Standard-Lampensockel aus der Zeit

der Glühlampe nutzten. Die LED ist

eine ultrakompakte Lichtquelle – nicht

jedoch in Kombination mit E14- oder

E27-Lampensockeln.

Voll kompatibel zu Smart-

Home-Standards

Der Smart PUK eröffnet mannigfaltige

und systemoffene Vernetzungsmöglichkeiten.

Über einen intelligenten

Lautsprecher oder ein Zigbee-Gateway

verlinkt sich Plug&Light mit smarten

Schaltern, Sensoren, Smart-Home-

Apps und Sprachbedienung. Darüber

können individuell gespeicherte

Lichtszenen für das ganze Haus abgerufen

werden.

Technologie für gutes

Design

Plug&Light bleibt auch mit dem superkompakten

smarten PUK weiterhin eine

Fördertechnologie für gutes Leuchten-

Design, so wie es der Konzeptdesigner

Tobias Link in seinen ursprünglichen

Entwürfen angelegt hat: Auf

unschöne Trafogehäuse, anschlusskaschierende

Baldachine oder das

Steckernetzteil mit Kabel kann verzichtet

werden – vom vermeidbaren

Bohr- und Montageaufwand einmal

ganz abgesehen.

Wie bisher wird jede kompatible

Leuchte einfach magnetisch angedockt

und kann im Zweifelsfalle

auch diebstahlsicher verriegelt werden.

Durch die magnetische Verbindung,

die gleichzeitig auch die Energieversorgung

sicherstellt, bleibt die

Leuchte dennoch drehbar und kann

funktionssicher ausgerichtet werden.

Man sieht: Die clevere Plug&Light-

Installation kann auf manches Relikt

der Vergangenheit verzichten: Kabel,

Lüsterklemmen, Bohren und Dübeln

beispielsweise. ◄

Haus und Elektronik 4/2021 47


Lichttechnik

Über die Energieeffizienz hinausgehen

Neue Möglichkeiten von LED-Beleuchtung

Aufgrund der pandemiebedingten Tendenz zu einer „Indoor-Gesellschaft “ und

der deutlichen Zunahme des Bevölkerungsanteils älterer Menschen ist gutes und

richtiges Licht wichtiger denn je

Schlaf und Erholung und in der Hellphase

ein Maximum an Vitalität und

Leistung zu ermöglichen. Unter dieser

Abfolge hat sich im Laufe der Evolution

unser Biorhythmus entwickelt –

das zirkadiane System. Der zirkadiane

Rhythmus wird hauptsächlich durch

die Farbtemperatur und Intensität des

Lichts beeinflusst bzw. ausgelöst.

Licht ist ein wichtiger „Zeitgeber“ für

die innere Uhr (Zellrhythmen, Schlaf-

Wach-Zyklus, Organrhythmen). Auch

die Wirkung der Farbtemperatur der

typischerweise hinterleuchteten Displays

von mobilen Geräten und Computern

sowie Laptops ist ein bereits

weithin bekannter Aspekt.

IM RHYTHMUS

MIT DER INNEREN UHR

Der natürliche Tag-Nacht-

Rhythmus ist darauf ausgelegt,

dem Menschen in der Dunkelphase

ein Optimum an Schlaf

und Erholung und in der Hellphase

ein Optimum an Vitalität

und Leistung zu ermöglichen.

Unter dieser Abfolge hat sich

im Laufe der Evolution unser

Biorhythmus entwickelt - das

circadiane System.

Neben Stäbchen und Zapfen,

die für das visuelle Sehen

verantwortlich sind, gibt es im

menschlichen Auge weitere

sogenannte non-visuelle Fotorezeptoren,

die den circadianen

Rhythmus spürbar beeinflussen.

Diese Rezeptoren steuern

unseren Hormonhaushalt,

insbesondere das für das

Wach- und Schlafverhalten

verantwortliche Melatonin.

Lumitech Lighting Solution

GmbH

www.lumitech.com

Die Allgemeinbeleuchtung in Innenräumen

wird derzeit immer mehr am

Energieverbrauch (und damit Klimaschutz)

sowie an der Lichtqualität

gemessen.

Richtiges Genau hier Licht setzt in PI-LED an

Innenräumen

– mit dem Ziel, den circadianen

Rhythmus des Menschen

„Gesundes“ positiv zu Licht unterstützen fördert das und Wohlbefinden.

Melatoninproduktion Im Folgenden soll gezeigt in einem wer-

die

den, natürlichen warum die Gleichgewicht Nachahmung realer zu

Tageslichtbedingungen halten. Dabei gilt: mit erweiterten

Tageslichtkurven und einer direkten

und Kaltes einer indirekten Licht mit Komponente hohem Blauanteil

dient K) der neben Aktivierung vollem konti-

(CCT

1.800–16.000

nuierlichen und fördert Spektrum die Ausschüttung

und hoher Farbwiedergabe

von Serotonin unerlässlich und Cortisol ist.

Eine und ganzheitliche unterdrückt melanopische zugleich die Lichtlösung

Melatonin-Ausschüttung. trägt dazu bei, das Wohlbefindentungsfähigkeit

die Vitalität, die und Gesundheit, Aufmerk-die

Aufmerksamkeit, werden die somit Konzentration, deutlich

Leis-

die erhöht. Genesung, die Stressreduktion,

die Entspannung sowie den natürlichen

Warmes Schlaf-Wach-Rhythmus Licht mit einem positiv

hohen

zu beeinflussen.

Rotanteil

Mit

fördert

dynamischen

die

Lichtlösungen

Ausschüttung

können

von

darüber

Melatonin,

hinaus

es führt nach einer Aktivierungsphase

zu Entspannung

aber auch neue, veränderbare Raumatmosphären

erzeugt werden.

und einem erholsamen Schlaf.

Der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus

ist darauf ausgelegt, dem Menschen

in der Dunkelphase ein Optimum an

LICHTWIRKUNG AUF DEN MENSCHEN

Entspannung

Warmweiß

DER CIRCADIANE RHYTHMUS

6:00

Cortisol Level

Melatonin Level

12:00

18:00

24:00

6:00

12:00

18:00

Studie: The effect of high correlated colour temperature office lighting on employee wellbeing and work performance

©2007 Mills et al; license BioMed Central Ltd. Peter R Mills, Susannah C. Tomkins und Luc JM Schlangen

24:00

Aktivierung

Kaltweiß

1.800 K 4.000 K 5.500 K 8.000 K

12.000 K 16.000 K

Die Wirkung verschiedener CCTs auf den Menschen

6:00

9

48 Haus und Elektronik 4/2021


Lichttechnik

PI-LED

TUNABLE WHITE

n

E

ich

LICHTLÖSUNGEN VON KITEO

rbar auf die Vitalität und

nschen aus.

der naar

entlang

nalen oder

)

K

GB Farben

s

von Warm-

urkompen-

n

end für Gekünstliche

enlicht-Chaechen.

Dieman

Centric

ve Leuchten

s natürliche

Gegenüberstellung der Möglichkeiten von PI-LED vs. TunableWhite (2-Kanal, weiß/weiß)

Mint

App-Anwendungen, welche die Farbtemperatur

benutzergesteuert oder zeitgesteuert

z.B. gegen Ende des Tages

in Richtung warmweiß ändern, sollen

das Problem des deutlich späteren

und verzögerten Einschlafens reduzieren

und sind mittlerweile gebräuchlich.

Der Einfluss der Farbtemperatur

in diesem Bezug zählt inzwischen

zum Allgemeinwissen. Der Nobelpreis

für Medizin 2017 wurde für die

Forschungen zum zirkadianen Rhythmus

an die US-Amerikaner Jeffrey C.

Hall, Michael Rosbash und Michael W.

Young verliehen.

Indoor-Gesellschaft

der natürliche Verlauf des Tageslichts

nicht mehr wahrgenommen werden.

Dies ist von besonders hoher Relevanz

für Bereiche, in denen sich Menschen

in der Regel über längere Zeit

in Innenräumen aufhalten. Krankenhäuser

und Altenheime aber natürlich

auch Büros und Arbeitsplätze können

hier als Beispiele genannt werden. Es

liegt auf der Hand, dass die konventionelle,

künstliche Beleuchtung mit

ihren in den meisten Fällen einheitlichen,

unveränderlichen statischen

Eigenschaften keine positiven Auswirkungen

auf die menschliche Gesundheit,

das Wohlbefinden und die Leistung

haben kann.

Natürliches Tageslicht wäre selbstverständlich

das beste Licht, ist aber in

ganz vielen Fällen z.B. aufgrund urbaner

baulicher Situationen und Bedingungen

(Stichwort: Abschattung) nicht

entsprechend verfügbar. Des Weiteren

kann direkte Sonneneinstrahlung

(wenn überhaupt) meist nur in sehr

Blau Das Wohlbefinden des menschlichen

Organismus und aller beteiligten biologischen

Prozesse hängt stark von

natürlichem Tageslicht ab. Da jedoch

große Teile des modernen Lebens

in geschlossenen Räumen mit statischer

Beleuchtung stattfinden, kann

CIE-Chart: SPEKTRALVERLAUF

High-End-3-Kanal- PI-LED-Technologie

IM VERGLEICH

Haus und Elektronik 4/2021 49

Farben und farbige Gegenstände werden nur dann farbig wahrgenommen, wenn im

Spektrum der Lichtquelle auch die entsprechenden Farben vorhanden sind.

Rot

Plancksche

Kurve


Lichttechnik

ANSI-IES TM-30-18 (Beispiel)

CRI/Ra9 (Beispiel)

begrenztem Umfang und damit sehr

oft in nicht ausreichendem Ausmaß

in die Tiefen der Räume eindringen.

Alternde Gesellschaft

Modular Dimming

Vor allem in der nördlichen Hemisphäre

erhöht sich die Zahl der älteren Menschen

radikal. Die Babyboomer bewegen

sich immer mehr in Richtung „Alte“

und die Gruppe der über 65-Jährigen

wird in den nächsten Jahrzehnten vermutlich

viel schneller wachsen als die

Gesamtbevölkerung.

Ältere Menschen benötigen aufgrund

von fortschreitender altersbedingter Trübung

der Augenlinse tendenziell mehr

Licht für die Erledigung ihrer Sehaufgaben.

Dem kann – als herkömmliche

Maßnahme – durch Erhöhung

der Lichtintensität Rechnung getragen

werden. Alternativ kann man die

Lichtspektren so anpassen, dass zur

richtigen Tageszeit das richtige Licht

zur Verfügung steht. Hierzu muss die

Lichtleistung nur geringfügig erhöht

werden, und das gewünschte Ziel

lässt sich mit dem Zusatznutzen von

Wohlbefinden und Gesundheit erreichen,

während gleichzeitig Energie

eingespart werden kann.

Die Babyboomer haben höhere

Ansprüche, sind technologisch orientierter

und haben stärker segmentierte

und differenzierte Bedürfnisse

als frühere Generationen. Darum und

um die oben beschriebenen Vorteile

zu nutzen (mit anderen Worten: um

authentisches Human Centric Lighting

zu generieren) bedarf es einer

ausgeklügelten Steuerungsarchitektur

mit der Möglichkeit persönlicher

Anpassung.

Human Centric Lighting

HCL stellt sich dieser Herausforderung:

Es ahmt die spektrale Qualität

des natürlichen Tageslichts über den

ganzen Tag nach, sodass die menschlichen

Hormonspiegel ausgeglichen bleiben

– auch unter künstlicher Beleuchtung.

Dies hat eine positive Wirkung

auf Körper und Geist und Leistungssteigerung

und Konzentrationssteigerung

sind die Folge [1].

Der nächste Schritt nach der Integration

von LED-Quellen in die Allgemeinbeleuchtung

besteht also darin, die gegebenen

und bestehenden Möglichkeiten

zu nutzen, über die Energieeffizienz

hinauszugehen und in eines der vielversprechendsten

und am schnellsten

wachsenden Segmente in der Welt

des Lichts zu führen [2, 3].

Der zirkadiane Rhythmus

Der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus

ermöglicht es Menschen, gut zu

schlafen und sich zu regenerieren. Im

Laufe der menschlichen Evolution hat

unser Körper auf der Grundlage dieser

Sequenz einen Biorhythmus entwickelt

– den zirkadianen Rhythmus.

Neben den Stäbchen und Zapfen,

die für unser visuelles Sehen verantwortlich

sind, verfügt das menschliche

Auge auch über sogenannte nichtvisuelle

Photorezeptoren, die den zirkadianen

Rhythmus spürbar beeinflussen

(intrinsisch photosensitive retinale

Ganglienzellen, ipRGC, sensitiv

für blaue Spektralwellenlängen).

Diese melanopsinhaltigen Rezeptoren

steuern unser Hormongleichgewicht,

insbesondere die Regulation von Melatonin,

Cortisol und Serotonin, die für

unser Schlaf-Wach-Muster verantwortlich

sind.

Genau hier setzt authentisches Human

Centric Lighting auf Basis von PI-LED

an – mit dem Ziel, den menschlichen

zirkadianen Rhythmus zu unterstützen

und die natürliche Melatoninproduktion

im Gleichgewicht zu halten.

Wie im Bild dargestellt, hat kaltes Licht

mit einem hohen Blauanteil eine vitalisierende

Wirkung und fördert die Freisetzung

von Serotonin und Cortisol

bei gleichzeitiger Verringerung von o)

50 Haus und Elektronik 4/2021


MIKROPRISMATISCH

INDIREKT DIREKT

gsfähigkeit am Arbeitsplatz

aufs.

E

HCL-Design-Leuchte VIBE in PI-LED-Technologie mit Direkt- und

Indirektanteil © Kitea

Melatonin. Körperliche Fitness, geistige Eine weitere Voraussetzung ist eine

Leistungsfähigkeit und Wachsamkeit 100%-ige Kalibrierung und Temperaturkompensation

für minimale Far-

werden deutlich erhöht.

Warmes Licht mit sehr niedrigem Blauanteil

unterdrückt hingegen die Freiset-

Dies kann auf Basis einer High-Endborttoleranzen

(MacAdams typ. 1).

zung von Melatonin nicht und fördert 3-Kanal-PI-LED-Technologie erreicht

so Entspannung und Regeneration. werden, bestehend aus Rot, Blau und

Mint-Weiß, die individuell gesteuert

Inspiriert von der Sonne werden und hinsichtlich Temperatur

und Intensität optimal aufeinander

Je besser und genauer künstliche abgestimmt sind (Bild).

Beleuchtung es schafft, unsere evolutionär

prägende Lichtquelle IP20 Sonne blauen Kanals kann zusätzlich ein ange-

Durch die unabhängige Steuerung des

nachzubilden, desto angenehmer und nehmes Bernsteinlicht erzeugt werden

perfekter erleben wir dieses Licht. HCL- – z.B. für Nachtlicht, um unerwünschte

Lösungen imitieren das kontinuierliche Aktivierungen zu vermeiden. Mit der

Artikelnummer

Spektrum des Sonnenlichts Leuchte im Laufe PI-LED-Technologie sind Lichtfarben

von 1800 bis 16.000 K stufenlos

des Tages, ohne unerwünschte ultraviolette

oder Infrarotstrahlung K-Consultatio zu emit-

Aufbauleuchte möglich und dies / flickerfrei mit einem

K-CONS-ABL-

1200-MP-NL

tieren. Diese außergewöhnliche PI-LED / Lichtqualität

konnte und kann mit herkömm-

hohen Farbwiedergabe.

MP / NeoLink kontinuierlichen / Alu eloxiert Spektrum / und einer

1160mm

lichen Lichtkonzepten nicht erreicht Darüber hinaus können zahlreiche

K-CONS-ABL- K-Consultatio Aufbauleuchte /

1200-OP-NL

werden. Auch bei einem PI-LED simplen / OP / NeoLink Farben, / wie Alu sie eloxiert in der Natur / vorkommen,

nachgestellt werden (Morgenröte,

2-Kanal-Weiß-Weiß-System 1160mmist dies

(über andere Einschränkungen und Sonnenuntergangsstimmung, Kaminfeuer,

Blaue Stunde / u.v.m.). Durch

K-CONS-ABL-

Limitationen hinaus) K-Consultatio nicht möglich, Aufbauleuchte

1200-MP-DA

insbesondere wegen des PI-LED begrenzten / MP / DALI die zusätzliche DT8 / Alu eloxiert Möglichkeit, / Farben

CCT-Bereichs, welcher 1160mm zudem nicht zu generieren, ist auch Stimmungslicht

realisierbar. All dies mit ein und

der Planck´schen Kurve folgt (Bild).

K-CONS-ABL- K-Consultatio Aufbauleuchte /

1200-OP-DA

Zu den Voraussetzungen,

PI-LED

um

/

Sonnenlicht

zu nachzuahmen: 1160mm Die Farb-

nach dem Prinzip, zu animieren und

OP / DALI

derselben

DT8 /

Lichtquelle

Alu eloxiert

resp.

/

Leuchte,

temperaturen müssen entlang der nicht zu manipulieren.

Planck´schen Kurve automatisch einstellbar

sein, um im Laufe des Tages Grundsätzliche

Artikelnummer

natürliches Tageslicht Zubehör nachzuahmen Anforderungen an

(einschließlich saisonaler und nichtsaisonaler

Veränderungen Profilverbinder sowie geogra-

mit Gewindestifte

Lichtqualität

K-Z1001020**

phischer Lage/Ausrichtung). Notwendig

ist hier ein Farbtemperaturbereich Kanal ist zusätzlich eine hohe Farb-

Bei Systemen mit einem eigenen Rotvon

1800 K („Sonnenaufgang“) bis wiedergabe im wichtigen R9-Index

16.000 K („blauer Himmel“) mit kontinuierlichem

Spektrum und mit hoher etc., s. Bilder).

möglich (Stichwort: Hauterscheinung

Farbwiedergabe für höchste Farbauthentizität

(und darüber hinaus indivi-

Effekte gemäß IEEE 1789-2015 bei

Flickerfreiheit: keine biologischen

dueller Kontrolle der Farben). Modular Dimming, s. Bild

** 1 Stk. K-Z1001020 enthält 4 einzelne Verbindungsstücke, mit welchen 2

Leuchten miteinander zu einem Lichtband verbunden werden können.

OPAL INDIREKT DIREKT

DALI

Lichttechnik

Tageslicht ist immer eine Kombination für die unbewusste Orientierung zu

aus direkter Sonneneinstrahlung und bieten (Bild).

diffuser • Dezentes Strahlung vom und Himmel. klares Sonnenlicht

wird je nach Wellenlänge in der Lichtbedingung (Farbtemperatur-

Design Weiter für ist eine vielfältige individuelle Anwendungen

Maße aus von der einem Atmo-

hochwertiges kurve, Lichtpegel) nach Aluminium

persönlichen

Einstellung

unterschiedlichem

sphäre Strangpressprofil.

absorbiert.

Vorlieben und/oder Befindlichkeit resp.

Im Jahresdurchschnitt erreicht das Gemütslage notwendig.

meiste • Farbtemperatur Licht die Erdoberfläche 1.800 in Form K bis 16.000 K mit hoher

von Farbortstabilität direktem Licht; der kleinere durch Teil mikrocontroller-gesteuertes

LED-Management Aerosolen oder Wolken, (mit Die Temperaturkompensa-

sich verändernde Farbtemperatur

Melanopischer Wirkfaktor

ist indirektes Licht aufgrund von Luftmolekülen,

welche die Strahlung streuen. Nur und -intensität des Tageslichts sind nicht

tion und Werkskalibrierung).

ein bestimmter Teil dieser gesamten die einzigen entscheidenden Faktoren

Sonneneinstrahlung • Varianten mit ist indirektem sichtbar und für Lichtanteil.

die Synchronisation der „inneren

kann vom menschlichen Auge wahrgenommen

werden. Die Intensität die Richtung und Planarität der Licht-

Uhr“. Weitere wichtige Elemente sind

• Für den direkten Lichtanteil: blendungsreduzierte

der mikroprismatische Strahlungsenergie hängt jedoch Optik quelle, oder die alternativ unsere Augen opale erreicht. Biologisch

wirksame Beleuchtung berück-

stark von der Position der Sonne zu

Abdeckung.

verschiedenen Tages- und Jahreszeitzeiten

• Optimale ab. Bedingungen für abhängig. Bildschirmarbeitsplät-

Dies erfordert einen ganzsichtigt

all diese Faktoren tageszeit-

Entscheidend für jede entsprechende heitlichen Designansatz, der auch aus

Lösung ze UGR


Lichttechnik

(>250 melanopische Lux) und Entspannung

(100.000

h, der Lichtstromerhalt erreicht L90

>60.000 Betriebsstunden/25 °C. Produktdetails

der LED-Hallenleuchte

HL-06 zeigt die neugestaltete Website

www.ledaxo.de.

