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2021/43| Nachhaltig | Ausgabe Oktober 2021 !

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<strong>Nachhaltig</strong><br />

Auf treue Mitarbeiter setzen liegt im Trend<br />

Immer mehr Unternehmen entdecken und schätzen die zahlreichen Vorteile eines nachhaltigen Personalmanagements. Dabei stehen aber<br />

nicht nur Mitarbeiterbindung oder flexible Arbeitszeitmodelle im Fokus – auch die ökologische Seite spielt eine Rolle. Von Martin Dambacher<br />

FOTO: MUNK GMBH<br />

© VECTORMINE/SHUTTERSTOCK.COM<br />

Über Ferdinand Munk<br />

Ferdinand Munk, Inhaber und<br />

Geschäftsführer der familiengeführten<br />

MUNK Group, wurde 2011<br />

in den Wirtschaftssenat des<br />

Bundesverbandes mittelständische<br />

Wirtschaft (Der Mittelstand.BVMW)<br />

berufen und 2016<br />

zum Senator h.c. ernannt. Seit<br />

2017 ist er Vorsitzender der Bundeskommission<br />

Arbeit und Soziales,<br />

in der er die Arbeitswelt aktiv<br />

mitgestaltet und für den Mittelstand<br />

relevante Themen zielgerichtet<br />

angeht. Die<br />

Kommission erkennt und versteht<br />

die Herausforderungen des<br />

Mittelstandes und ist direktes<br />

Bindeglied zwischen Wirtschaft<br />

und Politik. Seit 2018 ist Ferdinand<br />

Munk zudem Vorsitzender<br />

in der BVMW-Bundeskommission<br />

„Bundeswehr und Mittelstand“.<br />

Über den BVMW:<br />

die Stimme des<br />

Mittelstands<br />

Der BVMW vertritt im Rahmen<br />

der Mittelstandsallianz die Interessen<br />

von über 900 000<br />

Unternehmerstimmen. Gegenüber<br />

Regierungen, Parlamenten,<br />

Ministerien, Großunternehmen<br />

und Gewerkschaften setzt sich<br />

der BVMW erfolgreich für die Interessen<br />

der mittelständischen<br />

Wirtschaft ein. Der BVMW zeichnet<br />

sich durch individuelle, praxisnahe<br />

Problemlösungen und<br />

persönliche Betreuung seiner<br />

Mitglieder vor Ort aus. Über 300<br />

Repräsentanten haben jährlich<br />

rund 800 000 direkte Unternehmerkontakte.<br />

Der BVMW bietet<br />

ein starkes Netzwerk, organisiert<br />

über 2000 Veranstaltungen im<br />

Jahr und ist weltweit auf wichtigen<br />

Wachstumsmärkten mit eigenen<br />

Auslandsbüros präsent.<br />

Der rasant voranschreitende<br />

Klimawandel ist wohl<br />

mit die größte Herausforderung<br />

unserer Zeit, weshalb<br />

der nachhaltige Umgang mit<br />

natürlichen Ressourcen bei<br />

vielen von uns oberste Priorität<br />

hat. Wie so oft hängt<br />

der Erfolg dabei vom Tun<br />

der Menschen ab – und das<br />

sowohl im privaten als auch<br />

im beruflichen Umfeld. Der<br />

Unterschied: Während zuhause<br />

jeder direkt auf seinen<br />

Lebensstil Einfluss nehmen<br />

kann, ist dies in Büro<br />

und Werkstatt leider oft nur<br />

sehr bedingt oder gar nicht<br />

möglich. Man ist vom Umfeld<br />

abhängig, vom Arbeitgeber.<br />

Wer privat mit dem<br />

Elektroauto unterwegs ist,<br />

dienstlich aber mit einem<br />

Benziner, legt eben nur die<br />

halbe Strecke nachhaltig zurück.<br />

Doch genau diese Abhängigkeit<br />

wandelt sich gerade.<br />

Denn nicht nur potentielle<br />

Bewerber legen bei ihrer<br />

Auswahl des Arbeitsplatzes<br />

immer mehr Wert auf das<br />

soziale, ökologische und gesellschaftliche<br />

Engagement<br />

einer Firma, sondern auch<br />

die bestehenden Mitarbeiter.<br />

Dies zeigen auch die Ergebnisse<br />

einer Studie, die<br />

der weltweit tätige Personaldienstleister<br />

Randstad<br />

im März 2020 in Kooperation<br />

