2021/43| Nachhaltig | Ausgabe Oktober 2021 !

suedwest.presse

29.10.2021

Nachhaltig

FÜR KLIMA, UMWELT UND JEDEN EINZELNEN

PERSÖNLICHER MOBILITÄTSMIX

Kaum jemand nutzt ausschließlich ein

Verkehrsmittel. Eine Umfrage zeigt:

Bedürfnisse und Lösungen sind

individuell. Seite 2

NACHHALTIGE GELDANLAGE

Grüne Zukunftstechnologien,

Projekte gegen Kinderarbeit,

Ausschluss von Kohlestrom –

Trends im Finanzsektor. Seite 3

EIN ZWEITES LEBEN FÜR AKKUS

Die Batterieforschung läuft auf

Hochtouren. Gesucht werden neue

Technologien und Recyclingverfahren

für Autoakkus. Seite 4


Nachhaltig

Nachhaltig mobil unterwegs

Jeder hat im Alltag seinen persönlichen Mobilitätsmix: Kaum jemand nutzt nur ein einziges Verkehrsmittel. Von Heike Viefhaus

Peter aus Langenau-

Göttingen

„Ich bin ein Ganzjahresradler:

Meine Frau und ich

wohnen in Göttingen. Sie arbeitet

dort und braucht das

Auto. Ich arbeite als Pfarrer

in Ulm. Uns war klar: Zwei

Autos, das wollen wir nicht.

Die Busse zwischen Göttingen

und Ulm fahren halt nur

ab und an. So habe ich überlegt,

mir ein E-Bike zuzulegen,

mit dem ich auch unangestrengt

große Berge hinauffahren

kann. Damit fahre

ich also fast das ganze Jahr

– außer wenn es im Winter

richtig glatt ist. Ich tue

damit sowohl der Umwelt

als auch meiner Gesundheit

etwas Gutes: Beim Radeln

startet man vital in den

Tag. Und nach dem Arbeitstag

– auf dem Nachhauseweg

kann ich

nochmal den

Tag überdenken,

was habe

ich heute alles

umgetrieben

und geschafft.

Zudem

ist es wunderschön,

entlang

der Fahrstrecke

Rehe, Füchse

und auch

Kaninchen zusehen.

Ich bin

schon immer

gern radgefahren:

als Kind,

dann als Student,

weil man sich kein

Auto leisten konnte und

eben nun als Mensch, der

voll im Beruf steht. Drei unserer

vier Kinder haben das

Auto bewusst abgeschafft,

Stefanie aus Herrlingen.

Peter aus Göttingen/Albeck.

Foto: Heike Viefhaus

Steffi aus Herrlingen

„Das Auto nehme ich

eigentlich nur, wenn

ich größere Strecken

überwinden muss.

Zum Beispiel, wenn

ich mein Rennrad mit

in die Berge nehme,

viel Gepäck habe, ich

abends unterwegs bin

oder mal Freunde von

A nach B mitnehme.

Ansonsten bin ich

immer mit dem Fahrrad

und zu Fuß unterwegs.

Geradelt wird,

wenn es zur Arbeit

geht und wieder zurück

nach Hause –

von Herrlingen nach

Söflingen und umgekehrt,

das sind acht Kilometer.

Ich arbeite bei der Kriminalpolizei.

Habe ich einen

beruflichen Termin im

Neuen Bau in der Stadtmitte,

dann gehe ich von Söflingen

aus oft zu Fuß in die Innenstadt.

Während der Arbeitszeit

sieht es so aus: In

der Regel ist die Kriminalpolizei

per Auto unterwegs;

Foto: Heike Viefhaus

sie brauchen es im Stadtleben

nicht. Nur unsere Tochter,

die Hebamme ist, ist berufsbedingt

darauf angewiesen.

Die anderen mieten

sich ein Auto, wenn sie

eines brauchen oder sind

per Zug unterwegs.“

wir haben aber

auch E-Bikes angeschafft

und

hätten zudem

die Möglichkeit,

mit Bus und

Straßenbahn im

ÖPNV unterwegs

zu sein. Vielen

meiner Kollegen

liegt das Thema

nachhaltige Mobilität

ebenso am

Herzen: Sie haben

Fahrgemeinschaften

gebildet,

um zwischen

dem Zuhause und

der Dienstelle zu

pendeln. In meinem

Freundeskreis

gibt es zwei Leute, die

sich ein E-Auto zugelegt haben.

Eine Ladestation dafür

gibt es auch schon in meiner

Garage.“

Jule aus Neu-Ulm.

Jule aus Neu-Ulm

„Vor einem Jahr bin ich aus

Köln nach Ludwigsfeld gezogen

und natürlich nicht

ohne mein Lastenfahrrad.

Ich hatte mir das Rad

über e-Bay-Kleinanzeigen

zugelegt, um Einkäufe zu

Olivier aus Biberach

„Unser Mobilitätskonzept

ist ein Kompromiss. Als

fünfköpfige Familie mit kindersitzpflichtigen

Kindern

benötigen wir ein großes

und breites Auto. Ein Elektroauto

kam daher für uns

schon aus Kostengründen

nur als Zweitwagen in Frage.

Wir entschieden uns für

einen Renault Zoe. In unserer

jetzigen Lebenssituation

sind wir – beide berufstätig,

das jüngste Kind

im Kindergarten im nächsten

Ort, ländliches Wohnen

– leider auf beide Autos angewiesen.

Dennoch sind die

meisten Fahrten sehr kurz,

und nur selten fahren wir

zu fünft. Die eingeschränkte

Reichweite der Elektromobilität

ist für uns also kein

Foto: Heike Viefhaus

transportieren oder andere

schwere Dinge. Wenn ich

zur Musikschule in Ulm fahre,

wo ich unterrichte, habe

ich sämtliche Materialien

für die musikalische Früherziehung

im Fahrradkorb

– mein Lastenfahrrad ist

Olivier aus Biberach.


Foto: Heike Viefhaus

noch so eine Art Retro-Model

mit einem großen Korb

vor der Lenkstange oberhalb

des Vorderrads. Es hat

weder einen Elektromotor

noch eine Gangschaltung.

Mit der eigenen Muskelkraft

kommt man auf ebener Strecke

aber gut voran. Lastenfahrräder

sieht man in Ulm

im Vergleich zu Köln noch

vergleichsweise selten, wo

gefühlt die meisten damit

unterwegs sind. Viele Lastenradfahrer

cruisen dort

auch mit einer Kinderschar

an Bord durch die Stadt. Für

Großstädte sind Lastenräder

ein idealer fahrbarer Untersatz

– mit dem Auto würde

man dort oft im Stau stehen

und allgemein nicht so

schnell von A nach B kommen.

Von Köln und Frankfurt

weiß ich, dass die Städte

auch Lastenfahrräder subventionieren.“

Problem. Bei allen Vorteilen,

die wir nun genießen

(KFZ-steuerbefreit, geringere

Wartungskosten): Ohne

die staatliche Förderung

hätten wir uns derzeit vermutlich

nicht für ein E-Auto

entschieden. Ohne diese

scheint mir die Anschaffung

eher noch etwas für Idealisten

zu sein. Praktischerweise

unterstützen die Elektronik

unserer Photovoltaikanlage

sowie der heimischen

Ladestation das PV-geführte

Laden. Die Elektronik prüft,

wie viel Strom die PV-Anlage

liefert und speist damit

flexibel das Elektroauto,

ohne Strom vom Anbieter

hinzuzukaufen. Ein weiterer

Vorteil, wenn man erst einmal

alle Investitionen vorgenommen

hat.“

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Der Urlaub ist die schönste Zeit im Jahr. Einfach mal raus aus dem Alltagstrott, Neues sehen,

fremde Sprachen hören. Immer mehr gestalten ihren Urlaub nachhaltig. Von Kerstin Auernhammer

Der Begriff „nachhaltig Urlaub

machen“ hat keine feste

Definition. Zwar gibt es

eine ganze Reihe von Gütesiegeln,

doch im Endeffekt

muss jeder Reisende für

sich selbst festlegen, welche

Nachhaltigkeits-Kriterien

ihm wichtig sind. Und

wie viel er bereit ist, dafür

auszugeben. Denn natürlich

ist ein Flug in die USA weniger

nachhaltig als die Fahrt

dorthin mit einem Segelschiff.

Doch so einen Törn

muss man sich erst einmal

leisten können – finanziell

und vom Zeitaufwand her.

Nachhaltiger Urlaub – damit die eigene Erholung nicht zulasten anderer geht.


Foto: © YanLev/shutterstock.com

Eine Frage der Abwägung

Wie mit allen anderen Entscheidungen

im Leben ist

also auch der Urlaub eine

Frage der Abwägung. Generell

sollte Urlaub ja immer

noch der Entspannung und

Erholung dienen. Aus Umweltschutzgründen

auf das

Lieblingsreiseziel verzichten

muss keiner. Doch mit

etwas Planung kann jeder

seine Reise noch ein bisschen

grüner machen. Im

Groben und Ganzen gibt es

drei Richtlinien für nachhaltigen

Urlaub: Der Natur

möglichst wenig Schaden

zufügen, den Reiseort so ursprünglich

wie möglich erleben

und im Einklang mit der

Kultur des bereisten Ortes

leben. Am meisten ausrichten

kann man mit der Wahl

des Transportmittels. Wer

klimaschonend reisen will,

setzt auf Bahn statt Flugzeug

oder Auto – aber braucht

dann eben auch ein Hotel,

das durch seine Lage oder

Ausstattung dafür geeignet

ist. Viele Hotels haben auf

die erhöhte Nachfrage reagiert

und bieten Leih-Fahrräder,

einen Shuttleservie

oder Ähnliches an, damit

die Gäste auch ohne eigenes

Auto mobil sind. Hotels,

die Wert auf Nachhaltigkeit

legen, informieren überdies

transparent über ihre Energieversorgung

sowie über

die Herkunft der im Restaurant

servierten Lebensmittel.

International einheitliche

Standards und Labels

gibt es leider nicht. Anhaltspunkte

können das EU-Ecolabel,

die „blaue Schwalbe“

oder das Siegel „Green Globe“

sein.

Vorab gut informieren

Generell hilft es, sich vorab

auf der Homepage der

Unterkunft zu informieren.

Wer dabei auf ein Label

stößt, kann die Kriterien

für die Vergabe ebenfalls online

überprüfen. Mittlerweile

bieten etliche Reiseveranstalter

spezielle Nachhaltigkeitspakete

an. Oft besteht

die Möglichkeit, bei Flügen

einen Ausgleich in Form einer

Kompensationszahlung

zu leisten. Dieses Geld geht

an Projekte für den Umweltund

Klimaschutz.

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Kerstin Auernhammer,

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Nachhaltig

Grünes Geld verändert die Welt?

Nachhaltige Geldanlage – hört sich in Zeiten wachsenden Bewusstseins für Umwelt, Klimaschutz und „grüne Themen“ gut an. Wer sein

Geld nachhaltig verwalten möchte, muss etwas Zeit investieren. Von Isabella Hafner

Grün und die Finanzwelt - passt

niemals zusammen. Ein Irrtum,

wie Ecofinanzberaterin Jennifer

Brockerhoff in ihrem Buch „Grüne

Finanzen“ klar macht. „Geldanlagen

haben eine ungeheure

Hebelwirkung, denn sie steuern

wirtschaftliche Aktivitäten und

können durch gezielte Lenkung

nicht zukunftsfähiges Handeln

unterbinden.“ Sie betont, Geld,

das ungenutzt auf der Bank herum

liegt, arbeite trotzdem. Es sei

„niemals neutral“. Die Bank vergibt

nämlich damit Kredite. Oftmals

auch an Firmen, die alles

andere als grün, fair und „enkeltauglich“

wirtschaften – an Kohlekraftwerke,

Rüstungsunternehmen

oder Unternehmen, die

gegen Menschenrechte verstoßen

oder das Grundwasser verschmutzen.

