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MQ Herbst 2021 int(1)

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03

OKTOBER | NOVEMBER | DEZEMBER 2021

Goldener

HERbst

Das Artland-Magazin.

www.artland-magazin.tv

Themen:

„BILLIE JEAN“

IM MUSEUMSDORF

Ehem. Diskothek „Zum

Sonnenstein“ eröffnet

FACHWERK

IM ARTLAND

Alte Bauernhäuser

im Nordwesten

Nächstes Jahr

wieder Burgmannsfest!

ARTLAND

DRAGONS

Spielplan 2021/22

und Teamposter

KUNST

VOM HOF

Geschichten, Gedichte,

Ausstellungen, Lesungen

DIÖZESANMUSEUM

OSNABRÜCK

Kulturschätze

des Bistums Osnabrück


Die nächsten Spieltermine:

23. Okt. VS. RÖMERSTROM GLADIATORS TRIER

05. Nov. VS. SCIENCE CITY JENA

13. Nov. VS. VFL KIRCHHEIM KNIGHTS

05. Dez. VS. SCIENCE CITY JENA

23. Dez. VS. UNI BASKETS PADERBORN

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DER GESCHÄFTSSTELLE

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Das ist ja interessant...

EDITORIAL

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

Die Würfel sind gefallen...

...und das Rennen um die politischen

Postionen ist beendet. Das Ergebnis

wird hoffentlich im Artland und auch

auf Bundesebene zu spürbar positiven

Veränderungen führen. Denn Veränderungen

sind genau das, was wir jetzt

benötigen – insbesondere mit Blick auf

das Klima und den daraus resultierenden

beträchtlichen Folgen.

Uns liegt der Naturschutz am Herzen

und entsprechend thematisieren wir

Projekte rund um Flora, Fauna und

Umweltschutz. Natürlich auch in dieser

Ausgabe. Auf Seite 50 ist der Essener

Bernard Landwehr mit dem Entdeckermobil

unterwegs. Mit diesem Lehrmobil

fährt er in die Grundschulen, um

Schüler*innen die lokale Natur näher zu

bringen. Zwei Seiten weiter macht sich

der Quakenbrücker Gartenbauingenieur

Martin Müller Gedanken über die Biodiversität

in regionalen Gärten. Und wie

wir mit Flugwindkraftwerken Höhenwinde

nutzen können, erklärt Dipl.-Ing.

Andreas Henemann ab Seite 56.

Fans von Zeitreisen werden sich freuen:

Wir nehmen Sie mit in die Vergangenheit.

Wir berichten von der ehemaligen

Harpstedter Discothek „Zum Sonnenstein“,

die jetzt im Museumsdorf

Cloppenburg wiederaufgebaut wurde.

Es gibt viel zu lesen, zu schmunzeln und

zu erfahren in dieser Ausgabe. Mit dabei

sind natürlich auch unsere beliebten

Lese- und Veranstaltungstipps.

Wir danken Ihnen für Ihre Treue und

wünschen Ihnen eine gesunde und hoffnungsvolle

Herbstzeit! Bis zur nächsten

Ausgabe alles Gute von uns für Sie!

Mit freundlichen Grüßen

WWW.ARTLAND-MAGAZIN.TV

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Titelfoto: Detlef Bülow

Alle 14 Tage neu!

IN DIESEM MAGAZIN

©Fotolia/aletia2011

Die Lokalzeitung für den nördlichen

Landkreis Osnabrück, Südoldenburg und

einen (kleinen) Teil des Emslandes

Redaktion und Anzeigenannahme:

Kreuzstr. 1 · 49610 Quakenbrück · Tel. (05431) 90 48 51

info@lokalzeitung-volltreffer.de

8-15 „Billie Jean“ im Museumsdorf

16-19 Eröffnung eines Denkmals

20-22 Fachwerk im Artland

24/25 Wochenmarkt

26/27 Der Burgmannfrosch

28/30 Erinnerungen

32-35 Artland Dragons

37 Welthits

44-46 Diözesanmuseum Osnabrück

47 Stadtführungen

48/49 Kunst vom Hof

50/51 Entdeckermobil

52/53 Gedanken zur Biodiversität

54/55 Ziele für Nachhaltigkeit

56 Flugwindkraftwerk

57-59 Theater

60-61 Kinotipps

62/63 Buchtipps/Lesung

64 Veranstaltungen im Artland

65 Rätselseite

66 Impressum


Alles bunt

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4 | mq Ausgabe Herbst 2021

Die Büste Sophie ist ein zauberhafter Blickfang am Ende der Rosenbögen.

Fotos: Alexandra Lüders


Das Artland-Magazin.

KOMMUNALWAHL 2021

Liebe Artländerinnen und Artländer,

liebe Wählerinnen und Wähler,

im Rahmen der Kommunalwahlen

wurde ich vor ein paar Tagen von Ihnen/Euch

zum neuen Bürgermeister

der Samtgemeinde Artland gewählt.

Über das erzielte Ergebnis bin ich

sicherlich mehr als stolz und freue

mich riesig darüber. Vielen herzlichen

Dank, dass Sie/Ihr mir in dieser

Vielzahl Ihre/Eure Stimme und das

Vertrauen für diese wichtige Aufgabe

ausgesprochen haben/habt.

Am 12.09.2021 um ca. 19.30 Uhr waren

alle Nervosität und innere Unruhe

plötzlich verschwunden, als mir auf der

Videoleinwand der Theaterwerkstatt

das Endergebnis aller Wahlbezirke

angezeigt wurde. Ein Wahlkampf, der

von jetzt auf gleich plötzlich zu Ende

war. Erleichterung und Freude zugleich

war natürlich zu spüren, denn es war

eine lange, anstrengende, aber auch

eine wunderschöne Zeit, in der ich viele

Menschen, Vereine, Firmen oder sonstige

Institutionen viel näher kennenlernen

durfte. Dafür bin ich sehr dankbar!

Es war ein Wahlkampf, der sicherlich

auch ungewöhnlich verlief, denn durch

die Pandemie mussten schnell andere

Wege gefunden und gegangen werden.

Hier waren die sozialen Medien eine

sehr große Hilfe, um mich selbst oder

meine Ziele den Artländerinnen und

Artländern näher zu bringen. Herzlichen

Dank für Ihr und Euer Verständnis. Es

waren Monate voller Spaß, aber auch

voller Arbeit – oft bis spät in die Abendund

Nachtstunden hinein. Ich bin stolz

auf den tollen und fairen Wahlkampf,

ganz unter dem Motto „Zusammen

für das Artland“, denn all das habe ich

nur durch die ehrenamtliche Unterstützung

und tatkräftige Hilfe so vieler

helfender lieber Menschen geschafft.

Daher möchte ich ein ganz großes

Dankeschön an die Organisations- und

Kernteams des Wahlkampfes und der

gesamten SPD-Familie richten, die mich

über die gesamte Zeit so toll begleitet

und unterstützt haben. Aber auch

meiner gesamten Familie möchte ich

herzlich danke sagen, die mich in den

vergangenen Monaten sehr oft entbehren

musste und mich auf allen Ebenen

wunderbar unterstützt hat.

Mit der Wahl ist ein Auftrag verbunden,

sich um das Wohl aller Bürgerinnen

und Bürger im Artland zu kümmern. An

dieses verantwortungsvolle Amt und

die damit verbundenen vielschichtigen

Aufgaben werde ich stets versuchen,

mit Freude am Gestalten und Verwalten,

mit vielen guten Ideen und mit der

nötigen Portion Optimismus heranzugehen,

denn „Politik beginnt mit

dem Betrachten der Wirklichkeit“ (Kurt

Schumacher).

Ich freue mich auf die kommenden

fünf Jahre!

Herzlichst Ihr/Euer

Michael Bürgel

Ausgabe Herbst 2021 mq | 5


Das Artland-Magazin.

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Liebe

Artländerinnen

und Artländer,

sehr geehrte

Wählerinnen

und Wähler,

die Anspannungen der letzten Zeit

sind mit einem Schlag zu Ende, denn

die Wahl zum Samtgemeindebürgermeister

ist seit ein paar Wochen

entschieden. Gerne möchte ich hier die

Gelegenheit nutzen, um mich bei den

Wählerinnen und Wählern recht herzlich

für den Vertrauensbeweis, den Sie

mir mit ihrer Stimme geschenkt haben,

zu bedanken. Meine Anerkennung gilt

auch allen ehrenamtlichen Wahlhelferinnen

und Helfern für die Durchführung

dieser Wahl.

Ich bin hier im Artland aufgewachsen,

habe aber in den letzten eineinhalb

Jahren viel über meine Heimat

erfahren, das mir vorher so noch nicht

bekannt war. Auch durfte ich während

dieser Zeit viele neue Menschen kennenlernen,

die mich immer freundlich

aufgenommen haben. Ich möchte mich

für die vielen interessanten, spannenden

und informativen Gespräche und

Ideen, aber auch für die wertvollen

kritischen Anregungen bedanken. Sie

haben mir gezeigt, wie wichtig Bürgernähe

ist und dass im Artland noch viel

zu tun ist.

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Auch möchte ich diese

Gelegenheit nutzen, einen Dank

an meine Frau und meine Kinder zu

richten. Sie haben mich in meinem

Wahlkampf vorbehaltlos unterstützt

und mir den Rücken freigehalten.

Last but noch least möchte ich mich bei

der CDU Artland und deren Unterstützern

für das Vertrauen in meine Person

erkenntlich zeigen. Danke für die offene

Aufnahme in die CDU-Familie und für

die allseitige Unterstützung auf allen

Ebenen.

Da ich am Ende leider die Wahl verloren

habe, kann ich nun das Amt des Samtgemeindebürgermeisters

nicht ausfüllen

und mich nicht für Sie und die

Region in dieser Position stark machen.

Trotzdem bleibe ich nach wie vor der

Region verbunden und werde versuchen,

das Artland nach wie vor positiv

zu gestalten. Dieses zum Beispiel als

Vorsitzender der Initiative Quakenbrück.

Ich wünsche dem neuen Samtgemeindebürgermeister

in seinem neuen Amt

viel Erfolg und ein glückliches Händchen,

denn es gibt viel zu tun.

Ihr Jürgen Holterhus

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Ausgabe Herbst 2021 mq | 7


Das Artland-Magazin.

Eingangsbereich des

Freilichtmuseums:

Rechts die Diskothek

„Zum Sonnenstein”

Foto: Frank Oelkers

Diskothek

„Zum Sonnenstein” im Museumsdorf

Foto: Hannah Günster, Museumsdorf Cloppenburg

Die neue Attraktion kann man

kaum verfehlen. Sie steht am

Rande des Parkplatzes, ganz

in der Nähe des gewaltigen

Ottomeyer-Pfluges. Mit

diesem hatten einst unsere

norddeutschen Vorfahren

im Emsland die Moore kultiviert. Nun

rückt als weitere Attraktion der große

Klinkerbau mit der „Diskothek zum

Sonnenstein“ bei ankommenden Gästen

ins Blickfeld.

8 | mq Ausgabe Herbst 2021

Noch vor einigen Jahren stand das

Gebäude in Harpstedt. Komplett eingerichtet,

aber einsam, verlassen und

weitgehend unberührt – bis die Cloppenburger

Historiker und Museumspädagogen

davon erfuhren. Sie zögerten

nicht lange und entwarfen den Plan,

den Bau in die geplante Freifläche vor

dem historischen Teil des Museumsdorfes

zu integrieren: Als originelles Dokument

und lebhaftes Beispiel deutscher

Nachkriegszeit.

Fast drei Jahre hat der „Umzug“ der

ehemaligen Diskothek von Harpstedt

nach Cloppenburg mit allem Drum und

Dran gedauert. „Translozierung“ heißt

dieser Umzug in der Fachsprache

– alle Vorbereitungen und Restaurationen

inbegriffen und inklusive aller

originalgetreuen Inneneinrichtungen,

von der Deko, über die von unten

beleuchtete Tanzfläche bis hin zur

kräftigen Tonanlage mit ihren Originalschallplatten.

Ottomeyer-Pflug


AUSFLUGSTIPP FÜR DIE REGION

„Billie Jean“ im Museumsdorf

Seit Mitte Juli hat das Cloppenburger Freilichtmuseum ein glitzerndes Highlight. Die alte Diskothek

„Zum Sonnenstein“ im Stil der 80er-Jahre ist aus dem idyllischen Harpstedt bei Wildeshausen ins Südoldenburgische

an die Soeste gewandert. Doch was „zum Teufel“, der ja der Sage nach das Tanzen erfand und

auch den Schnaps gemacht hat, will ein Museum mit einer Dorf-Diskothek? Warum ist sie umgezogen? Warum

weckt das Gebäude Aufmerksamkeit? Bei seinem Ausflug nach Cloppenburg ist unser Autor diesen Fragen nachgegangen.

Von Gisbert Wegener M. A.

Das Museumsdorf will

wachsen - eigentlich

Das

neue Areal

Foto: Frank Oelkers

Die Dorf-Disco mit ihrer typischen

Glitzerwelt ist das erste Zeichen für die

thematische Erweiterung des Museumsdorfes.

Wie weitgehend bekannt sein dürfte,

widmete sich die Kulturstätte im

Freigelände bislang allein der vorindustriellen

Baukultur auf dem Lande:

Bäuerliche Wohngebäude und traditionelle

Handwerk-Stätten, an die sich die

Älteren vielleicht noch intensiv erinnern.

Sie begeistern heute noch Jung und Alt,

die alte Tischlerei mit Fuchsschwanzsägen,

Hobeln und Beiteln, die Schmiede

mit Esse, Amboss und Schmiedewerkzeugen,

die Mühle mit knatternden

Getrieben, Holzzähnen und Mahlgängen

oder das Backhaus. Erhaben wirken die

großen Hofanlagen und repräsentativen

Herrenhäuser, die einst und zum Teil

auch heute noch an Ort und Stelle unser

Artland prägen. Umweltfreundliches

Bauen im Einklang mit der Natur. Auch

wenn die damaligen Zeiten nicht immer

so heile waren, wie wir sie uns heute so

gerne vorstellen mögen.

Auf dem neuen Abschnitt hingegen

will Cloppenburg eine Siedlung mit

Gebäuden aufbauen. Diese soll die

Zeit von circa 1950 bis in die 1980er

Jahre präsentieren – als gegensätzliches

Denkmal zur vorindustriellen

Zeit im „Dorf“. Die Aspekte

Freizeit, Konsum und Mobilität in

der ländlichen Alltagskultur seit

dem Kriegsende sollen damit in den

Mittelpunkt rücken. Das Gebäude

der ehemaligen Kult-Diskothek

„Zum Sonnenstein“ erscheint dafür

als ideales Objekt, denn es fand

über viele Jahrzehnte seine Pächter

und thematisiert den Wandel in der

Freizeitgestaltung. Mit dem „Sonnenstein“

tritt die ausgestellte Vergangenheit

in Cloppenburg somit

erstmals näher an die Gegenwart

heran. Und noch gibt es die Zeitzeugen,

die in der einstigen Vergnügungsstätte

ihre Freizeit verbrachten

oder dort arbeiteten. Und die

damaligen DJs waren auch zahlreich

bei der Eröffnung vertreten.

Die ehemaligen DJs auf der Bühne der Eröffnungsveranstaltung

Foto: Gisbert Wegener

Herr und Frau Sengstake auf der Eröffnung im Juli 2021

Foto: Gisbert Wegener

Ausgabe Herbst 2021 mq | 9


Das Artland-Magazin.

10 | mq Ausgabe Herbst 2021


MUSEUMSDORF CLOPPENBURG

Von unten beleuchtete Tanzfläche im Sonnenstein

Foto: Hannah Günster, Museumsdorf Cloppenburg

Brand im Depot

durchkreuzt Pläne

Am Eröffnungstag war die Welt noch

in Ordnung. Vier Tage später dann der

Schock. Ein Großbrand des Museums-

Depots im benachbarten Varrelbusch

vernichtete wichtige Ausstellungsstücke

zur Mobilität in der Nachkriegszeit.

„Wir wollen nun durch die Anlegung

einer Straße, einer Telefonzelle und

einer Bushaltestelle kleinere Akzente in

die geplante Richtung setzen. Parallel

halten wir die Augen offen für potentielle

Gebäude. Und wenn etwas Interessantes

auf uns zukommt, dann gilt es,

projektbezogen die nötigen Finanzmittel

zusammenzutragen ... d. h. die inhaltlichen

Überlegungen zur neuen Baugruppe

gehen weiter“, erläutert Dr. Michael

Schimek vom Museumsdorf.

Die Schallplatten im Sonnenstein werden

sich ebenfalls weiter drehen.

Geschichte

der Diskothek

„Zum Sonnenstein“

Die Ursprünge des Gebäudes, in dem

später die Diskothek „Zum Sonnenstein“

entstand, gehen auf das Jahr 1885 zurück.

Damals errichtete Gastwirt Friedrich

Thöle auf dem Schützenplatz vor den

Toren des Fleckens Harpstedt sein

„Schützenhaus“. Von Beginn an nutzte

man es für allerlei Festlichkeiten: für das

alljährlich stattfindende Schützenfest

sowie für „Tanzlustbarkeiten“.

Im zweiten Weltkrieg herrschte Tanzverbot.

Man nutzte den Tanzsaal als Lagerraum.

Jahre später, 1952, verkaufte Thöles

Tochter Emma Krone das Gebäude an

Johann Hasselmann. Dieser baute die

obere Etage zur Wohnung aus, errichtete

den Anbau für eine Gaststube mit Küche.

Dieses so neu entstandene Ausflugslokal

nannte er „Zum Sonnenstein“. Namensgeber

war ein Findling, der sich auf dem

angrenzenden Schützenplatz befand. Der

Riesenstein trug eine auffällige Kennzeichnung

aus zwölf konzentrischen

Kreisen. Experten vermuten die vorzeitliche

Anwendung als „Sonnenstein“.

1959 hatte Johann Hasselmann das

„Sonnenstein“ zum Gesellschaftshaus

mit Barbetrieb, als Ausflugs-, Speiseund

Tanzlokal entwickelt. Hasselmann

führte noch weitere Unternehmen und

verpachtete das „Sonnenstein“, die

Pächterfamilie bezog die Wohnung im

Obergeschoss.

In den 60er-Jahren, zur Zeit der Beat-

Welle, spielten im „Sonnenstein“

regelmäßig Livebands und verschiedene

Künstler und Künstlerinnen traten auf

und luden zum Tanzen ein. Besonders

beliebt waren die Sängerwettstreite. Bei

einem von ihnen im Jahr 1964 entdeckte

Werner Last, der Bruder von James Last,

die Schlagersängerin Renate Kern.

Fotos:

Gisbert

Wegener

Für die Herren galt im „Sonnenstein“ übrigens

Krawattenzwang, wer keine dabei

hatte, konnte sich von Hasselmann eine

leihen - eine auch anderenorts übliche

Vorgehensweise.

Ausgabe Herbst 2021 mq | 11


Das Artland-Magazin.

Das „Sonnenstein“

zu Zeiten Hasselmanns,

ca. 1960

Foto: Hans Hasselmann

1985 kam als weiterer Meilenstein für

das Tanzvergnügen eine beleuchte Tanzfläche

à la Saturday Night Fever dazu.

Baulich passte Sengstake das Gebäude

auch an anderer Stelle dem sich verändernden,

stetig steigenden Publikumsfluss

und Konsumverhalten der Gäste an.

So kamen in den 1980er-Jahren sowohl

ein großer Tresen sowie eine Sitztribüne

im Tanzsaal dazu. Den Haupteingang

verlegte man, so dass man nun nicht

mehr durch das enge Bistro musste.

Anfang der 1970er wandelte sich

dann der Trend von Live-Kapellen zu

den ersten Auftritten von DJs an den

Plattentellern. Hasselmann, der mit

dem Führen seiner anderen Lokalitäten

ausgelastet war und dem neuen Trend

im „Stein“ wenig Input gab, verpachtete

diesen 1973 schließlich an Klaus

Sengstake. Herrn Sengstake kannte

Hasselmann über seine Tätigkeit

als Edeka-Vertreter, zudem betrieb

Sengstake nebenbei eine „rollende

Disco“. Wie passend für eine neue Ausrichtung

zur Diskothek.

Hasselmann wollte Sengstake allerdings

aus Kostengründen nicht immer

buchen, sondern lieber als Pächter

gewinnen, was ihm schließlich auch

gelang. Senkstarke zog später mit

seiner Frau Gunda in die Dachgeschosswohnung

und leitete von nun an die

Geschicke im „Sonnenstein“.

Er sorgte für ein abwechslungsreiches

Programm mit vielen verschiedenen

Auftritten, Aktionsabenden, Gewinnspielen

und behielt auch den Sängerwettstreit

(später Schlagerchance) bei.

Auf Dauer vollzog er den Wandel von

den teureren Live-Bands zu den kostengünstigeren

DJs.

Dafür wurde eine DJ-Kabine installiert,

für die letztendlich die Bühne für die

Live-Auftritte weichen musste;

Markierten die 1980er-Jahre die Hoch-

Zeit der (Land)Diskotheken, so kam in

den 1990er-Jahren mit dem Aufkommen

der Großraumdiskotheken ernsthafte

Konkurrenz auf. 1995 eröffnete im benachbarten

Wildeshausen die Großraumdiskothek

„Fun Factory“ und lockte

die Jugendlichen mit einem enormen

Angebot an Platz, verschiedenen Floors,

modernster Musik- und Lichttechnik sowie

der neuen Musikrichtung „Techno“,

die sich schnell zu einer ganzen Jugendbewegung

ausweitete.

Schließlich sahen sich auch Sengstakes

gezwungen, den Betrieb aufzugeben und

verkauften nach 35 Jahren das „Sonnenstein“

schließlich im Dezember 2008.

Jedoch gelang es weder dem nachfolgenden

Käufer Winfried Knuth noch ab

2013 dessen Pächter Ehepaar Blokesch,

den wirtschaftlichen Niedergang

aufzuhalten. Nach einigen Abipartys

war 2014 dann ganz Schluss und dem

„Stein“ drohte der Abriss, da weder eine

Neukonzipierung noch eine Suche nach

Folgebetreibern Erfolg hatte. Hier setzt

das Museumsdorf Cloppenburg ein, das

das „Sonnenstein“ schließlich als erstes

Gebäude für die neugeplante Siedlung

zur Nachkriegszeit erwarb und auf das

eigene Gelände umsetzen ließ.

