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28. November 2021

- Trotz Lockdown: Immer weniger Grazer bleiben zuhause - Politisches „Griss" um den neuen Bildungscampus - Baumpflanz-Match zwischen ÖVP und Grünen - Flixbus von Graz nach Schwechat: Aus für Flughafenverbindung - Viele Tierarten auch in Graz vom Aussterben bedroht

- Trotz Lockdown: Immer weniger Grazer bleiben zuhause
- Politisches „Griss" um den neuen Bildungscampus
- Baumpflanz-Match zwischen ÖVP und Grünen
- Flixbus von Graz nach Schwechat: Aus für Flughafenverbindung
- Viele Tierarten auch in Graz vom Aussterben bedroht

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28. NOVEMBER 2021, AUSGABE 48

Ausgezeichnet

Zwar nicht in einer großen Gala, aber

dennoch wurden die Green-Panther-

Werbepreise verliehen. 24/25

Ausgestorben

In Graz sind in den letzten Jahren einige

Tierarten verschwunden – wie die Wechselkröte.

Viele weitere sind bedroht. 10

Aktuelle Messdaten belegen:

Trotz Lockdown

immer mehr

Grazer in der

City unterwegs

Beunruhigend. Obwohl es am Freitag nicht nur Ausgangsbeschränkungen, sondern auch sehr schlechtes Wetter gab, war die Innenstadt nicht gerade

ausgestorben. Auch die Bewegungsdaten des Citymanagements zeigen: Von Lockdown zu Lockdown bleiben weniger Menschen zuhause. SEITEN 4/5

KK, LUNGHAMMER, GETTY


2 die seite zwei

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Sind sie am

Ende doch

alle gleich?

E

in neuer Ton soll

einziehen im Rathaus,

das hat die Dreierkoalition

aus KP, Grünen und SP

mehrfach verkündet. Man sei

das ewige Polithickhack leid,

alle Parteien sollen künftig auf

Augenhöhe zusammenarbeiten

und an einem Strang

ziehen. Das klingt erfrischend

anständig und tatsächlich hat

man die VP mit wichtigen

Ressorts ausgestattet und

selbst dem Wunsch der in sich

selbst zusammengefallenen

FP ist man nachgekommen

und hat ihr u. a. den Tierschutz

überlassen. Inzwischen sind

wir beim Tagesgeschäft

angekommen, und hier sind

die noblen Ansprüche nicht

mehr so deutlich zu erkennen.

Bei der Eröffnung der verlängerten

Tramlinien 4 und 6

waren zwar Vertreter aller

Parteien eingeladen, aufs Bild

durften dann aber doch nur

Elke Kahr und Judith Schwentner.

Selbst Mitkoalitionär

Michael Ehmann wurde

gebeten, zur Seite zu treten.

Im Rathaus sucht man sich

derweil die besten Büros aus

und auf Bezirksebene wird

über Koalitionen gemunkelt,

die die stimmenstärksten

Konservativen absetzen

würden. Das ist alles nicht

verwerflich, so wird das

politische Spiel eben seit

Jahren gespielt und VP oder

FP hätten das nicht anders

gemacht. Aber genau dieses

„Anderssein“ hätten uns die

neuen Regierer eigentlich

versprochen.

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

Vor dem

Training darf

es nur etwas

Leichtes sein,

danach greift

Wasserspringer

Dariush Lotfi

am Frühstückstisch

aber

kräftig zu. KK

... Dariush Lotfi

Das Wassersprung-Ausnahmetalent zeigte, wie das gesamte GAK-Team, bei den

Staatsmeisterschaften groß auf und spricht über Graz, Musik und große Ziele.

Man sagt ja, nach dem Essen soll man nicht sofort

ins Wasser gehen. Wie ist das im Spitzensport –

springt es sich mit oder ohne Frühstück leichter?

(lacht) Es stimmt, man sollte nach dem Essen eher

warten, bis man ins Wasser geht. Wenn ich ganz

früh Training habe, esse ich nur eine Kleinigkeit, wie

ein Croissant oder eine Banane. Und dann gibt es

nach dem Training – weil ich so gerne frühstücke –

ein Riesenfrühstück.

Sie sind gerade wieder mehrfacher Staatsmeister

geworden, gleichzeitig wollte es heuer mit dem

großen Ziel, Olympia, nicht ganz klappen. Wie

bewerten Sie Ihr sportliches Jahr insgesamt?

Insgesamt ist das Jahr gut gelaufen. Ich bin im Training

viel konstanter geworden, fühle mich generell

stärker, bin zum zweiten Mal bei einer Europameisterschaft

mitgesprungen und habe zum ersten Mal

an einem Weltcup, der ja nur alle zwei Jahre stattfindet,

teilgenommen. Außerdem wurde ich ins Heeressportzentrum

aufgenommen, nachdem ich im

Sommer die Matura geschafft hatte.

Wie kamen Sie eigentlich zum Wasserspringen?

Durch meinen Vater. Er war in seiner Jugend in seiner

Heimat, dem Iran, auch Staatsmeister und hat

mit Anfang 50 wieder begonnen zu trainieren. Im

Sommer 2012 waren wir als Familie in Italien bei

den Weltmeisterschaften und haben gesehen, wie

mein Vater in seiner Alterskategorie zweimal Weltmeister

geworden ist. Nachdem wir zurückgeflogen

waren, habe ich dann direkt mit dem Wasserspringen

begonnen (lacht).

Mittlerweile sind Sie ein großes Aushängeschild

des Grazer Sports, begonnen haben Sie aber in

Großbritannien. Wie kam es eigentlich zum Umzug

hierher?

Ja, ich habe in England begonnen und bin dort dreieinhalb

Jahre gesprungen. Mein Vater hat in mir viel

Potenzial gesehen und mit meinem jetzigen Trainer

Shahbaz Shahnazi, der auch erst vor acht Jahren

aus dem Iran nach Österreich gezogen ist, Kontakt

aufgenommen. Shahbaz hat damals schon angefangen,

ein ordentliches Team bei GAK in Graz aufzubauen

und ich bin im Jänner 2016 dazugekommen.

Wie gefällt Ihnen die Stadt?

Sehr. Ich find die Innenstadt unglaublich schön und

bin noch immer erstaunt, dass es einen „Berg“ mitten

in der Stadt gibt. In England gibt es so etwas nur

in Märchen. Die Menschen machen aber das meiste

aus. Ich wurde von Anfang an ganz herzlich aufgenommen,

der Verein ist für mich wie meine zweite

Familie.

Wenn mal nicht gesportelt wird – was tun Sie

dann in Ihrer Freizeit?

Da spiele ich gerne Musik, bin hobbymäßig DJ und

beschäftige mich eigentlich schon immer mit irgendwas

Musikalischem. Außerdem koche ich sehr

gerne – das ist auch ein Vorteil, wenn man sich auf

die Ernährung konzentrieren muss.

Was sind die nächsten großen Ziele?

Meine nächsten großen Ziele sind, mich für die EM

und die WM zu qualifizieren und dort meine Platzierung

zu erhöhen. Das EM-Finale wäre ein großer

Traum, der realistisch gesehen auch machbar ist.


FABIAN KLEINDIENST

Dariush Lotfi wurde 2001 in Colchester, Essex geboren.

Seit Jänner 2016 lebt er in Graz, ist Wasserspringer

beim GAK und schloss im Sommer seine

Matura am BORG Monsberger ab. Sportlich konnte

er schon an Europameisterschaften und einem

Weltcup teilnehmen, gewann elf Goldmedaillen

bei Jugendstaatsmeisterschaften und zwölf in der

Allgemeinen Klasse, drei davon vor zwei Wochen.


graz

4 graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Die Politik streitet am

Balkon und die Menschen

sterben im Krankenhaus.“

AK-Präsident Josef Pesserl kritisiert das Pandemiemanagement

der Regierung. GRAF-PUTZ/AK STMK, GETTY, KK

Immer weniger

Trotz Lockdown:

Die Bewegungsdaten vom Wochenende

gibt’s morgen im täglichen E-Paper

Am Griesplatz wurden diese Woche

Bäume aufgestellt. STADT GRAZ/FISCHER

Verschönerung

des Griesplatzes

■ Die neue Stadtregierung

setzt erste Maßnahmen für eine

Verschönerung des Griesplatzes.

Diese Woche wurden erste

Bäume aufgestellt, kommende

Woche sollen weitere folgen.

Verantwortlich für das Projekt

ist Vizebürgermeisterin Judith

Schwentner, die betonte, sich

„über jede einzelne Maßnahme,

die zum Klimaschutz beiträgt

und den Menschen begrünten

Raum zum Verweilen

ermöglicht“, zu freuen.

Personen in der Innenstadt

werktags pro Woche

35.110 36.828

46.410

15.684

Lockdown

I

Lockdown

II

Lockdown

III

Lockdown

IV

Quelle: Citymanagement – Holding Graz

Die heimische Politik weihte die

neuen Linien ein. STADT GRAZ/FISCHER

Neue Bim-Linien

sind auf Schiene

■ Am Freitag war es so weit

und die neuen Straßenbahnlinien

4 nach Reininghaus und 6 in

die Smart City nahmen erstmals

Fahrt auf. 72,5 Millionen wurden

gesamt investiert. Am Donnerstag

wurden die neuen Linien

von Bürgermeisterin Elke Kahr,

Vizebürgermeisterin Judith

Schwentner, Landeshauptmann

Hermann Schützenhöfer,

LH-Stellvertreter Anton

Lang und Holding-Chef Wolfgang

Malik feierlich präsentiert.

Am Freitag waren trotz Lockdown und schlechten Wetters einige Menschen in der Grazer Innenstadt unterwegs. KK

derGrazer

Wieso sind Sie im Lockdown unterwegs?

„Ich gehe gerade

von der Arbeit

nach Hause.

Ich finde, es ist

schon mehr los

als vergangenes

Jahr.“

Stefan Peserl, 53,

Beamter

„Ich musste

schnell einkaufen

gehen. Mir

kommt vor, es

sind gleich viele

Leute wie letztes

Jahr unterwegs.“

Doris Dreier, 69,

Pensionistin

„Ich war

einkaufen, da

habe ich den

Lockdown aber

nicht wirklich

gemerkt. Es war

fast wie immer.“

Sebastian Rohde,

26, Forscher

Blitzumfrage

„Ich mache gerade

nur schnell

einen Spaziergang.

Die Stadt

wirkt an manchen

Orten wie

ausgestorben.“

Christoph Buchmann,

32, Mechaniker

?

ALLE FOTOS: DER GRAZER

„Ich mache ein

paar Erledigungen

und einen

Spaziergang.

Es sind schon

einige Leute

unterwegs.“

Michaela Purgstaller,

36, Schauspielerin


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at www.grazer.at

graz 5


TOP

Mehr Hauben für Graz

Grazer Spitzenköche wie Didi Dorner verdienten

sich insgesamt 42 Gault-Millau-

Hauben. Drei mehr als letztes Jahr.

GIBS wegen Corona geschlossen

Aufgrund zu vieler Corona-Fälle wurde

das GIBS-Gymnasium am Freitag und

bis zumindest 3. Dezember geschlossen.

FLOP


Grazer bleiben zuhause

BEUNRUHIGEND. Die Bewegungsdaten zeigen: In der ersten Woche des vierten

Lockdowns waren mehr als doppelt so viele unterwegs wie in Lockdown

Nummer 1 und auch ein Drittel mehr als in Lockdown 2 im November 2020.

Kurz gefragt …

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

ber stattfand, waren es in der ersten

Woche an den ersten vier Tagen nur

35.110 Menschen – und damit ungefähr

ein Drittel weniger als jetzt.

Zum Vergleich: Im Jahr 2019 waren

um diese Zeit werktags 243.270

Menschen unterwegs. Übrigens

annähernd so viele wie vorige Woche,

als der Lockdown nur für Ungeimpfte

galt: Von den 215.490

Personen, die in der Grazer Innenstadt

unterwegs waren, waren

wohl nicht alle immunisiert.

300 Polizeistrafen

„Auch unser persönlicher Eindruck

ist, dass jetzt deutlich mehr

Menschen unterwegs sind als

im ersten Lockdown“, berichtet

Polizeisprecher Fritz Grundnig.

In sieben Tagen wurden in der

Steiermark rund 20.000 Kontrollen

durch die Exekutive durchgeführt.

Es gab rund 300 Anzeigen

und Strafmandate. Dabei handelte

es sich um Verwaltungsüber-

Das subjektive Gefühl vieler

Grazer: Man merkt den

Lockdown gar nicht wirklich.

Geschäfte und Gastronomiebetriebe

sind zwar geschlossen,

auf den Straßen ist trotzdem viel

los, egal ob es um Spaziergänger

oder Autofahrer geht. Die Bewegungsdaten

von Citymanagement

und Holding aus der Innenstadt

zeichnen ein ähnliches Bild. In

dieser ersten Lockdown-Woche

waren von Montagfrüh bis Freitagmittag

(12 Uhr) 46.410 Menschen

in der City unterwegs. Im ersten

Lockdown von 16. März bis 1. Mai

waren es in der Kalenderwoche 13

beispielsweise nur 22.310 – an allen

sieben Tagen, werktags waren

es rund 16.000.

Im zweiten Lockdown, der ungefähr

um die gleiche Jahreszeit

von 17. November bis 6. Dezemtretungen

wie das Fehlen einer

Maske oder Nichteinhalten des

Abstands – bis zu 90 Euro Strafe

– sowie um Anzeigen aufgrund

der Missachtung des Lockdowns,

die bis zu 500 Euro für Privatpersonen

und für Gewerbetreibende

mehrere tausend Euro kostet.

Sorge bei Behörden

Auch im Gesundheitsamt sieht

man die momentane Situation

mit Sorge. „Derzeit merken wir

noch keinen Effekt durch den

Lockdown. Es sind natürlich alleine

deshalb, weil Schulen geöffnet

sind und die Leute weiterhin auch

im Büro arbeiten dürfen, mehr

Leute unterwegs“, so Leiterin Eva

Winter (siehe auch Kurzinterview

rechts). Sie erkennt, dass

die Menschen „lockdownmüde“

werden. Auch haben wohl viele

Geimpfte keine besondere Lust

auf den „verordneten Akt der Solidarität“

mit den Ungeimpften.

... Eva Winter

1

Sind zu viele Leute trotz

Lockdown unterwegs?

Winter: Ja, aus rein

gesundheitsbehördlicher

Sicht müssten Schulen

geschlossen und Homeoffice

verpflichtend werden.

2

Wo stecken sich die

Grazer weiterhin an?

Winter: Am meisten in der

Familie, in der Schule und

am Arbeitsplatz. Aber auch in

WGs, Obdachlosenunterkünften

oder Studentenheimen.

3

Glauben Sie, endet der

Lockdown nach 20 Tagen?

Winter: Wenn sich nicht

sehr schnell etwas an den

Zahlen ändert, kann ich mir

das nicht vorstellen.


6 graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

K O M M E N T A R

von

Verena

Leitold

✏ verena.leitold@grazer.at

Wir müssen

uns jetzt an die

Spielregeln halten

D

ie Bewegungsdaten aus

der Innenstadt zeigen

deutlich: Immer

weniger Grazer bleiben im

Lockdown zuhause. Und wer

kann es uns verübeln? Zum

vierten Mal spielen wir dieses

Spiel jetzt – und da haben wir

die Regeln ein bisschen

angepasst. Wir gehen ein paar

Mal öfter spazieren, treffen

hin und wieder Familie und

enge Freunde, arbeiten doch

lieber im Büro als im Homeoffice,

gehen öfter als nur

einmal in der Woche einkaufen

– ja wir haben nicht

einmal mehr besonders viel

Klopapier zuhause lagernd.

Das Problem dabei: Je mehr

wir die Spielregeln anpassen,

desto öfter heißt es „Zurück

an den Start“. Stattdessen

müssen wir die Lage ernst

nehmen und jetzt den „Joker“

Impfung nutzen. Denn auch

in anderen Ländern sieht

man deutlich, je höher die

Impfquote, desto weniger

schwere Verläufe, desto

weniger Todesfälle gibt es.

Und darum geht es ja

letztlich. Auch mit dem

Coronavirus werden wir

irgendwann leben müssen –

im Idealfall sollen aber alle

Erkrankten die Infektion nicht

nur erleben, sondern auch

überleben. Dann haben wir

das Spiel im Endeffekt alle

gewonnen. Wenn es zur

Triage auf den Intensivstationen

kommt, haben wir als Gesellschaft

alle miteinander

verloren.

Stefan Hermann

Nach Aus für Hart bei Graz:

Politisches „Griss“

um den neuen

Bildungscampus

VORSTOSS. Nachdem sich zuletzt Puntigam im Rennen um den Bildungscampus

ins Spiel brachte, tritt die FPÖ nun für einen Standort südlich von Graz ein.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Der Standort für den neuen

Bildungscampus im Grazer

Umfeld wird immer

mehr zum Politikum – nach dem

Aus für Hart bei Graz brachte der

Grazer Bezirksvorsteher Helmuth

Scheuch (ÖVP) zuletzt Puntigam

als Standort ins Spiel (wir berichteten).

FPÖ-Landesparteisekretär

Stefan Hermann, gleichzeitig Bezirksparteiobmann

in Graz-Umgebung,

zieht nun nach und will den

Campus unbedingt im südlichen

Graz-Umgebung realisieren.

Lange Geschichte

Jahrelang hielt der Streit um eine

Realisierung des Bildungscampus

und die Beschaffung eines nötigen

Grundstücks Hart bei Graz in Atem.

