Alpine Technologien 2021

VerlagMediaRadius

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Nr. 5

Dezember 2021

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Südtirols

Seilbahnen

Ihre Geschichte von China

über Kohlern bis Tiers

Becherhaus

Sanierung auf über

3.000 Meter Meereshöhe

Made in Südtirol

Die Dolomiten und

Südtirol als Imageträger

Alpine

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AKTUELL

3


Editorial – Ich wollte positiv bleiben

Radius ist positiv – das war und

ist unser Slogan; und ich wollte

immer nur positiv bleiben und schreiben!

Das wird angesichts der vielen

Impfgegner, trotzigen Esoteriker und

fundamentalen Querdenkern, mit denen

wir es derzeit in Südtirol (und im

gesamten Alpenraum) zu tun haben,

aber immer schwieriger.

Und trotzdem etwas Positives- Portugal/

Lissabon im November 2021: Im Café

fragt niemand nach dem Green Pass, es

gibt seit Oktober keine Beschränkungen

mehr. Menschenmengen bereiten kein

mulmiges Gefühl, man umarmt sich

wieder. 98 Prozent (!) der über Zwölfjährigen

und damit knapp 90 Prozent

der Gesamtbevölkerung sind geimpft.

Portugal hatte es letztes Jahr schlimm

erwischt, war coronamäßig der Hotspot

Europas mit zehntausenden Toten, und

darum haben die Portugiesen klar auf

das Impfen gesetzt. Mit einem generalstabsmäßigen

Plan im wahrsten Sinne

des Wortes. Die Impfkampagne wurde

in die Hände des Militärs gelegt – denn

das hat in Portugal ein ausgezeichnetes

Image! Niemand musste sich um einen

Termin kümmern, regional zuständige

Teams riefen an und ermutigten

zum Impfen. Auch bei uns kommt

der Organisator der erfolgreichen

Italienischen Impfaktion vom Militär:

General Francesco Figliuolo. Er hat

dann eine Mannschaft aus Freiwilligen,

Zivilschutzorganisationen und Soldaten

zusammengestellt und diese haben gute

Arbeit geleistet. Apropos unser Südtiroler

Zivilschutz - der hat mit guter

Koordination und mit Unterstützung

diverser Vereine und Freiwilligen schon

einmal an einem Wochenende bewiesen,

was in drei Tagen möglich ist.

Impressum

Lockdown in Österreich

seit dem 22. November

Es war wahrscheinlich der allerletzte

mögliche Termin, um die Weihnachtssaison

noch zu retten. Davor war – zur

allgemeinen Verunsicherung – bei

diversen Pressekonferenzen immer

wieder etwas Anderes verlautbart

worden, oft sogar das Gegenteil von

den Aussagen des Vortages. Noch im

Sommer haben österreichische Spitzenpolitiker

lauthals verkündet, die

Pandemie sei vorbei und damit auch

die laufende Impfkampagne untergraben.

Auch wurden, wie schon ein Jahr

davor alle Warnungen der Wissenschaft

und Ärzte für den Herbst in

den Wind geschlagen. Dabei treibt die

Angst vor der Coronaimpfung immer

seltsamere Blüten. Ein österreichischer

Impfgegner ist nach einer Überdosis

eines Medikamentes – das normal nur

Pferden zur Entwurmung gegeben

wird, in der Intensivstation gelandete.

Angeblich hat der FPÖ-Chef Herbert

Kickl das Medikament empfohlen.

Dazu fällt mir eine Aussage von Albert

Einstein ein: „Die Dummheit der

Menschen und das Universum sind

unendlich, wobei ich mir beim zweiten

nicht ganz sicher bin ...“

Totales Versagen im Krisenmanagement

Ohne irgendwelche Politiker oder

Parteien im alpenländischen Raum

namentlich zu nennen, ob Regierung

oder Opposition, das totale Versagen im

Krisenmanagement geht quer durch alle

Reihen! Dass ein Volk klüger als die Regierung

sein kann, haben die Brasilianer

bewiesen. Ihr Präsident ist ein profunder

Corona-Leugner und Impfgegner

und trotzdem, oder gerade deswegen

haben sich in der Hauptstadt 90 Prozent

Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Bozen, Eintrag LG Bozen Nr. 26/01, am 27.11.2001

Chefredakteur: Franz Wimmer | Koordination/Redaktion: Magdalena Pöder

Verkaufsleitung: Patrick Zöschg | Redaktionelle Beiträge: Franz Wimmer, Nicole D. Steiner, Elisabeth Stampfer

Werbung/Verkauf: Armin De Biasio, Michael Gartner, Helene Ratschiller, Alois Niklaus

Verwaltung: Weinbergweg 7 | 39100 Bozen | Tel. 0471 081 561 | info@mediaradius.it | www.mediaradius.it

Fotos: Dolomiten-Archiv, shutterstock, verschiedene Privat-, Firmen- und Online-Archive sowie Verkaufsunterlagen.

Konzept und Abwicklung: MediaContact Eppan | Grafik/Layout: Achim March, Elisa Wierer | Lektorat: Magdalena Pöder

Produktion: Athesia Druck Bozen – www.athesiadruck.com | Vertrieb: Als „Dolomiten“-Beilage und im Postversand

Druckauflage: 23.000 Stück | Preis: Einzelpreis 2 Euro, A+D: 2,60 Euro

Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung für die Inhalte der Werbeseiten, PR-Seiten und der angeführten Webseiten.

impfen lassen – mit Erfolg – das Leben

normalisiert sich. Es gäbe noch weitere

positive Beispiele: Dänemark, Spanien,

mit Abstrichen auch Italien (wobei

auch in Südtirol haben in den vergangenen

drei Wochen die Erststiche stark

zugenommen haben) und besonders

Israel. Dort wurde vom 30. Juli bis

23. September an 728.000 Personen ab

12 Jahren die weltweit größte Studie zur

dritten Impfung durchgeführt. Das ganz

klare Ergebnis: Die dritte Impfung vermeidet

es effektiv, dass Personen einen

schweren Verlauf von Covid-19 erleben.

Der jetzige Lockdown wäre ohne Impfgegner

vermeidbar gewesen; trotzdem

haben die allermeisten Geimpften –

aus Rücksicht auf die überlasteten

Spitäler und Pflegekräfte, Verständnis

dafür. Meiner Meinung nach ist der

einzige Ausweg, die Pandemie in den

Griff zu bekommen, eine allgemeine

Impfpflicht! Ausgenommen jene, für

die eine Impfung aus medizinischen

Gründen nicht in Frage kommt. Dann

bleiben noch ein paar Prozent unverbesserliche

Fundamentalisten, die sich

trotzdem nicht impfen lassen werden.

Aber die Mitläufer, der weitaus größere

Teil der so genannten Impfgegner, hätten,

ohne ihr Gesicht zu verlieren, eine

Ausrede: „Ich wollte ja nicht, aber jetzt

muss ich wohl!“

Franz Wimmer


Foto © Eisenbahnlandschaft Alt-Tirol

Foto © Harald Wisthaler

Inhalt

Aktuell

6

6 Von China über Kohlern bis Tiers

14 Sanierung auf über

3.000 Meter Meereshöhe

21 Winterwanderung im Altfasstal

22 Employer branding:

Erfolgsfaktor Mitarbeiter

23 Stahlbau am Berg

24 Vom ersten Lift zum Latemar Sixpack

24 Mit dem Green Pass auf die Skipisten

26 100 Prozent Schneesicherheit

im Skigebiet Speikboden

28 Die Dolomiten und Südtirol

als Imageträger

31 Neues aus Sulden am Ortler

36 Die neue 8er-Sesselbahn „Sodlisia“

41 Die CE Kennzeichnung von Türen

42 Wasserkraftmaschine Turbine

43 Neue Kabinenbahn im Skigebiet Ladurns

46 „Nachhaltigkeits-Oscar“

der Reisebranche geht nach Südtirol

48 Fragen an die Experten

Info-PR

10 WPK Südtirol GmbH, Vintl

11 Ing. Erwin Gasser, Bruneck

12 Leitner-Gruppe, Sterzing

20 Alpewa GmbH, Bozen

25 Axess AG, A-Anif/Salzburg

30 Niederstätter AG, Bozen

35 Hofer Tiefbau GmbH,

Prad am Stilfserjoch

46 Internet Consulting, Bruneck

47 Naturhotel Leitlhof, Innichen

Rubriken

50 Portrait: Margit Ainhauser

52 Gesundheit:

Der Bodyguard im eigenen Körper

53 Bunte Meldungen

28

Foto © Picasa

26

31

36

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43

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6

AKTUELL

AKTUELL

Von China

über Kohlern bis Tiers

Eine der ersten

Seilbahnen in Asien

Man nehme Begriffe wie Kohlern, Seiser

Alm, Lana oder Tiers und berücksichtigt

die Jahreszahlen 1888, 1908,

1939 und 2022; dazu kommen noch

Namen wie Zuegg, Hölzl, Agamatic

und Leitner. Und wenn man das alles

in einem Art Puzzlespiel zusammenfügt,

so ergibt das ein „Kompetenz-

Paket“, das seinesgleichen sucht: das

Südtiroler Know-how im Bau von

Seilbahnen, Seilförderanlagen, Umlaufbahnen

und Sesselliften.

Im Jahr 1888 wurde von Gabriel

Leitner in Sterzing die Firma Leitner

gegründet. Damals baute Leitner

in erster Linie Materialseilbahnen.

1908 ging die weltweit erste Personenseilbahn

von Bozen nach Kohlern

in Betrieb, 1939 wurde auf der Seiser

Alm der erste Südtiroler Schlittenlift

Einzelsessellift aus dem Jahr 1956

in Betrieb genommen, und im Januar

2022 nimmt die erste Cabrio-Pendelbahn

Italiens von der unterirdischen

Talstation in Tiers aus bis zur Frommeralm

ihren Betrieb auf.

Der Ursprung liegt in Asien

Den Zeitpunkt, wann die erste Seilbahn

gebaut wurde, kann man nicht

mehr genau benennen. Doch aus

alten Aufzeichnungen geht hervor,

dass es in China und Japan bereits vor

Jahrtausenden erste, seilbahnähnliche

Konstruktionen gab, um Waren oder

Personen mithilfe von Seilen und

Körben über Schluchten zu ziehen.

Diese ursprünglichen Konstruktionen

bestanden aus Hanfseilen und

Bambus-Stützpfeilern und wurden von

Hand betrieben. So konnten anfangs

nur kürzere Distanzen überwunden

werden. Im Laufe der Zeit wurden die

Seilbahnen immer weiterentwickelt

und fanden schließlich ihren Weg nach

Europa, wo sie zunächst dem Zweck

des Materialtransports dienten.

Von Pferden gezogen

Im Jahr 1644 baute der niederländische

Ingenieur Adam Wybe die erste

funktionstüchtige Materialseilbahn,

die vom Bischofsberg zur Bastion

Berg in Danzig Baumaterialien

transportierte. Dabei wurden an eine

umlaufende Schiffsleine 100 Eimer

gehängt, die von Stangen gestützt

und von Pferden angetrieben wurde.

Im 18. Jahrhundert wurden in

Anlehnung an Wybes Konstruktion

zahlreiche dieser Bahnen gebaut, die

vor allem für den Festungsbau genutzt

wurden. Im Jahr 1804 wurde in Bad

Gastein ein Vorgänger der heutigen

Standseilbahn am Radhausberg eröffnet:

Diese Bahn bestand aus einem

auf Schienen fahrenden Wagen, der

mit einem Seil gezogen und mithilfe

eines Wasserrads angetrieben wurde.

Die Geburt des Drahtseils

Oberbergrat Julius Albert gelang im

Jahr 1834 ein weiterer Meilenstein

in der Geschichte der Seilbahn: Er

erfand das Drahtseil. Jahrelang hatte

man zum Transport von schweren

Materialien statt Seilen Ketten

benutzt. Doch durch das ständige

Auf- und Abrollen und die Belastung

durch das Transportieren schweren

Geräts, das vor allem beim Bergbau

genutzt wurde, kam es immer wieder

zu schweren Unfällen, weil die Ketten

brachen. Nach zahlreichen Experimenten

und Fehlschlägen gelang Julius

Albert schließlich der Durchbruch:

Das „geschlagene Drahtseil“ war

erfunden. Kurz darauf konstruierte

man die erste Verseilmaschine, und ab

diesem Zeitpunkt konnten Drahtseile

professionell und maschinell hergestellt

werden.

Die ersten Seilbahnen werden gebaut

Der deutsche Ingenieur Adolf Bleichert

gilt als Pionier des Seilbahnbaus.

Er gründete 1874 die Fabrik

für Drahtseilbahnen „Adolf Bleichert

& Co.“ in Leipzig, wo die erste von


Foto © Eisenbahnlandschaft Alt-Tirol

Foto © Michael Musner

7

Erste Kohlerer Seilbahn

Die neue Kabriobahn von Tiers zum Rosengarten

einem eigenen Zugseil bewegte Bahn

gebaut wurde. Schon bald konnte

der Unternehmer seine Seilbahnen

weltweit ausliefern. Bis zu seinem

Tod im Jahr 1901 hatte die „Adolf

Bleichert & Co.“ bereits über 1.000

Seilbahnen konstruiert und international

realisiert. Von nun an ging

es im Zeitalter der Industriellen

Revolution steil bergauf, und die

gebauten Seilbahnen wurden immer

besser, sicherer und konnten ab 1908

auch für den Transport von Personen

eingesetzt werden, zumal die Berge

als Urlaubsdestination immer beliebter

wurden und so nun touristisch

erschlossen werden konnten.

Entwicklung zur Personenbeförderung,

Erschließung der Berge für Wintersport

Ab Ende des 19. Jahrhunderts begann

die zweite Industrielle Revolution, in

deren Folge der Elektromotor erfunden

und elektrische Energie großflächig

verteilt werden konnte. Durch

diese neuen technischen Voraussetzungen

konnten bald auch auf Schienen

fahrende Standseilbahnen und nach

der Jahrhundertwende auch Luftseilbahnen

für den Personentransport

errichtet werden.

Im Jahr 1930 setzte der sogenannte

Skiboom ein, der zusammen mit dem

Wintertourismus in Mitteleuropa

immer wichtiger wurde. So hatten

die Seilbahnen nicht mehr nur die

Aufgabe, Material auf die Berge zu

transportieren, sondern auch Wintersportler

auf die bis dahin nur schwer

zu erreichenden Pisten zu befördern.

Daher wurde es immer wichtiger, sicherere,

komfortablere und leistungsfähigere

Seilbahnen zu bauen. Auch

die Leitner AG, die, wie eingangs

berichtet, im Jahr 1888 gegründet

wurde, verschrieb sich nach dem

Zweiten Weltkrieg nicht nur dem

Bau von Materialseilbahnen, sondern

auch dem Bau von Seilbahnen zur

Personenbeförderung.

Seilbahnen im Dienste des Wintersports

1926 wurde in Österreich die erste

Seilschwebebahn auf die Rax in

Betrieb genommen, und 1928 erfolgte

die Eröffnung der Corvigliabahn in

St. Moritz für Wintersportler. Die

technische Weiterentwicklung nahm

ihren Lauf. Immer mehr Menschen

wollten in den Bergen Urlaub machen,

was dazu führte, dass verschiedene

Seilbahn-Typen gebaut wurden. Anfang

der 1930er Jahre wurden zunächst

Schlepplifte errichtet, an denen man

alleine oder zu zweit den Berg hinaufgezogen

wurde. Neben Bügelliften

gab es auch Einzelsessel, die schnell

und einfach an die Seile geklemmt

werden konnten. Diese Sessel wurden

hauptsächlich ab den 1940er Jahren

verwendet: Im Juli 1944 wurde

am Hochjoch (D) der erste Sessellift

Europas in Betrieb genommen. Die

Gondelbahnen mit Kleinkabinen wurden

vornehmlich in den 1950er und

1960er Jahren gebaut, denn sie boten

.ELEKTROINSTALLATIONEN

.SCHALTSCHRANKBAU

.MITTELSPANNUNGSANLAGEN

Erfahrung

schafft

Qualität

W W W . G I B I T Z . I T


8

Der Mezdi-Lift auf der Seiser Alm

den Bergurlaubern Schutz vor Wind

und ungünstigen Wetterbedingungen.

Früher waren diese Seilbahnen auf die

Beförderung von zwei Personen ausgelegt.

Mittlerweile bieten die Umlaufseilbahnen

Platz für bis zu 32 Personen

pro Kabine, Pendelbahnen sogar für bis

zu 230 Menschen.

AKTUELL

Jedes Jahr neue Bahnen und Anlagen

Zwei Pioniere: Luis Zuegg und Karl Hölzl

Foto © IDM Südtirol Harald Wisthaler

Abgesehen von einzelnen Zusammenschlüssen

bestehender Skigebiete und

den damit verbundenen Verbindungsliften

werden im gesamten Alpenraum

kaum mehr neue Skigebiete genehmigt

bzw. erschlossen. Qualitative Verbesserungen

stehen in allen bekannten Gebieten

ganz oben auf der Liste. Der Sechseroder

Achter-Sessellift mit Sitzheizung und

Haube anstelle des alten Zweierliftes.

Oder eine Umlaufbahn mit 10er-Kabinen

samt Zwischenstation ersetzt zwei bis

drei alte Anlagen. Alle Investitionen

dienen dazu, schneller und bequemer mit

Ski, Snowboard oder Rodel (im Sommer

auch mit Mountainbike) auf die Berge

zu kommen. Seilförderanlagen sind dank

ihrer ausgereiften Technologie die mit

Abstand sichersten Personen-Transportmittel.

Großes Potenzial liegt im urbanen

Segment: Umweltfreundlich und leistungsfähig

zugleich lösen Seilbahnsysteme

aktuelle und zukünftige urbane Verkehrsprobleme

eindrucksvoll und überwinden

im urbanen Raum Wohngebiete, Flüsse

und die bestehende Infrastruktur mit

Leichtigkeit und schweben über sämtliche

Verkehrsbehinderungen hinweg.

Ing. Luis Zuegg war ein umtriebiger

Unternehmer aus Lana. Er war unter

anderem an der Errichtung des ersten

Elektrizitätswerkes in der Gaul in Lana

und der ersten elektrischen Straßenbahn

Südtirols von Lana nach Meran

(eröffnet am 11. August 1906) beteiligt.

Während des Ersten Weltkrieges

war der Pionier aus Lana am Bau

Radius 190 x 93

zahlreicher Seilbahnen, an der Süd-

9.12 alpine technologie - pompe di calore V2

front – welche für den Nachschub der

Soldaten gebaut wurden, beteiligt.

Dabei konnte er die ersten wichtigen

Erfahrungen im Seilbahnbau sammeln.

Insgesamt meldete Zuegg von

seinen bahnbrechenden Erfindungen

im Seilbahnbau sieben Patente in

Österreich, Italien und in der Schweiz

an (darunter z.B. das Telefoniersystem,

den Streckenanzeiger oder die

Tragseilbremse). Ab Mitte der 1920er

Jahre arbeitete Luis Zuegg per Lizenzvertrag

mit „Adolf Bleichert & Co.“

aus Deutschland zusammen. In den

1920er und 1930er Jahren wurden

weltweit zahlreiche Seilbahnprojekte

realisiert, wie z. B. auf den Tafelberg

in Kapstadt, in Miramar in Spanien,

Sestriere in Italien, die Kreuzeckbahn,

die Patscherkofel-Bahn, die Hahnenkammbahn

in Kitzbühel und eine

Bahn in Zakopane in Polen.

