Outdoormarkt_2021_10

JAHRMEDIA

Messen

ISPO Munich und Outdoor by ISPO:

Wieso die beiden Leitmessen künftig zu

neuen Terminen stattfinden. >> Seite 6

Decathlon

Noch mehr Wachstum, Wandel zur

Plattform: die ambitionierten Pläne der

Franzosen für Deutschland. >> Seite 16

outdoor

Jahrgang 15 | Ausgabe 10 | Dezember

markt

2021 | 4,00 Euro

www.outdoormarkt.com

Sportartikelzeitung für Industrie und Handel

WINTERSPORT IM WANDEL

Skitouring, Winterwandern,

Langlauf: Corona und der

Klimawandel verstärken den

Boom der „sanften“

Schneesportarten.

>> Seite 4

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Titelfoto: Millet

TITELTHEMA 4

Im Fokus: Entwicklung des Wintersports

Die klassische Ski-Industrie leidet sehr unter

der Corona-Pandemie. Doch naturnahe Aktivitäten

wie Skitouren oder Winterwandern

profitieren sogar. Der Klimawandel wird diesen

Trend verstärken. Eine Bestandsaufnahme.

INDUSTRIE 6

Messen: Neue Termine für ISPO und Outdoor by

ISPO (Foto), Performance Days: Nur Digital, ÖSFA:

4 Wochen früher, „Vertical Pro“: So lief die Kletterfachmesse

in Friedrichshafen. Newseed: Upcycling

für ausrangierte Kletterseile, La Sportiva: Award

für CEO, Fenix: Brunton verkauft, Tecnica: Skischuh-

Recycling, Millet: Roadmap für Nachhaltigkeit,

20 Jahre Scandinavian Outdoor Group.

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Begleiter

HANDEL 16

Sport Voswinkel: Neueröffnung in Paderborn,

Decathlon: Business-Plan für Deutschland bis

2026, „Adidas Terrex“: Der neue Flagshipstore

der Outdoor-Division des Sportartikelgiganten

in München, Dynafit: Store in München eröffnet,

Sport 2000: 29 Partner 2021 hinzugewonnen.

PRODUKTE 19

Neuheiten mit Argumenten für den Verkauf.

PEOPLE 22

Die Wechselbörse der Branche.

EDITORIAL

Wilfried Spürck, Chefredakteur

In Deutschland nichts Neues: Die allherbstliche Corona-Welle

schwappt übers Land. Die (Booster-)Impfkampagne startete

zu spät und ging anfangs zu langsam. Die Krankenhäuser laufen

voll, die Intensivstationen geraten an ihre Kapazitätsgrenze,

die Zahl der Todesfälle steigt – hatten wir alles schon mal. Neue

Regierung, gewohnte Schlafmützigkeit? Schauen wir mal. Was

bleibt einem übrig, als optimistisch zu bleiben in diesen Zeiten …

Beim outdoor.markt dagegen gibt es was Neues: eine echte

„Reform“. Den Newsletter haben wir komplett neu konzipiert. Motto: öfter, größer, intensiver. Bisher

zehn Mal im Jahr, jeweils zur neuen Ausgabe, gibt es den outdoor.markt-Newsletter ab dem neuen

Jahr alle zwei Wochen! Neben Branchen-spezifischen Beiträgen aus Industrie und Handel, Link-Tipps

zu aktuellen Themen und vielem mehr haben wir darin für Sie, liebe Händler, jeweils praktische Tipps

zu Steuern, Finanzen oder Ähnlichem. Und das Ganze kostenlos! Probieren Sie es einfach mal aus und

melden Sie sich an unter: www.outdoormarkt.com/newsletter

Ich würde mich freuen, Sie bald zu unseren Newsletter-Abonnenten zählen zu können. In jedem Fall

wünsche ich Ihnen auch im Namen des gesamten outdoor.markt-Teams ein – trotz aller derzeitigen

Misslichkeiten – schönes Weihnachtsfest und ein tolles Jahr 2022!

Ihr

Wilfried Spürck

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TITELTHEMA

Quo vadis,

Wintersport?

Weg vom Pistentrubel, auf in die Skitour oder die Loipe? Verkürzt gesagt, beschreibt dies eine Tendenz, die durch

die Corona-Pandemie einen Schub erhält: Mehr Menschen sehnen sich nach dem ruhigeren Naturerlebnis statt

des lauten Spektakels. Der Klimawandel wird dies vermutlich weiter verstärken.

Fotos: Dynafit, Madshus

Entgegen allen Hoffnungen, die

wir noch vor einigen Monaten

wohl alle gehegt hatten, steht

auch der aktuelle Winter wieder

ganz im Zeichen der Corona-Pandemie.

Die Regionen, die in großem

Ausmaß vom Ski-Tourismus

leben, müssen sich ebenso erneut

Sorgen machen wie die Ski-Industrie.

Zwar waren zuletzt die Skilifte

und Bergbahnen zugänglich,

doch sollten Unterkünfte und

gastronomischen Betriebe über

längere Zeit geschlossen bleiben

müssen, wird der Ansturm der

Skifans wieder ausbleiben – und

der Absatz der Skihersteller und

-händler ebenfalls bescheiden

ausfallen. Vielleicht kann die

Coronakrise aber auch eine Art

Katalysator dafür sein, sich damit

auseinanderzusetzen, dass sich

der Wintersport ohnehin verändert

und verändern muss. Auf

Dauer wird auch ein noch so großer

Aufwand mit Schneekanonen

und anderen Technologien

nicht ausgleichen können, dass

die Natur den entscheidenden

Rohstoff peu a peu verknappt:

Schnee. Der Klimawandel und

der durch diesen erzeugte globale

Anstieg der (durchschnittlichen)

Temperaturen führt dazu, dass

die Winter kürzer werden und

man für eine gewisse Schneesicherheit

mehr und mehr höhere

Gebiete aufsuchen muss. Dies

und der Bewusstseinswandel, der

damit einherzugehen beginnt,

verschieben Stück für Stück die

Akzente im Wintersport.

Diesen Wandel hat die Oberalp-

Gruppe, zu der mehrere Bergsport-

Marken wie Salewa oder Dynafit

gehören, im Herbst in ihrer

vierten „Oberalp Virtual Convention“

unter dem Titel „Die Zukunft

des Wintersports“ zum Thema

gemacht. Ruth Oberrauch, die bei

Oberalp in der Unternehmensleitung

sitzt und seit vielen Jahren

das Sustainability-Team leitet,

ist überzeugt, dass es im Wintersport

eine „Gegenbewegung hin

zum Weniger und Einfacher“ gibt,

nachdem in den vergangenen Jahren

und Jahrzehnten die Konzepte

darauf ausgelegt waren, die Angebote

größer, aufwendiger, spektakulärer

zu machen. Der Bergführer

Michi Andres betont in derselben

Stoßrichtung, dass Aktivitäten

wie Heliskiing oder aufwendige

Skitourenreisen nach Japan oder

anderen weit weg liegenden Regionen

„in Zukunft nicht mehr zeitgerecht

sein werden“.

4 10/2021

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TITELTHEMA

Ruth Oberrauch, Tochter des

Oberalp-Gründers Heiner Oberrauch,

ist zudem überzeugt, dass

uns die letzten beinah zwei Jahre

„aufgezeigt haben, wie wertvoll

es ist, nach draußen gehen zu

können, einen Zufluchtsort in

der Natur zu haben“ und dass

wir eine „Sensibilität für die kleinen,

einfachen Dinge entwickelt

haben und für den Wert des

Draußen-Sein-Könnens“.

Fokus verschiebt sich

Tatsächlich hat die Corona-Pandemie

mit ihren zeitweiligen Lockdowns

bei vielen zur „Wiederentdeckung

der Natur“ geführt und

angesichts der Schließung der

Skigebiete vielerorts im Winter

2020/21 andere Schneesportarten

mehr in den Fokus gerückt,

zumal es in der vergangenen Saison

das „weiße Gold“ zeitweise

in üppigen Mengen gab – trotz

des Klimawandels kann es ja

immer wieder auch schneereiche

Winter geben, nur eben seltener.

Skitourengehen, Winterwandern

mit und ohne Schneeschuhe

oder Skilanglauf erlebten einen

regelrechten Boom. Schon in

den Jahren zuvor erfreuten sich

diese Aktivitäten zunehmender

Beliebtheit, die Corona-Pandemie

hat ihnen jedoch einen zusätzlichen

Schub verliehen.

„Allen voran treiben Skitouren

und Winterwandern das

Wachstum in unserer Branche“,

sagte auch Stephan Rainer, CSO

Oberalp, gegenüber dem outdoor.

markt. Und Thomas Roiser, CEO

von Komperdell – Stöcke, Protektoren,

Schneeschuhe –, stellte für

den letztjährigen Winter ebenfalls

fest: „Der Tourenstock- und

der Schneeschuhbereich sind hervorragend

gelaufen.“

Nach einer repräsentativen

Umfrage des Outdoor-, Ski- und

Bike-Bekleidungsspezialisten

Schöffel zusammen mit dem

Marktforschungsinstitut YouGov

zu den Plänen der Wintersportler

für 2021/22, die allerdings vor

Skilanglauf gewinnt auch deshalb immer mehr Anhänger, weil es

ein sehr vielfältiger Sport ist. Die einen mögen es klassisch (links),

die anderen in der Skating-Technik (rechts).

der neuerlichen Zuspitzung der

Corona-Lage durchgeführt wurde,

wurde von den meisten Befragten

als Motivation das Naturerlebnis

(63 Prozent) genannt. Mit Abstand

beliebteste Sportart ist dieser

Umfrage nach das Winterwandern,

das 72 Prozent der Wintersportler

planen, deutlich mehr als

in der Vor-Corona-Zeit (44 Prozent).

Kunden sind Multisport-orientiert

Es ist für die Branche natürlich

erfreulich, dass in den „sanften“

Wintersportarten die Nachfrage

nicht das Problem ist, auch wenn

deren Befriedigung angesichts

der Störungen in den weltweiten

Lieferketten eine Herausforderung

darstellt. Zurzeit werden

vielleicht Anbieter Erfolg haben,

die – etwa durch eine Produktion

in Europa – eine hohe und

zeitnahe Lieferfähigkeit bieten

können. Flexibilität in diesem

Aspekt wird auch langfristig

ein wesentlicher Faktor bleiben,

aber die Qualität der Produkte

ist trotzdem entscheidend. Die

allgemeinen Trend, die sich im

Outdoor Bereich seit vielen Jahren

zeigen, liefern den Schlüssel

für die Entwickler und Designer.

