GASTRO das Fachmagazin 10/21
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D A S F A C H M A G A Z I N Ausgabe <strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
WIR VERSTEHEN UNS.<br />
agm.at<br />
Ausgabe <strong>10</strong>, Oktober 20<strong>21</strong>, 38. Jahrgang, Österreichische Post AG, GZ 02Z033305 M, H1 Medien & <strong>GASTRO</strong> Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Coverfoto: sonyakamoz / Adobe Stock<br />
Herbst-Kulinarik<br />
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AUF DEM TISCH<br />
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Die prächtigsten<br />
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Handverlesene Bio Kornblumenblüten aus Südtirol<br />
Bunter Alpenblütenmix ist ein Produkt voller Schönheit. Er besticht<br />
mit fünf verschiedenen Farben von Weiß über Rosa bis hin zu Tiefviolett<br />
in bezaubernden Nuancen. Ein kleiner Südtiroler Familienbetrieb<br />
baut die Kornblumen an und erntet sie von Hand. Die zarten<br />
Blüten bleiben so unversehrt in ihrer Reinheit und optischen Beschaffenheit.<br />
Auch ihre Leuchtkraft und Form bestehen fort. Diese<br />
handverlesenen Bio Kornblumenblüten veredeln mit ihrer wundervollen<br />
Farbenpracht pikante wie süße Gerichte. Jeden Teller krönt<br />
der Alpenblütenmix mit eleganter Natürlichkeit.<br />
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EU-Landwirtschaft<br />
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<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
EDITORIAL 3<br />
Wir alle haben Verantwortung<br />
Die Nachrichten klingen<br />
erfreulich: Im<br />
August 20<strong>21</strong> wurden<br />
mehr als 20 Millionen<br />
Nächtigungen in den heimischen<br />
Beherbergungsbetrieben<br />
gemeldet. Damit<br />
wurde der Wert aus<br />
dem August vor der Krise<br />
2019 um 2,3 Prozent übertroffen<br />
und ein neuer Rekordwert<br />
erreicht. Das sei ein starkes<br />
Lebenszeichen für die Branche, Österreichs<br />
Tourismus sei wieder am Weg zurück<br />
zu gewohnter Stärke, ließ <strong>das</strong> Tourismusministerium<br />
jüngst unter dem<br />
Hinweis auf Zahlen der Statistik Austria<br />
verlautbaren. Und schon die Monate<br />
Mai bis Juli wären positiv verlaufen mit<br />
deutlichem Plus gegenüber dem ersten<br />
Pandemiesommer im vergangenen Jahr.<br />
Dass jetzt auch die Regeln für die<br />
kommende Wintersaison bekanntgegeben<br />
wurden, die vor allem Geimpften<br />
und Genesenen einen verhältnismäßig<br />
unbeschwerten Winterurlaub –<br />
sogar inklusive Après-Ski für den, der‘s<br />
braucht – garantieren sollen, wird den<br />
Optimismus in der Branche zusätzlich<br />
stärken. Sogar aus Deutschland kamen<br />
nach den klaren und zeitgerechten Ansagen<br />
positive Signale. Sogar<br />
Großveranstaltungen,<br />
wie etwa die Alles für den<br />
Gast-Messe im November<br />
in Salzburg, werden wieder<br />
geplant – ohne Kapazitätsbeschränkungen.<br />
Alles also wieder eitel<br />
Wonne? Licht am Ende<br />
des Tunnels ist tatsächlich<br />
sichtbar und nach derzeitigem<br />
Stand der Dinge dürfte es sich dabei<br />
nicht um einen herannahenden Zug<br />
handeln, wie im Vorjahr um diese Zeit.<br />
Die Politik ist jedenfalls fest entschlossen,<br />
ohne weiteren Lockdown auszukommen.<br />
Das wird allerdings auch Gastronomen<br />
wie Hoteliers in die Verantwortung<br />
nehmen, die die Einhaltung<br />
bestehender Regelungen kontrollieren<br />
und umsetzen müssen. Leider ist gerade<br />
in diesem Bereich – vorsichtig ausgedrückt<br />
– vor allem in der Gastronomie<br />
noch ein wenig Luft nach oben, wie jeder<br />
bestätigen kann, der regelmäßig Lokale<br />
aufsucht. Es wird also auch an uns<br />
selbst liegen, ob die Erfolgsgeschichte<br />
des heimischen Tourismus auch im<br />
kommenden Winter fortgeführt werden<br />
kann.<br />
Ihr Kurt HEINZ<br />
<strong>GASTRO</strong>TECHNIK<br />
DIE NEUE<br />
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<strong>GASTRO</strong><br />
NEWS<br />
gültig ab 11.<strong>10</strong>.20<strong>21</strong>
4 INHALT<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Aktuell & angesagt<br />
Food 16 bis 59<br />
Foto: Andrea Jungwirth Foto: Steiermark Tourismus _ Eva Mark<br />
Kulinarischer Herbstreigen<br />
Wein, Maroni, Kürbis und Co. Die<br />
herbstlichen Genussbotschafter<br />
finden am Wasser genauso statt<br />
wie am Berg und werden immer<br />
öfter mit touristischen Angeboten<br />
verknüpft. Das Konzept ist klar:<br />
Die Gäste zum Bleiben animieren.<br />
Seite 12<br />
Personelles<br />
Herbstliche Kulinarik<br />
Seite 129<br />
Spätestens, wenn die Wirte wieder<br />
zur jährlichen Wildpartie laden,<br />
weiß man in welcher Jahreszeit<br />
man sich befindet.<br />
Seite 18<br />
Runde Köstlichkeiten<br />
Eine österreichische Küche ohne<br />
Knödel wäre undenkbar.<br />
Seite 30<br />
Ein Hoch auf den Krautkopf<br />
Kaum wird es draußen wieder kälter,<br />
dann hat eine Gemüsefamilie<br />
Hochsaison.<br />
Seite 38<br />
Food<br />
Cold drinks 60 bis 79<br />
Foto: Andrea Jungwirth<br />
Foto: Krakenimages.com / Adobe Stock<br />
Alles aus einem Topf<br />
Ein Teller voll Eintopf oder Suppe,<br />
oft in nur einem einzigen Topf<br />
gekocht, überzeugt meist durch<br />
die Einfachheit. Ganz so simpel<br />
sind viele Rezept aber dann doch<br />
nicht.<br />
Seite 40<br />
Fisch, rundum g‘sund?<br />
Fisch gilt als ein besonders wertvolles<br />
Lebensmittel.<br />
Seite 44<br />
Spaß am Essen<br />
Es darf gerne rauchen, triefen,<br />
brennen und herrlich satt machen:<br />
Türkische Küche ist ein Fest<br />
der Familie, der Freundschaft und<br />
aller Sinne.<br />
Seite 50<br />
Nobody is perfect<br />
Nicht nur beim Wein, auch beim<br />
Bier kann es – selten aber doch –<br />
zu geschmacklichen Problemen<br />
kommen.<br />
Seite 62<br />
Cold drinks<br />
Hot drinks 80 bis 97<br />
Gasthausbrauereien<br />
Verzeichnis<br />
Liköre: Vom Medizinprodukt<br />
zum Genussmittel<br />
Seite 64<br />
Liköre gibt es heutzutage in<br />
unzähligen Varianten. Von süß<br />
über fruchtig bis bitter, die Geschmackspalette<br />
hat einiges zu<br />
bieten.<br />
Seite 70<br />
Prickelnde Umsätze<br />
Rund um Weihnachten und Silvester<br />
landen wieder edle Perlen<br />
in den Gläsern. Dabei gibt es zu<br />
Sekt und Champagner durchaus<br />
spannende Alternativen. Bei der<br />
Kalkulation ist jedenfalls weniger<br />
oft mehr.<br />
Seite 76<br />
Das Kaffeehaus mit drei<br />
Gesichtern<br />
Mit dem Café Bellaria wurde<br />
kürzlich eines der ältesten noch<br />
immer in Betrieb gebliebenen<br />
Kaffeehäuser Wiens neues Leben<br />
eingehaucht.<br />
Seite 82<br />
Siebträgermaschinen Teil 2<br />
Seite 88<br />
Foto: Daniel Berkmann / Adobe Stock
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong> INHALT<br />
5<br />
Non food 98 bis 115<br />
Foto: hailey_copter / Adobe Stock<br />
Hot drinks<br />
Foto: Hotel Jaz<br />
Wohlige Wärme an<br />
Winterabenden<br />
Den bald wieder fallenden Temperaturen<br />
lässt sich auch in flüssiger<br />
Form begegnen. Dabei kann<br />
man seiner Kreativität durchaus<br />
freien Lauf lassen und auch die<br />
richtige Inszenierung kann nicht<br />
schaden.<br />
Seite 94<br />
Besser als Heinzelmännchen<br />
Im Küchenalltag bestimmen viele<br />
kleine Gerätschaften die Arbeitsabläufe.<br />
Seite <strong>10</strong>1<br />
Die große Koch-Show im ORF<br />
„Frisch gekocht“ heißt nicht nur<br />
eine Kulinariksendung im ORF, so<br />
könnte man auch <strong>das</strong> Motto des<br />
Mitarbeiterrestaurants am ORF-<br />
Mediencampus bezeichnen.<br />
Seite <strong>10</strong>4<br />
Non food<br />
T & H 116 bis 127<br />
Foto: Seventyfour / Adobe Stock<br />
Nimm‘s mit!<br />
Wer am Geschäft mit Take-away<br />
mitnaschen möchte, braucht für<br />
seine Produkte die geeigneten<br />
Verpackungen.<br />
Seite <strong>10</strong>8<br />
Wohnen und speisen mit<br />
Auszeichnung<br />
Das Parkhotel Holzner in Oberbozen<br />
verpackt familiäre Atmosphäre<br />
in preisgekrönte Architektur.<br />
Zusätzlich wird noch haubengekrönt<br />
gekocht und <strong>das</strong> Ganze mit<br />
einem „green“ Touch versehen.<br />
Seite 118<br />
Tourismus & Hotellerie<br />
Foto: Christian Flatscher<br />
Sharing Economy<br />
Heutzutage wird alles geteilt:<br />
Autos, Wohnungen – Stichwort<br />
„airbnb“ in seiner Ursprungsidee –<br />
und immer häufiger auch die Zeit<br />
zwischen Arbeit und Freizeit.<br />
Seite 120<br />
Ein Baumhaus für große Kinder<br />
Die Reitbauers am Pogusch<br />
sorgen auch nach gut 25 Jahren<br />
noch immer für Überraschungen:<br />
Neuestes Angebot für Übernachtungsgäste<br />
sind vier Baumhäuser.<br />
Seite 126<br />
GOES SÜDTIROL<br />
Foto: wildman / Adobe Stock<br />
Ab der Ausgabe 11/20<strong>21</strong> wird <strong>GASTRO</strong> auch nach Südtirol versandt.
6 AKTUELL & ANGESAGT<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
www.klarco.at<br />
Viel Green im Retter Bio-Natur-<br />
Resort****<br />
In der Mitte die Besitzer Ulli und Hermann<br />
Retter.<br />
Das klimaneutrale Hotel erhielt <strong>das</strong><br />
Green Brands Gütesiegel mit 3 Sternen<br />
und wurde bereits zum dritten Mal<br />
von der Green Brands Organisation ausgezeichnet.<br />
Das Hotel punktet besonders<br />
durch die ökologische und energieeffiziente<br />
Bauweise, die regionalen<br />
Mitarbeiter, <strong>10</strong>0 Prozent Bio-Zertifizierung<br />
der Retter Küche seit 2014 und der<br />
Bio-Landwirtschaft seit bald 30 Jahren.<br />
Der gelebte geschlossene Lebensmittelkreislauf<br />
kann im transparenten Produktionsbetrieb<br />
Retter Bio-Gut mit Bäckerei,<br />
Eiserei, Kräuterei und Brennerei nachvollzogen<br />
werden. Ebenso werden nur<br />
im Freien lebende Tiere von sechs Bio-<br />
Bauern aus einem maximalen Umkreis<br />
von 30 Kilometern <strong>das</strong> zur Gänze im Zero-Waste-Gedanken<br />
verarbeitet.<br />
„Im Kreislauf der Natur vom Ursprung<br />
zur Vollendung“, werden hier die Früchte<br />
und Kräuter zu Speiseeis, Tees, Säften,<br />
Marmeladen und Edelbränden verarbeitet.<br />
Das GREEN BRAND Gütesiegel ist<br />
eine eingetragene und geschützte EU-<br />
Gewährleistungsmarke für ökologische<br />
Nachhaltigkeit mit einem unabhängigen,<br />
transparenten und neutralen Prüfverfahren.<br />
www.retter.at<br />
Foto Biohotel Retter<br />
gastro goes<br />
future<br />
www.koll.co.at<br />
Magazin<br />
Newsletter<br />
Socialmedia<br />
Das Netzwerk<br />
für die<br />
Gastronomie<br />
und Hotellerie<br />
Graz in der Flasche<br />
Der neue „Graz Gin“ steht in<br />
seinem gesamten Konzept<br />
im Zeichen der steirischen Landeshauptstadt.<br />
Er duftet nach<br />
Lindenblüten und Holundersträuchern<br />
vom Schlossberg,<br />
fasziniert am Gaumen mit südlichen<br />
Zitronennoten und Süßholz,<br />
und erinnert im Nachhall<br />
an den frisch gemahlenen Kaffee<br />
der Grazer Röstmanufaktur<br />
J. Hornig. „Wir bringen den<br />
Geschmack einer ganzen Stadt<br />
in die Flasche“, sagt Produzent<br />
Wolfgang Thomann, der vor allem mit<br />
seinem Aeijst-Gin zu den besten Gin-<br />
Produzenten Österreichs zählt.<br />
So soll der Graz Gin jetzt auch zum<br />
geschmacklichen Aushängeschild und<br />
Tourismus-Souvenir von Graz werden.<br />
Erhältlich ist er im Shop von Graz Tourismus<br />
in der Herrengasse, über den<br />
Webshop und bei „Dr. Bottle“ in der<br />
Grazer Reitschulgasse 27 von Bernd<br />
Brünner, der den Graz Gin mit seinem<br />
Unternehmen „Home of Spirits“ abfüllt.<br />
Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl<br />
verlieh dem neuen Gin offiziell <strong>das</strong> Grazer<br />
Stadtwappen. Auffallend ist auch<br />
die eckige Flaschenform: Aneinander<br />
gereiht ergeben die vier Flaschen <strong>das</strong><br />
Bild des Uhrturms gemeinsam mit dem<br />
Grazer Panther. Die 42,1 Prozent stehen<br />
für die 4<strong>21</strong> Stufen, die vom Schlossbergplatz<br />
bis zum Uhrturm gehen.<br />
www.graz-gin.at<br />
Foto: C&G Pictures
Wer aufs AMA-Gütesiegel schaut,<br />
SCHAUT AUF KONTROLLIERTE QUALITÄT.<br />
Hühnerhaltung ist wesentlich anspruchsvoller als es scheint. Dafür braucht<br />
es viel Wissen, Können und Verantwortung. Die AMA-Kontrollen am<br />
Bauernhof, in der Packstelle und im Handel sowie regelmäßige Labortests<br />
beglaubigen <strong>das</strong> jährlich tausende Male. Kontrolle garantiert Qualität.<br />
Qualität erkennt man am AMA-Gütesiegel.<br />
Ich schau auf amainfo.at<br />
Meine Sorgfalt. Mein Siegel.
8 AKTUELL & ANGESAGT<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
So sehen Sieger aus: Anja Pichler<br />
mixte beim Vienna Rumfestivals den<br />
besten Daiquiri.<br />
Foto: Alexander Felten<br />
Anja Pichler gewinnt Barkeeper-Wettbewerb beim<br />
Vienna Rumfestival<br />
Am letzten September-Wochenende<br />
fand zum ersten Mal im Rahmen des<br />
Vienna Rumfestivals die Twisted Daiquiri<br />
Competition powered by Rum Plantation<br />
statt. Tom Sipos, Inhaber der Austrian<br />
Bar Academy, organisierte die Competition.<br />
Talentierte Barkeeper konnten im<br />
Vorfeld ihre Daiquiri-Kreationen einreichen<br />
- die besten und kreativsten wurden<br />
zum Finale am Vienna Rumfestival eingeladen.<br />
In nur 15 Minuten mussten die<br />
Competition-Teilnehmer live aus unbekannten<br />
Zutaten einen ganz neuen Daiquiri<br />
mit Rum Plantation mixen.<br />
Den ersten Platz bei der Competition<br />
holt Anja Pichler (Trinity Irish Bar). Sie<br />
kann sich über eine exklusive Reise nach<br />
Château de Bonbonnet freuen. Dort erwartet<br />
die Gewinnerin der Hauptsitz<br />
von Maison Ferrand - einer der weltweit<br />
führenden Boutique-Hersteller<br />
von Spirituosen und Heimat des Plantation<br />
Rums. Zweitplatzierte ist Sarah<br />
Wolff (Sign Lounge). Den dritten Platz<br />
teilen sich Feng Liu (Mama Liu & Sons)<br />
und Philipp Trifunovic.<br />
www.rumfestival.at<br />
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GmbH & Co. KG<br />
D - 32760 Detmold<br />
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Klimafreundliche Heuwirtschaft<br />
Eine aktuelle Studie des Zentrums für<br />
globalen Wandel und Nachhaltigkeit<br />
der Universität für Bodenkultur Wien<br />
hatte zum Ergebnis, <strong>das</strong>s Heuwirtschaft<br />
<strong>das</strong> Klima schützt, die Böden schont und<br />
die Artenvielfalt fördert. „Heumilchpro-<br />
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Einem Teil<br />
dieser Ausgabe<br />
von <strong>GASTRO</strong><br />
liegt eine<br />
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Form der Milcherzeugung<br />
und eine umweltverträgliche<br />
Wirtschaftsweise. Die Verbindung<br />
von regionaler und<br />
nachhaltiger Produktion ist<br />
voll im Trend – was andere<br />
erst jetzt umsetzen, hat die<br />
Heumilchwirtschaft schon<br />
immer gemacht. Heumilchprodukte<br />
schmecken nicht<br />
nur gut, sie sind auch ein Teil<br />
unserer österreichischen<br />
Identität und leisten einen wichtigen<br />
Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen“,<br />
betont Landwirtschaftsministerin<br />
Köstinger.<br />
„Die Arbeit unserer Heumilchbäuerinnen<br />
und -bauern ist an unseren Lebensraum<br />
im Berggebiet und deren Ausläufe<br />
angepasst und nutzt lokal verfügbare<br />
Ressourcen. Ganz wichtig ist uns<br />
dabei der Erhalt der Artenvielfalt“, so<br />
Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch.<br />
Darüber hinaus schreiben die heimischen<br />
Heumilchbauern die Schonung<br />
von Boden und Wasser, die tiergerechte<br />
Haltung und hohe Produktqualität groß.<br />
www.heumilch.com<br />
Foto: ARGE Heumilch
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<strong>10</strong> PORTRAIT<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Saigon am Getreidemarkt<br />
ETHNO<br />
FOOD<br />
Fotos: Derenko<br />
Ein neues Interieur und eine neue Corporate Identity für <strong>das</strong> Restaurant Saigon. <br />
Die Eigentümerinnen Vivian Ly und<br />
Tarn Tuyet Phuong nützten gemeinsam<br />
mit Betriebsleiterin Betriebsleiterin<br />
Sabine Tang die Sommermonate,<br />
um <strong>das</strong> Lokal einem umfassenden<br />
Umbau zu unterziehen. Der Ursprungsgedanke<br />
war, die vietnamesische Kultur<br />
nicht nur auf dem Teller, sondern auch<br />
in den Räumlichkeiten ihres Lokals widerzuspiegeln.<br />
Mit dieser Aufgabe einer<br />
Designfindung sowie dessen Umsetzung<br />
wurde <strong>das</strong> renommierte Wiener Innenarchitekturbüro<br />
Derenko betraut.<br />
Der Zauber Vietnams<br />
Er hat Einzug gehalten am Getreidemarkt<br />
7: Rot-braunes Holz in Mahagoni-Optik<br />
zieht sich durch die Räume: Viele<br />
verschiedene Grüntöne von dunkel bis<br />
pastellig - angelehnt an die üppige Natur<br />
des Landes - finden sich in Wandfarben,<br />
Stoffen und Fliesen wieder. Mandela-artige<br />
Holzrosetten, Schnitzstilelemente,<br />
die einen Hauch an französischem Kolonial-Stil<br />
versprühen, zieren Wände sowie<br />
die großzügige Barfront.<br />
„Wichtig war es“, so betont Senior<br />
Designer Michael Lang von Derenko,<br />
„die Vielfältigkeit des Landes in<br />
den Designüberlegungen zu integrieren.“<br />
So wurden mit eigens angefertigten<br />
Wandgrafiken typische Aufnahmen<br />
aus dem vietnamesischen Alltag kunstvoll<br />
in Szene gesetzt. Aufgegriffen wurden<br />
Darstellungen aus Stadt und Land,<br />
wie beispielsweise der Landwirt bei der<br />
Arbeit auf dem Reisfeld oder Mofafahrer<br />
im Verkehr der Großstadt. Das Farbkonzept<br />
Rot-Braun-Grün im Interieur<br />
findet sich auch in den Wandgestaltungen<br />
wieder und fügt sich so harmonisch<br />
ganzheitlich ein.<br />
Dekorative Elemente wie Bambusleuchten,<br />
die an Fischreusen erinnern,<br />
oder reliefartige Ornamentfliesen hinter<br />
der Bar runden <strong>das</strong> Konzept gelungen ab.<br />
Harmonischer Auftritt<br />
Mit dem Redesign des Interieurs wurde<br />
für <strong>das</strong> Saigon am Getreidemarkt parallel<br />
dazu auch eine neue Markenidentität<br />
geschaffen. Die neue Wort-Bild-Marke,<br />
bestehend aus dem Eigennamen „Saigon“<br />
sowie einem runden, geometrischen<br />
Emblem, verleiht dem neuen Logodesign<br />
einen modernen Anstrich, lässt es<br />
jedoch gleichzeitig klassisch wirken. Die<br />
Authentizität der vietnamesischen Kultur<br />
spielte auch bei der Entwicklung des<br />
neuen Brand Designs eine entscheidende<br />
Rolle. Basierend auf der Flora und Fauna<br />
des Landes strahlt <strong>das</strong> neue Design in einem<br />
Farbspektrum aus Grün-, Gelb- sowie<br />
Orangetönen, <strong>das</strong> den Besuchern die<br />
farbenfrohe Natur Vietnams näherbringt.<br />
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12 HERBSTKULINARIK<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Kulinarischer<br />
Herbstreigen<br />
Foto: Region Villach Tourismus GmbH/infrastil<br />
Foto: Fernruf 7<br />
Foto: Steiermark Tourismus _ Eva Mark<br />
Wein, Maroni, Kürbis und Co. Die herbstlichen Genussbotschafter finden am Wasser genauso<br />
statt wie am Berg und werden immer öfter mit touristischen Angeboten verknüpft. Das<br />
Konzept ist klar: Die Gäste zum Bleiben animieren. <br />
Von Petra Pachler<br />
Die Fülle der Ernte kommt unterschiedlich,<br />
aber immer üppig auf<br />
den Tisch. Die einzelnen Regionen<br />
Österreichs zeigen, was sie<br />
haben und präsentieren ihre Produkte<br />
über Genussevents, Genussstraßen und<br />
Kochen im Brotbackofen.<br />
Im Rhythmus des Ofens<br />
Die legendäre Küche des Mühltalerhofs<br />
(ein Mitgliedsrestaurant von JRE) hat<br />
Haubenkoch Helmut Rachinger schon<br />
vor einiger Zeit an seinen Sohn übergeben.<br />
Er kocht nun im Fernruf 7, der exakt<br />
vis a vis, am anderen Ufer der Mühl liegt.<br />
Dort, in der ehemaligen Stadt aus dem<br />
Jahr 1887, dominiert ein großer Brotbackofen<br />
<strong>das</strong> kulinarische Geschehen. Viermal<br />
wöchentlich heizt der Chef höchstpersönlich<br />
um 5 Uhr ein, damit der Ofen<br />
um 7h30 die richtige Temperatur von<br />
270C° fürs Brotbacken hat. Brot ist auch<br />
<strong>das</strong>, worum sich alles dreht und man<br />
hat den Eindruck, <strong>das</strong>s Ochsenschlepp,<br />
Blunzenschädl, Bouillabaisse (aus heimischen<br />
Signalkrebsen aus der Traun)<br />
und auch der Zander in Salzkruste nur<br />
eine untergeordnete Rolle spielen. Während<br />
der 40 Minuten, die dann die rund<br />
¾ Kilo Brotlaibe brauchen, wird an dem<br />
gewerkt, was draufkommt. Ein obatzta<br />
Kohl zum Beispiel, wie er gerade jetzt im<br />
Herbst aktuell ist, bei dem der Kohl mit<br />
Butter schön weich gekocht wird und<br />
dann noch mit einem Löfferl Topfen verfeinert<br />
wird. Mehr nicht und dann wird er<br />
auch schon aufs noch warme Sauerteigbrot<br />
gestrichen. Oder geräucherte rote<br />
Rüben in Butter confiert. Oder die Zwiebelmarmelade,<br />
wo der Zwiebel mit Weißwein<br />
drei Stunden gedünstet wird. Oder<br />
die Kürbisbutter oder eine Rillettes: 2-3<br />
Enten weich braten, auslösen und mit<br />
dem Entenfett vermischen. Helmut Rachinger<br />
hat so viel Außergewöhnliches in<br />
seinem Leben gekocht, <strong>das</strong>s es ihn jetzt<br />
zum Ursprünglichen, man möchte fast<br />
sagen, Einfachen zieht.<br />
Der Fernruf 7 ist so etwas wie <strong>das</strong><br />
Tor zur Welt hinaus, denn auch wenn<br />
Helmut Rachinger vorrangig mit regionalen<br />
Produkten kocht, darf es mitunter<br />
auch etwas von weiter her sein. Und die<br />
Gäste sollen schließlich auch von weiter<br />
herkommen. Was sie auch tun. Von 7-7<br />
Uhr ist der Ofen heiß und da wird gekocht.<br />
Davor und danach passiert nix.<br />
Außer vielleicht ein Glas Weißwein mit<br />
dem Chef und dazu noch ein Brot – auch<br />
<strong>das</strong> passiert rund um den Ofen herum.<br />
www.fernruf.at<br />
12 Hütten, 2 Seen und 1 Kult<br />
Darf ’s bei der Kulinarik auch im Herbst<br />
ein bissl bergig sein? Ja, in der Region<br />
Villach- Ossiachersee-Faakersee schon,<br />
denn die 12 Hütten des HüttenKULT garantieren<br />
offene Türen bis 1. November.<br />
Der kulinarische Genuss muss erst erwandert<br />
werden, aber immer winkt ein<br />
Gericht, <strong>das</strong> sowohl für die Region steht<br />
als auch für die Küchenlinie des Hütten-
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong> HERBSTKULINARIK<br />
13<br />
Brot dominiert die Kulinarik<br />
im Fernruf 7.<br />
Foto: Fernruf 7<br />
Haubenverdächtig sind die Rindsbackerl<br />
auf der Geigeralm.<br />
Foto: Region Villach Tourismus GmbH/infrastil<br />
Die Brettljause ist perfekter Partner für<br />
den Wein.<br />
Foto: Region Villach Tourismus GmbH/infrastil<br />
wirtes. Im Wandergebiet der Gerlitzen<br />
Alpe zum Beispiel schießt Wirt und Jäger<br />
der Pöllingerhütte <strong>das</strong> Wild für sein<br />
Hirschragout selbst.<br />
Dass Hüttenkulinarik schön längst<br />
nichts mehr gemeinsam hat mit Erbsensuppe<br />
und Co., ist allseits bekannt.<br />
Dass sich aber auch Haubenköche immer<br />
häufiger in diese Gefilde verirren,<br />
dann doch weniger. So geschehen auf<br />
der Geigerhütte am Wöllaner Nock, wo<br />
mit Sommerbeginn mit der Millstätterin<br />
Julia Kerschbaumer eine Zweihauben-<br />
Köchin auf die Alm gezogen ist und dort<br />
bodenständige Hausmannskost wie<br />
Rinderbackerl kredenzt. Sie sagt Hausmannskost<br />
dazu, aber ihr Lieblingsgericht<br />
steht stark unter Haubenverdacht.<br />
Alpe-Adria Küche ist in der Region angesagt<br />
und darf auch auf dem Berg nicht<br />
fehlen. Dafür sorgt Wirt Giorgio am Rifugio<br />
Pellarini in der Wischberg-Gruppe<br />
bei Tarvis mit seiner „Platto Pellarini“<br />
aus einer Frigga (Speck-Käse-Omelett)<br />
mit italienischer Salsiccia, Polenta und<br />
Schwammerl. Vervollständigt wird die<br />
Dreiländer-Eck Kulinarik mit dem slowenischen<br />
„Jota“ Eintopf von der Familie<br />
Pustotnik im Triglav Nationalpark.<br />
Worum geht es bei diesem Konzept?<br />
Um die Gewissheit für die Gäste, <strong>das</strong>s<br />
alle 12 teilnehmenden Hütten garantiert<br />
bis zum 1. November offen haben.<br />
www.visitvillach.at<br />
KüchenKULT<br />
Ebenso zur Belebung der Nebensaison<br />
wurde in der Region bereits 2015 der<br />
KüchenKULT ins Leben gerufen. Spitzenköche<br />
und Spitzenproduzenten kochen<br />
an drei Oktober-Wochenenden in<br />
ihren Restaurants auf. Das diesjährige<br />
Festival-Motto „KüchenKULT goes<br />
Slow Food“ ist <strong>das</strong> Kärntner Aushängeschild.<br />
Langsam darf es wieder sein –<br />
jetzt auch beim Kochen. Sich Zeit zu lassen<br />
wird mit Slow Food in Kärnten zur<br />
Lebenseinstellung erhoben.<br />
www.kuechenkult.at<br />
Es wird ein Wein sein…<br />
Was schon Hans Moser wusste, ist aktueller<br />
denn je, denn: Herbst-Zeit ist<br />
Wein-Zeit. Alle Weinregionen, sei es in<br />
Österreich, Italien oder Slowenien, huldigen<br />
dem jungen Wein und <strong>das</strong> mit unterschiedlichem<br />
kulinarischen Beiwerk.<br />
In der Region Bad Radkersburg schlossen<br />
sich bereits 2007 Winzer aus Tieschen<br />
zu den TAU-Winzern zusammen<br />
(TAU steht in Tieschen für Wein) und keltern<br />
ausschließlich Burgunder und servieren<br />
diesen mit klassischer Brettljause.<br />
www.tauwein.at<br />
Edle Kastanien<br />
In Südtirol heißt die Maronizeit „Törggelen“<br />
und wird dort als fünfte Jahreszeit<br />
gefeiert. Und <strong>das</strong> Törggelen will gelernt<br />
sein, denn schließlich geht es nicht<br />
einfach nur darum, nach dem erfolgreichen<br />
Einbringen der Ernte in den Törggele-Kellern<br />
zu schlemmen. Vielmehr<br />
gilt: Wer nicht zu Fuß kommt, törggelt<br />
eigentlich nicht richtig, denn die Wanderung<br />
vor der Einkehr muss sein. Törggele-Novizen<br />
und alle, die gern in Gesellschaft<br />
sind, haben die Möglichkeit, sich<br />
Beim Küchenkult wird heuer „slow“<br />
gekocht.<br />
Foto: Region Villach Tourismus GmbH, Martin Hofmann<br />
dabei von fachkundigen Wanderführern<br />
begleiten zu lassen. Bei Törggelen öffnen<br />
Buschenschänke ihre Bauernstuben<br />
und servieren typische Südtiroler<br />
Gerichte, Schlachtplatten, die gebratenen<br />
Kastanien und ihren eigenen jungen<br />
Wein. Törggelen findet überall dort<br />
statt, wo Wein angebaut wird, in Südtirol<br />
sind die Regionen Schenna, Lana und<br />
<strong>das</strong> Eisacktal die Klassiker.<br />
www.schenna.com/herbstgenuss.<br />
Keschtnriggl heißen die Kastanientage<br />
in der Region Lana, wo Restaurants<br />
mit traditionellen und modernen Kastanien-Gerichten<br />
aufwarten. Das Keschtnfestl<br />
im Dorf Völlan ist der Höhepunkt,<br />
wo auch der „Keschtnriggl“ zum
14 HERBSTKULINARIK<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Törggelen in<br />
Südtirol bedeutet<br />
so richtig<br />
einzuschneiden.<br />
Foto: TV Schenna<br />
Südtirol, Steiermark oder Slowenien:<br />
Ohne Maroni, oder den Kerschen, wie sie<br />
auch heißen, geht kulinarisch im Herbst<br />
gar nichts.<br />
Fotos: TV Lana<br />
Alpine Kulinarik findet in Zell am Berg, am See und am Gletscher statt.<br />
Fotos: Zell am See-Kaprun Tourismus<br />
Einsatz kommt. Nachdem die Kastanien<br />
auf offenem Feuer gebraten wurden,<br />
werden sie im „Keschtnriggl“ gerüttelt.<br />
Die Schale löst sich und fällt durch die<br />
dünnen Ritzen auf den Boden, zurück<br />
bleiben die geschälten Kastanien.<br />
www.lanaregion.it.<br />
Die drei „Ks“<br />
In der Region Bad Radkersburg dominieren<br />
seit jeher die drei „Ks“ <strong>das</strong> kulinarische<br />
Geschehen. Kürbis, Käferbohne<br />
und Kren fungieren als Genussbotschafter<br />
und werden bei den 27 mund.art-<br />
Wirten genauso kredenzt, wie in Gourmetlokalen<br />
und in Buschenschänken.<br />
Dazu ein Gläschen Sauvignon Blanc<br />
oder Gewürztraminer und man ist mitten<br />
drin im mund.art Genussherbst:<br />
Auch die GlaMUR Betriebe erzeugen,<br />
vermarkten und verarbeiten regionale<br />
Produkte und machen diese auch<br />
sichtbar. Über 200 österreichische und<br />
slowenische Betriebe haben sich ganz<br />
dem Genuss am Fluss verschrieben: Sie<br />
machen mit ihrer Marke „GlaMUR – Genuss<br />
am Fluss“ auf die kulinarische Vielfalt<br />
im unteren Murtal aufmerksam.<br />
www.glamur.at<br />
11 Themenstraßen bündeln in der<br />
Süd-Ost Steirischen Thermen & Vulkanland<br />
ihre kulinarischen Höhepunkte<br />
auf der neuen Route 66. Mit rund <strong>10</strong>0<br />
Erlebnis-Manufakturen gibt <strong>das</strong> höchste<br />
Dichte an Genuss-Stationen - und<br />
<strong>das</strong> vermutlich weltweit. Den kulinarischen<br />
Handwerken auf 92 Kilometern<br />
zwischen Ilz und Bad Radkersburg über<br />
die Schulter zu schauen, ist ausdrücklich<br />
erwünscht und <strong>das</strong>s Zotters Schokoladentheater<br />
mitsamt seiner Verkostungsbar<br />
mit dabei ist, versteht sich von<br />
selbst.<br />
Das steirische Törggelen heißt übrigens<br />
„Süffiger Sturm mit Kastanien“ und<br />
findet im Vulkanland Steiermark DAC<br />
mitten im Weingarten statt.<br />
www.thermen-vulkanland.at<br />
Alpiner Genuss am Berg, am See<br />
und am Gletscher<br />
In Zell am See bietet man Genusswege<br />
ganzjährig mit wechselnden Menüs<br />
an, die sich an den Jahreszeiten orientieren.<br />
Die Genusswege werden individuell<br />
erkundet und verstehen sich nicht<br />
als Wanderwege, sondern sind spezielle,<br />
ausgewiesene Stationen bzw. Betriebe<br />
mit Gerichten der Alpinen Küche.<br />
So kann man zum Beispiel vom<br />
Franzl Restaurant auf der Schmittenhöhe<br />
zum Sonnkogel gehen und dann<br />
mit der Gondel ins Tal fahren und beim<br />
Flo’s einkehren. Demzufolge heißen sie<br />
auch Berg/See/Gletscher-Genusswege<br />
und bieten nicht nur Regionales, sondern<br />
auch spezifisch auf die Lage des<br />
Betriebes fokussierte Gerichte, wobei<br />
immer der Schwerpunkt der jeweiligen<br />
Küchelinie miteinfließt. Im Sonnkogel<br />
Restaurant besteht <strong>das</strong> Herbstmenü aus<br />
Pinzgauer Wildragout mit Brez’n-Kräuterknödel,<br />
Rotkraut, Mostäpfel und Preiselbeeren.<br />
Kulinarik zieht immer<br />
Die modernen kulinarischen Konzepte<br />
fungieren nicht nur als Ganzjahreskonzept<br />
für die Gastrobetriebe, sondern<br />
auch als Bettenfüller für die Beherbergungsbetriebe.<br />
Oft sind sie so konzipiert,<br />
<strong>das</strong>s der bereits in der Region befindliche<br />
Tagesgast bleiben soll.<br />
Der Spätherbst ist prall gefüllt mit<br />
darauf fokussierten Angeboten und<br />
die Ausrichtung ist eindeutig: Die Zwischensaison<br />
soll belebt werden und die<br />
Kulinarik ist dafür immer ein gutes Thema.<br />
Der positive Nebeneffekt eines ganzjährigen<br />
Betriebes ist, <strong>das</strong>s gute Mitarbeiter<br />
gehalten werden. Köche, Küchen,<br />
Straßen, Festivals und Wege: Am Berg,<br />
im Tal oder am Wasser – gekocht und<br />
gegessen wird immer.
Fotos: Steiermark Tourismus _ pixelmaker.at<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELLES 15<br />
Der schärfste Steirer<br />
Das ist der Kren, auch eine<br />
der Heilpflanzen des<br />
Jahres, und mit 3.500 Tonnen<br />
im Jahr, ist die Steiermark<br />
eines der größten<br />
Krenanbaugebiete Europas.<br />
64 steirische Betriebe<br />
erwirtschaften rund 99<br />
Prozent der österreichischen<br />
Krenproduktion. Wer<br />
mehr über den Kren erfahren<br />
möchte, begibt sich auf<br />
den sieben Kilometer langen<br />
Sarossa Kren-Wanderweg<br />
in der Süd-Oststeier-<br />
Foto: Steiermark Tourismus<br />
mark oder kehrt beim Krenbauern Franz Tappauf ein.<br />
www.steirerkren.at<br />
Total regional<br />
Wer K sagt, der muss in der Region Radkersburg neuerdings<br />
aber auch R sagen – nämlich R wie Reis. Denn seit kurzem gesellt<br />
sich der Steirische Reis, der kein Gluteneiweiß enthält,<br />
dazu. Adele und Franz Fuchs, die Reis-Pioniere aus Klöch sind<br />
mit ihrer „REIS Manufaktur“ Pioniere. Herzstück der neuen<br />
Reisaufbereitungsanlage ist eine 300 Quadratmeter große Halle,<br />
deren Produktionsfläche allein 180 Quadratmeter umfasst.<br />
Hier wird vorgetrockneter Reis gereinigt, geschält, poliert, aufbereitet,<br />
abgesackt und verpackt sowie für weitere Verarbeitungsschritte<br />
der Nahrungsmittelindustrie vorbereitet. “Unsere<br />
Ernte praktisch am Standort zu verarbeiten - frisch und<br />
ohne lange Transportwege“, ist <strong>das</strong> Credo der Familie Fuchs.<br />
„Damit kommen wir dem Gedanken nach Regionalität und<br />
Originalität entgegen“. Franz und Adele Fuchs begannen im<br />
Jahr 20<strong>10</strong> mit dem Reisanbau und die erste Ernte fand noch<br />
in einer Scheibtruhe Platz. Derzeit wird mit sieben Landwirten<br />
Reis auf einer Fläche von 50 Hektar angebaut. Der regionale<br />
Reis ist ein aussagekräftiges Anschauungsobjekt dafür,<br />
was Österreichs Landwirtschaft hervorbringt.<br />
www.steirischerreis.at<br />
06.–<strong>10</strong>. NOV<br />
MESSEZENTRUM SALZBURG<br />
GASTMESSE.AT<br />
20<strong>21</strong><br />
51. INTERNATIONALE FACHMESSE FÜR <strong>GASTRO</strong>NOMIE UND HOTELLERIE<br />
ALLES FÜR DEN<br />
G A S T
Seite 16 bis Seite 59<br />
Food<br />
Wild & Herbst<br />
Wenn die Jäger zum Halali<br />
blasen beginnt für Hasen,<br />
Wildschweine oder Rotwild<br />
wieder die gefährlichste<br />
Jahreszeit. Andererseits<br />
beschert die Wildsaison im<br />
Herbst Gastronomen wieder<br />
gute Möglichkeiten, mit<br />
kreativen Rezepten bei den<br />
Gästen zu punkten und mit<br />
dem ehrlichsten Fleisch der<br />
Natur zu arbeiten. <br />
Seite 18<br />
Knödel<br />
Egal, ob Beilage oder Hauptgericht,<br />
nur wenige Speisen<br />
lassen sich so vielfältig zubereiten<br />
wie Knödel: Knödel<br />
aus Kartoffelteig, herzhafte<br />
Semmelknödel mit und ohne<br />
Speck, fluffige Topfenknödel<br />
gefüllt mit Nougat, Erdbeere<br />
oder dem Klassiker schlechthin,<br />
der Marille, Leberknödel<br />
begleitet von einer kräftigen<br />
Rindsuppe, Spinatknödel,<br />
und, und, und. Seite 30<br />
Fisch<br />
Einst als gesunde Fleisch-<br />
Alternative gefeiert ist der<br />
Fisch in jüngster Zeit aufgrund<br />
problematischer<br />
Zucht- und Fangmethoden<br />
ins Gerede gekommen.<br />
Doch wer auf die Herkunft<br />
und Fischsorte achtet, kann<br />
selbstverständlich seinen<br />
Gästen noch immer hervorragende<br />
und wertvolle<br />
Produkte guten Gewissens<br />
anbieten. Seite 44
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELL 17<br />
Die einfach-echt-ehrlich<br />
Challenge in OÖ<br />
Eine<br />
erfolgreiche<br />
Wirte-Produzenten<br />
Partnerschaft im Genussland<br />
Oberösterreich<br />
findet man seit<br />
Beginn. Diese wertvolle<br />
Zusammenarbeit<br />
basiert auf kontrollierte<br />
Qualität und<br />
Vertrauen – und <strong>das</strong><br />
Ergebnis: höchster<br />
Genuss auf den Tellern<br />
der Gäste, denn<br />
beste Küche gelingt nur mit den besten Zutaten. Gehobene<br />
Restaurants und gemütliche Wirtshäuser sind Teil der Genussland-Gastro-Initiative<br />
und zeichnen sich durch besonderes<br />
Engagement für Regionalität und eine tiefe Verbundenheit<br />
mit der jeweiligen Region aus. Jetzt sucht <strong>das</strong> Genussland<br />
Oberösterreich die besten Wirte und ihre Produzenten, die Regionalität<br />
in den Speisen echt und ehrlich leben.<br />
Aktivieren Sie Ihre Gäste für Sie zu stimmen unter<br />
www.nachrichten.at/genussland und mit etwas Glück sind<br />
Sie der einfach.echt.ehrlich-Gewinner! Mehr Infos unter:<br />
www.genussland.at<br />
Foto: Netzwerk Kulinarikwildbild.at<br />
Alpine Blumenpracht<br />
Kornblumen benötigen<br />
für die Entfaltung<br />
ihrer Schönheit<br />
lediglich Sonne,<br />
Wasser und ein entsprechendes<br />
Klima.<br />
In Südtirol findet<br />
der Wiberg Bunter<br />
Alpenblütenmix genau<br />
<strong>das</strong>. Im Schutz<br />
majestätischer Gipfel<br />
gedeihen hier im<br />
Verlauf unzähliger Sonnenstunden die schönsten Kornblumen.<br />
Das neue Produkt besticht mit fünf verschiedenen Farben<br />
von Weiß über Rosa bis hin zu Tiefviolett in bezaubernden<br />
Nuancen. Eine weitere Besonderheit liegt im Anbau und<br />
der Weiterverarbeitung durch einen kleinen Südtiroler Familienbetrieb.<br />
Bei der Ernte und Verarbeitung wird gänzlich<br />
auf den Einsatz von Maschinen verzichtet, die zarten Blüten<br />
bleiben somit unversehrt in ihrer Reinheit und optischen Beschaffenheit.<br />
Auch ihre Leuchtkraft und Form bestehen fort.<br />
Diese handverlesenen Bio-Kornblumenblüten veredeln mit<br />
ihrer Farbenpracht pikante wie süße Gerichte. Jeder Teller<br />
wird mit dem neuen Bunte Alpenblütenmix mit eleganter<br />
Natürlichkeit geschmückt.<br />
www.wiberg.eu<br />
Foto: Wiberg<br />
Mit Putz und Stingl<br />
Ratzeputz: Ein Hoch auf den Eintopf Text & Foto: Andrea Jungwirth<br />
Das Wegwerfen von Lebensmittelresten ist ein absolutes No-Go. Meist<br />
handelt es sich dabei um vermeidbare Abfälle und um Lebensmittel und<br />
Gerichte, die noch vollkommen in Ordnung sind. Das Mindesthaltbarkeitsdatum<br />
ist nur ein Richtwert, auch abgelaufene Produkte wie Nudeln,<br />
Konserven, aber auch Käse oder Dauerwürste sind danach noch vollkommen<br />
in Ordnung. Entlang der Wertschöpfungskette vom Feld über den<br />
Handel bis hin zum Konsumenten und der Gastronomie lassen sich überall<br />
Lebensmittelabfälle vermeiden.<br />
Der Eintopf ist oft ein klassisches Restlessen, bei den Rezepten muss man<br />
sich daher nicht sklavisch an Mengenangaben halten. Diese sind nach<br />
Belieben veränderbar und <strong>das</strong> Gericht darf auch einmal anders schmecken,<br />
mal mehr oder weniger Karotte oder Selchfleisch im Ritschert, kein<br />
Problem! In den Topf darf hinein, was da ist und somit auch manches<br />
„Überbleibsel“, von angefangenen Packungen mit Getreide oder Hülsenfrüchten,<br />
Gemüse, <strong>das</strong> nicht mehr länger lagerbar ist oder auch bereits<br />
fertig Gekochtes, wie Bratenreste oder Tomatensauce. Wer auf Regionalität<br />
setzt, kann sich Gemüse von Bauern aus der Umgebung liefern lassen,<br />
<strong>das</strong> sonst wegen seines Aussehens aussortiert würde. Krumme Karotten,<br />
zu große Zwiebeln oder Kartoffeln außerhalb der Norm schmecken in Stücke<br />
geschnitten im Eintopf wunderbar. Kein Unterschied im Geschmack<br />
zu erkennen!<br />
Die unterschiedlichen Garzeiten zu beachten, <strong>das</strong> ist die eigentliche Herausforderung<br />
beim Eintopf. Bereits gegarte Lebensmittel kommen am<br />
Schluss hinein und werden meist nur fünf oder zehn Minuten mitgekocht,<br />
rohe Lebensmittel je nach Garzeit. Bei besonders langen Kochzeiten, wie<br />
bei Hülsenfrüchten, empfiehlt es sich, diese extra vorzukochen.
18 WILD & HERBST<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong>
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
WILD & HERBST 19<br />
Herbstliche Kulinarik<br />
Spätestens, wenn die Wirte wieder zur jährlichen Wildpartie laden, weiß man in welcher<br />
Jahreszeit man sich befindet.<br />
Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />
Man ist mitten im Herbst und <strong>das</strong><br />
bunte Farbenspiel der Natur inspiriert,<br />
die herbstliche Vielfalt<br />
auf den Teller zu bringen. Zum<br />
aromatischen Wildbret gesellen sich<br />
kulinarische Klassiker wie Hagebutten,<br />
Maroni, herb-süße Preiselbeeren, neben<br />
Kürbis, Topinambur oder den letzten<br />
Wildpilzen der Saison. Zutaten in Hülle<br />
und Fülle, die mit dem „wilden“ Hauptdarsteller<br />
perfekte Kreationen schaffen.<br />
Wenn die Wirte laden…<br />
Die Wildpartie hat in Österreich Tradition,<br />
etliche Gasthäuser bleiben diesem<br />
Brauch treu und überzeugen mit<br />
neu interpretierten Klassikern. Die „Partie“,<br />
ein mehrgängiges Menü von Wildgerichten,<br />
stammt aus einer Zeit, in der<br />
es noch keine Tiefkühltruhe gab und somit<br />
Wildgerichte nur kurzzeitig auf der<br />
Speisekarte standen. Innerhalb weniger<br />
Tage verspeiste verlässlich eine große<br />
Zahl an Gästen <strong>das</strong> Wild in den Gaststuben.<br />
Für den Wirt ein gutes Geschäft,<br />
jedoch hatten die Wildgerichte damals<br />
nichts mit der Qualität von heute zu<br />
tun. Wildfleisch wurde immer sehr gut<br />
durchgegart, „sous-vide“ oder Niedrigtemperaturgaren<br />
war unbekannt, der typische<br />
Wildgeschmack meist sehr stark<br />
ausgeprägt und auch Sehnen und Knorpeln<br />
im Ragout waren keine Seltenheit.<br />
Aus der Partie von einigen Tagen wurden<br />
inzwischen Wildwochen, die vom<br />
Herbst bis in den Winter reichen. Wild<br />
in der Gastronomie ist ein fast ganzjähriger<br />
Begleiter geworden. Der früher so<br />
geschätzte „Hautgoût“, also der sehr intensive<br />
„Wildgeschmack“, ist nicht mehr<br />
gefragt. Heute zählt <strong>das</strong> milde, aber arttypische<br />
Aroma, ein leicht säuerlicher,<br />
aber aromatischer Geruch und Geschmack<br />
ist für Wildfleisch, vor allem<br />
Reh, Hirsch oder Hase typisch. Dank<br />
moderner Kühlung, fachgerechter Zerlegung<br />
und Veterinärkontrollen, kommt<br />
nur mehr frisches, mildes und vor allem<br />
kontrolliertes Wildfleisch in die Küchen.<br />
Durch oder rosa gebraten?<br />
Um sich vor Infektionen zu schützen,<br />
empfiehlt es sich, Wildfleisch gut<br />
durchzugaren. Eine Kerntemperatur von<br />
80 Grad Celsius über mehrere Minuten<br />
sollte erreicht werden, was sich gut mit<br />
einem Bratenthermometer überprüfen<br />
lässt. Zartrosa und saftig, so wird Wildfleisch<br />
heute geschätzt. Für die Qualität<br />
von Wildgerichten ist ausschlaggebend,<br />
<strong>das</strong>s hochwertiges Fleisch von jungen<br />
Tieren nach sorgfältiger Lagerung im<br />
Kühlraum seinen vollen Geschmack<br />
entfalten darf. Weidmanns heil! Auch<br />
<strong>das</strong> beliebte Beizen ist heutzutage kein<br />
Muss mehr. Es macht <strong>das</strong> Fleisch nicht<br />
weicher, sondern verleiht ihm nur <strong>das</strong><br />
Aroma der Kräuter, mit dem man in<br />
früheren Zeiten den Fäulnisgeruch von<br />
Wild zu übertünchen versuchte.<br />
Des Jägers „Nose-to-tail“<br />
Wild ist generell sehr fettarm, jedoch<br />
sind manche Teilstücke sehnenreich.<br />
Daher ist nicht jedes Teilstück zum<br />
Kurzbraten geeignet. So ist der Rücken<br />
von Haarwild wie Reh, Hirsch oder Hase<br />
<strong>das</strong> edelste Teilstück. Er wird gerne im<br />
Ganzen oder in Form von Medaillons<br />
zubereitet und eignet sich zum Kurzbraten.<br />
Auf der Innenseite des Rückens<br />
sitzen die kleinen echten Filets, die besonders<br />
zart sind. Sie werden im Ganzen<br />
kurz angebraten und eignen sich<br />
sehr gut für kleine Vorspeisen.<br />
Die Keule wird meist im Ganzen oder<br />
in Teilen zubereitet und in manchen Rezepten<br />
wird vom Schlegel oder der Nuss<br />
gesprochen. Aber es lassen sich auch wie
20 WILD & HERBST<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Fotos: Andrea Jungwirth<br />
beim Hirsch etwa Schnitzel aus Teilen<br />
der Keule schneiden. Die Schulter wird in<br />
der Jägersprache gerne als Blatt bezeichnet<br />
und eignet sich gut für Ragouts, Gulasch<br />
oder wird als Rollbraten zubereitet.<br />
Die Innereien vom Wild sind im Handel<br />
kaum erhältlich, wobei Rehleber als<br />
echte Delikatesse gilt. Aber üblicherweise<br />
gehören Herz, Leber und Nieren zum<br />
„kleinen Jägerrecht“. Der Jäger darf die<br />
Innereien für sich beanspruchen.<br />
Kongeniale Partner<br />
Wildfleisch ist einfacher zu würzen, als<br />
viele denken. Soll der Fleischgeschmack<br />
im Vordergrund stehen, so wird nur<br />
sparsam mit Salz, Pfeffer, etwas Wacholder<br />
oder Thymian gewürzt. Bei Ragouts<br />
dürfen es schon mehr Gewürze<br />
und Kräuter sein. Lorbeerblätter, Rosmarin,<br />
Piment oder gar Nelken passen<br />
perfekt zum Wildfleisch, genauso wie<br />
Zitronenschale, Wurzelgemüse, Speck<br />
und natürlich Rotwein. Aber auch Äpfel,<br />
frische Feigen oder Beeren passen in<br />
diverse Saucen oder auf Spießchen. Gerade<br />
Brombeeren mit ihrer herben Süße<br />
harmonieren ausgezeichnet mit Reh<br />
oder Hirsch, ebenso wie Ribiselgelee<br />
oder Creme de Cassis. Fasanenbrust, die<br />
gerne etwas trocken wird, liebt Gänseleber<br />
oder Lardo. Maroni, Steinpilze oder<br />
Preiselbeeren setzen <strong>das</strong> Wildfleisch besonders<br />
gut in Szene, ein perfektes Trio.<br />
Steinpilze<br />
Der König unter den Waldpilzen duftet<br />
angenehm nach Wald und hat einen<br />
nussähnlichen, leicht herb-würzigen<br />
Geschmack. Sein Fleisch ist fast<br />
weiß und bissfest. Beim Kochen verfärbt<br />
sich <strong>das</strong> Pilzfleisch nicht und behält seine<br />
Farbe. Egal, ob gebraten, gebacken<br />
oder getrocknet, Steinpilze verleihen<br />
jedem Gericht eine pikante Note. Getrocknet<br />
kann er sogar als Gewürz bezeichnet<br />
werden, denn er aromatisiert<br />
Speisen durch <strong>das</strong> noch intensivere Pilzaroma.<br />
Er gehört zu den wenigen Wildpilzen,<br />
die auch roh gegessen werden<br />
können. In dünne Scheiben geschnitten<br />
schmeckt der rohe Steinpilz mild-würzig<br />
und bereichert Salate oder italienische<br />
Vorspeisen. Am besten schmecken<br />
die kleinen Exemplare, bei denen die<br />
Kappe noch rundlich und hellbraun ist.<br />
Diese „Champagnerkorken“ sind besonders<br />
fein und edel im Geschmack und<br />
runden Wild-, Pasta-, Reis- oder Kartoffelgerichte<br />
ab, harmonieren aber auch<br />
mit Edelkastanien. Am besten bringen<br />
einfache Rezepte mit wenigen Zutaten<br />
den vollen Geschmack des Pilzes zur<br />
Geltung. Steinpilze sollten sparsam gewürzt<br />
werden, Zwiebel, Petersilie, Thymian<br />
oder Knoblauch passen aber fast<br />
immer. Einige zerdrückte Koriandersamen<br />
im Gericht verstärken sogar <strong>das</strong><br />
Steinpilzaroma.<br />
Preiselbeeren<br />
Die roten herben Beeren kennt fast jeder<br />
als Beilage zu Wild oder Käse. Die<br />
Preiselbeere ist mit der Heidelbeere verwandt<br />
und gehört zur Familie der Heidekrautgewächse.<br />
Die Beeren reifen je<br />
nach Höhenlage von Juli bis September<br />
und schmecken säuerlich-herb, lassen<br />
sich aber gut tiefkühlen. Die reifen Beeren<br />
sind reich an Gerbstoffen, Fruchtsäuren<br />
und Vitaminen und werden in<br />
der Volksheilkunde sehr geschätzt.<br />
Roh werden die Beeren kaum gegessen,<br />
dafür sind sie zu sauer. Aber<br />
in Kombination mit Zucker und anderen<br />
Obstsorten wie Äpfel, Birnen oder<br />
Orangen, lassen sich herzhafte Saucen,<br />
Chutneys, Kompotte oder Marmeladen<br />
zaubern. Sie harmonieren dabei mit vielen<br />
Gewürzen wie Zimt, Nelke, Muskat<br />
oder auch Ingwer und würzen Wildgerichte<br />
oder Blaukraut.<br />
Maroni<br />
Kaum ein Lebensmittel ist so vielseitig<br />
zu verwenden wie die Marone: Sie eignet<br />
sich für pikante und süße Gerichte<br />
gleichermaßen und es lassen sich<br />
Suppen, Kuchen Torten, pikante Tascherl<br />
und Aufläufe daraus zaubern. Sie<br />
ist eine ideale Begleiterin zu Blaukraut<br />
und Wild, sogar Marmelade oder Brote<br />
aus Kastanien schmecken hervorragend.<br />
Getrocknete Maroni werden gerne<br />
zu Mehl vermahlen. Als „Mehlersatz“<br />
verwendet lassen sich schmackhafte<br />
Kuchen, Nudeln, Krapfen oder Schmarren<br />
herstellen. Frische Maroni lassen<br />
sich nicht lange lagern, daher am besten<br />
im Herbst frische Ware einkaufen,<br />
einritzen und dämpfen, danach schälen<br />
und einfrieren. So hat man <strong>das</strong> ganze<br />
Jahr über Maroni zur Hand, um daraus<br />
verschiedene Köstlichkeiten wie<br />
Glasierte Maroni zu zaubern. Die mit karamellisiertem<br />
Zucker umhüllten Kastanien<br />
schmecken sehr gut als Beilage zu<br />
pikanten Gerichten wie Wild oder Kaninchen.<br />
Freuen Sie sich auf die „wilden<br />
Tage“ im kulinarischen Herbst!
