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21. November 2021

- Bürgermeisterin Elke Kahr im Interview - Stadt Graz in Frauenhand - Schon jetzt mehr tödliche Straßenverkehrsunfälle als im Vorjahr - Judenstern-Sticker schockt Graz - Fußballstar Wolfgang Mair ist Künstler Kowalski

- Bürgermeisterin Elke Kahr im Interview
- Stadt Graz in Frauenhand
- Schon jetzt mehr tödliche Straßenverkehrsunfälle als im Vorjahr
- Judenstern-Sticker schockt Graz
- Fußballstar Wolfgang Mair ist Künstler Kowalski

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<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong>, AUSGABE 47<br />

Kicker und Künstler<br />

Der frühere Fußballstar Wolfgang Mair ist<br />

als Kowalski unter die Künstler gegangen<br />

und feiert internationale Erfolge. 35<br />

Tankstelle und Telefon<br />

Die alten Telefonzellen in der Stadt<br />

werden nach und nach zu Stromtankstellen<br />

für E-Autos umfunktioniert. 20<br />

Bürgermeisterin, Vizebürgermeisterin,<br />

höchste Frauenquote, viele feministische Projekte<br />

Willkommen in der<br />

Stadt der Frauen<br />

Weiblich. Das erste Mal in der Geschichte hat Graz mit Elke Kahr eine Bürgermeisterin, auch die Frauenquote im Gemeinderat ist so hoch wie noch<br />

nie. Neben einem Interview mit der neuen Stadtchefin haben wir das Regierungsprogramm auf seine weibliche Handschrift gecheckt. SEITEN 4–6<br />

KK, SCHERIAU, GETTY


2 die seite zwei<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

E D I T O R I A L<br />

von<br />

Tobit<br />

Schweighofer<br />

✏ tobit.schweighofer@grazer.at<br />

Wer nicht hören<br />

will, muss<br />

geimpft werden<br />

D<br />

a haben wir den Salat. Als<br />

erstes Land der EU setzt<br />

sich Österreich über das<br />

Tabu Impfpflicht hinweg und<br />

verordnet diese ab Februar<br />

nächsten Jahres. Eine Maßnahme,<br />

die wir mit unserer unsozialen<br />

Haltung regelrecht erzwungen<br />

haben. Mit einer miserablen<br />

Impfquote von 65 Prozent liegen<br />

wir in Westeuropa an letzter<br />

Stelle. Natürlich werden wir ganz<br />

vorne mit dabei sein, wenn es<br />

darum geht, uns als Opfer einer<br />

diktatorischen Politik zu<br />

stilisieren. Eine klassische<br />

Täter-Opfer-Umkehr, darin<br />

waren wir schon immer gut.<br />

Schuld sind bitte doch eher jene,<br />

die noch immer nicht geimpft<br />

sind und tatenlos dabei zusehen,<br />

wie Menschen sich infizieren,<br />

auf Intensivstationen landen<br />

und dort im schlimmsten Fall<br />

sterben. Ganz im Gegenteil: Wir<br />

schaffen nicht einmal den ersten<br />

Schritt, um dem Virus ernsthaft<br />

zu begegnen. Denn selbst wenn<br />

hundert Prozent geimpft wären,<br />

wären wir Corona noch nicht los.<br />

Das zeigt das Beispiel in<br />

Gibraltar, das gerne von<br />

Impfgegnern hergenommen<br />

wird. Dort liegt die Impfquote<br />

bei 100 Prozent, aber die<br />

Inzidenz ist trotzdem hoch.<br />

Wohlweislich verschwiegen wird<br />

aber, dass dort seit April kein<br />

einziger Mensch mehr mit<br />

Corona verstorben ist. Das heißt<br />

in aller Deutlichkeit, damit es<br />

auch der verbohrteste Verschwörungstheoretiker<br />

versteht:<br />

Impfungen retten Leben. Es<br />

kann keinen besseren Grund für<br />

eine Impfpflicht geben.<br />

Tobit Schweighofer, Chefredakteur<br />

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...<br />

Unter der<br />

Woche gibt es<br />

Grünen Tee, am<br />

Wochenende<br />

Filterkaffee.<br />

Dazu Zeitungen,<br />

Obst,<br />

Gemüse, Käse,<br />

Marmelade und<br />

ausreichend<br />

Zeit.<br />

KK<br />

... Heimo Maieritsch<br />

Um den Grazer Adventstart mitten im Lockdown, GrazGutscheine als Rettungsanker<br />

und Weihnachtsmemories geht’s im Frühstück mit dem Citymanager.<br />

Wir starten mit der Frühstücksfrage. Wie<br />

schaut Ihr entspanntes Frühstück aus?<br />

Meine Frau und ich sind da etwas altmodisch.<br />

Wir lesen zum Frühstück gedruckte Zeitungen,<br />

und das sehr gerne. Ich nehme mir für das Frühstück<br />

genügend Zeit und stehe dafür auch mal<br />

früher auf. Unter der Woche trinke ich Grünen<br />

Tee, am Wochenende gibt es eine große Kanne<br />

Filterkaffee. Wir beide sind Vegetarier, es kommt<br />

Obst und Gemüse, Käse und Marmelade sowie<br />

frisches Gebäck auf den Tisch. Am Wochenende<br />

auch immer wieder Eier.<br />

Als Grazer Citymanager sind Sie jetzt ziemlich<br />

gefordert. Erst Eröffnung der Grazer<br />

Adventbeleuchtung, dann Lockdown ...?<br />

Es ist bitter, wenngleich es offenbar keine Alternative<br />

zum Lockdown gegeben hat. Die Unternehmer<br />

haben gerade erst ihre Stände aufgebaut<br />

und morgen heißt es schon wieder schließen.<br />

Die Stände werden nicht abgebaut. Wir hoffen ja<br />

alle, dass es in drei Wochen wieder weitergeht bis<br />

Weihnachten. Auch für die Innenstadtkaufleute<br />

ist der Lockdown ein Drama. Der Advent ist für<br />

den Handel ja die fünfte Jahreszeit. Es muss unbedingt<br />

Unterstützungen für die Händler geben,<br />

damit alle die Krise gut überstehen.<br />

Das Citymanagement ist jetzt unter dem<br />

Dach der Holding, hat sich da viel geändert?<br />

Die völlig neue Weihnachtsbeleuchtung der<br />

Stadt war nur durch die Holding Graz möglich.<br />

Auch verschiedene Aktionen wie die digitalen<br />

GrazGutscheine werden unterstützt, und diese<br />

Gutscheine sollen auch den Lockdown abfedern.<br />

Der Grazer Advent ist nicht ganz verloren.<br />

Ganz sicher nicht. Man darf sich ja im Lockdown<br />

bewegen und durch die Straßen spazieren und<br />

kann so die vorweihnachtliche Atmosphäre einfangen.<br />

Wir werden auch kommende Woche die<br />

Eiskrippe im Landhaus eröffnen, damit der Grazer<br />

Advent ein weiteres Highlight hat.<br />

Lassen Sie uns von schöneren Weihnachten<br />

reden, etwa aus Ihren Kindheitstagen.<br />

Ich erinnere mich sehr gut an vieles, an die Aufregung,<br />

die Gerüche, die Weihnachtskekse, die<br />

langen Spaziergänge, den heißen Luftvorhang<br />

beim Kastner, an das Spielzeuggeschäft Koch am<br />

Hauptplatz, an Spielzeug Sing am Joanneumring.<br />

Spielzeug spielt in meinem Leben überhaupt<br />

eine ganz besondere Rolle.<br />

Warum gerade Spielzeug?<br />

Ich habe neben meinem Studium bei Lego gearbeitet,<br />

und dieses Spielzeug hat mich fasziniert.<br />

Was tut ein Citymanager im Lockdown?<br />

Es gibt viel zu tun, der Ausbau der Digitalisierung<br />

wird vorangetrieben, dann sind viele Vorbereitungen<br />

für Aktionen im kommenden Jahr zu tätigen.<br />

Und die gerade jetzt wichtige Betreuung des<br />

Innenstadt-Handels einschließlich der Adventmarkt-Betreiber<br />

liegt mir am Herzen.<br />

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?<br />

Ich fahre gerne Rad, aber auch mit dem Auto.<br />

Lese gerne, schau fern. Meine Streaming-Lieblingsserie<br />

ist „The Marvelous Mrs. Maisel“ auf<br />

Amazon. VOJO RADKOVIC<br />

Heimo Maieritsch wurde 1957 in Graz geboren.<br />

Der Grazer hat Volkskunde und Kulturanthropologie<br />

an der Karl-Franzens-Uni studiert. Er<br />

war Lehrer am Wifi, bfi, an der Uni Linz, am Zis in<br />

Fürstenfeld. Maieritsch hat 1995 eine eigene Werbeagentur<br />

gegründet, war Marketing-Direktor bei<br />

Schinko Neuroth und ist seit 2007 Citymanager<br />

der Stadt Graz, nunmehr bei der Holding Graz.


graz<br />

4 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

4<br />

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10<br />

Das Bild, das wir abgegeben haben,<br />

war erbärmlich.“<br />

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer<br />

reflektierte die letzte Woche in der Politik und ist froh,<br />

dass jetzt alle wieder an einem Strang ziehen. LUEF<br />

„Leute wissen, dass sie<br />

Sport- und Kulturlandesrat<br />

Christopher Drexler <br />

TONI MUHR<br />

Sport & Kultur<br />

unterstützen<br />

■ Sport- und Kulturlandesrat<br />

Christopher Drexler will<br />

unterstützen: „Es gilt nun die<br />

kommenden Wochen gemeinsam<br />

zu meistern. Wir werden<br />

daher die Service-Stellen des<br />

Sport- und Kulturressorts, die<br />

wir schon zu Beginn der Pandemie<br />

im März des vorigen Jahres<br />

eingerichtet haben, aktivieren,<br />

um offene Fragen aus den Bereichen<br />

Sport und Kultur zu klären.<br />

Ebenso wollen wir unseren<br />

Förderungsnehmern weiterhin<br />

die größtmögliche Flexibilität in<br />

der Abwicklung zusichern.“<br />

Noch bis 28. <strong>November</strong> können<br />

Grazer ihre Meinung äußern. GETTY<br />

Graz-Umfrage<br />

zur Mobilität<br />

■ Das Verkehrsgeschehen in<br />

die richtigen Bahnen zu lenken,<br />

ist Aufgabe der Grazer Verkehrsplanung.<br />

Man muss aber<br />

auch wissen, wo man steht.<br />

Aus diesem Zweck gilt es das<br />

Mobilitätsverhalten der Grazer<br />

Verkehrsteilnehmer genau<br />

zu kennen. Dafür gibt es die<br />

„Mobilitätserhebung der Grazer<br />

Wohnbevölkerung“, die seit<br />

1982 wichtige Daten liefert. Die<br />

letzte war im Jahr 2018. Interessierte<br />

können erstmals noch bis<br />

28. <strong>November</strong> auch online daran<br />

teilnehmen.<br />

INTERVIEW. Am Mittwoch wurde KP-Chefin Elke Kahr als erste Grazer Bürgermeisterin<br />

angelobt. Wir haben sie zum ausführlichen Gespräch gebeten.<br />

Von Tobit Schweighofer<br />

tobit.schweighofer@grazer.at<br />

Graz ist das erste Mal unter<br />

kommunistischer Leitung.<br />

Bei aller Aufbruchstimmung<br />

macht das auch vielen Menschen<br />

Angst. Verstehen Sie diese Sorgen<br />

und was richten Sie ihnen aus?<br />

Kahr: Ich habe in den letzten<br />

Tagen und Wochen zahlreiche<br />

E-Mails, Briefe und Anrufe bekommen,<br />

die fast ausschließlich<br />

positiv sind. Ich habe mich sehr<br />

darüber gefreut, aber habe leider<br />

noch nicht alle beantworten können.<br />

Die Grazerinnen<br />

und Grazer<br />

kennen mich – ich<br />

bin seit 1993 im<br />

Gemeinderat und<br />

seit 2005 Stadträtin.<br />

Sie wissen,<br />

dass sie sich vor<br />

mir nicht fürchten<br />

müssen. Ablehnung<br />

erfahre ich<br />

lediglich aus diversen<br />

Parteizentralen,<br />

die mich in<br />

Facebook-Postings zusammen mit<br />

Josef Stalin abbilden.<br />

Sie haben angekündigt, dass in<br />

Ihrem Budget Demokratie, Soziales<br />

und Klimaschutz Vorrang haben<br />

sollen. Was wird denn künftig<br />

Nachrang haben?<br />

Kahr: Wir wollen jedenfalls die<br />

Selbstdarstellung der Politik und<br />

die immens hohe Klubförderung<br />

der Parteien zurückfahren.<br />

Apropos Kosten: Sie planen neue<br />

Gemeindewohnungen, Öffi-Ausbau,<br />

Stopp der Gebührenerhöhungen<br />

und vieles mehr. Woher soll das<br />

Geld für die vielen Projekte denn<br />

kommen? Vor allem ohne Gebührenerhöhungen,<br />

wie Sie versprochen<br />

haben?<br />

Kahr: In den letzten Jahren wurde<br />

viel Geld für Dinge ausgegeben,<br />

die der Mehrheit der Grazerinnen<br />

und Grazer nichts gebracht<br />

hat. Ich denke zum Beispiel an<br />

die Olympia-Bewerbung und die<br />

Kampagne für eine U-Bahn. Beim<br />

Öffi-Ausbau hoffen wir, dass Land<br />

und Bund der Stadt unter die<br />

Arme greifen. Landeshauptmann<br />

Hermann Schützenhöfer und<br />

sein Stellvertreter Anton Lang haben<br />

die Stadt Graz ja schon bei der<br />

Straßenbahn-Linie nach Reininghaus<br />

unterstützt.<br />

Wieso stehen so<br />

wichtige Projekte<br />

wie die<br />

Straßenbahn-<br />

Nord-West-Linie<br />

nach Gösting,<br />

der dort<br />

vorgesehene<br />

Nahverkehrsknoten,<br />

der<br />

Ausbau von<br />

P&R-Plätzen<br />

oder auch der<br />

S-Bahn-Ausbau<br />

eigentlich nicht im Regierungsprogramm?<br />

Kahr: Die Nord-West-Linie ist ja<br />

bereits im Grundsatzbeschluss des<br />

Gemeinderats zum Straßenbahnausbau<br />

2023+ enthalten, wie auch<br />

Süd-West-Linie und der neue<br />

„Zweier“. Der Nahverkehrsknoten<br />

Gösting ist ein längerfristiges<br />

Projekt und wird mit dem S-Bahn-<br />

Ausbau gemeinsam mit Land und<br />

Bund vorangetrieben werden.<br />

Im Vorzimmer<br />

des Bürgermeisterinnenbüros<br />

wird es die Gelegenheit<br />

geben, dass Kinder<br />

spielen können.“<br />

Die frischgebackene Bürgermeisterin<br />

Elke Kahr will dem<br />

Rathaus ein neues Image<br />

geben.<br />

Zum Thema autofreie Innenstadt:<br />

40 Prozent der Kunden der<br />

Grazer Innenstadt kommen laut<br />

WK nicht aus Graz. Diese können<br />

meist nicht auf Fahrräder oder ÖV<br />

umsteigen. Werden Anrainer wie<br />

auch Unternehmer in Mobilitätspläne<br />

für die City eingebunden?<br />

Kahr: Uns geht es darum, die<br />

Straßenzüge den Menschen zurückzugeben.<br />

Und wieso können<br />

Menschen aus Gratkorn, Wildon<br />

oder Lieboch nicht mit den Öffis<br />

nach Graz kommen? Für jene mit<br />

schlechten Anbindungen gibt es ja<br />

weiterhin die Parkgaragen. Wenn<br />

die Gleise für die Innenstadtentlastungsstrecke<br />

durch die Neutorgasse<br />

verlegt werden, wollen wir<br />

auch die Verkehrsberuhigung beginnend<br />

mit der Kaiserfeldgasse in<br />

Angriff nehmen. Eine Beteiligung<br />

der Bürgerinnen und Bürger wird<br />

es geben.<br />

Michael Ehmann wird als Koalitionspartner<br />

im Kontrollausschuss<br />

und im Aufsichtsrat der Holding<br />

sitzen. Wie geht sich das denn aus?<br />

Ist das kein Interessenskonflikt?<br />

Kahr: Nein, das sehe ich nicht.<br />

Michael Ehmann kommt die<br />

wichtige Aufgabe der Umsetzung<br />

von Kontrolle und Transparenz zu.<br />

Den Vorsitz im Kontrollausschuss<br />

des Gemeinderats wird die kleinste<br />

Partei bekommen. Das sind die<br />

NEOS.<br />

Die Holding wird nicht rückeingegliedert,<br />

der Vizebürgermeister<br />

geht nicht an die zweitstärkste Partei,<br />

der Gratis-Kindergarten kommt<br />

jetzt doch nicht. Die Opposition<br />

wirft Ihnen gebrochene Wahlversprechen<br />

vor. Was sagen Sie dazu?<br />

Kahr: Der Reihe nach: Die Holding<br />

ist eine fast hundertprozentige<br />

Tochter der Stadt und hat dennoch<br />

am demokratisch gewählten<br />

Gemeinderat vorbei wichtige<br />

Entscheidungen getroffen – zum<br />

Beispiel die Verteuerung der Bäderpreise<br />

und die Werbekampagne<br />

für die U-Bahn. Das wollen und<br />

werden wir ändern.<br />

Nach der Wahl haben wir mit allen<br />

Parteien das Gespräch gesucht<br />

– zuerst mit der ÖVP, die eine Zu­


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 5<br />

➜<br />

TOP<br />

SCHERIAU, KK<br />

Betrüger gefasst<br />

Wochenlang brachten Betrüger, die sich<br />

als Polizisten ausgaben, Grazer um ihr<br />

Geld. Jetzt konnte einer gefasst werden.<br />

Hohe Sterberate durch Pandemie<br />

Die aktuelle Statistik belegt nun eine<br />

deutliche Übersterblichkeit im Jahr 2020.<br />

Jeder zwölfte Steirer starb mit Corona.<br />

FLOP<br />

➜<br />

sich nicht fürchten müssen“<br />

sammenarbeit aber abgelehnt<br />

hat. Nun haben wir uns mit den<br />

Grünen und der SPÖ auf eine fixe<br />

Koalition geeinigt – und ich freuen<br />

mich, mit Judith Schwentner<br />

als kompetenter und motivierter<br />

Vizebürgermeisterin zusammenarbeiten<br />

zu können. Sie wurde<br />

schließlich auch mit den Stimmen<br />

der ÖVP gewählt.<br />

Dass Bildung – auch die Elementarpädagogik<br />

– kostenlos sein<br />

muss, bleibt unser Anspruch. Finanziell<br />

ist es leider derzeit nicht<br />

machbar. Jedenfalls sollen die<br />

Tarife sinken, denn selbst für Mittelstandsfamilien<br />

ist es oft schwer,<br />

400 Euro monatlich zu stemmen.<br />

Apropos Kindergarten. Sie haben<br />

im Gespräch erwähnt, dass Sie<br />

sich im Rathaus einen Spielplatz<br />

für Kinder vor dem Gemeinderatssitzungssaal<br />

wünschen. Wollen Sie<br />

das wirklich umsetzen?<br />

Kahr: Im Vorzimmer des Bürgermeisterinnenbüros<br />

wird es<br />

jedenfalls die Gelegenheit geben,<br />

dass Kinder spielen können, während<br />

ihre Eltern einen Termin bei<br />

uns wahrnehmen.<br />

Bürgermeisterin Elke Kahr<br />

<br />

SCHERIAU<br />

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6 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

K O M M E N T A R<br />

von<br />

Vojo<br />

Radkovic<br />

✏ vojo.radkovic@grazer.at<br />

Absagen ist für<br />

Veranstalter ein<br />

Worst Case<br />

A<br />

uf einen Lockdown folgt<br />

Absage auf Absage.<br />

Absagen ist aber für<br />

Veranstalter geradezu der<br />

Mega-GAU. Man zieht in<br />

normalen Zeiten eine Veranstaltung<br />

durch, ob Top oder Flop.<br />

Auch wenn nur eine Handvoll<br />

Leute im Saal sind, the show<br />

must go on. Das ist Ehrensache.<br />

Aber gegen Corona sind feste<br />

Vorsätze machtlos. Eine Absage,<br />

die man nicht selbst beeinflussen<br />

kann, trifft den wackeren<br />

Promoter ins Mark. Veranstaltungen<br />

absagen ist das, was<br />

einem Veranstalter weh tut. Ich<br />

weiß, wovon ich rede. Ich habe<br />

bei meinen rund 5000 Kulturevents<br />

ganz wenige absagen<br />

müssen. Jetzt macht es die<br />

gesundheitliche Gefährdungslage<br />

unumgänglich. Man fragt<br />

sich, warum ist der Eiserne<br />

Vorhang nicht schon früher<br />

gefallen. Viele Konzerte und<br />

Events waren sicher auch<br />

Gastgeber des Coronavirus.<br />

Absagen sind existenzielle<br />

Katastrophen. Viele Jobs<br />

wackeln, Einnahmen fehlen.<br />

Fanden im ersten Lockdown<br />

einige der Künstler die plötzlich<br />

gewonnene Zeit ideal für das<br />

Schreiben neuer Werke,<br />

brauchen die, die noch keine<br />

Stars sind, längst die Kohle. Die<br />

im ersten Lockdown geschriebenen<br />

Songs will man ja auch<br />

vortragen. Jedes Ding hat zwei<br />

Seiten, Corona hat zu viele,<br />

auch eine tödliche. Dabei wäre<br />

die Lösung einfach. Ein Stich,<br />

und Lockdowns und Absagen<br />

wären wieder verschwunden.<br />

Viele feministische Projekte und Förderprogramme<br />

Frauen regieren<br />

jetzt in Graz die Welt<br />

ENDLICH. Mit zwei Frauen an der Spitze und der höchsten Frauenquote im<br />

Gemeinderat soll jetzt verstärkt Politik für die Grazerinnen gemacht werden.<br />

Von Verena Leitold<br />

verena.leitold@grazer.at<br />

Zahlenmäßig sind die Frauen<br />

in Graz überlegen. Mit<br />

dem Stichtag 1. Jänner <strong>2021</strong><br />

standen 147.121 Frauen 144.013<br />

Männern gegenüber. In Führungspositionen,<br />

aber auch in<br />

anderen – beispielsweise städtebaulichen<br />

oder medizinischen<br />

Bereichen – sind sie aber noch immer<br />

unterrepräsentiert. Das soll<br />

sich jetzt ändern. Seit Donnerstag<br />

steht erstmals ein Frauenduo an<br />

der Spitze der Stadt: Elke Kahr ist<br />

die erste Grazer Bürgermeisterin,<br />

Judith Schwentner die erst dritte<br />

Stellvertreterin. Außerdem ist der<br />

frisch konstituierte Gemeinderat<br />

so weiblich wie noch nie: Von den<br />

48 Mandataren sind 24 Frauen.<br />

Und das soll man jetzt auch an<br />

der Politik in der neuen Regierungsperiode<br />

merken. „Wir alle<br />

wissen, dass Frauen einen Großteil<br />

der Betreuungs-, Erziehungs-,<br />

Pflege- und Hausarbeit machen.<br />

Die Vereinbarkeit von Familie<br />

und Beruf zu verbessern und die<br />

Arbeit aller Fraueneinrichtungen<br />

zu fördern – besonders auch jener<br />

für Opfer von häuslicher Gewalt<br />

–, ist mir ein wichtiges Anliegen“,<br />

erklärt Bürgermeisterin Kahr, die<br />

nun auch für das Frauenressort<br />

zuständig ist.<br />

Im Koalitionsprogramm finden<br />

sich einige Punkte, die besonders<br />

das Leben von Frauen<br />

in der Stadt verbessern sollen.<br />

Beispielsweise möchte man die<br />

Stelle der unabhängigen Frauenbeauftragten<br />

revitalisieren, die<br />

Alleine die Funktionsbezeichnung von Judith Schwentner (links) bringt Feministinnen<br />

zum Strahlen: „Bürgermeisterin-Stellvertreterin“. Mit Elke Kahr.<br />

ja 2014 abgeschafft wurde, um<br />

weiblichen Themen und Gleichstellung<br />

wieder mehr Stellenwert<br />

zu geben. Auch hat sich die neue<br />

Regierung zum Ziel gemacht, die<br />

Frauenquote in städtischen Aufsichtsräten<br />

zu erhöhen – durchaus<br />

auch verpflichtend. Um<br />

Frauen auch im täglichen Leben<br />

sichtbarer zu machen, sollen<br />

neue Straßen und Plätze bis auf<br />

Weiteres ausschließlich nach<br />

Frauen benannt werden.<br />

Außerdem möchte man etwa<br />

Mädchenräume auf Spiel- und<br />

Sportplätzen errichten. „Die Bezirkssportplätze<br />

sind oft stark auf<br />

Fußball ausgerichtet, der Großteil<br />

der Mädchen legt aber auf andere<br />

Sportarten Wert – zum Beispiel<br />

Volleyball. Außerdem sind öf-<br />

fentliche WC-Anlagen vor Ort für<br />

Frauen und Mädchen umso wichtiger“,<br />

erklärt die Frauensprecherin<br />

der KPÖ Ulrike Taberhofer.<br />

Apropos öffentliche Toiletten:<br />

In diesen sowie in Schulen sollen<br />

in Zukunft kostenlose Menstruationsartikel<br />

zur Verfügung gestellt<br />

werden.<br />

Stopp Gewalt<br />

Auch gegen Gewalt an Frauen will<br />

die Stadtregierung gezielt vorgehen.<br />

Dazu sollen weitere Übergangswohnungen<br />

für betroffene<br />

Frauen geschaffen und die Männerberatung<br />

ausgebaut werden.<br />

Eine Kampagne gegen sexuelle<br />

Belästigung ist ebenso geplant<br />

wie der Ausbau des Programms<br />

„Luisa ist da“ in Grazer Lokalen.<br />

STADT GRAZ/FISCHER<br />

derGrazer<br />

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich<br />

| ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6641) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner<br />

