und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

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und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

eingebracht und umgekehrt)

und der Belebung

seiner tieferen Schichten

bis zu zwei Metern

bei. In ihrem Verdauungstrakt

werden organisches

Material der

Streuschicht und mineralischeBodenbestandteile

vermischt

und als strukturstabiler

Regenwurmkot bzw. Regenwurmlosung

ausgeschieden. Dieser Regenwurmkot gilt als der beste

Dünger, den es gibt, denn durch den entstandenen Tonhumuskomplex

übertrifft er sogar guten Kompost. Regenwürmer sind die einzigen

Bodentiere, die sich durch den Boden bohren können. Ihre Röhren

erschließen den Boden für die Durchwurzelung und stellen gleichsam die

Hauptkanäle für den Luftaustausch und die Sickerwasserbewegung dar. Auf

einem Quadratmeter Wiese findet man bis zu 300 und im Kompost bis zu

3.000 Regenwürmer.

Der Tunnelbauer im Boden: Der Europäische Maulwurf

(Talpa europaea)

Der Maulwurf als Repräsentant aus der Gruppe der Megafauna gehört zu

den Säugetieren und frisst am liebsten Regenwürmer und Insekten (z. B.

Käfer und Zweiflügler)

sowie deren Larven,

aber auch an Schneckenfilet

hat er seine

Freude. Sein Nahrungsbedarf

ist sehr groß: Er

muss täglich mindestens

die Hälfte seines

Körpergewichtes an

Nahrung aufnehmen. Im Spätherbst legt der Maulwurf Nahrungsvorräte an,

da er keinen Winterschlaf hält. Er „verstaut“ Regenwürmer in einer unterirdischen

Vorratskammer, indem er ihnen zuvor ihre vorderen Körpersegmente

abgebissen hat, damit sie nicht fliehen können. Der Maulwurf

nimmt regulierende Wirkung im Garten ein, denn er hält das ökologische

Gleichgewicht konstant. Bei den Gartenbesitzern indes ist er relativ unbeliebt,

da diese seine Grabbewegungen, Tunnel und Hügel überhaupt

nicht schätzen. Der Maulwurf ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz

(BNatSchG) und der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders

geschützt.

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