DMB.<br />
Der Platzhirsch wenn’s ums Wild geht.<br />
Was in freier Natur unbeschwert wachsen und reifen konnte, gehört auch am Tisch<br />
einfach zusammen. Verwöhnen Sie Ihre Gäste mit Wild und dem fein-herben Geschmack<br />
erlesener Wildpreiselbeeren von Darbo. www.darbo.at
22 WILD & HERBST<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Wild aus dem Umfeld<br />
Haubenkoch Lukas Nagl, Küchenchef im Das Bootshaus und dem Wirtshaus Poststube 1327<br />
in Traunkirchen, ist in seiner Küche naturverbunden und kocht vor allem „aus dem Umfeld“.<br />
<br />
Von Petra Pachler<br />
Selbstredend steht der Herbst im<br />
Zeichen des Wilds, <strong>das</strong> zum Teil aus<br />
der eigenen Familie kommt, denn<br />
wir sind „eine Jäger- und Fleischfamilie“,<br />
wie Nagl sagt. Das Niederwild zerlegt<br />
er selbst in der Küche, beim Hochwild<br />
verlässt er sich unter anderem auf<br />
seinen Onkel, der mit seiner Fleischerei<br />
als Profi auch über einen Reiferaum<br />
verfügt. Und bald in Pension geht. „Aber<br />
zum Glück führt mein Cousin <strong>das</strong> fort“,<br />
so Nagl. Also von dort und von den Jägern<br />
„aus dem Umfeld“ bekommt Lukas<br />
Nagl dann die Rückenteile und ein jeweils<br />
ein Viertel Groß-Wild. Wobei seine<br />
St. Wolfganger Wildschnoidl<br />
Zutaten:<br />
Schnoidl:<br />
› 1 kg Wildfleisch, z.B. Reh, Gams,<br />
Hirsch, durchzogene Teile,<br />
z.B. von Rippen, Bauch, Hals,<br />
Schulter<br />
› 1 Zwiebel plus 200 g Zwiebeln<br />
› 2 Karotten<br />
› 150 ml Kürbiskern-Shoyu (Luvi<br />
Fermente, alternativ Sojasauce)<br />
2 Gelbe Rüben<br />
1 TL Fenchel ganz<br />
1 TL Wacholderbeeren<br />
1 TL Kümmel ganz<br />
1 EL Koriander ganz<br />
1 EL schwarze Pfefferkörner<br />
4 Lorbeerblätter<br />
2 Knoblauchzehen<br />
<strong>10</strong> cm Lauch<br />
2 Essiggurkerl<br />
› 1 TL Essigkapern<br />
2 Sardellenfilets<br />
<strong>10</strong>0 g Butter<br />
50 g glattes Weizenmehl<br />
125 ml Rotwein, z.B. Zweigelt<br />
Cayennepfeffer<br />
1 EL Krstiallzucker<br />
1 EL Dijon- oder Estragonsenf<br />
Abrieb 1 unbehandelten Zitrone<br />
Abrieb 1 unbehandelten Orange<br />
2–6 EL (nach Geschmack)<br />
› Preiselbeermarmelade<br />
Fotos: Thomas Apolt/Brandstätter Verlag<br />
1 . Fleisch putzen (grobe Sehnen<br />
und ggf. Knochen entfernen). 1<br />
Zwiebel halbieren und auf der<br />
Schnittfläche ohne Fett in einer<br />
Pfanne dunkelbraun rösten. Karotten<br />
und Gelbe Rüben putzen,<br />
in grobe Stücke schneiden.<br />
2 . 3 l Wasser mit gebräunter Zwiebel,<br />
Shoyu und Gewürzen inkl.<br />
Knoblauch aufkochen, Fleisch<br />
dazugeben, wiederum aufkochen,<br />
ca. 1,5 Stunden köcheln lassen.<br />
Karotten und Gelbe Rüben nach<br />
ca. 70 Minuten dazugeben und<br />
mitkochen.<br />
3 . Fleisch, Karotten und Gelbe<br />
Rüben herausnehmen und<br />
überkühlen lassen. Suppe auf die<br />
Hälfte (ca. 1 l) reduzieren, durch ein<br />
feines Sieb seihen.<br />
4 . Erkaltetes Fleisch, Karotten,<br />
Gelbe Rüben und geputzten<br />
Lauch in feine Streifen schneiden.<br />
Gurkerl in Streifen schneiden, Kapern<br />
und Sardellen hacken.<br />
5 . Die 200 g Zwiebeln in Streifen<br />
schneiden und in einem großen<br />
Topf in der Butter langsam 20<br />
Minuten goldbraun anschwitzen.<br />
Mit Mehl stauben und braun<br />
braten (Einbrenn). Mit Rotwein<br />
aufgießen und unter oftmaligem<br />
Rühren fast ganz einkochen<br />
lassen (Vorsicht, brennt leicht an).<br />
Suppe, Gurkerln, Kapern und Sardellen<br />
dazugeben, mit Cayennepfeffer,<br />
Zucker und Senf würzen.<br />
Ca. 30 Minuten einkochen lassen.<br />
6 . Schnoidl mit Salz und Pfeffer<br />
abschmecken, Zitronen- und<br />
Orangenschale sowie Preiselbeermarmelade<br />
zugeben. Fleischund<br />
Gemüsestreifen einlegen,<br />
aufkochen und nochmals abschmecken.<br />
7 . Knödel auf dem Schnoidl anrichten.<br />
VARIANTE: Für eine vegetarische<br />
Variante statt Wildfleisch Kräuterseitlinge<br />
verwenden, Suppe samt<br />
Gemüse und Kräuterseitlingen<br />
nur 30 Minuten kochen.
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
WILD & HERBST 23<br />
Foto: Traunseehotels Lukas Kirchgasser<br />
Haubenkoch Lukas Nagl kocht leidenschaftlich<br />
gerne Wild.<br />
Foto:Traunseehotels, Christof Wagner<br />
Liebe der Leber gehört, die er als Delikatesse<br />
sieht und auch so zubereitet: Zum<br />
Beispiel nur kurz angebraten und auf einem<br />
kleinen Holzspießchen serviert.<br />
Im Oktober stehen häufig auch Hasen<br />
und Fasane auf der Karte. Ganz<br />
grundsätzlich serviert Lukas Nagl für<br />
<strong>das</strong> Gourmetrestaurant Das Bootshaus<br />
– im Gault Millau 2020 mit vier Hauben<br />
ausgezeichnet - vorwiegend Wild, Fisch<br />
und Lamm, denn bei beiden weiß er genau,<br />
wo sie herkommen. Letztere leben<br />
großteils auf den zwei Höfen und der<br />
Wiese, die zum Hotel Das Traunsee gehören,<br />
<strong>das</strong> Wild kommt vom Onkel und<br />
die Fische schwimmen vor der Haustüre<br />
im Traunsee. Lukas Nagls Küchenphilosophie<br />
sagt, <strong>das</strong>s die Idee zu einem Gericht<br />
auf Aromen basiert und die Produkte<br />
dahingehend ausgesucht werden<br />
– und genau <strong>das</strong> gekocht wird, was<br />
es gerade gibt. Eines von Nagls Wild-<br />
Lieblingsgerichten ist <strong>das</strong> Wildschnoidl,<br />
dessen Rezept er <strong>GASTRO</strong> verraten<br />
hat und <strong>das</strong> sich auch in seinem Kochbuch<br />
findet.<br />
www.<strong>das</strong>traunsee.at/<br />
restaurant-bootshaus<br />
Foto: 11er Nahrungsmittel<br />
Herbstgenuss in Gold<br />
Bunt, wie die Herbstfarben<br />
– <strong>das</strong> bringen<br />
die 11er Kartoffelspezialitäten<br />
farblich auf den<br />
Teller, außergewöhnliche<br />
Genusserlebnisse<br />
gibt es natürlich mit<br />
dazu. In unterschiedlichen<br />
Formen, Geschmacksrichtungen<br />
und mit diversen Füllungen<br />
sind sie ein wahrer<br />
Genuss für alle Gourmets<br />
und Herbstfans.<br />
Ein absoluter Klassiker<br />
für <strong>das</strong> letzte Viertel des<br />
Jahres vom österreichischen Kartoffelspezialisten 11er sind die<br />
gold-gelben 11er Kürbiskern-Rösti mit knusprigen Kürbiskernen.<br />
Die 11er Mandel-Bällchen sind besonders knusprig<br />
durch die gerösteten Mandelsplitter und passen ideal zu Gerichten<br />
mit Pilzen, Fisch und Fleisch. Die 11er Kartoffel-Kroketten<br />
mit süß-säuerlicher Preiselbeerfüllung sind ein absolutes<br />
Highlight zu Wild-Spezialitäten. Das 11er Maronipüree<br />
lässt sich vielseitig verarbeiten und peppt Gerichte in Optik<br />
und Geschmack auf – ob pikant in Hauptgerichten oder süß<br />
zu Dessert-Kreation. Denn <strong>das</strong> Auge isst ja bekanntlich mit.<br />
www.11er.at<br />
Alleskönner Kartoffel<br />
Die Saison der „Früchte<br />
des Waldes“ hat begonnen,<br />
dazu gehören natürlich<br />
Pilze in all ihrer Vielfalt,<br />
aber auch <strong>das</strong> ein oder<br />
andere Stück Wild darf jetzt<br />
auf keiner Speisekarte fehlen.<br />
Sei es eine klassische<br />
Wildente, ein trendgerechter<br />
Hirschburger oder ein<br />
vegetarisches Pfannengericht<br />
– Kartoffeln machen <strong>das</strong> typische Herbstgericht erst<br />
perfekt. Eine beliebte Kartoffelvariation sind auch Gratins,<br />
die normalerweise arbeitsintensiv sind. Mit der tiefgekühlten<br />
Convenience-Alternative von Aviko kommt der Klassiker im<br />
Handumdrehen auf den Teller. Aviko präsentiert <strong>das</strong> Rezept<br />
„Herbstpfanne mit Bärlauch-Kartoffeln, Waldpilzen und Roter<br />
Beete“. Für die Zubereitung werden zunächst die großen Egerling-Köpfe<br />
geputzt, gewürzt und im Backofen gegart. Dann<br />
die Aviko Mini-Kartoffeln und den Bärlauch zusammen mit<br />
klein geschnittenen Waldpilzen und vorgegarter, geschnittener<br />
Roter Beete ohne weitere Zutaten im Backofen bei 190°C<br />
für etwa <strong>10</strong> Minuten backen. Das Ofengemüse gegebenenfalls<br />
nachwürzen und zum Anrichten auf die gegarten Pilzköpfe<br />
verteilen. Mit geriebenem Parmesan und frischem Kerbel wird<br />
garniert – dann kann gegessen werden.<br />
www.aviko.de<br />
Foto: Aviko
24 WILD & HERBST<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
tipp aus der praxis<br />
Thomas Askan<br />
Vierich, Autor des<br />
Buches Aroma. Die<br />
Kunst des Würzens.<br />
ISBN 978-3-7471-0423-1<br />
Foto: Ida Rosen<br />
Piment<br />
Kolumbus hielt die Körner<br />
für Pfeffer, daher gab<br />
er ihnen den Namen<br />
„pimienta“ (spanisch für<br />
„Pfeffer“). Die Ureinwohner<br />
der Karibik schätzen<br />
nicht nur den Geschmack<br />
dieser Körner eines Baumes,<br />
der komplett nach<br />
ihnen duftet, sondern<br />
auch die konservierenden<br />
Eigenschaften. Das übernahmen<br />
die Seefahrer aus der Alten Welt und<br />
konservierten so ihr Fleisch und ihren Fisch für<br />
ihre langen Fahrten. Noch heute wird Piment in<br />
der skandinavischen Fischindustrie (eingelegter<br />
Hering) in großen Mengen eingesetzt.<br />
Im übrigen Europa hat der echte Pfeffer dem<br />
Piment, also dem „falschen“ Pfeffer, schon lange<br />
den Rang abgelaufen. Also seitdem der Pfeffer<br />
erschwinglich geworden ist (was er bis ins<br />
späte 19. Jahrhundert nicht war). Nur in England<br />
kommt Piment als Gewürz für alles (allspices)<br />
noch gelegendlich zum Einsatz. In der Karibik<br />
gibt Piment der Jerk-Paste, mit der dort Grillgut<br />
eingepinselt wird, bis heute den typischen<br />
Geschmack. Jerk ist eine fermentierte Gewürzpaste<br />
aus Piment, Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer,<br />
Zimt und sehr scharfen Chilis.<br />
Man sollte Piment auch in unserer Küche<br />
wieder häufiger einsetzen. Der herrliche Duft<br />
nach Nelken, Pfeffer, Zimt und Muskat passt<br />
zu allen dunklen Fleischgerichten, Leber oder<br />
Wild. Auch ein Ragu à la Bolognese kann einen<br />
Hauch Piment vertragen, weil es den Gesamtgeschmack<br />
wärmer, sinnlicher und ein bisschen<br />
süßer macht.<br />
Wenn man ein Gericht lange schmort, sollte<br />
man ganze Körner verwenden, weil sie dann<br />
idealerweise langsam ihre Aromen an <strong>das</strong><br />
Kochgut abgeben, wo sie sich an die Fette binden.<br />
Wenn man Piment kleinmörsert, dann erst<br />
zum Schluss würzen, weil sich sonst die Aromen<br />
zu schnell verflüchtigen.<br />
Man darf es nur nicht<br />
übertreiben – herausschmecken<br />
sollte Piment<br />
nicht. Außer beim<br />
jamaikanischen Grillfest.<br />
Gerollter Hirsch<br />
Draußen wird<br />
es kälter, die<br />
Wirtshäuser werden<br />
voller und<br />
viele freuen sich<br />
auf <strong>das</strong> jährliche<br />
Wildessen. Beliebt<br />
ist hier neben<br />
Reh, Wildschwein<br />
und Ente<br />
bzw. Gans vor allem<br />
der Hirsch.<br />
Wenn es für Gastronomen einmal schnell gehen muss, bietet<br />
FVZ Convenience eine Delikatesse zur kalten Jahreszeit mit<br />
der Hirschroulade. Die Roulade besteht aus frischem, ausgesuchtem<br />
Hirschfleisch und ist bereits geschnitten. Außerdem<br />
besticht sie durch eine fein abgestimmte Füllung aus Champignons,<br />
feinen Aprikosen, Zwiebeln und Rindfleisch. Vor allem<br />
serviert mit Kürbisknödeln und Pflaumensauce oder Süßkartoffel-Zimtpüree<br />
und Preiselbeeren lässt sich schnell und<br />
einfach ein kulinarischer Gaumenschmaus für die Herbstkarte<br />
zaubern. Dem Einkehren in die warme Wirtsstube steht somit<br />
nichts mehr im Weg.<br />
www.fvz.de<br />
Foto: Senna<br />
Herbstliche Kulinarik<br />
Kürbisse, Pilze, Äpfel und Birnen bedeuten, <strong>das</strong>s der Herbst<br />
kommt. Wenn es kühler wird, sind Produkte frisch Wiese,<br />
Wald und Feld gefragt. Ein schmackhaftes Kürbis- oder Pilzrisotto<br />
gelingt mit dem original italienischen bali Riso Cremona<br />
Arborio Reis. Die großen Reiskörner in extrafeiner Qualität<br />
zeichnen diesen Reis aus, der in der Lombardei nach alter<br />
italienischer Tradition angebaut wird. Dieser Risotto-Reis in<br />
Top-Qualität ist bei Senna erhältlich. Ein idealer Begleiter zu<br />
gebratenen und frittierten Speisen mit fruchtig-herbem Geschmack<br />
und 55 Prozent Fruchtanteil sind die veganen Preiselbeeren<br />
von Senna. Praktisch ist vor allem die hygienische<br />
Portionspackung. Aber auch die anderen Stickpacks im Sortiment<br />
sind für verschiedenste Herbstgerichte einsatzbereit.<br />
Vollfruchtiges Ketchup, pikant-würziger Senf oder Barbecuesauce<br />
mit rauchiger Note – sie sind auch für Veganer geeignet.<br />
Die beliebte Sauce Tartare in der praktischen Portionspackung<br />
passt zum Beispiel zu gebackenen Champignons – ein<br />
weiterer Genuss im Herbst.<br />
www.senna.at<br />
Foto: FVZ
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
WILD & HERBST 25<br />
„Wilde“ Spezialisten aus dem Mostviertel<br />
Fotos: Feigl<br />
Die Firma Feigl aus dem Mostviertel beliefert mit<br />
ihrem umfangreichen Angebot u.a. an Frische-<br />
& Tiefkühlprodukten seit Jahrzehnten vor allem<br />
die heimische Gastronomie. Gerade in der Wildzeit<br />
führt man hier attraktive Angebote, etwa die Mostviertler<br />
Weidegans, die auf saftigen Wiesen mit viel<br />
sonnenbeschienener und auch schattiger Weidefläche<br />
aufgewachsen ist. Das zugefütterte geschrotete<br />
Getreide sorgt für die hohe Fleischqualität, fettummantelte<br />
Fleischfaserung sowie <strong>das</strong> ausgezeichnete<br />
Fleisch-Knochenverhältnis. Die Tiere werden direkt<br />
am Hof, ohne stressige Tansportwege, unter Betäubung<br />
geschlachtet und trocken gerupft. „Fachmännisch<br />
zubereitet, wird die Mostviertler Weidegans zu<br />
einem knusprigen Gaumenschmaus, von dem Ihre<br />
Gäste noch lange reden werden“, ist man bei Feigl<br />
überzeugt.<br />
Feigl führt überdies ein großes Sortiment an<br />
Wildbret aus eigener Zerlegung: Reh, Hirsch, Damwild,<br />
Wildschwein, Gams, Mufflon und Niederwild<br />
je nach Jagdsaison frisch und tiefgekühlt.<br />
Ein weiterer Genusstipp ist der Prinzenhirsch –<br />
dabei handelt es sich ausschließlich um maximal<br />
zweijährige Stücke, die tierärztlich begutachtet,<br />
deklariert und fachmännisch zerlegt werden. Das<br />
Fleisch ist nach höchsten Hygienestandards vakuumverpackt<br />
und wird mit den eigenen Frische- und<br />
TK-LKWs von Feigl in fast ganz Österreich für Gastronomen,<br />
Hotels und Gemeinschaftsverpfleger ausgeliefert.<br />
Darüber hinaus können Kunden österreichweit<br />
auch ein ausgewähltes Sortiment (je nach Warenverfügbarkeit)<br />
bestellen. Die Produkte werden dann<br />
mit dem Service der Post „Next day“ in gekühlten<br />
Boxen zugestellt.<br />
www.feigl.at
26 WILD & HERBST<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Prachtvolle Preiselbeere<br />
Im Herbst erreicht <strong>das</strong> Jagdjahr seinen<br />
Höhepunkt, und <strong>das</strong> bedeutet<br />
auch, <strong>das</strong>s die Wildsaison beginnt. Gerade<br />
zu dieser Zeit sind auch Preiselbeeren<br />
reif und werden zu Konfitüren<br />
und Kompott verarbeitet – als wäre es<br />
gewollt, <strong>das</strong>s man beides zusammen<br />
genießt. Doch Preiselbeere ist nicht<br />
gleich Preiselbeere. Die besten Qualitäten<br />
reifen in österreichischen Bergen<br />
auf knapp 2.000 Meter Seehöhe,<br />
oder im klimatisch ähnlichen Skandinavien.<br />
Von dort kommt der Großteil<br />
der Preiselbeeren. Seit 1931 kocht die<br />
Unterweger Früchteküche in Osttirol<br />
Preiselbeeren ein. Und aus einem traditionellen<br />
Rezept – dem Wildpreiselbeerkompott<br />
Tiroler Art mit 60 Prozent<br />
Fruchtanteil – haben sich zahlreiche<br />
Varianten entwickelt, von denen die<br />
Preiselbeerkonfitüre herb mit 55 Prozent<br />
Frucht besonders beliebt ist. Die<br />
Beeren schmecken nicht nur zu Wild,<br />
sondern auch zu Wiener Schnitzel oder<br />
Backhenderl und in der süßen Variante<br />
zu Kaiserschmarrn.<br />
www.fruechtekueche.at<br />
Fotos: Früchteküche<br />
Herbstzeit ist Wildzeit<br />
Ob Reh, Hirsch oder Wildschwein – <strong>das</strong><br />
aromatische, dunkle Fleisch gehört zu<br />
den besonderen Spezialitäten der heimischen<br />
Küche. Nicht nur Feinschmecker<br />
schätzen <strong>das</strong> zarte Wildfleisch, auch immer<br />
mehr Anhänger einer gesunden Ernährung<br />
entdecken <strong>das</strong> Fleisch. Nicht<br />
fehlen dürfen dabei die fein-herben Preiselbeeren<br />
aus dem Hause Darbo. Der Erfolg<br />
jedes Produktes von Darbo liegt in<br />
der strengen Auswahl an besten Rohstoffen<br />
sowie in der schonenden und natürlichen<br />
Zubereitung. Nur ausgesuchte<br />
Früchte werden für die Herstellung feinster<br />
Darbo Preiselbeeren in den verschiedenen<br />
Gebindegrößen verwendet. Der<br />
unverkennbare, fein-herbe Geschmack<br />
der Preiselbeere verleiht nicht nur erlesenen<br />
Wildgerichten, sondern auch dem<br />
Backcamembert oder Süßspeisenklassikern<br />
eine besondere<br />
Note.<br />
Fotos: Fotolia<br />
Fotos: Darbo<br />
Die Preiselbeeren von Darbo sind<br />
auch in 38-g-Minigläsern erhältlich. Ideal<br />
ist dieses Gebinde auch für Häuser, die<br />
großen Wert auf Details legen, denn <strong>das</strong><br />
Miniglas kann mit dem Logo des Gastronomiebetriebs<br />
versehen werden . Dieser<br />
Service wird ab einer Bestellmenge von<br />
<strong>10</strong>0 Kartons zu je 40 Minigläser à 38 g<br />
kostenlos angeboten.<br />
Preiselbeer-Fans schätzen<br />
auch den erfrischenden Preiselbeer-<br />
Sirup in der 0,5-l-Flasche.<br />
Durch den hohen Fruchtanteil<br />
wird sichergestellt, <strong>das</strong>s<br />
auch beim verdünnten Sirupgetränk<br />
ein intensives Genusserlebnis<br />
erzielt wird. Für die Sirupe<br />
ist auch eine praktische Präsentationshilfe<br />
für die Gastronomie erhältlich.<br />
www.darbo.at
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Frische-Convenience<br />
Enten und Gänse<br />
WILD & HERBST 27<br />
Foto: Kröswang<br />
Die sogenannten Enten- und Ganslpartien<br />
sind für Gäste und Gastronomen<br />
eine große Sache. Damit der Aufwand in<br />
der Küche aber keine große Sache wird,<br />
gibt es vom Frische-Lieferanten KRÖS-<br />
WANG nun einzelne Gänse- und Ententeile,<br />
wie Keulen oder Brustfilet sous<br />
vide vorgegart, bereits fertig gewürzt und<br />
vorportioniert. Die Vorteile für den Gastronomen<br />
liegen auf der Hand: geringer<br />
Zeitaufwand in der Zubereitung, immer<br />
gleich bleibender Geschmack und idente<br />
Portionsgrößen. Der aufwändige Arbeitsschritt<br />
des Sous-vide-Garens wird<br />
bei diesem Produkt kurzerhand ausgelagert.<br />
Das macht es zum perfekten Frische-Convenience-Artikel<br />
für den Koch.<br />
www.kroeswang.at<br />
Wir sind<br />
wild auf<br />
Genuss!<br />
Wildpreiselbeeren [Art.-Nr. 911]<br />
Handverlesene Wildpreiselbeeren verleihen<br />
Wild- und Fleischgerichten sowie Süßspeisen<br />
eine fruchtige Note mit angenehm milder Säure.<br />
Wild Gewürzzubereitung [Art.-Nr. 1808]<br />
Feine Wacholderaromate, eine Prise Knoblauch und<br />
eine dezente Pfeffernote für den perfekten Wildgenuss.<br />
Regionales Wild mit Pilzen<br />
In Hinblick auf den anhaltenden Trend<br />
zu Nachhaltigkeit und Regionalität kann<br />
Wild punkten, da es zu <strong>10</strong>0 Prozent aus<br />
Österreich bezogen werden kann. Es ernährt<br />
sich vorwiegend von Kräutern und<br />
Gräsern ohne künstliche Futterstoffe<br />
oder Tierarzneimittel.<br />
Wildfleisch ist somit ein echtes Naturprodukt.<br />
„In der Wildsaison haben wir<br />
ein besonderes und vielfältiges Sortiment<br />
an regionalen Spezialitäten im Angebot.<br />
Vor allem in puncto Verarbeitung hat sich<br />
<strong>das</strong> langjährige Know-How der Eurogast<br />
Metzgermeister bewährt, denn die Feinzerlegung,<br />
Reifung und Lagerung erfordern<br />
höchste Sorgfalt in der Vorgehensweise“,<br />
erklärt Peter Krug, Geschäftsführer<br />
von Eurogast Österreich. Als Beilage<br />
sind Pilze bei vielen Gastronomen die<br />
erste Wahl, mit ihrem frischen, würzigen<br />
Aroma stellten sie eine perfekte Kombination<br />
zu Wildfleisch dar. Auch bei den<br />
Pilzen achtet Eurogast auf höchste Qualität<br />
und Frische sowie sorgfältige Verarbeitung<br />
und Lagerung. Im Eigenmarken-<br />
Pilz-Sortiment von Eurogast befinden<br />
sich Pfifferlinge, Steinpilze und Pilzmischungen.<br />
www.eurogast.at<br />
Foto: Bazzoka<br />
Wildfond Konzentrat 1+29 [Art.-Nr. 23<strong>21</strong>]<br />
Instant-Fondkonzentrat aus kräftig-dunkler Wildbouillon,<br />
abgerundet durch eine fruchtige Rotweinnote,<br />
unterlegt durch Gemüse- und Preiselbeer-Aromate.<br />
UNSERE GENUSSGARANTEN<br />
FÜR DIE WILDSAISON:<br />
Wildrahmsuppe<br />
Sauce zu Wild<br />
Wildfond 1:29<br />
Wildgewürz<br />
Wildpreiselbeeren<br />
Genuss made in Austria<br />
Nannerl GmbH & Co KG<br />
5<strong>10</strong>2 Anthering bei Salzburg<br />
Tel. + 43 / (0) 662 / 66 <strong>10</strong> 46 - 0<br />
www.nannerl.at
28 WILD & HERBST<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Foto: Agrar Plus<br />
Festival fürs Wild<br />
Das neue Festival „wein.wild.weinviertel“<br />
drehte sich um Natur und Jagd<br />
und wurde von der Genussregion Weinviertler<br />
Wild mit über 30 Ausstellern<br />
veranstaltet. Jagdhornbläser-Gruppen<br />
erfüllten den Schlosspark mit jagdlichen<br />
Klängen. Obmann Landtagsabgeordneter<br />
Manfred Schulz versprach eine<br />
Wiederholung der Veranstaltung im<br />
Schlosspark und Innenhof des ehemaligen<br />
Habsburger Jagdschlosses in Eckartsau.<br />
Der Impfbus des Landes Niederösterreich<br />
war ebenfalls vor Ort. Besucher<br />
kosteten sich durch Wildprodukte und<br />
andere regionale Köstlichkeiten. Besonderen<br />
Anklang fand <strong>das</strong> neue Leitprodukt<br />
der Genussregion Weinviertler<br />
Wild – die „Wilde Dreikantige“. Hierbei<br />
handelt es sich um eine Wurst mit drei<br />
Seitenflächen. Weinviertler Winzer und<br />
Storchenbräuer Bier versorgten Durstige.<br />
Für die kleinen Gäste gab es eine „mobile<br />
Waldschule“ der Österreichischen Bundesforste.<br />
Auch <strong>das</strong> Angebot an Jagdschmuck,<br />
Deko-Artikeln und Trachtenmode<br />
begeisterte. Ziel des Festivals war<br />
es, sich um die gesellschaftliche Akzeptanz<br />
der Jagd zu bemühen. Die Genussregion<br />
Weinviertler Wild wurde bei „wein.<br />
wild.weinviertel“ von Agrar Plus, den Österreichischen<br />
Bundesforsten und vom<br />
NÖ Jagdverband unterstützt.<br />
www.weinviertler-wild.at<br />
G’schmackige Wildsaison<br />
Im Herbst haben Schwammerl, Wild &<br />
Co. Saison. Nannerls feine Kräutermischungen<br />
mit Wacholdernote, einer Prise<br />
Knoblauch und feinen Aromaten von<br />
Pfeffer geben Wildgerichten aller Art<br />
dann den letzten Schliff. Auch <strong>das</strong> Instant-Wildfond-Konzentrat<br />
aus kräftigdunkler<br />
Wildbouillon, abgerundet durch<br />
eine fruchtige Rotweinnote und Aromaten<br />
aus einem erdigen Gemüsemix und<br />
herben Preiselbeeren ist für Köche ein<br />
guter Griff. Die Sauce Wild Culinarium<br />
mit Rotwein, Wacholder und feine Röstaromen<br />
passt dann zu Hase, Hirsch und<br />
Reh gleichermaßen.<br />
Aber auch Suppen sind herbstliche<br />
Fixstarter: Die Wildrahmsuppe Culinarium<br />
aus Wildfleisch, Pilzen und hohem<br />
Sahneanteil verleiht dieser Rahmsuppe<br />
den richtigen Geschmack. Ebenso<br />
sind die Kürbiscremesuppe Culinarium<br />
oder die Steinpilzcremesuppe Culinarium<br />
beliebte Starter auf dem herbstlichen<br />
Tisch. Das gesamte „Nannerl Culinarium“-Sortiment<br />
verzichtet auf Geschmacksverstärker<br />
und Farbstoffe.<br />
www.nannerl.at<br />
Fotos: Nannerl
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
ADVERTORIAL 29<br />
Ein Rehrücken zum Entzücken<br />
Wenn die Tage kälter werden und der Herbstwind <strong>das</strong> Laub aufweht, dann heißt <strong>das</strong> für viele<br />
Menschen: die Herbstkulinarik und somit auch die Wildzeit ist angekommen. Wiberg präsentiert<br />
ein besonderes Schmankerl – den rosa gebratenen Rehrücken mit Waldkräuterkruste,<br />
Selleriepüree und karamellisierten Pfeffer-Kastanien.<br />
Rehrücken mit Selleriepüree und karamellisierten Pfeffer-Kastanien<br />
Rehrücken:<br />
150 g Butter<br />
200 g Weißbrot<br />
› 2 EL Spinatpaste<br />
› 1 kg Rehrücken ohne<br />
Knochen<br />
› WIBERG Ursalz<br />
› WIBERG Forest Flair Wald<br />
Gewürzzubereitung<br />
› WIBERG Distel-Öl<br />
kaltgepresst<br />
› WIBERG BIO Natives<br />
Selleriepüree:<br />
› 500 g Sellerie in Stücke<br />
geschnitten<br />
<strong>10</strong>0 ml Ober<br />
› WIBERG Veggie-Bouillon<br />
mit Ursalz pflanzlich<br />
WIBERG Ursalz<br />
› WIBERG Distel-Öl<br />
Karamellisierte<br />
Pfeffer-Kastanien:<br />
› 250 g Kristallzucker<br />
› <strong>10</strong> Stück gekochte und<br />
geschälte Esskastanien<br />
› <strong>10</strong> Stück Zahnstocher<br />
› WIBERG Pfeffer-Cuvée<br />
Gewürzmischung<br />
Kontakt:<br />
www.wiberg.eu<br />
Foto: Frutarom<br />
Rehrücken: Zunächst wird die Butter gesalzen und schaumig gerührt.<br />
Das Weißbrot dann zusammen mit dem Forest Flair cuttern und unter<br />
die Butter mischen. Dann wird die Spinat-Paste hinzugegeben und mit<br />
etwas Distel-Öl verfeinert. Das ganze in Frischhaltefolie wickeln und<br />
kühlen. Der Rehrücken wird in Oliven-Öl angebraten, gesalzen und mit<br />
Forest Flair gewürzt. Die gekühlte Kruste zum Schluss in dünne Scheiben<br />
schneiden und den Rehrücken damit belegen. Dann im Backrohr<br />
bei 1<strong>10</strong> °C etwa 15 Minuten garen.<br />
Selleriepüree: Zuerst wird der Sellerie in der Veggie-Bouillon weich<br />
gekocht. Anschließend wird gemeinsam mit dem Obers fein püriert<br />
und mit etwas Ursalz, Muskatblüte sowie Distel-Öl abgeschmeckt.<br />
Karamellisierte Pfeffer-Kastanien:Als erstes wird der Zucker in einem<br />
kleinen Topf karamellisiert und mit Pfeffer-Cuvée abgeschmeckt.<br />
Die Esskastanien werden anschließend auf einen Zahnstocher gespießt,<br />
durch <strong>das</strong> Karamell gezogen und mit dem tropfenden Ende<br />
nach unten gehalten, bis <strong>das</strong> Karamell leicht abkühlt. Anschließend<br />
kann zum Beispiel in einen Karton hineingespießt werden, der dann<br />
bis zum Gebrauch zur Seite gestellt wird.<br />
Als Garnitur für dieses feine Wildrezept bieten sich besonders Waldkräuterjus<br />
und Zimt-Kartoffeln an. Mit diesem besonderen Rezept<br />
kann die Wildsaison gebührend eingeläutet werden und die herbstliche<br />
Freude steigt.
30 KNÖDEL<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Runde<br />
Köstlichkeiten
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
KNÖDEL 31<br />
Knödel aus Kartoffelteig, herzhafte Semmelknödel mit<br />
und ohne Speck, fluffige Topfenknödel gefüllt mit Nougat,<br />
Erdbeere oder dem Klassiker schlechthin, der Marille,<br />
Leberknödel begleitet von einer kräftigen Rindsuppe,<br />
Spinatknödel oder Kaspressknödel, die ja eigentlich aus der<br />
Reihe fallen, da sie nicht die runde Form haben, wie für einen<br />
Knödel üblich. Und <strong>das</strong> ist nur eine kurze Aufzählung an<br />
Knödel-Köstlichkeiten.<br />
Text & Fotos: Katrin Schedler<br />
Ein Blick in die Speisekarten der<br />
Gasthäuser hierzulande genügt<br />
schon um festzustellen: eine österreichische<br />
Küche ohne Knödel<br />
wäre undenkbar. Knödel sind zwar<br />
ein typisches alpines Gericht, man findet<br />
sie jedoch auf den Tellern im ganzen<br />
Land. Die Wurzeln des „Knödels“<br />
gehen bis in die Römerzeit zurück, zumindest<br />
was die sprachliche Entstehung<br />
anbelangt. Aus dem „nodus“, dem<br />
lateinischen „Knoten“, über <strong>das</strong> althochdeutsche<br />
„chnodo“ bzw. <strong>das</strong> mittelhochdeutsche<br />
„knode“, was soviel wie kleiner<br />
Hügel bedeutet, wurde schließlich<br />
der Knödel. Den Knödel als sättigende<br />
Speise gibt es schon eine ganze Weile.<br />
Er gilt als eines der ersten haltbaren<br />
Lebensmittel, denn Brei, der beim Essen<br />
übrig blieb, wurde einfach gepresst<br />
und zu Kugeln gedrückt. Ein Knödel war<br />
länger vor dem Verderb geschützt, außerdem<br />
eignete er sich auch besser für<br />
den Transport. Rund um den Mondsee<br />
(Salzkammergut) fand man Speisereste<br />
aus jungsteinzeitlichen Pfahlbaudörfern<br />
und siehe da, schon zur damaligen<br />
Zeit wurde Obst und Fleisch mit<br />
Teig umhüllt. In der Burgkapelle Hocheppan<br />
(Südtirol) ist der Knödel sogar in<br />
der Kirche abgebildet. Hier gibt es ein<br />
Fresko aus dem 12./13. Jahrhundert mit<br />
der Knödelesserin, eine Frau, die aus einem<br />
großen Tiegel über offenem Feuer<br />
einen Knödel herausnimmt und diesen<br />
kostet. Darstellungen aus dem 11. Jahrhundert<br />
zeigen sogenannte Knödelmesser,<br />
auch „Knödelwürger“ genannt. Die<br />
Knödelmesser hatten vorne an der Klinge<br />
eine Spitze, mit der Bratenstücke und<br />
Knödel in den Mund befördert wurden.<br />
Der „Knödelwürger“ war in herrschaftlichen<br />
Häusern lange Zeit <strong>das</strong> einzige Besteck<br />
– <strong>das</strong> gemeine Volk aß die Knödel<br />
freilich mit den Händen. Brot- und<br />
Mehlknödel werden als älteste Form<br />
des Knödels angenommen. Erst später<br />
folgten Knödel aus alten Semmeln<br />
und die regionalen Abwandlungen wie<br />
z.B. Tiroler Speckknödel, die auch heute<br />
noch sehr beliebt sind. Während bei<br />
der ärmeren Bevölkerung die Brotknödel<br />
bis ins 16. Jahrhundert üblich waren,<br />
liefern Klostermitschriften aus dem<br />
Mittelalter Hinweise auf Fleischknödel<br />
und auch Fischknödel in der höheren<br />
Küche. Kartoffelknödel hingegen sind<br />
in der Küche noch nicht so lange vertreten<br />
und gelten als einer der jüngsten<br />
Vertreter unter den Knödeln. Erst<br />
vor gut 200 Jahren, als die Kartoffel heimisch<br />
wurde und nach und nach vermehrt<br />
auf den Feldern angebaut wurde,<br />
etablierte er sich. Lebensmittel zu verschwenden<br />
kam früher nicht in Frage<br />
und so wurde verwertet was die Saison<br />
und Natur hergab. In Gegenden mit Kastanienbäumen<br />
wurden „Köstenknödel“<br />
(besonders in der Fastenzeit) aus Kastanienmehl<br />
gerollt und „Bluatknödel“, Leberknödel<br />
oder Grammelknödel gab es<br />
dann, wenn geschlachtet wurde (Winterschlachtung).<br />
Das heute so trendige<br />
„Nose to Tail“-Prinzip war früher also<br />
gang und gäbe.<br />
Köstliche Tradition<br />
Knödel sind in der österreichischen Esskultur<br />
fest verankert und in vielen Regionen<br />
ein absolutes Traditionsgericht.<br />
Auch in Südtirol findet man die runden<br />
Köstlichkeiten in vielen Varianten. Das<br />
bereits erwähnte Fresko in der Burgkapelle<br />
Hocheppan aus dem 12./13. Jahrhundert<br />
(die Knödelesserin) ist dabei<br />
<strong>das</strong> älteste Zeugnis für Südtiroler Knödel.<br />
Dass der Knödel zu den beliebtesten<br />
und traditionellsten Gerichten Südti-<br />
EIN STEIRISCHES<br />
FAMILIENUNTERNEHMEN<br />
Semmelknödel<br />
handgeformt<br />
Unsere handgeformten Semmelknödel<br />
sind in verschiedenen Größen erhältlich.<br />
80g | 120g | 140g | 150g<br />
Meisterfrostprodukte sind im<br />
Tiefkühl-Fachgroßhandel erhältlich.<br />
verkauf@meisterfrost.at<br />
www.meisterfrost.at
32 KNÖDEL<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Der Patscheiderhof ist für sein Knödeltris bekannt.<br />
Foto: Patscheiderhof<br />
rols gehört, zeigt sich auch immer beim<br />
„Sterzinger Knödelfest“. Auf einer langen<br />
Tafel werden dabei im historischen<br />
Stadtzentrum verschiedenste Knödel-<br />
Kreationen serviert. Heuer wurde aus<br />
dem Fest coronabedingt ein Knödeltag<br />
(12. September) und auf die traditionelle<br />
Tafel wurde verzichtet – die runden<br />
Köstlichkeiten gab es dennoch in der gesamten<br />
Stadt.<br />
Heute allseits beliebt, war der Knödel<br />
ursprünglich <strong>das</strong> Gericht der einfachen<br />
Leute. Die Zutaten für die Knödel<br />
stammten meist vom eigenen Hof,<br />
verwendet wurde was zur Verfügung<br />
stand. Dienstag, Donnerstag und Sonntag<br />
waren vielerorts Knödeltage, wobei<br />
Speckknödel oder sonstige Fleischknödel<br />
nur an Feiertagen oder sonntags<br />
auf den Tisch kamen. Zu wertvoll war<br />
Fleisch, um es tagtäglich zu servieren.<br />
Über die Jahrhunderte entstanden in<br />
den Tälern und Gegenden ganz eigene<br />
Knödelspezialitäten wie beispielsweise<br />
Schwarzplentene Knödel aus<br />
dem Passeiertal, für die Buchweizenmehl<br />
verwendet wird, oder die Pusterer<br />
Pressknödel mit dem geschmackvollen<br />
Graukäse. So wunderbar unterschiedlich<br />
die Knödel schmecken, eines haben<br />
sie gemeinsam: Um Knödel richtig<br />
hinzubekommen, braucht es Erfahrung<br />
und Feingefühl für die richtige Konsistenz<br />
der Teigmasse. Auch wenn Knödel<br />
auf den ersten Blick vielleicht als<br />
einfaches Gericht abgestempelt werden,<br />
kann bei der Herstellung einiges<br />
schief gehen. Wird die Masse nicht fest<br />
geformt, können Risse entstehen, wodurch<br />
Wasser ins Innere vordringt und<br />
der Knödel auseinander fällt. Außerdem<br />
sollte <strong>das</strong> Wasser sieden, nicht<br />
sprudelnd kochen, denn auch beim<br />
Kochen fallen die Knödel auseinander.<br />
Und dann sind schließlich noch der Geschmack<br />
und die Konsistenz, die passen<br />
müssen. Regionale Zutaten und gut<br />
behütete Rezepte sind hier die Schlagwörter.<br />
Patscheiders‘ Knödeltris<br />
Wie <strong>das</strong> „Knödeln“ richtig geht, <strong>das</strong><br />
weiss man am Patscheiderhof bei Bozen.<br />
Auf dem Ritten, dem Bozner Hausberg,<br />
liegt im Dorf Signat <strong>das</strong> Traditionsgasthaus,<br />
<strong>das</strong> seit mehr als <strong>10</strong>0<br />
Jahren im Besitz der Familie Rottensteiner<br />
ist. Bis ins Jahr 1983 wurde <strong>das</strong><br />
heutige Gasthaus als Buschenschank<br />
geführt. Seit der Übernahme durch Luis<br />
Rottensteiner darf man sich an der vielfältigen<br />
Südtiroler Küche erfreuen: Von<br />
Schlutzkrapfen über Kalbshaxe bis hin<br />
zur saisonalen Gerichten und italienischen<br />
Klassikern. Dabei stammen viele<br />
der verwendeten Produkte aus dem eignen<br />
Anbau, genauso wie die Hausweine<br />
Vernatsch und Müller-Thurgau. Und<br />
dann sind da noch die Knödel bzw. besser<br />
gesagt <strong>das</strong> Knödeltris, für <strong>das</strong> manch<br />
ein Gast gerne eine längere Anfahrt in<br />
Kauf nimmt. Das berühmte Knödeltris<br />
(plus Topfennocke) besteht aus je einem<br />
Knödel mit Spinat, Roter Bete und Käse.<br />
So wunderbar fluffig sind die runden<br />
Prachtstücke, was nicht nur am Knödelbrot<br />
mit seiner hauchdünnen Kruste<br />
liegt, sondern zum größten Teil am erfahrenen<br />
Händchen des Küchenchefs<br />
Luis Rottensteiner. In der 300 Jahre alten<br />
Bauernstube oder auf der Sonnenterrasse<br />
mit Blick auf den Rosengarten<br />
und auf Bozen hinab schmecken die<br />
Knödel gleich nochmals besser.<br />
Ach ja, eines ist noch wichtig: Knödel<br />
werden niemals mit dem Messer aufgeschnitten,<br />
sondern ausschließlich mit<br />
der Gabel oder dem Löffel. Einen guten<br />
Appetit!<br />
www.patscheider-hof.com<br />
www.knoedelfest-sterzing.com<br />
www.suedtirol.info
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
KNÖDEL 33<br />
Fotos: Weinbergmaier<br />
Kaiserliche Knödel<br />
Knödel zählen in Österreich zu den traditionellen<br />
Lieblingsspeisen – egal,<br />
ob in der Suppe, als Hauptspeise, Beilage<br />
oder Dessert. Knödelmachen ist eine<br />
Kunst, sie dürfen nicht zu locker und<br />
nicht zu kompakt sein und sollen mit einer<br />
schönen runden Optik sowie mit einem<br />
ausgewogenen Verhältnis von Fülle<br />
und Teig bestechen. Tiefkühl-Spezialist<br />
Weinbergmaier bietet unter der Marke<br />
Bauernland Knödel als Hauptspeise,<br />
Suppeneinlage oder Beilage an und unter<br />
Toni Kaiser die süßen Spezialitäten.<br />
Bauernland setzt auf hochwertige Rohstoffe<br />
und österreichische Rezepturen<br />
– <strong>das</strong> macht die Knödel zum qualitativen<br />
Genuss.<br />
Vegetarische Genießer herzhafter<br />
Knödel kommen mit Spinat-Käse-<br />
Knödel auf ihre Kosten. Zu den Knödel-<br />
Spezialitäten zählen auch die gefüllten<br />
Rauchkuchlknödel, die Innviertler<br />
Rauchkuchlknödel, Grammelknödel,<br />
Innviertler Grammelknödel, Selchspeckknödel<br />
und die Hascheeknödel.<br />
Das neue Highlight sind die Bauernland<br />
Putenwurstknödel aus feinem Kartoffelteig<br />
und mit hochwertiger Putenwurst<br />
gefüllt. Auch zum Abschluss eines<br />
österreichischen Mahls genießen Knödel<br />
die volle Aufmerksamkeit. Toni Kaisers<br />
Topfenknödel, Nougatknödel, Erdbeer-Fruchtknödel<br />
oder Zwetschkenknödel<br />
mit Kern ergeben einen süßen<br />
Abschluss.<br />
www.weinbergmaier.at<br />
Handgemachte Semmelknödel<br />
Er ist in keinem Gasthaus wegzudenken und ein wahrer österreichscher<br />
Klassiker – der Semmelknödel ist der Beilagenliebling.<br />
Produkte, die einfach in der Zubereitung sind, aber<br />
dennoch wie hausgemacht schmecken, haben sich seit jeher<br />
bewährt. Das ist auch <strong>das</strong> Motto der Meisterfrost-Küche, die<br />
den Ansprüchen der modernen Gastronomie und Großküchen<br />
dienlich sein möchte. Bei Meisterfrost werden die Knödel<br />
noch mit der Hand geformt – durch diese Handarbeit bleibt<br />
die Konsistenz des Knödelteiges besonders locker und flaumig.<br />
Die Optik hält, was sie verspricht, denn je mehr Handarbeit<br />
hinter einem Produkt steckt, desto authentischer ist der Geschmack.<br />
Mit hochwertigen Zutaten und völlig frei von Konservierungsstoffen<br />
werden die Knödel zubereitet. Ein weiterer<br />
Vorteil der Semmelknödel sind exakte Kalkulierbarkeit, portionsgerechte<br />
Vorbereitung sowie flexibles Handling. Meisterfrost<br />
führt auch pikante Knödel im Sortiment: Bauernknödel<br />
gefüllt mit gewürztem Selchfleisch, Wurstknödel mit Wiener<br />
Wurst und Kräutern oder Grammelknödel mit würzigen Knuspergrammeln.<br />
www.meisterfrost.at<br />
Foto: Meisterfrost
Brennesselweckerl<br />
Hanfweckerl<br />
Power<br />
Kornweckerl<br />
Art. 2414*<br />
Better Life Wellness<br />
Quartett, 4-fach sortiert<br />
Gewicht: 60 g, 120 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Emmer Urkorn<br />
Weckerl<br />
Better Life<br />
Lust auf eine Extra-Portion<br />
Urgetreide, Hafer, Dinkel oder Roggen?<br />
Mit diesen Backwaren punkten Sie nicht nur<br />
bei Ihren Gästen, sondern liegen auch voll im<br />
ernährungsbewussten Trend.<br />
Ohne Getreide<br />
Art. 717*<br />
Better Life Dinkel-Vollkorn-<br />
Doppelweck<br />
Maße: L 11,0 x B 9,5 x H 3,5 cm<br />
Gewicht: 90 g, 40 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Art. 187*<br />
Better Life Bio<br />
Dinkelvollkornbrot<br />
Maße: L 23,0 x B 14,0 x H 6,0 cm<br />
Gewicht: 500 g, 7 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Lorem ipsum<br />
Art. 59989*<br />
Superfood Paleo Brot<br />
Maße: L 16,5 x B 8,5 x H 8,0 cm<br />
Gewicht: 950 g, 4 St. / Kt.<br />
Service-Artikel<br />
Frischeprodukt<br />
Restlaufzeit<br />
bei Lieferung:<br />
ca. <strong>10</strong> Tage<br />
(2)<br />
(1)<br />
(1)<br />
(2)<br />
(1)<br />
(3)<br />
(3)<br />
(4)<br />
(3)<br />
(2)<br />
Art. 5295*<br />
Better Life Vollkornweckerl-<br />
Mix, 3-fach sortiert<br />
Mehrkorn-Vollkornweckerl (1), Hafer-<br />
Vollkornweckerl (2), Vollkornweckerl (3)<br />
Maße: L 9,5 x B 8,5 x H 3,5 cm<br />
Gewicht: 70 g, 60 St. / Kt.<br />
vorgebacken<br />
Art. 2004*<br />
Better Life Brötchenkiste,<br />
4-fach sortiert<br />
2ab Urweizen-Brötchen (1), Dinkeldream (2),<br />
Potato King (3), Less Salt - Big Taste (4)<br />
Gewicht: 64 g, 80 St. / Kt.<br />
vorgebacken<br />
Art. 1694*<br />
Better Life Vital Mischkiste,<br />
4-fach sortiert<br />
Dinkel Vollkornbrötchen (1), Fitnessbrötchen (2),<br />
Müsli Brötchen (3), Kernbeisserbrötchen (4)<br />
Gewicht: 45 g, 140 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
» Bestellen Sie jetzt bei Ihrem<br />
(4)<br />
EDNA Backwaren GmbH<br />
Rutzenmoos 20<br />
A-4845 Rutzenmoos<br />
www.edna.at
Außergewöhnlicher<br />
Burger-<br />
Genuss<br />
Mit<br />
eingebackenem<br />
Kürbisfleisch<br />
Art. 2395*<br />
FF-Pumpkin Burger,<br />
geschnitten<br />
Maße: Ø 12,0 (5 Inch) x H 3,5 cm<br />
Gewicht: <strong>10</strong>0 g, 20 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Passende Verpackungskonzepte<br />
für jeden Anlass!<br />
Unsere<br />
praktischen<br />
Verpackungslösungen<br />
finden Sie hier:<br />
Art. 1600*<br />
FF-Gourmet Burger rund,<br />
geschnitten<br />
Maße: Ø 12,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />
Gewicht: <strong>10</strong>0 g, 40 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Art. 1320*<br />
FF-Gourmet Burger Sesam,<br />
geschnitten<br />
Maße: Ø 12,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />
Gewicht: <strong>10</strong>0 g, 40 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Art. 57548*<br />
Zeitungspapier<br />
„The Monday Times“<br />
Maße: L 28,0 x B 34,0 cm<br />
Gewicht: 3,4 g, <strong>10</strong>00 St. / Kt.<br />
Service-Artikel<br />
Art. 1324*<br />
FF-OMG Burger,<br />
geschnitten<br />
Maße: Ø 12,0 (5 Inch) x H 3,5 cm<br />
Gewicht: <strong>10</strong>0 g, 20 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Art. 2680*<br />
BB-Brezn-Brioche Burger,<br />
geschnitten<br />
Maße: Ø <strong>10</strong>,0 (4 Inch) x H 5,0 cm<br />
Gewicht: 80 g, 60 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Art. 1160*<br />
FF-PartyBurgerMischkiste,<br />
4-fach sortiert<br />
Maße: Ø 6,5 (2,5 Inch) x H 3,5 cm<br />
Gewicht: 30 g, <strong>10</strong>0 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Großhändler, im C+C Markt oder direkt bei EDNA!<br />
Lieferung per Tiefkühl-LKW.<br />
* Weitere Informationen (Inhalte der Mischkisten, Bezeichnung des Lebensmittels, Zutaten, Nährwertdeklaration,<br />
Allergene, Zubereitung) erhalten Sie unter www.edna.at.<br />
Auf der Website im Suchfenster die Artikelnummer eingeben und anschließend auf die gewünschten Informationen<br />
klicken. Gerne steht Ihnen unsere kostenlose Service-Hotline 0800/202084 für weitere Informationen zur Verfügung.<br />
Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Keine Haftung für Druckfehler.<br />
Bei den Produkt bildern handelt es sich teilweise um Servierbeispiele.
36 PORTRAIT<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Fotos: Hotel Motto<br />
Motto: Luxus<br />
Fünf Jahre hat es gedauert, aus dem ehemaligen Hotel Kummer <strong>das</strong> Hotel Motto zu machen.<br />
<br />
Von Petra Pachler<br />
Aber mit Anfang Oktober ist es so<br />
weit und <strong>das</strong> trendige Hotel in Wien<br />
Mariahilf, in dem Pariser Schick auf<br />
Wiener Tradition und skandinavische<br />
Gemütlichkeit trifft, öffnet seine Pforten<br />
– und Neo-Hotelier Bernd Schacher wird<br />
damit vermutlich keinen Kummer haben.<br />
Denn in den 91 Zimmern und 12 Suiten<br />
wurden ausschließlich edle Materialien<br />
verarbeitet, die Lampen wurden den<br />
Leuchtern des legendären Hotel Ritz in<br />
Paris nachempfunden und auch alles andere<br />
ist Luxus pur.<br />
Das perfekt abgestimmte Zusammenspiel<br />
aus Wohnräumen und Gastronomie<br />
- mit Restaurant-Bar, Dachterrasse<br />
und eigener Bio-Bäckerei - schafft<br />
einen vielschichtigen Mikrokosmos, der<br />
<strong>das</strong> eigentlich Besondere ausmacht.<br />
Das Motto des Motto-Großunternehmers<br />
– Motto am Fluss, Motto Catering,<br />
Motto Brot – ist klar: Luxus auf der<br />
Mariahilferstraße, der aber nicht protzig<br />
sein darf. Das Hotel verfügt über 91<br />
Zimmer & Suiten und einer Eventfläche<br />
mit gesamt 140 m2. Stoffbezogene<br />
Wände mit filigranem Muster und von<br />
den renommierten Arkan Zeytinoglu<br />
Architects eigens für <strong>das</strong> Hotel designte<br />
Teppiche, Möbel, Fliesen und Lampen<br />
bilden den Rahmen für originelle Vintage<br />
Möbel - teilweise Originale aus dem<br />
Pariser Hotel Ritz.<br />
Nachhaltigkeit muss sein<br />
Die Bar ist ein ganztägiger Treffpunkt<br />
– und <strong>das</strong> kommunikative Zentrum<br />
des Hotels. Der Ausblick macht sowohl<br />
den Green Smoothie am Morgen<br />
als auch den Gin Tonic am Abend<br />
zu einem besonderen Genuss. Der Kaffee<br />
‚Alt Wien‘ ist eine Spezialröstung<br />
für <strong>das</strong> Hotel und aus altem Brot lässt<br />
Hausherr Bernd Schlacher, der für sein<br />
nachhaltiges Konzept mehrfach zertifiziert<br />
wurde, ein eigenes Bier namens<br />
‚Brewdi‘ brauen.<br />
Motto Brot<br />
Die hauseigene Boulangerie Motto Brot<br />
mit einem Schanigarten ist eine Symbiose<br />
aus französischem Flair, Wiener<br />
Tradition und hochwertigen Zutaten.<br />
Auf der Fußgängerzone der Mariahilferstraße<br />
lockt die kleine Bäckerei direkt<br />
im Erdgeschoss des Hotels mit<br />
köstlichen Aromen und sowohl Hotelgäste<br />
als auch externe Gäste genießen<br />
Croissants, verschiedene Brote aus lang<br />
geführtem Sauerteig, feinste Pâtisserie<br />
aus heimischen Bio-Zutaten und guten<br />
Kaffee.<br />
www.hotelmotto.at
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
MESSEN 37<br />
Die Zukunft der Gastlichkeit ist grün<br />
operation überhaupt dem Klimaneutralitätsbündnis<br />
beigetretenen 32 Vitalpina<br />
Hotels.<br />
Der Tourismus ist eine jener Branchen,<br />
die durch den Klimawandel besonders<br />
betroffen ist und so stellt sich nicht<br />
nur die Frage, wie Tourismus künftig<br />
aussehen kann und muss, sondern auch:<br />
Wonach werden Urlauber künftig suchen,<br />
wie werden sich Reisegewohnheiten<br />
ändern? Welche Maßnahmen müssen<br />
gesetzt werden, damit ein Gastbetrieb<br />
auch in <strong>10</strong> Jahren noch attraktiv ist?<br />
Foto: Marco Parisi<br />
Warum? Antworten darauf gibt es<br />
auf der Hotel 20<strong>21</strong> von 18. bis <strong>21</strong>.<br />
Oktober 20<strong>21</strong> in Bozen. Nachhaltiger<br />
Tourismus ist in Südtirol kein kurzlebiger<br />
Trend, sondern gelebte Realität. Die<br />
Zahlen sprechen für sich: 18 zertifizierte<br />
KlimaGemeinden, über <strong>10</strong>.000 KlimaHäuser,<br />
14 KlimaHotels, 19 Green<br />
Events sowie die als erste Hotel-Ko-<br />
Fachexpertisen beleuchten<br />
<strong>das</strong> Thema<br />
Als Branchenplattform für die Hotellerie<br />
und Gastronomie geht man<br />
bei Hotel 20<strong>21</strong> diesen Fragen nach<br />
und sucht gemeinsam mit den Besuchern<br />
nach Antworten. Tourismus-Experten<br />
werden genauso Stellung nehmen,<br />
wie Nachhaltigkeitspioniere zu<br />
Wort kommen. Mit dem Sustainability<br />
Award werden die nachhaltigsten Produkte<br />
der ausstellenden Unternehmen<br />
ausgezeichnet und auf der Hotel Connects<br />
Stage Nachhaltigkeits-Aspekte<br />
wie Kreislaufwirtschaft oder „sustainable<br />
Pioneers“ beleuchtet. Hotel 20<strong>21</strong><br />
macht mit 600 Ausstellern fit für die<br />
grüne Gastlichkeit.<br />
www.fierabolzano.it<br />
„Alles für den Gast“ 20<strong>21</strong> von 6. – <strong>10</strong>. 11.<br />
Nach zwei Jahren ist es endlich wieder<br />
so weit: Die österreichische Leitmesse<br />
für Gastronomie in Salzburg geht<br />
wieder als Präsenzveranstaltung über<br />
die Bühne.<br />
Die Zeit des Stillstands wurde genutzt,<br />
um neue Trends in den Ausstellungsbereich<br />
zu integrieren und <strong>das</strong><br />
Rahmenprogramm mit Top-Speakern<br />
zu erweitern. Über 500 Aussteller warten<br />
im Salzburger Messezentrum auf interessierte<br />
Gäste und den persönlichen<br />
Austausch. 2020 erstmals als digitales<br />
Sonderformat gestartet, bekommt<br />
der Gastro Circle dieses Jahr in Halle <strong>10</strong><br />
seine eigene physische Bühne. Ganz im<br />
Sinne einer hybriden Messe wird auch<br />
online live gestreamt werden.<br />
Karrierelounge und Start-up Area<br />
Neben vielen Neuheiten setzt die Branchenfachmesse<br />
weiterhin auf Altbewährtes.<br />
So können sich die Besucher<br />
wieder auf die Start-up Area freuen. Die<br />
Jungunternehmer können zudem auf<br />
der Gastro Circle-Bühne vor Publikum<br />
und Investoren ihre Ideen präsentieren.<br />
Auch der zweite Gastro-Hackathon sowie<br />
die Karrierelounge stehen abermals<br />
in den Startlöchern.<br />
Foto: ReedExhibitionsAustria_FelixBraune<br />
<strong>GASTRO</strong> ist mit einem Stand im Foyer<br />
vertreten: Besuchen Sie uns, plaudern<br />
Sie mit uns und tauschen Sie sich<br />
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www.gastmesse.at
38 KRAUT<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Ein Hoch auf den Krautkopf<br />
Kaum wird es draußen wieder kälter, dann hat eine Gemüsefamilie Hochsaison.<br />
<br />
Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />
Es ist <strong>das</strong> Kohlgemüse, und da vor<br />
allem der Krautkopf, der zur typisch<br />
österreichischen Küche einfach<br />
dazugehört. Die Vielfalt in der<br />
Kohlfamilie ist enorm – Exemplare mit<br />
festen Köpfen, wie <strong>das</strong> Spitzkraut oder<br />
der Wirsing, salatartige Sorten, wie der<br />
Chinakohl oder der Schnittkohl, Blütenknospen,<br />
wie der Karfiol oder der Brokkoli,<br />
oder rübenartige Knollen, wie der<br />
Kohlrabi oder die Steckrübe; und alle<br />
Vertreter sind sehr gesund. Doch absoluter<br />
Spitzenreiter in der Beliebtheit ist<br />
<strong>das</strong> Kraut, allen voran <strong>das</strong> Weißkraut und<br />
dabei ist es egal, ob es als Salat, Roulade<br />
oder milchsauer vergoren als Sauerkraut<br />
gegessen wird. Das Blaukraut dagegen<br />
führt zu Unrecht ein Schatten<strong>das</strong>ein,<br />
es ist zwar als Beilage zu Wild ein Muss,<br />
aber andere Gerichte mit dem blauen<br />
Kohlkopf kommen nur selten auf den<br />
Tisch.<br />
Unterschiede nicht nur in der Farbe<br />
Blaukraut schmeckt kräftiger und etwas<br />
süßlicher als Weißkraut. Die Krautköpfe<br />
sind zudem etwas kleiner, dafür aber<br />
kompakter. Die enge Verwandtschaft<br />
lässt sich nicht leugnen und beide, Weißund<br />
Blaukraut, stammen vom Wildkohl<br />
ab. Jedoch wird heutzutage deutlich mehr<br />
Weißkraut gegessen. Im Mittelalter dagegen<br />
war es umgekehrt und <strong>das</strong> Blaukraut<br />
weit weiter verbreitet. Es wurde sogar<br />
von Hildegard von Bingen geschätzt<br />
und die überregionale Verbreitung des<br />
Krautes in Europa geht vor allem auf die<br />
Klöster zurück.<br />
Beide Krautarten sind sehr gesund,<br />
wobei der blaue Vertreter vielleicht<br />
noch etwas gesünder ist. Er enthält, wie<br />
man sofort sehen kann, mehr Farbstoffe,<br />
die sogenannten Anthocyane, die als<br />
Antioxidantien wichtige Radikalfänger<br />
sind und den Körper vor Oxidation und<br />
Zellschädigung schützen. Aber beide<br />
Vertreter sind reich an Vitamin C und<br />
K, Mineralstoffen und den sogenannten<br />
Senfölglycosiden. Das sind schwefelhaltige<br />
Verbindungen, die beim Menschen<br />
Bakterien abtöten oder Krebs vorbeugen<br />
können. Ein guter Grund, warum<br />
Kraut regelmäßig auf dem Speiseplan<br />
stehen sollte.<br />
Von traditionell bis innovativ<br />
Kraut gilt als altmodisch, also nichts für<br />
die moderne Küche, aber genau <strong>das</strong> Gegenteil<br />
ist der Fall, denn es hängt immer<br />
von der Zubereitung ab. Viele Köche entdecken<br />
<strong>das</strong> Kraut neu, stellen eigenes<br />
Sauerkraut her oder lassen sich von asiatischen<br />
Einflüssen inspirieren. Statt deftiger<br />
Zubereitung mit langen Kochzeiten,<br />
wird <strong>das</strong> Kraut nun schonender und bekömmlicher<br />
verarbeitet. So eignet sich<br />
der Allrounder in der Küche nicht nur
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
KRAUT 39<br />
für deftige Eintöpfe, Suppen und Salate,<br />
sondern feingeschnitten auch für den<br />
Wok, als Strudel- oder Tascherlfülle oder<br />
für vegetarische Krautrouladen. Weißkraut<br />
harmoniert gut mit Pilzen, Walnüsse,<br />
Sonnenblumenkernen, Äpfeln,<br />
Weintrauben, aber auch Fisch wie Zander<br />
oder Lachs. Bei den Gewürzen gibt es<br />
kaum etwas, <strong>das</strong> nicht dazu passt. Gute<br />
Partner sind Curry, Paprika, Ingwer, Chili,<br />
Kümmel, Majoran oder Petersilie.<br />
Blaukraut wird meist klassisch als<br />
Beilage zu deftigen herbstlichen Fleischgerichten<br />
gereicht, aber es lassen sich<br />
auch Tartes, Suppen, Aufläufe, Rohkostsalate<br />
oder Laibchen daraus zubereiten.<br />
Um Blaukraut besser verdaulich zu machen,<br />
helfen Gewürze wie Kümmel, Nelken<br />
oder Zimt, die beim Kochen hinzugefügt<br />
werden.<br />
Angewandte Chemie vom Feld<br />
Ob blau, rot oder violett, so leicht ist die<br />
Farbe von Blaukraut nicht zu beurteilen.<br />
Schuld daran sind die enthaltenen Anthocyane,<br />
die je nach pH-Wert des Bodens<br />
entweder rötlich oder bläulich erscheinen.<br />
Ist der Boden eher sauer, dann<br />
wachsen die Krautköpfe eher bläulich,<br />
ist er eher basisch, dann sind sie rötlicher<br />
gefärbt. Somit sind auch beide Namen<br />
für ein und dieselbe Kohlpflanze<br />
richtig, meist hängt es von der Region<br />
ab, ob Blaukraut oder Rotkraut gebräuchlich<br />
ist. Die gesunden Anthocyane haben<br />
es in sich. Wer Blaukraut kocht, betreibt<br />
eigentlich angewandte Chemie. Durch<br />
die Zugabe von Säure zum Beispiel mit<br />
Orangensaft oder Essig färbt sich <strong>das</strong><br />
Kraut kräftig rot, wird der Topf danach<br />
mit Spülmittel abgewaschen, so färben<br />
sich die Reste kräftig blau.<br />
Das Vitamin C-Wunder<br />
Normalerweise wird ein Teil an Vitamin<br />
C, <strong>das</strong> im Gemüse enthalten ist, durch<br />
Erhitzen zerstört oder durch lange Lagerung<br />
abgebaut. Daher sollte Gemüse<br />
entweder roh gegessen oder schonend<br />
gegart werden. Kohl stellt aber eine Ausnahme<br />
dar. Alle Kohlsorten enthalten<br />
überdurchschnittlich viel Vitamin C, <strong>das</strong><br />
aber durch kurzes Kochen nicht zerstört<br />
wird. Der Grund dafür: Im Kohlgemüse ist<br />
Vitamin C in gebundener Form enthalten,<br />
in Form des „Ascorbigens“. Erst durch<br />
<strong>das</strong> Kochen wird <strong>das</strong> Vitamin C freigesetzt<br />
und steht dem Körper zur Verfügung.<br />
Zu langes Kochen macht diesen<br />
Effekt allerdings wieder zunichte.<br />
Die wohl bekannteste Variante des<br />
Kohls ist auch heute noch <strong>das</strong> Sauerkraut.<br />
Es wird aus Weiß- beziehungsweise<br />
gerne aus Spitzkraut hergestellt.<br />
Durch die Vergärung des Krautes bleiben<br />
sämtliche Nährstoffe und Vitamine<br />
erhalten. Im Herbst hergestellt, lässt sich<br />
Sauerkraut problemlos bis in den Winter<br />
hinein lagern. Auch Blaukraut lässt<br />
sich natürlich milchsauer vergären, es<br />
schmeckt halt anders, die Farbe ist für<br />
einige sicher gewöhnungsbedürftig.<br />
Rotkrautlaibchen<br />
Zutaten für 6 Stück:<br />
› 300 g fertig gegartes und<br />
gewürztes Rotkraut<br />
› 50 g Weizengrieß, fein<br />
› 50 g gegarter Couscous<br />
› 50 g Schlagobers<br />
› Salz und Pfeffer<br />
Zum Panieren:<br />
1 großes Ei<br />
Salz<br />
etwas Mehl zum Wenden<br />
› Walnüsse grob gemahlen<br />
› Semmelbrösel zum Panieren<br />
und zum Binden der Masse<br />
› Rapsöl zum Herausbraten<br />
1. Schlagobers und Grieß in die<br />
Rotkrautmasse einrühren und kurz<br />
erhitzen, danach den Grieß quellen<br />
lassen und die Masse abkühlen<br />
lassen.<br />
2. Couscous unter die Masse rühren<br />
und falls nötig Semmelbrösel zum<br />
Binden dazugeben. Die Masse mit<br />
Pfeffer und eventuell etwas Salz abschmecken.<br />
3. Aus der Rotkrautmasse 6 gleich<br />
große Kugeln formen, diese flach<br />
drücken und runde Laibchen<br />
formen. Unter die Walnüsse wenig<br />
Semmelbrösel geben und gut<br />
vermischen. Die Laibchen in Mehl<br />
wenden, in verquirltes Ei tauchen<br />
und anschließend in den Nuss-Bröseln<br />
wälzen.<br />
4. Die Laibchen in einer beschichteten Pfanne in Rapsöl langsam<br />
beidseitig knusprig braten. Die Laibchen auf Küchenpapier abtropfen<br />
lassen und mit Blattsalaten servieren. Dazu passen auch Preiselbeeren.
