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HEARTBEAT<br />

Herzklopfen garantiert<br />

Lesepro<strong>be</strong><br />

Interviews • Buchtipps


Die Lieblinge unserer Lektorinnen<br />

Lili Eden<br />

DAS ERBE DER STURMHÖHE<br />

»Das Er<strong>be</strong> der Sturmhöhe« von Lili Eden ist eine wunderschöne<br />

Familiengeschichte in einem sehr atmosphärischen Setting.<br />

Während ich sie gelesen ha<strong>be</strong>, konnte ich förmlich spüren, wie<br />

mir der raue Wind des Hochmoors von Yorkshire um die Nase<br />

weht. Eine absolute Leseempfehlung, vor allem auch für Fans<br />

des Romans »Sturmhöhe« von Emily Brontë. Lili Eden hat die<br />

Handlung des Klassikers wunderbar mit ihrer Geschichte<br />

verwo<strong>be</strong>n. Lena<br />

Stacey Lynn<br />

ICE KINGS – LIEBE GEGEN JEDE REGEL<br />

Wenn du Sports-Romance-Fan bist, Second-Chance-Lie<strong>be</strong>sromane<br />

liebst oder einfach mal wieder eine richtig schöne<br />

Guilty-Pleasure-Geschichte lesen möchtest, dann ist »Ice Kings«<br />

genau das richtige Buch für dich: sexy Eishockeyspieler,<br />

eine tolle Chemie zwischen den Protagonisten, und das alles<br />

wunderbar humorvoll erzählt. Sie ist Physiotherapeutin, er ihr<br />

Patient. Sie ha<strong>be</strong>n eine Geschichte – und es sieht so aus, als<br />

wäre die noch nicht vor<strong>be</strong>i. Das kann ja nur gut werden, oder?<br />

Ich hatte sehr viel Spaß <strong>be</strong>im Lesen und kann das Buch<br />

nur empfehlen. Annika<br />

Sonja Flieder<br />

BLAUBEERDUFT AUF DEM KLEINEN APFELHOF<br />

Es ist wie nach Hause kommen. Dieses Gefühl ha<strong>be</strong> ich immer,<br />

wenn ich Sonja Flieders Apfelhof-Bücher lese. Und so geht es<br />

auch Lisa, die in die Lüneburger Heide kommt, um ihre Freundin<br />

Emma zu unterstützen. Lisas Job: die Alpakawanderungen<br />

ü<strong>be</strong>rnehmen. Da ist Chaos mit den flauschigen Vier<strong>be</strong>inern<br />

vorprogrammiert – und dann kommt ihr auch noch die Lie<strong>be</strong><br />

in die Quere. »Blau<strong>be</strong>erduft auf dem kleinen Apfelhof« ist ein<br />

warmherziger Roman zum Wohlfühlen – vor allem, a<strong>be</strong>r<br />

natürlich nicht nur für Alpaka-Fans. Johanna<br />

5 Fragen an<br />

Justine Loogen<br />

Dein Roman spielt an einem College in<br />

Boston im Herbst/Winter. Wieso hast du<br />

dieses Setting gewählt?<br />

Das Setting hat sehr viel mit dem Protagonisten<br />

Luke zu tun. Da er Eishockeyspieler ist, ha<strong>be</strong> ich<br />

nach einem College gesucht, das <strong>be</strong>kannt für<br />

seine Eishockey-Mannschaft ist. Da<strong>be</strong>i bin ich<br />

auf die Eagles des Boston College gestoßen. Die<br />

Jahreszeit ha<strong>be</strong> ich gewählt, weil die Gegend<br />

um Boston <strong>be</strong>kannt für ihren Indian Summer<br />

und verschneiten, kalten Winter ist.<br />

Du <strong>be</strong>handelst in deinen Büchern auch<br />

schwere Themen. So leidet Luke, der Protagonist,<br />

noch unter der toxischen Beziehung<br />

zu seiner Ex-Freundin. Denkst du, es ist<br />

wichtig, dass dieses Thema mehr Aufmerksamkeit<br />

<strong>be</strong>kommt?<br />

Ich finde es extrem wichtig, auch Probleme<br />

von Protagonisten zu <strong>be</strong>handeln, mit denen sich<br />

der Leser identifizieren kann. Ich glau<strong>be</strong>, viele<br />

Menschen ha<strong>be</strong>n entweder persönlich oder in<br />

ihrem Umfeld schon einmal Erfahrungen mit<br />

Beziehungen gemacht, die einem mehr Unglück<br />

als Glück bringen. Luke soll zeigen, dass man<br />

diesen auch entkommen kann.<br />

Wann hast du mit dem Schrei<strong>be</strong>n angefangen?<br />

Gab es einen <strong>be</strong>stimmten Anlass oder<br />

eine <strong>be</strong>sondere Inspiration?<br />

Mit dem Schrei<strong>be</strong>n ha<strong>be</strong> ich <strong>be</strong>gonnen, als ich<br />

circa elf oder zwölf Jahre alt war. Ich hatte<br />

schon immer eine sehr lebhafte Vorstellungskraft,<br />

und damals wollte ich ü<strong>be</strong>r Elfen<br />

schrei<strong>be</strong>n oder ähnliche Geschichten wie<br />

»Der Herr der Ringe«. Meine erste richtige<br />

Geschichte ha<strong>be</strong> ich mit fünfzehn Jahren<br />

angefangen. Rückblickend glau<strong>be</strong> ich, dass<br />

Für Gwen<br />

<strong>be</strong>deutet<br />

Lie<strong>be</strong> nur<br />

Schmerz<br />

und Enttäuschung.<br />

Darum darf<br />

sie sich auch<br />

niemals auf<br />

Luke, den<br />

Star der Eishockey-Mannschaft an ihrem College,<br />

einlassen. Doch Gwen und Luke ziehen sich an wie<br />

zwei Magnete. Jede Begegnung verstärkt das<br />

Prickeln zwischen ihnen und lässt die Mauern, die<br />

<strong>be</strong>ide um sich herum errichtet ha<strong>be</strong>n, Stück für<br />

Stück bröckeln.<br />

das der Moment war, der mich wahrhaftig zum<br />

Schrei<strong>be</strong>n gebracht hat.<br />

Für alle, die das hier lesen und selbst<br />

schrei<strong>be</strong>n wollen: Welchen Tipp würdest<br />

du ihnen ge<strong>be</strong>n?<br />

Jedes geschrie<strong>be</strong>ne Wort ist eine neue Erfahrung.<br />

Nur weil manche Ideen nie veröffentlicht<br />

werden, sind sie keine verschwendete Zeit.<br />

Durch sie lernt ihr und werdet <strong>be</strong>sser.<br />

Wenn du in einem Roman mitspielen<br />

dürftest: Welcher wäre das dann?<br />

Eindeutig: »Harry Potter«!<br />

Justine Loogen, 1993 geboren, hat in Maastricht studiert<br />

und lebt mittlerweile in Bonn. Wenn sie sich nicht<br />

im Schrei<strong>be</strong>n oder Lesen von Romanen aller Genres<br />

verliert, reist sie um die hal<strong>be</strong> Welt. Sie hat <strong>be</strong>reits in den<br />

Niederlanden, Kanada, Polen und Neuseeland gelebt. Am<br />

<strong>be</strong>sten kann man sie mit gutem Kaffee und Käsekuchen<br />

jeglicher Art <strong>be</strong>stechen.<br />

© Christina Grommes<br />

2 3


Eine Reise in die goldenen Zeiten der<br />

Bonner Republik<br />

Eine Schneiderei am Rhein, zwei junge Frauen in Petticoats auf dem Weg zum Tanztee.<br />

So <strong>be</strong>ginnt der erste Band der neuen <strong>be</strong>HEARTBEAT-Familiensaga »Schneiderei Graf«, die<br />

in Bad Godes<strong>be</strong>rg spielt. Die Autorin Susanne Kriesmer ist selbst dort zur Schule gegangen,<br />

und als Tochter einer Schneiderin wurde ihr die Lie<strong>be</strong> zum Nähen in die Wiege gelegt. Mit<br />

ihrem Roman entführt sie uns in die 50er Jahre und erzählt die Geschichte von Edith Graf,<br />

die auf der Suche nach ihrem eigenen Weg und Le<strong>be</strong>nsglück ist.<br />

Susanne Kriesmer<br />

SCHNEIDEREI GRAF<br />

Bad Godes<strong>be</strong>rg, 1958: Die junge Edith Graf ar<strong>be</strong>itet in der<br />

familieneigenen Herrenschneiderei. Da<strong>be</strong>i wünscht sie sich<br />

nichts sehnlicher als eine Anstellung in der großen Schneiderei<br />

in Mehlem, wo die feinen Damen der Bonner Republik in edle<br />

Stoffe gekleidet werden. Doch Ediths Welt gerät ins Wanken:<br />

Gerüchte um eine mögliche Nazi-Vergangenheit ihres Vaters<br />

werden laut. Sie <strong>be</strong>ginnt, sich mit der Geschichte ihrer Familie<br />

auseinanderzusetzen. A<strong>be</strong>r auch ihre Lie<strong>be</strong> zu dem Freigeist<br />

