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2021/43| Nachhaltig | Ausgabe Oktober 2021 !

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<strong>Nachhaltig</strong><br />

Ein Blick in die Zukunft<br />

Wie die Expo 2020, die kürzlich begonnen hat, die Welt ein bisschen besser machen will.<br />

Einer der Zugänge zur diesjährigen Expo in Dubai. <br />

Nicht weit von der emiratischen<br />

Wüste entfernt ragen an Dubais<br />

Stadtrand drei kolossale Tore in<br />

den Himmel. Aus der Ferne müssen<br />

sie wirken wie hauchdünnes<br />

Gitterwerk, aus nächster Nähe<br />

könnten Besucher sich eher an<br />

Portale zur nächsten Dimension<br />

erinnert fühlen. Die 20 Meter hohen<br />

Eingänge zur Expo 2020 aus<br />

dunklem Kohlefaser-Geflecht lassen<br />

ahnen, wie die erste Weltausstellung<br />

im arabischen Raum sich<br />

präsentieren will: groß, einzigartig<br />

und als direkter Weg in die<br />

technischen Errungenschaften<br />

von morgen.<br />

Am 1. <strong>Oktober</strong> begann die<br />

Weltausstellung. Wohlgemerkt,<br />

unter dem Namen Expo 2020 -<br />

wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft<br />

wirkte sich die Pandemie<br />

nicht auf den Namen aus. Die<br />

Expo 2020 ist ein Mega-Projekt.<br />

6 Monate Dauer, 280 Fußballfelder<br />

Fläche, rund 190 ausstellende<br />

Länder, 225 Millionen Arbeitsstunden<br />

für den Aufbau, 25 Millionen<br />

erwartete Besucher. Auch<br />

wenn Gastgeber Dubai nicht unumstritten<br />

ist – Stichwort Menschenrechte<br />

– zu sehen gibt es<br />

wirklich einiges, darunter auch<br />

Innovationen, die in Sachen<br />

<strong>Nachhaltig</strong>keit und Umweltschutz<br />

künftige Maßstäbe setzen.<br />

Das Thema <strong>Nachhaltig</strong>keit ist sogar<br />

eines der Kernthemen der<br />

Ausstellung.<br />

Ein Beispiel dafür ist der Pavillon<br />

der Gastgeber selbst, ein<br />

spektakulärer Bau des spanischen<br />

Star-Architekten Santiago Calatrava.<br />

Wie bei einem „Falken im<br />

Flug“ legen sich weiße Flügel<br />

über das Dach, schreibt das Expo-Büro<br />

der Vereinigten Arabischen<br />

Emirate (VAE). Mit den hydraulisch<br />

einklappbaren Finnen<br />

lassen sich Sonneneinstrahlung<br />

und Schatten am Gebäude regeln.<br />

Den Strom für Hydraulik und<br />

Licht liefern Photovoltaikanlagen.<br />

Auch Österreich sorgt für Gesprächsstoff<br />

mit einem Pavillon,<br />

der dem Architekturbüro Querkraft<br />

zufolge einen „achtsamen<br />

und respektvollen Umgang mit<br />

unseren irdischen Ressourcen“<br />

einfordert. Ein Netzwerk aus 38<br />

miteinander verschnittenen Kegeln,<br />

inspiriert von der arabischen<br />

Lehmarchitektur, verzichtet<br />

dort fast ganz auf übliche Klimatechnik.<br />

Singapur lädt dagegen<br />

in einen tropischen Regenwald,<br />

die Niederlande wiederum haben<br />

mit einer vertikalen Pilzfarm ein<br />

Mini-Biotop geschaffen, in dem<br />

das Klima auf natürliche Weise<br />

kontrolliert wird.<br />

Fotos: © Creative Family/shutterstock.com<br />

Klimawandel ist allgegenwärtig<br />

Klima, Energie und ein nachhaltiger<br />

Umgang mit den Ressourcen<br />

der Erde beschäftigten schon<br />

die letzte große Expo 2015 in Mailand<br />

und die kleinere Spezial-Expo<br />

2017 in Kasachstan. In den<br />

Emiraten, wo zusammen mit den<br />

Golf-Nachbarn Bahrain, Katar<br />

und Kuwait pro Kopf so viel Energie<br />

verbraucht wird wie in wenigen<br />

anderen Ländern, ist das Klima<br />

jetzt allgegenwärtiges Schlagwort.<br />

Das Emirat Dubai will bis<br />

2030 etwa den größten Solarpark<br />

weltweit bauen, der dann geschätzt<br />

ein Viertel des gesamten<br />

Dubaier Energiebedarfs decken<br />

soll.<br />

Im deutschen Pavillon, organisiert<br />

von der Koelnmesse im Auftrag<br />

des Bundeswirtschaftsministeriums,<br />

ziehen sich diese Themen<br />

bis zu Fragen beim Mobiliar,<br />

Teppichen und Sitzkissen im<br />

Restaurant. Das Ziel: Mit so wenig<br />

Bauteilen und Gebäudemasse<br />

wie möglich einen möglichst großen<br />

Raum schaffen. Sogenannte<br />

„graue Energie“ für Herstellung,<br />

Transport, Lagerung und Entsorgung<br />

soll dabei minimiert werden,<br />

heißt es in einem Papier des<br />

Pavillons. Die deutschen Teilnehmer<br />

erwarten über die sechs Expo-Monate<br />

rund drei Millionen<br />

Besucher.<br />

Viele Pavillons beschäftigen sich mit dem Thema <strong>Nachhaltig</strong>keit.<br />