40 SUPPEN & EINTÖPFE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Alles aus<br />
einem Topf<br />
Ein Teller voll Eintopf oder Suppe, oft in nur einem einzigen Topf gekocht, überzeugt meist<br />
durch die Einfachheit. Ganz so simpel sind viele Rezept aber dann doch nicht.<br />
<br />
Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />
Beide Gerichte zum Löffeln erfreuen<br />
sich großer Beliebtheit und<br />
für viele beginnt ein richtiges Essen<br />
erst mit einer guten Suppe.<br />
Sie wärmt den Körper, stillt den ersten<br />
Hunger und tut dem Magen gut. Suppenliebhaber<br />
schwören darauf! Eintöpfe<br />
wiederum sättigen gut und sind bereits<br />
eine vollwertige Hauptmahlzeit<br />
und darin liegt eigentlich auch der einzige<br />
große Unterschied. Suppen isst man<br />
in unseren Breiten als Einstieg, Eintöpfe<br />
kommen als Hauptgang auf den Tisch.<br />
Und wer gutes Essen schätzt, weiß auch,<br />
<strong>das</strong>s beide viel Liebe beim Kochen brauchen,<br />
um ein gutes Ergebnis zu erzielen.<br />
Einfach alles in einen Topf zu werfen, ist<br />
eindeutig zu wenig. Auch Topköche entdecken<br />
und interpretieren die Topfküche<br />
neu, vor allem durch <strong>das</strong> verstärkte<br />
Bekenntnis zu mehr Regionalität und<br />
zu den eigenen Wurzeln. Seit den Lockdowns<br />
boomen in Restaurants Gläser mit<br />
Eingemachtem zum Mitnehmen oder liefern<br />
lassen, oft mit delikaten Suppen oder<br />
Eintöpfen für <strong>das</strong> Außer-Haus-Geschäft.<br />
In wärmespeichernden Verpackung sind<br />
sie optimal für <strong>das</strong> „to go“-Segment.<br />
Andere Länder, andere Topfküche<br />
Jedes Land und jede Region hat ihre eigene<br />
Suppen- und Eintopfkultur. In Fernost<br />
sind Nudelsuppen mit den unterschiedlichsten<br />
Variationen an Suppennudeln<br />
und –einlagen Tradition. Die japanische<br />
„Misosuppe“ ist eine leichte Vorspeise,<br />
Suppen mit „Sopa“, den grau-braunen<br />
Nudeln aus Buchweizen, werden gerne<br />
als Hauptgericht serviert und zu guter<br />
Letzt wird in Japan auch Suppe als Abschluss<br />
eines Essens geschlürft. „Mulligatawny“<br />
ist eine scharfe Suppe aus<br />
Hühnerfleisch und Tomaten aus Indien,<br />
die reichlich mit Curry und Muskatblüte<br />
gewürzt wird. Oft werden zusätzlich<br />
Gemüsestreifen, Reis oder Nüsse verwendet.<br />
Da in Indien alle Speisen gleichzeitig<br />
aufgetragen werden, sind Suppen<br />
als einzelner Gang völlig unbekannt. Die<br />
Fischsuppe „Bouillabaisse“ ist in Frankreich<br />
ein Nationalgericht, Spanien kann<br />
mit der kalten Suppe aus Gurken, Paprika<br />
und Tomaten, der „Gazpacho“, aufwarten<br />
und in Norddeutschland erfreut sich die<br />
Aalsuppe größter Beliebtheit.<br />
Es gibt also kaum ein Lebensmittel,<br />
<strong>das</strong> nicht zu einer Suppe verarbeitet werden<br />
kann und kaum eine Region auf der<br />
Erde, in der es keine Suppen gibt, natürlich<br />
auch bei uns. Die zahlreichen Redewendungen<br />
spiegeln die Bedeutung wider.<br />
Wer in Österreich oder Bayern „auf<br />
der Brennsuppe daherschwimmt“, ist<br />
ein beschränkter oder unbedeutender<br />
Mensch. Wer die „Suppe auslöffeln muss,<br />
die er sich einbrockt“, muss ein Problem<br />
selbst lösen und wer immer in der Suppe<br />
ein Haar sucht und findet ist ein Mensch,<br />
der häufig nur <strong>das</strong> Negative sieht.<br />
Eintöpfe sind vor allem in Mittel- und<br />
Lateinamerika sehr beliebt. Der würzige<br />
Eintopf „Gumbo“ aus der Südstaaten-
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
SUPPEN & EINTÖPFE 41<br />
küche Amerikas ist eine lange gekochte<br />
Fischsuppe mit Fleisch oder „Clam<br />
chowder“ eine über die Grenzen hinaus<br />
bekannte Muschel- und Fischeintopf mit<br />
Venusmuscheln. Auf den Philippinen ist<br />
der Eintopf „Menudo“ mit Schweinefleisch,<br />
Leber, Gemüse in Tomatensauce<br />
Tradition. Das französische „Pot-au-feu“,<br />
<strong>das</strong> irische „Stew“ oder der spanische<br />
„Cocido“ zeigen, wie abwechslungsreich<br />
Gerichte aus einem Pot sind. Aber auch<br />
die Österreichische Küche kann mit etlichen<br />
Eintopfgerichten aufwarten. Ein<br />
gutes Erdäpfelgulasch oder ein Ritschert<br />
mit Rollgerste und Selchfleisch sind<br />
Klassiker. Sie sind meist einfach, aber<br />
herzhaft und lassen sich je nach Jahreszeit<br />
variieren. Jetzt im Herbst dürfen sie<br />
ruhig etwas deftiger schmecken und bei<br />
kaltem Wetter so richtig einheizen.<br />
Nachhaltiges Löffeln<br />
Es gibt auch kaum ein Lebensmittel, <strong>das</strong><br />
man nicht in Suppen oder Eintöpfen verwenden<br />
kann. Von Fisch, Fleisch und Innereien<br />
bis hin zu Gemüse, Hülsenfrüchten<br />
oder auch Obst wie Äpfel und Birnen.<br />
Vor allem preisgünstige Teile von Tier,<br />
Es gibt kaum ein Lebensmittel, <strong>das</strong> nicht<br />
zu einer Suppe verarbeitet werden kann.<br />
Fisch und Gemüse passen perfekt in den<br />
Topf. So sind Suppen und Eintöpfe nachhaltige<br />
Gerichte, da im Sinne von „Nose<br />
to tail“ und Leaf to root“ beinahe alles<br />
verwertet werden kann. Die Strünke vom<br />
Brokkoli oder die Blätter der Roten Rübe,<br />
nicht so geschätzte Fleischteile wie Innereien<br />
oder Zunge, geschnitten und mit<br />
anderen Lebensmitteln gekocht, sind sie<br />
quasi im Sud versteckt und überzeugen<br />
so auch verwöhnte Gaumen.<br />
Schlichtheit am Teller<br />
Außer bei Cremesuppen, deren Inhalt püriert<br />
wird, ist es ein No-Go, <strong>das</strong>s die Einlagen<br />
zu weich gekocht werden. Je nach<br />
Garzeit werden die Zutaten auf Etappen<br />
in den Topf gegeben und gegart, so<strong>das</strong>s<br />
alles wunderbar harmonisch schmeckt<br />
und auch noch etwas Biss hat. Ein Eintopf<br />
ist kein Brei, die Suppeneinlage nicht<br />
nur zum Schlucken, sondern auch zum<br />
Kauen da. Und <strong>das</strong> zeigt neben der Harmonie<br />
der Zutaten und dem Würzen <strong>das</strong><br />
eigentliche Können des Kochs. Nachdem<br />
alle Zutaten geschnitten worden<br />
sind, kommt es auf <strong>das</strong> Timing an. Alles<br />
in den Topf, aber alles zur richtigen Zeit.<br />
Das Anrichten der Gerichte ist einfach,<br />
mit dem Schöpflöffel Suppe oder Eintopf<br />
in den Teller geben, mit einigen Kräutern<br />
garnieren. Die Gerichte kommen ohne<br />
viel Schnickschnack aus, denn es sind<br />
einfach nur Suppe und Eintopf, und keine<br />
Bowls mit allerlei Toppings.<br />
Herbstlicher Eintopf mit Kraut<br />
Zutaten für 4 Portionen:<br />
› 250 g Weißkraut<br />
› 300 g gemischtes Gemüse wie<br />
Karotten, Pastinaken, Rüben,<br />
etc.<br />
› 200 g gekochtes Rindfleisch<br />
› 1 Zwiebel<br />
› 4 Knoblauchzehen<br />
2 Paar Frankfurter<br />
Salz und Pfeffer<br />
Majoran<br />
Kümmel<br />
1 Lorbeerblatt<br />
› 1 Rindsuppe<br />
› verschiedene Kräuter zum<br />
Verfeinern<br />
› Essig zum Abschmecken<br />
1. Gemüse schälen und putzen. Das<br />
Gemüse würfeln, <strong>das</strong> Kraut in Streifen<br />
schneiden.<br />
2. Zwiebel und Knoblauch in Öl anschwitzen,<br />
<strong>das</strong> restliche Gemüse<br />
dazugeben und anschwitzen.<br />
3. Fleisch in mundgerechte Stücke<br />
schneiden und mit der Suppe zum<br />
Gemüse geben. Das Ganze köcheln<br />
lassen, bis <strong>das</strong> Gemüse bissfest ist.<br />
Den Eintopf mit Salz, Pfeffer, Majoran,<br />
Kümmel und Lorbeerblatt würzen.<br />
4. Würstel in Scheiben schneiden und<br />
zum Schluss in den Eintopf geben,<br />
eventuell noch etwas Wasser dazugeben.<br />
5. Eintopf mit Kräutern und einem Teelöffel Essig abschmecken und<br />
eventuell nachwürzen.<br />
6. Tipp: Wer möchte, kann einige Kartoffeln schälen, klein würfeln und<br />
im Eintopf mitkochen. Am besten sind dazu vorwiegend festkochende<br />
geeignet, sie geben etwas Stärke an den Sud ab und binden so den<br />
Eintopf.
42 SUPPEN & EINTÖPFE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Herbstliche<br />
Suppen<br />
Auch Suppen sind herbstliche<br />
Fixstarter in der Küche: Nannerls<br />
Suppen und auch Saucen<br />
aus dem »Nannerl Culinarium«-<br />
Sortiment sind alle ohne Zugabe<br />
von Geschmacksverstärkern und<br />
Farbstoffen hergestellt.<br />
Die Auswahl ist groß und damit<br />
ist für jeden Geschmack etwas dabei.<br />
Die Wildrahmsuppe Culinarium<br />
aus Wildfleisch, Pilzen und<br />
hohem Sahneanteil verleiht dieser<br />
Rahmsuppe die richtige Wildkomponente.<br />
Ebenso sind die Kürbiscremesuppe<br />
Culinarium, abgeschmeckt<br />
mit Ingwer und Muskat,<br />
oder die Steinpilzcremesuppe Culinarium<br />
beliebte Starter auf dem<br />
herbstlichen Tisch. Auch Liebhaber<br />
von Morcheln oder Steinpilzen<br />
finden bei Nannerl <strong>das</strong> richtige für<br />
ihren Geschmack.<br />
www.nannerl.at<br />
Leckere Linsen-Laibchen<br />
Mit den neuen veganen Linsen-Laibchen<br />
von Caterline gelingt es, aktuelle<br />
Trends mit traditionellen Produkten<br />
zu erfüllen. Dank ihres hohen Proteingehalts<br />
eignen sich die Laibchen als<br />
Fleischersatz – Caterline stellt die Rezeptidee<br />
„Cremige Krensuppe mit knusprigen<br />
Linsen-Laibchen“ vor. Hierfür werden<br />
zwei kleine Zwiebeln, zwei bis drei<br />
große mehlige Kartoffeln, ca. ein Liter<br />
Rinder- oder Gemüsebrühe sowie <strong>10</strong>0 g<br />
Kren passiert, 30 g Kren gerieben, 250 g<br />
Obers, 50 g Butter, ein Lorbeerblatt, Salz<br />
und Pfeffer, Wurzelgemüse und die Caterline<br />
Linsen-Laibchen benötigt. Kartoffeln<br />
und Zwiebeln werden zu Beginn<br />
würfelig geschnitten und in einem Topf<br />
mit etwas Butter angeschwitzt. Dann<br />
mit Rinder- oder Gemüsebrühe aufgießen,<br />
Lorbeerblatt, Salz und Pfeffer dazugeben<br />
und bei kleiner Hitze köcheln<br />
lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Anschließend<br />
<strong>das</strong> Lorbeerblatt entfernen,<br />
den passierten Kren hinzugeben und die<br />
Suppe fein pürieren. Das Wurzelgemüse<br />
in feine Streifen schneiden und kurz<br />
blanchieren. Linsen-Laibchen beidseitig<br />
anbraten und mit dem Wurzelgemüse in<br />
der Suppe anrichten. Zum Schluss kann<br />
mit etwas frisch geriebenem Kren dekoriert<br />
werden.<br />
www.caterline.at<br />
Foto: Caterline<br />
Fotos: Nannerl<br />
Gemütliche Suppensaison<br />
Schön langsam werden<br />
in den Innenräumen<br />
die Heizungen hochgefahren,<br />
von Innen wärmen<br />
und den Gaumen<br />
erfreuen feine Suppen.<br />
Ob es um die Suppe der<br />
Saison, den exquisiten<br />
Salat oder die zünftige<br />
Jause geht – <strong>das</strong> passende<br />
Gebäckstück sorgt<br />
für die kulinarische Vollendung<br />
jeder Speise. Als<br />
Bäckerbetrieb mit Tradition<br />
und viel Liebe zum<br />
Handwerk begeistert Resch und Frisch<br />
mit einem umfangreichen Sortiment<br />
in höchster Qualität. Das einzigartige<br />
System verspricht Brot und Gebäck<br />
wie frisch aus der Backstube – schnell,<br />
einfach und in wenigen Minuten fertig<br />
gebacken. Von körnig bis knusprig, rund<br />
oder eckig, aus Vollkorn- oder Weizenmehl.<br />
Mit einer ausgereiften Vielfalt an<br />
Produkten lässt sich jede Speise durch<br />
die passende Gebäckbeilage aufwerten.<br />
Resch und Frisch setzt mit seinen<br />
Produkten auf Qualität, Tradition und<br />
Nachhaltigkeit. Beste regionale Rohstoffe<br />
und die schonende Verarbeitung<br />
machen die Backwaren zu einem besonderen<br />
Geschmackserlebnis.<br />
www.resch-frisch.com<br />
Foto: Mona Lorenz
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
SUPPEN & EINTÖPFE 43<br />
Fotos: Edna Backwaren<br />
Die Suppenküche ist eröffnet!<br />
Der Herbst ist da! Hier fallen nicht nur die Blätter von den Bäumen, sondern auch die<br />
Temperaturen. Genau deshalb steigt <strong>das</strong> Verlangen nach wärmenden Seelenschmeichlern<br />
wie frischgebrühten Heißgetränken, Suppen oder Eintöpfen.<br />
Und diese sorgen nicht nur für ein<br />
angenehmes Wohlbefinden, sondern<br />
wirken meist auch den lästigen<br />
Herbst- und Winterblues entgegen.<br />
Egal, ob als Vorspeise oder<br />
vollwertige Mahlzeit,<br />
eine selbstgemachte<br />
Gemüsesuppe<br />
mit jeder Menge Vitamine<br />
kann manchmal<br />
Wunder bewirken.<br />
Kennen Sie schon <strong>das</strong> Brottöpferl<br />
„Terrinette“ Art. 670 aus dem<br />
EDNA Backwaren-Sortiment? Es ist<br />
wie gemacht für die Herbst- und Winterzeit.<br />
Begeistern Sie Ihre Kunden und<br />
Gäste mit herzhaften Gerichten, Suppen<br />
oder Eintöpfen direkt aus dem essbaren<br />
Brottöpferl. Wir versichern Ihnen, mit<br />
diesem schmackhaften Eyecatcher hinterlassen<br />
Sie garantiert einen nachhaltigen<br />
Eindruck.<br />
Falls Sie auf der Suche nach einer besonderen<br />
Beilage sind, empfehlen wir Ihnen<br />
die knusprigen Dip-Sticks<br />
Art. 1695. Goldbraun gebacken,<br />
bieten die kleinen<br />
Ciabatta Sticks<br />
eine leckere Alternative<br />
zu klassischem<br />
Baguette und lassen<br />
sich zu Salat, Suppe oder<br />
als angesagtes Fingerfood servieren.<br />
Kleiner Tipp: Die vorgebackenen Sticks<br />
einfach in den Durchlaufofen geben und<br />
schon sind sie einsatzbereit.<br />
Wer lieber zu klassichen Beilagen<br />
greift, liegt mit ein bis zwei Scheiben<br />
Brot natürlich immer richtig. Stöbern<br />
Sie in dem EDNA Brot-Sortiment. Hier<br />
finden Sie bei über 90 verschiedenen<br />
Sorten von Roggenmischbroten bis hin<br />
zu Vollkornbroten alles was <strong>das</strong> Herz<br />
begehrt.<br />
Kontakt:<br />
Edna Backwaren<br />
Rutzenmoos 20<br />
4845 Rutzenmoos
44 FISCH<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Fisch, rundum g‘sund?<br />
Fisch gilt als ein besonders wertvolles Lebensmittel. <br />
Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />
Er enthält reichlich Vitamine, wertvolle<br />
Fette, die <strong>das</strong> Herz schützen<br />
und leichtverdauliches Protein,<br />
kommt er aus dem Meer ist<br />
er auch ein guter Jodlieferant. Für <strong>das</strong><br />
viel gepriesene Vitamin D ist Fisch eine<br />
gute Quelle, ebenso für Omega-3-Fettsäuren,<br />
die die Zusammenballung der<br />
Blutplättchen verhindern und dadurch<br />
die Fließeigenschaft des Blutes verbessern.<br />
Daher kommt auch die Empfehlung,<br />
zweimal in der Woche Fisch zu essen,<br />
doch kann man diese Empfehlung<br />
wirklich aufrechterhalten? Die Meere<br />
sind überfischt, Meeresfisch ist mit Umweltgiften<br />
belastet und auch Aquakulturen<br />
stehen im Kreuzfeuer der Kritik.<br />
Aquakultur ist nicht gleich<br />
Aquakultur<br />
Die Meere sind mancherorts leer gefischt<br />
und daher boomt die Zucht in Aquakulturen.<br />
Inzwischen stammt beinahe jeder<br />
zweite Fisch aus dieser gezielten Fischzucht.<br />
Der Einsatz von Antibiotika, von<br />
Düngemitteln für die als Fischfutter dienenden<br />
Algen und die Ausscheidungen<br />
der Fische belasten die Gewässer enorm.<br />
Empfindliche Ökosysteme können so<br />
auf Jahrzehnte stark geschädigt werden.<br />
Vor allem Lachse, Garnelen oder Pangasius<br />
stammen aus Aquakultur. Gerade<br />
bei der Garnelenzucht werden enorme<br />
Mengen an Medikamenten, Antibiotika<br />
und Wachstumsbeschleuniger verfüttert,<br />
alles Stoffe, die auch der Konsument<br />
schlussendlich auf den Tisch bekommt.<br />
Österreich ist ein Fischimportland,<br />
denn nicht einmal <strong>10</strong> Prozent des Fischbedarfs<br />
werden im Inland produziert.<br />
Gastronomen und Fischerzeuger achten<br />
vermehrt auf Qualität und so etablieren<br />
sich Fischerzeuger in Österreich,<br />
die umweltbewusst produzieren und somit<br />
Frischfisch von bester Qualität liefern,<br />
ohne gesundheitsschädliche Belastungen.<br />
Die in Österreich erzeugten<br />
Fische wie Forellen, Saiblinge, Zander<br />
oder Karpfen werden fast ausschließlich<br />
direkt von den Erzeugerbetrieben verkauft,<br />
denn die hohe Qualität und Frische<br />
ermöglicht einen Absatz in der heimischen<br />
Gastronomie.<br />
Abgetaucht, heimische<br />
Fischproduktion<br />
In Österreich gibt es mehr als 60 heimische<br />
Fischarten und einige davon werden<br />
in Aquakulturen gezüchtet. Natürlich<br />
gibt es daneben auch die klassische<br />
Fischerei, die vor allem in den heimischen<br />
Seen nach traditioneller Art und<br />
Weise Fische fängt. Aber der Anteil der<br />
Berufsfischer an Seen wird immer kleiner.<br />
Ähnlich wie „Müller“ gehört dieser<br />
Beruf zu einer sterbenden Zunft, doch<br />
etwas Nachhaltigeres als die Netzfischerei<br />
gibt es nicht. Die Fische leben<br />
artgerecht im See, und wenn sie die rich-
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
FISCH 45<br />
tige Größe erreicht haben, werden sie<br />
so gefischt, <strong>das</strong>s ihr Bestand nicht gefährdet<br />
wird. Die wachsende Nachfrage<br />
nach Süßwasserfisch kann auf diese<br />
Weise natürlich nicht gedeckt werden.<br />
In Aquakultur werden die klassischen<br />
Süßwasserfische wie Forellen und<br />
Saiblinge produziert, wobei hier die zur<br />
Verfügung stehende Wassermenge der<br />
wichtigste Faktor in der Produktion ist.<br />
Anlagen befinden sich, wo ausreichend<br />
Wasser in bester Qualität zur Verfügung<br />
steht.<br />
Karpfen, Schleie und andere Fische<br />
der Teichwirtschaft werden vor allem<br />
im Waldviertel und in der Südoststeiermark<br />
produziert. Gerade der Karpfen<br />
wird leider nur sehr saisonal gegessen,<br />
dabei gilt er als der umweltfreundlichste<br />
Fisch in der heimischen Produktion. Er<br />
frisst nämlich keinen anderen Fisch, nur<br />
Zooplankton, und wenn er älter wird<br />
andere Kleintiere im Teich oder zugefüttertes<br />
Getreide.<br />
Andere Fischarten wie der Afrikanische<br />
Wels oder auch Zander werden<br />
in Kreislaufanlagen produziert, wobei<br />
es hier einige Vorzeigeproduzenden<br />
gibt. Sind es die Direktvermarkter von<br />
„blün“, die besten heimischen Wels in<br />
der einzigen Aquaponikanlage Österreichs<br />
am Stadtrand von Wien ökologisch<br />
und energieeffizient produzieren<br />
oder die Fischzucht „Müllner“ in Pamhagen,<br />
die Seewinkler Zander produziert.<br />
Diese hervorragende heimische<br />
Alternative ist vor allem in der Gastronomie<br />
gefragt, nachhaltig und antibiotikafrei,<br />
im Gegensatz zu den Billigimporten<br />
aus Kasachstan.<br />
Ist Fisch noch gesund?<br />
Ja, die Antwort ist klar, Fisch ist gesund.<br />
War früher die Empfehlung vor allem<br />
Meeresfisch zu essen, so ändert sich diese<br />
nun aufgrund der möglichen Belastungen.<br />
Daher sollte einmal in der Woche<br />
Meeresfisch am Speiseplan stehen<br />
und einmal heimischer Süßwasserfisch.<br />
Im Rahmen einer gesunden und abwechslungsreichen<br />
Ernährung hat Fisch<br />
seinen Platz, die gesundheitlichen positiven<br />
Auswirkungen überwiegen. Jedoch<br />
sollte man nun auf besonders belastete<br />
Raubfische wie Hai, Schwertfisch oder<br />
Hecht zugunsten von weniger belasteten<br />
Fischen eher verzichten. Weniger<br />
belastet sind nicht zu fetter Hochseefisch<br />
wie Kabeljau, Hering oder Fische<br />
aus heimischen Zuchtbetrieben oder<br />
ausländischen Bio-Zuchten. Fische mit<br />
einem hohen Fettanteil enthalten meist<br />
mehr Schadstoffe als magerere Arten,<br />
ebenso Fische aus Gewässern in Küstennähe<br />
oder Binnenmeeren. Ein Blick<br />
auf die Herkunft beim Einkauf kann daher<br />
nicht schaden. Auch in der Gastronomie<br />
ist es erlaubt, nachzufragen woher<br />
der Fisch kommt.<br />
In der Ernährung ist die Abwechslung<br />
gesund. Je bunter sich jemand ernährt,<br />
desto besser, <strong>das</strong> gilt auch fürs<br />
Fischessen. Wer vermehrt heimischen,<br />
mageren Süßwasserfisch genießt, oder<br />
auch ein Fischmuffel ist, sollte in diesem<br />
Fall öfters zu Ölen mit einem hohen Anteil<br />
an Omega-3 Fettsäuren wie Leinöl<br />
greifen.<br />
Backfisch<br />
Zutaten für 4 Portionen als<br />
Vorspeise:<br />
› 500 g heimischer Fisch wie<br />
Karpfen, Lachsforelle oder Wels<br />
<strong>10</strong>0 – 150 g Mehl<br />
150 ml Bier oder Weißwein<br />
2 kleine Eier<br />
1 Esslöffel Rapsöl<br />
Salz und Pfeffer<br />
Muskatnuss<br />
Zitronensaft<br />
Mehl zum Wälzen<br />
› Butterschmalz oder Rapsöl<br />
zum Herausbacken<br />
1. Für den Teig Eier<br />
schaumig rühren, Bier<br />
oder Weißwein und Mehl<br />
dazugeben und alles zu<br />
einem glatten Teig rühren.<br />
Salz und geriebene<br />
Muskatnuss unterrühren<br />
und den Teig <strong>10</strong> Minuten<br />
quellen lassen. Teig in<br />
eine flache, weite Schüssel<br />
füllen.<br />
2. Grätenfreie Fischfilets<br />
etwas salzen, pfeffern<br />
und mit Zitronensaft beträufeln.<br />
Die Filets in 2 cm breite Streifen schneiden.<br />
3. Die Fischstücke in Mehl wälzen, überschüssiges Mehl abklopfen und<br />
anschließend mit einer Gabel durch den Teig ziehen. Überschüssigen<br />
Teig kurz abtropfen lassen.<br />
4. Die Fischstücke in heißem Fett herausbacken.<br />
5. Die Fischstücke zu Erdäpfelsalat oder Baguette und einer Joghurt-<br />
Mayonnaise-Sauce servieren.<br />
6. Tipp: Ein Backteig sollte nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn sein.<br />
Falls nötig den Teig mit etwas Mehl oder Flüssigkeit auf die gewünschte<br />
Konsistenz bringen.
46 FISCH<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Metro bietet<br />
AMA-zertifizierten<br />
Frischfisch<br />
Als Pionier der Branche für nachhaltigen<br />
Fischfang hat sich Metro<br />
als erstes Handelsunternehmen<br />
im Jänner 2008 nach den<br />
Vorgaben des MSC (Marine Stewardship<br />
Council) für den Handel<br />
mit nachhaltig gefangenen<br />
Fischen zertifizieren lassen, nun<br />
kommt ein österreichisches Gütesiegel<br />
dazu: Ein mit dem AMA-<br />
Gütesiegel zertifiziertes Sortiment<br />
an Frischfischen des Lieferanten<br />
Holzinger Fischverarbeitungs<br />
GmbH ist seit kurzem bei Metro<br />
erhältlich.<br />
Die Holzinger Fischverarbeitungs<br />
GmbH aus Oberösterreich<br />
liefert seit 20 Jahren an alle<br />
zwölf Metro Standorte des Landes,<br />
frisch verarbeitete Fische und<br />
Räucherfischprodukte. Das Sortiment<br />
der AMA-zertifizierten<br />
Frischfische besteht aus: Bachforelle,<br />
Bachforellenfilet, Bachsaibling,<br />
Bachsaiblingsfilet, Karpfenfilet,<br />
Regenbogenforelle, Regenbogenforellenfilet,<br />
Seesaibling und<br />
Seesaiblingsfilet.<br />
Mit dem rot-weiß-roten AMA-<br />
Gütesiegel können nur Fische und<br />
Fischprodukte gekennzeichnet<br />
werden, die ausschließlich aus Österreich<br />
stammen. Die Fische sind<br />
hier geschlüpft, angefüttert, vorgestreckt,<br />
großgezogen, gemästet<br />
und verarbeitet worden. Bei der<br />
Fischaufzucht müssen lückenlose<br />
Aufzeichnungen zur Rückverfolgbarkeit<br />
vom Ei bis zum ausgewachsenen<br />
Fisch geführt werden.<br />
www.metro.at<br />
Foto: Metro<br />
High-Convenienter<br />
Heringsschmaus<br />
Mit 11 abwechslungsreichen Matjesund<br />
Heringshappen bestückt Friesenkrone<br />
kulinarisch die herbstliche Küche.<br />
Unter dem Motto „Flosse trifft Knolle“<br />
können Küchenchefs und Gastgeber<br />
jetzt mit geringem Aufwand geschmackvoll<br />
verwöhnen. Pfiffige Rezepturen, saftige<br />
Fischhappen, cremige Saucenvielfalt<br />
und knackiges Gemüse sowie frische<br />
Kräuter zeichnen die elf Happen-Kreationen<br />
aus. Serviert mit Kartoffeln sind sie<br />
im Herbst ideal. Besonders beliebt sind<br />
Matjes-Happen mit Apfel und Gemüse,<br />
Roter Heringssalat, Dill-Happen und die<br />
pikanten Sherry-Happen. Die Fischrohware<br />
wird vom Friesenkrone-Qualitätsteam<br />
begutachtet und eingestuft. Dazu<br />
kommen frisch geschnittene Kräuter,<br />
Gemüse und Obst aus der Gartenküche.<br />
Alle Zutaten werden in Handarbeit zusammengefügt<br />
und vorsichtig vermengt.<br />
Hannah Neunteufels<br />
„Guter Fang“<br />
Ein Dining Restaurant direkt am Donauufer<br />
mit edlem Interieur und gemütlichem<br />
Ambiente – <strong>das</strong> neue Flaggschiff<br />
von Hannah Neunteufel in Ybbs an der<br />
Donau ist eröffnet. Die Architekten von<br />
BWM waren hier am Werk und wollten<br />
mit dem Raumerlebnis Bezug auf die Donau<br />
nehmen. Das Masterpiece des Lichtdesigns<br />
von Patrick Rampelotto schwebt<br />
über der mit Stoffen bezogenen Möblage.<br />
Die Wände schmückt die erste Hängung<br />
der pam-artgalerie, es sind exklusive<br />
Kunstwerke aus der Privatsammlung<br />
von Paul Müller. Der „Gute Fang“ wartet<br />
in der Schauküche täglich mit Gourmet-Genuss<br />
auf. Die Homepage gibt einen<br />
detaillierten Überblick über <strong>das</strong> neue<br />
Gastro-Spektakel aus Restaurant, Bistro,<br />
Shop und exklusivem Catering für die generalsanierte<br />
Stadthalle. Das dazugehörige<br />
Bistro „Fischbar“ mit Donaugarten<br />
Das Friesenkrone Pur Heringsfilet Classic<br />
und <strong>das</strong> Pur Heringsfilet Dill wurden mit<br />
DLG-Gold ausgezeichnet. Diese Prämierung<br />
erhalten ausschließlich Produkte,<br />
die Labortests sowie Zubereitungs-, Verpackungs-<br />
und Kennzeichnungsprüfungen<br />
bestehen. Über eine Prämierung entscheiden<br />
Aussehen, Konsistenz, Geruch<br />
und Geschmack des Produkts.<br />
www.friesenkrone.de<br />
bietet sich den Gästen all-day-long als<br />
Treffpunkt für jede Gelegenheit an. „Die<br />
Restauration steht für entspannten Genuss<br />
mit wohlüberlegter Speisenvielfalt,<br />
mit ansprechender Getränke- und Weinkarte<br />
und gelebter Gastfreundlichkeit“, so<br />
Hannah Neunteufel.<br />
www.dergutefang.at<br />
Foto: Mato Johannik
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
FISCH 47<br />
Damir Beletic ist Mitbegründer des istrischen<br />
Gourmet-Wunders.<br />
Foto:Petr Blaha<br />
Fotos: www.guenterstandl.de<br />
Der Sashimi-Meister von der Adria<br />
Wer sagt, <strong>das</strong>s nur die Japaner rohen Fisch perfekt zubereiten können? In Istrien beweist<br />
Damir Beletic seit gut 20 Jahren, <strong>das</strong>s auch Kroaten die Kunst des Sashimi beherrschen.<br />
<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Von außen sieht <strong>das</strong> Restaurant „Damit<br />
e Ornella“ in der Altstadt von<br />
Novigrad relativ unscheinbar aus.<br />
Ein klassischer Steinbau, so wie viele<br />
Lokale hier. Auch, <strong>das</strong>s man über keinen<br />
Gastgarten verfügt, unterscheidet<br />
den Betrieb von den klassischen Touristenlokalen<br />
in dieser Region. Aber Damir<br />
Beletic ist so etwas wie ein Pionier,<br />
er ist einer der Mitbegründer des istrischen<br />
Gourmet-Wunders. U.a. wegen<br />
Restaurants wie diesem pilgern inzwischen<br />
seit vielen Jahren Heerschaaren<br />
von Feinschmeckern aus halb Europa an<br />
die kroatische Halbinsel, um dort weiße<br />
Trüffel, Rohschinken, Olivenöl, Wein –<br />
und eben Fisch zu genießen.<br />
So haben Damir und seine Frau Ornella<br />
von Anfang an kompromisslos auf<br />
frischen Fisch in besonderer Qualität gesetzt<br />
– und zwar nur auf Fisch. Fleischoder<br />
vegetarische Alternativen sucht<br />
man in ihrem Lokal vergeblich, wer also<br />
keinen (rohen!) Fisch mag, ist hier fehl<br />
am Platz. Und da rohe Fische und Meeresfrüchte<br />
im Mittelpunkt stehen, gibt<br />
es kein Warenlager. Direkt vom Fischer<br />
wird täglich genau die Menge an allerfrischestem<br />
Fang gekauft, die exakt für die<br />
Gäste benötigt wird, die einen Tisch gebucht<br />
haben. Mit anderen Worten: Ohne<br />
Reservierung ist kein Besuch möglich,<br />
selbst wenn von den wenigen vorhandenen<br />
Tischen noch welche verfügbar wären<br />
– was selten genug vorkommt.<br />
Filetiert wird vor den Augen<br />
des Gastes<br />
Abwechselnd rohe bzw. gratinierte<br />
Scampi und Muscheln bilden meist<br />
die ersten Gänge eines Menüs, <strong>das</strong> sich<br />
nach dem Tagesfang richtet und nicht<br />
abgeändert werden kann. Zum optischen<br />
Erlebnis wird dabei schon <strong>das</strong> Filetieren<br />
des frischen Fisches, des Menü-Highlights:<br />
Patron Damir zieht erst<br />
mit einem Messer und einer Serviette<br />
in der Hand der Seezunge die Haut ab,<br />
trennt dann <strong>das</strong> Fleisch von den Gräten<br />
und entfernt jeden Teil, der nicht blütenweiß<br />
und perfekt ist. Danach werden<br />
die vorhandenen Filets in mundgerechte<br />
Stücke geschnitten, mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft<br />
und Olivenöl aus der Region<br />
gewürzt. Istrische Pasta mit Fisch und<br />
großartige Desserts runden <strong>das</strong> kulinarische<br />
Erlebnis ab, <strong>das</strong> dem Gault-Millau<br />
immerhin 15 Punkte bzw. drei Hauben<br />
wert ist. Dazu trinkt man am besten<br />
einen Weißwein aus der Region, etwa einen<br />
Malvasia.<br />
Kein Wunder, <strong>das</strong>s diese Form der<br />
istrischen Erlebnisgastronomie stilbildend<br />
und prägend ist. Wie ihr Vater Damir<br />
beherrscht demnach mittlerweile<br />
auch Tochter Matea die scharfe japanische<br />
Klinge und ist zudem als Sommelière<br />
für die in den letzten Jahren spannend<br />
erweiterte Weinkarte verantwortlich.
48 FISCH<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Ein scharfes Messer!<br />
Laut Lukas Nagl, Haubenkoch im Bootshaus am Traunsee, gibt es beim Filetieren eines Fisches<br />
nur zwei wichtige Komponenten: Ein scharfes Messer und einen frischen Fisch! Von Petra Pachler<br />
Lukas Nagl verarbeitet generell den gesamten Fang der Traunseefischer.<br />
Fotos: Traunseehotels, Restaurant Bootshaus, Lukas Kirchgasser, Pachler<br />
Klingt logisch und eigentlich auch<br />
einfach, aber ganz so einfach ist<br />
es dann doch nicht. Denn um einen<br />
Fisch richtig zu filetieren, gehört<br />
nicht nur Fachwissen, sondern<br />
auch Fingerspitzengefühl. Zu sagen,<br />
<strong>das</strong>s manch einer es nie richtig können<br />
wird, soweit möchte der Haubenkoch<br />
nicht gehen. Aber <strong>das</strong> Interesse und ein<br />
gewisses Talent dazu braucht es schon.<br />
Nagls erster Hinweis ist, den Fisch<br />
immer mit der Faser zu schneiden. Das<br />
bringt mehr Konsistenz im Fleisch und<br />
damit auch mehr Geschmack. Beim<br />
Barsch geht Nagl sogar so weit zu sagen,<br />
<strong>das</strong>s, wenn er frisch ist, es auch<br />
ohne Messer geht, was er auch gleich<br />
demonstriert. Und bei Barsch gilt, wie<br />
bei allen großen Fischen, <strong>das</strong>s man die<br />
Gräten nicht zupfen muss. Aus den sogenannten<br />
„Abfällen“, wie den Gräten<br />
und etwas Fleisch, werden im Bootshaus<br />
dann eine Fischsuppe oder die<br />
Hechtnockerl gemacht.<br />
Beim Zuschauen der Live-Demonstration<br />
wird aber auch eines klar: Eine<br />
ruhige Hand und viel Erfahrung können<br />
beim Filetieren definitiv nicht schaden!<br />
Und Fisch ist nicht gleich Fisch –<br />
auch beim Filetieren nicht. Speziell,<br />
wenn es um den Hecht geht, ist es doch<br />
eine Kunst. Denn Hechte verfügen über<br />
die sogenannte Ypsilongräte, die schon<br />
etwas Professionalität beim Filetieren<br />
erfordert. Profis wie Nagl machen einen<br />
scharfen Schnitt und nehmen sie mit einem<br />
Handgriff heraus.<br />
Von Aal bis Zander<br />
Auch der Fisch hat Saison und so kommen<br />
im Haubenrestaurant Das Bootshaus<br />
von März bis Mai vorrangig Hechte<br />
auf den Tisch, im Juni ist der Karpfen an<br />
der Reihe und den ganzen Sommer über<br />
bis in den Herbst sind Barsch und Reinanke,<br />
letztere <strong>das</strong> Aushängeschild des<br />
Salzkammerguts, die Fischspezialitäten.<br />
Die Reinanke nicht zu Tode braten“, ist<br />
übrigens Nagls Gelingtipp für <strong>das</strong> magere<br />
Fleisch der Reinanke. Er selbst kredenz<br />
sie auch roh oder eingelegt.<br />
Alle Fische im Bootshaus stammen<br />
aus Wildfang (mit Ausnahme des Lachses)<br />
und kommen aus drei Salzkammergut-Seen:<br />
Dem Mondsee, dem Wolfgangsee<br />
und vorrangig natürlich aus<br />
dem Traunsee. Wer frühmorgens aufs<br />
Wasser schaut, der sieht dann auch einige<br />
Fischerboote, die ihre Runden ziehen.<br />
Und einige davon liefern ihren Fang<br />
dann auch fangfrisch bei Lukas Nagl ab.<br />
Nagl hat den Fischern von Anfang an<br />
den gesamten Fang zu einem Pauschalpreis<br />
abgekauft. Den Fischern garantiert<br />
<strong>das</strong> eine sichere Abnahme und für die<br />
Zubereitung gilt: „Es fordert und fördert<br />
die Kreativität beim Fisch!“<br />
Durch dieses Prinzip gibt es in Nagls<br />
Küche auch immer viel Beifang und daraus<br />
entstand auch <strong>das</strong> Fermentieren, wo<br />
Beifang und die sogenannten „Abfälle“-<br />
auch aus anderen Betrieben - verarbei-
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
FISCH 49<br />
tet werden. Ein Aufwerten der Produkte<br />
nennt es Nagl, wenn er anfallende Lebensmittel<br />
veredelt und diese mithilfe<br />
ausgewählter Mikroorganismen zu Saucen,<br />
Misopasten und anderen Fermenten<br />
verarbeitet. Über <strong>das</strong> Fermentieren<br />
entstand gemeinsam mit Lebensmitteltechnologen<br />
Viktor Gruber eine eigene<br />
Firma, bei der die Verwertung des ganzen<br />
Fisches im Vordergrund steht. Dort<br />
werden die frischen Abschnitte (der<br />
Kopf kommt weg) fermentiert und sofort<br />
zu einer Fischsauce verarbeitet. Es<br />
findet sich auch ein sogenanntes Garum<br />
bzw. Liquamen, die im alten Rom auf jedem<br />
Tisch zu finden waren. Bei Lukas<br />
Nagl im Bootshaus ist <strong>das</strong> auch heute<br />
wieder der Fall. www.luvifermente.eu<br />
Japaner würzen mit dem Messer!<br />
Was <strong>das</strong> genau bedeutet, erläutert Haubenkoch<br />
Lukas Nagl mit einem Satz:<br />
„Der Geschmack ist abhängig von der<br />
Größe der Fischstücke!“ Das heißt<br />
also, <strong>das</strong> Geheimnis liegt im Schneiden!<br />
Quod erat demonstrandum und<br />
so schneidet Nagl aus ein und demselben<br />
Fisch unterschiedlich große Stücke,<br />
Sojasaucen aus österreichischen Sojabohnen<br />
und geröstetem Einkorn aus<br />
Niederneukirchen. Das Kürbiskern Shoyu<br />
wird mit dem Kürbiskern-Presskuchen<br />
und Weizenmehl vom Biohof Leitner in<br />
Regau hergestellt.<br />
die tatsächlich unterschiedlich schmecken.<br />
Beinahe so, als wäre es ein anderer<br />
Fisch. Es liegt also doch am Messer!<br />
www.<strong>das</strong>traunsee.at/<br />
restaurant-bootshaus<br />
Filetieren will gelernt sein.<br />
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schriftlich gekündigt wird.<br />
✁
50 ETHNOKÜCHE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
ETHNO<br />
FOOD<br />
Spaß am Essen<br />
Foto: Seventyfour / Adobe Stock
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
ETHNOKÜCHE 51<br />
Es darf gerne rauchen, triefen, brennen und herrlich satt machen: Türkische Küche ist ein Fest<br />
der Familie, der Freundschaft und aller Sinne.<br />
Von Thomas Askan Vierich<br />
Wenn ich an türkische Küche<br />
denke, denke ich an Balik Ekmek.<br />
Direkt an der Galatabrücke<br />
werden in Istanbul auf in<br />
der Brandung schaukelnden Kuttern<br />
Makrelen gegrillt und mit Zwiebeln, etwas<br />
Salat, Tomaten und einer Prise Chili<br />
im Brot für zwei Euro verkauft.<br />
Herrlich. Man riecht es schon von<br />
Weitem. Steckerlfisch ist irgendwie<br />
nicht <strong>das</strong> Gleiche. Dafür muss man tatsächlich<br />
an den Bosporus.<br />
Weltküche<br />
Es gibt zwei verschiedene Definitionen<br />
für eine Weltküche. Die einen sagen, es<br />
müssen dafür drei Faktoren zusammenkommen:<br />
Eine reichhaltige, leistungsstarke<br />
Landwirtschaft (inklusive Viehzucht)<br />
mit vielen regionalen Unterschieden,<br />
kombiniert mit der elaborierten Küchentradition<br />
einer reichen Elite plus eine traditionelle<br />
Hausmannskost, die in kochenden<br />
Familien gepflegt wurde und wird.<br />
Dem würde ich zustimmen. Aber ergänzen<br />
mit dem Hinweis: Es muss ganz<br />
einfache, wunderbar schmeckende, unvergessliche<br />
Gerichte geben. Wie Balik<br />
Ekmek.<br />
Die ersten drei Faktoren sind in der<br />
Türkei (und also der türkischen Küche<br />
überall auf der Welt) ebenfalls gegeben:<br />
Ein fruchtbares Land umgeben vom<br />
Meer mit sehr unterschiedlichen klimatischen<br />
Verhältnissen hat schon von<br />
Natur aus zu einer vielfältigen Kulinarik<br />
angeregt. Dazu kommen mindestens<br />
600 Jahre seldschukische und osmanische<br />
Herrschaft mit einer ausgeprägten<br />
Liebe der Herrschenden zur Kulinarik.<br />
Der Topkapi-Palast zeugt noch<br />
heute vom Aufwand, den die Osmanen<br />
in punkto Kulinarik trieben. Im 18.<br />
Jahrhundert waren hier über <strong>10</strong>00 Menschen<br />
nur mit Kochen beschäftigt. Militärische<br />
Ränge bei den Janitscharen, der<br />
Elitetruppe am osmanischen Hof, hießen<br />
nach Küchenfunktionen.<br />
Alle Wohlhabenden des Landes, die<br />
etwas auf sich hielten, machten es dem<br />
Hofe nach. Sie kochten an den Feiertagen<br />
ebenso prächtig, besonders während<br />
des Ramadans, und öffneten ihre<br />
Häuser und Küchen für Nachbarn und<br />
Durchreisende.<br />
Noch heute gehört Kochen und Essen<br />
zu den Kernfunktionen einer türkischen<br />
Familie oder eines Freundestreffs<br />
– auch in der Diaspora. Und es<br />
sind nicht immer die Frauen, die kochen.<br />
Besonders am Grill oder vor dem Ofen<br />
tun sich auch die Männer hervor. Mein<br />
Die Betreiber der Gaia Kitchen wagen den<br />
Versuch eines türkischen Szenelokals.<br />
Foto: Thomas Askan Vierich<br />
türkisch-kurdischer Freund lädt uns immer<br />
wieder zu kulinarischen Abenteuern<br />
ein. Seine Lamm-Melanzani-Spieße,<br />
die er am offenen Feuer zubereitet,<br />
gehören zum Besten, was ich je gegessen<br />
habe.<br />
Die traditionelle türkische Küche,<br />
sei sie imperial-osmanisch-urban oder<br />
ländlich-traditionell-nomadisch geprägt,<br />
hat im 20. Jahrhundert einen Modernisierungsschub<br />
erhalten. Mit der<br />
Gründung der türkischen Republik kamen<br />
viele Auslandstürken zurück in ihre<br />
alte Heimat und brachten Koch- (und<br />
Trink-)Traditionen aus ihren „Gastländern“<br />
mit: aus Griechenland (Ouzo ><br />
Raki, Zaziki > Cacik), der Levante (Meze)<br />
und vieles mehr aus noch weiter ent-<br />
info<br />
Gute türkische Restaurants in Wien<br />
Restaurant Lale, Franz-Josefs-Kai 29, <strong>10</strong><strong>10</strong> Wien: leicht gehobene türkische Küche, sensationeller Döner<br />
Kebab vom Lamm. Momentan wegen Umbauarbeiten geschlossen.<br />
LEVANTE Walfisch, Walfischgasse 8, <strong>10</strong><strong>10</strong> Wien. Solides türkisches Restaurant in der Innenstadt.<br />
Galata Restaurant & Lounge, Raffineriestraße 65, 1220 Wien: Ein ehemaliges Ausflugslokal, beliebt bei<br />
türkischen Heichzeitspaaren und ihren Gästen, ganz viel türkische Lebensart.<br />
Kent Restaurant, Brunnengasse 67, 1160 Wien: „Das“ türkische Familienrestaurant seit den 1990ern – mit<br />
Filialen.<br />
Diwan Holzkohlengrill 1200, Wallensteinstraße 48, 1200 Wien: Vielleicht <strong>das</strong> beste Döner Kebab der<br />
Stadt; sehr authentisch; mehrere Filialen.<br />
Umar Fisch, Naschmarkt Stand 76-79 <strong>10</strong>60 Wien: Das vielleicht beste (aber auch teuerste) türkische Fischrestaurant<br />
der Stadt.<br />
Sezai Fisch(T)raum, Viktor-Adler-Markt 53, 1<strong>10</strong>0 Wien: Wem <strong>das</strong> Umar zu „gespritzt“ ist.<br />
Gaia Kitchen, Praterstraße 68, <strong>10</strong>20 Wien: Newcomer von zwei kurdischen Kumpels, sie wollen vor allem<br />
vegetarische und vegane Gerichte anbieten. Der Versuch eines türkischen „Szenelokals“.<br />
DAMAK Restaurant, Leibnizgasse 15, 1<strong>10</strong>0 Wien
52 ETHNOKÜCHE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Fotos: pixabay<br />
fernten Ländern und Regionen (Cig Köfte).<br />
Die türkische Küche hat viele Regionen<br />
(Balkan, Nordafrika, Arabien) geprägt<br />
und wurde auch von dort geprägt,<br />
auch aus Asien. Döner Kebab haben angeblich<br />
geschäftstüchtige Griechen in<br />
der Türkei erfunden (Abwandlung von<br />
Gyros). Das haben dann ausgewanderte<br />
Türken außerhalb der Türkei berühmt<br />
gemacht, besonders in Deutschland und<br />
Österreich. Heute ist Döner Kebab vermutlich<br />
<strong>das</strong> bekannteste Berliner Gericht.<br />
So berühmt, <strong>das</strong>s man mit „Berlin<br />
Döner“ in Wien hervorragende Geschäfte<br />
machen kann. Jedenfalls bessere<br />
als mit Eisbein und Buletten.<br />
Regionalküche<br />
Verschiedene türkische Regionen haben<br />
die türkische Küche geprägt: der<br />
Osten mit seiner nomadischen Tradition<br />
der Grillerei (Izgara) und auch <strong>das</strong><br />
Zubereiten von rohem Fleisch gemischt<br />
mit Bulgur (Beef Tatar > Cig Köfte). Die<br />
zentralen Ebenen mit ihren kalten Wintern<br />
brachten all die wunderbaren lang<br />
kochenden Gerichte hervor, häufig aus<br />
dem Ofen, mit verschiedensten Kräutern<br />
und Gewürzen und ihren buttrigen<br />
Joghurtsaucen. Die nördliche Küste am<br />
Schwarzen Meer ist berühmt für ihren<br />
Umgang mit Fisch, besonders mit dem<br />
hier heimischen Hamsi, einer Art Sardelle.<br />
Mindestens einmal im Jahr ruft<br />
mich mein türkisch-kurdischer Freund<br />
an und schreit ins Telefon: „Ich habe frische<br />
Hamsi, kommt vorbei, sofort!“<br />
An der Agäis und an der südlichen<br />
Küste wird gegrillt und gesotten (Eintöpfe)<br />
und gerne scharf gewürzt, berühmt<br />
ist Adana Kebab, scharf gewürztes<br />
Faschiertes am Spieß.<br />
Berühmt sind türkische Köche (und<br />
Hausfrauen) auch für gefülltes Gemüse<br />
(dolma), vor allem Melanzani und Paprika.<br />
Imam bayildi, der „Der Priester, der in<br />
Ohnmacht fiel“ (vor Begeisterung), sind<br />
vegetarisch gefüllte Melanzani. Nimmt<br />
man dazu Lammfaschiertes (vermischt<br />
mit Reis oder Bulgur) schmeckt es auch<br />
nicht schlechter. Gefüllte Weinblätter<br />
kennt man nicht nur in Griechenland<br />
oder an der Levante. Es gibt über hundert<br />
türkische Rezepte für Reis- oder<br />
Bulgur(Weizengries)gerichte. Das einfachste,<br />
im ganzen Land beliebte dügün<br />
pilavi (Hochzeitsreis) besteht einfach<br />
aus Reis mit Kichererbsen.<br />
Puritanischer Ansatz<br />
Wichtig in der türkischen Küche ist bei<br />
aller Pracht, die auf den Tisch kommt,<br />
<strong>das</strong> Spartanische: Man vermischt nicht<br />
allzu viel, verzichtet auf üppige Saucen,<br />
auch auf raffiniertes Würzen: Weniger<br />
ist mehr. Jede Zutat soll erstklassig<br />
sein und zu ihrem Recht durch die Zubereitung<br />
kommen: Ein paar Tomaten<br />
mit Petersilie und Zwiebeln vermischt<br />
und mit Olivenöl angemacht sind eine<br />
köstliche Vorspeise, oder Melanzani mit<br />
Tomaten grob püriert und mit Zitrone<br />
gewürzt. Auf den Spieß kommt Fleisch<br />
und meistens nichts als Fleisch. Dazu<br />
etwas Salat, Reis oder Brot. Fisch bleibt<br />
Fisch, meist im Ganzen gegrillt.<br />
Preisgünstige Büffets bieten für wenig<br />
Geld lauwarme, aber köstliche Speisen:<br />
Kuttelsuppe (İşkembe Çorbası, ein<br />
türkisches Nationalgericht), alle möglichen<br />
Güvecs (Eintöpfe) oder Reisgerichte<br />
(Pilavs), manchmal bekommt man bei<br />
uns in türkischen Grillrestraurants oder<br />
Imbissen auch solche Speisen, vor allem<br />
zur Mittagszeit.<br />
Brot wird frisch gebacken und frisch<br />
gegessen und es gibt nicht hundert verschiedene<br />
Sorten, sondern drei: Ekmek,<br />
<strong>das</strong> normale Weißbrot (in der DDR hätte<br />
man dazu „Sättigungsbeilage“ gesagt),<br />
Pide, der Fladen, in den man alles Mögliche<br />
wickeln kann, und Simit, mit Sesam<br />
bestreute Ringe, die man eher zum Frühstück<br />
isst. Und dann natürlich noch die<br />
strudelartigen, fetttriefenden (wenn sie<br />
richtig gut sind) Böreks, ein immer gern<br />
gesehener Imbiss für Zwischendurch.<br />
Berühmt sind natürlich auch die<br />
Süßspeisen, also Baklava, <strong>das</strong> die Türken<br />
vermutlich von den Persern und Arabern<br />
übernommen haben (oder sie von<br />
ihnen?): in Blätterteig gehüllte und mit<br />
flüssigem Zucker oder Honig übergossene<br />
Kombinationen aus Nüssen. Die werden<br />
aber selten im Restaurant oder zu<br />
Hause zubereitet, sondern eher aus den<br />
darauf spezialisierten Konditoreien geholt.<br />
Ansonsten bietet jedes türkische<br />
Lokal mindestens einen selbst gemachten<br />
Milchreis.<br />
Aber <strong>das</strong> Wichtigste in der türkischen<br />
Küche ist der Spaß: Das gemeinsame<br />
Essen, die Freude am Zusammenkommen,<br />
am Reden, am Genießen, am<br />
befreundet oder verwandt sein. Das<br />
merkt man spätestens, wenn man mit<br />
Türken (oder Kurden) essen geht. Natürlich<br />
in einem türkischen (oder kurdischen<br />
Restaurant). Dann wird es laut,<br />
lustig und lecker.
