FOCUSMONEY_2021-48-Leseprobe

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moneyeditorial

EDITORIAL

Bäckerbuben und

andere Millionäre

GEORG MECK

Chefredakteur

FOCUS-MONEY

die Freunde der staatlichen Umverteilung, an denen es in diesem Land wahrlich

nicht mangelt, bekommen dieser Tage unverhoffte Schützenhilfe aus Paris.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,

kurz OECD, warnt vor einer „sich verschärfenden Ungleichheit“. Dies klingt

nicht nur wie eine Einladung an die Politiker, sich mittels höherer Steuern zu

bedienen. Es ist auch so gemeint. Der Haken an der Sache: Die angeprangerte

Ungleichheit ist gefühlt, ermittelt in Umfragen, die Zahlen und Fakten geben

den Befund nicht wirklich her. So hat sich die Schere zwischen Gut- und

Geringverdienern in Deutschland teils sogar etwas geschlossen, wie das Deutsche

Institut für Wirtschaftsforschung festgestellt hat. Auch bei der häufig zu

hörenden Klage über fehlende Aufstiegschancen dominiert ein diffuses Gefühl.

Richtig ist: Soziale Mobilität ist ein hehres Ziel. Wenn Kindern in sich

verfestigenden Armutsmilieus die Chance zum Aufstieg genommen wird, ist

das ein sozialpolitischer Skandal, schädlich für die Volkswirtschaft ist es obendrein.

Nur sind die Vermögensverhältnisse nicht so unverrückbar, wie es von

der Linken schallt. Wirtschaft ist ein dynamischer Prozess. „Schöpferische

Zerstörung“ nannte es der österreichische Nationalökonom Joseph Schumpeter,

wenn ehemals dominante Unternehmen verschwinden und Neues entsteht.

Das wertvollste deutsche Unternehmen, SAP, wurde von einer Clique

IBM-Angestellter gegründet, die vor 50 Jahren nicht viel mehr hatten als eine

gute Idee und Wagemut. Auch in der heutigen Gründergeneration wimmelt

es von Selfmade-Millionären. Der Gründer des gegenwärtig wertvollsten deutschen

Start-ups, Celonis, ist ein bayerischer Bäckerbub. Mit Milliarden bewertete

junge Firmen wie der Lieferdienst Gorillas oder die Gebrauchtwagenplattform

Auto1 verdanken ihre Existenz smarten jungen Leuten mit

Migrationshintergrund. Die Marktwirtschaft ist ein wunderbares Entdeckungsverfahren,

das Kreativität belohnt. Damit wären wir an dem Punkt,

zwei überzeugte Marktwirtschaftler als neue Gastautoren zu begrüßen:

Sarna Röser, als Vorsitzende der Jungen Unternehmer die Stimme der jungen

Generation, selbst leidenschaftliche Unternehmerin, dazu gefragte

Aufsichtsrätin, sowie Roland Koch, ehemaliger CDU-Politiker und

langjähriger hessischer Ministerpräsident, heute Vorsitzender der

Ludwig-Erhard-Stiftung und ordentlicher Professor an der Frankfurt

School of Finance & Management. Beide sind sie ausgewiesene

Klardenker, „Klartext“ heißt die Kolumne, die sie von nun

an für uns schreiben, alle zwei Wochen im Wechsel. Freuen

Sie sich darauf!

Herzlich Ihr

FOCUS-MONEY 48/2021

Aus aktuellem Anlass!

Lesen Sie FOCUS-MONEY bequem zu Hause

Liebe Leserinnen und Leser,

nach 16 Jahren wird Angela Merkel demnächst die

Kommandobrücke verlassen. Was ändert sich unter dem

neuen Bundeskanzler? Und vor allem: Wie geht es an den

Börsen weiter? Mein Tipp: Sie erfahren alles Wichtige in FOCUS-

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SARNA RÖSER,

Jahrgang 1987,

Vorsitzende der

Jungen

Unternehmer

ROLAND KOCH,

Jahrgang 1958,

Vorsitzender der

Ludwig-Erhard-

Stiftung

das exklusive Angebot für FOCUS-MONEY-Leser und erhalten Sie

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Fotos: Bloomberg, A. Großmann Fotografie/Die Jungen Unternehmer, F. Röth 3


moneyinhalt

6

Inflationsgefahr verstehen –

und Vermögen schützen

Wieso die Inflation kaum mehr aufzuhalten ist,

analysiert Deutschlands bekanntester Ökonom

Hans-Werner Sinn. Mit Sachwerten schützen

Anleger ihr Vermögen am besten vor Entwertung.

