Elsterbogen 2021
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N o 11 – <strong>2021</strong><br />
ZEITUNG DER INTERESSENGEMEINSCHAFT GREIZER NEUSTADT E.V.<br />
Kultur, Bauen und Tradition<br />
10 JAHRE<br />
VOGTLANDHALLE GREIZ<br />
Sie sind mit Abstand das beste Publikum!<br />
Seite 2<br />
ELEKTROMOBILITÄT –<br />
WIR WOLLEN<br />
ANTRIEB SEIN<br />
Seite 9<br />
SCHATTENBANK<br />
IM GOETHEPARK!<br />
Der Neustadtverein bittet um Ihre Mithilfe.<br />
Seite 19<br />
JUGEND FORSCHT<br />
Seite 20
Sie sind mit Abstand das beste Publikum!<br />
Über ein 10-jähriges Jubiläum und die Wichtigkeit der Kultur<br />
TITELTHEMA<br />
Kultur ist der Kitt unserer Gesellschaft!<br />
Um so mehr freut es uns als Vogtlandhalle<br />
Greiz, dass uns so zahlreiche Gäste in unserem<br />
Jubiläumsjahr gratulieren und besuchen.<br />
Da der eigentliche Geburtstag am 18.<br />
März mit der Idee einer Festveranstaltung<br />
coronabedingt leider ausfiel und<br />
nur still begangen werden konnte, nutzten<br />
wir unsere tolle Standort-Chance: wir<br />
bespielten den Goethepark vom 18. bis<br />
22. August <strong>2021</strong> mit einem Festival,<br />
um uns auch einmal außerhalb unseres<br />
„Wohnzimmers“ zu bewegen. Zur<br />
Planung, die bereits im Februar und März<br />
begonnen wurde, schien uns ein Fest<br />
unter freiem Himmel für den Sommer die<br />
vielversprechendste Variante zu sein, um<br />
mit Ihnen gemeinsam auf das Jubiläum<br />
anzustoßen. Denn zu diesem Zeitpunkt<br />
sah es so aus, als dass lediglich Open-Air-<br />
Veranstaltungen erlaubt würden.<br />
Der Wettergott war uns nicht immer ganz<br />
so hold, wie wir eigentlich hofften, aber<br />
auch die kühleren Abendstunden konnten<br />
wir gemeinsam mit Ihnen und sehr<br />
professionellen Künstlern – zum Teil aufmerksam<br />
zuhörend, zum anderen Teil<br />
tanzend und beschwingt – begehen.<br />
Der sonnige Tag der Vereine bot eine<br />
wunderbare Chance zur Präsentation und<br />
zum Wiedertreffen aller, die sich tapfer<br />
und mutig durch die Krise und die damit<br />
eingeschränkten Probenmöglichkeiten<br />
als ehrenamtliche Sport- und Kulturvereine<br />
gekämpft haben. Die über 500 Gäste<br />
an diesem Tag bestärkten den Zusammenhalt<br />
und die Wichtigkeit des bunten<br />
Vereinslebens der Region und dessen<br />
Strahlkraft. Mit den Amigos und Lisa Fitz<br />
konnten wir gemeinsam jubilieren, denn<br />
auch diese beiden Künstlerproduktionen<br />
sind schon seit Jahrzehnten sehr beliebt,<br />
sodass es sich anbot, gemeinsame Erfolgsgeschichten<br />
zu festigen. Andreas Geffarth<br />
brachte uns am 21.8., nach einem gefühlvollen<br />
Elton-John-Tribute Konzert,<br />
in einer lauen Sommernacht zum Tanzen<br />
und Singen im Parkgelände und ein<br />
ganz besonderes Geburtstagsgeschenk erhielten<br />
wir von Carolin Beutler und Ihrem<br />
Team der Kreisbibliothek Greiz am<br />
Sonntag zum Kinderfest: Herr Wolke verzauberte<br />
mit seinem Programm nicht nur<br />
die Kleinsten im Großen Saal der Vogtlandhalle!<br />
Auch so mancher Erwachsener<br />
durfte noch einmal Kind sein und sich<br />
von Zaubertricks und mächtig viel Spaß<br />
begeistern lassen.<br />
Das musikalische „Happy-Birthday“-<br />
Ständchen überbrachte uns unsere Vogtlandphilharmonie<br />
Greiz/Reichenbach am<br />
Sonntagabend zur Klassiknacht, die wir<br />
dem drohenden Gewitter wegen, auch<br />
zurück ins „Wohnzimmer Großer Saal“<br />
verlegen mussten. Trocken, warm und<br />
atmosphärisch gemütlich konnte man<br />
wunderbaren Klassikklängen lauschen<br />
und damit einen wunderbaren Abschlussabend<br />
der Festwoche erleben.<br />
Deshalb und dafür möchten wir, als Kulturbetrieb<br />
Vogtlandhalle Greiz, DANKE<br />
sagen!<br />
2
N o 11 – <strong>2021</strong><br />
Danke an alle, die uns kulturell, finanziell,<br />
emotional oder rein durch die Anwesenheit<br />
eine wunderbare Jubiläumswoche ermöglichten.<br />
Die Sparkasse Gera/Greiz als<br />
Hauptsponsor hat uns zum Gelingen des<br />
Festivals eine breite Schulter gereicht, um<br />
das Gelände im Park sicher und gut ausstatten<br />
zu können aber ohne die fleißigen<br />
Helfer vor Ort und viel personellem Engagement<br />
aus der Bevölkerung wäre es natürlich<br />
nicht gegangen. Wir danken allen<br />
Förderern, Unterstützern und vor allem<br />
allen Gästen, die uns, auch in dieser komplizierten<br />
Zeit, die Treue halten, Rückhalt<br />
geben und alle Versuche, etwas Schönes<br />
auf die Beine zu stellen, mittragen. Hier<br />
sei auch das vielschichtige Personal sowohl<br />
intern als auch extern bedacht, die<br />
mit viel Kreativität und Körpereinsatz<br />
am Gelingen beteiligt waren und weiterhin<br />
täglich sind. Wer hätte schon gedacht,<br />
dass auch eine 5m hohe und 12m lange<br />
Feuerwehr-Hüpfburg in unser Foyer passt<br />
oder die Notwendigkeit wirklich eintritt,<br />
dass Bier- und Getränkewagen morgens<br />
kurzerhand von der Goetheparkwiese auf<br />
den Vorplatz der Vogtlandhalle verschoben<br />
werden müssen.<br />
Die 1-Million-Gäste-Marke haben wir<br />
mittlerweile mit Stand September <strong>2021</strong><br />
sicherlich geknackt, denn schon das Jahr<br />
2019 allein zählte 97.558 Besucher. Diese<br />
Zahl zeigt die Popularität und Wichtigkeit<br />
der Vogtlandhalle Greiz als Kulturbetrieb<br />
der Region bis weit über die Greizer<br />
Grenzen hinaus, denn auch internationales<br />
Publikum ist hier zu Gast. Und so geben<br />
wir weiterhin täglich unser Bestes, einen<br />
vielseitigen und genreübergreifenden<br />
Veranstaltungsplan zu erstellen, der von<br />
volkstümlichen Programmen und Schlagerstars,<br />
beliebten Comedians, Kabarettisten<br />
und Tanzgalas über Klassik und Tribute-Konzerten<br />
bis hin zu Lesungen auch<br />
das ein oder andere Highlight parat hält.<br />
Unser Credo bedeutet Kultur für alle anbieten<br />
zu können und so kommen natürlich<br />
auch die Kleinsten und Jugendlichen<br />
auf Ihre Kosten in unseren jährlichen Angeboten<br />
– die Vogtlandhalle Greiz soll<br />
weiterhin das sein, für was Sie einst am<br />
18.3.2011 eingeweiht wurde: das Kulturhaus<br />
der Stadt und Region! Und das dieser<br />
Begriff für jeden Gast etwas anderes<br />
bedeutet, davon sind wir überzeugt und<br />
freuen uns, alle Facetten diesbezüglich gestalten<br />
zu dürfen.<br />
Wenn doch nur alles ohne diesen für unseren<br />
Kulturbetrieb so schrecklichen Begriff<br />
„Abstand“ funktionieren könnte…!<br />
Wir tragen seelisch schwer daran, dass<br />
sich Menschen im Haus nicht ohne Maske<br />
in nächster Nähe begegnen können<br />
– ist doch das Zusammensein und gemeinsame<br />
Erleben der Pfeiler kulturellen<br />
Schaffens. Ein Konzert ist bereits durch<br />
seine Definition, denn abgeleitet vom lateinischen<br />
conserere (zusammenfügen),<br />
dazu erschaffen, Menschen zusammenzubringen.<br />
Aber noch immer müssen unsere<br />
Schmutzfangmatten und Sicherheitsschilder<br />
im Foyer die Abstandsregeln definieren,<br />
mit denen wir mittlerweile schon<br />
(fast) gewohnt sind, umzugehen.<br />
Anstatt 800 können wir daher zur Zeit<br />
nur ca. 300 Gästen einen Sitzplatz anbieten.<br />
Das schmerzt sehr, denn die neue<br />
Version des Begriffes „ausverkauft“ entmutigt<br />
nicht nur den ein oder anderen<br />
gestandenen Künstler beim Blick von der<br />
Bühne in den Saal, sondern führt zu nie<br />
bedachten Herausforderungen: viele unserer<br />
Veranstaltungen sind zu 60-80%<br />
nachgefragt. Wir haben also bei vielen<br />
Veranstaltungen mehr Ticketinhaber, als<br />