Bekanntlich war die Gemeinde der

vom Bildungsministerium favorisierte

Standort, es sollten eine

Volksschule, ein Gymnasium und

eine Fachschule für Elementarpädagogik

entstehen. Vor zwei Wochen

zog die Bildungsdirektion

dann aber vorerst einen Schlusstrich

unter das Projekt. Zuvor hatte

die Opposition der Ortsregierung

fehlende Transparenz vorgeworfen

und den Verdacht auf Immobilienspekulationen

in den Raum

gestellt, Bürgermeister Jakob Frey

wiederum kritisierte, dass man

durch Einsprüche und fehlende

Zustimmung eine „Jahrhundert-

Chance“ habe platzen lassen.

Nachdem vergangene Woche

bekannt geworden war, dass man

sich auch in Graz als möglicher

Standort bewerben möchte, schaltete

sich jetzt die Landes-FPÖ ein

und fordert ein zweites Gymnasium

für Graz-Umgebung. „Am

Standort könnten neben dem

Gymnasium auch eine Bildungsanstalt

für Elementarpädagogik

sowie eine Ausbildungsstätte für

Gesundheits- und Pflegeberufe

entstehen“, erklärt Hermann, selbst

Vizebürgermeister in Feldkirchen

bei Graz. Als möglichen Standort

Stefan

Hermann

(FPÖ)

will den

Bildungscampus

unbedingt

südlich

von Graz

realisieren

– und

schlägt

dabei die

Gewerbeflächen

neben

Legero und

Saubermacher

in

Feldkirchen

vor.

LAND-STMK/FOTO

FISCHER, EUROPEAN

SPACE IMAGING/MAXAR

TECHNOLOGYS

führt er seine Heimatgemeinde ins

Treffen. „Die verkehrstechnische

Anbindung der Gewerbeflächen

rund um den Flughafen ist ausgezeichnet.

Man wird in ganz Österreich

kaum einen besser erschlossenen

Ort finden.“ Genau in diesen

freien Gewerbeflächen, neben „Legero

United“ und „Saubermacher“,

könne er sich eine Umsetzung gut

vorstellen, „aber auch in anderen

Gemeinden wie Gössendorf, Kalsdorf

oder Seiersberg würde sich

sicher ein geeigneter Standort finden

lassen“, gibt sich der Landtagsabgeordnete

überzeugt.

Für eine derartige Standortwahl

spreche, dass die Gemeinden südlich

von Graz zu den am stärksten

wachsenden Gebieten Österreichs

zählen. Hermann: „Da es vor allem

junge Familien in die Vororte zieht,

ist die Nachfrage an wohnortnahen

Ausbildungsplätzen definitiv

gegeben“, so Hermann, der nun

schriftliche Anfragen an das Bildungsministerium

sowie an die Bildungslandesrätin

einbringen will.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich

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28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

graz 7

Baumpflanz-Match VP/Grüne

KURIOS. Man kann sich auch darum streiten, wer in Graz mehr Bäume pflanzt. Die Grünen haben sich „Wir pflanzen

einen Baum pro Tag“ auf ihre Fahnen geheftet. „Das ist gar nichts“, so die VP, „wir pflanzten zehn Bäume jeden Tag.“

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Jeden Tag einen Baum, das

hat die neue Rathaus-Koalition

als umwelt- und klimapolitische

Linie ausgegeben. Die

neue Vizebürgermeisterin Judith

Schwentner will nicht nur die

Grazer Innenstadt zur autofreien

Zone machen, sie will mehr Grün

und daher jeden Tag einen neuen

Baum in die Stadt bringen.

Zehn Bäume pro Tag

Das bringt die Geschäftsführerin

und Gemeinderätin der Grazer

Volkspartei Anna Hopper auf

den Plan: „Mit der Initiative ,Graz

wächst‘ haben wir in den letzten

Jahren bereits eine Idee umgesetzt,

die zur Folge hatte, dass nun

zwei Jahre lang rund 3500 Bäume

pro Jahr, zusätzlich zu den ohne-

hin gesetzten Maßnahmen der

städtischen Waldbewirtschaftungen,

gesetzt wurden. Wir haben

nun also in den letzten beiden

Jahren nicht nur einen Baum,

sondern rund zehn neue Bäume

pro Tag gepflanzt!“, so die Gemeinderätin.

Hopper: „Judith Schwentners

Vorschlag ist somit in Wirklichkeit

nur die grüne Zierleiste unter den

von uns erledigten Hausaufgaben,

ist aber vermutlich als Umsetzung

des ebenso angekündigten

Mini-Waldes zu verstehen“,

schmunzelt Gemeinderätin Hopper

abschließend.

Schwentner kontert: „Es ist

zusätzlich zu dem geplant, was

bisher schon stattgefunden hat,

UND: Es geht hier grundsätzlich

um Bäume im öffentlichen

Raum.“ Manchmal sieht man den

Wald vor lauter Bäumen nicht ...

Judith Schwentner (l.), neue Grazer Vizebürgermeisterin, will jeden Tag einen

neuen Baum pflanzen. Anna Hopper, VP-GF: Wir pflanzten zehn jeden Tag.

FISCHER, KK


8 graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Flixbus von Graz nach Schwechat:

Aus für Flughafen-

LH Josef Krainer senior im Landhaus

auf dem Weg zur Sitzung KK

50. Todestag von

LH Josef Krainer

■ Am 28. November 1971 verstarb

Josef Krainer senior an einem

Herzinfarkt auf einer Jagd

in Allerheiligen bei Wildon. 23

Jahre lang hatte er als Landeshauptmann

die steirische Politik

wie kein anderer geprägt. In

diesen Tagen denkt die Steirische

Volkspartei anlässlich seines

50. Todestages an Krainers

Wirken und Schaffen zurück.

LH Hermann Schützenhöfer

erinnert sich an die ersten Worte

von Krainer 1970 an ihn: „Vergiss

die kleinen Leute nicht.“

Schnell von Graz zum Flughafen in Wien? Mit dem Flixbus war das möglich, jetzt wurde die Strecke eingestellt.FLIXBUS

Für FHs gibt’s mehr Geld

Didi Hallervorden (links) und sein

Biograf Tim Pröse (Spiegel) KK

Didi Hallervorden

im Stefaniensaal

■ Er ist bereits eine Legende,

hat ein bewegtes Leben hinter

sich und zeigte jetzt sein Talent

als Charakterschauspieler.

Die Rede ist von Didi Hallervorden,

der am 6. Mai 2022 im

Grazer Kammersaal auftreten

wird. Hallervorden kommt mit

seinem Biografen Tim Pröse

nach Graz. Pröse, ein erfolgreicher

„Spiegel“-Journalist, hat

ein biografisches Buch über

Hallervorden geschrieben. Er

wird daraus lesen, und Hallervorden

wird dem Publikum Geschichten

und Pointen liefern.

BILDUNG. Das Budget

für die Grazer Fachhochschulen

wird ab

nächstem Jahr deutlich

angehoben.

Von Nina Wiesmüller

nina.wiesmueller@grazer.at

Rund 70.000 ordentliche

Studierende gibt es an den

acht Grazer Hochschulen

insgesamt, rund 6300 davon studieren

an den beiden Fachhochschulen,

der FH Campus 02 und

der FH Joanneum. Nun gibt es für

diese mehr Geld. Insgesamt wird

das Budget für die Hochschulen

um rund zehn bis elf Prozent im

Vergleich zur Periode von 2019

bis 2020 angehoben.

Die Grazer Fachhochschulen

prägen seit rund 25 Jahren die

Grazer Studienlandschaft. Nun

profitieren sie von einer zehnprozentigen

Budgetsteigerung.

So bekommt die FH Joanneum

im Jahr 2022 rund 37 Millionen

Euro, der Campus 02 rund 12,36

Millionen Euro. Generell steigen

die Förderungen im Bereich

Wissenschaft und Forschung auf

über 5,6 Milliarden Euro.

Dass das zusätzliche Budget

gut angelegt ist, wird deutlich,

wenn man die Zukunftspläne

der Fachhochschulen anschaut.

Ab dem Sommersemester gibt

es beispielsweise an der FH erstmals

die Möglichkeit, in Kooperation

mit der Technischen Universität

ein Doktoratsstudium zu

absolvieren. Die Ausschreibung

für das vierjährige Studium erfolgt

international.

Besonders stark eingesetzt für

die Fachhochschulen hat sich

die Grazer ÖVP-Nationalratsabgeordnete

Martina Kaufmann.

„Vor allem bei den MINT-Ausbildungen

nehmen die Grazer Fachhochschulen

eine Schlüsselrolle

ein. Absolventen dieser Studiengänge

werden am Arbeitsmarkt

händeringend gesucht. Mit dem

beschlossenen Budget können

über 50 neue Fachhochschul-

Anfängerstudienplätze in bereits

existenten Studienrichtungen an

den Grazer FHs garantiert werden“,

so Kaufmann.

An der FH Joanneum wird bald ein

Doktoratsstudium angeboten. FH JOANNEUM


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

graz 9

Verbindung

SCHADE. Schon Ende

Oktober musste die

Strecke von Graz zum

Wiener Flughafen eingestellt

werden. Nach

dem Lockdown ebenso.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Reiselustige, die die Flixbus-

Verbindung von Graz direkt

zum Wiener Flughafen

gerne genutzt haben, müssen

jetzt stark sein: Diese Route wird

auch nach dem Lockdown nicht

mehr in Betrieb genommen.

„Aufgrund der aktuellen und

anhaltenden pandemischen

Situation gestalten wir unsere

Streckennetze dynamisch und

nachfrageorientiert. Wir haben

festgestellt, dass die Nachfrage

der Fahrgäste auf der Verbindung

Graz–Wien (Flughafen) deutlich

nachließ, weshalb Flixbus diese

Ende Oktober vorerst einstellte

und in diesem Jahr auch nicht

mehr anbieten wird“, erklärt

Franziska Brauer von Flixbus.

Ob die beliebte Linie in Zukunft

überhaupt wieder an das

Flixbus-Netz angebunden wird,

ist unklar und wird im kommenden

Jahr geprüft.

Nach Lockdown

„Flixbus hat bedingt durch den

Lockdown in Österreich die nationalen

Verbindungen vorerst bis

12. Dezember eingestellt. Nach

Beendigung des Lockdowns

plant Flixbus, die Verbindung

Graz–Wien (Stadt) wieder in das

Angebot aufzunehmen“, so Brauner

abschließend. Ein Stadtbummel

ist somit wieder möglich, nur

das Reisen wird sich wohl oder

übel für den einen oder anderen

als etwas schwieriger gestalten,

wenn es von Wien weggeht.

Angst um Bauernhaus

■ Im Bereich der Panoramagasse

befinden sich wohl die schönsten

Villen der Stadt. Am Ende

dieser noblen Straße, Panoramagasse

10, gibt es ein altes Bauernhaus,

das Altstadtschützer wie

Peter Laukhardt in Abrissgefahr

sahen. Ältere Villenbewohner

erinnern sich noch, dass sie bei

dem Bauernhaus ihre Milch holten.

Das Bauernhaus gehörte zum

Besitz der Minoriten, die von 1637

bis zu ihrer Aufhebung durch Kaiser

Josef II. 1789 am Rosenberg

saßen. Das Gebäude liegt auch

im Bereich einer großen Wiese.

Das alte

Bauernhaus

ist ein

Beispiel

renaissancezeitlicher

Architektur.

LAUKHARDT

Laukhardt befürchtete, dass dort

die 11.000 Quadratmeter große

Fläche zum Bauland wird und ein

größerer Wohnbau entsteht und

damit das Ende des pittoresken

Bauerngutes besiegelt wäre.

Der Besitzer der Wiese und

des Bauernhauses Clemens Künigl

beruhigt jetzt: „Nein, es wird

nicht daran gedacht, das Bauernhaus

abzureißen. Vielleicht

reißen wir den alten Stall dahinter

ab. Auch die Wiese wird nicht

verbaut.“ Laukhardt: „Ich höre

die Botschaft, allein mir fehlt der

Glaube ...“ VOJO


10 graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Wer im Lockdown Bewegung braucht,

kann nach wie vor eislaufen.

LUEF

Eislaufplatz

bleibt geöffnet

■ „Der Eislaufplatz am Dach

des Citypark bleibt weiterhin

geöffnet“, freut sich Centermanager

Waldemar Zelinka.

Auch im Lockdown kann man

sich am temporären Bezirkssportplatz

auspowern – und das

kostenlos. Etwa 450 Quadratmeter

Kunsteis stehen bis zum

15. März zur Verfügung. Eislaufschuhe

können von 9 bis 13 Uhr

bei Hervis ausgeliehen werden.

Geöffnet ist der Platz bis 20 Uhr.

Heike Heinisser (l.) beim Charity-

Stand im Shopping Nord KINDERKLINIK GRAZ

Kekse für den

guten Zweck

■ Im Shopping Nord wurden

an zwei Tagen bei einem

Charity-Stand im Bereich des

Haupteinganges Weihnachtskekse

gegen eine Spende für

die Kinder der Kinderklinik

Graz verkauft. „Wir sind stolz,

mit den gesponserten Keksen

über 2000 Euro eingenommen

zu haben“, so Organisator Gerald

Sobian. Das Shopping

Nord um Centerleiterin Heike

Heinisser rundete gleich noch

auf 2500 Euro auf.

Viele Tierarten

auch in Graz vom

Aussterben bedroht

Die Wechselkröte, auch „Grüne Kröte“ genannt, ist in Graz mittlerweile ausgestorben, in der Steiermark gefährdet. GETTY, STEFAN JANISCH

SCHLIMM. Die Liste der

gefährdeten Tierarten

in der Steiermark wurde

überarbeitet. Auch

in Graz sind immer

mehr bedroht.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Jede zweite Tierart in der Steiermark

ist mittlerweile vom

Aussterben bedroht. Diese

beunruhigende Nachricht

wurde diese Woche

bekannt, nachdem

das Ökoteam

im Auftrag des

Landes eine Bestandsaufnahme

der heimischen

Tierarten machte

und damit die

sogenannte „Rote

Liste“ gefährdeter Tierarten nach

30 Jahren aktualisierte. Das zeigt

sich laut Werner Holzinger, Geschäftsführer

des Ökobüros, auch

in Graz stark. Als Referenz zieht

er dafür eine 1972 veröffentlichte

Arbeit von Erich Reisinger heran,

mit dem Titel „Veränderungen

in der Tierwelt im Grazer Raum

innerhalb der letzten 60 Jahre“ –

Werner Holzinger

die einen guten Vergleichswert

zur Ist-Situation 50 Jahre später

darstellt.

Kampf ums Überleben

Damals gehörte die sogenannte

„Wechselkröte“ zu den gewöhnlichen

Vertretern der Tierwelt im

Stadtgebiet, schon Anfang der

90er wurden die letzten Tiere allerdings

ausgerottet. Holzinger:

„Mit dem Bau des Kraftwerks

Gössendorf war die Anlage neuer

Laichgewässer im Bereich des

neuen Altarms Auwiesen geplant.

Die Umsetzung erfolgte allerdings

so unfachmännisch, dass diese

Teiche heute nur als Hundeschwimmbad

funktionieren,

aber für Wechselkröten

vollkommen ungeeignet

sind. In Graz ist die Wechselkröte

damit ausgestorben

und in der gesamten

Steiermark vom Aussterben

bedroht.“

Ein weiteres Beispiel sei

die Zaun eidechse, die 1972 laut

Reisinger noch „weit verbreitet“

war – und heute beinahe vollkommen

verschwunden ist. Wie Holzinger

erklärt, gebe es nur noch

„drei ganz kleine Reliktpopulationen

in ganz Graz“. Daneben könne

man noch einige weitere Tierarten

anführen: „Tagfalter wie der

Wiesenknopf-Ameisenbläuling

und der Schwarze Apollo waren

einst in Wiesen in Graz nicht selten,

heute sind sie im Stadtgebiet

fast völlig ausgestorben, weil die

Wiesen verbaut sind“, führt der

Biologe aus.

Neben der Verbauung und steigenden

Baudichten, der Kanalisierung

von Bächen und dem Bau

des Murkraftwerks seien auch

Spritzmittel in Gärten sowie Rasenroboter

Gründe für die drastische

Entwicklung.

Etwas tun

Laut Holzinger könnte jeder Grazer

etwas zur Besserung beitragen:

„Wildbienen-Nisthilfen zum

Beispiel und ein paar blühende

Pflanzen – das geht sogar am

Balkon.“ Auch Schwalbennester

solle man nicht zerstören, wenn

man das Haus beispielsweise neu

dämmt (immerhin zeigte kürzlich

eine aktuelle Studie, dass in den

letzten 40 Jahren ganze 600 Millionen

Brutvögel in der EU verschwanden,

Anm.).

Auch seitens der Stadt sei vieles

möglich und sinnvoll: „Straßenbahntrassen

begrünen statt zu

asphaltieren, Bäume auf Plätzen,

insektenfreundliche Beleuchtung

in Straßenlaternen, die Revitalisierung

der Grazer Bäche und vieles

mehr“, nennt der Experte ein

paar Möglichkeiten.


12 graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Passend zur Regen- und Kälteperiode wurden die Arbeiten beim Hochfeldweg

in Ries abgeschlossen. Ein Zaun sorgt für mehr Sicherheit.

Hochfeldweg nach

Hangrutschung sicher

TOLL. Nach dem Sommer-Unwetter kam es in Ries

zur Hangrutschung. Gefahrenstelle wurde gesichert.