Klaus und

Gunda Sengstake

Foto: Museumsdorf

Cloppenburg, Sammlung

„Sonnenstein“

Das „Sonnenstein“ 2014 in Harpstedt

Foto: Karl-Heinz Ziessow, Museumsdorf Cloppenburg

12 | mq Ausgabe Herbst 2021


MUSEUMSDORF CLOPPENBURG

WO DIE MUSIK

SPIELTE UND

DAS BIER FLOSS

Tanzlokale, Musikclubs und Diskotheken

spielten vor allem für die Jugend

in den 1960er- bis 1990er-Jahren eine

wichtige Rolle beim Vermitteln der

Musik. Diese Orte gab es auch in der

ländlichen Region zwischen Weser

und Ems. Gaststätten mit Saalbetrieb

begannen mit Live-Konzerten junger

Beatbands. Ab Ende der 1960er-Jahre

entwickelte sich dann eine stark frequentierte

Diskothekenszene, in der

Discjockeys populäre und progressive

Musik auflegten. Ganz im Sinne der

florierenden Musikbranche. Diese hatte

schon Ende der Fünfzigerjahre und

noch mehr in den Sechzigern Erwachsene

und Jugendliche animiert, Säle

anzumieten, gemeinsam Schallplatten

anzuhören und zu tanzen.

Immer mehr Personen nahmen diese

Anregung auf und eiferten Chris Howland,

Camillo Felgen, Mal Sondock oder

Frank Elstner zunächst hobbymäßig

nach und präsentierten die heißesten

Scheiben. Wenig später verwandelten

die DJs (es waren wohl ausnahmslos

Männer) mit mobilen Musikanlagen

und Kisten voller Langspielplatten und

Singles an den Wochenenden verschiedene

Landgaststätten in Discos.

Manche Saalbetreiber folgten dem

Trend und funktionierten ihren Gasthof

gleich in eine feste Diskothek um.

Der Bedarf bei den jungen Leuten auf

dem Land war geweckt und riesig. Endlich

ein fester Platz, an dem man sich

treffen konnte und unter sich war, weit

weg von den Eltern, Kirche, Lehrern und

Ausbildern und anderen Autoritäten. In

den Discos konnte man unter sich sein.

Und wenn die jüngeren ehrfurchtsvoll

die älteren Brüder

und Schwestern

der Freunde trafen

kamen sie sich

unglaublich cool

vor, wenn man sie

mit einem wissenden

Kopfnicken

begrüßte. In dieser

Gemeinschaft war

alles möglich, was

es außerhalb des

Tanzlokals nicht

gab. Und dann war

dann noch das

heranwachsende,

andere Geschlecht,

mit dem man

neugierig Kontakt

schließen konnte.

Stammgäste und Neulinge, junge und

ältere Gäste standen, tanzten und tranken

nebeneinander. Im Museumsdorf

wird das „Sonnenstein“ als Zeitzeugnis

für die Freizeitkultur mehrerer Generationen

von Jugendlichen stehen und die

Gäste in diese spannende Zeit zurückblicken

lassen.

Dafür haben die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter in Cloppenburg die Geschichte

des Lokals und seiner Gäste intensiv

recherchiert, Zeitzeuginnen und

-zeugen wurden befragt sowie Fotos

und historische Dokumente gesammelt

und ausgewertet. Das Besondere an der

ehemaligen Diskothek sind neben der

jahrzehntelangen Geschichte und den

vielen originalen Ausstattungsgegenständen

wie Schallplatten und Mobiliar

auch die aufwendige Musik- und

Lichtanlage.

Diese hat Helmut Wilken, ein engagierter

Mitarbeiter im Rentenalter, der früher für

die Stromversorgung im Weser-Ems-Gebiet

zuständig war und nach manchem

Schneesturm „nachts raus musste“, um

Leitungen zu flicken, sorgfältig gesäubert

und in Stand gesetzt. „Was meinst

du, Gisbert, ist der Bass knackig genug,

oder muss ich noch mal die Polungen

checken?“, fragt mich Helmut, den ich

von der historischen Kirmes im Museumsdorf

kenne. Ich antworte mit einem

wohwollenden Kopfnicken.

Katalog zum Disco-Projekt

Unter dem Titel „Charly für ‘ne Mark – eine Disco im Museum“ hat das

Niedersächsische Freilichtmuseum Cloppenburg einen annähernd 300 Seiten

starken und reich bebilderten und liebevoll gestalteten Katalog herausgebracht.

U. a gibt der Nordhorner Historiker Werner Straukamp darin einen Forschungsüberblick

über nahezu alle Diskotheken, die sich in der engeren und

weiteren Umgebung der Bundesstraße 213 befanden. Die progressive Diskothek

Scala in Lastrup ist darin ebenso erwähnt, wie das Bippener Fiz Oblon.

Stark!

Ausgabe Herbst 2021 mq | 13


Das Artland-Magazin.

Die Originalität

ist erhalten geblieben

Das Erdgeschoss mit der Diskothek

und dem Bistrobereich ist, soweit

möglich, im Originalzustand der

1980er-Jahre hergerichtet. Für die

Gäste, die die Zeit selbst erlebt

haben, soll sich das eigene, spezielle

Discogefühl einstellen, das man in

seiner eigenen Jugend verspürt hat,

wenn die Tür zur Disco aufging. Für

alle anderen Gäste soll es ein Eintauchen

in eine spannende Zeit sein.

Wiederaufbau am neuen Standort in Cloppenburg

Foto: Eckhard Albrecht, Museumsdorf Cloppenburg

Auch die damalige Diskomode wird in der Dauerausstellung

präsentiert.

Foto: Gisbert Wegener

Die Translozierung

Bei der Versetzung des „Sonnensteins“

hat das Museumsdorf Cloppenburg

erstmals die sogenannte Ganzteiltranslozierung

vorgenommen. Bisher

wurden die ins Museumsdorf versetzten

Fachwerkbauten und Gebäude Stein

für Stein ab- und wieder aufgebaut.

Bei dieser Translozierung wurde jedoch

in Zusammenarbeit mit der Firma

Jako Baudenkmalpflege GmbH aus

Süddeutschland, die sich auf Ganzteiltranslozierungen

dieser Art spezialisiert

hat, die Außenhülle des Gebäudes in

größtmögliche Teile zersägt, gesichert

und teilweise per Nachttransport von

Harpstedt nach Cloppenburg transportiert

und hier dann am neuen Standort

wieder errichtet. Dies hat den Vorteil,

dass wenig in die Gebäudesubstanz

eingegriffen wird. Die authentische

Darstellung ist beim „Stein“ sehr wich-

tig, daher kam es auch nicht in Frage,

nur das Inventar des „Sonnensteins“ zu

übernehmen, sondern ebenso den eher

gewöhnlichen Klinkerbau möglichst

originalgetreu nach Cloppenburg zu

holen.

Die vorbereitenden Arbeiten für diese

Art der Hausumsetzung begannen

am Originalstandort in Harpstedt am

6. August 2018 im Dachbereich. Die

Handwerker haben zunächst das Dach

abgedeckt und versucht, dabei möglichst

viele der originalen Dachpfannen

zu retten.

Erfahrungsgemäß ist mit einem Verlust

von rund 50 Prozent der Pfannen zu

rechnen. Die gesamte Unterkonstruktion

(Lattung, Konterlattung etc.) musste

komplett zurückgebaut werden, bevor

die Hölzer des Dachstuhls abgebaut

werden konnten. Hierbei handelt es sich

noch um das ursprüngliche Gebälk des

in den 1880ern errichteten Gebäudes,

QUAKENBRÜCK

ST. ANNENSTRASSE 12

T EL.05431/3541

14 | mq Ausgabe Herbst 2021


MUSEUMSDORF CLOPPENBURG

aus dem später Hasselmanns Tanzlokal

und schließlich dann die Disco entstanden

sind. Die Dachkonstruktion wurde

in Cloppenburg wieder aufgebaut.

Im Anschluss an den Dachbereich

kamen die Wände zum Einsatz.

Ab dem 29. August zerteilten Diamantsägen

das Gebäude. Die großen

Fassadenteile verpackte man

zunächst an Ort und Stelle sicher,

bevor sie mit einem 100-Tonnen-Kran

vorsichtig angehoben und auf der

Baustelle zwischengelagert wurden.

Aufwändig wurden die Teile mit einer

Holzverschalung geschützt und durch

Verschraubungen gegen das Auseinanderbrechen

gesichert. An speziellen

Eisenträgern der Verschalung wurden

drei Haken des Krans eingehängt, um

das Element gleichmäßig bewegen zu

können.

Die ersten Teilstücke, zwei Giebel von

bis zu 12 Tonnen Gewicht, konnten bereits

am 4. September bewegt werden,

Zentimeter für Zentimeter. Erst als alle

Teile zersägt, verpackt und gesichert

waren, konnte der Transport nach

Cloppenburg beginnen.

Ganz ohne Schwund ging es allerdings

auch hier nicht. An den Schnittfugen

wurden Klinkersteine beschädigt, die

ersetzt werden mussten. Damit das

ursprüngliche Erscheinungsbild möglichst

erhalten bleibt, wurde mit originalen

Klinkersteinen des Gebäudes

restauriert. Hierfür wurden die Klinker

der nordwestlichen Wand verwendet

(Diese Mauer schließt am Originalstandort

an den Koems-Saal an und

wurde nicht mittransloziert). Sie wurde

in Cloppenburg mit fremden, jedoch

möglichst ähnlichen Steinen wieder

aufgebaut. Die Ausrichtung des Gebäudes

am neuen Standort in Cloppenburg

stellt sich für den Besucher so dar, wie

am Originalstandort in Harpstedt. Die

„neue“ Wand ist für die ankommenden

Museumsdorfbesucher*innen nach

hinten ausgerichtet und steht nicht

sofort im Fokus.

am Rande der Strecke stehenden Alleebäume

zu schonen. Dann ging es in

folgenden Tagen Schlag auf Schlag: Der

Transport weiterer Fassadenteile und

das Aufstellen, Sichern und Verbinden

mit dem neuen Fundament sorgten

für reichlich Bewegung auf dem neuen

Gelände in Cloppenburg.

Die kurzen, aber teilweise heftigen

Regenschauer und dazukommende

Windböen hatten den Mitarbeitern der

Firma Jako Baudenkmalpflege GmbH

am ersten Transporttag (24. September)

alles an Können abverlangt. Die

Arbeiten mussten teilweise für einige

Zeit unterbrochen werden, um die

großen, windanfälligen Elemente nicht

zu gefährden. Dann lief aber alles nach

Plan. Die beiden ersten Teile wurden

mit einem Innenlader tagsüber auf

das neue Gelände gebracht. Der zweite

Transport konnte nur in der Nacht mit

Polizeibegleitung durchgeführt werden,

denn der Tieflader hatte die größten

Fassadenelemente geladen und die waren

bis zu 15 m lang und ca. 5 m hoch. Zu

hoch für die Autobahnbrücke kurz vor

Cloppenburg. Hier musste ein Umweg

über die B72 und die Emsteker Straße

gefahren werden. Insgesamt wurden

die acht Teilstücke mit vier Fahrten ins

Museumsdorf gebracht. Die Erdgeschossteile

konnten, wie geplant, direkt

auf das neue Fundament aufgestellt

und mit diesem verbunden werden.

Der Rohbau, mit den z.T. neu aufgemauerten

Innenwänden, war pünktlich zum

geplanten Richtfest am 29. November

2018 fertig gestellt. Nach einer einjährigen

Ausbauphase im Innenbereich, u.a.

mit einer aufwändigen Elektroinstallation,

konnte am 20. September 2019 das

Baustellenfest gefeiert werden, um den

Countdown zur Eröffnung einzuleiten,

die für September 2020 geplant war.

Die Corona-Pandemie machte diese

Veranstaltung jedoch unmöglich und

sorgte für zwei verschobene Eröffnungstermine.

Der offizielle Festakt zur Eröffnung des

ersten Gebäudes in der neuen Baugruppe

fand am 16. Juli 2021 statt.

Seitdem ist das Gebäude im normalen

Museumsbetrieb ganzjährig zu

besichtigen, an festgesetzten Tagen

kann die Teilnahme an geführte

Führungen gebucht werden. Die festen

Termine kann man der Homepage des

Museumsdorfes oder dem gedruckten

Halbjahresprogramm entnehmen.

Über die festen Termine hinaus sind

Buchungen von Gruppenführungen

über die Museumspädagogik möglich

(Tel. 04471-8494-23).

In der Diskothek werden die Besucher

von einer Geräuschkulisse und Musik

empfangen und können sich an einen

Samstagabend zurückversetzt fühlen.

Im Bistro und im Tanzsaal ermöglichen

Hörstationen den Gesprächen von

Betreibern, Gästen und Angestellten zu

lauschen und so auch etwas über die

Geschichte der Disco und den nächtlichen

Betrieb zu erfahren.

Treten Sie ein!

Dieser Text entstand auf Basis von Infomaterial

des Museums. Stand: 01.09.2021

Die ersten Elemente wurden dann

in der Nacht vom 24. auf den 25.

September mittels Tieflader in

das Museumsdorf Cloppenburg

gefahren. Die Höhe und Breite des

Tiefladers erfordert ein mittiges

Befahren der Straßen, um vor allem die

Ausgabe Herbst 2021 mq | 15


Das Artland-Magazin.

Die originale Bonnusbibel enthält viele Szenen aus dem

Alten Testament und Visionen aus der Apokalypse sowie

handschriftliche Randbemerkungen des Reformators.

Das Bonnus-Geburtshaus liegt heute an der Goldstraße 9 im Blickfeld der St.-Sylvester-Kirche. Darin ist das Leben des Reformators und die Geschichte der Reformation dargestellt.

16 | mq Ausgabe Herbst 2021


MUSEUMSDORF CLOPPENBURG

ERÖFFNUNG

EINES DENKMALS

Der Quakenbrücker

Hermann Bonnus

war einer der

großen Reformatoren

Deutschlands,

dessen Geburtshaus

zu den kulturhistorischen

Juwelen der

Fachwerk-Region

zählt.

Das Geburtshaus von Hermann Bonnus

liegt in der Nachbarschaft der St.-

Sylvester-Kirche an der Goldstraße 9. Es

gilt bislang als das älteste, kleinstädtische

Haus im westlichen Niedersachsen.

Denn eine dendrochonologische

Untersuchung konnte Teile eines

1499/1500 errichteten Gebäudes nachweisen.

Es hat eine Grundfläche von 135

Quadratmetern plus einer Wohnfläche

in der ersten Etage von 108 Quadratmetern.

Das Grundstück beträgt rund 300

Quadratmeter. Wie das Niedersächsische

Landesamt für Denkmalpflege

(Dr. Volker Gläntzer) feststellte, ist der

älteste Teil des Hauses ein giebelständiger,

vierfacher Zweiständerbau mit

einseitiger Kübbung (Raumerweiterung)

links. Das Wohnen und Wirtschaften

ohne innerhäusigen Viehstall hat

vermutlich auf der vierfachigen Diele

und in der Kübbung stattgefunden.

Nach einer Überlieferung ist hier der

kleine Hermann van Bunnen 1504

zur Welt gekommen und mit seinem

Bruder Gerlach (mehr Geschwister sind

nicht bekannt) aufgewachsen. 517 Jahre

nach dem Gebäudebau startete ein engagierter

Trägerverein in Quakenbrück

im September 2017 das Sanierungsprojekt

dieses bauhistorischen Juwels, dem

Experten eine Einmaligkeit als Geburtshaus

eines deutschen Reformators

zusprechen. Auf diesem Hintergrund

avanciert es zu einem Denkmal von

nationaler Bedeutung. Dank zahlreicher

privater und institutioneller

Förderer haben rund zehn Gewerke

dem historischen Haus ein wohnliches

Ambiente verliehen, ohne die Authentizität

dieses einmaligen Gebäudes zu

zerstören. Besonders gelungen ist die

Restaurierung der barocken Treppe als

auch der Fußboden- und Wandgestaltung.

Überall begegnen dem Besucher

historische Elemente, die dem Haus

einen musealen Charakter verleihen.

Aus dem oberen Fenster bietet sich

ein malerischer Blick auf den Turm der

St.-Sylvester-Kirche. Uralte Eichenbohlen

(teilweise Originale aus dem Haus)

Zimmerei

Bauunternehmen

B.Bäker

GmbH & Co.KG

Yannik-Bernhard Bäker

Restaurator im Zimmerer-Handwerk

Zimmermeister – Dachdeckermeister

Martin Hugenberg

Energieberater

Zimmermeister

Energetische Gebäudesanierung vom Fachbetrieb

Badberger Straße 18 · 49610 Quakenbrück

Telefon 0 54 31/40 21 · www.zimmerei-baeker.de

Ausgabe Herbst 2021 mq | 17


Das Artland-Magazin.

Sarah Fissmann agiert als Museumspädagogin im sanierten Bonnus-Geburtshaus.

Fotos: Alexandra Lüders und Archiv der St.-Sylvester-Kirche

bedecken den Dielenboden im oberen

Stockwerk, das später als Lernort

dienen soll. Eine Wand zeigt die alte

Lehmbauweise aus früheren Epochen.

In den unteren Räumen sind Ausstellungen

zu sehen. Besondere Spannung

verspricht das Museumsprojekt unter

dem Thema „Bonnus früher bis zur

Gegenwart in Bezug zur multikulturellen

Gesellschaft“. Diese Arbeit wurde

von einem vierköpfigen, wissenschaftlichen

Beirat begleitet. Die Innenräume

des Hauses haben Mobiliar für diverse

Schwerpunkte und Funktionen erhalten,

welche die gewünschten Inhalte

des Lernortes vermitteln sollen. In der

unteren Etage rechts wird ein aktiver

Umgang mit den Themen Bibel, Frieden,

Dialog der Religionen und Kulturen

angeboten. Ausgehend vom Leben und

Werk von Bonnus sowie dem Themenkomplex

Reformation und Westfälischer

Friede wird ein Bezug zur heutigen

Lebenswelt hergestellt. Die Räume

links unten laden zu einer Zeitreise in

die Bau- und Hausgeschichte bis zum

Jahr 1500 ein. Mithilfe von Lupe, Lackprofil,

Zeichnungen und Fotos gehen

die Besucher auf eine baugeschichtliche

Spurensuche. Das Obergeschoß beinhaltet

einen Multifunktionsraum. Hier

erzählen Terminals mit Hörstationen

vom 30-jährigen Krieg und dem Westfälischen

Frieden. Sie reflektieren zudem

die Besonderheit der Bikonfessionalität

für die gesamte Region. „Wir wollen

Erinnerungen wecken und Menschen in

Interviews über die Zeit sprechen lassen,

als es noch konfessionell getrennte

Kliniken, Schulen und Handwerke gab“,

erläutert die Museumspädagogin Sara

Fissmann. Auch die sog. „Wissenstanks“

auf dem Bodenpodest könnten von

Klassen, Firmen oder Initiativen mit Infos

zu vertiefenden Thematiken befüllt werden.

Ein Eisbergmodell fordere dazu auf,

spielerisch Streitkultur zu üben, während

Sitzwürfel ein Puzzlespiel ermöglichten.

Der große Raum könne auch für Lesungen,

Konzerte usw. angemietet werden.

Das angrenzende kleinere ‚Studierzimmer‘

mit Blick auf die St.-Sylvester-Kirche

lädt zur Kreation eines Wörterbuches ein,

in dem Begriffe wie Frieden, Heimat oder

Freundschaft in verschiedenen Sprachen

enthalten sein sollen. Dieser Raum

knüpft an die sprachwissenschaftlichen

Studien des ehemaligen Hausbewohners

Johann Aegidius Klöntrup an, ein Sprachund

Rechtsgelehrter des 18. Jahrhunderts.

Zur Eröffnung des BGH-Hauses

wurde ein Lesebuch mit dem Titel „Profil

eines Denkmals“ herausgegeben.

Weitere Infos unter

www.hermann-bonnus-geburtshaus.de

Der Trägerverein Hermann-Bonnus-

Geburtshaus bittet um eine

freundliche Spende unter

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www.schulzgmbh.de

Email: info@schulzgmbh.de

18 | mq Ausgabe Herbst 2021


HERMANN-BONNUS-GEBURTSHAUS

PROFIL

EINES DENKMALS

Das Lesebuch zum Hermann-Bonnus-Geburtshaus mit dem Titel „Profil eines

Denkmals“ ist pünktlich zur Eröffnung des erfolgreich sanierten historischen Gebäudes

an der Goldstraße 9 erschienen. Das lang vorbereitete, 128 Seiten umfassende

Werk hat eine handliche Größe von 17 mal 24 Zentimetern und enthält 30

Beiträge verschiedener Autoren. Die Themen umfassen ein breites Spektrum von

der Gründung des Trägervereins des HBGH über Archäologische Ausgrabungen

und die Folgen eines Wasserschadens bis zu den Ausstellungsinhalten und der

musealen Didaktik. Die Geschichten sind ein vielseitiger Mix von Information und

Unterhaltung mit persönlichen Erinnerungen, überlieferten Dönkes, historischem

Detailwissen und spannenden Baugeschichten. Dazu zählen Berichte über die

Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, die Einordnung des Hauses in die Stadtgeschichte

sowie über die Familie von Bunnen und den einstigen Bewohner Johann

Aegidius Rosemann, genannt Klöntrup. Das Softcover-Format ist mit alten und

neuen Bildern von Grafiker Frank Oelkers abwechslungsreich und ansprechend

illustriert und von der Druckerei Oelkers in einer Auflage von 1000 Stück gedruckt

worden. Im November 2020 hatte Peter Hohnhorst im Namen des Trägervereins

Fachleute und Laien zum Schreiben aufgefordert. Der zweite Vorsitzende hatte

ursprünglich auf rund 80 Seiten Text gehofft, wurde aber von der großen Resonanz

überrascht. Der Verkaufserlös aus den 14,95 Euro pro Exemplar soll langfristig

auch zur Deckung der laufenden Kosten für den Unterhalt des Museums und des

Lernortes beitragen. Der Verkauf des Lesebuches erfolgte am „Tag der offenen

Tür“ am 9. Oktober von 11 bis 18 Uhr im Geburtshaus selbst. Danach wird es in

der Tourismus-Information (Markt 4), im Stadtmuseum Quakenbrück und in der

Buchhandlung Thoben angeboten. Der herausgebende Trägerverein dankt allen

Akteuren für ihre Mitwirkung, insbesondere der „StadtStiftung Bürger für ihre

Stadt“ und der Kreissparkasse Bersenbrück für die finanzielle Unterstützung zur

Umsetzung dieser Projektidee.