mit dem Meinungsforschungsinstitut<br />

Civey bei<br />

den Besuchern von etwa<br />

25 000 Webseiten per Online-Befragung<br />

zum Thema<br />

<strong>Nachhaltig</strong>keit durchgeführt<br />

hat. Demnach ist für<br />

mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer<br />

das Thema<br />

Wir gestalten Zukunft.<br />

<strong>Nachhaltig</strong>. Mit Kupfer.<br />

<strong>Nachhaltig</strong>keit ein wichtiges<br />

Kriterium bei der Arbeitgeberwahl<br />

(35 Prozent),<br />

zudem gewinnen digitale<br />

Tools und Prozesse (21 Prozent)<br />

sowie klimaneutrale<br />

Dienst reisen (26 Prozent)<br />

weiter an Bedeutung. Am<br />

meisten punkten Arbeitgeber<br />

derzeit jedoch mit einem<br />

nachhaltigen Gesundheitsschutz,<br />

was für 41 Prozent<br />

der Arbeitnehmer ganz<br />

hoch im Kurs steht.<br />

Der persönliche<br />

Kontakt zählt<br />

Diesem Aspekt kann auch<br />

Ferdinand Munk nur beipflichten,<br />

der seit 2017<br />

den Vorsitz der Kommission<br />

für Arbeit und Soziales<br />

des Bundesverbandes mittelständischer<br />

Wirtschaft<br />

(BVMW) innehat. „Neben<br />

einem modernen Arbeitsumfeld<br />

und einer guten<br />

Verkehrsanbindung gehören<br />

Dinge wie flexible Arbeitszeitmodelle,<br />

Gesundheitskurse<br />

oder Betriebsrenten<br />

heute schon fast zu<br />

den Minimalanforderungen<br />

von Arbeitnehmern“,<br />

erklärt Ferdinand Munk.<br />

Damit Arbeitskräfte langfristig<br />

blieben, müsse der<br />

Mittelstand im Konkurrenzkampf<br />

mit Konzernen jedoch<br />

noch weitere Anreize schaffen.<br />

So könnten in der Provinz<br />

ansässige Unternehmen<br />

etwa Ansätze zur Vermeidung<br />

oder Verringerung von<br />

Stress, Motivationslöchern<br />

oder diverser Erfolgshemmnisse<br />

in ihre Arbeitsphilosophie<br />

integrieren, um damit<br />

Überforderung und Burnout<br />

von Anfang an zu minimie-<br />

ren, so Munk. Letztere seien<br />

übrigens vor allem in Großunternehmen<br />

ein erhöhter<br />

Risikofaktor. „Und so banal<br />

es auf den ersten Blick klingen<br />

mag“, verrät der 60-jährige<br />

Firmeninhaber – der<br />

persönliche Kontakt zum<br />

Mitarbeiter sowie das wirkliche<br />

Interesse an seiner Person<br />

und Lebenssituation<br />

könne sich ebenfalls als lohnende<br />

Investition erweisen,<br />

um die Identifikation und<br />

Bindung zum Unternehmen<br />

zu stärken.<br />

Mitarbeiterbindung<br />

als Erfolgsgeheimnis<br />

Und genau hierauf gründet<br />

das Prinzip der <strong>Nachhaltig</strong>keit<br />

im Personalmanagement,<br />

das sich nur dann<br />

verwirklichen lässt, wenn<br />

es auf der Selbstverantwortung<br />

der Mitarbeitenden<br />

aufbaut und zukunftsorientiert<br />

ausgerichtet ist.<br />

Das trägt nicht nur dem<br />

Wohlbefinden der Mitarbeiter<br />

Rechnung, sondern kann<br />

dem Unternehmen auch<br />

Geld sparen. Während Kündigungen<br />

oder Entlassungen<br />

neben einem aufwändigen<br />

Recruiting-Prozess oft auch<br />

Einfluss auf die Reputation<br />

als sicherer Arbeitgeber zur<br />

Folge haben, können sich<br />

zunächst kostenintensive<br />

Ausbildungen später bezahlt<br />

machen, in dem sie<br />

hohe Suchkosten sparen<br />

und dem Fachkräftemangel<br />

vorbeugen. „Einfacher als<br />

neue Mitarbeiter zu suchen<br />

und anzulernen ist es, vorhandene<br />

Mitarbeiter und<br />

deren Know-how an das Unternehmen<br />

zu binden“, weiß<br />

BVMW-Vertreter Ferdinand<br />

Munk.<br />

