FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021

vogelmediabremen
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ISSN 2567-2061 NOVEMBER | DEZEMBER 2021

FINDORFF

100%

FINDORFF

ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE

Metalhenge – Thomas Roth & Dieter Vornholz

CLIMACTIVITY

Gemeinsam zum Klimaziel

NEUES BOULODROM FÜR FINDORFF

Boule spielen am Torfhafen

WWW.MAGAZINEFUERBREMEN.DE


EDITORIAL

Liebe Findorfferinnen,

liebe Findorffer!

Oliver Nullmeyer

Stadtteilmanager

Findorffer Geschäftsleute e.V.

Die Tage werden jetzt wieder kürzer, der Jahreswechsel

steht vor der Tür und mit ihm

möchte ich mich an erster Stelle bei Ihnen bedanken.

Im März dieses Jahres trat ich die Stelle

des Stadtteilmanagers an und wurde sowohl

von den Mitgliedern der Findorffer Geschäftsleute

als auch von den Stadtteilbewohnern

selbst mit offenen Armen empfangen und ermutigt.

Als sogenannter Externer habe ich Findorff

von einer ganz neuen Seite kennen und

schätzen gelernt. Dieses kleine „Dorff“ in der

Stadt selbst hat viel zu bieten – nicht nur den

Bürgerpark und die zahlreichen Geschäfte, Praxen,

Kindergärten und Schulen. Nein, auch die

Menschen an sich haben mich immer wieder

darin bestätigt, diesen Job mit Herzblut und

Freude auszuüben.

Corona hat uns alle hart getroffen, doch durch

den Zusammenhalt, das Miteinander und Ideen

wie #lassdiekohleimdorff hat sich Findorff berappelt,

und es konnten in dieser schweren Zeit

Traditionen weiterhin stattfinden, die ohne die

Hilfe, das Engagement und die Power vieler

nicht umsetzbar gewesen wären. So war es uns

unter anderem möglich, die beliebten Flüggebeutel

an den Grundschulen zu verteilen. Und

auch der klassische meterhohe Tannenbaum

konnte doch noch aufgestellt werden. Auch

dafür und für viele weitere Dinge ein großes

DANKE!

Als Stadtteilmanager bin ich im stetigen Austausch

mit den Mitgliedern der Findorffer Geschäftsleute

e.V. und kann Ihnen schon jetzt

verraten: Ich habe für 2022 einiges vor!

Sinnbildlich könnte man sagen, ich möchte die

vielen bunten Fäden des Stadtteils zusammennehmen,

Althergebrachtes wie das Sommerfest

und andere Veranstaltungen reaktivieren und

Beliebtes vorantreiben. Kurzum: Sie mitnehmen

und gerne gemeinsam mit Ihnen in den

Austausch gehen um mehr Normalität zurückbringen.

Zum Abschluss bleibt mir nur zu sagen: Wir

haben schon viel geschafft, so soll es weitergehen.

Ärmel hochkrempeln und los! Ich bin bereit

und voller Tatendrang, Findorff im

kommenden Jahr zahlreiche positive Momente

zu bescheren.

Genießen Sie die Vorweihnachtszeit und bleiben

Sie gesund!

Herzliche Grüße

Ihr

Oliver Nullmeyer

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Markisen

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Insektenschutz

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INHALTSVERZEICHNIS

NEUES BOULODROM

Otto Bremicker und die

Spielgruppe „Boule Findorff“

treffen sich jeden Dienstag

zum Boule spielen

14

CLIMACTIVITY-APP

Umweltphysiker Uli F. Wischnath

ist der Initiator von Climactivity

18

METALHENGE

Astronom Dieter Vornholz und

Ideengeber Thomas Roth haben mit

Metalhenge einen einzigartigen

Aussichtspunkt geschaffen

22

FRISCH GEMISCHTES

06 Aktuell, informativ, menschlich:

unser buntes Stadtteilleben

FINDORFFER GESCHÄFTSLEUTE

12 Mit dem Kauf des Findorffer

Adventskalenders wird der lokale

Einzelhandel, die Gastronomie und

Kunst im Stadtteil unterstützt.

24 Coupons mit vielen Rabatten,

Geschenken und Vorteilen aus

Findorff.

NEUE KLIMASCHUTZ APP

14 Mit der Climactivity-App kann

man spielerisch lernen, mehr

klimaschützendes Verhalten in

den Alltag zu integrieren

EIN BOULODROM FÜR FINDORFF

18 Das beliebte Kugelspiel aus

Frankreich hat in Findorff einen

neuen Platz am Torfhafen

bekommen

ZWISCHEN IRDISCHEM

UND KOSMOS

22 Metalhenge macht die Verbindung

zwischen dem Himmel

und der Erde auf geheimnisvolle

Weise spürbar

NUKLEARMEDIZIN

28 Die Radiosynoviorthese (RSO)

sollte bei entzündlichen Gelenkerkrankungen

wie Rheumatoider

Arthritis und aktivierter Arthrose

in einem frühen Krankheitsstadium

zum Einsatz kommen

RUNDUM GESUND

30 Mit einer Blutspende Mitmenschen

das Leben retten. Wie eine Blutspende

abläuft und worauf zu achten

ist, erklärt das DRK Bremen

4

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INHALTSVERZEICHNIS

34

FAMILIE & CO

Die Freizis der DRK

Kinder- und Jugendhilfe

bilden für viele Jugendliche

ein „zweites

Zuhause“

GESUNDHEIT

Werden Sie

Lebensretter!

Mit einer Blutspende

Mitmenschen das

Leben retten

30

FAMILIE & CO.

34 Beschützen – Gestalten – Beraten

Die Kinder- und Jugendhilfe vom

Deutschen Roten Kreuz in Bremen

WICHTIGE ADRESSEN

40 Die Ärztetafel für Findorff

SPORT IM STADTTEIL

41 Neuigkeiten von der

SG Findorff

IMPRESSUM

42 Wer, was und wann

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FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Kaiser und Plain –

wir schenken uns nix

Musikcomedy aus Berlin

Alle Jahre wieder steht es vor der Tür: Weihnachten, das Fest der Liebe, der erhöhten

Leberwerte, der Familienstreitigkeiten und einer oft schon besinnungslosen

Besinnlichkeit.

Kaiser & Plain schenken sich auf der Bühne nichts, aber dem Publikum einen sehr

schönen Abend, irgendwo zwischen »Antiweihnachten« und stimmungsvoller Gemütlichkeit.

Virginia Plain und David Kaiser präsentieren eigene Songs und interpretieren

so manche Perle von Musikkabarett-/Singer-Song-Writer-KollegInnen.

Sie betören durch Witz, Natürlichkeit und die Harmonie von Virginias außergewöhnlich

voller, samtiger Stimme mit Davids gefühlvollem Klavierspiel und Gesang.

Plain ist eine beeindruckende Erscheinung, Kaiser der smarte, coole und

auch mal widerspenstige Gegenpart. Virginia Plain ist der Seemann unter den Ladies,

David Kaiser die Prinzessin auf der Erbse am Klavier. „Wir schenken uns NIX!“

ist auch für Weihnachtsmuffel geeignet!

Freitag 10.12. | 20 Uhr | Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro

»»» kulturhauswalle.de

Beim Wintermaak in der Unteren Rathaushalle bietet sich den Kundinnen und

Kunden ein entspanntes Shoppingerlebnis in adventlich dekorierten, historischen

Räumen

Wintermaak in der

Unteren Rathaushalle

Werkstatt Bremen/Martinshof

präsentiert zahlreiche Produkte aus

den hauseigenen Manufakturen

Vom 26. November bis 5. Dezember täglich von 11 bis 19 Uhr findet zum 41. Mal

die beliebte weihnachtliche Verkaufsausstellung von Werkstatt Bremen/Martinshof,

der Wintermaak, in der Unteren Rathaushalle statt. Den Kundinnen und Kunden

bietet sich hier ein entspanntes Shoppingerlebnis in den adventlich dekorierten, historischen

Räumen.

Neben Adventskränzen und hochwertigem Spielzeug wird den Besuchern ein großes

Sortiment aus den Genuss Manufakturen: „Bremer Senatsprodukte“ und „Bremer

Werftküche“ angeboten, wie zum Beispiel die beliebten Senatskonfitüren. Ganz

neu im Sortiment: die Kürbis-Orangen-Kokos Konfitüre mit Chilli.

Selbstverständlich sind auch die Kreativ Manufakturen der Bremer Werkstatt für

Menschen mit Handicap vertreten. So präsentieren die MitarbeiterInnen Produkte

aus den handwerklichen Bereichen Weberei, Textil, Metall, Holz und Keramik sowie

die wunderschönen Kreationen der „Flutlicht Kerzen“. Handwerkliches Geschick

und Traditionsbewusstsein verbinden sich hier zu einem regionalen Erlebnis „Made

in Bremen“.

»»» werkstatt-bremen.de

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FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Eine winterliche Institution im Stadtteil ist das Winterdorf in Findorff, welches

bis Mitte Januar besucht werden kann

Das Findorffer

Winterdorf

kehrt zurück

Vom 11. November bis Mitte Januar

am neuen Standort Fürther Straße

direkt um die Jan Reiners-Lok herum

Die Jan Reiners-Lok ist das Wahrzeichen Findorffs. Also ist es nur sinnvoll, dass die

beliebte Winterveranstaltung umzieht und zukünftig um die Lok herum alle FindorfferInnen,

ihre Freunde und Familien begrüßen wird. Die ehemaligen Schlachthofkneipen-Betreiber

freuen sich darauf, die bereits sieben Jahre alte Geschichte

des Winterdorfs im achten Jahr fortzuschreiben. Dabei soll auf Gewohntes nicht

verzichten werden, so wird es neben einer großen Auswahl an verschiedenen Glühweinen

auch wieder heiße Cocktail-Kreationen sowie viele gemütliche Ecken zum

Verweilen geben.

Das Grundkonzept bleibt unverändert

Das Winterdorf wird weiterhin gemütlicher Treffpunkt für alle Menschen in Findorff

die Lust haben auf ein entspanntes Getränk zu bleiben und nette Gespräche mit den

Nachbarn zu haben. Das Dorf behält seinen Charakter aus den bekannten selbst

gebauten Hütten bei, einige dieser Hütten warten in diesem Jahr in neuem Gewand

und mit neuen Höhepunkten auf. Natürlich darf auch die winterliche Beleuchtung

und atmosphärische Deko nicht fehlen. Neu ist der Versuch, das Dorf komplett ohne

Einweg zu veranstalten. Es wird, wo es geht mit 100 % Mehrweg gearbeitet werden.

Aber das ist noch nicht alles, zusätzlich bieten die Veranstalter viele kulturelle

Highlights, welche das Dorf noch mehr beleben sollen. Ob nach dem Shoppen oder

auf einem Abendspaziergang, mit Freunden auf einen Plausch oder mit Kolleginnen

und Kollegen als Weihnachtsfeier, es gibt viel zu entdecken.

»»» findorfferwinterdorf.de

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FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Ein Gang in die Sauna macht Spaß und führt zu Ruhe und Entspannung

Saunieren in den Bremer Bädern

Saunen des Freizeitbades Vegesack, Westbades und Südbades geöffnet

Anfang September startete die Bremer Bäder GmbH in die Saunasaison. Seitdem

sind die Saunabereiche des Freizeitbades Vegesack, des Westbades und des Südbades

wieder geöffnet. Eintrittskarten werden auf shop.bremer-baeder.de, an den

Schwimmbadkassen und im Bremer Bäder-Shop bei SportScheck verkauft. Zutritt

erhalten zurzeit im Rahmen der 3G-Regel diejenigen, die vollständig geimpft, genesen

oder auf das Corona-Virus negativ getestet sind. Informationen zu den aktuell

geltenden pandemiebedingten Einschränkungen und Änderungen wurden im

Webshop auf shop.bremer-baeder.de veröffentlicht. Zu berücksichtigen sind die

Abstandsregelung und die Empfehlung, in ausgewiesenen Bereichen einen Mund-

Nasen-Schutz zu tragen.