- Alten- und Pflegeheim

- Kurzzeitpflege

- Verhinderungspflege

- Betreutes Wohnen

- Seniorenmittagstisch

Ansprechpartner:

Joachim Minneker (Geschäftsführer)

Dirk Tschritter (Pflegedienstleitung/Prokurist)

St. Sylvester gGmbH

Grüne Straße 24

49610 Quakenbrück

Tel.: 0 54 31 - 900 0

info@sylvesterstift.de

www.sylvesterstift.de

Ausgabe Herbst 2021 mq | 19


Das Artland-Magazin.

ist, vieles möglich zu machen

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VGH Vertretung

VGH Frank Vertretung Kottmann

Frank Höfener-Esch-Str. Kottmann 6, 49626 Berge

VGH Höfener-Esch-Str. Vertretung

Tel. 05435 431 6, 49626 Berge

Frank Tel. Kottmann

Lange 05435 Str. 31, 43149610 Quakenbrück

Höfener-Esch-Str. Lange 31, 49610 6, Quakenbrück

49626 Berge

Tel. 05431 9003851

Tel. 05435 05431 9003851 431

www.vgh-kottmann.de

Lange www.vgh-kottmann.de

Str. 31, 49610 Quakenbrück

Tel. 05431 9003851

www.vgh-kottmann.de

20 | mq Ausgabe Herbst 2021


Knaggen und vorkragende

Giebel sind typisch für die Artländer

Fachwerklandschaft.

Foto: Alexandra Lüders

KULTURGESCHICHTE

Laut Professor Manfred Gerner von der ‚Arbeitsgemeinschaft

Deutsche Fachwerkstädte‘ wurde zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert

in Deutschland fast ausschließlich in der Fachwerkbauweise

gebaut. Davon seien heute noch 2,5 Millionen erhalten und

stellten damit 15 Prozent aller existierenden Gebäude dar.

Fach

werk

im Artland

Eine beachtliche Zahl trotz des altersbedingten

Verfalls und der Zerstörungen

durch zwei Weltkriege. Bundesweit

beeindrucken Fachwerkkonstruktionen

durch ihre Vielfalt und regionale

Prägung. Auch im Weser-Ems-Gebiet

rich Böning informierte, verschönern

130 Fachwerkhäuser das Quakenbrücker

Stadtbild. Er unterstrich jedoch, dass es

sich in der Mehrzahl um Bauten aus der

Barockzeit (17./18. Jahrhundert) handelt.

Wer schon auf der „Giebeltour“ unterwegs

war, hat sicher auch die präch-

– vor allem im Artland – existieren

noch zahlreiche Fachwerkgebäude in tigsten der 2000 Fachwerkhöfe unserer

von Alexandra Lüders

die mit Hilfe der Denkmalpflege aufs

Feinste restauriert und neuen Nutzungen

zugeführt wurden und immer noch

werden. Aktuell gibt es drei historische

Häuser aus dem 15./16. Jahrhundert

in der Quakenbrücker Innenstadt,

deren vorbildliche Sanierung Beachtung

von Experten fanden, weil sie

derzeit (wir berichteten) die ältesten

Gebäude Niedersachsens sind. Im

den Orten und in den Bauernschaften,

standen sie vor Jahren auf der Vorschlagliste

des „Weltkulturerbes“. Als

„Perle des Artlandes“ wird die berühmte

Wehlburg (1750) betitelt. Sie war einst

in einen Bauwettstreit verwickelt und

gilt bis heute als „schönstes Bauernhaus

Deutschlands“. Der Hof wurde 1970 ans

Musemsdorf Cloppenburg verkauft, in

Badbergen Wehdel abgebaut und 1971

wieder aufgebaut .

Kulturlandschaft gesehen. Immerhin

November 2020 erzielte Michael Abeln

für die ausgezeichnete Restaurierung

seines Fachwerkhauses an der Langen

Straße 40 ‚ „Anno 1510“ den deutschen

Fachwerkpreis, der nur alle fünf Jahre

vergeben wird. Nach fast vierjähriger

Sanierungs- und Umbauphase folgte in

diesem Jahr die Eröffnung des Bonnus-

Geburtshauses an der Goldstraße 9, das

ebenfalls aus dieser Epoche stammt.

Das dritte im Fachwerkstil in der damaligen

Zeit gebaute und derzeit noch in

Sanierung befindliche Ackerbürgerhaus

ist das Gebäude Willenborg an der Kuhstraße

17, dessen ursprünglicher Kern

von 1461 stammt und das Ende 2022

bezugsfertig werden soll. Doch nicht

nur diese drei schmucken Hingucker

sind echte Vorzeigemodelle in unserer

Region, weil sie von spezialisierten

Handwerkern authentisch restauriert

wurden. Wie der Heimatkundler Hein- Die Wehlburg, Gemälde von H. Buschermöhle, 1937, Archiv: Hotel Wilken, Fürstenau Foto: Pia Andersen

Ausgabe Herbst 2021 mq | 21


Das Artland-Magazin.

Im Sommer ist Eltings-Vierseithof

reich mit Blüten geschmückt.

Fach

werk

im Artland

Auf dem Hof Elting-Bußmeyer

aus dem Jahre 1744

wird der prächtige Giebel

ganz besonders bewundert.

Laut Böning hat das Haupthaus eine

Länge von 36 und eine Breite von 14

Metern. 5000 handgeschnitzte Holznägel

halten es zusammen und sechs Kilometer

Dachlatten tragen das Reetdach, das aus

2500 Bund Reet gebildet wurde. Der holzreiche

Giebel sei liegend auf dem Boden

entstanden und hätte nach Fertigstellung

mit ungeheurem Kraftaufwand von

Mensch und Tier in die Senkrechte gebracht

werden müssen, weiß Böning. Der

Fachwerkgiebel mit 275 Gefachen kragte

vierfach vor und hatte mehr als 50 reich

geschnitzte Knaggen. Der imposante, artlandtypische

Vierseithof habe insgesamt

3500 Reichstaler verschlungen. Aus dem

Wettstreit um den repräsentativsten

Giebel ging die Wehlburg im Kampf mit

dem benachbarten Hof Wohnunger als

Siegerin hervor. In seiner 1979 erstellten

Schrift „Alte Bauernhäuser zwischen

Weser und Ems“ beschreibt Professor

Helmut Ottenjann (ehemaliger Direktor

des Museumsdorfes) außer die Wehlburg

auch noch andere niederdeutsche Hallenhäuser

aus der Sicht eines Volkskundlers.

Er analysiert die Konstruktion eines

Zwei- und Vierständerhauses und bringt

die Architektur der Bauernhäuser in Verbindung

mit der menschlichen Lebensund

Arbeitsweise. Bis heute profitieren

Besucher des Freilichtmuseums von

Ottenjanns wissenschaftlicher Arbeit. Er

hat unter anderem das Ursprungsgebiet

des neueren Hallenhauses im Oberweserraum

rund um Paderborn erforscht. Von

hier aus haben sich die niederdeutschen

Hallenhäuser in Richtung Osnabrücker

Land, Emsland, Oldenburger

Münsterland und Münsterland

ausgebreitet. Ottenjann bezeichnet

den Oberweserraum

als „Keimzelle der neuzeitlichen

Hochform des niederdeutschen

Hallenhauses“. Sie sei vom

endenden Hochmittelalter bis ins

18. Jahrhundert eine bedeutsame

Kulturmitte für die bäuerliche

Bau- und Wohnkultur Nordwestdeutschlands,

sogar für das

nordwestliche Europa (krisenfeste

Kornkammer) gewesen. Der

besonders an Tagen des offenen

Denkmals gern verwendete Begriff

„Kulturschatz Artland“ zeigt die hohe

Bedeutung der Fachwerkarchitektur für

die Region. Seit 1993 öffnen viele Baudenkmale

im Artland Tore und Türen, um

ihren Kulturschatz der Öffentlichkeit zu

zeigen. Denn mit 6000 Fachwerkbauten

auf rund 200 Quadratkilometern verfügt

das Artland über eine europaweit einmalige

Dichte an sehenswerter ländlicher

Baukultur, die seit vielen Jahren auch

touristisch genutzt wird.

Die Keramikwerkstatt Breukelgen hat ein ideales Fachwerkdomizil

in Menslage-Herbergen gefunden. Fotos: Alexandra Lüders

22 | mq Ausgabe Herbst 2021


FACHWERK IM ARTLAND

Museumsdorf Cloppenburg – Niedersächsisches Freilichtmuseum

täglich

geöffnet!

„Dorfherbst“

vom 17. bis 31. Okt. 2021

Täglich von 10.00 – 18.00 Uhr

In den Ferien ist was los!

In den Herbstferien kann man während des „Dorfherbsts“

Geschichte erleben (Alltag früher - täglich

12.00 bis 16.00 Uhr), es gibt Handwerksvorführungen,

Mühlenführungen und Klönschnacks über den Gartenzaun

oder am Dielentor, man kann bei Tierfütterungen

dabei sein (Montag bis Freitag 13.30 Uhr).

Programmpunkte gibt es tagesaktuell im Internet.

Dorfherbst

17.10.–31.10.2021

www.museumsdorf.de

Wir fertigen Türen und Fenster

auch für denkmalgeschützte Gebäude!

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Ausgabe Herbst 2021 mq | 23


Das Artland-Magazin.

Einmal

pro Woche

pulsiert in Quakenbrück

das rege Markttreiben

Von Detlef Bülow

Wochenmärkte gibt es eigentlich

fast überall, und der unsrige existiert

bereits seit dem 15. November 1868. Er

findet allwöchentlich im Herzen Quakenbrücks,

der sogenannten „Guten

Stube“ statt. Kaum etwas erinnert noch

an das bescheidene, bäuerliche Örtchen

von einst – an die Zeiten, in denen die

Felder mit Ochsengespannen bestellt

wurden, an klappernde Pferdehufe und

knarrende Karrenräder auf Pflastersteinen,

an Misthaufen, Federvieh, Schweine

und Kühe. An die mühsame Feldarbeit

und daran, wie – meist die Frauen

mit Kind und Kegel – ihren schweren

Handkarren zu Fuß in die Stadt zogen,

um auf dem Wochenmarkt frische

Milch sowie selbstangebautes Obst

und Gemüse zu verkaufen.

Der traditionsreiche Markt in Quakenbrück

zu Füßen der St.-Marien-Kirche

hat sich in den letzten Jahren zu einem

Eldorado für Feinkost-Liebhaber entwickelt.

Exotische Früchte und Gemüsesorten,

Wildfleisch-Spezialitäten, delikate

Käse-Variationen, Fischspezialitäten,

Naturkost, Bio-Produkte, Brot, erlesene

Gewürze und Honigsorten, Süßwaren-

Spezialitäten, Blumen und vieles mehr

bieten die Markthändler hier an. Die

Marktbesucher schlendern in aller

Ruhe, schauen und halten einen „Klönschnack“.

Die meisten von ihnen sind

Stammkunden. Die Händler wissen um

die Wünsche der Marktbesucher und

alle werden freundlich und mit einem

Lächeln begrüßt. Zur Popularität des

Markts trägt natürlich die exklusive Lage

in unserem historischen Stadtkern bei.

Ich persönlich mag es aber auch, wenn

der Wochenmarkt in Quakenbrück auf

der Langen Straße stattfindet. Denn da

geben die Händler mit ihren bunten

Farbtupfern der Langen Straße immer

wieder ein ganz besonderes Flair. Dieses

Treiben, ja dieses Leben auf der Straße,

macht mich jedes Mal neugierig. Ich

beobachte die Menschen, die am Freitagmorgen

über den Wochenmarkt auf der

Straße flanieren.

Aber egal, ob der Wochenmarkt nun

auf der Straße oder auf dem Marktplatz

stattfindet, die Atmosphäre des Marktes

speist sich sehr durch den altstädti-

24 | mq Ausgabe Herbst 2021


ENERGIEWIRTSCHAFT

schen Charme unserer historischen Stadt.

Durch die Kulisse der prächtigen Kirche,

die Top-Lage direkt am wunderschönen

historischen Rathaus und durch das auf

dem Marktplatz verlegte Kopfsteinpflaster

gewinnt dieser Ort an Zuspruch.

Wenn ich kann, dann besuchen meine

Frau und ich unseren Wochenmarkt. Dort

angekommen, wuselt es meistens ziemlich

lustig umher. Hier kennt man sich oftmals

noch beim Namen. Die Marktstandbesitzer

beraten gerne, welche Kartoffel denn

jetzt festkochend oder welche jetzt zu der

mehligen Variante gehört, wie und wo die

frischen Lebensmittel gelagert werden,

damit sie möglichst lange halten und ganz

nebenbei bekommt man noch einen Apfel

von ihnen geschenkt. Bei vielen Gemüse-

oder Fruchtsorten haben einige Menschen

vergessen, wann sie überhaupt

Saison haben. Am Markt lernt man

jedoch ganz schnell, was es zu welcher

Jahreszeit bei uns gibt. Gerade für

Kinder ist das natürlich eine lehrreiche,

interessante und spaßige Lernstunde.

Dieses Einkaufserlebnis verursacht bei

mir ein wohliges Gefühl, ja ich möchte

behaupten, es gehört bei mir zum

„Heimatgefühl“. Und es macht einfach

Spaß, sich mit anderen Marktbesuchern

und Verkäufern direkt auszutauschen.

Die frische Luft, der Duft, die Farben, die

Menschen... all das formt sich zu einem

unbeschreiblich schönen Gefühl.

Sich bewusst Zeit dafür zu nehmen,

trägt auch zur Stressreduktion bei.

Hetze beim Einpacken, schlecht gelaunte

Kassierer, stickige Luft... gibt es hier nicht.

Auch wenn der ein oder andere Standbesitzer

mal etwas direkt und etwas

eigen ist, bleibt er dabei authentisch und

freundlich, auf seine persönliche Art und

Weise.

Klar kaufen auch wir nicht alles auf dem

Wochenmarkt ein. Viele Dinge kaufen

wir immer noch im Supermarkt, aber

mit einem bewussten Auge auf Inhalte

und Herkunft. Jedoch ist die Freude, die

Qualität, der Geschmack und das gute

Gewissen, regional einzukaufen, ein

Grund für uns, öfter unseren Einkauf dort

zu tätigen. Denn auch hier gilt: Du bist

was du isst.

Ausgabe Herbst 2021 mq | 25


Weinhaus

Gebr. Köster

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Das Artland-Magazin.

Der Burgmannfrosch

von Quakenbrück

Seit Menschengedenken befindet sich die Metropole Quakenbrück

hoch oben im Norden des Osnabrücker Landes. Im katholischen Umland

wird sie auch >Pielepoggen-City< genannt.

In grauer Vorzeit stand hier eine Burg. Die Burgstraße erinnert an

dieses bedeutende, leider verschwundene, Gebäude.

13 Ritter verteidigten seinerzeit die Burg vor feindlichen Angriffen aus

dem Tecklenburger Land. Die Ritter wurden vom Bischof in Osnabrück

mit Höfen und Sonderrechten ausgestattet. Noch heute existieren

einige dieser Höfe am Marktplatz, in der Pfaffenstraße und in der

Alençoner Straße. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte verschwanden

die Burgmänner wieder. Wo sind sie geblieben?

Seit vielen Jahrhunderten wird von Mund zu Mund folgende Geschichte

weiter gegeben:

Der letzte Burgmann, sein Name ist leider nicht mehr bekannt, suchte

verzweifelt eine ihm ebenbürtige Frau. Weit und breit war keine in

Sicht. Er war, wie so viele Männer, nun mal nicht gern allein.

In seiner Not wandte sich der Burgmann an eine alte Frau im Wohld,

die die Kräfte der Natur und der Magie kannte und sie zu nutzen

verstand. Der Burgmann erzählte ihr von seinen Sorgen, und sie gab

ihm daraufhin folgende Empfehlung:

Begebe dich an einem milden Frühlingsabend in die Hase-Aue und

halte nach einer Wanderkröte Ausschau. Nimm sodann die Kröte in

die Hand und küsse sie liebevoll auf den Kopf. Denke dabei an deinen

sehnlichsten Wunsch. Alles Weitere wird sich wie durch Zauberei von

selbst erfüllen.

Der Burgmann befolgte alle Anweisungen gewissenhaft.

An einem warmen Frühlingsabend machte er sich nach dem Sonnenuntergang

auf den Weg in den Wohld.

In einer feuchten Senke entdeckte er auf einem Stein eine Kröte.

Er nahm sie auf in seine Hand.

Er schloss seine Augen und dachte dabei an seinen sehnlichsten

Wunsch. Dann küsste er die Kröte behutsam auf den Kopf.

Die Kröte erschrak nicht.

Als der Burgmann seine Augen wieder öffnete, staunte er. Die Kröte

schaute ihm tief in die Augen. Die Zeit stand auf einmal still und

verging dennoch rasend schnell.

Die Atmosphäre veränderte sich.

Der Burgmann verspürte überschäumendes Glück und panische

Angst zugleich.

Der Burgmann verwandelte sich an Ort und Stelle in einen Frosch und

hielt seine zukünftige Frau an der Hand.

Seit dieser Zeit lenken die Frösche die Geschicke dieser Stadt. Die

Nachkommen aus dieser legendären Verbindung stehen heute vor

dem Rathaus, vielen Geschäften und einigen Privatgrundstücken.

Dei Borgmannpogge

van Quaokenbrügge

Renate Rengermann

Dat is all ganz, ganz lange her! Villicht was dat sogor för poor duusend

Johrn. Do läwten all Mensken in Quaokenbrügge. Dat leeg in

Norden van dei Ossenbrügger Gägend. Midden in Quaokenbrügge

stünd eine Borg. In disse Borg läwten dattaihn Soldaoten,dat wassen

dei Borgritter. Sei passten up, dat sei nich van dei Soldaoten ut Tecklenborg

äöwerfall‘n un verdräben wüdden. Dat was uck dei grötste

Sörge van den Bischof van Ossenbrügge. Hei staffeirte dei Borgmannen

gaut ut, sogor mit Hüser un Höwe. Dei Borgmannen harn dat

Säggen.

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26 | mq Ausgabe Herbst 2021


Nu sind dei Borg un dei Borgmannen alllange nich mehr dor. Aower

dei Stäe un poor Höwe, wor dei domaols stünnen, kanns hütdaogs

noch an Marktplatz, inne Pfaffenstraoten un inne Alenconer Straoten

bekieken.

Bit vandaoge fraogt sick Lüe ut Quaokenbrügge, wor sind domaols

dei Borgmannen bloß bläwen?

Achter dei Hand wedd dat van Mund tau Mund so vertellt:

Dei lessde Borgmann, sien´n Naom kennt kienein, söchte vertwiewelt

eine Fro. Disse Fro schull bäten patent wän un tau üm uppe

Borg passen. Aower wor kunn hei so eine finnen? Tau dei Tied läwte

im Wohld eine ole Fro. Dei läwte inne un mit dei Natur. Dei kunn

uck mehr at Brot äten.

Dei Borgmann vertellte ehr sien Leed. Sei wüss gauen Raot:

Gaoh an ein´n mojen, warmen Maitiedsaobend anne Haose-Aue.

Un dor sett di daol un teuw mit Utduur up eine Ützepogge. Dann

nimm dei Ützepogge in diene Hand un giff ehr sinnig ein´n Seuten

up ehrn Kopp. Denk alltied faste doran, wat du di wünskes. Aals

ännere kummp dann van sülwes.

Dei Borgmann lusterte up jedet Wort.

An ein´n mojen Maitiedabend mök dei Borgmann sick upn Pad in

den Wohld. An eine natte Stäe leeg dichtebi ein Stein vör üm un

dorup seet eine Ützepogge. Vorsichtig nöhm hei dei in siene Hand,

mök siene Oogen tau un dachte dorbi bloß an sien Wunsk. Ganz

sinnig un behott geew hei dei Ützepogge einen Seuten up ehrn

Kopp. Dei Ützepogge gefüllt dat un hüllt ganz still.

At dei Borgmann siene Oogen wedder aopen mök, keek üm dei

Ützpogge ganz deip inne Oogen. Dei Borgmann vergeet aals, wat in

dissen Oogenblick rund ümtau was. Hei verdraihte siene Oogen un

feuhlde sick ganz woränners. Dat güng üm dör un dör. Staonsfaut

wüdd ut den Borgmann eine Pogge. Un sietdem häbbt dei Poggen

dat Regiment in Quaokenbrügge. Vörn Raothuus, vör Geschäften

un Hüser wiest sei sick. Up Fautwäge un Straoten paddket sei mit di

dör Quakenbrügge bit vandaoge noch.

Ins Plattdeutsche übertragen von Hildegard Tölk

Dat

Pöggsken

Pöggsken sitt in‘n

Sonnenschien,

O, wat is dat Pöggsken fien

Met de gröne Bucks!

Pöggsken denkt an nicks.

Kump de witte Gausemann,

Hät so raude Stiewweln an,

Mäck en graut Geschnater,

Hu, wat fix

Springt dat Pöggsken met de Bücks,

Met de schöne gröne Bücks

Met de Bücks in‘t Water.

Gedichtband: Augustin Wibbelts >Mäten-Gaitlink< 1909

Womöglich hat der Quakenbrücker Frosch seinen Ursprung im Gedicht „Dat Pöggsken“

von Augustin Wibbelts aus dem Jahr 1909. Die Schüler in Quakenbrück mussten dieses

Gedicht bis Ende 1960 auswendig lernen. Einige Leser werden sich also erinnern.

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Ausgabe Herbst 2021 mq | 27


Das Artland-Magazin.

Erinnerungen

links:

Kränzen für den Kinderschützenkönig 1960

Mitte: St. Antoniort 1950,

rechts im Bild August Lampe

rechts: Hermann und Martin Lampe, 1959

Erinnerungen sind eine starke Quelle

von Ressourcen. Sie können uns mit

Freude erfüllen und uns daran erinnern,

was uns im Leben wichtig ist.

Manchmal ist es gut, Erinnerungen

an die nächste Generation weiterzugeben.

Das hat mich auch dazu

bewogen, einige meiner Geschichten

für meine Kinder aufzuschreiben.

Man weiß ja nie, welche unserer

Lebenserfahrungen für jemanden

hilfreich sind. Mit meinen aufgeschriebenen

Erinnerungen tue ich

aber auch mir selbst etwas Gutes.

Und meine „Lausbubengeschichten“

sind mir wichtig, weil sie den Menschen

zeigen sollen, dass wir alle mal

Kind waren und bei der Erziehung

unserer Kinder auch mal ein Auge

zudrücken sollten.