KK

In der Conrad-von-Hötzendorf-Straße im Grazer Bezirk Jakomini sorgen

Autoschnauzen, die über den Gehsteig ragen, immer wieder für Ärger. KK

Autos als Behinderung:

Parkstopper zur Hilfe

LÖSUNG. Damit Autos nicht am Gehsteig parken,

sollen Barrieren am Boden eingesetzt werden.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Auch in diesem Jahr blieb

Graz von schweren Unwettern

nicht verschont.

Vor allem im Bezirk Ries sorgten

tagelange Regenfälle für viele

Probleme – Überschwemmungen,

Bäche gingen über und

Bäume stürzten um. Auch der

Hang am Hochfeldweg blieb

nicht verschont und begann

nach der heftigen Regenzeit im

Sommer plötzlich zu rutschen.

So etwas stellt natürlich eine

große Gefahr für die Bewohner

dar, egal ob jung oder alt. Im Bezirk

hat man schnell gehandelt

und Anfang September bereits

mit der Sanierung im gefährlichen

Bereich begonnen.

Fast drei Monate später können

die Bewohner sich wieder

freuen. „Die Absicherung am

Hochfeldweg wurde fertiggestellt“,

verkündet Josef Schuster,

Bezirksvorsteher von Ries,

freudig. Der Hang wurde von

Spezialisten gesichert, ein neuer

Holzzaun sorgt für den Schutz

der Fußgänger. Für die nächste

Regenperiode sei man am Hochfeldweg

jedenfalls geschützt.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Die Conrad-von-Hötzendorf-Straße

hat noch viel

Potenzial, das nicht voll

ausgeschöpft wurde. Seien es

Parkplätze, Begrünung oder der

enorme Verkehr – es gibt immer

was zu tun. Der Bezirksvorsteher

von Jakomini, Klaus Strobl, setzt

sich immer wieder für all diese

Dinge ein. Vor allem Parkplätze

beschäftigen die Bewohner; entlang

der Straße ragen vor allem

Limousinen und lange Autos immer

auf den Gehsteig, wenn sie bis

zum Reifenanschlag vorfahren.

„Das behindert natürlich Fußgänger

und Co, die am Gehweg unterwegs

sind. Dadurch, dass es auch

immer größere und breitere Autos

gibt, wird es umso problematischer“,

ärgert sich Strobl.

Als Lösung würden sogenannte

Parkstopper in Frage kommen,

die – wie es der Name schon sagt

– die Autos beim Parken stoppen.

Es sind Barrieren, die verhindern,

dass die Schnauze des Autos

auf den Gehsteig ragt. Solche

gibt es etwa schon seit Sommer

beim Kaiser-Josef-Platz. Sie werden

gefordert.

Gefährliches Szenario im Grazer Bezirk Ries: Am Hochfeldweg kam es im

Sommer zu einer Hangrutschung, sofort wurden Arbeiten eingeleitet. KK (2)

Solche Parkstopper

gibt

es auf Wunsch

der Bewohner

bereits beim

Kaiser-Josef-

Platz.

KK


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

graz 13

Lila Teich unter Waldlilie

ARG. Ein violetter Teich im Grazer Stadtpark sorgte kürzlich für ganz schönes

Aufsehen. Für die Holding stellen solche Reinigungen ein Problem dar.

■ Schon wieder gab es einen

Akt von Vandalismus im Grazer

Stadtpark. Erst im Sommer sorgte

das Grazer Partyvolk für Verunreinigungen

und Schmutz, die den

Park einer Mülldeponie ähneln

ließen. Der Höhepunkt des Ärgers

waren dann leere Bier- und Weinflaschen

im Ententeich. Nicht nur,

dass es eine Gefahr für die Enten

und ihre Babys war, zwischen

den teils zerbrochenen und somit

scharfen Flaschen durchzuschwimmen,

auch für die Holding

war es keine leichte Arbeit. Ein Appell

an die Vernunft war anscheinend

zwecklos, denn kürzlich

schockte ein lilafarbener Teich

die Spaziergänger. Mittels einer

violetten Farbpatrone wurde der

Teich unterhalb der Waldlilien-

Statue eingefärbt. Was für manch

einen vielleicht einen tollen Effekt

hat, ist für die Holding Graz ein

großes Problem – der Teich muss

ausgelassen und gereinigt werden,

das ist ein riesiger Aufwand.

Wer sich den Spaß erlaubt hat, ist

bis dato unklar, es läuft eine Anzeige

gegen Unbekannt. VALI

„Möbelheld“ in

Seiersberg

■ In unserer letzten Ausgabe

am 21. November hat sich

bei der Geschichte „Neu in

GU: Aus alten Möbeln neue

machen“ ein kleiner Fehler

eingeschlichen. Die Firma

Möbelheld, welche alte Stücke

restauriert und billig weiterverkauft,

eröffnet im Jänner

und ist unter der Nummer

0 676/650 35 05 erreichbar.

Kürzlich wurde im Teich im Grazer Stadtpark eine violette Farbpatrone gezündet – wer das war, ist unbekannt. KK (2)


14 graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Autofreier Tag

regt viele auf

ÄRGER. Die einen finden’s toll und reden vom

„Wohnzimmer auf der Straße“. Viele andere regen

die „autofreien Tage“ in der Mandellstraße sehr auf.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Kurz vor dem Lockdown, am

19. November, fand bereits

der dritte sogenannte „autofreie

Tag“ in der Grazer Mandellstraße

statt. Dabei werden

von 16 bis 20 Uhr Möbel von zwei

Wohn-WGs auf die Straße gestellt,

es gibt Maroni, Spiele für Kinder,

aber auch Glühwein, Kekse, Feuerschalen,

Feuershow und Live-

Musik. Die Party kann starten. Die

Organisatoren – zumeist Anrainer

– fordern eine autofreie Mandellstraße.

Weniger lustig finden das

Ganze die Unternehmer und

Gewerbetreibenden. Der noch

amtierende Bezirksvorsteher Andreas

Molnár: „Es ist für mich

unverständlich und nicht zu akzeptieren,

dass hier Chaoten das

Demonstrationsrecht missbrauchen

und jetzt einmal im Monat

die gesamte Mandellstraße und

deren Verkehr lahmlegen und die

Gewerbetreibenden gerade um

den notwendigen Umsatz bringen“,

sagt er stellvertretend für

viele andere.

Viktor Larissegger, WKO:

„Aus wirtschaftlicher Sicht sind

die Demos in der Mandellstraße

absolut unverantwortlich. In einer

ohnehin sehr herausfordern-

Die

Mandellstraße

wird

stundenlang

zum

Wohnzimmer.

Autos

werden ausgesperrt.

KK

den Zeit wird damit den Unternehmern

der Straße zusätzlich

das Leben schwergemacht, da

weder Kunden noch Lieferanten

zufahren können.“ Über 20 Gewerbetreibende

und zahlreiche

Anrainer schlossen sich schon

Finden Aktion

nicht lustig:

Astrid Rieder

(Antikes vom

Land), Stefan

Tosoni (WB),

Andreas Molnár,

Franz Schwarz,

(Orthopäde),

Ernst Kahr

(Reinigungsfirma,

v. l.) machen

mobil.

KK

zusammen und werden sich an

die neue Bürgermeisterin Elke

Kahr wenden, die diesem Spuk

ein Ende setzen soll.

Und der vierte autofreie Tag ist

schon geplant: am 18. Dezember,

kurz nach dem Lockdown.

Buslenker fahren unmaskiert

AUFREGUNG. „Grazer“-Leser ärgerte sich darüber, dass die Lenkerinnen und Lenker der Busse der Graz

Linien keine Masken tragen. Die Buslenker sind abgeschottet, da kann nichts passieren, sagt die Holding.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Ein Mann versucht im Laufschritt

an einem Novembermorgen,

seinen Bus

zu erreichen. In letzter Sekunde

gelingt ihm das, er lässt sich

schnaufend, nach Luft schnappend

in einen Sitz fallen, im

Stress hat er vergessen, seine

FFP2-Maske aufzusetzen. Im

Bus ist auch ein Kontrollor, der

den Mann sofort streng auf sein

Vergehen hinweist, um gleich

darauf eine saftige Geldstrafe

zu kassieren. Die Maske hat der

Mann inzwischen längst aus seiner

Tasche gekramt. So schildert

der „Grazer“-Leser Georg Trakl

seine Beobachtungen in einem

Holding-Bus. Die Kontrolle,

auch wenn sie schroff erfolgte,

nahm der Leser noch in Kauf,

aber dann ärgerte ihn der Um-

stand, dass der Fahrer des Busses

seine Runden ohne Maske dreht.

Trakl: „Da die Maskenlosigkeit

der Buslenker von Grazer Öffis

die Norm zu sein scheint, jedenfalls

nach meinen zahlreichen

Beobachtungen bei unterschiedlichen

Linien, frage ich mich,

wer bei ihnen die Einhaltung der

Corona-Verordnung überprüft

bzw. wer oder was die Chauffeure

veranlasst, sich über diese

gesetzlich vorgegebenen Richtlinien

hinwegzusetzen.“

Gerald Zaczek-Pichler, Holding-Konzernsprecher,

beruhigt.

In den Bussen sei für Sicherheit

gesorgt: „Alle Fahrerplätze haben

seit Jahren eine Scheibenabtrennung.

Es sind keine alten

Busse mehr im Einsatz, die das

nicht haben. Die erste Tür bleibt

immer zu. Der Fahrgast kann

nicht beim Fahrer einsteigen.

Vor der ersten Sitzreihe gibt es

Leser bemängeln, dass die Buslenker der Graz Linien keine FFP2-Masken

tragen. Die Holding sagt: Buslenker können unmaskiert fahren.

HOLDING

ebenfalls eine Absperrung. Kein

Fahrgast kommt auch nur in die

Nähe eines Fahrers.“

Die Fahrer fahren den ganzen

Tag mit teils vollbesetzten Bussen

durch die Innenstadt. Da

wäre eine Maske beim Fahrer

für die Sicherheit der Fahrgäste

nicht förderlich (Stichwort Konzentration),

so der Konzernsprecher.

Und: „Der Vergleich mit

Fahrgästen hinkt: Kein Fahrgast

fährt acht Stunden und trägt die

Verantwortung für Passagiere.

Die Fahrgäste sind auch nicht

isoliert wie der Fahrer.“


16 graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Taktverdichtung: Der 430er soll bald öfter von Hart zum Grazer Jakominiplatz

fahren – dafür kämpft man jetzt in der GU-Gemeinde.

GEMEINDE HART

Verbesserungen für die

Öffi-Fahrer aus Hart

VORSTOSS. In Hart setzt man sich für Taktverdichtungen

und eine neue Busverbindung nach Graz ein.

Auf Initiative von Gernot Papst bietet Gratwein-Straßengel telefonische Lernberatung

durch Angelika Sindlhofer an. Auch sonst setzt man Angebote. KK

Bildungsinitiative in

Gratwein-Straßengel

TOLL. Gemeinde setzt auf Akademie, Begabtenförderung

und im Lockdown auf gratis Nachhilfe.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Der neue Plan des Verbundes

soll 2023 in Betrieb

gehen. Dazu läuft

eine Ausschreibung. In Hart

bei Graz setzt man sich im Zuge

dessen jetzt für eine bessere Öffi-Verbindung

ein. Konkret stellt

man sich eine Taktverdichtung

der Linie 430 zum Jakominiplatz

vor: Der Regionalbus soll alle

15 bis 20 Minuten fahren statt

wie bisher alle 30 oder sogar 60

Minuten (je nach Wochentag

und Zeit). Außerdem wünscht

man sich eine Ringverbindung

zwischen Pachern und Ragnitz.

Vom Bahnhof Hart würde ein

Bus dann bis zum Lustbühel

und weiter in die Ragnitz geführt

werden.

Die Finanzierung wird gerade

ausgearbeitet; dass es sich

dabei um ein durchaus teures

Projekt handeln wird, ist man

sich in der Gemeinde bewusst.

„Was es kostet, wird es uns wert

sein müssen“, so Bürgermeister

Jakob Frey von der „Bürgerliste

lebenswertes Hart bei Graz“.

„Wenn wir den Individualverkehr

in Zukunft reduzieren und

die Menschen dazu bringen

wollen, aufs Auto zu verzicheten,

führt daran kein Weg vorbei!“

Radwegausbau

Überhaupt wird gerade ein neuer

Mobilitätsplan erstellt. Radverbindungen

sind da – ebenfalls

aus Umweltgründen – ein

wichtiges Thema. Besonders

zentral bewertet man einen Radweg

zwischen dem Park&Ride

Autal und Raaba. „Wir müssen

die Menschen dazu bringen,

das Fahrrad nicht nur in ihrer

Freizeit zu verwenden, sondern

auch den Berufsverkehr damit

zu bestreiten“, so Bürgermeister

Frey. Dazu brauche es einen

umfassenden Ausbau des Radverkehrsnetzes.

Die Planung des ersten Teiles

des Radweges – Raaba-Kreisverkehr

bis Gasthaus Linde – wurde

vom Land ausgeschrieben. Danach

soll der zweite Abschnitt

bis zum Kreisverkehr Pachern

vergeben werden.

Zusätzlich möchte man auch

in die Radverkehrs-Infrastruktur

investieren und beispielsweise

genügend Abstellplätze zur Verfügung

stellen.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Die Schulen sind aktuell

zwar offen, immer wieder

werden Klassen aber aufgrund

positiver Fälle auf Distance

Learning umgestellt – mit allen

Schwierigkeiten, die damit einhergehen.

In Gratwein-Straßengel

setzt die Gemeinde rund um Gernot

Papst, den Ausschussobmann

für Bildung, Jugend und Sport,

nun einen Bildungsschwerpunkt

– im Lockdown sogar mit kostenloser

Nachhilfe.

„Ich habe gemerkt, dass wir da

als Gemeinde tätig werden müssen,

weil es bei der Bildung in

vielen Bereichen hapert“, erklärt

Papst. Die gestartete Bildungsinitiative

beruht im Wesentlichen

auf sechs Säulen: auf Lernhilfegutscheinen,

einer Begabtenförderung,

der Auszeichnung von

akademischen und berufsspezifischen

Arbeiten, einer eigenen

Bildungsakademie, einem Lernhilfekatalog

und einer Lernberatungsstelle.

Die Lernhilfegutscheine beispielsweise,

die bei der Gemeinde

abgeholt werden können, sollen

laut Papst Familien unterstützen,

die sich Nachhilfe nicht so einfach

leisten können. Im Lockdown gibt

es sogar ein kostenloses Nachhilfeangebot.

Ergänzt wird das

Angebot durch die telefonische

Lernberatungsstelle, bei der eine

Nachhilfetrainerin zum Lernen ab

dem Kindergartenalter berät.

Bei der Bildungsakademie sollen

jährlich 20 Workshops und

zehn Vorträge zu verschiedensten

Themen stattfinden, weitere Angebote

werden im Lernhilfekatalog

angeführt. „Die Themen richten

sich dezidiert auch an Erwachsene,

da kann es beispielsweise darum

gehen, wie man den Steuerausgleich

richtig angeht“, so Papst.

Richtig durchstarten will er damit

im kommenden Jahr, Ziel ist mittelfristig,

auch größere Speaker in

die Gemeinde zu holen.

Neu ist auch eine Exzellenzund

Begabtenförderung. Schüler

und Studenten mit herausragenden

Leistungen können um spezielle

Förderungen ansuchen.

Übrigens: Das Projekt „Rundherum

Xund“ in der Gemeinde zum

Gesundheitszustand der Bevölkerung

läuft weiter, um Angebote bei

Bedarf zu verbessern. Fragebögen

können noch online oder bei der

Gemeinde ausgefüllt werden.


graz

18 www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Frohnleiten im Lichterglanz:

Dreißig-Jahr-Jubiläum

109 Bahnhöfe und Haltestellen

werden schneefrei gehalten.FOTO ÖBB

ÖBB sind für

Winter gerüstet

■ Wie jedes Jahr haben die

ÖBB schon frühzeitig die technische

Winterausrüstung aktiviert

und die Vorbereitungen

für Eis, Frost und Schnee getroffen.

Für den Winterdienst

sieht das Unternehmen jährlich

rund 40 Millionen Euro

vor. Rund 5000 Mitarbeiter

stehen bereit, um im Schichtbetrieb

vor allem im Gleis- und

Weichenbereich sowie an den

Bahnsteigen einen reibungslosen

Bahnbetrieb gewährleisten

zu können.

SCHÖN. Die traditionelle

Beleuchtung der

Häuser an der Murpromenade

in Frohnleiten

wird heute aktiviert –

schon zum 31. Mal.

■ Morgen ist es genau 30 Jahre

her, da wurde erstmals die Lichterkette

entlang der Häuser-Silhouette

an der Murpromenade

in Frohnleiten unter dem Motto

„Frohnleiten im Lichterglanz“ eingeschaltet.

Mitglieder der damaligen

GIM (Gewerbe- und Informationsmesse)

hatten damals die

Idee, die „Skyline“ der Gemeinde

Weihnachtsstimmung auch in Zeiten des Lockdowns: Die Weihnachtsbeleuchtung

in Frohnleiten zählt zu den bekanntesten der Steiermark. REGION GRAZ HARRY SCHIFFER

zu beleuchten. Gemeinsam richteten

sich die Initiatoren rund um

den späteren Vizebürgermeister

und Tourismusverband-Vorsitzenden

Wolfgang Kasic an heimische

Betriebe, mit der Bitte um

Zuzahlung von 3000 Euro, um das

Projekt innerhalb von drei Jahren

zu finanzieren. Die waren dann gar

nicht nötig, der Zuspruch war so

groß, dass die Lichterkette schon

im ersten Jahr angeschafft werden

konnte – seither ist die jährliche

Einschaltung zur liebgewonnenen

Tradition der Stadt geworden.