(0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Birgit Schweiger (Lektorat, 0650/2540976), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME:<br />

Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | Michelle Scheiber (0664/<br />

80 666 6642) | Victoria Purkarthofer (0664 / 80 666 6528 ) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice<br />

GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 176.193 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ <strong>2021</strong>) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


8 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Gedenktag für Straßenverkehrsopfer<br />

Schon jetzt mehr Tote<br />

in Graz als im Vorjahr<br />

TRAGISCH. Heuer sind fünf Menschen im Grazer Verkehr tödlich verunglückt, im Corona-Jahr 2020<br />

waren es drei. Die Regierung will die Straßen sicherer machen – mit Tempo 30 und Begegnungszonen.<br />

ROTES KREUZ<br />

Von Valentina Gartner<br />

valentina.gartner@grazer.at<br />

Heute ist der Weltgedenktag<br />

für Verkehrsopfer. Das<br />

Gedenken an diesem Tag<br />

geht zudem weit über Todesopfer<br />

oder Verletzte hinaus – Verkehrsunfälle<br />

haben verheerende<br />

Auswirkungen auf Familien,<br />

Freunde und Gemeinschaften.<br />

Immer wieder sorgen Meldungen<br />

von schweren Unfällen in Graz<br />

und Umgebung für große Trauer<br />

und großes Aufsehen. Erst kürzlich<br />

kam es bei der Puntigamer Brücke<br />

zu einem tragischen Unfall. Dabei<br />

kam ein Auto von der Straße ab und<br />

stürzte in die Mur, alle drei Insassen<br />

konnten nur mehr tot geborgen<br />

werden. Damit kam es in diesem<br />

Jahr zu bereits fünf Todesfällen auf<br />

den Straßen in Graz, schon jetzt<br />

mehr als im vergangenen Jahr.<br />

Im letzten Jahr starben laut<br />

dem Kuratorium für Verkehrssicherheit<br />

(KFV) drei Personen in<br />

Graz und acht in Graz-Umgebung<br />

bei Verkehrsunfällen. Mit 52 Todesopfern<br />

bei Straßenverkehrsunfällen<br />

in der Steiermark gab es<br />

im Corona-Jahr 2020 die niedrigste<br />

Zahl seit Einführung der Unfallstatistik<br />

im Jahr 1961, laut KFV<br />

dürfte das vor allem an den Lockdowns<br />

liegen. Schaut man sich<br />

die Verkehrsunfallstatistik der<br />

Statistik Austria der letzten fünf<br />

Jahre an (2016–2020), waren die<br />

meisten Getöteten in Graz und<br />

Umland Fußgänger (18), gefolgt<br />

von Pkw-Insassen (20) und Personen,<br />

die mit einem einspurigen<br />

Kfz unterwegs waren (10), fünf<br />

verunglückten mit dem Fahrrad,<br />

drei mit einem Lkw über 3,5 Tonnen<br />

und drei Personen mit einem<br />

sonstigen Fahrzeug.<br />

Graz-Maßnahmen<br />

Mobilität und Verkehrssicherheit<br />

spielen auch im neuen Regierungsprogramm<br />

eine wichtige Rolle.<br />

Solch tragische Unfälle und hohe<br />

Zahlen sollen mit diversen Maßnahmen<br />

gesenkt werden.<br />

„Begegnungszonen, Verkehrsberuhigung<br />

wie z. B. Superblocks,<br />

Grüne Meilen oder die Evaluierung<br />

der Ampelschaltungen sind<br />

Projekte für die Fußgängersicherheit.<br />

Für uns haben Fußgänger<br />

oberste Priorität“, erklärt Vizebürgermeisterin<br />

und Verkehrsstadträtin<br />

Judith Schwentner.<br />

Auch in Sachen Temporeduk-<br />

tion wird weiter hart gearbeitet.<br />

„Tempo 30 ist ein Grazer Vorzeigeprojekt<br />

und eine der größten<br />

Sicherheitsinitiativen der<br />

Geschichte der Stadt gewesen.<br />

Dort wollen wir weiterarbeiten.<br />

Wohnstraßen und Grüne Meilen<br />

sind im Regierungsprogramm mit<br />

einer hohen Priorität versehen“,<br />

versichert Schwentner.<br />

Nachdem Fahrradunfälle sich<br />

traurigerweise auch immer mehr<br />

häufen, ist das Radtraining für alle<br />

Alters- und Bevölkerungsgruppen<br />

ein Punkt im Programm. Die Vizebürgermeisterin:<br />

„Das ist ein ganz<br />

wichtiges Projekt, das sich auch an<br />

die ältere Bevölkerung richten soll.<br />

Mit dem Projekt ‚Ein Fahrrad für<br />

jedes Kind‘ wollen wir auch Kinder<br />

und ihre Eltern verstärkt zur<br />

Radfahrprüfung motivieren.“<br />

Impfpflicht: Ja, Nein oder Vielleicht?<br />

■ Das war schlechtes Timing:<br />

Während der Grüne Gesundheitsminister<br />

Wolfgang Mückstein<br />

in Wien die allgemeine<br />

Impfpflicht ab Februar verkündete,<br />

postete sein Parteikollege<br />

und Grazer Gemeinderat<br />

Christian Kozina zeitgleich<br />

genau das Gegenteil. Er forderte<br />

„Nein zur Impfpflicht“ und<br />

sorgte damit natürlich für Erheiterung<br />

bei politischen Beobachtern.<br />

Christian Kozina musste den<br />

Eintrag gleich wieder löschen. KK<br />

Lebenswerkauszeichnung für Roth<br />

■ Rudi Roth wurde von der WKO<br />

Steiermark und Präsident Christoph<br />

Leitl der Handelsmerkur<br />

für sein Lebenswerk verliehen:<br />

Aufbau der größten privaten Ölhandelsfirma<br />

Österreichs, als Biodieselpionier<br />

der Bau der größten<br />

Biodieselraffinerie Europas, mit 28<br />

Jahren längstdienender Honorarkonsul,<br />

Förderer junger Studenten<br />

und Unis, und dies nach seiner<br />

Karriere als Fußballprofi beim<br />

GAK.<br />

Ewald, Ferdinand, Hans, Marie<br />

Sophie, Rudi, Maria & Jürgen Roth<br />

FISCHER


10 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Nach Lockdown:<br />

Grazer Winterwelt<br />

So wird das neue Eisparadies für Kinder und Erwachsene aussehen. Die Eröffnung findet wegen Corona erst im Dezember statt.<br />

VISUALISIERUNG: SIMON MOESTL<br />

EISPARADIES. Trotz Lockdown gehen die Aufbauarbeiten für den neuen Standort der Grazer<br />

Winterwelt weiter. Die Organisatoren rechnen damit, dass die Eiswelt im Dezember starten kann.<br />

Von Vojo Radkovic<br />

vojo.radkovic@grazer.at<br />

Die Aufbauarbeiten für die Eisfläche<br />

sind in vollem Gange. DANIEL KINDLER<br />

Voraussichtlich im Dezember,<br />

coronabedingt kann<br />

man das genaue Datum<br />

noch nicht nennen, eröffnet der<br />

beliebte Grazer Eislaufplatz im<br />

16. Jahr des Bestehens am Areal<br />

des Landessportzentrums im<br />

Stadtpark. Damit kehrt das Eislaufen<br />

dorthin zurück, wo es vor<br />

mehr als 30 Jahren schon mal<br />

einen Eislaufplatz gab. Damals<br />

hieß das Areal noch Landesturnhalle.<br />

Die Aufbauarbeiten für das<br />

neue Eissportparadies sind voll<br />

im Gange. Mit diesem Umzug<br />

stehen den Grazern im kommenden<br />

Winter mehr als 2500<br />

Quadratmeter blank poliertes<br />

Eis zur Verfügung. Neben dem<br />

Schlittschuhverleih – rund 2000<br />

Paare stehen zur Verfügung –<br />

können Sportbegeisterte auch in<br />

diesem Winter eine Eisfläche für<br />

Eishockey-Matches, Eisstockturniere,<br />

aber auch für Feiern mieten.<br />

Die Eintrittspreise bleiben<br />

trotz der größeren Fläche auch<br />

in diesem Winter gleich.<br />

Wie die Organisatoren betonen,<br />

spart die Beschaffenheit<br />

der neuen Anlage sowohl Wasser-<br />

als auch Energiekosten ein.<br />

Für den neuen Eislaufplatz muss<br />

Die Eisfläche ist insgesamt doppelt so groß wie am Karmeliterplatz. Die<br />

neue Grazer Winterwelt wird ein Eisparadies für die ganze Familie. DANIEL KINDLER<br />

eine fünf Zentimeter dicke Eisschicht<br />

aufgetragen werden. Die<br />

Eisfläche wird auf dem neuen<br />

Platz mehr als doppelt so groß<br />

sein wie jene am Karmeliterplatz.<br />

Und am Areal des Landessportzentrums<br />

wird es nun<br />

zwei Eisflächen geben! Eine 60<br />

mal 30 Meter große Fläche zum<br />

Schlittschuhfahren und Kunsteislauftraining.<br />

Die zweite, mit<br />

einer Fläche von 30 mal 15 Metern,<br />

für Curling, Eisstockschie-<br />

ßen und Eishockey. Darauf, dass<br />

die ganze Winterwelt zu 100<br />

Prozent mit Ökostrom betrieben<br />

wird, weisen die Organisatoren<br />

mit Stolz hin.<br />

Neben Kaffee und Tee gibt es<br />

auch die bei Kindern beliebte<br />

heiße Tasse Kakao. Es sind aber<br />

auch kleine Speisen vorgesehen<br />

– und falls es die Corona-Pandemie<br />

zulässt, gibt es als kulinarische<br />

Attraktion ein „Grillen im<br />

Winter“.


12 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Experten rechnen vor:<br />

Graz hat im<br />

Verkehrsbereich<br />

noch Hausaufgaben<br />

Die neue Stadtregierung will den Straßenbahnverkehr stark ausbauen. Experten vom Verkehrsclub Österreich sehen Maßnahmen als notwendig. LUEF, FISCHER<br />

NEU. Um die Klimaziele zu erreichen, muss in Graz laut VCÖ in Mobilitätsfragen noch einiges passieren.<br />

Dabei geht es vor allem um den Öffi- und Radverkehr-Ausbau, im Regierungsprogramm findet sich einiges.<br />

Von Fabian Kleindienst<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

Er war eines der bestimmenden<br />

Themen im Wahlkampf<br />

– und wird es wohl<br />

auch in den kommenden Jahren<br />

für die neue Stadtregierung<br />

bleiben: der Grazer Verkehr. Die<br />

U-Bahn ist mit dem Regierungswechsel<br />

wohl vom Tisch, allein<br />

die Klimakrise macht laut Experten<br />

aber ein Handeln schnell<br />

notwendig. So zeigte eine Analyse<br />

des Verkehrsclub Österreich<br />

(VCÖ) erst vor kurzem, dass in<br />

der Steiermark pro Jahr und Person<br />

2900 Kilo CO 2<br />

durch den Verkehr<br />

verursacht werden –in Graz<br />

liegt man da etwas besser, da die<br />

Pkw-Dichte pro 1000 Einwohnern<br />

um 23 Prozent niedriger ist<br />

als im Landesschnitt.<br />

Der VCÖ rechnet in einer aktuellen<br />

Publikation auch mit<br />

der österreichischen Infrastrukturpolitik<br />

ab – während andere<br />

Bereiche wie der Gebäudesektor<br />

mittlerweile weniger Treibhaus-<br />

gase verursachen als 1990, sind<br />

die Emissionen im Verkehrssektor<br />

sogar gestiegen. „Nach dem<br />

coronabedingten Rückgang der<br />

Treibhausgas-Emissionen<br />

im<br />

Vorjahr droht heuer wieder eine<br />

starke Zunahme“, warnt VCÖ-<br />

Experte Michael Schwendinger.<br />

Viel Potenzial<br />

Eine Umstellung sei absolut nötig,<br />

um das Ziel der Klimaneutralität<br />

bis 2040 zu erreichen. Auch<br />

in Graz muss da noch viel getan<br />

werden, wie es seitens des VCÖ<br />

heißt: „Das Potenzial für mehr<br />

umweltverträgliche Mobilität<br />

ist in Graz sehr groß. Zentral ist,<br />

dass die Infrastruktur für die<br />

gesunde, bewegungsaktive Mobilität,<br />

also für das Gehen und<br />

Radfahren, stark ausgebaut und<br />

verbessert wird“, so Schwendinger.<br />

Im Vergleich zur letzten<br />

Mobilitätserhebung 2018 müsste<br />

der Anteil der mit Öffis zurückgelegten<br />

Wege von 20 auf 29 Prozent<br />

erhöht werden, der Anteil<br />

der zu Fuß und mit dem Fahrrad<br />

zurückgelegten Wege sogar von<br />

38 auf mindestens 50 Prozent.<br />

Kritik von der WK<br />

Tatsächlich nimmt die Mobilität<br />

eine wichtige Stellung im<br />

Regierungsprogramm ein. „Der<br />

Straßenbahnausbau ist mir<br />

besonders wichtig. Die Innenstadtentlastung<br />

muss nächstes<br />

Jahr gemacht werden. Parallel<br />

dazu werden wir gleich mit den<br />

Planungen der Süd-West-Linie<br />

über den Griesplatz beginnen,<br />

der ja gleichzeitig auch umgestaltet<br />

werden soll“, berichtet<br />

Vizebürgermeisterin und<br />

Neo-Verkehrsstadträtin Judith<br />

Schwentner. Neben den genannten<br />

Themen finden sich<br />

auch Prestigeprojekte wie „Ein<br />

Fahrrad für jedes Kind“, die Erhöhung<br />

des Zuschusses zur<br />

Jahreskarte sowie die Schaffung<br />

von Radschnellwegen im Programm.<br />

Leichte Kritik kam diese Woche<br />

von der WKO Graz, die<br />

fehlende Ansagen zum S-Bahn-<br />

Ausbau sowie zu einer Nord-<br />

West-Linie nach Gösting bemängelte<br />

(siehe Seiten 38/39).<br />

Schwentner: „Wir haben ein<br />

Expertengremium eingesetzt,<br />

das prüft, welche ÖV-Lösung für<br />

den Großraum Graz am sinnvollsten<br />

ist. Wir werden dabei<br />

auf bestehende Systeme wie<br />

Straßenbahn und S-Bahn aufsetzen.<br />

Von den Ergebnissen<br />

der Arbeitsgruppe hängt auch<br />

der Ausbau der weiteren Straßenbahnlinien<br />

ab.“<br />

Potenzial zur Reduktion der<br />

Verkehrsbelastung gibt es laut<br />

VCÖ jedenfalls reichlich – und<br />

auch Vorbilder. Bei der Schaffung<br />

von Fußgängerzonen<br />

beispielsweise lohne sich ein<br />

Blick nach Ljubljana oder gar<br />

nach Bern, wo es über 100 gibt.<br />

Gleichzeitig seien die Parktarife<br />

zu erhöhen, für den Güterverkehr<br />

empfehlen die VCÖ-Experten<br />

eine Umweltzone, in der im<br />

inneren Kreis nur mit emissionsfreien<br />

Fahrzeugen zugestellt<br />

werden darf.


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 13<br />

Wurmmittel wie warme Semmeln<br />

WAHNSINN. Das von Herbert Kickl gegen Corona empfohlene Pferdeentwurmungsmittel findet<br />

auch hierzulande reißenden Absatz. Heuer wurde doppelt so viel verkauft wie im Jahr 2019.<br />

Von Tobit Schweighofer<br />

tobit.schweighofer@grazer.at<br />

Bevor er sich selbst mit Corona<br />

infizierte, riet FP-Chef<br />

Herbert Kickl den Österreichern,<br />

ein Pferde-Entwurmungsmittel<br />

zu schlucken. Auch<br />

wenn Ärzte und Wissenschaftler<br />

eindringlich davor warnten, dem<br />

Ratschlag zu folgen, sind zahlreiche<br />

Menschen dazu bereit, sich<br />

selbst zu gefährden. „Im letzten<br />

Jahr wurde doppelt so viel abgesetzt<br />

wie 2019“, berichtet der Präsident<br />

der steirischen Apothekerkammer<br />

Gerhard Kobinger.<br />

Die Rezepte stammen aber<br />

nicht von österreichischen Ärzten.<br />

„Wir haben es oft mit Scheinen<br />

aus Tschechien, Ungarn und<br />

der Slowakei zu tun. Deren Rezepte<br />

sind EU-weit gültig, daher<br />

wird es meist auch ausgegeben.“<br />

Nicht ohne Folgen: Eine Oststeirerin<br />

ist nach der Einnahme des<br />

Präparats auf der Intensivstation<br />

gelandet – und sie blieb nicht die<br />

Einzige mit Vergiftungserscheinungen.<br />

Weitere Opfer gab es in<br />

Oberösterreich. Auch das ebenfalls<br />

von Kickl empfohlene Vitamin D<br />

wurde bereits „missbraucht“: Die<br />

wochenlange Einnahme eines<br />

hoch dosierten Präparats brachte<br />

einen Grazer ins LKH.<br />

Grundsätzlich würden Kunden,<br />

bei denen der Verdacht<br />

einer missbräuchlichen Anwendung<br />

– eben als vermeintliches<br />

Corona-Heilmittel – bestehe,<br />

darüber aufgeklärt, „dass das in<br />

dem Fall mehr Schaden als Nutzen<br />

bringt“, betont Kobinger, der<br />

an alle appelliert: „Bitte halten<br />

Sie sich an die offiziellen Empfehlungen.<br />

Alles andere ist sehr<br />

gefährlich!“<br />

Gerhard Kobinger von der St. Franziskus Apotheke warnt vor „Kickls“<br />

Entwurmungsmittel. Inzwischen gibt es auch schon erste Opfer.FRANZISKUS APOTHEKE


14 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Corona-Leugner verharmlosen Holocaust<br />

Judenstern-Sticker<br />

JUGEND AM WERK/MÖRTH<br />

M. König, F. Vorraber, R. Herzog, G.<br />

Weswaldi, S. Thaller, A. Rieder, W. Ferk<br />

Kalender für den<br />

guten Zweck<br />

■ Ein karitatives Projekt unterstützen<br />

und zugleich Sachpreise<br />

oder Gutscheine gewinnen: Dank<br />

des Adventskalenders des Lions<br />

Club Graz Styria ist das möglich.<br />

In der bereits neunten Auflage<br />

wird in Zusammenarbeit mit der<br />

Malwerkstatt Graz von Jugend<br />

am Werk der begehrte Adventskalender<br />

präsentiert, der <strong>2021</strong><br />

unter dem Motto „Spezielles aus<br />

der Steiermark“ steht. Mit dem<br />

Reinerlös werden auch dieses<br />

Jahr wieder Kunstschaffende der<br />

Malwerkstatt Graz unterstützt.<br />

„Ungeimpft“ und „Die Geschichte wird mich freisprechen“ steht auf einem dem Davidstern nachempfundenen Sticker KK<br />

Tagstrom/Nachtstrom:<br />

Ärger um Verwechslung<br />

WK-Steiermark-Präsident Josef<br />

Herk kämpft für Unternehmen.FISCHER<br />

Herk fordert<br />

Schadenersatz<br />

KURIOS. Fehlerhafte<br />

Stromabrechnung<br />

sorgte bei „Grazer“-<br />

Leser für Verwirrung.<br />

Von Vojo Radkovic<br />

vojo.radkovic@grazer.at<br />

■ „Für alle Umsatzrückgänge,<br />

die durch staatliche Einschränkungen<br />

verursacht werden,<br />

braucht es rasch und unbürokratisch<br />

staatliche Unterstützungsmaßnahmen“,<br />

fordert<br />

WK-Steiermark-Präsident Josef<br />

Herk. Laut ihm geht es nicht<br />

mehr nur darum, die Gesundheitskrise<br />

abzuwenden, sondern<br />

auch eine Wirtschaftskrise.<br />

Sein Appell: „Arbeiten wir<br />

zusammen. Nur gemeinsam<br />

schaffen wir es aus dieser Pandemie.“<br />

Man glaubt es kaum, aber<br />

auch Stromrechnungen<br />

werden ganz genau<br />

gelesen. Und dann passiert es,<br />

dass es zu einer Aufregung bei<br />

Stromkunden kommt. Wie im<br />

Falle eines „Grazer“-Lesers, der<br />

in seiner Abrechnung der Energie<br />

Graz entdeckte, dass plötzlich<br />

der ursprünglich günstigere<br />

Nachttarif wesentlich teurer war<br />

als der sogenannte Tagtarif. Bei<br />

der Abrechnung der Strompreise<br />

ab <strong>November</strong> 2020 entdeckte<br />

der Leser in der Spalte „Heizung“<br />

8,50 Cent für die Kilowattstunde<br />

Nachtstrom und 6,25 Cent für die<br />

Kilowattstunde Tagstrom. Das<br />

führte zu Unmut, schließlich hatte<br />

der Leser schon vor vielen Jahren<br />

eine Umstellung von fossilen<br />

Brennstoffen auf Nachtstromöfen<br />

gemacht, und der günstigere<br />

Nachtstrom wurde vertraglich<br />

vereinbart. „Die geplante Preisanpassung<br />

mit Umkehr von Tagund<br />

Nachtstrompreisverhältnis<br />

ist somit eine Perversion des<br />

ökologischen Grundgedankens“,<br />

schreibt der Leser verwundert.<br />

Energie-Graz-Geschäftsführer<br />

Boris Papousek brachte schnell<br />

Licht ins Dunkel. Papousek: „Ein<br />

dummer Verwechslungsfehler<br />

in der Abrechnung. Die Tarifbezeichnungen<br />

Nachtstrom (NT)<br />

und Tagstrom (HT) wurden verwechselt.<br />

Wir werden uns bei<br />

dem Kunden entschuldigen und<br />

die Sachlage erläutern.“<br />

GF Boris Papousek konnte die Problematik<br />

schnell aufklären. ENERGIE GRAZ


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 15<br />

schockt Graz<br />

ARG. Ein Anti-Corona-<br />

Aufkleber, der dem Judenstern<br />

nachempfunden<br />

ist, schockiert und<br />

verärgert aktuell die<br />

Grazer. Er wird entfernt.<br />

Von Valentina Gartner<br />

valentina.gartner@grazer.at<br />

Dass Aufkleber mit Sprüchen,<br />

Logos und Co im<br />

gesamten Grazer Stadtgebiet<br />

verklebt werden, ist nichts<br />

Neues. Dass manche dieser Sticker<br />

allerdings ethisch absolut<br />

nicht vertretbar sind und weit<br />

über die Grenzen gehen, schon.<br />

Am Eingang des Sportplatzes<br />

Muchargasse wurde genau<br />

ein solcher Aufkleber gesichtet.<br />

Es ist ein gelber Davidstern mit<br />

dem Schriftzug „Die Geschichte<br />

wird mich freisprechen“ und<br />

„Ungeimpft“. „Der Vergleich der<br />

Unterdrückung, Verfolgung oder<br />

Ermordung von Juden mit der<br />

jetzigen Covid-19-Pandemie<br />

und den von der Regierung erlassenen<br />

Maßnahmen ist absolut<br />

geschmacklos und verharmlost<br />

den Holocaust“, heißt es von<br />

der Antidiskriminierungsstelle<br />

Steiermark. Solch makabere Vergleiche<br />

sorgten in den letzten<br />

Monaten auch im Netz für Ärger<br />

und Empörung bei den Menschen.<br />

Corona-Skeptiker und Impfgegner<br />

greifen immer wieder<br />

zu drastischen Mitteln für ihre<br />

Propaganda. Dabei scheuen sie<br />

auch nicht die Verharmlosung<br />

von NS-Verbrechen.<br />

Auf Nachfrage des „Grazer“<br />

bei der Holding Graz wird zumindest<br />

dieser Sticker rasch entfernt;<br />

sollten andere gesichtet<br />

werden, kann man diese über<br />

die „Schau auf Graz“-App melden.