Paul vergrößert die Kluft zu ihrer Familie – wünscht diese sich<br />

doch eine Heirat mit dem eher bodenständigen Heinz. Wird<br />

Edith dennoch ihren eigenen Weg gehen?<br />

© Sarah Larissa Heuser<br />

3 Fragen an Susanne Kriesmer<br />

Warum hast du dich für die 50er Jahre als<br />

Setting entschieden?<br />

Die Fünfziger waren eine spannende Zeit der Widersprüche.<br />

Auf der einen Seite gab es endlich wieder wirtschaftlichen<br />

Aufschwung und Wohlstand – nicht umsonst spricht man<br />

von den »Wirtschaftswunderjahren« –, auf der anderen<br />

Seite war da a<strong>be</strong>r noch ganz viel Ungesagtes und Unaufgear<strong>be</strong>itetes<br />

aus den Jahren des Krieges. Es war eine Zeit<br />

des Neu<strong>be</strong>ginns und des Abschieds zugleich. Eine Zeit, in<br />

der alles möglich zu sein schien.<br />

Wie viel Susanne Kriesmer steckt in Edith Graf?<br />

Meine Protagonistin Edith und mich selbst eint die Lie<strong>be</strong> zum Nähen. Ich bin als Tochter<br />

einer Schneiderin mit dem surrenden Geräusch einer Nähmaschine groß geworden.<br />

Edith möchte vor allem ihren eigenen Weg gehen, und auch ich ha<strong>be</strong> das gemacht,<br />

indem ich meinem Herzen gefolgt bin und mit dem Schrei<strong>be</strong>n angefangen ha<strong>be</strong>.<br />

Was ist für dich das Schönste am Schrei<strong>be</strong>n?<br />

Das Schönste ist, zu sehen, wie aus einer Idee nach und nach ein großes Ganzes,<br />

eine Geschichte wird.<br />

Im Rheinhotel Dreesen fand der Tanztee statt, zu<br />

dem Edith und ihre Freundin Rita im ersten Kapitel<br />

des Romans gehen. Heute lässt es sich dort <strong>be</strong>stens<br />

auf der Terrasse sitzen und ü<strong>be</strong>r die Inhalte des<br />

zweiten Bandes der Schneiderei Graf sprechen.<br />

Die Schneiderei Graf liegt in der Bad<br />

Godes<strong>be</strong>rger Innenstadt mit Blick auf<br />

die Godesburg. Und dass eine Schneiderei<br />

der Mittelpunkt des Romans wird,<br />

ist <strong>be</strong>i Susanne Kriesmer kein Wunder.<br />

2005 <strong>be</strong>kam sie von ihrer Mutter ihre<br />

erste Nähmaschine geschenkt. Durfte<br />

sie als Kind nur selten an die Singer-<br />

Maschine der Mutter, so war sie von<br />

nun an als Hobbyschneiderin unterwegs.<br />

Zuerst nähte sie Taschen, später<br />

auch Kleidungsstücke. Und jetzt hat<br />

das Schneidern sogar Einzug in ihre<br />

Geschichte genommen.<br />

In der Dürenstraße<br />

steht die Villa der<br />

Familie Graf. Hier<br />

träumt Edith von<br />

einer Zukunft als<br />

Schneiderin in einem<br />

modernen Modeatelier<br />

für Damen,<br />

von ihrer großen<br />

Lie<strong>be</strong> Paul und von<br />

ihrer Zukunft in<br />

einer neuen Welt.<br />

4 5


Unser Herz schlägt für die Lie<strong>be</strong><br />

– von romantisch bis sexy!<br />

Fabienne Herion<br />

Claire Contreras<br />

Sabrina Bennett<br />

Helen Paris<br />

THE WAY TO YOUR HEART<br />

ROYAL SINS –<br />

EINE NACHT FÜR IMMER<br />

CAPTURED BY YOUR EYES<br />

CALL ON YOU –<br />

KATIE & LEON<br />

Am<strong>be</strong>r hat ihren Job und ihre Wohnung<br />

verloren. Völlig verzweifelt sucht sie einen<br />

Unterschlupf für die Nacht – und findet<br />

einen schrottreifen, scheinbar verlassenen<br />

Mini-Bus. Doch plötzlich steht der<br />

Besitzer vor ihr, und obwohl Deacon wenig<br />

<strong>be</strong>geistert ist, lässt er Am<strong>be</strong>r blei<strong>be</strong>n.<br />

Zusammen reisen sie quer durch die USA<br />

und kommen einander schnell näher.<br />

Doch mit der Zeit werden <strong>be</strong>ide von ihrer<br />

Vergangenheit eingeholt, und die stellt die<br />

zarten Gefühle auf eine harte Pro<strong>be</strong>.<br />

Elias‘ ausschweifende Feste sind legendär.<br />

Jeden Sommer kam er mit seiner<br />

Entourage und mietete die Strandvillen<br />

meiner Familie. Und jeden Sommer ha<strong>be</strong>n<br />

meine Eltern mich weggeschickt – alles,<br />

um mich von dem Prinzen fernzuhalten.<br />

Dennoch gibt es da diese eine unvergessliche<br />

Nacht …<br />

Ich bin das erste Mal seit Jahren wieder<br />

hier. Und auch der Prinz ist zurückgekehrt,<br />

a<strong>be</strong>r ich darf nicht mit ihm sprechen<br />

oder auch nur in seine Richtung<br />

schauen. Doch dieser Mann geht mir<br />

unter die Haut. Ich kann ihm nicht<br />

widerstehen – und wer könnte schon<br />

Nein sagen zum zukünftigen König?<br />

Mich <strong>be</strong>i einer Dating-App anzumelden<br />

fand ich zuerst ziemlich <strong>be</strong>scheuert.<br />

A<strong>be</strong>r ich ha<strong>be</strong> dort tatsächlich ein Match<br />

gefunden: The Real C. Er ist tiefgründig,<br />

gefühlvoll, witzig. Er versteht mich, und<br />

ich kann mich ihm völlig öffnen. Doch<br />

warum weicht er mir immer aus, wenn<br />

ich ihn nach einem Treffen frage? Ich<br />

muss einfach wissen, wer The Real C<br />

im wahren Le<strong>be</strong>n ist. Dass mein Mit<strong>be</strong>wohner<br />