erlaubte Platzkapazität! Und so kann es<br />
sein, dass einige Veranstaltungen erneut<br />
in die neue Spielzeit umgesiedelt werden<br />
müssen, da aktuell nicht alle Gäste Platz<br />
finden können! Eines aber können wir<br />
versichern: mit dem Begriff „Abstand“<br />
kommen wir noch seelisch zurecht, „Ausladen“<br />
ist keine Option! Und zumindest<br />
in dieser Einstellung sind sich alle Agierenden<br />
der Kultur-Branche einig: Wir<br />
möchten Ihnen ALLEN ein wunderbares<br />
Erlebnis bereiten – wenn es sein muss,<br />
eben später oder mit Abstand – denn Sie<br />
sind und bleiben das beste Publikum.<br />
Bleiben Sie gesund, kulturinteressiert und<br />
uns gewogen – auf die nächsten 10 Jahre!<br />
Ihre Vogtlandhalle Greiz<br />
TITELTHEMA<br />
3
Neustadtrundgang mit dem Bürgermeister der Stadt –<br />
Was tut sich am Elsterufer in Greiz?<br />
NEUSTADTRUNDGANG<br />
Als eine der ersten größeren Aktionen in<br />
der Pandemie konnte die Interessengemeinschaft<br />
“Greizer Neustadt e.V.” den Neustadtrundgang<br />
mit dem Bürgermeister der<br />
Stadt Greiz am 10.06.<strong>2021</strong> durchführen.<br />
Dieser stand ganz im Zeichen des Hochwasserschutzes<br />
und den geplanten Maßnahmen<br />
am Elsterufer im Greizer Stadtgebiet.<br />
Vereinsvorsitzender Christian Tischendorf<br />
konnte zu dem Rundgang zahlreiche Teilnehmer<br />
begrüßen. Unter ihnen Bürgermeister<br />
Alexander Schulze und zahlreiche Mitarbeiter<br />
der Stadtverwaltung Greiz sowie den<br />
für die Umsetzung der erforderlichen Hochwasserschutzmaßnahmen<br />
an der Weißen<br />
Elster verantwortlichen Projektleiter Frank<br />
Schirmer von der Thüringer Landgesellschaft<br />
und zwei seiner Mitarbeiter.<br />
Schirmer informierte über Maßnahmen, die<br />
noch in diesem Jahr beginnend umgesetzt<br />
werden sollen. Dazu gehören Veränderungen<br />
der Schutzmauer im Bereich des Elstersteigs<br />
und die Errichtung einer rund 300<br />
Meter langen und bis zu zwei Meter hohen<br />
Spundwand als Deich neben dem Hauptweg<br />
der Gartenanlage Flügelrad am Schützenhaus.<br />
Die Vorplanungen für alle Bereiche<br />
seien abgeschlossen, so auch für den<br />
Abschnitt von der Brücke Mylauer Straße<br />
bis zur Hainbergbrücke. Hier soll eine Einstiegsstelle<br />
für Kanus und Kajaks entstehen,<br />
die Böschung flussaufwärts bis zur Mylauer<br />
Straße soll abgeflacht und der Radweg in<br />
diesem Bereich bis zur Innenstadt umverlegt<br />
und ausgebaut werden.<br />
Abgeschlossen sind die Vorplanungen auch<br />
für den Flutkanal, der bei Hochwasser ein<br />
Drittel der Wassermenge aus der Weißen<br />
Elster durch die Stadt abführen soll, und<br />
den Rückbau des Parkplatzes am Elsterufer.<br />
Hier sieht die Planung die Schaffung<br />
einer „grünen Fuge“ als Auslauffläche vor.<br />
Als Ausgleich soll der Parkplatz am Landratsamt<br />
erweitert werden. Was heftige Diskussionen<br />
der Rundgangteilnehmer hervorrief.<br />
So brachte Andreas Brzezinski das Unverständnis<br />
aller darüber auf den Punkt, dass<br />
ein bestehender Parkplatz, der bereits eine<br />
gute Auslauffläche sei, zurück gebaut werden<br />
soll, um einen neuer Parkplatz an einer<br />
anderen Stelle zu errichten. Josef Bollwerk<br />
äußerte Bedenken, dass der neue Parkplatz<br />
zu weit vom Zentrum entfernt sei: „Älteren<br />
Bürgern und Besuchern der Vogtlandhalle<br />
werden zu lange Wege zugemutet.“<br />
Letztendlich befürchten die Händler und<br />
Gewerbetreibenden dadurch eine weitere<br />
Verödung der Innenstadt. Den Protesten<br />
schloss sich der Greizer Bürgermeister<br />
an und bat Frank Schirmer dringend, den<br />
Wegfall des Parkplatzes am Elsterufer noch<br />
einmal zu überdenken. Der Projektleiter<br />
verwies darauf, dass er im Auftrag des Freistaates<br />
für den Hochwasserschutz beauftragt<br />
ist und hier offenbar ein „Zielkonflikt zwischen<br />
Stadt und Land“ bestehe. Allerdings<br />
versprach er, die Bedenken und Überlegungen<br />
der Greizer für die weitere Arbeit einfließen<br />
zu lassen.<br />
Der Rundgang konnte so für einen interessanten<br />
Gedankenausgleich sorgen und einen<br />
aktuellen Überblick über den Stand der<br />
Planungsarbeiten geben.<br />
Aktuelle Informationen dazu auch auf:<br />
www.blickpunkt-elster.de<br />
Gerd Zeuner<br />
4
N o 11 – <strong>2021</strong><br />
Planung für den Parkplatz Landratsamt rechtsseitig oberhalb der Schloßbrücke als Ersatz für den Parkplatz am Elsterufer<br />
Quelle: Entwurfskonzept Parkplatz Landratsamt auf Luftbild 2013 und ALK, RoosGrünPLANUNG 2015<br />
Poststraße 2 · 07973 Greiz · Telefon: (0 36 61) 43 00 57<br />
Fax (0 36 61) 48 24 08 · info@uhnag.de · www.uhnag.de<br />
5
Vorgezogene Hochwasserschutzmaßnahmen in Greiz<br />
HOCHWASSERSCHUTZMASSNAHMEN<br />
Die katastrophalen Ereignisse im überdurchschnittlich<br />
regenreichen Sommer <strong>2021</strong> in<br />
einigen Teilen Deutschlands haben dafür<br />
gesorgt, dass das Thema Hochwasserschutz<br />
wieder in aller Munde ist und auch politisch<br />
wieder mehr forciert wird. Auch in Thüringen<br />
und speziell in Greiz konnten Projekte<br />
aus dem Landesprogramm Hochwasserschutz<br />
vorangetrieben werden.<br />
Hainbergbrücke<br />
Visualisierung des Hochufers nördlich der<br />
in Greiz-Dölau<br />
Retentionsraum im Bereich „Goldenen Aue“<br />
Standort ehemaliges „Wehr Papierfabrik Greiz“<br />
6<br />
Die Thüringer<br />
Landgesellschaft<br />
mbH möchte die<br />
Plattform dieser<br />
Zeitschrift nutzen,<br />
um die Leserschaft<br />
über zurückliegende<br />
und<br />
unmittelbar bevorstehende<br />
Maßnahmen<br />
zu informieren.<br />
Bereits im Frühjahr<br />
2020 wurde der<br />
Rückbau der ehemaligen<br />
Wehranlage<br />
Papierfabrik wenige<br />
Meter stromauf der<br />
Göltzsch-Mündung,<br />
abgeschlossen. Damit<br />
wurde einerseits die<br />
Durchwanderbarkeit<br />
des Gewässerabschnitts<br />
für wassergebundene Lebewesen<br />
hergestellt und<br />
andererseits die Wasserspiegelhöhen<br />
bei Extremhochwassern<br />
flussaufwärts<br />
der Anlage abgesenkt. Anderthalb<br />
Jahre später hat<br />
sich die Gewässersohle in<br />
vollem Umfang selbst reguliert,<br />
sodass im Abflussprofil<br />
keine Hinweise auf den lange<br />
ungenutzten Wehrkörper<br />
mehr erkennbar sind.<br />
Ersatzneubau der Liebigbrücke in Greiz-Dölau<br />
Im Jahr <strong>2021</strong> konnten die<br />
Hochwasserschutzprojekte<br />
in den Stadtteilen Dölau und<br />
Rothenthal endgültig abgeschlossen<br />
werden. Im Bereich<br />
der „Goldenen Aue“ in Greiz-<br />
Dölau konnte Retentionsraum<br />
gewonnen werden, der die gesamte<br />
Hochwassersituation weiter nördlich<br />
positiv (entschärfend) beeinflusst. Durch<br />
die neuen, rückverlegten Anlagen in Verbindung<br />
mit dem aufgeweiteten Neubau der<br />
Liebigbrücke ist das Schutzziel eines statistisch<br />
alle 100 Jahre eintretenden Ereignisses<br />
(HQ100) erreicht worden.<br />
Durch die Fertigstellung der Hochwasserschutz-Wand<br />
in Greiz-Rothenthal und die<br />
Einrichtung eines Binnenentwässerungssystems<br />
ist einerseits dieser Abschnitt selbst vor<br />
einem HQ100 geschützt, andererseits sind<br />
die südlicheren Bereiche fortan auch bei einem<br />
solchen Extremereignis für Rettungskräfte<br />
und Feuerwehr über die Bundesstraße<br />
92 erreichbar.<br />
Der innerstädtische Hochwasserschutz ist<br />
bekanntermaßen ein sehr sensibles, aber<br />
auch sehr komplexes Thema. Zwischen der<br />
Freiheitsbrücke und der Schlossbrücke ist<br />
