2021/42 | Bauratgeber 19.10.2021

suedwest.presse

19.10.2021

Bauratgeber

PLANEN,BAUENUNDWOHNENINDERREGION

Wir bauen für

die Zukunft

Eine neue Förderungmacht das energieeffiziente

Sanieren vonGebäuden attraktiv.Das nutztder

Umwelt und hilft Geld zu sparen. Seite3

BARRIEREFREIHEIT

Wohnen im Alter geht auch

ohne Stolperfallen und enge

Badezimmer.

Seite6

SICHERHEIT

Oft kommen Einbrecher

durchBalkontüren

ins Haus.

Seite8

HEIZEN

EinprasselndesFeuer im Ofen

sorgtinder dunklen Zeit für

gemütliche Stunden.

Seite10


2

INHALT /EDITORIAL

Editorial

Inhalt

Kuschelig warm

und gut fürsKlima

Endlich Schlussmit zugigenFluren,

undichten Fenstern und kalten

Wänden –das schafft nicht

nur ein ganz neues Wohngefühl,

sondern nutztauch der Umwelt.

Um zusätzlich Anreize zu schaffen,

das eigene Heim so zu sanieren

oder umzubauen, dass

endlich weniger Energie verbraucht

wird, gibt es seit Sommer

ein attraktives Maßnahmenpaket.

Wendas reizt, der

sollte jetzt gleich einen Termin

mit dem Energieberater vereinbaren

–und spätestens im

nächsten Jahr klimafreundlich

und gemütlich wohnen. Mehr

zum Thema energieeffizient

Bauen finden Sie inunserer Titelstory.

Seite3

Vorteile durch gezieltes Umbauen

haben auch Senioren, die in

ihrer barrierefreien Wohnung

ohneSorgenalt werden können.

Schließlich heißt esimmer: Einen

alten Baum verpflanzt man

nicht. Alle Tipps auf Seite6

Barrierefrei

Einen alten Baum

verpflanztman

nicht

DeraltersgerechteUmbau macht

den Lebensabend in den eigenen

vier Wänden möglich. Seite6

Schwachstelle

Fenstertür

Einbrecher kommen

oft über die Balkontür

ins Haus.

Seite8


Gemütliche

Wärme

fürsKlima

Seite10

Die Corona-Pandemie und Homeoffice

haben den Wunsch

nach einem eigenen Heim noch

verstärkt. Werauf dem Markt

keine gebrauchteImmobilie findet,

kann sich auch auf die Suche

nach einem passenden Bauplatzmachen.

Die sechs Schritte

bis zum Spatenstich finden

Sie auf

Seite14

Ich wünsche Ihnen viel Spaß

beim Lesen des aktuellen Bauratgebers!

11 LichteMomente

daheim

Die richtigeBeleuchtung

für das Homeoffice.

12 DerStrom kommt

vonoben

Füreine moderne

Photovoltaikanlage

istfastüberall Platz.

13 Übergang von

Alt zu Neu

Ein Wintergarten kann zwei

Gebäudeteile verbinden.

14 Sechs Schritte

zum Spatenstich

Die Suche nach dem

perfektenGrundstück für

das Traumhaus.

Stefanie Müller

Redaktionsleitung

SchwäbischesVerlagshaus

Impressum

Verlag &Herausgeber

Neue Pressegesellschaft

mbH &Co. KG

Rosenstraße 24,73033

Göppingen

Anzeigen

Stefan Schaumburg(verantwortlich)

Redaktion

StefanieMüller (verantwortlich),

BirgitRexer,Anne Schur

SVHGmbH&Co. KG

Gestaltung

Kathrin Grünwald

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SVH

Datenschutz

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Sie unter:

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GmbH &Co. KG

Siemensstraße 10

89079Ulm


ENERGIEEFFIZIENZ

3

FOTO: ELENABSL/SHUTTERSTOCK.COM

Ob eine neue Heizung,

die Dämmung der

Fassade, neue Fenster

oder eine Solaranlage

–injedem Haus bieten

sich vomKeller bis zum

Dach zahlreiche

Möglichkeiten, um

Energie einzusparen.

Wir bauen

fürdie Zukunft

Energie Seit Januar 2021gilt die neue Bundesförderung für effizienteGebäude. FürBauherren bedeutet

dies: höhereFörderung, aber auch höhereAnforderungen an die Effizienz vonSanierungen.

Das Thema Klimawandel

bestimmte den

jüngsten Bundestagswahlkampf.

Und

auch imGeldbeutel

macht sich die neue politische

Agenda spätestens seit diesem

Jahr bemerkbar. Seit Anfang

2021 gibt es einen CO2-Aufschlag

auf fossile Brennstoffe.

Wasander Tankstelle bei jeder

Tankfüllung ins Bewusstsein

dringt,trifftjedochauch die Eigentümer

und Mieter vonWohnungen

und Häusern.

Der Start erfolgtemit 25 Euro

pro Tonne CO2. Bis 2025 wird

der Preis auf 55Euro klettern –

mindestens. Denn der Geschäftsführer

der Göppinger

Energieagentur, Timm Engelhardt,

schätzt, dass eszueiner

weiteren Verschärfung, einer

weiteren Erhöhung der CO2-

Steuerkommenkönnte. Darauf

deutender deutlich vernehmbare

allgemeine politische Wille,

aber auch Vergleiche mit anderen

europäischen Ländern hin:

In der Schweiz sind es 95 Euro

proTonne,inSchweden gar124

Europro Tonne CO2, die durch

das Verbrennen von fossiler

Energie freigesetzt wird.

Doch schon bei der jetzigen

Perspektive würdeder CO2-Zuschlag

ab 2025 Mehrkosten von

500 Euro pro Jahr bei einem

Verbrauch von 3.000 Litern Öl

bedeuten. Die gute Nachricht:

DieseSteuereinnahmen werden

genutzt, um Förderprogramme

zu finanzieren, die Energieeffizienzmaßnahmen

in verschiedenster

Hinsicht auch finanziell

attraktiv flankieren. Die

Maßnahmen wurden zum 1. Juli

neu strukturiert –und verbessert.