graz<br />

16 www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Tag gegen Gewalt an Frauen:<br />

„Die Intensität<br />

Bezirksvorsteher Helmuth Scheuch möchte das Grundstück neben dem Musterhauspark<br />

in Puntigam wieder für ein Schulprojekt ins Spiel bringen.<br />

STREET VIEW,<br />

Puntigam wünscht<br />

sich Bildungscampus<br />

SPANNEND. Nachdem es in Hart zu keiner Einigkeit<br />

in Sachen Grundstück kommt, möchte man<br />

den Bildungscampus in den Grazer Süden holen.<br />

Von Verena Leitold<br />

verena.leitold@grazer.at<br />

Am 28. Mai 2019 gab es ein<br />

Gespräch mit einem Vertreter<br />

des Bundesschulinspektorats,<br />

Bezirksvorsteher<br />

Helmuth Scheuch, einigen Gemeinderäten<br />

und den damaligen<br />

Grundstückseigentümern<br />

Werner und Karin Gröbl auf der<br />

oben rot eingerahmten Fläche<br />

zwischen Puntigamer Bahnhof<br />

und Ikea. Diese soll für einen<br />

Bundesschulneubau im Rahmen<br />

des Schulentwicklungsprogramms<br />

SCHEP als ideal bewertet<br />

worden sein, auch rechtliche<br />

Hindernisse gab es damals keine.<br />

Trotzdem entschied sich<br />

das Bildungsministerium, einen<br />

Bildungscampus (Volksschule,<br />

Gymnasium und eine Fachschule<br />

Elementarpädagogik für rund<br />

tausend Schüler) in Hart bei Graz<br />

zu verwirklichen. Vergangene<br />

Woche kam das vorläufige Aus<br />

von der Bildungsdirektion, da in<br />

der Gemeinde kein geeignetes<br />

Grundstück gefunden werden<br />

konnte, das von allen Parteien<br />

mitgetragen worden wäre.<br />

Deshalb möchte Bezirksvor­<br />

steher Scheuch jetzt einmal<br />

mehr versuchen, den Bildungscampus<br />

nach Puntigam zu holen.<br />

„Es wäre eine absolute Bereicherung<br />

für den Bezirk. Wir haben<br />

bis jetzt noch kein Gymnasium“,<br />

argumentiert er.<br />

Und auch im Büro von Bildungsstadtrat<br />

Kurt Hohensinner<br />

wäre man offen für eine<br />

weitere neue Schule. „Das ist ein<br />

spannendes Projekt und wäre für<br />

den Süden von Graz sicher interessant.<br />

Aber die Entscheidung<br />

liegt beim Bund. Wir sind jedenfalls<br />

für Gespräche bereit.“<br />

Alles offen<br />

In der Bildungsdirektion möchte<br />

man das Projekt vorerst einmal<br />

pausieren und schauen, wie sich<br />

die Schülerströme auch durch<br />

die neuen Schulen in Reininghaus<br />

entwickeln. Aber in Hart ist<br />

der Bildungscampus noch nicht<br />

ganz gestorben, sollte sich ein<br />

passendes Grundstück finden.<br />

Der Grazer Süden bleibt ebenfalls<br />

Thema.<br />

Ob dann noch mit Werner<br />

Gröbl verhandelt werden wird,<br />

ist fraglich. Dieser verrät: „Die<br />

Karten wurden neu gemischt.“<br />

WICHTIG. Um gewaltbetroffene<br />

Frauen zu<br />

unterstützen, wurden<br />

„Übergangswohnungen“<br />

eingerichtet. Gewaltschutz<br />

funktioniert.<br />

Von Fabian Kleindienst<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

Donnerstag ist „Internationaler<br />

Tag zur Beseitigung<br />

von Gewalt gegen Frauen“<br />

– und wohl noch nie zuvor wurde<br />

dem Thema eine so große Aufmerksamkeit<br />

geschenkt. Was auch<br />

an den dramatischen Zahlen liegt,<br />

so wurden heuer laut den Autonomen<br />

Frauenhäusern schon 26<br />

Frauen ermordet, daneben gab es<br />

weitere 44 Mordversuche bzw. Fälle<br />

von schwerer Gewalt. Im Ganzen<br />

betrachtet steigen die Zahlen<br />

der Gewalt an Frauen laut der<br />

Leiterin des Grazer Frauenhauses,<br />

Michaela Gosch, immerhin nicht:<br />

„Was wir aber sehen, ist, dass die<br />

Schwere und Intensität zugenommen<br />

hat.“ Es kämen immer mehr<br />

Frauen, die sich schon seit Jahren<br />

in Gewaltsituationen befinden –<br />

was laut Gosch wiederum wohl<br />

Folge der verstärkten Aufmerksamkeit<br />

dem Thema gegenüber<br />

ist. „Damit steigt das Vertrauen in<br />

die Institutionen. Gewaltschutz<br />

funktioniert, man kann den Schritt<br />

wagen.“<br />

Brücke aus der Krise<br />

Um gewaltbetroffenen Frauen<br />

nachhaltig zu helfen, wurden vom<br />

Land Steiermark Mitte des Jahres<br />

fünf erste sogenannte „Übergangswohnungen“<br />

in Graz geschaffen<br />

– für Frauen, die nicht mehr im<br />

Frauenhaus betreut werden müssen,<br />

aber noch Unterstützung<br />

brauchen. Die letzte wird laut<br />

Gosch just in der kommenden<br />

Woche bezogen. „Damit schaffen<br />

wir für Frauen eine Brücke, um<br />

aus einer Krise herauszukom­


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 17<br />

nimmt zu!“<br />

men. Ein eigenes Einkommen und<br />

leistbarer Wohnraum sind dafür<br />

sehr wichtig. Eine hohe Anzahl<br />

an Gewaltopfern kehrt aus ökonomischen<br />

Gründen wieder zum<br />

Partner zurück. Diesen Kreislauf<br />

müssen wir unterbrechen“, betont<br />

Soziallandesrätin Doris Kampus.<br />

Für einen wirklichen Fortschritt<br />

braucht es aber auch gesellschaftlichen<br />

Wandel. Gosch: „Gewalt<br />

ist niemals Privatsache, das wird<br />

noch viel zu oft so gesehen.“ Problematisch<br />

seien auch die sehr traditionellen<br />

Genderstrukturen in<br />

Österreich. „Die Basis für Gewaltfreiheit<br />

ist Machtgleichheit“, so die<br />

Leiterin des Grazer Frauenhauses.<br />

Doris Kampus<br />

Das Land um Soziallandesrätin Doris Kampus richtete Übergangswohnungen<br />

für gewaltbetroffene Frauen in Graz ein. Ein exklusiver Einblick. KK, PETER DRECHSLER


18 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

GU-Süd: Regionale<br />

Energieraumplanung<br />

Neun Lebens- und Sozialberater wurden<br />

in Graz ausgebildet. VITALAKADEMIE<br />

Erfolg mit der<br />

Vitalakademie<br />

■ Die Vitalakademie Graz mit<br />

Sitz im Sportzentrum Pachern<br />

ist eine anerkannte Institution in<br />

der Erwachsenenbildung. Jetzt<br />

haben neun Teilnehmer aus der<br />

Landeshauptstadt die staatlich<br />

anerkannte Ausbildung zum<br />

Diplomierten Lebens- und Sozialberater<br />

absolviert und mit<br />

Erfolg abgeschlossen. Kürzlich<br />

fand die feierliche Diplomübergabe<br />

statt. Die Absolventen werden<br />

künftig in Sozialeinrichtungen<br />

tätig sein oder machen sich<br />

in Sozialberufen selbstständig.<br />

NACHHALTIG. In der Klima- und Energiemodellregion GU-Süd werden Klimaschutz,<br />

Raumplanung und Energiepolitik gemeindeübergreifend gedacht.<br />

Von Fabian Kleindienst<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

66 Prozent der Hauptgebäude<br />

in der Klima- und Energiemodellregion<br />

(KEM) GU-Süd, bestehend<br />

aus den Gemeinden Fernitz-Mellach,<br />

Gössendorf, Hart bei<br />

Graz, Hausmannstätten und Raaba-Grambach,<br />

werden mit fossiler<br />

Energie beheizt. Um 100 Prozent<br />

erneuerbare Wärmeversorgung<br />

bis 2040 zu erreichen, müssten pro<br />

Jahr über 202 Gebäude auf erneuerbare<br />

Wärmeversorgung umgestellt<br />

werden.<br />

Nun soll mit geeinter Front vorangegangen<br />

werden, dazu haben<br />

sich die Gemeinden zusammengetan<br />

– so wurde diese Woche auf<br />

Einladung von KEM-Managerin<br />

Claudia Rauner im Biomasse-<br />

Heizwerk der Nahwärme Fernitz<br />

das Konzept der „Regionalen Energieraumplanung“<br />

präsentiert. „Gemeindeübergreifende<br />

Projekte wie<br />

Nah- und Fernwärmenetze, neue<br />

Radschnellwege, Gewerbegebiete<br />

sowie Grünraum- und Erholungsachsen<br />

bedürfen einer regionalen<br />

Abstimmung mit der Siedlungsentwicklung“,<br />

betonte Rauner.<br />

Zukunftskonzept<br />

Im seit 2019 andauernden Prozess<br />

wurden die „Sachbereichskonzepte<br />

Energie“ der Gemeinden<br />

vom Raumplanungsexperten Roland<br />

Kloss zu einem regionalen<br />

Konzept zusammengefasst. Darin<br />

werden einige Maßnahmen vorgeschlagen,<br />

beispielsweise die<br />

Definition und Abgrenzung von<br />

Vorranggebieten für Fernwärme<br />

und energiesparende Mobilität.<br />

„Die Siedlungsentwicklung ist in<br />

den Vorranggebieten derart zu gestalten,<br />

dass sich energiesparende<br />

und erneuerbare Infrastruktur<br />

rechnet und realisierbar ist“, heißt<br />

es weiters. Das Konzept zeigte<br />

auch Potenziale von Zusammenschlüssen<br />

von Nahwärmenetzen,<br />

wie zwischen Fernitz und Haus-<br />

mannstätten, sowie einer Erweiterung<br />

nach Gössendorf auf. Das<br />

Sachbereichskonzept soll künftig<br />

ein Handlungsleitfaden sein, die<br />

Ergebnisse werden verbindlich in<br />

die Örtlichen Entwicklungskonzepte<br />

implementiert.<br />

Schon jetzt passiert einiges in den<br />

Gemeinden. Für Hart bei Graz verwies<br />

Vizebürgermeister Jakob Binder<br />

auf den verhängten Baustopp<br />

im Zentrum, Raaba-Grambachs<br />

Bürgermeister Karl Mayrhold erzählte<br />

von laufenden Planungen<br />

für den Nahverkehrsknoten am<br />

Bahnhof Raaba. Matthias Jandl<br />

vom Bauamt Hausmannstätten<br />

berichtete von der Heizungsumstellung<br />

des Gemeindezentrums<br />

auf ein Biomasse-Heizwerk, Fernitz-Mellachs<br />

Vizebürgermeister<br />

David Ziegler wiederum vom Anschluss<br />

von Gemeindegebäuden<br />

an lokale Biomasse-Nahwärmenetze.<br />

In Gössendorf setzt man laut<br />

Gemeinderat Johannes Ulrich<br />

stark auf Energieberatungen.<br />

Michael Feiertag wird zweiter STG-<br />

Geschäftsführer. STMK TOURISMUS/LODER<br />

Feiertag wird STG-<br />

Geschäftsführer<br />

■ Michael Feiertag wird ab 1.<br />

Jänner den neuen Geschäftsbereich<br />

„Standortmarketing“ in<br />

der Steirischen Tourismus und<br />

Standortmarketing GmbH (STG)<br />

als Geschäftsführer leiten. Der<br />

Ex-Sprecher von Landeshauptmann<br />

Hermann Schützenhöfer,<br />

der seine Karriere beim<br />

„Grazer“ begann, wurde zuvor<br />

von der Hearing-Kommission<br />

als geeignetster Kandidat empfohlen.<br />

Seit Jänner war Feiertag<br />

als Prokurist im STG tätig.<br />

Südlich von<br />

Graz geht<br />

man neue<br />

Wege in der<br />

gemeindeübergreifenden<br />

Zusammenarbeit,<br />

Gemeindevertreter<br />

berichteten<br />

von bereits<br />

Gelungenem.<br />

Im<br />

Bild: 2.<br />

Vizebürgermeister<br />

von<br />

Fernitz-<br />

Mellach<br />

David<br />

Ziegler.<br />

GETTY, ANNA HÖLLER


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 19


20 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Telefonzellen als Stromtankstellen<br />

COOL. Laut dem neuen Telekomgesetz gehören Telefonzellen demnächst der Vergangenheit an. In<br />

Graz werden alte nach und nach umfunktioniert – zur Tankstelle, zum Bücherregal oder Kunstwerk.<br />

Von Valentina Gartner<br />

valentina.gartner@grazer.at<br />

Hier und da erspäht man in<br />

Graz noch einen Glaskasten<br />

mit einem historisch<br />

aussehenden Schnurtelefon im<br />

Inneren – ja genau, die Rede ist<br />

von Telefonzellen. Wenn manch<br />

einer glaubt, jene kommen gar<br />

nicht mehr in Gebrauch, irrt<br />

tatsächlich. Immerhin gibt es in<br />

Graz noch 199 Stück.<br />

„Fest steht, dass der Bedarf<br />

an Telefonzellen im Laufe der<br />

vergangenen Jahre auf Grund<br />

der hohen Mobilfunkdichte immer<br />

stärker zurückgegangen<br />

ist“, bestätigt Sigrid Bachinger,<br />

Sprecherin der A1 Telekom<br />

Austria AG. Laut ihr sind die<br />

Nutzer – man glaubt es kaum –<br />

aber hauptsächlich Jugendliche,<br />

Handybesitzer mit leerem oder<br />

beschädigtem Akku, Menschen<br />

mit geringem Einkommen und<br />

sehr oft Touristen. Die kürzlich<br />

beschlossene Novelle des Telekomgesetzes<br />

(TKG) bringt nun<br />

aber das endgültige Ende der<br />

Telefonzellen, im Gesetz werden<br />

sie gar nicht mehr erwähnt.<br />

Was passiert jetzt mit den letzten<br />

verbliebenen? Wann und wie<br />

viele Telefonzellen nach Inkrafttreten<br />

des neuen TKG abgebaut<br />

werden, ist noch offen. Fest steht<br />

aber: Sie finden, wenn möglich,<br />

ein zweites „Leben“. In Graz<br />

wurden bereits sechs von ihnen<br />

umfunktioniert: zwei wurden zu<br />

Stromtankstellen, zwei zu Paket-<br />

stationen und zwei zu Bücherzellen.<br />

Für E-Autos<br />

Seit Mai 2010 hat A1 in Österreich<br />

40 Ladestationen für E-Fahrzeuge<br />

errichtet, bei uns in der Keplerstraße<br />

108 und in der Exerzierplatzstraße<br />

34. In Hinblick auf den<br />

aktuellen E-Auto-Boom dürften<br />

solche Telefonzellen Überhand<br />

gewinnen. Eine aktuelle Analyse<br />

des Verkehrsclub Österreich<br />

(VCÖ) hat gezeigt: Während im<br />

Jahr 2020 in der Steiermark insgesamt<br />

6,2 Prozent der neu zuge-<br />

Telefonieren und dabei gleichzeitig sein E-Auto tanken: Das kann man<br />

bereits mit einer Telefon-Tankstelle in der Exerzierplatzstraße. KK/GOOGLE STREETVIEW<br />

lassenen Pkw Elektroautos waren,<br />

sind es heuer in den ersten zehn<br />

Monaten bereits 12,6 Prozent –<br />

sprich doppelt so viele. Der Trend<br />

wird in der Zukunft weiter ansteigen.<br />

Gerade in Arbeit: „Wir stellen<br />

gerne unsere Telefonzellen als<br />

Defi-Standorte zur Verfügung.<br />

Denn Defibrillatoren und Telefonzellen<br />

ergänzen einander gerade<br />

bei Notfällen sehr gut. Mit dem<br />

Defibrillator bekommt die Telefonzelle<br />

eine wichtige Rolle in der<br />

Rettungskette. Außerdem kann<br />

man die Notrufnummern kostenlos<br />

anrufen.“<br />

Bücherzellen kennt man in<br />

Graz und Umgebung mittlerweile<br />

schon; wenn eine Gemeinde Interesse<br />

hat, werden sie zur Verfügung<br />

gestellt. „Auch für Kunst- und Kulturprojekte<br />

stellen wir gerne nicht<br />

mehr benötigte Telefonzellen zur<br />

Verfügung“, so die Expertin.<br />

In der Nibelungengasse wurde<br />

erst vor kurzem eine Telefonzelle<br />

demoliert. Weil es sich nicht mehr<br />

rentiert, sie zu reparieren, wird sie<br />

mit Ende des Monats entfernt. Das<br />

gilt auch für andere beschädigte<br />

Modelle.<br />

<br />

Telefonzellen-Geschichte<br />

Die k. k. Post bewilligte nach der<br />

Jahrhundertwende die ersten<br />

„Telephonautomaten“ nach<br />

einem Patent des Ingenieurs<br />

Robert Bruno Jentzsch. Der erste<br />

Münzfernsprecher ging am 17.<br />

August 1903 am (damaligen)<br />

Wiener Südbahnhof in Betrieb.<br />

20 Heller kostete ein Anruf.<br />

Ab 1907 durften Telefonautomaten<br />

auch in Kaffeehäusern aufgestellt<br />

werden. Zwischen 1903<br />

und 1909 wurden in Bahnhöfen,<br />

Kaffeehäusern und in öffentlichen<br />

Gebäuden österreichweit<br />

97 Telefonautomaten aufgestellt.<br />

Ab 1909 durften Fernsprechapparate<br />

in Kiosken auch auf der<br />

Straße errichtet werden.<br />

Erste Domkapellmeisterin in Graz<br />

■ Die Grazer Dommusik erhält<br />

eine neue Domkapellmeisterin.<br />

Das Auswahlgremium<br />

für die Nachfolge des<br />

langjährigen Domkapellmeisters<br />

Josef M. Döller hat<br />

unlängst Melissa Dermastia<br />

als Domkapellmeisterin nominiert.<br />

Die Kärntnerin wird<br />

nach dem Wechsel ihres Vorgängers<br />

in den Ruhestand mit<br />

Anfang des Jahres 2023 ihre<br />

Grazer Berufung aufnehmen.<br />

Die Kärntner Kirchenmusikerin<br />

Melissa Dermastia<br />

TOBIAS BAST<br />

HTS 2025+: Neue Strategie präsentiert<br />

■ Ausgehend von den weiter<br />

wachsenden Schwerpunktfeldern<br />

Medizintechnik sowie Pharma<br />

und Biotechnologie entwickelt<br />

der steirische Humantechnologie-<br />

Cluster ein neues Schwerpunktfeld:<br />

Gesundheit und Nachhaltigkeit.<br />

Erarbeitet wurde die Strategie<br />

„HTS 2025+“ im Rahmen eines<br />

mehrere Monate dauernden Prozesses<br />

auf Basis der konkreten Anforderungen<br />

aus Wirtschaft und<br />

Forschung.<br />

J. Harer (GF Human.technology<br />

Styria) & M. Pichler (Projektleiter)<br />

HTS/SCHIFFER


22 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

In wenigen Wochen soll der Tennisclub in Stattegg ganz in Weiß gehalten<br />

sein und der Bevölkerung über den Winter als Eislaufplatz dienen.GEMEINDE STATTEGG<br />

Stattegg: Eislaufplatz und<br />

neuer Verbindungsweg<br />

TOLL. In Stattegg investiert man im Winter kräftig,<br />

vor allem die jungen Bürger sollen profitieren.<br />

Von Fabian Kleindienst<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

In Stattegg wird, so viel wurde<br />

in der letzten Gemeinderatssitzung<br />

klar, kräftig investiert.<br />

Vor allem den jungen Gemeindebürgern<br />

soll das zugutekommen.<br />

So wird einerseits ein mobiler Eislaufplatz<br />

angeschafft – jenem am<br />

Dach des Grazer Citypark nicht<br />

unähnlich –, andererseits ein<br />

wichtiger Verbindungsweg gebaut,<br />

der für mehr Sicherheit für<br />

Schulkinder sorgen soll.<br />

Wie echtes Eis<br />

Winterzeit ist, wenn nicht gerade<br />

Lockdown ist, für viele Menschen<br />

Eislauf-Zeit. Im Dezember<br />

will man in Stattegg nun einen<br />

mobilen Eislaufplatz errichten,<br />

der Kauf wurde im Gemeinderat<br />

einstimmig beschlossen. „Um der<br />

Stattegger Bevölkerung im Winter<br />

eine Eislaufmöglichkeit bei jedem<br />

Wetter zu ermöglichen, wird ein<br />

mobiler Eislaufplatz angekauft<br />

und auf dem Gelände des Tennisclubs<br />

errichtet“, freut sich Bürgermeister<br />

Andreas Kahr-Walzl.<br />

Dabei wird auf ein einzigartiges<br />

System zurückgegriffen, dessen<br />

Kunststoffbelag weltweit der ein-<br />

zige ist, der von der IFI (Internationaler<br />

Stocksportverband) für<br />

den Stocksport als Sportbelag zugelassen<br />

ist. Ingesamt werden für<br />

die etwa 360 Quadratmeter Fläche<br />

rund 100.000 Euro investiert.<br />

Neuer Weg<br />

Nicht geschlossen werden im<br />

Lockdown die Schulen. In Stattegg<br />

wird nun ein jahrelanges<br />

Problem für Schüler gelöst: So<br />

fehlte stets ein Verbindungsweg<br />

zwischen der Eichbergstraße<br />

und dem Rebenweg. Viele Kinder<br />

gingen tagtäglich kreuz und quer<br />

über landwirtschaftliche Flächen<br />

– oder mussten großräumig ausweichen.<br />

Nun werden von der<br />

Gemeinde die nötigen Grundflächen<br />

angekauft, um einen Verbindungsweg<br />

zu bauen. „Der zwei<br />

Meter breite Streifen soll geschottert<br />

und mit einem Zaun versehen<br />

werden. Damit gibt es eine zeitsparende<br />

und vor allem auch eine<br />

verkehrssichere Verbindung<br />

vom Eichberg zur Volksschule<br />

und zur Bushaltestelle“, so Kahr-<br />

Walzl. Bis Anfang 2022 soll der<br />

Weg benützbar sein, die Kosten<br />

sollen sich auf etwa 40.000 Euro<br />

– inklusive Grundstücksablösen<br />

– belaufen.<br />

Insektenhotels dieser Art sollen die Wälder von Ries schon bald beherbergen.<br />

Sie sollen Kleintieren die Möglichkeit zum Unterschlupf bieten. KK<br />

Gemeinsam bauen:<br />

Insektenhotels für Ries<br />

COOL. Im Bezirk Ries werden bald Hotels für<br />

Insekten aufgestellt. Die Bewohner packen an.<br />

Von Valentina Gartner<br />

valentina.gartner@grazer.at<br />

Im Grazer Bezirk Ries lässt<br />

sich der jetzige Bezirksvorsteher,<br />

Josef Schuster,<br />

immer wieder Aktionen für<br />

die Bewohner einfallen. Im<br />

Sommer dieses Jahres<br />

sorgte vor allem die<br />

sogenannte Nistkasten-Aktion<br />

für strahlende<br />

Augen bei Jung<br />

und Alt. Sie<br />

sollten Rückzugsorte<br />

für die<br />

Singvögel der<br />

Stadt werden – und<br />

das mit Erfolg. „Wir<br />

haben über 100 Häuschen<br />

gemacht und aufgehängt.<br />

Was eigentlich klein begonnen<br />

hat, hat so schnell Anklang gefunden,<br />

dass die Rieser selbst<br />

auch welche bauten und mit mir<br />

aufgehängt haben“, freut sich<br />

Schuster.<br />

Hotels für Insekten<br />

Solche Erfolge will man feiern,<br />

und deswegen steht auch schon<br />

das nächste tierische Projekt in<br />

den Startlöchern. „Wir möchten<br />

Josef Schuster<br />

wieder selbst anpacken und gemeinsam<br />

Kästen bauen. Diesmal<br />

werden es aber Insektenhotels,<br />

die dann in den Wäldern<br />

aufgestellt werden sollen“, verrät<br />

der Bezirksvorsteher. Mit seinen<br />

Aktionen will Schuster außerdem<br />

die Menschen wieder näher<br />

zur Natur bringen. „Wir<br />

ermöglichen mittlerweile<br />

vieles, was<br />

mit der Natur zu<br />

tun hat. Machen<br />

Workshops mit<br />

den Kleinsten bei<br />

Bauernmärkten<br />

und Co, damit sie<br />

wissen, woher zum<br />

Beispiel die Milch<br />

kommt und wie Landwirtschaft<br />

funktioniert“,<br />

ergänzt der Grazer.<br />

Mit den Insektenhotels sollte<br />

noch heuer gestartet werden,<br />

aufgrund der aktuellen Situation<br />

und des morgen in Kraft<br />

tretenden Lockdowns wird sich<br />

das gemeinsame Werkeln aber<br />

wohl noch verzögern. Finanziert<br />

werden die Materialien zum Teil<br />

aus dem Bezirksbudget, aber<br />

auch Materialien aus dem Wald<br />

und Sachspenden der Bewohner<br />

werden verwendet.


