und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

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und Umweltschutz in Filderstadt 2009 - Stadt Filderstadt

Schwarzerlen bieten ebenfalls einen vortrefflichen Erosionsschutz. Ich

blickte in die Wipfel der stattlichen Pappeln und sah mir die dreieckigen

Blätter an. Weil mir nicht bekannt war, wie der genaue Name lautet, bat ich

Uli Bessing, Mitarbeiter der Biotopkartierer, um Hilfe. Nachdem er vor Ort

war, wusste er es als Kenner der Pflanzenwelt exakt: Popolus canadensis.

Die gigantischen Kanadapappeln erreichen eine Höhe von rund 30 Metern.

Der Stamm ist stark ausgebildet, die Borke ist längsfurchig und grau. Die

Krone ist groß sowie kegelförmig.

Bei meinen Streifzügen entdeckte ich weitere Laubbäume und Koniferen:

Birken, Feldahorn, Vogelbeere, Blutbuche, Salweide, Stieleiche, Walnuß,

Wildkirsche, Kiefer, Schwarzkiefer, im Wäldchen Bergahorn, Spitzahorn,

Rotbuche, Fichte und Lärche.

Schlehen, Haselnuß, Heckenkirsche und Hartriegel bilden Gebüsche im

Randbereich der Wiese. In der Nähe der Gebäude wächst der Holunder.

Zweischürige Öhmdwiesen und Viehweiden

Ich unterhielt mich mit einem jungen Landwirt, Herrn Auch. Früher wurde

im Gewann Mühlwiesen am Rande oberhalb der Klinge Ackerbau betrieben.

Von Frau Rosenfelder, Tiefbauamt-Grünflächenwesen, bekam Herr Auch

eine Blumenwiesen-Saatgutmischung. Er begrünte das Ackerland und schuf

eine Wiese, die eine bunte und artenreiche Pflanzenvielfalt aufweist. Es

gedeihen: Rotklee, Weißklee, Hopfenklee, Hornklee, Spitzwegerich, Esparsette,

Löwenzahn, Schlangen-Knöterich, Kriechender Hahnenfuß, Wiesen-

Storchschnabel, Johanniskraut, Wiesen-Labkraut, Ferkelkraut, Kratzdistel,

Gänse-Fingerkraut, Kronwicke, Wiesen-Kerbel, Fuchsschwanz, Knäuelgras,

Goldhafer, am Saum Brennnessel und andere.

Herr Auch mäht zwei Mal im Jahr – also Heu und Öhmd – und erhält so

gesundes Futter für seine Kühe. An wechselnden Standorten in den Mühlwiesen

können die Ziegen der Bauernfamilie ihrer Nahrungssuche nachgehen.

Der Landwirt erklärte mir, dass dort nicht gedüngt wird. Deshalb

überleben hier viele Insektenarten.

Unter den Weidezäunen tummeln sich in der von der Sonne erwärmten

Krautschicht Spinnen, Schmetterlinge und Heuschrecken.

Beobachtungen während der vier Jahreszeiten

Vogelkonzert und Nachwuchs im Frühling

Die das ganze Jahr über hier lebenden Meisen stimmen schon im März ihr

Frühlingslied an. Kohl-, Blau- und Sumpfmeisen erkannte ich zwischen dem

Geäst. Die vom Specht gemeißelten Nisthöhlen in den Bäumen teilen sich

außer ihnen Kleiber und Stare. Der Gartenbaumläufer sucht eine

Behausung in einer Rindenspalte der Esche. Der Grünspecht fliegt rufend in

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