MÄNNER, BLEIBT GESUND!

MediaplanetVerlagDeutschland

EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

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NICHT VERPASSEN:

Darmkrebsvorsorge

Wie künstliche Intelligenz

die Darmkrebsvorsorge

verbessert.

Seite 03

Erektile Dysfunktion

Ist der Penis die Antenne des

Herzens?

Seite 06-07

Depressionen

Hoffnungsträger Ketamin.

Seite 13

„Auf zur Hafenrundfahrt!“

Schauspieler Klaus J. Behrendt

spricht im Interview über die Notwendigkeit

der Vorsorge.

MÄNNER,

BLEIBT GESUND!


2

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VERANTWORTLICH FÜR DEN

INHALT IN DIESER AUSGABE

Paulina Haag

Gesundheit ist nicht

Männersache?

Falsch! Es wird Zeit

dies zu ändern, denn

auch das starke

Geschlecht benötigt

mal einen Arzt:

Männer, lasst uns

reden!

IN DIESER AUSGABE

10

05

Vorsorge-Check-Up’s

Und wie man(n) diese

richtig macht.

Don und Alex im Interview

Zwei Männer, die ganz verschieden sind

und doch eines gemeinsam haben: Krebs.

Project Manager: Paulina Haag Business Development

Manager: Sarra Gläsing Geschäftsführung: Richard Båge

(CEO), Philipp Colaço (Managing Director), Franziska

Manske (Head of Editorial & Production), Henriette

Schröder (Sales Director) Designer: Elias Karberg

Mediaplanet-Kontakt: redaktion.de@mediaplanet.com

Coverbild: Walbusch

Alle mit gekennzeichneten Artikel sind keine neutrale

Redaktion vom Mediaplanet Verlag.

facebook.com/MediaplanetStories

@Mediaplanet_germany

Please recycle

Anne-Cécile

Berthier

Country Director

UK und Europa,

Movember

Fünf Dinge,

die Männer über ihre

Gesundheit wissen sollten

Die Männergesundheit steckt in der Krise. Weltweit sterben Männer im

Durchschnitt 4,5 Jahre früher als Frauen, und zwar aus Gründen, die

weitestgehend vermeidbar sind.

Allein 2019 haben sich global

523.883 Männer das Leben

genommen, das sind 1.435 Männer

pro Tag. Das Thema „Mann

und Gesundheit“ war lange Zeit nicht

wirklich präsent. Und wir, von der gemeinnützigen

Wohltätigkeitsorganisation

Movember, wollen das ändern. Deshalb

stellen wir jeden November die Männergesundheit

in den Fokus mit der Vision,

dass Männer in naher Zukunft glücklicher,

gesünder und länger leben.

Zu viele Männer fühlen sich nicht wohl dabei,

sich in schwierigen Zeiten zu öffnen.

Sie versuchen, ihre Herausforderungen im

Leben selbstständig zu bewältigen, und suchen

nicht nach professioneller Hilfe. Sie

leiden viel zu häufig schweigend, und das

müssen wir ändern.

Movember verändert das Gesicht der Männergesundheit

auf globaler Ebene Stück

für Stück. Dabei konzentrieren wir uns auf

psychische Gesundheit und Suizidprävention,

Prostatakrebs und Hodenkrebs. Mit

Spendengeldern, die von unserer weltweiten

Gemeinschaft gesammelt werden,

finanzieren wir bahnbrechende medizinische

Forschung, innovative Krebstests

und -behandlungen sowie Projekte im Bereich

der psychischen Gesundheit. Wir unterstützen

mehr als 1.250 Gesundheitsprojekte

für Männer auf der ganzen Welt.

Seit dem Start von Movember 2003 in Aus-

Reden rettet

Leben!

tralien haben sich bereits mehr als sechs

Millionen Menschen der Bewegung angeschlossen.

Neben der Auseinandersetzung

mit den wichtigsten Gesundheitsproblemen,

mit denen Männer konfrontiert sind,

besteht die Aufgabe von Movember auch

darin, Männer zu motivieren, in allen Lebensbereichen

gesund zu bleiben, wobei

der Schwerpunkt auf sozialen Beziehungen

liegt. Reden rettet Leben – davon sind wir

fest überzeugt. Damit die erste Hürde nicht

zu hoch liegt, haben wir einen einfachen,

verständlichen Fünf-Schritte-Plan entwickelt,

der Männer dazu bewegen soll, offene

Gespräche mit Freunden und Familie zu

führen, langfristig gesünder zu leben und

sich und seinen Körper besser zu verstehen.

„5 wissenswerte Dinge über die Männergesundheit“

– das klingt doch ganz einfach,

oder nicht? Also startet das Gespräch, hört

auf euch und euren Körper und geht zur

Vorsorge. Denn wir sind sicher, dass das

wichtige Schritte sind, die jeden Tag Leben

retten können.

Liebe Grüße

Anne-Cécile Berthier

5 WISSENSWERTE

DINGE ÜBER DIE

MÄNNERGESUNDHEIT

Lerne sie, lebe sie und

teile sie mit anderen.

1. SCHAFFE MÄNNERZEIT

Pflege Kontakte. Es ist gut für dich, Zeit mit deinen

Freunden zu verbringen. Schaffe Zeit dafür, dich

regelmäßig bei ihnen zu melden und sie zu treffen.

2. FÜHRE OFFENE GESPRÄCHE

Sprich darüber, was wirklich los ist.

Höre zu. Für jemanden da zu sein,

kann Leben retten.

3. KENNE DIE ZAHLEN

Wenn du 50 bist, sprich mit deinem Arzt über

Prostatakrebs. Wenn du afrikanischer und karibischer

Abstammung bist oder einen Vater oder Bruder mit

Prostatakrebs hast, führe das Gespräch mit 45.

4. KENNE DEINE HODEN

Taste sie regelmäßig ab und bekomme ein Gefühl

dafür, was normal ist. Etwas scheint nicht in

Ordnung zu sein? Dann geh zum Arzt.

5. BEWEGE DICH MEHR

Bewege dich jeden Tag ein wenig.

Mache mehr von dem, was dir gut tut.

Mehr erfährst du auf movember.com

Sucht bei Männern

– das riskante Geschlecht?

Text Prof. Dr. Michael Klein im Auftrag der Stiftung Männergesundheit

Weitere

Informationen:

mens-mentalhealth.de,www.

addiction.de

Webseite der

Stiftung: www.

stiftung-maennergesundheit.de

FOTO: SHUTTERSTOCK

Die häufigste psychische Störung bei Männern ist die

Sucht. Doch welche Risikofaktoren weisen Männer

im Unterschied zu Frauen auf und wie sind die hohen

Zahlen hinsichtlich Suchtentwicklung bei Männern zu

erklären und zu reduzieren?

Besonders die Abhängigkeit von Alkohol, Nikotin und illegalisierten

Drogen trifft Männer deutlich öfter als Frauen. Wie die DEGS

zeigte, hatte fast jeder sechste Mann im letzten Jahr ein relevantes

Alkoholproblem. Etwa 1,6 Millionen Deutsche gelten als alkoholabhängig,

drei Viertel der Betroffenen sind Männer. Männer zeigen

im Vergleich zu Frauen deutlich riskantere Umgangsformen mit

Substanzen und sind im Bereich der Verhaltenssüchte besonders

vulnerabel.

Ursachen für die häufigere Suchtentstehung bei Männern

Die biopsychosoziale Forschung hat in den letzten Jahren etliche

Erkenntnisse zur Entstehung von Suchtstörungen bei Männern

geliefert. Mögliche Ursachen für die hohen Suchtprävalenzen bei

Männern sind vielfältig und können in Kombination auftreten.

Ein zentraler Punkt in der Ursachenforschung ist die klassische

Rolle des Mannes, die u. a. aus Härte gegen sich und andere,

Nicht-Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse, Rücksichtslosigkeit

gegenüber dem eigenen Körper und großer Risikobereitschaft

besteht. Männer haben oft nicht gelernt oder schämen sich, über

negative Gefühle, Anstrengungen und Stressgefühle zu sprechen.

Sie sind es gewöhnt, Probleme herunterzuschlucken.

Depression, Selbstwertprobleme und Stressreduktion

Viele Männer unterdrücken Anzeichen emotionaler Probleme

frühzeitig durch übermäßigen Substanzkonsum. Gerade Männer,

die oft chronischen Stress in Beruf und Familie erleben, gewöhnen

sich schnell daran, Suchtmittel für die Stressreduktion einzusetzen.

Männer wissen oft nicht mit negativen Emotionen umzugehen,

fühlen sich verunsichert oder bedroht und wehren die

Symptome durch die sedierende oder stimulierende Wirkung von

Substanzen ab.

Geschlechtersensible Präventions- und Hilfestrategien

Um die Hauptrisikofaktoren für eine Suchtentwicklung bei

Männern in präventive Handlungsstrategien umzusetzen, braucht

es vor allem innovative, geschlechtersensible Präventions- und

Hilfestrategien. Das klassische männliche Rollenmodell gilt es zu

modernisieren und zu flexibilisieren. Suchterkrankungen haben

oft einen jahrzehntelangen Verlauf und bringen den Betroffenen

und Angehörigen viel Leid. Sie zu verhindern oder frühzeitig zu

lindern, ist eine besonders wichtige Aufgabe des Hilfesystems.


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit PENTAX MEDICAL entstanden.

Ein zweites Paar

Expertenaugen im Operationssaal

Die Rolle der künstlichen Intelligenz bei der Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs ist die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache in Deutschland. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend. Welche

Rolle kann künstliche Intelligenz bei der Darmkrebsvorsorge spielen? Diese Frage diskutierten wir mit Timo Rath (TiRa), Professor für

Endoskopie an der Universität Erlangen-Nürnberg, und Sven Svoboda (SvSv), Leiter Produktmarketing Gastroenterologie bei

PENTAX Medical, anlässlich des diesjährigen Movember-Monats. Angesichts der Tatsache, dass sich Menschen auf der ganzen Welt

ihre Schnurrbärte wachsen lassen, um das Bewusstsein für die Gesundheit von Männern zu schärfen, sprachen wir über Darmkrebsvorsorge,

die Wichtigkeit der Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen und darüber, wie Männer von medizinischen Lösungen profitieren

können, die durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz deutlich verbessert werden, wie z. B. mit PENTAX Medical DISCOVERY.

Text Angela Ulmer

Können Sie die möglichen Auswirkungen einer unzureichenden

Krebsvorsorge erklären?

TiRa: Aktuelle Daten zeigen, dass bei einem von 17 Männern im Laufe seines

Lebens Darmkrebs diagnostiziert wird, was bedeutet, dass das Lebenszeitrisiko

für diese Krebsart bei etwa 6 % liegt. Da Darmkrebs eine so häufige

Krebsart bei Männern ist, haben viele europäische Länder Vorsorgeprogramme

entwickelt. Dazu gehört häufig die erste Vorsorgekoloskopie im

Alter von 50 Jahren, die nur von einem ausgebildeten Endoskopiker durchgeführt

werden sollte. Wir wissen, dass wir mit Darmspiegelungen das Risiko,

an Darmkrebs zu erkranken, und das Risiko, an Darmkrebs zu sterben,

verringern. Wenn wir diese Darmspiegelungen nicht ernst nehmen, setzen

wir diese erwiesene Wirksamkeit aufs Spiel.