Jesse mir da<strong>be</strong>i ständig in<br />

die Quere kommt und plötzlich den<br />

großen Beschützer spielt, macht die<br />

Sache nicht gerade einfacher.<br />

Dauersingle Katie <strong>be</strong>kommt <strong>be</strong>im »Wahrheit<br />

oder Pflicht«-Spiel mit ihren Freunden<br />

ausgerechnet die Aufga<strong>be</strong>, innerhalb<br />

der nächsten drei Monate Sex zu ha<strong>be</strong>n.<br />

Doch Katie ist nicht der Typ für eine kurze<br />

Affäre oder einen One-Night-Stand. Und<br />

für eine Beziehung fehlt der Ärztin die<br />

Zeit. Der Vorschlag ihrer Freundin, einen<br />

Callboy auszuprobieren, weckt zuerst<br />

Entsetzen – und dann Neugier. Katie<br />

ü<strong>be</strong>rwindet sich, und die Nacht mit Leon<br />

wird unvergesslich. Doch er scheint nicht<br />

der zu sein, für den er sich ausgibt.<br />

6<br />

7


LESEPROBE<br />

Hold me forever<br />

Konnte dieser Tag noch <strong>be</strong>schissener<br />

werden?<br />

Die Wut in meinem Bauch schäumte,<br />

während ich mit gesenktem Kopf<br />

durch die Menschenmenge im Terminal<br />

hetzte, in dem gefühlt aus jedem<br />

Lautsprecher eine andere Ansage<br />

hallte. Ich presste das Handy fester<br />

ans Ohr und hielt die Augen nach dem<br />

Weg zur Business-Lounge offen. Es<br />

wurde Zeit, aus der Menge zu verschwinden,<br />

ich hatte das Glück lange<br />

genug strapaziert. Irgendwo musste<br />

diese verdammte Lounge doch sein!<br />

Elvis würde mich umbringen. Weil<br />

ich nicht auf ihn gehört und den Charterflug<br />

genommen hatte, den er für<br />

morgen gebucht hatte. Weil ich selbst<br />

einen Linienflug gebucht hatte, deswegen<br />

jetzt auf dem Flughafen von<br />

Indianapolis festsaß und immer noch<br />

auf der Suche nach der <strong>be</strong>schissenen<br />

Business-Lounge war. Und das alles<br />

nur, weil ich es nicht abwarten konnte,<br />

Skye Ridley persönlich und vor allem<br />

ohne meinen Agenten und Aufpasser<br />

Elvis in den Hintern zu treten.<br />

Ich. War. Stinksauer.<br />

»Verdammt! Aua …« Etwas prallte hart<br />

gegen meine Schulter. Ich geriet kurz<br />

aus dem Gleichgewicht, hob genervt<br />

den Kopf und starrte in ein paar dunkle<br />

Augen. In die dunklen Augen einer<br />

Frau, die mich erst verstört, dann erbost<br />

ansah.<br />

»Ich … Sorry«, murmelte ich, als sie<br />

den Mund öffnete. Vermutlich, um<br />

mich anzumeckern. Zurecht, a<strong>be</strong>r dafür<br />

hatte ich jetzt weder Zeit noch den<br />

Kopf. Ich war voll und ganz auf dieses<br />

Telefonat konzentriert. Also trat ich<br />

hastig zwei Schritte zurück und rannte<br />

im Stechschritt an der Frau vor<strong>be</strong>i,<br />

ohne sie noch eines weiteren Blickes<br />

zu würdigen.<br />

»Das kannst du dir von der Backe<br />

putzen«, wandte ich mich wieder meinem<br />

Gesprächspartner zu.<br />

»A<strong>be</strong>r Tris … ü<strong>be</strong>rleg doch mal. Wir<br />

zwei wieder vereint. Damit machen wir<br />

alle auf einen Streich glücklich«, säuselte<br />

Skye am anderen Ende der Leitung.<br />

Mir wurde schlecht.<br />

»Hey! Keine Augen im Kopf?«, hörte<br />

ich eine verärgerte Stimme mir hinterherrufen,<br />

a<strong>be</strong>r ich hob nur entschuldigend<br />

die Hand, drehte mich kurz um<br />

und zeigte schulterzuckend auf mein<br />

Telefon, aus dem Skyes Stimme weiter<br />

auf mich einhämmerte.<br />

»Ach komm schon, Tris. Wie ich <strong>be</strong>reits<br />

sagte: Die Spatzen pfeifen es<br />

doch schon von -«<br />

»Blöder Penner!«, rief die Frau jetzt<br />

laut genug, dass ich es hören konnte.<br />

Und jeder andere im näheren Umkreis<br />

auch.<br />

»Sorry!«, rief ich halbherzig. Keine<br />

Ahnung, ob es <strong>be</strong>i ihr ankam. Es war<br />

mir auch egal. Hauptsache, ich kam<br />

hier schnell weg und verursachte keinen<br />

Auflauf. Denn nicht nur ich sah sie<br />

mit großen Augen an, sondern auch<br />

einige Umstehende <strong>be</strong>gleiteten ihre<br />

Worte mit Blicken. Schnell senkte ich<br />

den Kopf und drehte mich um.<br />

»Was?«, fragte Skye.<br />

Unwirsch schüttelte ich den Kopf.<br />

Nach einem schweren Schicksalsschlag reist Aria<br />

nach Florida, um als Housesitter auf eine Luxusvilla<br />

aufzupassen und wieder zu sich selbst zu<br />

finden. Als plötzlich Tristan in der Villa auftaucht,<br />

ahnt sie nicht, dass ihr neuer attraktiver Mit<strong>be</strong>wohner<br />

ein <strong>be</strong>rühmter Schauspieler ist. Tristan ist<br />

fasziniert von der jungen Frau, die ihm unvoreingenommen<br />

gegenü<strong>be</strong>rtritt. Und auch Arias Herz<br />

schlägt höher, sobald er in ihrer Nähe ist. A<strong>be</strong>r<br />

kann sie schon wieder echte Gefühle zulassen?<br />

Berührend, tiefgehend und knisternd: »Hold me<br />

forever« ist der Auftakt der neuen Reihe von<br />

der Erfolgsautorin Amy Baxter.<br />

Als eBook, Taschenbuch und Audio-Book.<br />

HOLD ME FOREVER<br />

von Amy Baxter<br />

»Es ist mir scheißegal, was deine<br />

Spatzen pfeifen. Da mache ich nicht<br />

mit! Nein«, zischte ich möglichst <strong>be</strong>herrscht<br />

und drückte mein Smartphone<br />

noch fester an mein Ohr. Die<br />

Lautsprecherdurchsagen und das<br />

Stimmengewirr im Terminal machten<br />

die Verständigung nicht einfacher.<br />

»Ist das dein letztes Wort?«, fragte<br />

sie, und jetzt klang sie schon weniger<br />

schmeichelnd. Etwas Drohendes hatte<br />

sich in ihren Tonfall gemischt. Ich<br />

presste meine Kiefer hart aufeinander,<br />

als ich ein leises Lachen auf der anderen<br />

Seite der Leitung hörte. Ich musste<br />

ruhig blei<strong>be</strong>n, auch wenn ich viel lie<strong>be</strong>r<br />

ausflippen, auf irgendetwas einschlagen<br />

wollte. Ich hatte nur einen kurzen<br />

Blick auf die heutige Schlagzeile der<br />

Klatschpresse geworfen, a<strong>be</strong>r das hatte<br />

mir schon gereicht. Ich wusste also<br />

genau, worauf die mir so <strong>be</strong>kannte<br />

Stimme anspielte. Derzeit waren Skye<br />

und ich zwei angesagte Schauspieler<br />

in der Branche, unsere Gesichter sahen<br />

mir seit Wochen von unzähligen Magazinen,<br />

Leinwänden und Wer<strong>be</strong>tafeln<br />

entgegen. Leider auch in Ü<strong>be</strong>rgröße<br />

hier am Flughafen. Eilig zog ich mir das<br />

Cap tiefer ins Gesicht und rückte die<br />

Sonnenbrille zurecht. Ich hasste diese<br />

Maskerade, a<strong>be</strong>r es blieb mir keine andere<br />

Wahl, wenn ich einen Tumult hier<br />

vermeiden wollte.<br />

8 9


LESEPROBE<br />

»Es ist doch alles in Ordnung, Tris«,<br />

fuhr sie fort, als ich nichts sagte. »Ich<br />

ha<strong>be</strong> ein Statement abgege<strong>be</strong>n, das<br />

<strong>be</strong>sagt, dass du mir verziehen hast und<br />

zu mir zurückgekommen bist. Die <strong>be</strong>ste<br />

Lösung für uns <strong>be</strong>ide. Natürlich kannst<br />

du gerne ein Dementi verfassen. A<strong>be</strong>r<br />

wozu?« Die Ü<strong>be</strong>rheblichkeit in ihrer<br />

Stimme machte mich noch wütender.<br />

»Glaub mir, das werde ich tun! Verlass<br />

dich drauf«, stieß ich zähneknirschend<br />

aus. Auch wenn ich ihr am<br />

liebsten mein gesamtes Repertoire an<br />

Schimpfwörtern entgegengeschleudert<br />

hätte, zwang ich mich, weiterhin<br />

ruhig zu blei<strong>be</strong>n.<br />

»Ernsthaft? Damit machst du nur alles<br />

kaputt, Tris«, schob sie mir nun die<br />

Verantwortung zu.<br />

»Ach? Jetzt bin ich schuld? Das wird<br />

ja immer <strong>be</strong>sser. Und hör auf, mich<br />

Tris zu nennen«, spie ich aus. »Wer hat<br />

denn wen <strong>be</strong>schissen? Wer hat denn<br />

wen <strong>be</strong>logen? Nein – <strong>be</strong>müh dich<br />

