22.10.2021 Aufrufe

APOaktuell AUSGABE 31 – #04 2021

Die aktuelle Ausgabe Herbst 2021. Diesmal mit folgenden redaktionellen Themen: Gut geschützt - Covid 19-Antikörper, Spermidin - Anti-aging-power, Erkältet - Efeu oder Ambroxol?, Vitamin D - Ein Alleskönner und vielem mehr...

Die aktuelle Ausgabe Herbst 2021. Diesmal mit folgenden redaktionellen Themen: Gut geschützt - Covid 19-Antikörper, Spermidin - Anti-aging-power, Erkältet - Efeu oder Ambroxol?, Vitamin D - Ein Alleskönner und vielem mehr...

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MAGAZIN Nr. 31

Das Magazin aus IHRER APOTHEKE

SPERMIDIN

Anti-Aging-Power

AUSGABE #04/2021

ERKÄLTET

Efeu oder Ambroxol?

VITAMIN D

Ein Alleskönner

Teil 4:

Gut geschützt

COVID 19-Antikörper das Maß für die Maßnahmen.

APORUBRIKEN COVID-19 VITAMINE & VITALITÄT ERKÄLTUNG MIGRÄNE HAUSMITTEL TIERECKE


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Nahrungsergänzungsmittel. Ein Nahrungsergänzungsmittel darf nicht als Ersatz

für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und einen gesunden

Lebensstil verwendet werden. OTC-AT-00251


1

HERBSTLEUCHTEN

IN DIE ADVENTZEIT

Liebe Leserinnen,

liebe Leser!

Ja, es ist wieder soweit. Noch umschmeicheln

uns altweibersommerliche Sonnenstrahlen,

die in der Nacht bereits

der machthungrigen Kälte weichen müssen.

Bald einmal jedoch werden wir ins trübe zähe

Nass des Spätherbstes eintauchen und erst

das vorweihnachtliche Funkeln wird neuen

Glanz in unseren Alltag bringen. Weihnachtssterne,

Punsch und Lebkuchen, Tannenduft

und Kerzenschein erfreuen unsere Herzen

alle Jahre wieder. Die Hoffnung auf Weihnachten

wie früher besteht...

Zurzeit kämpfen wir uns gegen eine neue

Welle an Corona-Infektionen, die 4. mittlerweile.

Noch immer ist das Ausmaß an Immunität

innerhalb der Bevölkerung nicht hoch

genug, um diese Pandemie ins Jenseits zu

schicken. Neben den daraus resultierenden

gesundheitlichen Negativ-Auswirkungen auf

alle ÖsterreicherInnen scheint auch die gesellschaftliche

Kluft zwischen Geimpften und

Impfgegnern immer größer zu werden. Es ist

die heikle Aufgabe der Regierenden auf diese

Probleme die richtige Antwort zu finden.

Wir, die FachexpertInnen von apoaktuell,

versorgen Sie mit aktuellen Informationen, die

Ihnen einen fundierten Zugang zu wichtigen

Gesundheitsthemen liefern. Wir berichten in

dieser Ausgabe natürlich über neueste

Erkenntnisse zu Corona-bezogenen Themen

wie „Gut geschützt die Antikörper“ und

„SARS-CoV-2 und unsere Tiere“. Um unser

Immunsystem drehen sich die Artikel über

Vitamin D und Erkältungen. Ergänzend

erhalten Sie wissenswerte Informationen zur

neuen Anti-Aging-Wunderwaffe Spermidin,

zur Allergie gegen Hausstaubmilbenkot und

über das Volksleiden Migräne. Wie immer

abgerundet durch die Rubriken „Pflanze der

Saison“ und „Apotipp“.

Eine schöne und herzerwärmende

Vorweihnachtszeit

wie damals wünscht

Ihnen Ihr Team von

apoaktuell!

Und... bleiben Sie gesund!

EINLEITUNG


2

04

20

10

30

INHALT

#04 2021

COVID-19

04 Gut geschützt Teil 4

Antikörper Die wichtigste Waffe

im Kampf gegen die Pandemie.

ERKÄLTUNG

10 Efeu oder Ambroxol?

Eine Auswahl, die Linderung schafft.

Schulmedizin, pflanzliches Mittel

oder Hausmittel.

VITAMINE

20 Vitamin D ein viel

unterschätztes Allroundtalent.

APOTHEKER TIPP

28 Herbstzeit Kürbiszeit

Die positive Wirkung der Kürbiskerne

auf unsere Gesundheit.

VITALITÄT

30 Spermidin

Wunderwaffe gegen das Altern?

APOAKTUELL


36

3

45

28

41

09

KOPFSCHMERZEN TEIL 3

36 Migräne Gewitter im Kopf

Ursachen und Behandlung.

HAUSSTAUBMILBE

STANDARDS

09 Pflanze der Saison

Die Fichte ein Baum

mit Heilwirkung.

48 Impressum

41 Kleine Monster in unserem Haus

Tipps bei Hausstaubmilben-Allergie.

HUND, KATZ' & CO

45 Sars-CoV-2 und unsere Tiere

Können sich unsere Haustiere

anstecken?

INHALT


4


5

SCHUTZ

GEGEN

COVID-19

TEIL 4

Anti

KÖRPER

Die WICHTIGSTE WAFFE im

Kampf GEGEN DIE PANDEMIE.

FACHKOMMENTAR:

MAG. PHARM. ADELHEID TAZREITER

COVID-19


6

Die zukünftige globale

Weiterentwicklung der

COVID-19 Erkrankung

hängt direkt vom

Immunitätsstatus der

Weltbevölkerung ab.

In den letzten 1 ½ Jahren war das Erfassen

der akuten Erkrankung durch SARS-CoV-2

das bestimmende Element für die Inzidenz

und die Zahl der Hospitalisierten und

Intensivpatienten und damit für die von der

Regierung verordneten Einschränkungen.

Zunächst wurden AG (Antigen)-Schnelltests

in großer Zahl durchgeführt, die innerhalb

von 15 Minuten das Ergebnis präsentieren

auf Kosten einer sehr hohen Genauigkeit. Es

konnten zwar in geringem Umfang auch

falsch positive oder falsch negative Befunde

entstehen. Bei einem positiven AG-Schnelltest

musste deswegen über die Telefonhotline

1450 das Ergebnis durch einen aufwendigeren,

aber in der Aussagekraft sichereren, PCR-Test

überprüft werden. Das ist bis heute so und

wird auch so bleiben, um akut Erkrankte in

Quarantäne schicken zu können und eine

mögliche Weiterverbreitung des Virus rasch zu

unterbinden.

Um die Pandemie wirklich auf Dauer einzudämmen,

ist jedoch die Höhe der Immunantwort

auf das Virus innerhalb der gesamten

Bevölkerung das Maß aller Dinge. Denn nur,

wenn 70 - 80% der Bevölkerung gegen einen

Angriff von SARS-CoV-2 entsprechend geschützt

sind, kann dieser Pandemie, die weltweit

bereits etwa 5 Millionen (!) Tote gefordert

hat, Einhalt geboten werden. Alleine in Österreich

sind bis jetzt knapp 11.000 Menschen

der Krankheit erlegen. 725.000 Menschen sind

genesen, doch viele davon leiden noch immer

unter Long-COVID Symptomen. Solange das

Virus sich dermaßen weiterverbreiten kann,

wird es zudem auch immer neue Varianten

(„Mutationen“) bilden, die uns dann wieder vor

neue Probleme stellen.

Die Immunantwort unseres

Körpers auf einen Erreger ist ein

HOCHKOMPLEXER VORGANG, an

dem verschiedene Organe, Zelltypen

und chemische Stoffe beteiligt sind.

Hier eine stark vereinfachte Übersicht:

Schafft es ein Erreger (Virus, Bakterium,

Pilz, Wurm u.a.) durch die äußeren Barrieren

unseres Körpers, läuft unser Organismus zur

Höchstform auf, um auf verschiedenen Wegen

den Keim unschädlich zu machen und wieder

aus dem Körper zu entfernen. Das jedem Men-

COVID-19


ANTIKÖRPER DIE WICHTIGSTE WAFFE IM KAMPF GEGEN DIE PANDEMIE 7

schen angeborene „unspezifische Abwehrsystem“

ist unsere „Feuerwehr“ es reagiert sofort

und arbeitet schnell. Es besteht aus speziellen

weißen Blutkörperchen, den Fresszellen

(= Makrophagen), die Bakterien, Viren oder

andere „gefährliche“ Eiweiß-Körper in sich

aufnehmen um sie zu eliminieren. Die Makrophagen

werden durch Botenstoffe angelockt,

welche auch an der Zerstörung der angreifenden

Mikroorganismen beteiligt sind. Das „spezifische

Abwehrsystem“ hingegen tritt etwas

verzögert in Aktion, wenn es bestimmte Proteine

am Erreger (= Antigene) entdeckt. Dann

werden B-Lymphozyten aktiviert und über

Zwischenschritte Antikörper gebildet, auch als

Immunglobuline (Typ A,D,E,G,M) bezeichnet.

Treffen diese auf das Antigen, entsteht ein

Antikörper-Antigen-Komplex, der abgebaut

wird. Parallel dazu werden durch die infizierten

Körperzellen T-Lymphozyten mobilisiert,

die entweder als Killerzellen gegen die Erreger

vorgehen oder, wie auch ihre „Kollegen“ die

B-Lymphozyten, Gedächtniszellen bilden, um

sich dieses Antigen (diesen Keim) zu „merken“.