24 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Forschungsprojekt zeigt:<br />

Die Normalität der<br />

Elke Kahr und David Hinteregger<br />

von ISTmobil<br />

STADT GRAZ/FISCHER<br />

GUSTmobil<br />

wird günstiger<br />

■ Seit Mitte Oktober 2019 gibt<br />

es das Sammeltaxi-System<br />

GUSTmobil in Graz mit dem<br />

Ziel, weiße Flecken im Öffi-<br />

Netz abzudecken. Viele Gebiete<br />

haben so eine bessere Anbindung<br />

erhalten. Nun wurde<br />

beschlossen, den bisherigen<br />

Pilotbetrieb mit der Grazer Betreiberfirma<br />

IST-mobil GmbH<br />

bis April 2024 zu verlängern.<br />

Gleichzeitig erfolgt die Integration<br />

in den Verkehrsverbund,<br />

was für Zeitkartenbesitzer den<br />

Fahrtpreis halbiert.<br />

Martina Schmidhuber<br />

Viele Kinder müssen schon früh sehr „erwachsene“ Aufgaben übernehmen. Ein Projekt erforschte ihre Situation.GETTY, KARIN BECKER/KORTIZES.DE


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 25<br />

ARG. Tausende Kinder<br />

pflegen ihre Eltern. Ein<br />

Forschungsprojekt der<br />

Uni Graz erarbeitete, was<br />

das mit ihnen macht und<br />

wie man helfen kann.<br />

Von Fabian Kleindienst<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

Kaum Sozialkontakte, keine<br />

Freunde treffen, ein wenig<br />

geregeltes Leben: Die<br />

Rede ist in diesem Fall ausnahmsweise<br />

nicht vom kommenden<br />

Lockdown, sondern von der Lebensrealität<br />

vieler Kinder, auch<br />

in vermeintlich „normalen“ Zeiten.<br />

„Österreichweit pflegen weit<br />

über 40.000 Kinder ihre Eltern“,<br />

berichtet Medizinethikerin Martina<br />

Schmidhuber vom Institut<br />

für Moraltheologie der Universität<br />

Graz. Vor einiger Zeit stieß sie im<br />

unsichtbaren Kinder<br />

Digitaler Graz-<br />

Gutschein 2022<br />

Zuge ihrer Forschung zu Alzheimer-Demenz<br />

auf das Thema – und<br />

erkannte schnell, dass es wenig<br />

dazu gibt. Gemeinsam mit Sozialethiker<br />

Thomas Gremsl vom Institut<br />

für Ethik und Gesellschaftslehre<br />

forschte sie nun seit März in<br />

einem von der Stadt geförderten<br />

Projekt an den Problemstellungen<br />

dieser Kinder, sogenannten<br />

„Young Carers“ – und an Unterstützungsmöglichkeiten.<br />

Die Ergebnisse<br />

wurden nun präsentiert.<br />

Kaum zu finden<br />

Im Rahmen des Projekts wurden<br />

Interviews mit ehemaligen „Young<br />

Carers“ aus Graz geführt; eines der<br />

Vorhaben, die Anzahl der betroffenen<br />

Kinder in Graz zu erheben, gelang<br />

aber nicht. „Das war aufgrund<br />

der schweren Erreichbarkeit unserer<br />

Zielgruppe nicht möglich und<br />

zeigt sehr deutlich, wie ‚versteckt‘<br />

Young Carers sind, die sich oftmals<br />

selbst gar nicht als solche verstehen“,<br />

so Schmidhuber.<br />

Letzteres war auch ein zentrales<br />

Forschungsergebnis: Den Kindern<br />

fehlt oft das Bewusstsein für<br />

die eigene Situation – es ist ihre<br />

Normalität. Oft fehlt aber auch die<br />

Bereitschaft, darüber zu reden,<br />

es schleicht sich ein „Gefühl des<br />

Verrats“ ein. Mittelfristig würden<br />

die Kinder zu schnell erwachsen,<br />

oft entstehen daraus wiederum<br />

psychische Probleme. Schmidhuber:<br />

„Wenn Minderjährigen<br />

die Gelegenheit genommen wird,<br />

Kind zu sein, behindert sie das in<br />

ihrer Entwicklung und hat massive<br />

Auswirkungen auf ihr gesamtes<br />

Leben.“<br />

Im Projekt wurden auch Unterstützungsmöglichkeiten<br />

erarbeitet,<br />

die in Workshops mit Politikern<br />

und NGOs thematisiert<br />

werden. Dazu gehört eine Website<br />

zur Informationsbeschaffung, die<br />

Schaffung von Möglichkeiten zum<br />

Austausch mit anderen Young Carers<br />

sowie kostenlose psychische<br />

Betreuung.<br />

■ Aktuell rüsten sich die mehr<br />

als 700 Partnerbetriebe des<br />

GrazGutscheins für das bevorstehende<br />

Weihnachtsgeschäft.<br />

Um die Kräfte vor dem Hintergrund<br />

des Lockdowns zu bündeln,<br />

hat das Citymanagement<br />

der Holding Graz entschieden,<br />

den eigentlich für heuer geplanten<br />

digitalen GrazGutschein<br />

erst nächstes Jahr auszurollen.


26 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Neu in GU: Aus alten<br />

CONNY LEITGEB<br />

G. Koch, E. Radinger, S. Birnstingl,<br />

H. Artner und H. Schreiner<br />

176.050 Euro für<br />

Licht ins Dunkel<br />

■ Die alljährliche Auftaktgala<br />

zugunsten der Aktion „Licht ins<br />

Dunkel“, veranstaltet von Grazetta<br />

und der Technopark Raaba<br />

Holding, erzielte mit 176.050<br />

Euro ein in der Steiermark bis<br />

dato noch nie erzieltes Rekordergebnis.<br />

Versteigert wurden 28<br />

Exponate, Höchstgebote erzielten<br />

dabei der „Smiley“ von Tom<br />

Lohner mit 36.000 Euro und ein<br />

Bild von Günter Brus mit 20.000<br />

Euro. Zu Gast waren auch ÖFB-<br />

Nationaltrainer Franco Foda<br />

und Eva Radinger, Geschäftsführerin<br />

des Vereins „Licht ins<br />

Dunkel“.<br />

Geschäfts<br />

Börse<br />

www.grazer.at<br />

Im Jänner soll der „Möbelheld“ in Seiersberg eröffnen, die Vorbereitungen laufen gerade auch Hochtouren. KK (2)<br />

Hart bei Graz:<br />

Fairteiler, Radwege & Co<br />

J. Herk, B. Eibinger-Miedl, F. Girardoni,<br />

C. Leitner und T. Hopf LUNGHAMMER<br />

16 Schigebiete<br />

ausgezeichnet<br />

■ Das Steirische Pistengütesiegel,<br />

der „Oscar“ der Seilbahnbetriebe,<br />

ging heuer an 16<br />

steirische Schigebiete. Ausgezeichnet<br />

wurden unter anderem<br />

das Schigebiet „Brunnalm Hohe<br />

Veitsch“, die „Präbichl Bergbahnen“<br />

und die Gaaler Lifte. Für<br />

Letztere nahm Geschäftsführer<br />

Thomas Hopf das Gütesiegel<br />

entgegen. „Das Pistengütesiegel<br />

steht für höchste Qualität,<br />

Sicherheit und Vertrauen am<br />

Berg“, gratulierte WKO-Fachgruppenobmann<br />

Fabrice<br />

Girardoni den Schigebieten.<br />

ENGAGIERT. In Hart bei<br />

Graz tut sich abseits<br />

der Bildungscampus-<br />

Debatten einiges. In der<br />

Gemeinderatssitzung<br />

waren auch Verkehr und<br />

Fairteiler Thema.<br />

■ Nach der überraschenden Absage<br />

der Bildungsdirektion bezüglich<br />

des in Hart bei Graz geplanten<br />

Bildungscampus war die Sache<br />

auch Thema im Gemeinderat,<br />

gleichzeitig beschäftigte man sich<br />

aber vor allem mit Zukunftsprojekten<br />

– und anderen Erneuerungen.<br />

Beispielsweise wurde mit Petra<br />

Winkler eine neue Gemeinderätin<br />

angelobt, nachdem Sportaus-<br />

Diese Woche kamen in der Gemeinderatssitzung in Hart einige Themen auf. STREET VIEW<br />

schussobmann Michael Maunz<br />

sein Mandat aus familiären Gründen<br />

zurückgelegt hatte. Thema<br />

war auch der neue Fairteiler in der<br />

Gemeinde – über den jeder genießbare<br />

Lebensmittel, die nicht<br />

mehr unbedingt gebraucht werden,<br />

mit anderen teilen kann.<br />

Auch der Verkehr wurde zum<br />

Thema – so wurde die Planung<br />

des ersten Teiles des Radwegs vom<br />

Raaba Kreisverkehr bis zum Gasthaus<br />

Linde vom Land ausgeschrieben,<br />

2023 soll außerdem der neue<br />

Plan für den öffentlichen Verkehr<br />

in Betrieb gehen. Die Gemeinde<br />

arbeitet an Verbesserungen, beispielsweise<br />

an einer Anbindung<br />

im Viertelstundentakt zum Jakominiplatz.<br />

Auch das Klimaticket<br />

wird gefördert, die Jahreskarte für<br />

die Steiermark kostet für Gemeindebürger<br />

365 Euro.<br />

2022 muss mit der Revision/<br />

Überarbeitung des örtlichen Entwicklungskonzepts<br />

begonnen<br />

werden, ein Raumplanungsbüro<br />

wurde mit dem Prozess beauftragt.


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 27<br />

Möbeln neue machen<br />

COOL. In Seiersberg<br />

eröffnet im Jänner<br />

der Möbelheld. Die<br />

AlphaTauri-Eröffnung<br />

verzögert sich wegen<br />

des Lockdowns.<br />

Von Valentina Gartner & Tobit Schweighofer<br />

redaktion@grazer.at<br />

Nachhaltigkeit ist ein Thema,<br />

das nicht nur wichtiger<br />

denn je ist, sondern<br />

mittlerweile auch präsenter als je<br />

zuvor. Das Motto „Aus alt mach<br />

neu“ setzt sich in immer mehr<br />

Firmen durch und lässt tolle<br />

Konzepte entstehen. So auch gerade<br />

von Jürgen Labugger, der<br />

den sogenannten „Möbelheld“<br />

ins Leben gerufen hat.<br />

„Ich hole gut erhaltene Gebrauchtmöbel<br />

von Privatkunden,<br />

welche solche verschenken<br />

beziehungsweise sehr günstig<br />

verkaufen, ab, lagere sie in meiner<br />

Halle beziehungsweise meinem<br />

Verkaufsraum in Seiersberg,<br />

reinige die Möbel oder führe<br />

auch kleine kosmetische Arbeiten<br />

durch, fotografiere die Waren<br />

und stelle sie anschließend<br />

auf meiner Homepage online“,<br />

erklärt Labugger. Diese dann<br />

wieder neuen Möbel kann man<br />

sich ab 10. Jänner 2022 an jedem<br />

ersten Wochenende im Monat<br />

direkt vor Ort in der Kärntner<br />

Straße 573 in Seiersberg ansehen<br />

und erstehen.<br />

„Sollte man auf meiner Homepage<br />

nicht fündig werden, gibt<br />

es zusätzlich mit einem Kontaktformular<br />

die Möglichkeit, für<br />

gewisse Möbel anzufragen, welche<br />

dann auf Auftrag organisiert<br />

werden können“, schildert der<br />

Möbelretter sein einzigartiges<br />

Angebot. Garderoben, Couches,<br />

Esstische, Stühle, Betten, Kleiderschränke,<br />

Regale, Kommo-<br />

den, Badmöbel und mehr – man<br />

findet dann alles, was man zum<br />

Wohnen braucht.<br />

Red-Bull-Store<br />

Bereits seit Sommer laufen die<br />

Umbauarbeiten hinter verklebten<br />

Schaufenstern auf Hochtouren:<br />

Am 2. Dezember hätte Red<br />

Bull seinen „AlphaTauri“-Store<br />

im Grazer Rathaus feierlich eröffnen<br />

sollen, aufgrund des Lockdowns<br />

muss die Party wohl warten.<br />

Die Verkaufsfläche war dem<br />

Weltkonzern zu klein, deswegen<br />

erwartet die Kunden ein vergrößerter<br />

Store samt noch mehr Klamotten<br />

und Co zum Shoppen.<br />

Sowohl im Citypark als auch im<br />

Murpark hat kürzlich die Billig-Kette<br />

aus Polen „Pepco“ einen Store<br />

eröffnet. Es gibt Kleidung für die<br />

ganze Familie, von Socken bis zur<br />

Oberbekleidung, Haushaltsartikel,<br />

dekorative Accessoires – ganzjährig<br />

und saisonal, Tieraccessoires,<br />

Spielwaren und Schreibwaren.<br />

Kinderfilmfestival hätte gerade<br />

sein sollen, auf 2022 verschoben<br />

Kinderfilmfestival<br />

verschoben<br />

GETTY<br />

■ Aufgrund der momentanen<br />

Infektionslage und des<br />

bevorstehenden Lockdowns<br />

hat sich das Team des Kinderfilmfestivals<br />

entschieden, es<br />

komplett in den Februar 2022<br />

zu verschieben. Keinesfalls will<br />

es dem Kinoerlebnis eine komplette<br />

Absage erteilen und hat<br />

bereits einen neuen Termin<br />

festgesetzt, an dem das Festival<br />

nachgeholt wird: Das 13. Internationale<br />

Kinderfilmfestival<br />

findet von 11. bis 19. Februar<br />

2022 statt.


30 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Rätsel-Lösung vom 14.11.<strong>2021</strong><br />

H S K P T G<br />

V O I C E S O F S P I R I T<br />

C H A C K E H E I N O<br />

S H A W H O R T F N E<br />

W I E L A N D G E G E N<br />

W A D I U E D E N V U<br />

S E N D E R B I T T E N<br />

S B E N I N D A L G<br />

F E T E S E J O L L Y<br />

R A R T U M O R I N N<br />

S R G E U S F D E O<br />

C A B R I O E<br />

B H A I N S F Lösung:<br />

U C T H U B SUED-<br />

A T A H U A L P A TIROLER<br />

Lösung:<br />

E Z B A U P C SUEDTIROLER<br />

PLATZ<br />

T O L L E H<br />

Arche Noah: Noch<br />

Sudoku-Lösung<br />

vom <strong>21.</strong>11.<strong>2021</strong><br />

8 1 7 3 6 4 5 9 2<br />

9 2 3 5 7 8 6 1 4<br />

6 5 4 2 1 9 8 3 7<br />

4 7 8 9 2 6 1 5 3<br />

3 6 5 1 4 7 9 2 8<br />

1 9 2 8 3 5 7 4 6<br />

2 8 6 4 9 1 3 7 5<br />

7 3 1 6 5 2 4 8 9<br />

5 4 9 7 8 3 2 6 1<br />

Jetzt machen die ehrenamtlichen Spaziergänger der Arche Noah mobil und wollen das Tierheim retten.<br />

ARCHE NOAH


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 31<br />

ist Untergang zu stoppen<br />

DRUCK WÄCHST. Nach<br />

dem Tierheim Arche<br />

Noah selbst machen jetzt<br />

freiwillige Helfer mobil,<br />

sie wollen die Arche vor<br />

ihrem Untergang retten.<br />

Von Vojo Radkovic<br />

vojo.radkovic@grazer.at<br />

Krisensitzungen und Vorsprachen<br />

beim Land Steiermark<br />

gab es schon und<br />

der Geschäftsführer des Grazer<br />

Tierschutzvereins Arche Noah<br />

Charly Forstner hat auch schon<br />

versucht, die Öffentlichkeit zu<br />

mobilisieren. Jetzt treten auch<br />

die vielen ehrenamtlichen sogenannten<br />

„Spaziergänger und Spaziergängerinnen“<br />

auf den Plan.<br />

Das sind jene Helfer, die freiwillig<br />

mit den Hunden spazieren gehen<br />

und auch die Katzen freiwillig betreuen.<br />

Sie sehen die traditionelle<br />

Tierschutzeinrichtung in Gefahr<br />

und fürchten, dass es, wenn es<br />

ganz eng werden sollte, Tiere eingeschläfert<br />

werden müssen. Doris<br />

Lueger stellvertretend für die anderen<br />

freiwilligen Spaziergänger:<br />

„Die Fronten zwischen dem Land<br />

und der Arche scheinen verhärtet,<br />

doch die Schwächsten, nämlich<br />

die Tiere, dürfen keinesfalls die<br />

Leidtragenden sein. Ich bin dennoch<br />

zuversichtlich, denn die Einwohner<br />

von Graz sind tierlieb, die<br />

haben die Arche Noah noch nie im<br />

Stich gelassen.“<br />

400.000 Euro nötig<br />

Es geht um viel Geld, das der Arche<br />

fehlt und das das Land vorerst<br />

nicht zahlen will. Unterm Strich<br />

benötigt die Arche einen Zuschuss<br />

von mindestens 400.000 Euro, damit<br />

der Betrieb nach <strong>November</strong><br />

auch weiter aufrecht erhalten wer-<br />

den kann. Charly Forstner: „Unser<br />

Problem ist, dass das Land für<br />

den laufenden Betrieb der Arche<br />

635.000 Euro zahlt, die tatsächlichen<br />

Kosten allerdings bei 1,6 Millionen<br />

Euro liegen. Dazu mussten<br />

wir vom Vorgänger Herbert Oster<br />

rund 500.000 Euro an Schulden<br />

übernehmen, und wie es aussieht,<br />

droht jetzt auch noch aus dieser<br />

Zeit eine Steuer- und Gebietskrankenkasse-Strafzahlung<br />

von insgesamt<br />

einer weiteren halben Million<br />

Euro. Das geht sich vorne und<br />

hinten nicht aus. Wir haben 23 angestellte<br />

Mitarbeiter, die Lohnkosten<br />

allein betragen 700.000 Euro.<br />

Wir arbeiten transparent, können<br />

alles offenlegen und arbeiten mit<br />

außenstehenden Steuerberatern.“<br />

Im Büro des für den Tierschutz<br />

zuständigen Landesrats Anton<br />

Lang, SP, kennt man die Problematik.<br />

Forstner habe vorgesprochen,<br />

es liegen aber keine schriftlichen<br />

Unterlagen vor, heißt es. „Wir<br />

Tierschutzreferent Anton Lang<br />

fördern in der Steiermark den Tierschutz<br />

wesentlich höher als andere<br />

Bundesländer. Im konkreten<br />

Fall bräuchten wir die Unterlagen,<br />

die besagen, dass eine konkrete<br />

Bedrohung des Fortbestandes der<br />

Arche Noah vorliegt. Um die Tiere<br />

jedenfalls braucht sich niemand<br />

Sorgen zu machen, die werden in<br />

jedem Fall versorgt.“<br />

KK<br />

Wohnstraße für Sigmundstadl<br />

FORDERUNG. Um die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern, gibt es aus dem Bezirksrat von<br />

Lend die Forderung nach der Einrichtung einer verkehrsberuhigten Wohnstraße am Sigmundstadl.<br />

