und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

filderstadt.de

und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

größerem Ausmaß auch Landschnecken fressen. Zu typischen Körpermerkmalen

vieler Laufkäferarten zählen auch relativ schlanke Beine, lange und

fadenförmige Fühler sowie deutliche Längsrillen, Rippen oder Kettenstreifen

auf den verhärteten, den Hinterkörper bedeckenden Vorderflügeln

(den so genannten Flügeldecken der Käfer).

Wie andere Käfer durchlaufen Laufkäfer in ihrer „persönlichen“ Entwicklung

eine vollständige Verwandlung über mehrere Entwicklungsstufen (Abb.2):

Aus dem vom Weibchen

abgelegten Ei schlüpft

zunächst eine Larve, die

mit dem Aussehen des

späteren Käfers noch

wenig gemeinsam hat.

Sie wächst und häutet

sich mehrfach, bevor sie

sich schließlich zur Verpuppung

eine kleine

Höhle gräbt – meist im

Boden. Die so genannte

Puppe ist ein mehr oder

weniger äußerlich unbe-

wegliches Stadium, in dessen Innerem aber ein vollständiger Umbau des

Körpers stattfindet. Nach einem Zeitraum von wenigen Wochen hat sich der

Käfer geformt, das nunmehr fortpflanzungsfähige Stadium. Dessen

Körperhülle ist zunächst noch hell und sehr weich, was die Tiere aber

vielfach nicht daran hindert, sich schon nach draußen zu graben. Dies ist

auch der Grund dafür, dass man zu bestimmten Jahreszeiten z. B. unter

Steinen viele „unausgefärbte“ Käfer finden kann, die man besser nicht

80

Abb. 1:

Der mehrere Zentimeter große

Feld-Laufkäfer (Carabus cancellatus),

eine typische, aber

bereits im Bestand zurückgehende

Laufkäferart der Filderstädter

Äcker.

Abb. 2:

Entwicklungsstadien eines Laufkäfers von der Eiablage

durch das Weibchen bis zur Puppe, die sich dann zum

fortpflanzungsfähigen Käfer (Imago) wandelt.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine