und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

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und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

Klimaerwärmung auch in Filderstadt häufiger

geworden ist und z. B. im Frühsommer auf Wiesen

und an Wegrändern in den Fruchtständen von

Gräsern beobachtet werden kann. Dort beißen

die Tiere Gras-Samenkapseln heraus und tragen

diese zu Erdröhren, in denen sie Vorratsdepots für

ihre Larven anlegen. Diese entwickeln sich in den

Röhren und fressen dabei

die Samen. Ähnliches

ist von anderen,

verwandten Arten bekannt,

so vom FeinpunktiertenHaarschnellläufer

(Ophonus

Abb. 3:Der Bunte Haarschnell- puncticeps) , dessen Larläufer

(Diachromus germanus)

erklimmt Grashalme, um dort ve (Abb.4) Samen der

Samenkapseln als Nahrung für Wilden Möhre (Daucus

seinen Nachwuchs zu sammeln. carota) frisst. Auch diese

Laufkäferart kann man in Filderstadt beobachten.

Bodeneigenschaften wie seine Feuchteverhältnisse,

seine Körnung, der Säure- und Basengehalt

sowie Anteil und Struktur der organischen

Bestandteile beeinflussen in hohem Maße die

vorkommenden Laufkäfergemeinschaften. Das Abb. 4: Die Larve des Feinpunktierten

Haarschnellläufers (Oph-

gleiche gilt für die Nutzung der Böden, worauf onus puncticeps) mit Samen-

noch an späterer Stelle kurz eingegangen werden depot der Wilden Möhre in ihrer

Röhre im Boden (Schnitt).

soll. Manche Arten haben hier einen breiten

Toleranzbereich, andere sind dagegen auf so spezifische Verhältnisse

angewiesen, dass sie nur noch an wenigen Stellen vorkommen und teilweise

unter den heutigen Bedingungen unserer Kulturlandschaft stark gefährdet

sind.

Welche Laufkäferarten kommen in Filderstadt vor?

Eine systematische Bestandsaufnahme zur Laufkäferfauna Filderstadts

wurde bislang leider noch nicht vorgenommen, obwohl die Artengruppe

auch in naturschutzfachlicher Hinsicht bedeutsam ist, gerade für ackerbaulich

geprägte Landschaftsräume. Aus Einzeluntersuchungen liegen aber

bereits einige Kenntnisse vor. So konnte ich gemeinsam mit meinem Sohn

die Laufkäferfauna in und um Harthausen näher beleuchten [2, 4, 5] und

bereits in den 1990er Jahren erstellte Heinrich Reck [3] eine vorläufige Liste

der bis dahin von den Fildern belegten Laufkäferarten.

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