Von Vojo Radkovic<br />

vojo.radkovic@grazer.at<br />

Noch ist der Grazer Bezirksvorsteher<br />

Wolfgang<br />

Krainer, VP, im Bezirk<br />

Lend im Amt. Corona hat auch<br />

der nach dem Regierungswechsel<br />

in der Stadt Graz notwendigen<br />

Bezirksratswahl einen Strich<br />

durch die Rechnung gemacht.<br />

Daher verfolgt Krainer seine eingebrachten<br />

Anträge weiter.<br />

Einer liegt dem Kommunalpolitiker<br />

besonders am Herzen,<br />

es geht um die Errichtung einer<br />

verkehrsberuhigten Wohnstraße<br />

„Am Sigmundstadl“.<br />

30 Wohneinheiten<br />

Krainer: „Die Stadt Graz setzt seit<br />

dem Jahr 2010 wieder Wohnstraßen<br />

als ein Mittel der Verkehrsplanung<br />

ein, um in Straßenzügen<br />

mit vorwiegend Wohnnutzung<br />

eine Steigerung der Lebensqualität<br />

für Anrainer erreichen zu können.<br />

Ob eine Straße als Wohnstraße<br />

grundsätzlich geeignet<br />

ist, wird anhand von bestimmten<br />

Kriterien überprüft. Mit den<br />

beiden Wohnbauvorhaben am<br />

Sigmundstadl 34, hier entstehen<br />

gerade 20 Einheiten, und den<br />

geplanten zehn Wohneinheiten<br />

am Sigmundstadl 33–35 sind nun<br />

alle Baulücken geschlossen. Diese<br />

reine Wohngegend wir aber zu<br />

oft als Durchzugsstraße genutzt<br />

und ist auch für Berufs- bzw. Taxifahrer<br />

eine beliebte Abkürzung,<br />

um von der Volksgartenstraße<br />

kommend in die Keplerstraße<br />

zu gelangen. Dieses erhöhte Verkehrsaufkommen<br />

beeinträchtigt<br />

die Wohnqualität.“<br />

Krainer stellte den Antrag an<br />

die Stadt Graz, die zuständigen<br />

Behörden, im konkreten Fall die<br />

Abteilung Verkehrsplanung, mö-<br />

gen die Kriterien zur Einrichtung<br />

einer Wohnstraße überprüfen,<br />

damit danach ein entsprechender<br />

Antrag an den neuen Gemeinderat<br />

eingebracht werden<br />

kann.<br />

22 Wohnstraßen<br />

Mit dem Stand von Juli <strong>2021</strong><br />

gibt es in Graz 22 Wohnstraßen.<br />

Die gewünschte Verkehrsberuhigung<br />

entsteht dadurch, dass<br />

das Befahren der Straße nur<br />

zum Zwecke der Zu- und Abfahrt<br />

erlaubt ist, jedoch nicht die<br />

Durchfahrt. Erlaubt sind Radfahrer,<br />

und auch Einsatzfahrzeuge<br />

können durch eine Wohnstraße<br />

durchfahren.<br />

Wohnstraßen in Graz gibt es<br />

beispielsweise am Fröbelpark,<br />

in der Burenstraße/Josef-Posch-<br />

Straße und in der Feldgasse 18–<br />

24. Am Sigmundstadl wäre dann<br />

die 23. Grazer Wohnstraße.<br />

Wolfgang Krainer: Am Sigmundstadl<br />

soll Wohnstraße kommen.<br />

KK


32 graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

S E R V I C E<br />

Leser<br />

Briefe<br />

redaktion@grazer.at<br />

Stundenlanges Warten<br />

Brief an Ex-Bürgermeister Siegfried<br />

Nagl: Sie haben im Zuge<br />

ihrer letzten Amtshandlung –<br />

Laudatio, bei der Überreichung<br />

des Ehrenringes der Stadt Graz<br />

– wörtlich das Rote Kreuz als sehr<br />

sehr schnell, unkompliziert und<br />

effektiv hervorgehoben.<br />

Offensichtlich wurden Sie noch<br />

nicht darüber informiert, dass<br />

insbesondere in Graz-Stadt und<br />

Umgebung leider stundenlange<br />

Wartezeiten bei Rettungs- und<br />

Krankentransporten an der Tagesordnung<br />

stehen. Folge sind<br />

Unmut und nachhaltige Probleme<br />

wegen dieser Komplikationen.<br />

In Anbetracht dieser Umstände<br />

stellt sich ernsthaft die<br />

Frage, wie Sie zu einer derartig<br />

abweichenden Erkenntnis gekommen<br />

sind bzw. öffentlich genau<br />

das Gegenteil in den Raum<br />

stellen können. Viele Betroffene<br />

wären dankbar, wenn es ehest<br />

eine Lösung gäbe.<br />

Besonderen Dank bei dieser<br />

Gelegenheit, dass Sie gerade in<br />

diesen herausfordernden Zeiten<br />

auch die im Ehrenamt tätigen<br />

Helferinnen und Helfer hervorgehoben<br />

und anerkennende Worte<br />

dafür gefunden haben.<br />

Bernhard Fleischhacker,<br />

Lieboch<br />

* * *<br />

Fassungsloses Erstaunen<br />

Auszug aus Brief an Landesrätin:<br />

Ich bin fassungslos und<br />

schockiert über die von Landesrätin<br />

Juliane Bogner-Strauß<br />

getätigten Aussagen! Auch wenn<br />

ich ihre Meinung teile, dass man<br />

sich als verantwortungsbewusste<br />

Pflegeperson (aber nicht nur als<br />

Pflegeperson, sondern als verantwortungsbewusster<br />

erwachsener<br />

Mensch!) nur für eine Corona-<br />

Impfung entscheiden kann, steht<br />

es der Politikerin nicht zu, ungeimpfte<br />

Menschen, die in der Pflege<br />

arbeiten, als „Todesengel“ zu bezeichnen!<br />

Ich bin selbstverständlich<br />

geimpft, weil ich aus medizinischer<br />

Sicht und Überzeugung<br />

an diese Impfung glaube und<br />

somit meinen Solidaritätsbeitrag<br />

für uns alle leiste.<br />

Es sei besser, Bewohner wären<br />

gar nicht versorgt, als sie würden<br />

von Ungeimpften „angesandelt“?!?<br />

Eine solche Aussage<br />

darf niemals von Ihnen getroffen<br />

werden, egal unter welchen<br />

Umständen und auch nicht mit<br />

einer fragwürdigen Entschuldigung<br />

für einen „flapsigen“ Ton.<br />

Ein Pflegeheim als „Sarggasse“<br />

zu bezeichnen, entbehrt jeglicher<br />

Fachkompetenz und Empathie,<br />

die bei der Landesrätin für Bildung,<br />

Gesellschaft, Gesundheit<br />

und Pflege doch eigentlich eine<br />

Grundvoraussetzung sein sollte!<br />

Dass ein Pflegeheim das letzte<br />

Zuhause für viele Menschen ist<br />

und unsere Bewohner nur sehr<br />

selten wieder in die häusliche<br />

Pflege und Betreuung entlassen<br />

werden können, ist Fakt. In den<br />

Pflegeheimen findet trotz aller<br />

Widrigkeiten, die die Corona-<br />

Pandemie uns gebracht hat, viel<br />

Leben statt, auch wenn dieses Leben<br />

das Lebensende beinhaltet.<br />

Bewohner in den Heimen werden<br />

mit einer hohen Fachkompetenz,<br />

aber auch mit ganz viel Herzenswärme<br />

und Humor gepflegt. Das<br />

Sterben gehört zum Leben und<br />

zum Alltag dazu.<br />

Heidi Keppel, Graz<br />

* * *<br />

Übervollimmunisiert<br />

Ein Chaos auch an Informationen.<br />

1. Impfung – teilimmunisiert,<br />

2. Impfung – vollimmunisiert!<br />

3. Impfung – „übervollimmunisiert“,<br />

4. Impfung – ultraimmunisiert<br />

usw. Man gaukelt den Leuten<br />

vor, sie wären dann immun! Zur 3.<br />

Impfung erhält man ein SMS mit<br />

der Aufforderung, einen Termin zu<br />

buchen! Gleichzeitig ein SMS mit<br />

einem Termin für „fortgesetzten<br />

Schutz“! Gleiches auch per Mail, und<br />

dann kommt noch ein Brief vom<br />

Land – „Wir haben für Sie folgenden<br />

Impftermin vorgesehen“!!!! Ohne Adresse,<br />

Telefon, Unterschrift – einfach<br />

ein Wisch! Sie können auch nicht bis<br />

sechs zählen, weil es sind erst fünf (!)<br />

Monate vergangen! Wo bleibt der<br />

Hausverstand???? Schnoddrig wird<br />

einfach ein Termin vorgegeben, ob<br />

man Zeit dafür hat, ist nicht wichtig.<br />

In Kärnten konnte man den Termin<br />

bestätigen. Statt sich um die Nichtgeimpften<br />

zu kümmern, kümmert<br />

man sich um die „VOLLIMMUNI-<br />

SIERTEN“!<br />

Peter Wochesländer, Graz<br />

Ab nächster Woche kann man sich jeden Tag ohne Termin an der Grazer Impfstraße<br />

immunisieren lassen. Ab 3. Dezember sogar in einer zusätzlichen Halle. KK<br />

Tägliche Impfmöglichkeit<br />

Jetzt App downloaden!<br />

Vergangene Woche<br />

im täglichen E-Paper<br />

Exklusiv<br />

■ Am Mittwoch haben wir umfassend<br />

von der konstituierenden Sitzung<br />

des Gemeinderats berichtet:<br />

alle Ereignisse und Überraschungen,<br />

die neuen Gesichter im Gremium<br />

mit Hintergrundinfos sowie die Antrittsrede<br />

der neuen Bürgermeisterin.<br />

Video-Einblicke<br />

■ Ab Februar gibt es in Österreich<br />

eine Impfpflicht. Ab der<br />

kommenden Woche findet das<br />

freie Impfen an sieben Tagen in<br />

der Woche statt – das bedeutet,<br />

dass man in den steirischen Impfstraßen<br />

(auch in der Grazer Messe)<br />

keinen Termin braucht. Verabreicht<br />

werden sowohl Erst- und<br />

Zweitimpfungen als auch Drittimpfungen<br />

für Personen, die mit<br />

AstraZeneca immunisiert wurden<br />

und deren Zweitimpfung mindestens<br />

vier Monate zurückliegt. In<br />

dieser Woche wurden insgesamt<br />

170.794 Termineinladungen im<br />

Zeitraum von 6. Dezember bis 16.<br />

Jänner verschickt, nächste Woche<br />

kommen noch rund 150.000<br />

Einladungen von den niedergelassenen<br />

Ärzten. Ab 3. Dezember<br />

wird in Graz eine weitere Halle in<br />

Betrieb genommen. Damit wird<br />

es künftig eine Halle für das freie<br />

Impfen sowie eine für das terminisierte<br />

Impfen geben.<br />

■ Die neue Stadtregierung möchte<br />

die Parkraumbewirtschaftung<br />

ausweiten – auch Gebühren im<br />

gesamten Stadtgebiet stehen im<br />

Raum. Der neue dafür zuständige<br />

Stadtrat Manfred Eber von der<br />

KPÖ verriet erste Pläne.<br />

Polit-Schwerpunkt<br />

■ Ob von der langen Schlange vor<br />

der Impf- und Teststraße, der Bekanntgabe<br />

des Tuntenball-Themas<br />

oder der Premiere für die neue Weihnachtsbeleuchtung:<br />

Viele Videos<br />

haben unseren E-Paper-Lesern das<br />

Gefühl gegeben, selbst dabei zu sein.<br />

KK (2), GKB


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 33<br />

Ausverkauft und abgesagt<br />

Absage Styrian Sounds<br />

im p.p.c.<br />

KK<br />

TRAURIG. Wieder heißt es Vorhang zu für Konzerte und diverse Events. Etliche Veranstaltungen<br />

wurden schon aus dem Lockdown 2020 auf <strong>2021</strong> verlegt. Die Lage ist für viele eine echte Katastrophe.<br />

<br />

Absagen: Diverses<br />

■ Aufsteirern Weihnachtsmarkt:<br />

ab 28. 11., Kasemattenbühne,<br />

abgesagt bis 12 .12.<br />

■ HSG Holding: Absage des<br />

HLA-Meisterschaftsspiels in<br />

Ferlach. Corona-Fall.<br />

■ Absage der Buchpräsentation:<br />

24. <strong>November</strong>, Galerie<br />

Sommer in Graz. Autor: Otto<br />

Hans Ressler.<br />

■ Wirtschaftsstandort<br />

Reininghaus: Open Day für<br />

Unternehmen und Selbstständige,<br />

Absage 29. 11., Reininghausgründe.<br />

■ Absage des 13. Kinderfilmfestivals<br />

im KIZ Royal,<br />

Verlegung auf 11. bis 19.<br />

Februar 2022.<br />

■ Das Schauspielhaus Graz<br />

stellt seinen Spielbetrieb mit<br />

22. 11. voraussichtlich bis 12.<br />

Dezember ein. Neue Termine<br />

folgen. Es ist davon auszugehen,<br />

dass die Oper Graz<br />

und das Next Liberty diesem<br />

Beispiel folgen werden.<br />

■ Adventmärkte: Die Adventmärkte<br />

in Graz und auch in<br />

Graz-Umgebung mussten ihre<br />

Events ebenfalls absagen und<br />

die Märkte schließen.<br />

Von Vojo Radkovic<br />

vojo.radkovic@grazer.at<br />

Die Alarmglocken schrillten<br />

für Veranstalter, Unternehmer,<br />

Gastrobetreiber<br />

schon seit Wochen. Immer wieder<br />

wurden Lockdown und zuletzt<br />

auch Impfpflicht in den Raum<br />

gestellt. Jetzt gibt es wieder einen<br />

Lockdown, und der stellt vor allem<br />

die Veranstalter vor große Probleme.<br />

Viele der Konzerte, die jetzt<br />

etwa im <strong>November</strong> im Grazer Orpheum<br />

oder anderen Spielstätten<br />

hätten stattfinden sollen, waren<br />

schon Verlegungen wegen des<br />

Stefanie Werger hat ihr Konzert auf<br />

Mai 2022 verschoben.<br />

LOSKE<br />

Lockdowns, den es im Jahr 2020<br />

gegeben hatte. Jetzt müssen diese<br />

Shows wiederum verlegt werden,<br />

die meisten auf 2022, es gibt aber<br />

schon Veranstaltungen, die auf<br />

2023 verschoben worden sind,<br />

man kann ja nicht wissen.<br />

Für alle Spielstätten folgt das<br />

schwierige schon bekannte Planungschaos.<br />

Das Jahr 2022 ist mit<br />

großen Konzerten und Open-Airs,<br />

die meisten Verschiebungen aus<br />

2020, geradezu überladen. Es ist<br />

nur zu hoffen, dass im nächsten<br />

Jahr nicht weitere Corona-Wellen<br />

kommen und neue Lockdowns<br />

folgen. Vor allem für Acts wie Paul<br />

Pizzera und Otto Jaus, die fast<br />

jeden Tag verplant haben, ist ein<br />

Lockdown eine Termin-Katastrophe.<br />

Zu ihrem Glück müssen die<br />

beiden nicht selbst die Verschiebungen<br />

durchführen.<br />

Abgesagt werden mussten auch<br />

zwei wichtige Festivals. Das Autumn<br />

Leaves im Grazer Orpheum,<br />

das jungen Jazzmusikern<br />

eine Bühne bietet, und das Styrian<br />

Sounds Festival, ebenfalls ein Festival<br />

für junge heimische Bands<br />

und Solisten.<br />

Abgesagt werden müssen Lesungen,<br />

Weihnachtsmärkte, etliche<br />

auch in Graz-Umgebung. Es<br />

gab Zeiten, da war für Veranstalter<br />

eine Absage ein No-Go. The show<br />

must go on war die Devise. Allerdings<br />

gab’s da auch noch keine<br />

Spur von Corona.<br />

<br />

Absagen: Konzerte<br />

■ Stefanie Werger: Orpheum,<br />

Absage am 20. 11., Ersatz 14. 5.<br />

2022<br />

■ Flashdance: Orpheum, Das<br />

Musical war für 22. 11. ausverkauft,<br />

Ersatztermin 11. 1. 2023<br />

■ Autumn Leaves Festival:<br />

<strong>2021</strong> im Orpheum abgesagt!<br />

■ Purple & The Ghostbusters:<br />

Absage Orpheum 27. 11., Ersatz<br />

19. 3. 2022<br />

■ Roachford: Orpheum 28. 11.,<br />

abgesagt!<br />

■ Stermann & Grissemann:<br />

30. 11., Orpheum, abgesagt,<br />

Ersatz 24. 3. 2022.<br />

■ Styrian Sounds Festival<br />

<strong>2021</strong>: 18. bis 20. <strong>November</strong>,<br />

abgesagt. p.p.c. Neuer Versuch<br />

im Frühjahr 2022.<br />

■ Oliver Pocher: Orpheum,<br />

Absage 24. <strong>November</strong>, Ersatz<br />

23. Jänner 2022.<br />

■ The Death South: <strong>21.</strong> <strong>November</strong>,<br />

p.p.c., abgesagt, verlegt<br />

auf 20. 11. 2022. (Das p.p.c.<br />

ist seit 17. 11. voraussichtlich bis<br />

10. Dezember geschlossen.)<br />

■ Faber: Der Konzerttermin<br />

im Orpheum am 26. 11. war<br />

schon ein Ersatztermin, wieder<br />

Absage.<br />

(Konzerte: nur ein Auszug)


szene<br />

graz<br />

34 www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

34<br />

Verena Leitold<br />

verena.leitold@grazer.at<br />

Niemand weiß zu 100 Prozent,<br />

was jetzt richtig wäre.“<br />

Discobetreiber Martin Fritz plädiert darauf, auch<br />

andere Meinungen gelten zu lassen: „Wir müssen jetzt an einem<br />

Strang ziehen und dürfen uns nicht entzweien lassen.“ SCHERIAU<br />

Ein Tuntenball im Dschungel<br />

GONE WILD. Exotisch wild soll es am Tuntenball im Februar zugehen. Das Motto lautet nämlich<br />

„Planet Exotica“, der Congress wird zum Dschungel. Durchführen will man den Ball unbedingt.<br />

Nach Absagen von Opernredoute,<br />

Oberlandler,<br />

Ball der Technik, Feuerwehrball<br />

und Co präsentierte das<br />

Team des Tuntenballs in dieser<br />

Woche sein Motto für 2022. „Es<br />

ist eigentlich denkbar schwierig,<br />

in Zeiten wie diesen über Großveranstaltungen<br />

zu sprechen“,<br />

gab Organisator Joe Niedermayer<br />

zu. „Aber man darf nicht vergessen,<br />

dass auch der Tuntenball<br />

aus einer Pandemie heraus entstanden<br />

ist. In den 90er-Jahren<br />

haben wir viele unserer Freunde<br />

und Wegbereiter durch HIV verloren.<br />

Heute können wir mit diesem<br />

Virus leben.“<br />

Sollte es am 19. Februar ir-<br />

gendwie möglich sein, möchten<br />

die Veranstalter den Ball „durchziehen“.<br />

Und in gewisser Art und<br />

Weise müssen sie auch: Die Ein-<br />

Moderatorin<br />

Grazia<br />

Patricia<br />

und Organisator<br />

Joe<br />

Niedermayer<br />

präsentierten<br />

das Thema<br />

für den<br />

Tuntenball<br />

2022. PETZ<br />

nahmen von rund 15.000 Euro<br />

kommen ja einem karitativen<br />

Zweck zugute: Es wird die Arbeit<br />

des lesbischwulen Vereins Rosa-<br />

Stimmungsvolle Premiere<br />

Lila PantherInnen für ein Jahr (zuzüglich<br />

Förderungen) finanziert.<br />

Exotische Expedition<br />

Und es wird wild: Das Motto<br />

für den Ball 2022 lautet „Planet<br />

Exotica“. Es geht auf einen neuen<br />

exotischen Planeten – moderiert<br />

wird die Expedition von Kleinkunstprinzessin<br />

Grazia Patricia.<br />

Als Headliner sind Alle Achtung,<br />

Lisa Pac und Paenda mit dabei.<br />

Vorerst werden – ab sofort – nur<br />

tausend Tickets verkauft, sollte es<br />

im Februar Kapazitätsbeschränkungen<br />

geben. Wenn nicht, werden<br />

weitere freigegeben. Außerdem<br />

stellt man sich auf 2G+ (geimpft/<br />

genesen und PCR-getestet) ein.<br />

■ Die frischgebackene Bürgermeisterin<br />

Elke Kahr sitzt jetzt nicht<br />

nur an den Hebeln der Macht,<br />

sondern am Donnerstag tatsächlich<br />

am Hebel: Sie durfte nämlich<br />

die neue Weihnachtsbeleuchtung<br />

in der Herrengasse einschalten.<br />

Die inzwischen von den Grazern<br />

liebgewonnenen falling christmas<br />

trees sind in die Schmiedgasse gewandert,<br />

in der Haupteinkaufsstraße<br />

der Stadt wartet man jetzt mit<br />

einer modernen (und nachhaltigeren)<br />

LED-Beleuchtung auf: Vertikale<br />

Segel sorgen für romantische<br />

Schneeflocken, aber auch Uhrtürme,<br />

Straßenbahnen und Schriftzüge<br />

werden dort eingeblendet.<br />

Am Eisernen Tor und am Eck des<br />

Hauptplatzes gibt’s außerdem zwei<br />

Fotopoints. Zur Premiere kamen<br />

etwa auch Citymanager Heimo<br />

Maieritsch, Holding-Marketingleiter<br />

Richard Peer sowie der zuständige<br />

Abteilungsleiter Wolfgang<br />

Konrad von der Energie Graz.<br />

Holding-Marketingleiter<br />

Richard Peer,<br />

Bürgermeisterin<br />

Elke<br />

Kahr und<br />

Citymanager<br />

Heimo<br />

Maieritsch<br />

(v. l.)<br />

HOLDING GRAZ/FISCHER


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

szene graz 35<br />

GEPA, KK<br />

Andreas Gabalier<br />

GEBURTSTAGSKINDER<br />

Happy Birthday statt Hulapalu! DER WOCHE<br />

Der Volks-Rock-’n’-Roller feiert<br />

heute seinen 37. Geburtstag.<br />

Happy Birthday!<br />

Markus „Gonzo“ Renger<br />

Grund zu feiern: Der DJ und<br />

Moderator wird am kommenden<br />

Freitag 48 Jahre alt.<br />

Wolfgang Mair alias<br />

Kowalski hat immer<br />

schon gemalt und<br />

vor der Leinwand<br />

entspannt. Wir<br />

verlosen einen<br />

signierten Druck von<br />

„Panda“ (am Bild<br />

rechts). SCHERIAU (2)<br />

Pinsel statt Ball<br />

TOP. Der ehemalige Fußball-Star Wolfgang Mair ist unter dem Pseudonym Kowalski als Künstler<br />

unterwegs. Jetzt stellt er in der Grazer Bakerhouse Gallery aus. Wir verlosen einen signierten Druck!<br />

Von Verena Leitold<br />

verena.leitold@grazer.at<br />

Wolfgang Mair ist vielen<br />

als Fußballer bekannt.<br />

Er spielte beim FC Tirol<br />

Innsbruck, mit dem er auch dreimal<br />

Meister wurde, dann etwa<br />

im Nationalteam, bei Pasching,<br />

Wacker Tirol, Red Bull Salzburg<br />

und Austria Wien, mit der er<br />

auch Cup-Sieger wurde. Was wenige<br />

wissen: Er ist inzwischen als<br />

Künstler unter dem Namen Kowalski<br />

erfolgreich.<br />

„Das ist mein Spitzname seit<br />

der Maturareise – wieso, weiß ich<br />

nicht mehr so genau“, lacht er.<br />

„Als Kicker hab ich Tische dann<br />

auch immer unter diesem Namen<br />

reserviert, damit man mich<br />

nicht gleich erkennt und jeder<br />

sofort weiß, wer ich bin.“<br />

Schon in seiner Zeit als Fußballer<br />

hat Mair aber zum Ausgleich<br />

gemalt. „Mir hat das immer<br />

Ruhe gegeben und mich<br />

geerdet. Man kann beim Malen<br />

super abschalten – und ich hatte<br />

dann nicht mehr immer den<br />

gleichen Fußball-Film laufen.“<br />

Dabei werden gerade Fußballern<br />

stereotyperweise ja nicht<br />

unbedingt besondere musische<br />

und feinmotorische Fähigkeiten<br />

nachgesagt. „Es gibt viele, viele<br />

Klischees – sowohl über Fußballer<br />

als auch über Künstler! Der<br />

eine hat kein Geld, der andere<br />

zu viel. Der eine achtet akribisch<br />

auf seine Gesundheit, der andere<br />

hat ein Drogenproblem. Ich bin<br />

wahrscheinlich ein Mittelding<br />

zwischen Fußballer und Künstler“,<br />

schmunzelt Mair.<br />

Werk- und wortgewandt<br />

Aktuell stellt der 41-Jährige seine<br />

Werke in der Bakerhouse Gallery<br />

in der Herrgottwiesgasse<br />

aus. Dort sind momentan auch<br />

Hausherr Tom Lohner sowie die<br />

Künstler Jörg Döring, Banksy,<br />

Kaws (international) und Marion<br />

Rauter und Tamara Kolb<br />

(national) zu sehen.<br />

Von Kowalski werden dabei<br />

unterschiedliche Serien ausgestellt.<br />

Etwa die „Vulnerable Animals“,<br />

eine Tier-Reihe, die im<br />

ersten Lockdown entstanden<br />

ist. Dabei stellt sich Mair unter<br />

dem Motto „Animal Lives Matter“<br />

etwa die Fragen: „Was für ein<br />

Leben haben wir uns entworfen<br />

– ist es unserer Art gerecht? Sind<br />

Menschen immer noch Tiere?<br />

Und ist unser Dschungel nicht<br />

auch der ihre?“<br />

Eine andere Serie hat den Titel<br />

„Brains Are The New Boobs/<br />

Balls“ bekommen. Dabei arbeitet<br />

der Künstler mit Porträtfotos auf<br />

Metall gedruckt und Acryl. Dazu<br />

gehören scharfsinnige Texte und<br />

Headlines wie „Porn to love“, „Ich<br />

bin nicht dumm, ich verhüte nur“<br />

oder „Bist du geistig gut bestückt?“.<br />

Eine Besonderheit der Kowalski-Kunst:<br />

Auch die Rückseite ist<br />

Teil des Werks und wird gestaltet<br />

– wie ein kleines Geheimnis zwischen<br />

Künstler und Käufer, das<br />

nicht für jeden sofort sichtbar<br />

ist, wenn das Bild an der Wand<br />

hängt. „Für mich wäre es schade,<br />

den Raum aufzugeben, ich kann<br />

der Kunst so einen zusätzlichen<br />

Bezug geben. Hinten arbeite ich<br />

sehr intuitiv, vorne eher konzeptionell.<br />

Ein bisschen wie früher<br />

bei der A- und B-Seite von Platten“,<br />

erklärt Mair.<br />

G E W I N N S P I E L<br />

Signierter Druck<br />

von Künstler Kowalski zu<br />

gewinnen!<br />

Wieso müssen Sie ihn haben?<br />

E-Mail mit Betreff „Kowalski“<br />

und Telefonnummer an:<br />

gewinnspiel@grazer.at<br />

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn nicht<br />

übertragbar. Einsendeschluss: 20.12.20<strong>21.</strong> Gewinner<br />

werden telefonisch verständigt und sind<br />

mit der Veröffentlichung einverstanden.


