06.10.2021 Aufrufe

Falstaff STEIERMARK Special 2021

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AUS DER

CHEFREDAKTION

TRADITION UND

NEUE GESCHICHTEN

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER!

Große Weine, Wälder mit reichem Wildbestand,

Kräuterwiesen, urige Almen, schöne Seen, ein

dunkelgrünes Öl und mancherlei Obst fällt

einem ein, wenn man an die Steiermark denkt. Und

Farben! Das Grün der Wälder, das Weiß der Gipfel,

das Rot der Äpfel, das Grüngold des Kernöls.

Alles echt steirische Marken? Ja, natürlich. Aber die

Steiermark steht auch für innovative Kultur, besondere

Architektur und außergewöhnliche Menschen. Diese

produzieren dann zum Beispiel Schokolade mit Weltruf,

werden berühmte Schauspieler oder erfolgreiche

Geschäftsleute, immer verbunden durch ihre steirischen

Wurzeln. Der Autor Reinhard P. Gruber schreibt in seinem

Buch »Aus dem Leben Hödlmosers«: »Steirerblut

ist kein Himbeersaft«, und das hat sicher mehr als ein

Körnchen Wahrheit. Den Steirern wird Eigensinn, Selbstständigkeit

und auch ein wenig Unnachgiebigkeit

bescheinigt und letztere betrifft vor allem auch das

Qualitätsbewusstsein für regionale Produkte. Apropos

Wurzeln: Auch eine scharfe Wurzel ist eine Berühmtheit.

Der Steirische Kren gehört zum Land wie der Grazer

Uhrtum, der Steirische Herbst, die Klapotetze oder der

Red-Bull-Ring in Spielberg.

Elf neue Erlebnisregionen. Gerade erfindet man auch

die Tourismus-Struktur für eine erfolgreiche Zukunft

neu. Aus 96 wird elf und damit werden Effizienz und

Marketing verbessert. Diese elf Erlebnisregionen starten

am 1. Oktober. Aus diesem Grund freuen wir uns, Ihnen

mit dem Falstaff Special Steiermark ein Lesebuch in die

Hand zu geben, das die Regionen in elf eindrucksvollen

Porträts vorstellt und mit elf besonderen Rezepten die

genussvolle Seite der Grünen Mark ins Blickfeld rückt.

Wir wünschen Ihnen feine Auszeiten.

WOLFGANG M. ROSAM

Chefredakteur und Herausgeber

wolfgang.rosam@falstaff.com

@RosamWolfgang

ILSE FISCHER

Chefredakteurin

Fotos: Helge Kirchberger, Manfred Klimek

IMPRESSUM MEDIENINHABER Falstaff Verlags-GmbH, Führichgasse 8, 1010 Wien, T: +43 1 9042141, www.falstaff.com,

redaktion@falstaff.com HERAUSGEBER Wolfgang M. Rosam, Angelika Rosam GESCHÄFTSFÜHRUNG Mag. Elisabeth

Kamper, Ronald Tomandl, MSc. ANZEIGEN Lisa Tschernig, MA (Anzeigenleitung), Christiane Ceccarelli (Anzeigenkoordination),

anzeigen@falstaff.at CHEFREDAKTION Ilse Fischer CHEFIN VOM DIENST Dr. Susanna Sklenar ART DIRECTOR alaki

design/Wolfgang Lackinger FOTOREDAKTION Mag. Thomas Trimmel PRODUKTION/LITHO Konstantin Riemerschmid

MITARBEITER DIESER AUSGABE Sabine Flieser-Just, Mag. Alexandra Gorsche, Klaus Höfler, Mag. Tina Veit-Fuchs

ART DIRECTOR MARKETING & SALES Thomas Kepplinger DIRECT SALES Timotheus Lamberg LEKTORAT Thomas

Fisher MSc., Mag. Johanna Weber ABOMARKETING & LESERSERVICE Evelyn Taschler (Ltg. Aboservice), DW 401,

abo@falstaff.at HERSTELLER Druckerei Berger, Wiener Straße 80, 3580 Horn. Diese Ausgabe ist eine Sonderveröffentlichung

des Falstaff-Verlags mit Steiermark Tourismus.

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5


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01

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STEIERMARK

36

Die Region Graz

ist ein bunter

Schmelztiegel aus

urbanem und

ländlichem Lifestyle,

Kultur & Kulinarik.

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Steiermark

ELF ERLEBNISREGIONEN FÜR VIELFÄLTIGEN GENUSS

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23 INTERVIEWS

Landeshauptmann Hermann

Schützenhöfer und Tourismuslandesrätin

Barbara Eibinger-Miedl über die Vielfalt

der Steiermark und die neuen

elf Erlebnisregionen.

70

Die sonnenverwöhnte

Südsteiermark

bereitet den

Boden für

besondere

Genüsse.

118

So schmeckt

die Steiermark!

elf Köche aus

elf Regionen

bitten zu Tisch.

28 EINLEITUNG

Echt. Steirisch. Ein Land erzählt

Geschichten von köstlichen Besonderheiten

und landschaftlichen Wundern.

36 REGION GRAZ

Graziöse Sinne: Österreichs zweitgrößte

Stadt und ihre Umgebung haben viel zu

bieten: Historie, Natur, Lifestyle

52 THERMEN- & VULKANLAND

Die ruhigen Wilden: facettenreicher

Genuss von Riegersburg bis Straden,

von Fehring bis Bad Radkersburg

70 SÜDSTEIERMARK

Klang des Südens: sanfte Hügel, kurvenreiche

Weinstraßen, mediterranes Flair

und Genuss ohne Ende

90 OSTSTEIERMARK

Der Reichtum liegt im Garten: Best of

Apfel, Most und Schnaps. Erholsame

Naturparadiese inklusive.

106 HOCHSTEIERMARK

Genussreich: HaubenköchInnen

und kreative WirtInnen sorgen für

unvergessliche Gaumenfreuden

118 KÖSTLICH WILDE REZEPTE

Steirische Gaumenfreuden und

kulinarische Höhenflüge, serviert von elf

Spitzenköchen aus elf Regionen

Fotos: Region Graz/Robert Sommerauer, Walter Luttenberger Photography, Marco Riebler, Werner Krug, Steiermark Tourismus/Herbert Raffalt

6 falstaff


STEIERMARK

GENUSS ERLEBEN

142

Die blauen Gebirgsgarnelen

»White

Panther« sind echte

Steirer.

FÜHRUNG MIT VERKOSTUNG

142 ERZBERG-LEOBEN

Eisenerz, Abenteuer & Genuss.

Hier treffen landschaftliche

Schönheiten auf abenteuerliche

Skipisten

158 MURTAL

Ankommen & loslegen: imposante

Berge, herrliche Wiesen und Täler,

feinste Kulinarik. Und dazwischen

der 14,6 Meter hohe

Bulle von Spielberg.

174 MURAU

Grüne Logenplätze: idyllische

Naturjuwele, süffiges Bier und

überhaupt ein Erlebnisraum für

alle Sinne

188

Penthouse der

Steiermark: die

Südwand des

Dachstein-Massivs

188 SCHLADMING-DACHSTEIN

Kulinarik auf und abseits der Alm.

Das Wander- und Wintersport mekka

der Steiermark. Mit kulinarischem

Fokus auf Qualität und Regionalität

200 GESÄUSE

Abenteuerspielplatz & Weltwunder.

Vom Stift Admont auf die Alm. Hier

treffen einander Hochkultur und

wilde Natur

212 AUSSEERLAND-

SALZKAMMERGUT

Wo die Liebe hinfällt. Auf den Spuren

von Erzherzog Johann und

Anna Plochl. Ein Hotspot für

genussvolle Auszeiten

5 AUS DER CHEFREDAKTION

5 IMPRESSUM

226 TISCHGESPRÄCH

KULINARISCHE HIGHLIGHTS

TIERE HAUTNAH ERLEBEN

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steiermark / EINLEITUNG

MURINSEL

REGION GRAZ. Mit der City of Design, der

futuristischen Murinsel und dem Kunsthaus ist

Graz Kultur-, aber auch Genusshauptstadt.

In jedem Fall ein sehr lebendiger und bunter

Lebens-Platz, der für jeden Geschmack

viel bieten kann.

Vielfalt

8 falstaff


Das grüne Bundesland leuchtet in allen Farben der Natur und überrascht immer

wieder auch mit ganz besonderen Ein- und Ausblicken. Design, Architektur,

Weinberge, Seen, Gletscher und Berge formen sich zu einem Kosmos der Schönheit.

TEXT ILSE FISCHER

Foto: Graz Tourismus/Harry Schiffer

Steiermark

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steiermark / EINLEITUNG

MOARALMSEE

SCHLADMING-DACHSTEIN. Das imposante Dachsteinmassiv mit

seinem Gletscher ist ein Hotspot für Sport- und Genusstouren zu

jeder Jahreszeit. Der idyllische Moaralmsee in den Schladminger

Tauern zählt zu den schönsten Bergseen der Steiermark.

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Foto: TVB HAG/René Eduard Perhab


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11


steiermark / EINLEITUNG

SCHILCHER

WEINSTRASSE

SÜDSTEIERMARK. Bei Streifzügen aller Art durch das Schilcherland

kann man die Köstlichkeiten dieser Kulturlandschaft genießen. Die

Schilcher Weinstraße punktet mit exzellenten Buschenschänken

und feinen Weinen, gewachsen auf mineralstoffreichen Böden.

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Foto: Steiermark Tourismus/Velontour/Heiko Mandl

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steiermark / EINLEITUNG

Foto: TVB Ausseerland Salzkammergut/Tom Lamm

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LOSER

AUSSEERLAND-SALZKAMMERGUT. Der Loser

am Nordufer des Altausseersees ist der Hausberg

der Region. Wandern und Skifahren mit wunderbaren

Ausblicken bis in die Hohen Tauern, zum Dachstein und in das

Tote Gebirge machen ihn zu einem Erlebnis der Extraklasse.

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15


STEILE WEINE

Die Steirischen Terroir- und Klassikweingüter, kurz auch STK genannt, sind Synonym für das

steirische Weinwunder. Mit generationenübergreifender Erfahrung und ihrer Leidenschaft für

beste steirische Weinkultur sorgen sie national wie international für Furore.

Fotos: © Michael Königshofer

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falstaff


STEIRISCHE TERROIR- UND KLASSIKWEINGÜTER

ADVERTORIAL

Die Steirischen Terroir- und Klassikweingüter

wurden vor über

30 Jahren gegründet und seit damals

steht für ihre Weine die

Herkunft im Fokus. Allen Mitgliedern war

schon sehr früh ganz klar, dass jeder für sich

über sehr spannende und doch gänzlich unterschiedliche

Weingärten und damit einhergehende

Kleinklimata verfügt, die es herauszuarbeiten

galt und gilt. Heute ist bereits die

Jugend der Gründungs väter am Werk, und

in den letzten Jahren sind immer wieder

ausschließlich familiengeführte Weingüter

dazugekommen, die sich den hohen Ansprüchen

der Gruppe an Qualität und Lebenseinstellung

gewachsen sehen. Genau ein

Dutzend Winzer und Win zerinnen, die önologisch

bestens ausgebildet sind, sich aber

auch auf der zwischenmenschlichen Ebene

bestens verstehen, und – so wie schon ihre

Väter und Mütter – die Entwicklung weiter

vorantreiben und ihre Visionen in die Tat

umsetzen, tauschen sich hier aus. Jedes

Weingut hat sich im Sinne der Qualität hundertprozentiger

Handlese verschrieben und

alle Weingärten der STK-Weingüter werden

herbizid- und insektizidfrei gepflegt, viele

arbeiten bereits zertifiziert biologisch und

nachhaltig. Dem Ortswein schenkt man

wieder den Stellenwert, den er früher zu

Recht hatte, und alte Rebstöcke, die sich

durchwegs in absoluten Steillagen befinden,

werden besonders achtsam gepflegt, sind sie

doch die Basis für die Ersten und Großen

STK-Lagenweine. Für das große Lager- und

Reifepotential braucht es aber auch viel Geduld

im Keller und gerade die STK-Winzer

waren hier Vorreiter.

WEINSERIE AUF SPITZENNIVEAU

Mit 2017, 2018, 2019 und 2020 haben alle

fantastische Jahrgänge in ihre Keller gebracht,

inzwischen schon gefüllt, und erzielten

damit Höchstnoten im In- und Ausland.

Für Besucher stehen die Tore ganzjährig

weit offen, um in diese Geschmackswelten

einzutauchen und die Gastfreundschaft zu

erleben. Genuss hat eben viele Aspekte. Ein

weiterer sind kulinarische Höhenflüge, die

man dort und da findet, oder Wohnen auf

allerhöchstem Wohlfühlniveau. Immer mit

einem Tick mehr als überall anders.

Die Gruppe eint aber auch noch ein ganz

anderer wesentlicher Faktor: Kunst, Kultur

und die Faszination für Geschichte. Auf die

STK-Weine mit ihren herausragenden La-

Wenn man steirischen Wein liebt,

kommt man ohne Weine der STK-

Truppe nicht aus.

gerfähigkeiten bezogen, verwundert es dann

nicht, wenn man bei jedem Steirischen Terroir-

und Klassikweingut auf Weinarchive

stößt, die die Entwicklungsgeschichte dieser

Weingüter zu einer Zeitreise der besonderen

Art werden lässt und von Juli bis Oktober

2022 als Entdeckungsreise mit zahlreichen

Veranstaltungen zelebriert wird.

INFO

Nächste Veranstaltungen:

STK-Raritätenverkostung: 13. November 2021,

Schloss Kapfenstein

STK-Jahrgangspräsentation: 30. April 2022,

Weingut Lackner-Tinnacher

Weitere Informationen unter:

stk-wein.at

SÜDSTEIERMARK

• WEINGUT GROSS

gross.at

• WEINGUT LACKNER-TINNACHER

tinnacher.at

• WEINGUT MAITZ

maitz.co.at

• WEINGUT POLZ

polz.co.at

• WEINGUT ERWIN SABATHI

sabathi.com

• WEINGUT HANNES SABATHI

hannessabathi.at

• WEINGUT SATTLERHOF

sattlerhof.at

• WEINGUT TEMENT

tement.at

• WEINGUT WOHLMUTH

wohlmuth.at

VULKANLAND STEIERMARK

• WEINGUT FRAUWALLNER

frauwallner.com

• WEINGUT NEUMEISTER

neumeister.cc

• WEINGUT WINKLER-HERMADEN

winkler-hermaden.at

falstaff 17


steiermark / EINLEITUNG

Illustration: Stefanie Hilgarth/carolineseidler.com

18 falstaff


falstaff

19


Der Name ist aus der

umgangssprachlichen Bezeichnung der

Zahl 7 entstanden, wird aber auch mit

dem italienischen Wort »insieme« für

gemeinsam verbunden.

DIE 7 JUNGWINZER

Junge Winzer braucht das Land – dieses Motto trifft den Nagel wortwörtlich auf den Kopf, wenn

man die 7 südsteirischen Jungwinzer betrachtet, die sich zu der Vereinigung »die SIEME«

zusammengeschlossen haben und nun gemeinsam innovative Ideen und Wege beschreiten.

Die junge Generation der südsteirischen

Weingüter Assigal, Adam-

Lieleg, Sabathihof Dillinger, Oberer

Germuth, Pichler-Schober,

Regele und Tschermonegg sind die SIEME.

Das Hauptaugenmerk legen die 7 jungen

Winzer auf ihre ortstypischen Sauvignon

Blanc’s. Sie sollen den jeweiligen Ort mit

den spezifischen Bedingungen widerspiegeln.

DIE FÜNF ORTSWEINGEBIETE

Die Südsteiermark kann in fünf Ortsweingebiete

geteilt werden: Kitzeck-Sausal,

Gamlitz, Eichberg, Ehrenhausen und Leutschach.

Jedes dieser Gebiete zeichnet sich

durch spezifische Anbaubedingungen aus

und diese machen die Weine zu etwas ganz

Besonderem. In Kitzeck-Sausal, dem nörd-

lichsten Teil, geben die kargen Schieferböden

den Weinen eine kühle, würzige und

straffe Mineralität. Die Weingärten befinden

sich großteils auf Höhenlagen von 380

bis 650 Metern, was zu einer guten Durchlüftung

der Reben beiträgt. Zudem findet

die Ernte ein bis zwei Wochen später statt.

In den warmen und kesselförmigen Rieden

von Gamlitz entsteht ein reichhaltiges und

reifes Fruchtaroma, das besonders beim

Sauvignon Blanc zu sehr ausdrucksstarken

Weinen führt. Zart vegetabile Aromen entwickeln

sich hier in den kühleren Rieden ab

400 Meter Seehöhe. Eichberg ist von steilen,

exponierten Lagen mit hohen Kuppen

gekennzeichnet und wird von kühlenden

Wäldern umgeben. Die Trauben reifen aufgrund

der Seehöhe und der kühlen Ausprägung

des Klimas sehr spät, die Weine sind

in der Aromatik frisch-würzig und finessenreich

und zeichnen sich durch einen moderaten

Alkoholgehalt aus. Angrenzend an die

pannonische Tiefebene und an den Fluss

Mur wachsen in Ehrenhausen die Reben

unter kargen Bedingungen und lassen die

Trauben langsam und harmonisch reifen.

Die Weine brillieren mit feingliedrigen Zitrusnoten,

mit Strukturlänge am Gaumen

sowie mit reifer Säure und einem salzigen

wie feinwürzigen Abgang. Im südlichsten

Ortsweingebiet Leutschach finden sich vorwiegend

schwere Kalkmergelböden, die

neben großen Temperaturunteschieden für

eine würzige, vielfältige Aromenausbildung

verantwortlich sind. Die Weine sind in ihrer

Struktur kräftig und saftig.

20

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DIE SIEME

1 OBERER GERMUTH

SAUVIGNON BLANC LEUTSCHACH DAC 2020

Das Bukett zeigt sich von großer Noblesse, multifein

und sehr elegant, Limette, Grapefruit, am Gaumen

viele Facetten, mineralischer Touch, bleibt aber

durchgehend saftig, tolle Balance, langes Finale.

2 SABATHIHOF DILLINGER

SAUVIGNON BLANC LEUTSCHACH DAC 2020

Reif und saftig, weißes Steinobst, im Hintergrund Freuersteinnoten,

am Gaumen folgt vom Terroir geprägte

zartwürzige Mineralik und saftige Frucht, alles perfekt

austariert und auf den Punkt fein gezeichnet.

3 ASSIGAL SAUVIGNON BLANC KITZECK-

SAUSAL DAC 2020

Zunächst gelber, reifer Paprika, Maracuja, am Gaumen

ein bisschen Exotik, aber ohne ausladende

Breite, stützender Gerbstoff, schiefergeprägte mineralische

Dichte, trinkanimierend.

4 ADAM-LIELEG

SAUVIGNON BLANC EICHBERG DAC 2020

Feinverwobenes, fruchtig-würziges Bukett mit Aromen

von Mango und Stachelbeeren, getrockneten

mediterranen Kräutern, im Hintergrund rote, gelbe

Paprikaschoten, am Gaumen mineralisch, kompromisslos

trocken, zieht sich linear bis ins würzig-pikante

Finale durch.

5 TSCHERMONEGG

SAUVIGNON BLANC

GAMLITZ DAC 2020

In der Nase eine bestechende Aromen-Dimension,

frische Wildkräuter, Brennnessel, am Gaumen kompakte

Eleganz, mit mineralisch geprägten Konturen,

Grapefruit, würziger, langer Abgang.

6 REGELE

SAUVIGNON BLANC

EHRENHAUSEN DAC 2020

Signifikantes, saftiges Bukett mit markanten gelbfruchtigen

Aromen, am Gaumen puristische Zitrusnoten,

Passionsfrucht, Bergamotte, im Finale präziser

Säurebogen, elegante Textur.

7 PICHLER SCHOBER

SAUVIGNON BLANC KITZECK-

SAUSAL DAC 2020

Im Bukett zunächst schieferwürzige Mineralik, es

folgen vegetabile Noten, grüne Oliven, Fenchel, am

Gaumen straff und engmaschig, Grapefruit, grandiose

Salzigkeit im Finale.

INFO

Weitere Informationen unter:

diesieme.at

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ADVERTORIAL Fotos: © SIEME / Stefan Leitner

* Die Verkostungsnotizen stammen von Henry Sams, steiermarkwein.

falstaff 21


INTERVIEW / steiermark

»ELF NEUE ERLEBNISREGIONEN

ALS GRUNDSTEIN FÜR

DEN ERFOLG DES GRÜNEN

HERZENS ÖSTERREICHS.«

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-

Miedl über die neue Struktur in der Steiermärkischen Tourismuslandschaft, die Vielfalt

der Natur, Kultur, Kulinarik und das besondere Lebensgefühl in der grünen Mark.

INTERVIEW ILSE FISCHER

Fotos: Dennis Williamson, Steiermark Tourismus

FALSTAFF Herr Landeshauptmann, elf

neue Erlebnisregionen für die Steiermark –

die neue Struktur im steirischen Tourismus

wird am 1. Oktober 2021 in Kraft treten.

Ist das als ein Re-Start für den Tourismus

nach der Corona-Pandemie zu sehen?

HERMANN SCHÜTZENHÖFER Die Corona-Epidemie

hat uns alle, aber auch insbesondere

den heimischen Tourismus, lange

in Atem gehalten. Generell ist der Tourismus

leider eine der am stärksten betroffenen

Branchen. Gemeinsam mit dem Regierungspartner,

der zuständigen Landesrätin

sowie der steirischen Tourismusgesellschaft

werden wir alles versuchen, um die Weichen

für eine noch bessere Zukunft zu stellen.

Mit der neuen Struktur haben wir den

Grundstein dafür bereits gelegt, um als

»Grünes Herz Österreichs« schlagkräftiger

auftreten zu können.

Die Steiermark ist ein Land voller Vielfalt.

Von der Kulinarik, der Natur bis zur Kultur.

Was sagen Sie als Landeshauptmann,

was zeichnet das Land – oder besser – was

zeichnet die Steirerinnen und Steirer aus?

Es ist schön in einem Land zu leben, in dem

es von der Wirtschaft über die Wissenschaft

bis zum Tourismus alles gibt. Ich glaube,

wir Steirerinnen und Steirer sind besonders

stolz auf unsere Heimat – vom Dach- >

falstaff

23


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INTERVIEW / steiermark

>

stein bis ins Thermenland. Was uns Steirerinnen

und Steirer auszeichnet? Ich sage

immer, wir haben Kultur in der Seele und

Genuss im Blut. Die steirische Gastfreundschaft

und Lebensfreude sind weit über die

Grenzen Österreichs bekannt.

Wenn wir schon bei der Kulinarik sind: Sie

haben bei unserem letzten Interview gesagt

»Vom Schinken bis zum Käse und vom

Apfel bis zur Schokolade zeigt sich die Vielfalt

der Steiermark.« Glauben Sie, die

Corona-Krise hat etwas in der Wahrnehmung

der Menschen geändert, was heimische

Produkte betriff?

Genuss ist ein steirisches Lebensgefühl. Die

Epidemie hat verdeutlicht, dass wir Köstlichkeiten,

um die uns andere Länder beneiden,

vor der eigenen Haustüre haben. Es

war ja insbesondere während der Krise für

unsere Wirtschaft und die Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer wichtig, Verantwortung

zu übernehmen und bei heimischen

Betrieben einzukaufen. Jeder Kauf in der

Steiermark ist gleichzeitig eine Entscheidung

für Arbeitsplätze in der Steiermark.

Umso größer ist meine Freude, wenn unsere

Produkte national wie auch international

die verdiente Anerkennung bekommen.

Mit den oben angesprochenen Erlebnisregionen

ist die Struktur im steirischen Tourismus

völlig neu geordnet. Wie sieht die

Zukunft im steirischen Tourismus aus?

Der Tourismus ist – nicht nur durch die

Corona-Epidemie – mit großen Herausforderungen

konfrontiert. Da zählen Digitalisierung

und Wettbewerb um Gäste genauso

dazu wie der Fachkräftemangel. Da müssen

wir ansetzen und unser Land ganz nach

vorne bringen. Schlanke, effiziente Strukturen

und touristisches Marketing sollen die

Steiermark im nationalen und internationalen

Wettbewerb noch schlagkräftiger

machen. Denn wir wollen die Einzigartigkeit,

die Diversität und die Schönheit des

»Grünen Herzens Österreichs« auch weit

über unsere Grenzen hinaustragen.

Sie sind als Landeshauptmann natürlich

viel in der Steiermark unterwegs. Was sind

Ihre persönlichen Geheimtipps?

Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass ich

besonders die heimische Kulinarik sehr

schätze. Viele meiner liebsten Plätze zum

Genießen sind mittlerweile absolut keine

Geheimtipps mehr. Wer nach ausgezeichneter

Küche sucht, ist bei den 158 Betrieben

des »Kulinariums Steiermark« aber bestens

beraten.

FALSTAFF Die Steiermark wird als

Urlaubsland immer beliebter. Warum

eigentlich?

EIBINGER-MIEDL Wir sind das beliebteste

Urlaubsland der Österreicherinnen und

Österreicher. Als das »Grüne Herz Österreichs«

punkten wir mit einem Mix aus

Natur, Kulinarik, Kultur und der Gastwerden.

Durch die Bündelung der finanziellen

Mittel können wir nach außen noch

schlagkräftiger auftreten. Darüber hinaus

werden sich die neuen Erlebnisregionen

auch nach innen positiv auswirken, indem

wir künftig Tourismusbetrieben und Gästen

ein noch besseres Service anbieten.

Fotos: Dennis Williamson, Steiermark Tourismus

BARBARA EIBINGER-MIEDL, Landesrätin für Tourismus

freundschaft unserer hauptsächlich familiengeführten

Betriebe.

Der steirische Tourismus wurde mit elf

Erlebnisregionen neu aufgestellt. Wie wirkt

sich das aus?

Ich bin davon überzeugt, dass wir in vielen

Bereichen positive Entwicklungen spüren

Eine hochwertige Tourismusregion muss

laufend investieren.

In der Tat ist die Investitionstätigkeit seit

Monaten auf einem hohen Niveau. Viele

Betriebe haben trotz der herausfordernden

Zeit an Projekten festgehalten und diese

umgesetzt. Damit steigern sie zum einen die

Attraktivität der Steiermark als Urlaubsland

und zum anderen sind Investitionen

auch konjunkturbelebend, weil hauptsächlich

heimische Unternehmen beauftragt

werden.

Was sind die nächsten großen Herausforderungen

für die Tourismuspolitik?

Neben dem Fachkräftemangel sind dies die

Auswirkungen des Klimawandels, die gerade

auf den Tourismus einen erheblichen

Einfluss haben. Ich bin mir sicher, dass touristische

Angebote künftig nur erfolgreich

sein können, wenn sie im Einklang mit der

Natur sind. <

falstaff

25


Eva Skoff-Liebau und ihr

»Mr. Sauvignon« behandeln

ihre Weine so behutsam

wie ihre drei Kinder.

PASSION:

SAUVIGNON BLANC

Walter Skoff wird gerne auch als »Mr. Sauvignon« bezeichnet, und das zu Recht.

Seit über 30 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dieser Sorte und zeigt wie kaum

ein anderer ihre immense Vielfalt, die auch international große Anerkennung findet.

Nicht einmal hat Walter Skoff für

seine Sauvignon Blancs Auszeichnungen

erhalten. Die Liste

für seine Meisterstücke ist lang,

sehr lang. Höhepunkt war aber bis jetzt

mit Sicherheit der Weltmeistertitel in Form

der begehrten Denis-Dubourdieu-Trophy

beim Concours Mondial du Sauvignon

2017 in Bordeaux für seinen Sauvignon

Blanc aus der Ried Kranachberg vom Jahrgang

2015. Der Wein wurde damals aus

867 Sauvignons aus der ganzen Welt zum

typischsten und zugleich eindrucksvollsten

Sortenvertreter gewählt. Ein großartiger

Erfolg nicht nur für ihn, sondern auch für

die gesamte Steiermark.

BLICK FÜRS DETAIL

Die Ried Kranachberg ist allerdings nur eine

seiner 13 Lagen, denn auch die besten Trauben

der bekannten Rieden Hochsulz, Grassnitzberg

und Obegg werden als Lagenweine

gefüllt und stellen damit die Spitze der steirischen

Qualitätspyramide und neben seinem

Ausnahmewein Sauvignon Blanc Royal, der

das Beste seiner Lagen vereint, auch seines

ganz persönlichen Qualitätsstandards dar.

Jeder Wein für sich zeigt dabei eine einzigartige

Stilistik und ist ein Paradies der

Geschmacksnuancen. Duft, Frucht, Würze –

einfach all das, was große Sauvignons ausmacht,

findet man in jedem einzelnen Wein

in anderer Ausprägung, wie in einem großen

26

falstaff


WEINGUT SKOFF ORIGINAL

LIEBE ZUM HANDWERK

Die ganz besondere Leidenschaft und der

Turbo, der ihn Tag für Tag antreibt, ist schon

an Skoffs Leitsatz zu erkennen: Wein ist

Leben, unser Leben ist Wein! Es ist das

Handwerk im besten Sinne, das ihn fasziniert,

egal, ob in den Weingärten am Puls der

Natur, der sein Gespür für Boden und Klima

geschärft hat, mit intensiver Laubarbeit, der

selektiven Handlese in mehreren Durchgängen

oder der peniblen Abstimmung im Keller,

alles im Austausch mit seinen langjährigen

Mitarbeitern, die Wein ebenso im Blut haben

wie er selbst. Deshalb ist auch Platz für innovative

Zugänge, die er mit jugendlichem

Geist vorantreibt. Dazu gehören Ausbau in

Granitfässern oder die Bio-Zertifizierung

eines Teils der Ried Obegg, namentlich der

Subriede Obegg-Stani. Wie sehr ihm der Sauvignon

am Herzen liegt und was man alles

aus ihm machen kann, präsentierte er vor

einem Jahr mit seinem oriGINal, der nicht

wie andere Gins auf Getreide- oder Kartoffelschnaps

basiert, sondern neben fein abgestimmten

Botanicals dem hauseigenen Sauvignon-Tresterbrand

ein neues Geschmackserlebnis

im Sauvignon-Universum entlockt.

Neben dem steirischen Potpourri an Sorten,

das Walter Skoff selbstverständlich auch

anbietet, versteht er ebenso den Umgang mit

Morillon ausgezeichnet. Sein Gebietswein

Morillon Südsteiermark DAC 2020 wurde

ganz aktuell zum Landessieger gekürt.

LEBEN FÜR DEN WEIN

So international »Mr. Sauvignon« mit seinen

Weinen und seine Frau Eva Skoff-Liebau, eine

gefragte Sopranistin an den Opernhäusern der

Welt, auch sein mögen, so sehr sind sie am

Gamlitzer Eckberg mit der Steiermark verbunden.

Der ehemaligen Buschenschank wurde

mediterranes Flair eingehaucht, sie heißt

»Skoff Original Gastlichkeit« und offeriert

steirische Klassiker zu den Weinen des Hauses.

Auszeit vom Alltag bieten die Gästezimmer.

INFO

WEINGUT SKOFF ORIGINAL –

WALTER SKOFF

Eckberg 16, A-8462 Gamlitz

T: +43 3453 42 43, skofforiginal.com

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt, skofforiginal.com

Orchester, wo manchmal die Geigen, dann

wieder die Bläser oder ein anderes Instrument

den Ton angeben. Die Register sind

aber immer fein aufeinander abgestimmt.

Die unterschiedlichen geologischen Verhältnisse,

die verschiedenen Sauvignon-Klone

in den einzelnen Weingärten und ihre Ausrichtung,

das jeweilige Mikroklima sowie die

dem Traubenmaterial entsprechende Herangehensweise

im Keller beim Ausbau sorgen

für eine enorme Bandbreite, die Walter Skoff

gemeinsam mit seinem engagierten Team

immer wieder präzise herausarbeitet. Schon

die drei Ortsweine in seinem Sortiment –

Ehrenhausen, Eichberg und Gamlitz – zeigen,

wie abwechslungsreich und spannungsgeladen

diese Sorte auftreten kann. Noch facettenreicher

präsentieren sich aber die Einzellagen,

die mit Charme und Eleganz, aber auch

jeder Menge eigenständigem Charakter überzeugen

und Vergleichsverkostungen zu einem

faszinierenden Erlebnis machen.

Walter Skoff hat gut lachen,

denn auch 2021 wird er

wieder weltmeisterliche

Sauvignons ernten können.

falstaff 27


steiermark / EINLEITUNG

KÜRBISLAND. Der steirische

Öl-Kürbis ist eines der

symbolischen »Gesichter«

der grünen Mark. Was aus ihm

herauskommt, ist das »grüne

Gold« des Landes, das

berühmte Kürbiskernöl.

Foto: Steiermark Tourismus/Wolfgang Jauk

28 falstaff


Echt steirisch

Steirische Geschichten beginnen mit herrlichen Weinstraßen, weitläufigen Apfelplantagen,

urigen Almen, dunkelgrünen Wäldern, vor allem aber mit viel Genuss und schönen Ausblicken.

Und mit elf neuen Erlebnisregionen, mit denen sich der Steirische Tourismus gerade neu erfindet.

TEXT ILSE FISCHER

falstaff

29


steiermark / EINLEITUNG

»WIR HABEN KULTUR

IN DER SEELE UND

GENUSS IM BLUT.«

HERMANN SCHÜTZENHÖFER Landeshauptmann

Im Herzen von Österreich schlägt ein

grünes Herz, das sich in einer wunderschönen

Landschaft mit vielfältiger

Kultur, köstlichem Genuss und

großartigen Menschen mit vielen

außergewöhnlichen Ideen zu einem besonderen

Ganzen fügt. Schroffe Felsen im Norden,

Wald, Wiesen, Obst- und Weingärten

und die Mur: Das alles und noch viel mehr

ist die Steiermark. Genauso abwechslungsreich

wie das Land ist auch der Geschmack

der elf neuen Erlebnisregionen.

SO SCHMECKT DAS LAND

Nicht ohne Stolz nennen die Steirer ihr Land

auch den »Bauch von Österreich«. Und so ist

es nicht verwunderlich, dass es landauf und

landab besondere Spezialitäten gibt, die man

KERNÖL. Aus den gerösteten Samen des Öl-Kürbis wird ein

dunkles, grünes, dickflüssiges Öl mit einem eigenwilligen und

nussigen Geschmack. Typisch steirisch eben.

KÄFERBOHNE. Nur in

der Steiermark heißt die

Prunkbohne »Käferbohne«.

Ob die Ähnlichkeit der braun

gesprenkelten Bohnen mit

Käfern der Grund für den

Namen war, weiß man nicht.

Dass sie gut schmeckt, schon.

auf den ersten Blick und vor allem den ersten

»Biss« mit der Steiermark verbindet. Auf den

Marktplätzen dieses typischen steirischen

und traditionellen Geschmacks findet man

glänzende Käferbohnen, feine Polenta, die

hier Sterz heißt, rotwangige Äpfel, die

schärfsten Krenwurzeln, das grün-goldene

Kürbiskernöl, den besten Vulcano-Schinken,

das köstlichste Wildbret, viele außergewöhnliche

Käsesorten und natürlich großartige

Weine in Weiß, Rot, Zwiebelfarben und

Rosé. Die grüne Mark ist aber auch das

größte Apfelanbaugebiet Österreichs und aus

diesen knackigen Äpfeln wird Most, allerfeinster

Essig und glänzendes Tafelobst. Die

Fülle ist groß und so liefert das Apfelland

Steiermark auch in ganz viele, auch berühmte

Küchen das frische Grundprodukt für

bekannte heimische Mehlspeisen, vom Apfelstrudel

bis zum Apfelradl. Einfach gut.

DIE REGION AUF DEM TELLER

Auf einer kulinarischen Reise durch die

Steiermark trifft man immer wieder auf viele

geschmackvolle »Botschafter« des

<

Fotos: StockFood / Jalag / Jakwerth, Andreas, Marco Riebler

30 falstaff


DIE BIG IN GRAZ –

GEBÄUDE MIT KUNST

BEGEBEN SIE SICH MIT UNS AUF EINE BAUGESCHICHTLICHE REISE DURCH GRAZ

2

1

Grazer Melange: Wissen und

Kunst im öffentlichen Raum

Graz ist ein aufstrebender Kulturund

Forschungsstandort. Das

findet auch in den Bauprojekten

der BIG futuristisch-funktionale

Resonanz. Begleiten Sie uns zu

einigen von unseren Häusern, bei

denen Kunst und Wissenschaft

zusammenkommen. Das Theater

im Palais der Kunstuniversität

Graz wurde saniert und erweitert.

Hauptrolle spielt der „Baldachin“,

der federleicht aus gestanztem

goldfarbenem Aluminiumblech

auf dem gläsernen Foyer ruht.

Uni-Bibliothek: warmes Herz,

kühler Kopf und ungewöhnliche

Perspektive

Die Uni-Bibliothek Graz hütet

4 Millionen Werke. Herzstück im

klassizistischen Bauwerk ist der

denkmalgeschützte Lesesaal.

Diesem wurde ein gläserner Kubus

„aufgesetzt“, der unter anderem

einen Hörsaal für 430 Studierende

sowie Lern- und Arbeitsplätze

beherbergt. Die Auskragung von

18 Metern wurde für ein spektakuläres

Kunstobjekt genützt:

PERSPECTIVA PRACTICA von Anna

Artaker zeigt ein Motiv aus 1642,

das, um ein Vielfaches vergrößert,

die Kunst der Zentralperspektive

vermittelt.

MED CAMPUS Graz: Tour d’Horizon

der zeitgenössischen Kunst

Der MED CAMPUS Graz ist ein

40.000 m 2 großer Neubau für die

Medizinische Universität Graz.

Er zeigt gleich vier Kunst & Bau-

Projekte, darunter das Knitterobjekt

von Esther Stocker.

Technische Universität Graz:

die Chemie der Musik

Die Neue Chemie der TU Graz hat

zwei Kunstinterventionen bekommen,

die mit dem Forschungsgegenstand

„harmonieren“:

Constantin Lusers Molekularorgel,

die aus 14 Trompeten, 14 Posaunen

und 7 Tuben besteht. Und

die Molekularfassade von Robert

Schaberl, bei der die Farben im

Vorübergehen von Grün zu Blau

und Grün zu Rostrot changieren.

Über die BIG

Die Bundesimmobiliengesellschaft

ist Expertin für Bildungsbauten

und stellt österreichweit Schul- und

Universitätsgebäude bereit.

Mit ihrer Kunstinitiative BIG ART

fördert die BIG auch Kunst im

öffentlichen Raum.

© David Schreyer

EINIGE

BIG LIEGENSCHAFTEN

IN GRAZ

Stadtpark

1 | Theater im

Palais Graz

Leonhardstraße 19

8010 Graz

2 | Bibliothek

Universität Graz

Universitätsplatz 3

8010 Graz

3 | MED CAMPUS Graz

Neue Stiftingtalstraße 6

8010 Graz

4 | MUMUTH Graz

Lichtenfelsgasse 14

8010 Graz

5 | Neue Chemie

Technische

Universität Graz

Stremayrgasse 11

8010 Graz

big.at

instagram.com/bundesimmobiliengesellschaft

2

4

5

4

1

5

3

Entgeltliche Einschaltung

© David Schreyer

© Pez Hejduk

© Paul Ott


steiermark / EINLEITUNG

<

steierischen Genusses, und die heißen

dann zum Beispiel Backhendl, Käferbohnensalat,

Klachlsuppe, Bluttommerl, Steirisches

Wurzelfleisch oder Kernöleierspeise.

Dazu gehört manchmal auch ein Bier aus

den bekannten steirischen Braureien

Murauer, Schladminger, Puntigamer, Reininghaus,

Gösser oder von einer der innovativen

Kleinbrauereien. Was ist nun steirische

Küche? Klassisch, traditionell,

modern? Von jedem etwas, immer aber sehr

gut und mit den reichen Zutaten aus den

bäuerlichen Betrieben des Landes. Am

Küchenpult dann viele wunderbare Herdkünstlerinnen

und Herdkünstler, die auch

einmal außergewöhnlich kochen.

ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH

In den einzelnen Porträts der Regionen in

diesem Falstaff Special entdeckt man ganz

viele Köstlichkeiten, die von der Steiermark,

dem »Feinkostladen Österreichs«, in

die weite Geschmackswelt gezogen sind

und dabei immer stolz ihre steirischen Wurzeln

bewahrt haben. Von einigen möchten

wir Ihnen hier noch ein wenig mehr berichten.

Von der Käferbohne zum Beispiel.

GENUSS MIT K

Zuerst ist da die Käferbohne. Die feinen

Bohnen sind dunkle Energielieferanten der

besonderen Art und dürfen in der steirischen

Küche einfach nicht fehlen. Klein von

Aussehen, groß im Geschmack. Die nussigen

Hülsenfrüchte mit ihrem cremigen

Inneren werden schon seit Erzherzog

Johanns Zeiten von Liebhabern der steirischen

Küche geschätzt und tragen seit dem

Jahr 2016 eine Art »Adelsprädikat«: Steirische

Käferbohne g. U. Diese geschützte

Ursprungsbezeichnung bezeugt, dass die

Wunderbohne in den Anbaugebieten der

Südoststeiermark daheim ist, aber auch

weltmännische Namen tragen kann. Ist sie

doch auch als Prunkbohne, arabische oder

»DIE ELF NEUEN

ERLEBNISREGIONEN

GEWÄHRLEISTEN EINE

MODERNE STRUKTUR. «

BARBARA EIBINGER-MIEDL

Landesrätin für Tourismus

türkische Bohne bekannt. Wie auch immer

ihr Name, einzigartig ist ihr Geschmack,

der nicht nur im berühmten Käferbohnensalat

zur Geltung kommt.

Das nächste »K« trägt die Klachlsuppe,

eine wahrlich ursteirische Spezialität und so

etwas wie ein steirisches (Wirtshaus-)Kulturgut.

Als klassisches »Schlachtgericht«

auf der Basis von Schweinshaxen köchelte

diese traditionelle Suppe quasi nebenbei ein

paar Stunden dahin. Diese Zeit braucht es,

um die Suppe immer mehr zu verdichten

und sie schlussendlich durch Zugabe von

Kräutern, Sauerrahm und Knoblauch sämig

und aromatisch werden zu lassen. Traditionellerweise

wird sie zum Schluss mit frisch

geriebenem Kren verfeinert und mit einem

Stück Schwarzbrot oder Heidensterz serviert.

Der steirische Heidensterz, umgangssprachlich

auch »Hadnsterz« genannt,

wird aus Buchweizenmehl, Grammelschmalz

und Salz gekocht und zerbröckelt.

Einst ein Arme-Leute-Essen, hat er es heute

auf die Speisekarten bester Restaurants

geschafft und wird, wie so manches, als

kulinarische Wiederentdeckung gefeiert.

»Ks« hätten auch noch der Kürbis, das

Kürbiskernöl, der Kukuruz (Mais) im

Angebot, allesamt bekannte Vertreter des

steirischen Geschmacks. Ohne »K« kommt

das »Sasaka« (Verhackerte) aus, zumindest

am Beginn, das zu Brettljause gehört wie

der Kürbis zum Land.

STERZ. Die Verwendung von Maisgrieß als »Sterz« hat in der Steiermark Tradition.

Süß und salzig. Manchmal ist er auch ein Heidensterz (aus Buchweizen).

32 falstaff

DER STEIRERHUT

Zum Schluss oder zum Beginn, wie immer

man das sehen möchte, sei noch ein Wort

zum Steirerhut gesagt. Phil Collins trug in

einst zur Verleihung des Ehrendoktorats

und auch der berühmte Steirer Arnold

Schwarzenegger wurde schon mit ihm

gesichtet. Das Merkmal eines echten Steirerhutes

sind der schwarze oder grüne Filz

und das grüne Band. Geschmückt wird das

»behütete« Aushängeschild der Steiermark

mit einem Gamsbart, Jäger schmücken

noch zusätzlich mit einer Auerhahnfeder.

Auf welcher Seite der Gamsbart angesteckt

wird, verrät etwas über die Herkunft

des Trägers: Obersteirer tragen das gebundene

Haarbüschel hinten, während im

Rest der Steiermark der Gamsbart seitlich

befestigt wird. Wir ziehen den Hut vor

der Steiermark! <

Foto: Marco Riebler


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IM ZEICHEN DES

SCHMETTERLINGS

Seit 1870 bauen die Schneebergers in der Südsteiermark Wein an. Das Wissen über

Böden, Trauben, Wind und Wetter wurde von Generation zu Generation weitergegeben.

Die Schneebergers keltern ihren

Wein im Sausal, einem der ältesten

urkundlich erwähnten Weinbaugebiete.

Dabei sind die lebendigen,

fruchtigen und eleganten Weine geprägt von

den Besonderheiten der Böden, der Witterung

und der Höhenlage des Sausals. Die Südsteiermark

verfügt über ausgezeichnete Bedingungen

für den Weinbau. Die Böden sind

steil und karg, der Wein braucht mehr Zeit.

Die großen Temperaturunterschiede im

Spätsommer und Herbst wirken sich günstig

auf die Aromenbildung aus. Die mineralischen

Schiefer- und Muschelkalkböden,

die klimatischen Verhältnisse und das jahrhundertelang

kultivierte Wissen ermöglichen

es, herausragende Weine zu keltern.

AUSGEZEICHNETE WEINE

Viele Auszeichnungen bestätigen den Weg,

den wir gehen. Bei der renommierten International

Wine Challenge IWC 2021 gewann

der Sauvignon Blanc DAC Kitzeck-Sausal

Südsteiermark 2019 die nationale und die

internationale Trophy. Und das mit sensationellen

95 Punkten! Fazit: ein erstklassiger

Wein, leider aber auch so gut wie aus. Die

erfreuliche Nachricht jedoch: Der 2020er

steht seinem Vorgänger um nichts nach und

ist ab sofort erhältlich. Auch der Sauvignon

Blanc DAC Ried Hochbrudersegg konnte

bei der Verkostung für den Falstaff Weinguide

2021 sensationelle 93 Punkte erzielen.

Als eine weitere Besonderheit der Schneebergers

gilt der Chardonnay DAC Ried Flamberg

2019 mit 92 Punkten im Falstaff

Weinguide 2021.

GARANTIERT NACHHALTIG

Die Familie Schneeberger kennt die Stärken

der Südsteiermark und legt höchsten Wert

auf entspanntes und konzentriertes Arbeiten

im Einklang mit der Natur und der Liebe

zum Genuss. Nachhaltigkeit spielt dabei eine

große Rolle. Dafür wurde das Weingut

Schneeberger mit dem Zertifikat für Nachhaltigkeit

des österreichischen Weinbauverbandes

ausgezeichnet. Geprüft werden ökologische,

wirtschaftliche und soziale Faktoren.

Damit soll der gesamte Prozess der Herstellung,

von der Ernte der Trauben über den

Ausbau der Weine bis zur Abfüllung, trans-

34

falstaff


WEINGUT SCHNEEBERGER

90

2020 SAUVIGNON BLANC

SÜDSTEIERMARK DAC

KITZECK-SAUSAL

Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Zarte Wiesenkräuter, ein Hauch

von Stachelbeeren und Grapefruitzesten,

mineralischer Touch.

Saftig, ausgewogen, feine Fruchtsüße,

weißer Pfirsich, ein Hauch

von Limette im Abgang, vielseitig

einsetzbar.

€ 9,10

93

ADVERTORIAL Fotos: © C. Mavric; Stiefkind_Fotografie; beigestellt

parent gemacht werden. Sparsamer Umgang

mit Wasser und Energie, effizienter Einsatz

von Maschinen und faire Arbeitsbedingungen

spielen eine wesentliche Rolle. Nur wenn

alle Kriterien erfüllt sind, erhält der Betrieb

das Gütesiegel. Ziel des Weinguts Schneeberger

ist es, diesen Status weiter auszubauen.

MAN LEBT JA NICHT VOM

WEIN ALLEIN

Für Gemüsefans und Fleischtiger, für Genießer

und Weinkenner hat die Schneeberger-

Buschenschank fast das ganze Jahr über

geöffnet – im Sommer im schönen Garten,

im Winter gemütlich beim warmen Kachelofen.

Hier setzt man aber nicht nur bei den

Weinen auf höchste Qualität, sondern auch

bei allen zugelieferten Produkten und

Lebensmitteln wird strengstens deren Herkunft

und Qualität geprüft. Sie werden vorwiegend

von heimischen Bauern und Produzenten

aus der Region bezogen. Das

schmeckt den Gästen und auch den Experten.

Bei der jüngsten Spezialitätenprämierung

gab es gleich elf Auszeichnungen vom

Bauchspeck bis zum Kräuterkarreespeck.

2019 SAUVIGNON BLANC

SÜDSTEIERMARK DAC RIED

HOCHBRUDERSEGG

Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Nuancen von Stachelbeeren und

Kiwis, weiße Johannisbeeren, feine

Kräuterwürze, einladendes Bukett.

Saftig, elegant, gute Komplexität,

zarte Mangonote, finessenreich

strukturiert, salziger Touch im

Abgang, bleibt gut haften, sicheres

Entwicklungspotenzial.

€ 18,90

92

2019 CHARDONNAY

SÜDSTEIERMARK DAC RIED

FLAMBERG

Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.

Mit einem Hauch von

Vanille unterlegte feine gelbe

Tropenfruchtnuancen, zart nach

Karamell und kandierten Mandarinenzesten.

Kräftig, weiße

Frucht am Gaumen, gute Frische,

gut integrierter Holztouch, mineralischer

Nachhall, ein eleganter

Speisenbegleiter.

€ 14,50

INFO

Weitere Informationen unter

weingut-schneeberger.at

falstaff 35


steiermark / REGION GRAZ

GR AZ

Foto: Region Graz/Robert Sommerauer

36 falstaff


REGION GRAZ

iöse Vielfalt

Wie keine andere Erlebnisregion in der

Steiermark verbindet die

Region Graz die Urbanität der Landeshauptstadt mit dem ländlichen Charme

seiner idyllischen Umlandgemeinden. Ein einzigartiges Wechselspiel zwischen

Lipizzanerheimat, »GenussHauptstadt« und Kultur-Highlights.

TEXT MICHAEL PÖCHEIM-PECH

BESTE AUSSICHTEN. Die Region Graz dehnt

sich von der pulsierenden Landeshauptstadt aus

in alle Himmelsrichtungen. Das Motto:

»Von Stadt auf Land in zehn Minuten«.

falstaff

37


steiermark / REGION GRAZ

GRAZER WAHRZEICHEN. Der Grazer

Uhrturm ist ein 28 Meter hoher Turm auf dem

Schlossberg. Beeindruckend: über fünf Meter

große Zifferblätter und vergoldete Zeiger.

SCHLOSS EGGENBERG. Die größte und bedeutendste barocke Schlossanlage der Steiermark mit

einer historischen Gartenanlage, Prunkräumen und dem Planetengarten mit Archäologiemuseum.

38 falstaff

Von hier oben hat man einfach

den schönsten Blick

über Graz. Und dabei ist es

ganz egal, ob man diese

wundervolle Stadt an der

Mur zum ersten Mal besucht oder ob man

ihrem ganz speziellen Zauber längst verfallen

ist und immer wieder einmal vorbeischaut.

Der Aufstieg über die Stufen der

imposanten Steintreppe auf den Schlossberg

gehört einfach dazu. An fauleren Tagen

nimmt man den Schlossberglift oder auch

die Schlossbergbahn. Stolz wacht der 28

Meter hohe Uhrturm, das Wahrzeichen von

Graz, über die gesamte Region, die man

von hier aus perfekt überblicken kann:

Von Hirschegg-Pack im Westen der Region

Graz bis in den Osten nach Laßnitzhöhe,

von Kalsdorf im Süden bis hinauf nach

Frohnleiten in den Norden – vom pulsierenden

Stadtleben aufs Land in nur

zehn Minuten.