Am Montag, den 06. September hat

mich wieder einmal eine Situation

in die Zeit meiner Kindheit reisen

lassen. Alles fing damit an, dass zwei

kleine Leuchtstoffröhren flackerten

und ich mich nicht konzentrieren

konnte, kurz gesagt, es nervte. Es ist

vergleichbar mit dem tropfenden

Wasserhahn in einem Hotelzimmer.

Das stetige Tropfen scheint von Mal

zu Mal lauter zu werden und behindert

einen beim Einschlafen. Also

musste ich etwas unternehmen und

fuhr mit meinem Fahrrad zu Elektro

Lampe, um Ersatzteile für die nervige

Lichtquelle zu kaufen.

Ich hatte das Flackern anscheinend

etwas zu lange versucht zu ignorieren,

denn ich merkte, dass ich ziemlich

schnellen Puls hatte, weil ich meine Arbeit

unterbrechen musste. Im Eifer des

Gefechts hatte ich dann auch noch mein

Portemonnaie vergessen. Nun stand ich

vor der Ladentür von Elektro Lampe, die

Klinke bereits in der Hand und urplötzlich

fängt meine kleine Zeitreise an.

Wenn mein Vater mit mir etwas

einkaufte, hatte er seine Geldbörse nie

dabei, was ihn aber nicht davon abhielt,

dennoch ein Geschäft zu betreten, um

etwas käuflich zu erwerben. Ich erinnere

mich noch sehr gut an solche Situationen,

denn sie waren etwas peinlich

für mich. Da kam es z.B. zum Kauf eines

Transistorradios, das mir im Schaufenster

von Radio Lanfer in der Großen

Mühlenstraße (heute Alenconer Straße)

gefiel.

Mein Vater und ich gingen durch

die Stadt. Als wir an dem besagten

Schaufenster vorbeikamen, fiel mir das

silberne Radio mit Kassettenfunktion

ins Auge und ich blieb schockverliebt

stehen. Natürlich blieb bei meinem Er-

28 | mq Ausgabe Herbst 2021


ERINNERUNGEN

Matrizendrucker, Bonanza-Rad, Pril-Blume

Aufkleber, Sunkist-Saft, Ariel-Werbung mit

Klementine, Leckmuschel, Esso-Tiger,

der Hase Cäsar und die erste Mondlandung

der Apollo 11 am 21. Juli 1969:

Das ist nur eine kleine Liste von Dingen,

die aber alle etwas gemeinsam haben.

Werde ich – egal in welchem Zusammenhang –

mit nur einem in dieser Aufzählung konfrontiert,

so löst es bei mir Erinnerungen aus.

Von Detlef Bülow

zeuger diese Reaktion nicht unbemerkt

und da mein Vater meinte, ich hätte

ein Geschenk verdient, betraten wir

das Geschäft. Kaum hatten wir die Tür

geöffnet, wurden wir auch gleich mit

„Guten Tag, Herr Bülow“ begrüßt. „Guten

Tag, Herr Benken, mein Sohn hätte

gern das silberne Radio mit eingebautem

Kassettenabspielgerät aus Ihrem

Schaufenster“, erwiderte mein Vater

und als wäre es ganz selbstverständlich,

fügte er noch hinzu, dass wir das Radio

gleich mitnehmen wollten, aber er kein

Geld dabeihätte.

Da war er, der Moment, der mir die

Schamesröte ins Gesicht trieb.

„Das ist kein Problem, Herr Bülow. Ich

lege noch eine Kassette und Batterien

dazu, damit ihr Sohn gleich seinen Spaß

mit dem Gerät hat. Kommen Sie einfach

in den nächsten Tagen vorbei und

bezahlen Sie dann.“

Ich war nun stolzer Besitzer eines nagelneuen

Grundig-Radios und bedankte

mich dementsprechend.

Draußen erzählte ich meinem Vater,

dass ich mich zwar über sein Geschenk

freuen würde, aber es für mich etwas

peinlich war, dass er wieder einmal seine

Geldbörse nicht dabeigehabt hätte.

Anscheinend hatte er genau diesen Moment

herbeigesehnt, denn die Antwort

meines Vaters werde ich nie vergessen.

Er trat an mich heran, legte beide Hände

auf meine Schultern und sagte: „Mein

lieber Sohn, das muss dir in keiner Art

und Weise peinlich sein. Es zeigt doch,

dass unser Name für etwas in Quakenbrück

steht. Er steht für Ehrlichkeit, Verlässlichkeit

und Vertrauen. Schreib dir

das hinter deine Ohren.“ Dann griff er in

seine Hosentasche und zeigte mir sein

Portemonnaie und sagte: „Möchtest Du

reingehen und bezahlen?“ Ich schüttelte

den Kopf. „Na dann lauf‘ und freue dich

über dein neues Radio. Die Freude muss

allerdings eine Weile anhalten, denn du

bekommst nichts zum Geburtstag.“

Nun öffnete ich die Ladentür, wurde

von einer freundlichen Verkäuferin in

Empfang genommen und bestellte bei

ihr die Ersatzteile für meine Lampe.

Fachbetrieb für Elektroinstallation

Elektro-Groß- und Kleingeräte

Mit sicherem Ziel ging sie auf ein Regal

zu, holte die für meine Lampe benötigten

Bauteile und legte sie auf den

Tresen. „Darf es sonst noch etwas sein,

Herr Bülow?“ Ich merkte, wie sich mein

Gesicht entspannte und ich anfing zu

lächeln. Die nette Verkäuferin war mir

unbekannt, denn Elektro Lampe hatte

2017 den Eigentümer gewechselt. „Das

ist alles, was ich brauche, aber ich habe

gerade gemerkt, dass ich gar kein Geld

dabeihabe. Ich möchte allerdings die

Sachen gerne mitnehmen“, sprach ich

und ich bemerkte, dass es mir durchaus

nicht peinlich war. Ihre Antwort war dann

ein Déjà-vue für mich: „Das ist überhaupt

kein Problem, Herr Bülow, kommen Sie

einfach in den nächsten Tagen wieder

rein und bezahlen Sie dann.“

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Ausgabe Herbst 2021 mq | 29


Nicole Unland, kaufmännische Angestellte und Ausbildungsleiterin

Foto: Detlef Bülow

Ich war glücklich und so hatte diese blöde

Funzel doch dafür gesorgt, dass dieser

Einkauf das schönste Ereignis des Tages

wurde.

Meine Eltern und auch ich gehörten schon

immer zu den Kunden der Firma Lampe.

Als Kind wollte ich aber nicht glauben,

dass die Inhaber wirklich „Lampe“ hießen.

Ein Elektroladen namens Lampe, also

bitte!?

Aber das ist lange her. Den neuen Inhaber

des Traditionsgeschäftes habe ich auch

schon kennengelernt. Er heißt Lukas

Hartmann und die nette Verkäuferin ist

Nicole Unland. Ich habe im Nachhinein

auch erfahren, dass sie für mehr als nur für

den Verkauf zuständig ist, denn im Grunde

genommen ist sie die Frau für alle Fälle.

Die Einkaufsgewohnheiten haben sich in

den letzten Jahren stark verändert. So kaufen

die meisten Menschen heute in Läden

mit Selbstbedienung ein und bestellen

im Internet. Es soll ja unter ihnen noch

Kunden geben, die Spaß daran haben,

zwischen den vielen Menschen und den

Regalen mit den Einkaufswagen zu hetzen

und links und rechts nach den Artikeln zu

suchen. Aber wenn man genauer hinsieht,

steht den meisten dieser Konsumenten

der Stress ins Gesicht geschrieben. Da hilft

es auch nichts, wenn die Einkaufsrallye

mit Musik aus den Deckenlautsprechern

leise untermalt wird. Ganz im Gegenteil,

die meist fürchterliche Hintergrundmusik

führt bei mir zu schlagartigem Bluthochdruck.

Am Ende der Foltertour folgt dann

auch noch das lange Anstehen an den

Kassen. Hier wird der viel umworbene

Kunde von Hunderten von Leuchtmitteln

im eigenen Saft gegart und immer wieder

gern von anderen gehetzten Teilnehmern

der Rallye mit dem Einkaufswagen an der

Achillesferse touchiert. Wie war es doch

früher anders!

Schon öfter habe ich hier über die vielen

Geschäfte, die es in unserer Stadt mal

gegeben hat, geschrieben. Es war eine Zeit,

in der alle gut zu tun hatten. Zu mindestens

hatten sie das nötige Einkommen und

konnten davon leben. Von den Geschäften

wie Elektro Lampe sind nur noch wenige

übrig geblieben. Gern erinnere ich mich an

vergangene Zeiten. Ich komme noch heute

an Geschäften oder Häusern vorbei, in

denen wir früher eingekauft haben. Dabei

fallen mir die ehemaligen Kaufleute ein.

Wo sind sie bloß geblieben, leben sie noch?

Nun ja, die Zeiten ändern sich und wir uns

mit ihnen. Was man auch an unserem

Stadtbild erkennen kann. Heute existieren

in Quakenbrück wohl nur noch eine

Handvoll der alten Traditionsgeschäfte wie

Elektro Lampe. Und wenn ich durch unsere

Stadt gehe, dann sehe ich ältere Bauten

neben neueren stehen und die Anzahl der

Gastronomen, Versicherungen oder anderer

Dienstleister steigt. Es ist ein Trend, der

seit einigen Jahren zu beobachten ist und

er setzt sich fort – auch, weil der Kunde es

so erwartet.

Aber wie es bei mir so mit meinen Erinnerungen

ist, es reicht eine Kleinigkeit, um

eine neue Zeitreise auszulösen.

30 | mq Ausgabe Herbst 2021


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32 | mq Ausgabe Herbst 2021


SPIELPLAN

PROA 2021/2022

Datum Tag Uhr Heim Gast

23.10.2021 SA 19:30 ARTLAND DRAGONS - RÖMERSTROM GLADIATORS TRIER

30.10.2021 SA 19:30 ROSTOCK SEAWOLVES - ARTLAND DRAGONS

05.11.2021 FR 19:30 ARTLAND DRAGONS - SCIENCE CITY JENA

10.11.2021 MI 19:30 WIHA PANTHERS SCHWENNINGEN - ARTLAND DRAGONS

13.11.2021 SA 19:30 ARTLAND DRAGONS - VFL KIRCHHEIM KNIGHTS

20.11.2021 SA 19:00 VFL SPARKASSENSTARS BOCHUM - ARTLAND DRAGONS

05.12.2021 SO 17:00 ARTLAND DRAGONS -TEAM EHINGEN URSPRING

11.12.2021 SA 19:00 TIGERS TÜBINGEN - ARTLAND DRAGONS

18.12.2021 SA 19:30 RASTA VECHTA - ARTLAND DRAGONS

23.12.2021 DO 19:30 ARTLAND DRAGONS - UNI BASKETS PADERBORN

26.12.2021 SO 17:00 PHOENIX HAGEN - ARTLAND DRAGONS

02.01.2022 SO 17:00 ARTLAND DRAGONS - PS KARLSRUHE LIONS

08.01.2022 SA 19:00 ARTLAND DRAGONS - NÜRNBERG FALCONS BC

14.01.2022 FR 20:00 UNI BASKETS PADERBORN - ARTLAND DRAGONS

16.01.2022 SO 17:00 ARTLAND DRAGONS - TIGERS TÜBINGEN

22.01.2022 SA 19:30 ARTLAND DRAGONS - BAYER GIANTS LEVERKUSEN

29.01.2022 SA 19:30 SCIENCE CITY JENA - ARTLAND DRAGONS

05.02.2022 SA 19:30 ARTLAND DRAGONS - VFL SPARKASSENSTARS BOCHUM

12.02.2022 SA 19:30 ARTLAND DRAGONS - EISBÄREN BREMERHAVEN

19.02.2022 SA 19:00 TEAM EHINGEN URSPRING - ARTLAND DRAGONS

04.03.2022 FR 19:30 ARTLAND DRAGONS - ROSTOCK SEAWOLVES

06.03.2022 SO 17:00 RÖMERSTROM GLADIATORS TRIER - ARTLAND DRAGONS

12.03.2022 SA 19:30 ITZEHOE EAGLES - ARTLAND DRAGONS

19.03.2022 SA 19:30 ARTLAND DRAGONS - WIHA PANTHERS SCHWENNINGEN

25.03.2022 FR 19:30 PS KARLSRUHE LIONS - ARTLAND DRAGONS

27.03.2022 SO 17:00 ARTLAND DRAGONS - RASTA VECHTA

02.04.2022 SA 19:00 VFL KIRCHHEIM KNIGHTS - ARTLAND DRAGONS

09.04.2022 SA 19:30 ARTLAND DRAGONS - PHOENIX HAGEN

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Ausgabe Herbst 2021 mq | 33


TEAM 2021/2022

Zugänge:

Taren Valdis Sullivan (Rivers Hoopers)

Adam Pechacek (PS Karlsruhe LIONS)

Daniel Zdravevski (Phoenix Hagen)

Demetrius Ward (Uni Baskets Paderborn)

Jonas Weitzel (s.Oliver Würzburg)

ABgänge:

Leon Iduma Okpara

Jonas Herold

Marius Lau

Quadir Hassan Welton

Gerel David Simmons

Danielius Lavrinovicius

Robert Oehle

9 Darren Aidenojie

Shooting Guard

27 Jonas WeiTel

Center

0 Adam Pechacek

Center

Maja Kollhoff

Office

Patrick Flomo

Co-Trainer

Lea Fellmann

Physiotherapeutin

Marvin kl. Arkenau

Physiotherapeut

1 ZacharY Ensminger

Point Guardd

45 Demetrius Ward

Shooting Guard

4 ThoRben Döding

Point Guard

34 | mq Ausgabe Herbst 2021


25 Jacob Knauf

Power Forward

3 Daniel Zdravevski 7 Adrian Breitlauch

Power Forward

Shooting Guard

13 Taren Valdis Sullivan

Small Forward

Dr. Heinz Gerd

Grotepaß

Teamarzt

Marius Kröger

Geschäftsführer

22 Marvin Möller

Shooting Guard

5 Chase Griffin

Shooting Guard

31 Jegor Cymbal

Small Forward

Tuna Isler

Head Coach

Ole Reumann

Teambetreuer

Julia Fischer

Office

Ausgabe Herbst 2021 mq | 35


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Mo.-Fr. 9-18 Uhr

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Welthits

KUNST & KULTUR

von damals und ihre Geschichten

Von Detlef Bülow

Wussten Sie, dass ABBA bis heute keinen Cent an „Chiquitita“ verdient?

Oder dass Kate Bush in „Cloudbusting“ nicht von falsch ausgesprochenen Gewürzen,

sondern geheimnisvollen Aliens und Regenmaschinen singt?

Und dass Wham! ihre Karriere eigentlich der Mama von Andrew Ridgeley zu verdanken haben?

NEUE

SERIE!

Die meisten Hits schreibt das Leben und

viele von ihnen haben ihre eigene Story.

Es sind Songs, die aus der Musikgeschichte

nicht mehr wegzudenken sind und

damals bei jeder Party ein Muss waren.

Dahinter verbergen sich oft traurige,

komische, tragische und kuriose Geschichten.

Die Rede ist von Pop- und Rock-Klassikern,

die garantiert jeder kennt, die Geschichte

dazu aber oft nicht! Ich möchte in unserer

neuen Serie die Hits der 60er-, 70er- sowie

Pop- und Schlager-Klassiker aus den 80er-

Jahren und die interessanten Hintergründe,

besondere Momente oder kuriose

Facts zu den größten Hits unserer Stars

von damals beleuchten.

Den Anfang mache ich heute mit den Animals

und „House Of The Rising Sun“.

Ich habe mich für dieses Lied entschieden,

da die Single damals zu einer meiner

ersten Platten gehörte. Sie ist eine der

wenigen, die ich heute noch besitze. Ja, ich

kann sogar sagen, dass sie sich nach mehr

als 45 Jahren noch in einem sehr guten

Zustand befindet. Das liegt allerdings

daran, dass ich damals sehr schnell auf LPs

umgestiegen bin und meine Singles nur

noch selten aufgelegt hatte.

Aber nun zum Eigentlichen:

Am 18. Mai 1964 wurde ein Meilenstein

der Popmusik auf Platte gebracht: Die

Animals nahmen eine Version des alten

Blues-Klassikers „House Of The Rising

Sun“ mit einem verwegenen Eric Burdon

am Mikrofon und dem großen Alan

Price an der Orgel auf, die die meisten

Menschen heute für die ursprüngliche,

zumindest aber für die endgültige halten.

Und diese Version des Songs wurde zum

Welthit. Seitdem hat jeder Lagerfeuer-Gitarrist,

der was auf sich hält, dieses Lied im

Repertoire. Der Song hat allerdings seine

Wurzeln im England des 16. Jahrhunderts.

Erst Jahre später gelangte er in die USA,

bekam dort einen neuen Text und wurde

zum Blues-Klassiker. Erzählt wird darin die

Leidensgeschichte eines Mädchens, das

als Prostituierte in einem Bordell arbeiten

muss - in einem „House Of The Rising

Sun“, einem „Haus der aufgehenden

Sonne“. So wurden im 19. Jahrhundert die

Freudenhäuser in der Vergnügungsmetropole

New Orleans genannt.

Nina Simone gehörte zu den ersten Stars

der Blues-Musik, die diesen Song auf Platte

brachten und ihre Version war es auch,

die im fernen England die junge Beat-

Gruppe „The Animals“ aufhorchen ließ.

Das Lied war wie gemacht für die Band

und so brachten sie eine seichte Version

des Songs heraus.

Der Sänger Eric Burdon sagte: „Der Blues

ist ein alter Freund von mir, mit dem ich

geboren und aufgewachsen bin. Wenn ich

singe, ist es immer Blues, ich kann nichts

dagegen tun.“ Im Mai 1964 schließlich

brachten „The Animals“ das Lied in einer

langsameren Version und mit einem

entschärften Text selbst auf Platte. Die

Animals sangen stattdessen von einem

jungen Mann, der im „House Of The Rising

Sun“ sein Geld durchgebracht hatte. Es

war eine weise Entscheidung, denn die

Wehklagen einer Prostituierten hätten

damals nicht den Weg ins Radio gefunden.

Die Aufnahme in einem kleinen Londoner

Tonstudio - gleich morgens um acht -

soll nur 15 Minuten gedauert haben. Die

Studiomiete betrug deshalb gerade mal

vier Pfund, das sind nach heutigem Umrechnungskurs

knapp fünf Euro. Wenige

Wochen später gelang den Animals mit

ihrem leidenschaftlichen und erstmals

blueslastigen „House Of The Rising Sun“

als ersten Briten nach den Beatles eine

Nummer 1 in den US-Charts.

Seit 1994 gehört Eric Burdon zusammen

mit den Animals zur „Rock and Roll Hall of

Fame“.

Ach ja, ihr wollt bestimmt noch wissen,

warum ABBA bis heute keinen Cent an

„Chiquitita“ verdient hat!

Am 8. Januar 1979 stellte ABBA den Song

bei einem UNICEF-Benefizkonzert als

Beitrag für das „Internationale Jahr des

Kindes der Vereinten Nationen 1979“ in

der „General Assembly Hall of the United

Nations“ in New York vor. Am 16. Januar

1979 wurde der Song als Single veröffentlicht.

Die Einnahmen der Single spendeten

ABBA an UNICEF. Bis heute werden alle

Einnahmen, die das Lied einspielt, an

UNICEF weitergeleitet, die seither auch Inhaber

der Lizenzrechte an diesem Lied ist.

In den USA wurde die Single durch Atlantic

Records erst im Nov. 1979 veröffentlicht.

Ausgabe Herbst 2021 mq | 37


Das Artland-Magazin.

Gutes

Hören

Kleine Helferlein

für ganz große Töne

Mini-Hörgeräte gibt es

bei Gerland Hörgeräte

Die Welt bietet tausende Klänge:

Vogelzwitschern, Autohupen, Donner,

Lachen, Klingeln, Gesang – eine regelrechte

Sinfonie des Lebens. Diese hören

zu können ist ein Segen und eines der

kostbarsten Güter, die der menschliche

Körper mit sich bringt. Umso schwieriger

ist es, wenn man sich nur noch

auf das Verstehen konzentrieren muss

und nicht mehr auf das Gehörte an

sich. Aber es gibt heutzutage perfekte

Lösungen.

Das Gehör zu verlieren oder auch

nur einen Teil einbüßen zu müssen,

schlägt sich sofort auf die Lebensqualität

nieder. Nicht nur, dass man

all die schönen Geräusche nicht mehr

richtig wahrnimmt, auch das Sozialleben

leidet stark darunter. Man kann

Gesprächen nicht mehr folgen, muss

ständig nachfragen und wird unsicher.

Doch heutzutage muss das nicht mehr

sein. Schon leichte Gehörprobleme

lassen sich mit Hörgeräten beheben. Es

gibt zahlreiche Versionen von Geräten

– von klassischen Hinter-dem-Ohr- bis

zu winzigsten und fast unsichtbaren

In-dem-Ohr-Systemen, von modern mit

allen Extras bis zum klassischen Modell

ist alles vertreten. Die Welt der Hörgeräte

ändert sich stetig.

Mit Wissen und Herz

zur perfekten Lösung

Das Gerland-Team rund um Filialleiter

Thorsten Wagner in Quakenbrück weiß

genau um die Komplexität der Hörhilfen.

Da ständig neue Modelle auf den

Markt kommen, ist es den Hörexperten

von Gerland Hörgeräte wichtig, immer

up to date zu sein, um ihren Kunden

eine bestmögliche Beratung zukommen

zu lassen. Das richtige Hörgerät verbessert

nicht nur das Gehör, sondern die

ganze Lebensqualität. Dies funktioniert

jedoch nur, wenn im Gehirn noch eine

Verarbeitung messbar ist. Bei Gerland

wird die perfekte Lösung gesucht und

gefunden.

Der Weg

zu mehr Lebensqualität

Erst einmal wird gemessen, wie sieht es

um die Hörsituation des Kunden aus?

Dann findet eine Beratung statt. Jeder

Kunde hat individuell andere Anforderungen

an sein Hörgerät. Der Akustiker und

der Kunde lernen sich gut kennen, denn

neben den Hörwünschen und Bedürfnissen

sind auch die Lebensumstände

wichtig, um das passende Hörgerät zu

finden. Nachdem man das richtige Modell

gefunden hat, geht es an die Einstellung.

Hier muss sehr genau gearbeitet werden.