Details zu der Ausstattung der Saunabereiche des Freizeitbades Vegesack, des

Westbades und des Südbades sowie eine Übersicht der Öffnungszeiten und Eintrittspreise

sind auf www.bremer-baeder.de zu finden.

Der Gang in die Sauna führt zu Ruhe und Entspannung. Es gibt aber noch mehr

Gründe, die für einen regelmäßigen Besuch der Schwitzräume sprechen: Beispielsweise

wird das Immunsystem gestärkt, der Kreislauf angeregt, die Muskulatur

entspannt und sowohl die Atmung als auch die Haut verbessert.

»»» bremer-baeder.de

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FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Eine russische Komödie zum Nachdenken, Schmunzeln, Lachen und Weinen

Der Kirschgarten – Figurentheater

Eine russische Komödie

von Anton Tschechow

Eine neue Zeit bricht an, die Welt verändert sich, alte Werte verblassen, die Gesellschaft

steht auf dem Kopf. Russland am Ende des 19. Jahrhunderts: Die Leibeigenschaft

ist abgeschafft, der Niedergang des Adels bereits einläutet. Die Adelige

Ljubow Andrejewna Ranjewskaja kehrt nach fünfjährigem Auslandsaufenthalt auf

ihr hoch verschuldetes Gut zurück, das mit einem herrlichen Kirschgarten geschmückt

wird. In nostalgischen Erinnerungen an die Kindheit und das schöne alte

Leben schwelgend, versucht sie die drohende Zwangsversteigerung von Garten und

Gut zu vergessen. Großes Interesse an den Besitztümern hat der neureiche, ehemalige

Bauer Lopachin. Kann er das Schicksal umwenden?

In Tschechows letztem Bühnenwerk prallen die Energien der „guten alten“ und der

neuen Zeit scheinbar unvereinbar aufeinander. Dieses Meisterwerk der Theatergeschichte

hat auch in unseren Tagen nichts an Aktualität verloren. Der Puppenbauer

Peter Lutz hat unsere Puppen eigens nach einem Foto der Uraufführung von 1904

in Moskau gestaltet. So kommen die ursprünglichen Protagonisten wie einem alten

Foto entstiegen wieder auf die Bühne und bringen Sie mit ihrem Charme und ihren

Eigenheiten zum Nachdenken, Schmunzeln, Lachen, Weinen …

Die nächsten Termine sind am Freitag, den 03. und 17. Dezember oder am Samstag,

den 18. Dezember, weitere Termine finden Sie im Internet. Einlass ist jeweils

um 19.30 Uhr, das Stück beginnt um 20.00 Uhr, der Eintritt kostet 25,– Euro inklusive

eines Getränkes.

»»» menschpuppe.de

Die Töpferbox der Bremer Keramikerin &

Illustratorin Soyeon Starke-An beinhaltet alle

Materialien, die man für das Töpfern braucht

Zu Hause töpfern

leicht gemacht!

Wer zu Hause töpfern möchte, aber nicht weiß, womit sie oder er anfangen soll,

hat mit der Töpferbox der Bremer Keramikerin & Illustratorin Soyeon Starke-An ein

ideales Einstiegsset mit allen Materialien, die man für das Töpfern braucht. Alleine

oder gemeinsam mit Freunden kann man damit seiner Kreativität freien Lauf

lassen und eine Vase, eine Schale oder einen Becher töpfern.

Alle Materialien, wie 1 Kilogramm hochwertiger Steinzeugton, Ton-Schlicker, Modellierwerkzeug

aus Holz (7-teilig), ein Arbeitsbrett sowie ein Schwamm und auch

ein Anleitungsheft, findet man im Set. Die Anleitung macht es einem leicht, mit Ton

zu arbeiten und ein optimales Ergebnis zu erzielen, oder man kann sein Design in

verschiedenen Varianten erstellen.

Brennen lassen kann man seine Werke anschließend im Studio der Künstlerin in

Schwachhausen, Dammweg 18-20. Durch die Vollendung der fertigen Objekte mit

transparenter Glasur und dem Brennen werden sie robust und langlebig im täglichen

Gebrauch (spülmaschinenfest).

Der Preis für die Töpferbox beträgt 39 Euro.

»»» studiokuqu.com

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FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Bürgerverein Findorff e.V.

Der Bürgerverein Findorff e.V. informiert:

Liebe Mitglieder, liebe FindorfferInnen,

mit unserer ersten Tanzfahrt und dem Stiftungsfest sind wir zu

etwas Normalität trotz der Corona-Pandemie zurückgekehrt. Dennoch

ist die Gefahr von Ansteckung nicht vorbei und für viele Mitglieder

steht jetzt die dritte Impfung an. Der Bürgerverein Findorff

e. V. wird daher in diesem Jahr keine Weihnachtsfahrt anbieten.

Wir wollen alle gesund bleiben und planen als Nächstes unsere

Kohlfahrt im Februar 2022. Den genauen Termin und Ort erfahren

Sie in der Januar-Ausgabe dieses Findorff-Magazins sowie auf

der Homepage des Bürgervereins unter www. buergerverein-findorff.de.

Wir möchten Sie gesund und munter im neuen Jahr wiedersehen

und wünschen Ihnen ein Weihnachtsfest mit Familie und

alles Gute und Gesundheit für das neue Jahr.

Der Vorstand

Erfolg des

Findorffer-Protestes

Die Findorffer Recyclingstation

bleibt jetzt doch ganzjährig geöffnet

Der Bürgerverein Findorff e. V. hat die Proteste gegen die Neuordnung der

Recyclingstationen unterstützt. Die Petition wurde ebenso unterschrieben

wie die zahlreichen Unterschriftenlisten. Als Adressat für die Unterschriften

war der Briefkasten des Bürgervereins ständig voll. August Kötter holte als

Initiator der Petition die Unterschriften ab, um sie dann weiterzuleiten.

Im Januar dieses Jahres wurde eine Bürgerschaftspetition zum uneingeschränkten

Erhalt der Findorffer Recyclingstation eingereicht, die rund 6.500

Bürgerinnen und Bürger mitzeichneten. Nun das Ergebnis: Die Bremer Stadtreinigung

(DBS) legte den Entwurf für einen überarbeiteten Entwicklungsplan

im Rahmen der Beirätekonferenz vom 22. September vor, der gemeinsam

mit den Beiräten ausgehandelt worden war. „Die Öffnungszeiten bleiben,

und es wird keine Winterschließung geben“, sagte Beiratssprecherin Anja

Wohlers (Grüne). Dies gelang auch mithilfe der Gröpelinger Recycling Initiative

(GRI), die den Recyclinghof betreibt. Für die Findorffer Recyclingstation

gelten andere Regeln als für die übrigen Recycling-Stationen. Neben

der DBS wird der Standort auch von der GRI genutzt. Deren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter könnten künftig im Auftrag der DBS zusätzliche Abfallmaterialien

annehmen und die Betriebszeiten abdecken, die von der

Stadtreinigung nicht mehr übernommen werden.

Jahreshauptversammlung

des Bürgerverein

Findorff e.V.

Erfolgreich durchführt für die Jahre

2020 & 2021

Nach der Corona-Pause konnte der Bürgerverein Findorff e.V. nun seine

Jahreshauptversammlung 2020/2021 durchführen. Neben den Rechenschafts-

und Kassenberichten standen auch wieder die Wahlen des

gesamten Vorstandes auf der Tagesordnung. Die 1. Vorsitzende, Birgit

Busch, berichtete über die wesentlichen Themen, die den Bürgerverein

in den letzten zwei Jahren beschäftigt haben. Da war zunächst die Erinnerung

an den Kampf um den Erhalt der Post. Die Unterschriftenaktion

hat Wirkung gezeigt. Die Post wurde nicht - wie gefordert -

erhalten, aber mithilfe des Jan-Reiners Rewe Marktes ist eine gute Lösung

entstanden. Nur nicht für die Postbank. Birgit Busch bemängelte

das „Filialsterben“ der Banken: Sparkassenfiliale Admiralstraße, Filiale

der Sparda-Bank und der Commerzbank und jetzt die Einschränkungen

der Sparkasse Fürther Straße, die für Barein- und auszahlungen nur noch

Automaten bereithält. Weitere Themen waren natürlich die Verkehrssituation

mit den Planungen zum Anwohnerparken sowie die Überlegungen

zum Recyclinghof Findorff mit teilweiser kompletter

Schließung. Der Bürgerverein Findorff e. V. forderte den Erhalt des Recyclinghofes

und begrüßt die Lösung, für die sich der Beirat Findorff

erfolgreich eingesetzt hat.

Für die Vorstandswahlen haben sich erfreulicherweise alle Mitglieder

des Vorstandes zur Wiederwahl bereit erklärt. Für drei Jahre einstimmig

gewählt wurden: Birgt Busch (1. Vorsitzende), Otto Bremicker (2.

Vorsitzender), Hildegard v. Thenen (Schriftführung) und Gerd Dieckmann-Schulte

(Kassenwart). Als BeisitzerInnen wurden ebenfalls einstimmig

für ein Jahr Anke Hauke, Uwe Grote, Gottfried Piaskowski

und Alfred Schindler gewählt. Als Revisoren konnten Elisabeth Lonscher

und Oliver Otwierska gewonnen werden.

Birgit Busch

Wieder einmal hat sich gezeigt, dass es sich lohnt zu kämpfen! Bleibt zu hoffen,

dass die Vereinbarung nun auch so vertraglich geregelt wird.

Birgit Busch

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FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Die Jan-Reiners-Apotheke im gleichnamigen Einkaufszentrum an der Hemmstraße in Findorff hat einen neuen Inhaber: Frithjof Wehrmann. Als erstes hat er die

Räumlichkeiten komplett renoviert und auf den modernsten Stand gebracht.

Jan-Reiners-Apotheke in Findorff

Frithjof Wehrmann übernimmt Apotheke im Jan-Reiners-Center

„Außer dem Namen ist eigentlich fast alles neu“ beantwortet Frithjof Wehrmann

die Frage nach den Veränderungen, die er nach der Übernahme vorgenommen hat.

Die Ladenausstattung wurde komplett ausgetauscht, neue Fußböden verlegt und

ein neues Lichtkonzept installiert. „Mir war wichtig, dass die Räumlichkeiten hell

und freundlich wirken“, erklärt der 35-jährige Apotheker. Zusätzlich wurde neben

dem Eingang an der Vorderseite noch ein weiterer zur Ladenpassage eingerichtet.

Die Pharmazie liegt Wehrmann praktisch im Blut, ist er doch Apotheker in 5. Generation.

Seine Begeisterung merkt man schnell, wenn er über seine Grundsätze berichtet.

So stellt er vorwiegend die Apotheke als Ort der Beratung in den

Vordergrund: „Wir müssen bei jedem Kundenwunsch überprüfen, ob das nachgefragte

Präparat auch das kann, was der Kunde oder die Kundin sich davon verspricht.

Daher beraten wir evidenzbasiert – empfehlen also nur Medikamente, die

einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten. Tun sie das nicht, ist es unsere

Aufgabe, auch darüber aufzuklären“, so Frithjof Wehrmann.

erklärt: „Unsere Kundinnen und Kunden verlassen also i. d. R. die Apotheke mit

dem gewünschten Präparat.“ Sollte doch einmal etwas bestellt werden müssen,

kommt es innerhalb weniger Stunden und wird auf Wunsch nach Hause geliefert.

Insgesamt acht Angestellte kümmern sich neben ihm um die Wünsche der Kundinnen

und Kunden, darunter einige neue junge Gesichter.

Bestellmöglichkeiten gibt es ebenso per App über die Apothekenplattform gesund.de.

Auch die Nachwuchsförderung ist ihm wichtig: So bildet er sowohl pharmazeutisch-kaufmännische

Angestellte als auch pharmazeutisch-technische

Assistentinnen und Assistenten aus. Ebenso können junge Apothekerinnen und

Apotheker ihr praktisches Jahr in seinen Apotheken absolvieren.