„Die Anreizewerden höher,

die Zuschüsse für Bauherren

werden höher“, erklärt Timm

Engelhardt. Am 1. Juli trat die


4 ENERGIEEFFIZIENZ

neue Bundesförderung für

energieeffizienteGebäudevollständig

inKraft. Das bedeutet:

Die bisherigen Programme des

Bundesamtes für Wirtschaft

und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

und der Förderbank KfW werden

aufgelöst. Anihre Stelle

tretenun die Bundesförderung

für effiziente Gebäude (BEG),

so Engelhardt weiter.

Die Geltungsdauer ist langfristig

–bis ins Jahr 2030 –angelegt,

gibtden Bauherren also

Planungssicherheit. Der quer

durch alle Lager erkennbare

politischeWillebei der Klimapolitiksowie

die übergeordneten

Vorgaben garantieren

zusätzliche Verlässlichkeit.

„Steuerelemente zur Senkung

des CO2-Ausstoßes sind Vorgabender

EU,keineFreiwilligkeitsleistung

der Bundesregierung“,

betont Engelhardt.

Förderung in einem Programm

ZentralerUnterschied: Bislang

war die Förderung für Gebäudehülle

und Heizung getrennt,

jetzt läuft sie über ein Programm.

Diese Förderung betreffe

sowohl Einzelmaßnahmen

als auch Gesamtmaßnahmen,

erklärt der Geschäftsführer

der Göppinger Energieagentur.Außerdem

umfasst das

Programm sowohl Wohngebäude

alsauch „Nicht-Wohngebäude“.

Neu ist auch, dass für jede

Maßnahme zwischen einem

reinen Investitionszuschuss

und einem Kredit mit Tilgungszuschuss

gewählt werden

kann.Für die Programmekann

man Kreditezueinem Satz von

0,57 Prozent und einerLaufzeit

von zehn Jahren beantragen.

Die Kreditewerden wie bislang

über die Hausbank ausgezahlt.

Die Anforderungen an die

Effizienzhäuser bleiben unverändert.Jedoch

gibt es hinsichtlich

Baubegleitung und Fachplanung

eine umfangreichere

Förderung. Der Zuschussrahmen

wurdevon 4.000 auf 5.000

Euro angehoben. 50 Prozent

dieser Kosten können geltend

gemacht werden. Bei Mehrfamilienhäusern

ist er abhängig

von der Anzahl der Wohneinheiten.

Bei Erstellung eines individuellen

Sanierungsfahrplans

für ein Einfamilienhaus werden

bis zu80Prozent der Kosten

bis zu einem Betrag von 1.300

Euro übernommen, bei Mehrfamilienhäusern

entsprechend

mehr. Werden aus dem Sanierungsfahrplan

Maßnahmen innerhalb

von 15Jahren umgesetzt,

erhöht sich der Zuschussbetrag

nochmals um fünf Prozent.

Einen solchen Fahrplan empfiehlt

der Experte Engelhardt,

wenn mehrere Gewerke tätig

werden, „wenn es um ein ganzheitliches

Konzept geht“. „Bei

einem Heizungstausch alleine

ist dieser Aufwand eigentlich

nicht nötig und bindetwertvolle

Kapazitäten bei den Energieberatern.“

Das ist auchimInteresse einer

zügigen Umsetzung sinnvoll.

Denn bereits jetzt besteht eine

hohe Nachfrage nach diesen

Fahrplänen und eine entsprechend

lange Wartezeit.

Erhöhung bei den

Einzelmaßnahmen

BeiEinzelmaßnahmen sind die

Erhöhungen erheblich. Nun

sind 60.000 Europro Wohneinheit

und Jahr förderfähig, zuvor

waren es 50.000 innerhalb

eines Zeitraums von zehn Jahren.

Auf diese Summe gibt es

einezwanzigprozentigeFörderung.Weiterefünf

Prozent gibt

es obendrauf,wenn es einen Sanierungsfahrplan

gibt. Bedingung

ist nun allerdings, dass

die Arbeiten durch Fachhandwerker

durchgeführt werden.

Eigenleistungen werden nicht

mehr gefördert.

Sowohl bei Einzelmaßnahmen

als auch Gesamtmaßnahmen

an der Gebäudehülle gibt

es Mindestanforderungen hinsichtlich

des „U-Wertes (Wärmedurchgangskoeffizient)“.

Daher muss einen Förderantrag

auch zwingend ein Energieberater

stellen und die Ausführung

bestätigen. Die Verbesserungen

bei der Energiebilanz

müssten deutlich sein, „man

muss schon was machen“, sagt

Timm Engelhardt.

Dagegen ist bei Einzelmaßnahmen

an der Heizung diese

Vorgehensweise nicht zwingend.

Hier könne den Antrag

auch der Eigentümer selbst

oder der Installateur stellen. Jedoch

empfiehlt der Chef der

Energieagentur dennoch eine

Fachberatung, um nicht „durch

geringfügige Fehler den Förderanspruch

zu verlieren“.

Insgesamt sind die Fördermöglichkeiten

bei der Heizung

ebenfalls umfangreich. Förderungengibtesfür

alleerneuerbaren

Energiearten, wie zum

Beispiel für Wärmepumpen,

QUELLE: ENERGIEAGENTUR LANDKREIS GÖPPINGEN BUNDESFÖRDERUNG

FÜR ENERGIEEFFIZIENTE GEBÄUDE GESTARTET.

Praxisbeispiel

Einzelmaßnahme

Der Winter naht und Familie Clever

möchteihreHeizung tauschen.

Die alteÖlheizung soll durch eine

Luft-Wasser-Wärmepumpe

ersetztwerden!

Zuvorsoll aber noch das Dach

gedämmt werden.

