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Berghofer Blick 2021-4

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HILFE & SERVICE


Benjamin Blick

meint ...

VORWORT

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LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

die IBG gratuliert dem Verein „Unsere Mitte Steigerturm“ herzlich zum Dortmunder Heimatpreis.

Es gab eine absolute Mehrheit für ein zukunftweisendes Projekt. Wir hoffen auf unseren neuen

kulturellen Ortsmittelpunkt im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus.

Es war eine große Freude, dass sich die Mitglieder der IBG nach den Corona-Schutzverordnungen wieder

zum gemeinsamen Essen im „Haus Heimsoth“ treffen konnten. In großer Zahl fanden sich die Mitglieder

in geselliger Runde ein und sprachen über die schwierige Zeit, die hoffentlich hinter uns liegt, und

diskutierten die zukunftsweisenden Möglichkeiten für unseren Ort Berghofen. Auch die Vorsitzenden der

Vereine: „Unsere Mitte Steigerturm“ Winfried Liebig und Cornelia Konter für den „Heimatverein

Berghofen“ hatten Gelegenheit, ihre Anliegen vorzutragen.

Als neue Mitglieder begrüßt die IBG die Thai-Massage Sielemann sowie die Podologische Praxis Heike

Schmitz.

Voraussichlich vom 22. November 2021 an wird in Berghofen wieder die Weihnachtsbeleuchtung

erstrahlen, für die in jedem Jahr die IBG sorgt. Wir danken der

für die Stromversorgung.

Am 27. November 2021 kann der Heimatverein wieder seinen traditionellen Adventsmarkt – vor dem

ehemaligen Feuerwehrgerätehaus an der Berghofer Schulstraße und auf dem Willberg-Hof – stattfinden

lassen.

Aus dem thüringischen Waltershausen erreichte uns im Zusammenhang mit dem Arnold-Haumann-

Artikel in der Nummer 1/2021 des „Berghofer Blicks“ die Nachricht, dass der „Hohe Sand“, eine

Ausfallstraße in der alten Residenzstadt Gotha, von 1952 bis 1990 „Philipp-Müller-Straße“ hieß. Wir

freuen uns immer, wenn unsere Zeitschrift auch außerhalb Berghofens gelesen wird. Bitte, schreiben

Sie uns, wenn etwas in unserem „Blick“ Ihre besondere Aufmerksamkeit findet.

IHR BENJAMIN BLICK

Herausgeber: Interessengemeinschaft Berghofer Gewerbetreibende e.V. • 1. Vorsitzender Carsten Freiheit • Berghofer Str. 149a • 44269 Dortmund

Telefon 0231 395 22 33 • www.ibg-do.de • info@ibg-do.de

Verantwortlich für den Inhalt: Vorstand IBG e.V. (V.i.S.d.P)

Gestaltung & Satz: Berghofer Fotoservice • Berghofer Straße 149a • 44269 Dortmund • Telefon 0231 3952233

Druck: Uwe Nolte • Im Kurzen Busch 7 • 58740 Iserlohn • Telefon 02371 9765-30

Fotos: Berghofer Fotoservice • Berghofer Straße 149a • 44269 Dortmund • Telefon 0231 3952233

Der nächste BB erscheint am 15.02.2022 • Druckauflage / verteilte Auflage 15.000 Exemplare / ISSN Nr. 1861-9304

Der Anzeigenschluss für die Ausgaben ist jeweils 30 Tage vorher!

Ihre Anzeigen und Texte senden Sie bitte per E-Mail an: info@ibg-do.de


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GESUNDHEIT

Das eRezept wird kommen

Momentan sind wir alle daran gewöhnt: wenn wir krank sind gehen wir

zum Hausarzt und dieser stellt uns meist ein Rezept aus, mit dem wir

in die Apotheke unseres Vertrauens gehen und das Rezept einlösen. Das

Rezept ist ein meist rosafarbener Zettel, den die Apotheke einbehält

und uns die verordneten Medikamente übergibt. Im Falle der gesetzlichen

Krankenkasse übergibt die Apotheke dieses Rezept später unserer

Krankenkasse und erhält das Geld. Sowohl diese Übergabe der Apotheke

an die Krankenkasse als auch die Übergabe der Abrechnung des Arztes

an unsere Krankenkasse findet in der heutigen Zeit ausschließlich auf

elektronischem, digitalem Weg statt. Der einzige Schritt, der noch in Papierform

und damit analog stattfindet, ist die Übergabe eines Rezeptes

an uns Patienten.

Wie Sie wissen, greift die Digitalisierung zunehmend in immer mehr

Bereiche unseres Lebens ein, so auch in das Gesundheitswesen. Konkret

befindet sich ein Gesetz im Gesetzgebungsprozess, welches die

Einführung des elektronischen Rezeptes („eRezept“) flächendeckend

vorschreibt. Durch die Corona-Pandemie und weitere Veränderungen

während der Gesetzgebung kann man momentan nicht sicher sagen,

wann die Umstellung weg vom Papierrezept erfolgen wird, aber es wird

geschehen!

Wie soll es ablaufen?

Schon vor längerer Zeit hat der Staat als Träger des gesetzlichen Gesundheitssystems

die „Telematikinfrastruktur“ geschaffen. Hinter

diesem sperrigen Begriff versteckt sich ein sicheres Datennetzwerk

zwischen allen Leistungserbringern innerhalb des Gesundheitssystems,

also den Krankenkassen, den Haus- und Fachärzten, Apotheken usw.

Die Anbindung für Ärzte ist bereits Pflicht, auch Apotheken müssen

ab Herbst verpflichtend angebunden sein. Über diesen sicheren, verschlüsselten

Weg findet bereits heute Kommunikation statt, zukünftig

wird hierüber auch die Ausstellung eines Rezeptes abgewickelt werden.

Möchte unser Arzt uns ein Medikament

verschreiben, wird ein

Rezept in Form eines Datensatzes

innerhalb des sicheren Netzwerkes

(„Daten-Safe“) uns als Patienten

zur Verfügung gestellt. Wir

erhalten lediglich den Schlüssel für den Daten-Safe ausgehändigt. Der

Schlüssel wird ein 2D-Barcode sein, ähnlich wie viele von uns es von

elektronischen Tickets, z.B. das der Deutschen Bahn, kennen. Wahrscheinlich

übergibt der Arzt uns diesen Code in eine zentrale App für

das Smartphone, oder der Schlüssel wird auf der elektronischen Gesundheitskarte,

die wir alle schon seit Jahren in der Geldbörse haben,

gespeichert. Auch ein Papierausdruck wird sicherlich möglich sein –

genaues ist noch nicht festgelegt.

Mit dem Schlüssel ausgestattet können wir als Patienten nach wie vor

in die Apotheke unseres Vertrauens gehen und den Schlüssel dort übergeben.

Auch wird die Weitergabe des Schlüssels per App oder Mail wird

möglich sein.

Die Apotheke kann mit dem richtigen Schlüssel das Rezept wie ein heute

übliches Papierrezept behandeln und Ihnen die passenden Medikamente

übergeben.

Mir ist es wichtig zu sagen, dass die Einlösung eines solchen papierlosen

eRezeptes in der Orion Apotheke und auch in der Apotheke auf

dem Höchsten möglich sein wird. Wie alle Ärzte und Apotheken schaffen

auch wir die technischen Voraussetzungen, um dies möglich zu machen!

Seien Sie sich sicher: wir in den gemeinsam-gesünder Apotheken sind

immer innovativ und gehen mit der Zeit! Bleiben Sie gesund!

Ihr Martin Kemper mit allen Mitarbeitern


GESUNDHEIT

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VEREINSLEBEN

Aktuelles von Unsere Mitte Steigerturm e. V.

