und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

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und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

schwarz. Die schwarzen Flecken stammen oft von alten Abfallgruben

oder Holzresten, z. B. von Pfosten eines Holzhauses.

� Holzkohle und rötlich verziegelter Lehm können Reste einer

Brandkatastrophe sein. Beim Brand einer mit Lehm abgedichteten

Flechtwand entstehen rötliche oder braune verziegelte Lehmbrocken,

so genannter Hüttenlehm.

Vor Beginn der Grabarbeiten entfernt ein Bagger zunächst den Ackerboden.

Im Acker gibt es zwar manchmal Artefakte (Scherben, Ziegel usw.), da der

Humus aber vom Pflug ständig umgeschichtet wird, lassen sich die so

genannten Lesefunde keinem Fundort genau zuordnen.

Unter dem Humus erscheint der gelbe Lössboden. Lockere und durch die

Baggerschaufel verschmierte Bodenreste werden mit einem scharfen

Schaber entfernt, damit Verfärbungen des Bodens gut zu erkennen sind.

Grabungsfeld mit zahlreichen

dunklen Befunden

Alle Störungen im Löss, z. B. dunkle Flecken, Steine, Knochen, Holzkohle

und sonstige Fremdkörper sind so genannte „Befunde“.

Die geputzte Fläche mit allen Befunden wird sorgfältig gezeichnet,

fotografiert und beschrieben.

Zur weiteren Auswertung wird jeder Befund untersucht. Die gesamte dunkle

Masse einer Grube wird ausgehoben und nach Einzelfunden, wie Scherben,

Steinen, Knochen und Hüttenlehm durchsucht. In vielen Befunden sind nur

einige Liter Material zu untersuchen, oft sind es aber auch mehrere

Kubikmeter, z. B. bei einem Grubenhaus oder einer großen Abfallgrube.

Von größeren Befunden werden senkrechte Schnitte angefertigt, der Befund

wird oft in einzelnen Lagen abgetragen, jede Lage wird gezeichnet und

fotografiert.

Die Feldarbeit, also die Grabung mit Dokumentation vor Ort, wird ergänzt

durch Reinigung und Inventarisierung der Funde. Die wissenschaftliche

Bearbeitung der Grabung ist Sache der Fachleute.

Was wurde nun entdeckt?

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