Unternehmen wie PENTAX Medical arbeiten an Lösungen, um Ärzten

im Operationssaal zu helfen. Kürzlich haben Sie eine Lösung mit

künstlicher Intelligenz (KI) vorgestellt – wie sehen Sie die KI bei der

Darmkrebsvorsorge?

TiRa: KI wird in der Endoskopie jetzt seit etwa zwei Jahren eingesetzt, und

sie hat in zweierlei Hinsicht einen großen Unterschied gemacht. Erstens sind

wir alle Menschen und jeder Mensch kann Fehler machen. Studien haben

ergeben, dass Ärzte bis zu 26 % der Läsionen übersehen können. Die künstliche

Intelligenz kann wie ein zweiter Endoskopiker im Raum fungieren, ein

zweites Paar Augen, das mit dir den Bildschirm überwacht. Auf diese Weise

wird das Risiko, Läsionen zu übersehen, durch KI verringert. Zweitens

können Endoskopiker im Laufe des Tages eine gewisse Müdigkeit entwickeln,

da an manchen Tagen 15 Koloskopien geplant sind. Sie können sich

vorstellen, dass die Aufmerksamkeit bei Untersuchungen in der zweiten Tageshälfte

eine andere ist als zu Beginn des Tages. Um dieser Ermüdung oder

Unaufmerksamkeit, die dazu führen kann, dass man etwa einen Polypen auf

dem Bildschirm einfach übersieht, vorzubeugen, weist das KI-System einen

durch einen Signalton und durch eine Markierung auf dem Bildschirm darauf

hin, dass man etwas überprüfen sollte – eine Maschine wird nie müde.

Könnten Sie das an einem Patientenbeispiel verdeutlichen?

TiRa: Als das DISCOVERY-System von PENTAX Medical auf den Markt

kam, haben wir eine Pilotstudie mit 40 Patienten durchgeführt. Bei drei Patienten

entdeckte dieses KI-System drei Adenome, die selbst ein erfahrener

Endoskopiker bei der Koloskopie übersehen hatte. Die Läsionen waren sehr

flach, das heißt, sie waren schwer zu erkennen. Es handelte sich um sogenannte

serratierte Läsionen. Und wir wissen aus Erfahrung, dass gerade diese

serratierten Läsionen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Darmkrebs

haben, also mussten sie unbedingt entdeckt werden.

Nun eine eher technische Frage an Sie zum PENTAX Medical

DISCOVERY-System. Können Sie uns erklären, wie dieses System

mit KI funktioniert?

SvSv: Stellen wir uns vor, dass wir einen Computer haben, der mit Tausenden

Bildern unterschiedlicher potenzieller Läsionen gefüttert wurde.

Diese Bilder wurden einzeln von Experten annotiert, was uns als

Unternehmen geholfen hat, einen Algorithmus zu entwickeln. Dieser Algorithmus,

auch bekannt als ’deep neural network‘, kann Läsionen, Adenome,

abnorme Schleimhautveränderungen erkennen. Wir haben das System

DISCOVERY genannt und es ist zur Unterstützung von Endoskopisten gedacht,

die während einer Darmspiegelung auf mögliche Läsionen aufmerksam

gemacht werden.

TiRa: Mein Team und ich waren auch an diesen ersten Schritten beteiligt,

das heißt wir haben Bilder an die Software geliefert und viele von ihnen

auch manuell annotiert. Das war ein sehr arbeitsintensiver Prozess, aber es

ist spannend zu sehen, dass es zu einem so starken System beigetragen hat.

SvSv: Genau. Das unterstreicht die DISCOVERY-Idee, dass der Untersucher

immer ein zusätzliches Paar Expertenaugen dabeihat. Ich vergleiche

das KI-System gerne mit einer Fahrstunde. Während man Auto fährt, hat

man immer seinen Fahrlehrer dabei, der auf die Bremse treten kann, wenn

es sein muss. Mir gefällt die Vorstellung, dass das System auf die Bremse

treten kann, wenn der Arzt mal etwas übersehen hat.

Bleibt dieser KI-Algorithmus derselbe oder wird er mit der Zeit weiterentwickelt?

SvSv: Ja, definitiv, die Innovation steht niemals still. Wir speisen immer wieder

neue Bilder ein und prüfen, wo es Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Wir

beschäftigen uns auch mit anderen Fragen, z. B., wie wir Ärzten in einer Situation

helfen können, wo die Darmvorbereitung nicht so gut gelungen ist.

Darmvorbereitung, was meinen Sie damit?

TiRa: Ich kann mich noch gut an meinen Vater erinnern, der nach seiner

Darmspiegelung zu mir sagte, ich solle meine Patienten warnen: 'Das

Schlimmste an dem Eingriff ist die Vorbereitung'. Die Patienten müssen

eine salzige Lösung von etwa ein bis zwei Litern trinken, die nicht unbedingt

wohlschmeckend ist. Leider ist dies notwendig, um den Darm ausreichend

vorzubereiten und um mögliche Problembereiche, Läsionen usw. während

der Darmspiegelung gut sehen zu können. Abgesehen davon spürt man

den eigentlichen Eingriff nicht, da er unter Sedierung durchgeführt wird.

Ich hatte tatsächlich viele Patienten, die mich, als sie wach wurden, fragten:

‘Wann wird die Untersuchung gemacht?’ – während in Wirklichkeit schon

alles vorbei war.

Was würden Sie als Arzt den Männern sagen, die sich scheuen, zur

Krebsvorsorge zu gehen?

TiRa: Stellen Sie sich Ihrer Angst – tun Sie es einfach! Ich würde es gerne mit

dem Slogan eines großen Sportunternehmens ausdrücken: Just do it. Es ist

das Beste, was Sie für Ihre eigene Gesundheit und für Ihre Angehörigen tun

können. Die Vorbereitung ist nicht angenehm, aber von der Untersuchung

selbst spüren Sie dank der Sedierung überhaupt nichts. In den meisten Fällen

wird nichts Ernstes entdeckt, und es ist einfach eines der besten Dinge,

die man für seine Gesundheit tun kann.

Können Sie uns mehr darüber erzählen, wie neue Innovationen im

Kampf gegen den Darmkrebs entwickelt werden?

SvSv: Bei PENTAX Medical sind wir immer bestrebt, Ärzte im Kampf gegen

Darmkrebs zu unterstützen. Eine Koloskopie ist ein komplexer Vorgang,

an den zahlreiche Anforderungen gestellt werden. Deshalb versuchen wir,

neue Wege zu finden, um allen Erfordernissen gerecht zu werden. So ist es

z. B. außerordentlich wichtig, möglichst viel von der Schleimhaut zu sehen.

Aber der Dickdarm hat viele Falten. Deshalb bieten wir ein spezielles Endoskop

an, G-EYE®-System genannt, mit dem der Endoskopist die Darmfalten

mithilfe eines Ballons glätten kann. Andere innovative Endoskope, wie z.

B. das RetroView, ermöglichen eine starke Abwinkelung der Endoskopspitze,

wodurch der Arzt in der Lage ist, hinter die Falten zu schauen. Wir

freuen uns über die Zusammenarbeit mit Experten. Dies verschafft uns die

Möglichkeit, herauszufinden, an welchen Stellen wir die Früherkennung

von Darmkrebs weiter verbessern und unterstützen können.

TiRa: Ich kann mich dem nur anschließen – PENTAX Medical ist wirklich

ein innovatives Unternehmen, dessen Ziel es ist, für jedes Problem oder

Bedürfnis, das noch nicht befriedigt ist, eine umfassende Lösung zu entwickeln.

Das Endziel ist immer die Verbesserung der Patientensicherheit

und der Patientengesundheit. An dem Punkt arbeiten wir, Industrie und

Gastroenterologen, eng zusammen. Das ist einzigartig und notwendig, damit

wir uns gegenseitig Rückmeldung geben können, wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten

gibt.

Wir führen dieses Gespräch vor dem Hintergrund des Movember-

Monats, haben Sie schon einmal mitgemacht?

TiRa: Ich habe es schon einmal versucht, aber meine älteste Tochter war

leider nicht sehr angetan von meinem Schnurrbart und fand den ganz

grässlich. Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, vorher ein ernstes Gespräch

mit ihr zu führen, sodass sie weiß, was ich da mache und warum es

wichtig ist. Also ja, dieses Jahr will ich auf jeden Fall mitmachen.

SvSv: Ich habe mitgemacht und werde es wieder tun. Meine Kinder haben

auch ein paar lustige Kommentare zu dem haarigen Ding über meinen Lippen

gemacht. Die bekomme ich dieses Jahr bestimmt wieder zu hören.

Timo Rath

Professor für Endoskopie

an der Universität

Erlangen-

Nürnberg,

Sven Svoboda

Leiter Produktmarketing

Gastroenterologie

bei PENTAX

Medical

Weitere

Informationen:

pentaxmedical.

com


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„Der Krebs ist

ein hinterlistiges,

fieses Schwein“

Klaus J. Behrendt war

zuletzt als Kommissar

Max Ballauf, im

Kölner Tatort „Der

Reiz des Bösen“, zu

sehen – abrufbar in

der ARD-Mediathek

(ardmediathek.de).

Der beliebte Tatort-Ermittler

Klaus J. Behrendt (61) spricht im

Interview über ein Thema, das

ihm besonders am Herzen liegt:

die Darmkrebsvorsorge.

Was fällt Ihnen spontan zum Thema „Männergesundheit“

ein?

Als Erstes fällt mir das Thema Darmkrebsuntersuchung

und Prostata ein.

Warum?

Das sind die beiden Krebsarten, die bei uns Männern

ganz weit vorne liegen.

Besonders in puncto Vorsorge scheinen Frauen

diese häufiger wahrzunehmen als Männer. Woran

liegt das Ihrer Meinung nach?

Das ist eine gute Frage. Wenn ich Ihnen das beantworten

könnte – ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber wenn

ich mir das mal aus männlicher Sicht ansehe, werden

es zwei Punkte sein, die dazu führen, dass Männer sich

eher dagegen sträuben: Zum einen ist es die unbeschreibliche

Angst vor einer negativen Diagnose. Hinzu

kommt die Scham, die auch nicht zu unterschätzen ist.

Bitte gehen Sie näher darauf ein.

Wenn man eine Magenspiegelung machen lässt, ist

klar, dass es durch den Mund, durch die Speiseröhre

bis runter in den Magen geht. Wenn eine Darmspiegelung

durchgeführt wird, geht es durch den Po, und das

Schamgefühl ist in diesem Bereich natürlich um einiges

größer. Aber hallo? Aus der Pubertät sind wir Männer

raus, es geht einfach nur so. Klar, dass Angst und Scham

da sind – das verstehe ich total. Doch auf der anderen

Seite ist es ja so, dass man von der großen Hafenrundfahrt,

wie viele Ärzte die Darmkrebsvorsorge auch nennen,

nichts spürt.

FOTO: WDR/MARKUS TEDESKINO

Welche Erfahrungen haben Sie bei der großen

Hafenrundfahrt gemacht?