36 szene<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

E V E N T S<br />

In bester<br />

Gesellschaft<br />

Von Verena Leitold<br />

✏ verena.leitold@grazer.at<br />

Mitarbeit: Valentina Gartner<br />

Preise für beste<br />

Abenteuerfilme<br />

■ Das Mountainfilm Festival<br />

ging mit der Langen Nacht des<br />

Bergfilms zu Ende. Den Grand<br />

Prix Graz überreichten Direktor<br />

Robert Schauer und Stadtrat<br />

Günter Riegler den Machern<br />

des Films „The Red House“.<br />

R. Schauer, Gabriele u. Richard<br />

Weber, G. Riegler (v. l.)ACHROMATIC PHOTOGRAPHY<br />

Neue Schau im<br />

Grazer Bruseum<br />

■ Im Bruseum wurde eine neue<br />

Ausstellung mit Werken der<br />

Künstler Günter Brus und Alfons<br />

Schilling – kuratiert von Roman<br />

Grabner – eröffnet. Diese<br />

beschäftigt sich mit der Adaption<br />

und Überwindung des Informel<br />

in der österreichischen Nachkriegskunst<br />

um 1960. Gezeigt<br />

werden zentrale sowie nahezu<br />

unbekannte Arbeiten aus jener<br />

kurzen Zeit, die zu einer Neuausrichtung<br />

der Kunst führte.<br />

Künstler Günter Brus (l.) mit<br />

Kurator Roman Grabner UMJ/NSTROY<br />

Christkindlmärkte eröffnet: Einige Grazer nutzten die Chance für Punsch und Glühwein vor dem Lockdown. SCHERIAU (3)<br />

<br />

Letzte Chance für einen Punsch<br />

■ Über den Grazer Weihnachtsmärkten<br />

schwebte schon<br />

lange vor der Eröffnung ein Damoklesschwert.<br />

Im letzten Jahr<br />

wurde aufgebaut und dann,<br />

ohne aufzusperren, wieder abgebaut.<br />

Und auch heuer war<br />

sich einen Tag vor dem Tag der<br />

Tage niemand sicher, ob man<br />

eröffnen können würde. Aber es<br />

kam so weit. Im Stadtsenat entschied<br />

man sich, keine zusätzliche<br />

Verordnung zu der der Bundesregierung<br />

herauszugeben.<br />

Während diese den Lockdown<br />

ab Montag verkündete, sperrten<br />

zeitgleich die ersten Punschstandln<br />

am Hauptplatz auf. Bis<br />

Sonntagabend können geimpfte<br />

bzw. genesene Glühweinfans<br />

also die Grazer Weihnachtsmärkte<br />

genießen – außer am Eisernen<br />

Tor und am Franziskaner<br />

Platz, diese fallen in diesem Jahr<br />

so oder so aus. Es gilt die 2-G-<br />

Regel, diese wird an zentralen<br />

Stellen kontrolliert, dafür gibt’s<br />

ein farbiges Band (jeden Tag ein<br />

Alle Fotos auf<br />

www.grazer.at<br />

Die Erfolgsband „Alle Achtung“ mit Wirt Roman Pekarz<br />

(3. v. r.) bei der Eröffnung des Kreuzwirt in Thal KK<br />

So ehrenvolle Leistungen<br />

■ Auch diese Woche hieß es wieder „Ehre, wem Ehre<br />

gebührt“. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer<br />

und Vize Anton Lang überreichten Große Ehrenzeichen<br />

des Landes Steiermark an zehn Persönlichkeiten:<br />

etwa an Dagmar Bojdunyk-Rack für ihr jahrzehntelanges<br />

Engagement beim Verein Rainbows, der am<br />

Freitag Geburtstag feierte. Der ehemalige Leiter des<br />

Chorverbandes Alfred Hudin bekam nach dem Ehrenzeichen<br />

der Stadt Graz letzte Woche jetzt auch noch das<br />

des Landes. Unter den Gästen gratulierten Landesrat<br />

Christopher Drexler, die Klubobleute Barbara Riener<br />

(ÖVP) und Mario Kunasek (FPÖ), die Landtagsabgeordneten<br />

Bruno Aschenbrenner und Robert Reif sowie<br />

der ehemaligen Landtagspräsident Franz Majcen.<br />

Alle Fotos auf<br />

www.grazer.at<br />

anderes) für die Konsumation.<br />

Registrieren muss man sich am<br />

jeweiligen Markt. Bis 22 Uhr hat<br />

man heute also die vielleicht<br />

letzte Chance, in diesem Jahr<br />

auf einen Christkindlmarkt zu<br />

gehen. Was trotzdem fix ist: Die<br />

Weihnachtsbeleuchtung strahlt<br />

seit Donnerstag, nächsten Samstag<br />

– am ersten Adventsamstag<br />

– werden auch der Christbaum<br />

am Hauptplatz illuminiert und<br />

die Eiskrippe im Landhaushof<br />

eröffnet. <br />

VENA<br />

Der Kreuzwirt ist wieder da<br />

■ Der Kreuzwirt in Thal wurde 1,5 Jahre lang intensiv<br />

umgebaut, letzte Woche hat er nun endlich wieder eröffnet.<br />

Da musste natürlich auch der bekannteste Musik-Export<br />

der Gemeinde aufspielen: Alle Achtung wurden ihrem<br />

Namen beim Tag der offenen Tür gerecht. Und auch<br />

Bürgermeister Matthias Brunner, Landesrätin Barbara<br />

Eibinger-Miedl und Gastronomieobmann Klaus Friedl<br />

schauten vorbei, um den Betreibern Roman und Claudia<br />

Pekarz zu gratulieren. Mit dem Kreuzwirt wurde<br />

nach dem Kaffeehaus Thalerei nun die zweite Säule eröffnet<br />

– nächstes Jahr soll im Sommer noch die dritte mit<br />

einem gemütlichen Selbstbedienungsbuschenschank<br />

auf der Grünfläche hinter dem Haus folgen.<br />

Hermann Schützenhöfer und Vize Anton Lang überreichten<br />

an Dagmar Bojdunyk-Rack das Ehrenzeichen. FRANKL


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at szene<br />

Einzigartiges Clubbing in Graz<br />

■ Südsteirische Weine, ausgefallenes<br />

Essen und die besten Beats<br />

der Stadt – genau so kann man<br />

sich die Veranstaltung am vorherigen<br />

Wochenende der Familie<br />

Grossauer-Widakovich vorstellen.<br />

Unter dem Motto „Wine,<br />

Dine and Disco“ wurde das<br />

Schlossberg Restaurant zu einem<br />

Schauplatz der Grazer Szene.<br />

Insgesamt fünf Gänge gab es:<br />

von asiatischer Küche über italienische<br />

Köstlichkeiten bis hin<br />

zu Barbecue-Highlights – alles<br />

von Christof Widakovich selbst.<br />

Begleitet wurden die Gerichte<br />

von Weinen von Alex Sattler,<br />

Philipp Hack-Gebell, Hannes<br />

Wruss, Hannes Sabathi und Jürgen<br />

Trummer und von Disco-<br />

Beats der Szene-DJs Chris the<br />

Curl Kent, Lisana und B.Side.<br />

Das wollten sich auch die Szene-<br />

Gastronomen Rene Janger und<br />

Michael Schunko, Arzt Sascha<br />

Doder, Architekt Jörg Jandl und<br />

der Snowboarder Arvid Auner<br />

nicht entgehen lassen. In der Partyhöhle<br />

zu Gast waren zudem die<br />

Blogger und Influencer Badgalfani,<br />

GrazWellness, Eva Saischegg,<br />

lakatyfox und blondiebrownie.<br />

sis.<br />

Die Gänge wurden musikalisch<br />

in Szene gesetzt und beim<br />

Anrichten damit unterstrichen.<br />

Auch bei der Deko setzte man auf<br />

Glitzer, Glamour und Disco-Feeling<br />

pur. Ein Clubbing, welches es<br />

so in Graz noch nicht gegeben hat<br />

– und es war bestimmt nicht das<br />

letzte.<br />

VALI<br />

37<br />

Carina & Lisa alias blondiebrownie.sis<br />

& Katrin alias lakatyfox MARKUS HIMBERGER (2)<br />

Gastronom Michael Schunko mit Gastgeber<br />

& Koch Christof Widakovich<br />

Alle Fotos auf<br />

www.grazer.at<br />

Für beste Disco-Vibes sorgte unter<br />

anderen der DJ Chris Kent. NIEDERWIESER


38<br />

eco<br />

graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Fabian Kleindienst<br />

38 fabian.kleindienst@grazer.at<br />

Es braucht dringend wieder einen<br />

Gesamtplan, der für die Menschen<br />

nachvollziehbar ist.“<br />

WK-Steiermark-Präsident Josef Herk fordert von der Politik wieder<br />

mehr Planbarkeit und eine Impfpflicht, um Lockdowns zu vermeiden.<br />

Wirtschaftsvertreter begrüßen Stadtregierung:<br />

„Gemischte Gefühle“,<br />

Paul Spitzer, Regionalstellenobmann der Wirtschaftskammer Graz (l.), und Stefan Stolitzka, Präsident der steirischen<br />

Industriellenvereinigung bezogen diese Woche zur neuen Grazer Stadtregierung Stellung. <br />

FISCHER, KANIZAJ<br />

Neue Mitglieder aus Graz und GU:<br />

Klimabündnis-Betriebe<br />

FORTSCHRITTLICH.<br />

Einige Betriebe aus<br />

Graz wurden aufgrund<br />

ihres Engagements<br />

und ihrer Maßnahmen<br />

in das Klimabündnis<br />

aufgenommen.<br />

V. l. n. r.: Friedrich Hofer (Klimabündnis), Landesrätin U. Lackner, Klaus Purkarthofer<br />

(Eisma nufaktur), Julia Karimi-Auer (Landesregierung), Anja Stenglein (Klimabündnis)<br />

KLIMABÜNDNIS<br />

■ Die Auswirkungen des Klimawandels<br />

und der Kampf dagegen<br />

werden politisch immer stärker<br />

zum Thema – auch Player aus der<br />

Wirtschaft gehen in Graz schon mit<br />

Innovationen als Vorbilder voran.<br />

Ein paar Unternehmen aus dem<br />

Großraum Graz wurden diese Woche<br />

von Klimaschutzlandesrätin<br />

Ursula Lackner als sogenannte<br />

„Klimabündnisbetriebe“ präsentiert.<br />

Neben steiermarkweit fünf<br />

weiteren Einrichtungen – wie der<br />

Landesentwicklung Steiermark,<br />

dem Dachverband der Österreichischen<br />

Naturparke und der Grazer<br />

Gemeinde der evangelisch-methodistischen<br />

Kirche – wurden drei Betriebe<br />

aus Graz aufgenommen.<br />

☞ Der Garten-Fachmarkt Bellaflora.<br />

In der neuen Niederlassung<br />

in Graz-St. Peter werden biologisch<br />

kultivierte Pflanzen, ein Raritätensortiment<br />

und natürliche<br />

Stärkungsmittel sowie organischer<br />

Dünger angeboten.<br />

☞ Dean & David, wo vor allem<br />

auf Lebensmittel ohne Geschmacksverstärker<br />

und Konservierungsstoffe<br />

geachtet wird.<br />

☞ Eismanufaktur Purkarthofer.<br />

Der beliebte Betrieb aus Fernitz hat<br />

eine Photovoltaik-Anlage errichtet,<br />

erstellt eine Gemeinwohlbilanz<br />

und hat eine neue Produktlinie<br />

„Gelato for Future“. Dabei werden<br />

die Produkte aus Zutaten aus regenerativen<br />

Landwirtschaftsformen<br />

hergestellt.


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz eco 39<br />

➜<br />

TEURER<br />

GETTY (2), FISCHER<br />

Wahlarzt, Facharzt +6,3 %<br />

Für einen Arztbesuch muss man laut<br />

Statistik Austria etwas tiefer in die<br />

Tasche greifen als vor einem Monat.<br />

Seilbahnen und Lifte –2,3 %<br />

Gerade rechtzeitig zur Schisaison,<br />

sollte heuer eine möglich sein: Seilbahnen<br />

wurden etwas billiger.<br />

BILLIGER<br />

➜<br />

Seitens der WKO-Regionalstelle<br />

Graz heißt es, es sei coronabedingt<br />

„dringend nötig, dass die neue Grazer<br />

Stadtregierung einen Fokus auf<br />

die Wirtschaftsentwicklung legt“,<br />

so Regionalstellenobmann Paul<br />

Spitzer. Das Regierungsprogramm<br />

habe man mit gemischten Gefühlen<br />

aufgenommen. Die Umsetzung<br />

der Süd-West-Linie und die Umgestaltung<br />

des Griesplatzes wird<br />

beispielsweise begrüßt, gleichzeitig<br />

warnt Regionalstellenleiter Viktor<br />

Larissegger vor einer „stufenweisen<br />

Umsetzung eines autofreien<br />

Stadtzentrums“. Insgesamt habe<br />

man sich im Verkehrsbereich mehr<br />

erhofft. Spitzer: „Angesichts langer<br />

Vorlaufzeiten braucht es rasch erste<br />

Schritte, wenn es um Großprojekte<br />

geht: Wir denken hier zum Beispiel<br />

an die Straßenbahn Nord-Westaber<br />

auch Zuversicht<br />

ERWARTUNGSVOLL.<br />

Kaum war der neue<br />

Gemeinderat konstituiert,<br />

meldeten sich WK<br />

und IV zur Stadtregierung<br />

zu Wort.<br />

Von Fabian Kleindienst<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

Seit Mittwoch hat Graz mit Elke<br />

Kahr (KPÖ) offiziell seine erste<br />

Bürgermeisterin – und eine<br />

neue Koalition aus KPÖ, Grünen<br />

und SPÖ. Mittlerweile meldeten<br />

sich auch schon Wirtschaftsvertreter<br />

zu Wort und meldeten ihre<br />

Erwartungen an die neue Stadtregierung<br />

an.<br />

Sorge um die Geschenke<br />

■ Auch der Weihnachtseinkauf<br />

steht in diesem Jahr erneut ganz<br />

im Zeichen Coronas. Zwar wollen,<br />

laut Untersuchungen von KMU<br />

Forschung Austria, heuer mehr<br />

Menschen Geschenke kaufen<br />

(Steigerung von 85 auf 92 Prozent),<br />

gleichzeitig sinkt das geplante<br />

Budget von 350 Euro 2020 auf<br />

310 Euro. Die Haupteinkaufszeit<br />

hätte sich auf Anfang Dezember<br />

verschieben sollen – diese Annahmen<br />

dürften durch den Lockdown<br />

aber nicht mehr gelten.<br />

Rund sieben Geschenke planen<br />

die Steirer ab 15 Jahren heuer im<br />

Durchschnitt einzukaufen. Das<br />

Ranking der häufigsten Weihnachtspräsente<br />

wird einmal mehr<br />

von Gutscheinen angeführt – die<br />

Hälfte der Konsumenten (51 Prozent)<br />

beabsichtigen, diese für ihre<br />

Liebsten unter den Christbaum zu<br />

legen. Auf Platz zwei des Rankings<br />

liegen Spielwaren (37 Prozent), gefolgt<br />

von Kosmetika (28 Prozent).<br />

Auch Bücher sind mit 23 Prozent<br />

beliebt.<br />

Wolfgang Ziniel von der KMU Forschung Austria, WKO-Handelsobmann Gerhard<br />

Wohlmuth und Helmut Zaponig, Geschäftsführer der Sparte Handel FISCHER<br />

Linie nach Gösting, den Ausbau<br />

von P&R-Plätzen oder auch den<br />

S-Bahn-Ausbau.“ Positiv beurteilt<br />

wird seitens der Wirtschaftskammer,<br />

dass im Regierungsprogramm<br />

ein ausgeglichener Haushalt als<br />

Leitlinie festgelegt wird, kritisiert<br />

wird unter anderem, dass der Flughafen<br />

im Programm keine Erwähnung<br />

findet.<br />

Industriellenvereinigungs-Präsident<br />

Stefan Stolitzka gab sich in<br />

einer ersten Stellungnahme zuversichtlich<br />

hinsichtlich der künftigen<br />

Zusammenarbeit. „Das Regierungsübereinkommen<br />

ist von ambitionierten<br />

Vorhaben in den Bereichen<br />

Soziales und Umwelt geprägt.“ Hier<br />

leiste auch die Industrie viel. Gut<br />

sei, dass Zukunftsthemen wie der<br />

Breitbandausbau von der Stadtregierung<br />

angesprochen werden.<br />

Martina Kaufmann<br />

Die Nationalratsabgeordnete Martina Kaufmann rechnet die Auswirkungen der<br />

Steuerreform der Bundesregierung für Grazer vor. GETTY, PARLAMENTSDIREKTION/PHOTO SIMONIS<br />

Steuerreform für Grazer<br />

■ Die ökosoziale Steuerreform<br />

der Bundesregierung sorgte vor<br />

einigen Wochen für großes Aufsehen.<br />

Doch was bedeutet sie<br />

eigentlich für Grazer konkret?<br />

„Gesenkt wird die zweite Einkommensstufe<br />

von 35 auf 30 Prozent<br />

ab Juli 2022, das bringt den<br />

Grazer Steuerpflichtigen bis zu<br />

650 Euro Entlastung pro Jahr. Die<br />

dritte Einkommensstufe wird<br />

von 42 auf 40 Prozent ab Juli 2023<br />

gesetzt und bringt für die Grazer<br />

eine Entlastung von bis zu 580<br />

Im Q5 in Reininghaus stehen Gewerbeflächen<br />

zur Verfügung. PENTAPLAN ZT GMBH<br />

Förderung in<br />

Reininghaus<br />

■ Die Wirtschaftsabteilung<br />

der Stadt Graz hat neue Förderungen<br />

für Gewerbetreibende<br />

im Stadtteil Reininghaus eingerichtet,<br />

um die dortige Entwicklung<br />

und damit die Grazer<br />

Wirtschaft zu stärken. Vor allem<br />

nachhaltige, innovative, klimafreundliche<br />

Unternehmen<br />

werden bei Nettomiet- und Betriebskosten<br />

unterstützt.<br />

Euro pro Jahr“, erzählt die Grazer<br />

ÖVP-Nationalratsabgeordnete<br />

Martina Kaufmann. Erhöht wird<br />

der sogenannte Familienbonus,<br />

von 1500 auf 2000 Euro pro Kind<br />

und Jahr, ab 1. Juli 2022. „Davon<br />

haben schon 42.000 Kinder in<br />

Graz profitiert“, so Kaufmann.<br />

„Das Mitarbeiter-Beteiligungsmodell<br />

bringt bis zu 3000 Euro<br />

steuerfrei für die Arbeitnehmer.<br />

Jeder vollzeitbeschäftigte Grazer<br />

wird um mindestens 300 Euro<br />

pro Jahr entlastet.“


40 eco<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

W I R T S C H A F T<br />

EcoNews<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

Wichtel Challenge<br />

■ Seit Wochen sammelt das<br />

Team der „Wichtel Challenge“<br />

auch in der Steiermark Herzenswünsche<br />

von sozial bedürftigen<br />

Menschen. Die verloren geglaubten<br />

Wünsche stehen noch bis<br />

12. Dezember online auf www.<br />

wichtelchallenge.at zur Verfügung<br />

und warten darauf, erfüllt zu<br />

werden. Mitmachen kann jeder.<br />

Das steirische Team um Koordinator<br />

Hubert Gasperl (vorne, 2. v. l.) DAGMAR LEIS<br />

Werner Beutelmeyer (Marketinstitut), Julia<br />

Knapitsch und M. Viet (PAYER) CONNY LEITGEB<br />

PAYER ausgezeichnet<br />

■ Die PAYER-Group, mit Hauptsitz<br />

in St. Bartholomä, wurde<br />

– passend zum heurigen 75-jährigen<br />

Jubiläum – vom MARKET-<br />

INSTITUT zum besten Arbeitgeber<br />

der Steiermark <strong>2021</strong> in der<br />

Kategorie „Top 5 Mitarbeiterbindung“<br />

ausgezeichnet. Zuvor<br />

wurden Arbeitnehmer zu verschiedenen<br />

Bereichen in ihrem<br />

Unternehmen befragt. „Personalmanagement<br />

ist heute mehr denn<br />

je ein erfolgskritischer Faktor und<br />

hat für PAYER eine hohe strategische<br />

Bedeutung“, betonte Payer-<br />

CEO Michael Viet.<br />

Gaspreise steigen an<br />

■ Die Entwicklung auf den internationalen<br />

Energiemärkten trieb<br />

die Gaspreise in den vergangenen<br />

Monaten für alle Energieunternehmen<br />

extrem nach oben: Die<br />

Kostensteigerungen im Einkauf<br />

liegen bei rund 43 Prozent. Daher<br />

gab die Energie Steiermark diese<br />

Woche bekannt, erstmals nach<br />

über zehn Jahren zu einer Preisanpassung<br />

gezwungen zu sein.<br />

Die Gasrechnung für einen durchschnittlichen<br />

Haushalt (15.000<br />

kWh) wird ab 1. Jänner 2022 um<br />

16,4 Prozent steigen. Das bedeutet<br />

monatliche Mehrkosten von rund<br />

13,60 Euro. „Mit deutlich erhöhten<br />

Investitionen in Sonnenenergie,<br />

Wind- und Wasserkraft sowie<br />

in die Produktion von grünem<br />

Wasserstoff wollen wir die Ökologisierung<br />

des Industrie- und Wärmebereiches<br />

weiter vorantreiben<br />

und die Abhängigkeit von Gas in<br />

den kommenden Jahren deutlich<br />

reduzieren“, betont dazu das Vorstands-Duo<br />

Christian Purrer und<br />

Martin Graf.<br />

Die Energie-Steiermark-Vorstände Christian Purrer und Martin Graf wollen in der<br />

Zukunft mit nachhaltigen Investitionen die Abhängigkeit von Gas verringern.STEFAN FRIESINGER<br />

Neuer Gutschein<br />

■ 51 Prozent der Steirer beschenken<br />

ihre Liebsten zu<br />

Weihnachten mit Gutscheinen.<br />

Künftig geht das auch nachhaltig.<br />

Das Grazer In stitut für Nachhaltiges<br />

Wirtschaften hat nun<br />

gemeinsam mit regionalen Unternehmen<br />

„Gustav, den Gutschein<br />

für Nachhaltiges“ entwickelt.<br />

Er kann in Betrieben in<br />

Graz und Umgebung eingelöst<br />

werden, die Palette reicht von<br />

fairer und Secondhand-Mode<br />

über regionale Speisen bis zu<br />

Upcycling-Möbeln.<br />

Mit „Gustav“ ist nachhaltiges<br />

Schenken künftig einfacher.<br />

GUSTAV<br />

Christian Steinborn, Beatrix Eiletz, N.<br />

Schunko, Brigitte Schwarz-Stine FLORIAN FÜHRER<br />

„Stress lass nach“<br />

■ Die Gewerkschaft GPA forderte<br />

diese Woche eine dringende<br />

Entlastung für Arbeitnehmer.<br />

„Wenn 35 Prozent der Befragten<br />

glauben, dass sie dem Arbeitsdruck,<br />

dem sie derzeit ausgesetzt<br />

sind, bis zur Pension nicht<br />

standhalten können, müssen die<br />

Alarmglocken schrillen“, fasst<br />

Norbert Schunko, GPA-Geschäftsführer,<br />

ein Ergebnis einer<br />

aktuellen IFES-Umfrage zusammen.<br />

Corona habe die Lage verschlimmert.<br />

Das SONNENTOR-Team zum Jubiläum: Andrea Klamminger (Teamleiterin),<br />

Martina Dorninger, Gertrude Gaulhofer und Xenia Berger<br />

SONNENTOR<br />

Zehn Jahre Sonnentor<br />

■ In der Grazer Innenstadt wurde<br />

diese Woche das 10-jährige<br />

Jubiläum des SONNENTOR-Geschäfts<br />

in der Sporgasse gefeiert.<br />

„Wir haben den Anlass genutzt<br />

und eine ganze Jubiläumswoche<br />

veranstaltet. Es gab eine besondere<br />

Aktion, passend zur Jahreszeit“,<br />

berichtet die Grazer Teamleiterin<br />

Andrea Klamminger. Für die<br />

Kunden gab es Überraschungsgeschenke.<br />

Der Standort hat eine Geschichte,<br />

die viel länger als zehn<br />

Jahre zurückreicht. Einstmals<br />

gegründet als Hofapotheke<br />

von Erzherzog Karl fand sich<br />

schließlich 447 Jahre später SON-<br />

NENTOR im Geschäftslokal ein.<br />

Der Grundgedanke blieb ähnlich,<br />

denn auch in der Apotheke wurde<br />

vorrangig altes Kräuterwissen<br />

zur Heilung angewandt. Und<br />

noch heute zollt man der Vergangenheit<br />

Respekt, durch den alten<br />

Apothekerschrank können schon<br />

mal Gefühle wie damals im Jahr<br />

1564 aufkommen.