nicht. Die Frage war rein rhetorisch«,<br />

setzte ich hinterher, während ich die<br />

Anzeigetafel nach einem passenden<br />

Flug absuchte. A<strong>be</strong>r alle Flüge waren<br />

gestrichen worden. Ausnahmslos alle.<br />

Wegen des Sturms war mein Flug<br />

nach Indianapolis umgeleitet worden,<br />

anstatt nach L.A. durchzufliegen. Und<br />

wie es aussah, sollte ich hier erst mal<br />

eine Weile festsitzen. Und als wäre das<br />

nicht schon schlimm genug, hatte ich<br />

nun auch noch Skye mit ihren absurden<br />

Vorstellungen einer aufgewärmten<br />

Beziehung in den Ohren. Ich hätte<br />

nicht ü<strong>be</strong>l Lust auf einen Drink. Irgendwo<br />

in diesem Abschnitt musste doch<br />

diese verfickte Business-Lounge sein.<br />

»Lassen wir unsere Beziehung wieder<br />

aufle<strong>be</strong>n«, ü<strong>be</strong>rging sie meine<br />

Worte, als hätte ich sie ü<strong>be</strong>rhaupt nicht<br />

ausgesprochen. »Jetzt, noch <strong>be</strong>vor die<br />

Drehar<strong>be</strong>iten für unseren ersten Kinofilm<br />

<strong>be</strong>ginnen. Ich schwöre dir, die Fans<br />

fressen uns aus der Hand, der Film wird<br />

einschlagen wie eine Bom<strong>be</strong>. Wenn du<br />

jetzt dementierst … wird es böse. Das<br />

kannst du mir glau<strong>be</strong>n.«<br />

Mein Blick verengte sich, hinter meinen<br />

Schläfen pochte es energisch. In<br />

meinem Kopf ü<strong>be</strong>rschlugen sich die<br />

Gedanken. Der Kinofilm sollte ein imposanter<br />

Actionfilm von Starregisseur Eric<br />

Vanderwall werden. Mein Durchbruch<br />

endlich auch in der Kinowelt. Die Verträge<br />

dazu waren schon seit Monaten unterschrie<strong>be</strong>n,<br />

die Drehar<strong>be</strong>iten würden<br />

im Herbst <strong>be</strong>ginnen. Schlechte Presse<br />

konnte ich jetzt wirklich nicht gebrauchen.<br />

Und die würde es ge<strong>be</strong>n, wenn …<br />

»Wenn du das tust, Skye, wirst du es<br />

bitter <strong>be</strong>reuen.« Ich riss mir das Handy<br />

vom Ohr und <strong>be</strong>endete die Verbindung.<br />

Gleich darauf tippte ich die Nummer<br />

meines Agenten Elvis ein. Niemals<br />

würde ich mich auf Skyes Machtspielchen<br />

einlassen. A<strong>be</strong>r <strong>be</strong>i Elvis ging<br />

nur noch die Mailbox ran. »Fuck!«,<br />

fluchte ich erneut und war kurz davor,<br />

das Teil gegen eine Wand zu werfen.<br />

Normalerweise war ich kein aggressiver<br />

Mensch, a<strong>be</strong>r in diesen Minuten<br />

war ich unglaublich wütend. Doch <strong>be</strong>vor<br />

ich tatsächlich etwas Dummes tun<br />

konnte, sprach ich ihm drauf, dass er<br />

mich un<strong>be</strong>dingt zurückrufen sollte.<br />

Gerade hatte ich aufgelegt, da tippte<br />

mir jemand von hinten auf die Schulter.<br />

Oh nein, bitte nicht auch das noch!<br />

Während ich mich langsam umdrehte,<br />

setzte ich mein Foto-Lächeln auf,<br />

um Autogrammwünschen oder Bitten<br />

nach Selfies mit mir möglichst souverän<br />

zu <strong>be</strong>gegnen. Auch, wenn mir<br />

das gerade gar nicht passte. Ich war<br />

schließlich Profi.<br />

Dunkle, schmale Augenbrauen<br />

schossen in die Höhe, als mich ein abschätziger<br />

Blick traf. Ich vergrößerte<br />

mein Blickfeld und erkannte die Frau<br />

wieder, die ich vor einer Minute nur ein<br />

paar Meter zuvor angerempelt hatte.<br />

»Oh … Oh Mann, sorry«, entschuldigte<br />

ich mich nochmals und hob abwehrend<br />

die Hände. »Das ist eigentlich<br />

nicht meine Art, a<strong>be</strong>r …«<br />

»A<strong>be</strong>r einfach abhauen war gerade<br />

einfacher?« Ihre Worte waren schneidend,<br />

gleichzeitig a<strong>be</strong>r auch herausfordernd.<br />

»Ja. Nein. Ich …« Ich war verwirrt, hatte<br />

ich mich doch auf das Abwimmeln von<br />

einem Fan eingestellt.<br />

»Du bist mir einen Kaffee schuldig«,<br />

gab sie wie selbsterklärend wieder.<br />

»Meiner hat nach deinem Rempler das<br />

Zeitliche gesegnet.« Jetzt zeigte sie<br />

auf ihren schwarzen Parka, der <strong>be</strong>i genauerem<br />

Hinsehen einige braune Flecken<br />

aufwies. Ein weiterer Scan ergab<br />

schwarze Boots, dunkelgrüne Skinny<br />

Jeans und ein graugrünes T-Shirt unter<br />

dem Mantel. Sie war schlank, wenn<br />

nicht sogar zu schlank, was a<strong>be</strong>r unter<br />

dem Parka nicht eindeutig zu erkennen<br />

war. Gut einen Kopf kleiner als ich,<br />

mit kurzen dunklen Haaren sah sie ein<br />

wenig zu mir auf. Abwartend den braunen<br />

großen Rucksack geschultert und<br />

eine Mischung aus Neugier und Ungeduld<br />

in ihrem Blick.<br />

»Das … sorry«, wiederholte ich mich.<br />

»Ich zahle selbstverständlich die Reinigung«,<br />

bot ich ihr an, während mein Blick<br />

wieder zurück zu ihren Augen wanderte.<br />

»Die Reinigung ist mir egal. A<strong>be</strong>r mein<br />

Kaffee ist es nicht. Das war ein Mocca-<br />

Latte, verdammt«, gab sie zurück und<br />

holte mich in die Gegenwart zurück.<br />

»Weißt du, wie lange ich dafür in der<br />

Schlange gestanden ha<strong>be</strong>?«<br />

»Du bist mir deswegen nachgelaufen?«,<br />

fragte ich perplex, weil sie noch<br />

immer kein Wort ü<strong>be</strong>r meinen Bekanntheitsgrad<br />

verloren hatte. »Wegen<br />

eines Mocca-Latte?«<br />

Sie lächelte zuckersüß, und mir fiel<br />

eine winzige, kaum sichtbare Lücke<br />

zwischen ihren Schneidezähnen auf.<br />

»Nein. Das ha<strong>be</strong> ich gemacht, weil mir<br />

dein Hintern so gut gefallen hat.«<br />

»Was?« Ich musste sie anstarren wie<br />

ein Alien, denn plötzlich legte sich ein<br />

verlegenes Grinsen auf ihr Gesicht.<br />

Und auf ihren Wangen zeigte sich eine<br />

niedliche Röte.<br />

»Natürlich wegen des Kaffees. Weswegen<br />

sonst?« Sie schlug die Augen<br />

nieder, und mir fielen ihre Wimpern<br />

auf, die nicht so lang und dicht waren,<br />

wie es der Modetrend gerade verlangte.<br />

Ganz offensichtlich legte sie keinen<br />

<strong>be</strong>sonderen Wert auf Trends.<br />

»Ich …« Irritiert trat ich einen Schritt<br />

zurück. Wusste sie wirklich nicht, wer<br />

ich war, und würde weiterziehen, wenn<br />

ich ihr den Kaffee ersetzt hatte? Oder<br />

tat sie nur so und würde in einem geeigneten<br />

Moment ein Handy aus dem<br />

Off ziehen und ü<strong>be</strong>r mich herfallen,<br />

um es dann Sekunden später mit ihren<br />

Followern zu teilen? Das hatte ich<br />

so schon mehrfach erlebt. »Du weißt<br />

nicht, wer ich bin, oder?«<br />

10 11


Seelenfutter für Herbsttage<br />

HEARTBEAT Für noch mehr -klopfen!<br />

»Wenn sie noch in der Lage<br />

gewesen wäre zu denken,<br />

hätte sie festgestellt, dass sich<br />

in genau diesem Moment ihr<br />

Herz öffnete.«<br />

Sonja Flieder<br />

Blau<strong>be</strong>erduft auf dem kleinen Apfelhof<br />

»In Wahrheit ist<br />

es Feigheit, womit<br />

man einen Kuss<br />

versaut. Nicht<br />

Ungeschicklichkeit.«<br />

Anne Gold<strong>be</strong>rg<br />

Only One Note<br />

»Dass ihre bloße<br />

Existenz jemanden froh<br />

machte, und sei es auch<br />

nur als Trost in einer<br />

regnerischen Nacht, war<br />

Ella heute genug.«<br />

Ute Seidel<br />

Es ist nicht alles Glück, was glänzt<br />

»Ich muss mich zwischen Lie<strong>be</strong><br />

und Karriere entscheiden. Also<br />

entscheide ich mich für die<br />

Lie<strong>be</strong>. Ohne Ar<strong>be</strong>it kann ich<br />

le<strong>be</strong>n. Ohne Lie<strong>be</strong> bin ich tot.«<br />

Amy Baxter, Hold me forever<br />

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13


Sofie liest eBooks, weil …<br />

Sofie macht gerade ihre Ausbildung <strong>be</strong>i Bastei Lüb<strong>be</strong>. Als unsere<br />