• Ledaxo GmbH & Co. KG

www.ledaxo.de

LED-Hallenleuchte HL-06: geschlossenes

Aluminium-Gehäuse mit glatten Oberflächen

Die vollflächige Leuchtenabdeckung bietet zusätzlichen Schutz

52 Haus und Elektronik 4/2021


Lichttechnik

Vermittler zwischen den Welten

DALI trifft basicDIM Wireless

Tridonic erweiterte sein basicDIM-Wireless-Sortiment um drei Funkmodule

Tridonic baut ab sofort eine Brücke

zwischen der klassischen verkabelten

DALI-Welt und dem Funksystem

basicDIM Wireless. Damit wird

die Erweiterung und flexible Gestaltung

von professionellen DALI-Installationen

ohne zusätzliche Verkabelungen

und Baumaßnahmen möglich.

Modul als Übersetzer

Die verkabelte DALI-Welt verknüpft

Tridonic jetzt mit seinem Bluetoothbasierten

Funksystem basicDIM Wireless.

Zum Einsatz kommen dabei basic-

DIM-Funkmodule. Je nach Installation

fungiert dabei ein Modul als Übersetzer

zwischen DALI und Bluetooth.

Durch die Erweiterung der Installation

um basicDIM Wireless erhalten

Tridonic-Kunden Zugriff auf ein

umfangreiches Beleuchtungsökosystem.

Zusätzliche DALI-Leitungen

müssen nicht gezogen werden. Das

reduziert den Installationsaufwand

und senkt den Materialbedarf. Gleichzeitig

steigt die Flexibilität der Installationen.

Mit nur wenigen Handgriffen

lassen sich die Beleuchtungskonzepte

an neue Bedingungen und Anforderungen

anpassen – das kommt Auftraggebern

und Installateuren zugute.

Flexibles Dreiergespann

kompakten Bauform eignet sich das

neue Aktivmodul basicDIM Wireless

Modul G2 von Tridonic für den Einbau

in Leuchten oder die Integration in die

Unterputzdose. So lassen sich bestehende

oder neue Leuchten und Schalter

mühelos ohne Kabel vernetzen.

Neu im Tridonic-Portfolio ist auch das

basicDIM Wireless Modul SR. Das

Aktivmodul mit einer Busstromversorgung

von 50 mA kann auf Wunsch mit

einem separat erhältlichen Zugentlastungsmodul

ausgestattet werden. Das

erleichtert die Installation des Funkmoduls

in der Zwischendecke. Eine

besondere Verkabelung ist nicht erforderlich

– das spart Zeit und senkt die

Installationskosten.

Überall Kompaktheit

Auch bei dem neuen Passivmodul

basicDIM Wireless Passive Modul

G2 ohne interne Busstromversorgung

setzt Tridonic auf eine kompakte Bauform:

Es lässt sich auf Wunsch problemlos

in eine Unterputzdose oder

eine Leuchte integrieren. Voraussetzung

ist hierfür lediglich eine weitere

Komponente, welche die Stromversorgung

zur Verfügung stellt.

In Kombination mit DALI-2 Application

Controllern wie dem Tridonic scene-

COM S, dem Tridonic sceneCOM evo

DA2 oder anderen Controllern mit interner

Stromversorgung wird das basic-

DIM Wireless Passive Modul G2 zum

Bindeglied zwischen der verkabelten

DALI-Welt und der drahtlosen Welt

von basicDIM Wireless. „Bestehende

DALI-Installationen lassen sich mit den

neuen Produkten mühelos erweitern

sowie nach Bedarf auf- und umrüsten.

Ganz so, wie es die jeweilige Situation

erfordert“, erklärt Tridonic-Produktmanager

Manuel Stanzl.

Anwendungsbeispiel Notund

Sicherheitsbeleuchtung

Mit dem neuen Funkmodul setzt Tridonic

u.a. ein normenkonformes drahtloses

Not- und Sicherheitsbeleuchtungssystem

um. Mit basicDIM Wireless als

Backbone ermöglicht es die Vernetzung

von Not- und Sicherheitsleuchten

ohne zusätzliche Verkabelung oder

bauliche Maßnahmen über ein ausfallsicheres

Mesh-Netzwerk. Gesteuert

wird das System über einen oder

mehrere sceneCOM evo DA2 Controller.

Das basicDIM Wireless Passive

Modul G2.übernimmt in diesem Fall

die Funktion eines Gateways.

Benutzerfreundlich und

sicher

Anwender/innen profitieren dabei

unabhängig vom eingesetzten Funkmodul

von der Benutzerfreundlichkeit

und Sicherheit von basicDIM Wireless.

Einmal aufgesetzt, werden die

über die Funkmodule ins Wireless-

System eingebundenen Komponenten

genauso behandelt und angezeigt

wie die verkabelten DALI-Komponenten.

Auch die Einbindung in ein übergeordnetes

Gebäudemanagementsystem

(Building Management System,

BMS) ist möglich. ◄

Tridonic GmbH & Co KG

www.tridonic.com

Für maximale Flexibilität hat Tridonic

drei neue Funkmodule für verschiedene

Anwendungsfälle entwickelt:

Mit einer internen DALI-Busstromversorgung

von 10 mA und seiner

Haus und Elektronik 4/2021 53


Lichttechnik

„Magisches“ Lichtkontrollsystem

Organic Response

Nicht Sie müssen das Licht einstellen, nein – das Licht stellt sich auf Sie ein!

Das komplette System von Organic Response auf einen Blick

LTS

www.lts-light.com

Möglich macht dies das Organic

Response Plug&Play-System. Ein

intelligentes Beleuchtungskon- zept,

das Energiekosten reduziert und

somit Räume schafft, die effizienter

genutzt werden können. Licht, dass

den natürlichen Bewegungen folgt

und sich anpasst.

Für ein besseres

Arbeitsumfeld

Menschen sind das Herzstück eines

jeden Arbeitsplatzes. Ein besseres

Arbeitsumfeld führt zu zufriedeneren

Mitarbeitern und diese zu einer höheren

Produktivität.

Stellen Sie sich vor, sie kom- men morgens

als erste Person ins Büro und intelligentes

Licht begleitet sie unauffällig

auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz.

Vor Ihnen geht das richtige Licht an,

hinter Ihnen geht das unnötig brennende

Licht wieder aus. Energieeinsatz

nur da, wo er gebraucht wird. Ob

durch lange Flure oder nur auf einem

kurzen Weg in das Büro an den jeweiligen

Schreibtisch. Jeder einzelne

Gebäudebereich kann erkennen, wann

sich Personen in der Nähe befinden.

So wird das Umgebungslicht vorausschauend

aufgehellt oder gedimmt.

Der Gebäudekomplex wird zudem in

verschiedene Arbeitsbereiche aufgeteilt.

So können die Bereiche Flur von

Büro oder Werkstatt unabhängig voneinander

geschaltet und beleuchtet werden.

Sobald mehrere Personen das

Gebäude betreten, bleibt die Beleuchtung

im benutzten Arbeitsbe- reich

den Anforderungen entsprechend hell.

Einfach, effektiv und ganz ohne, dass

sie etwas dazu tun müssen. Das Licht

stellt sich zusätzlich automatisch auf

die Helligkeit der Umgebung ein - je

nach Jahreszeit und je nach Tageszeit.

Genau so, wie sie es sich zuvor

in der dazu gehörenden App konfiguriert

haben. Wenn sie ihre Beleuchtung

nicht spüren, dann verschmilzt das

Lichtarrangement mit ihren Arbeitsprozessen

und der Umgebung zu

einer perfekten Symbiose. Sie können

sich auf das Wesentliche konzentrieren

und sich um ihre Arbeit und nicht

um ihren Arbeitsplatz kümmern. Dieser

ist, sobald sie in seine Nähe kommen,

perfekt inszenieren und auf ihre

Arbeitsweise und Bedürfnisse eingestellt

und ausgeleuchtet. Fast schon

magisch. Wenn die Arbeit getan ist

und sie ihren Arbeitsplatz verlassen,

geht ihr Licht wieder selbstständig

hinter ihnen aus.

Licht intelligent definiert

Das ist die bewältigte Herausforderung:

Licht allgegenwärtig, kostensparend,

optimal angepasst und

effizient einsetzen. Dazu nutzt man

die prämierte Optico, den Klassiker

Lichtkanal, die Decken- und

Pendelleuchte LUZ, die röhrenförmige

Pondero und die Dwide mit

54 Haus und Elektronik 4/2021


Lichttechnik

Ein Sensor mit unzähligen intelligenten Lösungen

integrierter Organic-Response-

Technologie.

Das Prinzip ist einfach

Ein Infrarot-Sensor in jeder einzelnen

Leuchte sammelt Bewegungsdaten,

wertet diese aus, sendet Anwesenheitssignale

an Nachbarsensoren

und passt die Lichtintensität und die

Beleuchtungsdauer optimal an. Je

mehr Daten zur Verfügung stehen,

desto genauer kann das gesamte

Beleuchtungskonzept reagieren. Das

Organic Response System basiert auf

einer dazu gehörenden App.

Mit Organic Response verwandelt sich

die LTS-Leuchte in intelligentes Licht.

Das Herzstück dieses einzigartigen

Systems liegt unauffällig verborgen:

Der sogenannte Sensorknoten. Hier

laufen alle Daten zusammen und

können über die dazu gehörende

App, gesteuert werden. Eine intuitive

Steuerung garantiert die Unabhängigkeit

von externen Spezialisten.

Nach einer kleinen Schulung können

Sie gewünschte Anpassungen selbstständig

vornehmen.

Alle Sensordaten werden in einer

Cloud gespeichert. Je mehr Daten

durch die Knoten einfließen, des- to

effizienter kann das intelligente Lichtkonzept

umgesetzt werden. Mit diesen

verfügbaren Daten können sich

Unternehmen genau ausrechnen, wo

Effizienzsteigerungen erzielt werden

können und wo genau Energieeinsparungen

möglich sind.

Flexibilität für

Unternehmen,

Gebäudebetreiber und

Arbeitgeber

Mit den Erkenntnissen aus den

gesammelten Daten können Gebäude

so gestaltet werden, dass sie alle

Arten von Arbeitnehmern beherbergen

können. Besonders profitieren

davon Bürogebäude, Bildungseinrichtungen

wie Schulen und Universitäten

oder Gebäude im Gesundheitssektor

wie Ärzte- oder Krankenhäuser.

Sollte ein Arbeitsbereich einmal

umfunktioniert werden, kann das

Beleuch- tungssystem problemlos an

die neuen Anforderungen angepasst

werden. Dies wiederum ermöglicht die

Tür zu hochmodernen, nachhaltigen

Arbeitsplätzen. Durch die individuelle

Steuerung anhand der App und

den gespeicherten Daten ist Organic

Response zusätzlich ein umfassendes

Analyse-Tool zur Optimierung

Ihres Energieverbrauches.

Gebäude sind einer der größten Energieverbraucher,

und einige Forscher

schätzen, dass bis zu 30%

davon Verschwendung sind. Das

Licht bleibt an, Kaffeemaschinen laufen

bis in die Nacht, Geräte werden

nicht ausgeschaltet und bleiben dauerhaft

auf Standby oder zentrale Lüftungssysteme

heizen leere Räume.

LTS macht einen Schritt in Richtung

gesunder Energiebilanz. Dieses

intelligente Licht macht Gebäude zu

einem nachhaltigen Ort. LTS entwickelt

Lichtlösungen, die einen wesentlichen

Einfluss auf den globalen Energieverbrauch

haben und gleichzeitig

viel mehr als nur ein drahtloses Lichtsteuersystem

bieten. Es ist optimal für

Gebäudenutzer und Bewohner, dass

man es nie wieder ändert, wenn man

es einmal erlebt hat. ◄

Neue Leuchten-Generation

Die Prodisc-Leuchten von Prolumia

sind heute ein Begriff auf dem Markt.

Prolumia freut sich, die Ankunft

einer neuen Generation der Prodisc-Serien

anzukündigen. Die Prodisc-III-Serie

hat ein zeitgemäßes

Design und einen hohen Wirkungsgrad.

Das stabile Gehäuse und die

Abschirmung bestehen aus schlagfestem

und schwer entflammbarem

Polycarbonat. Darüber hinaus sind

die Leuchten mit neuer Lichttechnik

und einem flimmerfreien Treiber,

optional mit integriertem Bewegungssensor,

ausgestattet. Auch mit

Notfallfunktion erhältlich. Dies macht

die preisgünstige Prodisc III-Serie

sehr vielseitig.

Die Eigenschaften:

• Lichtausbeute bis zu 110 lm/W

• 3-stufiges Dimmen

(100 %/10 %/25 %/0 %)

• Tageslichtsensor (ein/aus, basierend

auf Tageslicht)

• Lichtfarbe und Lichtstrom wählbar

• modernste Li-FePO4-Batterie-

Technologie

• Nedelko Germany GmbH

www.prolumia.com

Haus und Elektronik 4/2021 55


Lichttechnik

LED-Module bieten Schutzart IP67 bis IP68+

Für Extremsituationen gemacht: (v.l.n.r.) BILTON Street, BILTONsnake und BILTON Extrem

Die Bilton-Protected-Serie wurde entwickelt,

um für den Kunden volle Flexibilität

in der Projektgestaltung zu

gewährleisten. Bilton produziert LED-

Module in einem Polyurethan-Verguss

für hohe Schutzarten nach Maß. Der

Polyurethan-Mantel garantiert extrem

hohen Schutz gegen Feuchtigkeit

sowie gegen eine Vielzahl weiterer

äußerer Einflüsse, wie etwa UV-Licht,

Salz, Chlor und vieles mehr.

Der Kunde kann aus verschiedenen

Materialqualitäten wählen und dadurch

eine hohe Resistenz gegen eine Vielzahl

von Substanzen erreichen. Die

Vollumkapselung der LED-Module

macht es möglich, dass diese für

befahrbare Bereiche verwendet werden

können.

Konfektionierte Lichtsysteme nach

Kundenwunsch sind kein Problem:

Es stehen verschiedenen Parametern

zur Verfügung, die frei gewählt werden

können, wie Ausführung, Anschlusskabel,

Optik und mehr. Alles entwickelt

und geprüft von Bilton in Österreich.

Auf den Punkt gebracht:

• starre und flexible Ausführung mit

Ausleuchtung nach oben oder seitlich

• verschiedene Schutzarten verfügbar:

IP67, IP68, IP68+, IP68C

• freie Auswahl bei Ausführung, Lichtfarben,

Lumenklassen, Optik...

• befahrbares LED-Modul

Simple Komplexität

Ein Baukastensystem mit unendlichen

Applikationsmöglichkeiten vereint die

einzelnen Komponenten des breiten

Produktsortiments zu einer simplen

Einheit. LED-Module, Profile und Licht-

Management bilden zusammen eine

Synergie, die indoor als auch outdoor

die optimale Wirkung des Lichts erzielt

und beinahe unbegrenzte Möglichkeiten

in der Lichtinszenierung bietet.

So können Kundenwünsche aller

Art völlig individuell realisiert werden

Zu den Standards:

• IP67

LED–Modul wird in Profil geklebt

und vergossen (Standard) für lineare

Anwendung im Außenbereich

• IP68

vollumengekapseltes LED-Modul, flexibel,

für Außenbereich

• IP68+

doppelter Verguss (unter- und oberhalb)

für Anwendungen unter Wasser

• IP68C

doppelter Verguss mit besonderem

Vergussmaterial, speziell resistent gegenüber

Chlor (Pool) ◄

Bilton International GmbH

office@biltongroup.com

www.biltongroup.com

56 Haus und Elektronik 4/2021


Lichttechnik

Mit Licht-Management-Systemen Energiekosten senken

Mit dem richtigen Licht-Management kann man intelligent im Gebäudebestand

sanieren und Einsparpotentiale nutzen

Arbeitsumgebung bei. Diese Vorteile

gelten nicht nur für Neubauten, sondern

zeigen sich ebenfalls sehr eindrucksvoll

bei einer energetischen

Sanierung vorhandener Bürogebäude,

von Industrieanlagen oder Bildungsund

Gesundheitseinrichtungen.

Mit seinen Licht-Management-Systemen

bietet Glamox komplette Beleuchtungslösungen

an, bei denen mit dem

Kunden definiert wird, was gewünscht

ist und von Glamox ein Gesamtpaket

zusammengestellt und implementiert

wird. Die Lösungen kommen in Kombination

mit den Büro- sowie Industrieleuchten

von Glamox, die für Licht-

Planung sind zunächst Arbeitszeitzyklen

in den Hallen rund um die Uhr und

Informationen über Beleuchtungsnutzung

analysiert worden. Dazu wurde

das Glamox-Tool zur Energieberechnung

verwendet, um die Einsparpotentiale

zu kalkulieren. Das Ergebnis bei

diesem Projekt zeigte auf, dass sich

das neue Beleuchtungssystem durch

hohe Energiekosteneinsparungen in

nur zwei Jahren amortisiert.

Sanierungslösungen für

Industrie und Logistik

Bei veralteten Beleuchtungsanlagen

wird meist der hohe Kostenaufwand

für den Austausch von Verkabelungen

in Industrie-, Produktions- oder Logistikhallen

angeführt. Leuchten, die mit

Wireless-Kommunikation gesteuert

werden können, bieten sich bei solchen

Sanierungen an. Im Gebäudebestand

kann so eine maximale Energieeinsparung

über neue LED-Leuchten

bei minimalem Installationsaufwand

erzielt werden.

Über das dazu verwendete Glamox-

Licht-Management-System lassen sich

zudem Wartungsintervalle sowie die

Steuerung von Licht, beispielsweise

über einen 24-Stunden-Zeitablauf,

bestens steuern.

Glamox GmbH

www.glamox.de

Licht-Management-Systeme reduzieren

den Energieverbrauch, verlängern

die Lebensdauer der Beleuchtungsanlage

und tragen zur Senkung von

Wartungskosten bei. Zudem passt sich

jedes Glamox-Licht-Management-

System den Anforderungen und Wünschen

der Anwender an und trägt zu

einer produktiven und angenehmen

Management-Systeme, HCL-Konzepte

und Wireless-Lösungen entwickelt

wurden, und ausgewählter Technik

zum Einsatz.

Neues Level der

Energieeffizienz

Ein geringerer Energieverbrauch

bedeutet einen besseren CO 2 -Fußabdruck

für das Unternehmen bei

gleichzeitig optimierter Wirtschaftlichkeit.

Wie deutlich diese Einsparpotentiale

sind, kann Glamox anhand zahlreicher

Referenzprojekte aufzeigen.

Besonders eindrucksvoll ist beispielsweise

die Energiekosteneinsparung

von 96% beim Umschlaghafen ABP

Ports in England. Diese konnte durch

die Installation von LED-Industrieleuchten

in Kombination mit einem Wireless-

Licht-Management-System in drei

Lagerhallen erzielt werden. Bei der

Besseres Licht für Büros,

Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen

Das Lichtkonzept Human Centric Lighting

(HCL) ermöglicht es, die natürlichen

Veränderungen der Lichtintensität

und Farbtemperatur auch in

Innenräume zu bringen. In Kombination

mit den HCL-Leuchten und einem

Licht-Management-System von Glamox

können Einstellungen und individuellste

Anpassungen des Zeitzyklus

für die Intensität sowie Farbtemperatur

des Lichts vorgenommen werden.

