09.12.2021 Aufrufe

GASTRO das Fachmagazin 12/21

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D A S F A C H M A G A Z I N Ausgabe <strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

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Ausgabe <strong>12</strong>, Dezember 20<strong>21</strong>, 38. Jahrgang, Österreichische Post AG, GZ 02Z033305 M, H1 Medien & <strong>GASTRO</strong> Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Coverfoto: Tijana / Adobe Stock<br />

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<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Neustart 202<strong>12</strong>022<br />

Es ist – zugegebenermaßen<br />

– nicht immer ganz<br />

leicht, Zuversicht zu bewahren.<br />

Seit bald zwei Jahren<br />

quält uns die Pandemie<br />

jetzt und Österreich taumelt<br />

von einem Lockdown<br />

in den anderen. Das Ärgerliche:<br />

Konnte man die Fehler<br />

des vergangenen Jahres<br />

noch unter „neue Situation“<br />

bzw. „try-and error“ subsummieren,<br />

hätte man im heurigen Herbst durchaus<br />

die Möglichkeit gehabt, auf bestehende<br />

Erfahrungen aufzubauen und vor allem<br />

Expertenmeinungen zu hören. Unausweichlich<br />

war die explodierende Zahl an<br />

Neuinfektionen, war der jüngste Lockdown<br />

(zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses<br />

war leider noch nicht abzusehen,<br />

wann dieser endet) jedenfalls nicht.<br />

Den Schaden haben nun vor allem Gastronomie<br />

und Hotellerie. Nach einen Totalausfall<br />

der gesamten Wintersaison im<br />

vergangenen Jahr wäre ein ähnliches Szenario<br />

heuer eine Bankrotterklärung und<br />

wohl <strong>das</strong> Ende für tausende Betriebe und<br />

zigtausende Arbeitsplätze. Dass jedenfalls<br />

in zwei Jahren hintereinander jeweils<br />

Anfang Dezember kein Mensch weiß, ob<br />

und wann Gastronomie und Hotellerie in<br />

diesem Jahr noch aufsperren dürfen, ist in<br />

einem Land, <strong>das</strong> sich selbst gerne stolz<br />

als „Tourismusweltmeister“ bezeichnet,<br />

ein Skandal erster Güte!<br />

EDITORIAL 3<br />

Aber – wie eingangs erwähnt<br />

– man soll die Zuversicht<br />

ja nicht aufgeben.<br />

Jedenfalls dürfte sich türkis-grün<br />

mit dem fortgesetzten<br />

Lockdown für Ungeimpfte<br />

und mit der ab<br />

Februar angedachten Impfpflicht<br />

(so sie denn tatsächlich<br />

kommt) endlich zu einer<br />

härteren Gangart entschlossen<br />

haben, die hoffentlich Früchte<br />

trägt. Speziell die Stadthotellerie liegt<br />

praktisch seit März letzten Jahres komplett<br />

am Boden und braucht endlich eine<br />

Perspektive. Das Vertrauen vor allem im<br />

Ausland wieder herzustellen, sich als sicheres<br />

Reiseland zu präsentieren, wird<br />

jedenfalls nicht von heute auf morgen<br />

funktionieren. Dazu wird die Regierung<br />

viel Geld in die Hand nehmen müssen<br />

und ÖW-Chefin Lisa Weddig hat hoffentlich<br />

schon ein paar gute Konzepte<br />

in der Tasche, wie sie speziell ihren<br />

Landsleuten Urlaub in Österreich wieder<br />

schmackhaft machen kann.<br />

In diesem Sinne wünscht <strong>das</strong> gesamte<br />

<strong>GASTRO</strong>-Team allen Lesern ein ebenso<br />

besinnliches wie doch möglichst umsatzstarkes<br />

Weihnachtsfest und einen<br />

guten Rutsch ins neue Jahr, <strong>das</strong> uns hoffentlich<br />

endlich wieder zurück zur Normalität<br />

bringt – und zwar zur alten, nicht<br />

zur neuen.<br />

Ihr Kurt HEINZ<br />

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4 INHALT<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Steuer-Tipps Seite 10<br />

Viel besser als ihr Ruf<br />

Aktuell & angesagt<br />

Nachbericht<br />

„Alles für den Gast“ Seite <strong>12</strong><br />

Personelles Seite <strong>12</strong>9<br />

Vorschau & Impressum Seite 130<br />

Winterliche Desserts<br />

Leider hat die spanische Küche<br />

bei uns einen geringeren Stellenwert.<br />

Vor Ort bietet die iberische<br />

Halbinsel viel mehr.<br />

Seite 38<br />

Foto: exclusive-design / Adobe Stock<br />

Food 18 bis 47<br />

Foto: PumpizoldA<br />

Ein köstliches Dessert ist der<br />

perfekte Abschluss für ein gutes<br />

Essen. Das Dessert bleibt in Erinnerung,<br />

sogar wenn der Hauptgang<br />

nicht überzeugend war, und<br />

„versüsst“ auf wunderbare Weise<br />

die ganze Speisenfolge.<br />

Seite 20<br />

Ein süßer Start in den Tag<br />

Konfitüre und Honig gehören bei<br />

vielen Leuten zu einem Frühstück<br />

dazu. Dabei gibt es nicht nur die<br />

unterschiedlichsten Sorten an<br />

Konfitüre bzw. Marmelade oder<br />

Honig, sondern auch verschiedenste<br />

Bezeichnungen, die wir<br />

uns genauer ansehen.<br />

Seite 25<br />

„Reich wird man in der Gastronomie<br />

nicht, aber glücklich!“<br />

Haya Molcho hat als spätberufene<br />

Quereinsteigerin in wenigen Jahren<br />

ein Gastro-Imperium geschaffen<br />

mit Lokalen in halb Europa.<br />

Mit <strong>GASTRO</strong> sprach sie über ihre<br />

Art der levantinischen Küche,<br />

Vertrauen gegenüber Mitarbeitern<br />

und den Mut, anständige Preise<br />

zu verlangen.<br />

Seite 32<br />

Food<br />

Cold drinks 48 bis 69<br />

Foto: Andrea Jungwirth<br />

Foto: Lumixera / Adobe Stock<br />

Zitronen, die würzende<br />

Erfrischung<br />

Frisch, mild-würzig mit saurer<br />

Note, blumig, oder auch ein bisschen<br />

nach Gewürzen, so lässt<br />

sich der Geschmack von Zitronen<br />

beschreiben, doch es dominiert<br />

immer die erfrischende Säure.<br />

Seite 44<br />

Wer hat dem Bier die Hörner<br />

aufgesetzt?<br />

Im Advent haben Bockbiere wieder<br />

Hochsaison – ein Brauch, der<br />

auf die katholische Kirche zurückgeht,<br />

denn der Advent ist – streng<br />

betrachtet – ebenso eine kirchliche<br />

Fastenzeit wie es die Wochen<br />

vor Ostern sind.<br />

Seite 50<br />

Dagegen ist doch ein Kraut<br />

gewachsen<br />

Kräuterliköre haben teilweise eine<br />

über 100 Jahre lange Tradition und<br />

sind aufgrund ihrer Vielseitigkeit<br />

aus keiner gut sortierten Bar wegzudenken.<br />

Seite 58<br />

Cold drinks<br />

Hot drinks 70 bis 81<br />

Merci Sherry!<br />

Udo Jürgens hat bei seinem Welthit<br />

vermutlich nicht an den südspanischen<br />

Wein gedacht, auch<br />

wenn der damals deutlich populärer<br />

war als heute. Es wird Zeit für<br />

eine Renaissance!<br />

Seite 62<br />

„Es muss nicht immer<br />

nur Brut sein“<br />

Champagner ist <strong>das</strong> typische Getränk<br />

als Aperitif und für feierliche<br />

Anlässe. Doch der facettenreiche<br />

„König der Weine“ hat deutlich<br />

mehr Potential, <strong>das</strong> hierzulande<br />

auch langsam entdeckt wird. Der<br />

Konsum steigt derzeit jedenfalls,<br />

speziell in der Gastronomie.<br />

Seite 64<br />

(C)Aroma mit Charme<br />

Der Südtiroler Valentin Hofer betreibt<br />

die Rösterei Caroma und<br />

ist der erste Röstmeister in ganz<br />

Italien, der sich „Kaffee Experte“<br />

und „Chef Diplom Kaffeesommelier“<br />

nennen darf.<br />

Seite 72<br />

Foto: AnitaAugscheller


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong> INHALT<br />

5<br />

Non food 82 bis 111<br />

Foto: Pixabay<br />

Vor- & Nachteile von Edelstahl<br />

Edelstahl in Küchen und im Barbereich<br />

wird immer beliebter – wir<br />

haben beim Küchen-Experten<br />

Mayway nachgefragt, wie man<br />

Edelstahl am besten einsetzt und<br />

pflegt.<br />

Seite 84<br />

„Wir bauen die Vorlieben in den<br />

Speiseplan ein“<br />

Die SV (Österreich) GmbH ist eines<br />

der größten heimischen Unternehmen<br />

in der Gemeinschaftsverpflegung<br />

und seit knapp 20<br />

Jahren auch für <strong>das</strong> leibliche Wohl<br />

von Bewohnern wie Mitarbeitern<br />

dreier Caritas-Heime in Wien verantwortlich.<br />

Seite 88<br />

Neue Ideen für die<br />

Stadthotellerie<br />

Mit Digitalisierung und Umdenken<br />

– so können Stadthotels neue<br />

Gästeschichten ansprechen: Mehr<br />

Leasuregäste statt der wegbrechenden<br />

Business/MICE-Gäste<br />

gewinnen!<br />

Seite 92<br />

Non food<br />

T & H<br />

Foto: sebra / Adobe Stock<br />

Im Einsatz gegen Staub und<br />

Viren<br />

Besondere Zeiten erfordern besondere<br />

Maßnahmen. Das Housekeeping<br />

hat mit dem Umsetzen<br />

der Hygienemaßnahmen alle<br />

Hände voll zu tun, doch besonders<br />

in diesen Zeiten hat Hygiene im<br />

gesamten Betrieb Priorität.<br />

Seite 102<br />

Festliche Tischkultur<br />

In der kommenden Weihnachtszeit<br />

wird wieder bevorzugt in<br />

kleinem Rahmen gefeiert und<br />

gerade deshalb soll der gedeckte<br />

Tisch für den Gast etwas Besonderes<br />

sein.<br />

Seite 106<br />

Die Hotel-Zukunft ist grün!<br />

Und sie muss nachhaltig sein!<br />

Denn Natur hat immer etwas mit<br />

Nachhaltigkeit zu tun und Natur<br />

als Basis gewinnt in der Hotellerie<br />

stetig an Bedeutung. Hoteliers tun<br />

also gut daran,<br />

sich mit diesem Thema intensiv<br />

auseinanderzusetzen.<br />

Seite 114<br />

Tourismus & Hotellerie 1<strong>12</strong> bis <strong>12</strong>7<br />

Foto: Maria Sbytova / Adobe Stock<br />

Tourismus 2022 – wie sieht<br />

die Zukunft aus?<br />

Was braucht der Tourismus, um<br />

wieder auf die Erfolgsspur zu<br />

kommen und dort auch langfristig<br />

zu bleiben? Die Schlüsselworte<br />

sind Sicherheit, kulinarische Erlebnisse,<br />

Emotionen, Digitalisierung<br />

und ein funktionierendes<br />

Miteinander. Eines der größten<br />

Problemfelder ist der evidente<br />

Fachkräftemangel.<br />

Seite 118<br />

Das grüne Tal<br />

Das Pustertal gilt als <strong>das</strong> grünste<br />

Tal Südtirols und zudem trifft hier<br />

auch Österreich auf Italien.<br />

Seite <strong>12</strong>2<br />

Die Marktgemeinde Wiener Neudorf sucht eine/n Pächter/In für <strong>das</strong> neue Restaurant/Sportsbar in der grundlegend<br />

sanierten Sporthalle, welche am 01.10.2022 eröffnet wird.<br />

Alle Informaaonen sowie die Ausschreibungsunterlagen zum Download finden Sie unter<br />

hhp://www.wiener-neudorf.gv.at/ -> Aktuelles.<br />

Die Ausschreibungsfrist endet am 28.02.2022


6 AKTUELL & ANGESAGT<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

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Magazin<br />

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Das Netzwerk<br />

für die<br />

Gastronomie<br />

und Hotellerie<br />

Dynamische Preisgestaltung bei<br />

den Gasteiner Bergbahnen<br />

Intelligenter Tourismus durch Besucherlenkung<br />

und Dynamic Pricing: Mit<br />

dieser Schiene schlagen die Gasteiner<br />

Bergbahnen ein neues Kapitel des Wintersporttourismus<br />

im Salzburger Land<br />

auf. Die dynamische Preisgestaltung<br />

hat <strong>das</strong> Ziel, die Angebotsqualität durch<br />

eine intelligente Besucherlenkung spürbar<br />

zu erhöhen. Der Andrang zu den beliebtesten<br />

Zeiten würde so reduziert und<br />

die Attraktivität der Angebote zu Randzeiten<br />

deutlich erhöht werden. „Wir wollen<br />

den Tourismus intelligenter gestalten<br />

– mit Vorteilen für alle Seiten. Dafür<br />

sind spürbare Veränderungen notwendig,<br />

weshalb wir nun den ersten Schritt<br />

im Bereich Dynamic Pricing gehen“, fasst<br />

Bergbahnen-Vorstand Mag. Franz Schafflinger<br />

zusammen. Zudem werden die<br />

Angebote für Pistentourengeher strukturiert<br />

und bepreist, wodurch die Besucherströme<br />

ebenfalls gezielter gesteuert<br />

werden können.<br />

www.skigastein.com<br />

Digitalisierung ist alternativlos<br />

Die moderne Technik, die bei der Produktion<br />

von Essen zum Einsatz<br />

kommt, ist mittlerweile hochgradig digitalisiert,<br />

um die Prozesse möglichst<br />

effektiv zu gestalten. „Es kann einfach<br />

nicht angehen, <strong>das</strong>s wir trotz wachsender<br />

Anforderungen heute noch immer<br />

unter steinzeitähnlichen Bedingungen<br />

arbeiten“, sagt Lothar Stützle, Leiter der<br />

Neuland-Küche, die zu den Zieglerschen<br />

gehört. Die neueste Technik zur Prozessoptimierung<br />

finden er und seine Kollegen<br />

im kommenden Jahr auf der Intergastra,<br />

der Leitmesse für Hotellerie und Gastronomie,<br />

die vom 5. bis 9. Februar 2022 in<br />

Stuttgart stattfindet. Für Großverpfleger<br />

ist besonders die Fachtagung des Ministeriums<br />

für Ernährung, Ländlichen Raum<br />

und Verbraucherschutz Baden-Württemberg<br />

am Montag interessant. Am<br />

Lothar Stützle, Leiter der Neuland-Küche.<br />

Foto: Landesmesse Stuttgart GmbH<br />

Dienstag findet eine Podiumsdiskussion<br />

„Gastronomie & Retail – neue Geschäftsmodelle<br />

in der Gemeinschaftsgastronomie“<br />

auf der DEHOGA-Bühne<br />

mit Branchengrößen aus der Gemeinschaftsverpflegung<br />

statt.<br />

www.messe-stuttgart.de/intergastra<br />

Foto: Gasteiner Bergbahn AG, Marktl Photography


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8 AKTUELL & ANGESAGT<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

„Ikarus“ im Gourmet-Himmel gelandet<br />

Neuer Stern in der kulinarischen Top-<br />

Liga Österreichs: Das Restaurant „Ikarus“<br />

in Salzburg wurde in der 2022er-<br />

Ausgabe des Guide Gault-Millau erstmals<br />

mit fünf Hauben ausgezeichnet. Diese<br />

Auszeichnung für Martin Klein und<br />

sein Team wurde gründlich überlegt, erklärt<br />

Gault-Millau-Herausgeberin Martina<br />

Hohenlohe: „Das Ikarus ist ein Restaurant<br />

mit einem weltweit einmaligen<br />

Konzept, in dem regelmäßig internationale<br />

Gastköche auftreten, deren Kreationen<br />

dann vom Stammteam umgesetzt<br />

werden. Doch es gibt auch jeden Monat<br />

ein eigenes Ikarus-Menü, <strong>das</strong> ein mehr<br />

als herausragendes Erlebnis bietet. Zudem<br />

sind Weinbegleitung und Service<br />

<strong>das</strong> reinste Vergnügen. Die 5 Hauben sind<br />

hart erarbeitet und redlich verdient.“<br />

Unverändert blieb dagegen die übrige<br />

Riege der Fünf-Hauben-Köche mit je 19<br />

von 20 Punkten: Heinz Reitbauer (Steirereck),<br />

Konstantin Filippou (Konstantin<br />

Filippou) und Silvio Nickol (Silvio Nickol<br />

Gourmet Restaurant, alle Wien) sowie<br />

Karl und Rudolf Obauer (Obauer, Werfen).<br />

„Neueröffnung des Jahres“ ist zudem<br />

<strong>das</strong> „Gourmet Restaurant Hubert<br />

Wallner“ (Koch des Jahres 2020) in Dellach<br />

am Wörthersee: 18 von 20 Punkten,<br />

vier Hauben.<br />

Höhenflug für <strong>das</strong> Ikarus-Team rund um<br />

Martin Klein (2. v. l.).<br />

Foto: Helge Kirchberger Photography / Red Bull Content Pool<br />

info<br />

Weitere spannende Bewertungen des 2022er-Guides:<br />

› Koch des Jahres: Max Natmessnig, „Rote Wand Chef’s Table“, Zug<br />

am Arlberg<br />

› Pâtissière des Jahres: Noemi Krondorfer, Wien<br />

› Sommelier des Jahres: Daniel Schicker, OIS im Mühltalhof,<br />

Neufelden/OÖ<br />

› Wirtshaus des Jahres: Wirtshaus Gallbrunner, Birkfeld/Stmk.<br />

› Entdeckung des Jahres: Jürgen Trummer, Trummer am Obegg,<br />

Spielfeld/Stmk.<br />

› Service Award: Caramé, Velden am Wörthersee/Ktn.<br />

› Newcomerin des Jahres: Clara Aue, Gralhof, Weissensee/Ktn.<br />

› Hotel des Jahres: Waldklause, Unterlängenfeld/T<br />

Rückseite<br />

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Fax: + 49 (0) 52 31/45 82 0 - 99<br />

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Mozart fährt Ski!<br />

Zumindest beinahe! Denn in der neuen<br />

„Flying-Mozart“-Gondel, die ab dieser<br />

Wintersaison in der Skiwelt Amadé zum<br />

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Einem Teil<br />

dieser Ausgabe<br />

von <strong>GASTRO</strong> liegt<br />

eine Beilage der<br />

Intergastra bei.<br />

Einsatz kommt, werden Skifahrer auf<br />

dem Weg zum Gipfel mit Werken von<br />

Mozart begleitet. Die Kombination aus<br />

Ski und Musik bildet die touristischen<br />

Hauptthemen in einer perfekten Kombination<br />

ab und spiegelt sich auch in<br />

den beiden Botschaftern der aktuellen<br />

Winterkampagne des Salzburgerlandes<br />

wider. Einerseits Marcel Hirscher, der für<br />

<strong>das</strong> Skifahren steht und den Kinderskisport<br />

pushen möchte, und andererseits<br />

Rolando Villazón, der vorrangig die Mozartwoche<br />

im Jänner prolongiert.<br />

Einen „Freund für’s Leben“ habe er in<br />

Mozart gefunden, so der Startenor. Sowohl<br />

die Winterkampagne selbst mit<br />

persönlichen „Liebesbotschaften“ der<br />

beiden an den Winter als auch die Präsentation<br />

im Hotel Sacher in Wien zeigt<br />

eines ganz deutlich: Werbung funktioniert<br />

über Emotionen, die wiederum<br />

über Menschen transportiert wird, am<br />

Flying-Mozart wird in der Skiwelt Amadé<br />

zum Einsatz kommen.<br />

Foto: SalzburgerLand Tourismus_Christian Lendl<br />

besten. Und die Kombination der, auf<br />

den ersten Blick, konträren Themen<br />

Musik und Sport, sorgt für zusätzlichen<br />

Anreiz.<br />

www.salzburgerland.com


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

AKTUELL & ANGESAGT 9<br />

Am Wirtshaustisch kommt man zusammen,<br />

um Emotionen und Meinungen<br />

auszutauschen - Die Gaststube<br />

als Kommunikationsdrehscheibe psychosozialer<br />

Hygiene: Eine romantische<br />

Vorstellung - oder erhält <strong>das</strong> Gasthaus<br />

vor allem daraus besondere Relevanz?<br />

Wirtesprecher OÖ Thomas Stockinger<br />

beantwortet dies mit einem klaren Ja,<br />

wenngleich er aus Erfahrung weiß, <strong>das</strong>s<br />

KultiWirt Günther Maurer (li.) und<br />

Wirtesprecher OÖ Thomas Stockinger<br />

sprachen über die Wirtshauskultur .<br />

Fotos: Oberoesterreich Tourismus GmbH<br />

Stammtischkultur: Wunsch oder Wirklichkeit?<br />

der Stammtisch sich verändert. Von der<br />

Informationsplattform der Dorf-Granden<br />

hat er sich vielfach zu einem Treff<br />

Gleichgesinnter entwickelt. Jäger, Sportler,<br />

Trachtengruppen, Damenrunden und<br />

andere setzen sich regelmäßig zu Speis<br />

und Trank zusammen.<br />

Damit dies auch in Zukunft in den<br />

Wirtshäusern geschieht, liegt auch am<br />

Wirt, so der Kirchschlager KultiWirt<br />

Günther Maurer: Der Weg zur Differenzierung<br />

durch Positionierung kann auch<br />

über die Kulinarik führen, so Maurer, der<br />

mit seinem Projekt „Dorfwirte mit Zukunft“<br />

als Coach für Branchenkollegen<br />

auftritt. Auf diese Weise ist es möglich,<br />

beim Gast auch <strong>das</strong> erforderliche Qualitäts-<br />

und Preisbewusstsein zu verankern.<br />

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Slackliner bringen Technik, Präzision und Herzblut ins absolute Gleichgewicht,<br />

um die Grenzen des Machbaren zu verschieben. Die neuen<br />

Benchmark Maschinen verkörpern ebenfalls eine perfekte Balance – aus fein<br />

abgestimmten Technologien und Funktionen, die herausragende Ergebnisse<br />

und optimal koordinierte Abläufe sichern. Wann setzen Sie den Maßstab<br />

in der Wäschepflege?<br />

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Ihre Bestellmöglichkeiten:<br />

Jänner<br />

1 Sa Neujahr<br />

2 So<br />

3 Mo<br />

4 Di<br />

5 Mi<br />

6 Do Hl. Drei Kg.<br />

7 Fr<br />

8 Sa<br />

9 So<br />

10 Mo<br />

11 Di<br />

<strong>12</strong> Mi<br />

13 Do<br />

14 Fr<br />

15 Sa<br />

16 So<br />

17 Mo<br />

18 Di<br />

19 Mi<br />

20 Do<br />

<strong>21</strong> Fr<br />

22 Sa<br />

23 So<br />

24 Mo<br />

25 Di<br />

26 Mi<br />

27 Do<br />

28 Fr<br />

29 Sa<br />

30 So<br />

31 Mo<br />

KW 1<br />

KW 2<br />

KW 3<br />

KW 4<br />

KW 5<br />

KW 2<br />

Februar<br />

1 DI<br />

2 Mi<br />

3 Do<br />

4 Fr<br />

5 Sa<br />

6 So<br />

7 Mo<br />

8 Di<br />

9 MI<br />

10 Do<br />

11 Fr<br />

<strong>12</strong> Sa<br />

13 So<br />

14 Mo<br />

15 Di<br />

16 Mi<br />

17 Do<br />

18 Fr<br />

19 Sa<br />

20 So<br />

<strong>21</strong> Mo<br />

22 Di<br />

23 Mi<br />

24 Do<br />

25 Fr<br />

26 Sa<br />

27 So<br />

28 Mo<br />

März<br />

1 DI<br />

2 Mi<br />

3 Do<br />

4 Fr<br />

5 Sa<br />

6 So<br />

KW 6 KW 10<br />

7 Mo<br />

8 Di<br />

9 MI<br />

10 Do<br />

11 Fr<br />

<strong>12</strong> Sa<br />

13 So<br />

KW 7 KW 11<br />

14 Mo<br />

15 Di<br />

16 Mi<br />

17 Do<br />

18 Fr<br />

19 Sa<br />

20 So<br />

KW 8 KW <strong>12</strong><br />

<strong>21</strong> Mo<br />

22 Di<br />

23 Mi<br />

24 Do<br />

25 Fr<br />

26 Sa<br />

27 So<br />

KW 9 KW 13<br />

28 Mo<br />

29 Di<br />

30 Mi<br />

31 Do<br />

April<br />

1 Fr<br />

2 Sa<br />

3 So<br />

4 Mo<br />

5 Di<br />

6 Mi<br />

7 Do<br />

8 Fr<br />

9 Sa<br />

10 So<br />

11 Mo<br />

<strong>12</strong> Di<br />

13 Mi<br />

14 Do<br />

15 Fr<br />

16 Sa<br />

17 So<br />

18 Mo Ostermontag<br />

19 Di<br />

20 Mi<br />

<strong>21</strong> Do<br />

22 Fr<br />

23 Sa<br />

24 So<br />

25 Mo<br />

26 Di<br />

27 Mi<br />

28 Do<br />

29 Fr<br />

30 Sa<br />

KW 14<br />

KW 15<br />

KW 16<br />

KW 17<br />

Mai<br />

1 So Staatsfeiertag<br />

2 Mo<br />

3 Di<br />

4 Mi<br />

5 Do<br />

6 Fr<br />

7 Sa<br />

8 So<br />

9 Mo<br />

10 Di<br />

11 Mi<br />

<strong>12</strong> Do<br />

13 Fr<br />

14 Sa<br />

15 So<br />

16 Mo<br />

17 Di<br />

18 Mi<br />

19 Do<br />

20 Fr<br />

<strong>21</strong> Sa<br />

22 So<br />

23 Mo<br />

24 Di<br />

25 Mi<br />

26 Do Christi Himmelfahrt<br />

27 Fr<br />

28 Sa<br />

29 So<br />

30 Mo<br />

31 Di<br />

KW 18<br />

KW 19<br />

KW 20<br />

KW <strong>21</strong><br />

KW 22<br />

Juni<br />

1 Mi<br />

2 Do<br />

3 Fr<br />

4 Sa<br />

5 So<br />

6 Mo Pfingstmontag<br />

7 Di<br />

8 Mi<br />

9 Do<br />

10 Fr<br />

11 Sa<br />

<strong>12</strong> So<br />

13 Mo<br />

14 Di<br />

15 Mi<br />

16 Do Fronleichnam<br />

17 Fr<br />

18 Sa<br />

19 So<br />

20 Mo<br />

<strong>21</strong> Di<br />

22 Mi<br />

23 Do<br />

24 Fr<br />

25 Sa<br />

26 So<br />

27 Mo<br />

28 Di<br />

29 Mi<br />

30 Do<br />

www.gastro.at<br />

KW 23<br />

KW 24<br />

KW 25<br />

KW 26<br />

Juli<br />

1 Fr<br />

2 Sa<br />

3 So<br />

4 Mo<br />

5 Di<br />

6 Mi<br />

7 Do<br />

8 Fr<br />

9 Sa<br />

10 So<br />

11 Mo<br />

<strong>12</strong> Di<br />

13 Mi<br />

14 Do<br />

15 Fr<br />

16 Sa<br />

17 So<br />

18 Mo<br />

19 Di<br />

20 Mi<br />

<strong>21</strong> Do<br />

22 Fr<br />

23 Sa<br />

24 So<br />

25 Mo<br />

26 Di<br />

27 Mi<br />

28 Do<br />

29 Fr<br />

30 Sa<br />

31 So<br />

KW 27<br />

KW 28<br />

KW 29<br />

KW 30<br />

August<br />

1 Mo<br />

2 Di<br />

3 Mi<br />

4 Do<br />

5 Fr<br />

6 Sa<br />

7 So<br />

8 Mo<br />

9 Di<br />

10 Mi<br />

11 Do<br />

<strong>12</strong> Fr<br />

13 Sa<br />

14 So<br />

KW 33<br />

15 Mo Maria Himmelfahrt<br />

16 Di<br />

17 Mi<br />

18 Do<br />

19 Fr<br />

20 Sa<br />

<strong>21</strong> So<br />

22 Mo<br />

23 Di<br />

24 Mi<br />

25 Do<br />

26 Fr<br />

27 Sa<br />

28 So<br />

29 Mo<br />

30 Di<br />

31 Mi<br />

KW 31<br />

KW 32<br />

KW 34<br />

KW 35<br />

September<br />

1 Do<br />

2 Fr<br />

3 Sa<br />

4 So<br />

5 Mo<br />

6 Di<br />

7 Mi<br />

8 Do<br />

9 Fr<br />

10 Sa<br />

11 So<br />

<strong>12</strong> Mo<br />

13 Di<br />

14 Mi<br />

15 Do<br />

16 Fr<br />

17 Sa<br />

18 So<br />

19 Mo<br />

20 Di<br />

<strong>21</strong> Mi<br />

22 Do<br />

23 Fr<br />

24 Sa<br />

25 So<br />

26 Mo<br />

27 Di<br />

28 Mi<br />

29 Do<br />

30 Fr<br />

IHR PARTNER<br />

in Sachen<br />

KW 36<br />

KW 37<br />

KW 38<br />

KW 39<br />

0810 100 180<br />

089 370 644 00<br />

Oktober<br />

1 Sa<br />

2 So<br />

3 Mo<br />

4 Di<br />

5 Mi<br />

6 Do<br />

7 Fr<br />

8 Sa<br />

9 So<br />

10 Mo<br />

11 Di<br />

<strong>12</strong> Mi<br />

13 Do<br />

14 Fr<br />

15 Sa<br />

16 So<br />

17 Mo<br />

18 Di<br />

19 Mi<br />

20 Do<br />

<strong>21</strong> Fr<br />

22 Sa<br />

23 So<br />

24 Mo<br />

25 Di<br />

26 Mi Nationalfeiertag (Ö)<br />

27 Do<br />

28 Fr<br />

29 Sa<br />

30 So<br />

31 Mo<br />

KW 40<br />

KW 41<br />

KW 42<br />

KW 43<br />

KW 44<br />

November<br />

1 Di Allerheiligen<br />

2 Mi<br />

3 Do<br />

4 Fr<br />

5 Sa<br />

6 So<br />

7 Mo<br />

8 Di<br />

9 MI<br />

10 Do<br />

11 Fr<br />

<strong>12</strong> Sa<br />

13 So<br />

14 Mo<br />

15 Di<br />

16 Mi<br />

17 Do<br />

18 Fr<br />

19 Sa<br />

20 So<br />

<strong>21</strong> Mo<br />

22 Di<br />

23 Mi<br />

24 Do<br />

25 Fr<br />

26 Sa<br />

27 So<br />

28 Mo<br />

29 Di<br />

30 Mi<br />

<strong>GASTRO</strong>TECHNIK<br />

www.mayway.eu<br />

KW 45<br />

KW 46<br />

KW 47<br />

KW 48<br />

Dezember<br />

1 Do<br />

2 Fr<br />

3 Sa<br />

4 So<br />

5 Mo<br />

6 Di<br />

7 Mi<br />

8 Do Maria Empfängnis<br />

9 Fr<br />

10 Sa<br />

11 So<br />

<strong>12</strong> Mo<br />

13 Di<br />

14 Mi<br />

15 Do<br />

16 Fr<br />

17 Sa<br />

18 So<br />

19 Mo<br />

20 Di<br />

<strong>21</strong> Mi<br />

22 Do<br />

23 Fr<br />

24 Sa<br />

25 So Christtag<br />

26 Mo Stefanitag<br />

27 Di<br />

28 Mi<br />

29 Do<br />

30 Fr<br />

31 Sa<br />

Schädlingsbekämpfung & Taubenabwehr<br />

Monitoring gemäß IFS, AIB, BRC<br />

auch für HACCP – Konzepte geeignet<br />

Hygiene seit 1878<br />

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KW 49<br />

KW 50<br />

KW 51<br />

KW 52<br />

www.haubis.at<br />

10 AKTUELL & ANGESAGT<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

tipp aus der praxis<br />

Kleine<br />

Geschenke …<br />

… erhalten die Freundschaft<br />

und sie sind ein Zeichen<br />

der Wertschätzung und<br />

Anerkennung. Gerade in<br />

diesen schwierigen Zeiten<br />

hängt die Zukunft vieler Betriebe<br />

von oft langjährigen<br />

Stammkunden ab. Sie waren<br />

es, die während der letzten<br />

beiden Jahre den Weiterbestand<br />

ihres Stammlokals gesichert<br />

haben.<br />

Mit einem kleinen „Goodie“<br />

als Dankeschön können<br />

Sie Ihre Kunden überraschen,<br />

erfreuen und damit<br />

Danke sagen für <strong>das</strong> Vertrauen<br />

und die Unterstützung<br />

über zwei Jahre Pandemie.<br />

Dabei kommt es nicht auf<br />

den Preis an, sondern auf die<br />

wertschätzende Geste. Ein<br />

Keks (gut verpackt natürlich)<br />

mit einem Dankeschön<br />

und Festtagswünschen sind<br />

keine große Investition und<br />

machen ein gutes Gefühl –<br />

bei Ihren Kunden und bei<br />

Ihnen.<br />

Wir haben uns heuer für<br />

unsere Kunden etwas ganz<br />

Besonderes überlegt und<br />

eine strikt limitierte Sonderedition<br />

eines weihnachtlich-winterlichen<br />

Sirups<br />

entwickelt, verpackt in einer<br />

eigens gestalteten „Wunderbar“<br />

in einem tollen Design.<br />

Denn auch für mich gilt es<br />

DANKE zu sagen für <strong>das</strong> Vertrauen<br />

und den Mut immer<br />

weiterzumachen – auch in<br />

schwierigen Zeiten.<br />

KR Wolfgang Zmugg, Geschäftsführer<br />

von Grapos.<br />

www.grapos.com<br />

Foto: Grapos<br />

Verlängerung der Corona-<br />

Hilfen, aktuelle Fristen<br />

Lockdown-bedingt werden bereits<br />

bekannte Corona-Hilfen zum Teil<br />

verlängert, zum Teil adaptiert. Um<br />

den Überblick zu behalten, haben wir für<br />

Hoteliers und Gastronomen eine kompakte<br />

Zusammenfassung erstellt.<br />

Ausfallsbonus III<br />

Betrachtungszeitraum November 20<strong>21</strong><br />

bis März 2022, bei einem Umsatzeinbruch<br />

von mind. 40 % zum Vergleichsmonat.<br />

Die Ersatzrate liegt für die Hotellerie<br />

und Gastronomie (wie gehabt)<br />

bei 40%. Maximal 80.000 Euro pro Monat,<br />

bei gleichzeitiger Anrechnung der<br />

Kurzarbeitsbeihilfe. Antragstellung beginnend<br />

ab 16. Dezember 20<strong>21</strong> möglich.<br />

Verlängerung Verlustersatz<br />

Für die Monate Jänner bis März 2022:<br />

Bei einem Umsatzeinbruch von mind.<br />

40% zum Vergleichsmonat kommt eine<br />

Ersatzrate von 70- 90% des Verlustes<br />

zur Anwendung. Maximaler Rahmen <strong>12</strong><br />

Millionen Euro statt bisher 10 Millionen.<br />

Antragstellung ab Anfang 2022.<br />

COVID-19 Kurzarbeit im Lockdown<br />

Für die Zeit des Lockdowns steht in<br />

direkt betroffenen Branchen die ungekürzte<br />

Beihilfe in der Höhe von 100%<br />

bis 31.<strong>12</strong>.20<strong>21</strong> zu. Die Antragstellung ist<br />

bis zu 14 Tage rückwirkend ab Beginn<br />

der Kurzarbeit möglich (für Unternehmen,<br />

die Kurzarbeit während des Lockdowns<br />

beginnen). Änderungsanträge<br />

auf Erhöhung der Ausfallstunden auf<br />

über 50% können bis Ende des aktuellen<br />

Kurzarbeitszeitraumes eingebracht<br />

werden. Die Verpflichtung, mindestens<br />

NovaTouch® Kassensysteme<br />

www.novacom.at<br />

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Wir liefern nicht nur Lebensmittel. Wir liefern Leidenschaft.<br />

<strong>GASTRO</strong><br />

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2022<br />

Mag. Alexander Komarek, Steuerberater,<br />

Wirtschaftsprüfer bei LBG in Wien.<br />

50% der Ausfallzeit von kurzarbeitenden<br />

Lehrlingen für Weiterbildungsmaßnahmen<br />

zu nutzen, entfällt für November<br />

und Dezember 20<strong>21</strong>.<br />

Fristverlängerung früherer<br />

Corona-Hilfen<br />

Die Frist für die Antragstellung zum ursprünglichen<br />

Verlustersatz sowie zum<br />

ursprünglichen Fixkostenzuschuss<br />

800.000 wurde um ein Quartal, von<br />

31.<strong>12</strong>.20<strong>21</strong> auf 31.3.2022 verlängert.<br />

Hinweis: Die Antragsfrist für den seinerseits<br />

verlängerten Verlustersatz<br />

(Betrachtungszeitraum Juli bis Dezember<br />

20<strong>21</strong>) läuft (unverändert) bis 30. Juni<br />

2022.<br />

Wichtiger Hinweis: Verstöße gegen<br />

die COVID-Bestimmungen führen zur<br />

Rückzahlungspflicht erhaltener Corona-Hilfen.<br />

Bei Verwaltungsstrafen, wie<br />

beispielsweise Verstößen im Zusammenhang<br />

mit 2-G-Kontrollen, müssen<br />

die Corona-Hilfen für den Monat zurückgezahlt<br />

werden.<br />

Dieser Ausgabe von <strong>GASTRO</strong><br />

liegt der brandneue<br />

Wand-Kalender für <strong>das</strong> Jahr<br />

2022 bei.<br />

Foto: LBG Österreich GmbH<br />

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Ihre Bestellmöglichkeiten:<br />

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<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

AKTUELL & ANGESAGT 11<br />

Foto: Alpenrose Familux Resort<br />

Ferienhotellerie: 4-Tage-Woche<br />

Dass die Branche der Ferienhotellerie<br />

durch unregelmäßige Arbeitszeiten,<br />

Wochenend- und Feiertagsarbeit<br />

mit Personalmangel zu kämpfen hat, ist<br />

bekannt. Florian Mayer, Geschäftsführer<br />

der Familux Resorts, erklärt die geplanten<br />

Maßnahmen, welche die Arbeitsbedingungen<br />

der Familux Resorts-Gruppe<br />

revolutionieren sollen: „Wir haben unseren<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />

zugehört und eine große, gruppenübergreifende<br />

Umfrage in Bezug auf die Wünsche<br />

und die Zufriedenheit unserer 450<br />

Mitarbeiter(innen) gemacht. Ganz oben<br />

auf der Wunschliste der 1.080 Antworten<br />

in den Fragebögen steht eine ausgewogene<br />

Work-Life-Balance, was uns dazu bewogen<br />

hat, mit Beginn der Wintersaison<br />

in unseren Hotels in Tirol, Oberösterreich<br />

und Bayern die 4-Tage-Woche anzubieten.<br />

Das bedeutet 32 Stunden in Deutschland<br />

bzw. 40 Stunden in Österreich aufgeteilt<br />

auf vier Tage und drei Tage frei für<br />

all jene, die <strong>das</strong> möchten.“ Zu der umfassenden<br />

Initiative zählen neben der 4-Tage-Woche<br />

auch die Einführung der Familux<br />

Academy mit mehr als 90 Kursen pro<br />

Jahr, die dem Wunsch nach mehr Weiterbildungen<br />

nachkommt sowie Sonntagsprämien<br />

und geplante Sabbaticals.<br />

www.familux.com<br />

Foto: daniela_jakob_dachsteinkoenig_-_familux_resort


<strong>12</strong> ALLES FÜR DEN GAST<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Foto: FRBMedia/ChristopherBlank<br />

Licht und Schatten über der<br />

Im vergangenen Jahr fiel die Salzburger Gastro-Fachmesse noch der Pandemie zum Opfer.<br />

Für fünf Tage wurde <strong>das</strong> Messezentrum<br />

Salzburg wieder zur<br />

Gastronomie- und Hotellerie-<br />

Drehscheibe Österreichs. Vom<br />

6. bis 10. November präsentierten über<br />

540 Aussteller auf der „Alles für den<br />

Gast“ ihre Produkte, Services und Visionen<br />

für die Zukunft. <strong>21</strong>.897 Fachbesucher<br />

erlebten nach der coronabedingten<br />

Absage im Vorjahr die ganze<br />

Bandbreite der Gastronomie und Hotellerie.<br />

Wobei man diese Zahlen in die<br />

richtige Relation setzen muss: Bei der<br />

2019er-Ausgabe der Salzburger Fachmesse<br />

waren es noch 751 Aussteller<br />

und knapp 45.000 Besucher.<br />

„Die ‚Alles für den Gast‘ hat einmal<br />

mehr gezeigt, <strong>das</strong>s sie trotz der derzeitigen<br />

Umstände Österreichs größte<br />

Fachmesse ist. Dies zeigt, wie wichtig<br />

der Tourismus, die Hotellerie und Gastronomie<br />

in unserem Land sind“, freute<br />

sich Barbara Leithner, COO von RX<br />

Austria & Germany, trotz allem.<br />

Keine „Messetouristen“<br />

Natürlich habe sie die „Alles für den<br />

Gast“ wirtschaftlich schon einmal<br />

glücklicher gemacht, aber emotional<br />

gesehen sei die Messe für die Branche<br />

enorm wichtig gewesen, so Leitner<br />

weiter. „Dass die Flut an Messetouristen<br />

dieses Jahr ausgeblieben ist,<br />

sahen eine Vielzahl unsere Aussteller<br />

nicht als Nachteil. Im Gegenteil: Noch<br />

nie hätte man qualitativ so hochwertige<br />

Gespräche führen können. Denn jene<br />

Menschen, die dieses Jahr unsere Messe<br />

besucht haben, hatten einen klaren<br />

Fachbesucher-Anspruch.“<br />

Das deckt sich durchaus mit den Eindrücken,<br />

die man selbst bei Gesprächen


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong> ALLES FÜR DEN GAST<br />

13<br />

Der Salzburger Lokalmatador war die einzige namhafte<br />

heimische Brauerei auf der Messe.<br />

Emotional gesehen war die Messe für die Branche enorm<br />

wichtig.<br />

„Alles für den Gast“-Messe<br />

Heuer feierte sie – wenn auch etwas verkleinert – Wiederauferstehung. <br />

Von Clemens Kriegelstein<br />

mit Ausstellern bekommen konnte. Einige<br />

beklagten sich über den in Relation zu<br />

anderen Jahren flauen Besucherandrang,<br />

manche hatten mit der neuen 2-G-Regelung<br />

für ihre Mitarbeiter zu kämpfen,<br />

die mitten in die Messezeit hineinfiel,<br />

aber andere waren mit der Qualität der<br />

geführten Gespräche durchaus zufrieden.<br />

Eine bayrische Brauerei sprach sogar<br />

von der für sie „erfolgreichsten Messe<br />

überhaupt“. Apropos Brauereien: Dass<br />

der Salzburger Lokalmatador die einzige<br />

namhafte heimische Brauerei auf der<br />

Messe war, konnte einem auch zu denken<br />

geben. Aber auch viele andere große<br />

Unternehmen und Messe-Stammgäste<br />

glänzten dieses Jahr durch Abwesenheit.<br />

Was umgekehrt etliche kleinere Aussteller<br />

freute, die es so von den Wartelisten<br />

in die Messehallen schafften.<br />

Kein kalter Kaffee und innovative<br />

digitale Lösungen<br />

Erwähnenswert sind jedenfalls auch die<br />

Side-Events: Bei den diesjährigen “Austrian<br />

Coffee Championships” etwa,<br />

veranstaltet von SCA Austria, ging es<br />

brühheiß her. Den Titel des “Barista<br />

Champions” gewann Junior Vargas, der<br />

nun zur Weltmeisterschaft fährt. Beim<br />

Brewers Cup überzeugte Martin Wölfl<br />

die Jury und im Cup Tasting holte Bojan<br />

Pasic den verdienten Sieg.<br />

Spannend auch der GastroHackathon,<br />

veranstaltet von Dishtracker. In 24<br />

Stunden musste für ein konkretes Problem<br />

aus der Gastronomie, Hotellerie<br />

oder dem Tourismusbereich eine digitale<br />

Lösung entwickelt werden. Gewonnen<br />

hat <strong>das</strong> Team “Gleap” mit ihrer Lösung<br />

der automatisierten Websiteerstellung<br />

über einen Chatbot.


14 ADVERTORIAL<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Die besten Wirte in OÖ<br />

Die einfach-echt-ehrlich-Wirte Kampagne – die Sieger! <br />

© Netzwerk Kulinarik/pov.at<br />

nachrichten.at/genussland<br />

Nominiere deinen<br />

Lieblingsgastronom,<br />

der Regionalität<br />

echt und ehrlich<br />

serviert!<br />

Wer ist der Beste im ganzen<br />

Land? Diese Frage galt es, bei<br />

der OÖ Genussland-Challenge<br />

zu beantworten! Der Beste<br />

in diesem Fall ist jener Genussland OÖ-<br />

Wirt, der die Regionalität seiner Produkte<br />

in Kooperation mit seinen Produzenten<br />

am besten sichtbar macht und dies<br />

seinen Gästen auch kommuniziert. Wirte<br />

waren aufgerufen, ihre Gäste mit ihren<br />

regionalen Köstlichkeiten zu überzeugen<br />

und zum Voten zu animieren. Ausgeschrieben<br />

wurde die Challenge von Genussland<br />

Oberösterreich in Kooperation<br />

mit den OÖ Nachrichten und <strong>das</strong> Ziel<br />

war es, die Herkunftsbezeichnungen auf<br />

der Speisekarte und damit auch regionale<br />

Lieferanten ins Scheinwerferlicht zu rücken.<br />

Damit man weiß, woher‘s kommt.<br />

Die Gäste waren aufgerufen, Fotos von<br />

regionalen Lieblingsspeisen ihrer Lieblingswirte<br />

hochzuladen und unter #einfachechtehrlich<br />

zu teilen. Die Fachjury<br />

warf dann ihr strenges Auge auf die Spezialitäten<br />

und kürte die Sieger in fünf<br />

Regionen. Deren Rezepte zum Nachkochen<br />

findet man auf genussland.at,<br />

ebenso wie alle Genussland-Wirte, die<br />

regionale Speisen anbieten. Im Folgenden<br />

stellen wir die Siegerwirte gemeinsam<br />

mit ihren Produzenten vor.<br />

www.genussland.at<br />

Genussland_09994_Inserat_OOEN_272x100mm_RZ_yk.indd 1 27.08.<strong>21</strong> 09:35<br />

Nummer 1 im Mühlviertel: Der Schlagerwirt<br />

Most, Fruchtsäfte, Edelbrände, Liköre,<br />

naturbelassener Käse, hausgemachte<br />

Marmeladen und Pesenbachtaler<br />

Weideochsen sowie Hausschweine:<br />

Am Schlagerhof, der Landwirtschaft<br />

von Elisabeth und Bernhard Berger<br />

in Bad Mühllacken, liegt die Basis<br />

für den gastronomischen Betrieb des<br />

Schlagerwirtes. Hier werden nach alten<br />

überlieferten Rezepten und in bester<br />

Qualität Spezialitäten der regionalen<br />

Küche gekocht. Der preisgekrönte<br />

Fruchtsaft des Hausherrn und langjährigem<br />

Genussland-Partner spricht<br />

eine eindeutige Sprache. Zum Gratulieren<br />

kam dann auch gleich Gertrude<br />

Leitner von Leitner- Ei aus Lichtenberg.<br />

„Wir haben viele treue Partner<br />

und schauen beim Preis nicht auf jeden<br />

Cent“, so Elisabeth Berger. Ihr persönlicher<br />

Tipp eine regionale Köstlichkeit<br />

sind die Wildhascheeknödel, die sie mit<br />

pikantem Kürbiskraut serviert und anschließend<br />

gibt’s <strong>das</strong> Maroni-Tiramisu<br />

mit dem Eidotter der Freilaufhennen<br />

von Lieferantin Gertrude Leitner.<br />

Die Küchenchefin ist aber auch für ihren<br />

Leberschädl, den Schweinsbraten<br />

aus dem Holzofen und die gebackenen<br />

Speckknödl bekannt.<br />

www.schlagerwirt.at<br />

Schlagerwirtsleute Elisabeth und Bernhard Berger<br />

mit ihrer Eierlieferantin Gertrude Leitner .<br />

Foto: Karin Haas


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong> ADVERTORIAL<br />

15<br />

Nummer 1 im Innviertel: Der Wirt z‘Weissau<br />

Seit 17 Generationen im Familienbesitz,<br />

wird im Innviertler Gasthaus<br />

„Wirt z‘Weissau“ in Lochen am (Matt)<br />

See auch bereits seit 1557 gekocht. Das<br />

„Zapfrecht“ ist beinahe ebenso alt. Naheliegend<br />

also, <strong>das</strong>s der Wirt z’Weissau<br />

mit der jüngsten Generation, Daniel<br />

Strobl und seine Frau Verena, im<br />

Anwesen ebenfalls groß aufkocht.<br />

Daniels Mama steht noch immer<br />

in der Küche und auch der Papa hilft<br />

mit. Genussland-Wirt Daniel Strobl<br />

ist nicht nur mit Facebook und Instagram<br />

auf Du und Du, sondern auch mit<br />

vielen regionalen Lieferanten. Die „Laberl“<br />

seines Regional- Burgers werden<br />

dank Weide-Ochsen vom zwei Minuten<br />

entfernten Lippengut hergestellt.<br />

Die pikanten Topfenknödl im Sesammantel,<br />

ebenfalls ein Renner beim<br />

Wirt z‘Weissau, erhalten ihr Aroma<br />

vom Bröseltopfen der Familien-Käserei<br />

Höflmaier in Lochen. Auch dort<br />

blickt man auf reichlich Erfahrung<br />

zurück, denn in der Käserei wird seit<br />

1931 gekäst. Was durch den Bergkäse<br />

auf der Lasagne beim Wirt z‘Weissau<br />

ebenfalls zu schmecken ist. Der<br />

Innviertel-Sieger der Wirte-Challenge,<br />

Genussland-Wirt Daniel Strobl,<br />

Die Gastronomen<br />

Verena und<br />

Daniel Strobl (v.l.),<br />

mit ihren Lieferanten<br />

Thomas und<br />

Josef Höflmaier jun.<br />

mit ihrem „besten<br />

Eck vom Käse“.<br />

Foto: Karin Haas<br />

ist „natürlich“ auch AMA-zertifiziert.<br />

„Wir kaufen so nah wie möglich ein“,<br />

so Strobl. Die Nudeln kommen von der<br />

Familie Paischer aus Munderfing und<br />

finden in einer veganen „Bowl“ ihren<br />

Platz. Tradition trifft hier eindeutig auf<br />

Innovation.<br />

www.wirt-weissau.at<br />

Nummer 1 im Salzkammergut:<br />

Das Weinhaus Attwenger<br />

Wer kennt es nicht, <strong>das</strong> Weinhaus Attwenger im Herzen der Kaiserstadt<br />

Bad Ischl. Die denkmalgeschützte Villa ist für Gourmets keine<br />

unbekannte Adresse. Seit sechs Jahren führt dort Küchenchef Tobias<br />

Fers mit Gattin Nadine als Pächter <strong>das</strong> Genuss-Regiment. Sohn Timothy<br />

Jack kreiert als Patissier regionale Produkte zu süßen Versuchungen,<br />

Tochter Naomi Lina Marie bringt <strong>das</strong> Ganze fachgerecht zum Tisch.<br />

Das weitgereiste Gourmet Paar bringt viel Erfahrung aus ausländischen<br />

Küchen mit und setzt es gekonnt mit regionalen Produkten genussvoll<br />

um. „Wir kochen seit jeher regional und nachhaltig und bringen so den<br />

ursprüngliche Geschmack der Zutaten zur Geltung“, sagt Tobias Fers.<br />

Der Genussland-Wirt ist AMA-zertifiziert und freut sich, <strong>das</strong>s ehrliche<br />

Qualität nun einmal mehr honoriert wird. Mit dem „Weinhaus Attwenger“<br />

als Salzkammergut-Sieger der Wirte-Challenge steht ein Wirt auf<br />

dem Stockerl, dem die Kombination aus internationaler Erfahrung und<br />

regionaler Produkte bestens gelungen ist. Gewinner sind aber auch die<br />

regionalen Lieferanten, wie es zum Beispiel die „Eiermacher“ mit Chef<br />

Manfred Söllradl in Kremsmünster sind. Deren Entenbrust serviert Tobias<br />

Fers mit Rotkraut und Serviettenknödl.<br />

www.restaurant-attwenger.at<br />

Tobias und Nadine Fers mit Bio-Entenbrust<br />

und Kasnudel. Foto: Karin Haas<br />

Foto: Manfred Söllradl<br />

Manfred Söllradl sorgt für regionales Geflügel.