Was zunächst nach einem Widerspruch

klingt, eröffnet völlig neue Möglichkeiten,

die Region Graz in ihrer Vielfalt und in

allen Himmelsrichtungen zu erleben. Die

einen wählen Graz als Ausgangspunkt ihrer

Fotos: Graz Tourismus/Markus Spenger/Harry Schiffer, Werner Krug


IDYLLE AM BERG. Der Schlossberg

mitten in der Grazer Altstadt erstaunt

immer wieder mit seiner blühenden

Natur. Viele Wege führen auf den

Berg, beliebt ist die Auffahrt mit der

Standseilbahn.

ÖSTERREICHS ZWEITGRÖSSTE STADT HAT

VIEL ZU BIETEN: HISTORISCHE BAUTEN,

PARKANLAGEN, ABER AUCH HIPPE VIERTEL.

Entdeckungsreisen in das Umland, die

anderen bevorzugen es, ganz ruhig mitten

in der Natur am Land zu nächtigen, um

dann bei einem Ausflug in das Herz der

Region, die Stadt Graz, einzutauchen.

Genau hier wollen auch wir starten,

immerhin stehen wir ja noch auf dem

Schlossberg. Uns zu Füßen liegt der

Charme einer Altstadt, wie man sie in dieser

Form nur mehr ganz selten erleben

kann. Mit Blick von oben ist es die bunte

Dächerlandschaft der Stadt, die erahnen

lässt, welch prunkvolle Bauten sich unter

ihr verbergen. Das historische Zentrum der

Stadt wurde bereits 1999 in das Welterbe

der UNESCO aufgenommen, im

Jahr 2010 kam auch noch das

Schloss Eggenberg dazu. So präsentiert

sich die Stadt heute als harmonische Verschmelzung

architektonischer und künstlerischer

Stile, die vom Mittelalter bis ins 18.

Jahrhundert aus ganz Europa hereinströmten

und in herausragenden Meisterwerken

umgesetzt wurden. In der Altstadt manifestiert

sich von der Gotik über Renaissance,

Barock und Historismus alles in einem

geschlossenen Ensemble. »Selbst Grazer

entdecken immer wieder Neues und

Erstaunliches«, erzählt David Zottler, einer

der zahlreichen Fremdenführer der Stadt,

die auf ihren unterschiedlichen Rundgängen

nicht nur die Geheimnisse der Altstadt

herzeigen oder in versteckte Hinterhöfe

entführen, sondern auch zu ganz speziellen

Genusstouren einladen, bei denen man die

Köche persönlich kennenlernen kann.

GENUSSHAUPTSTADT

Graz ist nämlich auch »GenussHauptstadt«.

Dies zeigt sich an allen Ecken. Die Bauernmärkte

der Stadt sind der »Bauchladen« der

ganzen Region. Hier werden kulinarische

Schätze wie der Grazer Krauthäuptel angeboten,

bestes Fleisch und auch Fisch von

regionalen Erzeugern. Zwischen den Bauern

am Markt haben sich am Kaiser-Josef-

Markt oder am Lendplatz viele kleine Lokale

etabliert, die einmal italienische Köstlichkeiten

auftischen oder ein anderes Mal sogar

in hawaiianische Küchen entführen – wie es

etwa die Günzberg-Schwestern in ihrer Tiki-

Bar »Shake Shaka« machen. Die Grundzutaten

für die beliebten Poke-Bowls kaufen

auch sie immer frisch am Markt ein. So versprüht

Graz ein ganz eigenes Flair aus urbanem

und mediterranem Lifestyle und einer

erfrischenden Leichtigkeit, mit der hier

immer wieder neue tolle Gastronomie-

<

falstaff

39


steiermark / REGION GRAZ

<

konzepte entstehen. Wie zum Beispiel das

bunte Kunsthauscafé, das im als »Friendly

Alien« weltbekannten Kunsthaus beheimatet

ist, oder auch das Gourmetrestaurant von

Philipp Dyczek namens »Artis«, sicher einer

der Geheimtipps, wenn es um kreative

Küche in Graz geht.

Neu ist zudem der »Stammtisch am Paulustor«

von Andreas Hamler, der mit feiner

Klinge beweist, welche Kraft und zugleich

Eleganz in der österreichischen Küche stecken.

Auch die Barszene der Stadt kann

inzwischen längst mit großen Metropolen

mithalten. Herausragend sind die »Ernst

Fuchs Bar« in der Innenstadt sowie die

»Churchill Bar« gegenüber der Universität.

Ein ganz aktueller Tipp ist zudem die neue

Bar »Flora« im Parkhotel Graz, die als erste

Bar Österreichs ausschließlich mit heimischen

Spirituosen ihre Cocktails mixt. Ein

Signature-Drink ist Kaiser Franz Josef

gewidmet – eine Hommage an die

Geschichte des Parkhotels Graz, die bis in

das 16. Jahrhundert zurückreicht.

LIPIZZANER IM WESTEN

Das ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie

stark die Region mit der großen Geschichte

Österreichs verbunden ist. Das kann man

VIELFALT. KULTUR-

UND GENUSS-

HAUPTSTADT, UNESCO-

WELTKULTURERBE

UND »CITY OF DESIGN«.

an kaum einem Ort besser entdecken als im

Lipizzanergestüt in Piber, das gerade einmal

30 Autominuten westlich von der Grazer

Stadtgrenze entfernt liegt. Jeder kennt die

berühmten Lipizzaner der Wiener Hofreitschule.

In Piber ist ihr Geburtsort und hier

genießen sie auch ihren Ruhestand. Die

Aufgabe von Piber ist die Zucht, seit 2016

ist das Wissen darüber nationales immaterielles

Weltkulturerbe der UNESCO. Egal, zu

welcher Jahreszeit – ein Besuch im Gestüt

ist immer ein Erlebnis. Ob Führungen, Kutschenfahrten,

die Fohlenerlebnistage im

März und April oder zahlreiche Veranstaltungen

wie der Lipizzaner Almabtrieb

oder das Picknick im Gestüt oder auf der

Alm machen die Faszination der edlen Pferde

hautnah erlebbar. Nicht zuletzt bietet

auch das Barockschloss Piber einzigartige

Einblicke in das Hofleben vergangener Zeiten.

Es liegt eingebettet in der sanften

Hügellandschaft im Westen der Region

Graz zwischen Wiesen und Wäldern.

Nicht nur deshalb eignet sich der Westen

perfekt für einen Tagesausflug oder auch

einen längeren Aufenthalt. Denn immerhin

befindet sich ganz in der Nähe auch die

»Therme NOVA« in Köflach. Das sanftbelebende

Wasser der Barbaraquelle mit

einer Temperatur von 34,5 Grad Celsius ist

bekannt für seine besondere Wirkung unter

anderem bei Rheumatismus oder Kreislauferkrankungen.

Besonders entspannend wirkt

das Thermalwasser übrigens auch nach

einem Skitag in den nahen Skigebieten am

Salzstiegl, am Gaberl oder in Modriach. Und

wenn wir schon einmal hier sind: Im

»NOVA-Panoramarestaurant« lässt es sich

auch hervorragend speisen. Die beiden

Küchenchefs Gabriele Ranftl und Stefan

Schaffer bringen kreative Gerichte aus regionalen

Produkten auf die Teller. Ein Konzept,

das auch Gerhard Kraxner in seinem

»Genusshof« in Köflach verfolgt. Neben den

steirischen Schmankerln darf bei ihm vor

allem eines nie fehlen: nämlich der berühmte

Schilcherwein, der hier im Westen ja seine

Heimat hat. Die Ortschaft Ligist bildet dabei

den Beginn der Schilcher Weinstraße, auf

LIPIZZANERGESTÜT PIBER. Hier ist die Heimat der wohl

berühmtesten und ältesten Kulturpferde Europas. Ihren Auftritt haben

sie dann in der Spanischen Hofreitschule in Wien. Im Westen erheben

sich sanft die Weinberge. Hier ist der Schilcher zuhause.

40 falstaff


THERME NOVA. Nur 35 Kilometer

von Graz entfernt, bietet sich diese

Therme perfekt zum Entspannen

an. Auch die Kulinarik überzeugt.

Fotos: Spanische Hofreitschule - Lipizzanergestüt Piber, Dieter Sajovic, Region Graz/Tom Lamm

deren Weg man in zahlreiche Buschenschänken

einkehren kann. Dies ist natürlich nicht

nur zu Fuß oder mit dem Auto möglich

– immer mehr entdecken das Genussradeln.

So führt zum Beispiel die Schilcher-Radtour

vorbei an Kürbisfeldern und über idyllische

Hügel mitten durch das Weinbaugebiet.

KULINARIK IM SÜDEN

Insgesamt wurden 13 unterschiedliche

Genuss-E-Bike-Touren rund um Graz aufbereitet.

Sie bieten für jeden Geschmack das

Richtige: Während es im hügeligen Westen

und im Hügelland im Osten häufig sanft auf

und ab geht, sind die Touren im Grazer

Bergland und rund um den Schöckl durchwegs

anspruchsvoll. Herrliche Panoramen

und landschaftlich reizvolle Berg- und

Naturstrecken sind der Lohn für die sportlichen

Mühen. Gemütlich geradelt werden

kann im Grazer Süden. So führt die

<

GENUSSRADELN. Entlang der Mur und vorbei an vielen lohnenden

Ausflugszielen – unbedingt eine genussvolle Pause einplanen!

falstaff

41


steiermark / REGION GRAZ

GENUSSVOLL. Daniel Edelsbrunner zählt mit seinem »Kupferdachl« in Premstätten

zu den besten Köchen der Region Graz. Geboten wird Wirtshaus- und Gourmetküche.

DIE ERDKUGEL ALS KOFFER. Der Skulpturenpark beim Schwarzlsee – mit Werken etwa wie von Peter

Weibel (im Bild) – zählt laut »Guardian« zu den Top-Ten Europas, und das sogar bei freiem Eintritt.

<

Fluss- und Abenteuer-Tour zum Beispiel

mit 48 Kilometern und fast zu vernachlässigenden

153 Höhenmetern von Kalsdorf über

Premstätten, Dobl und Wildon wieder

zurück zum Ausgangspunkt. Erwähnt sei

diese Strecke hier vor allem auch wegen ihrer

hochwertigen kulinarischen Zwischenstopps.

In Kalsdorf befindet sich in einem alten

Schulhaus die »Handbrauerei« von Elfi

Forstner, einer der besten Bierbrauerinnen

Österreichs. Und in Premstätten lädt das

»Kupferdachl« von Daniel Edelsbrunner zu

einem ausgedehnten Einkehrschwung ein. Er

gilt als einer der besten Köche in der Region

Graz und tischt in seinem Lokal eine High-

End-Wirtshausküche und auch kreative

Gourmetmenüs auf. Wer biodynamische

Weine liebt, sollte das Fahrrad besser stehen

lassen, denn Edelsbrunner wartet in seiner

Weinkarte mit besonderen Schätzen auf.

Auch eines der kulturellen Highlights der

Region Graz lässt sich entlang dieser Strecke

erkunden – der Skulpturenpark gleich

beim Schwarzlsee. Hier findet man sich

plötzlich in einer phantastischen Welt voller

überdimensionaler Kunstinstallationen

<

Fotos: Region Graz/Harry Schiffer/Mias Photoart

42 falstaff


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steiermark / REGION GRAZ

<

wieder. Der Spaziergang über das sieben

Hektar große Gelände des Skulpturenparks,

der vom Guardian unter die Top-10 Europas

gewählt wurde, führt vorbei an mehr

als 70 surrealen Werken wie dem »Fetten

Haus« von Künstler Erwin Wurm, einem

riesigen, zwischen zwei Hügeln klebenden,

pinken Ball von Werner Reiterer oder dem

Kunstwerk von Peter Weibel, das mit einem

überdimensionalen Griff »Die Erdkugel als

Koffer« symbolisiert.

MURHOF-HOTEL.

Alles, was das Herz

begehrt, im Norden: Tolle

Küche im wunderschönen

Ambiente und ein

18-Loch-Golfplatz gleich

um die Ecke.

KULTUR IM NORDEN

Überhaupt ist die Region Graz reich an kulturellen

Schätzen. In der Landeshauptstadt

sind neben dem Uhrturm und dem Kunsthaus,

das auch ein Museum mit zeitgenössischer

Kunst beheimatet, natürlich die Murinsel

zu erwähnen oder das Landeszeughaus

mit 32.000 Exponaten auf fünf Etagen. Die

sogenannte Stadtkrone mit Dom, Mausoleum

und der Burg mit ihrer gotischen Doppelwendeltreppe

ist ein beliebtes Fotomotiv. Das

ist mit Sicherheit auch das Stift Rein im Norden

der Region Graz. Nur ein paar Minuten

von der Stadtgrenze entfernt, staunt man hier

über das älteste noch bestehende Zisterzienserstift

der Welt, in dem seit fast tausend

Jahren ununterbrochen Mönche leben. Eine

ebenso atemberaubende Reise in die Vergangenheit

erlebt man ein Stückchen weiter hinauf

in den Norden, im Freilichtmuseum Stübing

mit seinen rund hundert original bäuerlichen

Bauten aus sechs Jahrhunderten. Und

weil wir schon in der Gegend

sind: Im Norden der Region

Graz ist es das idyllische Städtchen

Frohnleiten, das nicht nur

mit seinem historischen Ambiente

und dem mediterranen Hauptplatz

punktet, sondern mit der »Beef Bar«

von Johann Sorian auch einen kulinarischen

Geheimtipp beherbergt, in dem es, wie

der Name verrät, um Spezialitäten rund um

das Rind geht. Ein Übernachtungstipp ist das

»Murhof-Hotel« mit seinem wunderbaren

Wellness- und SPA-Bereich. Gleich daneben

wartet mit dem 18-Loch-Golfplatz zudem

eine der schönsten Anlagen des Landes.

NATUR IM OSTEN

Spannende Ausflüge verspricht auch der

Osten der Region Graz. Hier beginnt das

sogenannte Hügelland, das sich von Semriach

bis hinunter nach Vasoldsberg ausdehnt

– eine einzigartige Parklandschaft

direkt vor den Toren der Stadt. In Laßnitzhöhe

ist der »sebastian RELOADED®«-

Wanderweg ein Ausflugstipp für die ganze

Familie. Entlang der rund sieben Kilometer

langen Wander-, Walk-, Geh- und Laufstrecke

laden 25 interaktive Erlebnisstationen

zum spielerischen Lernen im Freien ein.

Direkt am Weg liegt übrigens das »Hotel

Liebmann«, in dem Hausherr Stefan Liebmann

an seiner Gin-Bar mit mehr als 270

<

Fotos: Rene Vidalli, GEPA/Franz Pammer

44 falstaff


GRAZ ALS

GESCHENK

holding-graz.at/

grazgutschein

Ob für Familie, Freunde oder sich

selbst – mit dem GrazGutschein

schenken Sie das ganze Jahr über

Freude und die Vielfalt von über

700 lokalen Unternehmen.

Den beliebten Einkaufsgutschein

erhalten Sie bei unseren Verkaufsstellen

oder versandkostenfrei im

Onlineshop.

facebook.com/grazholding

instagram.com/holding_graz

achtzigzehn | Foto: die Abbilderei | BEZAHLTE ANZEIGE


steiermark / REGION GRAZ

REGION GRAZ

ECHT GUT

GRAZER KRAUTHÄUPTEL

Beliebt ist der Grazer Krauthäuptel

vor allem wegen seines

zarten, knackigen, leicht

süßlichen, bitterfreien Geschmacks.

Seine äußeren

Blätter haben ein schmales,

dunkelrot bis violett gefärbtes

Randerl, sein ausgeprägter

Salatkopf schillert ebenfalls meist leicht dunkelrot

bis violett.

WEIN HANNES SABATHI

Unter dem Label FALTER EGO lanciert Hannes

Sabathi die Grazer Stadtweine. Das Besondere

daran: Die Trauben wachsen auf dem Grazer

Boden, auf dem seit dem 12. Jahrhundert

urkundlich dokumentiert ein Weinberg war. Die

Natur dankt die Revitalisierung des Kehlbergs

mit dem Wiederauftreten der Osterluzei-Pflanze

und dem dazu gehörenden Falter.

GRAZER TRÜFFEL

Graz kann mit einer kleinen

kulinarischen Sensation aufwarten,

die der »Genuss-

Hauptstadt Graz« das Krönchen

aufsetzt: In den Grazer

Stadtwäldern findet man sieben

verschiedene Arten und Varietäten

von Trüffeln. Diese finden sich dann auf

den Speisekarten der Partnerbetriebe der

»GenussHauptstadt Graz«.

BIER: REININGHAUS

& PUNTIGAMER

Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts

waren im Stadtgebiet Großbrauereien

angesiedelt, deren Namen

nicht nur für Tradition, sondern für

ein allerfeinstes Gerstengebräu

stehen: Reininghaus Bier und

Puntigamer Bier.

FRAUENBIER. Seit 2014 braut Elfriede

Forstner-Schroll in ihrer »Handbrauerei«

innovative Biere mit eigener Handschrift und

Sorten vielfalt: »Das Blonde«, »Das Rote«,

»Lucky Ginger«, »5 vor 12« und

noch viele mehr.

GRAZER BARZEICHEN. Der

»Graz Gin« von Wolfgang Thomann

fängt die Aromen der Stadt ein. Und

bekam dafür gerade das Grazer

Stadtwappen verliehen. Großartig.

Mehr Informationen:

regiongraz.at, graztourismus.at,

steiermark.com

<

GIN BAR IM HOTEL LIEBMANN. In Laßnitzhöhe im Osten der

Region Graz staunt man über die größte Gin-Auswahl des Landes.

Marken die größte Gin-Sammlung der

Steiermark bereithält inklusive seiner Eigenkreation,

dem »Yin Gin inspired by 6020«.

Und da wir schon beim Genießen sind:

Ebenfalls im Grazer Osten zuhause sind Barbara

und Manuél Höfer-Schwarze, die in

Weinitzen zwischen dem Grazer Hausberg

Schöckl und den Weinbergen ihren »Genusstreffpunkt

Höfer« betreiben. Manuél ist ein

herausragender Koch und Winzer. Seinen

Blanc-de-Blancs-Sekt aus Chardonnay-Trauben

macht er wie Champagner nach der

Méthode Traditionelle. Bei den Höfers zu

genießen, ist immer wieder ein Erlebnis mit

wunderbarem Ausblick von der Terrasse auf

die darunter liegenden Weinreben.

Egal, in welche Richtung man blickt – die

Region Graz hat immer etwas mit Genießen

zu tun. Und so ist es sicher kein Zufall, dass

die Landeshauptstadt selbst seit Kurzem ein

neues »Barzeichen« hat, den »Graz Gin«. Er

duftet nach Lindenblüten und Holundersträuchern

vom Schlossberg, fasziniert am

Gaumen mit südlich-mediterranen Anklängen

wie Zitronenzesten und Süßholz, die

man in den Bezirken Lend und Gries entdecken

kann, und bleibt im Nachhall mit dem

Geschmack von frisch gemahlenem Kaffee

der Grazer Röstmanufaktur J. Hornig in

Erinnerung. Hergestellt wird der »Graz

Gin« übrigens von Wolfgang Thomann,

einem der besten Gin-Produzenten Österreichs

(Aeijst). Und so kommen wir am Ende

dieses Ausflugs wieder zurück zu unserem

Ausgangspunkt am Grazer Schlossberg: Die

42,1 Volumenprozente des »Graz Gins« stehen

nämlich exakt für die 421 Stufen, die es

vom Schlossbergplatz bis zum Uhrturm hinauf

geht. Ein kleiner Aufstieg mit großartigem

Ausblick auf all die Abenteuer, die auf

die Besucher der Region Graz in allen Himmelsrichtungen

warten.

<

GENUSSTREFF-

PUNKT HÖFER.

Beliebtes

Ausflugslokal in

Weinitzen. Der Koch

ist zugleich Winzer,

der Sekt des

Hauses ein

Geheimtipp.

Fotos: Karl Schrotter, Graz Tourismus/Harald Eisenberger, Landhaus Höfer, Harry Schiffer, Brau Union Österreich, Graz Gin

46 falstaff


HOLDING GRAZ

HERBSTLICH, HERRLICH,

HERZLICH

Verzweigte Gässchen, mediterranes Flair, ein breites Shopping- und

Freizeitangebot: Graz hat einiges zu bieten, damit ein Besuch in der steirischen

Landeshauptstadt unvergesslich wird.

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt, die Abbilderei

Das Grazer Stadtbild ist unverkennbar:

das Rathaus mit seinem

belebten Vorplatz, die

prunkvolle Herrengasse oder

der sagenumwobene Schlossberg – einmal

in Graz angekommen, hat man sich sofort

in die Stadt verliebt. Gleich zu Beginn des

Städtetrips sei das 72-Stunden-Ticket der

Graz Linien empfohlen: BesucherInnen

sind damit 72 Stunden (ab Entwertung)

mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Zone

101 inkl. Schlossberglift) schnell und flexibel

unterwegs. Im Ticket inkludiert sind

ermäßigte Eintritte in diverse Museen

sowie Vergünstigungen bei verschiedenen

Stadtrundgängen.

Hat man Geschichte und Kultur der steirischen

Landeshauptstadt genossen, macht

man sich auf zu einer ausgedehnten Shoppingtour.

Die Grazer Innenstadt mit ihren

Traditionsbetrieben, kleinen Boutiquen

sowie internationalen Größen lassen das

Herz jeder und jedes Shoppingbegeisterten

höherschlagen. Um auch FreundInnen,

Bekannte oder Verwandte nach Graz zu

locken, schenkt man ihnen am besten den

beliebten GrazGutschein. Die GrazGutscheine

sind in über 700 Unternehmen,

darunter auch zahlreiche Gastronomiebetriebe

und die beliebten Bauernmärkte, einlösbar.

Die GrazGutscheine können direkt

über den Onlineshop nach Hause bestellt

oder in drei zentralen Verkaufsstellen persönlich

erworben werden.

Nach einem ausgedehnten Einkaufsbummel

ist der Schlossberg zu empfehlen: Mit

der berühmten Schlossbergbahn, mit dem

Lift im Inneren des Bergs oder für Sportliche

gerne zu Fuß kann man – oben angekommen

– vom Uhrturm, dem Wahrzei-

chen von Graz, die rote Dächerlandschaft

bewundern. Das Kulinarikangebot am

Schlossberg bietet die optimale Möglichkeit,

seinen Tag in Graz bei Speis und

Trank gelungen ausklingen zu lassen. Wer

sich lieber am Rauschen der Mur erfreuen

möchte, der genießt einen Spaziergang

durch den in goldenes Herbstlicht getauchten

Augarten und verweilt auf einem Bänkchen

in der Augartenbucht.

INFO

Weitere Informationen unter

holding-graz.at

falstaff 47


steiermark / REGION GRAZ

DIE BESTEN

ADRESSEN

RESTAURANTS

GASTHAUS KEHLBERGHOF

Hier am Stadtrand erwartet die Gäste ein Mix

aus regionalen Schmankerln und weltoffener

Küche Zugabe: 500 Weine auf der Weinkarte,

Traumblick.

Kehlbergstraße 83, 8054 Graz

T: +43 316 284125, kehlberghof.at

DAS WEITZER GRAZ. Direkt an der Mur, in Nachbarschaft von

Kunsthaus, Schlossberg, Murinsel: ein feiner Ort zum

Ausspannen.Viel Genuss für Auge und Gaumen.

DIDI DORNER IM MAGNOLIA

Didi Dorner steht für den innovativen Ansatz

der Cuisine Intuitive, Speisekarte gibt es keine.

Jakob-Redtenbacher-Gasse 24, 8010 Graz

T: +43 699 13018818, dididorner.at

ARTIS

Seit Jänner 2019 verantwortet Philipp Dyczek

das Restaurant »Artis«. Die Küche zeigt sich weltoffen

mit Produkten aus aller Welt.

Schmiedgasse 18–20, 8020 Graz

T: +43 316 824154, restaurant-artis.com

KUPFERDACHL

Daniel Edelsbrunner lernte bei den Besten der

Welt. Kevin Hamminger sorgt für Glanzleistungen

beim Gourmetmenü.

Hauptstraße 15, 8141 Premstätten

T: +43 3136 523670, kupferdachl.at

EL PESCADORE

Fischlokal mit Hafenfeeling. Auf der gegenüberliegenden

Straßenseite betreibt dieselbe Familie

das Steaklokal »El Gaucho«.

Landhausgasse 6, 8010 Graz

T: +43 316 829030, elpescador.at

STAMMTISCH AM PAULUSTOR

Neues Lokal von Andreas Hamler, das die österreichische

Wirtshauskultur zeitgemäß interpretiert.

Tolle Weinkarte.

Paulustorgasse 8, 8010 Graz

T: +43 316 813803, stammtisch.restaurant

CAFÉS/BARS/GENUSS

KUNSTHAUSCAFÉ

Im Herzen des Lendviertels versprüht Michael

Schunkos »Kunsthauscafé« Großstadtcharme.

Vom Kaffee de luxe über formvollendete Variationen

von Breakfast & Lunch bis hin zu Gin Tonic.

Südtiroler Platz 2, 8020 Graz

T: +43 316 714957, kunsthauscafe.co.at

ERNST FUCHS BAR

Versteckte Cocktail-Bar im Ernst-Fuchs-Design.

Aufwändig gestaltete Getränkekarte. Herr Helmut

als Bar-Legende.

Sackstraße 3, 8010 Graz

T: +43 664 8702130, erzherzog-johann.com/gastronomie/

LA MUR

Das französische Café und Bistro wird von Michael

Pendl und Gerald Hafner geführt. Tolles Feinkostregal

mit Spezialitäten direkt aus Frankreich.

Sackstraße 20, 8010 Graz

T: +43 316 812869, lamur.at

HOTELS

DAS WEITZER GRAZ

Außergewöhnliches Hotel in der Grazer Altstadt.

Traditionsreich und trotzdem immer auf der Höhe

der Zeit.

Grieskai 12–16, 8020 Graz

T: +43 316 703400, hotelweitzer.com

BEEF BAR

Gegrillt wird am Holztischherd oder am Big Green

Egg. Alles dreht sich um das Rindfleisch – von Burger

über Rib Eye bis hin zur Black-Angus-Rinderbratwurst.

Hauptplatz 20, 8130 Frohnleiten

T: +43 664 55 42 011, beef-bar.at

GENUSSTREFFPUNKT HÖFER

Ausflugslokal mit Blick auf den Weinberg. Klassische

österreichische Küche und modern interpretiertes

Genussmenü.

Höhenweg 22, 8044 Weinitzen

T: +43 3132 2629, genusstreffpunkt.at

GENUSSHOF KRAXNER

Steirische Gastlichkeit von Gerhard und Christa

Kraxner und eine Küche, die sich auf die Spezialitäten

der Region fokussiert. Schöne Sonnenterrasse.

Ungerhofweg 9, 8580 Köflach

T: +43 676 471 44 55, genusshofkraxner.at

GIN BAR IM HOTEL LIEBMANN

Mit mehr als 270 Marken die größte Gin-Sammlung der

Steiermark. Ein Tipp ist die Eigenkreation des Hausherrn

Stefan Liebmann, »Yin Gin inspired by 6020«.

Liebmannweg 23, 8301 Laßnitzhöhe

T: +43 3133 23 22 6, hotel-liebmann.at

WEINBAR KLAPOTETZ

Im vielleicht schönsten Innenhof im Herzen der Altstadt

ist die Bar der Ort für Weinliebhaber. 130 ausgewählte

Weine laden zum Genuss ein, steirische

Schmankerl inklusive.

Herrengasse 9 (Generalihof), 8010 Graz

T: +43 316 820 888, klapo.at

DELIKATESSEN FRANKOWITSCH

Eine Brötchenbar mit ausgezeichneter Pâtisserie und

Delikatessenshop. Im Zeichen der Tradition führt

mittlerweile die nächste Generation das Unternehmen.

Stempfergasse 2–4, 8010 Graz

T: +43 316 822212, frankowitsch.at

PARKHOTEL

»Traditional Luxury since 1574« ist hier das Motto.

Edle Ausstattung und Glanz alter Zeiten.

Leonhardstraße 8, 8010 Graz

T: +43 316 3630, parkhotel-graz.at

NOVA HOTEL THERME KÖFLACH

Thermenhotel mit toller Küche und Zugang zur

Therme NOVA: 1000 Quadratmeter Wasserfläche,

Saunenlandschaft, Tropenwald und Sportbad.

An der Quelle 1, 8580 Köflach

T: +43 3144 70 100, novakoeflach.at

FREIZEIT

LIPIZZANERGESTÜT PIBER piber.at

ÖSTERREICHISCHES FREILICHTMUSEUM

STÜBING freilichtmuseum.at

SKULPTURENPARK skulpturenpark.at

SCHLOSS EGGENBERG museum-joanneum.at

Fotos: Michael Königshofer, Weitzer Hotels

48 falstaff

95 – 100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


KLAPOTETZ

WEINHERZEN

SCHLAGEN HÖHER

Für Kenner und Falstaff-Leser ist die »Klapotetz«-Weinbar schon lange

kein Geheimtipp mehr. Regelmäßig küren Gäste das liebevoll geführte

Lokal zu einer der besten Weinbars Österreichs. Aus gutem Grund.

ADVERTORIAL Fotos: © Werner Krug / derkrug.at

Ein unscheinbares Schild in der

belebten Grazer Herrengasse

weist den Weg zu diesem Kleinod

für Weinliebhaber. Betritt man

den ruhigen Generalihof, steht man mitten

in einer der Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Im Renaissance-Arkadenhof lädt der Gastgarten

des »Klapotetz« zum Verweilen und

Genießen ein.

Wer die Kunst der steirischen Verführung

persönlich erleben möchte, für den führt am

»Klapotetz« kein Weg vorbei. Diplom-Sommelière

Evelyn Merc hat vor rund sechs Jahren

das Lokal übernommen und zusammen

mit Hannes Dreisiebner vom Weingut-Dreisiebner-Stammhaus

der über 25 Jahre alten

Institution neues Leben eingehaucht. Von

Anfang an hat sie sich zum Ziel gesetzt,

ihren Gästen das Beste aus der Südsteiermark

im Herzen von Graz zu servieren.

Ergänzt um besondere burgenländische Rotweine

und regionale Schmankerl zur Begleitung

überzeugt die Karte jeden Gaumen.

Ein Konzept, das sich bewährt hat und

immer wieder neue Freunde findet.

FÜR WAHRE KENNER

Das Geheimnis der »Klapotetz«-Weinbar

liegt in der Auswahl. Das Sortiment aus rund

130 Weiß- und Rotweinen stammt von

bekannten und befreundeten Weinbauern aus

der Steiermark und dem Burgenland. Mit

Fingerspitzengefühl zusammengestellt, findet

sich auf der Karte eine regelmäßig wechselnde

Auswahl aus rund 25 offenen Weinen.

Vom klassischen Welschriesling bis zum

Lagen-Sauvignon ist hier für jeden etwas

dabei. Alle zwei Wochen wechselt die

Mischung aus namhaften Winzern und erfrischenden

Geheimtipps und sorgt so für neue

Entdeckungen. Neben den offenen Empfehlungen

lohnt es sich für den echten Weinkenner,

auch die Weinkarte genauer zu studieren.

In den Regalen finden sich oft ungeahnte

Schätze aus den gehüteten Privatkellern

der Winzer. Das »Klapotetz« hat sich

als Garant für einen guten Abend vielfach

bewährt. Und ist besonders im Herbst ein

idealer Rahmen für eine gepflegte Verkostung

neuer wie älterer Weine in einem der

schönsten Innenhöfe von Graz.

INFO

Weitere Informationen unter

klapo.at

falstaff 49


EINE AUFGEHENDE SONNE

Wunderbare Schmuckstücke für den Herbst

D

ie neue Schmuckkollektion von

SCHULLIN heißt SUNRISE.

Außergewöhnliche Designs mit

raffiniert geschliffenen Edelsteinen

in den verschiedenen Spektralfarben

schenken Freude. SCHULLIN entwirft

jedes Jahr eine neue Schmuckkollektion,

die beeinflusst wird von

Ereignissen im Weltgeschehen und

die oft mit internationalen Preisen

ausgezeichnet wird, entworfen und

gefertigt in der Steiermark. Gold und

Edelsteine stammen aus Fair-Trade-

Quellen. Zudem ist SCHULLIN der

einzige Rolex-Konzessionär für die

Steiermark und Kärnten. Die Uhren

der exklusiven Marke kann man in

den Filialen in Graz und Klagenfurt

entdecken.

SCHULLIN

Herrengasse 3, 8010 Graz

T: +43 316 813 000

schullin.at

GASTHOF THOMAHAN

Familien-Tradition seit 1955 in Friesach

I

n Friesach befindet sich unser

Traditionsgasthof, der in dritter

Generation geführt wird. Es warten

gemütliche Stuben, ein lauschiger

Gastgarten und ein Gästehaus mit

Einzelzimmern bis hin zu Appartements.

Eine große Auswahl an

À-la-carte-Gerichten, großteils aus

der heimischen Küche, aber auch

mit internationalem Einfluss und ein

freundliches Serviceteam lassen

keine Wünsche offen. Durchgehend

warme Küche von Montag bis Freitag.

Unser 24/7 Einkehrschwung,

der Abholautomat, bietet auch für

zu Hause und am Wochenende die

Möglichkeit, Thomahans Gerichte

und Desserts zu genießen.

GASTHOF THOMAHAN

Grazer Bundesstraße 15

8114 Friesach bei Peggau

T: +43 3127 41555

gasthof@thomahan.at

thomahan.at

Gasthof

Seit 1955

ADVERTORIAL Foto: beigestellt

50 falstaff


GRAZ ERLEBEN & GENIESSEN

GASTHAUS KEHLBERGHOF

In stimmungsvollem Ambiente mit Blick über Graz

S

eit mehr als 25 Jahren wird

im »Kehlberghof« auf höchstem

Niveau gekocht. Vielfach

ausgezeichnet, zählt das Lokal zu

den Top-Adressen der Landeshauptstadt

und bietet neben einem

mehrgängigen Überraschungsmenü

eine Vielzahl an kreativen Gerichten

à la carte zur Auswahl an. In stimmungsvollem

Ambiente mit Blick

auf das Schloss St. Martin beeindruckt

besonders der großzügige

Gastgarten auf mehreren Ebenen.

Der Innenbereich im gepflegten

Landhausstil bietet Platz für bis zu

40 Personen. Wer in Ruhe und in

geschützter Atmosphäre speisen

möchte, ist hier richtig! Es gibt

keine Time-slots und ausreichend

Abstand zwischen den Tischen.

Nachhaltigkeit wird im Kehlberghof

gelebt. Die Lebensmittel kommen

aus dem eigenen Garten, von

kleinen Partnerbetrieben aus der

Region oder von Bio-Lieferanten und

werden in der Küche zu besonderen

Gerichten verarbeitet. Neben dreißig

ständig wechselnden Weinen, die

glasweise ausgeschenkt werden,

können Gäste auch besonders

exklusive und rare Weine mit dem

Coravin-Wein-System oder von der

Weinkarte mit über 750 Dispositionen

wählen.

GASTHAUS KEHLBERGHOF

Kehlbergstraße 83, 8054 Graz

T: +43 316 284125

kehlberghof.at

In unserem Gasthaus wartet

ein Mix aus regionalen Schmankerln

und einer weltoffenen Küche.

That’s

the spirit

Hergestellt in der Südsteiermark, bietet der Styrian Gin

mit 28 Botanicals ein wunderbares Facettenreichtum an

Aromen. Prägend sind dabei vor allem die steirischen Zutaten

Apfel und Holunder. Neben den unverkennbaren Zitrusnoten

lassen insbesondere Kümmel, Koriander und Pfeffer einen

unverwechselbaren Geschmack entstehen.

Aller guten Dinge sind drei, daher gibt es neben dem

CLASSIC PROOF, einem klassischen London Dry Gin, auch

noch zwei weitere Sorten: Den unfiltrierten OVERPROOF,

der beim World Spirits Award 2020 mit Gold ausgezeichnet

wurde, und den mit frischen Schlehenbeeren mazerierten

SLOEBERRY, der mit seinem fruchtigen Geschmack ein

perfekter Begleiter für den Sommer ist.

WWW.STIN. AT

J. Firmenich

Distiller

R. Jagerhofer

Distiller


steiermark / THERMEN- & VULKANLAND

THERMEN- & VULKANLAND

Die ruhigen

Von Riegersburg bis Straden, von Fehring bis

Bad Radkersburg weist die Liebe zum facettenreichen

Genuss im Thermen- & Vulkanland den Weg und

zeigt auf, wie in der Balance zwischen lokal und

global Lebensqualität prosperiert.

TEXT TINA VEIT-FUCHS

Foto: Walter Pernkopf/picturedesk.com

52 falstaff


Wilden

BASALTBERG. Die Riegersburg

thront majestätisch 482 Meter über

dem Thermen- & Vulkanland.

Man erklimmt sie zu Fuß

oder mittels Burglift.

falstaff

53


steiermark / THERMEN- & VULKANLAND

HIER GEDEIHEN

WAHRHAFTIGE

PRODUKTE, DIE ZU

EINER MODERNEN

WERTSICHERUNG

BEITRAGEN.

CHARAKTERWEINE. Stimmig und intensiv geht Josef Scharl seinem Winzerhandwerk in St. Anna am

Aigen nach. Buschenschank und Winzerzimmer komplettieren seinen Weinhof.

54 falstaff

Die Coppola, die er diesmal

trägt, ist zartgrün-rosakariert.

Josef Scharl sieht man

nie ohne seine markante Kappe,

deren Ursprung bei sizilianischen

Bauern liegt und von denen der

Winzer gleich ein paar besitzt. Selbst Weinetiketten

kommen nicht ohne das »behütende«

Abzeichen aus. Eine Kopfbedeckung

mit Mehrwert, die der robusten Erscheinung

des Weinbauers aus St. Anna am

Aigen ein keckes Prädikat verleiht. Inspiziert

man den Fleck Erde, auf dem sich

Scharl mit seiner Familie verwurzelt hat,

wird klar: Robustheit ist von Vorteil. Vor

Millionen von Jahren waren hier noch Vulkane

aktiv. Ihre Ausbrüche legten die Basis

für das heutige Terroir, auf dem mitunter

wilde wie zarte Weiß- und Rotweine und

eine Vielzahl an Produktwahrheiten gedeihen,

die zur modernen Wertsicherung auf

verschobenen Kontinentalplatten beitragen.

Bei einem Streifzug durch das Thermen- &

Vulkanland könnte man den Eindruck

gewinnen, es gehe hier auch heute noch im

übertragenen Sinn ums Stoßen und Bersten.

Wo Reibung herrscht, kann bekanntlich

Kraftvolles entstehen. »Charakterweine«

benennt Josef Scharl das für sich. Als Mitglied

der Vereinigung »Eruption Winzer«

rund um Kollegen wie Stefan Krispel und

Franz Hutter weiß er abgesehen von Rieden

und Reben mit dem Element, das den Wein

werden lässt, umzugehen: Terroir. Boden.

Offensichtlich besonders fruchtbar ob des

Vulkangesteins und dem Zutun passionierter

Ureinwohner. »Der Winzer muss in

jeder Hinsicht die Qualität des Weines spüren,

um sie produzieren zu können«, sagt

Scharl. Die Historie des Traminers ist bei

ihm ebenso geschmacklich erlebbar wie die

Erste-Lage-Nice-to-Have’s Sauvignon Blanc

Mond Reserve oder Weißburgunder Alte

Reben der Riede Annaberg. Übrigens:

<

Fotos: Kump Photography, Vulkanland Winzer


NEBELSPIEL. Leben im Einklang

mit den Landschaften zu jeder

Jahreszeit. Und Eintauchen in die

Ruhe und Kraft der Natur.

falstaff

55


steiermark / THERMEN- & VULKANLAND

NEUERÖFFNUNG. Familie Krispel, längst bekannt für Wein und Wollschweinspezialitäten, hat ihr

Refugium in Straden um ein Restaurant, das »Genusstheater«, erweitert.

EDLE ABSTEIGE. Merin war in der Vergangenheit der

Ortsname von Straden. Seit Kurzem ist das Örtchen um

das Kunst-Boutique-Hotel »De Merin« reicher.

<

Branchenkollege Krispel hat im Frühling

2021 ein »Genusstheater« eröffnet – ein

Restaurant, das Dienstag bis Samstag

abends vom ambitionierten Koch Daniel

Weißer aus Leipzig bespielt wird. Das

Genusstheater ist nicht die einzige jüngste

Neueröffnung im Thermen- & Vulkanland:

Das »De Merin Boutique Hotel« in Straden

ist erst wenige Wochen alt. Claudio G. Cocca,

Investor, Bauherr und seines Zeichens

leidenschaftlicher Kunstsammler und Kunstförderer,

bereichert den Weinbauort mit

einem zauberhaften Refugium voll historischem

Esprit und französischer Leichtigkeit.

ERLOSCHEN SIND

NUR DIE VULKANE

Auch unter der Oberfläche, in bis zu

3000 Metern Tiefe, brodelt es in dieser

Region beständig. Abbilder dafür sind die

fünf Thermenorte Bad Radkersburg, Bad

Gleichenberg, Bad Loipersdorf, Bad Blumau

und Bad Waltersdorf. Orte, die mit

weichem, heilkräftigem Wasser, das bis zu

110 Grad heiß ist, Alt und Jung Wärme und

Wohlbefinden schenken und darüber hinaus

zur inneren Balance beitragen. Letz-

<

Fotos: Jean Van Luelik, Weingut Krispel, ICONICTURN - Christian Stummer/Hundertwasser Architekturprojekt, Heldentheater

56 falstaff


THERMALWASSER. Das steirische Hügelland und seine Quellen bieten zahlreiche Erholungsorte, wie beispielsweise die

Hundertwasser-Therme (oben) und die Therme Loipersdorf (unten).

falstaff

57


steiermark / THERMEN- & VULKANLAND

SCHOKOIKONE. Josef Zotter

braucht eigentlich gar keine

Bildunterschrift. Sein Tun

steht für sich – seit

Jahrzehnten.

Kunststraße. Man will damit neue Perspektiven

und Blickwinkel auf die Region als

besonderen Lebensraum gewinnen.

Auch die Berghofer Mühle am Ufer der

Raab in Fehring liegt auf der Route 66.

Bereits in siebenter Generation beglückt die

im 12. Jahrhundert erstmals erwähnte

Mühle kleine Gäste mit Österreichs erster

Mühlenschule und deren Begleiter mit ausgewählten

Literaturlesungen. Der Mühlenladen

beherbergt auch einen verpackungsfreien

Bereich, in dem man biozertifizierte

Lebensmittel von Bauernmüsli bis Urgetreide

selbst abfüllt.

»ICH HABE DIE WELT

BEREIST UND BIN

ZURÜCKGEKEHRT, UM

MEIN KNOW-HOW IN

MEINER HEIMAT ZU

INTEGRIEREN«.

JOSEF ZOTTER Chocolatier

<

tere braucht es allemal, wenn man auf

Basaltklippen und Vulkankegeln zu Hause

ist. »Die Region war sehr lange wirtschaftlich

schwach strukturiert. Es war – mit

Verlaub – das letzte Eck von Österreich«,

spricht Josef Zotter aus. Der Mann ist seines

Zeichens weltbekannter Chocolatier,

Querdenker und gern gehörter Bewusstseinsbildner.

Seine Homebase liegt in Riegersburg.

»Ich habe die Welt bereist und

bin zurückgekehrt, um mein Know-how in

meinen Heimatlandstrich zu integrieren.

Mittlerweile bietet das Vulkanland mit seiner

Food Road 66, wie ich sie liebevoll nenne,

eine kulinarische Vielfalt, die auf der

Welt ihresgleichen sucht«, so Zotter, jüngst

vom Market Institut in den Bereichen regionale

Relevanz – unter Berücksichtigung

der Schaffung von Arbeitsplätzen, soziale

und ökologische Werte – als bester Arbeitgeber

in der Steiermark besiegelt. Zotters

»Food Road 66«, im Straßenkataster als

B66 verzeichnet, trägt seit Sommer 2021

den offiziellen Titel »Vulkanland Route 66,

Straße der Lebenslust«. 86 Kilometer von

Ilz bis Bad Radkersburg (und im Verbindungsstück

bis nach St. Veit in der Südsteiermark)

genießen nun eine Inszenierung als

GEHEIMTIPP WIRD

ZUM HOTSPOT

Fehring ist derzeit noch so etwas wie ein

Geheimtipp. Die Stadtgemeinde mit rund

7000 Einwohnern hat bislang nur kaum ein

Tourist am Schirm. Hier entsteht im Stillen

Solides – etwa am Herd von Walter Triebl,

der gemeinsam mit seiner Partnerin Verena

Leitner das Lokal »Lilli« am Fehringer

Hauptplatz führt. Samstags zwischen Mitte

März und Anfang Oktober findet hier auch

immer ein kleiner Markt statt, auf dem das

junge Produzentenpaar Tamara Holzer und

Erik Kühnelt von der Walhalla Genusskulisse

vegetarische und vegane Smørrebrød-Kreationen

und Kaffee aus der Maika-Manufaktur

in St. Anna am Aigen anbietet. Auch

fein: Käsewurst vom Noriker-Pferd, zu finden

am Verkaufsstand von Familie Unger

aus Petersdorf. Ab Ende Oktober gibt es bei

ihnen auch frisches Pferdefleisch im Sortiment.

Nicht unweit vom Hauptplatz entfernt

trifft man Helga Lienhart in ihrem Atelier.

Die Biobäuerin und Künstlerin wählt

mit Bedacht aus einer Fülle Naturgaben und

fertigt damit fein ziselierte Dekostücke an.

Abgeblühte Mohnkapseln kommen in ihren

Kränzen und Blütenskulpturen ebenso zum

Einsatz wie Mondviole, Schwemmholz und

Weide. Lienhart bietet wieder Workshops

an, sobald sich die Pandemie beruhigt hat.

Für noch mehr Frauenpower in der Umgebung

ist Irmi Ranftl zuständig. Die zugezogene

Grazerin hat in einem sogenannten ehemaligen

Erzherzog-Johann-Haus, das Mitte

des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, die

Caldera Yoga Farm installiert. In Kooperation

mit regionalen Yogalehrenden bietet

Ranftl in einem Ferienhaus Drei-Tages-

<

Fotos: Stefan Fürtbauer, Kirchgasser Photography

58 falstaff


MUST-EINKEHR. Haubenkoch Walter

Triebl und Partnerin Verena Leitner

setzen im »Lilli« am Hauptplatz in

Fehring neue Kulinarikakzente.

falstaff

59


steiermark / THERMEN- & VULKANLAND

THERMEN- & VULKANLAND

ECHT GUT

NEUSETZER

Italien hat Lardo, das Vulkanland Neusetzer.

Der weiße Rückenspeck vom Mangalitza-

Schwein reift in regionstypischem Basaltsteintrog

bis zu zwölf Monate. Das Genussgut Krispel

in Neusetz ist Produzent und Namensgeber

gleichermaßen.

GÖLLES

NAHVERSORGER. Marktstandler, wie

Bio-Edelfisch-Züchter Thomas Pock aus

Tieschen, beleben das Feldbacher

Stadtbild. So auch der bunte Kirchturm.

ESSIG

Aus vollreifen Früchten lassen sich erstklassige

Essige erzeugen. Im Thermen- & Vulkanland

ist die Dichte an Essigmanufakturen, darunter

Pioniere wie die Gölles Manufaktur oder das

Essigzentrum Fischerauer, extrem hoch.

HOLUNDER & ARONIA

Die magnesiumreichen vulkanischen

Böden begünstigen den

Anbau von Holunder- und

Aroniapflanzen. 50 Prozent

der Weltproduktion des Kulturhollers

wird in der Steiermark

erzeugt. Mit 400 Hektar Aroniaanbau

in der Region Südost- und

Oststeiermark ist man zudem führend in

Zentraleuropa.

PERLHUHN

Regina und Franz Josef Krainer

züchten auf ihrem Hof in Riegersburg

aller Art Gefieder, u. a.

Perlhühner. Haubenköche aus

der ganzen Steiermark, etwa jene

der kulinarischen Vereinigung 47°

rare styrian cuisine, veredeln diese

in ihren Restaurants je nach Saison.

VULKANLANDSCHNECK

Restaurants wie Lounge 81 in Bad Gleichenberg

verkochen sie: Bio-Schnecken aus dem

Vulkanland, gezüchtet von Pamela Mayer-

Prutsch und Lisa Mayer in ihrer Manufaktur

in Auersbach.

Mehr Informationen:

thermen-vulkanland.at, steiermark.com

<

Auszeiten mit Meditation, Feuerzeremonie,

steirisch-ayurvedischem Bio-Frühstücks-

Brunch und gemeinsamen Kochabenden an.

Hofhund Billy ist dafür bekannt, die Schuhe

der Gäste zu klauen. Yoga ist aber ohnedies

ein Barfuß-Ding, hab’ ich mir sagen lassen.

URBANE FREUDEN,

LÄNDLICHE SCHÄTZE

Manche Menschen können ja von der Landluft

gar nicht genug bekommen, andere sehnen

sich nach ein paar Tagen wieder nach

Urbanität. Auch die kommt im Thermen- &

Vulkanland nicht zu kurz. In der Einkaufsstadt

Feldbach etwa flaniert man am wohl

buntesten Kirchturm der Steiermark, ein

Werk mit 7.000 Farbfeldern aus 38 unterschiedlichen

Farben des Grazer Künstlers

Gustav Troger, vorbei in die idyllische Altstadtgasse,

wo man im Geschenkeladen oder

im Teehaus fündig werden kann. In den

Apartments im Bauernstadl in der Bindergasse

kann man Quartier beziehen und sich

anschließend im Regionalmarkt direkt darunter

durch die Region kosten. Ein weiteres

Verkostungshighlight neben der renommierten

Manufaktur Fink’s Delikatessen befindet

sich nahe Ilz: In der »Kostbar«, integriert in

der für Pasta bekannten Trummer Mühle,

gibt es Craft-Biere umliegender Brauereien,

hausgemachte Liköre und fruchtig-feurige

BBQ-Saucen zum Probieren. Die Regionalisierung

der Rohstoffe ist allerorts zum

Erfolgsfaktor geworden. Die menschliche,

ökologische und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit

ist die erklärte Vision des steirischen

Thermen- & Vulkanlandes für 2025. Der

Zusammenschluss »Tischler Vulkanland Steiermark«

möchte zur Verwirklichung dieser

Vision einen wertvollen Beitrag leisten. Mancher

geht beispielhaft voran: In der 1972

gegründeten Einrichtungswerkstätte Gross in

Weinberg etwa entwickelte Franz Gross in

Zusammenarbeit mit Partnern ein erdstrahlenabweisendes,

metallfreies Bett und die

Marke »Tueri«, lateinisch für (be)schützend.

Das Massivholzbett mit Stecksystem ist sogar

als Gitterbett erhältlich und soll laut Gross

das »Urschlafprinzip« fördern. Schlaf, sofern

er gelingen mag, ist bekanntlich ein lebensnotwendiger

Genuss. Gut, dass in diesem

Winkel Erde auch der Freund des Schlafes,

der gute Geschmack, eine gute Zeit hat.

<

Fotos: TVB Feldbach, Rudi Ferder, Steiermark Tourismus/Johannes Geyer, Biohof Krainer

60 falstaff


THERMEN- & VULKANLAND STEIERMARK

HERBSTGENUSS IM THERMEN-

& VULK ANLAND STEIERMARK

ADVERTORIAL Fotos: Harald Eisenberger / Thermen- und Vulkanland Steiermark; pixelmaker.at; beigestellt

Herbstzeit ist Schmankerlzeit – als Ganzjahresdestination hat das Thermen-

& Vulkanland Steiermark auch in der bunten Jahreszeit einiges zu bieten: von

regionalen Produkten und milden Temperaturen über gesundheitsförderndes

Thermalwasser bis hin zu spannenden kulturellen sowie sportlichen Aktivitäten.

Der Herbst ist die Zeit des Genusses

im Thermen- & Vulkanland

Steiermark – große Kürbisse,

sonnengereifte Weintrauben,

gebratene Kastanien und frischer Sturm

laden ein, den Südosten der Steiermark zu

genießen. Zu Besuch bei heimischen Produzenten

lernt man alles über regionale Spezialitäten

wie den herzhaften Kren oder nussig-schmackhafte

Käferbohnen. Besonders

Feinschmecker kommen auf ihre Kosten:

Traditionelle Buschenschänken, exquisite

Haubenlokale und heimelige Gasthäuser

wollen entdeckt werden.