Je nach Modernisierungsprojekt bei

Bürogebäuden, Bildungs- oder Gesundheitseinrichtungen

bietet Glamox unterschiedliche

LMS-Pakete und umfassenden

Support von der Entwicklung

oder Berechnung der Einsparpotentiale

über Installation bis zur Inbetriebnahme

an. ◄

Haus und Elektronik 4/2021 57


Lichttechnik

Ein Downlight mit allen Vorteilen

Das neue Downlight Lewy aus dem Hause LTS vereint alle Downlight-Vorzüge

Die neue Leuchtenserie wartet mit

einem innovativen Reflektor aus Aluminium

auf. Dieser dient der Kühlung.

Lewy kann daher gänzlich auf einen

Kühlkörper verzichten. Dies spart nicht

nur Material, sondern führt auch zu

einer äußerst geringen Einbautiefe.

Die Bauweise und der damit verbundene

Produktionsaufwand sind

besonders effizient. Ein neuartiges

Klicksystem, zusammen mit nur fünf

verbauten Schrauben, führt zu einer

einfachen und schnellen Fertigung.

Direkt über der LED übernimmt eine

überaus präzise und effiziente Linse

die Lichtlenkung.

Materialeinsparungen

Durch die Materialeinsparungen ist

dieses Einbau-Downlight eine ökologisch

wegweisende Leuchte. Die

herausragende Produktionsoptimierung

bedeutet zudem eine Kosteneinsparung,

die direkt an den Verbraucher

weitergegeben wird. Alle Komponenten

werden in Europa gefertigt und

am Firmensitz der LTS Licht & Leuchten

GmbH in Tettnang am Bodensee

montiert. Durch die kurzen Lieferwege

sorgt LTS für Nachhaltigkeit

und die bewährte LTS Produktqualität.

Durch sehr geringen Stromverbrauch

bei bis zu 142 Lumen pro Watt lassen

sich nicht nur Betriebskosten senken,

sondern auch der CO 2 -Ausstoß. Durch

eine fachmännische Beleuchtungsplanung

lassen sich je nach Projekt

auch Lichtpunkte und damit Leuchtenstückzahlen

reduzieren. Zum Einsatz

kommt das dezente Downlight als

Allgemeinbeleuchtung u.a. im Officeoder

Hospitality-Bereich. Einen besonderen

Nutzen im Brandschutz bringt

die halogenfreie Verkabelung mit sich.

All diese Vorteile machen das neueste

LTS-Einbau-Downlight multifunktional.

Lewy ist in den Größen S und M

erhältlich und kommt mit bis zu 3500

Lumen zum Strahlen. Für alle Varianten

sind Betoneinbautöpfe erhältlich.

Die LTS Licht & Leuchten GmbH fühlt

sich seit jeher verpflichtet, einen positiven

Beitrag für den Umweltschutz

und für die Gesellschaft zu leisten.

Daher kann Lewy nach einer langen

Lebensdauer einfach und sauber auseinandergebaut

und recycelt werden.

Dieses Einbau-Downlight bringt LTS

einen Schritt näher an das Ziel, nachhaltige

Leuchten zu produzieren und

den ökologischen Fußabdruck zu verringern


LTS

www.lts-light.com

58 Haus und Elektronik 4/2021


Lichttechnik

Umfassendes DALI-2 Sensor-Sortiment

Bereich der Input Devices und Application

Controller.

Erweiterung der

DALI-Norm

Testroutinen durchlaufen. Ihre Hersteller

müssen Mitglied der DiiA sein.

Die Standardisierung macht nun auch

den Einsatz von Geräten unterschiedlicher

Hersteller möglich.

Steinel Vertrieb GmbH

www.steinel.de

Als eines von 28 regulären Mitgliedern

der Digital Illumination Interface Allianz

(DiiA) hat Steinel den neuen DALI-

2-Standard maßgeblich mitgestaltet.

Die Weiterentwicklung des Standards

mit neuen Funktionen, standardisierten

Steuergeräten und einer verpflichtenden

Zertifizierung durch die DiiA

sorgt für mehr Transparenz und Interoperabilität.

Mit mehr als 60 zertifizierten

DALI-2 Bewegungs- und Präsenzmeldern

ist Steinel Marktführer im

Die wachsenden Anforderungen an

die Lichtsteuerung sowie die zunehmende

Integration von Sensoren

mit großer Funktionsvielfalt führten

zur Erweiterung der DALI-Norm IEC

62386 um sogenannte Steuergeräte.

Hierbei wird zwischen Sensoren als

Input Devices und Application Controller

unterschieden. Ein Input Device,

wie beispielsweise ein Bewegungsmelder,

ist dabei ein reines Eingabegerät

und fungiert als Datenlieferant.

Es liefert Informationen an das System,

zum Beispiel über Änderungen in

der Umgebung oder über Nutzereingaben.

Ein Application Controller ist

der Entscheider im System und verarbeitet

die Sensorinformationen. Er

steuert das Licht durch direkte Befehle

an die Betriebsgeräte. Dabei können

beide Komponenten auch in einem

Gerät untergebracht sein.

DALI-2-Produkte müssen zur Zertifizierung

einheitliche standardisierte

DALI-2-Sensoren von

Steinel

Profi-Anwender/innen finden im

neuen DALI-2-Sortiment von Steinel

bewährte Infrarot- Bewegungsmelder

und Highbay-Sensoren für die automatische

Lichtsteuerung. Die Präsenzmelder

der Control-Pro-Serie sowie

erste Geräte der neuen Control-Pro-

II-Serie sind ebenfalls DALI-2-zertifiziert.

Weitere Sensoren sind in Vorbereitung.

In das von STEINEL mitentwickelte

Lichtmanagement-System LiveLink

lassen sich alle DALI-2- Sensoren

problemlos integrieren.

Hinweis: In der Steinel-Mediathek stehen

für Interessent:innen verschiedene

kostenfreie Web-Seminare zur

Verfügung, die über die technischen

Möglichkeiten und den Einsatz der

Steinel DALI-2 Application Controller

und Input Devices informieren. ◄

Gesamtkatalog 2021/2022 von Lichtwerk

Der Gesamtkatalog 2021/2022 von

Lichtwerk kann kostenlos als Printversion

(deutsch und englisch) angefordert

werden und steht als pdf-Datei

zum schnellen Download bereit

unter http://www.lichtwerk.de/service/kataloge.

Auf 472 Seiten zeigt Lichtwerk mit vielen

Projektfotos, wie vielfältig Lichtlösungen

umgesetzt werden können.

Der Katalog gibt einen umfassenden

Einblick in das innovative

Leuchtenprogramm des Unternehmens

und ist eine anregende Inspirationsquelle

gerade auch für Architekten

und Planer.

Die Lichtwerk GmbH, Königsberg,

ist ein Tochterunternehmen

der Regiolux GmbH und hat sich

im Bereich der Objektbeleuchtung

als kompetenter Ansprechpartner

für anspruchsvolle Beleuchtungsaufgaben

etabliert. Durch die räumliche

und thematische Verbindung

zwischen Regiolux und Lichtwerk

ergeben sich zahlreiche Synergien

bei der Nutzung von Knowhow und

automatisierter Fertigung. Dies ermöglicht

einen schnellen und umfassenden

Zugriff auf Ausstattungen,

die sonst nur größeren Unternehmen

zugänglich sind.

• Lichtwerk GmbH

www.lichtwerk.de

Haus und Elektronik 4/2021 59


Sicherheitstechnik

Es geht um die Sicherheit

Installationen, Betriebsmittel und Geräte testen

Prüfung eines Niederspannungssystems mit einem normgerechten

Spannungsprüfer mit Digitalanzeige © Wikipedia

Safety first – das gilt auch für die Elektrosicherheit.

Denn wenn es durch

einen Kurzschluss oder durch Funkenbildung

zu einem Brand kommt, können

die Folgen dramatisch sein. Gleiches

gilt für mangelnden Personenschutz

etwa infolge nicht vorschriftsgerechter

Isolationen. Der Beitrag

greift einige Aspekte auf Gemäß DIN

VDE 0100-600; Errichten von Niederspannungsanlagen,

Prüfungen muss

jede elektrische Anlage während der

Errichtung und/oder nach Fertigstellung

durch Besichtigen, Erproben

und Messen geprüft werden, bevor

sie vom Benutzer in Betrieb genommen

wird. In der DIN VDE 0105-100

VDE 0105-100:2015-10; Betrieb von

elektrischen Anlagen – Teil 100: Allgemeine

Festlegungen finden sich

auch die Rechtsgrundlagen zu Erstprüfungen

und wiederkehrenden Prüfungen,

und die sind sehr vielfältig.

Menschen schützen –

Brände vermeiden

In Unternehmen ist die Prüfung von

elektrischen Betriebsmitteln und Geräten

regelmäßig durchzuführen. In den

meisten Fällen beträgt die Prüfungsfrist

vier Jahre. Grundsätzlich wird

dabei zwischen den Zielen „Personenschutz“

und „Vorbeugender Brandschutz“

unterschieden. Die Prüfung

elektrischer Anlagen ist in mehreren

Gesetzen und Vorschriften rechtlich

verankert:

• Unfallverhütungsvorschrift DGUV

Vorschrift 3, das Energiewirtschaftsgesetz

(EnWG)

• Betriebssicherheitsverordnung

(BetrSichV)

• Versicherungsbedingungen des

Gesamtverbands der deutschen

Versicherungswirtschaft (GDV)

und des Verbands der Sachversicherer

(VdS)

Wenn die Prüfung der elektrischen

Anlagen nicht regelmäßig erfolgt ist,

lehnen die Versicherer höchstwahrscheinlich

die Versicherungsleistung

ab oder stellen Regressforderungen

an das Unternehmen.

Eine komplette Prüfung beginnt mit der

Inspektion der elektrischen Anlage,

gefolgt von deren Funktionsprüfung.

Dann erfolgen Tests und Messungen

an der freigeschalteten Anlage. An

Schluss stehen Beurteilung und

Dokumentation sowie die Vergabe

der Prüfplakette.

Grundlage für das Testen und Messen

sind die fünf Sicherheitsregeln. Diese

Regeln werden bei jeder Elektrofachkraft

als bekannt vorausgesetzt. In

Deutschland trifft man sie in der Normenreihe

DIN VDE 0105 wie folgt:

• freischalten

• gegen Wiedereinschalten sichern

• Spannungsfreiheit allpolig feststellen

• erden und kurzschließen

• benachbarte unter Spannung

stehende Teile abdecken oder

abschranken

Diese fünf Sicherheitsregeln sollen vor

den Arbeiten an elektrischen Anlagen

in der oben genannten Reihenfolge

angewandt werden. Und nach den

Arbeiten werden sie in der umgekehrten

Reihenfolge wieder aufgehoben.

Dabei ist das Freischalten am wichtigsten,

denn in Deutschland entstehen

die meisten gemeldeten Unfälle durch

Nichtbeachtung dieser ersten Regel.

Die Spannungsfreiheit in Niederspannungsnetzen

(elektrische Anlagen mit

Betriebsspannungen bis 1 kV Wechsel-

oder 1,5 kV Gleichspannung) darf

nur eine Elektrofachkraft oder eine

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

(EFffT) feststellen. Bei Hochspannungsanlagen

darf das sogar nur

eine Elektrofachkraft.

Ein Testen und Messen kann auch

ohne die Beachtung dieser Regeln,

also unter Spannung erfolgen, wenn

folgende Bedingungen gegeben sind:

Sowohl die Spannung zwischen den

Prüfungen vor Inbetriebnahme elektrischer Anlagen

Siegfried Rudnik:

Erstprüfung von elektrischen

Anlagen; Prüfungen vor

Inbetriebnahme - Besichtigen

- Erproben - Messen nach

DIN VDE 0100-600, VDE-

Schriftenreihe „Normen

verständlich“ Band 63, 6.,

überarbeitete Auflage 2020,

217 Seiten, DIN A5, Broschur,

ISBN 978-3-8007-5261-4,

E-Book ISBN 978-3-8007-

5262-1

Gemäß DIN VDE 0100-600 Errichten

von Niederspannungsanlagen, Prüfungen

muss jede elektrische Anlage

während der Errichtung und/oder nach

Fertigstellung durch Besichtigen, Erproben

und Messen geprüft werden, bevor

sie vom Benutzer in Betrieb genommen

wird. Erstprüfungen sind bei der

Neuerrichtung von elektrischen Niederspannungsanlagen

erforderlich, sie

sind aber auch nach Änderung oder

Erweiterung einer bestehenden elektrischen

Anlage durchzuführen. Weiterhin

können vergleichbare Anforderungen

auch bei Wiederholungsprüfungen

zur Feststellung der sicheren

Funktion bestehender elektrischer Anlagen

zugrunde gelegt werden. Dieses

Buch geht auf die Hintergründe der

Norm und auf Anforderungen mitgeltender

Normen ein, um dem Praktiker

das Umsetzen des Teils 600 der DIN

VDE 0100 zu erleichtern. Dazu werden

auch die Erprobungs- und Messverfahren

erläutert, wobei insbesondere

die Normenreihe DIN EN 61557

(VDE 0413) für die bei der Prüfung von

Schutzmaßnahmen zu verwendenden

Messgeräte herangezogen wird. Der

Inhalt gilt für alle möglichen Anlagenkonfigurationen,

von der Elektroinstallation

einer Wohnung bis hin zur komplexen

Industrieanlage. Bereits für das

Besichtigen der elektrischen Anlage

bietet das Buch Hintergrundinformationen.

Bei dieser überarbeiteten Auflage

wurde die aktuelle Normungsentwicklung

berücksichtigt. Der Erläuterung

und Abgrenzung der wichtigen

Begriffe „Fehlerspannung“ und „Berührungsspannung“

wurde ein eigenes

Kapitel gewidmet.

60 Haus und Elektronik 4/2021


Sicherheitstechnik

Prüfung ortsfester elektrischer Betriebsmittel

Ernst Schneider:

Praxiskompass

Elektrosicherheit: Prüfung

ortsfester elektrischer

Betriebsmittel, WEKA

MEDIA GmbH & Co. KG,

1. Auflage 2016, Taschenbuch,

190 Seiten, ISBN: 978-

3811164253, Abmessungen

14,6 x 1,5 x 21,1 cm

Nach wie vor passieren in Deutschland

zu viele Stromunfälle, von

denen jedes Jahr einige auch tödlich

verlaufen. Sach- und fachkundige

Prüfungen von elektrischen

Anlagen und Betriebsmitteln tragen

erheblich dazu bei, die Unfallrisiken

zu minimieren. Das Fachbuch

„Prüfung ortsfester elektrischer

Betriebsmittel“ aus der Reihe

„Praxiskompass Elektrosicherheit“

bietet LeserInnen eine praxisnahe

Übersicht über die Anforderungen

an ein sicheres sowie normkonformes

Prüfen auf dem aktuellen

Stand der Technik mit vielen nützlichen

Praxistipps für die Umsetzung.

Das Fachbuch ist eine wertvolle

Hilfestellung zur Erfüllung

der aktuell (!) geltenden rechtlichen

und technischen Vorgaben

für Prüfungen – damit Lesende

einen Beitrag zur Unfallvermeidung

verantwortungsvoll wahrnehmen

können. Sie informieren

sich effektiv und unkompliziert über

gesetzliche, unfallversicherungsrechtliche

und technische Anforderungen

an Elektrofachkräfte

und Unternehmen. Sie erweitern

ihr Fachwissen in Bezug auf das

maßgebliche Anforderungsfeld

„elektrotechnische Prüfung“ und

frischen ihre Kenntnisse auf. Die

vielen Praxistipps und Hinweise

unterstützen dabei, die theoretischen

Anforderungen im beruflichen

Alltag vor Ort möglichst optimal

umzusetzen.

Der Autor ist Jurist und Experte für

technisches Recht. Er ist Mitglied

im ANP-Arbeitskreis Sektorgruppe

Elektrotechnik und im Ausschuss

Normenpraxis des DIN e.V.

aktiven Teilen als auch die Spannung

zwischen aktiven Teilen und Erde ist

nicht höher als 50 V DC AC oder 120

V DC (SELV oder PELV) oder der

Kurzschlussstrom an der Arbeitsstelle

erreicht höchstens 3 mA AC oder 12

mA DC oder die Energie beträgt nicht

mehr als 350 mJ oder die Stromkreise

sind nach DIN EN 60079-14 (VDE

0165-1) und DIN EN 61241-14 (VDE

0165-2) eigensicher errichtet.

Sichere Kommunikation

Weiter wichtig für die Sicherheit ist

die Verwendung einheitlicher Begriffe

und Bezeichnungen, man spricht von

Schaltsprache. Dadurch ist klar geregelt,

was gemeint und was auszuführen

ist. Dies dient der Vermeidung von

Verwechslungen und damit der Vorbeugung

gegen Elektrounfälle.

„Auf dem Gebiet der neuen Bundesländer

gelten meist die Allgemeine

Dienstanweisung Kraftwerksbetrieb

(ADK) und die NNÜ [früher: Allgemeine

Dienstanweisung Netzbetriebe

(ADN)]. Im Bereich der alten Bundesländer

gilt solches nicht, hier hat jeder

Netz- bzw. Kraftwerksbetreiber sein

eigenes Schaltregime. Zum Beispiel

wird in den ADK und NNÜ (früher

ADN) strikt zwischen zwei Arten von

Erdungs- und Kurzschließmaßnahmen

unterschieden: freimeldebereit

fmb (d.h. an den Schaltstellen geerdet)

und freigabebereit fgb (zusätzlich

auch an den Arbeitsstellen geerdet –

sichtbare Erde).“ (Wikipedia)

Die fünf Sicherheitsregeln suggerieren

Transparenz und Einfachheit.

Doch der Gesetzgeber, die gesetzliche

Unfallversicherung sowie die

relevanten Normenherausgeber wie

DIN und VDE machen es auch routinierten

Elektrofachkräften nicht immer

einfach, alle sicherheitsrelevanten Vorgaben

bezüglich Prüfungen elektrotechnischer

Anlagen und Betriebsmittel

zu kennen, zu beachten und letztendlich

einzuhalten.

Wichtig beispielsweise in diesem

Zusammenhang: Die Anforderungen

der relevanten Rechtsgebiete (insbesondere

Gesetze und Normen) gelten

grundsätzlich parallel. Konkret bedeutet

dies, dass man immer alle Vorgaben

beachten muss. Doch ist es eben

nicht leicht, alle einschlägigen Anforderungen

bezüglich notwendiger Prüfungen

einzuhalten.

Das bedeutet: Vor das Herangehen

in der Praxis sollte der rechtliche und

normative Hintergrund gründlich abgeklärt

werden. Daraus entwickelt sich

ein Plan, der beispielsweise die angewandte

Prüfnorm und das generelle

Vorgehen argumentativ begründet.

Es führt kein Weg daran vorbei, zu

wissen, welche Regelung in welchen

Fällen greift. Denn nur so ist der Prüfende

rechtlich auf der sicheren Seite.

Er muss z.B. wissen und unterscheiden

können, welche Regelung für das

Prüfen ortsfester und ortsveränderlicher

Betriebsmittel gilt.

Freischalten, aber richtig

Wie gesagt: In Deutschland entstehen

die meisten gemeldeten Unfälle

durch Nichtbeachtung der Regel # 1:

freischalten. Ein Grund dafür könnte

sein, dass man sich die Sache, ausgehend

vom alltäglichen Schalten

etwa der Raumbeleuchtung, zu einfach

vorstellt. Ein kleiner Frage-Antwort-Katalog

kann hier hilfreich sein:

Wer darf die Spannungsfreiheit

feststellen?