16 ADVERTORIAL<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Nummer 1 im Traunviertel: Der Kirchenwirt<br />

Ein Vierkanter aus dem 18. Jahrhundert<br />

ist <strong>das</strong> Reich von Christoph<br />

Enengl und seiner Gattin Nadine, komplettiert<br />

wird <strong>das</strong> Genussland-Team<br />

von Vater Erich und Mutter Maria. Seit<br />

2017 wird hier im Kirchenwirt in Kirchberg-Thening<br />

regional und nachhaltig<br />

im Dienste des Genusses gekocht.<br />

Enengls Parade-Gericht ist ein – natürlich<br />

– regionaler Hirschrücken, der mit<br />

Speckbohnen, Hokkaidokürbis-Pürree,<br />

Maroni und selbst eingelegter Portweinbirne<br />

serviert wird. Der Traunviertel-Sieger<br />

der Wirte-Challenge weiß,<br />

wo gute, regionale Produkte zu Hause<br />

sind. Zum Beispiel bei Max Hirschvogel:<br />

Der Lieferant bringt seine Säfte<br />

und den beliebten Speckbirnen-Cider<br />

aus Thening zum Hirschrücken mit.<br />

Oder auch den „Drink Pink“, ein rosa<br />

Cider, sowie Apfel-Ingwer-Saft – ganz<br />

wie es am besten zu den Speisen passt.<br />

Seit 2017 schaukelt der junge Mann<br />

den Vertrieb des Gutes mit 25 Hektar<br />

und 13.000 Obstbäumen, den sein Vater<br />

Wilfried Hirschvogel aufgebaut hat.<br />

Regionalität im Glas gehört beim Kirchenwirt<br />

dazu.<br />

Regionalität ist für Kirchenwirtin<br />

Nadine Enengl selbstverständlich: „Wir<br />

Christoph (li.) &<br />

Nadine Enengl<br />

mit dem Hirschrücken<br />

und<br />

Lieferant Max<br />

Hirschvogel<br />

mit Trend-Cider<br />

„Drink Pink“.<br />

Foto: Karin Haas<br />

kochen Marmelade ein, machen Pesto<br />

und sogar Erdbeer-Sirup.“ Neben<br />

der Regionalität gilt ihre Leidenschaft<br />

auch dem Wein, deshalb betreibt <strong>das</strong><br />

Genussland-Wirtspaar eine kleine, feine<br />

Vinothek mit dem Besten aus regionalen<br />

Rebsorten.<br />

www.kirchenwirt-kirchberg.at<br />

Nummer 1 im Hausruckviertel:<br />

Das Gasthaus „Alfons“<br />

Herzlich bei der Gastfreundschaft, regional<br />

in der Küche. Das Gasthaus<br />

„Zum Alfons“in Rutzenham (Bezirk<br />

Vöcklabruck) haben Alfons Baldinger<br />

und seine Frau Dorothe 1998 in dritter<br />

Generation übernommen und ein<br />

wenig umgebaut. Seither stehen drei<br />

Alfons Baldinger (li.) und<br />

sein Bieressig mit Gattin<br />

Dorothe und Gewürz-Lieferant<br />

Johann Perner.<br />

Foto: Karin Haas<br />

Bierkessel in der Gasthausbrauerei<br />

mit Chef Alfons Baldinger, der immer<br />

fröhlich und mit Hut, die personifizierte<br />

Gastlichkeit ist und dem obendrein die<br />

Ideen nie ausgehen. Bieressig und Bierhonig<br />

sind seit kurzem die Renner: „Unsere<br />

Essigwurst mit Bieressig ist einzigartig“,<br />

sagt Gattin Dorothe, die von<br />

Tochter Diana, der Wirtschafts-Studentin,<br />

ebenso unterstützt wird, wie<br />

von Sohn Alfons IV., 14 Jahre jung.<br />

In der Gasthausbrauerei ist <strong>das</strong><br />

Braumeisterschnitzel, ein Hühner-Naturschnitzel<br />

mit Sauce aus regional gekauften<br />

Champignons der Renner. Davor<br />

gibt’s die Suppe mit hausgemachtem<br />

Leberknödl, und wer möchte, <strong>das</strong><br />

selbstgebackene Brot. Die Gewürze<br />

dafür kommen von Landwirt Johann<br />

Perner, der in Pilsbach mit Gattin Birgit<br />

den Hof „Braun z‘ Schmidham“ betreibt.<br />

Der „Gewürzschäfer“ betreibt<br />

eine Merinoschafzucht und kultiviert<br />

Gewürze wie Kümmel, Blaumohn, Koriander,<br />

Fenchel, Anis und Leinsamen.<br />

Aber auch kalt gepresste Öle hat er im<br />

Angebot.<br />

www.zum-alfons.at


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

AKTUELL & ANGESAGT 17<br />

ÖHV-Kongress auf Mai<br />

verschoben<br />

Screenshot von www.oehv.at/kongress<br />

Die Corona-Lage und vor allem der absehbare Mitarbeitermangel<br />

machen inzwischen schon die Planung für Großveranstaltungen<br />

im kommenden Jahr schwierig. Die ÖHV<br />

hat daher beschlossen, ihren 30. Jahreskongress von Jänner<br />

auf 2. – 4. Mai zu verschieben. Austragungsort soll die<br />

Wiener Hofburg bleiben. Am Kongressthema – „Lebensläufe.<br />

Arbeitswelten neu denken“ – will man festgehalten: „Die<br />

Unternehmen investieren viel in flexible Arbeitszeiten, lebenslanges<br />

Lernen und Mitarbeiterunterkünfte. Auf der<br />

überbetrieblichen Ebene gibt es mindestens genauso viel zu<br />

tun, wenn sich Unternehmer nicht einmal im ‚Jännerloch‘<br />

zwei Tage aus dem Betrieb nehmen können – bei voraussichtlich<br />

400.000 Arbeitslosen.“, so ÖHV-Generalsekretär<br />

Dr. Markus Gratzer. <br />

www.oehv.at/kongress<br />

Kurzarbeit bis Ende<br />

März 2022 verlängert<br />

Die Regierung hat <strong>das</strong> Modell der Kurzarbeit bis Ende März<br />

nächsten Jahres verlängert. Außerdem erhalten Mitarbeiter,<br />

die seit März 2020 mindestens 10 Monate in Kurzarbeit<br />

waren und im November 20<strong>21</strong> immer noch in Kurzarbeit<br />

sind, im April 2022 einen Bonus von 500 Euro, sofern deren<br />

Bruttolohn weniger als 2.775 Euro beträgt.<br />

Da Mitarbeitern während des Lockdowns bei Kurzarbeit<br />

nicht nur einen Teil ihres Einkommens verlieren, sondern<br />

zusätzlich Trinkgeld, wird es ab Dezember im Rahmen der<br />

Kurzarbeit außerdem wieder eine Trinkgeldpauschale geben.<br />

Sie wird so abgewickelt, <strong>das</strong>s die Bemessungsgrundlage<br />

für die Vergütung um fünf Prozent erhöht wird und die<br />

Unternehmen gegenüber dem AMS erklären, <strong>das</strong>s sie Bemessungsgrundlage<br />

und Vergütung entsprechend anheben.<br />

DerFeigl hat‘s –<br />

der Feigl bringt‘s


Seite 18 bis Seite 47<br />

Food<br />

Winterdessert<br />

Das Beste kommt zum<br />

Schluss: Ein köstliches<br />

Dessert ist der perfekte<br />

Abschluss für ein gutes<br />

Essen. Das Dessert bleibt<br />

in Erinnerung, sogar wenn<br />

der Hauptgang nicht überzeugend<br />

war, und „versüßt“<br />

auf wunderbare Weise die<br />

ganze Speisenfolge.<br />

Seite 20<br />

Portrait<br />

Cross-Over-Fusionsküche:<br />

Haya Molcho hat als spätberufene<br />

Quereinsteigerin<br />

in wenigen Jahren ein Gastro-Imperium<br />

geschaffen<br />

mit Lokalen in halb Europa.<br />

Ein Gespräch über levantinische<br />

Küche, Vertrauen<br />

gegenüber Mitarbeitern<br />

und den Mut, anständige<br />

Preise zu verlangen.<br />

Seite 32<br />

Ethnofood<br />

Viel besser als ihr Ruf:<br />

Leider hat die spanische<br />

Küche in unseren Breiten,<br />

im Gegensatz zu anderen<br />

Mittelmeer-Regionen, einen<br />

eher geringeren Stellenwert.<br />

Vor Ort bietet die iberische<br />

Halbinsel allerdings viel<br />

mehr als nur Paella & Co.<br />

Seite 38


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

AKTUELLES 19<br />

Mit Putz und Stingl<br />

Ratzeputz!<br />

Text & Foto: Andrea Jungwirth<br />

Käsereste finden sich in fast jedem Kühlschrank<br />

nicht-veganer Haushalte und vor allem in den Kühlräumen<br />

von Hotelküchen. Eine große Sortenwahl<br />

bei Käsebuffets am Abend ist geradezu ein Muss.<br />

Es fallen reichlich Käsereste an oder auch Stücke,<br />

die nicht mehr so ansehnlich sind, da bereits etliche<br />

Gäste etwas heruntergeschnitten haben. Das<br />

ändert aber nichts am hervorragenden Geschmack<br />

und an der Qualität. In einfachen und vor allem<br />

schnell bereiteten Käsestangerln lassen sich die<br />

Reste knusprig verwerten, sie passen zu etlichen<br />

Vorspeisen oder Salaten.<br />

Kürbiskernstangerl mit Käse<br />

Zutaten:<br />

2 Packungen Butterblätterteig à 270 g, 100 g Parmesan<br />

oder würziger Bergkäse oder gemischte<br />

Käsereste, gerieben, 100 g Kürbiskerne, 2 Esslöffel<br />

Sesam, 1 Ei<br />

Zubereitung:<br />

Kürbiskerne grob hacken. Einen Blätterteig mit<br />

verquirltem Ei bestreichen, mit Sesam, Käse und<br />

Kürbiskernen bestreuen. Den zweiten Blätterteig<br />

auf den Belag legen und den Teig mit einem Nudelholz<br />

andrücken.<br />

Den Blätterteig mit einem Messer der Länge<br />

nach in etwa 2 cm breite Streifen schneiden. Die<br />

Streifen an beiden Enden halten und die Enden<br />

in entgegengesetzte Richtungen drehen.<br />

Die Streifen auf ein mit Backpapier ausgelegtes<br />

Backblech legen und im Backrohr bei 220 Grad<br />

Celsius etwa 15 Minuten knusprig backen.<br />

Süße Verführungen<br />

Backwarenspezialist<br />

Edna hat jüngst sein<br />

neuestes Sortiment an süßen<br />

Naschereien präsentiert.<br />

Mit dabei ist z.B.<br />

› Mini-Apfelschnecke<br />

mit saftigen Apfelstücken:<br />

Der feine<br />

Zuckermantel auf dem<br />

Gebäck karamellisiert<br />

beim Erwärmen leicht und sorgt so für ein besonderes<br />

Geschmackserlebnis. Als süßes Fingerfood, beim Flying Buffet<br />

oder als Alternative zum Apfelstrudel.<br />

› Tiramisu-Schnitte mit Löffelbiskuit: Die beliebte italienische<br />

Nachspeise gibt es jetzt auch als Tiramisu-Schnitte. Sie ist<br />

nach original italienischem Rezept hergestellt und lässt sich<br />

individuell nach Ihrem Bedarf portionieren.<br />

› Schmelzendes Herz Premium: Der kleine, luftige Schokoladenkuchen<br />

mit warmem, zartschmelzendem Bitterschokoladenherz<br />

ist eine wunderbare, schnell zubereitete Nachspeise.<br />

Am besten garniert mit Obers, Früchten und Eis.<br />

› Belgische Zucker-Butterwaffeln: Warme Waffeln verkaufen<br />

sich durch ihren Duft fast von allein. Mit frischen Beeren, Eis<br />

oder Kompott verfeinert sind sie ein süßes Highlight.<br />

www.edna.de<br />

Kaiserschmarrn trifft<br />

Lebkuchen<br />

Naschkatzen werden<br />

große Augen machen!<br />

Es gibt die zwei<br />

beliebten Winter-Süßspeisen<br />

Kaiserschmarrn<br />

und Lebkuchen jetzt in<br />

einem: Der neue TONI<br />

KAISER Lebkuchenschmarrn<br />

überrascht mit<br />

einer gelungenen Kombination.<br />

Gehackte Haselnüsse<br />

und Lebkuchengewürze<br />

verfeinern den<br />

beidseitig gebackenen Schmarrn, der wie handgemacht aussieht.<br />

Zudem ist er im Handumdrehen zubereitet. Entweder<br />

10–<strong>12</strong> Minuten in der Pfanne, oder ca. 10 Minuten bei ca. <strong>12</strong>0<br />

Grad im Kombidämpfer oder bei 900 Watt in der Mikrowelle.<br />

Ein Verpackungskarton beinhaltet 5 kg. Gut, <strong>das</strong>s es diese innovative<br />

Produktneuheit <strong>das</strong> ganze Jahr über im Dauersortiment<br />

gibt.<br />

www.weinbergmaier.at<br />

Foto: Edna<br />

Foto: Weinbergmaier


20 WINTERDESSERT<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Winterliche<br />

Desserts


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

WINTERDESSERT <strong>21</strong><br />

Ein köstliches Dessert ist der perfekte Abschluss für ein<br />

gutes Essen. Das Dessert bleibt in Erinnerung, sogar wenn<br />

der Hauptgang nicht überzeugend war, und „versüsst“ auf<br />

wunderbare Weise die ganze Speisenfolge. Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />

Gerade wenn es draußen kälter und<br />

bald dunkel wird, freut man sich<br />

auf ein warmes Dessert. Es ist beinahe<br />

ein Seelenwärmer, <strong>das</strong> zufrieden<br />

macht. Schokolade, winterliche<br />

Gewürze wie Zimt und Kardamom, eine<br />

warme Sauce oder ein Soufflé stimmen<br />

unsere Sinne auf die Weihnachtszeit ein.<br />

Tradition liegt in der Luft<br />

Ein Dessert muss nicht satt machen, es<br />

sorgt für ein Wohlgefühl und im Winter<br />

für ein paar Glücksgefühle mehr.<br />

Es überrascht daher nicht, <strong>das</strong>s gerade<br />

im Winter mehr Süßes genascht wird.<br />

Trotz zahlreicher Trends und kultureller<br />

Einflüsse zeigt sich die Dessertlandschaft<br />

in der kalten Jahreszeit eher traditionell.<br />

Man genießt bevorzugt <strong>das</strong>,<br />

was man schon als Kind geliebt hat, bestimmte<br />

Kekssorten oder traditionelle<br />

Süßspeisen, wie bei Mama oder Oma<br />

eben. Lebkuchen, Vanillekipferl und<br />

Desserts mit Glühwein, oder zumin-<br />

Bei uns liegt<br />

Backtradition<br />

in der Familie.<br />

Seit 1902.<br />

Lebkuchenstrudel<br />

Zutaten für 1 Strudel:<br />

1 Packung Strudelblätter à 60 g<br />

› ~ 150 g Lebkuchen ohne<br />

Glasur<br />

2 Äpfel<br />

1 Birne<br />

2 Esslöffel Rosinen<br />

› 4 Esslöffel Sauerrahm<br />

150 – 200 ml Schlagobers<br />

› 3 Esslöffel geriebene<br />

Haselnüsse<br />

3 Esslöffel Rum<br />

1 Esslöffel Vanillezucker<br />

etwas Zimt<br />

› flüssige Butter zum<br />

Bestreichen<br />

1. Äpfel und Birne schälen, entkernen und in<br />

dünne Scheiben oder kleine Würfel schneiden.<br />

Lebkuchen in kleine Stücke schneiden.<br />

2. Obst und Lebkuchen mit den restlichen Zutaten<br />

– außer den Haselnüssen – in einer Schüssel<br />

vermischen und etwa 30 Minuten ziehen lassen.<br />

3. Die Strudelteigblätter aus der Packung nehmen.<br />

Ein Blatt auf ein Strudeltuch legen und mit<br />

flüssiger Butter bestreichen, <strong>das</strong> zweite Teigblatt<br />

darüber legen. Das Teigblatt mit den geriebenen<br />

Haselnüssen bestreuen.<br />

4. Apfel-Lebkuchenfüllung längs auf dem Strudelteig verteilen und<br />

den Strudel einrollen, zuvor die seitlichen Teigränder einschlagen.<br />

5. Den Strudel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen<br />

und mit flüssiger Butter bestreichen. Den Strudel bei 180 Grad Celsius<br />

etwa 30 Minuten backen, dazwischen nochmals mit Butter bestreichen.<br />

6. Ein Stück Lebkuchenstrudel mit einem winterlichen Eis, einer Vanillesauce<br />

oder auf einem Beerenspiegel anrichten.<br />

» Seit Generationen geben wir<br />

<strong>das</strong> Wissen um die österreichische<br />

Backtradition weiter. Dieses<br />

Wissen fängt bei den besten<br />

Zutaten an und zeigt, wie sorgsam<br />

man mit ihnen umgehen muss,<br />

um <strong>das</strong> beste Brot zu backen.«<br />

Ing. Anton Haubenberger<br />

Haubis GmbH<br />

Kaiserstraße 8 / A-3252 Petzenkirchen<br />

t +43 (0) 7416 / 503-0 / www.haubis.at


22 WINTERDESSERT<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Foto: Andrea Jungwirth<br />

dest mit den darin verwendeten Gewürzen,<br />

liegen in der Beliebtheitsskala ganz<br />

oben. Die sogenannten „Familienklassiker“<br />

sind zu Recht beliebter denn je und<br />

die Covidkrise hat die Lust auf Selbstgebackenes<br />

gesteigert. Wer nicht selbst<br />

bäckt, kauft seine Naschereien oder genießt<br />

sie im Café.<br />

Zwar gibt es jedes Jahr neue Kekserlkreationen,<br />

aber die Klassiker dominieren<br />

<strong>das</strong> Angebot. Traditionelle Konditoreien<br />

wie der Zauner in Bad Ischl oder<br />

<strong>das</strong> Demel in Wien überzeugen mit ihren<br />

überlieferten Köstlichkeiten in Top-<br />

Qualität nicht nur ausländische Gäste,<br />

sondern auch viele Einheimische. Wobei<br />

<strong>das</strong> Verschicken verschiedener Spezialitäten<br />

nicht erst seit Corona boomt.<br />

Nicht nur Kekserl am Teller<br />

Trotz der Vielfalt an kleinem Gebäck und<br />

Keksen wäre es zu einfach, vor allem in<br />

der Adventzeit, winterliche Desserts nur<br />

darauf zu beschränken. Strudeln, Schmarren<br />

und Waffeln sind neben Torten und<br />

Kuchen bewährte Klassiker. Auch wenn<br />

es im Winter etwas traditioneller auf den<br />

Tellern zugeht, die verschiedenen Trends<br />

hinterlassen überall ihre Spuren.<br />

Kulinarische Trends ändern sich regelmäßig,<br />

viele verschwinden schnell<br />

wieder und manche, wie zum Beispiel<br />

die Macrons, bleiben und begeistern ihre<br />

Anhänger. Desserts sind in der Gastronomie<br />

nicht zu unterschätzen und für<br />

einen erheblichen Teil des Umsatzes<br />

wichtig. Da sind typische Klassiker für<br />

den Betrieb oft <strong>das</strong> Fundament, doch<br />

auch die Trends sorgen für mehr Vielfalt<br />

und sollen ihre Spuren hinterlassen.<br />

Sie bieten dem Gast etwas Neues zum<br />

Ausprobieren.<br />

Ein Dessert zum Trinken<br />

Der Espresso nach dem Essen ist ein<br />

traditioneller Abschluss und auch trinkbare<br />

Desserts sind nichts Neues, doch<br />

kreative Köche setzen hier frische Akzente.<br />

Milchshakes mit Apfelkuchen<br />

oder Bratapfel, geräucherte alkoholische<br />

Drinks mit Schokolade oder die<br />

Kombination von süß mit scharf sind<br />

nur ein paar Möglichkeiten für einen<br />

trinkbaren süßen Abschluss. Eine Tasse<br />

heiße Schokolade wäre zu einfach, <strong>das</strong><br />

Spiel verschiedener Aromen mit Kakao<br />

zaubert aber Überraschendes ins Glas.<br />

Herzhaft mit Gemüse und<br />

scharfen Gewürzen<br />

Das Kreieren von Desserts mit herzhaften<br />

Gewürzen wie Pfeffer, Chili oder<br />

Salz liegt schon seit einigen Jahren im<br />

Trend. Salziges Karamell ist schon lange<br />

beliebt, auch die Kombination von Chili<br />

und Schokolade. Die Verbindungen werden<br />

aber immer gewagter, wie ein Granatapfeleis<br />

mit langem Pfeffer. Kuchen<br />

und Torten mit Gemüse sind ebenfalls<br />

nicht mehr „exotisch“, sie haben sich<br />

etabliert und Torten mit Karotten, Roten<br />

Rüben oder Kürbis stehen gerade im<br />

Winter hoch im Kurs.<br />

Klein, aber fein<br />

Nicht immer basieren Trends auf neuen<br />

Geschmackrichtungen, es kann auch<br />

nur eine Form des Anrichtens oder ein<br />

Dekonstruieren der Bestandteile sein.<br />

Ein Mousse wird nicht mehr in einer<br />

großen Form bereitet, und nach dem<br />

Festwerden in schönen Nocken auf den<br />

Teller gebracht. Nein, es wird bereits<br />

in kleinen Gläsern zubereitet und dem<br />

Gast serviert. Der Apfelkuchen nicht<br />

mehr in einem Stück, sondern zerteilt<br />

als Apfelmousse mit Streusel und Creme<br />

im Glas dekorativ anrichtet. Kleinere,<br />

aber feine Mehlspeisen werden vermehrt<br />

auch als Convenience angeboten.<br />

Bestimmte Produktlinien werden um<br />

ein „Mono-Portion-Dessert“ erweitert.<br />

Die Auswahl ist daher so groß wie nie.<br />

Eine Schwarzwälderkirschtorte kann<br />

man selbst bereiten, als Convenience,<br />

oder gar tiefgefroren kaufen, aber auch<br />

auf eine dekonstruierte „Schwarzwälder<br />

Kirsch im Glas“ zurückgreifen.<br />

Naschen zum Wohlfühlen<br />

Der Trend zu veganen Süßspeisen, aber<br />

auch zu regionalen Zutaten und bekömmlicheren<br />

Rezepturen ist klar erkennbar.<br />

Die Konsumenten schätzen<br />

vermehrt saisonale, durchaus klassische<br />

Zutaten wie Äpfel, Maroni und Quitte<br />

oder Mehle aus der Region. Regionalität<br />

mit einer Gesundheitskomponente und<br />

guter Geschmack schließen sich nicht<br />

aus. Im Gegenteil. Unkomplizierte Desserts<br />

mit einfachen, gängigen, durchaus<br />

gesunden Zutaten sind auf dem Vormarsch.


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

WINTERDESSERT 23<br />

Fotos: Frutarom<br />

Darf ’s noch ein<br />

Nachtisch sein?<br />

Rot-Weiß-Rote Klassiker sind<br />

nach wie vor Spitzenreiter im<br />

Dessert-Bereich. Vor allem die<br />

Klassiker Strudel, Knödel oder<br />

Kaiserschmarren sind bei den<br />

Österreichern seit eh und je beliebt.<br />

Diese hochwertigen Convenience<br />

Produkte werden bei<br />

Transgourmet sehr gut nachgefragt.<br />

Schnitten und Törtchen<br />

erfreuen sich gleichfalls guter<br />

Nachfrage, da diese praktisch<br />

in der Anwendung sind. Gefragt<br />

sind natürlich auch Basis-Convenience<br />

Produkte wie fertige Teige oder Creme-<br />

Basisprodukte, um schnell und unkompliziert<br />

Desserts produzieren zu können,<br />

die dann nur noch individuell veredelt<br />

werden müssen. Croissants, Maccarones,<br />

Muffins, Donuts oder Cheesecakes<br />

ebenso wie Profiterols oder Tiramisu<br />

sind Desserts, die auf den heimischen<br />

Winterliche Würze<br />

Traditionelle<br />

Desserts und<br />

Leckereien sind<br />

ohne typisch<br />

weihnachtliche<br />

Gewürze undenkbar.<br />

Zimt,<br />

Muskat, Kardamom,<br />

Nelken<br />

und Pfeffer waren<br />

in früherer<br />

Zeit kostbar und<br />

teuer, deshalb<br />

war ihre Verwendung<br />

den Hochfesten<br />

des Jahres<br />

vorbehalten. Der winterliche Klassiker<br />

ist Zimt, ein Traditionsgebäck, mit vielen<br />

regionalen Varianten, ist der Christoder<br />

Weihnachtsstollen, bei dem Kardamom<br />

ein Geschmackgeber ist. Seit jeher<br />

gelten Nelken als entzündungshemmend<br />

und finden sich – neben winterlichen<br />

Speisekarten als Fixstarter gelten. All<br />

diese Köstlichkeiten biete Transgourmet<br />

an. Ein immer größer werdendes<br />

Thema sind vegane Desserts: Produzenten<br />

erweitern dahingehend ihr Sortiment<br />

oder arbeiten an Adaptionen, um<br />

Rezepte für die vegane Zielgruppe anzupassen.<br />

www.transgourmet.at<br />

Keksen, Dessert oder Heißgetränken –<br />

ebenso in Hausmitteln. Ebenso hilfreich<br />

für feiertägliche Schlemmereien ist die<br />

Muskatnuss, die Vielen als wahrer „Fettburner“<br />

gilt und somit ebenso in weihnachtlichen<br />

Süßspeisen unverzichtbar<br />

ist. Bei Wiberg finden sich diese besonderen<br />

Gewürze sowohl in ganzer Form<br />

als auch gemahlen.<br />

www.wiberg.eu<br />

Foto: Andreas Kolarik<br />

Fotos: Hügli<br />

Das Beste<br />

kommt zum<br />

Schluss<br />

Für viele Gäste ist <strong>das</strong> Dessert der<br />

Höhepunkt eines Menüs? Gastronomen,<br />

die ihren Gästen etwas<br />

Besonderes bieten möchten, müssen<br />

dafür nicht tief in die Trickkiste<br />

greifen. Mit der neuen Crème<br />

Patisserie der Hügli-Marke Vogeley<br />

lassen sich jetzt mit wenig Aufwand<br />

wirkungsvolle Desserts zaubern.<br />

Die Zubereitung der Crème Patisserie<br />

ist denkbar einfach: Das<br />

Pulver wird kalt mit Wasser angerührt.<br />

Das Mischungsverhältnis<br />

richtet sich nach der gewünschten<br />

Konsistenz für die fertige Crème.<br />

Bei der anschließenden Weiterverarbeitung<br />

sind den Ideen der<br />

Küchenprofis keine Grenzen gesetzt.<br />

Zudem ist die Neue von Vogeley<br />

backstabil, so <strong>das</strong>s sie sich<br />

auch für die Zubereitung von Gebäck<br />

eignet. Ein weiteres Plus für<br />

die Gastronomie-Küche: Sie lässt<br />

sie sich problemlos einfrieren und<br />

wieder auftauen.<br />

www.huegli.at


24 WINTERDESSERT<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Unwiderstehlicher<br />

Dessert-<br />

Genuss<br />

Klein, rund und vielseitig präsentieren<br />

sich die neuen 11er Mini-<br />

Donuts aus Kartoffelteig. Sie sind<br />

ideal für süße Dessert-Kreationen,<br />

setzten kreativen und innovativen<br />

Ideen keine Grenzen und lassen<br />

Feinschmeckerherzen höherschlagen.<br />

Leicht bestreut mit Zimt und<br />

Zucker, zu köstlichem Eis, Beerenoder<br />

Traubenragout sowie in Kombination<br />

mit feinster Haselnusscreme<br />

sind die 11er Mini-Donuts<br />

ein unwiderstehlicher Dessert-Genuss<br />

für Augen und Gaumen. Zubereiten<br />

lassen sich die 11er Mini-Donuts<br />

schnell und einfach in<br />

der Fritteuse, der Heißluftfritteuse<br />

oder im Kombidämpfer. Großer<br />

Vorteil ist, <strong>das</strong>s die kleinen Donuts<br />

sowohl warm zubereitet als auch<br />

kalt, nach längeren Standzeiten,<br />

vorzüglich schmecken. Somit eignen<br />

sich die 11er Mini-Donuts gleichermaßen<br />

für köstliche Desserts<br />

à la Minute in einem Restaurant,<br />

als süße Nachspeise bei einem Catering<br />

oder als Ergänzung bei Buffets.<br />

www.11er.at<br />

Foto: 11er<br />

Limitierte Wintersorten<br />

Darbo Fruchtikus – der fruchtige Snack<br />

zum Löffeln – ist reich an Frucht und<br />

Vitaminen. Die erlesenen Fruchtkompositionen<br />

im hübschen <strong>12</strong>5g Glas sind<br />

ideal für zwischendurch. Egal, ob zu<br />

Hause oder im Büro, mit Darbo Fruchtikus<br />

gönnt man sich eine fruchtige Auszeit<br />

und genießt Löffel für Löffel erlesene<br />

Früchte. Seit Oktober 20<strong>21</strong> überraschen<br />

zwei Sorten in limitierter Auflage den<br />

Gaumen. Die erste des Duos ist Bratapfel-Zimt,<br />

feine Äpfel werden hier winterlich<br />

inszeniert. Mit einem Hauch von<br />

Zimt werden Kindheitserinnerungen geweckt.<br />

Die zweite Fruchtkomposition ist<br />

der Geschmack Beeren-Auslese – ein kulinarisches<br />

Highlight an frostigen Wintertagen.<br />

Die limitierten Wintersorten<br />

Runde Versuchung<br />

Es ist der krönende Abschluss<br />

eines jeden Menüs<br />

– <strong>das</strong> Dessert. Gerade<br />

zur kühleren Jahreszeit und<br />

wenn die Tage kürzer werden<br />

gönnen sich Gäste gerne eine<br />

süße Versuchung. Iglo bietet<br />

zahlreiche süße Köstlichkeiten<br />

an, so etwa die süßen Knödel.<br />

Sie sind besonders flaumig<br />

und machen Lust auf mehr. Sie<br />

sehen aus wie hausgemacht<br />

und sind lange warmhaltefähig.<br />

Hier kommen große und<br />

kleine Mehlspeistiger auf ihre<br />

Kosten. Zu jeder Jahreszeit<br />

sehr beliebt sind der lockere<br />

und flaumige Iglo Topfenknödel<br />

oder, wer es fruchtiger<br />

mag, der Iglo Marillenknödel.<br />

Mit ganzer Frucht und ohne<br />

Kern ist er ein Hochgenuss.<br />

Für eine einfache Zubereitung<br />

ist ein Brösel-Zucker-<br />

Gemisch jeweils beigepackt.<br />

Eine portionsgenaue Kalkulation unter<br />

Berücksichtigung aller Kosten ist daher<br />

gewährleistet. Der Germknödel ist<br />

mit Powidlfülle ohne Rumaroma auch<br />

für die Kinderkarte ideal geeignet. Nach<br />

sind bis März 2022 in den Kühlregalen<br />

von gut sortierten Lebensmittelhändlern<br />

zu erwerben.<br />

www.darbo.at<br />

böhmischem Originalrezept werden die<br />

Powidltascherl zubereitet. Milchrahmstrudel,<br />

Erdäpfelnudeln und Maronipüree<br />

runden die winterliche Dessertkarte<br />

ab.<br />

www.iglo.at<br />

Foto: Iglo<br />

Foto: Marian Moschen Darbo


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

KONFITÜRE & HONIG 25<br />

Foto: Nitr / Adobe Stock<br />

Ein<br />

süßer<br />

Start in<br />

den Tag<br />

Konfitüre und Honig gehören bei vielen Leuten zu einem Frühstück dazu. Dabei gibt es nicht<br />

nur die unterschiedlichsten Sorten an Konfitüre bzw. Marmelade oder Honig, sondern auch<br />

verschiedenste Bezeichnungen, die wir uns genauer ansehen.<br />

Von Katrin Schedler<br />

Obwohl <strong>das</strong> Frühstücken im Café<br />

oder im Hotel immer mehr zum<br />

Trend geworden ist und sich <strong>das</strong><br />

Speisen- und Getränkeangebot<br />

teilweise verspielt und kreativ zeigt, gibt<br />

es köstliche Konstanten, ohne die es<br />

nicht geht. Die Rede ist von dem fruchtig-süßen<br />

Brotaufstrich, den es als klassische<br />

Variante und/oder in neuen, ausgefallenen<br />

Geschmacksrichtungen gibt:<br />

die Marmelade. Oder war es doch Konfitüre?<br />

Umgangssprachlich ist hierzulande<br />

ja alles eine Marmelade, was aus<br />

Früchten und Zucker hergestellt und<br />

eingekocht wird. Und vermutlich macht<br />

sich auch kein Gast am Frühstücksbuffet<br />

darüber Gedanken, ob der süße Brotaufstrich<br />

Marmelade oder Konfitüre ist.<br />

Doch es gibt Unterschiede bei den Brotaufstrichen<br />

und deren Bezeichnungen,<br />

was nicht zwingend die Qualität beeinflusst<br />

aber dennoch manchmal verwirrend<br />

sein kann.<br />

Marmelade ist Marmelade –<br />

so einfach könnte es sein<br />

Doch im Jahr 1979 sollte etwas Verwirrung<br />

in <strong>das</strong> Brotaufstrich-Sortiment<br />

kommen. Die EU legte damals Richtlinien<br />

fest, wann sich eine Marmelade<br />

Marmelade nennen darf und wann<br />

es eine Konfitüre ist. Außerdem wurde<br />

beschlossen wie viel Fruchtanteil ein<br />

solches Produkt enthalten muss und<br />

ob sowie welche Zusatzstoffe erlaubt<br />

sind. Die Briten und ihre Bezeichnungen<br />

wurden zur Orientierung hergenommen<br />

und die geben auf ihren Toast<br />

„marmelade“ oder „jam“. Wobei unter<br />

die erste Bezeichnung lediglich die bekannten<br />

Orangen- und Zitronenmarmeladen<br />

fallen, alles andere ist „jam“.<br />

Demnach durfte der Begriff Marmelade<br />

nur mehr für Aufstriche aus Zitrusfrüchten<br />

verwendet werden und Aufstriche<br />

aus anderen Früchten – solchen,<br />

die bei uns vorrangig zu Marmelade eingekocht<br />

werden, wie z.B. Erdbeeren, Marillen<br />

oder Zwetschke – sind Konfitüre.<br />

In der Verordnung ist <strong>das</strong> folgendermaßen<br />

nachzulesen: „Marmelade ist die auf<br />

die geeignete gelierte Konsistenz gebrachte<br />

Mischung von gegebenenfalls<br />

Wasser, Zuckerarten und einem oder<br />

mehreren der nachstehenden, aus Zitrusfrüchten<br />

hergestellten Erzeugnisse:<br />

Pulpe, Fruchtmark, Saft, wässriger<br />

Auszug, Schale. Die für die Herstellung<br />

von 1000 g Enderzeugnis verwendete<br />

Menge Zitrusfrüchte beträgt mindestens<br />

200 g, von denen mindestens 75 g<br />

dem Endokarp entstammen.“ Marmelade<br />

besteht also entweder aus mind. 7,5<br />

Prozent Fruchtfleisch oder Fruchtschale<br />

und muss pro Kilo mind. 200 Gramm<br />

Früchte enthalten. Eine Konfitüre besteht<br />

aus einer oder mehreren Fruchtarten,<br />

Zucker und Wasser. Pro Kilogramm<br />

Erzeugnis muss für verschiedene<br />

Fruchtarten ein Mindestfruchtgehalt<br />

eingehalten werden. Marillenkonfitüre<br />

beispielsweise muss aus mind. 350<br />

Gramm Frucht hergestellt worden sein,<br />

bei Johannisbeeren sind es z.B. 250<br />

Gramm. Steht der Zusatz „extra“ dabei,<br />

so ist im Allgemeinen mind. 450 Gramm<br />

Frucht verwendet worden. Und dann<br />

gibt es noch Begriffe wie Gelee, <strong>das</strong> aus<br />

Fruchtsaft hergestellt wird, und Fruchtaufstrich,<br />

bei dem der Anteil an Früchten<br />

deutlich höher ist als bei Marmelade<br />

oder Konfitüre. Fruchtaufstriche können<br />

auch mit anderen Süßungsmitteln als<br />

in der Verordnung vorgeschrieben ge-


26 KONFITÜRE & HONIG<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Foto: PumpizoldA<br />

Konfitüre und<br />

Honig dürfen<br />

beim Frühstück<br />

nicht<br />

fehlen.<br />

süßt werden, z.B. mit Agavendicksaft.<br />

Nach Diskussionen über die Verwendung<br />

der Bezeichnung „Marmelade“<br />

wurde 2004 die „Österreichische Konfitürenverordnung<br />

neu“ mit erweiterten<br />

EU-Richtlinien eingeführt. Die Erweiterung<br />

brachte vor allem Direktvermarktern<br />

und bäuerlichen Betrieben Vorteile.<br />

Bei direkter Abgabe des Produkte an<br />

den Letztverbraucher durch den Produzenten<br />

auf lokalen Märkten wie z.B.<br />

Bauernmärkten darf <strong>das</strong> Produkt statt<br />

„Konfitüre“ auch die Bezeichnung „Marmelade“<br />

tragen. Das gilt jedoch nicht für<br />

Marmeladen, die in Supermärkten angeboten<br />

oder exportiert werden – sie müssen<br />

weiterhin die Bezeichnung „Konfitüre“<br />

tragen.<br />

Einzeln verpackt oder im<br />

Dosiersystem<br />

Für die Hotellerie und Gastronomie gibt<br />

es mittlerweile die verschiedensten Einheitsgrößen<br />

und auf die Bedürfnisse abgestimmte<br />

Präsentationsmöglichkeiten.<br />

So gibt es die süßen Erzeugnisse für die<br />

Küche z.B. in Eimern oder Dosen und für<br />

<strong>das</strong> Buffet im klassischen Mini-Glas oder<br />

Portionsbecher. Für <strong>das</strong> Frühstücksbuffet<br />

gibt es auch schon Dispenser. Darbo beispielsweise<br />

bietet <strong>das</strong> neue hygienische<br />

Dosiersystem für Fruchtaufstriche, Honig<br />

und Nougatcreme an. Von der „Unterweger<br />

Früchteküche“ gibt es für die<br />

Gastronomie eine speziell entwickelte<br />

Gastrobar, die aus einer Bodenplatte (aus<br />

Holz oder Edelstahl) mit drei Tontöpfen<br />

besteht, in die jeweils ein 450 g Gastrobecher<br />

mit Konfitüre eingesetzt wird.<br />

Honig, aber bitte regional<br />

Neben Marmelade und Konfitüre gibt<br />

es noch eine weitere süße Komponente<br />

beim Frühstück, die nicht fehlen sollte:<br />

Honig. Was Honig ist, also die Begriffsbestimmungen<br />

sowie die Geltungsbereiche,<br />

<strong>das</strong> ist in der Honigverordnung<br />

festgehalten. Sie besagt, <strong>das</strong>s „Honig der<br />

natursüße Stoff ist, der von Bienen der<br />

Art Apis mellifera erzeugt wird, indem<br />

die Bienen Nektar von Pflanzen, Absonderungen<br />

lebender Pflanzenteile oder auf<br />

den lebenden Pflanzenteilen befindliche<br />

Sekrete von an Pflanzen saugenden Insekten<br />

aufnehmen, diese mit arteigenen<br />

Stoffen versetzen, umwandeln, einlagern,<br />

dehydratisieren und in den Waben<br />

des Bienenstockes speichern und reifen<br />

lassen.“ Klingt ein wenig verwirrend aber<br />

so will es <strong>das</strong> Gesetz. Das Naturprodukt<br />

Honig besteht im Wesentlichen aus verschiedenen<br />

Zuckerarten, insbesondere<br />

aus Glucose und Fructose sowie aus organischen<br />

Säuren, Enzymen und beim<br />

Honigsammeln aufgenommenen festen<br />

Partikeln. Je nach Honigsorte reicht<br />

die Farbe von beinahe farblos bis dunkelbraun.<br />

Wie ein Honig dann schmeckt, dafür<br />

sind mehrer Faktoren wie die Pflanzenart,<br />

Bodenbeschaffenheit, Witterung,<br />

<strong>das</strong> Klima und die Jahreszeit der Ernte<br />

verantwortlich. Dem Honig darf nichts<br />

anderes als Honig beigemengt werden,<br />

wenn er in den Verkehr gebracht oder<br />

als Zutat in einem Erzeugnis verwendet<br />

wird. Augen auf beim Honigkauf, denn<br />

viel von dem in Europa verkauften Honig<br />

stammt aus China oder Indien und<br />

immer wieder kommt es dabei auch zu<br />

Fälschungen. Wer sicher gehen möchte,<br />

<strong>das</strong>s die Gäste ein Qualitätsprodukt<br />

bekommen, der greift am besten zu heimischen<br />

Honig. Der ist zwar etwas teurer<br />

als die Importware, allerdings ist er<br />

hochwertiger und ein regionales Produkt.<br />

Auch Honig wird in unterschiedlichsten<br />

Portionsgrößen angeboten. Von den<br />

Mini-Portionsgläsern, praktischen Honigsticks<br />

über Honigspender bis hin zu<br />

ganzen und essfertigen Honigwaben fürs<br />

Buffet. Wer seinen Gästen was ganz besonderes<br />

bieten möchte, der kann auch<br />

eine Bienen-Patenschaft übernehmen.<br />

Haben Sie schonmal daran gedacht, einem<br />

Bienenvolk auf Ihrem Hoteldach ein<br />

Zuhause zu geben? So leisten Sie nicht<br />

nur einen wertvollen Beitrag zum Umwelt-<br />

und Bienenschutz, sondern erhalten<br />

auch noch wunderbaren Honig „vom<br />

Dach“. Fragen Sie mal bei Ihrem Imker in<br />

der Region nach, vielleicht entsteht so<br />

eine tolle und köstliche Kooperation.


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

ADVERTORIAL 27<br />

Fotos: Darbo<br />

GeNUSS zum Drücken!<br />

Die neue Nougatcreme für den Darbo Dispenser.<br />

info<br />

Die Vorteile auf einen Blick:<br />

Darbo erweitert <strong>das</strong> Angebot an Dosierflaschen<br />

für sein erfolgreiches<br />

Buffet-Dispensersystem: Neben<br />

verschiedenen Fruchtaufstrichen und<br />

Blütenhonig steht nun zusätzlich eine<br />

Nougatcreme in der Dosierflasche zur<br />

Auswahl. Mit ihrem angenehm nussigen<br />

Geschmack und ihrer fein-cremigen<br />

Konsistenz wird sie sicherlich viele<br />

Gäste begeistern. Aber die neue Creme<br />

schmeckt nicht nur am Brot. Auch im Joghurt,<br />

im Müsli, auf Palatschinken, zu Eis<br />

oder auf Früchten sorgt sie für eine willkommene<br />

Abwechslung.<br />

Übrigens: Die Darbo Nougatcreme<br />

wird ohne Palmöl hergestellt.<br />

• Mühelose und unkomplizierte Handhabung<br />

• Einfache Säuberung ohne Zerlegen<br />

• Hygienische und saubere Dosierung<br />

• Kein Tropfen<br />

• Einfaches Austauschen der leeren Dosierflaschen<br />

• Kein Werkzeug notwendig<br />

• Keine komplizierte Mechanik<br />

• Ansprechende Optik durch schlichtes Design<br />

• Dosierflaschen sind wiederverschließbar<br />

• Klare Sortenerkennung<br />

• Mehrsprachige Beschriftung<br />

Zum Darbo Dispenser<br />

Der „Darbo Dispenser“ ist eine praktische<br />

Vorrichtung, in die man Dosierflaschen<br />

mit Fruchtaufstrichen, Honig und Nougatcreme<br />

von Darbo hygienisch am Buffet<br />

platzieren kann. Durch einen einfachen<br />

Hebeldruck können sich die Gäste<br />

eine Portion Aufstrich entnehmen – eine<br />

saubere Lösung ohne viel Technik. Der<br />

Darbo Dispenser wurde speziell für die<br />

neuen Dosierflaschen designt. In neutralem<br />

Weiß und mit klaren klassischen<br />

Linien passt er in jeden Hotelbetrieb,<br />

der nach einer Dosierlösung fürs Buffet<br />

sucht. Hochwertige Materialien wie Aluminium<br />

und Edelstahl sorgen für Stabilität<br />

und Langlebigkeit. Die Handhabung<br />

ist für Gast und Personal selbsterklärend<br />

und sehr einfach. Der Dispenser muss für<br />

den Austausch der Dosierflaschen nicht<br />

zerlegt oder gereinigt werden. Ist eine<br />

Flasche leer, kann man sie in Sekundenschnelle<br />

durch eine neue ersetzen. Alle<br />

Oberflächen sind leicht erreichbar und<br />

abwischbar. Übrigens: Die Dispenser<br />

werden einzeln verkauft. So kann man<br />

beliebig viele Dispenser aneinanderstellen<br />

und die Präsentation individuell an<br />

die Buffetsituation anpassen.<br />

Kontakt:<br />

dispenser.darbo.com


28 KONFITÜRE & HONIG<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Honig- und<br />

Konfitürenpreis<br />

steigt<br />

Im Bereich des Honigs wird es zu<br />

einer Anhebung der Preise kommen<br />

müssen. Das liegt daran, <strong>das</strong>s<br />

die Erträge in vielen Regionen<br />

schlecht waren, <strong>das</strong> Bienensterben<br />

und die negativen Umwelteinflüsse<br />

sind hier dramatisch spürbar.<br />

Der größte Teil des Honigs in der<br />

Gastronomie wird am Frühstücksbuffet<br />

verkauft. Transgourmet wird<br />

sein Eigenmarken-Sortiment bei<br />

Honig und süßen Brotaufstriche<br />

ausbauen. Aktuell wird an entsprechenden<br />

Verpackungen gearbeitet<br />

– lanciert werden die Produkte im<br />

Frühling 2022. Artikel im Bereich<br />

Bio Blütenhonig, cremig und flüssig,<br />

sowie Quality Fairtrade Blütenhonig<br />

sind geplant. Außerdem<br />

bringt Transgourmet Natura eine<br />

Nuss-Nougat Creme, die gänzlich<br />

ohne Palmöl auskommt. Wieder<br />

erhältlich sind zwei Fruchtaufstriche<br />

vom österreichischen Produzenten<br />

Goldsonne, die sich durch<br />

besonders hohe Fruchtanteile von<br />

rund 78 Prozent und weniger Zucker<br />

auszeichnen. Auch Konfitüren<br />

werden merklich teurer – Himbeeren<br />

sind aufgrund schlechter Ernten<br />

<strong>das</strong> „neue Gold“.<br />

www.transgourmet.at<br />

Foto: Factory<br />

Eigenkreationen leicht<br />

gemacht<br />

Voll viel Frucht<br />

Was wäre, wenn in einer „Marmelade“<br />

kein Zucker zugesetzt sein<br />

müsste? Wenn <strong>das</strong> ganze Produkt nur<br />

aus Fruchtzutaten bestehen könnte?<br />

Das ergibt voll viel Frucht im Mund,<br />

egal, ob Marille, Erdbeer, Himbeer oder<br />

Heidelbeer mit schwarzen Johannisbeeren.<br />

Die fruchtige Explosion im Mund<br />

– <strong>das</strong> sind die neuen Fruchtaufstriche<br />

der Tiroler Früchteküche aus 100%<br />

Frucht. Marillen, Erdbeeren, Heidelbeer-Cassis<br />

und Himbeeren (jeweils<br />

60% Anteil), gesüßt mit Süße aus<br />

Äpfeln, geliert mit Pektin aus Äpfeln<br />

und verfeinert mit dem Saft aus Zitronen.<br />

Und alles aus kontrolliert biologischem<br />

Anbau.<br />

„Bio ist ein anhaltender Trend, der<br />

auch in den Hotels immer mehr Niederschlag<br />

findet. Gerade bei Bio-Produkten<br />

ist auch die Rohstoffauswahl besonders<br />

wichtig“, so Mag. Michaela Hysek-<br />

Unterweger, die Geschäftsführerin der<br />

Foto: Senna<br />

Die Vorfreude auf Weihnachten steigt<br />

– im umfangreichen Sortiment des<br />

österreichischen Traditionsunternehmens<br />

Senna, dem führenden Spezialisten<br />

für Margarine, Öle, Fette und Feinkost,<br />

finden sich köstliche Basen. Senna<br />

bietet ein vielfältiges Sortiment zum Selber-Backen<br />

oder Verfeinern von Backwaren.<br />

„Made in Austria“ ist <strong>das</strong> Schlagwort<br />

und bildet die qualitative Basis für<br />

geschmackvolle Eigenkreationen: bio,<br />

vegan, vegetarisch oder nachhaltig –<br />

mit den Senna-Margarinen, süßen Cremen,<br />

back- und froststabilen Fruchtfüllen,<br />

Backaromen und Glasuren gelingt<br />

jedes Rezept. Ob Croissants, Plunderoder<br />

Blätterteig, Kuchen und Torten gefertigt<br />

werden, für jeden Verwendungszweck<br />

und jede Anforderung gibt es die<br />

optimale Margarine. Zum Füllen und Verfeinerung<br />

setzt SENNA auf Convenience<br />

und bietet eine große Auswahl. Backund<br />

froststabile Cremen wie Nocciolone,<br />

Haselnusscreme mit vollmundig nussigem<br />

Geschmack oder vegane Vanillecreme<br />

ZERO Palm für cremig-zarte Vanillefüllungen<br />

sind sofort einsatzbereit.<br />

www.senna.at<br />

Unterweger Früchteküche. Nur die besten<br />

Früchte schaffen es daher durch den<br />

strengen Auswahlprozess.<br />

www.fruechtekueche.at<br />

Foto: Unterweger Früchteküche


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

ADVERTORIAL 29<br />

Fotos: Edna Backwaren<br />

Frühstückszeit mit EDNA<br />

Welcher Frühstückstyp sind Sie? Gehören Sie zu denjenigen, bei denen morgens<br />

jede Minute zählt oder sind Sie eher der Genießer-Typ?<br />

Das Frühstück zählt als wichtigste<br />

Mahlzeit des Tages.<br />

Wer morgens ausgiebig frühstückt,<br />

startet garantiert mit mehr<br />

Energie und Power in den Tag. Dabei<br />

spielt es natürlich auch eine Rolle, was<br />

man isst. Ob herzhaft oder süß, die Auswahl<br />

ist riesig. So manch einem genügt<br />

morgens ein frischgebrühter Kaffee mit<br />

einem leckeren Croissant, während<br />

andere wiederum lieber ein herzhaftes<br />

Körnersandwich mit beispielsweise<br />

Gemüsesticks und Kräuterquark bevorzugen.<br />

Damit Sie Ihren Kunden<br />

und Gästen eine leckere Auswahl<br />

anbieten können, haben<br />

wir von EDNA Backwaren<br />

GmbH natürlich für jeden<br />

Geschmack etwas<br />

im Sortiment.<br />

Für alle, die sich gerne<br />

ausgewogen und<br />

bewusst ernähren<br />

möchten, eignet sich<br />

eine unserer Weckerl-<br />

Mischkisten aus der<br />

Betterlife-Produktlinie.<br />

Hier erhalten<br />

Sie angesagte Weckerlsorten<br />

wie Power<br />

Korn, Emmer Urkorn<br />

oder Hanf in nur einem Karton. Nutzen<br />

Sie die Vorteile von den praktischen<br />

Mischkisten und sparen Sie sich damit<br />

nicht nur Lagerplatz, sondern bieten<br />

Sie Ihren Gästen für jeden<br />

Geschmack <strong>das</strong> Passende.<br />

Besonders an kalten<br />

Wintertagen bevorzugen viele<br />

Gäste auch einen süßen<br />

Start in den Tag.<br />

Unser Tipp: Servieren<br />

Sie frischgebackene<br />

Waffeln. Mit der EDNA<br />

Brüsseler Waffelbackmischung<br />

Art. 93111 geht<br />

die Zubereitung schnell<br />

und einfach. Wenn Sie<br />

dennoch Zeit sparen<br />

möchten, können Sie natürlich<br />

auch auf die bereits fertig gebackenen<br />

Waffeln Art. 1304 oder Pancakes<br />

Art. 1301 zurückgreifen. Einfach kurz<br />

aufwärmen und servieren.<br />

Kontakt:<br />

Edna Backwaren<br />

Rutzenmoos 20<br />

4845 Rutzenmoos


Appetit auf<br />

einen genussvollen<br />

Start in<br />

den Tag?<br />

Less Salt -<br />

Big Taste<br />

Dinkeldream<br />

Nutzen Sie<br />

unsere Frühstücksklassiker!<br />

Art. 2004*<br />

Better Life<br />

Weckerlkiste,<br />

4-fach sortiert<br />

Gewicht: 64 g, 80 St. / Kt.<br />

fertig gebacken<br />

Potato King<br />

2ab Urweizen-<br />

Weckerl<br />

(1)<br />

(2)<br />

(2)<br />

(1)<br />

(3)<br />

(4)<br />

(3)<br />

Art. 2414*<br />

Better Life Wellness<br />

Quartett, 4-fach sortiert<br />

Hanfweckerl (1), Power Kornweckerl (2),<br />

Brennesselweckerl (3), Emmer Urkorn<br />

Weckerl (4)<br />

Gewicht: 60 g, <strong>12</strong>0 St. / Kt.<br />

fertig gebacken<br />

Art. 5295*<br />

Better Life Vollkornweckerl-<br />

Mix, 3-fach sortiert<br />

Mehrkorn-Vollkornweckerl (1), Hafer-<br />

Vollkornweckerl (2), Vollkornweckerl (3)<br />

Maße: L 9,5 x B 8,5 x H 3,5 cm<br />

Gewicht: 70 g, 60 St. / Kt.<br />

vorgebacken<br />

Art. 2<strong>21</strong>*<br />

FF-Süßes-Frühstücks-<br />

Weckerl<br />

Maße: L 14,0 x B 6,0 x H 5,0 cm<br />

Gewicht: 70 g, 80 St. / Kt.<br />

fertig gebacken<br />

25g<br />

80g<br />

Art. 1805*<br />

Mini-Butter-Croissant Bake-up<br />

Maße: L 8,5 x B 3,8 cm<br />

Gewicht: 25 g, 200 St. / Kt.<br />

vorgegart<br />

Art. 1403*<br />

XXL Buttercroissant Bake-up<br />

Maße: L 13,5 x B 6,0 cm<br />

Gewicht: 80 g, 70 St. / Kt.<br />

vorgegart<br />

Art. 1301*<br />

Pancake<br />

Maße: Ø 10,0 cm, H 0,5 cm<br />

Gewicht: 40 g, <strong>12</strong>0 St. / Kt.<br />

fertig gebacken<br />

» Bestellen Sie jetzt bei Ihrem<br />

EDNA Backwaren GmbH<br />

Rutzenmoos 20<br />

A-4845 Rutzenmoos<br />

www.edna.at


Unsere<br />

Burger-<br />

Empfehlungen<br />

für Weihnachten<br />

Art. 2357*<br />

FF-Brioche Burger,<br />

geschnitten<br />

Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />

Gewicht: 100 g, 20 St. / Kt.<br />

fertig gebacken<br />

Rezepttipp:<br />

Pulled Goose<br />

mit Rotkohl<br />

Art. 1600*<br />

FF-Gourmet Burger rund,<br />

geschnitten<br />

Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />

Gewicht: 100 g, 40 St. / Kt.<br />

fertig gebacken<br />

Art. 1320*<br />

FF-Gourmet Burger Sesam,<br />

geschnitten<br />

Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />

Gewicht: 100 g, 40 St. / Kt.<br />

fertig gebacken<br />

Art. 1324*<br />

FF-OMG Burger,<br />

geschnitten<br />

Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 3,5 cm<br />

Gewicht: 100 g, 20 St. / Kt.<br />

fertig gebacken<br />

Art. 1364*<br />

FF-Sourdough Burger,<br />

geschnitten<br />

Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />

Gewicht: 100 g, 40 St. / Kt.<br />

fertig gebacken<br />

Art. 252*<br />

FF-Rusty Burger,<br />

geschnitten<br />

Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />

Gewicht: 100 g, 40 St. / Kt.<br />

fertig gebacken<br />

Art. 2682*<br />

BB-Brezn-Brioche Burger<br />

mit Sesam, geschnitten<br />

Maße: Ø 10,0 (4 Inch) x H 5,0 cm<br />

Gewicht: 80 g, 60 St. / Kt.<br />

fertig gebacken<br />

Großhändler, im C+C Markt oder direkt bei EDNA!<br />

Lieferung per Tiefkühl-LKW.<br />

* Weitere Informationen (Inhalte der Mischkisten, Bezeichnung des Lebensmittels, Zutaten, Nährwertdeklaration,<br />

Allergene, Zubereitung) erhalten Sie unter www.edna.at.<br />

Auf der Website im Suchfenster die Artikelnummer eingeben und anschließend auf die gewünschten Informationen<br />

klicken. Gerne steht Ihnen unsere kostenlose Service-Hotline 0800/202084 für weitere Informationen zur Verfügung.<br />

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Keine Haftung für Druckfehler.<br />

Bei den Produkt bildern handelt es sich teilweise um Servierbeispiele.


32 PORTRAIT<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

ETHNO<br />

FOOD<br />

„Reich wird man in der Gastronomie<br />

nicht, aber glücklich!“<br />

Fotos: NENI / Nuriel Molcho


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

PORTRAIT 33<br />

Haya Molcho hat als spätberufene Quereinsteigerin in wenigen Jahren ein Gastro-Imperium<br />

geschaffen mit Lokalen in halb Europa. Mit <strong>GASTRO</strong> sprach sie über ihre Art der<br />

levantinischen Küche, Vertrauen gegenüber Mitarbeitern und den Mut, anständige Preise<br />

zu verlangen.<br />

Von Clemens Kriegelstein<br />

<strong>GASTRO</strong>: Frau Molcho, Sie sind eigentlich<br />

Quereinsteigerin und haben<br />

Psychologie studiert, sich aber<br />

immer schon für <strong>das</strong> Kochen interessiert.<br />

Wie kam es dann dazu, aus dem<br />

Hobby einen Beruf zu machen?<br />

Haya Molcho: Hobby kann man so eigentlich<br />

nicht sagen. Mein Mann Samy<br />

Molcho ist ja Künstler und ich habe jahrelang<br />

mit ihm ein Nomadenleben gelebt.<br />

Von Indien über China bis Japan<br />

waren wir unterwegs und ich habe in<br />

dieser Zeit in verschiedensten Ländern<br />

in professionellen Küchen gearbeitet.<br />

Also ich habe zwar keine klassische<br />

Kochausbildung, kochen gelernt<br />

habe ich allerdings sehr wohl. Ich habe<br />

in diesen sieben Jahren die Weltküche<br />

kennengelernt. Natürlich war da mein<br />

Glück, <strong>das</strong>s die Leute meinen Mann<br />

kannten und wir tolle Leute kennengelernt<br />

haben, die mir dann Türen öffnen<br />

konnten. Das war einerseits eine<br />

extrem lehrreiche und spannende, aber<br />

auch harte Zeit.<br />

Als wir uns dann in Wien niedergelassen<br />

haben, habe ich in Wien ein Cateringunternehmen<br />

eröffnet, <strong>das</strong> unglaublich<br />

schnell gewachsen ist, weil ich von<br />

einem Kunden zum nächsten herumgereicht<br />

wurde. Da habe ich dann für<br />

Events gekocht von bis zu 2000 Leuten,<br />

sowohl im privaten wie auch im Businessbereich<br />

und so habe ich mir einen<br />

Namen gemacht mit meiner levantinischen<br />

Küche. „Wenn man was Alternatives<br />

ausprobieren will, nimmt man die<br />

Haya“ haben die Leute bald gesagt.<br />

Schnitzel und Schinkenfleckerl gabs<br />

bei Ihnen nie?<br />

Nein, niemals! Niemand hat vorher so<br />

gekocht wie ich, ich habe eine ganz neue<br />

Linie nach Österreich gebracht. Auch<br />

weil ich wusste, <strong>das</strong>s ich nicht so sein<br />

darf wie die anderen. Es gibt genug gute<br />

Erfolgreiche Familienbande: Haya Molcho<br />

im Kreise ihrer Söhne.<br />

Foto: NENI / Nuriel Molcho<br />

Caterer sonst in Österreich. Ich wollte<br />

etwas Neues machen, wo Speisen im<br />

Papier serviert werden oder man mit<br />

den Händen isst, mit viel frischem Ge-<br />

info<br />

Haya Molcho wurde 1955 in Tel Aviv geboren und zog als Kind mit ihren Eltern nach Bremen, wo sie<br />

die Schule besuchte und Psychologie studierte. Seit 1978 ist sie mit dem bekannten Pantomimen<br />

und Regisseur Samy Molcho verheiratet, mit dem sie aufgrund seiner Tätigkeit durch Indien, Japan,<br />

China, Marokko und viele weitere Länder reiste, bevor sie sich mit ihm in Wien niederließ. Aus dieser<br />

Ehe stammen vier Söhne, Nuriel, Elior, Nadiv und Ilan, wobei sich aus den Anfangsbuchstaben dieser<br />

Vornamen auch der Name der Marke NENI ergibt. Nadiv (*1990) lebt und arbeitet als Schauspieler in<br />

Los Angeles, die anderen drei Söhne arbeiten in unterschiedlichen Bereichen an vorderster Front im<br />

Familienunternehmen mit: Nuriel (*1984) als Chef Marketing Officer, Elior (*1986) als General Manager<br />

der Restaurants in Wien und Ilan (*1987) als CEO der NENI Holding GmbH.<br />

Neben dem NENI am Wiener Naschmarkt, <strong>das</strong> 2009 eröffnet wurde, führt Haya Molcho derzeit auch<br />

<strong>das</strong> NENI am Prater, den Tel Aviv Beach am Donaukanal (der im kommenden Frühjahr als „NENI am<br />

Wasser“) neu eröffnet werden soll sowie Restaurants in München, Berlin, Hamburg, Köln, Zürich, Paris,<br />

Amsterdam und Mallorca. Ein weiterer Standort in Kopenhagen ist bereits fix für 2022 geplant. In allen<br />

NENI-Restaurants, die von einer Fusion-Levante-Küche geprägt sind, ist <strong>das</strong> Sharing-Prinzip im Fokus,<br />

denn Teilen im Kreise der Familie und Freuden ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens von Haya Molcho.<br />

Einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes macht Molcho inzwischen aber mit Produkten wie Hummus,<br />

Falafel oder Baba Ghanoush, die sie unter der Marke „NENI am Tisch“ in Supermärkten vertreibt.<br />

Außerdem hat Haya Molcho mehrere Kochbücher („Tel Aviv“, „Balagan“, „Feuerküche“ und „Lust auf<br />

fremde Küche“) verfasst.


