GASTRO das Fachmagazin 12/21
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
D A S F A C H M A G A Z I N Ausgabe <strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
WIR VERSTEHEN UNS.<br />
agm.at<br />
Ausgabe <strong>12</strong>, Dezember 20<strong>21</strong>, 38. Jahrgang, Österreichische Post AG, GZ 02Z033305 M, H1 Medien & <strong>GASTRO</strong> Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Coverfoto: Tijana / Adobe Stock<br />
an<br />
PACKEN WIR‘S AUS:<br />
HOFFEN AUF 2022<br />
Mehr als 17.000<br />
Produkte im<br />
Online Shop<br />
www.rist.at<br />
STAR-Burger<br />
Art. 1600
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Neustart 202<strong>12</strong>022<br />
Es ist – zugegebenermaßen<br />
– nicht immer ganz<br />
leicht, Zuversicht zu bewahren.<br />
Seit bald zwei Jahren<br />
quält uns die Pandemie<br />
jetzt und Österreich taumelt<br />
von einem Lockdown<br />
in den anderen. Das Ärgerliche:<br />
Konnte man die Fehler<br />
des vergangenen Jahres<br />
noch unter „neue Situation“<br />
bzw. „try-and error“ subsummieren,<br />
hätte man im heurigen Herbst durchaus<br />
die Möglichkeit gehabt, auf bestehende<br />
Erfahrungen aufzubauen und vor allem<br />
Expertenmeinungen zu hören. Unausweichlich<br />
war die explodierende Zahl an<br />
Neuinfektionen, war der jüngste Lockdown<br />
(zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses<br />
war leider noch nicht abzusehen,<br />
wann dieser endet) jedenfalls nicht.<br />
Den Schaden haben nun vor allem Gastronomie<br />
und Hotellerie. Nach einen Totalausfall<br />
der gesamten Wintersaison im<br />
vergangenen Jahr wäre ein ähnliches Szenario<br />
heuer eine Bankrotterklärung und<br />
wohl <strong>das</strong> Ende für tausende Betriebe und<br />
zigtausende Arbeitsplätze. Dass jedenfalls<br />
in zwei Jahren hintereinander jeweils<br />
Anfang Dezember kein Mensch weiß, ob<br />
und wann Gastronomie und Hotellerie in<br />
diesem Jahr noch aufsperren dürfen, ist in<br />
einem Land, <strong>das</strong> sich selbst gerne stolz<br />
als „Tourismusweltmeister“ bezeichnet,<br />
ein Skandal erster Güte!<br />
EDITORIAL 3<br />
Aber – wie eingangs erwähnt<br />
– man soll die Zuversicht<br />
ja nicht aufgeben.<br />
Jedenfalls dürfte sich türkis-grün<br />
mit dem fortgesetzten<br />
Lockdown für Ungeimpfte<br />
und mit der ab<br />
Februar angedachten Impfpflicht<br />
(so sie denn tatsächlich<br />
kommt) endlich zu einer<br />
härteren Gangart entschlossen<br />
haben, die hoffentlich Früchte<br />
trägt. Speziell die Stadthotellerie liegt<br />
praktisch seit März letzten Jahres komplett<br />
am Boden und braucht endlich eine<br />
Perspektive. Das Vertrauen vor allem im<br />
Ausland wieder herzustellen, sich als sicheres<br />
Reiseland zu präsentieren, wird<br />
jedenfalls nicht von heute auf morgen<br />
funktionieren. Dazu wird die Regierung<br />
viel Geld in die Hand nehmen müssen<br />
und ÖW-Chefin Lisa Weddig hat hoffentlich<br />
schon ein paar gute Konzepte<br />
in der Tasche, wie sie speziell ihren<br />
Landsleuten Urlaub in Österreich wieder<br />
schmackhaft machen kann.<br />
In diesem Sinne wünscht <strong>das</strong> gesamte<br />
<strong>GASTRO</strong>-Team allen Lesern ein ebenso<br />
besinnliches wie doch möglichst umsatzstarkes<br />