Nach DIN VDE 0105-100 darf das

nur eine Elektrofachkraft oder eine

elektrotechnisch unterwiesene Person

(EuP), wobei die Elektrofachkraft

festzustellen hat, dass die EuP dazu

sicher in der Lage ist.

Wo ist die Spannungsfreiheit

festzustellen?

Nach DIN VDE 0105-100 so nah

wie möglich an der Arbeitsstelle allpolig

an jedem Außenleiter. Bieten

diese Leiter nicht wie im Allgemeinen

üblich blanke Stellen zum Kontaktieren,

ist die DIN näher zu konsultieren.

In aller Regel wird dann an

der Ausschaltstelle gemessen und für

eine eindeutige Zuordnung zwischen

freizuschaltender Anlage und Schaltstelle

zu sorgen.

Wann ist die Spannungsfreiheit

festzustellen?

Die Spannungsfreiheit ist zeitlich vor

dem Erden und Kurzschließen und

vor dem Beginn der Arbeiten im spannungsfreien

Zustand herzustellen.

Welche Vorschriften

sind neben der DIN VDE

0105-100 im Niederspannungsbereich

relevant?

DIN EN 61243-2 VDE 0682-401:2001-12

Arbeiten unter Spannung – Spannungsprüfer

Teil 2: Resistive (ohmsche) Ausführung

für Wechselspannungen

DIN EN 61243-3 VDE 0682-401:2015-08

Arbeiten unter Spannung – Spannungsprüfer

Teil 3: Zweipoliger Spannungsprüfer

für Niederspannungsnetze

DIN EN 61243-5 VDE 0682-401:2002-01

Arbeiten unter Spannung – Spannungsprüfer

- Spannungsprüfsysteme

Warum ist DIN EN 61243-3

besonders wichtig?

Diese Norm gilt für handgehaltene

zweipolige Spannungsprüfer mit

ihrem Zubehör (Krokodilklemmen

und abnehmbare Verbindungsleitungen)

für die Verwendung an Teilen

von Niederspannungsnetzen.

Enthalten sind Anforderungen und

Prüfungen für folgende Zusatzfunktionen:

Phasenanzeige, Drehfeldanzeige

und Durchgangsprüfung. Gegenüber

Ausgabe 2011-02 gibt es folgende

Änderungen: a) Anforderungen

bezüglich der Behandlung von

Störspannungen durch den zweipoligen

Spannungsprüfer wurden festgelegt.

Zweipolige Spannungsprüfer

werden nach dieser Norm in drei Bauarten

(Typ A, B und C) entsprechend

der Behandlung von Störspannungen

Haus und Elektronik 4/2021 61


Sicherheitstechnik

Dieser Motorschutzschalter ist ein

trennendes Schaltgerät, erkennbar

am Symbol rechts unten

Das PeakTech 2700 ist ein digitales

Erdungsmessgerät mit

beleuchtetem Dual-LC-Display und

zwei Erdungsstäben (Werksbild/

Amazon)

eingeteilt. b) Anforderungen bezüglich

der Wahrnehmbarkeit der akustischen

Anzeige bei der Durchgangsprüfung

wurden angepasst.

Was zeichnet

Spannungsprüfer nach

dieser Norm aus?

Spannungsprüfer nach dieser Norm

sind für die Verwendung bei trockener

oder feuchter Umgebung in Innenräumen

und im Freien und für die Verwendung

bis 2000 m über Seehöhe vorgesehen.

Sie sind nicht für die Verwendung

im Regen oder mit Kontaktelektroden-Verlängerungen

vorgesehen.

Was ist wichtig beim

Schaltgerät?

Das benutzte Schaltgerät muss Trenneigenschaften

haben. Bei Schaltgeräten

mit Elektronikanteil sind diese

Trenneigenschaften eher nicht zu

vermuten. Gleiches gilt für Schütze

und einige Leistungsschaltertypen.

Geräte mit Trenneigenschaften werden

mit dem in der Abbildung eines

Motortrennschalters rechts unten

erkennbaren Symbol gekennzeichnet.

Typisch daran ist, dass der feststehende

Kontakt als T gezeichnet ist.

Messmittel zum Feststellen

der Spannungsfreiheit

Spannungsprüfer müssen den folgenden

Teilen der DIN EN 61243 entsprechen:

1, 2, 3 und 5. Für Geräte für

Niederspannung gilt Teil 3. Prüfstifte

oder ähnliche einfache Mittel scheiden

aus. Gemäß Teil 2 darf man die

Spannungsfreiheit auch mit festeingebauten

Signallampen/Messwerken/

Messinstrumenten feststellen, wenn

beim Ausschalten der Spannung die

Veränderung der Anzeige beobachtet

wird. Eine gute Anlagenkenntnis ist

hier allerdings Voraussetzung.

Die vorgeschriebenen Spannungsprüfer

für Niederspannung sind zweipolig

ausgeführt. Der Nennspannungsbereich

des Spannungsprüfers ist auf

dem Gerät vermerkt. Im Gegensatz

zu Phasenprüfern liefern zweipolige

Spannungsprüfer sicherere Prüfergebnisse.

Der Grund: Die zweipolige

Prüfung ist erdungsunabhängig. Des

Weiteren können so auch Spannungen

zwischen verschiedenen Außenleitern

im dreiphasigen Drehspannungsnetz

geprüft werden.

Die Anzeige kann auf verschiedene

Arten erfolgen, etwa mit LEDs oder mit

einem analogen Messwerk mit Skala

oder digital. Es werden vier verschiedene

Arten der Anzeige von Spannungsprüfern

unterschieden:

• Spannungsprüfer mit Glimmlampe

oder einfacher LED

Diese decken den eigentlichen Aufgabenbereich

an und sind preiswert,

robust und einfachst anwendbar.

• Spannungsmesser mit analoger

Anzeige

Dieses Messsystem ist relativ niederohmig;

somit ist aus Sicherheitsgründen

nach Norm eine Zweihandbedienung

erforderlich. Analoge Spannungsprüfer

bieten aber hohe Störsicherheit.

• Spannungsprüfer mit stufenweiser

LED-Anzeige

Balken- wie auch Punktanzeige ist

möglich. Eine leichte Handhabung

wird hier mit Wartungsfreiheit gekoppelt

(im Regelfall keine Batterie nötig),

somit finden diese Prüfer ein breites

Einsatzgebiet.

• Spannungsprüfer mit Digitalanzeige

Digitale Spannungsprüfer verfügen

meist über erweiterte Funktionen wie

zum Beispiel Durchgangsprüfung,

Drehfeldmessung oder Polaritätsmessung

bei Gleichspannung. Zusätzlich

zur Digitalanzeige sind in der Regel

auch LEDs vorhanden, sodass der

Spannungsprüfer auch ohne Batterie

zur reinen Spannungsprüfung genutzt

werden kann.

Last not least: Spannungsprüfer müssen

unmittelbar vor ihrem Gebrauch

auf Funktion überprüft werden.

Normgerechte Prüfgeräte

erkennen

Prüfgeräte müssen den einschlägigen

Sicherheitsnormen entsprechen. Die

Spannungsprüfung ist nur ein Aspekt im

Feld der Sicherheit und deren Testung.

Normgerechte Prüfgeräte müssen

dabei stets als solche ausgewiesen

sein durch Nennung der Norm, der

sie entsprechen, in den Unterlagen

oder direkt auf dem Gerät:

• Schutzmaßnahmen-Tester

Normenreihe VDe 0413 oder DIN

EN 61557

• Gerätetester

DIN VDE 0404-2, DIN VDE 0701-0702

oder DIN EN 61557-16

• Maschinentester

VDE 0113-1 oder VDE 0413 bzw. DIN

EN 61557

• Messzubehör

VDE 0411-031 bzw. DIN EN 61010-31

Jedes Messmittel muss einer Messmittelkategorie

(CAT …) gemäß DIN EN

61010 entsprechen. Damit ist höchstmögliche

Sicherheit gegenüber Transienten

(kurzzeitigen Überspannungen)

gewährleistet.

Dieser Isolationswiderstands-

Tester bietet hohe Genauigkeit

und stabile Leistung zu einem

attraktiven Preis (Werksbild/Amazon)

Beispiel Geräteprüfung

Die häufigsten Fehler an elektrischen

Geräten lassen sich bereits

mit dem Auge finden (Sichtprüfung).

Mit Abstand folgt der Fehler „unzureichender

Schutzleiterdurchgang“. Hat

man das richtige Prüfgerät, so zeigt

es diesen Fehler mit hoher Sicherheit.

Im Gegensatz dazu ist die Isolationsmessung

etwas problematisch. Das

hängt z.B. damit zusammen, dass man

einige Zeit warten muss, ehe man das

Ergebnis ablesen kann. Das liegt in

der Zeitkonstante der Messung (R x

C) begründet.

Die größten Fehler entstehen erfahrungsgemäß

bei der Messung von

Ableitströmen, Schutzleiterströmen

und Berührungsströmen. Im Gegensatz

zur Isolationsmessung geht die

Messung eines Ableitstroms schnell

vonstatten, was zu fahrlässiger Interpretation

des Ergebnisses verleitet.

Eine verantwortungsvolle und kompetente

Geräteprüfung sollte immer

dem Gedanken des Schutzziels Priorität

einräumen. FS

Spannungsprüfung in einem Dreiphasensystem mit LED-Spannungsprüfer

mit Balkenanzeige © Wikipedia

62 Haus und Elektronik 4/2021


Sicherheitstechnik

Professioneller Einbruch-, Feuer- und Leckageschutz

Das System kann von einem

professionellen Installateur

in kürzester Zeit vollständig

eingerichtet werden. Geräte werden

über das Scannen des QR-Codes

mit der Ajax-App mit dem Hub

verbunden. Dieser Vorgang dauert

weniger als eine Minute.

XAJA Security GmbH

www.xaja-security.de

Ajax ist ein professionelles drahtloses

Alarmsystem, von Ajax Systems entwickelt.

Die Produktpalette von Ajax

umfasst 36 Geräte für die Innen- und

Außensicherheit, darunter Bewegungs-,

Feuer- und Wasserdetektoren, sowie

die Zentralen (Hubs), Sirenen, Verstärker,

Tastaturen, Paniktasten und

Geräte für die Hausautomation. Das

System eignet sich für die Absicherung

jeder Art von Räumlichkeiten,

sei es eine Wohnung, ein Haus, ein

Geschäftslokal, ein Geschäft oder

sogar die gesamte Produktion.

Grad 2 zertifiziert

Ajax-Alarm ist mit EN50131 Grad 2

zertifiziert und mit Anti-Sabotage- und

Anti-Jamming-Technologien, verschlüsselten

Kanälen und Authentifizierung

vollständig gesichert. Die Geräte kommunizieren

über das von Ajax Systems

entwickelte Jeweller-Funkprotokoll.

Dieses Protokoll gewährleistet

eine Zweiwegekommunikation

mit einer Reichweite von bis zu 2 km

und bietet eine hohe Energieeffizienz:

Die Batterien in den Detektoren halten

etwa sechs Jahre.

Betriebssystem

Malewitsch

Die Zentraleinheiten (Hubs) arbeiten

mit dem proprietären Betriebssystem

Malewitsch, das absturz- und virensicher

ist. Das System ist notstromversorgt

– alle Hubs haben eine Backup-

Batterie, die 16 Stunden lang Stromausfälle

überbrückt. Außerdem stehen

mehrere Kommunikationskanäle

zur Verfügung: LAN, WiFi und zwei

2G/3G/4G-SIM-Kartensteckplätze

(Kanäle variieren je nach Hub-Version).

Sie arbeiten parallel und unterstützen

sich im Notfall gegenseitig.

Ohne Kabelverlegung

installierbar

Das System kann von einem professionellen

Installateur in kürzester Zeit

vollständig eingerichtet werden. Geräte

werden über das Scannen des QR-

Codes mit der Ajax-App mit dem Hub

verbunden. Dieser Vorgang dauert

weniger als eine Minute. Der große

Vorteil besteht darin, dass das System

ohne Kabelverlegung installiert wird.

Was die Steuerung betrifft, kann Ajax-

Alarm von jedem Ort der Welt aus vollständig

über eine mobile App (iOS,

Android) verwaltet werden – informative

Benachrichtigungen sorgen dafür,

dass die Benutzer immer wissen, dass

ihr Zuhause oder ihr Geschäft sicher

ist. Es gibt auch separate kostenlose

Mobile/Desktop-Apps für Installateure

und Sicherheitsunternehmen.

Das System bietet auch eine Fotoverifizierung

von Alarmen: MotionCam-

Bewegungsmelder mit einer Fotokamera

zur Verifizierung von Alarmen

machen bei Auslösung eine Reihe von

Fotos, damit der Eigentümer und das

Sicherheitsunternehmen überzeugt

werden können, ob der Einbruch echt

ist oder der Alarm versehentlich ausgelöst

wurde.

Für die Videoüberwachung in Full HD

besteht die Möglichkeit, Videokameras

von Fremdmarken in das System einzubinden.

Darüber hinaus kann Ajax-

Alarm über SIA- oder ContactID-Protokolle

mit gängigen Notrufleitstellen

verbunden werden. ◄

Funk-Alarmanlage

System 9000

• Einbruch-, Gefahrenmelde- und Notrufsystem

• Warnt per App, E-Mail, SMS, Anruf

• Steuern über Smartphone/Tablet

• Scharfschalten vier einzelner Bereiche

• Hohes Sicherheitsniveau (EN50131 Grad 2)

INDEXA GmbH · Tel. 0 7136/9810-0 · www.indexa.de

Haus und Elektronik 4/2021 63

Anzeige System 9000

43 x 66 mm 4c


Sicherheitstechnik

Zuschuss für elektronische Sicherheitstechnik

Die KfW präzisierte Anforderungen, um über das Programm 455-E einen Zuschuss

für elektronische Sicherheitstechnik zu bekommen

Den Zuschuss aus dem Programm 455-E erteilt die KfW zukünftig nur noch, wenn alle Punkte aus der Fachunternehmerbestätigung

erfüllt sind © KfW

Voraussetzung sind nun G- und S-Nummer

für jedes verbaute Produkt und

ebenso für das Gesamtsystem. Weitere

Zuschussbedingung: Nur zertifizierte

Fachbetriebe dürfen elektronische

Sicherheitstechnik planen,

verbauen und warten.

Die Förderbank KfW hat die Kriterien

für die Vergabe von Zuschüssen für

den Einbau von elektronischer Sicherheitstechnik

präzisiert. Die neuen

Richtlinien betonen, dass der beliebte

Zuschuss aus dem Programm 455-E

nur dann gewährt wird, wenn neben

den einzelnen Produkten auch das

komplette System eine Anerkennung

besitzt. Vielen Fachbetrieben

ist diese Notwendigkeit immer noch

nicht bewusst. Den Schaden haben die

Verbraucher: Der erwartete Zuschuss

wird verweigert, die Sicherheitslösung

weist Lücken auf.

Bei der Realisierung von Haus- und

Wohnungsumbauten spielen die verschiedenen

Zuschüsse der Förderbank

KfW seit jeher eine wichtige Rolle. Mit

dem Programm 455-E unterstützt die

Bank auch den Einbau von Schutzmaßnahmen

gegen Einbrüche. Die Gewährung

der finanziellen Hilfen ist an verschiedene

Bedingungen geknüpft. Im

Bereich der elektronischen Sicherheitstechnik

ist es beispielsweise notwendig,

dass das eingebaute System

den Anforderungen der Normen DIN

VDE 0833 sowie DIN 50131 entspricht.

Für die heute beliebte Integration von

Smart-Home-Anwendungen in elektronischer

Sicherheitstechnik verweist

die KfW auf die DIN VDE V 0826-1.

Seit Anfang Mai müssen ausführende

Handwerksunternehmen die fachgerechte

Umsetzung aller Maßnahmen

sowie die Einhaltung der genannten

Normen mit der sogenannten „Fachunternehmerbestätigung“

bescheinigen.

Damit unterstreicht die Bank die

seit einigen Jahren geltende Anforderung,

dass alle bei einer elektronischen

Sicherheitslösung verwendeten

Komponenten zertifiziert sein

müssen. Ebenso müssen Planung,

Umsetzung und Service dieser Systeme

durch entsprechend geschulte

und zertifizierte Fachbetrieben durchgeführt

werden. Was dies bedeutet,

erklärt Alexander Balle, Sicherheitsexperte

von Telenot: „Da sich die

genannten Normen an den Standards

der VdS Schadenverhütung orientieren,

ist für verwendete Einzelkomponenten

die VdS-Geräteanerkennungsnummer

(G-Nummer) zwingend notwendig,

und der Fachbetrieb muss

Die aktuelle Lage

Telenot Electronic GmbH

www.telenot.de

Die „Objekt-gesichert“-Plakette von Telenot zeigt an, dass die eingebaute

Sicherheitslösung von einem zertifizierten Fachbetrieb vorgenommen

wurde und sowohl die Geräteanerkennung (G-Nummer) wie

auch die Systemanerkennung (S-Nummer), die die KfW für die Vergabe

ihrer Zuschuss fordert, erfüllt sind

© Telenot Electronic GmbH

64 Haus und Elektronik 4/2021


Sicherheitstechnik

Nur wenn neben den einzelnen

Geräten auch das gesamte System

reibungslos funktioniert, kann

ein KfW- Zuschuss vergeben

werden. Telenot ist eines der

wenigen Unternehmen, bei

dessen Sicherheitslösungen beide

Anerkennungen zum Standard

gehören

© Telenot Electronic GmbH

ein entsprechendes Zertifikat gemäß

DIN 16763 ‚Dienstleistungsnorm für

Sicherheitsanlagen‘ nachweisen, was

durch die Anerkennung des Fachbetriebs

durch den VdS gegeben ist.“

Der VdS ist ein Unternehmen des

Gesamtverbandes der Deutschen

Versicherungswirtschaft und arbeitet

zum Schutz von Leib und Leben.

Als offizielles Organ übernimmt er

die Prüfung sowie die Zulassung von

Sicherheitsprodukten. Mit der VdS

G-Nummer und der S-Nummer, welche

das Zusammenspiel der Einzelkomponenten

im System zertifiziert,

hat jeder Verbraucher die Garantie,

dass diese Produkte absolut zuverlässig

für den Schutz von Leib, Leben

und Sachwerten sorgen.

Zudem hat die KfW in der neuen Fachunternehmerbestätigung

die Anforderungen

für Smart-Home-Anwendungen

in elektronischer Sicherheitstechnik

entscheidend präzisiert.

Denn aus dem Satz „Bei der

Scharf- und Unscharfschaltung wird

die Zwangsläufigkeit von der vorgenannten

Norm eingehalten“ lässt sich

ableiten, dass auch das Zusammenspiel

aller Komponenten im gesamten

System zuverlässig sein muss.

Dieses Zusammenspiel der einzelnen

Komponenten in einem funktionierenden

smarten Alarmsystem wird

ebenfalls durch den VdS geprüft und

in der Systemanerkennungsnummer

(S-Nummer) festgehalten. „Die KfW

unterstreicht damit unmissverständlich,

dass einzelne Produkte, das komplette

System sowie auch der umsetzende

Fachbetrieb zertifiziert sein

müssen, damit der Förderzuschuss

455-E gewährt werden kann“, so Balle.

Sinn der Präzisierung

Dass diese Präzisierung notwendig

ist, zeigt der Blick in die Angebote

verschiedener Hersteller. Zwar

tragen deren einzelne Produkte teilweise

eine G-Nummer, doch die für die

Bezuschussung notwendige S-Nummer

fehlt häufig, beziehungsweise tragen

nur zwei oder drei Produkte eine

G-Nummer. Somit lässt sich gar kein

vollumfängliches Gesamtsystem, in

dem alle Bestandteile zugelassen

sind, zusammenstellen.