DER WEG IST DAS GENUSSZIEL

Auf 3.000 Genusskilometern gibt es die

verschiedensten Radtouren zu bezwingen:

ob mit der Familie, mit dem E-Bike oder

dem Rennrad. Übers sanfte Hügelland,

vorbei an Kürbisfeldern und Weingärten

oder durch die einzigartige Murauenlandschaft.

Aber auch Wanderer können sich

über ein vielfältiges Angebot und zahlreiche

Themenwanderwege freuen. Ein

besonderes Highlight ist das Weinwandern

durch die Weingärten. Am Wegesrand warten

immer wieder gemütliche Einkehrstopps.

Denn inmitten der Weinberge

schmeckt die Brettljause mit einem Glas

Sauvignon Blanc besonders gut. Aber auch

bei einer Runde Golf auf den vier Golfplätzen

lässt sich flotte Bewegung mit

Kulinarik verbinden. Und wer nach sportlicher

Betätigung seine Muskeln entspannen

will, findet in einer der sechs Thermen

(Parktherme Bad Radkersburg, Therme der

Ruhe Bad Gleichenberg, Thermenresort

Loipersdorf, Rogner Bad Blumau, Heiltherme

Bad Waltersdorf und H2O Hotel-Therme-Resort)

die Möglichkeit dazu. Das

mineralstoffreiche Thermalwasser trägt zur

inneren Balance bei und schenkt Wohlbefinden.

Egal, ob man auf Entspannung,

Bewegung oder Kulinarik Wert legt – oder

auf alles zusammen: Im Thermen- & Vulkanland

Steiermark wird man mit atemberaubenden

Aussichten und unvergesslichen

Momenten belohnt.

INFO

Weitere Informationen unter

thermen-vulkanland.at

falstaff 61


steiermark / THERMEN- UND VULKANLAND

DIE BESTEN

ADRESSEN

RESTAURANTS/

GASTHÄUSER

STEIRA WIRT

Richard Rauch steht für Spitzenküche, widmet

sich aber auch der Wirtshausküche, natürlich kreativ

interpretiert. Seine Schwester Sonja sorgt für

gemütlich-steirische Gastlichkeit. Tolle Weinkarte.

Trautmannsdorf 6, 8343 Bad Gleichenberg

T: +43 3159 4106, geschwister-rauch.at

KÄSEKUNST MIT LAIB & SEELE. In Bernhard Grubers Fromagerie »The Cheese Artist« mit

Blick auf die Riegersburg gelangt eine Vielfalt individuell veredelter Käselaibe zur Reifung.

MALERWINKL

Das Haus ist Bühne für Peter Troißingers

Malkunst. Peter sen. und jun. stehen für raffinierte

Regionalküche, Tochter Anna ist die perfekte Weinbegleiterin.

Tipp: hauseigene Sojasauce aus Lupinen.

Hatzendorf 152, 8361 Fehring

T: +43 3155 2253, malerwinkl.com

LILLI

Hervorragendes Wirtshaus, in dem der ambitionierte

Koch Walter Triebl, vormals in der Saziani Stub’n

am Weingut Neumeister tätig, die Geschicke lenkt.

Hauptplatz 9, 8350 Fehring

T: +43 3155 21012, lilli-fehring.at

GENUSSGUT KRISPEL

Einst Buschenschank und Wollschwein-Mekka,

heute Genusstheater vulgo Restaurant und

Erlebniswelt. Familie Krispel scheint vieles richtig

zu machen. Nächtigungsmöglichkeit vorhanden.

Neusetz 29, 8345 Straden

T: +43 3473 7862, krispel.at

BREITENFELDERHOF ZUR RIEGERSBURG

Thomas Zalud, eine Wiener Gastrolegende, bewirtet

seine Gäste auch an diesem Standort in

gewohnt perfekter Weise. Essen top, Weinkarte mit

toller Jahrgangstiefe.

Breitenfeld 20, 8313 Breitenfeld an der Rittschein

+43 664 25 20 470, breitenfelderhof.com

HOTELS

GENUSSHOTEL RIEGERSBURG

Familie Gölles, bekannt für ihre Essigmanufaktur und

das Ruotker’s Spirituosenhaus, führt auch ein Genusshotel

mit tollem Ausblick auf die Riegersburg.

Starzenberg 144, 8333 Riegersburg

T: +43 3153 20020, genusshotel-riegersburg.at

DE MERIN BOUTIQUE HOTEL

Eine Mischung aus Bed & Breakfast und Kunsthotel

– stilsicher eingerichtet, jede der dreizehn Suiten für

sich ein Unikat. Sauna und Dampfbad inklusive.

8345 Straden 3–4

T: +43 3473 72299, hotel-demerin.at

SCHLAFGUT NEUMEISTER

Anna und Albert Neumeister galten lange als

Pioniere der Region. Mit Restaurant, Boutiquehotel

und dem heute von Sohn Christoph betriebenen

Weingut ist man noch immer Vorzeigebetrieb.

8354 Straden 42

T: +43 3473 8308, neumeister.cc

EINKAUFEN

BERGHOFER MÜHLE

Hier dreht sich alles um Getreide, Mehl, Kürbis und

das Steirische Kürbiskernöl. Produziert wird mit

erneuerbarer Energie aus eigenem Kraftwerk.

Tolles Sortiment im Mühlenladen!

Bahnhofstraße 25, 8350 Fehring

T: +43 3155 2222-0, berghofer-muehle.at

WALHALLA GENUSSKULISSE

Bierbraukurse, Yoga-Picknick, Eingerextes, Blumenschmuck,

Campingmöglichkeit – die Walhalla

Genusskulisse vereint vieles und bleibt dabei

herrlich unverfälscht.

Pertlstein 30, 8350 Fehring

T: +43 664 429 20 56

walhalla-genusskulisse.at

NATURGESCHICHTEN

Helga Lienhart ist Biobäuerin und Künstlerin. Wer

von außergewöhnlichem Dekor aus Naturmaterialien

fasziniert ist, ist im Atelier richtig.

Höflach 6, 8350 Fehring

T: +43 664 933 62 35, naturgeschichten.at

FROMAGERIE THE CHEESE ARTIST

Schafkäse mit kandierter Mango und Rose, Ziege

mit Uhudlerbeeren, Vulkanland-Cheddar mit

Buchenasche und Schabzigerklee. In Bernhard Grubers

Käsekunst- und Affinage-Manufaktur dreht

sich alles um die Reifung und Veredelung von Käse.

Bergl 2, 8333 Riegersburg

T: +43 3153 71473, thecheeseartist.at

BIOMANUFAKTUR PESTONARRISCH

Sabine Brändle ist eine One-Woman-Show. Aus

köstlichen Wildkräutern wie Giersch, Gundelrebe

oder Löwenzahn macht sie tolle Pestos, aus Blüten

Gewürzsalze.

Am Hofberg, 8333 Riegersburg

T: +43 699 81315522, rosen-garten.at

BIOHOF KRAINER

Am Hof der Krainers sind die Weidegänse glücklich,

ihr Fleisch ist fettarm, dunkel, feinfaserig und aromatisch.

Auch gut: Spezialitäten von Perlhühnern

und Steinschafen.

Altenmarkt bei Riegersburg, 8333 Riegersburg

T: +43 676 88992511, biohof-krainer.at

FREIZEIT

SCHOKOLADENMANUFAKTUR ZOTTER

Kein Weg führt an ihm und seiner Wirkungsstätte

vorbei. Er war einer der Ersten, die das Vulkanland

in die wirtschaftliche Neuzeit führten. Mit Schokolade,

wohlgemerkt.

Bergl 56, 8333 Riegersburg

T: +43 3152 5554, zotter.at

REISMÜHLE SO-FRÖHLICH

Die erste Reismühle der Steiermark steht am

Hof von Ewald Fröhlich. Der ultimative Backhendl-

Begleiter ist nun also auch heimisch geworden

und ab Hof, online sowie in vielen Bauernläden

erhältlich.

Dietzen 45, 8492 Halbenrain

T: +43 680 1207484, so-froehlich.at

CALDERA YOGA FARM

Ferienhaus für Yoga und Meditation in einer

Naturidylle nahe Riegersburg. Retreat-Angebote

mit regionalen Yogalehrenden.

8313 Tiefenbach 31

T: +43 699 1075 86 50, yogafarm.at

VULCANO SCHINKENMANUFAKTUR

Führungen durch die bekannte Schinkenwelt in

Auersbach sind ein perfekter Schlechtwettertipp.

Der animierende Duft des luftgetrockneten

Schinkens begleitet noch lange.

Auersbach 26, 8330 Feldbach

T: +43 3114 2151, vulcano.at

Foro: Bernhard Bergmann

62 falstaff

95 – 100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


CHARAKTERWEINE JOSEF SCHARL

WEINE MIT CHARAKTER

Die Weine von Josef Scharl zeigen ein perfektes Zusammenspiel

aus Handwerk, Gespür und der Beschaffenheit der Lagen.

ADVERTORIAL Fotos: Kump.Photography

V

or Jahrmillionen haben Vulkane

das Gesicht der Erde in der

Südoststeiermark geprägt.

Geblieben ist das Hügelland

der ehemaligen Vulkankegel und das

Geschenk der vulkanischen Erde, die diesem

Terroir und seinen Weinen den Charakter

verleiht. Auf einem der Hügel thront das

idyllische Dörfchen St. Anna am Aigen – die

Heimat von Familie Scharl, die auf ihrem

Weinhof mit großer Leidenschaft eine Tradition

weiterführt, die seit Generationen

geachtet wird: ehrliche Charakterweine zu

produzieren. Und offene, herzliche Gastfreundschaft

zu pflegen. »In vino veritas« ist

hier mehr als nur ein Etikett. Weine von

Josef Scharl kann und soll man trinken. Wer

aber den Winzer selbst erlebt im Weinberg,

im Keller, mit seiner Familie, gewinnt den

ehrlichen Tropfen des Weinhofs weitere faszinierende

Nuancen ab. Die herzliche Gastfreundschaft

im Buschenschank oder die

Entschleunigung im Winzerzimmer oder im

Kellerstöckl versprechen Genuss pur. Die

Weingärten des Weinhofs schmiegen sich an

die steilen Südhänge der ersten Lage

Annaberg und der großen Lage Schemming.

Viel Sonne, die mineralische Beschaffenheit

der Böden und das spezielle Mikroklima

dieser »steirischen Toskana« bilden für

einen kreativen Winzer wie Josef Scharl die

Herausforderung, den Charakter dieses einmaligen

Terroirs im Glas lebendig werden

zu lassen. Josef Scharl kennt seine Lagen, ist

auf dieser Erde gewachsen und geworden.

Er ist begeisterter Wein-Mann, mit Liebe

und Leidenschaft verwurzelt im steirischen

Vulkanland, Könner im Keller, Abenteurer

im Kopf. Ob als Geschenk oder zum Selbst-

Genießen – das ist jedem selbst überlassen.

Wein ist immer auch eine Herausforderung.

Die wundervolle Begegnung von Natur und

Kultur. Charakter ist die Kraft, Tradition

durch Innovation lebendig zu halten, verbunden

mit der Verantwortung gegenüber

den Geschenken eines großen Terroirs. Das

ist der Stoff, aus dem hier die Weine sind. So

unverwechselbar wie ihr Winzer.

INFO

Weitere Informationen unter

weinhof-scharl.at

falstaff 63


steiermark / THERMEN- & VULKANLAND

DIE BESTEN

WINZER

★★★★★ WEINGUT NEUMEISTER

Der Falstaff-Winzer des Jahres 2019, Christoph

Neumeister, ist die Benchmark unter den Weingütern

des Vulkanlands und Vordenker der DAC-Herkunftspyramide,

die Weine von der Ried Moarfeitl

sind immer Glanzstücke aus Österreich.

Straden 42, 8345 Straden

T: +43 3473 8308, neumeister.cc

★★★★ WEINGUT FRAUWALLNER

Walter Frauwallners Weine darf man sich nicht entgehen

lassen. Besonderes Highlight im Sortiment

ist die Muskateller Essenz 2017 mit 100 Falstaff-

Punkten. Paradelage für seinen besten Sauvignon

ist die Ried Buch.

Karbach 7, 8345 Straden

T: +43 3473 7137, frauwallner.com

★★★★ WEINGUT KRISPEL

Ganz klar einer der Aufsteiger des Jahres. Mit seinen

Weinen angelte sich der sympathische Winzer

heuer den vierten Stern im Falstaff-Klassement.

Sehenswertes Weingut!

Neusetz 29, 8345 Hof bei Straden

T: +43 3473 7862, krispel.at

★★★ WEINGUT FRÜHWIRTH

Fritz und Lisa Frühwirth sehen ihr Weingut zwischen

Tradition und Moderne, zwischen profundem

Handwerk und zeitgemäßer Technologie. Highlights

sind die Klöcher Traminer.

Deutsch Haseldorf 46, 8493 Klöch

T: +43 3475 2338, fruehwirth.at

★★★JOSEF SCHARL – CHARAKTERWEINE

Josef Scharl betreibt das Trio aus Buschenschank,

Weingut und Winzerzimmer authentisch. Stimmig

die Weine, charaktervoll auch der Rahmen.

Plesch 1, 8354 Sankt Anna am Aigen

T: +43 3158 2314, weinhof-scharl.at

★★★ WEINGUT WINKLER-HERMADEN

Bei Familie Winkler-Hermaden stehen am Weingut,

im Hotel und im Restaurant Regionalität und Nachhaltigkeit

im Mittelpunkt. Sogar das Holz für die

Weinfässer stammt aus dem eigenen Wald.

Kapfenstein 106, 8353 Kapfenstein

T: +43 3157 2322, winkler-hermaden.at

★★ WEINGUT ENGEL

Der junge Querdenker zeigt nicht nur mit den klassischen

steirischen Rebsorten, was er kann – allen

voran dem Traminer –, er zeigt auch mit der für die

Gegend eher selteneren Sorte Riesling sein Talent.

Pichla 20, 8355 Tieschen

T: +43 3475 2533, weingut-engel.at

BENCHMARK. Christoph Neumeister wurde zurecht 2019 Falstaff »Winzer des

Jahres« – er liefert beständig Glanzstücke aus dem Vulkanland.

★★ WEINHOF GOLLENZ

Mit dem jungen talentierten Winzer Alois Gollenz

wurde an dieser Adresse eine neue Zeitrechnung

begonnen. Spezialität sind die Grauburgunder.

Laasen 2, 8355 Tieschen

T: +43 3475 2519, dergollenz.at

★★ MÜLLER KLÖCH

Auf dem Aussichtsturm mit Loungebereich oder im

idyllischen Hotel Garni beim Pool kann man die

Weine von Stefan Müller wohl am besten genießen.

Klöch 51, 8493 Klöch

T: +43 3475 7160, weingut-mueller.at

★★ WEINGUT PFEIFER

Eine der vielversprechendsten Neuentdeckungen

der letzten Jahre. Der junge Kellermeister Daniel

Pfeifer bringt das Terroir von St. Anna und der

Toplage Schemming zum Glänzen.

Plesch 43a, 8354 Sankt Anna am Aigen

T: +43 3158 29018, pfeifer-weingut.at

AUFSTEIGER. Stefan Krispel legt seit geraumer Zeit

bei der Qualität seiner typischen Vulkanland-Weine

immer noch eins drauf.

★★ WEINHOF PLATZER

Regelmäßig hamstert Familie Platzer schon seit

vielen Jahren Auszeichnungen für ihre Weine, sei

es im SALON Österreich Wein, der Austrian Wine

Challenge oder bei den steirischen Landesweinprämierungen.

Pichla 25, 8355 Tieschen

T: +43 3475 2331, weinhof-platzer.at

★★ WEINGUT TRUMMER

Die Topweine von Mathias Trummer tragen allesamt

die Zusatzbezeichnung »Reine Seele«. Bei

seiner Buschenschank gibt es dazu Herzhaftes von

den hauseigenen Turopolje- und Schwäbisch-Hällischen

Schweinen aus Freilandhaltung.

Pessaberg 26, 8422 St. Veit in der Südsteiermark

T: +43 664 396 73 38, weingut-trummer.at

★ WEINERLEBNIS MARTIN WIPPEL

Im Familienbetrieb Wippel geben sich Kulinarik und

Weingenuss die Hand. Martin vinifiziert Weine aus

vulkanischer Erde, sein Bruder Stefan führt die

»Hofbergstubn« mit Blick auf die Riegersburg.

Hofberg 67, 8333 Riegersburg

T: +43 3153 7360, weinerlebnis-wippel.at

HERRENHOF LAMPRECHT

Auf dem kleinen Familienweingut, einem ehemaligen

Gutshof des Stiftes Vorau, produziert Gottfried

Lamprecht biologische Weine auf sehr individuelle

Art.

Pöllau 43, 8311 Markt Hartmannsdorf

T: +43 669 171 496 89, herrenhof.net

VULKANLANDSEKT-MANUFAKTUR

Die Sektflasche ist schnell geköpft. Darüber, wie

viele Handgriffe ein qualitätsvoller Sekt benötigt,

wird beim Korkenknall kaum nachgedacht. Bei Verkostungen

im Gewölbekeller und auf der Panoramaterrasse

klärt Familie Meister auf. Gästehaus

vorhanden.

Hofberg 58, 8333 Riegersburg

T: +43 680 505 2912, vulkanlandsekt.at

Fotos: Mirco Taliercio, Jean Van Luelik Photographer

64 falstaff

(Sterne-Klassement aus dem Falstaff Weinguide – Mehr Infos auf falstaff.com)


ANKERPUNKT

AHOI AM ANKERPUNKT

Mit dem großzügigen Aus- und Umbau des »Ankerpunkt« zum

Ganzjahresbetrieb am See erfüllen sich nunmehr Manuela

und Leo Rath ihren großen Lebenstraum.

Nach großzügigen Aus- und

Umbauarbeiten eröffnete der

»Ankerpunkt« in Tillmitsch zum

Ganzjahresbetrieb. Um zukunftsweisenden

Qualitätsmaßstäben entsprechen

zu können und den »Ankerpunkt« zu einem

unverwechselbaren Treffpunkt zu machen,

wurde das Wiener Architekturbüro Albertoni

unter der Leitung von Alberto von Bach

mit der Planung des Großprojekts beauftragt.

»Wer den Ankerpunkt betritt, der

taucht in eine andere Welt ein und wird in

einer südländischen Atmosphäre aufgefangen.

Die Atmosphäre passt sich an die unterschiedlichen

Jahreszeiten an«, so der Architekt.

Im Sommer lädt die mediterrane Atmosphäre

am Sonnendeck-Restaurant mit Blick

auf den See ein. Eine eigene Eventlocation

bietet die perfekte Location für Hochzeiten,

Firmenfeiern oder Ähnliches. Die verwendeten

Materialien sind erdig. Vorpatinierte

Kupferplatten der Bar, gerostetes und

lackiertes Schwarzeisen der Vordachsteher

und das Leder der Barsessel zeigen, wie sich

Himmel, Wasser und Wiese zu einer Farbwelt

vereinen. Ein einzigartiges Ensemble!

KULINARISCHE HIGHLIGHTS

Aber nicht nur an den Räumlichkeiten wurde

getüftelt, auch die Speisekarte wurde

von den Besitzern Manuela und Leo Rath

weiterentwickelt. Spezialitäten wie das

Steak aus dem spanischen Holzkohlengrill

»JOSPER« sowie unser bekanntes Sushi

von unserem Sushimeister. Unsere Calamari

in Weinsauce haben einen nachhaltigen Eindruck

bei unseren Gästen hinterlassen.

Neben dem vielseitigen Küchenangebot

trägt auch der perfekte Service und die Öffnungszeiten

von 10 bis 24 Uhr zum

Zuwachs der Stammkunden bei.

EVENTTIPP

Samstags übernimmt Leo Rath die Musik und

bringt Ibiza in die Südsteiermark. Tagsüber von

Montag bis Sonntag Chillout den ganzen Tag.

Jeden Dienstag und Freitag Schlagerparty.

ADVERTORIAL Fotos: © Ankerpunkt; beigestellt

Eine traumhafte Atmosphäre, die

einen gleich in den letzten

Sommerurlaub zurückversetzt.

INFO

Heidenwaldweg 3,

8434 Tillmitsch Links der Laßnitz

T: +43 3452 76080, reservierung@ankerpunkt.at

ankerpunkt.at

falstaff 65


WEIN & MEHR VOM

GENUSSGUT KRISPEL

Mitten im malerischen Vulkanland im südöstlichen Teil der Steiermark, von sanften

Hügeln und grünen Wäldern umgeben, liegt das Genussgut Krispel.

Seit zwei Generationen werden hier

auf den vielfältigsten Böden des

Weinlandes Österreich außergewöhnliche

Weine von höchster

Qualität produziert. Die geologische Entstehungsgeschichte

des steirischen Vulkanlandes

liest sich wie ein Abenteuerroman: Von

der Gebirgsbildung der Alpen wird erzählt,

vom Dehnen der Erdkruste, von heftigen

Vulkanausbrüchen am Alpenostrand, vom

Versinken unter dem Meer und vom Wiederauftauchen

aus dem Ozean vor mehr als

fünf Millionen Jahren, um in der Eiszeit in

Kälte, Eis und Trockenheit zu versinken. All

das können die Reben in den Böden nach-

vollziehen: Von Basalt über Muschelkalk,

Sand, Ton und Schotter bis zu Lehm reicht

das Spektrum, auf dem Stefan Krispel seine

vielschichtigen Weine ernten kann.

66

STEFAN KRISPEL UND

DER WEIN

Stefan Krispels Wein garantiert nicht nur

die regionale Herkunft der Trauben, sondern

auch ausnahmslos Handlese und eine

optimale Reifezeit im Keller. Das milde Klima

und die vielfältigen Böden des Vulkanlandes

tun das eine, Stefan Krispels Gespür

im Keller das andere. In nur wenigen Jahren

entwickelte der Winzer seine Lagenweine

zum idealen Ausdruck des jeweiligen

Bodens und des Mesoklimas. Sie sind

sowohl im DAC-Herkunftssystem als

Riedenweine als auch in der Lagenklassifikation

der Eruptionswinzer in den Kategorien

»Erste Lage« und »Große Lage« als

privatrechtlicher Qualitätsstandard klassifiziert.

Dieser Qualitätsstandard wird regelmäßig

von der renommierten LACON

GmbH auditiert. Stellvertretend für alle

Weine des Winzers soll hier noch sein

Grauburgunder Ried Neusetzberg als vinophiles

Ausrufungszeichen vorgestellt werden:

Die Wurzeln der alten Reben graben

sich aufgrund ihres Alters durch die rötlifalstaff


WEINGUT KRISPEL

che Basaltverwitterungserde in die darunterliegenden

urzeitlichen Meeresablagerungen.

Stefan Krispel lässt seinem Grauburgunder,

ausgebaut im kleinen und großen

Holzfass, genügend Raum für seine Entwicklung.

Er schmeckt rauchig, kräftig,

zugleich besticht er durch eine sehr ausbalancierte

Säure, mit einem mineralisch langen

Abgang und einer kräftigen Würze.

Hier ist mit jedem Schluck die Besonderheit

des Neusetzberges spürbar.

KRISPELS GENUSSTHEATER

Lachen, trinken, essen, genießen. Das

»Genusstheater« ist ein Restaurant der Sonderklasse.

Betritt man es, offenbart sich eine

neue Welt. Hinter einem 25 Meter langen

Vorhang aus Lärchenholz arbeitet die Küche

auf Hochtouren. Vor einem befindet sich der

Gastraum, alles in mediterranen Farben

gehalten, spannend entspannend, für Freunde

gedeckt. Im Hintergrund Musik, die Sinne

werden durch atemberaubende Gerüche

verführt. Man wird an den Platz begleitet.

Auf mittlerer Höhe hat der Vorhang eine

Öffnung, hinter der sich die Bühne des

»Genusstheaters« befindet: Hinter einem

gläsernen Vorbau erblickt der Gast das

Herzstück des »Genusstheaters«, einen

Block aus Basalt, poliert an der Oberfläche,

EIN EINZIGARTIGER

WEIN. DAS SCHMECKT

MAN SCHLUCK FÜR

SCHLUCK. DA SCHMECKT

MAN DEN BODEN, DIE

SONNE, DIE LANDSCHAFT

UND DIE LEIDENSCHAFT

AN DER ARBEIT. JEDER

SCHLUCK MACHT DEN

KRISPEL SPÜRBAR.

STEFAN KRISPEL WINZER

auf den Seiten schroff abfallend, wie aus

dem Steinbruch geklopft. Auf diesem sieht

der Gast den Küchenchef Daniel Weißer und

sein Team im Licht der Wärmelampen die

Speisen anrichten. Und schon befindet man

sich in Familie Krispels »Genusstheater«.

Das »Genusstheater« führt Menschen zu

einem außergewöhnlichen Ereignis zusammen.

Hier wird das kulinarische Erleben

spürbar gemacht. Küchenchef Daniel Weißer

verwöhnt die Sinne der Gäste. Er zaubert

eine Küche mit regionalen und aus dem

Umland verfügbaren Köstlichkeiten, und das

an einem mit Leben gefüllten Ort. Seine

Freude und Begeisterung sind spürbar im

»Genusstheater«, wo man gerne ist und gerne

isst, neue Weine von Stefan Krispel kennenlernt

und sich zu einem Dessert von Lisa

Krispel verführen lässt. Wo man mit Freunden

kommt, um ein Fest der Gaumenfreude

zu feiern. Unter anderem das schon jetzt

legendäre siebengängige Menü mit der darauf

abgestimmten Weinbegleitung.

Küchenchef Daniel Weißer betört

die Sinne der Gäste. Er zaubert am

Block aus Basalt eine Küche mit

regionalen Köstlichkeiten, lässt jedoch

Geschmackskompositionen aus aller

Welt zu.Winzer Stefan Krispel (rechts).

ADVERTORIAL Fotos: © Michael Reidinger; Beigestellt

INFO

Öffnungszeiten (nur mit Reservierung)

finden Sie auf der Homepage unter:

krispel.at

falstaff 67


AUS DEM WALD IN DIE FLASCHE

Hier entstehen einzigartige Geschmackserlebnisse!

I

nspiriert von den oststeirischen

Wäldern und deren Rohstoffen,

bringen Roman Fuchs und Andreas

Bauer mit ihrer Destillerie Fuxbau

100 % natürliche Zutaten authentisch

in die Flasche.

Heimische Zutaten, wie Fichtensprossen,

Vogelbeeren, Holunderblüten

oder Akazienhonig, machen

die Produkte einzigartig und unverwechselbar.

Egal, ob der Fuxbau

Distilled Gin, der Waldbeere, der

Vogelbeer-Bitter oder die neueste

Kreation, der Fuxbau Kräuterbitter:

Die Produkte werden selbst

entwickelt und in liebevoller

Handarbeit in der eigenen

Destillerie produziert.

GINMANUFAKTUR

FUXBAU

Lemberg 63

8274 Buch-St. Magdalena

fuxbau-gin.at

HEIMAT DER TRACHT

Yvonne Rottenmanner – die Botschafterin der Tracht

I

hr Herz schlägt für die Tracht:

Seit nunmehr vier Jahren führt

Yvonne Rottenmanner das Gössl-

Geschäft in Fürstenfeld. Ehrlich

und beharrlich, mit einer positiven

Einstellung zum Leben. Innerhalb

kurzer Zeit hat sich die Quereinsteigerin

in Fürstenfeld als Gössl-Botschafterin

einen Namen gemacht.

Das Geheimnis dieses Erfolges?

In Gössl-Tracht ist man immer gut

angezogen – egal, welche Kleider-

größe oder Figur. In einem Dirndl

oder einer Stiefelhose mit Bluse und

Blazer von Gössl ist man augenblicklich

fesch beinand´. Ihre Mission

sieht sie darin, die Menschen davon

zu überzeugen, dass die Tracht nicht

nur für bestimmte Anlässe passt,

sondern alltagstauglich ist.

GÖSSL FÜRSTENFELD

Bismarckstraße 14a

8280 Fürstenfeld

goessl-fuerstenfeld.at


VULKANLAND ERLEBEN & GENIESSEN

»THE TASTE OF LIFE« IM GEISTERHAUS

Wo Katz und Hexe gemeinsam auf das Leben trinken

I

m Thermen- und Vulkanland

lässt es sich nicht nur hervorragend

urlauben, sondern auch wundervoll

leben. Diese inspirierende

Region erdet, schenkt Vertrauen und

lässt höchst produktiv und kreativ

sein. So haben auch wir unseren

Weg zu den Craft Spirits gefunden.

Auf der Suche nach sich selbst

und dem »tase of life« begann die

Erfolgsgeschichte. DeVin begann

in Südamerika und repräsentiert

bis heute jugendlichen Leichtsinn,

Verlorenheit und Selbstverwirklichung

in Form von modernen und

sauber produzierten Destillaten.

Dabei legen wir den Fokus einerseits

auf natürliche Rohstoffe und deren

saisonale Verfügbarkeit, anderseits

auch auf Handwerkskunst beim

Brennen und Blenden. Wir arbeiten

mit facettenreichen heimischen

Produkten wie Gewürzen, Kräutern

und Weinen. Zudem wird gänzlich

auf Aroma- und Farbstoffe verzich-

tet, dies und die unterschiedlichen

Gegebenheiten der Natur können

zu Schwankungen im Aussehen

und Geschmack führen. Jeder Geist

erzählt eine kleine Geschichte und

macht sie nicht nur besonders, sondern

auch ein bisschen anders. In

der Brennerei werden Verkostungen

und Führungen sowie der klassische

»Ab-Hof-Verkauf« angeboten.

DEVIN

Ödgraben 8, 8361 Fehring

T: +43 3387 20309

devin-gin.at

Gold- und Silbermedaillen bei

nationalen und internationalen

Verkostungen bestätigen unser

Qualitätsbestreben. 2019

wurde Lisa Bauer von Craft

Spirits Berlin zur Best Female

Craft Distiller ausgezeichnet.

STEIRISCHER LUXUS IST LEBENSFREUDE!

ADVERTORIAL Foto: Beigestellt

Im steirischen Thermen- und Vulkanland entschleunigen und die Hektik des Alltags vergessen

Das Adults Only SPA RESORT STYRIA****S in

Bad Waltersdorf verwöhnt seine Gäste im oststeirischen

Thermenland mit Relax, Sport, Health und der

sprichwörtlich steirischen Gastfreundschaft.

E

ntspannen und den weichen

Wellen des Wassers zusehen,

abends dem Sonnenuntergang auf

der Panoramaterrasse mit einem

Glas Wein entgegenblicken, mit

der besten Freundin in der Sauna

ausgiebig tratschen oder mit dem

Partner eine exklusiv kulinarische

Zweisamkeit verbringen. Unser

Küchenteam rund um Küchenchef

Kevin Koglmann zaubert regionale

Köstlichkeiten und österreichische

Schmankerl, gewürzt mit einem

Hauch von Internationalität auf die

Teller. Produkte lokaler Molkereien,

Bauern und Weingüter sorgen

für steirischen Genuss, der keine

Grenzen kennt, denn Nachhaltigkeit,

strenge Qualitätskontrollen und

vertrauensvolle Lieferantenbeziehungen

stehen bei uns an oberster

Stelle. Aktive entdecken die

schönsten Seiten der Region beim

Biken, Wandern oder Golfen. In der

2.500-m²-Heilthermal-Wasserwelt

dreht sich alles um das Wohlbefinden

der Gäste. Im Fokus stehen

Erholung, Regeneration und die

Balance zwischen Körper, Geist und

Seele. Vom wohltuenden, 35 Grad

warmen Thermalwasser auf Händen

tragen lassen oder Bahnen im

erfrischenden Sportbecken ziehen.

In eine sanfte Meditation durch die

Schwingungen der Klangschalen

gleiten, sich bei einer in die Tiefe gehenden

Massage regenerieren oder

die Haut mit unseren pflegenden,

beruhigenden und vitalisierenden

Beautybehandlungen im Gold SPA

verwöhnen. Das ist purer Luxus für

die Seele!

SPA RESORT STYRIA****S

Bad Waltersdorf 351

8271 Bad Waltersdorf

T: +43 3333 31 065

reservation@sparesortstyria.com

sparesortstyria.com

falstaff 69


steiermark / SÜDSTEIERMARK

SÜDSTEIERMARK

Klang

desSudens

..

Eine Geschichte über guten Boden für so vieles:

Haubenküche wie Hopfendolden, fesselndes Land

und gesellige Leute, Rebstöcke und Wanderschuhe.

TEXT TINA VEIT-FUCHS

70 falstaff


Fotos: Walter Luttenberger Photography

DIE KUNST DES KLAPPERNS.

Kaum etwas ist typischer für die

Südsteiermark als die Klapotetze

(Windräder) in den Weinbergen mit

ihrem charakteristischen Klang.

falstaff

71


steiermark / SÜDSTEIERMARK

LIEBLINGSPLÄTZE. Die

Südsteiermark steht für frische

wie lagerfähige Weine und kulinarische

Vielfalt, eingebettet in eine der

reizvollsten Landschaften Europas.

Wer einen Klapotetz

erspäht, weiß, er ist in

der Südsteiermark

angekommen. Das

Wahrzeichen der

Region fehlt in kaum einem Weingarten.

Die Holzkonstruktion funktioniert wie eine

Vogelscheuche und soll durch akustisches

Klappern Feldfrüchte wie Weingärten schützen.

Auch am Weinhof ihrer Großmutter in

Pößnitz lag der Klapotetz an Sommertagen

den Ansässigen im Ohr. Bruder Otti fuhr

Traktor, während Bettina Oswald-Hötzendorfer

in Omas Küche umherwirbelte und

Kernöleierspeis‘ aus der Eisenpfanne löffelte.

Ein aufgewecktes, fünfjähriges Mädchen

mit einer gehörigen Portion Selbstdarstellung

zwischen Schweinestall, Weingartenarbeitern,

Fischteich und Kriecherlbäumen.

»Ich fand die Freiheit in den Weinbergen

schon immer unglaublich schön. Hier habe

ich all meine Authentizität aufgesaugt und

mich als Darstellerin und Künstlerin entdeckt«,

konstatiert Liedermacherin Bettina

Oswald-Hötzendorfer. Die Leidenschaft,

sich zu präsentieren, führte später über eine

Musicalausbildung und die Zusammenarbeit

mit Regisseur Roman Polanski zur

Transformation in ihr Alter Ego, »Betty O«.

Heute singt Oswald-Hötzendorfer, wie ihr

SANFTE HÜGEL,

SÜDLICHES

FLAIR UND

GENUSS OHNE

ENDE

der Schnabel gewachsen ist. Und am liebsten

über ihre Heimat, die Südsteiermark,

deren Bewohner und über all die dazugehörigen

Klischees und Stereotypen. Kleinkunst

mit Herkunftssiegel.

WEINGARTEN UND JAUSE

Auf dem Traktor, im Weingarten, am Jausenbrettl.

Ja, besonders jetzt im Herbst hat

man die Südsteiermark auf der Rechnung.

Ob des Weins, des Kürbisses, der malerischen

Hügel oder der mediterranen Wetterlage

wegen. Ein berauschender Landstrich,

der aus dem Vollen schöpfen kann

und auf der Genusslandkarte zwischen St.

Stefan ob Stainz und Leutschach den

Reichtum des Lebens umarmt. Entlang der

bekannten Südsteirischen Weinstraße sind

es vor allem Menschen wie Bettina

Oswald, die mit dem Blick aufs Grenzland

Slowenien zwischen Klapotetz und den

besten Rieden im Kleinen und Großen wirken

und dabei oft Großes bewirken.

Landwirtin Matea Jelavic hat in St. Andrä-Hoch

im verträumten Sausal als biologisch

zertifizierte Pilzzüchterin ihre Bestimmung

gefunden. Gemeinsam mit ihrem

Partner Klaus Grübler betreibt sie die »Pilzfactory«.

Klaus produziert das Substrat,

Matea umsorgt die darauf keimenden Bio-

Rosen-, Limonen und Kräuterseitlinge, Austernpilze

und Buchenraslinge. Verkauft

wird u. a. an Bauernläden und in ausgewählter

Gastronomie. »Bei uns wachsen die

Pilze langsam und konstant bei etwa 12

Grad Celsius, idealer Luftfeuchtigkeit und

optimalen CO2-Werten. Der perfekte Pilz

hat einen kurzen Stiel und bewahrt beim

Kochen sein festes Fruchtfleisch«, erklärt

Jelavic.

SAUGUT VEREDELT

In unmittelbarer Nachbarschaft im revitalisierten

Pfarrhof entfaltet sich Harald Irka

im Restaurant »Am Pfarrhof«. Lebensgefährtin

Lisa Gasser unterstützt als Service-

Head den 30-jährigen Spitzenkoch. Irka ist

einer, der seit Beginn seiner Laufbahn

Reduktion und Ästhetik am Teller ausreizt,

dabei aber nie schreierisch wirkt. Auf den

ersten Blick scheint das Paar eher

<

Fotos: Walter Luttenberger Photography, Karin Bergmann, Moet Hennessy Österreich, Martin Schönbauer

72 falstaff


AM PFARRHOF. Vier-Haubenkoch Harald Irka und Partnerin Lisa Gasser bespielen mit

jugendlichem Esprit ein traditionsreiches Haus im verträumten Sausal.

falstaff

73


steiermark / SÜDSTEIERMARK

DORFIDYLL. Würde man so in Oisnitz

nicht erwarten: Johann Schmuck agiert

im »Broadmoar« kreativ zwischen

Gourmetmenü und Pferdestall.

<

gegensätzlich – Irka wirkt klar, aber

eher introvertiert, Gasser vergleichsweise

»outgoing« und erfrischend lärmend. »A

perfect match«, sagen die beiden von sich

selbst. Optimale Ergänzungen finden auch

auf dem Teller statt: Aktuell etwa Steinbutt

mit Kalbskopf, Estragonschaum und

Olive, Kalb mit Pilzcreme, Vanille, Knoblauch

und Pastinake sowie Branzino mit

Lardo, Liebstöckl und Tomatenwasser.

Der gereifte Speck stammt übrigens aus

St. Peter in der Weststeiermark. Lukas

Gimpl, Landwirt im zweiten Bildungsweg,

stellt für Haubenköche wie Irka oder den

aufstrebenden Johann Schmuck vom Restaurant

»Broadmoar« im idyllischen Oisnitz

Mietschweine ein, die sich naturverbunden

im Dreck suhlen, genügend Auslauf

haben, artgerecht aufwachsen und mit

Bedacht gefüttert werden. Wie das

»Schweindlmieten« funktioniert? »Man

sucht sich ein Wuckerl aus, das behutsam

am Gimpl-Hof unter Artgenossen aufwächst,

und Monate später wird das Tier in

Absprache mit dem jeweiligen Mieter für

den individuellen Bedarf geschlachtet«,

erklärt der Bauer. Manche Teile wandern in

den Dry Ager und finden nach geraumer

Zeit ihre Bestimmung auf den Tellern der

Fine-Dining-Gäste.

Bleiben wir gleich im Schilcherland, das

seit der Zusammenlegung der Erlebnisregionen

nun auch zur Marke Südsteiermark

zählt. Hier werken innovative Geister wie

Sophie Reinisch. Die Schmuckdesignerin

stellt in einer kleinen Manufaktur in Trahütten

bei Deutschlandsberg von Armbändern

bis zu Fußketten Holzschmuck in hundertprozentiger

Handarbeit her. »Astwerk«

Fotos: Werner Krug, Christian Chladek, Knappenhof

74 falstaff


heißt ihr Label, die Baumbeschaffenheit ist

gleichzeitig künstlerischer Ausgangspunkt.

Reinisch bietet auch Workshops an. Auch in

Rassach findet man bäuerliches Kunst- und

Kleinhandwerk. 80 Mitglieder eines Vereins

begeistern im 1500-Seelen-Dorf direkt an

der Bundesstraße mit Emaille-Arbeiten,

Bauernmalerei, Stickereien und Trachtigem.

NATURVERBUNDEN

Im Herzen von Deutschlandsberg wird man

in der »Bäckerei und Konditorei Bartl« seit

40 Jahren mit Gebäck und Torten verwöhnt.

Die Cremeschnitte von Wolfgang Leopold

Bartl, der nach wie vor selbst in der Backstube

steht, ist ein Traum, das Körndlbrot

eine Institution und Insider fragen immer

nach dem Kaffeesoufflé mit dem Prädikat

»Einmal reinlegen, bitte«.

Einige Meter höher liegt die Burg Deutschlandsberg,

wo Karl Kollmann seit Jahren aufkocht.

Das angrenzende Museum ist sehenswert,

der Ausblick auch. Zur Belohnung für

den Aufstieg muss ein Schilcher her. Der darf

gerne aus der »Destillerie Kraus« in St. Martin

im Sulmtal, von »Bruxis Heurigem« bei

Lannach oder vom »Biohof Herrgott« aus St.

Stefan ob Stainz stammen. Letzterer ist ein

Demeter-Betrieb der Familie Strohmaier, die

in den nächsten Monaten zusätzlich die Edel-

Buschenschank »HerrgottHö« eröffnen wird.

Schilcher gibt’s bei ihnen jetzt in der kalten

Jahreszeit auch in der »Glüh«-Variante, fertig

abgefüllt in Flaschen.

Wir befinden uns bereits mitten in der

Schilcher Weinstraße. Am Fuße der Koralm

gedeiht der rubinrote Schilcher auf mineralstoffreichen

Gneis- und Schiefergesteinsböden

von Ligist bis nach Eibiswald. Ob

schimmernd im Glas oder als Rahmsuppe

mit Käferbohnenstangerl veredelt – die neue

Generation Schilcher avanciert zum Top-

Rosé. Am »Knappenhof« in Gamlitz lässt

sich’s urlauben, jausnen und viel lernen – im

Beisein von Alpakas, deren Wolle zu Decken

und Patschen verarbeitet wird. Bei einer

informativen Fütterung mit Hausherrin

Melanie Pommer erfährt man allerlei Wissenswertes

über die langhalsigen Fellknäuel

und hat die Möglichkeit, im Hofladen flauschige

Alpaka-Produkte zu durchstöbern.

Sportaktive finden in der Südsteiermark

auf dem E-Bike (Verleih vielerorts möglich),

in Wanderschuhen oder im »Golfclub

<

STREICHELWEICH. Die Anden zu

Gast in Gamlitz – am »Knappenhof«

erlebt man Alpakas hautnah in der

Kulisse der Weinberge.

falstaff

75


steiermark / SÜDSTEIERMARK

ABSCHLAG. Der Golfclub Gut Murstätten ist ein

Golfplatz der Superlative. Am Tor zur Südsteiermark

verbindet sich hier perfekt Natur- mit Golferlebnis.

<

Gut Murstätten« bei Lebring ihren Ausgleich.

Hügel wie der Kreuzberg dienen als

bergige Kraft- und Energielieferanten.

Umringt vom keltischen Baumkreis und

einigen Kneipp-Stationen führt vom Kreuzberg

ein kurzer Weg zum Biobauernhof

Adam-Wurzschusterhof (ein Besuch des

Bio-Hofladens lohnt sich).

FISCHWIRT.

Für Alpe-Adria-

Feeling an der

Weinstraße sorgt

die Grazer

Gastronomiefamilie

Grossauer-

Widakovich.

GENUSS-PHILOSOPHEN

Am ausgewiesenen Philosophenweg in Eichberg-Trautenburg

gelangt man direkt zu

einigen Weingütern des Rebenlandes.

Grundsätzlich stellt sich allerdings die Frage,

ob man in dieser Region tatsächlich Bewegung

vor die »Befüllung der Leibesmitte«

stellen kann. Angesichts der extremen

Dichte an Buschenschänken, Wirtshäusern,

Restaurants und Weingütern

entlang der Südsteirischen,

Sausaler und Schilcher

Weinstraße leiert der Gummi

der Radlerhose nicht

unbedingt vom In-die-Pedale-Treten

aus. Kögel, Maitz,

Firmenich, Tement, Tschermonegg,

Magnothek, Gasthaus

Thaller, Sabathi, Rebenhof,

Fischwirt im Urmeer, Pauritsch,

Schilcherei Jöbstl, Glirsch,

Niggas, Karpfenwirt, Klug, und

Fotos: TVB Lebring St. Margarethen, Katharina Hafner, Werner Krug, Tina Veit Fuchs, Christian Jungwirth

76 falstaff


wie sie alle heißen tragen wesentlich dazu

bei, dass Gourmettouristen aus Österreich

und aller Welt diese Region dauerhaft auf

ihrer Agenda haben.

Erstklassige Produkte und Rebensäfte gibt

es in der Südsteiermark viele. Es sind die

Menschen dahinter, die den Unterschied

machen. Am Tor zur Südsteiermark, mitten

in Ehrenhausen, ist »Die Weinbank« eine

absolut sichere Bank. Gerhard Fuchs, der

seit Jahrzehnten zu den besten Köchen

Österreichs zählt, und Christian Zach, önologisches

Naturtalent und mehrfach ausgezeichnete

Sommeliergröße, werken hier.

»Gut essen und trinken in einem Wirtshaus

oder Restaurant ist eine soziale

Interaktion und spiegelt unser

Verhältnis zur Umgebung wider –

zur Zeit, den Menschen und Werten.

Wenn wir essen und trinken,

beziehen wir Stellung durch das,

BEST OF STEIERMARK. Gerhard

Fuchs (7. v. l.) und sein »Weinbank«-

Team sind Falstaff-Steiermark-Sieger.

Sein Stil ist unverkennbar mit der

steirischen Traditionsküche

verbunden.

was und wie wir genießen«, sind sich Vier-

Haubenkoch Fuchs und Kompagnon Zach

einig. Es mag beruhigend klingen, dass man

für eine emotionale Esskultur keinen eigenen

Acker oder Stall braucht. Denn Bauern

und Produzenten wohnen ohnehin gleich

ums Eck oder sitzen bei Fuchs und Zach am

Chef’s Table. Gespräche mit Menschen

geben dem Leben Wert und diese finden in

der »Weinbank« im bodenständigen Wirtshaus,

im hochkarätigen Fine-Dine-Restaurant

und der repräsentativen Vinothek samt

anmietbaren Weinschließfächern statt. Drei

Genusspfeiler, die zwei herausragende

Kulinarikbotschafter und Falstaff-Steiermark-Sieger

unter einem Dach vereinen

und dazu beitragen, dass die Südsteiermark

ganzjährig als Genussdestination

erlebbar ist. Im Nachbarort

glänzen Lilli Kollar und Joachim

Gradwohl und bringen in ihrem

<

falstaff

77


steiermark / SÜDSTEIERMARK

SÜDSTEIERMARK

ECHT GUT

STEIRISCHES KÜRBISKERNÖL

G.G.A.

Der wohl bekannteste steirische

Vertreter unter den kulinarischen

Spezialitäten ist

auch das »Grüne Gold« des

Landes. Das Öl hat einen einzigartigen

Geschmack, ist dickflüssig,

dunkelgrün und duftet

nussig, ein wenig nach frischer Brotrinde mit

Röstnote.

POLENTA

Ob zum Frühstück mit

Kaffee oder als Einlage

zur Suppe, die

Polenta (vielerorts

auch Sterz genannt)

ist eine beliebte Beilage

und in guter

Nachbarschaft mit Kärnten

und Slowenien.

STEIRISCHER KREN G.G.A.

Auch bekannt als Meerrettich,

ist Kren ein Wurzelgemüse,

das bei keiner traditionellen

Brettljause fehlen

darf. Als Schärfe-Kick begleitet

er auch andere traditionelle

Gerichte.

BEST OF ÖL

Thomas Hartlieb ist ein Ölmagier. Er presst

nicht nur aus Kürbissen herausragende Öle.

Auch Erdmandeln, Hanf, Pistazien und mehr

sind nicht vor ihm sicher.

STURM UND KASTANIEN

In den Buschenschänken und

entlang der Weinstraßen werden

im Herbst frisch gebratene

Maroni mit rotem oder weißem

Sturm – einem Traubensaft,

der bereits begonnen hat

zu gären und mindestens ein

Prozent Alkohol hat – angeboten.

Mehr Informationen:

suedsteiermark.com, steiermark.com

<

BILDERBUCH-AUSSICHT.

Im kleinen Wirtshaus

von Lilli Kollar und

Joachim Gradwohl

ist grandiose, schnörkellose

Wirtshausküche

zuhause.

kleinen Wirtshaus »Lilli & JOJO« Fabelhaftes

auf den Tisch. Wer im genießerischen

Sinn völlert, will sich gut gebettet wissen.

GUT GEBETTET

Die Südsteiermark bietet mannigfaltige

Übernachtungsmöglichkeiten, Hotelerlebnisse

wie »Loisium«, »Weinlandhof«, »Ratscher

Landhaus« oder »Burghotel Deutschlandsberg«,

exklusive Winzerzimmer in der

»Winzarei«, im »Stainzerhof« oder am

»Weingut Tauss«, in Ferienhäusern und

Hide-aways wie dem »Steirerblicke-Schilcherhaus«

und der »Residenz Kittenberg«

auf der Kuppel eines Weinbergs gelegen –

ein Refugium für alle Sinne.

Das Klappern des Klapotetz hat auch

Investoren hellhörig werden lassen. In den

nächsten Monaten und Jahren wird sich der

Landstrich um weitere bunte Akzente erweitern.

Nicht zuletzt in der Bezirkshauptstadt

Leibnitz, die, ausgestattet mit ländlicher

Urbanität, dank kleiner Boutiquen und

Läden wie »Principessa 2nd love«, »Taschner«,

»Kresnik«, »Antiquitäten Kirschner«

und »Atelier Fink« immer mehr Individualität

gewinnt. Das Leben in der Südsteiermark

ist reich gefüllt. Zwischen ofenwarmen

Buchteln, Sauvignon blanc, Schilcher und

gerissenem Kren gedeiht das wohlige Gefühl

von Nestwärme, nicht nur im Herbst.

RESIDENZ KITTENBERG. Der etwas andere Hideaway in der Südsteiermark.

Villen-Luxus pur mit vier Schlafzimmern, Weinkeller und einem Hubschrauber-Landeplatz.

<

Fotos: lenik - Magdalena Koinegg, Inge Prader, Steiermark Tourismus/Johannes Geyer/Tom Lamm/Kubiza/Martin Kubanek/Harry Schiffer, Tauroa/ Armin Walcher

78 falstaff


STEIRISCHES KÜRBISKERNÖL VON KIENDLER.

KLIMANEUTRALES PRODUKT

WWW.FOKUS-ZUKUNFT.COM

Wir denken

an morgen,

seit über

300 Jahren.

AB SOFORT

ERHÄLTLICH

BIO

Kiendler GmbH, A-8413 Ragnitz 5

WWW.KIENDLER.AT


steiermark / SÜDSTEIERMARK

ON TOP. Die Magnothek,

gleich neben dem Weingut

Tement gelegen, krönt die Lage

Zieregg mit Großflaschenliebe

und Wirtshausküche.

DIE BESTEN

ADRESSEN

RESTAURANTS/CAFÉS

AM PFARRHOF

Harald Irkas Gerichte sind geprägt von

Klarheit, kreativem Handwerk und geschmacklicher

Tiefe. Ein wunderbarer historischer Ort.

St. Andrä im Sausal 1

8444 St. Andrä im Sausal

T: +43 660 3944628, ampfarrhof.at

DIE WEINBANK

WIRTSHAUS-RESTAURANT-VINOTHEK

Im Fokus stehen lokale Produkte, im Weinkeller lagern

rund 3500 Positionen. Gerhard Fuchs und Christian

Zach sind durch und durch ein kongeniales Duo.

Hauptstraße 44, 8461 Ehrenhausen a. d. W.

T: +43 3453 22291, dieweinbank.at

BROADMOAR

Ziemlich versteckt am Waldesrand findet sich

die unverfälschte und echte Küche von Johann

Schmuck.

