Sehen und gesehen werden

Mediaplanet.Oesterreich

EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET

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SEHEN UND

GESEHEN WERDEN

FOTO: CINDY KALLO

Blick auf die

Gesundheit

Wie wir unsere Augen vor immer größer

werdenden Belastungen schützen und

Krankheiten vorbeugen können.

Altersbedingte

Makuladegeneration

Früherkennung von

Sehschwächen

Office-Eye-Syndrom

ENTSPANNTES UND KONTRASTREICHES

SEHEN MIT FILTERGLÄSERN VON

ESCHENBACH OPTIK

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Eine Themenzeitung von Mediaplanet

VORWORT

Sehr geehrte Leser:innen!

In einer kürzlich von Licht für die Welt und einem Marktforschungsinstitut

durchgeführten Umfrage bezeichnen 63,8 Prozent der Befragten das Sehen als

ihren wichtigsten Sinn.

Univ.-Prof. Dr.

Michael Amon

Präsident der

Österreichischen

Ophthalmologischen

Gesellschaft (ÖOG)

FOTO: WEINWURM

Jede zweite Person in Österreich

trägt eine Brille und immer mehr

Menschen leiden unter trockenen

Augen, Stichwort Office-Eye-Syndrom,

was durch die Pandemie

noch verstärkt wurde. Ein gutes Sehvermögen

ist auch für die Fahrtüchtigkeit von

extremer Bedeutung. Vor allem mit zunehmendem

Alter machen sich hier Beeinträchtigungen

bemerkbar, etwa durch das

Auftreten einer Katarakt (grauer Star).

Im Falle einer Sehbeeinträchtigung sei

der Verlust von Selbstständigkeit im Alltag

nach der oben genannten Umfrage für 67,2

Prozent der Befragten das größte Problem.

Genau das kann bei Augenerkrankungen

wie dem Glaukom (grüner Star) oder der

Makuladegeneration passieren, wenn diese

nicht rechtzeitig erkannt und behandelt

werden. Deshalb möchte ich in meiner

Funktion als Präsident der Österreichischen

Ophthalmologischen Gesellschaft (ÖOG)

an Sie appellieren, Ihre Augen regelmäßig

bei Augenärzt:innen untersuchen zu lassen

und Anzeichen einer Sehbeeinträchtigung

ernst zu nehmen. Denn manche Augenerkrankungen

sind schmerzlos und erzeugen

zu Beginn keinerlei Probleme.

Sofort eine Augenärztin oder einen

Augenarzt aufsuchen sollten Sie, wenn Sie

Lichtblitze oder Rußregen sehen, starke

Augenschmerzen haben, plötzliche Sehausfälle

oder ein rotes Auge, ebenso bei

Verletzungen, Verätzungen, Verbrennungen

oder Fremdkörpern im Auge.

In dieser Sonderausgabe finden Sie

Beiträge zu vielen der genannten Themen,

außerdem zur altersbedingten Makuladegeneration,

der Früherkennung von

Sehschwächen und zum Thema Trockenes

„Das Auge ist ein

medizinischer

Mikrokosmos, in dem

neben augenspezifischen

Erkrankungen

auch systemische

Erkrankungen

(Diabetes, Hypertonie

etc.) frühzeitig erkannt

und/oder in ihrem

Verlauf verfolgt werden

können. Dazu sind

allerdings regelmäßige

augenärztliche

Kontrollen notwendig.

Wenn Sie heuer noch

keinen Augencheck

gemacht haben,

vereinbaren Sie bald

einen Termin!“

Auge in den Wechseljahren.

Immer mehr Menschen vertrauen bei der

Suche nach Augenärzt:innen auf Internetplattformen.

Die dort abgegebenen

Bewertungen von Patient:innen sind

oftmals wertvolle Entscheidungskriterien

für Suchende. Dennoch haben wir als

Fachgesellschaft in den letzten Jahren

leider auch eine Schattenseite beobachten

müssen, nämlich dass auch immer öfter

ungerechtfertigt negative oder beleidigende

Bewertungen vergeben werden. Deshalb

haben wir gemeinsam mit dem Institut

für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

der Universität Wien eine

Studie erstellt, um dieses Problem intern

zu thematisieren. Denken Sie also bitte bei

der nächsten abgegebenen Bewertung nach

einem Arztbesuch auch daran, dass diese

Bewertungen einen Menschen betreffen,

und klären Sie etwaige Probleme besser

durch ein direktes Gespräch. Auf unserer

Website www.augen.at steht Ihnen übrigens

auch ein Augenarztfinder zur Verfügung.

Abschließend möchte ich nochmals an

die Wichtigkeit von regelmäßigen augenärztlichen

Kontrollen erinnern und ganz

besonders an die Eltern appellieren, auch

auf die Augengesundheit ihrer Kinder zu

achten, denn viele ernste Augenerkrankungen

haben ihren Ursprung im Kindesalter

und wirken sich unbehandelt auf das ganze

Leben aus. Den Elternfolder „Kinderaugen

& Lernen“ finden Sie auf der Website der

ÖOG www.augen.at unter: Wissenscenter –

Schwerpunkte – Kinderaugen & Lernen.

Achten Sie auf Ihre Augengesundheit!

Ihr Michael Amon

Rückfragen &

Kontakt:

Österreichische

Ophthalmologische

Gesellschaft (ÖOG)

Die Österreichischen

Augenärztinnen und

Augenärzte

augen.at

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Alterssichtigkeit betrifft uns alle

Gleitsichtkontaktlinsen statt Gleitsichtbrillen

Der Arm wird zu kurz für die ungetrübte Buchlektüre? Das Entziffern von Haltbarkeitsdaten zieht den

Aufenthalt im Supermarkt zeitraubend in die Länge? Meist liegt der Grund hierfür nicht in ungünstig kleinen

Schriftgrößen, wie man optimistisch mutmaßen möchte, sondern in einer beginnenden Alterssichtigkeit

(Presbyopie). Ein Fall für die Gleitsichtkontaktlinse und alles andere als ein Grund zur Panik.