Ich habe sie jetzt zum dritten Mal machen lassen. Angefangen

habe ich mit 50, dann wieder mit 55 und die letzte

hatte ich mit 60. Es geht einem davor – im wahrsten

Sinn des Wortes – der Arsch auf Grundeis (lacht). Man

hat als Mann (bestimmt als Frau auch, aber es geht ja

hier um die Männer) wirklich Schiss. Man geht da hin

und man weiß nicht so genau, was mit einem gemacht

wird. Vorher gibt es natürlich ein Aufklärungsgespräch,

aber dadurch hat man nur noch mehr Wahnsinnsbilder

vor Augen und fünf Romane darüber im Kopf fertiggestellt,

was da mit einem passiert. Ich habe mich davor

komplett abschießen lassen, also sedieren lassen, und

habe gar nichts gemerkt. Und wenn man dann in diesem

Aufwachraum liegt, wieder langsam zu sich kommt und

am Fußende sitzt der Arzt mit einem kleinen Klemmordner

mit den Papieren auf dem Schoß, der erst einmal

fragt, ob man ansprechbar ist. Und wenn er dann sagt,

dass alles in Ordnung ist und er einen erst in fünf Jahren

wiedersehen möchte – man hat das Gefühl zwei Meter

über dem Boden zu schweben, so glücklich ist man.

Was beflügelte Sie in diesem Moment so?

Es sind zwei Sachen: zum einen natürlich die Diagnose,

dass alles okay ist. Zum anderen ist es aber auch, dass

ich meinen eigenen Schweinehund überwunden und

meine Ängste besiegt habe. Das ist etwas ganz Tolles.

Man hat das Gefühl, Männer fühlen sich unverwundbar.

Stimmen Sie dem zu?

Ich denke, das ist ein Klischee. Ab 50 weiß man, was

abgeht, und das ein oder andere Zipperlein kommt.

Spätestens dann ist dieses Supermansyndrom, was

einige Männer wohl haben, auch vorbei. Männer sind

ja nicht blöd, und mit jedem Zipperlein, das hinzukommt,

sollte dem Mann auch bewusster werden,

dass spätestens jetzt Vorsorgeuntersuchungen nicht

verkehrt sind. Denn plötzlich kommt auch diese Angst

vor Krankheiten. Ich kann also jedem nur raten: Reißt

euch zusammen, überwindet eure Ängste und macht

es einfach. Es ist lange nicht so schlimm, wie man(n) es

sich ausmalt.

Viele Männer versuchen auch die Verdrängungsstrategie

– wenn nichts diagnostiziert wird,

passiert auch nichts.

Das ist fatal, denn man darf eins nicht vergessen: Der

Krebs ist ein hinterlistiges, fieses Schwein. Er schleicht

sich schmerz- und lautlos an. Wenn er sich bemerkbar

macht, ist es oft zu spät. Es kann jeden erwischen. Also

ist die einzige Chance, die wir gegen ihn haben, ihn

rechtzeitig durch Vorsorgeuntersuchungen aufzuspüren.

Also Männer, auf zur Hafenrundfahrt – für euch

und die Menschen, die ihr liebt!

Text Franziska Manske

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Sana Kliniken AG entstanden.

Sana Praevention

Gesundheitsvorfreude mit Sana

Praevention

In unseren exklusiven Präventionszentren

in Berlin, Hamburg, Karlsruhe

und Düsseldorf bieten wir

Ihnen neben klassischen Vorsorgeuntersuchungen

beispielsweise

aus dem Bereich der Männergesundheit

auch lebensstilorientierte

Angebote. Ihr individueller Checkup

findet innerhalb eines Tages

statt und alle Ergebnisse laufen bei

Ihrem persönlichen Arzt von Sana

Praevention zusammen. Bei Bedarf

vermitteln wir auch weiterführende

Termine im Netzwerk der Sana

Kliniken AG.

Erarbeiten Sie jetzt

gemeinsam mit

uns Ihre Anleitung

zum Gesundbleiben

unter

www.sana.de/

praevention

So individuell wie Sie selbst

Personalisierte

Gesundheitsvorsorge

Gesund bleiben – das wollen wir alle. Dafür gibt es aber nicht den einen

richtigen Weg oder die eine goldene Regel, die sich für jeden Menschen

anwenden lässt. Oft reichen kleine Impulse an der richtigen Stelle, um auf

den Weg zu einem gesünderen Lebensstil zu kommen, ohne den Alltag

komplett umzukrempeln. Im Interview erklärt Marina Hergenröder, was

hier als Wegweiser funktionieren kann.

Text Dr. Birgit Hildebrandt

Was genau kann man sich unter „personalisierter

Medizin“ vorstellen?

Personalisierte Medizin bedeutet beispielsweise

im Klartext: Nicht für jeden eignet

sich Intervallfasten, um auf ein gesundes

Gewicht zu kommen, nicht für jeden Menschen

sind erhöhte Cholesterinwerte in

gleichem Maße ein Risikofaktor und für

Frauen und Männer gelten auch unterschiedliche

Regeln. Für manchen können

10 Minuten Sport täglich schon das Ziel

sein. Oft geht es in der Präventivmedizin

einfach darum, mit kleinen Schritten den

Weg zurück in die Selbstverantwortung zu

begleiten, Medikamente nur so weit notwendig

zum Einsatz zu bringen und vertrauensvoll

im Laufe der nächsten Monate

und Jahre die Erfolge zu verstetigen.

Wie kann der Weg zurück in die Selbstverantwortung

aussehen?

Die Ärzte und Ärztinnen von Sana

Praevention bringen Beschwerden wie

beispielsweise Obstipation, Schnarchen,

Erektionsstörungen, Schlafstörungen,

chronische Kopfschmerzen und Müdigkeit

mit den erhobenen Befunden und

Gesprächen in Verbindung. So helfen wir

den Teilnehmern, ein besseres Verständnis

für den eigenen Körper und die vorhandenen

Risikofaktoren zu entwickeln.

Die meisten Erkrankungen, insbesondere

die großen Volkskrankheiten wie Bluthochdruck,

Diabetes Typ II, degenerative

Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen

und auch einige Krebserkrankungen, sind

in einem hohen Prozentsatz vermeidbar

und ausgelöst durch vermeidbare Risikofaktoren.

Dazu gehören Bewegungsarmut,

Stress sowie einseitige, fleischlastige und

hochkalorische Ernährung mit industriell

verarbeiteten Nahrungsmitteln. Diese

Risikofaktoren müssen wir bei jedem

Teilnehmer einzeln betrachten.

Wie schaffen Sie es, so genau auf die

Marina

Hergenröder

ärztliche Leitung

von Sana Praevention

Düsseldorf

und Fachärztin für

Innere Medizin und

Kardiologie

FOTO: SANA KLINIKEN AG

individuellen Faktoren einzugehen?

In der internistischen Vorsorgemedizin

ist besonders wichtig, den Menschen so

gut wie möglich kennenzulernen – nicht

nur über Laborwerte und Sonografiebilder,

sondern auch mittels eingehender

Gespräche über Ernährung, Lebensstil,

Familiengeschichte und mentale Gesundheit.

Was esse ich jeden Tag? Wie viel

Sport mache ich? Wie viel Zeit nehme ich

mir zur Entspannung? – Die Antworten

auf all diese Fragen sind wichtige Anhaltspunkte,

wenn es darum geht, das Gesundheitsbild

eines Menschen in Gänze zu

betrachten. Zusammengeführt mit diagnostischen

Befunden, können wir Ärzte

damit Ergebnisse einordnen und passgenaue

Empfehlungen aussprechen. Wenn

wir die Motivation schaffen, ein bis zwei

kleine, gut zu bewältigende und einfache

Maßnahmen umzusetzen, kann das schon

einen großen Unterschied machen. Egal

ob es um das Gewicht und die Leistungsfähigkeit

geht, die Libido, das Schlafverhalten,

ungesunde Angewohnheiten und

Abhängigkeiten oder organische Probleme

– wichtig ist, dass der Teilnehmer

nach einem Check-up seinen Einfluss auf

die eigene Gesundheit erkennt und Dinge

wieder selbst in die Hand nimmt. Dass

die Inhalte der Beratung für Teilnehmer,

die in ihrem Job besonders viel reisen,

anders aussehen als bei einem Angestellten,

der viel im Homeoffice arbeitet,

versteht sich von selbst.

Erleben Sie es häufig, dass Checkup-Teilnehmer

bei der nächsten

Untersuchung bereits Fortschritte

gemacht haben?

Häufig ist die Verbesserung sogar deutlicher

als erwartet. Wenn die ersten 5 kg

runter sind, schmerzen häufig auch die

Kniegelenke nicht mehr, das quälende

Mittagstief ist verschwunden und die

Motivation für die nächsten Schritte ist

da. Die Freude der Teilnehmer zu spüren,

wenn die Lebensenergie zurückkommt,

wir Blutdruck- und Diabetesmedikamente

wieder reduzieren können

und die Teilnehmer ihre Familie und das

Team am Arbeitsplatz mit den Erfolgen

anstecken – das ist unbeschreiblich

schön. Nehmen wir mal das Beispiel eines

Familienvaters, der voll im Berufsleben

steht und gerade in den letzten Monaten

viel von zu Hause gearbeitet hat.

Er kauft frische und gesunde Lebensmittel,

kocht gemeinsam mit den Kindern

oder nutzt das Fußballtraining mit ihnen

als tägliche Sporteinheit am Abend. Vorbild

zu sein, nützt so beiden Seiten. Für

die eigenen Kinder das Richtige vorzuleben,

beispielsweise nicht jeden Abend

das früher selbstverständliche Feierabendbier

oder das Glas Wein auf den

Tisch zu stellen, ist viel leichter, als es

nur für sich selbst zu tun.


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Dr. Stefan Waller

Internist, Kardiologe,

E-Health

www.dr-heart.de

Youtube: Dr. Heart

Essen fürs Herz

Text Dr. Stefan Waller aka Dr. Heart

Beim Thema Männergesundheit denken ja viele zuerst an

Potenzstörungen. Und tatsächlich kann “die Wünschelrute des

Mannes”, mit beginnenden Potenzstörungen auf eine drohende

oder sogar vorhandene Herzerkrankung hinweisen.

Warum?

Beiden Erkrankungen liegt sehr häufig eine durch Arteriosklerose,

also “Arterienverkalkung” bedingte Durchblutungsstörung

zugrunde.

Das Gute ist, wenn wir die Arteriosklerose aufhalten, dann tun

wir damit nicht nur unserem Herzen, sondern allen unseren

Organen etwas Gutes.

Wie das geht? Vor allem durch unseren Lebensstil! 9 von 10 Herzinfarkten könnten wir

mit einigermaßen kluger Lebensführung vermeiden. Neben den üblichen Verdächtigen

wie am besten täglicher Bewegung, Nichtrauchen und einem ausgeglichenen Seelenleben

spielt hier unsere Ernährung eine überragende Rolle. Über die Hälfte aller Herz-

Kreislauf-bedingten Todesfälle (und das sind nach wie vor unsere häufigsten Todesursachen)

geht direkt oder indirekt auf ihr Konto.

So, aber jetzt endlich die gute Nachricht: Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung,

nach der gesundes Essen ein Buch mit 7 Siegeln zu sein scheint und die verschiedensten

“Diätformen” von Low-Carb über Low-Fat bis zu Keto und Paleo schon fast zu Ersatzreligionen

geworden sind, sage ich Ihnen jetzt: Gesund ernähren ist extrem einfach! Alles,

was Sie brauchen, ist ein bisschen gesunder Menschenverstand, ja, auch ein bisschen

Widerstandskraft gegen die ständigen süßen Verlockungen des Alltags und folgende 2

Regeln:

Essen Sie wieder “echtes Essen”, also möglichst ganze, naturbelassene Nahrungsmittel,

die auch unsere Vorfahren noch als Essen erkannt hätten, und verzichten Sie somit

auf Industrie- und Junkfood, Softdrinks, Fertiggerichte und Co.!