die Vorplanung abgeschlossen, nach detaillierteren<br />
Planungen und noch erforderlichen<br />
politischen Entscheidungen steht ein<br />
aufwendiges Planfeststellungsverfahren bevor.<br />
Um auch kurz- und mittelfristig den<br />
Schutzgrad in der Greizer Neustadt und Altstadt<br />
zu verbessern, werden mehrere vorgezogene<br />
Maßnahmen aus der Komplexmaßnahme<br />
herausgelöst, die wir im Folgenden<br />
vorstellen werden.<br />
Im Jahr 2022 erfolgt der Ersatzneubau der<br />
standsicherheitsgefährdeten Uferwand zwischen<br />
der Bahnbrücke und der Freiheitsbrücke.<br />
Die neue Hochwasserschutzwand<br />
wird als Stahlbetonwand hergestellt und mit<br />
Mikropfählen rückverankert. Durch diese<br />
Maßnahme entschärft sich die Gefährdungslage<br />
für den Bereich Brückenstraße, von<br />
westlicher Richtung aus geflutet zu werden.<br />
In 2022 soll auch der Mauerabschnitt<br />
flussabwärts linksseitig der Hainbergbrücke<br />
umgestaltet werden. Die Hochwasserschutzwand<br />
wird ersatzlos zurückgebaut<br />
und durch ein anzulegendes Hochufer, also<br />
eine flache Böschung, ersetzt. Der Radweg<br />
wird wenige Meter zurückverlegt und durch<br />
eine rückwärtige Verwallung so geschützt,<br />
dass der Bereich rund um die Kita bis zu einem<br />
HQ100 geschützt ist. Gleichzeitig wird<br />
durch das Vorhaben die Zugänglichkeit des
N o 11 – <strong>2021</strong><br />
Gewässers erheblich vereinfacht, wovon Erlebbarkeit<br />
und Naherholung maßgeblich<br />
profitieren werden.<br />
Zwischen der Hainbergbrücke und der Fußgängerbrücke<br />
zum Papiermühlenweg ist<br />
eine Profilaufweitung der Weißen Elster vorgesehen.<br />
Das bedeutet, dass die Bestandsanlagen<br />
zurückgelegt und dem Gewässer mehr<br />
Raum gegeben wird. Eingeordnet ist diese<br />
Maßnahme für 2023, im Vorfeld stehen Abstimmungen<br />
mit Stadt und Bürgern an, um<br />
Ideen für die Neugestaltung des Geländes zu<br />
besprechen.<br />
Bereits im Oktober <strong>2021</strong> beginnt die Sicherung<br />
des Deiches zwischen der Fußgängerbrücke<br />
Papiermühlenweg und der Brücke<br />
Mylauer Straße. Hier wird parallel zum<br />
Mittelweg mit ca. 5 m Abstand eine Spundwand<br />
eingebaut. Die Baufeldfreimachung<br />
(Abbruch Kleingartenanlage Flügelrad Ost)<br />
erfolgte bereits im Frühjahr 2020. Zwischen<br />
der Auffüllung im Norden des Geländes und<br />
der Fußgängerbrücke wird ebenfalls eine<br />
Spundwand eingebaut. Im Ergebnis dieser<br />
Maßnahme wird der südliche Bereich der<br />
Greizer Neustadt im Schutzgrad HQ100 gesichert.<br />
Das Bauvorhaben wird voraussichtlich<br />
im Sommer 2022 abgeschlossen.<br />
Die Thüringer Landgesellschaft reagiert gern<br />
auf Fragen zum Projekt. Diese können über<br />
unser Portal für Öffentlichkeitsarbeit (www.<br />
blickpunkt-elster.de) herangetragen werden.<br />
Dort wird auch ein Baustellenticker eingerichtet,<br />
in dem regelmäßig über den Baufortschritt<br />
informiert wird. Der Ticker lässt<br />
sich auch als RSS-Feed abonnieren.<br />
Thüringer Landgesellschaft mbH<br />
Frank Schirmer, Christian Herold<br />
HOCHWASSERSCHUTZMASSNAHMEN<br />
7
Neues Piratenschiff und Mini-Pipe<br />
wird auf dem Spielplatz Elsterufer eingeweiht<br />
NEUES AUS DER NEUSTADT<br />
Mit dem traditionellen Bandschnitt wurde das Spielschiff Bounty und die Mini-Pipe übergeben.<br />
Mit einem zünftigen Seemannslied eröffneten<br />
die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte<br />
Kinderhaus „Am Elsterufer“ die Übergabe<br />
des Spielschiffes Bounty und einer Mini-<br />
Pipe am Freitagvormittag im Spielplatzareal<br />
der Greizer Neustadt, das sich in unmittelbarer<br />
Nachbarschaft des Bolzplatzes befindet.<br />
Beide Attraktionen sind Ersatzbeschaffungen,<br />
die bereits im Jahr 2001 aufgestellt wurden.<br />
Während das alte, der neuen Mini-Pipe ähnliche<br />
Gerät aus Sicherheitsgründen bereits<br />
2019 aus den Verkehr gezogen werden musste,<br />
traf dieses Schicksal das Spielschiff ein Jahr<br />
später. Eine Reparatur war bei beiden nicht<br />
möglich. „Es freut mich sehr, dass die Kosten<br />
für die Spielgeräte in den kommunalen Haushalt<br />
eingestellt wurden. Es sind stolze Preise,<br />
die dafür ausgegeben wurden. Die Mini-Pipe<br />
kostet rund 12.880 Euro und das Spielschiff<br />
Bounty schlägt sogar mit 24.673 Euro zu Buche.<br />
Das sind stattliche Gelder und deshalb<br />
hoffen wir, dass die Spielplätze wieder gut<br />
angenommen werden. Diese Übergabe ist<br />
gleichzeitig der Höhepunkt unserer Initiative,<br />
die mit dem Aufstellen von teils neuen Spielgeräten<br />
zur Verschönerung der Spielplätze in<br />
Stadt wie in den Ortsteilen beiträgt“, erklärte<br />
Bürgermeister Alexander Schulze (parteilos)<br />
anlässlich des traditionellen Bandschnittes,<br />
der abschließend darauf verwies, dass die Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter des Bauhofes<br />
wichtige Teilarbeiten ausführten. Zuvor lösten<br />
die Vorstandsmitglieder des Lions Club<br />
Greiz Sven Heisig, Jörg Hierold und Holger<br />
Steiniger (Die Linke) ein Versprechen ein und<br />
übergaben dem Bürgermeister einen Betrag in<br />
Höhe von 2.300 Euro für das Piratenschiff. Es<br />
handelt sich dabei um den Erlös der erstmals<br />
vom Lions Club aufgelegten Adventskalender<br />
2020. Im Nu hatten die Kindergartenkinder<br />
das aus drei Teilen bestehende Spielschiff<br />
Bounty mit großem Hallo nach dem offiziellen<br />
Teil der Veranstaltung gekapert. Sie hangelten<br />
sich mit ziemlichem Kraftaufwand am<br />
Netz hoch bis zum Krähennest, wie die Seeleute<br />
umgangssprachlich den Mastkorb mit<br />
weitem Ausblick bezeichnen. „Wir kommen<br />
sehr gern mit unseren Kindergartenkindern<br />
auf diesen Spielplatz. Sie sind immer wieder<br />
begeistert“, bestätigte die Erzieherin Susann<br />
Amler-Wolfrum vom Kinderhaus „Am Elsterufer“.<br />
Auch eine kleine Gruppe Kinder der Kindertagesstätte<br />
„Freundschaft“ hatte von der<br />
Eröffnung gehört und machte sich auf Erkundungstour.<br />
„Wenn die Kinder hier sind,<br />
können sie sich kaum wieder trennen“, erklärte<br />
Erzieherin Jenny Brettfeld. Auch an der<br />
Mini-Pipe hatten sich unüberhörbar schon<br />
einige Kinder ausprobiert. „Die Anlage ist<br />
cool. Bisher fuhren wir an der Vogtlandhalle,<br />
jetzt geht es hier richtig gut“, erklärte begeistert<br />
das Mädchen Cayenne. „Dass wir hier<br />
skaten können ist sehr gut. Ich und viele andere<br />
wünschen sich sehr, dass hier noch ein<br />
ganzer Skater-Park entsteht“, sagte der elfjährige<br />
Till. Das Spielschiff hat die Firma Eibe<br />
Produktion aus Röttingen hergestellt, montiert<br />
wurde es von der Fockendorfer Firma<br />
Holzwelten Frank Heilemann. Die Mini-Pipe<br />
stammt vom Betrieb Skateanlagen Schuster in<br />
Rauhenebrach und wurde von Playconcept in<br />
Bobenneukirchen aufgestellt.<br />
Dieser Bereich der Greizer Neustadt liegt der<br />
Interessengemeinschaft „Greizer Neustadt<br />
e.V.“ sehr am Herzen. Deshalb ist es besonders<br />
zu begrüßen, dass dieser Spielplatz wieder<br />
im vollen Umfang genutzt werden kann.<br />
Christian Freund<br />
8
N o 11 – <strong>2021</strong><br />
Elektromobilität – wir wollen Antrieb sein<br />
In Greiz stellen wir dafür die Ampeln<br />
auf Grün. Mit dem Ausbau der nötigen<br />
Infrastruktur engagieren wir uns<br />
für den Ausbau der E-Mobilität in<br />
Greiz, um für die Zukunft gewappnet<br />
zu sein.<br />
Unsere Ladesäule am Neustadtring ist<br />
24 Stunden am Tag erreichbar. Und<br />