Text

Helga Wiegel

CooperVision

Gutes Sehen ist eine der Grundvoraussetzungen

für Lebensqualität.

Dank Forschung und

Entwicklung sind wir heute in

der Lage, unser Sehvermögen

über alle Altersstufen hinweg weitgehend

zu erhalten. Moderne Sehhilfen unterstützen

uns dabei. Sie gleichen die verschiedensten

Arten von Fehlsichtigkeit aus und

ermöglichen uns so eine uneingeschränkte

Teilnahme am sozialen Leben. Und dieses

gewinnt zusehends an Dynamik. Wir sind

von früh bis spät und bis ins hohe Alter

aktiv. Lesen, Bildschirmarbeit, Autofahren

und Sport gehören heute zum Alltag

aller Generationen. Umso wertvoller ist es,

wenn wir dabei auf eine Sehhilfe zurückgreifen

können, die allen Anforderungen

gleichermaßen gerecht wird und auch noch

bequem zu handhaben ist. Gleitsichtkontaktlinsen

sind als praktische Alternative

zur Gleitsichtbrille eine besonders effektive

und gleichzeitig bequeme Methode, der

Presbyopie zu begegnen. Der Aufbau der

Multifokallinse ermöglicht uns scharfes

Sehen auf allen Distanzen und unabhängig

von unserer Blickrichtung. Der Unterschied

zur Gleitsichtbrille: Bei Blickbewegungen

hat man mit den Gleitsichtlinsen keine

Einschränkungen beim Sehen, da sie sich

natürlich mit dem Auge mitbewegen.

Letztendlich entscheiden die persönlichen

Voraussetzungen, die Präferenzen und das

Trageempfinden über die Wahl der Multifokallinse.

Moderne Premiumlinsen mit neuesten

Linsentechnologien berücksichtigen

alle Kriterien, die für die Augengesundheit

wichtig sind, und überzeugen mit herausragender

Sehqualität, hoher Verträglichkeit

und besonderem Komfort.

Das umfassende Produktportfolio an

Gleitsichtkontaktlinsen von CooperVision,

einem weltweit führenden Hersteller

weicher Kontaktlinsen, macht Schluss mit

Lesedefiziten aufgrund der Alterssichtigkeit,

korrigiert verkürzte Armlängen und

macht alles mit, was der Tag auch bringen

mag.

Machen Sie am

besten gleich einen

Termin bei Ihrer

Augenoptikerin bzw.

Ihrem Augenoptiker

aus oder informieren

Sie sich unter:

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alterssichtigkeit

Project Manager: Layla Soussi Senior Business Developer: Florian Rohm, BA Content and Production Manager: Viktoria Pisker, BA Lektorat: Joseph Lammertz Layout: Juraj Príkopa Managing

Director: Bob Roemké Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße 4/23, 1010 Wien, ATU 64759844 · FN 322799f FG Wien Impressum: https://mediaplanet.com/at/impressum/

Distribution: Der Standard Verlagsgesellschaft m.b.H. Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. & Co.KG

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@Mediaplanet Austria

@austriamediaplanet


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NEWS

FOTO: ZVG

Sehen

im Alter

Die AMD ist eine

der häufigsten

Augenerkrankungen der

über 50-Jährigen

Text Redaktion

AMD ist die Abkürzung für „Altersbedingte

Makuladegeneration“.

Die altersbedingte Makuladegeneration

ist eine Erkrankung des

Zentrums der Netzhaut, der Macula lutea

(Gelber Fleck). Diese Erkrankung des Auges

ist auch als „Netzhautverkalkung“ bekannt.

Die Wahrscheinlichkeit, an AMD zu erkranken,

steigt mit dem Alter. Außerdem vermutet

man einen Zusammenhang mit den

Faktoren Fehlsichtigkeit, Vererbung und

den Lebensgewohnheiten der Erkrankten.

Die AMD ist mit circa 30 Prozent die häufigste

Erkrankung, die zu einem schweren

Sehverlust bei den über 50-Jährigen führt.

Man unterscheidet zwischen „trockener“

und „feuchter“ AMD. Die trockene Form ist

häufiger, verläuft langsamer und ist zurzeit

nicht heilbar. Die feuchte Form ist seltener

(circa zehn bis 20 Prozent der Fälle),

verläuft aggressiv und kann durch neue

Therapien gut behandelt werden.

Bei der „trockenen“ AMD kommt es über

Jahre als Folge von Ablagerungen (Drusen)

zum Verlust von Sinneszellen der Netzhaut.

Wenn die Drusen des Frühstadiums

für längere Zeit bestehen, können sie die

Makula beeinträchtigen, da ihre Struktur

geschwächt wird (Atrophie) und die Funktion

der Lichtrezeptoren nicht mehr erfüllt

werden kann.

Symptome:

Im Frühstadium kann das Sehen einer

betroffenen Person unscharf oder gestört

erscheinen, in der Mitte des Gesichtsfeldes

wird ein Schatten oder ein zentraler, grauer

Fleck gesehen. Linien oder Objekte werden

verzerrt wahrgenommen, aber auch Veränderungen

des Farbsehens sind möglich.

Mit einem einfachen und effektiven Test,

dem Amsler-Netz, können schon früh die

oft nur sehr geringen Sehveränderungen

festgestellt werden.