GEDÄCHTNISZELLEN BLEIBEN IN

HAB-ACHT-STELLUNG und reagieren

auch Jahre später beim Kontakt

mit diesem Antigen sofort und der

Erreger wird rasch eliminiert, ohne

dass eine Krankheit ausbricht man

hat Immunität erworben (= man ist

immun dagegen).

Für eine schnelle Abwehr bei Kontakt mit

dem Erreger (wie das SARS-CoV-2 Virus) muss

unser Immunsystem also über ausreichend

Antikörper („neutralisierende Antikörper“) verfügen,

die das Andocken des Virus an der Zelle

unterbinden. Andererseits über einen starken

Abwehrmechanismus durch T-Lymphozyten

und deren Gedächtniszellen, der für die Zerstörung

des Erregers und die Bildung neuer

Antikörper zuständig ist.

Gut messbar sind die Antikörper im Blut.

Diese entstehen mit einiger Verzögerung nach

einer COVID-19 Erkrankung mit Symptomatik,

aber auch wenn der Betroffene eine unbemerkte

Infektion durchgemacht hat und

natürlich nach der Impfung.

Beim Nachweis der Antikörper gegen

COVID-19 dreht sich alles um drei Buchstaben:

BAU (binding antibody units)/ml Blut. Sie sind

jene Einheit, die über das Maß an neutralisierenden

Antikörpern im Blut eine Aussage

Antikörper werden auch als Immunglobuline

bezeichnet (3D Rendering).

COVID-19


8

Aktuell sind Antikörper-Tests in den

Laboren sehr aufwändig und teuer.

treffen und damit für viele die Entscheidungsgrundlage

für eine Drittimpfung oder

die Verlängerung des Genesenen-Status oder

auch eine Grundimmunisierung darstellen.

Die Deutung des Wertes ist noch eine etwas

unsichere Sache.

Ab einem WERT VON 100 BAU/ML

ist die Situation klar: ein Schutz besteht

so die Aussage der Weltgesundheitsorganisation

(WHO) zur Zeit.

Im niedrigen Bereich unter 60 BAU/ml Blut ist

die Interpretation schwieriger. Derzeit scheint

der Schwellenwert für einen sicheren Schutz

zwischen 50 und 60 BAU zu liegen muss aber

immer mit dem Referenzwert des jeweiligen

Labors verglichen werden! Denn es gibt verschiedene

Tests- und Auswertungssysteme, die

dann von Labor zu Labor zu unterschiedlichen

Referenzwerten führen. Ein Vergleich mit den

Werten der Familie oder der Arbeitskollegen

ist daher nicht sinnvoll, wenn diese nicht im

gleichen Labor ausgewertet wurden. Auf dem

Blutbefund befinden sich manchmal auch andere

Messergebnisse unter der Rubrik „SARS-

CoV-2-Antikörper“. Zum Beispiel Werte mit der

Einheit AU/ml, welche sich vom Wert mit der

Einheit BAU/ml sehr unterscheiden. Die WHO

verwendet standardmäßig nur die Ergebnisse

mit der Einheit BAU/ml, sodass diese auch

zum weltweiten Vergleich und als Maßstab für

Empfehlungen herangezogen werden können.

So bedeutend der Antikörper-Test im Blut

für die Beurteilung der epidemiologisch

wichtigen „Herdenimmunität“ ist, so hat er im

Moment (noch) einen großen Nachteil: er ist

sehr aufwendig und teuer. Ein flächendeckender

Einsatz wie beim Antigen-Test ist daher im

Moment nicht möglich. Jedoch wird international

bereits fieberhaft an Testsystemen

gearbeitet, die die Beurteilung des Antikörper-

Ausmaßes für jeden Betroffenen rasch und zu

einem vernünftigen Preis erlauben.

Stand Oktober 2021

COVID-19


DIE WELT EINER

9

Pflanze der Saison

A P O T H E K E

Die Fichte ein Baum mit Heilwirkung

Die der Familie der Kieferngewächse zugehörige

Fichte ist ein bis zu 60m hoher Nadelbaum,

dessen Nadeln sich im Unterschied zur Tanne

rund um den Zweig anordnen und dessen

Zapfen herabhängen (bei der Tanne stehen sie

aufrecht). Die Fichte ist ein Tausendsassa und

erfreut uns Menschen auf unterschiedliche

Weise. Schon bei den Germanen war sie das

Symbol für Kraft und Hoffnung, heute ist sie

in unseren Breiten ein beliebter Weihnachtsbaum.

Das Fichtenharz („Faulpech“) wurde bereits

vor 300 Jahren arzneilich verwendet und

die Pechsalbe für lange Zeit zur wichtigsten

Wundheilsalbe des Alpenraums. Die im Harz

und in den frischen Triebspitzen vorhandenen

Inhaltsstoffe haben mehrere Heilwirkungen:

FICHTENNADELN, TRIEBSPITZEN

Inhaltsstoffe

ätherisches Öl (alpha + beta-Pinen, Bornylacetat,

Borneol, Limonen, Camphen) Terpenkohlenwasserstoffe,

Flavonoide, Abietinsäure, Lignane

Wirkung & Anwendung

antimikrobiell, in den Bronchien

sekretions- und auswurffördernd,

hyperämisierend (durchblutend)

Bei Erkältungen, äußerlich bei rheumatischen

Schmerzen

• frische Fichtenspitzen:

zum Einnehmen: zerstoßen 5 - 6g täglich

für Vollbad: 200 - 300g

• ätherisches Fichtennadelöl (Aetheroleum

Piceae): zum Inhalieren und Einreiben

• Fichtenwipfelsirup

FICHTENHARZ („FAULPECH“),

FICHTENTERPENTIN

Zusammensetzung

Harzsäure + Terpentinöl (ätherisches Öl)

+ Wasser

Wirkung & Anwendung

stark desinfizierend, „eiterziehend“,

entzündungshemmend (antiphlogistisch),

zusammenziehend (adstringierend)

Zur Wundheilung, bei Gelenks- und Gliederschmerzen

(in Salben, Einreibungen)

Achtung: nicht bei Asthma und Keuchhusten!

Nicht in die Augen bringen!

Weitere Verwendung: zum Räuchern (reinigend),

zur Herstellung von Lacken und Kitten.

DIE WELT EINER APOTHEKE


10


11

Erkältung

EFEU ODER AMBROXOL?

FACHKOMMENTAR:

MAG. PHARM. ADELHEID TAZREITER

ERKÄLTUNG


12

Am Schlimmsten ist der

Morgen. Der Kaffee kann

die Watte im Kopf nicht

vertreiben, die Glassplitter

im Hals verschlucken jedes

Wort und der Schnupfen

behindert das Atmen und

Denken.

v v

Man schleppt sich ins Büro, arbeitet

gegen das Hammerwerfen im Kopf

an, verbreitet mit jedem Huster und

Nieser Viren und Bakterien und braucht für

die Hälfte der Arbeit die doppelte Zeit.

Das uns allen bekannte Winterleiden hat

letztes Jahr ein wenig Auszeit genommen und

sich durch FFP2 und Hygienemaßnahmen

nicht so recht verbreiten können. Die Anzahl

an grippalen Infekten war letzten Winter

deutlich niedriger als die Jahre zuvor. Die

jährlich gefürchtete Welle der Echten Grippe

(Influenza) blieb aus. Wenn man so will, einer

der wenigen Vorteile an SARS-CoV-2. Wie die

typischen Erkältungsviren (Rhino-, andere

Corona-, Adenoviren usw.) heuer von Mensch

zu Mensch hüpfen werden, hängt sicherlich

wieder von den allgemeinen COVID-Maßnahmen

speziell von der Maskenpflicht ab.

Ausgestorben sind Erkältungsviren jedoch

sicher nicht.

Eine auf gut Österreichisch auch gern als

„Verkühlung“ bezeichnete Erkältung beginnt

zumeist mit Halsschmerzen und einer rinnenden

Nase. Später gesellt sich trockener Reizhusten

dazu, der nach einiger Zeit in einen

produktiven verschleimten Husten übergeht.

Die Beschwerden dauern 7 - 10 Tage an, falls

sich nicht noch eine Komplikation ergibt. Eine

Erkältung ist an sich harmlos, kann jedoch

schwerere Erkrankungen wie Bronchitis, Asthma,

Nasennebenhöhlen-, Mittelohr- oder sogar

Lungenentzündung nach sich ziehen. Das ist

der Grund, weshalb man einen grippalen Infekt

nie auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Auch wenn man arbeiten gehen muss,

sollte man die restliche Zeit Ruhe geben und

möglichst ausgiebig schlafen. Leichte gesunde

Kost und viel Trinken (Erkältungstee,

Hustentee, Vitamingetränke) unterstützen

den Körper im Genesungsprozess. Gegen die

unangenehmen Symptome steht eine große

Auswahl an Arzneimitteln und pflanzlichen

Alternativen bzw. Hausmitteln zur Verfügung.

Schulmedizin und pflanzliche Zubereitungen

(Phytotherapie) können einander dabei positiv

verstärken, haben also einen Synergie-Effekt.

ERKÄLTUNG


ERKÄLTUNG EFEU ODER AMBROXOL?

13

HIER EINE AUSWAHL

Schulmedizin, pflanzliches Mittel

oder Hausmittel

HUSTEN

• Acetylcystein: Hustenlöser verflüssigt

festsitzenden Schleim und fördert dessen

Auswurf (als Granulat, Brausetabletten);

auch für Kinder.

• Ambroxol: Hustenlöser verflüssigt

festsitzenden Schleim und fördert den

Abtransport (Saft, Lösung).