Oder sie unterstützt

indirekt Kinderarbeit, Tierversuche

oder Pornografie.

Ecofinanzberaterin Jennifer

Brockerhoff empfiehlt deshalb,

erstmal alle seine Bankkonten,

Versicherungen und sonstigen Finanzprodukte

wie Fonds, ETF,

Aktien, private und betriebliche

Altersvorsorge aufzulisten. Und

dann zu prüfen: Sind sie eher

„grün“ oder „konventionell“?

Die Regierung hat den

Bankenwechsel erleichtert

Es gibt mittlerweile einige grüne

Banken, die ethisch-ökologische

Geschäftsmodelle haben und soziale

Projekte, ökologische Landwirtschaft,

erneuerbare Energien,

Kultur und Bildung sowie umweltfreundliche

Immobilienprojekte

fördern. Die Bundesregierung

unterstützt einen Wechsel

und hat ihn mit dem sogenannten

Zahlungskontengesetz (ZKG)

„deutlich vereinfacht“, wie Brockerhoff

sagt. Man kann also vermeiden,

dass das eigene Geld Unternehmen

mit schädlichem Output

unterstützt. Und man kann

andererseits mit seinem Geld

„gute Unternehmen“ pushen.

Auch Versicherungen wissen

mittlerweile, dass sie der Klimawandel

immens betrifft. Gemäß

dem „Climate Tracker“ der Investmentbank

Schroders sind bei

einer globalen Erderwärmung

von drei Grad Celsius große Teile

der Welt nicht mehr versicherbar,

schreibt Brockhoff in ihrem

Buch. Anfang dieses Jahres hätten

deshalb die privaten Versicherungen

in Deutschland bekannt

gegeben, dass sie ihre Kapitalanlagen

stärker an Nachhaltigkeitszielen

ausrichten wollen. Einige

förderten nun das Reparieren von

Produkten, das Teilen mit anderen

oder gäben den Versicherten

die Möglichkeit mit Ökopunkten

Beiträge zu sparen.

© KACHKA/SHUTTERSTOCK.COM

Beispiele sind www.gruen-versichert.de

oder www.greensurance.de.

Die ethisch-ökologische

Versicherung „Fibur“ wurde 2016

mit dem Innovationspreis der

Bundesregierung ausgezeichnet

und berät zu allen Schichten der

Altersvorsorge. Bevor aber eine

übereilte Entscheidung getroffen

werde, rät Brockerhoff, beim eigenen

Versicherungsberater

nachzufragen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie

aussieht.

Auch ETF bemühen

sich um Nachhaltigkeit

Seit 2007 werden auch Greenbonds,

also festverzinsliche Wertpapiere

als grüne Anleihen am

Im Zweifel nachhaken

Ist meine „grüne“ Geldanlage tatsächlich nachhaltig?

Experten raten, genau hinzuschauen.

Markt gehandelt. Das eingesammelte

Geld der Investierenden

muss in Umwelt- und Energieprojekte

fließen, die zu einem

klima freundlichen

Umbau der

Wirtschaft

beitragen. Was die mittlerweile

beliebten ETF angeht,

kommt Brockerhoff zum Schluss:

„Die meisten sind derzeit leider

alles andere als nachhaltig und

können bestenfalls als ,hellgrün’

bezeichnet werden.“ Denn börsengehandelte

Fonds wie eben

ein passiver ETF investieren in

einen Aktienindex wie den DAX

oder Dow Jones. Und da sind auf

gar keinen Fall nur nachhaltige

Firmen dabei. Einen Lichtblick

gäbe es trotzdem: Der US-Indexanbieter

MSCI habe Anfang 2021

bekannt gegeben, dass er die Ausschlusskriterien

um fossile

Brennstoffe erweitere. So würden

nun auch bestimmte ETF angepasst.

„Kohle, Öl und Gas werden

damit tabu“, sagt Brockerhoff.

Und sie fügt hinzu: „Wer eine

strengere Definition von Nachhaltigkeit

hat, findet derzeit Lösungen

über aktive Investmentfonds.“

Zwar sind

dort die Gebühren

höher, weil der

attacke.love

Fonds von einem Manager „aktiv“

betreut wird. Aber dieser kann

dann eben auch auswählen, welche

Produkte im Fonds drin sein

sollen. Entsprechend der Nachhaltigkeitskriterien

des Investierenden.

Insgesamt gibt es eine positive

Nachricht für Grüne Geldanlagen,

wie im Buch von Jennifer

Brockerhoff deutlich wird.

Denn die Universitäten

Kassel und Hamburg

haben heraus gefunden,

dass nachhaltige

Geldanlagen

im Vergleich zu

konventionellen

gleich gut oder

sogar besser abschneiden.

Eine

Orientierung

bieten den Verbrauchern

zum

Beispiel das ECOreporter-Siegel

oder das FNG-Siegel.

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FOTOSTUDIO RITTER, DÜSSELDORF

Das Buch und die Autorin

Jennifer Brockerhoffs Buch „Grüne

Finanzen“ ist dieses Jahr im Oekom-Verlag

erschienen. Sie ist seit

20 Jahren als Finanzberaterin tätig -

unter anderem als selbstständige

Fachberaterin für nachhaltiges Investment.

Brockerhoff engagiert sich beruflich

sowie privat für ein Umdenken

und Umlenken von Finanzströmen im

Finanzwesen.

Auf Nachhaltigkeit

spezialisierte

Beraterinnen

und Berater

finden

sich im „Forum

Nachhaltige

Geldanlagen“

(www.forum-ng.org)

oder auf www.

ecoanlageberater.de).

Grüne Banken sind die GLS Bank, Triodos

Bank, Umweltbank, Steyler Ethik-

Bank, EthikBank, Pax-Bank, Bank für

Orden und Mission, Bank für Kirche

und Caritas, Tomorrow.

In Sachen Geldanlage findet ein

Umdenken statt. Bei einer Forsa-Umfrage

im Auftrag der Alternativbank

„Triodos“ gab gut ein

Fünftel (22 Prozent) der befragten

Erwachsenen in Deutschland

an, aktuell Geld nachhaltig

investiert zu haben, knapp

ein Drittel (31 Prozent) zeigte

sich offen dafür. Höchste

Priorität hat für diese Anleger,

ihr Geld in Unternehmen oder

Branchen zu investieren, die positive

soziale und/oder ökologische

Ziele verfolgen. Allerdings gibt es

bis heute keine einheitliche

Definition, was unter

nachhaltiger Geldanlage

zu verstehen ist.

Nach der neuen

EU-Verordnung fragen

Einen Beitrag zu mehr

Klarheit rund um Anlagen,

die Kriterien wie Umwelt, Soziales

und gute Unternehmensführung

(englisch abgekürzt:

ESG) stärker berücksichtigen,

will auch die EU-Kommission

leisten. Am 10. März dieses Jahres

trat die sogenannte Transparenzverordnung

(Sustainable Finance

Disclosure Regulation/SFDR) in

© NEMARIA/

SHUTTERSTOCK.COM

Kraft, nach der Finanzprodukte

hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit

klassifiziert werden. Weitere

Schritte auf europäischer Ebene

sind geplant. Nach Inkrafttreten

der EU-Verordnung habe

sich allein auf dem deutschen

Markt der Anteil der nachhaltigen

Fonds zum Ende des

ersten Quartals fast verdoppelt,

führte die Triodos-Bank

aus. Zum Thema Klimaschutz

gibt es in der Finanzbranche mittlerweile

zahlreiche Bemühungen.

Im April 2021 ging zum Beispiel

die „Net-Zero Banking

Alliance“ an den Start,

in der Banken rund um

den Globus anstreben,

ihren Ausstoß des Treibhausgases

Kohlendioxid

(CO ² ) bestmöglich zu

verringern. Viele Banken

legen aber auch eigene Programme

auf, um auf regionaler

Ebene einen Beitrag zu mehr

Nachhaltigkeit zu leisten. Wer sichergehen

will, dass sein Vermögen

nachhaltig verwaltet wird beziehungsweise

wer gezielt in entsprechende

Branchen oder Firmen

investieren will, muss aber

oft noch selbst aktiv werden.

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Nachhaltig

Wohin mit all den Batterien?

Die wachsende Beliebtheit der Elektromobilität stellt Autobauer und Forscher vor neue Herausforderungen.

Ein möglichst hoher Recycling-Anteil

bei Batterien könnte

in den kommenden Jahren zum

mitentscheidenden Faktor für

den Marktdurchbruch von Elektroautos

werden. Dies legen Beratungen

von Experten und Ergebnisse

einer Umfrage nahe.

„Wir müssen die Batterie als Teil

eines geschlossenen Kreislaufprozesses

sehen“, sagte Matthias

Ullrich aus der Elektrik- und

Elektronik-Entwicklung von

Volkswagen am Rande einer Tagung

in Braunschweig. Der Konzern

untersucht in einer Pilotanlage

in Salzgitter, wie sich die

Mehrfachverwertung der Zellmodule,

aber auch von Stoffen

aus dem Batteriegehäuse wie

Aluminium, Kupfer oder

Kunststoffen industriell

umsetzen lässt.

95 Prozent Recycling

werden angestrebt

Noch handelt es sich

um einen Testbetrieb

– mittelfristig soll jedoch

ein großangelegtes

Batterie-Recycling

entstehen. Ziel

sei es, eine Wiederverwertungsquote

von 95

Prozent zu erreichen, so

Ullrich: „Wir werden tonnenweise

Material haben, das aus den

Autos zurückkommt.“

Das schwedische Bergbau-Unternehmen

Eurobattery Minerals,

das Batterierohstoffe verstärkt in

Europa gewinnen will, legte eine

repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts

You-

Gov vor. Demnach wird nachhal-

Autobatterien können

aus technischer Sicht

recycelt werden, das

Verfahren ist aber noch

relativ aufwändig und

teuer.

© petovarga/Shutterstock.com

tige Produktion von E-Auto-Batterien

auch für viele Verbraucher

ein zunehmend wichtiges Kriterium.

Von denjenigen Befragten,

die den Kauf oder das Leasing eines

E- oder Hybridautos in Erwägung

ziehen, gab mehr als die

Hälfte (56 Prozent) an, dass ihnen

eine möglichst wenig umweltbelastende

Förderung von Batterie-Rohstoffen

einschließlich

guter Arbeitsbedingungen

wichtig oder sehr wichtig

sei. 35 Prozent erklärten,

sie würden höhere

Preise für E-Fahrzeuge

akzeptieren,

„wenn sie sicher sein

können, dass Mineralien

und Metalle der

Batterie nachhaltig

produziert wurden“.

Autobauer

werden selbst aktiv

VW, Daimler und Opel wollen

eigene Zellwerke errichten,

BMW setzt vorerst weiter auf

externe Lieferanten. Damit

tatsächlich große CO ² -Einsparungen

durch E-Mobilität

möglich sind, ist es mit den

Batterien allein allerdings nicht

getan. Es muss mehr Ökostrom

bereitgestellt werden. Und für

umweltbewusste und nachhaltige

Batterien muss die Gewinnung

von Rohstoffen wie Lithium, Kobalt,

Kupfer oder Nickel schonender

ablaufen. „Konfliktmineralien“

aus Krisengebieten, in denen

auch die sozialen Bedingungen

des Abbaus teils dramatisch sind,

sollen den Plänen verschiedener

Autobauer zufolge vermieden

werden – dies wurde im Juni im

Lieferkettengesetz verankert.