Joseph Castellet, Geschäftsführer

der Oberalp-Marke Pomoca –

die auf Felle für Tourenski spezialisiert

ist – und Leiter des Teams

Innovation bei Oberalp, stellt fest:

„Früher mussten Produkte so sein,

dass man damit Wettkämpfe

gewinnen konnte, heute kommt

es auf ein gutes Preis-Leistungs-

Verhältnis an. Die Kunden sind

Multisport-orientiert und sie wollen

mit dem Produkt Spaß haben.

Das heißt: Es ist wichtig, dass es

leicht und sicher ist.“

Leichtigkeit und Multifunktionalität

zählen neben Nachhaltigkeit

zu den prägenden Themen

in der Produktentwicklung im

Outdoor-Sektor in den letzten

Jahren überhaupt. Nimm man

beispielsweise den Bereich Stöcke,

spielt dort Carbon eine wesentliche

Rolle in diesem Zusammenhang.

Dieses Material bietet bei

geringem Gewicht eine hohe

Stabilität und ist heute jedenfalls

für viele Sportarten auch im Winter

bevorzugt. Für den Langlauf

stattet Komperdell etwa seine

„Nordic CX“-Serie, Leki seine Performance-Serien

„PRC“ und „CC“

mit Carbon-Rohren aus.

Skilanglauf boomt

Der Skilanglauf findet schon seit

Jahren zunehmenden Anklang

bei Wintersport-affinen Kunden.

Kein Wunder: „Welche Sportart

ist so sehr mit der Natur verbunden

wie die nordische?“, sagen

Janik Werdner und Franz Gattermann

von Salomon.

Verschiedene Entwicklungen

haben in den vergangenen Jahren

dazu beigetragen, dass der

Loipensport populärer geworden

ist. Zum einen konnte die dynamischere,

in den 1980er Jahren

aufgekommene Skating-Technik

neue Zielgruppen für den

Sport begeistern, zum anderen

gewinnt nun auf der anderen

Seite auch die für die meisten

einfacher zu erlernende klassische

Technik wieder an Attraktivität,

weil die Felltechnik, die

inzwischen alle namhaften Hersteller

im Programm haben, die

Ausübung erleichtert. Vor allem

fällt das vielen Kunden lästige

und Kompetenz erfordernde

Wachsen der Ski bei dieser Variante

weg. Außerdem wurde

von verschiedenen Herstellern,

teilweise in Kooperationsprojekten,

Bindungssysteme auf

den Markt gebracht, die gerade

für den Einstieg in diesen Sport

die Hürden senken. Dank „Turnamic“

(Fischer/Rossignol),

„ProLink“ (Salomon) und „Move“

(Madshus) sind Hindernisse, was

die Kompatibilität zwischen Bindungen

und Skimodellen betrifft,

weitgehend Vergangenheit-.

Zudem lassen sich die modernen

Bindungen recht leicht verschieben

und somit flexiblen Bedürfnissen

anpassen.

Zweifellos hat gerade auch der

Langlauf unter dem Klimawandel

zu leiden, insofern dieser

Sport auch vielfach ein Schwerpunkt

in den Mittelgebirgen

ist beziehungsweise war. Doch

er etabliert sich vorerst als ein

wesentlicher Bestandteil der

Outdoor-Aktivitäten einer Kundschaft,

die flexibel je nach Wetterlage

den Kurztrip am Wochenende

unternimmt und sich ihr

Naturerlebnis verschafft - ob bei

entsprechenden Schneeverhältnissen

auf Langlaufski oder mit

Schneeschuhen oder bei mangelndem

Schnee auch im Winter

mit dem klassischen Wanderschuh

und dem Wanderstock.

www.outdoormarkt.com

10/2021 5


Digitale Performance Days: Die Münchener Messe für Funktionstextilien und Stoffneuheiten,

„Performance Days“, musste ihre geplante physische Veranstaltung am 1. und 2. Dezember wegen der

neuerlichen Zuspitzung der Corona-Krise und der Mitte November erlassenen verschärften Regelungen

des Landes Bayern absagen. Stattdessen wurde der Fokus auf die digitale Plattform gelegt. Interessenten

konnten die Stoff-Innovationen und News der Winter Saison 2023/24, das diesjährige Focus

Topic „Sustainable Nylon“ sowie die neuen Farbtrends online sichten. Im Marketplace konnten Besucher

die Produkte der Aussteller sichten, darunter auch die kuratierten, nachhaltigen Stoff-Highlights des

„ Performance Forums“, ausgestattet mit neuartiger 3D-Technik.

www.performancedays.com/

Neue Termine für

die Leitmessen

Die Messe München hat zwei grundsätzliche Entscheidungen getroffen: Die ISPO MUNICH findet ab sofort

jeweils Ende November statt. Nächster Termin: 28. bis 30. November 2022. Die OUTDOOR BY ISPO wurde 2022

auf die Tage vom 12. bis 14. Juni gelegt, rückt dauerhaft auf Ende Mai/Anfang Juni vor.

Fotos: Messe München (1), Franz Neumayr (1)

Gemeinsam mit den führenden Sport- und

Outdoor-Marken, dem Handel und Branchenverbänden

hat die Messe München zwei

wegweisende Entscheidungen getroffen: Ab

sofort findet die ISPO Munich dauerhaft zum

Auftakt der Wintersaison Ende November statt

und verlässt damit den bisherigen Januar-Termin.

Der Januar-Termin für die ISPO Munich

2022 entfällt damit, die nächste Ausgabe steht

vom 28. bis 30. November 2022 an. Auch für

die OutDoor by ISPO gibt es eine Terminänderung,

die allerdings weniger gravierend ist: Die

Leitmesse der Outdoor-Branche wird von Ende

Juni auf Ende Mai/Anfang Juni vorverlegt.

Die dauerhafte Verschiebung der Termine

ist laut Veranstalter eine strategische Entscheidung

aufgrund der weitreichenden

Marktveränderungen der vergangenen Jahre.

Industrie und Handel sähen sich mit großen

Umbrüchen in der globalen Lieferkette konfrontiert,

wodurch sich die Orderzyklen geändert

haben. Eine wie bisher im Januar oder

Februar terminierte ISPO Munich komme

daher für viele Branchenteilnehmer zu spät.

Auch der dauerhaft vorgezogene Termin für

die OutDoor by ISPO passe deutlich besser in

die neuen Orderzyklen.

„Wenn sich die Branche wandelt, müssen

auch wir neue Wege gehen”, sagt Klaus Dittrich,

Vorsitzender der Geschäftsführung der

Messe München. „Die neuen Termine sind

die ideale Antwort auf heutige und künftige

Herausforderungen. Vor allem aber bieten sie

völlig neue Chancen für Industrie und Handel.“

Die Messe sei, so Dittrich weiter, künftig

„auch das weltweite Auftaktevent für die Wintersaison“.

Beide neuen Termine liegen nun

jeweils zu Beginn der branchenspezifischen

Order-Zyklen. Mit einem Consumer-Festival

zur ISPO Munich sollen Endverbraucher durch

Events und Erlebnisse für die kommende Wintersaison

aktiviert werden.

Zwischenschritt für Outdoor by ISPO

Aktuell sind maximal 200 Quadratmeter

Standgröße je ausstellender Marke für die

ISPO Munich vorgesehen – und höchstens 150

Quadratmeter Standgröße für die OutDoor by

ISPO. Diese hat ihren nächsten Termin vom

12. bis 14. Juni 2022, einmalig im MOC Veranstaltungscenter

und dem in unmittelbarer

Nachbarschaft liegenden ehemaligen Ausbesserungswerk

der Bahn. Dies schaffe neue

Möglichkeiten der Markeninszenierung und

Eventformate. Der Juni-Termin ist dabei ein

Zwischenschritt zu einem noch früheren Termin

ab dem darauffolgenden Jahr. Für 2023 ist

die OutDoor by ISPO vom 22. bis 24. Mai wieder

auf dem Messegelände in München-Riem

terminiert. Sie wird danach dauerhaft Ende

Mai/Anfang Juni stattfinden. „Nicht nur aus

dem Advisory Board der OutDoor by ISPO, sondern

auch von vielen anderen Branchenteilnehmern

haben wir für diese Entscheidung

breite Zustimmung erfahren”, sagt Tobias,

Gröber Leiter Geschäftsbereich Konsumgüter

der Messe München.

Eindeutige Unterstützung für diese Entscheidungen

bekommt die Messe München

etwa von der European Outdoor Group (EOG),

Mit dem neuen Termin Ende November will

die ISPO Munich ihre hohe Relevanz für die

Sportartikelbranche erhalten.

Partner der Messe München. EOG-Präsident

Mark Held sagt zum neuen Termin der Outdoor

by ISPO: „Er spiegelt die Realitäten des

Marktes jetzt und in Zukunft besser wider

und schafft eine internationale Leuchtturmveranstaltung

für alle Beteiligten zum

richtigen Zeitpunkt – bevor der Großteil des

saisonalen Auftragsgeschäfts abgewickelt

wird.“ Auch die neuen ISPO Munich-Termine

findet er richtig: „Ein weiterer Beweis für

diese Zusammenarbeit (zwischen ISPO und

EOG, d. Red.) ist, dass die Messe München nun

auch die Termine für die ISPO Munich vorverlegt

und alles tut, um sicherzustellen, dass die

Veranstaltung eine relevante und erfolgreiche

Veranstaltung für die Outdoor- und Sportartikelbranche

bleibt.“ EOG-Generalsekretär Arne

Strate ergänzt, dass man sich sehr freue, „dass

das Team der Messe München auf die Bedürfnisse

unserer Mitglieder und der gesamten

Outdoor-Branche eingegangen ist“.

www.ispo.com

6 10/2021

www.outdoormarkt.com


ÖSFA:

4 Wochen

früher

Auch auf Wunsch der Industrie findet 2022 die Wintersportmesse

ÖSFA in der Brandboxx Salzburg

bereits Mitte Januar statt.

Auf der ÖSFA in der Brandboxx Salzburg zeigen Wintersportartikel-

Hersteller ihre neusten Kollektionen.

Die aktuelle Wirtschafts lage

ist herausfordernd: unterbrochene

oder extrem verzögerte

Lieferketten, knappe Ressourcen

und teure Transporte. Dazu kommen

in vielen Ländern temporäre

Schließungen von Produktionsstätten

und ein globaler Fachkräftemangel.