• Guaifenesin: Schleimlöser verflüssigt

das Bronchialsekret (in höherer Dosierung

beruhigend und muskelerschlaffend)

Sirup, Saft, Tropfen für Erwachsene und

Kinder ab 14 Jahren, nicht überdosieren!

• Dextrometorphan: Hustenstiller wirkt

zentral auf das Nervensystem, dämpft den

Hustenreiz, stärkste rezeptfreie Alternative

zu Codein.

VORSICHT

nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet;

nicht überdosieren!

• Efeu-Extrakt: pflanzliches Arzneimittel, in

niedriger Dosierung wirksam sowohl als

Hustenlöser als auch bei krampfartigem

und Reiz-Husten, wirkt auswurffördernd

und krampflösend.

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Über Über einzulösen Wirkung und in und teilnehmenden mögliche unerwünschte Apotheken, Wirkungen solange der informieren Vorrat reicht.

Sie Sie Gebrauchsinformationen/ Gebrauchsanweisung, Arzt Arzt oder oder Apotheker.

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Sie Gebrauchsinformationen/ Gebrauchsanweisung, Arzt oder Apotheker.

MAT-AT-2101202 v 1.0 09/2021

MAT-AT-2101202 v 1.0 v 1.0 09/2021


14

ERKÄLTUNG EFEU ODER AMBROXOL?

• Eibisch-Extrakt: pflanzliches Arzneimittel,

Hustenstiller enthält Schleimstoffe, wirkt

schleimhautberuhigend und reizmildernd;

gut für Kinder geeignet; als Saft oder

Lutschtabletten (in Kombination mit

Thymian), als Tee, andere Kombinationen.

• Isländisch Moos: pflanzliches Mittel

zur Stillung des Hustenreizes

(Lutschtabletten, Saft).

• Brusteinreibung: wirkt bei Bronchitis

und Keuchhusten entspannend.

In etwa 250ml

erwärmtes Olivenöl

3 Teelöffel Thymian

geben und 30 Minuten

abgedeckt ziehen

lassen. Anschließend

auf eine für die Haut

Thymian

angenehm warme Temperatur bringen und

auf die Brust auftragen.

• Zwiebelsaft: obwohl er kein Geschmackserlebnis

ist, wird er sehr erfolgreich bei

Kindern angewendet! Zwiebel hat einen

antibakteriellen Effekt und wirkt rasch bei

Atemwegsbeschwerden.

Eine ganze Zwiebel wird klein gehackt.

Etwa 4 - 6 Esslöffel Honig dazugeben und

ca. 100ml Wasser hinzufügen. Vorsichtig

erwärmen und 10 min. leicht köcheln

lassen. Den Ansatz danach etliche Stunden

ziehen lassen und abschließend auspressen.

3 - 5 Mal täglich 1 EL (bei Kindern TL)

einnehmen.

SCHNUPFEN

• Kochsalzlösung (0,9%) / Meerwasser

(mit und ohne wundheilungsförderndem

Dexpanthenol): zur Befeuchtung der Nasenschleimhäute

(Spray od. Spülung).

• Xylometazolin:

Nasenspray zur Schleimhautabschwellung

nicht länger als 1 Woche anwenden (kann

sonst zu Schleimhautschädigung führen!).

Ähnliche Wirkstoffe : Naphazolin,

Tramazolin, Phenylephrin u.a).

Ziebel hat einen antibakteriellen Effekt und sehr

erfolgreich bei Kindern angewendet.

• Salz + Tee-Inhalation:

löst den Schleim und befreit die Atemwege.

Bringen Sie einen halben Liter Wasser in

einem Topf zum Sieden. Dann fügen Sie 2

Teelöffel Salz sowie je 1 Teelöffel Thymian,

Anis und Kamille hinzu. Den Kopf über den

ERKÄLTUNG


STÄRKER

ALS DIE

ERKÄLTUNG

Eucalyptus

Topf halten (Achtung: darf nicht mehr zu

heiß sein!) und ein Geschirrtuch über Kopf

und Topf legen und kräftig einatmen. Die

Inhalation sollte 5 - 10 Minuten dauern.

• Schlüsselblume + Enzianwurzel +

Sauerampfer + Holunderblüten +

Eisenkraut: Kombination pflanzlicher

Extrakte bei Nasennebenhöhlen

Pfefferminze

Entzündungen (Sinusitis) als Saft,

Dragees, Tropfen.

• Ätherische Öle für Inhalationen;

Bäder, Einreibungen, Wickel:

Eucalyptus, Thymian, Fichtennadel,

BEI ERSTEN

ERKÄLTUNGS-

SYMPTOMEN

Kiefernadel, Pfefferminze, Campher,

Teebaum, Myrthe, Speik „befreiende“ und

lösende Wirkung.

Campher

ACHTUNG

Menthol und Campher sind

nicht für Asthmatiker geeignet!

Vorsicht Allergiker, Babys und

Kleinkinder, Schwangere

Teebaum

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

BEI SCHNUPFEN

UND FIEBER

Über Wirkung und mögliche unerwünschte

Wirkungen informieren Gebrauchsinformation,

Arzt oder Apotheker.

LMR-CH-20210916-19


16

ERKÄLTUNG EFEU ODER AMBROXOL?

OHRENSCHMERZEN

• Schulmedizinische Wirkstoffe

sind rezeptpflichtig!

• Ohrenkompresse mit Ätherischem

Lavendelöl: wirkt entzündungshemmend

und beruhigend.

Eine Kugel Watte oder besser Heilwolle mit

1 Tropfen 100%igem biologischem

Lavendelöl beträufeln und aufs Ohr legen.

Mit einem Stirnband oder einer Haube

fixieren.

• homöopathische Ohrentropfen

HALSSCHMERZEN

Lutschtabletten, Halssprays

oder Gurgellösungen mit:

• Flurbiprofen: entzündungshemmend,

schmerzstillend, abschwellend

für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren.

VORSICHT

Asthmatiker (!) und bei gleichzeitiger

Einnahme von blutverdünnenden

Medikamenten, Schwangerschaft

• Benzydamin, Desqualin,

Chlorhexidin u.a.: desinfizierende und

entzündungsberuhigende Wirkung.

• Tyrothricin u.a.: antibakteriell wirksam.

• Gurgeln mit lauwarmen Salbeitee: wirkt

adstringierend, entzündungshemmend.

Lavendelöl wirkt entzündungshemmend

und beruhigend.

• Thymian, Eibisch: als Lutschtablette zur

Unterstützung des Abhustens von zähem

Schleim und Linderung des Hustenreizes.

ERKÄLTUNG


atioSoft ® PLUS Nasenspray

Die 2-in-1 Lösung gegen Schnupfen:

Befreit und pflegt zugleich.

· Mit pflegendem Dexpanthenol

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Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren

Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker. OTC-AT-00141


18

ERKÄLTUNG EFEU ODER AMBROXOL?

• Paracetamol: Schmerz- und Fiebermittel

wirkt schmerzstillend und fiebersenkend.

Die Anwendung der "Essigpatscherl" empfiehlt

sich besonders bei Kindern.

ALLGEMEINMITTEL

Oft in Kombination mit schleimhautabschwellendem

Wirkstoff, Hustenlöser

oder Vitamin C

• Acetylsalicylsäure: entzündungshemmend,

schmerzstillend, fiebersenkend

ab 8 Jahren.

VORSICHT

Nicht für Asthmatiker; Schwangere,

nicht bei Einnahme von Blutverdünnern,

nicht bei Magengeschwüren oder Gastritis

• Ibuprofen: Schmerzmittel bei

verschiedenen Schmerzzuständen wirkt

entzündungshemmend, schmerzstillend,

fiebersenkend (Tabletten, Kapseln, Saft),

Vorsicht: Neben- und Wechselwirkungen

beachten! Auch gut für Kinder geeignet.

Gerne auch in Kombinationen mit anderen

Wirkstoffen (zB: mit Vitamin C) beste

Alternative zu Erkältungsmitteln, die

blutverdünnende Nebenwirkungen haben,

auch für Asthmatiker und Schwangere

geeignet! Besonders gut für Kinder

anwendbar.

ACHTUNG: Nicht überdosieren!

• Essigpatscherl bei Körpertemperatur

über 38,5° Grad: sind das wohl berühmteste

Hausmittel und senken das Fieber auf

sanfte Art, allerdings nicht schmerzstillend.

1 Liter Wasser erwärmen auf eine

Temperatur, die nur 1 - 2° Grad unter der

gemessenen Körpertemperatur liegt (bei

Erwachsenen können es 2 - 3° Grad sein).

Einen Schuss Essig zufügen und verrühren.

Darin ein Baumwolltuch (zum Beispiel ein

Geschirrtuch) tränken, auswringen und um

die Beine von der Kniekehle abwärts bis zu

den Knöcheln wickeln. Ein Wolltuch darüber

schlagen. Nach etwa 8 - 10 Minuten diese

Prozedur wiederholen.

ACHTUNG: Die Temperatur darf

nicht zu schnell gesenkt werden, da das

Herz sonst zu stark belastet wird. Sollte

der Patient zu frieren beginnen, muss die

Behandlung sofort gestoppt werden.

ERKÄLTUNG


MIKRONÄHRSTOFFE

Vorbeugend oder zur

Krankheitsverkürzung

Gesunde Gemüse- und Obstreiche

Ernährung (entsprechend der

Österreichischen Ernährungspyramide)

enthält Vitamine und Mineralstoffe um

in etwa den Tagesbedarf zu decken. Im

Falle einer Erkrankung ist der Bedarf

bestimmter Mikronährstoffe erhöht und

sollte zusätzlich abgedeckt oder schon

vorbeugend eingenommen werden.