Der Chef des Geschäftsfelds

Batteriezellen und -systeme bei

VW, Frank Blome, sagt zum aktuellen

Rohstoffbezug: „Bisher ist

das vor allem unter der Kontrolle

unserer Zulieferer. Aber wir beteiligen

uns stärker. Und wir wollen

sicherstellen, dass alles regelkonform

ist.“ Die Feststoffbatterie,

bei deren Entwicklung sich

VW mit der US-Firma Quantumscape

zusammengetan hat, werde

bis zur technischen Reife und

zu großen Stückzahlen noch eine

Weile brauchen; „Aber wir investieren

weiter. Wir glauben, dass

die Feststoffzelle irgendwann

zwischen 2025 und 2030 dann

stärker kommen wird.“

Ulm hat ein Batterie-Forschungszentrum

Herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien

haben

ihre maximale Speicherkapazität

beinahe

erreicht. In der Ulmer

Wissenschaftsstadt suchen

Grundlagenforscher

und Praktiker deshalb

nach Batterien der

Zukunft. Dazu haben die

Universität Ulm, das

Karlsruher Institut für

Technologie (KIT) sowie

das Zentrum für

Sonnenenergie- und

Wasserstoff-Forschung

(ZSW) die

größte deutsche Plattform

für elektrochemische

Energieforschung,

Celest, gegründet.

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Kartons aus Recyclingmaterial und

Folienverpackungen aus Müllsäcken

Der Verbindungsspezialist KVT-Fastening aus Illerrieden arbeitet

stetig daran, weniger Müll zu produzieren. Recycling ist der Schlüssel.

Für die Zukunft

unserer Region

Die Nachhaltigkeits-Initiative von LEW –

für und mit Menschen, die aktiv einen Unterschied

beim Thema Nachhaltigkeit machen wollen.

Informieren und initiativ werden

unter bessermachen.lew.de

Isa Güzel (rechts) und Pascal Zech mit einem Karton, der zu 100 Prozent aus recyceltem Material besteht.

Im Versand von KVT-Fastening soll so wenig Müll wie möglich entstehen. Foto: KVT-Fastening

Gelebter Umweltschutz bedeutet

laut Isa Güzel vor allem: „Das

Thema Nachhaltigkeit mit Priorität

verfolgen, die entsprechenden

Stellschrauben identifizieren

und an ihnen drehen.“ Als Head

of Supply Chain Management bei

KVT-Fastening/Bossard

Deutschland rückt er dabei mit

seinem Team immer wieder das

riesige Lager des internationalen

Verbindungsspezialisten am

Stammsitz in Illerrieden in den

Fokus – die jüngsten Maßnahmen

betrafen die Kartonagen, in denen

täglich über 2,5 Millionen

Verbindungelemente (Einpressbefestiger,

Blindniete, Verschlüsse,

Schrauben, Muttern etc.) an

insgesamt ca. 7.000 Kunden bundesweit

verschickt werden. Das

ist eine Tonnage von rund 12,5

Tonnen pro Tag in weit mehr als

500 Paketen, „die wir in kleiner,

mittlerer und großer Variante

verwenden“, so Pascal Zech,

Group Leader Intralogistics.

Recyclingquote bei den Kartons:

zwischen 86 und 100 Prozent

Das ist eine Menge Karton, die

täglich benötigt wird und die

reichlich Potenzial „für mehr

Nachhaltigkeit beinhaltet“. Man

habe laut Pascal Zech deshalb

nochmal an den Umweltschutz-Stellschrauben

gedreht

und den Anteil von Recyclingmaterial

bei den kleinen Kartons

von 70 auf 86 Prozent und bei den

großen Kartons von 82 auf 88

Prozent erhöht. Bei den mittleren

Kartonagen gelang sogar ein

„zu 100 Prozent recycelt“! Damit

aber noch nicht genug: Auch bei

den Folienverpackungen, mit denen

Kleinmengen der Befestiger

von Groß- in Kleingebinde umgepackt

werden, gibt es eine umweltfreundliche

Neuerung: Das

Material einen großen Teils der

Folien besteht künftig aus recycelten

„Gelben Müllsäcken“.

Im Idealfall haben alle etwas

davon: Die Umwelt, das Unternehmen

und die Mitarbeiter. Isa

Güzel ist der festen Überzeugung,

dass nur so Umweltschutz

dauerhaft Wirkung zeigt und Erfolg

verspricht. Und so trifft es

sich gut, dass man als KVT-Fastening/Bossard

Deutschland mit

den Maßnahmen nicht nur etwas

für die Umwelt tut, sondern auch

den wirtschaftlich besten Weg

geht.


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Als Zukunftsfabrik ausgezeichneter Standort Ravensburg Vetter West.

Foto: Vetter

Nachhaltigkeit aktiv leben

Der Pharmadienstleister Vetter aus Ravensburg setzt auf Nachhaltigkeit in allen Bereichen. Ein wichtiges Ziel dabei ist, den ökologischen

Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.

Wir arbeiten

weiter daran,

unseren ökologischen

Fußabdruck so klein

wie möglich zu halten

Thomas Otto

Geschäftsführer Vetter

Die Geschichte von Vetter begann

mit einer Apotheke. Ein spätgotisches

Fachwerkhaus in der Ravensburger

Innenstadt erinnert an

diese ersten unternehmerischen

Schritte des Gründers Senator h.c.

Helmut Vetter in den 1950er-Jahren.

Heute ist das Familienunternehmen

einer der weltweit führenden

Pharma dienstleister sowie

einer der größten Arbeitgeber in

der Region Bodensee-Oberschwaben.

Der global agierende Pharmadienstleister

stellt für seine Auftraggeber

aus der Pharma- und

Bio techbranche Medikamente her,

die für viele Menschen lebensnotwendig

sind. Dazu gehören Präparate

für Krebspatienten, Mittel gegen

Multiple Sklerose und rheumatische

Arthritis bis hin zu Therapien

gegen seltene Krankheiten.

Bei Vetter arbeiten heute 5.500

Mitarbeiter in Ravensburg und

Langenargen, sowie an Standorten

in Österreich, Nordamerika und

Asien.

Eine erstaunliche Entwicklung,

die das High-Tech-Unternehmen

mit schwäbischer Gelassenheit

nimmt. „Wir sind bodenständig

geblieben und stolz auf unsere

Wurzeln hier in der Region, welche

uns diese positive Unternehmensentwicklung

ermöglicht hat“,

sagt Geschäftsführer Thomas

Otto. Seit der Gründung ist Vetter

konsequent seinen Weg als Familienunternehmen

gegangen, das

sein Tun zum Wohle des Patienten

ausrichtet und dabei langfristig

handelt. „Das Thema Nachhaltigkeit

spielt für uns auf vielen Ebenen

eine zentrale Rolle. Unser Ziel

ist es, die Lebensqualität von Millionen

von Patienten weltweit

nachhaltig zu verbessern“, so fasst

es Geschäftsführer Peter Sölkner

zusammen. „Verantwortung für

Patienten und gesellschaftliche

Verantwortung sind für uns untrennbar

miteinander verbunden.“

Einsatz für Klimaschutz

Das Verständnis dafür, dass die

globalen CO ² -Emissionen stark gesenkt

werden müssen, ist weltweit

gewachsen. Vetter hat die Bedeutung

des Themas früh erkannt. Das

Unternehmen nutzt seit vielen

Jahren grüne Technologien und investiert

kontinuierlich in den Klimaschutz.

Seit 2014 werden alle

deutschen Standorte mit Ökostrom

aus Wasserkraft betrieben –

zudem ist der Pharmadienstleister

seit diesem Jahr an allen weltweiten

Unternehmensstandorten

CO ² -neutral. Angesichts des hohen

Qualitätsstandards sowie zahlreicher

regulatorischer Vorgaben im

Pharma bereich lassen sich

Rest-Emissionen dabei nicht überall

komplett vermeiden. Umso

mehr liegt dem Unternehmen daran,

diese durch die Unterstützung

Unser Ziel ist

es, die Lebensqualität

von Patienten

weltweit nachhaltig

zu verbessern

Peter Sölkner

Geschäftsführer Vetter

von Klimaschutzprojekten sinnvoll

auszugleichen. Die Projekte

unterliegen dabei strengen Kriterien,

zum Beispiel der ausschließlichen

Produktion erneuerbarer

Energien wie Wind, Solar oder

Biogas. Auch lässt der Pharmadienstleister

seine Aktivitäten in

Starke Leistung: Alle globalen Unternehmensstandorte des

Pharmadienstleisters sind klimaneutral.

puncto Umwelt, Energiemanagement

und Arbeitssicherheit regelmäßig

zertifizieren.

Ein gutes Beispiel für Vetters

Nachhaltigkeitsstrategie ist das

Zentrum für Optische Kontrolle

und Logistik in Ravensburg. Es

kombiniert den Betrieb eines umweltschonenden

Biogas-Blockheizkraftwerkes

mit dem Einsatz

von Geothermie und der Nutzung

von Überschussenergie sowie

Photovoltaik-Anlagen. So wird ein

nachhaltiges Energiekonzept konsequent

umgesetzt. Der Standort

wurde dafür bereits mit einem renommierten

internationalen Branchenpreis

als „Zukunftsfabrik“

ausgezeichnet.

Fokus auf nachhaltiger Mobilität

Doch es muss nicht immer High-

Tech sein: Vetter geht auch abseits

davon neue Wege für eine

gesunde Mobilität und eine grünere

Heimat. Zum Beispiel bietet

das Unternehmen seinen Mitarbeitenden

ein Leasingmodell für

E-Bikes und Fahrräder an. Und

spornt die Belegschaft darüber

hinaus durch die Teilnahme an

Initiativen wie „Green Ways to

Work“ an, grüne Kilometer zu

sammeln. „Die Begeisterung unserer

Belegschaft für die Aktionen

und Angebote freut uns sehr“,

sagt Peter Sölkner.

Für Radler, die auf ihrem Weg

zur Arbeit ins Schwitzen gekommen

sind, gibt es in den Gebäuden

Duschmöglichkeiten. Darüber

hinaus investiert Vetter in

eine bessere Fahrradinfrastruktur.

Moderne Fahrradabstellplätze

mit Akkuladestationen für

E-Bikes sowie Vor-Ort-Sets für

kleinere Reparaturen sollen den

Umstieg auf das Rad noch attraktiver

machen. Der baden-württembergische

Verkehrsminister

Winfried Hermann unterstützt

das Projekt. „Mit Engagement und

Initiative wurde hier etwas vorangebracht,

das wichtig ist für

eine nachhaltige Entwicklung von

Wirtschafts- und Lebensräumen“,

so Hermann. Zwischen den einzelnen

Standorten können die

Mitarbeitenden Elektrofahrräder

nutzen – ein Modellprojekt in Zusammenarbeit

mit den Technischen

Werken Schussental.

Ein weiteres sichtbares Zeichen

der kontinuierlichen Weiterentwicklung

ist die aktive Beteiligung

des Familienunternehmens

an den landesweiten Nachhaltigkeitstagen,

einer Kampagne des

Nachhaltigkeits-Netzwerkes Baden-Württemberg“.