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
ADVERTORIAL 53<br />
Vielseitige Türkei<br />
Der europäische Mittelmeerraum und<br />
die Türkei waren geschichtlich und<br />
auch kulinarisch schon immer eng verbunden.<br />
Typische Gerichte in der Türkei<br />
bestehen aus frischem Gemüse wie Kichererbsen<br />
und Linsen, Gurken, Tomaten<br />
oder Karotten – kombiniert mit Superfoods<br />
wie Nüssen oder Rosinen. Das<br />
Gewürzsalz Gyros eignet sich für Lamm,<br />
Geflügel oder Hackfleisch. Tzatziki wird<br />
für Dressings, Dip-Saucen oder Hummus-Variationen<br />
verwendet. In dieser<br />
Gewürzzubereitung vereinen sich<br />
Chili, Paprika, Kreuzkümmel, Koriander,<br />
Knoblauch und Minze. Sie ist ideal<br />
für Reis- und Getreidegerichte, Pasta,<br />
Fleisch und Fisch sowie vegetarische<br />
Gerichte.<br />
Egal, ob Bulgur, Couscous-Salat oder<br />
Kombinationen mit Tomaten, Gurken,<br />
Bohnen und Linsen: Die hochwertigen<br />
Wiberg Essige und Öle sorgen für authentischen<br />
Geschmack. Das Zitrus-Öl<br />
mit nativem Oliven-Öl eignet sich für<br />
leichte Sommersalate. Das kaltgepresste<br />
Sesam-Öl vereint intensiven Sesamgeschmack<br />
mit feinen Röstnoten. Beide<br />
harmonieren mit dem Bio Granatapfel-Essig.<br />
Dieser wird aus dem Saft reifer<br />
Granatäpfel gewonnen – eine Frucht, die<br />
für die Türkei und den vorderen Orient<br />
steht.<br />
www.wiberg.eu<br />
Foto: Mara Zemgaliete / Adobe Stock<br />
Lammkarree auf Safranreis mit Okraschoten<br />
Lammkarree<br />
1,6 kg Lammkrone<br />
600 g Basmatireis<br />
› 200 g Okraschoten<br />
› WIBERG Lamm Klassik<br />
Gewürzsalz<br />
› WIBERG Natives Oliven-Öl<br />
Extra Peloponnes<br />
Kaltextraktion<br />
› WIBERG Veggie-Bouillon mit<br />
Ursalz pflanzlich<br />
› WIBERG Gemüse Klassik<br />
Streuwürze<br />
Filo-Papillote<br />
› 120 g Filo-Teigblätter<br />
› 1 Ei | zum Bestreichen<br />
› WIBERG Ras El Hanout<br />
Gewürzzubereitung<br />
orientalischer Art<br />
› WIBERG Trennfett<br />
geschmacksneutral,<br />
wasserfreies Trennmittel<br />
Harissa-Dip<br />
› 60 ml Wasser<br />
› 30 g WIBERG Harissa<br />
Gewürzzubereitung arabischer<br />
Art<br />
› 30 ml WIBERG Natives<br />
Oliven-Öl Extra Peloponnes<br />
Kaltextraktion<br />
Garnitur<br />
› Chillischoten | frisch<br />
Lammkarree:<br />
Lammkrone mit Lamm Klassik würzen, mit Oliven-Öl anbraten und im Ofen rosa garen. Kurz vor Garende<br />
mit etwas Harissa-Dip bestreichen. Basmati Reis mit Safran Fäden, Oliven-Öl und Veggie-Bouillon<br />
dämpfen. Okraschoten rüsten, halbieren und mit Oliven-Öl<br />
sautieren. Mit Gemüse Klassik abschmecken.<br />
Filo-Papillote:<br />
Teigblätter auflegen, zur Hälfte mit Ei bestreichen und mit Ras El<br />
Hanout bestreuen. Restlichen Teig darauf legen und in gleichmäßige<br />
Quadrate schneiden. Auf mit Trennfett besprühte Formen<br />
oder Tassen stülpen und im Ofen knusprig backen.<br />
Foto: Wiberg<br />
Harissa-Dip:<br />
Alle Zutaten miteinander vermengen.
54 PORTRAIT<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Foto: Aypilic Gastro<br />
Kontakt:<br />
Ergün Kuzugüdenli – Gesellschafter<br />
AY-SEN HandelsgmbH<br />
Aypilic Gastro – Der Nahversorger für<br />
Gastronomie & Handel<br />
Mobil +43-0664-<strong>10</strong>43180<br />
E-Mail office@aysen.at<br />
Web www.aypilic.at<br />
Liebeserklärung an den Döner Kebab<br />
Döner sind aus dem Streetfood-Bereich schon lange nicht mehr wegzudenken. Doch von<br />
dem Trend können auch klassische Gastronomen mit der Marke „My Kebab Love“ profitieren.<br />
<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Ob Döner bei der Beliebtheit als<br />
Street- bzw. Fastfood Hamburger<br />
oder unsere klassischen Würstel<br />
schon überholt haben, darüber<br />
streiten sich die Experten. Unbestritten<br />
ist jedoch, <strong>das</strong>s der Appetit von Gästen<br />
auf <strong>das</strong> „sich drehende Grillfleisch“ – so<br />
die wörtliche Übersetzung des Döner<br />
Kebab – stetig steigt. Bloß konnten die<br />
meisten klassischen Gastronomen bis<br />
jetzt von diesem Trend noch nicht profitieren,<br />
da die Döner-Zubereitung einen<br />
passenden Grill und vor allem auch einen<br />
entsprechenden Absatz – solche Grillspieße<br />
gibt es meist nur im XL-Format –<br />
vorausgesetzt hat.<br />
Doch dieses Problem will die Düzgün<br />
Food Gruppe jetzt beheben und bietet<br />
unter der Marke „My Kebab Love“ für<br />
die Gastronomie unterschiedliche Döner<br />
Kebabs als Hähnchen, Bio Hähnchen<br />
- oder Kalb-Variante nun vorportioniert<br />
in unterschiedlichen Beutelgrößen<br />
an. Düzgün Convenience Döner<br />
Kebab zeichnet sich durch seinen authentischen<br />
Schnitt und seine typische<br />
Bräunung aus. Schon der Duft überzeugt<br />
mit seinen frischen Brataromen.<br />
Arttypisch würzig im Geschmack ist<br />
<strong>das</strong> Fleisch zart und bissfest. Alle Convenience<br />
Döner Kebab Produkte sind<br />
original vom Spieß geschnitten ohne<br />
Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker.<br />
Mit Düzgün Convenience Döner Kebab<br />
kann man seine Gäste mit bekannten<br />
oder raffinierten Döner-Variationen<br />
verwöhnen – ohne großen Aufwand,<br />
aber dafür mit viel Geschmack und hoher<br />
Qualität. Ein weiteres Trendprodukt<br />
ist der Pizza Hähnchen Döner Kebab.<br />
Er ist die perfekte Verbindung aus<br />
knusprig dünnem Boden und würzigen<br />
Hähnchen Döner Kebab, original gebacken<br />
auf Lavastein im Holzofen. Weitere<br />
innovative Trend-Produkte, wie der Vegane<br />
Döner, ein Döner-Snackbag oder<br />
Döner auf einer Pinsa für Tankstellen-<br />
Shops sowie ein köstliches Döner Kebab
Das neue Trendprodukt<br />
vom deutschen Marktführer<br />
| JETZT in Österreich<br />
Original vom Spiess geschnitten in Gourmetqualität<br />
MADE<br />
IN GERMANY
56 PORTRAIT<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Lahmacun werden in den kommenden<br />
Wochen verkaufsbereit sein.<br />
Auch Zusatzprodukte erhältlich<br />
„My Kebab Love“ Convenience Döner<br />
Kebab kommt gegrillt und authentisch<br />
vom Spieß geschnitten im praktischen<br />
Folienbeutel. So lässt es sich gut portionieren<br />
und lagern. Dank zahlreicher Begleitprodukte<br />
– von Brot und Sauce über<br />
die typische Papiertüte bis zur Verkaufsunterstützung<br />
– kann man mit My Kebab<br />
Love Convenience Produkte effizient und<br />
abwechslungsreich planen.<br />
Die Düzgün Food Gruppe ist IFS<br />
und Halal zertifiziert und verarbeitet<br />
an insgesamt drei Produktionsstandorten<br />
in Deutschland und Polen mit über<br />
220 Mitarbeitern mehr als 40 Tonnen<br />
Fleisch pro Tag. „Die Nachfrage nach<br />
Döner-Kebab nimmt stetig zu und rangiert<br />
weltweit in vielen Ländern mittlerweile<br />
auf dem ersten Platz im Fast-Food<br />
Segment.<br />
Döner Kebab erobert die Welt. Wir<br />
bieten unseren Großhandelspartnern<br />
und Gastronomen in ganz Europa die<br />
Möglichkeit, sich einen Teil dieser Umsätze<br />
durch exzellente Produkt- und<br />
Servicequalität, eine starke Marke und<br />
weltweite Logistik zu sichern“, so Firmengründer<br />
Fevzi Düzgün.<br />
AY-SEN HandelsgmbH, selbst ein<br />
Döner- und Geflügelfleischproduzent<br />
aus Wien, hat unter der Leitung von Ergün<br />
Kuzugüdenli seit kurzem die Generalvertretung<br />
der Düzgün Food Gruppe<br />
für Österreich übernommen.<br />
„Mit dieser starken Kooperation können<br />
wir alle My Kebab Love Produkte<br />
österreichweit vertreiben und freuen<br />
uns auf Ihren Besuch auf der GAST-<br />
Messe in Salzburg, wo wir alle unsere<br />
Gäste mit unseren leckeren Döner Varianten<br />
verköstigen wollen“, so Ergün<br />
Kuzugüdenli.<br />
www.aypilic.at<br />
https://mykebablove.at
- Aktionszeitraum: 4. Oktober 20<strong>21</strong> bis 30. Oktober 20<strong>21</strong><br />
Ihr Nahversorger für<br />
Geflügelfleisch<br />
& Gastro Produkte<br />
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Zustellpauschale. Solange der Vorrat reicht! Irrtümer und Druckfehler vorbehalten.
58 ETHNOKÜCHE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
tipp aus der praxis<br />
Klar gestellt:<br />
Scharfe Chilis sind<br />
ungesund für den<br />
Magen<br />
Noch immer hält sich die Meinung,<br />
wer Magenprobleme hat,<br />
sollte mild essen und vor allem<br />
Chilischärfe meiden, da diese<br />
den Magen reizt. Doch <strong>das</strong><br />
Gegenteil ist der Fall. Man weiß,<br />
<strong>das</strong>s es in Ländern, in denen<br />
die Menschen gerne scharf essen,<br />
weniger Magenerkrankungen<br />
gibt. Studien belegen auch,<br />
<strong>das</strong>s der scharfe Inhaltsstoff<br />
der Chili, <strong>das</strong> Capsaicin, auf die<br />
Magenschleimhaut schützend<br />
wirkt und sie nicht schädigt.<br />
So stimuliert der scharfe Stoff<br />
der Chili nicht, wie früher irrtümlicherweise<br />
angenommen,<br />
sondern hemmt die Säuresekretion.<br />
Schleimsekrete und<br />
insbesondere den Blutfluss der<br />
Magenschleimhaut, die bei der<br />
Vorbeugung und Heilung von<br />
Geschwüren helfen, werden gefördert.<br />
Hauptursache für Magenprobleme<br />
und vor allem<br />
Geschwüre ist die Infektion des<br />
Magens mit dem Organismus<br />
Helicobacter Pylori, daneben<br />
fördern Alkohol, bestimmte Medikamente,<br />
Stress oder Rauchen<br />
Magenprobleme. Regelmäßiger<br />
moderater Chilikonsum dagegen<br />
ist ein Wohltäter für den<br />
Magen. Capsaicin kommt vor allem<br />
in den Samen und Samenscheidewänden<br />
der Schoten vor.<br />
Das klassische „Brennen“ beim<br />
Kontakt mit Capsaicin, egal, ob<br />
auf Haut oder Zunge, ist nichts<br />
anderes als eine Reizung der<br />
Nervenenden.<br />
Mag. Andrea Jungwirth<br />
Ernährungswissenschafterin<br />
Foto: Andrea Jungwirth<br />
Genuss zum Probieren<br />
Friesenkrone setzt mit der aktuellen<br />
Probieraktion „So geht Genuss“<br />
auf die Gaumen der Gastronomen und<br />
Küchenchefs. Diese können beim Kauf<br />
von Friesenkrone-Produkten ab sofort<br />
ihre persönliche Fischbox anfordern.<br />
Das funktioniert über den QR-Code<br />
auf dem Aktionsflyer in 1.000-g- und<br />
2.500-g-Schalen. Die limitierte Auflage<br />
des kostenlosen Probierpakets enthält<br />
die beliebten Fischfeinkost-Spezialitäten<br />
Smoke-jes Rauchmatjes, Garnelensalat<br />
orientalisch und Flammlachs. Der<br />
Aktionsflyer liefert außerdem frei Haus<br />
Rezeptideen für eine abwechslungsreiche<br />
Speisekarte, zum Beispiel Kartoffelwaffeln<br />
mit Smoke-jes Matjesfilet und<br />
Speck oder Wildreis-Bowl mit orientalischem<br />
Garnelensalat. Sämtliche Kreationen<br />
sind für die Profiküche ausgelegt,<br />
sind kalkulationssicher und sorgen für<br />
Beliebte Begleitung<br />
Zeitersparnis in der Küche. Die Fischbox<br />
kann per QR-Code angefordert werden.<br />
Die Aktion gilt, solange der Vorrat<br />
reicht.<br />
www.friesenkrone.de<br />
Brot ist der ideale Tischsnack vor dem<br />
Essen, aber auch eine willkommene<br />
Begleitung für den Hauptgang. Edna<br />
bringt jetzt orientalisches Flair in Hotels,<br />
Restaurants und Cafés. Das Fladenbrot<br />
nach türkischer Art ist eine<br />
perfekte Basis für Antipasti. Durch ein<br />
Dekor aus Sesam und Schwarzkümmel<br />
erhält es den typischen Geschmack und<br />
bietet sich deshalb auch als Beigabe zu<br />
Speisen an. Der mit Sesam und Nigellasaat<br />
bestreute Oriental Burger ist ideal<br />
für Burgerrezepte. Als bereits aufgeschnittenes<br />
Weckerl ist der Bun einfach<br />
in der Handhabung. Auch Pitabrot bildet<br />
die Grundlage für zahlreiche leckere<br />
Snacks. Individuell und kreativ befüllt<br />
werden die Taschen zum absoluten<br />
Trendgericht. Zudem lassen sich die Fladenbrote<br />
schnell und einfach zubereiten<br />
und sind daher ideal to go. Auch gegrillt,<br />
zu Salaten oder Eintöpfen ist <strong>das</strong> Brot<br />
eine feine Ergänzung.<br />
www.edna.at<br />
Foto: Edna Foto: Kai Treffan Fotografie
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
PORTRAIT 59<br />
Ata und Chamis al-Sairafi kauften einen alten Jet, um in<br />
ihm ein Restaurant zu eröffnen.<br />
Fotos unten: Novapark Fotos oben: Sairafi<br />
Ein ähnliches Projekt<br />
gibt es bereits in Graz.<br />
Restaurant im alten Jet<br />
Zwei palästinensische Brüder wollen im Westjordanland ein Restaurant in einer ausgedienten<br />
Boeing 707 eröffnen. Mit Nova-Air gibt es seit drei Jahren ein ähnliches Projekt in Graz.<br />
<br />
Von Thomas Askan Vierich<br />
Ideen muss man haben. Und Ausdauer.<br />
Die 60-jährigen Zwillingsbrüder Ata<br />
und Chamis al-Sairafi sind in einem Palästinenserlager<br />
bei Nablus aufgewachsen.<br />
Eigentlich sind sie Schrotthändler.<br />
In den 1990er Jahren hörten sie von einer<br />
ausgedienten Boeing 707, die in Tiberias<br />
am See Genezareth in Israel ungenutzt<br />
herumstand. 1999 kauften sie den alten<br />
Jet. Aber nicht, um ihn auszuschlachten,<br />
sondern um ein Restaurant in ihm zu eröffnen.<br />
Das war noch <strong>das</strong> Einfachste<br />
Um es ins Westjordanland zu bringen,<br />
brauchten sie Genehmigungen, Spezialfahrzeuge<br />
und Straßensperren. Sogar<br />
Bäume mussten gefällt werden. Dann<br />
kam auch noch die zweite Intifada, also<br />
der Palästinenseraufstand, dazwischen.<br />
Das Westjordanland ist ja von Isreal besetzt<br />
und soll mal Teil eines Palästinenserstaats<br />
werden. Dann kam auch noch<br />
Corona. Doch heuer konnten sie <strong>das</strong> Innnere<br />
des Flugzeugs herrichten. „Wegen<br />
Corona ist unser Restaurant vorerst nur<br />
für 35 Besucher ausgerichtet“, sagt Ata<br />
al-Sairafi der dpa. „Wir werden unten am<br />
Boden eine Küche haben und <strong>das</strong> Essen<br />
mit einem Aufzug nach oben befördern.“<br />
Bis zur Eröffnung improvisieren die<br />
Brüder – und verdienen erstmals Geld<br />
damit. Das Flugzeug ist schon jetzt eine<br />
Attraktion bei den Bewohnern. Sie zahlen<br />
Eintritt, um ins Flugzeug zu kommen.<br />
Denn einen Flugzeug besitzt <strong>das</strong><br />
Westjordanland nicht. Sie werden am Boden<br />
mit kleinen Snacks an kleinen roten<br />
Plastiktischen und weißen Plastikstühlen<br />
versorgt. Alles noch sehr rudimentär.<br />
Aber so spricht sich die neue Location<br />
rasch herum. „Die Leute wollen Selfies<br />
vor oder im Flugzeug machen“, erzählt<br />
Chamiss al-Sairafi. „Und auch bei Hochzeitspaaren<br />
ist <strong>das</strong> Flugzeug als Hintergrund<br />
für die Hochzeitsfotos beliebt.“<br />
Zwei Millionen Schekel (umgerechnet<br />
heute rund 530.000 Euro) haben die Brüder<br />
bisher in <strong>das</strong> Unternehmen investiert.<br />
Da <strong>das</strong> Westjordanland nicht gerade ein<br />
internationaler Tourismus-Hot-Spot ist,<br />
setzen sie auf örtliche Gäste, die einfach<br />
mal Lust auf ein Essen in ungewohnter<br />
Umgebung haben.<br />
In Graz existiert ein ähnliches Projekt:<br />
Das Novapark-Hotel in Graz bietet seit<br />
drei Jahren in einer ausrangierten Boeing<br />
727-200 ein Restaurant und in einer<br />
alten Illjuschin 62 eine Bar und nennt es<br />
Nova-Air.<br />
Für fünf Euro kann man an Bord gehen.<br />
Die ganze Location kann man für<br />
880 Euro mieten. Bis zu 300 Personen<br />
gehen maximal rein, wenn nicht gerade<br />
Corona ist.<br />
www.novapark.at
Seite 60 bis Seite 79<br />
Cold Drinks<br />
Bier<br />
Bier ist ein hochsensibles<br />
Getränk, <strong>das</strong> nicht nur bei der<br />
Herstellung, sondern auch<br />
bei Lagerung und Ausschank<br />
größtmögliche Hygiene<br />
voraussetzt. Passieren hier<br />
Fehler, kann es – wie beim<br />
Wein – zu geschmacklichen<br />
Problemen kommen. Jedenfalls<br />
sollte ein Gastronom auf<br />
diesbezügliche Reklamationen<br />
richtig reagieren können.<br />
<br />
Seite 62<br />
Liköre<br />
„Es ist ein Brauch von Alters<br />
her, wer Sorgen hat, hat auch<br />
Likör“, lautet ein alter Spruch.<br />
Doch um Liköre genießen zu<br />
können, braucht man selbstverständlich<br />
keine Sorgen.<br />
Im Gegenteil, haben Liköre<br />
in den vergangenen Jahren<br />
<strong>das</strong> Image des Damenkränzchen-Getränks<br />
abgelegt und<br />
die Branche darf sich über<br />
immer kreativere Rezepte<br />
freuen.<br />
Seite 70<br />
Sekt & Schaumwein<br />
Rund um Weihnachten und<br />
Silvester landen wieder<br />
edle Perlen in den Gläsern.<br />
In diesen Wochen machen<br />
Schaumweine den Großteil<br />
des Jahresumsatzes. Dabei<br />
gibt es zu Sekt und Champagner<br />
durchaus spannende<br />
Alternativen, etwa die in<br />
jüngster Zeit oft gehypten<br />
Pet Nats. Bei der Kalkulation<br />
ist jedenfalls weniger oft<br />
mehr.<br />
Seite 76
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELLES 61<br />
Fruchtig in den Herbst<br />
Das Start-up Green Bag aus Niederösterreich<br />
präsentiert seine Fruchtsäfte<br />
ab sofort in neuem Design. Gründerin<br />
Martina Giczy und Gründer Bernhard<br />
Gager halten fest: „Wir sind Anfang<br />
2020 mit dem Projekt „Green-Bag“ gestartet,<br />
weil wir davon überzeugt sind<br />
mit unseren Bio Fruchtsaftkonzentraten<br />
eine nachhaltige Veränderung<br />
am Fruchtsaftmarkt einleiten zu können.“<br />
Green Bag verzichtet nämlich auf<br />
<strong>das</strong> Transportieren und Verpacken von<br />
Wasser, <strong>das</strong> reine Bio Fruchtsaftkonzentrat<br />
wird in kleinen 200ml Packungen<br />
gefüllt, mit Wasser wird dann einfach<br />
selbst vermischt. Dadurch kann<br />
sich auch schweres Schleppen erspart<br />
werden. Die neue Verpackung mit dem<br />
Anwendungshinweis „Mischen mit frischem<br />
Wasser“ bringt hierbei ebenfalls<br />
Klarheit an die Konsumenten. Die Gründer<br />
resümieren: „Nun freuen wir uns auf<br />
die nächsten Schritte mit den neu gestalteten<br />
Packungen und hoffen, <strong>das</strong>s<br />
die für Herbst geplanten Veranstaltungen<br />
und Messen wieder stattfinden<br />
können.“<br />
www.green-bag.at<br />
Foto: Green Bag<br />
Foto: Mozart Destilerie<br />
Schokoladige<br />
Komposition<br />
Die Mozart Distillerie, seit 2016 Teil der Schlumberger-Gruppe<br />
und ausgezeichnet als Likörhersteller des Jahres 2020,<br />
bringt eine neue Kreation auf den Markt: Mozart Chocolate<br />
Coffee. Damit erweitert die Marke ihr bestehendes Sortiment<br />
um eine völlig neue Geschmacksrichtung. Die Innovation ist<br />
eine Komposition aus röstintensiven Arabica-Kaffeenoten und<br />
Schokolade. Die Basis für den unverkennbaren Geschmack von<br />
Chocolate Coffee ist ein vielfältiges Aromaprofil aus Süße, Bitterkeit<br />
und Würze, <strong>das</strong> durch die Röstung von Kakao- wie auch<br />
Kaffeebohnen gewonnen wird. Verfeinert wird die Rezeptur<br />
mit belgischer Schokolade, Vanille und fruchtigem Aroma.<br />
Dadurch entsteht ein vollmundiger, cremiger und bittersüßer<br />
Kaffee-Schokoladen-Geschmack. Durch die Sortimentserweiterung<br />
will Mozart Chocolate Liqueur nicht nur Cremelikör-<br />
Trinker, sondern auch Schokolade- und Kaffeeliebhaber ansprechen.<br />
www.mozartchocolateliqueur.com und www.topspirit.at<br />
Wein & Co startet im<br />
B2B Bereich durch<br />
Unter dem Namen<br />
Wein & Pro bietet<br />
Weinhändler Wein & Co<br />
neuerdings eine Sparte<br />
an, die sich an B2B Kunden<br />
richtet. Diese sollen<br />
sich auf eine persönliche,<br />
professionelle Zusammenarbeit<br />
mit einem<br />
Partner freuen dürfen,<br />
der die Besonderheiten<br />
der Branche kennt wie<br />
kaum ein anderer. Darüber<br />
hinaus möchte Wein<br />
& Pro mit seinem Wissen<br />
Werner Greigeritsch, Leitung<br />
Vertrieb B2B (r.) und Willi Klinger,<br />
Geschäftsführer Wein & Co.<br />
Foto: Feichtinger/Wein & Co<br />
und seiner Erfahrung, Firmen und Gastronomiebetrieben auf<br />
dem Weg zum Erfolg zu unterstützen und auch deren Kunden<br />
zu Weingenuss verhelfen.<br />
Für die Gastronomie bietet Wein & Pro unter anderem:<br />
› professionelle und persönliche Beratung<br />
unkomplizierte Bestellung zu besten Konditionen<br />
› flexible Lieferung<br />
› eine riesige Auswahl an nationalen und internationalen Weinen<br />
sowie ein umfangreiches Fine-Wine-Sortiment<br />
› Verkostungen – virtuell oder vor Ort in den Wein & Co Shops<br />
sowie direkt bei Gastro-Kunden – unter professioneller Leitung<br />
eines Sommeliers<br />
› passgenaue Sortimentsgestaltung und Weinkartenberatung<br />
› Weinschulungen für Mitarbeiter<br />
› kostenlose Zustellung<br />
https://www.weinco.at/wein-und-pro/gastrokunden
62 BIER<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Nobody<br />
is perfect<br />
Foto: Krakenimages.com / Adobe Stock<br />
Nicht nur beim Wein, auch beim Bier kann es – selten aber doch – zu geschmacklichen<br />
Problemen kommen.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Folgende Situation ist gastronomischer<br />
Alltag: Ein Gast kommt<br />
in ein Restaurant, bestellt eine<br />
Flasche Wein, der Kellner kommt,<br />
präsentiert die Flasche, öffnet sie, reicht<br />
dem Gast einen Probeschluck und wird<br />
eine Reklamation gegebenenfalls selbstverständlich<br />
zur Kenntnis nehmen.<br />
Denn <strong>das</strong>s Weine – und besonders die<br />
noch immer häufig verwendeten Korken<br />
– ein Naturprodukt sind und fehlerhaft<br />
sein können, daran hat man sich seit jeher<br />
gewöhnt.<br />
Jetzt stelle man sich selbige Situation<br />
mit der Bestellung einer Flasche Bier<br />
vor. Absurd? Warum eigentlich? Auch<br />
Bier ist ein Naturprodukt und die Fehlerquellen<br />
beim Bierbrauen sind mindestens<br />
so zahlreich wie beim Wein. Nur einer<br />
weitgehenden Automatisation und<br />
rigiden Qualitätskontrolle ist es zu verdanken,<br />
<strong>das</strong>s fehlerhafte Biere tatsächlich<br />
höchst selten ausgeliefert werden.<br />
Das heißt allerdings nicht, <strong>das</strong>s sie nicht<br />
vorkommen – oft genug entstehen Fehlaromen<br />
nämlich auch durch unsachgemäße<br />
Lagerung des Bieres bzw. schmutzige<br />
Bierleitungen – und ein Gastronom,<br />
der Wert auf ein gepflegtes Bierangebot<br />
legt, sollte sich auch mit dem Problem<br />
von Bierfehlern auseinandersetzen, damit<br />
die Reaktion auf eine eventuelle Reklamation<br />
des Gastes nicht achselzuckend<br />
„Was soll ich denn machen? Das<br />
Fass hab ich heute frisch angeschlossen<br />
und bis jetzt hat sich noch keiner beschwert“<br />
lautet, wie <strong>das</strong> der Autor dieser<br />
Zeilen schon einmal erlebt hat. Und<br />
auch folgender Dialog in einem Lokal ist<br />
leider keine Fiktion:<br />
„Tut mir leid, aber mit dem Bier ist<br />
was nicht in Ordnung.“<br />
„Ja, wir hatten schon einige Beschwerden<br />
und wissen, <strong>das</strong>s es ein Problem<br />
gibt, aber die von der Brauerei waren<br />
eh schon da und haben sich alles angeschaut.“<br />
„Und bis <strong>das</strong> Problem behoben ist<br />
schenkt ihr einfach schlechtes Bier aus?“<br />
„Naja, ich dachte, die haben <strong>das</strong> Problem<br />
schon behoben ...“.
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
BIER 63<br />
(Siehe auch die aktuelle Kolumne<br />
von Bierpapst Conrad Seidl.)<br />
Typisch untypisch<br />
Prinzipiell muss bei Fehlaromen im Bier<br />
unterschieden werden zwischen Aromen,<br />
die für bestimmte Biersorten untypisch<br />
sind und obligat unangenehmen<br />
Aromen. So wäre ein Beispiel für ein sortenuntypisches<br />
Aroma etwa ein fruchtiger<br />
Geschmack nach Apfel und Bananen:<br />
bei einem obergärigen Weizenbier<br />
durchaus erwünscht, bei einem untergärigen<br />
Pils dagegen ein klassischer Fehlgeschmack,<br />
verursacht durch zu hohe<br />
Temperaturen bei der Gärung.<br />
Unter generell unangenehme Gerüche<br />
und Geschmäcker fallen dagegen<br />
z.B. Aromen nach Metall (Eisenionen<br />
im Bier), Katzenurin oder schwarzer Johannisbeere<br />
(beginnende Oxidation),<br />
nassem Papier oder Karton (Oxidation),<br />
Stinktier (Lichtgeschmack – betrifft nur<br />
Flaschenbier) oder Fäkalaromen (Kontamination<br />
mit Schwefel-Wasserstoff-<br />
Bildnern).<br />
Butter im Bier<br />
Das wahrscheinlich häufigste Fehlaroma<br />
ist der Buttergeschmack (nicht zu<br />
verwechseln mit ranzig). Die dafür verantwortliche<br />
Substanz heißt „Diacetyl“<br />
und Ursache dafür kann etwa eine falsche<br />
Würze-Zusammensetzung, eine<br />
falsche Gärführung oder <strong>das</strong> Vorkommen<br />
von Milchsäurebakterien (mangelnde<br />
Hygiene) sein. Aber Achtung:<br />
Auch <strong>das</strong> Butteraroma zählt zur Gruppe<br />
der nur für manche Biersorten untypischen<br />
Aromen. Bei manchen Aleoder<br />
Stoutbieren sind sie durchaus<br />
erwünscht und selbst beim klassischen<br />
Pilsner Urquell war dieser Geschmack<br />
früher ein Markenzeichen.<br />
Um aber jetzt keine Angst aufkommen<br />
zu lassen: Fehlaromen kommen<br />
beim Bier tatsächlich deutlich seltener<br />
vor als beim Wein und es ist völlig unüblich<br />
und auch absolut unnötig, jede<br />
frisch geöffnete Flasche oder jedes neu<br />
angeschlagene Fass vor dem Servieren zu<br />
verkosten. Man sollte sich nur dessen bewusst<br />
sein, <strong>das</strong>s diesbezügliche Probleme<br />
auch beim Bier prinzipiell möglich sind<br />
und <strong>das</strong>s bei Beschwerden hier durchaus<br />
Handlungsbedarf besteht. Im Zweifelsfall<br />
sollte man sich bei Geschmacksproblemen<br />
an die zuständige Brauerei wenden,<br />
die im Falle des Falles gerne mit Rat<br />
und Tat zur Verfügung stehen wird.<br />
Flexibles Drink Modul<br />
von Stiegl<br />
Richtige Gläserpflege, tägliche Schankhygiene<br />
und eine auf den Kunden abgestimmte<br />
Anlage sind für ein perfekt<br />
gezapftes Bier unumgänglich. Daher<br />
bietet die Stieglbrauerei ihren Gastronomiekunden<br />
etwa mit dem modularen<br />
Schanksystem Drink Modul eine ausgereifte<br />
Schank-Komplettlösung an.<br />
Dabei wird <strong>das</strong> modulare Schanksystem<br />
jeweils individuell und flexibel auf<br />
die Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden<br />
abgestimmt – auch in Kombination<br />
mit Heißgetränken, Spirituosenpistole,<br />
Wiegetechnologie sowie Kassensystemen,<br />
wo man gemeinsam mit dem<br />
langjährigen Partner Codeswift („Swiftcash“)<br />
eine der besten Kombinationen<br />
aus Schank- und Kassensystem, die derzeit<br />
am Markt erhältlich sind, anbietet.<br />
Weiters werden auch Biertanks und Fasswechselsysteme<br />
angeboten, zusätzlich<br />
können jegliche Schnittstellen anderer<br />
Hersteller von Kassensystemen, Kaffeemaschinen<br />
und externen Geräten mit einer<br />
kompatiblen Schnittstelle eingebunden<br />
werden.<br />
www.drinkmodul.at<br />
Foto: Alexander Koller / Drink Modul<br />
tipp aus der praxis<br />
Außen und innen<br />
blitzeblank<br />
Dieses Prädikat sollte Ihr<br />
Schankgerät auszeichnen!<br />
Wir kümmern uns als<br />
Hersteller bei unseren<br />
Schankgeräten um die<br />
„innere“ Sauberkeit und<br />
Hygiene, für <strong>das</strong> Außen<br />
sind Sie und Ihre MitarbeiterInnen<br />
zuständig. Und<br />
zwar täglich, denn nur so<br />
können Sie Ihren Gästen<br />
Topqualität bieten. Die integrierte<br />
Reinigungsfunktion<br />
erleichtert die Aufgabe<br />
erheblich, allerdings ist<br />
es wie bei jeder Kaffeemaschine<br />
auch – wenn man<br />
nicht reinigt, schmeckt<br />
man es schon bevor man<br />
es sieht…<br />
Zur Schankpflege gehört<br />
auch die regelmäßige<br />
„Intensivreinigung“ der<br />
Gläser und Karaffen, denn<br />
nur ohne Schieren und<br />
Kalkflecken kann der Gast<br />
<strong>das</strong> verlockende Prickeln<br />
der Getränke sehen und<br />
freut sich auf den ersten<br />
Schluck.<br />
Apropos Hygiene. Hier<br />
hat uns die Pandemie zu<br />
einigen Innovationen angeregt.<br />
Wie bieten mittlerweile<br />
sogar bei SB-Anlagen<br />
„berührungslose“<br />
Schanksysteme an. Das<br />
garantiert einen hygienischen<br />
Zapfvorgang, spart<br />
Desinfektionsaufwand<br />
und gibt allen ein sicheres<br />
Gefühl.<br />
KR Wolfgang Zmugg,<br />
Geschäftsführer von<br />
Grapos<br />
www.grapos.com<br />
Foto: Grapos
64 BIERLAND ÖSTERREICH<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Gasthausbrauereien Verzeichnis<br />
1516 Brewing Company<br />
+43(0)1 9611516<br />
Krugerstraße 18 / Schwarzenbergstr. 2, <strong>10</strong><strong>10</strong> Wien<br />
www.1516brewingcompany.com<br />
Bürgerliche Brauerei<br />
+43 676 7306494<br />
Schellingg. 14<br />
<strong>10</strong><strong>10</strong> Wien<br />
www.burgerlichebrauerei.at<br />
WASTED<br />
+43 660 697 37 28<br />
Erlafstrasse 7, <strong>10</strong>20 Wien<br />
www.wasted-bio-bier.at<br />
Salm Bräu Ges.m.b.H.<br />
+43(0)1 7995992<br />
Rennweg 8, <strong>10</strong>30 Wien<br />
www.salmbraeu.com<br />
Wieden-Bräu Stark OEG<br />
+43(0)1 5860300<br />
Waaggasse 5, <strong>10</strong>40 Wien<br />
www.wieden-braeu.at<br />
Flatschers<br />
+43(0)1/8905917<br />
Wiedner Hauptstraße 111, <strong>10</strong>50 Wien<br />
www.flatschers-l4.at<br />
Siebensternbräu<br />
+43(0)1 5238697<br />
Siebensterngasse 19, <strong>10</strong>70 Wien<br />
www.7stern.at<br />
Stiegl - Ambulanz<br />
+43-1-40<strong>21</strong>150<br />
Alser Straße 4, <strong>10</strong>90 Wien<br />
www.stiegl-ambulanz.com<br />
The Highlander<br />
+43(0)1 3152794<br />
Sobieskiplatz 4, <strong>10</strong>90 Wien<br />
HUTSCHN BRÄU<br />
+43 680 1<strong>21</strong>8888<br />
Laaer Wald 473, 1<strong>10</strong>0 Wien<br />
www.hutschn-braeu.at<br />
Medl-Bräu 1. Penzinger Gasthofbrauerei<br />
+43(0)1 914434 0<br />
Linzer Straße 275, 1140 Wien<br />
www.medl-braeu.at<br />
Brauwerk<br />
+43 (0)1 49<strong>10</strong>0-5480<br />
Ottakringer Platz 1, 1160 Wien<br />
www.brauwerk.wien<br />
Fischerbräu 1. Wiener Gasthof-<br />
Brauerei<br />
+43(0)1 3695949<br />
Billrothstraße 17, 1190 Wien<br />
www.fischerbraeu.at<br />
Hiaslbräu<br />
+43(1)2807122<br />
Biberhaufenweg 228, 1220 Wien<br />
www.roterhiasl.at<br />
Rodauner-Biermanufaktur<br />
+43 (0) 664 9648123<br />
Manowardagasse 5A, 1230 Wien<br />
www.rodauner-biermanufaktur.at<br />
Holy Bräu<br />
+43(0)2944/29 59<br />
Leopold Leuthnerstraße 4, 2054 Haugsdorf<br />
Kurv`n Bräu Nestler<br />
+43 (0)2524 <strong>21</strong>36<br />
Bahnhof 96, <strong>21</strong>34 Enzersdorf bei Staatz<br />
WieNeuBräu<br />
+43(0)664 47 57 699<br />
Parkstraße 35, 2351 Wiener Neudorf<br />
www.dobritzhofer.at<br />
Leitha Bräu<br />
+43(0)676 5031698<br />
Untere Hauptstraße 31, 2443 Leithaprodersdorf<br />
www.leithabraeu.at<br />
Bierwerkstatt Thomas Fritsche<br />
+43(0)680 2042899<br />
Pottendorfer Straße <strong>10</strong>6, 2486 Siegersdorf<br />
www.siegersdorfer.at<br />
Brauerei Zusag<br />
+43(0)660/3133765<br />
Pöttschingerstraße 4, 2493 Lichtenwörth<br />
Allander Stierkogl Bräu<br />
+43(0)2258 6891<br />
Wagenhofstraße 538, 2534 Alland<br />
Antonius Bräu<br />
+43(0)2256/<strong>21</strong>223<br />
Hauptstraße 29, 2544 Leobersdorf<br />
www.antoniusbraeu.at<br />
Poidl Bräu Ing. Leopold Schlögl<br />
+43(0)2672 82419<br />
Wehrgasse 6, 2563 Pottenstein<br />
www.dreher.at<br />
Gasthof Diewald<br />
+43(0)2662 43905<br />
Raach am Hochgebirge 38, 2640 Gloggnitz<br />
www.gasthof-diewald.at<br />
Zecherbräu<br />
+43(0)2662 45076<br />
Siedlaustr. 129, 2640 Enzenreith<br />
Rax Bräu<br />
+43 (0)676 6409628<br />
Hauptstraße 40, 2650 Payerbach<br />
Haßbacher Braueck Privatbrauerei<br />
Martin Gruber<br />
+43(0)2629 7326<br />
Berggasse 6, 2831 Haßbach<br />
Kastner Bier<br />
+43(0)660 7004016<br />
Steinabruck 35, 3072 Kasten<br />
www.kastnerbier.at<br />
Dunkelsteiner Bräu<br />
+43(0)2782 86961<br />
Schaubing 2, 31<strong>21</strong> Karlstetten<br />
Linko Bräu<br />
+43(0)2762 62802<br />
Gartengasse 9, 3160 Traisen<br />
Petri-Bräu Hausbrauerei Sigl<br />
+43(0)2763 <strong>21</strong>63<br />
Brillergraben 8, 3161 St. Veit an der Gölsen<br />
www.petri-braeu.at<br />
Bahnhofsbräu<br />
+43 (0)2747 3250 605<br />
Bahnhofsstraße 1, 3200 Obergrafendorf<br />
www.styx.at<br />
HQ-Bier GmbH<br />
+43(0)664 4136260<br />
Teichweg 6, 3250 Wieselburg<br />
www.hqbier.at<br />
Privatbrauerei Gaming Kartausen<br />
Bräu<br />
+43 (0) 7485 98466 22<br />
Kartause 1, 3292 Gaming<br />
www.kartause-gaming.at<br />
Bierkanter Hofbrauerei<br />
+43(0)676 5771448<br />
Haag 2, 3300 Winklarn<br />
www.bierkanter.at<br />
s‘Edla Craft Bier<br />
Agathastraße 2-4, Halle 18 3300 Amstetten<br />
www.edla-craft.at<br />
Ybbstal Bräu Gasthaus Hehenberger<br />
+43(0)7442 52243<br />
Wienerstraße 28, 3340 Waidhofen/Ybbs<br />
www.ybbstal-braeu.at<br />
Dok‘s Brewery<br />
+43(0)7412 58000<br />
Trewaldstraße 6, 3370 Ybbs<br />
www.obernberger.at<br />
Brauhaus Marchart<br />
+43 (0) 2242 33156<br />
Greifensteinerstraße 92, 3423 Wördern<br />
Adlerbräu<br />
+43 (0)2272 62676<br />
Rathausplatz 7, 3430 Tulln<br />
www.adlerbraeu.at<br />
LangenrohrerErlebnisBrauerei<br />
+43(0)650/9796197<br />
Josef-Reither-Straße 18, 3442 Langenrohr<br />
Specht Bierbrauerei GmbH<br />
+43(0)699/17741774<br />
Kogler Hauptstraße 11, 3443 Kogl<br />
www.spechtbier.at<br />
Wirtshausbrauerei Langenlois,<br />
Fiaker Bräu<br />
+43(0)2734 <strong>21</strong>50<br />
Holzplatz 7, 3550 Langenlois<br />
www.fiakerwirt.com<br />
BrauSchneider GmbH&CoKG<br />
+43 (0)2734 32917<br />
Laabergstraße 5, 3553 Schiltern<br />
www.brauschneider.at<br />
Privatbrauerei Maria Pichler<br />
+43(0)664 6563712<br />
Schönbach 1, 3633 Schönbach<br />
Wirtshausbrauerei Haselböck<br />
+43(0)7413 6119<br />
Münichreith/Ostrong 3, 3662 Münichreith/<br />
Ostrong<br />
www.wirtshausbrauerei.at<br />
Brauerei Dangl<br />
+43(0)2914 6479<br />
Zettenreith 7, 3763 Japons<br />
Xandl Bräu<br />
+43 680 55 94 647<br />
Heidenreichsteiner Straße 2, 3902 Vitis<br />
www.xandlbraeu.at<br />
Kirchberger Bier<br />
+43 (0)2854 7070<br />
Kirchberg am Walde 12, 3932 Kirchberg am Walde<br />
www.@carrousel.at<br />
Brauerei Brauhotel Weitra<br />
+43(0)2856 2936<br />
Rathausplatz 6, 3970 Weitra<br />
www.brauhotel.at<br />
Thor-Bräu Laska GmbH<br />
+43(0)732 772306<br />
Hostauerstr. 2, 4<strong>10</strong>0 Ottensheim<br />
Schloßbrauerei Weinberg<br />
+43(0)7947 7111<br />
Weinberg 2, 4292 Kefermarkt<br />
www.wentzel.at<br />
Bratl Bräu<br />
+43(0)7954 2203<br />
Markt 13, 4372 St. Georgen am Walde<br />
www.bratl.at<br />
Craftwerk Braupub<br />
+43(0)7254/70600<br />
Mitterweg 19, 4463 Großraming<br />
www.grossraming.eu<br />
Brauhof Goldberg<br />
+43(0)7251 592<br />
Weichstettenstraße 119, 45<strong>21</strong> Schiedlberg<br />
www.brauhof-goldberg.at<br />
Sandberg Bräu<br />
+43(0)664 4259812<br />
Sandberg 1, 4550 Kremsmünster<br />
Kemmet Bräu Gasthof Kemmetmüller<br />
+43(0)7562 20066<br />
Hauptstraße 22, 4580 Windischgarsten<br />
www.kemmet.at<br />
sGerstl Bräu<br />
+43(0)7242/351500<br />
Freiung 9-11, 4600 Wels<br />
www.sGerstl.at
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
BIERLAND ÖSTERREICH 65<br />
Hintergrundfoto: Romolo Tavani / Adobe Stock<br />
Gasthausbrauerei Zum Alfons<br />
+43 (0)7673 2442<br />
Bergern 2, 4690 Schwanenstadt<br />
Raaber Bier GesbR<br />
+43(0)7762 2242<br />
Dr. Pflugerstraße 94, 4760 Raab<br />
Brauhaus zum Gugg<br />
+43(0)664/73588686<br />
Gampern 20, 4851 Gampern<br />
Leimer Bräu<br />
+43(0)7672 92920<br />
Atterseestraße 34, 4860 Lenzing<br />
www.leimer-braeu.com<br />
Brauerei Kaltenböck<br />
+43(0)699 12644<strong>10</strong>9<br />
Palmsdorf 17, 4864 Attersee<br />
Hofbrauerei Preuner - Ramp‘n Bräu<br />
+43(0)7683 8428<br />
Vordersteining 5, 4873 Frankenburg<br />
s´Kloane Brauhaus<br />
+43(0)662 871154<br />
Schallmoser Hauptstr. 27, 5020 Salzburg<br />
www.kastnersschenke.at<br />
Allerberger Bräu<br />
+43(0)662 850 270<br />
Doktorstraße 49, 5072 Wals-Siezenheim<br />
www.allerberger.com<br />
Weißbierbrauerei Zum Fassl<br />
+43 (0)664 1630027<br />
Hauptstraße 36, 5082 Grödig<br />
FRANZ Der Brauer<br />
+43(0)662 45<strong>21</strong>24-0<br />
Dorfstraße 35, 5<strong>10</strong>1 Bergheim<br />
www.gmachl.at<br />
ISI-Bräu, Brunner<br />
+43 (0)664 3953007<br />
Bäckerstr. 3, 5<strong>10</strong>1 Bergheim<br />
Raggei-Bräu Johann und Manfred<br />
Stadler<br />
+43(0)6223 20396<br />
Acharting 32, 5<strong>10</strong>2 Anthering b.Salzburg<br />
www.raggei.at<br />
Ernstinger Wirt´s Bräu<br />
+43(0)6278 6325<br />
Ernsting 6, 51<strong>21</strong> Ostermiething<br />
Kiesbye‘s BIERkulturHAUS<br />
+43 (0)664 2534162<br />
Dorfplatz 1, 5162 Obertrum<br />
www.bierkulturhaus.com<br />
Dietrachinger Hausbrauerei<br />
Dietraching 24, 5271 Moosbach<br />
Hausbrauerei Bogner<br />
+43(0)7722 82482<br />
Haselbach 26, 5280 Braunau am Inn<br />
Schmaranz Bräu<br />
+43(0)664 1605575<br />
Wieden 52, 5630 Bad Hofgastein<br />
www.schmaranz.at<br />
Landgasthaus Weixen Familie<br />
Brandstätter<br />
+43(0)6544 6437<br />
Seidlwinkelstr. 114, 5661 Rauris<br />
www.rauris.net<br />
Kohlschnait Bräu<br />
+43(0)6545 6112<br />
Niederhof 3, 5662 Gries/Bruck a.d. Glocknerstraße<br />
www.kohlschnait.at<br />
Bräu am See<br />
+43 6542 7880<br />
Esplanade 4-6, 5700 Zell am See<br />
www.grandhotel-zellamsee.at<br />
Simal-Bräu<br />
+43(0)6542 57407<br />
Bruckberg 1, 5700 Zell am See<br />
www.limberghof.at<br />
BräuRup<br />
+43(0)6562 6<strong>21</strong>6<br />
Kirchgasse 9, 5730 Mittersill<br />
www.braurup.at<br />
Anton Wallner Bräu<br />
+43 (0)6564 7295-0<br />
Oberkrimml 118, 5743 Krimml<br />
www.krimml.com<br />
Hubertus Gasthof & Bierkultur<br />
+43(0)664/<strong>21</strong>18198<br />
Bachwinkl 23, 5760 Saalfelden<br />
www.gh-hubertus.at<br />
Gasthof Ebner Brennerei & Brauerei<br />
+43(0)5223 57923-5<br />
Karl-Zanger-Straße 17, 6067 Absam<br />
www.gasthofebner.at<br />
Klosterbräu<br />
+43(0)5<strong>21</strong>2 26<strong>21</strong>-0<br />
Klosterstraße 30, 6<strong>10</strong>0 Seefeld<br />
www.klosterbraeu.com<br />
Braukunst Neidhartinger Florian<br />
Waldauf Straße 2, 6114 Kolsass<br />
Freundsberg 66<br />
+43 681 819 695 14<br />
Josef-Heiß-Str. 48, 6134 Vomp<br />
Achenseebier Schau- und Hausbrauerei<br />
+43(0)5243 5206<br />
Pertisau, 6<strong>21</strong>3 Eben am Achensee<br />
www.hotelkarlwirt.at<br />
Brauhaus Rattenberg<br />
+43(0)5337 63870<br />
Bienerstraße 84, 6240 Rattenberg<br />
www.brauhaus-rattenberg.at<br />
Loder Bräu Privatbrauerei<br />
+43(0)5374 5247<br />
Kalvarienweg 5, 6344 Walchsee/Kaiserwinkl,<br />
www.walchsee-tirol.at<br />
Gasthofbrauerei Heustadl<br />
+43 (0)5674 8150<br />
Berwang 38, 6622 Rinnen<br />
Gasthof Mairwirt<br />
+43(0)5375 2777<br />
Dorfstraße 17, 6654 Schwendt<br />
www.mairwirt.at<br />
Strickers Dorf-Alm<br />
+43(0)5633 5586<br />
Holzgau 71, 6654 Holzgau<br />
www.dorfalm.com<br />
s`Höf Bräuhaus<br />
+43 (0)676 843128201<br />
Höf 19, 6675 Tannheim<br />
www.hoef-braeuhaus.at<br />
Omes 2557 Brauerei<br />
+43(0)5583 35600<br />
Omesberg 119, 6764 Lech<br />
www.gotthard.at<br />
Pappelbräu<br />
Hauptsraße 111, 72<strong>10</strong> Mattersburg<br />
Braugasthof Schmidt<br />
+43(0)3338 2330<br />
Neustift a.d. Lafnitz 64, 7423 Neustift a.d.<br />
Lafnitz<br />
Leit`n Bier<br />
+43 (0) 3125 27343<br />
Großstübing 34, 8114 Großstübing<br />
www.leitnbierfanclub.at<br />
Bauernhofbrauerei Johann<br />
Schmallegger<br />
+43(0)3177 2297<br />
Haag 17, 8183 Floing<br />
Kandlbauer´s Hausbräu<br />
+43(0)3174 4750<br />
Aschau <strong>21</strong>, 8190 Birkfeld<br />
www.almenland.at<br />
Moarpeter<br />
+43(0)3176 8546<br />
Vockenberg 46, 8223 Stubenberg<br />
Putz´n Bräu<br />
+43(0)3339 22373<br />
Wiesenhöf 17, 8243 Pinggau<br />
Berger-Bräu<br />
+43(0)3336 8259<br />
Kirchenviertel 34, 8255 St. Jakob im Walde<br />
www.berger-krutzler.at<br />
EDERS Hofbrauerei<br />
+43(0)664/9604170<br />
Rennmühlstraße 18, 8280 Fürstenfeld<br />
Fürstenbräu<br />
+43(0)3382 55255<br />
Hauptstraße 31, 8280 Fürstenfeld<br />
www.fuerstenbraeu.at<br />
Lava Bräu<br />
+43(0)3152 8575 333<br />
Auersbach 130, 8330 Feldbach<br />
www.lavabraeu.at<br />
Sajacher Schlößl Bräu Privatbrauerei<br />
Wratschko-Neuhold<br />
+43(0)3452 74879<br />
Sajach 23, 8424 Gabersdorf<br />
www.bierbrauerei.info<br />
St. Stefaner Privatbierbrauerei<br />
+43 (0) 3463 81873<br />
Zirknitz 17, 8511 St. Stefan ob Stainz<br />
www.hausmi.at<br />
Stubalm Brauerei<br />
+43(0)664 5026770<br />
Packerstraße 60, 8580 Köflach - Pichling<br />
www.stubalmbrauerei.at<br />
Wirtshausbrauerei Mariazell<br />
+43(0)3882 2523 0<br />
Wiener Straße 5, 8630 Mariazell<br />
www.mariazell.at<br />
Kofler Bräu<br />
+43(0)3614 2225<br />
Hauptstraße 4, 8786 Rottenmann<br />
Hausbrauerei Seidl<br />
+43(0)3584 2440<br />
Zeutschach 7, 8820 Neumarkt<br />
Peterwirtsbräu<br />
+43(0)3623 2597 0<br />
Bad Mitterndorf 68, 8983 Bad Mitterndorf<br />
www.peterwirt.com<br />
Jauntaler Bauernbier Familie<br />
Sorger<br />
+43(0)42<strong>21</strong> 2031<br />
Pirk 1, 9132 Gallizien<br />
www.jauntaler-bauernbier.at<br />
Altes Brauhaus Stefan Breznik<br />
GnbR<br />
+43 (0)4235 2026<br />
Hauptplatz 9, 9150 Bleiburg<br />
www.breznik.at<br />
Gelter Bräu<br />
+43(0)4<strong>21</strong>2 36878<br />
Goggerwenig 8, 9300 Sankt Veit<br />
www.wirtshaus-gelter.at<br />
Turmbräu<br />
+43(0)4242 37875<br />
Anton Tuder Straße 2, 9500 Villach-Maria Gail<br />
www.gaestehaus-melcher.at<br />
Edeltraud Handwerksbrauerei<br />
Innerteuchen 53, 9543 Arriach<br />
Brauerei Shilling<br />
+43 (0)4246 2017<br />
Gartenraststraße 12, 9545 Radenthein<br />
www.shilling.at<br />
THE SATISFACTORY Gärage<br />
+43(0)4762 2<strong>21</strong>7<br />
Hauptplatz 13, 9800 Spittal an der Drau<br />
www.the-satisfactory.at<br />
Katschberg Brauerei<br />
Katschberghöhe 19, 9863 Rennweg am Katschberg<br />
www.stamperl-katschberg.at<br />
Haidenhof Wirtshausbrauerei<br />
+43(0)4852 62440<br />
Grafendorferstraße 2, 9900 Lienz<br />
www.haidenhof.at<br />
Braugasthof Glocknerblick<br />
+43(0)4876/2<strong>21</strong>83<br />
Arnig 7, 9981 Kals am Großglockner<br />
www.glocknerblick-kals.at
66 BIER<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
tipp aus der praxis<br />
Conrad Seidls<br />
Bierwelt<br />
Unfrisches Bier<br />
Dieser Tage im Schanigarten<br />
eines Wirtshauses, <strong>das</strong> den<br />
Namen einer großen Brauerei<br />
in einer Landeshauptstadt repräsentiert.<br />
Kellerbier bestellt,<br />
Kellerbier serviert: Sieht toll<br />
aus. Riecht aber nicht so toll.<br />
Nachfrage beim Kellner, ob<br />
<strong>das</strong> vielleicht <strong>das</strong> erste Kellerbier<br />
ist, <strong>das</strong> er heute serviert.<br />
Ja, gibt er freimütig zu – warum?<br />
Immerhin nimmt er <strong>das</strong><br />
Glas zurück und bringt nach<br />
ein paar Minuten ein weiteres.<br />
Es riecht allerdings nicht<br />
frischer. Und schmeckt leider<br />
auch unfrisch: Offenbar<br />
hatten bierschädliche Keime<br />
schon länger Zeit gehabt,<br />
sich in der Zapfanlage festzusetzen.<br />
Der Kellner sieht kein<br />
Problem, schließlich würden<br />
die Leitungen ohnehin einmal<br />
im Monat gereinigt, wie<br />
er versichert. Der Gast schon,<br />
denn den Hinweis, <strong>das</strong>s <strong>das</strong><br />
gerade bei unfiltrierten Bieren<br />
nicht reichen könnte, überhört<br />
der Kellner geflissentlich.<br />
Was dem Gast bleibt, ist bei<br />
der Brauerei anzurufen, in deren<br />
Namen <strong>das</strong> schlechte Bier<br />
verzapft wird – vielleicht kann<br />
deren Schankservice ja die<br />
Bierpflege auf Vordermann<br />
bringen.<br />
Conrad Seidl<br />
Ihr „Bierpapst“<br />
Conrad.Seidl@gmx.at<br />
Foto: Medianet-Hartl<br />
Jetzt zwicklts auch bei<br />
Puntigamer<br />
Abwechslung für gesellige Runden<br />
und vollmundig puren Geschmack<br />
verspricht die neue Sorte aus dem<br />
Hause der steirischen Puntigamer<br />
Brauerei, <strong>das</strong> Puntigamer Zwickl.<br />
Die Beliebtheit von Zwickl Bieren<br />
steigt bei den österreichischen<br />
Bierliebhabern seit Jahren konstant.<br />
Bereits 40 Prozent greifen laut aktuellem<br />
Bierkulturbericht der Brau<br />
Union Österreich zu Zwickl Bieren.<br />
Somit landet diese Biersorte im Beliebtheitsranking<br />
auf Platz Drei.<br />
Vollmundig und süffig will <strong>das</strong><br />
Puntigamer Zwickl die Erwartungen<br />
an die neue Sorte erfüllen.<br />
„Die Kohlensäure ist in dieser<br />
kellerfrischen Spezialität<br />
besonders ausgewogen eingebunden.<br />
Im Abgang rundet eine<br />
fein abgestimmte Hopfenbittere<br />
<strong>das</strong> Geschmackserlebnis ab“,<br />
schildert Braumeister Johannes<br />
Eregger die Geschmackseigenschaften<br />
der neuen Variante.<br />
www.brauunion.at<br />
Mohrenbrauerei schließt<br />
Lücke im Ländle-Sortiment<br />
Die Mohrenbrauerei bringt diesen<br />
Herbst eine Produktinnovation auf<br />
den Markt: Das Lagerbier Mohren Helles<br />
ist ab sofort in der 0,5-Liter-Mehrwegflasche<br />
erhältlich. „Helles ist voll im Trend!<br />
Mit unserem neuen Lagerbier schließen<br />
wir eine Marktlücke in Vorarlberg. Mohren<br />
Helles ist <strong>das</strong> regionale Bier für alle,<br />
die es gerne etwas leichter, frisch und süffig<br />
mögen“, verrät Thomas Pachole, Geschäftsführer<br />
der Mohrenbrauerei. Goldener<br />
Glanz, frisches Hopfenaroma, feine<br />
Malznote: Mohren Helles will mit 11,5<br />
Prozent Stammwürze und einem Alkoholgehalt<br />
von 5,1 Volumenprozent <strong>das</strong><br />
ideale Bier für alle Gelegenheiten sein –<br />
ob spontan zum Feierabend oder an einem<br />
heißen Sommernachmittag. „Durch<br />
die lange Lagerzeit kommt <strong>das</strong> untergärige<br />
Bier zu seiner besonderen Spritzigkeit<br />
und einem feinperligen Mundgefühl“, erklärt<br />
Braumeister Ralf Freitag. Das Angebot<br />
der beliebten Lagerbiere beschränkte<br />
sich für Vorarlbergs Bierliebhaber bisher<br />
auf einige wenige Brauereien, die meisten<br />
davon aus Bayern. Das Helle aus dem<br />
Hause Mohren soll nun frischen Wind<br />
aus der Region ins Bierregal bringen.<br />
www.mohrenbrauerei.at<br />
Foto: Brau Union Österreich<br />
Foto: Mohrenbrauerei
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
ADVERTORIAL 67<br />
Gleich hier online bestellen:<br />
Fotos: BRAU UNION ÖSTERREICH AG<br />
Frisch gezapfte<br />
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8-Liter Theken-Zapfsystem, <strong>das</strong><br />
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Bier genossen werden kann.<br />
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Spezialitätenwochen mit frisch gezapfter<br />
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Fassbiervielfalt war noch nie so einfach<br />
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BRAU UNION ÖSTERREICH AG<br />
www.brauunion.at<br />
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68 BIER<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Alles beim Alten, aber trotzdem neu <strong>das</strong><br />
Fischerbräu.<br />
Foto:Fischerbräu<br />
Never change a winning team<br />
Vor knapp einem Jahr hat Johann Diglas jun. <strong>das</strong> Fischerbräu in Wien übernommen – und<br />
keiner hat‘s bemerkt.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Eigentlich kommt Johann Diglas jun.<br />
ja aus einer alteingesessenen Wiener<br />
Cafetier-Familie (u.a. Café Diglas<br />
in der Wollzeile und im Schottenstift<br />
oder Café Weimar), trotzdem hatte<br />
er neben dem Kaffee schon immer eine<br />
gewisse Affinität auch zum Bier – und<br />
zwar nicht nur zum Trinken, sondern<br />
auch zum Brauen. Als daher Walter Hejl,<br />
der die Gasthausbrauerei „Fischerbräu“<br />
einst von Gründer Sepp Fischer übernommen<br />
hatte, aus Altersgründen einen<br />
Nachfolger für diese Wiener Institution<br />
(seit 1985!) gesucht hatte, war der Deal<br />
schnell unter Dach und Fach. „Ich bin ja<br />
quasi selbst ein ehemaliger Stammkunde,<br />
habe etliche lustige Abende hier verbracht<br />
und mir dann gedacht ‚ach was,<br />
sei mutig’ als sich die Gelegenheit ergeben<br />
hat“, erklärt der neue Hausherr.<br />
Der Lockdown der ersten Monate<br />
des Jahres wurde auch prompt genutzt,<br />
um neu auszumalen, elektrische<br />
Leitungen auf Vordermann zu bringen<br />