Genießen Sie vornehmlich pflanzliche Nahrungsmittel in ihrer möglichst natürlichen,

unverarbeiteten, weitgehend naturbelassenen Form und bereiten Sie diese selbst zu

(ja, das kann kochen bedeuten!). Dann wissen Sie auch, was drin ist! Das wa's schon,

easy, oder? Mit diesen 2 Regeln lösen Sie ganz automatisch mehr als 90 % unserer

heutigen Ernährungsprobleme! Verzuckerte Softdrinks, Saucen mit oftmals > 50%

Zuckeranteil und Wurstwaren, Salami und Co. sind dann als hochverarbeitete Produkte

mit extrem hohem Kalorien- und gleichzeitig oft geringem Nährstoff- und vor allem viel

zu geringem Ballaststoffgehalt passé, weil Sie ja von nun an auf Industrienahrung

verzichten!

Falls es dann doch einmal mit Ihnen durchgeht und Sie ein verpacktes Lebensmittel in

der Hand halten, machen Sie es sich zur Gewohnheit, die Packung umzudrehen und auf

die Nährwerttabelle zu schauen. Seit dem ich das konsequent tue, sind bei uns Bio-

Fruchtschnitten, mit denen ich früher eigentlich mal meine Kinder auf gesunde Weise

verwöhnen wollte, passé: Zuckergehalt > 50 % (und nein, die hochkonzentrierte Fruktose

ist nicht besser als gewöhnlicher Haushaltszucker).

Natürlich gibt es wie immer im Leben auch zu diesen 2 Regeln ein paar wenige Ausnahmen.

Wenn Sie etwas tiefer einsteigen wollen, schauen Sie einfach mal auf meiner

Website oder meinem Youtube-Kanal vorbei oder schauen Sie sich mal an, ob mein

1:1-Herz-Coaching etwas für Sie sein könnte.

Ist der Penis

die Antenne

des Herzens?

So holen Sie sich Ihr Liebesleben zurück!

Text Dr. Frank Sommer

Dr. Frank Sommer

Präsident der Deutschen

Gesellschaft

für Mann und Gesundheit

(DGMG)

und weltweit erster

universitärer Arzt

für Männergesundheit

(Hamburg)

Weitere

Informationen:

maennergesundheit.info,

mann-undgesundheit.com

Prof. Dr. Frank Sommer, Präsident der

Deutschen Gesellschaft für Mann und

Gesundheit (DGMG) und weltweit erster

universitärer Arzt für Männergesundheit

(Hamburg), erlebt es in der täglichen

Praxis immer wieder: „Die Männer mit

Erektionsstörungen glauben, dass sie

damit fast allein sind auf der Welt.“

Erektionsstörungen sind noch immer ein Tabuthema,

welches auch nur ungern im Freundeskreis besprochen

wird. Dabei ist Mann kein Einzelfall. Einer Studie der

DGMG zufolge leidet jeder fünfte Mann in Deutschland

zwischen dem 20. und 80. Lebensjahr an erektiler Dysfunktion

– und das kann gesundheitliche Folgen haben.

Erektionsstörungen

– Vorboten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bereits 1999 erstmals der Fachwelt vorgestellt: Erektionsstörungen

können einen drohenden Herzinfarkt

ankündigen.

Die Blutgefäße des Penis sind die hochleistungsfähigsten

Gefäße des gesamten erwachsenen männlichen Körpers.

Hier fließt während der sexuellen Erregung 40–100

Mal so viel Blut hindurch wie im Normalzustand. Die

Blutgefäße des Penis haben aber nur einen Durchmesser

von 1–2 Millimetern. Damit sind sie sogar noch feiner als

die Herzkranzgefäße mit ihren 3–7 Millimetern. Wenn

sich im Inneren der Gefäße Ablagerungen befinden, z.

B. durch Arteriosklerose, dann fließt weniger Blut in die

Schwellkörper. Dementsprechend bemerkt der Mann mit

der Zeit zunehmende Erektionsstörungen.

Die Penisgefäße zeigen häufig als erste generalisierte

Gefäßveränderungen im Körper an. Einer groß angelegten

Untersuchung zufolge können zwischen den ersten

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Potenzprobleme sind

ein Warnsignal für

den Herzinfarkt

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Potenzstörungen sind ein Warnzeichen

für Herzinfarkt, Vorhofflimmern

und Schlaganfall

Potenzprobleme werden fälschlicherweise

als rein urologisches Problem

betrachtet. Dabei liegt der erektilen

Dysfunktion in den meisten Fällen ein

Problem der Arterien zu Grunde.

Konkret bedeutet das, dass sowohl

Diagnostik als auch Therapie eine Erkrankung

des Herz-Kreislauf-Systems

als mögliche Ursache ins Visier nehmen

müssen. Die Einnahme von z.B.

Viagra oder Cialis beseitigt nur die

Symptome. Die gefährliche Ursache

wird damit jedoch nicht bekämpft.

Hohes Risiko für Herzinfarkt und

Schlaganfall

Bei über der Hälfte der Männer mit

einer Potenzschwäche (erektilen Dysfunktion)

liegt bereits eine Erkrankung

der Herzkranzgefäße vor. Bei etwa. 2/3

aller Männer mit einem späteren Herzinfarkt

kommt es ca. 3-5 Jahre vorher zu

einer Impotenz. Das Herzinfarktrisiko

ist bei Männern mit erektilen Dysfunktion

(ED) mehr als doppelt so hoch.

Vorhofflimmern ist die häufigste

Rhythmusstörung und eine der Hauptursachen

für Schlaganfälle. Bei vielen

Menschen bleibt diese unbemerkt und

somit unbehandelt. Studien zeigen,

dass 50% der Männer mit Vorhofflimmern

auch eine ED haben. Bei entsprechender

Risikokonstellation kann das

Schlaganfallrisiko durch einen Blutverdünner

minimiert werden.

» Erektile Dysfunktion ist nicht nur

ein Problem, welches das Sexualleben

beeinträchtigt. Sie ist vielmehr

ein starkes Warnsignal für lebensbedrohliche

Erkrankungen. Deswegen

sollte jeder Betroffene es ernst nehmen

und sich einem professionellen

Check unterziehen. «

Prof. Dr. meD. AlexAnDer

leber, ChefArzt IsArklInIkum

münChen unD GrünDer von

IAtros

Therapie der erektilen Dysfunktion

Die Ursache der Potenzschwäche liegt

zumeist an einer Erkrankung der Gefäße,

die den Penis versorgen. Dafür sind

Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes,

hohes Cholesterin, Übergewicht,

Bewegungsmangel und auch eine genetische

Veranlagung ursächlich.

Es ist meist nicht ausreichend nur

das Symptom mit medikamentösen

Potenzmitteln zu behandeln. Es ist

vielmehr erforderlich, die Ursache zu

bekämpfen und Risikokfaktoren zu minimieren.

Innovative Diagnostik und Therapie

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iATROS, das digitale Herzzentrum, hat

für Männer mit erektiler Dysfunktion

ein neuartiges Behandlungskonzept

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Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info 7

Die Männer mit Erektionsstörungen

glauben, dass sie damit fast allein

sind auf der Welt. Heutzutage muss

in Deutschland kein Mann mehr an

Erektionsstörungen leiden.

Symptomen einer gefäßbedingten erektilen

Dysfunktion und einem Herzinfarkt 4–8 Jahre

liegen.

Die richtige Vorsorge ist das A und O

Erektionsstörungen sollten daher stets abgeklärt

werden. Wird die Ursache frühzeitig

erkannt, kann die Gefahr für den schleichenden

Verlust der Erektionsfähigkeit und eines späteren

Herzinfarktes meist gebannt werden.

Weitere Ursachen für Erektionsstörungen sind

z. B. eine veränderte Zusammensetzung des

Schwellkörpers, Störungen der lokalen Nerven,

Abschwächung der sogenannten Potenzmuskulatur,

erhöhter venöser Blutabfluss, u.a. Ebenso

spielt die Psyche eine Rolle, meist unterbewusst,

wenn Männer schlechter eine Erektion

bekommen.

Der Arzt/die Ärztin für Männergesundheit

kann solche möglichen Ursachen untersuchen,

z. B. mithilfe einer Messung der penilen

Nerven (Biothesiometrie), mittels detaillierter

Erfassung der Durchblutung der Schwellkörper,

dank der diffizilen Messung der Potenzmuskulatur

sowie durch die Bestimmung der penilen

Gewebestruktur. Ferner wird festgestellt,

wie viel Blut in den Schwellkörpern gehalten

werden kann.

Erektionsstörungen sind kein Schicksal

„Heutzutage muss in Deutschland kein Mann

mehr an Erektionsstörungen leiden“, so das

Resümee von Prof. Sommer. Das oberste Ziel ist

eine vernünftige Diagnostik, um eine Heilung

von Erektionsstörungen – so weit wie möglich –

zu erzielen.

„Ein weiteres großes Anliegen der DGMG ist,

solchen Störungen vorzubeugen. Auf www.

maennergesundheit.info findet Mann kostenlose

Video-Trainingsprogramme vor. Die gezielten

körperlichen Übungen, Ernährungstipps

und mentalen Ansätze motivieren Männer,

etwas für die Gesundheit zu tun und eine

erfüllte Sexualität zu erleben."

BEWEGUNG

DAS MEDIKAMENT

OHNE NEBENWIRKUNG

Text Dr. med. Heribert Brück, Pressesprecher BNK e.V.

Für die Herzgesundheit sollte Bewegung zum Tagesablauf

gehören wie Zähneputzen

Acht Stunden sitzen täglich erhöht das Risiko kardiovaskulärer

Ereignisse um 80 Prozent. Die gute Nachricht: 30 Minuten Sport

pro Tag heben diesen Effekt wieder auf. Der Mensch ist für die

Bewegung gemacht. Fällt diese auf Dauer weg, drohen Krankheiten.

„Unser Körper reagiert auf den Bewegungsmangel, u. a. mit

schwächer werdenden Herz-Kreislauf und Atem. Kommen ein

ungesunder Lebensstil mit zu viel und cholesterinreichem Essen,

Alkohol, Stress und Rauchen hinzu, sind die Risikofaktoren für einen

Herzinfarkt gegeben“, warnt Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des

Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK). Dabei gilt,

nicht auf alles verzichten zu müssen, sondern die Balance zu halten:

Ein Glas Rotwein geht, aber nicht mehr.

Kraftverlust beginnt schon im jungen

Erwachsenenalter

Gesundheit durch Bewegung schaffen wir

durch einen langfristigen Mix aus Ausdauer,

Kraft, Beweglichkeit und Koordination.

Ausdauer ist bis ins hohe Alter trainierbar

und wir profitieren durch eine höhere Lebenserwartung

unabhängig vom Startzeitpunkt!

Unsere Muskeln brauchen Training

(Kontraktion), um uns erhalten zu bleiben.

Und auch die Beweglichkeit und Koordination

sollten wir trainieren, um Steifheit zu

verhindern und flexibel zu bleiben. Einzige

Nebenwirkung: Fit sieht „Mann“ auch noch

attraktiver und jünger aus.

Dr. Norbert Smetak

Bundesvorsitzender,

BNK e. V.,

www.bnk.de

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gefäßmedizin Mittelland entstanden.

Erektionsstörungen sind heilbar

Oft stecken Gefäßprobleme, die man minimal-invasiv

behandeln kann, dahinter.