EIN VOLLER ERFOLG.

Kunstmarkt und

Spät-Sommerfest

„Ach wie ist das schön, dass man mal wieder Menschen

trifft, die man schon lange nicht mehr gesehen hat.“

So entfuhr es einer Besucherin der in diesem Jahr erstmals seit Corona

wieder stattfindenden Veranstaltung am Steigerturm.

Anette Göke (Foto) hatte zum 5. Mal eine Gruppe profilierter Künstlerinnen

und Künstler gewinnen können, die ihre Werke dem zahlreich erschienenen

Publikum präsentierten. Auch das parallel stattfindende Fest profitierte von

dem herrlichen Herbstwetter am 10. Oktober. Deshalb waren Grillwürstchen

und Waffeln schneller ausverkauft als gedacht. Für die Bespaßung der

vielen Kinder sorgten der SV Berghofen mit einem Fußballtor und

Speedometer, der TV Berghofen mit Hula-Hoop-Reifen, Springseil und

Thera-Bändern, der Förderverein der AWO Kita Heliosweg mit einer

Glitzer-Schminkaktion und der Kinder- und Jugendtreff Berghofen mit

einem Angebot zum kreativen Gestalten von Bügelperlen-Bildern.

Fürs leibliche Wohl sorgten der Verein „Unsere Mitte Steigerturm“ mit

Grillwürstchen und Kaltgetränken, die Kita Heliosweg mit Hot-Dogs

sowie die AWO, die frisch gebackene Waffeln mit heißen Kirschen anbot.

Begeistert von den zahlreichen Möglichkeiten, Gespräche zu führen, waren

Birgit und Matthias Blind, die Regionalbotschafter der NRW-Stiftung

ebenso wie die Repräsentanten der Dortmunder Volkshochschule

und die Caritas mit ihren Infoständen.

Der Markt mit neuen, von Vereinsmitglied Arno Hassel gestifteten

Haushaltsutensilien erfreute sich einer riesigen Nachfrage und wird -

wenn Corona es zulässt - beim Adventsmarkt voraussichtlich am

Samstag, dem 27. November fortgesetzt.

Besonders die neuen

T-Shirts mit dem Aufdruck

„DRTMND BERGHFN“

hatten es vielen Besuchern angetan.

Die T-Shirts können in allen Größen

auch nach dem Fest beim Berghofer

Fotoservice (Post) erworben werden.

Unsere Mitte Steigerturm e.V.

Vorsitzender: Winfried Liebig

Vikar-Kleffmann-Weg 6

44267 Dortmund

info@steigerturm.de

Spenden

Unsere Mitte Steigerturm e.V.

IBAN:

DE03 4405 0199 0101 0295 49

Zweck: Spende Steigerturm

Weitere Informationen

zum Steigerturm, seinem Verein

und zum Stand der Planungen

finden Sie auf

www.steigerturm.de

Werden Sie jetzt Mitglied und

unterstützen Sie die Entwicklung

Berghofens. Jedes Engagement und

Ihre Mitsprache sind auch ohne

Mitgliedschaft herzlich willkommen.

Die Interessengemeinschaft Berghofer Gewerbetreibende ermöglicht uns, regelmäßig über den Stand unseres Projektes zu informieren. Vielen Dank!


HILFE & SERVICE

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Wir haben uns in den Räumen der ehemaligen Volksbank/

Testzentrum gut eingelebt. An dieser Stelle möchten wir

uns einmal für die positive Resonanz unser Kunden bedanken.

Bereits am Tage der Eröffnung kamen uns viele nette

Menschen besuchen und waren begeistert von den neuen

Räumlichkeiten.

Ein weiterer Dank geht an Anette Göke, die unsere „Kreative

Ecke“ mit gestaltet hat. Wir führen für unsere Künstler

eine große Auswahl an Leinwänden, Acryl-Farben und Pinseln.

Ferner ist es Ihnen als

Künstler möglich, Ihre Werke

bei uns auszustellen und

anzubieten. Die Kunstwerke

werden in unterschiedlichen

Abständen ausgetauscht.

Sprechen Sie uns an.

Desweiteren haben wir unsere Auswahl

an Glückwunschkarten erweitert, welche

von unseren Kunden auch schon sehr

gern angenommen werden. Besonders

unsere Happy Stand Up Card wird immer

gern gekauft. Diese schönen Karten gibt es jetzt zu Weihnachten

ebenfalls in einer kleineren Ausführung.

Da unsere Kunden sich Dortmund

Postkarten wünschten,

sind wir auch diesem

Wunsch nachgekommen. Wir

führen verschiedene Dortmund

Postkarten, Phoenix See und sogar eine Postkarte nur

von Berghofen. Wir arbeiten noch an weitern Motiven.

Außerdem haben wir unser Angebot um Geschenkartikel

erweitert. Zur Zeit gibt es eine große

Auswahl an Weihnachtswichteln und anderen

kleinen Geschenkideen

auch für Geldgeschenke

sowie kleine Schutzengel

wurden bereits gut angenommen.

Zusätzlich haben wir ein

ganz neues Sortiment an Lesehilfen

der Marken DI ROS-

SI sowie BVB. Wir führen

die Stäken 1,00 - 3,5 sowie

Zubehör (Brillenbänder und

Brillenetuis).

Ein Sortiment an Servietten

steht auch seit neuestem

zur Verfügung. Dieses Ware

wird demnächst immer saisonal

ausgetauscht.


Riesig groß, winzig klein – die Größe darf ruhig unüblich

sein!

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4. Effekte

HILFE & SERVICE

Zaubern Sie, schaffen Sie Unmögliches, Verblüffendes,

Ich freue mich, Sie in meiner Praxis in der Schüruferstraße begrüßen

zu dürfen!

Ihre Sarah Daas


GESUNDHEIT

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Osteopathie für Kinder und Säuglinge

Ziel der osteopathischen Behandlung von Säuglingen

und Kindern ist es, vorhandene Funktionseinschränkungen

im ganzheitlichen Sinn zu untersuchen und

zu lösen. Hierbei wird stets der gesamte Organismus

behandelt und nicht einzelne Körperpartien. Der Körper

des kleinen Patienten wird als Ganzes betrachtet.

Durch die Behandlung werden die Selbstheilungskräfte

des Kindes aktiviert.

Der Osteopath / die Osteopathin praktiziert ausschließlich

mit den Händen. In einer osteopathischen Behandlung

werden keine Arzneimittel eingesetzt.

Die Behandlung von Säuglingen und Kindern ist eine

Spezialisierung innerhalb der Osteopathie. Es gibt

viele mögliche Anwendungsgebiete, bei denen Osteopathie

bei Babys und Kindern helfen kann. Hier einige

Beispiele:

- Nach schwierigen Schwangerschaften

- Nach langen / schwierigen Geburtsverläufen

- Schreibabys

- Blähungen und Bauchschmerzen

- Hyftdysplasie

- Haltungsabweichungen / Asymmetrien

- Verformungen des Schädels

- veränderte Bewegungsentwicklung

- Auffälligkeiten in der Entwicklung

- Unruhige oder zappelige Kinder

- Kinder mit Konzentrationsstörungen

- Kinder und Jugendliche mit Zahnfehlstellungen

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit u. a. mit dem

Kinderarzt ist erstrebenswert um dem Patienten so optimal

wie möglich helfen zu können.

Das komplexe heilkundliche Gebiet der Osteopathie

teilt sich heute in drei große Grundbereiche, die sich

historisch aus den unterschiedlichen Schulen der Osteopathie

und ihrer Begründer entwickelt haben.