Die Jan-Reiners-Apotheke ist montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr sowie

sonnabends von 8.30 Uhr bis 13 Uhr geöffnet und unter der Rufnummer (0421)

351935 sowie E-Mail-Adresse info@jan-reiners-apotheke zu erreichen.

Ganz oben steht auch der Dienst am Kunden: „Wir sind stolz, dass wir eine überdurchschnittlich

hohe Lieferquote von 90,6 % haben“ sagt Frithjof Wehrmannn und

»»» jan-reiners-apotheke.de

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 11


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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


Findorffer Geschäftsleute e.V.

Im Winterdorf wartet der Nikolaus in seinem Zelt

auf viele kleine und größere BeucherInnen

Der Tannenbaum an der Kreuzung Hemmstraße/Fürther Straße ist ein Gemeinschaftswerk von der Bevölkerung,

den Findorffer Geschäftsleuten und einem Sponsor

Ho, ho, ho

Der Nikolaus

kommt nach

Findorff

Jedes Jahr wird er herbeigesehnt – der 6. Dezember,

an dem in Findorff wieder das traditionelle

Nikolauslaufen startet. Ab nachmittags

wird es wieder rummelig auf der Hemmstraße

und umzu, wenn Kinder in den Geschäften Gedichte

aufsagen und Süßes sammeln.

Die Findorffer Geschäftsleute lassen damit für

dieses Jahr eine liebgewonnene Tradition wieder

aufleben, die am Nikolaustag im Winterdorf

bei der Jan Reiners-Lok stattfindet. Am neuen

Treffpunkt in der Fürther Straße ist alles organisiert

– mit Glühwein, Punsch und vorweihnachtlichen

Leckereien. Hauptattraktion ist

sicherlich das Zelt des Nikolauses, der sich auf

kleine und größere BesucherInnen freut!

Ein Weihnachtsbaum

für Findorff

Durch viel Engagement

und Spenden

Mit Einzug des Winters kommen die Lichter

wieder, die unseren Stadtteil zu Weihnachten

verschönern. Zahlreiche Euro haben mittlerweile

ihren Weg in die Spendenboxen der Geschäftsleute

gefunden, die in den Findorffer

Läden aufgestellt sind. Somit wird der Tannenbaum

an der Kreuzung Hemmstraße/Fürther

Straße ein Gemeinschaftswerk von der Bevölkerung,

den Findorffer Geschäftsleuten und

einem Sponsor.

Die Tanne wurde bereits ausgesucht und wird

aus Lilienthal zu uns transportiert. Der Transport

und Auf- und Abbau wollen bezahlt sein,

schnell belaufen sich die Kosten auf den mittleren

vierstelligen Bereich. „Wir können uns also

freuen, dass Findorff in diesem Jahr seinen Weihnachtsbaum

bekommt“, sagt Stadtteilmanager

Oliver Nullmeyer.

Der Aufbau von weiteren bunt verzierten, kleineren

Tannenbäumen zwischen Münchener

und Admiralstraße wird das Dorff vorweihnachtlich

schmücken. Der Geschäftsleuteverein

organisiert hierfür den Verleih eigens gebauter

Tannenbaumständer, für die Gestaltung des Baumes

ist jedes Geschäft selbst zuständig.

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 13


Der Umweltphysiker Uli F. Wischnath ist der

Initiator und das Gesicht von Climactivity

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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


CLIMACTIVITY APP

Climactivity –

Gemeinsam

zum Klimaziel

Neue App für den

Klimaschutz im Alltag

TEXT | IRA SCHEIDIG

FOTOS | IRA SCHEIDIG UND CONTENTCANDO

Ende September war es soweit. Eine neue App ging an den Start, um

Menschen mitzunehmen beim Klimaschutz und es ihnen leichter zu

machen, im Alltag etwas dafür zu tun, erläutert der Initiator Uli F.

Wischnath von Climactivity, ehemals Klimaschutz For All, die Grundidee.

Denn hinter der App steht mit dem Verein Climactivity eine

ganze Gruppe von Menschen, die sich engagiert für den Klimaschutz

einsetzen. Die neue Climactivity-App soll nun spielerisch zum Klimaziel

führen und macht richtig Spaß. Ruckzuck kostenlos heruntergeladen

im App-Store oder bei Google Play, ist sie schnell installiert

und nach kurzer Einlesezeit kann es schon losgehen. Es gibt verschiedene

Bereiche wie Energie, Mobilität, Konsum, Ernährung oder

private und gesellschaftliche Aktivität, die Big Points des Klimaschutzes.

Man erhält Informationen zu all diesen Themen und Anleitung,

den eigenen ökologischen Fußabdruck nicht nur spielerisch

zu verringern. Auch zu absolvierende Challenges wecken den Ehrgeiz.

Klimaschützendes Handeln wird belohnt mit Setzlingen, die

man hegen und pflegen kann und die zu einem Wald werden sollen.

Das alles bunt und ansprechend dargestellt in der App. Auch meine

Lust an der App ist schnell geweckt und ich erarbeite mir die ersten

Setzlinge und platziere sie auf der virtuellen Grünfläche.

Was tut man im Alltag für den Klimaschutz?

Die App verdeutlicht den individuellen Ist-Zustand. Also wie viel man

im Alltag schon tut für den Klimaschutz, was nicht nur sehr erhellend

ist, sondern auch ausgesprochen motivierend, weil es schon mal ein

positives Grundgefühl verschafft. Die App kommt ganz ohne moralische

Besserwisserei und schlechtes Gewissen aus. Aber sie zeigt auch,

dass noch viel mehr möglich ist. Wie leicht sich vieles in das eigene

Leben integrieren lässt, und dass es an vielen Stellen gar nicht so weh

tut, wie man denkt. „Klimaschutz wird oft mit Verboten, Verzicht

und Entsagung gleichgesetzt und das stimmt einfach nicht. Natürlich

gibt es Einschränkungen, aber ich bin fest davon überzeugt, dass man

auch viel gewinnt“, so Uli F. Wischnath.

Motivation, etwas für den Klimaschutz zu tun

Die spielerische App soll ermutigen und motivieren, auch auf andere

Menschen zuzugehen, um sie zu mobilisieren und für Klimaschutz

zu gewinnen, ganz ohne erhobenen Zeigefinder. Durch Empfehlung

der App kann so das Thema Klimaschutz in die Breite getragen werden,

freut sich Uli F. Wischnath. Drei Jahre Vorbereitung und viele

Monate Konzeptions-Arbeit und Programmierung stecken in der

neuen App und sie ist auch auf bundesweite Nutzung angelegt. Finanziert

und unterstützt wird das Projekt unter anderem durch

40.000 Euro aus einer erfolgreichen Fundraising-Kampagne sowie

öffentlicher Förderung vom Bund, der Bremer Senatorin für Klimaschutz

und dem Stifterverband.

Monatliche Themenabende

Über das Climactivity-Netzwerk, eine weitere Komponente der Initiative,

können Teams von Gleichgesinnten vor Ort gebildet werden,

denn der persönliche Austausch untereinander ist Uli F.

Wischnath ganz wichtig. So ist die App nur ein Baustein von Climactivity.

Zwei Veranstaltungsformate wurden außerdem entwikkelt.

An jedem ersten Donnerstag im Monat findet live ein

Klimaschutz-Themenabend zeitgleich in verschiedenen Stadtteilen

statt, so auch in Findorff in der Klimazone in der Münchener Straße.

Per Livestream kommen Informationen zum Monatsthema aus Gröpelingen,

hier lebt Uli F. Wischnath. Das dient als Anregung, um

dann in der Gruppe über das Thema zu diskutieren. Ergänzt wird es

durch ein Klimaschutz-Quiz. Als zweites Format finden Team-Treffen

statt, die eher dem persönlichen Austausch dienen. Auch hier

zum Thema des Monats. Im November steht das Thema „Bewusster

Konsum“ im Fokus, im Dezember „Sich informieren und bilanzieren“.

„Das passt zum Jahresende und zum 1.1. und zu den

Vorsätzen im neuen Jahr um zu schauen, wo stehe ich eigentlich“,

so Uli F. Wischnath. Im Januar wird dann die „Ernährung“ im Mittelpunkt

der Veranstaltungen stehen.

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 15


CLIMACTIVITY APP

Mit einer App kann man spielerisch lernen, mehr klimaschützendes Verhalten in den Alltag zu integrieren. Klimaschutz lohnt sich, so die Idee dahinter.

Im Januar steht das Thema „Ernährung“ im Mittelpunkt der Veranstaltungen.

Modellauf in Findorff als Vorbereitung

Vor rund eineinhalb Jahren haben wir im Findorff Magazin über den Start

des Modelllaufs von „Klimaschutz For All“ im Stadtteil berichtet, um den

Klimaschutz in den Alltag zu integrieren. 25 TeilnehmerInnen aus Findorff

nahmen damals daran teil, ermittelten ihren persönlichen CO2-Fußabdruck,

nahmen an monatlichen Themenabenden teil, nutzten da schon

eine App, um Verhaltensänderungen im täglichen Klimaschutzhandeln

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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


CLIMACTIVITY APP

Gemeinsamer Austausch beim Climactivity-Workshop in Bremen. Dafür sind

Teilnehmer auch weit außerhalb Bremens angereist.

festzuhalten und das eigene Klimaschutzengagement zu vergrößern. Wischnaths

Fazit nach Abschluss des Modellprojektes ist rundum positiv,

und es habe allen Beteiligten Spaß gemacht. Die da genutzte App sei aber

eher ein digitales Tagebuch gewesen, anders als die neue App mit Spielund

Spaßcharakter, die auf den Erfahrungen aus dem Modelllauf beruht.

Vor drei Jahren ist die Idee entstanden

Auf die Idee für Climactivity kam der Umweltphysiker Uli F. Wischnath

schon vor drei Jahren beim Besuch des Klimagipfels in Katowice. „Von da

habe ich mitgenommen, dass wir den gesellschaftlichen Wandel selbst gestalten

müssen und uns nicht auf die Politik verlassen können. Es ist wichtig,

dass sich bei jedem Einzelnen und in der Gesellschaft etwas tut.“ Aus

seiner Sicht wäre so viel mehr möglich und die Zivilgesellschaft sollte der

Politik vorangehen. „Die Politik ist viel mutloser als die Akzeptanz in der

Bevölkerung es erlauben würde.“

Uli F. Wischnath beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Klimaschutz,

nachhaltiger Energieversorgung und Umweltfragen. Vom Engagement

in der Anti-Atom- und Umweltbewegung über Diplom und

Promotion in der Umweltphysik bis hin zu wissenschaftlicher Tätigkeit

in der Energieforschung, arbeitete er viele Jahre in der deutschen und

südafrikanischen Solarindustrie.

Kira Petersen

Mediaberaterin

(0173) 325 78 68

Klimaschutz muss selbstverständlich sein

Er wünscht sich, dass klimaschützendes Leben und Handeln zur gesellschaftlichen

Normalität wird und selbstverständlich ist. „Klimaschutz

kann Spaß machen. Klimaschutz und ein gutes Leben passen zusammen“,

so Uli F. Wischnath. „Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern es

etwas besser zu machen und im Wesentlichen richtig zu machen.“ Wenn

man sich aktuell die Debatten und die Präsenz des Themas anschaut, die

Fridays-for-Future-Bewegung, zahlreiche Klimacamps und vieles mehr,

scheint zumindest der Weg dahin geebnet. Die App ist ein gutes, spielerisches

Mittel zur Unterstützung.

www.climactivity.de

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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 17


Findorffs neues

Boulodrom

TEXT | CAROLIN SCHNELLE

FOTOS | CAROLIN SCHNELLE, FINDORFFER BOULE-TEAM

Jeder Spieler hat seine eigne Kugeln mit eigenem

Muster und Wiedererkennungswert

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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


Die Herrengruppe ist ein gut eingespieltes Team und trifft sich

jeden Dienstag am Torfhafen zum Boule spielen

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 19


BOULODROM

Der neue Platz am Torfhafen ist 13 Meter lang und 3,5 Meter breit und auch für Turniere geeignet. Es ist durchaus denkbar, dass hier auch irgendwann einmal Turniere

gespielt werden.