oder Ähnliches. Bei Optik, Ambiente<br />
oder gar Angebot hingegen widerstand<br />
Diglas der Versuchung vieler Chefs, neuen<br />
Betrieben prinzipiell ihren Stempel<br />
aufdrücken zu wollen und änderte erst<br />
einmal – nichts. Denn: „Die Leute sollen<br />
wegen dem gemütlichen Ambiente<br />
hier herkommen, wegen dem schönen<br />
Gastgarten und wegen unserem Bier,<br />
aber nicht wegen mir als Person. Deswegen<br />
habe ich die Neuübernahme nie<br />
an die große Glocke gehängt und auch<br />
nach außen hin auch nichts verändert –<br />
es läuft ja so gut wie es ist.“<br />
Studentenfreundliche Preise<br />
Das betrifft auch die verhältnismäßig<br />
moderate Preisgestaltung: Hauptspeisen<br />
um teilweise unter zehn Euro muss<br />
man heute in Wien-Döbling schon mit<br />
der Lupe suchen. Wenn dann auch noch<br />
alles hausgemacht ist, selbst beim Erdäpfelsalat<br />
nicht auf Convenienceware<br />
zurückgegriffen wird, ist <strong>das</strong> schon eine<br />
Herausforderung.<br />
Herzstück des Betriebes ist nach wie<br />
vor die eigene Brauerei, die ein unfilt-
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
BIER 69<br />
riertes Helles, ein Weizenbier und alle<br />
paar Wochen ein neues Monatsbier,<br />
quasi <strong>das</strong> „Craftbier“ des Hauses, bei<br />
dem sich der Braumeister austoben darf,<br />
produziert. Aber auch diese Monatsbiere<br />
sind vergleichsweise breitentauglich.<br />
Diglas: „Mit IPA, Chocolate-Stout & Co.<br />
hab ich‘s nicht so. Mir ist ein Bier lieber,<br />
von dem man an einem Abend auch ein<br />
paar Krügeln trinken kann. Diese extremen<br />
Sorten sind vielleicht lustig zum<br />
Kosten, aber mehr als ein Glas schafft<br />
man davon nicht.“<br />
Überbackene Riesenbrote als<br />
Signature-Dish<br />
Dazu isst man am besten eines der legendären<br />
überbackenen Riesenbrote,<br />
für deren Zubereitung eigens ein separater<br />
Koch abgestellt ist und für die die<br />
Brote täglich frisch von einer Bäckerei<br />
nach Kundenvorgaben gebacken werden.<br />
Aber auch Schnitzel, Hamburger,<br />
Spareribbs, Schinkenfleckerl und andere<br />
Wirtshaus-Klassiker stehen (weiterhin)<br />
auf der Karte, die Diglas allerdings ein<br />
wenig aufräumen möchte: „Ich bin kein<br />
Freund allzu großer Karten, auch wenn‘s<br />
ein Wirtshaus ist. Da hab ich lieber regelmäßig<br />
auch ein paar wechselnde, saisonale<br />
Gerichte im Angebot. Aber <strong>das</strong><br />
ist eine Sache, die sich jetzt erst, seit ein<br />
paar Wochen nach dem Lockdown der<br />
Betrieb wieder einigermaßen normal<br />
geworden ist, herauskristallisiert. Jetzt<br />
sehe ich langsam, was gut geht und was<br />
nicht geht und wenn eine Speise regelmäßig<br />
zurückgeschickt wird, dann haben<br />
wir da Handlungsbedarf.“<br />
Und was hat Johann Diglas in Zukunft<br />
mit dem Fischerbräu vor? Erraten,<br />
nichts dramatisch Neues. Ein regelmäßiger<br />
Jazzbrunch am Sonntag ist in Planung,<br />
2022 vielleicht wieder ein Oktoberfest<br />
(heuer wird es sich coronabedingt<br />
wohl nicht mehr ausgehen) und auch die<br />
eine oder andere sonstige Veranstaltung<br />
– also eigentlich alles wie früher gehabt.<br />
info<br />
Fischerbräu<br />
Billrothstraße 17, 1190 Wien<br />
http://www.fischerbraeu.at/<br />
Über 200 Plätze im Lokal und<br />
240 Plätze im Garten<br />
Foto: Ottakringer<br />
Elf Auszeichnungen<br />
für Ottakringer<br />
Die Wiener Ottakringer Brauerei konnte jüngst bei den<br />
„World Beer Awards“ in London gleich mehrfach glänzen:<br />
Insgesamt elf Biere aus der Ottakringer Brauerei und dem Ottakringer<br />
BrauWerk wurden bei diesem Event ausgezeichnet.<br />
Die stolze Bilanz: 4 x Country Winner – also <strong>das</strong> beste österreichische<br />
Bier in der jeweiligen Kategorie und damit Gold – 5<br />
x Silber und 3 x Bronze! Die Top-Biere waren dabei:<br />
Ottakringer Helles (Lager, Helles/Münchner)<br />
Ottakringer Pils (Lager, Classic Pilsener)<br />
Ottakringer BrauWerk Avalanche (IPA Imperial/Double)<br />
› Ottakringer BrauWerk Sunbeam (Pale Beer, Belgian Style<br />
Blonde)<br />
Aber auch Ottakringer Dunkles, Ottakringer Wiener Original,<br />
Ottakringer Zwickl, Ottakringer BrauWerk Big Easy, Ottakringer<br />
BrauWerk Native Tongue, Ottakringer BrauWerk<br />
Black And Proud sowie Ottakringer BrauWerk Hellberry<br />
konnten in ihren jeweiligen Kategorien überzeugen.<br />
www.ottakringer.at<br />
Zillertal Bier setzt<br />
auf Tiroler Getreide<br />
Das Credo von<br />
Zillertal Bier<br />
lautet: so regional<br />
wie möglich, <strong>10</strong>0<br />
% natürlich und<br />
<strong>das</strong> seit mehr als<br />
500 Jahren. Mit<br />
Getreidesorten<br />
aus <strong>10</strong>0 % Tiroler<br />
Anbau wird gerade<br />
eine neue Bierspezialität<br />
entwickelt und bestehende Biersorten in weiterer<br />
Folge umgestellt.<br />
Bereits 2013 hat Zillertal Bier damit begonnen die fast vergessene<br />
Fisser Imperial Gerste wieder in Tirol anzubauen. Mit<br />
großem Engagement wurden aus rund 60 kg verbliebenem<br />
Saatgut eine jährliche Ernte von 180 Tonnen, die von ca. 60<br />
Tiroler Landwirten eingebracht wird. Immer mit dem Ziel, aus<br />
heimischem Getreide besonders authentische Bierspezialitäten<br />
zu brauen, forciert Zillertal Bier den Anbau weiterhin. So<br />
werden seit kurzem weitere Gersten- und Weizensorten angebaut<br />
mit denen eine neue Bierspezialität entwickelt und zwei<br />
weitere auf <strong>10</strong>0% Tiroler Getreide umgestellt werden sollen.<br />
Der Anbau und die Abnahme sind streng geregelt und langfristig<br />
angelegt.<br />
www.zillertal-bier.at<br />
Foto: Zillertal BIer
70 LIKÖRE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Liköre: Vom Medizinprodukt<br />
Liköre gibt es heutzutage in unzähligen Varianten. Von süß über fruchtig bis bitter, die<br />
Geschmackspalette hat einiges zu bieten. Die Anfänge der Likörherstellung gehen bis ins<br />
Mittelalter zurück – <strong>das</strong>s mit Likören beim Kaffeekränzchen angestoßen oder ein Likör für<br />
<strong>das</strong> Kreieren von Cocktails verwendet wird, daran hat man zu dieser Zeit mit Sicherheit<br />
nicht gedacht.<br />
Von Katrin Schedler<br />
Wahrscheinlich ist,<br />
<strong>das</strong>s der Ursprung<br />
der Likörbereitung in<br />
Italien liegt.<br />
Foto: zetatt<br />
Ganz im Gegenteil, denn Liköre<br />
waren einst nicht als Genussmittel<br />
gedacht, sondern vielmehr<br />
als Elixier für medizinische Zwecke.<br />
Und so schmeckten sie zu Beginn<br />
auch. Wieder einmal waren es die Mönche<br />
in den Klöstern, die Vorreiter waren<br />
und bei der Likörherstellung auf bereits<br />
entwickelte Kenntnisse über Destillation<br />
und Mazeration zurückgreifen konnten.<br />
Ein Elixier für ein langes Leben sollte<br />
<strong>das</strong> Ergebnis sein, die benötigten Rohstoffe<br />
fanden sie in den reich bestückten<br />
klösterlichen Kräuter- und Obstgärten.<br />
Wo genau der erste Likör hergestellt
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
LIKÖRE 71<br />
zum Genussmittel<br />
wurde ist nicht ganz klar. Wahrscheinlich<br />
ist jedoch, <strong>das</strong>s der Ursprung der Likörbereitung<br />
in Italien liegt. Arnald von<br />
Villanova, Pharmazeut, Hochschullehrer,<br />
Laientheologe und Leibarzt von Königen<br />
und Päpsten, stellte im 13. Jahrhundert<br />
diverse gesüßte Medikamente auf Basis<br />
von Branntwein her. Er war es auch,<br />
der Weingeist (Aqua Vini) in die abendländische<br />
Medizin einführte. Den Alkohol<br />
produzierte er durch die Destillation<br />
von Wein und gewann damit auch<br />
alkoholische Extrakte aus Heilkräutern.<br />
Aqua Vini oder Aqua Vitae nennte er den<br />
Weingeist – was soviel wie Lebenswasser<br />
bedeutet. Aqua Vini galt als Universalmedizin<br />
und war nicht für den Genuss<br />
gedacht. Die Technik der Gewinnung<br />
von Wirkstoffen aus Pflanzen, also Mazeration,<br />
wird auch heute noch verwendet,<br />
sowohl für medizinische Zwecke als<br />
auch für die Gewinnung von Aromastoffen<br />
für Magenbitter und bestimmte Liköre.<br />
Auch Taddeo Alderotti, ebenfalls<br />
Arzt, destillierte Wein zu Branntwein,<br />
sogar noch vor Arnald von Villanova<br />
und beschrieb auch erstmals einen fortgeschrittenen<br />
Destillierapparat (Alembik)<br />
mit gewundenem Ausgangsrohr,<br />
<strong>das</strong> flüssiggekühlt wurde und zum Alkoholbrennen<br />
geeignet war. Vielerorts<br />
war es bis ins 17. Jahrhundert nur Mönchen,<br />
Essigherstellern und Apothekern<br />
erlaubt, Mittel zu medizinischen Zwecken<br />
– wozu auch die damaligen „Liköre“<br />
zählten – zu erzeugen. Auch wenn schon<br />
im 14. Jahrhundert damit begonnen wurde<br />
Liköre aus Alkohol, Aroma und Süße<br />
herzustellen, wurde der „liqueur plaisir“,<br />
also Likör für <strong>das</strong> Vergnügen, erst im<br />
17./18. Jahrhundert produziert. Bis dahin<br />
waren die Zuckerpreise derart hoch, <strong>das</strong>s<br />
sich nur die Adelsschicht Liköre leisten<br />
konnten. Infolge des Kolonialismus und<br />
später auch durch die Entdeckung des<br />
Rübenzuckers (1747) wurde Zucker für<br />
eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich,<br />
wodurch auch nach und nach<br />
Liköre aus zahlreichen bekannten Früchten<br />
und Kräutern hergestellt wurden.<br />
Das 19. Jahrhundert wurde <strong>das</strong> goldene<br />
Zeitalter, in dem einige große französische<br />
Liköre den Markt eroberten wie<br />
z.B. Cointreau, Grand Marnier, Bénédictine<br />
oder Chartreuse, der bis heute von<br />
Mönchen hergestellt wird.<br />
Likörherstellung kurz gefasst<br />
Für die Herstellung von Likören kommen<br />
zwei Methoden zur Anwendung: Mazeration<br />
oder Destillation. Viele ätherische<br />
Öle und Aromen lassen sich am besten<br />
mit Alkohol aus Gewürzen, Kräutern und<br />
Co. lösen. Die Gewinnung eines Extrakts<br />
geschieht daher im Wesentlichen durch<br />
Mazeration, also dem Kaltauszug durch<br />
Alkohol oder einer Alkohol-Wasser-Mischung.<br />
Der Zucker (flüssiger Invertzucker)<br />
wird am Ende des Prozesses hinzugefügt.<br />
Bei der Destillation erhält man<br />
die Aromen der Früchte oder Pflanzen,<br />
indem sie destilliert werden. Das auf diese<br />
Weise hergestellte Destillat wird anschließend<br />
mit Zucker vermischt.<br />
Was kommt rein?<br />
Heutzutage sind Liköre mit vielen natürlichen<br />
Aromen wie beispielsweise<br />
Kaffee oder Kakao aber auch mit naturidentischen<br />
Stoffen und künstlichen<br />
Aromastoffen zu finden. Es gibt kaum<br />
eine Frucht oder Kräuter, die nicht zur Likörherstellung<br />
verwendet werden. Kräuterliköre<br />
werden nach wie vor gerne als<br />
verdauungsförderndes Mittel eingesetzt,<br />
<strong>das</strong> therapeutische Nutzen ist also nicht<br />
ganz verloren gegangen. Laut Österreichischem<br />
Lebensmittelbuch sind Liköre<br />
versüßte Spirituosen, die unter Verwendung<br />
von Zucker, geeigneten Zuckerarten<br />
oder Honig hergestellt werden.<br />
Weiters werden nachstehende Stoffe<br />
verwendet: Ethylalkohol landwirtschaftlichen<br />
Ursprungs oder andere alkoholische<br />
Flüssigkeiten wie Edelbranntweine,<br />
Geiste, Spritdurchzüge, alkoholische<br />
Auszüge, Destillate, Wein, Obstwein, frische<br />
Früchte, eingelegte und getrocknete<br />
Früchte, Fruchtpasten, Fruchtsäfte,<br />
Kräuter, Eier, Kakao, Kaffee, Tee, Milch,<br />
Schokolade usw., Aromen, spezielle Zusätze<br />
wie Genusssäuren, Blattgold usw.<br />
Der Mindestzuckergehalt beträgt <strong>10</strong>0<br />
Gramm/Liter (für Enzianlikör oder ähnliche<br />
Liköre, Kischlikör, Cremelikör oder<br />
Cassis gelten gesonderte Mindestzuckergehalte.<br />
Liköre dürfen mit Aromastoffen<br />
und/oder Aromaextrakten aromatisiert<br />
werden. Der Alkoholgehalt liegt normalerweise<br />
zwischen 15 bis 40 Vol.-%, es<br />
gibt jedoch auch schwächere bzw. stärkere<br />
Liköre.<br />
VELVET<br />
LIQUEUR<br />
www.amberbev.at
72 PORTRAIT<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Der „Barfly’s Club“ ist zurück<br />
Nach fast 29 Jahren „Barfly´s Club“ hieß es im Juni 2019: die legendäre American Bar schließt.<br />
Grund dafür sollte der bevorstehende Umbau des einstigen Hotel Fürst Metternich sein bzw.<br />
der aufgelöste Pachtvertrag mit ebendiesem. <br />
Von Katrin Schedler<br />
Melanie Castillo lässt den Traum<br />
ihres Mannes weiterleben.<br />
Foto: Stefanie J Steindl<br />
Der „Barfly´s Club“ im neuen Gewand.<br />
Fotos: Tina Herzl<br />
Melanie Castillo, die seit 20<strong>10</strong> den<br />
„Barfly‘s Club“ führt, ließ jedoch<br />
verlauten, <strong>das</strong>s die Zelte an einer<br />
neuen Adresse aufgeschlagen<br />
werden. Am Ende blieb es dann<br />
doch die „alte Heimat“.<br />
„Brutstätte der Barkultur“<br />
Als der gebürtige Dominikaner Mario<br />
Castillo 1990 im 6. Bezirk seinen „Barfly‘s<br />
Club“ im Hinterzimmer eines Hotels<br />
eröffnete, war die Kunst des Mixens<br />
und Rührens klassischer Cocktails<br />
in der Wiener Barszene kaum präsent.<br />
Castillos Konzept klassischer Barkultur<br />
mit schummriger Beleuchtung, Musik<br />
von Frank Sinatra und Co. sowie einer<br />
großen Auswahl an hochwertigen<br />
Spirituosen aber auch die große Auswahl<br />
an Cocktails, die perfekt zubereitet<br />
wurden, erweckte schnell <strong>das</strong> Interesse<br />
der Wiener. 20<strong>10</strong> verstarb Mario<br />
Castillo überraschend – seine Frau Melanie<br />
ließ den Traum ihres Mannes jedoch<br />
weiterleben und übernahm die Bar.<br />
Seitdem führt sie den „Barfly‘s Club“ erfolgreich<br />
und weiss was es heißt sich in<br />
einer Männer-Domäne wie der Nachgastronomie<br />
durchzusetzen. Die Wiedereröffnung<br />
des „Barfly‘s Clubs“ war<br />
am 7.9.<strong>21</strong>.<br />
<strong>GASTRO</strong>: Der „Barfly‘s Club“ ist endlich<br />
zurück und öffnete seine Türen<br />
an der gleichen Adresse im 6. Bezirk.<br />
Neu ist jedoch, <strong>das</strong>s sich der Club im<br />
ebenfalls neu eröffneten Hotel „Die<br />
Josefine“ (ehemals Hotel Fürst von<br />
Metternich) befindet. Was hat sich<br />
sonst noch geändert?<br />
Es sind die gleichen Räumlichkeiten<br />
geblieben nur in einem viel schöneren<br />
Gewand. Vom Konzept her bleibt<br />
alles gleich: Größte Whiskysammlung<br />
Österreichs (bei uns gibt es rund 1200<br />
Whiskys), 500 Sorten Rum und Rat Pack<br />
Musik. Unsere berühmte Cocktailkarte<br />
wurde erneuert: Es wurden <strong>10</strong>0 Cocktails<br />
entfernt, aber 90 Cocktails sind<br />
wieder dazugekommen. Also haben wir<br />
wieder 440 Cocktails. Allerdings kommt
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
PORTRAIT 73<br />
die Karte erst in zwei Wochen, im Moment<br />
gibt es eine verkleinerte Version<br />
(Opening Karte). In der Karte werden<br />
wir uns auf eine „Journey around the<br />
world“ begeben, wir haben Cocktails aus<br />
allen Kontinenten gefunden. Außerdem<br />
gibt es eine Outdoor Smoking Lounge<br />
bis 22 Uhr.<br />
Nachdem bekannt wurde, <strong>das</strong>s der<br />
„Barfly‘s Club“ schließt wurde bald<br />
daraufhin angekündigt, <strong>das</strong>s Sie an<br />
einer anderen Adresse wieder eröffnen.<br />
Wie ist es für Sie, <strong>das</strong>s es nun<br />
doch die „alte Heimat“ geblieben ist?<br />
Ein wunderbar schönes Gefühl. Es<br />
war ein halbes Jahr unsicher wo wir unsere<br />
Zelte wieder aufbauen können. Darum<br />
ist es umso schöner, <strong>das</strong>s wir wieder<br />
im Hotel in der Esterházygasse 33<br />
sein können. Der Barfly’s Club und <strong>das</strong><br />
Hotel gehören einfach zusammen.<br />
Ihr Mann Mario hat sich mit der American<br />
Bar einen Traum erfüllt, den Sie<br />
seit 20<strong>10</strong> erfolgreich weiterleben. Was<br />
waren anfangs die größten Hürden,<br />
mussten Sie in die Rolle der Gastgeberin<br />
erst „hineinwachsen“?<br />
Ich habe im Hintergrund schon sehr<br />
viel mitgearbeitet, allerdings war ich<br />
nicht an der Frontline. Da ich Flugbegleiterin<br />
davor war, war mir der Umgang<br />
mit Gästen bestens bekannt. Schwierig<br />
war allerdings die Bar und Familie zu<br />
koordinieren. Mein Sohn war damals ja<br />
erst 7 Jahre. Aber wir haben es sehr gut<br />
gemeistert.<br />
Was hat Sie zu Ihrem Erfolg geführt?<br />
Was sollten/müssen Frauen (natürlich<br />
auch Männer) können, um Erfolg<br />
zu haben?<br />
Ich habe einen großen Ehrgeiz und<br />
wenn ich etwas mache, dann mach ich<br />
es mit Herz und bin voll dabei. Da die<br />
Nachtgastronomie sehr von Männern<br />
dominiert ist, ist es manchmal nicht so<br />
einfach als Frau.<br />
Aber man darf sich nicht unterkriegen<br />
lassen. Niederlagen gehören auch<br />
manchmal dazu, aber wichtig ist nachher<br />
wieder aufzustehen und nach vorne<br />
zu blicken.<br />
Welche Eigenschaften sollte man besitzen,<br />
um in der Gastronomie nicht<br />
unterzugehen?<br />
Man sollte es mit Leidenschaft machen,<br />
gut kalkulieren, kontaktfreudig<br />
und auf jeden Fall flexibel und spontan<br />
sein. Es läuft nicht immer alles nach<br />
Plan.<br />
Welche Tipps können Sie JungunternehmerInnen,<br />
die in der Gastronomie<br />
Fuß fassen möchten, mitgeben?<br />
Sich am Anfang genau zu informieren<br />
(WKO) und sich bewusst sein, <strong>das</strong>s<br />
man danach einen 24/7 Job hat.<br />
info<br />
Barfly’s Club<br />
Esterházygasse 33<br />
A-<strong>10</strong>60 Wien<br />
info@barflys.at<br />
www.barflys.at<br />
Öffnungszeiten:<br />
Mo-Do: 18 - 2 Uhr, Fr-Sa: 18 -<br />
3 Uhr, So: 19 - 1 Uhr<br />
Foto: Disaronno<br />
Italienischer<br />
Feierabend<br />
Die Tage werden kürzer und die<br />
Temperaturen flauen ab. Zu dieser<br />
Zeit des Jahres denkt man gerne an<br />
Strand, Meer, Vespas und lange Sommerabende<br />
an der Adria. Genau dieses<br />
Gefühl und den Geschmack Italiens<br />
soll der neue Disaronno Velvet<br />
Likör mit seinem cremigen<br />
Geschmack überall hinbringen.<br />
Ob als Feierabenddrink,<br />
als Dessert oder einfach so.<br />
Der spezielle Geschmack<br />
und die vielseitige Einsetzbarkeit<br />
des klassichen Disaronnos<br />
machen <strong>das</strong> Getränk so spannend<br />
und zur optimalen Basiszutat<br />
für den Feierabend. Es ist<br />
sozusagen <strong>das</strong> „kleine Schwarze“,<br />
der Likör, der in keiner Bar<br />
fehlen sollte.<br />
www.amberbev.at<br />
4 Produkte für mehr<br />
„Cocktail Passione“<br />
Mit der Gastro-Range von Sanpellegrino<br />
kommt italienisches Flair in heimische<br />
Bars und Restaurants: Die beiden Limonaden<br />
Sanpellegrino Aranciata Bio und die Sanpellegrino<br />
Limonata Bio überzeugen mit fruchtigen<br />
Akzenten und einem herben Touch. In<br />
der Sanpellegrino Aranciata Bio stecken 20%<br />
Fruchtsaftanteil aus dezent bitteren Orangen.<br />
In der Sanpellegrino Limonata Bio entfaltet<br />
der hohe Fruchtsaftanteil von 16%<br />
einen vollmundigen Geschmack nach reifen<br />
süditalienischen Zitronen. Eine Mischung<br />
von Ingwersorten aus Nigeria,<br />
Indien und China macht den intensivwürzigen<br />
Geschmack von Sanpellegrino<br />
Ginger Beer aus. Abgerundet wird dieser<br />
von frischen Noten grüner und gelber Zitrusfrüchte.<br />
Im Sanpellegrino Tonica entfaltet<br />
Bitterholzextrakt ein besonderes Geschmacksprofil.<br />
Foto: Sanpellegrino<br />
sanpellegrinofruitbeverages.com
74 GETRÄNKEMIX<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Dem Winter<br />
Flügel verleihen<br />
Pünktlich zur immer näher rückenden<br />
kalten Jahreszeit stellt<br />
Red Bull die neue Winter Edition<br />
Granatapfel vor. Die Red Bull<br />
Winter Edition kombiniert den<br />
klassischen Red Bull-Geschmack<br />
mit der säuerlichfruchtigen Geschmacksnote<br />
von Granatapfel<br />
und einem Hauch von Mandel und<br />
Kirsche.<br />
Die Red Bull Winter Edition<br />
Granatapfel gibt es in 250 ml Dosen<br />
in mattem Dunkelrot. Erhältlich<br />
ist sie ab Anfang Oktober im<br />
Handel, der Gastronomie und an<br />
Tankstellen in ganz Österreich –<br />
aber nur für begrenzte Zeit.<br />
redbull.at/winteredition<br />
Wasser mit Mehrwert<br />
Mit GraVita, dem Wasserkonzept von<br />
Grapos, kann jeder Gastronom sein<br />
eigenes mineralisiertes Wasser in höchster<br />
Qualität erzeugen – einfach und<br />
nachhaltig.<br />
Denn der Transport von Wasserflaschen<br />
belastet die Umwelt und produziert<br />
Unmengen an CO2 Emissionen.<br />
Dabei sind wir in Österreich in der glücklichen<br />
Lage überall auf frisches und sauberes<br />
Wasser zugreifen zu können.<br />
Ein Hochleistungszapfgerät mit geschützter<br />
Einhängevorrichtung kann<br />
stilles und prickelndes Wasser erzeugen.<br />
Dieses wird im Gerät gefiltert, gekühlt<br />
und mit wertvollen Mineralstoffen<br />
angereichert. So können Sie Ihren Gästen<br />
mineralisiertes Wasser in den eleganten<br />
GraVita Karaffen oder in Flaschen mit<br />
Foto: Grapos<br />
Ihrem eigenen Logo anbieten. Sie sparen<br />
Energiekosten und Ihre Gäste genießen<br />
Premiumwasser mit dem guten Gefühl<br />
einen Beitrag für die Umwelt geleistet zu<br />
haben.<br />
Infos unter www.grapos.com<br />
Foto: Red Bull<br />
Neuer Traditions- Whisky<br />
für Österreich<br />
Die „GlenDronach“-Destillerie in den<br />
East Highland Hills ist eine der ältesten<br />
und geschichtsträchtigsten Schottlands.<br />
Ihren Namen verdankt sie dem<br />
Flüsschen „Dronac“, <strong>das</strong> sich seinen<br />
Weg durch die Gründe der Destillerie<br />
bahnt. Seit 1826 reifen die Single Malt<br />
Scotch Whiskys in spanischen Sherry-Eichenfässern.<br />
Der Begründer der<br />
Destillerie, James Allardice, entdeckte<br />
die perfekte Geschmackskombination<br />
des Whiskys mit den „Pedro Ximenez“-<br />
und „Oloroso“-Sherryfässern aus Andalusien,<br />
die seit dem 19. Jahrhundert aus<br />
Spanien importiert werden. Das Herstellungsverfahren<br />
hat sich in den letzten<br />
knapp 200 Jahren nicht geändert<br />
und folgt noch immer der Tradition des<br />
Gründers.<br />
Die vielfach preisgekrönten Sorten<br />
des Single Malts werden in Österreich<br />
seit kurzem durch Kattus-Borco<br />
vertrieben. „GlenDronach Original<br />
Aged 12 Years“, „Glendronach Revival<br />
Aged 15 Years“, und „GlenDronach Parliament<br />
Aged <strong>21</strong> Years“ werden von Rachel<br />
Barrie, eine der wenigen weiblichen<br />
Master Blenders der Welt, kreiert.<br />
„Kaum ein Whisky wird heute noch so<br />
ursprünglich und traditionsverbunden<br />
hergestellt“, freut sich Kattus-Borco-<br />
Geschäftsführer Andreas Ruhland über<br />
den Neuzugang im Portfolio.<br />
glendronachdistillery.com<br />
kattus-borco.at<br />
Foto: GlenDronach
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
GETRÄNKEMIX 75<br />
DER PARTY-<br />
KLASSIKER!<br />
Foto: Déjà-Vu<br />
Ein Déjà-Vu des Genusses<br />
Orangerote Farbnuancen, der Duft von<br />
orientalischen Gewürzen und spritzigen<br />
Zitrusfrüchten in der Nase, dem intensive<br />
Geschmacksnoten folgen. Duft<br />
und Geschmack sind die stärksten Kräfte,<br />
wenn es darum geht, Erinnerungen zu<br />
schaffen. Das verspricht auch die neue<br />
Sorte „Déjà-Vu“ – die Essenz der Ferne.<br />
Die neue Aperitif-Marke will die Tür zur<br />
Welt öffnen.<br />
Der Aperitif entführt mit Kardamom,<br />
Ingwer und Wermutkraut in die duftende<br />
Welt der orientalischen Gewürze. Basierend<br />
auf einem französischen Weindestillat,<br />
eignet sich der neue Aperitif mit<br />
17 Volumenprozent perfekt als Signature<br />
Drink mit Tonic Water, Grapefruittranche<br />
und Rosmarin. Ab sofort über die<br />
Destillerie Franz Bauer GmbH erhältlich.<br />
www.bauerspirits.com<br />
Spitz und Gasteiner als<br />
Green Brands ausgezeichnet<br />
Für seine Bemühungen in den Bereichen<br />
Umwelt und Nachhaltigkeit<br />
wurde die Lebensmittel-Unternehmensgruppe<br />
Spitz vor kurzem gleich in<br />
zwei Kategorien mit dem renommierten<br />
Green Brands Austria Siegel ausgezeichnet.<br />
Vertreter von Spitz, Gasteiner Mineralwasser<br />
und Alpine Brands durften<br />
insgesamt zwei Awards entgegennehmen:<br />
In der Kategorie „Unternehmen“<br />
konnte sich die produzierende Spitz-<br />
Unternehmensgruppe bereits zum zweiten<br />
Mal durchsetzen. Die Marke Gasteiner<br />
Mineralwasser wurde zum vierten<br />
Mal in der Kategorie „Produkte“ ausgezeichnet.<br />
„Die Spitz-Unternehmensgruppe investiert<br />
bereits seit Jahren in nachhaltige<br />
Entwicklung. Wir freuen uns sehr, <strong>das</strong>s<br />
unser Fokus auf Nachhaltigkeit mit dem<br />
Green Brands Austria Siegel gewürdigt<br />
wurde“, freut sich Jasmin Rammer, Head<br />
of Corporate Communications and Sustainability<br />
bei Spitz.<br />
www.spitz.at<br />
Verleihung Green Brands Award an die<br />
Unternehmensgruppe Spitz (v.l.n.r.):<br />
Peter Lieber (ÖGV), Jörg Knebusch (S.<br />
Spitz), Jasmin Rammer (S. Spitz) und<br />
Norbert Lux (Green Brands).<br />
Foto: GREEN BRANDS Austria/APA-Fotoservice/Schedl<br />
Genuss made in Austria<br />
Nannerl GmbH & Co KG<br />
5<strong>10</strong>2 Anthering bei Salzburg<br />
Tel. + 43 / (0) 662 / 66 <strong>10</strong> 46 - 0<br />
www.nannerl.at
76 SEKT & SCHAUMWEIN<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Prickelnde Umsätze<br />
Foto: Daniel Berkmann / Adobe Stock<br />
Rund um Weihnachten und Silvester landen wieder edle Perlen in den Gläsern. Dabei gibt es<br />
zu Sekt und Champagner durchaus spannende Alternativen. Bei der Kalkulation ist jedenfalls<br />
weniger oft mehr. <br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Ob Champagner oder Crémant<br />
(französischer Schaumwein,<br />
der nicht aus der Champagne<br />
kommt), Sekt, Prosecco, Spumante<br />
oder Cava – allen Schaumweinen<br />
gemein ist, <strong>das</strong>s sie in unseren Breiten<br />
nie <strong>das</strong> Image des Festtagsgetränkes abschütteln<br />
konnten. In Frankreich dagegen<br />
wird Champagner als <strong>das</strong> gesehen,<br />
was er eigentlich ist: eine Sonderform<br />
des Weines, die sich eben auch wie jeder<br />
andere Wein in seinen unterschiedlichen<br />
Ausformungen genießen lässt. Sei<br />
es als Aperitif oder Digestif, als Begleitung<br />
zu einem Menü oder auch einfach<br />
mal ohne besonderen Anlass.<br />
Dass der Gast aber öfter mal zu einem<br />
Glas Sekt, Champagner & Co.<br />
greift, liegt aber durchaus im Einflussbereich<br />
des Gastronomen bzw. seines Angebots.<br />
Franz Messeritsch war bis 2016<br />
Chef-Sommelier im Wiener Restaurant<br />
Le Ciel und hat sich danach mit einem<br />
Weinhandel (www.messeritsch.eu), mit<br />
dem er auch Restaurants berät und beliefert,<br />
selbständig gemacht . Er kennt<br />
also beide Seiten. „Natürlich gehen Sekt<br />
und Champagner immer, aber gute Alternativen<br />
sind auch ein guter Prosecco<br />
oder Cava. Auch Crémants werden immer<br />
beliebter“, weiß der Profi. Allerdings<br />
habe Champagner sein Alleinstellungsmerkmal<br />
nicht zu Unrecht: „Generell hat<br />
Champagner eine forderndere Säure, er<br />
hat mehr Terroir-Einfluss und auch der<br />
Nachgeschmack ist im Vergleich zu einem<br />
Crémant etwas länger und kräftiger.<br />
Also Klima und Terroir in der Champagne<br />
bringen meiner Meinung nach<br />
schon ein einzigartiges Produkt hervor,<br />
<strong>das</strong> gute Image des Champagners<br />
stammt nicht nur vom Marketing.“<br />
Pet Nat als jüngster Trend<br />
Vor allem bei einem jüngeren Publikum<br />
würde auch Pet Nat immer mehr zum<br />
Thema werden. „Pet Nat“ kommt aus<br />
dem Französischen und ist die Abkürzung<br />
von „petillant naturel“, was so viel<br />
wie „natürlich perlend“ bedeutet und<br />
bezeichnet Schaumweine, bei denen<br />
die Kohlensäure auf Flaschengärung zurückzuführen<br />
ist. Der „Gag“ am Pet Nat:<br />
Das Ergebnis ist aufgrund der Herstel-
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
SEKT & SCHAUMWEIN 77<br />
lungsmethode ziemlich unvorhersehbar,<br />
sowohl vom Geschmack wie auch von<br />
der Perlage her. „Aber Pet Nats brauchen<br />
auch eine gewisse Beratung am Gast“,<br />
weiß Messeritsch.<br />
Weinglas statt Sektflöte<br />
Doch wie genießt man Champagner &<br />
Co. am besten und wie bringt man ihn<br />
auch in „normalen“ Hotels oder Restaurants<br />
an den Mann bzw. sehr oft auch<br />
an die Frau? Die Sektschale ist spätestens<br />
irgendwann in den 1970er-Jahren<br />
auf dem Dachboden verschwunden<br />
und, allen Nostalgiewellen zum Trotz,<br />
zu Recht bis heute dort geblieben. Viel<br />
zu schnell hat sich <strong>das</strong> Getränk darin<br />
erwärmt, die Kohlensäure war extrem<br />
flüchtig und dem feinen Aroma der<br />
Schaumweine war diese Glasform auch<br />
nicht dienlich. Danach fand flächendeckend<br />
die Sektflöte Verwendung, die<br />
allerdings auch nicht optimal ist, wenn<br />
man Gläserpapst und -hersteller Georg<br />
Riedel Glauben schenken darf, da hier<br />
die Kohlensäure überbetont werde. Riedel<br />
empfiehlt daher für hochwertigen<br />
Schaumwein ein etwas breiteres Glas<br />
in Tulpenform, in dem sich <strong>das</strong> Aroma<br />
und die feine Perlage eines Schaumweines<br />
wesentlich besser entwickle.<br />
Faire Preise = mehr Umsatz<br />
Nächster – und für <strong>das</strong> Luxusimage wesentlicher<br />
– Punkt ist die Preisgestaltung<br />
von Schaumweinen in der Gastronomie.<br />
„Weniger ist mehr“ lautet ein<br />
alter Spruch, der sich in diesem Zusammenhang<br />
besonders bewahrheitet. Natürlich<br />
ist es verlockend, beim Warenaufschlag<br />
endlich mal aus dem Vollen<br />
zu schöpfen. Doch bei einem Gläserpreis<br />
von 15 Euro aufwärts kann dem<br />
Gast die Lust auf eine zweite oder gar<br />
dritte Runde rasch vergehen. Messeritsch<br />
weiß: „Vor allem wenn sich heute<br />
zwei Damen in einem Lokal treffen<br />
wird meist Prosecco getrunken, <strong>das</strong> ist<br />
quasi die Standardbestellung. Warum?<br />
Weil er auch gut trinkbar aber deutlich<br />
günstiger ist.“ Tatsache ist: Wer bei der<br />
Champagnerkalkulation mit Augenmaß<br />
agiert und <strong>das</strong> Glas mit zehn bis maximal<br />
zwölf Euro anbietet – als Angebot<br />
des Monats vielleicht sogar die magische<br />
Zehn-Euro-Marke unterschreitet<br />
– und dieses offen kommuniziert, wird<br />
gegenüber dem 18-Euro-Kollegen nicht<br />
nur beim Umsatz, sondern auch beim<br />
Gewinn die Nase vorne haben. Allerdings<br />
funktioniert diese Kalkulation laut<br />
Messeritsch eher mit Winzer-Champagnern,<br />
die nicht den Marketingaufschlag<br />
der großen Häuser haben.<br />
Eines darf man indes nicht übersehen:<br />
Die Spanne muss beim Schaumwein<br />
etwas höher als beim normalen<br />
Wein sein, da <strong>das</strong> CO2 rasch entweicht<br />
und die Flasche beim glasweisen Ausschank<br />
oft nicht zur Gänze ausgeschenkt<br />
werden kann, der Verlust also<br />
höher ist.<br />
Magnumflaschen als Blickfang<br />
Damit der Gast überhaupt erst auf die<br />
Idee kommt, ein Glas Sekt oder Champagner<br />
zu bestellen, muss ihm häufig<br />
auf die Sprünge geholfen werden. „Als<br />
erstes Animo werden Flaschendisplays<br />
oder Rüttelpulte etwa beim Eingang<br />
platziert oder große Champagner-Kühler<br />
an der Bar aufgestellt. Klarerweise<br />
steht Schaumwein am Aperitifwagen<br />
und erhält auf der Getränke- oder Weinkarte<br />
einen prominenten Platz. Sehr<br />
verkaufsfördernd erweist es sich auch<br />
mit der Flasche an den Tisch zu gehen<br />
und vor den Gästen einzuschenken. Das<br />
Ausschenken aus Großflaschen wird<br />
dabei besonders geschätzt“, weiß etwa<br />
Annemarie Foidl, Präsidentin der Sommelierunion<br />
Austria, auch aus ihrer eigenen<br />
Erfahrung als Gastronomin.<br />
Leider gibt es beim Thema „Schaumwein“<br />
in der Gastronomie aber den einen<br />
oder anderen Fehler, der nach wie<br />
vor gerne gemacht wird: Oft werden<br />
info<br />
Flaschengrößen bei Schaumweinen<br />
• 0,2 Liter: Viertelflasche, Piccolo<br />
• 0,375 Liter: Halbe Flasche, Demi<br />
• 0,75 Liter (Standardgröße): 1/1 Flasche, Imperial<br />
• 1,5 Liter: Magnum<br />
• 3 Liter: Jeroboam, Doppelmagnum<br />
• 4,5 Liter: Rehoboam<br />
• 6 Liter: Methusalem<br />
• 9 Liter: Salmanasar<br />
• 12 Liter: Balthasar<br />
• 15 Liter: Nebukadnezar<br />
• 18 Liter: Goliath<br />
Schaumweine überlagert, denn sie sind<br />
üblicherweise trinkfertig wenn sie auf<br />
den Markt kommen. Sofern es sich nicht<br />
um einen Jahrgangsschaumwein handelt,<br />
werden Schaumweine durch die<br />
Lagerung im Gastronomiebetrieb also<br />
nicht besser. Ein weiterer häufiger Fehler<br />
ist <strong>das</strong> zu warme Servieren – die Serviertemperatur<br />
muss bei Schaumwein<br />
niedriger sein als bei Wein.<br />
Mit blankem Säbel<br />
Und weil in diesem Artikel von der Inszenierung<br />
von Schaumwein die Rede<br />
ist, soll auch kurz auf die ebenso zweifelhafte<br />
wie effektvolle Kunst des Sabrierens<br />
(sabre, frz. = Säbel) hingewiesen<br />
werden. Zweifelhaft, weil dieser Praktik<br />
ein wenig der Geruch neureicher Russen<br />
in St. Moritz anhaftet, effektvoll weil die<br />
Zeremonie – gekonnt ausgeführt – unter<br />
Garantie für Staunen unter den Gästen<br />
sorgt. Kurzfassung des Sabrierens (detaillierte<br />
Anleitungen findet man zuhauf<br />
im Internet): Man schlägt mit einem<br />
Champagnersäbel die Längsnaht der<br />
Flasche entlang gegen den Wulst des<br />
Flaschenkopfes. Dabei wird der Kopf der<br />
Champagnerflasche mit dem Wulst und<br />
dem Korken abgeschlagen. Glassplitter<br />
sollten dabei so gut wie keine entstehen<br />
und die wenigen werden durch den<br />
Druck des austretenden Schaumweines<br />
weggeschleudert. Könner schaffen<br />
<strong>das</strong> auch mit einem normalen Messerrücken,<br />
einem Smartphone oder dem<br />
Fuß eines Stilglases (!), denn die Schärfe<br />
des Gerätes oder pure Kraft sind bei<br />
dieser Übung unerheblich. Die Technik<br />
macht‘s aus. Möge die Übung gelingen!
78 SEKT & SCHAUMWEIN<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Wein & Co<br />
feiert den Tag<br />
des Sekts<br />
Längst wird Sekt nicht mehr ausschließlich<br />
zu besonderen Anlässen<br />
wie Silvester, Geburtstagen<br />
oder Hochzeiten genossen, sondern<br />
veredelt zunehmend auch<br />
den Alltag von Weinliebhabern,<br />
die sich einfach zwischendurch ein<br />
prickelndes Glas gönnen wollen.<br />
Egal, ob als Aperitif, als Speisenbegleitung<br />
zu einem feinen Menü<br />
oder bei einem fröhlichen After-<br />
Work-Treffen mit Freunden – der<br />
edle Schaumwein verleiht jeder<br />
Situation Stil, Eleganz und Klasse.<br />
Kein Wunder also, <strong>das</strong>s sich die österreichische<br />
Sektszene sehr dynamisch<br />
entwickelt und hierzulande<br />
exzellente, hochqualitative<br />
Winzersekte hergestellt werden,<br />
die im globalen Vergleich problemlos<br />
mithalten. Passend zum bevorstehenden<br />
Tag des Sekts am 22.<br />
Oktober präsentiert Wein & Co die<br />
besten österreichischen Qualitätsschaumweine,<br />
die ein prickelndes<br />
Vergnügen garantieren, darunter<br />
etwa von den Sektkellereien Szigeti,<br />
Harkamp, Bründlmayer, Loimer,<br />
Schloss Gobelsburg u.a..<br />
www.weinco.at<br />
Foto: Wein & Co<br />
58 Auszeichnungen für Szigeti<br />
Die Weine aus der Sektkellerei<br />
Szigeti in Gols räumen<br />
auch 20<strong>21</strong> bei den größten<br />
internationalen Awards<br />
so richtig ab. Nach mehr als<br />
zehn Wettbewerben in Europa,<br />
England und Amerika<br />
glänzen die Sekte aus dem<br />
Burgenland mit 2 x Doppelgold,<br />
17 x Gold, <strong>21</strong> x Silber, 11<br />
x Bronze und hohen Punkten.<br />
So ist die Challenge International<br />
du Vin in Bordeaux etwa<br />
die größte Wine-Competition<br />
der Welt. Während zweier<br />
Tage werden von 800 Experten<br />
mehr als 5.000 Weine<br />
aus 38 Ländern verkostet, bewertet und<br />
prämiert. Szigeti Premium-Sekte errangen<br />
20<strong>21</strong> drei Medaillen. Sehr erfreulich:<br />
Decanter World Wine Awards prämierte<br />
mit 3 x Silber und 3 x Bronze, der Sommelier<br />
Choice Award verlieh begehrtes<br />
Pünktlich zum Start der Hochsaison für<br />
Sekt präsentiert <strong>das</strong> Traditionshaus<br />
Schlumberger seinen ersten Schaumwein<br />
in Bio-Qualität: Der klassische Schlumberger<br />
Grüner Veltliner Klassik trägt ab<br />
sofort <strong>das</strong> Bio-Siegel. Die reinsortige<br />
Jahrgangsspezialität verdankt ihren würzig-intensiven<br />
Geschmack der Selektion<br />
ausschließlich österreichischer Grüner<br />
Veltliner Trauben aus Niederösterreich.<br />
Der Duft ist intensiv fruchtig, sein Geschmack<br />
markant würzig mit animierender<br />
Frische. Das macht den Sekt zur<br />
idealen Speisebegleitung für gebratenen<br />
Fisch, kräftige Käsesorten und klassische<br />
österreichische Fleischgerichte, aber<br />
auch für asiatische Speisen und leichte<br />
Gerichte. Und natürlich eignet sich der<br />
Schlumberger Grüner Veltliner BIO mit<br />
seiner fruchtig-frischen Note auch perfekt<br />
als Aperitif.<br />
www.schlumberger.at<br />
Gold. Gleich zwei der Bio-Sekte von<br />
Peter Szigeti (Bild) – Bio Rosé Brut und<br />
Bio Welschriesling – wurden außerdem<br />
beim Burgenland AWard 20<strong>21</strong> mit Gold<br />
bedacht.<br />
www.szigeti.at<br />
Schlumberger prickelt jetzt<br />
auch in Bio<br />
Foto: Szigeti<br />
Foto: Schlumberger
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
SEKT 79<br />
Foto: Morandell<br />
Vom Lebenstraum<br />
zum Champagnerhaus<br />
In den 80er Jahren wagte Alain Thiénot einen großen<br />
Schritt und erfüllte sich seinen Lebenstraum: Er erwarb<br />
Rebfläche in der Champagne und gründetet sein<br />
eigenes Champagnerhaus. In einer Weinbauregion, wo<br />
ein Großteil der Häuser schon seit Jahrhunderten tief<br />
verwurzelt ist, war dies ein sehr gewagtes Unterfangen.<br />
Doch es zahlte sich aus und Champagne Thiénot<br />
entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem der<br />
bekanntesten Champagnerhäuser Frankreichs. Heute<br />
führen seine Kinder Stanislas und Garance gemeinsam<br />
mit ihrem Vater sein Werk fort und leiten<br />
<strong>das</strong> Champagnerhaus. Aktuelle Produkte sind etwa<br />
der Champagne Brut Vintage 2012. Er zeigt ein helles<br />
Grüngelb, ist in der Nase mineralisch und frisch<br />
mit Noten von Apfel und Zitruszesten, am Gaumen<br />
stoffig und extraktsüß mit finessenreicher Säure und langem<br />
Finish. Champagne Blanc de Blancs dagegen ist strohgelb und<br />
zeigt in der Nase eine feine Frucht von Birne, Apfel und Pfirsich<br />
mit Anklang von weißen Blüten, am Gaumen ist er würzig<br />
und ausgewogen mit langem Finish.<br />
www.morandell.com<br />
Foto: Florence Stoiber<br />
Kattus-Rosé-Sekt<br />
jetzt in Bio-Qualität<br />
S<br />
eit kurzem können sich Liebhaber<br />
verantwortungsvoll hergestellter<br />
und nachhaltiger Sekt-Spezialitäten<br />
über den neuen „Kattus Organic<br />
Rosé“ freuen. Für die trendige, vegane<br />
Neuheit kommen ausschließlich<br />
niederösterreichische Zweigelttrauben<br />
in die Flasche. Bei der Herstellung<br />
wird zur Gänze auf Herbizide<br />
und Pestizide verzichtet. „Der neue ‚Kattus Organic Rosé‘<br />
steht für unbeschwerten Sektgenuss und verantwortungsvollen<br />
Umgang mit natürlichen Ressourcen. Regionalität,<br />
biologische Herstellung sowie ressourcenschonender Anbau<br />
und Produktion sind in den letzten Jahren immer stärker in<br />
<strong>das</strong> Bewusstsein der Konsumenten gerückt“, führt Johannes<br />
Kattus aus. Der neue „KATTUS Organic Rosé“ präsentiert sich<br />
in leuchtendem Lachsrot. In der Nase versprüht der neue Bio-<br />
Rosé-Sekt einen zarten Duft nach Beeren und Kirschen. Am<br />
Gaumen gibt er sich saftig-cremig mit feiner, knackiger Säure,<br />
schlankem Körper und fruchtigem Nachhall.<br />
www.kattus.at<br />
SZIGETI PREMIUM<br />
SPARKLING.<br />
www.szigeti.at
Seite 80 bis Seite 97<br />
Hot Drinks<br />
Kaffee<br />
Mit dem Café Bellaria wurde kürzlich einem der<br />
ältesten noch immer in Betrieb gebliebenen<br />
Kaffeehäuser Wiens von seinen neuen Besitzern -<br />
David Figar und Rubin Okotie – neues Leben eingehaucht.<br />
Sie wollen die Wiener Kaffeehaustradition<br />
neu interpretieren und <strong>das</strong> Lokal als Café, Bar<br />
und Restaurant positionieren.<br />
Seite 82<br />
Punsch<br />
Den wieder fallenden Temperaturen lässt sich<br />
auch in flüssiger Form begegnen, etwa in Form<br />
von Punsch, Jagatee und anderen alkoholischen<br />
Mischgetränken. Dabei darf man seiner Kreativität<br />
durchaus freien Lauf lassen und auch die<br />
richtige Inszenierung kann nicht schaden. Wichtig<br />
jedenfalls: die Qualität der Zutaten. Seite 94
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELLES 81<br />
Süße Versuchung<br />
Latte Art für<br />
Jedermann<br />
Kakao-Pionier Valrhona will neuerdings<br />
auch die Schokoladenherstellung<br />
nachhaltiger gestalten und neben<br />
der Kakaobohne auch andere Produkte<br />
des Kakaobaums nutzen. Gemeinsam<br />
mit dem schweizerisch-ghanaischen<br />
Start-up Koa sowie acht kreativen und<br />
passionierten Chef-Patissiers entwickelte<br />
man nach monatelangem Forschen,<br />
Austauschen und Testen <strong>das</strong> Produkt<br />
„Oabika“. Es wird aus dem weißen<br />
Fruchtfleisch gewonnen, <strong>das</strong> die Kakaobohnen<br />
in der Kakaoschote schützt, und<br />
ist <strong>das</strong> erste Kakaosaftkonzentrat mit 72<br />
Grad Brix. Mit ihr lässt sich eine einzigartige<br />
Textur und seltene aromatische<br />
Komplexität erreichen.<br />
Der Name „Oabika“ bedeutet auf<br />
Twi, einem in Ghana gesprochenen Dialekt,<br />
„Gold der Kakaofrucht“. Für Gastronomen<br />
bedeutet er große Vielfalt.<br />
Es handelt sich um einen einzigartigen<br />
Rohstoff von seidiger Textur mit bernsteinfarbener,<br />
honigähnlicher Farbe.<br />
Sein Geschmack offenbart ein komplexes,<br />
nuanciertes und subtiles Aromaprofil,<br />
<strong>das</strong> fruchtige und säuerliche Noten,<br />
etwa der Johannisbeere oder Passionsfrucht,<br />
mit süßeren und runderen Noten<br />
von Confitfrüchten verbindet. Ein Tropfen<br />
Oabika genügt dabei, um neue Geschmacksnoten<br />
freizusetzen.<br />
www.valhrona.com<br />
L<br />
’Artiste ist ein komplett neues Produkt aus dem Hause Monin.<br />
Es handelt sich hierbei um eine Sauce, die speziell für <strong>das</strong> Dekorieren<br />
und kreative Zeichnen auf Milchschaum kreiert wurde.<br />
Die spezielle Konsistenz der Sauce verhindert einerseits <strong>das</strong><br />
Absacken am Milchschaum und andererseits ein schnelles Auflösen<br />
der Sauce nach dem Auftragen.<br />
Kreatives Gestalten im Latte Art Bereich war noch nie so einfach.<br />
Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt<br />
und die Handhabung sehr<br />
einfach. Die handliche 150 ml<br />
Squeezebottle mit der stiftähnlichen<br />
schmalen Öffnung<br />
macht jede gezogene<br />
Linie zu einem abschließenden<br />
Hingucker. Zur Auswahl<br />
stehen die beiden Aromen Karamell<br />
und Kakao. <strong>10</strong>0 Anwendungen<br />
per Flasche wurden ausgetestet.<br />
www.derksen.at<br />
Foto: Valhrona<br />
Foto: Monin<br />
Foto: Schaerer<br />
Schaerer mit<br />
virtuellem<br />
Showroom<br />
Das Unternehmen präsentiert<br />
Maschinenportfolio und Kaffeekompetenz<br />
im digitalen Raum.<br />
Im Zuge des technischen Fortschrittes<br />
stellt sich für viele Unternehmen<br />
die Frage, wie Kunden<br />
ihre Produkte und Dienstleistungen<br />
auch digital erleben können.<br />
Als Antwort hierauf präsentiert<br />
der Schweizer Kaffeemaschinenhersteller<br />
Schaerer nun, in Zusammenarbeit<br />
mit der deutschen Medienagentur<br />
Wurzel Digital, einen<br />
neuen, virtuellen Showroom. Der<br />
browserbasierte, dreidimensionale<br />
Ausstellungsraum erlaubt Besuchern<br />
ab sofort, sämtliche Maschinen<br />
und Beistellgeräte des<br />
Schaerer-Portfolios online in Augenschein<br />
zu nehmen. Hierzu stehen<br />
neben Info-Texten auch detaillierte<br />
3D-Modelle der Geräte<br />
zur Verfügung, die per Augmented-Reality-Anwendung<br />
(AR) frei<br />
in realen Räumen platziert werden<br />
können. Informationen zu Maschinentechnik<br />
und Kaffeewissen können<br />
auf der Präsentationsfläche<br />
völlig frei erkundet werden kann –<br />
mit Maus und Tastatur ebenso wie<br />
per Touch-Steuerung.<br />
www.schaerer.com
82 KAFFEE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Das Kaffeehaus mit<br />
drei Gesichtern
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
KAFFEE 83<br />
Fotos: leisure communications/Roland Rudolph<br />
Rubin Okotie (l.) und David Figar wollen mit dem Café Bellaria die Wiener Kaffeehaustradition<br />
neu interpretieren.<br />
Nicht nur Kaffee und Mehlspeisen, auch<br />
klassische Hauptgerichte und kreative<br />
Drinks soll man hier künftig genießen<br />
können.<br />
Mit dem Café Bellaria wurde kürzlich eines der ältesten noch immer in Betrieb gebliebenen<br />
Kaffeehäuser Wiens neues Leben eingehaucht.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Zwischen dem Justizpalast und<br />
dem Naturhistorischen Museum<br />
befindet sich in der Bellariastraße<br />
6 <strong>das</strong> wohl älteste Kaffeehaus<br />
Wiens, <strong>das</strong> nach wie vor in Betrieb ist.<br />
Nun wurde <strong>das</strong> Café Bellaria nach rund<br />
einem Jahr Stillstand wieder zum Leben<br />
erweckt. David Figar, eigentlich ein<br />
Quereinsteiger aus der Medienbranche,<br />
der sich nach dem Verkauf einer Online-Plattform<br />
den Traum eines eigenen<br />
Lokals erfüllt hat (Figar-Betrieb in der<br />
Kirchengasse im siebenten Wiener Gemeindebezirk)<br />
und Ex-Fußball-Nationalspieler<br />
Rubin Okotie, der mit seinen Restaurants<br />
„Plain“ ebenfalls seine Liebe zur<br />
Gastronomie erst auf dem „zweiten Bildungsweg“<br />
entdeckt hat, wollen an diesem<br />
Standort nach der Übernahme des<br />
Lokals von Charly Kotzina in Zukunft<br />
die Wiener Kaffeehaustradition neu interpretieren.<br />
Die beiden Gastronomen haben in<br />
der Vergangenheit mit ihren Lokalen<br />
bereits bewiesen, <strong>das</strong>s sie Gastronomie<br />
innovativ neuerfinden können. Mit dem<br />
Café Bellaria folgt nun der nächste logische<br />
Schritt. Die Fusion der alten Wiener<br />
Kaffeehaustradition mit der Gastronomie<br />
des Jahres 20<strong>21</strong> stand hierbei an erster<br />
Stelle. Okotie und Figar wollen dem Kaffeehaus<br />
der Wiener Moderne neues Leben<br />
einhauchen – dem Ort der literarischen,<br />
künstlerischen und wissenschaftlichen<br />
Neu-Erkundung der Welt. Die<br />
Ansprüche an zeitgenössische Gastronomie<br />
sollen dabei nicht verloren gehen.<br />
Die beiden Gastronomen gestalten ihr<br />
Café Bellaria als Lokal mit drei Gesichtern:<br />
Café, Bar und Restaurant. Ob Frühstück,<br />
Geschäftsessen oder Fine Dining<br />
am Abend, die Gäste will man passend zu<br />
jeder Tageszeit kulinarisch verwöhnen.<br />
Kein Museum, sondern<br />
modernes Lebensgefühl<br />
„Im Kaffeehaus der Wiener Moderne<br />
wurden nicht nur Torten und Toasts<br />
serviert, es wurden auch Gedanken und<br />
G‘schichtln ausgetauscht. Diesen Geist<br />
verbinden wir mit den heutigen Ansprüchen<br />
an Küche, Flair und Geschmack“,<br />
so David Figar. „Wir beleben <strong>das</strong> Wiener<br />
Kaffeehaus neu – nicht als Museum,<br />
sondern als Lebensgefühl. Unsere Gäste<br />
sollen sich zu jeder Tageszeit wohlfühlen.<br />
Egal, ob beim morgendlichen<br />
Frühstückstreffen oder beim Business-<br />
Lunch“, meint Figar weiter. Und Rubin<br />
Okotie ergänzt: „Dazu gehört auch, <strong>das</strong>s<br />
wir alle Zutaten regional und nachhaltig<br />
beziehen. Nur so gelingt es, ein stimmiges<br />
Konzept zu erschaffen.“<br />
So will man ein beliebter Ort für alle<br />
Wiener und seinen Gäste werden. Vom<br />
fürstlichen Frühstück über den gesunden<br />
Business-Lunch bis hin zum „Na gut, einen<br />
letzten noch!“-Longdrink.