Das Hörgerät wird dann einige Wochen

zuhause ausprobiert. Es wird so lange ein

Finetuning gemacht, bis das Gerät schließlich

perfekt eingestellt ist. Es ist eine

komplexe Arbeit, die sich jedoch lohnt:

Sechs Jahre sollte ein Hörgerät das Leben

erleichtern. Und dann? Dann gibt es schon

wieder neue Modelle, die es auszuprobieren

sich lohnt. Also keine Scheu: Hören Sie

die Welt in voller Lautstärke und mit all

seinen Facetten.

38 | mq Ausgabe Herbst 2021


AUS DER GESCHÄFTSWELT

Hören wir früher

mit neuester Hörgeräte-Technik

Kunden bei Gerland können aktuell die

neueste Chiptechnologie des dänischen

Hörgeräteherstellers Oticon testen. Die

sogenannte DNN-Technologie (Deep-

Neural-Network-Technologie) wurde mit

12 Millionen Klang-Szenen aus dem realen

Leben trainiert. So ist fast ein „Hören wie

früher“ mit der Möglichkeit, sich bei

Bedarf endlich wieder auf einen einzelnen

Sprecher konzentrieren zu können, möglich.

ÜBRIGENS: Gerland Hörgeräte ist nun schon sechs Jahre in

Quakenbrück für Sie da. Bei Interesse oder Fragen melden Sie

sich doch einfach mal dort.

Lange Straße 38, 49610 Quakenbrück, Tel. 05431.9066800

service@gerland-quakenbrueck.de

Für Filialleiter Thorsten Wagner

ist es ein persönliches Anliegen,

seinen Kunden gutes Hören zu

ermöglichen.

Unsere qualifizierten und erfahrenen Fachkräfte

bieten Ihnen die Hilfe, die Sie zu Hause brauchen.

SOZIALSTATION – AMBULANTE PFLEGE UND GESUNDHEIT

· Häusliche Pflege

· Tagespflege

· Pflege-Senioren-WGs

· Pflegeberatung

· Hausnotruf

· Essen auf Rädern

· Hilfe im Haushalt

· Vermittlung von Pflegehilfsmitteln

· Ambulante Psychiatrische Pflege

Ansprechpartner: Frau Rola-Cieslak (Pflegedienstleitung) · Frau Hoffmann (Verwaltung)

Grüne Straße 11 · 49610 Quakenbrück · Tel.: 05431 – 67 46 · Fax: 05431 – 920 66

rola-cieslak@ambulantes-gesundheitszentrum-artland.de Rouven · www.ambulantes-gesundheitszentrum-artland.de

Röh füttert die Hühner mit selbst angebautem Kraftfutter. Fotos: Alexandra Lüders

Ausgabe Herbst 2021 mq | 39


Das Artland-Magazin.

Die Immobilienverrentung

– sicher planen und das Rentenalter genießen

Bei aller Freude über mehr Zeit für sich und seine Lieben kann der Renteneintritt auch Herausforderungen mit sich bringen. Die monatlichen

Renten liegen unter dem bisherigen Einkommen, die Vermögenswerte sind oft in einer Immobilie gebunden, die nächsten

Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen stehen an. Eine Veräußerung des Hauses würde erhebliche finanzielle Mittel freisetzen,

doch viele Eigentümer möchten die vertraute Umgebung nicht aufgeben.

In diesem Fall ist vielleicht der Verkauf auf Basis einer Immobilienverrentung

die passende Alternative.

Immobilienverkauf

mit Strategie

Ihr Vorteil: meine Kompetenz.

Torsten Thorwart

Löningen, Quakenbrück, Damme und umzu

05431-16 58

torsten.thorwart olb.de

Wann darf

ich für Sie

verkaufen?

Wann darf

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„Diese Form der Immobilienvermarktung ist ideal für Verkäufer die

Liquidität durch den Hausverkauf erlangen wollen, die aber dafür das

Haus und das gewohnte Umfeld nicht verlassen möchten“ erläutert

Torsten Thorwart, Immobilienexperte der Oldenburgischen Landesbank

AG (OLB). Zudem gibt es aktuell immer mehr Eigentümer ohne

Erben. Auf Basis der Immobilienverrentung kann man bewusst steuern,

was mit der Immobilie einmal passiert.

Der Immobilienexperte empfiehlt bei der Immobilienverrentung aus

verschiedenen Gründen die notariell beurkundete Kaufpreiszahlung in

einer Summe. Wesentliche Grundlagen für die Berechnung der Werte

bei einer Immobilienverrentung sind der Marktwert und die Lage

der Immobilie sowie das Alter des Verkäufers. „In der Regel wird die

Immobilienverrentung ab einem Alter des Verkäufers von 65 Jahren

interessant“, sagt Torsten Thorwart. Der Verkäufer sichert sich durch

die Vereinbarung eines Wohn- und Nießbrauchrechtes die lebenslange

Nutzung der Immobilie. Auch die Erträge aus der Immobilie stehen ihm

weiterhin lebenslang zu. Dem potenziellen Käufer wird die Immobilie

zu einem Preis angeboten, der einen Abschlag auf die Belastung durch

das Nießbrauch-/Wohnrecht berücksichtigt. Der Investor kann also

diese Immobilie zu einem weit unter dem aktuellen Verkehrswert liegenden

Preis erwerben und sich somit in der Regel auch eine gute Lage

für die Zukunft sichern. Wichtig ist hierbei, dass die Verkäufer- und Käuferseite

eine vertrauensvolle Basis schaffen und verbindliche Vereinbarungen

(Kosten/Instandhaltungen etc.), auch notariell verankert, für

die Zukunft treffen.

Die erfahrenen Immobilienexperten der OLB stehen Ihnen dabei gern

zur Seite und bieten den möglichen Interessenten eine umfassende

und seriöse Beratung zu dem Thema an. Denn wie so oft im Leben gibt

es auch hier keine pauschale Lösung, die für alle gleich passt.

40 | mq Ausgabe Herbst 2021


Tierisch gut einkaufen

SPORT & FREIZEIT

– lokal und

nachhaltig

Ein Rund um die Uhr

Zugriff auf die Produkte oder

vielleicht individuell abgefüllte Produkte

für Ihr Tier?

Kein Problem mehr

mit den cdVet Notfallautomaten

und der neuen cdVet Unverpackt Linie.

Das Unternehmen cdVet in Fürstenau vertreibt

Produkte für die natürliche Tiergesundheit nicht nur über

Händler oder den eigenen Onlineshop,

sondern auch direkt vor Ort. Seit 2018 gibt es am Firmenstandort

in Fürstenau, in der Industriestraße 9-11,

das cdVet Center, in dem Kunden sich direkt

vor Ort beraten lassen und Produkte erwerben können.

In letzter Zeit gab es einige Veränderungen, die das Einkaufserlebnis

nachhaltig verbessern.

Das Bewusstsein von Verbrauchern entwickelt sich immer weiter

und damit ändern sich auch die Ansprüche an den Handel.

Nachhaltigkeit wird ein immer größerer und wichtigerer Aspekt in

unserem Leben. Nicht zuletzt auch durch „Fridays for future-Bewegungen“

und diversen Berichterstattungen über die wachsenden

Müllberge und Plastikansammlungen in unseren Weltmeeren.

Dies hat cdVet zum Anlass genommen, um die cdVet-Unverpackt-

Linie auf den Markt zu bringen. Aktuell kann man bereits im

cdVet-Center am Unternehmensstandort in Fürstenau Unverpackt-

Produkte erwerben. Hierzu können Kunden die leere Verpackung

Ihres cdVet-Produktes oder ein anderes Gefäß einfach beim Einkauf

mitbringen und befüllen lassen. Ein Konzept, welches im gewohnten

Lebensmittelhandel bereits ausgereift ist. cdVet geht nun den Schritt

für die natürliche Tiergesundheit.

Eine weitere Neuerung sind die cdVet-Notfallautomaten. Diese

befinden sich vor den Türen des Unternehmens. Dadurch ist es

möglich, jederzeit das benötigte Wunschprodukt zu erwerben.

Wie oft kam es schon vor, dass gerade am Wochenende, an den

Feiertagen oder viel zu spät am Abend das geliebte Haustier Unwohlsein

aufzeigt oder ein langer Ausflug in den Wald bevorsteht

und das ZeckEx ausgegangen ist? Speziell für diese Situationen

gibt es jetzt die cdVet-Notfallautomaten. Mit ihnen ist es möglich,

zu eben diesen Zeiten, die benötigten Produkte problemlos zu

erwerben.

Somit stellt sich cdVet den Herausforderungen

und Ansprüchen an eine nachhaltige Zukunft

für Mensch und Tier.

Natürlich

Unverpackt

Nachhaltig

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✔ Reduzierung von CO2 durch

kürzere Transportwege

✔ Günstiger als reguläre Ware

✔ Vermeidung von Müll

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✔ Beste Qualität

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✔ Hundefutter

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✔ Pflegeprodukte

✔ Futterergänzungen

✔ BARF-Frostfleisch

Montag - Freitag 8.00 - 18.00 Uhr

Industriestr. 9-11 49584 Fürstenau

Ausgabe Herbst 2021 mq | 41


Das Artland-Magazin.

AUSBILDUNGSPLATZ 2021

AUSBILDUNGSPLATZ 2021

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Wir bieten motivierten, jungen Menschen die Möglichkeit zur

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Ausbildung zum Metallbauer Fachrichtung

Konstruktionstechnik (m/w/d)

Ausbildung zum Metallbauer Fachrichtung

Konstruktionstechnik (m/w/d)

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Konstruktionstechnik (m/w/d)

42 | mq Ausgabe Herbst 2021

enerative Energie Wirtschaftssysteme | Finkenweg 3 | 49610 Quakenbrück | www.regenis.de

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Du eignest Dir verschiedene Verfahren an, wie z. B. die thermische Trennung und das Schweißen

t Grundlagen Du: der Metallverarbeitung, z. B. Sägen, Bohren und Feilen

Geschicke des Landes und vor

Das erwartet Dich:

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Apparaten

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rtet Dich: der Metallverarbeitung, z. B. Sägen, Bohren und Feilen

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der Entwässerung, Filtrierung, Trocknung, Pyrolyse von

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Dünger- und Energieerzeugung.

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ENERGIEWIRTSCHAFT

Wollen ist vorbei –

wir müssen

… etwas

ändern

Die Idee der Ingenieure bei Regenis,

die sich vor allem mit der Entwicklung

von Kreislaufsystemen in der Landwirtschaft

befassen, ist die Steuerung

des Stromverbrauchs über einen

stark schwankenden Strompreis. Bei

hoher Nachfrage nach Strom zieht der

Strompreis an, bei geringer Nachfrage

wird Strom zum Schnäppchen. Mit

diesem Konzept soll es unabhängig von

Haushaltseinkommen zu einer fairen

Stromversorgung mit überwiegend

grünem Strom aus lokaler Produktion

Menslage Quakenbrück

kommen. Bevor es in der nächsten

Badbergen

Ausgabe von „MQ“ zu diesem Thema

ins Detail geht, sei an Nortrup dieser Stelle nur

eines vorweggenommen: Energieerzeugernetz „Wir müssen

unsere Komfortzone verlassen und

unsere eignen Kompetenzen in Sachen

Energie aufbauen,“ so Dieter Schillingmann.

Ein weiter so ist nicht mehr drin!

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Wirtschaftssysteme GmbH wurde im Jahr 2004 gegründet.

Wir entwickeln und fertigen unter unserer Hausmarke

REGENIS Apparate und Anlagen im Bereich der Entwässerung,

Filtrierung, Trocknung und Pyrolyse von Reststoffbiomasse zur Dünger- und Energieerzeugung.

Zu unseren Kunden zählen Biogasanlagenbetreiber, Gewerbe- und Industriebetriebe,

Kommunen sowie Unternehmen aus dem Bereich der regenerativen Energieerzeugung.

Das sind Deine Aufgaben

• Entwicklung von Vertriebs- und Marketingkonzepten für unsere Produktlinie Regenis GT

• Nachhaltige Betreuung unserer Bestandskunden und Akquirierung von Neukunden

• Markt- und Wettbewerbsbeobachtung sowie Analyse

• Durchführung und Teilnahme an Messen und Verkaufsveranstaltungen

• Kunden beraten, Lösungsvorschläge ausarbeiten und Angebote ausarbeiten

• Angebotspräsentation beim Kunden - sowohl technisch als auch kaufmännisch

• Verkaufsverhandlungen führen und Vertragsabschlüsse tätigen

Das solltest Du mitbringen

• Kaufmännische, technische oder landwirtschaftliche Ausbildung oder entsprechendes Studium

• Idealerweise erste Erfahrungen im Vertrieb

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Unser Angebot an Dich

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Wir freuen uns Dich kennenzulernen!

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Ausgabe Herbst 2021 mq | 43


Das Artland-Magazin.

SERIE

MUSEEN

IM OSNABRÜCKER LAND

Domschatz- und Diözesanmuseum

Beeindruckende Geschichte des Bistums Osnabrück

Überall glitzert und funkelt es im Diözesanmuseum

des Bistums Osnabrück:

Schmuck, Kelche und andere liturgische

Geräte aus Gold und Silber, Elfenbein

und Kristall lassen Besucherinnen und

Besucher ins Staunen kommen.

Besonders prunkvoll ist ein goldenes, mit

Perlen und Edelsteinen verziertes Kapitelskreuz,

das seit dem 11. Jahrhundert bis

heute als Prozessionskreuz in Gebrauch

ist. Mit ihm empfingen die Domherren

früher jeden neu gewählten Bischof.

Dieser kniete dann nieder und küsste die

in das Kreuz eingearbeitete Reliquie – ein

Span vom Kreuze Christi.

Neben dem Domschatz werden auch

Bilder, Skulpturen, liturgische Gewänder

und kostbare Möbel ausgestellt. So entsteht

ein beeindruckendes Bild von der

Geschichte des Bistums Osnabrück.

DOMSCHATZ- UND

DIÖZESANMUSEUM OSNABRÜCK

Domhof 12, 49074 Osnabrück

0541/318481

museum@bistum-osnabrueck.de

www.bistum-osnabrueck.de

dienstags-sonntags 10 Uhr bis 18 Uhr

Barrierefrei: ja

Parkplätze: nein

Fotos: Inga Vianden, Scriptorium

44 | mq Ausgabe Herbst 2021


MUSEEN IM OSNABRÜCKER LAND

Foto: Detlef Bülow

Ausgabe Herbst 2021 mq | 45


Das Artland-Magazin.

Diözesanmuseum

Osnabrück

Foto: Inga Vianden, Scriptorium

46 | mq Ausgabe Herbst 2021


Das Artland-Magazin.

öffentliche Thematische Stadtführungen

Historische Städte heben sich

durch Beständigkeit und den

einmaligen kulturellen Wert

hervor und versetzen Besucher

in Staunen. So begeistert auch

die historische Burgmann- und Hansestadt

Quakenbrück Einheimische wie

Touristen immer wieder.

Grund genug also für die Tourismus-

Marketing GmbH Tourismus-Information

Artland, auch in diesem Herbst

und Winter öffentliche Themen-

Stadtführungen für viele Geschmäcker

anzubieten.

Stilecht, stimmungs- und humorvoll

und gleichzeitig informativ sind die

Touren „Mit dem Stadtwächter durch

Quakenbrück“. Die ersten Termine sind

bereits ausgebucht, für den Rundgang

am Freitag, 17. Dezember, um 20 Uhr ab

Rathaustreppe werden noch Anmeldungen

angenommen. Historisch

gewandet und mit den obligatorischen

Utensilien Hellebarde und Laterne

ausgestattet, führt der Stadtwächter

Wolfgang Becker durch die idyllische

Altstadt. Die Kosten betragen 7 Euro

pro Person, und es gibt dazu einen

Kräuter- oder Poggenschluck (Dauer:

ca. 2 Stunden).

Bei seiner Quakenbrücker „Brückentour“

lässt Wolfgang Osthus die

Teilnehmer diesen Fluss im Hase-Binnendelta

mit seinen mehr als 40 innerstädtischen

Brücken (neu) entdecken.

Termin ist Samstag, 30. Oktober, um 15

Uhr ab Artland-Gymnasium, Am Deich.

Die Kosten pro Person betragen 5 Euro

(Dauer: ca. 1,5 Stunden).

Auf dem weihnachtlich-kulinarischen

Altstadtrundgang durch Quakenbrück

mit Annette Wesemeyer werden die

Teilnehmer nicht nur mit Kostproben

aus der reichhaltigen Stadthistorie,

sondern auch mit humorvollen Weihnachtsgeschichten

bestens unterhalten

und in der Heimatstube mit einem regionaltypischen

3-Gänge-Menü in fester

und flüssiger Form verwöhnt.

Termine sind 25. Nov., 2. Dez., 9. Dez.

und 16. Dez., jeweils um 18 Uhr vor der

Weinhandlung Köster, Lange Str. 68

(Dauer: 4,5 Stunden). Der Preis pro Person

beträgt 36 Euro.

Verbindliche Anmeldungen für alle Veranstaltungen nimmt die Tourismus

Marketing GmbH, Tourismus Information Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück,

Tel. 05431-907590, E-Mail: tourismus.information@artland.de, entgegen.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr.

Ausgabe Herbst 2021 mq | 47


Das Artland-Magazin.

Geschichten, Gedichte, Fotografien,

Gemälde, Bücher, Ausstellungen,

Workshops und Lesungen...

Kunst

vom hoF

Von Alexandra Lüders

NEU

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Rund um ihren Gartenteich leben viele Pflanzen und Insekten. Fotos: Alexandra Lüders

48 | mq Ausgabe Herbst 2021


KUNST & KULTUR

„Kunst vom Hof“ nennt Karin Hartel (60) ihre kreativen und

gärtnerischen Projekte. Sie münden in vielen Geschichten, Gedichten

und Fotografien sowie Gemälden, die in Büchern,

Ausstellungen und Lesungen wieder zu entdecken sind.

Sie möchte auch Workshops in ihrem Bauerngarten in

Bersenbrück anbieten, Vorträge halten und Kräuterführungen

machen. Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin

aus Bad Dürkheim kam der Liebe zu Landwirt Bernd

Mescher wegen ins Osnabrücker Land. Hier vertiefte

die gelernte Elektromeisterin ihre Leidenschaft zu

Pferden und zum Garten. Ihr Talent zum Schreiben

machte sich schon mit sechs Jahren bemerkbar. Seit

2000 schreibt Hartel fast täglich ein Gedicht oder

eine Geschichte in ihrem Pippi-Landstrumpf-Haus

per Hand, bevor sie in den Computer übertragen

werden. Inzwischen sind zehn Ordner mit ihren

Werken prall gefüllt mit Lyrik, Prosa, aber auch

Krimis. „Ich kann sehr viel Fantasie entwickeln, will

aber nicht mehr in die Energie eines Täters gehen“,

gesteht Hartel. Sie habe selbst viele Enttäuschungen

erlebt, die sie literarisch verarbeitet habe. Oft

zeigen ihre Figuren Ambivalenzen und die Geschichten

lassen das Ende offen. Auf ihrer Internetplattform

„Kunst vom Hof“ dürfen auch befreundete

Kunstschaffende ihre Arbeiten zeigen. Im regionalen

Buchhandel werden sowohl Hartels kleine, betextete

Fotobücher mit den Titeln Rosensommer/ Bildermärchen/Spaziergang

durch den wilden Garten/ Herbstzauber/

Herzblut/ eine Kuh macht Muh (ect) als auch

Postkarten vermarktet. Diese Werke kreiert Karin Hartel

komplett in Eigenregie und veröffentlicht sie in kleinem,

handlichem Format mit Hardcover-Umschlag. Sie sind zu

beliebten Geschenkartikeln avanciert, die als zauberhafte

Mitbringsel bei Gartenöffnungen Resonanz erzielen. 2015

ist ihr Buch „Wer die Stille spürt, erkennt die Bilder“ im

Geest Verlag mit Gedichten und kurzer Prosa erschienen.

„Wahllose Lyrik“ heißt ein neues Buch (2021) für alle „die sich

das Denken nicht verbieten lassen“.

Hartel hat es über Book on Demand verlegt (ISBN

9783753406428). Das kleine Leseheft enthält berührende Gedichte

und Kurzgeschichten. Zukünftig möchte Hartel Workshops über

Wildkräuter in ihrem 3000 Quadratmeter großen Garten, inklusive

eines kleinen Bestimmungsbuches anbieten. Auch schweben ihr Vorträge

über Wildbienen und Libellen vor, die auf ihrer Streuobstwiese und rund um

das Biotop zu Hause sind. „Ich würde auch gern

Menschen zusammenführen, die zu viel oder keinen

Garten, aber große Sehnsucht danach haben“, verweist

Hartel auf ihre Idee vom Co-Gardening. Sie selbst widmet

sich derzeit dem Gestalten von Weidenfiguren, welche in ihrem

Garten aus lebenden Bäumen entstehen. Besonders am Herzen

liegen Karin Hartel ihre Koikarpfen. Sie haben alle einen Namen und

inspirieren sie in ihrer kreativen Arbeit am Computer und an der Leinwand.

Buchpremieren veranstaltet sie am liebsten in schönen Gärten oder Heimathäusern,

wo die geneigten Zuhörer aufmerksam ihren Lesungen lauschen. Wer

Mutmachendes, Nachdenkliches, Regionales, Tierliebes, Heilendes, Kritisches und Jahreszeitliches

liebt, sollte einmal dringend daran teilnehmen.

Die Landfrau Karin Hartel hat viele künstlerische Talente.

Weitere Infos unter www.kunstvomhof.de

Karin Hartel führt gern durch ihren Garten und erklärt Wildkräuter.

Ausgabe Herbst 2021 mq | 49


Das Artland-Magazin.

Unterwegs

mit dem Entdeckermobil

von Alexandra Lüders

Der Essener Bernard Landwehr (72) engagiert sich

seit Jahren als Gewässerwart und Ausbilder

für Fischereiprüfung für die Belange von Natur

und Umwelt. Seit einem Jahr (2020) besitzt

sein Fischereiverein als einziger Anglerverein

Niedersachsens ein Entdeckermobil, das von

der Bingo-Stiftung mit 35 000 Euro gesponsert

wurde. „Insgesamt gibt es in unserem Bundesland nur sechs Stück

dieser gut ausgestatteten Lehrmobile“, berichtet Landwehr nicht

ohne Stolz. Vor allem während der warmen Jahreszeit besucht er

mit dem Entdeckermobil dritte und vierte Grundschulklassen, um

den Schülern Fauna und Flora der Weser-Ems-Region nahe zu bringen.