Abteilung auf ihrem Ausbildungsprogramm stand, meinte sie:<br />

»Warum erzählen wir den Leuten eigentlich nicht mal, warum<br />

wir eBooks so lie<strong>be</strong>n?«<br />

Na dann – mach doch mal, Sofie!<br />

… nicht jeder sehen muss, welche prickelnde Geschichte<br />

mich gerade <strong>be</strong>geistert!<br />

Ich kann nicht ohne ein Buch aus dem Haus gehen! Doch<br />

manche Cover ziehen in der Öffentlichkeit einfach zu viele<br />

Blicke auf sich. Bei eBooks ist das anders! Diese kann ich<br />

unterwegs trotzdem lesen, da niemand erraten kann, was<br />

sich gerade zwischen den Seiten des Buches abspielt.<br />

… ich mir so viel mehr Lesestoff leisten kann!<br />

Logisch, gute Geschichten ha<strong>be</strong>n ihren Preis! Doch als<br />

Auszubildende und Leseratte muss ich ein bisschen auf<br />

mein Geld achten. Zum Glück sind eBooks meist viel<br />

günstiger als ihre physischen Freunde – <strong>be</strong>sonders,<br />

wenn eine Rabattaktion dazukommt. Dann kann ich<br />

gleich doppelt zuschlagen!<br />

… ich nach Cliffhangern direkt weiterlesen kann!<br />

Ich hasse und lie<strong>be</strong> sie: CLIFFHANGER! Es gibt nichts<br />

Schlimmeres, als nach dem finalen Höhepunkt im Buch<br />

tagelang auf die Fortsetzung warten zu müssen. Doch mit<br />

einem Klick kann ich mir den nächsten Band direkt auf<br />

meinen eReader laden und sofort weiterlesen. Da machen<br />

mir auch die spannendsten Cliffhanger nichts aus.<br />

… ich in den verschiedensten Positionen <strong>be</strong>quem lesen<br />

kann, ohne dass meine Arme schlappmachen.<br />

… ich mich nicht mehr entscheiden muss, welches<br />

Buch ins Handgepäck darf!<br />

Eine <strong>be</strong>queme Position zu finden, in der ich gemütlich lesen<br />

kann, ist manchmal gar nicht so einfach. Wenn ich sie gefunden<br />

ha<strong>be</strong>, könnte ich stundenlang verharren. A<strong>be</strong>r irgendwann<br />

wird das Buch zu schwer, und ich kann es kaum noch halten.<br />

Mit meinem eReader passiert mir das nicht so schnell, denn<br />

der ist so leicht wie ein dünnes Kinderbuch! Tausende Seiten<br />

wiegen nicht viel mehr als mein Smartphone, und ich kann mit<br />

einem Finger umblättern. Perfekt für endlose Lesestunden.<br />

Im Urlaub ha<strong>be</strong> ich endlich Zeit zum Lesen. Meine Leseliste<br />

ist lang, a<strong>be</strong>r welches Buch soll ins Handgepäck? Mit<br />

meinem eReader kann ich meinen ganzen Bücherschrank<br />

einfach mitnehmen. Ein Traum für jeden Bücherwurm!<br />

… mein Hund mir dann keine Seiten mehr aus<br />

meinem Lieblingsbuch reißen kann!<br />

Leider hat mein Hund mir schon mehrere Bücher<br />

komplett auseinandergerissen. Mein Herz hat geblutet<br />

<strong>be</strong>i dem Anblick. Doch wie kann man einem so<br />

süßen Gesicht böse sein? Mit eBooks kann mir das<br />

nicht passieren! Meine kostbaren Geschichten sind<br />

vor seinen kleinen Zähnchen geschützt.<br />

… ich nachts einfach weiterlesen kann, ohne<br />

jemanden aufzuwecken.<br />

Ich lie<strong>be</strong> es zu lesen. Und davon kann mich auch die<br />

anbrechende Nacht nicht abhalten. Bis tief in die Nacht<br />

bin ich in den Geschichten versunken. Und weil mein<br />

eReader selbst leuchtet, kann auch niemand zu mir<br />

sagen »Mach das Licht aus, Sofie!«.<br />

14 15


Weil wir gute<br />

Geschichten lie<strong>be</strong>n!<br />

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12 13


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– eignen sie sich perfekt als Lesespaß für Zwischendurch. A<strong>be</strong>r auch für ein<br />

langes Binge-Reading-Wochenende. Und das Beste: Bei jeder Folge kannst du neu<br />

entscheiden, ob du sie lie<strong>be</strong>r als eBook oder Audio-Download genießen willst. Alle<br />

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Gitta Edelmann<br />

MACTAVISH & SCOTT – DIE LADY DETECTIVES<br />

VON EDINBURGH<br />

Die junge Schottin Finola MacTavish zieht von der<br />

malerischen Isle of Skye nach Edinburgh, um dort in<br />

der Kanzlei von Anne Scott als Detektivin zu ar<strong>be</strong>iten.<br />

Gemeinsam mit dem Computergenie Lachie<br />

lösen die <strong>be</strong>iden Lady Detectives die verblüffendsten<br />

Fälle. Finola merkt da<strong>be</strong>i schnell, dass sie ein<br />

Händchen fürs Ermitteln und Beschatten hat – am<br />

liebsten in Verkleidung. Noch dazu hat sie immer die<br />

Kräutermedizin ihrer Granny zur Hand, die nicht nur<br />

<strong>be</strong>i Kopfschmerzen hilft ...<br />

Matthew Costello, Neil Richards<br />

MYDWORTH - EIN FALL FÜR LORD UND LADY<br />

MORTIMER<br />

England, 1929: Ein glamouröses Ermittlerduo, ungewöhnliche<br />

Verbrechen, schnelle Autos, schicke Kleider<br />

und rauchende Revolver - das ist MYDWORTH! Die<br />

neue Serie von Matthew Costello und Neil Richards,<br />

den Autoren der britischen Erfolgsserie Cherringham.<br />

Sir Harry Mortimer, ehemaliger Spion im Dienste<br />

Ihrer Majestät, ermittelt zusammen mit seiner umwerfenden<br />

Ehefrau Kat, die es mit jedem Bösewicht<br />

aufnehmen kann!<br />

Lena Karmann<br />

TAXI, TOD UND TEUFEL<br />

Sarah Teufel <strong>be</strong>treibt in Ostfriesland ein kleines<br />

Taxiunternehmen – mit einem original New<br />

Yorker Yellow Cab! Ansonsten ist nicht viel los auf<br />

dem platten Land. Doch dann passiert ein Mord.<br />

Und die nächste Polizeiwache ist ewig weit weg.<br />

Was bleibt Sarah also anderes übrig, als selbst ein<br />

wenig herumzuschnüffeln?<br />

Valentina Morelli<br />

KLOSTER, MORD UND DOLCE VITA<br />

Mittag im Kloster von Santa Caterina. Schwester<br />

Isa<strong>be</strong>lla wundert sich: Die Glocken läuten nicht<br />

zum Ge<strong>be</strong>t. Als sie der Sache nachgeht, macht sie<br />

eine furchtbare Entdeckung: Schwester Raffaela<br />

liegt leblos im Hof. Sie muss vom Glockenturm<br />

gestürzt sein. A<strong>be</strong>r war es wirklich ein Unfall, wie<br />

die Mutter O<strong>be</strong>rin <strong>be</strong>hauptet? Isa<strong>be</strong>lla kann das<br />

nicht glau<strong>be</strong>n! Und was hat die Zahl zu <strong>be</strong>deuten,<br />

die ne<strong>be</strong>n der Toten in den Staub gemalt ist?<br />

Gemeinsam mit dem jungen Carabiniere Matteo<br />

ermittelt Isa<strong>be</strong>lla auf eigene Faust …<br />

Johann Simons<br />

HERR HEILAND<br />

Der gemütliche Dorfpastor Klaas Heiland wagt einen<br />

Neuanfang im bayrischen Sonntal am See. Da<strong>be</strong>i<br />

muss er nicht nur mit seiner resoluten Haushälterin,<br />

dem ü<strong>be</strong>rambitionierten Bürgermeister und den<br />

eigenwilligen Traditionen der Sonntaler zurechtkommen:<br />

Nein, hier in der Provinz ge<strong>be</strong>n sich die<br />

Mörder die Klinke in die Hand! Und im Gegensatz<br />

zum sympathischen Dorfpolizisten Tobias Kern hat<br />

der friedlie<strong>be</strong>nde Heiland ein Talent zur Lösung<br />

von Kriminalfällen ...<br />

10<br />

11


LESEPROBE<br />

LEO BORN<br />

Frankfurt wird von einer brutalen Mordserie erschüttert, deren<br />

blutige Spuren Kommissarin Mara »Die Krähe« Billinsky bis nach<br />

Sizilien führen – mitten in ein grausames Netz aus Zwangsprostitution,<br />

Drogenhandel und düsterem A<strong>be</strong>rglau<strong>be</strong>n. Maras<br />

einzige Chance, um an die Hintermänner dieser finsteren<br />

Organisation zu gelangen, ist die Prostituierte Joy. Doch Joy<br />

flieht vor ihren Peinigern – und wird zur le<strong>be</strong>nden Zielschei<strong>be</strong><br />