Weihnachtsfest und einen<br />
guten Rutsch ins neue Jahr, <strong>das</strong> uns hoffentlich<br />
endlich wieder zurück zur Normalität<br />
bringt – und zwar zur alten, nicht<br />
zur neuen.<br />
Ihr Kurt HEINZ<br />
FROHE<br />
WEIHNACHTEN<br />
LIEBE KUNDEN<br />
<strong>GASTRO</strong>TECHNIK<br />
www.mayway.eu<br />
JETZT NUR<br />
379,-<br />
Ersparnis: 339,-<br />
statt: 718,-<br />
Art.Nr.:4140043<br />
0810 100 180<br />
gültig bis 23.<strong>12</strong>.20<strong>21</strong>
4 INHALT<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Steuer-Tipps Seite 10<br />
Viel besser als ihr Ruf<br />
Aktuell & angesagt<br />
Nachbericht<br />
„Alles für den Gast“ Seite <strong>12</strong><br />
Personelles Seite <strong>12</strong>9<br />
Vorschau & Impressum Seite 130<br />
Winterliche Desserts<br />
Leider hat die spanische Küche<br />
bei uns einen geringeren Stellenwert.<br />
Vor Ort bietet die iberische<br />
Halbinsel viel mehr.<br />
Seite 38<br />
Foto: exclusive-design / Adobe Stock<br />
Food 18 bis 47<br />
Foto: PumpizoldA<br />
Ein köstliches Dessert ist der<br />
perfekte Abschluss für ein gutes<br />
Essen. Das Dessert bleibt in Erinnerung,<br />
sogar wenn der Hauptgang<br />
nicht überzeugend war, und<br />
„versüsst“ auf wunderbare Weise<br />
die ganze Speisenfolge.<br />
Seite 20<br />
Ein süßer Start in den Tag<br />
Konfitüre und Honig gehören bei<br />
vielen Leuten zu einem Frühstück<br />
dazu. Dabei gibt es nicht nur die<br />
unterschiedlichsten Sorten an<br />
Konfitüre bzw. Marmelade oder<br />
Honig, sondern auch verschiedenste<br />
Bezeichnungen, die wir<br />
uns genauer ansehen.<br />
Seite 25<br />
„Reich wird man in der Gastronomie<br />
nicht, aber glücklich!“<br />
Haya Molcho hat als spätberufene<br />
Quereinsteigerin in wenigen Jahren<br />
ein Gastro-Imperium geschaffen<br />
mit Lokalen in halb Europa.<br />
Mit <strong>GASTRO</strong> sprach sie über ihre<br />
Art der levantinischen Küche,<br />
Vertrauen gegenüber Mitarbeitern<br />
und den Mut, anständige Preise<br />
zu verlangen.<br />
Seite 32<br />
Food<br />
Cold drinks 48 bis 69<br />
Foto: Andrea Jungwirth<br />
Foto: Lumixera / Adobe Stock<br />
Zitronen, die würzende<br />
Erfrischung<br />
Frisch, mild-würzig mit saurer<br />
Note, blumig, oder auch ein bisschen<br />
nach Gewürzen, so lässt<br />
sich der Geschmack von Zitronen<br />
beschreiben, doch es dominiert<br />
immer die erfrischende Säure.<br />
Seite 44<br />
Wer hat dem Bier die Hörner<br />
aufgesetzt?<br />
Im Advent haben Bockbiere wieder<br />
Hochsaison – ein Brauch, der<br />
auf die katholische Kirche zurückgeht,<br />
denn der Advent ist – streng<br />
betrachtet – ebenso eine kirchliche<br />
Fastenzeit wie es die Wochen<br />
vor Ostern sind.<br />
Seite 50<br />
Dagegen ist doch ein Kraut<br />
gewachsen<br />
Kräuterliköre haben teilweise eine<br />
über 100 Jahre lange Tradition und<br />
sind aufgrund ihrer Vielseitigkeit<br />
aus keiner gut sortierten Bar wegzudenken.<br />
Seite 58<br />
Cold drinks<br />
Hot drinks 70 bis 81<br />
Merci Sherry!<br />
Udo Jürgens hat bei seinem Welthit<br />
vermutlich nicht an den südspanischen<br />
Wein gedacht, auch<br />
wenn der damals deutlich populärer<br />
war als heute. Es wird Zeit für<br />
eine Renaissance!<br />
Seite 62<br />
„Es muss nicht immer<br />