Die diesjährigen

Schwerpunktthemen Klima

und Gesundheit setzt Vetter mit

zahlreichen Aktivitäten um. Die

Initiativen reichen von verschiedenen

Mitmachaktionen bis hin

zum Bereitstellen von Recycling-Sammelboxen

für ausgediente

Mobiltelefone. Im Zusammenspiel

der Mitarbeitenden mit

dem Unternehmen entstehen so

laufend wertvolle Impulse für

noch mehr Nachhaltigkeit.

Kultur der Verantwortung

Unternehmen haben vielfältige

Möglichkeiten, Nachhaltigkeit zu

leben und zu einem bedeutenden

Teil ihrer Unternehmensphilosophie

zu machen. Bei Vetter gehören

hohe Standards in den Bereichen

Umwelt und Energienutzung,

Gesundheit und Arbeitssicherheit

ebenso dazu wie soziales

Engagement, Diversität und Bildung.

„Wir arbeiten weiter daran,

unseren ökologischen Fußabdruck

so klein wie möglich zu halten“,

fasst Thomas Otto zusammen.

„Als langfristig orientiertes

Familienunternehmen sehen wir

darin einen wichtigen Baustein

unserer gesellschaftlichen Verantwortung,

auch gegenüber unseren

Kindern und Enkeln.“

Über Vetter

Vetter ist mit aktuell 5.500 Mitarbeitenden

einer der weltweit führenden

Pharmadienstleister für die keimfreie

Abfüllung und Verpackung von Spritzen

und anderen Injektionssystemen.

Peter Sölkner ist seit 2008

Geschäftsführer der Vetter Pharma-

Fertigung GmbH & Co. KG. Er schloss

1992 sein Studium des Chemieingenieurwesens

an der Technischen

Universität Dortmund ab und

graduierte 2001 an der Columbia-

Universität in New York als MBA.

Thomas Otto ist seit 2002

Geschäftsführer der Vetter Pharma-

Fertigung GmbH & Co. KG. Nach dem

Abschluss seines Studiums der Verpackungstechnik

und Druckverarbeitung

an der Fachhochschule Stuttgart

arbeitete Otto ab 1990 in verschiedenen

Funktionen bei Vetter.

Info Vetter Pharma-Fertigung

GmbH & Co. KG

Schützenstraße 87

88212 Ravensburg

Telefon: +49-(0)751-3700-0

E-Mail: info@vetter-pharma.com


Nachhaltig

Zweites Leben

für Smartphones

Neuer, schneller, besser – und teurer. Wer

beim jährlichen Run aufs neue Smartphone

nicht mitmacht, findet gute Alternativen.

Mit geschickten Fingern hat Sebastian

Heyn das Smartphone in

Einzelteile zerlegt. Erst musste er

das Gerät in einem Automaten erwärmen

und so den Kleber lösen.

Nun liegen die Teile säuberlich

sortiert vor ihm: Akku, Platine,

Koaxialkabel, Frontkamera. „Bei

diesem Gerät muss das Display

ausgetauscht werden“, sagt der

35-Jährige. Ist es einmal zerlegt,

könnten auch andere Bauteile, deren

Lebensende naht, gleich gewechselt

werden. Werkstätten

wie hier in Hartmannsdorf bei

Chemnitz reparieren Handys für

ihre Besitzer oder Garantiefälle.

Doch auch ausrangierte Altgeräte

landen dort und bekommen ein

zweites Leben eingehaucht.

10,4

Millionen Geräte hat allein der

Hersteller Apple im Jahr 2020 zurückgenommen

und generalüberholen

lassen. Das nennt man neudeutsch

„Refurbishment“.

Längere Nutzungsdauer

und anschließendes Recycling

Rund 206 Millionen solcher Handys

und Smartphones schlummern

in den Schubladen von Privatleuten

in Deutschland. Das hat

eine Befragung im Auftrag des

Branchenverbandes Bitkom ergeben.

Im Sinne des Klima- und

Umweltschutzes sei anzustreben,

die Geräte länger zu nutzen, erklärt

Bitkom-Experte für Nachhaltigkeit,

Niklas Meyer-Breitkreutz.

Denn die Herstellung

mache den Großteil ihres ökologischen

Fußabdruckes aus. Innovationssprünge

bei neueren Modellen

seien inzwischen geringer

als früher, so dass junge Gebrauchte

attraktiver bei einer

Neuanschaffung werden, schätzt

der Experte. Das „Refurbishment“,

wie Fachleute die Generalüberholung

nennen, sei ein

Wachstumsmarkt mit großem Potenzial.

Gebrauchte Handys wurden

bisher häufig privat verkauft. Für

Käufer und Verkäufer lauern dabei

Gefahren. Private Daten könnten

in falsche Hände gelangen

und eine Garantie gibt es für den

Käufer nicht. Etliche Verbraucher

horten die Geräte deswegen lieber

in ihrer Schublade, wie die

Bitkom-Befragung ergab. Auch

um im Notfall ein Ersatzgerät zur

Hand zu haben. Pierre-Pascal Urbon

sieht im bisherigen Abwicklungsprozess

eine Hürde. Er ist

Vorstandschef der Komsa AG, eines

der größten Familienunternehmen

in Ostdeutschland. Mehr

als eine Million Geräte werden in

Hartmannsdorf pro Jahr repariert

oder aufbereitet. Nun will Komsa

bei Ankauf, Aufbereitung und

Verkauf gebrauchter Smartphones

stärker mitmischen. Bisher ist

die Firma dabei etwa über Fachhändler

aktiv, nun wird ein digitaler

Marktplatz für Endkunden

vorbereitet.

Das Potenzial haben auch andere

Unternehmen erkannt. Hersteller

wie Apple und Samsung

bieten beim Kauf neuer Geräte

an, das alte in Zahlung zu nehmen.

Sie werden aufbereitet oder

gehen ins Recycling, um Rohstoffe

zurückzugewinnen. Laut Apple

wurden im vergangenen Jahr

weltweit 10,4 Millionen Geräte

Wer privat am

Smartphone bastelt,

riskiert, dass die

Garantie erlischt.

Foto: © Prostock-studio/Shutterstock.com

dem Refurbishment zugeführt

und 39 000 Tonnen Elektroschrott

dem Recycling. Das ist aber nur

ein Bruchteil der verkauften Neugeräte,

schätzungsweise über 200

Millionen Stück im vergangenen

Jahr. Daneben verzeichnen Internetplattformen

wie Refurbed und

Back Market in Deutschland nach

eigenen Angaben hohe Wachstumsraten.

Auf solchen Marktplätzen

können Verbraucher ihre

Altgeräte zu Geld machen und es

werden generalüberholte Elektrogeräte

angeboten. „Der Markt

wächst massiv“, sagt Refurbed-Mitgründer

Kilian Kaminski.

Sein Unternehmen habe den Umsatz

im vergangenen Jahr mehr als

verdreifacht. Für den Verbraucher

sei der Erlös umso höher, je

neuwertiger ein Gerät sei. „Ich

schätze, dass bereits mehrere Millionen

refurbishte Geräte in

Deutschland pro Jahr verkauft

werden.“ Smartphones machten

dabei den größten Anteil aus.

Deutschland hinkt

deutlich hinterher

Im Vergleich zu anderen Ländern

hinke Deutschland jedoch hinterher.

Während in Frankreich etwa

40 Prozent der Menschen solche

Smartphones nutzten, seien es in

Deutschland erst rund 10 Prozent,

erläutert der Deutschlandchef

von Back Market, Martin Hügli,

mit Verweis auf interne Daten.

„Da ist noch eine Menge Luft

nach oben und wir stehen hier

erst am Anfang.“ Das wichtigste

Argument für Verbraucher sieht

er in einem besseren Preis-Leistungsverhältnis

im Vergleich zu

Neugeräten. Die größte Nachfrage

gebe es für Smartphones, die

vier bis sechs Jahre alt seien.

Das Umweltbewusstsein

spielt den Experten zufolge zunehmend

eine Rolle. „Nachhaltigkeit

nimmt bei Endkunden einen

immer größeren Stellenwert

ein“, sagt Komsa-Chef

Urbon und verweist

etwa auf die Fridays-for-Future-Bewegung.

„In Zukunft

könnte es hip

sein, ein gebrauchtes

Gerät zu haben

statt ein neues.“ Neben

Privatleuten sieht er Firmen

als Zielgruppe, die etwa eine große

Zahl von Beschäftigten mit dezentralen

Arbeitsplätzen ausstatten

wie Service-Mitarbeiter oder

Paketzusteller. Und nicht nur Unternehmen

haben die ausgemusterten

Smartphones im Blick. Seit

einigen Jahren sammelt etwa das

katholische Hilfswerk Missio

Handyspenden. Rund 240 000

Geräte wurden den Angaben zufolge

abgegeben. Der überwiegende

Teil sei recycelt worden –

so konnten Gold, Silber und Kupfer

zurückgewonnen werden.

Rund 20 000 Geräte wurden aufbereitet

und weiterverkauft, wie

ein Sprecher informiert. Insgesamt

wird der Erlös auf 127 000

Euro beziffert, der in Hilfsprojekte

geflossen sei.

Für einen guten Zweck sammelt

auch der Naturschutzbund

(Nabu) ausrangierte Handys und

Smartphones. Unter dem Motto

„Handys für Hummel, Biene und

Co“ kooperiert der Verein dabei

mit dem Telekommunikationsprovider

Telefónica Deutschland

(O2) bereits seit 2011. Für die gesammelten

Handys spendet Telefónica

jährlich eine feste Summe,

die in den Nabu-Insektenschutzfonds

fließt.

FREISTELLER: © VECTOR TRADITION/SHUTTERSTOCK.COM

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Arzneimittelunternehmen Teva wird klimaneutral

Die Teva-Standorte in Ulm und Blaubeuren sind ab diesem Jahr klimaneutral – und damit Vorreiter in der deutschen Pharmabranche.

Neue Photovoltaikanlage in

der Größe eines Fußballfeldes

auf dem Dach des

Hochregallagers der Teva.


Foto: Teva

Die E-Autos der Teva werden über den

in der eigenen Photovoltaikanlage erzeugten

Strom betrieben. Foto: Teva

Mit dem EMAS-zertifizierten

Umweltengagement, dem europaweit

höchsten Standard für betriebliches

Umweltmanagement,

geht Teva seit 1996 in der deutschen

Pharmabranche voran und

entwickelt sich stetig weiter. In

diesem Jahr erreicht das Unternehmen

einen weiteren Meilenstein

indem es die direkten und

energiebezogenen Emissionen

seiner deutschen Standorte klimaneutral

stellt.

Bei Teva steht der verantwortliche

Umgang mit der Umwelt in

direkter Verbindung mit dem

Kerngeschäft: Die Überzeugung,

dass Gesundheit eine gesunde

Umwelt braucht. Als Pharmaunternehmen

setzt Teva vor allem

in den Bereichen Produktion und

Logistik an und geht nach dem

Prinzip Emissionen „reduzieren

– vermeiden – kompensieren“

vor. Bei den Schritten „reduzieren“

und „vermeiden“ wurden im

Rahmen des Umweltmanagements

schon viele Möglichkeiten

ausgeschöpft: Durch den Bezug

von regenerativem Strom sowie

Fernwärme konnte beispielsweise

der CO ² -Ausstoß im Vergleich

zum Jahr 2015 um etwa 50 Prozent

reduziert werden. Im Mai

2021 hat Teva am Ulmer Standort

eine neue Photovoltaik-Anlage

mit einem Jahreserzeugnis

von 1 Million Kilowattstunden in

Betrieb genommen, die jährlich

etwa 700 Tonnen CO ² einspart.