Dies tut der erfahrene Fischer mit Hilfe von hochkarätigem

Lehrmaterial, das er in vier Kästen findet. Er begeistert seine Kinder

mit einer Multimedia-Schau für die regionalen Unterschiede des

Landes. Naturfotos, Schautafeln, Lernspiele und eine Naturrallye

stehen ihm als moderne, didaktische Hilfen zur Verfügung.

„Ich habe verschiedene Lehrgänge besucht, um die Ziele des

Entdeckermobils in die Praxis umsetzen zu können. Natürlich

lasse ich auch meine eigenen Erfahrungen in den Unterricht

einfließen. Ich bin ja etwa eine Stunde vor Ort. Die Lehrer gaben

mir bisher immer gute Rückmeldungen“, freut sich Landwehr.

Kein Wunder, allein im Bereich der Fischwelten unserer

Region verfügt der Essener über ein umfangreiches Wissen.

Ganz besonders am Herzen

liegen ihm unter anderem

die europäischen Aale, deren

Bestand seit vielen Jahren

rückläufig ist und die auch

in der Hase heimisch sind.

Bernard ist fasziniert von

diesen Wanderfischen, die im

Mittelalter fälschlicherweise

mit Schlangen verwechselt

wurden.

Aal im Netz.

Foto: Henning Stilke

Denn sie können sich bei feuchter Witterung über Land fortbewegen

und selbst ihre Gewässer wechseln. Den Sauerstoff nehmen

sie über ihre Haut auf. Diese Fischart verblüfft auch durch viele

andere unerforschte Phänomene. Die Aale durchlaufen während

ihres Lebenszyklus‘ mehrere Gestalt- und Farbwechsel und kommen

ursprünglich von der Sargassosee südlich der Bermuda-Inseln

zu den europäischen Küsten. Auf ihrem Weg hierher lassen sie

sich von der Strömung energiesparend treiben, um schließlich in

diverse Heimatflüsse einzutauchen. Hier wachsen sie zur vollen

Größe heran: Weibchen können bis zu 160 cm – Männchen bis zu

60 cm lang werden. Wenn sie alt genug sind und sie sich genug

Fettreserven (30 %) angefressen haben, wandern sie zu ihren

Laichgründen zurück. Auf dem Weg dorthin (September/Oktober/

November) stoppen die ausgewachsenen Blankaale ihre Nahrungsaufnahme,

weil sich ihre Verdauungsorgane zurückbilden,

um den Geschlechtsorganen Platz zu machen. Nach dem Ablai-

50 | mq Ausgabe Herbst 2021


Bernard Landwehr besucht

mit dem Entdeckermobil

Grundschulklassen der Region.

Foto: Alexandra Lüders

NATUR & UMWELT

Glasaale (die kleinen) sind bei Asiaten und Franzosen sehr gefragt.

Ein ausgewachsenes Aalweibchen kann 160 Zentimeter lang werden.

Foto: Bernard Landwehr

chen sterben sie etwa 30- bis 40-jährig. „Ab und zu gehe ich in

den Abendstunden auf Aalfang mit dicken, langen Tauwürmern“,

erzählt Bernard Landwehr, der seine Fische gern selbst räuchert

und zu leckeren Schwarzbrot-Häppchen anrichtet (Foto). Bei Aalen

hatte er sowohl Spitzkopf- als auch Breitkopfaale in seinen Reusen,

die sich von Würmern, Krebsen und Insekten (Spitz-) sowie von

Fischen, Amphibien (Breit-) ernähren. Dass sie sich mit Vorliebe von

Aas ernähren, wie im Film „Die Blechtrommel“, entspricht nicht

der Wahrheit. „Aale haben ein extrem feines Geruchsorgan und

mögen keinen Nikotingeruch“, weiß Bernard aus langer Erfahrung.

Er berichtet von der Aalfangstation in Herbrum (B 70/Emsland), wo

die Aale vom Landesfischereiverband heute gezählt würden. Hier

habe man in den 60-ziger Jahren die sieben bis acht Zentimeter

großen Glasaale, welche in Frankreich als Delikatesse gelten, noch

in Tonnen (6) aufgewogen. Zurzeit würden die Jungfische von

der chinesischen Aal-Mafia (pro Kilo bis zu 1500 Euro) aufgekauft,

weil sie ihren eigenen Bestand ausgerottet hätten. Der Essener

Fischereiverein setze jährlich 504 Kilo Steigaale (3-4 Jahre alt) in die

örtlichen Gewässer ein, um dem Aal eine Überlebenschance in den

heimischen Flüssen zu geben. Insgesamt seien aber die Fangzahlen

um 99 Prozent zurückgegangen (Greenpeace). Experten prophezeien,

dass es den europäischen Aal in 20 bis 30 Jahren nicht mehr

geben wird. Auch die Verluste durch die Turbinen der Wasserkraftwerke,

den Schwimmblasenwurm und die Umweltgifte in den

Geschlechtsorganen führen zum Aussterben dieser steinzeitlichen

Fischart. Das Blut des Aals gilt übrigens als giftig und kann bei

Berührung mit menschlichen Schleimhäuten zu Erbrechen und

Lähmungserscheinungen führen.

Didaktisches Material

informiert über Naturphänomene.

Foto: Alexandra Lüders

Geräucherter Aal auf

Schwarzbrot sind leckere

Appetithäppchen.

Foto: Alexandra Lüders

Ausgabe Herbst 2021 mq | 51


Das Artland-Magazin.

Martin Müllers

Gedanken

Biodiversität!

zur

Von Detlef Bülow

Kirschlorbeerblüte

Foto: Frank Müller

Ich kenne Martin Müller aus meiner

Teenagerzeit, mittlerweile ist aus

dem schmächtigen Jungen von

damals ein weit über unsere Grenzen

hinaus gefragter Gartenbauingenieur

geworden. Ich habe meinen alten

Freund in seinem Unternehmen besucht,

weil er mich bei einem geplanten Projekt

fachmännisch unterstützen soll. Martin

trat mit seiner Berufswahl in die Fußstapfen

seines Vaters und Urgroßvaters.

Die Baumschule Adolf Müller besteht

in Quakenbrück seit 1969, aber schon

um 1880 hatte sein Urgroßvater Ernst

Macherauch in Legefeld bei Weimar eine

Obstbaumschule. Der Betrieb hat sich

derweil zu einer renommierten Firma

entwickelt und gehört für Großhändler

zu den ersten Adressen, wenn es um

fachmännische Beratung in Sachen

Obstbäume, Gehölze und Raritäten geht.

Doch als Martin vor einigen Monaten zu

Besuch bei Freunden in Steinhagen war,

las er zwei Beiträge im Haller Kreisblatt.

Inhaltlich ging es hier um die Diskussion

zum Wert des Kirschlorbeers und dass

die Stadt Langenberg ihn sogar per

Bebauungsplan verbieten will. Oder dass

Sönke Hofmann, Forstingenieur und Geschäftsführer

des Bremer NABU, aktuell

erklärt, „eine Betonwand ist ökologischer

als eine Kirschlorbeerhecke“. Wenn

Martin Müller ihn zitiert, gerät er noch

heute richtig in Rage. „Rhododendren

in den Gärten roden und Kirschlorbeer

absägen? Nur noch heimische Gehölze?

Das sähen Naturschützer gerne. Doch

diese Verbote gehen mir zu weit. Zu viel

Ideologie“, sagt er.

Martin ist seit 40 Jahren in seinem Beruf

tätig und wenn jemand behauptet,

der ökologische Wert dieser Pflanze

sei gleich Null, dann ist das in seinen

Ohren nicht nur reine Polemik, sondern

auch schlichtweg falsch. Denn in seinen

Augen hat jede Pflanze auf diesem Planeten

einen Wert!

Er räumt allerdings ein, dass es natürlich

auf den richtigen Standort ankommt.

„Ein Bärenklau sollte man nicht auf

einem Kinderspielplatz pflanzen, das

wäre wirklich nicht zu empfehlen. Aber

Beton ist für sieben bis acht Prozent des

weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich.

Da verbietet sich ein Vergleich mit

dem Kirschlorbeer.“ Die immergrüne

Pflanze aus Kleinasien binde – ganz im

Gegensatz zu Beton – CO2 und produziere

stattdessen Sauerstoff. Außerdem sei

der Kirschlorbeer wie alle Pflanzen ein

Feinstaubfilter, kühle beim Verdunsten

von Wasser die Luft und diene sehr wohl

Insekten und Vögeln als Nahrung.

Martin hat eine grüne Seele und erzählt

gerne von seinem eigenen Garten. Ich

kenne seinen Garten, hier ist nicht alles

im rechten Winkel. Er geht auch nur

zweimal im Jahr mit dem Hochmäher

über die Wiese. Auch Martin ist kein

Freund von Gärten, die im Wesentlichen

mit Thujas, Tannen, Rhododendren und

englischem Rasen ausgestattet sind. Die

seien immer schön aufgeräumt, aber

auch weitgehend tot. Da liegen er und

der Naturschutzbund Deutschland gar

nicht so weit auseinander.

Als ich meinen Jugendfreund vor

einigen Wochen auf dem Pflanzenhof

besuchte, gingen wir durch den Garten

seiner Familie. Auch hier stehen einige

Rhododendron-Büsche, die zwar zurzeit

nicht mehr blühen, aber immer noch

52 | mq Ausgabe Herbst 2021

Martin Müller in seiner Baumschule Foto: Detlef Bülow


NATUR & UMWELT

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Gewaltige Lorbeerhecke an der Wilhelmstraße

eine Augenweide sind. Dabei erzählt mir

Martin, dass sich gerade in den Blüten

gerne Hummeln und Bienen tummeln

und auch die Blütenstände des Kirschlorbeers

von den Insekten angeflogen

werden. Er fragt sich, warum sollten sie

dann nicht auch neben einheimischen

Gewächsen wie der Felsenbirne, dem

Holunder oder dem Weißdorn Gärten

bereichern dürfen?

Martin erzählt mir aus der Zeit, als er in

Frankreich und in der Schweiz arbeitete

und dort berufliche Erfahrungen

gesammelt hat. Dann fährt er fort: „Die

Biodiversität erhöht man doch nicht

dadurch, dass ausländische Pflanzen

gerodet werden und man nur noch die

einheimischen lässt. Das ist doch ein

Widerspruch in sich.“ Stattdessen erziele

man nur dann einen höchst möglichen

Artenreichtum, wenn einheimische

Pflanzen und solche aus anderen Regionen

Gleichberechtigung erführen. Und

es ein vernünftiges Miteinander gebe.

Foto: Detlef Bülow

Und dann wirft der Gartenbauingenieur

ein: „Im Übrigen sind Tomaten, Kartoffeln

und Kürbisse auch keine einheimischen

Gewächse. Sollen die dann auch

verbannt werden?“

Martin kann sich jedenfalls nicht

vorstellen, dass die Menschen darauf

ebenfalls verzichten möchten. Als wir

durch seinen Betrieb gehen, zeigt er auf

eine riesige Kiwi-Pflanze, die er Anfang

der 1980er Jahre an einer Hauswand der

Halle angepflanzt hat. „Hier ernten wir

in jedem Jahr Hunderte von Früchten“,

erzählt er. Und kann sich auch

in diesem Zusammenhang nicht den

Verweis darauf verkneifen, dass die Kiwi

viele Jahrhunderte in China beheimatet

gewesen sei, dann zu Beginn des 20.

Jahrhunderts in Neuseeland heimisch

wurde und heute in vielen Ländern der

Welt zu Hause sei. „Und da spricht doch

auch nichts dagegen. Von wegen eine

Betonwand ist ökologischer als eine

Kirschlorbeerhecke.“

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Rufen Sie uns Ausgabe an: 05431 Herbst 2021907 mq 8200 | 53


Das Artland-Magazin.

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung,

zu denen sich die Weltgemeinschaft verpflichtet hat

UN-Agenda 2030 und Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Weiterentwicklung 2021 rufen zur Dekade des Handelns auf

Der Begriff

der Nachhaltigkeit

wurde bereits 1713 geprägt, allerdings zunächst

ausschließlich im forstwirtschaftlichen

Zusammenhang. Er bezeichnete

die Notwendigkeit eines nachhaltigen

Waldbaus bei zunehmendem industriellen

Holzbedarf. Von dieser fachspezifischen

Bedeutung hat sich der Begriff

vor einigen Jahrzehnten gelöst, als sich

ab Mitte der 60er Jahre in den Industrienationen

ein umweltpolitisches Denken

entwickelte.

Das im Jahre 1972 erschienene Buch „Die

Grenzen des Wachstums“ des „Club of

Rome“ kam zu folgender Schlussfolgerung:

„Wenn die gegenwärtige Zunahme

der Weltbevölkerung, der Industrialisierung,

der Umweltverschmutzung,

der Nahrungsmittelproduktion und der

Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen

unverändert anhält, werden die absoluten

Wachstumsgrenzen auf der Erde

im Laufe der nächsten hundert Jahre

erreicht.“ Zugrunde lag eine Studie des

Massachusetts Institute of Technology

(MIT), von der Volkswagenstiftung mit

einer Million DM mitfinanziert. Noch immer

war der Begriff Nachhaltigkeit aber

verbunden mit Ressourcenausbeutung

und Umweltverschmutzung.

Eine umfassendere Definition erfuhr der

Begriff 1987 im Bericht „Unsere gemeinsame

Zukunft (Brundland-Report)

der Weltkommission für Umwelt und

Entwicklung an die Vereinten Nationen:

“Nachhaltige Entwicklung ist eine

Entwicklung, die die Bedürfnisse der

heutigen Generationen befriedigt ohne

zu riskieren, dass künftige Generationen

54 | mq Ausgabe Herbst 2021


ERNEUERBARE ENERGIEN

ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen

können.” Es folgten international

und national etliche Agenden, Foren,

Nachhaltigkeitsstrategien und

2015 die AGENDA 2030 der Vereinten

Nationen.

Diese Agenda trägt den Untertitel

“Transformation unserer Welt” und

verpflichtet die Weltgemeinschaft

zu 17 globalen Zielen für eine bessere

Zukunft, den sustainable development

goals (SDG‘s = Nachhaltigzeitsziele).

Leitbild der Agenda 2030 ist es, weltweit

ein menschenwürdiges Leben zu

ermöglichen und gleichzeitig die natürlichen

Lebensgrundlagen dauerhaft zu

bewahren. Dies umfasst ökonomische,

ökologische und soziale Aspekte und

so wurde Nachhaltigkeit zu einem

alle Felder der Politik verbindenden

Leitkonzept. 2019 stellten die Vereinten

Nationen fest, dass die Ziele bis 2030

nicht erreicht werden können und

riefen zu einer Aktionsdekade auf, um

die Agenda umzusetzen.

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Weiterentwicklung 2021

hat die 17 Ziele der Agenda 2030 integriert

und ebenfalls zu einer Dekade des

Handelns aufgerufen. Dazu wurden 6

Transformationsbereiche benannt, die

jeweils mehrere der 17 Ziele aufgrund

von Wechselwirkungen zusammenfassen:

Menschliches Wohlbefinden

und Fähigkeiten. Soziale Gerechtigkeit.

Energiewende und Klimaschutz.

Kreislaufwirtschaft. Nachhaltiges

Bauen und Verkehrswende. Nachhaltige

Agrar- und Ernährungssysteme.

Schadstofffreie Umwelt.

Die Kommunen

spielen bei der Erreichung

der Ziele eine

besondere Rolle; denn

hier liegen wesentliche

Bereiche des Handelns.

Wie werden die Nachhaltigkeitsstrategien

hier

umgesetzt? Zusammen

mit den kommunalen

Spitzenverbänden

wurden Indikatoren

entwickelt. Das sind

messbare Steuerinstrumente,

deren Werte anzeigen, wie nah

die Kommune dem Ziel ist. Die Kommunen

sind gehalten, Maßnahmen zu

ergreifen um mit Projekten, Konzepten

und Aktivitäten der Erreichung der

Nachhaltigkeitsziele zu dienen. Die

für die Indikatoren erhobenen Daten

werden analysiert, dem Statistischen

Bundesamt gemeldet und veröffentlicht.

Auf der Homepage sdg-portal.de

(sh. QR-Code) können

die Daten der jeweiligen

Kommunen (Landkreise,

Städte, Gemeinden)

aufgerufen werden.

REW Regenis GmbH

Finkenweg 3 · 49610 Quakenbrück

Fon 05431 907091

Fax 05431 906350

info@regenis.de

Das System ist noch im Aufbau; aber

nach und nach kann jeder feststellen,

wo in seiner Kommune Handlungsbedarf

besteht und Anregungen an Politik

und Verwaltung herantragen. Denn alle

Akteure sind gemeinsam verantwortlich

für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele:

Politik, Wirtschaft, Wissenschaft,

Zivilgesellschaft und jeder einzelne

Mensch.

Dr. Maria Entrup-Henemann,

Quakenbrück

www.regenis.de

REGENIS IST ERZEUGUNG

VON DÜNGER, BIOKOHLE & ENERGIE

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Ausgabe Herbst 2021 mq | 55


Das Artland-Magazin.

Mit dynamischen Drachen

werden Möglichkeiten

der Windenergienutzung

zur Stromerzeugung getestet

Flugwindkraftwerk

nutzt Höhenwind

zur Stromerzeugung

Fotos: Courtesy of the SkySails Group

Die letzten Überflutungskatstrophen

mit vielen Toten und hohen

Sachschäden zeigen, wie verheerend

die Auswirkungen und

Folgen des Klimawandels auch

bei uns in Deutschland bereits heute

sein können. Umso wichtiger ist es, den

Klimakollaps mit wirksamen Maßnahmen

und drastischen Reduzierungen der

Schadstoffemissionen zu verhindern.

Mit zukunftsweisenden Konzepten

und innovativen Technologien muss es

uns so schnell wie möglich gelingen, in

allen Sektoren die fossilen Energieträger

durch Energieeffizienz und erneuerbare

Energien zu ersetzen. Im Sektor

Stromversorgung sind wir mit ca. 44 %

Strom aus erneuerbaren Energien zwar

auf einem guten Weg, müssen aber den

Zubau von Windenergieanlagen, Photovoltaikanlagen

und an geeigneten Orten

Wasserkraftanlagen sowie Biomasseanlagen

deutlich beschleunigen.

Wie die Windenergie auf eine ganz andere

Art und Weise zur Stromerzeugung

genutzt werden kann, ist bei der Flugwindkraftanlage

in Klixbüll (Schleswig-

Holstein) zu sehen. Im Gegensatz zu den

konventionellen Windenergieanlagen

mit stationärem Turm, Gondel und

Rotorblättern nutzt hier ein vollautomatisch

gesteuerter Drachen die Höhen-

winde zur Stromerzeugung. Er ist an

einem Seil befestigt, das zur Seilwinde

mit Abtriebsstrang und Motor/Generator

sowie Umrichter in der Bodenstation

führt. Der Arbeitsbereich des ca. 120

Quadratmeter großen Drachens beginnt

in etwa 100 bis 200 Meter Höhe und

endet am oberen Arbeitspunkt in ca. 400

bis 800 m Höhe. In diesem Bereich fliegt

er dann automatisierte Figuren, Achten

oder Kreise. Dabei zieht er das Seil

von der Winde, die gekoppelt mit dem

Motor/Generator durch die Drehungen

Strom erzeugt. Die Flugbahn des Drachens

wird ca. 100 Mal pro Minute auf

die aktuellen Windverhältnisse optimiert

und angepasst. Entsprechende Daten

werden von am Drachen befindlichen

Sensoren geliefert. Nach Erreichen der

maximalen Arbeitshöhe von 400 bis 800

m wird der Drachen mit einer hohen

Geschwindigkeit von der Winde mit dem

Generator, der nun als Motor arbeitet,

eingezogen. Um den Energieaufwand

während der Rückholphase zu minimieren

wird der Drachen in eine Position

mit sehr geringer Zugkraft geflogen.

Dieses Flugwindkraftwerk vom Typ

SkyPower 100 ist eine Forschungsanlage

mit ca. 100 kW Nennleistung. Beteiligt

an diesem vom Bundesministerium für

Wirtschaft und Energie geförderten

Projekt sind die Leibniz Universität

Hannover, die SkySails Group, die EWE

und die EnBW. Mit dem Flugwindkraftwerk

soll die Stromerzeugung des

energiereichen und stetigen Windes in

800 Meter Höhe getestet und analysiert

werden. Für die Herstellung derartiger

Anlagen wird weniger Material benötigt

als für konventionelle Windenergieanlagen.

Außerdem erlaubt die leichte und

kompakte Bauweise mit minimalem

Schattenwurf und niedrigen Schallemissionen

das Aufstellen in unzugänglichen

Bereichen. Nach Abschluss weiterer

Untersuchungen zu Umwelteinflüssen,

Avifauna, Luftverkehrssicherheit, Grundlastfähigkeit

und Geräuschemissionen

sollen Anlagen mit Nennleistungen

zwischen 1 und 5 Megawatt entwickelt

werden.

Unabhängig davon, ob Flugwindkraftanlagen

eines Tages eine echte Alternative

der Windenergienutzung zur Stromerzeugung

werden, ist es auf jeden

Fall zu begrüßen, dass sich Forscher

und innovative Firmen mit der Weiterentwicklung

erneuerbarer Energien

beschäftigen.

Architekt Dipl.-Ing. Andreas Henemann

56 | mq Ausgabe Herbst 2021


Vorschau 2022:

Achtung!

Kein Einlass nach Beginn

der Veranstaltung!

CAMPUS ARTLAND

Quakenbrück

Theaterwerkstatt Quakenbrück e.V.

Bahnhofstr. 35 · 49610 Quakenbrück · Tel. 0 54 31 / 26 44

www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

PROGRAMM 2021

KARTENVORVERKAUF:

Buchhandlung Thoben sowie über die Homepage

der Theaterwerkstatt:

www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

Nils Heinrich: „Aufstand“

Nils Heinrich ist wieder da. Der gern gesehene Gast diverser Kabarettsendungen und vor allem

Schöpfer solcher unsterblichen YouTube-Ohrwürmer wie „Laktoseintoleranz“, „Mensch

von früher” oder „Twitternde Mädchen“ bringt sein neuestes Live-Programm auf die Bühne.