Auf der anderen

Seite ist die Nachfrage in der

Sportbranche spürbar gestiegen,

viele haben Wintersportarten wie

Skitouring oder Skilanglauf neu

entdeckt. Die Brandboxx Salzburg,

Ausrichter von Messen sowie Heimat

vieler Marken-Showrooms,

hat deshalb seine Messetermine

nach vorne verlegt, darunter auch

die ÖSFA, Österreichs größte Wintersportmesse,

die vom 18. bis 20.

Januar 2022 und damit rund vier

Wochen früher als sonst stattfindet.

Ausschlaggebend für die

Verschiebung war der Wunsch

der Industrie als Reaktion auf den

Umbruch der Sportartikelbranche,

heißt es von der Brandboxx

Salzburg. So könnten Industrie

und Handel besser mit einer

frühzeitigen Order auf etwaige

Verzögerungen reagieren.

„Guter Dialog“

„Die Vorverlegung der ÖSFA ist

eine wichtige Maßnahme, dem

aktuellen Status Quo der Wintersportbranche

gerecht zu werden“,

betont Gernot Kellermayr, Präsident

des Verbandes der Sportartikelerzeuger

und Sportausrüster

Österreichs (VSSÖ). Karin Illing,

Leiterin Schuh- und Sportfachmessen

Brandboxx, sagt: „Der

gute Dialog mit unseren Mietern

und Ausstellern ermöglicht solche

schnellen, unbürokratischen

Entscheidungen.“ Dank dieses

guten Einvernehmen sei „sichergestellt,

dass die österreichischen

Plattformen stark bleiben.“

Auch die Messen „Schuh Austria“

(15.–17. Februar 2022), „Trachten

Order Tage“ (25.–27. Februar

2022) und „Shoes & Bags“ (6./7.

März 2022) wurden vorverlegt.

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INDUSTRIE

Anseilen geglückt

Die Erstausgabe der Messe VERTICAL PRO am 19. und 20. November in Friedrichshafen präsentierte die gesamte

Bandbreite der Kletter- und Arbeitssicherheitsbranche und bot einen Treffpunkt für Information und Austausch.

Motorisierte Seilwinden, Klettergriffe mit

Dual Texture und Karabiner mit Drei-

Wege-Verschluss: Für alle, die sich professionell

in der Höhe aufhalten, bot die Erstausgabe

der Messe „Vertical Pro“ einen Treffpunkt

zum Informieren, Austauschen und Netzwerken.

141 Aussteller aus 23 Nationen zeigten

von der Seilklemme über den Arbeitsgurt bis

hin zur Software für Boulderhallenbuchungssysteme

die gesamte Bandbreite der Kletterund

Arbeitssicherheitsbranche. Insgesamt

1.587 Vertical Professionals zelebrierten am

18. und 19. November in Friedrichshafen den

Beruf und die Passion in der Höhe

Die Beteiligten zeigten sich sehr zufrieden

mit der Veranstaltung. „Die erste Vertical

Pro war sowohl für unsere Partner als

auch für uns ein voller Erfolg“, bilanziert der

Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen,

Klaus Wellmann. „Die spitze Konzeptausrichtung

hat wertvolle neue Synergien innerhalb

der Seilzugangstechnik mit Sport- und

Industriekletterern geschaffen.“ Für den

Deutschen Alpenverein (DAV) erklärte Dr.

Wolfgang Wabel, Referat Bergsteigen: „Die

Vertical Pro war ein echter Erfolg. Die Atmosphäre

war hervorragend und wir sind sehr

zufrieden. Die Besucherinnen und Besucher

waren Insider und kannten sich fachlich

bestens aus. Das Konzept, die Halls &

Walls in die Vertical Pro zu integrieren, war

eine hervorragende Entscheidung.“ Für die

International Adventure Park Association

(IAPA) ergänzt deren Vorstandsvorsitzender

Jochen Brischke: „Die Messe ist für uns

sehr gut gelaufen. Diejenigen, die unseren

Stand besucht haben, waren sehr interessiert

und zeigten hohes fachliches Interesse. Die

Vertical Pro war eine wirklich vielversprechende

Veranstaltung.“

Viele Besucher trotz Corona

Vonseiten der Aussteller kam ebenfalls positives

Feedback. Christoph Driever, Country

Manager von Petzl, sagte beispielsweise :

„Ich bin von dem Verlauf der Messe wirklich

überrascht, denn ich nahm an, dass

durch die aktuelle Coronasituation weniger

In der Demo- und Test-Area konnten Besucher

selbst die Neuheiten im Kletterbereich ausprobieren

und sich beraten lassen.

Besucher da gewesen wären. Die integrierte

Messe Halls &Walls hatte sein Stammpublikum

vor Ort. Wir werden auch in Zukunft

hier sein und versuchen, noch mehr Leute

für dieses Konzept zu begeistern. Für eine

Erstveranstaltung ist die Messe wirklich gut

gelungen!“ Die nächste „Vertical Pro“ ist auf

den 25. und 26. November terminiert, wieder

in Friedrichshafen.

www.vertical-pro.de

Altseil-Upcycling

Das Start-up NEWSEED verwandelt ausrangierte Kletterseile in Accessoires für die Vertikale und den Alltag.

Fotos: Messe Friedrichshafen/Felix Kästle (1), Newseed (2)

Was passiert mit Seilen, die nicht mehr

zum Klettern eingesetzt werden können?

Aus der Überzeugung, die Lebenszeit

der Werkstoffe verlängern zu können, startete

die Kletterin Bettina Junkersdorf aus

Rosenheim Newseed, ein nachhaltig produzierendes

Unternehmen. Nach dem Motto

„Aus Seil mach neu“ verarbeitet es sprichwörtlich

Tonnen von einstigem Abfall zu

liebevoll designten Chalk- und Boulderbags,

Taschen, Gürteln und Accessoires. Das Startup

erhielt 2017 die Auszeichnung als „Kulturund

Kreativpilot Deutschland“

„Die ausgemusterten Kletterseile werden

über ein deutschlandweites Recycling-Netzwerk

von Kletterhallen und Bergsteigerschulen

organisiert. Aktuell sind 30 Kletterhallen

eingebunden und haben eine entsprechende

Sammelstelle eingerichtet. Auch Hersteller

von Seilen und Stoffen konnte die Gründerin

davon überzeugen, Verschnitten und Produktionsresten

ein zweites Leben zu schenken.

„Die Idee nahm schneller Fahrt auf als

Newseed-Gründerin Bettina Junkersdorf liebt

das Klettern – und nachhaltiges Produzieren.

gedacht und stellte mich am Anfang wirklich

vor logistische Probleme. Ich hatte zeitweise

bis zu einer Tonne Kletterseile im Keller

liegen, aber heute ist mein Keller seilfrei“,

erinnert sich Bettina Junkersdorf.

Während die Seilkerne professionell recycelt

werden, entstehen aus den bunten Mänteln

in einer integrativen Partnerwerkstätte

der „Lebenshilfe Hand in Hand“ die Newseed-Originale.

Das kleine Unternehmen ist

ein Arbeitsplatz-Motor. Aktuell arbeiten im

brandenburgischen Guben, einst bekannter

Standort der Tuch- und Hutmacherindustrie,

zehn Näher und Näherinnen an

Newseed-Produkten – vier davon wurden

extra eingestellt.

Ist die Produktion komplizierter, werden

die Stücke anschließend in einer zweiten,

fami liengeführten Näherei gefertigt. Die Produkte

werden über den eigenen Online-Shop

oder ausgewählte Partnershops vertrieben.

www.newseed.de

Die Newseed-Chalkbags lassen sich auf verschiedene

Weisen am Klettergurt befestigen.

8 10/2021 www.outdoormarkt.com


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INDUSTRIE

Weitsicht honoriert

Beim jährlich vergebenen Award „Unternehmer des Jahres“ von Ernst & Young erhielt in Italien nun der CEO von

LA SPORTIVA, Lorenzo Delladio, den Preis in der Kategorie „Consumer & Retail“.

Die Jury von Ernst & Young Global Ltd.

zeichnete im Palazzo Mezzanotte in

Mailand elf italienische Unternehmer aus,

die sich durch ihren Innovationsgeist und

strategische Vision hervorgetan haben – in

einer Zeit, in der sie wegen der Pandemie

vor zuvor kaum je gekannten Problemen

standen. Lorenzo Delladio, CEO von La Sportiva,

dem Marktführer für Schuhe und technische

Bekleidung für Bergsportler, wurde

als „Unternehmer des Jahres“ in der Kategorie

„Consumer & Retail“ ausgezeichnet –

für „die Weitsicht, mit der er einen kleinen

Handwerksbetrieb in eine globale Marke

umgewandelt hat, die außergewöhnlich

hohe Leistung mit italienischem Design

und Stil verbindet“, wie die achtköpfige

unabhängige unter dem Vorsitz von Guido

Corbetta, Professor an der Bocconi-Universität

in Mailand, feststellte.

Global und doch verwurzelt

La Sportiva, dessen Ursprung sich in einem

kleinen Ort am Fuß der Dolomiten befindet,

ist heute ein Global Player im Outdoor-Sektor,

auf über 75 Märkten weltweit tätig und

besitzt einen Exportanteil von über 80 Prozent.

Dabei ist das Unternehmen noch immer

in den Bergen des Trentino verwurzelt, mit

einer starken Bindung an die heimische

Umgebung und den dortigen Menschen.

Feierlicher Rahmen: Im Palazzo Mezzanotte in Mailand wurde die Auszeichnung „Unternehmer des

Jahres“ in der Kategorie „Consumer & Retail“ an La-Sportiva-Chef Lorenzo Delladio vergeben.

„Es sind Jahre der Ungewissheit für uns alle.

Manche Entscheidungen erfordern Mut

und Entschlossenheit, und La Sportiva ist

ein mutiges Unternehmen“, sagte Lorenzo

Delladio. „Diese Auszeichnung als Unternehmer

des Jahres in der Kategorie Consumer

& Retail ist gerade wegen der letzten

beiden Jahre so besonders, die wir hinter

uns haben. Zwei Jahre, in denen es uns

gelungen ist, zu wachsen und gleichzeitig

alle Arbeits plätze zu erhalten – das wichtigste

Ergebnis, welches ich mir als Unternehmer

wünschen kann.“

www.lasportiva.com

Fenix Outdoor

verkauft Brunton

Foto: La Sportiva

Die Fenix Outdoor AG, Besitzer zahlreicher bekannter Outdoor-Marken und Handelsunternehmen, hat die

Marke BRUNTON veräußert. Neuer Eigentümer ist das Unternehmen von David und Lauren Heerschap.