Sehtest mit dem Amsler-Gitter

Das sogenannte Amsler-Gitter besteht aus

weißen Kästchen auf schwarzem Grund,

mit einem weißen Punkt in der Mitte.

So funktioniert der Test:

• Falls Sie eine Brille haben, setzen Sie

diese auf.

• Halten Sie den Test in circa 30 bis

40 cm Entfernung.

• Decken Sie ein Auge ab. Sehen Sie mit

dem anderen einige Sekunden lang

genau auf den Punkt in der Mitte.

• Achten Sie auf wellenförmige oder

verschwommene Linien. Diese können

ein Hinweis auf eine Netzhauterkrankung

sein.

• Wiederholen Sie den Test mit dem

anderen Auge.

• Gehen Sie zum Augenarzt, wenn

Sie die Linien verschwommen

wahrnehmen!

Diagnose:

Um eine AMD diagnostizieren zu können,

werden verschiedene Untersuchungen vorgenommen,

wie zum Beispiel die Untersuchung

des Augenhintergrundes. Dies erfolgt

mittels Augenspiegelung (Ophthalmoskopie),

oft mithilfe pupillenerweiternder

Augentropfen. Der vordere Augenbereich

sowie der Glaskörper werden mittels

Spaltlampe und spezieller Lupe untersucht

(Biomikroskopie).

Zeigen sich entsprechende Auffälligkeiten,

wird der Augenhintergrund (durch

Augenhintergrundfotografie) festgehalten,

das heißt mit einer speziellen digitalen

Kamera aufgenommen. Durch mehrmaliges

„Abfotografieren“ in zeitlichen Abständen

kann ein Fortschreiten der Erkrankung

beobachtet werden.

Liegt der Verdacht auf die Entwicklung

einer feuchten Form vor, wird eine weitere

Untersuchung vorgenommen – die Fluoreszenzangiografie.

Bei dieser wird über die

Armvene ein fluoreszierender Farbstoff

gespritzt. Außerdem kann eine optische

Kohärenztomografie vorgenommen

werden. Diese wird auch zur Kontrolle der

Therapie genutzt. Bei der optischen

Kohärenztomografie handelt es sich um

eine Untersuchungsmethode, mit deren

Hilfe unter anderem die Netzhaut in hoher

Auflösung optisch abgebildet, in Schichten

dargestellt und ihre Dicke gemessen werden

kann. Die Messung erfolgt dabei, ohne dass

das Auge berührt wird.

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SEHPROBLEME?

Neue Folge der kostenfreien Hörinformation

zum Thema Covid-19 und AMD

Hören für

die Sehkraft

Die Hörinformation zur

altersbedingten Makuladegeneration.

Interview mit Prim. Univ. Prof. Dr. Michael Amon

✆ 01 353 64 64

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„Augenarztbesuche auch in Pandemie-Zeiten wahrnehmen“

AT2104218946, Datum der Erstellung: 4/2021


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EXPERTISE

FOTO: EDI LIBEDINSKY/UNSPLASH

FOTO: XXXX

Früherkennung

von Sehschwächen

Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen helfen,

Fehlsichtigkeit frühzeitig zu entdecken

DI Dr. Christian

Simader

Facharzt für Augenheilkunde

und Optometrie,

Vorsitzender

der ÖOG-Kommission

für Refraktion,

Optometrie und Kontaktologie

FOTO: C. KLETZER

Das kindliche Auge durchläuft

einen geregelten

Wachstumsprozess, das

Erkennen von Bildern

unterliegt einem Lernprozess.

Bereits geringe Abweichungen

des Augenwachstums können

den Lernprozess stören und zu irreversiblen

Sehschwächen führen.

Die Optik des Auges, die Entwicklung des

Auges und mögliche Fehler

Insbesondere Hornhaut und Linse sind

dafür verantwortlich, dass ein scharfes Bild

auf der Netzhaut abgebildet wird. Das Auge

des Neugeborenen ist noch sehr kurz, es ist

weitsichtig (hyperop): Ohne Anstrengung

des Kindes (Naheinstellung = Akkommodation)

würde das Bild eines fernen Objekts

hinter der Netzhaut liegen. Wächst das

Auge zu langsam, bleibt das Kind hyperop,

wächst es zu schnell, wird es kurzsichtig

(myop), das Bild liegt nun vor der Netzhaut.

Unterschiedliche horizontale und vertikale

Krümmungen der Hornhaut und/oder Linse

führen zum sogenannten Astigmatismus:

Ohne zusätzliche Korrektur, zum Beispiel

mittels Brille, entsteht nie ein scharfes

Netzhautbild.

Das Zusammenspiel beider Augen

Zur Erlangung optimaler Sehschärfe und

der höchsten Sehqualität, des Stereosehens,

benötigen nicht nur beide Augen des

Kindes kontinuierlich ein scharfes Netzhautbild.

Auch die Sehachsen beider

Augen müssen immer korrekt ausgerichtet

sein. Viele Faktoren können dieses sensible

Gleichgewicht stören und zu einem

Schielen führen, so zum Beispiel eine nicht

oder unzureichend korrigierte Weitsichtigkeit.

Nicht alle Schielformen sind für

Außenstehende erkennbar, es bedarf daher

sorgfältigster und gleichzeitig einfühlsamer

Untersuchungsmethoden. Unerkannt und

daher nicht therapiert führen die meisten

Schielformen zu Störungen der Sehleistungen,

die später nie mehr wiedererlangt

werden können und auch die spätere

Berufswahl einschränken können.