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AKTUELL

9

Ab Mitte der 1920er Jahre arbeitete

Karl Hölzl im Betrieb der erfolgreichen

Firma Zuegg mit. Er war

maßgeblich an den Konstruktionen

moderner Personenseilbahnen der

Firma Zuegg beteiligt. 1936 konnte

er die letzte Seilbahn, die bei Zuegg

in Auftrag gegeben wurde, eine

Bahn von St. Ulrich zur Seiser Alm,

planen und realisieren.

Ein neues Geschäftsfeld:

die Idee, Sessellifte zu bauen

Während und nach dem Zweiten

Weltkrieg sank die Nachfrage an

Pendelbahnen allerdings gewaltig.

So begann Hölzl, sich Gedanken um

den Einstieg in ein weiteres Geschäftsfeld

zu machen, den Bau von

Sesselliften. Diese waren erheblich

günstiger, und Hölzl sah zu diesem

Zeitpunkt eine Marktlücke in

diesem Sektor. Auf dem Col Alto

in Corvara entstand schließlich von

1946 bis 1947 in Kooperation mit

Ernst Leitner die erste Sesselbahn

der Firma Hölzl. Diese wurde zum

Teil noch mit Restposten aus dem

Zweiten Weltkrieg ausgestattet,

welche dann später von Leitner

ausgewechselt wurde. Genau diese

Firma Leitner entwickelte sich später

zu einem der Weltmarktführer

im Seilbahnbau; so ist es in erster

Linie Karl Hölzl zu verdanken, dass

Leitner überhaupt in den Bau von

Foto © Albert Innerhofer

Luis Zuegg

Seilbahnen einstieg, anstatt wie zuvor

nur im Bau von Landmaschinen

tätig zu sein.

Die Kooperation mit Leitner wurde

wieder beendet, und ab 1947 ging

Hölzl den Weg im Seilbahnbau alleine

und konzentrierte sich bis zu seinem

Ruhestand im Jahr 1967 auf den Bau

von Pendelseilbahnen. Von diesen

konnten speziell in Norditalien zahlreiche

Exemplare erbaut werden.

Von Hölzl zu Agamatic

und Doppelmayr Italia

Karl Hölzl

Heinz Zeller, ein Neffe des Firmengründers,

übernahm 1967 das Unternehmen

zusammen mit Rinaldo

Ghedina und Hansjörg Kiem. Bis

Mitte der 1990er Jahre wurden von

Hölzl weitere 30 Pendelbahnen realisiert

und im In- und Ausland zahlreiche

Modernisierungen durchgeführt.

Darunter zählt die dritte

Gabriel Leitner

Sektion der Anlage von Cervinia zur

Testa Grigia mit ihren 140 Personen

fassenden Kabinen zu den größten

von Hölzl erbauten Pendelbahnen.

1981 gründete die Firma Hölzl

gemeinsam mit dem österreichischen

Unternehmen Doppelmayr die

Firma Agamatic und spezialisierte

sich auf den Bau von kuppelbaren

Anlagen. Damit war das Unternehmen

aus Lana auf dem italienischen

Markt sehr erfolgreich; über

60 Anlagen wurden im Laufe von

20 Jahren geplant und gebaut. 2002

fusionierten Hölzl und Agamatic

mit Doppelmayr aus Vorarlberg zu

Doppelmayr Italia. Seither realisiert

Doppelmayr Italia alle seilgezogenen

Bahnsysteme für den Personentransport,

sowohl in Bergdestinationen

als auch im städtischen Umfeld

sowie spezielle Anwendungen im

Materialtransport.

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WPK Südtirol:

Die Seilbahnüberprüfer

Seit 2019 zertifiziert die WPK Südtirol GmbH Seilbahnkomponenten

und prüft Seilbahnanlagen. Sie ist damit

Italiens erste „Benannte Stelle für Seilbahnen“. Aber

auch bei Werkstoffprüfungen und für die Abnahme von

Sommerrodelbahnen hat sich das Unternehmen mit Sitz

in Vintl einen Namen gemacht.

Die WPK Südtirol wurde bereits 2004 unter

dem Namen CERTRA GmbH gegründet

und ist die Südtiroler Außenstelle der im

Salzburger Kaprun ansässigen, akkreditierten

Inspektions- und Prüfstelle WPK Austria

GmbH. Der Arbeitsschwerpunkt der WPK

Südtirol GmbH, wie das Unternehmen seit

2019 heißt, liegt auf zerstörungsfreien Prüfungen

von Seilbahnbauteilen und der magnetinduktiven

Seilprüfung (MRT).

„Die WPK Südtirol GmbH

führt im Auftrag der 3 Zinnen

AG sämtliche jährliche

zerstörungsfreien Überprüfungen

der Klemmen und

zerstörungsfreien Überprüfungen

an den Seilbahnkomponenten

im Zuge der Revisionen

durch. Die 3 Zinnen AG, als größtes Seilbahnunternehmen

Südtirols, kann von ausschließlich

positiven Erfahrungen berichten. Besonders

lobenswert sind die gute Arbeitsplanung, steter

Kundenkontakt und höchste Disponibilität,

wodurch sich enorme Zeit und in der Folge auch

Kosteneinsparungen ergeben haben.“

Rudolf Egarter,

Technischer Direktor 3 Zinnen AG

In den vergangenen Jahren hat die WPK Südtirol ihren

Tätigkeitsbereich erweitert und führt jetzt auch zerstörungsfreie

Materialprüfungen (zfP), Schweißerprüfungen,

Qualitätssicherungen im Stahlbau sowie die Abnahme und

wiederkehrende Prüfung von Sommerrodelbahnen durch.

Sichere Fahrt hat Priorität

Seilbahnen unterliegen strengen, regelmäßigen

Überprüfungen. Neben der Überprüfung der

gesamten Anlage werden von den Seilbahnherstellern

und den verantwortlichen Technikern

auch zerstörungsfreie Materialprüfungen an

den einzelnen Komponenten und Bauteilen vorgeschrieben.

Gemeint ist damit unter anderem

die Überprüfung der Stützen- und Stationsbauwerke,

die Überprüfung der Fahrzeuge (Kabi-

Ing. Stephan Obexer,

Geschäftsführer und Inhaber

nen und Sessel) und Rollenbatterien oder auch

die magnetinduktive Seilprüfung. „Alle Prüfungen werden

mit hauseigenen Prüfgeräten ausgeführt, welche infolge

der Akkreditierung als Inspektions- und Prüfstelle einer

ständigen Überwachung und Kontrolle unterliegen“, erklärt

Stephan Obexer, Geschäftsführer der WPK Südtirol, „so

können wir höchste Qualität bei der Prüfung gewährleisten.“

Alle Prüfungen werden von in Südtirol stationierten

Prüfern durchgeführt, wodurch kurze Anfahrtswege für die

Seilbahnkunden entstehen und auch kurzfristige Prüftermine

gewährleistet werden können. Die Leistungen der WPK

Südtirol haben sich bereits bei den Südtiroler Seilbahnunternehmen

herumgesprochen, und es konnten auch in diesem

Jahr wieder namhafte Kunden von den Leistungen der WPK

Südtirol überzeugt werden. Neben den Seilbahnen liegen die

Anwendungsfelder der WPK auch in der Überprüfung von

Wasserkraftwerken, Druckleitungen, Stahlbauten sowie Maschinen

und Anlagen. Mit der Sommerrodelbahn Rosskopf

hat die WPK Südtirol im Sommer 2021 erstmals auch eine

Sommerrodelbahn in Italien geprüft und abgenommen.

WPK Südtirol GmbH

Staatsstraße 16 | 39030 Vintl

Tel. 0471 095 166

office@wpk-suedtirol.it | www.wpk-suedtirol.it


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Kompetenter Partner

im alpinen Raum

Das Brunecker Ingenieurbüro Erwin Gasser ist bereits seit

über 30 Jahren in der Projektierung von Aufstiegsanlagen,

Skipisten und Beschneiungsanlagen tätig. Kunden werden

in den verschiedensten Projekt- und Ausführungsphasen betreut

und begleitet. Pünktlich zum Saisonauftakt 2021 konnten

wiederum drei Großprojekte abgeschlossen werden.

Die neue Trasse einer Aufstiegsanlage, eine neue Skipiste

oder die Infrastruktur einer Beschneiungsanlage samt

Wasserspeicher bedürfen einer sorgfältigen Planung, viel

Fachkompetenz, Erfahrung und umfassender Begleitung in

der Ausführung. Dies alles bietet das Ingenieurbüro Gasser aus

Bruneck. „Unser Team plant die Projekte stets so, dass eine

möglichst hohe Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung im

Sinne der Kunden gegeben ist und die Kosten im vorgegebenen

Rahmen bleiben“, erklärt Inhaber Erwin Gasser. „2021 konnten

wir drei Großprojekte erfolgreich zum Abschluss bringen.“

Aufstiegsanlage SODLISIA

im Skigebiet CORVARA-KOLFUSCHG

Für die Impianti Colfosco plante das Ingenieurbüro Gasser

den neuen automatisch kuppelbaren 8er-Sessellift mit Wetterschutzhaube

SODLISIA. Die Herausforderungen dieses

Projektes lagen einerseits in der hohen Förderleistung von

3.600 P/h, die der Bauherr für die neue Anlage wünschte,

andererseits im Komfort bzw. der Sicherheit, die der neue

Lift bieten sollte. „Da er auch als Übungslift genutzt wird,

schließt der Schließbügel automatisch und unabhängig von

der Wetterschutzhaube“, erklärt Erwin Gasser. „So kann vor

allem für Anfänger und Kinder jederzeit ein sicherer Transport

gewährleistet werden.“

Beschneiungsanlage mit Wasserspeicher

WALLPACH im Skigebiet Meran 2000

Die Beschneiungsanlage der Skipisten FALZEBEN und WALL-

PACH im Skigebiet Meran 2000 verfügt nun neben der neuen

Beschneiungsleitungen auch über einen neuen Wasserspeicher

mit einer Kapazität von über 70.000 Kubikmeter Wasser und

eigener Schieber- und Pumpstation sowie eine zentrale Steuerungsanlage.

In diese neue Anlage wurden alle derzeit zur

Verfügung stehenden Techniken einer modernen, leistungsfähigen

und zentralisierten Beschneiungsanlage eingebaut. So

kann behauptet werden, dass das Skigebiet Meran 2000 nun

eine der modernsten und voll automatisch betriebenen Beschneiungsanlagen

besitzt. Für den Ingenieur lagen die großen

Herausforderungen dieses Projektes einerseits in der knappen

Bauzeit, die vom Frühjahr bis in den Herbst 2021 dauerte,

und andererseits in der schwierigen Beschaffenheit des Bodens,

mit welchem der Erddamm des Wasserspeichers errichtet

werden musste. „Das zur Verfügung stehende Erdmaterial

für den Dammbau“, so Ing. Gasser, „musste zur Gänze mit

Kalk und Zement vermischt werden, um die nötige Stabilität

des geschütteten Erddammes gewährleisten zu können.“

Skipiste PILAT: Die neue Talabfahrt

von der Seiser Alm nach St. Ulrich

Das Ingenieurbüro Gasser fungierte als Projektant und Bauleiter

für die Arbeiten an der neuen Talabfahrtspiste PILAT,

die nun wieder eine Möglichkeit bietet, von der Seiser Alm

nach St. Ulrich mit den Skiern abzufahren. Die spektakuläre

und kurvenreiche 4.670 Meter lange Waldabfahrt (Höhenunterschied

von 778 Meter und einer durchschnittlichen/maximalen

Neigung von 17/58 Prozent eröffnet einmalige Ausblicke

über das gesamte Grödental. Bautechnisch war sie eine

große Herausforderung, die Arbeiten erstreckten sich über

rund zweieinhalb Jahre. „Bei der Piste Pilat ging es nicht um

eine herkömmliche Pistenplanierung, vielmehr mussten wir

die Piste in den relativ steilen Schräghang hineinbauen“, so

Ing. Gasser. Neben den großen Hangsicherungsarbeiten am

felsigen Gelände auf der Bergseite mussten auf der Talseite

zahlreiche und teils relativ hohe, armierte Erdmauern errichtet

werden. Mehrere Schutznetze garantieren die Sicherheit

der Skifahrer am talseitigen Pistenrand.

Gasser Ingenieur

Michael-Pacher-Straße 11 | 39031 Bruneck

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Foto © Gasser Ingenieur

Foto © Gasser Ingenieur


12

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Neue 10er-Kabinenbahn in Ladurns

Moderne Anlagen von LEITNER

für ein Maximum an Komfort

Italiens Skigebiete rüsten sich intensiv für die kommende

Wintersaison. Als bewährter Partner trägt LEITNER mit

dem Bau von zahlreichen neuen Bahnen maßgeblich

zur Qualitätssteigerung, Modernisierung und sicheren

Beförderung bei.

Ab der kommenden Saison wird eine 10er-Kabinenbahn

die Pisten der Tofane in Cortina, eines der bekanntesten

und markantesten Gebirgsmassive der Dolomiten in

der Provinz Belluno, mit jenen des Skigebiets Cinque Torri

verbinden. Auf einer Länge von 4,5 Kilometern wird die

neue Anlage mit dem Namen „Torri I und II“ mit 52 Kabinen

auf zwei Sektionen über eine Mittelstation in Cianzopè

geführt. Das Projekt ist ein essenzieller Baustein für die

weitere touristische Entwicklung der Region um Cortina

d’Ampezzo. Daneben wird die Kabinenbahn zu einer deutlichen

Entlastung der stark befahrenen Straßenverbindung

zwischen Cortina und dem Falzaregopass führen. Die neue

Verbindung hat auch in Hinblick auf die Olympischen

Spiele 2026 eine wichtige, strategische Bedeutung.

In Cortina hat LEITNER heuer ein weiteres Projekt realisiert:

Im Bereich Ra Valles, am Fuße der Tofane, wurde

eine 4er-Sesselbahn mit Wetterschutzhauben

aus einem anderen Skigebiet neu

positioniert. Die Bahn ersetzt

zwei alte Sessellifte und wurde

im Zuge der Neupositionierung

modernisiert.

Unweit von Cortina, im Südtiroler Skigebiet 3 Zinnen Dolomites,

hatte LEITNER bereits im Jahr 2020 die moderne

Kabinenbahn „Helmjet“ errichtet. Die zwei Kilometer lange

Bahn mit den Luxus Kabinen Symphony 10 war aufgrund

PRINOTH:

Für eine nachhaltige Zukunft

Im Rahmen seiner CLEAN-MOTION-Philosophie leistet

PRINOTH seit Jahren Pionierarbeit beim Einsatz umwelt- und

ressourcenschonender Technologien und stellt damit eindrucksvoll

unter Beweis, dass ein umweltfreundlicher Antrieb

mit einer kraftvollen Performance durchaus vereinbar ist. Den

Klimaschutz und die ökologische Verträglichkeit von Pistenfahrzeugen

stets im Auge, präsentierte PRINOTH im Dezember

2020 gleich zwei High-End-Konzeptmodelle, die das überzeugende

Potenzial effizienter Alternativen zu fossilen Energieträgern

aufzeigen. Neben dem neuen Aushängeschild im Segment

der Elektromobilität, dem HUSKY eMOTION, überzeugte

der Pistenfahrzeughersteller zudem mit einer Weltpremiere:

dem LEITWOLF h2MOTION als erstem mit Wasserstoff betriebenem

Pistenfahrzeug. Nur vier Monate später führte PRINOTH

mit dem neuen LEITWOLF sowie dem neuen BISON

die nächste Generation seiner meistverkauften

Pistenfahrzeuge ein. Ein ausgeklügeltes

Bediensystem, saubere Stage-V-Motoren –

immer im Hinblick auf eine verbesserte

Umwelt-verträglichkeit – und ein frischer

Look heben die leistungsstärksten und effizientesten

Pistenraupen auf dem Markt in eine

neue Dimension.


13

der Covid-19-Bestimmungen des letzten Winters im diesjährigen

Sommer erstmalig in Betrieb.

Eine neue 10er-Kabinenbahn errichtet LEITNER derzeit

im Skigebiet Ladurns nahe dem Brenner. Die mit Premium-

Kabinen Diamond EVO und DirectDrive ausgestattete Anlage

wird schon bald eine alte Sesselbahn ersetzen und die

Fahrzeit bei höchstem Komfort deutlich verkürzen. Neben

dem Bau einer neuen Mittelstation mit einseitigem Zu- und

Ausstieg samt neuem Kinderland und LEITNER-Schlepplift

erfolgen gemeinsam mit dem Bahnbau noch weitere Erneuerungen.

Mit dem Umbau der Talstation ist etwa die Integration

eines Skiverleihs, Skidepots, dem Skischulbüro und

neuen Ticketschaltern verbunden. Zudem wird das Skigebiet

rund um die Mittelstation um eine speziell für Anfänger

konzipierte Skipiste erweitert.

In Kolfuschg im Südtiroler Gadertal wird eine modern

ausgestattete 8er-Sesselbahn einen bereits 30 Jahre alten

4er-Sessellift ersetzen. Die mit DirectDrive betriebene Bahn

„Sodlisia“ verfügt über verriegelbare Schließbügel, Premiumpolsterung

sowie Schutzhauben und wird den Beförderungskomfort

im zur Sellarunde zählenden Skigebiet deutlich

erhöhen. Während am Berg eine neue Premium-Station

im Design von Pininfarina errichtet wird, wird die Anlage

im Tal in ein neu errichtetes Gebäude samt unterirdischer

Garagierung integriert. Bei einer Länge von 785 Metern

wird die 8er-Sesselbahn in Zukunft bis zu 3.600 Personen

pro Stunde befördern. In Alta Badia werden diesen Winter

zudem die zwei Sesselbahnen „La Brancia“ sowie „Costoratta“

zum Einsatz kommen, welche LEITNER bereits im vergangenen

Jahr gebaut hatte. Da die italienischen Skigebiete

aufgrund der Covid-19-Beschränkungen im letzten Winter

geschlossen bleiben mussten, waren auch diese beiden Anlagen

bislang noch nicht im Wintereinsatz.

Auch in der Wintersportregion Alto Sangro in den Abruzzen

dürfen sich die Gäste im kommenden Winter auf eine

neue 10er-Kabinenbahn von LEITNER freuen. Die neue

Anlage „Fontanile“ im Skigebiet Monte Pratello Rivisondoli

wird eine 4er-Sesselbahn ersetzen und bei doppelter

Förderkapazität und mehr Fahrkomfort sowie Windstabilität

für eine Verkürzung der Fahrzeit um ein Drittel sorgen.

Mit dem Bau der Bahn setzt sich der vor Jahren begonnene

Modernisierungskurs in der Region fort. Mit der Möglichkeit

des Transports von Mountainbikes ist die neue Kabinenbahn

auch auf die steigende Nutzung des Gebiets in den

Sommermonaten ausgerichtet. In Roccaraso hatte LEIT-

NER zudem im vergangenen Jahr die neue 10er-Kabinenbahn

„Pallottieri“ errichtet. Die Bahn wird im kommenden

Winter erstmals Skifahrer befördern.