Dienstags nachmittags ist am Torfhafen Bouletag. An diesen Nachmittagen

spielt die Spielgruppe „Boule Findorff“ auf dem neuen Boulodrom in Findorff.

Boule-Spiele sind Kugelspiele, bei welchen in Mannschaften gegeneinander

gespielt wird. Ziel ist es, mit den Mannschaftskugeln so nah

wie möglich an die kleinere Zielkugel, auch Schweinchen genannt, heranzukommen.

Die Geschichte des Spiels geht mehrere Jahrhunderte zurück.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde in ähnlicher Weise das noch heute

beliebte Spiel in Frankreich gespielt. Zwischenzeitlich wurde es durch unterschiedlichste

Gesetze und Gründe untersagt, dennoch erfuhr das Kugelspiel

so große Beliebtheit, dass es vor allem in Frankreich heute noch

auf Begeisterung trifft. Um ein Spiel für sich zu entscheiden, muss eine

Mannschaft 13 Punkte erzielen. Jede/r SpielerIn spielt mit zwei Kugeln.

Eine Kugel wiegt zwischen 600 und 750 Gramm. „Früher waren sie aus

Eisen, heute gibt es alle möglichen Metalle. Sie sollten nach Möglichkeit

magnetisch sein, dann kann man sie mit einem Band und einem Magneten

einfach wieder hochnehmen, ohne dass man sich ständig bücken

muss. Wir sind ja alle schon ein bisschen älter“, lacht Otto Bremicker.

Jede/r SpielerIn bringt zum Spiel seine eignen Kugeln mit, welche alle

etwas unterschiedlich aussehen, durch verschiedenste Muster und der

ein oder anderen Macke durch die Spiele der letzten Jahre, praktisch der

ganz eigne Fingerabdruck. Die Kugeln begleiten die SpielerInnen oft ein

Leben lang.

Die Suche nach einem neuen Platz habe lange gedauert. „Da wir kein

Verein, sondern eine Spielergemeinschaft sind, durften wir auch nicht einfach

den Auftrag geben, irgendwo einen neuen Platz zu bauen. Irgendwann

habe ich einen offenen Brief an die Politik, das Ortsamt und einige

Behörden geschrieben und dann kam die Sache so langsam ins Rollen.

Zwischendurch geriet es immer wieder ins Stocken, aber letztendlich hat

das Ortsamt uns den neuen Platz finanziert und Umweltbetrieb Bremen

hat uns den Platz dann sehr schnell gebaut. Wir sind darüber sehr dankbar

und freuen uns“, so Otto Bremicker.

Der Platz am Torfhafen ist 13 Meter lang und 3,5 Meter breit und auch

für Turniere ist dieser geeignet. Otto Bremicker erklärt: „Bisher haben wir

uns noch nicht mit anderen Boulegruppen zum Turnierspielen getroffen,

wir müssen uns erst mal selber mit dem neuen Platz vertraut machen. Es

ist aber durchaus denkbar, dass hier auch irgendwann einmal Turniere gespielt

werden. Warum nicht?“ Das neu entstandene Boulodrom ist öffentlich,

darf also von jedem bespielt werden, „außer am

Dienstagnachmittag, da sind wir hier und das lassen wir uns auch nicht

nehmen.“

Die Herrengruppe ist ein gut eingespieltes Team. „Wir haben uns gefunden.

Man kennt sich, versteht und verträgt sich sehr gut. Jeder hat seine

ganz eigenen Stärken. Der eine ist ein guter Werfer, der andere ist besonders

gut darin, die gegnerischen Kugeln wegzukicken“, erklärt Otto

Bremicker. Bereits im Jahr 2017 hat sich die Gruppe zum Boule-Spiel auf

dem Findorffmarkt getroffen. Damals sei der Platz jedoch zweieinhalb

Meter zu kurz gewesen und nach etlichen Bemühungen von Otto Bremicker

und seinem Team wurde der Platz nicht verlängert, sondern war

verkauft. „So hatten wir dann keine zweieinhalb Meter mehr Spielfläche,

sondern eigentlich gar keine mehr“, erklärt der leidenschaftliche Boulespieler.

Beim Boule kommt es auf die richtige Technik an die Kugel zu werfen, sodass

sie möglichst nah an das Schweinchen kommt

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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


BOULODROM

Ein weiterer großer Vorteil an diesem Platz sind die Gaststätten in direkter

Umgebung des Bouleplatzes, betont der Spieler: „Wir haben hier unser

Bierchen. Im Sommer sind wir meist nach dem Spielen noch beim Port

Piet, und wenn dies geschlossen hat, gehen wir gerne zum Griechen,

essen und trinken etwas und kommen gut ins Gespräch.“

Otto Bremicker hat selbst mit ungefähr 25 Jahren in Frankreich angefangen

mit dem Boule-Spiel. „Ich selbst spiele schon ziemlich lange. Besonders

in meinen Frankreichurlauben. Dort klopft man zweimal mit der

Kugel zusammen und ruckzuck finden sich Spieler zusammen. In Frankreich

findet man eigentlich auf jedem Platz irgendwo eine Boulefläche.

Man könnte eigentlich sagen, dass es dort ein Nationalsport ist.“ Weiter

erklärt der passionierte Spieler: „Eigentlich ist das Spiel unspektakulär. Es

ist einfach ein Gesellschaftsspiel, man trifft sich, man konkurriert miteinander

und trotzdem kommt man ins Reden, tauscht sich aus und hat einfach

Spaß. Wenn man einmal angefangen hat, kann man nicht wieder

aufhören.“

Für ein besonderes Gemeinschaftsgefühl sorgen auch die einheitlichen

Outfits der Herrengruppe. Blaue Hoodies oder T-Shirts mit dem Logo der

Interessengemeinschaft in Orange. Anders als beim Golf gibt es keinen

Dresscode. „Festes Schuhwerk ist von Vorteil, da der Stand besser ist und

wenn einem die Kugel mal aus der Hand rutscht, dann tut es nicht so

sehr weh.“

Seit Oktober hat die Spielergemeinschaft nun auch Bänke neben dem Boulodrom.

„Generell möchten wir uns auch noch mal ganz herzlich beim

Umweltbetrieb Bremen bedanken. Nun haben wir einen schönen Platz,

wo wir uns treffen können und eine schöne Zeit zusammen haben.“

Otto Bremicker hat bereits mit 25 Jahren Boule für sich entdeckt und spielte am

liebsten im Urlaub in Frankreich

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 21


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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


Metalhenge

Zwischen Irdischem und Kosmos

TEXT | KATJA ALPHEI

FOTOS | DIETER VORNHOLZ, MONA BEKTESI, STEFFEN ALPHEI & LEA REINHARD

Mit den naturwissenschaftlichen Kompetenzen des

Astronoms Dieter Vornholz (rechts) und Thomas Roths

(links) geisteswissenschaftlichen und künstlerischen

Ideen schließt sich auf Metalhenge der Kreis, der uns

und unsere Stadt nachhaltig bereichern wird

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 23


METALHENGE

Am 11. September 2020 wurde die erste der 24 einstigen Hafenspundwände in den kreisförmigen Graben eingelassen. Alle weiteren sollten schnell folgen.

Als Thomas Roth im Jahr 2009 seinen Sperrmüll auf der Blocklanddeponie

entsorgte, konnte noch niemand ahnen, welche Kreise dieser Besuch

ziehen würde. Bei einem Blick auf den Müllberg verriet er dem Leiter

der Deponie, dass er sehr neugierig sei, den Berg mal zu betreten. Dieser

lud ihn kurzerhand ein, ihn mit dem Auto nach oben zu begleiten. Dort

angekommen, offenbarte sich dem Künstler ein ungewöhnlicher Anblick.

So gab es doch in Bremen keinen öffentlich zugänglichen Punkt, von dem

aus das gesamte Stadtgebiet zu überblicken gewesen wäre. Nachdem er

sich erst einmal nach Süden und der Stadt zuwandte, überkam ihn ein

magisches Gefühl beim Blick Richtung Norden. Vor ihm erstreckte sich

das Blockland in einer ungeahnten Weite aus Feldern und Wiesen. Ihm

war gleich klar, man müsse der Erhabenheit dieses Ortes künstlerisch Ausdruck

verleihen.

Nach diesem Tag sollten aber noch einige Jahre ins Land gehen, bis der

erste, älteste Teil der 40 Hektar großen, 1969 in Betrieb genommenen

Blocklanddeponie stillgelegt werden konnte. Diese nun höchste Erhebung

Bremens musste aufwendig abgedichtet und renaturiert werden, um eine

weitere Kultivierung des Berges zu ermöglichen.

Müll als Ergebnis menschlichen Strebens und Schaffens

Ich erinnere mich an ein Kinderbuch, in dem der kleine Max auf der

Suche nach Gott die Katze im Hof fragt, wo er ihn wohl finden könne.

Diese antwortet ihm, dass Gott sicher draußen vor der Stadt auf dem großen

Müllberg wohne. Dort dufte es herrlich nach allen Leckereien, die

Max sich überhaupt vorstellen könne. Als Schlaraffenland möchten wir

Menschen den Müllberg sicher nicht bezeichnen. Wir sollten den Müll als

Teil unseres Daseins allerdings nicht verdrängen, nicht verbergen, sondern

annehmen, schlägt Thomas Roth vor. Er sei „ein stetig wachsender

Teil unserer Kultur, unseres Lebens.“

Am Schnittpunkt zwischen der Stadt als unsere Gegenwart und dem Land

als unsere Herkunft nimmt der Künstler die Sehnsucht des Menschen

nach Ganzheit in der Gestaltung eines Kreises auf, in dem 24 Stelen angeordnet

sind. Auf 40 Metern Höhe entsteht so ein kreisrunder Platz, der

an das bekannte astronomische Bauwerk Stonehenge erinnert. Die ausgedienten

Hafenspundbohlen von zweieinhalb bis zu vier Metern Höhe

erstrecken sich wie die Megalithen des Vorbilds in England in den Himmel

und verleihen dem Aussichtspunkt am Gipfel des Müllbergs die „Erhabenheit

eines Endlagers“. Auf diese Weise werden die schrottreifen

Wände recycelt und auch das Material, aus dem der Berg einst entstand,

wird wieder spürbar gemacht.

Die Verbindung zum Universum

Für die wissenschaftliche Beratung nahm Ideengeber Thomas Roth 2018

Kontakt zu Dieter Vornholz auf, dem ehemaligen langjährigen Leiter des

Olbers-Planetariums. Schließlich sollte mit dem Metallkreis auch die astronomische

Ausrichtung Stonehenges zitiert werden. Der Physiker dachte

eingangs, er müsse für den Gestalter lediglich ein paar Berechnungen anstellen,

verrät er mir und lacht. Die gemeinsame Arbeit am Projekt erwies

sich jedoch als deutlich umfassender und so fruchtbar, dass der

heutige Aussichtspunkt vor Findorffs Toren nun vielfältige Einblicke in

astronomische Gegebenheiten bietet.

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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


METALHENGE

Metalhenge macht die Verbindung zwischen dem Himmel und der Erde auf

geheimnisvolle Weise spürbar

Mithilfe selbst geschmiedeter Schablonen wurden die Löcher und Markierungen,

die später die Positionen verschiedener Himmelskörper kennzeichnen sollen,

in den von Mitarbeitern der Deponie bearbeiteten Stelen freigestellt

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 25


METALHENGE

Obwohl dieser neue Aussichtspunkt bereits bei Tag und bei Nacht gut besucht ist, wird der besondere Ort seine Gäste sicher auch in diesem Winter ganz mystische

und stille Momente erleben lassen

Die Positionen der Stelen orientieren sich an astronomischen Gesichtspunkten

wie den Himmelsrichtungen und den Auf- und Untergängen von

Sonne, Mond und Sternen. Markierungen in den Stelen zeigen mir die

Verläufe verschiedener Himmelskörper auf. Eine 25. Stele steht weit außerhalb

der Kreisformation und entspricht dem Heelstein des Vorbildes

Stonehenge. Für Astronomiebegeisterte sind aber auch über die bedeutungsvoll

ausgerichteten Stelen hinaus weitere interessante Entdeckungen

zu machen. So weisen die Bodenmarken innerhalb des Kreises auf

andere astronomisch und kulturell, archäologisch wertvolle Orte hin, als

könne man, vom Mittelpunkt des Metallkreises aus betrachtet, durch die

Erde hindurch auf sie herabsehen, erklärt mir Dieter Vornholz. Ebenso

macht der Planetenwanderweg seinen Besuchenden das Sonnensystem

in einem Maßstab von 1:1 Milliarde begreiflich.