Es heißt „Nils Heinrich probt den Aufstand“. Das klingt kämpferisch, ist aber sehr lustig. Es

bedeutet nämlich schlicht, dass er auf der Bühne steht und hinterlistigen Humor für Erwachsene

macht. Sie können bei diesem Aufstand schön sitzen bleiben. Und am Ende der wieder

mal sehr spaßhaltigen zwei Stunden gehen sie mit neuen, fantastisch-fiesen Ohrwürmern

nach Hause. Garantiert!

„Scheinbar harmlos aus dem Nichts entwickelt er in Seelenruhe Szenarien, die vordergründig spaßig sind.

Doch dann trifft einen die Pointe. Klug, böse, knallhart.“ Berliner Morgenpost Foto: Stefan Maria Rother

Eintritt: VVK 20 € / AK 22 € / erm. 18 €

Fr,

5.11.

20 Uhr

Achtung!

Kein Einlass nach Beginn

der Veranstaltung!

Kabarett

Fr,

19.11.

20 Uhr

Konzert

Udo Klopke Band

Live – Support: Jennifer Berning

+++ Album „Make me

an offer“ 1.Platz beim

Deutschen Rock und Pop

Preis 2019 +++

„Ein Song sollte immer seine Geschichte erzählen, das ist das Allerwichtigste. Und so bin

ich eigentlich ein Geschichtenerzähler, ein fahrender Sänger, der sich vor Leute hinstellt

mit seinen kleinen Erfahrungen und Weisheiten und Bilder in die Luft malt von Weltumsegelungen

und schönen Beduinentöchtern, vom Lieben…und Leider-nicht-wieder-geliebt

werden.“

Udo arbeitete als Backroundsänger für Seal (und vertrat den Chef bei den Proben), als

Musicalgitarrist, Studiosänger und begleitete mit seiner Stimme und Gitarre zahlreiche

andere Musiker (Thomas Anders, Ingrid Peters, Andy Borg, Karel Gott u.v.m.). Ulli Heiser,

vom Fachmagazin „RockTimes“ formuliert es so: „Das ist alles vom Feinsten und von einer

musikalischen Qualität, die mitnichten auf einen Musiker aus Neuss schließen lässt. Nichts

gegen Neuss, aber das hier hat internationale Klasse!“

Eintritt: 18 € / 16 € ermäßigt

Gankino Circus:

„Die letzten ihrer Art“

Vier virtuose Musiker, begnadete Geschichtenerzähler

und kauzige Charakterköpfe, ein verqueres Bühnengeschehen,

handgemachte Musik, halsbrecherische Akrobatik und eine große

Portion provinzieller Wahnsinn gepaart mit rasanten Melodien und schrägem

Humor – wo, bitteschön gibt’s das heute noch?

Vier verrückte Vögel machen sich auf den Weg nach Quakenbrück,

um es ordentlich krachen zu lassen!

Fr,

3.12.

20 Uhr

Eintritt: VVK 20 € / AK 22 € / erm. 18 €

Konzert

Ausgabe Herbst 2021 mq | 57


ets & Preise

4er-Kombi: 79 Euro

lkarte : 24 Euro I 19 Euro*

rkarte „Ronja Räubertochter“: 10 Euro

inschl. 14 Jahren)

äßigungen gelten für Schüler, Studenten und Personen

Behinderung gegen Nachweis und für Begleitpersonen

lstuhlfahrern

verkaufsstellen

rismus-Info Artland:

rkt 4, Quakenbrück (05431/907590)

ne Ticketreservierung und Versand

ine unter www.nordwest-ticket.de

dwest-Ticket-Hotline: 0421/36 36 36

ona-Hinweis

en Aufführungen gilt die 2G-Coronal.

Sie können die Theaterabende ohne

nd und Maske genießen. Bitte halten

pfnachweis und Ausweis bereit.

nstaltungsort

Das Artland-Magazin.

KULTURRING

QUAKENBRÜCK E.V.

PROGRAMM 2021/22

Artland Gymnasium Quakenbrück

eich 18, 49610 Quakenbrück

w.kulturring-quakenbrueck.de

r Unterstützung der Stadt Quakenbrück, der Samtgemeinde Artland,

s Osnabrück und den Firmen

Freitag, 17. Dezember 2021

RONJA

RÄUBERTOCHTER

von Astrid Lindgren

Für die Bühne bearbeitet von Christian Schönfelder

Eine Geschichte vom

Kindseindürfen, vom

Erwachsenwerden,

vom Eine-Haltungim-Leben-finden,

wie es so schnell

keine zweite gibt.

Mit Livemusik von

Christian Auer und

tollen Räubergesängen.

Fotos: Marina Maisel, a.gon Theater München, Bernt Haberland

KULTURRING

QUAKENBRÜCK E.V

PROGRAMM 2021/22

Freitag, 21. Januar 2022

NATHALIE KÜSST

Romantische Komödie von Anna Bechstein

und Maxi Herz nach dem Erfolgsroman von

David Foenkinos

17. DEZEMBER 2021

Mit Peter Kremer und Ursula Buschhorn

RONJA

RÄUBERTOCHTER

Das Leben läuft perfekt für Nathalie –

sie hat ihre große Liebe geheiratet und

einen vielversprechenden Job. Doch

dann stirbt ihr Mann bei einem Unfall.

Nathalie fällt in tiefe Trauer und verschließt

sich für lange Zeit. Eines Tages

aber gibt sie ihrem neuen Kollegen

Markus einen Kuss – ganz spontan,

ohne nachzudenken. Dabei könnten

21. JANUAR 2022

NATHALIE KÜSST

11. MÄRZ 2022

DON JUAN

die beiden unterschiedlicher kaum sein:

eine hübsche, anmutige Frau und ein

unscheinbarer Mann von etwas tollpatschiger

und skurriler Art. Doch Nathalie

fühlt sich hingezogen zu Markus. Mit

ihm fasst sie den Mut, ein neues Kapitel

aufzuschlagen. Eine große Liebe

beginnt…

26. MÄRZ 2022

Marina Maisel

17. DEZEMBER 2021

RONJA

MONSIEUR CLAUDE 2

ES LEBE DIE FAMILIE

Dezember 2021

58 | mq Ausgabe Herbst 2021

RTOCHTER

gren

earbeitet von Christian Schönfelder

Dieter Höfelmeier

Für dich da in Quakenbrück, Badbergen

und Bevern (Essen I.O.)

054316892

Dieter.Höfelmeier

@kobold-kundenberater.de

Eine Geschichte vom

Kindseindürfen, vom

Erwachsenwerden,

vom Eine-Haltungim-Leben-finden,

wie es so schnell

keine zweite gibt.

Mit Livemusik von

Christian Auer und

tollen Räubergesängen.


Tickets & Preise

Abo-4er-Kombi: 79 Euro

Einzelkarte : 24 Euro I 19 Euro*

Kinderkarte „Ronja Räubertochter“: 10 Euro

(bis einschl. 14 Jahren)

Freitag, 11. März 2022

* Ermäßigungen gelten für Schüler, Studenten und Personen

ab 60 % Behinderung gegen Nachweis und für Begleitpersonen

DON von Rollstuhlfahrern JUAN

Komödie von Molière

Vorverkaufsstellen

> Tourismus-Info Artland:

Molières Markt 4, brillante Quakenbrück Komödie (05431/907590) erzählt sinnlich und

in Keine bestechend Ticketreservierung scharfen Bildern und Versand von jenem großen

Online Eroberer, unter www.nordwest-ticket.de

der in Lust, Rausch und Liebesspiel

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Nordwest-Ticket-Hotline:

Glück verzweifelt sucht

0421/36

– und

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Sehnsucht findet.

Corona-Hinweis

Bei den Aufführungen gilt die 2G-Corona-

Regel. Sie können die Theaterabende ohne

Abstand und Maske genießen. Bitte halten

Sie Impfnachweis und Ausweis bereit.

Veranstaltungsort

Aula Artland Gymnasium Quakenbrück

Am Deich 18, 49610 Quakenbrück

www.kulturring-quakenbrueck.de

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Quakenbrück, der Samtgemeinde Artland,

des Landkreises Osnabrück und den Firmen

DON JUAN!

WEIBERHELD

HERZENSDIEB

LÜSTLING

FRAUENLIEBLING

WOMANIZER

CHARMEUR

Freitag, 17. Dezember 2021

RONJA

RÄUBERTOCHTER

von Astrid Lindgren

Für die Bühne bearbeitet von Christian Schönfelder

Eine Geschichte vom

Kindseindürfen, vom

Erwachsenwerden,

vom Eine-Haltungim-Leben-finden,

wie es so schnell

keine zweite gibt.

Mit Livemusik von

Christian Auer und

tollen Räubergesängen.

Samstag, 26. März 2022

MONSIEUR CLAUDE

RONJA

RÄUBERTOCHTER

2

ES LEBE DIE FAMILIE

Komödie nach dem gleichnamigen Film von

Philippe de Chauveron und Guy Laurent 21. JANUAR 2022

Mit Michel Guillaume u.a.

> Tourismus-Info Artland:

Der große Komödienerfolg geht weiter. 11. MÄRZ 2022 Markt 4, Quakenbrück (05431/907590)

Erneut bereiten Monsieur Claude seine DON JUANKeine Ticketreservierung und Versand

vier Schwiegersöhne Kopfzerbrechen.

> Online unter www.nordwest-ticket.de

Denn nun wollen sie in alle Welt verschwinden

– samt Claudes geliebten

26. MÄRZ 2022 > Nordwest-Ticket-Hotline: 0421/36 36 36

Töchtern. Auch seinem afrikanischen MONSIEUR CLAUDE 2

Freund und Gegenpart André Koffi steht ES LEBE Corona-Hinweis DIE FAMILIE

eine handfeste Überraschung ins Haus.

Bei den Aufführungen gilt die 2G-Corona-

Denn dessen Tochter be

Regel. Sie können die Theaterabende ohne

schließt ebenfalls zu

Abstand und Maske genießen. Bitte halten

heiraten…

Sie Impfnachweis und Ausweis bereit.

Dramatische Verwicklungen

und

Veranstaltungsort

Lacher ohne Ende

Aula Artland Gymnasium Quakenbrück

Am Deich 18, 49610 Quakenbrück

garantiert.

Programm- u. Aufführungsänderungen vorbehalten

KULTURRING

QUAKENBRÜCK E.V.

PROGRAMM

KUNST

2021/22

& KULTUR

Tickets & Preise

Abo-4er-Kombi: 79 Euro

Einzelkarte : 24 Euro I 19 Euro*

17. DEZEMBER 2021

Kinderkarte „Ronja Räubertochter“: 10 Euro

(bis einschl. 14 Jahren)

Fotos: Marina Maisel, a.gon Theater München, Bernt Haberland

* Ermäßigungen gelten für Schüler, Studenten und Personen

ab 60 % Behinderung gegen Nachweis und für Begleitpersonen

von Rollstuhlfahrern

NATHALIE KÜSST

Vorverkaufsstellen

Freitag, 15. Dezemb

www.kulturring-quakenbrueck.de

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Quakenbrück, der Samtgemeinde Artland

des Landkreises Osnabrück und den Firmen

Komödie von Dan

Fenster- und Türentechnik

mit michael Roll,

und Ingo Naujoks

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Inh. Jens Huslage

Holz- und Kunststoffverarbeitung

Kunststoff-Fenster und -Türen

Rolläden

Badberger Str. 15 · 49610 Quakenbrück

Tel. 0 54 31 / 9 22 77 · Fax 0 54 31 / 9 22 78

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KUL

PRo

Der kleine Lord

Familienmusical i

Günter Edin (mus

misch (Librettto)

von Frances Hodg

Dienstag, 20. Februa

Die Wunderübu

© Gio loewe

Foto: © Marina Maisel

© Kammertheater Karlsruhe

Badberger Str. 15 · 49610 Quakenbrück

Tel. 0 54 31/9 22 77 · Fax 0 54 31/9 KulTurrING

22 78

QuAKeNBrücK e.V.

Ausgabe Herbst 2021 mq | 59


Das Artland-Magazin.

KINO-TIPPS GENAUE ZEITEN AUF WWW.KINO-QUAKENBRUECK.DE

JETZT IM KINO

JAMES BOND 007:

KEINE ZEIT ZU STERBEN

Bestimmt sein letzter - vielleicht für

immer? Mit seiner Darstellung des

britischen Geheimagenten James Bond

hat Daniel Craig nicht nur den schlagkräftigsten

und authentischsten Bond,

sondern auch den erfolgreichsten in der

Geschichte der Filmreihe geschaffen.

Eigentlich wollte James Bond (Daniel

Craig) mit seiner großen Liebe Madeleine

Swann (Léa Seydoux) seinen Ruhestand

genießen und ein normales Leben führen.

Doch Bonds alter Kumpel, CIA-Agent

Felix Leiter, holt ihn zurück in sein altes

Leben. Leiter braucht Bonds Hilfe, um

einen entführten Wissenschaftler, Valdo

Obruchev, zu retten. Die Mission erweist

sich als heimtückisch und Bond muss

bald erfahren, dass der so gefährliche

wie mysteriöse Safin (Rami Malek) im

Hintergrund die Strippen zieht. Safin

verfügt über gefährliche neue Technologie.

Ein letztes Mal muss Bond sich auch

seinen Widersachern von Spectre stellen

und dabei erkennen, dass Blofeld (C.

Waltz) selbst aus dem Gefängnis heraus

noch über Einfluss verfügt...

Seit Donnerstag, 14.10.

BOSS BABY - SCHLUSS MIT KINDER-

GARTEN

Seit den Ereignissen in der Oscar®nominierten

Blockbuster Komödie Boss

Baby (2017) ist viel Zeit vergangen. Das

Boss Baby und sein Bruder sind inzwischen

erwachsen und haben sich auseinandergelebt.

Doch als die Baby Corp mit

einer neuen Bedrohung zu kämpfen hat,

muss der beste Agent, den sie je hatten,

den Anzug gegen die Windeln eintauschen.

Die neue Mission für das Boss

Baby lautet innerhalb von 48 Stunden

die Welt zu retten! An seiner Seite: Baby

Corps neue Top-Agentin und sie ist keine

Unbekannte.

Seit Donnerstag, 14.10.

ES IST NUR EINE PHASE, HASE

Paul und Emilia waren immer das

Traumpaar. Er, Autor einiger erfolgreicher

Romane über die Generation Golf,

sie Synchronsprecherin für Telenovelas,

gemeinsam haben sie drei Kinder: Bo,

der alles wissen möchte, Marie, die alles

weiß, und Fe, die immer wütend ist. Es

könnte so schön sein.

Aber mit Ende 40 kommen die körperlichen

Einschläge näher. Die Haare werden

dünner, die Sehkraft nimmt ab und die

Libido ebenso. Jung sind nur noch die anderen.

Als Emilia nach einem One-Night-

Stand mit dem jüngeren Ruben eine

Beziehungspause möchte und sich ins

Leben stürzt, schaut Paul in den Abgrund.

Seine Freunde Theo und Jonathan stehen

ihm mit fragwürdigen Ratschlägen zur

Seite, sein Verleger lehnt sein neues Manuskript

als „hoffnungslos“ ab. Paul greift

in seiner Verzweiflung zu Antidepressiva

und Testosterontabletten und beginnt

eine Affäre mit der jungen Lehrerin seiner

Tochter, was seinem Dasein allerdings

auch nicht viel Würde einhaucht. Nichts

bringt ihm das zurück, was er vermisst.

Ab Donnerstag, 04.11.

Marvels ETERNALS in 3D

Seit Tausenden von Jahren leben die ursprünglich

außerirdischen Eternals auf

der Erde. Als Menschen getarnt haben

die übermächtig begabten Wesen den

Auftrag, die Erde vor den bösen Deviants

zu beschützen. Ajak (Salma Hayek) ist die

Anführerin der zehnköpfigen Eternals-

Gruppe. Mit ihrer stoischen Art und ihren

Fähigkeiten zur Selbstheilung ist sie wie

eine Mutter für die anderen und bildet

die Brücke zwischen den Eternals und

ihren Erschaffern, den Celestials. Zur

Gruppe gehören auch die Kriegerin Thena

(Angelina Jolie), die Waffen per Zauberkraft

erschaffen kann, und der mächtige

Ikaris (Richard Madden), der seit 7.000

Jahren eine On-Off-Beziehung mit seiner

Eternals-Kollegin Sersi (Gemma Chan)

führt. Als Thanos die Hälfte aller Lebewesen

des Universums auslöschte, haben

die Eternals nicht eingegriffen. Nun aber

wird es Zeit...

Im Laufe des Novembers

DER ROSENGARTEN

VON MADAME VERNET

Eve führt eine traditionsreiche Gärtnerei

im französischen Burgund. Ihr Vater,

ein begnadeter Rosenmeister, hat sie

von Kindheit an in die edle Kunst der

Rosenzüchtung eingeführt. Sie ist eine

wahre Blumenkönigin und seit dem Tod

des Vaters herrscht sie allein über die

blühenden Rosenfelder und das bis unter

die Decke mit Duftproben angefüllte

Landhaus. Doch schon acht Jahre ist es

her, seit Eves Rosenschöpfungen aus

Cremeweiß mit der begehrten „Goldenen

Rose“ ausgezeichnet wurden und das Geschäft

florierte.

Nun ist Eves Blumenparadies von der

Pleite bedroht. Unverhoffte Hilfe kommt

ausgerechnet von drei durch ein Resozialisierungsprogramm

neu eingestellte

Mitarbeiter. Sie haben zwar von Botanik

keine Ahnung, kennen sich aber in Sachen

Diebstahl und Einbruch bestens aus.

Mit ihren drei Junggärtnern im Gepäck

macht sich Eve auf und entführt eine der

seltensten und kostbarsten Rosen der

Welt - denn die braucht sie für die Kreation

einer sagenhaft schönen Sorte...

Die beste Zeit

für bestes Sehen

Entspannt sehen, erleben und genießen.

• Brandheißer Tipp:

Quakenbrück

Goldstraße 25 – 27

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Menschen mit Begleitung bis hinter die Haustüre

• Begleitservice bei Arztbesuchen

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Krankenkassen!

60 | mq Ausgabe Herbst 2021


KINOWELT

Wir stehen in den Startlöchern! Falls eine Öffnung nicht möglich ist,

verschieben sich die Veröffentlichungen bis zur nächsten Lockerung.

...die machen das!

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ab Donnerstag, 18. November

GHOSTBUSTERS - LEGACY

Ab Mittwoch, 24. November

Disneys ENCANTO

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FILIALE

Osnabrück

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49078 Osnabrück

Tel. 0541/200675-0

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Regisseur Jason Reitman und Produzent

Ivan Reitman bringen mit GHOSTBUS-

TERS: LEGACY das nächste Kapitel des

Original-Ghostbusters-Universums auf

die große Leinwand. Als eine alleinerziehende

Mutter mit ihren beiden Kindern in

einer Kleinstadt ankommt, entdecken sie

ihre Verbindung zu den einstigen Geisterjägern

und das geheimnisvolle Erbe des

Großvaters.

Der Film basiert auf dem 1984er Film

„Ghostbusters“, geschrieben von Dan Aykroyd

und Harold Ramis.

Familie Madrigal ist eine ganz besondere

Sippe! In der Idylle der Berge Kolumbiens

lebt die Großfamilie in einem magischen

Haus, das mit wundervollen Klängen und

jeder Menge unerwarteter Zaubereien für

Überraschungen sorgt. Aber nicht nur das

Haus selbst sprüht voller Magie, sondern

auch die Bewohner selbst. Alle Mitglieder

der Familie Madrigal besitzen außergewöhnliche

Fähigkeiten, die unterschiedlicher

nicht sein könnten. Während einige

Heilzauber anwenden können, sind andere

übermenschlich stark oder können sich

in jede Person verwandeln, die sie wollen.

Nicht zu vergessen, die Fähigkeit mit

Tieren zu sprechen. Nur die schüchterne

Mirabel sticht durch ihre Normalität aus

der Familie heraus. Als einziges Familienmitglied

hat sie sich damit abgefunden,

dass die fehlende Magie sie zu einem

besonderen Fall macht. Für Mirabel wird

die Talentlosigkeit jedoch zum wichtigen

Schlüssel, als sie ihr Zuhause und ihre Familie

retten und über sich hinauswachsen

muss.

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Ausgabe Herbst 2021 mq | 61


Nimm dir Zeit zum Lesen!

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Tel.: 0 54 31 / 34 86 + 65 50

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Das Artland-Magazin.

Die Kriminalitätsrate in Berge wird

steil ansteigen, wenn die Autoren

Melanie Jungk (Voltlage) und Harald

Keller (Osnabrück) am 29. Oktober

um 20 Uhr im Alten Buchladen Oelkers

aus ihren aktuellen Kriminalromanen lesen.

Nach ihrem letztjährigen Nordsee-Krimi „Zimmerservice

für drei Leichen“ legt Melanie Jungk,

bekannt als die „Autorin mit Hut“, mit „Männercliquenexitus“

den fast noch druckfrischen Band

5 ihrer Reihe um das Ermittlerduo Arne Mayer

und Jasmin Krüger vor, das ein weiteres Mal an

einen Tatort im Osnabrücker Nordkreis gerufen

wird. In einem abgelegenen Waldstück liegen

die Leichen von fünf Männern, die eigentlich per

Bahn an die Mosel wollten. Aber die gebuchten

Plätze blieben leer.

Ein kniffliger Fall für das Ermittlerteam, das mit

diesem Buch um den Osnabrücker Kollegen

Niklas Overberg zu einem dynamischen Trio

erweitert wird. Für zusätzliches Lokalkolorit sorgt

der Umstand, dass Familie Mayer im Raum Fürstenau

nach einem neuen Zuhause sucht.

Harald Keller hat neben seiner Vorjahresveröffentlichung

„Tod auf dem Zauberberg – kuren,

kneippen, sterben“ (Pressestimme: »Für Thriller-

Liebhaber auf jeden Fall ein Muss«, www.steffisbuchecke.de)

ebenfalls einen brandneuen, noch

nicht allgemein erhältlichen Roman im Gepäck.

Die Krimihandlung von „Mordspensum“

führt in das Osnabrück der 80er-Jahre:

Eine Imbissbesitzerin schwimmt tot in der

Schleuse, ein Nachtclub-Betreiber stirbt vor

dem Nachttresor seiner Bank. Dann werden

Kommissar Karl-Heinz Gräber und die junge Berufsanfängerin

Sabine Kühne auch noch an einen

Leichenfundort in Berge gerufen.