Eine Premiere im Look des Giro d’Italia und

neue Schlepplifte für Skianfänger

Im Skigebiet Ravascletto–Monte Zoncolan in der italienischen

Region Friaul–Julisch-Venetien macht der fix

geklemmte 4er-Sessellift „Val di Nûf“ aus dem Jahre 1998

bald Platz für eine neue Sesselbahn von LEITNER. Mit

der kommenden Wintersaison kann der bekannteste Gipfel

der Region, der 1.750 Meter hohe Monte Zoncolan, mit

der neuen 6er-Sesselbahn „Giro d’Italia“ – die erste Anlage

dieser Bauart in Friaul–Julisch-Venetien – erreicht werden.

Da sich sowohl der Ausstieg der Seilbahn als auch das Etappenende

zum Monte Zoncolan beim Giro d’Italia exakt an

derselben Stelle befinden, werden sechs Sessel im Rosa des

renommierten Radrennens gefärbt und jeweils den Etappensiegern

des Monte Zoncolan gewidmet sein.

In der Region Venetien hat LEITNER letztes Jahr eine neue

6er-Sesselbahn auf der Hochebene von Asiago realisiert.

Auch diese Bahn konnte jedoch letzten Winter aufgrund der

geschlossenen Skigebiete nicht in Betrieb gehen.

Insgesamt fünf neue Schlepplifte mit einem starken Fokus

auf Skianfänger werden von LEITNER für die kommende

Saison in Südtirol realisiert.

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Effiziente Beschneiung nach Maß

DEMACLENKO ist seit Jahren eine der führenden internationalen

Referenzmarken für die Realisierung vollautomatischer

Beschneiungsanlagen. Ohne technische Beschneiung

wäre der Skibetrieb in vielen Skigebieten rund um die

Welt nicht mehr möglich. Das macht sie zu einer der

wichtigsten Grundlagen für den Wintertourismus, von

dem zahlreiche Wertschöpfungsketten vor Ort abhängig

sind. DEMACLENKO bietet Beschneiungslösungen von

höchster Qualität und ermöglicht den Skigebieten und

den Wintergästen den pünktlichen Saisonstart. Das Angebot

des Unternehmens reicht von effizienten Schneeerzeugern

über leistungsstarke Pumpstationen inklusive

Kühlsystem bis hin zur ausgereiften Steuerungs-Software

und bietet für jeden Anspruch die perfekte Lösung. Im besonderen

Fokus der Entwicklungsarbeit von DEMACLEN-

KO steht dabei die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

der technischen Beschneiung sowie ein möglichst umweltschonender

Schneibetrieb. Dabei werden vor allem

die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung

gewinnbringend genutzt.


14

AKTUELL

Sanierung auf über

3.000 Meter Meereshöhe

Im Sommer 2021 wurden die Sanierungsarbeiten an Südtirols höchstgelegener

Schutzhütte, dem Becherhaus, abgeschlossen. Die Baustelle auf dieser Höhe

war eine logistische Meisterleistung und eine große Herausforderung für das

gesamte Team. Baubericht einer Baustelle der Extreme.


BECHERHAUS

15

Bauarbeiten unter extremsten Bedingungen

Das Becherhaus liegt im Südtiroler Teil der Stubaier

Alpen auf dem Gipfel des namensgebenden

Bechers. Mit seiner Lage auf einer Höhe von

3.195 Metern ist das Becherhaus Südtirols höchstgelegenes

Schutzhaus. Der Bau, der 1894 von der Sektion

Hannover des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins

(DÖAV) als „Kaiserin-Elisabeth-Schutzhaus“

errichtet wurde, war in den 1980er Jahren saniert

und erweitert worden. Seit 2011 ist das Becherhaus

im Besitz des Landes Südtirol, das sich dazu entschieden

hatte, die Struktur umfassend zu sanieren. Kein

einfaches Unterfangen.

Baustelle der Extreme

Die Arbeiten auf Südtirols höchstgelegener Baustelle dauerten

rund ein Jahr. Baubeginn war im August 2020. Für die Arbeiterinnen

und Arbeiter eine Zeit der Extreme: Wind und

Wichtige Investition in die Zukunft

Für die Sanierungsarbeiten hat das Land Südtirol

1,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der Landesrat

für Hochbau und Vermögen, Massimo Bessone,

lobte vor allem die Professionalität des Technikteams

und der beteiligten Unternehmen: „Das

Hochgebirge ist eine technisch herausfordernde Baustelle,

wo unter extremen Bedingungen in begrenzten

Zeiträumen gearbeitet wird. Die allesamt heimischen

Unternehmen, die am Becherhaus gearbeitet haben,

konnten die Herausforderungen mit Einsatz und Innovationsgeist

meistern. Das Becherhaus ist nicht nur

Orientierungspunkt für erfahrene Wanderer, sondern

auch ein Schaufenster für den Klimawandel und gibt

nützliche Informationen für nötige Maßnahmen.“

Abgewickelt wurden die Arbeiten von der Firma

Mader GmbH aus Sterzing, die den Auftrag bei einer

Ausschreibung gewonnen hat. Mit dabei waren die

Subunternehmen Trenkwalder & Partner GmbH,

ebenfalls aus Sterzing, Hofer & Zelger OHG aus

Brixen und Unionbau AG aus Sand in Taufers.


autafel.indd 1

bautafel.indd 1 17.11.09 18:08

16 BECHERHAUS

Schnee, Eis und Wind begleiteten die Bauarbeiten.

Wetter ausgesetzt, waren sie tagelang

von der Außenwelt abgeschieden. Die

Höhe machte zu schaffen und erforderte

ein großes Maß an Baustellenlogistik.

Jeder Montageschritt wurde zuerst unten

im Tal getestet, um in sicherer Umgebung

eventuelle Fehlerquellen

erkennen und beheben zu

können. „Es war eine Art

mentales Training für die

Mannschaft, mit dem

wir das Risiko oben am

Berg eingrenzen konnten,

denn wenn man oben am

Becher vom Gerüst fällt,

dann fällt man 400 Meter

weit nach unten. Vom

Peter Trenkwalder

Trenkwalder & Partner GmbH

Hubschrauberpiloten bis zum Monteur

war jeder in den Ablauf der Arbeiten

eingeschlossen und wusste bis ins kleinste

Detail über den geplanten Ablauf Bescheid.

Nur so wird gewährleistet, dass

am Ende alles klappt und das Risiko

minimiert wird“, erzählt Peter

Trenkwalder, der als Projektleiter

die Sanierungsarbeiten am

Becherhaus leitete.

„Wille und Motivation

sind ausschlaggebend, es

ist wichtig, die richtigen

Menschen im Team zu

haben“, so Trenkwalder.

Ein typischer Arbeitstag

am Becherhaus begann um

5 Uhr morgens. „Zuerst wurde Feuer

gemacht, dann musste das Stromaggregat

angeworfen werden. Mit dem Wasser

aus unseren Wärmflaschen brühten

wir unseren Kaffee, denn nichts durfte

verschwendet werden, und wir ersparten

uns so das mühevolle Schneeschmelzen“,

erzählt Trenkwalder, „dann haben wir

mit den Arbeiten begonnen und bis spät

am Abend gearbeitet. Denn Freizeit gab

es keine am Becherhaus”.

„Die gesamte Sanierung war eine

große Herausforderung“, betont auch

Peter Paul Mader von der Mader

GmbH, „umso mehr freut es uns, dass

letztlich alles so gut geklappt hat. Wir

hatten ein tolles Team, und glückli-

Ausführung der gesamten Tischlerarbeiten

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in der höchstgelegenen Schutzhütte Südtirols.

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BECHERHAUS

17

Bauliche Maßnahmen im Überblick

• Erneuerung der Dacheindeckung

in beschichtetem Aluminium

• Erneuerung der Dachrinnen

• zertifizierte Einzelanschlagpunkte

für die Sicherung bei Instandhaltungsarbeiten

am Dach

• Erneuerung der Fassadenverkleidung

• Erneuerung der Unterkonstruktion

mit Bitumenbahn und Schindeln

in Lärche

• Umbau der bestehenden Dachgaube

• Erneuerung der Fenster und Fensterläden

• Erweiterung der Terrasse an der Westseite

• Erweiterung der Stube

• Einbau eines neuen Herds und

neuen Fußbodens in der Küche

• Bauliche Brandschutzanpassungen

inkl. Brandmeldeanlage

• Installation eines Pelletkessels mit

Pufferspeicher (Wärmegenerator)

• Installation eines Raumheizsystems

im Trockenraum auf dem Niveau

des Untergeschosses

• Austausch der bestehenden elektrischen

Heizkörper durch hydraulisch

betriebene Heizkörper (zur Verringerung

der Brandgefahr)

• Abmontage des bestehenden Notstromaggregates

samt Ölversorgung und Installation

eines neuen, kleinen Notstromaggregates

mit neuem Treibstofftank aus Kunststoff

• Abmontage und Neuerrichtung der

bestehenden Gasversorgung der Küche

mit neuer Abzugshaube

• Neuerrichtung der bestehenden Warmwasseraufbereitungsanlage

inkl. Einbindung

der bestehenden Solaranlage

• Austausch der bestehenden

Wasserspeicher in der Schutzhütte

inkl. Sanierung der bestehenden Wasserverteilung

und Einbau von verschiedenen

Filtern (Hygiene)

• Anbringen sämtlicher Schutzeinrichtungen

wie Feuerlöscher, Löschdecken,

Notsäcke entsprechend den

geltenden gesetzlichen Bestimmungen

• Austausch der alten PV- Anlage,

Batterien und Energiemanagement

• Erneuerung der gesamten Stromanlage

in der Schutzhütte inkl. LED-Beleuchtung

• Installation einer neuen Regelungsanlage

inkl. Notkommunikationsanlage

über LTE

• Installation einer neuen

Notbeleuchtungsanlage LED

cherweise konnten die Arbeiten ohne

gröbere Zwischenfälle gut abgewickelt

werden. Auf dieser Höhe ist das keine

Selbstverständlichkeit.“

Aufbau der Hütte

Die Schutzhütte verfügt über Kellergeschoss,

Erdgeschoss, Obergeschoss und

Dachgeschoss. Auf dem Niveau des Kellergeschosses

befinden sich Nassräume,

der Trockenraum, Technikräume, Werkstatt,

Abstellraum und Gangbereich.

Der Zugang zu diesem Geschoss erfolgt

direkt vom Freien oder über die Treppe,

über welche man auf das Niveau des

Erdgeschosses gelangt. Auf dem Niveau

des Erdgeschosses befinden sich die

Kapelle, Magazin, Gangbereich, Lager,

Nassräume und sieben Zimmer.

An der Nordseite des Gebäudes ist die

denkmalgeschützte Kapelle „Maria

Schnee“ untergebracht, die sich über

Erd- und Obergeschoss erstreckt. Auf

dem Niveau des Obergeschosses befinden

sich 6 Zimmer, Gang, Stube, Küche, Speisekammer

und der Luftraum der Kapelle.

Auf dem Niveau des Dachgeschosses

befinden sich vier Schlaflager, welche über

zwei Treppen erreichbar sind.

Das Becherhaus weist zwischen den

Zimmern und dem Matratzenlager in

Summe eine Bettenkapazität von circa

100 Personen auf.

– Bauleitung Architektur

– Planung

Ingenieurgemeinschaft PARDELLER GmbH

Dr. Ing. Hans Pardeller

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Folgende Arbeiten haben wir ausgeführt:

Projekt und Bauleitung Heizung-Sanitär Lüftung

Elektrotechnik

Brandschutz und

Regelungstechnik

Studio Kontakt:

Dantestr. 49/b | I-39042 Brixen | Tel.: 0472 801 242

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Architektur Kraus:

Brennerstraße 10 | I-39049 Sterzing | Tel.: +39 0472 765 448

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18 BECHERHAUS

v.l.: Abteilungsdirektor Daniel Bedin, Landesrat Massimo Bessone,

Ingenieur Norbert Verginer, Unternehmer Peter Mader

Die Maßnahmen der Sanierung

Die Außenhülle des Gebäudes wurde

saniert und die Fassaden aus Lärchenschindeln

erneuert. Das Gebäude hat

ein neues Dach bekommen, die Stube

an der Ostseite und die Terrasse wurden

vergrößert. Die notwendigen technischen

Systeme und die Brandschutzvorrichtungen

wurden vollständig

erneuert. Die Anpassungen betreffen

die gesamte Stromversorgung inklusive

LED-Beleuchtung, Fotovoltaikanlage

inklusive Batteriespeicher, thermohydraulische

Anlage, Feuerlöschanlage

sowie die Wasserversorgung und Aufbereitungsanlage

vom Gletscherwasser.

Wegen der schwierigen Erreichbarkeit

und der klimatischen Bedingungen auf

der Schutzhütte wurde in Absprache

mit dem Amt für Gewässerschutz die

Errichtung einer Filtersackanlage

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Egal ob die Baustelle nun ein Becherhaus ist,

eine neue Liftanlage, ein Servicegebäude

oder ein Wasserspeicherbecken … wer mit

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Wir betrachten es als Leidenschaft, als unsere

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Aufgabe und deshalb machen wir unseren Beruf mit Freude.

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Als Handwerker und Freunde, arbeiten wir nun schon seit

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mehreren Jahrzehnten in den Bergen an den Schutzhütten.

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Von einfachen Instandhaltungsarbeiten bis hin zur

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Projektrealisierung

Projektrealisierung bieten

bieten

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Dienste

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denn auch Schutzhütten müssen müssen geschützt geschützt werden. werden.

Wir stellen uns gerne der der Herausforderung,

um neue Ideen und Projekte zu zu realisieren.

• SINCE •

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BECHERHAUS 3.195 Meter

Generalsanierung

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Südtirols

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20 BECHERHAUS

Essen über den Wolken

Die Pächterfamile Lantschner

vorgesehen, da es bis heute keine Entsorgungsanlage

für das Schwarzwasser

auf der Hütte gab.

Filtersackanlagen dienen allgemein in

der Abwasserreinigung der Zurückhaltung

und Trennung der Feststoffe vom

übrigen Abwasser. Das gesamte Abwasser

wird hierbei über Säcke geleitet und

versickert anschließend.

Die Anlage verfügt über eine hohe

Kapazität, gewährleistet gleichzeitig

aber auch einen geringen Wartungsaufwand

und eine hohe Betriebssicherheit.

Nach der Trocknung werden die Säcke

mit Abfallsäcken überstreift und können

so verpackt und im Volumen reduziert

mithilfe des Helikopters ins Tal transportiert

und entsorgt werden.

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Alpewa, der zuverlässige Partner

Die Arbeiten am Becherhaus, Südtirols höchstgelegener

Schutzhütte, sind abgeschlossen, eine neue Ära

kann beginnen.

Die Generalsanierung des Becherhauses mit Zubau

einer neuen Stube an der Ostseite beginnt bereits im

August 2020. Der alte Bestand der Fassade und des Dachbildes

errichtet von der Sektion Hannover des Deutschen

und Österreichischen Alpenvereins im Jahre 1894, sollte

im Bauprojekt integriert werden; schon damals wurde das

Dach mit verzinktem Stahl gedeckt, ein Material, das unter

anderem durch die Festigkeit und Vielseitigkeit überzeugt.

Geliefert wurde das Rohprodukt von der Firma Alpewa aus

Bozen, Vorreiter im metallverarbeitenden Baugewerbe des

Alpenraums und Norditalien.

Eine logistische Meisterleistung

Das Dach des denkmalgeschützten Gebäudes wurde mit verzinktem

Stahl (6/10 mm) der Marke Voest Alpine gedeckt, das

Besondere daran ist die Zinkauflage. Die Resistenz des Materials

(Windlasten bis zu 220 km/h) und die Optik haben gleich

zu Beginn der Arbeiten bei der Produktwahl überzeugt, ebenso

spielte das Thema Nachhaltigkeit eine nicht unbedeutende

Rolle. Transportiert wurde das Material per Hubschrauber,

ein komplexes Manöver, denn die Lage am Berg, besonders

auf dieser Meereshöhe, kann schnell umschlagen, wo vorher

noch die Sonne strahlt, kann innerhalb weniger Sekunden ein

Nebelfeld aufziehen. Verarbeitet wurde es vor Ort, direkt auf

der Baustelle. Das Planungsteam der Becherhaus-Sanierung

hat insgesamt 390 Quadratmeter Dachfläche verlegt.

Alpewa GmbH

Luigi-Negrelli-Straße 23 | 39100 Bozen

Tel. 0471 065 252

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AKTUELL

21

Winterwanderung

im Altfasstal in Meransen

Das Altfasstal, eines der schönsten

Almtäler in Südtirol, lädt auch im Winter

zu herrlichen Wanderungen ein.

Eine familienfreundliche Wanderung

bietet sich auf dem Rundweg Altfasstal.

Auf einer Strecke von rund zehn

Kilometern überwinden Sie lediglich

240 Höhenmeter auf großteils breiten,

präparierten Winterwanderwegen.

Start unserer Wanderung ist der

Parkplatz am Beginn des Altfasstales

(1.606 Meter ü. d. M. An der Kreuzung

im Dorfzentrum biegen wir nach links,

fahren an der Kirche vorbei und folgen

der Straße bis zum Hinweisschild zum

Parkplatz. Ein Tipp vorweg: Kleingeld

für den Parkautomaten nicht vergessen!

Auf einem breiten Forstweg wandern

wir taleinwärts und folgen zunächst der

Beschilderung zur Jausenstation Großberghütte

(Markierung 15).

Der breite Weg ist gut präpariert,

sodass man auf dem Schnee problemlos

gehen kann. Bei der zweiten Abzweigung

halten wir uns rechts (Markierung

16). So erreichen wir den hinteren

Teil des Altfasstals, wo der Weg den

Wald verlässt und zu den verschneiten

Almwiesen führt. Wir überqueren den

Altfassbach über eine Brücke. Dann

dreht sich der Rundweg in Richtung

Süden. Durch das verschneite Tal geht

es entlang von Holzhütten und mit tollem

Blick auf die umliegende Bergkulisse

wie das Gaisjoch (2.641 Meter) und

die Fallmetzer Spitze (2.568 Meter)

bis zur Großberghütte (ca. 90 Minuten

ab Parkplatz). Nach einer verdienten

Stärkung bei Südtiroler Spezialitäten

und hausgemachten Kuchen geht es auf

dem Weg Nr. 15 wieder zurück zum

Parkplatz (ca. 30 Minuten).

Für Genusswanderer und Familien mit

kleinen Kindern gibt es die Möglichkeit,

die Wanderung durch das Altfasstal abzukürzen.

Auf dem direkten Weg gelangt

man in rund 30 Minuten zur Großberg-

hütte und kann sich auf der Sonnenterrasse

stärken, bevor es auf demselben

Weg wieder talauswärts geht.

Hinweis: Bitte informieren Sie sich vor

Antritt der Wanderung über die aktuellen

Bedingungen vor Ort!

Informationen

• Ausgangspunkt: Wander-Parkplatz

Altfasstal, gebührenpflichtig

• Dauer: 2 Stunden

• Länge der Strecke: 9,7 Kilometer

• Höhenunterschied: +240 Meter |

–240 Meter

• Wegweiser: Nr. 15,

Nr. 16 Rundweg Altfasstal

• Ziel: Großberghütte im Altfasstal

• Einkehrmöglichkeiten:

Großberghütte

Alternative: Vom Parkplatz über den

Weg Nr. 15 direkt zur Großberghütte

(Dauer: 30 Minuten)

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Durchgehend warme Küche

von 11:00 – 17:00 Uhr.