Aktien, Gold oder Bitcoin? FOCUS-MONEY verrät,

wie ein Inflationsschutzdepot aussieht, das

Sicherheit und Rendite bringt

moneykompakt

98 Andis Börsenbarometer:

Wirecard? Warum die neuen

BaFin-Regeln ein Witz sind

moneytitel

6 Inflation: Top-Ökonom Hans-

Werner Sinn deckt Gefahren für

unser Geld schonungslos auf

13 Schutzdepot: Die Mischung

macht’s. So sieht ein Inflationsschutzportfolio

aus

16 Kryptowährungen: Wie Anleger

mit Staking Coins Zinsen verdienen

– und ihr Geld schützen

18 Gold: Warum das Edelmetall als

Absicherung in jedes Depot gehört

21 Kolumne: Roland Koch über die

soziale Marktwirtschaft, Kreativität

und Forscherdrang

moneymarkets

22 Marktausblick: Weltbörsen

notieren auf Höchstständen.

Besteht Gefahr? Was die Warn-

Indikatoren signalisieren

26 Interview: Daimler-Chef Martin

Daum über Trucks, feindliche

Angreifer und das Glück der

Mercedes-Aktionäre

29 Spin-offs: Sterben Konglomerate

aus? Wie Investoren an Abspaltungen

mitverdienen

32 Neue Corona-Welle: Abstand

halten?! Vier aussichtsreiche

Corona-Gewinner-Papiere

34 Metaverse: Die digitale Parallelwelt

ist startklar. Welche Unternehmen

von diesem Megatrend profitieren

38 Impact-Fonds: Gezielt in eine

bessere Welt investieren – satte

Renditechancen inklusive

22

Bulle oder Bär?

Die Märkte sind nervös. Einerseits: Corona-Krise, Lieferkettenprobleme, steigende

Inflationsraten. Andererseits: Starke Gewinne der Unternehmen, expansive

Fiskalpolitik und die ultraleichte Notenbankpolitik. Wer jetzt die Oberhand behält

4 Titelfoto: Stefan Thomas Kroeger/laif

FOCUS-MONEY 48/2021


24. NOVEMBER 2021 www.money.de

44 Rivian: Der Hersteller von

E-Pick-ups und E-SUVs legt beim

IPO einen Turbostart hin – ebenso

ein deutscher Wettbewerber

48 Zertifikate: Mit Kapitalschutz die

Fallhöhe an den Börsen absichern

51 Musterdepots: Gewinne mitnehmen,

Liquidität sichern

58 Themenzertifikate: Fünf

Beispiele, wie Anleger Trends mit

hohen Renditen einfach spielen

moneyyou

54 Analyse: Megaplayer Allianz ist

günstig bewertet

57 Chartsignal: Den Rücksetzer bei

Walmart nutzen

57 Börsenwissen: Was Tracking

Error bei ETFs bedeutet

moneyanlegerschutz

60 Insolvenz: Eyemaxx-Anleihengläubiger

müssen jetzt aktiv werden

moneyservice

62 Bücher: Top-Finanzbücher für

Börsianer, die FOCUS-MONEY-

Redakteure empfehlen

64 Vermögensverwalter im Test:

Wo vermögende Privatkunden bei

der Geldanlage am besten

beraten werden

70 Wahltarife: Bei welcher Kasse

Versicherte am meisten sparen

34

Meta... was?

Metaverse ist das Internet der Zukunft.

Mittels VR-Brille, Smartphone oder

Computer treffen Menschen in virtuellen

Räumen zusammen. Die großen

Profiteure dieser digitalen Parallelwelt

– wer jetzt ins Depot gehört

26

„Investoren sind überzeugt,

zwei getrennte Unternehmen

werfen höhere Gewinne ab“

MARTIN DAUM, VORSTANDSCHEF DER

NEUEN DAIMLER TRUCK AG

moneyanalyse

81 Fonds

82 Deutsche Aktien

90 Internationale Aktien

96 ETFs

97 Zertifikate

moneyrubriken

3 Editorial

80 Leserbriefe – Impressum

98 Termine

44

Tesla reloaded?

Die deutsche Sono, die ihr Auto (s. Foto) erst 2023

ausliefern will, hatte einen Raketen-Start an der Börse

– auch der US-Rivale Rivian. Bietet sich bei Rivian die

Tesla-Chance 2.0, auf die die Anleger setzen?

FOCUS-MONEY 48/2021

Fotos: Depositphotos, 123RF, iStock (2), Unsplash (4), Daimler, Sono Motors Composing: FOCUS-MONEY

5


moneytitel

Die Inflationsbremse

ist

blockiert“

HANS-WERNER SINN,

WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTLER

UND BESTSELLER-AUTOR

6 Fotos: iStock, Adobe Stock

Composing: FOCUS-MONEY

FOCUS-MONEY 48/2021


GELDENTWERTUNG

JETZT

KOMMT DER

SCHWALL

von ANDREAS KÖRNER

und ISABEL SCHOMMERS

Die Teuerung schnellt hoch wie seit

Jahrzehnten nicht. Das Nachsehen

haben Verbraucher wie Sparer.