• Die PARIETALE OSTEOPATHIE setzt bei Muskeln,

dem Skelett und dem menschlichen Bindegewebe

/ Fascien an, während die

• VISZERALE OSTEOPATHIE sich mit den inneren

Organen des Menschen befasst.

• Die CRANIOSACRALE OSTEOPATHIE, begründet

von William G. Sutherland, zeichnet sich durch

manuelle Behandlungen am Schädel und am

Kreuzbein aus und zielt auf eine Stärkung von

Hormon- und Nerven-und Immunsystem.

Bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern

zur Verfügung.

Ursula Betz


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HILFE & SERVICE

Berghofer Straße 166

(Zufahrt über Ostkirchstraße)

44269 Dortmund

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HILFFE & SERVICE

11 11

20 Jahre

Langele „Ihr Friseur“

In Berghofen geboren und aufgewachsen

bin ich dem Ort sehr verbunden.

Schon mit 16 Jahren begann ich

meine Ausbildung im jetzigen Salon,

den ich dann am 2. November

2001 übernehmen konnte.

Herzlich bedanke ich mich bei

meinen Kunden für das in all den

Jahren entgegengebrachte Vertrauen.

Ein besonderer Dank gilt meinen

langjährigen Mitarbeiterinnen für

ihren unermütlichen Einsatz und

auch für den Zuspruch und die

Treue in der Coronazeit.

S. Groß-Langele

und Team


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VEREINSLEBEN

„Der Mensch bereist die Welt auf der Suche nach dem, was ihm fehlt.

Und er kehrt nach Hause zurück, um es zu finden.“

George Moore (1852-1933)

Der Berghofer „Rück-Blick“

Allmählich konnten die üblichen Aktivitäten des Heimatvereins

Berghofen e.V. (HVB) – freilich unter Einhaltung der von

der Pandemie diktierten Vorsichtsmaßnahmen – wieder

aufgenommen werden. So fand am 24.8. die aufgrund der

Lage aufgeschobene Jahreshauptversammlung im Haus

Heimsoth statt. Nach dem Jahres- und Geschäftsbericht

der Vorsitzenden, dem Kassen- und dem Rechnungs-

Prüfungsbericht und der Entlastung des Vorstandes

wurden die alle zwei Jahre anstehenden Vorstandswahlen

durchgeführt. Die Vorsitzende und ihre Stellvertreter wurden

wiedergewählt: Cornelia Konter, Dieter Tillmann und

Susanne Schneider. Für die weiteren Vorstandsaufgaben

wurden – zum Teil auch wiedergewählt bzw. neu eingetreten

– folgende Personen gewählt (Stellvertreter/innen in

Klammern): Schatzmeister Udo Reppin (Brigitte

Reppin), Schriftführer Michael Konter (Sigrid Meyer),

als Beisitzer/innen Uwe Dörsing, Helga und Horst

Fuhrmann sowie Monika Rekos. Als Rechnungsprüfer

wurden Ursula Kirchner und Günter Rekos ernannt. Ein

gemütliches Beisammensein beschloss die Sitzung.

Weitere Aktivitäten waren ein Treffen des Orga-Teams für

ein Fest „800 Jahre plus X Berghofen“ am 5.10.,

die Konstituierende Sitzung des Geschäftsführenden

Vorstands am 18.10. sowie die Sitzung des Erweiterten

Vorstandes am 21.10., wobei in den beiden letzteren

zusätzlich zum Jubiläumsfest auch der Volkstrauertag und

der Adventsmarkt auf der Agenda standen. Am 3.11. fand

auch der Plattdeutsche Stammtisch mit seiner 143. Sitzung

wieder statt.

Der 44. „Ein-Blick“

in die „Plattdütsche Sproake“

So manchem selbstbewussten Schulhausmeister wird

auch schon einmal der Satz in den Mund gelegt: „Ich und

der Herr Direktor haben beschlossen ... .“ Bei dem Schwerter

Mundartdichter Walter Höher (1925-2015), der selbst

viele Jahre lang Rektor einer Hauptschule in Ergste war,

liest sich das folgendermaßen:

Im grauten un ganzen

„Im grauten un ganzen meit vi viell klagen

üöwwer de Blâgen un de Magister“, sagg

de Hûsemester: „Ek, de Direkter un de

Schaulinschpekter.“

Am 2. Februar 2011 besuchte Walter Höher persönlich

unseren Plattdeutschen Stammtisch in Berghofen und

signierte unsere Exemplare seines Buches „Miärkische

Kost – mündkesmaote“ (1992), dem dieses Zitat

entnommen ist.

Der Berghofer „Aus-Blick“

In der sich weiterhin entspannenden Pandemie-Situation

besteht die Hoffnung, dass wir unsere traditionellen

Veranstaltungen wieder wie gewohnt durchführen können.

Die folgenden Events sind vorbereitet worden: am Sonntag,

14.11. um 11:30 Uhr am Ehrenmal im Berghofer

Wald die Gedenkfeier zum Volkstrauertag und am

Samstag vor dem 1. Advent (27.11.) von 12 bis 16

Uhr unser beliebter Berghofer Adventsmarkt an den

bekannten Orten. Es gelten die jeweils aktuellen Virus-

Schutzvorkehrungen. Am 1. Dezember findet dann der

144. Plattdeutsche Stammtisch statt. Der Ort wird noch

bekannt gegeben. – Informieren Sie sich bitte auch über

unsere bekannte Homepage (www.heimatverein-berghofen.

de) und in der örtlichen Presse.

Dieter K. Tillmann


HILFE & SERVICE

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Klaus Spieker

Oft verkaufen wir schneller, als sich

das mancher Interessent vorzustellen

vermag. Daher – nehmen Sie frühzeitig

Kontakt mit uns auf, wenn Sie

eine bestimmte Immobile suchen und

nennen uns Ihr Suchprofil. (Ortsteil,

Größe, KP) Auch bei VERKAUFS-Überlegungen

oder Umsteigen auf altersgerechten

Prof. Dr. Raphael Spieker

Wohnraum kann eine frühe Vorberatung sinnvoll sein! Neben professioneller

Verkaufswert-Einschätzung informieren wir Sie über die sinnvollen Schritte und

Alternativen. Nutzen Sie unser Know How jetzt.

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Samson Haus & Gartendienst in Dortmund-Berghofen

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GESUNDHEIT

Sanfte Schmerztherapie

Vital-Wellen in der Naturheilkunde

Anja Pearce, Heilpraktikerin

Gleichzeitig ist die Therapie hochwirksam und hat

selbst bei chronischen Beschwerden durchschlagenden

Erfolg.

Die Vital-Wellen-Therapie beruht auf der synergistischen

Wirkung spezifi scher Ultraschallfrequenzen

kombiniert mit sorgfältig aufeinander abgestimmten

Wirkstoffkombinationen aus der Pflanzenheilkunde

und Homöopathie.

Die Vital-Wellen-Therapie (VWT) hat durch die generell

regulierende und stimulierende Wirkung ein

sehr breites Anwendungsgebiet zum Beispiel bei

Gelenkarthrose, Tennisarm, Schmerzen im Bereich

der Wirbelsäule, Ischialgie, Fersensporn, etc. Verhärtetes

Gewebe wieder in Schwingung bringen,

Giftstoffe mobilisieren und abtransportieren und

Wirkstoffe einschleusen – genau dieses Konzept

setzt die Vital-Wellen-Therapie erfolgreich um.

Die Therapie hat keinebekannten Nebenwirkungen,

die Behandlung ist sicher und völlig schmerzfrei.