Und dennoch werben diese Hersteller

mit der Fördermöglichkeit durch die

KfW. „Dies kommt ganz klar einer Täuschung

der Verbraucher gleich“, betont

Balle und folgert: „Wenn die einzelnen

Komponenten nicht reibungslos

zusammenspielen, entstehen Lücken

im Sicherheitssystem, die es Einbrechern

leicht machen, in ein Gebäude

einzudringen.“

Balle nimmt dabei nicht nur die Hersteller

in die Pflicht. Auch zahlreiche

Fachbetriebe kämen hier ihrer notwendigen

Sorgfaltspflicht nicht nach.

Denn immer noch werden Lösungen

an Endverbraucher verkauft und verbaut,

die trotz klarem Kundenwunsch

nicht förderfähig sind und zudem keinen

ausreichenden Schutz für Leib und

Leben sowie Hab und Gut leisten. Zu

dieser Sorgfaltspflicht zählt Balle auch,

dass sich Fachbetriebe und Hersteller

darum kümmern, Schwachstellen

schnellstmöglich zu beseitigen.

„Erst im April hat das Computertechnik-

Magazin C’t eine gefährliche Sicherheitslücke

in einer vernetzten Alarmanlage

eines großen deutschen Herstellers

bekannt gemacht. Das Brisante

dabei: Der Sicherheitsexperte,

der das Problem entdeckt hat, kontaktierte

den Hersteller bereits im Oktober

2020. Ein Firmwareupdate wurde

im Januar 2021 zwar zur Verfügung

gestellt. Dennoch waren laut Bundesamt

für Sicherheit in der Informationstechnik

Ende April 2021 immer noch

rund 6000 Anlagen in Deutschland

von dem Problem betroffen“, berichtet

Balle.

Testverfahren angewandt

Damit solche Sicherheitslücken erst

gar nicht entstehen, gehört es für Telenot,

einem der renommiertesten Hersteller

elektronischer Sicherheitstechnik

in Deutschland, seit vielen Jahren

zum Standardverfahren, Produkte und

Systeme den Testverfahren des VdS

Schadenverhütung zu unterziehen.

Erst die Kombination von G- und

S-Nummer gibt dem Verbraucher

des weiteren die Sicherheit, dass alle

technischen Anforderungen, die von

der KfW verlangt werden, erfüllt sind.

Zudem erfüllen auch alle rund 480

Autorisierten Telenot-Stützpunkte die

von der Förderbank geforderte Zertifizierung.

„Sicherheit ist Vertrauenssache.

Dazu gehört auch Transparenz.

Wenn Käufer eines smarten Sicherheitssystems

erst im Nachhinein erfahren,

dass Hersteller mit falschen Versprechungen

werben, Fachbetriebe

ungenügende Sicherheitssysteme

geplant und verbaut haben und sie

sich nicht darum bemühen, vorhandene

Probleme schnellstmöglich zu

beseitigen, bleibt das ungute Gefühl,

mit einer lückenhaften Sicherheitslösung

leben zu müssen. Das darf nicht

sein“, stellt Alexander Balle klar. ◄

Fachbücher für die Praxis

Digitale

Oszilloskope

Der Weg zum

professionellen

Messen

Joachim Müller

Format 21 x 28 cm, Broschur, 388

Seiten,

ISBN 978-3-88976-168-2

beam-Verlag 2017, 24,95 €

Ein Blick in den Inhalt zeigt, in

welcher Breite das Thema behandelt

wird:

• Verbindung zum Messobjekt über

passive und aktive Messköpfe

• Das Vertikalsystem – Frontend und

Analog-Digital-Converter

• Das Horizontalsystem – Sampling

und Akquisition

• Trigger-System

• Frequenzanalyse-Funktion – FFT

• Praxis-Demonstationen: Untersuchung

von Taktsignalen,

Demonstration Aliasing, Einfluss

der Tastkopfimpedanz

• Einstellungen der Dezimation,

Rekonstruktion, Interpolation

• Die „Sünden“ beim Masseanschluss

• EMV-Messung an einem Schaltnetzteil

• Messung der Kanalleistung

Weitere Themen für die praktischen

Anwendungs-Demos sind u.a.: Abgleich

passiver Tastköpfe, Demonstration

der Blindzeit, Demonstration

FFT, Ratgeber Spektrumdarstellung,

Dezimation, Interpolation, Samplerate,

Ratgeber: Gekonnt triggern.

Im Anhang des Werks findet sich

eine umfassende Zusammenstellung

der verwendeten Formeln und

Diagramme.

Unser gesamtes Buchprogramm finden Sie unter www.beam-verlag.de

Haus und Elektronik 4/2021 65

oder bestellen Sie über info@beam-verlag.de


Sicherheitstechnik

Planung erstklassiger intelligenter

Zutrittskontrolllösungen

Intelligente Zutrittskontrolle und wachsende Anforderungen an die Cybersicherheit

sind Thema des neuen 2N Whitepapers

Die wachsende Erkenntnis der Unternehmen,

dass Cybersicherheit und webfähiger

intelligenter Gebäudezugang

zusammen zu einer einzigen Sicherheitspriorität

für Unternehmen werden,

steht an der Spitze der Erkenntnisse

eines neuen Whitepapers über

den Markt für intelligente Zutrittskontrolle

von 2N, dem weltweit führenden

Anbieter von IP-Sprechanlagen.

Unter dem Titel „The Evolution der

Zugangskontrolle: Leitfaden für Smart

Office Projekte“ ermöglicht der Bericht

Gebäudeeigentümern, Arbeitgebern,

Installateuren, FMs und Sicherheitsexperten,

verschiedene Markttreiber

zu untersuchen - wie z.B. die breitere

Akzeptanz von IP-basierten Steuereinheiten

und Bluetooth-Zugangstechnologien

der nächsten Generation.

Diese Erkenntnisse werden

Käufern und Installateuren helfen, in

den kommenden Jahren erstklassige

intelligente Zutrittskontrolllösungen

zu liefern.

Die Untersuchung der

Fortschritte

auf dem Weg zu intelligenteren Gebäudelösungen

erfolgt inmitten einer

rasant fortschreitenden

Digitalisierung

von

Geschäftsprozessen,

die von

der Pandemie

angetrieben wird:

Eine McKinsey-

Umfrage Ende

2020 ergab, dass

Unternehmen die

digitalen Interaktionen

in ihren

Kundendienstkanälen

und Lieferketten

bereits

um drei bis vier

Jahre beschleunigt

haben.

Der Bericht von

2N beschreibt schnell aufkommende,

technologiegetriebene Trends, die

sowohl Kunden als auch Installateure

nicht ignorieren können: mehr als vier

von zehn Büroangestellten geben an,

dass ihre bevorzugte Methode zur Speicherung

von Zugangsdaten ihr Smartphone

ist, die Nutzung von Lesegeräten

mit integrierten Zugangskontrollen

wird bis 2024 voraussichtlich um

mehr als 50 Prozent zunehmen und

Unternehmen weltweit planten bereits

einen Anstieg der Ausgaben für Cybersicherheit

um fast 40 Prozent in nur

12 Monaten nach 2019.

Da Unternehmen in diesem Jahr versuchen,

hybride Modelle aus Remoteund

Büroarbeit für die geplante Rückkehr

an den Arbeitsplatz einzurichten,

befasst sich die Studie außerdem mit

wichtigen Untertrends der intelligenten

Zutrittskontrolle für Gebäude, darunter:

• Praktische Migrationspfade von alten

RFID-Karten zu Bluetooth-basierten

Zutrittssystemen der nächsten

Generation für Gebäudeeigentümer

• Kritische Erfolgsfaktoren für die

Implementierung mobiler Zutrittssysteme

und eine Checkliste zur

Cybersicherheit

• Steigende Nachfrage nach der Integration

von IP-basierten Zutrittskontrolllösungen

für Gebäude mit separaten

physischen Sicherheits- und

Kamerasystemen

Die Erkenntnisse des Papers umfassen

auch die neuesten erfolgreichen

Implementierungen intelligenter Zutrittskontrollsysteme

im internationalen

Büro-, Gewerbe- und Bildungssektor.

Thorsten Uebe, Country Manager

Deutschland bei 2N, sagte: „Es gibt

zweifellos eine steigende Nachfrage

nach intelligenten Zutrittskontrolllösungen,

aber aufkommende Technologietrends

und sich ändernde Präferenzen

der Gebäudenutzer prägen

die Best-Practice-Lösungen für intelligente

Gebäude in Deutschland. Unser

Whitepaper baut auf unseren kontinuierlichen

Innovationen mit Partnern auf

der ganzen Welt auf, um Kunden zu

den richtigen Lösungen für ihre Arbeitsplatz-

und Immobilienentwicklungsanforderungen

zu führen.“

Über 2N

2N ist nach eigenen Angaben der weltweit

führende Anbieter von IP-Zugangskontrollsystemen.

Mit der Entwicklung

der weltweit ersten IP-Gegensprechanlage

im Jahr 2008 und der ersten

LTE/4G-Gegensprechanlage zehn

Jahre später hat 2N eine Vorreiterrolle

bei Innovationen in diesem Sektor

eingenommen. Heute deckt das

Unternehmen das gesamte Spektrum

an Lösungen im Bereich der Sicherheit,

der Zugangskontrollsysteme und

der Kommunikation innerhalb von

Gebäuden ab.

2N bedient sowohl den privaten als

auch den kommerziellen Markt und

verfügt über Produkte, die Bluetooth-,

Smartphone- und Tablet-fähig sind.

Seit 2016 durch eine Partnerschaft mit

der Axis-Gruppe versärkt, setzt 2N

seine Innovationstätigkeit fort und reinvestiert

13% des weltweiten Umsatzes

in Forschung und Entwicklung.

2N TELEKOMUNIKACE a.s.

https://www.2n.cz/de_DE

Das Whitepaper von 2N ist verfügbar unter https://go.2n.cz/l/515041/2021-04-15/3vc2rj

66 Haus und Elektronik 4/2021


Brandschutz

Profi-Brandmeldesysteme sind innovativ, flexibel,

intuitiv und fernsteuerbar

Teconfire sind nicht nur innovativ, flexibel,

intuitiv, anpassbar und fernsteuerbar,

sondern auch erstaunlich einfach

zu bedienen.

Die in Italien im Werk Turin entwickelten

und hergestellten Zentralenmodelle

bieten ein, zwei und vier

Ringbusleitungen. Die adressierten

Zentralen sind in der Lage, alle Systemanforderungen

abzudecken und

über 8000 Geräte zu steuern. Sie können

miteinander verbunden werden,

dies im RS485-Netzwerk und/oder

mit Lichtwellenleiter. Bis zu 16 Steuereinheiten

und 256 Repeater, 4800

Zonen und 6400 logische Formeln

sind dabei möglich.

Die Bedientableaus

eps Vertriebs GmbH

www.eps-vertrieb.de

Mit dem Vertrieb der professionellen

Tecnofire-Brandmeldetechnik komplettiert

eps das anspruchsvolle Spektrum

zukunftsweisender Alarm- und Videoüberwachungstechnik.

Die gesamte

Produktpalette von Tecnofire Detection

ist gemäß der EN 54 zertifiziert

und wird den höchsten nationalen und

internationalen Design- und Produktionsstandards

gerecht.

Das Tecnofire-

Brandmeldesystem

besteht aus drei maßgeschneiderten

Zentralenmodellen und bietet mit einer

Vielzahl verschiedener automatischer

und manueller Brandmelder hervorragende

Einsatzmöglichkeiten für fast

jede Anwendung und Anforderung.

Die komplexen Systemlösungen von

sind mit einem großen Farb-Grafik-

Display ausgestattet, das die intuitive

Verwaltung von Informationen

und Alarmen ermöglicht, etwa durch

Icons und chromatisch differenzierte

Meldungen.

Die Bedienfelder sind zudem mit einer

lebensechten Sprachsynthese ausgestattet,

die dem Benutzer alle Informationen

über das laufende Ereignis

liefert – und das mehrsprachig. ◄

Installationskanal bietet optimalen Schutz für elektrische Leitungen

Produktions- oder Chemieanlagen, Rechenzentren

und Kliniken – diese kritischen Bereiche benötigen

besonderen Schutz vor Feuer. Vor allem die

Technik und die verlegten Leitungen müssen gesichert

werden, damit es bei einem Brand nicht zu

einem Totalausfall kommt.

Die Firma G+H Isolierung hat mit dem Pyroment-

EK einen Brandschutzkanal auf den Markt gebracht,

der im Brandfall den Funktionserhalt elektrischer

Leitungen für bis zu 90 Minuten sowohl im Innenals

auch im Außenbereich garantiert. Er bietet

darüber hinaus dauerhaften und zuverlässigen

Schutz gegen Regen, Frost, UV-Strahlung sowie

mechanische Beschädigungen.

Der Pyroment-EK ist ein nach DIN 4102 Teil 12

geprüftes und bauaufsichtlich zugelassenes

System mit dem Verwendbarkeitsnachweis AbP

P-MPA-E-18-008.

Die Einzelteile werden vorkonfektioniert angeliefert

und ermöglichen in allen Größen eine Einmannmontage.

Der Blechkanal ist in individuellen Abmessungen

in zwei-, drei- oder vierseitiger Ausführung erhältlich.

Für Nachbelegungen oder Inspektionen lässt

er sich jederzeit einfach öffnen und schließen.

• G+H Isolierung GmbH

www.guh-group.com

Haus und Elektronik 4/2021 67


Brandschutz

Vermeiden statt löschen

Aktuelle Verhältnisse im Bereich

„Feuerversicherung“

Am Versicherungsmarkt ist ein massiver Rückgang der vorhandenen

Versicherungskapazitäten zu beobachten. Dies bertrifft auch Feuerversicherungen

rische Maßnahmen sind im Bereich

„Risikofaktor Mensch“ stets kritisch

zu betrachten. Trotz Risikotransfer

auf Versicherung gehen sehr viele

Unternehmen nach einem größeren

Schaden trotz erfolgreichem Wiederaufbau

in die Insolvenz.

Vermeiden statt löschen

Der Versicherungsmarkt ist seit Jahren

gekennzeichnet durch Zusammenschlüsse

von Erstversicherern.

Eine der Ursachen ist die andauernde

Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten,

durch die Versicherer so gut wie

keine Zinserträge mehr erwirtschaften.

Durch angepasste Vorschriften, u.a.

durch Solvency II, in Bezug auf die

notwendige Prüfung der Risiken in

den Beständen der Versicherer und

der damit verbundenen Bindung von

Eigenkapital für schwere Risiken ergibt

sich, dass Versicherer Risiken mit

erhöhter Schadenlast an den Markt

geben oder die Prämien und Selbstbeteiligungen

bis an die Grenze des

Möglichen anpassen.

Folge der Veränderungen am Versicherungsmarkt

ist ein massiver Rückgang

der vorhandenen Versicherungskapazitäten

insbesondere im Bereich

der Holzverarbeitung und dem Recy-

Eine Information der Riskcona

Consulting GmbH und der

Efficiency Systems

GmbH & Co. KG

www.riskcona-consulting.de

www.brandvermeidung.de

cling. Unternehmen dieser Branchen

erhalten, wenn überhaupt, nur noch

Angebote der Teilzeichnung ihrer

Risiken, mit gravierenden Auswirkungen

auf ihre Refinanzierung und

dem Risiko des Unternehmensfortbestands

nach einem Schaden. Sie sehen

sich erhöhten Forderungen der Versicherer

an die personellen, organisatorischen

und technischen Maßnahmen

zur Brandvermeidung und Reduzierung

der Risiken ausgesetzt. Die

erheblichen Mehrkosten bei den Versicherungsprämien

und einen erhöhten

Kapitalbedarf zur Umsetzung der

vom Versicherungsmarkt geforderten

Schutzmaßnahmen haben die Unternehmen

selbst zu tragen.

Kritik an den bisherigen

Maßnahmen zur Risikoreduzierung

Regelmäßige Risikobesichtigungen

durch das Risk Engineering der Versicherer

i.d.R. alle zwei Jahre sind

lediglich Momentaufnahmen und bieten

kaum Möglichkeiten der laufenden

Kontrolle und Steuerung der Risiken.

Zusätzlich fokussieren Maßnahmen

auf eine schnellstmögliche Beendigung

ausgebrochener Schäden und

nicht auf deren Vermeidung.

Die Revision der elektrischen Licht- und

Kraftanlagen durch externe Sachverständige,

auch unter Einbindung von

Thermographie, ist ebenfalls lediglich

eine Momentaufnahme. Eine wirksame

Überwachung der Risiken ist dadurch

nicht gegeben.

Die Realisierung von technischem

Brandschutz im Altbestand ist oftmals

eine sehr langwierige Maßnahme.

Trotz Aufrüstung im Bereich

des technischen Brandschutzes verbuchen

die Versicherer Schäden in

Millionenhöhe (vgl. Bericht im Handelsblatt

vom 15.7.2019:

„Das Geschäftsmodell der Industrieversicherer

steht auf dem Spiel“).

Die versicherten Unternehmen haben

augenscheinlich außer möglicher

Schadensreduzierung keinen erkennbaren

Zusatznutzen durch technisch

Brandschutzsysteme – oftmals werden

diese auch nur unter erheblichem

Widerstand installiert und betrieben.

Technische Maßnahmen setzen erst

in dem Moment an, in dem der Brand

bereits ausgebrochen ist, um diesen

schneller zu detektieren oder einzudämmen.

Personelle und organisato-

In naher Zukunft wird sich am Markt

der Feuerversicherung keine Verbesserung

abzeichnen. Unternehmen,

die nur eine Teilversicherung haben

oder die Investition in technischen

Brandschutz, wie z.B. Sprinkleranlagen,

nicht stemmen können, müssen

immer höhere Risiken selbst tragen.

Nun haben wir uns überlegt, wie

diesen Unternehmen zumindest in

Bezug auf die Reduzierung des Risikos

geholfen werden kann.

Unsere Idee: Nutzung der wertvollen

Zeit der Schadensanbahnung, die viele

Schadensarten bieten, um Schäden

erst gar nicht entstehen zu lassen. Hier

geht es primär durch die neuen Möglichkeiten

nicht um eine Reduzierung

der Versicherungsprämie. Durch eine

aktive Bewirtschaftung der Risiken sollen

Lücken im Versicherungsschutz

und damit das eigene betriebliche

Risiko reduziert werden.

Zusätzlich soll der Versicherer dafür

gewonnen werden, auch in der Zukunft

weiter Partner sein zu wollen, und

zwar ohne größere Investitionen in

technischen Brandschutz vornehmen

zu müssen.

In einem vom Ferdinand Steinbeis Institut

Stuttgart initiierten Micro Testbed

„Brandvermeidung“ (https://steinbeisfsti.de/wenn-es-brennt-ist-es-schonzu-spaet-wie-iiot-

hilft-braende-zu-vermeiden)

fanden sich gemeinsam mit

einem Sägewerk verschiedene Unternehmen

aus den Bereichen Sensorik,

Digitalisierung und Versicherer

zu einem Testprojekt „Brandvermeidung“

zusammen. Als Resultat wurde

eine praxistaugliche und gleichzeitig

skalierbare Lösung im Sägewerk live

68 Haus und Elektronik 4/2021


Brandschutz

Wenn man über einen Zeitraum von 16 Jahren die Ursachen von Bränden in Gebäuden betrachtet, so ist derzeit die

Situation nahezu unverändert: Überhitzung und Elektrizität sind mit knapp 40% die häufigste Schadensursache. Für

fast 22% der Schäden kann die Ursache nicht ermittelt werden

in Betrieb genommen, die kritische

Zustände lange vor Ausbruch eines

Feuers meldet, und bereits half, erste

Schäden zu vermeiden.

Verkürzt könnte man das so nennen:

Schaffung einer digitalen Echtzeitüberwachung

potenzieller Schadensquellen

rund um die Uhr ohne große Investitionen

und sofort plug&play nutzbar.

Einmal abgesehen von schnell entstehenden

Brandursachen, wie z.B.

Blitzschlag oder Brandstiftung, entwickeln

sich viele Brände schleichend.