nur Brut sein“<br />
Champagner ist <strong>das</strong> typische Getränk<br />
als Aperitif und für feierliche<br />
Anlässe. Doch der facettenreiche<br />
„König der Weine“ hat deutlich<br />
mehr Potential, <strong>das</strong> hierzulande<br />
auch langsam entdeckt wird. Der<br />
Konsum steigt derzeit jedenfalls,<br />
speziell in der Gastronomie.<br />
Seite 64<br />
(C)Aroma mit Charme<br />
Der Südtiroler Valentin Hofer betreibt<br />
die Rösterei Caroma und<br />
ist der erste Röstmeister in ganz<br />
Italien, der sich „Kaffee Experte“<br />
und „Chef Diplom Kaffeesommelier“<br />
nennen darf.<br />
Seite 72<br />
Foto: AnitaAugscheller
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong> INHALT<br />
5<br />
Non food 82 bis 111<br />
Foto: Pixabay<br />
Vor- & Nachteile von Edelstahl<br />
Edelstahl in Küchen und im Barbereich<br />
wird immer beliebter – wir<br />
haben beim Küchen-Experten<br />
Mayway nachgefragt, wie man<br />
Edelstahl am besten einsetzt und<br />
pflegt.<br />
Seite 84<br />
„Wir bauen die Vorlieben in den<br />
Speiseplan ein“<br />
Die SV (Österreich) GmbH ist eines<br />
der größten heimischen Unternehmen<br />
in der Gemeinschaftsverpflegung<br />
und seit knapp 20<br />
Jahren auch für <strong>das</strong> leibliche Wohl<br />
von Bewohnern wie Mitarbeitern<br />
dreier Caritas-Heime in Wien verantwortlich.<br />
Seite 88<br />
Neue Ideen für die<br />
Stadthotellerie<br />
Mit Digitalisierung und Umdenken<br />
– so können Stadthotels neue<br />
Gästeschichten ansprechen: Mehr<br />
Leasuregäste statt der wegbrechenden<br />
Business/MICE-Gäste<br />
gewinnen!<br />
Seite 92<br />
Non food<br />
T & H<br />
Foto: sebra / Adobe Stock<br />
Im Einsatz gegen Staub und<br />
Viren<br />
Besondere Zeiten erfordern besondere<br />
Maßnahmen. Das Housekeeping<br />
hat mit dem Umsetzen<br />
der Hygienemaßnahmen alle<br />
Hände voll zu tun, doch besonders<br />
in diesen Zeiten hat Hygiene im<br />
gesamten Betrieb Priorität.<br />
Seite 102<br />
Festliche Tischkultur<br />
In der kommenden Weihnachtszeit<br />
wird wieder bevorzugt in<br />
kleinem Rahmen gefeiert und<br />
gerade deshalb soll der gedeckte<br />
Tisch für den Gast etwas Besonderes<br />
sein.<br />
Seite 106<br />
Die Hotel-Zukunft ist grün!<br />
Und sie muss nachhaltig sein!<br />
Denn Natur hat immer etwas mit<br />
Nachhaltigkeit zu tun und Natur<br />
als Basis gewinnt in der Hotellerie<br />
stetig an Bedeutung. Hoteliers tun<br />
also gut daran,<br />
sich mit diesem Thema intensiv<br />
auseinanderzusetzen.<br />
Seite 114<br />
Tourismus & Hotellerie 1<strong>12</strong> bis <strong>12</strong>7<br />
Foto: Maria Sbytova / Adobe Stock<br />
Tourismus 2022 – wie sieht<br />
die Zukunft aus?<br />
Was braucht der Tourismus, um<br />
wieder auf die Erfolgsspur zu<br />
kommen und dort auch langfristig<br />
zu bleiben? Die Schlüsselworte<br />
sind Sicherheit, kulinarische Erlebnisse,<br />
Emotionen, Digitalisierung<br />
und ein funktionierendes<br />
Miteinander. Eines der größten<br />
Problemfelder ist der evidente<br />
Fachkräftemangel.<br />
Seite 118<br />
Das grüne Tal<br />
Das Pustertal gilt als <strong>das</strong> grünste<br />
Tal Südtirols und zudem trifft hier<br />
auch Österreich auf Italien.<br />
Seite <strong>12</strong>2<br />