einer gnadenlosen Jagd durch die Mainmetropole.<br />

Düster, rasant und extrem spannend: Der sechste Fall<br />

für Deutschlands härteste Ermittlerin und ihr Team!<br />

Als Taschenbuch, eBook und Audio-Book.<br />

KAPITEL 1<br />

Am Ende dieses A<strong>be</strong>nds würde er tot sein.<br />

Er hatte nicht den leisesten Zweifel. Schon<br />

seit Stunden stieg Angst in ihm auf, er<br />

schmeckte sie auf der Zunge, bitter wie<br />

Gift.<br />

Alles fühlte sich fremd an, als hätte er<br />

es nie zuvor getan, selbst das Autofahren<br />

kam ihm ungewohnt vor. Er vergaß, den<br />

Blinker zu setzen, und bog ruckartig ab. Mit<br />

zusammengepressten Lippen folgte er der<br />

schmalen, von Schlaglöchern ü<strong>be</strong>rsäten<br />

Straße, bis er die seit Langem stillgelegte<br />

Gießerei entdeckte. Er brachte den Wagen<br />

zum Stehen. Als er den Motor ausschaltete,<br />

machte ihm die einsetzende Stille seine<br />

verzweifelte Lage nur noch <strong>be</strong>wusster.<br />

Sie hatten ihn völlig in der Hand. Und<br />

jetzt? Welche Wahl hatte er? Nachge<strong>be</strong>n<br />

und <strong>be</strong>zahlen – oder sich wehren. Dazwischen<br />

gab es nichts.<br />

Schweiß stand ihm auf der Stirn. Wieder<br />

ü<strong>be</strong>rfiel ihn die Gewissheit, dass er diesen<br />

Tag, ja vielleicht die nächsten Minuten<br />

nicht ü<strong>be</strong>rle<strong>be</strong>n würde.<br />

Ein Blick zur Uhr, ein tiefes Seufzen,<br />

dann stieg er aus. Von der Rückbank holte<br />

er den Aktenkoffer. Mit steifen Schritten<br />

näherte er sich der Fabrik, zu der er am<br />

Vormittag <strong>be</strong>ordert worden war. Der Koffer<br />

fühlte sich schwerer an, als sein Inhalt war.<br />

Er ü<strong>be</strong>rquerte das Parkplatzareal. Zwei<br />

Autowracks rosteten auf platten Reifen<br />

vor sich hin. Nicht mehr lange, und die<br />

Dunkelheit würde sich ü<strong>be</strong>r das von Unkraut<br />

ü<strong>be</strong>rwucherte Fabrikgelände senken,<br />

das am äußersten Rand eines Industriegebiets<br />

lag. Er <strong>be</strong>trat die Gießerei durch den<br />

Vordereingang. Die Flügel der Doppeltür<br />

standen offen, ihre Schei<strong>be</strong>n waren zersplittert.<br />

Er folgte einem langen Korridor<br />

im Erdgeschoss, vor<strong>be</strong>i an Büros, in denen<br />

alte Akten und noch gefüllte Schnellhefter<br />

wild verstreut herumlagen, als wäre das<br />

Unternehmen damals von einem Tag auf<br />

den anderen dichtgemacht worden.<br />

Eine Ratte huschte vor seinen Füßen<br />

vor<strong>be</strong>i und verschwand.<br />

Am Ende des Korridors hing eine Tür<br />

schief in den Angeln.<br />

Er hielt inne. Atmete tief durch und<br />

schwitzte noch stärker. Die Angst schien<br />

ihn zu lähmen.<br />

Waren sie <strong>be</strong>reits da? Erwarteten sie ihn?<br />

Sie konnten mit ihm spielen wie eine<br />

Katze mit einer Maus. Die Situation ü<strong>be</strong>rforderte<br />

ihn. Als es angefangen hatte, war<br />

er sicher gewesen, jederzeit alles im Griff zu<br />

ha<strong>be</strong>n. Nie hätte er für möglich gehalten,<br />

dass es jemals so weit kommen würde. Und<br />

jetzt … Immer noch rührte er sich nicht von<br />

der Stelle.<br />

Würde er wagen, was er sich vorgenommen<br />

hatte? Nun ja, erst einmal würde er<br />

abwarten, was sie sagten, und womöglich<br />

… Nein, es gab keinen anderen Ausweg,<br />

das war ihm klar, es war dumm, sich etwas<br />

vormachen zu wollen. Sein Herz hämmerte<br />

in der Brust. Er musste sich zwingen, seinen<br />

Weg fortzusetzen und die Halle zu <strong>be</strong>treten.<br />

Hohe Decke, nackte Wände, massige Stützpfeiler.<br />

Ü<strong>be</strong>r die in gut zwei Metern Höhe<br />

eingesetzten, größtenteils kaputten Fenster<br />

drang das schwächer werdende Tageslicht als<br />

milchiger Schleier ins Innere. Sanft legte es<br />

sich ü<strong>be</strong>r die Männer, die am anderen Ende<br />

der Halle standen und ihm entgegensahen.<br />

Langsam <strong>be</strong>wegte er sich auf sie zu, noch<br />

steifer als zuvor, und er fragte sich, ob sie<br />

das <strong>be</strong>merkten.<br />

Sie waren zu zweit. Für ihn <strong>be</strong>nötigte<br />

man nicht mehr, sollte das wohl heißen.<br />

Kapuzen, Hoodies, funkelnde Goldketten,<br />

Sneaker. Sie wirkten auf ihn wie Gestalten<br />

aus einem Videoclip auf MTV, es fehlten<br />

nur noch die stampfenden Beats eines<br />

Rap-Songs.<br />

Die Stimme ließ die Stille ringsum zersplittern:<br />

»Hast du das Geld?«<br />

Er stoppte, als wäre er gegen eine unsichtbare<br />

Wand gelaufen.<br />

»Natürlich«, hörte er sich mit dünner<br />

Stimme antworten.<br />

Beide Männer deuteten ein Grinsen an,<br />

ü<strong>be</strong>rheblich und ganz die Ruhe selbst. Die<br />

lässige Art, mit der sie sich präsentierten,<br />

hatte für ihn etwas Demütigendes, und das<br />

machte alles noch schlimmer. Sie standen<br />

relativ nahe <strong>be</strong>ieinander, auch das ein Zeichen,<br />

dass sie keinen Respekt vor ihm hatten.<br />

Denn je größer der Abstand zwischen<br />

Personen war, desto schwerer war es <strong>be</strong>i<br />

einer Auseinandersetzung, sie auszuschalten.<br />

Ja, sie waren vollkommen entspannt.<br />

»Dann mal her mit der Kohle, Josch.«<br />

Er fuhr sich mit der Zungenspitze ü<strong>be</strong>r<br />

die trocknen Lippen. Josch. Diesen Namen<br />

hatte er ihnen genannt, als sie sich kennengelernt<br />

hatten. Inzwischen wussten sie, wie<br />

er in Wirklichkeit hieß.<br />

Er kniete sich hin, legte den Aktenkoffer<br />

auf dem Boden ab und klappte ihn so auf,<br />

dass die Männer keinen Blick auf den Inhalt<br />

werfen konnten. Er badete geradezu im<br />

Schweiß.<br />

Nachher wirst du tot sein.<br />

Kein anderer Ausweg, sagte er sich erneut.<br />

Er würde durchführen, was er sich<br />

vorgenommen hatte. Nie zuvor hatte er<br />

so etwas gemacht. Gewiss, er hatte mit<br />

Gewalt zu tun gehabt, a<strong>be</strong>r das war nicht<br />

vergleichbar.<br />

»Na los, Josch«, ertönte die nächste Aufforderung.<br />

6 7


Aus dem Augenwinkel streifte er sie mit<br />

einem unauffälligen Blick. Wo trugen sie<br />

ihre Waffen? Hinten im Hosenbund? Er<br />

musste schnell sein. Musste sie vollkommen<br />