Die kleinen Roboter sind Wegweiser auf der Expo 2020.<br />

Anzeige<br />

<strong>Nachhaltig</strong>er Strom<br />

aus der Nachbarschaft<br />

Das gibt’s nur bei den SWU Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm: In der<br />

Region erzeugter Strom für die Menschen in der Region. Einer der<br />

Anlagenbetreiber: Matthias Kühnbach aus Ulm-Donaustetten.<br />

Immer mehr Menschen möchten<br />

wissen, wo und wie ihr Gemüse<br />

oder ihr Fleisch produziert werden.<br />

Sie legen Wert auf nachhaltige<br />

Produkte aus der Region. Das<br />

geht nun auch bei Strom – mit<br />

SWU RegionalStrom von den<br />

SWU Stadtwerken Ulm/Neu-<br />

Ulm. „SWU RegionalStrom ist<br />

nachhaltig produzierter Strom,<br />

der in unserer Region erzeugt<br />

und von Familien verbraucht<br />

wird, die hier leben“, erklärt Tobias<br />

Mahler, Leiter Vertrieb Privatkunden<br />

bei der SWU. Die Vorteile<br />

liegen auf der Hand: „Damit<br />

wird die Energiewende vor Ort<br />

vorangetrieben und die Wirtschaft<br />

in der Region unterstützt.“<br />

Matthias Kühnbach mit seiner Familie. Der Landwirt aus dem Ulmer<br />

Stadtteil Donaustetten produziert auf dem Dach seiner Mehrzweckhalle<br />

RegionalStrom für die SWU-Kunden. <br />

Foto: SWU<br />

Nachweislich aus der Region –<br />

mit voller Transparenz<br />

Erzeugt wird SWU Regional-<br />

Strom vorwiegend mit Wasserkraft,<br />

sowie mit Photovoltaik- und<br />

Biogasanlagen von Landwirtschaftsbetrieben<br />

und Unternehmen<br />

aus der Region. „Kunden<br />

können sich die Anlagen, von denen<br />

ihr Strom kommt, also jederzeit<br />

ansehen“, bekräftigt Mahler.<br />

Doch das ist nicht der einzige<br />

Nachweis. Das Umweltbundesamt<br />

stellt sogenannte Regionalnachweise<br />

aus, die belegen, dass<br />

der Strom tatsächlich in der Region<br />

50 Kilometer um Ulm/Neu-<br />

Ulm erzeugt wird. Sobald eine Kilowattstunde<br />

SWU Regional-<br />

Strom verkauft ist, wird der Nachweis<br />

entwertet. „Das garantiert,<br />

dass jede Kilowattstunde nur einmal<br />

auf den Markt kommt“, betont<br />

Mahler. So erhalten Verbraucher<br />

von SWU RegionalStrom<br />

volle Transparenz und leisten einen<br />

wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.<br />

Mit den Kunden werden<br />

auch die Anlagenbetreiber<br />

Teil der Energiewende vor Ort.<br />

„Als Partner der SWU profitieren<br />

sie von einer verlässlichen Vermarktung“,<br />

so Mahler. „Zusätzlich<br />

erhalten sie ein hohes Maß<br />

an Planungssicherheit.“<br />

Matthias Kühnbach<br />

von Anfang an dabei<br />

Ein Partner der ersten Stunde ist<br />

unter anderem Matthias Kühnbach<br />

aus Ulm-Donaustetten,<br />

Landwirt aus Leidenschaft. „Meinen<br />

Kindern zu erklären, dass der<br />

Strom für viele Familien aus der<br />

Region nicht von irgendwo<br />

kommt, sondern auf unserem<br />

Dach entsteht, macht mich stolz“,<br />

so der zweifache Familienvater.<br />

Er produziert mit der PV-Anlage<br />

auf dem Dach seiner Mehrzweckhalle<br />

über 100.000 Kilowattstunden<br />

Strom.<br />

So wie Matthias Kühnbach<br />

geht es vielen Betrieben und Unternehmen<br />

der Region. Sie möchten<br />

Gutes für ihre Heimat und deren<br />

Menschen tun und auch bald<br />

für den SWU RegionalStrom produzieren.<br />

Mehr Infos online unter<br />

swu.de/regionalstrom<br />

Übrigens: Der Anzeigenhintergrund zeigt die Haine<br />

im Ursprung, in denen die Kokospalmen wachsen.<br />

PURER<br />

GENUSS.<br />

SOZIAL UND<br />

NACHHALTIG<br />

PRODUZIERT.<br />

Seeberger. Macht Appetit auf Natur.<br />

Verantwortung<br />

für Mensch und Natur<br />

Partnerschaftliche Zusammenarbeit<br />

mit dem Lieferanten seit 2012<br />

Soziale und nachhaltige Produktion in Ghana,<br />

z.B. betriebseigene Vorschule, kostenlose<br />

Transportmöglichkeiten zur Arbeit, uvm.<br />

Über 1000 Menschen arbeiten dort und<br />

haben somit ein ganzjährig gesichertes<br />

Einkommen<br />

Geerntet werden ausschließlich reife<br />

Kokosnüsse vom Boden<br />

Pure Kokosnuss – nur gewaschen,<br />

geschnitten, getrocknet<br />

#AppetitAufNatur

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