Kosten der geplanten Maßnahmen

Heizungstausch 25.000 €

Dämmung 40.000 €

Baubegleitung 3.000 €

(durch Energieeffizienz-Experten)

Gesamtkosten 68.000 €


ENERGIEEFFIZIENZ

5

FÖRDERGELDER

Dämmung: 20%

Heizungstausch: 45%

Bauberatung: 50%

Finanzierung der

geplanten Maßnahmen

BAFA –Einzelmaßnahme

Zuschuss Dämmung

20 %von 40.000 € 32.000 €

= 8.000 € (Zuschuss) (Restbetrag)

BAFA –Zuschussförderung

Heizungstausch

45 %von 25.000 € 13.750€

=11.250 € (Zuschuss) (Restbetrag)

Baubegleitung

50% von3.000 € 1.500 €

= 1.500 € (Zuschuss) (Restbetrag)

Gesamtkosten 47.250 €

(offener Kreditbetrag)

Erhaltene Förderung 20.750€

Gesamtsumme 68.000 €

Wirhabenunsere

laufendenHeizkosten

signifikant

gesenkt! DenStrom

fürdie Wärmepumpe

beziehenwir aus

unserer PV-Anlage.

Zitat: Herr Clever

Biomasseanlagen, aber auch

Thermieanschlüsse ans Wärmenetz

oder auch für Gashybridheizungen.

Bei Letzteren

handelt es sich um Gasbrennwertkessel

mit zusätzlichem

Wärmeerzeuger durch erneuerbare

Energie, wodurch mindestens

25 Prozent der Heizlast

des Gebäudes übernommen

werden. Eine vierzigprozentige

Förderung auf das System

gibt es, wenn eine Ölheizung

ersetzt wird. Bei einem Sanierungsfahrplan

gibtesauch hier

nochmals fünf Prozent obendrauf.

Basiert alles auf komplett

erneuerbaren Energien,

winkt eine 50-Prozent-Förderung.

Bei Biomasse, wenn sie

besonders emissionsarm ist,

gibt es ebenfalls zusätzlich fünf

Prozent.

Bei den Einzelmaßnahmen

der Gebäudehülle zählt alles von

der Außenwand über das Dach,

Fenster, Türen und Tore, wenn

sie zur Außenhülle gehören.

Orientierung an

dem Referenzhaus

Die Gesamtmaßnahmen beziehen

sich auf ein neu gebautes

Referenzhaus. Früher wurde

auch gefördert, wenn nicht

mehr als 15 Prozent mehr verbraucht

wurden als durch das

sogenannte Referenzhaus. Bei

einer ganzheitlichen Modernisierung

und Erreichung des

Standards wurdedie Förderhöhe

auf förderfähige Investitionen

auf 120.000 Euro pro

Wohneinheit erhöht. Eine zusätzliche

Steigerung des Zuschussbetragsauf

150.000 Euro

ist möglich, wenn mindestens

55 Prozent der Wärmeerzeugung

auserneuerbaren Energien

stammen –der sogenannte

EE-Zuschuss. Beieinem „Effizienzhaus

100EE“ könnenBauherren

einen Tilgungszuschuss in

Höhe von32,5Prozent erhalten,

bei einem „Effizienzhaus40“, das

60 Prozent weniger Verbrauch

gegenüber dem Referenzhaus

aufweist, bekommt man im besten

Fall bis zu 55 Prozent. Das

kann bei einem Zweifamilienhaus

und Ausschöpfung der förderfähigen

Investitionskosten in

Höhe von 300.000 Euro stolze

165.000 Euro bedeuten. Dazwischen

gibt es mehrereZwischenschritte

bei der Förderhöhe.

Grundsätzlich gilt: Je besser die

Energieeffizienz, destohöher der

Förderbetrag. Timm Engelhardt

weist in diesemZusammenhang

darauf hin, dass esbei einem

Neubau aucheine Förderung für

die Effizienzklasse „EH55“ in

Höhe von 15Prozent gebe. Sie

staffelt sich bis zum „EH 40+“

mit bis zu 27,5 Prozent Förderung,

auch hier bezogen auf die

förderfähigen Investitionen.

„Das ist schon sehr gut“, beurteilt

der Geschäftsführer der

Energieagentur Göppingen das

neue Förderprogramm.

Axel Raisch

Tipp

Alternativzuden Förderprogrammen

könnenenergetischeSanierungsmaßnahmen

auchsteuerlichgeltend

gemacht werden:bis

maximal200.000 Euro über

einen Zeitraum vondreiJahren.

Eine Förderung und

steuerlicheAbsetzbarkeit

derselbenKosten istnatürlich

nicht möglich. Allerdings

könnenKosten,welche die

förderfähigen Investitionen

übersteigen, in dieserHöhe

abgesetzt werden.


6

BARRIEREFREI

Einen alten Baum

verpflanzt man nicht

Senioren Da hat man sein ganzes Leben in

den eigenen vier Wänden verbracht und

dann soll man umziehen, nur weil man ein

paar Jährchen älter ist? Doch es gibt eine

andereLösung: der altersgerechteUmbau.

Doch was versteht man

darunter genau? Beim

altersgerechten Umbau

wird die Immobilie so

gestaltet, dass sich Menschen,

die körperlich nicht mehr ganz

so fit sind, darin sicher bewegen

können. Ein zentraler Punkt dabei

ist der Abbau vonBarrieren.

Das können Schwellen zwischen

den einzelnen Räumen, aber

auch ein zu steiler oder rutschiger

Aufgang zur Haustür sein.

Entfernt oder fixiert werden sollten

auch Stolperfallen wie Teppiche

oder Läufer. Häufig könnenauch

zu vollgestellteRäume

für ältere Menschen zum Problem

werden. Es empfiehlt sich,

nurwirklich standfesteund ausreichend

gesicherteMöbel in der

Wohnung zu lassen. Mit zunehmendem

Alter werden auch

Treppen zu einem größerenProblem.

Wenn genug Platz im

Treppenhausvorhanden ist, sollte

der Einbau eines Treppenlifts

forciert werden. Wereinen großen

Umbau nicht scheut oder

gerade an der Planung fürs Eigenheim

sitzt, kann sich GedankenüberbreitereTüren

machen,

die es später einmal leichter machen,

sie mit einem Rollstuhl

oder Rollatorzupassieren. Aber

auch schon kleine Dingehelfen,

wie Haltegriffe besonders im

Bad oder Sitzgelegenheiten, die

überall bereitstehen.