Man könnte sagen, dass sich Brände

frühzeitig selbst ankündigen, bevor es

zum Ausbruch kommt.

Diese wertvolle „geschenkte“ Zeit

nutzt die digitale Plattform DAPONA

(www.dapona.com), die von Efficiency

Systems (www.brandvermeidung.de)

angeboten wird.

Wie funktioniert das nun?

Mit einem einfachen Schritt sorgt die

Digitalisierung für eine erhebliche

Reduktion der Brandrisiken: Die meisten

der potenziellen Brandquellen sind den

DAPONA überwacht alle kritischen Brandquellen rund um die Uhr und meldet

sofort, noch lange bevor überhaupt ein Brand entstehen würde, wenn etwas nicht

stimmt

Unternehmen bekannt: Dies sind z.B.

die Heizungen, Antriebe, Elektromotoren,

Flurförderer, Ladegeräte, usw.,

die oft rund um die Uhr arbeiten. Eine

lückenlose manuelle Überprüfung ist

so gut wie unmöglich.

An den potenziellen Brandquellen

werden am Markt erhältliche Temperatursensoren

angebracht. Die Wahl

der Sensoren ist dabei völlig frei, z.B.

eignen sich für die Überwachung von

Temperaturen Funksensoren, die nach

dem LoRa-WAN-Funk-Prinzip arbeiten.

Sie sind batteriebetrieben, weisen

eine hohe Reichweite auf und

können einfach ohne Verkabelung

an beliebigen Stellen im Betrieb platziert

werden.

Bevor die Batterie zuneige geht, meldet

DAPONA dies rechtzeitig. Alle 1,5

bis 2 Jahre muss gewechselt werden.

Nach der Installation der Sensoren werden

Abweichungen sofort erkannt und

gemeldet, bevor eine kritische Situation

entsteht. Durch frühzeitiges Handeln

lassen sich Schäden vermeiden.

DAPONA zeichnet die Verläufe auf

und meldet sich automatisch, wenn

irgendwo ein Temperaturwert beginnen

sollte, anzusteigen. Der Kontrollaufwand

wird dadurch deutlich minimiert.

DAPONA überwacht alle kritischen

Brandquellen rund um die Uhr

und meldet sofort, noch lange bevor

überhaupt ein Brand entstehen würde,

wenn etwas nicht stimmt.

Und vom Handy aus ist die aktuelle

Lage im Betrieb jederzeit transparent

erkennbar.

Bei Bränden, die ohne Anbahnungsphase

entstehen, alarmiert DAPONA

sofort. Zusätzlich können auch

Löscheinrichtungen ausgelöst werden

Durch die freie Konfiguration von

DAPONA wird Brandvermeidung lediglich

im Portal DAPONA als Anwendung

eingerichtet. Alle notwendigen Funktionen

zur Datenerfassung, Ablage,

Darstellung und Alarmierung bringt

DAPONA bereits im Standard mit.

Es müssen nur noch die Sensoren

installiert und in DAPONA bekanntgemacht

werden.

Wie sich DAPONA melden soll, wenn

etwas Ungewöhnliches passiert, kann

frei eingestellt werden. DAPONA löst

dann bei Überschreitung eines ersten

Schwellwertes frühzeitig eine Warnung

aus. Diese kann auch in

Form einer gelben Signalleuchte

deutlich sichtbar in der Produktion

angezeigt werden. Zusätzlich

erzeugt DAPONA eine Aufgabe

(in Form einer Reparatur

oder Wartung) zur Behebung

der Störung und versendet dies

als E-Mail.

Falls niemand reagiert und die

Temperatur weiter ansteigen

sollte, ist in DAPONA die Auslösung

der Alarmstufe „rot“ konfiguriert.

Für maximale Transparenz sendet

DAPONA ein Tagesprotokoll.

Selbst schleichende Temperatursteigerungen

sind so sicher erkennbar.

DAPONA bietet die Möglichkeit, Auswertungen

per Mausklick selbst einzurichten.

Einfach direkt im Web-Browser

(Google Chrome, Apple Safari,

Microsoft Edge). Per drag&drop lassen

sich digitale Dashboards mit Anzeige

Widgets bestücken, wie z.B. Liniendiagramme,

Balkendiagramme, Fortschrittsanzeigen

etc.

Nicht nur Alarme werden protokolliert:

Es ist auch nachvollziehbar, wie

sich Temperaturwerte über die Zeit

hinweg entwickelt haben und an welchen

Sensoren die stärksten Abweichungen

melden.

Das Team von Efficiency Systems

wird DAPONA im nächsten Schritt mit

Funktionen der künstlichen Intelligenz

erweitern. DAPONA wird dann mit

Methoden des Machine Learning aus

Temperaturverläufen aus der Vergangenheit

„lernen“ und Prognosen über

zukünftige Abweichungen erstellen.

Im Vergleich zu anderen technischen

Systemen wie Sprinkleranlagen hat

DAPONA den Vorteil der möglichen

stufenweisen Überwachungseinbringung.

So kann z.B. zunächst den kritischen

Bereichen die Aufmerksamkeit

geschenkt werden und dann eine

Zug-um-Zug-Erweiterung stattfinden.

Und wie geht es mit der

Versicherung weiter?

Als Risikomanagement-Unternehmen

unterstützt riskcona Consulting bei der

Frage, wo denn die Risikopotentiale

zu finden sind und welche Bereiche

überwacht werden sollten.

Weiter sind besonders folgende Modellansätze

in der Diskussion:

• Vereinbarung einer Höchstentschädigung

mit dem Versicherer – dadurch

Rabatt oder mehr prozentuale Beteiligung

möglich

• Klar definierte Ausschlüsse zur Reduzierung

der Versicherungssummen

• Umstellung auf Zeitwertdeckung

für Teilbereiche, Altanlagen oder

Nebenanlagen

• Für Inventar lediglich Absicherung

von Aufräumkosten, sofern kein

Wideraufbau der Maschinen mehr

geplant ist

• Vorräte nur in Teilbereichen absichern

• Streckenhandel in der Ertragsausfallversicherung

berücksichtigen

• Unterstützung und Begleitung bei

der Implementierung von DAPONA

und der Kommunikation mit dem Versicherer


Haus und Elektronik 4/2021 69


Videoüberwachung

„Integration ist nicht gleich Integration“

Portfolio tiefintegrierter Schnittstellen für Video

Dallmeier electronic stellte ein umfangreiches Portfolio verschiedener

Schnittstellen für die Integration von Drittsystemen in seine Software-Plattform

Hemisphere vor

Die tiefe Integration von Drittsystemen in die Dallmeier-Hemisphere-Software-Plattform erleichtert Anwendern

viele Sicherheits- und Geschäftsprozesse

Dallmeier electronic

GmbH & Co. KG

www.dallmeier.com

www.panomera.com

Dank der sehr weitgehenden Integration

und einer Vielzahl von Datenaustausch-

und Steuerungsmöglichkeiten

profitieren Anwender von optimalen

Informationsflüssen und effizienten

Arbeitsabläufen.

Integration ist nicht gleich

Integration

Viele auf dem Markt verfügbare Videomanagement-Systeme

und Sicherheitsplattformen

arbeiten beim Zugriff

auf Drittsysteme oft lediglich mit der

Einbettung der Benutzeroberfläche

über beispielsweise iFrames in die

eigene Software. Da Anwender die

Systeme jedoch weiterhin separat

ansteuern müssen, ist diese Vorgehensweise

nicht selten ineffizient.

Zudem fällt es schwer, zeitliche und

räumliche Zusammenhänge exakt

darzustellen und nachzuvollziehen.

Andersherum ist es für Kunden oftmals

schwierig nachzuvollziehen, ob

es zu unerwünschten Datenflüssen

aus dem VMS in Drittsysteme oder

zu Leistungseinbußen kommt.

Bei der offenen Software-Plattform

Hemisphere des Regensburger Herstellers

Dallmeier erfolgt das Einbinden

von Drittsystemen immer mit dem

Ziel einer optimalen Datenintegration.

Eine exakt auf die jeweils geforderte

Anwendung hin orientierte Integration

filtert, sortiert und lokalisiert

Daten aus anderen Software-Infrastrukturen

effizient und führt diese

aus den unterschiedlichen Quellen

in einem Hemisphere-System zusammen.

Dieses Vorgehen ermöglicht eine

sehr weitgehende Integration etwa

von Zuko- oder EMA-Systemen als

„Active Objects“ mit zahlreichen Optionen

zum Datenaustausch sowie der

Steuerung der Drittsysteme aus der

Hemisphere heraus.

Großes Portfolio

an tiefintegrierten

Schnittstellen

Die Integration erfolgt über das Hemisphere

Data Interface Module, kurz

DIM. Dieses bietet eine Vielzahl an

Plugins, die die Weiterverarbeitung

von Zuständen und Ereignisnachrichten

aus den angeschlossenen Systemen

heraus sowie Steuerbefehle in

diese hinein ermöglichen. Hierbei stehen

Plugins für standardisierte Protokolle

im Bereich IoT/Industrie 4.0 (z. B.

MQTT, OPC UA) und Gebäudeautomation

(BACnet, KNX) sowie diverse

Plugins für proprietäre Kommunikationsprotokolle

zur Verfügung.

Im Bereich der Zutrittskontrollsysteme

sind etwa Grosvenor Sateon Advance,

Interflex IF-6040, Paxton Net2 V6

oder Software House C CURE 9000

bereits vollständig in Dallmeier Hemisphere

integriert.

Hemisphere-Anwender können zusätzlich zu Kameraobjekten auch

aktive Elemente und deren Status (beispielsweise Zugangskontrollen,

Schließanlagen, Brandmelder etc.) auf einer Karte anzeigen lassen

und diese je nach Funktionalität auch steuern

70 Haus und Elektronik 4/2021


Videoüberwachung

180° Panoramakameras in drei Designs

Ab sofort gibt es die 180° Panoramakameras

von Milesight in drei Designs.

Sie sind mit 5 und mit 8 Megapixel

4K Ultra HD erhältlich.

Die Kameras ermöglichen die Überwachung

einer kompletten Gebäudeseite

mit nur einer Kamera. Sie können

an die Wand oder unter Decke montiert

werden. Ein spezielles Objektiv

erzeugt in Verbindung mit einer integrierten

Bildverarbeitung ein realistisches

180° Panorama ohne starke

Verzerrungen.

Mit einer hohen Lichtempfindlichkeit

können die Kameras auch bei schwachem

Umgebungslicht im Farbmodus

arbeiten. Im Nachtmodus werden

sie von einer integrierten Infrarotbeleuchtung

mit bis zu 15 m Reichweite

unterstützt.

Alle Kameras verfügen über eine

Gegenlichtkompensation, Wide

Dynamic bis 120 dB, Spitzlichtaustastung,

Bewegungsunschärfe-

Reduzierung, 3D Rauschreduzierung

und eine Entnebelungsfunktion.

Zehn verschiedene Videoanalysefunktionen

bieten hoch effektive

Alarmierungs- und Aufzeichnungsmöglichkeiten.

Die Kameras können

bei Alarmen und Ereignissen HTTP-

Benachrichtigungen an eine Hausautomation

versenden. Sie unterstützen

alle gängigen Onvif-Profile zur

Einbindung in Videosysteme vieler

anderer Hersteller.

• FRS GmbH & Co. KG

info@frs-online.de

www.frs-online.de

Bei Brandmeldesysteme ist derzeit die

Anbindung verschiedenster Brandmeldeanlagen

über Schraner SmartRYX

möglich. Zudem lassen sich verschiedene

Point-of-Sale-Systeme einbinden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit,

Events und Alarme an die Dallmeier

Hemisphere zu schicken oder

Dallmeier Hemisphere ermöglicht das kontrollierte Extrahieren von

Daten aus Drittsystemen und – wo erlaubt – das Hineinschreibe und

Steuern

abzuholen und so weitere Applikationen

einzubinden bzw. kundenspezifische

Schnittstellen zu entwickeln.

Dafür steht der Weg über eine standardisierte

REST-Schnittstelle oder

einen Active MQ Message Broker

zur Verfügung, der die branchenüblichen

Standardprotokolle unterstützt,

darunter OpenWire, STOMP, MQTT

und WebSocket.

Kürzere Reaktionszeiten

und optimierte Prozesse

„Eine offene Plattform bedeutet für

uns in erster Linie offen zu sein für

das spezifische Kundenproblem.

Und dafür eine Lösung zu erarbeiten,

gemäß unseres Unternehmensmottos

Making things easier. Die verschiedenen

Plugins des Hemisphere Data

Interface Moduls erlauben es, dass

die angeschlossenen Systeme ihre

Zustände (z.B. Tür offen/geschlossen)

und Ereignisnachrichten (z.B.

Feueralarm, Einbruch) an Hemisphere

Software zur Visualisierung weitergeben“,

so Norbert Niggemann, Director

Software Development bei Dallmeier.

„Durch die tiefe Integration sehen

Anwender dann beispielsweise automatisch

immer das passende Kamerabild,

wenn es ein Ereignis aus der

EMA gibt. Per Active Objects können

die Systeme komfortabel über

die Hemisphere Active Objects Map

gesteuert werden. Die Kundenvorteile

reichen dabei von gesteigerten Reaktionszeiten

über anpassbare und transparente

Workflows bis zu optimierten

Sicherheits- und Geschäftsprozessen.“

Weitere Informationen:

• Dallmeier-Website „Integrationen &

Schnittstellen“

• Handout „Die Hemisphere-Software-Plattform

mit 3rd Party Systemen

verbinden“ ◄

Haus und Elektronik 4/2021 71


Photovoltaik

Sehr flexibles Flachdach-Montagesystem

IBC Solar AG

www.ibc-solar.de

IBC Solar stellte die neuste Weiterentwicklung

seines aerodynamischen

Flachdach-Montagesystems IBC Aero-

Fix vor. Das neue AeroFix G3 lässt

sich nahezu perfekt auf die jeweiligen

Modulmaße anpassen. Die Vielzahl

an Aufstellvarianten und die Möglichkeit,

breite und schmale Bodenschienen

zu kombinieren, sorgen für eine

hohe Flexibilität und Wirtschaftlichkeit.

Hintergrund und Eckdaten

In Zeiten von immer größer werdenden

PV-Modulen sind Montagesysteme

gefragt, die nicht nur flexibel auf den

jeweiligen Modultyp anpassbar sind,

sondern auch ein Höchstmaß an

Sicherheit garantieren.

Integriertes Kippgelenk

Auf dem neuen AeroFix G3 können

Module mit Längen von 150 bis 210

cm und Breiten von 98 bis 115 cm

montiert werden. Durch ein integriertes

Kippgelenk in der AeroFix-Montagestütze,

liegen die Module mechanisch

spannungsfrei auf dem Halterungssystem.

So entstehen keine Verspannungen

im Modul und die Gefahr

dadurch Zellschäden und damit verbundene

Leistungsverlusten zu verursachen,

ist gebannt.

Breite und schmale

Bodenschienen

Neu beim IBC AeroFix G3 ist die mögliche

Kombination von breiten und

schmalen Bodenschienen im gleichen

System. So können im Falle von

niedriger ballastierten Modulen oder

stabileren Dachbereichen die kostengünstigeren,

schmalen Schienen verwendet

werden. Das sorgt nicht nur für

maximale Flexibilität, sondern senkt

auch den Materialaufwand sowie die

Gesamtkosten des Systems. Gleichzeitig

ist das Dach sicher belegt.

Aufstellmöglichkeiten

Mit Blick auf die Aufstellmöglichkeiten

bietet das neue System eine ganze

Reihe an Optionen, die eine perfekte

Anpassung an jedes Dach garantieren.

Dabei können die Module nicht

nur quer, sondern auch hochkant auf

das AeroFix G3 montiert werden. Mit

einer Aufständerung von 8, 10 oder

15 Grad in Süd- oder Ost-West-Richtung

ergeben sich sechs verschiedene

Aufstellvarianten.

Zeitersparnis und bequeme

Installation

Für maximalen Komfort und Wirtschaftlichkeit

verfügt das AeroFix G3 Montagesystem

über breite Bodenschienen

mit vormontierten Bautenschutzmatten

und integrierten Kabelkanälen für

bis zu 28 6-mm²-Kabel. Das erleichtert

nicht nur die Montage, sondern

spart auch Zeit, Kosten und Aufwand.

Zudem bieten die Bodenschienen eine

große Auflagefläche und sorgen damit

für eine geringe Flächenpressung

und eine gleichmäßige Verteilung

der Lasten über das gesamte Dach.

Höchstmaß an Stabilitä

Wie bei den Vorgängermodellen kommen

auch beim neuen AeroFix G3

ausschließlich hochwertige Materialien,

wie Aluminium und Edelstahl

zum Einsatz, wobei alle Komponenten

perfekt aufeinander abgestimmt

sind. So bietet das System ein Höchstmaß

an Stabilität und Haltbarkeit für

alle Arten von Flachdächern, egal

ob Folie, Bitumen, Kies, Beton oder

Gründach. Das neue AeroFix G3 entspricht

dabei den neuesten Vorgaben

der windtechnologischen Gesellschaft

(WtG). ◄

72 Haus und Elektronik 4/2021


Mehr Leistung, mehr Ertrag, größerer Nutzen

Photovoltaik

KOSTAL Wechselrichter: Bestens gerüstet für die neue 400 Watt-Modulgeneration

400 Watt-Module mit 120

Drittelzellen

Einen anderen Weg gehen Hersteller,

die Zellen mit einer Kantenlänge

von 210 mm aus sogenannten M12

Wafern verbauen. Diese werden für

Module im Heimbereich in drei gleich

große Drittelzellen geteilt, 120 Drittelzellen

werden in einem Modul verschaltet.

Die größeren Zellen werden

in einer neuen Zellmatrix mit 5

x 24 Drittelzellen aufgebaut. Da so

nur noch 5 Zellstreifen verbaut werden,

sind die Module ca. 1,08 m breit.

Bei 400-Watt-Leistung erreichen dies

Module einen Wirkungsgrad von 21,3

% (z.B. Trina Vertex S).

KOSTAL Wechselrichter

KOSTAL Solar Electric GmbH

www.kostal-solar-electric.com

Solarmodulhersteller reagieren auf

den wachsenden Energiebedarf mit

Anpassungen der Photovoltaikzellen.

Neue Vormaterialien, Änderungen im

Herstellungsverfahren von Halbleitern

und Optimierungen der Produktionsprozesse

bescheren dem Solarmarkt

größere Wafer, die für die Produktion

von leistungsstärkeren Photovoltaikmodulen

nötig sind. Schon jetzt wird

rund die Hälfte der gesamten Solarmodul-Produktion

des Jahres 2021mit

größeren Wafern realisiert.

Die neuen 400 Watt-

Solarmodule

erwirtschaften höhere Energieerträge.

Die größeren Zellen sorgen allerdings

auch für höhere Modulströme – und

die muss der Wechselrichter verarbeiten

können! Die Wechselrichter

von KOSTAL können schon jetzt die

höheren Energieströme der neuen 400

Watt-Modulgeneration verarbeiten!

Bisher wurden Standard-Photovoltaikzellen

mit einer Kantenlänge von

166 mm im Ganzen oder als Halbzellen

in Solarmodulen verschaltet. Die

neuen Zellgrößen von 182 mm oder

sogar 210 mm haben einen neuen Aufbau

und verändern die Modulmaße.

108 Halbzellen

In den Modulen der neuen Generation

werden für den Residential Bereich

108 der neuen 182-mm-Halbzellen –

sogenannte M10 Wafer – verschaltet.

Das Modul wird durch die größeren

Zellen etwas breiter – ca. 1,14 m. Da

weniger Zellen als bei den Modulen

mit 120 Halbzellen verschaltet werden,

gibt es weniger Lücken zwischen den

Wafern und die Moduleffizienz steigt,

weil mehr aktive Waferfläche vorhanden

ist. Ein Modul mit 108 Halbzellen

kommt und 400-Watt-Leistung hat

einen Wirkungsgrad von 20,46 % (z.B.