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> ANZEIGE<br />

eco 41<br />

Bildung ermöglicht Karriere<br />

Sich früh über Bildung Gedanken zu machen<br />

lohnt sich, auch neben einem Job ist viel möglich.<br />

Gerade in wirtschaftlichen und technischen Bereichen gibt es Top-Angebote.<br />

GETTY<br />

Fachkräfte sind aktuell so gefragt<br />

wie noch nie – dementsprechend<br />

hat es sich noch<br />

nie so sehr gelohnt, sich auf die<br />

richtige Bildung zu fokussieren.<br />

In der Steiermark gibt es da Top-<br />

Möglichkeiten, auch berufsbegleitend.<br />

Schon am Dienstag lädt die<br />

FH CAMPUS 02 online zum „Early<br />

Bird Open House“ – weil nur<br />

der frühe Vogel „den Schnabel<br />

vorne“ hat. Früh-Entscheider können<br />

da virtuell in das breite Angebot<br />

an Sessions und Schnupper-<br />

Lehrveranstaltungen eintauchen,<br />

Studierende und Mitarbeiter beraten.<br />

Für alle, die ihr Wunschstudium<br />

schon mal etwas besser<br />

kennenlernen wollen. Start ist<br />

um 15 Uhr, es ist keine Anmeldung<br />

nötig, Interessierte können<br />

sich ihr Programm individuell zusammenstellen.<br />

Berufsbegleitend<br />

Eine Option für noch Suchende,<br />

die schon im Berufsleben stehen:<br />

Das Studienzentrum Weiz<br />

und Ingenium Education bieten<br />

berufsbegleitende akademische<br />

Weiterqualifizierung im Bereich<br />

Technik und Wirtschaft. Gemeinsam<br />

mit Hochschulpartnern<br />

werden aktuell Diplom-, Bachelor-<br />

und Masterstudien an 30 Unterrichtsorten<br />

in ganz Österreich<br />

angeboten. Ein klares Alleinstellungsmerkmal:<br />

die Kombination<br />

aus beruflicher Erfahrung und<br />

wissenschaftlicher Qualifikation.<br />

Mehr als zwei Drittel der etwa<br />

6800 bisherigen Absolventen<br />

sind heute in Führungspositionen<br />

tätig. Erworbene Kompetenzen<br />

verkürzen die Studienzeit auf<br />

bis zu vier Semester. Im März<br />

geht’s wieder los. Infos auf www.<br />

aufbaustudium.at


42<br />

viva<br />

graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Valentina Gartner<br />

42 valentina.gartner@grazer.at<br />

Bitte tragen Sie Maske, bitte<br />

desinfizieren Sie Ihre Hände und<br />

halten Sie Abstand.“<br />

Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß appelliert<br />

nochmals an die Menschen, achtzugeben. KK<br />

Expertin klärt auf:<br />

Kürbis-Pilz-Gulasch<br />

Zutaten: 1 Hokkaido, 300 g Pilze, 1 Handvoll<br />

Grünkohl, 2 rote Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 1 TL<br />

Olivenöl, 3 EL Tomatenmark, 1 EL Paprikapulver, 1<br />

TL geräuchertes Paprikapulver, 1 TL Kümmel, 500<br />

ml Gemüsebouillon, Salz & Pfeffer, 150 g Maroni<br />

(vorgegart), 100 ml pflanzliches Obers<br />

Zubereitung: Zwiebel schälen und in Würfel<br />

schneiden. Kürbis waschen, vierteln, Kerngehäuse<br />

entfernen, dann in Würfel schneiden. Knoblauch fein<br />

hacken. Zwiebel mit Olivenöl andünsten, Tomatenmark,<br />

Knoblauch und Paprikapulver zufügen und<br />

mitdünsten. Kürbis dazu und mit Suppe aufgießen, 15<br />

Minuten schmoren lassen. Pilze vierteln. Grünkohl von<br />

der Mittelrippe befreien und hacken. Pilze und Kohl<br />

zum Gulasch geben und 10 Minuten köcheln. Vor dem<br />

Servieren Maroni und Sahne unterheben.<br />

Das Auge isst bekanntlich mit:<br />

In der veganen Küche ist es fast<br />

immer farbenfroh. KK (2)<br />

G E S U N D H E I T<br />

SprechStunde<br />

valentina.gartner@grazer.at<br />

Kältetelefon ab<br />

sofort erreichbar<br />

■ Wenn es draußen kälter<br />

wird, ist die Not, kein Bett im<br />

Warmen zu haben, besonders<br />

groß – unter der Nummer<br />

0 676/88015 8111 hilft das Kältetelefon<br />

weiter. Wer in Graz den<br />

Schlafplatz eines obdachlosen<br />

Menschen bemerkt und helfen<br />

möchte, kann deshalb ab sofort<br />

und täglich von 18 bis 24 Uhr<br />

das Caritas-Kältetelefon anrufen.<br />

Das ehrenamtliche Team<br />

nimmt dann unter Berücksichtigung<br />

der Covid-19-Vorgaben<br />

Kontakt zu dem Obdachlosen<br />

auf und bringt ihn in einer Notschlafstelle<br />

unter. Personen, die<br />

eine Unterbringung ablehnen,<br />

erhalten als Not-Paket einen<br />

warmen Schlafsack, eine Decke<br />

und eine Jacke.<br />

Heute kann man beim Flohmarkt<br />

Instrumente ergattern. CLEMENS NESTROY<br />

Die 10. Tagung zur<br />

Musiktherapie<br />

■ In ihrer Jubiläumstagung diskutiert<br />

die „Grazer Ausbildung<br />

Musiktherapie“ (GRAMUTH) an<br />

der Kunstuniversität Graz nur<br />

noch heute über „die Kunst des<br />

Alten und die Kraft des Neuen<br />

in der Musiktherapie“. Deutsche<br />

und österreichische Experten<br />

auf diesem Gebiet beleuchten<br />

in Vorträgen und Workshops<br />

die verschiedenen Ansätze des<br />

musiktherapeutischen Arbeitens<br />

– zwischen Tradition und<br />

Neuerung. Unter anderem findet<br />

heute von 9.30 bis 12 Uhr in den<br />

Räumen der Reiterkaserne ein<br />

Instrumentenflohmarkt statt.<br />

Diabetes: Neue<br />

Technologie<br />

■ Menschen mit Typ-1-Diabetes<br />

müssen ständig den Insulinkatheter<br />

der Insulinpumpe<br />

wechseln. Alle zwei bis drei<br />

Tage ist ein Eingriff notwendig,<br />

der vor allem für Kinder belastend<br />

ist. Thomas Pieber von der<br />

Med Uni Graz hat eine Methode,<br />

die einen Katheterwechsel erst<br />

nach sieben oder mehr Tagen<br />

erlaubt. Für die innovative Forschung,<br />

die patentiert wurde, erhalten<br />

er und sein Team als erste<br />

Wissenschafter überhaupt den<br />

mit 270.000 Euro dotierten Preis<br />

für Präzisionsmedizin der Novo<br />

Nordisk Foundation.<br />

Diabetes-Management wird<br />

damit noch weiterentwickelt. GETTY


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz viva 43<br />

➜<br />

IN<br />

GETTY (2)<br />

Strick<br />

Ob grob oder fein gestrickt, mit Cutouts<br />

oder Stickereien, als Oberteil,<br />

Kleid oder Hose – Strick is IN.<br />

Samt<br />

Das luxuriöse Material Samt wird<br />

vom Strick abgelöst. Letztes Jahr<br />

war es angesagt, heuer ist es OUT.<br />

OUT<br />

➜<br />

Veganismus für jedermann<br />

GESUND. Mit der<br />

Kochschule „Pflanzenküche“<br />

in Seiersberg<br />

klärt Beate Prader über<br />

Veganismus auf. Krankheiten<br />

werden weniger.<br />

Von Valentina Gartner<br />

valentina.gartner@grazer.at<br />

Vegan zu leben steht hoch im<br />

Kurs, man könnte es schon<br />

fast als eine Trend-Lebensweise<br />

bezeichnen. Warum die Ernährung<br />

ohne tierische Produkte<br />

aber tatsächlich etwas Gutes für<br />

Körper und Seele ist, möchte Beate<br />

Prader, leidenschaftliche vegane<br />

Köchin und Expertin für pflanzliche<br />

vollwertige Ernährung, in ihrer<br />

neueröffneten Kochschule „Pflanzenküche“<br />

vermitteln. „Gerade<br />

in diesen Zeiten<br />

arbeiten immer mehr<br />

Menschen von zuhause<br />

aus. Gesundes<br />

Kochen wird<br />

zum immer größeren<br />

Thema. Aber<br />

es darf auch schnell<br />

gehen und Spaß machen“,<br />

ist die begeisterte<br />

Kochtrainerin überzeugt.<br />

Sie zeigt dabei, wie einfach es ist,<br />

sich vegan zu ernähren. „Nicht Verzicht,<br />

sondern Genuss für die ganze<br />

Familie steht im Vordergrund“, sagt<br />

sie. Bunte Salate, deftige Suppen,<br />

Beate Prader<br />

herzhafte Eintöpfe und süße Kuchen<br />

brauchen nicht viel, um die<br />

Gaumen zu verzaubern.<br />

Eine richtig umgesetzte pflanzliche<br />

Ernährung kann sich<br />

nachweislich positiv<br />

auf die Gesundheit<br />

auswirken. So haben<br />

Veganer häufig<br />

einen niedrigeren<br />

Cholesterinspiegel,<br />

ein geringeres Risiko<br />

für Herzkrankheiten,<br />

einen niedrigeren Blutdruck<br />

und ein geringeres<br />

Risiko für Bluthochdruck<br />

sowie ein niedrigeres Risiko, an<br />

Typ-2-Dia betes zu erkranken.<br />

Außerdem haben die meisten<br />

Veganer einen niedrigeren BMI<br />

und seltener Krebserkrankungen.<br />

Dieser Umstand wird damit begründet,<br />

dass eine rein pflanzliche<br />

Ernährung weniger gesättigte Fette<br />

und Cholesterin enthält, dafür<br />

aber einen höheren Anteil an Ballaststoffen,<br />

Magnesium, Vitamin<br />

C, Folat und Carotinoiden. „Meine<br />

Kurse sind für neugierige ,Allesesser‘,<br />

Einsteiger in die vegane Küche<br />

oder für Veganer, die ihre Kochkünste<br />

kreativ erweitern möchten“,<br />

schmunzelt Prader.<br />

Corona-Situation<br />

„Aufgrund des aktuellen Lockdowns<br />

muss ich leider die Dezemberkurse<br />

aussetzen, hoffe aber, ab Jänner wieder<br />

ganz normal meine Kochkurse<br />

und Workshops anbieten zu können“,<br />

so Prader. Alle Termine gibt es<br />

auf www.pflanzenkueche.at.


44 viva<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

2 G auch für<br />

Wintertourismus<br />

SCHIIIIIFOAN. Der Wintersaison steht man<br />

optimistisch gegenüber. Sicherheitskonzepte,<br />

2-G-Regel und Masken in Gondeln garantieren<br />

den Winterspaß. Einige Schigebiete haben<br />

sogar bereits geöffnet.<br />

In wenigen Tagen ist es so weit:<br />

Die Vorbereitungen für die<br />

Schisaison sind in der Zielgeraden,<br />

ein Schigebiet nach dem<br />

anderen sperrt in den kommenden<br />

Tagen und Wochen auf. Mit<br />

Investitionen von 55 Millionen<br />

Euro haben die weiß-grünen Seilbahnbetriebe<br />

ihre Anlagen und<br />

Pisten auf den neuesten Stand<br />

gebracht. Dem Schivergnügen<br />

steht also nichts mehr im Wege,<br />

könnte man zumindest meinen.<br />

„Dennoch steht uns eine schwierige<br />

Saison bevor“, sagt Fabrice<br />

Girardoni, Obmann der steirischen<br />

Seilbahnen. Nichtsdestotrotz<br />

zeigt man sich optimistisch,<br />

und für alle, die es gar nicht mehr<br />

abwarten können, haben einige<br />

Gebiete ihre Pforten bereits jetzt<br />

geöffnet:<br />

Planai: Kalte Temperaturen<br />

und moderne Beschneiungsanlagen<br />

auf den Schladminger Bergen<br />

bescherten den Schigästen bereits<br />

seit über einer Woche einen<br />

Schistart in die Winter­ saison.<br />

Auf der Planai ist<br />

die Märchenwiesebahn<br />

durchgehend in<br />

Betrieb. Auch<br />

GETTY<br />

die Burgstallalmbahn ist seit diesem<br />

Wochenende geöffnet.<br />

Dachsteingletscher: Am<br />

Dachsteingletscher erfolgte<br />

ebenso bereits der Startschuss in<br />

die Schisaison. Der Hunerkogellift<br />

sowie der Austriaschartelift<br />

sind in Betrieb. Alsbald öffnet<br />

auch der Schladmingerlift für<br />

Wintersportfreunde.<br />

Corona-Regeln<br />

„Allen, die kommen können, können<br />

wir ein normales Schifahrerlebnis<br />

ermöglichen. Wie auch<br />

die AGES bestätigt hat, gab es im<br />

Vorjahr keine Cluster beim Schifahren.<br />

Wir haben die Hausaufgaben<br />

gemacht und können den<br />

Gästen einen Freiluftsport bieten,<br />

der coronasicher ist“, so Girardoni.<br />

Die Betriebe haben auch technisch<br />

nachgerüstet: Liftkarten<br />

werden künftig mit dem Grünen<br />

Pass freigeschaltet, sodass die<br />

Drehkreuze die Schigäste mit gültigem<br />

Nachweis passieren lassen.<br />

Bei der Beförderung mit Seilbahnen<br />

ist ein 2-G-Nachweis zu<br />

erbringen: Schifahrer müssen<br />

also geimpft oder genesen sein.<br />

Kinder bis zum 12. Lebensjahr<br />

müssen keinen 2-G-Nachweis<br />

bringen. Für Kinder und Jugendliche<br />

ab zwölf Jahren bis zur<br />

Vollendung der allgemeinen<br />

Schulpflicht (9. Schulstufe)<br />

gilt der Ninja-Pass (auch<br />

am Freitag, Samstag<br />

und Sonntag) als<br />

Nachweis. Das permanente<br />

Tragen einer<br />

FFP2-Maske ist in<br />

allen geschlossenen<br />

Gondeln und Liften<br />

sowie Stationen für<br />

alle ab 14 Jahren verpflichtend.<br />

Am Dachstein können Wintersportfreunde bereits einige Pisten abfahren. In<br />

den kommenden Wochen wird der Rest geöffnet. SCHLADMING-DACHSTEIN | PETER BURGSTALLER


46 viva<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Gesund und fit trotz Lockdown<br />

AKTIV. Gerade in der kalten und nassen Jahreszeit ist es für die Gesundheit wichtig, sich fit zu halten<br />

und aktiv zu bleiben. Das ist trotz Lockdown und geschlossenen Fitnessstudios durchaus möglich.<br />

Von Nina Wiesmüller<br />

nina.wiesmueller@grazer.at<br />

Ausreichend Bewegung und<br />

Sport ist neben gesunder<br />

Ernährung einer der wichtigsten<br />

Faktoren, um das Immunsystem<br />

zu stärken. Denn gerade<br />

Bewegung an der frischen Luft<br />

stärkt die Abwehrkräfte enorm.<br />

Die Voraussetzung hierfür ist natürlich,<br />

dass man es nicht übertreibt<br />

und man sich den Temperaturen<br />

entsprechend kleidet.<br />

Gerade wenn die Temperaturen<br />

unter den Nullpunkt sinken, sollte<br />

man Sprints und Treppenläufe<br />

unbedingt vermeiden, da diese<br />

die Lunge sonst stark schädigen<br />

können. Achtet man jedoch auf<br />

diese Dinge, ist Joggen im Winter<br />

eine tolle Möglichkeit, um sich<br />

fit zu halten. Ein weiterer Vorteil<br />

davon ist natürlich auch, dass<br />

Spazierengehen und Joggen auch<br />

Stress abbauen, was das Immunsystem<br />

ebenfalls stärkt.<br />

Viele Optionen<br />

Aber auch für all diejenigen, für<br />

die Ausdauersport nichts ist, gibt<br />

es im Lockdown genügend Wege,<br />

trotzdem etwas für seinen Körper<br />

zu tun. Eine Möglichkeit sind<br />

zum Beispiel Homeworkouts.<br />

Diese basieren meist auf Übungen,<br />

für die man nur sein eigenes<br />

Körpergewicht oder ganz wenige<br />

Hilfsmittel braucht. Workouts<br />

dieser Art findet man zur Genüge<br />

auf Sozialen Medien wie Instagram<br />

oder Youtube. Für die,<br />

die noch einen Schritt weiter gehen<br />

wollen, empfiehlt es sich, ein<br />

paar Gewichte anzuschaffen. So<br />

kann man die Zeit bis zum Ende<br />

des Lockdowns bestmöglich<br />

überbrücken und dennoch sogar<br />

Fortschritte im Training erzielen.<br />

Natürlich ist nicht jeder ein<br />

Fan von hartem Training, sei es<br />

mit Gewichten oder dem eigenen<br />

Körpergewicht. Allerdings<br />

bietet sich der Lockdown auch<br />

perfekt an, Yoga einmal eine<br />

Chance zu geben beziehungsweise,<br />

wenn man schon Erfahrung<br />

hat, mehr Zeit in den Sport<br />

zu investieren. Yoga ist ja bekanntermaßen<br />

mehr als nur eine<br />

Sportart, im Mittelpunkt stehen<br />

Achtsamkeit und mentale Gesundheit.<br />

Gerade in schwierigen<br />

und aufwühlenden Zeiten wie<br />

diesen, aber auch in der stressigen<br />

Vorweihnachtszeit, ist Yoga<br />

also perfekt geeignet, um zur<br />

Ruhe zu kommen.<br />

Bewegung an der frischen Luft ist immer gut. Gerade im Winter kann<br />

beispielsweise Joggen dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken.<br />

GETTY<br />

Bei Yoga geht es viel um Achtsamkeit. Perfekt also für unruhige Zeiten. GETTY


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

motor 47<br />

„Mission Handgas“<br />

Klebe-Vignette<br />

ist im Verkauf<br />

■ Seit 18. <strong>November</strong> ist die<br />

Klebevignette 2022 in Marille<br />

an 6000 Vertriebsstellen im<br />

In- und Ausland erhältlich. Alternativ<br />

dazu kann die Digitale<br />

Vignette im ASFINAG-Mautshop<br />

oder über die App „Unterwegs“<br />

besorgt werden. Die<br />

Digitale Vignette ist praktisch<br />

und sicher zugleich. Die Klebevignette<br />

<strong>2021</strong> in Apfelgrün<br />

ist noch bis zum 31. Jänner<br />

2022 gültig – ab 1. Februar 2022<br />

muss die Vignette in Marille<br />

geklebt sein. Die Jahresvignette<br />

kostet für Pkw 93,80 Euro,<br />

ein Plus von 1,4 Prozent.<br />

GUTER START. Prominente<br />

Sportler gaben<br />

am Red Bull Ring das<br />

Startsignal für die<br />

„Mission Handgas“.<br />

Beim Auftakt-Event zur Aktion<br />

„Mission Handgas“<br />

am Red Bull Ring nahmen<br />

unter anderen die Sportler Lukas<br />

Müller, Philipp Kuttin und<br />

auch Pepo Puch sowie als „Fußgänger“<br />

Thomas Morgenstern in<br />

den Cockpits Platz. Künftig können<br />

Rollstuhlfahrer das ganze<br />

Jahr über auf Österreichs Grand-<br />

Prix-Rennstrecke und im Driving<br />

Center mit zwei verschiedenen<br />

Porsche-Modellen, die vollständig<br />

auf Handbedienung umgerüstet<br />

sind, Mobilität mit mehr Power<br />

genießen und an ihrer Fahrtechnik<br />

feilen. Der Red Bull Ring baut sein<br />

Angebot an Fahrerlebnissen weiter<br />

aus und richtet sich dabei in ers-<br />

Auftaktveranstaltung zur Aktion „Mission Handgas“ am Red Bull Ring<br />

ter Linie an Menschen mit Querschnittslähmung.<br />

Ab Winter <strong>2021</strong><br />

haben Rollstuhlfahrer am Spielberg<br />

ganzjährig die Wahl zwischen einem<br />

Porsche 718 Cayman S und<br />

einem Porsche 718 Cayman GT4.<br />

Beide Traumautos aus der Zuffenhausener<br />

Sportwagenschmiede<br />

wurden von Spezialisten der Firma<br />

Veigel an die Bedürfnisse von Roll-<br />

PHILIPP PLATZER<br />

stuhlfahrern angepasst und komplett<br />

auf Handbedienung umgerüstet.<br />

Beim offiziellen Start der neuen<br />

Fahrerlebnisse unter dem Titel „Go<br />

with your Pro – Wheels powered<br />

by Veigel“ standen den Gästen der<br />

Motorsport-Experte Reini Sampl<br />

sowie die Red-Bull-Ring-Instruktoren<br />

Patrick Friesacher und Bernhard<br />

Auinger zur Seite.


48 motor<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Elektro-Luxuslimousine<br />

<br />

■ Leistung: Systemleistung 33 PS<br />

(245 kW), Beschleunigung<br />

0–100 km/h in 6,2 Sekunden,<br />

Höchstgeschwindigkeit 210<br />

km/h<br />

■ Getriebe und Antriebsart:<br />

Automatikgetriebe,<br />

Hinterradantrieb<br />

■ Motor: Elektromotor<br />

■ Typ: Limousine mit<br />

Fließheck<br />

■ Reichweite: 640 km<br />

■ Batterie-Bauart: Lithium-Ionen<br />

■ Batteriespannung: 396 Volt<br />

Mercedes EQS 450+<br />

■ Abmessungen: Länge 5,21 Meter, Breite 1,92 Meter, Höhe 1,51<br />

Meter, Leergewicht 2480 Kilo, Radstand 3210 mm, Bodenfreiheit<br />

134 mm, Kofferraumvolumen 610 bis 1770 Liter<br />

■ Aufladen: Ladeanschluss Typ 2 Ladezeit 0–640 km 11,45 Stunden,<br />

Schnellladeanschluss CCS 200 kW Schnellladezeit (64–512<br />

km) 32 Minuten, C02-Emssionen: 0<br />

■ Preis: ab 115.000 Euro<br />

■ Autohaus: Mercedes Pappas, Schippingerstraße 8, Graz,<br />

Tel. 0 316/60 760, www.pappas.at<br />

ELEKTRO-STAR. Mercedes hebt mit dem EQS 450+<br />

die E-Autos der Stern-Marke auf ein neues Level.<br />

Diese E-Luxuslimousine ist ein Auto für Privilegierte.<br />

Von Vojo Radkovic<br />

vojo.radkovic@grazer.at<br />

Die Entwicklung der E-Autos<br />

schreitet unaufhaltsam<br />

voran und die Strom-Autos<br />

werden immer hochwertiger<br />

und leistungsstärker. Dennoch<br />

gelingt es den Herstellern neuer<br />

Elektroautos immer wieder, den<br />

Markt zu überraschen. Der neue<br />

Mercedes EQS 450+ ist so ein<br />

Ausnahmefahrzeug, eine Luxuslimousine<br />

unter Strom, ein Auto,<br />

das sich aber vermutlich nur Privilegierte<br />

leisten können.<br />

Der EQS 450+, das E-Luxusmodell<br />

der S-Klasse, das uns die Pappas<br />

Group zur Verfügung stellte,<br />

ist ein völlig neues Modell aus<br />

dem Sterne-Haus Mercedes. Optisch<br />

einladend steht der vollelektrische<br />

Mercedes mit dem stolzen<br />

Stern in der Mitte des Kühlergrills<br />

da. Man fühlt sich privilegiert,<br />

weil man den Autoschlüssel in<br />

der Hand hat und einsteigen darf.<br />

Startknopf inmitten der Konsole<br />

gedrückt. Im Inneren des komfortablen<br />

Autos ist es absolut<br />

still. „Ready“, das Startzeichen<br />

für den Fahrer, leuchtet in Grün<br />

auf und los geht’s. Der Mercedes<br />

rollt lautlos an. Die Lenkung, das<br />

fühlt man gleich nach den ersten<br />

Kilometern, funktioniert angenehm<br />

leicht und präzise. Auf dem<br />

großen Display spielt sich viel ab.<br />

Verschiedene Kameras liefern<br />

gestochen scharfe Bilder, die Seitenspiegel<br />

lassen sich per Blick<br />

positionieren. Auch für Beifahrer<br />

gibt es einen Screen-Bereich, auf<br />

den der Beifahrer oder die Beifahrerin<br />

zugreifen können. „Hallo<br />

Mercedes.“ „Was kann ich für<br />

Sie tun?“ „Bitte Ö3 einschalten.“<br />

Die Sprach-Kommunikation mit<br />

dem Auto funktioniert ebenfalls<br />

einwandfrei. Das Fahren selbst<br />

ist angenehm, direkt vergnüglich<br />

und mehr ein Gleiten auf sanften<br />

Pfoten. Ökologische Bedenken<br />

muss man ausblenden. Sicher


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at motor<br />

49<br />

stellt sich die Frage, ob man in<br />

diesen Zeiten ein E-Auto braucht,<br />

das in 6,4 Sekunden von 0 auf 100<br />

km/h sprintet und mit großer<br />

Batterie und 333 PS mehr als 200<br />

km/h fahren kann.<br />

Bis man all die Funktionen, die<br />

das Infotainment zu bieten hat,<br />

kennt und nützen kann, vergehen<br />

wohl Wochen. Die wichtigsten<br />

aber hat man schnell im Blick und<br />

im Griff.<br />

Das Auto hat sehr viel zu bieten.<br />

Die technische Ausstattung ist auf<br />

Top-Niveau. Es gibt viele Assistenzsysteme,<br />

darunter Apple Car<br />

Player, Smartphone-Integration,<br />

Memory-Funktion, MBUX-Entertainment,<br />

Hinterachslenkung<br />

(hatte ich bislang noch nicht<br />

ausprobiert), 360-Grad-Kamera,<br />

Verkehrszeichen-Assistenz, digitales<br />

Radio, Mercedes-Notrufsystem,<br />

aktive Parkassistenz,<br />

Panorama-Schiebedach, Burmester-Surround-Soundsystem,<br />

Einbruch-<br />

und Diebstahlwarnanlage,<br />

Ladekabel für Wallbox und öffentliche<br />

Ladestation, Ladekabel für<br />

die Haushaltsteckdose daheim.<br />

Es gibt sicher hochmoderne<br />

Verbrennungsmotoren, die noch<br />

Das Innere des Mercedes ist elegant gestylt, hochwertig ausgerüstet und man fühlt sich in diesem Cockpit auf<br />

Anhieb wohl. Perfekt die Infos und Bilder, die von etlichen Kameras auf drei Screens geliefert werden. ERWIN SCHERIAU (4)<br />

dazu für niedrigen C02-Ausstoß<br />

sorgen. Aber wenn E-Autos derart<br />

perfekt ausgeführt und technisch<br />

ausgerüstet sind und das<br />

Fahren und das Handling derart<br />

begeistern, ist eine neue Zeit für<br />

Elektroautos angebrochen. Autos<br />

wie der Mercedes EQS 450+<br />

stehen den besten Modellen mit<br />

Verbrennungsmotoren um nichts<br />

nach. Nur der Preis, der ist heiß:<br />

Ab 115.000 Euro ist man dabei.