Deutschlands Top-Ökonom Hans-

Werner Sinn rechnet mit den dafür

Verantwortlichen ab.

Und warnt vor weiteren

Gefahren für

unser Finanzsystem

Wenn Hans-Werner Sinn, langjähriger Chef des Münchner

Ifo-Instituts, ein neues Buch vorlegt, provoziert er

damit regelmäßig heftige Debatten. Deutsche Einheit,

Globalisierung, Öko-Debatte – immer ist Deutschlands

wohl prominentester Ökonom mit klaren Thesen und

messerscharfen Analysen zur Stelle, im besten Fall,

wenn es etwa um die Konstruktionsfehler des Euro geht, kann er dem Publikum

sogar helfen, das Ersparte sicherer anzulegen.

In seinem jüngsten Werk nimmt er sich nun „Die wundersame Geldvermehrung“

vor. Lange hat er, wie etliche andere Fachleute, vor der Inflation

gewarnt, jetzt ist sie da. Die Inflation steuert in Deutschland auf Werte

zu, die es zuletzt in den Horrorjahren nach 1970 gegeben hat. Sinn

beschreibt umfassend, welche Risiken dies für unser Finanzsystem mit

sich bringt und erklärt, warum gegen die Geldentwertung momentan kein

Kraut gewachsen ist. Seine Thesen lesen Sie auf den nächsten Seiten.

Besonders folgenschwere Problemfelder für die Euros der Bürger, wie

die Targetsalden zu Deutschlands Nachteil in der Währungsunion oder

die stark negativen Realrenditen, untersuchen wir in Extrakästen. In weiteren

Teilen dieser Titelgeschichte zeigen wir detailliert auf, wie Anleger

in der aktuellen Phase die Teuerung mit cleveren Investments kontern

können: Auf Seite 13 beginnt ein Bericht über zwei Inflationsschutzdepots

mit nur wenigen Einzelwerten, die allein seit Anfang 2019 bis zu

312 Prozent abgeworfen haben. Ab Seite 16 steht, warum Kryptowährungen

wie der Bitcoin bei Inflation ebenfalls gewinnen und durch das sogenannte

Staking sogar Zinsen von bis zu 14 Prozent jährlich abwerfen. Ab

Seite 18 wird beschrieben, auf welche Weise Anleger am besten in den

Inflationsklassiker Gold investieren, für das Analysten Preise von bis zu

4800 (!) Dollar aufrufen (aktuell: 1860 Dollar).

Die dramatische Ausgangslage

Die Situation bei der Preisentwicklung unterstreicht die Dringlichkeit des

Themas – und sie ist besorgniserregend. Die offizielle Rate der Gelderosion

ist im Oktober auf 4,5 Prozent gesprungen – der höchste Wert seit 28 Jahren.

Kaum ersetzbare Produkte wie Brot, Gemüse oder Sprit haben sich

noch viel stärker verteuert als der durchschnittliche Warenkorb, den das

Statistische Bundesamt (Destatis) zugrunde legt.

FOCUS-MONEY 48/2021

Foto: ifo institut 7


moneymarkets

BÖRSEN

FIN

STARKER BULLE: sorgt

dafür, dass der Bär in

seinem Versteck bleibt

22

Fotos: iStock, Can Stock Photo Composing: FOCUS-MONEY

FOCUS-MONEY 48/2021


Unbeirrt nach oben

Sowohl der deutsche Dax als auch

der amerikanische Dow Jones und

der Tech-Index Nasdaq feiern

einen Rekord nach dem nächsten.

Der Aufwärtstrend ist voll intakt.

Dax gegen US-amerikanische Aktienindizes

prozentuale Entwicklung seit 1.1.2010, auf Euro-Basis, inkl. Dividenden

Nasdaq-Composite

Dow Jones

+700

+500

+300

+100

Dax

–100

2010 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 2021

Quelle: Bloomberg

DEN

BÄR

Das größte Risiko ist, nicht an der Börse

investiert zu sein. Gerade jetzt! Ja, die Kurse

sind hoch, ebenso die Risiken. Aber die vier

wichtigsten Warnsignale schlagen noch

keinen Alarm. Grünes Licht für die Kurse

von MIKA HOFFMANN

FOCUS-MONEY 48/2021

DE

Das Risiko, an diesem Spiel nicht teilzuhaben, ist deutlich

größer als die Risiken innerhalb des Spiels“, sagt

kein Geringerer als Warren Buffett, erfolgreichster

Investor der Welt. Geduld ist gefragt – gerade jetzt. Die Kurse

an den wichtigsten Weltbörsen notieren auf Rekordständen,

Anleger haben ansehnliche Gewinne auf dem Depotauszug.