Sie kann sehr gut in der alternative Medizin eingesetzt

werden und bietet bei vielen Beschwerden

eine ideale Ergänzung oder sogar einen Ersatz zu

konventionellen Behandlungsmethoden.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Ich stehe

Ihnen gern für ein persönliches Gespräch

zur Verfügung.

Ihre Naturheilpraxis Anja Pearce


HILFE & SERVICE

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HILFE & SERVICE

Mitglieder der Interessengemeinschaft Berghofer Gewerbetreibende e.V.

Berghofer Straße 149 a, Carsten Freiheit, 1. Vorsitzender, Tel.: 0231 - 3952233, Fax: 0231 - 3952244

Ehrenmitglieder Robert Lettermann; Günter Schulte †; Frank Trabert

Apotheke

Orion Apotheke Claudia & Martin Kemper

Berghofer Str. 155; E-Mail: orion.apotheke@gemeinsam-gesuender.de

Telefon: 948305-0

Arne Ulrich Telefon: 487202

Betonrückbau

HTS Baudienstleistungen Ralph Regelmann; Klusenweg 26, 58239 Schwerte;

E-Mail: regelmann@icloud.com

DTL Betonrückbau GmbH Michael Rosik,

Riesestr. 17; E-Mail: info@dtl-rosik.de; www.dtl-rosik.de

Telefon: 48955-57

Telefon: 0157 50656650

Telefon: 8824620

Telefon: 9413000

Kötter Overgünne 89;E-Mail: info@bestattungen-koetter.de Telefon: 464276

Telefon: 02304 80350

Dachdecker Telefon: 3952746

Lischke Bedachungen Fasanenweg 62; E-Mail info@lischke-bedachungen.de Telefon: 28053950

; Telefon: 28678253

Telefon: 4257534

Telefon: 484762

Dennis Rohrmoser, Kalthofer Feld 23, Iserlohn; www.elektro-rohrmoser.de;

E-Mail: info@elektro-rohrmoser.de

Telefon: 0176 20912172

Andreas Stockx Elektroservice Ruhfusstr. 26; E-Mail info@stockx.de Telefon: 42784455

Telefon: 813782

; Telefon: 48944

Jörg Bachstein Telefon: 481388

Foto-Service Berghofer Fotoservice Carsten Freiheit, Berghofer Str. 155; www.fotoladen.info Telefon: 3952233

Berghofer Haarstudio F. Bagajeva; Busenbergstr. 33; www.berghofer-haarstudio.de Telefon: 4960840

Telefon: 484649

Galerie

Borowski Glaskunst & Fotoatelier M. Abraham; Von-Steinen-Str. 1; Fröndenberg

E-Mail: abraham-photography@email.de; www.abraham-photography.com

Telefon: 01735151371

Hausmeisterservice Mobil: 0173 7006465

m+b DIE GÄRTNER Mylius und Becker; Neuflöz 8; E-Mail: info@mb-diegaertner.de Telefon: 486766

Gärtnerei Dirk Scholz Wittbräucker Str. 282; E-Mail: dirkscholzgarten@aol.com Telefon: 480932

Glaserei

Glas Hilf Inh. Michael Siepen

Telefon: 482376

Berghofer Str. 166; (Zufahrt über Ostkirchstr.); E-Mail: info@glas-hilf.de; www.glas-hilf.de

Heilpraktiker für

Psychotherapie

Jérôme Gobet

Berghofer Str. 144; E-Mail: info@heilpraxis-gobet.de; www.heilpraxis-gobet.de

Telefon: 017621674112

Telefon: 48921/-22

Ralf Brüser, Berghofer Str. 173; E-Mail: info@ralf-brueser.de Telefon: 88088930

Rudolf Fischer; Ostkirchstr. 19; E-Mail: fischer-berghofen@gmx.de Telefon: 485461

; info@spieker-immobilien.de

Telefon: 981090-0

Anna Kagan, Berghofer Schulstr. 1, E-Mail: info@immo-kagan.de; www.immo-kagan.de Telefon: 017623546128

Kreditinstitute Sparkasse Dortmund Telefon: 18322621

Dortmunder Volksbank e.G.


HILFE & SERVICE

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Kreditvermittlung

Finance Partner Dortmund GmbH www.fp-dortmunnd.de,

E-Mail: peter.luetke@fp-dortmund.de, Büroanschrift: Torgauer Str. 7

Telefon: 9414068

Lerntherapie Sarah Daas, Schüruferstr. 4; E-Mail: info@lerntherapie-daas.de Telefon: 42775584

Lotto Ute Foster, Berghofer Str. 192, www.lotto-foster.de; E-Mail: info@lotto-foster.de Telefon: 487707

Malerwerkstatt Thorsten Haselhoff

Telefon: 47797430

Gansmannshof 1; E-Mail: malerwerkstatt-haselhoff@gmx.de; www.malerwerkstatt-haselhoff.de

Mode MaFe XXL Mode Martina Kather; Berghofer Str. 171; www.logistikwelt24.de Telefon: 0178/5758222

Medizintechnik Dipl.-Ing. Heise Vertriebs-GmbH Telefon: 488445

Anja Pearce Telefon: 53226709

Osteopathie

Anita Widlitzek Berghofer Str. 144; www.naturheilkunde-dortmund.com;

E-Mail: contact@naturheilkunde-dortmund.com

Telefon: 2298573

Mobil: 0173/2764632

Online Marketing M. Wintgens Marketing/SEO Inh. Marc Wintgens; Schmuckstr. 3 Telefon: 4960077

Beate Weigand Orthopädieschuhmachermeisterin Telefon: 4080591

AAu.K Amb. Alten- und Krankenpflege

Alfred-Trappen-Str. 9; E-Mail: aauk@gmx.de; AAu.K Pflege GmbH Einhaus

Telefon: 430044

24h Seniorenbetreuung

Physiotherapie

Osteopathie

SHD Seniorenhilfe Dortmund GmbH

Berghofer Str. 176; E-Mail: info@shd-dortmund.de; www.shd-dortmund.de

Betz & Pohl Inh. Sebastian Betz u. Oliver Pohl

Berghofer Str. 179; E-Mail: info@betz-pohl.de; www.betz-pohl.de

Telefon: 58979880

Telefon: 9414491

Podologie Heike Schmitz, Berghofer Str. 146 E-Mail: podologie-schmitz@web.de Telefon: 61866725

Radio Schaaf Husener Str. 94; E-Mail info@radio-schaaf.de Telefon: 482178

Kornelia und Klaus Urban Telefon: 485841

Telefon: 53200539

Telefon: 482636

Haus Heimsoth, Inh. Renate Karbowniczek, Berghofer Str. 149 Telefon: 480671

Restaurant „Pfeffermühle“ Telefon: 9486648

Serres Grill; Berghofer Str. 166 Telefon: 96738330

Inh. Silvia Lehr; Kleine Berghofer Str. 3; E-Mail: zur-waldesruh@arcor.de Telefon: 481680

Sachverständigeninstitut ISH-Gutachter Jörg Kühnast ö.b.u.v. Sachverständiger; Wittener Str. 265;

E-Mail: office@ISH-Institut.de

Telefon: 98969984

Sonnenstudio Sun for you; Ramona Orban; Berghofer Schulstr. 5a; www.sun-for-you.de Telefon: 8640694

SWM Steuerberatungsgesellschaft

Wittbräucker Str. 401; E-Mail: mail@swm-stb.de; www.swm-stb.de

Telefon: 5677090

bft-Tankstelle Helmand Naserie; Berghofer Str. 180 Telefon: 485370

Thaimassage Sielemann, Berghofer Str. 149a, E-Mail: thaimassage@sts-network.org Telefon: 01734578729