Abbau vonBarrieren

Ein wichtiger Punkt beimaltersgerechten

Wohnen ist das Badezimmer.

Denn nicht nur macht

der Einstieg in Badewanne oder

Dusche vielfach Probleme, es besteht

auch Rutschgefahr auf den

nassen Fliesen. Bodentiefe Duschen

und Badewannen mit einer

seitlichen Türund einem höhenverstellbaren

Sitz machen

das Leben leichter. Auch in der

Dusche kann ein Sitz sinnvoll

sein, denn manche Menschen

bekommen bei der nassen Wärme

im Badezimmer Kreislaufprobleme.

Anti-Rutschmattenin

Dusche,Badewanne und auf dem

Bodenschützen vorStürzen.Ein

Sicherheits-Check des eigenen

DenLebensabend in der vertrauten Umgebung verbringen –

das wünschen sich die meistenSenioren. Ein gut geplanter

Umbau sorgtfür eine altersgerechteWohnung.

Foto:DGLimages/Shutterstock.com

Zuhauses gemeinsam mit vertrauten

Personen ist ein erster

Schritt. Denn vier Augensehen

mehr alszwei. Angehörigeoder

Freunde können dabei Verbesserungsmöglichkeiten

für mehr

Komfort und Sicherheit entdecken,

die den Bewohnern gar

nicht unbedingtaufgefallen wären.

djd/as

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BARRIEREFREI 7

Info

85%

allerSeniorenhaushalte

hattenimJahr2018 keinen

stufenlosenZugang zur

Wohnung.

Quelle: StatistischesBundesamt

GrößereUmbaumaßnahmen

könnenganzschön ins Geld gehen.Darum

sollte man sichvorherüberFördermöglichkeiten

informieren. WichtigerAnsprechpartner

istdabei die Kreditanstaltfür

Wiederaufbau

(KfW),die verschiedeneMöglichkeiten

anbietet. Diese fördert

vieleMaßnahmenzum altersgerechten

Wohnen wie zum

Beispiel Barrierereduzierung auf

WegenzuGebäuden, Garagen

oderEntsorgungsplätzen, die

Überdachung vonStellplätzen

für Autos, Rollatoren oderRollstühle,

den EinbaueinesTreppenlifts,die

Installation von

Rampen,den Umbau desBades

sowie altersgerechte Assistenzsysteme

oderdie Verbesserung

vonBeleuchtungoderGegensprechanlagen.

DasProgramm KfW455-BbeinhalteteinenInvestitionszuschussfür

den Abbau vonBarrieren.

Hinterdem Programm

KfW159 verbirgt sichein Kredit

für den altersgerechten Umbau.

Ein wesentlicher Unterschied:

Im Gegensatz zumKreditmuss

der Investitionszuschussnicht

zurückgezahlt werden.

Unterder Überschrift„Altersgerecht

Umbauen“ fördert die

KfWmit demProgramm KfW

455-E auchMaßnahmenzum

Schutz vorEinbrechern. Denn

ältere und alleinlebende Menschen

werden hierbesonders

häufig Opfer.

Investoren oderWohnungseigentümergemeinschaftenkönnenauch

Fördermittelder Landeskreditbank

Baden-Württemberg

beantragen.Und natürlich

kann man auch bei seinerHausbank

fragen, ob diese eineFördermöglichkeitanbietet.

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8

SCHUTZ VOR EINBRUCH

Ältere Türenzum Balkon oder zur

Terrassemachen Einbrechern ihr

Handwerk leider oft allzu leicht.

Foto:Christin Klose/dpa

Schwachstelle

Fenstertür

Einbruch WährendHaustüren meistgut vorEinbruchsversuchen

gesichert sind, sind Balkontüren oftSchwachstellen am Haus.


Wie oft ist die Terrassentür

einfach

auf, ohne

dass man im

Raum ist? Und

wie sieht es mit den Fenstern

mit direktem Zugang zum Balkon

aus? Denn das sind gute

Möglichkeiten für Einbrecher,

ins Haus zu gelangen. Zumal:

Die Täter versuchen es auch

gerne dort, wenn die Fenster

und Türen verschlossen sind.

„Während Haustüren meist gut

gesichert sind, bilden Fenster

und Fenstertüren, also Balkontüren,

oft Schwachstellen am

Haus. Das wissen die Einbrecher

und nutzen es aus“, sagt

Experte Helmut Rieche.

DieSchwachstelle

älterer Fenstertüren

DieSchwäche vieler,vor allem

älterer Fenster und Fenstertürensinddie

Rollenzapfen, über

die sie verriegelt werden. Sie

lassen sich mit einem Schraubenzieher

leicht aufhebeln. Das

macht es einfach, unbemerkt

einzusteigen –Einbrecher vermeiden

den Lärm durch das

Einschlagen der Scheibe.

Und: „Es bringt schon viel,

die alten Rollenzapfen gegen

Pilzkopfzapfen auszutauschen,

die rundum angeordnet sind

und beim Verschließen in stabile,

mit dem Rahmen ver-

5

alle fünf Minuten durchschnittlich

verschaffensich

in Deutschland Langfinger

unberechtigtenZugang.

Quelle: djd


SCHUTZ VOR EINBRUCH

9

Einbrecher kommen

in Einfamilienhäuser ...

QUELLE: BUNDESVERBAND SICHERHEITSTECHNIK

49,8% 27,4% 18,3% 4,5%

... durch Balkon-

&Terrassentüren

... durch Fenster ... durch die

Haustür

schraubte Stahlschließbleche

greifen“, erklärt Helmut Rieche.

Wer ohnehin plane, neue

Balkon- und Terrassentüren

einzubauen, sollte gleichzeitig

den Einbruchschutz erhöhen.