Auf Reservierung:

Mittwochabend Special Night mit

Menü oder„á la carte“ und Freitagabend

Fleischfondue oder Käsefondue.

Vor dem Haus Rutschbahnen und

ein Schneeiglu für die Kleinen!

Vom 15.12.2021 – 10.04.2022

ohne Ruhetag geöffnet.

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Tel. 0472 520 277

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22

AKTUELL

Employer branding:

Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Der Erfolgsfaktor Mitarbeiter wird häufig

unterschätzt, oder man beschäftigt

sich in kleinen Betrieben aus Zeitmangel

zu wenig damit. Die Zufriedenheit

und Motivation der Mitarbeiter, aber

auch employer branding ist in der

aktuellen Situation von der Pandemie

noch wichtiger denn je zuvor.

Betrachtet man die durchschnittliche

Zufriedenheit der Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer, laut

einer Studie von EY, hinsichtlich ihrer

aktuellen Arbeitssituation, sind jene am

zufriedensten, die wieder jeden Tag im

Office verbringen. Dicht gefolgt von

denjenigen, die ausnahmslos im Homeoffice

arbeiten. Weniger zufrieden sind

die Arbeitnehmer, die Homeoffice und

externes Office kombinieren. Auch die

Einstellung zur Arbeit hat sich im Generationenvergleich

deutlich verändert.

Die jüngeren Generationen definieren

sich nicht mehr so sehr über die Arbeit

wie das noch die älteren getan haben.

Stattdessen sind Werte wie Familie,

Freunde und Freizeit wichtiger geworden.

Moderne Arbeitgeber müssen den

jüngeren Beschäftigten mehr bieten als

nur Karriereoptionen. Früher haben

sich die Mitarbeitenden beim Unternehmen

beworben, heute bewerben

sich die Unternehmen bei den Mitarbeitenden.

Deshalb ist es wichtig, den

Mitarbeitern ein Vorbild zu sein und

in erster Linie an sich selbst und der

Unternehmensstabilität zu arbeiten.

Starke Marken und Unternehmen

strahlen auch hier Sicherheit aus.

Stellen wir den Mitarbeiter

in den Mittelpunkt

Seien Sie ehrlich zu sich: Wird dieser

Satz in Ihrem Betrieb mit einem Ausrufezeichen

oder Fragezeichen ergänzt?

Ein achtsam und erfolgreich geführtes

Unternehmen fördert die Zufriedenheit

und Gesundheit der Mitarbeiter,

und es steigert die Attraktivität

für Bewerber und Angestellte. Die

entsprechenden Maßnahmen sind vielfältig

und reichen von individuellen

Schulungen, Trainings und Coachings

über Teamentwicklung bis hin zu

langfristigen Transformationsprozessen.

Ein gutes Team-Management

führt zu zufriedenen Mitarbeitern,

und zufriedene Mitarbeiter strahlen

in jeder Situation ein positives Bild

des Unternehmens aus, das von allen

Außenstehenden wahrgenommen

wird. Die Fähigkeit, Mitarbeiter im

Zum Autor

Manfred Trienbacher

ist Marketing Berater

& Referent. Als Partner

des vival.institute unterstützt

er Führungskräfte und

Unternehmen in Hinblick auf lebenswerte

Arbeit. Weitere Informationen unter:

www.vival.institute

Kampf um die Talente zu gewinnen

und an die Firma zu binden, wird zum

entscheidenden Wettbewerbsvorteil in

vielen Branchen oder auch zur Überlebensfrage

in anderen. Damit der neue

Mitarbeiter auch langfristig dem Unternehmen

erhalten bleibt, ist das Onboarding,

also die erfolgreiche Begleitung

in den ersten Monaten in das neue

Unternehmen, genauso wichtig wie die

richtige Auswahl. Definieren Sie einen

Onboarding-Prozess! Ehrlichkeit und

Authentizität sind hier gefragt. Seien Sie

ehrlich, was Sie von dem Mitarbeiter

erwarten, und stellen Sie sich die Frage,

ob Sie das Umfeld geschaffen haben, wo

hohe Erwartungen auch umsetzbar sind.

Die Mitarbeitenden kommen wegen der

Arbeit und gehen wegen dem Chef

Beginnen sollten wir in erster Linie

damit, Mitarbeitern zuzuhören. Führen

Personalverantwortliche regelmäßige

Gespräche, und wird den Mitarbeitern

auch zugehört? Achtsames Zuhören

bedeutet, dass die Führungsperson auch

zuhört, um den Mitarbeiter zu verstehen

und nicht nur, um diesem zu antworten

oder zu kontern. Nehmen Sie sich Zeit,

und stellen Sie auch bestehende Prozesse

gemeinsam mit den Mitarbeitern infrage

oder geben Ihnen den Raum und Möglichkeit,

dies zu tun. Wer Mitarbeitende

finden und halten will, ist demnach gut

beraten, in die Unternehmenskultur zu

investieren und an einer starken gemeinsamen

Identität zu arbeiten.


AKTUELL

Foto © Alex Filz

23

Stahlbau am Berg

Bauen am Berg ist Bauen unter

Extrembedingungen. Genau hier

punktet das Material Stahl mit seiner

Widerstandsfähigkeit, seiner Korrosionsbeständigkeit

und seiner ganz

besonderen Ästhetik.

Die Funktionalität und Vielseitigkeit

in der Anwendung machen Stahl zu

einem konkurrenzfähigen Material für

jede Art von Konstruktion. Und auch in

ökologischer Hinsicht kann sich dieser

Baustoff sehen lassen: Stahl ist nahezu

ohne Qualitätsverlust unbegrenzt

wiederverwertbar. Der Schrott kann

eingeschmolzen und wieder zu Stahl

verarbeitet werden. Im Hinblick auf die

Nachhaltigkeit steht dieser Baustoff an

vorderster Stelle. Vor allem Architekten

bietet Stahl dank der Stärke seiner Ausdruckskraft

und seiner Eigenschaften

der Elastizität und Formbarkeit ganz

neue ästhetische Möglichkeiten.

Noch heute ist das Bauen im Hochgebirge

ein Bauen unter Extrembedingungen.

Auf über 2.000 Meter Meereshöhe

ist nicht nur das Betreiben einer

Baustelle eine logistische Meisterleistung.

Auch den Gebäuden selbst wird

im Laufe der Jahre und Jahrzehnte

einiges abverlangt. Das sind zum einen

eisige Kälte und Schneemassen im

Winter. Regen und Wind im Frühjahr

und Herbst und mitunter stechende

Hitze in den Sommermonaten – Sommergewitter

inklusive. Das Klima in

den Alpen ist rau. Um diesen Wetterextremen

zu trotzen, und auch weil

das Bauen in den Bergen beschwerlich

war, galten dicke Steinmauern und

steile Satteldächer lange als beste Lösung

im Hochgebirge.

Seit einigen Jahren hat das moderne

Bauen auch bis in die Berge gefunden.

Beton, Stahl und Glas sind auch auf

2.000 Meter Meereshöhe keine Seltenheit

mehr.

Wetterbeständig – formbar – robust

Im Vergleich zu Aluminium und Zink

punktet Edelstahl im Hochgebirge als

wetterfesteres Material. Dank der guten

Verformbarkeit und hohen Festigkeit

des Materials kann Stahl als Verkleidung

auch in einer geringen Materialstärke

verwendet werden. Das senkt Kosten

und erleichtert den Transport zur

Baustelle. Außerdem ist das Material gegenüber

UV-Strahlung und Temperatursprüngen

recht unempfindlich, zudem

wartungsfrei und korrosionsbeständig.

Den Berg erlebbar machen dank Stahl

Doch nicht nur für den Bau von Schutzhütten

oder Bergstationen lässt sich

Stahl nutzen. Egal ob der Iceman Ötzi

Peak auf 3.251 Metern im Schnalstal,

die Aussichtsplattformen am Erlebnisweg

Plimaschlucht im Martelltal oder

die Architektur-Skulpturen von Werner

Tscholl entlang der Timmelsjoch-

Hochalpenstraße. Aussichtsplattformen

und Erlebnispunkte am Berg erfreuen

sich größter Beliebtheit. Gerade weil

Spannweiten oder weite Auskragungen

von mehreren Dutzend Metern

mit dem Material Stahl verwirklicht

werden können, bietet es sich für die

Umsetzung von Aussichtsplattformen

im Hochgebirge an. Positiver Nebeneffekt:

Die Stahlkonstruktion kann im

Tal vorgefertigt werden und mit dem

Hubschrauber direkt an Ort und Stelle

geflogen werden.

AUSFÜHRUNG DER

SCHLOSSERARBEITEN

STAHLBAU - LASER - SCHLOSSERARBEITEN

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24 AKTUELL

Vom ersten Lift zum Latemar Sixpack

Vor 50 Jahren war Obereggen ein

kleines, verschlafenes Bergdörfchen

am Fuße des Latemar, vereinzelte Besucher

im Sommer und ein paar junge

Männer, die mit Zuversicht und Tatkraft

ihre Vision zur Realität machten.

Die elf Gründer der Obereggen AG

wurden anfangs von vielen für ihre

Idee belächelt, wurden von manchen

sogar als größenwahnsinnig bezeichnet,

konnten jedoch nicht von ihrem Vorhaben

abgebracht werden: Den Tourismus

in Obereggen durch ein Skigebiet anzukurbeln

– vor 50 Jahren wurde der erste

Lift errichtet. Durch weitere Liftanlagen

1975 und 1977 verzeichnete Obereggen

und damit das gesamte Eggental bald

einen beeindruckenden Wirtschaftsaufschwung.

Endlich fanden viele junge

Leute, die bis in die 1970er Jahre hinein

ihren Heimatort auf der Suche nach einer

besseren Lebensgrundlage verlassen hatten,

auch vor Ort genügend Arbeit.

Weitblick und Innovative Ideen

Die konstante Weiterentwicklung des

Skigebiets wurde aktiv vorangetrieben,

unter anderem mit ersten Versuchen

einer flächendeckenden, technischen

Beschneiung, die in Obereggen bereits

im Jahr 1980 unternommen wurden.

Seine Vorreiterrolle stellte das Skigebiet

aber auch bei den Aufstiegsanlagen

immer wieder unter Beweis:

1985 wurde in Obereggen Italiens

erster automatischer Vierersessellift

errichtet, 1987 der erste fixgeklemmte

Vierersessellift und 1990 das erste

Förderband. Heute ist Obereggen ein

Skigebiet mit sechs besonderen Pisten.

Die Sixpack-Pisten im Skicenter Latemar

Diese sechs Pisten sind mindestens

50 Meter breit mit einer Neigung bis

zu maximal 59 Grad. Es sind dies in

Obereggen die Oberholz-Piste, die Maierl-Piste,

in Pampeago die Palal di Santa,

die Agnello-Piste und auf der Predazzo-

Seite die 5-Nationen-Piste und die Torre

del Pisa. Wer diese sechs Pisten hintereinander

in zügigem Tempo bewältigt, wird

seine Bauchmuskeln spüren, und damit

ist auch klar, warum diese sechs als Latemar

Sixpack bezeichnet werden.

Foto © Obereggen Latemar Harald Wisthaler

Mit dem Green Pass auf die Skipisten

Die Datenschutzbehörde hat den

Vorschlag für die automatisierte

Kontrolle des Green Passes bei den

Zugängen zu den Aufstiegsanlagen

bekanntlich genehmigt.

Dazu der Präsident des Verbands

der Seilbahnunternehmer Sartori:

„Grundsätzlich ist zwischen

geschlossenen Aufstiegsanlagen, also

Seilbahnen, Gondeln und Sesselliften

mit Abdeckung, und offenen Aufstiegsanlagen

(z. B. Schlepplifte) zu

unterscheiden. Der Green Pass ist nur

für den Zugang zu geschlossenen Aufstiegsanlagen

notwendig. Der kleine

Schlepplift im Dorf ist somit nicht

davon betroffen.“ Über eine App werden

die Daten des Skipasses sowie des

eigenen Green Pass eingegeben. Ist der

Green Pass gültig, so wird der Skipass

für diesen Tag aktiviert. Wer einen

Mehrtagesskipass oder einen Saisonskipass

hat, muss vor Beginn eines

jeden Skitages, wenn er diesen nutzt,

die Aktivierung über die App durchführen.

Im Namen der Mitglieder des

Verbands der Seilbahnunternehmer

Südtirols dankt Helmut Sartori Landesrat

Daniel Alfreider, Prof. Pierluigi

Mantini und Dolomiti Superski, die

bei der Ausarbeitung und der Genehmigung

des Kontrollsystems tatkräftig

mitgearbeitet haben: „Gemeinsam ist

es uns gelungen, ein System auszuarbeiten,

dessen Anwendung für alle unproblematisch

ist. Mit diesem System

garantieren wir sicheres Skifahren auf

unseren Pisten. Ich bin zuversichtlich,

dass die Wintersaison heuer – auch

durch das verantwortungsvolle Verhalten

der Einheimischen und Gäste –

erfolgreich werden kann.“


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Kasachstan setzt auf Axess

Das Skigebiet in Shymbulak ist das größte in Kasachstan

und mit einer Kapazität von bis zu 15.000 Besuchern

auch das am besten besuchte im ganzen Land.

Das Prestigeprojekt befindet sich nur 15 Kilometer

südlich von Almaty und ist das ganze Jahr über

in Betrieb. Es ist das Aushängeschild von Kasachstan,

wenn es um Skigebiete geht. Shymbulak steht für das

moderne Kasachstan und setzt ein Ausrufezeichen für

den Tourismus. Die Ambitionen, das Skigebiet mit

neuester Zutritts- und Tickettechnologie auszustatten,

bekräftigt die Ambitionen der Betreiber.

Aus Projekt wird Standort

Durch die große Nachfrage und den Start dieses

großen Projekts beschloss die Axess AG, eine Niederlassung

in Kasachstan zu gründen. Insgesamt wurden

in Shymbulak unter anderem

26 AX500 Smart Gates NG

mit Flap Modul, 11 Axess

PARKING und 10 Axess

SMART POS installiert. Der

voll integrierte Sportartikelverleih,

das Ski-und-Snowboard-Schulprogramm

und das

Lockersystem ergänzen das

kundenfreundliche Serviceangebot.

Selbstverständlich sind alle

Leistungen sowie Tickets bequem von

zu Hause aus per Internet buchbar.

Durch die RESORT.SOLU-

TIONS von Axess konnte der

Umsatz des Skigebiets um 60 Prozent gesteigert werden.

Shymbulak ist eines der Vorzeigeprojekte, wenn es um die

Integration des Axess WEBSHOPS geht.

Intelligentes smartes System

Die modernen Gates zeichnen sich nicht nur durch ihre Robustheit

aus, sondern auch durch ihre Intelligenz, die es ihnen

ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und sie so in ein

smartes System zu integrieren. Die intelligente Kassenlösung

SMART POS hingegen ermöglicht durch eine schnelle Kartenausgabe

und ein sicheres Zahlungsmanagement eine effiziente

Abwicklung. Manager der neuen Axess-Niederlassung, Alexey

Domnitskiy, sagt über diese Chance: „Zurzeit werden in Kasachstan

neue Resorts und Unterhaltungsmöglichkeiten gebaut.

Diese Einrichtungen erfordern ein gutes Ticketing-System mit

einer guten Hardware. Ich glaube, dass hier großes Potenzial

vorhanden ist, und um ehrlich zu sein, mag ich unsere Produkte

sehr. Schon seit 2016 wollte ich Systeme von Axess auf dem

Markt in Kasachstan vertreten, da ich bereits seit 2011 mit

ihnen arbeite.“ Derzeit ist das Team vor Ort noch

klein, das könnte sich aber bald ändern. Für den

Tourismusmarkt in den Skigebieten Kasachstans

besteht nämlich großes Potenzial und

bietet so enorme Projektmöglichkeiten.

Nach Kok Tobe und drei

weiteren Gebieten konnte Axess

heuer einen neuen Großkunden im Tourismusbereich

im Raum Almaty gewinnen.

Axess AG

Sonystraße 18 | A-5081 Anif/Salzburg

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Foto © Othmar Rederlechner

26 AKTUELL

100 Prozent Schneesicherheit

im Skigebiet Speikboden

Beste Pistenverhältnisse, Schneesicherheit

und Skivergnügen für

Groß und Klein bietet das Skigebiet

Speikboden in der Skiworld Ahrntal.

Rund 40 Kilometer Pisten und

acht moderne Aufstiegsanlagen

lassen im Skigebiet Speikboden

Skifahrerherzen höherschlagen. Ob

Anfänger oder Profi: Die unterschiedlichen

Schwierigkeiten der

Pisten sorgen für jede Menge Abwechslung.

Geht es um die Schneequalität

und die Schneesicherheit,

wird im Ahrntaler Skigebiet nichts

dem Zufall überlassen.

So wird Schnee garantiert

Insgesamt 120 Schneekanonen garantieren

im Skigebiet Speikboden Jahr

für Jahr eine schneesichere Saison. Die

Beschneiung des gesamten Skigebietes

kann dank modernster Technik innerhalb

von nur 100 Stunden erfolgen.

Verantwortlich dafür sind mitunter

sechs Pumpstationen, die 400 Liter Wasser

in der Sekunde pumpen. Das Wasser

kommt aus dem auf 2.200 Metern

gelegenen Speicherbecken mit einem

Fassungsvermögen von circa 50.000 Kubikmetern.

Auch die Wasserleitungen

wurden im vergangenen Jahr zum Teil

erneuert. So hält das Skigebiet Speikboden

seine Beschneiungsanlage stets auf

dem neuesten Stand der Technik.

Mehr Komfort für Familien

Die ständige Verbesserung des Komforts

für die schneebegeisterten Gäste

steht im Skigebiet Speikboden an

oberster Stelle. Vor mehr als zehn

Jahren wurde ein neuartiges Beförderungssystem

im Bereich der Bergstation

eingesetzt: das „Tottomandl“ (was

im Südtiroler Dialekt den Alpensalamander

meint).

Das „Tottomandl“ ist 220 Meter lang,

das Herzstück bildet ein 75 Zentimeter

breites Förderband, auf dem

Unsere Ingenieurleistungen

in der Beschneiungstechnik:

- Konzessionsverfahren

- Planung

- Programmierung der Steuerungen

- Inbetriebnahmen

Ingenieurbüro Studio G GmbH

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Tel: +39 0474 411 324


SKIGEBIET SPEIKBODEN

27

Foto © Picasa

Dank des Speicherbeckens

kann das Skigebiet binnen 100 Stunden eingeschneit werden.

Alle Wasserleitungen, Pumpstationen

und Schneeerzeuger sind auf dem neuesten Stand.

bequem und sicher ein Höhenunterschied

von 43 Metern überwunden

wird. Eine Plexiglas-Dachkonstruktion

schützt nicht nur vor Witterungseinflüssen,

sondern verleiht der Beförderungsanlage

das Aussehen eines

übergroßen Salamanders.

Vor Kurzem wurde ein Teil des Förderbands

untertunnelt, um eine bessere

Anbindung an die Bergstation der Kabinenbahn

Speikboden zu ermöglichen.

Eine etwa 50 Meter breite Piste führt

ab sofort über das Förderband.

Unter der Erde gibt es auf dem beleuchteten

Abschnitt jede Menge heimische

Tiere zu bewundern.

Gut zu wissen: Einheimische Kinder

unter zwölf erhalten eine kostenlose

Jahreskarte. Zudem gibt es für Familien

spezielle Rabatte und Aktionen – mehr

dazu an den jeweiligen Verkaufsstellen.