Zur Vorbereitung auf den Besuch der Blocklanddeponie nutze ich den Audioguide,

den Henri Leinfelder, Mitarbeiter des Olbers-Planetariums, erarbeitet

hat und der auf der Internetseite zu Metalhenge zu finden ist. Ich

erfahre viel Wissenswertes über das Kunstwerk und die Entstehung des

Areals. In das eine oder Kapitel höre ich auch während meines Aufenthalts

dort hinein, denn dank dieser Aufnahmen kann ich die astronomischen

Phänomene vor Ort noch besser nachvollziehen.

Ein magisches Erlebnis

Seit der Eröffnung der Anlage am 16. Juli dieses Jahres habe ich sie bereits

mehrfach bei Tage besucht. Ein abendlicher Abstecher zur Dämmerung

bleibt jedoch nochmals nachhaltiger in Erinnerung. Die Magie dieses besonderen

Ortes ist in einer sternenklaren Nacht deutlich spürbar. Der Berg

als Plateau dieser Stätte macht es möglich, den Blick sowohl nach unten

als auch nach oben zu wenden und erweckt das Gefühl, mit allem verbunden

zu sein.

Metalhenge mit seinem Rundumblick auf Stadt, Land und Universum

wird aufgenommen werden in den Kreis der bedeutenden Sehenswürdigkeiten

Bremens, denke ich. Und ebenso wie das viel erforschte Stonehenge

werden auch Phänomene um Metalhenge ein kleines Mysterium

bleiben – wie auch die Frage, was genau dieser Müllberg unter uns eigentlich

zu verbergen hat.

Veranstaltungstipp

Die Anlage auf Bremens Müllberg ist rund um die Uhr geöffnet, ihre Erkundung

ist kostenlos und der Aufstieg zum Aussichtspunkt barrierefrei.

Der Verein StattReisen, der für seine ungewöhnlichen Stadt- und Themenrundgänge

bekannt ist, bietet auf Anfrage astronomische Führungen

auf Metalhenge an. Ebenso können über das Olbers-Planetarium Veranstaltungen

zu Metalhenge besucht werden.

www.metalhenge.de

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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 27


Entzündliche

Gelenkerkrankungen

Die Radiosynoviorthese (RSO) sollte bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Rheumatoider Arthritis und aktivierter

Arthrose in einem frühen Krankheitsstadium zum Einsatz kommen: Studien belegen, dass die nuklearmedizinische

Behandlung so am besten wirkt und Schmerzen, Schwellung und Gelenksteifigkeit erheblich reduziert. Darauf weist der

Berufsverband der Nuklearmediziner e.V. (BDN) hin. Welche Vorteile die Therapie aufweist, für welche Gelenke sich eine

RSO eignet und wie sie funktioniert, erläutert Experte Dr. Norbert Czech.

Fünf Millionen Deutsche sind von Arthrose betroffen,

davon leiden ungefähr zwei Millionen unter täglichen

Schmerzen. Eine Arthrose ist im Normalfall eine altersbedingte

Verschleißerscheinung eines Gelenks, sie

kann aber auch bei jüngeren Menschen auftreten. Der

Verschleiß betrifft die Knorpelschicht im Gelenk, die

als Stoßdämpfer und Schmiermittel fungiert. Fehlt

diese wichtige Pufferschicht, kommt es zu einer

schmerzhaften Entzündung der Gelenkinnenhäute –

man spricht dann von einer aktivierten Arthrose oder

einer Osteoarthritis. Auch bei der rheumatoiden Arthritis,

von der in Deutschland etwa 550.000 Menschen

betroffen sind, sind die Gelenkinnenhäute

entzündet.

Genau an dieser Stelle setzt die RSO-Behandlung an.

Dabei spritzt der Nuklearmediziner eine radioaktive

Flüssigkeit, das Radionuklid, ins betroffene Gelenk.

Die Nuklide sind an Eiweißpartikel gebunden, damit

die entzündeten Schleimhautzellen die radioaktiven

Stoffe aufnehmen. „Ihre Strahlung löst im Innern der

Entzündungs- und Schleimhautzellen eine Vernichtungsreaktion

aus“, erklärt Dr. med. Norbert Czech,

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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


NUKLEARMEDIZIN BREMEN

Eine Arthrose ist im Normalfall eine altersbedingte Verschleißerscheinung eines Gelenks, sie kann aber

auch bei jüngeren Menschen auftreten

RSO-Experte Dr. med. Norbert Czech FEBNM

Nuklearmediziner aus Bremen und Vorstandsmitglied

des BDN. Anschließend entsteht ein neuer Zell- und

Gewebefilm, eine gesunde und glatte Schleimhaut.

„Die Strahlen schalten damit die Entzündung aus und

stellen den ursprünglichen Zustand der Gelenkinnenhaut

wieder her“, so Czech.

Für die RSO kommen alle Gelenke bis auf die Wirbelsäule

in Frage, neben Knie, Hüfte und Zehen insbesondere

auch Schulter-, Ellenbogen-, Finger- und

Kiefergelenke. Ins Kniegelenk applizieren Nuklearmediziner

90Yttrium-Kolloid, in die mittleren Gelenke

186Rhenium-Kolloid und 169Erbium-Kolloid in die

kleinen Gelenke. „Voraussetzung für eine RSO ist der

Nachweis eines akut-entzündlichen Prozesses im Gelenk

durch eine 3-Phasen-Skelettszintigrafie oder

eine Magnetresonanztomografie“, erläutert BDN-Experte

Czech, zugleich europäischer Facharzt für Nuklearmedizin

(FEBNM). Bis sich die volle Wirkung der

RSO einstellt, können sechs Monate vergehen.

Von der Wirksamkeit der Methode sind Experten verschiedenster

Fachrichtungen überzeugt. „Die RSO ist

eine hochwirksame und effiziente Therapie zur Entzündungshemmung

von Gelenkerkrankungen mit

einer begleitenden Synovialitis“, sagt etwa Dr. med.

Heiko Spank, Chefarzt der Klinik für Spezielle orthopädische

Chirurgie und Unfallchirurgie am Vivantes-

Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin. „Der Vorteil liegt

in ihrer technisch einfachen, wenig invasiven, nicht

belastenden und gegebenenfalls wiederholbaren ambulanten

Durchführbarkeit und ihrer niedrigen Komplikationsrate“,

so Spank weiter. „Aufgrund ihrer

besseren Wirksamkeit in einem wenig fortgeschrittenen

Krankheitsstadium sollte die RSO bei aktivierter

Arthrose oder rheumatoider Arthritis frühzeitig zum

Einsatz kommen, dann werden die besten klinischen

Ergebnisse erzielt“, fügt der Orthopäde hinzu.

Studien belegen die Wirksamkeit der RSO bei rheumatoider

Arthritis und Osteoarthritis.1 „Die RSO-Behandlung

kann die Erkrankungen erfolgreich

aufhalten, wobei sie bei rheumatoider Arthritis noch

etwas besser anschlägt als bei Osteoarthritis“, berichtet

Czech. Die Therapiemethode RSO wird seit

über sechs Jahrzehnten angewandt und stellt mit ungefähr

63.000 Behandlungen pro Jahr die häufigste

Radionuklidtherapie in Deutschland dar. Als interdisziplinäre

Therapieform hat die RSO einen hohen Stellenwert

in verschiedenen medizinischen Fachrichtungen

wie Orthopädie, Nuklearmedizin, Rheumatologie

und Hämatologie erreicht.

Schwachhauser Heerstraße 54

28209 Bremen

Telefon: 0421 84131313

Mail: info@nuklearmedizin-bremen.de

www.nuklearmedizin-bremen.de

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 29


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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

WERDEN SIE

LEBENSRETTER

Mit einer Blutspende Mitmenschen

das Leben retten

TEXT | CAROLIN SCHNELLE FOTOS | DRK BREMEN

„Blut spenden ist deshalb so wichtig, weil es

Menschen das Leben rettet! Alle sieben Sekunden

braucht ein Mensch in Deutschland

ein Blutpräparat“, erklärt Lübbo Roewer vom

Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Bremen

e. V. Eine Blutspende kann bis zu drei

Leben retten, da die Spende in drei Blutbestandteile

aufgetrennt wird, in Plasmapräparate

sowie Erythrozyten- und Thrombozytenkonzentrate.

Täglich werden in

Deutschland etwa 15.000 Blutspenden benötigt

und retten damit vielen Menschen das

Leben. Da Blut nicht künstlich hergestellt

werden kann, sind diese Menschen auf BlutspenderInnen

angewiesen. Eine Blutspende

umfasst 500 Milliliter Blut, welches der Körper

innerhalb von 48 Stunden erneuert. „Im

Großraum Bremen/Oldenburg würde das

bedeuten, dass wir täglich tausend Blutspenden

brauchen, um die Kliniken versorgen zu

können. Die Bevölkerung in Bremen scheint

aber ganz positiv dem Blutspenden gegenüberzustehen.

Wir haben jährlich zwischen

zwölf- und dreizehntausend Blutspender und

Blutspenderinnen“, erklärt Lübbo Roewer.

Viele SpenderInnen gehen Blut spenden, da

sie entweder selber bereits eine Bluttransfusion

gebraucht haben oder betroffene Personen

kennen. „Eigentlich ist die Versorgung

durch die vielen Spender, die wir haben, sichergestellt,

es gibt aber Zeiten im Jahr, wo

das nicht so ist. Hintergrund ist, dass die Blutbestandteile

höchstens bis zu sechs Wochen

haltbar sind, dies bedeutet, dass wir durchgängig

Blutspenden benötigen. In den Sommermonaten,

wenn es warm ist und die

Menschen in den Urlaub fahren, wird deutlich

weniger gespendet. Auch bei großen Veranstaltungen

wie den Olympischen Spielen

oder Fußballweltmeisterschaften merken wir,

dass die Zahl der SpenderInnen zurückgeht

und die Menschen lieber vor dem Fernseher

sitzen.“

19 Prozent der Blutspenden werden für Behandlungen

bei Krebserkrankungen eingesetzt,

16 Prozent bei Herzerkrankungen,

ebenfalls 16 Prozent bei Magen-Darm-Erkrankungen

und 12 Prozent bei Unfällen im

Straßenverkehr oder im Haushalt. „Man

könnte sich fragen: Braucht man überhaupt

noch so viel Blut wie früher, weil ja die Operationstechniken

viel besser geworden sind?

Es ist aber eher genau das Gegenteil, denn

heutzutage gibt es Operationen, die früher

gar nicht durchgeführt worden sind. Deshalb

braucht man tendenziell mehr Blutspenden

als früher“, sagt Lübbo Roewer.

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 31


Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

Wer das erste Mal in seinem Leben Blut spenden

möchte, sollte zwischen 18 und 59 Jahren

alt sein. In dieser Altersspanne darf jeder

und jede Blut spenden, vorausgesetzt, es liegen

keine Vorerkrankungen vor. „Gesund und

fit sollte man sich fühlen. Und nicht kommen,

wenn man merkt, dass man die Grippe bekommt“,

erklärt der DRK-Mitarbeiter. Ferner

sollten SpenderInnen mindestens 50 Kilogramm

wiegen und in den letzten vier Monaten

nicht operiert worden sein. Außerdem

sollten die vergangen vier Wochen keine Antibiotika

eingenommen worden sein und Tätowierungen

sowie das Stechen eines neuen

Piercings müssen ebenfalls vier Monate zurückliegen.