• Zink: 15 - 30mg (bis zu 60mg) täglich, um

die Erkrankungsdauer und Intensität zu

verringern.

• Vitamin D: die aktive Form Vitamin D3

stärkt das Immunsystem (unterstützt die

Funktionen der weißen Blutkörperchen),

tägl. etwa 15 - 20 mcg.

Was noch

stärker ist

als der

Regen?

Mein Immunsystem.

• Selen: kann die Antikörper-Bildung

(Immunglobuline G) ankurbeln,

tägl. 30 - 70mcg.

• Vitamin C: wirkt als Radikalfänger,

tägl. 150 - 200mg oder im Einzelfall höher.

• Vitamin A: immunstimulierende Wirkung

(Achtung: schwangere Frauen nur in

kleinen Dosen anwenden schädigend

für den Embryo).

Bereit. Fürs Leben.

Vitamine, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe.

Orthomol Immun ist ein Lebensmittel

für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte

Diät). Zum Diätmanagement bei nutritiv bedingten

Immundefiziten (z.B. bei rezidivierenden Atemwegsinfekten).

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20


21

Vitamin D

Ein viel unterschätztes

Allroundtalent.

FACHKOMMENTAR:

MAG. PHARM. GABRIELE MÜLLER

VITAMINE & VITALITÄT


22

Wir alle kennen Vitamin D

im Zusammenhang mit der

Knochengesundheit.

Doch es kann noch viel, viel mehr. Hier

sind ein paar Beispiele gesundheitsfördernder

Wirkungen, die rund um

das Sonnenvitamin nach neuesten Erkenntnissen

diskutiert werden:

• Knochen und Muskel-Gesundheit:

Minimierung des Risikos von Stürzen,

Knochenbrüchen und Osteoporose

besonders im höheren Alter

• Stärkung des Immunsystems:

Verminderung von Infektionen mit

Bakterien oder Viren (auch Corona) und

Verbesserung allergischer Probleme

• Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall:

Senkung eines erhöhten Blutdrucks,

Reduktion des Arteriosklerose-Risikos,

Verbesserung der Herzmuskelleistung

• Minimierung des Krebsrisikos und

Erhöhung der Lebensqualität in der

Krebstherapie

• Schützende Wirkung für unsere

Nervenzellen (Prävention von z.B.

Morbus Alzheimer und Parkinson)

• Vorbeugung und Therapie von Autoimmunerkrankungen

wie Multiple Sklerose,

Diabetes Typ 1, rheumatoide Arthritis usw.

• Prävention und Verbesserung von

Diabetes Typ 2 Erkrankungen

(Altersdiabetes)

• Aufrechterhaltung einer gesunden Darmflora

sowie der wichtigen Darmbarriere

• Reduktion von Entzündungsprozessen

im Körper: Steigerung der Produktion

entzündungshemmender und antiallergischer

Botenstoffe. Wichtig bei Allergien,

Neurodermitis, Asthma, COPD (chronisch

obstruktive Lungenerkrankung), Morbus

Crohn, Rheuma usw.

• Gesundheit von Mutter und Kind in der

Schwangerschaft und Stillzeit

VITAMINE & VITALITÄT


VITAMIN D EIN VIEL UNTERSCHÄTZTES ALLROUNDTALENT

23

VITAMIN D

EIGENTLICH EIN HORMON

Vitamine sind lebenswichtige Stoffe, die

unser Körper nicht (ausreichend) selbst produzieren

kann. Streng genommen ist Vitamin

D also gar kein richtiges Vitamin, denn unser

Körper kann es mit Hilfe von UV-B Strahlen

der Sonne aus einer Form des Cholesterins

selbst herstellen. Hierbei wird in unserer

Haut beim Sonnenbaden das sogenannte

Provitamin D gebildet. Aus diesem entsteht

dann mit Hilfe unserer Körpertemperatur

das Vitamin D (Cholecalciferol). In der Leber

wird dieses durch ein Magnesium abhängiges

Enzym zum Calcidiol (25-Hydroxy-Vitamin

D) umgewandelt. Diese Substanz stellt den

wichtigsten Parameter bei der Bestimmung

des Vitamin D Wertes im Blut dar. Die Stoffwechsel

aktive Substanz allerdings ist das

Calcitriol (1,25-Dihydroxy-Vitamin D), welches

in den Nieren und vielen Geweben und

Organen unseres Körpers aus dem Calcidiol

wiederum mit Hilfe eines Magnesium abhängigen

Enzyms entsteht. Dieses Calcitriol stellt

die aktive Wirkform dar, der die oben genannten

Stoffwechselfunktionen zugeschrieben

werden. Chemisch ist sie den Steroidhormonen

zuzuordnen. Andere Steroidhormone

sind etwa die Sexualhormone (z.B. Östrogen

oder Testosteron) oder die Corticosteroide

(z.B. Cortison). Viele unserer Zellen (Zellen

der Nerven, des Immunsystems, der Muskeln,

des Magen-Darm-Traktes, der Bauchspeicheldrüse,

der Eierstöcke, der Gebärmutter uvm.)

verfügen über eigene Vitamin D-Rezeptoren.

Auf diese Weise werden u.a. lebenswichtige

Stoffwechselprozesse kontrolliert. Ein Mangelzustand

kann somit katastrophale Folgen

haben.

Man erkennt hierbei auch, dass es kein aktiviertes

Vitamin D ohne ausreichende Magnesiumversorgung

geben kann. Das heißt: steigt

der Vitamin D-Blutspiegel trotz Einnahme

eines Vitamin D Präparates nicht, könnte dies

an einem Magnesiummangel liegen.

VITAMIN D MANGEL

EIN WEIT VERBREITETES PROBLEM

In unseren Breiten herrscht laut aktuellen

Daten eine Unterversorgung mit Vitamin D

von etwa 80 - 90% der gesamten Bevölkerung.

Aber wieso ist das so, wenn unser Körper

die Substanz doch selbst herstellen kann und

uns Medien unterschiedlichster Art immer

und immer wieder suggerieren, dass wir mit

„richtiger und gesunder Ernährung“ keinen

Vitamin-Mangel bekommen können?

Raus in die Natur! Unser Körper kann mit Hilfe

von UV-B Strahlen Vitamin D selbst herstellen.

© ORIGINAL Kinderhotels Europa

VITAMINE & VITALITÄT


24

VITAMIN D EIN VIEL UNTERSCHÄTZTES ALLROUNDTALENT

• Geographische Lage: wir befinden uns auf

der Nordhalbkugel der Erde. Hier erreicht

die Sonne von Oktober bis März nicht die

notwendige Höhe, um die zur Vitamin D

Synthese benötigte UV-B Strahlung von 290

bis 315 nm auf unserer Haut zu erzeugen

(UV-Index < 3).

• Geringe Halbwerts-Zeit: Die unterschiedlichen

Vitamin D-Formen sind nur begrenzt

und vor allem nicht allzu lange speicherbar.

Die Halbwertszeit der aktivierten Form

(Calcitriol) beträgt nur 3 Stunden, die

des Calcidiols etwa 2 - 3 Wochen und des

Vitamin D (Cholecalciferol) ca. 24 Stunden.

Früher glaubte man, dass wir im Sommer

eine Art Vitamin D Depot für den Winter

anlegen können. Leider ist das aufgrund

der geringen Speicherbarkeit nicht möglich.

Da ab Oktober kaum eine körpereigene

Synthese aufgrund der geringen Sonneneinstrahlung

mehr möglich ist, sind spätestens

im Dezember/Januar unsere Reserven

Unser Vitamin D Bedarf kann leider nicht

allein durch die Ernährung gedeckt werden.

fast aufgebraucht. Auch ein möglicher

Grund für immer genau zu dieser Zeit auftretende

Grippe- und Erkältungswellen.

• Sonnenschutzmittel: Präparate mit hohen

Lichtschutzfaktoren sind für unsere Haut

extrem wichtig, um sie vor den schädlichen

Auswirkungen der UV Strahlung

wie Sonnenbrand, Hautalterung und Krebs

zu schützen. Aber: Auch die körpereigene

Vitamin D Produktion wird so fast gänzlich

unterdrückt.

• Lebensumstände: Wir alle sitzen im Sommer,

wenn die Sonne scheint, den größten

Teil des Tages im Büro, im Auto, vor dem

Fernseher oder an beschatteten Orten. Wir

halten uns also nicht überwiegend draußen

in der Sonne, sondern in geschlossenen

Räumen auf.

• Vitamin D arme Lebensmittel: Leider gibt

es keine Möglichkeit unseren Vitamin D

Bedarf rein über die Nahrung zu decken.

Denn hierfür wäre nur der Lebertran

(Vorsicht vor Verunreinigung mit Schwermetallen,

Pestiziden usw.) wirklich geeignet.

Fetter Fisch müsste täglich in größeren

Mengen gegessen werden. In Milchprodukten,

Eiern und Gemüse ist der Gehalt für

eine optimale Versorgung zu niedrig.

• Im Alter lässt aufgrund der Veränderung

des Hautgewebes (Haut wird dünner) die

körpereigene Produktion nach. Deshalb

sollte dies bei Senioren unbedingt mit Vitamin

D Präparaten ausgeglichen werden.

VITAMINE & VITALITÄT


Die Vitamin D-

• Bestimmte Medikamente können

den Vitamin D Bedarf erhöhen

(z.B. Antiepileptika).