Familienvariante Smiley

Der neue Skiweg „Smiley“ bietet Kindern

und Skianfängern die Chance einer

einfachen Abfahrtsvariante zur Talstation

der Kabinenbahn Almexpress.

Neue Talabfahrt „Michl“

In diesem Winter wird der lang

ersehnte Wunsch, die Talabfahrt vom

Speikboden auch mittelmäßigen Skifahrern

möglich zu machen, Wirklichkeit!

Auf sieben Kilometer Pistenlänge

können die rund 1.000 Höhenmeter

nun bewältigt werden. Die entsprechenden

Anpassungen wurden von der

Firma Wieser aus Sand in Taufers in

den Sommermonaten durchgeführt. Benannt

ist die neue Abfahrt nach einem

Weiler oberhalb von Sand in Taufers,

der Michlreis heißt.

Die neue Talabfahrt „Michl“ besticht

mit einem faszinierenden Ausblick über

das gesamte Ahrntal und den Alpenhauptkamm.

Für geübte Skifahrer

bietet die Piste durchaus interessante

Abschnitte, aber auch durchschnittliche

Skifahrer werden keine Schwierigkeiten

haben, diese mittelschwere Piste zu

bewältigen. Eng- und Steilstellen entlang

der Abfahrt wurden „entschärft“,

weshalb die Piste nun in die mittlere

Schwierigkeit herabgestuft wurde. Um

den Schnee auch auf der neuen Piste zu

garantieren, wurden 30 neue Schneekanonen

angekauft.

TECHNISCHE TECHNISCHE

DIENSTLEISTUNGEN DIENSTLEISTUNGEN

FÜR FÜR

SKIGEBIETE

SKIGEBIETE

Machbarkeitsstudien Machbarkeitsstudien

/ /

UVS UVS

/ /

Planung Planung

/ /

Genehmigungen Genehmigungen

/ /

Bauleitung

Bauleitung

iPM iPM

- -

Ingenieurbüro Ingenieurbüro

- -

Studio Studio

di di

ingegneria ingegneria

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Dr. Dr.

Ing.

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28

AKTUELL

AKTUELL

Foto © Harald Wisthaler

Die Dolomiten und Südtirol

als Imageträger

„Die Dolomiten sind unser Zuhause,

weil wir dem blauen Himmel,

den grünen Wiesen und den blassen

Felsen, ihrer Kultur und ihren

Traditionen, ihrer Sprache und

ihren Menschen einfach nicht widerstehen

können. Die Dolomiten

sind unsere Heimat, sie sind unser

Zuhause und nicht nur ein Haus.

Franz Wimmer

Sie sind der Ort, an dem wir

geboren wurden und an dem wir

bleiben möchten. Wir haben uns

entschieden, diesen Ort zu lieben,

vom höchsten Gipfel bis ins entlegenste

Tal, von der größten Tanne bis

zum kleinsten Kleeblatt.“ Mit diesem

Textauszug aus der Salewa-Homepage

erinnere ich mich auch an die

Eröffnungsrede von Heiner Oberrauch

anlässlich der Einweihung des

neuen Hauptsitzes in Bozen Süd.

„Auch wir standen vor der Frage

weg von Bozen, z.B. nach Osteuropa.

Baukosten, die Mitarbeiter, das

gesamte Umfeld usw., es hätte einen

Bruchteil gekostet im Vergleich zu

Bozen. Aber unsere Kompetenz ist

der Bergsport, und da gibt es keinen

besseren Platz als Bozen, das Tor zu

den Dolomiten. Das gilt in erster

Linie auch für unsere engagierten

Mitarbeiter ...“ So oder so ähnlich

waren damals seine Worte.

Weitere Firmen mit

ähnlichen Überlegungen

Die Kompetenz der alpinen Technologie

und damit ebenfalls die Verbindung

zu den Dolomiten als Imageträger war

auch für Schneekanonen-Hersteller

TechnoAlpin ausschlaggebend, in

Bozen zu investieren. Laut Erich

Gummerer waren die Mitarbeiter

ebenfalls einer der Hauptargumente,

in Südtirol zu bleiben! Das Gleiche gilt

wohl für die Lift- und Seilbahnbauer

Doppelmayr Italia in Lana sowie für

Leitner in Sterzing. Spektakuläre Fotos

von diversen Produkten auf den Pisten

zwischen den Felsen sagen nur eines:

Was in den Dolomiten erprobt ist,

funktioniert auf der ganzen Welt!

Foto © DLife

Schneekanone von TechnoAlpin


AKTUELL

29

Foto © Fabian Dalpiaz

Sessellift von Doppelmayr

Slalomstangen von Skipp

iSki-App von Sitour

Sitour Italia in Montan ist der

Spezialist für Information, Orientierung

und Sicherheit am Berg und in

Skigebieten und praktisch auf allen

Südtiroler Skipisten präsent. Dazu

gehören auch Werbung, Werbeflächen,

(digitale) Informations- und

Leitsysteme auf Skipisten. Laut

Geschäftsführer Michael Mattesich

gilt das Gleiche auch für seine

Produkte. Skipp, eine kleine Firma

ebenfalls aus Montan, produziert

Kippstangen, wie sie für alle Skirennen

mittlerweile im Einsatz sind.

Gottfried Rottensteiner gibt auf

seine Stangen eine 100-prozentige

Bruchgarantie und beliefert neben

Kunden in den USA und ganz Europa

auch den Chinesischen Skiverband.

Auch er sieht die Dolomiten

als Imageträger.

Südtirol hat eine alpine DNA

Schon seit Hunderten von Jahren,

ist die Berglandwirtschaft in den

alpinen Seitentälern maßgebend für

Ideen und Hilfsmittel, welche die

harte Arbeit erleichtern. Die Kreativität

und der Innovationsgeist unserer

Vorfahren ist wohl jene DNA,

warum schon vor hundert Jahren

– z.B. in der Seilbahntechnik – der

Weltmarktführer aus Südtirol kam.

Zuerst Luis Zuegg und später zusammen

mit Karl Hölzl beherrschten

sie den Markt in den 1920er und

1930er Jahren und waren auch nach

dem Krieg mit der Produktion von

Sesselliften bald wieder erfolgreich.

Erfolg mit (Material-)Seilbahnen und

Seilkran-Systemen haben auch die

Firmen Seik in Truden oder Moosmair

aus dem Passeier. In beiden

Fällen geht es um besonderes Knowhow,

unter schwierigsten Bedingungen

Materialseilbahnen zu installieren.

Und da kommen wieder die

bergerfahrenen Mitarbeiter ins Spiel

wie die Söhne von den Bergbauern:

„Wenn einer sich mit einer Hand festhalten

muss, mit der zweiten allein

kann man nicht arbeiten“, Originalton

von Anton Moosmair in Bezug

auf seine Mitarbeiter.

Von Spezialmaschinen bis zu Turbinen

Abgesehen von der Wintersport- und

Seilbahnbranche sind in unterschiedlichsten

anderen Bereichen alpine

Erfahrungen notwendig. Spezialmaschinen

und Werkzeuge für die

Land- und Forstwirtschaft, Hangsicherungs-

und Lawinenschutzbauten,

Tunnel- und Brückenbauten,

Lösungen im Bereich alpine Sicherheit,

vom Zivilschutz bis hin zu

nachhaltigem Bauen oder besondere

Konzepte für alpine Mobilität.

Der Sterzinger Turbinenbauer Troyer

wäre sicher nicht so weit gekommen,

wenn nicht direkt vor der Haustüre

die ganzen Wasserkraftwerke entstanden

wären. Besonders erwähnenswert

die beiden Anlagen für die Eisackwerke

in Mühlbach und St. Anton/

Bozen. Aus der ganzen Welt kommen

Kunden, um die beiden, mehrfach

preisgekrönten Anlagen zu besichtigen.

Und damit sind wir bei einer der

wichtigsten Erfolgskomponente für

das ausgeprägte Stärkefeld unserer

Region – der Markt vor der eigenen

Haustür. Der war für viele erfolgreiche

Unternehmen ein wichtiges

Sprungbrett für die (Nischen-)Märkte

Eisackwerk St. Anton


30

AKTUELL

Der NOI Techpark in Bozen

in aller Welt. Dazu kommt neuerdings

die Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeit

im NOI Techpark.

Wer in Südtirol im Bereich alpine

Technologien tätig ist, profitiert

nicht nur als Marke vom Imagetransfer,

sondern findet hier eine optimale

Umgebung für die Entwicklung

neuer Produkte. Dazu kommt

ein ständig wachsendes Netzwerk

an wissenschaftlichen Einrichtungen

und einschlägigen Veranstaltungen

und Fachmessen.

Der alpine Tourismus

Die Alpinisten der ersten Stunde,

die seit dem 19. Jahrhundert Gipfel

für Gipfel eroberten. Der Berg- und

Sommertourismus hat eine über

150-jährige Tradition. Der legendäre

Foto © Claudio Lucchin

Luis Trenker hat als Filmemacher in

den 1930 Jahren die Bekanntheit der

Dolomiten in die Welt hinausgetragen.

Reinhold Messner ist seit der

Eroberung aller 14 Achttausender der

bekannteste Bergsteiger, der überall

als Südtiroler Botschafter auftritt. Seit

den 1930er Jahren ist dank Gröden

und der Seiser Alm Südtirol als

Wintersportdestination bekannt. Seit

damals und besonders in den vergangenen

30 Jahren hat das Land mit

der gesamten Dolomitenregion eine

rasante Entwicklung genommen. Eine

Rekordsaison jagte die nächste – bis

zum Corona-Lockdown im vergangenen

Winter, der sich dieses Jahr schon

wieder wie ein Damoklesschwert am

Himmel abzeichnet. Aber auch Corona

wird die Südtiroler DNA – die für

Kreativität und Innovation in Sachen

alpiner Technologie steht nicht negativ

beeinflussen können. Zum Glück

stehen dahinter kompetente und

entscheidungsfreudige Unternehmer

und keine Politiker!

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Krane auf höchsten Höhen

Im Bausektor gibt es derzeit eine große Wandlung: Seit

Kurzem steht eine neue Methode der vernetzten Planung

und Ausführung, das BIM, zur Verfügung. Als professioneller,

verlässlicher und innovativer Partner auf der

Baustelle nutzt Niederstätter diese neue Methode unter

anderem für die Planung von Arbeiten mit Kranen. Das

gilt auch für Baustellen mit besonderen Bedürfnissen wie

in hohen Höhenlagen.

Niederstätter ist der Spezialist für Turmdrehkrane. Vom

Ankauf über den Transport und die Lagerung bis hin zu

Montage und Wartung, bei Niederstätter gibt es allen Service

aus einer Hand. Die innovativen Modelle der Liebherr-Turmdrehkrane

werden überall und für alle Bauprojekte montiert,

dies gilt auch für Baustellen mit schwierigen Bedingungen,

wie das am Berg der Fall ist. Die nötigen Materialien werden

per Lkw, Hubschrauber oder Materialseilbahn bei jedem Wetter

transportiert. Doch bereits im Voraus, in der Planungsfase der

Arbeiten, wird ressourcensparend optimiert. Für mehr Leistung,

Sicherheit und Transparenz sorgt die neue Methode BIM: Mithilfe

von Software und intelligenten Objekten wird die Baustelle

digital modelliert, kombiniert und erfasst. Die zukünftigen

Arbeiten auf der Baustelle mit einem oder mehreren Kranen

können so als virtuelles Modell auch geometrisch am Computer

oder direkt auf der Baustelle am Tablet visualisiert werden.

Mehr Informationen zum Thema: crane@niederstaetter.it

Am 21. Januar 2022 um 10 Uhr werden die Niederstätter-Experten

in einem Online-Webinar über das Thema eingehender

informieren. Programm und Einschreibe-Link folgt in Kürze

auf niederstaetter.it

Kranmodell mit Arbeitsradius (in rot)

Foto © Erik Bohr

Kölner Hütte


KANZEL–GONDELBAHN

31

Neues aus Sulden am Ortler

Vor knapp 40 Jahren hatte Paul

Hanny diese Idee mit den Skispaßwochen

– in Zusammenarbeit mit

dem Deutschen Skimagazin. Bis

zu 1.000 Teilnehmer waren in den

vergangenen Jahren mit dabei. Und

auch dieses Jahr sind trotz Pandemie

über 500 Gäste nach Sulden gekommen,

um die ersten Schwünge dieser

Saison in den Schnee zu ziehen.

Dazu Erich Pfeifer, Geschäftsführer

der Seilbahn Sulden: „Die jahrzehntelange,

persönliche Betreuung

durch Paul Hanny hat den Erfolg der

Skispaßwochen in Sulden möglich

gemacht. Ein Lehrbeispiel für unsere

heutigen Tourismusmanager, die zwar

sehr viel Geld für (Online-)Medien

ausgeben, ähnliche Erfolge für Sulden

oder andere Vinschgauer Skigebiete

aber bei Weitem nicht zustande bringen!

Persönliche Kontakte knüpfen

und jahrelang dahinter sein wie der

Paul, das ist zeitaufwändig, wäre in

vielen Fällen aber weit erfolgreicher.“

Die neue Gondelbahn zur Kanzel

Besonders freuen dürfen sich nicht

nur die Skispaßteilnehmer über eine

10er-Gondelbahn, die seit heuer zur

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Brixen

Bruneck

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Brixen

Bruneck

Bruneck


39026 Prad am Stilfserjoch

32 KANZEL–GONDELBAHN

Die Bagger von Hofer Tiefbau verrichteten die Erdarbeiten.

Verfügung steht. Der 25 Jahre alte

Kanzel-Sessellift wurde durch die

wiederum von Doppelmayr erbaute

Bahn ersetzt. Erschlossen werden

dadurch die Pisten „Kanzel“ und

„Rosim“. Die Talstation liegt auf

1.848 Meter Höhe, die Bergstation

auf 2.350 Meter. Die Gondelbahn

überwindet einen Höhenunterschied

von 502 Metern mit einer Geschwindigkeit

von sechs Metern pro Sekunde.

Das ergibt eine maximale Förderleistung

von 1.800 Personen pro

Stunde. Dank der unterschiedlichen

Schwierigkeitsgrade der verschiedenen

Pisten ist dieses Gebiet bei

Skifahrern sehr beliebt, vor allem am

Nachmittag, wenn die Sonne scheint.

Den Bau realisiert hat unter anderem

die Firma Paulmichl & Prugger. Paul

Prugger dazu: „Wir waren mit vier bis

fünf Mann von Juni bis September

in Sulden. Abgesehen von zum Teil

schlechtem Wetter gab es keinerlei

Probleme; aber damit muss man in

diesen Höhenlagen immer rechnen.

Im Auftrag von Doppelmayr haben

Skitouren im Ortler- und Cevedale-Massiv

Der Ortler, ehemals höchster Berg der Monarchie Österreich-Ungarn, hat Sulden schon

Ende des 19. Jahrhunderts bekannt gemacht. Dabei ging es aber in erster Linie um den

Bergtourismus im Sommer. Der Ortler war das Ziel von Bergsteigern aus aller Herren

Länder. Das Gleiche kann man heute im Tourenski-Bereich feststellen. Das Ortler-Cevedale-Massiv

biete zahlreiche Möglichkeiten für hochalpine Skitouren und traumhafte

Abfahrten. Für Übernachtungen in diesem Gebiet bieten sich drei verschiedene Hütten

an: Forni, Branca und Pizzini. Solche Touren setzen natürlich körperliche Fitness voraus.

Gäste sollten sich auf alle Fälle einem ortskundigen Berg- und Skiführer anvertrauen.

39026 Prad am Stilfserjoch

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Wir

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uns

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das

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entgegengebrachte

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Vertrauen

Vertrauen

und

und

die

die

gute

gute

Zusammenarbeit.

Zusammenarbeit.


KANZEL–GONDELBAHN

33

Die neue Gondelbahn zur Kanzel ist besonders geräuscharm

wir die Sockel für die Stützen bei

der Talstation betoniert. Für die

Errichtung der Talstation waren die

Seilbahnen Sulden unser Auftraggeber,

ebenso für die Verkleidung des

Gebäudes an der Bergstation.“ Den

Beginn der Bauarbeiten machte

die Firma Hofer Tiefbau, welche

die Erdarbeiten für sich gewinnen

konnte und somit ebenfalls Teil

dieses herausfordernden Projektes

war. Dazu Hannes Hoffer:„Auch

für uns gab es keine besonderen

Probleme, schließlich sind unsere

Mitarbeiter es gewohnt im alpinen

Bereich zu arbeiten.“

Ein Lift für alle Fälle

Aufgrund seiner Lage in der Talsohle

kann dieser Lift vor allem an Tagen

mit schlechtem Wetter und Wind, die

von einer Fahrt in höhere Regionen

abhalten, von Skifahrern frequentiert

werden, die in einem durch den

Wald geschützten Bereich Ski fahren.

Es handelt sich um einen D-Line-

Aufzug der neuesten Generation, der

besonders geräuscharm, komfortabel

und umweltschonend ist. Großer

Wert wurde auf ein neues Design mit

perfekter Verarbeitung in Verbindung

mit technischer Innovation gelegt.

Um den besonderen Komfort der

Gemeinsam erfolgreich!

Wir danken der Seilbahnen Sulden GmbH

für das entgegengebrachte Vertrauen

und wünschen viel Erfolg mit

der neuen Kabinenbahn „Kanzel“.

doppelmayr.com


34

AKTUELL

Großer Wert wurde auf Design und Komfort gelegt.

Fahrgäste und des Betriebspersonals

zu gewährleisten, wurde diese

neue Seilbahngeneration für einen

extrem niedrigen Geräusch- und

Vibrationspegel konzipiert.

Eine Skisaison über sechs Monate

Dank der Höhenlage bis über

3.000 Meter ist Sulden, abgesehen

vom Schnalstal, jenes Skiresort in

Südtirol mit der längsten Skisaison.

Von Anfang November bis Ende

April. Knapp 50 Pistenkilometer in

allen Schwierigkeitsgraden stehen

den Skifahrern zur Verfügung. Wobei

die Pisten an der Kanzel und am Langenstein

besonders für geübte Fahrer

geeignet sind. Anfänger finden an der

Talstation und am Sonnenhang zwei

Übungslifte für ihre ersten Schwünge

im Schnee. Skiresort.de, das weltgrößte

Testportal, bescheinigt Sulden

ausgezeichnete Werte, was Pistenqualität,

Freundlichkeit des Personals,

Gastronomie, Familien und Kinder

sowie Umweltverträglichkeit betrifft.

In allen diesen Kriterien vergeben die

Tester vier von fünf möglichen Punkten.

Unschlagbar ist Sulden in Sachen

Schneesicherheit, die mit fünf Punkten

bewertet wurde.

Sulden gehört mit den anderen

Gebieten im Vinschgau, Meran und

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KANZEL–GONDELBAHN

35

Die Bergstation bei Tag …

… sowie beleuchtet bei Nacht.

Umgebung, Sarntal und Sterzing-

Umgebung zur Ortler Skiarena.

Die Gründung der Ortler Skiarena

geht auf eine Idee vom eingangs

erwähnten Paul Hanny und auf

Leo Gurschler aus dem Schnalstal

zurück. Die beiden erkannten schon

vor über 40 Jahren, dass an einer

Zusammenarbeit kein Weg vorbeiführt,

wenn man auf dem Markt

bestehen will.