Wer älter als 60 Jahre ist und dennoch

ErstspenderIn werden möchte, sollte

dies ärztlich abklären lassen. Auch gegen

Covid-19 Geimpfte dürfen Blut spenden, die

Impfung sollte jedoch 24 Stunden zurückliegen.

Dies gilt generell für jede Impfung. Männer

dürfen bis zu sechs Mal und Frauen vier

Mal im Jahr Blut spenden.

Wie läuft eine Blutspende ab?

In einer ersten Untersuchung, einem kleinen Gesundheitscheck, folgen eine erste Blutabnahme mit Eisenwertbestimmung,

eine Temperaturmessung sowie das Messen des Blutdrucks

Vor einer Blutspende sollte normal gegessen

und viel getrunken werden. Für die Spende

muss ein amtlich gültiger Personalausweis

mitgebracht und genügend Zeit eingeplant

werden. Zwar dauert die eigentliche Blutspende

nur rund zehn Minuten, dennoch gibt

es einige Schritte, welche vor der Spende

durchlaufen werden, deshalb mit circa einer

Stunde gerechnet wird. Vor Ort meldet sich

der/die BlutspenderIn an und füllt einen Fragebogen

aus, welcher die Grundlage für das

vertrauliche Arztgespräch bildet. In einer ersten

Untersuchung, einem kleinen Gesundheitscheck,

folgen eine erste Blutabnahme

mit Eisenwertbestimmung, eine Temperaturmessung

sowie das Messen des Blutdrucks.

Danach folgt das Gespräch mit dem Arzt /

der Ärztin. Im folgenden Schritt kann nun

das Blut rund einen halber Liter aus der Ellbogenvene

abgenommen werden. Als Abschluss

folgt das Lunch-Paket, welches

coronakonform mitgenommen werden kann.

Blutspenden bringt auch für den/die SpenderIn

Vorteile mit sich, denn es ist nicht nur

eine gute mitmenschliche Tat, sondern jede

Blutspende wird auch auf Krankheiten untersucht,

zum Beispiel auf Hepatitis, HIV

oder Corona. Wenn im Blut tatsächlich etwas

Auffälliges gefunden wird, so wird die

Spende natürlich nicht verwendet, aber über

den jeweiligen Hausarzt bekommt der/die

BlutspenderIn eine Nachricht. Eigentlich ist

eine Blutspende auch ein kleiner Gesund-

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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


KORZUS

und

PARTNER

RECHTSANWÄLTE UND NOTARE

„Frau Rechtsanwältin

Denise Fromme berät

und vertritt Sie im

Scheidungsverfahren,

insbesondere im

Rahmen der Vermögensauseinandersetzung,

Scheidungsfolgenvereinbarungen

und

Eheverträgen, sowie in

allen weiteren Bereichen

rund um das Familienrecht.“

Denise Fromme

Rechtsanwältin

Fachanwältin für Familienrecht und Notarin

Hemmstraße 165, 28215 Bremen

Telefon: (0421) 37 77 90 | Telefax: (0421) 376 00 86

E-Mail: rae@korzus-partner.de

www.korzus-partner.de

Nach der Blutspende erhalten alle BlutspenderInnen ein Lunch-Paket, welches

coronakonform mitgenommen werden kann

heitscheck. Auch kann regelmäßiges Blut spenden den Bluthochdruck

und damit das Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt

senken. Die Blutspende beim Roten Kreuz ist immer unentgeltlich,

da es eine mitmenschliche Tat sei. Lübbo Roewer erklärt: „Hintergrund

ist, dass wir nicht möchten, dass Menschen zur Blutspende

kommen, die von vornherein wissen, dass ihr Blut gar nicht übertragen

werden kann, da sie irgendwelche Krankheiten haben, sich aber

einen Teil ihres Lebens damit finanzieren.“

Der Weg der Blutspende

Nach der Blutspende wird das Blut in den Beuteln gesammelt und

geht dann an eine zentrale Sammelstelle. Für Norddeutschland ist es

der Blutspendedienst in Springe. Das Blut wird untersucht, in die Bestandteile

zerlegt und ist dann für die Krankenhäuser verfügbar. Aus

Springe gelangen die Blutspenden dann an das Klinikum Bremen-

Mitte als Sammelstelle, und im nächsten Schritt können sich die Kliniken

melden und werden dann vom Blutfahrdienst des Deutschen

Roten Kreuzes beliefert, mit den Blutbestandteilen, die sie benötigen.

Wo kann gespendet werden

Fast an jedem Werktag gibt es irgendwo in Bremen einen Blutspendetermin

des Deutschen Roten Kreuzes. Blutspendetermine findet

man unter www.blutspende-leben.de oder unter www.drk-blutspende.de.

„Blutspenden ist keine Heldentat, es sollte als etwas ganz

Normales angesehen werden. Menschen die einmal zu Blutspenden

kommen eigentlich immer wieder“, so Lübbo Roewer.

www.drk-blutspende.de

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 33


„Familie & Co“



Grafik by sketchnotes-by-diana.com

TEXT | LÜBBO ROEWER & SARA DAHNKEN

FOTOS | DRK BREMEN

Beschützen –

Gestalten – Beraten

Die Kinder- und Jugendhilfe vom Roten Kreuz in Bremen

34

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


Unsere

Direkt am Klinikum Mitte gelegen,

in der Friedrich-Karl-

Straße, befindet sich in einem

in Gelb erstrahlendem Gebäude,

die Kinder- und Jugendhilfe

des DRK. Von hier aus

betreibt es zahlreiche dezentrale

Angebote. 1985 eröffnete der DRK

Kreisverband mit einer stationären

Wohngruppe seine erste Einrichtung. Heute arbeiten

in der Jugendhilfe mehr als 230 Mitarbeitende. Damit gehört die

DRK Kinder- und Jugendhilfe zu den großen Trägern in Bremen.

„Familie & Co“

Seiten

Die Jugendhilfe ist gegliedert in drei Säulen: Zum Teilbereich der Erziehungshilfen

gehören die ambulanten, teilstationären und stationären

Gruppen- und Einzelangebote in Außenwohngruppen, Einrichtungen für

minderjährige unbegleitete Geflüchtete und heilpädagogischen Tagesgruppen.

Katharina Eggers, die Leitung des Teilbereiches Hilfen zur Erziehung,

beobachtet dabei die aktuellen Entwicklungen sehr genau und

stellt fest: „Es herrscht in allen Stadtteilen und Milieus weiterhin Unterstützungsbedarf."

Den zweiten Teilbereich stellt das „Zentrum für Schule und Beruf“ (zsb),

dar. Dieser hat kürzlich sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Hier können Jugendliche,

junge Mütter und junge Geflüchtete den Schulabschluss machen

und werden ins Berufsleben begleitet. Der dritte Teilbereich ist die

Jugendförderung, innerhalb dessen das DRK neun Kinder- und Jugendeinrichtungen,

Schulferienbetreuungen und etliche Kleinstprojekte betreibt.

Bremen weit ist das DRK der Träger mit den meisten institutionell

geförderten Einrichtungen im Bereich der of-fenen Kinder- und Jugendarbeit.

Freizis als Leuchttürme

„Freizis“ werden die meisten institutionell geförderten Kinder- und Jugendeinrichten

umgangssprachlich genannt. „Sie bilden für das DRK die

Leuchttürme der Jugendhilfe, sie sind stadtweit sichtbar, mit offenen

Türen für die Kinder und Jugendlichen. Ihr Wert geht aber weit darüber

hinaus“, erklärt Sara Dahnken, DRK Leitung Jugendförderung.

„Familie & Co“


Für viele Jugendliche bilden die Freizis ein „zweites Zuhause“. Sie verbringen

dort täglich ihre Freizeit und nutzen zum einen die klassischen,

bereits seit Jahrzehnten überdauernden Spielgeräte (Kicker, Dart, Billardtisch

und in Findorff sogar noch ein Flipper). Aber auch neu etablierte Angebote

wie E-Sports, inklusive Medienprojekte, sowie Trendsportarten

(Soccer-pool, Flunkyball) und weitere. Jede Einrichtung hat dabei, entsprechend

den jugendlichen Nutzern einen eigenen Charakter. „Die Jugendlichen

formen und entwickeln diese Häuser weiter. Wir begleiten sie

dabei und liefern Impulse“, erläutert Sara Dahnken.

Beispielsweise wurde im DRK Freizi Findorff vor Kurzem, aufgrund der

Wünsche der Jugendlichen, ein E-Sport Angebot eingeführt. Gleichzeitig

steigt die Nachfrage für die Basketballanlage. E-Sports ersetzt in dem Fall

zum Beispiel nicht das Interesse an Realsport, sondern ist lediglich ein ergänzendes

Freizeitangebot, welches gerade im Trend ist. Jugendzentren

und deren Angebote sind daher stetig im Wandel. „Neben der offenen

Tür ist das offene Ohr unser wichtigstes Element“, konstatiert Sara Dahnken

vom DRK. „Denn nur, wer auch zuhören und gut analysieren kann,

erkennt die Bedarfe und Problemlagen.“

Neben dem Schaffen von niedrigschwelligen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten

bieten die Pädagogen vor Ort Hilfestellungen zum Beispiel beim

Schreiben von Bewerbungen oder auch Beratung bei schwierigen Themenlagen.

Eigene oder innerfamiliäre Konflikte oder Auseinandersetzungen

mit Freunden sind dabei die hauptsächlichen Belange. Von

Liebeskummer bis hin zu Kindeswohlgefährdungen ist das Arbeitsfeld riesig.

Die Kollegen in den Jugendeinrichtungen sind oftmals die Ersten,

denen sich Kinder- und Jugendliche öffnen und von denen sie Hilfeleistungen

annehmen.

Auf der anderen Seite des Bürgerparks in Schwachhausen befindet sich

das Freizi Parkallee. Im Vergleich zum Freizi Findorff eine sehr kleine Einrichtung,

aber mit einem ganz besonderen Charme. Im Grünen gelegen

mit einem neu geschaffenen eigenen Gartenbereich, wo Kräuter und Gemüse

die Hochbeete bewachsen, eine Feuerstelle auf der Rückseite, wo

die Ernte im Kesseltopf gemeinsam zubereitet werden kann. Die Gemütlichkeit

der Einrichtung spiegelt sich auch im Inneren wider, es sind selbstverständlich

auch die zeitlosen Klassiker wie Kicker, Billiard und

Airhockey vorhanden, aber im Fokus der jugendlichen Interessen stehen

dort derzeit gemeinsame Kochangebote, Ausflüge und musizieren.

Für viele Jugendliche bilden die Freizis ein „zweites Zuhause“. Sie verbringen

dort täglich ihre Freizeit und nutzen die vielseitigen Angebote.

Im Fokus der jugendlichen Interessen stehen im Freizi Parkallee derzeit

gemeinsame Kochangebote, Ausflüge und musizieren

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 35


„Familie & Co“

Am Rande des Bürgerparks in Schwachhausen befindet sich das Freizi Parkallee.

Eine kleine Einrichtung mit einem ganz besonderen Charme. Im Grünen gelegen

mit einem neu geschaffenen eigenen Gartenbereich, wo Kräuter und

Gemüse die Hochbeete bewachsen, eine Feuerstelle auf der Rückseite, wo die

Ernte im Kesseltopf gemeinsam zubereitet werden kann.

Kooperationen mit Schulklassen und Senioren

Auch dort hat die Social Media Welt nicht vor den Türen des Freizi haltgemacht.

So ist das DRK Freizi Parkallee auf Instagram mit vielen Jugendlichen

vernetzt, die sich darüber zu den vielseitigen Ferienaktionen

oder Neuigkeiten informieren. Von Kanu-Touren bis ins hin zu Jump

House-Besuchen entwickeln die Jugendlichen ihre Ferienprogramme dort

gemeinsam mit den DRK-Kolleginnen und Kollegen im Hause und setzen

sie anschließend um. Seit Jahren wird an diesem Standort auch eine Kooperation

zu Schulklassen gepflegt, wodurch Kinder im Nachmittagsbereich

schon mal das Freizi kennenlernen und es teilweise dann auch

außerhalb der Schulzeiten zu schätzen wissen.