ü<strong>be</strong>rrumpeln. Das würde sein Vorteil sein –<br />

sein einziger.<br />

Jetzt! Er riss die schon vor Fahrtantritt<br />

entsicherte Pistole aus dem Seitenfach des<br />

Koffers und <strong>be</strong>gann im Knien zu schießen,<br />

ohne zu zielen, er drückte einfach den<br />

Abzug durch, immer wieder. Die Männer<br />

zogen ihre Waffen. Das gewaltige Dröhnen<br />

der vielen Schüsse ließ ihn erzittern, er<br />

fühlte sich wie im Zentrum eines to<strong>be</strong>nden<br />

Orkans. Durch den Pulverdampf tränten<br />

seine Augen. Erneut drückte er ab und<br />

noch einmal und noch einmal, bis das Magazin<br />

fast leer war.<br />

Als eine dumpfe Stille eintrat, wusste<br />

er nicht, wo ihm der Kopf stand. Hatte er<br />

ü<strong>be</strong>rhaupt irgendwen getroffen? Hatte<br />

er etwa selbst etwas ab<strong>be</strong>kommen? Er<br />

keuchte und ließ seine Pistole fallen, die<br />

mit einem metallischen Klacken auf dem<br />

Boden landete. Schweiß lief noch immer an<br />

ihm herunter. Oder war es Blut? Er schloss<br />

die Augen.<br />

KAPITEL 2<br />

Irgendetwas lag in der Luft. Es erfüllte die<br />

Gänge, die Büros, die Kantine. Jeder hatte<br />

etwas gehört, a<strong>be</strong>r keiner etwas Verlässliches.<br />

Seit gut vier Wochen fehlte Hauptkommissar<br />

Rainer Klimmt nun schon.<br />

Krankheits<strong>be</strong>dingt, wie es hieß. Welches<br />

Leiden den Leiter der Mordkommission zu<br />

der Pause zwang, wusste allerdings niemand,<br />

obwohl sich doch so etwas schon<br />

längst herumgesprochen ha<strong>be</strong>n müsste.<br />

Und jetzt hatte Staatsanwalt Christian von<br />

Lingert auch noch kurzfristig eine Besprechung<br />

für das gesamte Team ein<strong>be</strong>rufen.<br />

Ja, irgendetwas lag in der Luft, diesen<br />

Eindruck hatte auch Kommissar Jan<br />

Rosen, der hastig von seinem Schreibtisch<br />

aufstand. Ein dienstliches Telefonat hatte<br />

ihn Zeit gekostet, und nun musste er sich<br />

<strong>be</strong>eilen. Er mochte es nicht, zu spät zu<br />

kommen. Nicht nur Pünktlichkeit war ihm<br />

wichtig, auch gute Manieren, Ordnung und<br />

das Einhalten des polizeilichen Regelwerks.<br />

Eigentlich ein Wunder, dachte er in einem<br />

Anflug eher seltener Ironie, dass er schon<br />

seit einer ganzen Weile eng mit einer Kollegin<br />

zusammenar<strong>be</strong>itete, die auf all das pfiff.<br />

Wo trieb sie sich eigentlich wieder herum?<br />

Wo war Mara Billinsky?<br />

Auf dem Weg zum Konferenzraum<br />

eilte Rosen hinter zwei Kollegen her, die<br />

ihrerseits unterwegs zur Besprechung<br />

waren. Ihren Bemerkungen entnahm er,<br />

dass Hauptkommissar Klimmt wohl noch<br />

länger ausfallen würde. Die <strong>be</strong>iden stellten<br />

Mutmaßungen an, wer ihn – zumindest<br />

fürs Erste – vertreten solle. Schleyer und<br />

Patzke waren die Namen, die fielen. Offenbar<br />

wurde diese Frage schon länger unter<br />

allen Kollegen erörtert, ohne dass Rosen,<br />

der immer ein Außenseiter gewesen war, es<br />

so richtig mit<strong>be</strong>kommen hatte.<br />

Er <strong>be</strong>trat als Letzter den modern ausgestalteten<br />

Raum mit den Mö<strong>be</strong>ln aus<br />

hellem Birkenholz, den in Grün gehaltenen<br />

Tapeten und dem Whiteboard, vor dem der<br />

Staatsanwalt <strong>be</strong>reits Aufstellung genommen<br />

hatte.<br />

Als Rosen die Tür schloss, <strong>be</strong>gann<br />

Christian von Lingert unverzüglich mit der<br />

Ansprache, <strong>be</strong>äugt von der gesamten Abteilung.<br />

»Ich danke Ihnen allen, dass Sie einen zeitlichen<br />

Slot gefunden ha<strong>be</strong>n, um hier zu sein.<br />

Die meisten von Ihnen werden sich denken<br />

können, warum ich Sie herge<strong>be</strong>ten ha<strong>be</strong> –<br />

es geht um Hauptkommissar Klimmt.«<br />

Von Lingerts ausgeprägte Geheimratsecken,<br />

das streng nach hinten gekämmte,<br />

ü<strong>be</strong>r den Ohren graue Haar und die Brille<br />

ließen ihn älter wirken als seine vierzig<br />

Jahre. Das kantige, schmale Gesicht mit<br />

den tief liegenden kleinen Augen zeugte<br />

von Entschlossenheit. Er war wahrlich kein<br />

Typ, der herzlich wirkte oder gar vor Humor<br />

sprühte. Ü<strong>be</strong>r ihn kursierten keine Gerüchte,<br />

das Privatle<strong>be</strong>n hielt er gekonnt unter<br />

Verschluss. Er war ledig, anscheinend nicht<br />

einmal liiert, und sein kleiner, a<strong>be</strong>r feiner<br />

Freundeskreis <strong>be</strong>stand aus renommierten<br />

Juristen. Ansonsten wusste man nichts<br />

ü<strong>be</strong>r ihn.<br />

»Nach meinem jetzigen Kenntnisstand«,<br />

fuhr er fort, »wird der Chef Ihrer Abteilung<br />

wohl noch eine ganze Weile fehlen. Sie verstehen<br />

sicher, dass ich hier nicht ins Detail<br />

gehen kann.«<br />

Rosen fiel auf, dass von Lingert angespannt<br />

wirkte, auch wenn der Staatsanwalt<br />

das wie üblich durch seine fast schon<br />

ü<strong>be</strong>rtrie<strong>be</strong>n sachliche Art zu ü<strong>be</strong>rdecken<br />

versuchte.<br />

»Es geht nun darum«, sprach von Lingert<br />

weiter, »Herrn Klimmts Position interimsweise<br />

zu <strong>be</strong>setzen.«<br />

Ein Moment tiefer Stille entstand. Unauffällige<br />

Blicke wurden gewechselt.<br />

»Derjenige, der diese Rolle ü<strong>be</strong>rnimmt,<br />

dient als direkter Ansprechpartner für mich<br />

und hat darü<strong>be</strong>r hinaus …« Er musste sich<br />

räuspern, richtete den Krawattenknoten.<br />

»… <strong>be</strong>i allen Entscheidungen, die Ihre Abteilung<br />

<strong>be</strong>treffen, das letzte Wort.«<br />

Für jemanden wie von Lingert eine recht<br />

unpräzise Ausdrucksweise, <strong>be</strong>fand Rosen<br />

und sah verstohlen in die Runde. Wieder<br />

fragte er sich <strong>be</strong>iläufig, wo Mara Billinsky<br />

stecken mochte.<br />

Der Staatsanwalt schien die nächsten<br />

Worte genau abzuwägen, wie seine starre<br />

Miene verriet. »Es war letzten Endes die<br />

Entscheidung des Hauptkommissars,<br />

schließlich geht es um seine Abteilung.«<br />

Rosen stutzte. Offenbar war der Staatsanwalt<br />

nicht un<strong>be</strong>dingt <strong>be</strong>geistert ü<strong>be</strong>r das,<br />