Informationen:

• Liftname: Kanzel

• Typ: 10er-Gondelbahn (1-Seil-Umlaufbahn)

• Skigebiet Sulden am Ortler

• Baujahr: 2021

• Höhe: 502 Meter

• Länge: 1.490 Meter

• Geschwindigkeit: 6 Meter/Sekunde

• Fahrzeit: ca. 4:30 Minuten

• Förderleistung: 1.800 Personen/Stunde

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Garant für Qualität,

Effizienz und Zuverlässigkeit

Seit 1977 steht das Familienunternehmen Hofer Tiefbau

für höchste technische Standards und einen reibungslosen

Bauablauf. Ein spannendes Projekt in diesem Jahr

waren die Erdarbeiten am Kanzellift in Sulden.

Im Sommer 2021 wurde der 2er-Sessellift „Kanzel“ in Sulden

durch eine hochmoderne 10er-Kabinenbahn ersetzt.

Die Erdarbeiten für die Anlage aus dem Hause Doppelmayr

hat die Hofer Tiefbau GmbH aus Prad übernommen. An

der Bergstation wurden mit modernsten GPS-Baggern große

Aushubarbeiten vorgenommen. Außerdem kümmerte sich

die Hofer Tiefbau GmbH um die Errichtung einer neuen

Berg-Tal-Linie samt entsprechenden Infrastrukturen: Auf

einer Länge von rund 1,5 Kilometern wurden Glasfaser,

Strom sowie Lehrrohre für die neue Anlage verlegt. Dabei

galt es, einen Höhenunterschied von rund 500 Metern zu

überwinden. Für die Tiefbauarbeiter war dieses Projekt eine

besondere Herausforderung; einerseits wegen des anspruchsvollen

Geländes, andererseits wegen der abschnittsweisen

extremen Neigungen. Das benötigte Material musste

mit Hubschraubern angeliefert und mit dem Schreitbagger

verbaut werden.

Ausbildung und Förderung im Vordergrund

Hofer Tiefbau steht seit mehr als vier Jahrzehnten für hohe

Qualität. Der Betrieb ist ISO- und SOA-zertifiziert und verfügt

zudem über umfangreiche CE-Zertifizierungen der Erdund

Schotterprodukte. Außerdem macht sich das Unternehmen

aus Prad für einen nachhaltigen Wertschöpfungsprozess

stark, um Kunden und Mitarbeitern eine sichere Zukunft zu

gewährleisten. Dafür setzt die Hofer GmbH unter anderem

auf gute Aus- und Weiterbildung in allen Geschäftsbereichen

und individuelle Förderung der Mitarbeiter.

Hofer Tiefbau GmbH

Kiefernhainweg 77 | 39026 Prad am Stilfser Joch

Tel. 0473 616 282

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36

AKTUELL

Die neue 8er-Sesselbahn „Sodlisia“ in

Mehr Komfort dank Abdeckhauben, Sitzheizung und

eine erhöhte Förderleistung verspricht die neue 8er-

Sesselbahn Sodlisia im Skigebiet Alta Badia. Sie ersetzt

seit diesem Winter den gleichnamigen 4er-Sessellift aus

den 1990er Jahren.

Aufgrund der optimalen Pistenpräparierung und der

großteils modernen und technisch auf den letzten

Stand gebrachten Aufstiegsanlagen ist das Skigebiet Alta

Badia bei Einheimischen und Touristen sehr beliebt. In

Kolfuschg, das nicht nur bei Tagestouristen und Skiurlaubern

vor Ort, sondern wegen der leichten, blauen

Skipisten auch gerne von den Skischulen und ungeübteren

Skifahrern besucht wird, gibt es in diesem Winter

eine neue Attraktion: die neue 8er-Sesselbahn „Sodlisia“.

Sie ersetzt den gleichnamigen 4er-Sessellift.

Mehr Förderleistung – mehr Komfort

Der alte 4er-Sessellift Sodlisia hatte eine Förderleistung

von 2.400 P/h bei v= 4,50 m/s. Nun wurde er

durch einen modernen, automatisch kuppelbaren

Sessellift mit 8er-Sesseln und Wetterschutzhaube und

einer Förderleistung von 3.600 P/h bei v = 5,0 m/s

ersetzt. Damit schafft man eine neue Attraktion im

Skigebiet und wertet dieses auf. 30 Jahre lang war

der alte Lift im Betrieb gewesen. Hätte man ihn

weiterbetreiben wollen, wäre eine kostenintensive

Generalrevision notwendig gewesen, die jedoch weder

Technische Daten „Sodlisia“

Talstation (Antrieb-Spannstation): 1.578,45 m ü.d.Mh.

Bergstation (Umlenkstation): 1.679,20 m ü.d.Mh.

Schräge Länge: 784,24 Meter

Horizontale Länge: 775,15 Meter

Höhenunterschied: 100,75 Meter

Anzahl der Fahrgäste/Fahrzeug: 8 Personen

Maximale Förderleistung: 3.600 Personen/Stunden

Maximale Fahrgeschwindigkeit mit Hauptantrieb: 5 Meter/Sekunde

Fahrtdauer in der Linie: 2 Minuten 37 Sekunden

mamp.it


AKTUELL

SODLISIA 37 37

Kolfuschg

die Leistungsfähigkeit noch die

Wirtschaftlichkeit der Anlage hätte

steigern können.

Weil Skifahrer immer höhere

Ansprüche an Skigebiete und

Aufstiegslagen stellen, wie etwa

einen höheren Fahrkomfort, keine

Wartezeiten und eine verkürzte

Fahrzeit, hat sich der Inhaber, die

Impianti Colfosco, für einen Neubau

entschieden.

Neben den kleineren Verbesserungen

wie der leicht gesteigerten

Geschwindigkeit von 4,50 auf

5,00 m/s, die Ausstattung der Sessel

mit Wetterschutzhaube oder die

Verbesserungen an der Laufruhe in

der fast dreißigjährigen Weiterentwicklung

im Seilbahnbau lag das

Hauptaugenmerk der neuen Anlage

auf einer angemessenen Erhöhung

der Förderleistung, um Wartezeiten

zu beseitigen. Notwendig wurde das

vor allem deshalb, weil der Lift eine

wichtige Verbindung im beliebten

Skikarussell Sella Ronda ist.

Bestehende Lift-Trasse genutzt

Für die Errichtung der neuen

Sodlisia-Anlage waren nur minimale

Bergstation aus der italienischen

Designstation Pininfarina

Eingriffe in die Naturlandschaft

notwendig, denn die Aufstiegsanlage

wurde auf der gleichen Lifttrasse

wie der bereits bestehende

Sodlisia-Lift errichtet. Aufgrund der

Neustrukturierung und architektonischen

Gestaltung bei der Tal- und

Bergstation konnte das Landschaftsbild

sogar verbessert werden.

Wichtige Verbindung

im Skikarussell Sella Ronda

Seit der Sodlisia-Lift in den 1990er

Jahren errichtet wurde, ist er für

die Skifahrer, die die beliebte Sella

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38 SODLISIA

Bergstation mit Sellagruppe im Hintergrund

Ronda im Gegenuhrzeigersinn

fahren, eine wichtige Verbindungsanlage.

Außerdem verfügt

die Anlage aber auch über eine

eigene, leichte „blaue“ Skipiste,

die vorwiegend von

Skischulen für den Skiunterricht,

aber auch

von den ungeübteren

Skifahrern gerne

genutzt wird. Ab diesem

Winter können

sich also Anfänger

und fortgeschrittene

Fahrer über die erhöhte

Förderleistung und den gesteigerten

Komfort am Sessellift

Sodlisia freuen. Damit soll auch

die Attraktivität der Sella Ronda

erhöht werden.

Modernste Technik –

beste Pistenpräparierung

8er-Sessel Premium EVO

Qualität wird bei der Impianti Colfosco

SpA großgeschrieben. Bereits

seit einigen Jahren betreibt die

Gesellschaft verschiedene

Aufstiegsanlagen, darunter

die Lifte Abrusé,

Borest, Sodlisia, Pezzei,

Colfosco, Forcelles, Stella

Alpina, Col Pradat, Plans

und Frara und die zu diesen

Aufstiegsanlagen gehörenden

Skipisten mit

einer Gesamtlänge von

circa 15 Kilometern

im Skigebiet zwischen

Corvara, dem Grödner Joch

und dem Edelweißtal. Sämtliche Skipisten

können aufgrund der vorhandenen

Beschneiungsanlage technisch

beschneit werden, sodass stets

optimale Pistenverhältnisse garantiert

werden können. In den vergangenen

Wir bedanken uns für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit und

gratulieren der IMPIANTI COLFOSCO SPA zur neuen Aufstiegsanlage.

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SODLISIA

39

Talstation Sodlisia (Rendering)

Jahren hat die Impianti Colfosco viel

in die Modernisierung der Anlagen

investiert. Im Sommer 2021 wurde

die Beschneiungsanlage der Sodlisia-

Skipiste mit einer neuen, leistungsstarken

Pumpstation ausgestattet. Dank

modernster Anlagen und bester Pistenpräparierung

sowie dem direkten

Anschluss an die bekannte Sella Ronda

sind die Anlagen der Impianti Colfosco

bei Skifahrern aus dem In- und

Ausland besonders beliebt.

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40 SODLISIA

Talstation Sodlisia

Investition in die Zukunft

Mit der Erneuerung der Aufstiegsanlage

Sodlisia wird das Skigebiet

der Betreibergesellschaft Impianti

Colfosco und im Besonderen der

hoch belastete Bereich der Aufstiegsanlagen

Borest und Sodlisia,

die beide Teil der Sella Ronda sind,

wesentlich verbessert und attraktiver

gestaltet. Für die Betreiber ist

das auch ein wichtiges Investment

in den Standort Kolfuschg und die

Zukunft des dortigen Wintertourismus.

Lange Wartezeiten gehören

nun der Vergangenheit an, und der

neue Lift wird auch dazu beitragen,

dass der Wintertourismus in Kolfuschg

weiterhin die Wirtschaft und

Erwerbstätigkeit im Dorf und in der

Umgebung fördert.

Moderne Aufstiegsanlagen wie der

neue Sodlisia-Lift sind für ein gut

funktionierendes Skigebiet heute

wichtig. Ein attraktiver Wintertourismus

kommt schließlich nicht

nur dem Liftbetreiber, sondern der

ganzen Bevölkerung der um das Skigebiet

liegenden Ortschaften zugute.

Mit dem neuen Sodlisia-Lift will

Impianti Colfosco den Anschluss an

moderne Skigebiete der Umgebung

garantieren. Schließlich sind auch

laufende Änderungen, Anpassungen,

Erneuerungen und Verbesserungen

an den Strukturen wichtig, um den

immer größer werdenden Ansprüchen

der Skifahrer an ein modernes

und gut funktionierendes Skigebiet

gerecht zu werden.

Ausführung sämtlicher Zimmereiarbeiten

Wir bedanken uns für den Auftrag

und die gute Zusammenarbeit.


Lanissin imusae quia

delibus reprepudae

Cestius utemporae. Seditenia volore pliquibus ulpa

same perferorem dunt. ea nostrup tature dolum faccae Um dolor etus dolo mos bla se adit ipicaboriat ntempe illor sit comnis idi debis cus ini aut aut ditis apicilit imaxim a

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ea nostrup tature dolum faccae dolor mos se adit

quistecus simpero reptatis et is eictat volorest labor

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Pat. 2017000110

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Aufgabe, den Rauchdurchtritt für

consera sam, core conem vernatet a dolo eum que nectium

bis

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num idem que labo.

aribusa perorpo rporrum voluptae labor sanducia

orrorumqui audipsa menissitat et quiandio volor

Fremdüberwachung über eine notifizierte

Prüfstelle durchführen lassen ten Lippendichtungen. Ziel ist es, Gebäuden zu

schließendem Flügel und rauchdich-

lebensbedrohenden Rauchgasen in

verhindern.

41

Die Die mimetische mimetische

Betontür Betontür

Feuerwiderstand

Feuerwiderstand

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Pat. 2017000110


42

AKTUELL

Wasserkraftmaschine Turbine

Wasserkraft ist Südtirols wichtigste

erneuerbare Energiequelle. Zentrale

Elemente eines Wasserkraftwerks sind

Generatoren und Turbinen. Dank modernster

Wasserturbinen können heute

sehr hohe Leistungen erzielt werden.

Jahrhundertelang zählte das Wasser aus

Flüssen und Wildbächen zu den wenigen

Antriebskräften, die den Menschen

in den Alpen die beschwerliche Arbeit

erleichterten. Besonders beliebt und

verbreitet war das Wasserrad. Heute gilt

das Wasserrad als Vorläufer moderner

Wasserturbinen. Sie bilden das Herzstück

der Wasserkraftwerke.

Die Nutzung der Wasserkraft beginnt

in Südtirol Ende des 19. Jahrhunderts.

Dank großen Wasservorkommens und

gebirgiger Landschaft mit großen Höhenunterschieden

bieten sich in Südtirol

ideale Voraussetzungen für die Stromerzeugung.

So verwundert es nicht, dass

bis heute rund 90 Prozent des in Südtirol

erzeugten Stroms aus Wasserkraft

stammen. Dafür braucht es leistungsstarke

Turbinen. Sie wandeln die Energie des

Wassers in Bewegung um. Durch ihre Bewegung

treibt die Turbine einen Generator

an, der elektrische Energie erzeugt. Es

entsteht Wechselstrom, der ins Stromnetz

eingespeist werden kann.

Bei großer Fallhöhe: Pelton-Turbine

1879 baute der Amerikaner Lestor

Pelton die erste nach ihm benannte

Turbine. In einer Pelton-Turbine wird

das Wasser mit hoher Geschwindigkeit

in die Düse/Düsen eingeleitet.

Der Wasserstrahl entweicht aus der

Düse und trifft auf die Peltonschaufeln,

um das Laufrad in Bewegung

zu setzen. Dieses ist direkt auf der

Generatorwelle montiert und wandelt

die Bewegungsenergie in elektrische

Energie um.

Mittlere Fallhöhe: Francis-Turbine

Die Francis-Turbine wurde 1849

von James B. Francis entwickelt.

Bei diesem Turbinentyp wird das

Wasser über einen spiralförmigen

Kanal in Richtung des Flügelrads

befördert. Die Schaufeln können an

die Strömungsgeschwindigkeit des

Wassers angepasst werden und passen

sich dementsprechend auch an die

Änderungen des Wasserdrucks an.

Das Wasser bewegt die gekrümmten

Schaufeln des Laufrads, die wiederum

direkt mit dem Generator

verbunden sind. Die Francis-Turbine

erfordert einen erheblichen baulichen

Aufwand, überzeugt aber mit ihrer

Leistungsfähigkeit.

1-düsige Pelton-Turbine

Bei niedriger Fallhöhe: Kaplan-Turbine

1913 entwickelte der österreichische Ingenieur

Viktor Kaplan die Francis-Turbine

weiter: So entstand die Kaplan-Turbine. Sie

wird fast ausschließlich mit einer vertikalen

Achse gebaut, da die optimale Strömungsrichtung

durch die Turbine von oben nach

unten verläuft. Das einströmende Wasser

wird durch den Kanal so reguliert, dass

der Wirkungsgrad der Turbine an die

Bedürfnisse und den Wasserfluss angepasst

und optimiert wird. Die Strömung des

abgeleiteten Wassers erreicht die Verteilerlamellen,

die das Wasser auf die parallel

zur Welle angeordneten Laufradschaufeln

befördern und somit die Energie zum

Generator transportiert wird. Die Laufradschaufeln

der Kaplan-Turbine können

so ausgerichtet werden, dass sie eine hohe

Energieausbeute erzielen.

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Energie aus der Natur

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AKTUELL

Foto © Martin Schaller

43

Neue Kabinenbahn

im Skigebiet Ladurns

Das familienfreundliche Skigebiet im

idyllischen Pflerschtal hat 18 schneesichere

Pistenkilometer zu bieten. In

den vergangenen Jahren wurde in

die Modernisierung des Skigebietes

investiert. Nach dem 2019 neu errichteten

6er-Sessellift „Wastenegg“, der

neuen Beschneiungsanlage und den

neuen Pistenfahrzeugen bildet die

10er-Kabinenbahn, die in der Skisaison

2021/22 in Betrieb geht, einen

weiteren wichtigen Meilenstein.

Im Skigebiet Ladurns nahe der

Brennergrenze kommen auf satte

18 Pistenkilometer „nur“ vier

Aufstiegsanlagen: zwei Skilifte, eine

Sesselbahn und die neue 10er-Kabinenbahn.

Umso wichtiger war und ist

es für das Skigebiet, dass die Anlagen

höchsten Fahrkomfort bieten und

zugleich äußerst leistungsstark sind.

Neu in diesem Winter ist die 10er-

Kabinenbahn. Sie ersetzt einen alten

4er-Sessellift. Im Zuge der neuen

Anlage wurden auch die Stationen

neu errichtet. Sie sind heute ein echter

Hingucker. Die Talstation wurde

umgebaut und mit einem neuen Skiverleih,

Skidepot, Skischulbüro und

Ticketschalter ausgestattet. Neben

den neuen Räumlichkeiten erhielt die

neue Kabinenbahn auch eine Mittelstation,

an welcher ein Skilift für Anfänger

und eine neue Skipiste ihren

Platz gefunden haben. Bereits 2019

investierte man in Ladurns in eine


44 LADURNS

AKTUELL

neue Anlage, die Sesselbahn „Wastenegg“.

Die 6er-Sesselbahn ersetzte eine

alte 4er-Sesselbahn gleichen Namens.

Im Vergleich zu ihrer Vorgängerin

wurde die Fahrstrecke der „Wastenegg“

um rund 300 Meter nach unten

verlängert und etwas verschwenkt.

Durch den optimierten Standort der

Talstation wurde die Weltmeister-

Piste „Patrick Staudacher“ aufgewertet.

Die moderne Liftanlage aus dem

Hause Leitner wurde mit Premiumsitzen,

Wetterschutzhauben und

Kindersicherung ausgestattet.

Kabinenbahn statt Sessellift

Auch für die neue 10er-Kabinenbahn

konnte Leitner als Projektpartner gewonnen

werden. In diesem Fall jedoch

entschied man sich dafür, die alte 4er-

Sesselbahn „Ladurns I“ aus dem Jahre

1999 nicht durch eine modellgleiche

Aufstiegsanlage zu ersetzen. Die Wahl

fiel vielmehr auf eine Kabinenbahn.

Die Kabinengondeln kommen nicht

nur dem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis

von Familien und Kindern

entgegen, sondern ermöglichen auch

in den Sommermonaten die Mitnahme

von Fahrrädern. Außerdem bot die

Kabinenbahn die Möglichkeit der Errichtung

einer Mittelstation, an der ein

zusätzlicher Skilift für Anfänger sowie

eine neue Piste angeschlossen wurde.

Skiwiese für Anfänger

Bislang gab es im Skigebiet Ladurns

nur eine Skiwiese für Anfänger: die

Skiwiese Pflersch. Allerdings in vier

Kilometer Entfernung zum restlichen

Skigebiet und nur mit dem Auto

erreichbar. Es war daher ein großer

Wunsch der Betreiber, an der Mittelstation

der neuen Kabinenbahn eine

Skiwiese samt Tellerlift zu errichten.