Eine Tradition, auf die auch im

Lockdown nicht verzichtet wird

– selbst wenn der traditionelle

Christkindlmarkt abgesagt wurde.

So lädt die Gemeinde am heutigen

Sonntag um 17 Uhr zur Einschaltung

ein. Bürgermeister Johannes

Wagner wird die Lichterkette – die

heuer gegen eine LED-Version eingetauscht

wurde – vom Garten des

Volkshausrestaurants aus mittels

Buzzer aktivieren. FAB


20 graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Im Herbst im Jahr 2024 soll der

Bau endlich losgehen. ABERJUNG GMBH

Graz Center of

Physics entsteht

■ In Graz entsteht mit dem

„Center of Physics“ bis 2030

eines der größten Universitätsbauprojekte

Österreichs. Dafür

wird eine stolze Summe in die

Hand genommen: 354 Millionen

Euro für Bau, Ausstattung

und Einrichtung. Das Siegerprojekt

wurde jetzt vorgestellt.

Die Planungsphase beginnt in

den nächsten Monaten. Das

Graz Center of Physics wird am

Standort der heutigen Vorklinik

errichtet, die für das Bauvorhaben

abgebrochen wird. Der

Baubeginn ist für Herbst 2024

vorgesehen.

Der dritte Stich ist momentan

auch in Graz sehr begehrt. GETTY

Ausbau bei den

Impfkapazitäten

■ Die vierte Welle ist voll im

Gange, nur die Impfung bietet

einen Ausweg aus der Krise.

Für die Booster-Impfungen

der Covid-19-Schutzimpfung

werden in Graz zusätzliche

Kapazitäten benötigt. Deswegen

werden ab 3. Dezember

die Messehalle D, das Lager 2

und die Halle F im Messe Congress

Graz angemietet, um

zusätzliche Impfstraßen zu

schaffen. Die Stadt Graz will

der Bevölkerung so ein möglichst

breites Impfangebot zur

Verfügung stellen.

Es weihnachtet –

daran ändert auch

ein Lockdown nichts

Weihnachtsstimmung pur: Gestern wurde der Christbaum am Grazer Hauptplatz illuminiert. GRAZ TOURISMUS/SCHIFFER

VORFREUDE. Heute ist der erste Adventsonntag! In der Vorweihnachtszeit gibt

es trotz Lockdown einige stimmungsvolle Ereignisse in Graz: von der Eiskrippe

über verschiedene Messen bis zum gemeinsamen Schmücken eines Christbaums.

Von Verena Leitold & Valentina Gartner

redaktion@grazer.at

Advent, Advent, ein Lichtlein

brennt – daran kann

auch der Lockdown nichts

ändern! Gestern wurde der

Christbaum am Hauptplatz illuminiert

sowie die Eiskrippe im

Landhaushof eröffnet. Diese ist

täglich von 6 bis 21 Uhr für Erholungssuchende

zugänglich. 35

Tonnen Eis wurden dafür wieder

von Eiskünstler Kimmo Frosti

modelliert.

Adventkranzsegnungen sind

unter strengen Hygienevorschriften

auch trotz Lockdown

möglich, denn die Religionsausübung

wird diesmal nicht von

den Ausgangsbeschränkungen

reglementiert. Die meisten fanden

allerdings schon gestern

statt, heute gibt es noch eine

Last-Minute-Möglichkeit im

Livestream unter katholischekirche-steiermark.at.

Am 4. Dezember

gibt es außerdem eine

Adventvesper im Grazer Dom

und auch verschiedene Roraten

finden statt. Am 24. Dezember

gibt es wie gewohnt eine Kinderkrippenfeier

um 15 Uhr im

Dom, und auch das feierliche

Turmblasen um 22 Uhr sowie

die Christmette um 23 Uhr sollen

stattfinden.

An allen Adventsamstagen gibt

es in Graz wie gewohnt Freifahrt

mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Generell gilt seit Freitag

der Adventfahrplan.

Ebenfalls seit Freitag ist das

Büro für Weihnachtslieder des

Heimatwerks wieder geöffnet.

1991 wurde es gegründet und feiert

heuer demnach seinen dreißigsten

Geburtstag. Auf der Facebook-Seite

gibt’s jeden Tag ein

neues Weihnachtslied, gesungen

von Stammkunden, Volksschülern,

Senioren, aber auch vom

Landeshauptmann.

Gemeinschaftsprojekt

Auch der Eggenberger Advent

wird vom Lockdown hart getroffen

und kann deswegen schon

wieder nicht stattfinden. Der Verein

Eggenberger Vielfalt, der den

dreitägigen Markt normalerweise

veranstaltet, hat sich dennoch

etwas Schönes für die Bewohner

einfallen lassen: Es wird gebeten,

den noch nackten Weihnachtsbaum

im Gemeindepark mit etwas

Weihnachtlichem zu schmücken

– Kugeln, Lametta, Sterne

oder einfach etwas, an dem sich

alle erfreuen und das man ent­

behren kann. Damit wird ein Zeichen

der Gemeinschaft und des

Zusammenhalts gesetzt!

Punsch-Revival

Hoffnung für Punsch-Fans: Sollte

der Lockdown wie geplant am 13.

Dezember für Ungeimpfte beendet

werden, sollen auch die Weihnachtsmärkte

wieder aufsperren.

Die Hütten warten auf alle Fälle

auf die Wiedereröffnung und werden

vorerst nicht abgebaut.

Dieser Christbaum in Eggenberg soll

gemeinsam geschmückt werden. KK


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

graz 21

Am #GivingTuesday unterstützt Spar die Krebshilfe Steiermark.

Dank Spenden hoffen

■ Der #GivingTuesday, 2012 in

den USA als Gegenbewegung

zu den Konsum-Aktionstagen

„BlackFriday“ und „CyberMonday“

initiiert, will weltweit für soziales

Engagement mobilisieren

und Aufmerksamkeit für all jene

schaffen, denen es nicht so gut

geht und die Hilfe brauchen. Seit

2019 gibt es den #GivingTuesday

auch in Österreich. An diesem

Tag – heuer am 30. November

2021 – dreht sich alles darum, zu

geben und Gutes zu tun und so

GETTY

den sozialen Zusammenhalt und

die Solidarität in unserer Gesellschaft

zu stärken. Auch Spar

macht heuer mit und legt bei den

Filialen ab sofort Spendenerlagscheine

zugunsten der Krebshilfe

Steiermark bei den Kassen auf.

Denn Krebs kennt leider keinen

Lockdown und die rund 50.000

Krebspatienten in der Steiermark

und deren Familien brauchen gerade

jetzt ganz besonders Hilfe!

Mehr Infos auf www. krebshilfe.

at/givingtuesday.


22 graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

„Schienenmalus“

Gleise und Pedale sind eine gefährliche

Mischung. Eine TRAM-Straße

mit dem Rad zu befahren ist eine

heikle Angelegenheit. Geht manchmal

schlecht aus und schafft Arbeit

für Chirurgen. Im Gegensatz zur

TRAM kann der Bus ausweichen

und rascher bremsen. Das zeigt sich

in der Unfallstatistik deutlich. In

Graz sind heuer schon zwei Menschen

vor einer TRAM zu Tode gekommen.

Diesen „SCHIENENMA-

LUS“ will die neue Stadtregierung

forcieren?!?!

Bei den Öffis genießt die Tram einen

ideologisch überhöhten Stellenwert

– den „Schienenbonus“. Das ökologisch

beste (mit Abstand!) öffentliche

Verkehrsmittel ist der O-Bus.

Sowohl Fahrweg als auch Fahrzeug

sind um den Faktor ZEHN billiger

als die Tram und auch viel rascher

realisierbar. Der O-Bus macht keinen

Lärm und keine Erschütterungen,

es sind auch keine stärkeren

Brücken erforderlich. Der Batteriebus

ist ökologisch nur halb so gut

wie der O-Bus. Beim Wasserstoffbus

ist aufgrund der mehrfachen

Umwandlungsverluste der Energiebedarf

VIERmal so hoch wie beim

Oberleitungsbetrieb. O-Bus-Betrieb

ist problemlos bis 80 km/h möglich,

daher können O-Bus-Linien auch

zig Kilometer ins Umland fahren.

Manfred Uttenthaler, Graz

* * *

„Hilfreiches“ Wurmmittel

Jetzt ist es also doch geschehen.

Trotz Einnahme eines Wurmmittels

ist Herbert Kickl an Corona

erkrankt. Zu blöd, dass gerade der

größte Kritiker infiziert wurde. Hat

er vielleicht zu wenig genommen?

Dann kann man ihm nur raten,

eine größere Dosis zu nehmen, damit

er bald wieder gesund ist.

Gerald Bogner, Graz

* * *

Unsolidarische Egoisten

Man reibt sich verwundert die Augen,

mit welchen „Argumenten“

mittlerweile sogenannte „Impfskeptiker“

operieren: Man muss

sich mehr als Sorgen um die Zurechnungsfähigkeit

dieser Menschen

machen. So viel Blödheit

kann es gar nicht geben! Leider hat

die Politik diesem Treiben viel zu

lange zugeschaut. Eine Minderheit

drangsaliert unsere Gesellschaft.

Da geht es nicht um Spaltung, sondern

um Partikularinteressen und

Wichtigmacherei unter dem Deckmantel

des Schutzes unserer Demokratie.

Genau das Gegenteil ist aber

der Fall! Der aktuelle „Lockdown“

aufgrund der explodierenden Zahlen

ist die Folge davon – in diesem

Zusammenhang kann man auch

attestieren, dass das „System Kurz“

damit auch gescheitert ist.

Jeder muss natürlich die Konsequenzen

für sein eigenes Handeln

tragen, aber nicht die Allgemeinheit

bzw. im Falle von Spitalsaufenthalten

das ohnehin schon überarbeitete

Personal. Deshalb bin ich

für die sofortige Einführung von

Selbstbehalten für nicht-geimpfte

Coronapatienten: 5000 Euro auf

der Normalstation und 20.000 Euro

für den Intensivaufenthalt. Und das

eingenommene Geld, wäre ja nicht

wenig im Moment, soll direkt den

Angestellten der Krankenhäuser

zugutekommen. Klatschen ist dann

doch ein bisserl zu wenig.

Hubert Maier, Graz

* * *

Eher „Unkultur“

Mach ich ganz selten, dass ich meine

Meinung auf diese Weise mitteile

... aber ihr Bericht über die neuen

Wohnbauten mit der Überschrift:

HERVORRAGENDE BAUKULTUR

hat mich geärgert ... Sie wissen offenbar

nicht mehr oder haben es

nicht gewusst, dass die GRAZER

SCHULE einmal über unsere Grenzen

hinaus berühmt war ... diese

Bauten als Baukultur zu benoten ist

schlichtweg ... Unkultur.

Monika Grbic-Rossacher, im

Namen vieler Architekten, Graz

* * *

Ergänzende Information

Vom Druckteufel betroffen (Verwechslung

Bezeichnung „HT“ und

„NT“) war nicht die Stromabrechnung,

sondern nur das Informationsschreiben

zu den neuen Strompreisen

ab 30. 11. 21 an einen Teil

der Kunden. Alle Abrechnungen

finden korrekt statt und auch das

Preisblatt auf unserer Homepage

war stets richtig. Es gibt keine finanziellen

Auswirkungen auf die

Kunden.

Boris Papousek,

Geschäftsführer Energie Graz

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Vergangene Woche

im täglichen E-Paper

Exklusives Interview

■ Trotz Pandemie haben sich

in Graz so viele junge Menschen

fürs Pflegestudium angemeldet

wie noch nie. Die FH Joanneum

baut das Angebot jetzt sogar aus.

Student Stefan Ritz berichtet von

seinen Erfahrungen.

Exklusive Tipps

■ Psychotherapeutin Barbara

Holzer-Titze gab am Donnerstag

Ratschläge für die psychische Gesundheit

im Lockdown. Eine Routine,

viel Bewegung und Rückzugsorte

helfen, die Belastungen und

Probleme zu meistern.

Exklusiver Einblick

■ Damit uns im Lockdown nicht

die Decke auf den Kopf fällt, geben

wir täglich Tipps zum Zeitvertreib:

Do-it-yourself-Anleitungen, Beauty-

Hacks und Serien-Empfehlungen.

Außerdem präsentieren unsere Mitarbeiter

ihre Lockdown-Hobbys.

KK (3), GFSG/OTT


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

graz 23

Wurzeralm

Klippitztörl

Koralpe

Viermal

Schifahren

um

€ 55,–

Brunnalm Hohe Veitsch

„Grazer“-Schi-Pass ist zurück

SCHNEESPASS. Die Schi- und Snowboardsaison startet demnächst wieder. Mit dem „Grazer“-

Schi-Pass kann es die Wintererfahrung des Lebens werden: vier Top-Schigebiete um nur 55 Euro!

GETTY (2), STEERMARK TOURISMUS/TOM LAMM, TOURISMUS GMBH/ALBINGER

Schifahren gehört zu den

beliebtesten Sportarten in

Österreich. Kein Wunder,

immerhin haben wir mit die

schönsten Schigebiete Europas

zu bieten. Für Wintersportfans

gibt es neben der Öffnung

der Schigebiete auch während

des Lockdowns noch weitere

gute Neuigkeiten: Der beliebte

„Grazer“-Schi-Pass ist wieder da!

Wer die Saison optimal ausnützen

will, hat auch heuer wieder die

Möglichkeit, mit dem beliebten

„Grazer“-Schi-Pass um nur 55 Euro

die Vorzüge der vier Top-Schidestinationen

Klippitztörl, Wurzeralm,

Koralpe und Brunnalm auf der Hohen

Veitsch zu genießen. Erhältlich

ist der Schi-Pass an der Infostelle im

Citypark, zur Abholung im Heinz

Nord (Shopping Nord in der Wiener

Straße 331) und im Heinz Liebenau

(Liebenauer Hauptstraße 6) sowie

in allen oeticket.com-Verkaufsstellen.

Im ’s Fachl in der Herrengasse

13 bekommt man ihn während des

Lockdowns über Phone & Collect

(0 664/2102301), danach in allen

Grazer ’s Fachl-Filialen. Einlösbar

ist der „Grazer“-Schi-Pass bis zum

Ende der Schisaison 2021/2022.

So funktioniert’s

Der Pass besteht aus vier Gutscheinen

für die angesprochenen Schigebiete,

die jeweils an der Liftkassa

gegen eine gültige Tages-Schikarte

eingelöst werden können. Der

Gutschein ist aus dem Pass zu trennen

und an der Kassa beim Einlösen

zu übergeben. (Eine Barablöse

ist nicht möglich, es gelten die AGB

und die Beförderungsbedingungen

des jeweiligen Schigebietes.)

Vier top Gebiete

Nur 50 Minuten von Graz entfernt

wird am Klippitztörl mit sechs

modernen Liftanlagen und einem

umfangreichen Kinderangebot

für Schneefreaks jeden Alters etwas

geboten. Auch zur Wurzeralm

fährt man nur etwa eine Stunde.

Lange Abfahrten auf

22 Pistenkilometern

sowie der SunnyKids-

Park locken Wintersportler von

groß bis klein. Dritter im Bunde

ist die Kor alpe: Auch wenn der

Sessellift heuer geschlossen bleibt,

kommen hier Anfänger, Fortgeschrittene,

Genießer und Freestyler

voll auf ihre Kosten. Nicht

zuletzt ist die Brunnalm Hohe

Veitsch im Pass enthalten. Auf

knapp 1500 Metern Seehöhe warten

17 perfekt präparierte Pisten

und eine tolle Aussicht.

Weitere Infos auf unserer Homepage

unter www.grazer.at oder telefonisch

unter 0 316/23 21 10-0.

www.grazer.at

präsentiert


szene

graz

24 www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

24

Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Eine klassische österreichische

Küche und Haubenbewertungen

müssen sich nicht ausschließen!“

Florian-Küchenchef Kurt Mörth holte erstmals eine Haube

für das Grazer Parkhotel – mit Hausmannskost. PARKHOTEL

44 Grazer Werber krallten sich

Event

LR Barbara Eibinger-Miedl, Susanne

Hartinger und Barbara Porotschnig

Motion Pictures

Manfred Kniepeiss (HTBLVA Graz

Ortweinschule) und Sebastian Morre

Regionalkampagne

Stefan Unger von moodley brand

identity mit Marion Kreiner

Corporate Design

Frank Jesinger (moodley) und

Organisator Christoph Grassmugg

TOLL. Erfinderisch zu sein gehört zum täglich Brot der

Branche: Die Green Panther Gala fand nun anders statt.

Normalerweise ist die Verleihung

der Green Panther

eine große Party und die

Kreativszene zeigt, dass sie auch

anständig feiern kann. Die große

Gala, die für Donnerstag geplant

war, musste heuer ausfallen.

Trotzdem wurden die Werbepreise

in kleinem Rahmen verliehen:

für alle zur Hauptabendzeit um

20.15 Uhr in der ORF-TVthek zu

streamen.

Zu den Abräumern des Abends

zählten moodley brand identity

(5 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze),

En Garde (3 x Gold, 5 x Bronze)

und RNPD – Raunigg & Partner

Development (2 x Silber, 1 x Bronze).

Ausgezeichnet wurden kreative

Kampagnen etwa für „Let’s Go“,

das Sportjahr der Stadt Graz, das

Next-Liberty-Jahresvorschauheft,

die Drive-in-Sponsion an der FH

Joanneum oder der Instagram-

Account des städtischen Frauenreferats.