„Für den Privatgebrauch bieten

sich Fenster und Fenstertüren

mindestens der Widerstandsklasse

2, kurz RC2an“, sagt

Frank Lange vom Verband

„Fenster + Fassade“. Fenster

und Fenstertüren können Einbruchsversuche

nur überstehen,

wenn sie auch sicher und

fachgerecht im Mauerwerk

montiert sind. „Fenster mit Sicherheitsbeschlägen

und mit

einer möglichst großen Zahl an

Pilzkopfverriegelungen, die besonders

stabil im Fensterrahmen

befestigt werden, Sicherheitsverglasungen

und einen

drehgehemmten Griff mit

Aufbohrschutz besitzen, gelten

alssicher“, sagt Lange. Docher

schränkt ein: „Letztendlich

hängt ihre Sicherheit immer

auch von der Zugriffszeit und

dem verwendeten Werkzeug

der Einbrecher ab. Ab RC 2

leisten die Fenster wirksamen

Widerstand gegen Schraubendreher,

Zange und Keile.“

Anwesenheit vortäuschen

Da Kriminelle in den meisten

Fällen aber aufgeben, wenn jemand

zuHause ist, kann man

versuchen, sie abzuhalten, indem

man die eigene Anwesenheit

vortäuscht. „Dazu ist die

Unterstützung der Nachbarn

notwendig“, sagt Rieche. Sie

sollten Bescheid wissen, wenn

die Familie eine längere Urlaubsreise

antritt. Dann können

sie den Briefkasten leeren, dafür

sorgen, dass die Rollläden

immer mal hoch- und runter

gefahren werden unddas Licht

an- und ausgeschaltet wird.

Einbrecher beobachten die

Häuser oft über längere Zeit

und finden heraus, ob lediglich

eine Zeitschaltuhr Leben im

Haus suggeriert. „Und sie erkennen

schon an Details, dass

niemand zu Hause ist“, sagt

Rieche. „Solch ein Indiz kann

schon ein länger nicht gemähter

Rasen sein.“

dpa

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10

HEIZEN MIT HOLZ

Hohe Heizleistung und effiziente

Feuertechnik: Heizkamine geben

dem Raum eine wohlig-wohnliche

Atmosphäre. Foto:djd

Gemütliche Wärme

nützt auch dem

Klimaschutz

Technik DasHeizen mit Holz sorgtnicht nur für behagliche

Wärme,sondern leistetaucheinen Beitrag zum Umweltschutz.

Moderne Holzfeuerstättensind

beliebt. Aktuell

sorgeninDeutschland

rund elf Millionen

Kachelöfen, Heizkamineund

Kaminöfen für Wärme, Gemütlichkeit

und Wohlbefinden. Und

einer Studie aus dem Jahr 2020

zufolge planten weitere 540.000

Menschen die Modernisierung

ihrer Heizanlagen mit Holzfeuerung

in den nächsten 24 Monaten.

Die natürliche Wärmequelle

Holz spielt somit eine immer

wichtigereRolle beider Energieversorgung.

Holz sorgtfür Wärme

und Gemütlichkeit

WerHolz zur Wärmeerzeugung

nutzt, leistet einen Beitrag zum

Umweltschutz: Die Wärme entsteht

CO2-neutral, denn bei der

Verbrennung wird nur so viel

CO2 freigesetzt, wie während

des Wachstums des Baums gebunden

wurde. In den heimischenWälderngibt

es genügend

Holz –und durch nachhaltige

Forstwirtschaft wird sich daran

nichts ändern. So giltesauch für

die Bundesregierungals umweltfreundlicher

Energieträger.Deshalb

betrifft die Anfang des JahreseingeführteCO2-Steuer

nicht

Holz oder Pellets. Sparpotenzial

bieten zudem staatliche Förderungen

für Pelletöfen: Qualifizierte

Ofen- und Luftheizungsbauer

informieren darüber, welche

Möglichkeiten es aktuell gibt.

Die kurzen Transportwege sind

ein weiterer Beitrag zum Umweltschutz

und damit ein deutlicher

Pluspunkt für das Heizen

mit Holz.

Moderne Technik

Innovative Techniken der Hersteller

erhöhen die Nachfrage

nach modernen Holzfeuerstätten.

Ofen- und Luftheizungsbauer gestalten

individuelle Kachelöfen,

Heizkamine und Kaminöfen mit

ihrem Know-how und erläutern

die Möglichkeiten für einenenergiesparenden

Einsatz: Eine elektronische

Steuerung sorgt zum

Beispiel für eine emissionsarme

Verbrennung und einen niedrigen

Brennstoffverbrauch, eine

Vernetzung der Holzfeuerung

mit anderen Heizsystemen macht

die Wärmegewinnung im Haus

noch effektiver.

Die hohe Energieeffizienz durch

erneuerbareEnergien wertet Immobilienzudemauf:

FürBauherrenund

Renovierer lohnt es sich

deshalb gerade inder aktuellen

Niedrigzinsphase,eine nachhaltige

und umweltfreundliche Holzfeuerstätte

nach neuesten energetischen

Standards zu integrieren.

pm

Checkliste

Ofenpflege

NacheinemHerbstspaziergang

den Abend voreinem knisternden

Holzfeuer ausklingen lassen: Damit

es überdie nächstenMonate

gemütlich verläuft, empfehlendie

Experten desIndustrieverbands

Haus-,Heiz-und Küchentechnik

einen kleinenOfen-Check:

1Rußund Schmutz aufder Sichtscheibe

mit Zeitungspapier und

Holzasche abreiben.

2DerFeuerraum mit einem sogenanntenAschesauger

oder

Kaminsauger reinigen.

3 DenAschekastenregelmäßig

leeren.

4Auch dasOfenrohr sollte so

frei wie möglich vonVerunreinigungen

sein. Schmutz miteiner

Kaminbürste odereinem Sauger

entfernen.

5Platten und SteineimBrennraum

auf Beschädigungen

kontrollieren.

6Die Dichtung an derTür überprüfen

und gegebenenfalls

austauschen.

Quelle:dpa


BELEUCHTUNG 11

Lichte Momente

Angenehmes Licht fördert

die Konzentration –und die

Augen ermüden nicht so

schnell. Daher ist esbesonders

imHomeoffice wichtig,

auf gute Lichtverhältnissezuachten.