Text Prof. Dr. med. Nicolas Diehm

Jeder fünfte Mann in der westlichen Welt leidet unter Erektionsstörungen.

Die meisten betroffenen Patienten reden nicht gerne über dieses

leider oftmals tabuisierte Thema. Dabei sind Gefäßprobleme die häufigste

Ursache von Erektionsstörungen, insbesondere wenn Medikamente

nicht mehr helfen.

Die für den Patienten oft belastenden Symptome können auch einen

Hinweis auf einen drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall geben.

Oftmals liegen bislang nicht bekannte Risikofaktoren vor, die zu einer

Gefäßverengung führen können, die sowohl die Penis-versorgenden

Arterien wie auch die Herzkranz- oder Gehirngefäße betreffen kann.

Wichtig: Bei Patienten mit erektiler Dysfunktion sollte unbedingt eine

gründliche Abklärung der Ursachen und Risikofaktoren erfolgen. Hierbei

spielen Urologen, Gefäßmediziner, Herzspezialisten und Internisten

eine zentrale Rolle.

Das Team vom Zentrum für Erektionsstörungen mit Standorten in

Aarau und Baden in der Schweiz hat sich spezialisiert auf die interdisziplinäre

Abklärung und Behandlung von Gefäßproblemen bei Patienten

mit erektiler Dysfunktion.

Sowohl für arterielle als auch für venöse Störungen der Erektion gibt

es heute minimal-invasive Therapieansätze, die betroffenen Patienten

Hoffnung machen, wieder eine bessere Lebensqualität zu erlangen.

Gefäßprobleme als Ursachen von Erektionsstörungen können heute in

örtlicher Betäubung behandelt werden. Die Stentbehandlung (Abbildungen

1a bis 1b) ist für alle Männer geeignet, bei denen sich die Erektionsstörung

auf eine mangelhafte Blutversorgung infolge von

Gefäßverengungen im Bereich der Becken- und Penisarterien zurückführen

lässt.

Bei Patienten, bei denen eine Störung des venösen Abflusses (venöse

Leckage) vorliegt, können Penis-abführende Venen schonend minimal-invasiv

verklebt (embolisiert) werden.

Eine seriöse individuelle Behandlungsstrategie lässt sich jedoch erst

nach einer gründlichen Abklärung der Erektionsproblematik treffen.

Prof. Dr. med.

Nicolas Diehm

Ärztlicher Direktor

und Gründer

des Zentrums für

Gefäßmedizin und

des Zentrums für

Erektionsstörungen

im Aargau / Schweiz

gilt als Pionier der

minimal-invasiven

Behandlung der

erektilen Dysfunktion

Weitere

Informationen:

www.angiologieaargau.ch

www.erektionsstoerungenbehandlung.com

Abb. 1a

Abb. 2a

Abb. 1b

Abb. 2b

Abbildung 1a: Verengung (Pfeil) einer Penis-zuführenden Arterie (Kontrastmittel-Darstellung),

Abbildung 1b: Wiederherstellung der Durchblutung durch Implantation eines Stents (Pfeil),

Abbildung 2a: Im Rahmen einer Kontrastmittel-verstärkten Computertomografie kann eine venöse Leckage im

Bereich der abführenden Penis-Venen (Pfeile) dargestellt werden, Abbildung 2b: Therapeutischer Verschluss der

Beckenvenen-Leckage (Pfeil) mit einem speziellen Gewebekleber (Kontrastmittel-Darstellung)


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Fokus Prostata

Text Dr. Christoph Pies

Vorzeitiger Samenerguss:

Jeder fünfte Mann

ist betroffen

Text Christopher Flanagan

Die Prostata – was für ein Organ! Kaum

jemand weiß, wo diese Drüse liegt und

wozu sie gut ist. Ich verrate es Ihnen: Die

Prostata produziert ein Sekret, welches

den Samenzellen Fruchtzucker als Nahrung sowie

wichtige Enzyme und Mineralstoffe liefert. Ohne

das Sekret der Vorsteherdrüse könnten sich die

Samenzellen nicht fortbewegen. Das heißt also,

wir benötigen die Prostata eigentlich nur in der

Phase unseres Lebens, in der wir uns fortpflanzen

möchten. Danach könnte sie sich also eigentlich

zurückbilden, müsste man denken. Aber was passiert?

Oftmals genau das Gegenteil. Kaum ist sie

Ihrer Funktion enthoben, fühlt sie sich offenbar

vernachlässigt und macht sich mit zunehmendem

Alter durch Größenwachstum, bösartige Veränderung

oder Entzündung auf sich aufmerksam. Aber

damit nicht genug. Weitere Probleme bereitet ihre

Lage. Sie liegt tief im kleinen Becken, über dem

Beckenboden, hinter dem Schambein, unter der

Harnblase, vor dem Enddarm und umschließt

dann auch noch ringförmig die Harnröhre.

Nehmen Sie einen kleinen Trichter und legen Sie

eine Kastanie hinein, dann bekommen Sie schon

einen ganz guten Eindruck von Lage und Funktion.

Die Nähe zur Dammregion zwischen Hodensack

und After macht sie anfällig für Nässe und

Kälte oder auch mechanische Irritationen wie z.

B. durch Fahrradfahren. Und für Bakterien, die die

Harnröhre hochwandern, ist sie eine willkommene

erste Raststation.

In Deutschland haben etwa 40 % von den 12 Mio.

Männern über 50 Jahre behandlungsbedürftige

Beschwerden des unteren Harntrakts, meist

prostatabedingt. Eine gutartige Vergrößerung ist

nur behandlungsbedürftig, wenn die Prostata die

Harnröhre einengt und es zu Problemen bei der

Blasenentleerung kommt. In der Folge kann es zu

Restharnbildung, Blasenentzündung und Nierenstau

kommen. Neben pflanzlichen Mitteln

kann man die Prostata medikamentös öffnen (sog.

Alphablocker) oder durch ein Medikament, das

in den Testosteron-Haushalt eingreift, langfristig

verkleinern. Wenn eine Operation unumgänglich

wird, erfolgt meist eine Verkleinerung der Prostata

durch die Harnröhre durch eine elektrothermische

„Abhobelung“ oder verschiedene Laserverfahren.

Bei sehr großen Drüsen muss auch gelegentlich

eine Schnittoperation gemacht werden.

Ganz anders sieht es aus, wenn bösartige Zellen

dahinterstecken. In Deutschland besteht

für jeden Mann ein Lebenszeitrisiko von 18 % an

Prostatakrebs zu erkranken, und immerhin von 3

%, daran zu versterben. Bei Neuerkrankungen ist

jeder vierte Krebs bei Männern ein Prostatakrebs

und jeder zehnte krebsbedingte Todesfall prostatisch.

Hinzu kommt, dass sich bei vielen verstorbenen

Männern Prostatakrebs finden lässt,

der zu Lebzeiten nicht auffällig geworden war

und das Leben der Betroffenen nicht beeinflusst

hatte. Das Vorhandensein dieses sogenannten

„latenten“ Prostatakarzinoms steigt mit dem Alter

an auf Werte von bis zu 60 % bei über 80-Jährigen.

Das Problem für den Urologen liegt also darin,

für eine bösartige Erkrankung je nach Aggressivität

des Tumors, Alter und Zustand des Patienten

das richtige Behandlungsverfahren anzubieten.

Hier reicht das Spektrum von „aktiver

Überwachung“ über sehr viele verschiedene

Operationsverfahren bis hin zu Bestrahlungsverfahren

von innen und außen. Sehr alte Patienten

und fortgeschrittene Erkrankungen werden

medikamentös behandelt. Hierzu stehen verschiedene

Hormontherapien, Chemotherapien

und neue medikamentöse Ansätze zur Verfügung.

Meine abschließende Empfehlung: Jeder Mann ab

45 sollte regelmäßig seine Prostata untersuchen

lassen, denn – egal ob gutartig oder bösartig – bei

frühzeitiger Diagnose kann fast jedem Mann geholfen

werden!

Dr. Christoph Pies

Buchautor und

Urologe

Buchtipp:

FOKUS PROSTATA

Pies, Christoph

Herbig Verlag, 2021

128 Seiten

ISBN: 978-3-

96859-027-1

14,00 EUR

PODCAST PINKELPAUSE

In „Pinkelpause“ dreht sich alles um das Geschehen unterhalb der

Gürtellinie. Tabuthemen wie Potenzstörungen, der erste Besuch beim

Urologen, Penisgröße oder Sexualtechniken werden ebenso behandelt

wie häufige Krankheiten an Nieren, Prostata, Hoden oder Harnblase.

Buchautor und Urologe Dr. Christoph Pies gibt gemeinsam mit Fernsehund

Radiomoderator Jochen Dominicus einmal pro Woche (immer

sonntags) außergewöhnlich unterhaltsame Einblicke in die Welt der

Urologie und Männergesundheit. Mal locker, lustig und naiv, mal ernst und

ermahnend. Alle Facetten dieses vielseitigen und brisanten Fachgebietes

der Medizin werden beleuchtet. Männlein, Weiblein, Jung und Alt – alle

kommen so auf ihre Kosten, versprochen! Denn es ist viel los jenseits der

Gürtellinie. Und im Laufe des Lebens muss fast jeder mal zum Urologen.

www.pinkelpause.com

Viele Männer kennen das: Beim Liebesspiel

ist der Ejakulationsdruck nach

kurzer Zeit unkontrollierbar. Die Folge:

Es kommt zum vorzeitigen Samenerguss.

„Vorzeitig“ ist der Höhepunkt dann, wenn

mindestens einer der Partner unzufrieden

ist. Oftmals sind es die Männer, die

das Gefühl haben, die Bedürfnisse der

Partnerin nicht befriedigen zu können. Die

große Frage, die sich viele stellen: Welche

Lösungen gibt es?

Eine zentrale Rolle spielt fast immer die

Psyche des Mannes. Männer mit vorzeitigem

Samenerguss leiden fast immer

auch unter Leistungsdruck bis hin zu

Versagensangst. Um eine Verbesserung

des Durchhaltevermögens zu erreichen, ist

es von großer Bedeutung, wieder in eine

entspannte und druckbefreite Haltung

zurückzufinden. Allein das schafft für

viele Betroffenen große Verbesserungen

des Durchhaltevermögens. Ein wichtiger

Schritt sind offene Gespräche mit der Partnerin.

Darüber hinaus lohnt sich die Arbeit

mit einem Coach oder Therapeuten.

Oftmals spielen auch physiologische Faktoren

eine Rolle. Viele Männer trainieren

sich den vorzeitigen Samenerguss z. B.

durch falsches Masturbationsverhalten

über die Jahre selbst an. Durch eine

bewusste und

ausgedehnte Masturbationspraxis

lernt ein

Mann, den eigenen

Körper und die

Erregung besser zu

kontrollieren und

somit auch den

Höhepunkt besser

zu steuern.

Christopher

Flanagan

Sexual-Coach für

Männer und Gründer

des Projekts

„Lovebetter“.

(www.lovebetter.de)

Am Ende des Tages

ist die aktive Auseinandersetzung

mit der Problematik

entscheidend,

um den passenden

Ansatz für sich zu

finden.

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Halb leer ist gar nicht gut …

Männer und ihr Verhältnis zur Blase

Altern birgt für viele Männer unwillkommene körperliche Veränderungen – speziell im Urogenitalsystem.