Ein Stück weiter, direkt in der Einfahrt zu einem Borgfelder Wohngebiet

gelegen, neben der Turnhalle und dem Wilhelm-Dehlwes Platz, lädt das

Freizi Borgfeld mit offenen Türen zu sich ein. Wenn man über den Platz

schreitet, bemerkt man zunächst den bunten Unterstand, welcher mit antirassistischen

Statements versehen ist. Geht man weiter Richtung Freizi

entdeckt man neuerdings, dass die grauen Betonklötze nun bunt gestaltet

sind. Bei genauer Betrachtung merkt man auch, dass sich dabei pädagogisch

und methodisch mit Lügengeschichten und Verschwörungstheorien

auseinandergesetzt wurde.

Ein weiterer Höhepunkt des Freizi Borgfelds ist, der, durch die Kinder

und Jugendlichen, selbst gebaute Lehmofen. Komplett aus recyceltem Material,

wurde dieser Ofen in einem monatelangen Prozess selbst fertiggestellt.

Die Mühe hat sich gelohnt, die Kids lieben den Ofen. Aber auch die

Senioren aus der Nachbarschaft haben schon kreative Ideen der Kooperation

entwickelt. Generationsübergreifendes Brot oder Butterkuchen

backen steht demnächst an.

Vor wenigen Wochen konnte das DRK Mittel akquirieren, um ein Lastenrad

anzuschaffen, wodurch zunehmend auf Transportfahrten mit dem

Pkw verzichtet werden kann.

Insgesamt sind die DRK Kinder- und Jugendhilfe-Angebote vielseitig und

stadtweit aufgestellt. Im Laufe der vergangenen 36 Jahren hat sich der

Bereich deutlich vergrößert und die Herausforderung in allen Teilbereichen

der Jugendhilfe ist es, immer „up to date“ zu bleiben und sich neuen

Bedarfen und Herausforderungen zu stellen.

Mehr Informationen und Beratung zu den DRK-Angeboten der Kinderund

Jugendhilfe unter: www.drk-bremen.de

Die „Fliegende Bühne“


Kindertheater nach

langer Pause wieder da

Endlich wieder Kindertheater! Nach einem Jahr Pause kann das Schlachthof-Kindertheater

ab November wieder mit einem vielfältigen Programm für

Kinder ab drei Jahren aufwarten. Für diesen Anlass hat sich das Theater etwas

ganz Besonderes einfallen lassen: Unter dem Motto „Fliegende Bühne“ geht es auf

eine Entdeckungsreise durch den Bremer Westen. Es erobert die Bühnen verschiedener

Spielstätten und möchte sein Publikum mitnehmen, aber auch neue ZuschauerInnen

gewinnen. Damit alle der Reiseroute gut folgen können, bleibt eins

immer gleich: Die Theateraufführungen finden von November bis Mitte März immer

sonntags um 15 Uhr statt.

Los geht die Reise im November mit dem Puppentheater Regenbogen, dem Figurentheater

Tearticolo, der Compania T und dem mobilen Figurentheater Bremen in

Heimathafen – der Kesselhalle im Schlachthof. Von da aus zieht es im Dezember

weiter in das Freizeitheim Findorff am Markt. Dort präsentiert es Puppentheater

und Schauspiel. Zu Weihnachten kehren das Theater mit Petterson und Findus und

dem Theater Schnurzepiepe zurück in die Kesselhalle. Ab Januar zeigt es Vorstellungen

mit dem Kasper, dem Figurentheater Ambrella in der Kesselhalle, bevor es

mit Clowns, Figurentheater, Zauberei und den SchauspielerInnen in das Volkshaus

in Walle zieht. Zum Schluss der Spielzeit Mitte März kehrt es wieder zurück in den

Schlachthof, um die Spielzeit mit einem Konzert für Groß und Klein zu beenden.

Der Eintritt kostet 6 Euro, erstmalig können die Tickets auch im VVK über Eventim

für 7 Euro gekauft werden.

21.11.2021 / 15 Uhr / Kesselhalle Schlachthof

„Ein Mond für Amelie“ Compania T

28.11.2021 / 15 Uhr / Kesselhalle Schlachthof

„Der Maulwurf Grabowski“ Mobiles Figurentheater Bremen

05.12.2021 / 15 Uhr / Jugendfreizeitheim Findorff

„Engel Max – Vom Engel, der immer zu spät kam“ Compania T

12.12.2021 / 15 Uhr / Jugendfreizeitheim Findorff

„Frau Holle“ Figurentheater Pappenelli

19.12.2021 / 15 Uhr / Kesselhalle Schlachthof

„Petterson kriegt Weihnachtsbesuch“ Theater Schnurzepiepe



36

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


„Familie & Co“



Jugend forscht 2022

Aufruf zum Nachwuchswettbewerb


Gesunde Neugier, eine gute Portion Kreativität und ein wenig Geduld sind die

besten Voraussetzungen für die Teilnahme an der 57. Ausgabe von „Jugend

forscht“. Für das Jahr 2022 können sich wieder engagierte Kinder und Jugendliche

mit ihren Projekten aus den sieben Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geound

Raumwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik sowie Technik für

den renommierten Nachwuchswettbewerb bewerben.

Anmeldeschluss ist der 30. November. Bis Ende Dezember erhalten die BewerberInnen

dann eine Einladung zum Wettbewerb in ihrem Bundesland und müssen im

Januar 2022 online eine schriftliche Ausarbeitung ihres Projekts hochladen. Entspricht

das Projekt den Teilnahmebedingungen, stellen die JungforscherInnen es

Ende Februar der regionalen Jury vor. Wer in diesem Regionalwettbewerb den ersten

Preis gewinnt, nimmt Mitte März am Landeswettbewerb teil. Die LandessiegerInnen

reisen im Mai 2022 wiederum zum großen Finale, dem Bundeswettbewerb, der

in Lübeck stattfinden wird.

Judith Merchant:

Hanni hat Nikoläuse

Bilderbuchgeschichte zum

Vorlesen für Kinder


Dies ist die liebenswerte und witzige Geschichte über ein haariges Problem,

das im Kindergartenalter garantiert einmal auftritt. Dieses Bilderbuch eignet

sich perfekt zum Vorlesen und zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Eine fröhlich erzählte

Bilderbuchgeschichte von Judith Merchant über Hanni, die jetzt schon zur

Lieblings-Kinderbuch-Protagonistin avanciert. Liebevoll und witzig illustriert von

Trixy Royeck, die dem Thema einen ganz besonderen Charme verleiht. Mit vielen

kleinen Details zum Entdecken in diesem zauberhaft gestalteten Bilderbuch zum

Vorlesen für Kinder ab drei Jahren.

In ihrem Weihnachtsbilderbuch widmet sich Atme!-Autorin Judith Merchant humorvoll

einem Thema, das sowohl für Kindergartenkinder als auch ihre Eltern sehr

unangenehm sein kann. Die fröhlich erzählte und liebevoll illustrierte Nikolausgeschichte

hilft Eltern und Kindern gleichermaßen dabei, das Thema Läuse mit Spaß

und ohne Scham anzugehen. Selbstverständlich eignet sich die Geschichte zum

Vorlesen auch für Kinder im Kindergarten, die statt Läusen bislang nur mit Nikoläusen

Kontakt hatten. „Hanni hat Nikoläuse“ ist

das perfekte Geschenk nicht nur, aber besonders

für Nikolaus oder zu Weihnachten.

Autorin: Judith Merchant

ISBN: 978-3-7459-0715-5

Seiten: 32

Format: 28,6 x 22,1 cm

Ausstattung

Preis: 12,99 Euro


www.emf-verlag.de

Verlosung!

2 x „Hanni hat Nikoläuse“

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. Dezember an:

gewinnen@

findorff-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wer mitmachen möchte, sollte nicht älter als 21 Jahre alt sein und mindestens die

4. Klasse besuchen. Studierende dürfen sich höchstens im ersten Jahr ihres Erststudiums

befinden. Die Anmeldung erfolgt über den Link auf der Webseite.



www.jufo-bremen.de

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FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 37


„Familie & Co“




38

Neustart für „Musik im Ohr“:

Projekte für Groß und Klein

Die Abteilung für Musikvermittlung der Glocke

startet in die neue Saison

„Musik im Ohr“, die Abteilung für Musikvermittlung der Glocke Veranstaltungs-GmbH,

verfolgt seit über 20 Jahren das Ziel, Begeisterung für Musik

weiterzugeben und mit der Welt der Klassik vertraut zu machen. Durch die Corona-

Pandemie über Monate ausgebremst, startet „Musik im Ohr“ nun mit Vollkraft in

die neue Saison. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren Angeboten für Groß und

Klein wieder am Start sind. Das ist insbesondere für Kinder und Jugendliche wichtig,

die in der Pandemie viel zurückstecken mussten und denen lange zahlreiche

Möglichkeiten verwehrt waren, sich eingehender mit klassischer Musik in der Praxis

auseinandersetzen zu können. Dafür bieten wir ganz verschiedene zielgruppengerechte

Angebote, um unabhängig von Alter, Herkunft, Sozialisation und

Bildung das Interesse und die Sensibilität für Musik zu wecken“, so „Musik im

Ohr“-Leiterin Katrin Anders.

Es stehen wieder beliebte Lesungen mit Musik auf dem Programm, bei denen im

Kleinen Saal Jung und Alt in spannende Geschichten aus Kinderbuch-Klassikern

hineingezogen werden. Am Sonntag, den 5. Dezember steht um 11 Uhr und um 15

Uhr Barbara Robinsons weihnachtlicher Roman „Hilfe, die Herdmanns kommen“

auf dem Programm. Die sechs Herdmann-Geschwister gelten als die schlimmsten

Kinder aller Zeiten, mit denen niemand etwas zu tun haben will. Doch als in der kleinen

Stadt das Krippenspiel für den Heiligabend geplant wird, tauchen sie unterwartet

auf und reißen sich sämtliche Rollen unter den Nagel (Christian

Bergmann/Sprecher, Andrea zum Felde/Blockflöte).

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


Am Nachmittag vor Heiligabend lädt traditionsgemäß das Bremer Kaffeehausorchester

Groß und Klein um 15 Uhr zum Familienkonzert „Fröhliche Weihnacht überall“.

Entspannt und besinnlich stimmt es mit bekannten und unbekannteren Liedern

auf das Fest ein und verkürzt musikalisch die Wartezeit auf Heiligabend.

Das etablierte Format „ImPuls“ bietet erstmals gleich mehrere Konzerte über die

Saison verteilt an, um nach der Corona-Pause vielfältige und regelmäßige Hörerlebnisse

vor musikvermittlerischem Hintergrund anzubieten. Innovative, von jungen

Bremer Ensembles eingereichte und von „Musik im Ohr“ ausgewählte

Programme wenden sich unter dem Obertitel „Auf WiederHören!“ hierbei nicht nur

an Kinder, sondern möchten besonders auch junge und junggebliebene Erwachsene

ansprechen.

Am Mittwoch, den 29. Dezember, bietet um 18 Uhr im Großen Saal die Band JazzIyat

Interaktion, Spielfreude und Improvisation mit Stilmitteln aus Jazz, Klassik und

orientalischer Musik. Unter dem Titel „#Teddy, Vase, Lieblingspulli – wieklingtdeinleben?“

lädt das Ensemble zu einem neuartigen Experiment, in dem die dargebotenen

Werke zu vom Publikum eingereichten Fotos von Lieblingsgegenständen

entwickelt werden.

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungsangeboten von „Musik im Ohr“ finden

sich unter www.glocke.de in der Rubrik „Musikvermittlung“. Karten sind erhältlich

beim Ticket-Service in der Glocke (Montag bis Freitag von 12-18, Samstag

von 11 bis 14 Uhr) und online im Webshop.


www.glocke.de


„Familie & Co“



Bremer


Polizeipuppenbühne

Mit dem spannenden Theaterstück „Mein Weg zur Schule“ startet die „Mobile

Präventionspuppenbühne“ der Polizei Bremen erneut ins neue Schuljahr.