Davis und Lauren Heerschap waren langjährige

Mitarbeiter bei der Outdoor-

Marke Brunton. Seit 10. November sind sie

mit ihrem eigenen Unternehmen die neuen

Besitzer von Brunton. David arbeitet als

Designer und Ingenieur in der Produktentwicklung,

Lauren im Vertrieb. Brunton hat

seine Zentrale in den USA, in Riverton, WY

und ist ein führender Hersteller hochwertiger,

präziser Instrumente und Kompasse.

Die Produkte sind für professionelle Anwender

und Outdoor-Aktivisten konzipiert. Seit

2009 war das Unternehmen ein Teil der

Firmengruppe Fenix Outdoor.

Martin Nordin, Executive Chairman von

Fenix Outdoor, sagt: „Da sich der Kundenstamm

deutlich von dem der weiteren

zur Fenix-Outdoor-Gruppe gehörenden

Marken unterscheidet, sind wir überzeugt,

dass Brunton zukünftig einen stärkeren

Fokus bekommt und das Potenzial hat, sich

noch erfolgreicher weiterzuentwickeln. Ich

freue mich sehr, dass zwei leidenschaftliche

ehemalige Mitarbeiter jetzt Eigentümer

sind.“

In der Übergangsphase wird Brunton

aus den Fenix-Strukturen ausgelagert. Die

Geschäfte werden aus Riverton fortgesetzt.

Das Brunton/Primus-Team in Louisville und

Aurora bleibt unverändert bestehen, wird

künftig allerdings ausschließlich für die

schwedische-Marke Primus tätig sein.ww

www.brunton.com

10 10/2021 www.outdoormarkt.com


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INDUSTRIE

Skischuh-Recycling

Der italienische Schuh- und Skischuhersteller TECNICA will mit seinem „Recycle Your Boots“-Projekt das

Thema Kreislaufwirtschaft für die Skischuhindustrie anstoßen.

Wenn der Lebenszyklus von Skischuhen zu

Ende geht, werden sie bisher meist in der

Restmülltonne entsorgt und landen auf einer

Mülldeponie. Mit dem „Recycle Your Boots“-

Projekt hat der italienische Skischuhhersteller

Tecnica, der zur Tecnica Group gehört, eine

Initiative mit dem Handel gestartet. Bei diesem

neuartigen Kreislaufwirtschaftsprojekt

werden gebrauchte Skischuhe zu Sekundärrohstoffen

recycelt, Ressourcen gespart und

CO 2 -Emissionen reduziert. „Wir wollen jedem

Skifahrer, der ein neues Paar Tecnica-Skischuhe

kaufen möchte, die Möglichkeit geben, seine

alten Schuhe zurückzugeben, egal von welcher

Marke. Tecnica wird das alte Paar in einem

transparenten und nachhaltigen Prozess recyceln“,

erklärt Maurizio Priano, Marketing- und

Brandmanager von Blizzard & Tecnica.

Fotos. Tecnica (2), Millet (1)

Giorgio

Grandin,

Innovationsmanager

der Tecnica

Group.

Sammeln, zerlegen, sortieren, verarbeiten, aufbereiten, wiederverwerten – in einem komplexen

und aufwendigen Prozess werden aus nicht mehr verwendeten Skischuhen neue Sekundärrohstoffe

für neue, hochwertige Produkten gewonnen. Im Einzelnen nachzuverfolgen auch

auf der Website des Unternehmens (siehe unten).

dell“, erklärt Giorgio Grandin, Innovationsmanager

der Tecnica Group. „Wir haben einen voll

integrierten, nachhaltigen Prozess entworfen,

der verschiedene Akteure einbezieht.“

Forscher der Universität Padua in Italien überwachen

den Prozess und messen die Auswirkungen

der Produktion und Entsorgung von Skischuhen,

mit dem Ziel, Emissionen und Ressourcen

in allen Schritten des Prozesses einzusparen.

„Recycle Your Boots“ wurde im Herbst 2021

bei Einzelhändlern in acht Ländern gestartet,

darunter in Deutschland, Österreich, Italien,

Frankreich und Norwegen. Es wird vom LIFE-

Programm, dem Finanzierungsinstrument für

die Weiterentwicklung und Umsetzung der

Umwelt-, Naturschutz-, Energie- und Klimapolitik

der Europäischen Union, finanziert. Diese

Unterstützung von offizieller Seite bestätigt das

Potenzial und die Wichtigkeit des Projekts.

Ausweitung angestrebt

Tecnica strebt eine Ausweitung in weitere europäische

Ländern sowie Nordamerika mit einem

Recycling-Partner an, der in der Lage ist, den

gleichen nachhaltigen und innovativen Prozess

Neues Geschäftsmodell

Hinter „Recycle Your Boots“ verbirgt ein komplexer

und aufwändiger Prozess. Um alte Skischuhe

zu sammeln, abzutransportieren und

zu einem Sekundärrohstoff zu recyceln, arbeitet

Tecnica mit verschiedenen Partnern zusammen.

Alte Skischuhe werden bei Händlern gesammelt

und von Fecam, einem Logistikunternehmen

aus Bozen in Südtirol, in größeren Mengen weitertransportiert.

Die CO 2 -Emissionen, die durch

die Transporte entstehen, werden zu 100 Prozent

kompensiert. Fecam zerlegt die Skischuhe

in ihre Einzelteile. Das Innenfutter wird entfernt

und die Kunststoff elemente von den Metallteilen

getrennt. Alle Teile werden dann zum nahegelegenen

Werk von Laprima Plastics transportiert

und dort in Sekundärrohstoffe umgewandelt,

die in der industriellen Produktion wiederverwendet

werden. Auch die Innenschuhe

werden recycelt und für die neue Polsterung

verwendet. „Recycle Your Boots ist mehr als ein

Recycling-Projekt, es ist ein neues Geschäftsmoabzubilden.

„Der Hauptgrund, warum wir das

Projekt ins Leben gerufen haben, ist, die Kreislaufwirtschaft

in unserer Branche voranzutreiben“,

so Maurizio Priano. „Aber es sollte auch

den Wintertourismus auf den Skipisten, der

im letzten Jahr unter geschlossenen Liften litt,

ankurbeln und Endkonsumenten einen Grund

geben, den Einzelhandel wieder zu besuchen.“

Das Innovationsteam der Tecnica Group

arbeitet bereits daran, die Verwendung des

Sekundärrohstoffs aus dem „Recycle Your

Boots“-Prozess in neue Produkte und neue

Ski- und Skischuhkomponenten zu implementieren.

Außerdem wird bereits bei der Produktion

der neuen Skischuhe darauf geachtet, den

Recycling prozess am Ende der Nutzungszeit

der Skischuhe zu erleichtern. Tecnica will das

Projekt für andere Produkttypen und Marken

öffnen, auch außerhalb der Skischuhindustrie.

„Wir stehen am Anfang einer neuen Art und

Weise, Skischuhe und ihren Lebenszyklus zu

konzipieren“, fährt Giorgio Grandin fort, „Recycle

Your Boots ist keine endgültige Antwort …

aber ein permanenter Ort der Innovation.“

www.blizzard-tecnica.com/de

12 10/2021 www.outdoormarkt.com


Millets

Roadmap

Die französische Bergsportmarke MILLET will bis

2030 ein regeneratives Unternehmen werden – und

baut seine Strategie auf sechs Säulen auf.

Kreislaufwirtschaft, erneuerbare

Ressourcen, nachhaltige

Produktionskette, „Mensch im

Mittelpunkt“,„Climate Lovers“ und

„Give Back“ – das sind die sechs

Eckpfeiler der Nachhaltigkeits-

Roadmap der französischen Bergsportmarke

Marke Millet bis 2030.

Der wichtigste Schritt hin zu

einer Kreislaufwirtschaft mit

nachhaltigeren Produkten, die bis

zum Ende ihrer Anwendung einen

sinnvollen Zweck erfüllen, sei eine

systematische Analyse des Lebenszyklus

dieser Produkte. Bezüglich

der verwendeten Ressourcen will

Millet auf erneuerbare Materialien

setzen, zumal das der größte Hebel

sei, was die Umweltauswirkungen

des Unternehmens betreffe. In der

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Frühjahrs-/Sommersaison 2021

seien 13 Prozent der verwendeten

Materialien erneuerbar oder

hätten geringe Umweltauswirkungen,

wie recyceltes Polyester,

recyceltes Polyamid oder recycelte

Daune. Zunächst widme man sich

aber dem Strom- und Wasserverbrauch

in seinen Gebäuden, um

diesen maßgeblich zu senken. Ab

2022 steigen die Franzosen auf

Strom aus 100 Prozent erneuerbarer

Energie um.

Insgesamt will Millet seine

negativen Umweltauswirkungen

entlang der gesamten Produktionskette

reduzieren. 65 Prozent seiner

Produkte würden in Fabriken

hergestellt, deren Sozial- und

Umweltpraktiken Audits unterworfen

werden. 32 Prozent der Textilwaren

würden in Millets eigenen

Fabriken nahe dem Firmenstandort,

in Ungarn und Tunesien, hergestellt.

Bis 2023 will Millet „eine

hundertprozentige Einsicht in

unsere gesamte Produktionskette“

erreichen. Weiterhin arbeitet das

Unternehmen daran, schädliche

Stoffe aus dem Produktionsprozess

zu eliminieren. 60 Prozent der

Materialien bei Millet trügen die

anerkannten Siegel Oeko-Tex oder

Bluesign. Darüber hinaus seien 76

Prozent der wasserabweisenden

Produkte inzwischen PFC-frei, bis

2025 wolle man die PFCs vollständig

eliminieren. „Mensch im Mittelpunkt“

meint, dass ein positives

Arbeitsklima und das Wohlergehen

der Mitarbeiter, weltweit 720 fest

angestellte, eine große Rolle spielen.

Bezüglich des Klimas hat Millet

eine gezielte Strategie entwickelt.

Die 2020 erstellte CO 2 -

Bilanz ist der erste Schritt. Der

CO 2 -Fußabdruck soll bis 2030

drastisch gesenkt werden auf nur

noch unvermeidbare Emissionen.