Die Marktgemeinde Wiener Neudorf sucht eine/n Pächter/In für <strong>das</strong> neue Restaurant/Sportsbar in der grundlegend<br />
sanierten Sporthalle, welche am 01.10.2022 eröffnet wird.<br />
Alle Informaaonen sowie die Ausschreibungsunterlagen zum Download finden Sie unter<br />
hhp://www.wiener-neudorf.gv.at/ -> Aktuelles.<br />
Die Ausschreibungsfrist endet am 28.02.2022
6 AKTUELL & ANGESAGT<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
www.klarco.at<br />
gastro goes<br />
future<br />
www.koll.co.at<br />
Magazin<br />
Newsletter<br />
Socialmedia<br />
Das Netzwerk<br />
für die<br />
Gastronomie<br />
und Hotellerie<br />
Dynamische Preisgestaltung bei<br />
den Gasteiner Bergbahnen<br />
Intelligenter Tourismus durch Besucherlenkung<br />
und Dynamic Pricing: Mit<br />
dieser Schiene schlagen die Gasteiner<br />
Bergbahnen ein neues Kapitel des Wintersporttourismus<br />
im Salzburger Land<br />
auf. Die dynamische Preisgestaltung<br />
hat <strong>das</strong> Ziel, die Angebotsqualität durch<br />
eine intelligente Besucherlenkung spürbar<br />
zu erhöhen. Der Andrang zu den beliebtesten<br />
Zeiten würde so reduziert und<br />
die Attraktivität der Angebote zu Randzeiten<br />
deutlich erhöht werden. „Wir wollen<br />
den Tourismus intelligenter gestalten<br />
– mit Vorteilen für alle Seiten. Dafür<br />
sind spürbare Veränderungen notwendig,<br />
weshalb wir nun den ersten Schritt<br />
im Bereich Dynamic Pricing gehen“, fasst<br />
Bergbahnen-Vorstand Mag. Franz Schafflinger<br />
zusammen. Zudem werden die<br />
Angebote für Pistentourengeher strukturiert<br />
und bepreist, wodurch die Besucherströme<br />
ebenfalls gezielter gesteuert<br />
werden können.<br />
www.skigastein.com<br />
Digitalisierung ist alternativlos<br />
Die moderne Technik, die bei der Produktion<br />
von Essen zum Einsatz<br />
kommt, ist mittlerweile hochgradig digitalisiert,<br />
um die Prozesse möglichst<br />
effektiv zu gestalten. „Es kann einfach<br />
nicht angehen, <strong>das</strong>s wir trotz wachsender<br />
Anforderungen heute noch immer<br />
unter steinzeitähnlichen Bedingungen<br />
arbeiten“, sagt Lothar Stützle, Leiter der<br />
Neuland-Küche, die zu den Zieglerschen<br />
gehört. Die neueste Technik zur Prozessoptimierung<br />
finden er und seine Kollegen<br />
im kommenden Jahr auf der Intergastra,<br />
der Leitmesse für Hotellerie und Gastronomie,<br />
die vom 5. bis 9. Februar 2022 in<br />
Stuttgart stattfindet. Für Großverpfleger<br />
ist besonders die Fachtagung des Ministeriums<br />
für Ernährung, Ländlichen Raum<br />
und Verbraucherschutz Baden-Württemberg<br />
am Montag interessant. Am<br />
Lothar Stützle, Leiter der Neuland-Küche.<br />
Foto: Landesmesse Stuttgart GmbH<br />
Dienstag findet eine Podiumsdiskussion<br />
„Gastronomie & Retail – neue Geschäftsmodelle<br />
in der Gemeinschaftsgastronomie“<br />
auf der DEHOGA-Bühne<br />
mit Branchengrößen aus der Gemeinschaftsverpflegung<br />
statt.<br />
www.messe-stuttgart.de/intergastra<br />
Foto: Gasteiner Bergbahn AG, Marktl Photography
BRINGEN SIE<br />
PATISSERIE ZURÜCK<br />
IN IHRE KÜCHE !<br />
j WOW<br />
yum<br />
GANZ EINFACH MIT<br />
UNSERER<br />
Creme<br />
Pâtisserie<br />
j<br />
d easy<br />
BACKSTABIL UND VIELSEITIG IN IHRER KÜCHE EINSETZBAR<br />
FÜR IMMER WIEDER NEUE KREATIONEN MIT WOW-EFFEKT!