Mit der Einführung des Mutter-Kind-Passes

1974 wurden Mindestanforderungen

definiert. Welche Augenuntersuchungen

benötigen bisher sehunauffällige Kinder im

Rahmen eines Screenings nach dem ersten

und zweiten Lebensjahr, um möglichst

alle Formen der Störungen rechtzeitig

zu entdecken: Abdecktest (Covertest),

Augenstellungen, Augenbeweglichkeit,

Naheinstellreaktion, Schattenprobe (Skiaskopie),

Sehschärfe ohne und mit Brillenglaskorrektur,

Stereosehen. Insbesondere

die professionell von Augenärzt:innen

durchgeführte Schattenprobe bei weiter

Pupille stellt den Goldstandard im Rahmen

der Untersuchung im zweiten Lebensjahr

dar, ermöglicht sie doch objektiv, das heißt

unabhängig von der Reaktion des Kindes,

eine genaue und reproduzierbare Ermittlung

einer Fehlsichtigkeit inklusive Astigmatismus,

wie es selbst die genauesten und

modernsten automatisierten Geräte nicht

schaffen.

Diagnostik nach dem zweiten Lebensjahr

Auch nach dem zweiten Lebensjahr ist die

kindliche Sehentwicklung einem ständigen

Lernprozess unterworfen. Abhängig von

den Ergebnissen der Mutter-Kind-Pass-

Untersuchung nach dem zweiten Lebensjahr

– beziehungsweise im Falle noch

ausstehender Untersuchungen – werden

mit der Augenärztin oder dem Augenarzt

weitere Kontrollen vereinbart. Besonderes

Augenmerk wird heute auch auf die

Entwicklung der Kurzsichtigkeit gelegt.

Sowohl zunehmende Prävalenzen – bereits

2040 könnte in Europa jede zweite Person

kurzsichtig sein – als auch (neben vermehrtem

Aufenthalt im Freien) hocheffiziente

neue Therapieoptionen zur Kurzsichtigkeitsprophylaxe

wie spezielle Brillengläser,

spezielle Kontaktlinsen oder medikamentöse

therapeutische Optionen verlangen hier

eine genaue Diagnostik, um Risiken

späterer sehbedrohender Komplikationen

wie Glaukom (grüner Star) oder Netzhauterkrankungen

inklusive Netzhautabhebung

zu reduzieren.

BRAUCHT MEIN KIND EINE BRILLE?

Fortschreitende Kurzsichtigkeit

Weltweit nimmt die Kurzsichtigkeit bereits

im Kindes- und Jugendalter deutlich zu!

Regelmäßige augenärztliche Kontrollen

Ihres Kindes beugen späteren Folgeerkrankungen

durch Kurzsichtigkeit vor.

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EXPERTENPANEL

Expert:innen vom Fach

Wenn es um Augengesundheit geht, ist es wichtig, auf Expert:innen aus der Branche

zu vertrauen. Wir haben mit vier Fachleuten über Themen wie Myopie bei Kindern,

Sportoptik und Bildschirmarbeit gesprochen.

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Schottengasse 2

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FOTO: DANIEL BOINTNER

Kurzsichtigkeit (Myopie) bei Kindern bremsen

Kinderaugen sind uns ein besonderes

Anliegen, weil wir wissen, wie wichtig

frühzeitiges Erkennen und Therapieren von

Fehlsichtigkeit für die optimale Entwicklung

des Sehens ist.

Bereits seit 13 Jahren versorgen wir

erfolgreich kurzsichtige Kinder mit speziellen

Kontaktlinsen. Schon ab dem Schulalter

kommen Kinder mit diesen Myopiekontrolllinsen

sehr gut zurecht. Bei entsprechender

Indikation wird der größte Teil der Kosten

von den Krankenkassen übernommen.

Seit einem Jahr gibt es auch spezielle

Brillengläser, die das Fortschreiten einer

Kurzsichtigkeit eindämmen.

Wir verwenden bei unseren Messungen

ZEISS-Geräte der neuesten Technologie

und erstellen von jedem Kind ein genaues

Sehprofil. Auch die so wichtige Längenmessung

des Augapfels zählt zu unseren

Standards!

Dadurch ist es uns möglich, eine realistische

Risikobewertung für die Entstehung

höherer Kurzsichtigkeiten zu berechnen,

die bestmögliche Therapie festzulegen

sowie eine optimale Erfolgskontrolle der

gesetzten Maßnahmen durchzuführen.

Spezielle Kontaktlinsen und Brillengläser

helfen nachweislich, das Fortschreiten von

Kurzsichtigkeiten bei Kindern und Jugendlichen

um bis zu 50 Prozent zu reduzieren.

Das Risiko für Augenerkrankungen, die

Optimale Sicht – mehr Spaß beim Sport

Ob Freizeitsportler:in oder Profi, wer sich

auf sein Sehen verlassen kann, hat mehr

Spaß am Sport.

Der Einfluss der Sehleistung auf die sportliche

Leistungsfähigkeit spielt nicht nur

im Profisport eine enorme Rolle. Jede:r

Freizeitsportler:in kennt Situationen, in

denen man unweigerlich die „Handbremse“

anzieht, weil man sich nicht sicher ist.

Brillenträger:innen sind dabei besonders

gefordert, weil eine Fehlsichtigkeit auch

großen Einfluss auf die Koordination und

das Gleichgewichtsgefühl hat.

Optische Sportbrillen zur Leistungsoptimierung

Eine korrigierte Fehlsichtigkeit ist im Sport

besonders wichtig. Je besser der visuelle

HOYA, 1941 in Tokio (Japan) gegründet, ist

ein führender Anbieter innovativer Hightech-

und Medizinprodukte. Das weltweit

agierende Unternehmen mit über 150

Standorten und Zweigniederlassungen und

circa 37.000 Mitarbeiter:innen stellt Produkte

in den Bereichen Gesundheitsfürsorge

und Informationstechnologie her, wie zum

Beispiel Brillengläser, medizinische Endoskope,

Intraokularlinsen, optische Gläser

sowie Schlüsselkomponenten für Semikonduktorgeräte,

LCD-Displays und HDDs.