Plötzlicher Harndrang, häufiges Wasserlassen in der Nacht, Schwierigkeiten

beim Starten und Stoppen des Urinstrahls – alles Symptome der benignen Prostatahyperplasie,

kurz BPH. Für viele Männer bedeuten diese Veränderungen eine große Einschränkung

ihrer Lebensqualität und ihrer Freude am täglichen Leben.

Text Prof. Karl-Dietrich Sievert

Große Prostata, große Probleme …?

In einem Alter (> 25LJ) in dem „Mann“ noch

gar nicht über die BPH nachdenkt, verändert

sich die Prostata. Bei dem einen wächst die

Prostata auf eine enorme Größe an, während

sie sich bei anderen Männern fast gar nicht

verändert; aber die einschränkenden Symptome

sind die gleichen. Die Prostata muss nicht

groß sein, um dem Mann den Alltag unangenehm

zu beeinträchtigen – auch eine kleine

Prostata kann für abgeschwächten Harnstrahl

und ggf. auch für entsprechenden Restharn in

der Blase verantwortlich sein. Das wissen die

wenigsten Männer mittleren Alters, die ihre

beginnenden Symptome meist verdrängen

oder mit Medikamenten zu behandeln suchen.

Gerade für Männer in der Mitte ihres Lebens,

die noch sexuell aktiv sind und dieses auch

bleiben möchten, zählt in Bezug auf eine

Behandlung von BPH-Symptomen die Maßgabe:

je eher, desto besser. Es empfiehlt sich,

dass alle Männer ab 45 Jahren regelmäßig zur

urologischen Vorsorgeuntersuchung gehen.

Je eher eine mögliche Beeinträchtigung des

urogenitalen Systems (Blase, Prostata und

Harnröhre), Restharn in der Blase oder eine gutartig

vergrößerte Prostata diagnostiziert wird,

desto besser sind die Chancen, dass mögliche

negative Folgen des Ignorierens mit der für ihn

passenden Therapie entgegengewirkt werden

kann. Diesen Männern kann mit verschiedenen

Behandlungsmethoden geholfen werden – von

medikamentöser Therapie über minimal-invasive

Verfahren bis hin zum klassischen

chirurgischen ablativen Eingriff mittels der

Elektroschlinge (TURP).

Bei Patienten mittleren Alters mit symptotischem

Restharn bietet sich das minimal-invasive

Verfahren des prostatischen urethralen

Lifts (PuL: Urolift®) an. Klinische Studien belegen

neben der hohen Patientenzufriedenheit

sehr gute funktionelle Ergebnisse im Vergleich

zu anderen minimal-invasiven Methoden.

Welches Verfahren erhält die sexuellen

Funktionen ...?

Langzeitstudien belegen klinisch (Daten > 5

Jahre), dass der Patient nach der Behandlung

mit prostatischem urethralen Lift innerhalb

kürzester Zeit die dauerhafte Besserung der

Symptome erfährt und weder eine durch die

Therapie resultierende erektile Dysfunktion

noch einen retrograden Samenerguss fürchten

muss – ganz im Gegensatz zu den traditionellen

invasiven Behandlungsmethoden

wie z. B. die TURP, die dieses Risiko

beinhalten.

Männer sollten den Zustand ihrer Blase

kennen. Frühes Eingreifen schützt diese und

erhält die Lebensqualität und einen beschwerdefreien

Alltag –und kann ggf. eine

unbefriedigende, medikamentöse Therapie

ersetzen!

Prof. Karl-

Dietrich Sievert

Klinikum Lippe

WAS IST RESTHARN?

Als Restharn versteht man die

Harnmenge, die nach spontanem

Wasserlassen in der Blase verbleibt.

Viele Männer bemerken die ersten

Anzeichen nicht. Auch wenn der

verbleibende Urin nicht spürbar ist,

sollte ggf. eine Behandlung erfolgen,

um ein erhöhtes Infektionsrisiko und

Langzeitschäden zu verhindern.

Behandelt man die Ursachen der

erhöhten Restharnbildung nicht, kann

er dazu führen, dass die Harnblase

ihre Organfunktion (Speichern und effektive

Entleerung) einbüßt, und ggf. in

der Folge die Nieren beeinträchtigen,

sogar dauerhaft schädigen.

PRÄVENTION FÜR MÄNNER

Jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr hat

Anspruch auf eine kostenfreie

urologische Vorsorgeuntersuchung

pro Jahr zur Früherkennung Krebserkrankungen

der Prostata und der

äußeren Geschlechtsorgane. Die

Früherkennung hat den Anspruch,

Veränderungen so frühzeitig zu erkennen,

dass diese noch reversibel sind.

25 % der Bevölkerung nehmen an, dass

es eh zu spät ist, wenn sie zur Vorsorge

gehen.*

* Deutsches Ärzteblatt 2003; 100(9): A-530/B-454/C428

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ÜBER

70 %

der befragten Männer *

gaben an, tagsüber weniger Energie

zu haben, weil sie nachts häufig

zum Wasserlassen aufstehen müssen

UroLift.com

* Inhalt basiert auf einer von NeoTract | Teleflex im Jahr 2021 in den USA unter ca. 1.000 Männern im Alter von 45+ Jahren durchgeführten Befragung, bei denen beim

Wasserlassen mindestens ein mit einer Prostatavergrößerung (auch als benigne Prostatahyperplasie oder BPH bezeichnet) verbundenes Symptom auftrat. Harnsymptome können

verschiedene Ursachen haben und müssen von einem Arzt diagnostiziert werden. Der Stichprobenumfang in dieser Umfrage kann je nach qualifizierender Fragestellung variieren.

©2021 NeoTract, Inc. Alle Rechte vorbehalten. MAC01942-23 Rev. A


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„Krebs

kennt keine

Klischees“

Von „echten Männern“ und

ehrlichen Mutmachern.

Text Marta Kuhn

Zähne zusammenbeißen, Arztpraxis meiden, selbst

klarkommen. Hartnäckig hält sich bei Männern

das Bild vom „starken“ Geschlecht, das sich

Schwäche nicht anmerken lässt und allenfalls

schweigend leidet. Studien zeigen nach wie vor: Männer

achten im Schnitt weniger auf die eigene Gesundheit

als Frauen. Selbst bei einer Erkrankung wie Krebs, der

zweithäufigsten Todesursache in Deutschland, gelten sie

als risikobereiter. Sie gehen seltener zur Krebsvorsorge,

und wenn sie erkranken, zögern sie häufig länger, bevor sie

aktiv nach entlastendem Austausch suchen.

Nur wenige sind wie Don und Alex. Zwei Männer, die ganz

verschieden sind und doch eines gemeinsam haben: Krebs

und einen offenen Umgang damit.

Dirk Rhode (57), „Don“ genannt, hat am eigenen Leib

erfahren, was es heißt, wenn die Erkrankung einem

den Boden unter den Füßen wegzieht. Vor sechs Jahren

erkrankte der gestandene Motorradpolizist an Zungengrundkrebs.

Die damalige Prognose: eine 5-Jahres-

Überlebensrate von 60 Prozent. Auf die anfängliche

Fassungslosigkeit folgten abwechselnde Phasen der Wut,

Kampfbereitschaft und Kraftlosigkeit. „OP, Strahlen- und

Chemotherapie – das war ein Albtraum, aus dem man

nicht erwacht. Schlucken konnte ich nur mit starken

Schmerzmitteln, und auch das Sprechen musste ich erst

wieder erlernen.“

Der monatelange Weg zur Genesung verlangte Don

viel Kraft und Disziplin ab. Trotz Unterstützung durch

Freunde und Kollegen fühlte er sich mit seinen Ängsten

Don (links) und Alex (rechts) –

zwei unterschiedliche Männer

mit einem gemeinsamen Ziel.

und Unsicherheiten häufig allein: „Im Internet fand ich

damals nur entmutigende Geschichten über Zungengrundtumore.

Was mir fehlte, waren die Möglichkeit

zum Austausch und konkrete Hilfsangebote bei meinen

Sorgen.“

Heute steht Don wieder fest im Berufsleben und teilt seine

Erfahrungen, um anderen Betroffenen auf ihrem Weg aus

der gefühlten Hilflosigkeit zu helfen – ob als ausgebildeter

„Onkolotse“, ehrenamtlicher Patientenbetreuer oder Initiator

der Kölner Selbsthilfegruppe Kopf-Hals-Mundkrebs.

Aktiv ist er zudem nicht nur in der Kinderkrebshilfe,

sondern auch als erfolgreicher Blogger in den sozialen

Medien und Fürsprecher digitaler Versorgungsangebote

bei Krebs. Dabei erfährt er jeden Tag aufs Neue, wie viel es

bewirken kann, seine eigenen Erfahrungen mit anderen

zu teilen. „Krebs kennt keine Klischees. Er kann jeden

treffen und umhauen, davor ist man auch als abgeklärter

Polizist nicht gefeit. Gerade Männer haben aber oft eine

höhere Hemmschwelle, Hilfe anzunehmen, wenn es

ihnen schlecht geht. Das muss sich ändern. Was ich im

Laufe meiner vielen Begegnungen verstanden habe: Männer

brauchen Vorbilder. Positive Geschichten von Männern,

die gefallen und wieder aufgestanden sind.“

Dass Don mittlerweile selbst Vorbild für andere ist,

kann der ehemalige Krebspatient Alexander Weskott

(35) bestätigen. Nachdem der Kölner Kältetechniker

2016 die Diagnose Hodenkrebs erhielt, wurde die

Rap-Musik für ihn zu einem Ventil im Umgang mit

der Erkrankung. In einer musikalischen Hommage

an inspirierende Krebspatient*innen besang er Dons

vielseitiges Engagement – so lernten sich die beiden

schließlich kennen. Ähnlich wie auch Don resümiert

Alex: „Männer reden allgemein nicht gerne über

Krankheiten – schon gar nicht, wenn es um ihre ,goldenen

Stücke‘ geht. Mit einem ,Ei‘ hab‘ ich da mehr ,Eier

in der Hose‘ als viele andere.“

Derzeit setzt Alex alles daran, den ersten deutschen

Selbsthilfeverein für Hodenkrebs aufzubauen – Love

Your Nuts Deutschland. „Es ist mir wichtig, Raum für

gegenseitige Unterstützung und Austausch zu schaffen“,

betont er. „Warum sollten andere schließlich den

gleichen Mist wie ich alleine durchstehen müssen?“

Seinen Mann zu stehen, das bedeutet für Don und Alex

deshalb vor allem eines: die Scheu vor einem offenen

Umgang mit der Krebserkrankung zu überwinden und

anderen Betroffenen Mut zu machen.

MUT ENTSTEHT DURCH MACHEN

Stress mindern, Kontrolle gewinnen, Kräfte aufbauen

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Mutig, mündig und motiviert durch die Therapie

mit Mika, der Krebs-App auf Rezept.

Studien belegen, dass aufgeklärte Patienten, die sich aktiv an ihrem

Genesungsprozess beteiligen, besser rehabilitieren. Doch die ersten

Schritte nach einer Krebsdiagnose stellen Betroffene vor Herausforderungen:

Wo findet man Orientierung, wenn „das Leben auf dem Kopf

steht“?

Um gut informiert und selbstbestimmt den Weg durch die Therapie

zu gehen, ist Unterstützung gefragt. Dazu gehört eine umfassende

Aufklärung mit zuverlässigen onkologischen Informationen, z. B. zu

urologischen Tumoren. Wissenschaftlich geprüft und leicht verständlich.