84 KAFFEE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
tipp aus der praxis<br />
Die Basis für ein<br />
Top-Produkt<br />
Dass die Kaffee-Mischung die<br />
Grundvoraussetzung dafür ist,<br />
ein hochwertiges Endprodukt in<br />
der Tasse servieren zu können,<br />
haben wir schon festgehalten.<br />
Eine Tatsache ist: Die beste Maschine<br />
und Mühle können aus<br />
einer schlechten Mischung keinen<br />
guten Caffé brühen.<br />
Die Mischung legt <strong>das</strong> Geschmacksbild<br />
fest. Sauer, salzig,<br />
bitter, süß, schokoladig, nussig,<br />
rauchig, medizinal, zitrusartig<br />
und vieles mehr kann Kaffee<br />
nach dem Brühen sein. Die Aromastruktur<br />
ist bereits in der Kaffeekirsche<br />
festgelegt durch Sorte,<br />
Herkunft (Klima und Boden)<br />
und die Art der Trocknung nach<br />
der Ernte. Dieses Aromapotenzial<br />
wird durch die Röstung aufgeschlossen.<br />
In Europa unterscheiden<br />
wir vier Röstgrade:<br />
› Cinnamon Roast für<br />
Filterkaffee<br />
› Viennese Roast für Filter<br />
und Wiener Spezialitäten<br />
› Italian oder<br />
Espressoröstung<br />
› Neapolitan oder Dark<br />
French<br />
Zwei Arten von Röstverfahren:<br />
Einerseits <strong>das</strong> Provenienz-Röstverfahren,<br />
bei dem jede Sorte<br />
& Herkunft extra geröstet wird<br />
und danach gemischt. Und <strong>das</strong><br />
„Blend before roast“ bei dem<br />
vorher gemischt und dann geröstet<br />
wird.<br />
Tipp: Kaffee immer kühl, trocken<br />
und vor Fremdgerüchen geschützt<br />
lagern.<br />
Franz Grünwald<br />
Master Barista<br />
Diplom Kaffeesommelier<br />
www.franzgruenwald.com<br />
Foto: Grünwald<br />
Italienischer Kaffee on Board<br />
Das italienische Kreuzfahrtunternehmen<br />
Costa Crociere<br />
und <strong>das</strong> Traditionsunternehmen<br />
Caffè Vergnano aus<br />
dem Piemont kündigen eine<br />
Partnerschaft an. So kommt<br />
nicht nur der einzigartige Geschmack<br />
von italienischem<br />
Espresso an Bord der Kreuzfahrtschiffe<br />
von Costa, beide<br />
Unternehmen wollen auch<br />
Nachhaltigkeit fördern. Der<br />
authentische italienische Espresso<br />
von Caffè Vergnano<br />
wird künftig in den Bars aller<br />
Schiffe der Costa Flotte serviert. Zudem<br />
wird seine unverwechselbare Mischung<br />
auch für die Zubereitung zahlreicher<br />
kaffeebasierter Köstlichkeiten<br />
an Bord verwendet. Auf dem „grünen“<br />
Flaggschiff Costa Smeralda wurde die<br />
erste Cafeteria der Marke Caffè Vergnano<br />
1882 an Bord eines Kreuzfahrtschiffes<br />
eingerichtet. Die zweite Cafeteria<br />
Seit über zehn Jahren engagiert sich<br />
Dallmayr sozial und nachhaltig in<br />
Äthiopien. Millionen Baumsetzlinge<br />
wurden gepflanzt, eine Schule und eine<br />
nachhaltige Kaffeeregion aufgebaut.<br />
Das Münchner Traditionsunternehmen<br />
gibt dem Ursprungsland von Kaffee etwas<br />
zurück und schafft Perspektiven für<br />
die Menschen vor Ort. Das Deutsche Institut<br />
für Service-Qualität, der Nachrichtensender<br />
ntv und <strong>das</strong> DUP Unternehmer-Magazin<br />
prämieren dieses<br />
Engagement mit dem Deutschen Award<br />
für Nachhaltigkeitsprojekte 20<strong>21</strong>. Kaffee<br />
wird in etwa 80 Ländern angebaut,<br />
viele Erzeugerländer sind gleichzeitig<br />
Entwicklungsländer. Äthiopien ist heute<br />
nur noch auf 13 Prozent der Landesfläche<br />
bewaldet. Die Ursachen sind Überweidung,<br />
Abholzung, Bevölkerungswachstum<br />
und Klimawandel. Mit der<br />
folgt bald auch auf dem Schwesterschiff<br />
Costa Toscana, welches Ende des Jahres<br />
in Dienst gestellt wird. Beide Unternehmen<br />
wollen ein positives Zeichen<br />
für künftige Generationen setzen, verantwortlich<br />
handeln und versuchen, negative<br />
Auswirkungen auf die Umwelt so<br />
weit wie möglich zu reduzieren.<br />
www.costakreuzfahrten.at<br />
Nachhaltigkeits-Projekte<br />
Award 20<strong>21</strong><br />
Unterstützung der Aufforstungsprogramme<br />
von „Menschen für Menschen“<br />
packt Dallmayr eines der Hauptprobleme<br />
Äthiopiens an der Wurzel und spendet<br />
seit mehr als zehn Jahren Geld für<br />
Baumsetzlinge.<br />
www.dallmayr.com<br />
Foto: Costa<br />
Foto: Philipp Schutz
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
KAFFEE 85<br />
Fairtrade-Kaffee<br />
Herkunft und Verarbeitung<br />
der Kaffeebohnen<br />
werden beim<br />
Handelshaus Wedl großgeschrieben:<br />
„Sie sind<br />
Garant für den köstlichen<br />
Geschmack unseres<br />
Kaffees und haben<br />
auch einen hohen Stellenwert<br />
bei unseren Kunden“,<br />
erklärt KR Leopold Wedl, GF vom gleichnamigen Tiroler<br />
Traditionsbetriebs. Bei der Röstmischung Testa Rossa caffè<br />
bietet der BiOrganic höchste Bioqualität der Kaffeebohnen,<br />
die schonend und ohne Einsatz von Pestiziden in Mischplantagen<br />
kultiviert werden und zudem fairtrade zertifiziert sind.<br />
Die Wedl Bohne Bio & Fair besteht aus hochwertigen fairtrade-gehandelten<br />
Bio-Arabica-Bohnen, die in Mittelamerika<br />
langsam im Schatten üppiger Wälder gereift sind: „Durch die<br />
spezielle Anbauweise entwickelt der Kaffee ein herausragendes<br />
Profil, <strong>das</strong> mit zarten Aromen von Trockenfrüchten und<br />
edlen Kakao- und Vanillenoten spielt. Der Mix aus vollem Geschmack<br />
und nachhaltigem Genuss liegt voll im Trend“, weiß<br />
Kaffeekenner Wedl.<br />
www.wedlkaffee.com<br />
Foto: Wedl<br />
Zertifizierter Kaffee<br />
The Carbon Trust“<br />
zertifizierte, <strong>das</strong>s<br />
jede Tasse Nespresso<br />
Kaffee in Österreich<br />
CO2-neutral ist. Das<br />
Unternehmen verpflichtet<br />
sich nun, Net<br />
Zero zu erreichen. Der<br />
schrittweise Plan dafür<br />
umfasst zahlreiche<br />
Maßnahmen von<br />
der Forcierung regenerativer Kaffee-Anbaumethoden bis<br />
zum Ausbau der Recycling-Möglichkeiten in Österreich, der<br />
die Recycling-Rate weiter steigern soll. „Nach dem Erreichen<br />
der CO2-Neutralität setzen wir unseren Weg in Richtung Net<br />
Zero mit diesen weitreichenden Maßnahmen konsequent fort.<br />
Wir nehmen unsere Verantwortung wahr und engagieren uns<br />
für eine nachhaltigere Zukunft“, so Alessandro Piccinini, Geschäftsführer<br />
von Nespresso Österreich. Net Zero bedeutet<br />
die Reduktion der Klimaauswirkungen durch klare, wissenschaftsbasierte<br />
Ziele und mit Kompensation ausschließlich<br />
innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette, etwa durch <strong>das</strong><br />
Pflanzen von Bäumen auf und um Kaffeefarmen.<br />
www.nespresso.com<br />
Franz Grünwald<br />
Master Barista<br />
Meine Kaffee-Leidenschaft Diplom Kaffeesommelier<br />
ist Ihr Erfolg<br />
Damit in Ihrer Umgebung nur noch erstklassiger Kaffee getrunken<br />
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Außerdem stelle ich Ihre Maschine und Mühle perfekt auf Ihren Kaffee ein und berate<br />
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Franz Grünwald<br />
Franz Grünwald<br />
Master Barista<br />
Diplom Kaffeesommelier<br />
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Foto: Nespresso
86 KAFFEE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Kaffeekultur in<br />
Reinform<br />
Das Vienna Coffee Festival gehört<br />
zu den international besten<br />
Kaffeefestivals – hier treffen<br />
Genuss und Expertise aufeinander.<br />
Julius Meinl ist wieder als Sponsor<br />
beim von 8. bis <strong>10</strong>. Oktober in<br />
der Alten Technik stattfindenden<br />
Festival mit dabei. Die Julius Meinl<br />
„Coffee Experience‘<strong>21</strong>“ präsentiert<br />
edle Blends und Single Origins,<br />
heiß und auf Eis. Angelika Galas,<br />
Leiterin der Julius Meinl Academy,<br />
steht selbst an der Brew Bar<br />
und lädt zur Verkostung ein. Espressi<br />
können an der ModBar genossen<br />
werden, außerdem findet<br />
tägliches Live-Rösten im „Roast<br />
Corner“ statt. Hochprozentige Abkühlung<br />
bieten Kaffee-Kreationen<br />
on Ice an der Cocktailbar. Kaffeeliebhaber<br />
können die exklusiv auf<br />
der „Coffee Experience‘<strong>21</strong>“ vorgestellten<br />
Blends mit nach Hause<br />
nehmen. Dr. Christina Meinl, Julius<br />
Meinl Österreich Geschäftsführerin,<br />
sagt zum Vienna Coffee<br />
Festival: „Ich freue mich, <strong>das</strong>s<br />
Wien mit dem VCF endlich wieder<br />
internationaler Hot Spot der Kaffeewelt<br />
sein darf. Als Mitbegründer<br />
des Vienna Coffee Festivals war Julius<br />
Meinl von den ersten Tagen an<br />
mit dabei. Allein <strong>das</strong> sollte zeigen,<br />
<strong>das</strong>s Wiener Kaffeehauskultur und<br />
New Wave vieles teilen. Jedenfalls<br />
mehr als man auf den ersten Blick<br />
vermuten würde. Im Kern ist es<br />
Spirit, Leidenschaft und die Liebe<br />
zum Kaffee, die unsere Communitys<br />
verbinden.“<br />
www.juliusmeinl.com<br />
Foto: Julius Meinl Martin Steiger<br />
Vienna Coffee Festival 20<strong>21</strong><br />
Das siebte Vienna Coffee<br />
Festival 20<strong>21</strong> geht<br />
vom 8. bis <strong>10</strong>. Oktober in<br />
der Ottakringer Brauerei<br />
in Wien mit einem neuen<br />
Rekord über die Bühne.<br />
Denn noch nie zuvor präsentierte<br />
sich die heimische<br />
Röster-Szene in diesem<br />
Ausmaß. Mehr als 60<br />
Aussteller, über <strong>10</strong>0 Markenartikel,<br />
Kaffee aus aller<br />
Welt und spannende<br />
Wettkämpfe auf 5500<br />
Quadratmetern warten<br />
auf. Die Besucher kommen<br />
zudem in den Genuss von spannenden<br />
Kaffee-Reisen nach Kolumbien,<br />
Indonesien, Südafrika und in die<br />
ganze Welt. Experten zeigen, was alles<br />
für die perfekte Tasse Kaffee benötigt<br />
wird. Dazu gibt es neue Wettkämpfe,<br />
wie die österreichische Aeropress Meisterschaft,<br />
der Latte Art Throwdown und<br />
die Mission des Festivals und die Barista-Team-Challenge.<br />
Heuer verzaubern<br />
die Gastronomie und <strong>das</strong> Entertainment<br />
aufgrund der besonderen Situation im<br />
Freien am Vorplatz der Ottakringer<br />
Brauerei. Die besten Singer-Songwriter<br />
der letzten Jahre wie die „All Star Vienna<br />
Coffee Festival Band“ treten dieses<br />
Jahr wieder live auf und unterhalten<br />
die Besucher an allen drei Tagen. Kaffee-Drinks,<br />
Ottakringer Bier, Demeter-<br />
Weine und vieles mehr erwartet die Besucher<br />
bei der Outdoor-Bar im Freien.<br />
Für die Genießer bieten Urban Streetfood-Trucks<br />
ihre Klassiker, regionale Delikatessen,<br />
experimentelle Gerichte und<br />
auch Veganes und Glutenfreies.<br />
www.viennacoffeefestival.cc<br />
Nach Belieben portioniert<br />
Zapfen ist eine Herausforderung<br />
für viele<br />
Gastronomen, oft muss<br />
es schnell gehen und<br />
meist müssen mehrere<br />
unterschiedliche Produkte<br />
gleichzeitig verfügbar<br />
sein. Egal, ob es um<br />
Cold Brew, Milch, Eistee, Wasser oder<br />
Säfte sowie Sirup geht – mit dem Silexa<br />
Barista MuliTap können bis zu vier<br />
Produkte gezapft werden. Die Technologie<br />
funktioniert mit Easy Touch, Display<br />
und Füllmengen können individuell<br />
angepasst werden. Durch ein integriertes<br />
Spülsystem ist die Hygiene gesichert,<br />
außerdem kommen alle Produkte<br />
direkt aus der Kühlung. Mit dem MultiTap<br />
gelingt selbst zu Stoßzeiten ideal<br />
gekühlte Milch, die auch als Basis für<br />
cremigen Milchschaum und infolgedessen<br />
für Latte Art Kreationen die Basis<br />
ist. Der Barista MuliTap von Silexa besticht<br />
außerdem durch sein höhenverstellbares<br />
Gehäuse, LED-Beleuchtung,<br />
PWM-Steuerung, am Touch-Screen einstellbare<br />
Zapfgeschwindigkeit, die Möglichkeit<br />
des Free-Flows und personalisierbarem<br />
Logo.<br />
www.lcdc.at<br />
Foto: Christina Karagiannis<br />
Fotos: Pamela Schmatz
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
KAFFEE 87<br />
Naber übernimmt Exzelsior<br />
Die Klagenfurter Rösterei „Exzelsior“ wird<br />
von der Wiener Kaffee Manufaktur Naber<br />
übernommen – ein wesentlicher Schritt<br />
zum Ausbau und Erhalt der österreichischen<br />
Rösttradition. Während der historische, bestehende<br />
Standort von Naber weiterhin in Wien<br />
ansässig bleibt, soll künftig in Klagenfurt die<br />
„Exzelsior“ Produktion weitergeführt und ein<br />
Ausbau an Private-Label Röstungen erfolgen.<br />
Hier kommt vor allem die hohe Produktionskapazität<br />
der Kärntner Rösterei zu tragen. Bei<br />
Naber in Wien wurden bisher 500 Tonnen<br />
Rohkaffee im Jahr geröstet, dieses Volumen<br />
kann mit der neuen Investition auf eine Menge<br />
von bis zu 2.000 Tonnen vervierfacht werden.<br />
Mit dieser Kapazität wird Naber künftig<br />
nicht nur bestehende Gastronomiekunden im<br />
Kärntner Raum bedienen, sondern gleichzeitig<br />
die Produktion von exklusiven Eigenmarken<br />
vorantreiben. „Es freut uns sehr, unser Erfolgskonzept<br />
der österreichischen Röstung<br />
jetzt auch in Kärnten an den Start zu bringen.<br />
Foto: Naber<br />
Durch die Übernahme der ‚Exzelsior‘-Rösterei<br />
haben wir die Chance, unsere Produktion<br />
maßgeblich zu erweitern und damit auch Gastronomiekunden<br />
im Süden Österreichs noch<br />
besser zu versorgen“, erklärt Marco Salvatori,<br />
Geschäftsführer der Kaffee Manufaktur Naber.<br />
www.naberkaffee.com<br />
Pflanzliche Milch im Trend<br />
Foto: Ksawery Oroczko_Franke<br />
Vor allem junge Menschen sind stark an<br />
Produkten interessiert, die besser für <strong>das</strong><br />
Tierwohl, die Umwelt und die eigene Gesundheit<br />
sind als tierische Milch. Zukünftig wird<br />
es eine Erwartungshaltung der Kunden sein,<br />
zwischen verschiedenen Milchsorten wählen<br />
zu können. Tierische Milch ist von Natur<br />
aus flüssig, pflanzliche Milch hingegen<br />
aus einem festen Stoff, wie etwa Nüssen,<br />
und Wasser hergestellt. Um trotzdem eine<br />
Schaumbildung zu ermöglichen, sollte auf<br />
Milchalternativen, die als „Barista“-Milch<br />
gelabelt sind, zurückgegriffen werden. Hier<br />
wurden pflanzliche Proteine mit Schäumeigenschaften<br />
zugesetzt, etwa Erbsenprotein.<br />
Ganz wichtig ist es, eine Vermischung<br />
von verschiedenen Milchsorten am Vollautomaten<br />
zu vermeiden. Das ist eine technische<br />
Herausforderung, die derzeit am Markt<br />
einzig mit der IndividualMilkTM Technologie<br />
von Franke gelöst werden kann. Von der Bevorratung<br />
im Kühlschrank über die Verarbeitung<br />
in den Milchsystemen bis hin zur Ausgabe<br />
ist eine vollständige Trennung zwischen<br />
verschiedenen Medien möglich. Mithilfe der<br />
neuen IndividualMilkTM Technologie können<br />
bis zu drei verschiedene Sorten Milch<br />
gleichzeitig verarbeitet werden. Das Premium<br />
Milchsystem FoamMasterTM zaubert dabei<br />
herrlichen Schaum in Barista-Qualität in<br />
die Tassen.<br />
www.franke.com
88 SIEBTRÄGERMASCHINEN TEIL 2<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Kompakte Kaffeekunst<br />
Faemina ist ein Synonym für Hochleistung.<br />
Kein Zufall, <strong>das</strong>s die neue,<br />
exklusive und einzigartige Kaffeemaschine<br />
denselben Namen trägt. Ästhetik<br />
ist bei ihr kein Selbstzweck.<br />
Innovation und Design fließen gekonnt<br />
ineinander über und in Sachen<br />
Qualität wird sowohl Experten als<br />
auch Genießern von hochwertigem<br />
Kaffee eine hervorragende Leistung<br />
geboten. Entworfen von ItalDesign<br />
– seit jeher ein Synonym für Made in<br />
Italy – ist Faemina ein echtes Designobjekt.<br />
Elegant im Stil und minimalistisch<br />
in den geometrischen Formen,<br />
ist sie in zwei verschiedenen Stilreihen<br />
erhältlich. Erstere ist Urban Color, die<br />
sich durch materische Elemente sowie<br />
ein kontrastreiches Gehäuse mit<br />
glänzenden Oberflächen auszeichnet<br />
und von Schwarz über Weiß bis<br />
hin zu den Pantone-Farben des Jahres<br />
20<strong>21</strong> reicht. Die zweite ist Classy,<br />
die elegante Serie, die sich durch edle<br />
Materialien wie poliertes Aluminium<br />
auszeichnet und in Kombination mit<br />
satiniertem Kupfer oder glänzendem<br />
Schwarz gewählt werden kann. Die<br />
hohe Qualität des Kaffees wird durch<br />
einen in den Tank integrierten Wasserenthärtungsfilter<br />
gewährleistet.<br />
Bei dieser neuen Siebträgermaschine<br />
treffen exklusives Design und die<br />
Kunst hochwertigen Kaffees aufeinander.<br />
Diese Maschine für Home Barista<br />
und Röster wird am Vienna Coffee<br />
Festival erstmalig in Österreich präsentiert.<br />
www.lcdc.at<br />
PRESS KIT 20<strong>21</strong><br />
Foto Hintergrund: sabine hürdler / Adobe Stock • Fotos: Kaffeemaschinen: Hersteller
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
SIEBTRÄGERMASCHINEN TEIL 2 89<br />
Kaffeemaschinen mit Sinn<br />
Slayer Espresso stellt seit über zehn<br />
Jahren im amerikanischen Seattle<br />
handgefertigte Maschinen her und<br />
BACKGROUND<br />
setzt mit professionellen Espressomaschinen<br />
been handcrafting hohe Standards machines für in die Seattle, Spe-<br />
r Espresso has<br />
ington for the past decade, setting high standards to<br />
ce the specialty zialitäten-Kaffeeindustrie. coffee industry with professional Die espresso Marke<br />
steht für modernes Design für den<br />
inery.<br />
is fundamentally<br />
Gast<br />
connected<br />
sowie für<br />
to<br />
Ergonomie<br />
modern design<br />
für den<br />
for<br />
professionellen<br />
sound for the Barista professional – mit barista, einer with intu-<br />
a<br />
the<br />
, ergonomically<br />
intuitive user interface. Technically efficient engineering<br />
our products a<br />
itiven<br />
triple threat<br />
Benutzeroberfläche.<br />
to competition as we<br />
Technische<br />
barista, Effizienz technician und Berücksichtigung<br />
and guest.<br />
consider<br />
nts of engagement;<br />
aller in den Prozess des Kaffeemachens<br />
Involvierten of America (Slayer machen Espresso die Single Pro-<br />
is the recipient of “Best New Product “awards from the<br />
lty Coffee Association<br />
) and World of Coffee (Slayer Steam).<br />
dukte einzigartig, denn sowohl Barista<br />
member als auch with Techniker deep roots in und coffee Gast and<br />
re an official SCAA<br />
ued efforts toward the advancement of our industry.<br />
werden im Konzept bedacht. Das<br />
hat sich auch gelohnt – Slayer wurde<br />
nämlich von der „Specialty Coffee<br />
Association of America“ und von<br />
„World of Coffee“ als „Bestes neues<br />
Produkt“ ausgezeichnet. Als offizielles<br />
SCAA-Mitglied ist <strong>das</strong> Unternehmen<br />
tief mit Kaffee verwurzelt und<br />
kontinuierlich um den Fortschritt der<br />
Kaffeebranche bemüht. Auch Optisch<br />
machen die effizienten Maschinen etwas<br />
her und schon beim Ansehen bekommt<br />
man Lust auf eine Tasse des<br />
beliebtesten Muntermachers. Slayer<br />
ist die Maschine für den anspruchsvollen<br />
Kaffee Experten. Seine Schönheit<br />
und Handwerkskunst erregen die<br />
Aufmerksamkeit. Am wichtigsten ist,<br />
Kaffee und der Bar Flow sind wirklich<br />
außergewöhnlich. Die Slayer Kaffee<br />
Maschinen wurden von Kaffee-Liebhabern<br />
für Kaffeeliebhaber entwickelt,<br />
handgefertigt und <strong>das</strong> ohne Kompromisse<br />
bei der Qualität.<br />
www.lcdc.at<br />
OUR MIS<br />
OUR VI<br />
T<br />
com<br />
w
90 SIEBTRÄGERMASCHINEN TEIL 2<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Astoria Storm<br />
Storm steht für die Suche nach den<br />
verloren gegangenen Werten, die<br />
jedoch dank eines neuen kulturellen<br />
und handwerklichen Ansatzes,<br />
der sich in kurzer Zeit auf der ganzen<br />
Welt behaupten konnte, wieder zum<br />
Vorschein kamen. Die Kaffeeausgabe<br />
steht immer im Mittelpunkt. Die Gestik<br />
des Barista ist der absolute Protagonist<br />
und hat einen hochsymbolischen<br />
Wert.<br />
Es ist eine Wettbewerbsmaschine,<br />
die eine Komplettsteuerung der<br />
manuellen Ausgabe des Single Origin<br />
Kaffees ermöglicht und sich gleichzeitig<br />
für den Barista eignet, der die bereits<br />
gespeicherten Ausgabekurven<br />
zur konstanten Hervorhebung des<br />
Dufts und der Gewürznoten nutzt.<br />
Die Dampfdüse Barista Attitude<br />
sorgt mit ihrem Verbrennungsschutz<br />
und der Ausladung für große Sicherheit<br />
und sieht bei einem Nichteinsatz<br />
eine leichte Rücklaufbewegung zur<br />
Schale vor. Super Dry ist <strong>das</strong> innovative<br />
System, <strong>das</strong> den Dampf dank eines<br />
Magnetventils am Abfluss mit einer<br />
geringen Erstkondensation trocken<br />
hält. Bei 1<strong>10</strong> °C wird etwas feuchter<br />
Dampf abgelassen, so <strong>das</strong>s ein stets<br />
einsatzbereiter Trockendampf zur<br />
Verfügung steht. Mit dem neuen System<br />
Super Dry ist Dampf konstant<br />
einsetzbar, ohne <strong>das</strong>s sich die Leistungen<br />
auch bei einem gleichzeitigen<br />
Einsatz von beiden Düsen verringern.<br />
Das Design von Storm hat die Anforderungen<br />
des Barista in puncto Bewegungsfreiheit<br />
und Hebelbetätigung<br />
berücksichtigt, um den Kaffeegeschmack<br />
und seine Konzentration<br />
gezielt ändern zu können. Die Analogfunktionen,<br />
die die persönlichen<br />
Ausgabekurven hervorheben, werden<br />
durch digitale Funktionen zur Speicherung<br />
der Einstellungen begleitet.<br />
Das ausgesuchte Design von Storm<br />
ist <strong>das</strong> Resultat einer Zusammenarbeit,<br />
die Astoria bereits seit verschiedenen<br />
Jahren mit dem Turiner Adriano<br />
Design Studio pflegt, dem die prestigevollsten<br />
nationalen und internationalen<br />
Auszeichnungen wie der Goldene<br />
Kompass verliehen wurden und <strong>das</strong> als<br />
eines der bedeutendsten und berühmtesten<br />
Designstudios Italiens gilt.<br />
In Storm kann der Barista die<br />
Schale wie gewünscht einstellen und<br />
die Tasse je nach Getränk in passender<br />
Höhe halten. Durch die abgerundete<br />
Form fallen die Reinigungsabläufe<br />
einfacher und leichter aus und die<br />
Schale ist senkrecht herausziehbar, so<br />
<strong>das</strong>s sie einfacher zu spülen ist.<br />
Storm ist eine aufregende Kaffeemaschine,<br />
die mit hochwertigen<br />
Werkstoffen veredelt wurde wie z.B.<br />
Holz, <strong>das</strong> mit verschiedenen Arten<br />
und Farben individuell gestaltbar ist.<br />
Storm ist hoch, gehört jedoch zu<br />
den niedrigsten ihrer Kategorie, und<br />
ist für den Tresen geeignet, um einen<br />
direkten Kontakt zwischen Barista<br />
und Kunden zu fördern.<br />
Exklusiv erhältlich bei<br />
WMF in Österreich GmbH<br />
gastro@wmf.at<br />
+43 512 3302-1<strong>10</strong><br />
Foto Hintergrund: sabine hürdler / Adobe Stock • Fotos: Kaffeemaschinen: Hersteller
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SIEBTRÄGERMASCHINEN TEIL 2 91<br />
Core 200<br />
Core 200 von Astoria hat noch mehr<br />
Eleganz, dank der Einfachheit der Linien<br />
und der modernen Form wird die<br />
Maschine sofort wiedererkannt. Mit<br />
der Core 200 wird die italienische Espressotradition<br />
zu einem Objekt mit<br />
funktionalem Design, <strong>das</strong> in jeder Location<br />
den Hauptakteur spielt.<br />
Auch Core200 kann sich mit der renommierten<br />
Wärmeeinrichtung von<br />
Astoria rühmen, also z.B. dank horizontaler<br />
Wärmetauscher, was eine bessere<br />
Qualität hinsichtlich eines größeren<br />
Wasservolumens bedeutet, <strong>das</strong> durch<br />
diese räumliche Anordnung gewährleistet<br />
wird. Außerdem sorgt es für eine<br />
erhöhte thermische Stabilität während<br />
intensiver Arbeitsphasen. Es bedeutet<br />
auch mehr Zuverlässigkeit, da die Wärmetauscher<br />
in dieser Position leicht<br />
ausgetauscht werden können, wodurch<br />
die Maschine unzerstörbar ist.<br />
Anzeige der Ausgabezeit für jede<br />
einzelne Gruppe.<br />
Klappgitter für jede Abgabegruppe.<br />
Dadurch kann man die Maschine sowohl<br />
für Espressotassen als auch für<br />
Gläser für Milchgetränke verwenden.<br />
Dampfdüsen mit vergrößertem<br />
Durchmesser. Dadurch wird eine<br />
gleichbleibende Qualität des Dampfes<br />
und des Milchschaumes gewährleistet.<br />
LED-Beleuchtung für die Arbeitsplatte:<br />
Sie ermöglicht es, dem Barista<br />
auch bei eingeschränkten Lichtverhältnissen<br />
unter optimalen Bedingungen<br />
zu arbeiten.<br />
Eingebettete mechanische Tasten<br />
am Gehäuse. Sie halten die Frontseite<br />
sauber und sorgen gleichzeitig dafür,<br />
<strong>das</strong>s sich der Bediener durch Wasserdampf<br />
keine Verletzungen zuzieht, sich<br />
die Hände verschmutzt, nasse Hände<br />
bekommt etc.<br />
Vier voreingestellte Dosen in der<br />
Version SAE.<br />
Frontaler Schnitt unter der Frontseite:<br />
Somit kann der Barista mit einem<br />
Blick den Gruppenring des Filterhalters<br />
sehen ohne sich bücken zu müssen und<br />
spart somit Zeit.<br />
Das ganze Gehäuse, außer den Leisten,<br />
sind aus Blech, eine stabile und widerstandsfähige<br />
Maschine.<br />
Exklusiv erhältlich bei<br />
WMF in Österreich GmbH<br />
gastro@wmf.at<br />
+43 512 3302-1<strong>10</strong>
92 TEE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
tipp aus der praxis<br />
Ankas Teewelt<br />
An uns selbst mögen wir <strong>das</strong><br />
ganz und gar nicht, aber bei<br />
einer Teekanne haben wir<br />
daran nichts auszusetzen.<br />
Die Rede ist von einem „dicken<br />
Bauch“. Ein „Teekannen<br />
Bauch“ ist ganz wichtig, damit<br />
sich die Farbstoffe sowie<br />
die Aromen der Teeblätter im<br />
Wasser gleichmäßig verteilen<br />
können und nicht gleich am<br />
Teekannenboden versinken.<br />
Viele Teetrinker bevorzugen<br />
Teegeschirr mit weißer Innenfläche,<br />
weil die Farbe des<br />
Tees am schönsten zur Geltung<br />
kommt.<br />
Teekannen gibt es in verschiedensten<br />
Materialien,<br />
von Messing, Glas, Ton, Silber,<br />
Gusseisen, Steingut, Jadestein<br />
bis Porzellan. Essenziell<br />
dabei ist eine rundum gute<br />
Glasierung für eine unkomplizierte<br />
Pflege.<br />
Immer wieder hört man,<br />
<strong>das</strong>s Teekannen nicht gespült<br />
werden dürfen. Das stimmt<br />
zumindest dann nicht, wenn<br />
die Teekannen aus glasierten<br />
Material sind. Nach dem<br />
Reinigen die Kanne sorgfältig<br />
mit Wasser ausspülen, um die<br />
Spülmittelreste zu beseitigen.<br />
Wir, vom Teehaus Ronnefeldt,<br />
sprechen von Glück,<br />
<strong>das</strong>s wir schönes Teegeschirr<br />
heute für vergleichsweise<br />
wenig Geld bekommen und<br />
auch anbieten können. 1823,<br />
im Gründungsjahr von Ronnefeldt,<br />
wäre <strong>das</strong> nicht denkbar<br />
gewesen.<br />
Teehaus Ronnefeldt<br />
Anka Kleebinder<br />
Teefachberaterin<br />
Österreich<br />
akleebinder@ronnefeldt.de<br />
www.ronnefeldt.com<br />
Foto: Ronnefeldt<br />
Mehr als nur heißes Wasser<br />
Tee zum Munterwerden am Morgen,<br />
Tee als kleine Auszeit bei der<br />
Arbeit und Tee am Abend vor dem<br />
Einschlafen. Der Tee ist ein vielseitiger<br />
Begleiter über den ganzen Tag und<br />
hat dementsprechend auch viele unterschiedliche<br />
Wirkungen. Er ist anregend<br />
genauso wie entspannend und hat nicht<br />
selten auch eine gesundheitliche Komponente.<br />
Die Geschmacksvielfalt des Tees ist<br />
ohnehin legendär und deckt damit so<br />
ziemlich jede Richtung ab und sein großes<br />
Wirkungsspektrums macht ihn zum<br />
Begleiter für jede Stimmung. Grund genug<br />
für den Österreichisches Teeverbund<br />
und seine Mitglieder, am 8. November<br />
den 23. Tag des Tees zu feiern.<br />
www.teeverband.at<br />
Die wichtigsten Tipps<br />
für den Teegenuss<br />
› Hochwertige Teequalität verwenden<br />
und Tee immer frisch aufgießen.<br />
› Tee ist sehr geschmacksempfindlich.<br />
Auf richtige Materialien (wie Glas, Porzellan<br />
oder Ton), trockene und separate<br />
Lagerung und Sauberkeit achten.<br />
› Auf die richtige Dosierung kommt es<br />
Modernes Teekonzept<br />
Cups and some leaves“ heißt die<br />
5 Zweitmarke von Teekanne und ist für<br />
die moderne Hotellerie und Gastronomie<br />
gedacht. Tee für den urbanen Lifestyle<br />
muss aus kontrolliert biologischem<br />
Anbau stammen, nachhaltig und vegan<br />
sein. Das alles bietet die neue Gastronomie-Teemarke.<br />
Das Sortiment mit insgesamt<br />
13 Teekompositionen zeichnet<br />
sich durch kreative Teemischungen in<br />
hundertprozentiger Bioqualität aus. Erhältlich<br />
sind die Tees vorportioniert im<br />
Pyramidenbeutel für die einzelne Tasse<br />
oder lose zum Aufbrühen. Die Palette<br />
reicht vom Früchtetee „Sunny‘s Berry<br />
Mint“ mit Frische-Effekt über den Bio-<br />
Gewürztee auf Chai-Basis „Choc’n’Chai“,<br />
mit würzigen Chai-Noten und der Balance<br />
zwischen scharf und schokoladig,<br />
bis hin zum „8.20 Train to Assam“ – ein<br />
an. Als Faustregel gilt ein Teebeutel<br />
bzw. bei losem Tee ein Teelöffel pro<br />
Tasse bzw. mindestens drei Teebeutel<br />
bei einer Kanne Tee.<br />
› Kräuter- und Früchtetees sowie<br />
Schwarzer Tee sind robust und verlangen<br />
nach frischem, kochendem<br />
Wasser, um Aroma und Wirkstoffe freizusetzen.<br />
Grüner, Weißer sowie Oolong<br />
Tee entfalten ihren feinen Geschmack<br />
optimal bei einer Wassertemperatur<br />
von 70 bis 80 °C (Wasser hierfür<br />
kochen und danach 5 Minuten abkühlen<br />
lassen).<br />
› Jeder Tee hat seine optimale Ziehzeit<br />
– diese variiert je nach Rezeptur. Lässt<br />
man Tee zu lange ziehen, kann er einen<br />
bitteren Beigeschmack entwickeln.<br />
Bio-Schwarztee mit malziger Note. Die<br />
ausgefallenen Bio-Teekreationen mit<br />
liebevollem Design und nachhaltigen<br />
Verpackungsmaterialien machen jeden<br />
Schluck zum Genuss.<br />
www.teekanne.at<br />
Foto: contrastwerkstatt / Adobe Stock<br />
Foto: Teekanne
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
TEE 93<br />
Aroma- und Naturschutz<br />
Tee gehört zu den ältesten und genussreichsten<br />
Naturprodukten der Welt.<br />
Mit einer Bandbreite von über 20 Sorten<br />
erfüllt der Teavelope von Ronnefeldt passionierten<br />
Teetrinkern ihre Geschmackspräferenzen.<br />
Durch die Ausrichtung des<br />
Frankfurter Unternehmens hin zu mehr<br />
Nachhaltigkeit, sind die Produkte in umweltfreundlicher<br />
Sappi Seal-Folie verpackt<br />
und somit vollständig recycelbar.<br />
Foto: Ronnefeldt<br />
Das Verpackungsmaterial aus Papier<br />
kommt aus nachhaltiger Forstwirtschaft<br />
und garantiert vollen Aromaschutz. In<br />
Zeiten von Corona entspricht <strong>das</strong> auch<br />
den Hygiene-Anforderungen von Kunden.<br />
Für die ansprechende Präsentation<br />
beim Gast gibt es die neue Bambus Collection<br />
mit Displays und Tabletts, die <strong>das</strong><br />
sensible Ökosystem mit seinem Regenwald<br />
auch besser schützen. Ronnefeldt<br />
engagiert sich in vielen internationalen<br />
Organisationen wie der Ethical Tea<br />
Partnership in London und dem Childaid<br />
Network in Königstein und gibt auch als<br />
eines der ersten kleineren Mittelstandunternehmen<br />
im zweijährigen Rhythmus<br />
seinen Nachhaltigkeitsreport nach<br />
den international anerkannten Global<br />
Reporting Initiative-Richtlinien heraus.<br />
www.ronnefeldt.com<br />
Superfood Hanftee<br />
Fotos: Medihemp<br />
Hanftee wird in den traditionellen<br />
Heilpraktiken in China und<br />
Indien, aber auch in Österreich seit<br />
Jahrhunderten eingesetzt. Schon<br />
<strong>das</strong> Teetrink-Ritual ist entspannend,<br />
aber die Bio Hanftees von<br />
MEDIHEMP, hergestellt aus EUzertifizierten<br />
Nutzhanfpflanzen<br />
und frei von THC, haben noch weitere<br />
Vorteile. Sie enthalten nämlich<br />
CBD, <strong>das</strong> auf vielfältige Weise<br />
den Körper unterstützen kann.<br />
Es kann entkrampfend, schmerzstillend,<br />
beruhigend und entspannend<br />
wirken. Der erfrischende<br />
Bio Hanftee Santhica mit CBG<br />
und der harmonische Bio Hanftee<br />
Felina mit CBD wirken mit<br />
der vollen Kraft bio-zertifizierter<br />
und schonend geernteter<br />
Hanfblätter von Bio-Landwirtschaftsflächen.<br />
Die MEDIHEMP Bio Hanftees<br />
aus behutsam getrockneten<br />
Hanfblättern sind vielseitig<br />
einsetzbar und ein wertvolles<br />
Superfood. Von Natur aus<br />
grasig und leicht fruchtig im Geschmack,<br />
harmoniert der Tee mit<br />
Honig, Zitrone, Minze und Melisse.<br />
Die Hanfblätter können aber<br />
auch in Teemischungen mit anderen<br />
Pflanzen ihr volles Potenzial<br />
entfalten.<br />
Wichtig ist aber auch die richtige<br />
Zubereitung: Ein bis zwei<br />
Teelöffel Hanfblätter mit heißem<br />
Wasser aufgießen und nach Belieben<br />
ziehen lassen. Nach einer<br />
Ziehzeit von sechs Minuten aktiviert<br />
der Hanf seine volle Power<br />
und lässt jede Müdigkeit verfliegen.<br />
Wer eine beruhigende,<br />
harmonisierende Wirkung erfahren<br />
möchte, gibt dem Tee <strong>10</strong><br />
bis 15 Minuten Zeit. Damit ist<br />
der Hanftee sowohl ein koffeinfreier<br />
Muntermacher zum Start<br />
in den Tag als auch ein wohltuender<br />
Entspannungsdrink vor<br />
dem Schlafengehen.<br />
www.medihemp.eu
94 PUNSCH<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Wohlige Wärme an<br />
Winterabenden<br />
Foto: hailey_copter / Adobe Stock<br />
Den bald wieder fallenden Temperaturen lässt sich auch in flüssiger Form begegnen. Dabei<br />
kann man seiner Kreativität durchaus freien Lauf lassen und auch die richtige Inszenierung<br />
kann nicht schaden. <br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Es wird kalt in Europa! Und nein,<br />
damit ist ausnahmsweise nicht<br />
die politische Stimmung gemeint,<br />
sondern ganz klassisch die Außentemperaturen,<br />
die – dem Klimawandel<br />
zum Trotz – in den kommenden Monaten<br />
in unseren Breiten wieder für Temperaturen<br />
um oder auch deutlich unter dem<br />
Gefrierpunkt sorgen werden. Was liegt da<br />
also näher, als die Gunst der Stunde zu<br />
nutzen und seinen Gästen zumindest innerlich<br />
ein wenig einzuheizen.<br />
Aller guten Dinge sind fünf<br />
Punsch etwa ist einer der Klassiker<br />
unter den winterlichen Heißgetränken.<br />
Kein Weihnachtsmarkt und kein<br />
Après-Ski kommt ohne ihn aus. Dabei<br />
wissen die wenigsten, <strong>das</strong>s der Punsch<br />
ursprünglich aus Indien stammt und<br />
sich der Name von der hindustanischen<br />
Bezeichnung für „fünf “, nämlich „panc“<br />
ableitet. „Fünf “ daher, weil <strong>das</strong> Originalrezept<br />
aus fünf Zutaten besteht: Arrak<br />
(eine Spirituose aus Palmsaft oder Zuckerrohr<br />
und Reismaische), Zucker, Zitronen,<br />
Tee und Gewürzen. Englische<br />
Bloody Tea Punsch<br />
Zutaten:<br />
› 50 ml Bourbon<br />
(mit BIO Meßmer Blutorange Tee versetzt)<br />
› 30 ml Zitronensaft<br />
› 20 ml Zuckersirup<br />
Eine kalte Punsch-<br />
Variante hat Tee-<br />
Spezialist Meßmer<br />
kreiert: den „Bloody<br />
Tea Punsch“<br />
Alle Zutaten auf Eiswürfel<br />
shaken und<br />
auf frischem Eis im<br />
Foto: leisure communications/Christian Jobst<br />
Tumbler servieren.<br />
Anschließend mit Orangenschalen garnieren.
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
PUNSCH 95<br />
Seefahrer brachten <strong>das</strong> Getränk dann<br />
im 17. Jahrhundert nach Europa.<br />
Mutter aller alkoholischen<br />
Heißgetränke<br />
Streng genommen ist der Punsch die<br />
Mutter aller aktuellen alkoholischen<br />
Heißgetränke, auch Jagertee & Co. leiten<br />
sich daher ab. Der heute bei uns getrunkene<br />
Punsch hat indes mit dem<br />
Originalrezept nur noch selten etwas<br />
gemeinsam. Vom Früchtepunsch über<br />
Eierpunsch (mit Eigelb, geschlagenem<br />
Eiweiß und Rum) bis zur Feuerzangenbowle<br />
reicht <strong>das</strong> Angebot und natürlich<br />
führen auch C&C-Märkte Punsch in allen<br />
Varianten, auch schon ausschankfertig<br />
als Convenienceware.<br />
Feurige Inszenierung<br />
Langsam wieder im Kommen ist auch<br />
die Feuerzangenbowle als Punsch-Variante:<br />
Nachdem die ersten Restaurants<br />
nach Jahrzehnten des Dornröschenschlafes<br />
<strong>das</strong> Flambieren wiederentdecken<br />
darf hier auch der Partyhit aus den<br />
1970er-Jahren nicht fehlen, der in manchen<br />
Studentenkreisen auch unter der<br />
Bezeichnung „Krambambuli“ bekannt<br />
ist. Je nach Geschmack eine Mischung<br />
aus Rotwein, Orangensaft, Gewürznelken,<br />
Zimtstangen, Sternanis, Zitronenschalen<br />
und Schwarztee erhitzen. Einen<br />
Zuckerhut über dem Topf platzieren,<br />
diesen mit dunklem Rum (mind. 60%<br />
Alkohol) tränken, anzünden und den<br />
Rum immer wieder mit einem Schöpfer<br />
nachgießen bis sich der Zuckerhut aufgelöst<br />
hat.<br />
Neuester Trend ist jedoch alkoholfreier<br />
Punsch – nicht nur für die Kinderparty.<br />
Denn während lange Zeit Punsch<br />
automatisch mit Spirituosen zubereitet<br />
wurde, erwarten immer mehr Gäste,<br />
<strong>das</strong>s sie auch eine alkoholfreie Alternative<br />
auf der Getränkekarte finden.<br />
Keine „Rumfort“-Rezepte<br />
Einer Versuchung sollte man bei der<br />
Zubereitung desselben allerdings nicht<br />
erliegen: Alles an Resten in den Topf zu<br />
schütten, was flüssig ist und ohnehin<br />
weg gehört. „Rumfort“ kann spannende<br />
Ergebnisse bringen, aber nicht in diesem<br />
Fall!<br />
Denn nur wer hochwertige Zutaten<br />
verwendet, erhält auch ein Ergebnis,<br />
von dem die Leute mehr als nur einen<br />
Becher trinken möchten. Ein wichtiger<br />
Punkt bei der Zubereitung generell:<br />
Punsch sollte klassisch zwar heiß serviert<br />
und getrunken werden, zuvor aber<br />
besser nur kurz kochen. Dadurch bleiben<br />
die Aromastoffe im Getränk und<br />
bei der Verwendung von Spirituosen<br />
der Alkoholgehalt erhalten.<br />
Weißer Punsch mit Honig<br />
Zutaten:<br />
500 ml Weißwein<br />
50 ml Rum<br />
250 ml weißer Traubensaft<br />
je 1 TL Anis- und Fenchelsamen<br />
5 Gewürznelken<br />
1 Zimtstange<br />
4 TL Honig der Welser Honigmanufaktur<br />
2-3 EL frisch gepresster Zitronensaft<br />
1 Stk. Ingwer<br />
2 unbehandelte Orangen<br />
500 ml Weißwein<br />
50 ml Rum<br />
250 ml weißer Traubensaft<br />
je 1 TL Anis- und Fenchelsamen<br />
5 Gewürznelken<br />
1 Zimtstange<br />
4 TL Honig der Welser Honigmanufaktur<br />
2-3 EL frisch gepresster Zitronensaft<br />
1 Stk. Ingwer<br />
› 2 unbehandelte Orangen<br />
Foto: Resch&Frisch<br />
1. Die Orangen heiß waschen und in Scheiben schneiden.<br />
2. Den Ingwer schälen und in 1cm große Stücke schneiden.<br />
3. Weißwein und Traubensaft in einen Topf geben und<br />
mit 250 ml Wasser aufgießen.<br />
4. Die Gewürze, Orangen und den Ingwer zugeben und<br />
alles bei mittlerer Hitze zugedeckt einmal aufkochen<br />
lassen.<br />
5. Die Hitze reduzieren und den Rum dazugeben, dann<br />
weitere 15 Min. köcheln lassen.<br />
6. Den Honig in den Topf einrühren und so lange rühren,<br />
bis er sich vollständig aufgelöst hat.<br />
7. Mit Zitronensaft abschmecken und dann den weißen<br />
Punsch durch ein Sieb in eine Kanne oder große hitzebeständige<br />
Gläser verteilen.
96 PUNSCH<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Eierpunsch US-<br />
Style<br />
Schon einmal etwas von Eggnog<br />
gehört? Als Eggnog werden<br />
unterschiedliche Mischungen<br />
auf der Basis von Milch oder Obers<br />
mit Rum, Weinbrand oder Whisky<br />
bezeichnet. Wenn es draußen kalt<br />
wird und <strong>das</strong> Weihnachtsfest naht,<br />
lieben vor allem die Amis diesen<br />
Eierpunsch. Das Kultgetränk aus<br />
den USA wird aber auch hierzulande<br />
immer beliebter. Die Weihnachtsvariante<br />
des Spirituosen-<br />
Herstellers Heimat Heroes basiert<br />
auf dem hauseigenen Eggbert Eierlikör.<br />
Dieser verzichtet bewusst auf<br />
Obers oder Milch. Für die Herstellung<br />
wird ausschließlich hochwertiges<br />
Eigelb verwendet. Veredelt ist<br />
der Likör mit Destillaten von Kakaobohnen<br />
und Haselnuss. Echte<br />
Bourbon-Vanille rundet den Geschmack<br />
des Eggbert ab.<br />
Zutaten:<br />
› 80 ml Eggbert Eierlikör<br />
› 80 ml frische Vollmilch (alternativ:<br />
Mandelmilch)<br />
› Marshmallows<br />
› Kakaopulver<br />
Zubereitung:<br />
Eierlikör und Milch in einem<br />
Topf erhitzen (nicht kochen) und<br />
anschließend in einen Becher geben,<br />
mit Marshmallows dekorieren<br />
und mit Kakaopulver bestreuen.<br />
www.heimat-heroes.de<br />
Foto: Matthias Höinig<br />
Mit der Macht der Mandarine<br />
Ursprünglich aus China<br />
und Vietnam stammend,<br />
wird die Mandarine seit langem<br />
in der chinesischen Medizin<br />
verwendet und ist für<br />
ihre vitalisierenden Eigenschaften<br />
bekannt. Die Essenz<br />
dieser kleinen, sonnenverwöhnten<br />
Zitrusfrüchte,<br />
die im 19. Jahrhundert in Europa<br />
auftauchte, wurde in<br />
großen französischen Parfümerien<br />
zu einem großen Erfolg.<br />
Die Mandarine zeichnet<br />
sich durch ihre süßen,<br />
weichen und saftigen Aromen<br />
aus. Le Fruit de Monin<br />
Tangerine ist ein Konzentrat<br />
aus Mandarinensaft und<br />
eignet sich für den Einsatz<br />
in Limonaden, aber auch in<br />
Smoothies, Frappes, Eistees<br />
und natürlich jeder Art von<br />
Punsch, Glühwein & Co.<br />
www.derksen.at/monin<br />
Gräf ‘s Winter-Pflaume: So<br />
schmeckt der Winter<br />
Feinster Pflaumensaft, ein Schuss Alkohol<br />
(20 %), eine Prise Zimt und<br />
all die Gewürze, die wir von Lebkuchen,<br />
Glühwein und Co. so lieben. So<br />
schmeckt der Winter – und vor allem<br />
Gräf`s Winter-Pflaume, die mit purem,<br />
unverfälschtem Geschmackserlebnis<br />
in <strong>das</strong> Winterwunderland der Genüsse<br />
entführt. Ob heiß oder kalt ist dabei<br />
nicht die entscheidende Frage. Der vorzügliche<br />
Geschmack hat auch die Juroren<br />
beim internationalen Spirituosen-Wettbewerb<br />
(ISW) 2019 überzeugt:<br />
Gräf ‘s Winterpflaume wurde mit Gold<br />
ausgezeichnet. Damit der Auftritt dem<br />
Geschmack nicht nachsteht, präsentiert<br />
sich <strong>das</strong> Produkt in schlicht-edler<br />
0,5-Liter-Schmuckflasche mit Griffkorken<br />
und Golddruck. Und so scheint es,<br />
als ob Optik und Geschmack gemeinsam<br />
in die kalte Winterluft hauchen<br />
möchten: Ja, so schmeckt er, der Winter!<br />
www.graefs.de<br />
Foto: Gräf‘s Foto: Monin
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Flüssiger Apfel<br />
Heißgetränke haben wieder Saison:<br />
Der Meraner Bratapfelpunsch alkoholfrei<br />
hat <strong>das</strong> Zeug zum Heißgetränk<br />
Nummer Eins zu werden. Naturtrüber<br />
Bratapfelpunsch mit weihnachtlichen<br />
Gewürzen, wie Zimt, Nelken und Sternanis.<br />
Alkoholfrei für Jung und Alt ist er<br />
ein Genuss und mit einem Schuss Rum<br />
wird er zu einem geschmacklich, erlebnisreichen<br />
alkoholischen Heißgetränk<br />
für alle Genießer. Der Bratapfelpunsch<br />
ist der ideale Willkommenstrunk für<br />
Wintersportler und Genussspechte bei<br />
einem gemütlichen Treff in der Hütte<br />
oder zu Hause zu selbstgemachten<br />
Keksen und Süßwaren aller Art. Warme<br />
Getränke in der kalten Jahreszeit sind<br />
immer gefragt und laden ein für ein gemütliches<br />
Zusammensein.<br />
www.meraner.at<br />
PUNSCH 97<br />
Foto: Meraner<br />
Heiße<br />
Marille<br />
Die heiße Spezialität<br />
aus Österreich<br />
Heiße Marille Konzentrat 1+3 [Art.-Nr. 453]<br />
Fein pürierte Marillen, abgeschmeckt mit Marillenbrand<br />
und Weißwein, ergeben eine fruchtige Komposition.<br />
… macht<br />
Desserts wie<br />
Topfenknödel, Eis<br />
oder Crêpes zu<br />
einer fruchtigen<br />
Überraschung!<br />
Alpenpunsch<br />
Heißgetränke-Konzentrate gehören<br />
zum Winter wie der Schnee. Auf der<br />
Hütte, zu Hause vor dem Kamin oder<br />
zum Aufwärmen und zum Genießen:<br />
Bei Nannerl steht „Genuss made in Austria“<br />
immer im Vordergrund. Die Produkte<br />
gibt es in der 1-Liter-Glasflasche<br />
und im <strong>10</strong>-Liter-Großgebinde in einem<br />
Konzentrationsverhältnis von 1:3. Neben<br />
dem klassischen Hüttenpunsch mit<br />
35% Vol. verleiht der Zwetschge-Zimt-<br />
Punsch mit 32% Vol. durch sein ausgeprägtes<br />
Aroma jeder Feier eine ganz besondere<br />
Note. Darüber hinaus bietet<br />
Nannerl mit dem alkoholfreien Mehrfruchtpunsch<br />
aber auch eine fruchtige<br />
Alternative für den bewussten Genuss.<br />
Beim Mandarine-Ingwer Punsch Konzentrat<br />
28 % Vol. ergibt der Kontrast aus<br />
süßen Mandarinen und würzigem Ingwer<br />
eine geschmackvolle Kombination<br />
und eignet sich als Getränk ebenso wie<br />
zum Verfeinern von Süßspeisen.<br />
www.nannerl.at<br />
Foto: Nannerl<br />
Ebenfalls erhältlich:<br />
Hüttenpunsch<br />
Mandarine-Ingwer-Punsch<br />
Zwetschge-Zimt-Punsch<br />
Mehrfruchtpunsch<br />
alkoholfrei<br />
Genuss made in Austria<br />
Nannerl GmbH & Co KG<br />
5<strong>10</strong>2 Anthering bei Salzburg<br />
Tel. + 43 / (0) 662 / 66 <strong>10</strong> 46 - 0<br />
www.nannerl.at
Seite 98 bis Seite 115<br />
Non-Food<br />
Küchentechnik<br />
Sie sind besser als manche Heinzelmännchen:<br />
Im Küchenalltag bestimmen viele kleine Gerätschaften<br />
die Arbeitsabläufe. <strong>GASTRO</strong> gibt Tipps,<br />
worauf es ankommt und welche Geräte in keiner<br />
Profiküche fehlen dürfen.<br />
Seite <strong>10</strong>0<br />
GV*<br />
„Frisch gekocht“ heißt nicht nur eine Kulinariksendung<br />
im ORF, so könnte man auch <strong>das</strong><br />
Motto des Mitarbeiterrestaurants „Künigl“ am<br />
ORF-Mediencampus bezeichnen, <strong>das</strong> von der<br />
Eurest betrieben wird und jetzt nach einer Generalsanierung<br />
neu eröffnet wurde.<br />
Seite <strong>10</strong>4<br />
<br />
<br />
* Gemeinschaftsverpflegung<br />
Verpackung<br />
Wer am Geschäft mit Take-away mitnaschen<br />
möchte, braucht für seine Produkte die geeigneten<br />
Verpackungen. Doch seit dem EU-weiten<br />
Plastikverbot sind in diesem Bereich alternative<br />
Materialien gefordert.<br />
Seite <strong>10</strong>8<br />
Tischkultur<br />
Gemeinsam schmeckt es besser: Corona zum<br />
Trotz boomt der große Gemeinschaftstisch,<br />
an dem alle Platz nehmen. Mittlerweile hat<br />
sich dieses Prinzip in immer mehr (Hotel-)<br />
Restaurants und Bars etabliert.<br />
Seite 113
Foto: Mewa<br />
| FT12-02G |<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Coole Matte<br />
AKTUELLES 99<br />
Herbst und Winter kündigen sich an, damit einher gehen Kälteeinbrüche<br />
mit Schneematsch, Nässe und Schmutz. Diese<br />
werden in Gebäude hineingetragen – Empfangs- oder Durchgangsbereich<br />
wirken dadurch nicht mehr so einladend. Ob Gewerbe,<br />
Industrie, Gastronomie oder Einzelhandel, <strong>das</strong> Problem<br />
rutschiger und schmutziger Böden ist auch ein Risikofaktor für<br />
die Kunden und <strong>das</strong> eigene Team. Die Schmutzfangmatten aus<br />
dem Servicepaket von Mewa verhindern <strong>das</strong>. Sie saugen Nässe<br />
und Schmutz komplett bis in die letzte Faser ein und binden<br />
Salz, Grobstaub und Nässe. Konsequent eingesetzt können<br />
moderne Schmutzfangsysteme auch die Böden vor vorzeitiger<br />
Abnützung schützen.<br />
www.mewa.at<br />
XTS Hygienic:<br />
Vorsprung in hygienisch<br />
anspruchsvollen<br />
Umgebungen<br />
Foto: Emmausgemeinschaft St. Pölten<br />
Spende an Tageszentrum<br />
Kalvarienberg<br />
Die Firma Stölner<br />
aus St. Pölten<br />
engagiert sich<br />
sozial mit einer<br />
Spende an <strong>das</strong> Tageszentrum<br />
Kalvarienberg.<br />
„Soziales<br />
Engagement<br />
ist uns als Familienunternehmen<br />
sehr wichtig, daher<br />
freuen wir uns sehr, <strong>das</strong>s wir die Emmausgemeinschaft<br />
St. Pölten direkt in der Einrichtung am Kalvarienberg beim<br />
Umbau des ‚Saftbeisls‘ mit Gastrotechnik im Wert von 2.700<br />
Euro unterstützen können“, sagt Günther Maurer, Vertriebsleiter<br />
der Firma Stölner. Das Tageszentrum Kalvarienberg<br />
deckt die Grundbedürfnisse von armutsgefährdeten oder<br />
bereits obdachlos gewordenen Männern. Aus einem warmen<br />
Essen, einem Dach über dem Kopf, sauberer Kleidung<br />
und die Möglichkeit für Körperpflege wird so ein sicherer Ort<br />
zum Verweilen.<br />
www.stoelner.at<br />
Hochflexibel und ideal für den Einsatz in der Lebensmittel- oder<br />
Pharmaindustrie: Das intelligente Transportsystem XTS Hygienic<br />
kombiniert die Vorteile eines individuellen Produkttransports durch<br />
bewährte XTS-Technologie mit der hohen Schutzart IP 69K und<br />
einem hygienegerechten Design. Alle Oberflächen sind chemisch<br />
beständig, frei von verdeckten Kanten und leicht zu reinigen. Durch<br />
<strong>das</strong> geringe Bauvolumen des XTS Hygienic kann die Anlage kleiner,<br />
übersichtlicher und leichter wartbar gestaltet werden.<br />
Scannen und<br />
alles über die<br />
Vorteile von<br />
XTS im Hygienic<br />
Design erfahren
<strong>10</strong>0 KÜCHENTECHNIK<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Foto: Ramona Heim / Adobe Stock
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
KÜCHENTECHNIK <strong>10</strong>1<br />
Besser als<br />
Heinzelmännchen<br />
Im Küchenalltag bestimmen viele kleine Gerätschaften die Arbeitsabläufe.<br />
Von Stefan Köstenbauer<br />
Die Rationalisierung von Arbeitsabläufen<br />
beim Kochen ist durchaus<br />
keine Erfindung der Neuzeit – im<br />
beginnenden industriellen Zeitalter<br />
wurden die Grundsteine für viele moderne<br />
Küchenhelfer gelegt, die neben der<br />
Elektrifizierung nur wenig an konstruktiver<br />
Neuentwicklung bedurften, um ihre<br />
heutige Form und Funktionalität zu erreichen.<br />
Rührwerkzeuge zählen wohl zu den<br />
ältesten Hilfsmitteln in der Küche, mit<br />
ihnen lassen sich diverse Zutaten homogen<br />
vermischen oder schaumig aufschlagen.<br />
Das geht zwar mit einem Schneebesen<br />
einwandfrei, der zeitliche Aufwand<br />
um z.B. Eischnee aufzuschlagen ist aber<br />
beträchtlich. Die Blaupause für sämtlicher<br />
Handmixer lieferte der 1870 patentierte<br />
Williams Egg Beater mit seinen<br />
beiden dickbauchigen Rührbesen, die<br />
mittels Handkurbel gegenläufig rotieren<br />
– packt man <strong>das</strong> Prinzip zusammen<br />
mit einem Elektromotor in eine Gehäuse,<br />
kommt der allgegenwärtige Handmixer<br />
heraus. Vergrößert man <strong>das</strong> Design<br />
und entwirft man ein Modell mit fixem<br />
Standfuß und einer Schüssel, hat man<br />
<strong>das</strong> Rührwerk erfunden, wie es zur Herstellung<br />
von flüssigen und pastösen Massen<br />
(Suppen, Saucen und Teigen) verwendet<br />
wird. Soweit gibt’s in der Küche<br />
nichts wirklich Neues.<br />
Pasta & Co.<br />
Ob Marco Polo die Nudel (und <strong>das</strong> dazugehörige<br />
Teigrezept) von seinen Reisen<br />
durch Asien nach Europa brachte oder<br />
ob ähnliche Formen, einen Teig aus Ei,<br />
Mehl und Wasser zuzubereiten und diesen<br />
in vielen Formen zu verarbeiten, sowieso<br />
ein kosmopolitisches Küchenphänomen<br />
darstellt: Nudeln sind einfach ein<br />
Bringer. Vor allem dann, wenn sie selbst<br />
hergestellt werden. Einfach und kostengünstig<br />
in der Herstellung (nur eine<br />
der Anwendungen eines professionellen<br />
Rührwerks) lassen sich schon mit einer<br />
handbetriebenen Nudelmaschine viele<br />
Variationen des Themas auf den Teller<br />
zaubern. Spannend wird die ganze<br />
G’schicht’, wenn es um gefüllte Teigwaren<br />
geht. Von Hand gekrendelte Kärntner<br />
Kasnudeln oder Mezzalune in allen Ehren<br />
– diese zeitraubende Handarbeit, die<br />
in jeder Profiküche unbezahlbar ist, lässt<br />
sich von Nudelmaschinen schneller und<br />
vor allem gewichtsgenau verrichten. Kochen<br />
muss man die Pasta natürlich auch.<br />
Dafür gibt’s zwar einen Nudeltopf, der<br />
aber den Herd dominant belegt. Abhilfe<br />
schafft – voila – der Nudelkocher.<br />
Teig & Co. lassen sich in Knetmaschinen<br />
relativ unkompliziert herstellen –<br />
<strong>das</strong> wissen nicht nur Bäcker zu schätzen,<br />
sondern alle Gastronomen, die sich der<br />
Pizza verschrieben haben. Ohne sie wäre<br />
<strong>das</strong> ursprünglich <strong>das</strong> als Arme-Leute-Essen<br />
im Ofen gebackene Brot mit Auflage<br />
nicht <strong>das</strong> kostengünstige Fastfood, <strong>das</strong><br />
den ganzen Globus erobert hat.<br />
Das Universalgenie<br />
Nachdem die Arbeitszeit die teuerste aller<br />
Zutaten ist, übernehmen Küchenmaschinen<br />
viele zeitaufwändige Schneidarbeiten.<br />
Ob Zwiebel zerkleinern, Gemüse<br />
in Stücke zerteilen, Käse raspeln, Nüsse<br />
oder ähnliches wie altes Gebäck (ja, auch<br />
<strong>das</strong> macht noch immer Sinn!) zu Bröseln<br />
reiben oder einfache Farcen herstellen:<br />
<strong>das</strong> ist die Domäne der universell einsetzbaren<br />
Küchenmaschine, wo ein Markenhersteller<br />
(„An K******-Chef müsst ma’<br />
haben...“ ist eine noch immer geläufige<br />
Werbung aus den späten 1970ern) zum<br />
Synonym der ganzen Geräteklasse wurde.<br />
Eine Überfülle an Zubehör soll jede<br />
denkbare Aufgabe lösen und vor allem effizient<br />
erledigen. Profigeräte unterscheiden<br />
sich lediglich in Details von den teuersten<br />
Endkundenversionen – wobei der<br />
Einsatz in der gewerblichen Küche sicher<br />
sinnvoller ist als im Designerhaushalt. Vor<br />
allem dann, wenn die Rührschüsseln beheizbar<br />
sind – Stichwort warme, gerührte<br />
Saucen. Mit einem geeigneten Aufsatz<br />
verwandelt sich die Küchenmaschine in<br />
einen Blender, mit dem sich trefflich pürieren<br />
und homogenisieren lässt. Die Creme-Suppe<br />
lässt grüßen. Geht es nur um<br />
den letzteren Job, dann ist der Profi-Stabmixer<br />
die Waffe der Wahl. Dieser bringt<br />
Leistung ohne Ende und verfügt über<br />
extralange Aufsätze, die auch in großen<br />
Töpfen bis zum Boden reichen.<br />
Auf kleinstem Raum<br />
Besondere Herausforderungen stellen<br />
sich an Gestaltung und Ausstattung des<br />
Kochbereichs in Imbissbuden. Hier muss<br />
alles – Vor- und Zubereitung, Verkauf –<br />
auf engstem Raum Platz finden, wobei<br />
(nach Möglichkeit) einige Arbeiten ausgelagert<br />
stattfinden und am Stand mitunter<br />
mit Halbfertigprodukten gearbeitet<br />
wird. Fixstarter bei der Einrichtung<br />
sind Kontaktgriller, Wurstkessel, Pizzaofen,<br />
Dönergrill (Gas oder doch elektrisch?)<br />
und natürlich ein Fritter. Ohne<br />
den geht’s (wie fast überall in der Gastronomie)<br />
im Imbissbereich kaum, mögen<br />
Gastrosophen und andere Feinspitze<br />
auch noch so die feine Nase rümpfen.<br />
Ausstattungstechnisch zwar nicht<br />
unbedingt zu den Küchengeräten zählend<br />
sind Saucenspender. Formschön<br />
und aus Stahl haben sie (gleich welchen<br />
Göttern sei Dank!) die unsäglichen Plastikkübel<br />
mit ebensolcher Handpumpe<br />
abgelöst – auch weil sie wesentlich<br />
platzsparender sind, der Inhalt aufgrund<br />
der geringeren Füllmengen länger frisch<br />
bleibt und sie sich auch leichter und besser<br />
reinigen lassen.