Input fürs Gehirn, desto schneller und

präziser können wir diese Informationen

verarbeiten. Die Reaktionszeiten werden

kürzer, unsere Bewegungen besser koordiniert,

die Leistungen gesteigert und zudem

sind wir wesentlich sicherer unterwegs.

Sportoptiker aus Leidenschaft

Sportoptiker Wien ist seit 2011 das Kompetenzzentrum

für all jene, die im Sport

keine Kompromisse eingehen wollen. Dabei

versorgen wir statische Disziplinen wie Sportschießen

bis hin zu dynamischen wie Beachvolleyball,

Skifahren oder den Schulsport.

Die Entwicklung der SK-X®-Skibrille für

Brillenträger:innen brachte uns neben

internationalen Auszeichnungen auch

Patente in der EU und den USA ein. Viel

Eine Innovation aus dem Hause HOYA

ist das Brillenglas MiYOSMART, das gegen

Myopieprogression (Voranschreiten der

Kurzsichtigkeit) bei Kindern zum Einsatz

kommt. MiYOSMART mit D.I.M.S.

Technologie ist ein Einstärkenglas,

dessen Vorderfläche 396 kleine Segmente

beinhaltet, die einen myopischen Defokus

abbilden. Beim Blick durch das Glas ist

immer eine scharfe und eine defokussierte

Abbildung im Auge gewährleistet. Der

Aufbau des Brillenglases ermöglicht die

durch Kurzsichtigkeit entstehen, wird

dadurch deutlich gesenkt.

In Zusammenarbeit mit spezialisierten

Augenärzt:innen ist auch eine kombinierte

Therapie mit pharmakologischen Produkten

möglich.

Ab dem Schuleintritt ist es wichtig, die

Augen Ihres Kindes von – auf Myopiemanagement

spezialisierten – Optiker:innen

und Augenärzt:innen untersuchen zu lassen,

denn je früher man eine entstehende

Kurzsichtigkeit bremst, umso geringer wird

sich diese entwickeln.

Unsere Spezialist:innen beraten Sie

kompetent und ausführlich über sämtliche

Therapiemaßnahmen!

wichtiger jedoch sind die zahlreichen positiven

Rückmeldungen unserer Kund:innen,

die uns bestätigen, wie viel mehr Freude

das Skifahren mit unseren Brillen macht.

Denn wer gut sieht, steht auch besser am

Ski und kann sein Equipment wesentlich

besser ausreizen.

Sicherheit und Spaß

Wir sehen uns als Vorreiter für mehr

Sicherheit im Sport. Dabei steht diese nicht

im Widerspruch zu mehr Freude beim

Sport. Je mehr Sicherheit ich verspüre, je

weniger Kompromisse ich eingehen muss,

desto uneingeschränkter kann ich meinen

Sport ausüben – beim Radfahren, Laufen,

Golfen, Schwimmen und vielen weiteren

Sportarten.

Das innovative Brillenglas für das Myopiemanagement bei

Kindern aus dem Hause HOYA

Verlangsamung des außergewöhnlichen

Längenwachstums des Auges und bietet

dabei klares Sehen.

„Mit MiYOSMART bietet die Firma

HOYA – neben Kontaktlinsen und

Atropintropfen – eine dritte Versorgungsvariante,

die eine sichere, effektive und

nicht invasive Methode für das Myopiemanagement

darstellt“, so Ing. Christian

Zsidek, MSc., Geschäftsführer der

Zweigniederlassung HOYA Lens Österreich.

FOTO: BUDIONO.AT FOTO: MATTHIAS NEMMERT FOTOGRAFIE

Katrin Binder

Optikermeisterin und

Kontaktlinsenspezialistin

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sportoptiker.at

sk-x.eu

Ing. Christian

Zsidek, MSc.

Geschäftsführer der

Zweigniederlassung

HOYA Lens

Österreich

FOTO: WALUNA

Optimales Sehen und typgerechtes Aussehen – die Parameter der

Zukunft!

Werner Dreier

Augenoptiker, Designer,

Entwickler und

Innovator

Seit Beginn der Pandemie hat die

Bildschirmzeit zugenommen. Wie können

die Augen dabei unterstützt werden?

Die optische Glasindustrie hat dazu eine

Unzahl von neuen Gläsern und Glasvarianten

auf den Markt gebracht, Computer- oder

Wellnessgläser sind allgegenwärtig.

Blaulichtfilter können inzwischen in

jedem Glas realisiert werden.

Welche Geräte sind aktuelle Vorreiter

hinsichtlich Sehtests?

Wir sind gerätetechnisch am neuesten

Stand; unser Visionix 120 ist der modernste

Sehtestcomputer mit Wellenfronttechnologie.

Mit diesem Augenscreening haben

wir umfangreiche Informationen über das

Auge, das heißt, wenn Abweichungen von

der Norm angezeigt werden, schicken wir

die Kunden zur Abklärung zum Augenarzt.

Die subjektive Refraktion wird bei uns

mit einem 3D-Sehtestbildschirm binokular

abgestimmt.

Mit einem Videozentriergerät werden

alle individuellen Parameter ausgemessen

und berechnet und danach bei uns in der

eigenen Werkstatt eingeschliffen.

Wodurch zeichnet sich die Untersuchung

bei Optikern im Vergleich zu denen von

Augenärzten aus?

Mit der „Glasspezifischen Messung“ ist die

optimale Sicht in allen Sehbereichen

gewährleistet. Das heißt zum Beispiel, dass

Gläser für einen Dirigenten andere Grundlagen

und Parameter brauchen als bei

einem Chirurgen oder Beamten, der am

Schreibtisch sitzt.