Doch was

bedeutet das genau? Die

wichtigsten Fragen und

Antworten:

Wo sollte also der

Schreibtisch stehen?

Helles Tageslicht aktiviert

Körper und Geist. Wenn

möglich, steht der Schreibtisch

rechtwinklig zum

Fenster, da das seitlich

hineinströmende Licht

weniger blendet,

als frontales

Tageslicht.

FOTO: VALENTINA BARRETO /WESTEND61 /DPA

Wie hell soll das Licht

am Arbeitsplatz sein?

Mit Tageslicht könne man

laut Arbeitsmedizin-Experte

Andreas Wojtysiak 1000

bis 2000 Lux erreichen.

Zum Vergleich: Im Büro

sind mindestens 500 Lux

auf der Schreibtischfläche

vorgeschrieben.

Internet ist

Sollte man Tageslicht mit

Kunstlicht kombinieren?

Oft reicht Tageslicht nicht

aus, um den Arbeitsplatz zu

beleuchten. Eine gute Ergänzung

sind tageslichtweiße

Lampen -sie sind am hellsten

und damit am besten

geeignet.

Schnelles Internet

für Dein Zuhause.

Wie beleuchtet man seinen

Schreibtisch am besten?

„Ein Schreibtisch wird am

besten von oben hell und

vollflächig beleuchtet, entweder

mit einer Deckenoder

einer Stehleuchte“, rät

Andreas Wojtysiak. Wichtig:

die Leuchte außerhalb des

Sichtbereiches befestigten.

www.evf.de

dpa


12

SOLARENERGIE

SonnigeAussichten: Mit einer Photovoltaikanlagelassensich dauerhaft die Stromkostensenken.

WichtigeFaktorenfür den Ertrag sind die Dachgrößeund -ausrichtung.

Foto:djd

Strom vonoben

Info

Sonnenenergie FürPhotovoltaik istfastüberall Platz. Allerdings

solltedie Installation einer Solaranlagegut geplant werden.

Zahlreiche Hausdächer

sind für die Installation

geeignet,wichtige Faktorenstellen

dabei die Größe

derDachfläche, ihreAusrichtungund

Neigung dar.

Derartige Fragen lassensich

am besten in einer Beratung

vorOrt klären. Mit einem interaktiven

Solarrechnerist

es möglich, vorabbereits

den voraussichtlichen

Stromertrag zu kalkulieren.

Icons: Artco/Shutterstock.com

MALER

Ein Spaziergang durch das

eigene Wohngebiet zeigt

es: Der Anteil der Häusermit

einem Solarkraftwerk

auf dem Dach, ob neu gebaut

oder frisch modernisiert,

nimmt kontinuierlich zu. Zwei

von drei Hausbesitzern wollen

mit Photovoltaik (PV) ihre

Stromkosten senken, mehr als

die Hälfte (56 Prozent) sieht die

Investition in erneuerbareEnergien

zudem als persönlichen Beitrag

für denKlima- und Umweltschutz.

Zu diesen Ergebnissen

kommt eine Civey-Umfrageunter

mehreren Tausend Hausbesitzern.VieleEigentümerstellen

sich die Frage, ob das eigene Zuhause

ebenfalls für die solare

Energiegewinnung geeignet ist

und welcheFaktoren bei der Planung

zu beachten sind.

AufAusrichtung und

Verschattungachten

Klar ist: Je größer die verfügbare

Dachfläche, desto mehr Strom

lässt sich theoretisch produzieren.

Bei der Kalkulation des

möglichen Stromertrags spielt

die Dachausrichtung ebenfalls

eine entscheidende Rolle. „Sehr

günstig ist eine südliche Ausrichtung

mit viel Sonne, aber

auch Dächer mit einer Ausrichtung

nach Osten oder Westen

lassen sichsinnvoll undeffizientfür

eine Solaranlage

nutzen“, erklärt

Expertin Sinah Sartor.

„Wichtig aber

ist, dass die Dachfläche

möglichst

frei von Verschattungen

ist.“

Auch die Dachneigung

ist ein wichtiger

Faktor: Sie sollte für einen

optimalen Stromertragbei 30 bis

35 Prozent liegen. Besonders

schnell rechnet sich die Anlage,

wenn möglichst viel des eigenen

Sonnenstroms im Haus verbraucht

wird. Der Schlüssel zu

mehr Eigenverbrauch ist ein passender

Batteriespeicher. Damit

kann der nicht direkt genutzte

Sonnenstromeinfach nachts genutzt

werden. Gutzuwissen: Für

Batteriespeicher gibt es in einigen

Regionen Förderprogramme.

Wer eine neue Photovoltaik-Anlageplant,

sollteauch an

den zukünftig wachsenden

Strombedarf durch ein E-Auto

denken. Hausbesitzer mit

PV-Anlage fahren schon heute

überdurchschnittlich oft elektrisch,

wie die Umfrage weiter

ergeben hat: Beiihnen beträgt

die Quote der

E-Mobilisten 6,7

Prozent –doppelt

so viel wie in der

Vergleichsgruppe.

Somit ist es ratsam,

neue Anlagen

nicht zu klein

zu dimensionieren

und auch bereitsanalle

Anschlüsse bis hin zur

WallboxinGarageoder Carport

zu denken. Ein attraktiver Bonus:Aus

der kürzlich nochmals

verlängerten KfW-Wallbox-Förderung

kann die Installation einer

privaten Ladestation fürs

E-Auto weiterhin mit 900 Euro

bezuschusst werden.

Wenn Mieter Stromaus Sonnenenergie

nutzen wollen, sind

sie nicht unbedingt auf die Innovationsbereitschaftihres

Vermieters

angewiesen. Denn

grundsätzlich reichen als Voraussetzungen

für den Betrieb

einer eigenen kleinen Solaranlage

etwas freier Platz auf dem

Balkon oder der Terrasse sowie

eine Steckdose.

pm


WINTERGARTEN 13

EleganterÜbergang

von Alt zu Neu

Wintergarten Mit einemindividuell geplantenWintergarten lassensich Gebäudeteileverbinden.