Wichtige Branche

„Das Virus kommt gegen die

starke Werbewirtschaft und die

Medien in der Steiermark nicht

an. Und so bieten wir der Werbebranche

in den heimischen Medien

eine lässige Bühne. Und eines

ist auch ganz klar: Ohne Werbung,

ohne Kommunikation funktioniert

auch kein Comeback“, strich Thomas

Zenz, Obmann der Fachgruppe

Werbung und Marktkommunikation

der WKO Steiermark, die

starke Arbeit der heimischen Kreativwirtschaft

hervor. Verliehen wurden

die Preise auch von Landesrätin

Barbara Eibinger-Miedl.

Fotografie Direct Marketing Verpackung Young Creatives

Daniela Mudri (Raminger & Hirzberger)

mit Geo Reschen (Fachgruppe)

Barbara Eibinger-Miedl mit Karin

Ronijak (Marketing Praxis)

Wolfgang Niederl (moodley), Stefanie

Schöffmann, Patrick Sonnleitner

Nina Lutz mit Thomas Zenz (Obmann

der Fachgruppe Werbung)

Lockdown-Gasthaus eröffnet

■ Es ist im wahrsten Sinne des

Wortes eine „schöne Bescherung“,

die von den steirischen

Haubenköchen Harald Irka, Johann

Schmuck und den Grazer

Laufke-Buam Markus Neuhold,

Herbert König und Jakob Schönberger

aufgetischt wird: Ab sofort

sperren sie ihr neues Restaurant,

das „Gasthaus Zur Schönen Bescherung“

immer dann auf, wenn

in Österreich Lockdown ist. „Und

ganz ehrlich hoffen wir, dass dies

kein fünftes Mal mehr der Fall

sein wird“, sagen die befreundeten

Köche. Im Lockdown Nummer

4 verwöhnen die vielfach

ausgezeichneten Spitzenköche

mit gemeinsam zusammengestellten

Gourmetmenüs zum Mitnehmen.

Ausgekocht wird jeweils

an den Adventwochenenden von

Freitag bis Sonntag. In Graz im

Laufke in der Elisabethstraße,

außerdem gibt es Dependancen

in Stainz (Die Mühle), St. Andrä

im Sausal (Pfarrhof) und Oisnitz

(Broadmoar).

Gemeinsame Sache: Johann Schmuck (Broadmoar), Harald Irka (Am Pfarrhof).

Markus Neuhold, Herbert König, Jakob Schönberger (hinten v. l.) LIHOTZKY


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

szene graz 25

LUEF, LACH

Waltraud Hutter

GEBURTSTAGSKINDER

Die Patronin der GenussHauptstadt DER WOCHE

feiert heute ihren 69. Geburtstag.

Wir wünschen alles Gute!

Happy Birthday!

Lisa Weswaldi-Eichler

Die Tanzschulchefin und Ballchoreographin

hat morgen ihren

31. Geburtstag zu feiern.

Green Panther

Alle Fotos auf

www.grazer.at

Auch wenn es heuer keine große Gala gab: Die Ausgezeichneten aus der

Kreativbranche freuten sich über die Green-Panther-Trophäen. LUNGHAMMER (13)

Kampagne & Out of Home

& Outside the Box

Patrick Haas (En Garde), Thomas

Zenz, David Kumpusch (Grawe)

Corporate Publishing

Stefanie Schöffmann und Milena

Kropiunik (moodley brand identity)

Neuer Intendant

für Grazer Oper

■ Der Nachfolger von Nora

Schmid heißt Ulrich Lenz: Der

41-jährige Deutsche wird ab der

Saison 23/24 neuer Intendant

der Oper Graz. Zuletzt war er seit

2012 Chefdramaturg an der Komischen

Oper Berlin. Die Neubesetzung

gaben Theaterholding-Geschäftsführer

Bernhard

Rinner, Landesrat Christopher

Drexler und Stadtrat Günter

Riegler am Freitag bekannt.

Website

Lukas Guschlbauer (moodley

brand identity) und Paul Brauchart

Online-Kommunikation

Viktoria Resch (l’affinité), Christoph

Grassmugg, Doris Kirschner

Der neue Intendant der Oper Ulrich

Lenz (l.) mit Bernhard Rinner KANIZAJ

Didi Dorner (l.) und Herbert Schmidhofer sind die besten Köche der Stadt.KK (2)

27 Grazer Köche sind

2022 unter der Haube

KÖSTLICH. Die neue Gault-&-Millau-Wertung ist da:

Und es gibt ein zweites Drei-Hauben-Lokal in Graz.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Die Branche ist momentan

nicht gerade mit positiven

Ereignissen gesegnet,

jetzt gab’s für die Grazer Köche

aber trotzdem Grund zum Feiern:

Am Mittwoch veröffentlichte die

Gourmetfibel Gault & Millau ihre

Wertung für 2022. Und die Grazer

dürfen sich freuen: Insgesamt

wurden 42 Hauben an 28 Lokale

der Stadt verteilt, letztes Jahr waren

es 40 Hauben an 25 Lokale.

Der beste Koch der Stadt ist

nach wie vor Didi Dorner im Magnolia:

Er wurde mit drei Hauben

und 16,5 Punkten bewertet. Aber

es gibt nun auch ein zweites Lokal

auf Drei-Hauben-Niveau: nämlich

das Schmidhofer im Palais

mit 15,5 Punkten. Dieses ist nun

zurück in der Wertung, im letzten

Jahr wurde Herbert Schmidhofer

wohl einfach vergessen.

Erstmals gibt es auch eine Haube

für das Parkhotel: Küchenchef

Kurt Mörth wurde mit zwölf Punkten

bewertet. Außerdem haben die

Tester sein Beef Tatar als das beste

der Stadt hervorgehoben. Aufgewertet

wurden etwa das Artis,

die Gerüchteküche, das Laufke,

das Sakana oder das el Pescador.

Das Moin von Daniel Marg, das

ja erst im Juni eröffnet hat, ist mit

zwölf Punkten eingestiegen. Dafür

ist Marg im Miss Cho abgestiegen

und hat eine Haube verloren – von

13,5 auf 12,5 Punkte, im Jahr 2018

gab’s sogar noch 16 Punkte und

Gleichstand mit Didi Dorner.

Der Grazer Konstantin Filippou

ist aus dem Arravané am

Merkur-Campus ja wieder ausgestiegen.

Das Lokal ist nicht mehr

in der Wertung. In Wien erkochte

er jedoch fünf Hauben – und ist

somit der beste Grazer – nur halt

nicht in Graz.


26 szene

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

E V E N T S

In bester

Gesellschaft

Von Verena Leitold

✏ verena.leitold@grazer.at

Rad-Star in Rad-Ausstellung

■ Knapp vor dem Lockdown kam es in Otto Hochreiters

„GrazMuseum“ zu einem spannenden Treffen:

Der Grüne Sportsprecher Alex Pinter lud nämlich

den Grazer Extrem-Radler Christoph Strasser,

den sechsfachen „Race Across America“-Sieger, in

die neue Ausstellung „Hätte, hätte, Fahrradkette“

ein und zeichnete dort eine Folge für den Podcast

„hintergründig“ auf. Dabei war auch Klubobfrau

Sandra Krautwaschl. Strasser plauderte im Museum

unter anderem über seine Wünsche für bessere

Radinfrastruktur – und über Topfengolatschen.

Nach dem Lockdown geht die Ausstellung natürlich

weiter – bis Ende Juli 2022.

Alex Pinter und Sandra Krautwaschl von den Grünen mit

Extrem-Radfahrer Christoph Strasser (v. l.) PODESSER.NET

Künstlerin Sabine Schilcher-Asen

mit den Legenden von Opus KK

Livekunst is Life

■ Bei der „Licht ins Dunkel

Gala“ im ORF wurde diese

Woche auch ein besonderes

Werk von Künstlerin Sabine

Schilcher-Asen versteigert:

Sie malte im Zuge der heurigen

Opus-Abschiedstournee live

zu „Live is Life“ auf der Bühne

in Judendorf-Straßengel.

Werner Luttenberger, Johann Seitinger, Christian Scherer,

Birgit Jungwirth und Stefan Potzinger (v. l.)FOTOKUCHL/POLT

Weinauktion für guten Zweck

■ Die Raritäten und Magnum-Besonderheiten

der steirischen Winzer kamen bei der „Benefiz

WEINauktion“ zugunsten der Krebshilfe heuer

(mit Unterstützung des Dorotheums) online unter

den Hammer. Wein-Steiermark-Geschäftsführer

Werner Luttenberger und -Obmann Stefan

Potzinger übergaben den Erlös in der Höhe von

6390 Euro jetzt zusammen mit Landesrat Johann

Seitinger an Christian Scherer und Birgit Jungwirth

von der Krebshilfe, die heuer übrigens ja ihr

75-Jahr-Jubiläum feiert. Die Spenden der Weinversteigerung

kommen von Krebs getroffenen Familien

in der Steiermark zugute.

Von 1. bis 24. Dezember verlosen wir auf Social Media täglich tolle Preise. COLLAGE

Toller Adventkalender

■ Am Mittwoch ist es wieder so

weit: Das erste Türchen unseres

Adventkalenders öffnet sich! Bis

zum 24. Dezember verlosen wir

jeden Tag tolle Preise im Gesamtwert

von mehr als 1500 Euro auf

unseren Social-Media-Kanälen.

Mitmachen kann man auf Facebook

und Instagram – wer auf

beiden Plattformen dabei ist, hat

die doppelte Gewinnchance!

Zur Advent-Verlosung gibt’s

Gutscheine von Spar, ’s Fachl oder

Freigeist sowie Sachpreise wie

süßen Christbaumbehang von

Heindl, Bierkisten von Murauer,

Geschenkboxen vom Aiola Living

Store und Freigeist oder Naschpakete

von Manner. Außerdem

gibt’s Erlebnisse zu gewinnen:

Karten für den Virtual Escape

Room, das Jump25 oder verschiedenste

Menüs im Schlossberg

Restaurant, Glöckl Bräu, El Pescador,

El Gaucho, Gösser Bräu,

Fischwirt oder Streets für jeweils

zwei Personen. Am besten dem

„Grazer“ gleich auf Facebook und

Instagram folgen, um kein Türchen

zu verpassen!


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at szene

Vorrang fürs Geburtstagskind

■ Vize-Landeshauptmann Anton Lang feierte

kürzlich seinen 62. Geburtstag. Aus diesem Anlass

überreichten ihm die Landesrätinnen Doris Kampus

und Ursula Lackner sowie Klubchef Hannes

Schwarz eine Torte mit Verkehrs-Symbolen im

Rahmen einer Klubsitzung. Für die Torte mit den

Tempo-70-Symbolen hat der geborene Skorpion

ja noch ein bisschen Zeit. Für Landeshauptmann

Hermann Schützenhöfer ist es hingegen im Februar

so weit – zumindest in gewisser Weise, denn

der Chef der Steirischen Volkspartei ist in einem

Schaltjahr geboren und 2022 gibt es ja gar keinen

29. Februar.

Verkehrs-Torte: Geburtstagskind Anton Lang mit Ursula

Lackner, Doris Kampus und Hannes Schwarz (v. l.) SP-KLUB

27

Christbaum im

Burghof leuchtet

■ Ein bisschen einsam, aber

trotzdem in aller Feierlichkeit

fand in diesem Jahr die Illuminierung

des Christbaums

im Burghof statt. Obwohl das

Rahmenprogramm ausfiel,

freute sich Landeshauptmann

Hermann Schützenhöfer

über die Weihnachtsstimmung

vor seiner Türe.

Geschäftsführerin Franziska Grossauer und Koch Rudy Leiter

sowie Weinexperte Alexander Andreadis (v. l.) MÖSTL/GROSSAUER

Parmesan- und Trüffel-Party

■ Kurz vor dem Lockdown wurde im Streets bei Franziska

Grossauer in der Smart City die „Big Parmesan

and Truffle Party“ gefeiert. Die Gäste ließen sich mit

hausgemachten Tagliolini verwöhnen, die direkt an den

Tischen im großen Parmesanlaib zubereitet und mit

einer ordentlichen Portion istrischem Trüffel veredelt

wurden. Außerdem landeten Highlights wie Steak Tatar

mit schwarzem Trüffel und Huft Steak Churrasco mit

Black & White Truffle Sauce auf den Tellern. Passend

dazu kredenzte „Mr. Wine“ Alexander Andreadis erlesene

Tropfen. Da durfte auch der diesjährige Trüffelwein,

der Grauburgunder Ried Buchberg vom Weingut

Tropper aus dem steirischen Vulkanland, nicht fehlen!

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer

bei der Illuminierung STREIBL

Letzter Maturaball vor dem Lockdown: Polonaise mit FFP2-Maske

■ „Hollywood – Die Dreharbeiten sind beendet“.

Unter diesem Motto fand einen Tag vor dem

Lockdown der letzte Maturaball des BRG WIKU im

Congress statt. Und auch, wenn da schon FFP2-

Maskenpflicht in geschlossenen Räumen galt, so

kurzfristig abzusagen war keine Option für die

Maturanten. Deshalb wurde halt in Maske getanzt.

„Am Anfang haben wir gedacht, das wird nicht das

Gleiche, am Ball selbst hat es dann aber gar nicht

so gestört. Das sind halt die Zeiten jetzt“, nimmt es

Carina Ledolter aus dem Ballkomitee gelassen.

Zumindest war das ein ganz besonderer Ball, der

sicher ganz lange in Erinnerung bleibt.

Der Maturaball des BRG WIKU vergangenen Samstag wurde kurzerhand zum Maskenball.

KK


28

eco

graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

„Einen monatelangen Stillstand wie in

der vergangenen Saison können wir

uns nicht noch einmal leisten.“

Fabian Kleindienst

Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl hofft für

28 fabian.kleindienst@grazer.at

den Tourismus auf eine rasche Senkung der Corona-Zahlen. LUNGHAMMER

„Der Trend geht in

Peter Gschiel ist Billa-Vertriebsdirektor für die Steiermark und das Südburgenland. LUEF

INTERVIEW. Billa-

Vertriebsdirektor Peter

Gschiel über die Corona-Krise,

Regionalität,

Fleischkonsum und

kommende Projekte.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Herr Gschiel, laut Statistik

Austria ist der Umsatz im

Lebensmittel-Einzelhandel in

Corona-Zeiten gestiegen. Wie haben

Sie das bei Billa erlebt?

Peter Gschiel: Im ersten Lockdown

sind unsere Umsätze tatsächlich

wahnsinnig rauf gegangen. Toilettenpapierumsätze

und Ähnliches

W I R T S C H A F T

EcoNews

fabian.kleindienst@grazer.at

Mehr Lehrlinge

■ Seitens des Baugewerbes gab

es diese Woche positive Nachrichten:

So steigen die Lehrlingszahlen

trotz Lockdown konstant

an. 577 sind es aktuell, 2020 waren

es noch 502. Das Lehrlingscasting

am 25. November als beliebtes

Recruitinginstrument musste abgesagt

werden. Ein neuer Termin

wurde mit dem 21. April 2022 nun

bereits gefunden.

Die Lehrlingszahlen im Baugewerbe

steigen konstant an.

GETTY

Brigitte Ulbrich gewann in Deutschland

einen internationalen Bewerb. DOMINIK PFAU

Grazer Rednerin

■ Die Grazerin Brigitte Ulbrich

trat in Deutschland gegen Business-Speaker

aus elf Nationen an

und gewann mit einer Krisenrede

diesen internationalen Redewettbewerb,

der in einer Weltpremiere

auf zwei Bühnen gleichzeitig in

Mastershausen stattfand. Ulbrich

überzeugte die Jury und das Publikum

mit einem Aufruf zur Rettung

der Menschheit in Corona-

Zeiten, die mehr Gräben gräbt als

das Miteinander und Lösungen

zu suchen. Die Grazer Rednerin

coacht auch Unternehmer.

HYPO ausgezeichnet

■ Das Analysehaus MMD untersuchte

heuer insgesamt 1348

vermögensverwaltende Fonds

für das Ranking „Beste nachhaltige

Vermögensverwaltung“ der

WirtschaftsWoche. Dabei wurde

der Fonds „Hypo Vorarlberg Ausgewogen

Global“ in der Anlagekategorie

„Ausgewogen“ ausgezeichnet.

Eine „Bestätigung der

hohen fachlichen Kompetenz

unserer hauseigenen Vermögensverwaltung“,

freute sich Vorstand

Wilfried Amann.

Hypo-Vorarlberg-Vorstand Wilfried

Amann zeigte sich erfreut.MARCEL A. MAYER


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

graz eco 29


TEURER

GETTY (2)

Diesel +34,8 %

Wer das Gefühl hat, dass das Tanken

schon mal billiger war, hat damit Recht.

Letztes Jahr zum Beispiel.

Richtung Regionalität“

Bekleidung/Schuhe –0,9 %

Nicht die beliebtesten Weihnachtsgeschenke,

aber im Winter wichtig wie nie.

Bekleidung und Schuhe wurden billiger.

BILLIGER


sind um ein Vielfaches gestiegen,

Feinkostumsätze wiederum sind

ins Bodenlose gefallen, weil sich das

Einkaufsverhalten plötzlich komplett

umgestellt hat. Ergebnisseitig war es

durch höhere Ausgaben aber schon

schwierig.

Man spricht von einer riesigen Beschaffungskrise

im Handel. Wie sieht

es im Lebensmittelsektor aus?

Gschiel: Wir versuchen mittlerweile,

so viel wie möglich regional einzukaufen

– in der Steiermark allein

haben wir um die 350 regionale Lieferanten

mit knapp 3500 Produkten.

Wo wir auf internationale Beschaffungsmärkte

zurückgreifen, merken

wir das aber schon – die Chipkrise

trifft alle, auch bei Um- und Neubauten

haben wir mit längeren Vorlaufzeiten

zu rechnen.