„Das kleine, bestehende Kinderland

im Tal war aufgrund der Topografie

nicht ausbaufähig. Umso mehr freut

es uns, mit der Skiwiese Holzstube auf

1.500 Meter Meereshöhe nun endlich

eine Anfängerpiste mitten im Skigebiet

zu haben“, betont der Präsident der

Bergbahnen Ladurns GmbH, August

Seidner. Mit der neuen Skiwiese – inklusive

Schlepplift und Gastronomie –

hat Ladurns nun eine Infrastruktur, die

auch im Frühjahr schneesicher ist und

einen Skitag für alle Familienmitglieder

ermöglicht.

Mehr Förderleistung

Weil nun auch mehr Kinder und Eltern

die neue Kabinenbahn nutzen, war es

den Betreibern ein besonderes Anliegen,

die Förderleistung zu erhöhen.

Mit 2.000 Personen pro Stunde liegt

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Ausführung der gesamten Spengler- und Abdichtungsarbeiten

Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschen viel Erfolg und Freude!


Foto © Martin Schaller

Foto © Martin Schaller

AKTUELL

45

die Förderleistung der neuen Bahn

deutlich über jener der früheren Sesselbahn

(1.400 Personen pro Stunde).

Vor allem in den Stoßzeiten ist das

wichtig, um allen Skifahrern Komfort

zu bieten und die Wartezeiten kurz zu

halten. Außerdem punktet die neue

Bahn auch mit einer kürzeren Fahrzeit.

Diese reduziert sich um rund zwei Minuten

auf 5:25 Minuten. Die Technik

von Leitner sorgt für einen wartungsarmen

und komfortablen Transport.

Premium-Kabinen

Die neue Kabinenbahn wurde mit

Premium-Kabinen des Modells EVO

ausgestattet, welche mit einer modularen

Bauweise, einem optimalen Raumklima

und automatischen Schiebetüren

überzeugen. „Vor allem die Schiebetüren

ohne Haken sind ein echtes Plus“,

so Seidner. Auch optisch wurde in

Ladurns nichts dem Zufall überlassen.

Die Kabinenausstattung ist in einem

dezenten Grausilber gehalten, und die

Sitze sind mit dem Logo des Skigebietes

bestickt.

Hingucker: Station

Zusammen mit der 2019 neu errichteten

Sesselbahn „Wastenegg“ bildet die

neue Kabinenbahn auch optisch einen

wahren Hingucker. Bewusst wurden

die Anlagen in ihrer Ästhetik ähnlich

gestaltet. An der Talstation der Kabinenbahn

wurden größere Umbaumaßnahmen

vorgenommen. Dabei wurde

nicht nur die Fassade neugestaltet.

Im ehemaligen Sesselmagazin wurde

ein Skiverleih eingerichtet, außerdem

befinden sich an der Talstation ein

Skidepot, Skischulräume, Ticketschalter

und Büroräume. Die Kabinen

hingegen werden an der Bergstati-

on eingelagert. Dort bietet sich auf

50 Meter Länge und 12 Meter Breite

ausreichend Platz. Auch der Antrieb

ist am Berg untergebracht.

Technische Daten

• Liftname: Ladurns

• Typ: 10er-Hochgeschwindigkeits-

Kabinenbahn (kuppelbar)

• Anzahl Kabinen: 41

• Anzahl Stützen: 16

• Baujahr: 2021

• Höhe/Länge: Talstation: 1.140 Meter

Bergstation: 1.730 Meter

• Höhendifferenz: 575 Meter

• Länge: 1.623 Meter

• Fahrgeschwindigkeit: 6 Meter/Sekunde

• Fahrzeit: 5:25 Minuten

• Förderleistung: 2.000 Personen/Stunde

• Hersteller: Leitner

Ausführung der kompletten Unterbodenarbeiten

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46

AKTUELL

„Nachhaltigkeits-Oscar“

der Reisebranche geht nach Südtirol

Respekt für die Umwelt, nachhaltige

Gastfreundschaft und CO 2

-Neutralität.

So lautet das Erfolgsrezept des

Naturhotels Leitlhof, das sich den

World Travel Award in der Kategorie

„Europe’s Leading Green Hotel 2021

sichern konnte.

Seit 1993 würdigen die World

Travel Awards herausragende

Leistungen in allen wichtigen Bereichen

der Reise-, Tourismus- und

Hotelbranche. Heute steht die Marke

auch als weltweit gültiges Gütesiegel

für Spitzenleistungen in der Branche.

In der Kategorie „Europe’s Leading

Green Hotel 2021“ wurde im November

2021 das Naturhotel Leitlhof in

Innichen ausgezeichnet.

Bereits seit 28 Jahren wird der World

Travel Award in den verschiedensten

Kategorien verliehen. Die Preisverleihung

findet traditionell im Rahmen

eines großen Gala-Dinners statt.

Pandemiebedingt fand der „World

Travel Awards Europe Winners Day“ in

diesem Jahr am 22. Oktober als Online-

Zeremonie statt. Für die Veranstalter

war es dennoch ein Erfolg: „Trotz der

andauernden Herausforderungen für

die Reise-Branche konnten wir 2021

so viele Stimmabgaben verzeichnen wie

noch nie: 150.000 internationale Fachleute

wählten die Preisträger aufgrund

ihrer besonderen Leistungen in der Tourismus-

und Reisebranche“, so Graham

E. Cooke, Gründer der World Travel

Awards. „Das beweist, dass der weltweite

Aufschwung an Fahrt gewinnt und

der Reisehunger nie größer war.“

Seit 2008 wird in der Kategorie

„Europe’s Leading Green Hotel“ Jahr

für Jahr jenes Hotel ausgezeichnet, das

sich besonders im Bereich der Nachhaltigkeit

engagiert. Für das Naturhotel

Leitlhof in Innichen ist die diesjährige

Auszeichnung bereits die zweite in dieser

Kategorie. Auch 2016 ging der Award

bereits nach Innichen.

„Stolz, Vorreiter zu sein“

Seit 2012 ist das 4-Sterne-Superior-

Haus in Innichen eines von nur wenigen

energieautarken Hotels weltweit

und damit Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit.

Mittlerweile wirtschaftet

der gesamte Betrieb klimaneutral,

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um Ihre Wünsche zu realisieren.

Als Skigebiet entwickeln auch Sie sich von Jahr zu

Jahr weiter, um den internationalen Gästen einen

Skiurlaub vom Feinsten zu bieten. Wiederkehrende Gäste

verdienen besonders viel Aufmerksamkeit, und mit einer

ausgereiften Strategie bleibt auch Ihre Destination beim

Gast in bester Erinnerung.

Auf dem eigenen Urlaubsportal suedtirol.com werden die

Skigebiete bzw. Destinationen perfekt in Szene gesetzt –

mit kreativen Texten und Ihrem Bildmaterial, aktuellen

Events, Webcams, ansprechenden Newslettern, gezielter

Werbeschaltung auf dem eigenen Portal und in den sozialen

Medien sowie durch Social und Google Ads. Und das nicht

nur im Winter: Auch im Sommer ist es das Ziel von Internet

Consulting, Ihre Destination in Südtirol dem europäischen

Markt optimal zu präsentieren.

Zahlreiche Kundenreferenzen bestätigen den Erfolg: Erlebnisregion

Gitschberg-Jochtal, Ferienregion Kronplatz,

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Passeiertal, Tourismusverein Algund u. v. m.

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Foto © Mike Rabensteiner

Foto © Mike Rabensteiner

47

Leitlhof-Geschäftsführer Stephan Mühlmann

aktuell liegt der CO 2

-Ausstoß pro Gast

und Nacht bei nur 12,2 Kilogramm.

Damit ist das hoteleigene Holzblock-

Heizkraftwerk so effizient, dass es

sogar mehr als den benötigten Stromund

Wärmebedarf des Leitlhofs

erzeugt. Doch nicht nur Klimaneutralität,

auch bewusster Konsum, regionale

Lebensmittel, kurze Lieferwege und

der Respekt vor der Natur werden im

Leitlhof großgeschrieben. Das Gesamtpaket

hat die internationale Jury

überzeugt. Authentizität ist dabei das

Leitbild für Leitlhof-Geschäftsführer

Stephan Mühlmann. Was ihm im

Privaten wichtig ist, spiegelt sich auch

im Betrieb wider. Außerdem gehört

zum Hotel ein eigener Bauernhof, den

wir mit viel Liebe bewirtschaften. Das

Fleisch aus der eigenen Angus-Rinderzucht

und frisches Gemüse aus dem

Garten landen auf den Gästetellern.

Die internationale Anerkennung gibt

Mühlmann und seinem Konzept recht.

„Es ist schön, von einer internationalen

Jury die Bestätigung zu bekommen, auf

dem richtigen Weg zu sein“, erklärt Leitlhof

Geschäftsführer Stephan Mühlmann,

„Die Wichtigkeit, auch im Tourismus

nachhaltig zu agieren, hat sich vor allem

in den letzten drei bis vier Jahren verdeutlicht.

Seitdem spüren wir ein deutlich

steigendes Interesse an unserer Philosophie

seitens der Gäste, aber auch von

unseren Mitbewerbern. Wir sind stolz, als

positives Beispiel voranzugehen.“

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Entspannen im

klimaneutralen Naturhotel Leitlhof

Foto © BureauRabensteiner

Umgeben von den imposanten Berggipfeln des UNESCO-

Weltnaturerbes Dolomiten liegt das Naturhotel Leitlhof in

Innichen. Hier können Gäste nicht nur einen entspannten

Aktivurlaub genießen. Sie tun auch der Umwelt gutes.

Denn seit 2012 ist das 4-Sterne-Superior-Haus eines von

wenigen energieautarken Hotels weltweit und damit

ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Die Energie kommt

aus dem hoteleigenen Holzblock-Heizkraftwerk, das sogar

einen Überschuss an Strom und Wärme erzeugt. Auch bei

der Ausstattung der 62 Gästezimmer wurden vorrangig

natürlich Materialien gewählt. Zum Hotel gehört außerdem

ein kleiner Bauernhof, der von Familie Mühlmann mit viel

Liebe betrieben wird. Kein Wunder also, dass auf die Teller

vor allem Produkte aus eigener Landwirtschaft kommen,

wie aus der Angus-Rinderzucht und dem Gemüsegarten.

Küchenchef Markus Auer verwöhnt seine Gäste mit raffinierten

Gerichten aus der mediterranen Küche und mit

Südtiroler Spezialitäten.

Auszeichnung 2021

Entspannung nach einem Tag in den Bergen oder auf den

umliegenden Skipisten bietet der ausgedehnte Spabereich

mit Panoramahallenbad, Innen- und Außen-Pool, Saunawelt

sowie Heukraxe und Kneippbecken. Eine Vielzahl an

Anwendungen rundet das Wellnessangebot ab. 2021 wurde

der Leitlhof mit dem World Travel Award in der Kategorie

„Europe’s Leading Green Hotel“ ausgezeichnet. Urlaub im

Leitlhof ist bewusster Urlaub auf höchstem Niveau.

Naturhotel Leitlhof **** S

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48

AKTUELL

Fragen an die Experten

Die Radius-Themenausgaben informieren

und vermitteln zeitgemäßes

Wissen in kompakter Form. In dieser

Rubrik beantworten unsere Experten

aktuelle Fragestellungen. In dieser

Ausgabe werden zu den Themen

„Simulationsmodelle zur Unternehmenssteuerung“

und „Prozesse

der Nachhaltigkeitsentwicklung“ in

Wintersport-Destinationen spezielle

Detailfragen geklärt.

Sophia W., Bruneck: Aktuell steuern

wir auf die zweite kritische Wintersaison

zu, und als Dienstleister für die Liftbetreiber

wissen wir inzwischen nicht

mehr so recht, wie wir uns zu verhalten

haben, um eine Zukunft zu sichern. An

wen sollten wir uns orientieren?

Florian Burger: In dieser Zeit der

anhaltenden Unsicherheit führt an

einer Simulation und Szenarien-Modellierung

im Rahmen der Unternehmenssteuerung

kein Weg mehr vorbei.

Viele Unternehmen verwenden

aktuell nur behelfsmäßige Simulationsmodelle,

die grob und häufig nicht

integrierte Effekte auf die Ergebnisrechnung

abbilden.

Zu Beginn sollte als Ausgangspunkt ein

einfaches, aber konsistentes Basismodell

erstellt werden, welches dann mit

zunehmendem Reifegrad über mehrere

Stufen ausgebaut wird. Die erste

Stufe besteht aus drei Komponenten,

dem Base Case, welcher mittels eines

Treibermodells weiterentwickelt und

mittels dazugehörigen Maßnahmen

ergänzt wird, woraus sich dann ein

Szenario ableiten lässt. Durch Verändern

der Treiber und den verschiedenen

Kombinationen aus Maßnahmen

ergeben sich dann unterschiedliche

Szenarien. Der Fokus muss auf der

Anpassung der Treiberwerte sowie

der Erzeugung der Maßnahmenpakete

liegen. Dazu braucht es einen

möglichst schlanken Base Case durch

die Verwendung eines existierenden

Forecasts oder einer bereits erstellten

Planung. Operative Parameter aus

unterschiedlichen Unternehmensbereichen

sollen für das Treibermodell zur

Weiterentwicklung integriert und in

finanzielle Größen übersetzt werden.

Zusammen mit den Maßnahmen ergibt

sich schlussendlich ein Szenario. Die

Maßnahmen sollten dabei in Form

von Business Cases mit den operativen

und finanziellen Auswirkungen auf die

relevanten Treiber vorliegen. Auf diese

Weise lassen sich die Maßnahmen nach

Belieben dazuschalten und sind mit

dem Treibermodell verknüpft.

Der wesentliche Nutzen der Szenario-

Modellierung dient zur Simulation

verschiedener zukünftiger Entwicklungen

unter Unsicherheit. Ist die erste

Stufe der Implementierung erfolgt und

die Basis geschaffen, wird die Qualität

der Szenarien weiter erhöht, indem

man eine quantitative Risikokomponente

berücksichtigt. Aus „zufälligen“

Störungen resultieren Risiken und

Chancen, welche durch die Volatilität

der Zukunft hervorgerufen werden

(VUCA-Welt). Die Unsicherheit wird

durch eine Abweichung von einem

geplanten Zielwert dargestellt. Daher

können Risiken und Chancen als

Streuung um einen simulierten Erwartungswert

modelliert werden. Wie

wird die qualitative Modellierung von

Risiken durchgeführt?

Anfangs müssen strategische und

operative Risiken und Chancen identifiziert

werden. Informationen werden

aus unterschiedlichen Daten gesammelt.

Daten können interne Dokumente aus

der Vergangenheit sein, welche Risikofälle

dokumentiert haben, oder es können

externe Schadensdatenbanken vorliegen.

Die Datenqualität ist bei der Modellierung

jedoch essenziell. Nun werden die

Risiken auf dieser Basis der gesammelten

Informationen, stochastischer Verteilungsfunktionen

beschrieben. Die Art des

Risikos ist für die Wahl der entsprechenden

Verteilerfunktion ausschlaggebend.

Ihre Auswirkung auf die im Simulationsmodell

verwendeten Treiber wird

festgelegt. Im nächsten Schritt erfolgt die

Risikosimulation. Um eine Korrelation

abzubilden, werden Treibermodell und

Risiken verknüpft und Abhängigkeiten

abgebildet. Auf diese Weise wird eine

detaillierte Analyse ermöglicht, um die

Auswirkung eines Szenarios auf die Unternehmensentwicklung

zu verdeutlichen.

Die Risikoanalyse unterstützt die

Entscheidungsfindung, und das Risikomanagement

wird mit der Unternehmenssteuerung

gekoppelt. Die Berücksichtigung

von Wahrscheinlichkeiten

kann ein weiterer wichtiger Schritt auf

dem Weg zur systematischen Berücksichtigung

von Risiken sein.

Walter S.: Ich bin Hotelier und habe

schon immer auf die Qualität und Innovation

von Dienstleistungen geachtet.

Wir befinden uns kurz vor der Wintersaison,

und ich frage mich, wie sich der

Schneetourismus weiterentwickeln kann

und was ich ganz konkret tun kann, um

Ziele der Nachhaltigkeit zu erreichen.


FRAGEN AN DIE EXPERTEN

49

Paolo Agnelli: De facto sind bereits

einschneidende Entwicklungen im

Gange und dies sowohl aus der Sicht

der diversen Betreiber, die im Tourismus

tätig sind, als auch aus Sicht der Touristen.

Wintergäste sind nicht mehr nur

Skifahrer. Immer mehr Menschen zieht

es im Winter in die Berge, um sich zu erholen,

die verschneiten Landschaften zu

genießen, sich zu bewegen oder einfach

nur in der Natur zu sein. Fakt ist auch,

dass immer mehr Touristen inzwischen

die Zerbrechlichkeit des Ökosystems in

den Bergen erkannt haben und mehr auf

Nachhaltigkeit achten. Sie bevorzugen

Einrichtungen und Destinationen, die

sich dem Schutz der Natur und einer

authentischen nachhaltigen Entwicklung

verschrieben haben. Diverse Akteure

in den Dolomiten haben beschlossen,

Verantwortung zu übernehmen und über

die Umsetzung konkreter Nachhaltigkeitsprojekte

Vorbild zu sein. Bereits

abgeschlossene und laufende Projekte

betreffen beispielsweise die Förderung

regionaler Kreisläufe, den Einsatz

von Mehrweg-Trinkflaschen, um das

Plastikmüllproblem zu bekämpfen, die

Optimierung der Wasserbewirtschaftung

für die Beschneiung, die Lärmreduzierung

und die Verbesserung des Angebots

der öffentlichen Verkehrsmittel und der

Bergbahnen, um Verkehrsberuhigungen

umzusetzen. Auch das Engagement

einzelner Liftbetreiber wächst konstant.

Beispielsweise können Projekte, die

hier ins Leben gerufen werden, sich im

Idealfall auch zu destinationsübergreifenden

Aktionen mit Beteiligung der

diversen Interessengruppen entwickeln.

Die Bündelung der Kräfte und partizipative

Prozesse sind entscheidend, um eine

nachhaltige DNA zu schaffen und um

große Ziele zu erreichen.

Wenn Sie danach fragen, was Sie als

Unternehmer tun können, will vorab

gesagt sein: Nachhaltigkeit ist ein

Prozess, nicht ein Ziel. Es geht darum,

einen positiven Prozess in Gang zu

setzen, der sehr wohl darauf abzielt, die

Umwelt zu schützen und soziale Aspekte

zu beachten, aber auch operativ dazu

führt, z. B. Kosten und den Verbrauch

zu überwachen, die Qualität zu steigern

und sich auf die betrieblichen Anforderungen

vorzubereiten, welche durch

die soziale und ökologische Transition

auf die Unternehmen zukommen wird.

Es gibt strukturierte Prozesse, um die

Die Experten

Entwicklung und Umsetzung von

Nachhaltigkeitsstrategien von Destinationen

sowie einzelner Unternehmen,

die in der Tourismuswirtschaft tätig

sind, zu unterstützen. Der erste Schritt

besteht darin, die eigenen ökologischen

und sozialen Auswirkungen zu messen.

Wie gehe ich mit den Ressourcen um?