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waluna.com


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Eine Themenzeitung von Mediaplanet

EXPERTISE

FOTO: GETTYIMAGES

Office-Eye-Syndrom

Das Trockene Auge und die damit verbundenen Beschwerden, wie Tränen, Brennen,

Jucken, Stechen oder Rötung der Augenoberfläche, treten mit zunehmender Häufigkeit

auf. Mitverantwortlich ist unter anderem unser moderner Lebensstil, wobei mehr und

mehr Zeit vor Bildschirmen, Tablets oder Smartphones verbracht wird. In Kombination

mit Umgebungsluft mit niedriger Luftfeuchtigkeit, wie sie in klimatisierten Räumen mit

eingeschränkter Möglichkeit der Lüftung auftritt, spricht man vom Office-Eye-Syndrom.

Priv.-Doz. Dr. Stefan

Palkovits

Facharzt für Augenheilkunde

und Optometrie,

Mitglied der

ÖOG-Kommission

für Trockenes Auge

und Oberflächenerkrankungen

FOTO: R. VORABERGER

Bildschirmarbeit

Ein gut funktionierender Lidschlag ist

essenziell für die Befeuchtung der Augenoberfläche.

Beim Lidschluss taucht die

Lidkante des Oberlides in den Tränensee

am unteren Augenlid ein. Mit dem erneuten

Öffnen des Lides spannt sich der Tränenfilm

über die Augenoberfläche auf und

verbleibt dort für mehrere Sekunden. Durch

den Lidschlag werden auch kleine Partikel

von der Augenoberfläche ausgeschwemmt

und das fetthaltige Sekret der Meibom-Drüsen

wird entleert. Blickt man länger als 15

Minuten konzentriert auf einen Bildschirm,

sinkt zum einen die Lidschlagfrequenz von

etwa zehn- bis 15-mal pro Minute auf etwa

fünf- bis zehnmal pro Minute. Zum anderen

steigt die Anzahl der inkompletten Lidschläge.

Beide Effekte beeinträchtigen die

oben genannten Funktionen des Lidschlages,

wodurch die Effizienz der Befeuchtung

sinkt.

Trockene Umgebungsluft

Wie bereits erwähnt, muss der Tränenfilm

zwischen den Lidschlägen intakt bleiben,

um eine adäquate Befeuchtung zu ermöglichen.

In diesem Zusammenhang spricht

man von der sogenannten Tränenfilmstabilität.

Ist die Zusammensetzung der

Tränenflüssigkeit gestört (zum Beispiel

beim Lipidmangel) oder kommt es zur

vermehrten Verdunstung (etwa in Räumen

mit geringer Luftfeuchtigkeit), wird der Tränenfilm

instabil und die Augenoberfläche

trocknet stellenweise aus. Dabei können

eine chronische Reizung und mikroskopische

Schäden an der Augenoberfläche

entstehen, die die charakteristischen

Beschwerden des Trockenen Auges

auslösen.

Was können Sie tun?

Um den Beschwerden des Office-Eye-Syndroms

vorzubeugen, legen Sie regelmäßige

Pausen während der Bildschirmarbeit ein

und sorgen Sie für eine ausreichende

Befeuchtung der Umgebungsluft, um die

Verdunstung der Tränenflüssigkeit zu

reduzieren. Darüber hinaus stehen Augentropfen

zur Befeuchtung der Augenoberfläche

zur Verfügung. Im Allgemeinen sollte

auf Tropfen ohne Konservierungsmittel

zurückgegriffen werden. Ihre Augenärztin

oder Ihr Augenarzt berät Sie gerne über

weitere Therapiemöglichkeiten im Zusammenhang

mit dem Office-Eye-Syndrom.

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See you on the Screen:

Gesundes Sehen in der digitalen Welt

Videokonferenz im Homeoffice, unterwegs die Nachrichten checken – unser Lebensstil ist vernetzt und mobil.

Und unsere Augen sind so beschäftigt wie nie. Mit über 175-jähriger Firmengeschichte befasst sich ZEISS

seit jeher mit der Entwicklung des Sehens. So auch mit den digitalen Anforderungen unserer Zeit. Werner

Brunbauer, Head of Carl Zeiss Vision Care Österreich & Slowenien, gibt Einblick in das digitale Sehen.

In aufwendigen Studien und mit Eye-

Tracking haben Wissenschaftler bei

ZEISS die deutlich erhöhte Anstrengung

beim Sehen erforscht. Vor 20 Jahren

noch sehr statisch, ist es heute geprägt

von einer nie da gewesenen Dynamik. Mit

dem Smartphone in der Hand wechselt

unser Blick ständig vom Display in die

Ferne, nach unten und nach vorne. Damit

machen wir mehr Augen- als Kopfbewegungen,

das Auge muss sich blitzschnell auf

neue Objekte einstellen, und wir orientieren

uns oftmals aus den Augenwinkeln heraus.

Brennende Augen, verschwommenes

Sehen und Nackenschmerzen werden

heute mit dem digitalen Sehen in Verbindung

gebracht. Um entgegenzuwirken

und die Augen zu unterstützen, werden

Brillengläser laufend weiterentwickelt.