Textilpflege T&H Textilpflege Berghofer Str. 163; textilpflege-th@gmx.de Telefon: 72960228

Umzüge/Möbeltransporte

Küchenmontagen

Vermögensberatung

Futtermittelvertrieb Pfötchen Bistro

;

Alfred Pawlowicz Wilmsmannstr. 14

E-Mail: ap-umzug@t-online.de; www.ap-umzug.de

Allfinanz Deutsche Vermögensberatung Jonas David Bredemeier;

Auf dem Knick 1-3; 58455 Witten; E-Mail: jonas-david.bredemeier@allfinanz.ag

Telefon: 53223062

Telefon: 485240

Telefon: 0172 4680675

Versicherungsmakler Versicherungsbüro Renneke Ehmsenstr. 41; E-Mail: joerg.renneke@arcor.de Telefon: 485126

Rohde & Partner GmbH Untermarkstr. 44; E-Mail: makler@rohde-partner.de Telefon: 488999

Versicherungen LVM-Versicherungsagentur, Jörg Kneer; Telefon: 5588424

Wohnmobilvermietung Schultis Wohnmobile Tobias Schulte; E-Mail: kontakt@schultis-wohnmobil.de Telefon: 4440763

Zahnarzt Dr. Frank Hardenacke Telefon: 481261

Dr. Shirin Toekan, M.Sc. Busenbergstr. 8a, praxis@zahnarzt-berghofen.de Telefon: 4948228


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HISTORISCHES

150 Jahre Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark

Eine Bilanz aus Berghofer Sicht

1) die Quellen der Geschichte sammeln und zugänglich machen;

2) die Alterthümer erhalten oder deren Gedächtniß durch Abbildung und

Beschreibung bewahren;

3) Arbeiten, welche der Geschichte und Alterthumskunde des Bezirks

dienen, fördern und deren Ergebnisse veröffentlichen.“

Das Vereinssymbol im Jahre 1875

und in stilisierter Form ein Jahrhundert später

Im Zeichen der Erdbeere

Im Jahre der Gründung des Deutschen Reiches 1871 wurde der

Kandidat der liberalen Fortschrittspartei, Hermann Becker, den man

wegen seiner roten Haare und seines roten Bartes auch den „roten

Becker“ nannte, am 1. Juli in sein neues Amt als Erster Bürgermeister

der Stadt Dortmund eingeführt. Becker hatte eine erstaunliche Karriere

hinter sich: 1852 im Kölner Kommunistenprozess zu fünf Jahren

Festungshaft verurteilt, wurde er ein Jahrzehnt später als Dortmunder

Abgeordneter in den preußischen Landtag gewählt. Auch war er seit

1864 Stadtverordneter in Dortmund. 1867 gehörte er dann dem neuen

Reichstag des Norddeutschen Bundes an. Er war seit 1870 Redakteur

der in Dortmund herausgegebenen „Westfälischen Zeitung“, später,

1874, wurde er Dortmunder Oberbürgermeister, und im Jahre darauf

ging er in gleicher Funktion nach Köln. Becker, der auch Mitbegründer

von Gewerbevereinen war, schuf eine moderne kommunale Verwaltung

für die aufstrebende Industriestadt Dortmund, erkannte aber auch die

Bedeutung, die die freie Reichs- und Hansestadt im Spätmittelalter

gehabt hatte.

Mit einem großen Festessen im

Kühnschen Saale feierten die

Honoratioren der Stadt den neuen

Bürgermeister. Am folgenden

Tage, einem Sonntag, traf

man sich in der „Hobertsburg“

und am Fredenbaum, um

weiterzufeiern, aber auch

um – bei wohlschmeckender

Erdbeerbowle; die Erdbeere

wurde zum Vereinssymbol

gewählt – einen Historischen

Verein zu gründen: „Geschehen

Dortmund am Fredenbaum unter

Dr. Hermann Heinrich Becker

(1820-1885)

der alten Eiche auf dem zum heutigen Festtage zu Ehren des Herrn Dr.

Hermann Becker besonders errichteten Hochsitze am 2. July 1871 am

Tage nach der Einführung des Herrn Dr. Becker als Bürgermeister der

Stadt Dortmund.“ Es folgten 68 beitrittserklärende Unterschriften von

Stadträten, Abgeordneten, Industriellen, Gymnasiallehrern und anderen

Bürgern; schon der Jahresbeitrag von zwei Reichstalern sicherte wohl,

dass die Honoratioren unter sich blieben. Der neue Bürgermeister

wurde zum Vereinsvorsitzenden gewählt. Sein städtisches Amt nahm

ihn jedoch so in Anspruch, dass er erst am 15. Juni 1872 eine erste

Generalversammlung einberief.

Die Statuten, die an diesem Tage beschlossen wurden, verfügten im § 1:

„Der Historische Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark bezweckt

die Erforschung der Geschichte von Dortmund und der Grafschaft Mark.

Er will deshalb für seinen Bezirk insbesondere:

Orientiert war der neue Historische Verein offensichtlich an der am

20. Januar 1819 in Frankfurt – auf Initiative des Freiherrn vom Stein

– gegründeten „Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde“,

die auch die Herausgabe der „Monumenta Germaniae Historica“

anregte, in der Urkunden, Akten und Briefe gesammelt werden sollten,

die zuverlässiger als Chroniken und Biographien die Ereignisse der

Vergangenheit spiegelten. In Dortmund hatte es schon zuvor mit Arnold

Mallinckrodts „Versuch über die Verfaßung der Kaiserlichen und des

heil[igen] röm[ischen] Reichs freyen Stadt Dortmund“ aus dem Jahre

1795 einen ersten Ansatz zu einer akten- und urkundenbasierten

Geschichtsschreibung gegeben; und Bernhard Thiersch, seit 1833

Direktor des Dortmunder Gymnasiums, der sowohl dem sächsischthüringischen

wie auch dem westfälischen Verein für Altertumskunde

angehörte, widmete sich in seinen Veröffentlichungen vor allem der

Feme und den Rechtsaltertümern der Stadt. Zu Thierschs Schülern hatte

auch Hermann Becker gezählt. Zum neuen Verein gehörte August Döring,

der seit 1870 Direktor des Dortmunder Gymnasiums war; er förderte vor

allem den Aufbau einer Vereinsbibliothek als Forschungsgrundlage, die

auch gegenwärtig noch den Benutzern des Dortmunder Stadtarchivs zur

Verfügung steht.