Am besten zentral an einem Ort gebündelt, jederzeit parat und auf

individuelle Bedürfnisse zugeschnitten. Genau hier setzt die Smartphone-App

Mika an. Denn Mika enthält eine umfangreiche Wissensdatenbank

mit personalisierten Experten-Empfehlungen und praktischen

Hilfestellungen: von Ernährung, Bewegung und Entspannung bis hin zur

Organisation sozialrechtlicher Belange.

Mit der Mika-App lassen sich beispielsweise Symptome schnell und einfach

dokumentieren. So entstehen zuverlässige Protokolle des eigenen

Befindens – eine gute Grundlage für weitere Therapie-Entscheidungen.

In einem psychologisch-orientierten Coaching-Programm – den sogenannten

Themenreisen – lädt die App zudem dazu ein, Stress ab- und

Kräfte aufzubauen.

www.mitmika.de

Mika ist ein wichtiges Instrument für Krebspatienten, die

wirklich Hilfe benötigen. Einen wichtigen Teil der Hilfe kann

medizinisches Personal leisten, jedoch bleiben erfahrungsgemäß

immer viele Fragen offen. Mika bietet an dieser Stelle eine

wunderbare Ergänzung.

Prof. Dr. Jonas Busch, Chefarzt Urologie, Vivantes Klinikum am Urban Berlin

„Die Themenreisen helfen mir dabei, meine bereits vorhandenen

Kraftquellen zu aktivieren, achtsam zu bleiben und mit Belastungen

besser umzugehen. Schritt für Schritt lernt man so, die Kontrolle über das

eigene Wohlbefinden zurückzugewinnen“, betont Mika Empowerment

Botschafter Dirk „Don“ Rhode.

Mika ist nicht nur ein zertifiziertes Medizinprodukt, sondern die erste und

bislang einzige digitale Gesundheitsanwendung (DiGA), die Ärzte und

Psychotherapeuten bei allen Krebsdiagnosen auf Rezept verordnen

können – mit Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen.

Für Betroffene bedeutet das: kostenfreie Nutzung einer digitalen

Therapiebegleitung mit sicherem Datenschutz, Nutzerfreundlichkeit und

nachgewiesenem medizinischen Nutzen.


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Ultraschallverfahren

(Elastographie) kommt auch

die MRT-gesteuerte Biopsie als

hochgenaues Diagnoseverfahren

zum Einsatz.

Fokussierter Ultraschall

(HIFU) und NanoKnife (IRE)

bei Prostata-Krebs

Hochfokussierter, intensiver

Ultraschall (HIFU) ist ein wirksames,

unblutiges Verfahren

zur Behandlung von Prostata-

Tumoren.

Zusätzlich kann man mit dem

NanoKnife nach dem Prinzip

der Irreversiblen Elektroporation

(IRE) auch sehr große und

verkalkte Prostata-Drüsen

ohne langwierige, komplikationsreiche

Klinikaufenthalte

behandeln – optimale Verfahren

auch für Risikopatienten.

Greenlight- und Evolve-Laser

bei gutartiger Prostata-

Vergrößerung

Die gutartige Vergrößerung

der Prostata-Drüse (benigne

Prostata-Hyperplasie, BPH)

behandeln wir mit dem hochmodernen

180 Watt Greenlight-

Laser. Das grüne Licht ist

optimal auf die Absorptionsfähigkeit

der Prostata abgestimmt.

Mit diesem Power-Laser lassen

sich auch große Prostata-Drüsen

sicher und in kürzester Zeit behandeln;

dieSexualfunktionen

bleiben weitgehend erhalten.

Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie

im :medZ GmbH

Bergheimer Straße 56a

69115 Heidelberg

Tel. 06221-65085-0 · Fax 06221-65085-11

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Angeborene und erworbene

Penisverkrümmung

bei Morbus Peyronie

Penisverkrümmungen treten entweder angeboren durch eine fötale

Entwicklungsstörung (Häufigkeit 0,5–1%) und hier meist nach unten oder

links gerichtet oder später erworben als Folge einer Induratio penis plastica

(Häufigkeit 3-5 %) und dann meist nach oben oder zur Seite gerichtet auf.

Text Prof.Dr. Hartmut Porst

Prof. Dr.

Hartmut Porst

Privatinstitut für

Urologie, Andrologie

und Sexualmedizin

Ab einem Biegungsgrad von > 30 %

besteht wegen der damit oft verbundenen

Kohabitationsprobleme

fast immer die Indikation zur

Behandlung, welche bei der angeborenen

Verkrümmung ausnahmslos in einer operativen

Begradigung des Penis besteht.

Ursächlich verantwortlich für die erworbene

Penisverkrümmung als Folge eines Morbus

Peyronie sind einerseits eine genetische

Disposition (familiäre Häufung und Kombination

mit einem Morbus Dupuytren der

Hände) sowie vermutlich wiederholte Mikrotraumen

bei forciertem Sex (Masturbation

oder Koitus). Die erworbene Penisverkrümmung

kann sehr plötzlich auftreten, verläuft

oft phasenweise mit einer anfangs akut

entzündlichen Phase, die dann nach 6–18

Monaten meist in eine stabile Phase mit entsprechendem

Krümmungswinkel übergeht.

Kennzeichnend für die erworbene Penisverkrümmung

ist ein Häufigkeitsgipfel zwischen

40 und 65 Jahren, das Auftreten von anfangs

schmerzhaften Knoten (Plaques) sowie häufig

auch eine erhebliche Penisschrumpfung

um 2–6 cm, was bei nicht wenigen Männern

zu depressiven Verstimmungen führt.

In der Behandlung der erworbenen Penisverkrümmung

hat sich ein vom Autor entwickeltes

multimodales Therapiekonzept

bewährt, bestehend aus der Medikation von

PDE-5-Hemmern, Antioxidantien sowie der

Anwendung von Penisstreck- oder Vakuumapparaten

und insbesondere der extrakorporalen

Stoßwellentherapie (ESWT),

wodurch den meisten Männern eine spätere

aufwendige Operation erspart werden kann.

Je früher mit dieser multimodalen Therapie

begonnen wird, um so erfolgreicher verläuft

diese auch, wie die eigenen Erfahrungen mit

über 2.000 so behandelten Männern zeigen.

Auf keinen Fall sollte eine abwartende Strategie,

wie noch von vielen Ärzten empfohlen,

eingeschlagen werden.

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Penisverkrümmung (Peyronie/IPP)

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(Peyronie, Penisimplantat, Prostatektomie, Penisvergrößerung)

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Depression:

auch eine körperliche Erkrankung

In Deutschland leiden jedes Jahr rund 5,3 Millionen Menschen an einer Depression. Diese

typischerweise in mehrmonatigen Krankheitsphasen verlaufende Erkrankung kann jeden

treffen: Menschen aller Altersgruppen, Berufe und sozialen Lagen.

Text Prof. Ulrich Hegerl

Woran erkenne ich eine Depression?

Anfangs zeigen sich Depressionen oft durch Schlafstörungen,

auch eine permanente Unruhe und ein

zunehmendes Erschöpfungsgefühl. Hinzu kommen

Gefühle der inneren Leere, verbunden mit

Selbstvorwürfen und Hoffnungslosigkeit. Manche

berichten, sich innerlich wie versteinert zu fühlen.

Nichts macht mehr Freude. Das Essen schmeckt

nicht, viele Betroffene verlieren Gewicht. Bestehende

Probleme werden völlig vergrößert und als

unlösbar wahrgenommen. Diese als unerträglich

erlebte Situation kann auch zu Suizidgedanken

führen.

Was ist die Ursache?

Entscheidend ist das Vorliegen einer Veranlagung

zu Depression. Diese Veranlagung kann vererbt

sein. Menschen, bei denen nahe Angehörige depressiv

erkrankt sind, haben ein zwei- bis dreifach

erhöhtes Erkrankungsrisiko. Die Veranlagung

kann aber auch durch Traumatisierungen und

Missbrauchserlebnisse in der Kindheit erworben

sein. Bei einer entsprechenden Veranlagung erkranken

Menschen auch ohne äußere Belastungen.

Häufig gehen Erkrankungsphasen überfordernde

Situationen, Konflikte mit dem Partner oder Verlusterlebnisse,

aber auch Positives wie Urlaubsantritt

voraus. So liegt die Vermutung nahe, dass

diese äußeren Umstände die Erkrankungsphase

ausgelöst haben. Oft werden äußere Belastungen

jedoch als Ursache überbewertet. Denn: Durch die

schwarze Brille der Depression werden bestehende

Probleme deutlich vergrößert wahrgenommen

und dann als Ursache fehlinterpretiert.

Die gute Nachricht: Depression ist gut behandelbar.

Die beiden wichtigsten Säulen der Behandlung

sind Medikamente (Antidepressiva) und die

Psychotherapie.

Antidepressiva wirken auf Ungleichgewichte in

den Botenstoffen im Gehirn und führen so bei den

meisten Patienten zum Abklingen der Depression.

Die Medikamente machen weder süchtig noch

verändern sie die Persönlichkeit.

In einer Psychotherapie werden die Depression

und ihre Begleiterscheinungen durch Gespräche

und Übungen mit einem ärztlichen oder psychologischen

Psychotherapeuten behandelt. Patienten

lernen z. B. mit belastenden Situationen des Alltags

besser umzugehen und negative Gedankenmuster

zu verändern.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich den

Verdacht auf eine Depression habe?

Der zuständige Facharzt ist der Psychiater, der

medikamentös und psychotherapeutisch behandeln

kann. Psychotherapien werden zudem

häufig von Psychologen mit spezieller Ausbildung,

den sogenannten Psychologischen Psychotherapeuten,

angeboten, die wie die Ärzte

über die Kassen abrechnen können. Sehr viele

depressiv Erkrankte werden auch von Hausärzten,

meist mit Antidepressiva, behandelt.

Weitere Anlaufstellen:

www.deutsche-depressionshilfe.de

deutschlandweites Info-Telefon

Depression 0800 33 44 5 33

www.diskussionsforum-depression.de

sozialpsychiatrische Dienste

der Gesundheitsämter

Für Angehörige: www.bapk.de und

www.familiencoach-depression.de

Prof. Ulrich Hegerl

Vorsitzender der

Stiftung Deutsche

Depressionshilfe

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit OVID Praxis, Gründer Jungaberle Pérez GbR entstanden.

Ketamin in der Psychotherapie von Depressionen

Jede*r fünfte deutsche Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren erkrankt einmal im Leben an einer Depression – Tendenz

(auch aufgrund von Corona) steigend. Die Betroffenen sind andauernd bedrückt und antriebslos. Entscheidungen fallen

ihnen schwer, nichts macht ihnen mehr Freude. Hinzu kommen Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Ängste.

Fast alle schwer Depressiven haben Suizidgedanken. Im Interview berichtet Dr. med. Andrea Jungaberle, Fachärztin für

Anästhesie und Notfallmedizin und in Weiterbildung zur Psychotherapeutin, von einer in Deutschland neuen Psychotherapie

unterstützt mit dem psychedelischen Wirkstoff Ketamin.

Text Doreen Brumme

Was ist Ketamin und wie wirkt es gegen

Depressionen?

Das seit den 1960ern bekannte Ketamin, ein

sogenanntes dissoziatives Anästhetikum

(Narkosemedikament), das weder die Atmung

noch den Kreislauf unterdrückt, ist ein inzwischen

lange bewährtes Betäubungsmittel in der

Notfall- und Intensivmedizin. Seine auch antidepressive

Wirkung wurde vor gut 20 Jahren

per Zufall entdeckt. Vergleichsweise kurzfristig

lindert Ketamin depressive Spannungszustände

und wirkt sogar gegen die akute suizidale

Gedankenwelt von depressiven Menschen.