34 PORTRAIT<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Vom Naschmarkt aus starteten die Molchos ihre Erfolgsstory.<br />

Fotos: NENI / Nuriel Molcho<br />

müse und eben Rezepten, die es in Österreich<br />

sonst noch nicht gab. Und wir<br />

haben immer ganz frisch, direkt vor den<br />

Gästen gekocht.<br />

Sie sind aber auch bald in die Gastronomie<br />

eingestiegen.<br />

Ja <strong>das</strong> war 2009 mit „NENI am Naschmarkt“.<br />

Dort haben dann auch gleich<br />

drei meiner vier Söhne – Nuriel, Elior<br />

und Ilan – mit angefangen mitzuarbeiten.<br />

Nur Nadiv kommt ganz nach seinem<br />

Vater, ist Künstler und arbeitet als<br />

Schauspieler in Los Angeles.<br />

Wie hat sich Ihr – „Gastroimperium“<br />

muss man eigentlich schon beinahe<br />

sagen – entwickelt? Sie haben ja mittlerweile<br />

Restaurants in halb Europa?<br />

Wir haben tatsächlich fast im Jahresrhythmus<br />

neue Lokale eröffnet, inzwischen<br />

sind es elf Stück. Diese Expansion<br />

war dabei gar nicht so geplant,<br />

sondern man ist meist an uns herangetreten.<br />

Auch unsere Supermarktlinie<br />

war nicht unsere Idee, sondern Spar ist<br />

kurz nach der Eröffnung von NENI am<br />

Naschmarkt zu uns gekommen und die<br />

Nachfrage ist so gestiegen, <strong>das</strong>s wir im<br />

LEH inzwischen über die Hälfte unseres<br />

Umsatzes machen. Wie wir begonnen<br />

haben, für Spar zu produzieren, hatten<br />

wir noch nicht mal eine anständige<br />

Produktionsanlage. Wir haben buchstäblich<br />

in einer Garage alles in Handarbeit<br />

hergestellt.<br />

Ist offensichtlich nicht <strong>das</strong> schlechteste<br />

Rezept. Auch Bill Gates oder Jeff<br />

Bezos haben so begonnen.<br />

Oder Red Bull. Das waren alles ambitionierte<br />

Leute, oft Quereinsteiger mit einer<br />

Vision. Unter den Voraussetzungen<br />

schafft man es auch.<br />

Inzwischen gibt es also elf Standorte<br />

– ist eine weitere Expansion geplant?<br />

Nächstes Jahr wird NENI in Kopenhagen<br />

eröffnet, Dubai ist gerade in Überlegung<br />

und nächstes Frühjahr bauen wir<br />

den Tel Aviv-Beach am Donaukanal in<br />

Wien komplett um und machen ein Restaurant<br />

draus, <strong>das</strong> „NENI am Wasser“.<br />

Und ich plane in der Nähe des Naschmarktes<br />

eine NENI-Bakery, in der ich<br />

nur Frauen beschäftigen möchte, weil<br />

Frauen in unserer Branche unbedingt<br />

gefördert werden sollten.<br />

Sind Ihre Lokale eine Art von Systemgastronomie,<br />

wo sich Stil und Rezepte<br />

überschneiden oder hat jedes ein<br />

individuelles Konzept?<br />

Nein Systemgastronomie ist <strong>das</strong> keine.<br />

Wir nehmen die Stadt in unseren Konzepten<br />

mit. Natürlich gibt es etliche NE-<br />

NI-Klassiker, die man überall findet, die<br />

die Leute immer essen wollen, wenn sie<br />

zu uns kommen. Dazu gehört Shakshuka<br />

oder Hummus oder unser Jerusalem<br />

Teller. Aber sonst habe ich in jedem Lokal<br />

einen anderen Küchenchef, der seinen<br />

Stil mit einbringt, mit eigenen Rezepten.<br />

NENI wird dabei immer hip sein.<br />

Wir werden nie die klassischen weißen<br />

Tischtücher verwenden, wir werden nie<br />

Nouvelle Cuisine anbieten.<br />

Was genau ist jetzt Ihr Part im Betrieb?<br />

Die des letztinstanzlichen Chefs? Oder<br />

werden Entscheidungen gemeinsam<br />

mit Ihren Söhnen getroffen?<br />

Nein, Chef bin ich gar nicht, CEO ist einer<br />

meiner Söhne. Ich bin vor allem für<br />

die Produktentwicklung zuständig und<br />

ich bin <strong>das</strong> Gesicht nach außen. Bei uns<br />

sind die Aufgaben klar aufgeteilt, jeder<br />

ist für einen anderen Bereich verantwortlich,<br />

auf den er auch spezialisiert ist<br />

und daher von den anderen auch akzeptiert<br />

wird. Dadurch findet man auch für<br />

alle Probleme letztlich eine gute Lösung.<br />

Wenn wir alle nur Köche oder nur Marketingexperten<br />

wären, <strong>das</strong> wäre eine<br />

Katastrophe.<br />

Wie sieht es bei so vielen Standorten<br />

mit der Kontrolle aus? Sie können ja<br />

schlecht jedem Lokal jede Woche einen<br />

Besuch abstatten?<br />

Wir haben <strong>das</strong> Glück, gute Mitarbeiter<br />

zu haben und da sind Top-Leute dabei,


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

PORTRAIT 35<br />

In den NENI-Küchen herrscht ein Mischmasch<br />

an Nationalitäten und Küchenstilen.<br />

Fotos: NENI / Nuriel Molcho<br />

die eigentlich nur unterwegs sind, von<br />

Hamburg bis Paris in den Lokalen nach<br />

dem Rechten sehen und die Leute dort<br />

unterstützen und sie auch schulen. Man<br />

darf in diesem Bereich nicht geizig sein<br />

und alles selber machen wollen. Und<br />

man muss vertrauen können. Wenn du<br />

nicht loslassen kannst, wirst du auch<br />

keinen Erfolg haben. Das Geschäft hat<br />

bei uns zwar nie Pause, aber dafür nehme<br />

ich mir dann auch mal drei Wochen<br />

Auszeit und gehe auf Ayurveda, Yoga<br />

oder Meditation und dann ist wirklich<br />

Pause. Dann nehme ich nicht mal ein<br />

Handy mit und vertraue darauf, <strong>das</strong>s alles<br />

klappt. Und wenn <strong>das</strong> nicht klappt,<br />

dann mache ich was falsch. Anders gesagt:<br />

Man sollte nicht gierig sein und <strong>das</strong><br />

Geld auch teilen können. Du wirst nicht<br />

reich in der Gastronomie, aber du wirst<br />

glücklich, wenn du es richtig machst.<br />

Und wenn du nicht glücklich bist, dann<br />

mach was Anderes.<br />

Wie viele Mitarbeiter haben Sie derzeit<br />

und wie schwierig ist <strong>das</strong> Thema<br />

für Sie?<br />

Mitarbeiter habe ich alleine in Wien<br />

etwa 200 und insgesamt etwa 500.<br />

Und es ist aktuell ein Riesenproblem!<br />

Die Gastronomie wird sich umstellen<br />

müssen, höhere Gehälter zahlen, mehr<br />

Freizeit gewähren müssen. Es geht nicht<br />

mehr so wie früher. Dabei werden die<br />

Gäste lernen müssen, mehr zu bezahlen.<br />

Nachhaltigkeit, Bio-Qualität sind<br />

alles wichtige Trends, bei uns ist auch<br />

<strong>das</strong> vegetarische und vegane Angebot<br />

ganz wichtig. Hohe Qualität ist wichtig,<br />

die kostet aber auch Geld, genauso wie<br />

die höheren Gehälter für die Mitarbeiter.<br />

All <strong>das</strong> wird der Kunde in Zukunft bezahlen<br />

müssen. Wer <strong>das</strong> nicht will oder<br />

kann, muss zu McDonald’s & Co. gehen.<br />

Werden die höheren Preise am österreichischen<br />

Markt durchsetzbar sein?<br />

Ja ich glaube schon. Ich hoffe auch, <strong>das</strong>s<br />

die Supermärkte da mitmachen und<br />

weggehen von dem billig-billig. Gute Lebensmittel<br />

sind wertvoll und haben ihren<br />

Preis und wir wollen die Mitarbeiter<br />

fair entlohnen. Da geniere ich mich<br />

nicht, dafür auch höhere Preise zu verlangen.<br />

Wie würden Sie Ihren Kochstil bezeichnen?<br />

Traditionell israelisch bis<br />

levantinisch? Authentisch oder neu<br />

interpretiert? Und was ist <strong>das</strong> Besondere<br />

dabei?<br />

Ja es ist authentisch, aber die Küche in<br />

Israel, speziell in Tel Aviv, entwickelt<br />

sich ja auch enorm. Letztlich ist es eine<br />

Art Fusion-Crossover-Küche, die auf israelischen,<br />

levantinischen Rezepten basiert,<br />

aber auch ganz andere Einflüsse<br />

aufgreift. Da kann dann auch mal Kimchi<br />

aus Korea oder ein französisches Rezept<br />

eine Rolle spielen. Und wie schon<br />

gesagt, wird vegetarisch und vegan immer<br />

stärker. Die jungen Leute wollen<br />

heute gesund essen. Sie leben insgesamt<br />

bewusster und sind auch bereit, mehr<br />

Geld für gesundes Essen auszugeben.<br />

Dafür gehen sie vielleicht nicht jeden<br />

Tag ins Restaurant. Das ist eine wichtige<br />

Zielgruppe. Ganz typisch für uns sind<br />

auch Sharing-Angebote für den ganzen<br />

Tisch, wo man sich durch alles Mögliche<br />

durchkosten kann.<br />

Ist koschere Küche auch ein Thema?<br />

Nein überhaupt nicht. Das ist etwas für<br />

die orthodoxen Gläubigen, aber <strong>das</strong> bin<br />

ich nicht, ich bin auch nicht religiös. Ich<br />

bin modern, ich habe alle Religionen in<br />

meinen Küchen und darauf bin ich stolz.<br />

Ich sage immer, ich mache Frieden in<br />

der Küche. (lacht)<br />

Wie erklärungsbedürftig sind Ihre Gerichte<br />

bei den meisten Gästen, nachdem<br />

diese Küche ja bei uns kaum Tradition<br />

hat?<br />

Natürlich müssen alle unsere Mitarbeiter<br />

diesbezüglich geschult werden. Die Köche<br />

ohnehin aber auch die Serviceleute,<br />

um den Gästen zu erklären, was sie hier<br />

essen. Und alle Küchenchefs kommen<br />

mit uns auch mal für ein paar Tage nach<br />

Israel, um den Spirit zu erleben.


36 AKTUELLES<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Salomon goes<br />

green<br />

Esskultur und Ernährungsverständnis<br />

sind in einem nachhaltigen<br />

Wandel. Dazu liefert auch<br />

Salomon FoodWorld® die passenden<br />

Innovationen: Die Lieblingsprodukte<br />

vieler Gäste gibt es nämlich<br />

auch als Plant-Based-Variante<br />

– exklusiv entwickelt und erhältlich<br />

für den Foodservice. Homestyle<br />

Burger, Crunchy Chik’n® Burger<br />

und Knusper Schnitzel – Salomons<br />

Bestseller bekommen nun je einen<br />

Zwilling an die Seite: „Green Heroes“<br />

– 100 Prozent vegan aus 100<br />

Prozent Weizenprotein, bei gleichbleibend<br />

authentischem Meat-<br />

Taste, wie Salomon verspricht.<br />

Die veganen Produktneuheiten<br />

wurden exklusiv für den Foodservice<br />

entwickelt und sind ausschließlich<br />

im Gastro-Großhandel<br />

erhältlich. Mit der neuen veganen<br />

Range bekommen Salomon-Kunden<br />

alles unkompliziert aus einer<br />

Hand – Burger, Bun und Saucen.<br />

www.salomon-foodworld.com<br />

Fotos: Salomon<br />

Vegane Schnitzel<br />

aus der Schweiz<br />

Für viele ist <strong>das</strong> Schnitzel<br />

eine Art Heiliger Gral. Da<br />

sollte die „The Green Mountain“<br />

Veggie-Variante schon<br />

echt was können. Das Schnitzel<br />

aus rein pflanzlichen Zutaten<br />

ist nicht nur für Veganer<br />

geeignet, sondern richtet<br />

sich an alle Feinschmecker.<br />

„Statt Fleisch verwenden wir<br />

Soja- und Weizenprotein sowie<br />

eine kleine Menge hochwertiges<br />

Rapsöl und Vitamin B<strong>12</strong>“,<br />

so „The Green Mountain“ Chef Werner<br />

Ott. Dazu ist es nach Otts Angaben<br />

„geschmacklich ausgereift und umweltschonend<br />

produziert“.<br />

„Der vegetarische Trend in der Gesellschaft<br />

hat uns angespornt, gleich<br />

fünf Neuheiten zu entwickeln“, erklärt<br />

Multitalent in der<br />

Profi-Küche<br />

Vegane und vegetarische Gerichte<br />

werden in der modernen Küche immer<br />

beliebter. Die Marke „Risso“ bietet<br />

für diese tägliche Herausforderung eine<br />

leichte Alternative zum Obers: Die drei<br />

neuen Risso-Kochcremes dienen dazu,<br />

Gerichte durch eine besonders cremige<br />

Komponente zu verfeinern und sind<br />

eine pflanzliche, haltbare Alternative zu<br />

Obers.<br />

Mit 26 % Fett ist etwa die „Risso<br />

Chanty Duo“ nicht nur zum Kochen,<br />

sondern auch zum Aufschlagen geeignet.<br />

Sie ist pflanzlich basiert und der<br />

perfekte Allrounder für alle Anwendungen<br />

in der Küche. Sie lässt sich zügig<br />

aufschlagen, gerinnt nicht und kann<br />

vielseitig in säurehaltigen, kalten oder<br />

warmen Speisen angewendet werden.<br />

Eine rein pflanzliche Alternative stellt<br />

die „Risso Chanty Duo Vegan“ mit 26 %<br />

Fettgehalt dar. Sie eignet sich ebenfalls<br />

Ott. Neben dem Plant-Based Schnitzel<br />

umfasst <strong>das</strong> Sortiment von „The Green<br />

Mountain“ auch pflanzenbasiertes Faschiertes,<br />

eine Leberkäse-Alternative,<br />

Burger, Steak, Bratwurst und Filet (Hühnchen-Art).<br />

www.thegreenmountain.ch<br />

Foto: Risso<br />

zum Kochen und Aufschlagen und ermöglichen<br />

dem Koch verschiedene Ernährungsformen<br />

zu bedienen (z.B. vegan,<br />

halal, laktosefrei oder kalorienbewusst).<br />

www.risso.at<br />

Foto: The Green Mountain


Frische gibt’s<br />

bei uns auch<br />

geschnitten.<br />

Mit unserem Angebot kommt<br />

frisches Obst und Gemüse schon<br />

perfekt vorbereitet in Ihrer Küche<br />

an – bequemer geht’s nicht.<br />

agm.at


38 ETHNOFOOD<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Viel besser als ihr Ruf<br />

ETHNO<br />

FOOD


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

ETHNOFOOD 39<br />

Leider hat die spanische Küche bei uns einen geringeren Stellenwert. Vor Ort bietet die iberische<br />

Halbinsel viel mehr.<br />

Von Thomas Askan Vierich<br />

In unseren Breiten stand und steht<br />

die spanische Küche unter den mediterranen<br />

Küchen immer etwas im<br />

Schatten der italienischen und griechischen.<br />

Mag sein, <strong>das</strong>s die italienische<br />

feiner und vor allem leichter ist und die<br />

griechische besser gewürzt. Die deftige<br />

spanische Küche, die eher keine frischen<br />

Kräuter und allzu viele Gewürze kennt,<br />

muss sich aber keineswegs verstecken.<br />

Vermutlich ist der spanische Schinken<br />

der beste der Welt. Es gibt ihn in<br />

verschiedenen Qualitätsstufen: Serrano<br />

ist der einfachere, vergleichbar mit<br />

italienischem Parmaschinken oder dem<br />

kroatischen Prsut, aber magerer. Iberico<br />

stammt von den gleichnamigen freilaufenden<br />

Schweinen, die sich fast ausschließlich<br />

von Eicheln ernähren. Dann<br />

gibt es Papa negra, Bellota oder Joselito,<br />

<strong>das</strong> sind Steigerungsformen von Iberico:<br />

zart schmelzendes, unglaublich aromatisches<br />

Fleisch. Die Qualität hängt auch<br />

von der Reifedauer ab. Es gibt in Madrid<br />

Lokale, die sich auf so etwas spezialisiert<br />

haben, dort kann man aus einer<br />

Unmenge Serrano-Qualitäten wählen<br />

(und viel Geld ausgeben).<br />

Ein Klassiker der spanischen Küche<br />

ist natürlich Paella, mit Gemüse, mit und<br />

ohne Fleisch oder mit Meeresfrüchten.<br />

Ihr Ursprung ist die Region um Valencia<br />

und die spanische Ostküste. In Barcelona<br />

gibt es einen Stadtteil am Meer<br />

(Barcelonetta), wo sich die Paella-Lokale<br />

aneinanderreihen. Paella hieß ursprünglich<br />

die große Pfanne, in der dieses<br />

Reisgericht zubereitet wird. Grundlage<br />

ist ein Rundkornreis, der mit Safran<br />

gewürzt wird.<br />

In Barcelona habe ich auch mal Artischocken<br />

aus dem Ofen gegessen, ein<br />

unvergessliches Erlebnis: Die ganzen<br />

Artischocken werden im Ofen gegrillt,<br />

bis die Spitzen der Blätter anfangen zu<br />

kokeln. Dazu wird Knoblauchmayonnaise<br />

serviert.<br />

Die nordwestliche Region Galizien<br />

ist vor allem für ihre deftige Küche berühmt<br />

– vor allem mit Fisch und Meeresfrüchten.<br />

Von hier stammen die<br />

Empena<strong>das</strong>, gefüllte Teigtaschen, die<br />

Tapas, Paella und Jamón Ibérico sind nur drei der kulinarischen Klassiker in Spanien.<br />

Fotos: pixabay<br />

auch in Lateinamerika sehr beliebt sind.<br />

Oder der Polpo (Tintenfisch) auf galizische<br />

Art aus dem Ofen. Auch <strong>das</strong> Baskenland<br />

hat eine ganz eigene Küche –<br />

mit französischen Einflüssen. Hier gibt<br />

es den Bacalao (Stockfisch) in ungezählten<br />

Varianten oder Pastel Vasco (Gateau<br />

Basque): ein Mürbeteigkuchen mit<br />

Cremefüllung.<br />

Damit sind wir schon in Portugal, wo<br />

es beide Gerichte, also Stockfisch und<br />

Pastel zu Weltberühmtheit gebracht haben.<br />

Die Pastéis de nata aus den Kaffeehäusern<br />

Lissabons kennt jeder, der dort<br />

einmal eingekehrt ist. Und Baccalao gibt<br />

es in unendlichen Variationen, besonders<br />

wohlschmeckend sind die frittierten<br />

Bällchen. Portugal ist auch berühmt<br />

für seine Sardinen in Dosen. In Lissabon<br />

gibt es dafür eigene Geschäfte.<br />

Insgesamt ist die portugiesische Küche<br />

noch etwas einfacher, aber nicht<br />

weniger wohlschmeckend, als die spanische.<br />

Man darf nicht vergessen, die<br />

Menschen hier sind nicht wohlhabend,<br />

ihre Hausmannskost kann deshalb<br />

nicht kostspielig und allzu raffiniert<br />

sein. Auf der anderen Seite häufen


40 ETHNOFOOD<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

gereicht. So kann man einen ganzen Tag<br />

vertrödeln. Und dazu vielleicht noch<br />

Fußball schauen, Barca gegen Real.<br />

Klar, <strong>das</strong>s auch Fisch einen hohen Stellenwert in der spanischen Küche hat.<br />

Foto: Pixabay<br />

sich in letzter Zeit preisgekrönte Sternerestaurants<br />

auf der iberischen Halbinsel.<br />

Städte wie Barcelona, Madrid oder San<br />

Sebastian haben sich zu Pilgerstätten<br />

für anspruchsvolle Genießer entwickelt.<br />

Tapas<br />

Eine besondere Kultur des Genießens<br />

auf Spanisch (und Portugiesisch): Kleine<br />

Häppchen zum Wein oder Bier, die in<br />

den Bodegas rund um die Uhr gereicht<br />

werden. Das geht von den in Essig und<br />

Öl eingelegten Sardellen (Boquerones)<br />

über belegte Brote (Bocadillos), in Tomatensauce<br />

gekochte Fleischbällchen<br />

über Piementos de Padron (siehe Rezept)<br />

und Tortillas (siehe Rezept) bis zu<br />

Spießchen mit Stockfisch oder Papas<br />

brava (scharfe Bratkartoffeln). Natürlich<br />

werden auch Oliven und Schinken<br />

Wein & Öl<br />

Beides hatte lange Zeit mit spanischer<br />

Herkunft keinen guten Ruf. Weil die<br />

Spanier auf Masse statt Klasse setzten.<br />

Und diverse Olivenölskandale verursachten.<br />

Doch die Zeiten scheinen<br />

vorbei. Heute genießt spanisches und<br />

portugiesisches Olivenöl wieder die<br />

Anerkennung, die es verdient, weil jetzt<br />

auch in Spanien auf Qualität gesetzt<br />

wird – vor allem von den kleineren, unabhängigen<br />

Produzenten.<br />

Das Gleiche gilt für den Wein: Der<br />

portugiesische Vino Verde muss kein<br />

leichter, billiger Weißwein sein. Und Spanien<br />

hat mehr zu bieten als Rioja. Weine<br />

von den Ufern des Duro (Ribiera del<br />

Duro) sind oft den Riojas an Ausdruckskraft<br />

überlegen. Oder probieren Sie einen<br />

reinsortigen Tempranillo aus Katalonien.<br />

Besonders temperamentvoll und<br />

ausdrucksstark ist hier die kleine Region<br />

Priorat. Auch spanische Weißweine,<br />

besonders aus dem Norden, schmecken<br />

wunderbar und vor allem anders. Beliebt<br />

in ganz Spanien sind die unkomplizierten<br />

Weine aus der Region Rueda, zum Beispiel<br />

ein Verdejo. Auch der katalonische<br />

Schaumwein Cava kann es mit Sekt, Prosecco<br />

und Co. aufnehmen.<br />

Tapas-Rezepte<br />

Pimientos de Padrón:<br />

Eine Spezialät aus Galizien. Die frischen unreifen grünen Früchte einer bestimmten Paprikasorte, die aussehen<br />

wie Jalapenos, werden mit etwas Öl in der Pfanne gebraten und mit reichlich Meersalzflocken bestreut.<br />

Es gibt ein Sprichwort in Galizien: „Paprikas aus Padrón: einige scharf, andere nicht.“ Typisch ist auch<br />

ihr leicht bitterer Geschmack.<br />

Papas arrugada:<br />

Spezialität von den kanarischen Inseln. Kleine Kartoffeln, am besten rotschalige, werden mit viel Salz in<br />

wenig Wasser gekocht. Auf den Kanaren nimmt man oft einfach Meerwasser, wir müssen uns mit Meersalz<br />

behelfen. Wichtig ist, <strong>das</strong>s eine Salzschicht auf den ungeschälten Kartoffeln zurückbleibt, deshalb nimmt<br />

man wenig Wasser und erhitzt die Kartoffeln am Ende noch einige Minuten zum Trocknen. Dazu werden<br />

grüne oder rote Mojos serviert, also Saucen aus Peperonis und frischem Koriander.<br />

Tortilla (Grundrezept):<br />

Geschälte rohe Kartoffeln in Scheiben schneiden. Mit gehackten Zwiebeln braten, bis sie durch sind. Verquirlte<br />

Eier hinzugeben. Wenn sie anfangen zu stocken, Deckel auf die Pfanne geben und den Kuchen<br />

umdrehen. Kann man im Kühlschrank aufbewahren und portionsweise servieren. Diese Tortilla lässt sich<br />

beliebig variieren: mit Knoblauch wie in Katalonien üblich, mit Frühlingszwiebeln, mit Schlagrahm, mit<br />

Speck, man kann sie auch mit Käse überbacken.


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

ADVERTORIAL 41<br />

Fotos: Wiberg<br />

Spanische Vorspeisen<br />

Spanische Köstlichkeiten sind vielfältig, ganze Speisekarten lassen sich problemlos<br />

damit füllen.<br />

Auch bei sommerlichen Temperaturen<br />

muss nicht auf <strong>das</strong> Süppchen<br />

vorneweg verzichtet werden, etwa<br />

mit Gazpacho, dem kalten Suppenklassiker.<br />

Einfach abgeschmeckt wird mit<br />

AcetoPlus Paprika von WIBERG, <strong>das</strong> neben<br />

dem intensiven Geschmack vollreifer<br />

Paprika auch mit prickelnder Säure<br />

überzeugt. Für die Zubereitung der spanischen<br />

Tapas-Varianten hat WIBERG<br />

einiges im Sortiment: Mit Paprika geräuchert,<br />

Pinienkerne geschält und den mediterranen<br />

Klassikern Rosmarin gefriergetrocknet,<br />

Basilikum gefriergetrocknet<br />

und Thymian gefriergetrocknet lässt sich<br />

variieren. Mariniert und abgerundet wird<br />

mit AcetoPlus Zitrusfrüchte und dem original<br />

spanischen „grünem Gold“, Natives<br />

Oliven-Öl Extra Andalusien. Genau<br />

<strong>das</strong> braucht man auch, wenn man eine<br />

der beliebtesten spanischen Dip-Saucen<br />

zubereiten will: Natives Oliven-Öl<br />

Extra Andalusien, Chilis geschrotet und<br />

Kreuzkümmel gemahlen verbinden sich<br />

zur Mojo Roja. Oliven-Öl und Knofi Pur<br />

braucht man für eine authentische Aioli.<br />

In Punkto Hauptspeise führt kein<br />

Weg vorbei an der Paella Marinera, mit<br />

der man vom ersten Bissen weg wieder<br />

im Urlaub ist. Duft und Farbe bekommt<br />

die maritime Köstlichkeit von den WI-<br />

BERG Safran Fäden in Topqualität. Für<br />

den richtigen Schärfekick nach eigenem<br />

Gusto sorgt Red Dhofar aus dem WI-<br />

BERG Exquisite Sortiment. Wer es gerne<br />

deftig herzhaft hat, genießt <strong>das</strong> saftig<br />

aromatische Fleisch des berühmten Iberico<br />

Schweins – köstlich in Szene gesetzt<br />

mit Grill Mediterran.<br />

Genießer schwören selbstverständlich<br />

auch auf die vielen spanischen Dessert<br />

Verführungen, für die doch immer<br />

noch ein bisschen Platz sein sollte. Hier<br />

führt die Crema Catalan <strong>das</strong> Feld an und<br />

wird mit Vanille Gourmet zum unvergesslichen<br />

Erlebnis. Kreative variieren<br />

beispielsweise mit Orangia Sun oder Zitronia<br />

Sun und bringen auf diese Weise<br />

die spanische Sonne auf den Teller.<br />

Wiberg präsentiert ein Aioli-Rezept<br />

für 10 Personen. Benötigte Zutaten<br />

sind 200g mehlig gekochte Kartoffeln,<br />

30g pasteurisiertes Eigelb, 200ml<br />

WIBERG Natives Oliven-Öl Extra Peloponnes<br />

Kaltextraktion, 3g WIBERG Red<br />

Dhofar Gewürzzubereitung arabischer<br />

Art mit Safran und Sumac Beere und 4g<br />

WIBERG Ursalz pur fein, unjodiert. Die<br />

Zubereitung beginnt, indem die Kartoffeln<br />

passiert werden. Dann werden die<br />

Knoblauchscheiben in etwas Wasser<br />

eingeweicht. Anschließend den Safran<br />

in fünf Esslöffel heißem Wasser einweichen<br />

und etwa 30 Minuten ziehen lassen.<br />

Danach Eigelb sowie Safransud<br />

mit den Kartoffeln pürieren.<br />

Jetzt wird Natives Oliven-Öl langsam<br />

zugegeben. Die Knoblauchscheiben<br />

werden ausgedrückt<br />

und zusammen mit Red Dhofar<br />

sowie Ursalz zur Kartoffelmasse<br />

gegeben und cremig püriert.<br />

Bis zum Verzehr muss <strong>das</strong> Gericht<br />

kühl gelagert werden.<br />

Kontakt:<br />

www.wiberg.eu


42 ETHNOFOOD<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Salzzitronen<br />

Zutaten:<br />

› 10 Bio-Zitronen<br />

› 200 – 250 g grobes Meersalz<br />

› eventuell Gewürze und<br />

Kräuter wie Lorbeerblätter,<br />

Wacholderbeeren, Fenchelsamen,<br />

1 Zimtstange,<br />

1 Rosmarinzweig oder<br />

Pfefferkörner<br />

› 1 steriles Einmachglas mit 1<br />

Liter Fassungsvermögen<br />

Rezept & Foto: Andra Jungwirth<br />

1. Zitronen unter fließendem<br />

warmen Wasser gründlich<br />

waschen.<br />

2 Jede Zitrone kreuzförmig<br />

der Länge nach einschneiden.<br />

Die Zitrone sind geviertelt,<br />

halten aber noch an<br />

einem Ende gut zusammen.<br />

Die Zitronen leicht zusammendrücken,<br />

so<strong>das</strong>s sich die<br />

Spalten öffnen.<br />

3. In jede Zitrone etwa 2 Teelöffel<br />

Salz füllen, die Frucht wieder etwas in Form bringen und in <strong>das</strong><br />

Einmachglas schlichten.<br />

3. Nun eventuell Kräuter und Gewürze dazugeben und <strong>das</strong> restliche<br />

Salz darüber streuen. Mit den Gewürzen und Kräutern eher sparsam<br />

umgehen. Wasser aufkochen und über die Zitronen gießen, so<strong>das</strong>s alle<br />

bedeckt sind. Das Glas verschließen und zumindest 4 Wochen ziehen<br />

lassen.<br />

4. Ungeöffnet sind die Zitronen mindestens 1 Jahr haltbar, geöffnet sollten<br />

sie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Der Sud kann als Würze für<br />

Salate, Saucen und Eintöpfe verwendet werden.<br />

tipp aus der praxis<br />

Pimentón de la Vera<br />

Die Extremadura ist eine landwirtschaftlich bedeutende Landschaft westlich von<br />

Madrid. Von hier kommt auch der berühmte Iberico Schinken. Das Schwein lebt unter<br />

Kork- und Steineichen, deren Früchte es frisst. Überhaupt wird in der Extremaduda,<br />

also der Landschaft „jenseits des Duro“ (so etwas wie unser „Transleithanien“) sehr viel<br />

Bio-Landwirtschaft betrieben. In La Vera, in der Region Caceres am Fuße der Sierra de<br />

Gredos, wird Paprika angebaut und in einem besonderen Verfahren verarbeitet. Die<br />

Schoten werden etwa eine Woche luftgetrocknet und über Eichenholz geräuchert. Dann<br />

werden sie ohne Kerne und Stile mehrfach gemahlen, um eine sehr feine Struktur des Pulvers zu erzielen.<br />

Das wird in drei verschiedenen Schärfegraden in viereckige, kleine rote Dosen verpackt und<br />

herkunftsgeschützt als „Pimentón de la Vera“ in alle Welt verkauft.<br />

In Spanien selbst würzt man damit die berühmte Chorizo, Spaniens Antwort auf die Salami: eine<br />

grobkörnige luftgetrocknete Rohwurst mit Knoblauch und eben viel Paprika. Eine spanische Chorizo<br />

enthält etwas doppelt so viel Paprika wie ihr ungarisches Gegenstück,<br />

die Kolbász.<br />

Mit Pimentón kann man aber auch Paella oder Eierspeisen würzen.<br />

Wie wäre es mit einem „spanischen Frühstück“? Rühreier mit Chorizo<br />

und Pimenton! Dazu katalanische pan de tomades reichen: Getoastete<br />

Weißbrotscheiben, mit einer Knoblauchknolle und einer halben Tomate<br />

eingerieben, anschließend mit bestem Olivenöl beträufelt.<br />

Thomas Askan Vierich, Autor des Buches Aroma. Die Kunst des Würzens.<br />

ISBN 978-3-7471-0423-1<br />

Foto: Ida Rosen


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

ETHNOFOOD 43<br />

Foto: Frutarom Savory Solutions<br />

Rund um die<br />

japanischen Nudeln<br />

Ramen sind wie ein Drei-Gang-Menü<br />

in einem Gericht: Man hat eine Suppe,<br />

die Nudeln als Hauptgang und die<br />

Toppings sind die Vorspeise. In Florian<br />

Ridders Buch dreht sich alles um sie –<br />

die berühmten japanischen Nudeln. Das<br />

Tolle an Ramen ist, <strong>das</strong>s man die unterschiedlichen<br />

Zutaten nach Geschmack<br />

oder Ernährungsstil kombinieren kann.<br />

Während seiner Tätigkeit als Koch in<br />

Florian Ridder: Ramen - Selbst gemacht!<br />

Mit Fleisch, ohne Fleisch, vegan.<br />

Mit Illustrationen von Lisa Rammensee<br />

und Fotografien von Pia Schmikl<br />

Paperback , Klappenbroschur , 160<br />

Seiten, 19,5 x 24,0 cm, circa 100 farbige<br />

Abbildungen, € 18,00 [D] / € 18,50 [A]<br />

/ CHF 25,90, ISBN 978-3-517-09990-3,<br />

Südwest Verlag<br />

Asien hat sich Ridder besonders mit Ramenrezepten<br />

befasst, die er jetzt einem<br />

deutschsprachigen Publikum zugänglich<br />

macht. Wer bei den Fachbegriffen<br />

rund um die Delikatesse wie etwa Shoyo<br />

oder Dashi den Überblick verliert, dem<br />

hilft dieses Buch: Mit detailreichen Erklärungen,<br />

farbenfrohen Illustrationen,<br />

hochwertigen Bildern und kreativen Rezepten<br />

kann jeder selbst seine ganz besonderen<br />

Ramen zubereiten. „Ramen<br />

- Selbst gemacht!“ ist ein Do it yourself-<br />

Buch, <strong>das</strong> in die Tiefe geht. Es ist für jeden<br />

Geschmack etwas dabei, herzhaft<br />

oder süß, Fisch oder Fleisch, vegetarisch<br />

oder vegan.<br />

www.penguinrandomhouse.de/<br />

Lange Tradition und voller<br />

Geschmack<br />

Besonders in südlichen Ländern findet man eine<br />

lange Tradition an kalten Suppen. Den klimatischen<br />

Bedingungen angepasst hat sich unter anderem<br />

die spanische Gazpacho andaluz als Küchenklassiker<br />

etabliert. Dabei werden vollreife Paprika,<br />

Zwiebeln und Tomaten kalt aufgemixt und mit kalter<br />

Brühe, wie etwa WIBERG Vital-Gemüse-Bouillon,<br />

aufgegossen. Für vollen Paprika-Geschmack<br />

und sattrote Farbe sorgt AcetoPlus Paprika, eine<br />

Prise Chilis geschrotet gibt den richtigen Schärfe-<br />

Kick. Wer im Suppenteller stilecht finishen möchte,<br />

greift authentisch zum Premium-Öl WIBERG Natives<br />

Oliven-Öl Extra Andalusien.<br />

www.wiberg.eu<br />

tipp aus der praxis<br />

Klar gestellt: Grüne<br />

Stellen am Gemüse<br />

Köche wissen, <strong>das</strong>s grüne Stellen<br />

an Kartoffeln nicht gesund<br />

sind. Kartoffelknollen enthalten<br />

Verlag/Suedwest<br />

von Natur aus Solanin, einen<br />

schwach giftigen Stoff, der vor<br />

allem in Nachtschattengewächsen<br />

wie Tomaten, Auberginen<br />

oder auch Paprika vorkommt.<br />

In reifem Gemüse ist davon nur<br />

sehr wenig enthalten, so<strong>das</strong>s der<br />

Genuss unbedenklich ist.<br />

Wird die Kartoffelknolle Sonnenlicht<br />

ausgesetzt, so verfärben<br />

sich die Stellen grün und<br />

der Gehalt an Solanin steigt<br />

deutlich an. Der Stoff schmeckt<br />

schwach bitter und wirkt in höheren<br />

Konzentrationen giftig.<br />

Bei Kartoffeln sitzt der Stoff vor<br />

allem in und unter der Schale,<br />

er geht auch ins Kochwasser<br />

über, so<strong>das</strong>s dieses immer<br />

weggeschüttet werden sollte.<br />

Ist nur eine kleine Stelle leicht<br />

grün, so reicht <strong>das</strong> gründliche<br />

Wegschneiden. Sind die grünen<br />

Stellen stark ausgeprägt, so sollte<br />

<strong>das</strong> Gemüse entsorgt werden.<br />

Dasselbe gilt für unreife Tomaten,<br />

jedoch nicht für grüne Stellen<br />

an Wurzelgemüse wie Karotten<br />

oder Triebe an Zwiebeln.<br />

Nur Nachtschattengewächse<br />

bilden Solanin aus. Gerade Karotten<br />

schieben sich im Wachstum<br />

in der Erde etwas in die<br />

Höhe, der obere Teil der Wurzel<br />

bildet Chlorophyll aus und wird<br />

nun grün. Das „Grüne“ kann zwar<br />

auch leicht herb schmecken, ist<br />

aber völlig unbedenklich beim<br />

Genuss.<br />

Mag. Andrea Jungwirth<br />

Ernährungswissenschafterin<br />

Foto: Andrea Jungwirth


44 ZITRONE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Zitronen, die würzende<br />

Erfrischung


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

ZITRONE 45<br />

Frisch, mild-würzig mit saurer Note, blumig, oder auch ein bisschen nach Gewürzen, so lässt<br />

sich der Geschmack von Zitronen beschreiben, doch es dominiert immer die erfrischende<br />

Säure.<br />

Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />

Wie sauer eine Zitrone aber<br />

schmeckt, entscheiden Reifegrad<br />

und Sorte. Je reifer die<br />

Früchte geerntet werden,<br />

desto milder werden sie und wer noch<br />

dazu in den Genuss bestimmter Sorten<br />

kommt, der ist meist überrascht, wie süß<br />

Zitronen schmecken können. Die „Meyer-Zitrone“<br />

gilt als die beste und süßeste<br />

Zitronensorte und ist momentan bei<br />

Köchen sehr begehrt. Sie ist eine auf natürliche<br />

Weise entstandene Hybride<br />

aus Zitrone und Orange oder Mandarine.<br />

Daher ist die Frucht sehr saftig, mild,<br />

leicht mandarinenartig im Geschmack<br />

und süßsauer, wobei die Betonung immer<br />

noch auf sauer liegt. Die Schale<br />

schmeckt komplexer mit einer dezenten<br />

Thymiannote. Und die gute Nachricht,<br />

von Oktober bis November kommt<br />

sie auch gerne mal aus der Türkei zu uns<br />

auf die Märkte.<br />

Mediterraner Speisenbegleiter<br />

Die im Handel angebotenen Früchte<br />

werden meist vor der optimalen Reife geerntet,<br />

und da Zitrusfrüchte nicht nachreifen,<br />

entwickeln sie daher nie die Süße,<br />

die sie eigentlich haben könnten. Anders<br />

als in mediterranen Ländern, die nahezu<br />

verschwenderisch Zitronen in der Küche<br />

verwenden. Kaum ein Gericht mit Fleisch<br />

oder Fisch, <strong>das</strong> ohne die Säure und Würze<br />

auskommt. Die Vielfalt der Rezepte<br />

zieht einen Bogen von Griechenland<br />

bis nach Spanien. Von Kotosoupa Avgolemono,<br />

der griechischen Hühnersuppe<br />

mit Zitrone, über sizilianische Pasta mit<br />

Zitronen bis nach Spanien, wo auch die<br />

Würze der Zitrone auf einer Paella mit<br />

Meeresfrüchten oder bei spanischen Tapas<br />

nicht fehlen darf. Gerade die spanische<br />

Küche ist von marokkanischen Einflüssen<br />

geprägt, die, wie kann es anders<br />

sein, auch reichlich Zitronen verwendet.<br />

Die marokkanischen Salzzitronen peppen<br />

durch ihre frische Aromatik viele Gerichte<br />

auf und sind unverzichtbar für Tahine,<br />

Kichererbsengerichte, Saucen oder<br />

Hülsenfrüchte. Die Herstellung ist sehr<br />

einfach, aber es dauert zumindest einen<br />

Monat, bis die Früchte in der Salzlake<br />

ziehen, die Zitronenschalen glasig weich<br />

werden und aromatisch salzig schmecken.<br />

Man verwendet am besten ein kleines<br />

Stück einer Salzzitrone, hackt oder<br />

schneidet es sehr fein und würzt damit<br />

sein Gericht. Afrikanische Einflüsse finden<br />

sich auch in Form der Salzzitrone in<br />

der spanischen Küche wieder.<br />

Ran an die Schale<br />

Die Zitrone ist die Zitrusfrucht, die am<br />

wenigsten aus unseren Küchen wegzudenken<br />

ist und <strong>das</strong>, obwohl <strong>das</strong> Fruchtfleisch<br />

mit wenigen Ausnahmen nicht<br />

gegessen wird. Verwendet werden der<br />

säuerliche Saft und die aromatische<br />

Schale zum Würzen. Und da Zitrone<br />

nicht gleich Zitrone ist, sollte die Sorte<br />

passend zum Gericht gewählt werden.<br />

Grob wird zwischen zwei Sorten unterschieden,<br />

den Saftzitronen und den<br />

Zedratzitronen (Citrus medica), bei denen<br />

hauptsächlich die Schale verwendet<br />

wird.<br />

„Buddhas Hand“ oder die „Etrog-Zitrone“<br />

sind klassische Zedratzitronen,<br />

die wenig oder kaum Fruchtfleisch und<br />

somit wenig Saft enthalten, aber dafür<br />

reichlich Schale und weiße Fruchthaut<br />

darunter. Cedrat, die Urzitrone, aus deren<br />

Kreuzung mit der Bitterorange die weit<br />

bekannte Saftzitrone entstand, stammt<br />

wahrscheinlich aus Südostasien. Im Mittelmeergebiet<br />

ist sie noch sehr verbreitet<br />

und die bis zu zwei Kilogramm schweren<br />

Früchte sind auch bei uns im gut sortierten<br />

Gemüsehandel zu kaufen. Das Aroma<br />

der Schale passt sowohl zu Süßspeisen<br />

als auch zu Herzhaftem. Das wohl<br />

bekannteste Produkt daraus ist <strong>das</strong> Zitronat,<br />

aber aus der „Cedro“ werden Klassiker<br />

der italienischen Küche wie der sizilianische<br />

Zitronensalat bereitet oder<br />

Liköre, Eis oder Curds aromatisiert.<br />

„Buddhas Hand“ ist die auffälligste<br />

und auch eine der teuersten Zitronensorten.<br />

Diese Zedratzitrone besitzt kein<br />

Fruchtfleisch und auch keinen Saft, die<br />

Segmente der Frucht sind fingerähnlich<br />

ausgebildet. Die „Finger“ werden wie<br />

Trüffel hauchdünn gehobelt und zum<br />

Parfümieren von Gerichten verwendet.<br />

Gelb, grün, rot oder doch orange<br />

Wenn es nur um den Saft geht, unterscheiden<br />

sich die gängigen Sorten in der<br />

Saft- und Kernmenge und schmecken<br />

mehr oder weniger sauer. Dagegen treiben<br />

es Schalenform und -farbe bei alten<br />

Sorten bunt. So können sie wie die Rote<br />

Zitrone „Rosso“, auch Glühwein-Zitrone<br />

genannt, rot sein oder gelb-grün gestreift,<br />

wie bei der „panaschierten Zitrone“,<br />

wobei bei Vollreife <strong>das</strong> Grün in Rot<br />

umschlägt. Bei der „Rosenapfelzitrone“<br />

ist die Frucht stark gefurcht, <strong>das</strong> Fruchtfleisch<br />

erinnert etwas an Bergamotte, die<br />

Schale der „Volkamer Zitrone“ färbt sich<br />

orange.<br />

„Normale“ im Supermarkt erhältliche<br />

Zitronen mit grüner Schale sind nicht<br />

unreif wie viele denken. Zitronenstauden<br />

lieben die Wärme, damit die Früchte<br />

aber gut reifen, benötigen sie kühle<br />

Nächte. Nur so wandelt sich die Schale<br />

von grün in zitronengelb. Die Farbe<br />

sagt also nichts über den Reifezustand<br />

aus. Grüne Stellen auf der gelben Schale<br />

oder gar grüne Zitronen sind kein Zeichen<br />

für schlechte Qualität, sie sind genauso<br />

wertvoll und reif, solange die<br />

Schale glänzt. Nur wenn die Schale einen<br />

gleichmäßigen Glanz aufweist, ist<br />

<strong>das</strong> ein verlässliches Zeichen, <strong>das</strong>s die<br />

Frucht reif ist.


46 MESSEBLITZLICHTER<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Tiefkühlgemüse von Ardo garantiert frisches Obst und Gemüse,<br />

auch wenn es <strong>das</strong> jahreszeitenmäßig eigentlich gar nicht gibt.<br />

Frisch geerntet und gefroren behalten die Produkte ihre Inhaltsstoffe.<br />

www.ardo.de<br />

Wiberg ist der perfekte Partner, wenn es um guten Geschmack<br />

geht. Perfekt zu würzen und <strong>das</strong> Verfeinern mit<br />

Essig und Ölen sorgen für den letzten Schliff.<br />

www.wiberg.eu<br />

Steirerkren, Kartoffel- oder Eiprodukte: Holzmann liefert<br />

küchenfertige und qualitativ hochwertige Convenience für<br />

die Gastronomie. www.holzmann-fvl.at<br />

Burger, Semmeln und Croissants: Edna sorgt für den täglichen<br />

Frischegenuss auch am festlichen Tisch. www.edna.at<br />

Frisch, knusprig und rasch zubereitet bringt Aviko die Pommes<br />

als beliebte Beilage überall auf den Tisch. www.aviko.de


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

MESSEBLITZLICHTER 47<br />

Aufgrund der schwierigen Covid-Situation war die Messe für<br />

uns heuer etwas anders. Die Besuchermassen sind ausgeblieben,<br />

jedoch war die Qualität der tatsächlichen Besucher<br />

sehr gut. Wir sind mit dem Messe-Nachgeschäft bis dato sehr<br />

zufrieden. www.haubis.at<br />

Das Beste für Patisserie und Confiserie präsentiere Confis<br />

Express auf seinem Stand - inklusive Verkostung.<br />

www.confis-express.de<br />

Fotos: Michael Heinz, Hintergrund: cbies / Adobe Stock<br />

Mit eggcellent gibt es <strong>das</strong> perfekte Ei über Stunden hinweg<br />

und <strong>das</strong> auch gleich mit einer attraktiven Präsentation.<br />

www.eggcellent.de<br />

Wer Teigwaren sagt, sagt Recheis: Die Nudelmarke sorgt mit<br />

Co2 freier Produktion nicht nur für Genuss, sondern zeigt auch<br />

Verantwortung. www.recheis.com<br />

SalzburgMilch darf sich über die Prämierung von drei<br />

Käsesorten bei der Wahl zum Käsekaiser 2022 freuen.<br />

Einmal Frischkäse, einmal „Hartkäse bis 5 Monate“ und<br />

„Innovation“ gingen an die SalzburgMilch.<br />

www.milch.com<br />

Darbo Marmeladen, Kompotte und Sirupe finden sich auf<br />

vielen Frühstücksbuffets. Sie sorgen für einen genussvollen<br />

Start in den Tag und auch wer Zucker sparen<br />

möchte, wird hier fündig. www.darbo.at


Seite 48 bis Seite 69<br />

Cold Drinks<br />

Bier<br />

Gehörnte Biere: Im Advent<br />

haben Bockbiere wieder<br />

Hochsaison – ein Brauch, der<br />

auf die katholische Kirche zurückgeht,<br />

denn der Advent ist<br />

– streng betrachtet – ebenso<br />

eine kirchliche Fastenzeit wie<br />

es die Wochen vor Ostern<br />

sind.<br />

Seite 50<br />

Liköre<br />

Dagegen ist doch ein Kraut<br />

gewachsen: Kräuterliköre<br />

haben teilweise eine über 100<br />

Jahre lange Tradition und<br />

sind aufgrund ihrer Vielseitigkeit<br />

– egal, ob als Aperitif<br />

oder Digestif, pur oder zum<br />

Mixen – aus keiner gut sortierten<br />

Bar wegzudenken.<br />

Seite 58<br />

Champagner<br />

Es muss nicht immer nur<br />

Brut sein: Champagner ist<br />

<strong>das</strong> typische Getränk als<br />

Aperitif und für feierliche<br />

Anlässe. Doch der facettenreiche<br />

„König der Weine“ hat<br />

deutlich mehr Potential, <strong>das</strong><br />

hierzulande auch langsam<br />

entdeckt wird.<br />

Seite 64


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

AKTUELLES 49<br />

Vorfreude auf Neujahr<br />

KATE & KON gehört zu den führenden<br />

Weinhändlern Österreichs und ist<br />

seit 40 Jahren eine Familiensache. Für<br />

Katharina, Florian und Konstantin Wolf,<br />

die natürliche Fortführung des großen<br />

Erbes von Carlo Wolf, einem Pionier in<br />

der Kulinarik. KATE & KON bietet seinen<br />

Kunden in verschiedenen Preisklassen<br />

<strong>das</strong> Beste, davon ist die Familie<br />

überzeugt.<br />

Durch den langjährigen Wissensschatz<br />

findet KATE & KON den besten<br />

Ansatz für ein perfektes, kulinarisches<br />

und vinophiles Produktsortiment<br />

für Silvester. So lässt sich etwa mit dem<br />

Champagne Ayala <strong>das</strong> neue Jahr gebührend<br />

einläuten. Ayala steht nach vielen<br />

Jahren Tradition noch heute für qualitativ<br />

hochwertigen Champagner, welcher<br />

weltweit in den Genuss kommt<br />

und für seine Eleganz und Frische bekannt<br />

ist.<br />

www.kateandkon.com<br />

Foto: Champagneayala<br />

Doppeltgehörnter<br />

Vorarlberger<br />

Doppelböcke sind vor allem in<br />

Bayern sehr beliebt, aber auch<br />

im Ländle versteht man sich auf<br />

diese Braukunst. Etwa beim Mohren<br />

Doppelbock, der sich als der<br />

ideale Begleiter in der kalten Jahreszeit<br />

präsentiert. Einmal ins<br />

Glas gefüllt besticht <strong>das</strong> Bockbier<br />

mit seiner satten Bernstein-Farbe<br />

und dem feinporigen Schaum. Der<br />

Duft erinnert an Dörrobst, Honig<br />

und Marzipan. Nach dem ersten<br />

Schluck entfalten sich die gehaltvollen<br />

Aromen im Mund. Dieses<br />

Starkbier ist die perfekte Speisenbegleitung<br />

zu Desserts, Maroni,<br />

Gans oder würzigem Bergkäse.<br />

www.mohrenbrauerei.at<br />

Große Reserve aus<br />

Gumpoldskirchen<br />

Seit 2013 produziert der Kamptaler<br />

Winzer Fred Loimer international renommierte<br />

Sekte. 2018 brachte er seine<br />

erste Große Reserve Blanc de Blancs aus<br />

Langenlois auf den Markt, nun folgt die<br />

Große Reserve Blanc de Noirs aus Gumpoldskirchen.<br />

Eine Große Sektreserve<br />

muss laut dem österreichischen Weingesetz<br />

auf der Hefe drei Jahre reifen. Bis<br />

zu fünf Jahren sind es bei Fred Loimer, der<br />

neben den Weingärten in seiner Heimat<br />

Langenlois auch Flächen in Gumpoldskirchen<br />

bewirtschaftet. Dort wachsen<br />

die biodynamischen Pinot-Noir-Trauben<br />

für die Gumpoldskirchen Große Reserve<br />

Blanc de Noirs Brut Nature, die mit dem<br />

Jahrgang 2016 ihre Premiere feiert. Maritime<br />

Sedimente aus Ton und Sand mit alpinem<br />

Kalkschotter prägen diesen zweiten<br />

großen Schaumwein aus dem Hause<br />

Loimer.<br />

www.loimer.at<br />

Foto: Jürgen Schmücking<br />

Foto: Mohrenbrauerei


50 BIER<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Wer hat dem Bier die<br />

Hörner aufgesetzt?<br />

Foto: Lumixera / Adobe Stock


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

BIER 51<br />

Im Advent haben Bockbiere wieder Hochsaison – ein Brauch, der auf die katholische Kirche<br />

zurückgeht, denn der Advent ist – streng betrachtet – ebenso eine kirchliche Fastenzeit wie<br />

es die Wochen vor Ostern sind.<br />

Von Clemens Kriegelstein<br />

Bierbrauen war lange Zeit <strong>das</strong> Privileg<br />

von Klöstern, weshalb auch<br />

in diesem Bereich die Kirche in<br />

manchen Bereichen ihren Stempel<br />

aufdrücken konnte – etwa beim<br />

Bockbier, <strong>das</strong> speziell vor Weihnachten<br />

und Ostern traditionell genossen wird.<br />

Denn da Flüssiges bekanntlich <strong>das</strong> Fasten<br />

nicht bricht, haben einst die Mönche<br />

vor Ostern und Weihnachten eben ein<br />

besonders starkes und nahrhaftes Bier<br />

eingebraut, um die karge Kost der Fastenzeit<br />

aufzubessern. Eine weitere Legende<br />

besagt, <strong>das</strong>s – die Ordensbrüder<br />

wollten auf Nummer sicher gehen – ein<br />

Fass eines solchen „Fastenbieres“ nach<br />

Rom geschickt wurde, um den Segen<br />

des Papstes für diesen Biertypus zu erhalten.<br />

Bloß war im Mittelalter der Weg<br />

nach Rom ein langer und beschwerlicher<br />

und so kam <strong>das</strong> Bierfass nach wochenlanger<br />

Reise über die Alpen durchgeschüttelt<br />

und von der mediterranen<br />

Sonne erwärmt in Rom an, war entsprechend<br />

sauer und ungenießbar und folgerichtig<br />

fand der Papst, <strong>das</strong>s dieses Gebräu<br />

dem Seelenheil seiner Schäfchen<br />

nicht abträglich sei, womit die Verbreitung<br />

der Bockbiere vor Weihnachten und<br />

Ostern ihren Siegeszug antreten konnte.<br />

Wobei man „Siegeszug“ hierzulande leider<br />

buchstäblich in Anführungszeichen<br />

setzen muss, beträgt der Marktanteil der<br />

Starkbiere in Österreich doch gerade einmal<br />

0,4 Prozent, Tendenz fallend. Viel<br />

zu wenig angesichts der intensiven Aromen,<br />

die diese Arten von Bieren bieten!<br />

Bockbier nicht tierischen<br />

Ursprungs<br />

Dabei hat der Name „Bockbier“ eigentlich<br />

nichts mit dem gleichnamigen Tier<br />

zu tun. Vielmehr war bereits im 14. Jahrhundert<br />

die deutsche Stadt Einbeck in<br />

der Nähe von Hannover für ihre Starkbierbraukunst<br />

berühmt, so<strong>das</strong>s man<br />

auch andernorts bald ein Bier nach „ainpöckisch<br />

Art“ herstellte. Aus diesem<br />

„ainpöckisch Bier“ wurde im Laufe der<br />

Zeit umgangssprachlich eben „ein Bockbier“.<br />

Der klassische Weihnachtsbock ist<br />

dabei ein untergäriges Bier mit etwa 6,5 –<br />

7,5 Vol.% Alkohol. Und wer es etwas intensiver<br />

möchte, der greift eben zu Doppelbockbieren.<br />

Stellt sich die Frage, wieviel Luft es<br />

nach oben beim Alkoholgehalt von Bieren<br />

gibt? Erstaunlicherweise jede Menge.<br />

In Bayern etwa sind Doppelböcke mit<br />

einem Stammwürzegehalt von mindestens<br />

18° Plato und einem Alkoholgehalt<br />

meist jenseits der 7,5 Vol.% beliebt. Und<br />

da geht noch mehr: So ist (immer vorausgesetzt,<br />

die Stammwürze ist hoch<br />

genug und liefert der Hefe damit genügend<br />

Brennstoff) bei einem „klassischen“<br />

Bier erst irgendwo in der Gegend von <strong>12</strong><br />

– 14 Vol.% Feierabend, weil die Hefe ab<br />

diesem Zeitpunkt beginnt abzusterben –<br />

sie vergiftet sich quasi selbst durch den<br />

von ihr produzierten Alkohol. Einer der<br />

bekanntesten Vertreter solcher „klassischen“<br />

Böcke ist etwa <strong>das</strong> Samichlaus<br />

Bier der oberösterreichischen Brauerei<br />

Schloss Eggenberg: Die Rezeptur stammt<br />

eigentlich von der Schweizer Brauerei<br />

Hürlimann, seit dem Jahr 2000 wird dieser<br />

Mega-Bock aber von der Salzburger<br />

Brauerei Schloss Eggenberg gebraut. Der<br />

Name ist ein Schweizer Dialekt für „St.<br />

Nikolaus-Tag“, den 6. Dezember, den einzigen<br />

Tag im Jahr, an dem dieses Bier gebraut<br />

wird. Mit 14 % Alkohol dabei eines<br />

der stärksten klassischen Lagerbiere der<br />

Welt, <strong>das</strong> in drei verschiedenen Versionen<br />

verkauft wird. Traumkombination<br />

etwa zu kräftigen Blauschimmelkäsen.<br />

Ein Eis zum Trinken<br />

Wer es noch stärker haben möchte, kann<br />

etwa zum Eisbock greifen. „Erfunden“<br />

hat diesen angeblich ein Brauereigeselle<br />

Ende des 19. Jahrhunderts in der bayrischen<br />

Stadt Kulmbach. Er soll in einer<br />

besonders kalten Winternacht ein Fass<br />

Bier im Freien vergessen haben. Ein Teil<br />

des Wasseranteils des Bieres gefror dabei<br />

zu Eis, Alkohol und andere Aromen<br />

sammelten sich in konzentrierter, aber<br />

noch flüssiger Form im Inneren des Eisblocks<br />

– und wurden bei einer Verkostung<br />

als überaus schmackhaft beurteilt.<br />

Das Prinzip hat sich bis heute nicht verändert:<br />

„Normales“ Starkbier wird auf<br />

unter null Grad Celsius abgekühlt. Die<br />

MÜNCHNER BIER.<br />

UNABHÄNGIG.<br />

HB VERKAUFSLEITUNG ÖSTERREICH: FRANZ FÖRG<br />

TEL.: +49 (0)172 / 816 98 55<br />

EMAIL: FRANZ.FOERG@HOFBRAEUHAUS.COM


52 BIER<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

im Bier vorhandenen Wassermoleküle<br />

beginnen jetzt zu kristallisieren und lassen<br />

sich herausfiltern, wodurch <strong>das</strong> verbleibende<br />

Bier umso intensiver wird. Ein<br />

Vorgang, der sich durchaus mehrmals<br />

wiederholen und so die mögliche Alkoholkonzentration<br />

fast beliebig nach oben<br />

schrauben lässt.<br />

Wo liegt jetzt also wirklich die Grenze?<br />

Die US-Brauerei Samuel Adams<br />

hat als eine der ersten mit ihrem „Utopias“<br />

ein besonderes Starkbier mit 28<br />

Vol.% Alkohol vermarktet, <strong>das</strong> heute<br />

noch eine gesuchte Rarität unter Liebhabern<br />

ist. Für Aufsehen sorgte vor einigen<br />

Jahren ein kurzer Wettstreit um<br />

<strong>das</strong> stärkste Bier der Welt zwischen der<br />

bayrischen Brauerei „Schorschbräu“ mit<br />

ihrem „Schorschbock“ und der schottischen<br />

Kultbrauerei „Brewdog“, die mit<br />

ihrem „Sink the Bismarck“ dagegenhielt.<br />

Doch während die Briten bei spritzigen<br />

41 Prozent die weiße Flagge hissten,<br />

entwickelte Schorschbräu-Besitzer<br />

Georg Tscheuschner seinen Megabock<br />

weiter auf beachtliche 57 Vol.% Alkohol,<br />

womit Tscheuschner für sich reklamiert,<br />

<strong>das</strong> „stärkste Bier der Welt“ zu brauen.<br />

Mehr sei seiner Ansicht nach nicht<br />

möglich, ohne gegen <strong>das</strong> Reinheitsgebot<br />

zu verstoßen. Und tatsächlich streiten<br />

sich die Geister darüber, ob <strong>das</strong> „Snake<br />

Venom“ der schottischen Brauerei<br />

„Brewmeister“ mit 67,5 Vol.% Alkohol<br />

noch als „Bier“ durchgeht, schließlich<br />

wird dieser unfassbare Wert durch <strong>das</strong><br />

Zusetzen von Ethanol, also reinem Alkohol,<br />

erreicht.<br />

Teurer als jeder Edelbrand<br />

Doch wer jetzt glaubt, Biere dieser Alkoholkategorie<br />

seien picksüße Liköre<br />

ohne jede Kohlensäure, der liegt ziemlich<br />

falsch. Das „Sink the Bismarck“ beispielsweise<br />

moussiert noch deutlich und<br />

bietet intensive Zitrusaromen. Ein spannender<br />

und nicht alltäglicher Digestif!<br />

Dafür, <strong>das</strong>s man solche Biere trotzdem<br />

lieber aus dem Schnapsglas als dem Bierkrug<br />

genießt, sprechen aber neben dem<br />

Selbsterhaltungstrieb auch die Preise:<br />

Unter 50 € pro 0,33-l-Flasche tut sich<br />

in dieser Kategorie wenig, auch mehr als<br />

100 € pro Flasche sind kein Problem.<br />

Aber zurück in die Gefilde klassischer<br />

Starkbiere: Ganz nach dem Motto<br />

„schlankes Bier – schlankes Glas, kräftiges<br />

Bier – bauchiges Glas“ genießt man<br />

Bockbiere idealerweise aus einem Pokal<br />

oder klassischen Krügel. Als Speisenbegleitung<br />

passt eine Weihnachtsgans oder<br />

ein Braten ebenso gut wie ein intensiver<br />

Hartkäse. Und zu einem dunklen Doppelbock<br />

darfs dann auch ein Schokoladendessert<br />

oder ein gereifter Blauschimmelkäse<br />

sein. Noch ein Tipp: Starkbiere<br />

sind lange haltbar, in der Regel sogar weit<br />

über <strong>das</strong> MHD hinaus. Das Aroma verändert<br />

sich dabei wie bei einem guten<br />

Wein meist zum Besseren. Warum also<br />

nicht mal eine Kiste Doppelbock im Keller<br />

beiseite stellen und erst in zwei oder<br />

drei Jahren genießen? Auch Vertikalverkostungen<br />

verschiedener Jahrgänge bringen<br />

oft interessante Erkenntnisse.<br />

Alkoholgehalt in die richtige<br />

Relation setzen<br />

Und wie bringt man Bock & Co. jetzt am<br />

besten an den Gast? Die Angst vor dem<br />

höheren Alkoholgehalt ist speziell bei<br />

Autofahrern oft vorhanden, dazu bedeuten<br />

mehr Stammwürze und mehr Alkohol<br />

auch mehr Kalorien. Doch die richtige<br />

Relation macht es wie so oft auch hier<br />

aus: Ein Bockbier hat um die 7 % Alkohol,<br />

die leichtesten Sommerweine beginnen<br />

bei 10 bis 11 %, selbst ein weißer Spritzer<br />

hat um die 6 %. Und davor fürchtet sich<br />

auch niemand. Allerdings kann es gerade<br />

bei Starkbieren durchaus Sinn machen,<br />

diese – zumindest auch – im 0,1-<br />

oder 0,2-Liter-Glas anzubieten. Denn in<br />

klassischen Krügeln oder Seideln ausgeschenkte<br />

Bockbiere können selbst gestandene<br />

Biertrinker rasch an ihre Grenzen<br />

bringen. Sollte man den Bock aus der<br />

Flasche verkaufen, kann man diese auch<br />

unter mehreren Gästen aufteilen.<br />

info<br />

Stachel im Bier<br />

Um den Genuss von Bockbieren – noch besser: (dunklen)<br />

Doppelbockbieren – zu zelebrieren, bietet sich<br />

auch <strong>das</strong> „Stacheln“ an. Bei dieser Prozedur taucht man<br />

einen heißen Metallstab kurz in <strong>das</strong> Bierglas und zieht<br />

es in einer Drehung wieder heraus. Durch die Hitze des<br />

Stachels karamellisiert der im Bier vorhandene Restzucker,<br />

der Schaum wird besonders cremig und erwärmt<br />

sich merkbar, während <strong>das</strong> Bier seine Temperatur<br />

kaum erhöht. Viel leichter – und aufsehenerregender<br />

– kann man bei seinen Gästen beim Thema Bier nicht<br />

Eindruck schinden.<br />

Dieser Brauch kommt aus den alten Schmieden, wo im<br />

Winter ein glühender Metallhaken tatsächlich verwendet<br />

wurde, um <strong>das</strong> eiskalte Bier auf genusstaugliche<br />

Temperatur zu bringen. Bierstacheln samt Halterung<br />

und Bunsenbrenner sind heute im einschlägigen Fachhandel<br />

erhältlich.<br />

Foto: Mühlviertel Marken GmbH


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

BIER 53<br />

Fotos: Brau Union Österreich<br />

In der Brau Union ist der Bock los<br />

Spätestens ab Ende November liefern viele Brauereien ihre Weihnachtsböcke aus. Klar, <strong>das</strong>s<br />