Computer, Smartphone, DNA-Abgleich haben

noch nicht Einzug gehalten in die Arbeit des

Kriminaldienstes. Stattdessen: Münztelefon, Fax,

Pager. Noch ist Osnabrück der größte Truppenstandort

der britischen Rheinarmee. Die britische

Militärpolizei leistet Amtshilfe. Und der Auslandsgeheimdienst

MI6 überwacht die Vorgänge

aus der Ferne.

Die Autoren tragen ausgewählte Passagen aus

ihren Romanen vor, berichten über Hintergründe,

Recherchen und über die Vorgeschichten ihrer

Bücher.

Der

Tatort

liegt in

Reichweite

Krimis aus der Region:

Melanie Jungk

und Harald Keller

lesen im

Alten Buchladen

in Berge

Nach langer Corona-Pause öffnet

der Alte Buchladen an der Hauptstraße

in Berge seine Türen für seine

Gäste mit einer interaktiven Lesung

mit Schauplätzen u.a. in Berge. Die

Lesung erfolgt nach der 2-G-Regel

(Genesen oder Getestet).

KRIMI-

LESUNG

VORSICHT:

Melanie Jungk führt zur Veranschaulichung

eine waffenscheinfreie

‚Mordwaffe‘ mit sich.

Freitag,

29.10.,

2o:00 Uhr

Alter Buchladen Oelkers,

Hauptstraße 21,

49626 Berge

Eintritt: Pay After

Nach der Lesung stehen die Autoren gern

für Fragen zur Verfügung und signieren auf

Wunsch ihre Bücher.

Fotografin Anne Knoke

Ausgabe Herbst 2021 mq | 63


Stadtpark-Openair

Foto: Burgmannskapelle Quakenbrück

10 OKTOBER

Garten-Workshop

„Mein Wunschgarten – pflegeleicht

und insektenfreundlich“

Mi, 20.10.2021, 17:00 - 21:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Rathaus Quakenbrück, Sitzungssaal

Markt 1, 49610 Quakenbrück

Veranstalter: Samtgemeinde Artland

Markt 1, 49610 Quakenbrück

Telefon: 05431 182-206

E-Mail: bokeloh@artland.de

www.artland.de

Mit dem Stadtwächter

durch Quakenbrück

Fr, 22.10.2021, 20:00 - 21:30 Uhr

Veranstaltungsort:

Rathaustreppe, Quakenbrück

Veranstalter:

TMA GmbH Tourismus-Information

Artland

Telefon: 05431 907590

tourismus.information@artland.de

www.artland.de

Martin Herrmann:

„Keine Frau sucht Bauer“

Fr, 22.10.2021, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Theaterwerkstatt, Quakenbrück

Veranstalter:

Theaterwerkstatt Quakenbrück e. V.

Telefon: 05431 2644, www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

Artland Dragons - RÖMER-

STROM Gladiators Trier

Sa, 23.10.2021, 19:30 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

VERANSTALTUNGEN IM ARTLAND

11 NOVEMBER

Kneipp-Verein Quakenbrück

- Fahrt zum Gänsehof Tapphorn

Mi, 03.11.2021, 10:30 Uhr

Veranstalter:

Kneipp-Verein Quakenbrück e. V.

Telefon: 05431 5519

www.kneipp.quakenbrueck.de

Artland Dragons -

Science City Jena

Fr, 05.11.2021, 19:30 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

Nils Heinrich: „Aufstand“

Fr, 05.11.2021, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Theaterwerkstatt Quakenbrück

Veranstalter:Theaterwerkstatt Quakenbrück

e. V., Telefon: 05431 2644

Kneipp-Verein Quakenbrück -

Wandern

Mi, 10.11.2021, 13:30 Uhr

Veranstaltungsort:Neuer Markt,

Quakenbrück

Veranstalter:Kneipp-V. Quakenbrück e. V.

www.kneipp.quakenbrueck.de

Artland Dragons -

VfL Kirchheim Knights

Sa, 13.11.2021, 19:30 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

Udo-Klopke-Band - Live

Support: Jennifer Berning

Fr, 19.11.2021, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort:Theaterwerkstatt,

Quakenbrück

Veranstalter:Theaterwerkstatt Quakenbrück

e. V., Telefon: 05431 2644

Weihnachtlich-kulinarischer

Altstadtrundgang

Do, 25.11.2021, 18:00 - 22:30 Uhr

Weitere Termine: 02.12.2021,

09.12.2021, 16.12.2021

Veranstaltungsort: Weinhandlung Köster

Lange Str. 68, 49610 Quakenbrück

Veranstalter:TMA GmbH Tourismus-

Information Artland

Markt 4, 49610 Quakenbrück

Kontaktdaten:Telefon: 05431 907590

Telefax: 05431 907276

tourismus.information@artland.de

www.artland.de

Mit dem Stadtwächter

durch Quakenbrück

Fr, 26.11.2021, 20:00 - 21:30 Uhr

Weiterer Termin: 17.12.2021

Veranstaltungsort:

Rathaustreppe, Quakenbrück

Veranstalter:TMA GmbH Tourismus-Information

Artland, Telefon: 05431 907590

tourismus.information@artland.de

www.artland.de

Kneipp-Verein Quakenbrück:

Bewegung – ein Erfahrungsworkshop

Sa, 27.11.2021, 10:00 - 12:00 Uhr

Veranstaltungsort: Drei Fit Quakenbrück

Im Wiesengrund 8,

49610 Quakenbrück

Veranstalter:Kneipp-Verein Quakenbrück

e. V., Telefon: 05431 5519

www.kneipp.quakenbrueck.de

12 DEZEMBER

Kneipp-Verein Quakenbrück

- Adventskaffee

Mi, 01.12.2021, 15:00 Uhr

Veranstaltungsort:Kneipp-Verein

Quakenbrück e. V.

Veranstalter:

Kneipp-Verein Quakenbrück e. V.

www.kneipp.quakenbrueck.de

Weihnachtlich-kulinarischer

Altstadtrundgang

Do, 02.12.2021, 18:00 - 22:30 Uhr

Veranstaltungsort: Weinhandlung Köster

Lange Str. 68, 49610 Quakenbrück

Veranstalter:TMA GmbH Tourismus-

Information Artland

Markt 4, 49610 Quakenbrück

Kontaktdaten:Telefon: 05431 907590

Telefax: 05431 907276

tourismus.information@artland.de

www.artland.de

Gankino Circus:

„Die letzten ihrer Art“

Fr, 03.12.2021, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort:Theaterwerkstatt,

Quakenbrück

Veranstalter:Theaterwerkstatt Quakenbrück

e. V., Telefon: 05431 2644

www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.

de

Artland Dragons -

TEAM EHINGEN URSPRING

So, 05.12.2021, 19:30 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

Kneipp-Verein Quakenbrück

- Wandern

Mi, 08.12.2021, 13:30 Uhr

Veranstaltungsort:Neuer Markt,

Quakenbrück

Veranstalter:

Kenipp-Verein Quakenbrück e. V.

www.kneipp.quakenbrueck.de

Alle Termine ohne

Gewähr!

Quelle: www.artland.de

Weihnachtlich-kulinarischer

Altstadtrundgang

Do, 09.12.2021, 18:00 - 22:30 Uhr

Veranstaltungsort:Weinhandlung Köster

Lange Str. 68, 49610 Quakenbrück

Veranstalter:TMA GmbH Tourismus-

Information Artland

Markt 4, 49610 Quakenbrück

Kontaktdaten:Telefon: 05431 907590

Telefax: 05431 907276

tourismus.information@artland.de

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Weihnachtsmarkt Menslage

So, 12.12.2021, 11:00 Uhr

Veranstaltungsort: Innenstadt Menslage

Veranstalter:Werbegemeinschaft

Menslage

Weihnachtlich-kulinarischer

Altstadtrundgang

Do, 16.12.2021, 18:00 - 22:30 Uhr

Veranstaltungsort: Weinhandlung Köster

Lange Str. 68, 49610 Quakenbrück

Veranstalter:TMA GmbH Tourismus-

Information Artland

Markt 4, 49610 Quakenbrück

Telefon: 05431 907590

Telefax: 05431 907276

tourismus.information@artland.de

www.artland.de

Mit dem Stadtwächter

durch Quakenbrück

Fr, 17.12.2021, 20:00 - 21:30 Uhr

Veranstaltungsort:

Rathaustreppe, Quakenbrück

Veranstalter:TMA GmbH Tourismus-

Information Artland

Kontaktdaten:Telefon: 05431 907590

tourismus.information@artland.de

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Artland Dragons -

Uni Baskets Paderborn

Do,23.12.2021, 19:30 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

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Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

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64 | mq Ausgabe Herbst 2021


Ausgabe Herbst 2021 mq | 65


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packen wir mit an

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Gibt es einen Grund zu feiern? In diesem Jahr finden die Ökumenischen Filmtage zum 20ten Mal statt –

ein Jubiläum - auf jeden Fall ein Anlass zum Feiern! Ein langer gemeinsamer Weg, viele Filme, die zum

Nachdenken angeregt und wichtige Themen unserer Kirchen und der Gesellschaft aufgegriffen haben.

Kirche auf dem Weg der Veränderung: In diesem Jahr wollen wir uns mit den Themen des synodalen

Weges auseinandersetzen: Priesterliche Existenz heute, Macht und Gewaltenteilung in der Kirche,

Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche und Leben in gelingenden Beziehungen. Themen, die in allen

Kirchen und unserer Gesellschaft eine Rolle spielen. Gibt der Weg, den die Kirchen gehen, Anlass zum

Feiern? Sind Fortschritte in Kirche und Gesellschaft erkennbar? Die ausgewählten Filme sollen Impulse

zum weiteren Nachdenken über diese Fragen geben.

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CORPUS CHRISTI POL, FRA, 2019 116 min

Der Film erzählt die Geschichte des 20-jährigen Daniel, der, während seines Aufenthalts

in einem Jugendgefängnis, eine spirituelle Verwandlung erlebt. Er möchte Priester

werden. Dies ist jedoch aufgrund seiner Vorstrafen unmöglich. Als er zur Arbeit in eine

kleine Stadt geschickt wird, verkleidet er sich bei seiner Ankunft als Priester und

übernimmt versehentlich die örtliche Gemeinde. Durch die Ankunft des jungen, charismatischen

Predigers verändert sich die Gemeinde zum Positiven.

MITTWOCH, 21.07., 19.45 UHR

GELOBT SEI GOTT FRA, 2019 137 min ( EINTRITT: 8,- EURO )

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester,

von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er

beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern, François

und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das

Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen. Ihr Widerstand formiert sich und wird zu

einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist.

Gibt es einen Grund zu feiern? In diesem Jahr finden die Ökumenischen Filmtage zum 20ten Mal statt –

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Maryam Weges Kirche auf ist auseinandersetzen: Ärztin dem Weg einer kleinen Veränderung: Priesterliche Stadt in Saudi-Arabien. In Existenz diesem Jahr heute, Trotz wollen ihrer Macht exzellenten wir und uns mit Gewaltenteilung Fähigkeiten

den Themen des in der synodalen Kirche,

Frauen Weges muss

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der eine Kirche

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der Weg, den Beziehungen.

Stimme

lauter, ihre Auftritte mutiger, ihre Forderungen radikaler. Die Regisseurin Haifaa al Mansour die Kirchen Themen, gehen, Anlass die in allen zum

(„Das Feiern? Kirchen Mädchen Sind und unserer Fortschritte Wadjda“) Gesellschaft erzählt in Kirche mit viel eine und Weitsicht Rolle Gesellschaft spielen. und Feingefühl erkennbar? Gibt der eine Weg, Die Film den ausgewählten gewordene die Kirchen Filme gehen, sollen Anlass Impulse zum

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MITTWOCH, 30.06., 19.45 UHR

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DER VERLORENE SOHN USA 2018 115 min

CORPUS CHRISTI POL, FRA, 2019 116 min

CORPUS CHRISTI POL, FRA, 2019 116 min

Als ein streng gläubiger Vater von der Homosexualität seines Sohnes erfährt, drängt er

ihn zur Teilnahme an einer fragwürdigen Reparativtherapie. Vor die Wahl gestellt,

Der Film erzählt die Geschichte entweder des 20-jährigen seine Identität Daniel, oder der, seine während Familie und seines seinen Aufenthalts

Der Film in einem erzählt Jugendgefängnis, die Geschichte der eine Sohn des spirituelle 20-jährigen notgedrungen Verwandlung Daniel, auf die der, absurde erlebt. während Er Behandlung möchte seines Priester Aufent-

ein. Seine Mutter begleitet ihn zu

Glauben zu riskieren, lässt sich

werden. halts in einem Dies ist Jugendgefängnis, jedoch aufgrund der abgeschotteten seiner spirituelle Vorstrafen Verwandlung Einrichtung, unmöglich. erlebt. deren Als er selbst Er zur möchte Arbeit ernannter Priester in eine Therapeut ein entwürdigendes

kleine werden. Stadt Dies geschickt ist jedoch wird, aufgrund und verkleidet seiner unmenschliches Vorstrafen er sich bei Umerziehungsprogramm unmöglich. seiner Ankunft Als zur als Arbeit Priester leitet. in eine und Basierend auf dem gefeierten,

übernimmt kleine Stadt versehentlich geschickt wird, die autobiografischen örtliche verkleidet Gemeinde. er sich Roman Durch bei seiner „Boy die Erased“ Ankunft des von als jungen, Priester Garrard charismatischen

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Und vom mutigen Kampf eines

Conley und erzählt das starbesetzte

Drama

jungen matischen Mannes Predigers gegen verändert Homophobie sich und die Gemeinde für ein selbstbestimmtes zum Positiven. Leben.

ORT: SCHAUBURG FILMTHEATER, MITTWOCH, 21.07., 19.45 UHR

MITTWOCH, SCHIPHORST 21.07., 19.45 4, QUAKENBRÜCK. UHR EINTRITT: 7,- EURO

GELOBT SEI GOTT FRA, 2019 137 min ( EINTRITT: 8,- EURO )

GELOBT SEI GOTT FRA, 2019 137 min ( EINTRITT: 8,- EURO )

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester,

IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

Hindenburgstr. 48 | 49610 Quakenbrück

GESAMTHERSTELLUNG

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

REDAKTION

Hans-Wilhelm Oelkers (V.i.S.d.P.),

Ruth Keck, Alexandra Lüders, Detlef

Bülow, Heiko Bockstiegel, Bernd Middendorf,

A. Henemann, Beate Deeken

und Daniel de Oliveira Prudèncio sowie

Vereine, Firmen, Personen, Gruppen und

Institutionen, die uns freundlicherweise

Texte und Fotos zur Verfügung stellen.

Verantwortlich für den Inhalt der

redaktionellen Texte sind die jeweiligen

Vereine, Firmen, Personen, Gruppen und

Institutionen.

ANZEIGEN- U. REDAKTION

Oelkers, Druckhaus im Artland

Hindenburgstraße 48

49610 Quakenbrück

fon 0 54 31 - 94 10 01

fax 0 54 31 - 94 10 50

hawe.oelkers@gmail.com

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Das MQ+ erscheint in einer Auflage von

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angrenzenden Ortschaften.

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Sprachverstehen im im Störgeräusch ohne

ohne Hörsysteme in % in %

Sprachverständlichkeit in %

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ndheit

sundheit

Quakenbrück, 11.10.2021. Viele Hörakustiker erleben es immer wieder in der

Praxis: Kunden, die im Hörraum sehr gut verstehen können, verstehen die Sprache

schlechter, sobald sie sich in ihrer Alltagsumgebung befinden. Obwohl Töne

und Geräusche mit ihrem Hörsystem gut übertragen werden, fehlt ihnen oft der

entscheidende Vorteil im Alltag, da hier andere Bedingungen als in den Fachgeschäften

herrschen. Aber seit ein paar Wochen ist alles anders. „Immer mehr

Kunden sind schon nach dem ersten Termin in der Lage, in fast jeder Situation

wieder gut zu hören und zu verstehen.“ berichtet Hörakustiker Thorsten Gerland.

Dieses neue Hörsystem verändert alles, was Sie bisher über Hörakustik

wussten, da ein völlig neuer Ansatz verfolgt wird. Bisher kannte die gesamte

Hörgeräteindustrie nur ein Motto: „Weniger ist mehr bei der Behandlung eines

Hörverlustes“.

Der bisherige Ansatz der Hörgeräteindustrie:

Weniger ist mehr,

nur das Nötigste wird verstärkt!

MIT

Hörsystemen

Aktuelle Hörgeräte versuchen immer,

Bessere Stimulation

den von vorne eintreffenden

des

Schall

Gehirnsüber

Störgeräuschunterdrückung oder Richtmikrofone

vorzusortieren. Folge: Verbesserte Dies führt

dazu, dass die komplette kommunikative Klangumgebung

unterdrückt und der Hörgeräte-

Fähigkeiten

träger von der akustischen Umgebung

Hält Ihr Gehirn

fast vollständig abgekoppelt im Alter wird. fitNeue

Untersuchungen zeigen aber, dass die

Bewertung der Sprachsignale im Gehirn

nur dann funktioniert, wenn das volle

Klangspektrum rundum wahrgenommen

wird. Diese Bewertung im Gehirn (Priorisierung)

Genießen Sie

kann

alle

über

Klang-Szenen

neue Hörsysteme

Studienergebnisse

wieder unterstützt

zeigen,

und

dass

aktiviert

das Gehirn

werden,

Zugang

zu ermöglicht der gesamten aber Klangumgebung so fast ein benötigt, „Hören um wie auf

natürliche Weise Klängen einen Sinn zu geben.

Für ein gutes Sprachverstehen im Lärm ist es wichtig alle

Umgebungsgeräusche zu übertragen, allerdings so bewertet,

dass der Gesprächspartner im Vordergrund steht.

FOTO: OTICON GMBH

STÜTZEN!

früher“ mit der Möglichkeit, sich bei

Bedarf endlich wieder auf einen einzelnen

Sprecher konzentrieren zu können.

Das neue Ziel heißt: „Wieder

alles hören und verstehen –

hören wie früher.“

Vieles hat schon länger darauf hingedeutet,

dass alles was wir bisher über

Hörtraining und Gehörtherapien oder

auch die Versorgung mit Hörimplantaten

wussten, diese neuen Erkenntnisse

unterstützen wird. Hörgeräteträger können

es schaffen, die Kontrolle über ihren

Hörverlust zurückzuerhalten. Moderne

Technik unterstützt das Gehirn dabei,

sich in der akustischen Umwelt zurechtzufinden,

mit dem Erfolg, dass unsere

Hörgerätetester fast vergessen ein Hörsystem

zu tragen. Dieses bahnbrechende

System verfügt über ein System künstlicher

Intelligenz, die DNN-Technologie

(Deep Neural Network-Technologie),

die zur Vorbereitung mit 12 Millionen

Klang-Szenen aus dem realen Leben

trainiert wurde.

90006391 / D-Hamburg-02.2021 · DE12021000 · Änderungen, Irrtümer und Abverkauf vorbehalten.

„Diese neue Technik erreicht in

unserem 14-Tage-Aufbauprogramm

unerwartete Erfolge.“

Diese Chiptechnologie unterstützt den

schnelleren Weg zum Erfolg. Die gespeicherten

und neu gelernten Hörumge-

bungen helfen dabei, schnell wieder gut

zu verstehen. „Es ist erstaunlich, dass

diese „BrainHearing-Technologie“ nicht

nur bei Kunden funktioniert, die bisher

noch keine Hörgeräte tragen, sondern

auch erfahrenen Hörgeräteträgern zu einem

bis zu 30% besserem Sprachverstehen

verhilft.“ erklärt Thorsten Gerland. 1

„Wenn wir diese neue Technologie ab

sofort verkaufen können, rechnen wir

mit vielen Kunden, die über unser „Kunden-werben-Kunden-Programm“

bis zu

500,- Euro pro Versorgung sparen, indem

sie dieses neue System mindestens

einer Person aus dem Freundes- und Bekanntenkreis

empfehlen.“

„Unsere Erfahrung bisher:

Nur wenige Menschen tragen

ihre Hörgeräte gerne.“

Viele Menschen scheuen sich Hörgeräte

zu tragen, da sie zu groß und zu

auffällig waren. Diese Sichtweise wird

sich ab sofort ändern. Einen Beitrag zu

mehr Akzeptanz bietet natürlich die fast

unsichtbare Optik der Geräte, die Lithium-Ionen-Akku-Technologie

2 und die

Möglichkeit, bis zu 24 Stunden Audio-

1

O’Sullivan, et al. (2019). Puvvada, K. C., & Simon, J. Z. (2017).

Der Wert bezieht sich auf das eingeschaltete Feature MoreSound

Intelligence – im Vergleich zum nicht eingeschalteten Feature.

Santurette, S., Ng, E. H. N., Juul Jensen, J., & Man K. L.,

B. (2020). Oticon More clinical evidence. Oticon Whitepaper. 2

Im Vergleich zum bisher besten Oticon-Hörsystem Oticon Opn

S. Santurette, S., Ng, E. H. N., Juul Jensen, J., & Man K. L.,

B. (2020). Oticon More clinical evidence. Oticon Whitepaper.

3

Android-Geräte müssen Audio Streaming for Hearing Aids

(ASHA) unterstützen.

Bewerben Sie sich bis zum 12.11.2021

• Unter Beachtung aller Hygiene-Vorschriften sind wir nach

vorheriger Terminvereinbarung für Sie da!

• Gesucht werden 100 Testhörer

• Information und Anmeldung:

Anmeldung

Per E-Mail: service@gerland-quakenbrueck.de

Online: gerland.de/terminvereinbarung

Telefon: 05431.9066800

Gerland Hörgeräte

Lange Straße 38

49610 Quakenbrück

Streaming vom iPhone ® oder geeigneten

An-droid TM Geräten zuzulassen. 3 Unsere

Testhörer gehören zu den ersten, die diese

neue Technik in Deutschland erproben

und erleben können.

100 Testhörer für Praxisstudie

gesucht!

Gerland Hörgeräte sucht Probanden, die

unsere neuen Hörsysteme testen und

bewerten möchten. Unsere Testhörer

erhalten einen kompletten Hörtest, eine

qualifizierte Beratung und Testsysteme

für 14 Tage zur Erprobung (auf Wunsch

inklusive Handykopplung via App).

Sollte der Hörerfolg nach 14 Tagen noch

nicht den Erwartungen entsprechen, bieten

wir eine zusätzliche Gehörtherapie

an. Die Auswertung der Fragebögen

zur Praxisstudie erfolgt in Hamburg bei

Dipl. Ing. Horst Warnke, dem audiologischen

Leiter der Herstellerfirma Oticon.

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