Zudem unterstütze das Unternehmen

unter dem Eckpfeiler „Give

Back“ Initiativen für den Schutz

und die Regeneration der Umwelt.

www.millet-mountain.de

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INDUSTRIE

Scandinavian Power

Die SCANDINAVIAN OUTDOOR GROUP (SOG) feiert 20-jähriges Jubiläum. Gründer und aktuelle Führungsfiguren

der heute 67 Mitglieder starken Outdoor-Organisation erklären, was diese so besonders und wichtig macht.

Im Oktober 2001 trafen sich die damals 15

Mitglieder der Scandinavian Outdoor Group

(SOG) in Stockholm erstmals. 20 Jahre Später

sind 67 Premium-Outdoor-Marken aus den

nordischen Ländern in der SOG vereint. Von

den Gründungsmitgliedern sind heute noch

Dale of Norway, Haglöfs, Hestra, Hilleberg,

Icebug, Lundhags, Peak Performance, Primus,

Silva und Tentipi dabei.

Rund ein halbes Jahr vor der offiziellen

Gründung der SOG, im Frühjahr 2001, gab

es auf Initiative von Haglöfs-Mann Martin

Kössler ein Treffen beim Schwedischen

Handelsrat, bei dem die Idee zur Bildung

einer Exportkooperationsgruppe erstmals

einer Reihe von Outdoor-Unternehmen

vorgeschlagen wurde. Dies war die Initialzündung

zur kurz darauf erfolgenden

Gründung der SOG.

„In unseren ersten Jahren stellte jeder

Journalist die gleiche Frage: ,Wie können

Sie kooperieren, Sie sind doch Konkurrenten!‘“,

erinnert sich Kössler, der viele

Jahre als Generalsekretär und Präsident der

SOG fungierte. „Ich bin froh, dass sie falsch

lagen. In 20 Jahren hat die SOG nicht nur

Europas größtes Bildungsprogramm für

Outdoor-Händler etabliert, sie ist auch zu

einem Treiber einer nachhaltigeren und

verantwortungsvolleren Branche geworden,

trug zur Gründung der European

Outdoor Group (EOG) bei und inspirierte

andere Outdoor-Marken, sich zusammenzuschließen

und international zusammenzuarbeiten.

Ich persönlich habe viele

Freunde auf der ganzen Welt gewonnen,

die dieselbe Leidenschaft und dieselben

Werte teilen“, so Kössler weiter.

Fokus auf Messepräsenz

Das Hauptaugenmerk der SOG lag am Anfang

darauf, die Scandinavian Villages auf den

internationalen Messen zu errichten. Zentral

war auch der Fokus auf den deutschen Markt

und die Präsenz in den internationalen

Medien. Der allererste Slogan der SOG war

„It’s more fun to do business with scandinavians“.

Das war eigentlich ein Kommentar

eines Händlers auf der allerersten SOG-Party

für 800 geladene Gäste in der Münchner

Innenstadt am Rande der ISPO.

„Die Bedingung

unserer Stärke ist

Vertrauen.“

David Ekelund, SOG- Vorstands - Vorsitzender

„Es ist unglaublich, dass es 20 Jahre her ist“,

sagt Bo Hilleberg, Gründer von Hilleberg the

Tentmaker und einer der Gründer der SOG.

„Ich habe so viele tolle Erinnerungen. Dank

der SOG habe ich tolle Kollegen und internationale

Kunden aus der Outdoor-Branche kennengelernt.

Meine schönsten Erinnerungen

sind vielleicht die an unsere gemeinsamen

Outdoor-Akademien, wenn wir unsere Kunden

zum Trekking und Skifahren in unsere

skandinavischen Berge einladen.“

Image und Profit

Ziel der SOG war es von Anfang an, das

Image und den Profit der Mitgliedsmarken

auf internationaler Ebene zu stärken, durch

Kooperationen und gemeinsame Projekte.

Die Gruppe glaubt, dass 1+1 durch Zusammenarbeit

3 ergeben kann. Dies soll erreicht

werden durch die Vermittlung bestimmter

Kernbotschaften und -Werte: SOG und seine

Mitglieder stehen für …

… das Erbe und die Traditionen Skandinaviens,

… innovative Premium-Outdoor-Produkte,

geschaffen in Bezug auf die Herausforderungen,

die die Natur uns stellt,

… das Streben danach, Gutes zu tun, für

Mensch und Natur,

… Leidenschaft und Freude. Kooperation.

Wie soll die SOG für die nächsten 20 Jahre

weiter relevant bleiben? „Mein Traum ist

es, dass die SOG noch stärker wird und

zur Nachhaltigkeits-Supermacht wird, als

Speerspitze der Veränderung der Outdoor-

Branche, die ihrerseits eine führende Rolle

bei der Veränderung des Wirtschaftens

insgesamt einnimmt“, sagt David Ekelund,

aktuell Vorsitzender des SOG-Vorstands

sowie CEO der schwedischen Marke Icebug.

„Angesichts der globalen Herausforderungen

wird sich der Zweck des Business

wandeln – von Wachstum und Konsum auf

die Befriedigung relevanter menschlicher

Bedürfnisse mit minimalem Ressourcenverbrauch“,

so Ekelund. „Mit der geerdeten

Verbindung zur Natur, die wir teilen, die

uns dazu bringt, sie zu schützen, können

wir uns gemeinsam darauf konzentrieren,

was wirklich einen Unterschied macht, um

einen Strukturwandel zu bewirken“, fährt

David Ekelund fort. „Die Bedingung dafür

ist Vertrauen. Dies ist das Erfolgsgeheimnis,

„Gemeinsam können wir

mehr erreichen.“

David Nordblad,

SOG- Generalsekretär

das die SOG besser funktionieren lässt als

alle anderen Outdoor-Gruppen, die versucht

haben, uns nachzuahmen.“

Seit dem Sommer hat die SOG einen neuen

Generalsekretär: David Nordblad folgte aus

Sara Wänseth, die die Funktion sieben Jahre

ausgeübt hatte. Nordbald sagt: „Gemeinsam

können wir so viel mehr erreichen und Skandinavien

als Drehscheibe für die Outdoor-

Branche weiter stärken. Erinnern wir uns

an unsere Geschichte und Werte und freuen

uns auf die kommenden Jahre und was wir

gemeinsam erreichen können.“

www.scandinavianoutdoorgroup.com

Fotos: Scandinavian Outdoor Group

Die Zeitleiste zeigt einige wichtige Wegmarken der Scandinavian Outdoor Group (SOG) in den 20 Jahren seit ihrer Gründung.

14 10/2021 www.outdoormarkt.com


outdoor markt

DIE OUTDOOR-

TRENDS 2021!

outdoor.markt-Trophy 2021 Neue Struktur

Die Gewinner des Branchen-Awards

20121! So lief die digitale Verleihung der

outdoor.markt-Trophy. >> Seite 8

FASERN IM BLICK

Isolation, Wasserdichtigkeit,

Nachhaltigkeit – neueste

Entwicklungen in der Stoff- und

Bekleidungstechnologie. >> Seite 4

Traditionsunternehmen Schöffel stellt

sich neu auf und ruht nun auf zwei

Säulen: „Sport“ und „Professional“. >> Seite 16

outdoor markt

Jahrgang 15 | Ausgabe 09 | November 2021 | 4,00 Euro

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Voswinkel Paderborn: Das Sporthaus von Intersport Voswinkel in Paderborn hat nach zweimonatiger

Umbauphase neu eröffnet. Die Verkaufsfläche wurde von 840 Quadratmeter auf 1.250 Quadratmeter

vergrößert. Im Das angebotene Sortiment ist in die Trendspotarten Running, Training, Fitness und Outdoor

aufgeteilt. Eine moderne Warenpräsentation, aktuelle Farb- und Beleuchtungskonzepte sowie ein überarbeitetes

Kundenleitsystem mit klarer Erkennbarkeit der Sportthemen soll das Shopping-Erlebnis verbessern.

Die Verknüpfung von stationären und online Einkaufswelten steht ebenso im Fokus, so sind die Mitarbeiter

beispielsweise mit Tablets als Unterstützung für das Verkaufsgespräch ausgestattet. www.intersport.de

GROSSE Pläne

Fotos: Decathlon (2), Adidas Outdoor (2)

DECATHLON hat seinen Business-Plan für Deutschland bis 2026 vorgestellt. Der französische Sportartikelanbieter

will sich zur Sportplattform wandeln – und deutlich wachsen. Im E-Commerce-Bereich wurde

bereits aufgerüstet, der Ausbau des Filialnetzes soll weitergehen.

In den

Decathlon-

Filialen sollen

Kunden die

Produkte

erleben

können.

Auf rund 2,5 Milliarden Euro

will der französische Sportartikelhändler

und -hersteller

Decathlon laut kürzlich vorgestelltem

Business-Plan seinen Gesamtbruttoumsatz

in Deutschland bis

2026 steigern. Dies wäre mehr als

doppelt so viel wie zuletzt – für

2021 werden knapp eine Milliarde

Euro Umsatz brutto erwartet und

ein Nettoumsatz von 711,7 Millionen.

Ein Plus von 6,6 Prozent

zum Vorjahr. Realisiert werden

soll das enorme Wachstum mit

einer strategischen Neuausrichtung.

Haupttreiber sollen die fünf

Sportfelder „Mobility“, „Outdoor,“

„Wassersport“, „Fitness“ und „Athleisure“

sein. Neben Familien und

Freizeitsportlern rücken zudem

künftig auch ambitionierte Sportler

vermehrt in den Blickpunkt.

Knapp 60 Prozent des angepeilten

Umsatzes soll über das

Digitalgeschäft generiert werden.

Der Onlineshop für Deutschland

trug 2020 schon 28 Prozent bei. Im

Umsatz­ Ranking der deutschen

Onlineshops in der aktuellen Studie

„E-Commerce-Markt Deutschland

2021” des EHI Retail Institutes

ist er zweitstärkster Händler im

Bereich „Sport & Outdoor“.

Mit einem neuen in den Onlineshop

integrierten Marktplatz stärkt

Decathlon diese Säule nun. Bislang

bot der Sportartikelanbieter

circa 46.000 Artikel und 75 Eigenmarken

online an. Nach der Einführung

des Marktplatzes im Oktober

ist das Sortiment nun deutlich

größer, mit circa 200 neuen Marken,

darunter Adidas, Hummel,

Reebok oder deutsche Outdoor-

Marken wie Pyua und ABS.