Wie viele Emissionen verursacht mein

Unternehmen? Welchen sozialen Beitrag

leiste ich? Wie ist meine Performance im

Vergleich zu den anderen Akteuren meiner

Branche? Der zweite Schritt ist die

Nachhaltigkeitszertifizierung, mit der

bescheinigt wird, dass das Unternehmen

eine gründliche Analyse durchgeführt

hat, um die eigenen Geschäftsprozesse

zu verbessern. Es gibt verschiedene Zertifizierungen

auf dem Markt, aber entscheidend

ist, dass Sie Ihr Unternehmen

im Sinne der ganzheitlichen Nachhaltigkeit

auf gesunde und widerstandsfähige

Weise weiterentwickeln.

Florian Burger, selbstständiger Controller

und Inhaber des Büros Doppik mit Sitz in

Kiens, und Paolo Agnelli, Nachhaltigkeitsexperte

und Landesleiter des Terra Institute

mit Sitz in Brixen. Sie arbeiten auf Projektebene

interdisziplinär mit Vinburg Projects

Florian Burger

Paolo Agnelli

zusammen – der Südtiroler Unternehmensberatung mit Spezialisierung in den Bereichen

Unternehmens- und Projektentwicklung, Tourismusmanagement, Vertriebscoaching und

Projektmanagement. Vorausdenker mit Weitblick. Mehr unter www.vinburg.com.


50 PORTRAIT

Hoch hinaus

Sie wollte schon immer hoch hinaus.

Im wahrsten Sinne des Wortes. Als

langjährige Vorarbeiterin im Hochbau

und jetzt als Hüttenwirtin. Margit

Ainhauser ist eine Quereinsteigerin.

Vor zwei Jahren hat sie die höchste

Hütte in den Zillertaler Alpen übernommen.

Ihre erste Hütte. Ein futuristisch

anmutender, sechs eckiger

Neubau, technisch auf dem neuesten

Stand, 50 Betten und auf 3.026 Meter

Höhe. Die Schwarzensteinhütte.

Herausforderungen sind ihr Ding.

Siebzehn Jahre war sie Vorarbeiterin

im Hochbau. Kein Job für

empfindsame Seelen. Ein rauer Ton,

keine Angst vor Herausforderungen

und Unvorhergesehenem, praktische

Improvisationsgabe, technische

Kenntnisse und körperliche Fitness

waren dort Tag für Tag gefordert.

Bis auf den rauen Ton braucht sie

das auch als Hüttenwirtin jeden Tag.

Dazu kommen Organisationstalent,

Planungsvermögen, sich nicht aus der

Ruhe bringen lassen. Keine Angst,

monatelang auf höchster Höhe zu

leben und zu arbeiten. Wobei von

„leben“ im Sinne von chillen, sich

ausruhen oder gar die Bergwelt genießen

und wandern eigentlich keine

Rede sein kann.

Der Tag beginnt in

aller Frühe, und am

Abend gegen Mitternacht

fällt Margit

Ainhauser todmüde

ins Bett.

Lebenstraum verwirklicht

Mit Alpinromantik hat das Dasein

einer Hüttenwirtin jedenfalls nicht

viel zu tun. Der Tagesablauf ist bis ins

kleinste Detail durchgeplant. Frühstück

vorbereiten, danach gleich für das Mittagessen

in die Küche, sauber machen,

sobald die Gäste die Hütte für Touren

oder den Abstieg verlassen haben und

bevor die ersten Mittagsgäste kommen.

Mittagessen, Gäste für Kaffee und

Marende und dann schon wieder ans

Abendessen denken. In allen Zeit-

Zwischenräumen Büroarbeit, Nächtigungen

planen, Einkaufsliste checken,

Gäste anrufen, nachhaken, ob die

Reservierungen auch eingehalten werden,

„Kommt ihr? Kommt ihr nicht?,

und kontrollieren ob alle Vorgemerkten

eintreffen. Denn auch das gehört

zu den Aufgaben einer Hüttenwirtin.

Wenn jemand nicht eintrifft, heißt das

nicht unbedingt, dass er nicht abgesagt

hat, es kann auch ein Unfall passiert

sein. Schon beim Schreiben wird man

atemlos. Aber Margit Ainhauser geht

das alles mit Ruhe an. Sie steht mit beiden

Beinen fest auf dem Boden, ist ein

durch und durch praktischer Mensch.

Mit der Hütte hat sie sich jedenfalls

einen Lebenstraum verwirklicht. Glück

ist für sie das. Aber auch hier hat sie

nichts dem Zufall überlassen, vor dem

Unterschreiben des Pachtvertrags hat

sie drei Monate auf einer anderen

Hochgebirgshütte hospitiert, denn auch

das gehört zu ihrem Wesen: Sie muss

wissen, auf was sie sich einlässt.

Teamarbeit ist gefragt

v.l.: Margit und Katrin

Gekocht hat sie schon vorher gerne,

aber kochen für fünf oder sechs oder

für 50 ist ein Unterschied. Aber sie

wäre nicht sie, wenn sie das nicht

gemeistert hätte. Im zweiten Jahr

Ein Leben in Bewegung

» „Servus Moaschta“ – und erste Erfahrungen als „Scheiß-Österreicher“

» Die Zeit im Schnalstal: Erfolg, Konkurs und das tragische Ende von Leo Gurschler

» WAS kommt da? Sexberaterin Gerti Senger, Miss-Südtirol und der „WASI-Skicup“

» „Ba ins dahoam“, und „Alle Neune“ in der RAI;

Grand Prix der Volksmusik – Erfolg und Herrschaft der Anneliese B.

» ORF Südtirol heute – das gescheiterte Projekt und bisher

unbekannte Hintergründe

» Sir James Parkinson als Begleiter; auf der Kleinen und Großen Zinne

» Gründung der Trainingsgruppe Parkinson aktiv

Erhältlich in allen Athesia-Buchhandlungen und im Südtiroler Fachhandel.


AKTUELL

51

Die Schwarzensteinhütte auf 3.026 Meter Höhe

war dann auch schon genug Routine

da, um am Abend zwei Menüs

anzubieten, ein vegetarisches und

ein Fleischmenü. Ihre Spezialität?

Nudeln à la Chefin mit getrockneten

Tomaten, Knoblauch und scharfer

Salami, und auch ihre Knödel sind

berühmt. Das neue Lebensabenteuer

Hütte hat nicht nur ihren Arbeitsalltag

von Grund auf geändert.

Margit Ainhauser hat auf der Hütte

auch ihre Lebenspartnerin kennengelernt,

Katrin, die mittlerweile mit ihr

gemeinsam die Hütte bewirtschaftet.

Margit steht in der Küche und Katrin

an der Bar. Zu zweit lässt sich das

Ganze noch besser an.

Die Sommersaison dauert 13 Wochenenden.

13 Wochen, in denen man

von morgens bis abends spät arbeitet.

Tag für Tag. Freizeit praktisch null.

Ab und zu ein Spaziergang von einer

halben Stunde mit den Hunden. Am

Abend plaudern mit den Gästen. Mehr

ist nicht drin. Aber dafür auch kein

Freizeitstress lacht Margit Ainhauser:

„Kein Muss-Kaffeetrinkengehen, kein

Einkaufsstress, kein Auto.“ Dafür hat

sie am Morgen und am Abend das

schönste Panorama der Welt: die Hohen

Tauern, die Rieserfernergruppe bis

zum Marmolata-Gipfel.

Gespannt auf die Wintersaison

Wenn es regnet, wie die meisten

Wochenenden im Juli 2021, dann

bleibt die Hütte meistens leer, die Zeit

wird genutzt für Aufräumen, Büroarbeit,

Knödelvorbereiten. Und wenn

gar nichts mehr zu tun ist, nimmt

Margit ihre Bohrmaschine und geht

ans Basteln. Praktisch eben. Was es

braucht für eine Hüttenwirtin? Margit

Ainhauser: „Durchhaltevermögen,

Top-Organisation, handwerkliches und

technisches Geschick für die Haustechnik,

sehr gute Mitarbeiter (mit Katrin

und ihr sind sie zu fünft) und immer

freundlich sein.“

Die Schwarzensteinhütte ist im Sommer

von Juni bis Ende September geöffnet,

und ab Ende Mai kann sie es auch

schon nicht mehr abwarten, endlich mit

dem Hubschrauber hochzufliegen. Mit

einer Wintersaison (ab März) hat es bisher

wegen Corona noch nicht geklappt,

aber Margit gibt die Hoffnung nicht

auf. Ihr Vorgänger hat die alte, inzwischen

abgerissene Schwarzensteinhütte

40 Jahre lang betreut. „Das werde ich

nicht schaffen“, lacht die 39-Jährige,

„aber zehn bis 15 Jahre möchte ich

schon oben bleiben.“

www.inoxdesign.eu


52

AKTUELL

Der Bodyguard im eigenen Körper

Schon gewusst? Der menschliche

Körper hat einen persönlichen Bodyguard

in sich, der ihn rund um die

Uhr vor unerwünschten Besuchern

beschützt. Es ist das Immunsystem!

Ernährungsexpertin Johanna Fischer

hat eine ganze Reihe leicht umsetzbarer

Tipps parat.

Die Aufgabe des Immunsystems

ist es, körperfremde Substanzen

und Eindringlinge zu erkennen und

abzuwehren. Ein starkes, aktives

Immunsystem ist somit die Basis für

gute Gesundheit, hohe Lebensqualität

und eine optimale Leistungsfähigkeit.

Im Gegensatz zu Herz, Leber

oder Lunge ist das Immunsystem

kein in sich abgeschlossenes Organ.

Vielmehr ist es das Zusammenspiel

zahlreicher Körperbestandteile. Dazu

zählen zum Beispiel die Haut und die

Schleimhäute, aber auch die Milz, die

Mandeln und die Lymphknoten. Das

wichtigste Organ für die körpereigene

Immunabwehr ist der Darm. Bis zu

80 Prozent unseres Immunsystems ist

im Darm angesiedelt.

Rund um die Uhr im Einsatz

Die körpereigene

Immunabwehr arbeitet

rund um

die Uhr für den

Körper, und

das macht sie

auch wirklich

gut, außer es

kommen sabotierende

Faktoren dazu.

Zu diesen gehören etwa chronischer

Stress, Schlafmangel, Bewegungsmangel,

Nährstoffmangel, Alkohol und Zigaretten

oder bestimmte Medikamente.

Umgekehrt gibt es aber auch Faktoren,

die das Immunsystem bei seiner

Arbeit unterstützen:

• eine abwechslungsreiche

Ernährung mit vielen bunten, „echten“

Lebensmitteln;

• frische Luft und Bewegung

im Freien;

• Wärme von innen und außen:

Ingwer- und Thymiantee, Gewürze

wie Zimt, Curry, Rosmarin oder

Kümmel, Saunabesuche und

Kneipp-Kuren;

• in der Ruhe liegt die Kraft – und in

der Gelassenheit die Gesundheit:

Stressmanagementstrategien wie

Sport, Meditation oder Yoga und

sieben bis neun Stunden Schlaf;

• Mikronährstoffe: eine gute

Versorgung mit Zink (in Eiern,

Käse, Vollkorn ...), Vitamin C (in

Kartoffeln, Fenchel, Grünkohl ...),

Vitamin D (Eigensynthese durch

Sonneneinstrahlung), Vitamin A

(in Kürbis, Karotten, Milchprodukten),

Selen (in Paranüssen, Eiern,

Kohlgemüse ...) und Omega-

3-Fettsäuren (in Fisch, Fischöl,

Leinöl) ist wichtig.

Zur

Autorin

Johanna Fischer ist

Ernährungswissenschaftlerin,

Ernährungstherapeutin,

Mentaltrainerin

und auch Autorin des Buches

„Folge deinem Bauchgefühl“ (erschienen

bei Athesia-Tappeiner, 2020).


BUNTE MELDUNGEN

53

Hans Terzer präsentiert seinen Appius

APPIUS, dessen Name eine historische

und römische Wurzel des Namens

Eppan (Appianum) ist, wurde vor acht

Jahren mit dem Jahrgang 2010 geboren,

dem die Jahrgänge 2011, 2012,

2013, 2014, 2015

und 2016 folgten.

Die achte Ausgabe

des Traumweins von

Hans Terzer wurde

in der Kellerei

St. Michael

in Eppan im

Rahmen des

30. Meraner

WineFestivals

offiziell vorgestellt.

Appius,

das qualitative

Aushängeschild

der Kellerei,

zeigt sich 2017

komplex und

faszinierend mit sensorischen Eigenschaften,

die an die fünfte Ausgabe,

den Appius 2014 erinnern. Ziel von

Kellermeister Hans Terzer war es, seinen

„Traumwein“ zu kreieren, der Jahr

für Jahr das Beste des jeweiligen Jahrganges

sensorisch zum Ausdruck bringt.

Auch das Design der Flasche und ihr

Etikett werden jährlich neu interpretiert.

Ziel ist es, eine „Wein-Kollektion“

zu schaffen, die

Weinliebhaber in der

ganzen Welt begeistert.

Der Appius 2017

besteht aus sorgfältigst

ausgewählten

einzelnen

Traubenpartien.

Der Chardonnay

überwiegt

(54 Prozent),

gefolgt von

Pinot Grigio

(24 Prozent),

Sauvignon Blanc

(12 Prozent)

und Pinot Blanc

(10 Prozent).

AUCH DU bist Teil des

Weißen Kreuzes

Das Weiße Kreuz steht für freiwilliges Engagement, schnelle

und professionelle Hilfe im Notfall, Sicherheit, Verlässlichkeit

und Gemeinschaft. Aus diesem Grund zählen insgesamt über

136.000 Südtirolerinnen und Südtiroler zur großen „Familie“,

zu der „Auch Du“ gehörst. Mit einer Mitgliedschaft unterstützt

du die Freiwilligen- und Jugendarbeit und sicherst dir gleichzeitig

wertvolle Vorteile.

Mit der Basismitgliedschaft SÜDTIROL

sicherst du dir viele Vorteile vor Ort wie

kostenlose Krankentransporte und die

Übernahme von anfallenden Rettungskosten,

während wir dich mit den Mitgliedschaften

WELTWEIT und WELTWEIT

PLUS auch im Ausland niemals allein lassen

und du dich auf eine schnelle Rückholung

oder Verlegung bei Bedarf verlassen kannst.

Weitere Informationen zu den Mitgliedschaften

beim Weißen Kreuz können auf

der Webseite www.werde-mitglied.it abgerufen

werden. Und zu Bürozeiten beantworten

Mitarbeiter etwaige Fragen unter der

Rufnummer 0471 444 310.

Foto © Philipp Franceschini


54 BUNTE MELDUNGEN

Treuediplom für Systems

Alpenadvent im Sarntal

Der Weihnachtsmarkt in der idyllischen

Ortschaft Sarnthein hat sich seit der

Erstausgabe im Jahr 2004 weit über die

Südtiroler Landesgrenzen hinaus einen

Namen gemacht. Trotzdem trifft man

hier, in diesem romantischen Weihnachtsdorf,

auf keine Menschenmassen,

und herkömmlichen Weihnachtskitsch

sucht man ohnehin umsonst. Der Alpenadvent

Sarntal ist etwas für Kenner

und Genießer – für Menschen, die sich

mit überliefertem Brauchtum, besinnlichen

Gesängen und Klängen, der Herz-

Seit zehn Jahren ist das Südtiroler

IT Unternehmen systems regelmäßig

auf der Messe Hotel in Bozen vertreten.

Aus diesem Anlass überreichte

Thomas Mur, Geschäftsführer der

Messe Bozen AG, bei der diesjährigen

Messe Hotel systems CSMO Günter

Wimmer ein Treuediplom. Systems ist

seit über 30 Jahren IT-Vertrauenspartner

von Beherbergungsbetrieben aller

Größenordnungen in Südtirol: von

der kleinen Pension bis zum 5-Sterne

Hotel. Jahr für Jahr präsentiert das

IT-Unternehmen mit Standorten in

Bozen, Schlanders und Bruneck auf

der Messe Hotel in Bozen die neuesten

Produkte und innovative Lösungen

für die Hotelbranche. Im Fokus stehen

dabei die Steigerung der Effizienz der

Betriebe, die Erhöhung der Auslastung

sowie die Entlastung der Mitarbeiter.

„Die Messe Hotel ist für uns fester

Bestandteil in unserem jährlichen Veranstaltungsprogramm“,

erklärt Günter

Wimmer. „Bei der Messe Hotel können

unsere Kunden und jene, die es werden

wollen, die neuesten Produkte und Lösungen

live ausprobieren und sich vor

Ort umfassend informieren“, erklärt

Günter Wimmer. „Wir erhalten immer

wieder sehr positive Rückmeldungen

und erfahren sozusagen aus erster

Hand, welche Themen im IT-Bereich

die Betriebe beschäftigen.“

lichkeit der Einheimischen sowie nicht

zuletzt traditionellem Kunsthandwerk

und lokalen Köstlichkeiten auf die

stillste Zeit im Jahr einstimmen lassen.

Handgefertigte und einzigartige

Erzeugnisse aus Sarner Herstellung

werden präsentiert. Dabei werden

Produkte aus natürlichen Ressourcen

wie Holz, Leder, Wolle, Sarner

Latsche, Speck, Honig, Käse

angeboten. Der Alpenadvent

ist jeweils von Freitag bis

Sonntag geöffnet.

Forster

Weihnachtswald

Der Forster Weihnachtswald empfängt

erneut seine Gäste. Nach der Unterbrechung

im vergangenen Winter ist der

Forster Weihnachtswald am Hauptsitz

der Brauerei FORST nun bis zum 9. Januar

2022 geöffnet. Die Veranstaltung

wird unter Einhaltung der aktuellen

strengen gesetzlichen Vorgaben durchgeführt.

„Nach der Unterbrechung im

letzten Jahr freuen wir uns, diesem

verträumten Ereignis wieder Bedeutung

geben zu können. Wir hoffen, dass

unsere Gäste hier wohltuende und auf

eine gewisse Art und Weise unbeschwerte

Stunden verbringen können, um

die Wärme der Weihnacht zu erleben

und in unsere magische FORSTWelt

eintauchen zu können. Unser größtes

Bemühen ist es, für die Sicherheit aller

zu sorgen und die gesetzlichen Sicherheitsauflagen

einzuhalten“, so Cellina

von Mannstein der Brauerei FORST.

Funkelnde Lichter, knisternde Feuerstellen,

ein nostalgischer Holzstadel mit

Weihnachtsbäckerei, ein Eislaufplatz mit

seiner malerischen Schutzhütte im Herzen

des Weihnachtswaldes werden die

Gäste verzaubern. In dieser einmaligen

Kulisse steht das kulinarische Angebot

in den vielen verschiedenen Weihnachtshütten,

im traditionellen Bräustüberl

FORST und im historischen Sixtussaal

im Mittelpunkt. Weitere Informationen

unter: www.forst.it/de/veranstaltungen/

forster-weihnachtswald


AKTUELL

55

Seilbahnen aus Leidenschaft

Die Die Doppelmayr/Garaventa Gruppe ist ist in in der der Seilbahnbranche weltweit führend in in Qualität und und Technologie,

in in unserer mehr mehr als als 120-jährigen Geschichte haben wir wir mehr mehr als als 15.100 Seilbahnen in in über über 96 96 Ländern

auf auf der der ganzen Welt Welt gebaut, und und befördern Generationen von von Fahrgästen.

Maximaler Komfort und und Sicherheit sind sind die die Markenzeichen jeder jeder Lösung; sei sei es es im im Sommer, im im Winter oder oder im im urbanen Raum.

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56

WINTER

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Hand, die einiges gemeinsam haben: technische Exzellenz, Design

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