• Manche Krankheiten wie z.B. entzündliche

Darmerkrankungen beeinträchtigen

die Aufnahme von Vitamin D negativ.

• Magnesiummangel: Wie wir gesehen

haben, ist Magnesium insbesondere zur

Aktivierung von Vitamin D unbedingt

notwendig. Auch bei diesem Mineral

besteht bei weiten Teilen der Bevölkerung

ein Mangel. Um optimal versorgt

zu sein, sollten täglich ungefähr 4 - 6 mg

Magnesium pro KG Körpergewicht (im

Durchschnitt 300 mg Magnesium) aufgenommen

werden.

Vitamin D wird in Mikrogramm (µg) oder in

internationalen Einheiten (I.E.) angegeben.

1 µg entspricht 40 I.E. bzw. 1 I.E. entspricht

0,025 µg Vitamin D.

Unser täglicher Bedarf liegt bei ca. 2000

- 4000 I.E. am Tag je nach Körpergewicht.

Es sollten bei wenig Aufenthalt in der

Sonne und besonders im Winter 40 - 60 I.E.

pro KG Körpergewicht zugeführt werden,

um die Versorgung zu sichern. Eine tägliche

Einnahme ist aufgrund der kurzen

Halbwertszeit des Vitamin D von nur 24

Stunden einer wöchentlichen Anwendung

unbedingt vorzuziehen.

Ein optimaler Blutwert liegt bei 40 ng/ml

- 60 ng/ml. Dieser sollte regelmäßig beim

Arzt oder im Labor kontrolliert werden.

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26

VITAMIN D EIN VIEL UNTERSCHÄTZTES ALLROUNDTALENT

EXPERTEN-TIPP:

Gehen Sie so viel wie möglich an die

frische Luft und zeigen Sie Haut dabei

auch und besonders in der kalten

Jahreszeit. Ein gemütlicher Herbstspaziergang

oder eine Runde Toben mit

den Sprösslingen tut auch der Seele gut.

Gerade in der Schwangerschaft ist eine

gute Versorgung mit Vitamin D extrem

wichtig. Hier sollte eine noch engmaschigere

Kontrolle stattfinden.

Bei einer Unterversorgung mit dem Sonnenvitamin

wird in der Schilddrüse der Gegenspieler

des Vitamin D, das Parathormon,

gebildet. Diese Substanz hat viele gesundheitsschädliche

Eigenschaften wie z.B.:

• Begünstigung von Verkalkung der

Arterienwände und der Herzklappen

• Erhöhung des Blutdruckes

• erhöhtes Risiko für

Herzrhythmusstörungen

Senkt man die Parathormon-Produktion, indem

man genügend Vitamin D zuführt, senkt

man also im Gegenzug die Gefahr für unser

Herz-Kreislaufsystem.

NAHRUNGSERGÄNZUNG

MIT VITAMIN D

Es gibt unterschiedliche Präparate zur

Abdeckung einer optimalen Vitamin D-

Versorgung. Erhältlich sind sie beispielsweise

in Kapseln, Tabletten, Ölen oder Mundsprays.

Als Vitamin D2 bezeichnet man die pflanzliche

Form, das sogenannte Ergocalciferol.

Dieses unterscheidet sich chemisch nur

minimal vom tierischen Vitamin D3 (Cholecalciferol).

Neuere Studien deuten darauf hin,

dass Vitamin D3 wirksamer sein könnte als

Vitamin D2.

BLUT-SPIEGEL REGELMÄSSIG

KONTROLLIEREN LASSEN

Vitamin D als fettlösliche Substanz kann

überdosiert werden. Eine schädliche Wirkung

(wie etwa Nierenverkalkung) ist durch frei

verkäufliche Nahrungsergänzungspräparate

zwar selten, aber möglich. Als unbedenkliche

Dosierungsobergrenze wurde von der europäischen

Behörde für Lebensmittelsicherheit

die Dosis von 4.000 I.E. (entspricht 100µg) Vitamin

D3 pro Tag für Erwachsene festgelegt.

Auf der sicheren Seite ist man sowohl gegen

eine Überdosierung aber auch gegen einen

Mangel, wenn man den Vitamin D-Blutstatus

regelmäßig kontrollieren lässt, besonders in

der kalten Jahreszeit. Eine höher dosierte

Dauereinnahme sollte stets mit einem Arzt

abgeklärt werden.

VITAMINE & VITALITÄT


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TIPP

APOTHEKER

HERBSTZEIT KÜRBISZEIT

Im Herbst leuchten sie wieder auf den Feldern und als Dekoration vor und in den Häusern: die

Kürbisse. Auch wenn man nicht in der Süd-Steiermark wohnt, wo es überall das köstliche Kernöl

direkt vom Erzeuger gibt, ist die positive Wirkung der Kürbiskerne auf unsere Gesundheit mittlerweile

überall bekannt.

Die grünen Samen vor allem des Arzneikürbisses

(Cucurbita pepo) schmecken

als nussiger Snack und dienen gleichzeitig

als Heilmittel. Traditionell verwendet

man sie gegen Blasen- und Prostataleiden.

Sie enthalten eine Vielzahl an wertvollen

sekundären Pflanzenstoffen und

Antioxidantien wie z.B.:

• Lignane, das sind Phytoöstrogene, die

bei weiblichen Wechseljahrbeschwerden

helfen.

• antioxidativ und antibakteriell wirkende

Phenolsäuren oder Polyphenole wie

Cumarinsäure, Ferulasäure uvm.

• Phytosterole oder Phytosterine wie z.B.

Beta-Sitosterol, Sitostanol usw.

• antioxidative Carotinoide wie

Betacarotin, Lutein, Luteoxanthin uvm.

Das hochwertige Öl besteht zu ca. 80%

aus ungesättigten Fettsäuren. Davon

sind ungefähr 35 % einfach ungesättigt

(z.B. Ölsäure) und etwa 45 % mehrfach

ungesättigt (z.B. Linolsäure). Des Weiteren

sind wichtige Vitamine wie Vitamin E,

A, und B und Mineralstoffe wie Zink, Eisen

und Magnesium in den Kernen enthalten.

Auch der Gehalt an wertvollen Aminosäuren

(ca.19 g pro 100 g) wie z.B. das

L-Tryptophan, das als Serotonin-Vorstufe

unsere Stimmung heben kann, ist nicht

zu verachten.

Die oben genannten Phytosterole sollen

bei gutartiger Prostata-Vergrößerung

(BPH = Benigne Prostata Hyperplasie)

helfen. Diese führt bei Männern zu

Schwierigkeiten beim Harnlassen („Harnstottern“),

zu häufigem Harndrang (unangenehm

in der Nacht und auch unter-

APOTHEKER TIPP


HERBSTZEIT KÜRBISZEIT 29

wegs) und oft zu immer wiederkehrenden

Blasenentzündungen. Für die Problematik

wird das Dihydrotestosteron (DHT) verantwortlich

gemacht. Phytosterole sollen

das Enzym, welches die DHT Produktion

TIPP

beeinflusst, hemmen und so den DHT-

Blutspiegel reduzieren. Außerdem senken

sie den Cholesterinspiegel.

Auch dem androgenetischen, kreisrunden

Haarausfall könnten die Inhaltsstoffe der

Kürbiskerne auf natürliche Weise vorbeugen.

Supplemente mit Kürbiskernextrakt

des Arzneikürbises sollen vor allem gegen

Beschwerden der Harnwege und Prostata

helfen.

Kürbiskerne als gesunder Snack

Folgendes ist bei den kleinen Power-

Paketen zu beachten:

• Die empfohlene Tages-Verzehrmenge

liegt bei ca. zwei bis drei Esslöffeln, also

etwa 30 Gramm. Eine Überdosierung

im eigentlichen Sinn gibt es nicht.

Allerdings sind die Kerne ziemliche

Kalorienbomben. 100g enthalten

um die 580 kcal. Außerdem könnten

Phytosterine in größeren Mengen

eingenommen die Resorption von

gesunden fettlöslichen Stoffen (z.B.

Betacarotin) und Vitaminen (z.B.

Vitamin A und E) beeinträchtigen.

• Kürbiskerne sollten immer an einem

trockenen, dunklen und kühlen Platz

aufbewahrt werden. Durch den hohen

ungesättigten Fettgehalt werden sie

schnell ranzig. Deshalb empfiehlt es

sich auch, diese nicht allzu lange zu

lagern.

VORSICHT: nicht alle Kürbiskerne

sind genießbar. Manche Sorten vor

allem von Zierkürbissen können giftig

sein, da sie Cucurbitacine enthalten

können. Die Kerne von herkömmlichen

Speisesorten wie etwa Hokkaido sind

hingegen in der Regel unbedenklich.

Beim Kauf von Kürbiskernen sollte vor

allem auf die Sorte und auf das Verfalldatum

geachtet werden. Ansonsten ist es

Geschmacksache, ob man diese naturbelassen,

gesalzen, geröstet oder schokoliert

verzehren möchte. Mittlerweile findet

man sie in Brot und Brötchen, Salaten,

Müslis, Panade von Schnitzeln und Backhendln

oder als Geheimtipp: Vanilleeis

mit Kürbiskernöl und Kürbiskernen ein

Gedicht.

Natur belassene Kerne lassen sich zu

Hause durch schonendes Rösten in der

Pfanne oder im Backofen bei niedriger

Temperatur zu einer knusprigen, gesunden

Köstlichkeit verwandeln. Das Öl mit

seiner dunkelgrünen Farbe verfeinert

durch seinen nussigen Geschmack viele

Speisen wie Salate, Eierspeisen, Topfen,

Suppen oder Müslis usw.