hier auch die Brau Union Österreich mit ihrem umfangreichen Sortiment ein Wörtchen mitzureden<br />

hat – konkret sogar gleich mit fünf verschiedenen Bockbieren.<br />

Der Gösser Bock etwa überzeugt mit<br />

deutlichem Malzduft und langanhaltendem,<br />

kraftvollem Abgang.<br />

Das Aroma der Bierspezialität erinnert<br />

an Lebkuchen, Gewürze und Brot – damit<br />

passt <strong>das</strong> untergärige Starkbier mit<br />

einem Alkoholgehalt von 7,1% ideal zu<br />

vielen bekannten Hausmannsgerichten<br />

aber ebenso zum Nachtisch.<br />

Der Zipfer Stefani Bock ist ebenfalls<br />

untergärig und strahlt in einem intensiven<br />

Goldgelb, ist vollmundig und bietet<br />

eine feine Hopfennote. Mit einem Alkoholgehalt<br />

von 7,1% passt die kräftige<br />

Spezialität am besten zu kräftig aromatischen<br />

Speisen, zu wirklich kräftigen Suppen,<br />

zu Gebratenem aller Fleischsorten,<br />

zu Geräuchertem und kräftigem Käse.<br />

Der Edelweiss Gamsbock ist ein hefetrüber,<br />

goldgelber Weizenbierbock<br />

mit kräftigem Charakter, vollmundigem<br />

Geschmack und ausgeprägten<br />

weizenbiertypischen Noten. Das obergärige<br />

Bockbier mit 7,1% Alkohol passt<br />

hervorragend zu deftigen Gerichten wie<br />

Entenbraten aber auch zu Geräuchertem.<br />

Ebenso gut harmoniert der Gamsbock<br />

mit Bergkäse, Blauschimmelkäse<br />

sowie als geschmacklich perfekter Begleiter<br />

zu Desserts.<br />

Der untergärige Winterbock aus<br />

der Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu<br />

Kaltenhausen zeigt sich in einer honigfarbenen<br />

Optik und ist ungefiltert. In<br />

der Nase entwickelt sich ein Bukett aus<br />

Aromen nach frischem Biskuit, unterlegt<br />

mit Hopfenaromen. Im Trunk fällt<br />

der schlanke Körper auf. Er kommt erfrischend,<br />

eher trocken und ein klein wenig<br />

harzig. Das Bittere ist moderat und rasch<br />

abklingend. Er verfügt über einen Alkoholgehalt<br />

von 7,1 Prozent und passt hervorragend<br />

zu Wildgerichten, Steaks und<br />

würzigen Braten. Ebenso harmoniert <strong>das</strong><br />

Bier mit würzigen Käsesorten, nussigen<br />

Desserts und Lebkuchen.<br />

Außerdem bietet man in Kaltenhausen<br />

aktuell noch einen Weizenbock, die<br />

Sonderedition „Pilgrim“ an. Dieses Starkbier<br />

zeigt sich bei einem Alkoholgehalt<br />

von 6,5% Alkohol mit einer sanften Honigfarbe.<br />

In der Nase entfalten sich Aromen<br />

nach reifen Früchten und Honig. Am<br />

Gaumen präsentiert sich „Pilgrim“ rund<br />

und mild, mit ansprechender Bittere im<br />

Abgang und einem besonderen Charakter<br />

durch eine für den Bierstil nicht ganz<br />

alltägliche späte Hopfengabe. Der Weizenbock<br />

„Pilgrim“ passt gut zu Wild und<br />

Schmorgerichten mit dunklem Fleisch,<br />

aber auch als Begleiter zu Desserts oder<br />

zu würzigem Bergkäse.<br />

www.brauunion.com


54 BIER<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

tipp aus der praxis<br />

Conrad Seidls<br />

Bierwelt<br />

Fastenbier<br />

Auch wenn die letzten Wochen<br />

des Kalenderjahrs heutzutage<br />

mit den fettesten und<br />

süßesten Speisen locken: Die<br />

Adventzeit fiel früher in eine<br />

Fastenzeit – vom 11. November<br />

bis zum 6. Jänner wurde<br />

bis zum Jahr 1917 mehr oder<br />

weniger streng gefastet. Ausnahmen<br />

vom Fastengebot<br />

gab es an den Wochenenden<br />

und generell für Flüssigkeiten<br />

(„liquida non frangit ieiunium“<br />

– Flüssges bricht <strong>das</strong><br />

Fasten nicht). Trinken durfte<br />

also auch der Fastende. Und<br />

hier kommt der Weihnachtsbock<br />

ins Spiel: Das Regelwerk<br />

für <strong>das</strong> Fasten eröffnete die<br />

Möglichkeit, sich mit dem alkohol-<br />

und kalorienreicheren<br />

Bier die karge Fastenkost aufzubessern.<br />

Das Bier, <strong>das</strong> wir<br />

als Weihnachtsbock kennen,<br />

war demnach ursprünglich<br />

eher ein Adventbock – so wie<br />

bei den bayerischen Nachbarn<br />

die Starkbierzeit mit der<br />

Fastenzeit vor Ostern zusammenfällt.<br />

Dass <strong>das</strong> kräftige<br />

Bier auch noch gut schmeckt,<br />

vor allem wenn Malzkörper<br />

und Bittere in vernünftiger<br />

Balance stehen, erhöht den<br />

festlichen Charakter, war aber<br />

ursprünglich nur ein angenehmer<br />

Nebeneffekt.<br />

Conrad Seidl<br />

Ihr „Bierpapst“<br />

Conrad.Seidl@gmx.at<br />

Foto: Medianet-Hartl<br />

Würzig, kräftig und süffig<br />

Die Bayreuther Bierbrauerei zelebriert<br />

den Bayreuther Bock jedes Jahr am<br />

31. Oktober mit einem genussvollen<br />

Bockbierfest, was 20<strong>21</strong> wegen der Pandemie<br />

jedoch leider ausfallen musste.<br />

An diesem Abend wird normalerweise<br />

feierlich <strong>das</strong> erste Fass des Starkbieres<br />

angestochen. Die traditionelle Bierspezialität<br />

bekommt so eine eigene Bühne<br />

und ist in aller Munde. Gleichzeitig<br />

ist <strong>das</strong> zünftige Fest der Startschuss für<br />

den Verkauf des Bockbieres im Handel.<br />

Als saisonale Bierspezialität gibt es den<br />

Bayreuther Bock nur wenige Wochen<br />

im Jahr, so lange der Vorrat reicht. Um<br />

den urigen Charakter zu unterstreichen,<br />

kommt <strong>das</strong> Bockbier in der Euro-Flasche<br />

auf den Markt, in der Gastronomie<br />

zum Teil im Holzfass. Horst Weiß, Braumeister<br />

der Bayreuther Bierbrauerei, beschreibt<br />

<strong>das</strong> Bockbier: „Der Bayreuther<br />

Bock ist ein untergäriges, naturbelassenes<br />

Starkbier, <strong>das</strong> im Glas seinen leuchtenden<br />

Kupferton zeigt. Der Geschmack<br />

ist geprägt von kräftigen Malzaromen,<br />

die an Honig und Karamell erinnern,<br />

Im Jahr 1589 wurde <strong>das</strong> Hofbräuhaus<br />

von Herzog-Wilhelm V. gegründet, um<br />

teure Importe aus dem niedersächsischen<br />

Einbeck zu beenden und den Hofstaat<br />

mit eigenem Bier zu versorgen. Das<br />

selbst gebraute Braunbier kam nicht gut<br />

an, ein stärkeres Bier wurde gewünscht.<br />

Also warb man den Braumeister Elias<br />

Pichler an. Dieser entwickelte 1614 den<br />

Maibock, Münchens ältestes Bockbier.<br />

Der „Hofbräu Maibock“ ist ein untergäriges<br />

Starkbier mit einem Alkoholgehalt<br />

von 7,2% Vol.. Kupfer- / bernsteinfarben<br />

mit cremefarbenem Schaum und einem<br />

kräftigen Malzaroma riecht der Hofbräu<br />

Maibock nach Waldhonig, Cognac, Marzipan,<br />

Brot und leichter Karamellnote.<br />

Der Geschmack ist seidig, rund, körperbetont<br />

und wärmend mit Aromen von<br />

frisch getoastetem Brot und einem angenehm<br />

süßen Bisquitaroma. Im Ausklang<br />

überzeugt er den Bierliebhaber mit einer<br />

dazu gesellen sich dezente Noten von<br />

roten Beeren.“<br />

www.bayreuther-brauhaus.de<br />

Ältestes Bockbier Münchens<br />

wahrnehmbaren, gut eingebundenen<br />

und ausgewogenen Bittere. Der „Hofbräu<br />

Maibock“ ist ein Original Münchner<br />

Bockbier im oberen Preissegment.<br />

Für die Gastronomie ist er im 30 und 50<br />

Liter Fass erhältlich.<br />

www.hofbraeu-muenchen.de<br />

Foto: Bayreuther<br />

Foto: Hofbräu München


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

BIER 55<br />

Kärntner Bock mit Tradition<br />

Auch in der kleinen Kärntner Gemeinde<br />

Hirt huldigt man traditionell<br />

rund um Weihnachten dem<br />

Festbock. Diese saisonale Bierspezialität<br />

unterscheidet sich von anderen<br />

Bieren nicht nur durch höheren<br />

Alkoholgehalt, sondern auch<br />

durch die besonders lange Lagerzeit<br />

von mindestens sechs Monaten.<br />

Wie bei allen Hirter Bieren<br />

stammt <strong>das</strong> weiche Bergquellwasser<br />

aus den „Hanslbauerquellen“<br />

im Wasserschutzgebiet direkt<br />

gegenüber der Brauerei. Der<br />

Hirter Festbock zeichnet sich auch<br />

durch einen klaren Farbton und<br />

reintönigen Geruch aus. Im Antrunk<br />

präsentiert sich <strong>das</strong> Bockbier<br />

schön süffig. Der Abgang ist,<br />

trotz höherem Stammwürzeanteil,<br />

harmonisch und zartbitter.<br />

Kennzeichnend ist auch die milde<br />

Kohlensäurestruktur.<br />

www.hirterbier.at<br />

Prämierte Premium-Biere<br />

Die Zillertaler Bierspezialitäten umfassen<br />

Bock- bzw. Doppelbock Biere,<br />

die in der Kleinbrauerei gebraut und per<br />

Hand abgefüllt und etikettiert werden.<br />

Hier trifft feinstes Aroma auf höchstes<br />

Niveau. Die über mehr als fünf Jahrhunderte<br />

überlieferte Kunst des Bierbrauens,<br />

gepaart mit dem Gespür für den Puls<br />

der Zeit, bilden die Basis für die Zillertal<br />

Bier Spezialbier-Edition. Sie sind eine<br />

neue Generation eleganter Biere, die außergewöhnlich<br />

gut mit dem vielfältigen<br />

Genuss- und Lebensstil von heute harmonieren.<br />

Ein Teil der Spezialbiere wird<br />

sogar zur Veredelung in ausgewählten<br />

Barrique-Fässern ausgebaut. Die hohe<br />

Güte dieser Spezialitäten beweisen auch<br />

die Falstaff-Prämierungen der einzelnen<br />

Sorten. Granat - Premium Barley Wine<br />

erzielte 96 Punkte, der Gauder Steinbock<br />

- Reserve Barrique 96 Punkte, 517 - Dinkel<br />

Weizen Spezialität 92 Punkte und der<br />

Gauder Steinbock - naturtrüb 91 Punkte.<br />

www.zillertal-bier.at<br />

Foto: Hirter Bier<br />

Foto: Zillertal<br />

Weihnachtliches<br />

Brauspezial<br />

Der Original Stieglbock – ein<br />

kräftiges Original von Stiegl<br />

– ist gehaltvoll und vielschichtig.<br />

Der saisonale Klassiker aus<br />

der Salzburger Privatbrauerei, der<br />

speziell für die Weihnachtszeit<br />

eingebraut wird, präsentiert sich<br />

samtweich am Gaumen mit vollem<br />

Körper und wärmendem, langem<br />

Abgang. Um sich geschmacklich<br />

voll zu entfalten, bekommt<br />

die bernsteinfarbene Bierspezialität<br />

dann einige Monate Zeit zum<br />

Reifen. Die monatelange und kalte<br />

Reifung macht diese Bierspezialität<br />

zu einem echt festlichen<br />

Genuss. Die würzig-kräftige Bierspezialität<br />

harmoniert kulinarisch<br />

hervorragend zu dunklem Fleisch<br />

und Wild, Ente und Gansl sowie zu<br />

gut gereiften Käsesorten. Der Original<br />

Stieglbock ist in der 0,5-Liter-<br />

Mehrwegflasche erhältlich. In der<br />

Gastronomie kann man ihn auch<br />

aus der 0,33-Liter-Mehrwegflasche<br />

und vom Fass genießen.<br />

www.stiegl.at<br />

Foto: Stiegl


56 BIER<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Foto: Die Weisse<br />

Foto: Valentin Weinhäupl<br />

Foto: Valentin Weinhäupl<br />

Weissbier in mehreren Varianten aus<br />

der hauseigenen Brauerei ist – wenig<br />

überraschend – der USP von Augustin<br />

Absmanns „Die Weisse“.<br />

Der weise Weissbier-Wirt<br />

Wenn eine Gasthausbrauerei schon „Die Weisse“ heißt, lässt sich erahnen, wer hier der<br />

Hauptdarsteller ist. <br />

Von Clemens Kriegelstein<br />

Foto: Valentin Weinhäupl


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

BIER 57<br />

Manchmal kommt es anders als<br />

man denkt: Eigentlich wollte<br />

der Salzburger Augustin Absmann<br />

ja in Richtung Haubengastronomie<br />

unterwegs sein. Doch<br />

Hans Gmachl hat im Jahr 1987 vom<br />

Land Salzburg eine damals recht desolate<br />

Brauerei in der Stadt Salzburg gekauft<br />

und einen Betreiber für <strong>das</strong> damalige<br />

Bräustüberl gesucht. Sepp Siegl<br />

von der Trumer Brauerei hat dann den<br />

Kontakt hergestellt und Absmann, der<br />

<strong>das</strong> winzige Bräustüberl der „Weissen“<br />

vom einen oder anderen privat getrunkenen<br />

Bier kannte, machte sich 1988<br />

unerschrocken ans Werk. Als junger<br />

Gastronom sucht man schließlich<br />

die Herausforderung und <strong>das</strong>s sich<br />

<strong>das</strong> kulinarische Angebot damals ungefähr<br />

auf Essigwurst, Pfefferwurst<br />

und Weisswurst beschränkt hat (dazu<br />

konnte man genau eine einzige selbstgebraute<br />

Weissbiervariante trinken)<br />

hat dem Optimismus auch keinen Abbruch<br />

getan.<br />

Jede Erweiterung war<br />

bald wieder zu klein<br />

„Viel persönlicher Einsatz bei wenigen<br />

Mitarbeitern, sieben Tage die Woche“<br />

war dann auch <strong>das</strong> Motto der<br />

ersten Jahre „meine Frau hat mich damals<br />

jedenfalls nicht oft gesehen“, erinnert<br />

sich Augustin Absmann im Gespräch<br />

mit <strong>GASTRO</strong>. Doch es hat sich<br />

ausgezahlt: „Schon nach kurzer Zeit<br />

ist der Laden so gut gelaufen, <strong>das</strong>s wir<br />

den alten Gasthof daneben revitalisieren<br />

konnten“, freut sich der Salzburger<br />

Gastronom. „In der Zeit war regelmäßig<br />

der Bär los, die Leute sind bis auf die<br />

Straße gestanden und wir haben Stück<br />

für Stück einen Raum nach dem anderen<br />

wieder in Betrieb genommen.“ Da<br />

wurde schon mal schlagartig die Sitzplatzanzahl<br />

von <strong>12</strong>0 auf 240 verdoppelt<br />

– samt der Furcht, <strong>das</strong>s man <strong>das</strong><br />

nie voll bekomme. Die Furcht erwies<br />

sich allerdings als unbegründet, heute<br />

hält man sogar bei knapp 400 Sitzplätzen,<br />

die von insgesamt 40 Mitarbeitern<br />

bespielt werden – und auch die<br />

sind im Dauereinsatz, denn freie Plätze<br />

sind speziell an den Abenden eher die<br />

Ausnahme als die Regel.<br />

„Es war damals einfach der Richtige<br />

Zeitpunkt für so eine Gasthausbrauerei<br />

und wir haben die Chance genutzt“,<br />

meint Absmann heute. Zumal <strong>das</strong> Land<br />

Salzburg den Betrieb vorher den etablierten<br />

Brauereien angeboten hatte, die<br />

allesamt abgewunken haben. „Zu alt, zu<br />

desolat und was willst an dem Standort<br />

überhaupt machen“ lauteten durch die<br />

Bank deren Argumente. Nur Gmachl<br />

und Absmann waren weise genug, die<br />

Möglichkeiten des Weissbier-Betriebes<br />

zu erkennen.<br />

Bratl als signature dish<br />

Unnötig zu erwähnen, <strong>das</strong>s sich <strong>das</strong> kulinarische<br />

Angebot über die Jahrzehnte<br />

dramatisch vergrößert hat. An die fünf<br />

selbst gebraute Weizenbiere, ein paar<br />

Biermischgetränke plus ein untergäriges<br />

Märzen zieren heute die Standardkarte,<br />

dazu kommen jeweils noch <strong>das</strong><br />

eine oder andere Saisonbier. Beim Essen<br />

regiert klassische Wirtshausküche<br />

zwischen kaltem Aufschnitt, Kasnocken,<br />

Backhendl, Schnitzel & Co. mit<br />

dem Schweinsbraten in diversen Versionen<br />

als signature dish. Dazu gibt<br />

es neben der herkömmlichen Speisekarte<br />

auch eine Tageskarte, die zweimal<br />

täglich (!) wechselt. Und wer sich<br />

nicht entscheiden kann, der bestellt<br />

einfach <strong>das</strong> 1er-, 2er- oder 3er-Menü<br />

(Weisswürste, Gulasch oder Bratl, jeweils<br />

mit einem Weissbier).Die Zutaten<br />

kommen dazu soweit möglich aus<br />

der Region und es wird so gut wie alles<br />

hausgemacht, wie Absmann betont.<br />

Lediglich die Innviertler- und Spinatknödel<br />

sowie die Kärntner Kasnudeln<br />

werden von externen Spezialisten produziert,<br />

aber sonst werde wirklich alles<br />

im Haus gekocht. Und bio? Absmann:<br />

„Wir sind ein ehrliches Wirtshaus mit<br />

ausgezeichneten Produkten, aber bio<br />

geht sich bei unserer Preisstruktur einfach<br />

nicht aus.“ Was den Erfolg offenbar<br />

nicht schmälert.<br />

info<br />

Die Weisse<br />

Rupertgasse 10<br />

5020 Salzburg<br />

www.dieweisse.at<br />

Starkes Lebenszeichen<br />

aus dem Ländle<br />

Der Advent ist auch in der Vorarlberger Mohrenbrauerei<br />

die passende Zeit für ein Festbier. Der Mohren Bock etwa<br />

lockt den Biergenießer mit einem vielversprechenden Bernsteinton<br />

und süßlich honigartigen Noten. Der vollmundige<br />

Geschmack klingt mit angenehm milder Bittere ab. Der<br />

Bock ist ein idealer Begleiter zu würzigem Käse und herzhaften<br />

Gerichten. Erhältlich in der 0,33l Mohren Bügelflasche im<br />

handlichen 8er Pack oder in der Kiste mit 20 Flaschen. Für<br />

Bockbierfeste in der Gastronomie wird der Bock auch im Offenausschank<br />

angeboten.<br />

www.mohrenbrauerei.at<br />

Foto: Mohrenbrauerei


58 LIKÖRE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Dagegen ist doch ein Kraut gewachsen<br />

Kräuterliköre haben teilweise eine über 100 Jahre lange Tradition und sind aufgrund ihrer<br />

Vielseitigkeit aus keiner gut sortierten Bar wegzudenken.<br />

Von Clemens Kriegelstein<br />

Sie eignen sich als Aperitif ebenso<br />

wie als verdauungsfördernder<br />

Digestif, zum Pur-Trinken ebenso<br />

wie zum Mixen – Kräuterliköre<br />

bzw. Kräuterbitter sind daher so etwas<br />

wie die Universalkünstler jeder Bar.<br />

(Ok, <strong>das</strong> mit der Verdauungsförderung<br />

wird zwar von manchen Medizinern bestritten,<br />

aber erstens sind wir ein Gastro-<br />

und kein Ärztemagazin und zweitens<br />

darf die Überlieferung von Generationen<br />

auch was zählen.) Ein wenig zum gesundheitsfördernden<br />

Nimbus beitragen wird<br />

außerdem die Tatsache, <strong>das</strong>s bei der Entwicklung<br />

mancher Rezepturen tatsächlich<br />

der eine oder andere Apotheker,<br />

Klosterbruder oder sogar Arzt mitgewirkt<br />

hat. In der Regel wird für die Herstellung<br />

eine Mischung aus getrockneten<br />

Blüten, Kräutern oder Fruchtschalen<br />

in reinem Alkohol eingelegt und <strong>das</strong> so<br />

entstandene Mazerat erst gefiltert und<br />

danach durch die Zugabe von Wasser auf<br />

Trinkstärke herabgesetzt.<br />

Vom „Magenbitter“ für Oldies zum<br />

In-Getränk der Jugend<br />

Die Namen der großen Player haben sich<br />

dabei über die Jahrzehnte kaum verändert:<br />

Jägermeister und Underberg sind die<br />

Platzhirsche aus Deutschland, italophile<br />

Genießer greifen zu Ramazzotti oder<br />

Averna, aber auch Zwack Unicum (Ungarn),<br />

Fernet Branca (Italien), Becherovka<br />

(Tschechien) oder Gurktaler (Kärnten)<br />

haben ihre treue Fangemeinde. Dabei hat<br />

sich <strong>das</strong> Image vieler Marken im Laufe<br />

der Jahre stark gewandelt. Wurde früher<br />

– meist von Leuten jenseits der 50 – einfach<br />

ein „Magenbitter“ nach dem Essen<br />

bestellt, steht heute die Marke im Vordergrund,<br />

von denen es die eine oder andere<br />

zum absoluten In-Partygetränk bei<br />

jungen Erwachsenen, speziell im Bereich<br />

Apres-Ski oder auf Adventmärkten, geschafft<br />

hat.<br />

Der Gastronomie kommt dabei<br />

durchaus eine Funktion als Türöffner zu<br />

den Gästen zugute. „Die Gastronomie<br />

ermöglicht es dem Kunden, die Vielfalt<br />

von Averna ausprobieren zu können. Je<br />

nach Angebot hat der Endkonsument die<br />

Möglichkeit, unterschiedliche Getränke-<br />

Varianten zu testen und auch den ‚Perfect<br />

Serve‘ zu probieren“, bestätigt man<br />

etwa bei Generalimporteur Campari. „Immer<br />

öfter wird Averna aber auch in seinen<br />

unterschiedlichen Getränke-Varianten<br />

in der Szenegastronomie getrunken.<br />

So zeigen beispielsweise die Verkaufszahlen<br />

der Bar Campari, <strong>das</strong>s Averna<br />

Stella Biehal<br />

setzt in ihrer<br />

Bar sowohl bei<br />

Weinen wie<br />

auch Kräuterlikören<br />

gerne<br />

auf kleine<br />

Produzenten.<br />

Foto: Civediamo<br />

der populärste Amaro aus dem Campari<br />

Portfolio ist.“<br />

„Line-Extensions werden kaum<br />

nachgefragt“<br />

Stella Biehal besitzt u.a. die Bar „Civediamo“<br />

in der Wiener Innenstadt. Sie<br />

hat sich in ihrem Angebot an Kräuterbitters<br />

– bei dem Lokalnamen kein<br />

Wunder – vor allem auf italienische Produkte<br />

in dem Bereich spezialisiert, wobei<br />

hier vor allem die Standardprodukte<br />

Fotos: Jolly Schwarz


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

LIKÖRE 59<br />

der jeweiligen Marken bestellt werden:<br />

„Die Line-Extensions bekannter Marken<br />

werden kaum nachgefragt. Die Gäste<br />

greifen gerne zum Original bzw. wird<br />

‚der Klassiker‘ sehr gezielt bestellt. Das<br />

Interesse an Produkten von kleinen, regionalen<br />

Produzenten steigt allerdings<br />

spürbar. Es gibt Neugierde, neue Hersteller<br />

zu entdecken und die Gäste setzen<br />

sich intensiver mit der Kategorie<br />

auseinander“, weiß die Gastronomin, die<br />

selbst auch einen Weinhandel betreibt.<br />

Am liebsten werden die Liköre dabei als<br />

„Sours“ konsumiert, wobei „je spezieller<br />

<strong>das</strong> Produkt ist, desto größer ist <strong>das</strong> Interesse,<br />

es auch mal pur zu kosten. Wir<br />

machen mit vielen Kräuterlikören auch<br />

Spritz-Variationen, die bei unseren Gästen<br />

sehr gut ankommen.“ Generell wirke<br />

sich der Aperitivo-Boom positiv auf<br />

den Absatz der Kräuterliköre aus, die<br />

in Spritz- und Cocktailvariationen gut<br />

ankämen. Die Experimentierfreudigkeit<br />

steige.<br />

„Österreich hat eine Sonderstellung“<br />

Seit kurzem ist die steirische Firma „Liquid Spirits“ Generalimporteur für den deutschen<br />

Kult-Kräuterlikör Jägermeister. <strong>GASTRO</strong> sprach mit Geschäftsführer Oliver Dombrowski<br />

über aktuelle Trends und die Bedeutung der Gastronomie für die Marke.<br />

<strong>GASTRO</strong>: Herr Dombrowski, wie hat<br />

sich der Absatz von Jägermeister in<br />

Österreich generell bzw. speziell in<br />

der Gastronomie in den letzten Jahren<br />

entwickelt?<br />

Oliver Dombrowski: Die Jägermeister-<br />

Fans sind in den letzten Jahren erfreulicherweise<br />

immer mehr geworden in Österreich<br />

und der Absatz stetig gestiegen.<br />

Natürlich darf man hier die Zeit seit Corona<br />

nicht mitrechnen. Davor wurden<br />

in Österreich pro Jahr über zwei Millionen<br />

0,7 Liter Flaschen abgesetzt.<br />

Wie wichtig ist die Gastronomie als<br />

Absatz- und Werbemarkt für Jägermeister?<br />

Jägermeister ist der Begleiter besonderer<br />

Momente und einzigartiger Nächte.<br />

Von daher ist die Gastronomie natürlich<br />

ein sehr wichtiger Bereich für<br />

Jägermeister, wenn es darum geht, gemeinsam<br />

anzustoßen.<br />

Gibt es spezielle Trends beim Genuss<br />

von Jägermeister (pur, als Shot, auf<br />

Eis, als Longdrink/Cocktail, etc.)?<br />

Als Shot, eiskalt, am besten bei -18°C<br />

– <strong>das</strong> ist und bleibt die klassische und<br />

gleichzeitig beliebteste Art und Weise,<br />

weltweit Jägermeister zu genießen.<br />

Doch Österreich hat dabei eine Sonderstellung<br />

im Vergleich zu allen anderen<br />

Ländern: Nirgendwo sonst wird<br />

Jägermeister so oft aus den Kleinstflaschen<br />

getrunken wie bei uns. Da sind<br />

wir Weltmeister. In allen anderen Ländern<br />

setzt man vorrangig auf die Jägermeister<br />

Tap Machine, um eiskalte Shots<br />

aus Gläsern zu genießen.<br />

In den letzten Jahren hat sich darüber<br />

hinaus allerdings auch eine Jägermeister<br />

Cocktail/Longdrink-Kultur entwickelt.<br />

Das liegt nicht zuletzt am großen Einsatz<br />

der Hubertus Circle Community,<br />

<strong>das</strong> ist unser weltweites Netzwerk von<br />

Barkeepern. So entstehen immer wieder<br />

neue aufregende Drinks.<br />

Welche Tipps können Sie Gastronomen<br />

geben, um den Absatz von Jägermeister<br />

zu steigern?<br />

In erster Linie ist natürlich die Präsentation<br />

entscheidend. Steht eine Tap Machine<br />

an der Bar, werden Gäste schnell<br />

auf den Geschmack gebracht, mit einer<br />

Runde Jägermeister anzustoßen. Darüber<br />

hinaus kann man mit der Line Extension<br />

Jägermeister Scharf oder dem<br />

weltweit ersten Superpremium-Kräuterlikör<br />

Jägermeister Manifest den<br />

Gästen einen Anreiz bieten, neue Geschmackserlebnisse<br />

kennenzulernen.<br />

PS: Und wer wissen möchte, wie<br />

sich eine Marke entwickeln kann und<br />

zum Abschluss eine für heutige Normen<br />

völlig unfassbare Zeitreise in die<br />

Vergangenheit erleben möchte, der<br />

sollte mal „Jägermeister Werbung alt“<br />

googeln. In den 1970er-Jahren wurden<br />

für eine Anzeigenserie unterschiedliche<br />

Personen mit einer Flasche und<br />

einem Glas Jägermeister in der Hand<br />

abgebildet, die erklärten, warum sie<br />

Foto: Liquid Spirits<br />

den Kräuterlikör trinken. Das beginnt<br />

bei der konservativen Hausfrau die<br />

meint „Ich trinke Jägermeister, weil ich<br />

mich gar nicht trau, meinem Mann <strong>das</strong><br />

Zeugnis von unserem Kleinen zu zeigen.“,<br />

geht über ein geschätzt maximal<br />

15-jähriges Mädchen, <strong>das</strong> Jägermeister<br />

trinkt, weil ihr „Dealer zur Zeit im<br />

Knast sitzt“ und endet bei einem dunkelhäutigen<br />

Mann, der lachend erklärt,<br />

er trinke Jägermeister, weil er „ein richtiger<br />

Deutscher werden will“... Gute<br />

Unterhaltung!


60 LIKÖRE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Kräuterlikör aus<br />

Wien<br />

Kalê heißt er – der Kräuterlikör<br />

aus Wien mit einem feinen, aromatischen<br />

Geschmack und der<br />

sanft anregenden Wirkung natürlicher<br />

Zutaten. Die Zutatenliste ist<br />

fast so multikulturell und vielfältig<br />

wie die Stadt Wien selbst. Der<br />

Name ist eine Hommage an Kalê,<br />

die Glänzende. Sie war in der Mythologie<br />

die Tochter des Zeus und<br />

der Eurynome sowie später die<br />

Gattin des Hephaistos, bekannt als<br />

die jüngste und schönste der drei<br />

Grazien. Anknüpfend an die Tradition<br />

des Kräuterlikörs als Heiltrank<br />

wurde die Rezeptur nicht nur mit<br />

Köchen, sondern auch mit Apothekern<br />

entwickelt, um sowohl anregend<br />

als auch entspannend, erfrischend<br />

und aphrodisierend zu<br />

wirken. Dazu vereinen sich in diesem<br />

besonderen Getränk Matcha,<br />

Yuzu, Damiana, Ginkgo, Eucalyptus,<br />

Guarana, Maca und Baldrian<br />

zu einem wohlschmeckenden Elixier.<br />

www.weinco.at<br />

Foto: Wein&Co<br />

Rezept aus Mönchshand<br />

Heiße Cocktails<br />

Jägermeister läutet mit zwei ungewöhnlichen<br />

Hot Drinks-Rezepten die<br />

Weihnachtszeit ein. Kreiert wurden die<br />

Rezepte vom Hubertus Circle Mitglied<br />

erster Stunde Reinhard Pohorec. Für den<br />

Ehrenschild Punch werden eine Flasche<br />

/ 750ml trockener Rotwein, eine Flasche<br />

/ 700ml Jägermeister, eine Zimtstange,<br />

Schalen von einer Bio Orange und einer<br />

Bio Zitrone, fünf Gewürznelken, vier<br />

Kapseln Kardamom sowie zwei Stück<br />

Sternanis benötigt. Die Zubereitung<br />

wird gestartet, indem man die Gewürze<br />

im Mörser andrückt und leicht zerstößt,<br />

in ein Teesäckchen füllt und gut<br />

verschließt. Das hilft dabei, die Gewürze<br />

später leichter entfernen zu können.<br />

Anschließend werden Rotwein, Jägermeister<br />

und Gewürzsäckchen im Topf<br />

für etwa 15 Minuten sieden gelassen.<br />

Anschließend <strong>das</strong> Gewürzsäckchen entfernen<br />

und <strong>das</strong> Ganze mit Zitrusschalen,<br />

gedörrten Zitrusrädern oder Zimtstangen<br />

garnieren. Das zweite Rezept ist der<br />

Hot Buttered Jäger. Für ihn werden 50ml<br />

Jägermeister, 100ml heißer Apfelsaft, ein<br />

großzügiger Esslöffel hausgemachte Gewürzbutter,<br />

oder alternativ ungesalzene<br />

Butter und Gewürze nach persönlichem<br />

Den Impuls für den Augustiner<br />

Tropfen der oberfränkischen<br />

Destillerie Dr. Rauch lieferten alte<br />

überlieferte Rezepturen der Augustiner<br />

Mönche. Kräuterwissen<br />

wurde über die Jahrhunderte<br />

in Klöstern gesammelt<br />

und auch in Form von Elixieren<br />

genutzt. Die Augustiner<br />

Mönche wussten<br />

um die Geheimnisse der<br />

verschiedenartigen natürlichen<br />

Gewächse, deren<br />

Wirkung und Wohlgeschmack.<br />

Auf der Basis<br />

dieses Wissens und einer<br />

überlieferten Rezeptur kreierte<br />

die Destillerie Dr.<br />

Rauch den Kräuterlikör Augustiner<br />

Tropfen. Destilliert aus einer<br />

speziellen Mischung von Kräutern,<br />

Gewürzen, Wurzeln und Zitrusfrüchten<br />

entfaltet er sein ganz eigenes<br />

würziges Aroma mit ausgeprägt typischem<br />

Kräutergeschmack. Das<br />

ausgewogene Geschmackserlebnis<br />

beruht nicht zuletzt auf<br />

der behutsamen handwerklichen<br />

Herstellungsweise – die<br />

Augustiner-Mönche hätten<br />

es wohl nicht besser gekonnt.<br />

Aufgrund seiner wärmenden<br />

Schärfe ist Augustiner Tropfen<br />

der ideale Begleiter zu einem<br />

guten Essen – als Aperitif<br />

oder Digestif, pur, auf Eis, aber<br />

auch als Longdrink.<br />

www.destillerie-dr-rauch.de<br />

Foto: Dr. Rauch<br />

Geschmack, benötigt. Zuerst wird der<br />

Jägermeister mit dem heißen Apfelsaft<br />

aufgegossen, die Gewürzbutter daraufgesetzt<br />

und langsam schmelzen gelassen.<br />

Dann wird mit Zimtstangen garniert.<br />

Die Zutaten für die Gewürzbutter<br />

sind 200g ungesalzene Butter, <strong>das</strong> Mark<br />

von einer ausgekratzten Vanilleschote,<br />

eine Zimtstange, drei Nelken und drei<br />

Pimentkörner. Alle Gewürze werden im<br />

Mörser fein vermahlen, mit der handwarmen<br />

Butter vermengt und anschließend<br />

kaltgestellt.<br />

www.jagermeister.com<br />

Foto: Christopher Hanschitz


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

LIKÖRE 61<br />

Österreichische<br />

Kräutermischung<br />

Kräuter- und Bitterliköre wärmen<br />

von Innen, sie schmecken<br />

deshalb besonders in der Winterzeit.<br />

Der „PINKATALER bitter20<strong>21</strong>“<br />

ist ein Kräuterlikör, bei<br />

dem sich eine Vielzahl sonnengereifter<br />

Kräuter sowie Blüten,<br />

Samen und Wurzeln aus dem<br />

sonnigen Österreich vereinen.<br />

Diese regionalen Zutaten geben<br />

der Kräuterspezialität von Windisch<br />

ihren unvergesslichen, feinherben<br />

Geschmack. Überzogen<br />

mit alten Destillaten von Enzian<br />

und Vogelbeere entsteht dieser außergewöhnliche<br />

und bekömmliche Bitter. Die<br />

wunderschöne Bernsteinfarbe, der Duft<br />

nach geröstetem Kaffee, dunkler Schokolade<br />

und Enzian, machen Lust auf die kalte<br />

Zeit des Jahres. Der Geschmack ist einerseits<br />

würzig und nussig, andererseits<br />

süßbitter mit Anis und malziger Vanille<br />

sowie sehr mild und ausgewogen.<br />

www.kracherl.at<br />

Wohltuende Kräuter in der<br />

Portionsflasche<br />

Foto: Topspirit<br />

Underberg, die weltweite Nr. 1<br />

in der Portionsflasche, zeichnet<br />

sich durch <strong>das</strong> ausgewogene<br />

Verhältnis von wertvollen<br />

Kräuterauszügen und hochwertigem<br />

Alkohol aus, <strong>das</strong> ihm<br />

seine speziellen Eigenschaften<br />

verleiht. Als Digestif nach<br />

einem guten Essen ist Underberg,<br />

serviert im speziellen Underberg<br />

Stilglas, somit ein besonders<br />

stilvoller Abschluss.<br />

Die Rezeptur ist ein seit 175<br />

Jahren gut gehütetes Familiengeheimnis.<br />

Aromatische Kräuter aus 43<br />

Ländern werden einer strengen Eingangskontrolle<br />

unterzogen und nach<br />

dem geheimen „Semper idem“-Verfahren,<br />

<strong>das</strong> eine stets gleichbleibende Qualität<br />

gewährleisten soll, weiterverarbeitet.<br />

Nach der schonenden Gewinnung<br />

der Auszüge durch hochwertigen Alkohol<br />

wird der Kräuterextrakt nur mit frischem<br />

Was- ser verdünnt<br />

und an- schließend<br />

einem monatelangen Reifeprozess in<br />

slowenischen Eichenfässern unterzogen.<br />

Erst dann wird er in die typischen,<br />

mit strohfarbenem Papier umwickelten<br />

Portionsflaschen abgefüllt.<br />

www.topspirit.at, www.underberg.com<br />

Foto: Windisch<br />

Venedig im Glas<br />

genießen<br />

Select Aperitivo wurde 1920 im<br />

Herzen Venedigs in der Destillerie<br />

Pilla kreiert. Aufgrund seiner<br />

alten Verbindung mit der Stadt gilt<br />

Select als der klassische venezianische<br />

Aperitif. Select wird durch die<br />

sorgfältige Mischung von 30 Botanicals<br />

hergestellt. Wacholderbeeren<br />

steuern ihre balsamische<br />

und blumige Note bei, während<br />

Rhabarberwurzeln für die intensiv,<br />

bittere Note sorgen. Select besticht<br />

durch sein raffiniertes und<br />

komplexes Aromaprofil und seinem<br />

ausgewogenen bittersüßen<br />

Geschmack. Farblich kennzeichnet<br />

Select Aperitivo <strong>das</strong> intensive<br />

und brillante Rubinrot mit orangefarbenen<br />

Reflexen.<br />

Nach über 100 Jahren lokaler<br />

Erfolgsgeschichte hat sich Select<br />

Aperitivo jetzt entschieden, <strong>das</strong><br />

Produkt auch in andere Länder zu<br />

exportieren. Für Nicht-Italiener ist<br />

<strong>das</strong> Produkt daher eine Innovation,<br />

da die Markenbekanntheit außerhalb<br />

von Italien äußerst gering ist.<br />

www.kattus-borco.at<br />

Foto: Kattus Borco


62 SHERRY<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Merci Sherry!<br />

Udo Jürgens hat bei seinem Welthit vermutlich<br />

nicht an den südspanischen Wein gedacht, auch<br />

wenn der damals deutlich populärer war als heute.<br />

Es wird Zeit für eine Renaissance!<br />

<br />

Von Clemens Kriegelstein<br />

Foto: exclusive-design / Adobe Stock<br />

Wer in den 1960er – 1980er-Jahren<br />

aufgewachsen ist, kann<br />

sich vielleicht noch an die<br />

unvermeidliche Flasche Fino-Sherry<br />

erinnern, deren Inhalt wochen-<br />

wenn nicht monatelang vor sich<br />

hin oxidieren konnte und dann bei Zimmertemperatur<br />

als Aperitif ausgeschenkt<br />

wurde. Vielleicht ein Grund für <strong>das</strong> langsame<br />

Aussterben des Sherrys auf vielen<br />

Getränkekarten. Denn leider hat sich<br />

der Sherry inzwischen in der Gastronomie<br />

ähnlich rar gemacht wie der Dodo<br />

auf Mauritius.<br />

Sherry ist im Prinzip eine spezielle<br />

Art von Wein, der ausschließlich im Süden<br />

Spaniens, im Sherry-Dreieck der Region<br />

um Jerez de la Frontera, Puerto de<br />

Santa Maria und Sanlúcar de Barrameda<br />

(Andalusien), hergestellt wird. Der gepresste<br />

Most der Palomino-Traube gärt in<br />

Edelstahltanks und wird nach wenigen<br />

Monaten einer ersten Verkostung unterzogen,<br />

nach der er als Fino oder Oloroso<br />

klassifiziert wird. Auf der Grundlage dieser<br />

Erstklassifizierung werden die jungen<br />

Weine durch Zusetzen von Alkohol<br />

auf 15%, im Falle des Fino, und auf 17%,<br />

wenn es sich um Oloroso handelt, aufgespritet.<br />

Mit oder ohne Oxidation?<br />

Der unterschiedliche Alkoholgehalt dieser<br />

Weine bestimmt den Verlauf ihrer jeweiligen<br />

Reifeprozesse. Die Finos mit<br />

ihren 15% behalten einen Teil der na-


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

SHERRY 63<br />

türlichen Hefe, die sich in den Flor verwandelt<br />

– eine Art Schleier auf der Weinoberfläche,<br />

der diesen vor dem Oxidieren<br />

schützt. Andererseits sorgt der höhere<br />

Alkoholgehalt der Olorosos dafür, <strong>das</strong>s<br />

die Hefe abgetötet wird, wodurch der<br />

Wein Luftkontakt hat und sehr schnell<br />

oxidiert.<br />

Nach rund einem Jahr Lagerung in<br />

Eichenfässern wird der Wein einer zweiten<br />

Klassifikation unterzogen. Sie dient<br />

der Überprüfung, ob der Wein nach dieser<br />

Entwicklungsphase noch den ursprünglich<br />

festgelegten Einteilungskriterien<br />

entspricht: Denn speziell bei den<br />

Finos hat sich gegebenenfalls ihr Charakter<br />

verändert. Der häufigste Grund dafür<br />

ist die Oxidation durch den Verlust der<br />

schützenden Florschicht, wodurch der<br />

Wein an Farbe gewinnt und nicht mehr<br />

so blass wirkt. Diese Weine werden von<br />

den Finos getrennt und fortan Amontillados<br />

genannt.<br />

Drei Grundsorten<br />

Es gibt daher drei Grundsorten von<br />

Sherrys: Fino, Amontillado und Oloroso.<br />

› Finos erkennt man an ihrem blassen,<br />

strohgelben Ton. Ihr Aroma und<br />

Geschmack sind leicht, frisch und<br />

intensiv mit einem herben, trockenen<br />

Abgang.<br />

› Amontillados sind bernstein- und<br />

goldfarben. Die kräftigen Fino-Weine<br />

verlieren ihre Hefedecke und oxidieren;<br />

dabei entwickeln sie komplexe<br />

Aromen und Geschmacksrichtungen.<br />

› Olorosos haben eine tiefe Bernsteinoder<br />

Mahagoni-Farbe. Diese Weine<br />

zeichnen sich durch kräftige Aromen,<br />

einen beständigen Körper und einen<br />

abgerundeten Geschmack aus.<br />

Nach der zweiten Klassifikation<br />

sind die Weine bereit für <strong>das</strong> Soleraund-Criadera-System,<br />

<strong>das</strong> Jahr für Jahr<br />

die Herstellung von Weinen mit stets<br />

gleichbleibender Qualität gewährleistet.<br />

Dies wird durch die kontinuierliche<br />

Mischung von Weinen unterschiedlichen<br />

Alters erreicht. Jede Fassreihe, oder<br />

Criadera, enthält Weine unterschiedlichen<br />

Alters. Die unterste Reihe, aus der<br />

die Weine zum Abfüllen entnommen<br />

werden, wird Solera genannt und enthält<br />

den ältesten Wein. Der dann entnommene<br />

Wein wird aus den nächstälteren<br />

Fässern aufgefüllt, usw.<br />

Nicht für die Lagerung gedacht<br />

Und wie trinkt man Sherry am besten?<br />

Die Antwort lautet „Je früher, desto besser“.<br />

Denn im Gegensatz zu anderen<br />

Weinen, wird Sherry trinkfertig abgefüllt<br />

und reift nicht in der Flasche nach.<br />

Einmal geöffnet hält Sherry im Kühlschrank<br />

zwischen maximal einer (Fino)<br />

und vier bis acht Wochen (Amontillado<br />

und Oloroso). Finos sollten gut gekühlt<br />

genossen werden, Amontillados<br />

und Olorosos vertragen dagegen auch<br />

Temperaturen von 15 – 17 Grad.<br />

Der Fino ist ein klassischer Aperitif<br />

und ideale Tapasbegleiter, passt aber<br />

auch zu Meeresfrüchten und Fisch.<br />

Spannend auch zu Sushi und anderen<br />

Asia-Gerichten. Amontillados trinkt<br />

man am besten zu hellem Fleisch, Käse<br />

oder scharfen Speisen. Olorosos dagegen<br />

sind perfekt zu dunklem Wild,<br />

Schmorgerichten, Pilzen, aber auch<br />

Desserts. Salud!<br />

Visionäre Kooperation<br />

Auf 500 Flaschen limitiert ist der 10 Jahre<br />

gereifte Single Malt Whisky von Peter<br />

Affenzeller aus dem Mühlviertel, gefinisht<br />

im Icon HILL Weinfass von Winzer<br />

Leo Hillinger. Abgefüllt ist die Besonderheit<br />

in ein gläsernes Meisterwerk der legendären<br />

Designerin Zaha Hadid. Hillinger<br />

und Affenzeller sind zwei Visionäre,<br />

die der Drang zur absoluten Perfektion<br />

vereint. Wie es der Tradition entspricht,<br />

ist dieser Single Malt gänzlich aus reinstem<br />

Gerstenmalz gebrannt. Das Getreide<br />

stammt zu 100 % aus eigenem Anbau<br />

und wird mit frischem Quellwasser aus<br />

dem Mühlviertler Hochland auf Trinkstärke<br />

gebracht. Der Whisky hat eine<br />

wunderschöne goldene Bernsteinfarbe<br />

und entwickelt am Gaumen einen animierenden<br />

Geschmack mit sehr feinen,<br />

runden Noten begleitet von den subtilen<br />

Nuancen des vom Wein durchdrungenen<br />

und aromatisierten Holzes der Fässer.<br />

www.leo-hillinger.com<br />

www.peter-affenzeller.at<br />

Foto: Emmerich Maedl


64 CHAMPAGNER<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

„Es muss nicht immer<br />

nur Brut sein“<br />

Foto: Lukas Gojda / Adobe Stock<br />

Champagner ist <strong>das</strong> typische Getränk als Aperitif und für feierliche Anlässe. Doch der<br />

facettenreiche „König der Weine“ hat deutlich mehr Potential, <strong>das</strong> hierzulande auch langsam<br />

entdeckt wird. Der Konsum steigt derzeit jedenfalls, speziell in der Gastronomie.<br />

<br />

Von Clemens Kriegelstein<br />

Er ist unbestritten der „König der<br />

Weine“: der Champagner, der ausschließlich<br />

aus einem genau umgrenzten<br />

Gebiet in der französischen<br />

Champagne kommen darf und in<br />

der Regel ein Verschnitt aus lediglich drei<br />

zugelassenen Rebsorten ist: Chardonnay,<br />

Pinot Noir und Pinot Meunier. Die unterschiedliche<br />

Kombination dieser drei<br />

Grundsorten ergibt dann den Charakter<br />

des Champagners, wobei in seltenen Fällen<br />

auch reinsortige Champagner gekeltert<br />

werden.<br />

Es ist jetzt müßig, die besondere Herstellung<br />

von Champagner mit Flaschengärung,<br />

Rüttelpult, etc. aufzuwärmen,<br />

zumal diese Schritte auch von anderen<br />

hochwertigen Schaumweinherstellern<br />

außerhalb der Champagne gesetzt werden.<br />

Jedenfalls muss man den Champagnerhäusern<br />

zugestehen, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Marketing<br />

seit jeher perfekt funktioniert, <strong>das</strong>s<br />

Champagner weltweit der Inbegriff für<br />

Reichtum, Stil und Qualität ist – auch<br />

wenn <strong>das</strong> Gebotene vielleicht nicht in<br />

jedem Fall mit dem aufgerufenen Preis<br />

korreliert. Der Champagner-Nachfrage<br />

tut <strong>das</strong> allerdings keinen Abbruch. Und<br />

selbst die Pandemie hat den Absatz in<br />

der Gastronomie hierzulande nicht stoppen<br />

können – eher im Gegenteil.<br />

„Konsumbereitschaft und<br />

Neugierde der Gäste sind da“<br />

In der Gastronomie läuft <strong>das</strong> Geschäft<br />

derzeit bestens, weiß man etwa beim<br />

Getränkehändler Kattus-Borco, der u.a.<br />

die Marke Laurent-Perrier im Programm<br />

hat. „Die Champagner-Nachfrage entwickelt<br />

sich in der Gastronomie überdurchschnittlich<br />

positiv. Die letzten zwei<br />

Monate des Jahres machen zwar noch<br />

immer rund ein Drittel des Absatzes aus.<br />

Aber vor allem der Rosé-Trend wirkt sich<br />

auch positiv auf den Absatz in der warmen<br />

Jahreszeit aus“, meint etwa Firmenchef<br />

Johann Kattus. Bei Laurent-Perrier<br />

liege auch der Fokus klar auf der Gastronomie,<br />

in der die höherpreisigen Qualitäten<br />

wie Rosé, Millésimé, Blanc de Blancs<br />

oder Grand Siècle für „ein erstklassiges<br />

Champagnererlebnis sorgen“ würden.<br />

Dabei hat Kattus auch konkrete Tipps für<br />

den Gastronomen parat: „Es muss nicht<br />

immer nur Brut sein. Andere Qualitäten<br />

im offenen Ausschank wie Rosé und besondere<br />

Jahrgänge überraschen und be-


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

CHAMPAGNER 65<br />

Die Burgenländer Birgit und Norbert<br />

Szigeti produzieren echten Champagner<br />

unter der Marke „Norbert Deux-Coeurs“.<br />

Foto: A-Nobis<br />

Foto: Loop<br />

geistern die Konsumenten; sie erweitern<br />

den Champagner-Horizont. Champagner<br />

ist ein wunderbarer und stilvoller<br />

Essensbegleiter und hat sich als solcher<br />

mehr Präsenz verdient. Die Konsumbereitschaft<br />

und Neugierde der Gäste sind<br />

da. Mit einem elaborierten Angebot und<br />

charmanter Information zu Jahrgängen<br />

und Abfüllungen lassen sich die Gäste<br />

leicht auf eine prickelnde Entdeckungsreise<br />

einladen.“<br />

„Beim Champagner zählt die Marke<br />

sehr stark“, ist auch Christoph Morandell<br />

vom Wein- und Spirituosen-Importeur<br />

Morandell in Tirol überzeugt, weshalb<br />

man im eigenen Portfolio auch besonders<br />

auf solche Namen setze, dabei aber<br />

durchaus ein paar Alternativen zu Pommery,<br />

Roederer & Co. im Programm habe.<br />

Nach Morandells Aussagen flacht aktuell<br />

der jüngste Trend zu Rosé-Champagner<br />

allerdings langsam wieder ab. „Champagner<br />

ist ein sehr klares Produkt und wird<br />

vermehrt auch wieder ganz klassisch getrunken.“<br />

Wobei „klassisch“ in dem Fall<br />

für Österreich eben bedeute Aperitif, Digestif<br />

oder feierliche Anlässe. Als Standardgetränk<br />

zwischendurch oder zur<br />

Speisenbegleitung sei der edle Schaumwein<br />

hierzulande nach wie vor nicht so<br />

gefragt.<br />

Johann Kattus empfiehlt Champagner<br />

auch als Essensbegleitung.<br />

Foto: Aelia & the Camera<br />

Ein Champagner-Produzent aus<br />

dem Burgenland<br />

Der burgenländische Sektproduzent<br />

Norbert Szigeti gehört zu den wenigen<br />

Ausländern, die offiziell Champagner<br />

produzieren dürfen, aktuell im dritten<br />

Jahrgang. Voraussetzung dafür ist<br />

allerdings, <strong>das</strong>s nicht nur die Trauben<br />

aus der Champagne kommen, sondern<br />

<strong>das</strong>s wirklich jeder Arbeitsschritt bis zur<br />

fertig degorgierten Flasche bei einem<br />

Partnerbetrieb in der Region passiert..<br />

Immerhin 25.000 Flaschen werden solcherart<br />

jährlich unter der Marke „Norbert<br />

Deux-Coeurs“ in den Sorten Brut, Rosé,<br />

Blanc de Blancs, Demi Sec, Millesime sowie<br />

den reinsortigen roten Varianten Pinot<br />

Noir und Pinot Meunier produziert.<br />

Das ist zwar keine Menge, die den Branchenriesen<br />

Kopfschmerzen bereiten wird<br />

(Top-Marken wie Moët & Chandon oder<br />

Veuve Cliquot operieren hier im zweistelligen<br />

Millionenbereich), jedoch seien<br />

„kleine Champagnerhäuser individueller<br />

und können sich auch die Zeit nehmen<br />

kleine Mengen hochqualitativ herzustellen“,<br />

wie Szigeti auf Anfrage betont. „Das<br />

Champagnerprojekt ist definitiv ein Herzensprojekt<br />

für mich – deshalb auch der<br />

Name ’Norbert Deux-Coeurs Champagner’.<br />

Deux Coeurs bedeutet zwei Herzen.<br />

Ein Herz für <strong>das</strong> Burgenland und ein Herz<br />

für die Champagne“, so Szigeti, der seinen<br />

diesbezüglichen Fokus auf die Gastronomie<br />

und private Ab-Hof-Käufer legt.<br />

Champagner-Menüs als neues<br />

Angebot<br />

Wie man Champagner gut inszenieren<br />

und auch abseits von Aperitif oder<br />

Weihnachten/Silvester an den Mann<br />

bringen kann, darüber hat man sich<br />

etwa im Panoramahotel Alpenstern<br />

im Bregenzerwald Gedanken gemacht.<br />

Hier kann man Champagner nicht nur<br />

als Aperitif, sondern auch als Speisen-


66 CHAMPAGNER<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Foto: Loop<br />

In München schenkt man Champagner<br />

auch mal aus der <strong>12</strong>-Liter-Flasche glasweise<br />

aus.<br />

begleiter zu einem kompletten Menü erleben.<br />

So treffen beispielsweise Alpenkaviar<br />

auf einen Veuve Clicquot Rosé,<br />

Ötztaler Lachsforelle auf einen Veuve<br />

Clicquot Vintage Brut 20<strong>12</strong>, Auer Trüffellamm<br />

auf die Veuve Clicquot La Grande<br />

Dame 2008 und Basilikum Frischkäse<br />

auf Veuve Clicquot Rich, den man<br />

am besten mit viel Eis als „Erfrischung“<br />

trinkt, aufeinander. Das Fine-Dining<br />

Menü wird dabei natürlich regelmäßig<br />

– je nach Saison und Verfügbarkeit<br />

der Zutaten – angepasst. In der Hotelbar<br />

Novum schließlich kreieren Headbartender<br />

Oliver Polster und sein Team<br />

selbst fantasievolle Champagner Cocktails.<br />

„Aktuell gibt es drei verschiedene<br />

Champagner-Marken in unserem Hotel:<br />

Veuve Clicquot, Dom Pérignon und Krug.<br />

Von allen drei Brands gibt es im Hotel Alpenstern<br />

alle verfügbaren Champagner“,<br />

erklärt dazu Maximilan Steinfeld, Sommelier<br />

& Marketingchef sowie Schwiegersohn<br />

des Hauses. Die meisten Sorten<br />

werden dabei von der Halbflasche<br />

bis zur Doppelmagnum angeboten und<br />

auch größere Gebinde seien auf Wunsch<br />

jederzeit erhältlich. Das Champagnermenü<br />

ist dabei ganz neu und wird in der<br />

Wintersaison 20<strong>21</strong>/22 erstmals – sowohl<br />

für externe Gäste als auch für Hausgäste<br />

(gegen einen kleinen Aufpreis auf die<br />

Halbpension) – angeboten. Erfahrungsberichte,<br />

wie gut dieses Angebot angenommen<br />

wird, gibt es daher noch keine.<br />

Steinfeld: „ Da wir Champagner sehr gerne<br />

genießen, bringen wir ihn so auch den<br />

Gästen näher und nehmen dadurch eine<br />

mögliche ’Hemmschwelle’ vor Champagner.<br />

Veuve Clicquot unterstützt uns in<br />

vielen Belangen, so auch im Bereich Interior<br />

& Design. Auf unserer Sonnenterrasse<br />

steht beispielsweise ein eigens gebrandeter<br />

Veuve Clicquot Strandkorb,<br />

der einen Bezug zu Sylt, meiner Heimat,<br />

darstellt und eine gemütliche Atmosphäre<br />

für unsere Gäste schafft. Champagner<br />

ist sozusagen der rote Faden bei uns im<br />

Haus und macht den Gästen Lust auf <strong>das</strong><br />

eine oder andere Glas.“<br />

Foto: Kriegelstein<br />

Foto: Chandon<br />

Winter Spritz<br />

Chandon Garden Spritz präsentiert<br />

den perfekten Drink für<br />

verschneite Tage. Mit einer getrockneten<br />

Orangenscheibe und<br />

einer würzigen Zimtstange auf Eis<br />

serviert, wird dem spritzig-aromatischen<br />

Genuss ein festlicher<br />

Twist verliehen. Bei diesem einfachen, winterlichen Getränkerezept<br />

vereinen sich lediglich 150ml Chandon Garden Spritz<br />

mit Eiswürfeln, einer Zimtstande (Cassia) und einer getrockneten,<br />

karamellisierten Orangenscheibe. Ana Paula Bartolucci, der<br />

kreative Kopf hinter Chandon Garden Spritz, hat die Cassia-<br />

Zimtsorte für den einzigartigen Winter Spritz gewählt. „Zimt<br />

ist mein Lieblings-Wintergewürz. Er ist aromatisch, hat eine<br />

nostalgische Wärme und Süße. Ich liebe ihn wegen der subtilen<br />

pfeffrigen Noten, die <strong>das</strong> Chandon Garden Spritz Erlebnis<br />

einzigartig machen. Gemeinsam mit einer karamellisierten,<br />

getrockneten Orangenscheibe und einer Stange Zimt – unserem<br />

,Zauberstab‘ – wird Chandon Garden Spritz zum ultimativen<br />

Getränk der kalten Jahreszeit“, so Ana Paula Bartolucci.<br />

www.chandongarden.com<br />

Champagner aus<br />

Damenhand<br />

Eine Rarität und exklusiv bei Transgourmet<br />

erhältlich ist unter anderem der Champagner<br />

aus dem Haus Baron Albert in Charly<br />

su Marne im Norden der Champagne. Das<br />

von drei Frauen mit viel Liebe zum Detail<br />

geführte kleine und sehr alte Champagnerhaus<br />

ist für seine herausragenden<br />

Produkte bekannt. Die Trauben werden<br />

von Hand gelesen, die Champagner drei<br />

bis vier Jahre gelagert. „Beatrice Baron<br />

brut rose“ ist eine Cuvée aus den Rebsorten<br />

Chardonnay, Pinot Meunier und<br />

Pinot Noir. Dieser Champagner überzeugt<br />

mit einer strukturierten Eleganz<br />

und einer strahlenden Rose-Farbe. Die<br />

weichen Töne machen ihn zu einem<br />

perfekten Aperitif, er harmoniert zu<br />

Meeresfrüchten und Ziegenkäse.<br />

www.transgourmet.at<br />

Foto: Pfeiffer Werbung<br />

Foto: Pfeiffer Werbung


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

CHAMPAGNER 67<br />

Auch Champagner soll Bio<br />

Dass Bio schon lange<br />

kein „In-Produkt“<br />

mehr ist, sondern ein<br />

großer Bestandteil unseres<br />

Lebens, dessen<br />

sind sich viele Gastronomen<br />

bewusst. Hier<br />

verwundert es keinen<br />

– auch, wenn man bei<br />

biologisch Zertifiziertem<br />

tendenziell an Lebensmittel<br />

als an Getränke<br />

denkt – <strong>das</strong>s Bio auch in der Welt<br />

des Champagner Einzug gehalten hat.<br />

Foto: Szigeti<br />

Um sein eigens Champagnerhaus zu<br />

Gründen braucht man reichlich Mut,<br />

vor allem wenn die meisten anderen<br />

Champagnerhäuser bereits seit mehr<br />

als 3 Jahrhunderten existieren. Alain<br />

Thiénot bewies Nerven aber auch Ehrgeiz<br />

während er genau dies tat. Mit fast<br />

20 Jahren Erfahrung als Weinmakler in<br />

der Champagne, hatte er sich ein tiefes<br />

Wissen über die Weinberge angeeignet.<br />

1985 verwirklichte Alain Thiénot seinen<br />

Traum und rief sein eigenes Champagnerhaus<br />

ins Leben. Durch seine engen<br />

Kontakte mit besten Winzern konnte er<br />

für eine ausreichende Traubenversorgung<br />

garantieren.<br />

Thiénot ist ein präzis geführtes Abenteuer,<br />

<strong>das</strong> sich ausgezahlt hat. Es hat seinen<br />

Platz zwischen großartigen Champagnerhäusern<br />

gefunden, wo Qualität<br />

über Quantität steht und Kreativität über<br />

Tradition. Dieser lange Weg bildete <strong>das</strong><br />

Fundament eines unabhängigen und von<br />

Familienwerten geprägtes Champagnerhauses,<br />

dessen Weine u.a. bei Getränkeimporteur<br />

Morandell erhältlich sind.<br />

Christine und Vincent<br />

arbeiten bereits seit 2015<br />

biologisch zertifiziert. Das<br />

Champagnerhaus besteht<br />

schon seit 1700, alle<br />

Champagner werden von<br />

Trauben aus den eigenen<br />

Weingärten verarbeitet.<br />

Der Bio-Champagner ist<br />

hierzulande unter anderem<br />

bei der Sektkellerei<br />

Szigeti in Gols oder online<br />

auf der Szigeti Webseite zu erhalten.<br />

www.szigeti.at<br />

Der Traum vom eigenen<br />

Champagnerhaus<br />

Charles Heidsieck als<br />

Exklusivmarke bei Morandell<br />

Der Tiroler Getränkeimporteur Morandell<br />

ist seit kurzem Exklusivvertriebshändler<br />

in Österreich der Champagnermarke<br />

Charles Heidsieck. Couragiert<br />

investierte der Gründer Charles Heidsieck<br />

in 2.000 Jahre alte Kellergewölbe<br />

aus der Römerzeit, deren hygrometrische<br />

Bedingungen ideal für die Reifung<br />

von Weinen sowie die Entfaltung von Finesse<br />

und Eleganz sind. Seine damalige<br />

Entscheidung, die Weine über einen verlängerten<br />

Zeitraum reifen zu lassen, war<br />

ein kostenintensiver aber auch zukunftsweisender<br />

Schachzug.<br />

Bis heute hat die Reifezeit strategische<br />

Priorität. Dass <strong>das</strong> Haus Charles<br />

Heidsieck seinen ganz eigenen Stil hat<br />

und Jahrgang für Jahrgang an seinem<br />

Niveau feilt, begeistert nicht nur Champagnerkenner<br />

und Sommeliers, sondern<br />

auch mehr und mehr Liebhaber der guten<br />

Küche.<br />

www.morandell.com<br />

Foto: CharlesHeidsieck_F.Azler<br />

Glamouröses<br />

Zusammenspiel<br />

Das Unternehmen WEIN & CO<br />

präsentiert winterliche Produktneuheiten,<br />

die perfekt zusammenpassen<br />

und der Herbstzeit einen<br />

Touch an Gourmet-Glamour<br />

verleihen. Herbstzeit ist Trüffelzeit,<br />

die weltweit beliebte Delikatesse<br />

ergänzt sich hervorragend<br />

mit Champagner. Das herrliche<br />

Aroma des Trüffels sowie der außergewöhnliche<br />

Geschmack ermöglichen<br />

in der Küche zahlreiche<br />

Variationsmöglichkeiten in der Zubereitung.<br />

Der Edelpilz eignet sich<br />

ideal, um gemeinsam mit anderen<br />

Zutaten und Spezialitäten gekocht<br />

oder als Veredelung serviert<br />

zu werden. Ob in der Sauce, Suppe,<br />

Terrine, am Toast oder auf Pasta<br />

– Trüffel begeistert mit seinem<br />

einzigartigen Geruch und verführt<br />

alle Sinne. Doch nicht nur der Trüffel<br />

lässt Gourmetherzen höherschlagen.<br />

Prickelnder Champagner<br />

ist die ideale Ergänzung zum<br />

Trüffel-Menü. WEIN & CO hat<br />

köstliche Trüffelspezialitäten, die<br />

nur aus hervorragendem Olivenöl<br />

und echten Trüffeln bestehen, und<br />

dazu eine große Auswahl an unterschiedlichen<br />

Champagner-Sorten<br />

zusammengestellt.<br />

www.weinco.at<br />

Foto: Wein & Co


68 MESSEBLITZLICHTER<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Unser Kolumnist Master Barister Franz Grünwald präsentierte<br />