Wie setzen Sie Ketamin therapeutisch ein?

Eine Depression lässt sich verschieden behandeln,

zum Beispiel mit einer Verhaltenstherapie

auf der psychosozialen oder mit Antidepressiva

auf der neurobiologischen Seite. Wir bieten

Patient*innen, bei denen weder das eine

noch das andere erfolgreich war (sogenannte

therapieresistente Depression), eine ambulante

Off-Label-Behandlung mit Ketamin im

Rahmen einer sogenannten Augmentierten

Psychotherapie an. Ketamin deshalb, weil es

neben der Schmerzbetäubung und der direkten

antidepressiven Wirkung auch die Bewusstseinszustände

der Patient*innen verändern

kann. Diese bekommen somit die Gelegenheit,

wichtige Einsichten und Erkenntnisse über sich

und ihre Umwelt zu gewinnen, denn sie nehmen

sich, ihre Gedanken und Gefühle unter Ketamin-Einfluss

anders wahr.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die Behandlung mit Ketamin betten wir in eine

intensive Vor- und Nachbereitungsphase ein.

Vorab schulen wir die*den Patient*in dahin gehend,

wie Ketamin wirken kann und was bei

der Behandlung zu erwarten ist (Stichworte:

Psychoedukation und Erwartungsmanagement).

Während der eigentlichen Behandlung

mit Ketamin kommt der*die Patient*in über

fünf bis sechs Wochen zweimal wöchentlich zu

uns, um sich unter steter psychotherapeutischer

Begleitung Ketamin verabreichen zu lassen

(1. Wochentermin) stets gefolgt von einer sogenannten

Integrationssitzung (Nachbesprechung)

als 2. Wochentermin, in der das am

Vortag unter Ketamingabe Erlebte therapeutisch

ausgewertet und eingeordnet wird.

Dem schließen wir eine zwei- bis dreiwöchige

Phase mit Psychotherapie an. Zudem erheben

wir später regelmäßig, wie es dem*r Patient*in

ergeht.

Worin liegen die Chancen von Ketamin in der

Psychotherapie bei Depressionen?

Depressionen können viele Ursachen haben, oft

ist eine Kombination verschiedener psychosozialer

und neurobiologischer Faktoren beteiligt.

Manche Auslöser sind vorbewusst und nur schwer

zugänglich – sowohl für den*die Depressive*n

selbst als auch für seine Behandler*innen. Dennoch

verursachen die unbewusst gespeicherten

Informationen (Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen)

immer wiederkehrende,

die Depression befeuernde Verhaltensmuster,

aus denen die*der Depressive ohne Hilfe

kaum ausbrechen kann. Ketamin ermöglicht

eine Begegnung mit diesen unbewussten oder

vorbewussten Prozessen. Das gestattet es den

Patient*innen, unterdrückte Emotionen erlebbar

zu machen, einen Perspektivwechsel zu vollziehen,

Dinge neu zu bewerten und eingefahrene

Verhaltensmuster aufzubrechen. Entsprechend

eingebunden in die Psychotherapie lernt der*die

Depressive mit Ketamin nachhaltig.

Dr. med. Andrea

Jungaberle

Fachärztin für

Anästhesie und

Notfallmedizin

Mitgründerin der

OVID Praxis Berlin

Weitere

Informationen:

ovid-clinics.com


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Kleider

machen Leute

Was die Mode mit

der Psyche macht

Mode ist materiell, sie ist

etwas Äußerliches. Sie

wird von anderen visuell

wahrgenommen.

Mode kommuniziert indirekt –

über ihren Schnitt, über die Art und

Weise, wie sie getragen wird über

die Farben und über ihren ersichtlichen

Wert , beispielsweise durch

Markenlogos. Mode wirkt sich

auf das eigene Gemüt aus und hat

somit einen Einfluss auf die Psyche.

Außerdem lässt sie sich gut dazu

nutzen, Bedürfnisse zu schüren

und Menschen zu „manipulieren“.

Kleidung: ein Spiegel der Seele

Menschen wählen die tägliche

Garderobe nach der Stimmung. Je

nachdem, ob wir selbstbewusst,

glücklich oder deprimiert, unsicher

oder gelangweilt sind, greifen wir

auch zu anderen Kleidungsstücken

Wer morgens also vor dem Kleiderschrank

steht und sich nicht entscheiden

kann, was er heute anzieht,

hat eventuell nicht nur das Problem,

dass ihm die Kleider gerade

einfach nicht gefallen und er sich

an ihnen sattgesehen hat und sich

neue Sachen wünscht. Vielmehr

mischt sich das Unterbewusstsein

ein.

Farbpsychologie

Farben haben seit jeher eine

wichtige Bedeutung für die Menschen

und daher auch für die Psychologie.

Die Mode und die Farbe

der einzelnen Kleidungsstücke

und deren Kombination bildet hier

keine Ausnahme. Folgender Überblick

sollte nicht als vollkommen

allgemeingültig wahrgenommen

werden, sondern als erster Einblick

in die möglichen Wirkungen von

Farben dienen:

Rot steht für Energie, Leidenschaft

und Liebe, aber auch für

Lebhaftigkeit und (vor allem in der

Natur) für Gefahr. Rotträger sind

für ein aufbrausendes Temperament

und für Durchsetzungsfähigkeit

bekannt.

Blau strahlt Ruhe aus, kann unter

Umständen aber auch distanziert

wirken und kalt. Wer gerne oft Blau

trägt, wird als harmoniebedürftig

und konfliktscheu eingestuft.

Wer gerne gelb an sich sieht, gilt

als intelligent, freiheitsliebend,

sachlich und vernünftig. Gelb kann

allerdings auch für Neid stehen.

Grün ist die Farbe der Hoffnung

und des Lebens: Grünträger schauen

in die Zukunft, beruhigen sich

mit der Farbe aber auch gerne

selbst. Wer grün trägt, wird außerdem

als großzügig wahrgenommen.

Wer gerne schwarz trägt, gilt

als individuell und strahlt Stärke

oder Pessimismus aus. Schwarz

gilt außerdem als elegant, schlicht

und als Farbe der Trauer.

Mode und die Auswirkungen

auf die Gesundheit

Mode wirkt sich, abseits der Farbwirkung,

noch auf eine viel direktere

Art und Weise auf die

Gesundheit des Menschen und

damit zunächst auf die Psyche,

später allerdings eventuell sogar

auf den Körper des Menschen aus.

Denn der Kult um das Aussehen

und vor allem um Schönheit und

die damit verbundenen Werte

Ruhm, Macht und Reichtum

besteht schon seit tausenden von

Jahren in der Gesellschaft und

hält bis heute an. „Kleider machen

Leute“ gilt auch heute noch in

vielen Gesellschaftsschichten.


Wieder was

geschafft.

Die Lippen schmecken salzig. Im Zeitlupentempo

rinnt ein Tropfen über die Schläfe. Die

Handrücken sind so dunkel, als sei der Kamin

frisch gekehrt worden. „Ach, das könnte ich

auch noch machen.“ Halt, Stopp. Erstmal

Beine fest in den Boden stemmen. Und begutachten.

Geiles Zeug gemacht. Sichtbar

im Ergebnis, fühlbar im Bizeps. Herzlichen

Glückwunsch dazu. Zum einen, weil Sie es

durchgezogen haben. Zum anderen, weil der

einzige, der sich diesen Plan vorgegeben hat,

Sie selbst waren. Sie haben sich Zeit genommen.

Hat sich gelohnt. In mancher Ratgeberliteratur

stände jetzt etwas von „Selfcare“,

dem Prinzip Selbstfürsorge oder der Roadmap

zum eigenen Ich – Sie wiederum geben

dem Ganzen keinen Namen, Sie geben sich

mental einen Kopfnicker.

An der Stelle: Ja, Sie haben für sich selbst

gesorgt. War früher das Prinzip Holzhacken

lebensnotwendig, besteht es heute vielmehr

darin, die Arme voll zu tanken und dabei den

Kopf leer zu kriegen. Gelingt. Und entspannt.

Da Sie Fokus benötigen. Im Hier und Jetzt.

Zwischen Schwungkraft, Beil und Scheit. Nie

fremdgesteuert. Nie im anderen Tempo. Und

ohne Druck. Klingt verlockend und einfach.

Bedarf aber doch etwas Planung. Denn, genau

für diese Momente geben Sie den vielzitierten

Nein-Sager. Schütteln den Kopf, wenn

Sie mal eben noch wo einspringen könnten.

Gehen weg. Sind Egoist. Indem Sie Zeit für

sich in Anspruch nehmen. Und unter uns –

die steht Ihnen auch wirklich zu. Im Bereich

Selfcare kann und darf es keine Ausreden

und Hindernisse geben. Die einzige Voraussetzung

ist, dass ein Bewusstsein darin besteht,

welchen Stellenwert solche kostbaren

Auszeiten haben. Dass die Flucht aus dem eigenen

Konstrukt guttut. Punkt. Fällt schwer,

geht auch ehrlich gesagt nicht immer. Aber –

nicht nur Sie profitieren. Auch die anderen.

Dauert nur etwas. Die Gesundheitspsychologie

geht davon aus, dass funktionierende

Selbstfürsorge sich auch im persönlichen

Umfeld bemerkbar macht und Dritte den

Umgang mit Ihnen langfristig als gelassener

und entspannter einstufen.

Liest sich alles gut und schön. Zeit nehmen,

das tun, worauf nur Sie Lust haben. Machen

Sie sowieso? Kann ja sein. Glückwunsch.

Muss aber nicht. Es gibt ein paar einfache

Fragen, die man sich selbst stellen kann und

wiederum ständig ums Thema Bedürfnisse

kreisen. Ja, auch sowas wie Hunger, Durst,

Müdigkeit. Aber auch das, was darüber hinausgeht.

Gehen Sie Ihren Bedürfnissen also

wirklich nach? Oder lebt in Ihrer Brust doch

der Perfektionist von 9-to-5? Am besten ist

dann noch, wenn der Doc zum Routine-

Check-Up erzählt, dass dieses Zipperlein und

jenes Leiden Stresssignale seien. Gut. Gibt´s

da was auf Rezept? Nein. Aber das Prinzip

Fürsorge. Gilt schon seit über tausend Jahren.

Am besten funktioniert es überall. Bevorzugt

draußen, in der Natur.

Hier sind Sie auf sich gestellt. Am liebsten

ohne Smartphone. Sie verlassen sich auf

das, was Sie alleine leisten können. Wie Sie

überleben wollen. So geht es zumindest denen,

die aufs Holzhacken in kalten Wintern

angewiesen sind. Den Waldarbeitern Nordamerikas.

Sie brauchen dabei nicht viel, nur

etwas was warmhält. Und tragen einen richtig

fetten, schützenden Stoff. Ist Balsam für

kalte Nieren. Die Idee hierzu stammt ursprünglich

aus Wales. Einer aus Liverpool,

der eigentlich nach Amerika aufbrach, um

den American Dream zu leben, machte sich

im 19. Jahrhundert auf. Er brachte Flanell mit

Karomuster mit. Fanden die Waldarbeiter

praktisch. Kein Auskühlen, gutes Handling,

perfekte Selbstfürsorge. Passt. Hinter jedem

steckt eine Geschichte.

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