50 wohnen<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Hervorragende Baukultur<br />

Das Quartier 7 in Reininghaus, Peter-Tunner-Schulzentrum in Deutschfeistritz und das Pentaplan-Wohnhaus in der SmartCity sind positiv aufgefallen. PIERER.NET, SCHREYER, ZÖBL<br />

TOLL. Einige Projekte aus Graz und Umgebung wurden jetzt in die renommierte Architekturdatenbank<br />

nextroom aufgenommen: darunter das Quartier 7 in Reininghaus und die Volksschule Murfeld.<br />

Von Verena Leitold<br />

verena.leitold@grazer.at<br />

Eine unabhängige Jury aus<br />

Architekten und Architekturhaus-Leitern,<br />

darunter<br />

auch Beate Engelhorn vom<br />

HDA Graz, wählte jetzt wieder<br />

aktuelle Projekte aus, die in die<br />

Baudatenbank „nextroom“ aufgenommen<br />

werden. Diese wurde<br />

1996 gegründet und präsentiert<br />

bereits realisierte Projekte mit<br />

hoher baukünstlerischer Qualität<br />

bzw. baukultureller Relevanz.<br />

Von den 13 Bauten stehen neun<br />

in Graz oder Graz-Umgebung.<br />

So hat etwa das Quartier 7 von<br />

balloon architekten und Hohensinn<br />

Architektur in Reininghaus<br />

überzeugt. Es ist das bisher größte<br />

reine Holzbau‐Quartier. Die<br />

teilweise sechsgeschossigen Gebäude<br />

sind als reine Holzbauten<br />

aus Brettsperrholz konstruiert,<br />

wobei in einem Teil des Quartiers<br />

selbst die Erschließungskerne<br />

und Stiegenhäuser in Holz<br />

ausgeführt wurden. Als klares<br />

Signal an Familien wurden von<br />

den insgesamt 211 Wohnungen<br />

40 Prozent als Vier‐Zimmer‐<br />

Wohnungen errichtet.<br />

Ebenfalls ab sofort in der Datenbank<br />

zu finden sind die Laborgebäude<br />

der TU am Campus<br />

Inffeldgasse von Ernst Giselbrecht<br />

+ Partner, das Wohnhaus<br />

mit Container-Elementen von<br />

Pentaplan in der SmartCity sowie<br />

der Zu- und Umbau der Volksschule<br />

Murfeld von StudioVlayStreeruwitz.<br />

Auch die im Rahmen des Architekturpreises<br />

des Landes<br />

Steiermark ausgezeichneten<br />

Projekte wurden in die Datenbank<br />

aufgenommen: das Graz-<br />

Museum Schlossberg vom Studio<br />

WG3, das Hotel Kai 36 vom<br />

Lam Architektur Studio sowie die<br />

Volksschule SmartCity von Alexa<br />

Zahn Architekten.<br />

Graz-Umgebung<br />

Im Bezirk Graz-Umgebung fiel<br />

das Schloss Ruhefeld in Frohnleiten,<br />

gestaltet von Nussmüller<br />

Architekten, besonders positiv<br />

auf. Und auch das Peter-Tunner-Schulzentrum<br />

in Deutschfeistritz,<br />

aus der Feder von balloon<br />

architekten, wurde in die<br />

Liste aufgenommen.


52<br />

sport<br />

graz<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

Fabian Kleindienst<br />

52<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

Wenn man den Hunger verliert,<br />

wird man irgendwann auf der<br />

Strecke bleiben.“<br />

ÖFB-Teamchef Franco Foda gab sich nach den beiden Siegen am<br />

Ende der WM-Qualifikation als Ernährungs-Coach für seine Spieler.<br />

Mission Titelverteidigung<br />

STARK. ATG-Gymnastinnen<br />

kämpfen<br />

Samstag in Graz um die<br />

Titelverteidigung in der<br />

Gruppe. Internationaler<br />

Bewerb abgesagt.<br />

Von Fabian Kleindienst<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

Die Grazer Titelverteidigerinnen wollen kommenden Samstag wieder Staatsmeisterinnen werden.<br />

AGNES ACKERL<br />

Corona zieht auch im Sport<br />

wieder seine Kreise. Hätte ab<br />

kommendem Donnerstag<br />

im Raiffeisen Sportpark eines der<br />

Highlights des Grazer Sportjahrs<br />

stattfinden sollen, die „Austrian<br />

Open International“ der Ästhetischen<br />

Gruppengymnastik, eine Ge-<br />

Sturm mit Corona im Gepäck<br />

MATCHDAY. Der SK Sturm empfängt heute den LASK – und will dabei die Motivation aus der Abwehrschlacht<br />

gegen Real Sociedad noch einmal aufleben lassen. Es gibt aber einige Fragezeichen.<br />

Von Fabian Kleindienst<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

Es waren schwierige Wochen,<br />

die der SK Sturm zuletzt hinter<br />

sich gebracht hat. Nach<br />

Niederlagen im Cup gegen Ried<br />

und in der Liga gegen Salzburg<br />

sowie den WAC schien es mit dem<br />

erkämpften Punkt auswärts gegen<br />

Real Sociedad gerade wieder<br />

bergauf zu gehen. Dann aber kam<br />

Corona – gleich mehrere Spieler<br />

wurden positiv getestet, glücklicherweise<br />

blieb es bei milden<br />

oder symptomfreien Verläufen.<br />

Zunächst wurde in Gruppen trainiert,<br />

erst Freitag stand wieder der<br />

gesamte Kader zur Verfügung.<br />

„Es war uns wichtig, da absolut<br />

behutsam vorzugehen“, betonte<br />

Trainer Christian Ilzer im Vorfeld<br />

der heutigen Partie gegen den<br />

LASK. Die Spieler wurden alle me-<br />

dizinisch durchgecheckt. Das sei<br />

die Basis für die Wiederaufnahme<br />

gewesen. Ilzer: „Wenn es von ärztlicher<br />

Seite Bedenken gegeben<br />

hätte, wäre keinem Spieler erlaubt<br />

worden, wieder ins Training einzusteigen.“<br />

Bei einigen merke man<br />

noch bei Spitzenbelastungen, dass<br />

ihnen etwas zu den 100 Prozent<br />

fehle – Infos zum Kader am Sonntag<br />

konnte und wollte der Sturm-<br />

Coach daher noch keine geben.<br />

Von der Tabelle her sollte heute<br />

um 17 Uhr – ein vorläufig letztes<br />

Heimspiel mit Fans – gegen die<br />

zehntplatzierten Linzer alles klar<br />

sein. Die sind laut Ilzer aber stärker,<br />

als die Tabelle es zeigt. „Wir wissen,<br />

worauf es ankommt – es ist immer<br />

eine richtige Intensitäts-Rallye gegen<br />

den LASK.“ Ausschlaggebend<br />

sei, wie viel die Mannschaft schon<br />

wieder von ihrem Leistungspotenzial<br />

abrufen könne.<br />

Im August gab es für den SK Sturm einen klaren 3:1-Auswärtserfolg gegen<br />

die Linzer. Heute will man dem aktuellen Negativtrend endlich entgehen.GEPA


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

sport graz 53<br />

OHA! ➜<br />

GEPA (2), GAK WASSERSPRINGER<br />

Goldene für Wasserspringer<br />

Die GAK-Wasserspringer gewannen bei<br />

den österreichischen Hallenmeisterschaften<br />

16 Goldmedaillen.<br />

Verletzungspech<br />

Der GAK muss die letzten beiden Spiele<br />

des Jahres ohne die verletzten Markus<br />

Rusek und Lukas Gabbichler bestreiten.<br />

OJE!<br />

➜<br />

beim ATG<br />

neralprobe für die für den Sommer<br />

2022 angedachte Weltmeisterschaft<br />

in Graz, musste aufgrund des stark<br />

internationalen Teilnehmerfelds<br />

nun abgesagt werden. Immerhin:<br />

Mit Stand Redaktionsschluss wird<br />

das zweite Spitzensport-Event, die<br />

Staatsmeisterschaft in der Rhythmischen<br />

Gymnastik in der Gruppe,<br />

am Samstag stattfinden. Unter<br />

strengen Corona-Auflagen, ohne<br />

Publikum ab 14 Uhr – es soll einen<br />

Livestream geben.<br />

Favoritenrolle<br />

Graz ist dabei nicht nur bloßer<br />

Austragungsort – vielmehr dominieren<br />

Sportlerinnen des ATG hier<br />

in Österreich schon seit Jahren.<br />

Insgesamt werden rund 180 Gymnastinnen<br />

aus sieben Bundesländern<br />

am Start sein. In der Eliteklasse<br />

werden die meisten davon alles<br />

daran setzen, dem ATG-Team aus<br />

Julia Meder, Livia Gacic, Franziska<br />

Herzog, Lucy-Ann Huber, Marie<br />

Höfler und Valentina Domenig-Ozimic<br />

die Titelverteidigung<br />

so schwer wie möglich zu machen.<br />

„Ich denke, die Chancen stehen für<br />

uns gut“, gibt sich Mitorganisatorin<br />

und Trainerin Viktoria Chanterie<br />

aber optimistisch. Immerhin sind<br />

mit Gacic, Herzog, Meder und Domenig-Ozimic<br />

vier der sechs ATG-<br />

Athletinnen aktuelle oder ehemalige<br />

Nationalkadergymnastinnen.<br />

Der erneute Titel soll auch ein Abschiedsgeschenk<br />

an die langjährige<br />

Cheftrainerin Antoaneta Apostolova<br />

sein. Sie geht nach der<br />

Meisterschaft in Pension.<br />

Für den SC Kalsdorf (hier im Cup-Spiel gegen Salzburg) geht es in der Regionalliga<br />

Mitte erst im Frühjahr wieder weiter, die Herbstspiele wurden abgesagt. GEPA<br />

Regionalliga gestoppt<br />

■ Die hohen Corona-Zahlen<br />

führten diese Woche zu einer<br />

Unterbrechung der Regionalliga<br />

Mitte, in der beispielsweise die<br />

zweite Mannschaft des SK Sturm<br />

und der SC Kalsdorf spielen. Die<br />

Entscheidung der Paritätischen<br />

Kommission der RLM wurde<br />

am Montag bekannt gegeben,<br />

die Unterbrechung ist die Folge<br />

eines Antrags des Kärntner Fußballverbands.<br />

Alle ausstehenden<br />

Spiele der Herbstsaison werden<br />

im Frühjahr neu angesetzt.


54 grazer sonntag<br />

www.grazer.at <strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong><br />

SO ISST GRAZ<br />

Das „Nordstern“ wünscht Mahlzeit<br />

und serviert ...<br />

... Wildgulasch<br />

Mahlzeit wünscht Christian Sabisch<br />

und serviert Wildgulasch. NORDSTERN (2)<br />

In der Herbstzeit ist Gulasch ein<br />

absolutes Muss. Wer heuer noch<br />

keines hatte, sollte das also schleunigst<br />

nachholen. Zurzeit ist noch<br />

Wildzeit, perfekt also, um das Wildgulasch<br />

vom „Nordstern“ zu probieren.<br />

Die Zubereitung<br />

ist zwar etwas<br />

aufwändiger,<br />

doch am<br />

Ende wird<br />

man mit<br />

einem besonders<br />

schmackhaften<br />

Gulasch<br />

belohnt. NW<br />

Zutaten:<br />

1,1 kg Reh- oder Hirschkeule, ½ Liter<br />

Gemüsebrühe, 1 kg Zwiebel, 1 Liter<br />

Rotwein, 2 EL Tomatenmark, 2 EL Preiselbeeren,<br />

2 TL Salz, ½ TL Pfeffer, 2 EL<br />

Honig, 3 Stk. Piment, 1 Prise Kümmel,<br />

3 Stk. Wacholderbeeren, 3 Lorbeerblätter,<br />

1 Stk. Sternanis, 2 Stk. Nelken<br />

Zubereitung:<br />

Das Fleisch in ein bis zwei Zentimeter<br />

große Stücke schneiden, dann in<br />

Öl von allen Seiten scharf anbraten,<br />

bis eine leichte Bräune entsteht. Tomatenmark<br />

und Honig dazugeben<br />

(tomatisieren), bis das Tomatenmark<br />

leicht anbrennt, dadurch entstehen<br />

Röstaromen und der Honig karamellisiert.<br />

Danach vier mal mit je 1/4 Liter<br />

Rotwein ablöschen und runterkochen,<br />

bis eine dicke Sauce entsteht. Dann<br />

mit 1/8 Liter Brühe aufgießen. Anschließend<br />

die Temperatur verringern<br />

und auf kleiner Stufe zwei bis drei<br />

Stunden köcheln lassen. Jede halbe<br />

Stunde umrühren und überprüfen, ob<br />

die Temperatur nicht zu heiß ist.<br />

GRAZWORTRÄTSEL<br />

liebevoller<br />

Name von<br />

Graz<br />

2. Grazer<br />

Stadtbezirk<br />

(Sankt ...)<br />

zirka<br />

735 Watt<br />

eur. Institut<br />

in Meyrin<br />

Sohn Noahs<br />

Vertreter<br />

der Grazer<br />

Schule †<br />

"Hingabe<br />

an Gott"<br />

im Hinduismus<br />

US-Staat<br />

(Hauptstadt<br />

Salt<br />

Lake City)<br />

natürliches<br />

Süßwasserreservoir<br />

10<br />

1<br />

2<br />

6 13<br />

7<br />

15<br />

Abk. für<br />

"Ratenzahlung"<br />

Bildungseinrichtung<br />

sächliches<br />

Fürwort<br />

Teil des<br />

Joanneum<br />

"Museum ..."<br />

(2 Wörter)<br />

nach<br />

Art von<br />

Parallelstraße<br />

der Herrengasse<br />

schwarzgelb<br />

gestreiftes<br />

Raubtier<br />

Web-Domäne<br />

Estlands<br />

engl. für<br />

"essen"<br />

Abk. für<br />

"ad acta"<br />

Aroma,<br />

Bukett<br />

in der<br />

Nähe von<br />

12<br />

17<br />

Anzahl der<br />

Grazer<br />

Stadtbezirke<br />

Einbringen<br />

der<br />

Feldfrüchte<br />

französ.<br />

Autor<br />

† 1986<br />

(Jean)<br />

als Pfand<br />

nehmen<br />

sehr knapper<br />

Slip<br />

chem.<br />

Zeichen<br />

für<br />

Eisen<br />

Schutz,<br />

Obhut,<br />

Schirmherrschaft<br />

14<br />

KFZ-Kz. für<br />

Kufstein<br />

größte<br />

Falkenart<br />

11<br />

8<br />

männliches<br />

Fürwort<br />

Vorsilbe<br />

für "gut"<br />

oberhalb<br />

Zeichen<br />

für Neon<br />

16<br />

ein<br />

Sondermüll<br />

Nachbarstaat<br />

von<br />

Burundi<br />

landwirtschaftliche<br />

Anbaufläche<br />

Chronometer<br />

männlicher<br />

Vorname<br />

alte niederl.<br />

Münze<br />

Langfinger<br />

Wahrzeichen<br />

Londons<br />

("Big ...")<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11<br />

5<br />

englisch<br />

legendäre<br />

für "neu"<br />

steirische<br />

Rockband<br />

Grazer Forst<br />

mit Lehrpfad<br />

immerwährend<br />

weibliches<br />

Schwein<br />

blaue<br />

Färberpflanze<br />

ein Umlaut<br />

Grazer<br />

Hörgerätespezialist<br />

US-<br />

Filmstar<br />

† 1955<br />

(James)<br />

9<br />

Internat.<br />

Arbeitsorganisation<br />

Vorsilbe für<br />

"zurück"<br />

Hebevorrichtung<br />

Abk. für<br />

"emeritiert"<br />

Hühnerprodukt<br />

13 12 14 15<br />

steirischer<br />

Botaniker<br />

† 1870<br />

(Franz)<br />

Mitgründer<br />

der Brauerei<br />

Reininghaus<br />

Hoheitszeichen<br />

an<br />

Uniformmützen<br />

Bewohner<br />

der<br />

Grünen<br />

Insel<br />

Inbegriff,<br />

Leitbild,<br />

höherer<br />

Wert<br />

4<br />

3<br />

Abzug vom<br />

Nennwert<br />

eines<br />

Darlehens<br />

Lösung der Vorwoche: Suedtiroler Platz Rätsellösungen: S. 30<br />

Aktuelles Lösungswort:<br />

7 9<br />

9 8 6 1<br />

5<br />

4 2 6 3<br />

4 7 9<br />

3 7 4 6<br />

9 1 5<br />

7 3 1 5 4<br />

SUDOKU<br />

7 3<br />

1169<br />

Und so geht’s!<br />

Jede Ziffer darf in<br />

jeder Reihe in jedem<br />

Quadrat nur<br />

einmal vorkommen.<br />

Bleistift<br />

spitzen, los geht’s.<br />

Viel Spaß!<br />

G E W I N N S P I E L<br />

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zu gewinnen!<br />

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werden telefonisch verständigt und sind<br />

mit der Veröffentlichung einverstanden.<br />

12<br />

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17


<strong>21.</strong> NOVEMBER <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

grazer sonntag 55<br />

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN <strong>21.</strong> NOVEMBER <br />

Generationen-Basketball<br />

Ob jung ob alt, ballbegeisterte<br />

Sportlerinnen jeden Alters sind<br />

herzlich willkommen beim<br />

3×3-Generationenbasketball des<br />

UBSC Graz. Dabei bildet man ein<br />

Team mit seiner Familie oder seinen<br />

Freunden und misst sich mit<br />

anderen Teams. Ziel ist es, Teams<br />

mit Spielern unterschiedlicher<br />

Altersklassen zu bilden (Kinder,<br />

Jugendliche und Erwachsene). In<br />

diesem Kurs geht es um Spaß für<br />

die ganze Familie. Los geht es um<br />

9 Uhr in der Sportunion Steiermark<br />

in der Gaußgasse 3.<br />

Hätte, hätte, Fahrradkette<br />

In dieser Führung geht es um die<br />

wechselhafte Symbiose von Graz<br />

mit dem Fahrrad ab dem Ende<br />

des 19. Jahrhunderts bis heute: als<br />

Hochburg früher Radsportvereine<br />

und Zentrum der Fahrradindustrie,<br />

als Schauplatz eines lebendigen<br />

Fahrradaktivismus ab den 1970er<br />

Jahren und Stadt für ehrgeizige<br />

Zukunftsvisionen. Darüber hinaus<br />

wird der Frage nachgegangen,<br />

was der „Fahrradstadt“ Graz<br />

bislang noch fehlt. Die Führung<br />

startet um 15 Uhr, Treffpunkt ist<br />

das GrazMuseum.<br />

RUNDGANG<br />

14.30 Uhr<br />

Herrengasse<br />

Heute hat man ein letztes Mal die Möglichkeit, beim Altstadtrund-<br />

gang mitzugehen und Graz genauer kennenzulernen. GETTY (2), LUEF, NESTROY<br />

Der Grüffelo<br />

Der große Wald ist voller Gefahren.<br />

Da ist es gut, wenn man<br />

einen starken Freund hat.<br />

Und wenn man keinen<br />

hat, erfindet man sich<br />

eben einen. Die kleine Maus<br />

ist unterwegs im Wald und<br />

alle scheinen es<br />

gut mit ihr zu<br />

meinen. Der<br />

Fuchs lädt sie<br />

zur Götterspeise<br />

ein,<br />

die Eule bittet<br />

zum Tee und die Schlange zum<br />

Schlangen-Mäuse-Fest. Aber die<br />

Maus hat immer schon eine Verabredung:<br />

mit ihrem Freund, dem<br />

schrecklichen Grüffelo. Den hat sie<br />

sich zwar nur ausgedacht ... doch<br />

dann taucht er auf einmal wirklich<br />

auf. Kann die Maus durch ihren<br />

Witz, Charme und Erfindungsgeist<br />

die Oberhand behalten? Das<br />

findet man im Theater Feuerblau<br />

um 11 oder 16 Uhr heraus.<br />

Crosslauf-Staatsmeisterschaften<br />

Der heutige Sonntag ist sportlich,<br />

denn der 7. runninGraz-Crosslauf<br />

wird heuer erstmalig als Österreichische<br />

Staatsmeisterschaft<br />

ausgetragen. Am Universitätssportzentrum<br />

Rosenhain werden<br />

von 8.30 bis 14.30 Uhr die besten<br />

österreichischen Athleten um die<br />

Titel laufen. Es gilt die 2-G-Regel,<br />

für Kinder gilt der Ninja-Pass. Die<br />

WOHIN AM SONNTAG<br />

Siegerehrungen finden laufend<br />

während der Veranstaltung statt.<br />

Architekturführung<br />

Seit der Friendly Alien 2003 in<br />

Graz landete, prägt er mit seiner<br />

besonderen biomorphen Architektur<br />

nicht nur das Bild der<br />

steirischen Landeshauptstadt mit,<br />

sondern strahlt weit über deren<br />

Grenzen hinaus und sorgt auch international<br />

für Furore. Die Bubble<br />

mit der blauen Haut, die Needle,<br />

mächtige Spaces, 16 Nozzles,<br />

ein Reiselift, begehbare Wände,<br />

eine Dachterrasse mit grandioser<br />

Aussicht und vieles mehr: Dieser<br />

Rundgang zur Architektur des<br />

Kunsthauses beschreibt nicht nur<br />

dessen wesentliche Elemente,<br />

sondern führt auch an Orte, die<br />

normalerweise für Besucher<br />

nicht zugänglich sind. Treffpunkt<br />

ist direkt im Kunsthaus, es gibt<br />

Führungen um 11 und 15 Uhr.<br />

Stadführung<br />

Graz verführt einen – enge<br />

Gassen, imposante Bauten und<br />

mo derne Architektur. Diese Atmosphäre<br />

kann man am besten bei<br />

einem gemütlichen Spaziergang<br />

durch eine der faszinierendsten<br />

Altstädte Europas, die jung, frech<br />

und innovativ zugleich ist, erleben.<br />

Treffpunkt ist heute um 14.30<br />

Uhr im Büro von Graz Tourismus in<br />

der Herrengasse 16. Die Führung<br />

dauert 1,5 bis zwei Stunden,<br />

Tickets kosten regulär 13,50 Euro.

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