da sich eine klimafreundliche Elektromobilität<br />
nur mit klimafreundlichem<br />
Ladestrom realisieren lässt,<br />
tankt man mit der Ladekarte der EV<br />
Greiz oder per App 100% zertifizierten<br />
Ökostrom zu einem Preis von 30<br />
Cent/kWh, ohne Grundgebühr.<br />
Noch in diesem Jahr werden wir eine<br />
zweite öffentliche Ladesäule auf dem<br />
Parkplatz Landratsamt in Betrieb nehmen<br />
– und wenn das Auto Strom tankt, können<br />
Sie einen Bummel in unserer schönen<br />
Stadt genießen.<br />
Zu einem ganzheitlichen Mobilitätskonzept<br />
zählt auch, ganz entspannt zu Hause<br />
an der eigenen Ladesäule auftanken - ohne<br />
Wartezeiten oder vorherige Anmeldung.<br />
Mit einer eigenen Wallbox zu einem Preis<br />
ab 450 € (brutto) und der Lieferung von<br />
100% zertifizierten Ökostrom über unser<br />
attraktives EV Greiz Fahrstromprodukt<br />
„mobil“ bieten wir alles, was Sie zum sauberen<br />
Fahren benötigen.<br />
Informationen finden Sie auf unserer<br />
Webseite unter:<br />
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NEUES AUS DER NEUSTADT<br />
Die Eigentums-Immobilie im Alter<br />
Immobilien sind nicht einfach nur Gebäude, sondern Orte, die uns<br />
ein Leben lang in allen Lebensphasen begleiten.<br />
Darüber sollten Sie sich schon frühzeitig Gedanken machen:<br />
• Kann ich mir meine Immobilie altersgerecht umbauen und kann ich diese im<br />
Alter noch unterhalten?<br />
• Sind laufende Kredite vor dem Renteneintritt getilgt?<br />
• Möchten meine Kinder oder Enkel die Immobilie später selbst nutzen?<br />
• Wo kann ich im Alter wohnen?<br />
Wichtig ist jetzt, mit der Familie darüber zu reden.<br />
Ihre Möglichkeiten<br />
• Man möchte vorerst in der eigenen Immobilie bleiben, kauft aber schon eine<br />
barrierefreie Wohnung, welche man bis zur eigenen Nutzung vermietet.<br />
• Immobilie verrenten, d.h. Verkauf der eigenen Immobilie schon heute,<br />
bekommt aber nur einen Teil des Kaufpreises ausgezahlt und kann weiter<br />
mietfrei wohnen bleiben.<br />
• Möchte man eigene Immobilie behalten, rechtzeitig an barrierefreie<br />
Modernisierungen denken.<br />
Vielleicht wissen Sie noch nicht, welcher dieser Wege für Sie der richtige<br />
ist. Machen Sie sich frühzeitig darüber Gedanken.<br />
Wir beraten Sie gern über die einzelnen Möglichkeiten und ermitteln<br />
Ihnen kostenfrei den momentanen Marktwert Ihrer Immobilie.<br />
Jan Popp<br />
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Tel.: +49 (36 61) 67 06 09<br />
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www.immobilien-popp.de<br />
9
Idee einer E-Bike-Ladestation<br />
in der Greizer Neustadt<br />
NEUES AUS DER NEUSTADT<br />
Sie sieht aus wie eine überdachte Bushaltestelle,<br />
jedoch fahren hier keine Busse<br />
vor, sondern E-Bikes – die E-Bike Ladestation,<br />
für deren Aufstellung und Installation<br />
sich die IG Greizer Neustadt e.V.<br />
einsetzen will.<br />
Mehrere Fahrradstellplätze mit Ladeanschluss,<br />
Akkuladefächer und Schließfächer<br />
für Helme und Zubehör gehören zur<br />
Ausstattung dieser Konzeption; Informationen<br />
zur Stadt, zu Gastronomie, Übernachtungsmöglichkeiten,<br />
Kultur und<br />
Wirtschaft sowie Werbeflächen ziehen die<br />
Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.<br />
Schon seit einigen Jahren sind immer<br />
mehr Radtouristen mit dem E-Bike unterwegs,<br />
ein langfristiger Trend zu mehr<br />
Bewegung und auch Urlaub auf dem<br />
Rad überall in Deutschland ist zu erkennen,<br />
ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor<br />
der Zukunft auch für kleinere<br />
Städte und Gemeinden.<br />
Das gut ausgebaute Radwegenetz des<br />
Vogtlandes kann mit einigen landschaftlich<br />
und kulturell reizvollen Radwegen<br />
aufwarten, die direkt durch Greiz führen,<br />
genannt seien hier z.B. der Elsterradweg,<br />
der Vogtland-Panorama-Weg und der Elsterperlenweg.<br />
Erste Gespräche zum Aufbau und Betrieb<br />
einer Ladestation wurden bereits mit dem<br />
Bürgermeister Herrn Schulze, der Energieversorgung<br />
Greiz und der Electrotechnical<br />
Solutions Pößneck geführt, auch um<br />
Fragen zu Kosten, Förderung, Sicherheit<br />
und Standort zu erörtern.<br />
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N o 11 – <strong>2021</strong><br />
Umzug der Rechtsanwälte Schlegel,<br />
Fischer & Partner in die Carolinenstr. 42<br />
Bereits ab Ende September <strong>2021</strong> ist die<br />
Rechtsanwaltskanzlei Schlegel, Fischer<br />
& Partner in der Carolinenstraße 42, die<br />
Neustadt perle 2019, in Greiz zu finden.<br />
Dort bezog die Kanzlei großzügige und<br />
repräsentative Räume, die der seit 2013<br />
stark gewachsenen Mitarbeiterzahl gerecht<br />
werden und ideale Bedingungen für die<br />
entsprechenden Rechtsberatungen bieten.<br />
Ein großes Plus stellt auch die Parkplatzsituation<br />
für Mandanten in unmittelbarer<br />
Kanzleinähe dar.<br />
Ein besonderer Dank geht auch an die Firma<br />
Hahn Elektroanlagen, vertreten durch<br />
Herrn Heiko Geßner, die die Renovierung<br />
der neuen Kanzleiräume unkompliziert<br />
vorgenommen hat.<br />
Die Rechtsanwaltskanzlei, die bereits seit<br />
2013 auf dem Greizer Kirchplatz ansässig<br />
war, bietet dabei ein breites Spektrum<br />
an Spezialisierungen, welche über das<br />
Bau- und Architektenrecht, Unternehmensrecht,<br />
Arbeitsrecht, Familien- und<br />
Erbrecht, Sozialrecht, Medizinrecht, Verkehrsrecht<br />
bis hin zum Strafrecht einen<br />
Großteil der Beratungsbedürfnisse abgedeckt.<br />
Die Kanzleipartner und Fachanwälte Raphael<br />
Fischer und Peter Schlegel sowie<br />
Rechtsanwältin Nicola Täubert freuen<br />
sich darauf, die Mandanten zukünftig in<br />
den neuen Büroräumen beraten zu dürfen.<br />
Die IG Greizer Neustadt freut sich über<br />
die Niederlassung dieser renommierten<br />
Kanzlei in unserem Neustadtquartier und<br />
wünscht Herrn RA Peter Schlegel, RA<br />
Raphael Fischer und ihrem Team viel<br />
Erfolg für die Zukunft.<br />
P. Schlegel, M. Nagel<br />
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N o 11 – <strong>2021</strong><br />
Familie Schenderlein feierte 100-jähriges<br />
Bestehen ihres Unternehmens<br />
Gisela, Dieter, Mario und Susi Schenderlein mit einem Foto, dass anlässlich der<br />
Firmenübernahme des Juniors 2013 in der OTZ veröffentlicht war.<br />
Mario Schenderlein gehört zu den wenigen<br />
Handwerksmeistern der Region, die stolz das<br />
100-jährige Bestehen ihres Betriebes feiern<br />
können.<br />
Der Firmengründer Alfred Schenderlein gab<br />
im Juli 1921 in einer Zeitungsannonce bekannt,<br />
dass er in Elsterberg sein Kachelofenund<br />
Herdgeschäft eröffnet habe mit dem eifrigsten<br />
Bestreben, die ihn Beehrenden mit<br />
nur erstklassiger Ware und sauberster, gewissenhafter<br />
Ausführung aller ihm gütigst überwiesenen<br />
Arbeiten zu bedienen. Obgleich<br />
sich die Ausdrucksweise bis heute geändert<br />
hat, sind seine Nachfahren in der Sache diesem<br />
Motto bis heute treu geblieben und haben<br />
damit das langjährige Bestehen bis in die<br />
nunmehr vierte Generation gesichert.<br />
Im Jahr 1955 übernahm Sohn Siegfried das<br />
Geschäft und verlegte es mit seiner Frau Liesbeth<br />
in die Greizer Stavenhagenstraße.<br />
Zehn Jahre später erwarb<br />
er das Geschäftshaus<br />
in der Carolinenstraße,<br />
in dem sich bis<br />
heute die Firma Ofenund<br />
Kaminbau Schenderlein<br />
befindet. Als<br />
selbstständiger Handwerksmeister<br />
hatte<br />
er zahlreiche Kämpfe<br />