<strong>10</strong>2 KÜCHENTECHNIK<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Ein Gewinn für Anwender und die Umwelt<br />
Die neuen High-Power Fritteusen von MAYWAY.<br />
Die neueste Generation der<br />
TouchFry Hochleistungsfritteusen<br />
wurde entwickelt,<br />
um die Abläufe beim Frittieren<br />
weitestmöglich zu automatisieren.<br />
Auch ungeschultes Personal<br />
kann durch die einfache<br />
Menüführung mit den gespeicherten<br />
Produktprogrammen<br />
auf dem innovativen 7“ Touchdisplay<br />
die Bedienung der Fritteusen<br />
vornehmen.<br />
Die integrierte Korbhebeautomatik<br />
sorgt für perfekte “Just in time“ Produktergebnisse.<br />
Nach Ablauf der programmierten<br />
Frittierzeit heben sich die<br />
Körbe automatisch aus dem Frittieröl<br />
und Produkte können nicht überkocht<br />
werden.<br />
Durch die Wahl der vorhandenen<br />
„Meltingfunktion“ wird <strong>das</strong> Fett schonender<br />
erhitzt, dies führt zu einem reduzierten<br />
Fettverbrauch von bis zu <strong>10</strong>%<br />
gegenüber herkömmlichen Fritteusen.<br />
Die vorhandene Ölstandsanzeige<br />
warnt vor zu<br />
niedrigem Ölstand und verhindert<br />
dadurch entstehende Fehlfunktionen.Mit<br />
einem eingebauten<br />
Ölsensor misst die MAY-<br />
WAY TouchFry zuverlässig den<br />
Verschmutzungsgrad des Frittieröls<br />
und meldet pünktlich,<br />
wann eine Filtration des Öles<br />
mittels der mitgelieferten Ölpumpe<br />
und des 5 Mikrometers Ölfilter<br />
durchgeführt werden soll.<br />
Die Ölreinigung kann ohne den Betrieb<br />
zu unterbrechen, mit bis zu 180°C<br />
heißem Öl stattfinden und schont nicht<br />
nur die Umwelt, sondern sorgt durch die<br />
Weiterverwendung des gereinigten Öles<br />
für eine Ölersparnis von bis zu 30%.<br />
Für die einfache und gründliche Ölwannereinigung<br />
sorgt <strong>das</strong> eingebaute<br />
Selbstreinigungsprogramm „SelfClean“<br />
und die praktischen Drehheizelemente<br />
Fotos: MAYWAY<br />
die einen nahezu unbehinderten Zugang<br />
ermöglichen. Die TouchFry Fritteusen<br />
sind in 6 verschiedenen Größen von 18 –<br />
50 Liter Wannenvolumen lieferbar und<br />
können derzeit zu sehr attraktiven Einführungspreisen<br />
bestellt werden.<br />
Mehr Informationen erhalten Sie an<br />
unseren Standorten bei Ihrem MAY-<br />
WAY Verkaufsberater.<br />
www.mayway.eu oder 08<strong>10</strong>-<strong>10</strong>0180<br />
Saubere Tabletts<br />
Nicht nur Gläser, Geschirr und Besteck müssen hygienisch<br />
gespült werden, sondern auch benutzte Tabletts. Hier setzt<br />
die FTT von Hobart in der überarbeiteten Version an. Die neu<br />
gestaltete Maschinenfront macht die Steuerung auf Augenhöhe<br />
im Vorbeigehen möglich. Temperaturen werden farbig<br />
dargestellt und es gibt mehr Funktionen als beim Vorgängermodell.<br />
Die FTT kommt serienmäßig mit zwei Geschwindigkeitsstufen,<br />
damit lassen sich bis zu 22 Tabletts pro Minute<br />
spülen und trocknen. Die Signalleuchte auf der Maschine<br />
macht es den Mitarbeitern leicht zu erkennen, wann sie aktiv<br />
werden müssen. Ist der Tablettwagen zu 80 Prozent voll,<br />
wird vorgewarnt. Durch <strong>das</strong> Energiesparsystem vermeidet<br />
die FTT nicht nur Energieverluste, sondern senkt zugleich<br />
die Betriebskosten. Dabei wird Energie aus der warmen Abluft<br />
der Maschine über ein Wärmerückgewinnungs-System<br />
fast vollständig zugeführt. Mithilfe der Hobart SmartConnect<br />
App kann man sich jederzeit eine Übersicht über den aktuellen<br />
Status der Spülmaschine sowie der weiteren Hobart Küchengeräte<br />
verschaffen. Die Maschine ist seit 1. Oktober 20<strong>21</strong><br />
erhältlich.<br />
www.hobart.de<br />
Küchenhilfe digital<br />
Für Ordnung in der Gastronomie-Küche<br />
sorgt der<br />
Küchenmonitor von Gastronovi.<br />
Dieser ist im Gastronovi<br />
Kassensystem integriert und<br />
bietet mit seiner strukturierten<br />
Oberfläche, die alle Bestellungen<br />
klar und geordnet<br />
darstellt, eine ganzheitliche<br />
Arbeitserleichterung für <strong>das</strong><br />
Foto: Gastronovi<br />
Küchenteam. Der Vorgang ist<br />
recht simpel: Die Bestellung wird nach der Bonierung vom<br />
Kellner visuell am Küchenmonitor zeitlich geordnet mit einem<br />
Überblick der Gesamtbestellung sowie der einzelnen Gerichte<br />
angezeigt. Durch den Küchenmonitor werden die Prozesse<br />
digitalisiert, so<strong>das</strong>s auch am Verbrauch von Bonpapier eingespart<br />
wird. Wie Digitalisierung, Ökologie und Nachhaltigkeit<br />
zusammenwirken, zeigen die Bio-Pioniere der Tress Gastronomie,<br />
die in allen Küchen Küchenmonitore einsetzen und so<br />
ruhiger und strukturierter arbeiten können.<br />
www.gastronovi.com
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
KÜCHENTECHNIK <strong>10</strong>3<br />
Der sichere Transport für<br />
die Lieferung frei Haus<br />
Manuelles, hermetisches Siegelgerät<br />
aus Edelstahl. Perfekt für kleine Gastronomien<br />
- Catering und Take-away -<br />
einfache Bedienung - schneller Siegelrahmen-Wechsel<br />
- minimale Wartung.<br />
› 1-Fach Siegelrahmen 180 x 180 mm<br />
1-Fach Siegelrahmen 140 x 195 mm<br />
2-Fach Siegelrahmen 95 x 140 mm x2<br />
› Max. Nutzen: 240x180 mm, Max. Schalentiefe:<br />
<strong>10</strong>0 mm<br />
› Rolle: Max. Breite: 190 mm, Max. ø: 200<br />
mm<br />
› Kundenspezifischer Siegelrahmen<br />
Die Versiegelung:<br />
› Zu <strong>10</strong>0% hermetische Abdichtung -<br />
ermöglicht <strong>das</strong> Versiegeln von warmen<br />
sowie kalten Speisen.<br />
› Maximaler Widerstand: Die sichere<br />
Versiegelung hält Transportbewegungen<br />
ohne Beschädigung der Versiegelung<br />
stand.<br />
Foto: Rist<br />
› Ästhetik: Heben Sie Ihre Speisen durch<br />
die perfekte Transparenz hervor<br />
› 57/56/39 cm, 230 V/600 W<br />
› Schalen und Rahmen zur Siegelmaschine<br />
jeweils in 2 Größen und Siegelfolie<br />
lieferbar.<br />
www.rist.at<br />
Loosdorf.<br />
Wien.<br />
Salzburg.<br />
Schluss mit üblen Gerüchen<br />
In Großküchen, wo gegrillt, gebraten,<br />
und frittiert wird, entstehen mit der<br />
Zeit gefährliche und unangenehm riechende<br />
Fettrückstände. Diese müssen<br />
einer regelmäßigen, aufwändigen Reinigung<br />
unterzogen werden, da sie Brandauslöser<br />
sein können. Um die Brandgefahr<br />
sowie die Geruchsbelästigung durch<br />
Fettrückstände zu minimieren sowie die<br />
zeit- und kostenintensiven Reinigungen<br />
zu reduzieren, vertreibt Peböck <strong>das</strong> renommierte<br />
Jimco Ultra Violet Kitchen<br />
Polution Control Unit (KPC) am österreichischen<br />
Markt. Das KPC wird in die<br />
bestehende Dunstabzugshaube angebracht<br />
und reinigt diese dann von innen.<br />
Die Technik ist ein Mix aus UVC<br />
Licht und Ozonmolekülen. Dank ihr ist<br />
die Vernichtung von Verunreinigungen<br />
in der Luft gesichert, was auch zur Verringerung<br />
von Geruchsemissionen in der<br />
Umgebung führt und Fettablagerungen<br />
im Kanalsystem verhindert.<br />
www.peböck.at<br />
Foto: Jimco
<strong>10</strong>4 GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Die große Koch-Show<br />
„Frisch gekocht“ heißt nicht nur eine Kulinariksendung im ORF, so könnte man auch <strong>das</strong><br />
Motto des Mitarbeiterrestaurants am ORF-Mediencampus bezeichnen.<br />
<br />
Von Clemens Kriegelstein, Fotos: ORF/Thomas Ramstorfer<br />
Am Küniglberg in Wien ist <strong>das</strong><br />
Herz des heimischen öffentlichrechtlichen<br />
Rundfunks mit einem<br />
entsprechenden Mitarbeiterstab,<br />
die während der Arbeitszeit, vor<br />
allem aber mittags auch kulinarisch verköstigt<br />
werden wollen. Dafür wurde <strong>das</strong><br />
Mitarbeiterrestaurant namens „Künigl“,<br />
<strong>das</strong> seit 2016 von der Eurest betrieben<br />
wird, im Zuge der Standardsanierung in<br />
Stand gesetzt – die Küchenausstattung<br />
stammt dabei von GTA – und vor wenigen<br />
Wochen neu eröffnet.<br />
Betriebsleiter im Künigl ist Pascal Becker.<br />
Küchenchef Thomas Riepl lässt mit<br />
seiner 27-köpfigen Mannschaft täglich<br />
ab 6 Uhr in der Früh (wer von der klassischen<br />
Gastronomie in die Gemeinschaftsverpflegung<br />
wechselt, muss seinen<br />
Tagesrhythmus ziemlich genau um<br />
zwölf Stunden umstellen…) die Lichter in<br />
der ORF-Küche angehen, um die ersten<br />
Vorbereitungen für <strong>das</strong> Mittagsgeschäft<br />
zu treffen, bei dem in relativ kurzer Zeit<br />
einige hundert ORF-Mitarbeiter verköstigt<br />
werden wollen. Da muss dann schon<br />
alles perfekt sitzen, will man einen größeren<br />
Stau an der Essensausgabe vermeiden.<br />
Keine Convenienceware<br />
Beim Gespräch mit <strong>GASTRO</strong> stand<br />
Eurest-Marketingchef Thomas Storch<br />
Rede und Antwort. Wichtigstes Kriterium<br />
gerade auch in der Gemeinschaftsverpflegung<br />
ist für die Eurest die Frischküche.<br />
„Das ist unser Kerngeschäft. So<br />
arbeiten wir auch die Konzepte aus, <strong>das</strong>s<br />
wir frisch vor dem Gast kochen können.<br />
Es wird dabei alles vor Ort zubereitet<br />
und keine Speisen in einer Zentralküche<br />
vorbereitet und auch Convenienceprodukte<br />
wird man bei uns vergeblich<br />
suchen“, so Storch. Nur die Frischküche<br />
würde größtmögliche Qualität, Frische<br />
und Flexibilität bieten. Das geht so weit,<br />
<strong>das</strong>s im Künigl etwa auch Sushi täglich<br />
frisch von einem eigenen Sushi-Meister<br />
zubereitet werden, mehrere Pastasorten,<br />
die mit unterschiedlichen Sugi versehen<br />
werden können, stammen täglich<br />
frisch aus einer Wiener Pastamanufaktur<br />
und nicht mal die Pizza ist Tiefkühlware.<br />
Selbst die wird komplett handgemacht,<br />
individuell belegt und in einem eigenen<br />
Pizzaofen gebacken. Aber auch <strong>das</strong> übrige<br />
Angebot ist imposant: täglich zwei unterschiedliche<br />
Suppen mit hausgemachten<br />
Einlagen, ein Salatbuffet, sechs bis<br />
sieben Hauptgerichte (neben Pizza, Pasta<br />
und Sushi ein Fleischgericht, vegetarische/vegane<br />
Alternativen, etc.), bei einer<br />
Grillstation kann man ein Stück Fleisch
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG <strong>10</strong>5<br />
im ORF<br />
Wichtigstes Kriterium gerade auch in der<br />
Gemeinschaftsverpflegung ist für die<br />
Eurest die Frischküche.<br />
frisch abbraten lassen und auch Desserts<br />
dürfen nicht fehlen. Storch: „Ein weiterer<br />
Vorteil des Frischküche-Konzepts: Man<br />
ist flexibel. Wenn ein Gast gerne eine<br />
andere Beilage statt der Standardbeilage<br />
hätte, wenn er einen anderen Sonderwunsch<br />
hat, dann können unsere Köche<br />
darauf eingehen. Wenn die fix-fertig angerichteten<br />
Teller schon herumstehen,<br />
geht <strong>das</strong> nicht mehr.“<br />
Bei den Richtlinien hinsichtlich Speisenzusammenstallung<br />
richtet sich Eurest<br />
natürlich an die Wünsche des Kunden,<br />
im Fall des ORF gibt es aber keinerlei<br />
Vorgaben hinsichtlich BIO-Anteil, Nährwerte<br />
oder Ähnliches. Der Speiseplan<br />
muss auch nicht vorab abgesegnet werden,<br />
aber natürlich ist man immer offen<br />
für Gästewünsche, etwa wenn die Belegschaft<br />
sich mehr vegetarische oder vegane<br />
Speisen wünscht.<br />
Regionalität und<br />
Saisonalität wichtig<br />
„Gut 80 Prozent unserer Zutaten<br />
stammen jedenfalls aus Österreich. Regionalität<br />
ist uns demnach sehr wichtig<br />
und ebenso Saisonalität. Also wenn es<br />
nicht der explizite Wunsch des Kunden<br />
ist, werden wir im Herbst keinen Spargel<br />
anbieten, weil den gibt es da eben nicht<br />
aus Österreich“, präzisiert Storch. Selbst<br />
Tiefkühlobst oder –gemüse ist tabu, solange<br />
es der Kunde nicht unbedingt<br />
info<br />
Im ORF betreibt die Eurest<br />
<strong>das</strong> Restaurant Künigl, <strong>das</strong><br />
Montag bis Freitag von <strong>10</strong> – 19<br />
Uhr geöffnet ist, an Wochenenden<br />
von 11 – 17 Uhr, sowie<br />
<strong>das</strong> Workcafé für Snacks und<br />
Erfrischungen zwischendurch<br />
(Mo – Fr 8 – 16 Uhr).<br />
Des Weiteren eröffnen <strong>das</strong><br />
Theatercafé und <strong>das</strong> à la<br />
carte Restaurant im nächsten<br />
Monat.
<strong>10</strong>6 GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Regionalität<br />
ist genauso<br />
wichtig wie<br />
Saisonalität.<br />
Gut 80 Prozent<br />
der Zutaten<br />
stammen<br />
jedenfalls aus<br />
Österreich.<br />
C&C-Märkte dienen ebenso als Lieferanten<br />
wie bäuerliche Direktvermarkter.<br />
wünscht. Storch: „Saisonale Produkte<br />
schmecken nicht nur besser, sie sind<br />
auch günstiger einzukaufen. So macht es<br />
eben Sinn, im Oktober auf Kürbis zu setzen<br />
und nicht im Mai. Das wissen auch<br />
unsere Köche, dafür haben wir sogar einen<br />
eigenen Saisonkalender.“<br />
Und weiter: „Im Künigl wird etwa<br />
auch <strong>das</strong> Projekt ‚Gut zu wissen‘ umgesetzt.<br />
Das ist eine österreichische Initiative,<br />
bei der sich der Gastronom dazu<br />
verpflichtet, gewisse Produktgruppen<br />
ausschließlich aus heimischer Produktion<br />
anzubieten. Und <strong>das</strong> wird dann auch<br />
gesondert auf dem Menüplan ausgezeichnet.“<br />
Prinzipiell läuft der Einkauf<br />
der Lebensmittel aber über die Zentrale.<br />
C&C-Märkte dienen hier ebenso als<br />
Lieferanten wie bäuerliche Direktvermarkter.<br />
Nachhaltigkeit: Abfall- und<br />
Kunststoffvermeidung<br />
Ein weiteres Thema, <strong>das</strong> Eurest konsequent<br />
verfolgt, sind Nachhaltigkeit<br />
und Kunststoffvermeidung. So können<br />
sich ORF-Mitarbeiter etwa ihre Speisen<br />
auch an den Arbeitsplatz mitnehmen,<br />
was vor allem in Coronazeiten für<br />
viele attraktiv ist, aber eben nicht in der<br />
klassischen Styropor-Verpackung, sondern<br />
umweltfreundlich und ohne Abfall<br />
auf Porzellan. Und um den Lebensmittelabfall<br />
zu reduzieren kann man sich<br />
im Künigl von vielen Gerichten auch eine<br />
kleinere Portion geben lassen, wenn die<br />
Standardportion zu üppig erscheint.<br />
Auch der Preis, der von der Mitarbeiterkarte<br />
abgebucht wird, ist dann entsprechend<br />
geringer.<br />
Und was sind jetzt die Renner im Angebot<br />
des Künigl? „Es ist wirklich egal,<br />
welche Firma <strong>das</strong> ist, ob <strong>das</strong> ein Produktions-<br />
oder Bürobetrieb ist, ob vielleicht<br />
der Frauenanteil höher ist, etc.: Mittwoch<br />
ist in unseren Restaurants immer Schnitzeltag<br />
und Schnitzel geht in Österreich<br />
einfach immer, <strong>das</strong> wird sich nie ändern.<br />
Also ja, auf die Schnitzel ist dann schon<br />
immer ein Run“, lacht Thomas Storch.<br />
Trotzdem bemüht man sich aber, aktuelle<br />
Foodtrends jeweils aufzugreifen und<br />
auch vegetarische oder vegane Gerichte<br />
als Fleischalternative extra zu forcieren.<br />
Derzeit seien zum Beispiel Bowls sehr<br />
gefragt. „Überhaupt war Corona ein wenig<br />
eine Zäsur. Seit damals haben viele<br />
Leute begonnen, sich intensiver mit Ernährung<br />
auseinanderzusetzen“, weiß der<br />
Eurest-Marketingchef.<br />
Über Eurest<br />
Eurest Österreich ist ein Tochterunternehmen<br />
der internationalen Compass<br />
Group mit weltweit über 600.000<br />
Mitarbeitern und einem Jahresumsatz<br />
von annähernd 30 Mrd. Euro. Das sind<br />
über 5,5 Milliarden zubereitete Essen<br />
pro Jahr. Eurest Österreich bewirtschaftet<br />
als Marktführer im Frischküchenbereich<br />
der Gemeinschaftsgastronomie<br />
derzeit über 90 Betriebe in ganz Österreich.<br />
Rund 1300 Mitarbeiter verköstigen<br />
dabei täglich etwa 60.000 Gäste. In<br />
Österreich bietet die Compass Group –<br />
unter dem Namen Eurest – für Industrie,<br />
Handel, Banken, Dienstleistungsunternehmen<br />
sowie für den Education- und<br />
Carebereich vielfältige Catering-Dienstleistungen<br />
wie Restaurants, Kaffeebars,<br />
Shops, Automaten- und Zwischenverpflegung,<br />
Gästebewirtung, Konferenzservice<br />
und Eventcatering an.
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
KÜCHENTECHNIK <strong>10</strong>7<br />
Umweltfreundliche Reinigung<br />
Seit vielen Jahren treibt Werner und<br />
Mertz als Pionier der professionellen<br />
Reinigungsbranche den Wandel zu<br />
nachhaltigeren Produkten und Reinigungslösungen<br />
voran.<br />
Unter den Markennamen Green Care<br />
Professional und Tana Professional werden<br />
leistungsfähige Hygienelösungen<br />
für Gebäudereiniger, Krankenhäuser,<br />
Seniorenheime, Hotels, Restaurants,<br />
Industrie und öffentliche Institutionen<br />
vertrieben.<br />
Ein besonderer Schwerpunkt liegt<br />
dabei auf dem kreislaufbasierten Nachhaltigkeitskonzept<br />
der Produkte, <strong>das</strong><br />
umweltverträgliche Inhaltsstoffe für<br />
Wasch- und Reinigungsmittel mit innovativen<br />
Recyclingverpackungen verbindet.<br />
Den Willen zu immer mehr Nachhaltigkeit<br />
stellt Werner und Mertz aktuell<br />
mit einer weiteren Recycling-Neuheit<br />
unter Beweis. Bereits seit 2014 bestehen<br />
die PET-Reinigerflaschen von Green<br />
Care Professional und der Marke Frosch<br />
Herausforderung<br />
Gesundheitsbranche<br />
Go In verbindet in seinem Sortiment<br />
Funktionalität mit Design. Dies ist<br />
ganz besonders für die „Health & Care“-<br />
Kollektion wichtig, da die Möbel für die<br />
Gesundheitsbranche spezielle Anforderungen<br />
wie gute Ergonomie, Sicherheit<br />
und Komfort erfüllen müssen. Außerdem<br />
lässt sich durch die ansprechende<br />
Optik eine gute Atmosphäre in Wartezimmern,<br />
Aufenthalts- und Privaträumen<br />
erschaffen. Einrichtungen für ältere<br />
Menschen stellen besonders hohe<br />
Anforderungen an <strong>das</strong> Mobiliar. Stühle<br />
und Sessel müssen bequem und komfortabel<br />
sein, schließlich verbringen die Bewohner<br />
oft viel Zeit auf den Sitzmöbeln.<br />
Eine gute Sitzergonomie ist daher ebenso<br />
wichtig wie leichtes Hinsetzen- und<br />
Aufstehen-können. Armlehnen, erhöhte<br />
Sitzflächen und ein stabiler Stand für sicheres<br />
Abstützen helfen den Bewohnern,<br />
komplett aus recyceltem Post-Consumer-Plastik.<br />
20 Prozent dieses Altplastiks<br />
stammte bereits aus dem Gelben<br />
Sack, welches besonders anspruchsvoll<br />
zu recyceln ist. Im März 20<strong>21</strong> gab<br />
<strong>das</strong> Unternehmen bekannt, <strong>das</strong>s der Recyclat-Anteil<br />
aus dem Gelben Sack nun<br />
auf weltweit einmalige 50 Prozent erhöht<br />
werden konnte. In den kommenden<br />
Jahren soll die verwendete Recyclat-Menge<br />
aus dem Gelben Sack stetig<br />
ausgebaut werden.<br />
www.werner-mertz.at<br />
selbständig zu bleiben. Außerdem wichtig<br />
sind widerstandsfähige, leicht zu reinigende<br />
Oberflächen, denen häufige Desinfektion<br />
nichts ausmacht. Formschönes<br />
Design trägt zu einem freundlichen Gesamtbild<br />
des Hauses bei, steigert die Lebensqualität<br />
und rundet <strong>das</strong> Konzept von<br />
Go In ab.<br />
www.go-in.at<br />
Foto: Go In<br />
Fotos: Hobart<br />
Unkomplizierte<br />
Heißluftdämpfer<br />
Hobart präsentiert die Heißluftdämpfer-Serie<br />
Combi und<br />
Combi-plus. Beide verfügen über<br />
ein intuitives Glass-Touch-Panel,<br />
so <strong>das</strong>s sich die Steuerung sehr<br />
einfach gestaltet. Über die Fast-<br />
PAD-Steuerung lassen sich Backund<br />
Garprozesse inklusive Bild<br />
abspeichern. Das führt zu gleichbleibenden<br />
Ergebnissen – unabhängig<br />
davon, wer den Dämpfer<br />
bedient. Über 80 verschiedene<br />
Rezepte sind beim Combi-plus bereits<br />
hinterlegt. Zudem lassen sich<br />
weitere 200 persönliche Rezepte<br />
speichern, die mit Hilfe der Volltext-<br />
und Foto-Anzeige einfach<br />
abrufbar sind. Hinzu kommt, <strong>das</strong>s<br />
sich die Heißluftdämpfer von alleine<br />
reinigen, ohne manuelles Ausspritzen.<br />
Die vollautomatische Reinigung<br />
auf Knopfdruck passiert in<br />
51 Minuten, und <strong>das</strong> bei sehr starker<br />
Verschmutzung. Damit bietet<br />
Hobart die kürzeste Reinigungslaufzeit<br />
im Markt und verbraucht<br />
im Intensivprogramm mehr als<br />
vier Mal weniger Wasser als herkömmliche<br />
Systeme.<br />
www.hobart.de
<strong>10</strong>8 VERPACKUNG<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Nimm‘s mit!<br />
Foto: Seventyfour / Adobe Stock<br />
Wer am Geschäft mit Take-away mitnaschen möchte, braucht für seine Produkte die<br />
geeigneten Verpackungen. <br />
Von Stefan Köstenbauer<br />
Geänderte Lebens- und Arbeitsumstände<br />
haben in den letzten<br />
beiden Jahrzehnten zu einer<br />
drastischen Änderung des Essverhaltens<br />
geführt und der Boom des<br />
Außer-Haus-Verzehrs ist ungebrochen.<br />
Er zieht sich ab dem frühen Morgen bis<br />
spät Nachts quer durch den Tagesverlauf<br />
und alle Bereiche der Speisenzubereitung.<br />
Von Getränken, Snacks bis zu<br />
kompletten Menüs können Speisen in<br />
jeglicher Form und Zubereitung dank<br />
Take-away auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen,<br />
Gastrosperren<br />
und Lockdown verkauft werden.<br />
To take or not take away?<br />
Lieferservices haben naturgemäß eine<br />
höhere Vertrautheit und Affinität zum<br />
Thema Take-away und Verpackung als<br />
klassische Gastronomiebetriebe, die vor<br />
allem darauf ausgerichtet sind, <strong>das</strong>s der<br />
p.t. Gast die Speisen im Lokal genießt.<br />
Die letzten Monate haben aber deutlich<br />
gezeigt, <strong>das</strong>s der Außer-Haus-Verzehr<br />
eine wesentliche Chance für ein<br />
wirtschaftliches Überleben so manch<br />
eines Betriebs ist – auch wenn sich<br />
die Bestimmungen, wer wann wo was<br />
verkaufen darf, mitunter im Wochentakt<br />
ändern. Dessen ungeachtet kann<br />
sich im Zuge dieser Querelen auch eine<br />
neue Chance eröffnen. Neben der Auswahl<br />
geeigneter Speisen wird man sich<br />
in Zukunft auch mit der Verpackung<br />
der selben auseinander setzen müssen.<br />
Ganz neu ist die Idee einer Transportverpackung<br />
für Speisen definitiv nicht:<br />
Henkelmänner und Menage-Reindln<br />
aus Weißblech, Aluminium oder in der<br />
Edelvariante aus Stahl, waren bis in die<br />
späten 1960er-Jahre weit verbreitet,<br />
und Thermoskannen halten nicht nur<br />
Getränke, sondern auch Suppen einen<br />
ganzen Tag lang heiß.<br />
Diese Gegenstände immer wieder<br />
verwendbaren Utensilien des täglichen<br />
Gebrauchs wurden von Einwegverpackungen<br />
für den Außer-Haus-Verzehr<br />
nahezu restlos verdrängt, Take-away<br />
in der Einwegvariante ist praktisch allgegenwärtig:<br />
Tüten für Pommes-Frittes<br />
und Hamburger, Teller und Unterlagen<br />
für Würstel und Co., Suppenbecher,<br />
Wrap-Cups, Döner-, Feinkost- und Nudelboxen,<br />
Pizzaschachteln, Menüverpackungen<br />
mit integriertem Deckel oder
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
VERPACKUNG <strong>10</strong>9<br />
zum Versiegeln, Becher für Coffee-togo<br />
und andere Heißgetränke, Schalen<br />
für geschnittenes Obst oder für Salate,<br />
dazu die passenden Bestecke oder<br />
Spieße, Trinkhalme, Löffel und Rührstäbchen<br />
– die Fülle der Verpackungen<br />
ist eben so überbordend wie die Materialien,<br />
aus denen sie hergestellt werden.<br />
Verpackungen aus „klassischen“<br />
Kunststoffe wie PP, PE oder PET sind<br />
durch ihre Eigenschaften meist die erste<br />
Wahl: Sie sind transparent, flüssigkeitsdicht,<br />
formstabil und temperaturbeständig,<br />
leicht und bei sachgemäßer<br />
Verwendung erstaunlich bruchsicher.<br />
Diese Verpackungen kommen überall<br />
dort zum Einsatz, wo Essen „über die<br />
Straße“ verkauft wird.<br />
Im Lebensmittelhandwerk sind es<br />
vor allem die versiegelbaren Menüschalen,<br />
die den Ton angeben. Hergestellt<br />
aus hitzebeständigen und mikrowellentauglichen<br />
Kunststoffen, lassen sie<br />
sich in eigenen Siegelstationen entweder<br />
mit Alu- oder Kunststofffolie flüssigkeitsdicht<br />
versiegeln. Diese Verpackungen<br />
aus Kunststoffe(n) haben allerdings<br />
einen gravierenden Nachteil: Die schiere<br />
Menge der nur einmal verwendeten Behältnisse<br />
artet trotz Recyclingmöglichkeit<br />
oder thermischer Verwertung zu<br />
einem Müllproblem aus, dem man zwar<br />
in Europa halbwegs Herr wird, <strong>das</strong> aber<br />
viele andere Länder komplett überfordert.<br />
Die Hersteller von Take-away-Verpackungen<br />
haben daher schon länger alternative<br />
Werkstoffe, die ähnliche Produkteigenschaften<br />
aber eine weitaus<br />
bessere Umweltverträglichkeit vorweisen<br />
können, im Programm. Einige haben<br />
sich gänzlich auf Herstellung und Vertrieb<br />
umweltverträglicher Verpackungen<br />
spezialisiert, was den Vorteil hat,<br />
<strong>das</strong>s problematische Kunststoffe wie<br />
Polystyrol langsam aber sicher aus diesem<br />
Marktsegment verschwinden.<br />
Alternative Materialien<br />
Neben den Klassikern aus Papier und<br />
Pappe kommen die Alternativen aus<br />
natürlichen Rohstoffen immer stärker<br />
in den Vordergrund. Bei den „Bio-Kunststoffen“<br />
auf Basis nachwachsender Rohstoffe<br />
stehen als Ausgangsstoffe Stärke,<br />
Glucose, Polylactide (PLA) oder Polyhydroxyalkanoate<br />
(PHA) und einige andere<br />
zur Verfügung. Alle Bio-Kunststoffe<br />
werden als sogenannte Blends- oder<br />
Compounds, also als maßgeschneiderte<br />
Werkstoffe hergestellt, die aufgrund ihrer<br />
Eigenschaften viele (aber nicht alle)<br />
herkömmlichen Kunststoffe wie PP, PE<br />
oder PET substituieren können. Grundsätzlich<br />
sind alle Bio-Polymere biologisch<br />
abbaubar, sie zerfallen unter Einwirkung<br />
von Wärme und UV-Strahlung<br />
in niedrigmolekulare Verbindungen. Das<br />
gilt auch für Verbundstoffe, also Folien<br />
die für die Beschichtung von Papier und<br />
Pappe verwendet werden. Take-away-<br />
Verpackungen aus Pflanzenfasern wie<br />
Palm- und anderen Pflanzenblättern,<br />
Hanffasern, Bambus, Zuckerrohr-Restfaser<br />
oder Abfallprodukten aus der Zuckererzeugung<br />
haben den Vorteil, <strong>das</strong>s<br />
sie ohne aufwändige Primärproduktionsprozesse<br />
hergestellt werden können.<br />
Aus Abfallprodukten werden so begehrte<br />
Rohstoffe für einen weiteren Produktzyklus.<br />
ETIVERA<br />
FOOD<br />
Kartons<br />
Torten, Mehlspeisen, Brötchen oder<br />
herzhafte Köstlichkeiten lassen sich<br />
in den Faltkartons sicher verpacken und<br />
transportieren.<br />
› Für Take-away oder Speisenzustellung<br />
› Praktisch stapelbare Kartons<br />
› Für den direkten Lebensmittelkontakt<br />
geeignet, KIT Klasse 9<br />
› Aus <strong>10</strong>0% Papier<br />
Der Karton, der im Sortiment als<br />
Mehlspeiskarton bezeichnet wird, ist in<br />
3 Größen erhältlich.Grundsätzlich sagt<br />
die KIT-Klasse aus wie hoch die ungefähre<br />
Durchlässigkeit des Papiers ist.<br />
Wie hoch die Durchlässigkeit tatsächlich<br />
ist hängt stets von der Endverwendung<br />
der Lebensmittelverpackung ab.<br />
Ausschlaggebend ist, wie lange <strong>das</strong> Lebensmittel<br />
im Papier verpackt wird und<br />
wie hoch der Fett- bzw. Feuchtigkeitsgehalt<br />
des verpackten Lebensmittels ist.<br />
Der Mehlspeiskarton von ETIVERA<br />
kommt ohne eine Kunststoffbarriereschicht<br />
aus und erreicht KIT Klasse 9<br />
(von max. <strong>10</strong>).<br />
Etivera ist führender Anbieter von<br />
Lebensmittel- und Geschenksverpackungen<br />
und Produzent von Selbstklebeetiketten<br />
für Wein, Spirituosen, Kosmetik<br />
und für den Non-Food-Bereich.<br />
Fotos: Etivera<br />
Kontakt:<br />
Etivera Verpackungstechnik GmbH<br />
Innovationspark 3<br />
A-83<strong>21</strong> St. Margarethen<br />
Tel. +43 (0)3115/<strong>21</strong>9 99<br />
Fax +43 (0)3115/<strong>21</strong>9 99-88<br />
E-Mail office@etivera.at<br />
Web www.etivera.at<br />
Onlineshop www.etivera.com
1<strong>10</strong> VERPACKUNG<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Umweltfreundliche<br />
Klassiker<br />
für <strong>das</strong> Außer-<br />
Haus-Geschäft<br />
Sie sind echte Klassiker und<br />
gehen täglich über den Ladentisch:<br />
Pappteller aus Frischfaserkarton.<br />
Aufgrund ihrer hohen<br />
Umweltverträglichkeit sind<br />
die Papstar-Produkte der Sortimentslinie<br />
„pure“ besonders aktuell,<br />
denn die Pappe, aus denen sie<br />
gefertigt werden, ist FSC®-zertifiziert<br />
und stammt aus nachhaltiger<br />
Forstwirtschaft. Die Produkte aus<br />
Frischfaserkarton sind nach ihrer<br />
Verwendung biologisch abbaubar<br />
beziehungsweise kompostierbar.<br />
Zudem sind Pappteller der Sortimentslinie<br />
Papstar „pure“ sowie<br />
Pappteller und -becher der neuen<br />
Serie „Plastic free Party“ jetzt klimaneutral.<br />
Und für „Coffee to Go“ oder andere<br />
Heiß-und Kaltgetränke gibt es<br />
jetzt den neuen Becher „Zero“aus<br />
FSC®-zertifiziertem Papier und<br />
ohne Kunststoffbeschichtung. Er<br />
kann über die Altpapiertonne entsorgt<br />
werden und ist rückstandsfrei<br />
biologisch abbaubar. Der Becher<br />
ist maximal einsetzbar bis 90<br />
Grad, es gibt ihn in fünf verschiedenen<br />
Größen –von 0,1 l bis 0,4 l<br />
Inhalt.<br />
www.papstar-shop.at<br />
Foto: Papstar<br />
Appetitliche Verpackung<br />
Profi-Küche ohne<br />
Plastikabfall<br />
Plastik in Einweggebrauch<br />
zu reduzieren<br />
ist heute ein großes Thema.<br />
Wer an Haltbarmachen<br />
denkt, kommt jedoch<br />
am Vakuumieren<br />
nicht vorbei. Dieses traditionelle<br />
Verfahren wird<br />
seit jeher in Einwegbeutel<br />
praktiziert. Salvis<br />
GreenVAC steht dem gegenüber<br />
– ein umweltfreundliches<br />
Mehrweg-<br />
Vakuumiersystem. Es<br />
gewährleistet ein Maximal-Vakuum<br />
direkt im<br />
GN-Behälter für alle Lebensmittelgruppen<br />
wie Gemüse, Suppen und empfindliche<br />
Produkte wie Salate oder Beeren.<br />
Durch die Systemlösung kann dieselbe<br />
GN-Schale für Vorbereitung, Produktion,<br />
Kühlen Zwischenlagern und Transport<br />
unter Hochvakuum und Ausgabe<br />
verwendet werden! Die langjährige<br />
Nutzung reduziert Kunststoffabfälle in<br />
Dem sinnvollen Verpacken hat sich<br />
Messerle mit der Eigenmarke Logisch<br />
Öko verschrieben. Die Produktlinien<br />
Greet, Johann, Matteo, Lucy und<br />
Mia decken eine breite Range ab. Es wird<br />
auf rPET mit einem hohen Recyclinganteil<br />
gesetzt sowie dort, wo es geht reduziert.<br />
Leicht trennbares Monomaterial<br />
wird gerne verwendet, Materialverbunde<br />
vermieden. Kurze Wege und verlässliche<br />
Partner sind Messerle wichtig. Die Produkte<br />
werden vorwiegend in Europa mit<br />
europäischen Rohstoffen produziert, was<br />
zu einer weiteren Reduktion von CO2<br />
führt. Die Logisch Öko Serie für Obst<br />
und Gemüse, Salate, Burger und Suppen<br />
kommuniziert mit dem Verbraucher und<br />
verfügt über ein ansprechendes Design,<br />
höchste Funktionalität und beste Qualität.<br />
Ressourcenschonende Lebensmittelverpackungen<br />
sind kein Trend mehr, sie<br />
sind ein bewusstes Statement für mehr<br />
Nachhaltigkeit.<br />
www.shop.messerle.at<br />
der Küche um bis zu 65 Prozent. Die Lebensmittel<br />
bleiben durch den hermetischen<br />
Verschluss garantiert länger frisch.<br />
Durch den Sauerstoffentzug beim Vakuumieren<br />
oxidieren Salate weniger schnell<br />
und der Verderb wird deutlich reduziert.<br />
Salvis GreenVAC ist in den gängigen GN-<br />
Größen erhältlich.<br />
www.salvis.ch<br />
Foto: Salvis Foto: Messerle
112 ADVERTORIAL<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Fotos: Halek<br />
Riesige Produktvielfalt trifft<br />
ökologisches Sortiment<br />
Als familiengeführtes Unternehmen überzeugen wir bereits seit mehr als 30 Jahren<br />
mit einer großen, bunten Produktvielfalt.<br />
Mit einer Auswahl von mehr als<br />
1.900 Artikel decken wir ein umfangreiches<br />
Spektrum der benötigten<br />
Artikel im HORECA Bereich<br />
ab. Das Branchen-Know-how und <strong>das</strong><br />
persönliche Engagement des ganzen<br />
Teams bietet beste Voraussetzungen für<br />
optimale Beratung der Kunden.<br />
Großes Sortiment<br />
Die Produktpalette unseres ISO-zertifizierten<br />
Unternehmens umfasst neben<br />
einem vielfältigen und anspruchsvollen<br />
Hygienesortiment eine große<br />
Auswahl an modernsten ökologischen<br />
Verpackungen und Produkten für den<br />
Take-away- und To Go-Bereich, für den<br />
Catering-, Event- und den Feinkostbereich<br />
sowie alles rund um Salat und<br />
Fleisch, Servietten in allen nur erdenklichen<br />
Variationen sowie Reinigungspapier<br />
und Tücher. Zudem bieten wir für<br />
den Vendingbereich, eine große Auswahl<br />
an Füllprodukten, wie Kaffee, Kacao,<br />
Tees, Cappuccinos, dazu die<br />
passenden Becher in allen Rohstoffversionen,<br />
bis zu kompostierbaren<br />
Bechern – alle mit der Möglichkeit<br />
der Bedruckung.<br />
Mehr als 30 Jahre Erfahrung und Kontakte<br />
zu den renommiertesten Herstellern,<br />
sind die Garantie für beste Qualität.<br />
Nicht zuletzt bieten wir ein ausgeklügeltes<br />
und effizientes Logistiksystem.<br />
Die Zustellung erfolgt mit eigenen Mitarbeitern<br />
und Fahrzeugen mit modernster<br />
GPS-Unterstützung, just in time, unter<br />
Berücksichtigung der Kundenvorgaben.<br />
Die Lagerung, Kommissionierung und<br />
der Versand erfolgen in unserem Zentrallager<br />
Hagenbrunn mit mehr als 1.800<br />
Palettenplätzen und Eigenlogistik. Das<br />
alles garantiert <strong>das</strong> schnellste Zustellservice<br />
und die beste Qualität.<br />
Verantwortlich für die weitere Entwicklung<br />
des Unternehmens ist in dritter<br />
Generation Sascha Halek mit Unterstützung<br />
von Heinz Halek. Somit sind<br />
die Weichen für die nächsten Jahre<br />
gestellt.<br />
ecostar – der Umwelt zuliebe<br />
Wir haben unsere ökologisch ausgezeichneten<br />
und herausragenden Produkte<br />
mit einer eigenen Zertifizierung<br />
gekennzeichnet und die „ecostar by<br />
halek“-Kennzeichnung ins Leben gerufen.<br />
Mit ecostar sagen wir auch in<br />
der Verpackungsindustrie der Plastikflut<br />
den Kampf an. Um den ökologischen<br />
Ansprüchen der aktuellen Zeit<br />
gerecht zu werden, ist es <strong>das</strong> Ziel der<br />
Halek GmbH, aktiv an einem Umdenken<br />
mitzuarbeiten und den Trend ganz<br />
bewusst in Richtung Nachhaltigkeit zu<br />
verstärken. Deshalb wird nahezu für jedes<br />
herkömmliche Produkt eine ökologische<br />
Alternative für die Kunden parat<br />
gestellt. Der Umwelt zuliebe.<br />
Kontakt:<br />
www.halek.at
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
TISCHKULTUR 113<br />
Im Eugen<strong>21</strong> setzt man auf große<br />
Community Tische.<br />
Fotos: Rosenthal<br />
Auch im Cyclist, dem<br />
Tagesrestaurant für<br />
schnelle Küche im Hotel<br />
Andaz, dominiert der<br />
große Tisch für Kaffee<br />
bis Sandwiches.<br />
Die Serie Joyn Stoneware von Rosenthal<br />
mit seinen kleinen Teilen ist ein Paradebeispiel<br />
für den großen Tisch.<br />
Alle an einem Tisch<br />
Corona zum Trotz boomt der große Gemeinschaftstisch, an dem alle Platz nehmen. Von Petra Pachler<br />
Selbstverständlich nach den 3-G-Regeln,<br />
aber dann auch gerne füreinander<br />
fremde Gäste. Das 2019 eröffnete<br />
Hotel Andaz am Belvedere, eines der<br />
ersten im neu geschaffenen Sonnwendviertel,<br />
hat <strong>das</strong> Prinzip der großen Tische<br />
im Restaurant Eugen<strong>21</strong> in seiner Philosophie<br />
verankert. Hotelgäste und Einheimische<br />
sollen gemeinsam an einem Tisch<br />
Platz nehmen und für ein ungezwungenes<br />
Essen zusammenfinden. Das Hotel<br />
am – damals neuen – Hauptbahnhof in<br />
einem wachsenden Stadtviertel, <strong>das</strong> sowohl<br />
viele neue Wohnungen als auch<br />
umfangreiche Büroflächen hat, hat den<br />
lokalen Gast ganz eindeutig im Visier.<br />
Die Gäste sollten gut, aber auch schnell<br />
essen können, und <strong>das</strong> zwangslose „sich<br />
zusammensetzen“ wurde gut angenommen.<br />
Mittlerweile hat sich dieses Prinzip<br />
in vielen Hotelrestaurants und Bars etabliert.<br />
Man sitzt lange, es wird ausgiebig<br />
gegessen und es kommen kleine Portionen<br />
auf den Tisch. Dementsprechend hat<br />
sich auch <strong>das</strong> Geschirr entwickelt und<br />
man kann fast sagen: Je größer der Tisch,<br />
umso kleiner <strong>das</strong> Geschirr. Teller und<br />
Schüsselchen werden weitergereicht, die<br />
einzelnen Teile müssen handlich und stabil<br />
sein, gleichzeitig aber auch formschön.<br />
Oft kommt Steingut zum Einsatz, wenn<br />
es stilistisch zum Betrieb passt.<br />
Streublumen für’s Schnitzerl<br />
Im Restaurant Eugen<strong>21</strong> setzt man auf<br />
Vintage-Teller mit Streublumen ebenso,<br />
wie auf Geschirr im minimalistischem<br />
Design. Neben dem Vintage-Design<br />
stehen auch Qualität und Funktionalität<br />
im Vordergrund des Porzellans. Serviert<br />
wird dann klassische Wiener Küche<br />
wie Krautwerk Gemüse, Backhendl,<br />
BOA-Schweinsbraten, Gulasch, Wiener<br />
Schnitzel usw.<br />
Die Firma Bauscher zeichnet für <strong>das</strong><br />
Porzellan-Geschirr mit den grünen bzw.<br />
blauen Streublumen verantwortlich.<br />
Das weiße Geschirr im minimalistischem<br />
Design mit den raffinierten, angehobenen<br />
Rändern ist ebenfalls Porzellan<br />
(Hersteller: Serax) und kommt bei Brat’l<br />
Carpaccio, Kürbis Spätzle und Biostecca<br />
Fiorentina zum Einsatz.<br />
Die Drinks genießt man am Community<br />
Table aus Holz aus geschliffenen<br />
Kristall-Sektschalen und klassischen<br />
Weingläsern.<br />
www.restaurant-eugen<strong>21</strong>.at<br />
Gemeinsam schmeckt’s besser<br />
Die neue Joyn Stoneware Kollektion<br />
von Arzberg der Firma Rosenthal ist<br />
ein gute Beispiel für die Sharing Philosophie.<br />
Das Steinzeug mit farbiger Innenglasur<br />
in den Tönen „Iron“, „Spark“ und
114 TISCHKULTUR<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
„Ash“ unterstreicht <strong>das</strong> gemeinsame Essen.<br />
Cremebeige, Backsteinrot und Anthrazitgrau<br />
verleihen der Kollektion zudem<br />
einen handwerklichen Charakter,<br />
was <strong>das</strong> Gemütliche noch einmal unterstreicht.<br />
Trendbewusste Gastonomen kochen wieder ein Ragout aus Reh oder Wildschwein<br />
und richten dieses stilgerecht an, wie zum Beispiel mit der klassischen Porzellanserie<br />
„Unlimited“ von Schönwald.<br />
Foto: Schönwald<br />
Rund, eckig oder oval<br />
Für den großen (Gemeinschafts-)Tisch<br />
kommen meist viele kleine, unterschiedlich<br />
geformte Geschirr-Variationen<br />
zum Einsatz. Eine kleine Schüssel<br />
hier, ein kleiner Teller dort – diese sind<br />
handlich und können problemlos in der<br />
Runde weitergereicht werden. Das Prinzip<br />
des Geschirrs am großen Tisch in<br />
Pandemie-Zeiten ist klar: Es muss für<br />
kleine Portionen geeignet sein, denn<br />
ein Teilen des Geschirrs ist derzeit nicht<br />
möglich. Dem Gemeinschaftlichen tut<br />
diese Einschränkung keinerlei Abbruch,<br />
denn wichtig ist es, wieder gemeinsam<br />
an einem Tisch zu sitzen. Man hat sogar<br />
den Eindruck, <strong>das</strong>s dies vermehrt nachgefragt<br />
wird und manchmal gehen dann<br />
Fremde als Freunde. Für den Gastronomen<br />
hat die Gemeinschaftstafel eigentlich<br />
nur Vorteile: Schön gedeckt ist sie<br />
ein Hingucker und für die Mitarbeiter<br />
bedeutet es, <strong>das</strong>s mehr Gäste gleichzeitig<br />
bewirtet werden können. Und mehr<br />
Gedecke auf weniger Platz bedeuten<br />
schließlich mehr Umsatz.<br />
Handwerkliche<br />
Keramik<br />
Wem bei der Tischeindeckung<br />
der<br />
Sinn nach Wärme und<br />
Behaglichkeit steht,<br />
der sollte zu Porzellan<br />
greifen. Die Modern<br />
Rustic Dekore<br />
von Bauscher sind von<br />
Menschen geformt,<br />
die ihr Handwerk verstehen.<br />
Die visuelle<br />
Foto: Bauscher<br />
Attraktivität wird vor allem dadurch untermalt, <strong>das</strong>s bei der<br />
Produktion der Modern Rustic Dekore die Oberflächen mit den<br />
weichen Schwüngen tatsächlich handgemalt sind. Diese handgemalten<br />
Schwünge sind in der Version Rustic mit aufgespritzten<br />
Sprenkeln erhältlich, sie unterstreichen den handwerklichen<br />
Charakter der Kollektion. Das Dekor Natural bietet eine<br />
monochrome Farbfläche unter den Sprenkeln.<br />
In allen Modern Rustic Dekoren verschmelzen die Vorzüge<br />
von Bauscher Profi-Porzellan mit dem natürlichen Charme eines<br />
keramischen Looks. Dabei unterstützt die zurückhaltende<br />
Formensprache der Kollektion Options den rustikalen Stil und<br />
die moderne Interpretation des Trends Richtung Ursprünglichkeit.<br />
www.bauscher.de<br />
Tiroler Dekanter<br />
Foto: Riedel<br />
Bis ins Böhmen des Jahres 1756 reicht die Tradition der Familie<br />
Riedel als Glasmacher zurück. Die Familie durchlebte<br />
Wirtschaftswunder, überstand Wirtschaftskrisen, erlebte<br />
Höhenflüge und Tragödien, ehe sie 1957 eine neue Heimat im<br />
Tiroler Kufstein fand. Anlässlich des 265 Jahre Jubiläums des<br />
Unternehmens präsentiert Riedel den neuen Dekanter, eine<br />
Hommage an ihre neue Heimat. Jedes Stück ist ein aus Kristallglas<br />
in Kufstein handgefertigtes Unikat, <strong>das</strong> am Dekanterboden<br />
den Blick auf <strong>das</strong> Massiv des Tiroler Kaisergebirges zeigt<br />
und im Laufe des Ausschenkens auch immer mehr sichtbar<br />
macht. Der Dekanter, eine Adaption des im Jahre 2009 von<br />
Stefan Um<strong>das</strong>ch kreierten Designs Tyrol, hat auch die von Riedel<br />
patentierte Doppeldekantierfunktion. Der Wein wird beim<br />
Auftreffen auf die „Bergkette“ durchgewirbelt und dadurch<br />
stark belüftet, wodurch sich die Dekantierzeit erheblich reduziert.<br />
Besonders junge Weine profitieren von dieser Technik.<br />
www.riedel.com
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
TISCHKULTUR 115<br />
Foto: Rechberger<br />
Modernes Design der<br />
heutigen Zeit angepasst<br />
Das Auge isst mit<br />
Nach dem Motto „Zurück zur Natur“<br />
leben viele Menschen immer<br />
mehr. So rücken nicht nur zur Herbstzeit-Produkte,<br />
die man in der freien<br />
Wildbahn findet, immer mehr in den<br />
Fokus. Trendbewusste Gastonomen<br />
kochen ein Ragout aus Reh oder Wildschwein,<br />
kreieren Wild-Wurst Varianten<br />
oder servieren den Gästen gerne einen<br />
Wild-Burger. Um diese stilgerecht<br />
anzurichten, empfehlt der Geschirr-<br />
Spezialist Rechenberger die klassische<br />
Serie „Whisper“: Diese Kollektion in<br />
abgedunkelten Farben, mit Flüstern<br />
in hellerem Schattierungen, kombiniert<br />
die einzigartige Textur der Hotelkeramik<br />
mit eine chromatische Palette für<br />
eine mysteriöse Atmosphäre, in jedem<br />
Stück deutlich.<br />
Whsiper verkörpert einen neutralen<br />
Ton durch eine natürliche Glasur kombiniert<br />
mit einfachen, aber starken Formen.<br />
Ein informelles und dennoch vielseitiges<br />
Sortiment an Tellern, Schalen,<br />
Tassen und Platten, <strong>das</strong> jedem Tisch einen<br />
handgefertigten Look verleiht. Der<br />
Kontrast der Effekte in dieser Kollektion,<br />
erzeugt durch die Töne, die Helligkeit<br />
und die Textur, spielt mit der Wahrnehmung<br />
und gewinnt durch die Originalität.<br />
Wie in der Natur artikulieren sich die verschiedenen<br />
Elemente scheinbar zufällig,<br />
aber immer in schöner Harmonie.<br />
www.rist.at<br />
Porzellanserie „Unlimited“ von Schönwald.<br />
Mit der puristischen Formensprache<br />
der Serie lassen sich diese Gerichte<br />
vom Wild kreativ in Szene setzen. Eine<br />
etwas modernere Variante ist die Serie<br />
„Unlimited Ink“ von Schönwald mit einem<br />
modernen, jedoch schlichten klassischen<br />
Dekor. Das Auge isst bekanntlich<br />
mit, passend serviert schmecken<br />
die herbstlichen Klassiker sogar noch<br />
um ein Stück besser.<br />
www.rechberger.at<br />
Foto: Rist<br />
Foto: Rosenthal<br />
Miteinander<br />
am Tisch<br />
Mit zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten<br />
verführt die<br />
Kollektion „Mesh“ von Rosenthal<br />
zu einer kulinarischen Reise um<br />
die Welt und erzeugt mit natürlichen<br />
Farbvarianten Mountain,<br />
Forest, Walnut sowie Aqua und<br />
Cream eine behagliche und doch<br />
moderne herbstliche Stimmung.<br />
Junto vereint viele Schalen in unterschiedlichen<br />
Größen für mehr<br />
Miteinander-Gefühl am Tisch.<br />
Die Kollektion im natürlichen,<br />
handwerklichen Look ist die Verbindung<br />
aus kräftigem Steinzeug<br />
und elegantem Porzellan. Die neue<br />
Thomas Kollektion Clay strahlt<br />
eine rustikale Sinnlichkeit aus. In<br />
drei verschiedenen Farbvarianten<br />
erhältlich, besticht sie durch Funktionalität<br />
und die Natürlichkeit des<br />
Materials Steinzeug, <strong>das</strong> hier fast<br />
wie Ton anmutet. Die Joyn Stoneware<br />
Kollektion von Arzberg ist<br />
der Inbegriff von Wärme und Natürlichkeit.<br />
Das Steinzeug mit farbiger<br />
Innenglasur feiert in den natürlichen<br />
Tönen „Iron“, „Spark“ und<br />
„Ash“ die Tapas-Kultur und <strong>das</strong> gemeinsame<br />
Essen.<br />
www.rosenthal.de
Hotel<br />
Seite 116 bis Seite 127<br />
Tourismus &<br />
Hotellerie<br />
Hotellerie<br />
Sharing, also teilen, ist scheinbar <strong>das</strong> Zauberwort<br />
in vielen Bereichen und schlägt sich auch<br />
bei neuen Hotelkonzepten nieder. Ein großer<br />
Tisch im Bar- oder Restaurantbereich, der<br />
„Community Table“ ist Treffpunkt für Hotelgäste<br />
und Einheimische und soll zugleich den<br />
„local spirit“ hereinbringen.<br />
Seite 120<br />
Tourismus<br />
Das Green im Tourismus wird ein immer wesentlicherer<br />
Aspekt in der Ausrichtung von Regionen<br />
und deren Projekten. Und <strong>das</strong>s Tourismus und<br />
Kulinarik immer mehr zusammenwachsen, zeigen<br />
nicht nur die Beispiele in unserer aktuellen<br />
Geschichte, sondern auch der Salzburger Tourismuspreis<br />
– der ging nämlich an ein kulinarisches<br />
Projekt. <br />
Seite 124
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELLES 117<br />
Fotos: Wögerer GmbH<br />
Nahrung für die Seele<br />
Zu Recht wiederholt mit einem HolidayCheck<br />
Award ausgezeichnet wurde<br />
die Curhaus Marienschwestern GmbH<br />
mit Betrieben in Bad Kreuzen und Bad<br />
Mühllacken. Das Haus in Bad Mühllacken<br />
ist spezialisiert auf ganzheitliche<br />
Fastenprogramme, die nicht nur den Körper,<br />
sondern auch Geist und Seele reinigen.<br />
Diese kann man besonders gut in<br />
dem gemeinsam mit Gastroprofi Wögerer<br />
modernisierten Gästezimmer baumeln<br />
lassen.<br />
Durch Mauerdurchbrüche besticht<br />
<strong>das</strong> Wohlfühlzimmer nun mit einem<br />
offenen Flair und neuem Raumgefühl,<br />
zusätzlich entstand auch ein großzügiger<br />
begehbarer Schrank. Mit verschiedenen<br />
Eichenhölzern, behaglichen Stoffen<br />
und stimmungsvoller Wandgestaltung,<br />
wie mittels einer über die gesamte Zimmerbreite<br />
gezogenen Wandtapete, wurde<br />
die Natur in den Raum geholt. Dank<br />
einer Auszugscouch ist <strong>das</strong> großzügige<br />
Zimmer für bis zu vier Personen geeignet.<br />
Auch <strong>das</strong> Bad wurde zeitgemäß renoviert<br />
und der Balkon gemütlich ausgestattet.<br />
www.woegerer.at<br />
Tourismusprojekt des Jahres<br />
kommt aus Gastein<br />
Der Wald:Brunch in Bad Hofgastein<br />
wurde mit dem Zipfer Tourismuspreis<br />
20<strong>21</strong>, einer Trophäe für innovative Konzepte,<br />
ausgezeichnet und geht damit an<br />
ein Genussprojekt.<br />
Ein mehrgängiges Menü aus regionalen<br />
Produkten, zubereitet und serviert<br />
von jungen und kreativen Top-Köchen<br />
aus der Region – und <strong>das</strong> mitten im Wald.<br />
Der zweite Platz ging an <strong>das</strong> Projekt<br />
Ski und Genuss in Wagrain-Kleinarl, bei<br />
dem Ski und Haubenkoch ein Duo bilden.<br />
Das Podium komplettiert die Bike-Destination<br />
Saalfelden Leogang. Die sich in<br />
den vergangenen Jahren zu einer der führenden<br />
Bike-Destinationen der Welt entwickelt<br />
hat.<br />
„Salzburgs Touristiker und Gastronomen<br />
haben in den vergangenen eineinhalb<br />
Jahren hohe Innovationskraft<br />
bewiesen und gezeigt, <strong>das</strong>s sich Qualität<br />
gerade in herausfordernden Zeiten<br />
durchsetzt“, so Günter Hinterholzer,<br />