Und jetzt schickt sich die US-Notenbank an, ihre

Geldspritzen für die Finanzmärkte zurückzufahren, die

Inflations raten sind so hoch wie seit Jahrzehnten nicht

mehr. Dazu kommen noch Risiken von Corona und aus China.

Kein Wunder, dass die Angst vor einem Bärenmarkt umgeht,

vor Verlusten von mehr als 20 Prozent.

Die Nervosität steigt – und verleitet Anleger dazu, Fehler

zu machen. Nämlich zu verkaufen. Selbst jetzt noch gute Aktien

zu kaufen, dürfte sich langfristig lohnen. Die Kurse steigen

erst einmal weiter, durch kleine Korrekturen wie Anfang

November sollten Investoren

sich nicht ver-

EN

unsichern lassen. Ein

ausgewachsener Bärenmarkt

kommt nicht von

heute auf morgen – eine

Baisse kündigt sich an.

Mit deutlichen Signa len.

FOCUS-MONEY stellt

vier Indikatoren vor, die

dabei helfen, den Bären

rechtzeitig zu erkennen. Und derzeit stehen sie alle auf

„Grün“.

Beste Börsentage nicht verpassen. „Wer aus den Aktienmärkten

komplett aussteigt und dann den rechtzeitigen Wiedereinstieg

verpasst, dem entgehen die Gewinne: ‚Market-Timer‘

gehen das Risiko ein, gerade die besten Börsentage im

Jahr zu verpassen, was die Erfolgsbilanz empfindlich schmälern

kann“, warnt Philipp Vorndran von Flossbach von Storch.

Gerade zum Ende eines Zyklus können Anleger die höchsten

Gewinne einstreichen – wie beispielsweise vor der Baisse zu

Beginn des Jahrtausends. Der damalige Notenbankchef Alan

Greenspan warnte schon am 5. Dezember 1996 vor der

„irrational exuberance“ – zu Recht, aber viel zu früh. Wer auf

ihn hörte, dem entgingen bis März 2000 fast 100 Prozent

Gewinn.

23


moneymarkets

GRÜNE FINANZEN:

Mit Impact-Fonds können

Anleger ganz einfach aktiv

Gutes tun und entspannt

Rendite einfahren

IMPACT-FONDS

Volle Wirkung entfalten

Nachhaltige Geldanlagen sind gefragt, oft aber noch zu undurchsichtig. Mithilfe von Impact-Fonds

können Anleger gezielter in eine bessere Welt investieren – satte Renditechancen inklusive

von TIM HOLZAPFEL

Wer auf die Umwelt achtgibt, ist längst kein „Öko“

mehr. Und wer sich für eine grünere Zukunft einsetzt,

kein Rebell oder Revolutionär. Der Schutz unseres

Planeten und eine nachhaltigere Gesellschaft stehen

inzwischen ganz oben auf der politischen Agenda. Erst vorvergangene

Woche entschieden 200 Teilnehmerländer im

Rahmen der Weltklimakonferenz in Glasgow, das 1,5-Grad-

Ziel anzuvisieren. Kohle und andere fossile Energieträger

wurden erstmals zu Auslaufmodellen erklärt. Längst ist das

Thema auch in der Finanzwelt angekommen: Aus den Strategien

von Unternehmen ist der Punkt „Nachhaltigkeit“

nicht mehr wegzudenken und beim Investieren stehen grüne

Geldanlagen hoch im Kurs. 361 Milliarden Euro haben

Ende Juni 2021 allein nachhaltige Fonds bereits verwaltet,

ETFs und das Vermögen von Anlegern außerhalb von

Deutschland sind hier nicht mitgezählt. Das berichtete der

Bundesverband Investment und Asset Management (BVI).

Zwölf Monate zuvor hatten die Fonds noch ein verwaltetes Vermögen

von gerade einmal 120 Milliarden Euro verzeichnet.

Weg mit den bösen Jungs. Nachhaltige Geldanlagen bedeuten

bisher in erster Linie, Unternehmen, deren Tätigkeiten

als umweltschädlich oder allgemein verwerflich gelten,

auszuschließen. Vor allem ETFs nutzen immer häufiger einen

ESG-Filter, der die Bereiche Umwelt (Environment), Soziales

(Social) und Unternehmensführung (Governance) als

klare Kriterien ansieht. Wer die drei Grundsätze nicht in seinen

unternehmerischen Tätigkeiten vereint, findet keinen

Platz im Index (und Indexfonds). Strengere Bedingungen gibt

es beim Socially Responsible Investing (SRI). Aber: Beide Ansätze

eint, dass lediglich der Ausschluss bestimmter Kon-

38 Illustration: Adobe Stock

FOCUS-MONEY 48/2021

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