mit den DDR-Behörden<br />
zu bestehen. Ihm<br />
wollte man beispielsweise<br />
nicht genehmigen,<br />
in der Parterre<br />
des Hauses große<br />
Schaufenster für die Ausstellungsräume einzusetzen.<br />
Außerdem war ein ständiger Kampf<br />
um genügend Material angesagt, die staatlich<br />
regulierte Zuteilung reichte meist nicht aus.<br />
Schließlich wurden auch für die vielen Neubauwohnungen<br />
Kachelöfen benötigt.<br />
Glücklicherweise hatte Dieter Schenderlein<br />
bereits seinen Meisterbrief in der Tasche, als<br />
sein Vater an schwerer Krankheit verstarb. Ab<br />
1985 führte er das Geschäft in dritter Generation<br />
mit vier Mitarbeitern und zwei Lehrlingen<br />
weiter. Die turbulenten Jahre nach<br />
der Wende meisterte er gemeinsam mit seiner<br />
Frau Gisela. Waren zu DDR-Zeiten in<br />
erster Linie Kachelöfen und Herde gefragt,<br />
standen vielseitige Arbeiten in Sachen Umstellung<br />
auf Öl- und Gasheizungen, Schornsteinsanierungen<br />
und Fliesenlegerleistungen<br />
in den Auftragsbüchern. Natürlich wurde<br />
dabei der traditionelle Ofen- und Kaminbau<br />
nicht vernachlässigt. Dieter Schenderlein war<br />
im Meisterprüfungsausschuss des Kammerbezirkes<br />
Ostthüringens im Ofensetzerhandwerk<br />
und als stellvertretender Innungsobermeister<br />
tätig.<br />
Junior Mario übernahm den Staffelstab 2013,<br />
als sich sein Vater in den wohlverdienten (Un)<br />
Ruhestand verabschiedete. Dass die Schenderleins<br />
ihre Meistertitel zurecht führen, stellten<br />
sie auch im denkmalpflegerischen Bereich<br />
im Schlossmuseum Altenburg, dem Greizer<br />
Oberen und dem Unteren Schloss unter Beweis,<br />
als sie unter schwierigsten Bedingungen<br />
historische Kamine restaurierten.<br />
In den zurückliegenden Jahren fanden in den<br />
modern gestalteten Ausstellungsräumen gut<br />
besuchte Hausmessen statt. Heute sind vor<br />
allem energiesparende Heizungssysteme gefragt.<br />
Im Rahmen der Neustadtfeste hatte in<br />
den zurückliegenden Jahren Meister Mario<br />
Schenderlein zur Freude der Besucher seinen<br />
traditionell hergerichteten Holzbackofen angeschürt,<br />
in dem zahlreiche Brote gebacken<br />
wurden.<br />
Leider hatten die Corona-Auflagen einen<br />
Strich durch die Rechnung gemacht, so dass<br />
anlässlich des Firmenjubiläums aufgrund der<br />
vorgegebenen beschränkten Besucherzahl<br />
keine öffentliche Hausmesse durchgeführt<br />
werden konnte. Dennoch ließen es sich Kunden,<br />
Handwerkskollegen, Freunde, Vertreter<br />
der Handwerkskammer und der Stadt nicht<br />
nehmen, den Schenderleins zu gratulieren.<br />
Dabei konnte auch sein neu gebauter Backofen<br />
bestaunt werden.<br />
Christian Freund<br />
NEUES AUS DER NEUSTADT<br />
„Das Lichtwerk Greiz“ eröffnet Studio in der Greizer Neustadt<br />
Seit diesen Tagen gibt es in der Greizer Neustadt<br />
eine sehr erwähnenswerte neue Gewerbeansiedlung.<br />
MATTHIAS STÖCKIGT PHOTOGRA-<br />
PHY eröffnete in der Carolinenstraße 25<br />
„Das Lichtwerk Greiz“.<br />
Matthias Stöckigt wurde 1984<br />
in Greiz geboren. Er hat 2019<br />
in Leipzig eine Ausbildung<br />
zum Fotografen erfolgreich abgeschlossen<br />
und ist seitdem in<br />
Greiz selbständig.<br />
Das Hauptaugenmerk seiner<br />
Arbeit liegt auf dem Gebiet<br />
der Hochzeits- und<br />
Portraitfotografie. Aber auch<br />
Referenzen wie beispielsweise<br />
360-Grad-Bilder für das<br />
Schlossberghotel Greiz hat die<br />
Firma MATTHIAS STÖCKIGT PHOTO-<br />
GRAPHY vorzuweisen.<br />
„Das Lichtwerk Greiz“ ist ein sehr multifunktionales<br />
Fotostudio, in welchem auch<br />
Workshops stattfinden. Man kann Pass- und<br />
Bewerbungsfotos sowie sinnlich ästhetische<br />
Portraits und Familienbilder anfertigen lassen.<br />
Desweiteren kann „Das Lichtwerk<br />
Greiz“ auch von Hobby- und Profifotografen<br />
angemietet werden.<br />
Die Interessengemeinschaft „Greizer Neustadt<br />
e.V.“ wünscht Herr Stöckigt viel<br />
Erfolg und freut sich sehr über die weitere<br />
Belebung der Greizer Neustadt.<br />
13
„Schrottimmobilien“ in der Greizer Neustadt<br />
IG „Greizer Neustadt e.V.“ bleibt dran am Thema<br />
NEUES AUS DER NEUSTADT<br />
Wie die Ereignisse Ende August dieses Jahres<br />
deutlich vor Augen geführt haben, lässt das<br />
Thema „Problem-“ bzw. „Schrottimmobilien“<br />
unsere Stadt auf lange Zeit nicht mehr<br />
los. Am Abend des 29.08.<strong>2021</strong> war es zum<br />
Einsturz eines Gebäudeteils in der Gotthold-Roth-Straße<br />
gekommen. Die Einsatzkräfte<br />
der Stützpunktfeuerwehr Greiz mussten<br />
ausrücken, um Sicherungsmaßnahmen<br />
durchzuführen. Glück im Unglück war,<br />
dass keine Personen zu Schaden gekommen<br />
sind. Dafür ist der Schaden am betroffenen<br />
Gebäude umso größer: Das komplette Treppenhaus<br />
ist weggebrochen, sodass die oberen<br />
Geschosse des Hauses nicht mehr begangen<br />
werden können. Da zumindest das<br />
Vordergebäude noch einen stabilen Zustand<br />
aufweist, konnte die von der Feuerwehr veranlasste<br />
Vollsperrung der Gotthold-Roth-<br />
Straße kurz vor Schulbeginn wieder aufgehoben<br />
werden.<br />
Viele Bürger der Stadt Greiz sehen diese<br />
Entwicklung mit großer Sorge, so auch die<br />
Mitglieder unseres Vereins. Daher bleibt die<br />
Interessengemeinschaft Greizer Neustadt<br />
auch in Zukunft an diesem Thema dran.<br />
Geplant ist aktuell eine Kooperation mit<br />
der Stadtverwaltung und dem Greizer Bürgermeister,<br />
in deren Rahmen ein Austausch<br />
von Informationen, Ideen und Konzepten<br />
zur Bewältigung des Problems stattfinden<br />
soll. Hierzu wurde ein Diskussionspapier<br />
erarbeitet, mit dem der Verein auf Bürgermeister<br />
Alexander Schulze zugehen wird.<br />
Über die Entwicklung dieses Projekts werden<br />
wir natürlich wieder berichten. Auch<br />
sind wir offen für Anregungen und Ideen<br />
von Bürgern, Interessierten und Gästen der<br />
Stadt Greiz. Entsprechende Hinweise und<br />
Beiträge können über unsere Emailadresse<br />
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Projekte und Veranstaltungen mit jeweiligen Sponsoring-Möglichkeiten:<br />
KanuFunRegatta<br />
Jährlich im Juni stattfindende Freizeitsportveranstaltung mit Spaßfaktor auf der<br />
Weißen Elster mit großem Funbootspektakel.<br />
Daten: ca. 500 Starter, zahlreiche Besucher, mehrfache namentliche Nennung<br />
bei der Veranstaltung.<br />
• Verkaufsstände<br />
Bolzplatzturnier<br />
• Bannerwerbung<br />
• Preise für Siegerehrung<br />
Jährlich am 3. Oktober stattfindende Jugend-Freizeitsportveranstaltung.<br />
Daten: ca. 12 Mannschaften, zahlreiche Besucher, mehrfache namentliche<br />
Nennung bei der Veranstaltung.<br />
• Bannerwerbung<br />
• Verpflegungscoupons<br />
• Preise für Siegerehrung<br />
Neustadtperle<br />
Jährlich am 3. Oktober im Rahmen des Greizer Neustadtfestes stattfindende<br />
Prämierung des attraktivsten Objektes der Greizer Neustadt. Der Preis wird in Form<br />
einer Geldprämie und einer Gedenktafel übergeben.<br />
Daten: Präsentation im Rahmen der Übergabe auf dem Greizer Neustadtfest.<br />
Präsentation auf Banner, Nennung bei der Übergabe.<br />
• Geldspenden<br />
Greizer <strong>Elsterbogen</strong><br />
Einmal jährlich erscheinende Publikation als Stadtteilzeitung. Dokumentiert und informiert<br />
über die urbane, wirtschaftliche und schulische Entwicklung der Greizer Neustadt.<br />
Daten: Auflage von 1000 Exemplaren, Verteilung an Vereinsmitglieder und Anzeigenkunden,<br />
Auslage an publikumsreichen Stellen – vorwiegend in der Greizer Neustadt.<br />