Suntech STP405S).

Die Wechselrichter von KOSTAL sind

schon heute mit der neuen 400 Watt-

Modulgeneration kompatibel. PLEN-

TICORE plus, PIKO IQ, PIKO 12-20,

PIKO MP plus und PIKO CI verarbeiten

die größeren Modulströme von bis

zu 13 Ampere ohne Probleme.

Jede Installation mit Solarmodulen

der neuen 400 Watt-Modulgeneration

– von der kleinen Aufdach-Anlage bis

zur leistungsstarken Gewerbephotovoltaik

oder Freilandanlage – findet

in den Wechselrichtern von KOSTAL

die passenden Wandel- und Steuerzentralen.

Warum ist die Wahl des

Wechselrichters jetzt so

wichtig?

Mit den neuen Modulzellengrößen

rückt die Wahl des passenden Wechselrichters

in den Fokus. Denn größere

aber dafür weniger verbaute Zellen auf

dem Dach bedeuten eine geringere

Spannung pro Modul und gleichzeitig

höhere Strombewegungen, die der

Wechselrichter optimal steuern und

verarbeiten muss.

Die KOSTAL Wechselrichter verarbeiten

schon heute den Eingangsstrom

von Modulen der neuesten Generation

mit einer Leistung von 400 Watt

und mehr. Dadurch kann die ganze

Modulleistung genutzt werden, ohne

dass der Wechselrichter den Stromfluss

begrenzen muss – und das bei

allen KOSTAL Baureihen. ◄

Haus und Elektronik 4/2021 73


Aus Forschung und Technik

Neue Solarmodule bieten hohe Effizienz auf großer

Fläche

Forschende des KIT kombinierten eine Serienverschaltung per Laser mit der

Vakuumprozessierung aller Schichten der Solarzelle und ebneten dadurch den Weg vom Labor

in die Industrie

Von der Zelle zum Modul ohne Wirkungsgradeinbußen:

das ist eine der

wesentlichen Herausforderungen der

Firma Perowskit-Photovoltaik. Forschende

am Karlsruher Institut für Technologie

(KIT) haben nun Perowskit-

Solarmodule fast ohne Skalierungsverluste

hergestellt.

Grundprinzip und

Herausforderungen

Dazu kombinierten sie die Serienverschaltung

per Laser mit der Vakuumprozessierung

aller Schichten der

Solarzelle. Sie erreichten einen Wirkungsgrad

von 18%t auf einer Fläche

von vier Quadratzentimetern –

Weltrekord für vakuumprozessierte

Perowskit-Solarmodule.

In der Photovoltaik gelten Perowskit-

Halbleiter dank ihrer günstigen Verfügbarkeit,

ihrer einfachen Herstellbarkeit

sowie ihres enormen Wirkungsgradpotenzials

als besonders zukunftsträchtige

Materialien. Perowskit-Solarzellen

haben im vergangenen Jahrzehnt

eine einzigartige Entwicklung durchlaufen.

Im Labor hergestellt, erzielen

sie inzwischen Wirkungsgrade von

über 25%.

Nun gilt es, die Perowskit-Photovoltaik

vom Labor in die Industrie zu bringen.

„Eine zentrale Herausforderung besteht

darin, die auf Flächen von wenigen

Quadratmillimetern erzielten Wirkungsgrade

auf typische Solarmodulflächen

von einigen hundert Quadratzentimetern

zu übertragen“, sagt

Dr. Tobias Abzieher, der am Lichttechnischen

Institut (LTI) des KIT die Entwicklung

aus dem Vakuum abgeschiedener

Perowskit-Solarzellen leitet.

Bei Perowskit-Solarzellen handelt es

sich um Dünnschicht-Solarzellen. Diese

werden über die sogenannte monolithische

Serienverschaltung zu großflächigen

Solarmodulen zusammengefügt.

Dazu bringt man während der

Abscheidung der einzelnen Schichten

der Solarzelle Strukturierungslinien

ein, die eine Serienverschaltung

der so entstandenen Solarzellenstreifen

bewirken.

Schichten der Solarzelle

im Vakuum aufgedampft

Zellen fast ohne

Verluste zu Modulen

zu verschalten,

gelingt mit einer

innovativen

Kombination von

Verfahren

(Foto: Amadeus

Bramsiepe, KIT)

Bei Perowskit-Solarmodulen kam

es durch die Aufskalierung bisher zu

deutlichen Wirkungsgradeinbußen.

Erstens ist die Abscheidung der einzelnen

Solarzellenschichten umso

schwieriger, je größer die Flächen

werden, und zweitens entstehen bei

der Serienverschaltung sogenannte

Totflächen zwischen den aktiven Solarzellenstreifen.

Das sind Flächen, die

später nicht zur Stromerzeugung beitragen

können, für die Serienverschaltung

aber benötigt werden.

Dem Karlsruher Team ist es nun

gelungen, durch das Aufdampfen

aller Schichten der Solarmodule im

Vakuum den Einfluss beider Verlustmechanismen

zu minimieren.

„Große Vorteile der Abscheidung aus

dem Vakuum im Hinblick auf die Herstellung

effizienter Solarmodule sind

die einfache Beherrschbarkeit der Prozesse,

die geringe Anzahl an Prozessparametern

sowie insbesondere die

Unabhängigkeit des Abscheidungsmechanismus

von der Beschichtungsfläche“,

erklärt Abzieher.

Dieses innovative Verfahren haben

die Forschenden mit der hochpräzisen

Strukturierung und Serienverschaltung

über das Eingravieren von

Linien mittels eines Lasers kombiniert

(monolithische Serienverschaltung).

Damit haben sie erstmals ein

großflächiges Perowskit-Solarmodul

fast ohne Skalierungsverluste hergestellt

– ein wichtiger Schritt vom Labor

in die Industrie.

Mit der Kombination von Vakuumprozessierung

und Laserablation

erzielten die Forschenden am LTI

Wirkungsgrade von bis zu 16,6% auf

einer Bauteilfläche von über 50 cm 2

und von sogar 18% auf einer Fläche

von 4 cm 2 – Weltrekord für vakuumprozessierte

Perowskit-Solarmodule.

Ihre Ergebnisse präsentierten die Wissenschaftler

auf der diesjährigen Frühjahrstagung

der Materials Research

Society (MRS).

„Trotz der Vergrößerung der Bauteilfläche

um einen Faktor von über 500

sind fast keine Wirkungsgradeinbußen

zu beobachten“, berichtet David

Ritzer vom LTI, der die hochpräzise

Laserverschaltung entwickelt hat. Mit

seinem Ansatz gelang es dem Karlsruher

Team, die Skalierungsverluste

bei Perowskit-Solarmodulen auf Werte

zu senken, wie sie für in der Industrie

bereits etablierte Photovoltaiktechnologien

wie Cadmiumtellurid (CdTe)

oder Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid

(CIGS) erzielt werden.

Wirkungsgrade von über

20% auf größeren Flächen

angestrebt

Künftig werden die Forschenden an

der Optimierung des reinen Solarzellenschichtstapels

sowie einer weiteren

Reduzierung der Totflächen arbeiten.

„Schöpfen wir das Potenzial der

Technologie voll aus, ist die Herstellung

von Perowskit-Solarmodulen mit

Wirkungsgraden von deutlich über 20%

auch auf noch größeren Flächen ein

zeitnah realisierbares Ziel“, sagt Tenure-Track-Professor

Ulrich W. Paetzold,

Leiter der institutsübergreifenden

„Taskforce Perovskite Photovoltaics“

am KIT.

Die Forschung in der Abteilung Next

Generation Photovoltaics am Institut

für Mikrostrukturtechnik (IMT) und am

LTI des KIT unter Leitung von Ulrich

W. Paetzold wird finanziell vom Bundesministerium

für Wirtschaft und

Energie im Verbundvorhaben Capitano

sowie innerhalb des EU-Rahmenprogramms

für Forschung und

Innovation Horizont 2020 im Projekt

Percistand unterstützt.

• Karlsruher Institut für

Technologie

www.energie.kit.edu

www.kit.edu

74 Haus und Elektronik 4/2021


TV, Radio und Internet

Kompaktkopfstellen setzen

DVB-S/S2 in DVB-C um

Technologie mit klarer

Signalwirkung

für Empfang und

Kommunikation

Zubehör

• Erhöhte Schirmung gegen 4G/LTE

• Klasse A +10 dB

• Installationsfreundlich

Mit den Kompaktkopfstellen der neuen K20-Serie

stellte Televes auf dem Online-Kongress ANGA

COM DIGITAL 2021 eine effiziente Lösung für die

Verteilung von Satellitenprogrammen in Hotels und

Pensionen, Pflege- und Seniorenheimen sowie anderen

Gemeinschaftsanlagen vor.

Durch die Unterstützung von DVB-S/S2 und

der neusten Version des DVB-S2X-Standards

eignen sie sich nahezu ideal für den

Aufbau einer zukunftssicheren QAM-Grundversorgung.

Insgesamt stehen drei komplett

vorkonfigurierte und vorprogrammierte Varianten

bereit, die sofort in Betrieb genommen

werden können. Mit ihnen lassen sich acht,

zwölf oder 16 Transponder von DVB-S/S2/

S2X (QPSK/8PSK) in DVB-C (QAM) umsetzen.

Die Kaskadierung von zwei Geräten ermöglicht

es, die Anzahl auf 20, 24 oder 32 zu

erhöhen. Über einen Setup-Assistenten und

eine intuitive grafische Web-Benutzeroberfläche,

auf die kabelgebunden oder drahtlos

zugegriffen werden kann, lassen sich diese

Systeme leicht konfigurieren.

Da die Gehäuse der Kopfstellen lediglich 273 x

203 x 57 mm (B x H x T) messen, ist für die Montage

nur wenig Platz erforderlich. Zu den weiteren

Merkmalen gehören eine zentrale Zuordnung

der Programmplätze über LCN (Logical Channel

Numbering), PID-Filterung und LEDs zur Anzeige

des Überlaufzustands.

Die Kopfstellen können nach dem Plug&Play-

Prinzip installiert werden. Die kaskadierten Systeme,

bei denen ein Gerät als Master dient, lassen

sich ohne zusätzliche Software über den Setup-

Assistenten und die Web-Benutzeroberfläche per

Mausklick Schritt für Schritt individuell konfigurieren.

Die Kanalnummern können über LCN komfortabel

geändert und unerwünschte Programme per

PID-Filterung von den Transpondern entfernt bzw.

gesperrt werden. LEDs an der Front zeigen den

Überlaufzustand an: Bei grün ist die Programmbelegung

unter 85%, bei orange liegt sie darüber

und bei rot ist sie zu hoch.

Über vier Sat-ZF-Eingänge und einen integrierten

Multischalter werden die Signale der verschiedenen

Polarisationsebenen von den Kopfstellen,

die für den Empfang des Frequenzbereichs von

950 bis 2150 MHz ausgelegt sind, an die Übertragungskanäle

weitergeleitet und in einem Frequenzbereich

von 88 bis 862 MHz in die Gemeinschaftsanlagen

eingespeist. Über einen RF-Eingang

lässt sich zudem eine separate QAM-Quelle

zur Verfügung stellen, beispielsweise ein Infokanal.

Für den Anschluss eines Computers ist ein

RJ45-Port vorhanden, der 10/100/1000 Mbit/s

unterstützt. Und über eine USB-Schnittstelle

kann ein optional erhältliches WLAN-Funkmodul

angeschlossen werden. Ein externes Netzteil

für die Spannungsversorgung ist im Lieferumfang

enthalten.

• Televes Deutschland GmbH

televes.de@televes.com

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Verstärker

• Zuverlässig und langlebig

• Hoher Frequenzbereich

• Von Netzbetreibern zertifiziert

Kopfstellen / IPTVSolutions

• Multituner – Multimodulator (DVB-T/DVB-C)

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HDMI- und Ethernet-Signalen

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Haus und Elektronik 4/2021 75 info@axing.com

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Software

Der papierlose Handwerksbetrieb -

„Das Programm“ macht‘s möglich

wir froh den Schritt hin zum digitalen

Handwerksbetrieb schon angestoßen

zu haben. Unsere Mitarbeiter*innen

aus dem Büro konnten dank „Das

Programm“ problemlos von Zuhause

aus arbeiten.“, erklärt Geschäftsführer

Sascha Schulz. „Zudem liegt uns

die Sicherheit und die Gesundheit

unserer Mitarbeitenden sehr am Herzen,

daher sind wir besonders froh

ihnen als moderner Betrieb die Möglichkeit

des Home-Offices ermöglichen

zu können.“, führt Schulz weiter aus.

Für viele traditionelle Handwerksbetriebe

war die Corona Pandemie eine

große Herausforderung, doch auch

eine Chance, um den Weg in den

digitalen Handwerksbetrieb zu finden.

Projekt, Zeiterfassund und ein Arbeitsbericht

synatos GmbH

info@das-programm.io

https://das-programm.io

Auch für handwerkliche Betriebe wird

das Thema Digitalisierung immer wichtiger.

Das ist auch gut so, denn früher

oder später wird jeder Betrieb veraltete

und komplizierte Arbeitsabläufe

hinter sich lassen und eine technisch

effizientere Lösung finden müssen.

Sascha Schulz, Geschäftsführer der

Schulz Sonnen- Wetterschutzsysteme

und Raumtrennung GmbH in Oldenburg

erklärt, wie er und seine Mitarbeitenden

es geschafft haben, mithilfe

der All-In-One-Softwarelösung „Das

Programm” den Betrieb zu digitalisieren

und damit nun nicht nur Zeit, sondern

auch Geld zu sparen.

Das Familienunternehmen Schulz,

gegründet vor fast 50 Jahren und aktuell

in 2. Hand geführt, hat sich auf die

Herstellung, Entwicklung und Serviceleistungen

im Allwetterschutzbereich

von textilem Sonnenschutz sowie

Raumtrennung für Sporthallen und

Säle spezialisiert. Bei vielen Betrieben,

die eine vergleichbare Zeit oder

sogar länger existieren, ändern sich

einmal bewährte Arbeitsprozesse im

Laufe der Jahre meist kaum noch oder

aber sehr langsam. Dies kann dazu

führen, dass Unternehmen wirtschaftliche

Einbußen verzeichnen müssen,

weil sie an alten Strukturen und Abläufen

festhalten.

Für Geschäftsführer Sascha Schulz

bedeutet Tradition hingegen, immer

auf der Höhe der Zeit zu sein – nicht

nur bei den technischen Produkten,

die die Firma anbietet, sondern auch

im täglichen Büroalltag.

„Wir arbeiten nun seit einigen Monaten

mit „Das Programm”, um unsere

Arbeitsabläufe zu digitalisieren“, so

Sascha Schulz. „Natürlich geht so

eine Umstellung nicht von heute auf

morgen, aber mit der Beteiligung

des ganzen Teams ist es ein schöner

und spannender Prozess durch

den wir nicht nur Zeit und Geld sparen,

sondern uns auch als Unternehmen

gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden

weiterentwickeln.“

„Besonders in Zeiten von Covid-19,

in denen das Thema Home-Office

eine wichtige Rolle einnimmt, waren

Einsatzplanung und

Zeiterfassung

Die Software unterstützt das 18-köpfige

Team bei der Einsatzplanung und

Zeiterfassung, beim Aufmaß, der Angebotserstellung,

der Auftrags(nach)

kalkulation, der Dokumentation und

dem Abnahmeprotokoll sowie bei der

abschließenden Rechnung. Die integrierte

Chatfunktion mit Push-Benachrichtigungen

für Termine erleichtert

zusätzlich die interne Kommunikation

und sorgt für mehr Zuverlässigkeit. Vor

allem bei den jungen Mitarbeitenden,

die schon mit technischen Geräten aufgewachsen

sind und den Umgang mit

ihnen auch in ihrem beruflichen Alltag

erwarten, findet „Das Programm“ viel

76 Haus und Elektronik 4/2021


Software

jedem Betrieb ans Herz legen. Sogar

unseren Kunden ist unsere digitale

Arbeitsweise schon positiv aufgefallen.

Das macht uns sehr stolz.“, so

Sascha Schulz abschließend.

Preise für eine Nutzung

von „Das Programm“:

Testzugang: 14 Tage kostenlos

Basispaket: 29,90 Euro pro Monat

und Nutzer

Zusätzlich zum Basispaket:

Jeder weitere Expertennutzer: 19,90

Euro pro Monat und Nutzer

Jeder weitere Basisnutzer: 9,90 Euro

pro Monat und Nutzer

Jederzeit kündbar

Über „Das Programm“

„Das Programm“ ist eine All-In-One-

Softwarelösung speziell für Handwerker,

mit der schnell und günstig Büround

Planungsaufgaben erledigt werden

können. Die Software unterstützt bei

der Terminplanung und Zeiterfassung

des Teams, beim Aufmaß, der Angebotserstellung,

der Auftrags(nach)kalkulation

und dem Abnahmeprotokoll

sowie bei der abschließenden Rechnung.

„Das Programm“ für Handwerksbetriebe

wurde 2019 von der synatos

GmbH in Berlin entwickelt. ◄

Zuspruch. Der neue papierlose Workflow

des Betriebs findet aktuell sogar

schon den Weg in die Berufsschule.

„Unsere Auszubildenden sollen demnächst

im Unterricht einen Vortrag über

unsere papierlose Arbeitsweise mit

„Das Programm“ halten, um zu zeigen,

wie Digitalisierung in Handwerksbetrieben

umgesetzt werden kann“, so

Sascha Schulz weiter. „ Als nächsten

Schritt planen wir in enger Zusammenarbeit

mit Gregor Müller, dem

Gründer von „Das Programm“ außerdem,

dass unsere Auszubildenden in

Zukunft sogar ihr Berichtsheft über die

Software führen können, was für die

jungen Mitarbeitenden natürlich eine

enorme Entlastung sein wird.“

Auch wenn die Umstellung auf eine

digitale Arbeitsweise ein herausfordernder

und teilweise langwieriger

Prozess sein kann, ist Sascha

Schulz dennoch überzeugt, dass die

Entscheidung für ihn, seinen Betrieb

und seine Mitarbeitenden genau

richtig war. „Sobald der Prozess der

Umstellung komplett abgeschlossen

ist und wir keinerlei Papierdokumente

mehr bearbeiten müssen, werden wir

die Effizienz des Betriebs vermutlich

von 70 auf 95 Prozent steigern können.

Ich kann diesen Schritt daher nur

Von ISS bis Deep Space -

Faszination Weltraumfunk

Aus dem Inhalt:

• Das Dezibel in der

Kommunikationstechnik

• Das Dezibel und die-Antennen

• Antennengewinn, Öffnungswinkel,

Wirkfläche

• EIRP – effektive Strahlungsleistung

• Leistungsflussdichte, Empfänger-

Eingangsleistung und Streckendämpfung

• Dezibel-Anwendung beim Rauschen

• Rauschbandbreite, Rauschmaß und

Rauschtemperatur

• Thermisches, elektronisches und

kosmisches Rauschen

• Streckenberechnung für geostationäre

Satelliten

• Weltraumfunk über kleine bis mittlere

Entfernungen

• Erde-Mond-Erde-Amateurfunk

• Geostationäre und umlaufende

Wettersatelliten

• Antennen für den Wettersatelliten

• Das „Satellitentelefon“ INMARSAT

• Das Notrufsystem COSPAS-SARSAT

• So kommuniziert die ISS

Frank Sichla, 17,5 x 25,3 cm,

92 S., 72 Abb., 2018, 14,80 €

ISBN 978-3-88976-169-9

Haus und Elektronik 4/2021 77


Software

Aus All-in-One wird All-Inclusive

Bewährte Handwerkersoftware mit neuem Lizenzmodell: „Streit V.1 Complete-Desktop“

mit Zukunftsgarantie - Dauerhaft alle Programmmodule zum pauschalen Mietpreis.