seine nachhaltige Bio-Kaffeemarke Boscoverde<br />

und konnte damit überzeugen.<br />

www.franzgruenwald.com<br />

Morandell bringt als führender Partner der Gastronomie<br />

im Bereich die flüssigen Versuchungen ins Haus. Diesbezügliche<br />

Prämierungen sind an der Tagesordnung.<br />

www.morandell.com<br />

Stilvolle Gläser und schönes Geschirr machen den Tisch<br />

erst zu einem echten Hingucker. WMF sorgt mit seinem<br />

Sortiment für Ästhetik auf dem Tisch und praktische<br />

Helfer in der Küche. wmf.com<br />

Nespresso Professional Kaffeemaschinen sind stilvoll im<br />

Design, einfach in der Handhabung und verlässlich in der<br />

Qualität. www.nespresso.com<br />

Rauch Fruchtsäfte und Eistees bringen Geschmack und<br />

schützen die Umwelt. Als Gründungsmitglied der PET-<br />

2PET Organisation setzt <strong>das</strong> Unternehmen einen Fokus<br />

auf recycelbare rePET Flaschen. www.rauch.cc<br />

Segafredo garantiere genussvolle Momente in der<br />

Gastronomie und Hotellerie. Purer Genuss für die Gäste.<br />

www.segafredo.at<br />

Melitta Kaffee ist schon seit Generationen bekannt und<br />

beliebt. Mit seinen Kaffeeautomaten stattet er kleine<br />

und große Betriebe gleichermaßen aus. www.melitta.at


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

MESSEBLITZLICHTER 69<br />

Die Softdrinks von Grapos sind fixer Bestandteil der Gastronomie.<br />

Das Postmix-System hat den Offen-Ausschank<br />

revolutioniert. www.grapos.com<br />

Auch Bierpapst und <strong>GASTRO</strong>-Kolumnist Conrad Seidl ließ<br />

es sich nicht nehmen, der <strong>GASTRO</strong>-Crew auf unserem<br />

Messestand einen Besuch abzustatten.<br />

Fotos: Michael Heinz, Hintergrund: cbies / Adobe Stock<br />

Die Teekanne macht den Tee! WEr kennt ihn nicht, den<br />

Werbespruch und auch auf der Messe zeigte der Teespezialist,<br />

was er alles im Sortment hat. www.teekanne.at<br />

Schärf Kaffee ist eine Symbiose aus Wissenschaft und<br />

Kunst, die dann in den Schärf Kaffeemaschinen zum<br />

Hochgenuss wird. 60 Jahre Erfahrung im Kaffee- und<br />

Kaffeemaschinensektor zeigen die Fachexpertise.<br />

www.schaerf.at<br />

Lavazza Kaffee ist setzt sich in hohem Maß für Nachhaltigkeit<br />

ein und bietet Baristas und Gastronomen eine<br />

große Auswahl an Kaffeemischungen. Klassiker finden<br />

sich hier genauso, wie Innovationen. www.lavazza.at<br />

Hochwertige Kaffeemaschinen und ausgereifter Service<br />

sind die Expertise von Franke Kaffeemaschinen.<br />

www.franke.com


Seite 70 bis Seite 81<br />

Hot Drinks<br />

Kaffee<br />

(C)Aroma mit Charme: Der Südtiroler Valentin<br />

Hofer betreibt die Rösterei Caroma und ist der<br />

erste Röstmeister in ganz Italien, der sich „Kaffee<br />

Experte“ und „Chef Diplom Kaffeesommelier“<br />

nennen darf.<br />

Seite 72<br />

Tee<br />

Ein Schuss ins Dunkle: Rum ist der klassische<br />

„Schuss“ in einen Tee, doch es gibt auch andere<br />

Kombinationsmöglichkeiten, wenn man<br />

der wärmenden Funktion eines Tees – oder<br />

auch dem Geschmack – ein wenig auf die<br />

Beine helfen möchte.<br />

Seite 80


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

AKTUELLES 71<br />

Auszeichnung Leitbetriebe Austria<br />

Das führende Tiroler Tourismusunternehmen<br />

Schultz-Gruppe und<br />

café+co wurden im Rahmen der „Wirtschaftswanderung“<br />

im Zillertal von<br />

Leitbetriebe Austria ausgezeichnet.<br />

Leitbetriebe Austria-Geschäftsführerin<br />

Monica Rintersbacher überreichte die<br />

Auszeichnung an die fleißigen Wanderer<br />

und erfolgreichen Unternehmenslenker<br />

der Familie Schultz und Fritz<br />

Kaltenegger. Mit dabei war auch der Tiroler<br />

Landesrat Anton Mattle. „Der Unternehmergeist,<br />

die Innovationskraft<br />

und die regionale Verbundenheit der<br />

Schultz Gruppe sind vorbildlich und machen<br />

sie zu einem Leitbetrieb im wahrsten<br />

Sinn des Wortes“, erklärte Monica<br />

Rintersbacher. „Die wunderschöne Natur<br />

des Zillertals und Osttirols, in denen<br />

die Gruppe aktiv ist, ist zwar eine<br />

exzellente Basis, doch der nachhaltige<br />

touristische Erfolg ist <strong>das</strong> Ergebnis verantwortungsvoller,<br />

kreativer Arbeit und<br />

einer Gastfreundschaft, die man von der<br />

ersten Minute weg genießen kann.“ Von<br />

Österreich aus hat café+co Mittel- und<br />

Osteuropa erobert und betreibt heute<br />

mehr als 60.000 Verpflegungsautomaten<br />

in Unternehmen, Ämtern, Spitälern<br />

und Tankstellen in neun europäischen<br />

Staaten, darunter Deutschland und Österreich.<br />

Aus der österreichischen Kaffeetradition<br />

wurde eine internationale<br />

Erfolgsgeschichte.<br />

www.cafeplusco.com<br />

www.schultz.at<br />

Foto: Irene Ascher<br />

Foto: pixabay<br />

Kaffeegenuss schützt <strong>das</strong> Gehirn<br />

Viel Kaffeegenuss verringert die Wahrscheinlichkeit<br />

von Alzheimer, wie<br />

eine Langzeitstudie der Edith Cowan<br />

University zeigt. Als Teil der „Australian<br />

Imaging, Biomarkers and Lifestyle<br />

Study“ haben die Forscher untersucht,<br />

ob der Kaffeekonsum die Anzahl des<br />

Abbaus der kognitiven Fähigkeiten innerhalb<br />

von mehr als einem Jahrzehnt<br />

bei über 200 Australiern beeinflusste.<br />

„Teilnehmer ohne Gedächtniseinschränkungen<br />

und mit einem höheren<br />

Kaffeekonsum zu Beginn der Studie<br />

verfügten über ein geringeres Risiko eines<br />

Übergangs einer leichten kognitiven<br />

Einschränkung, die häufig einer Alzheimererkrankung<br />

vorangeht, oder einer<br />

Erkrankung während der Laufzeit der<br />

Studie.<br />

Mehr Kaffee ergab positive Ergebnisse<br />

in Bezug auf bestimmte Bereiche der<br />

kognitiven Funktion. Das galt vor allem<br />

für die exekutive Funktion, zu der Planung,<br />

Selbstkontrolle und Aufmerksamkeit<br />

gehören“, so die leitende Forscherin<br />

Samantha Gardener, die einen Konsum<br />

von zwei Tassen Kaffee pro Tag empfiehlt.<br />

Die Studie konnte keinen Unterschied<br />

zwischen koffeinhaltigem und<br />

entkoffeiniertem Kaffee feststellen. Das<br />

galt auch für die Vorteile oder Folgen der<br />

Zubereitung in Hinblick auf die Zubereitungsart<br />

und die Verwendung von Milch<br />

und/oder Zucker.<br />

www.ecu.edu.au


72 KAFFEE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

(C)Aroma mit Charme<br />

Die Gastronomie ist<br />

Hauptabnehmer für<br />

den Caroma Kaffee.<br />

Foto: Alex Filz<br />

Der Südtiroler Valentin Hofer betreibt die Rösterei Caroma und ist der erste Röstmeister in<br />

ganz Italien, der sich „Kaffee Experte“ und „Chef Diplom Kaffeesommelier“ nennen darf.<br />

<br />

Von Petra Pachler


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

SÜD<br />

TIROL<br />

KAFFEE 73<br />

Foto: Felix Bacher<br />

Foto: Petra Pachler<br />

Valentin Hofer mit seinem Schatzkästchen:<br />

Jede Lade steht für ein Land, in<br />

dem Kaffeebohnen wachsen.<br />

Foto: Hausknecht<br />

Valentin Hofer ist der erste Röstmeister<br />

in ganz Italien, der sich<br />

„Kaffee Experte“ (Qualified Coffee<br />

Expert) und „Chef Diplom<br />

Kaffeesommelier“ (Chief Coffee Sommelier)<br />

nennen darf – zwei Fachbezeichnungen,<br />

die von der europäischen Wirtschaftskammer<br />

in Brüssel anerkannt<br />

sind. Und begonnen hat alles in Wien.<br />

Denn dort absolvierte Hofer seine Ausbildung<br />

zum Kaffeefachmann.<br />

Valentin Hofers Leidenschaft gilt<br />

dem Kaffee. Schon bei seinen ersten<br />

Begrüßungsworten an die Teilnehmer<br />

der Führung durch seine Rösterei Caroma<br />

ist <strong>das</strong> deutlich spürbar und wird<br />

sich noch oft zeigen. Der Südtiroler hat<br />

seine Wurzeln in der Gastronomie und<br />

war da ursprünglich in einem Betrieb tätig,<br />

in dem der Chef im Keller Kaffee röstete.<br />

Als dieser in den Ruhestand ging,<br />

meinte er zu Valentin Hofer: „Willst Du<br />

<strong>das</strong> hier nicht weitermachen?“ Wollen<br />

schon, aber können weniger. Denn<br />

Hofer hatte keine Ahnung vom Rösten.<br />

Das war im Jahre 1995. Also experimentierte<br />

der heutige Röstmeister mehr<br />

schlecht als recht mit den Bohnen, bis<br />

er 2007 auf eine Kaffeeschule in Wien<br />

stieß. Drei Expertenlehrgänge brauchte<br />

es, bis er mit einer Menge Fachwissen<br />

im Gepäck wieder heimfahren konnte<br />

ins südtirolerische Völs, um in der eigenen<br />

Kaffeerösterei so richtig loszulegen.<br />

Die im Übrigen nur 100 Meter von<br />

seinem einstigen Arbeitgeber entfernt<br />

liegt.<br />

Die Ausbildung verhalf nicht nur<br />

Hofer selbst zum notwendigen Fachwissen,<br />

sondern in weiterer Folge auch<br />

den südtiroler Gastronomen. Denn an<br />

sie gibt er heute sein Wissen um die Kaffeequalität<br />

und <strong>das</strong> richtige Röstverfahren<br />

in Kursen und Schulungen weiter.<br />

Fairer Direkt-Handel<br />

80 Prozent des Caroma Kaffees gehen<br />

in die Gastro, 20 Prozent in den Handel.<br />

Vorwiegend in Südtirol, aber auch<br />

in Deutschland und im nahen Innsbruck<br />

und da in kleineren Geschäften,<br />

wie dem Innsbrucker Weltladen. Was<br />

auch schon die Philosophie von Valentin<br />

Hofer widerspiegelt: Sein Einkauf<br />

erfolgt hauptsächlich über kleinere<br />

Händler und über den direkten Handel<br />

mit Bauern. Denn kleine Röster, zu denen<br />

sich auch Hofer zählt, können bei<br />

den Bauern direkt Kaffeebohnen ersteigern,<br />

was für ihn echter, fairer Handel<br />

ist. Bei Hofer erfolgt der Einkauf in der<br />

Form, <strong>das</strong>s er über seinen Händler eine<br />

Kaffeeprobe im Sackerl erhält und ausschlaggebend<br />

für den Preis ist, wie viele<br />

Defekte dabei sind. „Als Defekte werden<br />

etwa Steine und Zweige bezeichnet,<br />

aber auch Munition war schon dabei“, so<br />

Hofer. Der Großteil seiner Bohnen wird<br />

nach Hamburg verschifft und sobald die<br />

Muster da sind, wird geröstet, verkostet<br />

und gekauft. Für <strong>das</strong> Rösten der kleinen<br />

Mengen hat Hofer eine kleine Röstmaschine<br />

für 100 Gramm, die dann auch<br />

bei den Führungen durch die Rösterei<br />

zum Einsatz kommt.<br />

Weniger ist mehr!<br />

150 Tonnen im Jahr röstet Valentin<br />

Hofer, eine Menge, die ein großer Anbieter<br />

an einem Vormittag röstet. Womit<br />

<strong>das</strong> Wesentliche auch schon definiert<br />

ist: Wie bei vielen anderen Verfahren, ist<br />

auch hier Zeit der entscheidende Faktor<br />

und Zeit ist <strong>das</strong>, was große Unternehmen<br />

den Lebensmitteln kaum mehr geben<br />

(können). Hofer röstet seinen Kaffee<br />

für 18 Minuten bei 220 C°, in der Indus-


74 KAFFEE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

2 + 18 = Qualität<br />

Was klein anfing, hat sich mittlerweile<br />

zu einem Betrieb mit 19 Mitarbeitern<br />

enzwickelt plus Hofers Ehefrau, die im<br />

Büro organisiert und koordiniert. Neben<br />

der Rösterei ist es vor allem <strong>das</strong> anerkannte<br />

Schulungszentrum, mit dem sich<br />

Valentin Hofer einen Namen gemacht<br />

hat. Dort werden nämlich nicht nur<br />

Gastronomen geschult, sondern auch<br />

Hotelfachschüler und Lehrkräfte ausgebildet.<br />

Letztere erhalten regelmäßige<br />

Nachschulungen und unterrichten dann<br />

in weiterer Folge ihre Schüler, die dann<br />

im Zuge ihrer Ausbildung bei Caroma<br />

auch umfassende Praxisanleitungen bekommen.<br />

Viele machen <strong>das</strong> in ihrer Freizeit,<br />

so Hofer, der von zwei zertifizierten<br />

Trainern unterstützt wird. Am Ende der<br />

Ausbildung zum Kaffeefachmann steht<br />

dann <strong>das</strong> Coffee Diploma.<br />

Leidenschaft und Begeisterung kennzeichnen Hofers Vorträge.<br />

Foto: Alex Filz<br />

Foto: AnitaAugscheller<br />

trie gibt man den Bohnen bei 800°C oft<br />

nur 1-2 Minuten.<br />

Kaffeeausbau findet heute in über<br />

80 Ländern der Welt statt, Hofer<br />

selbst bezieht seine Bohnen eigentlich<br />

„von überall her“. Auf Nachfrage<br />

sind es dann aber doch viele Bohnen<br />

aus Brasilien und Kolumbien. Seine Begeisterung<br />

für den Kaffee teilt er gerne<br />

mit kaffeeaffinen Besuchern, denn<br />

die Führungen in der Rösterei macht<br />

er höchstpersönlich. Dort erfährt man<br />

dann so Dinge wie, <strong>das</strong>s es <strong>12</strong>0 verschiedene<br />

Kaffeepflanzen gibt, aber<br />

auch, <strong>das</strong>s 98 Prozent des Kaffees aus<br />

Arabica und Robusta erzeugt werden.<br />

Davon sind es weltweit 60 Prozent Arabica<br />

Bohnen, der „Apfel“ unter den Kaffeebohnen,<br />

wie Hofer sagt, weil der Geschmack<br />

fruchtig, aber auch ein bisschen<br />

schokoladig ist.<br />

Den Rest deckt die Robusta-Bohne<br />

ab, die, eher holzig und ein bisschen<br />

scharf, in seinem Vergleich die Birne ist.<br />

Die Uhr zählt mit bei Hofers Sammel-Leidenschaft<br />

für Kaffeemühlen.<br />

Foto: Petra Pachler<br />

Was ist denn nun wesentlich für den<br />

Geschmack des Kaffees, wollen wir wissen?<br />

„Das Mahlen des Kaffees und die<br />

Ziehzeit“, so Hofer, aber <strong>das</strong> Entscheidende<br />

sei die Grundregel für guten Kaffee:<br />

„Beim Kaffeekochen nie kochendes<br />

Wasser verwenden, denn <strong>das</strong> verbrennt<br />

die Aromen“, so der Röstmeister. „Und<br />

die Kaffeepackungen immer gut zu machen,<br />

denn Sauerstoff ist der größte<br />

Aromakiller“, sagt Valentin Hofer dann<br />

noch zum Schluss.<br />

Die Kunst des Röstens<br />

Die Kaffeekirschen müssen schnell weiterverarbeitet<br />

werden, weil sie rasch fermentieren.<br />

Erst durch die Röstung werden<br />

die Aromen herausgearbeitet und<br />

die Kunst dabei ist die Röstkurve. Jedes<br />

Röstverfahren wird am PC gespeichert<br />

und <strong>das</strong> ist <strong>das</strong> wahre Geheimnis<br />

der Rösterei: „Ist der Laptop weg, ist<br />

<strong>das</strong> Wissen und auch <strong>das</strong> Geheimnis des<br />

guten Kaffees weg“, so Hofer. Damit genau<br />

<strong>das</strong> nicht passiert, hüten sowohl<br />

Valentin Hofer als auch sein Röstmeister<br />

Moritz den Laptop wie einen Schatz.<br />

Maximal 30 Prozent einer Kaffeebohne<br />

kommt in die Tasse, aber eigentlich<br />

sollten es nur 20 Prozent sein, denn je<br />

mehr Stoffe geröstet werden, umso bitterer<br />

wird der Kaffee.<br />

Anhand einer kleinen Röstmaschine,<br />

demonstriert Hofer den Röstvorgang<br />

und erklärt dabei, <strong>das</strong>s eine Kaffeepflanze<br />

rund 5-6 Kilo Kirschen ergibt<br />

und die wiederum ergeben 1 kg Rohkaffee<br />

– davon bleiben rund 800 Gramm<br />

Kaffee und auf einen Liter Kaffee kommen<br />

durchschnittlich 65 Gramm Kaffee.<br />

Fair & gut<br />

Hofer plädiert für Direktimporte, die<br />

er mit verschiedenen Projekten in den<br />

Herkunftsländern unterstützt. Dazu<br />

gehören auch zwei Fincas, deren Partner<br />

die Genossenschaft COCAFCAL ist,<br />

die ihren über 800 Mitgliedern Wissen<br />

und Unterstützung vermittelt. Denn<br />

gemeinsam trotz man Dingen wir Ernteausfällen<br />

besser. Hofer ist zum Kaffee-Fachmann<br />

Südtirols geworden und<br />

aus Wien hat er nicht nur sein Wissen,<br />

sondern auch eine Portion Charme<br />

mitgebracht. Denn eine Führung bei<br />

ihm hat etwas von fachlich bestens untermauerter<br />

Charme-Offensive für guten<br />

Kaffee.<br />

https://caroma.info/


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

KAFFEE 75<br />

Praktische Kapsel<br />

Stärkster Kaffee<br />

nun in Österreich<br />

Passend zum Tag des Kaffees wurde „der stärkste Kaffee der<br />

Welt“ erstmals auch in Österreich lanciert. Der Kaffee hat<br />

bis zu drei Mal mehr Koffeingehalt als jeder andere, ist aber zu<br />

100 Prozent natürlich und enthält keinerlei künstliche oder<br />

natürliche Zusatzstoffe. Angesprochen wird die Gastronomie<br />

über den österreichischen Vertriebspartner „Grind and Brew“<br />

von Alexander Melchior. Black Insomnia soll sich in der (System-)Gastronomie<br />

als Spezialkaffee etablieren. Die ersten Vertriebserfolge<br />

sind vielversprechend: Es zeigt sich, <strong>das</strong>s etliche<br />

Gastronomen den „stärksten Kaffee der Welt“ als Hauptkaffee<br />

führen wollen. Alternative Brühmethoden sind für den „Mega-<br />

Kaffee“ besonders geeignet – so die „Tisch-Zubereitungsmethode“,<br />

wo Gäste Zutaten serviert bekommen und ihren Kaffee<br />

selbst aufbrühen. Hier ist die Resonanz bei Wiener Kaffeehausketten<br />

positiv. All jene, die lange Öffnungszeiten haben, sind<br />

offen für <strong>das</strong> neuartige Kaffee-Konzept und kommen auf Black<br />

Insomnia zu. Auch die ersten Gespräche mit der Systemgastronomie,<br />

Catering-Unternehmen und Kantinen-Betreibern<br />

sind angelaufen. Ein eigener Markt für große Ketten tut sich<br />

dadurch auf, Black Insomnia als White-label zu vertreiben. Ab<br />

dem nächsten Jahr soll ein eigenes Außendienst-Team die HO-<br />

GAST-Szene ansprechen und Black Insomnia vorstellen.<br />

www.blackinsomnia.at<br />

Foto: Black Insomnia<br />

om Frühstück bis zum Abendessen, Kaffee ist immer be-<br />

– und ein wunderbarer Umsatzbringer. Transgourmet<br />

Vliebt<br />

setzt dabei auf die hauseigene Marke JAVA. Kaffee in Kapseln<br />

ist perfekt für den Zwischendurch-Genuss, für Zimmermaschinen<br />

und Seminarräume geeignet. Daher bietet JAVA auch diese<br />

Möglichkeit an: Das hauseigene Kapselsystem ist mit allen Nespresso-Systemen<br />

kompatibel. In der JAVAREI in Bruck/Mur<br />

werden beste Arabica-Bohnen mittels traditioneller Trommelröstung<br />

zu Kaffee-Spezialitäten vermahlen. JAVA Kapseln in<br />

zwei Sorten vervollständigen <strong>das</strong> Angebot: Sie passen in alle<br />

gängigen Kapselmaschinen. Dass auch die kleinen Kapseln den<br />

großen Genuss bieten, garantieren die hauseigenen Kaffee-Experten.<br />

Nur die feinsten Rohkaffeebohnen werden verwendet.<br />

Auch die Liebhaber klassischer Finesse kommen bei JAVA auf<br />

ihre Rechnung. Der Classic Vienna ist eine Komposition aus<br />

hochwertigen Kaffeesorten – die besten Bohnen machen ihn<br />

zu einer aromatischen Mischung. Er besticht durch sein ausgewogenes<br />

Aroma. Die Stärke von Kaffee wird anhand einer<br />

5-teiligen Skala definiert, der „wilde Italiener“ kommt auf Stufe<br />

vier, der „sanfte Wiener“ auf Stufe drei. Die Bio-Eigenmarken<br />

von Transgourmet bietet auch Kaffeekapseln an. Die Kaffeespezialitäten<br />

garantieren gerechte Produktionsbedingungen,<br />

nachhaltigen Anbau, klimaneutrale Produktion und umweltfreundliche<br />

Verpackung.<br />

www.transgourmet.at<br />

Foto: Transgourmet


76 KAFFEE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

M3 Maschine – eine für alle<br />

gibt’s nicht<br />

Egal, was man Ihnen über Kaffeemaschinen erzählt,<br />

die EINE, die perfekt ist und garantiert ein Top-Resultat<br />

in die Tasse bringt, gibt es nicht. Die Wahrheit<br />

ist, <strong>das</strong>s die Espressomaschine zu Ihrem Betriebstyp<br />

passen muss und von den Menschen, die an ihr<br />

arbeiten, mit Liebe und Feingefühl behandelt werden<br />

muss. Ich spreche hier über Espressomaschinen<br />

und nicht über Vollautomaten.<br />

In der Profianwendung sind zwei Technologien<br />

vorherrschend: 1. Maschinen mit Wärmetauscher<br />

und 2. Dual- oder Mehrboiler-Maschinen. Ob mit<br />

oder ohne Temperatursteuerung, mit oder ohne<br />

Druckprofileinstellung, Hebel-, Pumpen- oder Kolbendruck<br />

– alles <strong>das</strong> sind Entscheidungen, die Sie<br />

nur nach der Art Ihres Betriebs und Ihrer persönlichen<br />

Vorliebe beim Thema Kaffeezubereitung treffen<br />

sollten. Ist meine Maschine im Dauereinsatz mit<br />

mehreren hundert Kaffees am Tag, arbeite ich mit<br />

verschiedenen Bohnenqualitäten und -röstungen<br />

und arbeiten unterschiedliche Menschen an dieser<br />

Maschine oder immer der selbe? Diese Fragen sollten<br />

Sie sich stellen und mit einem unabhängigen<br />

Kaffeeexperten und Barista diskutieren.<br />

Grob unterschieden kann man sagen, <strong>das</strong>s Dualoder<br />

Mehrboiler-Systeme meist vorteilhafter sind,<br />

wenn die Maschine im Dauereinsatz ist. Wärmetauscher<br />

sind eher optimal, wenn die Maschine immer<br />

wieder Pausen hat. Die Brühtemperatur nach einem<br />

Stillstand auf <strong>das</strong> richtige Maß abzukühlen, ist mit etwas<br />

Kenntnis der Maschine durch flushen der Brühgruppe<br />

leicht. Umgekehrt ist es aber kaum möglich,<br />

eine zu geringe Kaffeewassertemperatur auszugleichen,<br />

die durch Permanent-Betrieb entstehen kann.<br />

Als Master-Barista bin ich mit allen gängigen<br />

Maschinen-Typen vertraut. Rufen Sie mich an, ich<br />

berate Sie gerne, um die ideale Maschine für Sie<br />

und Ihren Betrieb zu finden.<br />

Professionelles<br />

Brühen<br />

Beratungsgespräch mit Manuela<br />

Hirzer, Jura Professional (rechts<br />

außen).<br />

Auch der Schweizer<br />

Kaffeevollautomaten-<br />

Hersteller Jura war mit<br />

seinen innovativen Kaffee-Gesamtlösungen<br />

auf<br />

der „Alles für den Gast“<br />

in Salzburg vertreten. Im<br />

Hotel-, Seminar- und Tagungsbereich<br />

können<br />

durch die modulare Ausrichtung<br />

der Kaffeevollautomaten<br />

von Jura „Kaffeestraßen“ konzipiert werden: Indem<br />

mehr als ein Vollautomat gleichzeitig im Einsatz ist, kann die<br />

Kaffeezubereitung auf verschiedene Stationen verteilt werden.<br />

Dadurch bilden sich automatisch kleinere Gruppen vor den<br />

Kaffeevollautomaten, zusätzlich lässt sich ein größerer Kaffeebedarf<br />

abdecken. „Wir konzentrieren uns ausschließlich<br />

darauf, <strong>das</strong> perfekte Kaffeeergebnis in der Tasse zu garantieren.<br />

Daher verwenden wir nur frisch gemahlene Bohnen und<br />

können auch dort, wo größere Mengen an Kaffee gefragt sind,<br />

ein gleichbleibendes, intensives Geschmackserlebnis bieten<br />

– unabhängig davon, wer den Kaffeevollautomaten bedient“,<br />

so Annette Göbel, Leitung Verkaufsförderung Jura Österreich.<br />

Am Messestand wurde die GIGA X8 von Jura vorgestellt. Sie<br />

kann 32 verschiedene Spezialitäten auf Knopfdruck frisch brühen.<br />

Außerdem ist sie für die Zubereitung von bis zu 200 Tassen<br />

Kaffee täglich gerüstet. Für den Einstieg in die Oberklasse<br />

wurde die GIGA X3 vorgestellt. Sie bereitet 150 Tassen Kaffee<br />

am Tag zu und hält ebenfalls 32 Kaffeespezialitäten bereit.<br />

Mit der Speed-Funktion gelingen diese zudem in Rekordzeit.<br />

www.jura.com<br />

Foto: Grünwald<br />

tipp aus der praxis<br />

Franz Grünwald,<br />

Master Barista,<br />

Diplom<br />

Kaffeesommelier<br />

www.franzgruenwald.com<br />

Jura bei der „Alles für den Gast“, v.l.n.r.: Maria Heidegger<br />

(Schulungsleiterin), Reinhard Reisner (Leitung Technik und<br />

Kommunikationscenter), Caroline Bischofberger (Messe-Leitung),<br />

Thomas Schallegger (Professional Verkaufsinnendienst),<br />

Andreas Hechenblaikner (Geschäftsführer Jura Österreich)<br />

und Manuela Hirzer (Professional) am Jura Messestand.<br />

Fotos: Veigl-Fotografie – Salzburg


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

KAFFEE 77<br />

Features für kontaktlose Zubereitungsund<br />

Bezahlprozesse<br />

Wer sich in Selbstbedienung eine Kaffeespezialität an einem<br />

Kaffeevollautomaten zubereitet, achtet in Corona-Zeiten<br />

stärker denn je auf einen kontaktarmen Zubereitungs- und Bezahlprozess.<br />

Der Schweizer Kaffeemaschinenhersteller Schaerer<br />

unterstützt Betreiber bei der Umsetzung entsprechender Konzepte<br />

mit maßgeschneiderten Lösungen. Für die Schaerer Coffee<br />

Soul sowie <strong>das</strong> Nachfolgemodell Schaerer Coffee Soul mit<br />

„Select“-Konzept stehen zur Umsetzung kontaktloser Zubereitungs-<br />

und Bezahlprozesse drei leistungsfähige, neue Features<br />

zur Verfügung.<br />

Die „2nd Screen“-Option erlaubt es, die Zubereitung von Getränken<br />

nach dem Scan eines QR-Codes vom eigenen Smartphone<br />

aus zu starten – <strong>das</strong> Berühren des Maschinendisplays ist hier also<br />

nicht mehr notwendig. Ist die Maschine außerdem mit dem optionalen<br />

„Touchless Outlet“ ausgestattet, fährt der Auslauf nach<br />

Auswahl des jeweiligen Getränks exakt in die optimale Position für<br />

die Getränkeausgabe. Zu guter Letzt lässt sich durch die Integration<br />

der Schaerer Digital Payment Solution die Bezahlung ebenfalls<br />

berührungslos per Smartphone abwickeln. Ein externes Terminal<br />

für den Bezahlprozess ist dadurch nicht mehr notwendig.<br />

www.schaerer.com<br />

Franz Grünwald<br />

Master Barista<br />

Meine Kaffee-Leidenschaft Diplom Kaffeesommelier<br />

ist Ihr Erfolg<br />

Damit in Ihrer Umgebung nur noch erstklassiger Kaffee getrunken<br />

Kaserngasse<br />

wird, trainiere ich Ihre<br />

16<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.<br />

A-2000 Stockerau<br />

Außerdem stelle ich Ihre Maschine und Mühle perfekt auf Ihren Kaffee ein und berate<br />

Sie umfassend über die Arbeitsabläufe für höchsten Tel. Kaffeegenuss. 0043 664 255 38 26<br />

office@boscoverde.at<br />

Franz Grünwald<br />

Franz Grünwald<br />

Master Barista<br />

Diplom Kaffeesommelier<br />

Master Barista<br />

Diplom Kaffeesommelier<br />

Kaserngasse 16<br />

A-2000 Kaserngasse Stockerau 16<br />

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0043 664 255 38 26<br />

office@boscoverde.at<br />

www.boscoverde.at<br />

https://franzgruenwald.com<br />

Foto: Schaerer


78 KAFFEE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

„Der Trend geht zu frisch gemahlen“<br />

Engelbert Künig ist Geschäftsführer der Vivea-Gesundheitshotels, zehn Betrieben in<br />

Österreich, die sich auf die Bereiche Gesundheit und Wellness spezialisiert haben. Aber auch<br />

<strong>das</strong> Thema Kaffee ist dem Tchibo Coffee Service-Partner ein Anliegen.<br />

Von Clemens Kriegelstein<br />

Vivea Gesundheitshotel Bad Schönau Zur Quelle.<br />

Foto: Hannes Dabernig<br />

Herr Künig, können Sie uns einen kurzen<br />

Überblick über die Vivea-Gesundheitshotels<br />

geben?<br />

Wir, die Künig GmbH, sind Gesellschafter<br />

und Betreiber der Vivea Gesundheitshotels<br />

in Österreich mit zehn Standorten.<br />

Die Vivea Gesundheitshotels haben<br />

sich in Zusammenarbeit mit den gesetzlichen<br />

Kassen auf Kuraufenthalte<br />

und Gesundheitsvorsorge spezialisiert.<br />

Wir bieten unseren Gästen – ganzjährig<br />

und wetterunabhängig – passende Angebote<br />

für eine erholsame Auszeit an. Im<br />

Mittelpunkt steht <strong>das</strong> Wohlbefinden der<br />

Gäste; ihre Gesundheit stärken die Ärzte<br />

und Therapeuten mit der umfangreichen<br />

Therapievielfalt sowie den Behandlungen<br />

mit natürlichen Heilvorkommen.<br />

Seit wie vielen Jahren verwenden Sie<br />

Tchibo-Kaffee in den Vivea-Gesundheitshotels?<br />

Die Kooperation mit der Firma Tchibo<br />

Coffee Service begann im Jahre 2011<br />

und ist bis heute eine erfolgreiche Zusammenarbeit.<br />

In wie vielen Bars und Restaurants der<br />

gesamten Gruppe kommt Tchibo zum<br />

Einsatz?<br />

Wir verwenden in all unseren zehn Gesundheitshotels<br />

ausschließlich Produkte<br />

der Tchibo Coffee Service.<br />

Wie hoch ist der Kaffeebedarf im Monat<br />

in etwa?<br />

Unser Jahresbedarf an Röstkaffee beläuft<br />

sich auf ca. 18.000 Kg.<br />

In welcher Form von Kaffeemaschinen<br />

kommt der Tchibo-Kaffee bei<br />

Ihnen zum Einsatz? Ausschließlich<br />

Siebträgermaschinen oder auch als<br />

info<br />

Filterkaffee oder als Vollautomat im<br />

Self-Service-Betrieb?<br />

Seit ca. 5 Jahren bieten wir unseren Gästen<br />

im Frühstücksbereich neben dem<br />

klassischen Filterkaffee auch frisch gemahlenen<br />

Bohnenkaffee über Vollautomaten<br />

an. Dieses Angebot kommt bei<br />

unseren Gästen sehr gut an, dadurch<br />

geht der Trend klar von Filter- auf Bohnenkaffee.<br />

Wie entwickelt sich der Kaffeeumsatz<br />

bei Vivea generell?<br />

Tchibo Coffee Service ist <strong>das</strong> Außer-Haus-Service für Gastronomie,<br />

Betriebsverpflegung und Büro. Es bietet alles, was zum perfekten<br />

Kaffee gehört: höchste Qualität und Frische, perfekt auf den Kaffee<br />

abgestimmte Kaffeemaschinen, ganzheitliche maßgeschneiderte<br />

Heißgetränkelösungen, innovative Einrichtungskonzepte und eine<br />

umfassende Betreuung durch unseren Außendienst. Tchibo Coffee<br />

Service steht für eine Markenvielfalt in höchster Qualität für jeden<br />

Geschmack. Das Angebot reicht von Tchibo Kaffee, der Fairtradeund<br />

Bio-zertifizierten Marke Tchibo Vista bis zu der authentisch<br />

italienischen Marke Piacetto Espresso exklusiv für die Gastronomie.<br />

Abgerundet wird <strong>das</strong> Sortiment mit Trinkschokolade und Tee aus<br />

dem Hause Tchibo.<br />

www.tchibo-coffeeservice.at


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

KAFFEE 79<br />

Der Kaffeeumsatz in unseren Häusern<br />

ist seit Jahren konstant auf einem gleichbleibenden<br />

Niveau.<br />

Welche Kaffeevarianten sind am<br />

beliebtesten?<br />

Bei uns werden hauptsächlich die Klassiker<br />

Espresso, Verlängerter, Cappuccino<br />

sowie Latte Macchiato getrunken.<br />

Engelbert Künig, Geschäftsführer der<br />

Vivea-Gesundheitshotels, schätzt die<br />

Betreuung durch <strong>das</strong> Team des Tchibo<br />

Coffee Service.<br />

Foto: Vivea<br />

Warum hat man sich gerade für Tchibo<br />

als Kaffeepartner entschieden? Preis,<br />

Geschmack, Service, ...?<br />

In erster Linie haben wir einen Kaffee gesucht,<br />

der sowohl qualitativ als auch geschmacklich<br />

den Anspruch unsere Gäste<br />

gerecht wird. Hervorzuheben ist sicherlich<br />

die gute und zuverlässige Zusammenarbeit<br />

sowie die Betreuung durch<br />

<strong>das</strong> Team des Tchibo Coffee Service.<br />

Foto: Franke<br />

Neue Digital-Plattform<br />

von Franke<br />

Franke Coffee Systems lanciert die<br />

neue virtuelle Plattform „Franke Digital<br />

Coffee Machine Explorer“. Diese Plattform<br />

soll ein virtuelles Erlebnis schaffen,<br />

<strong>das</strong> auf die Bedürfnisse jedes Benutzers<br />

individuell zugeschnitten ist. Bequem<br />

und mit einfacher Navigation benötigt<br />

der Besucher nur zwei Schritte, um die<br />

Franke-Maschine zu finden, mit der er<br />

sein Kaffeegeschäft ausbauen kann. Die<br />

Plattform bietet die Möglichkeit, umfassende<br />

Lösungen für Betriebe jeder Größe<br />

und verschiedene Kundensegmente<br />

zu finden.<br />

„Unsere Besucher können unsere virtuelle<br />

Umgebung ganz einfach betreten,<br />

um Lösungen zu entdecken, die für ihr<br />

Kaffeegeschäft funktionieren. Großartig<br />

ist, <strong>das</strong>s dies alles bequem und von überall<br />

geschehen kann“, sagt Roman Probst,<br />

Head of Global Sales bei Franke Coffee<br />

Systems. Die Benutzeroberfläche ist für<br />

Smartphones und Tablets optimiert.<br />

coffee.franke.com


80 TEE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

tipp aus der praxis<br />

Ankas Teewelt<br />

So langsam verabschieden<br />

wir uns vom farbenprächtigen<br />

Herbst und sagen willkommen<br />

zur WinterTEEsaison.<br />

Die Zeit der Ernte ist<br />

vorbei, die Früchte des Sommers<br />

und Herbstes werden<br />

zum winterlichen Teegenuss.<br />

Passend zur neuen Jahreszeit<br />

gibt es spannende Teesorten,<br />

die wohlige Wärme<br />

in jede Tasse bringen: Ein<br />

milder Schwarztee, ein fruchtiger<br />

Rooibos paart sich mit<br />

würzigem Zimt, scharfem<br />

Ingwer, Apfelstücken, Hagebutte<br />

oder einer Vanilleschote.<br />

Geschmacks-Kreationen<br />

wie Pflaume-Zimt, Orange-<br />

Karamell oder Punschgenuss<br />

mit Marzipan machen aus jeder<br />

Tea-Time ein besonderes<br />

Erlebnis. Übrigens ist Tee zur<br />

Winterzeit auch immer eine<br />

besondere Geschenkidee.<br />

Schon beim Zubereiten strömen<br />

die Düfte von herrlich<br />

winterlichen Gewürzen durch<br />

und laden zu gemeinsamen,<br />

genussvollen Momenten ein.<br />

Je kälter der Winter wird, desto<br />

verlockender ist eine wärmende<br />

Tasse Tee. Es ist Zeit,<br />

Ihr Regal mit köstlichem Tee<br />

für den Winter zu füllen, damit<br />

auch kalte Tage zum Genuss<br />

werden.<br />

Teehaus Ronnefeldt<br />

Anka Kleebinder<br />

Teefachberaterin<br />

Österreich<br />

akleebinder@ronnefeldt.de<br />

www.ronnefeldt.com<br />

Foto: Ronnefeldt<br />

Ein Schuss ins Dunkle<br />

Rum ist der klassische „Schuss“ in einen Tee, doch es gibt<br />

auch andere Kombinationsmöglichkeiten.<br />

Je tiefer die Temperaturen sinken,<br />

desto mehr wächst die Lust, sich<br />

innerlich aufzuwärmen – und notfalls<br />

lässt sich hier selbst bei einem heißen<br />

Tee noch ein wenig mit Hochprozentigem<br />

„nachhelfen“. Aufgrund der<br />

Vielzahl verschiedener Tee-Sorten und<br />

gleichermaßen einer großen Vielfalt im<br />

Bereich der alkoholischen Getränke und<br />

Spirituosen, lassen sich optimale Kombinationen<br />

leider kaum pauschal beantworten.<br />

Umgekehrt ist <strong>das</strong> Spannende<br />

am Kombinieren von Tee und alkoholhaltigen<br />

Getränken, <strong>das</strong>s kaum ein Weg<br />

daran vorbeiführt, die Mischung ganz<br />

praktisch zu probieren.<br />

Tee ist in der Regel sehr fein im Geschmack<br />

– bei Mischgetränken mit starkem<br />

Eigengeschmack besteht die Gefahr,<br />

<strong>das</strong>s der Tee nachher nicht mehr<br />

herauszuschmecken ist. Klassische<br />

Früchtetees lassen sich zum Beispiel –<br />

Willi Dungl bringt losen<br />

Bio-Tee in die Tasse<br />

Loser Tee oder Teebeutel? Was diese<br />

Frage betrifft, heißt es für Willi Dungl<br />

ab sofort nicht mehr entweder oder. Die<br />

Teemarke bringt seine Bestseller ganz<br />

neu auch in Form loser Tees in die Regale.<br />

„Mit der Freundinnen-Reihe sprechen<br />

wir gezielt die Liebhaber offener Tees<br />

an“, betont Markenverantwortliche Maria-Theresia<br />

Svejda.<br />

Geschmacklich geben sich die drei<br />

„Freundinnen“ vielseitig. „Bergfreundin“<br />

verspricht einen kräftigen Teegenuss<br />

durch einen Mix aus Minze und Melisse,<br />

Fenchel, Salbei und Thymian. „Halsfreundin“<br />

besticht durch eine Kombination<br />

aus Salbei und Fenchel, intensiver<br />

Pfefferminze, Thymian, Zitronengras und<br />

Ingwerwurzel. „Magenfreundin“ vereint<br />

Foto: pixabay<br />

weil sie in der Regel einen recht kräftigen<br />

Geschmack haben – meist sehr gut<br />

mit z.B. Rum oder Amaretto kombinieren.<br />

Mit vielen Tees gut mischen lässt<br />

sich z.B. Vodka, der einen verhältnismäßig<br />

dezenten Eigengeschmack hat.<br />

acht wertvolle Kräuter – von der Kamille<br />

über die Melisse bis zu frischer Pfefferminze<br />

und Anis.<br />

www.willidungl.com<br />

Foto: Teekanne


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

TEE 81<br />

Heiße Tee-Cocktails<br />

Brühen Sie 2 LeafCup® Winter Harmony<br />

in einem geeigneten Teeglas (0,32 l)<br />

mit 200 ml kochendem Wasser auf. Ziehzeit<br />

mind. 8 Min. Während der Ziehzeit:<br />

Fruchtsaft und Aromasirup mischen, erhitzen<br />

und zum Tee ins Glas gießen. Dekorieren<br />

und heiß genießen.<br />

Winter Apple<br />

› Step 1: 2 LeafCup® Winter Harmony<br />

in einem geeigneten Teeglas (ca. 0,32 l)<br />

mit 200 ml kochendem Wasser aufbrühen.<br />

8 Minuten ziehen lassen.<br />

› Step 2: 50 ml Apfelsaft und 2 Schuss<br />

Zimtsirup mischen, erhitzen und zum<br />

Tee gießen.<br />

› Step 3: Mit 1 Scheibe Apfel dekorieren.<br />

Winter Orange<br />

› Step 1: 2 LeafCup® Winter Harmony<br />

in einem geeigneten Teeglas (ca. 0,32 l)<br />

mit 200 ml kochendem Wasser aufbrühen.<br />

8 Minuten ziehen lassen.<br />

› Step 2: 50 ml Orangensaft und 1 Schuss<br />

Karamellsirup mischen, erhitzen und<br />

zum Tee gießen.<br />

› Step 3: 1/2 Scheibe Orange ins Glas<br />

hinzugeben.<br />

Winter Marzipan<br />

› Step 1: 2 LeafCup® Winter Harmony<br />

in einem geeigneten Teeglas (ca. 0,32 l)<br />

mit 200 ml kochendem Wasser aufbrühen.<br />

8 Minuten ziehen lassen.<br />

› Step 2: 50 ml Apfelsaft und 2 Schuss<br />

Amaretto-Sirup (alternativ 2 cl Amaretto-Liquor)<br />

mischen, erhitzen und<br />

zum Tee gießen.<br />

› Step 3: 1/2 Scheibe Orange ins Glas<br />

hinzugeben.<br />

Foto: Ronnefeldt<br />

BIO for the win<br />

Bei dem wärmenden Getränkeklassiker<br />

Tee ist Bio auf dem Siegeszug:<br />

Transgourmet bietet <strong>12</strong>2 verschiedene<br />

Bio-Tee Produkte an, acht davon unter<br />

der erst vor kurzem lancierten Bio-Eigenmarke<br />

Transgourmet Natura. Der<br />

Trend geht klar in Richtung biologische<br />

Qualität und Nachhaltigkeit – die neben<br />

den Rohstoffen auch die umweltfreundlichen<br />

Verpackungen miteinschließt.<br />

Die Transgourmet Natura Bio-Eigenmarke<br />

„für große Ansprüche“ bietet ein<br />

umfassendes Tee-Sortiment – jeweils in<br />

praktischen Einzelportionen. Die Produktpallette<br />

ist durch die Bank Bio und<br />

Fairtrade. Zur Auswahl stehen Grünund<br />

Schwarztee, Früchtetee, Hagebutte<br />

Hibiskus, Kamillentee, Kräuter- sowie<br />

Lindenblütentee und Pfefferminztee.<br />

www.transgourmet.at<br />

Foto: Factory<br />

100% nachhaltiger Teegenuss<br />

Produkte aus biologischem Anbau erfreuen<br />

sich immer größerer Beliebtheit.<br />

Ronnefeldt entspricht diesem<br />

Wunsch mit einem großen Bio-Teesortiment.<br />

Eine besonders große Auswahl<br />

gibt es bei den beliebten Schwarzen und<br />

Grünen Tees. Das Biosiegel garantiert<br />

einen kontrolliert ökologischen Anbau,<br />

d. h. der Tee wird ohne gentechnische<br />

Veränderungen und ohne Verwendung<br />

von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln<br />

angebaut. Außerdem<br />

werden alle Tees in akkreditierten Laboratorien<br />

auf Rückstände untersucht,<br />

damit sie nicht nur schmecken, sondern<br />

auch für <strong>das</strong> persönliche Wohlgefühl<br />

sorgen.<br />

Zudem will Ronnefeldt die Belastung<br />

durch seine Produkte auf ein Minimum<br />

reduzieren. Deshalb wurde „100%“ entwickelt,<br />

die erste Produktreihe, die komplett<br />

Bio und vegan ist, aber auch zu<br />

100% biologisch abbaubar, recyclebar<br />

oder beides. Die Zutaten dieser acht<br />

100% Tees wurden in Bio-zertifizierten<br />

Gärten gesät, gepflegt, gegossen und geerntet<br />

- von klassischen Teesorten wie<br />

dem English Breakfast bis hin zu fruchtigen<br />

Kreationen mit saftigen Papaya.<br />

www.ronnefeldt.de<br />

Foto: Ronnefeldt


Seite 82 bis Seite 111<br />

Non-Food<br />

GV*<br />

Guten Appetit: Die SV (Österreich) GmbH ist<br />

eines der größten heimischen Unternehmen in<br />

der Gemeinschaftsverpflegung und seit knapp<br />

20 Jahren auch für <strong>das</strong> leibliche Wohl von Bewohnern<br />

wie Mitarbeitern dreier Caritas-Heime<br />

in Wien verantwortlich.<br />

Seite 88<br />

* Gemeinschaftsverpflegung<br />

Verkaufsautomaten<br />

Umsatzerwartungen erfüllt: Die Automatisation<br />

schreitet aller Orten voran. In Wien kann man<br />

inzwischen ganze Menüs plus Getränke aus<br />

einem Automatenrestaurant namens „Foodie<br />

Fridge“ beziehen.<br />

Seite 98<br />

Hygiene<br />

Im Einsatz gegen Staub und Viren: Das Housekeeping<br />

hat mit dem Umsetzen der Hygienemaßnahmen<br />

alle Hände voll zu tun, doch besonders<br />

in diesen Zeiten hat Hygiene im gesamten<br />

Betrieb Priorität.<br />

Seite 102<br />

Tischkultur<br />

Das Auge isst mit: In der kommenden Weihnachtszeit<br />

wird wieder – Corona lässt grüßen<br />

– bevorzugt im kleinem Rahmen gefeiert,<br />

aber gerade deshalb soll der gedeckte Tisch<br />

für den Gast etwas Besonderes sein.<br />

Seite 106


| BA<strong>12</strong>-<strong>21</strong>G |<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

AKTUELLES 83<br />

Führungswechsel<br />

bei ADA Cosmetics<br />

Nach über 35 Jahren schied<br />

Walter Haas zum 30. November<br />

20<strong>21</strong> aus der Geschäftsführung<br />

von ADA<br />

Cosmetics Österreich/<br />

Schweiz/Italien aus. Haas<br />

hat <strong>das</strong> Geschäft des Hotelkosmetikherstellers<br />

in der<br />

Alpenregion über mehr als<br />

drei Jahrzehnte erfolgreich<br />

aufgebaut und nachhaltig<br />

geprägt.<br />

Am 1. November übernahm<br />

Florian Mitterhuber<br />

die Geschäftsführung. Der 55-jährige international erfahrene<br />

Hotelier und Vertriebsexperte kommt mit mehr als 30 Jahren<br />

Branchenerfahrung zu ADA Cosmetics. Das Unternehmen ist<br />

ihm nicht neu. Er war dort bereits von 2008 bis 2015 im Vertrieb<br />

in Österreich tätig.<br />

Foto: Ada<br />

ADA Cosmetics<br />

launcht SHAPE<br />

ADA Cosmetics,<br />

Erfinder des<br />

ersten Spendersystems<br />

für die Hotelbranche,<br />

bringt<br />

Anfang 2022 seine<br />

neueste Entwicklung<br />

heraus: SHA-<br />

PE – Sustainable.<br />

Hygienic. Aesthetic. Pump. Evolution. Neu bei SHAPE ist der<br />

einfach zu bedienende Pumpverschluss. Ein leichter Fingerdruck<br />

genügt und der Gast erhält exakt die Portion an Seife,<br />

Duschgel oder Bodylotion, die er braucht.<br />

SHAPE ist als geschlossenes System konzipiert. Ein gesicherter<br />

Präzisionsverschluss verhindert <strong>das</strong> Eindringen von<br />

Keimen in die Kartusche. Die enthaltenen Kosmetikprodukte<br />

bleiben hygienisch sauber – bis zum letzten Tropfen. Durch <strong>das</strong><br />

gradlinige Design und die glatte Oberfläche lassen sich die Kartuschen<br />

außen problemlos reinigen und desinfizieren. Transparente<br />

Streifen an der Seite lassen erkennen, wie viel sich noch<br />

in der Kartusche befindet. Ist sie leer, kann sie mit wenigen<br />

Handgriffen ausgetauscht werden.<br />

www.ada-cosmetics.com/shape<br />

Foto: Ada<br />

Schnell zur effizienten<br />

Lichtlösung: mit TwinCAT 3<br />

Lighting Solution<br />

Die TwinCAT 3 Lighting Solution:<br />

über Excel konfigurierbar, voll HTML- und webfähig,<br />

dezentral skalierbar sowie direkt über Panel bedienbar<br />

vereinfacht alle Arbeitsschritte von Engineering bis Wartung<br />

integriert alle typischen Lichtregelungen<br />

unbegrenzte Anzahl der DALI-2-Linien<br />

schnelle Funktionsänderungen, Adressierungen und<br />

Erweiterungen direkt im Betrieb<br />

DALI-2-Linien unabhängige Gruppierungen<br />

Scannen und<br />

alles über die<br />

Vorteile der<br />

Lighting Solution<br />

erfahren<br />

Für individuelle Lichtsteuerungen:<br />

7-Zoll-Multitouch-Panel, Buskoppler, I/Os und<br />

TwinCAT 3 Lighting Solution.