Und noch ein kleiner Tipp:

Die grünen Flecken auf der Kleidung vom

Kürbiskernöl verschwinden in der Sonne.

APOTHEKER TIPP


30


31

Spermidin

WUNDERWAFFE gegen

das ALTERN?

FACHKOMMENTAR:

MAG. PHARM. GABRIELE MÜLLER

ZELLERNEUERUNG


32

Dieses körpereigene

Polyamin soll Alterungsprozessen

entgegenwirken

(Anti-Aging), vor Demenz

schützen und sogar bei

Krebs und gegen Corona-

Viren helfen.

Die menschliche Zelle (3D Rendering)

Falls sich die Ergebnisse erster Studien

bestätigen würden, wäre Spermidin

eine potentielle Wunderwaffe gegen

das Altern.

WAS IST SPERMIDIN EIGENTLICH?

Es handelt sich um eine biogene Substanz,

die in vielen Lebensmitteln enthalten ist,

und auch von unserem Körper selbst hergestellt

werden kann. Man wurde in den 70er

Jahren erstmals richtig auf sie aufmerksam.

Aufgrund der Ähnlichkeit mit Spermin und

dessen Vorkommen in der männlichen Samenflüssigkeit

gab man der Substanz den etwas irreführenden

Namen „Spermidin“. Mittlerweile

weiß man, dass Spermidin in den Zellen aller

Lebewesen auch in Pflanzen vorkommt.

Einige unserer Darmbakterien können

Spermidin produzieren. Man geht jedoch

davon aus, dass unsere Zellen durch die

körpereigene Produktion nicht ausreichend

versorgt werden. Der fehlende Teil sollte mit

der Ernährung zugeführt werden.

WORIN ist Spermidin

natürlicherweise ENTHALTEN?

Einen erwähnenswerten Gehalt findet man in

Lebensmitteln wie z.B. Weizenkeimen, Pilzen,

Birnen, Kaffee, Kohl, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten,

gereiftem Käse und Sojabohnen.

WIE WIRKT SPERMIDIN?

Man könnte diese spannende Substanz als

eine Art Müllabfuhr für unsere Zellen bezeichnen,

denn sie regt deren Selbstreinigungsprozess

an. Spermidin kann die sogenannte

Autophagie, einen Zell-Recycling-Prozess,

aktivieren.

WAS IST AUTOPHAGIE?

So bezeichnet man die „Entrümpelung“ und

Reinigung der Zellen, indem sich die schadhaften

Zellen quasi selbst fressen. Angesammelter

„Zellmüll“ wie etwa gesundheitsgefährdendes

und schädliches Abfallmaterial der Zelle,

Schadstoffe, Krankheitserreger, fehlerhaft

ZELLERNEUERUNG


HAUSMITTEL GEGEN ENTZÜNDUNGEN

33

gefaltete Eiweißketten (wichtig bei neurodegenerativen

Prozessen) usw. werden dadurch

entsorgt und/oder recycelt. Gleichzeitig findet

ein beschleunigter Stoffwechsel in unseren

Zellkraftwerken, den sogenannten Mitochondrien

statt.

AUCH FASTEN HILFT

Auch beim Fasten oder Intervall-Fasten,

bei welchem man 16 Stunden am Stück keine

Nahrung aufnimmt (16:8 Fasten), wird dieser

Selbstreinigungsprozess in Gang gesetzt. Denn

hier stehen den Zellen weniger Nährstoffe von

außen zur Verfügung. Folglich verwerten sie

mittels Autophagie ihre eigenen Ressourcen.

Das Fasten galt lange als einzige Methode,

diesen für den Körper wichtigen Reparaturvorgang

zu initiieren. Mittlerweile gibt es sich

mehrende und ernst zu nehmende Hinweise,

dass Spermidin ähnlich positive Effekte auch

ohne Nahrungsverzicht stimuliert.

Alzheimer oder Morbus Parkinson auslösen,

führen. Auf diese Weise soll Spermidin möglicherweise

auch eine altersbedingte Versteifung

des Herzmuskels verlangsamen. Darüber

hinaus könnte es hilfreich bei der Vorbeugung

der Arteriosklerose und bei hohem Blutdruck

sein. Auch die Hirn- und Gedächtnisleistungen

sollen verbessert werden. Sogar beim Thema

Corona werden dem Spermidin mittlerweile

positive Wirkungen zugeschrieben. Es gibt

Hinweise, dass die Immunantwort verstärkt

und sogar die Vermehrung der Viren selbst

gehemmt wird.

Seit einiger Zeit sind auch hochwertige Spermidin-haltige

Nahrungsergänzungsmittel im

Handel. Diese werden vorwiegend aus Weizenkeimen

oder Sojabohnen gewonnen. Vorsicht

geboten ist jedoch bei unerlaubt reißerischen,

gesundheitsbezogenen Werbeaussagen zu

Spermidin-Präparaten. Besonders unseriöse

POTENTIELLE WIRKUNGEN

von Spermidin

Wir alle altern. Die Wissenschaft sucht nach

Substanzen und Methoden, diesen Prozess

aufzuhalten oder zu verlangsamen. Spermidin

ist hier ein hoffnungsvoller Kandidat. Denn

laut Studien soll die Substanz Alterungsvorgängen

der Haut, der Gelenke, des Gehirns,

des Herz-Kreislaufsystems und auch des

Immunsystems entgegenwirken können.

Da die Zellen „entmüllt werden“, kann dies

zur Minderung von Ablagerungen, welche

degenerative Erkrankungen wie beispielsweise

Die Wissenschaft sucht nach Methoden

den Alterungsprozess zu verlangsamen.

ZELLERNEUERUNG


34

Laut Studien soll Spermidin Alterungsvorgängen der Haut, der Gelenke, des Gehirns,

des Herz-Kreislaufsystems und auch des Immunsystems entgegenwirken können.

Onlineplattformen und Internet-Händler

werben teilweise mit haarsträubenden Versprechen.

Der Gehalt und Inhalt der Produkte

wird hier meist weder geprüft und noch überwacht.

Deshalb sollten diese Präparate nur in

Apotheken oder bei geprüften, zertifizierten

Fachhändlern erworben werden.

Die Bioverfügbarkeit also wieviel zugeführtes

Spermidin tatsächlich im Blut und in den

Zellen ankommt muss in nächster Zeit noch

genauer untersucht werden.

Fest steht, je älter wir werden, desto weniger

Spermidin steht uns natürlicherweise zur Verfügung.

Der Gehalt in unseren Zellen nimmt

mit dem Alter leider zusehends ab. Eine zusätzliche

Versorgung könnte die altersbedingt

nachlassende Hirnleistung verbessern und die

Zellalterung verlangsamen.

ANTI AGING WAS HILFT?

Unser Alterungsprozess ist teilweise genetisch

vorprogrammiert. Der so veranlagte Part

ist leider kaum beeinflussbar. Der andere Teil

allerdings wird von äußeren Faktoren wie

Ernährung, Lebensgewohnheiten, Stress, Genussmitteln

und vielem mehr geprägt. Dabei

können Antioxidantien wie die sogenannten

Polyphenole aus Pflanzen helfen. Hierzu zählt

man u.a. Carotinoide (z.B. Betacarotin, Lutein,

Zeaxanthin, Lycopin usw.), Anthocyane (z.B.

in Himbeeren oder Rotkohl), Catechine (z.B.

in grünem Tee, das bekannte OPC (oligomere

Proanthocyanidine) aus beispielsweise

Traubenkernen oder Pinien) oder das Resveratrol

aus dem Wein. All diese sekundären

Pflanzenstoffe wirken gesundheitsfördernd

und können unsere Zellen schützen. In diese

Reihe nützlicher Substanzen reiht sich das

Spermidin vielversprechend ein. Oft werden

verschiedene dieser Stoffe in Nahrungsergänzungsmitteln

miteinander kombiniert.

Die Daten zum Effekt von Spermidin sind

spannend. Es bleibt weitergehende Studien

abzuwarten, um die Wirkung am Menschen

vollständig abzuklären.

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der Universität Graz


36

KOPF-

SCHMERZEN

TEIL 3

Migräne

GEWITTER IM KOPF

FACHKOMMENTAR:

MAG. PHARM. GABRIELE MÜLLER

KOPFSCHMERZEN


37

Die heftigen, anfallsartigen,

oft einseitigen, pochenden

Kopfschmerzen, welche immer

wiederkehren, schränken

die Lebensqualität der

Betroffenen sehr stark ein.

Man geht davon aus, dass die Symptome

der Migräne durch eine Entzündung

an den Gefäßen der Hirnhaut

ausgelöst werden. Diese wiederum entsteht

wohl durch zu schnelle Steuerungsvorgänge,

bei denen Nerven- und Mastzellen vermehrt

Botenstoffe und Entzündungsmediatoren

freisetzen, was zu einer Erweiterung der

Blutgefäße führt. Es kommt zu einer örtlichen

Neurotransmitter-Überflutung (Neurotransmitter

sind Botenstoffe) des Gehirns. Die Reaktion

unseres Organismus darauf ist einerseits

Übelkeit und Brechreiz, andererseits eine

Entzündung in dem betroffenen Gebiet, welche

die pulsierenden Schmerzen verursacht.

Durch die vorübergehende Fehlfunktion der

schmerzregulierenden Systeme reagiert man

überempfindlich auf Reize.

Die Veranlagung dazu ist leider erblich.