„Unsere Antwort auf den digitalen Sehstress

sind ZEISS SmartLife-Brillengläser“,

berichtet Werner Brunbauer. „Dabei handelt

es sich um ein umfassendes Konzept für

moderne Alltagsbrillengläser, das sowohl

das dynamische Sehverhalten als auch

die altersspezifischen Sehbedürfnisse

berücksichtigt.“

Erstmals wurden für jüngere Brillenträger

die Einstärkengläser für alle Blickrichtungen

optimiert. Für die Altersgruppe der 30-

bis 40-Jährigen gibt es eine Digitalvariante

mit beginnender Nahunterstützung, und

spontanverträgliche Gleitsichtgläser runden

das Programm ab. Damit ermöglicht die

neue Generation der Brillengläser klares,

scharfes Sehen mit großen Sichtfeldern,

um auch aus den Augenwinkeln mehr und

besser sehen zu können – unabhängig

vom Alter. „Der Erfolg gibt uns recht. Seit

Markteinführung findet das Portfolio große

Zustimmung bei der agilen, vernetzten

Bevölkerung in allen Altersklassen.“

Was ist mit blauem Displaylicht: Gefahr

oder nicht?

Aller wissenschaftlichen Erkenntnis nach

besteht für das menschliche Auge keine

gesundheitliche Gefahr, wohl aber Einbußen

des Sehkomforts und erhöhter Sehstress.

Daher empfehlen sich Brillengläser

mit Blaulichtfilter, wie BlueGuard von

ZEISS. Sie dämpfen den Blaulichtanteil und

sorgen damit für eine Entlastung der Augen

und für mehr Sehkomfort.

FOTO: CARL ZEISS GMBH

Werner Brunbauer

Head of Carl Zeiss

Vision Care Austria &

Slovenia


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Lesen Sie mehr unter www.dergesundheitsratgeber.info/sehen

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EXPERTISE

FOTO: GETTYIMAGES

Das Trockene Auge

in den Wechseljahren

Die Hormone –

Ein wichtiges

Regulationssystem

für die

Aufrechterhaltung

einer adäquaten

Befeuchtung und

einer intakten

Augenoberfläche

Permanentes Fremdkörpergefühl,

starker Juckreiz

oder Augenrötung sind oft

Zeichen eines Trockenen

Auges und führen sehr viele

Menschen zu Augenfachärzt:innen.

Unsere Augen sind auf konsequente

Befeuchtung angewiesen, um einen

reibungslosen Lidschlag und die Versorgung

der Augenoberfläche sicherzustellen.

Die Tränendrüsen, die Augenlider und

der Tränenfilm selbst spielen hierbei eine

zentrale Rolle. Neben Wasser, der Hauptkomponente

des Tränenfilms, besteht

dieser aus zahlreichen weiteren Stoffen

wie beispielsweise Lipiden, Muzinen oder

Immunglobulinen. Die Komposition des

Tränenfilms hängt dabei von vielen unterschiedlichen

Faktoren ab, die im Endeffekt

die Funktion des Tränenfilms sicherstellen.

Ein wichtiges Regulationssystem in diesem

Zusammenhang sind die Hormone.

Intensität individuell sehr unterschiedlich

sein kann. Gemeinsam mit weiteren Risikofaktoren

wie trockener Umgebungsluft,

vermehrter Bildschirmarbeit oder beispielsweise

Schilddrüsen- oder rheumatischen

Erkrankungen trägt die Veränderung des

Hormonhaushaltes zur Entwicklung eines

Trockenen Auges und der damit verbundenen

Symptomen bei.

Treten die oben genannten Beschwerden

auf, können diese durch eine umfassende

Untersuchung beim bei Augenfachärzt:innen

abgeklärt werden und es kann eine

zielgerichtete Therapie eingeleitet

werden. Ihre Augenärztin oder Ihr

Augenarzt kann sie dahin gehend

beraten.

Text Priv. Doz. Dr. Stefan Palkovits

Hormone und das Auge

Im Zusammenhang mit dem Trockenen

Auge spielen vor allem männliche und

weibliche Sexualhormone, wie beispielsweise

Androgene, Östrogene oder Progesteron,

eine zentrale Rolle. Androgene regulieren

zum Beispiel die Tränendrüsen und die

Talgdrüsen der Augenlider (Meibom-Drüsen),

um eine adäquate Tränen- und Lipidproduktion

zu gewährleisten.

Die Wichtigkeit der Sexualhormone in

Bezug auf die Augenoberfläche zeigt

sich daran, dass Frauen häufiger an den

Beschwerden eines Trockenen Auges

leiden. In den sogenannten Wechseljahren

(ab dem 45. bis 50. Lebensjahr) kommt es

zur Umstellung der hormonellen Situation

der Frau. In dieser Phase sinkt der

Östrogenspiegel deutlich, aber auch der

Androgenspiegel nimmt ab. Hitzewallungen,

Zyklusstörungen und Trockenheit

der Haut und der Schleimhäute treten in

diesem Zeitraum vermehrt auf, wobei die


Blaulicht, Kurzsichtigkeit und Sport:

Ein Trio, das es in sich hat

Die uralte Redewendung „Etwas wie seinen Augapfel hüten“ bestätigt, wie kostbar unsere Augen sind und wie wichtig es

ist, sie zu schützen. Blaulicht, Kurzsichtigkeit und Sport haben eines gemeinsam: Sie beanspruchen unsere Augen massiv.

OPTICON, Österreichs größte Expertengemeinschaft für Augenoptik und Hörakustik, klärt auf, sensibilisiert und liefert

Lösungen für den richtigen Umgang im Alltag.

Durch die vermehrte Nutzung digitaler Geräte steigt unser „Blaulichtkonsum“. Zum

einen, weil Smartphones und Displays häufiger genutzt werden, und zum anderen,

weil neue Lichtquellen einen höheren Blaulichtanteil haben, etwa Bildschirme zur

Kontraststeigerung, Xenonscheinwerfer im Straßenverkehr oder LED-Lampen im

Haushalt.