Ad fontes! – Zu den Quellen der Stadtgeschichte

Zur prägenden Gestalt der Dortmunder Geschichtsforschung wurde

der aus Wesel stammende Karl Rübel. Anfang Oktober 1872 trat er

eine wissenschaftliche Hilfslehrerstelle in Dortmund an; im Dezember

1872 hielt er seinen ersten Vortrag vor dem Historischen Verein,

referierte im Jahr darauf über die mittelalterlichen Chroniken der

Stadt und bezeichnete die Erschließung der Dortmunder Urkunden

als wichtigste Grundlage für die Erforschung der Stadtgeschichte,

während die Herausgabe der Chroniken wissenschaftlichen Instituten

übertragen werden sollte. Der Dortmunder Magistrat erwirkte für Rübel

eine zusätzliche Archivausbildung beim Staatsarchiv in Münster und

sorgte für die Genehmigung einer Nebentätigkeit, so dass er im Juli

1873 mit seiner Arbeit beginnen konnte. Bis zum Ende des Jahres hatte

er etwa 4.000 Urkunden geordnet und verzeichnet; schließlich wurde

er 1906 erster Dortmunder Archivdirektor. Schon am 24. November

1873 war er in den Vorstand des Historischen Vereins gewählt

worden und hatte die Ämter des Schriftführers und Bibliothekars

übernommen – zunächst unterstützt vom späteren Gründer des

Dortmunder Kunstgewerbemuseums, des heutigen Museums für Kunst

und Kulturgeschichte, Eduard Roese. Als Ergebnis von Rübels Arbeit

erschien in zwei Teilbänden bis 1885 der erste Band des Dortmunder

Urkundenbuches, bis 1894 lagen dann auch die Teilbände des zweiten

Bandes vor und 1899 wurde der erste Teilband des dritten Bandes

herausgegeben. Im Jahre 1910 erschien noch ein Ergänzungsband

zum ersten Band des Werkes. In vielen Einzelstudien und zahlreichen

Büchern hatte Rübel darüber hinaus den wissenschaftlichen Ertrag

seiner Editionen und Forschungen dokumentiert. Schon 1901 hatte er

auch eine populäre, erzählende „Geschichte der Frei- und Reichsstadt

Dortmund“ geschrieben; dann ging er an die wissenschaftliche

Bearbeitung der Stadtgeschichte, konnte aber nur den bis zum Jahre

1400 reichenden ersten Band seiner „Geschichte der Grafschaft und

freien Reichsstadt Dortmund“ vorlegen. Dieses Werk wurde erst 1917

gedruckt, im Jahr zuvor war der Autor verstorben. Rübel war auch der

erste Herausgeber der „Beiträge der Geschichte Dortmunds und der


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20 HISTORISCHES

Grafschaft Mark“, deren 110. Band 2019 erschien.

Zu den besonderen Verdiensten Rübels, der von 1894 bis 1916 auch

Vorsitzender des Historischen Vereins war, gehört sein Einsatz für den

Erhalt des alten reichsstädtischen Rathauses, dessen Abbruch 1892

bevorstand. Mit Unterstützung durch den Konservator der Westfälischen

Altertümer, Albert Ludorff, gelang es, Stadt und Bürgerschaft vom Wert

des ältesten steinernen Rathauses Deutschlands zu überzeugen, so

dass es gemäß den historisierenden Vorstellungen der Zeit wieder

hergerichtet wurde. Weniger Erfolg hatte der Historische Verein dann

nach dem Zweiten Weltkrieg als er sich erneut für den Erhalt des

ausgebrannten Rathauses einsetzte, das aber noch 1955 abgetragen

wurde. – Die Inventarisierung der Baudenkmäler und Kunstschätze

durch Ludorff wurde vom Historischen Verein maßgeblich unterstützt,

so dass die Buchreihe „Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen“ in

den Bänden II – IV Dortmund Stadt, Dortmund Land und Hörde schon

1894/95 – jeweils mit einer geschichtlichen Einführung von Edmund

Roese – erscheinen konnten. Damals war Roese schon nicht mehr

in Dortmund, und Rübel hatte

1892 den Zeichenlehrer an der

Oberrealschule, Albert Baum, zu

dessen Nachfolger vorgeschlagen.

Das war eine gute Wahl: Baum

war ein eifriger Sammler und

Ausgräber und schaffte es

immer wieder, die Honoratioren

zu erheblichen Spenden für

das Museum zu bewegen. Als

Vortragender und vor allem als

Leiter von Exkursionen bewährte

sich Baum für den Historischen

Dr. Karl Rübel (1848-1916) Verein.

Hand in Hand – Stadtarchiv und Historischer Verein

In den schweren Jahren nach dem Ersten Weltkrieg hatte der

Historische Verein mit August Meininghaus einen Vorsitzenden, der

das Vereinsvermögen in Weine und Liköre investierte und es so über die

Zeit der Inflation rettete. Meinighaus war Jurist, Brauereibesitzer und

unbesoldeter Stadtrat, seine Arbeiten, mehr als 200 historische Aufsätze,

besonders über die Rechtsgeschichte, die Lage der Dortmunder Burg

und über die Dortmunder Grafen, haben sich als erstaunlich weitsichtig

erwiesen. 1932 folgte ihm die erste Archivdirektorin Preußens, „Fräulein

Dr.“ Luise von Winterfeld, im Vorsitz des Historischen Vereins nach.

Heute mag man es kaum glauben, aber auf der Anrede „Fräulein“

bestand sie noch hochbetagt in ihren letzten Lebensjahren. Mit mehr als

100 Aufsätzen trug sie erheblich

vor allem zur Erforschung des

mittelalterlichen Dortmunds und

seiner Rolle in der Hanse bei. Sie

forschte zum Dortmunder Maler

Conrad von Soest und zu Derick

Baegert, auf dessen Gemälde

in der Propsteikirche die älteste

Dortmunder Stadtansicht zu

finden ist. 1934 legte sie ihre

„Geschichte der freien Reichs- und

Hansestadt Dortmund“ vor, die

leider ohne den wissenschaftlichen

Apparat gedruckt wurde. Die

im Stadtarchiv hinterlegten

Anmerkungen gingen mit etwa

70 Prozent des Archivbestandes

durch den Zweiten Weltkrieg

verloren.

Dr. Luise von Winterfeld

(1882-1967)

Für die Grafschaft Mark

Der Historische Verein konnte seinen Anspruch, auch für die Grafschaft

Mark tätig zu sein, von vornherein nur unzureichend umsetzen; freilich

waren in der Grafschaft Mark auch eine Reihe weiterer Heimat- und

Geschichtsvereine gegründet worden. Allerdings erschienen einige

Ortsgeschichten in den Beitragsbänden, so „Die Freiheit Altena“

von Josef Lappe (Bd. 37, 1929), „Herdecke an der Ruhr im Wandel

der Zeiten“ von Otto Schnettler (Bd. 45, 1939); und nach dem Krieg

veröffentlichte Ernst Denzel die „Wirtschafts- und Sozialgeschichte

der Stadt Wetter an der Ruhr“ (Bd. 49, 1952), Lieselotte Nieland

verfasste „Der Reichshof Westhofen im Mittelalter“ (Bd. 50, 1953),

zum Ortsjubiläum schrieb August Wittkamp „1100 Jahre Huckarde“(Bd.

56, 1960). Wilhelm Schleef, der spätere Vorsitzende des Historischen

Vereins der Jahre 1953 bis 1959 und Verfasser des plattdeutschen

„Dortmunder Wörterbuches“, hatte schon im Band 44 im Jahre 1938

zur 800-Jahr-Feier des Ortes die „Geschichte der Bauerschaft Sölde“

veröffentlicht, 1950 legte er im 48. Band der

„Dortmunder Beiträge“ die „Geschichte der

Bauerschaft Aplerbeck vor, und 1954 folgte

im 51. Band seine Zeittafel zur Geschichte

von Dortmund-Schüren. Seine Arbeit über

die Bauerschaft Berghofen stellte die

erste systematische Zusammenstellung

zur Berghofer Ortsgeschichte dar, wurde

aber nicht zur Druckreife gebracht; sie

steht als handschriftliches Manuskript im

Dortmunder Stadtarchiv den Interessierten

Wilhelm Schleef zur Verfügung.

(1889-1968)

Tote Stadt? – Lebendige Stadt!

Bis zum September 1943 hatten sich die Mitglieder des Historischen

Vereins noch zu Vortragsveranstaltungen getroffen, dann machten

die ständigen Luftangriffe weitere Treffen und bald auch eine

weitere Arbeit unmöglich. Aber schon am 4. September 1946

traf sich der Vorstand wieder und konnte für den 25. Oktober die

erste Nachkriegsgeneralversammlung einberufen. Den Vortrag zu

diesem Treffen hielt Wilhelm Schulte unter dem Titel „Das heutige

Heimatproblem und die gegenwärtige Aufgabe in der Heimatpflege“.