Oisnitz 36, 8503 St. Josef

T: +43 664 2382860, beimbroadmoar.at

LILLI & JOJO – DAS KLEINE WIRTSHAUS

Das alteingesessene »Kleine Wirtshaus« hat mit

Joachim Gradwohl und Lilli Kollar würdige Nachfolger

gefunden. Ein absolutes Highlight: der Ausblick!

Sulztal an der Weinstraße 22, 8461 Gamlitz

T: +43 3453 2310, lilliundjojo.at

FISCHWIRT IM URMEER

Branzino, Bio-Forelle oder geräucherten Quellwassersaibling

bietet der Fischwirt an. Eine traumhafte

Aussicht sorgt für Alpe-Adria-Feeling.

Sulztal an der Weinstraße 18, 8461 Gamlitz

T: +43 3453 21149, fischwirt.co.at

CAFÉ KONDITOREI BÄCKEREI BARTL

Wolfgang Bartls Traditionsbetrieb am Hauptplatz in

Deutschlandsberg steht seit 1981 für erstklassiges

Brot, Gebäck und süße Kreationen. Weitere Filialen

in Graz.

Hauptplatz 12, 8530 Deutschlandsberg

T: +43 3462 538, baeckereicafekonditorei-bartl.at

BUSCHENSCHANKEN

FAMILIENWEINGUT OBERER GERMUTH

Steinterrasse und Wintergarten mit Blick auf die

Weingärten. Saftiges Brot passt zum Highlight,

dem gebratenen Brüstl. Feine Wildspezialitäten

und Mehlspeisen

Glanzer Kellerstraße 34

8463 Leutschach an der Weinstraße

T: +43 3454 6734, oberergermuth.com

HERRGOTTHÖ

Essen, Trinken, Sterndal schauen. Neue Buschenschank-Eröffnung

demnächst mit ausgeklügelten

Bar- und Party-Optionen in stilsicherem Ambiente.

Kirchberg 101, 8511 St. Stefan

+43 664 5205645, herrgott.at

BRUXIS HEURIGER

Sonja Bruxmeier ist Gastgeberin durch und durch.

Ihre Wirkungsstätte bei Lannach ist beliebt für größere

Feiern. Auch das kulinarische Angebot stimmt.

Frauengrabenweg 8, 8502 Lannach

T: +43 664 2001637, bruxis-heuriger.at

WEINGUT FIRMENICH – STEINBERGHOF

Typisch südsteirische Gastlichkeit mit variantenreicher

Speisekarte und Spezialitäten wie Salzbuchteln

mit Speckzwetschken und Sterz mit Grammeln.

Wielitsch 62, 8461 Ehrenhausen a. d. W.

T: +43 3453 2435, firmenich.at

WEINGUT/BUSCHENSCHANK KÖGL

Der Charme des 300 Jahre alten Bauernhauses

spricht für sich. Hochwertige Jause, für Weinfreunde,

die gerne verweilen, stehen urige Gästezimmer

zur Verfügung.

8461 Ratsch 59

T: +43 3453 4314, weingut-koegl.com

KITZECKMÜLLER

Franz Temmel ist ein Original. Gute Käseplatte,

schmackhafte Buchteln nach Großmutters Rezept.

Weine und Gin aus Eigenbau.

Steinriegel 9–10, 8442 Kitzeck

T: +43 3456 2302, kitzeckmueller.at

WINZAREI, WEINGUT TEMENT

Die renovierten Chalets der »Winzarei« von Familie

Tement stammen aus dem 18. Jahrhundert und

bieten einen Aufenthalt inmitten der besten Lagen.

8461 Zieregg 4

T: + 43 3453 4101, winzarei.at

HOTELS

LOISIUM WINE & SPA HOTEL

Das Weinhotel liegt direkt am Schlossberg und

ist ein Vier-Sterne-Avantgarde-Designhotel. Das

typische LOISIUM Wine Spa gibt es natürlich in

bewährter Qualität.

Am Schlossberg 1a

8461 Ehrenhausen a. d. W.

T: +43 3453 28800, loisium.com

STEIRERBLICKE

Im Herzen der Schilcherweinberge, umgeben

von regionstypischen Labstellen und Wanderwegen,

sind das romantische Schilcherhaus,

Chalet und Kellerstöckl mit Wellnessangebot

echte Hide-aways.

Stiefing 14, 8413 St. Georgen an der Stiefing

T: +43 664 88252515, steirerblicke.at

RESIDENZ KITTENBERG

Privatsphäre, Ruhe, Entspannung und inspirierende

Weitblicke in unvergleichlicher Lage auf der Kuppel

eines Weinbergs. Hideaway für acht Personen.

Kittenbergstraße 30, 8451 Heimschuh

T: +43 662 650 11124181

residenz-kittenberg.at

FREIZEIT/EINKAUFEN

GOLFCLUB GUT MURSTÄTTEN

Ein Golfclub der Superlative. Idyllische Ruhe

mitten in einem Auwald am Tor zur Südsteirischen

Weinstraße.

Oedt 14, 8403 Lebring

T: +43 3182 3555, gcmurstaetten.at

ÖLMÜHLE HARTLIEB

Wo das Gute fließt, hat Thomas Hartlieb seine

Wirkungsstätte gefunden. Aus seiner Ölmühle

stammt Seltenes wie Erdmandel-, Schwarzkümmel-

und Kressesamenöl. Top-Ausflugsziel!

Mühlweg 1, 8451 Heimschuh

T: +43 3452 82551 0, hartlieb.at

Foto: Weingut Tement/apresvino.com

80 falstaff

95 – 100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


DOMAINES KILGER – SCHLOSS GAMLITZ

KILGERS

GENUSSWELTEN

Außergewöhnlich, historisch und gleichzeitig modern präsentiert sich das

neu eröffnete und von Hans Kilger revitalisierte Schloss Gamlitz.

ADVERTORIAL Fotos: ©Michaela Lorber

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten

entstand in den

letzten Monaten hinter den

jahrhundertealten Gemäuern

von Schloss Gamlitz der neue Hauptsitz des

Weinguts Domaines Kilger. Und der kann

sich sehen lassen: So wurde im Schlosskeller

beispielsweise ein großzügiger Verkostungsraum

inklusive Ab-Hof-Verkauf

geschaffen, in dem künftig alle Wein-,

Schaumwein- und Fleischverkostungen der

Domaines Kilger stattfinden werden. Ein

weiteres Highlight ist der begehbare Sektkeller

mit Rüttelpulten bzw. ein unterirdischer

Verbindungsgang vom Schlosskeller

zum Weinkeller. Hier können die Besucher

hinter die Kulissen blicken, schmecken, was

in den Domaines-Kilger-Produkten steckt

und sehen, wie Sekt gemacht wird.

„Die Basis ist ein historisch wertvolles

Gebäude, dem wir den angemessenen Res-

pekt entgegenbringen«, erklärt Unternehmer

und Pächter Hans Kilger, der beim

Umbau besonderen Wert auf Nachhaltigkeit

und Qualität gelegt hat. „Diese qualitätsvolle

Architekturwelt wurde von uns

auf demselben Niveau ins 21. Jahrhundert

weitergedacht. Wir haben also zeitgemäße

Architektur mit historischem Bestand verbunden,

ganz nach dem Motto: Wo Schloss

draufsteht, muss Schloss drinnen sein.«

PERFEKTE HOCHZEITSLOCATION

Das gilt übrigens auch für Feste. Neben

Veranstaltungen steht der 400 Jahre alte

Weinkeller mit seinen historischen Gewölben

auch für standesamtliche Trauungen

zur Verfügung, ausgiebig gefeiert werden

kann im Anschluss im Freien oder im neuen,

120 Gäste fassenden Festsaal. Für das

leibliche Wohl sorgt das Team der „Schloss

Taverne“ mit Produkten aus Kilgers

Fleischmanufaktur, begleitet von den ausgezeichneten

Weinen des Weinguts, das im

aktuellen Falstaff-Weinguide nun auf drei

Sterne angehoben wurde und damit die

Qualität unterstreicht.

Abgerundet wird das Angebot auf

Schloss Gamlitz mit romantischen Zimmern,

bei deren Neugestaltung auf einen

gelungenen Mix zwischen alt und modern

Wert gelegt wurde.

INFO

Domaines Kilger

Schloss Gamlitz

Eckberger Weinstraße 32, 8462 Gamlitz

T: +43 3453/2363

domaines-kilger.com

falstaff 81


steiermark / SÜDSTEIERMARK

DIE BESTEN

WINZER

★★★★★ FAMILIENWEINGUT SATTLERHOF

Steile Toprieden, alte Reben und biodynamische

Bewirtschaftung sowie Feingefühl, Geduld und Zeit

sorgen am Sattlerhof seit Jahrzehnten für superlativische

Weine mit unverwechselbarer Handschrift.

Sernau 2, 8462 Gamlitz

T: +43 3453 2556, sattlerhof.at

★★★★★ WEINGUT TEMENT

Aus den Trauben der Ried Zieregg vinifizieren

Armin und Stefan mit Vater Manfred Tement ein

detailverliebtes Spektrum an Weltklasseweinen.

Zieregg 13, 8461 Ehrenhausen

T: +43 34543 4101, tement.at

★★★★ WEINGUT GROSS

Martina und Johannes Gross streben gemeinsam

mit Hingabe nach Authentizität auf ihrem Weingut,

dessen Tore für Besucher weit offen stehen.

Ratsch an der Weinstraße 26, 8461 Ehrenhausen

T: +43 3453 2527, gross.at

★★★★ WEINGUT DANIEL JAUNEGG

Muri und Knily sind die Paradelagen von Daniel

Jaunegg, denen er immer Weine mit Höchstnoten

entlockt, die Eichberg-Serie ist sein Botschafter.

Eichberg-Trautenburg 160, 8463 Leutschach

T: +43 3455 6754, jaunegg.at

★★★★ WEINGUT LACKNER-TINNACHER

Katharina Tinnacher ist die Meisterin der feinen

Klinge. Strahlend und elegant wie sie selbst sind

auch ihre Weine, die biologisch zertifiziert sind.

Steinbach 12, 8462 Gamlitz

T: +43 3453 2142, tinnacher.at

★★★★ WEINGUT MUSTER.GAMLITZ

Reinhard Muster teilt seine Weine in drei Linien ein:

Klassik, Reverenz und die Weine seiner Haus- und

Hoflage Grubthal, die Spitze des Sortiments.

Grubtal 14, 8462 Gamlitz

T: +43 3453 2300, muster-gamlitz.at

★★★★ WEINGUT POLZ

Das Weingut Polz definiert sich gerade neu und

kehrt zurück zu seinen Wurzeln. Erich Polz jun. leitet

das Weingut, sein Bruder Christoph den Keller.

Am Grassnitzberg 39, 8472 Strass i. d. Steiermark

T: +43 3453 2301, polz.co.at

★★★★ WEINGUT ERWIN SABATHI

Vom Pössnitzberg stammen die äußerst präzisen

Weltklasseweine des Falstaff-Winzers des Jahres

2016 Erwin Sabathi. Die Burgund lässt grüßen.

Pössnitz 48, 8463 Leutschach an der Weinstraße

T: +43 3454 265, sabathi.com

EXPERTISE UND ESPRIT. Mit dem Generationswechsel kommt beim Sattlerhof zu

jahrelanger Erfahrung noch jugendlicher Esprit dazu.

★★★★ WEINGUT HANNES SABATHI

Der Boden und der Jahrgang sind für Hannes Sabathi

die bestimmenden Elemente seiner Weine, die

aus der Südsteiermark und aus Graz stammen.

Kranachberg 51, 8462 Gamlitz

T: +43 3453 2900, hannessabathi.at

★★★★ WEINGUT SKOFF ORIGINAL

Walter Skoff wird auch als »Mr. Sauvignon«

bezeichnet, zu Recht. Sein Sauvignon Blanc

Kranachberg 2015 wurde 2017 in Bordeaux zum

Weltmeisterwein gekürt.

Eckberg 16, 8462 Gamlitz

T: +43 3453 4243, skofforiginal.com

★★★★ WEINGUT WOHLMUTH

Die Wohlmuths haben dem Sausal zu neuem Glanz

verholfen und sind neben der steirischen Vielfalt

Spezialisten für Riesling auf höchstem Niveau.

Fresing 24, 8441 Kitzeck im Sausal

T: +43 3456 2303, wohlmuth.at

NACHHALTIG ELEGANT. Katharina Tinnacher

beweist, dass Bio-Zertifizierung und fein-elegante

Weine eine glänzende Kombination ergeben.

★★★ DOMAINES KILGER & WEINGUT MÜLLER

Der Münchner Unternehmer Hans Kilger mischt die

Steiermark neu auf. Auch das Weingut Müller zählt

nun zu seinem Unternehmen und Schloss Gamlitz

ist für Besucher jetzt erste Anlaufstelle.

Eckberger Weinstraße 32, 8462 Gamlitz

T: +43 3454 50 500 50, domaines-kilger.com

★★★WEINGUT WOLFGANG MAITZ

Behutsame Arbeit mit der Natur und Gelassenheit

im Keller ist das Erfolgsrezept von Wolfgang Maitz,

Wirtshaus und Hotel-Plattform für Weinreisende.

Ratsch an der Weinstraße 45, 8461 Ehrenhausen

T: +43 3453 2153, maitz.co.at

★★★WEINGUT STEFAN POTZINGER

Mit Sorgfalt keltert Stefan Potzinger ein breites

Spektrum an steirischen Weinen mit ausgeprägtem

Sortencharakter. Tradition wird hier neu definiert.

8424 Gabersdorf 12

T: +43 664 5216444, potzinger.at

ERZHERZOG JOHANN WEINE

Hinter dem historisch wertvollen Namen »Erzherzog

Johann Weine« verbirgt sich die einzige Winzervereinigung

mit 200 Partnern der Steiermark.

Gamlitzer Straße 103, 8461 Ehrenhausen

T: +43 34543 24230, erzherzog.com

WEINGUT SCHNEEBERGER

Mit Johann Schneeberger jun. hat am Weingut eine

ganz neue Ära begonnen und für Genießer und

Weinkenner stehen die Tore der Buschenschank

fast das ganze Jahr offen.

Pernitschstraße 31, 8451 Heimschuh

T: +43 3452 83934, weingut-schneeberger.at

SIGNUM BLANC

Signum Blanc setzt ein Zeichen, ein Zeichen für

das Besondere, das Kostbare, das Exklusive:

Weine, gewachsen auf turmalinhaltigem Boden.

Schloßberg 46, 8463 Leutschach

T: +43 3454 326, signum-blanc.wine

Fotos: Gerd Kressl, Michael Koenigshofer

82 falstaff

(Sterne-Klassement aus dem Falstaff Weinguide – Mehr Infos auf falstaff.com)


SÜDSTEIERMARK ERLEBEN & GENIESSEN

Chalet-Urlaub deluxe

in der Südsteiermark

Chalet-Urlaub de luxe

in der Südsteiermark

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in der Südsteiermark

St. Nikolai im Sausal

GoldenHill_24-Bogen_504x238mm_Endfassung.indd 1 07.09.2020 13:56:37

ADVERTORIAL Fotos: © Arne Pastoor, Manuel Flor, beigestellt

MODE IST ROTH

Für jeden Anlass die perfekte Mode

D

as regionale Modeunternehmen

der Familie Roth steckt

viel Kraft in die Ausbildung der

Mitarbeiter und bietet zahlreiche

Services an. Wenn die Mitarbeiter

glücklich sind, sind es auch die

Kunden. Diesen wird in unseren

Modehäusern und Shops neben

den neuesten Modetrends auch ein

Erlebnis geboten – zum Beispiel

beim Verweilen in den Lounges bzw.

Bars mit einem guten Kaffee oder

einem Gläschen vom hauseigenen

Frizzante. »Kern der Mode- und Stilberatung

ist bei uns die Ehrlichkeit.

Wenn jemandem etwas nicht steht,

finden wir etwas Passenderes. Ob

Damen, Kinder, Jugendliche oder

Männer – bei Mode Roth findet jede

und jeder das Passende.«

ROTH MODEHAUS

Standorte: Gnas, Feldbach, Fürstenfeld,

Hartberg, Gleisdorf, Leibnitz

moderoth.at

Von links:

Ferdinand und

Linde Roth,

Rainer Rauch,

Katrin Roth und

die Kinder Jakob

und Niklas Roth.

GLÜCK SPÜREN AM KOGEL

Heimat auf dem Teller und Glück im Glas

M

anche Dinge bekommt man

nicht mehr aus dem Kopf, zu

sehr haben sie sich in die Erinnerung

eingegraben und die Sehnsucht

geweckt. Wer einmal da war,

will deshalb auch gar nicht mehr

weg. Hier leben Menschen mit Profil

und einer ordentlichen Portion Lebensfreude.

Beatrix Drennig ist eine

von ihnen. Mit viel Fingerspitzengefühl

hat sie sich mit dem »Kogel 3«

einen Lebenstraum erfüllt und will

ihr Glück so an die Gäste weitergeben.

Mit besten heimischen Produkten

werden raffinierte Speisen

bester Qualität kreiert. Begleitet

von vielfältigen Weinen aus dem

Weinkeller wird ein Aufenthaltam

am »Kogel 3« einfach perfekt.

KOGEL 3

Kogelbergstraße 62

8430 Leibnitz

kogel3.at

falstaff 83


LANDGUT AM

PÖßNITZBERG

Alles neu macht der April

"Das Leben ist schön."

Unser feines Wirtshaus vereint Spitzen-Kulinarik mit einem spektakulären

Ambiente, in dem jede Mahlzeit zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

IM NUDELPARADIES

Vielfach prämierte Nudelspezialitäten

D

ie Familie Schweinzger hatte

einen der typischen Schweinemastbetriebe

in der Region. 1989

kamen sie dann aufs Huhn. Nach zu

Beginn 250 Hühnern am Hof sind es

nun 6700 Freilandhühner – natürlich

im Zeichen des Tierwohls. 2002

wurde die Idee ins Leben gerufen,

eigene Nudeln zu produzieren. Den

Grundstoff, also Eier, haben wir ja in

jeder Menge. Was als spontane Idee

geboren wurde, ist heute eine echte

Marke. Die Schweinzger Nudeln gibt

es in 27 feinsten Sorten in jedem gut

sortierten Feinkostgeschäft, im Hofladen

oder online. Von Kürbis- oder

Bärlauchnudeln bis hin zu Nudeln

aus herzhaftem Dinkelmehl. Sogar

das Kernöl kommt vom eigenen Hof.

FAMILIE SCHWEINZGER

Waldweg 40, 8423 Labuttendorf

T: +43 3184 2727

schweinzgernudeln.at

K

ommendes Frühjahr, im

April 2022, erstrahlt das

Landgut am Pößnitzberg

in neuem Glanz. Rundumerneuert,

generalüberholt, verfeinert – wie

immer man es nennen möchte, es

wird noch großzügiger und schöner.

Schön war es ja schon immer, denn

wer das Landgut kennt, der weiß,

was einen dort erwartet: Gastfreundschaft,

familiäre Atmosphäre,

Gemütlichkeit, Ruhe und Wellness

vom Feinsten, ausgezeichnetes Essen

und Trinken, Natur im Überfluss,

egal, in welche Himmelsrichtung

man blickt. Die gute Nachricht, nicht

nur für Stammgäste: So bleibt es

auch. Das Landgut am Pößnitzberg

wird auch nach den winterlichen

Umbauarbeiten keine Bettenburg –

Wohlfühlen und Ausspannen steht

weiterhin im Fokus. Auch in den

Weinbergen stehen Veränderungen

an, dafür sorgt der neue Weinpartner.

Der Name allein sorgt bereits

für freudig zustimmendes Nicken.

Hannes Sabathi kümmert sich

jetzt auch hingebungsvoll um die

historischen Rieden des Landguts

am Pößnitzberg und steht für eine

neue Generation der südsteirischen

Winzer – jung, dynamisch, naturverbunden

–, herkunftsbetont trifft es

genau auf den Punkt. Die Leitung

des Hotels liegt weiterhin in der bewährten

Hand von Rainer Ogrinigg

und seinem Team, das es kaum

erwarten kann, seine Gäste im

nächsten Jahr wieder zu begrüßen

und auch die berühmten Hochzeiten

am Pößnitzberg wieder auszurichten.

»Hier ankommen ist heimkommen«,

meint Rainer Ogrinigg. Schöner

kann man es fast nicht sagen.

LANDGUT AM PÖßNITZBERG

Pößnitz 168, 8463 Leutschach

T: +43 3454 205

poessnitzberg.at/kreuzwirt

KURZURLAUB IM STAINZERHOF

… wo die Region Schilcherland spürbar ist

E

ine Auszeit im »Stainzerhof«

verspricht puren Genuss.

Einfach die Seele baumeln lassen,

egal, ob bei Spaziergängen oder

E-Bike-Touren durch die Weinberge,

beim Besuch im Schloss Stainz

oder einer Fahrt mit dem Flascherlzug.

Im Restaurant »Wirtshaus im

Stainzerhof« tischt Bernhard Klinger

regionale Speisen auf und im neuen

Outdoor-Pool schwimmt man mit

herrlichem Blick auf das Schloss.

Kurzurlaubspaket für 3 oder 5

Nächte inkl. Begrüßungsglaserl,

Wirtshausgutschein (€ 15 ,– p. P.),

Genießerfrühstück, Pool, Sauna, Fitness-

und Ruheraum und Parkplatz:

ab € 195,– / Person im DZ. Gültig bis

Ende 2022 – nach Verfügbarkeit.

STAINZERHOF – HOTEL &

RESTAURANT

Grazer Straße 2, 8510 Stainz

T: +43 3463 22122

stainzerhof.at

84 falstaff


SÜDSTEIERMARK ERLEBEN & GENIESSEN

ADVERTORIAL Fotos: © Karin Bergmann; Chris Saupper; Michael Liebert; Patrick Anthofer; PineappleStaircase; Nadine Geuter Photography; Bernhard Bergmann; Michael Koenigshofer; beigestellt

GOLDCAMEL BOTANICAL GIN

Beste Zutaten und sorgsame Handarbeit

für hervorragenden Geschmack

M

artin Piribauer kam im Frühjahr

2021 die Idee für einen

eigenen Gin – den »Goldcamel«. Das

Rezept für diesen Gin ist eines der

ältesten aus der Britischen Kolonialzeit

aus Afrika, daher auch der Name

»Camel«. Das »Golden« im Namen

kommt von der goldenen Farbe des

Gins. »Der Geschmack des Gins

stammt natürlich vom Wacholder,

von Zitrusnoten und Karamel. Trotz

NATURKÜCHE

D

ie Zutaten von Wald und Wiese

sind unbeeindruckt von Trends

und Moden. Es sind die unscheinbaren

Momente, die hier wieder

große Beachtung finden: So früh am

Morgen verhängt der Nebel noch

sanft die Wiese vor dem Wald, Vögel

zwitschern und der Hahn kräht. Es

ist die Melodie eines Ortes, der so

still und gleichsam voller Energie

ist. Genau hier hat Johann Schmuck

seine kulinarische Heimat gefunden,

seiner 40 Vol.-% Alkohol ist er sehr

mild, ich trinke ihn am liebsten pur

mit zwei Eiswürfeln«, so der Ginmacher.

Das erste Echo des »Goldcamel«

verspricht Großes. Bereits seit

einem Jahr am Markt und in der

Steiermark überall bei Billa Plus und

unter goldcamel.at erhältlich.

GINERY

T: +43 680 2480354, goldcamel.at

Von der Wiese und aus dem Wald: unverfälscht & echt

am Rande der Weststeiermark, in

der kleinen Ortschaft Oisnitz. Eine

perfekte Bühne für seine Naturküche.

Eine Küche, die sich auf das

besinnt, was die Bäche, die Wiesen

und die Wälder rund um Oisnitz

hergeben. Kompromisslos. Unverfälscht.

Und echt.

RESTAURANT BROADMOAR

Oisnitz 36, 8503 St. Josef

T: +43 664 2382860

restaurant-broadmoar.at

ERLEBEN & GENIESSEN

Purer Genuss an der Südsteirischen Weinstraße

M

ichaela und Andreas Muster

bringen ihren Gästen im

»Ratscher Landhaus« das Lebensgefühl

der südlichen Steiermark

mit Leidenschaft näher. Es sind die

echten Begegnungen mit den Menschen,

mit der einzigartigen Natur,

mit dem kulinarischen Erbe der

Region, die die Zeit hier so wertvoll

machen. Perfekt an der ältesten

und bekanntesten Weinstraße der

Region gelegen, ist das Haus sowohl

D

ie Kiendler-Mühle im südsteirischen

Leibnitz besteht

seit über 300 Jahren, und seit

mehr als 100 Jahren wird das

inzwischen meistprämierte Kürbiskernöl

Österreichs nach altem

Rezept schonend gepresst. Seit

2020 wird das Schwarze Gold des

Familienunternehmens als einziges

Kürbiskernöl weltweit CO₂-neutral

hergestellt. Seit heuer gibt es das

mit Gold prämierte Kiendler Kernöl

Ausgangspunkt für Besuche der

umliegenden Weingüter und Buschenschänken

als auch Rückzugsort

für Momente der absoluten Ruhe

und Entspannung. Genüssliches

Nichtstun im neuen Wellnessbereich

oder bei Backhendl und einem Glas

Wein entspannen.

RATSCHER LANDHAUS

Ottenberg 35, 8461 Ehrenhausen

T: +43 34 5323130

ratscher-landhaus.at

KIENDLER – SEIT 1696

Der Erfolg beginnt auf den Feldern der Steiermark

auch in Bio-Qualität. Spitzenköche

aus Österreich und der ganzen

Welt vertrauen auf die Qualität der

Ölmühle Kiendler. Überzeugen auch

Sie sich! Erhältlich sind Kiendler-

Kernölprodukte in allen steirischen

Spar-Filialen, im Mühlenladen in

8413 Ragnitz sowie online.

KIENDLER ÖLMÜHLE

8413 Ragnitz 5

T: +43 3183 82010

kiendler.com

falstaff 85


SÜDSTEIERMARK ERLEBEN & GENIESSEN

EINFACH: PURES SEIN

Luxus-Ferienhaus im Herzen der Weinstraße

U

rkundlich wurde das

Weinstöckl »Hochgrail«

erstmals 1720 erwähnt.

Mit viel Liebe zum Detail wurde das

Weinstöckl von Karoline und Gerald

Klampfl zu neuem Leben erweckt.

Dabei war die oberste Prämisse,

stets sorgsam mit der Natur umzugehen.

Durch die Kombination von

Altbestand und neuen architektonischen

Elementen sowie sorgfältig

ausgewähltem Interieur – ein Mix

aus alten robusten Möbeln und

natürlich modernen Einflüssen –

entwickelte sich das Weinstöckl zu

einer einzigartigen Persönlichkeit

mit viel Charme. Es schenkt auf 70

Quadratmetern Wohnfläche gleichermaßen

Ruhe und Behaglichkeit.

Bei der Gestaltung des Außenbereichs

wurde die wunderschöne

Naturkulisse miteinbezogen –

Traumausblick garantiert! Mit dem

Weinstöckl entstand ein Ort für

Ruhesuchende, perfekt für roman-

tische Stunden zu zweit. Die hauseigene

Panoramasauna, der Hot Tub

und ein wärmender Kamin laden

zum Entspannen ein. Und für alle

Weinliebhaber wartet sogar ein eigener

Weinkeller. Egal, ob für sportlich

oder kulinarisch Interessierte: Das

Weinstöckl bietet zweifelsohne den

nötigen Wohlfühlfaktor. Auch Hunde

sind herzlich willkommen.

WEINSTÖCKL HOCHGRAIL

Hochgrail 113

8511 St. Stefan ob Stainz

T: +43 664 8293044

pures-sein.com

Ein absolut ruhiger Ort, um bei

einem guten Glas Wein den Sonnenuntergang

zu beobachten oder einfach nur mit allen

Sinnen das Hier und Jetzt aufzunehmen.

ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH

Beste Weine und Kulinarik am Weingut Weber

DER RUF DER SCHWALBE

Wo der Wein und die Rauchschwalben zu Hause sind

H

och oben am Kranachberg in

der schönen Südsteiermark,

nahe Leibnitz, befindet sich das

Weingut Pongratz. Als Familienbetrieb

leben wir ganz die eigene

Philosophie: Auf dem Boden bleiben

und das wertschätzen und verarbeiten,

was uns die Erde zur Verfügung

stellt. Die Rauchschwalbe – unser

Wappentier – ist unser eigener, ganz

besonderer Glücksbringer und die

Botin der Natur. Die einmalige Lage

hoch oben am Kranachberg, das

südsteirisch-mediterrane Klima und

das einzigartige Terroir verleiht den

Weinen ein besonderes Aroma. Die

Auszeichnung zum Weltmeister und

World Champion 2001 mit dem Sauvignon

blanc Kranachberg bestätigt

diesen Weg.

WEINGUT PONGRATZ

Sonnleitenweg 73

8462 Gamlitz – Kranachberg

weingut-pongratz.at

A

lles, außer gewöhnlich – so

kann man die Webers am besten

beschreiben. Susi, Edi und Mathias

managen den Familienbetrieb,

der seine Wurzeln im Jahr 1928

hat. 2015 kam der Buschenschank

dazu, somit steht dem Genuss von

Wein und Köstlichkeiten nichts mehr

im Wege. Im Buschenschank gibt

es keine Brettljause, kein belegtes

Brot. Die Idee war, kalte Köstlichkeiten

anzubieten, die jeder kennt

und die man doch nicht überall

angeboten bekommt. Beim Weingut

Weber wird so stets für Überraschung

gesorgt. Nachhaltigkeit und

Regionalität sind sehr wichtig, und

somit kommen alle Produkte aus

der nahen Umgebung.

WEINGUT &

BUSCHENSCHANK WEBER

Lestein 73, 8511 St. Stefan ob Stainz

T: +43 664/73652697

office@weingutweber.at

ADVERTORIAL Fotos: © Paul Stajan; Helmut Bolesch; beigestellt

86

falstaff


ob Wein Reisen,

E-Bike Reisen

oder Golf Reisen ...

Genialer könnte Ihr individuelles

Urlaubsangebot nicht sein.

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Die vier Gründer von Signum Blanc.

EDLER STEIN –

EDLER WEIN

Es gibt Zufälle im Leben und es gibt Fügungen:

Als ein Bodenexperte im Weinberg seines Lieblingswinzers Edelstein

entdeckt, entsteht daraus das Signature Projekt von vier Freunden.

Das südsteierische Winzergespann

Toni und Thomas Rothschädl,

Vater und Sohn, präsentierte bei

einer Weinverkostung im Jahr

2014 in Salzburg eine kleine Auswahl seiner

Weine und traf dabei das Paar Christine

Büchl und Martin Oertel, beide Wein-

Enthusiasten mit einem Blick für das

Besondere. Einige Jahre später ging Martin

Oertel, seines Zeichens auch Bergbauingenieur,

gezielt Hinweisen nach, dass im Terroir

der Winzer Turmalin zu finden sei.

Er wurde schnell fündig, als er mit einem

Bergmannshammer größere Steine im Boden

des Weinbergs der Familie Rothschädl zer-

Dunkle Burgunderflasche,

steirischer Panther in

Gold, massive Holzkiste –

die äußeren Merkmale

entsprechen den inneren.

88

falstaff


SIGNUM BLANC

93

2018 Morillon Ried Kreuzberg Turmalin

13,5 %, NK. Leuchtendes helles Gelbgrün,

Silberreflexe. Grapefruit und Karamell, ein

Hauch von gelber Tropenfrucht, Wiesenkräuter,

zart mit Anis unterlegt. Saftig und elegant,

cremige Textur ohne jeden Anflug von Süße,

mineralisch und gut anhaftend, feiner

Biskuittouch im Abgang, Nougat im Nachhall,

gute Länge und sicheres Reifepotenzial.

Am Südhang des über 600 m

hohen Kreuzberges »beißt«

Turmalin aus dem kargen

Verwitterungsgestein aus

– ein Edelstein, härter

als Glas, entstanden

vor mehr als 13

Millionen Jahren.

93

2018 Sauvignon Blanc Ried

Kreuzberg Turmalin

12,5 %. Helles Grüngelb, Silberreflexe. Nuancen

von Hollerblüten und Stachelbeeren, zart

nach Cassis und Limette. Mittelgewichtig, weiße

Pfirsichnuancen, rassiger Säurebogen, der

gut integriert ist, salzig im Abgang, leichtfüßiger,

trinkanimierender Speisenbegleiter mit

Limette im Nachhall, bereits gut entwickelt.

92

ADVERTORIAL Fotos: Hubert Uranjek; Flora P. Photography; beigestellt

schlug: Turmalin in Hülle

und Fülle, in Nadelform

und in Form von größeren Kristallen.

Das mineralogische Institut seiner ehemaligen

Hochschule bestätigte Martin Oertel

seinen Fund. Im Weinberg selbst arbeiten

sich die feinen Haarwurzeln der Reben seit

30 – 45 Jahren – je nach Alter des Rebstockes

– durch das turmalinhaltige Gestein

und versorgen die Trauben mit einzigartiger

Mineralität. Thomas Rothschädl, Weinmacher

in der 5. Generation, sieht darin den

Grund für die ausgeprägte Langlebigkeit

seiner Weine. Nach dem Öffnen der Flasche

bleiben die Weine über viele Tage stabil

und eröffnen Tag für Tag immer wieder

neue Aromen. Auch das Lagerungspotential

der Signum-Blanc-Weine von 15 Jahren

plus führt er auf die Kombination von Terroir

und jahrzehntelangem Winzer-Knowhow

zurück. Aus dem Zufallsfund von

einst wurde Fügung: Christine Büchl und

Martin Oertel entwickelten zusammen mit

den Rothschädls den Parzellenwein Signum

Blanc. Thomas und Toni Rothschädl lesen

ihre Trauben zu 100 % per Hand und lassen

ihren Wein mit Geduld, Zeit und intuitiver

Erfahrung reifen. Signum-Blanc-Weine sind

sorgfältigste Kellerselektionen der beiden

Winzer. Signum Blanc ist ein Weißwein, der

zum Verweilen einlädt, der uns das

Leben feiern lässt, in all seiner Einzigartigkeit.

Er tritt an, um sich mit den Großen

der europäischen Weinwelt zu messen.

Klingt mutig und hochgestochen? Zu Recht.

Denn nicht umsonst liegen die Südsteiermark

und somit auch der Kreuzberg auf

nahezu dem gleichen Breitengrad wie Chablis,

Sancerre, Montrachet und Südtirol.

Mit der neuen Premiummarke Signum

kommen Weine ins Glas, die die höchsten

gemeinsamen Ansprüche an Leidenschaft

und Perfektion erfüllen. »Vinergie«, die

man Schluck für Schluck spürt.

DA DARF’S DANN AUCH

SCHON EINMAL EIN

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SIND EINFACH EIN

GESAMTKUNSTWERK

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INFO

Weitere Informationen unter

signum-blanc.wine

2018 Grauburgunder Ried

Kreuzberg Turmalin

13,5 %. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe. Zarte

Kräuterwürze, ein Hauch von Honig und reifer

gelber Tropenfrucht wie Mango und Papaya,

kandierte Orangenzesten unterlegt. Saftig,

kraftvoll, weißer Apfel, feines Karamell,

dezente Mineralität, salzig im Abgang,

insgesamt noch sehr verhalten, wird von

weiterer Flaschenreife profitieren.

92

2018 Weißburgunder Ried Kreuzberg

Turmalin

12,5 %, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Zart rauchig-mineralisch unterlegte Nuancen

von Birne und gelber Ringlotte, ein Hauch von

Zitronenverbene, kandierte Limettenzesten.

Mittlerer Körper, feine Kernobstnuancen, frisch

strukturiert, zitronig-salziger Touch im

Abgang, ein leichtfüßiger Begleiter bei Tisch.

90

2017 Weißburgunder Ried

Kreuzberg Turmalin

12,5 %, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Verhalten, zarte weiße Kernobstanklänge, ein

Hauch von Orangenblüten und Walnuss

unterlegt, eher scheues Bukett. Schlank,

weißer Apfel, angenehmes Säurespiel, zart

blättrige Würze im Abgang, mit mittlerer

Länge ausgestattet.

falstaff 89


steiermark / OSTSTEIERMARK

OSTSTEIERMARK

Der Reichtum liegt

im Garten

Apfel, Most und Schnaps als Elixier, dazwischen die Alm als

erholungsbringende Kulisse. Dass die Oststeiermark alles

andere als ein »Saft-Laden« ist, beweist ein behutsamer

Mix aus guten alten Zeiten und temporeicher Authentizität.

TEXT TINA VEIT-FUCHS

Foto: Steiermark Tourismus/Tom Lamm

90 falstaff


DER GARTEN ÖSTERREICHS.

Streuobstwiesen voller

Hirschbirnbäume und Apfelplantagen

prägen das Landschaftsbild der

Oststeiermark.

falstaff

91


steiermark / OSTSTEIERMARK

HIRSCHBIRNEN WERDEN

AUCH VERSEKTET,

ZISCHFRISCH ALS CIDER,

IM GUGELHUPF, GEDÖRRT

IM KLETZENBROT ODER ALS

KNABBERCHIPS VERARBEITET.

92 falstaff


KLEINER LANDHOF.

Andrea und Hubert Schmidhofer betreiben

in Anger bei Weiz einen Naturobsthof, auf

dem man auch urlauben kann.

Fotos: Steiermark Tourismus/Tom Lamm, Konditorei Ebner, Kleinhofer

Für den Landmenschen ist Herbst

nicht gleich Herbst. Er sieht

Facetten, die mal kürbisorange,

mal pilzkappenbraun, mal

zwetschgenviolett sind. Derzeit

sehen Bauern wie Andrea und Hubert

Schmidhofer auf ihren Streubobstwiesen

hirschbirngelb. Die Ernte des regionstypischen

Leitprodukts Hirschbirne ist bis

Anfang November in vollem Gang. Sie wird

auf unterschiedliche Art durchgeführt. Die

herb-süßen Birnen werden durch laufendes

Auflesen geerntet, wobei die von selbst vom

Baum gefallenen reifen Birnen täglich eingesammelt

werden. Die Wahl des richtigen

Erntezeitpunktes ist entscheidend: Erntet

man zu früh, fehlt Zucker und der Saft

schmeckt »rebig«, erntet man zu spät, fehlen

Gerbstoffe und der Saft klärt nicht. Familie

Schmidhofer brennt auf ihrem kleinen Landhof

»Himbeernest« nahe Weiz aus dem Obst

Schnaps. Anderenorts werden Hirschbirnen

auch versektet, zischfrisch als Cider, im

Gugelhupf, gedörrt im Kletzenbrot oder als

Knabberchips verarbeitet. Wandert man zur

aktuellen Jahreszeit am Nachmittag, vom

Landhof der Schmidhofers aus auf den

Hohen Zetz, wird man mit einem Sonnenuntergang

über dem Schöckl belohnt. Tipp:

Gleich neben dem Biogut Retter in Pöllau

SÜSSE INSTITUTION. Lebkuchen, Pralinen, Torten und Eis haben in der »Konditorei

Ebner« in Pöllau ein traditionsreiches Zuhause.

wandert man sogar ganz im Zeichen der

Hirschbirne. Sieben Stationen erzählen mehr

über die besondere Frucht und deren

Geschichte. Apropos Geschichte: Im Pöllauer

Tal stehen nicht nur Zehntausende

Hirschbirnbäume, auch eine der ältesten

Backstuben ist hier beheimatet. Therese

Ebners Wirkungsstätte ist ein Mekka für

Mehlspeisenfans und Liebhaber bodenständiger

Patisserie-Kunst. 70 Eissorten, darunter

auch Exotisches wie Grazer Krauthäupel

mit oststeirischem Kernöl und Apfelessig,

sind ebenfalls Teil des bauchstreichelnden

Konzepts der »Konditorei Ebner«.

BURGEN UND SCHLÖSSER

Rund um Pöllau, Vorau und Miesenbach

gibt es nicht nur süße Stollen zu

<

falstaff

93


steiermark / OSTSTEIERMARK

GARTENSCHLOSS. Ein Ort mit einer über 700 Jahre alten Familiengeschichte

als prachtvoller Zeuge der Epochen: Schloss Herberstein.

FLANIEREN in den

historischen Städten der

Oststeiermark, Hartberg,

Weiz, Gleisdorf und

Friedberg. Hier der

Reckturm in Hartberg.

<

entdecken. Etwa 790 unterirdische Tunnel

und Durchgänge, die aus unterschiedlichen

Epochen stammen und teilweise über

10.000 Jahre alt sein sollen, wurden bislang

dokumentiert.

Bei einer Führung durch die unterirdischen

Systeme wird man zum staunenden

Zeitzeugen alter Kulturen. Überall in der

Oststeiermark sind eindrucksvolle Spuren

aus dem Mittelalter zu finden. Mächtige

Burgen und Schlösser wie Neuberg, Thalberg,

Festenburg und Reste der Stadtmauern

sowie respektvolle Kirchtürme aus dieser

Zeit wie in Hartberg, aber auch einsame

Kirchen wie St. Gilgen an der Lafnitz

begleiten uns auch in der Gegenwart.

Das Gartenschloss Herberstein etwa, das

bereits seit 21 Generationen im Besitz des

bedeutenden gleichnamigen europäischen

Adelsgeschlechts ist, imponiert mit seiner

prächtigen Gartenanlage und dem größten

Tierpark der Steiermark, der längst ein

Wahrzeichen des Landes geworden ist.

94 falstaff


ENTSCHLEUNIGUNG.

Schlosskutscher Rudi

Allmer ist eine erzählende

Legende und kutschiert

auf Anfrage durch

die Region.

Fotos: Oststeiermark Tourismus, TV Hartbergerland/Nicole Friesenbichler, Steiermark Tourismus/Tom Lamm/Johannes Geyer

Dort, wo Burgen und Schlösser zusammenrücken,

fühlt sich auch Rudi Allmer wohl.

Allmer ist der Schlosskutscher. Eine Marke,

längst ein Original der Region und einer

der wesentlichen Botschafter des Landstrichs.

Mit ihm entdeckt man die Faszination

der Langsamkeit wieder.

Auf abwechslungsreichen Touren kutschieren

Allmer und sein Pferdegespann

Pärchen, Familien und Gruppen bis zu zehn

Personen stunden- oder tageweise über

abenteuerliche Wege, zu romantischen

Landpartien, über die Schlösserstraße und

durch andere charaktervolle Gegenden der

Oststeiermark. »In der Kutsche harmoniert

das Auge mit dem Tempo. Nur Gehen ist

noch unmittelbarer«, meint der Oststeirer.

»Wir leben in einem Paradies und nehmen

das viel zu selbstverständlich.« Es sei

höchste Zeit »runterzukommen«. Das

gelingt im Beisein des Schlosskutschers

frischluftsatt auf humorvolle und feinstaubfreie

Art und Weise.

WER A SAGT, MUSS AUCH

APFEL SAGEN

Zurück zum Obst und dem besten Freund

der Hirschbirne, dem Apfel. Sein Epizentrum

liegt in Puch bei Weiz, dem Apfeldorf

auf der steirischen Apfelstraße. Am Hof

Niglbauer erwartet uns Martin Leitner, der

sich mit Putz und Stingl Evas sündiger

Paradiesfrucht verschrieben hat. Von Dalinbel

bis Maschanska presst er sortenreine

Säfte, macht Most und Weine. »Jeder

Arbeitsschritt wird von Hand getätigt. Der

Apfel als Endprodukt ist sensibel, aber

gleichzeitig das beste Convenience-Produkt

der Welt. Man braucht bloß abzubeißen«,

erzählt Leitner. An der Apfelstraße ist der

Zusammenhalt unter den Dorfbewohnern

und einzelnen Betrieben vorbildlich. Man

könnte sagen, man pickt zusammen wie

eine süße, klebrige Apfeltarte im

genüsslichsten Sinn.

Nichts davon scheint künstlich inszeniert.

Die gewachsenen Strukturen werden

<

DER APFEL. Von der Schale bis

zum Kern durch und durch ein

Leitprodukt der Oststeiermark.

falstaff

95


steiermark / OSTSTEIERMARK

HOCH HINAUS. Himmlisch

reisen nimmt man rund um

den Stubenbergsee wörtlich.

<

authentisch gepflegt. So findet man im

Apfeldorf Puch nicht nur ein Apfelschwimmbad,

ein Apfelstadion, den FC

Apple Leaves, die Klänge der Band »Putz,

Stingl & Kern«, sondern auch Heißluftballone

in Apfelform, die beim jährlichen

internationalen Ballonfahrertreffen im

Herbst in die Lüfte steigen.

Entlang der Wiesen und Wälder führt

auch der etwa zehn Kilometer lange Apfelwanderweg,

auf dem man von Weiz über

Büchl, Busental und Klettendorf bis nach

Puch gelangt.

Überhaupt lässt sich die Oststeiermark in

jeder Himmelsrichtung gut zu Fuß erarbeiten.

Ob auf den Almen rund um Breitenau,

Fladnitz und St. Kathrein am Offenegg, in

Begleitung von Alpakas der Familie Kleinburger

in Anger bei Weiz, auf Bienenlehrpfaden,

im Motorik-Parcour in Hartberg

oder auf den Spuren der Käferbohne in St.

Ruprecht an der Raab. Für alle, die es

gemächlicher angehen möchten, bietet der

Garten Österreichs, wie die Oststeiermark

liebevoll genannt wird, zahlreiche Themengärten

an. »Den Garten verstehen wir als

Aktivplatz, Kraftquelle, Rückzugsort und

Vorratskammer gleichermaßen«, gibt Melanie

Koch, Geschäftsführerin von Oststeiermark

Tourismus, zu Protokoll.

Ungezähmte Natur beschert der Region

im Frühling sattes Grün, im Sommer wilde

Blumenpracht und liebevoll kultivierte

Schaugärten und bis in den Spätherbst faszinierende

Kräuterwelten. Letztere sind ein

beliebtes Geschäftsmodell geworden. Etwa

für Ulrike und Sven Schroeder in Passail,

Waltraud Amesbauer-Fabsits in Geisel-

<

KRAFTQUELLE. Gartenlust

wird in der Oststeiermark

großgeschrieben – im Grünen

lebt, arbeitet und erholt man sich.

Fotos: Steiermark Tourismus, Steiermark Tourismus/Tom Lamm

96 falstaff


Ruhe finden,

Natur spüren

Weitläufige Zimmer und Suiten mit traumhafter Aussicht,

5.000 m² Almspa und Almgarten mit individuellen Rückzugsorten, Infinitypool, beheiztem

Naturschwimmteich, großzügiger Saunalandschaft und exklusiven Almwellnessbehandlungen.

NEU: Pierers Milchbar – kultiges Bistro zum Verweilen und Genießen.

Pierers Plauderei – Ort für Begegnung und Austausch.

www.almurlaub.at

Almwellness Hotel Pierer****Superior . Pierer Gastronomie GmbH . GF Alfred und Franz Pierer

Teichalm 77 . 8163 Fladnitz . +433179/7172 . hotel.pierer@almurlaub.at


steiermark / OSTSTEIERMARK

»DER LUIS«. Das umliegende Land spielt Luis Thaller in die Hände. Das

»Posthotel Thaller« inklusive Haubenrestaurant ist sein Familienbetrieb.

98 falstaff

<

dorf, Waltraud Mosbacher in Strallegg,

Gabriele Maier in Wenigzell oder Veronika

Dielacher in Fischbach. Sie alle werken in

kleinen Kräuterwerkstätten alleine oder im

Beisein von Workshopbesuchern an Kreationen

wie Quendelsalz, heilsamen Tees,

Bergbohnenkraut-Gelee oder Hanföl.

Bei Haubenköchen wie Luis Thaller und

Stefan Wild erlebt man das oststeirische

Kräuterpotpourri am Teller, gerne auch in

Kombination mit Fischen, die etwa aus der

Forellenzucht Schröcker bei Weiz oder von

Familie Leitner aus der Bergquelle auf der

Teichalm stammen. Sashimi von der heimischen

Lachsforelle mit Koriander-Sesam-

Pesto bestellt man am besten im Restaurant

von Franz Kulmer in Birkfeld mit Blick

<

Fotos: WWW.RENESTRASSER.at, Werner Krug


© Steiermark Tourismus | Tom Lamm

Die abwechslungsreichen Landschaften der Steiermark bringen eine Vielzahl an Köstlichkeiten hervor, sodass man mit Recht vom

Feinkostladen Österreichs spricht. Vom gebirgigen Norden bis zu den Weinbergen im Süden: die Steiermark schmeckt gut und tut gut!

www.steiermark.com


steiermark / OSTSTEIERMARK

OSTSTEIERMARK

ECHT GUT

APFEL

Ob pur als Frischobst, als

Most, Schnaps, im Essig

oder gedörrt in Schokolade

getaucht: Kaum wo

werden mehr Äpfel kultiviert

als im Osten der

Steiermark. Das Kerngebiet

des Apfelanbaues ist das

»Apfelland« rund um Puch, der größten Obstbaugemeinde

des Landes. Bereits zu Kaiserzeiten

wurden die Äpfel bis nach Ägypten exportiert.

KÄFERBOHNE

Sie ist die beste Freundin des

Kernöls. Seit dem 19. Jahrhundert

wird die Käferbohne in

Österreich angebaut. Etwa

95 Prozent aller heimischen

Käferbohnen stammen aus der

Oststeiermark. Der mineralhaltige

Boden und das Klima begünstigen

den Anbau der steirischen Spezialität.

HIRSCHBIRNE

Die Hirschbirne zählt zum kulinarischen Erbe

Österreichs. Der optimal an die lokalen Gegebenheiten

angepasste steirische Sämling

beherrscht seit Jahrhunderten durch seine

mächtigen Baumkronen das Bild rund um das

Pöllauer Tal und wird vergoren, destilliert, eingekocht

oder als Kletze genossen.

MULBRATL

Das Mulbratl ist ein mageres (mürbes,

umgangsprachlich »mul«), nach alter Tradition

gebeiztes und geräuchertes Schweinskarree.

Hauchdünn aufgeschnitten und mit Bauernbrot

serviert, ist es eine Köstlichkeit, der jährlich im

Raum Weiz ein Mulbratlfest gewidmet ist.

MOST

Most prägt die oststeirische Landschaft ebenso

nachhaltig wie der Wein die Südsteiermark. Der

durch Keltern gewonnener Fruchtsaft wird

heute vermehrt unter dem Etikett „Apfelwein“

als beliebte Spezialität gehandelt.

Mehr Informationen:

oststeiermark.com, steiermark.com

<

auf die hauseigenen Teichanlagen.

Vegane Maki serviert Manuel Haider in seinem

gleichnamigen Restaurant in Pöllau in

Form von Champignons mit Wasabiperlen,

Sojasauceemulsion, Balsamico, Avocadocreme

und Sunomono-Salat. Auf der Suche

nach Bodenständigkeit am Teller kehren wir

in den »Gasthof Schrenk« in Passail ein.

Hier wird tagaus tagein Knödelzeit ausgerufen:

Bröselknödel, Speckknödel, gebackener

Erdäpfel-Rotkrautknödel, Räucherforellenknödel,

Knödel mit Almochsen oder Käferbohnen

oder gar Leberkäse.

Die runde Maxime: Knödel-Kuddel-

Muddel – sechs verschiedene Fleischknödel

mit drei Krautvariationen. Halleluja. Für

Anita Schrenks süße Knödelausgaben als

Draufgabe muss der Hosenknopf dran

glauben. Stilvoll und getreu des Landstrichs

nächtigt man in der Oststeiermark in einem

sogenannten Troadkost’n, ein Stück altsteirische

Baukultur, das ursprünglich zur Aufbewahrung

von Getreide diente.

FUSIONSKÜCHE. Manuel Haider und seine Frau Hortencia

De Araujo Souza Silva fanden in Pöllau ihre kulinarische

Berufung.

