und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

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und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

anderes Stäbchen schmiegt sich seitlich mit gebogenem Körper an den

Untergrund. Es sind Stichlinge. Ich freute mich, nun doch Fische gefunden

zu haben. Schließlich bemerkte ich sie auch an Stellen, die Erlen und

Pappeln säumen. Als Jugendlicher konnte ich die Brutpflege des

interessanten Dreistachligen Stichlings im Aquarium verfolgen.

An einem anderen Abend, die Sonne schien noch in den Bach, tastete sich

ein anderes Fischchen entlang eines Steines. Ich schaute genauer hin, denn

dieses Mal sah es anders aus: breiter Kopf, gedrungener keulenförmiger

Körper, braune Tarnfarbe. Der 6 cm lange Fisch sucht auf Algen nach

winzigen Wassertieren. Das Bestimmungsbuch verriet mir, dass er eine

junge Mühlkoppe war. Sie heißt auch Groppe und lebt versteckt am Grunde

des Fleinsbaches.

An feuchten Plätzen im Tal ist die Erdkröte zu Hause. Sie ist ein nützlicher

Lurch, der Nacktschnecken, Regenwürmer, Spinnen und andere niedere

Tiere verspeist. Im Oktober erzählte mir Herr Goll, dass er im Garten eine

Blindschleiche bemerkte.

Wintergäste in den Gewannen Mühlwiesen und Gehrn

Zeitig im Oktober kommen sie in Scharen aus ihrer osteuropäischen

Heimat: Die Saatkrähen sind wieder da. Wenn in der kalten Jahreszeit im

Baltikum und den anderen Staaten im Osten das Futter knapp wird, fliegen

sie nach Deutschland. Etwa dreißig dieser Gesellen liefen in den Weiden

südlich der Klinkermühle herum und stocherten am Boden. Wie

unterscheiden sich die Saatkrähen von den Rabenkrähen? Während die

Wintergäste ein weißliches Gesicht haben, sind unsere Einheimischen rein

schwarz gefärbt. Auch das Krächzen der Saatkrähen ist rauer als das der

Rabenkrähen. Im Laufe des März werden die Zugezogenen wieder ihre

Brutgebiete im Osten aufsuchen. Die kleineren zierlicheren Schwarzen mit

dem grauen Kopf in den Mühlwiesen sind Dohlen. Sie brüten bei uns zum

Beispiel auf dem Turm des Klosters Denkendorf.

Ausblick

Trotz des Siedlungsdrucks im Klinkernfeld sind das Naturdenkmal

„Fleinsbach mit Gehölzsaum und Wiesen“ und das oberhalb anteilig

ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet Filder ein wertvolles Rückzugsgebiet

für die Tier- und Pflanzenwelt. In den Hecken und im Auwäldchen können

Vögel ihre Nester bauen und nach Nahrung suchen. Die Streuobstbäume

geben vielen Insekten und Gefiederten Unterschlupf. Fische leben versteckt

im Bach. Ebenso finden die Insekten in den ungedüngten Grünländereien,

die sich im Tal und südlich angrenzend oberhalb ausdehnen, einen

Lebensraum. Die Silhouette der hoch aufragenden Eschen, Pappeln,

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