Der dort erzeugte Solarstrom

Wir sind stolz darauf im Jahr 2021 die

Klima neutralität an unseren deutschen

Standorten erreicht zu haben. Unsere Reise zu

mehr Nachhaltigkeit geht jedoch immer weiter

und wir arbeiten bei Teva als Geschäftsführung,

gemeinsam mit allen Mitarbeitern

auch künftig daran, uns immer umweltverträglicher

aufzustellen.

Andreas Burkhardt, General Manager

Teva Deutschland und Österreich

dient der Versorgung des Ulmer

Werksgeländes und macht es

möglich, die firmeneigene E-Auto-Flotte,

die den Mitarbeitern

für Dienstfahrten zwischen den

Standorten zur Verfügung stehen,

emissionsfrei zu betreiben.

Kompensation der nicht

vermeidbaren Emissionen

In diesem Jahr nun stellt Teva

die deutschen Standorte klimaneutral.

Teva Deutschland kompensiert

hierzu seine aktuell

verbleibenden, noch nicht vermeidbaren

Emissionen von rund

20 000 Tonnen CO ² als produzierendes

Unternehmen: So

stellt es die Emissionen, die direkt

an den deutschen Standorten

durch Produktion, Logistik,

den Betrieb der Gebäude oder

durch die Arbeit der Mitarbeiter

anfallen sowie den Energiebedarf

klimaneutral (Scope 1

und 2). Den Hauptteil der zu

kompensierenden Emissionen

verursacht der Energieträger

Erdgas: Er ist aktuell für den Betrieb

hocheffizienter Blockheizkraftwerke

und Dampfkessel für

die Medikamentenproduktion

noch unerlässlich. Der zweitgrößte

Emissions-Posten entfällt

auf den Kraftstoffverbrauch

durch Lkw in der Logistik sowie

durch Dienstwägen.

Die Kompensation wird über

das Unternehmen atmosfair mittels

eines Kompensationsprojekts

in Südindien gewährleistet, das

nach dem höchsten Standard

„Gold Standard for the Global

Goals“ (GS4GG) zertifiziert ist: In

Westbengalen investiert Teva

Deutschland in die Produktion

und den Verkauf effizienter Holzvergaseröfen

für die lokale Bevölkerung.

Neben verbesserter Gesundheitsbedingungen

lassen sich

so die dortigen Mangrovenwälder

vor Abholzung schützen und effektiv

CO ² -Emissionen einsparen.

Das Projekt vereint so Tevas

größtes Anliegen: Den Schutz der

Gesundheit und der Umwelt.

1 Mio.

Kilowattsstunden Strom pro Jahr

erzeugt die neue Photovoltaik-Anlage

von Teva. Sie ging im Mai 2021 in Betrieb.

Der Solarstrom wird für die Versorgung

des Werksgeländes genutzt,

außerdem fährt die firmeneigene

Flotte an E-Autos mit diesem Strom.

Jedes Jahr spart die Photovoltaikanlage

etwa 700 Tonnen CO₂ ein.


Nachhaltig

Ein Blick in die Zukunft

Wie die Expo 2020, die kürzlich begonnen hat, die Welt ein bisschen besser machen will.

Einer der Zugänge zur diesjährigen Expo in Dubai.

Nicht weit von der emiratischen

Wüste entfernt ragen an Dubais

Stadtrand drei kolossale Tore in

den Himmel. Aus der Ferne müssen

sie wirken wie hauchdünnes

Gitterwerk, aus nächster Nähe

könnten Besucher sich eher an

Portale zur nächsten Dimension

erinnert fühlen. Die 20 Meter hohen

Eingänge zur Expo 2020 aus

dunklem Kohlefaser-Geflecht lassen

ahnen, wie die erste Weltausstellung

im arabischen Raum sich

präsentieren will: groß, einzigartig

und als direkter Weg in die

technischen Errungenschaften

von morgen.

Am 1. Oktober begann die

Weltausstellung. Wohlgemerkt,

unter dem Namen Expo 2020 -

wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft

wirkte sich die Pandemie

nicht auf den Namen aus. Die

Expo 2020 ist ein Mega-Projekt.

6 Monate Dauer, 280 Fußballfelder

Fläche, rund 190 ausstellende

Länder, 225 Millionen Arbeitsstunden

für den Aufbau, 25 Millionen

erwartete Besucher. Auch

wenn Gastgeber Dubai nicht unumstritten

ist – Stichwort Menschenrechte

– zu sehen gibt es

wirklich einiges, darunter auch

Innovationen, die in Sachen

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

künftige Maßstäbe setzen.

Das Thema Nachhaltigkeit ist sogar

eines der Kernthemen der

Ausstellung.

Ein Beispiel dafür ist der Pavillon

der Gastgeber selbst, ein

spektakulärer Bau des spanischen

Star-Architekten Santiago Calatrava.

Wie bei einem „Falken im

Flug“ legen sich weiße Flügel

über das Dach, schreibt das Expo-Büro

der Vereinigten Arabischen

Emirate (VAE). Mit den hydraulisch

einklappbaren Finnen

lassen sich Sonneneinstrahlung

und Schatten am Gebäude regeln.

Den Strom für Hydraulik und

Licht liefern Photovoltaikanlagen.

Auch Österreich sorgt für Gesprächsstoff

mit einem Pavillon,

der dem Architekturbüro Querkraft

zufolge einen „achtsamen

und respektvollen Umgang mit

unseren irdischen Ressourcen“

einfordert. Ein Netzwerk aus 38

miteinander verschnittenen Kegeln,

inspiriert von der arabischen

Lehmarchitektur, verzichtet

dort fast ganz auf übliche Klimatechnik.

Singapur lädt dagegen

in einen tropischen Regenwald,

die Niederlande wiederum haben

mit einer vertikalen Pilzfarm ein

Mini-Biotop geschaffen, in dem

das Klima auf natürliche Weise

kontrolliert wird.

Fotos: © Creative Family/shutterstock.com

Klimawandel ist allgegenwärtig

Klima, Energie und ein nachhaltiger

Umgang mit den Ressourcen

der Erde beschäftigten schon

die letzte große Expo 2015 in Mailand

und die kleinere Spezial-Expo

2017 in Kasachstan. In den

Emiraten, wo zusammen mit den

Golf-Nachbarn Bahrain, Katar

und Kuwait pro Kopf so viel Energie

verbraucht wird wie in wenigen

anderen Ländern, ist das Klima

jetzt allgegenwärtiges Schlagwort.

Das Emirat Dubai will bis

2030 etwa den größten Solarpark

weltweit bauen, der dann geschätzt

ein Viertel des gesamten

Dubaier Energiebedarfs decken

soll.

Im deutschen Pavillon, organisiert

von der Koelnmesse im Auftrag

des Bundeswirtschaftsministeriums,

ziehen sich diese Themen

bis zu Fragen beim Mobiliar,

Teppichen und Sitzkissen im

Restaurant. Das Ziel: Mit so wenig

Bauteilen und Gebäudemasse

wie möglich einen möglichst großen

Raum schaffen. Sogenannte

„graue Energie“ für Herstellung,

Transport, Lagerung und Entsorgung

soll dabei minimiert werden,

heißt es in einem Papier des

Pavillons. Die deutschen Teilnehmer

erwarten über die sechs Expo-Monate

rund drei Millionen

Besucher.

Viele Pavillons beschäftigen sich mit dem Thema Nachhaltigkeit.

Die kleinen Roboter sind Wegweiser auf der Expo 2020.

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Nachhaltiger Strom

aus der Nachbarschaft

Das gibt’s nur bei den SWU Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm: In der

Region erzeugter Strom für die Menschen in der Region. Einer der

Anlagenbetreiber: Matthias Kühnbach aus Ulm-Donaustetten.

Immer mehr Menschen möchten

wissen, wo und wie ihr Gemüse

oder ihr Fleisch produziert werden.

Sie legen Wert auf nachhaltige

Produkte aus der Region. Das

geht nun auch bei Strom – mit

SWU RegionalStrom von den

SWU Stadtwerken Ulm/Neu-

Ulm. „SWU RegionalStrom ist

nachhaltig produzierter Strom,

der in unserer Region erzeugt

und von Familien verbraucht

wird, die hier leben“, erklärt Tobias

Mahler, Leiter Vertrieb Privatkunden

bei der SWU. Die Vorteile

liegen auf der Hand: „Damit

wird die Energiewende vor Ort

vorangetrieben und die Wirtschaft

in der Region unterstützt.“

Matthias Kühnbach mit seiner Familie. Der Landwirt aus dem Ulmer

Stadtteil Donaustetten produziert auf dem Dach seiner Mehrzweckhalle

RegionalStrom für die SWU-Kunden.

Foto: SWU

Nachweislich aus der Region –

mit voller Transparenz

Erzeugt wird SWU Regional-

Strom vorwiegend mit Wasserkraft,

sowie mit Photovoltaik- und

Biogasanlagen von Landwirtschaftsbetrieben

und Unternehmen

aus der Region. „Kunden

können sich die Anlagen, von denen

ihr Strom kommt, also jederzeit

ansehen“, bekräftigt Mahler.

Doch das ist nicht der einzige

Nachweis. Das Umweltbundesamt

stellt sogenannte Regionalnachweise

aus, die belegen, dass

der Strom tatsächlich in der Region

50 Kilometer um Ulm/Neu-

Ulm erzeugt wird. Sobald eine Kilowattstunde

SWU Regional-

Strom verkauft ist, wird der Nachweis

entwertet. „Das garantiert,

dass jede Kilowattstunde nur einmal

auf den Markt kommt“, betont

Mahler. So erhalten Verbraucher

von SWU RegionalStrom

volle Transparenz und leisten einen

wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Mit den Kunden werden

auch die Anlagenbetreiber

Teil der Energiewende vor Ort.

„Als Partner der SWU profitieren

sie von einer verlässlichen Vermarktung“,

so Mahler. „Zusätzlich

erhalten sie ein hohes Maß

an Planungssicherheit.“

Matthias Kühnbach

von Anfang an dabei

Ein Partner der ersten Stunde ist

unter anderem Matthias Kühnbach

aus Ulm-Donaustetten,

Landwirt aus Leidenschaft. „Meinen

Kindern zu erklären, dass der

Strom für viele Familien aus der

Region nicht von irgendwo

kommt, sondern auf unserem

Dach entsteht, macht mich stolz“,

so der zweifache Familienvater.

Er produziert mit der PV-Anlage

auf dem Dach seiner Mehrzweckhalle

über 100.000 Kilowattstunden

Strom.

So wie Matthias Kühnbach

geht es vielen Betrieben und Unternehmen

der Region. Sie möchten

Gutes für ihre Heimat und deren

Menschen tun und auch bald

für den SWU RegionalStrom produzieren.

Mehr Infos online unter

swu.de/regionalstrom

Übrigens: Der Anzeigenhintergrund zeigt die Haine

im Ursprung, in denen die Kokospalmen wachsen.

PURER

GENUSS.

SOZIAL UND

NACHHALTIG

PRODUZIERT.

Seeberger. Macht Appetit auf Natur.

Verantwortung

für Mensch und Natur

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

mit dem Lieferanten seit 2012

Soziale und nachhaltige Produktion in Ghana,

z.B. betriebseigene Vorschule, kostenlose

Transportmöglichkeiten zur Arbeit, uvm.