Ein schmuckes Backsteinhaus,

gemütlich und gepflegt:

Familie Mensen

fühlt sich wohl inihrem

über 250Jahrealten Zuhause. Der

kleine, aber entscheidende Haken:

DerAltbauwurde demPlatzbedarf

der beiden Eheleute und

ihrer vier heranwachsenden Kinder

schon lange nicht mehr gerecht.

Ein Neubau musste her,

nach heutigen Standards gebaut

und mit zwei Volletagen. Doch

wie lässtsich die Brückeschlagen

vomAlt-zum Neubau? Die Hausbesitzer

entschieden sich für eine

eleganteLösung in Form eines individuell

geplanten Wintergartens.

Glas-Faltwand verbindet

Innen- und Außenbereich

Im Neubau wohnen nun die zwei

Mädchen und die beiden Jungs,

während derAltbau für die Eltern

reserviert ist. „So haben die Kinder

ihre Ruhe –und wir Eltern

ebenfalls“, sagt HeikeMensen lachend.

Dabei setzt sich der Neubaumit

seiner weißenGestaltung

im Erdgeschoss und der oberen

hellen Holzverschalung deutlich

vom eher dunklen Backsteinbau

ab.Wichtig warden Eigentümern

von Anfang an, dass beide Häuser

nicht voneinander abgeschottet

stehen, sondern ein verbindendes

Element haben. Dieser

Aufgabe wird der neue Wintergarten

gerecht. Ausdem Inneren

genießtdie Familie einen weiten

Blick ins Grüne. Dank der dreiteiligen

Glas-Faltwand ist die Front

zur Terrasse nach draußen

schnellgeöffnet. Die Glaselemente

sind miteinander verbunden

und können bei schönem Wetter

komplett zur Seite gefaltet werden,

wo sie als Paket nur wenig

Platz benötigen.

Bald drei Generationen

unter einem Dach

Entsprechend vielseitig lässt sich

derWintergarten nutzen: Mal ist

er Spielplatz für die Kleinen, mal

Partyzone für die Großen oder

FOTOS: DJD

Dergläserne Anbau istdankder Glas-Faltwände auch ein Übergang zwischen drinnenund draußen.

Leseecke für zwischendurch. So

mancher Abend findet vor dem

robusten Kaminofenseinen Ausklang,

die Dämmung des gut 40

QuadratmetergroßenWintergartens

hält die behagliche Wärme

im Raum. Undwenn die Hausbesitzerauf

der Terrasse stehen und

auf das Ensemble blicken, ist die

Begeisterung noch heute zu spüren:

„Der Kontrast ist da und

trotzdem ist esein gelungenes

harmonisches Zusammenspiel“,

sagt Heike Mensen. So ganz abgeschlossenist

die Geschichte damit

nicht, denn die nächsten Pläne

stehen schon an: „Wir überlegen,

nun auch für die Großeltern

anzubauen“, verrät Christian

Mensen.Dann leben hier drei Generationen

unter einemDach. pm

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14

BAUPLATZ

Sechs Schritte bis

zum Spatenstich

Bauplatz Vonder grünen Wiese zum Baugrundstück: Werbauen möchte, braucht erst

einmal die passende Location. Aufwelche Kriterien man bei der Suche achten sollte.

1

Die Lage: Der ersteSchrittist

klar.Denn erst mal sollteman

sich Gedankendarüber machen,

wo manüberhaupt bauen möchte.Auf

demLand?IneinerKleinstadt?

Oderdoch am Rande einer

Großstadt? Diese Überlegungen

hängen natürlich von Faktoren

wie Familie, Beruf, Hobbys und

Infrastruktur ab. Hilfreich kann

es sein, sich eine Pro-und-Contra-Liste

anzulegen. Auf die

Pro-Seite kommen all die Punkte,auf

die man am neuenWohnort

nicht verzichten möchte, wie

zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten,

die mit dem Fahrrad erreichbarsind,ein

kurzerWeg zur

Arbeit oder die Nähe zur Natur.

Auf die Contra-Seite kommen

Themen, auf die man verzichten

kann oder woman zu Kompromissen

bereit ist.

2

Die Platzwahl: Hat man

grob den Ort gefunden, wo

man später wohnen möchte, beginnt

die Suche nach dem eigentlichen

Grundstück. Doch wo

findet man freie Baugrundstücke?

Dafür gibtesmehrereMöglichkeiten:

Internetportale oder

der Immobilienteil derörtlichen

Zeitung. Man kann sich aber

auch bei der Gemeinde oder

Stadterkundigen oder auch einfach

mal durch die Gegend fahren

und Ausschau halten, ob es

Plakatierungen für den Verkauf

vonGrundstücken gibt. Werbereits

am Ort des späteren Grundstücks

wohnt, kann natürlich

auch bei Freunden und Kollegen

fragen, ob sie wissen, dass ein

Grundstück zum Verkauf steht.

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3

Größe und Preis: Ein

Grundstück so groß wie

zwei Fußballfelder –aha, ok.

Und wie groß ist das nun? Wer

noch nie mit Grundstücken zu

tun hatte, hat oft Schwierigkeiten

mit den Größenverhältnissen.

Ein Tipp: einfach mal bei

Freunden mit Haus nachfragen,

wie groß das Grundstück ist.

Dann kommt man ein besseres

Gefühl. Und der Preis? Ist der

nun zu hoch oder angemessen?

Zum Vergleich kann man das

Wunschgrundstück mit anderen

Angeboten der Region vergleichen.

Hilfreich ist auch der

Bodenrichtwert. Dieser gibtan,

wie viel ein Quadratmeter unbebauten

Bodens kostet. Infos

zum aktuellen Bodenrichtwert

bekommt man bei der Stadt

oder Gemeinde.