Frauen leiden häufiger unter Migräne als

Männer. Denn die Konzentration mancher

Botenstoffe wie beispielsweise Serotonin im

Blut ist abhängig vom weiblichen Zyklus und

kann stark schwanken. So erklärt sich das

häufige Auftreten von Migräneattacken beim

Eisprung oder der Menstruation.

AUSLÖSEFAKTOREN (Trigger)

Bestimmte Reize können einen Anfall begünstigen.

Deshalb sollten Betroffene unbedingt

konsequent ein Kopfschmerz-Tagebuch

führen, um ihre individuellen Auslöser herauszufinden.

Hier einige BEISPIELE:

• Unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus

mit zu wenig aber auch zu viel Schlaf

• Stark wechselnde Essgewohnheiten, beispielsweise

Unterzuckerung beim Fasten

• Hormonschwankungen z.B. Eisprung,

Menstruation, Beginn oder Beendigung der

Einnahme von Hormonpräparaten oder

nach einer Schwangerschaft

• Stress: hier kommt der Migräneanfall meist

erst nach der Anspannung in der Erholungsphase

(Wochenend- oder Urlaubsmigräne)

KOPFSCHMERZEN


38

MIGRÄNE GEWITTER IM KOPF

• Bestimmte Nahrungsmittel

z.B. Schokolade, Käse, Zitrusfrüchte,

Alkohol, besonders Rotwein

• Äußere Reize wie flackerndes Licht, Lärm

oder Gerüche

• Wetter- und/oder Höhenveränderungen

• Starke Emotionen

wie z.B. ausgeprägte Freude oder Trauer

• Medikamente

wie etwa Arzneimittel, die die Gefäße

erweitern (z.B. Bluthochdruckmittel,

Nitropräparate oder Potenzmittel)

VERLAUF eines Migräneanfalls

Verschiedene Vorboten, etwa eine besonders

gute Laune, Gereiztheit und/oder ein richtiger

Heißhunger auf Süßes können eine Migräneattacke

ankündigen.

Darauf folgt bei einem kleinen Teil der

Betroffenen die so genannte Aura mit Lichtblitzen,

Farb- oder Doppelbildern oft begleitet

von Schwindel, Sprach-, Geruchs- und/oder

Geschmacksstörungen. Danach kommen die

pulsierenden, pochenden oder stechenden

Schmerzen. Meist breiten diese sich auf einer

Kopfseite beginnend über Stirn, Schläfe, und

den Augenbereich aus.

Körperliche Aktivität und Bewegung verstärken

die Symptome meist. Ein Anfall kann

in der Regel 4 bis 72 Stunden anhalten. Danach

verschwinden die Beschwerden allmählich. Es

folgt häufig ein längeres Schlafbedürfnis.

Auswirkungen auf die

LEBENSQUALITÄT

Migräne beeinträchtigt durch ihre heftigen,

anfallsartigen Symptome die Lebensqualität

und auch die Arbeitsfähigkeit erheblich.

Man ist oft tagelang komplett außer Gefecht

gesetzt. Die ständige Angst vor der nächsten

Attacke minimiert oft die Vorfreude auf

schöne Ereignisse.

DIAGNOSE von Migräne

Frauen sind häufiger von Migräne betroffen.

Die Veranlagung dazu ist leider erblich.

Ein Facharzt kann Migräne am besten mit

einem Kopfschmerztagebuch diagnostizieren.

Betroffene sollten daher Zeitpunkt, Art,

Stärke, Dauer, Begleiterscheinungen, mögliche

Auslöser und eine eventuelle Medikation der

Kopfschmerzen genauestens dokumentieren.

KOPFSCHMERZEN


39

Facharzt kann Migräne am besten mit einem

Kopfschmerztagebuch diagnostizieren.

AKUTE MIGRÄNE-THERAPIE

Migräne ist ursächlich leider noch nicht

heilbar. Die Symptome können aber mit Medikamenten

gelindert werden. Zusätzlich sollte

man sich vor weiteren Reizen schützen, sich

hinlegen und den Raum abdunkeln.

Bei leichten Migräneattacken helfen rezeptfreie

Schmerzmittel (NSARs) wie Acetylsalicylsäure,

Paracetamol oder Ibuprofen gut. Gegen

die Übelkeit können z.B. Ingwer oder geeignete

Kräuter-Magentropfen eingesetzt werden.

Generell sollten Schmerzmittel nicht

zu häufig angewendet werden, denn auch

verschreibungsfreie Substanzen haben Nebenwirkungen

wie z.B. eine Schädigung der

Magenschleimhaut, der Nieren und/oder der

Leber, erhöhte Blutungsneigung u.a.

Schwerere Attacken mit oder ohne Aura

können mit den sogenannten „Triptanen“ (z.B.

Sumatriptan, Zolmitriptan usw.) behandelt

werden. Zolmitriptan gibt es seit Kurzem in

einer 2 Stück Notfalls-Packung ohne ärztliches

Rezept in der Apotheke zu kaufen. Dieser

Wirkstoff wirkt gefäßverengend, entzündungshemmend

und schmerzlindernd. Auch

die Übelkeit wird verbessert. Er dient nicht zur

Vorbeugung sondern nur zur Akut-Therapie.

Höher dosierte Triptan-Präparate sind verschreibungspflichtig.

Die übliche Dosis von einer Tablette sollte

sofort zu Beginn der Kopfschmerzphase eingenommen

werden. Kehren die Beschwerden

wieder, so kann im Bedarfsfall nach ein paar

Stunden eine zweite Tablette eingenommen

werden.

KOPFSCHMERZEN

KIDS CORNER


40

MIGRÄNE GEWITTER IM KOPF

Vor Erstanwendung der Triptane sollte auf

jeden Fall ein Arzt konsultiert werden, ob diese

Substanz individuell geeignet ist. Denn bei

bestimmten Vorerkrankungen (z.B. Bluthochdruck,

Herzerkrankungen usw.) oder bei

Anwendung anderer Arzneimittel (z.B.

Johanniskraut, Antidepressiva usw.) ist

Vorsicht geboten.

Besser als jedes Medikament ist es vorzubeugen,

um die Häufigkeit, die Dauer und die

Intensität der Anfälle zu reduzieren.

Migräne VORBEUGUNG

Präparate, die prophylaktisch dauerhaft angewendet

werden können, sind z.B. das Mutterkraut

oder eine Kombination von Magnesium,

Coenzym Q10 und Vitamin B2. Außerdem befinden

sich Migräne vorbeugende Probiotika

(Mittel zum Aufbau der Darmflora) im Handel.

Neben dem Vermeiden von Stress und

gezielten Entspannungstechniken wie z.B. die

Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR) eignet

sich ebenfalls stressfreier Ausdauersport

(Schwimmen, Laufen...) hervorragend, um

Migräne einzudämmen.

Ein regelmäßiger, ausreichender Schlaf ist

enorm wichtig. Auch starke Schwankungen

des Blutzuckerspiegels sollten vermieden werden.

Sind die Triggerfaktoren bekannt, gilt es,

diese möglichst fern zu halten. So könnte man

beispielsweise Musik oder den Fernseher leiser

stellen oder bei zu starker Lichteinstrahlung

eine Sonnenbrille tragen.

WICHTIG

Leidet man öfter an Migräne oder Kopfschmerzen

bzw. dauern diese längere Zeit

an, muss in jedem Fall ein Arzt hinzugezogen

werden.

Stressreduktion und Ausdauersport können

helfen Migräneanfällen vorzubeugen.

Eine Migräne-Therapie sollte grundsätzlich

nie ohne ärztliche Beratung und Absprache

begonnen werden. Denn Experten zufolge

schlucken zahlreiche Menschen viel zu

häufig Schmerzmittel und leiden dann außer

an den Nebenwirkungen an einem von den

Schmerz-Medikamenten selbst ausgelösten

Kopfschmerz.

KOPFSCHMERZEN


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KLEINE

Monster

IN UNSEREM

HAUS

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HAUSSTAUBMILBE


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Auch unser hoch

entwickelter und

leistungsfähiger Körper

macht manchmal Fehler.

Einer davon führt zu

Allergien.

Dermatophagoides

die Hausstaubmilbe

In meist völlig harmlosen Substanzen sieht

der Organismus einen Feind und fährt all

seine Abwehrmechanismen hoch. Der/

Die Betroffene entwickelt unangenehme bis

schwere Krankheitssymptome, obwohl alles

eigentlich nur ein Irrtum ist. Gerade bei den

Jüngsten sind solche widersinnigen Immunreaktionen

auf dem Vormarsch.

Substanzen, die Allergien auslösen,

nennt man Allergene. Am

häufigsten rufen folgende Stoffe

ÜBEREMPFINDLICHKEITS-

REAKTIONEN hervor:

• Inhalationsallergene:

Pollen (Blütenstaub), Hausstaubmilben

(Milbenkot), Tierhaare (Katze!),

Schimmelpilze

• Nahrungsmittelallergene

(Säuglinge und Kleinkinder):

Kuhmilch, Hühnerei, Getreide, Nüsse,

Hülsenfrüchte u.a.

• Insektengifte

in Österreich Wespen- und Bienengift

• Medikamente

beispielsweise bestimmte Antibiotika

(Penicillin) u.a.

• Kontaktallergene:

Nickel (im Modeschmuck) u.a.

selten bei Kindern

Hausstaubmilben-Allergiker leiden besonders

im Winter unter Symptomen. Ihr

Abwehrsystem reagiert auf den trockenen

Kot der winzigen spinnenartigen Hausstaubmilben,

der sich überall im Staub ansammelt.