• Anzeigenwerbung<br />
N o 6 – 2016<br />
elster BOGEN<br />
GWG WOHNPARK<br />
Weitere Aufwertung der Greizer<br />
Neustadt<br />
Seite 2<br />
GREIZ IST EIN<br />
„HARTER BROCKEN“<br />
Information zum aktuellen Stand<br />
des Hochwasserschutzes<br />
Seite 5<br />
AUS DER SCHULE<br />
GEPLAUDERT<br />
Lernen am<br />
Ulf-Merbold-Gymnasium<br />
Seite 13<br />
20 JAHRE<br />
GREIZER<br />
ZEITUNG DER INTERESSENGEMEINSCHAFT GREIZER NEUSTADT E.V.<br />
Neues erschaffen,<br />
Altes bewahren ...<br />
FÖRDERVEREIN<br />
für das Theater, Kultur- und<br />
Tagungszentrum Greiz e.V.<br />
Seite 14<br />
elster<br />
BO<br />
KINDERHAUS<br />
„AM ELSTERUFER“<br />
Fröhliches Kinderlachen<br />
durchdringt die Greizer Neustadt<br />
Seite 2<br />
WIE WOLLEN WIR<br />
LEBEN – GREIZ 2046<br />
Die Architektur-Studenten zeigen<br />
ihre Master-Arbeit Greiz 2046<br />
Seite 4<br />
FRISCHER WIND<br />
IN ALTEN MAUERN<br />
Villa Otto Albert jun. wird Firmensitz<br />
Seite 12<br />
VILLENFÜHRER<br />
Mobiler „Vi lenführer“ für die<br />
Greizer Neustadt<br />
Seite 14<br />
N o 5 – 2015<br />
GREIZER<br />
ZEITUNG DER INTERESSENGEMEINSCHAFT<br />
Leben an der<br />
„Weißen Elster“<br />
Interessengemeinschaft Greizer Neustadt e.V. · Gotthold-Roth-Straße 19 · 07973 Greiz<br />
Telefon +49 (0) 36 61 62 93-0 · E-Mail: info@greizer-neustadt.de · www.greizer-neustadt.de
Vereinsaktivitäten des „Greizer Neustadt e.V.“ <strong>2021</strong><br />
VEREINSLEBEN<br />
Datum<br />
Juni <strong>2021</strong><br />
Oktober <strong>2021</strong><br />
Veranstaltung<br />
Neustadtrundgang mit dem Bürgermeister der Stadt Greiz<br />
Verleihung der Neustadtperle<br />
Herausgabe 11. Auflage „Greizer <strong>Elsterbogen</strong>“<br />
Versteigerung einer Uhr aus dem ehemaligen „Hotel Thüringer Hof“ für einen guten Zweck<br />
Dezember <strong>2021</strong> Jahreshauptversammlung und Vereins-Jahresausklang<br />
Ein weiteres Jahr in Zeichen der Pandemie<br />
hat <strong>2021</strong> unsere Vereinsarbeit beeinträchtigt.<br />
Im Vorstand haben wir trotz alledem eine regelmäßige<br />
Arbeit leisten können. In der Zeit<br />
des Lockdowns haben wir unsere Vorstandsitzung<br />
in der Form von Onlinemeetings abgehalten.<br />
Auch wenn nicht alle geplanten Aktionen<br />
umgesetzt werden konnten wie zum<br />
Beispiel der Frühjahrsputz oder die Kanu-<br />
Fun-Regatta konnten einige neue Ideen geplant<br />
und umgesetzt werden.<br />
Unsere erste größere Vereinsaktion fand am<br />
10.06.<strong>2021</strong> statt. Der Neustadtrundgang mit<br />
dem Bürgermeister der Stadt Greiz wurde von<br />
unserem Verein durchgeführt. Thema war vor<br />
allem die Umgestaltung des Elsterflussraumes<br />
im Greizer Stadtgebiet im Zuge der geplanten<br />
Hochwasserschutzmaßnahmen. Teilnehmer<br />
an diesem Rundgang waren neben dem<br />
Bürgermeister der Stadt Greiz Alexander<br />
Schulze zahlreiche Mitarbeiter der Stadtverwaltung<br />
Greiz, der planungsverantwortilche<br />
der Thüringer Landgesellschaft Frank Schirmer<br />
mit zwei Kollegen und zahlreiche Vereinsmitglieder.<br />
Das Format dieser Veranstaltung<br />
unter freien Himmel konnte auch unter<br />
Pandemiebedingung für einen sehr regen und<br />
informativen Erfahrungs- und Informationsaustausch<br />
sorgen.<br />
Ein weiteres neues Projekt unseres Vereins<br />
ist die Schaffung einer Plattform für einen<br />
Gedankenaustausch mit den Verantwortlichen<br />
der Stadtverwaltung Greiz die das Thema<br />
„Schrottimmobilien“ näher beleuchten<br />
soll. Die Interessengemeinschaft „Greizer<br />
Neustadt e.V.“ möchte daher sehr gern mit<br />
Vertretern der Stadtverwaltung in einen Informations-<br />
und Gedankenaustausch treten.<br />
Wir könnten uns dabei wiederkehrende Zusammentreffen<br />
mit einer Art Workshopcharakter<br />
vorstellen, um Ideen zur Bewältigung<br />
dieser komplexen und langwierigen Aufgabe<br />
zu sammeln, Anregungen zu geben und<br />
wenn möglich, auch Unterstützung zu leisten.<br />
Dazu ist bereits eine Kontaktaufnahme<br />
mit der Stadtverwaltung erfolgt.<br />
Nach einem Jahr Pause werden wir in diesem<br />
Jahr wieder die Verleihung der „Neustadtperle“<br />
durchführen ebenso ist die 11. Ausgabe<br />
unseres Stadteilmagazins „Greizer <strong>Elsterbogen</strong>“<br />
mit diesem Heft umgesetzt worden. Ein<br />
weiterer Höhepunkt ist die Versteigerung der<br />
Uhr aus dem ehemaligen Hotel „Thüringer<br />
Hof“ für einen guten Zweck. Diese Uhr haben<br />
wir von der Stadtverwaltung Greiz zur<br />
Verfügung gestellt bekommen.<br />
Unsere bisher noch ausstehende Jahreshauptversammlung<br />
möchten wir in diesem Jahr<br />
mit dem Vereins-Jahresausklang Anfang Dezember<br />
zusammenlegen.<br />
Ich danke in diesem Zusammenhang den<br />
Vorstandsmitgliedern für die geleistete Arbeit<br />
sowie unseren Vereinsmitgliedern und Sponsoren<br />
für die Unterstützung.<br />
Christian Tischendorf<br />
Einweihung 2 neuer Bänke<br />
am Elsterradweg<br />
Auf Initiative von unserem<br />
Vorstandsmitglied Andreas<br />
Brzezinski konnte unser<br />
Verein in diesem Frühjahr<br />
zwei neue Sitzbänke am<br />
Elsterradweg installieren.<br />
Damit konnte die Interessengemeinschaft<br />
„Greizer<br />
Neustadt e.V.“ einen weiteren<br />
kleinen Beitrag zur<br />
Aufwertung unseres Stadtteils<br />
leisten.<br />
Kümmerkasten<br />
Sie haben ein Anliegen, möchten<br />
etwas verbessern in der Neustadt?<br />
Ihnen ist etwas aufgefallen?<br />
Wir kümmern uns darum.<br />
Schreiben Sie uns einfach per Post<br />
oder E-Mail. Gemeinsam finden wir<br />
Lösungen, um das Arbeiten,<br />
Wohnen und Leben in der<br />
Neustadt attraktiver zu gestalten<br />
und zu verbessern.<br />
Interessengemeinschaft<br />
„Greizer Neustadt e.V.“<br />
Gotthold-Roth-Str. 19<br />
07973 Greiz oder<br />
E-Mail: info@greizer-neustadt.de<br />
18
N o 11 – <strong>2021</strong><br />
Arbeitsplan 2022 des „Greizer Neustadt e.V.“<br />
Monat<br />
März<br />
April<br />
Mai<br />
Juli<br />
Oktober<br />
Dezember<br />
Veranstaltung<br />
Jahreshauptversammlung des Vereins:<br />
Jahresbericht über das Jahr <strong>2021</strong> und<br />
Arbeitsplanung für das Jahr 2022<br />
Frühjahrsputz am „Entente Florale“-Objekt des Neustadtvereins<br />
neben dem Kreisverkehr Bruno-Bergner-Straße/Neustadtring<br />
Öffentliche Neustadtbegehung mit dem Greizer Bürgermeister<br />
11. Kanu-Fun-Regatta auf der Weißen Elster,<br />
u.a. mit dem Fun-Fluss-Mobil-Wettbewerb<br />
Teilnahme am Neustadtfest zum Tag der deutschen Einheit mit:<br />
der Verleihung der „Neustadtperle 2022“,<br />
der 12. Ausgabe des „Greizer <strong>Elsterbogen</strong>s“<br />
Vereins-Jahresausklang<br />
Weihnachts-Fußball-Hallenturnier<br />
Impressum<br />
Herausgeber & Redaktion:<br />
Interessengemeinschaft<br />
„Greizer Neustadt e.V.“<br />
Gotthold-Roth-Str. 19 · 07973 Greiz<br />
www.greizer-neustadt.de<br />
info@greizer-neustadt.de<br />
Telefon: (0 36 61) 62 93-0<br />
Fax: (0 36 61) 62 93-22<br />
Satz, Druck und Bindung:<br />
TISCHENDORF ::<br />
DIE MEDIENPARTNER<br />
Gotthold-Roth-Str. 19 · 07973 Greiz<br />
www.tdmp.de · Tel. (0 36 61) 62 93-0<br />
Fotos:<br />
Dr. Gottfried Rudolf, Ralf Jarling<br />
IG „Greizer Neustadt e.V.“, THLG,<br />
Gerd Zeuner, Christian Freund,<br />
Matthias Stöckigt,<br />
Titelfoto: Enrico Rothe<br />
VEREINSLEBEN<br />
Der Neustadtverein hat etwas vor und bittet um Ihre Mithilfe<br />
Vor zehn Jahren wurde nach dem Bau der<br />
Vogtlandhalle der neue Goethepark angelegt.<br />
Die Greizer Neustadt hat einen Treffpunkt im<br />