©Istock

Das Blaulicht verursacht durch Überproduktion von bestimmten Eiweißstoffen

Entzündungsprozesse in der Makula. Dieser Ort des schärfsten Sehens wird auch

gelber Fleck genannt. Blaues Licht kann Makuladegeneration fördern. Daher sollten

Brillenträger auf sogenannte Blaulichtfilter, eine speziellen Glasbeschichtung,

achten. Der Filter reflektiert einen Teil des blauen Lichtes, sodass weniger davon

ins Auge gelangt. Zudem wirkt er kontraststeigernd und mindert die Blendwirkung.

Apps, wie Darker oder Blaulicht-Filter-Augenpflege regulieren die Helligkeit der

Bildschirme und schaffen mit Farbfiltereinstellungen warmes Licht. Auch der

Nachtmodus von Monitoren und Handyscreens schont, dank des gelblichen Lichtes,

die Augen. Generell gilt: Beim Lesen auf Bildschirmen oder beim Fernsehen sollte

immer eine zweite Lichtquelle eingeschaltet werden. Denn Dunkelheit weitet die

Pupillen und daher kann eine höhere Dosis des schädlichen Blaulichts ins Auge

eindringen.

Autofahrer sind in der Nacht dem schädlichen Scheinwerferlicht ausgesetzt. Hier

schaffen Autofahrerbrillen Abhilfe. Mit der entsprechenden Filtertechnik verhindern

sie schnelles Ermüden der Augen und ermöglichen eine bessere Sicht in der Nacht

und bei schlechten Witterungsverhältnissen.

Sport muss nicht Mord sein

Der erste Schritt zur Sicherheit ist gute Sicht. Vor allem bei schnellen Sportarten wie

Radfahren oder Laufen kann eine Irritation durch die blendende Sonne gefährlich

sein. Getönte Gläser gleichen das aus und können Kontraste intensiver machen.

Verschiedene Glasfarben verbessern die Sichtschärfe. Bei schneller Veränderung

der Lichtverhältnisse sind die Farben Braun, Rotbraun oder Amber ideal, um die

Kontraste zu verstärken, während Gelb in der Lage ist, bei schwachem Licht die Sicht

zu verbessern.

©Istock

Blaufilter helfen dabei, besonders bei widrigen Lichtverhältnissen und im

unwegsamen Gelände nicht ins Stolpern zu geraten. Segler, Surfer und Fischer

können mit Hilfe von Polarisationsfiltern die intensiven Lichtverhältnisse und die

massiven Reflexionen ausgleichen. Für Berg- und Skisportler ist ein hoher UV-Schutz

wichtig, um die vermehrte Strahlung in den Bergen und die starke Reflexion der

Schneedecke auszugleichen. Für widerstandsfähige, leichte Brillenfassungen, die

gut sitzen und rutschfest sind, sind auch heftige Erschütterungen kein Problem. Für

Sportarten, bei denen man einen Helm trägt, diesen am besten zur Anprobe bei der

Augenoptikerin oder dem Augenoptiker mitnehmen.

Kurzsichtigkeit: Was heißt das, und lässt sie sich vermeiden?

Bei Kurzsichtigkeit oder Myopie (griechisch für Blinzelsucht) sieht man Gegenstände

in der Ferne unschärfer als solche, die sich in der Nähe befinden. Ist man kurzsichtig,

ist das Verhältnis der Länge des Augapfels und der Brechkraft der Augenlinse in

einem Missverhältnis. Dadurch, dass man die Augen zusammenzwickt oder blinzelt,

kann Sehschärfe gewonnen werden. Daher auch der Name Blinzelsucht.

Nicht nur das Blaulicht, sondern auch die Kurzsichtigkeit steht mit dem digitalen

Zeitalter in enger Verbindung. Der größte Anteil der Fälle von Myopie ist in

den Industriestaaten zu finden. Er beruht auf den Seherfahrungen, die ein

Längenwachstum des Augapfels verursachen. Der Prozentsatz der Kurzsichtigen

steigt also mit zunehmender Nutzung von Smartphones und Tablets stark an.

Forscher sehen den Grund im geringen Leseabstand und den fehlenden Lesepausen.

Pausen legt man am besten täglich im Freien ein. Für Kinder werden zwei Stunden

empfohlen. Ein großer Bildschirm, der eine Betrachtung aus 50 cm Entfernung

erleichtert, ist optimal. Ausreichende Umgebungshelligkeit beugt gegen Myopie

ebenfalls vor.

Kurzsichtigkeit entwickelt sich über Jahre und stagniert in den meisten Fällen um das

20. Lebensjahr. Im Kindesalter kann noch dagegen angesteuert werden. MiYOSMART,

ein preisgekröntes Brillenglas des Brillenglasherstellers Hoya, verlangsamt die

Myopie-Progression um nachweislich 60 Prozent. Das Glas beinhaltet hunderte

kleine Segmente, die eine scharfe Abbildung im Auge gewährleisten und das

außergewöhnliche Längenwachstum des Augapfels verlangsamen. Schlagfestes,

leichtes Material inkl. UV-Schutz unterstützen ein weiterhin aktives Kinderleben.

Mehr Antworten zu den Themen

Hören und Sehen finden Sie im

größten Fachportal Österreichs

unter www.scharfsinn2.at

Wer ist OPTICON

Rund 200 selbstständige Augenoptiker und Hörakustiker haben sich

diesem Verband angeschlossen, um gegenüber Discounterketten

und Filialisten wettbewerbsfähig zu bleiben. Seit 20 Jahren

beflügelt die Kraft der Gemeinschaft jeden Einzelnen. Die Mitglieder

profitieren von einem zentralen Einkauf, einem zeitgemäßen

Marketing uwwwnd einer modernen Schulungsakademie.

www.opticon.co.at

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