Über 1000 Menschen arbeiten dort und

haben somit ein ganzjährig gesichertes

Einkommen

Geerntet werden ausschließlich reife

Kokosnüsse vom Boden

Pure Kokosnuss – nur gewaschen,

geschnitten, getrocknet

#AppetitAufNatur


Nachhaltig

Auf treue Mitarbeiter setzen liegt im Trend

Immer mehr Unternehmen entdecken und schätzen die zahlreichen Vorteile eines nachhaltigen Personalmanagements. Dabei stehen aber

nicht nur Mitarbeiterbindung oder flexible Arbeitszeitmodelle im Fokus – auch die ökologische Seite spielt eine Rolle. Von Martin Dambacher

FOTO: MUNK GMBH

© VECTORMINE/SHUTTERSTOCK.COM

Über Ferdinand Munk

Ferdinand Munk, Inhaber und

Geschäftsführer der familiengeführten

MUNK Group, wurde 2011

in den Wirtschaftssenat des

Bundesverbandes mittelständische

Wirtschaft (Der Mittelstand.BVMW)

berufen und 2016

zum Senator h.c. ernannt. Seit

2017 ist er Vorsitzender der Bundeskommission

Arbeit und Soziales,

in der er die Arbeitswelt aktiv

mitgestaltet und für den Mittelstand

relevante Themen zielgerichtet

angeht. Die

Kommission erkennt und versteht

die Herausforderungen des

Mittelstandes und ist direktes

Bindeglied zwischen Wirtschaft

und Politik. Seit 2018 ist Ferdinand

Munk zudem Vorsitzender

in der BVMW-Bundeskommission

„Bundeswehr und Mittelstand“.

Über den BVMW:

die Stimme des

Mittelstands

Der BVMW vertritt im Rahmen

der Mittelstandsallianz die Interessen

von über 900 000

Unternehmerstimmen. Gegenüber

Regierungen, Parlamenten,

Ministerien, Großunternehmen

und Gewerkschaften setzt sich

der BVMW erfolgreich für die Interessen

der mittelständischen

Wirtschaft ein. Der BVMW zeichnet

sich durch individuelle, praxisnahe

Problemlösungen und

persönliche Betreuung seiner

Mitglieder vor Ort aus. Über 300

Repräsentanten haben jährlich

rund 800 000 direkte Unternehmerkontakte.

Der BVMW bietet

ein starkes Netzwerk, organisiert

über 2000 Veranstaltungen im

Jahr und ist weltweit auf wichtigen

Wachstumsmärkten mit eigenen

Auslandsbüros präsent.

Der rasant voranschreitende

Klimawandel ist wohl

mit die größte Herausforderung

unserer Zeit, weshalb

der nachhaltige Umgang mit

natürlichen Ressourcen bei

vielen von uns oberste Priorität

hat. Wie so oft hängt

der Erfolg dabei vom Tun

der Menschen ab – und das

sowohl im privaten als auch

im beruflichen Umfeld. Der

Unterschied: Während zuhause

jeder direkt auf seinen

Lebensstil Einfluss nehmen

kann, ist dies in Büro

und Werkstatt leider oft nur

sehr bedingt oder gar nicht

möglich. Man ist vom Umfeld

abhängig, vom Arbeitgeber.

Wer privat mit dem

Elektroauto unterwegs ist,

dienstlich aber mit einem

Benziner, legt eben nur die

halbe Strecke nachhaltig zurück.

Doch genau diese Abhängigkeit

wandelt sich gerade.

Denn nicht nur potentielle

Bewerber legen bei ihrer

Auswahl des Arbeitsplatzes

immer mehr Wert auf das

soziale, ökologische und gesellschaftliche

Engagement

einer Firma, sondern auch

die bestehenden Mitarbeiter.

Dies zeigen auch die Ergebnisse

einer Studie, die

der weltweit tätige Personaldienstleister

Randstad

im März 2020 in Kooperation

mit dem Meinungsforschungsinstitut

Civey bei

den Besuchern von etwa

25 000 Webseiten per Online-Befragung

zum Thema

Nachhaltigkeit durchgeführt

hat. Demnach ist für

mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer

das Thema

Wir gestalten Zukunft.

Nachhaltig. Mit Kupfer.

Nachhaltigkeit ein wichtiges

Kriterium bei der Arbeitgeberwahl

(35 Prozent),

zudem gewinnen digitale

Tools und Prozesse (21 Prozent)

sowie klimaneutrale

Dienst reisen (26 Prozent)

weiter an Bedeutung. Am

meisten punkten Arbeitgeber

derzeit jedoch mit einem

nachhaltigen Gesundheitsschutz,

was für 41 Prozent

der Arbeitnehmer ganz

hoch im Kurs steht.

Der persönliche

Kontakt zählt

Diesem Aspekt kann auch

Ferdinand Munk nur beipflichten,

der seit 2017

den Vorsitz der Kommission

für Arbeit und Soziales

des Bundesverbandes mittelständischer

Wirtschaft

(BVMW) innehat. „Neben

einem modernen Arbeitsumfeld

und einer guten

Verkehrsanbindung gehören

Dinge wie flexible Arbeitszeitmodelle,

Gesundheitskurse

oder Betriebsrenten

heute schon fast zu

den Minimalanforderungen

von Arbeitnehmern“,

erklärt Ferdinand Munk.

Damit Arbeitskräfte langfristig

blieben, müsse der

Mittelstand im Konkurrenzkampf

mit Konzernen jedoch

noch weitere Anreize schaffen.

So könnten in der Provinz

ansässige Unternehmen

etwa Ansätze zur Vermeidung

oder Verringerung von

Stress, Motivationslöchern

oder diverser Erfolgshemmnisse

in ihre Arbeitsphilosophie

integrieren, um damit

Überforderung und Burnout

von Anfang an zu minimie-

ren, so Munk. Letztere seien

übrigens vor allem in Großunternehmen

ein erhöhter

Risikofaktor. „Und so banal

es auf den ersten Blick klingen

mag“, verrät der 60-jährige

Firmeninhaber – der

persönliche Kontakt zum

Mitarbeiter sowie das wirkliche

Interesse an seiner Person

und Lebenssituation

könne sich ebenfalls als lohnende

Investition erweisen,

um die Identifikation und

Bindung zum Unternehmen

zu stärken.

Mitarbeiterbindung

als Erfolgsgeheimnis

Und genau hierauf gründet

das Prinzip der Nachhaltigkeit

im Personalmanagement,

das sich nur dann

verwirklichen lässt, wenn

es auf der Selbstverantwortung

der Mitarbeitenden

aufbaut und zukunftsorientiert

ausgerichtet ist.

Das trägt nicht nur dem

Wohlbefinden der Mitarbeiter

Rechnung, sondern kann

dem Unternehmen auch

Geld sparen. Während Kündigungen

oder Entlassungen

neben einem aufwändigen

Recruiting-Prozess oft auch

Einfluss auf die Reputation

als sicherer Arbeitgeber zur

Folge haben, können sich

zunächst kostenintensive

Ausbildungen später bezahlt

machen, in dem sie

hohe Suchkosten sparen

und dem Fachkräftemangel

vorbeugen. „Einfacher als

neue Mitarbeiter zu suchen

und anzulernen ist es, vorhandene

Mitarbeiter und

deren Know-how an das Unternehmen

zu binden“, weiß

BVMW-Vertreter Ferdinand

Munk.

Nach wie vor ließen sich

die meisten Führungskräfte

aus guten Fachkräften entwickeln.

„Dem Mittelstand

als attraktiver Arbeitgeber

kommen hierbei vor allem

die flachen Strukturen und

die große Aufgabenvielfalt

zugute“, ergänzt Munk.

Aber auch das familiäre und

wertschätzende Umfeld innerhalb

der Firma hätten für

den Verbleib und Aufstieg

von Arbeitskräften großen

Einfluss. Nicht zuletzt würden

regelmäßige Mitarbeiterevents

für einen starken

Zusammenhalt und ein gutes

Arbeitsklima im Betrieb

sorgen.

Kupfer steht für ressourcenschonende und energieeffiziente Lösungen für die vernetzte und elektrifizierte Welt von morgen

und ermöglicht den Übergang zu einer CO 2

-armen Wirtschaft.

Als Weltmarktführer leisten wir einen wesentlichen Beitrag für die Nachhaltigkeitstransformation in Bereichen wie Mobilität, Kälteund

Klimatechnik und Digitalisierung. Dazu investieren wir in Talente, Technologien und Innovationen – seit über 200 Jahren.

Wieland. Empowering Success.

#EnablingSustainability

5 Elemente für nachhaltiges

Personalmanagement

1.

Gezielte Aus- und Weiterbildung

Die Azubis

und Studenten von heute sind

die Fachkräfte von morgen. Die

Zeiten, in denen Auszubildende

nur billige Arbeitskräfte waren,

sind deshalb längst vorbei. Und

auch Mitarbeiter, die schon länger

im Unternehmen sind, können

den Wunsch nach Veränderung

spüren. Wer als Arbeitgeber

diese Entwicklung fördert, profitiert

später davon.

2. Gestaltungsspielräume

schaffen und nutzen

Elternzeit, Pflegezeit,

Homeoffice – ein Arbeitgeber,

der seine Mitarbeiter in allen Lebenslagen

unterstützt, fördert

die Loyalität.

3. Gesundheitsfürsorge

Impfungen durch den

Betriebsarzt, Kurse zur Rauchentwöhnung,

zur Resilienz und

zu anderen Gesundheitsthemen,

höhenverstellbare Schreibtische

– der Arbeitgeber profitiert von

einem niedrigeren Krankenstand.

www.swu.de

4.

Kommunikation Der

Flurfunk macht oft

schnell die Runde – nur stimmt

eben nicht immer alles, was Mitarbeiter

sich gegenseitig erzählen.

In einem Unternehmen mit

offener, klarer Kommunikationskultur

erfahren die Mitarbeiter

vom Vorgesetzten oder vom

Chef, was Sache ist. Rundschreiben,

ein internes Kommunikationstool,

ein gut gepflegtes

Schwarzes Brett oder eine Mitarbeiterzeitung

helfen dabei.

5.

Wertschätzung Es ist

wie in einer Liebesbeziehung

– man sollte sich öfter sagen,

was man aneinander

schätzt. Ein „Danke“ vom Vorgesetzten,

ein Lob für ein erfolgreich

abgeschlossenes Projekt

oder sogar ein Bonus zeigen dem

Mitarbeiter, dass er hier richtig

ist. Die Wertschätzung muss

nicht immer in barer Münze erfolgen,

sondern kann sich auch

in Sachwerten ausdrücken. Ein

Dienstwagen, ein Diensthandy

oder ein Gutschein tun es auch.

swu2go:

E-Carsharing

Ob zum Großeinkauf, Stadtbummel oder Wochenendausflug,

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Und neu am Eselsberg in Ulm: Auch E-Lastenräder

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swu.de/swu2go

wieland.com


Nachhaltig

Nachhaltigkeit kommt an – oder?

Viele Unternehmen bekennen sich zu Nachhaltigkeit - doch wissen das auch Partner und Kunden? Neben der Nachhaltigkeit

an und für sich gewinnt auch die Kommunikation darüber an Bedeutung. Von Isabella Hafner

„Tue Gutes und rede darüber“ –

ein Satz, der immer wieder Unternehmern

ans Herz gelegt wird.

Und der Titel eines vor 50 Jahren

erschienenen PR-Buches von

Georg-Volkmar Graf Zedtwitz-Arnim.

Auf faire, menschen- und umweltfreundliche

Produktion zu

setzen, ein Produkt herzustellen,

das keinen Schaden anrichtet, ja

sogar einen positiven Mehrwert

für die Gesellschaft hat oder einen

Teil der Gewinne zu spenden

– schön und gut. Aber wie schön

wäre es, wenn mehr Menschen so

ein „gutes“ Produkt auch kaufen

würden? Damit sich was ändert.