Freien, der von Jung und Alt angenommen<br />
wird.<br />
Besucher erfreuen sich am beruhigenden<br />
Grün, dem phänomenalen Blick auf das Obere<br />
Schloß und die Gründerzeithäuser in der<br />
Umgebung – ein imposanter Kontrast zur<br />
Moderne der Vogtlandhalle. Zugleich hat sich<br />
der Goethepark zu einem beliebten Ort für<br />
Veranstaltungen in der Neustadt entwickelt.<br />
Unterschiedlichste Aufführungen,<br />
wie zuletzt<br />
beim Theaterherbst<br />
<strong>2021</strong>, finden großen<br />
Anklang.<br />
Für manche ist der Weg<br />
in den Fürstlich Greizer<br />
Park für einen Besuch<br />
im Grünen zu weit, um<br />
z.B. in der Mittagspause<br />
auf den Ruhebänken<br />
in der Sonne eine kleine<br />
Auszeit zu nehmen<br />
und die frische Luft zu<br />
genießen.<br />
Im Gegensatz zum großen denkmalgeschützten<br />
Park um das Sommerpalais bietet der<br />
Goethepark mit seinen robusten Wiesen und<br />
festen Wegen aber Raum zum Ballspielen,<br />
Radfahren und einem vergnüglichen Picknick.<br />
Mütter und Väter begleiten ihre Kinder beim<br />
Toben oder bei den ersten Fahrversuchen mit<br />
den beliebten Laufrädern.<br />
Der Goethepark ist beliebter Treffpunkt älterer<br />
Mitbürger, die im Sommer das prächtige Ambiente<br />
hinter der Vogtlandhalle mit blühenden<br />
Stauden und gepflegten Blumenrabatten zum<br />
Verweilen nutzen - mit Blickkontakt zur Büste<br />
von Goethe und Schiller im Lapidarium.<br />
Und wenn die Temperaturen auf 26, 28, 30<br />
Grad und mehr steigen? Solche Tage werden<br />
in Zeiten des Klimawandels immer häufiger.<br />
Dann wünscht man sich einen Sitzplatz im<br />
Schatten der mächtigen Bäume.<br />
Bereits bestehende Ruhebänke befinden sich<br />
bisher ausschließlich an sonnenbeschienen<br />
Plätzen.<br />
Der Neustadtverein setzt sich von nun an dafür<br />
ein, daß eine Bank in der selben Qualität<br />
wie die vorhandenen Bänke im Schatten der<br />
Bäume aufgestellt wird.<br />
Gerd Deckinger<br />
Spenden auch Sie für eine<br />
Schattenbank im Goethepark!<br />
Bankverbindung:<br />
Deutsche Bank Filiale Greiz<br />
IBAN DE55 8207 0024 0343 9494 01<br />
BIC: DEUTDEDBERF<br />
Stichwort:<br />
„Spende Schattenbank Goethepark“<br />
Einen Spendenbescheinigung erhalten Sie vom<br />
Neustadtverein ab einer Spende von 20 €.<br />
19
Jugend forscht<br />
AUS DER SCHULE GEPLAUDERT<br />
Felix Reißmann, Niklas Geißler und Moritz Schaub<br />
„Jugend forscht“ ist ein bundesweiter<br />
Wettbewerb mit naturwissenschaftlicher<br />
Ausrichtung.<br />
Mit Felix Reißmann, Niklas Geißler und<br />
Moritz Schaub konnten sich drei Abiturienten<br />
des Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz<br />
erfolgreich bis zum digitalen BUNDESFI-<br />
NALE JUGEND FORSCHT <strong>2021</strong> qualifizieren.<br />
Mit Ihrem Konzept „Entwicklung<br />
eines Fahrzeugmodells auf der Grundlage<br />
des autonomen Fahrens“<br />
(Fachbereich Technik)<br />
entstand ein autonom<br />
fahrendes Auto als ein<br />
aktuelles und zukunftsorientiertes<br />
Thema.<br />
Beim Entwicklungsprozess<br />
kam den Schülern zugute,<br />
dass sie schon in jungen Jahren gerne<br />
mit LEGO Steckkastensystemen, an<br />
elektrischen Bauteilen<br />
ihrer Mopeds und<br />
vielen anderen technischen<br />
Sachen experimentierten.<br />
So mussten sie mehrere<br />
Prototypen des Autos<br />
bauen und immer<br />
wieder neu erarbeiten,<br />
bis Probleme wie anspruchsvolle<br />
Details<br />
wie Datenübertragung,<br />
Lenkbefehle, Kamerasichtfeld,<br />
Computerberechnungen<br />
gelöst werden<br />
konnten.<br />
Durch die Förderung mit 300<br />
EURO der Stiftung für Technologie<br />
und Forschung Thüringen konnten die<br />
Materialen finanziert werden, die STIFT<br />
unterstützt jugendliche Forscherinnen und<br />
Forscher in den Bereichen Forschung, Unternehmen<br />
und Journalismus.<br />
Mit ihrer Präsentation in der Kategorie<br />
Technik erreichten Niklas, Moritz und<br />
Felix einen hervorragenden 3. Platz im<br />
Bundesausscheid.<br />
Die IG Greizer Neustadt freut sich über<br />
diese tolle Leistung und gratuliert recht<br />
herzlich zu diesem Erfolg.<br />
Marco Nagel<br />
Lust auf Veränderung?<br />
Rosa-Luxemburg-Straße 76 · EG<br />
2-Raum-WE; 60,93 m²; 316,84 € zzgl. NK<br />
Verbr.-Ausw.: 150,4 kWh, Erdgas, Bj. 1885, Energieeffizienskl. E<br />
Kontakt:<br />
Gewog Greiz · Weberstraße 28 · 07973 Greiz<br />
Tel.: (0 36 61) 62 82 30 · Fax: (0 36 61) 62 82 47<br />
gewog@gewog-greiz.de · www.gewog-greiz.de<br />
Raunerstraße 11 in Greiz · 2. OG<br />
3-Raum-WE; 59,00 m²; 324,50 € zzgl. NK<br />
Verbr.-Ausw.: 81,9 kWh, Erdgas, Bj. 1966, Energieeffizienskl. C<br />
Weberstraße 19 in Greiz · 2. OG<br />
3-Raum-WE; 66,76 m²; 357,17 € zzgl. NK<br />
Verbr.-Ausw.: 151,5 kWh, Erdgas, Bj. 1920<br />
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Rosa-Luxemburg-Straße 76<br />
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Verbr.-Ausw.: 142,5 kWh, Erdgas, Bj. 1900, Energieeffizienskl. E<br />
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Heinrich-Mann-Ring 12 in Greiz · 4. OG<br />
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Verbr.-Ausw.: 82,2 kWh, Erdgas, Bj. 1977, Energieeffizienskl. C<br />
20
N o 11 – <strong>2021</strong><br />
Gründerzeitlicher Gebäudeschmuck<br />
Voluten mit antikem Vorbild<br />
Ionisches Säulenkapitell mit Voluten (Sammlung Rudolf)<br />
Volute ist eine Fachbezeichnung für spiralförmige<br />
Verzierungen, die u.a. in der Architektur<br />
und in der Ornamentgestaltung<br />
zur Anwendung kommen. Bereits im antiken<br />
Griechenland vor 2500 Jahren kannte<br />
man die Volute, z.B. am ionischen Säulenkapitell.<br />
1) Während der Zeit des Historismus<br />
als maßgebende Stilrichtung in der zweiten<br />
Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde gern auf<br />
historische Gestaltungselemente zurückgegriffen,<br />
wobei dieselben auch variiert und<br />
weiterentwickelt wurden. So wurde auch<br />
die Volute als Gestaltungselement gern verwendet.<br />
Davon kann man sich auch an den<br />
Gründerzeitgebäuden der Greizer Neustadt<br />
überzeugen.<br />
Am Geschäftshaus Carolinenstraße 2 sind<br />
Giebel zu sehen, die man ohne Übertreibung<br />
als Volutengiebel bezeichnen kann.<br />
Auf Bild 2 bestimmen die Voluten den Kurvenreichtum<br />
der Giebellinien und verleihen<br />
dem Bauteil eine großartige Wirkung.<br />
An der Villa Ernst Schilbach, Rudolf-Breitscheid-Straße<br />
14, stützt eine Konsole, welche<br />
als Doppelvolute geformt ist, den großen<br />
Erker. Scheinbar mühelos trägt die elegant<br />
geschwungene Konsole die schwere Last.<br />
In der Villa Gustav Wagner, Rosa-Luxemburg-Str.<br />
29, haben sich Partien der Innenausmalung<br />
erhalten, die noch aus der Zeit<br />
der Entstehung des Gebäudes stammen.<br />
Die Voluten tragen dazu bei, dass die Malerei<br />
zierlich und beschwingt wirkt. Der Garten<br />
der Villa Adolph Heller, Bahnhofstraße<br />
1, ist von einer kunstgeschmiedeten Einfriedung<br />
umgeben. Sie stammt noch aus der<br />
Zeit des Historismus. Die metallenen Stäbe<br />
der Zaunfelder wurden künstlerisch gestaltet.<br />
Sie enden teilweise in Voluten. Das<br />
Anwesen gewinnt dadurch eine besondere<br />
Ausstrahlung. Villa Heinrich Schilbach sen,<br />
Carolinenstraße 12 ist besonders reich mit<br />
gründerzeitlichem Dekor geschmückt. U.a.<br />
glänzen die Vergitterungen der Souterrainfenster<br />
mit prachtvollen Voluten.<br />
Wir konnten nur Beispiele zeigen. Es lohnt<br />
sich, in der Greizer Neustadt nach Voluten<br />