Ein wunderschön restauriertes Stück Herberge

dieser Art steht im Joglland. Jetzt im

Herbst kuschelt man sich darin rund um

den urigen Holzherd. Meldet sich der Hunger,

aber die Kochlust nicht, führt ein

bescheidener Spaziergang ins »Wirtshaus

Gallbrunner«. Noch ein Nächtigungstipp

für Individualisten: Das biologisch gebaute

»Ferienhaus Moarhofstöckl« überzeugt mit

ungekünsteltem Charme. Wie die Oststeiermark

selbst.

TROADKOST’N. Einst Getreidespeicher, heute

touristischer Rückzugsort dank einer gekonnt

revitalisierten Baukultur.

<

Fotos: Steiermark Tourismus/Johannes Geyer/Tom Lamm/Christian Jungwirth, TVB Weiz, Restaurant Haider

100 falstaff


Eveline Wild

evelina-Botschafterin, Konditoren-

Weltmeisterin und mehrfach

ausgezeichnete Patissière

evelina äpfel FINDEST DU

AB SPÄTHERBST WIEDER IN

DEINEM OBSTREGAL!

evelina

-

ein Allround-Talent

aus der Steiermark

Für alle die, die es genau wissen wollen: evelina ist eine Apfelsorte,

die aus dem aromatischen Pinova gezüchtet wurde und seit mehr

als zehn Jahren in der Steiermark wächst. „Ein Allround-Talent“,

sagt Eveline Wild, Fernsehköchin und renommierte Patissière.

„Der Apfel hat genug Süße und zugleich jene feine Säure, die für

die Balance gelungener Gerichte so wesentlich ist.“

Aber auch wegen ihrer Konsistenz eignen sich die Äpfel wunderbar

für feine Desserts oder den perfekten Strudel und zugleich für

pikante Variationen wie Apfelkren oder Chutney.

Es gibt nix

Besser’s als

was Guat‘s!

evelina-Rezepte & Geschichten aus dem

Apfelland findest du auf evelina.at,

Facebook, YouTube und Instagram

AUS ÖSTERREICH


steiermark / OSTSTEIERMARK

DIE BESTEN

ADRESSEN

RESTAURANTS/

GASTHÄUSER

DER THALLER

Luis Thaller ist ein Genusshandwerker und

schupft in Anger mit seiner Frau Katharina ein

Haubenrestaurant samt Genusshotel, Vinothek,

Konditorei und Apfel-Spa.

Hauptplatz 3, 8184 Anger

T: +43 3175 22060, posthotel-thaller.at

ZEITRAUM

Im Almenland betreiben Koch Stefan Eder und

Konditorweltmeisterin Eveline Wild ein Hotel samt

Wellnessbereich und Restaurant. Eine Idylle auf

knapp 1000 m Seehöhe.

Dorf 3, 8171 St. Kathrein am Offenegg

T: +43 3179 82350, der-wilde-eder.at

KULMER FISCH

Seit 1722 ein Familienbetrieb, in dem sich

alles um den Fisch dreht. Im Restaurant wird Traditionelles

ebenso serviert wie Curry-Fischsuppe und

Sushi. Nächtigungsmöglichkeiten vorhanden.

Haslau 63, 8190 Birkfeld

T: +43 3174 4463, kulmer-fisch.at

LANDGASTHOF RIEGERBAUER

Felix Allmer kocht in einem idyllischen

Dörfchen im Feistritztal neu interpretierte Klassiker

und inspirierte Hausmannskost.

8222 St. Johann bei Herberstein 12

T: +43 3113 2301, riegerbauer.at

RESTAURANT HAIDER

Manuel Haider ist in Pöllau immer auf der Suche,

internationale Einflüsse mit regionalen Spezialitäten

zu kombinieren.

Ortenhofenstraße 73, 8225 Pöllau bei Hartberg

T: +43 3335 2353, restaurant-haider.at

GASTHOF SCHRENK

Hausgemachte Knödelspezialitäten, pikant wie

süß, liebevoll zubereitet von der Hausherrin.

Seit 1904 ist das Haus in Passail zu finden.

Markt 20, 8162 Passail

T: +43 3179 23209, knoedelzeit.at

HOTELS/PENSIONEN

BIO-NATUR-RESORT RETTER

Das Bio-Natur-Resort ist eines der nachhaltigsten

Häuser Österreichs. Die Früchte der eigenen

Landwirtschaft geben hier weitreichend den Ton an.

»ZEITRAUM«. Stefan Eder setzt in seinem Haubenrestaurant im

eigenen Familienhotel auf »regioglobale« Kulinarik.

Pöllauberg 88, 8225 Pöllau bei Hartberg

T: +43 3335 2690, retter.at

ALMWELLNESSHOTEL PIERER

Längst zum Wander- und Wellnessmekka auf der

Teichalm avanciert, übersetzt Familie Pierer das

Almgefühl in die 2020er-Jahre. Geschmackvoll

eingerichtete Zimmer, Suiten, Studios.

Teichalm 77, 8163 Fladnitz

T: +43 3179 7172, hotel-pierer.at

KLEINHOFERS HIMBEERNEST

Urlaub am Bauernhof zwischen Streuobstwiesen

und Angoraziegen. Idealer Ausgangspunkt für Ausflüge

in die Umgebung, etwa zum Stubenbergsee

oder Sommerrodelbahn Koglhof.

Baierdorf-Dorf 14, 8184 Anger

T: +43 3175 2378, kleinhofer.at

WIRTSHAUS GALLBRUNNER

Ein Kleinod und Wirtshaus wie man es aus alten

Tagen. Familie Rennhofer verwöhnt mit Klassikern

und Gastfreundschaft.

Waisenegg 78, 8190 Birkfeld

T: +43 3174 4410, gallbrunner.at

MOARHOFSTÖCKL

Gertrude und Manfred Webers Ferienhaus am

Stadtrand von Weiz bietet 100 m 2 für zwei Personen

samt Gewölbekeller, Garten, zwei Terrassen.

Wiesenleitenweg 3, 8160 Thannhausen

T: +43 664 6599468

ferienhaus-moarhofstoeckl.at

CAFÉ

KONDITOREI EBNER

Süße Kunst seit 1939 – Pralinen, Eis, Patisserie,

Lebkuchen u.v.m. Im Innenhof schlürft man gelassen

den Frühstückskaffee.

Lamberggasse 31, 8225 Pöllau

T: +43 3335 2350, konditorei-ebner.at

EINKAUFEN

DORFGREISSLEREI GÖTZL

Die Oststeiermark im Einkaufskörberl: Hier sind

nicht nur köstliche Lebensmittel, sondern auch

Waren aller Art auf einem Standort vereint. Ein

moderner Kaufmannsladen samt Mittagstisch.

8223 Stubenberg 6

T: +43 3176 8843, dorfgreisslerei.at

NIGLBAUER

Apfelfrizzante, Apfelwein, Most und Co – im Herzen

der Apfelstraße sind die Aha-Erlebnisse rund um

die Paradiesfrucht zu Hause.

Harl 57, 8182 Puch bei Weiz

T: +43 3177 2036, niglbauer.at

EDELBRENNEREI GRAF

In der Edelbrennerei Graf hat man sich Kernobst

verschrieben, darunter auch der Hirschbirne, die

hier in Form von hauseigenen Zigarrenbränden

veredelt wird. Ein Zielwasser, das jede Buschenschank-Jause

noch bekömmlicher macht.

Zeil 18, 8171 St. Kathrein am Offenegg

T: +43 3179 8209, almschnaps.at

FREIZEIT

TIERWELT HERBERSTEIN

Geparden, Löwen, Antilopen, Affen, Bären und

andere Tiere aus fünf Kontinenten hautnah erleben

– eine familienfreundliche »Frischluft-Safari«.

Buchberg 50, 8223 Stubenberg am See

T: +43 3176 80777, tierwelt-herberstein.at

Fotos: Der Wilde Eder/Stefan Eder

102 falstaff

95 – 100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


STEIERMARK ERLEBEN & GENIESSEN

HIRSCHBIRN – KÖNIGIN DES PUNSCHES

D

ie Oststeiermark gilt als

Garten Österreichs. Denn

besondere Naturschätze

sind dort zu Hause. Die Hirschbirn

ist hier seit Jahrhunderten verwurzelt,

aber geriet in Vergessenheit.

Werner Retter liebt das besondere

Aroma dieser geweihlosen Frucht.

Er veredelte in Pionierarbeit die

hocharomatische Wildbirne auf

seinem Obsthof Retter. Zu Recht,

denn sie reifte seitdem zum kulinarischen

Highlight der Genussregion

Pöllauer Hirschbirn heran. In den

besten Feinkost- und Delikatessgeschäften

dieser Welt genießen seine

exquisiten Produkte Kultstatus und

sind weit über die Grenzen hinaus

Gourmet-Botschafter der Oststeiermark

geworden. Seit kurzem

begeistert die neueste Innovation

des Foodscouts und Wildfruchtexperten

vom Obsthof Retter die

Genießer. Gemeinsam mit den

besten Sommeliers, Köchen und

Barkeepern wurden alte Original-

Punschrezepturen wiederentdeckt,

überarbeitet, probiert und verfeinert.

Das Ergebnis sind sechs Sorten Bio-

Qualitätspunsch. Heiße Verführung

in echtem Edelbrand, kombiniert mit

Weihnachtsgewürzen und Bio-Honig,

abgeschmeckt für gemütliche

Winterabende. Der Masterpunsch

präsentiert sich als kräftig-würziges

Heißgetränk für kalte Tage. Er nutzt

die positiven Eigenschaften der

Wurzeln wie Curcuma und Ingwer

als intelligentes Brainfood. Die drei

duftigen Sorten des Herzerlpunschs

sind herzerwärmende und gleichzeitig

elegante Mischungen rund um

den fruchtigen Granatapfel, feine

Kräuter und natürlich die Hirschbirn.

Auch in heißer Form stellt sie erneut

unter Beweis: Mit ihrem wunderbar

runden Aroma ist sie weit mehr als

eine regionale Spezialität. Die Naturkönigin

des Pöllauer Tals zeigt sich

wieder einmal als heimliche Königin

des Genusses.

OBSTHOF RETTER

Winzendorf 142, 8225 Pöllau

obsthof-retter.com

»Wir haben der Natur nichts

hinzuzufügen.« Werner Retter

ADVERTORIAL Fotos: © AMA – H. Eisenberger; Karl Schrotter; Helmut Schweighofer; beigestellt,

SPEZIALITÄTENESSIGE

aus dem Naturpark Almenland

I

m Herzen der Oststeiermark

stellen wir in der kleinsten

Essigmanufaktur Österreichs in

einem alten Bauernhaus unseren

Almenland-Spezialitätenessig her.

Getreu unserem Motto: »Der Genuss

am Leben« vermitteln unsere

veganen Spezialitätenessige aus

naturbelassenen und unbehandelten

Obstsorten, Früchten und Kräutern

Gaumengenüsse. Man kann vor Ort

sowie in unserem Online-Shop aus

einer Vielfalt von über 60 verschiedenen

Sorten wählen. Wir sind ein

kulinarisches Ausflugsziel, das man

besuchen und wo man im Rahmen

einer Führung mit Verkostung auch

in die Herstellung unserer Spezialitätenessige

hineinschnuppern kann.

ESSIGMANUFAKTUR

OSWALD / SCHAFFER

Rossegg 27

8191 Koglhof bei Birkfeld

essigmanufaktur.at

NATURNAHER GENUSS

Die Region in all ihren Facetten schmecken!

R

egionalität, Vielfältigkeit und

Nachhaltigkeit ist gelebte

Grundhaltung im umweltzertifizierten

4*-Garten-Hotel Ochensberger.

»Nicht alles Bio, aber RegioFair!« –

lautet das Versprechen, denn bei

den Zutaten wird besonders auf

natürliche saisonale Produkte

geachtet. Mit viel Herzblut werden

heimische Produkte verarbeitet

und mit internationalen Akzenten

verfeinert. In der RestoBar »DIE

GÄRTNEREI« sind die moderne

Architektur, exklusive Drinks und

die Kulinarik die perfekten Komponenten

für einen Tagesausklang.

Mit der Liebe zum Genuss und der

steirischen Gastfreundschaft erlebt

man eine genussvolle Zeit!

RESTAURANT OCHENSBERGER

Untere Hauptstraße 181

8181 St. Ruprecht an der Raab

T: +43 3178 51320

ochensberger.at

falstaff 103


OSTSTEIERMARK ERLEBEN & GENIESSEN

WELLNESS MIT 100 % BIO-GENUSS

Klimaneutral und nachhaltig urlauben

W

ellness, Wandern

und Genuss – nirgends

lassen sich diese drei

Freuden so schön verbinden wie im

RETTER Bio-Natur-Resort****. Nach

einer geführten Nordic-Walking-Tour

wartet das Wellnessreich »Bewusst

Sein« – mit Sauna, beheiztem

Außenpool oder Wellnessanwendungen

mit Bio-Kosmetik oder

warmen Specksteinen. Herrlich

entspannt kann man dann bei einer

Weinverkostung unbeschwert einen

Aperitif und natürlich die Spezialitäten

aus dem biozertifizierten

Retter-Restaurant, das sich ganz der

ökologisch bewussten Haubenkulinarik

verschrieben hat, genießen.

Tees produziert wird, findet sich

natürlich auch auf den Tellern der

Gäste wieder. Wer möchte, kann im

Rahmen eines Kurses auch selbst

das Brotbacken erlernen.

Buchbar bereits ab € 128,- p. P. im

Doppelzimmer inklusive Allzeit-Bio-

Genuss und vielem mehr.

Herzliche Gastfreundschaft,

Regionalität und biologischer

Anbau der Lebensmittel sind

beim Retter seit mehr als 25

Jahren Kern des guten

Geschmacks.

Gutes vom Retter BioGut

Ein weiteres kulinarisches Highlight

sind die Führungen und

Verkostungen in der Manufaktur des

Retter BioGuts. Was hier an Gebäck,

Eis, Destillaten, Marmeladen und

RETTER BIO-NATUR-RESORT

8225 Pöllauberg 88

T: +43 3335 2690

retter.at

Dein Golf

Dein treuer Begleiter

Das Unlimited Paket

für Golf und Golf Variant Life

Dein Ausstattungspaket mit bis zu

70 % Preisvorteil 1)

1) Das Unlimited Paket beinhaltet unter anderem die Rückfahrkamera „Rear View“, das Winterpaket, Fahrassistenzsysteme und ist

optional im Golf und Golf Variant Life mit einem Preisvorteil gegenüber der Auswahl einzelner Sonderausstattungen bestellbar. Im Paket

enthaltene Ausstattungen und Preise können je nach Modellvariante bzw. Motorisierung variieren. Kraftstoffverbrauch 0,9 – 8,4 l/100

km. Erdgasverbrauch 5,8 – 7,1 m³/100 km. Stromverbrauch 13,7 – 14,8 kWh/100 km. CO₂-Emission 21 – 191 g/km.

Symbolfoto. Stand 08/2021.

8160 Weiz

Weiz, Werksweg 10-14

Werksweg 10-14

Telefon +43 +43 3172 3555 3172 3555

www.autohaus-weiz.at

www.autohaus-weiz.at

ADVERTORIAL Fotos: © Barbara Mang; beigestellt

Unbenannt-336 1 19.08.19 16:29

104

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LIPIZZANERGESTÜT PIBER

DEN LIPIZZANERN

GANZ NAH

Perfektes Ausflugsziel, nicht nur für Pferdeliebhaber:

Das Lipizzanergestüt Piber ist Wiege und Kindergarten für die weltberühmten

Lipizzaner-Hengste der Spanischen Hofreitschule in Wien.

ADVERTORIAL Fotos: © Spanische Hofreitschule-Lipizzanergestüt Piber, Spanische Hofreitschule-Lipizzanergestüt Piber / René van Bakel, Spanische Hofreitschule-Lipizzanergestüt Piber / Die Abbilderei; beigestellt

Eingebettet in die wunderbare

Landschaft der Weststeiermark,

umgeben von weitläufigen Wiesen

und Wäldern, befindet sich im

kleinen Ort Piber das Lipizzanergestüt. Von

Weitem ist auf einer Anhöhe schon das

Schloss Piber zu sehen, in dem sich auch

heute noch die Gestütsdirektion befindet.

Gleich gegenüber auf der Schlossweide

springen und toben sich die vielen Fohlen

und Mutterstuten aus, die ein ganz spezieller

Anziehungspunkt für alle sind, die einen

besonderen Ausflug in eine herrliche Umgebung

machen wollen. Bei geführten

Gestütsbesichtigungen und Kutschenfahrten

kommen Besucher den weißen Stars

nämlich ganz nahe. Hier erfährt man alles

rund um die Zucht und Aufzucht der

berühmten weißen Pferde. Ein großer Spielplatz

und der Kindererlebnisweg runden

den Besuch für Familien ab.

NEUE AUSSTELLUNG

Die im September 2021 eröffnete Ausstellung

mit dem Titel »Folge der Herde« im

historischen Schüttkasten ist zentraler Ausgangspunkt

für den Besuch des Lipizzanergestüts

in Piber. Sie informiert die Besucher

mittels modernster Technik, multimedialen

und interaktiven Stationen sowie 3D-Modellen

über die 455-jährige Geschichte der

Lipizzaner, des Gestüts in Piber und der

Hofreitschule in Wien.

ALMERLEBNISSE

Spektakulär sind auch die Almführungen,

bei denen man rund 50 ein- bis dreijährige

Hengste während der Sommermonate auf

1.600 m Seehöhe auf der Stubalm besucht.

Dieser Aufenthalt am Berg ist für die Entwicklung

der temperamentvollen Jungpferde

– auch die »Jungen Wilden« genannt –

besonders wichtig. Wenn die Herde am

Abend in den Stall zurückkommt, ist das

im wahrsten Sinne ein erhebendes Gefühl.

Mit der Rückkehr der Jungpferde in den

Stall bricht auch im Gestüt die ruhige Jahreszeit

an. Der charmante Adventmarkt im

Innenhof und der traditionelle Weihnachtsspaziergang

sind besondere Highlights.

INFO

Spanische Hofreitschule-Lipizzanergestüt

Piber GöR

Piber 1, 8580 Köflach

office@piber.com

T: +43 3144 3323, piber.com

Tickets: shop.piber.com

falstaff 105


steiermark / HOCHSTEIERMARK

REGION DER SPITZENKÖCHE.

Vom steirischen Semmering bis

zum Hochschwab erstreckt

sich die Hochsteiermark und

hier ist die hohe Kunst der

feinen, regionalen Küche zu

Hause. Tolle Produkte inklusive.

Foto: TVB Hochsteiermark/Fred lindmoser/lifepictures.at

106 falstaff


HOCHSTEIERMARK

Genussreich

Aromatische Kräuter, feines Wild, herrliche Krebse und Fische, köstlicher Honig oder

Lebkuchen und Würziges von den Almen. Wir reden von einem kulinarischen Paradies?

Nein, all das und viele kreative Haubenköchinnen und -köche und ebensolche Wirtinnen

und Wirte gehören zum irdischen Genusserlebnis Hochsteiermark.

TEXT ILSE FISCHER

falstaff

107


steiermark / HOCHSTEIERMARK

WALDESLUST. Der Semmering ist nicht nur UNESCO-Weltkulturerbe, sondern auch ein grünes Erholungsgebiet.

Vom Semmering über das

Hochschwab-Gebiet erstrecken

sich imposante Bergketten,

sanfte Almlandschaften

und wunderschöne grüne

Wälder mit einer einzigartigen Fauna

und Flora. Für das perfekte Genuss-Erlebnis

laden großartige Wandertouren, tolle

Radwege entlang der wildromantischen

Bäche und Flüsse, abenteuerliche Rafting-

Touren oder der Besuch in Peter Roseggers

Waldheimat sowohl Naturliebhaber und

Erholungssuchende als auch Familien und

Individualisten ein.

Ein Erlebnis der besonderen Art und Auszeiten

mit besonderem Reiz sind die vielen

Pilgerwege durch die Region, vom größten

Pilgerkreuz der Welt in St. Barbara bis zur

berühmten Basilika Mariazell mit der

Magna Mater Austriae. Im Winter locken

die kleinen, feinen Familien-Skigebiete

Stuhleck, Mariazeller Bürgeralpe, Gemeindealpe

Mitterbach, Brunnalm – Hohe

Veitsch, Aflenzer Bürgeralm, Schwabenberg

arena Turnau oder das Niederalpl.

EIN HOCH AUF

DIE REGION.

ABSCHALTEN.

AUFTANKEN.

GENIESSEN.

TRADITION UND NEUES

Kapfenberg, Bruck an der Mur und Mürzzuschlag

waren einst bedeutende Handelszentren

an den Flüssen Mur und Mürz.

Heute sind sie pulsierende Städte mit schönen

alten Traditionen, neuen Ideen, und vor

allem sind sie echt und unverfälscht. Wie

die gesamte Region Hochsteiermark.

Aber nicht nur die erfolgreiche Forschung

ist eine Marke der Hochsteiermark,

sondern auch die unvergleichliche Kulinarik.

Und so wundert es nicht, dass viele

großartige Köche, ausgezeichnet mit vielen

Falstaff-Gabeln und Gault-Millau-Hauben,

hier daheim sind.

MEISTER AM WERK!

Zum perfekten Genuss-Erlebnis in dieser so

besonderen Gegend der grünen Steiermark

gehören auch die Meisterinnen und Meister

an den Herden und viele außergewöhnliche

Produzenten. Beide gemeinsam sind die

»Zutaten« für eine köstliche Küche mit

regionalen Produkten und vielen traditionellen

Rezepten, die mit kreativen Ideen im

21. Jahrhundert angekommen sind. Viele

Einkehrorte sind fast noch ein Geheimtipp

und die abenteuerlustigen Gourmets können

hier noch so manches entdecken. Das kleinste

Drei-Hauben-Restaurant Österreichs zum

Beispiel, ist in Bruck an der Mur daheim

und heißt »Johanns. Die Essmanufaktur«.

Bei Mike Johann kommen »wilde Spezialitäten«

wie Rehherz mit gehobelter Gänseleber

auf den Tisch. Oder auch ein knuspriges

Backerl vom Bayerwald Ox mit Liebstöckel-

Spinat und Hochzeitssuppe. »Tradition

wertschätzen, durch Innovation überraschen«

ist sein Leitsatz. Falls gewünscht,

nächtigt man in einer der zwei 80-Quadratmeter-Suiten

im »Johanns Living«.

<

Fotos: Steiermark Tourismus/Gunther Steininger, Mariazeller LandFred Lindmoser

108 falstaff


MARIAZELL. Die Basilika Mariazell ist der

bedeutendste Wallfahrtsort Österreichs, einer der

wichtigsten Europas und der einzige mit dem Titel

»Nationalheiligtum« im deutschsprachigen Raum.

falstaff

109


steiermark / HOCHSTEIERMARK

Rehwild und Schwarzwild werden regionale

Spezialitäten wie beispielsweise die Gamssuppe,

das Hochschwab-Gulasch oder die

faschierte Gamsschulter mit Kardamom und

Steinpilzen.

»JOHANNS«. Das

Genusskonzept der

Essmanufaktur: ein Mann in

der Küche, schräge Rezepte.

Mike und Emilia Johanns

lieben, was sie tun.

WILDE WIRTE

Apropos wild. Nicht nur wilde Zutaten

kommen in die Kochtöpfe, sondern es gibt

auch eine wilde Gemeinschaft. Denn einige

Gastronomen haben sich in der Hochsteiermark

zur Initiative »Die Wilden Wirte«

zusammengeschlossen, die aus der Tradition

der Jagd entstanden ist, die hier in der Region

Hochschwab bis ins 16. Jahrhundert

zurückreicht. Und so ist das »Hochschwab

Wild« eine echte Marke und für die Wirte

eine hervorragende, gesunde Zutat für viele

kreative Ideen. Aus Rotwild, Gamswild,

LEUCHTTURM POGUSCH

»Wir sind ein einfaches Wirtshaus und

kochen das, was uns die Region zur

Verfügung stellt«, sagt der Seniorchef Heinz

Reitbauer im bekannten Understatement.

Das »Steirereck am Pogusch« ist eine Idylle

auf 1100 Metern Seehöhe und ein wirklicher

Magnet für alle, die perfekte Regionalküche

mit viel Ambiente genießen möchten.

Das Konzept der Familie Reitbauer ist

großartig, bestechend einfach und entspricht,

trotz oder gerade weil es so alt ist,

dem Zeitgeist. Am Donnerstag wird aufgesperrt,

geschlachtet und viele der »inneren

Werte« kommen auf den Tisch. Von der

Klachlsuppe bis zur ganzen gebratenen

Kalbsniere. Am Freitag ist klassischer Fischtag

und Wild, Karpfen, Schleie, Saibling,

Forelle, Huchen oder Waller sind die Protagonisten

der feinen Fischküche. Jeden

Samstag feiert man das »Steirische Milch-

Fotos: Mike Johann, Katarina Pashkovskaya, Steirereck/Cathrine Stukhard, Thomas Ruhl

110 falstaff


kalb«, sonntags ist Lamm-Tag und dann

gibt es abends noch das berühmte »Restlessen

am Pogusch«, damit nichts übrig bleibt.

Wenn die Sonne scheint, kann man auch

noch ein »Backhendl-Picknick« genießen.

Und ja, übernachten kann man natürlich

am Pogusch auch. In Jagdhütten, Vogelhäusern

und neuerdings auch in besonderen

Baumhäusern. Alles ein echtes Erlebnis mit

Reitbauer-Qualität und mit so guter Kulinarik,

dass man schon lange im Voraus

reservieren muss.

HAUBENKÜCHE

Die vielen Haubenköche der Hochsteiermark

punkten durch Vielfalt und Kreativität. Vom

»Lurgbauer« in St. Sebastian, wo Max Leodolter

vor allem seine Rindfleischkreationen

am Herzen liegen bis zu Astrid und Andreas

Krainer, die im »Krainer« in Langenwang

auf Zwei-Hauben-Niveau kochen, sind viele

Kreativ-Meisterinnen und -Meister am Herd.

Im »Gasthof Schäffer« in Neuberg kocht

<

»STEIRERECK AM POGUSCH«. Eine Pilgerstätte für Feinschmecker, die das Besondere

suchen. Schlafen, Essen, Ausspannen. Einfach grandios.

falstaff

111


steiermark / HOCHSTEIERMARK

»LURGBAUER«. Max

Leodolter verbindet

in seinem Restaurant

in Mariazell

bäuerliche Tradition

mit kreativer

moderner Küche.

DIE KRAINERS. Astrid und Andreas Krainer lieben lokale Produkte. Daraus kochen sie eine

»Neue steirische Küche«, inspiriert durch die Slow-Food-Philosophie.

Fotos: Lurgbauer, Lukas Kirchgasser, Hans Hubinger/Rudy Dellinger Photography, Nicole Seiser/nixxipixx.com

112 falstaff


GAUMENFREUDEN.

Im »Gasthaus Hubinger« in

Etmißl kocht Johann Wöls

nach dem Motto: frisch,

regional, saisonal. Und

immer sehr gut.

<

nun der ehemals jüngste Koch-Europameister

Thomas Schäffer und Hans Wöls

macht das im hauseigenen Hotel-Restaurant

»Hubinger« in Etmißl. Und es sind all die

Koch-Protagonisten, die für kulinarische

Exzellenz in der Hochsteiermark stehen.

SPITZENKÜCHE

UND PRODUZENTEN

Dass all die Kochkünstler auch beste Produkte

brauchen, hat eine feine kulinarische

Komplizenschaft mit den Produzenten

geschaffen, wenn nicht überhaupt schon

vieles aus der jeweils eigenen Landwirtschaft,

Jagd oder jedenfalls aus dem eigenen

Küchengarten kommt. Mürztaler Melanzani

von der Gärtnerei Kubart in St. Barbara

oder ein Maiwipferl-Bier von der Kapfenberger

Craft-Beer-Brauerei »Tom & Harry

Brewing« gehören wie bestes Mangalitzafleisch

zum Angebot.

GIPFEL & KRÄUTERDUFT

Die Gipfel, Flüsse und Seen machen aus der

Region ein Paradies für Naturliebhaber.

Aber natürlich lieben diese unberührte

Landschaft auch die Kräuter und die Gämsen.

Beides verbindet sich mit den kulinarischen

Ambitionen der kreativen Kochkünstlerinnen

und -künstlern. Der Duft der vielen

Kräuter verleiht mit der »scharfen« Wurzel,

dem Kren, der ganzen Region einen eigenen

»Duft«, und beides findet sich auch in manchem

Gericht wieder. Überall auf den hochsteirischen

Wiesen wachsen aromatische

Pflanzen, und dieser Geschmack kann beim

Kräuterwandern mit den »Hochsteirischen

Kräuterfeen«, zum Beispiel auf der Aflenzer

Bürgeralm, erschmeckt oder bei besonderen

Workshops wie dem »Latsche oder Kren«

erfahren werden.

EIN HOCH-GENUSS

18 plus 15 Etappen und eine Gesamtlänge

von 300 Kilometern und eine Gehzeit von

120 Stunden machen die »BergZeitReise«

zu einer beliebten Wandertour in Österreich.

Sie führt quer durch die Hochsteiermark,

vom Hochschwab bis hin zu Peter

Roseggers Waldheimat und lockt wanderlustige

Genießer hinter den Öfen hervor.

Man startet in den Städten der Region und

begegnet überall kulturellen, kulinarischen

und landschaftlichen Highlights.

TOM & HARRY BREWING.

Die beiden innovativen

Herren stehen für

Kreativität und Vielfalt

in der Braukunst und

allerhöchste Qualität

ihrer Biere.

So abwechslungsreich wie die hochsteirische

Landschaft und die sportlichen Möglichkeiten

präsentiert sich dann auch immer

wieder die Kulinarik. Möchten Sie Sterz,

Fedlkoch oder Grubenkraut probieren?

Oder auf einer schönen Hochalm Gamswurzn,

Bauernkrapfen oder wilden Käse

kosten? Die Genuss-Königsklasse des Weitwanderweges

»Vom Gletscher zum Wein«

führt von insgesamt 35 Etappen auf der

Nordroute allein auf den zehn hochsteirischen

Etappen durch wahre Berge an Köstlichkeiten.

NICHTS FÜR STUBENHOCKER

Es geht hoch hinaus in den Bergen der Region.

Und das gleich mit zwei neuen Attraktionen.

Die Waldachterbahn »Flylinas Hexenflug«

und der neue Waldabenteuerweg »Das

Geheimnis des weißen Turms« ist ein

<

falstaff

113


steiermark / HOCHSTEIERMARK

HOCHSTEIERMARK

ECHT GUT

WILDER KAS. Die Hochsteiermark

hat großartige

Käsesorten im

Angebot. Den Wilden

Kas gibt es auch bei

den Wilden Wirten,

bei den Schafkäsebauern

oder in den Hofkäsereien.

Alles außer

gewöhnlich. Und g’schmackig, biologisch.

ALPENFISCHE VOM FEINSTEN.

Die glasklaren Seen der Hochsteiermark

sind ein Eldorado für die

Fische. Besondere Produzenten

machen daraus köstliche Spezialitäten.

Geräucherte Forellen

und Fischleberknödel zum Beispiel.

Oder man genießt sie einfach

frisch.

ALLES WILD! Viele

Hauptdarsteller auf

den Tellern der Restaurants

und Gasthäuser

sind wild,

köstlich und gesund.

Und heißen Reh,

Hirsch und Gams. Von

der Genussregion Hochschwab

Wild bis zu den Wilden Wirten eine

Entdeckung von Köstlichkeiten.

MARIAZELLER LEBKUCHEN. Ein süßer

Duft nach Honig und Gewürzen liegt

in der Mariazeller Luft. Hier wird

seit mehr als 300 Jahren der einzigartige

Mariazeller Honiglebkuchen

gebacken. Die Gewürzmischung

und die Rezeptur ist

ein streng gehütetes Geheimnis.

HOCHPROZENTIG. Die Wernbachers

wissen, wo ihr Obst für die erstklassigen Edelbrände

wächst. Dass man hier auch noch Trachten

kaufen und einen Blick in den Stall zu den

Schwarznasenschafen werfen kann, ist ein

besonders Erlebnis. Und nicht einem Glas zu viel

geschuldet, sondern einfach der Nachhaltigkeit.

HONIGSÜSS. Nicht nur für den berühmten

Mariazeller Lebkuchen produzieren die fleißigen

Bienen in den hochsteirischen Wäldern köstlichen

Honig. Auch für das Butterbrot oder so

manche Soße der Kochkünstler der Region ist

der Honig eine feine Zutat.

Mehr Informationen:

hochsteiermark.at, steiermark.com

FLUSS-RADWANDERN. Die Landschaft genießen und dabei Gutes für die Gesundheit tun.

<

Spaß für die ganze Familie. Der Landeplatz

des insgesamt 350 Meter langen Flugerlebnisses

ist zugleich Startpunkt des 1,3

Kilometer langen Familienwanderweges.

Und nur wenige Minuten vom Hauptplatz

Mariazell entfernt kann man in der hochmodernen

Achter-Kabinenbahn namens

»Bürgeralpe-Express« auf beachtliche 1.267

Meter Seehöhe schweben.

RADELN & SKIFAHREN

Gemütlich radeln? Sportlich auspowern?

Beides ist möglich und beides geht in der

Hochsteiermark mit dem Genuss eine Partnerschaft

ein. E-Biker und Familien erfreuen

sich an feinen Touren entlang der Flussradwege

von Mur und Mürz, Romantiker

radeln an den Silbersee oder zur Burg

Oberkapfenberg und Mountainbiker erleben

inmitten von Bergkulissen Adrenalin-Kicks

sowie kulinarische Zwischenstopps mit regionalen,

saisonalen Köstlichkeiten. Winter in

der Hochsteiermark? Natürlich! Die Hochsteiermark

ist die erste alpine Region auf der

steirischen Seite des Semmerings. Auf fast

2.000 Metern starten Familien und Genießer

abseits von überfüllten Pisten in einen entspannten

Urlaub im Schnee.

Die Hochsteiermark ist auf einem kulinarischen

Höhenflug. Im »Cockpit« sitzen

einfallsreiche Köchinnen und Köche und

großartige Produzenten, die mit Regionalität

und höchster Kreativität ein unvergessliches

Genuss-Erlebnis kreieren.

SPORTLICH. Stuhleck bei Spital am Semmering ist das größte Skigebiet im Osten Österreichs.

<

Fotos: Hochsteiermark/Tom Lamm, Obersteirische Molkerei, Steiermark Tourismus/Michael Weberberger, Steiermark Tourismus, Steiermark Tourismus/Tom Lamm

114 falstaff


In den Herbstferien 2021 kehrt KLANGLICHT

endlich wieder zurück und wird an den Abenden

von 27. bis 30. Oktober 2021 den Schlosspark

Eggenberg zum Leuchten und Klingen bringen.

Das im Schloss Eggenberg abgebildete Universum,

die Geschichte der Illumination, die Bedeutung

von Licht und Kerzenschein als Teil der

Rauminszenierung – all das bildet die Basis der

künstlerischen Auseinandersetzung des diesjährigen

Festival of Sound and Vision. An insgesamt

elf Standorten werden Kompositionen aus

Klang und Licht den Garten und die unmittelbare

Umgebung von Schloss Eggenberg bespielen:

National und international renommierte

Künstlerinnen und Künstler ließen sich von dem

geschichtsträchtigen Kosmos inspirieren und

entwickelten Kunstwerke, die eine Koexistenz

zum berühmten UNESCO-Weltkulturerbe bilden,

gleichzeitig mit diesem auch in einen sichtsowie

hörbaren Dialog treten. Besucherinnen

und Besucher sind eingeladen, auf den Wegen

des Schlossparks Eggenberg sowohl Raum und

Zeit als auch ihre eigene Beziehung in diesem

Kontinuum zu ergründen und so sich selbst und

ihre Umgebung neu zu entdecken.

Im Herbst 2021 wird das Festival of Sound and

Vision der Bühnen Graz dieserart die Kunst wieder

direkt zu den Menschen bringen und damit

erneut den Beweis antreten zu können, dass

Kunst auch große Menschenmengen zu bewegen

und begeistern vermag.

Tickets & Infos auf www.klanglicht.at.

KLANGLICHT

IM SCHLOSS EGGENBERG

JETZT TICKETS

SICHERN!

DAS

KUNSTFESTIVAL

DER

BÜHNEN GRAZ

VON 27.10.

BIS 30.10.

2021

www.klanglicht.at

„Archestra of Light“, OchoReSotto © Alex Koch


steiermark / HOCHSTEIERMARK

DIE BESTEN

ADRESSEN

RESTAURANTS/

GASTHÄUSER

JOHANNS. DIE ESSMANUFAKTUR

Ein Mann in der Küche, erdig-schräge Rezepte

– Mike Johanns bringt coole Kombinationen wie

ungestopfte Gänseleber mit Blunze und Kutteln

auf den Tisch.

Hugo-von-Montfort-Gasse 2, 8600 Bruck an der Mur

T: +43 664 2413129, johanns.at

»GASTHOF SCHÄFFER«. Karolin und Thomas Schäffer setzen auf feinste

regionale Speisen, traditionelle Wirtshauskultur und Gourmetmenüs.

KRAINER

Tolle Dekoration, schöne Keramikteller.

Astrid und Andreas Krainer sind ein perfektes

Team, sowohl in als auch außerhalb der feinen

Küche. Und das schmeckt man auch.

Restaurant, Wirtshaus, Hotel.

Grazer Straße 12, 8665 Langenwang

T: +43 3854 2022, hotel-krainer.at

LURGBAUER

Max Leodolter züchtet Rinder. Im Menü serviert

er sechs kleine Gänge mit neu interpretierten

Klassikern und vielen Überraschungen. Sehr gut.

Lurg 1, 8630 St. Sebastian

T: +43 3882 3718, lurgbauer.at

STEIRERECK AM POGUSCH

Großartige Wirthausküche mit tollen Produkten

von Produzenten aus der Region und aus der

eigenen Landwirtschaft. Ein ebenso unglaubliches

wie unverwechselbares Ambiente.

Pogusch 21, 8625 Pogusch

T: +43 3863 2000, steirereck.at/pogusch

HUBINGER

Echt steirisch. Der Hubinger hat Tradition und

zeigt eine feine Klinge bei den Wirtshausgerichten

mit den allerbesten regionalen Bio-Produkten.

Etmißl 25, 8622 Thörl

T: +43 3861 8114, hubinger.com

GASTHOF SCHÄFFER

Europameister und jüngster Küchenmeister

Europas. In seinem Gasthof tischt Thomas

Schäffer eine frische Linie auf. Kreativ und

schmackhaft.

Hauptstraße 9, 8692 Neuberg an der Mürz

T: +43 3857 8332, gasthofschaeffer.at

DIE WEINEREI IM BADERHAUS

Die trendig-urige Weinerei mit den neuen

Murterrassen ist ein wahrer Hotspot in Bruck.

Von saftigen Steaks auf dem heißen Stein bis zu

großartigen Weinen aus dem Gewölbekeller.

Schiffländ 15, 8600 Bruck an der Mur

T: +43 3862 56325, weinerei-badehaus.at

HOTELS/HIDEAWAYS

AKTIVHOTEL WEISSER HIRSCH

Moderne, gut ausgestatte Zimmer, ein bodenständiges

Wirtshaus und ein gehobenes Restaurant

laden zum aktiven Genuss-Urlaub ein.

Wiener Straße 6, 8630 Mariazell

T: +43 3882 31076, weisserhirsch.at

HOCHSTEIRISCHE KRÄUTERFEEN. Mit den

kundigen Frauen ist man den würzigen Kräutern

und der scharfen Wurzel auf der Spur.

HOTEL BÖHLERSTERN

Schönes Hotel zum Übernachten in der Hochsteiermark

und zum Entdecken der Region. Genuss

im Speiselokal »Bachstelze« inklusive.

Friedrich-Böhler-Straße 13, 8605 Kapfenberg

T: +43 3862 2063750, boehlerstern.at

JOHANNS LIVING

Kleines, feines Boutique-Hotel zur Essmanufaktur.

Großartig schlafen und träumen mit Stil und Blick

auf den Brucker Schlossberg. Zwei Suiten.

Hugo-von-Montfort-Gasse 2

8600 Bruck an der Mur

T: +43 664 2413129, johanns.at

STEIRERECK AM POGUSCH

Hütten, Häuser und Zimmer für erholsame Tage in

besonderer Atmosphäre. Schlafen im Schafstall

oder in den neuen, einzigartigen Baumhäusern.

Pogusch 21, 8625 Pogusch

T: +43 3863 2000, steirereck.at/pogusch

NOCH MEHR GENUSS

DIE WILDEN WIRTE

Spannende, köstliche Kulinarik, schöne Unterkünfte.

steirische-romantik.at

VOM GLETSCHER ZUM WEIN. WEITWANDERN

Zehn Etappen der Nordrute führen entlang der

BergZeitReise.

steiermark.com/wandern

HOCHSTEIRISCHE KRÄUTERFEEN

Faszinierende Einblicke in die Welt der Kräuter

aus der Hochsteiermark.

hochsteiermark.at/at/service/aktuelles/kraeuter

FREIZEIT

BERGZEITREISE UND WANDERWUNDERWALD

UND SKIFAHREN

Alle Informationen: hochsteiermark.at

Fotos: Nicole Seiser/nixxipixx.com, TVB Hochsteiermark/Tom Lamm

116 falstaff

95 – 100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


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steiermark / REZEPTE

Falstaff Rezept-Newsletter

Rezeptideen kostenlos

via E-Mail erhalten

go.falstaff.com/rezept-newsletter

118 falstaff


STEIERMARK

Köstlich

& wild

Wonach schmeckt die Steiermark? Nach Kürbiskernöl,

Käferbohnen, Krenwurzeln, fleischigen Hühnern, Wild und

natürlich nach Wein in allen Farbschattierungen. Elf Köche

aus den neuen elf Erlebnisregionen haben aus manchen

dieser Zutaten köstliche Gerichte gezaubert.

KONZEPT & PRODUKTION ILSE FISCHER & MARCO RIEBLER

FOTOS MARCO RIEBLER

GESCHIRR SYBILLE LEHNER ELSI TISCHKULTUR, ELSI-TISCHKULTUR.AT

FOTOGRAFIERT AUF LODEN AUS DEM HAUSE LODEN STEINER, STEINER1888.COM

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119


steiermark / REZEPTE

ERZBERG-LEOBEN

Kürbisgemüse auf Kernölpesto

mit Honig und Nüssen

(FÜR 4 PERSONEN)

ZUTATEN

1 mittelgroßer Kürbis

1 EL Honig

4 EL Sojasoße

4 EL Balsamessig

4 EL Kernöl

1 EL Olivenöl

verschiedene Kräuter nach Saison

10 Haselnüsse

2 EL Sauerrahm

Blüten, Kräuter

steirische Pfirsiche (je nach Saison auch

Äpfel oder Birnen)

DIE BESONDERE ZUTAT

Der steirische Pfirsich. Süß, saftig, einfach

unwiderstehlich. Das Sommerobst mit der

samtenen Haut schmeckt nicht nur »pur«

einzigartig gut, sondern eignet sich auch als

Zutat für süße und herzhafte Gerichte. Der

sonnenhungrige »Weinliebhaber« hat es

gerne warm und wächst darum besonders

gut dort, wo auch Wein wächst. In der

Steiermark zum Beispiel, wo sie erst gepflückt

werden, wenn sie »baumreif« sind

und dann vielleicht »Red Haven« heißen.

ZUBEREITUNG

– Den Kürbis schälen und mit einem Sparschäler

gleichmäßige Streifen abhobeln. Diese Streifen

dann mit dem Zitronensaft und etwas Olivenöl

marinieren. (Nicht mit Kernöl marinieren, das

würde den Kürbis färben.)

– Für das Pesto Kernöl, Sojasoße, frisch

gehackte Gartenkräuter nach Belieben und

nach Saison mit dem Balsamessig mischen.

Die Haselnusskerne hacken und rösten. Diese

dann mit dem Honig unter das Pesto mischen.

ANRICHTEN

Das Pesto auf einem Teller verteilen, den

marinierten Kürbis oben draufsetzen und

mit Blüten, Kräutern, Sauerrahm und

Pfirsich scheiben (geschält) garnieren.

PETER BRANDNER »Port 361«, Leoben

Der Spitzenkoch und Kreativgeist Peter Brandner

braucht in seinem Lokal in Leoben keine

Speisekarte. Serviert wird hier ein Überraschungsmenü

vom Besten, das die Küche und das Können des

Koches zaubern. Das ist dann manchmal wild mit Wild,

im wahrsten Sinne des Wortes, manchmal fruchtig,

immer kreativ und fast immer regional. Einfach gut.

Zusatzfotos: Hubert Uranjek, Shutterstock

120 falstaff


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steiermark / REZEPTE

Zusatzfotos: Steiermark Tourismus/Feldbacher Fruit Partners/Steirerkrren/Tom Lamm, Posthotel Thaller

122 falstaff


OSTSTEIERMARK

Saure Petersilien-Rahmsuppe

mit Weißkraut und Bluttommerl

(FÜR 10 PERSONEN)

ZUTATEN FÜR DIE PETERSILIEN-RAHMSUPPE

300 g Petersilienwurzeln

100 g Zwiebeln, gewürfelt

4 Knoblauchzehen

10 g Thymian

100 g Butter

1 l Kümmelwasser (50 g Kümmel ganz, 6 Knoblauchzehen)

¼ l Sauerrahm

⅛ l Sahne

ca. 20 g Salz

ca. 15–20 g Pfeffer

etwas frisch geriebenen Kren

ZUBEREITUNG DER PETERSILIEN-RAHMSUPPE

– Das Wasser mit 6 Knoblauchzehen und dem

Kümmel aufkochen, ½ Stunde ziehen lassen

und abseihen.

– Petersilienwurzeln, Zwiebelwürfel und

Knoblauch in der Butter langsam anschwitzen,

leicht mit Salz und Pfeffer würzen, Thymian

beigeben und kurz mitrösten.

– Mit dem Kümmelfond aufgießen, den

Sauerrahm dazugeben, mixen und passieren.

– Vor dem Anrichten abschmecken und mit

Sahne verfeinern.

ZUTATEN FÜR DAS WEISSKRAUT

300 g Weißkraut

Salz, Kümmel

weißer Pfeffer

75 g Schweineschmalz

ZUBEREITUNG DES WEISSKRAUTS

– Das Weißkraut in feine Streifen schneiden,

dünsten, bis es weich, aber noch knackig ist.

– Vor dem Anrichten in Schweineschmalz

schwenken und mit Salz und Kümmel würzen.

ZUTATEN FÜR DEN BLUTTOMMERL

300 g Semmelwürfel

ca. ½ l Schweineblut

100 g Zwiebeln, klein geschnitten

50 g Knoblauch

100 g Schweineschmalz

100 g Grammeln

20 g Majoran

20 g Thymian

20 g Kümmel, gemahlen

3 Eier

ZUBEREITUNG DES BLUTTOMMERLS

– Klein geschnittene Zwiebel und Knoblauch

mit den Grammeln in Schweineschmalz

anschwitzen, die Röstung mit den Semmelwürfeln,

Blut, Eiern, Kräutern und Gewürzen

vermengen und abschmecken.

– Die Masse auf ein befettetes Blech circa

2 Zentimeter hoch streichen und bei 130 °C

etwa 10 bis 15 Minuten backen.

ANRICHTEN

Den Bluttommerl in circa 3 Zentimeter große Würfel

schneiden, das Weißkraut und den frischen

Kren daraufgeben und mit der Suppe anrichten.

LUIS THALLER

»Der Luis im Posthotel Thaller«, Anger

Katharina und Luis Thaller haben

frischen Wind ins Posthotel gebracht,

nicht nur in der Küche. Unter einem Dach

gibt es Wirtshaus, Gourmetrestaurant,

Hotel und Konditorei. Am Herd steht der

Luis und kocht mit außergewöhnlicher

Kreativität, großer Hingabe zur

regionalen Küche und dem Bekenntnis

zur absoluten Produktqualität.

DIE BESONDERE ZUTAT

Der Kren. Die scharfe Wurzel gehört zur Steiermark

wie der Wein oder das Kürbiskernöl. Und er trägt

ein EU-Herkunftszeichen, das bezeugt, dass er

auch ein echter »Steierischer Kren g.g.A.« ist. Ob

frisch gerieben zur Brettljause, als Zutat im

Käferbohnensalat, in Suppen, Saucen, Aufstrichen,

frittiert oder gerissen, echter Steirischer Kren

gibt jedem Gericht das gewisse Etwas. Und

ist obendrein noch eine Powerwurzel mit viel

Vitamin C, ein »Penicillin des Gartens«.

falstaff

123


steiermark / REZEPTE

SÜDSTEIERMARK

Gefülltes Hendl mit Karotten

und Pastinaken gebraten

(FÜR 4 PERSONEN)

ZUTATEN FÜR DAS GEFÜLLTE HENDL

1 Hendl (ca. 1,4 kg)

150–200 g Briochefülle

1 Zwiebel, geschält, geviertelt

6 Knoblauchzehen

1 Apfel, geviertelt

Meersalz, Koriandersamen, Pfefferkörner

1 Estragonzweig

Salz, Pfeffer

50 g Butter

ZUTATEN FÜR DIE FÜLLE

200 g entrindetes Brioche oder Weißbrot

2 Schalotten, fein gewürfelt

100 g Butter

Schlagobers

2 Eier

Salz, Pfeffer, Muskat

saisonale Kräuter

ZUTATEN FÜR DAS BRATGEMÜSE

je 150 g Karotten, Pastinaken und Petersilwurzeln,

geschält und in Stücke geschnitten

10–12 Knoblauchzehen

12 Schalotten

200 ml Geflügelfond

ZUBEREITUNG

– Das Innere des Hendls mit Zwiebel, Knoblauch,

Apfel, Estragonzweig, Gewürzen füllen. Öffnung

mit Zahnstocher und Spagat verschließen.

– Für die Briochefülle das entrindete Brioche oder

Weißbrot in ½ Zentimeter große Würfel schneiden.

Schalotten in der Butter anschwitzen, mit

Salz, Pfeffer, Muskat würzen. Mit Schlagobers

aufgießen, über die Brotwürfel gießen. Eier und

Kräuter beigeben, durchmischen und für 1 Stunde

mit Frischhaltefolie bedeckt anziehen lassen.

– Auf der Vorderseite die Haut von der Brust lösen

und mit Hilfe eines Spritzsacks die Briochefülle

(Tipp: auch Hendlleber zur Fülle geben) einfüllen,

mit Zahnstocher und Spagat verschließen.

Das Hendl mit Salz und Pfeffer würzen.

– In einem Bräter Butter zerlassen und das Hendl

mit der Brustseite nach oben hineinsetzen. Die

Brust von Anfang an mit einem Butterpapier

abdecken. Den Knoblauch beigeben und bei

160 °C in den Ofen schieben. Immer wieder mit

der Bratenbutter übergießen. Nach circa

½ Stunde Schalotten und Gemüse hinzufügen,

mitschmoren lassen. Sticht man die Haxl-Innenseite

an und es rinnt kein Blut heraus, ist das

Hendl fertig. Kurz vor Ende der Garzeit das

Butterpapier von der Brust entfernen.

– Die Bratenbutter mit Geflügelfond (dieser lässt

sich auch aus den Karkassen des ausgelösten

Hendls und Wasser herstellen) aufgießen. Mit

dem Gemüse einkochen und gut abschmecken.

Die Flüssigkeit, die beim Tranchieren austritt,

durch ein Sieb schütten und zur Sauce geben.

GERHARD FUCHS

»Die Weinbank«, Ehrenhausen

Seit 2014 kocht Gerhard Fuchs im

Restaurant »Die Weinbank« in

Ehrenhausen in der Südsteiermark.

Das Restaurant gehört

Starwinzer Manfred Tement, ist

immer wieder Falstaff Steiermark-

Sieger und gehört zu den besten

Restaurants Österreichs. Fuchs

kocht radikal regional, saisonal

und kreativ wie kaum ein anderer.

Das schmeckt man dann auch.