Ziel: 110 Filialen in Deutschland

Der Kerngedanke der Markenstrategie:

Decathlon will sich vom

Sporteinzelhändler zur ganzheitlichen

Sportplattform entwickeln.

Neben dem verstärkten Fokus auf

E-Commerce beinhaltet das einen

weiteren Ausbau des Filialnetzes in

Deutschland auf 110 Standorte bis

2026. Die Franzosen planen dafür

mit größeren Testflächen und dem

Ausbau von Services wie Reparaturen

oder Second Use. „Unser

jährliches Ziel liegt bei fünf bis

sechs Neueröffnungen pro Jahr”, so

Recep Sari, Leiter der Immobilienabteilung

bei Decathlon Deutschland.

„Der Fokus in unseren Filialen

liegt auf dem Kundenerlebnis und

der Möglichkeit, unsere Produkte

direkt vor Ort zu erleben. Hierfür

brauchen wir auch in Zukunft

große und gute Flächen.”

Aktuell wird allerdings das

bestehende Filialportfolio auf Lage,

Größe und Sortiment überprüft.

Dadurch kommt es in den nächsten

Monaten zu Anpassungen.

Relokalisierung, Zusammenlegung

und der Ausbau bestehender

Standorte sind die Stichworte.

Für 2022 sind Neueröffnungen

in Stuttgart, Augsburg, Hamburg-Oststeinbeck,

Münster und

Bochum geplant. Die Filiale in

Köln-Marsdorf wird auf 8.000

Quadratmeter vergrößert, die Bauarbeiten

werden voraussichtlich

im 1. Quartal 2022 abgeschlossen.

Der Store in Regensburg zieht im

September von Nord nach Süd, hat

dann die doppelte Verkaufsfläche

zur Verfügung. Für 2021 waren und

sind andererseits die Schließungen

der Filialen Posthausen, Offenbach

und Senden, die mit Ulm zusammengelegt

wird, vorgesehen.

„Erste Adresse für Sport“

Zur Strategie gehört bei dem Multisport-Anbieter

auch das Thema

Nachhaltigkeit. Die Franzosen

verweisen darauf, dass 30 Prozent

der Produkte im Sortiment reparierbar

seien und 100 Prozent der

reparierbaren Produkte an den

Servicepoints oder von Kunden

repariert würden. In Deutschland

bietet Decathlon Ersatzteile, Reparatur

und Wartung in den Stores

und mit Onlineberatung. Retouren

werden über Second Use zu einem

günstigeren Preis wiederverkauft.

Über Buyback wird gebrauchte

Sportausrüstung von Kunden

zurückgekauft, bei Bedarf repariert

und dann weiterverkauft.

Das Ziel von Decathlon Deutschland

fasst CEO André Weinert

zusammen: „Wir wollen die erste

Adresse für Sportprodukte in

Deutschland werden.”

www.decathlon.de

Decathlon bietet durch den

neuen Marktplatz nun online

viele Produkte großer Marken.

16 10/2021 www.outdoormarkt.com


HANDEL

Ein Ort, der

inspiriert

Der neue „Adidas Terrex“-

Store in der Sendlinger

Straße in München.

ADIDAS TERREX, die Outdoor-Division von Adidas, hat in München seinen ersten Flagship-Store in Europa

eröffnet. Weitere Läden sollen schrittweise folgen.

In der Sendlinger Straße 18

in München, am Fuße der

Alpen, hat die lokale Outdoor-

Community nun einen neuen

Treffpunkt: den Flagship-Store

von „Adidas Terrex“, der Outdoor-Division

von Sportartikel-

Gigant Adidas. Der Fokus des

neuen Stores liegt vor allem auf

den Bereichen Nachhaltigkeit,

Digitalisierung und Community.

Ein besonders nachhaltiger

Ladenbau, nachhaltige Produkte,

zum Beispiel produziert

aus recyceltem Polyester, oder

spezielle Vor-Ort-Services bilden

Der Store von „Adidas Terrex“ vereint ein breites Angebot mit vielen

hochwertigen Produkten und reichlich Platz zum „Flanieren“.

zusammen mit neuartigen digitalen

In-Store-Innovationen das

Fundament für ein erstklassiges

Erlebnis für die Konsumenten.

Zudem wird großer Wert auf

die Einbindung und den regelmäßigen

Austausch mit lokalen

Communities wie den „Adidas

Runners“ gelegt.

Der Store soll als ein Ort dienen,

der Outdoor-Sport allen

Interessierten zugänglich

macht, Barrieren abbaut und

die modernen Abenteurer

miteinander verbindet. Dies

geschieht beispielsweise durch

regelmäßige Veranstaltungen,

unter anderem mit Athleten,

bei Vorträgen oder Workshops.

Auch das Adidas-Mitglieder-Programm

„Creators

Clubs“ wird im Store erlebbar

gemacht und ermöglicht den

Konsumenten ein nahtloses

Erlebnis zwischen Online- und

Offline-Shopping.

Auf einer Fläche von 370 Quadratmetern²präsentiert

der Store

das gesamte Produkt-Angebot

von „Adidas Terrex“. Kunden

finden dort Kollektionen in den

Kategorien Hike und Mountaineering

sowie Ausrüstung für

Trailrunning, Mountainbiking,

Klettern und Wintersport, die

in enger Zusammenarbeit mit

„ Adidas Terrex“-Athleten entwickelt

wurden.

Neugierig machen

Carla Murphy, General Manager

von Adidas Outdoor, sagt: „Wir

möchten im Herzen Münchens

an einen Ort einladen, der inspiriert,

der neugierig macht und

die Menschen anspornt, mehr

Zeit in der Natur zu verbringen.

Hier ermöglichen wir unseren

Konsumenten, sich miteinander

zu verbinden und unsere Produkte

zu erleben.“

www.adidas.de/outdoor

SICHERHEIT & GRIP

im Taschenformat

nur 230 g (pro Paar, Größe M)

… auf Eis, Schnee und rutschigem Untergrund

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HANDEL

Bergsport-Treffpunkt

Die Bergsport-Marke DYNAFIT hat in München ihren ersten Own-Retail-Store eröffnet – ein neuer Treffpunkt

für Skitourer, Trailrunner und Mountaineerer in der Voralpenmetropole.

für alle Einsatzbereiche

vom wettkampforientierten

Race-Schuh bis

Tourenski-Montage, Bindungseinstellung,

Ersatzteile und Bootfitting.

Für den kommenden Winter

plant die Marke einen

Skibus-Service, mit dem

Von außen nach innen:

Der neue Dynafit-Store

in München.

Seit 12. November präsentiert die

Marke Dynafit der Südtiroler

Oberalp-Gruppe in ihrem neuen

Shop in der Münchner Frauenstraße

30 auf 80 Quadratmetern

aktuelle Kollektionen und passende

Ausstattung für Bergausdauersportler

von Kopf bis Fuß und

fürs ganze Jahr. Im Winter finden

Skibergsteiger komplette Systeme

zum abfahrtsorientierten

Freetouring-Ski.

Im Sommer begeistert Dynafit

mit technischer Ausrüstung für

Trailrunning und Mountaineering.

Neben fachkundiger Beratung bietet

der Dynafit-Store Service wie

Tourengeher an vier ausgewählten

Tagen vom

Zentrum Münchens in Skitourenparks

gelangen. Geschäftsführer

Benedikt Böhm: „Mit dem Shop

möchten wir ein Kompetenzzentrum

und einen Szene-Treffpunkt

für Bergausdauersportler bieten.“

www.dynafit.com

Attraktiver Partner

Fotos: Andreas Jacob (3), Sport 2000 (1)

Der Mainhausener Sporthandelsverbund SPORT 2000 hat in Deutschland im laufenden Jahr bereits

29 neue Unternehmen mit 84 Filialen gewinnen können. Zu den Neuzugängen gehören sowohl Spezialisten

als auch Generalisten sowie Modehäuser mit großen Sportabteilungen.

Sport Krauss in Renningen zum

Jahresbeginn, Kaufhaus Martin

Stolz aus Burg auf Fehmarn

mit 34 Filialen und fünf Jack-

Wolfskin-Stores im September

und Oktober – viele Sport- und

Outdoor-Händler sind 2021 zum

Sport-2000-Verbund gewechselt.

Neben den aufgezählten sind noch

sieben „Outdoor Ole“-Geschäfte

in Norddeutschland zu nennen,

Sport Gundlach in Schwalmstadt,

Sport Modlmair Neuötting und das

Sporthaus Mundt mit drei Standorten.

Insgesamt konnten die Mainhausener

im Laufe dieses Jahres 29

neue Unternehmen mit 84 Filialen

hinzugewinnen.

„Wir freuen uns sehr, in diesen

stürmischen Zeiten für den Handel

als attraktiver und krisenfester

Partner im Markt wahrgenommen

zu werden. Die Vielfalt der

Händler, die wir von unserem

bedarfsgerechten Angebot überzeugen

konnten, zeigt, wie wichtig

ihnen eine enge, an ihren Bedürfnissen

ausgerichtete Betreuung

ist“, sagt Sport-2000-Geschäftsführerin

Margit Gosau.

Mit-Geschäftsführer Hans-Hermann

Deters sieht in der Entwicklung

vor allem die Bestätigung

der strategischen Ausrichtung in

Form des 3-Säulen-Hauses: „Die

ausgewogenen Partner-Struktur

aus Spezialisten, Generalisten

und E-Commerce-Partnern/

Top-Accounts hat in der Pandemie

für außerordentliche Stabilität

gesorgt und damit unsere

Attraktivität als Verbundgruppe

gestärkt. Die neu gewonnenen

Unternehmen zeichnen sich unter

anderem durch eine hohe Qualität

in ihrer Positionierung am

Markt und eine klare Vorstellung

über ihre zukünftige Ausrichtung

aus. Wir freuen uns auf die

Zusammenarbeit mit ihnen und

sind stolz, sie als Partner ab sofort

auf ihrem erfolgreichen Weg in

Zukunft unterstützen zu dürfen.“

www.sport2000.de

18 10/2021 www.outdoormarkt.com


PRODUKTE

ADIDAS OUTDOOR

ZUVERLÄSSIGE PERFORMANCE

Die Skitouring-Softshelljacke „Skyclimb“ von Adidas

Outdoor bietet zuverlässige Performance durch die smarte

Kombination eines atmungsaktiven Designs mit einer

Gore-Tex Infinium-Membran,

die Wind abweist und

leichten Regen sowie Schnee

abperlen lässt – strategisch

am Körper platziert dank

Bodymapping. Die Jacke

sitzt optimal am Körper

und ermöglicht maximale

Bewegungsfreiheit.