84 KÜCHENTECHNIK<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Vor- & Nachteile<br />

von Edelstahl<br />

Foto: Joe Gough / Adobe Stock<br />

Swen May, GF von Mayway.<br />

Foto: Mayway<br />

Edelstahl in Küchen und im Barbereich wird immer beliebter – wir haben beim<br />

Küchen-Experten Mayway nachgefragt, wie man Edelstahl am besten einsetzt und pflegt.<br />

<br />

Von Thomas Askan Vierich<br />

<strong>GASTRO</strong>: Sind Voll-Edelstahlküchen<br />

teurer als Holzküchen?<br />

Swen May, GF von Mayway: Definitiv<br />

nein. Immer mehr Gastronomen bauen<br />

nicht nur ihre Küchen aus Edelstahl,<br />

sondern auch ihre Theken oder ihre<br />

Outdoor-Küche. Weil es einfach haltbarer<br />

ist. Unsere Anfertigungen sind<br />

sogar günstiger als jede Maßarbeit aus<br />

Holz vom Tischler.<br />

Wie lange hält so eine Theke oder Küche<br />

aus Edelstahl?<br />

Länger als alles aus Holz, weil Edelstahl<br />

gegenüber Flüssigkeiten viel widerstandsfähiger<br />

ist. Holz wird durch die<br />

Feuchtigkeit irgendwann morsch. Aber<br />

nicht jede unserer Edelstahltheken sieht<br />

nach Edelstahl aus – Österreich ist ja<br />

traditionell ein holzlastiges Land. Also<br />

verkleiden wir die Edelstahlkonstruktion<br />

mit Holz. Oder es wird schwarz pulverbeschichtet.<br />

Das sieht wirklich sehr<br />

gut aus.<br />

Und Edelstahl rostet wirklich nie?<br />

Das ist leider ein Irrglaube, jeder Edelstahl<br />

kann rosten. Bei schlechter Pflege<br />

und in herkömmlicher Qualität, wenn es<br />

mit Säuren in Verbindung kommt. Mit<br />

dem richtigen Putzmittel kann man<br />

Edelstahl davor schützen, dann legt sich<br />

ein dünner Film über die Oberfläche, <strong>das</strong><br />

funktioniert wie eine Politur. Natürlich<br />

nicht auf Oberflächen, die mit Lebensmitteln<br />

in Berührung kommen. Dort<br />

werden andere Putzmittel eingesetzt.<br />

Aber wenn man zum Beispiel gebeiztes<br />

Selchleisch für längere Zeit auf eine<br />

Edelstahloberfläche legt, dann greift <strong>das</strong><br />

Salz den Stahl an.<br />

Also können Fleischer keinen Edelstahl<br />

einsetzen?<br />

Doch. Aber andere Stahl-Qualitäten.<br />

Edelstahl in Großküchen ist meistens<br />

Chrom-Nickel-Stahl kurz CNS. Je höher<br />

der Nickelanteil ist, desto hochwertiger<br />

ist der Stahl. Deshalb ist der Edelstahl<br />

(AISI201) aus Asien oft minderwertiger,<br />

weil die sehr wenig Nickel und stattdes-


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

KÜCHENTECHNIK 85<br />

Foto: Mayway<br />

sen mehr Magnesium einsetzen. Nickel<br />

macht den Stahl widerstandsfähiger<br />

und sorgt für einen höheren Korrosionsschutz.<br />

„Nirosta“ ist eigentlich ein<br />

irreführender Name, denn es gibt keinen<br />

Stahl, der nie rostet. Edelstahl reagiert<br />

empfindlich auf Salze und Chlor.<br />

Deswegen werden in Schwimmbädern<br />

andere Qualitäten eingesetzt: V4A-<br />

Edelstahl. Den nimmt man auch, wenn<br />

man schlachtet oder in der Pathologie.<br />

Weil Blut auch eine Säure ist. Im normalen<br />

Einsatzbereich kann man den deutlich<br />

günstigeren V2A-Stahl nehmen.<br />

Außerdem sind im Stahl immer kleine<br />

Anteile an Schwefel eingeschlossen<br />

und dort kann der Rost ansetzen, selten<br />

aber doch kommt es dann zu Lochfraß.<br />

Dennoch sind unsere Edelstahlküchen<br />

sehr langlebig, wir geben fünf Jahre Garantie<br />

auf alle Edelstahlverbauten. Die<br />

info<br />

Mayway aus Wiener Neudorf<br />

ist Österreichs größter<br />

Anbieter von Edelstahlmöbeln.<br />

Der Edelstahl kommt<br />

zu 100% aus Europa. Mayway<br />

berät seine Kunden und baut<br />

Küchen und Theken maßgerecht<br />

und in Sonderanfertigungen.<br />

Die Edelstahlmöbel<br />

erfüllen alle geforderten<br />

Hygieneansprüche, ob HS,<br />

H1, H2 oder H3.<br />

www.mayway.eu<br />

Lebenszeit ist natürlich viel länger, bis<br />

zu 20 Jahre.<br />

Zerkratzen Edelstahloberflächen<br />

nicht sehr schnell?<br />

Allerdings, <strong>das</strong> lässt sich nicht vermeiden.<br />

Also kommt häufig auf die Edelstahlkonstruktion<br />

im Barbereich eine<br />

Arbeitsplatte, aus Corian zum Beispiel.<br />

Es gibt auch widerstandsfähige<br />

Kompaktplatten mit einem speziellen<br />

Verbundssystem, <strong>das</strong> sehr hart und<br />

wasserfest ist. In der Küche im Patisseriebereich<br />

wird natürlich Granit oder<br />

Marmor als Arbeitsoberfläche eingesetzt.<br />

Teig würde am Edelstahl picken<br />

bleiben.<br />

Und wie sieht es mit Hitze aus? Kann<br />

man eine heiße Pfanne auf eine Edelstahloberfläche<br />

stellen?<br />

Da sprechen Sie etwas sehr Sensibles<br />

an. Das kann man nicht ohne Weiteres.<br />

Dafür braucht man einen guten<br />

Unterbau. Die dünne Edelstahloberfläche<br />

wird verklebt, damit sie sich nicht<br />

wellen kann. Und sie sollte mindestens<br />

1 bis 2 mm stark sein. Unter der Edelstahloberfläche<br />

liegt eine mit der Oberfläche<br />

verklebte Verbundplatte. Wir haben<br />

auch eine Serie im Programm, da<br />

verzichten wir komplett auf diese Verbundplatte<br />

und arbeiten mit Edelstahl-<br />

Rohrprofilen bei der Unterkonstruktion.<br />

Dann ist die Konstruktion noch<br />

massiver, hat aber den Nachteil, <strong>das</strong>s<br />

sich manche Stellen dann hohl anfühlen,<br />

mag auch nicht jeder.


86 KÜCHENTECHNIK<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Hygienisches<br />

Mehrweggeschirr<br />

Das Wort „Mehrweg“ hat eine<br />

große Strahlkraft, und <strong>das</strong> insbesondere<br />

in der Gastronomie.<br />

Doch auch in Kinos, Kindergärten,<br />

Schulen, bei Events oder im Handel<br />

wird im Außer-Haus-Verkauf<br />

immer mehr auf spülbare Becher<br />

und Geschirr aus Kunststoff, oder<br />

auf wiederbefüllbare Flaschen gesetzt.<br />

Jedoch hat es <strong>das</strong> Spülen von<br />

Mehrwegbehältnissen in sich und<br />

verlangt nach besonderer Technik.<br />

Die Hobart Experten wissen, worauf<br />

es beim hygienesicheren Spülen<br />

und Trocknen von Mehrweggeschirr<br />

ankommt. Basierend auf<br />

seiner langjährigen Erfahrung mit<br />

Kunststoff-Spüllösungen für den<br />

Catering- und Eventbereich präsentiert<br />

der Weltmarkführer gewerblicher<br />

Spültechnik passende<br />

Spüllösungen für jeden Bedarf und<br />

für die unterschiedlichste Mehrweg-Behältnisse<br />

– von der kleinen<br />

Untertischspülmaschine bis<br />

hin zur großen Bandspülanlage.<br />

www.hobart.de<br />

Fotos: Hobart<br />

Trends in der Küchentechnik<br />

„Kochgeschirr für ein<br />

ganzes Leben“<br />

Der Trend, <strong>das</strong>s die Nutzung von Verkaufsautomaten<br />

immer wichtiger<br />

wird, lässt sich ganz klar erkennen. Immer<br />

mehr dieser Geräte halten in den<br />

meisten Nonfood-Bereichen Einzug. Vor<br />

allem die drei eigens von Frigomac entwickelten<br />

Contactless drop-off Produkte<br />

werden immer essentieller – diese vereinen<br />

Technik, Nachhaltigkeit, Innovation<br />

und 24/7. Die gefragtesten Produkte<br />

im Bereich der Küchentechnik sind zwar<br />

simpel, aber nicht mehr wegzudenken:<br />

Desinfektionsspender sind nach wie vor<br />

Top-Produkte, um die immer strengeren<br />

Hygienemaßnahmen bestmöglich zu erfüllen.<br />

Auch ein Merkmal der letzten Zeit<br />

ist, <strong>das</strong>s Qualität vor Quantität kommt.<br />

Der Fokus liegt hier klar auf hochwertigen<br />

Geräten und Möbeln. Einsparungen<br />

erfolgen daher bei der Anzahl der Geräte.<br />

Beim Kauf von Geräten wird außerdem<br />

auf gute Energielabels geachtet.<br />

Kunden von Frigomac werden aktiv auf<br />

dieses Thema angesprochen, denn es ist<br />

wichtig, Geräte mit guten Energieeffizienzklassen<br />

anzubieten.<br />

www.frigomac.at<br />

Das Startup Olav hat Wegwerf-Pfannen<br />

den Kampf angesagt und entwickelte<br />

mit Olav ein „Kochgeschirr für ein<br />

ganzes Leben“. Jetzt wurde auch die erste<br />

Pfannenboutique by Olav als Pop-up<br />

Store in der Spiegelgasse 3, im 1. Wiener<br />

Gemeindebezirk eröffnet. Schon<br />

Profis wie Haya Molcho, Paul Ivić oder<br />

Silvio Nickol setzen auf diese Innovation.<br />

Denn Kupferkernpfannen sind<br />

immer wieder neu beschichtbar und<br />

damit nachhaltiger als Wegwerf-Pfannen.<br />

Zudem griffen die Gründer von<br />

Olav, die Wienerin Christina Neworal<br />

und ihr Bonner Kollege Till von Buttlar,<br />

auf Kupfer zurück: Kupfer leitet Wärme<br />

8x besser als Gusseisen und sogar 20x<br />

besser als Edelstahl. Da sich aber klassische<br />

Kupferpfannen nicht für Induktionsherde<br />

eignen, wird <strong>das</strong> Kupferherz<br />

der Pfannen mit mehreren Schichten<br />

ummantelt und mit einer keramisch<br />

verstärkten Antihaftbeschichtung versehen.<br />

Neworal: „Unsere Beschichtung<br />

ist keramisch verstärkt, extrem langlebig<br />

und hitzebeständig. Ist sie trotzdem<br />

abgenützt, können die Olav Pfannen<br />

günstig wiederbeschichtet werden.“<br />

https://myolav.com/<br />

Foto: Frigomac<br />

Fotos: Olav


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

KÜCHENTECHNIK 87<br />

Foto: Rist<br />

Silko Evolution:<br />

„Einer für alles“<br />

Hochwertiges Design für hochwertige Leistungen. Die komplette<br />

Lösung für Ihr Unternehmen. Mit einem Hauch von<br />

Design für ein modernes und gefragtes Ambiente. Ganz aus<br />

Edelstahl, garantiert diese Küche maximale Robustheit und<br />

Zweckmäßigkeit. Dank Zubehör, <strong>das</strong> auf Anfrage zur Verfügung<br />

steht, wie beispielweise eine Hinterwand aus Edelstahl<br />

mit Ausstattung und eine Ablagefläche zur Kundenseite hin,<br />

deren Feinverarbeitung farblich mit den Türflügeln abgestimmt<br />

ist, bietet Silko Ihnen die Möglichkeit, Ihren Arbeitsplatz auf<br />

praktische und effektive Art zu organisieren. Für alle Restaurants,<br />

die ihren Gästen ein komplettes Empfindungserlebnis<br />

bieten möchten, für Lokale, die ihr Angebot mit einzigartigen<br />

Gerichten erweitern möchten. Evolution stellt Evo Full vor, ein<br />

Kochsystem, <strong>das</strong> es ermöglicht, Gerichte aller Art in nur zwei<br />

Metern Platz zu zubereiten. Funktionen: Fritteuse, Multifunktionsplatte,<br />

Spülbecken mit Brause, Induktion 2 Zonen, Mehrzweckbehälter,<br />

Nudelkocher.<br />

www.rist.at<br />

Mehrwegverpackung<br />

der Umwelt zuliebe<br />

Die Nachfrage<br />

nach nachhaltigem<br />

Konsum<br />

steigt. Dies<br />

gilt für Non-<br />

Food, Food und<br />

auch für die jeweilige<br />

Verpackung.<br />

Mehrwegbehälter<br />

für Essen und<br />

Getränke zum<br />

Mitnehmen<br />

und Bestellen sollen künftig dazu beitragen, Abfälle zu vermeiden,<br />

Rohstoffe zu sparen und die Umwelt zu schonen.<br />

Unter dem Namen „Good Bowl“ gibt es daher jetzt ein<br />

neues, nachhaltiges To-Go-Konzept für Gastronomie und<br />

Großküchen. Es handelt sich dabei um ein komplettes System<br />

mit verschiedenen Größen und Einteilungen.<br />

Je nach Speisenangebot kann aus drei Formen ausgewählt<br />

werden:<br />

› GoodBowl Big. Die GoodBowl für Hauptspeisen, Pasta, Suppen,<br />

große Salate und vieles mehr. Füllmenge 1300 ml<br />

› GoodBowl Twin. Im Format der GoodBowl Big. Aber mit<br />

zwei getrennten Kammern. Ideal z.B. für Hauptspeisen mit<br />

Beilagen oder Soßen. Füllmenge 600 ml + 400 ml<br />

› GoodBowl Tiny. Ideal für Beilagensalate, Desserts und<br />

Snacks. Füllmenge 550 ml<br />

Alle Schalen sind mikrowellen- und spülmaschinenfest<br />

und temperaturbeständig.<br />

www.sick-werksvertretung.com<br />

Foto: Thermoplan<br />

DOUBLE<br />

MAKES SENSE.<br />

THE WORLD‘S FIRST<br />

TWO-LEVEL-WASHER<br />

www.hobart.de/tlw


88 GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Foto: Stefanie Starz<br />

„Wir bauen die Vorlieben<br />

in den Speiseplan ein“


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG 89<br />

Die SV (Österreich) GmbH ist eines der größten heimischen Unternehmen in der<br />

Gemeinschaftsverpflegung und seit knapp 20 Jahren auch für <strong>das</strong> leibliche Wohl von<br />

Bewohnern wie Mitarbeitern dreier Caritas-Heime in Wien verantwortlich. Von Clemens Kriegelstein<br />

Für Bewohner in Senioren- oder<br />

Pflegeheimen sind die Mahlzeiten<br />

oft genug die Höhepunkte des<br />

Tages, zudem ist man hier naturgemäß<br />

oft mit Gästen „mit besonderen<br />

Bedürfnissen“ konfrontiert (dieser PC-<br />

Ausdruck ist zwar häufig ein Ärgernis,<br />

im konkreten Fall allerdings entspricht<br />

er der Realität). Das beginnt bei diversen<br />

Diät-Anforderungen und endet bei<br />

Schluckbeschwerden, die eine Breikost<br />

verlangen. Dazu soll die Ernährung gesund<br />

und ausgewogen sein und tendenziell<br />

nicht zu viel Salz beinhalten. Jede<br />

Menge Voraussetzungen also, für die<br />

die Caritas Socialis etwa an drei Wiener<br />

Standorten mit der SV-Group einen<br />

erfahrenen Caterer gefunden hat, der in<br />

Österreich zu den größten Playern im<br />

Bereich der Gemeinschaftsverpflegung<br />

(mit Fokus auf Mitarbeiterrestaurants,<br />

Schulen, Kindergärten und Verpflegung<br />

im Gesundheitswesen) gehört.<br />

Seit 2002 besteht diese Partnerschaft,<br />

wie Rupert Koch, operativer<br />

Direktor der SV-Group gegenüber<br />

<strong>GASTRO</strong> erklärt. 160 Bewohner am<br />

Standort Oberzellergasse (1030), etwa<br />

70 in der Pramergasse (1090) und nochmal<br />

knapp 80 in der Veitingergasse<br />

(1130) plus dem jeweils dazugehörenden<br />

Pflege- und administrativen Personal<br />

werden also von SV kulinarisch täglich<br />

komplett versorgt. Komplett bedeutet in<br />

dem Fall Frühstück, Mittag-, Abendessen<br />

sowie eine Nachmittagsjause. Außerdem<br />

steht noch an zwei der Standorte<br />

eine (kostenpflichtige) Cafeteria zur<br />

Verfügung, die meist für den Besuch von<br />

Gästen benutzt wird.<br />

Vor Ort wird frisch gekocht<br />

Gekocht wird nicht in einer Zentralküche,<br />

sondern jeweils frisch vor Ort. Insgesamt<br />

31 Mitarbeiter sind dabei bei<br />

SV ausschließlich für die drei Caritas-<br />

Standorte zuständig. Das Frühstück ist<br />

klassisch, mittags wird von Montag bis<br />

Donnerstag ein 3-Gang-Menü angeboten,<br />

bestehend aus Suppe, zwei Hauptspeisen<br />

zur Wahl („köstlich bewährt“<br />

info<br />

SV-Group<br />

oder vegetarisch) und einem Dessert.<br />

Freitag bis Sonntag gibt es dann zusätzlich<br />

eine dritte Hauptspeise („traditionelle<br />

Küche“) zur Auswahl. Dazu kommt<br />

jeweils noch ein Salatbuffet. Die Jause<br />

besteht traditionell aus Kaffee und Kuchen<br />

und abends haben die Bewohner<br />

die Wahl zwischen kalten und warmen<br />

Speisen, <strong>das</strong> kann beispielsweise ein<br />

belegtes Brot oder ein Wurstsalat sein,<br />

ein Paar Würstel, eine Gulaschsuppe<br />

oder ein Scheiterhaufen. Die jeweiligen<br />

Wunschmenüs sollten zwar aus logistischen<br />

Gründen im Vorhinein bekanntgegeben<br />

werden, aber diese sind nicht<br />

in Stein gemeißelt. Bei kurzfristigen Änderungswünschen<br />

vor Ort ist man immer<br />

flexibel.<br />

„Wir haben bei der SV auch eine Diätologin<br />

beschäftigt und erstellen mit ihr<br />

jeweils einen ausgewogenen und abwechslungsreichen<br />

6-Wochen-Speiseplan.<br />

Außerdem bieten wir auch eine<br />

Ernährungsvisite an, wo die Diätologin<br />

2x/Jahr die Bewohner besucht und<br />

bei Bedarf auch eine besondere Kostform<br />

empfiehlt“, erklärt Rupert Koch,<br />

der selbst – ja tatsächlich – ausgebildeter<br />

Koch ist. Dass selbstverständlich<br />

wenn nötig auch lactose- oder glutenfrei<br />

etc. gekocht wird, versteht sich ohnehin<br />

von selbst. Abschließend schaut<br />

noch die Pflegedienstleitung in jedem<br />

Haus über die Speisepläne und gibt diese<br />

frei.<br />

Saisonale und regionale Produkte<br />

im Fokus<br />

Beim Einkauf achtet man vor allem<br />

auf saisonale und regionale Produkte.<br />

„Fleisch kommt etwa nur aus Österreich,<br />

Brot und Gebäck von der Bäckerei<br />

Felber, Beilagenerdäpfel stammen<br />

vom Biohof Niedermayer“, weiß Koch.<br />

Das Gros der Grundprodukte wird dabei<br />

von AGM geliefert. Bio ist nicht wirklich<br />

<strong>das</strong> große Thema. Gesund und ausgewogen<br />

müsse die Ernährung halt sein,<br />

wobei viele Ideen auch von den Heimbewohnern<br />

selbst kämen. Koch: „Die Bewohner<br />

haben ja auch Vorlieben und die<br />

bauen wir dann eben in die Speisepläne<br />

ein. Deswegen gibt es auch keinen<br />

zentralen Speiseplan für alle Standorte,<br />

sondern jeder Küchenchef kann hier –<br />

eben abgestimmt mit der Diätologin –<br />

Die SV Group ist eine führende Gastronomie- und Hotelmanagement-Gruppe<br />

mit Schweizer Wurzeln. Der Hauptsitz der SV Group<br />

Österreich befindet sich in Wien. Die Gruppe ist in mehreren Geschäftsfeldern<br />

tätig: Restaurants für Unternehmen und Schulen,<br />

Hotels mit Eigenmarken sowie mit weiteren renommierten Marken<br />

als Franchisenehmerin, öffentliche Restaurants mit innovativen<br />

Konzepten sowie gastronomischer Lieferservice und Catering. Die<br />

SV Group beschäftigt rund 6.100 Mitarbeiter, davon 500 in Österreich<br />

in 65 Betrieben.<br />

Die SV Group geht auf die 1914 gegründete Non-Profit-Organisation<br />

„Schweizer Verband Soldatenwohl“ zurück. Else Züblin-Spiller<br />

errichtete landesweit Soldatenstuben und servierte dort ausgewogene<br />

und preiswerte Verpflegung. Die ideellen Werte der Gründerin<br />

werden heute von der SV Stiftung weitergeführt. Diese gemeinnützige<br />

Stiftung ist Mehrheitsaktionärin der SV Group und setzt ihre<br />

Dividende für Projekte im Bereich der gesunden Ernährung und für<br />

<strong>das</strong> Gemeinwohl ein.


90 GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Die mobilen Bewohner der Caritas-Heime nehmen ihre Mahlzeiten auch gerne<br />

gemeinsam in den Speisesälen ein.<br />

Fotos: Caritas Socialis<br />

relativ frei agieren. Da wird dann eben<br />

in einem Heim gerne Polenta gegessen,<br />

in einem anderen nicht. Sowas wird alles<br />

berücksichtigt. Und wenn ein Gericht<br />

nicht passt, dann kommt davon<br />

auch wieder viel retour. Sowas merken<br />

wir dann ganz schnell.“<br />

Eine konkrete Preisstruktur, was also<br />

eine Tagesverpflegung kosten darf, gibt<br />

es nach Kochs Angaben natürlich, diese<br />

sei allerdings in ein Gesamtkonzept<br />

eingebunden. „Wir haben schon auch<br />

etwa regelmäßig Kalbfleisch auf dem<br />

Speiseplan, also der Preis ist jetzt nicht<br />

<strong>das</strong> ausschlaggebende Kriterium.“ Und<br />

wenn sich ein Bewohner etwas Spezielles<br />

wünscht, dann wird man immer versuchen,<br />

<strong>das</strong> umzusetzen. Aber vor allem<br />

müssten die Speisen halt leicht zu kauen<br />

sein, was etwa Steaks von vorneherein<br />

ausschließe.<br />

Geschmäcker ändern sich<br />

Was man im Laufe der Jahre jedenfalls<br />

merken würde, sei eine gewisse Änderung<br />

der Essensvorlieben. Noch immer<br />

seien zwar Klassiker wie Schweinsbraten<br />

oder Schnitzel gerne gesehen, bzw.<br />

gegessen, aber die jüngeren Jahrgänge<br />

der Heimbewohner seinen eben auch<br />

schon deutlich mehr in der Weltgeschichte<br />

herumgekommen und daher<br />

internationalen Gerichten gegenüber,<br />

abseits von Spaghetti Bolognese, aufgeschlossener.<br />

Und auch die vegetarischen<br />

bis veganen Gerichte werden laut<br />

Koch immer stärker nachgefragt. Und<br />

<strong>das</strong> nicht nur von den (jüngeren) Pflegekräften,<br />

sondern auch in zunehmendem<br />

Maße von den Heimbewohnern.<br />

Eingenommen werden die Mahlzeiten<br />

von den Bewohnern entweder auf<br />

den Stationen in den Zimmern oder –<br />

wenn es der körperliche Zustand zulässt<br />

– im zentralen Speisesaal. „Bediente<br />

Selbstbedienung“ nennt man bei SV<br />

den Vorgang dort. Bedeutet: Suppe, Salat<br />

und Dessert werden vom Buffet geholt,<br />

<strong>das</strong> Hauptgericht wird von einem<br />

Mitarbeiter auf einem Tablett angerichtet<br />

und dieses vom Gast selbst zum<br />

Tisch getragen. „Dadurch sind kurzfristige<br />

Wünsche – etwa nur ein halbes<br />

Schnitzel oder doch der Kaiserschmarrn<br />

statt dem Fleischgericht – für uns auch<br />

problemlos erfüllbar“, erklärt Koch. Insgesamt<br />

sei der Aufwand also sehr groß<br />

in den Küchen und leider hinke da der<br />

Imagewandel ein wenig hinterher. „Für<br />

viele hat diese ‘Seniorenküche‘ noch immer<br />

einen faden Beigeschmack und oft<br />

genug hört man von gestandenen Köche<br />

etwas in der Art von ‘ah geh, sowas<br />

mache ich doch locker mit‘, die schauen<br />

dann oft groß, was hier alles zu tun<br />

ist. Wie gesagt, diese Vielzahl an Diäten,<br />

die anderen Anforderungen – <strong>das</strong> ist alles<br />

nicht zu unterschätzen“, so Koch abschließend.


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

ADVERTORIAL 91<br />

Rekordverdächtig! Österreichs größter<br />

Anbieter von Edelstahlmöbel<br />

314 x Edelstahlküchen und <strong>12</strong>.137 x Einzelmöbel von MAYWAY.<br />

Auch im Pandemie Jahr 2020 konnte<br />

MAYWAY seine Produktionsmengen<br />

steigern. Das ist sicher auch der schnellen<br />

Verfügbarkeit durch die riesigen<br />

MAYWAY Lagerkapazitäten zu verdanken.<br />

“Mehr als 1000 verschiedene Edelstahlmöbel<br />

haben wir ständig prompt<br />

verfügbar und Sonderbauten werden in<br />

Rekordgeschwindigkeit hergestellt“.<br />

Qualität zahlt sich aus!<br />

„Alle MAYWAY Edelstahlmöbel sind<br />

100 % ,Made in Europe‘, darauf dürfen<br />

Sie vertrauen. Billigware aus China finden<br />

Sie davon bei uns nicht“, so Swen<br />

May, GF der MAYWAY Gruppe.<br />

Wir beraten Kunden individuell zu<br />

Premium Möbeln wie Edelstahltischen,<br />

Arbeitsschränken, Geschirrschränke,<br />

Edelstahlspülen und vielen Sonderbauten<br />

aus Premium Edelstahl V2A,<br />

(1.4301, X5CrNi18-10, AISI 304) oder<br />

V4A, (1.4401 (X5CrNiMo17-<strong>12</strong>-2, AISI<br />

316). Jedes Produkt kann ohne großen<br />

Aufpreis in Sondergrößen gefertigt werden.<br />

Sonderanfertigungen sind für MAY-<br />

WAY-Mitarbeiter eine stets willkommene<br />

Abwechslung. Meistens werden für<br />

Edelstahlmöbel sowie Arbeitsplatten<br />

ungewöhnliche Maße gewünscht. Bei<br />

MAYWAY geht <strong>das</strong> alles ganz einfach.<br />

Alle gängigen Hygieneausführungen<br />

sind bei MAYWAY erhältlich. Ob HS, H1,<br />

H2 oder H3 – wir erfüllen alle Kundenwünsche.<br />

Die hochqualifizierten und erfahrenen<br />

Mitarbeiter sowie der Einsatz<br />

modernster CAD-Technik im Maschinenpark<br />

machen es möglich!<br />

Wir folgen mit neuen Produktentwicklungen<br />

ständig den Trends der Branche.<br />

Die große Nachfrage nach Bartheken<br />

und Outdoor-Küchen komplett aus<br />

Edelstahl können ebenso erfüllt werden.<br />

Wie etwa die beliebten Weinregale aus<br />

Edelstahl, die MAYWAY neu im Sortiment<br />

führt.<br />

Bei hohen Ansprüchen an Design,<br />

Hygiene und Lebensdauer sind MAY-<br />

WAY-Edelstahlmöbel genau <strong>das</strong> Richtige.<br />

Wir sind von unserer Qualität überzeugt,<br />

deshalb erhalten MAYWAY Kunden<br />

auf Edelstahlmöbel 5 Jahre Garantie.<br />

Mehr Informationen erhalten Sie in unseren<br />

Standorten bei Ihrem MAYWAY<br />

Verkaufsberater.<br />

www.mayway.eu oder 0810-100 180<br />

Foto: MAYWAY<br />

D A S O N L I N E P O R T A L<br />

facebook.com/<strong>GASTRO</strong><strong>das</strong>fachmagazin<br />

twitter.com/<strong>GASTRO</strong>webportal<br />

www.gastro.at<br />

Melden Sie sich für unseren wöchentlichen Newsletter unter<br />

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92 SOFTWARE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Neue Ideen für die<br />

Stadthotellerie<br />

Foto: Pixabay<br />

Mit Digitalisierung und Umdenken – so können Stadthotels neue Gästeschichten ansprechen:<br />

Mehr Leasuregäste statt der wegbrechenden Business/MICE-Gäste gewinnen! Von Thomas Askan Vierich<br />

Es ist nicht davon auszugehen, <strong>das</strong>s<br />

sich der MICE-Markt in absehbarer<br />

Zeit erholen wird. Das Konferenzgeschäft<br />

wird sich auch nach<br />

Corona dauerhaft verändert haben.<br />

Stadthoteliers müssen sich neben den<br />

Geschäftsreisenden neue Kunden erschließen:<br />

noch mehr auf den Leisurebereich<br />

setzen. Und zwar nicht nur auf<br />

städtereisende Singles und Pärchen, sondern<br />

auch auf Familien.<br />

Denn der Freizeitgast kehrt schneller<br />

zurück als der Geschäftsreisende. Wie<br />

aber bekommt man Feriengäste in die<br />

Stadt und ins eigene Hotel?<br />

Hoteliers müssen Brücken bauen<br />

zwischen geringer Nachfrage und Überangebot.<br />

Um die Average Daily Rate zu<br />

stabilisieren oder gar zu heben, könnte<br />

man einen Hygieneaufschlag verlangen.<br />

Das kann man glaubwürdig kommunizieren<br />

und den sind Gäste auch<br />

bereit zu zahlen. Denn solche Maßnahmen<br />

werden auch noch 2022 notwendig<br />

sein. Darüber hinaus könnte man seine<br />

Pachtverträge und Lieferantenverträge<br />

prüfen und eventuell nachverhandeln.<br />

Hier ist man durchaus in einer guten Position.<br />

Auf keinen Fall auf einen Preiskampf<br />

einlassen. Diese Spirale kann nur<br />

nach unten drehen.<br />

Um die Nachfrage zu beleben, sollte<br />

man gezielt Leisuregäste ansprechen,<br />

ohne dabei seine Identität als Businesshotel<br />

preiszugeben. Man könnte seine<br />

Vertriebskanäle checken und mehr<br />

auf solche setzen, wo sich Urlauber und<br />

Privatreisende informieren (Social Media,<br />

Spezialplattformen wie Hideaway,<br />

Urlaubsguru u.a.). Man sollte auch sein<br />

Image überdenken und seine Homepage<br />

anpassen: Weniger die tollen Konferenzräume<br />

betonen, dafür andere Angebote<br />

wie Wellness, Restaurant, Bar etc.<br />

Job & Familie<br />

Reisende werden in Zukunft ihre Geschäftsreisen<br />

mit Urlaubsreisen verbinden<br />

wollen, auch weil sich damit der<br />

CO2-Fußabdruck eines Fluges verringern<br />

lässt. Also werden sie vielleicht ihre<br />

ganze Familie mitbringen. Papa und/oder<br />

Mama arbeiten und machen gleichzeitig<br />

Ferien. Das heißt, <strong>das</strong> Hotel kümmert<br />

sich um die reizenden Blagen (und den<br />

Ehepartner), während der andere arbeitet:<br />

Macht ihnen Freizeitangebote, spezielle<br />

Kindermenüs, Betreuung und so weiter.<br />

Warum nicht für Kinder schon am<br />

Frühstücksbüffet leckere Smoothies lustig<br />

verpackt anbieten? Oder eine Orangenpresse<br />

zum Selbersaften?<br />

Das funktioniert in der Ferienhotellerie<br />

meist schon ganz gut, vor allem in Family-Hotels.<br />

Aber kann man da auch arbeiten?<br />

Sind die auf Erwachsene eingestellt,<br />

die gern an ihren Projekten auch


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

SOFTWARE 93<br />

im (verlängerten) Urlaub werkeln möchten?<br />

In der Stadthotellerie ist es eher umgekehrt:<br />

Die sind oft auf Geschäftsreisende,<br />

Erwachsene und Business-Nomaden<br />

eingestellt. Aber wehe, wenn die ihre Familie<br />

mitbringen! Dann muss Papi oder<br />

Mami schon selbst für Beschäftigung<br />

sorgen. Das hat auch der Geschäftsführer<br />

der Achat-Hotelgruppe Philipp von Bodman<br />

bemerkt. Nicht nur, <strong>das</strong>s er für seine<br />

Stadthotels in Deutschland und Salzburg<br />

angesichts des noch länger schwächelnden<br />

MICE-Markts neue Zielgruppen<br />

sucht, er hat es auch selbst erlebt: „Man<br />

muss flexibel und kreativ auf veränderte<br />

Marktbedingungen reagieren“, sagt<br />

er. „Auslöser waren meine eigenen Erfahrungen<br />

beim Reisen mit meinen drei<br />

Kids, die zwischen ein und sieben Jahre<br />

alt sind. Wenn wir in ein typisches Urlaubs-<br />

oder Erlebnishotel für die ganze<br />

Familie fahren, ist alles wunderbar.<br />

Im Vorfeld brauchen meine Frau und ich<br />

uns keine größeren Gedanken rund um<br />

unsere Kleinen zu machen und auch an<br />

Hardware müssen wir nur <strong>das</strong> Nötigste<br />

mitnehmen. Bei Städtereisen sieht<br />

<strong>das</strong> schon ganz anders aus: Die meisten<br />

Hotels sind auf Erwachsene ausgerichtet.<br />

Service für Eltern und Kind? Auf <strong>das</strong><br />

Notwendige konzentriert! Das haben wir<br />

Bei der Planung von Hotelzimmern spielt die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle.<br />

Fotos: Achat<br />

jetzt an mehr als der Hälfte unserer Hotelstandorte<br />

geändert.“<br />

Zu den neuen Angeboten gehören<br />

Appartments mit Kitchenetten für längere<br />

Aufenthalte und es gibt einen „proaktiven<br />

Rundum-Service“ für Familien:<br />

Schon beim Check-in wird den Kindern<br />

mit besonderer Aufmerksamkeit begegnet<br />

und man begleitet die Kids während<br />

der gesamten Guest-Journey mit Tipps<br />

für kindergerechte Ausflüge und/oder ein<br />

Unterhaltungsprogramm in der Nähe.<br />

Dazu gibt es Babyausrüstungen mit Zustellbett,<br />

kindergerechte Toilettensitze,<br />

Windeleimer und -auflagen sowie Kinderpflegeprodukte.<br />

Für die schnelle Wäsche<br />

stehen Gäste-Waschmaschinen zur<br />

Verfügung.<br />

Konfliktpotenzial zwischen klassischen<br />

Geschäftsreisenden und Familien<br />

sieht von Bodman keines. Weil in den<br />

meisten Fällen Familien eher am Wochenende<br />

reisen und Arbeitende unter<br />

der Woche. Und wenn es doch zu Überschneidungen<br />

kommt, was ja durchaus<br />

beabsichtigt ist? „Im Idealfall inspirieren<br />

wir Businessreisende sogar zum Städtetrip<br />

mit Kids in einem unserer Hotels<br />

oder geben dem Geschäftsreisenden ein<br />

kleines Mitbringsel für die Kids zuhause<br />

an die Hand.“<br />

Businessgäste sind treu und loyal, legen<br />

großen Wert auf Internet/WLAN,<br />

für sie ist die Lage (nahe am Konferenzzentrum/Kunden)<br />

entscheidend und sie<br />

schätzen zusätzliche Services (Zimmerservice,<br />

Minibar etc). Leisuregäste haben<br />

andere Ansprüche: Sie sind preissensibel,<br />

suchen nach passenden Packages, richten<br />

sich stark nach Bewertungen und<br />

Aus der Gastronomie<br />

für die Gastronomie<br />

NovaTouch ® ist die ideale Systemlösung für Kassa und Warenwirtschaft –<br />

von der gehobenen Tischgastronomie über die Szenegastronomie<br />

bis hin zur Systemgastronomie.<br />

Inklusive Filialmanagement, Allergen-Informationssystem und vielfältigen<br />

Lösungen für <strong>das</strong> mobile Bonieren und bargeldlose Bezahlen.<br />

So werden Sie allen Bedürfnissen<br />

Ihrer Gäste gerecht!<br />

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94 SOFTWARE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

schätzen Hoteleinrichtungen wie SPA,<br />

Fitness oder Mobilitätsangebote (Fahrrad,<br />

E-Scooter). Um diese Gäste erfolgreich<br />

anzusprechen, sollte man seine Reputation<br />

im WWW checken und eventuell<br />

dort ein bisschen nachhelfen. Man<br />

könnte seine Firmenkontakte ansprechen<br />

und ihnen Angebote für Privatreisen<br />

machen.<br />

Und man sollte neue Packages schnüren<br />

– auch jenseits von Familien: Zum<br />

Beispiel einen günstigen Parkplatz anbieten.<br />

Gäste reisen in Coronazeiten verstärkt<br />

mit dem eigenen Auto an. Man<br />

könnte mit externen Partnern kooperieren:<br />

ÖPNV (Tagestickets im Zimmerpreis<br />

inkludiert), Fahrradverleih, E-Scooter-Anmeldung,<br />

Radrouten abseits der<br />

üblichen Touristenpfade anbieten. Die<br />

eigenen Mitarbeiter nach Geheimtipps<br />

fragen und diese den Gästen kommunizieren.<br />

Tickets für Museen, Freizeitparks,<br />

Freibäder, Konzerte anbieten. Mehr Freizeitangebote<br />

im eigenen Haus bieten,<br />

leer stehende Konferenzräume für Veranstaltungen<br />

nutzen: Mini-Kino für Kinder,<br />

Vorträge, Personal Training usw.<br />

Gäste wollen schon im Vorfeld wissen,<br />

wie unter verstärkten Hygieneregeln<br />

<strong>das</strong> Frühstück funktioniert, ob es dafür<br />

Timeslots gibt. Was passiert, wenn ich<br />

kurzfristig absagen muss oder krankheitsbedingt<br />

früher abreisen muss? Wie<br />

funktioniert der Check-in? Gibt es kontaktlose<br />

Möglichkeiten? Ist der SPA-Bereich<br />

geöffnet? Hier ist Ehrlichkeit gefragt,<br />

keine falschen Versprechungen<br />

machen.<br />

InRoomTablets können Hotelgäste digital begeistern.<br />

Foto: Pixabay<br />

Digitalisierung als Weg<br />

aus der Krise<br />

Vor allem Digital Natives erwarten digitale<br />

Helfer. Das können Selfcheckin-Stationen<br />

sein wie am Flughafen oder Angebote<br />

für BYOD (Bring Your Own Device):<br />

Dass der eigene Netflix-Account auch<br />

am TV im Zimmer funktioniert. Man<br />

kann dem Gast schon bei der Buchung<br />

Zugang zur Hotelapp anbieten, über die<br />

er dann auch einchecken kann (digitaler<br />

Meldeschein). Das eigene Smartphone<br />

kann auch als Zimmerschlüssel fungieren<br />

und man kann über die Hotelapp per<br />

Pushnachrichten Promotion betreiben.<br />

Oder den Gast digitale Grußkarten an<br />

Freunde verschicken lassen (und so kostenlos<br />

Werbung auf den sozialen Kanälen<br />

bekommen). Hier könnte man auch<br />

gegen ein Gratis-Getränk <strong>das</strong> Zimmerservice<br />

abbestellen (spart Kosten) oder<br />

Massagen buchen.<br />

Immer beliebter werden Tablets am<br />

Zimmer, über die die Gästekommunikation<br />

läuft. Lose Blattsammlungen<br />

sind definitiv out. Über diese Tablets<br />

kann der Gast Zusatzangebote buchen.<br />

Hierüber kann auch die coronabedingte<br />

Registrierung für den Restaurantbesuch<br />

abgewickelt werden. Hier können<br />

Tickets oder Leihräder gebucht<br />

info<br />

werden. Volker Niemczyk von Betterspace<br />

weiß aus eigener Erfahrung, <strong>das</strong>s<br />

diese InRoomTablets die höchste Nutzungsrate<br />

von allen digitalen Angeboten<br />

haben. „Damit kann und sollte man<br />

Hotelgäste digital begeistern“, rät er.<br />

Betterspace ist eine Ausgründung des<br />

Fraunhofer Instituts und beschäftigt<br />

sich seit 20 Jahren mit den Möglichkeiten<br />

der Digitalisierung in der Hotellerie:<br />

mit Infrastruktur, Smart Home, digitaler<br />

Gästekommunikation und Schnittstellenexpertise.<br />

Zusammengefasst geht es für die Stadthotellerie um diese<br />

Punkte:<br />

1) neue Zielgruppen gewinnen<br />

2) neue Vertriebskanäle erschließen<br />

3) Angebote für Geschäftsreisende mit Familie machen<br />

4) Partnerschaften schließen mit lokalen Anbieter (Restaurant um<br />

die Ecke, Provisionen)<br />

5) attraktive Packages schnüren: Premiumshopping, Feinschmeckertour<br />

6) Stadt- und Regionalmarketing einbeziehen<br />

7) Werbemittel und Marketingbudgets überprüfen: Anzeige in<br />

überregionaler Zeitung, Radiowerbung, back to the roots<br />

8) Sicherheit bieten, flexible Stornoregelungen<br />

9) kreativ sein: do something great! Mitarbeiter einbeziehen, die<br />

kennen Insiderlocations; statt Büffet: Frühstückspicknick mit<br />

Rucksack<br />

10) kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren, auch mit Mitarbeitern<br />

11) digital begeistern; mehr als WLAN anbieten<br />

<strong>12</strong>) Alternativen finden, wenn alles nicht klappt: Quarantänehotels,<br />

Lieferservice, Straßenverkauf von Speisen und Getränken, Büro<br />

auf Zeit; Fitnessangebote für Externe öffnen, Kurse in leerstehenden<br />

Konferenzräumen anbieten


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96 SOFTWARE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Küche der<br />

Zukunft<br />

Digitale Helfer für Steuerung,<br />

Vernetzung und Kontrolle der<br />

Küchengeräte sind die Zukunft.<br />

Hobart ist der Weltmarktführer<br />

für Spültechnik im Gewerbebereich<br />

und launcht die zukunftsorientierte<br />

SmartConnect App. Diese<br />

löst die Washsmart App ab, inklusive<br />

neuer Features und verbesserter<br />

Grafik. Alle Hobart Maschinen<br />

im Bereich der Spül- und Gartechnik<br />

können so gemanagt werden.<br />

Relevante Daten sind in Echtzeit<br />

verfügbar und können für <strong>das</strong><br />

Controlling und die Hygienedokumentation<br />

verwendet werden.<br />

Außerdem werden Nutzende vor<br />

Störungen gewarnt, Ausfallzeiten<br />

können dadurch vermieden werden.<br />

„Vernetzung ist die Zukunft. Die<br />

neue SmartConnect App macht<br />

es dem Management und dem<br />

Küchenpersonal noch einfacher,<br />

die Technik effizient und kostensparend<br />

einzusetzen“, so Manfred<br />

Kohler, Geschäftsführer der Hobart<br />

GmbH.<br />

www.hobart.de<br />

Fotos: Hobart<br />

Kassen-Hybrid aus vier<br />

POS-Systemen<br />

Digitale Lösungen für<br />

Vectron-Kassen<br />

Mit dem „Lightspeed Restaurant“ ist<br />

vor kurzem ein neues iPad-Kassensystem<br />

auf den Markt gekommen, <strong>das</strong><br />

in seiner Programmierung einzigartig<br />

und fortschrittlich ist. Das Produkt<br />

kombiniert die fortschrittliche Software<br />

von gleich vier ehemals konkurrierenden<br />

POS-Systemen und vereint deren<br />

stärkste Features zu einer leistungsstarken,<br />

neuen Gastronomie-Plattform. Mit<br />

iKentoo (Schweiz), Kounta (Australien),<br />

Gastrofix (Deutschland) und Upserve<br />

(USA) hatte Lightspeed in den letzten<br />

Jahren mehrere äußerst erfolgreiche Gastronomie-Kassenanbieter<br />

übernommen,<br />

die allesamt zu den Marktführern in ihren<br />

Ländern gehörten. In der neuen Software<br />

Lightspeed Restaurant fließen jetzt<br />

erstmals <strong>das</strong> Know-how und die tiefgehende<br />

weltweite Expertise aller vier Systeme<br />

zusammen.<br />

www.lightspeedhq.de<br />

Beim Kauf eines Vectron-Kassensystems<br />

sind die Cloud-Module Kassen-<br />

Backup und Speisekarten-Download per<br />

QR-Code kostenlos für drei Jahre enthalten.<br />

Weitere erhältliche Module sind<br />

ein aussagekräftiges Reporting, ein Fiskalarchiv<br />

und Software-Updates. Diese<br />

können einzeln gebucht oder über <strong>das</strong><br />

Standard-Paket bezogen werden. Eine<br />

MobileApp als Ergänzung der stationären<br />

Kasse zur schnellen und bequemen Bedienung<br />

und Abrechnung am Tisch kann<br />

flexibel hinzugebucht werden. Eine Online-Tischreservierung<br />

ist durch Anbindung<br />

an <strong>das</strong> System von Resmio möglich.<br />

Damit buchen Gäste online komfortabel<br />

rund um die Uhr ihre gewünschten Plätze<br />

und die Auslastung wird verbessert.<br />

Eine Gutscheinlösung mit den Möglichkeiten<br />

Code-Download, Bon-Aufdruck<br />

und Online-Gutschein soll bald folgen.<br />

www.vectron.de<br />

Foto: Lightspeed<br />

Foto: Vectron Systems


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

SOFTWARE 97<br />

Stressfreie Weihnachten<br />

Während die Inzidenzen<br />

steigen,<br />

steht auch<br />

die Weihnachtszeit<br />

bevor. Für Gastronomen<br />

und Hoteliers<br />

gilt es, sich<br />

den aktuellen Herausforderungen<br />

–<br />

ob der akute Personalmangel<br />

oder<br />

wieder begrenzte<br />

Kapazitäten –<br />

zu stellen und sich<br />

bestmöglich vorzubereiten.<br />

Dabei<br />

haben viele Gastronomen<br />

längst<br />

erkannt, wie bedeutend der Einfluss digitaler<br />

Tools auch für die eigenen Betriebe<br />

ist. Mithilfe der intelligenten All-In-<br />

One-Lösung von gastronovi lässt sich<br />

der gesamte Bestell- und Bezahlvorgang<br />

digitalisieren und automatisieren,<br />

so<strong>das</strong>s beispielsweise über QR Codes<br />

am Tisch Bestellungen vom Kunden<br />

aufgegeben und direkt bezahlt werden<br />

Die Hotellerie muss digital werden.<br />

Das weiß auch Andreas Tedsen, Vize-Präsident<br />

des DEHOGA Schleswig<br />

Holstein und Geschäftsführer des Hotels<br />

Lüttje Burg in Lütjenburg. Seine<br />

Entscheidung fiel daher auf die digitale<br />

Gästemappe, <strong>das</strong> iQ Tab von Betterspace<br />

neben einem stark aufgerüsteten<br />

WLAN-Netz. „Ohne einen barrierefreien<br />

Internetzugang im Hotel geht<br />

heutzutage nicht mehr viel“, erklärte<br />

Tedsen. Mit der innovativen Infotainment-Zentrale<br />

bleibt kein Gästewunsch<br />

offen. Dank der integrierten<br />

können. Ob Vorbestellungen, Self-Ordering<br />

vor Ort oder <strong>das</strong> Anbieten von Online-Bestellungen<br />

zur Abholung bzw.<br />

Lieferung – eine stressfreie Planung der<br />

Kapazitäten und Organisation wird gewährleistet<br />

und kommt in der bevorstehenden<br />

Weihnachtszeit sowohl Gästen<br />

als auch Gastgeber zugute.<br />

www.gastronovi.com<br />

Digitalisierung ja, aber richtig<br />

Diebstahl-Check-Out Prüfung braucht<br />

sich der Hotelier auch keine Gedanken<br />

um Verluste zu machen.<br />

Die iQ Tabs sind mit einer Schnittstelle<br />

mit der HS/3 Hotelsoftware verbunden.<br />

Dank der Partnerschaft von<br />

Betterspace und HS/3kann der Hotelier<br />

jetzt seine Gäste u.a. automatisch mit<br />

einer individuellen Begrüßung auf den<br />

digitalen Gästemappen empfangen. Das<br />

sorgt nicht nur für lächelnde Gesichter<br />

bei seinen Gästen, sondern schafft Vertrauen<br />

und steigert die Kundenbindung.<br />

www.hs3-hotelsoftware.de<br />

Foto: Gastronovi<br />

Orderman-<br />

Technik soll<br />

Servicepersonal<br />

entlasten<br />

Funkboniersystem-Vorreiter Orderman<br />

will mit seiner neuesten<br />

Entwicklung Erleichterung in die<br />

Gastronomie bringen. Der neue<br />

und noch leichter bedienbare Orderman9<br />

soll durch seine innovative<br />

Technik die Arbeit der Service-<br />

Mitarbeiter spürbar erleichtern.<br />

Das soll die Bestellungsabwicklung<br />

effizienter machen, außerdem<br />

wurde erstmals auch eine Bezahlmöglichkeit<br />

integriert.<br />

In den Orderman9 wurden<br />

spezielle Features integriert, die es<br />

Service-Mitarbeitern ermöglichen,<br />

ihren Orderman zu individualisieren<br />

und diverse Einstellungen entsprechend<br />

ihrer persönlichen Arbeitsweise<br />

anzupassen. „Dazu zählen<br />

beispielsweise frei belegbare<br />

Seitentasten für häufig verwendete<br />

Funktionen, die sich nach<br />

Person und Betrieb durchaus unterscheiden“,<br />

so Christian Korneli,<br />

Executive Director Orderman. Das<br />

ebenfalls neue Design soll zudem<br />

höchsten ergonomischen Standards<br />

entsprechen, wodurch der<br />

Orderman9 jetzt noch besser in<br />

der Hand liegen soll.<br />

www.orderman.com<br />

Foto: Orderman


98 VERKAUFSAUTOMATEN<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

„Die Umsatzerwartungen<br />

haben sich erfüllt“<br />

Die Automatisation schreitet aller Orten voran. In Wien kann man inzwischen ganze Menüs plus<br />

Getränke aus einem Automatenrestaurant namens „Foodie Fridge“ beziehen. Von Clemens Kriegelstein<br />

Foodie Fridge bezieht seine Automaten von der Firma Bischof Automaten.<br />

Wie oft werden diese nachgefüllt?<br />

Alle 2 Tage.<br />

Wie funktioniert <strong>das</strong> Informationssystem?<br />

Wie wissen Sie, welche Kästchen<br />

nachgefüllt werden müssen und welche<br />

Inhalte vielleicht abgelaufen sind<br />

und entsorgt werden müssen?<br />

Wir lesen digital aus dem Automaten<br />

den Status aus, über eine App bekommt<br />

unser externer Logistikpartner die Informationen,<br />

was in welchen Automaten<br />

nachzufüllen ist.<br />

Unternehmer Alexander Billasch<br />

ist es gewohnt, Probleme selbst zu<br />

lösen. So auch <strong>das</strong> leidige Versorgungsthema<br />

auf Geschäftsreisen: „Eines<br />

Tages habe ich mir gedacht, es muss<br />

doch mehr geben als Leberkäsesemmel<br />

und Gulaschsuppe.“ Herausgekommen<br />

am Ende des Gedankenganges ist „Foodie<br />

Fridge“, <strong>das</strong> erste Wiener Automatenrestaurant,<br />

<strong>das</strong> diesen Herbst eröffnet<br />

hat und <strong>das</strong> von Getränken über<br />

Snacks bis hin zu hochwertigen Hauptspeisen<br />

rund um die Uhr alles anbietet,<br />

worauf man auch außerhalb von Geschäfts-<br />

oder Lokalöffnungszeiten Lust<br />

haben könnte.<br />

<strong>GASTRO</strong>: Herr Billasch, wie entwickelt<br />

sich <strong>das</strong> Geschäft mit dem Automatenrestaurant?<br />

Wurden Ihre<br />

Umsatzerwartungen in den ersten<br />

Wochen erfüllt?<br />

Fotos: Tabea Hepp<br />

Alexander Billasch: Ja, die Umsatzerwartungen<br />

haben sich erfüllt, wir haben<br />

bereits einen stabilen Tagesumsatz<br />

erreicht und wachsen stetig.<br />

Gibt es von der Kundenfrequenz her<br />

einen Unterschied zwischen Lockdown<br />

und Kein-Lockdown?<br />

Nicht wirklich, man hat eher gemerkt,<br />

<strong>das</strong>s die Menschen generell bei Verkündung<br />

von 2G oder Lockdown 1-2 Tage<br />

verunsichert, geschockt, verärgert waren.<br />

In diesen Tagen war der Umsatz<br />

wirklich reduziert. Das hat sich aber<br />

sehr kurzfristig beruhigt.<br />

Wie viele Gerichte oder Snacks haben<br />

Sie ständig im Angebot?<br />

Wir wechseln wöchentlich <strong>das</strong> Angebot<br />

und haben permanent fünf Menüs<br />

und zwei verschiedene Sandwiches im<br />

Angebot.<br />

Welche Gerichte haben sich bis jetzt<br />

als Renner erwiesen?<br />

Das klassische Gulasch, Thai Curry und<br />

Burrittos.<br />

Bei der Eröffnung wurden auch Verkostungen<br />

angekündigt. Fanden solche<br />

schon statt und wie wurden diese<br />

angenommen?<br />

Ja, solche Verkostungen fanden statt<br />

und wurden gut angenommen. Wobei<br />

die Anonymität beim Einkauf eine große<br />

Rolle spielt. Zu oft dürfen wir nicht<br />

persönlich präsent sein.<br />

Gibt es Probleme mit Vandalismus<br />

oder Verschmutzungen?<br />

Einen sinnlosen Versuch, den Kaffeeautomaten<br />

zu „knacken“, obwohl wir<br />

bargeldlose Zahlung und Videoüberwachung<br />

haben, gab es. Ist aber nichts<br />

passiert. 2x ist jemandem ein Getränk<br />

runter gefallen, aber sonst haben wir<br />

keinerlei Probleme.<br />

Sind weitere Standorte geplant?<br />

Ja, zwei kleine Locations in Wien, beide<br />

in der Modecenterstraße, sind derzeit in<br />

Umsetzung und nächstes Jahr sollen weitere<br />

zwei bis drei größere Stores folgen.<br />

www.foodie-fridge.com


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

VERKAUFSAUTOMATEN 99<br />

Automatisch Umsatz generieren<br />

Auf der „Alles für den<br />

Gast“ stellte auch der<br />

Vorarlberger Automatenhersteller<br />

Bischof seine<br />

neuesten Produkte vor,<br />

z. B. <strong>das</strong> Modell FlexMax,<br />

<strong>das</strong> durch unkomplizierte<br />

Handhabung in Sachen<br />

Bestückung überzeugt.<br />

Weiters:<br />

› Touchscreen Display<br />

22“<br />

› Warenkorbfunktion<br />

› Temperaturunterteilung<br />

von +3°C bis +10°C<br />

› Verkauf über Bilder<br />

› Hinterlegung von Produktinformationen<br />

Das Modell LockBox ist ein neues Automatensystem<br />

für individuelle Schließfachkonfiguration:<br />

11 verschiedene Fach- / Türgrößen<br />

gekühlt oder ungekühlt<br />

beleuchtet oder unbeleuchtet<br />

durchsichtig oder undurchsichtig<br />

› Auswahl aus verschiedenen Verkaufsvarianten<br />

z.B. über Nummer oder Bilder<br />

(first in first out)<br />

Der Warenautomat Vision<br />

XL ist der Bestseller,<br />

der für fast jedes Produkt<br />

eingesetzt werden kann.<br />

Seine Vorteile:<br />

› größte Flexibilität bei<br />

Produktgröße, Form und<br />

Gewicht<br />

› Ausgabe von Produkten<br />

mit einem Gewicht bis 2 kg<br />

› flexible Schächte für<br />

individuelle Bestückung<br />

› Liftsystem um empfindliche<br />

Produkte in die Ausgabe zu<br />

transportieren<br />

› Kühlung im Bereich 0,5 - <strong>12</strong>°C<br />

Passend zum Vision XL bietet Bischof<br />

die Casia Lockers in verschiedenen Fachgrößen<br />

an. Die wichtigsten Eigenschaften:<br />

› Steuerbar über Zahlmodul oder Touchscreen<br />

Display<br />

› mit Fenster<br />

mit Beleuchtung<br />

Module mit 10 oder 20 Schließfächern<br />

› Produktlast pro Fach bis zu 20kg<br />

(400kg pro Modul)<br />

www.bischof-automaten.com<br />

Fotos: Bischof Automaten<br />

Einheitliche Bezahlsysteme nach Maß<br />

Fotos: Redl<br />

Es gibt unzählige Automaten am Markt,<br />

die mittlerweile alle Bedürfnisse und<br />

Kundenwünsche abdecken, egal, ob für<br />

Snacks, Zigaretten, Kalt- oder Heißgetränke.<br />

Schnell sind sie aufgestellt, einfach<br />

zu warten und zu befüllen. Aber was,<br />

wenn man verschiedene Automaten,<br />

Espresso-Kaffeemaschinen oder auch<br />

Schankanlagen hat und diese vielleicht<br />

von verschiedenen Herstellern sind, und<br />

dann noch ein einheitliches Bezahlsystem<br />

möchte. Spätestens hier stößt man<br />

an seine Grenzen.<br />

Die Firma Redl aus Hollabrunn hat<br />

eine Lösung dafür entwickelt. Nahezu<br />

jeder Automat kann auf eine QR-Codeoder<br />

RFID-Karten- Bedienung umgebaut<br />

oder erweitert werden. So kann sich der<br />

Hotelgast zum Beispiel mit seiner Hotelzimmerkarte<br />

einen Mitternachtssnack,<br />

Bier oder Kaffee in der Lobby holen<br />

oder der Mitarbeiter bedient sich in<br />

der Kantine, abgerechnet wird bei Abreise<br />

oder am Monatsende. Mit der TiPOS<br />

Bonus App, einer Stammkunden App für<br />

Gastronomen, könnte über den QR-Code<br />

eine Bierzapfstelle im Outdoor-Raucherbereich<br />

bedient werden. Guthaben<br />

lädt man sich vorher auf oder bekommt<br />

man durch gesammelte Stammkunden-<br />

Punkte. Je nach Kundenwunsch.<br />

Redl.net


Innovative Automatenlösungen<br />

von Bischof<br />

VISION XL<br />

Nutzen Sie unsere persönliche Beratung.<br />

Wir sind gerne für Sie da.<br />

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XL+CASIA<br />

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Machen Sie den Verkauf Ihrer Produkte komplett unabhängig von Personal und Öffnungszeiten.<br />

Wir bieten verschiedene Automaten-Store-Konzepte: vom kleinen Anhänger, über fest installierte<br />

24/7-Selbstbedienungsläden bis hin zum verglasten Pop-up-Store-Container.<br />

Rufen Sie an und vereinbaren Sie einen Termin.