DIE BESONDERE ZUTAT

Das Sulmtaler Huhn. Seine Abstammung ist

alt und edel. Der Vorfahre war das Steirische

Landhuhn, das schon im 17. Jahrhundert als

wohlschmeckend und zart mit feinster Fleischqualität

galt. Das führte auch zum Namen

»Kaiserhuhn«, da es nur an Fürsten- und

Königshäusern verspeist wurde. Es selbst

ernährt sich nur vom Besten und liebt den

freien Auslauf. In der Zubereitung braucht es

Zeit, das macht dann auch den »kaiserlichen«

Unterschied. Der Geschmack ist einzigartig.

Zusatzfotos: Christian Jungwirth, Steiermark Tourismus

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steiermark / REZEPTE

Zusatzfotos: Paul Stajan, Marco Riebler

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REGION GRAZ

In Almbutterschmalz gebackener

Karpfen mit Grazer Krauthäuptel,

Stangensellerie, Apfel, Gurke

(FÜR 2 PERSONEN)

ZUTATEN

240 g Karpfenfilet (geschröpft)

1 kleines Grazer Krauthäuptel

180 g Stangensellerie

2 Schalotten

1 Apfel

1 Gurke

1 Snackgurke

2 Radieschen

1 Bund Dille frisch

200 g Crème fraiche

50 g Naturjoghurt

Almbutterschmalz

1 Biozitrone

Mehl, Eier, Semmelbrösel

Salz

Pfeffer

DIE BESONDERE ZUTAT

Das Grazer Krauthäuptel. Das traditionelle

Anbaugebiet ist das Grazer Becken und es

hat eine Verbindung zum Nachbarn. Aus

Slowenien kam ein Ableger des »Laibacher

Eissalats«, daraus züchtete man das zartknackige,

leicht süßliche Grazer Krauthäuptel,

das 1913 als »Echtes Grazer verbessertes

Krauthäuptel« in Köllers Samenkatalog erwähnt

wird. Die bitterfreie Salatsorte wertet

jede Salatschüssel auf, auch wegen der intensiv

ausgeprägten Rotfärbung der Blattränder.

ZUBEREITUNG

– Die Schalotten fein schneiden, kurz blanchieren

und in Eiswasser abschrecken. Gurken und

Stangensellerie schälen, halbieren und in kleine

Würfel schneiden. Den Apfel in Stifte schneiden.

– Diese geschnittenen Zutaten in eine Schüssel

geben und mit der Crème fraîche und dem

Naturjoghurt zusammenrühren. Mit Salz,

Pfeffer, frischer Dille und dem Abrieb einer Zitrone

abschmecken. Zugleich den Grazer

Krauthäuptel waschen und zuputzen.

– Das Karpfenfilet in 4 gleich große Stücke

portionieren und mit Salz und Pfeffer würzen.

– Die Filets in Mehl, Ei und Brösel panieren.

– Anschließend eine Pfanne mit dem Alpenschmalz

auf circa 180 °C erhitzen und die Filets

knusprig backen.

– Das Grazer Krauthäuptel mit Kernöl, Essig,

Salz und Pfeffer marinieren.

ANRICHTEN

Den rahmigen Salat am Teller anrichten. Das

Krauthäuptel portioniert darüber geben. Den

gebackenen Karpfen neben dem Salat anrichten

und mit etwas grobem Meersalz würzen. Zum

Schluss die Snackgurken und Radieschen in feine

Scheiben schneiden und zusammen mit frischen

Kräutern und Selleriegrün garnieren.

ANDREAS HAMLER

»Stammtisch am Paulustor«, Graz

Kulinarische Welt trifft österreichische

Wurzeln und steirischen Stammtisch. Im

ganz neuen Lokal von Claudia Pongratz und

Andreas Hamler im ehemaligen Palais

Wildenstein wird kreativ aufgekocht und

gemütlich getafelt. Hamlers Küchenwelt

verbinden sich beste regionale Zutaten mit

internationaler Inspiration. Alles, außer

gewöhnlich. Immer einfach gut.

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steiermark / REZEPTE

MURAU

Steinpilzcarpaccio, rosa

gebratene Rehleber, Sommer-Endivie,

Zwickel-Bier-Dressing.

(FÜR 4 PERSONEN)

ZUTATEN

1 Chicorée (Sorte je nach Jahreszeit)

700 g Rehleber (wahlweise Rehfilet)

Salz, Pfeffer aus der Mühle

Olivenöl

Butter

Thymian, Rosmarin

4 Stück frische Steinpilze

100 g Bergkäse (vom Schlurtbauer oder

Asmonte-Käse)

DIE BESONDERE ZUTAT

Das Bier. Die Stadt Murau wurde im

Jahr 2010 zur Bierstadt erhoben, hier wird

»Rein das Beste« gebraut. Viele Köchinnen

und Köche der Region verwenden für ihre

Gerichte eines der traditionellen Biere. Die

erste Biersorte, die im Jahr 1495 gebraut

wurde, war ein Märzenbier nach einer geheimen

Rezeptur. Die hefetrübe Bierspezialität

»Murauer Zwickl« ist geschmacksintensiv

und eignet sich nicht nur für das Dressing

von Michael Lohr.

ZUTATEN FÜR DAS ZWICKEL-BIER-DRESSING

(Ergibt ca. 1,5 l und hält im Kühlschrank

rund 1 Woche.)

2 EL Dijon-Senf

2 Zehen Knoblauch

1 EL Staubzucker

1 EL Trüffelöl

2 EL Senf

Pfeffer, weiß aus der Mühle

3 EL Kräutersalz

1 Eidotter

2 EL Wildjus

¼ l Zwickel-Bier

¼ l Apfelessig

½ l Maiskeimöl

¼ l Olivenöl

ZUBEREITUNG

– Die Rehleber (oder Rehfilet) in einer Pfanne mit

dem Olivenöl anbraten, dann die Kräuter und Butter

zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und im Ofen

bei 120 °C circa 12 Minuten garen. Aus dem Ofen

nehmen und warm stellen.

– Für das Dressing alle Zutaten bis auf das Öl mixen

und dann erst mit einem Stabmixer das Öl wie bei

einer Mayonnaise aufziehen.

– Den Chicorée waschen und in 1 Zentimeter breite

Streifen schneiden und mit dem Dressing marinieren.

– Die rohen Steinpilze ganz dünn in Scheiben schneiden.

Am besten geht das mit einer Brot-Aufschnittmaschine.

Die dünnen Scheiben auf die Teller legen wie für ein

Carpaccio und mit Salz und Pfeffer würzen.

– Den marinierten Salat daraufgeben und die Rehleber

(Rehfilet) in Tranchen schneiden und auf dem Salat

anrichten. Vom Bergkäse mit einem Gemüseschäler

dünne Streifen hobeln und auf den Salat streuen.

TIPP: Mit Kartoffelchips dekorieren.

MICHAEL LOHR

»Gasthof Knappenwirt«, Mariahof

Seit vielen Jahren ist die Küche des

Knappenwirts im idyllischen Murtal eine

perfekte Mischung aus Modernität mit

steirischen Wurzeln. Michael Lohr kocht im

Familienbetrieb aus dem Jahr 1827 mit

regionalen Produkten und kreativen Ideen,

hat der Haubenkoch doch in einigen guten

Lokalen sein Handwerk gelernt. Sommelier

ist er außerdem auch.

Zusatzfotos: Shutterstock, Gasthof Knappenwirt

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steiermark / REZEPTE

Zusatzfotos: Foto Siederei, TVB Schladming Dachstein

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SCHLADMING-DACHSTEIN

Ennstal Lamm, salzgegarte Knollen &

Eierschwammerl

(FÜR 8 PERSONEN)

ZUTATEN

2 Stück Lammkrone mit Fettdeckel (à circa 650 g)

2 kg Lammkeule mit Knochen

800 g Knollensellerie ganz

300 g Knollensellerie

300 g Staudensellerie

300 g Karotten

200 g gelbe Rüben

200 g Lauch

8 Stück Petersilwurzel

400 g Schalotten

350 g Eierschwammerl

800 g Erdäpfel, festkochend (Drillinge oder

ähnliche Sorten)

100 g Tomatenmark

1 l Rotwein (nicht zu kräftig)

200 g Meersalz grob

Olivenöl zum Braten

250 g Butter

50 ml Schlagobers

Salz, Pfeffer, gemahlen (schwarz)

schwarze Pfefferkörner

3 Lorbeerblätter

4 Nelken

Kümmel (ganz)

Majoran (frisch oder getrocknet)

ein paar Blätter Liebstöckel & Petersil

1 Bündchen Thymian

1 Zweig Rosmarin

Schnittlauch

VORBEREITUNG

– Nachfolgend alle Abschnitte und Schalen

aufbehalten.

– Lammkrone parieren, Fettdeckel unbedingt

drauflassen und kreuzweise einritzen.

– Lammkeule parieren – äußere unerwünschte

Silberhäute etc. entfernen.

– Fleischstücke zum Temperieren stehen lassen,

nicht wieder kühl stellen.

– 300 g Knollenselleriestück, Karotten, gelbe Rüben,

Staudensellerie schälen, Weißes vom Lauch

und Gemüse in Zentimeter-Würfel schneiden.

– Sellerieblätter zur Garnitur aufbehalten.

– Schalotten schälen und längs halbieren.

ZUBEREITUNG DES FONDS

– Fleisch- und Gemüseabschnitte zusammen mit

Pfefferkörnern, Kümmel, Majoran, Nelken,

etwas Salz und Lorbeerblättern in einen tiefen

Topf geben und mit 3 l kaltem Wasser aufgießen.

– Langsam aufkochen lassen, circa ½ Stunde

auf kleiner Stufe köcheln lassen.

– Abgesetztes Eiweiß und Trübstoffe abschöpfen.

– Durch ein feines Sieb oder Tuch passieren.

ZUBEREITUNG DER LAMMKEULE

– Ofen auf 200 °C vorheizen.

– Lammkeule mit Salz, Pfeffer würzen und in

einem Bräter mit etwas Olivenöl anbraten.

Lammkeule umsetzen.

– Gemüsewürfel, Schalotten, Rosmarin, Thymian

kurz anrösten, Tomatenmark dazugeben. Kurz

weiterrösten und mit Rotwein ablöschen.

– Bratensatz lösen und Rotwein einkochen lassen.

Etwas Fond dazu, Lammkeule wieder in den

Bräter geben und mit Fond aufgießen, bis sie

bedeckt ist.

– Bräter mit Deckel oder Alufolie abdecken und

für circa 90 Minuten in den Ofen geben.

ZUBEREITUNG DES SELLERIES

– Ein flaches Blech mit grobem Meersalz

bestreuen und den Knollensellerie daraufsetzen

und für circa 60 Minuten mit in den Ofen geben.

– Wenn fertig, den Knollensellerie schälen und

in 1 Zentimeter dicke Rechtecke schneiden.

ZUBEREITUNG DES SELLERIEPÜREES

– Sellerieabschnitte mit 50 g Butter, 50 g Obers

und etwas Fond fein pürieren.

– Nach 90 Minuten bzw. sobald sich das Fleisch

selbst vom Knochen löst, aus dem Ofen nehmen.

ZUBEREITUNG DER ERDÄPFEL UND

PETERSILWURZELN

– Erdäpfel und Petersilwurzeln auf dem Blech

mit Meersalz bei 180 °C 25 Minuten in den Ofen

geben.

ZUBEREITUNG DER LAMMKRONE

– Lammkrone mit Salz, Pfeffer würzen und mit

50 g Butter und etwas Olivenöl sanft auf der

Fettseite anbraten.

– Bei 180 °C circa 8 Minuten im Ofen garen,

anschließend in Alufolie einschlagen und

10 Minuten ruhen lassen.

FINISH

– Lammkeule auslösen und in daumendicke

Stücke zupfen.

– Sauce durch ein Sieb passieren und bis zur

Hälfte einkochen lassen – mit 100 g kalter

Butter binden.

– Gemüse und Fleisch zusammen mit fein

geschnittenem Liebstöckl und Petersil in

die fertige Sauce zurückgeben und einmal

aufkochen lassen.

– Petersilwurzeln in Scheiben schneiden,

mit den übrigen Spitzen und Selleriescheiben

in einer Pfanne mit Butter kurz anbraten.

– Eierschwammerl dazugeben, braten und mit

Salz würzen.

– Lammkrone knochenweise schneiden.

– Anrichten und mit frischem Schnittlauch und

Sellerieblättern garnieren.

DANIEL HANDLER

»Die Tischlerei«, Schladming

Die Gastgeberin im innovativen Restaurant in

der WM-Stadt Schladming ist Stephanie

Danklmaier, in der Küche steht mit Daniel

Handler einer der jungen, wilden Köche. Gerade

30 Jahre alt hat er bereits in den besten

Küchen im In- und Ausland Erfahrungen

gesammelt. Seine Leidenschaft ist das

Kochen und er verbindet kreativ Regionales

mit Mediterranem.

DIE BESONDERE ZUTAT

Das Ennstal Lamm. Seit Jahrzehnten

züchten etwa 50 Schafbauern aus dem

Bezirk Liezen auf extensive und naturnahe

Art und Weise Lämmer mit hochwertigem

Fleisch. Voraussetzung für die Bezeichnung

»Genussregion Ennstal Lamm«: im Ennstal

geboren, aufgezogen und stressfrei hier

geschlachtet. Traditionelles Wissen rund

um die Schafhaltung, das Halten der Tiere

auf den Almen, wo sie Kräuter und Gräser

fressen, die über der Baumgrenze wachsen,

ergeben am Ende ein Spitzenprodukt.

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steiermark / REZEPTE

AUSSEERLAND-SALZKAMMERGUT

Ausseer Saibling mit

Wurzelgemüse

(FÜR 4–6 PERSONEN)

ZUTATEN

4 ganze frische Seesaiblinge

300 g Wurzelgemüse (Petersil, Karotte,

Sellerie, Lauch in Julienne geschnitten)

Zitrone

4 cl Welschriesling

Salz, Pfefferkörner bunt

1–2 Erdäpfel, gekocht

1 Thymianzweig

DIE BESONDERE ZUTAT

Der Ausseerland Seesaibling.

Daheim ist er in den alpinen Seen

der Region Aussee, bekannt ist

er für sein typisches hellrosa

Fleisch und beliebt für den zarten

und ganz besonders feinen Geschmack.

Er ernährt sich nur von

den Organismen der glasklaren

Seen und ist daher ein reiner

Naturfisch. Kein Wunder also, dass

die Seesaiblinge aus dem Ausseerland

einst für den Adel reserviert

waren und auch an den Wiener Hof

geliefert wurden. Heute ist das

Gott sei Dank anders.

ZUBEREITUNG

– Das Wurzelgemüse schälen und in dünne Streifen

schneiden.

– Den frischen Saibling ausnehmen, reinigen und salzen

und in den Bauch einen kleinen Thymianzweig legen.

– Das in Julienne geschnittene Wurzelgemüse auf die

Teller geben und den Saibling darauflegen.

– Mit dem Wein die Saiblinge benetzen und einige

Pfefferkörner drüberstreuen.

– Den Teller mit dem Saibling mit einer Klarsichtfolie

abdecken und für circa 18 Minuten (je nach Größe)

im Dämpfer garen.

ANRICHTEN

Entweder pro Person einen ganzen Saibling auf das

Wurzelgemüse auf die Teller geben, Erdäpfel dazu.

Oder die Saiblinge filetieren, auf dem Wurzelgemüse

drapieren und mit den Erdäpfeln anrichten.

Etwas Weinsud über die Filets gießen.

ALBRECHT SYEN

»Fischerhütte am Toplitzsee«, Grundlsee

Das steirische Salzkammergut und das Ausseerland

wären nicht das, was sie sind, ohne den romantischen

und geheimnisumwitterten Toplitzsee. Die Fischerhütte

und die Familie Syen gehören einfach auch dazu. Aus

der Küche von Albrecht Syen kommen frische Fische,

kreativ in Szene gesetzt, und regionale Hausmannskost.

Zusatzfotos: Marco Riebler, beigestellt

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steiermark / REZEPTE

Zusatzfotos: Lucas Pripfl Photography, Shutterstock

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MURTAL

Geschmorte Schulter vom

Authal-Hirsch, Grießstrudel

und sautierte Steinpilze.

(FÜR 4 PERSONEN)

ZUTATEN FÜR DIE GESCHMORTE

HIRSCHSCHULTER

1 kg Hirschschulter, ausgelöst

1 l Wildfond

2 Karotten

½ Knolle Sellerie

3 Zwiebeln

2 EL Tomatenmark

1 EL Senf

½ l Rotwein

½ l Roter Portwein

3 EL Sonnenblumenöl

2 Knoblauchzehen

2 Rosmarinzweige

Wildgewürz, Salz

Gewürzsäckchen (Lorbeerblätter,

Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Piment

ganz, Senfkörner, Fenchelsamen)

ZUBEREITUNG DER GESCHMORTEN

HIRSCHSCHULTER

– Die ausgelöste Hirschschulter leicht

plattieren und mit Senf bestreichen. Mit

dem Wildgewürz und Salz würzen. Danach

die Schulter zusammenrollen und mit

einem Küchengarn binden.

– Die Karotten den Sellerie und die Zwiebeln

schälen und würfelig schneiden.

– Die Hirschschulter in Öl rundum anbraten,

wieder rausnehmen und im gleichen Topf die

Karotten, den Sellerie und die Zwiebeln rösten.

– Das Tomatenmark dazugeben und weiter

rösten, bis sich das Mark braun färbt. Mit

Rotwein und Portwein ablöschen und bis auf

ein Drittel einkochen. Mit dem Wildfond

aufgießen. Das Gewürzsäckchen dazu geben.

– Die Schulter wieder zurück in den Topf geben

und einmal im Schmorsaft aufkochen. In eine

Backform oder für den Ofen passenden Topf

umfüllen und abgedeckt bei 180 °C circa 2 ½

bis 3 Stunden schmoren.

– Dann den Hirsch herausnehmen. Den Bratensaft

abseihen und die Rosmarinzweige 5 Minuten

darin ziehen lassen.

– Das Küchengarn vom Fleisch entfernen und

in Scheiben schneiden Die Sauce, wenn nötig,

noch einkochen und nachwürzen.

ZUTATEN FÜR DEN GRIESSSTRUDEL

Strudelteig

150 g Weizengrieß

350 ml Milch

50 g Butter

3 Eier

50 g Frischkäse

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

ZUBEREITUNG DES GRIESSSTRUDELS

– 300 ml Milch mit Butter, Salz und Muskatnuss in

einem Topf aufkochen. Den Grieß unter ständigem

Rühren einfließen lassen, bis sich die Masse löst.

Dann 2 Eier und den Frischkäse unterrühren und

die Masse 15 Minuten ruhen lassen.

– Aus der Masse circa 10 Zentimeter lange und

2 Finger dicke Rollen formen und kalt stellen.

– Strudelteig ausrollen und mit der ausgekühlten

Grießmasse füllen.

– Den Strudel mit einem Ei-Milch-Gemisch bestreichen

und bei 170 °C Heißluft 15 Minuten

im Ofen backen.

ZUTATEN FÜR DIE STEINPILZE

240 g Steinpilze

1 EL Butter

1 Knoblauchzehe

Thymian (frisch)

Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG DER STEINPILZE

– Die Steinpilze in einer heißen Pfanne scharf

anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen.

– Wenn die Pilze schön braun sind, 1 EL Butter,

frischen Thymian und eine Knoblauchzehe

dazu geben und nochmals kurz schwenken.

ANRICHTEN

Die Schulter, den Strudel und die Pilze auf dem

Teller platzieren. Zum Ausgarnieren eignet sich

mit Apfel-Balsamessig und Olivenöl marinierter

Mangold.

DIE BESONDERE ZUTAT

Das Authal-Wild. Die Steiermark ist

nicht nur das grüne Herz Österreichs,

sondern auch das waldreichste Bundesland.

Jagd und Wild spielen daher eine

große Rolle, und das auch in der Küche.

Hauptsache Wild heißt es auch in der

Küche des »Steirerschlössls« in Zeltweg,

und hier kommt das edle Wildbret aus

dem Forst Authal von Dietrich Mateschitz.

Beste Qualität und kreative Zubereitung

werden zu großartigen und herrlich

»wilden« Gerichten.

MARTIN STEINKELLNER

»Steirerschlössl«, Zeltweg

Er wollte immer schon Koch werden

und er wurde auch einer, ein sehr

guter sogar. Seit Herbst 2018 ist

Martin Steinkellner Küchenchef

im traditionsreichen »Restaurant

Steirerschlössl«, kocht manchmal

Seite an Seite mit Eckart

Witzigmann und ist aktuell die

Nummer 37 der »50 Best Chefs

Austria«. Sein Küchenstil: österreichische

Klassiker in Bestform.

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steiermark / REZEPTE

GESÄUSE

Gamsgulasch vom Xeis-Wild

(FÜR 4 PERSONEN)

ZUTATEN

800 g Fleisch von der Gamsschulter

400 g Zwiebeln, würfelig geschnitten

300 g Karotten und Petersilwurzeln,

würfelig geschnitten

1 l Wildfond oder Rindsuppe

2 EL Paprikapulver

3 Knoblauchzehen

1 EL Butter

1 TL Majoran

1 TL Salz

1 TL Wildgewürz

¼ l Rotwein

2 EL Preiselbeeren

DIE BESONDERE ZUTAT

Das Xeis-Edelwild. Fettarm, eiweißreich

und fein im Geschmack ist das Wild aus dem

Gesäuse ein hochwertiges Lebensmittel für

viele Möglichkeiten. Mit der Marke »Xeis-

Edelwild« schuf die »Genussregion Gesäuse

Wild« ein außergewöhnliches Premium-

Leitprodukt. Ausschließlich Wildbret vom

freilebenden Wild der Nationalpark-Region

Gesäuse wird verarbeitet. Die Tiere leben

auf 700 bis 1600 Metern Seehöhe und

ernähren sich von saftigen Gräsern und

Kräutern der Hochgebirgswelt.

ZUBEREITUNG

– Fleisch grob würfelig schneiden und anbraten.

Zwiebeln, Karotten, Petersilwurzeln würfelig

schneiden und mitrösten. Mit Knoblauch

(gepresst), Majoran und Salz würzen.

– Dann die Butter beigeben und paprizieren.

– Mit Rotwein ablöschen und den Wildfond

hinzugeben, langsam köcheln lassen.

– Nach circa 40 Minuten kosten, ob das Fleisch

schon weich ist.

– Mit den Preiselbeeren abschmecken und

eventuell etwas binden.

TIPP: Als Beilage eignen sich Semmel- und

Serviettenknödel, Spätzle und Rotkraut.

CHRISTOPH PIRAFELNER

»Wirtshaus zur Ennsbrücke«, Admont

Im Ennstal am Tor zum Gesäuse liegt das

Wirtshaus von Familie Pirafelner, die das

einstige »Schell’s Gasthaus zur freien

Schweiz« seit 1977 führt. Küchenchef

Christoph Pirafelner hat sich der

Regionalität verschworen und kocht mit

dem, was die Gegend so reich zu bieten hat.

Das Xeis-Edelwild zum Beispiel.

Zusatzfotos: Stefan Leitner, Steiermark Tourismus

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steiermark / REZEPTE

Zusatzfotos: Kanizaj Marija, Steiermark Tourismus/Tom Lamm

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HOCHSTEIERMARK

Das Fedlkoch

(FÜR 4–6 PERSONEN)

DIE BESONDERE ZUTAT

Almbutter, Eier, Rahm, Rosinen und

Gewürze. Viel mehr braucht es nicht für

diese besondere Almspeise der Hochsteiermark,

die einst von den Sennerinnen für

die »Holterbuam« (Hirten) gekocht wurde.

Der Name kommt von der Form der

»Fedeln« (Fädchen), die aus dem kompakten

Teigstück wie Parmesan gerieben werden

und alles luftig leicht machen. In der

Obersteiermark heißt »Fedeln« auch

Übersiedeln, und das passt zum

Almabtrieb, vor dem man den Hirten

das süße Gericht servierte.

ZUTATEN

500 ml Rohmilch-Rahm

4 Bio-Eier

500 g Weizenmehl (griffig)

2 Zimtstangen

4 Gewürznelken

10 g Kristallzucker

10 g Karpatensalz

4–6 EL Weinbeeren

Kristallzucker

Zimt, gemahlen

ZUBEREITUNG

– Den Rahm mit den Gewürzen aufkochen

und anschließend vom Feuer ziehen.

– Die Eier mit dem Schneebesen kurz verschlagen.

Eier und Mehl zügig dem Rahm

zufügen und mit einer Pfannenschaufel rasch

einarbeiten.

– Bei reduzierter Hitze und unter ständigem

Rühren die Masse für 20 Minuten ausdünsten

lassen. Achten Sie dabei, dass Ihnen die Masse

nicht anbrennt.

– Nach dieser Zeit die Masse von der Hitze

nehmen, kurz überkühlen lassen, Zimtstange

und Gewürznelken entfernen und im heißen

Zustand schneeballgroße Knödel formen.

– Halb bedeckt und gekühlt für 12 Stunden

durchziehen lassen. Anschließend gut luftdicht

abpacken.

FERTIGSTELLUNG

Die Knödel auf einer Krenreibe aufreiben,

die Weinbeeren untermengen und je nach

Belieben mit Kristallzucker und gemahlenem

Zimt bestreuen.

INFO & TIPP: Das Fedlkoch war eine alte

Konservierungsmethode von Rahm auf den

obersteirischen Almen. Die ganzen Knödel

können auch sehr gut eingefroren werden.

HEINZ REITBAUER

»Steirereck am Pogusch«, Turnau

Die gesamte Familie Reitbauer ist eine

unglaubliche Ausnahmeerscheinung in

der Gastronomiewelt. Die Liste der

Auszeichnungen von Heinz Reitbauer

als bester Koch ist lang, er kocht einfach

genial. Im schönen Ambiente am Pogusch,

eingebettet in die Natur und verankert

in der Region, ist er Botschafter der

köstlichsten Zutaten und Traditionen

im besten Wortsinn.

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steiermark / REZEPTE

THERMEN- UND VULKANLAND

Kürbiskerntorte

mit Schokoglasur

(24 CM DURCHMESSER)

RICHARD RAUCH

»Steira Wirt«, Bad Gleichenberg

Die Geschwister Sonja und Richard Rauch

haben Bad Gleichenberg zu einer

interessanten kulinarischen Adresse

Österreichs gemacht. Das Wirtshaus, das

Spitzenrestaurant und die familieneigene

Metzgerei haben dabei nie ihre bodenständigen

Wurzeln verloren. Richard Rauch

verbindet in der Küche moderne Kochkunst

mit Tradition und Welt-Kulinarik.

ZUTATEN FÜR DIE TORTE

8 Eigelbe

100 g Staubzucker

8 Eiweiße

160 g Kristallzucker

290 g Kürbisfleisch, gerieben und eingesalzen

1 Zitrone

120 g Mehl, glatt

200 g geriebene Walnüsse

180 g Kürbiskerne, gemahlen

100 ml Kürbiskernöl

100 g Marillenmarmelade, passiert

ZUTATEN FÜR DIE GLASUR

250 g Edelbitterkuvertüre

50 g Honig

180 g Obers

ZUBEREITUNG DER TORTE

– Eigelbe mit Staubzucker schaumig schlagen.

– Eiweiße mit Kristallzucker und einer großen

Prise Salz zu Schnee schlagen.

– Nüsse, Kürbiskerne, Mehl und Backpulver in

einer Schüssel verrühren. Das Kürbisfleisch

ausdrücken und mit Zitronenschale einreiben.

– Kürbisfleischmasse in die Eidottermasse

einrühren, Eischnee abwechselnd mit der

Mehlmischung unterheben. Am Schluss das

Kürbiskernöl unterziehen.

– Eine Tortenform (24 Zentimeter) mit weicher

Butter ausstreichen, mit gehackten Kürbiskernen

auskleiden. Die Kürbismasse abfüllen und

bei 160 °C Umluft circa 50 Minuten auf mittlerer

Schiene backen. In der Form auskühlen lassen.

Eventuell mit einem Gemüsemesser rundum

schneiden und von der Tortenform lösen,

auf ein Gitter geben.

– Marmelade in einem Topf aufkochen und mit

einem Pinsel auf die Torte dünn auftragen.

– Schokoladeglasur über die Torte gießen und

ein wenig mit der Palette verteilen.

– Auskühlen lassen und auf einen Teller

setzen. Anschließend 2 Stunden kühl

stellen. (Diese Glasur wird nicht ganz fest,

schmeckt aber ausgezeichnet und lässt

sich gut schneiden.)

ZUBEREITUNG DER GLASUR

Für die Glasur Obers erhitzen, Honig und

Kuvertüre einrühren und gut verrühren, Glasur

auf circa 35 °C abkühlen lassen.

TIPP: Man könnte die Masse auch in kleinen

Dariolformen backen, circa 25 Minuten. »Trick

17«: Tortenmesser in ein heißes Wasser tauchen

und damit aufschneiden. Dazu passt: Vanilleeis,

Hollerbeerenröster.

DIE BESONDERE ZUTAT

Der Kürbis. Der wahre Schatz der Steiermark

liegt auf den Kürbisfeldern, sagt man.

Auf über 12.000 Hektar werden Ölkürbisse

angebaut, aus deren schalenlosen Kernen

das tiefgrüne und besondere Öl gewonnen wird,

das in den steirischen Salatschüsseln nicht

fehlen darf. Und das als das »Grüne Gold

der Steiermark« in der Gourmetwelt bekannt

und beliebt ist. Rund um den Kürbis gibt es

allerdings noch viel mehr zu entdecken.

Eine köstliche Torte zum Beispiel.

Zusatzfotos: Lukas Kirchgasser, c Steiermark Tourismus/Christian Jungwirth

140 falstaff


falstaff

141


steiermark / ERZBERG-LEOBEN

ERZBERG-LEOBEN

Bergauf skifahren. In den »Paradeisstollen« rollen oder

»Gruamhunt« schlürfen. Im Speckhimmel schwelgen. Entlang

karibisch anmutender Strände oder an einem See, der bis zum

Winter verschwindet, spazieren gehen. Das alles und viel mehr

ist in der Region Erzberg-Leoben zu erleben.

Eisenerz,

TEXT SABINE FLIESER-JUST

Aben

142 falstaff


GRÜNER SEE. Das Juwel der

Region ist eines der schönsten

Naturphänomene der

Steiermark. Der See besteht

aus reinem Schmelzwasser

und seine Besonderheit ist die

smaragdgrüne Farbe.

Foto: c Steiermark Tourismus/ Michael Weberberger

teuer & Genuss143

falstaff


steiermark / ERZBERG-LEOBEN

Foto: c Steiermark Tourismus/Harry Schiffer

144 falstaff


STEIRISCHER BROTLAIB. Das ist der

liebevolle Name für den wichtigsten Berg

der Region. Seit dem 11. Jahrhundert wird

am Erzberg Eisenerz abgebaut, es ist der

größte Tagebau Mitteleuropas und

wichtige Wirtschaftsgrundlage.

Tauchen Sie mit uns ein in eine

mystische Region, die reich

an Schätzen und Genuss ist.

Jedenfalls entdeckenswert.

Der Erzberg ist Europas

modernster Tagwerkbau mit historischer

Bedeutung, wo seit mehr als 1300 Jahren

Eisenerz abgebaut und in aller Herren Länder

transportiert wird, auch im Winter,

24/7. Nur der Tourismus ruht dann am

Berg. Zu gefährlich wären auf den schneeund

eisglatten Stufen des Erzberges die Ausfahrten

mit dem 860 PS starken Monstertaxi,

dem »Hauly«, mit dem Touristen in den

wärmeren Jahreszeiten fahren können. Doch

der Anblick, wenn sich der Erzberg mit seinen

pyramidenartigen Stufen im Winteroutfit

präsentiert, ist spektakulär genug. Und

die Region hat natürlich auch im Winter

noch mehr zu bieten.

WIRTSHAUSKULTUR

Den Bedarf an Essen und Trinken deckt

man am besten im »Bedarfswirtshaus« und

in der Privatbrauerei in Eisenerz. Beide sind

in einem Familienunternehmen vereint, das

zu den besten Adressen in Sachen Wirtshauskultur

zählt, die die Region zu bieten

hat. Reini Schenkermaier braut hier nicht

nur den durstlöschenden »Gruamhunt« –

sein Standardbier ist in der Craft-Beer-Szene

bereits ein echter Klassiker –, sondern

<

BIERLEIDENSCHAFT. Reini Schenkermaier

braut im »Bedarfswirtshaus« kreative Biere,

seine Frau Helga ist für die Slow-Food-

Küche verantwortlich.

145


steiermark / ERZBERG-LEOBEN

<

auch obergärige Biere, die dann

»Schneewitt«, »Dreihops« oder »Stayrisch

Dunkel« heißen. Der einzige »Master of

Beer« Österreichs weiß eben, wie man so

braut, dass der Gaumen vibriert. Seine Frau

Helga tischt dazu köstlich-kreative Speisen

aus den besten Produkten der Region auf.

Von der Wirtshauskultur ist es nicht weit

zum Brauchtum. Dieses spielt hier an den

Orten der reichen Schätze und der harten

Arbeit im Bergbau eine große Rolle und

wird auch heute noch gelebt. Die Traditionen

und der Stolz der Bergleute zeigen sich

besonders bei den Festen. Es wird der Heiligen

Barbara gehuldigt, der Schutzpatronin

der Bergleute, es gibt Bergparaden, den

Ledersprung oder Schwerttänze.

Und natürlich gehört auch gute Kost und

eine »gscheite Jausn« fast zum kulturellen

Erbe. Jeder hier hat zum Beispiel seinen

Lieblings-Specklieferanten. Einen der besten

findet man in Kammern im Liesingtal.

Der Speckhimmel von Erich Steinrisser ist

in der Ebene, aber doch ganz oben. Er

behandelt seine Speckseiten behutsam,

beinahe liebevoll, und das schmeckt man.

Feinstes heimisches Schweinefleisch und

eigene Gewürzmischungen sind seine Zutaten,

alles wird sanft über Buchenholz geräuchert.

Danach schweben die Bauch- und

Schinkenspeckseiten solange in der Speckkammer

am Dachboden, bis sie ihre

Bestimmung erfüllen dürfen – hauchdünn

aufgeschnitten die Gaumen der Genießer

zu erfreuen.

TRANSPARENZ. Die »Backstubn« hat nichts

zu verbergen, deshalb kann man hinter die

Kulissen schauen. Gebacken wird nur, was

vorbestellt ist. Jedenfalls gutes Brot.

SPECKHIMMEL. Bei Erich Steinrisser ist der

Himmel voller Speckseiten. Bauch- und Karreespeck,

fein aufgeschnitten ein Genuss für Kenner.

BROTGENUSS

Das Herzstück jeder Jause ist das Brot.

Je ehrlicher der Geschmack, desto besser.

Davon kann man sich in der »Backstubn«

in Wald am Schoberpaß überzeugen. Gerne

wird dem Kunden ein Blick hinter die

Kulissen gewährt. Gebacken wird hier nur,

was aus dem reichhaltigen Sortiment vorbestellt

wurde, das ist eine besonders sympathische

Weise, mit handgemachten Produkten

umzugehen und nichts zu verschwenden.

Gut verpackt verlassen Brot, feines

Saison- und Kleingebäck und Süßes die

Backstube, im Postversand oder zum Kupferwirt

in Kalwang geliefert.

KURIOSITÄTEN

Apropos Kupfer. Wie Kupferbergbau seit der

Bronzezeit funktioniert und wie aus dem

wertvollen Rohstoff Destillen, Küchentöpfe

oder -kessel werden, veranschaulichen die

Führungen in Radmer, die dort jedes Jahr bis

Wintereinbruch stattfinden. Mit der kleinsten

Stollenbahn Österreichs fährt man durch

den »Paradeisstollen« und taucht ein in eine

vergangene Welt.

Es langsam angehen lassen und dabei

auf geschichtsträchtigen Spuren wandern?

Am Schneeschuh-Trail lässt sich der

Erzwanderweg erkunden. Erzherzog

Johann war es, der seinen Schwager

Johann Dulnig mit dem Bau der weltweit

einzigartigen Erzförderbahn vom Erzberg

über den Präbichl zu den Radwerken in

Vordernberg beauftragte. Wie beschwerlich

Fotos: Genussreich/Freilichtmomente, Wolfgang Weinhäupl/Westend61/picturedesk.com

146 falstaff


seinerzeit der Transport mit Pferdefuhrwerken

war, lässt sich hier noch erahnen.

Andersherum geht es heute auch: beim

Bergauf-Skifahren. Andi und Mike Puswald

hatten die Idee, und nun wird eben auch

bergauf gefahren. »Angefangen hat alles

auf dem Polsterdreieck, der anspruchsvollen

Skipiste am Präbichl. Traumhafter Pulverschnee

auf der Piste und schon waren

wir unten. Dasselbe sofort noch einmal,

aber mühsam hochlatschen wollten wir

nicht. Dann sahen wir Wakeboarder, die

einfach überall fuhren, beschleunigt von

Seilwinden …«, erzählt Familie Puswald.

Nach dem Motto »wo wir wollen, wann

wir wollen und womit wir wollen« wird

nun eben auch bergauf gefahren. Die

Alpfox Berg- und Skischule der Puswalds

bietet am Präbichl aber noch viel mehr. Den

Kletterpark mit allen erdenklichen Schwierigkeitsgraden

für ein unvergleichliches

Outdoor-Erlebnis zum Beispiel. Auch das

macht hungrig. Fein Schmausen lässt es sich

beim alpinen Barbecue mit Rund-und-

Gsund-Burgern, wilden Würsten oder steirischen

Fladen beim »Foodtrailer Silverfox«.

Omas Mehlspeisen werden hier im Rexglas

kredenzt, echtes Essen für Bergsteiger eben.

LEOBEN. Die

zweitgrößte Stadt

der Steiermark blickt auf

1100 Jahre bewegte

Geschichte zurück. Seit

Jahrhunderten spielen

das Eisen und die Bergänner

eine bedeutende

Rolle – die Stadt gilt als

Tor zur Eisenstraße.

STREETFOOD. Die

Foodtrailer bringen Essen

und Trinken direkt in die

Skiarena am Präbichl.

Feines und Relaxen direkt an

der Piste Nummer eins, also

die FIS-Abfahrt im Grübl.

LEOBEN

Anmutiges Altstadtflair und reiche Kulturschätze

treffen einander in der pulsierenden

Studentenstadt Leoben. Seit 2020 ist sie Mitglied

der »Kleinen historischen Städte« und

blickt auf 1100 Jahre lebendige

<

falstaff

147


steiermark / ERZBERG-LEOBEN

BEI ILSE. So

einfach und

gemütlich kann

das Leben sein.

Bei den Eberhards

am alten Dorfplatz

gibt es schöne

Stuben, einen

Garten, ein

winziges Kino und

eine Wirtin, die mit

Liebe kocht.

GENUSSLABOR.

Die »Genussbrüder« Trofaiach

sind leidenschaftliche Hobbyköche

und tüfteln immer wieder an

genialen Geschmackserlebnissen.

<

Geschichte am Tor der Eisenstraße

zurück. Mittendrin ist die »Genussstube« zu

finden, 2019 das beliebteste Brunch- und

Frühstücks-Café beim Falstaff- Publikumsvoting.

Sie ist ein Treffpunkt für regionale Produkte,

von Astrid Moder mit viel Gespür für

Details geführt.

Einen eigenen Urlaub könnte man der Ilse

widmen. Als Mitinitiatorin der »Genuss-

Reich«-Vereinigung weiß sie immer um die

besten Tipps und Adressen der Region.

Dazu zählt allen voran ihr eigener »Gasthof

Eberhard«, wo sie seit vielen Jahren beste

Küche und Wirtshauskultur vom Feinsten

umsetzt. Neben kulturellen Veranstaltungen

findet in ihrem wunderschönen Gasthof mit

Villa-Kunterbunt-Charme eine Vielzahl an

Aktivitäten statt, die sich Ilse ausdenkt.

Besonders kreativ ist sie auch am Herd.

Köstlich zarter und saftig geschmorter Rehschlögel

wird mit Grammelbuchteln serviert.

Dazu gibt’s Kürbis und Eingemachtes.

Zum Verlieben ist ihr selbstgemachtes Rote-

Rüben-Chutney. Zum Glück können dieses

und andere Köstlichkeiten auch mit nach

Hause genommen werden.

<

Fotos: Genussreich/Freilichtmomente, Genussbrüder

148 falstaff


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ZUHAUSE IST,

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steiermark / ERZBERG-LEOBEN

<

Cooles Streetfood gibt’s von den

»Genussbrüdern« in Trofaiach. Aus leidenschaftlichen

Hobbyköchen sind längst

Genussprofis geworden, die das Thema

lieben und leben. In ihrem Genusslabor

haben sie schon so manche genialen

Geschmacks erlebnisse ertüftelt, mit denen

sie ihre zahlreichen Fans erfreuen.

FISCHVERLIEBT

Fangfrische Saiblinge aus dem Leopoldsteiner

See, zartfleischige Forellen vom »Igler«

aus Kalwang oder die »White Panther«-

Gebirgsgarnelen aus Rottenmann: Auch in

Sachen Fischspezialitäten hat die Region

viel Köstliches zu bieten. Bei einem Rundgang

um den zauberhaften Leopoldsteiner

See mit seinem weißen Kiesstrand wird klar,

warum er zu den schönsten Seen der Steiermark

zählt. Mystische Seen sind hier über-

STEIRISCH GENIESSEN. Vom »Bier-Keuschler beim

Brückl« zu einem gemütlichen Landgasthof mit

herzlicher Gastlichkeit und herrlicher Küche.

haupt angesagt. Der mittlerweile weltbekannte

»Grüne See« in Tragöß leuchtet

nicht nur in phantastischem Smaragdgrün,

sondern verhält sich auch magisch. Im

Sommer gut gefüllt, gespeist durch reines

Schmelzwasser aus den umliegenden Bergen,

versinken sogar die Bankerln des Spazierweges

im See. Und im Winter verschwindet

er einfach wie von Zauberhand.

Sehr gut essen kann man eigentlich immer

schon im »Gasthof Judmayer« in Kammern.

Nur das Beste aus der Region kommt hier in

den Topf. Hier wird Slow Food gelebt und

die »Reiting-Ochsen« und andere Zutaten

aus der nahen Umgebung gehören zum Standardrepertoire

in Robert Judmayrs Küche.

Unverwechselbar köstlich umgesetzt.

Der »Brücklwirt« in Niklasdorf ist vielen

Studenten und Kursteilnehmern der steirischen

wirtschaftlichen Fortbildungseinrichtung

als Pausenlokal bekannt. Dass es sich

hier nunmehr vortrefflich schmausen lässt,

ist der Kombination aus Seniorchef und

<

STEIRISCHE REBELLEN.

Garnelen in der Steiermark?

White Panther ist die einzige

Zucht in Europa, die frische

Blaue Garnelen bietet. Die

Garnelen wachsen zwar im

Almbach in der Erlebnisregion

Gesäuse heran, sind aber

Teil des GenussReichs,

der Kulinarik-Initiative

Steirische Eisenstraße.

Fotos: Genussreich/Freilichtmomente, Werner Krug

150 falstaff


DER BUND FÜR EIN

ROT-WEISS-ROTES

COMEBACK

In den vergangenen Monaten haben wir uns für unsere heimischen Betriebe

eingesetzt und ihnen eine Stimme gegeben. Wir denken jedoch nicht daran,

uns auszuruhen. Jetzt ist es wichtiger denn je, dass der Staat Innovation,

Fleiß und Leistung fördert, denn nur dann kann Österreich den Aufschwung

bestmöglich nutzen. Wir kämpfen für unsere Unternehmer, damit sie sich

auf das konzentrieren können, was sie am liebsten und am besten machen –

nämlich unternehmen. Österreich ist stark, wenn unsere Betriebe stark sind.

Ihr Wirtschaftsbund


steiermark / ERZBERG-LEOBEN

ERZBERG LEOBEN

ECHT GUT

SPECK. Herzhafter Speck

gehört einfach zur Jause.

Zart geräuchert oder

kräftig gebeizt, die

Geschmacksrichtung ist

jeweils Hausspezialität

und das Räuchern ein

fast mystischer Akt. Handwerkliche

Verarbeitung und

nachvollziehbare Herkunft der besten Grundprodukte

sind die Garanten für echte

Geschmackserlebnisse.

BROTSTELLE. Im

»Kupferwirt« wird

nicht nur leidenschaftlich

und gut

gekocht, hier kann man

auch das großartige

Brot von der »Backstubn«

abholen.

BERGMANNSBROT. Seit mehr als tausend

Jahren leben Menschen von der Arbeit rund

um den Steirischen Erzberg, der auch den

Namen »Steirischer Brotlaib« trägt. Das saftige

»Bergmannsbrot« mit dem uralten Bergmann-Symbol

Schlägel und Eisen verziert,

erinnert an dieses montanistische Erbe entlang

der Steirischen Eisenstraße.

FEINE KÄSE. Natur und daher

schöne bäuerliche Betriebe

zeichnen die Region aus. Und

da wird auch köstlich produziert.

Herrlich cremiger Bauernmozzarella

aus Bio-Kuhmilch,

zart über Buchenholz

geräucherter Frischkäse oder

fantastischer Frischkäse aus

Bio-Ziegenmilch zum Beispiel.

BIERLAND. Hier trinkt man Bier. Das ist Tradition.

Und es passt ja auch ideal zur herzhaften Jause.

Neben Traditionsbrauereien gibt es nun auch viele

kleine Kreativbrauereien, die viel Wert auf

Qualität, Originalität und Braukunst legen. Diese

Staatsmeister und der »Master of Beer« lassen

sich immer neue fantastische Bierkreationen einfallen.

SPIRIT(S). Eine Region ohne Edelbrände gibt

es in der Steiermark eigentlich nicht. Das Land

ist reich an Vogelbeeren, Zwetschgen, Mirabellen,

Äpfeln und Co und diese werden dann zu

hochgeistigen köstlichen Bränden. Auch in Erzberg-Leoben.

Ein herrlicher Abschluss nach

jedem guten Essen.

KRÄUTERREICH. Frisch, getrocknet, eingelegt,

destilliert oder eingerext: Kräuter bereichern

jedes Gericht. Bei einer Kräuterwanderung Energie

tanken und die Kräuter der Region kennenlernen

oder die konservierten Pflanzenschätze

der Wiesen und Wälder für zuhause erstehen.

Dafür gibt es in der Region viele Gelegenheiten.

Mehr Informationen:

erzbergland.at, steiermark.com

<

Tochter zu verdanken, die hier seit Kurzem

gemeinsam am Herd werken und für

kulinarische Höhenflüge sorgen.

Wachgeküsst wurden auch die stilvollen

Stuben des »Kupferwirts«, die prachtvoll von

Oliver Drtina und Melissa Schönbeck renoviert

wurden. Beim gemütlichen Kachelofen

in der Gaststube im historischen Bäckerhaus

aus dem Jahr 1250 lassen die beiden ihrer

Leidenschaft für Perfektion freien Lauf. Ihr

beruflicher Weg führte über die besten Häuser

Österreichs. In Kalwang sind sie nun

BIO-IMKEREI.

Marianne und

Markus Stabler

sind stolz auf 80

Jahre Tradition und

beste steirische

Honigsorten, die

immer auch

preiswürdig sind.

angekommen, veredeln hochwertige Zutaten

und geben ihren Gästen den Raum, jeden

Anlass zum kulinarischen Festtag zu machen.

Köstliches aus der »Honigwerkstatt Stabler«

in Kammern von Marianne und

Markus Stabler versüßt die Heimfahrt.

Mit feinstem Honig im Gepäck gerät ein

Besuch in der Region Erzberg-Leoben

nicht in Vergessenheit. Im Gegenteil: Der

Gusto ist geweckt, so bald wie möglich

wieder zukommen. <

Fotos: Genussreich/Freilichtmomente, Netzwerk Kulinarik/wildbild.at, Steiermark Tourismus, Stiermark Tourismus/Robert Sommerauer

152 falstaff


Volkshochschule

Steiermark

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Die Volkshochschule.

Eine Bildungseinrichtung der steirischen Arbeiterkammer.

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steiermark / ERZBERG-LEOBEN

DIE BESTEN

ADRESSEN

RESTAURANTS/

GASTHÄUSER

ERZBERGBRÄU WIRTSHAUS & BRAUEREI

Handgemachtes Bier und feine Kulinarik nach

den Slow-Food-Regeln. Im Rahmen eines Brauseminars

kann gleich ein eigenes Bier gebraut

werden.

Trofengbachgasse 2, 8790 Eisenerz

T: +43 664 3202340, erzbergbraeu.at

GASTHOF EBERHARD

So einfach und gemütlich kann das Leben sein!

Der »Eberhard« ist ein wunderbarer Gasthof mitten

am alten Dorfplatz – warme, gediegene Stuben,

behagliche Zimmer, ein herrlicher Garten, ein

winziges Kino und eine Wirtin, die mit viel Herz

und Liebe kocht!

Raiffeisenstraße 24, 8770 St. Michael

T: +43 3843 2222, gasthof-eberhard.at

REGIONAL-LADEN. Wer auf der Suche nach

regionalen Produkten ist, ist in der »GenussStube«

richtig. Alles aus dem »GenussReich« in der Region

Erzberg-Leoben ist hier versammelt.

Speisen und Weine, abwechslungsreich, tagesfrisch

und kreativ zubereitet.

Leobner Straße 90, 8712 Niklasdorf

T: +43 3842 81727, bruecklwirt.com

ALPFOX BERG- UND SKISCHULE &

FOODTRAILER

Essen, Trinken und Relaxen mitten in der Skiarena

am Präbichl. Der Foodtrailer bietet regionale alpine

BBQ-Schmankerln.

Weidauweg 18, 8794 Vordernberg

T: +43 664 88 71 79 44, alpfox.com

GENUSSBRÜDER TROFAIACH

Leidenschaftliche Hobbyköche, die Genuss und

Kulinarik leben und teilen.

Nähere Informationen derzeit nur unter:

facebook.com/genussbrueder

GENUSSSTUBE LEOBEN

Der Regional-Laden. Kulinarik-Freunde finden im

umfassenden Sortiment an regionalen Lebensmitteln

alles, was das Herz begehrt. Dazu werden

feine Snacks, aromatische Kaffeevariationen und

viele Erfrischungen serviert.

Glacisgasse 1, 8700 Leoben

T: +43 660 7292400, diestube.at

GASTHOF JUDMAYER

Das Gute Genießen. Ehrliche Küche, am liebsten

mit regionalen Zutaten aus dem »GenussReich«

und raffinierte Rezepte sind das Markenzeichen

von Robert Judmayrs Kochkunst.

Hauptstraße 54, 8773 Kammern im Liesingtal

T: +43 3844 8272, judmayer.com

HOTEL-RESTAURANT BRÜCKLWIRT

Herzliche Gastlichkeit, steirische und internationale

KUPFERWIRT KALWANG

Mit Leidenschaft gekocht. Authentisch serviert. Im

stilvoll renovierten, historischen Bäckerhaus wird mit

qualitativ hochwertigen regionalen Zutaten gekocht.

Marktstraße 14, 8774 Kalwang

T: +43 699 182545, kupferwirt.at

EINKAUFEN/

PRODUZENTEN

BACKSTUBN

Gutes Brot aus der transparenten Bäckerei, das nur

auf Vorbestellung gebacken wird und vor Ort oder

beim »Kupferwirt« abgeholt oder im Shop bestellt

werden kann.

Wald 31c, 8781 Wald am Schoberpaß

T: +43 676 7139317, backstubn.at

STEINRISSERS BAUCH- UND

SCHINKENSPECK

Die besonders liebevolle Zubereitung ist das

Geheimnis des großartigen Geschmacks der

Speckspezialitäten. Bestes Fleisch, eine eigene

Gewürz-Meersalzmischung sowie die sanfte

Räucherung verleihen nach achtmonatiger Reifung

die unverwechselbare Note.

Pfaffendorf 3, 8773 Kammern im Liesingtal

T: +43 650 4857048

WHITE PANTHER

Die Gebirgsgarnele aus der Steiermark. Herausragende

Qualität, die frisch und gekühlt auch direkt

zu den Genießern kommt.