Dazu müssen sie allerdings überhaupt

erst von dem „Guten“ erfahren.

Dem Produkt sieht man

es nicht an

Simon Norris, der am Zentrum für

Nachhaltigkeitsmanagement der

Leuphana Universität Lüneburg

forscht, sagt: „Bei Nachhaltigkeit

hat man das Problem: Dem Produkt

sieht man meist nicht gleich

an, wie nachhaltig es ist.“ Bei einem

Smartphone etwa erkenne

man die Funktionen sofort, aber

nicht, wie es eigentlich hergestellt

wurde. „Und wenn man im Supermarkt

für alles, was man kaufen

will, erstmal beurteilen müsste, ob

es nachhaltig produziert ist, wäre

man den halben Tag dort.“ Unternehmen

müssten also Nachhaltigkeit

mehr kommunizieren. Gleichzeitig

sei da die Herausforderung,

nicht mit Informationen zu überfluten.

Siegel vereinfachen die

Beim Einkauf wird Nachhaltigkeit

immer wichtiger.

Foto: © Pavelborn/Shutterstock.com

Entscheidungsfindung. Das

Bio-Siegel, das von der EU gemeinsam

entwickelt wurde, stellt

allerdings nur Mindeststandards

dar. Deutsche Siegel, wie Bioland

oder Demeter, sind strenger.

Der Lebensmittelhersteller Veganz

dagegen nutzt ein Sterne-System.

Ist ein Produkt umweltfreundlicher,

bekommt es mehr

Sterne. Eine Studie, an der auch

die Leuphana Universität Lüneburg

beteiligt war, zeigt, dass Menschen

solche einfachen Kennzeichnungen

bevorzugen. Lidl experimentiert

gerade mit einer Ampelkennzeichnung

und nennt sie

Eco-Score. Zwar wird Norris zufolge

auch kritisiert, Firmen

sollten dem Konsumierenden

die Entscheidung

nicht aufbürden,

sondern lieber

gleich gute Produkte

machen.

Aber es gebe

auch Studien,

die offenbart

hätten: Allein

die Existenz einer

Kennzeichnung

könne dazu

führen, dass gekennzeichnete

Produkte nicht-gekennzeichneten

vorgezogen

werden. Und

möglicherweise weniger

nachhaltige Produkt ohne Ampel-

oder Sternkennzeichnung

links liegen lassen.

Besser gar nicht kommunizieren

als falsch kommunizieren?

Doch Achtung: „Man kann Nachhaltigkeit

auch überkommunizieren“,

warnt Norris. Der Verbraucher

könnte so annehmen, „Geschmack“

oder „Qualität“ spielten

nur eine untergeordnete Rolle.

„Dieses Problem hatte lange Zeit

die Ökonische. Die Limonadenhersteller

ChariTea und Lemonaid

aus Hamburg dagegen erklären

zum Beispiel explizit, sie wollen

nicht, dass man ihre Getränke aus

Mitleid trinkt.“ Auch wenn die Firmen

fairen Handel und die Entwicklungshilfe

unterstützen. Der

Slogan „Trinken hilft“ von Lemonaid:

simpel und augenzwinkernd.

Humor kann in der Nachhaltigkeitskommunikation

manchmal

mehr ausrichten als der Appell

ans schlechte Gewissen. Die

Firma Frosch aus Remagen kommuniziert

ihr Umweltbewusstsein

nur dezent auf ihren Wasch-, Putzund

Spülmitteln. Dabei hätte sie

allen Grund, laut zu sein: Frosch

setzt seit 35 Jahren auf ökologische

Inhaltsstoffe. Norris: „Es gibt Studien

zu Waschmitteln, die zeigen,

dass manche Leute denken, natürliche

Inhaltsstoffe wirkten nicht so

gut wie Chemie.“ Und wer will,

nur um ein grünes Gewissen zu

haben, mit schmutziger Kleidung

herumlaufen?

Auffällig zurzeit: Immer mehr

Firmen werben mit Plastikverpackungen,

auf denen steht: zu 100

Prozent recycelt. Sie haben erkannt,

dass Konsumenten mittlerweile

sensibilisiert sind für das

weltweite Plastikproblem. Simon

Norris: „Kern des Problems ist

aber: Wir benutzen zu viel Plastik.“

Etwas Schlechtes wird ein

bisschen besser gemacht. „Besser

wäre: Wenn Verpackungen erst gar

nicht aus Plastik bestünden. Die

schlechte Sache gar nicht erst da

wäre.“ Manchmal brauche es aber

eben einen Zwischenschritt hin

zum Guten. Auch die zunehmend

matten Verpackungen bei Lebensmitteln

erwecken den Eindruck

umweltfreundlicher zu sein, weil

sie aus Papier sind. Meist sind sie

aber genauso aus Plastik oder beschichtetem

Papier. „Ein Problem

ist auch, wenn ein Unternehmen

eine umweltfreundliche Teilleistung

überstilisiert, während der

Rest des Geschäfts davon unbetroffen

ist. Beispiel: Eine Kreuzfahrtgesellschaft

bietet vegane

Kreuzfahrten an.“ Pluspunkte für

nachhaltige Ernährung, das dicke

Minus für die Schiffsfahrt bleibt.

Oder aber die Eismarke „Ben and

Jerry’s“ aus den USA. Die gibt es

schon seit 1978 und sie ist dafür

bekannt, gemeinnützige Organisationen

und Kinderhilfsaktionen zu

unterstützen, auf fairen Handel zu

setzen und gegen Genmanipulation

auf die Straße zu gehen. Im Jahr

2000 hat sie sich von einem der

größten Lebensmittelhersteller

der Welt – Unilever – kaufen lassen.

Der steht immer wieder in der

Kritik wegen Palmöl.

FOTO: PRIVAT

Zur Person

Simon Norris forscht am Centre for

Sustainability Management (CSM) der

Leuphana Universität Lünenburg unter

anderem zu Nachhaltigkeitskommunikation.

Die Leuphana bietet seit

2003 den berufsbegleitenden Masterstudiengang

(MBA) Sustainabilitymanagement

an.

© PROSTOCK-STUDIO/JULIA SUDNITSKAYA/SHUTERSTOCK.COM

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Der Mensch im Mittelpunkt:

Arbeiten im Landratsamt

Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis bietet flexible

Arbeitsbedingungen und stärkt seine Beschäftigten auf

fachlicher und persönlicher Ebene.

Auch die 24 neuen Auszubildenden profitieren von den guten Rahmenbedingungen im Landratsamt.

Der Erfolg des Landratsamts Alb-

Donau-Kreis hängt von qualifizierten

Mitarbeitenden ab – und

deren Berufsbiografien haben

sich geändert. Immer weniger

Personen bleiben bis zur Rente

oder Pension bei einem Arbeitgeber.

Das betrifft auch immer stärker

den öffentlichen Dienst. Daher

investiert das Landratsamt in

eine nachhaltige Personalentwicklung,

um den Beschäftigten

eine langfristige, attraktive Zukunftsperspektive

zu bieten.

Gute Rahmenbedingungen bilden

die Grundlage: Die Mitarbeitenden

der Kreisverwaltung werden

nach Tarif oder bei Beamten

nach Besoldungsstruktur vergütet,

können flexible Arbeitszeiten

nutzen und schätzen das gute Arbeitsklima

mit einer kooperativen

Führungskultur. Zudem legt das

Landratsamt Wert darauf, seinen

Beschäftigten die Vereinbarkeit

von Privatleben und Beruf zu ermöglichen.

In dem Bewusstsein,

dass sich familiäre Verpflichtungen

phasenweise immer wieder

verändern, unterstützt die Kreisverwaltung

ihre Mitarbeitenden

durch familienfreundliche Arbeitsbedingungen

dabei, sich im

Privatleben genauso wie im Beruf

voll einbringen und verwirklichen

zu können. Dafür wird der

Alb-Donau-Kreis seit 2009 mit

dem Zertifikat „berufundfamilie“

der gemeinnützigen Hertie-Stiftung

ausgezeichnet.

Flexibel arbeiten

Um flexibel auf die Bedürfnisse

der Beschäftigten einzugehen,

wurde das Konzept für die Telearbeit

ausgeweitet. Dieses bietet

den Mitarbeitenden die Möglichkeit,

unter bestimmten Bedingungen

einen Teil ihrer Aufgaben von

zu Hause zu erledigen – und zwar

an einem Arbeitsplatz, der auch

allen Anforderungen des Gesundheits-

und Arbeitsschutzes gerecht

wird. Die Mitarbeitenden

erhalten daher einen Zuschuss für

einen ergonomischen Schreibtischstuhl

und einen höhenverstellbaren

Schreibtisch sowie

eine Kommunikationspauschale.

Als attraktiver und moderner

Arbeitgeber möchte die Landkreisverwaltung

ihre Mitarbeitenden

zudem in jeder Hinsicht

persönlich und in fachlicher Hinsicht

fördern und stärken. Dafür

hat der Fachdienst Personal unter

anderem ein Kompetenzentwicklungsprogramm

entwickelt.

Durch dieses werden alle Beschäftigten

entsprechend ihrer

persönlichen und fachlichen Qualifikationen

gefördert, zusätzlich

wurde ein Nachwuchsführungskräfteprogramm

sowie ein Traineeprogramm

für Quereinsteiger

und Quereinsteigerinnen initiiert.

Das Landratsamt bietet seinen

Mitarbeitenden somit gute Perspektiven

für die persönliche

Weiterentwicklung und attraktive

Rahmenbedingungen. So können

neue Fachkräfte gewonnen

und langjährige Expertinnen

und Experten gehalten werden.

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Der Solarrechner des Landkreises

Neu-Ulm errechnet das Potenzial

Eignet sich mein Dach für Photovoltaik? Bürger des Landkreises

Neu-Ulm können das jetzt ganz einfach herausfinden.

Der Solarrechner ist eine interaktive

Online-Plattform, mit der jeder

Bürger bzw. jede Bürgerin im

Landkreis ganz einfach selbst ermitteln

kann, wie geeignet das eigene

Dach für die Nutzung von

Sonnenenergie ist. Mit wenigen

Klicks kann dabei berechnet werden,

wie hoch das vorhandene

Photovoltaik-Potenzial auf dem jeweiligen

Gebäude ist.

Die Software auf Geodaten-Basis

„verfügt über eine einfache Bedienung,

die ohne Vorkenntnisse

gehandhabt werden kann“, erläutert

Florian Drollinger, Klimaschutzmanager

des Landkreises

Neu-Ulm. Dabei können virtuelle

Photovoltaik-Module manuell auf

dem eigenen Dach platziert und

konfiguriert werden. Auf Basis der

ermittelten nutzbaren Sonnenenergie

kann eine individuelle

Wirtschaftlichkeitsrechnung angestellt

werden.

Mit ein paar Mausklicks

Nachdem man seine Wohnortadresse

im Solarrechner eingegeben

hat, erscheint eine Satellitenaufnahme

des eigenen Dachs auf

dem Bildschirm. Mit ein paar

Mausklicks wird die gewünschte

Fläche der entstehenden Photovoltaikanlage

festgelegt. Jetzt

müssen nur noch Traufe und

Dachneigung angegeben werden

und schon wird die entsprechende

Fläche virtuell mit Photovoltaikmodulen

belegt. Von Modulen

verdeckte Dachfenster oder

Schornsteine lassen sich ganz einfach

mit einem Klick freilegen.