Praktische Features wie

elastische Kordelzüge an

Kapuze und Bund, große

Reißverschlusstaschen für

Skifelle und leicht greifbare

Reißverschluss enden machen

die Jacke zum perfekten

Begleiter für die Skitour.

ATLAS

ULTRALEICHT,

FÜR JEDEN TRAIL

Aluminium-Seitenschienen und die „Wrapp MTN“-

Bindung mit „Boa“-Verschlusssystem machen aus dem

Kunststoff-Modell „Helium-MTN“ der Marke Atlas einen

Hochleistungsschneeschuh für jedes Terrain. Er vereint

maximalen Halt und höchsten Komfort. Das Helium-

Lamellensystem verhindert Schneeablagerung am Schuh,

das flexible Helium-Verdeck passt sich dem Gelände an

und optimiert so den Zackengrip. Der „Helium-MTN“ ist

in drei unterschiedlichen Größen erhältlich, die zwischen

1,41 und 1,60 Kilogramm schwer sind und auf ein Körpergewicht

des Benutzers von bis 70 Kilo, 70 bis 115 Kilo

und 90 bis 120 Kilo ausgelegt sind.

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Atmungsaktive und wasser- sowie windabweisende Ski tourenjacke,

optimaler sitz, hohe Bewegungsfreiheit, viele

praktische Features wie elastische Kordelzüge an Kapuze

und Bund oder Reißverschlusstaschen für Skifelle.

www.adidas.de/outdoor

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Helium-Lamellensystem verhindert Schneeablagerung am

Schuh, „Wrapp-MTN“-Bindung mit „Boa“ Verschlusssystem,

Seitenschienen aus Aluminium für extrem guten Halt,

Steighilfe für steile Anstiege.

www.kochalpin.at

REIMA

FÜR WILDE KIDS

Ideal für wilde Skiabfahrten: Der

Reimatec-Skioverall „Pantoniva“

für Kinder ist wasserdicht,

robust sowie schmutz- und

wasserabweisend und mit

vielen praktischen Details

für die Piste ausgestattet –

von der abnehmbaren,

verstellbaren Kapuze

bis zu den verstell baren

Bündchen mit Daumenloch.

Er ist schmal geschnitten,

atmungsaktiv

und verfügt über einen

verstellbaren Taillenbund und

Schneefang. Wichtige Dinge

kommen in die Brust taschen

mit Reißverschluss, und für

den Skipass gibt es eine

spezielle Tasche am Ärmel.

HERBERTZ

KLEINER ZWERG GANZ GROSS

Dieser Mini-Klappspaten aus dem Hause

Herbertz ist der ideale Begleiter beim

Camping, Wandern, Angeln oder einfach als

Notschaufel im Auto bei Eis und Schnee.

Der Spaten aus rostfreiem A3-Stahl verfügt

neben dem normalen Schaufelblatt

mit Sägezahnung zusätzlich über eine

praktische Spitzhacke. Sowohl die

Schaufel als auch die Spitzhacke können

über einen einfachen Drehverschluss im

90- oder 180-Grad-Winkel festgestellt

werden, wodurch sich zahlreiche

Einsatzmöglichkeiten ergeben.

Die Griffstücke aus schwarzem

Kunststoff geben auch bei Nässe

oder Kälte einen guten Halt.

Die Lieferung erfolgt in einem

praktischen Nylon-Etui mit

Gürtelschlaufe.

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Wasserdichter und robuster Kinder-Skioverall für die Piste,

verstellbare Kapuze, verstellbarer Taillenbund, Schneefang,

Brusttasche mit Reißverschluss.

www.reima.com

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Herbertz-Markenprodukt, praktischer Zusatzartikel

besonders für die Wintersaison, sehr breites Anwendungsgebiet

und große Kundengruppe.

www.cjherbertz.de

Fotos: Hersteller

www.outdoormarkt.com

10/2021 19


PRODUKTE

DEUTER

STARK, WENN’S STEIL WIRD

Der „Freescape Pro“ ist konzipiert für anspruchsvolle Mehrtagestouren

mit steilen Zustiegen oder vergletscherten Traversen.

Sein „Alpine“-Rückensystem sorgt für gut belüfteten, sicheren

Sitz und hohen Tragekomfort. Die aufklappbare Rückenöffnung

ermöglicht schnellen Zugriff auf die Ausrüstung im Inneren,

während Ski, Snowboard oder Steigeisen

außen befestigt bleiben können.

Besonders im steilen Gelände punktet

der „Pro“ mit seinem einfachen

Handling dank variabel einsetzbarer

Befestigungsriemen für Ski, Snowboard

oder Steigeisen sowie des

abnehmbaren Helmnetzes. Das

Haupt material des PFC-freien Rucksacks

ist zu 100 Prozent recycelt und

Bluesign-zertifiziert. Der „Freescape

Pro“ wurde bei den „ISPO Awards

2021“ zum „Gold Winner“ in

der Kategorie Snowsports-

Equipment gekürt.

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Tourenrucksack für ambitionierte Bergsteiger, Tragekomfort

dank cleverer Lastverteilung und Belüftung, sichere Befes tigung

und einfaches Handling der Ausrüstung, schneller

Zugriff auf alle wichtigen Teile.

www.deuter.com

ORIGIN OUTDOORS

PLASTIKFREIER TRINKGENUSS

Bei der doppelwandigen Isolierflasche „Pure Steel“ aus

robustem Edelstahl von Origin Outdoors kommt das

Getränk mit keinerlei Plastikstoffen mehr in Berührung.

Sie besticht durch elegantes Design, Trageschlaufe, rutschfestem

Silikonboden und einen Edelstahl- Trinkverschluss.

Der Deckel kann

auch als Trinkbecher

für unterwegs

benutzt werden.

„Pure Steel“ hält

heiße Getränke

lange warm

und kalte Getränke

auch an warmen

Tagen länger kühl.

Die Isolierflasche

ist ideal für unterwegs,

Büro und Freizeit

und erhältlich

in den Größen 0,5 l,

0,75 l, 1,0 l und 1,5 l.

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Plastikfreier Trinkverschluss (Edelstahl), elegantes Design,

mit Trageschlaufe und rutschfestem Boden, mit Trinkbecher.

www.relags.de

STANLEY

SMARTER VERSCHLUSS

Der neue Stanley „Classic Neverleak Travel Mug“

in vier tollen Farben unterstreicht einmal mehr die

Innovations führerschaft der USamerikanischen

Isoliermarke.

Erhältlich ist der Becher in drei

Größen: 250 ml, 350 ml und 470 ml.

Mit seiner doppelwandigen Edelstahl-Vakuumisolierung

halten die

Becher bis 7 Stunden Getränke heiß

(bezogen auf die 470-ml-Variante).

Der smarte Deckelverschluss

ist so konzipiert, dass er in drei

Positionen einstellbar ist: auslaufsicher

verriegelt für den Transport,

geöffnet für ein sicheres Trinken

unterwegs sowie entriegelt zur

Reinigung der Deckelteile. Spülmaschinenfest,

auslaufsicher und BPDfrei

wird der „Neverleak“ schnell

zum Lieblingsbegleiter auf jeder

kleinen und großen Tour.

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Qualitätsprodukt, ikonische Outdoor-Marke Stanley,

nachhaltiges Produkt mit 25-Jahre-Garantie.

www.cjherbertz.de

TATONKA

KOMPAKT, MIT VIEL PLATZ

Der „Rolltop Pack“ von Tatonka ist ausgestattet mit einem

gepolsterten Laptop-Fach, welches durch einen zusätzlichen

Reißverschluss auf der

Rückseite geöffnet werden

kann. Das Hauptfach des

Kurierrucksacks fasst auch

breite A4-Ordner. Eine der

großen Seitentaschen ist in

kleinere Fächer unterteilt und

mit einem Schlüsselhalter

versehen. Sollte der Brustgurt

nicht benötigt werden, kann

dieser in einer zusätzlichen

Schnalle am Schultergurt

eingehängt werden. Mit

diesem System können

auch Fotokamera oder

andere Ausrüstungen am

Schultergurt befestigt werden.

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Große Reißverschlussöffnung mit Zugang zum Hauptfach

auf der Rückseite, große seitliche Reißverschluss tasche

mit Unterteilungen und Schlüsselhalter, gepolstertes

15,4-Zoll-Laptopfach.

www.tatonka.com

Fotos: Hersteller

20 10/2021 www.outdoormarkt.com


PRODUKTE

HELLY HANSEN

LEISTUNGSSTARKES

SKITOUREN-OUTFIT

Für Herbst/Winter 2022 erweitert

Helly Hansen seine „Mountain

Verglas“-Kollektion um das

leistungsstarke „Verglas

BC Jacket“ und die dazu

passende „Verglas BC

Pant“. Speziell für Skitouren

entwickelt, kommt die

Jacke mit „Helly Tech Professional“,

2-Wege-Stretch und

PFC-freier DWR. Während

Recco-Reflektoren für mehr

Sicherheit in den Bergen sorgen,

bieten ein hoher Kragen,

eine verstellbare Kapuze,

Manschetten und Saum sowie

vorgeformte Ärmel Bewegungsfreiheit und Komfort. Auch

die „Verglas BC Pant“ ist mit „Helly Tech Professional“ und PFCfreier

DWR ausgestattet. Details wie vorgeformte Knie, Hosenträger

und Gürtelschlaufen runden das Design der Hose ab.

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Ausgestattet mit „Helly Tech Professional“, PFC-freie

DWR, Recco-Reflektoren, verstellbare Kapuze.

www.hellyhansen.com

REIMA

FÜR PISTE

UND STADT

Die wasser- sowie winddichte und dabei atmungsaktive

Reimatec-Jacke „Luusa“ vom finnischen Spezialisten für

Kinder-Outdoorbekleidung Reima ist sowohl auf der Skipiste

als auch in der Stadt ein Hingucker. Dank recycelter Fasern

ist sie zudem sehr umweltfreundlich. Neben ihrer Funktionalität

und dem taillierten Schnitt

überzeugt diese fürs Skifahren

entwickelte Jacke mit praktischen

Details: Dazu zählen eine

Skipasstasche, innenliegende

Reißverschlusstaschen,

Schlaufen für Kopfhörerkabel,

verstellbare

Bündchen, eine schützende,

abnehmbare

Kapuze und ein komplett

ab- oder an die

Hose anknöpfbarer

Schneefang.