Edlach 15, 8786 Rottenmann

T: +43 3614 20483, whitepanther.com

MANNAS SPIRITS MANUFAKTUR

Alles im Leben ergibt einen Gin, oder eben Gin.milla.

Wacholder mit Zitronennoten gibt das feine Aroma.

Gin Milla Dry Gin ist bereits hochprämiert.

Weitere feinste hochsteirische Edelbrände.

Blaulichtstraße 3, 8775 Kalwang

T: +43 664 4497230, mannas.at

IGLERS FISCHSPEZIALITÄTEN

Prämierte Fischspezialitäten. In Österreichs größter

Naturteichanlage ermöglicht reinstes Alpquellwasser

bei einer Temperatur von 8°C die ganzjährige

Produktion von Forellen, Saiblingen und Co.

Teichweg 1, 8775 Kalwang

T: +43 3646 8210, forellenzucht.com

STABLER BIO-IMKEREI

Naturbelassener traditioneller Blüten- und Waldhonig

und auch Cremehonig und Honigveredelungen

mit Gewürzen, Früchten und Nüssen.

Steinrissergasse 3b, 8773 Kammern

T: +43 664 4310594, imkerei-stabler.at

Fotos: Netzwerk Kulinarik/wildbild.at

154 falstaff

95 – 100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


Wo findet man bestimmte

Spezialitäten der Steiermark?

Welche Ausflugsziele bieten ein

besonderes Naturerlebnis?

Wo fängt man atemberaubende

Schnappschüsse ein?

Das (und noch viel mehr)

verrät das Online Magazin von

Steiermark Tourismus.

www.steiermark.com/magazin

© Steiermark Tourismus | Tom Lamm

Geschichten

aus der Steiermark


Im Technikraum wurden unter anderem die

Wärmepumpe und der Pufferspeicher eingebaut.

Ein modernes Reglersystem ermöglicht, dass

alle Bereiche einzeln angesteuert werden

können. So kann die Energie effizient und

nachhaltig eingesetzt werden.

ORT MIT GESCHICHTE –

TECHNIK MIT ZUKUNFT

Die historischen Gebäude der Weinschmiede 18‘ von Bettina und Gustav Strauss wurden

in liebevoller Kleinstarbeit revitalisiert und gemeinsam mit Vaillant wurde ein umfassendes

Energiekonzept für einen Schritt in eine nachhaltigere Zukunft integriert.

Bereits seit 1772 gibt es auf der

Riede Hundsberg in Gamlitz das

Weingut Tscherne. Im Jahr 2019

verwirklichten Bettina und Gustav

Strauss einen Traum und eröffneten an diesem

geschichtsträchtigen Ort nach einer

Rundumsanierung die Weinschmiede 18’

inklusive Gästezimmern. Es ist ein Wohlfühlort

in historischer Umgebung, der Besucher

zum Genießen und Seele-baumeln-Lassen

einlädt. »Der Familie Strauss ist es eindrucksvoll

gelungen Altbestand so umzugestalten,

dass es dem gängigen Zeitgeist entspricht,

aber dennoch bodenständig und

authentisch blieb. Mit der nachhaltigen Wärmepumpe

wurde dazu das technische Komfortlevel

der Gebäude massiv verbessert«, so

Christian Buchbauer, Leiter Marketing und

Produktmanagement von Vaillant.

POWER-WEINGARTEN

Der Ausblick von der Weinschmiede 18’

über die weitläufigen romantischen Weinberge

ist beeindruckend. Aus technischer Sicht

lohnt sich auch der Blick unter die Erde.

Über insgesamt 2,4 Kilometer Länge ziehen

sich die Flächen der Erdkollektoren, die in

rund 1,2 Meter Tiefe zwischen den Reben

verlegt wurden. Über sie wird die Umgebungswärme

aufgenommen, zur Wärme-

156

falstaff


VAILLANT

Eine umfassende Revitalisierung machte aus

dem alten Hof einen modernen Wohlfühlort.

Dabei haben die beiden Winzer und Gastgeber

Bettina und Gustav Strauss gemeinsam

mit Martin Moder von Vaillant das Projekt

Wärmepumpe umgesetzt.

ADVERTORIAL Fotos: © Stephan Huger; beigestellt

pumpe weitergeleitet und

für die Warmwasserversorgung,

Heizung und Kühlung

der beiden Weingut-Gebäude

genutzt. »An Grund und Boden fehlt es in

einem Weingarten nicht, deshalb konnten

großräumig Erdkollektoren eingesetzt werden.

Die Nutzfläche ist in diesem Fall verhältnismäßig

groß. Sie stellt aber sicher, dass

die Versorgung in allen Bereichen rund um

die Uhr und bei Wind und Wetter funktioniert

– vom Gästezimmer über den Pool bis

hin zum Kühlhaus«, erklärt Martin Moder,

der als Vaillant-Projektmanager für die Planung

und Nachbetreuung im Weingut

Strauss verantwortlich zeichnet.

AUS ERFAHRUNG GUT

Wer so nah an der Natur dran ist wie

Bettina und Gustav Strauss, wünscht sich

auch ein nachhaltiges Energiekonzept. Beispiele

dafür sind die Photovoltaikanlage, die

an Sommertagen den Eigenbedarf im Gästehaus

deckt, oder die eigene E-Bike-Station.

Für Warmwasser, Heizung und Kühlung entschied

sich das engagierte Winzerpaar von

Anfang an für die Installation einer Wärmepumpe.

Das war ihnen nicht nur wegen

reduzierter Heizkosten und Emissionen ein

Anliegen: »Wir haben mit dem Weingarten

und der Buschenschank

genug zu tun,

da ist es nur gut, dass die

Technik wartungsfrei funktioniert.

Außerdem sorgt die Wärmepumpe

mit Erdkollektoren für einen hohen

Wohnkomfort ohne Lärm und Ruß.« Gustav

Strauss konnte bereits im Elternhaus

Erfahrung mit der Technologie und den Produkten

von Vaillant sammeln und lernte das

Vaillant-Team als verlässlichen Anbieter und

kompetenten Berater kennen, mit dem er

auch künftig gerne zusammenarbeiten wird.

TRADITION MIT TWIST

Das Besondere an der Weinschmiede 18’ ist,

dass dort traditioneller Weinbau zur neu

interpretierten Buschenschankkultur wird –

zum Beispiel mit regionalen Genussangeboten,

die internationale Food-Sharing-Trends

aufgreifen. Auch beim Umbau des Altherrenhauses

und der ehemaligen Stallungen

wurde der ursprüngliche Hof-Charakter beibehalten

und doch neu inszeniert. »Es steckt

viel Liebe fürs Detail in der Gestaltung unserer

Räumlichkeiten. Wir haben beispielsweise

den alten Dachstuhl in den Neubau integriert

und Originalziegel im Gewölbe verbaut.

Stimmig wurde das Gesamtbild für

uns aber erst durch die Verbindung mit zeit-

losen modernen Elementen«, gibt Bettina

Strauss Einblicke ins Gestaltungskonzept.

Das »Achtzehner« bietet damit nicht nur

hochwertige Weine wie Chardonnay,

Sauvignon und Muskateller aus Eigenanbau,

sondern auch feine Kulinarik im Loungeambiente

und mit Panoramablick. Über diesen

verfügen auch die acht top ausgestatteten

Doppelzimmer und der Wellnessbereich mit

Indoor-Pool und Fass-Sauna.

ÜBER VAILLANT

Vaillant bietet seinen Kunden weltweit

umweltschonende und energiesparende Heizund

Lüftungssysteme, die verstärkt

erneuerbare Energien nutzen. Das

Produktportfolio umfasst Solarthermie- und

Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen,

Lüftungsgeräte für Niedrigenergiehäuser,

Split-Klimageräte, hocheffiziente Heizsysteme

auf Basis fossiler Energieträger sowie

intelligente Regelungen.

INFO

Weitere Informationen unter

weinschmiede18.at

vaillant.at

falstaff 157


steiermark / MURTAL

BLICKFANG. Die Monumentalskulptur

des Bullen aus Stahl mit vergoldetem

Horn steht mitten im »Red Bull Ring«

in Spielberg und ist wie ein neues

Wahrzeichen der gesamten Region.

Geschaffen haben sie die steirischen

Künstler Clemens Neugebauer

und Martin Kölldorfer.

MURTAL

Ankommen

Foto: TVB Murtal/HQ Superfoto

158 falstaff


& loslegen

Bergwiesen in honiggelbem Spätsommerlicht.

Knorrige alte Zirben,

rauschende Baumwipfel, Berge aus Glimmerschiefer und Kalkstein, anmutige Täler in

allen Grünschattierungen mit blauen Tupfen. Und manchmal dröhnende Motoren.

TEXT SABINE FLIESER-JUST

falstaff

159


steiermark / MURTAL

DER BULLE VON

SPIELBERG IST

14,6 METER HOCH UND

68 TONNEN SCHWER.

ALLES ZIRBE.

Ein Baum mit tausend

Facetten steht im

Rampenlicht. Einst

ungeliebte Volksmedizin,

jetzt vielseitiger

Gebirgsbaum für

kulinarischen Genuss

und Gesundheit.

Wer sich eine Urlaubszeit

im Murtal gönnt,

wird reichlich

belohnt. Ankommen,

Ausatmen, tief Luft

holen und mit allen Sinnen auf Reisen

gehen.

Mitten im Herzen der Steiermark liegt

das Murtal. Aus dem Norden oder Osten

kommend orientiert man sich am besten an

den Wegweisern, die zum »Red Bull Ring«

führen, einer spektakulären Erlebniswelt

für Motorsport- und Speedfans. Aus dem

Süden lässt es sich entschleunigt über die

Berge anreisen, die der Region ihren Zweitnamen,

»Zirbenregion«, gibt. Die Zirbe ist

eine Baumart, deren wertvollen Holzprodukten

und Erzeugnissen aus Zapfen geradezu

gesundheitliche Wunder nachgesagt

werden. Vielleicht wird sie deshalb auch die

»Königin der Alpen« genannt. Vom Westen

bieten sich Einblicke auf herrliche Wanderstrecken,

Routen für Schneeschuh-Touren

und Radwege, die ganz besonders nach

kulinarischen Genüssen dazu einladen, dem

Körper auch sportlich etwas Gutes zu tun.

RUHE & KRAFT

Im Murtal liegt die Kraft in der Ruhe.

Meist geht es hier nicht um Superlative,

sondern um das Erleben einzelner Höhepunkte,

die zusammen etwas Besonderes

ergeben. In der kulinarischen Destination

Murtal reihen sich großartige Gastronomie-

und Hotelbetriebe wie auf

einer Perlenschnur aufgefädelt

am namensgebenden Fluss

entlang. Ob in verträumten

Tälern oder in luftigen

Berghöhen, ob Einfachheit

oder Vielfalt,

traditionell oder

modern, nachhaltig

oder international:

Nichts widerspricht

sich hier, im Gegenteil.

Die kulinarischen

»Handwerker« der

Region richten ihre Blicke

nach vorne, verwenden

beste Zutaten und überlieferte

Rezepte, verbunden

mit einem frischen Kochstil.

Bodenständig und innovativ zugleich

präsentieren sich die Gerichte im »Steirerschlössl«.

Die Küche spannt einen köstlichen

Bogen von außergewöhnlichen Gourmet-Kreationen

hin zu beliebten österreichischen

Klassikern, die man im traditionsreichen

Restaurant des wunderschönen

Jugendstilhotels genießen kann. Im Spätherbst

werden in der Küche Kürbisse und

Gemüse aus dem eigenen Garten, Pilze,

Rüben, Maroni, Fische aus der Ausseerland-Fischerei,

Wild aus dem Forst Authal,

Fleisch- und Wurstwaren von der Fleischerei

»Seetalblick« zu köstlichen Kreationen

verarbeitet. Das Team leitet der Küchenchef

nach der Devise: Am wichtigsten ist es,

unsere Gäste zu begeistern.

Der Spätherbst ist nach wie vor die beste

Zeit für köstliche Wildgerichte, auch wenn

es eigentlich das ganze Jahr frisches Wildfleisch

zu kaufen gibt. Dennoch ist es Tradition,

zu den regionalen herbstlichen Gemüsen

und Früchten aus der Gegend Wild zu

kombinieren. Wildfleisch ist besonders reich

an wertvollen Inhaltsstoffen, cholesterinarm

und hat einen hohen Anteil an leicht verdaulichem

Eiweiß. Das Wild bewegt sich in

den heimischen Wäldern und ernährt sich

ausschließlich natürlich, hat ein stressfreies

Leben und ein ökologisch nachhaltiges

Trittsiegel. Glücklich ist, wer einen Jäger,

eine Jägerin kennt, und so das Fleisch vom

Wald direkt auf den Teller bekommen kann.

GAUMENSCHMAUS

Im »Schloss Farrach« werkt Familie Stöhr,

äußerst charmante Gastgeber. Feines Leinen

auf dem Tisch unterstreicht die Eleganz der

Räume des geschichtsträchtigen Schlosses,

in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts

im toskanischen Stil errichtet. Gekonnt verwebte

Tradition trifft hier auf Moderne und

jede Speise auf dem Teller ist ein Augenund

Gaumenschmaus. Das Gemüse kommt

in Bioqualität, vorzugsweise aus dem eigenen

Schlossgarten, gewachsen aus dem

Saatgut der »Arche Noah« aus Schiltern,

auf den Teller. Die Fische tummeln sich

noch bis kurz vor der Anlieferung in der

Teichwirtschaft »Mentz« im nahen St. Peter

ob Judenburg. Und das Wildfleisch liefert

Coloman Strohmaier aus Neumarkt, der es

aus den Revieren des Murtals bezieht.

Der kulinarische Streifzug führt weiter

durch eine atemberaubende Naturkulisse.

<

Fotos: Steiermark Tourismus/Tom Lamm, Werner Krug

160 falstaff


SCHLOSS

FARRACH.

Ein Märchenschloss

mit toskanischem

Ambiente – zum

Träumen und

Genießen, geführt

von einem jungen

Team.

falstaff

161


steiermark / MURTAL

TRAUM-SEE. Der Ingeringsee

Gaal auf 1200 Metern Höhe

verzaubert alle, die hier Ruhe

suchen, mit den Spiegelungen

der Berge im See und mit

glasklarem Wasser.

162 falstaff


Wunderbar wanderbare Ziele gibt es hier

zuhauf: in den Murauen, am Ingeringsee, auf

der Hochalm, in Hohentauern oder am Zirbitzkogel.

Schritt für Schritt entschleunigt

man sommers wie winters bei Wanderungen,

wo als lohnendes Ziel immer Genuss winkt.

Wer es lieber motorisiert mag, ist im »Projekt

Spielberg« am Spielberg richtig. Dort

kann man nicht nur bei Rennen zuschauen,

sondern auch selber fahren: beim Offroad-

Training oder am Ring bei der »Pit Stop

Challenge«. Adrenalinkick garantiert.

SECKAUER LEBKUCHEN

Himmlisch süße Kreationen kommen aus

der Backstube der »Konditorei Regner« in

Seckau. Die ursprüngliche Hofbäckerei des

Augustiner-Chorherren-Stifts wird in vierter

Generation von der Familie Regner

geführt. Konditor-Weltmeister Gregor Regner

zaubert mit seinen Geschwistern nicht

nur den traditionsreichen Seckauer Lebkuchen,

sondern auch zart schmelzende Confiserie.

Zirbe trifft Preiselbeer, Orange vermählt

sich mit Marzipan, knusprige Mandelkekse

oder Ribiselbusserl gibt es auch.

All diese Köstlichkeiten werden aus Grund-

Zutaten hergestellt, die im Umkreis von

zwölf Kilometern erzeugt werden. Dazu

kann man in der hauseigenen Konditorei

feinen Jamila-Kaffee genießen, in der Region

geröstet.

KAFFEE-LIEBE

Den Amerikaner Josiah Tiner hat die Liebe

nach Spielberg geführt. Mit seiner Frau Elke

hat er sich den Traum der eigenen Rösterei

erfüllt. Hochwertige Kaffeebohnen werden

mittels spezieller Heißluftröstung zu exklusiven

Jamila-Coffee-Kreationen geröstet. In

der selbstgebauten Röstanlage schweben die

Kaffeebohnen dem perfekten Röstgrad

<

KONDITORKUNST. Nicht nur der

berühmte Seckauer Lebkuchen wird

in der Traditionskonditorei »Regner«

zur süßen Verführung.

Fotos: Tourismus am Spielberg/Anita Fössl, Regner Michael, Red Bull Content Pool/Julian Kroehl

RED BULL RING. 4,326 Kilometer

lang ist der Ring in Spielberg und

hat neun Kurven. Er ist damit der

kürzeste Kurs im WM-Kalender,

aber hat die größten Höhenunterschiede

aller Strecken.

falstaff

163


steiermark / MURTAL

KAFFEEKUNST. Der

beste Kaffee kommt

aus Spielberg von

JAMILA COFFEE.

Die Liebe brachte

Meisterröster Josiah

Tiner in die Region,

seine Leidenschaft

für Kaffee macht nun

alle glücklich.

GENUSSVOLLE

AUSZEITEN ODER

FAHRSPASS MIT DEM

BESONDEREN KICK?

IM MURTAL IST ALLES

MÖGLICH.

<

entgegen. Vom Ergebnis kann man sich

in der gläsernen Manufaktur oder im angeschlossenen

Coffeeshop überzeugen.

RAUCHKUCHL STÜBLERGUT

Im »Stüblergut« auf der Murtaler Seite des

Gaberl fühlt es sich immer ein bisschen an

wie Nach-Hause-Kommen. Die dicken Mauern

verbreiten Heimeligkeit, der Geruch der

Rauchkuchl und die traditionellen Gaststuben

sind stille Zeugen vergangener Tage. Zu

jeder Zeit waren hier Gastgeber mit viel Sinn

für das Haus am Werk. In der Römerzeit

führte ein Handelsweg am Gutshof vorbei,

die Spuren der Fuhrwerke findet man heute

noch eingegraben in den Steinen des Weges.

Diese Rauchkuchl ist eine der letzten ihrer

Art in der Steiermark und steht unter Denkmalschutz.

Kein Wunder also, dass der

»Rauchkuchlschmaus« sehr beliebt ist.

Küchenchef und Gastgeber Christian Schuster,

weitgereist und mit Sternen dekoriert,

kocht vom traditionellen Essen bis zum

Zehn-Gang-Gourmetmenü alles, was das

Gästeherz begehrt, Partnerin Sabine

Höbarth sorgt für das Wohlbefinden. Gutes

Essen und Trinken schafft immer Erlebnisse,

an deren guten Geschmack wir uns erinnern.

TRADITIONSHAUS. Die Rauchkuchl aus dem Jahr 1300

vom »Stüblergut« ist berühmt. Das schöne Anwesen hat

viel Tradition, historisch wertvolle Gebäude und ist ein

einzigartiges Juwel in der Region..

MURTAL-GESCHMACK

Den Murtaler Steirerkas von Monika

Mühltaler aus der Gaal gibt’s nur ab Hof.

»Wer unseren Käse haben möchte, muss

zu uns auf den Berg herauf und ihn selbst

holen«, sagt sie. Gegen Voranmeldung kann

man ihr auch in der Schaukäserei über die

Schulter blicken und miterleben, wie aus

Magermilch und Gewürzen der schmelzige

Käse mit den topfigen Einschlüssen entsteht.

Das Hauptgewürz Kümmel sorgt für den

würzig-kernigen Geschmack. Sehr fein auch

auf einem Butterbrot, davon kann man sich

gleich in der heimeligen »Steinwenderhütte«

überzeugen. Die Käserin hat auch einen

besonderen Tipp: »Auch auf der Pizza

<

Fotos: Jamila Coffee, TVB Murtal/Michael Königshofer, beigestellt

164 falstaff


Steirische Winter-Tipps

Ob am Berg oder im Weingarten, im Naturpark oder auf der Langlaufloipe: In der Steiermark erlebt man den Winter

auf eine ganz besondere Art. Egal ob man lieber sportlich aktiv ist oder innehält und die Natur genießt – die herrlichen

Landschaften zwischen Gletscher und Wein sind einfach immer ein Genuss. Und mit der ausgezeichneten Kulinarik findet

die steirische Winterfrische dann ihre Krönung. Die 11 steirischen Erlebnisregionen zeigen, wie es geht.

1. GESÄUSE:

SKITOUR DURCHS GESÄUSE

Im Nationalpark Gesäuse kann man das Skitourengehen von der Pike

auf erlernen: Beim Skitouren-Basecamp führen erfahrene Bergführer

durch die schönsten Strecken der Natur.

Und während man den hilfreichen Tipps der Profis lauscht, kann man

sich bereits auf die Stärkung freuen: Beim Traditionsgasthaus Kölblwirt

unbedingt das Styria-Beef aus der hauseigenen Bio-Landwirtschaft

probieren. ♥

2. AUSSEERLAND-SALZKAMMERGUT:

ZUM SONNENAUFGANG AUF DER SKIPISTE

Beim Early Bird Skifahren auf der Tauplitz kann man bereits in den

frühen Morgenstunden seine Spuren auf der frisch präparierten Piste

ziehen. Und während die anderen Gäste noch schlafen, genießt man

bereits ein gemütliches Frühstück auf der Skihütte – in aller Ruhe. Wer

mag, erhält dazu noch spannende Einblicke in die faszinierende Hightech-Welt

der Seilbahnen, Beschneiungsanlagen und der Pistenpräparierung.

Besser kann der Skitag nicht starten! ♥

© Steiermark Tourismus | Tom Lamm

© Steiermark Tourismus | photo-austria.at

© Nationalpark Gesäuse | Stefan Leitner

© Tauplitz Bergbahnen | Bernhard Michelitsch

3. SÜDSTEIERMARK:

WEINWANDERN UND GENIESSEN

Der Weinwanderweg Nr. 4 führt auf rund fünf Kilometern durch die verschneiten

Wälder und Wiesen von Ehrenhausen. Vorbei an Weingärten

und der Traussner-Mühle erreicht man das Genussregal Südsteiermark.

Hier kann man auf 700 m 2 die größte Vinothek der Steiermark entdecken.

Zur Einkehr empfiehlt sich auch ein Besuch im Weinlandhof

Gamlitz. Unser Tipp: Schweinsfischerl mit lauwarmem Krautsalat und

Grammelknödel. ♥

4. MURTAL:

KULINARISCHES SCHNEESCHUHRODELN

Besonders idyllische Plätze werden im Murtal als „himmlische Plätze“

bezeichnet. Gleich sieben davon gibt es zu entdecken.

Einen davon erreicht man bei der Schneeschuhtour auf die Edelrautehütte.

Dort kann man sich am „Wolkenbankerl“ ausruhen, bevor es mit

dem Leihschlitten zurück zum Alpenhotel Lanz geht. Mit heimischen

Fischspezialitäten findet man hier den idealen Tages ausklang. ♥

www.steiermark.com/winter


steiermark / MURTAL

MOST NEU GEDACHT. Die Kargls lieben Most und am

schönen »Kühbrein Hof« auf 900 Metern Höhe verbinden

sie daher altbewährtes Handwerk mit neuen Technologien

und frischen Ideen. Vor allem aber mit Liebe zu den

alten Apfelraritäten und zum Edelprodukt Most.

<

schmeckt der Murtaler Steirerkas.«

Auf über 900 Metern Seehöhe wachsen auf

den Streuobstwiesen so traditionelle und

alte Apfelsorten wie Champagner Renette,

Schafnase, Krummstiel oder Kronprinz

Rudolf. Diese braucht man auch für feinprickelnden

Cider oder fruchtig-frische

Apfelweine vom »Kühbrein Hof«. Die

gelebte Philosophie des Hauses ist es, Most

neu zu denken. Und das schmeckt man.

GELASSENHEIT

Ein Wanderklassiker führt von der Waldheimhütte

über den tiefblauen Wildsee auf

den höchsten Punkt der Seetaler Alpen zum

Schutzhaus auf den Zirbitzkogel auf fast

2.400 Meter. Belohnt wird der Aufstieg mit

grandiosem Panoramablick über das südliche

Murtal an der Grenze zu Kärnten. Das

tut der Seele gut.

Wer auch seinem Herzen etwas Gutes tun

möchte, kann in einem der Zirbenbetten

der Region nächtigen. Dass die ätherischen

Öle des Zirbenholzes die Herzfrequenz

<

Fotos: Genussreich/Freilichtmomente

166 falstaff


steiermark / MURTAL

WANDERLUST. Die Seetaler Alpen

belohnen Gipfelstürmer mit einem

grandiosen Panoramablick über

das südliche Murtal.

MURTAL

ECHT GUT

MURTALER STEIRERKÄSE.

Der schnittfeste Käse wird

aus gereiftem Magertopfen

hergestellt. Dem

Topfen werden Kümmel,

Salz, Pfeffer und Milch

zugefügt, so erhält der

Kochkäse seinen typisch

herzhaft-würzigen

Geschmack. Durch Zugabe von Butter und Bröselkäse

(gewürzter Topfen), erkennbar an den

weißen Punkten (Augen), wird er bei einzelnen

Direktvermarktern noch einmal verfeinert.

ZIRBE. Die Kraft der Zirbe liegt nicht nur in

ihren reichhaltigen Inhaltsstoffen, sondern

auch in den vielseitigen Verarbeitungsmöglichkeiten.

Der weltbekannte Zirbenschnaps, charakteristisch

ist seine rote Farbe, Sirupe, Biere

und Zirbenschokolade sind nur einige der

schmackhaften Erzeugnisse. Die Zapfen der

Zirbe, auch »Königin der Alpen« genannt, finden

genauso ihre Verwendung wie das wertvolle

Holz.

SECKAUER LEBKUCHEN.

Lebkuchen wird seit jeher von

Pilgern zu langen Wanderungen

als energiespendende

Wegzehrung mitgenommen.

So auch in Seckau, wo die

süßen Verlockungen das ganze

Jahr über produziert werden. Die

meisterliche Handwerkskunst und die Rezepte

werden von Generation zu Generation weitergegeben.

MOST. Es ist den Streuobstwiesen auf über

900 Metern zu verdanken, dass hier aus alten

Apfelraritäten feine Apfelweine und Ciders

entstehen. »Schafnase«, »Champagner Renette«

oder »Maschanzker« heißen diese Apfelsorten

dann. Altbewährtes Handwerk vereint

sich mit neuen Technologien und bedingungsloser

Qualität. Man schmeckt das.

THALHEIMER HEILQUELLE.

Sie gilt als ältester Gesundbrunnen

der Steiermark und

hat sieben Quellaustritte rund

um Schloss Sauerbrunn. Wo

sich früher Kreuzritter labten,

wird heute mit höchster Präzision

gesundheitsförderndes Heilwasser

abgefüllt, zu Limonaden verarbeitet

oder zu Bier gebraut.

Mehr Informationen:

regionmurtal.at, steiermark.com

<

senken, belegen zahlreiche Studien,

gesteigerte Konzentrationsfähigkeit und

mehr Gelassenheit sind wohltuende Folgen.

ZIRBE

Ob das auch für den Genuss des weltbekannten

»Zirberls« gilt, ist noch durch keine

Studie bewiesen. Das Geschmackserlebnis

der feinen Zirbendestillate ist jedenfalls

außergewöhnlich. Wie aus Zirbenzapfen

solche Köstlichkeiten entstehen, erlebt man

in der Schaudestillerie am »Pflanzenhof

Frewein« in Weißkirchen: »Zirbitz-Zirberl«

herb oder lieblich, einen »Zirperol« oder

ein Glas vom »Zirbenprinzen«? Direkt auf

der »Sabathyhütte« im Obdacher Zirbenland

wird diese gebrannte Vielfalt aus der

Zirbe angeboten. Und aus der Almküche

kommen längst vergessene Köstlichkeiten

aus Omas Rezeptfundus.

Kulinarische Reiseerlebnisse und echte

Begegnungen in kraftvoller Natur nimmt

man aus dem Murtal mit und einen Rucksack

voll wunderbarer Erinnerungen. Auch

der Geschmack der Region kann mit köstlichen

Produkten, die die Erinnerungen

genussvoll verlängern, nach Hause mitgenommen

werden.

<

ZIRBENGLÜCK. Seit

einigen Jahren steht

bei Gerhard Frewein

in seinem Pflanzenhof

eine drei Meter hohe

Destille, die das

Allerbeste aus dem

Baum holt: ätherisches

Zirbenöl.

Fotos: TVB Murtal/Tom Lamm, Wolfgang Spekner, Königshofer Michael, Konditorei Regner, Thalheimer Heilwasser GmbH Brauerei

168 falstaff


Museum

für Geschichte

steiermark

schau

Die Ausstellung

des Landes

Volkskundemuseum

Kunsthaus Graz

Mobiler Pavillon

10.04.– 31.10. 2021

steiermarkschau.at

Ein Projekt von:

powered by:

Partnerin:


steiermark / MURTAL

DIE BESTEN

ADRESSEN

RESTAURANTS/

GASTHÄUSER

STEIRERSCHLÖSSL Restaurant & Hotel

Junge moderne Küchenkreationen treffen auf

zeitlosen Jugendstil. Kredenzt werden köstliche

regionale Gerichte mit internationalen Akzenten.

Hauptstraße 100, 8740 Zeltweg

T: +43 3577 22601, hotel-steirerschloessl.at

SCHLOSSTAVERNE FARRACH

Essen. Trinken. Wohlfühlen. In der Küche werden

ausschließlich hochwertige Produkte veredelt, vieles

davon aus eigenem Anbau oder von Bio-Lieferanten.

Schlossweg 13, 8740 Zeltweg

T: +43 3577 25257, schlossfarrach.at

TAUROA. Das »Steirerschlössl« in Zeltweg trägt

das Qualitätssiegel »Tauroa«, denn es ist ein

»beflügelnder Ort«. Hier wird Gastfreundschaft

gelebt und Kulinarik in allerbester Form zelebriert.

HOFWIRT SECKAU

Der Hofwirt ist ein einzigartiges barockes

Schmuckstück. Aus der Küche kommen steirische

Köstlichkeiten. Die Stuben sind gemütlich und

laden zum Verweilen ein.

8732 Seckau 3

T: +43 3514 54290, hofwirt.at

G`SCHLÖSSL MURTAL Restaurant & Hotel

Schloss und Park sind sehr schön, die

regionalen Gerichte punkten mit kreativer

Bodenständig-keit. Ein Erlebnis ist auch der

„Chef´s Table“ für bis zu 8 Personen.

Murhof 1, 8734 Lobmingtal/Großlobming

T: +43 3512 46904, gschloessl-murtal.at

SCHÖNBERGHOF Restaurant & Landhotel

Feinschmecker-Restaurant mit einzigartigem

Red-Bull-Ring-Blick. Genuss pur vom reichhaltigen

Frühstück bis zu den beliebten steirischen Klassikern.

Höhenstraße 1, 8724 Spielberg

T: +43 3577 22630, landhotel-schoenberghof.at

HUBERTUSHOF Restaurant & Hotel

Schön wohnen und kulinarisch verwöhnt

werden ist hier die Devise. Eine schöne Tradition ist

der Genusstalk, der sich größter Beliebtheit erfreut.

Bahnhofstraße 81, 8740 Zeltweg

T: +43 3577 22315, hotelhubertushof.at

PASSHÖHE HOHENTAUERN

Im Familienbetrieb auf der Passhöhe kocht

man ehrlich, saisonal und regional, jedenfalls dem

Zeitgeist angepasst.

Tauernstraße 21, 8785 Hohentauern

T: +43 3618 219, passhoehe.at

BRÄUER GASTHOF

Ein sehr geschichtsträchtiges Haus mit wunderschönen

traditionellen Wirtsstuben, feiner Jause

und einem wohlsortierten Weinkeller.

Stubalpenstraße 3, 8741 Weißkirchen

T: +43 3577 82842, gasthof-braeuer.at

GASTHOF STÜBLERGUT

In uriger Umgebung werden regionale und internationale

Speisen serviert. Die Rauchkuchl ist eine

Besonderheit und stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Gaberlstraße 42, 8592 Salla

T: +43 3147 232, stueblergut.at

ALPENGASTHOF SABATHY

Die Sabathy Alm bietet Platz für Genießer des

Alpenpanoramas und der guten steirischen Küche.

Den berühmten Zirbenschnaps und andere Zirbenprodukte

gibt’s im Shop.

Granitzen 32, 8742 Obdach

T: +43 3578 8230, alpengasthof-sabathy.at

HAIGL‘S HOFSCHENKE

Die Hofschenke bietet in einem besonderen

Ambiente von der herzhaften Jause bis zu ihrer

hauseigenen Spezialität, dem »Haigl‘s Huat«,

kulinarische Schmankerl.

Katzling 17, 8762 Oberzeiring

T: +43 3579 7271, haigl.at

EINKAUFEN/

PRODUZENTEN

KÜHBREINMOST

Der besondere Geschmack der feinen Qualitätsobstweine

und Cider vom schönen Kühbrein

Hof kommt auch von den Streuobstwiesen auf

knapp 900 m Seehöhe.

Graden 31, 8731 Gaal

T: +43 664 2034 282, kuehbreinmost.at

SECKAUER LEBKUCHEN &

CONFISERIE REGNER

Qualität hat hier Tradition. Meisterliches Handwerk

und hochwertige regionale Rohstoffe ergeben

köstliche Lebkuchen und feinste Confiserie.

Seckau 39, 8732 Seckau

T: +43 3514 5207, regner.at

STEIRERKAS: STEINWENDERHÜTTE

Schöne Jausenhütte. Aus der eigenen Landwirtschaft

gibt es Murtaler Steirerkäse, frische Bauernbutter

und hausgemachte Mehlspeisen.

Gaalgraben 23, 8731 Gaal

T: +43 664 3690824

ZIRBENSHOP IM PFLANZENHOF FREHWEIN

Die Zirbe mit allen Sinnen erleben. Besucher sind

herzlich willkommen und können den Destilliervorgang

in der Schaudestillerie beobachten.

Eligiusweg 3, 8741 Weißkirchen

T: +43 650 4126612, zirbenshop.at

JAMILA COFFEE KAFFEERÖSTEREI

Kleine, feine Rösterei mit Kaffeebesonderheiten

und verschiedenen Röstungen. Feine Kaffeekreationen

können auch im angeschlossenen Shop probiert

werden.

Bundesstraße 62, 8740 Zeltweg

T: +43 664 1153560, jamilacoffee.at

THALHEIMER HEILWASSER

Aus der ältesten Heilquelle der Steiermark sprudelt

Wasser, das bereits die Kreuzritter als Labung

schätzten. Auch gut für Limonaden und Biere.

Sauerbrunnstraße 7, 8754 Thalheim

T: +43 3577 2022 7124, thalheimerheilwasser.at

Fotos: Philip Platzer/Steirerschlössl, Lucas Pripfl

170 falstaff

95 – 100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


MURTAL ERLEBEN & GENIESSEN

STEIRISCHE

GASTLICHKEIT

Die Corona-Pandemie hat die steirischen Tourismusbetriebe

sehr gefordert. Der Sommer hat gezeigt,

wie beliebt die herausragende Kulinarik und das breite

touristische Angebot bei unseren Gästen sind.

ADVERTORIAL Foto: © C. Woeckinger; Johann Spreitzhofer/Hotelier; Spartenobmann Tourismus in der WKO Steiermark; beigestellt

ERHOLUNG & ENTSPANNUNG

Fernöstlichen Charme in der Steiermark entdecken

D

ie Saunawelt ist mit den sieben

Saunen ein idealer Rückzugsort.

Die Gäste können aus einer

Vielzahl von wohltuenden Duftnoten

wählen und Kraft tanken. Nach dem

Saunieren lässt es sich im Sole- und

Lotusblütenbecken wunderbar entspannen.

Als erster österreichischer

Betrieb wurde dem Asia Spa Leoben

das Qualitätszeichen »SaunaPremium«

verliehen. Es ist der perfekte

Ort, um zur Ruhe zu kommen! Im

CBD ist

Yoga in

Tropfenform.

Natürlich zu mehr

Wohlbefinden mit

Bio CBD-, Hanf- und

Naturprodukten.

Familienbereich, der Wasserwelt,

ist Erlebnis pur garantiert! Es gibt

einen rasanten Strömungskanal,

Sprudelliegen und einen Whirlpool.

Wer es abenteuerlich mag, wird

die beiden Rutschen lieben. Auch

Sportbegeisterte können sich auf

das 25-m-Sportbecken freuen!

ASIA SPA LEOBEN

In der Au 3, 8700 Leoben

T: +43 3842 24500

asiaspa.at

Erhältlich auf www.biobloom.at oder unter +43 664 88 74 77 10.

Johann Spreitzhofer ist Hotelier und Spartenobmann Tourismus in

der WKO Steiermark.

V

om Dachstein über das

Murtal, das Alpenland,

das Weinland bis zu den

Thermen – das touristische Angebot

der Steiermark ist herausragend.

Mit einer Reform, die unser schönes

Bundesland in elf Erlebnisregionen

aufteilt, wird die Steiermark

im Marketing noch effizienter und

erfolgreicher werden.

Viele der 6.500 Gastronomen

und der rund 2.000 Beherbergungsbetriebe

haben die Corona-Zeit für

Investitionen genützt und sorgen

daher für ein noch attraktiveres

Angebot. Einzige große Sorge ist

derzeit die verzweifelte Suche nach

Mitarbeitern.

»Das Gastgewerbe zusammen mit

den rund 5.000 sonstigen Freizeitbetrieben

bildet ein hochinteressantes

Gesamtpaket, das es für Gäste aus

dem In- und Ausland zu entdecken

gilt – einem tollen Urlaubserlebnis

in der Steiermark steht somit nichts

im Wege«, zeigt sich der Spartenobmann

der steirischen Tourismusbetriebe,

Johann Spreitzhofer,

selbst Hotelier und Gastronom mit

Leidenschaft, begeistert.

WIRTSCHAFTSKAMMER

STEIERMARK

Neue Straße 8, 4701 Gamlitz

T: +43 1111 222

wko.at/stmk/tourismus

falstaff 171


Herbstliche Idylle im

»G‘Schlössl Murtal«.

HERBST AN

»BEFLÜGELNDEN

ORTEN« IM MURTAL

Unvergessliche und genussvolle Momente für alle Sinne erleben!

Der Herbst ist eine zauberhafte,

eine fast magische Jahreszeit.

Ein eindrucksvolles Fest für alle

Sinne, wenn die Natur ihr faszinierendes

Schauspiel der Farben und Elemente

präsentiert und ihre kostbaren und

köstlichen Schätze mit uns teilt, bevor sie

dann langsam zur Ruhe kommen wird.

Eine wunderbare Zeit zum Genießen und

um es sich gut gehen zu lassen. Zum

Beispiel an den »beflügelnden Orten« von

Tauroa im Murtal. Hier laden fünf außergewöhn-liche

Hotels in einzig artiger Lage

Entspannender

Spa-Bereich im

»G‘Schlössl Murtal«.

und mit herzlicher, steirischer Gastfreundlichkeit

zum Ankommen, Genießen und

Bleiben ein. Für ein kulinarisches Erlebnis,

ein genussvolles Wochenende oder aber

auch für länger.

G‘SCHLÖSSL MURTAL

Das »G’Schlössl Murtal« liegt inmitten

eines idyllischen Schlossparks. Die stilvoll

eingerichteten Zimmer und Suiten, Wellness

vom Feinsten und die exzellente und

abwechslungsreiche Gastronomie ermöglichen

Entspannung auf höchstem Niveau.

172

falstaff


TAUROA

HOFWIRT

In diesem denkmalgeschützten Barockbau

wird jeder Aufenthalt zu einem Erlebnis.

Garant dafür sind die steirische Gastlichkeit,

die gutbürgerliche Küche, die man in

gemütlichen Gaststuben genießt, die

beeindruckenden Suiten und Barock-Räume

und ein bestens ausgestatteter Weinkeller.

SCHLOSS GABELHOFEN

»Schloss Gabelhofen« ist ein besonderes

Refugium für Erholungssuchende, Kunstliebhaber,

Genussmenschen und Zeitreisende

im eleganten Ambiente eines ehemaligen

Wasserschlosses. Ein bisschen wie im

Märchen fühlt es sich an, in den außergewöhnlichen

Schlosszimmern oder einer der

dreistöckigen Turmsuiten zu übernachten.

Unvergesslich auf jeden Fall!

Einzigartige Barock-Suiten

im »Hofwirt« in Seckau.

1443 ursprünglich als

Wasserschloss geplant,

genießt man im liebevoll

renovierten »Schloss

Gabelhofen« heute

jeden Komfort.

LANDHOTEL SCHÖNBERGHOF

Der »Schönberghof« ist ein beliebtes Ausflugsziel

in der Region, nicht zuletzt wegen

seiner einzigartigen Lage mit Blick auf den

gesamten Red Bull Ring. Die Aussicht

genießt man am besten auf der Sonnenterrasse

bei köstlichen steirischen Speisen oder

direkt von einem der modern-reduzierten

Zimmer des Landhotels.

STEIRERSCHLÖSSEL

In diesem besonderen Haus in der Architektur

des Jugenstils erlebt man Exklusivität

auf höchstem Niveau und steirische

Gastlichkeit mit internationaler Klasse –

von den individuell eingerichteten, eleganten

Suiten über das anspruchsvolle Hauben-Restaurant,

das steirische

Küche mit

internationalen

Akzenten kredenzt, bis hin zum bestens

ausgestatteten Weinkeller.

ERLEBNISREGION MURTAL

Das Murtal ist zu jeder Jahreszeit ein echtes

Freizeitparadies. Egal, ob auf grünen

Wiesen, zu Fuß oder auf Rädern – die

Möglichkeiten, die Region zu erleben, sind

gleichermaßen vielseitig wie erlebnisreich.

Die sanften Hügel der Region sind die ideale

Kulisse für Golfer. Mehrere harmonisch

in die Landschaft integrierte Golfplätze

befinden sich in unmittelbarer Nähe der

»beflügelnden Orte« und laden zum »schönen

Spiel«. Will man hoch hinaus, bieten

sich tolle Wanderungen im Murtal an. Der

Zirbitzkogel mit 2396 Metern gilt als einer

der beliebtesten Wanderberge der Steiermark

und bietet einen einzigartigen

Ausblick. Das wie ein Spinnennetz

aufgebaute Radnetz im Murtal bietet

neben dem 458 Kilometer langen

Murradweg auch noch zahlreiche

andere Radrouten. Als

Gast der »beflügelnden Orte«

leiht man sich jederzeit ein

Fahrrad oder E-Bike und schon

kann‘s losgehen.

Spaß und Action gibt es am Red

Bull Ring in Spielberg. Hier ist

alles möglich, was mit Beschleunigung

und Adrenalin zu tun hat: von

Fahrerlebnissen auf der Rennstrecke oder

offroad über Trainings im Driving Center

bis zur spannenden Führung mit einem

Blick hinter die Kulissen einer der modernsten

Rennstrecken der Welt. Und für jene,

die auf der Suche nach Spa und Wellness

sind, bietet die Aqualux Therme Fohnsdorf

den perfekten Ort zum Entspannen und

Wohlfühlen. Übrigens: Für die Gäste der

»beflügelnden Orte« ist der Eintritt in die

Therme während des Aufenthalts inklusive.

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt

INFO

Weitere »beflügelnde Orte«

entdecken unter

tauroa.at

falstaff 173


steiermark / MURAU

Grüne

Foto: Steiermark Tourismus/Tom Lamm

174 falstaff


SCHATTENSEE. Der schöne

Moorsee ist ein Naturjuwel und ein

ganz besonderer Kraftplatz. Berühmt

ist er auch für das traditionelle

Wasserscheibenschießen.

MURAU

Logenplätze

Die Region Murau liegt an der Südseite der Tauern und glänzt

im Reigen der steirischen Regionen durch idyllische Naturjuwele. Aber natürlich nicht

nur deswegen. Vielfältiger Genuss macht aus ihr einen Erlebnisraum für alle Sinne.

TEXT ILSE FISCHER

falstaff

175


steiermark / MURAU

HOLZSTADT MURAU.

Holz spielt eine Hauptrolle

in der Stadt und die

Wennerbrücke oder auch

Holzeuropabrücke zählt

zu den wichtigsten Bauwerken

der Holzwelt.

176 falstaff


»MIT DIESER HOCHWERTIGEN UND

NATÜRLICHEN MÖBLIERUNG DER

LANDSCHAFT WOLLEN WIR DAS

SPEKTRUM ERWEITERN UND NEUE

ATTRAKTIONEN SCHAFFEN, UM DIE KRAFT

UND DIE BESONDERHEITEN DIESER

EINZELNEN PLÄTZE NOCH INTENSIVER

WAHRNEHMEN ZU KÖNNEN.«

MARIA WILHELM Geschäftsführerin der Region Murau

Fotos: Steiermark Tourismus/Martin Kubanek/Robert Sommerauer, TVB TourismusRegion Murau

Beginnen wir einmal mit der

Natur und deren Schönheit.

Acht markante Naturschauplätze

sind zu »Logenplätzen« auserwählt

und mit besonderen

Holzliegen möbliert worden. Es ist hier

selbstverständlich, dass diese Möbel aus heimischem

Lärchenholz und von einer Tischlerei

aus der Region gemacht wurden. Michaela

Seifter ist die Tischlerin, die die

Geschäftsführerin der Region Murau, Maria

Wilhelm, dafür ausgesucht hat. »Mit dieser

hochwertigen und natürlichen Möblierung

der Landschaft wollen wir das Spektrum

erweitern und neue Attraktionen schaffen,

um die Kraft und die Besonderheiten dieser

einzelnen Plätze noch intensiver wahrnehmen

zu können«, sagt sie. Wer diese Logenplätze

sucht, der muss zum Beispiel an den

Günster Wasserfall, in den Eselsberger Graben,

an den Etrachsee, die Ursprungsquelle

in Zeutschach, in das Hörfeldmoor, auf die

Turrach, die Frauenalpe oder den Kreischberg.

Und dann sind da die Seen. 40 Seen

verteilen sich in der Region Murau über

Almen und Wälder, sind eingebettet unter

Felsen oder sogar auf Gipfeln. Sie warten

darauf, von den Menschen, die hier in der

Region die Ruhe suchen, entdeckt zu werden.

Lohnende Wander- und Ausflugsziele

sind zum Beispiel die blauen Seen wie der

Auerlingsee, der Rottenmanner Teich, der

Turracher See oder der Schattensee. Kulinarisch

wird es bei einem Picknick am romantischen

Leonharditeich, das man mit einem

Spaziergang am Hungerturm mit Aussichtsplattform

und Ausblick auf die spätgotische

Leonhardikirche verbinden kann.

HOLZ IST GENIAL

In der Region gibt die Lärche den Ton an.

Aber auch das Wasser. Und das nicht nur in

der gleichnamigen Bezirkshauptstadt

Murau, auch bekannt als Biermetropole

und Holzhauptstadt Österreichs. In jedem

Fall spielen diese »Zutaten« eine Hauptrolle

bei vielen Projekten, Erlebnissen und

beim Genuss. Starten wir einmal in Murau,

der Stadt. Der wunderschöne Altstadtkern

lädt zum Flanieren ein, die besondere Tour

»Bau trifft Architektur« zeigt die vielfältige

und moderne »Holzwelt« von Stadt und

Region und vermittelt, was mit Holz alles

möglich ist. Der Holzweltspaziergang führt

vom Rathaus über das Holzmuseum zur

»Wennerbrücke«, die auch Holzeuropabrü-

BRAUEREI DER SINNE. Murau ist berühmt für sein Bier und

für die außergewöhnliche und sehr coole »Brauerei der Sinne«.

cke heißt und zu den wichtigsten Bauwerken

der Holzwelt gehört. Über das Katschtal

mit den Holzweltobjekten Waschlrad,

Kirchturm im See und Reithalle Schöder

geht es dann zurück. In jedem Fall genießt

man dann ein gutes »Murauer Bier« aus

der Traditionsbrauerei, in der seit 1495 Bier

gebraut wird. Oder man lässt sich in der

»Brauerei der Sinne« in die einzigartige

Welt des Murauer Bieres entführen. Hier im

ehemaligen Öllager der Braurerei ist nun

eine exklusive Schaubrauerei daheim. In der

»Miniatur Brauerei« mit einer Ausstoßmenge

von 10 hl werden kreative Bierspezialitäten

gebraut, zum Beispiel das prämierte

Pale Ale oder das Stout. Die Stadt Murau

und ihr berühmtes Bier sind natürlich

<

falstaff

177


steiermark / MURAU

<

auch ein Etappenort der genussvollen

Wanderroute »Vom Gletscher zum Wein«.

Auf diesem Weg ist auch das Schloss

Murau einen Besuch wert, das über der

Stadt thront und im Besitz der Familie

Schwarzenberg ist. Bei den Touren durch

das Schloss, die auch durch Gemäldegalerie,

Küche, Verlies und Kapelle führen,

bekommt man einen guten Eindruck vom

Leben hinter dem Schlosstor und der

Geschichte von Herrschaft und Schloss

Murau und des Hauses Schwarzenberg.

KULTURGENUSS

Auf dem Spaziergang durch das schöne

Murau trifft man auch zwei Bronzegestalten

mit besonderen Geschichten. Da ist einmal

die MURNA, die Flussgöttin, die vor

der Bahnhofsbrücke auf dem Felsen in der

Mur thront und als Symbol für das Projekt

»Lebensader Mur« auf die Energie und das

Leben durch den Fluss verweist. Und dann

trifft man auch die Skulptur von Anna

Neumann, die durch ihre Lebensgeschichte

auch ein Leitmotiv für die Lebensader Mur

ist. Man entdeckt sie im Garten des ehema-

BIER UND HOLZ GEBEN

IN MURAU DEN TON

AN. DAS MURAUER

MOTTO: HOLZ UND MALZ.

GOTT ERHALT’S.

ligen Kapuzinerklosters / Handwerkmuseums

und in unmittelbarer Nähe zu ihrem

Grab. Sie ist in Begleitung einer Katze, diese

soll den Bezug herstellen zu den sehr

bekannten Katzenbildern des »Schlosses

Murau«. Diese Anna Neumann von Wasserleonburg,

einst auch Herrin von Murau

genannt, gehörte damals zu den reichsten

Frauen der Herzogtümer Steier und Kärnten,

hatte sechs Ehemänner und prägte vor

allem die Stadtgeschichte Muraus. Ihre

Geschichte und viele andere historische

Erzählungen erfährt man bei einem Stadtspaziergang

mit den »Murauer Botschafterinnen«.

Ihre Geschichten sind ganz besonders,

informativ, sehr lustig und immer mit

viel steirischem Charme erzählt.

DIE MUR

Der Fluss, der die Region Murau durchfließt,

prägt sie und auch die Menschen,

die hier leben. Und auch eine ganz tolle

Umweltidee, die »Energievision Murau«

kommt vom Wasser des Flusses. Man stelle

sich vor, man fliegt nachts mit einem Flugzeug

über Europa und durch ein Blackout

ist alles dunkel. Nur Murau ist ganz hell

erleuchtet. Eine Utopie? Nein, denn Murau

ist Selbstversorger bei Strom und Wärme.

Die Mur ist aber auch ein Fluss vieler Länder,

schöner Auen und des beeindruckenden

Murradweges, der als landschaftlich abwechslungsreichster

Flussradweg des Alpenraums

gilt. Und er führt überall zu vielen

kulinarischen Zielen. Gerade im Abschnitt

der Region Murau lässt sich Radfahren und

Genießen perfekt verbinden. Bei Abstechern

in die umliegenden romantischen Täler entdeckt

man den Murtaler Steirerkas oder in

Murau das berühmte Bier, die romantische

Uferpromenade und das imposante Schloss.

Einen Abstecher lohnt das »Restaurant Ferners

Rosenhof«, wo man auch gut übernachten

kann.

GENUSS IST DAS ZIEL. Die

Wanderroute »Vom Gletscher zum

Wein« ist eine Entdeckungsreise

durch die Steiermark. Station macht

man auch in der Region Murau.

Fotos: Steiermark Tourismus/Gery Wolf, Stefanie Teutsch, Szalax, Region Murau/TrickyPics

178 falstaff


MURNA. Auf einem Felsen in der Mur sitzt die junge MURNA als Bronzeskulptur und

verkörpert den Fluss, die Kraft, den Segen, das Zeitlose und das Reine des Wassers.