Wir sind für Sie da.<br />

Bischof Automaten in Ihrer Nähe:<br />

Zentrale<br />

Hohenems/Vorarlberg<br />

Bischof Handels-GmbH<br />

Radetzkystraße 154<br />

A-6845 Hohenems<br />

Tel. +43 5576 76 700<br />

office@bischof-automaten.com<br />

www.bischof-automaten.com<br />

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• mit Touchscreen oder Tastatur<br />

• verschiedenste Zahlungsfunktionen oder auch<br />

Abholcode-Programmierung<br />

• Automatenerweiterungen, z.B. mit Schließfächern<br />

• Kombination Vereinbaren verschiedener Sie telefonisch Automaten einen Termin<br />

• Telemetrie und kommen mit Online-Zugang Sie vorbei.<br />

Standort mit Schauraum<br />

Wien<br />

Daniel Schnetzer<br />

Perfektastraße 87<br />

A-<strong>12</strong>30 Wien<br />

Tel.: +43 660 43 136 56<br />

office@bischof-automaten.com<br />

Standort mit Schauraum<br />

Deutschland<br />

Klaus Schmidt<br />

Tel.: +49 151 462 392 96<br />

office@bischof-automaten.com<br />

Schweiz<br />

AS Automaten Schweiz GmbH<br />

Landstrasse 58<br />

FL-9494 Schaan<br />

Tel.: +423 793 03 05<br />

office@asautomatenschweiz.ch<br />

Automaten erleben<br />

Besuchen Sie uns im neuen Schauraum in Hohenems und<br />

Wien und überzeugen Sie sich selbst von unserem Automaten-<br />

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102 HOUSEKEEPING & REINIGUNG<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Im Einsatz gegen<br />

Staub und Viren<br />

Das Hotel Sacher setzt auf Transparenz,<br />

wenn es um Hygiene geht.<br />

Fotos: Hotel Sacher<br />

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Das Housekeeping hat mit dem<br />

Umsetzen der Hygienemaßnahmen alle Hände voll zu tun, doch besonders in diesen Zeiten<br />

hat Hygiene im gesamten Betrieb Priorität.<br />

Von Katrin Schedler<br />

Wir sind leider immer noch inmitten<br />

der Corona-Pandemie<br />

und seit heute (22.11.<strong>21</strong>) wurde<br />

<strong>das</strong> öffentliche Leben wieder<br />

einmal heruntergefahren. Ausgangsbeschränkungen<br />

und verschiedenste Maßnahmen<br />

gegen <strong>das</strong> Virus bestimmen den<br />

Alltag, was uns alle vor Herausforderungen<br />

stellt – auch die Hotellerie und Gastronomie,<br />

die neben Kultur- und Freizeiteinrichtungen<br />

sowie einem Teil des<br />

Handels wieder einmal ihre Türen geschlossen<br />

halten muss. Aktuell dürfen<br />

Beherbergungsbetriebe keine Aufenthalte<br />

für touristische Zwecke anbieten und<br />

Hotelaufenthalte obliegen demnach einem<br />

nachvollziehbaren und zwingenden<br />

beruflichen Grund. Dies gilt in Österreich<br />

bis voraussichtlich 13. Dezember,<br />

welche Regelungen danach gelten, sind<br />

noch nicht bekannt. Mit dem Aufkommen<br />

des Virus ist auch <strong>das</strong> Thema Hygiene<br />

– zwar in allen Bereichen aber ganz<br />

besonders in Beherbergungsbetrieben –<br />

einmal mehr in den Vordergrund gerückt.<br />

Hygiene ist und bleibt ein wesentlicher<br />

Bestandteil des Alltags und gerade wenn<br />

man nicht in den eigenen vier Wänden<br />

nächtigt, möchte man sich sicher sein,<br />

<strong>das</strong>s Hygienemaßnahmen eingehalten<br />

und diese auch kommuniziert werden.<br />

Für <strong>das</strong> Housekeeping bedeutet <strong>das</strong> einen<br />

erhöhten Arbeitsaufwand, denn neben<br />

der Instandhaltung der Gästezimmer<br />

müssen auch sämtliche Gänge und Korridore,<br />

der Hallenbereich, Treppenhäuser<br />

und öffentliche Räumlichkeiten instand<br />

gehalten werden. Dabei haben Beherbergungsbetriebe<br />

verschiedenste Maßnahmen<br />

gesetzt, um ein sicheres Umfeld für<br />

Gäste und <strong>das</strong> Hotelteam zu schaffen.<br />

Verbesserte Reinigungsprotokolle<br />

Viele Hotels haben aufgrund von Corona<br />

ihre Reinigungsprotokolle sowie den Reinigungsservice<br />

verbessert. Die Häufigkeit<br />

der Reinigung und auch Desinfektion, vor<br />

allem in stark frequentierten Bereichen<br />

wie etwa Toiletten oder Aufzügen, wurde<br />

erhöht. Händedesinfektions-Stationen<br />

(am besten kontaktlos zu bedienen) wur-


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

HOUSEKEEPING & REINIGUNG 103<br />

den aufgestockt und an relevanten Orten<br />

aufgestellt, in den Zimmern sind zusätzlich<br />

Desinfektionstücher erhältlich. Je<br />

nach Aktivität und Anweisung der örtlichen<br />

Behörden tragen Mitarbeiter Gesichtsbedeckungen,<br />

Handschuhe usw..<br />

Auch Gäste haben die Richtlinien einzuhalten<br />

und sind verpflichtet z.B einen<br />

MNS bzw. eine FFP2-Maske zu tragen.<br />

Auf social distancing und dessen Umsetzung<br />

ist zu achten. Die Beschilderungen<br />

in den Hotels sollen die Gäste daran<br />

erinnern. Fürs Reinigen und Desinfizieren<br />

gibt es verschiedenste (verbesserte)<br />

Systeme und Maschinen auf dem Markt,<br />

die dem Personal die Arbeit erleichtern<br />

sollen. Eines davon sind elektrostatische<br />

Systeme, bei denen Desinfektionsflüssigkeiten<br />

beim Sprühen elektrisch aufgeladen<br />

werden. Die Tröpfchen werden<br />

von der elektrischen Aufladung mit umgekehrtem<br />

Vorzeichen auf den Oberflächen<br />

angezogen und legen sich genau<br />

und gleichmäßig an diese an. Der Vorteil:<br />

Fehler beim Auftragen von Desinfektionsmitteln<br />

auf Oberflächen werden<br />

erheblich reduziert und auch schwer zugängliche<br />

Stellen können erreicht werden.<br />

Außerdem wird eine Kreuzkontamination<br />

vermieden, da keine Tücher<br />

verwendet werden müssen. Ein innovatives<br />

elektrostatisches Sprühsystem, <strong>das</strong><br />

eine sehr hohe Abdeckung erzielt, wurde<br />

beispielsweise von TecnoStatic entwickelt.<br />

(www.tecnostatic.com)<br />

Tipp: Gemeinsam mit einem Expertenteam<br />

hat die ÖHV (Österreichische<br />

Hoteliervereinigung) Empfehlungen zur<br />

Hygiene im Hotel ausgearbeitet. Diese<br />

beinhalten neben einer Menge von<br />

Fachinformationen für alle Bereiche auch<br />

Hinweise für die Unterweisung von Mitarbeitern.<br />

Infos unter: www.oehv.at<br />

Sacher setzt auf Transparenz<br />

Viele Beherbergungsbetriebe in Österreich<br />

befolgen nicht nur die behördlichen<br />

Hygiene-Vorschriften, sondern punkten<br />

mit noch strengeren Reinigungsroutinen.<br />

Bei den Gästen kommt <strong>das</strong>, wie erwartet,<br />

sehr gut an. Schon bei der Buchung wird<br />

darauf geachtet, wie Hotels mit dem Thema<br />

Hygiene umgehen. Das Hotel Sacher<br />

in Wien und Salzburg setzt auf Transparenz:<br />

„Glasklar, transparent – und eine<br />

saubere Sache. Wir bei Sacher legen großen<br />

Wert darauf, <strong>das</strong>s unsere Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter wissen, wie Hygiene<br />

richtig geht. Denn nur so können<br />

wir Ihre Sicherheit garantieren! Interne<br />

Schulungen, laufende Informationsupdates<br />

zu neuen Maßnahmen und Sicherheitsüberprüfungen<br />

helfen uns, Standards<br />

hoch zu halten. Daraus, <strong>das</strong>s uns<br />

Hygiene wichtig ist, machen wir kein Geheimnis“,<br />

lässt <strong>das</strong> Traditionsunternehmen<br />

ihre Gäste schon im Voraus wissen.<br />

MitarbeiterInnen machen bei Sacher in<br />

regelmäßigen Abständen einen PCR Test<br />

oder Antigen-Schnelltest laut Covid-19<br />

Verordnung, zudem verpflichtet sich jede/r<br />

MitarbeiterIn, alle Hygienemaßnahmen<br />

einzuhalten und umzusetzen. Neue<br />

Hygieneschulungen müssen laufend absolviert<br />

werden. Zu Dienstbeginn wird<br />

Fieber gemessen – bei erhöhter Temperatur<br />

geht’s wieder retour nach Hause.<br />

Alle MitarbeiterInnen haben mitunter<br />

einen zertifizierten Sicherheits- und Hygiene<br />

eLearning Kurs absolviert, zudem<br />

werden regelmäßig intensive Trainings<br />

zum Einsatz und richtiger Handhabung<br />

von Desinfektionsmitteln durchgeführt.<br />

Diese und weitere Maßnahmen sollen für<br />

ein sicheres Miteinander sorgen. „All unsere<br />

Hygienepläne wurden gemeinsam<br />

mit unseren Hygienepartnern Ecolab<br />

und Diversey überarbeitet und alle eingesetzten<br />

Desinfektionsprodukte sind<br />

viruzid und auf dem neuesten Stand“,<br />

so <strong>das</strong> Unternehmen. Auch mit besonderem<br />

Blick auf <strong>das</strong> Housekeeping wird<br />

bestens vorgesorgt: „Unsere Wäschereien<br />

arbeiten, innerhalb der gesetzlichen<br />

Vorgaben, mit thermischen Desinfektionsverfahren,<br />

die wirksam gegen Sars-<br />

Cov-2 sind. Zusätzlich gibt es bei Sacher<br />

ganz spezielle Hygienespüler, mit denen<br />

wir auch höchste Sicherheit bei Wäschen<br />

in unseren Inhouse-Waschmaschinen<br />

garantieren.“ Tagesdecken sowie Journale<br />

und auch Dekokissen wurden aus<br />

Sicherheitsgründen aus den Zimmern<br />

entfernt. Die Zimmerausstattung bleibt<br />

jedoch komfortabel wie bisher. „Zudem<br />

ist Sacher ein GBAC STAR-zertifizierter<br />

Betrieb. Unter Anleitung von GBAC,<br />

einem Bereich der internationalen Vereinigung<br />

der Reinigungsbranche ISSA,<br />

haben wir uns strengsten Standards der<br />

Reinigung, Desinfektion und Prävention<br />

infektiöser Krankheiten verschrieben“,<br />

ergänzt Markus Setznagel, Head of Marketing<br />

& Communications.<br />

BIOBACT<br />

Biotechnologische Reinigung &<br />

Geruchsbeseitigung<br />

• Hergestellt aus 100% natürlichen<br />

Mikroorganismen, sicher im Gebrauch<br />

und für die Umwelt (keine<br />

Gefahrensymbole)<br />

• Ideal für Sanitärbereiche, Küchen<br />

oder andere Bereiche, in denen eine<br />

Geruchskontrolle erwünscht ist<br />

• Bestens geeignet für alle wasserfesten<br />

Böden und Oberflächen, z.B. Fliesen,<br />

Gummi, Linoleum, PVC und Keramik<br />

• Flasche besteht zu 100% aus Altplastik<br />

aus dem Gelben Sack<br />

FLASCHE<br />

100%<br />

ALTPLASTIK<br />

& 100% KREISLAUFFÄHIG<br />

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104 HOUSEKEEPING & REINIGUNG<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Vertrauen und<br />

Sicherheit durch<br />

NOA<br />

Sichere Reinigungsprozesse und<br />

klar geregelte Verantwortlichkeiten<br />

im Housekeeping sind die<br />

Basis für hohe Hygienestandards.<br />

Die Softwarelösung NOA des Hygienespezialisten<br />

hollu soll <strong>das</strong><br />

Hygienemanagement einfach<br />

und transparent machen. Alle<br />

Aufgaben sind digital abgebildet<br />

und nachweisbar dokumentiert.<br />

Über die dazugehörige App<br />

NOAguide wird <strong>das</strong> Team im Reinigungsalltag<br />

optimal unterstützt<br />

und durch den Tag begleitet. Welche<br />

Zimmer sind heute zu reinigen?<br />

Womit starte ich? Worauf ist<br />

besonders zu achten? Einfach die<br />

täglichen Hygiene- und Desinfektionsaufgaben,<br />

die vorher definiert<br />

und mit Bildern sowie Informationen<br />

verknüpft wurden, in der App<br />

aufrufen und sich digital durch die<br />

Anwendung leiten lassen. Der Reinigungsstatus<br />

ist stets aktuell, so<br />

sieht man auf einen Blick, ob ein<br />

Zimmer bezugsfertig ist oder nicht.<br />

Auch Krisenpläne, zum Beispiel für<br />

den Anlassfall von COVID-19 oder<br />

Noroviren, können zentral angelegt<br />

und über die App an <strong>das</strong> Team<br />

ausgespielt werden.<br />

www.noa.online<br />

Fotos: hollu<br />

Komfort trifft auf<br />

Nachhaltigkeit<br />

Die Zeit des Regens, Matsches und<br />

Schnees ist die Hochsaison für<br />

Schmutzfangmatten. Wie man diese<br />

wieder sauber bekommt und wie lange<br />

sie im Einsatz sein sollen erklärt Walter<br />

Heldmann, Mattenexperte und Produktionsleiter<br />

bei DBL Merk. Es ist wichtig,<br />

die Schmutzfangmatten gründlich<br />

zu waschen, da sonst der Floor keinen<br />

Schmutz mehr aufnehmen kann. Der<br />

Schmutz würde dann durch die über die<br />

Matte laufenden Kunden wie ein Stempel<br />

weiter durch die sauber zu haltenden<br />

Räume getragen werden. Dies gilt durch<br />

regelmäßiges Waschen und Austauschen<br />

der Schmutzfangmatten zu vermeiden.<br />

Um den Floor vom Schmutz zu<br />

befreien ist die von DBL eingesetzte industrielle<br />

Tunnelwaschstraße mit bis zu<br />

750 kg Fassungsvermögen ideal. Es werden<br />

während des Waschvorgangs eigens<br />

dafür abgestimmte Waschmittel<br />

Ziel von Albiro und Solida ist es, den<br />

besten Tragekomfort für die herausfordernden<br />

Bedingungen in Küche und<br />

Service zu erreichen. Durch die Entwicklungsarbeit<br />

in der Schnitttechnik<br />

und den Einsatz von TEC CELL–Geweben<br />

kann dieses hoch gesteckte Ziel auch<br />

erreicht werden. Das TEC CELL-Gewebe<br />

ist patentiert, besonders pflegeleicht und<br />

umweltfreundlich. Es überzeugt selbst<br />

die sensibelste Haut durch Weichheit<br />

und damit verbundenen Tragekomfort<br />

sowie enorme Langlebigkeit und wenig<br />

Gewicht. Bei den Modellen der Kochjacke<br />

Diagonal wird dieses Gewebe eingesetzt.<br />

Ein Großteil der Fasern ist natürlichen<br />

Ursprungs und stammt aus dem nachwachsenden<br />

Rohstoff Holz, entstanden<br />

durch Photosynthese. Bei diesen Modellen<br />

wird Nachhaltigkeit auf mehreren<br />

Ebenen realisiert: Durch die Verwendung<br />

des nachwachsenden Rohstoffs Holz, die<br />

umweltfreundliche Herstellung der Rohwaren,<br />

<strong>das</strong> Zertifikat der gelebten sozialen<br />

Verantwortung durch BSCI, durch die<br />

Produktion in Europa und die Langlebigkeit<br />

durch höchste Qualitätsansprüche.<br />

www.albiro.at<br />

www.solida.at<br />

Saubere Schmutzfangmatten<br />

Produktionsleiter Walter Heldmann.<br />

Foto: Albiro<br />

dosiert. Damit bei den Logomatten die<br />

Farben leuchtend bleiben, werden sie in<br />

der Regel bei 55 Grad gewaschen. Nach<br />

dem Waschen werden die Matten in einem<br />

Trommeltrockner getrocknet. Dabei<br />

richtet sich der Floor von selbst wieder<br />

auf, es entstehen so keine Wellen beim<br />

Trocknen.<br />

www.dbl.de<br />

Foto: DBL


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

HOUSEKEEPING & REINIGUNG 105<br />

Sauberkeit und Hygiene als<br />

„Benchmark“<br />

Sie sind Alleskönner und bei Bedarf<br />

auch Spezialisten:„The New Benchmark<br />

Machines“ von Miele haben vor<br />

kurzem die erfolgreichen Modelle der<br />

Generation „Benchmark“ abgelöst. Zu<br />

Waschmaschinen dieser Baureihe, die<br />

je nach Modell für <strong>12</strong> bis 20 Kilogramm<br />

Beladung verfügbar sind, gibt es Trockner<br />

in den passenden Größen.<br />

Herzstück der Maschinen sind die<br />

neuen Steuerungen. Je nach Einsatzort<br />

und Anwendung wird <strong>das</strong> Full-Touch-<br />

Farbdisplay entweder zur komplexen<br />

oder denkbar einfachen Bedieneinheit<br />

– in mehr als 30 Sprachen. Die glatte,<br />

schnell zu reinigende Oberfläche reagiert<br />

auch auf die Berührung von Arbeitshandschuhen.<br />

Alle Geräte sind für<br />

die digitale Vernetzung und die Nutzung<br />

von zukunftsweisenden Lösungen vorbereitet.<br />

So ist beispielsweise die Verbindung<br />

zu Dosiersystemen sowie zu anderen<br />

Geräten im Rahmen einer Spitzenlastabschaltung<br />

gewährleistet.<br />

Die Bedienung von Waschmaschinen<br />

und Trocknern ist gegenüber der<br />

bisherigen Generation deutlich einfacher<br />

geworden. Beispielsweise durch<br />

<strong>das</strong> elektromotorische Verschlusssystem<br />

„OneFingerTouch“ der Waschmaschinen,<br />

<strong>das</strong> sich – dank neuem Design<br />

des Türgriffes – zukünftig noch einfacher<br />

bedienen lässt.<br />

www.miele.at/professional<br />

Foto: Miele<br />

Allzweck bereit<br />

Werner & Mertz<br />

Professional erweitert<br />

sein Green Care<br />

Professional Sortiment<br />

um einen gebrauchsfertigen<br />

Allzweckreiniger.<br />

Oberflächen werden<br />

mit dem neuen TA-<br />

NET multiclean hervorragend<br />

benetzt<br />

und im Handumdrehen<br />

von Fingerabdrücken,<br />

Nikotinrückständen,<br />

Fett- und<br />

Tintenflecken, Kugelschreiber<br />

und -filzstiftstrichen<br />

materialschonend und streifenfrei<br />

befreit. Seine Vielseitigkeit<br />

macht ihn zum perfekten Reiniger<br />

in den verschiedensten Objekten<br />

wie Bürogebäuden, Schulen, Hotels<br />

oder Gastronomiebetrieben.<br />

TANET multiclean ist EU-Ecolabel<br />

und Cradle to Cradle® zertifiziert,<br />

hat eine CLP-freie Rezeptur<br />

und eine Flasche aus 100% Recyclat.<br />

Als ready-to-use Produkt spart<br />

TANET multiclean Zeit und Geld.<br />

Sicher für Mensch und Umwelt.<br />

www.green-care-professional.com<br />

Schädlingsbekämpfung & Taubenabwehr<br />

Monitoring gemäß IFS, AIB, BRC<br />

auch für HACCP – Konzepte geeignet<br />

Hygiene seit 1878<br />

1090 Wien, Sechsschimmelgasse 9 office@assa.at<br />

Tel. 01/316 60-0, Fax: 01/316 60-99<br />

www.assa.at<br />

innovativ – leistungsstark – verlässlich<br />

Foto: Werner & Mertz


106 TISCHKULTUR<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Festliche Tischkultur<br />

In der kommenden Weihnachtszeit wird wieder bevorzugt in kleinem Rahmen gefeiert und<br />

gerade deshalb soll der gedeckte Tisch für den Gast etwas Besonderes sein. Von Andrea Jungwirth<br />

Bereits kleine Veränderungen verleihen<br />

dem Gastraum und dem<br />

gedeckten Tisch ein festliches<br />

Ambiente. In diesem Jahr wird<br />

bevorzugt klassisch dekoriert, durch<br />

die Rückbesinnung auf die sogenannte<br />

„gute alte Zeit“ ist vor allem eine traditionelle<br />

Weihnachtsdekoration angesagt<br />

und Farben wie Rot, Grün und Gold dominieren<br />

die Festtafel.<br />

Gepflegtes Wohlfühlambiente mit<br />

Natürlichkeit<br />

Weihnachtskugeln, Tannenzweige und<br />

natürlich Kerzen dürfen bei der Weihnachtsdekoration<br />

in der Gastronomie<br />

nicht fehlen und <strong>das</strong> Wohlfühlambiente<br />

beginnt nicht erst im Gastraum. Ein<br />

schöner Christbaum im Eingangsbereich<br />

und Dekoration bereits vor dem<br />

Restaurant laden den Gast zum Verweilen<br />

ein. Der dekorierte Tisch, ansprechend,<br />

aber nicht zu überladen,<br />

schafft eine Atmosphäre, in der <strong>das</strong><br />

Essen nochmals so gut schmeckt, der<br />

Gast daher gerne länger verweilt und<br />

mehr konsumiert. Um <strong>das</strong> weihnachtliche<br />

Menü in vollen Zügen genießen<br />

zu können, sollten Tischwäsche, Teller,<br />

Gläser und Besteck mit der Tischdekoration<br />

harmonieren, wobei natürliche<br />

und nachhaltige Dekorationsartikel verstärkt<br />

im Trend liegen. Accessoires aus<br />

Holz, echte Tannenzapfen und -zweige,<br />

schöne Glasgefäße mit Kerzen wirken<br />

natürlich, aber edel. Dann reichen<br />

zu weißer Tischwäsche einige farbliche<br />

Akzente in Rot, Grün und Gold und ein<br />

aufeinander abgestimmtes Geschirr, um<br />

die erwünschte Stimmung zu erzielen.<br />

Jedoch gilt <strong>das</strong> Prinzip, weniger ist mehr.<br />

Der klare minimalistische Stil aus Skandinavien,<br />

mit seiner Natürlichkeit und<br />

seinen warmen Farben, kann dabei Vorbild<br />

sein.<br />

Langlebige Grundausstattung<br />

Die weihnachtliche Zeit zählt für Gastonomen<br />

zu den umsatzstärksten des<br />

Jahres. Neben der passenden Speisekarte<br />

darf <strong>das</strong> entsprechende Ambiente<br />

nicht fehlen. Natürlich gibt es Trends<br />

wie den alpinen oder den klaren skandinavischen<br />

Stil in vielen Hotels, dementsprechend<br />

werden Tischwäsche, Geschirr<br />

und Gläser ausgewählt, aber die<br />

Ware sollte auch aus wirtschaftlicher<br />

Sicht möglichst lange halten. Mit einem<br />

zurückhaltenden Design ist man daher<br />

gut beraten. Mit hochwertiger, weißer


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

TISCHKULTUR 107<br />

Foto: sebra / Adobe Stock<br />

oder champagnerfarbener Tischwäsche<br />

in Damast oder Leinenqualität, mit<br />

hochwertigen Gläsern und Geschirr, die<br />

in <strong>das</strong> Gesamtkonzept des Hauses passen,<br />

liegt man immer richtig. Passende<br />

Dekorationsartikel für den Toptable<br />

können so optimal wirken und an die jeweilige<br />

Festlichkeit und auch an aktuelle<br />

Trends angepasst werden.<br />

Farbenharmonie<br />

Rot ist die klassische Weihnachtsfarbe,<br />

die vor allem als Bordeaux, auch in<br />

Kombination mit Violett gut wirkt. Gold<br />

in Form des Besteckes oder verschiedener<br />

Dekorationsartikel harmoniert damit<br />

immer. Zusammen mit dunklem<br />

Grün wirkt <strong>das</strong> bewährte Farbenduett<br />

besonders gut in einer leicht rustikalen<br />

Umgebung.<br />

Wer es weniger klassisch bevorzugt,<br />

kann auch Pastellfarbenes wählen. Rosa,<br />

Beige, aber auch ein dezentes Pastellblau<br />

liegen im Trend. In ein modern wirkendes<br />

Ambiente passen Rosatöne, die zusammen<br />

mit dezenten Braun- oder Grautönen<br />

gut harmonieren und auf keinen<br />

Fall kitschig wirken. Sie erzeugen ein ruhiges<br />

Ambiente, besondere Akzente wie<br />

mit Dekorationsartikel im Karomuster,<br />

können dabei gezielt eingesetzt werden.<br />

Wer farblich aus der Reihe tanzen will,<br />

kann Mut zur Farbe beweisen. Knallige<br />

Farben im Stil der 60er Jahre liegen genauso<br />

im Trend wie die Kombination von Pastelltönen<br />

mit kräftigen Farbtönen.<br />

Mit dem Tischtuch beginnt es<br />

Schön essen gehen, <strong>das</strong> vermissen die<br />

Menschen in diesen Zeiten, denn es geht<br />

nicht nur um <strong>das</strong> Essen selbst, sondern<br />

auch um <strong>das</strong> Ambiente und die Atmosphäre.<br />

Gerade in der Weihnachtszeit ist<br />

dieses Verlangen stärker ausgeprägt und<br />

der Gast lässt sich vom Erscheinungsbild<br />

mehr beeinflussen. Die beste Werbefläche<br />

ist somit die Location selbst. Und alles<br />

beginnt mit zumindest einem schönen<br />

Tischtuch, an dem immer noch der<br />

Nimbus des Feierlichen hängt. Es wird<br />

nur mehr zum Teil in der Gastronomie<br />

verwendet, in der gehobenen Gastronomie<br />

ist es ein Muss. Als Basis der<br />

Tischdekoration ist es ein Zeichen der<br />

Gastfreundschaft, man zeigt dem Gast<br />

Wertschätzung, wenn der Tisch schön<br />

eingedeckt ist. Je nach Anlass finden sich<br />

Exemplare mit passenden Motiven, dezente<br />

festliche Motive, die auch perfekt<br />

zu weißem Standardgeschirr passen.


108 TISCHKULTUR<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Prickelnde<br />

Champagnergläser<br />

Riedel vereint Eleganz, Dynamik<br />

und Tradition. Glasserien<br />

von Riedel passen zu jeden Anlass<br />

und Weinliebhaber finden ihr<br />

Glas – ob händisch oder maschinell<br />

gefertigt, die Auswahl ist groß.<br />

Aber auch die Accessoires wie Karaffen<br />

und Dekanter bestechen<br />

durch ihre Schönheit. Geschenke<br />

von Riedel gehören zu den absoluten<br />

Lieblingen. „Die Bezeichnung<br />

Champagner Weinglas ist bewusst<br />

gewählt“, erklärt Maximilian J. Riedel,<br />

„denn Champagner ist in erster<br />

Linie ein Wein. Ob Blanc de<br />

Blanc oder Cuvées – <strong>das</strong> Champagner<br />

Weinglas bringt die gesamte<br />

Aromenvielfalt von Champagner<br />

zum Vorschein. Der größere<br />

Mundranddurchmesser ermöglicht,<br />

<strong>das</strong> Parfum des Champagners<br />

zu genießen. Ein Moussierpunkt<br />

verhindert <strong>das</strong> zu schnelle<br />

Abperlen der Champagnerbläschen,<br />

da <strong>das</strong> Moussieren für viele<br />

zum Trinkerlebnis von Champagner<br />

dazugehört.“<br />

www.riedel.com<br />

Die Welt der Oberflächen<br />

Die Veredelungsarten von HEPP schaffen<br />

<strong>das</strong> gewisse Etwas. Ob stonewashed,<br />

PVD-beschichtet, Glasperlen<br />

gestrahlt, gebürstet, versilbert oder individualisiert.<br />

Bestecke mit einer Oberflächenbeschichtung<br />

sorgen für ein besonderes<br />

Flair auf dem Tisch. Bei der<br />

PVD-Beschichtung wird die Farbe durch<br />

Dampf unter Vakuumbedingungen auf<br />

<strong>das</strong> Besteck aufgebracht. Es weist eine<br />

hohe Beständigkeit gegen Abrieb und<br />

Verschleiß auf. Die stilvollen PVD-Varianten<br />

sind bei HEPP in den Farben gold,<br />

hellgold, kupfer und anthrazit erhältlich.<br />

Beim Stonewashing wird ein einzigartiger<br />

Vintage-Look kreiert. Durch die Behandlung<br />

mit Glasperlen erhält <strong>das</strong> Besteck<br />

einen sanften Schein. Gebürstete<br />

Oberflächen bringen Schwung auf den<br />

gedeckten Tisch. Eine Versilberung sorgt<br />

für weichen Glanz und maximales Reflexionsvermögen<br />

und mit einer Individualisierung<br />

des Bestecks lässt HEPP keine<br />

Wünsche offen. Mit den unterschiedlichen<br />

Veredelungsmöglichkeiten bleiben<br />

keine Wünsche offen. Der Geschirr-<br />

Spezialist Rechberger unterstützt bei der<br />

passenden Auswahl für jeden gedeckten<br />

Tisch.<br />

www.rechberger.at<br />

Foto: Hepp<br />

Foto: Halek<br />

Foto: Riedel<br />

Nerv der Zeit<br />

Das Familienunternehmen Halek<br />

setzt auch in Zukunft auf nachhaltige<br />

Verpackungsprodukte und trifft somit<br />

den sensiblen Nerv der Zeit, denn<br />

immer mehr Gastronomie- und Hotellerie<br />

Betriebe sind auf der Suche nach<br />

innovativen und umweltfreundlichen<br />

Verpackungsalternativen für den täglichen<br />

Betrieb. Die Produktpalette umfasst<br />

neben einem vielfältigen und anspruchsvollen<br />

Hygienesortiment eine<br />

große Auswahl an modernsten, ökologischen<br />

Verpackungen und Produkten<br />

für den Take Away und To Go Bereich,<br />

für den Catering und Event, den Feinkostbereich,<br />

rund um Salat und Fleisch,<br />

Servietten in allen nur erdenklichen Variationen<br />

sowie Reinigungspapier und<br />

Tücher. Für den Vendingbereich, eine<br />

große Auswahl von Füllprodukten, wie<br />

Kaffee, Cacao, Tees, Cappuccinos, dazu<br />

die passenden Becher in allen Rohstoffversionen,<br />

bis zu kompostierbaren Becher,<br />

alle mit der Möglichkeit der Bedruckung.<br />

www.halek.at


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

TISCHKULTUR 109<br />

Royal Collection Servietten<br />

Die neue PAPSTAR „Royal<br />

Collection“ Designserien<br />

„CHALK“ & „DELFT“ überzeugen<br />

mit einem trendigen Look<br />

in gedeckten Farben. Die dazu<br />

passenden Leuchterkerzen,<br />

Tischdecken und Tischläufer<br />

schaffen <strong>das</strong> perfekte Ambiente.<br />

Weitere Innovationen<br />

sind unter anderem 13 starke<br />

unifärbige Servietten im wiederverschließbaren<br />

Karton,<br />

ebenfalls aus der Serie „Royal<br />

Collection“. Bei dieser Verpackungsvariante<br />

wird komplett<br />

auf Plastik verzichtet. Die PAPSTAR<br />

„Royal Collection“ Servietten sind weich<br />

im Hautkontakt, geruchsneutral und<br />

leicht formbar. Auch optisch ist kaum<br />

ein Unterschied zur pflegeintensiven<br />

Unser Resümee zur heurigen Messe<br />

„Alles für den Gast“ ist durchwegs<br />

positiv. Zwar waren wesentlich weniger<br />

Gäste als die Jahre zuvor, dafür jedoch<br />

viele professionelle Fachbesucher.<br />

Qualitativ war die geringere Gästeanzahl<br />

damit definitiv kein Nachteil, sondern<br />

es waren dadurch trotzdem etliche<br />

Stoffserviette sichtbar. Produziert wird<br />

<strong>das</strong> gesamte Sortiment in Spittal an der<br />

Drau, worauf <strong>das</strong> heimische Unternehmen<br />

besonders stolz ist.<br />

www.papstar.com, www.papstar-shop.at<br />

Helmut Hutterer zur „alles<br />

für den Gast“<br />

Foto: Kurt Heinz<br />

gute Verkaufsgespräche und Abschlüsse<br />

möglich. Die Veranstalter und Aussteller<br />

haben heuer unter den gegebenen<br />

Bedingungen <strong>das</strong> beste aus der Messe<br />

gemacht und die GAST 20<strong>21</strong> ist somit<br />

erneut Teil einer erfolgreichen Messe-<br />

Geschichte für uns.“<br />

www.helmuthutterer.at<br />

Foto: Papstar<br />

Foto: Josef Rozsnyai<br />

Fotos: Rist<br />

Messerblock<br />

„Robert Welch“<br />

Der Messerblock „Robert Welch“<br />

in Schwarz, mit 6 Messern und<br />

Schärfer sowie Magnethalterung<br />

zur Klingenschonung. Der Signature<br />

Black Knife Block wird mit einem<br />

integrierten Radschärfer aus<br />

Keramik geliefert, um die Messer<br />

geschliffen und scharf zu halten.<br />

Ein magnetisches Ortungsgerät<br />

in jedem Schlitz zieht den Rücken<br />

des Messers zum Block und<br />

verhindert so eine Beschädigung<br />

der Schneide beim Einsetzen oder<br />

Entfernen der Messer.<br />

Vegetable/Paring Knife 8 cm,<br />

Serrated Utility Knife <strong>12</strong> cm, Kitchen<br />

Knife 14 cm, Cooks Knife<br />

14 cm, Bread Knife 22 cm, Carving<br />

Knife 23 cm, Knife Sharpener.<br />

23/20/32 cm<br />

www.rist.at


110 MESSEBLITZLICHTER<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Klassische Grills und Räucheröfen in allen Varianten<br />

konnte man bei der Firma Beelonia begutachten. Das<br />

deutsche Familienunternehmen ist seit <strong>12</strong>5 Jahren in<br />

diesem bereich führend.<br />

www.beelonia.de<br />

Die Spezialisten für nachhaltige Take-<br />

Away- und Lebensmittelverpackungen<br />

sowie für Servietten und Table-Top<br />

konnten zahlreiche interessierte Besucher<br />

begrüßen und über Innovationen und ökologische<br />

Lösungen aus dem Hause Messerle<br />

informieren. https://shop.messerle.at<br />

Olf Thile, Geschäftsführer Sielaff Austria und<br />

Schweiz war begeistert von der Qualität der<br />

Besucher. Es waren zwar nicht so viele wie zu<br />

normalen Zeiten aber unterm Strich war es für<br />

uns eine der besten Messen in Salzburg.<br />

www.sielaff.com<br />

Mastern statt klopfen lautet die Devise bei Schnitzelmaster.<br />

Das Fleisch wird dadurch besonders zart und<br />

man erspart sich viel Zeit. Gerade in großen Gastronomiebetrieben<br />

ein wesentlicher Vorteil. www.schnitzelmaster.de<br />

Lusini ist die neue Heimat für bekannte Marken<br />

wie Erwin Müller, Jobline oder Vega und bietet ein<br />

umfassendes Produktsortiment für Gastronomie<br />

und Hotellerie. www.lusini.com<br />

Speise-, Getränke und Weinkarten in allen Designs bietet die Firma<br />

Reischl aus Lamprechtshausen (Salzburg) an. Der individuelle Stil<br />

eines Hauses zeigt sich schließlich schon beim Überreichen der<br />

Karten an den Gast.<br />

www.reischl.at<br />

Mit dem besten Preis- Leistungsverhältnis und dem größten<br />

Gastro- und Gewerbearmaturenprogramm entwickelte sich<br />

Klarco zum „Marktführer“ in Österreich, wovon sich die Messebesucher<br />

überzeugen konnten. www.klarco.at


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

MESSEBLITZLICHTER 111<br />

Wer auf der Suche nach Einweggeschirr, Tischdekoration,<br />

Servietten, Kerzen, u.ä. war, dem konnte auf dem Stand<br />

von Papstar mit seinem umfangreichen Sortiment geholfen<br />

werden. www.papstar.com<br />

Die Firma Redl Gastrosystems aus Hollabrunn<br />

ist zufrieden, wieder mal bei einer<br />

Messe dabeigewesen zu sein. „Wir haben<br />

die letzten Monate genutzt und uns Antworten<br />

auf die Probleme der Gastronomie<br />

überlegt, die durch Covid19 entstanden<br />

sind“, soMartina Gabler-Redl. Redl.net<br />

Wir von Bischof Automaten, als auch die Besucherinnen<br />

und Besucher haben sich sehr gefreut, <strong>das</strong>s wieder eine<br />

Messe stattgefunden hat. Zwar waren es in diesem Jahr<br />

weniger Besuchenden und Ausstellende, aber es war<br />

fachlich eine sehr gute Messe mit sehr interessierten<br />

Kundinnen und Kunden. Ein großer Erfolg war unsere<br />

neue Softeismaschine, welche gerne besucht und getestet<br />

wurde. Auch unsere neuen Automatenmodelle<br />

vom FlexMax über den XL mit Casialockers hin zu einem<br />

unserer Bestseller, der LockBox, fanden großes Interesse<br />

bei den Besuchenden. www.Bischof-Automaten.com<br />

Fotos: Michael Heinz, Hintergrund: cbies / Adobe Stock<br />

Von Tischwasserfiltern über Filterkaraffen und Filterflaschen<br />

bis hin zu Filterarmaturen – beim Wasserspezialisten<br />

Brita blieben bei diesen Produktwünschen keine<br />

Fragen offen. www.brita.at<br />

Ecolab ist der weltweit führende Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen in<br />

den Bereichen Wasser, Hygiene und Infektionsprävention, wovon sich die zahlreichen<br />

Messebesucher auf dem Stand überzeugen konnten.<br />

www.ecolabhealthcare.de/<br />

Edelstahlküchen und Großküchentechnik für alle professionellen Bedürfnisse<br />

waren neben dem großen Geschirrsortiment die Highlights<br />

auf dem Stand der Wiener Firma Rist. www.rist.at<br />

BWT sorgt dafür, <strong>das</strong>s wohlschmeckendes, mineralisiertes Wasser<br />

in bester Qualität aus der Leitung, dem Wasserspender oder dem<br />

Tischwasserfilter direkt zu den Gästen kommt. www.bwt.com


Hotel<br />

Seite 1<strong>12</strong> bis Seite <strong>12</strong>7<br />

Tourismus &<br />

Hotellerie<br />

Tourismus<br />

Und jetzt? Touristische Strategien zu entwickeln,<br />

gleicht derzeit ein wenig dem Blick in die Kristallkugel.<br />

Denn was heute beschlossen wird, kann<br />

morgen schon Makulatur sein, wie die aktuelle<br />

Entwicklung zeigt. Trotzdem bleiben Touristiker<br />

dran und versuchen vermehrt, Konzepte auszustellen,<br />

die Pandemie-Maßnahmen so weit als<br />

möglich trotzen. <br />

Hotellerie<br />

Grün muss es sein! Die grüne Revolution ist im<br />

Vormarsch und auch Hoteliers kommen daran<br />

nicht vorbei, denn immer drängender wird der<br />

Wunsch der Gäste nach nachhaltigen Angeboten.<br />

Was aber auch neue Chancen für die Betreiber<br />

eröffnet. Was echte Nachhaltigkeit von<br />

einem grünen Mascherl unterscheidet, haben<br />

wir uns an einem konkreten Beispiel angesehen.


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

AKTUELLES 113<br />

Foto: Urbanauts<br />

Reisen mit persönlicher Empfehlung<br />

Sicherheit und Vertrauen werden die<br />

Reiseplanung dominieren, demnach<br />

werden Locations, die nicht so überlaufen<br />

sind, die Nase vorne haben. Destinationen<br />

und Unterkünfte als Geheimtipps<br />

zu positionieren, wird zum<br />

neuen Geschäftsmodell und hier knüpfen<br />

die Urbanauts an, die mit ihren persönlichen<br />

Empfehlungen für Hideauts<br />

sorgen.<br />

Die soeben ins Leben gerufene Empfehlungsplattform<br />

Hideauts spiegelt<br />

die neue Philosophie des Reisens wider.<br />

Sie zeigt besonders authentische<br />

und wenig überlaufene Plätze, jede<br />

Empfehlung der Plattform wurde vorab<br />

besucht. Das Team hinter den Streetlofts<br />

der Wiener Grätzlhotels und Service-Apartements<br />

in der Linzer etagerie<br />

reist abseits touristischer Pfade<br />

und gibt ihre persönliche Empfehlung<br />

für Unterkünfte wieder. Frei nach dem<br />

Motto: Wir waren dort!<br />

www.hideauts.at<br />

TAO Ticket to Winter<br />

Touristiker arbeiten fieberhaft daran,<br />

ihre Destinationen fit für die Zukunft<br />

des Wintertourismus zu halten. Neben<br />

der Pandemie sind es der Klimawandel<br />

und eine sinkende Zahl an Skifahrern,<br />

die eines klar macht: Skigebiete müssen<br />

künftig mehr sein als nur Liftbetreiber,<br />

um erfolgreich zu sein. „TAO Ticket to<br />

Winter“ hat ein Konzept entwickelt, alle<br />

Winteraktivitäten in einem ganzheitlichen<br />

Geschäftsmodell zu bündeln.<br />

Ulrich Andres, Geschäftsführer der<br />

TAO Beratungs- und Management<br />

GmbH: „Mit ,TAO Ticket to Winter‘<br />

steht Destinationen ein System zur Besucherlenkung<br />

und Monetarisierung zur<br />

Verfügung, <strong>das</strong> sowohl den klassischen<br />

Liftbetrieb als auch die Aktivitäten abseits<br />

der Piste in einem Geschäftsmodell<br />

bündelt.“<br />

Das System baut auf zwei Säulen: Einerseits<br />

setzt es auf Kommunikationsmaßnahmen,<br />

um Besucher vor Ort an<br />

die Hand zu nehmen und zu servicieren.<br />

Andererseits gibt es einen Webshop sowie<br />

eine App, in denen Tickets gekauft<br />

werden können. Dabei kommt <strong>das</strong> System<br />

ganz ohne Hardware wie Automaten,<br />

Kassen oder auch Schranken aus.<br />

Pilot-Destination war <strong>das</strong> Kärntner<br />

Skigebiet Simonhöhe, wo für die Wintersaison<br />

20/<strong>21</strong> Drehkreuze und Kassen<br />

entfernt und mittels TAO Ticket to<br />

Winter auf ein Ganzjahres-Konzept umgestellt<br />

wurde. Die Erfahrungswerte zeigen<br />

eine Umsatzsteigerung mit gleichzeitiger<br />

Kostensenkung.<br />

www.tao.at/produkte/<br />

tao-ticket-to-winter/<br />

Foto: TAO


GREEN<br />

FUTURE<br />

114 HOTEL DER ZUKUNFT<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Die Hotel-Zukunft ist grün!<br />

Und sie muss nachhaltig sein! Denn Natur hat immer etwas mit Nachhaltigkeit zu tun und<br />

Natur als Basis gewinnt in der Hotellerie stetig an Bedeutung. Hoteliers tun also gut daran,<br />

sich mit diesem Thema intensiv auseinanderzusetzen. <br />

Von Petra Pachler<br />

Grün, nachhaltig, ressourcenschonend,<br />

umweltfreundlich. Schlagworte,<br />

die nicht nur durch die Gazetten<br />

geistern, sondern Begriffe,<br />

die eine Lebensart skizzieren, die von immer<br />

mehr Menschen nachgefragt wird.<br />

Die Natur wird zum wesentlichen Asset<br />

im Tourismus und die Hotellerie zieht<br />

nach. In ländlichen Regionen bedient<br />

man sich schon länger dessen, was man<br />

vor der Haustüre hat, aber auch Betreiber<br />

in urbanen Räumen setzten auf grün.<br />

Stadthotels planen Begrünungen für ihre<br />

Häuser und setzen die Natur auch mittels<br />

frischer Produkte auf dem Teller um.<br />

Der Stadtgärtner ums Eck darf tagesfrisch<br />

liefern, die Bienen auf dem Hoteldach<br />

versorgen die Frühstückgäste mit<br />

info<br />

Im zweiten Teil der Serie<br />

„Hotel der Zukunft“<br />

beleuchten wir <strong>das</strong> Thema<br />

Nachhaltigkeit.<br />

dem Honig. Eine Mischung aus Tradition<br />

und Moderne hinsichtlich Architektur<br />

und Kulinarik ist zu beobachten, wo<br />

dann die Natur im Fokus steht.<br />

Prodinger Tourismusberatung hat<br />

sich dem Thema in einem eigenen Buch<br />

gewidmet, und zwar auch unter dem Aspekt,<br />

„Wie es gelingt, Nachhaltigkeit in<br />

der Hotellerie vor der gnadenlosen Vermarktung<br />

zu retten!“<br />

Denn eines ist auch klar: Das Thema<br />

Nachhaltigkeit heften sich viele auf die<br />

Fahnen, aber für die ganzheitliche Umsetzung<br />

braucht es mehr als nur ein bisschen<br />

Holz beim Bau und grüne Pflanzen<br />

zur Deko.<br />

Hotels in Österreich stehen oft inmitten<br />

einer Naturidylle, ohne <strong>das</strong>s sich deren<br />

Besitzer dessen bewusst ist. Oft sind<br />

auch mittelständische Betriebe aus alten<br />

Bauernhöfen entstanden, die seit Generationen<br />

in der Familie sind. Die daraus<br />

hervorgehenden Hotels haben damit<br />

nicht nur die optimale Lage, sondern<br />

auch den entsprechenden traditionellen<br />

Spirit, der für die Gäste spürbar ist. Und<br />

die Betreiber verfügen über <strong>das</strong> Wissen,<br />

mit der Natur zu leben, ohne sie zu zerstören.<br />

Der Hotelier, so Prodinger, befindet<br />

sich also beim achtsamen Umgang<br />

mit der Umwelt in einer Pole-Position.<br />

Den Vorteil zu nützen, gleichzeitig Verantwortung<br />

zu übernehmen und als Vorbild<br />

zu agieren, ist die Basis für durchgängige<br />

Nachhaltigkeit. Der Hotelier mutiert<br />

zum „Tour-Guide“ der Natur, sein landwirtschaftliches<br />

Wissen öffnet den Gästen<br />

die Augen für den Kreislauf der Natur<br />

und kann so gleichzeitig auch die so oft<br />

zitierte Erlebniswelt schaffen.<br />

„Native-Eco“<br />

Tourismus-Berater Christoph D. Albrecht,<br />

Geschäftsführer von AC Consulting,<br />

teilt die Urlaubsgäste in unterschiedliche<br />

Segmente. Eines davon<br />

nennt er <strong>das</strong> Wertefeld Native-Eco, in<br />

dem Umweltbewusstsein und Naturverbundenheit<br />

mit Tradition verschmelzen.<br />

Die Natur und <strong>das</strong> intensive Erlebnis mit


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

HOTEL DER ZUKUNFT 115<br />

Das Designhotel Wiesergut punktet mit seinem „green“ Fokus .<br />

Fotos: Wiesergut / Hari Pulko<br />

Der eigene Bauernhof ist die Grundlage<br />

für nachhaltiges Wirtschaften und von<br />

dort kommen Fleisch, Obst und Gemüse<br />

auf den Teller.<br />

und in ihr sind der Kern. Der Native Eco<br />

entscheidet sich bei gleichen Leistungen<br />

dann auch bevorzugt für jene Anbieter,<br />

die ressourcenschonend und umweltbewusst<br />

agieren.<br />

„Native-Eco“ setzt sich aus drei Themenbereichen<br />

zusammen. „Ganzheitliche<br />

Naturerlebnisse“, „ressourcenschonender<br />

Betrieb“ und „Regionalität und<br />

Authentizität“.<br />

„Ganzheitliches Naturerlebnis“ bedeutet,<br />

<strong>das</strong>s die Gäste nicht nur in der Natur<br />

sein möchten, sondern auch von und über<br />

sie lernen wollen. Das liefert enormes Potenzial<br />

für neue Angebote und führt sogar<br />

so weit, <strong>das</strong>s Gäste Urlaub machen, um<br />

in der Natur zu arbeiten. Urlauber, speziell<br />

jene aus dem urbanen Bereich, lassen<br />

den Alltag hinter sich, indem sie im Hotel<br />

oder am Bauernhof mithelfen – und <strong>das</strong><br />

unentgeltlich. Sie wollen neue Dinge erleben<br />

und <strong>das</strong> so naturnahe und authentisch<br />

wie möglich.<br />

Der Hotelier ist damit Kräuterpfarrer,<br />

Wildexperte, Landwirtschafts-Fachmann<br />

und Gärtner und teilt sein Wissen<br />

mit den Gästen: Bei Kräuterwanderungen<br />

für <strong>das</strong> selbst hergestellte Pesto, der<br />

morgendliche Besuch im Stall ist Begegnung<br />

mit dem abendlichen Schnitzel.<br />

Das emotionale Erleben von Naturaspekten<br />

bleibt hängen und wird im<br />

Archiv „wiederkommen“ gespeichert. Alpine<br />

Volunteering-Programme können<br />

somit neue Chancen für Tourismusbetriebe<br />

liefern.<br />

Die Natur als wichtiger gesellschaftlicher<br />

Aspekt ist ins Bewusstsein gerückt,<br />

Umwelt- und Klimaschutz – und als<br />

Klammer über dem Ganzen die Nachhaltigkeit<br />

- sind deshalb wichtige Themen<br />

bei allen Menschen geworden. Somit<br />

wird der Druck auf Gastro- und Beherbergungsbetriebe<br />

immer größer, umweltund<br />

ressourcenschonend zu agieren, so<br />

Albrecht. Genau wie bei der ressourcenschonenden<br />

Produktion legen naturbewusste<br />

Gäste u.a. Wert darauf, <strong>das</strong>s<br />

Hotels und Gastrobetriebe ökologisch<br />

gebaut und betrieben werden. Hotelbetreiber<br />

können dadurch doppelt profitieren.<br />

Einerseits sparen sie damit selbst<br />

Energiekosten und andererseits erhöhen<br />

sie die Attraktivität für Menschen,<br />

die diesen Werten verbunden sind.<br />

Transparenz und Wissensvermittlung<br />

in Bezug auf die Herkunft der Produkte<br />

wird zunehmend wichtiger und die Fokussierung<br />

auf Native-Eco an allen Gäste-Kontaktpunkten<br />

muss durchgängig<br />

gelebt werden. Die Gäste wollen Regionalität<br />

und Authentizität aktiv spüren<br />

und erleben.<br />

„Öko ist in ...“<br />

... sagt der Prodinger Report hinsichtlich<br />

Nachhaltigkeit und grüner Hotels. Der<br />

grüne Trend wird von außen und innen<br />

sichtbar gemacht. Grün bedeutet Nachhaltigkeit<br />

und impliziert damit auch ein<br />

grünes Hotel. Doch was ist ein grünes<br />

Hotel? Ökolabels und <strong>das</strong> Umweltzeichen<br />

sind zwar schon ein guter Anfang<br />

für die Positionierung, weil Zertifikate<br />

auch für den Gast nachvollziehbar


116 HOTEL DER ZUKUNFT<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Kolumne<br />

Ändert sich nichts,<br />

ändert sich alles<br />

Die Globalisierung war für<br />

den Tourismus ein Wertschöpfungsturbo.<br />

Aber ich<br />

fürchte, <strong>das</strong>s wir die Anfälligkeit<br />

dieses Motors<br />

unterschätzt haben. Das<br />

Corona-Virus führt uns dies<br />

drastisch vor Augen. Die<br />

Pandemie ist (auch) eine<br />

Konsequenz der Art und<br />

Weise, wie wir konsumieren.<br />

Sie ist eine direkte Folge der<br />

absolut unsinnigen Idee,<br />

<strong>das</strong>s eine Wirtschaft immer<br />

und immer weiter wachsen<br />

kann und soll.<br />

Es bedarf einer profunden<br />

Veränderung der touristischen<br />

Produkte. Andernfalls<br />

wird die angestrebte<br />

positive Veränderung nicht<br />

zu verwirklichen sein. Und<br />

eine wahrhafte Veränderung<br />

wiederum kann nur geschehen,<br />

wenn der Antrieb<br />

dazu von den Menschen<br />

freiwillig kommt, wenn sich<br />

von selbst eine gewisse<br />

Freude entwickelt, längst<br />

angesagte Nachhaltigkeits-<br />

„To-Dos“ nicht nur zur befolgen,<br />

sondern sie auch als<br />

Selbstverständlichkeit im<br />

täglichen Leben zu praktizieren.<br />

Mit anderen Worten:<br />

Nachhaltigkeit ist nicht <strong>das</strong><br />

Ziel, sondern ein permanenter<br />

Weg!<br />

Thomas Reisenzahn, akadem.<br />

geprüfter Tourismuskaufmann.<br />

Foto: Prodinger Beratungsgruppe<br />

Die Atmosphäre entsteht aus der Symbiose zwischen Tradition und Moderne.<br />

Foto: Wiesergut / Hari Pulko<br />

sind. Aber es muss weiterreichen: Für<br />

den Gast soll <strong>das</strong> grüne Konzept auch<br />

bei den Lebensmitteln sichtbar sein,<br />

dazu gesellt sich ressourcenschonender<br />

Umgang mit Wärme, Energie und<br />

Wasser und die Verwendung von Naturmaterialien<br />

und chemiefreien Kosmetikprodukten.<br />

All <strong>das</strong> muss der Gast<br />

sehen, damit es authentisch ist – Hinweise<br />

können also nicht schaden. Die<br />

Zertifizierung umfasst aber auch Bereiche,<br />

die der Gast nicht sieht, wie Recycling-Strategien,<br />

ein Abfallmanagement<br />

und der Umgang mit den Mitarbeitern.<br />

Wobei letzteres letztendlich aber auch<br />

wieder beim Gast ankommt, denn zufriedene<br />

Mitarbeiter wirken sich auch<br />

positiv auf die Kundenzufriedenheit aus<br />

und stärken <strong>das</strong> Image des Hotels.<br />

Landwirt versus Hotelier<br />

Ein Hotel, <strong>das</strong> die grünen Kriterien<br />

bestens erfüllt, ist <strong>das</strong> Hotel Wiesergut<br />

in Saalbach-Hinterglemm. Auf<br />

dem Grund des heutigen Hotels steht<br />

seit 1350 ein Gutshof mit hofeigener<br />

Quelle. Die Landwirtschaft ist seit Generationen<br />

Einnahmequelle und Leidenschaft<br />

der Familie und auch die aktuellen<br />

Gastgeber, Martina und Sepp<br />

Kröll, sind nicht nur professionelle Hoteliers,<br />

sondern auch Landwirte mit<br />

Leib und Seele. Auf 80 Hektar Eigenbesitz<br />

und 15 Hektar Pachtgrund leben<br />

15 Hühner, Milchkühe (die von Mitte<br />

Mai bis Mitte Oktober auf der Wieseralm<br />

weiden), Esel Gloria, Hengst Lucky<br />

und original reinrassige Pinzgauer<br />

Rinder - eine vom Aussterben bedrohte<br />

regionale Rasse. Drei Hochbeete im<br />

Innenhof sind ideal von der Küche zugänglich.<br />

ein zirka 10 Meter langes Blütenbeet<br />

mit lauter essbaren Blüten und<br />

Kräutern, Apfelbäume für den naturtrüben<br />

Apfelsaft zum Frühstück und Obstbäume,<br />

deren Früchte zu Marmeladen<br />

verarbeitet werden, vervollständigen<br />

den landwirtschaftlichen Betrieb. Sepp<br />

Kröll empfindet diese Tätigkeit als guten<br />

Ausgleich zur Arbeit im Hotel. Das<br />

Wild kommt vorwiegend von Krölls<br />

Vater, der Jäger ist, der Rest wird bei<br />

Tauernlamm zugekauft. Was sich aus<br />

der eigenen Landwirtschaft nicht ausgeht,<br />

wird in regionaler Bioqualität ergänzt.<br />

Gemüse kommt vom Biohof Stechaubauer<br />

in Saalfelden und vom Bauer<br />

Gust aus der Steiermark. Die Produkte<br />

werden in Slow Food Philosophie zubereitet,<br />

was für Sepp und Martina Kröll<br />

„bewusster Genuss regionaler und auch<br />

traditioneller Gerichte, mit großer gelebter<br />

Wertschätzung den Produzenten<br />

gegenüber“ bedeutet.<br />

Die Gäste profitieren von der „Back<br />

to the roots“ Philosophie, denn was auf<br />

ihren Tellern landet, ist an Frische nicht<br />

zu überbieten. Auch im Wiesergut fungiert<br />

der Hotelchef als Naturvermittler,<br />

der seinen Gästen die Wichtigkeit der<br />

Landwirtschaft anhand von Best practice<br />

nahebringt. Besuche im Stall sind keine<br />

Seltenheit und die umliegende Pinzgauer<br />

Natur ist für Lehrausgänge genauso<br />

Basis wie für Outdoor-Aktivitäten.<br />

Und auch da sorgen die Hoteliers für die<br />

notwendige Ausrüstung, entspannt wird<br />

indoor im Pool mit Quellwasser.


