und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

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und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

und harte Oberflächen. Dies ist für die Fruchtbarkeit des Bodens und die

Kultur selbst zu vermeiden.

Fruchtfolge, Bodenbearbeitung und Düngung

Durch verschiedene Gemüsearten und Pflanzenfamilien erreichen wir eine

breite Fruchtfolge. Das heißt, dass maximal alle 7 Jahre eine bestimmte

Kulturart auf einem bestimmten Feld steht. Mindestens alle 2 Jahre werden

Gründüngungspflanzen angepflanzt wie z. B. Rotklee, Luzerne und Wintererbsen.

Des Weiteren bauen wir oft vor oder nach einer Gemüsekultur eine

kürzere Düngung für 10 bis 15 Wochen an. Meist wird eine Fläche nur einmal

pro Jahr mit Gemüse bestellt.

Die Bodenbearbeitung ist Dreh- und Angelpunkt des Anbaus. Wichtig ist, die

Bodenverdichtungen zu vermeiden. Diese hat maßgeblichen Einfluss auf die

Bodenstruktur und damit auf die Bodenfruchtbarkeit. Meistens wird eine

Winterpflugfurche gemacht, wenn keine Winterbegrünung oder überwinternde

Gemüseart auf dem Feld steht. Im Sommer bereiten wir mit

Grubber und Kreiselegge den Boden sä- und pflanzfertig vor.

Die Düngung erfolgt zum einen über Gründüngungspflanzen, die eine

Grundversorgung gewährleisten und großen Einfluss auf die Bodenstruktur

und damit pflanzenverfügbare Nährstoffe haben sowie über organische

Düngemittel, die vor allem Stickstoff enthalten.

Spurennährstoffe werden über Algenkalk und Gesteinsmehl ausgebracht.

Die Grundlagen des Ökologischen Gemüsebaus

Die Grundsätze des ökologischen Landbaus sind die Erzeugung von qualitativ

hochwertigen Lebensmitteln durch eine natur- und umweltverträgliche

Anbauweise.

Diese Grundsätze sind im Wesentlichen:

die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit,

Vermeidung von Umweltbelastungen,

artgerechte flächengebundene Landwirtschaft,

die Schonung natürlicher Ressourcen,

Nutzung natürlicher Regelmechanismen des Ökosystems.

Die ökologische (oder gleichbedeutend biologische) Landwirtschaft basiert

auf der Erkenntnis, dass ein gut strukturierter mit ausreichend organischer

Substanz versorgter Boden, der ein vielfältiges Bodenleben aufweist, die

Grundlage für ein gesundes Pflanzenwachstum ist. Die Pflege des Bodens

steht deshalb im Mittelpunkt der ökologischen Wirtschaftsweise.

Die Nährstoffversorgung der Pflanzen erfolgt vorrangig über die Zufuhr von

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