Sie haben Regionalität angespro-

chen. Corona scheint den Trend in

diese Richtung angefacht zu haben.

Gschiel: Ja, es gibt ein verstärktes

Interesse. Wir haben im Zuge unserer

Umstrukturierung begonnen, „Regionale

Scouts“ zu etablieren, um Partner

in der Region zu finden. Die müssen

jetzt nicht mehr hunderte Filialen

beliefern, sondern vielleicht nur zwei

oder drei aus der Umgebung. Mit diesen

Lokalpartnerschaften haben wir

die Zahl der regionalen Zulieferer in

einem Jahr um 20 Prozent erhöht.

Wie sieht es im Raum Graz aus?

Gschiel: Da haben wir schon viele

Partnerschaften, wie mit der Fleischerei

Mosshammer oder mit der

Ölmühle Esterer aus Feldkirchen. Im

Zuge der Regional-Kampagne gibt es

auch neue Kennzeichnungen für die

Konsumenten, die dann sehen können,

ob etwas lokal – also in einem

ISTmobil vergünstigt

■ Die Grazer ISTmobil GmbH hat

es sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige

Mobilitätsangebote im ländlichen

Raum zu schaffen. In österreichweit

rund 160 Gemeinden

ist man schon unterwegs. Um das

System zu optimieren, berücksichtigt

das Unternehmen ab Dezember

das neue Klimaticket. Konkret

gelten die vergünstigten Konditionen

in den ISTmobil-Regionen in

Niederösterreich ab Dezember, ab

1. Jänner dann auch in der Steiermark

(GUSTmobil, GUSTmobil

Graz) sowie in Kärnten. In Graz reduziert

sich der Fahrpreis für eine

Einzelperson um 50 Prozent. „Die

Berücksichtigung des Klimatickets

in bestimmten ISTmobil-Regionen

ist ein Meilenstein für die

Mobilität im ländlichen Raum. Dadurch

haben Personen, die abseits

der Ballungsräume leben, einen

leistbaren Zugang zum gesamten

Mobilitätsangebot in der Region“,

zeigt sich Alexander Fellner-Stiasny,

Geschäftsführer der ISTmobil

GmbH, erfreut.

Wer ein Klimaticket und eine ISTmobil-Kundenkarte hat, kann ab Jänner in der

Steiermark durch Ersteres günstiger die Angebote von ISTmobil nutzen. ISTMBIL

Umkreis von 30 Kilometern – produziert

wurde, regional im Bundesland

oder in Österreich.

Wieso die Umstrukturierung?

Gschiel: Weil wir aus Wiener Neudorf

nicht so treffsichere Entscheidungen

treffen können wie vor Ort.

Neben Regionalität wird das Thema

CO 2

-Produktion im Lebensmittelhandel

wichtiger. Wie sehen Sie da die

Verantwortung von Playern wie Billa?

Gschiel: Da haben wir eine Verantwortung.

Wir gehen sehr stark

in Richtung ökologischer Bauweise,

haben nur Fleisch aus Österreich im

Angebot und vermehrt auch Fleisch-

Alternativprodukte.

Wird man sich auf steigende

Fleischpreise einstellen müssen?

Gschiel: Regionale Produktion,

auch mit Blick auf das Tierwohl, kostet

natürlich mehr. Ich persönlich

gehe davon aus, dass der Preis steigen

wird, Alternativen immer mehr in

unser Leben Einzug nehmen werden

– und wir Fleisch wieder bewusster

konsumieren.

Was steht in der Region an?

Gschiel: Wir wollen wachsen. In

Graz sind nächstes Jahr sechs große

Projekte geplant – neue Standorte in

der Kärntner Straße oder der Eggenberger

Allee und einige Umbauten.

Wir suchen auch neue Mitarbeiter.


Peter Gschiel

Peter Gschiel, 1982 in Graz geboren,

seit 2010 in leitenden Positionen im

In- und Ausland bei REWE tätig. Seit

2018 ist er bei BILLA, erst als „Vertriebsdirektor

Frische“ für Österreich,

seit November 2020 für die Region

Steiermark und Südburgenland.

Für Planbarkeit im Handel wichtig zu wissen: Auch im Lockdown hat der

Großhandel, wie beispielsweise Hausmann, geöffnet.

HAUSMANN

Großhandel hat geöffnet

■ Der allgemeine Lockdown,

der vergangenen Montag in Kraft

getreten ist, stellt den heimischen

Handel vor große Herausforderungen.

Vor allem fehlt es

an Planungssicherheit. Immerhin:

Einkauf im Großhandel ist

für Händler auch in diesen Zeiten

regulär möglich. Hausmann,

Österreichs größter Non-Food-

Großhändler, hat im Lockdown

beispielsweise weiterhin von

8 bis 14 Uhr geöffnet. Einkaufen

darf im Großhandel jeder

mit einem gültigen Unternehmensnachweis

(Gewerbeschein,

Befähigungsnachweis, Firmenbuchauszug,

land- und forstwirtschaftlicher

Betriebsnachweis

etc.). Wer sich zu dieser Gruppe

zählt, darf sich eine Hausmann-

Karte am Empfang ausstellen lassen

und zu Großhandelspreisen

einkaufen. Wichtig gerade für die

Vorweihnachtszeit: die riesige

Spielwarenabteilung, mit über

9000 Artikeln auf 55.000 Quadratmetern

Verkaufsfläche.


30 eco

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Industriejobs weiterhin

KARRIERE. In der steirischen

Industrie wird

auch in Krisenzeiten

nach Arbeitskräften und

Lehrlingen gesucht, bei

attraktiven Bedingungen.

In der Industrie gibt es viele attraktive Karriereoptionen, es werden laufend neue Fachkräfte gesucht.

GETTY, SAPPI

Zumindest bis zum Lockdown

erholte sich die Wirtschaft.

Die Arbeitslosigkeit

sank bis zuletzt, gleichzeitig vermeldet

das AMS immer wieder

einen Rekord an offenen Stellen.

Zuletzt waren 6872 Stellen im

Raum Graz gemeldet, ein Anstieg

von über 70 Prozent gegenüber

des Vorjahrs. Die Wirtschaft sucht

also weiterhin nach Fachkräften,

vor allem in der Industrie gibt es

großen Bedarf – und überaus attraktive

Bedingungen.

„Die Industrie hält mit ihren Mit-


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at eco

31

krisensicher und gefragt

arbeitern die Steiermark am Laufen.

Fachkräfte sind deshalb stark

am Arbeitsmarkt nachgefragt und

auch die Suche nach Lehrlingen

ist voll im Gange.

Die Perspektiven sind

also bestens: Eine

Ausbildung in der

steirischen Industrie

ist hoch qualifiziert,

die Lehrlinge weisen

überdurchschnittliche

Lehrabschluss-

Ergebnisse auf und bleiben ihren

Betrieben oft Jahre über die Ausbildung

hinaus treu“, betont etwa

Max Oberhumer, Vorsitzender

der Plattform „Die Industrie“ und

Spartenobmann Industrie der

WKO Steiermark.

Zukunftsberufe

Tatsächlich verdient man in der

Industrielehre überdurchschnittlich

gut, im vierten Lehrjahr erhält

ein Metalltechnik-Lehrling schon

Max Oberhumer

mindestens 1750 Euro. Gleichzeitig

ist man in der Branche mittendrin

statt nur dabei, wenn es um

Innovation geht – 1,7 Milliarden

Euro geben die steirischen

Industriebetriebe

jährlich für Forschung

und Entwicklung aus

– um die 100.000 Euro

investieren Unternehmen

allein in die Ausbildung

eines Lehrlings.

Eine Karriere in der

Industrie ist auch krisensicher, wie

Nina Pildner-Steinburg, Vizepräsidentin

der Industriellenvereinigung

Steiermark, betont: „Das

Recruiting ist auch jetzt inmitten

der Pandemie voll im Gange.

Die Betriebe haben in allen Regionen

der Steiermark ein umfangreiches

Angebot an gut bezahlten

und fachlich abwechslungsreichen

Lehrstellen verfügbar. Angehende

Industrielehrlinge steigen

in Zukunftsberufe ein und können

etwa aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz

leisten.“

460 sofort verfügbare Lehrstellen

in der Industrie gibt es aktuell.

Daten des AMS belegen das steigende

Interesse. Allein in Graz gibt

es in technischen Berufen aktuell

elf sofort verfügbare Lehrstellen –

mehr als doppelt so viele wie im

Vorjahr, ähnlich sieht es in der Berufsgruppe

der Metall- und Elektroberufe

aus, wo es 67 sofort verfügbare

Stellen im Raum Graz gibt,

eine Steigerung von 123,3 Prozent.

Mit einer Industrielehre ist man in den innovativsten Bereichen tätig.

GETTY


32 eco

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Eine Lehre zahlt sich aus

SUPER. Viele Jugendliche sind unsicher, welchen Ausbildungsweg sie einschlagen sollen. Die steirischen

Chefs von AMS und Wirtschaftskammer sind sich sicher: Eine Lehre zahlt sich auf jeden Fall aus.

Die Lehrlinge von heute

sind die Fachkräfte von

morgen: In den nächsten

Jahren werden in der

Steiermark besonders

viele ältere Arbeitskräfte

in Pension gehen.

Für Jugendliche

bieten sich daher

sehr gute berufliche

Perspektiven über alle

Branchen hinweg an und

eine abgeschlossene Lehrausbildung

ist jedenfalls ein solides

Fundament fürs weitere

Arbeitsleben,“ erklärt AMS-Landesgeschäftsführer

Karl-Heinz

Snobe. In der Steiermark gibt es

rund 160 verschiedene Lehrberufe.

Die Auswahl ist also groß.

„Das AMS unterstützt in den beiden

Grazer Geschäftsstellen Jugendliche

und ihre Eltern bei der

Josef Herk

Orientierung und bei der Suche

nach dem passenden Lehrplatz.

Wichtig ist es, sich bei uns als lehrstellensuchend

zu melden,

das geht auch ganz einfach

online“, so Snobe. Aktuell

sind in Graz fast 7000

Lehrstellen offen.

Dass einem mit einer

abgeschlossenen Lehre

im Berufsleben viele

Wege offen stehen, weiß

auch Josef Herk, Unternehmer

und Präsident der Wirtschaftskammer

Steiermark: „Die

Wirtschaft sucht und braucht

qualifizierte Fachkräfte, ihnen

stehen sämtliche Karrieretüren

weit offen. Eine Lehre bietet dafür

die perfekten Voraussetzungen.“

Auch im Unternehmen von

Josef Herk werden seit mehr als

50 Jahren Lehrlinge ausgebildet.

In der Steiermark können junge Leute in 160 verschiedenen Lehrberufen

ausgebildet werden. Damit stehen einem viele Karrierewege offen. GETTY, OLIVER WOLF


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

graz 33


34

viva

graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Valentina Gartner

34 valentina.gartner@grazer.at

Die Impfung ist DIE Möglichkeit,

um diese Pandemie halbwegs zu

beendigen.“

So Gerhard Stark bei seiner Präsentation als neuer

KAGes-Vorstand ab 1. Dezember. LAND STEIERMARK/STREIBL

Tannenzapfen, Gugelhupf & Flaschen

Selbstgemachter

Mit Dingen, die man ganz einfach zuhause hat oder in der Natur findet, kann man noch einen Kranz zaubern. GETTY (3)

Gerhard Stark

wird KAGes-Chef

Erika Hausberger (Männernotruf), Eduard Hamedl (Männernotruf), Herbert

Pock (GF Longevity Labs+), Gerald Sitte (GF Longevity Labs+)

KK

5000 € für Männernotruf

■ Die Coronazeit und vor allem

der erneute Lockdown machen

uns allen zu schaffen. Sind dann

beispielsweise die Beziehungsund/oder

Familienverhältnisse

auch noch schwierig oder gibt

es finanzielle Probleme, dann

kommt es immer häufiger zu Konflikten,

Sorgen, Depressionen,

Ängsten bis hin zu Gewaltattacken.

Auch Männer bleiben davon

nicht verschont, nur leider wird

darüber selten offen gesprochen

und es ist in der Gesellschaft noch

wenig akzeptiert, wenn Männer

keinen Ausweg aus einer Situation

sehen. Diesbezüglich wurde

im Jahr 2013 der Männernotruf

ins Leben gerufen. Die Anfrage

wird anonym und vertraulich behandelt.

Die Anrufe sind in dieser

schwierigen Zeit explodiert (bis

jetzt im Jahr 2021 auf über 4000),

es erreichen das Notruf-Team täglich

unzählige Anrufe. Dieses Engagement

hat das Unternehmen

Longevity Labs+ jetzt mit einer

Spende von 5000 Euro unterstützt.

■ Nach dem überraschenden

Rücktritt von KAGes-Vorstand

Karlheinz Tscheliessnigg präsentierten

Gesundheitslandesrätin

Juliane Bogner-Strauß

und Personallandesrat Christopher

Drexler nun die vorläufige

Besetzung für den Chef-Posten.

Der bekannte Mediziner

und Wunschkandidat Gerhard

Stark wird nun Tscheliessniggs

Nachfolger, mit 1. Dezember

wird er die Verantwortung für

die steirischen Landeskrankenhäuser

und Landespflegezentren

übernehmen.

Der Mediziner Gerhard Stark wird

der neue KAGes-Chef. BARMHERZIGE BRÜDER


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

graz viva 35


IN

GETTY (2)

Goldener Christbaumschmuck

Goldene Christbaumkugeln mit speziellen

Ornamenten und glitzernden

Highlights sind heuer der Hingucker.

Violetter Christbaumschmuck

Heuer schmückt man nach dem

Motto „Weniger ist mehr“. Knalliges

Violett gehört nicht dazu.

OUT


Last-Minute-Adventkranz

SCHÖN. Wer für heute

keinen Adventkranz hat,

kann sich einen mit wenigen

Materialien noch

machen. Die besten

Ideen aus dem Netz.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Heute wird mit dem ersten

Advent die Weihnachts-

zeit offiziell eingeläutet.

Während man schon seit Wochen

Weihnachtssongs hört und kitschi-

ge Filme sieht, darf man endlich die

erste Kerze des Adventkranzes an-

zünden und noch mehr Stimmung

Welt-AIDS-Tag 2021

im Eigenheim einfangen. Keine

Sorge, diejenigen, die gerade in

Panik verfallen, weil im Lockdown-

Chaos darauf vergessen wurde,

einen Kranz zu besorgen, können

aufatmen. Wir haben für euch eini-

ge Last-Minute-Hits aus dem Netz.

Für die „Bäcker“

Für all jene, die mit ihren Backformen

in der Küche nichts anzufangen

wissen, wird der Gugel-

hupf-Adventkranz die optimale

Lösung sein – natürlich auch für

leidenschaftliche Bäcker, sofern

sie es ein Monat ohne ihre geliebte

Form aushalten. Diese kann nach

Lust und Laune befüllt werden,

das können beispielsweise Natur-

materialien aus dem Wald sein,

Christbaumkugeln oder andere

Deko, die man zuhause findet. Die

vier Kerzen dürfen dabei nur nicht

fehlen.

Wenn es ein paar leere Glasflaschen

noch nicht in den Glascon-

tainer geschafft haben, können

diese ebenso zu einem Advent-

kranz umfunktioniert werden.

Einfach reinigen, wenn vorhanden

mit einem Farbspray besprühen

und Stabkerzen in die Öff-

nung stecken. Geschenksbänder

hübschen das Gesamtwerk noch

auf et voilà – fertig ist das Zau-

berwerk.

Wer es lieber minimalistisch

hat, kann einen Teller oder eine

Schüssel hernehmen, Kerzen

hineinstellen und den Rest mit

Tannenzapfen und Co von drau-

ßen auffüllen.

Infektionen gehen zurück

AUFKLÄRUNG. Anlässlich des Welt-AIDS-Tags am Mittwoch, 1. Dezember, haben wir uns die Zahlen der

letzten Jahre angeschaut. Dank guter Präventions- und Aufklärungsarbeit gehen sie Jahr für Jahr zurück.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

1359 Menschen wurden in

den letzten zehn Jahren in

der Steiermark positiv auf das

HI-Virus getestet (Stand 15. März

2021), das ergibt die aktuelle HIV-

Statistik. 2020 gab es 33 Menschen

mit einer Erstdiagnose (Vergleich

2019: 48 Menschen), was laut der

Aidshilfe Steiermark erfreuliche

Zahlen sind. Der Durchschnitt lag

in den letzten Jahren bei 40 bis 50

Neuinfizierten, die Aufklärungsarbeit

trägt aber langsam Früchte.

Hat ein Mensch HI-Viren im

Körper, spricht man von „HIV

positiv“. Erst wenn das Immunsystem

durch die Infektion so

stark eingeschränkt ist, dass bestimmte

andere Erkrankungen

auftreten, spricht man von „an

AIDS erkrankt“. Wird eine HIV-

Infektion rechtzeitig erkannt,

kann sie mit Medikamenten gut

behandelt werden und ermöglicht

dem Betroffenen ein langes

Leben mit einer chronischen

Infektion. Unbehandelt bricht

die AIDS-Erkrankung aus und

führt sogar zum Tod. Wichtig ist

die Früherkennung von HIV und

eine möglichst baldige Behandlung.

Aufklärung über die Krankheit

ist deswegen das A und O.