Der Historische Verein wurde Mitglied des Westfälischen Heimatbundes.

Der erste Beitragsband nach dem Kriege (Bd. 47,1948) lieferte die

Jahresberichte der Jahre 1940 bis 1948 nach und dokumentierte die

acht Großangriffe auf Dortmund, die die Innenstadt fast völlig zerstört

hatten.

Spürbar war in der Nachkriegszeit der Verlust an Einfluss des Historischen

Vereins auf das Geschehen in der Stadt. Wie schon bemerkt, konnte der

Abriss des reichsstädtischen Rathauses nicht verhindert werden. Auch

das im Besitz der Stadt befindliche Schloss Brünninghausen wurde

nicht wieder aufgebaut. Später sah der Verein dann – mehr oder weniger

resigniert – zu, wie in den 1960er und 70er Jahren die Adelssitze in

Benninghofen, Berghofen, Mengede, Schüren und bis auf das Torhaus

auch Niederhofen abgerissen wurden. Damit verloren die Orte die

einzigen Profanbauten, deren Tradition noch bis ins Mittelalter reichte.

Erst die Gründung eines Arbeitskreises zur Denkmalpflege im Jahre

1981, der von Willi Kuhlmann geleitet wurde, rückte die Denkmalpflege

wieder in das Augenmerk des Vereins. Noch bevor die Stadt eine eigene

Bodendenkmalpflege betrieb, konnten die Arbeitskreismitglieder – im

Einvernehmen mit der Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes

Westfalen-Lippe – unter anderem den Brunnen an der Petrikirche und

den Brunnen des Schultenhofes in Syburg ausgraben. Auch initiierte

der Arbeitskreis die große Flächengrabung des Landschaftsverbandes

zur Töpfereiwüstung Groppenbruch. Unter dem Vorsitz von Dr. Henriette

Brink-Kloke bestand der Arbeitskreis noch bis 2017.


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22

HISTORISCHES

Ausgrabung durch den Historischen Verein an der Petrikirche 1981:

Mit Hilfe des Technischen

Hilfswerks konnte der Brunnen

an der Kirche ausgegraben

werden.

Gleich nach dem Krieg hatte es fünf Arbeitskreise im Historischen

Verein gegeben, aber nur die für „Heimat“ und „Familiengeschichte“

hielten sich über etwa zwei Jahrzehnte. Der familiengeschichtliche

Arbeitskeis hatte schon gleich nach dem Ersten Weltkrieg seine Arbeit

aufgenommen, die in einer eigenen Ausstellung in den Jahren 1933/34

gipfelte. In den 1980er Jahren hatten sich wiederum Arbeitskreise

gebildet: zur Erhaltung der

plattdeutschen Sprache und

„Schule und Geschichte“, die aber

jeweils nur anderthalb Jahrzehnte

existierten. Durch den Arbeitskreis

„Schule und Geschichte“ in

Verbindung mit dem „Arbeitskreis

Schulwandern beim Schulamt für

die Stadt Dortmund“ wurde 1992

die Herausgabe des „Berghofer

Wanderbuches“ – finanziert

durch die Interessengemeinschaft

Berghofer Gewerbetreibende –

ermöglicht.

Dem Dortmunder Archivdirektor Horst-Oskar Swientek ist es zu

danken, dass nach den schweren Verlusten, die das Dortmunder

Stadtarchiv erlitten hatte, die Suche nach auswärtigen Quellen zur

Dortmunder Geschichte intensiv betrieben wurde. Parallel dazu rückte

unter dem Vereinsvorsitzenden der Jahre 1959 bis 1969, dem Leiter

der Sozialforschungsstelle Dortmund Wilhelm Brepohl, die neuere

Geschichte, besonders auch die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in

den Blickpunkt der Arbeit des Vereins.

Publikationen – Ergebnisse der Vereinsarbeit

In diese Zeit, genau in das Jahr 1968, fällt auch die Herausgabe der

ersten „Monographie zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft

Mark“; auch wenn das Buch noch nicht so bezeichnet ist, es ist die

Dissertation von Uta Vahrenhold-Huland „Grundlagen und Entstehung

des Territoriums der Grafschaft Mark“. Leider wurde die Reihe mit dem

achten Band 1984 eingestellt.

Im Jahre 1977 begann der Verein mit dem Herausgeber Hans Georg

Kirchhoff, die „Geschichte Dortmunds im 19. und 20. Jahrhundert“

zu erstellen. Der Leiter des Stadtarchivs Gustav Luntowski schrieb

„Die kommunale Selbstverwaltung“ (1977), Landeskirchenrat Ernst

Brinkmann verfasste 1979 „Die evangelische Kirche im Dortmunder

Raum in der Zeit von 1815 bis 1945“, und 1991 folgte noch „Das

Dortmunder Schulwesen im 19. und 20. Jahrhundert“ von Gerhard E.

Sollbach; dann wurde auch diese Buchreihe nicht mehr fortgeführt.

Schon in den 1920er Jahren war diskutiert worden, ob nicht durch

eine populäre Zeitschrift

Themen der Stadtgeschichte

einem breiten Publikum

vorgestellt werden sollten.

Dies wurde freilich erst mit

der Zeitschrift „Heimat

Dortmund“ realisiert, die seit

1986 erscheint (allerdings

fehlen die Jahrgänge 2017

und 2020 vollständig). In

dieser Zeitschrift haben

auch Berghofer Themen Platz

gefunden:

Auf der Rückseite des

Heftes 4/1987 war die

Urkatasterkarte von Berghofen

aus dem Jahre 1827 zu sehen.

Es folgten die Aufsätze:

Alte Protokollbücher halten die Vergangenheit lebendig (3/1988),

Als Berghofen an der Grenze lag: Der Schlagbaum am „Freischütz“

(2/1992),

Mühlenproberegister von 1777 war die erste Berghofer

Bevölkerungsstatistik (1/1993),

Früher Bergbau in Berghofen (2/1999),

Karl Straeter – Nestor der Berghofer Pädagogenschaft (3/1999),

Die Besetzung Berghofens durch die Amerikaner (1/2005),

Der lebendige Adventskalender (3/2010) und

Erinnerung an Kotten Quandel (2/2014).

Im Jahre 1994 publizierte Hans Bohrmann, der Leiter des

Zeitungsforschungsinstituts, im Auftrage des Historischen Vereins den

ersten Band der „Biographien bedeutender Dortmunder“; die Bände 2

und 3 folgten 1998 und 2001 mit einer Auflistung weiterer Dortmunder

Persönlichkeiten, die es zu würdigen gilt. Die Biographien wurden aber

seitdem nicht mehr fortgesetzt.

Das Dortmunder Stadtarchiv legte 1994 eine neue „Geschichte der

Stadt Dortmund“ vor, die aus der Feder der Stadtarchivare Gustav

Luntowski, Günther Högl, Thomas Schilp und Norbert Reimann stammt.

Alle Autoren haben auch intensiv für den Historischen Verein gewirkt.

Günter Högl widmete sich der neueren Geschichte, und Thomas Schilp

erlangte als Mediaevist deutschlandweite Bedeutung und rückte auch

Dortmund wieder in das Interesse der reichsstädtischen Forschung.