Verkaufsdirektor Salzburg der Brau Union<br />
Österreich.<br />
www.salzburgerland.com<br />
Foto: TVB H~l Photography<br />
Foto: Molto Luce<br />
Lichtdesign in<br />
Hotellerie &<br />
Gastronomie<br />
Welche Rolle der Beleuchtung in<br />
der Hotellerie zukommt, weiß<br />
der oberösterreichische Beleuchtungsprofi<br />
Molto Luce. „Professionelles<br />
Licht-Machen beschränkt<br />
sich nicht nur auf gutes Design. Es<br />
geht dabei vielmehr um den gekonnten,<br />
kombinierten Einsatz<br />
von atmosphärischem und von<br />
funktionalem Licht. Durch eine detaillierte<br />
Beleuchtungsplanung erzielt<br />
man Einzigartigkeit und Individualität<br />
und verführen den Gast<br />
schon beim Eintreten. Gleichzeitig<br />
wird sichergestellt, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Arbeiten<br />
für die Mitarbeiter in perfekter<br />
Weise unterstützt wird.“ Schon seit<br />
1981 ist Fritz Eiber mit seinem Unternehmen<br />
darauf spezialisiert, individuelle<br />
Lichtlösungen u.a. auch<br />
für Betriebe in der gehobenen Tourismusbranche<br />
zu konzipieren.<br />
Die unterschiedlichen Bereiche<br />
im Hotel und Restaurant verlangen<br />
auch nach unterschiedlichem<br />
Licht. Molto Luce Gründer<br />
Fritz Eiber: „Die Auswahl der richtigen<br />
Leuchten sowie deren harmonisches<br />
Zusammenwirken sind<br />
die Kunst, die es zu verstehen gilt.<br />
Moderne Lichtsteuerungssysteme<br />
bieten vielfältige Möglichkeiten,<br />
gewünschte Stimmungen bereits<br />
im Vorfeld zu definieren und<br />
dann per Knopfdruck einfach abzurufen.<br />
www.moltoluce.com
118 RAUMKONZEPTE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Wohnen und speisen mit<br />
Auszeichnung<br />
Minimalistische Eleganz in der Eden<br />
Suite und Jugendstil-Elemente im den<br />
historischen Zimmern.<br />
Foto: Hannes Niederkofler<br />
Foto: Frieder Blickle<br />
Haubenmenü im neuen Restaurant 1908,<br />
im Salon oder im historischen Jugendstil-Speisesaal<br />
wie zu Kaisers Zeiten.<br />
Foto: Christine Andorfer<br />
Foto: Armin Mayr<br />
So oder so? Licht kann es auf verschiedene<br />
Arten werden.<br />
Foto: Alex Filz Foto: Florian Andergassen<br />
Das Parkhotel Holzner in Oberbozen verpackt familiäre Atmosphäre in preisgekrönte<br />
Architektur. Zusätzlich wird noch haubengekrönt gekocht und <strong>das</strong> Ganze mit einem „green“<br />
Touch versehen. <br />
Von Petra Pachler<br />
Das Holzner existiert bereits seit<br />
1908 und wird in vierter Generation<br />
Inhaber geführt. Im Haupthaus<br />
befinden sich rund 30 historisch<br />
ausgestattete Zimmer, die Aufenthaltsräume<br />
inklusive Salon, Lesesaal, Bar, Restaurants<br />
und Spielzimmer für die Kleinen.<br />
Im Zuge der von 2013 bis 2018 mit<br />
dem Architektenduo Bergmeisterwolf<br />
schrittweise umgesetzten Erweiterung,<br />
entstand <strong>das</strong> Restaurant 1908 in der ehemaligen<br />
Wäscherei, <strong>das</strong> neue Liberty Spa,<br />
<strong>das</strong> Dachgeschoss und der Bergmeisterflügel<br />
an der Ostseite des Hauses mit den<br />
modernen Suiten.<br />
Zeitlose Einrichtung<br />
Die Einrichtung des Hotels ist ein Mix<br />
aus Alpenjugendstil aus dem Gründerjahr<br />
und zeitgenössisch. Was BigSEE Architecture<br />
Award 20<strong>21</strong> auch veranlasste,<br />
diese Symbiose der Kontraste und vor<br />
allem <strong>das</strong> Zusammenspiel aus historischem<br />
Hotel und modernem Anbau mit<br />
dem Siegerpreis zu prämieren.<br />
Die Holzner sind auf dem Rittner<br />
Hochplateau oberhalb von Bozen zu<br />
Hause und <strong>das</strong> gleiche Gefühl möchten<br />
sie auch ihren Gästen vermitteln. Traditionsbewusstsein<br />
und Innovation sind bei<br />
ihnen keine Gegensätze, sondern Stilelemente,<br />
die sich harmonisch verbinden.<br />
Im vollständig restaurierten Hauptgebäude<br />
werden die Jugendstilteile sorgsam<br />
gepflegt und für den täglichen Gebrauch<br />
erhalten: Im Speisesaal auf original Thonetstühlen<br />
von 1907, im holzgetäfelten<br />
Grünen Salon in originaler Jugendstilausstattung<br />
mit dem Silberschrank und dem<br />
erst 2006 wieder freigelegten Fresko von<br />
1908 mit dem Bozner Panorama oder in<br />
30 historischen Gästezimmern, in denen<br />
in majestätischen Kastenbetten aus der<br />
Gründerzeit geruht wird. Diese originalen<br />
Kastenbetten von 1908 wurden fachgerecht<br />
restauriert und modernen Komfort-Anforderungen<br />
angepasst. Nicht zu<br />
vergessen die 250 Lampen, die allesamt<br />
aus der Jahrhundertwende stammen. Alle<br />
historischen Zimmer wurden behutsam<br />
renoviert und verfügen gleichermaßen<br />
über restaurierte Originalausstattung.<br />
Gerade der Charme des Jugendstils<br />
schafft genau diese Atmosphäre, welche<br />
den Gästen <strong>das</strong> Gefühl des Zuhauseseins<br />
vermitteln sollen. Der fließende<br />
Übergang zum Anbau, wo klare Linien-
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
RAUMKONZEPTE 119<br />
Stephan Zippls Saibling.<br />
Foto: Hannes Niederkofler<br />
führung und kontrastreiche Materialen<br />
dominieren, sorgen für die einheitliche<br />
Gesamtwirkung. Viel Zeit und Bedacht<br />
wurden in den Umbau investiert, was<br />
sich im Endergebnis niederschlägt und<br />
auch die Juroren überzeugte.<br />
Materialien als Bindeglied<br />
Der Ausbau auf insgesamt 53 Zimmer<br />
und Suiten, Sternenobservatorium im<br />
Aussichtsturm und eigenem Bioheizwerk<br />
– <strong>das</strong> nicht nur die Wärme fürs komplette<br />
Hotel, sondern auch für <strong>das</strong> architektonisch<br />
beeindruckende Endlosschwimmbad<br />
liefert – entstand in mehrjähriger Zusammenarbeit<br />
mit dem Architektenduo<br />
BergmeisterWolf aus Brixen.<br />
„Im Mittelpunkt der Eingriffe stand<br />
<strong>das</strong> historische Gebäude, wobei sich <strong>das</strong><br />
neue zu Gunsten des Bestandes zurücknimmt“,<br />
so <strong>das</strong> Architekturbüro. Ausgewählte<br />
Materialien bestimmen <strong>das</strong> Ambiente<br />
und diese wurden von 1908 - in<br />
erster Linie Holzböden und -möbel, Details<br />
in Messing und Marmor, und Terrazzoböden<br />
- auch für die neuen Bereiche<br />
des Hauses übernommen. Ein klares<br />
Design zieht sich damit durch die Innenräume<br />
und führt zu einem einheitlichen<br />
Bild. Die Erweiterung des Dachgeschosses<br />
und der Ausbau des Turmes sind<br />
wichtiger Bestandteil der zeitlosen Architektur<br />
im Parkhotel und wurde zu einem<br />
Bindeglied zwischen Vergangenheit<br />
und dem Jetzt. Der Anbau mit einem Restaurant<br />
an der Nordseite mit zwei großen<br />
Öffnungen und Stahlmarkisen, verleihen<br />
der Fassade sowohl Wertigkeit als<br />
sie auch die Veränderung hin zur Moderne<br />
symbolisieren.<br />
Haubengekrönt speisen<br />
Ausgezeichnet wohnen bedingt auch<br />
ausgezeichnet speisen und da muss sich<br />
Die Silbervitrine. <br />
Foto: Hannes Niederkofler<br />
die Hotelküche nicht verstecken. Seit<br />
Jahren immer wieder ausgezeichnet sorgt<br />
sie sowohl im historischen Speisesaal als<br />
auch im Jugendstilrestaurant für mehrgängige<br />
Gourmet-Wahlmenüs. Genossen<br />
unter glänzenden Kronleuchtern und mit<br />
Silberbesteck aus dem Gründungsjahr<br />
1908 ist <strong>das</strong> Gesamt-Ensemble ziemlich<br />
perfekt. Im Abendrestaurant 1908 setzt<br />
Küchenchef Stephan Zippl mit dem 0-Kilometer-Konzept<br />
auf die Ausbeute aus<br />
Wiesen, Feldern, Wäldern und den Bauernhöfen<br />
in der Umgebung. Immer dabei:<br />
die vier Komponenten süß, sauer, pikant<br />
und knusprig - für Genießergaumen<br />
eine geschmackliche Offenbarung, für die<br />
RE:VIER Küche Namenspaten. Vier Hauben<br />
& 17 Punkte im Gault Millau 20<strong>21</strong> geben<br />
Zippls Konzept recht.<br />
www.parkhotel-holzner.com<br />
Entdecken Sie<br />
unser komplettes<br />
Sortiment online:<br />
www.go-in.at<br />
Landsberg · Paris · Wien
120 RAUMKONZEPTE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
In der Tagesbar des neuen Jaz-Hotels<br />
lädt der Gemeinschaftstisch für langes<br />
Sitzen und ausgiebiges Genießen ein.<br />
Foto: Hotel Jaz<br />
Sharing Economy<br />
Heutzutage wird alles geteilt: Autos, Wohnungen – Stichwort „airbnb“ in seiner Ursprungsidee<br />
– und immer häufiger auch die Zeit zwischen Arbeit und Freizeit. Der Erfolg von „Sharing“<br />
beruht auch darauf, <strong>das</strong>s die jüngere Generation dem Besitz von Gütern einen geringeren<br />
Stellenwert beimisst. <br />
Von Petra Pachler<br />
Im Vordergrund stehen nicht mehr Güter,<br />
sondern Erlebnisse – frei nach dem<br />
Motto „collect moments, not things“.<br />
Die Folge ist, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Erlebnis zum<br />
primären Produkt wird. Werte, wie die<br />
Erfüllung eines ganzheitlichen Erlebnisses<br />
gewinnen gegenüber rationalen Qualitätsaspekten<br />
zunehmend an Relevanz.<br />
(Quelle: Prodinger)<br />
Arbeit und Urlaub, Einheimische und<br />
Hotelgäste – alles fließt ineinander und<br />
darauf muss auch die Hotellerie reagieren.<br />
Das Prinzip des Miteinanders dominiert<br />
und so ist, laut Prodinger Tourismus<br />
Beratung „Künftig <strong>das</strong> Hotel kein in<br />
sich geschlossenes System mehr, sondern<br />
öffnet sich zur Nachbarschaft (locals)<br />
und holt die Umgebung (Grätzl) in<br />
die Immobilie“.<br />
Flächeneffizienz ist, laut Prodinger,<br />
dabei ein wesentlicher Faktor. Das Geheimnis<br />
liegt in einer konsequenten Flächenplanung,<br />
vor allem in den öffentlichen<br />
Bereichen. Die Hotel-Gesamtfläche<br />
pro Zimmereinheit (4 Sterne) sollte<br />
80 m 2 nicht überschreiten. Während<br />
in städtischen Lagen die Hotelzimmer<br />
kleiner, stylischer und effizienter gebaut<br />
werden, sind die Einheiten in der Ferienhotellerie<br />
eher größer geworden. Thomas<br />
Reisenzahn, Geschäftsführer bei Prodinger,<br />
nimmt bei entsprechenden Referaten<br />
gerne Schiffs- und Flugzeugbauer<br />
als Beispiele, wenn es um Flächeneffizienz<br />
geht- denn die können <strong>das</strong>.<br />
Doch nicht nur die front-of-house<br />
Bereiche werden effizienter gestaltet,<br />
auch die Verwaltungs- und Lagerbereiche<br />
(back-of-house) werden bei Neubauten<br />
so platzsparend wie möglich geplant.<br />
Mix it at use<br />
Einig sind sich alle, <strong>das</strong>s im Bereich Hotellerie<br />
vieles zusammenwachsen wird,<br />
wie zum Beispiel Bar und Rezeption- die<br />
Mehrfachnutzung wird ein bedeutender<br />
Faktor werden. Ein Hotelzimmer muss<br />
idealerweise Business- und Feriengäste<br />
gleichermaßen ansprechen. Funktionale<br />
Arbeitsbereiche sowie ausreichende Sitzgelegenheiten<br />
sind dabei wesentlich und<br />
ein durchdachtes Raumkonzept ist dafür<br />
die Basis. Ein nicht zu unterschätzender<br />
Faktor sind ausreichende Ablageflächen<br />
sowie moderne Technikgeräte. Auch <strong>das</strong><br />
Bad bekommt einen völlig neuen Stellenwert:<br />
So ist in modernen Hotelzimmern
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
RAUMKONZEPTE 1<strong>21</strong><br />
längst schon nicht mehr nur Nasszelle,<br />
sondern stylisch eingerichtet, sind offene<br />
Bäder zu den Zimmern hin der aktuellste<br />
Trend, wobei Naturstein <strong>das</strong> Material<br />
dominiert.<br />
Große Tische, viele<br />
(verschiedene) Leute<br />
In der Gastronomie sind Food-Sharings<br />
oder Family-Style-Dinner der Trend<br />
schlechthin – Abstandsregeln hin oder<br />
her. Dahinter steht die Idee, durch <strong>das</strong><br />
Angebot vieler unterschiedlicher Gerichte<br />
in kleinen Portionen (die gleichzeitig<br />
serviert werden) ein neues Genusserlebnis<br />
zu schaffen. Dies ist auch <strong>das</strong> Konzept<br />
des neuen Neni am Prater oder des<br />
SevenNorth in Wien. Die Gestaltung der<br />
Gasträume zeichnet sich bei solchen<br />
Konzeptionen vor allem durch größere<br />
Tische (6-12 Plätze) aus.<br />
Box in Box oder Musik liegt in der Luft<br />
Das im August fertigstellte Hotel<br />
Jaz in the City Vienna, geplant von<br />
BWM Architekten, zeigt den Trend,<br />
wohin es geht. Vorrangig um ein Thema,<br />
einen USP, der in diesem Fall die<br />
Musik ist.<br />
Diesem Thema sind Raumgestaltung<br />
und Einrichtung untergeordnet.<br />
Das Hotel Jaz wird durch den Record<br />
Store betreten, einem klassischen Plattenladen<br />
mit einer Verkaufstheke, die<br />
gleichzeitig als Check-in-Desk fungiert.<br />
Das Musikthema wird konsequent<br />
fortgeführt: So steht etwa im Zentrum<br />
der Lobby ein schallgedämmter Glaskubus,<br />
der optisch an ein Aufnahmestudio<br />
erinnert. Und tatsächlich auch<br />
sowohl als solches, wie auch für Meetings<br />
genutzt werden kann. Gegliedert<br />
ist die Lobby in unterschiedliche Sitz-<br />
Inseln, die zum Teil wie offene Käfige<br />
von Mettalstangen umfasst sind, was<br />
einerseits eine gewisse Intimität erzeugt,<br />
aber <strong>das</strong> allgemeine Geschehen<br />
im Raum trotzdem nicht aussperrt.<br />
Entlang der Wand erstreckt sich der<br />
Red Amplifier, eine langgezogene Nische,<br />
die in verschiedenen Rottönen<br />
gehalten ist und an einen gewaltigen<br />
Verstärker erinnert.<br />
Grätzl-Style<br />
Live like a local – auch dieser Trend setzt<br />
sich immer mehr durch. Kooperationen<br />
mit lokalen Geschäften, Restaurants<br />
und Tour Guides setzen gezielt auf dieses<br />
Gästeklientel. Diese Gäste bevorzugen<br />
häufig Appartements – sei es mit<br />
oder ohne Verpflegung, vor allem aber<br />
mehr Raum.<br />
Ein richtungsweisendes Konzept ist<br />
die Verschmelzung des Hotels mit der<br />
Nachbarschaft. Hotelbetriebe in angesagten<br />
innerstädtischen Vierteln lassen<br />
Beziehungen zwischen Locals und<br />
Reisenden entstehen – „Aus Fremden<br />
werden Freunde“. Die Lobbies und Restaurants<br />
werden sozusagen öffentliche<br />
Wohnzimmer („living lobbies“) mit entsprechend<br />
viel Raum. Oftmals sind bei<br />
Erfolgskonzepten die Hotelrezeption,<br />
Lesen Sie weiter auf Seite 123.<br />
Mehrfachnutzung als Prinzip<br />
An der Lobby entlang führt ein Gang<br />
mit Tunneleffekt vorbei an der quadratisch<br />
angelegten Bar bis zum Konferenzraum.<br />
Dieser ist in drei Bereiche<br />
unterteilt, die einzeln oder gemeinsam<br />
genützt werden können.<br />
Große Öffnungen zwischen Gang<br />
und Lobby auf der einen und dem Barund<br />
Frühstücksbereich auf der gegenüberliegenden<br />
Seite sind mit industriell<br />
scheinenden Rolltoren versehen, die<br />
je nach Bedarf hoch- oder runtergefahren<br />
werden. Ihr garagentorähnliches<br />
Design betonen den Studio-Aspekt<br />
des Projekts. Der Gang führt vorbei an<br />
einer offenen Küche mit der Leuchtschrift<br />
„Würstelstand“, an der morgens<br />
Frühstücksgerichte und abends Streetfood<br />
ausgegeben wird.<br />
Ein großer Tisch animiert dazu, <strong>das</strong>s<br />
sich Fremde zwanglos nebeneinander<br />
setzen und Hotelgäste und Einheimische<br />
ins Gespräch kommen.<br />
Musik liegt in der Luft, könnte man<br />
sagen, denn alles ist hier dahingehend<br />
ausgerichtet. Alle 163 Zimmer und Suiten<br />
verfügen über einen Plattenspieler,<br />
auch im Restaurant- und Bar-Konzept<br />
„Rhythms Bar & Kitchen“ ist der Name<br />
Programm: Serviert wird bei Live Musik<br />
und für Konzerte und spontane Sessions<br />
können die Räumlichkeiten rasch<br />
adaptiert werden.<br />
www.jaz-hotel.com<br />
Der Recordstore ist Verkaufpult und<br />
Check-in in einem.<br />
Fotos: Jürgen Hammerschmid
122 RAUMKONZEPTE<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
„Backstage on Stage“<br />
Modernes Design trifft auf Wiener<br />
Klassik im neu renovierten Hotel „Am<br />
Konzerthaus“.<br />
Fotos: Hotel am Konzerthaus<br />
Wien ist Welthauptstadt und <strong>das</strong><br />
zeigt sich auch immer häufiger in<br />
Neu- und Umgestaltung von Hotels.<br />
Musik und Theater hat auch die<br />
Neugestaltung des Hotel am Konzerthaus<br />
inspiriert. Die Standortanalyse<br />
orientierte sich durch die unmittelbare<br />
Nähe zu Akademietheater, Konzerthaus<br />
oder Musikverein und so wurde<br />
die Neugestaltung in Auftritte inszeniert,<br />
in denen Leute zusammenkommen<br />
und offen sind für neue Begegnungen.<br />
„Backstage on stage“ lautete<br />
daher <strong>das</strong> Motto dieses Hotelkonzepts.<br />
Beim Betreten der Lobby fällt der<br />
Blick als Erstes auf <strong>das</strong> funkelnde Glasobjekt<br />
„Cloud of Light“ bestehend aus<br />
unzähligen, von Hand gefertigten Elementen<br />
– eine moderne Interpretation<br />
des klassischen Kronleuchters. Ebenfalls<br />
eindrucksvoll gestaltet sich <strong>das</strong><br />
Bild der von einem roten Samtvorhang<br />
umfassten Aufzüge, allesamt mit glänzenden<br />
Messingtüren.<br />
Der Eingangsbereich geht fließend<br />
in den Loungebereich über, bei dem<br />
auch hier Bar- und Restaurantbereich<br />
eins sind.<br />
Die Bar steht als Center Piece im<br />
Zentrum der Aufmerksamkeit im Restaurant<br />
„Apron“ und ist mit glänzendem,<br />
gefaltetem Messing verkleidet.<br />
Passend dazu die umstehenden Säulen,<br />
die mit konischen Fliesen ummantelt<br />
sind. Ein so genannter „Showtime-Curtain“<br />
aus rotem Samt vermittelt weiteres<br />
Theater-Flair und kann gleichzeitig<br />
den Öffnungszeiten der Bar entsprechend<br />
auf- oder zugezogen werden.<br />
Eine abgehängte Spiegeldecke definiert<br />
den Loungebereich und schafft<br />
noch zusätzliches Bar-Feeling.<br />
Samt & Séparée<br />
Zu den Wiener Elementen zählen Parkettboden,<br />
Messing, Marmor, Samt<br />
und kugelförmige Leuchten. Die lang<br />
gestreckte holzvertäfelte Wand, die<br />
den Raum über die gesamte Länge zusammenfasst,<br />
öffnet sich zu den dahinterliegenden<br />
Séparées bzw. Logen<br />
– ganz wie im Theater. Die komplette<br />
Fensterseite wird von einer langen<br />
Bank aus goldenem Samt begleitet. In<br />
der Mitte des Restaurants wurde ein<br />
so genannter „Free flow“-Sitzbereich<br />
installiert, den ein anthrazitfarbener<br />
Samtvorhang von der offenen Schauküche<br />
trennt, die mittels eines Messingrahmens<br />
nochmals hervorgehoben<br />
wird.<br />
Wer gerne etwas mehr unter sich<br />
ist bzw. in geschlossener Gesellschaft<br />
speisen möchte, kann sich in einen privaten<br />
Diningroom zurückziehen. Darüber<br />
hinaus bieten zwei Nischen Raum<br />
für Privatsphäre - diese Nische kann<br />
nach Bedarf auch zu einer Bühne umfunktioniert<br />
werden.<br />
Bühnenreife Zimmer<br />
Das Motto „Backstage on Stage“ zieht<br />
sich auch in den rund 200 Zimmern<br />
durch. Schwarz für die „Backstage“-<br />
Bereiche wie Entree oder Badezimmer-<br />
Eingang, augenfällige Materialien wie<br />
Samt, Holz und Messing für „on Stage“.<br />
Zentrales Hingucker-Element im Zimmer,<br />
die beeindruckende Messing-Platte<br />
von knapp 2 Metern Durchmesser<br />
mit integriertem Fernseher, gleichzeitig<br />
nutzbar als Magnetwand. Mit der<br />
Neugestaltung Gastronomie- und Allgemeinflächen<br />
sowie dem Refurbishment<br />
der Zimmer mit dem Fokus auf<br />
die Geschichte Wiens und <strong>das</strong> Flair der<br />
heimischen Musikszene wurden BWM<br />
Architekten beauftragt. Auch im Hotel<br />
am Konzerthaus sind Mehrfachnutzung<br />
und <strong>das</strong> thematische Einbeziehen<br />
der Umgebung die zentralen Elemente.<br />
https://am-konzerthaus.hotelsinvienna.org<br />
Das Hotel am Konzerthaus ist Teil der Marke MGallery<br />
Hotel Collection, die Boutique-Hotels mit Geschichten<br />
ausstatten. Mit mehr als <strong>10</strong>0 Häusern erzählt jedes<br />
MGallery eine Geschichte, inspiriert von seiner eigenen<br />
bemerkenswerten Vergangenheit oder dem Ort, den es<br />
sein Zuhause nennt. Die MGallery Hotel Collection ist<br />
Teil von Accor, einer weltweit führenden Hotelgruppe mit<br />
mehr als 5.<strong>10</strong>0 Häusern und <strong>10</strong>.000 Gastronomiebetrieben<br />
in 1<strong>10</strong> Ländern.<br />
Aleš Košak, BWM Architekt; Boris Braun,<br />
Hotel Manager; Stefan Speiser, Starkoch<br />
Restaurant APRON; Erich Bernard, CEO<br />
BWM Architekten<br />
Foto: Hotel am Konzerthaus
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
RAUMKONZEPTE 123<br />
Foto: Hotel am Konzerthaus Fotos: Hotel am Konzerthaus<br />
Gastronomie, Co-Working-Space und Chill-out-Area in einem<br />
großen public space zusammengefasst, bei dem die Bar<br />
<strong>das</strong> Herzstück bildet. In der Regel ist die Gastronomie eher<br />
schlank, mit Fokus auf <strong>das</strong> Frühstück und einem ganztäglichen<br />
Snack-Angebot gestaltet. Auch die Servicekultur unterzieht<br />
sich einem Wandel, es gilt: Begegnen statt Bedienen –<br />
der Service findet auf Augenhöhe zwischen Mitarbeiter und<br />
Gast statt. Vor allem die Konzepte der innerstädtisch zu findenden<br />
Hotelmarken Ruby und 25hours sind hier als top Beispiele<br />
zu nennen. (Quelle Prodinger)<br />
Co-Working und Co-Living sind die zwei prominentesten<br />
Beispiele für die wachsende Shared Economy. Für Hotellerie<br />
bedeutet <strong>das</strong>, auf multifunktionale Nutzungskonzepte zu setzen<br />
- fllexible Raumkonzepte werden zum Mehrwert.<br />
Designer-Menü im Sterne-Restaurant APRON<br />
Das für seine Küche mehrfach ausgezeichnete APRON<br />
im Hotel Am Konzerthaus Vienna ist ein Treffpunkt für<br />
Gourmets: Küchenchef und Starkoch Stefan Speiser<br />
kombiniert regionale und nachhaltige Zutaten mit globalen<br />
Food-Trends und ungewöhnlichen Zubereitungsmethoden.<br />
Aber auch <strong>das</strong> Interieur ist ein echter Hingucker<br />
und wurde 2019 mit<br />
dem Austrian Interior Design<br />
Award in der Kategorie „Innenarchitektur.<br />
Gastronomie,<br />
Hotellerie“ ausgezeichnet.<br />
BWM Architekt Erich<br />
Bernard: „Unser Ziel war es,<br />
ein Restaurant zu erschaffen,<br />
<strong>das</strong> ein persönliches Erscheinungsbild<br />
hat, unabhängig<br />
vom Hotelbetrieb funktioniert<br />
und für Hausgäste wie<br />
Einheimische attraktiv ist.“<br />
Kolumne<br />
„Heißer Herbst“ – aus den Fehlern lernen<br />
Gerade im alpinen Tourismus herrscht<br />
(noch) ein Ungleichgewicht der Saiso nen.<br />
Dement sprechend klar ist es auch, <strong>das</strong>s die<br />
benötigte Mitarbeitermenge während der<br />
kalten Jahreszeit deutlich höher ist. Doch die<br />
Personalsuche im Touris mus ist nicht immer<br />
leicht und gerade Saisonjobs sind immer<br />
schwerer zu besetzen. Während es bereits<br />
vor Corona nicht immer leicht war, gute<br />
Saisonkräfte zu finden, hat sich die Si tuation<br />
seit der Pandemie noch einmal drastisch<br />
verhärtet.<br />
Wir haben schon vor den Herbstschließungen<br />
im Vorjahr darauf hingewiesen, <strong>das</strong>s<br />
hier der falsche Weg gegangen wird. Bei dem<br />
Versuch Weihnachten für den Tourismus<br />
zu retten hat man den gesamten Wintertourismus<br />
belastet. Die Zeit der langen<br />
Schließung haben viele Menschen ge nutzt,<br />
um sich einer anderen Tätigkeit zu widmen<br />
oder sich im Ausland nie derzulassen.<br />
In der Schweiz ging man einen anderen<br />
Weg. Der Betrieb blieb, wenn auch unter Einschränkungen,<br />
offen. Dadurch konnte in der<br />
Schweiz im vergangenen Winter eine Auslastung<br />
von bis zu 50 Prozent erreicht werden<br />
und es kam zu einem Anstieg um etwa<br />
15 Prozent der österreichischen Mitarbeiter.<br />
Auch im Nachbarland wäre der Schweizer<br />
Weg wohl der Richtige für den Tourismus<br />
gewesen.<br />
Thomas Reisenzahn, akadem.<br />
geprüfter Tourismuskaufmann.<br />
Foto: Prodinger Beratungsgruppe
124 GREEN TOURISMUS<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Grüner Urlaub<br />
Von einer Zeitreise in die römische<br />
Antike über Rudern am<br />
Grundlsee bis hin zum Kunstgenuss:<br />
All <strong>das</strong> kann auch in „green“,<br />
also mit nachhaltigen Angeboten,<br />
erlebt werden.<br />
In Linz stellt der Tourismusverband<br />
auf einer authentischen<br />
Nachhaltigkeitsreise lokale Projekte<br />
vor, die zu einem umweltfreundlichen<br />
Lebensstil inspirieren:<br />
von Upcycling und Foodsharing<br />
bis zu einem Treffen mit dem<br />
letzten Donaufischer.<br />
Bei einer geführten Tour mit<br />
den Austria Guides For Future®<br />
lernt man Wien von seiner grünen<br />
Seite kennen. Auf Spaziergängen<br />
abseits der Massen werden kreative<br />
Projekte erkundet, mit denen<br />
die Stadt dem Klimawandel entgegenwirkt:<br />
Begrünte Fassaden, kühle<br />
Grätzl-Oasen, Solardächer auf<br />
historischen Gebäuden oder ausdrucksstarke<br />
Street-Art-Wände.<br />
www.umweltzeichen.at/<br />
gruenerurlaub<br />
Das Kunsthaus Wien von Friedensreich<br />
Hundertwasser ist Pionier im<br />
grünen Bereich.<br />
Foto: Eva Kelety<br />
Zukunftsweg für’s Klima<br />
Von den 95 Klima- und Energie-Modellregionen,<br />
die österreichweit in<br />
819 Gemeinden Klimaschutzprojekte<br />
umsetzen, gehört auch die Region Naturpark<br />
Pöllauer Tal. Hier wurde auch<br />
ein Klimazukunft-Weg ins Leben gerufen,<br />
ein Themenweg, der auf etwa neun<br />
Kilometern in knapp drei Stunden Maßnahmen<br />
zur Anpassung für eine lebenswerte<br />
Zukunft gezeigt. An mehreren Stationen<br />
gibt es Tipps und Informationen<br />
hinsichtlich Klimaveränderung und Maßnahmen<br />
in Form von Informationstafeln<br />
wie “Schattenspender Baum” im Schlosspark,<br />
einem Hummelschaukasten, dem<br />
Infopunkt “Humus im Boden” oder dem<br />
Anschauungsprojekt “Regenwassernutzung”.<br />
Der Infopunkt “Schau- und Versuchsfläche”<br />
sowie “Wald mit Klimazukunft”<br />
veranschaulichen die Wichtigkeit<br />
eines klimafitten Waldes.<br />
www.klima-naturpark-poellauertal.at<br />
Verleihung Umweltzeichen<br />
Das Congress Centrum Alpbach als<br />
Green Location und Pionier von Green<br />
Meetings in Österreich sowie 13 Tourismusbetriebe<br />
aus der Region wurden von<br />
Klimaschutzministerin Leonore Gewessler<br />
mit dem Österreichischen Umweltzeichen<br />
ausgezeichnet. „Alpbach steht mit<br />
seinem Europäischen Forum für Austausch<br />
und Diskussion über die großen<br />
Fragen unserer Zeit. Alpbach steht aber<br />
auch für Antworten und Lösungen auf<br />
diese Fragen. Gemeinsam mit ambitionierten<br />
Tourismusbetrieben zeigt <strong>das</strong><br />
Alpbachtal, wie auf die Herausforderungen<br />
der Klimakrise zukunftsorientiert<br />
reagiert werden kann“, so Gewessler im<br />
Rahmen der Verleihung.<br />
www.umweltzeichen.at<br />
Thomas Kahn (Prokurist, Congress Centrum<br />
Alpbach), Werner Wutscher (Generalsekretär,<br />
Europäisches Forum Alpbach),<br />
Leonore Gewessler (Klimaschutzministerin)<br />
und Andreas Treichl (Präsident,<br />
Europäisches Forum Alpbach).<br />
Foto: efa<strong>21</strong> - Elisabeth Mandl Fotos: KLAR! Naturpark Pöllauer Tal
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELLES 125<br />
Keine Dellen mehr<br />
Inku sorgt mit seinem Naturholzboden<br />
Ativo x3 für bleibend schönen Boden.<br />
Der Ativo x3 ist aufgrund seines Aufbaus<br />
extrem stoßfest - eine Deckschicht<br />
aus echtem Holz wird mit Wood Powder<br />
verpresst und macht die Oberfläche damit<br />
dreimal härter als bei gewöhnlichen<br />
Holzböden. Grundlage für die Naturholzböden<br />
Ativo x3 ist die Eiche, die durch<br />
Robustheit punktet. Am Beispiel des<br />
Ativo x3 konnten in mehreren Durchläufen<br />
mit einer herabfallenden Metallkugel<br />
auf verschiedene Böden gezeigt<br />
werden, <strong>das</strong>s auf dem INKU Naturholzboden<br />
im Gegensatz zu herkömmlichem<br />
Parkett kaum Spuren wahrnehmbar waren.<br />
Durch Nachölen bleibt der Boden<br />
dauerhaft schön zu halten, leichte Kratzer<br />
und Gebrauchsspuren können angeschliffen<br />
und neu geölt werden. Mit drei<br />
verschiedenen Sortierungen ist für jeden<br />
etwas dabei: Egal, ob „Elegance“ mit ruhiger<br />
Sortierung, „Villa“ mit kleinen bis<br />
mittleren Ästen oder „Unika“ mit rustikalem<br />
Einschlag.<br />
www.inku.at<br />
Da braut sich was zusammen<br />
Im Ranking der innovativsten Bierbrauer<br />
Deutschlands ist Rudi Hirz mit Sicherheit<br />
ganz vorne dabei und aktuell<br />
wird auf dem Brauereigelände nicht nur<br />
gebraut, sondern auch intensiv gebaut.<br />
Mit dem Projekt Bierliebe Hirz wird ein<br />
Meilenstein in der Geschichte der seit<br />
1890 bestehenden Privatbrauerei geschaffen.<br />
Die vorrangige Zielsetzung ist<br />
es, den Gästen und Besuchern <strong>das</strong> Brauhandwerk<br />
sowie <strong>das</strong> Thema Bier in allen<br />
seinen Facetten erlebbar zu machen.<br />
Spannend wird ein Besuch im eigenen<br />
Museum, wo sich die Besucher auf eine<br />
Zeitreise in die Gründungsphase der<br />
Brauerei begeben können. Als besondere<br />
Highlights werden – in dem mit einer<br />
kleinen Brauanlage ausgestatteten Seminarraum<br />
– spezielle Bierbrau-Events<br />
angeboten, bei denen die Teilnehmer<br />
gemeinsam mit Rudi Hirz ihr eigenes<br />
Bier brauen können. Die Kreativität des<br />
Bauherrn ist auch beim Innenraumdesign<br />
der Brauliebe Hirz deutlich erkennbar,<br />
viele – mitunter recht unkonventionelle<br />
– Gestaltungsdetails tragen<br />
seine Handschrift. Die Konzeptentwicklung<br />
und die Entwurfsplanung inkl. 3D-<br />
Visualisierung ist von Beginn an in Zusammenarbeit<br />
mit Koll Gastro Konzept<br />
erfolgt, ebenso die Ausschreibung der gesamten<br />
Inneneinrichtung.<br />
www.koll.co.at<br />
Fotos: Inku<br />
Foto: Koll<br />
Fotos: Glatz<br />
Saison-<br />
Verlängerung<br />
Wer sich für eine Schattenlösung<br />
von Glatz entscheidet,<br />
erhält mehr als Sonnenschutz.<br />
Denn besonders im Herbst sind<br />
Schirme mit entsprechendem Zubehör,<br />
welche die Außenterrasse<br />
allwettertauglich machen, gefragt.<br />
Regenrinnen zwischen den<br />
Schirmen und auf Maß gefertigte<br />
Seitenwände sorgen für einen<br />
trockenen, windgeschützten<br />
Platz unterm Schirm. Warmweiße<br />
oder farbige LED-Beleuchtung<br />
und Heizstrahler schaffen bis in<br />
die späten Abendstunden eine<br />
Lounge-Atmosphäre im Außenbereich.<br />
PALAZZO Royal, Noblesse<br />
und Style, der CASTELLO Pro sowie<br />
FORTANO, FORTERO und<br />
FORTELLO gehören zu den Objektschirmen<br />
von Glatz, die speziell<br />
für den Einsatz in Hotellerie &<br />
Gastronomie entwickelt wurden.<br />
Im Windkanal auf ihre Stabilität<br />
getestet und mit ausgeklügelten<br />
Funktionen für optimale Handhabung<br />
ausgestattet, sind sie 365<br />
Tage einsatzfähig.<br />
www.glatz.ch/de
126 PORTRAIT<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Wer zum Waldmenschen auf Zeit mutieren möchte, dem kann neuerdings<br />
am steirischen Pogusch geholfen werden.<br />
Fotos: Christian Flatscher<br />
Ein Baumhaus<br />
für große Kinder<br />
Die Reitbauers am Pogusch sorgen auch nach gut 25 Jahren noch immer für<br />
Überraschungen: Neuestes Angebot für Übernachtungsgäste sind vier Baumhäuser.<br />
<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Die meisten Kinder träumen davon,<br />
einmal in einem echten<br />
Baumhaus zu übernachten. Diesen<br />
Wunsch kann man sich zumindest<br />
als Erwachsener neuerdings im<br />
Wirtshaus Steirereck am steirischen Pogusch<br />
erfüllen, wo die Betreiberfamilie<br />
Reitbauer neben Zimmern rund um einen<br />
alten Stall, zwei klassischen Berghütten<br />
und vier eigenständigen „Vogelhäusern“<br />
seit Ende des diesjährigen<br />
Lockdowns im Mai mit einem weiteren<br />
ungewöhnlichen Konzept aufwartet:<br />
vier im Wald gelegenen, komplett aus<br />
Holz gefertigten Baumhäusern.<br />
Entstanden ist die Idee von einem<br />
jungen Architekten aus Salzburg, Chris<br />
Precht, und seinem Partner Rudi Obauer.<br />
Und wen es jetzt bei der Kombination<br />
aus „Rudi Obauer“ und „Salzburg“ reißt,<br />
der befindet sich schon auf der richtigen<br />
Spur, handelt es sich dabei doch um den<br />
Sohn des Werfener Spitzengastronomen<br />
gleichen Namens – woraus sich auch der<br />
Kontakt zu Birgit Reitbauer erklärt: Man<br />
kennt sich eben in der Branche. Precht<br />
hat jahrelang in Shanghai für ein internationales<br />
Architekturbüro gearbeitet und<br />
wer in einer asiatischen Metropole baut,<br />
weiß, <strong>das</strong>s Gebäude aus Platzmangel immer<br />
nur in die Höhe gehen können. Und<br />
dieser Ansatz, <strong>das</strong>s du im Prinzip nur wenige<br />
Quadratmeter Fläche für ein ganzes<br />
Haus brauchst, wurde eben für den heimischen<br />
Wald adaptiert.<br />
Vom Mitarbeiter- zum<br />
Gästequartier<br />
Ursprünglich war Birgit Reitbauer, die<br />
nach dem altersbedingten Rückzug ihrer<br />
Schwiegereltern auch in der steirischen<br />
Dependance gefordert ist, ja auf<br />
der Suche nach einer kreativen Lösung<br />
für eine Mitarbeiterunterkunft: „Wir suchen<br />
ständig neue Mitarbeiter und klar<br />
muss man bei der Location auch eine<br />
Übernachtungsmöglichkeit oder einfach<br />
einen Rückzugsraum anbieten.<br />
Also warum nicht <strong>das</strong> Angenehme mit<br />
dem Nützlichen verbinden und solche<br />
Baumhäuser für die Mitarbeiter hinstellen?“<br />
Dachte sie sich. Doch die Rechnung<br />
wurde ohne die Behörden in Graz<br />
gemacht. Um es kurz zu machen: Der<br />
ablehnende Bescheid für diese ungewöhnliche<br />
Bauweise war eine klassische<br />
österreichische Mischung aus „geht<br />
nicht, wurde noch nie so gemacht, da<br />
könnte ja jeder kommen“. Schon überhaupt<br />
als Mitarbeiterbehausung. Allerdings<br />
eine Einreichung für touristische<br />
Nutzung könnte die Lage ändern.<br />
Gesagt, getan, mit Hilfe der Gemeinde<br />
wurde <strong>das</strong> Projekt letztlich durchgedrückt.<br />
„Aber es ist schon frustrierend“,<br />
wie Reitbauer erklärt. „Du suchst händeringend<br />
nach Personal, willst denen<br />
auch was Gutes tun und von den Behörden<br />
kommt ein ‚njet‘. Aber gut, so haben<br />
wir wenigstens neue, ziemlich einzigartige<br />
Unterkünfte für unsere Gäste“, freut<br />
sie sich trotzdem.<br />
Der Aufbau war dank der modularen<br />
Bauweise auch keine langwierige Angelegenheit.<br />
Die einzelnen Module werden
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
PORTRAIT 127<br />
vorab gefertigt, mit Lkw an den Bestimmungsort<br />
gebracht und dort mehr oder<br />
weniger nur noch zusammengesteckt.<br />
Danach kann schon die Inneneinrichtung<br />
mit Badezimmer, WC, Wohn- und<br />
Schlafraum startet. Die Architektur sei<br />
eben einzigartig, durch die Vollholzbauweise<br />
ergebe sich außerdem ein sehr angenehmes<br />
Raumklima, wie Birgit Reitbauer<br />
erklärt.<br />
Neues Zweit-Konzept im<br />
Wirtshaus<br />
Die Entstehungskosten liegen jeweils<br />
im Bereich von rund 300.000 Euro. Am<br />
Pogusch werden zwei verschiedene<br />
Größen angeboten: ein kleineres Haus,<br />
zweistöckig mit einem Schlafzimmer<br />
und drei etwas größere, dreistöckig mit<br />
einem Schlafzimmer und einem separaten<br />
Einzelbett. Pro Nacht werden sie<br />
um 348 bzw. 398 Euro vermietet. Ok, die<br />
Häuser sind nichts für Gehbehinderte.<br />
Erwartungsgemäß liegt jedes Zimmer<br />
auf einer anderen Ebene, was ein eher<br />
jüngeres Publikum anspricht. „Aber wir<br />
müssen immer wieder schauen, <strong>das</strong>s<br />
wir eine neue Klientel ansprechen, so<br />
toll unsere sonstigen (Stamm-)Gäste<br />
auch sind“, weiß die Chefin. Gleichzeitig<br />
könnte diese neue Klientel vielleicht<br />
auch <strong>das</strong> neue Zweit-Gastrokonzept<br />
im Wirtshaus ansprechen. Denn neben<br />
dem normalen Gästebereich mit der gewohnten<br />
Speisekarte gibt es jetzt auch<br />
einen langen Gemeinschaftstisch neben<br />
einer offenen „Schankkuchl“ genannten<br />
Schauküche, in der hauptsächlich<br />
mit (offenem) Holzfeuer gearbeitet<br />
wird und wo sich kleine bis große kreative<br />
Gerichte samt Weinbegleitung genießen<br />
lassen. Mutige bestellen dabei<br />
die Speisenfolge „Let it flow“ und lassen<br />
sich einfach überraschen, was dem<br />
Küchenteam so alles einfällt.<br />
Aber zurück zu den Baumhäusern:<br />
Die Reaktionen der Gäste sind laut Reitbauer<br />
großartig, über den Sommer hatte<br />
man eine stolze Auslastung von <strong>10</strong>0<br />
Prozent – sogar an den Tagen, an denen<br />
<strong>das</strong> Wirtshaus geschlossen ist. „Da laden<br />
wir die Gäste dann auf ein Abendessen<br />
bei einem der Kollegen in der Umgebung<br />
ein und damit funktioniert die<br />
Nachfrage auch an den Tagen“, so Reitbauer.<br />
Das Interesse an den neuen Behausungen<br />
habe allerdings auch seine<br />
Schattenseiten: Das Abschließen<br />
der Eingangstüren sei Pflicht, weil man<br />
sonst ständig wildfremde Spaziergänger<br />
im Haus stehen habe. Die Leute hätten<br />
„echt keinen Genierer“. Anfangs sei der<br />
Wanderweg quasi direkt an den Häusern<br />
vorbeigegangen – da war es ganz<br />
übel. Jetzt habe man den Weg ein Stück<br />
verlegt und diese räumliche Distanz mache<br />
sich schon positiv bemerkbar. Aber<br />
<strong>das</strong> Problem ist ja nicht neu: Über mangelndes<br />
Publikumsinteresse musste<br />
man sich am Pogusch noch kaum je den<br />
Kopf zerbrechen und überhaupt waren<br />
ungewöhnliche Angebote hier von Anfang<br />
an immer Teil des Konzeptes.<br />
www.baumbau.at<br />
www.steirereck.at/pogusch/
128 <strong>GASTRO</strong>MIX<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Gerichte mit<br />
Geschichte<br />
Anfang Oktober 20<strong>21</strong> erscheint<br />
„Alpenkulinarik – Geschichten<br />
und Rezepte der alpenländischen<br />
Küche“. Spitzenkoch Roland Essl<br />
hat bekanntlicherweise ein besonderes<br />
Faible für die einzigartigen<br />
Rezepte der alpinen Küche<br />
und widmet sich seit Jahren der<br />
Erforschung der bäuerlichen Speisen<br />
im historischen Zusammenhang.<br />
Und solche Rezepte sind<br />
nicht einfach zu finden. Im Gegensatz<br />
zur klösterlichen, adeligen<br />
und bürgerlichen Küche, deren Rezepte<br />
schon bald nach Erfindung<br />
des Buchdrucks vervielfältigt wurden,<br />
hat man die Rezepte im bäuerlichen<br />
Umfeld noch lange meist<br />
mündlich weitergegeben. In jedem<br />
Tal wurde anders gekocht, weil die<br />
verschiedenen Regionen auch unterschiedliche<br />
Voraussetzungen<br />
für Anbau und Erzeugung mit sich<br />
brachten. Das führte zu einer immensen<br />
Vielfalt an Gerichten, von<br />
„Stinkerknödel“ bis zu „Katzengschroa“,<br />
die Geschichten über die<br />
damalige Zeit und ihre Umstände<br />
erzählen.<br />
www.pustet.at<br />
ISBN 978-3-7025-<strong>10</strong>24-4<br />
320 Seiten, durchgehend farbig<br />
bebildert<br />
Jamie Oliver tischt neues Buch auf<br />
Sisi-Bräu in Wien<br />
Together – Alle an einem<br />
Tisch“ heißt <strong>das</strong><br />
neue Printprodukt des<br />
britischen Starkochs,<br />
und der Name ist Programm.<br />
Denn noch nie<br />
war es wichtiger, zusammenzukommen<br />
und eine Mahlzeit mit<br />
Freunden und Familie<br />
zu teilen. Jamie Olivers<br />
Buch ist eine Hommage<br />
an <strong>das</strong> gute Essen, welches<br />
man mit Familie<br />
und Freunden am meisten<br />
genießt. Dabei wurde alles durchdacht<br />
und geplant, damit man bestens<br />
vorbereitet besonders viel Zeit mit den<br />
Lieben verbringen kann. Für <strong>das</strong> Kochbuch<br />
hat Oliver köstliche Gerichte kreiert,<br />
die für zwei bis 14<br />
Personen serviert werden<br />
können. Egal, ob<br />
„Sommer-Lunch“ oder<br />
„Curry Night“, in 18 kreativen<br />
Menü-Ideen bildet<br />
je ein Hauptgericht<br />
den Mittelpunkt, <strong>das</strong><br />
von passenden Beilagen,<br />
Drinks und kleinen Gerichten<br />
umgeben ist. Das<br />
ergibt insgesamt über<br />
120 Rezepte, die zum gemeinschaftlichen<br />
Genießen<br />
Lust machen. „Together“<br />
erschien am 6. September 20<strong>21</strong> im<br />
Dorling Kindersley Verlag.<br />
www.dorlingkindersley.de<br />
ISBN 978-3-83<strong>10</strong>-4331-6<br />
Über 200 farbige Fotos<br />
Im neu eröffneten „Sisi-Bräu“ treffen<br />
Wiener Traditionsküche und kaiserliches<br />
Interieur aufeinander. Gerichte<br />
wie vordere Sur-Stelze, Sisi-Reiterjause<br />
oder Sisi-Burger zählen zu den speziellen<br />
Schmankerln. Neben den Wiener<br />
Hauptspeisen-Klassikern gibt es auch<br />
Süßes – etwa die eigens kreierte Sisi<br />
Torte. Im Westfield-Donauzentrum im<br />
22. Bezirk wurde die 640m2 große Gastrofläche<br />
an den Unternehmer Christian<br />
Marth vergeben. Mit dem Sisi Bräu ist<br />
ihm ein Erlebnis für alle Sinne in einem<br />
prunkvollen Ambiente gelungen. Angelehnt<br />
an die k.u.k.-Zeit besticht <strong>das</strong> Interieur<br />
mit Eleganz und hochwertiger Einrichtung.<br />
Das Konzept wurde gemeinsam<br />
mit dem Traditionsbetrieb <strong>10</strong>00 Tische<br />
& Stühle realisiert. Stühle namens „Florence“<br />
in rotem Samt mit Chesterfield-<br />
Steppung, verziert mit edlen Gold Nieten,<br />
sorgen nicht nur für moderne Akzente,<br />
sondern bieten auch einen einzigartigen<br />
Sitzkomfort. Ebenso rundet die restliche<br />
Ausstattung des Einrichtungsprofis mit<br />
Tischen, sonderangefertigten Sitzbänken<br />
und Armstühlen <strong>das</strong> jeweilige Design-Thema<br />
der Räume ab.<br />
www.sisi-braeu.at<br />
www.<strong>10</strong>00tische.at<br />
Foto: Erick Knight Photography
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
PERSONELLES 129<br />
Foto: Pavel Laurencik<br />
Thomas Wohlfarter neuer Chefkoch<br />
im Schlosspark Mauerbach<br />
Mit frischem kulinarischem Wind startet <strong>das</strong> 4 Sterne<br />
Superior Hotel Schlosspark Mauerbach am Stadtrand<br />
von Wien in den Herbst. Der für die Einfachheit<br />
seiner Genussküche bekannte Thomas Wohlfarter ist<br />
neuer Chefkoch des Resorts mit dem von Gault & Millau<br />
mit zwei Hauben prämierten Restaurant „Vier Jahreszeiten“.<br />
Die Stationen von Thomas Wohlfarter waren<br />
bisher unter anderem <strong>das</strong> Dombeisl, <strong>das</strong> Amarantis und<br />
<strong>das</strong> Palais Coburg. Im Schlosspark Mauerbach möchte<br />
er seinen Stil fortsetzen und mit Mut zur Einfachheit<br />
besondere Geschmackserlebnisse<br />
bereiten. „Ich möchte<br />
den Gästen leicht zugängliche<br />
Klassiker der österreichischen<br />
Küche servieren mit Produkten,<br />
die man kennt. Exoten und<br />
Geschmacksexperimente wird<br />
man bei mir kaum finden, dafür<br />
die Aromen und Nuancen der<br />
Zutaten umso mehr“, so Wohlfarter.<br />
Neuer Standortgeschäftsleiter<br />
bei Transgourmet Zell am See<br />
Der Gastronomie-Großhändler Transgourmet expandiert<br />
und errichtet bis zum Frühsommer 2022 seinen<br />
vierzehnten Standort in Zell am See. Bereits jetzt hat<br />
der erfahrene Handels-Profi Christian Hann die Funktion<br />
des Standortgeschäftsleiters übernommen. Der<br />
32-jährige gebürtige Salzburger ist in dieser hauptverantwortlich<br />
für die Führung des Standortes und lenkt<br />
alle operativen Geschicke. Gemeinsam mit seinem künftig<br />
mehr als 70-köpfigem Team tritt er an, um den neuen<br />
Standort, der als Abhol- und Zustellmarkt betrieben<br />
wird, bei den Hauptzielgruppen Gastronomie und Hotellerie<br />
in den Bezirken Zell am See, St. Johann/Pongau bis<br />
nach Kitzbühel zu verankern Hann absolvierte eine Lehre<br />
als Einzelhandelskaufmann<br />
und studiert Betriebswirtschaftslehre<br />
an<br />
der IFM Salzburg. Er verbrachte<br />
seine berufliche<br />
Laufbahn in der Spar AG<br />
– zuletzt fungierte er als<br />
Gebietsleiter Einzelhandel<br />
sowie als Key User in<br />
Salzburg und Tirol.<br />
Foto: Transgourmet Österreich / Michael Germann<br />
Foto: Vivatis<br />
Vivatis verstärkt<br />
Wojnar-Geschäftsführung<br />
Im Zuge der Mehrheitsbeteiligung (74 Prozent) der Linzer<br />
Vivatis-Gruppe am Wiener Feinkostspezialisten<br />
Wojnar wird in dessen Führungsetage für zusätzliche<br />
Kraft gesorgt: Neben Mag. Nina Nadler (Qualitätsmanagement,<br />
Marketing, IT, Einkauf und HR) und Daniela<br />
Wojnar (Verkauf, Produktion, Produktentwicklung<br />
und Technik) ist seit 01.08.20<strong>21</strong> auch Michael Schietz<br />
(Bild) Teil der Geschäftsführung von Wojnar. Schietz ist<br />
dort für die Bereiche Finanzen, Controlling, Strategie<br />
und Aufbauorganisation verantwortlich. Der 36-jährige<br />
gebürtige Mühlviertler ist seit sechs Jahren bei der Vivatis<br />
Holding AG und dort<br />
für den Konzernbereich<br />
„Business Development“<br />
verantwortlich. Davor war<br />
Schietz nach seinem Studium<br />
an der Montanuniversität<br />
Leoben sechs Jahre<br />
lang bei einem internationalen<br />
Energiekonzern in<br />
verschiedenen Funktionen<br />
tätig.<br />
Thomas Pfeiffer neu in der<br />
Rational-Geschäftsführung<br />
Thomas Pfeiffer übernimmt bei Rational ab 1. November<br />
20<strong>21</strong> die Geschäftsführung der Rational<br />
Deutschland GmbH sowie die Verantwortung als Executive<br />
Vice President für die gesamte Region DACH.<br />
Er folgt auf Oliver Frosch, der <strong>das</strong> Unternehmen zum<br />
30. November 20<strong>21</strong> auf eigenen Wunsch verlässt, um<br />
sich anderen beruflichen Herausforderungen zu stellen.<br />
Nach diversen beruflichen<br />
Stationen verantwortete<br />
Pfeiffer von 2013<br />
bis 2017 die Geschäftsführung<br />
der Winterhalter<br />
Deutschland GmbH<br />
bevor er ab 2018 mit großem<br />
Erfolg die weltweite<br />
Gesamtverantwortung<br />
der Vertriebs-, Marketingund<br />
Serviceorganisation<br />
in der Winterhalter Gruppe<br />
übernahm.<br />
Foto: Rational
130 VORSCHAU & IMPRESSUM<br />
<strong>10</strong>/20<strong>21</strong><br />
Das erwartet Sie in der nächsten Ausgabe:<br />
18. <strong>10</strong>. 2. 11.<br />
Anzeigenschluss<br />
Erscheinungstermin<br />
Food Getränke Nonfood<br />
• Convenience<br />
• Geflügel<br />
• Milchprodukte &<br />
Käse<br />
• Eis<br />
• Ethno Food Serie:<br />
Food around the<br />
world<br />
• Spezialitätenbiere<br />
• Edelbrände<br />
• Kaffee & Tee<br />
• Kaffeemaschinen<br />
• Berufsbekleidung<br />
• Küchentechnik<br />
• Ambiente &<br />
Tischkultur<br />
Alles für den Gast vom 06. bis <strong>10</strong>. November 20<strong>21</strong><br />
Button-Legende<br />
In jeder Ausgabe des <strong>GASTRO</strong>-Magazins finden sich Buttons bei manchen Geschichten. Sie sollen auf folgende Inhalte hinweisen:<br />
Tourismus/<br />
Hotellerie<br />
• Hotel der Zukunft<br />
• Touristische<br />
Winterkonzepte<br />
• Innovative<br />
Hotelkonzepte<br />
• Thermen-News<br />
GREEN<br />
FUTURE<br />
Stories, die unter<br />
anderem<br />
Nachhaltigkeit zum<br />
Inhalt haben.<br />
WIRTSHAUS-<br />
KULTUR<br />
Portraits, welche die<br />
Wirtshauskultur in<br />
Österreich<br />
repräsentieren.<br />
ETHNO<br />
FOOD<br />
Die Küchen<br />
der Welt.<br />
bio<br />
Foto: Josef Rozsnyai<br />
impressum<br />
› Herausgeber: Kurt Heinz & Michael Heinz › Geschäftsführung: Kurt Heinz, Tel. +43 (0)664/751 026 29, k.heinz@gastroverlag.at;<br />
Michael HEINZ, Tel. +43 (0)664/5<strong>21</strong> 69 36, m.heinz@gastroverlag.at › Medieninhaber: H1 Medien & Gastro Verlag GmbH<br />
› Anzeigenleitung: Peter Bubenicek, Tel. +43 (0)1/4798430-15, bubenicek@gastroverlag.at › Anschrift: 1180 Wien, Gersthofer<br />
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und der Vertrieb von Druckschriften aller Art. Erklärung über die grundlegende Richtung: Unabhängiges<br />
Magazin für die öster reichische Gastronomie und Hotellerie. › Verlagspostamt: 1180 Wien, Postgebühr<br />
20202<strong>10</strong><strong>21</strong><br />
bar bezahlt. Teilweiser oder gesamter Nachdruck bedarf der Zustimmung des Verlags. Für unverlangt eingesandte<br />
Manuskripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Kommentare<br />
geben die persönliche Meinung des Autors wieder und müssen nicht mit der<br />
Meinung der Redaktion überein stimmen › Druckauflage im Jahr 20<strong>21</strong>: 30.550 ›<br />
Verbreitete Auflage im Jahr 20<strong>21</strong>: 30.400<br />
Alle verwendeten geschlechtsspezifischen Formulierungen meinen<br />
die weibliche und die männliche Form.<br />
Jahresschnitt 2020:<br />
Druckauflage 20.208<br />
Verbreitete Auflage 20.135
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