Streit Datentechnik GmbH

streit@streit-datec.de

www.streit-datec.de

Mit der Branchensoftware Streit V.1 bietet

der Software-Hersteller Streit Datentechnik

seit langem sein bewährtes

All-in-One-Konzept. Dieses spiegelt

sich auch in seinem neuen Lizenzmodell

wider. Die Besonderheit: Die

„Complete-Desktop“-Lizenz umfasst

alle Programmbestandteile zum Pauschalpreis

– auch zukünftig verfügbare.

Bisher kostenpflichtige Zusatzmodule

der Hauptanwendung sind inkludiert

und auch zukünftig entwickelte

Funktionen sind in der neuen Mietlizenz

„Streit V.1 Complete-Desktop“

automatisch enthalten. Lediglich die

Apps für mobile Endgeräte und wenige

Spezialmodule werden künftig separat

lizenziert.

„Wer in eine neue Software für seinen

Betrieb investiert, sucht ein Produkt,

mit dem dauerhaft auf dem Stand der

Technik und zukunftssicher digital

gearbeitet werden kann,“ fasst Roland

Gmeiner zusammen. Der Geschäftsführer

der Streit Datentechnik GmbH

sieht im neuen Lizenzmodell eine konsequente

Weiterentwicklung der Produkt-

und Unternehmensphilosophie:

„Streit V.1 ist sowohl technisch als auch

vertrieblich so konzipiert, dass Handwerksbetrieben

bei der Digitalisierung

keine Steine in den Weg gelegt werden.“

Mietlizenz sorgt für

Kostentransparenz

Ziel der neuen Mietlizenz „Streit V.1

Complete-Desktop“ ist eine langfristige

Kostentransparenz. Das All-Inclusive-Mietpaket

mit Zukunftsgarantie

eignet sich sowohl für kleine und mittlere

als auch für große Betriebe des

SHK-, Elektro- und Dachdeckerhandwerks

und beinhaltet alle wichtigen

Programmbestandteile zur umfassenden

digitalen Verwaltung des

Betriebs. Mit dem Zukunftsversprechen

der Streit Datentechnik GmbH

erhalten die Anwender auch alle künftig

veröffentlichten Module und Erweiterungen

der Desktop-Variante automatisch

und ohne Zusatzkosten.

Apps und mobile

Anwendungen verfügbar

Die verschiedenen Programmbestandteile

von Streit V.1 decken unter anderem

Angebotswesen, Faktura, Auftragsabwicklung,

Zeiterfassung, Archivierung,

Verwaltung und Rechnungswesen

ab. Die Module sind durchgängig

miteinander vernetzt und arbeiten auf

einer gemeinsamen Datenbasis. Integriert

sind außerdem alle wichtigen

Schnittstellen zum Großhandel oder

zu anderen Partnern sowie das ZUG-

FeRD-Rechnungsformat.

Wer mobil arbeiten möchte, kann die

Desktop-Version um praktische Apps

erweitern. So z.B. die mobile Zeiterfassungs-App

„V.1 Zeit+“, das mobile

Aufmaß oder die neue App zur mobilen

Auftragsabwicklung „Monteur+“.

Schulungs- und

Beratungsangebot mit

Digitalisierungsplanung

Mit dem Streit Digitalisierungsassistenten

und einem umfassenden

Beratungs- und Betreuungsservice

komplettiert die Streit Datentechnik

GmbH ihr Leistungsspektrum. Das

Analyse- und Planungsinstrument

„Streit Digitalisierungsassistent“ ermittelt

den Digitalisierungsgrad von Handwerksbetrieben.

Anschließend kann

ein individueller und auf die gemeinsam

festgesetzten Prioritäten abgestimmter

Digitalisierungsmaßnahmenplan

erstellt werden. Der eingebaute

Amortisationsrechner ermittelt zudem

den Zeitraum, bis wann die Kosten

für die Digitalisierungsmaßnahmen

durch die gewonnene Zeit kompensiert

sind. ◄

78 Haus und Elektronik 4/2021


Messtechnik

Berührgeschützte Patentlösung für

Multimeterversorgung

Akku- und Netzversorgungsmodul für die Metrahit-IM-Multimeter mit patentiertem

berührgeschütztem Anschluss

Gossen Metrawatt GmbH

www.gossenmetrawatt.com

Gossen Metrawatt hat eine neue Patentlösung für die

sichere Energieversorgung seiner DAkkS-kalibrierten Digitalmultimeter

Metrahit IM Xtra und Metrahit IM E-Drive eingeführt.

Die handlichen All-in-One-Geräte zeichnen sich

durch ihr breitgefächertes Messspektrum aus. Es umfasst

neben allen relevanten Prüf- und Messfunktionen für Wartung,

Service und Diagnose an elektrischen Maschinen,

Antrieben und Anlagen auch zusätzliche Messverfahren

zur Sicherheitsüberprüfung in Automobilindustrie, Avionik

und dem Elektromaschinenbau.

Als Innovation patentiert wurde jetzt der berührgeschützt

ausgeführte Anschluss, der schnell wechselbaren

Versorgungsmodule für den Netz- oder Akkubetrieb.

Durch das in den Gehäusekörper zurückversetzte

Anschlusselement ist die Gerätesicherheit gemäß CAT

III oder CAT IV auch beim Modul- oder Akkuwechsel

im laufenden Einsatz jederzeit gewährleistet. Damit

besteht auch bei Überspannungen bis 6 kV ein sicherer

Schutz vor Stromschlägen entsprechend der Messkategorie

1000 V CAT III.

Das Versorgungsmodul lässt sich auch bei eingesteckten

Messkabeln und anliegendem Messsignal sicher

wechseln, ohne die Messleitungen vom Objekt trennen

zu müssen. Gefederte Kontakte und ein verlängertes

Steckerformat sorgen für die zuverlässige Kontaktierung

im Gehäuseinneren.

Mit der neuen, vom Europäischen Patentamt unter der

Veröffentlichungsnummer EP3474023A2 registrierten

Patentlösung unterstreicht Gossen Metrawatt seine Innovationsfähigkeit

im Bereich der Mess- und Prüftechnik für

die elektrische Sicherheit. ◄

Interessanter Messkoffer

Der Messkoffer MMD

98RCM

der PQ Plus GmbH erfasst alle SpannungsquaIitätsparameter

und Ioggt

diese Daten als ein-, drei- oder vierphasige

Messung im Niederspannungsnetz

(230/400 V AC) in Verteilnetzen

in den Trafostationen, MS/

NS-Schaltanlagen und als direkte

Verbrauchsmessung an Maschinen

und in Gebäuden. Das Herzstück des

Messkoffers bildet ein eingebautes

UMD 98RCM im IP65-Kunststoffgehäuse.

Mit den Firmware-Modulen

PQ S und GO bildet das Gerät alle

Funktionen der Spannungsqualität

nach EN 50160 in Klasse S ab.

Der Messkoffer ist mit Spannungseingängen

für 333 mV ausgestattet.

Dies ermöglicht den Direktanschluss

von flexiblen Rogowski-Spulen des

Typs MMD Flex Set. Hier können

vier Ströme bis 3 kA AC gemessen

werden. Darüber hinaus werden mit

den zwei RCM-Fehlerstromeingängen

Isolationen überprüft.

Mit einer mitgelieferten EnVis-Software

lassen sich mit den Messergebnissen

individuelle oder standardisierte

Reports erstellen.

• PQ Plus GmbH

info@pq-plus.de

www.pq-plus.de

Haus und Elektronik 4/2021 79


Messtechnik

Leistungs- und Energie-Recorder mit noch mehr

Funktionen

Um Energie zu sparen und den Verbrauch zu optimieren, kann man die Recorder

PEL100 nutzen, denn sie zeichnen alles auf

Chauvin Arnoux

www.chauvin-arnoux.com

Zwei neue Modelle vervollständigen

die Serie der PEL100-Recorder von

Chauvin Arnoux: der feldtaugliche

PEL106 in Schutzart IP67 und der

PEL104 für Einsätze an Elektroantrieben.

Sie bieten neue Messarten,

neue Kommunikationsmöglichkeiten

und neue Einsatzbereiche.

Eigenschaften

Für Energieerzeuger und für starke

Elektrizitätsverbraucher, für Prüfdienste,

für Elektriker und für Wartungstechniker

verfügen die PEL100-Recorder

über alle notwendigen Funktionen:

• Leistungsmessung und Energiezählung

(EN ISO 14001)

• Bewertung der Energieeffizienz (EU-

Richtlinie 2012/27/UE)

• Audits des Elektrizitätsverbrauchs

(EN ISO 50001)

• Validierung des tatsächlichen Energieverbrauchs

• Wartung & Diagnose

Viele Messungen möglich

Die PEL100 lassen sich ohne Netzunterbrechung

einbauen. Bei jeder Art

von Stromnetz messen sie die Spannungen

und Ströme in TRMS-Werten,

die Leistungen und Energien, PF, DPF,

CF und THD.

In Verbindung mit Datenlogger L452

kann der PEL 106 auch in bis zu 2 x 4

Kanälen externe analoge Daten aufzeichnen,

wie etwa Temperaturen, Drücke,

Drehmomente von Antrieben usw.

Er deckt so den Bedarf bei erneuerbaren

Energien, wie z.B. an Windkraftanlagen.

Dank seiner speziellen

Android-App kann der PEL104 Messungen

an Antrieben vornehmen, wie

etwa Drehzahl, Drehmoment, Wirkungsgrad.

Ohne zusätzliche Sensoren

lässt sich so das Verhalten von

Antrieben in Echtzeit überwachen.

Vielfältige

Kommunikationsmöglichkeiten

Die PEL104 und PEL106 verfügen

über eine Vielzahl von Kommunikationsarten:

USB, Ethernet, Bluetooth,

WiFi und GPRS. Mit dem GPRS-Verfahren

kann der Benutzer eine SIM-

Karte in seinen PEL-Recorder stecken

und so über eine GSM-Verbindung

drahtlos mit ihm kommunizieren.

Beim PEL106 ist der Zugriff auch über

einen IRD-Server möglich.

Beeindruckende

Ergonomie

Die Serie besteht aus den kompakten

Modellen PEL102, PEL103 und PEL104

in einem flachen und mit Magnethalterung

versehenen Gehäuse, sodass sie

sich leicht in einen Schaltschrank einbauen

lassen. Der PEL106 in seinem

IP67-geschützten Gehäuse ist überall

im Gelände einsetzbar und lässt

sich z.B. an einem Strommast anbringen.

Keine Probleme mehr mit Batterien

oder Akkus, da sich die Recorder

mit dem mitgelieferten Zubehör

direkt selbst über den Phasenleiter

mit Strom versorgen

Ihr beleuchtetes LC-Display (außer

beim „blinden“ PEL102) verfügt über

eine Digitalanzeige für vier Messwerte,

die sehr gut ablesbar sind. Durch die

einsteckbare SD/SD-HC-Speicherkarte

können die PEL100 die Daten

von mehreren Monaten oder gar Jahren

aufzeichnen.

Software

Mit der serienmäßig mitgelieferten

Software PEL Transfer lassen sich

die in den PEL100 gespeicherten

Daten problemlos am PC auswerten.

Eine Neuheit besteht darin, dass die

Software direkt die Kosten der verbrauchten

Energien berechnet und

die entsprechenden Preise/Kosten

in der jeweils ausgewählten lokalen

Währung anzeigt.

Die umfangreiche Software-Plattform

DataView bietet die Möglichkeit, Alarmgrenzen

einzugeben und vorformatierte

Verbrauchsberichte zu erstellen.

Ausschnitt aus dem Leistungsspektrum:

• Erfassung von Wirk-, Schein-, Blindleistung

• Teil-Energie, Gesamt-Energie

• Aufstellung der Energieverluste

• Erfassungsrate: 5 Messungen/s

• 1000 V CAT IV (PEL106)/1000 V CAT

III (PEL104) ◄

80 Haus und Elektronik 4/2021


Messtechnik

Messempfänger: Trennung von Messtechnik und

Bedienung

Die Modelle aus der Gerätereihe

Varos Connect sind der nächste und

logische Schritt in die Zukunft. Dabei

setzt der Hersteller auf bewährte Qualität

ohne Kompromisse bei der Messtechnik.

Und integrieren diese in eine

moderne und zeitgemäße Anwendung.

Der signifikante Unterschied zu den

bestehenden Geräten ist die Trennung

von Messtechnik und Bedienung. Das

eröffnet eine Vielzahl an Möglichkeiten

bei der Gestaltung der Hardware und

bietet fast unbegrenzte Möglichkeiten

zur Vernetzung mit weiterer Hardware

oder zur Integration in moderne Messsysteme.

Die Darstellung erfolgt auf

einem beliebigen, WLAN-fähigen

Endgerät – ganz gleich ob Notebook,

Tablet oder Smartphone. Unsere neue

Benutzeroberfläche kann plattformunabhängig

in jedem modernen Browser

optimal dargestellt werden. Durch

die Darstellung auf beliebigen Endgeräten

ergibt sich eine hohe gestalterische

Flexibilität bei der grafischen

Benutzeroberfläche. Diese haben wir

genutzt, um die Menüführung intuitiver

zu gestalten. Trotz der vielen Neuerungen

fällt der Übergang von einem

Gerät der Varos- oder AMA-Reihe dank

der integrierten Hilfe dennoch leicht.

Vier Geräte – vier

Lösungen

Varos Connect wird sukzessive zu

einer ganzen Messgeräte-Familie

ausgebaut. Aktuell bereits in Arbeit

ist die Einführung der Modelle 201,

202, 203 und 204. Mit aufsteigender

Typennummer erweitert sich auch der

Funktionsumfang der jeweiligen Geräte.

Varos Connect 201 und 202 verfügen

über sämtliche Features, die ein

moderner Kombimessempfänger

braucht. Mit umfangreichen Funktionen

für alle gängigen Messbereiche

lassen die beiden Geräte keine Wünsche

offen. Die beiden Geräte unterscheiden

sich durch den optischen

Empfänger, der beim Typ Varos Connect

202 integriert ist. Parallel dazu

können beide Messempfänger mit

einem modernen DOCSIS-3.1-Modem

aufgerüstet werden – das ergibt

dann die Typen Varos Connect 203

sowie 204 (ohne bzw. mit optischem

Empfänger).

Die Eckdaten

• Spektrumanalyzer 5 bis 2400 MHz

• TV 42...1002 MHz, Rückkanal

5...85/204 MHz, Sat 250...2350 MHz

(Wideband)

• DVB-S, DVB-S2, DVB-S2X, DVB-C,

DVB-T, DVB-T2, DAB, DAB+

• Konstellationsdiagramm für alle TVund

Sat-Bereiche

• moderne Benutzeroberfläche via

Drahtlosverbindung zu jedem Endgerät

(plattformunabhängig)

• grundsätzliche Verbindungseinstellungen

auch direkt am Gerät möglich

• DiSEqC 2.0, Unicable, JESS (EN

50494 und EN 50607)

• direkte Programmierfunktion für Unicable-/JESS-Antennendosen

• Signalgüteüberwachung mit Datalogger

• Pegelmessung, BER, MER, Noise-

Margin, Paketfehler, NIT-Auswertung

• Spektrumanalyzer für alle Bereiche,

mit TILT-Funktion

• Schnittstellen: USB-C, USB-A 2.0

• DOCSIS 3.1 Analyzer/Modem

(optional)

• optischer Messeingang (optional)

• umfangreiche Dokumentationsfunktionen


KWS Electronic Test

Equipment GmbH

www.kws-electronic.de

Haus und Elektronik 4/2021 81


Messtechnik

Tragbarer Glasfasertester mit hohem

Dynamikbereich

Meilhaus Electronic GmbH

www.meilhaus.com

Das tragbare OTDR-Messgerät

Ceyear-6422 kann zum Testen von

Singlemode-Wellenlängen von 1310,

1550, 1490, 1625, 1650 nm und Multimode-Wellenlängen

von 850 und 1300

nm sowie von kundenspezifischen Sonderwellenlängen

verwendet werden.

Es bietet mehrere optionale Module,

wie z.B. Einzel-Wellenlängen, Multi-

Wellenlängen und Online-Test.

Ferntest

Mit einem (je nach Ausführung) maximalen

Dynamikbereich von bis zu 50

dB kann das Gerät für den Ferntest

von Kommunikationsnetzwerken mit

mehreren Zweigen verwendet werden.

Es ist mit einer minimalen Ereignistotzone

von 50 cm konzipiert, wodurch

die nahe Verbindung leicht zu überwachen

ist.

Niedrigste

Abtastauflösung

Die niedrigste Abtastauflösung von

2,5 cm ermöglicht es dem Gerät, den

Ereignispunkt genau zu lokalisieren.

Das Ceyear-6422 erfüllt Anforderungen

für Umwelt-, EMV-, Vibrationsund

Schock-Tests. Der eingebaute Li-

Akku hoher Kapazität erlaubt kontinuierliche

Messungen im freien Feld. Mit

der zusätzlichen Option WiFi-Modul

kann der Mobiltelefon-Client mit dem

OTDR verbunden werden, und das

Mobiltelefon kann den OTDR fernsteuern

und Testergebnisse erhalten.

Das Ceyear-6422 ist ein Messgerät

aus dem Bereich der optischen Zeitbereichsreflektometrie

(OTDR = optical

time domain reflectometry).

Prüfung von Netzwerken

Ein OTDR ist ein Glasfasertester, der

zur Prüfung von Netzwerken eingesetzt

wird, die Telekommunikationsanwendungen

unterstützen. Ein OTDR-

Gerät speist Lichtimpulse in ein Faserende

ein und analysiert die zurückgestreuten

und reflektierten Lichtanteile.

Dadurch lassen sich optische

Entfernungen (zu Elementen, Fehlerstellen,

Faserenden) oder die

optische Rückfluss- bzw. Reflexionsdämpfung

(von Elementen oder eines

Streckenabschnitts) messen.

Das Ceyear-6422 ist mit einem

großen TFT-Farb-LCD ausgestattet

und dank seines relativ

geringen Eigengewichts von

1,8 kg für den mobilen Einsatz

optimal gerüstet.

Dank der automatischen Testfunktion

ist es nicht notwendig,

dass der Benutzer jedes

Detail der Bedienung kennt.

Nach Anschluss des Lichtwellenleiters

drückt der Benutzer

die Test-Taste und das Gerät

stellt die optimalen Testbedingungen

automatisch ein, um

dann genaue Testergebnisse

wie z.B. Testkurve und Liste der

Ereignisse auszugeben.

Einzigartige

integrierte PON-Netz-

Testfunktion

Als Testgerät für ODN und FTTx

bietet das Ceyear-6422 eine

einzigartige integrierte PON-

Netz-Testfunktion: Es kann

einen optischen Splitter von bis

zu 1:128 durchdringen. So lässt sich

jeder Zweig eines PON-Netzwerkes

genau testen.

Zusätzliche Optionen

Außerdem ist das Gerät mit verschiedenen

zusätzlichen Optionen ausgestattet:

mit der Option VFL lassen sich

Betriebswellenlängen 650 nm ±20 nm

messen (Ausgangsleistung typ. 2 mW,

Betriebsart CW, 1 und 2 Hz). Mit der

Option „Optischer Leistungsmesser“

lässt sich der Wellenlängenbereich

1200...1650 nm messen (Leistungsbereich

-60...0 dBm, Unsicherheit ±5%,

-25 dBm, CW); mit der Option „Stabile

Lichtquelle“ lassen sich z.B. Betriebswellenlängen

messen.

Optionales WiFi-Modul

Über das optionale WiFi-Modul kann

der Mobiltelefon-Client mit dem OTDR-

Gerät verbunden werden. Dies erlaubt

die Fernsteuerung des OTDR-Geräts

über das Mobiltelefon. Außerdem können

so Testergebnisse auf dem Telefon

empfangen werden. ◄

82 Haus und Elektronik 4/2021


DEHNshield ZP: Das Original.

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mit innovativem Überspannungsschutz, der immer neue

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