Mit Hilfe des Solarrechners können

somit eine PV-Anlage geplant,

Solarmodule platziert und

ein erster Hinweis zur Finanzierung

ermittelt werden. Aus der

jährlichen Sonneneinstrahlung

Klimaschutzmanager Florian

Drollinger mit einem mobilen

PV-Modul. Foto: LRA Neu-Ulm

wird berechnet, wie viel Strom

mit einer Photovoltaikanlage auf

den einzelnen Dächern gewonnen

werden kann. Der Solarrechner

soll Hauseigentümerinnen und

-eigentümern Anstoß geben, das

Potenzial der Solarenergie zu nutzen.

Wer jetzt neugierig geworden

ist und den Solarrechner gerne einmal

selbst ausprobieren möchte,

kann sich ganz einfach die Sonne

aufs eigene Dach klicken. Die Nutzung

ist kostenlos. Im Anschluss

an den Photovoltaik-Check können

auf Wunsch die Unterlagen gleich

an die Regionale Energieagentur

übermittelt werden, um sich von

dieser beraten zu lassen. Nach

Übermittlung der Daten muss man

hierfür selbst Kontakt mit der Regionalen

Energieagentur aufnehmen.

Info Für den Solarrechner

einfach nebenstehenden

QR-Code

scannen oder online

reinklicken auf

https://solarkatasterneu-ulm.mysolvation.com/

Wer erhält den Klimaund

Naturschutzpreis?

Klimawandel und Erhalt der Artenvielfalt

betreffen uns alle und

sind auch auf Landkreisebene von

großer Bedeutung. Um für diese wichtigen

Themen ein Zeichen zu setzen,

schreibt der Landkreis Neu-Ulm zum

ersten Mal einen Klima- und Naturschutzpreis

aus. Dieser soll erstmals

2022 und danach jährlich vergeben

werden.

Bewerben können sich bzw. nominiert

werden können Privatpersonen,

Gruppen, Organisationen, Vereine,

Verbände, Bildungseinrichtungen oder

auch Betriebe. Diese müssen sich

überwiegend ehrenamtlich bzw. freiwillig

ohne rechtliche Verpflichtung

über ihre sonst üblichen Aufgaben

hinaus für die Belange des Klima-, Natur-,

Artenschutzes oder die Mobilität

im Landkreis Neu-Ulm einsetzen.

Beispiele für preiswürdiges Engagement

sind Artenschutzmaßnahmen

für bedrohte Tier- und Pflanzenarten,

Neuanlage von Biotopen, Biotoppflege-

und Beweidungsprojekte,

Initiativen zu CO 2

-Einsparung oder

auch andere Klimaschutzaktivitäten.

Das Preisgeld in Höhe von insgesamt

5000 Euro kann an bis zu fünf

Personen und Organisationen verliehen

werden. Bewerbungsschluss ist

der 31. Oktober. Die Anmeldung geht

ganz einfach online über www.landkreis-nu.de/Klima-und-Naturschutzpreis

– oder durch

Scannen des

nebenstehenden

QR-Codes.


Nachhaltig

Und ob die von Pappe sind!

Sie sind ein Nischenprodukt, aber keines, das sich auch in einer Nische verstecken müsste: Möbel aus Pappe. Sie haben sich vom

Provisorium zum vollwertigen Einrichtungsprodukt gemausert. Doch was können die Pappkameraden?

Auf den ersten Blick nicht erkannt: Das Regal von Papercom besteht

aus Pappe.

Foto: Martin Scherag/Papercomb/dpa-mag

„Pappmöbel haben vor allem jüngere

Fans“, sagt die Einrichtungsexpertin

Gabriela Kaiser. Denn

während ältere Menschen häufig

mehr Wert auf Polster und Komfort

legen, hat bei der jungen Zielgruppe

die Flexibilität Priorität.

Besonders wenn man noch Umzüge

vor sich habe, profitiere man

von dem schnellen Auf- und Abbau

sowie dem leichten Transport,

so Kaiser. Doch es gebe da

auch noch eine weitere, gerade

stark wachsende Zielgruppe – die

umweltbewusst ist und den Fokus

auf Nachhaltigkeit legt, sagt Ursula

Geismann von der Initiative

Furnier + Natur. In Kombination

mit dem minimalistischen Design

träfen Pappmöbel damit den Zeitgeist.

Auch der Trendforscher

Frank A. Reinhardt sieht das so.

Zwar sagt er: „Ich verbinde Pappkartons

vor allem mit Umzug und

Stress.“ Doch wenn diese Assoziation

durch ein „pfiffiges, individuelles

Design“ aufgelöst werde,

können Pappmöbel „ein Statement

für eine mobile und nachhaltige

Gesellschaft“ sein.

Sogar ein Bett aus Wellpappe ist möglich: Das Material ist stabiler, als man denkt. Hier ein Beispiel von

„Room In A Box“.

Foto: Chris Abatzis/Room In A Box/dpa-mag

Sechs bis zehn Jahre

Lebensdauer

„Wellpappenkonstruktionen sind

sehr stabil“, sagt die Möbelexpertin

Ursula Geismann. Ein klassisches

Bett ist für 150 bis 200 Kilogramm

ausgelegt. Fliehkraft-Tests

haben Geismann zufolge

gezeigt: Selbst wenn man

sich mit Schwung auf ein Pappbett

schmeißen würde, die meisten

halten bis zu 1000 Kilogramm

aus. Je nach Qualität haben Pappmöbel

eine Lebensdauer zwischen

sechs und zehn Jahren.

„Natürlich kommt es darauf an,

wie man damit umgeht und ob

beispielsweise ein Haustier die

Möbel anknabbert“, so Geismann.

Die Leichtbautechnik versteckt

sich auch in manchen Möbeln, die

nicht nach Pappe aussehen, sagt

Design-Journalist Frank A. Reinhardt.

Denn um Gewicht zu sparen,

bestehen Platten von Schreibtischen

und Schranktüren in

ihrem Inneren aus Pappe. Das erleichtert

nicht nur den Transport,

sondern spart dabei Transportenergie,

was wiederum zu einer

besseren ökologischen Bilanz beiträgt.

Außerdem lassen sich Pappmöbel

dank durchdachtem Design

sowie Falt- und Stanztechnik

meist ohne Schrauben und Kleber

zusammenbauen – auch das

ist nachhaltig.

Je nach Hersteller werden

Pappmöbel zudem aus 75 bis 95

Prozent Recyclingpapier hergestellt.

Haben die Möbel dann

doch einmal ausgedient, können

sie oft im Altpapier entsorgt und

somit in den Kreislauf zurückgeführt

werden. „Eine fachgerechte

Entsorgung ist für den Nachhaltigkeitsaspekt

entscheidend“, betont

Reinhardt. Ob es die Pappmöbel

von der Nische auch in den

Mainstream schaffen, bleibt trotz

der trendigen Kaufargumente

aber fragwürdig. Viele Menschen

werden weiterhin Holzmöbel bevorzugen,

erwartet die Trendanalystin

Kaiser. Gleichzeitig ist sie

überzeugt: „Die Zielgruppe für

Pappmöbel wird weiter wachsen.“

Denn umweltbewusste Materialien

werden immer wichtiger

und Pappe sei „deutlich nachhaltiger

als Pressspan“. dpa/ka

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Auf dem nachhaltigen Weg

Die Volksbank Ulm-Biberach ist klimaneutral. Sie engagiert sich seit

vielen Jahren für ein nachhaltiges und verantwortungsvolles Banking.

Nachhaltiges Denken und Handeln

sowie solides Wirtschaften

gehören für uns stets zusammen“,

betont Alexander André

Schulze, Vorstandsmitglied der

Volksbank Ulm-Biberach eG.

Dies wird auch beim Blick auf

die zahlreichen umgesetzten

Maßnahmen zur Reduzierung

ihres ökologischen Fußabdrucks

deutlich.

Ökologisches

ökologisch

finanzieren!

vr-ökofinanzierung.de

Engagement für

Gesellschaft und Natur

Beispiele hierfür sind unter anderem

die jährlich stattfindende

Baumpflanzaktion, der Bezug

von 100 Prozent regionalem Naturstrom

als auch die Nutzung

von Elektro- und Hybridautos

sowie Fahrrädern für Kurzstrecken.

Zu nennen ist auch der

konsequente Einkauf fair gehandelter,

biologischer und regionaler

Erzeugnisse. Im Rahmen des

VR GewinnSpar-Projekts „Garten³“

vergab die Volksbank neben

46 Hochbeeten in diesem

Jahr erstmals auch 54 Insektenhotels

an Schulen und Kindergärten

in ihrem Geschäftsgebiet.

Mit dem Projekt „Verantwortung

leben“ fördert sie das ehrenamtliche

Engagement ihrer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter mit

bis zu einem Tag bezahlter Freistellung

pro Jahr. Zudem unterstützt

das Unternehmen über

Spenden und Sponsorings zahlreiche

Vereine, soziale und gemeinnützige

Organisationen sowie

Schulen in der Region – im

vergangenen Jahr belief sich die

Summe dabei auf über 640 000

Euro. Besonders stolz ist man auf

das Erreichen der vollständigen

Klimaneutralität. „Seit 2020

kompensieren wir sämtliche

nicht vermeidbaren CO 2

-Emissionen

durch den Erwerb von

CO 2

-Minderungszertifikaten und

unterstützen auf diese Weise Klimaschutzprojekte“,

erläutert

(v.l.n.r.) Die Vorstände Alexander André Schulze, Stefan Hell sowie

Vorstandssprecher Ralph P. Blankenberg.Foto: Volksbank Ulm-Biberach

Schulze. Das Credo der Volksbank

lautet jedoch ganz klar:

„Reduzieren kommt vor Kompensieren!“.

Nachhaltiges Banking

in allen Bereichen

Auch bei der Geldanlage, den Eigenanlagen

(„Depot A“) sowie

bei der Vergabe von Krediten

und der Vermögensverwaltung

ihrer Kunden achtet die Volksbank

auf ein verantwortungsbewusstes

und nachhaltiges Banking.

Ihre Eigenanlagen sowie

ihre Vermögensverwaltung lässt

sie bereits seit mehreren Jahren

durch eine der weltweit führenden

Rating-Agenturen im nachhaltigen

Anlagesegment, die ISS

ESG, prüfen. „Das Thema Nachhaltigkeit

bei Finanzprodukten

nimmt eine bedeutende Rolle

ein“, betont Alexander André

Schulze. „Immer mehr Kunden

berücksichtigen bei ihren Anlage-

und Kreditentscheidungen

ökologische, soziale und ethische

Aspekte. Wir freuen uns

über diese Entwicklung und bieten

hier aufgrund unserer langjährigen

Erfahrung mit diesem

Thema verschiedene Lösungen“,

fährt er fort.

So hat die Bank im letzten Jahr

ein eigenes nachhaltiges Online-Produkt

aufgelegt – die VR

ÖkoFinanzierung. Mit dem klimaneutralen

Kreditangebot unterstützt

sie ihre Kunden bei der

Verwirklichung ökologischer

Ideen, wie beispielsweise dem

eigenen Naturgarten, einer Solaranlage,

der Wärmedämmung

des Hauses, der Anschaffung eines

E-Bikes oder E-Autos. Nach

Ansicht des Vorstands werde die

wertekonforme Gestaltung von

Finanzprodukten auch in Zukunft

immer weiter an Bedeutung

gewinnen und so arbeite

auch die Bank kontinuierlich an

der Entwicklung nachhaltiger

Angebote.

Schon heute für ein

besseres Morgen sorgen:

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unser klimaneutraler Online-Kredit

Ob Solaranlage, E-Auto oder Naturgarten –

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