was er mitzuteilen hatte.<br />

»Wie dem auch sei«, sagte von Lingert.<br />

»Ich ge<strong>be</strong> Ihnen nun <strong>be</strong>kannt, wer den<br />

Hauptkommissar bis zu seiner Rückkehr<br />

vertreten wird.«<br />

Viele Blicke streiften Schleyer und<br />

Patzke, die aussichtsreichsten – und wohl<br />

einzigen – Kandidaten.<br />

Dann nannte von Lingert den Namen.<br />

Rosen merkte, wie ihm der Kiefer nach<br />

unten klappte. Er konnte nicht glau<strong>be</strong>n,<br />

was er hörte. Verdutzt musterte er die<br />

Kollegen. Jedem stand die Verblüffung ins<br />

Gesicht geschrie<strong>be</strong>n, manchem sogar kaum<br />

verhohlene Wut.<br />

Nach einem Raunen breitete sich wiederum<br />

Stille aus. Man konnte sie förmlich mit<br />

den Händen greifen.<br />

21 8 9<br />

20


Krimis und Thriller von gemütlich bis blutig<br />

Jessica Müller<br />

TANNENGRÜN UND<br />

SEMMELMORD<br />

Tom Finnek<br />

FINSTERBUSCH<br />

Nikolas Stoltz<br />

TODESKALT<br />

Paul Buderath<br />

DER SELFIE-KILLER<br />

Am Nikolaustag liegt der wohlha<strong>be</strong>nde<br />

Großbäcker Alfons Gerstl auf einer<br />

idyllischen Waldlichtung am See - tot! Ihm<br />

wurde der Schädel eingeschlagen. Wer<br />

könnte dem Bäckerei-Mogul Böses wollen?<br />

Stimmt etwa tatsächlich die Legende von<br />

dem Fluch, nach der alle hundert Jahre an<br />

diesem Tag ein Mitglied der Familie Gerstl<br />

gewaltsam zu Tode kommen müsse?<br />

Hauptkommissar Hirsch<strong>be</strong>rg <strong>be</strong>gibt sich<br />

auf Spurensuche in der Krindelsdorfer<br />

Vergangenheit - und deckt so manches<br />

Geheimnis auf ...<br />

Auf der Beerdigung des jungen Oliver<br />

Herzog wendet sich die Mutter des Toten<br />

an Heinrich Tenbrink. Sie glaubt nicht,<br />

dass ihr Sohn Selbstmord <strong>be</strong>gangen hat<br />

und bittet den pensionierten Kriminalrat<br />

um Hilfe. Eher widerwillig nimm Tenbrink<br />

sich der Sache an – und stößt auf einen<br />

Jahre zurückliegenden mysteriösen<br />

Todesfall. Auch sein ehemaliger Kollege<br />

und O<strong>be</strong>rkommissar Maik Bertram ermittelt<br />

in dem Fall - und hat es kurz<br />

darauf mit einer weiteren Leiche zu tun ...<br />

Der Tod wird dich finden! Kriminalpsychologin<br />

Caro Löwenstein erhält den verzweifelten<br />

Anruf einer alten Freundin: Die<br />

Psychotherapeutin Melanie Meissner<br />

fühlt sich verfolgt. Sofort eilt Caro in das<br />

verschneite Dorf im Taunus. Dort entdeckt<br />

sie die Leiche einer jungen Frau - Melanie<br />

hingegen ist verschwunden … Nach »Die<br />

Patienten« der zweite Fall für das Ermittler-<br />

Team Löwenstein und Berger!<br />

Kommissar Alex Michelsen steht vor<br />

einem schockierenden Fall: Ein brutaler<br />

Frauenmörder zwingt seine Opfer, den<br />

Moment ihres eigenen Todes in einem<br />

Selfie zu verewigen. Die abscheulichen<br />

Fotos postet der Wahnsinnige auf den Social-Media-Accounts<br />

der Frauen. Wer wird<br />

als Nächstes im Visier des Selfie-Killers<br />

stehen? Als die Polizeipraktikantin Laura<br />

Stürmer von der Mordserie erfährt, packt<br />

sie ein schrecklicher Verdacht. Und als<br />

ihre Freundin Robyn spurlos verschwindet,<br />

schlägt Laura <strong>be</strong>i Michelsen Alarm ...<br />

4 5


Krimi- und Thrillertipps aus dem Lektorat<br />

Leslie Kerr<br />

DIE FREMDE - DU DARFST NICHT LEBEN<br />

Ich lie<strong>be</strong> es, wenn ich <strong>be</strong>i einem Thriller bis zuletzt nicht ahne, wer<br />

der Täter ist. Genau so ist es <strong>be</strong>i DIE FREMDE. Worum es geht? Klara<br />

erwacht im Krankenhaus – ihre Eltern sind ermordet worden, sie<br />

selbst hat nur knapp ü<strong>be</strong>rlebt. Der Täter kannte die Familie. War<br />

er ein Freund, Mitar<strong>be</strong>iter oder sogar Verwandter? Und Klara steht<br />

noch immer auf seiner Abschussliste. Ein psychologischer Thriller<br />

mit Tiefgang, einer interessanten Protagonistin und Spannung, die<br />

sich von Seite zu Seite steigert. Von Beginn an ist klar, dass man<br />

niemandem trauen sollte, nicht einmal Klara selbst. Ich hatte<br />

mehrfach Gänsehaut <strong>be</strong>im Lesen.<br />

Christian Homma und Elisa<strong>be</strong>th Frank<br />

NIE ZU ALT FÜR IRISH COFFEE<br />

Liebst du humorvolle Krimis? Und wolltest du als Kind auch eine<br />

Detektivbande à la TKKG oder Die Drei ??? ha<strong>be</strong>n? Bist du vielleicht<br />

sogar Irland-Fan? Wenn du nur einmal Ja gesagt hast, lege ich dir<br />

»Nie zu alt für Irish Coffee – Die VIER und der Schatz der grünen<br />

Insel« von Elisa<strong>be</strong>th Frank und Christian Homma ans Herz: ein<br />

kniffliges Krimi-Rätsel mit absolut lie<strong>be</strong>nswerten Figuren<br />

und viel irischem Flair.<br />

Lukas<br />

Eileen<br />

Eva Link<br />

TOTE BRAUCHEN KEIN SHAMPOO - MORD<br />

IN OBERTANNDORF<br />

Ein süßer Cosy-Krimi um die junge Lou, die den Friseursalon<br />

»Glückssträhne« im Dörfchen O<strong>be</strong>rtanndorf von ihrer Tante ü<strong>be</strong>rnommen<br />

hat. Ironischerweise hat Lou a<strong>be</strong>r erstmal ziemliches<br />

Pech: Vom Leichenfund eines ihrer Kunden im Wald, ü<strong>be</strong>r ein mieses<br />

Online-Date mit dem ermittelnden Kommissar, bis hin zu der Tatsache,<br />

dass sie des Mordes verdächtigt wird, ist alles da<strong>be</strong>i. Ich kann<br />

absolut verstehen, dass sie lie<strong>be</strong>r selbst ermittelt. Die lie<strong>be</strong>nswürdigskurrilen<br />

Charaktere und der humorvolle Schreibstil ha<strong>be</strong>n mich<br />

definitiv ü<strong>be</strong>rzeugt, die Reihe weiterzulesen!<br />

Pascale<br />

Auf einen Schluck<br />

Wein mit Andreas<br />

Erlenkamp<br />

Planen oder einfach drauflosschrei<strong>be</strong>n?<br />

Erst planen, dann schrei<strong>be</strong>n. Bei mir kommen<br />

ja doch einige Bücher pro Jahr zusammen,<br />

da brauche ich eine Struktur. Und <strong>be</strong>i den<br />

Krimis fühle ich mich wohler <strong>be</strong>im Schrei<strong>be</strong>n,<br />

wenn ich vorher weiß, wie gemordet wird.<br />

Eine ordentliche Planung heißt a<strong>be</strong>r nicht,<br />

dass sich nicht die eine oder andere Figur<br />

während des Schrei<strong>be</strong>ns noch anders entwickeln<br />

kann oder neue Kapitel eingescho<strong>be</strong>n<br />

werden, so viel Freiheit muss dann schon sein.<br />

Wenn du nicht liest, was machst du<br />

dann gerne?<br />

Ich laufe regelmäßig, mache Kampfsport und<br />

ar<strong>be</strong>ite gerne in meiner Tischlerwerkstatt.<br />

Welches Buch liegt auf deinem Nachttisch?<br />

Gerade e<strong>be</strong>n? Der Donnerstagsmordclub von<br />

Richard Osman.<br />

Was hast du unterwegs immer da<strong>be</strong>i?<br />

Ein kleines, flaches Taschenmesser und<br />

tatsächlich – Achtung Klischeealarm – einen<br />

Notizblock mit Stift. Ich finde es schrecklich,<br />

wenn man sich schnell etwas aufschrei<strong>be</strong>n<br />

will und keinen Stift da<strong>be</strong>i hat. Stift und Block<br />

<strong>be</strong>gleiten mich schon seit meiner Zeit als<br />

Journalist in Bonn.<br />

Urlaub am Meer oder in den Bergen?<br />

Meer – gar keine Frage. Als Kind bin ich mit<br />

meinen Eltern immer in die Berge gefahren.<br />

A<strong>be</strong>r dann <strong>be</strong>kamen meine Frau und ich sel<strong>be</strong>r<br />

Kinder und wir verbrachten den Urlaub<br />

am Meer. Das Meer und ich, das war Lie<strong>be</strong> auf<br />

den ersten Blick.<br />

Andreas Erlenkamp ist das Pseudonym des erfolgreichen<br />

deutschen Krimiautors Andreas J. Schulte. Zusammen mit<br />

seiner Frau Christine schreibt er als Barbara Erlenkamp<br />

unterhaltsame Frauenromane. Mit seiner neuen Mosel-<br />

Krimi-Reihe um die ehemalige Kommissarin Clarissa von<br />

Michel und die Mitglieder des Krimi-Lese-Clubs in Niedermühlenbach<br />

verbindet er seinen Erfolg als Krimischriftsteller<br />

mit den Erlenkamp-Wohlfühlromanen.<br />

Rot- oder Weißwein?<br />

Da mag ich mich gar nicht entscheiden. Kommt<br />

auf das Essen und den A<strong>be</strong>nd an. Auf jeden<br />

Fall lie<strong>be</strong>r trocken als halbtrocken. Und ab und<br />

zu auch mal einen kleinen Malt Whisky.<br />

© Andreas J. Schulte<br />

Die pensionierte Kommissarin<br />

Clarissa von Michel <strong>be</strong>schließt,<br />

sich in dem idyllischen Dörfchen<br />

Niedermühlenbach an<br />

der Mosel eine Auszeit zu<br />

nehmen. A<strong>be</strong>r als <strong>be</strong>i einer<br />

Weinpro<strong>be</strong> der unsympathische<br />

Witwer Gis<strong>be</strong>rt Römer<br />

plötzlich tot umfällt, wird<br />

Clarissa misstrauisch. Ist der<br />

Dorfcasanova wirklich an<br />

einem Herzinfarkt gestor<strong>be</strong>n?<br />

Die ehemalige Kommissarin<br />

<strong>be</strong>ginnt zu ermitteln ...<br />

Ein spannender Kriminalfall, humorvolle Charaktere und<br />

eine unglaublich sympathische Ermittlerin: Die perfekte<br />

Sommerlektüre für Krimi-Leser, Mosel-Fans und Weintrinker!<br />

Als eBook, Taschenbuch und Audio-Book.<br />

2<br />

3


THRILLED<br />

Mörderisch gute Unterhaltung<br />

Lesepro<strong>be</strong><br />

Interviews • Buchtipps

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