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

HOTEL DER ZUKUNFT 117<br />

Der grüne Nachhaltigkeitsgedanke<br />

zeigt sich in einer Abwasseraufbereitung<br />

im Küchenbereich, eine Kompostiermaschine<br />

für Nahrungsmittel- und Speisereste<br />

wird demnächst angeschafft. Man<br />

beteiligt sich an der Entstehung eines<br />

Wasserkraftwerkes gegenüber des Wieserguts,<br />

die Verpackungen sind alle aus<br />

nachhaltigen Materialien und <strong>das</strong> Ziel<br />

für 2022 ist eine eigene Kosmetik-Wiesergutlinie<br />

- ohne Zusatzstoffe - in Glasflacons<br />

zu entwickeln.<br />

Die Wiesergut Landwirtschaft geht<br />

auf der Wieseralm weiter: Das Bergrestaurant<br />

auf zirka 1500 m Seehöhe setzt<br />

auf Nachhaltigkeit in allen Belangen. Regionale<br />

Materialien wie Schladminger<br />

Loden, die Wiederverwendung alter Lärchenschindeln<br />

im Deckenbereich sowie<br />

eigens angefertigte Steinschüsseln aus<br />

Rauris stehen genau dafür. Ebenso die<br />

Kulinarik mit regionalen Produzenten.<br />

Der Käse für Kasnock’n und Kaspreßknödl<br />

kommt vom Sinnlehenhof in Leogang, der<br />

Kaviar von Walter Grüll aus Grödig.<br />

Der Kreislauf der Natur wird hier in<br />

einem geschlossenen System gelebt, was<br />

selbstredend zur Auszeichnungen mit<br />

dem Umweltzeichen geführt hat.<br />

www.wiesergut.com<br />

Was ist Nachhaltigkeit<br />

in der Hotellerie?<br />

Naturprodukte aus dem Umfeld auf<br />

dem Teller, Behandlungen mit Naturprodukten<br />

– möglichst in einem Naturspa.<br />

Im besten Fall ist der Hotelier<br />

Landwirt und baut viele seiner benötigten<br />

Produkte selbst an, wenn nicht,<br />

dann sollte er seinen Bauer zumindest<br />

kennen – und <strong>das</strong> auch kommunizieren.<br />

Gäste können dann den Küchenchef<br />

beobachten, wenn er vormittags<br />

in den Kräutergarten geht, um einzelne<br />

Zutaten für <strong>das</strong> Mittagessen direkt aus<br />

der Natur zu holen. Was mit dem Kräutergarten<br />

im Hotelareal begann, hat sich<br />

mancherorts zu ganzen Landwirtschaften<br />

entwickelt. Oder auch umgekehrt,<br />

nämlich, <strong>das</strong>s die Landwirtschaft zuerst<br />

da war und dann der Beherbergungsbetrieb<br />

entstand.<br />

Nachhaltiges Wirtschaften in der<br />

Hotellerie heißt auch, eine dem Standort<br />

angepasste Infrastruktur zu haben,<br />

heißt, lokale Arbeitskräfte zu beschäftigen<br />

und familienfreundliche Arbeitsbedingungen.<br />

Green ist <strong>das</strong> eine, doch<br />

Nachhaltigkeit ist noch viel mehr und<br />

ohne diese kann Green langfristig nicht<br />

funktionieren. Und der Hotelier muss es<br />

Auch Selbsteingekochtes gehört im<br />

Wiesergut zum Nachhaltigkeitsprinzip.<br />

Foto: Wiesergut / Rainer Hofmann<br />

kommunizieren, sonst bleibt er auf seinem<br />

Schatz womöglich sitzen.<br />

Ähnlich formuliert es auch Michaela<br />

Reitterer, ÖHV Präsidentin, hinsichtlich<br />

zukunftsfähiger Hotels: „Man muss gute<br />

Geschichten erzählen! Und <strong>das</strong> kann<br />

nicht sein, <strong>das</strong>s ich der billigste Anbieter<br />

bin! Und genauso wichtig ist „Nicht<br />

more of the same. Sondern, wie gestalte<br />

ich meine Marke aus, was braucht die Region,<br />

wie kann ich Mehrwert schaffen?“<br />

Die Natur als Basis haben alle, aber<br />

nicht alle machen etwas daraus. Dabei<br />

hat sie jede Menge Geschichten zu erzählen!<br />

Monika Gogl vom gleichnamigen Architekturbüro, war 2011 federführend für den Umbau im Wiesergut zuständig<br />

und gab <strong>GASTRO</strong> einen kurzen Einblick zur Bau-Philosophie.<br />

Frau Gogl, wo wurde der Nachhaltigkeitsfaktor am meisten umgesetzt?<br />

Da meiner Meinung nach Nachhaltigkeit ein holistisches Ganzes umfasst, wurde versucht, sowohl in der<br />

Architektur als auch in den Arbeitsprozessen und in der Weiterführung Nachhaltigkeit als oberstes Gebot<br />

zu spielen. Und ja, je klarer es der Architektur gelingt, natürliche Prozesse widerzuspiegeln<br />

(WABISABI), umso langlebiger ist <strong>das</strong> Produkt, da Patina und schönes<br />

Altern im menschlichen Sein eine wichtige Rolle einnehmen.<br />

Kurzinterview<br />

Wie entstand die puristische und zukunftsweisenden Architektur des<br />

Hotels?<br />

Die konzeptionelle Idee basiert auf einer weitblickenden Auseinandersetzung<br />

mit den vorhandenen Gegebenheiten in topologischer, baukünstlerischer und<br />

landschaftlicher Hinsicht.<br />

Zudem spielt der Faktor der agierenden Personen (Bauherren) eine große Rolle,<br />

da es sich um ein individuell ausgeführtes Produkt handelt. Die gegebene und<br />

die gestaltete Natur in Einklang und in räumlichen Bezug zu bringen, war eine<br />

der wichtigsten Grun<strong>das</strong>pekte.<br />

Wo zeigt sich die Langlebigkeit am besten?<br />

Je präziser und besser die Materialität gewählt und von modischen Aspekten<br />

Abstand gehalten wird, umso langlebiger bleibt es.<br />

Foto: Gogl Architekten


118 TOURISMUS<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Foto: Maria Sbytova / Adobe Stock<br />

Tourismus 2022 – wie<br />

sieht die Zukunft aus?


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

TOURISMUS 119<br />

Wintersport liegt in der DNA des österreichischen Tourismus.<br />

Fotos: Salzburgerland Tourismus<br />

Was braucht der Tourismus, um wieder auf die Erfolgsspur zu kommen und dort auch langfristig<br />

zu bleiben? Die Schlüsselworte sind Sicherheit, kulinarische Erlebnisse, Emotionen,<br />

Digitalisierung und ein funktionierendes Miteinander. Eines der größten Problemfelder ist der<br />

evidente Fachkräftemangel. <br />

Von Petra Pachler<br />

Das Gästeverhalten hat sich durch<br />

Corona deutlich verändert. Neue<br />

Parameter prägen die Urlaubsentscheidungen,<br />

allen voran der<br />

Sicherheitsaspekt. Gäste kommen dorthin,<br />

wo sie <strong>das</strong> Gefühl haben, <strong>das</strong>s Gastgeber<br />

auf ihre Sicherheit bedacht sind.<br />

Demzufolge strotzen die Websites touristischer<br />

Anbieter nur so vor Hinweisen<br />

zu Covidmaßnahmen und Sicherheitsaspekten<br />

in ihrer Region.<br />

Im Salzburgerland zum Beispiel zeigt<br />

ein Wegweiser den Weg zum sicheren<br />

Winterurlaub. Der Überblick beinhaltet<br />

Infos über die aktuelle Lage, alle derzeit<br />

geltenden Maßnahmen, die Regeln zur<br />

Liftbenützung und auch den regelkonformen<br />

Check-In in den Unterkünften.<br />

Der Skibetrieb steckt seit Jahrzehnten<br />

in der DNA des Salzburgerlandes,<br />

trotzdem legt man auch hier sogar im<br />

Winter vermehrt den Schwerpunkt<br />

auf den Genuss. Was im Sommer die<br />

Via Culinaria, bilden im Winter die Genuss-Ski-Routen<br />

ab. Die Genuss-Ski-<br />

Route „Die süße Versuchung“ im Snow<br />

Space Salzburg widmet sich den vielfältigen<br />

regionalen Süßspeisen, die auf<br />

den im ganzen Skigebiet verteilt teilnehmenden<br />

Hütten verkostet werden<br />

können. Bauernkrapfen, Pongauer Kerschmuas<br />

und die süße Brettljause warten,<br />

inklusive der Informationen über<br />

Ursprung und Zubereitung des jeweiligen<br />

Gerichts. Die Vernetzung zwischen<br />

Landwirtschaft und Gastronomie auch<br />

zu publizieren, wird zum Fixpunkt.<br />

www.snow-space.com/suesse-versuchung<br />

Dazu passt eine Diskussionsrunde,<br />

die Hannes Royer, Vereinsobmann von<br />

„Land schafft Leben“, gemeinsam mit<br />

Dominik Linser von Ötztal Tourismus<br />

durchführte: Das Thema Regionalität<br />

und Tourismus standen dabei im Fokus.<br />

„Diese Veranstaltung soll dazu führen,<br />

<strong>das</strong>s regionale Produkte aus dem Tal in<br />

den Großhandel gelangen. Damit können<br />

GastronomInnen diese leichter beziehen<br />

und am Ende dieses Prozesses<br />

steht die Vermarktung des Ötztals als<br />

Genussregion“, so Linser.<br />

www.landschafftleben.at<br />

Kulinarik als Gästemagnet<br />

Kombinierbare Genuss- und Kulinariktouren<br />

will künftig die Region Wachau-<br />

Dunkelsteinerwald anbieten. Mittels<br />

eines LEADER-Projekts werden die Genussangebote<br />

regionaler Anbieter in der<br />

Wachau und im Dunkelsteinerwald in<br />

spezielle wachautypische Genuss- und<br />

Kulinarik-Touren verpackt. In Form von<br />

kombinierbaren Touren durch die Region<br />

werden Genussstationen angefahren,<br />

„was die regionale Wertschöpfung<br />

stärkt und Arbeitsplätze sichert“,<br />

so Wirtschafts- und Tourismuslandesrat<br />

Jochen Danninger. Laut Bernhard<br />

Schröder, Geschäftsführer von Donau<br />

Niederösterreich Tourismus GmbH, sei<br />

<strong>das</strong> Marktpotenzial enorm, weil es Ge-


<strong>12</strong>0 TOURISMUS<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Die Bandbreite des Tourismus wird in der Steiermark in allen 11 Regionen ausgespielt.<br />

Fotos: Steiermark Tourismus<br />

Auch der Naturpark Mürzer Oberland<br />

setzt künftig auf Besucherlenkung.<br />

Foto: nixxipixx.com<br />

nusstouren in der Region bis dato nicht<br />

gibt. Das Projekt wird mit Unterstützung<br />

von Land und Europäischer Union<br />

(LEADER-Fördermittel) gefördert.<br />

www.noe.gv.at<br />

Vernetzung von Kulinarik<br />

und Kultur<br />

Der zum zweiten Mal abgehaltene upperfuture<br />

day, <strong>das</strong> Leitevent des oberösterreichischen<br />

Tourismus, sieht den<br />

Tourismus als gesamtwirtschaftlich<br />

vernetzte Branche, die mit Netzwerkpartnern<br />

aus vielen Bereichen, allen voran<br />

mit der Landwirtschaft, zusammenarbeitet.<br />

„Echte Begegnungen“ stellt die<br />

Themen Kulinarik und Kultur in den Fokus,<br />

denn essen & trinken macht die<br />

Seele Oberösterreichs für alle Sinne erlebbar.<br />

Und gerade in der Vernetzung<br />

mit der Kultur – von der Wirtshauskultur<br />

bis zur Gegenwartskultur – steckt<br />

viel Potenzial für künftige Entwicklungen,<br />

so Mag. Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer<br />

des Oberösterreich Tourismus.<br />

„Kultur hat bei internationalen Gästen<br />

schon immer einen hohen Stellenwert,<br />

die Kultur des Genusses kommt<br />

verstärkt hinzu. Beides zu kombinieren<br />

hat hohes Potenzial für touristische<br />

Konzepte. Die Entwicklung Österreichs<br />

als Kulinarikdestination ist eine sehr dynamische<br />

und trifft die steigende Nachfrage<br />

von Gästen aus aller Welt“, so Lisa<br />

Weddig, Geschäftsführerin der Österreich<br />

Werbung.<br />

www.oberoesterreich-tourismus.at<br />

Winterliebe<br />

Emotionen prägen den Tourismus!<br />

Nicht erst jetzt, aber seit der Pandemie<br />

verstärkt, denn der entstandene Wertewandel<br />

hat unter anderem auch zu<br />

einem Bedürfnis nach menschlichen Begegnungen<br />

geführt, wie Viktoria Veider-<br />

Walser von Kitzbühel Tourismus meint.<br />

Emotionen stehen im Vordergrund und<br />

ein neues Qualitätsverständnis hat sich<br />

etabliert. Die mit 10 Millionen Euro Budget<br />

ausgestattete Kampagne „Winterliebe“<br />

der Österreich Werbung spielt genau<br />

mit diesen Begriffen und zeigt, worum<br />

es geht: Es geht um Gefühle, die bei den<br />

Gästen die Liebe zu einem Österreich Urlaub<br />

entfachen sollen.<br />

„Künftige Entwicklungen der Destinationen<br />

– <strong>das</strong> wird nicht mehr im isolierten<br />

Kämmerlein passieren, sondern<br />

gemeinschaftlich. Lebensraum und Lebensqualität<br />

zählen“, so Veider-Walzer.<br />

11 Regionen,<br />

11 Sehnsuchtsmomente<br />

Auch die Steiermark spielt in ihrer Winterkampagne<br />

stark mit Emotionen: Steiermark<br />

Tourismus stellt 11 Sehnsuchtsmomente<br />

aus 11 Erlebnisregionen in<br />

den Mittelpunkt – von der ersten Abfahrt<br />

auf einer frisch präparierten Piste<br />

über <strong>das</strong> warme Thermalwasser bis hin<br />

zur Schneeschuhtour. Menschen sind<br />

die Botschafter der Themen.<br />

www.steiermark.com<br />

Digital ist normal<br />

Letzteres ist einer der wesentlichsten<br />

Punkte in der touristischen Zukunft:<br />

Ohne Digitalisierung geht nichts mehr<br />

und der durch die Pandemie ausgelöste<br />

Schub hat viele Entwicklungen beschleunigt.<br />

Entscheidend wird die benutzerfreundliche<br />

Umsetzung der<br />

technischen Features sein.<br />

Zitat<br />

„Eine seriöse Prognose für <strong>das</strong> kommende Urlaubsjahr<br />

ist daher so lange nicht möglich, als die politische Seite<br />

der Pandemie nicht beendet und alle Entscheidungen<br />

für Urlaubsaktivitäten der Eigenverantwortung<br />

der Menschen übergeben werden (können).“<br />

Prof Mag. Peter Zellmann, Institut für Freizeit und Tourismusforschung


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

TOURISMUS <strong>12</strong>1<br />

Besucherstromanalysen werden<br />

künftig <strong>das</strong> Geschehen entscheidend<br />

prägen, so Martin Schober von Saint Elmos<br />

Tourismusberatung: Die NÖ Bergbahnen<br />

haben bereits die erste Konferenz<br />

(Ana:Log) abgehalten, die sich nur<br />

diesem Thema widmet.<br />

Ein Anbieter für digitale Touren<br />

(Outdoor-Active) hat Live-Tracking als<br />

Leistungsangebot und Pilotprojekt initiiert:<br />

https://corporate.outdooractive.com<br />

Dabei werden Daten aus Hardware-<br />

Tracking mit GPS-Positionierung kombiniert,<br />

um Destinationen beim Management<br />

ihrer Gäste zu unterstützen.<br />

Voraussetzung für eine gezielte und aktuelle<br />

Besucherlenkung ist es, die aktuelle<br />

Auslastung der Hotspots zu kennen<br />

und <strong>das</strong> potenzielle Gästeaufkommen<br />

vorherzusagen.<br />

Unbewusste Gästelenkung<br />

Der Diskrepanz zwischen Angebot und<br />

Nachfrage will auch die Tourismusregion<br />

Naturpark Mürzer Oberland mit<br />

einer Besucherstromregelung entgegenwirken.<br />

Zahlreiche Tagesgäste machen<br />

die Planung schwierig, man setzt<br />

auf Vorab-Information. Die Erfahrung<br />

zeigt, <strong>das</strong>s sich viele Gäste abseits traditioneller<br />

Quellen informieren, immer<br />

mehr folgen Erzählungen – auch via Instagram<br />

und Postings. Der Ansatz für die<br />

geplante Besucherlenkung basiert unter<br />

anderem auf der Verortung sämtlicher<br />

Ausflugsziele mit öffentlichen Verkehrsanbindungen,<br />

einer (interaktiven)<br />

Beschilderung, Planungstools vor Ort,<br />

der Moderation der wichtigsten Tourenportale<br />

und Social Media-Kanäle.<br />

Eine favorisierte Bewerbung bestimmter<br />

Orte und Touren, die öffentlich erreichbar<br />

sind, soll eine unbewusste Gästelenkung<br />

bewirken. www.muerzeroberland.at<br />

Mobil – aber bitte sanft!<br />

Nachhaltigkeit prägt den Tourismus wie<br />

kaum jemals zuvor und eine der größten<br />

Herausforderungen dabei ist die Mobilität.<br />

Der Tourismus Mobilitätstag, zum<br />

achten Mal von Tourismus- und Klimaschutzministerium<br />

veranstaltet, zeigte<br />

sowohl die Relevanz dieses Themas<br />

auf als auch Lösungsansätze. Die Tourismusregion<br />

Zell am See arbeitet aktuell<br />

an einem Konzept für den Ausbau der<br />

öffentlichen Anreise, Ziel ist die Steigerung<br />

der Ankünfte aus Nahmärkten. Die<br />

Features reichen von alternativen Mobilitätsangeboten<br />

vor Ort inklusive einer<br />

Mobilitätskarte Zell am See-Kaprun,<br />

dem Ausbau und der Elektrifizierung<br />

des öffentlichen Verkehrsnetzes und<br />

dem Ausbau der E-Ladeinfrastruktur.<br />

Zudem soll die Destination als E-Bike-<br />

Region entwickelt werden. Eingebunden<br />

sind Tourismusverbände, Bergbahnen,<br />

der Klima- und Energiefonds und touristische<br />

Betriebe. Der intakte Naturraum<br />

dient als Basis touristischer Wertschöpfung<br />

in der Ganzjahresdestination<br />

mit 2,8 Millionen Nächtigungen im Jahr.<br />

www.zellamsee-kaprun.com<br />

info<br />

Zitat<br />

„Tourismus ist ein<br />

komplexes System.<br />

Die Krise hat gezeigt:<br />

Alle Säulen<br />

müssen funktionieren!<br />

Und man darf<br />

auch Einschränkungen<br />

machen -eine<br />

gewisse Anzahl an<br />

Gästen reicht!“<br />

Elias Walser vom Seefelder<br />

Tourismus<br />

Essen & trinken – und genießen<br />

Die Richtung für 2022 ist ziemlich klar:<br />

Neben der Stärkung erprobter Angebote<br />

kommt der Kulinarik ein immer größerer<br />

Stellenwert zu. In diesem Bereich<br />

<strong>das</strong> Heimische anzubieten, ist mittlerweile<br />

fast Pflicht, wird aber genauso<br />

zum Unterscheidungsmerkmal für Regionen.<br />

Dazu kommt die Vernetzung<br />

mit weiteren Themen, die einmal Kultur<br />

heißen, und dann wieder (Winter)<br />

wandern oder skifahren. Für Gastronomen<br />

und Hoteliers ist <strong>das</strong> Potenzial<br />

neuer Gäste damit ein großes, denn<br />

der Skifahrer 4.0 schaut bei der Pistenauswahl<br />

verstärkt auf die dort angebotene<br />

Gastronomie und der Genuss-Urlauber<br />

wählt überhaupt sein Programm<br />

nach den kulinarischen Angeboten aus.<br />

Und auch der Trend in Richtung naturnahe,<br />

nachhaltige Urlaubsformen gibt<br />

den Destinationsmanagern viele Möglichkeiten<br />

in die Hand.<br />

Die Plattform „Nachhaltige Mobilität im Tourismus“ von<br />

BMLRT und BMK beschäftigt sich eingehend mit diesem Thema.<br />

(www.meine-regionen.at)<br />

Mit dem klimaaktiv mobil Förder- und Beratungsprogramm unterstützt<br />

<strong>das</strong> Klimaschutzministerium Österreichs Unternehmen und<br />

Regionen und insbesondere die Tourismus- und Freizeitbranche<br />

bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten zur klimafreundlichen<br />

Tourismusmobilität.<br />

www.klimaaktivmobil.at<br />

Die Broschüre „Wie wird meine Tourismusdestination nachhaltig<br />

mobil?“ ist eine Anleitung für Praktiker in den Destinationen<br />

und skizziert die Schritte von der Idee bis zur Umsetzung konkreter<br />

Maßnahmen. Erhältlich beim Tourismusministerium.<br />

https://info.bmlrt.gv.at<br />

Foto: Olympiaregion Seefeld


<strong>12</strong>2 TOURISMUS & HOTELLERIE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

SÜD<br />

TIROL<br />

Foto: tvb_kronplatz_helmuth_rier<br />

Das<br />

grüne<br />

Tal<br />

GREEN<br />

FUTURE<br />

Foto: rotwild_olang<br />

Das Pustertal gilt als <strong>das</strong><br />

grünste Tal Südtirols und<br />

zudem trifft hier auch<br />

Österreich auf Italien. <br />

<br />

Von Petra Pachler<br />

Zwar liegt der Großteil des Tales<br />

schon in Südtirol, aber der östlichste<br />

Abschnitt ist dann doch<br />

in Osttirol beheimatet. Neben Sillian<br />

in Osttirol und Bruneck, Pfunders<br />

und Innichen, <strong>das</strong> an Österreich grenzt,<br />

ist Olang eine der bekanntesten Orte im<br />

südtiroler Teil des Pustertals. Und wer<br />

Olang sagt, der muss auch Kronplatz<br />

sagen, denn vom Gipfel des Olanger<br />

Hausberges breitet sich <strong>das</strong> UNESCO-<br />

Welterbe Dolomiten aus – mit weitreichenden<br />

Wander- und Skigebieten, wie<br />

den Lienzer und Pragser Dolomiten und<br />

den weltberühmten Drei Zinnen.<br />

Grünes Skigebiet<br />

Mit seinen 119 Pistenkilometern ist der<br />

Kronplatz nicht nur ein großer, sondern<br />

auch der beliebteste Skiberg Südtirols.<br />

Was auch schon die Frage aufwirft,<br />

wie ein Skigebiet beschaffen sein<br />

muss, wenn es im grünsten Tal bestehen<br />

kann. Am Kronplatz sorgt ein Büdel<br />

an Maßnahmen dafür, den Puster<br />

Skiberg umweltfreundlich zu machen.<br />

Aufstiegsanlagen laufen mit Ökostrom,<br />

der aus Wasserkraft gewonnen wird. In<br />

den letzten Jahren wurde der Kronplatz<br />

deshalb auch mehrmals mit dem „Green<br />

Energy Logo“ ausgezeichnet. Zudem bedecken<br />

Photovoltaikanlagen die Dächer<br />

der neu errichteten Talstation Ried in<br />

Percha und jener von Pikolein bei St.<br />

Martin in Thurn.<br />

Das für den Kunstschnee benötigte<br />

Nass wird in vier Speicherseen gebunkert<br />

und wird mit Regenwasser, Quellwasser<br />

und dem Wasser umliegender


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

TOURISMUS & HOTELLERIE <strong>12</strong>3<br />

Flüsse und Bäche gespeist. Italienweit<br />

war der Kronplatz auch <strong>das</strong> erste Skigebiet,<br />

in dem eine Pistenraupe mit Hybrid-Antrieb<br />

zum Einsatz kam.<br />

Naturschutzgebiete<br />

als grüne Lunge<br />

Definitiv ein grünes Aushängeschild<br />

ist der Naturpark Fanes-Sennes-Prags,<br />

der mit 25.453 ha als größter Naturpark<br />

Südtirols alle Kriterien der Nachhaltigkeit<br />

erfüllt. Auf vier Themenwegen wird<br />

der Fokus auf die verschiedenen Landschaften<br />

gelegt und gibt unterschiedliche<br />

Einblicke in die Natur. Wer den<br />

Naturerlebnisweg rund um den Toblacher<br />

See wählt, kommt dann gleich<br />

zum nächsten Naturschutzgebiet, dem<br />

Naturpark Drei Zinnen, <strong>das</strong> direkt angrenzt.<br />

TauFrisch in der Gastronomie<br />

Ein echtes „Green“ Projekt findet sich<br />

in Taufers mit Null Kilometer & TauFrisch:<br />

Das neue Gemüseanbau-Projekt,<br />

bei dem 13 Tauferer Gastbetriebe mitmachen,<br />

steht für Frische und Vielfalt<br />

in der Tauferer Küche. Bei diesem Projekt<br />

werden über dreihundert Sorten angebaut,<br />

vom klassischen Gemüse bis hin<br />

zu den alten, lokalen und seltenen Gemüsesorten.<br />

Die Gastronomen ernten<br />

sie gemeinsam und verfeinern sie dann<br />

zu köstlichen Gerichten. Das Anbauland<br />

liegt vor den Toren von Sand und wird<br />

zu 100 Prozent natürlich, in Mischkultur<br />

und unter Beachtung der Pflanzengemeinschaften<br />

beackert. Durch die reine,<br />

naturnahe Anbaumethode wird es<br />

möglich, alle Teile des Gemüses zu verwenden.<br />

www.ahrntal.com/de/genuss-gesundheit/<br />

genuss/taufrisch-frisch-vom-feld.html<br />

St. Vigil in Enneberg, <strong>das</strong> am Eingang<br />

zum Naturpark liegt, hat es schon<br />

geschafft: Seit August 20<strong>21</strong> ist der Urlaubsort<br />

als erster in Südtirol mit der<br />

GSTC-Zertifizierung (Global Sustainable<br />

Tourism Council) ausgezeichnet.<br />

Foto: IDM Südtirol / Alex Filz<br />

Das Pustertal setzt <strong>das</strong> Grün stark in den<br />

touristischen Angeboten um.<br />

Foto: barbara_schuster_olang<br />

Seit 20<strong>12</strong> ist <strong>das</strong> Naturhotel<br />

Leitlhof klimapositiv, wichtigster<br />

Baustoff ist Holz.<br />

Die bodenständige Gerstensuppe<br />

gehört laut Küchenchef<br />

Markus Auer unbedingt<br />

auf die Speisekarte.<br />

Fotos: Bureau Rabensteiner<br />

Europe’s Leading Green Hotel 20<strong>21</strong><br />

Stephan Mühlmann ist Juniorchef<br />

des Naturhotels Leitlhof in Innichen.<br />

Er hat sich intensiv mit<br />

den Themen Energie und Nachhaltigkeit<br />

auseinandergesetzt und so ist<br />

es ihm gelungen, <strong>das</strong> Haus energieautark<br />

und CO2-neutral zu machen. Das<br />

Hotel verfügt über ein eigenes Holzblock-Heizkraftwerk<br />

mit Hackschnitzeln<br />

aus dem eigenen Wald und einer<br />

Photovoltaikanlage am Dach und ist<br />

eines von nur wenigen klimapositiven<br />

Hotels weltweit (seit 20<strong>12</strong> zertifiziert).<br />

2016 und 20<strong>21</strong> wurde <strong>das</strong> Hotel mit<br />

dem World Travel Award in der Kategorie<br />

„Europe’s Leading Green Hotel“<br />

ausgezeichnet.<br />

Auf dem eigenen Bauernhof, dem<br />

Mühlhof, werden Agnus-Rinder gezüchtet,<br />

die nur im Leitlhof auf den<br />

Tisch kommen. Am Mühlhof gedeihen<br />

aber auch Gemüse und Kräuter,<br />

die dann zu einer Mischung aus alpinmediterraner<br />

Küche zubereitet werden.<br />

Alpin sind auch die Anwendungen<br />

im Spabereich und allein die Lage<br />

des Hotels inmitten des UNESCO<br />

Welterbes ist eigentlich die Basis der<br />

grünen Philosophie<br />

www.leitlhof.com<br />

Trotz großem Außenpool ist <strong>das</strong> Naturhotel<br />

Leitlhof klimaposiv.


<strong>12</strong>4 TOURISMUS & HOTELLERIE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Horizont-Erweiterung<br />

Das Alpin Panorama Hotel Hubertus<br />

ist im Winter Dreh- und Angelpunkt<br />

für Skifahrer und im<br />

Sommer für Wanderer. Was <strong>das</strong> Hotel<br />

allerdings auszeichnet, <strong>das</strong> ist sein<br />

Servicegedanke: Der Hotelshuttle<br />

des Hubertus verkehrt kostenlos zwischen<br />

Hotel und Talstation, <strong>das</strong> Winter-Aktivprogramm<br />

reicht von geführten<br />

Skiausflügen, Schneeschuh- und<br />

Winterwanderungen bis hin zu Tipps<br />

vom Chef. Die Natur steht auch hier<br />

im Fokus, denn in den Panoramazimmern<br />

schlafen Urlauber vor einer riesigen<br />

Glasfront mit der imposanten<br />

Bergkulisse vor den Augen.<br />

High in the sky<br />

Eine architektonische Meisterleitung<br />

ist der 25 Meter lange Outdoor Sky<br />

Pool, der sich von der Hausfassade<br />

abhebend frei zwischen Himmel und<br />

Erde zu schweben scheint. Oben der<br />

Himmel und unten scheinbar nichts.<br />

Sichtbare Grenzen gibt es nicht und<br />

mit fünf Metern Breite, 25 Metern<br />

Länge und 1,30 Metern Tiefe ist der<br />

Sky Pool ein Unikat in der Wellnesswelt<br />

und in einer Höhe von zwölf Metern<br />

hat der Schwimmer <strong>das</strong> Gefühl,<br />

Wellness findet im Hotel Hubertus vorwiegend outdoor statt.<br />

über dem Gelände zu schweben. Verstärkt<br />

wird dieser Eindruck durch die<br />

Glasfront und ein verglastes Fenster<br />

im Boden des Pools.<br />

Das Wellness-Leben spielt sich im<br />

Hubertus überhaupt hauptsächlich<br />

open air im 5.000 m2 großen Alpenreych<br />

Park ab. Mit fünf Outdoorpools,<br />

Ruhepavillon, Feuerstelle, Ruheinseln,<br />

Blockhaussauna, Panorama-Almsauna<br />

und dem Dolomiten-Höhlen-<br />

Dampfbad ist <strong>das</strong> Freiluft-Wellness<br />

ziemlich einzigartig.<br />

Gastronomisches Allerlei<br />

Im Hubertus Park sind Genießer gut<br />

aufgehoben: Sie schlendern rund um<br />

Küchenchef Thomas Mayr setzt auf alpine-mediterran<br />

in seiner Küche.<br />

Infinity mit Bergblick von Südtirols<br />

spektakulärstem Pool.<br />

Fotos: kottersteger_alpinhotel_panorama_hotel_hubertus<br />

<strong>das</strong> Hotel durch Südtiroler Obstbäume,<br />

riechen an typischen Kräutern, nützen<br />

die handgemachte Holz-Kegelbahn<br />

oder meditieren an der Feuerstelle.<br />

Und da sich Gegensätze bekanntlich<br />

anziehen, finden sich in den Kochtöpfen<br />

von Küchenchef Thomas Mayr<br />

die unterschiedlichsten Kulturen. Auf<br />

den Tellern treffen dann bodenständige<br />

Südtiroler Traditionsgerichte auf<br />

leichte mediterrane Köstlichkeiten<br />

und raffinierte Spezialitäten aus aller<br />

Welt. Regionale Produkte sind federführend<br />

beim Südtiroler Koch, der sich<br />

seinen Ruf in Häusern auf der ganzen<br />

Welt erkochte.<br />

www.hotel-hubertus.com


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

NEUERÖFFNUNGEN <strong>12</strong>5<br />

Besonderes Konzept<br />

Lifestyle- und Businesshotel<br />

mit einem Restaurant, einer<br />

Vinothek und verschiedenen<br />

Räumen für Veranstaltungen<br />

vereinen sich im neuen Firmament<br />

in Rankweil. 143 Zimmer,<br />

Suiten und Long Stay Apartments<br />

stehen im Firmament zur<br />

Wahl. Besonders ist auch <strong>das</strong><br />

kulinarische Konzept. Im Restaurant<br />

mit Showküche kocht<br />

nämlich jeden Monat ein anderer<br />

aufstrebender Jungkoch<br />

der „Brotherhood of Culinary<br />

Chef ’s Association“ auf und nimmt die<br />

Gäste mit auf eine schmackhafte Reise<br />

in seine Heimat. Dieser Verein setzt sich<br />

für die Förderung und Weiterbildung von<br />

Lehrlingen, Chefs, Genussmenschen und<br />

allen an der Kulinarik Interessierten ein.<br />

Essen oder baden?<br />

Ganz „dahoam“ ist Küchenchef und<br />

Patron Andreas Herbst in seiner Küche,<br />

die regionalen Produzenten nun<br />

eine in jeder Hinsicht spektakuläre<br />

Bühne bietet. Für den Küchenchef des<br />

Genießerhotels Die Riederalm, ist <strong>das</strong><br />

neue À-la-carte-Restaurant „dahoam“<br />

in jedem Detail Ausdruck seiner Vorstellung<br />

einer modernen, kreativ inspirierten<br />

und zugleich extrem bodenverwurzelten<br />

Alpinküche. Nach Jahren in<br />

Spitzenrestaurants kocht der Salzburger<br />

seit 2015 im elterlichen Betrieb. Das kulinarische<br />

Erlebnis startet schon mit einer<br />

etwas anderen Speisekarte: Symbole<br />

auf einer Karte auf weißem Stierleder zeigen<br />

<strong>das</strong> feine Netzwerk an speziell ausgewählten,<br />

heimischen Manufakturen und<br />

bäuerlichen Betrieben, deren beste Produkte<br />

<strong>das</strong> Menü bestimmen.<br />

Die vier oder sechs Gänge auf teils<br />

speziell gefertigtem Geschirr einer Salzburger<br />

Keramikkünstlerin haben zudem<br />

historische und geografische Bezüge zur<br />

Geschichte Leogangs. Vom Bergbau bis<br />

zu jenen Zeiten, als <strong>das</strong> Eis vom Birnbachloch<br />

zur Bierkühlung nach München<br />

per Eisenbahn gebracht wurde.<br />

Die für <strong>das</strong> Abendessen im Rankweil passenden<br />

Weine wählt der Sommelier aus<br />

der hauseigenen Vinothek aus. Speisen<br />

und Weine zum Mitnehmen werden<br />

ebenfalls angeboten<br />

www.firmament.at<br />

Die Badewannen sind mit einem ausgeklügelten<br />

Hängemattenkonzept sicher<br />

befestigt: Das Gefühl in einer der beiden<br />

spektakulären „Hamarca“-Badewannen<br />

ist aber im besten Sinn des Wortes „über<br />

dem Alltag schwebend“ – <strong>das</strong> moderne<br />

Alpin-Design aus hochwertigen Materialien<br />

wie Altholz oder anthrazitfarbenen<br />

Edelfliesen und mit Weinklimaschrank<br />

sind Luxus pur.<br />

www.riederalm.com<br />

www.restaurant-dahoam.com<br />

Fotos: Jens Ellensohn Fotografie<br />

Fotos: Carmen Huter<br />

Foto: Kaufmann Zwei GmbH<br />

Stylischer<br />

Holzbau<br />

Die Familie Wilfinger eröffnet<br />

am 26. Dezember in der Alpenstadt<br />

Bludenz die Pforten des<br />

Hotel „Alpstadt“. Der zentral gelegene<br />

Neubau wurde von dem<br />

Vorarlberger Architekten Johannes<br />

Kaufmann in edler Holzbauweise<br />

geplant und steht auf einer<br />

Fläche von 300 Quadratmetern.<br />

Das Hotel ist sieben Stockwerke<br />

hoch und beherbergt 65 Zimmer,<br />

davon gibt es 32 Südzimmer<br />

mit Balkon. Zu den Einrichtungen<br />

zählen außerdem Seminarräume,<br />

ein Restaurant und die Dachterrasse<br />

mit Bergblick. Zimmer sind<br />

bereits buchbar. Durch eine Direktverbindung<br />

gelangt man direkt<br />

in <strong>das</strong> angrenzende Fohren<br />

Center. Für Hochzeiten werden in<br />

dem Vorarlberger Hotel individuelle<br />

Pakte angeboten, von Polterabenden<br />

mit Livemusik im Gastgarten,<br />

Bowling oder Lasertag bis<br />

hin zur Hochzeitsfeier im Fohren<br />

Saal und kostenloser Übernachtung<br />

im Penthouse bei einer fixen<br />

Saalbuchung ab 60 Personen.<br />

Eine Beratung hierfür ist kostenlos<br />

und unverbindlich, eine frühzeitige<br />

Anfrage wird jedoch empfohlen.<br />

www.alpstadt.com


<strong>12</strong>6 HOTELLERIE<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

GREEN<br />

FUTURE<br />

Konzeptneuheit<br />

im Spa-Bereich<br />

Das Resort Bergkristall in Oberstaufen<br />

präsentiert ein neues<br />

Spa-Konzept, <strong>das</strong> gemeinsam<br />

mit einer Spa-Expertin entwickelt<br />

wurde. Das Konzept hatte<br />

Wellness- und Selfness-Erlebnisse<br />

zum Inhalt, die auf den Haupteigenschaften<br />

des Bergkristalls beruhen<br />

und beruht auf natürlichen<br />

Aspekten. Für jedes der vier Kraftfelder<br />

des Kristalls – Licht, Kraft,<br />

Harmonie und Klarheit – wurde<br />

ein eigenes Signature-Treatment<br />

konzipiert und vor jeder Behandlung<br />

gibt es ein Gespräch für die<br />

individuellen Bedürfnisse. Für <strong>das</strong><br />

Treatment kommen nur natürliche<br />

Produkte zum Einsatz. „Bei der<br />

Entwicklung des Konzepts lag uns<br />

besonders am Herzen, individuelle<br />

Spa-Rituale im Einklang mit der<br />

Allgäuer Natur zu entwickeln“, so<br />

die Betreiber.<br />

www.bergkristall.de<br />

Foto: Mathis Leicht Photography<br />

Ausgezeichnetes Luxushotel<br />

Das stylische und autofreie Vier-Sterne-Superior-Resort<br />

Gradonna****s<br />

Mountain Resort in Kals am Fuße des<br />

Großglockners wurde vom Connoisseur<br />

Circle erneut auf Platz 1 der Boutique-<br />

und Designhotels im deutschsprachigen<br />

Raum gewählt. Auf 1.350<br />

Metern ist man sich des wertvollen Gutes<br />

Natur bewusst und geht sorgsam<br />

mit ihr um. Daher gibt es ein nachhaltiges<br />

Energiekonzept mit nachhaltiger<br />

Bauweise und einen ressourcenschonenden<br />

Betrieb. Am Eingang zum größten<br />

Schutzgebiet der Alpen, dem Nationalpark<br />

Hohe Tauern gelegen, prägen<br />

naturnahe Architektur und Holzbauweise<br />

mit Niedrigenergiestandard <strong>das</strong><br />

Resort. Eine E-Ladestation unterstützt<br />

umweltfreundliche Mobilität, Kalser<br />

Marmor ist bodenständig und regional<br />

zugleich. Die Energie kommt vom eigenen<br />

Hackschnitzelwerk und die Abwärme<br />

der Kältetechnik wird zum Beheizen<br />

Das „Almhof Family Resort &<br />

Spa“ im Zillertal bietet Kindern<br />

und Erwachsenen täglich<br />

die Möglichkeit, aus der „Grüne<br />

Haube Naturküche“ ein Gericht<br />

zum Abendessen auszuwählen.<br />

Hier treffen zertifizierte<br />

Bioqualität und naturbelassener<br />

Genuss aufeinander. Der Almhof<br />

verfügt bisher als einziges<br />

Kinderhotel über diese Auszeichnung<br />

und durch ein Aktivitätenprogramm<br />

werden die<br />

Kinder an <strong>das</strong> Thema Ernährung<br />

herangeführt und für die grünen<br />

Gerichte motiviert. Außerdem finden<br />

regelmäßig Koch- und Backkurse sowie<br />

Kräutersuchen im Garten des Hotels<br />

statt. „Essen soll Spaß machen“ – so<br />

lautet <strong>das</strong> Motto des Gourmet-Restaurants.<br />

Bei der Grünen Haube Naturküche<br />

kommen Vollkorn, frisches Gemüse<br />

der Schwimmbäder genützt. Eingekauft<br />

wird regional. Nicht ohne Grund hat <strong>das</strong><br />

Hotel mit Augenmerk auf Nachhaltigkeit<br />

den Green Luxury Award 2014 erhalten<br />

und die Auszeichnung „Europe’s<br />

Leading Green Resort 2015“.<br />

www.gradonna.at<br />

Kinderhotel mit grünem<br />

Angebot<br />

und Obst großteils aus biologisch kontrolliertem<br />

Anbau, Fleisch aus artgerechter<br />

Haltung und Fisch aus heimischen<br />

Gewässern auf die Speisekarte. Auf die<br />

Verwendung von Geschmacksverstärkern,<br />

Konservierungsmitteln oder Aromen<br />

wird verzichtet.<br />

www.familyresort.at<br />

Foto: Soll und Haben GmbH<br />

Foto: MichaelHuber


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

<strong>GASTRO</strong>MIX <strong>12</strong>7<br />

Individuelle Wände<br />

Ursprüngliche Beton-, Rost-, Kupfer-,<br />

Stein-, Holz- und Spachteloptiken<br />

verleihen Naturdesigntapeten einen<br />

ganz individuellen, natürlichen Look. Seit<br />

September 20<strong>21</strong> ist die INKU Kollektion<br />

„Variano Neo“ erhältlich und setzt auf<br />

handgefertigte Qualität aus Deutschland.<br />

Verwendet werden ökologische Materialien,<br />

die durch die Produktion in der<br />

Manufaktur jedes Stück zu einem Unikat<br />

werden lassen. Die Innovation dieses<br />

Produkts basiert auf einem modernen<br />

Mineral-Verbundwerkstoff, der dem<br />

Original sowohl in Optik als auch in Haptik<br />

in nichts nachsteht. Das Material lässt<br />

sich unkompliziert verarbeiten – ganz<br />

wie eine klassische Tapete. Die Dekorschichten<br />

bestehen aus einem mineralischen<br />

Naturprodukt: Steinmehl. So wird<br />

der Vorteil aus der Natur als natürliche<br />

Ressource genutzt, um eine ökologische<br />

und nachhaltige Wandgestaltung anzubieten,<br />

die zu 100 Prozent recycelbar sowie<br />

chlor- und weichmacherfrei ist. In<br />

der Kollektion stehen 15 Dekore zur Auswahl.<br />

www.inku.at<br />

Neues Motel in Strasshof<br />

Neben dem 2015 in Strasshof bei Wien<br />

eröffneten Restaurant „Zündwerk<br />

– Fine Steaks, Burger & Beer“ wird nun<br />

ein Motel errichtet. Dieses neue Zündwerk<br />

Motel verfügt über insgesamt 23<br />

Zimmer, darunter drei für den Langzeitaufenthalt<br />

ausgelegte Appartements.<br />

Auch die zwanzig Doppelzimmer bieten<br />

den Gästen viel Komfort: <strong>das</strong> WC ist<br />

vom Bad räumlich separiert, der Tisch<br />

ist in Blickrichtung Fenster ausgerichtet<br />

und die Betten können auf Wunsch getrennt<br />

aufgestellt werden. Darüber hinaus<br />

gibt es in jedem Zimmer einen stylischen<br />

Retro-Kühlschrank sowie eine<br />

passende Kaffeemaschine. Gleich neben<br />

der Rezeption lädt eine Lounge mit offenem<br />

Kamin zum gemütlichen Verweilen<br />

ein. Im angrenzende Frühstücksbereich,<br />

der tagsüber auch als Café sowie als Meeting-Point<br />

genutzt werden kann, steht<br />

zentral ein großer Hochtisch. Die im ganzen<br />

Haus verwendeten Farben und Materialien<br />

tragen – so wie auch bereits im<br />

bestehenden Restaurant – entscheidend<br />

zur Wohlfühl-Atmosphäre bei. Die Erstellung<br />

des Funktions- und Gestaltungskonzepts,<br />

die Planung inklusive 3D-Visualisierung<br />

sowie die Ausschreibung<br />

der Inneneinrichtung des Motels erfolgte<br />

– wie bereits beim Zündwerk Restaurant<br />

– in Zusammenarbeit mit Koll Gastro<br />

Konzept. Die Eröffnung des Hauses<br />

ist für <strong>das</strong> kommende Frühjahr geplant.<br />

www.koll.co.at<br />

Foto: Zündwerk Motel (Koll) Foto: Inku<br />

Foto: Adobe Stock<br />

Karriere in der<br />

Hotelbranche<br />

Bereits in den letzten Jahren zählte<br />

der Fachkräftemangel zu den<br />

größten Herausforderungen der<br />

Tourismusbranche – gute Fachkräfte<br />

sind durch die Corona-Pandemie<br />

in der Hotellerie so gefragt<br />

wie nie. Es zeigt sich einmal mehr:<br />

Die Branche lebt von Mitarbeitern,<br />

die nicht nur Begeisterung für den<br />

Kontakt mit Gästen mitbringen,<br />

sondern die auch die Abläufe in<br />

Hotellerie und Tourismus perfekt<br />

beherrschen. Wer einen Ein- oder<br />

Umstieg in die Branche plant, ist<br />

mit einer soliden Ausbildung bestens<br />

beraten. Mit entsprechender<br />

Qualifikation steigt die Chance auf<br />

eine attraktive Position. Unternehmen<br />

wiederum können qualifiziertes<br />

Personal sofort in den laufenden<br />

Betrieb eingliedern. Die WIFI<br />

Wien-Ausbildung zum Hotelfachmann<br />

oder zur Hotelfachfrau setzt<br />

genau hier an. Teilnehmende werden<br />

nicht nur mit umfangreichem<br />

und breitgefächertem Wissen bestens<br />

auf ihre zukünftige Tätigkeit<br />

in der Hotellerie vorbereitet. Praktische<br />

Beispiele und Übungen sorgen<br />

dafür, <strong>das</strong>s die erworbenen<br />

Skills sofort in die Praxis umgesetzt<br />

werden können.<br />

www.wifiwien.at


<strong>12</strong>8 BUCHTIPPS<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Kulinarische<br />

Reise durch den<br />

Wald<br />

Das neue Wildkochbuch von Harald<br />

Rüssel „Wild – Wald – Genuss“<br />

verfolgt den Grundsatz „back<br />

to the roots“. Hier wird mit Produkten<br />

gekocht, die man direkt im<br />

Wald und auf der Wiese findet. Der<br />

Autor ist passionierter Jäger und<br />

Sternekoch, er nimmt die Leser auf<br />

einen Waldspaziergang mit. Dabei<br />

zeigt er in über 80 klassischen<br />

und neuen Wildrezepten, wie mit<br />

Wildpflanzen, Kräutern und Wildfleisch<br />

schmackhafte Wildgerichte<br />

gezaubert werden können. Kein<br />

Fleisch ist natürlicher als Wild, keine<br />

Pflanze nachhaltiger als eine<br />

Wildpflanze. Mit diesem Wildkochbuch<br />

ist man der Natur direkt<br />

auf der Spur. Mit seinem jahrelang<br />

angesammelten Schatz an<br />

Naturerfahrungen und Fachwissen<br />

zeigt Rüssel, welche kulinarischen<br />

Schätze im Wald verborgen liegen<br />

und wie diese in leckere Speisen<br />

verwandelt werden – vom klassischen<br />

Wildschweinragout über<br />

Kartoffel-Pfifferling-Salat bis zum<br />

Wald-Dessert wie Fichtengel mit<br />

Waldbeeren und Wildkräutern.<br />

www.dorlingkindersley.de<br />

ISBN 978-3-8310-4199-2, September 20<strong>21</strong><br />

256 Seiten, 208 x 280 mm, fester Einband,<br />

Über 200 farbige Fotos und Illustrationen<br />

34,95 €, DK Verlag<br />

Küchenrebell Ramsay<br />

präsentiert schnelle Küche<br />

International renommierter Sternekoch<br />

und Küchenrevolutionär Gordon Ramsay<br />

liefert in seinem neuen Buch „Quick<br />

and Good“ 100 neue, kreative und alltagstaugliche<br />

Rezepte. Alle Gerichte sind<br />

in maximal 30 Minuten und mit einfachen<br />

Zutaten zuzubereiten. Seine Kreativität<br />

und Expertise verwandeln sie dabei<br />

in etwas ganz Besonderes. Im Laufe<br />

seiner herausragenden Karriere hat Ramsay<br />

jeden Trick der Branche gelernt, um<br />

Gerichte zu kreieren, die schmecken und<br />

dabei immer schnell und problemlos gekocht<br />

werden können. Eine Fähigkeit,<br />

die in besonders hektischen Momenten<br />

auch im Alltag gefragt ist. Mit diesem Erfahrungsreichtum<br />

hat der Topkoch jetzt<br />

eine Rezeptsammlung für all jene geschrieben,<br />

die wenig Zeit zum Kochen<br />

Nicht umsonst gehört die bayerische<br />

Küche zu den beliebtesten Regionalküchen<br />

Deutschlands. Wie vielseitig und<br />

modern dabei die traditionellen Gerichte<br />

sein können, beweist Spitzenkoch Alexander<br />

Huber in seinem Sternerestaurant<br />

„Huberwirt“, welches er bereits in der 11.<br />

Generation in Pleiskirchen in Oberbayern<br />

führt. Seine besten Rezepte hat er nun in<br />

seinem neuen Kochbuch „Bayerische Küche<br />

vom Feinsten“ festgehalten. Seine Gerichte<br />

sind elegant und fein komponiert,<br />

sie zeichnen sich durch eine ausgewogene<br />

Aromatik, Raffinesse und Leichtigkeit<br />

aus <strong>das</strong> paart sich mit makellosem<br />

Handwerk. Ob der Sonntagsbraten, die<br />

Volksfestspezialität oder die bayerische<br />

Avantgarde, aus allen Gerichten spricht<br />

eine Abwechslung und Finesse, bei der<br />

nicht nur Bayern ins Schwärmen geraten.<br />

Die knapp 60 Rezepte – von der Bratensülze<br />

mit Schmand und Radieserl über<br />

<strong>das</strong> Kalbslüngerl mit Serviettenknödel bis<br />

haben, dabei aber keine Kompromisse bei<br />

Geschmack oder Aroma eingehen möchten.<br />

Hier wird für jeden Geschmack aufgetischt.<br />

www.penguinrandomhouse.de/Verlag/<br />

Suedwest<br />

Kochen wie in Bayerns<br />

Wirtshäusern<br />

Gordon Ramsay<br />

Quick and Good<br />

100 köstliche<br />

30-Minuten-Rezepte<br />

256 Seiten, ISBN<br />

978-3-517-09970-5<br />

€ 26,00 [D] / €<br />

26,80 [A] / CHF<br />

36,50<br />

Südwest Verlag<br />

ISBN 978-3-98541-049-1, Oktober 20<strong>21</strong>, 240 Seiten, 240<br />

x 290 mm, fester Einband, 49,90 €, DK Verlag<br />

hin zur Dampfnudel mit Vanillesauce – in<br />

„Bayerische Küche vom Feinsten“ wird ein<br />

schöner Querschnitt der oberbayerischen<br />

Wirtshausküche abgebildet, moderne und<br />

leichte Interpretationen inklusive.<br />

www.dorlingkindersley.de


<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

PERSONELLES <strong>12</strong>9<br />

Foto: Steiermark Tourismus_Bernhard Loder<br />

Foto: Erich Reismann<br />

Zweiter Geschäftsführer für STG<br />

Ab 1. Jänner 2022 wird Michael Feiertag den neuen<br />

Geschäftsbereich „Standortmarketing“ in der Steirischen<br />

Tourismus und Standortmarketing GmbH (STG)<br />

als Geschäftsführer leiten. Dies hat die Landesregierung<br />

auf Antrag von Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl beschlossen.<br />

Feiertag wurde von der Hearing-Kommission<br />

als geeignetster Kandidat empfohlen. Der gebürtige<br />

Grazer ist seit 1. Jänner 20<strong>21</strong> als Prokurist in der<br />

STG tätig und für den Aufbau des neuen Geschäftsfeldes<br />

Standortmarketing zuständig. Davor war er unter<br />

anderem Pressesprecher von Landeshauptmann Hermann<br />

Schützenhöfer, Referent in der Tourismusabteilung<br />

des Landes sowie Redakteur bei zahlreichen steirischen<br />

Medien.<br />

Hudler verlässt Ottakringer<br />

Alfred Hudler hat sich mit dem Aufsichtsrat der Ottakringer<br />

Getränke AG über <strong>das</strong> Auslaufen seines<br />

Vertrages mit 30.Juni 2022 verständigt. Hudler begann<br />

im Jahr 1991 bei Vöslauer, wurde 1995 Vorstandsvorsitzender<br />

der Vöslauer Mineralwasser AG und wechselte<br />

2018 zu Ottakringer Getränke AG, wo er seitdem Vorstandssprecher<br />

ist. Er will<br />

aber weiterhin seine Expertise<br />

in der Unternehmensgruppe<br />

einbringen.<br />

Aufsichtsratsvorsitzende<br />

Christiane Wenkheim<br />

dankte Hudler in einer<br />

ersten Stellungnahme<br />

für seinen erfolgreichen<br />

Einsatz und sein Engagement.<br />

Die Nachfolger-<br />

Entscheidung soll demnächst<br />

getroffen werden.<br />

Neue Communications<br />

Managerin für Iglo Österreich<br />

Die 37-Jährige Karoline Kurmann ist bereits seit 2014<br />

Iglo tätig, seit Herbst ist sie als Marketing Manager<br />

Communications für die Kommunikations-Agenden bei<br />

Iglo Österreich zuständig. Sie startete bei dem Unternehmen<br />

als Senior Brand<br />

& Digital Communications<br />

Manager und wurde<br />

2018 zum Marketing Manager<br />

befördert. Im Laufe<br />

der Jahre verantwortete<br />

die gebürtige Kärntnerin<br />

alle wesentlichen Kategorien<br />

– von Fisch & Geflügel<br />

über Gemüse, Erdäpfel<br />

bis hin zu Mahlzeiten.<br />

www.iglo.at<br />

„Schlosshotels & Herrenhäuser“<br />

hat neuen Präsidenten<br />

Franz Ladinser ist Eigentümer<br />

des ältesten<br />

historischen Boutiquehotels<br />

in Südtirol und<br />

wurde auf dem Schloss<br />

Leopoldskron in Salzburg<br />

bei der jährlichen Generalversammlung<br />

zum<br />

neuen Präsidenten gewählt.<br />

Außerdem wurden<br />

Benedikt Kössler (Ansitz<br />

Felsenheim in Lermoos),<br />

Johanna Moosbrugger<br />

(Hotel Bergschlössl in St. Anton) und Sepp Perwanger<br />

(Der Zirmenhof in Radein) in den Vorstand gewählt. Ladsiner<br />

ist die Stärkung der Bindung zwischen Gästen und<br />

Mitgliedsbetrieben wichtig, außerdem setzt er auf einen<br />

nachhaltigen Tourismus der historischen Hotels. „Der<br />

gemeinsame Nenner der Betriebe ist ihre historische Individualität,<br />

der Charme des Vergangenen und Gelebten,<br />

die regionale Verwurzelung, der persönliche Führungsstil,<br />

die individuelle Gastfreundschaft und der Mix aus<br />

Modernität du Tradition“, so der gebürtige Südtiroler. Er<br />

verfügt über viele Jahre Erfahrung im Tourismus, mit bereits<br />

25 Jahren übernahm Ladsiner den Betrieb seiner Eltern<br />

in Innenlich im Pustertal.<br />

www.experiencecharakter.com<br />

Foto: Iglo Österreich<br />

Foto: Cornelius Klimt Schlosshotels&Herrenhäuser


130 VORSCHAU & IMPRESSUM<br />

<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />

Das erwartet Sie in der nächsten Ausgabe:<br />

7. 2. 17. 2.<br />

Anzeigenschluss<br />

Erscheinungstermin<br />

Food Getränke Nonfood<br />

• Fingerfood:<br />

Burger & Snacks<br />

• Frühstückskonzepte<br />

• Kartoffel-Vielfalt<br />

• Food Trends 1. HJ<br />

2022<br />

• Ethno Food Serie:<br />

Skandinavische<br />

Küche<br />

• Lager &<br />

Märzenbier<br />

• Cognac & Weinbrand<br />

• Fruchtsäfte<br />

• Kaffee & Tee<br />

• Reinigung & Hygiene<br />

• Gast-& Biergärten<br />

• Professioneller<br />

Einkauf: Abholung &<br />

Zustellung<br />

• Küchentechnik<br />

• Gemeinschaftsverpflegung<br />

• Ambiente &<br />

Tischkultur<br />

Tourismus/<br />

Hotellerie<br />

• Thermenkulinarik<br />

• Hotel der Zukunft<br />

III<br />

• Was muss ein<br />

erfolgreiches Spa<br />

bieten<br />

Button-Legende<br />

In jeder Ausgabe des <strong>GASTRO</strong>-Magazins finden sich Buttons bei manchen Geschichten. Sie sollen auf folgende Inhalte hinweisen:<br />

GREEN<br />

FUTURE<br />

Stories, die unter<br />

anderem<br />

Nachhaltigkeit zum<br />

Inhalt haben.<br />

WIRTSHAUS-<br />

KULTUR<br />

Portraits, welche die<br />

Wirtshauskultur in<br />

Österreich<br />

repräsentieren.<br />

ETHNO<br />

FOOD<br />

Die Küchen<br />

der Welt.<br />

SÜD<br />

TIROL<br />

Foto: Josef Rozsnyai<br />

impressum<br />

› Herausgeber: Kurt Heinz & Michael Heinz › Geschäftsführung: Kurt Heinz, Tel. +43 (0)664/751 026 29, k.heinz@gastroverlag.at;<br />

Michael HEINZ, Tel. +43 (0)664/5<strong>21</strong> 69 36, m.heinz@gastroverlag.at, › Medieninhaber: H1 Medien & Gastro Verlag GmbH, UID-Nr.:<br />

ATU 41834306 › Anzeigenleitung: Peter Bubenicek, Tel. +43 (0)1/4798430-15, bubenicek@gastroverlag.at › Anschrift: 1180 Wien,<br />

Gersthofer Straße 87/1, Tel. +43 (0)1/479 84 30, Fax +43 (0)1/479 84 30-16, gastro@gastroverlag.at, www.gastroverlag.at, www.gastro.at<br />

› Chefredakteur: Kurt Heinz › Chef vom Dienst: Michael Heinz › Redaktionsleitung: Petra Pachler, Tel. +43 (0)1/479 84 30-20,<br />

pachler@gastroverlag.at › Redaktion/Leitung Online: Mag. Clemens Kriegelstein, Tel. +43 (0)1/479 84 30-14, kriegelstein@gastroverlag.at<br />

› Freie Mitarbeiter: Mag. Andrea Jungwirth, Katrin Schedler BA, Stefan Köstenbauer, Mag. Thomas Askan Vierich<br />

› Kolumnisten: Anka Kleebinder, Conrad Seidl, Wolfgang Zmugg, Franz Grünwald, Thomas Reisenzahn › Lektorat: Katrin Schedler<br />

› Redaktionssekretariat: Andreas Sourcé, Tel. +43 (0)1/479 84 30-18, source@gastroverlag.at › Layoutkonzept &<br />

Grafik: Georg Bock, office@derbock.at, Tel. +43 (0)699/191 303 42 › Online-Grafik: Josef Rozsnyai, Tel. +43 (0)1/479<br />

84 30-<strong>12</strong>, rozsnyai@gastroverlag.at › Gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 25 vom 1. 1. 20<strong>21</strong> › Druck: Ferdinand Berger<br />

& Söhne Ges.m.b.H. › Erscheinungsweise: monatlich › Bezugspreis: jährlich EURO 55,– (inkl. 10 Prozent MwSt. +<br />

Porto). Abo-Konto: Volksbank IBAN AT73 4300 0428 6147 8008 › Unternehmensgegenstand: Die Herausgabe,<br />

die Herstellung und der Vertrieb von Druckschriften aller Art. Erklärung über die grundlegende Richtung:<br />

2020<strong>21</strong>0<strong>21</strong><br />

Unabhängiges Magazin für die öster reichische Gastronomie und Hotellerie. › Verlagspostamt: 1180 Wien,<br />

Postgebühr bar bezahlt. Teilweiser oder gesamter Nachdruck bedarf der Zustimmung des Verlags. Für unverlangt<br />

eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete<br />

Kommentare geben die persönliche Meinung des Autors wieder und müssen nicht<br />

mit der Meinung der Redaktion überein stimmen<br />

Alle verwendeten geschlechtsspezifischen Formulierungen meinen<br />

die weibliche und die männliche Form.<br />

Druckauflage 30.624<br />

Verbreitete Auflage<br />

1. Halbjahr 20<strong>21</strong> 30.540


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B <strong>12</strong>/<strong>21</strong>

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