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Vielseitige Kinder-Outdoor-Jacke, wasser- und winddicht,

viele praktische Details wie Skipasstasche oder eine

abnehmbare Kapuze.

www.reima.com

ORIGIN OUTDOORS

ROBUST, GRIFFIG, PRAKTISCH

Zwei Thermobehälter in einem – das ist der „Foodtower“

von Origin Outdoors. Der große verfügt über eine Füllmenge

von 400 Millilitern, der davon abgetrennte kleine Behälter

über eine Füllmenge von 280 Millilitern. Der „Foodtower“

besticht durch Robustheit und den extra Grip dank Soft-

Touch Oberfläche. Der ergonomisch gelochte Griff erleichtert

das Tragen und bietet zudem eine weitere Befestigungsmöglichkeit.

Darüber hinaus

erleichtern die Kulen am Deckel

und Boden das Öffnen. Das

Gewinde der Behälter ist kompatibel

mit weiteren Behältern

der gleichen Serie. Ausgestattet

ist der „Foodtower“ mit einem

klappbaren Edelstahllöffel im

Behälterboden. Er hält Speisen

lange warm oder lange kalt.

Die große Öffnung erleichtert

das Befüllen, Essen und Reinigen.

Ideal für Outdoor,

Schule und Arbeit.

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Soft-Touch Oberfläche, ergonomischer Griff, einfach

zu öffnen, klappbarer Edelstahllöffel, Füllmenge insgesamt

680 ml, kompatibel mit weiteren Behältern.

www.relags.de

ADIDAS OUTDOOR

FUNKTIONAL UND NACHHALTIG

Das neueste Mitglied der „MyShelter“-Familie, bekannt für

eine funktionale und atmungsaktive Konstruktion, eignet

sich für alle Outdoor-Abenteuer inklusive Skipisten-Action.

Die „MyShelter Snow Jacke“ trotz jedem Wetter. Sie besteht

aus funktionalen Recycling-Materialien, der Recycling-Anteil

beträgt mindestens 40 Prozent. Die wasserdichte „Rain-Dry“-

Technologie hält den Träger angenehm

trocken. Die innovative Isolation aus

„Primaloft x Parley Ocean Plastic“

überzeugt ebenfalls durch Nachhaltigkeit,

besteht aus 100 Prozent

recyceltem Plastik. Die Jacke

verfügt über weitere nützliche

Features wie einen elastischen

Schneefang mit Verbindungsmöglichkeit

zur Hose, einen einfach

weitenregulierbaren Bund

oder eine Mesh-Innentasche

zum Verstauen der Brille.

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF

Wetterfeste und nachhaltige pistentaugliche Outdoor-

Jacke, wasserdicht, hält zuverlässig warm, Skipasstasche

mit integriertem Mikrofasertuch, helmkompatible Kapuze

mit Möglichkeit zur Weitenregulierung, Belüftungsreiß -

verschlüsse unter den Armen.

www.adidas.de/wintersport

www.outdoormarkt.com

10/2021 21


Jack Wolfskin: Natascha el Mahmoud (Foto)

besetzt die neue Position General Manager Commercial

Europe. El Mahmoud, bereits seit 2002 bei

Jack Wolfskin, zuletzt als VP Sales, verantwortet

damit die gesamte Omnichannel-Vertriebsstrategie

sowie das Wholesale- und Franchise-Geschäft für Europa. Die Retail

beziehungsweise E-Com-Geschäfte werden jeweils weiterhin von Stefan

Kopp und Patrick Berresheim geleitet. El Mahmoud, Berresheim und Kopp

berichten direkt an CEO Richard Collier. In der neuen europäischen Vertriebsstruktur

unter el Mahmoud gibt es jetzt regionale Abteilungen,

die gezielte Vertriebsstrategien für die verschiedene Märkte entwickeln.

Andreas Keller verantwortet als Director DACH/L weiterhin den strategischen

Kernmarkt von Jack Wolfskin. Meik Hasenstab ist Senior Director

Sales North Europe und Johannes Hell Director Sales East Europe. Sie

tragen die Gesamtverantwortung für ihre jeweiligen regionalen Organisationen

und unterstützen die Umsetzung der unternehmensweiten

Omnichannel-Vertriebsstrategie. www.jack-wolfskin.de

Deuter: Seit Mitte April verstärkt Michael Jakob (Foto)

den Gersthofener Rucksackpionier und Schlafsackhersteller

als Head of International Sales. Der 38-Jährige

berichtet an Gerrit Pfurr, General Sales Manager für alle

Vertriebsbereiche. Neben der Teamleitung bestehen

Jakobs Kernaufgaben aus dem Ausbau des internationalen Geschäfts im

ganzheitlichen Business-Kontext und dem Erarbeiten von Wachstumsstrategien

auf Länder- und Produktgruppen-Ebenen, wie Alpine, Bike,

Hiking, Trekking, Accessoires, Urban, Travel, Family und School sowie

Schlafsäcke. Der studierte Sportökonom betreut zudem die Schwan-

Stabilo-Outdoor-Tochtergesellschaften für Deuter in den USA, China und

Frankreich – und Kanada, UK und Südafrika mit ihren dortigen Distributoren.

Jakob ist durch einen vierjährigen Lebensmittelpunkt in den USA

und seine letzten beruflichen Position bei PrimaLoft als Vice President

of Business Development Europa für den Bereich Outdoor/Sport bestens

mit dem amerikanischen Markt vertraut. www.deuter.com

outdoor.markt erscheint 10x jährlich in der

JAHR MEDIA GMBH & CO. KG

Jürgen-Töpfer-Straße 48, 22763 Hamburg

IMPRESSUM

GGESCHÄFTSFÜHRUNG

Alexandra Jahr

REDAKTION

CHEFREDAKTEUR: Wilfried Spürck

REDAKTION: Tobias Deppner

CHEF VOM DIENST: Tobias Deppner

GESTALTUNG

Redaktionsbüro Wipperfürth GmbH,

Mona Marzouk-Scholz

INTERNET

www.outdoormarkt.com

DIRECTOR MARKETING

Nicolai Schliephack

TEAM Elena Drossidis, Felix Kirsch,

Jennifer Popp, Werner Schlötcke, Sina

Schunk, Kathrin Stapelfeld

marketing@jahr-media.de

PRODUKTION

PRODUKTIONSMANAGEMENT:

Hauke Rieffel (Ltg.), Ilja Badekow,

Sybille Hagen, Andreas Meyer

DRUCK: NEEF+STUMME GmbH,

Schillerstr. 2, 29378 Wittingen

VERTRIEB

Vertrieb Einzelverkauf:

DMV Der Medienvertrieb GmbH & Co.

KG, Meßberg 1, 20086 Hamburg

www.dermedienvertrieb.de

Vertrieb Abonnement:

DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH

Postfach 57 04 02, 22773 Hamburg

www.dpv.de

VERKAUFSPREIS EINZELHEFT: 4,00 €

RECHTE

© outdoor.markt, soweit nicht anders

angegeben. Keine Haftung für unverlangt

eingesandte Manuskripte, Bilder,

Dateien und Datenträger. Kürzung

und Bearbeitung von Beiträgen und

Leserbriefen bleiben vorbehalten.

Zuschriften und Bilder können ohne

ausdrücklichen Vorbehalt veröffentlicht

werden.

ISSN 1865-1216

DIRECTOR SALES

Lasse Drews

Tel: 040 38906-274,

lasse.drews@jahr-media.de,

Rainer Propp

Tel: 040 38906-285,

rainer.propp@jahr-media.d

HEAD OF SALES

Holger Henopp, Tel: 040 38906-292

E-Mail:

holger.henopp@outdoormarkt.com

MEDIA SALES

Frank Holzberger, Tel: 040 38906-460

E-Mail:

frank.holzberger@outdoormarkt.com

SENIOR KEY ACCOUNT MANAGER

Ralf Vogel

Tel: 040 38906-151,

ralf.vogel@jahr-media.de

Thomas Quast

Tel: 040 38906-473,

thomas.quast@jahr-media.de

ANZEIGENPREISLISTE: Nr. 15 vom

1. Januar 2021

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Inland: 40,00 € inkl. Versandgebühr.

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Redaktion OUTDOOR.MARKT,

Schanzenstraße 36,

Gebäude 31a, 51063 Köln,

Tel: 0221 9608-400

E-Mail: info@outdoormarkt.com

V 09

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Fotos: PR

Osprey: Der Rucksackspezialist aus den USA erweitert sein deutschösterreichisches

Team. Christoph Schwer (Foto l.), seit fast drei

Jahren in Deutschland für Osprey tätig, wurde zum DACH Sales

Manager ernannt. Das Vertriebsteam wird zudem mit Jörg Godula

(Foto 2. v. l.) und Martin Kasberger (3. v. l.) erweitert. Verstärkt wird

auch das Marketing-Team in Deutschland, um Marketing-Coordinator

J annika Brandel (Foto). Schwer fokussiert sich zusammen mit Sales

Manager Italy Laura Fagan auf den DACH+IT-Raum. Kasberger und

Godula verstärken das Vertriebsteam im Key-Account-Bereich. Brandel,

früher für Vaude tätig, unterstützt das europäische Retail Marketing

Team seit Oktober von München aus. www.ospreyeurope.com

Mammut: Ursula Ollmaier, bisher Head of People and Culture, ist nun

als Chief HR Officer Teil der Geschäftsleitung. Oliver Arndt, Chief Commercial

Officer, prägte in den vergangenen zwei Jahren die Neuausrichtung

des Bereichs Commercial bei Mammut. Nach mehr als zehn

Jahren bei Mammut verlässt Maximilian Lenk, Chief Product Officer,

aus persönlichen Gründen das Unternehmen Mitte Februar 2022.

www.mammut.com/

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FÜR KINDER IST JEDES

WETTER EINE EINLADUNG

RAUSZUGEHEN

Seit 1944 entwickelt die finnische Marke

Reima funktionelle Outdoorbekleidung für

aktive Kinder von 0–12 Jahren. Mehr als

75 Jahre Erfahrung haben dem Label gezeigt,

dass kleine Details oft den größten Unterschied

machen. Die vielfach ausgezeichneten Reima

Produkte sind sicher, innovativ, nachhaltig

und langlebig. Reima kleidet Kinder von Kopf

bis Fuß und zu jeder Jahreszeit mit den

technisch fortschrittlichsten Materialien.

reima.com

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