auszuschauen. In all ihren zahlreichen Variationen<br />
erweisen sie sich immer wieder als<br />
besonders dekorativ.<br />
Dr. Gottfried Rudolf<br />
Anmerkungen:<br />
1) Koepf/Bindig: Bildwörterbuch der Architektur.<br />
Stuttgart 2005<br />
Souterrainfenster Villa Heinrich Schilbach sen.,<br />
Carolinenstraße 12<br />
Volutengiebel, Geschäftshaus Carolinenstraße 2<br />
Doppelvolute als Konsole, Villa Ernst Schilbach,<br />
Rudolf-Breitscheid-Straße 14<br />
Einfriedung Villa Adolph Heller, Bahnhofstraße 1<br />
Teil der Innenausmalung, Villa Gustav Wagner,<br />
Rosa-Luxemburg-Straße 29<br />
GRÜNDERZEITLICHER GEBÄUDESCHMUCK<br />
21
Greizer „Neustadtperle“ <strong>2021</strong><br />
Der von der IG „Greizer Neustadt e.V.“ gestiftete Preis wird in diesem Jahr zum 15. Mal vergeben<br />
NEUSTADTPERLE<br />
Mit der Verleihung der „Neustadtperle“ würdigt<br />
die Interessengemeinschaft „Greizer Neustadt<br />
e.V.“ seit nunmehr 15 Jahren alljährlich<br />
besonders herausragendes Engagement privater<br />
Bauherren bei der Erhaltung, Sanierung<br />
und zukunftsorientierten Nutzung historischer<br />
Bausubstanz in der gründerzeitlich geprägten<br />
Greizer Neustadt. Der Preisträger des<br />
Jahres <strong>2021</strong> stellt unter den bisher von der Interessengemeinschaft<br />
„Greizer Neustadt e.V.“<br />
prämierten Objekten ein ganz besonderes<br />
Kleinod dar, erfüllt er doch die Bewertungskriterien<br />
nahezu aller ins Leben gerufenen Preiskategorien<br />
in vorbildlicher Weise. Das Gebäude<br />
wurde vollständig und in hoher Qualität<br />
saniert, die Fassade, das Treppenhaus und viele<br />
der Innenräume denkmalgerecht restauriert.<br />
Die Außenanlagen sind gepflegt und wurden<br />
mit viel Liebe zum Detail angelegt. Hinzu<br />
kommt, dass das Objekt einen zweckmäßigen<br />
und zukunftssicheren Nutzungsmix aufweist.<br />
All dies überzeugte die Jury in einer Weise, die<br />
schnell Einhelligkeit bei der Abstimmung über<br />
den diesjährigen Preisträger erzeugte. Der Gewinner<br />
der „Neustadtperle“ ist in diesem Jahr<br />
das Objekt Rudolf-Breitscheid-Straße 11 –<br />
vielen Greizern wohl besser bekannt als die<br />
Villa Magnus Ufert.<br />
Das Gebäude entstand, wie viele andere<br />
prächtige Häuser der Greizer Neustadt auch,<br />
in Folge des im 19. Jahrhundert einsetzenden<br />
wirtschaftlichen Aufschwungs der Stadt<br />
Greiz. Den Bauantrag reichte der Fabrikant<br />
und Kaufmann Magnus Ufert am 18. Februar<br />
1891 ein und erläuterte sein Bauvorhaben<br />
wie folgt: „Dem geehrten Gemeindevorstand<br />
überreiche ich beifolgend ganzergebenst<br />
Zeichnung, nebst Situationsplan, in Duplo,<br />
zur Erbauung eines neuen Wohnhauses auf<br />
meinem an der Oststraße, Ecke Querstraße,<br />
Parzelle No. 1310 hierselbst gelegenen Grundstücke.<br />
Das Gebäude soll ... ganz massiv als<br />
Ziegel Rohbau mit Sandstein Gesimsen erbaut<br />
und mit Schiefer resp. Hilgerschen Pfannendach<br />
eingedeckt werden. Um geneigt rechtbaldige<br />
Ertheilung der Bau-Erlaubniss bittend,<br />
zeichne ich Hochachtungsvoll Magnus Ufert.“<br />
Die Baugenehmigung wurde daraufhin am 3.<br />
April 1891 erteilt. Im Rahmen der Bauausführung<br />
erfolgten noch verschiedene Korrekturen,<br />
doch die Grundidee des ursprünglichen<br />
Entwurfs ist auch heute noch klar ablesbar.<br />
Im Jahr 1932 wurde Frau Helene Brede Eigentümerin<br />
des Gebäudes bis dann 1945 die<br />
alliierten Besatzungstruppen das Haus in Beschlag<br />
nahmen. Danach folgten Nutzungen<br />
als Wohnhaus und als Haus der Organisationen.<br />
Später wurde hier für nahezu 30 Jahre der<br />
Kindergarten „Anne Frank“ untergebracht.<br />
Mit Bescheid des Amtes zur Regelung offener<br />
Vermögensfragen vom 27. Januar 1995<br />
erfolgte die Rückübertragung des Gebäudes<br />
an die Erben der Alteigentümer. Danach wurde<br />
das Gebäude an die heutigen Eigentümer<br />
verkauft. Auf der Grundlage eines denkmalpflegerischen<br />
Gutachtens wurde das Gebäude<br />
am 25. November 1996 durch das Thüringer<br />
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie<br />
zum Einzeldenkmal erklärt. In den darauffolgenden<br />
Jahren fanden umfangreiche<br />
Rückbau-, Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen<br />
statt. Für die vorbildliche denkmalgerechte<br />
Umsetzung dieser Arbeiten wurde<br />
im Jahr 2007 der Denkmalschutzpreis des<br />
Landkreises Greiz an die Bauherren verliehen.<br />
Heute wird das Gebäude als Geschäftshaus genutzt.<br />
Neben Arztpraxen und einer Immobilienverwaltung<br />
sind weitere Büroeinheiten darin<br />
untergebracht.<br />
Wir gratulieren den Preisträgern recht herzlich.<br />
Auch möchten wir allen Sponsoren und<br />
an diesem Projekt Mitwirkenden für ihre Unterstützung<br />
danken. Durch ihre Hilfe ist die<br />
Fortführung dieses Wettbewerbs, der mit einem<br />
Preisgeld von 500 Euro dotiert ist, Jahr<br />
für Jahr möglich. Die Interessengemeinschaft<br />
„Greizer Neustadt e.V.“ ist zuversichtlich, diese<br />
Unterstützung auch weiterhin zu erfahren,<br />
sodass auch im kommenden Jahr ein weiterer<br />
Preisträger für sein Engagement im Gründerzeitquartier<br />
Neustadt gewürdigt werden kann.<br />
Steffen Dinkler<br />
Quellen:<br />
Espig, Beer – Villen, Bürger- und Geschäftshäuser im<br />
Landkreis Greiz, 2011<br />
Hubertus Blase – Kulturhistorische Dokumentation zur<br />
Bebauung 1870-1900 in Greiz, 1995-1998<br />
Villa Magnus Ufert<br />
Anschrift:<br />
Greiz, Rudolf-Breitscheid-Straße 11<br />
Bauherr: Carl Magnus Ufert<br />
Architekten und Bauausführung:<br />
Golle & Kruschwitz<br />
Bauzeit: 1891–1894<br />
Baustil: Historismus/Eklektizismus<br />
(„Gründerzeitstil“)<br />
Ursprünglicher Nutzungszweck:<br />
Wohnhaus<br />
22
N o 11 – <strong>2021</strong><br />
Wir danken den Sponsoren der Neustadtperle <strong>2021</strong><br />
1.10.2020 Steuerberatung Undisz<br />
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Sascha Helmrich<br />
Mobil: +49 160 3 66 55 50<br />
Poststraße 2 · 07973 Greiz<br />
info@vogtland-finanzierungen.de<br />
www.vogtland-finanzierungen.de<br />
SICHERHEIT<br />
Telefon: (0 36 61) 67 16 90<br />
Mobil: +49 171 6 70 47 51<br />
Poststraße 2 · 07973 Greiz<br />
michael.scheffel@gothaer.de<br />
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Beate Rudert & Annette Heinz<br />
Ihre Fachanwälte für Familien- & Sozialrecht<br />
BÜROGEMEINSCHAFT<br />
Carolinenstraße 2<br />
07973 Greiz<br />
Tel: 0 36 61/ 6 35 98<br />
Annette Heinz<br />
Fachanwältin für Familienrecht<br />
Tätigkeitsschwerpunkt: Erbrecht<br />
ra-heinz@gmx.de<br />
Beate Rudert<br />
Fachanwältin für Sozialrecht<br />
Tätigkeitsschwerpunkt: Mietrecht<br />
ra-rudert@gmx.de<br />
V LKSSOLIDARITÄT<br />
Ihr Wohl ist der Erfolg unserer Arbeit!<br />
Volkssolidarität Kreisverband Greiz e.V.<br />
Clara-Zetkin-Straße 1 · 07973 Greiz<br />
Tel. (0 36 61) 48 22 74<br />
Fax: (0 36 61) 48 22 76<br />
E-Mail: volkssolidaritaet-greiz@t-online.de<br />
www.volkssolidaritaet-greiz.de<br />
Wir sind für Sie da!<br />
Ambulanter Pflegedienst<br />
Clara-Zetkin-Straße 1<br />
07973 Greiz<br />
Tel. (0 36 61) 48 22 75<br />
Fax: (0 36 61) 48 22 76<br />
E-Mail: pdl-greiz@volkssolidaritaet.de<br />
Mobile Soziale Dienste/<br />
Essen auf Rädern<br />
Carolinenstraße 48/50<br />
07973 Greiz<br />
Tel.: (0 36 61) 45 54 16<br />
Fax: (0 36 61) 45 29 56 5<br />
E-Mail: bereichsleiter.msd@<br />
volkssolidaritaet-greiz.de<br />
GEMEINSAM STATT EINSAM<br />
AMBULANTER PFLEGEDIENST<br />
ESSEN AUF RÄDERN