Das neue Verkehrspräventionsstück hat bereits 1000 Kinder in ihren Bann

gezogen.

„Mein Weg zur Schule“


Die Grundschüler der ersten und zweiten Jahrgänge und angehende ABC Schützen

aus den Vorschulbereichen dürfen sich auf die Großhandpuppen Mia, Kai und seinen

Freund Rexi freuen. Wie an jedem Schultag treffen sich Mia und Kai auf der

Straße, um gemeinsam zur Schule zu gehen. Doch heute scheint alles anders zu

sein als sonst. Die Gefahren und Hindernisse im Straßenverkehr sind vielfältig. Um

diese zu bewältigen, brauchen die Kinder ihren Verstand und alle Sinne. Werden es

Kai und Mia schaffen den Großstadtdschungel zu bewältigen? Zum Glück sitzen die

„ Verkehrsdetektive“ im Publikum! Unter Anleitung eines moderierenden Polizeibeamten

erkennen und reflektieren die Grundschüler die Gefahren des Straßenverkehrs

und erklären Kai und Mia das richtige Verhalten an der Fahrbahn.

Das Stück, bei dem zwischendurch "echte" Polizisten mit den Kindern interagieren,

nimmt eine komplette Schulstunde in Anspruch und soll Kindern zeigen, wie man

"richtig", d.h. gefahrlos eine Straße überquert. Zielgruppe sind jeweils die ersten

und zweiten Grundschulklassen. Und am Ende tanzen die Puppen mit den Kindern

einen "Verkehrs-Rap". Das Theaterstück wird immer Dienstag vormittags jeweils in

Das Team der Bremer Polizeipuppenbühne freut sich auf jede Vorstellung

einer anderen Schule aufgeführt. Beteiligt sind sechs Ehrenamtliche sowie zwei

Polizisten und wenn möglich der örtliche Kontaktpolizist.

Ansprechpartner für die Polizeipuppenbühne ist Alfred Faust vom Präventionszentrum

der Polizei Bremen, E-Mail: alfred.faust@polizei.bremen.de

.

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 39


ENTDECKERZENTRUM IN DER BOTANIKA

ÄRZTE & APOTHEKEN IN FINDORFF

Carmen Groninga

Winterstraße 54

28215 Bremen

(0421) 35 50 61

ALLGEMEINMEDIZIN

Regina Lüers

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 55 45

HAUTKRANKHEITEN

LUNGENFACHARZT

Pneumologikum am Bürgerpark

Dr. Marcus Berkefeld

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Telefon: 0421/22159320

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Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 37 61 000

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Alle Angaben sind ohne Gewähr

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Augsburger Straße 8

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(0421) 354647

Hausärztliche Gemeinschaftspraxis

Dr. Maya Trapp und Elke Sennholz

Hemmstraße 214

28215 Bremen

(0421) 35 10 10

Dr. Jörg Janssen

Admiralstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 43 66

Dr. Spatz & Partner

Gemeinschaftspraxis

Hemmstraße 345

28215 Bremen

(0421) 35 35 35

Dr. Klaus Zimmermann

Brandtstraße 54

28215 Bremen

(0421) 35 57 67

Dr. Michael Schlenz

Admiralstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 41 31

AUGENHEILKUNDE

HEILPRAKTIKER

Dr. Regine von Gerkan

Lohmannstraße 98

28215 Bremen

(0421) 37 58 21

Kathleen Giersch

Falkenberger Straße 66

28215 Bremen

(0421) 390 90 50

Naturheilpraxis Schwanenberg

Andrea Hella Schwanenberg

Geibelstraße 4

28215 Bremen

(0421) 4 91 99 81

KINDERHEILKUNDE

Dr. Wolfgang Soldan,

Elke Brecher-Müller

und Anne Stadler

Hemmstraße 212

28215 Bremen

(0421) 350 90 50

INNERE MEDIZIN

Dr. Sigrid Geerken-Gröticke

Am Weidedamm 4

28215 Bremen

(0421) 35 18 18

NEUROLOGIE

Dr. Forssmann & Lübbert

Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 35 46 82

ORTHOPÄDIE

Orthopädische Gemeinschaftspraxis

Regina Langhammer, Stefan Balkausky

und Dr. Ares Akbar

Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 35 20 95

PSYCHOTHERAPIE

Psychotherapeutische Praxis

Ute Kampen

Dresdener Straße 15

28215 Bremen

(0421) 35 74 43

SPRACHHEILKUNDE

Atemschulung, Sprechtechnik,

Stimmtraining

Elisabeth Frintrop

Frielinger Straße 44

28215 Bremen

(0178) 59 17 533

ZAHNMEDIZIN

Silke Aner

Halberstädter Straße 17

28215 Bremen

(0421) 35 22 66

Zahnärzte Findorff

Innsbrucker Straße 96

28215 Bremen

(0421) 37 17 77

Die Zahnärzte

Dr. Edzard Fink & Peter Knor

Hemmstraße 214

28215 Bremen

(0421) 35 85 85

Dr. Anke Charlotte Krüger

Hemmstraße 202

28215 Bremen

(0421) 35 60 67

Zahnarztpraxis Primadent

Zahnärztin T. Irikova

Heinrich-Böll-Straße 1

28215 Bremen

(0421) 37 35 20

FRAUENHEILKUNDE

Frank Davidsmeyer, Dr. Marion Jagdt

und Martina Bolte

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 354 14 14

Dr. Astrid Kania. Dr. Julia Dehmel,

Katja Hitzegrad

Hemmstraße 212 – 240

28215 Bremen

(0421) 35 04 744

KIEFER-CHIRURGIE

Schumann & Rolfsen

Praxis für chirurgische Zahn-, Mundund

Kieferheilkunde

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 37 81 78 0

Findorffer Logopädiehaus

Dorothea Hunke

Karlshafener Straße 36

28215 Bremen

(0421) 378 14 11

Praxis für Logopädie und PäPKi

Andreas Pohl

Plantage 13

28215 Bremen

(0421) 37 62 822

Findorff-Apotheke

Admiralstraße 159

28215 Bremen

(0421) 37 78 78

APOTHEKEN

Jan-Reiners-Apotheke

Hemnmstraße 214

28215 Bremen

Telefon: 0421-351935

HALS-NASEN-OHREN

Dr. Karsten Jacob

Hemmstraße 133

28215 Bremen

(0421) 35 42 42

Roland Apotheke

Hemmstraße 231

28215 Bremen

(0421) 35 19 55

Vitalis-Apotheke

Hemmstraße 345

28215 Bremen

(0421) 38 18 14

40

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021


Psychomotorik Gruppe startet

für Kinder von 3,5 bis 6 Jahren

In den Sport- und Spielgruppen mit psychomotorischen Inhalten soll versucht

werden, dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder freien Raum

zu lassen.

Wir richten uns mit dieser Gruppe vorwiegend an Kinder, die einen erhöhten

Förderbedarf (Entwicklungsverzögerung) oder Handicap aufweisen.

Die Gruppengröße ist begrenzt. Mit dem Begriff „Psychomotorik“

wird die enge Beziehung zwischen Denken, Fühlen und Bewegung beschrieben.

Da nicht alle Kinder zur selben Zeit die gleichen Entwicklungsreize

benötigen, werden in diesen Stunden verschiedene

Bewegungsansätze für die Kinder angeboten. Hierdurch wird das kreative

Handeln der Kinder gefördert. Spezielle Aufbauten zum Schaukeln,

Rutschen, Das PULS Camp Balancieren, für junges Rollen Engagement und Klettern, macht Engagement kleine Spiele für Jugendliche unterstützen

ganz praktisch natürlich erlebbar das und Kennenlernen motiviert, sich des persönlich eigenen und Körpers unmittelbar und für anderer Kinder.

einzusetzen

Die Gruppe findet am Dienstag von 16.30 – 17.30 Uhr statt.

Für die Teilnahme an dieser Gruppe ist eine Anmeldung unter:

Mach mal Urlaub vom Ego

turnen@sg-findorff.de oder telefonisch unter: (0421) 35 27 35

erforderlich.

Deine Ferien. Dein Camp.


Wer Lust auf ein etwas anderes Feriencamp hat und die Stadt mal aus einer

neuen Perspektive kennenlernen möchte, kann sich auf das PULS Camp für

junges Engagement und eine Woche Urlaub vom Ego freuen. Denn Soziales Engagement

und Spaß in den Ferien geht trotz Social Distancing.

Zusammen mit Freunden und anderen jungen Leuten verbringt man eine Woche in

der PULS Camp Basis, kann gemeinsam chillen, kickern und Spaß haben. Außerdem

wird man Teil zahlreicher Herzaktionen. Vom Sprachcafé für Geflüchtete, Renovierungsprojekt

auf dem Abenteuerspielplatz, Beschäftigungsangebote für

Seniorinnen bis zur Lebensmittelausgabe an Obdachlose.

Tennis-Outdoor-Saison verlängert

Das Beste: Das Camp kostet dank der Förderer pro Person 20 Euro. Und man entscheidet

natürlich selbst, an welchen Herzaktionen man teilnimmt und kann neben

vielen coolen Engagements auch einen praktischen Einblick in soziale Berufe bekommen.

Für die Teilnahme Dank am Bremer Flutlicht

PULS Camp muss man zum Zeitpunkt des

Camps zwischen 16 und 24 Jahren alt sein. Das nächste PULS Camp findet in der

ersten Die Tennisabteilung Woche der Herbstferien der SG vom Findorff 17. bis 23. blickt Oktober trotz statt. coronabedingter Einschränkungen

auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Mitgliederzahl ist

www.pulscamp.de/bremen

auch während der Pandemie konstant geblieben und sogar gewachsen

und zählt 200 tennisbegeisterte Menschen zwischen 5 und 85 Jahren.

Die engagierten Trainer sorgen für eine nachhaltige Nachwuchsförderung

im Kinder- und Jugendbereich. Die Abteilung konnte sich mit 14 Mannschaften

an der diesjährigen Punktspielsaison äußerst erfolgreich beteiligen.

Von April bis November kann auf den vier Plätzen der Tennisanlage

in der Freisinger Straße Tennis gespielt werden. Dies ist nicht zuletzt auch

wegen der im Herbst 2020 installierten Flutlichtanlage auf zwei Plätzen

möglich, die u. a. mit Sponsorengeldern von lokalen Betrieben realisiert

werden konnte. Ohne das Flutlicht würde es für die Mitglieder so langsam

eng werden, da sich die Nutzung der Anlage auf die helle Tageszeit

konzentrieren würde, da es in den Herbstmonaten nach 18 Uhr zum Spielen

zu dunkel wäre. Dank des Flutlichts ist nun aber eine Entzerrung möglich!

Die für Oktober 2020 geplante Einweihungsfeier der Flutlichtanlage

konnte wegen der Pandemie leider nicht stattfinden. Im Rahmen der diesjährigen

Vereinsmeisterschaften wurde nun unter viel Applaus im September

die Sponsorentafel auf der Anlage enthüllt.

Stefanie Arndt-Bosau

Heinz Lührs Riege

sucht Verstärkung

Die Heinz Lührs Riege der SG Findorff trifft sich jeden Mittwoch um

19:30 in der Schulturnhalle Admiralstr. Neben Fitness, Beweglichkeit und

Koordination zu stärken, steht auch die Geselligkeit bei der Männergruppe

auf dem Trainingsplan.

Interessierte kommen einfach zur Sportstunde vorbei.

SG FINDORFF

Hemmstraße 357-359

28215 Bremen

Tel. (0421) 35 27 35

www.sg-findorff.de

FINDORFF Magazin | November - Dezember 2021 41


IMPRESSUM | MAGAZINE FÜR BREMEN

IMPRESSUM

Herausgeber

Lars Hendrik Vogel

Verlag

VOGEL MEDIA

Mühlenweg 9, 28355 Bremen

Tel. +49 (421) 200 75 90

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Chefredakteur

Lars Hendrik Vogel [LHV] V.i.S.d.P.

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www.findorff-magazin.de

Das nächste FINDORFF Magazin

erscheint ab 20. Januar 2022

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