Ansteckungsgefahr

Ungeschützter Sex (Oral-, Vaginal-,

Analverkehr) ist der häufigste

Übertragungsweg für eine HIV-

Infektion. Blut (auch Regelblut),

Samenflüssigkeit, Scheidenflüssigkeit

und Muttermilch enthalten

ebenso genügend HI-Viren

für eine HIV-Infektion. Kommt

eine dieser Flüssigkeiten über eine

Schleimhaut in Auge, Nase, Mund,

an der Scheide, an der Eichel, im

After oder über frische, offene

Wunden in den Körper, kann es

zu einer HIV-Infektion kommen.

Andere Körperflüssigkeiten wie

Speichel, Schweiß, Urin oder Tränenflüssigkeit

enthalten für eine

Infektion nicht genügend HI-Viren.

Deshalb besteht beim Küssen,

Streicheln (auch beim Streicheln

der Brüste oder beim Petting)

sowie Händehalten kein Ansteckungsrisiko,

auch wenn einer der

beiden Partner HIV-infiziert ist.

Rote Schleife ist ein Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten & AIDS-Kranken.

GETTY


36 viva

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Gelenksschmerzen meist zu

AUA. Schmerzende Gelenke und Gelenkserkrankungen

können jeden treffen. Es gibt

jedoch Möglichkeiten, diesen vorzubeugen

und sie im schlimmsten Fall zu therapieren.

Knieprobleme sind eine der häufigsten Formen von Gelenkserkrankungen. Sie können

jeden treffen und sind sehr schmerzhaft. Man kann ihnen aber meist vorbeugen. GETTY

Von Nina Wiesmüller

nina.wiesmueller@grazer.at

Eine der häufigsten Formen von

Gelenks schmerzen sind Knieschmerzen.

Diese können unterschiedlichste

Ursachen wie

beispielsweise Sportunfälle oder

eine anhaltende Fehlhaltung

beziehungsweise -belastung haben.

Gerade beim Laufen und

Joggen setzt man sich oft der

Gefahr von Knieschmerzen und

Abnutzungserscheinungen aus.

Zu viel Belastung oder ein falscher

Tritt können da oft schon

fatale Folgen haben. Abnut-

Gelenkserkrankungen beziehungsweise

-schmerzen

sind eine weit verbreitete

Volkskrankheit. Die

Ursachen für diese Krankheiten

sind vielfältig und machen vor

niemandem Halt, vor allem im

Alter werden viele davon geplagt.

Immerhin ist fast jeder Zweite ab

45 Jahren davon betroffen, bei

Menschen über 65 Jahren sind

es sogar über 80 Prozent. Doch

auch jüngere Menschen können

aus unterschiedlichsten Gründen

davon betroffen sein. Das

Gute daran ist jedoch, dass man

bereits vorbeugend viele Maß-

nahmen treffen kann, um einen

schlimmen Verlauf und im Idealfall

die Krankheit ganz zu verhindern.

Schmerzhaft


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at viva

37

verhindern

zungserscheinungen im Kniegelenk

sind unter anderem für die

Entwicklung einer Kniearthrose

verantwortlich, die sich durch

Schmerzen, Steifigkeitsgefühl

und

Bewegungseinschränkungen

zeigen kann.

Aber auch bei Meniskusproblemen

können Abnutzungserscheinungen

eine Rolle spielen.

Ganz egal, was die Ursache von

Knieschmerzen ist, sie haben

eines gemeinsam: Sie sind fast

immer mit starken Schmerzen

verbunden.

Eine weitere Gelenkserkrankung,

die mittlerweile schon zur

wahren Volkskrankheit wurde,

ist die Osteoporose. Osteoporose

ist eine Erkrankung des Skeletts.

Dabei sind Masse, Qualität

und Festigkeit der Knochen

vermindert und ihre Brüchigkeit

ist erhöht. Osteoporose kann

sowohl bei Frauen als auch bei

Männern jeden Alters auftreten,

ihre Häufigkeit steigt jedoch bei

älteren Menschen. Vor allem

Frauen sind davon betroffen, von

750.000 Osteoporosepatienten

österreichweit über 50 Jahren

sind mehr als 600.000 Frauen.

Vorsorge treffen

Bei dieser Krankheit ist der Übergang

von Vorbeugung zu Therapie

oft ein fließender. Dazu

zählen in erster Linie körperliche

Aktivität und knochenfreundliche

Ernährung. Das bedeutet vor

allem die vermehrte Aufnahme

von Vitamin D und K.

Aber auch bei allen anderen

Gelenkserkrankungen spielen

Vorsorgemaßnahmen eine wichtige

Rolle. Dazu gehören unter

anderem regelmäßige Bewegung

und Sport. Aber Achtung, nicht

jede Sportart ist auch gelenkschonend.

Gerade beim Laufen

ist hier beispielsweise Vorsicht

geboten. Gut geeignet sind auf

der anderen Seite Schwimmen

oder Radfahren, da hier die Gelenke

kaum beansprucht werden.

Generell ist es wichtig, auf einen

aktiven und gesunden Lebensstil

zu achten. Bewegung

lässt sich leicht in den Alltag

integrieren, so kann man beispielsweise,

anstatt stundenlang

am Schreibtisch zu sitzen, auf einen

Stehtisch umsteigen. Einige

Dehnübungen

zwischendurch

wirken ebenfalls oft Wunder.

Orthopäde hilft

Zusätzlich dazu ist es immer ratsam,

einen Orthopäden zu Rate

zu ziehen. Gemeinsam kann

man dann so bereits vorhandene

Gelenksschmerzen und -erkrankungen

therapieren beziehungsweise

diesen im Idealfall sogar

ganz vorbeugen.

Auch Dehnübungen sind hilfreich, um Gelenksschmerzen vorzubeugen.

GETTY


38 viva

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Zeit zu zweit schenken:

Urlaub in der

Region

Wer noch ein ausgefallenes Geschenk für Weihnachten sucht, sollte heuer Zeit verschenken – einen Kurztrip in der Region beispielsweise. STEIERMARK TOURISMUS | LAMM

HEIMATLIEBE. Ob Schifahren am Dachstein, Spazieren in den Wäldern oder Naschen in einer Schokoladenfabrik

– die Steiermark ist nicht umsonst das Grüne Herz Österreichs. Um seinen Liebsten heuer

eine Freude zu bereiten und heimische Unternehmen zu unterstützen, schenkt man Gutscheine.

Zeit zu zweit dürften in diesem

bereits vierten Lockdown

die einen oder anderen

genug genießen dürfen

– dennoch kann einem daheim

schnell einmal die Decke auf den

Kopf fallen. Um nach der harten

Zeit die Schmetterlinge im Bauch

wieder zu erwecken, hilft oft noch

mehr Zeit zu zweit. Diesmal aber

in einem anderen Setting, wie

beispielsweise bei einem Kurztrip

mit dem oder der Liebsten.

Vor allem das Grüne Herz Österreichs

bietet einen abwechslungsreichen

Genuss vom Gletscher

bis zum Wein. Der alpine

Norden, die urbane Mitte mit Graz

und der genussvolle Süden und

Osten bieten eine bunte Palette an

Möglichkeiten innerhalb kurzer

Distanzen. Wer in der Steiermark

unterwegs ist, den erwarten unterschiedlichste

Angebote, die keine

Wünsche offenlassen und damit

der Garant für einen abwechslungsreichen

Aufenthalt sind.

Laut aktuellen Umfragen

schenken die Steirer zu Weihnachten

am liebsten Gutscheine.

Und das ist auch keineswegs einfallslos!

Man unterstützt somit

nicht nur die lokalen Betreiber,

man tut auch seinem Partner etwas

Gutes damit. Ob ein Tagesausflug

zum See, eine Nacht in

einem kuscheligen und romantischen

Hotel oder einmal gemeinsam

die steirischen Schipisten

unsicher machen: Man wird

für jeden Geschmack fündig!

Natur pur

Mit insgesamt 805 Millionen

Bäumen ist die Steiermark das

waldreichste und damit grünste

Bundesland Österreichs. Für die

Gemütlichen laden die Landschaften

zu ausgedehnten Spaziergängen

ein, wer gerne mehr

Action hat, geht jetzt im Winter

Schi fahren, langlaufen, schneeschuhwandern

oder auf Schitouren.

Im Freien wird einem

bestimmt nicht langweilig – und

zu zweit schon gar nicht.

Mit 2995 Metern ist der Dachstein

der höchste Punkt der Steiermark.

Man kann in dem Gebiet

nicht nur Schi fahren, auch

warten die Treppe ins Nichts, die

Hängebrücke und der Eispalast

am Gipfel darauf, erkundet zu

werden (Achtung: Die Attraktionen

öffnen erst wieder am 25.

Dezember).

Wer an kalten Tagen lieber

drinnen ist, wird in den vielen

Thermen fündig, aber auch Ausflugsziele

wie die Schokoladen-

Manufaktur Zotter sind eine Reise

wert.


40 motor

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

Toyota RAV 4 Hybrid ein Hit

Der Toyota RAV 4 lieferte tolle

Performance.

BESTSELLER. Großzügiges Platzangebot, ansprechendes Interieur und Design, hochwertige und mehr

Assistenzsysteme, starke Kameras. Der RAV 4 Hybrid könnte für Toyota neuerlich zum Hit werden.


Toyota RAV 4 Hybrid 2,5 l Black Edition VIP

■ Benzinmotor: 4-Zylinder-Reihenmotor, Hubraum 2487 ccm,

Leistung Benzinmotor 178 PS (131 kW), Antriebsart Allrad (E Four),

Beschleunigung 0–100 km/h in 8,1 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit

180 km/h

■ E-Motor: Leistung 120 PS (88 kW) vorne, 54 PS (40 KW) hinten

■ Systemleistung: 222 PS (163 kW)

■ Hybridsystem: Drehstrom-Synchronmotor

■ Verbrauch: kombiniert 5,7–5,5 l/100 km, C02-Emissionen 134 g/km

■ Abmessungen: Länge 4,60 Meter, Breite 1,85 Meter, Höhe 1,68 Meter,

Radstand 2690 mm, Eigengewicht 1730 kg, Tankinhalt 55 Liter

■ Preis: ab 42.048 Euro

■ Autohaus: Wolfgang Denzel Auto AG, Wetzelsdorfer Straße 35,

Graz, Tel. 0 316/5070, www.denzel.at

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Dass auch die umweltschützenden

Autos mit

Hybrid, Plug-in-Hybrid

oder E-Antrieb immer größer

und stärker werden, ist ein erstaunlicher

Trend. Die neuen

SUVs mit dem grünen Anstrich

unterscheiden sich kaum noch

von den Benzin- oder Diesel-

Vorgängern. Im Gegenteil, viele

voll- und teilelektrische Autos

leisten noch mehr.

Wie das Beispiel Toyota mit

dem RAV 4 AWD 2,5 l Black Edition

zeigt. Hier stimmt nahezu

alles. Die Optik von außen, die

Ausstattung des Cockpits und

des Innenraums, die LED-Lichter

vorne und hinten, all das und

viele technischen Feinheiten

und komfortable Eigenschaften

machen den RAV zum ganzheitlichen

Fahrgenuss.

Beginnen wir gleich beim angenehmen

Teil. Gerade jetzt in

den kälter werdenden Tagen leisten

Details wie Lenkradheizung

und Sitzheizung gute Dienste.

Was der RAV schon von außen

vermuten lässt, bewahrheitet

sich beim Einsteigen: Es gibt ein

großzügiges Platzangebot, vorne

und auch hinten, sowie viel Platz

im Gepäckbereich. Der RAV 4 ist

endgültig zum Familienauto geworden,

falls das gefragt ist.

Ready to go

Nach dem Druck auf den Startknopf

tut sich, wie bei ähnlichen

Modellen, einmal nichts. Das

grüne „Ready“-Zeichen kommt

aber wie aus der Pistole geschossen,

und los geht’s. Der Wagen

hat Power, ordentlich. Die beiden

Motoren, der Benziner und

Elektromotor, bringen es auf eine

gemeinsame Systemleistung von

222 PS. Das ist viel für das 1,7

Tonnen schwere Gefährt. Man

sieht auch beim Sprint von 0 auf

100 km/h, der in 8,1 Sekunden

völlig leise geschafft war, dass

Kraft da ist. An Spitze geht es bis

über 180 km/h, kann man eh

nicht ausfahren.

Kommen wir noch schnell zur

Umweltverträglichkeit. Circa 5,9

Liter verbraucht der Benzinmo-


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

motor 41

tor auf 100 Kilometern und mit

134 Gramm C02-Ausstoß liegt die

Hybrid-Variante noch im grünen

Bereich. Da ist aber noch Luft

nach oben. Die Fahrt durch die

Straßen von Graz war durchwegs

unkompliziert, und der RAV 4

geht auch als City-Spezialist

durch. Im Gelände kann der RAV

dann wieder groß aufzeigen. Da

ist er daheim. Die 15 Millimeter

mehr Bodenfreiheit machen das

Fahren im Gelände angenehmer.

Auf der Autobahn ist der RAV ein

Die Automatikschaltung funktioniert

nahezu perfekt.

angenehmes Reisefahrzeug, mit

dem man gerne weiter entfernte

Zielorte anfahren würde. In den

Kurven zeigte sich der RAV 4 als

wahrer Meister, der nie aus der

Ruhe zu bringen war. Sehr angenehm

ist auch die 360-Kamera-

Anlage, die beim Rückwärtsfahren,

Einparken, aber auch bei

schwierigen Fahrten nach vorne

hervorragende Dienste leistet, da

kann man eigentlich gar nirgends

anschrammen. Die Lenkung

funktioniert präzise, was ebenfalls

Fahrsicherheit gibt.

55 km elektrisch

Wenn man den RAV 4 im Hybrid-

Modus fährt, dann hat man für

den rein elektrischen Motor eine

Reichweite von rund 55 Kilometern.

Das kann bei kurzen Stadtfahrten

durchaus ein Angebot

sein, das Benzin spart.

Kommen wir zum Fazit: Der

Toyota RAV AWD ist ein Hybrid-

SUV, der die Konkurrenz nicht

fürchten braucht. Alles stimmt:

Leistung, Komfort, Aussehen

und Umweltverträglichkeit. Was

will man mehr. Ab 42.048 Euro ist

man dabei.

Großzügiges Cockpit mit technisch hochwertigem Infotainment (Bild oben),

und ein schöner RAV-4-Rücken kann, wie man sieht, auch entzücken.SCHERIAU (5)


42 wohnen

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3 1 9 6 4 8 2 5 7

8 4 5 7 9 2 1 3 6

4 8 1 3 6 7 5 2 9

6 5 2 9 8 4 3 7 1

7 9 3 5 2 1 6 4 8


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at wohnen

Laubbläser verboten

■ Im Bezirk Lend gibt es ebenso

wie im restlichen Stadtgebiet

viele Einfamilienhäuser. Bezirksvorsteher

Wolfgang Krainer

informiert aktuell darüber, dass

Laubbläser in Graz verboten sind.

„Es ist ein Irrglaube, dass Akku-

Maschinen, die im Handel angepriesen

werden, nicht verboten

sind“, erklärt er und ersucht die

Händler, auf die besondere Regelung

der Stadt Graz hinzuweisen.

Laut Verordnungstext besteht ein

ganzjähriges Verbot von Laubbläsern,

Laubsaugern und Laubbläserkombinationsgeräten

für

das gesamte Stadtgebiet. Auf die

Antriebsart nimmt die Verordnung

keinen Bezug, verboten ist

daher die Verwendung aller Geräte,

auch jener, die elektrisch mit

Batterie oder mit Akku betrieben

werden. Viele glauben, es gehe

nur um die Lärmbelästigung

der motorisierten Maschinen, in

erster Linie geht es aber um die

Staubentwicklung und damit um

die Umwelt.

43

Wichtiger Hinweis: Laubbläser sind im Grazer Stadtgebiet verboten –

egal ob sie mit Benzin, Batterie oder Elektro-Akku betrieben werden. GETTY

SP-Klubobmann Hannes Schwarz (l.) und Wohnbaulandesrat Hans Seitinger

freuen sich über die klimaschonende Wohnbauförderung.LAND STEIERMARK/STREIBL

Höheres Landesbudget

für mehr Sanierungen

NACHHALTIG. Durch Umschichtungen vom Neubau

gibt’s 2022 zusätzlich zehn Millionen für Sanierungen.

Im steiermärkischen Wohnbaubudget

des kommenden

Jahres stehen für Sanierungen

zusätzlich zehn Millionen Euro

zur Verfügung, wie Wohnbaulandesrat

Hans Seitinger und SP-

Klubobmann Hannes Schwarz

bekanntgaben. Das Budget für

die Sanierungsförderungen

steigt damit um rund 50 Prozent.

Mit dem Vorrang für Sanierungen

werden wertvolle Böden und

das Klima geschützt.

Durch thermische Sanierungen

können der Energiebedarf

und somit auch die Emissionen

enorm verringert werden. Darüber

hinaus kann durch Sanie-

rungsmaßnahmen – dazu zählen

etwa auch Dachbodenausbauten

– ohne zusätzliche Bodenversiegelung

neuer Wohnraum

geschaffen werden. „Mit dem

Vorrang für Sanierungen schützen

wir unsere wertvollen Böden

und das Klima. Die Bewohnerinnen

und Bewohner profitieren

aber auch von niedrigeren Heizkosten“,

fasst Wohnbaulandesrat

Seitinger zusammen. „Wer saniert,

recycelt Wohnraum. Indem

wir die Sanierungsförderung aufstocken,

schaffen wir modernen

Wohnraum, ohne dafür zusätzliche

Flächen in Anspruch zu nehmen“,

ergänzt Schwarz.