Das sagt jedoch nichts über den hygienischen

HAUSSTAUBMILBE


KLEINE MONSTER IN UNSEREM HAUS

43

Zustand der Wohnung aus, auch in einem

sehr gepflegten häuslichen Umfeld leben

die Milben als natürliche Bewohner, die sich

von den Hautschuppen ernähren, die wir

Menschen tagsüber verlieren. Durch Luftbewegungen

wird der Hausstaub von uns eingeatmet

und kann bei Allergikern folgende

Beschwerden auslösen, die besonders in der

Nacht und am Morgen auftreten:

• Tränende Augen

• Juckende Nase und Niesattacken

• Langwieriger Schnupfen

Langwieriger Schnupfen kann auch Symptom

einer Hausstaubmilben-Allergie sein.

• Hautreaktionen

• Husten und Atemnot

• Allergisches Asthma (!)

Ob diese Symptome durch eine allergische

Reaktion auf Hausstaubmilben-Kot erzeugt

werden, kann der Arzt/die Ärztin mittels

Allergietest (Hauttest) relativ rasch feststellen.

Je nach Schwere des Krankheitsbildes werden

auch Medikamente verschrieben. Atemnot

und allergisches Asthma sind ernste Symptome,

die rasch behandelt werden müssen

und nicht auf die leichte Schulter genommen

werden dürfen. Eventuell rät Ihnen der Arzt/

die Ärztin auch zu einer sogenannten Hyposensibilisierung:

dabei handelt es sich um eine

Langzeittherapie, bei der die betroffene Person

langsam an das Allergen (zB.: Milbenkot)

gewöhnt wird. Ziel ist, dass das Immunsystem

des Allergikers nach der Therapie nicht mehr

auf den Hausstaubmilben-Kot reagiert.

Abgesehen von entsprechenden

Arzneimitteln gibt es eine Reihe von

TIPPS, mit denen eine allergische

Reaktion verhindert oder abgemildert

werden kann.

• Raumtemperatur und Luftzirkulation

Milben lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit

und warmes Klima. Die Luftfeuchtigkeit

sollte idealerweise nicht höher als bei

40 - 50% liegen, die Raumtemperatur des

Schlafzimmers nicht über 18 Grad.

• Bett und Bettwäsche

Ein Lieblingsort der Milben ist unsere

Matratze. Um den Kontakt mit dem schlafenden

Allergiker zu unterbinden, stehen

folgende Produkte im Fachhandel zur

Verfügung:

HAUSSTAUBMILBE


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Milbendichte Bettwäsche ist im

Fachhandel zu erwerben.

• allergendichte Überzüge für die

Matratze

• milbendichte Bettwäsche regelmäßiges

Waschen bei mindestens 60°C

tötet die kleinen unliebsamen Tierchen.

Andererseits sind Milben auch kälteempfindlich.

Bei Temperaturen unter 0 °C

sterben sie nach spätestens 24 Stunden

ab. Kuscheltiere sollten daher häufig die

Kühltruhe besuchen.

• Wohnumgebung

Eine komplett staub- und milbenfreie

Wohnung ist leider unmöglich zu erreichen,

aber es gibt ein paar Tipps, die helfen

können, die Milbenanzahl und deren Kot

zu reduzieren.

• Verwenden Sie einen Staubsauger mit

HEPA-Filter, dieser reinigt nicht nur,

sondern kann Milbenkot, Pollen oder

Sporen aus der angesogenen Luft filtern.

• Entfernen Sie Teppichböden und

Teppiche und soweit möglich andere

Staubfänger. Glatte Böden sind am besten

und sollten mindestens 2x pro Woche

nass (!) gewischt werden bis in jede Ecke,

damit Staub und Milbenkot nicht in der

Luft landen. Auch die Einrichtungsgegenstände

sollten regelmäßig feucht gereinigt

werden.

• Luftveränderung

Kuren oder Urlaube in Höhenlagen über

1.200 Metern im Hochgebirge oder am Meer

schaffen Kindern und Erwachsenen mit

ausgeprägten Allergie-Symptomen zumindest

zeitweise Erleichterung und bessern

zudem das Allgemeinbefinden.

HAUSSTAUBMILBE


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SARS-COV-2

UND UNSERE

Tiere

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HUND, KATZ' & CO


46

SARS-COV-2 UND UNSERE TIERE

Die meisten Tierbesitzer

haben sich sicher schon

gefragt, ob sich ihre

Lieblinge mit dem seit

2019 grassierenden völlig

neuartigen Corona-Virus

anstecken können.

Und umgekehrt, ob vielleicht das im

Familienverband lebende Haustier den

Erreger auf sein Frauchen oder Herrchen

übertragen kann. Oder Schweine, Rinder

und Geflügel auf den Landwirt.

Die Welt erlebt eine Pandemie durch ein

Virus, das völlig neu ist und über das wir

nichts wussten. Die Gefährlichkeit und auch

Tödlichkeit der Erkrankung COVID-19 hält

Forscher und Wissenschaftler rund um den

Globus seit Anfang 2019 in Atem und überall

wird fieberhaft nach neuen Erkenntnissen

gesucht. Natürlich sind dabei zunächst die Art

der Übertragung, der Krankheitsverlauf und

die Impfung für Menschen im Vordergrund

gestanden. Einige wissenschaftliche Tierorganisationen

und Forschungsteams beschäftigen

sich jedoch mit der Auswirkung und einer

allfälligen Ansteckungsgefahr für Tiere und

von Tieren.

Aktuelle Veröffentlichungen der Weltorganisation

für Tiergesundheit (OIE) und weiterer

damit befasster Tierärzte (wie etwa Dorothee

Bienzle von der kanadischen Universität

in Guelph) kommen zu dem Ergebnis, dass

mehrere Tierrassen (einschließlich Hunde und

Katzen) anfällig für SARS-CoV-2 sind und Infektionen

durchmachen. Diese werden oft gar

nicht bemerkt, können jedoch auch zu (relativ

milden) Symptomen führen, wie etwa Kraftund

Appetitlosigkeit, Husten, laufende Nase,

Atemprobleme und Durchfall.

ANFÄLLIG FÜR DIE INFEKTION

mit SARS-CoV-2 mit je nach

Tierrasse keiner oder leichter

Symptomatik sind:

Auch Hamster können anfällig für eine

Infektion mit Sars-CoV-2 sein.

Haustiere

Goldhamster, Katzen, Hunde, Frettchen

Nutztiere

Kaninchen, Nerze u.a.

HUND, KATZ' & CO


47

Studien haben ermittelt, dass sich Katzen

nicht selten mit Sars-CoV-2 infizieren.

Wildtiere

Großkatzen (Tiger, Löwen, Pumas

u.a), Gorillas, Makaken, Krallenaffen,

Nilflughunde, Waschbärhunde u.a.

KAUM ANFÄLLIG bzw. wenig

Symptome gibt es bei:

Rindern, Schweinen, Geflügel

(Hühner, Enten, Truthahn u.a.) also der

Großteil unserer Fleischlieferanten!

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist für

Hunde das Ansteckungs- und Infektionsrisiko

eher klein und auch die Verbreitung des Virus

über Hunde gering. Anders bei unseren Stubentigern:

Studien haben ermittelt, dass sich

Katzen (ähnlich wie marderartige Tiere wie

z.B. Frettchen und Großkatzen wie Tiger und

Löwen) nicht selten mit Sars-Cov-2 infizieren.

Auch gibt es weltweit bereits einige Fälle, in

denen positiv getestete Samtpfoten Krankheitssymptome

zeigten.

Katzen können unter Versuchsbedingungen

das Virus bis zu fünf Tagen unter Artgenossen

verbreiten. Es ist belegt, dass Katzen sich beim

Menschen anstecken können, eine umgekehrte

Übertragung, also von Katzen auf den

Menschen, ist bisher aber nicht bekannt.

Die Gefahr, dass unser Vierbeiner vielleicht

das Virus im Haarkleid, an der Schnauze

oder an den Pfoten von draußen oder von

einem Infizierten an uns heranbringt,

und damit eine Ansteckung verursacht,

ist als sehr gering einzustufen, aber nicht

unmöglich. Deshalb sollte man immer

vorsichtig sein und die Hygienemaßnahmen

einhalten. Keinesfalls jedoch dürfen wir

unsere Lieblinge einem Desinfektionsbad

unterziehen oder mit Desinfektionsmittel

besprühen, da das für sie nicht verträglich

ist. Besser, wir halten beim Kuscheln mehr

Abstand.


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APOAKTUELL

MAGAZIN Nr. 31

Das Magazin aus IHRER APOTHEKE

AUSGABE #04/2021

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Teil 4:

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Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz

Medieninhaber & Verleger

APOmedia Verlag GmbH, A-1130 Wien, Pallenbergstrasse 29

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Mitglied bei d. Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

Geschäftsführung

Birgit Mauritz

Fachkommentare, Einleitungen, Apotheker-Tipp,

Die Welt einer Apotheke, Pflanze der Saison

Mag. pharm. Adelheid Tazreiter,

Mag. pharm. Gabriele Müller

Art Direction

Mauritz Design

Lektorat

Ingeborg Weißenbäck-Sokolowski

Druck: Druckerei Berger,

Ferdinand Berger & Söhne GmbH

2019-20-021

Alle Rechte vorbehalten. Druck und Satzfehler vorbehalten.

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sich als vom Hersteller unverbindlich empfohlene Verkaufspreise

in EUR inkl. Ust, Stand Oktober 2021.

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