4

Die Erschließung: Damit

ein Grundstück bebaut

werden kann, musseserschlossen

sein. Das bedeutet, dass

Anschlüsse an Ver- und Entsorgungsnetze

wie Elektrizität,

Gas, die öffentliche Wasserversorgung

und Kanalisation

(technische Erschließung) sowie

der Anschluss andas Wegenetz

(verkehrsmäßige Erschließung)

eingerichtet werden.

Ein nicht erschlossenes

Grundstück ist natürlich erst

mal günstiger.Aber es kommen

eben noch Erschließungskosten

dazu.

245€

kostet ein Quadratmeter

baureifes Land

durchschnittlich in Baden-

Württemberg. Bauland war

in Deutschland noch nie so

teuerwie im Jahr 2020.So

kosteteein Quadratmeter

baureifes Land durchschnittlich

199 Euro.ImJahr

2010 hatte der Quadratmeterpreis

noch bei 130 Euro

gelegen. Je nach Bundesland

und Gemeindegrößezeigt

sich dabei ein erhebliches

Preisgefälle.

Quelle: Statistische Bundesamt


BAUPLATZ

15

5

Der Untergrund: Wiese

ist gleich Wiese? Oh, nein!

Da gibt es ganz schöne Unterschiede.Auch

darüber sollte man

sich vor dem Kauf informieren.

Ist der Untergrundzum Beispiel

sehr felsig, kann zum einen die

Erschließung alsauch der Bau eines

Kellers sehr teuer werden.

Am Thema Wasser kommt

man ebenfalls nicht vorbei.

Grundstücke inGewässernähe

habenoft einen höherenGrundwasserspiegel.

Das kann dazu

führen, dass kein Keller gebaute

werden kann.

6

Der Bebauungsplan und

das Baulastenverzeichnis:

Nunhat man also ein Grundstück

in perfekter Lagegefunden –Ende

der Geschichte?Noch nicht ganz.

Damit man keine bösen Überraschungenerlebt,

sollteman noch

einen Blick in den Bebauungsplan

und das Baulastenverzeichnis

werfen. Der Bebauungsplan kann

bei der Gemeinde, inderen Gemarkung

sich das Grundstück befindet,

eingesehen werden. Darin

kann dieGemeindezum Beispiel

festschreiben, wie viele Geschosse

ein Haus haben darf, welche

Farbe die Ziegel haben dürfen, wie

die Dachform auszusehen hat

oder in welcher Bauweise (zum

Beispiel Fertigbau, Holzständerbauweise

oder Ziegelbau) ein

Haus errichtetwerdendarf. Beim

Baulastenverzeichnis, das eszusätzlich

zum Grundbuch gibt,

handelt essich um ein Verzeichnis,indem

dieöffentlich-rechtlichen

Verpflichtungen eines

Grundstückseigentümers gegenüber

der Baubehörde festgeschrieben

sind und die besagen,

wasder Eigentümer mit Blick auf

das Grundstück zu tun,zulassen

oder zu dulden hat. Das kann zum

Beispiel ein Wegerecht eines

Nachbarn sein, der über das

Grundstückgehen darf, um zu seinem

eigenen Grundstück zugelangen.

Anne Schur

Wiese istgleich Wiese?Nein, auch bei

Baugrundstücken gibt es Unterschiede.

Foto:RTimages/shutterstock.com

Immobilienkauf:

wie Kreditnehmer steigenden Bauzinsenvorbeugen

DerBebauungsplan gibt Auskunft darüber,

wasübehaupt machbar ist.

Foto:ronstik/shutterstock.com

Baukredite sindnach wie

vorgünstig. Teilweiseliegen

dieZinsen für zehnjährigeDarlehen

unter einem Prozent.Die

Gründe sehenFachleutezum

einen in der Unsicherheitdarüber,wie

die Wirtschaftweltweit

die Folgen derCorona-

Pandemie verkraftetund zum

anderen in der expansiven

Geldpolitik der Europäischen

Zentralbank (EZB), deren Ende

nicht in Sichtist.Beides drückt

dieBauzinsen.

Andererseitswächst die Furcht

vorInflation. In der Folgewäre

einZinsanstieg möglich. Es

stellt sich die Frage, wie Verbrauchermit

dieserUnsicherheit

umgehen. Finanzierungsexpertenerwarten,

dass dieHypothekenzinsen

irgendwann anziehen.Nur

wann und in welchem

Umfang, da legt sichniemand

genau fest.„Dasist wie

der Blick in die Glaskugel“, sagt

HelenaKlingervom Institut

für Finanzdienstleistungen.

JensTolckmitt, Hauptgeschäftsführer

desVerbands

derdeutschenPfandbriefbanken,

gibtzumindest eine

Schätzung ab: „Esist zu erwarten,

dassdie Bauzinsen kurzbismittelfristig

aufniedrigem

Niveau bleibenwerden.“Mittelfristig

bedeutet in etwa im

nächstenhalben Jahr.Selbst

danachseienkeine deutlichen

Zinssprüngeabzusehen.

Angehenden Immobilienbesitzern

rätder Finanzierungsberaterder

Verbraucherzentrale,

Thomas Hentschel,das niedrige

Zinsniveauzunutzen. Und

zwar langfristig: „Wer heutefinanziert,

sollte sichauf eine

längereZinsbindung einlassen.“

Statt der gängigen zehn Jahre

seieine Festschreibungüber

15 oder 20 Jahresinnvoll.

Parallel empfiehlt Hentschel

eine möglichsthoheTilgung

einzuplanen. Dassenkt dieBelastung

am Endeder Festschreibung.

Denn wirddie Darlehenssumme

nurzueinem

kleinenTeil getilgt, bleibtam

ende einehohe Restschuld.

Falls derZinsfür die notwendige

Anschlussfinanzierung über

dem bisherigen Satz liegt,wird

es teuer.

dpa

Foto:DifferR/shutterstock.com

Info

Nicht in jedem Bundesland

gibt es ein Baulastenverzeichnis.Während

es dieses

in Baden-Württemberg gibt,

verfügtBayern nicht darüber.

Dort findetman die

dasGrundstückbetreffendenVerpflichtungenim

Grundbuch.


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