44 Fabian Kleindienst dann halt nicht auf diesem Niveau.“

Man kann schon sagen, dass wir uns bei-

44

sport

graz

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

de Tore selbst gemacht haben. Das reicht

fabian.kleindienst@grazer.at

Laut Sturm-Coach Christian Ilzer war die Niederlage gegen

PSV Eindhoven am Donnerstag selbst verschuldet. GEPA

„Grazer Fußballschule“: Ein

Junior Adamu, Sandi Lovric und Romano Schmid (v. l.) haben eine Grazer Fußball-Vergangenheit und zeigen auf. GEPA (3)

S P O R T

In Bewegung

fabian.kleindienst@grazer.at

Sportwissenschaft

■ Die Uni Graz verlieh den

sportwissenschaftlichen Preis des

Landes Steiermark für die besten

Abschlussarbeiten. Themen waren,

wie Schüler mit Koordinationsübungen

ihre Konzentration

verbessern, die Bedeutung von

Sportvereinen, welche Nerven für

den aufrechten Gang sorgen oder

wie Sport Diabetikern hilft. Ausgezeichnet

wurden Larissa Geyer,

Julia Ann Wlasak, Max Lennart

Eckstein und Maximilian Stangl.

Mireille van Poppel, Larissa Geyer, Julia

Wlasak, Max Eckstein UNI GRAZ/TZIVANOPOULOS

Kommende Woche finden Staatsmeisterschaften

in der Auster statt. GEPA

Kampf um Titel

■ Lange war es nicht fix, jetzt

ist aber klar, dass die geplanten

Kurzbahn-Staatsmeisterschaften

nächste Woche von 2. bis 5.

Dezember in der Grazer Auster

stattfinden können. Für maximal

100 Spitzensportler je Geschlecht

geht es dann um Gold; Damen

und Herren werden in unterschiedliche

Abschnitte getrennt,

es wird keine Staffeln geben.

Meldeschluss ist am Montag, der

steirische Verband hofft auf die

Aushängeschilder wie Claudia

Hufnagl oder Caroline Pilhatsch.

TOLL. Nicht nur Sturm

macht in der Liga bisher

eine gute Figur, auch

Kicker mit Grazer Vergangenheit

trumpfen

im In- und Ausland auf.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Im heurigen Sommer sorgte

der „1. Grazer Stadtpokal“ in

der Stadt für Furore und zeigte

einmal mehr, wie viel fußballerisches

Talent in Graz verborgen

ist. Gleichzeitig sorgten im Nationalteam

einige Akteure mit

Graz-Vergangenheit für Aufsehen

– von Marcel Sabitzer, der einst

Winterwelt öffnet bald

■ Ab heute oder morgen (je nach

Wetter) und noch bis 30. März gibt

es in Graz wieder täglich von 9 bis

19 Uhr pures Wintervergnügen.

Mit der Übersiedelung der Winterwelt

ins Landessportzen trum in der

Jahngasse stehen den Eislaufbegeisterten

nunmehr 2500 m 2 Eisfläche

zur Verfügung, wobei zwei voneinander

getrennte Eisflächen geboten

werden. Die eine zum Schlittschuhfahren,

die andere für Curling, Eisstockschießen

und Eishockey. Eislaufen

an der frischen Luft ist nach

den aktuellen Covid-Regelungen

erlaubt, auch die Eislauffläche beim

Citypark bleibt geöffnet.

„Der Eissport, egal ob Eislaufen,

Eiskunstlauf oder Eishockey, erfreut

sich in Graz steigender Beliebtheit.

Im heurigen Jahr können wir mit

der vergrößerten Winterwelt und

dem LikeIce-Eislaufplatz beim Citypark

zwei tolle Weiterentwicklungen

präsentieren. Damit bauen wir

gerade im heurigen Sportjahr unser

Angebot kräftig aus“, freut sich

Sportstadtrat Kurt Hohensinner,

der gleichzeitig appelliert, genug

Abstand zu halten.

Stadtrat Kurt Hohensinner versuchte sich selbst schon am Eis.

STADT GRAZ/FISCHER


28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

sport graz 45

OHA! ➜

Endlich Profi

Giants-Legende Thomas Schnurrer

wechselt zu den Vienna Vikings und

spielt damit als Profi in der EFL.

Schluss mit Europa

Mit der Auswärtsniederlage gegen PSV

Eindhoven ist der SK Sturm fix Gruppenletzter

– also keine Conference League.

GEPA (2),

paar „Absolventen“ zeigen auf

OJE!


in der GAK-Jugend seine Schuhe

schnürte und heute für den FC

Bayern München aufläuft, über

Valentino Lazaro, ebenfalls aus

der GAK-Jugend, heute von Inter

Mailand an Benfica Lissabon

ausgeliehen, bis hin zu Florian

Kainz, der bei Sturm begann und

heute bei Köln in der Bundesliga

zum Stammpersonal zählt.

Der ideale Start

Auch sonst zeigt sich, wie gut

die Grazer Fußballschule wirkt,

selbst wenn man über die aktuellen

Kader von Sturm und GAK

hinausblickt. So ist den wenigsten

bekannt, dass Salzburgs Stürmer

Junior Adamu einst bei der Wacker

begann und später für die

GAK-Jugend auflief. Aktuell steht

der 20-Jährige bei 13 Spielen in

der Bundesliga, sechs davon in

der Startelf – dabei gelangen ihm

drei Tore und eine Vorlage. Gerüchten

zufolge interessieren sich

mehrere deutsche Clubs sowie

Ralph Hasenhüttls Southampton

für den jungen Stürmer.

Als Jahrhunderttalent galt bei

Sturm einst Sandi Lovric. Heute

läuft er für den FC Lugano in der

Schweiz auf – und gehört zum

absoluten Stammpersonal. Erst

eine Partie musste er verletzungsbedingt

beim (Stand Redaktionsschluss

am Freitag) Tabellendritten

der Schweizer Liga verpassen.

Romano Schmid zeigt bei Werder

Bremen in der zweiten deutschen

Bundesliga wieder auf, immerhin

elf von 14 möglichen Einsätzen

bestritt er von Beginn an.

Weniger gut verlief der Wech-

sel von Sturm für Dario Maresic.

Der Abwehrspieler kam bei Stade

Reims nie richtig in die Gänge,

aktuell ist er an den LASK ausgeliehen.

Da lief es vor allem zu

Saisonbeginn etwas besser, wobei

er zuletzt aufgrund einer Corona-

Infektion nicht zum Einsatz kam.

Hannes Wolf lief einst für Jugendmannschaften

in Seiersberg,

Gössendorf oder Vasoldsberg

auf und kickt heute für Borussia

Mönchengladbach. Nach regelmäßigen

Startelf-Einsätzen zu

Saisonbeginn wurde der 22-Jährige

zuletzt häufiger eingewechselt

oder stand ohne Einsatz im

Kader.

Feuer gefangen

Dass auch eine Zwischenstation

in Graz Schwung in die Karriere

bringen kann, beweist aktuell

Sascha Horvath. Zwei Jahre verbrachte

er bei Sturm, heute läuft

er für den LASK auf – und präsentierte

sich zuletzt in starker

Form. In neun Spielen in der Liga

erzielte er zwei Tore – zuletzt am

vergangenen Wochenende gegen

Sturm – und bereitete ein weiteres

vor. In der Conference League gelangen

ihm in vier Spielen ebenfalls

zwei Tore und eine Vorlage

– auch im Spiel am Donnerstag

gegen Tel Aviv netzte er ein. Gut

lief es heuer auch für einen weiteren

alten Bekannten. Donis Avdijaj,

einst Fanliebling bei Sturm,

erzielte in nur sieben Partien für

den TSV Hartberg schon zwei

Tore. Über seinen Ex-Club Sturm

sagte er zuletzt: „Der Verein ist für

immer in meinem Herzen.“

Heute spielt UBI Holding Graz um Camilla Neumann (im Bild) auswärts im

Viertelfinale des Cups. Das klare Ziel ist der Aufstieg.

UBI/B. KOHLMAIE

UBI im Cup-Viertelfinale

■ Die Grazer Basketball-Damen

von UBI Holding Graz spielen

am Sonntag um 17 Uhr im Cup-

Viertelfinale auswärts gegen die

Basket Flames aus Wien. Nach

dem Sieg in Klagenfurt gehen die

Grazerinnen mit viel Selbstvertrauen

in diese Partie.

Für Head Coach Edvina Tankic

zählt dementsprechend nur

der Aufstieg: „Basket Flames

ist ein Team mit vielen jungen

Spielerinnen. Sie haben in den

letzten Spielen gute Leistungen

gezeigt und sie können jede

Mannschaft schlagen.“ Unsicher

ist noch, ob Point Guard Moni

Schwarzinger mit von der Partie

sein wird, nachdem sie sich

im letzten Spiel verletzt hat und

noch unklar ist, ob sie am Sonntag

schon bereit sein wird. Tankic

zeigt sich im Vorfeld dennoch

überaus optimistisch: „Wir haben

gut trainiert und uns gut auf

das Spiel vorbereitet. Unser Ziel

ist es natürlich, mit einem Sieg

ins Semifinale aufzusteigen.“


46 grazer sonntag

www.grazer.at 28. NOVEMBER 2021

SO ISST GRAZ

Der „Ritterwirt“ präsentiert heute

köstliches ...

... Bohnengulasch

Manfred Kienzer vom Ritterwirt mit

dem schmackhaften Gericht. KK (2)

Beim Ritterwirt im Zentrum von

Graz gibt es herzhafte und köstliche

Speisen, alles, was das Ritterherz

eben begehrt. Gerade an einem kalten

Herbst tag gibt es doch nichts Besseres

als ein heißes Bohnengulasch, um sich

aufzuwärmen und für den restlichen

Tag gestärkt zu

sein. Mit einem

leckeren

Baguette

und einem

Spiegelei

ein wahrer

Genuss. JB

Zutaten für

6 Personen:

250 g Speck (fein gewürfelt), 3 Knoblauchzehen,

300 g Cabanossi, 2 Zwiebeln,

2 Dosen geschälte Tomaten

(250 g), 2 Dosen weiße Bohnen,

2 Dosen Kidney-Bohnen, 250 g Joghurt,

1 TL Thymian, 1/2 TL Pfeffer, 2

TL Paprika edelsüß, 1 TL gemahlener

Kümmel, 2 Lorbeerblätter, 1 TL Salz

Zubereitung:

Zuerst die fein gehackten Zwiebeln

gemeinsam mit Speck, Cabanossi

und Butter in einem Topf anschwitzen.

Dann Tomaten dazugeben. Anschließend

die Bohnen in einem Sieb

abtropfen und in den Topf dazugeben.

Kurz aufkochen lassen, dann alle Kräuter,

Gewürze und Joghurt hinzugeben.

Jetzt noch alles kurz unter Rühren

hübsch aufkochen lassen und fertig ist

das Bohnengulasch.

Am besten wird das Gericht mit einem

Spiegelei und einem Baguette serviert.

Guten Appetit!

GRAZWORTRÄTSEL

Adresse der

Pädagog.

Hochschule

(Nr. 12)

sehr

genau

aufpassen

Großauftritt

Abk. "Halbpension"

ehemaliger

Kicker

aus Graz

(Mario)

5

"steirische

Jahreszeit"

Abk. f. "Gemeinderat"

eine Pilzerkrankung

nordische

Göttinnen

Zeichen

für Iridium

Berg in

Straßgang

kurzärmeliges

Oberteil

Verbindung

zwischen

Mühlgang

und Mur

2

jap. Schiebewand

Grazer Dom

(Zum hl. ...)

ehemalige

Terrororganisation

der Basken

Gotteshaus

zum Heiligen

Blut

im 1. Bezirk

3

italien.

für "ja"

Kante,

Knick,

Winkel

guter Propagandist

univers. PC-

Anschluss

9

englischer

Graf

allerliebst

Abk. für

"Normalnull"

Londoner

Stadtbezirk

6

Hohlräume

medizin.

in Organen

für

"Knochen"

Zeichen

für Selen

Initialen

Ravels †

Abk. "Obergeschoß"

erfolgreicher

Schlager

up to

date, en

vogue

engste

Stelle der

Halbinsel

Malakka

Vorsilbe

für

"zurück"

7

behüten,

Beistand

leisten, abschirmen

10

in Ordnung

Vorsilbe

für "Ohr"

griech.

Göttin

des

Unheils

griechischer

Hirtengott

verderben

längere

Ohnmacht

chem.

Zeichen

für

Thoron

ein

Umlaut

"langes I"

Abk. für

"Landesrat"

6. Ton der

Tonleiter

Brutalität

Aktuelles Lösungswort:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

we will, we will

12

11

Versicherungsprämienzuschlag

mexikan.

Mais-Imbiss

Vorsilbe für

"zwischen"

die dem

Wind abgekehrte

Seite

8

Grazer Fußballer

und

WM-Dritter

† (Paul)

frz. Taubstummenlehrer


(de l'...)

festliche

Kleidung

schweiz. Beamtentitel

Courage

Stimmlage

Wirkungskreis

organisieren,

betreuen

Abk. für

"Zielgruppe"

Kosmetikum

für Haar

& Co.

ja natürlich

Bruder

Kains

12

Initialen

von Kolumbus


KFZ-

Kennz.

für

Steyr

Initiator des

"steirischen

herbst"

(2 Wörter)

Lösung der Vorwoche: Steinfeldfriedhof Rätsellösungen: S. 42

e will, we will

tter you

5 8

3 8 2 9 4

6 4

6 9

SUDOKU

3 6 4 5 7

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn nicht

übertragbar. Einsendeschluss: 1. 12. 2021. Gewinner

werden telefonisch verständigt und sind

mit der Veröffentlichung einverstanden.

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fütter Und so geht’s! you

Jede Ziffer darf in

jeder Reihe in jedem

Quadrat nur

einmal vorkommen.

9 2

Bleistift

8 3 6 2 spitzen, los geht’s.

3 7 1 Viel Spaß!

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28. NOVEMBER 2021 www.grazer.at

grazer sonntag 47

„GRAZER“-TIPPS ZUM (WEIHNACHTS-)EINKAUFEN

Zara

Online shoppen ist zwar toll, aber

die lange Lieferzeit passt einem so

gar nicht rein? Denn das be stellte

Outfit sollte schnell ankommen,

immerhin braucht man es ja für

die nächste Zoom-Konfe renz. Für

alle Shopping-Hungrigen gibt es

die Möglichkeit, im Zara Online-

Shop fleißig einzukaufen und die

bestellte Ware dann ganz einfach

und bequem mittels Click&Collect

bei der ShoppingCity Seiersberg

abzuholen. Somit ist man für

das nächste Zoom-Treffen – egal

ob beruflich oder privat – sicher

perfekt gekleidet.

CLICK & COLLECT

Trotz Lockdown versprüht der

Citypark pures Weihnachtsflair!


CITYPARK, GETTY

’s Fachl

Auch das ’s Fachl bietet an seinen

drei Standorten in Graz, der Herrengasse,

dem Citypark und dem

Murpark, den Phone&Collect-

Service an. Auch hier kann man

ganz einfach online bestellen und

die Ware dann vor Ort abholen.

Das ’s Fachl ermöglicht ja kleinen

regionalen Unternehmen, ihre

Produkte in einem ihrer drei

Shops auszustellen. Somit können

Jungunternehmen ihre Produkte

bereits abseits von Online-Shops

verkaufen. Das ’s Fachl kümmert

sich dabei um den Verkauf und das

Nachfüllen der jeweiligen

„Fachln“.

Finden

kann man im ’s Fachl alles, was das

Herz begehrt, angeboten werden

dort lokale Produkte aus dem

Kreativ-, Design- und Delikatessenbereich.

Somit ist das ’s Fachl

auch ein ganz besonders heißer

Tipp für Weihnachtsgeschenke.

Ikea

Im Lockdown hat man ja

gezwungenermaßen mangels

Alternativen endlich mal wieder

mehr Zeit, um Dinge

zuhause zu tun. Sei es

nun, ein neues Hobby

zu lernen, neue Rezepte

auszuprobieren oder

vielleicht auch Projekte

zu starten, die man sich

schon ewig vorgenommen

hat. Das kann zum Beispiel

sein, dass man das Wohnzimmer

neu dekoriert oder endlich

einmal Ordnung in den Kleiderschrank

bringt. Darum passt es ja

perfekt, dass auch der Ikea in Graz

Click&Collect anbietet. Außerdem

gibt es bei Ikea Weihnachtsdeko en

masse, also auch perfekt für diese

Jahreszeit.

Hervis

Obwohl die Fitness studios gerade

geschlossen haben, gibt es ja

genügend Möglichkeiten, sich

fit zu halten oder sogar neue

Sport arten für sich zu entdecken.

Da die Schigebiete außerdem

geöffnet haben, steht also einem

fast uneingeschränkten Wintersporterlebnis

nichts im Weg. Beim

Hervis im Citypark kann man sich

ebenfalls mittels Click&Collect

perfekt für die sportliche, kalte

Jahreszeit ausstatten.

Media Markt

Der Black Friday ist zwar vorbei,

aber dafür steht Weihnachten

quasi vor der Tür. Oft sind die

Wünsche ans Christkind ja etwas

Elektronisches, wie beispielsweise

ein neues Tablet oder Handy. Auch

der Media Markt im Murpark bietet

den Click&Collect-Service an.

Roma Friseurbedarf

Wer die typische Lockdown-

Frisur – also kaputte Spitzen und

herausgewachsener Ansatz – nicht

mehr ertragen kann, greift notgedrungen

selber zu Kamm und

Schere. Daher passt es perfekt,

dass der Roma Friseurbedarf in

der ShoppingCity Seiersberg auch

den Click&Collect-Service anbietet.

Regional kaufen, regional werben!

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