Allerdings erschienen seine Publikationen zumeist außerhalb des

Historischen Vereins; dies mag unter anderem der Tatsache geschuldet

sein, dass Veröffentlichungen des Vereins allen Mitgliedern kostenfrei

zur Verfügung stehen. Veranstaltungen zur Geschichte Dortmunds

fanden neue Formate, an denen der Historische Verein nicht mehr

beteiligt war. In vielen Dortmunder Ortsteilen entstanden Heimatund

Geschichtsvereine, die die häufig vernachlässigte Geschichte

ihrer Orte erforschen und darstellen. Es muss dabei hervorgehoben

werden, dass vor allem der langjährige Vorsitzende des Historischen

Vereins (1985-2000) Helmut Philippi als Rechtsanwalt und Notar vielen

Heimatvereinen bei ihrer Gründung unentgeltlich zur Seite gestanden

hat. Auch der gegenwärtige Vorsitzende Adolf Miksch ist immer wieder

um intensive Kooperation aller Geschichtsinteressierten in Dortmund

bemüht, die Zusammenarbeit dokumentiert vor allem die Zeitschrift

Vereinsmitglieder dokumentieren ihre Arbeit an einer

Informationswand für interessierte Bürger. Heimat Dortmund 2/1996

Titel des Berghofer Wanderbuches


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24 HISTORISCHES

Heimat Dortmund. Der derzeitige Geschäftsführer des Historischen

Vereins und Leiter des Dortmunder Stadtarchivs, Stefan Mühlhofer, lädt

zu Vorträgen ins Stadtarchiv ein, bei denen führende Historiker und

Publizisten zu Wort kommen; leider ist der Anteil spezifisch Dortmunder

Themen dabei gering. Stefan Mühlhofer und Hartwig Kersken gewinnen

für die von ihnen herausgegebenen „Beiträge“ dagegen immer

wieder Autoren, die die Dortmunder Stadtgeschichte um wesentliche

Gesichtspunkte bereichern.

Vereinsleben

Gegründet bei fröhlichem

Genuss von Erdbeerbowle,

war das gesellige Treffen

ein wesentliches Merkmal

des Vereinslebens. Lange

Zeit blieb es üblich, dass

die Mitglieder, wenn ein

Vortrag gehalten und die

folgende Fragestunde

vorüber war, mit dem

Vortragenden – wenn

er keinen allzuweiten

Heimweg hatte oder in

der Stadt übernachtete

– ins Wirtshaus gingen

und dort in froher Runde

weiter diskutierten und

manch erhellendes

Gespräch führten. Bei

diesen Treffen entstanden

nicht selten Verbindungen,

die über Jahre gepflegt

wurden. Auch Exkursionen

dienten nicht nur dem

Kennenlernen der näheren

oder weiteren Umgebung,

sondern förderten

Regelmäßig lädt der

Historische Verein

seine Mitglieder und Gäste

zu Vorträgen und Exkursionen ein.

das Kennenlernen

der Vereinsmitglieder

untereinander, und

so entstand intensive

Zusammenarbeit.

Der Historische Verein unterwegs – Reisen zu Schauplätzen der

Vergangenheit:

Exkursion ins Siegerland nach Freudenberg:

Nach einem Stadtbrand im Jahre 1666

entstand durch Wiederaufbau eine Fachwerkbebauung,

die sich ohne nennenswerte Veränderungen

bis in die Gegenwart erhalten hat.

Wichtige Ausstellungen besuchen Mitglieder des

Historischen Vereins gemeinsam,

wie z. B. die Salier-Ausstellung in Speyer.

Versucht man eine Bilanz der Arbeit nach 150 Jahren zu ziehen, so sieht

man, wie personenabhängig die jeweiligen Leistungen des Vereins sind;

darunter hat die Kontinuität der Arbeit im Historischen Verein gelitten:

Das Dortmunder Urkundenbuch fand nach Karl Rübel keinen neuen

Bearbeiter. Die „Geschichte Dortmunds im 19. und 20. Jahrhundert“

wurde nach dem dritten Band nicht mehr fortgesetzt. Ebenfalls nach

Band 3 wurde die Arbeit an den Biographien bedeutender Dortmunder

eingestellt. Die 110 Beitragsbände stellen für sich eine Schatzkammer

der Dortmunder Geschichte dar. Immer neu stellt sich die Aufgabe, die

Menschen in der Stadt, die Alteingesessenen wie die Neubürger, am

Wissen über das Gewordensein ihrer Stadt zu beteiligen, die Relikte der

Vergangenheit sichtbar zu erhalten und sie in den steten Wandel der

Stadt einzubeziehen. Wer um die Vergangenheit seiner Stadt weiß, wer

die jeweiligen Zeitbedingtheiten erkennt, hat eine bessere Chance, am

Gestalten der Zukunft mitzuwirken.

Für die Erstellung des Aufsatzes wurden genutzt:

Statuten des Historischen Vereins für Dortmund und die Grafschaft

Mark. Dortmund 1872

Helmut Esser: Hundert Jahre Historischer Verein für Dortmund und die

Grafschaft Mark 1871-1971. In: Beiträge zur Geschichte Dortmunds

und der Grafschaft Mark. Bd. 67. Dortmund 1971, S. 5 ff.

Günther Högl: 125 Jahre im Zeichen der Erdbeere: Der Historische Verein

für Dortmund und die Grafschaft Mark. In: Heimat Dortmund 2/1996,

s. 9 ff.

Der Autor ist seit 1974 Mitglied des Historischen Vereins. Dies verdankt

er dem Rat seines akademischen Lehrers Prof. Dr. Hans Georg Kirchhoff,

der intensiv für die Beachtung der eigenständigen Geschichte der

Vororte eintrat. Prof. Kirchhoff verstarb am 6. Juli 2021 im Alter von 91

Jahren. Seinem Gedächtnis ist dieser Aufsatz gewidmet.

(Ingo Fiedler)


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Gemischter Chor „Silberklang“ 1951

Der Chor, der in diesem Jahr für 70 Jahre Gesang

geehrt wurde, ist weiterhin aktiv und würde sich

über jedes neue Mitglied freuen.

Wir proben jeden Donnerstag von 18.00 - 19.30 Uhr.

Das Haus Heimsoth ist unsere langjährige Probestätte.

Nach den Proben sitzen wir gerne noch zusammen

und Klönen.

Hiermit möchen wir ganz herzlich zu unserem

Weihnachtskonzert am 9. Dezember 2021 ins Haus

Heimsoth einladen.


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11. Aplerbecker Seniorenbrief mit neuem Titel

Aplerbeck. Erfreut über die Tatsache, dass nach monatelangem

coronabedingten Aussetzen wieder persönliche Redaktionssitzungen

stattfinden konnten, hat das Redaktionsteam

unter der Leitung von Martin Fischer tatkräftig an der

Entwicklung des neuen Seniorenbriefs für den Stadtbezirk

Aplerbeck gearbeitet.

Ab sofort ist Aplerbeck 60+ an allen bekannten Auslegestellen

erhältlich. Auf Anfrage wird Aplerbeck 60+ auch per

Post oder E-Mail zugeschickt. Das Seniorenbüro Aplerbeck

kann hierzu gerne unter der Rufnummer 0231 50-29390

oder unter seniorenbuero.aplerbeck@dortmund.de kontaktiert

werden.

Entstanden ist die elfte Ausgabe für die Monate Oktober

2021 bis Januar 2022 mit einer wichtigen Neuerung: Von

nun an trägt der Seniorenbrief den Titel „Aplerbeck 60+“.

Damit reagiert das Redaktionsteam auf rege Diskussionen

über die gendergerechte Sprache, die der Beitrag in der Jubiläumsausgabe

ausgelöst hat.

Wie bisher können sich interessierte Leser*innen auf eine

bunte Mischung aus informativen und unterhaltsamen Beiträgen

freuen. Auch Rätselfans kommen in der neuen Ausgabe

von Aplerbeck 60+ auf ihre Kosten.


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