SCHLOSS MURAU. Das »Castrum

Murowe« wurde erstmals im Jahr 1250

urkundlich erwähnt. Die heutige schöne

Anlage des Renaissance-Schlosses

entstand im 17. Jahrhundert.

WEIL ES DIR GUT TUT

Dieser neue Slogan zeigt seit 2020, was sich

die Region für ihre Gäste vorgenommen

hat. »In der Region Murau gibt es sechs

Traditionen, die zum immateriellen Weltkulturerbe

gehören – vom Samsontragen

bis hin etwa zu den Faschingsrennen, es

gibt aber auch klassische Hochkultur, das

Renaissance-Schloss Murau der Fürstenfamilie

Schwarzenberg und das Benediktinerstift

St. Lambrecht, aber auch 525 Jahre

Braukultur der Brauerei Murau mit der

›Brauerei der Sinne‹«, schwärmt Maria Wilhelm,

die Geschäftsführerin der Region.

Zur Kultur gesellen sich immer auch die

Natur und natürlich die Kulinarik. Vom

alpinen Sölkpass bis zu den Naturparks

Sölktäler und Zirbitzkogel-Grebenzen, den

majestätischen Gipfeln des Prebers bis zu

den grünen Flusslandschaften der Mur

dehnt sich die unglaublich schöne

<

falstaff

179


steiermark / MURAU

DER BIER-HOTSPOT. Steirische Geselligkeit wird im »Brauhaus

zu Murau« großgeschrieben. Die Pächter Traude Dullnig und Fritz

Wassermann garantieren für Qualität, auch beim Essen.

<

Murauer Naturlandschaft aus. Damit

die Wanderer, Radfahrer oder Skifahrer

nicht hungrig und durstig bleiben, gibt es

köstliche Einkehrmöglichkeiten der vielfältigen

Art. Von urigen Hütten, schönen

Brauhäusern und ländlichen Gasthäusern

sei hier erzählt. In ihnen werden traditionelle

Murauer Schmankerl serviert, die auch

einmal modern interpretiert werden können.

Denn so vielfältig wie die Landschaften,

so facettenreich ist auch die kulinarische

»Landkarte» der Region. Aus den besten

Produkten machen kreative Kochkünstlerinnen

und Kochkünstler traditionelle

und modern-kreative Köstlichkeiten.

Im traditionellen »Brauhaus Murau«

zum Beispiel, wo es auch noch 50 Rumsorten

zu entdecken gibt. Oder man kann im

»Wirtshaus Lercher« Gasthauskultur auf

hohem Niveau genießen, für die das schöne

Wirtshaus seit 300 Jahren steht. 1769 wurde

dem Haus von Erzherzogin von Österreich

Maria Theresia die »Wirtshausgerechtsamkeit«

verliehen, heute kommen aus

Fotos: Brauerei Murau, Steiermark Tourismus Tom Lamm, Brauhaus zu Murau

180 falstaff


der Küche Schmankerl vom Feinsten aus

besten regionalen Produkten.

Ein besonderer Genussort ist auch der

kleine Familienbetrieb im Naturpark

Zirbitzkogel-Grebenzen, das »Gasthaus

Fischerwirt«, wo die berühmten Saiblinge

aus der Zucht direkt in die Küche kommen

und im Muhrenteich ein Paradies für Störe

ist. Im »Hotel Restaurant Knappenwirt» in

Mariahof kocht Michael Lohr klassische

Naturparkgerichte mit kreativen Ausflügen

in die Moderne. Vom Wiener Schnitzel bis

zum Naturparksaibling mit Wildkräutern

ist alles sehr gut. Aus dem Weinkeller aus

dem 18. Jahrhundert kommt die passende

Begleitung.

Fürstlich wohnen kann man im »Hotel

Landsitz Pichlschloss«, das eine grüne

Oase zum Kraftholen, Luft- und Waldbaden

mitten im Naturpark Zirbitzkogel-

Grebenzen ist.

<

LANDSITZ PICHLSCHLOSS. Idyllisch am Eingang zum

Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen gelegen, bieten Hotel

und Restaurant alles, was die Genießer-Herzen begehren.

falstaff

181


steiermark / MURAU

MURAU

ECHT GUT

MURAUER BIER. Das Bier ist

das Aushängeschild der Region

Murau und es wird seit mehr als

500 Jahren in der Stadt gebraut.

Die Brauerei ist eine der fünf

größten Brauereien Österreichs.

Die besondere Bier-Qualität kommt auch

vom guten Murauer Wasser.

ZIRBITZLAMM. Die Zirbitzschafe

verbringen die Sommermonate

auf den Weiden und Almen mit

saftigen Gräsern und Kräutern

auf der Sonnseite des

Zirbitzkogels. Die kräuterreiche

Kost verleiht dem Bio-

Lammfleisch sein unverkennbares

Aroma.

SCHWARZENBERG’SCHE

FISCHZUCHT. Seit 400 Jahren

prägt die Adelsfamilie

Schwarzenberg mit vielen

innovativen Projekten die

Stadt Murau. Auch die Fischzuchtanlage

am Lassnitzbach

ist ein solches. Das klare

Gebirgswasser ist der perfekte Ort

für allerbeste Forellen.

ZIRBENSCHNAPS. Die

gebrannte Besonderheit

der Region

Murau ist der Zirbenschnaps.

Dieser wird

aus den noch nicht

ganz ausgereiften

Früchten des Baumes,

den Zapfen, gebrannt, die

dem Schnaps die rote Farbe verleihen.

Fast eine Medizin, sagt man hier.

MURAUER HONIG. Auch die Bienen fühlen

sich hier wohl und liefern den regionalen

Imkern wohlschmeckenden Honig. Es gibt aber

auch vieles rund um den Honig zu entdecken.

Zum Beispiel im »NaturLese-Museum« in Neumarkt,

wo man den Bienen im Schaubienenstock

beim Arbeiten zuschauen kann.

Mehr Informationen:

regionmurau.at, steiermark.com

FUN & ACTION. Der Kreischberg macht einfach mehr Spaß. 43 Pistenkilometer sind ein

Eldorado für Skifahrer, Boarder, Freeskier und natürlich auch für Kids.

WINTERZAUBER

Grenzenloser Pistenspaß für die ganze

Familie ist in den Skigebieten der Region

Murau angesagt. Am Kreischberg, wo eine

neue Zehnergondel die Gäste bequem auf

1800 Meter Seehöhe bringt, findet man für

die Kleinen den »Kreischi-Lift«, für die

Großen und Sportlichen heißt es

»FeelsLikeKreischberg«.

Das Lachtal wiederum hat das »Internationale

Pistengütesiegel in Gold«, eine

Auszeichnung in der Kategorie »Kinderangebote«

und das »Internationale Rodelbahn

Gütesiegel«, während das Skigebiet

Grebenzen als Geheimtipp für Familien

gilt. Die Turracher Höhe lässt sich mit der

Familie, den besten Freunden oder mit

einem Profi erkunden, der die Region wie

seine Westentasche kennt: dem Pistenbutler.

Er »schenkt« Gästen sein Insider-Wissen

über die gesamte Region. Hier kann man im

»Köberlhof« Hüttenferien vom Feinsten

erleben. Oder – noch uriger – auf der

»Murauerhütte« auf der Frauenalpe in den

Nockbergen gut essen.

Im Winter bietet der Murauer Hausberg,

die Frauenalpe, 100 Prozent Naturschneegenuss

für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer.

Ob auf der Piste, in den

Bergen und der Natur oder in einem der

schönen Genuss-Orte: Die Region Murau

ist immer eine Reise wert.

ALTERNATIVER WINTERSPORT. Über der Bezirksstadt Murau, inmitten der »Murauer Bergwelten«, ist die

Frauenalpe ein Geheimtipp für Tourengeher und Schneeschuhwanderer. Gipfelglück inklusive.

<

Fotos: Steiermarktourismus/Tom Lamm, Brauerei Murau/Karl Heinz Weissfloch, Biobauernhof Rodler, Shutterstock, beigesetllt

182 falstaff


Entgeltliche Einschaltung des Landes Steiermark. Foto: iStock

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steiermark / MURAU

DIE BESTEN

ADRESSEN

GASTHÄUSER/

RESTAURANTS/

HOTELS

HOTEL RESTAURANT ROSENHOF MURAU

Hier wird man auf Rosen gebettet, und das

nicht nur in den Hotelzimmern. Der Chef kocht

persönlich und beweist ein feines Händchen für

regionale Spezialitäten.

Roseggerstraße 9, 8850 Murau

T: +43 3552 2318, planetofhotels.com

DAMPFZUG. Eine Entdeckungsreise der besonderen Art ist eine Fahrt mit

der Murtalbahn zwischen Murau und Tamsweg, immer der Mur entlang.

BRAUHAUS MURAU

Ein kulinarischer Hotspot der Bierstadt und Garant

für beste bodenständige Kulinarik und Bierspezialitäten.

Biergarten.

Raffaltplatz 17, 8850 Murau

T: +43 3532 2437, brauhaus-murau.com

KÖBERLHÜTTE

Hüttenferien vom Besten mit Erlebnisgrillen und

Schlafen im Heu auf dem Bio-Bauernhof. Selbstversorger-Hütten

auf 950 Metern mit Kreischberg-Blick.

Lutzmannsdorf 23, 8861 St. Georgen ob Murau

T: +43 664 4155139, koeberlhof.at

MURRADWEG

Der abwechslungsreiche Genussradweg führt

vom Nationalpark Hohe Tauern entlang der Mur

über Graz bis ins Wein- und Thermenland im

Dreiländereck Österreich-Slowenien-Ungarn.

steiermark.com

GASTHAUS FISCHERWIRT

Aus der Küche an den bekannten Grasluppteichen

kommen traditionelle herzhafte Gerichte und

natürlich die Saiblinge aus der eigenen Zucht,

Top: Rieseneisbecher.

Zeutschach 38, 8820 Neumarkt

T: +43 3584 2339, fischerdorf.at

HOTEL LANDSITZ PICHLSCHLOSS

Idyllisches Landhotel mitten im Naturpark für

eine besondere Auszeit mit sanfter Wellness,

Luftkurhalle und Barfußparcours.

Stadlob 125, 8820 Neumarkt

T: 43 3584 2426, pichlschloss.at

HOTEL RESTAURANT KNAPPENWIRT

Wohnen, essen und ausspannen in schöner

Umgebung mit traditioneller und moderner

steirischer Küche. Wunderbarer Weinkeller.

Hoferdorf 113, 8812 Mariahof

T: +43 3584 2542, knappenwirt.at

KÄFERSTUBE

Im gemütlichen Haus am Berg am Südhang der

Stolzalpe ist die Luft klar, die Aussicht herrlich und

die Küche gutbürgerlich und abwechslungsreich.

Stolzalpe 69, 8853 Murau

T: +43 3532 2528, kaeferstube.at

WIRTSHAUS LERCHER

Seit 300 Jahren beste Gastlichkeit und heute ein

schöner, idealtypischer Kleinstadtgasthof mit

traditioneller bester Wirtshausküche.

Schwarzenbergstraße 10, 8850 Murau

T: +43 3532 2431, hotel-restaurant-lercher.at

MURAUER HÜTTE

Urige Hütte in der Region Murau-Kreischberg auf

1583 Metern Höhe. Alles, was man für ein genussvolles

Berg-Erlebnis braucht – Ausblick und Jause.

Murauerhütte 45, 8850 Murau

T: +43 3532 2733, murauerhuette.at

FREIZEIT

BENEDIKTINERABTEI ST. LAMBRECHT

Geistliches Leben seit über 900 Jahren und heute

ein Ort der Begegnung für Musik und Kultur. Schule

des Daseins und Übernachtungen möglich.

Hauptstraße 1, 8813 St. Lambrecht

T: +43 3585 230529, stift-lambrecht.at

BRAUEREI DER SINNE

Zweistündige Erlebnistour mit Video-, Geruchs- und

Gehörstationen für alle Sinne. 18 Meter tiefer

Schaubrunnen. Kreative Schaubrauerei als separater

Teil des Murauer Braumuseums (siehe unten).

BRAUMUSEUM

Das Museum führt auf die Spuren von mehr als 500

Jahren Murauer Brautradition und zeigt eindrucksvoll,

wie früher und heute Bier hergestellt wurde.

Raffaltplatz 19–23, 8850 Murau

T: +43 3532 3622-500, murauerbier.at

MURTALBAHN

Erleben Sie eine kleine Reise mit der historischen

Murtalbahn von Murau bis in den Salzburger Lungau.

Und werden Sie selbst zum Dampfzug-Kapitän.

stlb.at

SCHLOSS MURAU

Schloss aus dem Jahr 1232, heute im Besitz der

Familie Schwarzenberg. Rittersaal, Katzensaal,

Schlossküche, Kapelle und Verlies können

besichtigt werden.

Schlossberg 1, 8850 Murau

T: +43 3532 230258, regionmurau.at

EINKAUFEN

BAUERNLADEN MURAU

Gschmackiges und köstliches Allerlei aus den

bäuerlichen Betrieben der Region in herausragender

Qualität.

Grazerstraße 27, 8850 Murau

T: + 43 3532 3993

BIO SCHAFBAUERNHOF WERNIG

VULGO RODLER

Im Einklang mit der Natur werden auf dem

schönen Hof in Mühlen hochwertige Produkte

vom berühmten Zirbitzlamm wie Wolle, Fell und

Lammfleisch hergestellt.

Hitzmannsdorf 28, 8822 Mühlen

T: +43 3586 2203, camping-am-badesee.at

KLOSTERLADEN BENEDIKTINERSTIFT

ST. LAMBRECHT

Der Klosterladen in der Pforte hat viele Köstlichkeiten

aus der Steiermark im Angebot. Wein vom

Stiftsgut, Wildprodukte, Kräuter aus dem Stiftsgarten.

Hauptstraße 1, 8813 St. Lambrecht

T: +43 3585 230529, stift-lambrecht.at

Foto: Steiermark Tourismus/Tom Lamm

184 falstaff

95 – 100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


MURAU ERLEBEN & GENIESSEN

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt

GENUSSMOMENTE

Ein traditioneller Familienbetrieb aus dem Jahr 1827

In der idyllischen Kulisse des

Murtals trifft beim »Knappenwirt«

moderne Küche auf steirische

Hausmannskost. Hier erlebt man

Gaumenfreuden der Extraklasse.

Bei der Zubereitung der Speisen

stehen für den Küchenchef Michael

Lohr Regionalität und Saisonalität

im Vordergrund. Obendrein hat der

»Knappenwirt« einen gut gefüllten

Weinkeller – für die richtige Begleitung

zu den liebevoll zubereiteten

Schmankerln ist bestens gesorgt.

Vier großzügige Familienzimmer

und sechs Doppelzimmer laden

zum Wohlfühlen ein. Golfer finden

im Umkreis von einer Autostunde

sieben Golfplätze, wobei Styrian

Mountain Golf Mariahof mit 2 km

Entfernung der nächste ist.

KNAPPENWIRT

Hoferdorf 113, 8812 Mariahof

T: +43 3584 2542

knappenwirt.at

SCHWEIN-HAPPENING

Von Schnauz‘n bis Schwoaf

Das Hotel Landsitz »Pichlschloss«

bietet neben traumhafter

Idylle, die zum Entspannen

einlädt, ein exklusives Schwein-Happening.

Hier können die Teilnehmer

am frühen Morgen an der Schlachtung

der Schweine teilnehmen, um

dann alle Teile des Schweins nach

Omas Rezepten zu verarbeiten. Hier

gilt: Alles ist wertvoll – und so wird

so viel wie möglich verarbeitet. Es

werden beispielsweise die traditio-

nelle Schlachtschüssel, Blutwurst,

Bratwurst oder Sulzen zubereitet.

Jetzt noch einen der wenigen Plätze

für das Happening vom 4. bis 7.

November sichern.

Nähere Infos unter:

pichlschloss.at/SchweinHappening

Reservierung unter:

T: +43 676 5644401 oder

heindl@pichlschloss.at

HOTEL LANDSITZ PICHLSCHLOSS

Stadlob 125, 8820 Neumarkt

Holz von seiner

schönsten Seite!

Entdecken Sie sehens.wertes

mit den Murau Botschafterinnen

Jetzt

online

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www.murau-botschafter.at


MURAU ERLEBEN & GENIESSEN

ADVERTORIAL Fotos: © Tom Lamm; beigestellt

DER WALD ALS ORT DER GESUNDHEIT

R

und um uns wiegen sich im

Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

die Bäume im Wind,

während wir uns sanft in das Moos

des Waldes sinken lassen. Der Wald

ist ein ganz besonderer Ort, in dem

viele Eindrücke auf uns wirken. Dort

fühlen wir uns aktiver und gleichzeitig

sensitiver. Unsere Gedanken

werden ruhig, Glücksgefühle entstehen

und der Kopf hat endlich Pause.

Auszeit im Wald bedeutet Auszeit

vom Funktionieren. Unsere Sinne

werden wach, wenn wir staunend in

der unglaublichen Lebendigkeit des

Organismus Wald verweilen. Nichts

tun, einfach nur DA-SEIN.

Beim Waldbaden im Naturpark

Zirbitzkogel-Grebenzen werden wir

von einer zertifizierten Wald-Gesundheitstrainerin

und Waldbade-Expertin

begleitet und tauchen gemeinsam

in die heilsame Atmosphäre des

Waldes ein, lassen Schritt für Schritt

den Alltag hinter uns und werden

berührt von den Qualitäten der Natur.

Die positiven gesundheitlichen

Auswirkungen der Natur – insbesondere

des Waldes – auf den Menschen

soll auch das Projekt »Waldmedizin

– Gesundheit in und aus der Natur«

aufzeigen und belegen. Dieses

beinhaltet unter anderem eine Studie

über die Auswirkung des Aufenthaltes

in Zirbenwäldern auf das

menschliche Immun- und Hormonsystem.

Das somit erstmalig in Europa

umgesetzte Projekt umfasst eine

dreijährige Forschung zum Thema

Waldmedizin – die Forschungsleitung

wird vom bekannten Fachbuchautor

Clemens C. Arvay durchgeführt. Mit

diesem innovativen Projekt geht der

Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

den nächsten großen Schritt Richtung

Waldgesundheitsregion. Für

die Urlaubsplanung stehen wir beim

Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

gerne zur Verfügung.

NATURPARK

ZIRBITZKOGEL-GREBENZEN

Hauptplatz 1, 8820 Neumarkt

T: +43 3584 2005, info@natura.at

natura.at

Testpiloten gesucht!

Lernen Sie jetzt den Suzuki SWACE kennen: den sportlichen Kombi mit nur

4,5 Litern Verbrauch2). Oder den Oberklasse-SUV Suzuki ACROSS mit Plug-In-Hybrid, 306 PS Systemleistung

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Verbrauch „kombiniert“: 1,0-4,5 l/100 km, CO₂-Emission: 22-103 g/km2)

1) Maximaler Bonus Suzuki ACROSS setzt sich zusammen aus € 3.000,- Mobilitätsförderung (Importeursanteil € 1.500,- brutto; Anteil Bundesministerium

für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie: € 1.500,- brutto) und Suzuki Hybrid-Bonus i.H.v. € 1.500,- brutto. Aktion gültig bis

31.10.2021. 2) WLTP-geprüft. Druckfehler, Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Mehr Informationen auf www.suzuki.at oder bei Ihrem Suzuki Händler.

Spielberg Neumarkt i. d. Stmk. St. Veit an der Glan, www.radauer.at

Tel 03512/85500 Tel 03584/3030 Tel 04212/45450


SEVEN SEALS

DAS WASSER DES LEBENS

»Time doesn’t matter – Taste matters«, mit diesem Motto sorgen die

Whiskys der Marke Seven Seals seit einigen Jahren international für Furore

und gewinnen weltweit renommierte Awards.

ADVERTORIAL Fotos: Beigestellt

Über Jahrtausende hat sich die

Herstellung von Whisky entwickelt.

Väter und Gelehrte haben

dieses Kunsthandwerk an ihre

Nachfolger weitergegeben und somit den

Single Malt mitgeprägt. Auch die Partner

von Seven Seals hatten auf ihrem Lebensweg

das Glück, solche Gelehrte kennenzulernen.

»Time doesn’t matter« – Zeit ist bei

uns bei Weitem nicht der Hauptaspekt

unserer Veredelung. «Taste matters» – ausschlaggebend

ist der Geschmack.

Die Geschmacksvielfalt der Single Malt

Whiskys ist unendlich groß: Von leicht zitrusbetonenden

und sehr feinen über vollmundige

Malts mit üppigen Noten bis hin

zu erdigen, sehr rauchigen Whiskys. Doch

leider nimmt diese Vielfalt an charakteristischen

Whiskysorten durch den Mangel an

guten Fässern ab. Dies ist eine Folge der riesigen

Nachfrage nach dem goldenen Elixier.

Wenn man weiß, welchen Einfluss das

Eichenfass wie auch die einst darin enthaltene

Flüssigkeit auf den Whisky haben, ist

schnell klar: Schwindet die Fassqualität,

verliert auch das Endprodukt an Charakter.

Die ersten sechs Jahre im Eichenfass sind

die wichtigsten eines edlen Single Malt

Whiskys. In dieser Zeit werden rund 80 %

des Fassaromas abgegeben. Der Rest erfolgt

durch den Verdunstungsverlust, auch

»Angels’ Share« genannt. Es verdunsten

pro Jahr 2–3 % an Inhalt und Alkoholvolumenprozent,

wodurch das Aroma von Jahr

zu Jahr konzentrierter und komplexer wird.

Dieser physikalische Vorgang hat eine enorme

Auswirkung auf den Charakter des Single

Malt Whiskys und ist einer der Hauptgründe,

warum immer wieder von »je älter,

desto besser« gesprochen wird.

DIE SEVEN-SEALS-FORMEL

Nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit wurde

dieses Ziel nun erreicht: Mit großem

Stolz präsentieren wir die ersten Single

Malts, die nach dem neuen Seven-Seals-Verfahren

hergestellt wurden. Finishing:

Ennoblement × Celerity + Quality = 7S

Ein weiteres Verfahren fokussiert sich auf die

Vorteile schnellerer Reifezeiten und erhält

gleichzeitig die Qualität der Whiskyproduktion

durch Innovation, um dann noch einen

Schritt weiter zu gehen. Mit seiner speziellen,

rein mechanischen Reifemethode ganz ohne

Einsatz von Chemie verleiht Seven Seals drei

Jahre altem Whisky eine Intensität und einen

Geschmack, der mit bis zu 12–15 Jahre

altem Whisky vergleichbar ist. Eichenfässer

können so häufiger wiederverwendet werden,

und so setzt Seven Seals ein Zeichen

gegen den exponentiell steigenden Holzverbrauch

in der Branche.

INFO

Nähere Informationen unter

7sealswhisky.at

falstaff 187


steiermark / SCHLADMING-DACHSTEIN

PENTHOUSE DER STEIERMARK.

Die markante Südwand des

Dachstein-Massivs »beschützt«

das Hochplateau rund um

den Ort Ramsau.

SCHLADMING-DACHSTEIN

Kulinarik auf

Foto: Steiermark Tourismus/Herbert Raffalt

188 falstaff


Die Region zwischen Dachstein, Grimming und den Niederen Tauern ist

Wander- und Wintersportmekka der Steiermark. In Sachen Kulinarik setzt

man auf Qualität, Regionalität – und Schafe, die auch die Skipisten pflegen.

TEXT KLAUS HÖFLER

und abseits der Alm

falstaff

189


steiermark / SCHLADMING-DACHSTEIN

Eingefleischte Ennstaler behaupten,

sie könnten ihn riechen –

den Schnee. Wenn er sich langsam

über die Gipfel der Niederen

Tauern schiebt, aus dem

Westen hereindrängt oder vom Norden

über das Dachsteinmassiv weht. Noch riechen

sie nichts. Noch bleibt der Natur Zeit,

sich in ihrem bunten Herbstkleid zu präsentieren.

Das macht Wanderungen auf den

Almen in Schladming-Dachstein in dieser

Jahreszeit zu einem besonderen Augenschmaus.

Abwechslung ist dabei garantiert:

Die Region bietet rund eintausend Kilometer

Wanderwege. Aus kulinarischer Sicht

kann man sich auf jene konzentrieren, die

bei den 15 Almkulinarik-Hütten vorbeiführen.

Dort wurde das Projekt »Almkulinarik

by Richard Rauch« realisiert. Der hoch

dekorierte südoststeirische Koch, der in

Trautmannsdorf bei Bad Gleichenberg

zusammen mit seiner Schwester den »Steira

Wirt« führt, hat für die obersteirischen

Almwirte eigens Gerichte kreiert, für die in

erster Linie regionale Produkte, teils auch

aus eigener Erzeugung, verwendet werden.

Die so entstandenen Köstlichkeiten kann

man sich auf unterschiedlich langen Routen

zu den Hütten erwandern – eine digitale

»Almkulinarik-Wandernadel« inklusive.

SPORTLICHE

HERAUSFORDERUNG

Mountainbiker können sich auf einem tausend

Kilometer langen Tourennetz austoben

oder Können und Geschicklichkeit im Bikepark

auf der Planai testen. Allein dort gibt

es über 35 Kilometer Downhill-Trails aller

Schwierigkeitsstufen, auf der Reiteralm

kommen noch einmal 15 Kilometer Single-

Trails dazu. Man kommt sich also nicht in

die Quere. Fünf Golfplätze bieten weitere

Alternativen für Urlaubsaktivität. Die Möglichkeiten

zur Kalorienverbrennung laufen

also auch abseits des hier hochpopulären

Wintersports auf Hochtouren. Bei den

Möglichkeiten der »Kalorienzufuhr« wurde

in den letzten Jahren in Sachen Vielfalt und

Qualität ebenfalls einen Gang höher

geschaltet.

Nicht nur die Hütten auf den Bergen

haben sich als Gegenmodell zu unpersönlichen

gastronomischen »Selbstbedienungsdurchlauferhitzern«

in anderen Skigebieten

positioniert und profiliert. Auch im Tal und

auf den Hochplateaus wie Ramsau oder

Rohrmoos gibt es Landmarks in Sachen

kreative Küchenkonzepte, gepaart mit

handwerklicher Meisterschaft. So gehört

der »Ennstalerhof« in Ramsau zu den

Garanten für gekonnte Küche, garniert mit

bester Gipfelaussicht von der Terrasse. Im

schönen »Pichlmayrgut« in Pichl kommen

ALMKULINARIK BY

RICHARD RAUCH.

Inspirationen vom

Meisterkoch aus der

Südoststeiermark.

Richard Rauch

kreiert für die

Hüttenwirte in

Schladming-

Dachstein eigene

Gerichte für die

Almen.

Fotos: beigestellt

Fotos: TVB Schladming-Dachstein/Martin Huber, Peter Burgstaller, Armin Walcher, Mirja Geh

190 falstaff


PANORAMA-RUNDE. Wo im Winter Langläufer

und Skifahrer unterwegs sind, bieten sich im

Rest des Jahres mehr als 1000 Kilometer beste

Trails und Touren für Mountainbiker.

Rind- und Kalbfleisch seit jeher ebenso wie

die Milchprodukte direkt von der hoteleigenen

kontrollierten Bio-Landwirschaft. Und

Manuel Veith, Ehemann von Ex-Ski-Ass

Anna Veith, hat seine Begeisterung für

Naturwein umweglos auf die Getränkekarte

des Restaurants seines familiengeführten

»ARX Boutiquehotel« in Rohrmoos übertragen.

Gepaart mit der gebotenen Alpenküche,

die auf Regionalität und Eigenanbau

(Kräuter) setzt, sammeln die Veiths jetzt

Höchstnoten statt Weltcuppunkten.

Fast in Nachbarschaft zum ARX hat sich

mit der »Landalm« in Rohrmoos-Untertal

eine weitere gute Adresse im eingemeindeten

Ortsteil über Schladming etabliert.

Neben dem Speiseangebot ist es vor allem

die Kulisse, die überzeugt: Das 300 Jahre

alte, original rekonstruierte Bauernhaus

wurde mit Rücksicht auf den traditionellen

bäuerlichen Ursprung wieder aufgebaut

und zu einem heimeligen Wirtshaus

<

ARX BOUTIQUEHOTEL.

Anna und Manuel Veith

setzen in Rohrmoos

mit Blick auf den

Dachstein auf exquisite

Gemütlichkeit,

Slow-Food-Küche

und Naturweine.

falstaff

191


steiermark / SCHLADMING-DACHSTEIN

RESTAURANT

JOHANN IM

POSTHOTEL. Mutige

Neuinterpretationen

in traditionellem

Rahmen. In zentraler

Lage in Schladming

steht das »Johann«

auch kulinarisch im

Mittelpunkt.

<

umgestaltet. Mit dem angeschlossenen

Hotel ist es ein stimmiges Gesamtkonzept

abseits des kleinstädtischen Trubels. In dessen

Zentrum behaupten sich Adressen, die

regionale Traditionen innovativ und kreativ

neu interpretieren. Beispiele sind das

»Johann« im Posthotel, wo ein eingespieltes

Team rund um Küchenchef Lukas Cirjak

auf Produkte aus der eigenen Landwirtschaft

zurückgreifen kann und bei der

Zubereitung und Gestaltung der Gerichte

kreative Wege einschlägt, oder »die tischlerei«,

wo Daniel Handler Berufserfahrung

aus den besten Küchen im In- und Ausland

mit eigener Kreativität verbindet.

GENUSS AUF

HÖCHSTEM NIVEAU

Einen (Ski-)Berg weiter im Osten, in Haus

im Ennstal, liegt die Latte auch in Sachen

Seehöhe weit oben. Im zum Wellness-Eldorado

ausgebauten Hotel der Familie Höflehner

zaubert Martin Dicker im »H 1117«

Kombinationen aus regionalen saisonalen

Produkten und ausgewählten ausgefallenen

Zutaten. Von Ziegenfrischkäseperlen über

Spanferkelravioli mit Räucheraal bis hin zu

traditionellen Gerichten wie Kohlrabi

<

FAMILY-BUSINESS. Katrin und Gerhard

Höflehner locken mit ihrem Natur- und

Wellnesshotel in Haus im Ennstal Gäste

auf 1117 Meter Seehöhe. Die Lage ist

Namenspatron des Restaurants.

192 falstaff


H 1117. Kulinarischer Genuss

mit lokaler Note. Die Zutaten

kommen aus dem eigenen

Gehege und Garten oder

aus der Region.

Fotos: Posthotel Schladming, Wolfgang Hummer

falstaff

193


steiermark / SCHLADMING-DACHSTEIN

TREPPE INS NICHTS. Über einem

der Himmel, unter einem die

Dachstein-Südwand: Nervenkitzel

auf dem Dachstein mit bester

Aussicht ins Ennstal.

Fotos: beigestellt

194 falstaff


findet man manch Ungewöhnliches auf

der Speisekarte. Verdienen kann man sich

diese Köstlichkeiten bei Wanderungen in

der Umgebung, beispielsweise der »3-Seen-

Tour«. Namensgebend: der steirische

Bodensee, der Hütten- und der Obersee. Bei

keiner anderen Wanderung in den Schladminger

Tauern kann man den exklusiven

Zauber dieser wasserreichen Urlandschaft

intensiver erleben als hier im Bereich Hans-

Wödl-Hütte. Dazu gesellen sich zwei Wasserfälle,

die zu den imposantesten der Region

Schladming-Dachstein gehören.

Umrahmt wird der Naturschaupfad von

wilden Urgesteinsbergen, allen voran der

steil aufragenden »Hochwildstelle«, dem

mit 2747 Metern höchsten Berg, der ausschließlich

auf steirischem Boden steht. Den

höchsten Gipfel muss man sich ja mit

Oberösterreich teilen: Der Hohe Dachstein

(2995 Meter) steht exakt an der Grenze.

Mit der rundum verglasten Panorama-Gondel

gelangt man aufs Gletscherplateau, wo

unter anderem mit einer 100 Meter langen

Hängebrücke, einer Aussichtsplattform mit

Glasboden und einer »Treppe ins Nichts«

hoch über der Dachstein-Südwand für Nervenkitzel

auch abseits des Gipfelkreuzes

gesorgt wird.

Wechselt man von den Wanderschuhen

aufs Rad, lässt sich die gesamte Region entlang

der Enns auf einer idyllischen Route

abseits des Straßenverkehrs durchmessen.

Das beschauliche Tempo lässt Zeit, die typischen,

als landwirtschaftliche Futterspeicher

genutzten Stadln zu inspizieren, die

vor allem im über der Feuchtlandschaft liegenden

Morgennebel eine fast mystische

Wirkkraft entfalten. Folgt man der Enns

Richtung Osten, bietet der großzügig aus-

gerollte Talboden rund um Trautenfels

unverstellte Sicht auf den landschaftsbildprägenden

Grimming und zwei Schlösser:

Schloss Trautenfels, auf einem monolithartigen

Felsen thronend, und Schloss Pichlarn

am Ortsrand von Aigen. Im 5-Sterne-

Schlosshotel »Imlauer Hotel Schloss Pichlarn«

mit tausendjähriger Geschichte wird

auch kulinarisch herrschaftlich gearbeitet:

Regionales steht hier ganz oben, dazu kommen

internationale Einflüsse, beispielsweise

aus Thailand, verbunden zu höchster

geschmacklicher Finesse.

BEST OF GASTHAUSKÜCHE

Durch die Neugestaltung des Kreuzungsbereichs

bei Schloss Trautenfels kann man von

Irdning mittlerweile ohne Probleme auf die

andere Talseite wechseln, nach Pürgg. In

dem malerischen Dorf gehört das »Gast-

<

SCHLOSS

TRAUTENFELS.

Markanter

»Wachposten«

am Fuße des

Grimmings. Das

Schloss beherbergt

Ausstellungen des

Universalmuseums

Joanneum.

Fotos: TVB Schladming-Dachstein/David Mconaghy, Christoph Huber

falstaff

195


steiermark / SCHLADMING-DACHSTEIN

SCHLADMING-DACHSTEIN

ECHT GUT

STEIRERKAS

Er ist das kulinarische Wahrzeichen

der Region – mit

unverwechselbarem

Geschmack: Der Ennstaler

Steirerkas wird aus

Kuhmilch hergestellt.

Nach mindestens drei

Wochen Reifezeit erhält er sein

grau-braun marmoriertes Aussehen, seine

typische klumpig-bröselige Konsistenz und

sein einzigartiges pikant-würziges Aroma.

ENNSTAL-LAMM

Das Ennstal-Lamm ist in den

Sommermonaten auf Almen

und Bergwiesen der Region,

beispielsweise am Hauser

Kaibling, unterwegs und

ernährt sich dort von hochwertigen

Gräsern und Kräutern.

Das schmeckt man.

STEIRERKRAPFEN

Für die berühmten Krapfen

wird Roggenmehl mit Wasser

oder Milch zu einem Teig

verarbeitet und in heißem

Schmalz herausgebacken. Traditionell

werden sie mit bröseligem

Ennstaler Steirerkas gefüllt.

Oder süß mit Honig genossen.

ENNSTALER WEICHKÄSE

Die Ennstal Milch ist Österreichs größter Weichkäse-Hersteller.

Aus gentechnikfreier Bergbauernmilch

aus der Region wird in Stainach und

Gröbming nach traditionellen Rezepturen ein

umfangreiches Sortiment von Weichkäse-Spezialitäten

sowie Blauschimmelkäse hergestellt.

HOCHLANDRIND

Am Fürsterhof in Ramsau am Dachstein werden

schottische Hochlandrinder gezüchtet.

Nachhaltiges Wirtschaften steht an oberster

Stelle. Das schmeckt man bei den Rindfleischund

prämierten Wurst-Spezialitäten, die

produziert werden.

SCHLADMINGER BIER

Die Brauerei Schladming ist eine regionale

Spezialitätenbrauerei inmitten

der Region Schladming-Dachstein.

Neben den Bio-Bieren Schladminger

Bio Zwickl und Schladminger Schneeweiße

gibt es auch den »Schladminger

Sepp« in der Kleinflasche.

Mehr Informationen:

schladming-dachstein.at, steiermark.com

WINTERSPORT-REGION SCHLADMING-DACHSTEIN. Produzenten, Gastronomie und Hotellerie veredeln im

Rahmen der »Genusspartner «-Initiative das Naturparadies zur ganzjährigen kulinarischen Erlebnisregion.

<

haus Krenn« seit Jahren zu den Fixsternen

am Gastro-Himmel. Im Schatten der

Grimming-Ostflanke wird in einem alten

Bauernhaus, in dem schon im 14. Jahrhundert

eine Taverne untergebracht war, beste

Gasthausküche serviert. Viele der Köstlichkeiten

kann man in der hauseigenen Greißlerei

auch für daheim mitnehmen. Von den

berühmten Leber- oder Kaspressknödeln

über hausgemachte Suppen bis zu Brot,

Kuchen und Törtchen von regionalen Produzenten

reicht die Palette. Darüber hinaus findet

man hier zauberhafte Mitbringsel und

Geschenkideen, hergestellt im traditionellen

Handwerk der Region. Hochkonjunktur hat

diese Sparte der Volkskultur im Advent, der

in Pürgg besonders stimmig gefeiert wird.

SCHNEE-LUFT

Spätestens dann liegt neben Glühweinduft

auch der Geruch von Schnee in der Luft.

Sofern er nicht schon auf dem Boden liegt

und der Region jenen Mantel umhängt, für

den sie weit über die Grenzen – und nicht

nur wegen des Nachtslaloms – bekannt ist:

Das Gebiet rund um Schladming gehört zu

den bekanntesten und besten Adressen in

Sachen Skifahren in Österreich. 230 Pistenkilometer

und 81 hochmoderne Liftanlagen

bietet die Region. Noch haben die

meisten – sofern sie nicht für Wanderer in

Betrieb sind – aber Sommerpause. Statt

Skifahrern »regierten« während der letzten

Monate am Hauser Kaibling wieder entzückende

Vierbeiner. Über 800 Schafe verbringen

jedes Jahr ihre Sommerfrische auf

den saftig grünen Wiesen. Die von einem

Schäfer geführte und wissenschaftlich

begleitete Beweidung dient auch der Renaturierung

der Pistenhänge, sorgen die Tiere

doch für eine verbesserte Boden- und

Pflanzenqualität. Der Boden wird unter

dem Gewicht der Paarhufer gefestigt und

die Gestrüppbildung durch das permanente

Abgrasen – insgesamt fressen die Tiere in

dieser Zeit eine beeindruckende Menge

von einer Million Kilo Gras – verhindert.

Außerdem fallen durch die Bewirtschaftung

der Pistenflächen mit den Schafen für

den Seilbahnbetreiber um bis zu 50 Prozent

weniger Kosten für Dünger und

Maschineneinsatz sowie Energie an. Und

am Ende profitiert auch die regionale Gastronomie,

weil sie hochqualitatives Lammfleisch

geliefert bekommt. Eine schöne

Geschichte.

<

Fotos: TVB Schladming-Dachstein/Georg Knaus, Netzwerk Kulinarik/wildbild, Steiermark Tourismus/Andy Kocher/Günther Kubiza, Brauerau Schladminger

196 falstaff


Luxus der Geborgenheit

»

Unglaubliche Lage - über der Nebelgrenze

Auf 1.117 m mitten im Naturparadies Schladming-Dachstein: Wander- & Radwege direkt vor der Türe

5.000 m 2 Premium Alpin SPA - Entspannung & Erholung

Naturwasserwelt | Almsaunadorf | 80 Beautybehandlungen

NEUE HIGHLIGHTS: Rooftop-Whirlpool | Infinity-Whirlpool

Body & Mind - Gutes für Körper und Seele

Sich selbst mit Yogaretreats, Fastenwoche, geführten Wanderungen und Co. etwas Gutes tun

Berg-Romantik

Vom Candle light Dinner bis hin zur Partnermassage

»

Naturkulinarium - 3 individuelle Genusswelten

Gerhards gesunder Genuss, Katrins kreative Küche und Höflehners heimische Hausmannskost

Gourmetpension & exklusives Fine Dining Restaurant H 1117

www.hoeflehner.com

Natur- und Wellnesshotel Höflehner GmbH | Gumpenberg 2 I 8967 Haus im Ennstal I +43 (0) 3686 2548 | info@hoeflehner.com

Foto: Rene Strasser


steiermark / SCHLADMING-DACHSTEIN

DIE BESTEN

ADRESSEN

RESTAURANTS/

GASTHÄUSER

RESTAURANT ZIRBE SCHLOSS PICHLARN

Hochklassige Küche im herrschaftlichen

Ambiente eines Schlosses.

Zur Linde 1, 8943 Aigen im Ennstal

T: +43 3682 24440, schlosspichlarn.at

H 1117

Spanferkel-Ravioli mit Räucheraal und andere

Überraschungen serviert Martin Dicker im Hotel

Höflehner. Mit Blick über das halbe Ennstal.

Gumpenberg 2, 8967 Haus im Ennstal

T: +43 3686 2548, hoeflehner.com

KRENN

Liebevoll gestaltete Bauernstube, geschmackvoll

gestaltete Speisekarte. Bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten

in idyllischer Dorf-Kulisse.

Pürgg 11, 8951 Stainach-Pürgg

T: +43 3682 22274, gasthauskrenn-puergg.at

ENNSTALERHOF

Beef Tatar-Benchmark in der gesamten Region

sticht aus guter österreichischer Küche heraus.

Leiten 219, 8972 Ramsau am Dachstein

T: +43 3687 81080, ennstalerhof.at

ARX RESTAURANT

Slow Food aus regionalen Produkten und eine

große Naturwein-Auswahl prägen das Angebot

im Hotel-Restaurant von Manuel und Anna Veith.

Rohrmoosstraße 91, 8971 Schladming

T: +43 3687 61493, das-arx.at

DIE TISCHLEREI

Nicht nur feine Abendkarte, auch ein empfehlenswerter

Degustations-Frühstücksbrunch, kreiert

von Daniel Handler.

Roseggerstraße 676, 8970 Schladming

T: +43 3687 22192, dietischlerei.co.at

JOHANN IM POSTHOTEL

Steirische Küche aus lokalen Produkten

mit überraschenden Neuinterpretationen in

einem traditionsreichen Haus im Zentrum.

Hauptplatz 10, 8970 Schladming

T: +43 3687 22571, posthotel-schladming.at

PICHLMAYRGUT

Unübersehbares Hotel an der Westausfahrt von

Schladming. Saibling und Fleisch aus eigener Zucht.

Pichl 54, 8973 Schladming

T: +43 6454 7305, pichlmayrgut.at

LANDALM

300 Jahre alte Bauernstube als Kulisse für

IMLAUER HOTEL SCHLOSS PICHLARN. Herrschaftliches Ambiente für

Gaumenfreuden. Vor der Türe warten Golfplatz, Wanderrunden und die Skiberge.

gute österreichische Küche mit Blick auf die

umgebende Bergwelt.

Bachweg 120, 8970 Schladming

T: +43 3687 61573, landalm.at

ZUM GRAFENWIRT

Franz Danklmaier serviert Regionalgerichte

mit Feingefühl und Raffinesse. Die Zutaten liefern

Bauern und Produzenten aus der Region Schladming,

die Fische kommen aus eigener Zucht.

Vorstadt 1, 8966 Aich

T: +43 3686 4307, grafenwirt.at

HOTELS/

UNTERKÜNFTE

FALKENSTEINER SCHLADMING

Das Falkensteiner Hotel Schladming verbindet

Entspannung, gehobene Kulinarik und ein

umfassendes Sportangebot in alpiner Umgebung.

Die Planai liegt direkt vor der Haustüre.

Europaplatz 613, 8970 Schladming

T: +43(0)3687/214620, falkensteiner.com

LÄRCHENHOF

Familie Walcher führt das familiäre Vier-Sterne-

Haus. Mit großzügigem Wellnessbereich mit Hallenbad

und angeschlossener Bio-Landwirtschaft.

Lärchenweg 174, 8972 Ramsau am Dachstein

T: +43 3687 81962, hotel-laerchenhof.at

HÜTTENDORF DACHSTEINBLICK

Auf einem Areal von 10.000 Quadratmetern liegen

vier Kilometer oberhalb von Pruggern 16 Hütten mitten

im Ski- und Wandergebiet Galsterberg – mit herrlicher

Aussicht auf das Ennstal und den Dachstein.

T: +43 2243 31689, huettendorf-dachsteinblick.com

FREIZEIT

GOLFCLUB SCHLADMING-DACHSTEIN

Der von Bernhard Langer designte 18-Loch-Platz

liegt zwischen Schladming und Haus im Ennstal,

eingebettet in die herrliche Landschaft des

Ennstals mit Blick auf den Dachstein.

Oberhaus 59, 8967 Haus im Ennstal

T: +43 3686 2630, schladming-golf.at

DACHSTEIN GLETSCHERBAHN

Die Seilbahn erschließt von Ramsau am Dachstein

aus den südlichen Teil des Dachsteinmassivs und

bringt Gäste 1000 Höhenmeter hinauf zur Bergstation.

Partner der Sommercard mit acht weiteren

Sommerbergbahnen.

Schildlehen 79, 8972 Ramsau am Dachstein

T: +43 3687 22042-810, derdachstein.at

EINKAUFEN

HEIMATGOLD

Der Bauernladen mitten in der Stadt: feinste, veredelte,

bäuerliche Köstlichkeiten aus der Region zum

Mitnehmen, gleich Genießen oder zum Verschenken.

Coburgstraße 49, 8970 Schladming

T: +43 3687 22505350, heimatgold.at

PUR STYRIA – DER DORFLADEN

Mit Liebe hergestelltes Bio-Gebäck und regionale

Produkte. Der Dorfladen unterstützt steirische

Betriebe, handelt nachhaltig und tritt Kunden und

Lieferanten wertschätzend und fair gegenüber.

Ramsau 299, 8972 Ramsau am Dachstein

T: +43 3687 81062, office@purstyria.at

LODEN STEINER 1888

Hier trifft die jahrhundertealte Tradition der Lodenherstellung

auf modernes Modedesign. Das Familienunternehmen

in Mandling ist »Wiege« des

Schladminger Lodenjankers, beliefert mit seinen

Naturstoffen aber auch internationale Modedesigner.

Führungen durch die Wollwelt sind buchbar.

Mandling 90, 8974 Mandling

T: +43 6454 7203-276, steiner1888.com

Fotos: Richard Schabetsberger

198 falstaff

95 – 100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


SCHLADMING-DACHSTEIN ERLEBEN & GENIESSEN

GENUSS & QUALITÄT

Kulinarische Genussmenschen können in

Schladming-Dachstein die Berge voll auskosten.

Ilse Schwarzkogler

vom Wieslechnerhof

bei der Käseproduktion

und frisch geräucherte

Würstel vom Landgut

Putterer.

ADVERTORIAL Fotos: © Netzwerk Kulinarik / wildbild; Beigestellt

Bekanntlich ist ja Hunger der beste

Koch, doch bei uns in Schladming-

Dachstein sind es die heimischen

Zutaten und Rezepte sowie eine anständige

Prise Liebe in der Zubereitung. Dafür sorgen

unsere Genusspartner-Betriebe, welche

regelmäßig auf Qualität und Lebensmittelherkunft

geprüft werden und ehrliche und

authentische Produkte versprechen. In ihre

Speisen kommt garantiert Österreich hinein,

wenn diese nicht ohnehin schon aus der

Region stammen. Die heimische Vielfalt

ermöglicht es, die Lebensmittel auf kürzestem

Wege zu beziehen – vom Erdäpfelbauer

und Rindfleischproduzenten im Tal bis hin

zum Gemüsefarmer am Berg auf über

1000 Metern Seehöhe. Wer sich für einen

Genussurlaub zwischen Dachstein und

Grimming entscheidet, hat viele Gelegenheiten,

die kulinarische Vielfalt zu entdecken.

Egal, ob am Bauernmarkt, direkt

beim Landwirt, im Wirtshaus, auf der

Alm oder im Sternehotel – die Schladming-

Dachstein Genusspartner veredeln

die Qualität der Produkte in traditionellen

Gerichten, lokalen Spezialitäten und raffinierten

Kreationen. Das schmeckt man!

INFO

Alle Schladming-Dachstein-

Genusspartner findet man unter:

schladming-dachstein.at/genusspartner

Echt steirisch,

regional und

natürlich frisch.

Foto: © Lukas Kirchgasser

In Schladming-Dachstein wird viel Wert auf hochwertige Speisen

gelegt. Im Rahmen der Initiative „Almkulinarik by Richard Rauch“

hat der Starkoch zusammen mit den Hüttenwirten

der Region besondere Almgerichte kreiert.

Überzeuge Dich selbst von diesem einzigartigen

Speisenangebot im neuen Almkulinarik-Kochbuch.

Ab Ende Oktober erhältlich.

schladming-dachstein.at/kochbuch


steiermark / GESÄUSE

GESÄUSE

Abenteuerspielplatz &

Weltwunder

Im Gesäuse treffen sich Hochkultur und wilde Natur. Rund um das Stift Admont und auf den

Alm- und Berghütten wird mit Blick auf die schroffen Gipfel des Nationalparks Hunger durch

Bewegung am Berg oder im Wasser gezüchtet – und mit lokalen Spezialitäten gestillt.

TEXT KLAUS HÖFLER

200 falstaff

Foto: Seiermark Tourismus / pixelmaker.at


MÖDLINGER HÜTTE. Saisonal

wechselnde Bio-Produkte aus

der Region locken auf der

Speisekarte, das spektakuläre

Panorama auf der Terrasse.

falstaff

201


steiermark / GESÄUSE

DER NAME HÄLT, WAS ER VERSPRICHT: IM GESÄUSE RAUSCHT

UND SAUST DAS WASSER ZWISCHEN FELSWÄNDEN.

Das Gesäuse empfängt einen

nicht mit offenen Armen. Im

Gegenteil. Wie zwei aus dem

Fantasy-Bestseller »Herr der

Ringe« entlehnte Wächter

bauen sich der Himbeerstein und die

Haindlmauer am westlichen Eingang zum

Gesäuse auf. Zwischen den beiden Bergen

bleibt gerade einmal Platz für die Straße,

die Bahntrasse und das Flussbett der Enns.

Es ist ein imposantes Entree in Steiermarks

einzigen Nationalpark und größten Naturpark.

Dahinter blitzen die schroffen Gipfel

und Grate des Gebirgsstocks durch, eine

raue, fast abweisende Landschaft – aber

eben das macht ihren Reiz aus. Und genau

das zieht Besucher aus allen Himmelsrichtungen

in die »wilde Mitte« der Steiermark

und nimmt deren Sinne in Geiselhaft.

WELTWUNDER ADMONT

Das Staunen beginnt aber bereits einige

Kilometer davor, in Admont. Das ortsbilddominierende

Benediktinerstift ist das älteste

bestehende Kloster in der Steiermark.

1074 gegründet, ist es eine kulturelle

Schatzkammer. Wird in den Bergen dahinter

die Kondition gefördert, wird hier der

Kopf gefordert. Das Naturhistorische und

Kunsthistorische Museum, das Museum der

Gegenwartskunst und seit Kurzem auch das

neue Gotik-Museum bergen Exponate vom

Mittelalter bis zur Gegenwart, sehenswerte

Superlative und eine spannende Geschichte.

Erst nach zwei Einstürzen und einem Baumeisterwechsel

konnte beispielsweise die

Bibliothek des Stifts im Jahr 1776 eröffnet

werden. Heute gilt der Prunksaal im Ostflügel

als der größte klösterliche Bibliothekssaal

der Welt. 72 Meter lang, elf

Meter breit und unter den Kuppeln bis zu

13 Meter hoch – diese atemberaubenden

Dimensionen haben auch die Fantasie der

Chronisten befeuert. Sie beschrieben das

Zusammenspiel von architektonischer Gliederung,

künstlerischer Ausstattung und

dem historischen Bücherbestand als »achtes

Weltwunder«.

Tatsächlich beherbergt allein der Bibliothekssaal

rund 70.000 Bände. Der gesamte

Bestand des Stifts umfasst an die

200.000 Bücher – darunter das vermutlich

älteste Schriftstück in deutscher Sprache,