Nach wie vor ließen sich<br />

die meisten Führungskräfte<br />

aus guten Fachkräften entwickeln.<br />

„Dem Mittelstand<br />

als attraktiver Arbeitgeber<br />

kommen hierbei vor allem<br />

die flachen Strukturen und<br />

die große Aufgabenvielfalt<br />

zugute“, ergänzt Munk.<br />

Aber auch das familiäre und<br />

wertschätzende Umfeld innerhalb<br />

der Firma hätten für<br />

den Verbleib und Aufstieg<br />

von Arbeitskräften großen<br />

Einfluss. Nicht zuletzt würden<br />

regelmäßige Mitarbeiterevents<br />

für einen starken<br />

Zusammenhalt und ein gutes<br />

Arbeitsklima im Betrieb<br />

sorgen.<br />

Kupfer steht für ressourcenschonende und energieeffiziente Lösungen für die vernetzte und elektrifizierte Welt von morgen<br />

und ermöglicht den Übergang zu einer CO 2<br />

-armen Wirtschaft.<br />

Als Weltmarktführer leisten wir einen wesentlichen Beitrag für die <strong>Nachhaltig</strong>keitstransformation in Bereichen wie Mobilität, Kälteund<br />

Klimatechnik und Digitalisierung. Dazu investieren wir in Talente, Technologien und Innovationen – seit über 200 Jahren.<br />

Wieland. Empowering Success.<br />

#EnablingSustainability<br />

5 Elemente für nachhaltiges<br />

Personalmanagement<br />

1.<br />

Gezielte Aus- und Weiterbildung<br />

Die Azubis<br />

und Studenten von heute sind<br />

die Fachkräfte von morgen. Die<br />

Zeiten, in denen Auszubildende<br />

nur billige Arbeitskräfte waren,<br />

sind deshalb längst vorbei. Und<br />

auch Mitarbeiter, die schon länger<br />

im Unternehmen sind, können<br />

den Wunsch nach Veränderung<br />

spüren. Wer als Arbeitgeber<br />

diese Entwicklung fördert, profitiert<br />

später davon.<br />

2. Gestaltungsspielräume<br />

schaffen und nutzen<br />

Elternzeit, Pflegezeit,<br />

Homeoffice – ein Arbeitgeber,<br />

der seine Mitarbeiter in allen Lebenslagen<br />

unterstützt, fördert<br />

die Loyalität.<br />

3. Gesundheitsfürsorge<br />

Impfungen durch den<br />

Betriebsarzt, Kurse zur Rauchentwöhnung,<br />

zur Resilienz und<br />

zu anderen Gesundheitsthemen,<br />

höhenverstellbare Schreibtische<br />

– der Arbeitgeber profitiert von<br />

einem niedrigeren Krankenstand.<br />

www.swu.de<br />

4.<br />

Kommunikation Der<br />

Flurfunk macht oft<br />

schnell die Runde – nur stimmt<br />

eben nicht immer alles, was Mitarbeiter<br />

sich gegenseitig erzählen.<br />

In einem Unternehmen mit<br />

offener, klarer Kommunikationskultur<br />

erfahren die Mitarbeiter<br />

vom Vorgesetzten oder vom<br />

Chef, was Sache ist. Rundschreiben,<br />

ein internes Kommunikationstool,<br />

ein gut gepflegtes<br />

Schwarzes Brett oder eine Mitarbeiterzeitung<br />

helfen dabei.<br />

5.<br />

Wertschätzung Es ist<br />

wie in einer Liebesbeziehung<br />

– man sollte sich öfter sagen,<br />

was man aneinander<br />

schätzt. Ein „Danke“ vom Vorgesetzten,<br />

ein Lob für ein erfolgreich<br />

abgeschlossenes Projekt<br />

oder sogar ein Bonus zeigen dem<br />

Mitarbeiter, dass er hier richtig<br />

ist. Die Wertschätzung muss<br />

nicht immer in barer Münze erfolgen,<br />

sondern kann sich auch<br />

in Sachwerten ausdrücken. Ein<br />

Dienstwagen, ein Diensthandy<br />

oder ein Gutschein tun es auch.<br />

swu2go:<br />

E-Carsharing<br />

Ob zum Großeinkauf, Stadtbummel oder Wochenendausflug,<br />

nutzen Sie ein swu2go-Elektrofahrzeug.<br />

Und neu am Eselsberg in Ulm: Auch E-Lastenräder<br />

verfügbar!<br />

swu.de/swu2go<br />

wieland.com

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