Seit über 20 Jahren Ihr zuverlässiger<br />
Partner für Hotelsoftware!<br />
8 AKTUELL & ANGESAGT<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
„Ikarus“ im Gourmet-Himmel gelandet<br />
Neuer Stern in der kulinarischen Top-<br />
Liga Österreichs: Das Restaurant „Ikarus“<br />
in Salzburg wurde in der 2022er-<br />
Ausgabe des Guide Gault-Millau erstmals<br />
mit fünf Hauben ausgezeichnet. Diese<br />
Auszeichnung für Martin Klein und<br />
sein Team wurde gründlich überlegt, erklärt<br />
Gault-Millau-Herausgeberin Martina<br />
Hohenlohe: „Das Ikarus ist ein Restaurant<br />
mit einem weltweit einmaligen<br />
Konzept, in dem regelmäßig internationale<br />
Gastköche auftreten, deren Kreationen<br />
dann vom Stammteam umgesetzt<br />
werden. Doch es gibt auch jeden Monat<br />
ein eigenes Ikarus-Menü, <strong>das</strong> ein mehr<br />
als herausragendes Erlebnis bietet. Zudem<br />
sind Weinbegleitung und Service<br />
<strong>das</strong> reinste Vergnügen. Die 5 Hauben sind<br />
hart erarbeitet und redlich verdient.“<br />
Unverändert blieb dagegen die übrige<br />
Riege der Fünf-Hauben-Köche mit je 19<br />
von 20 Punkten: Heinz Reitbauer (Steirereck),<br />
Konstantin Filippou (Konstantin<br />
Filippou) und Silvio Nickol (Silvio Nickol<br />
Gourmet Restaurant, alle Wien) sowie<br />
Karl und Rudolf Obauer (Obauer, Werfen).<br />
„Neueröffnung des Jahres“ ist zudem<br />
<strong>das</strong> „Gourmet Restaurant Hubert<br />
Wallner“ (Koch des Jahres 2020) in Dellach<br />
am Wörthersee: 18 von 20 Punkten,<br />
vier Hauben.<br />
Höhenflug für <strong>das</strong> Ikarus-Team rund um<br />
Martin Klein (2. v. l.).<br />
Foto: Helge Kirchberger Photography / Red Bull Content Pool<br />
info<br />
Weitere spannende Bewertungen des 2022er-Guides:<br />
› Koch des Jahres: Max Natmessnig, „Rote Wand Chef’s Table“, Zug<br />
am Arlberg<br />
› Pâtissière des Jahres: Noemi Krondorfer, Wien<br />
› Sommelier des Jahres: Daniel Schicker, OIS im Mühltalhof,<br />
Neufelden/OÖ<br />
› Wirtshaus des Jahres: Wirtshaus Gallbrunner, Birkfeld/Stmk.<br />
› Entdeckung des Jahres: Jürgen Trummer, Trummer am Obegg,<br />
Spielfeld/Stmk.<br />
› Service Award: Caramé, Velden am Wörthersee/Ktn.<br />
› Newcomerin des Jahres: Clara Aue, Gralhof, Weissensee/Ktn.<br />
› Hotel des Jahres: Waldklause, Unterlängenfeld/T<br />
Rückseite<br />
www.hs3-hotelsoftware.de<br />
HS/3 Hotelsoftware GmbH & Co. KG<br />
Leonardo-da-Vinci-Weg 3, D - 32760 Detmold<br />
Tel: +49 (0) 52 31 / 45 82 0 - 0<br />
Fax: + 49 (0) 52 31/45 82 0 - 99<br />
Mail: info@hs3.de<br />
Mozart fährt Ski!<br />
Zumindest beinahe! Denn in der neuen<br />
„Flying-Mozart“-Gondel, die ab dieser<br />
Wintersaison in der Skiwelt Amadé zum<br />
Titel<br />
Bei mehr als 800 Hotels<br />
in Österreich im Einsatz!<br />
DEMO<br />
VERSION<br />
30 Tage kostenlos<br />
www.hs3-hotelsoftware.de<br />
Jetzt testen!<br />
HS/3 Service<br />
wir sind immer für Sie da<br />
HS/3 Support<br />
Unser HS/3 Support-Team freut sich über jeden<br />
Kundenanruf – auch an Wochenenden und Feiertagen.<br />
HS/3 Schulungen<br />
Erfahrene HS/3-Trainer schulen unsere Neukunden<br />
individuell vor Ort.<br />
HS/3 Einem Workshops Teil<br />
Mit unseren regionalen, monatlichen Front- und Backoffice-Workshops<br />
helfen wir unseren Kunden, HS/3<br />
Hotelsoftware noch effektiver zu nutzen.<br />
HS/3 Online-Schulungen<br />
Erfahrene dieser HS/3-Referenten bieten Ihnen Ausgabe<br />
professionelle<br />
Unterstützung direkt an Ihrem System und mit Ihren<br />
Daten.<br />
HS/3 Webinare<br />
In unseren innovativen Online-Webinaren vermitteln wir<br />
unseren von Kunden Wissen zu <strong>GASTRO</strong> speziellen HS/3-Fragestellungen<br />
oder aktuellen Branchenthemen.<br />
liegt<br />
eine Beilage der<br />
Firma + 49 (0) 52 31 / 45 820 HSR - 0 bei.<br />
Wir beraten Sie gerne persönlich!<br />
Einem Teil<br />
dieser Ausgabe<br />
von <strong>GASTRO</strong> liegt<br />
eine Beilage der<br />
Intergastra bei.<br />
Einsatz kommt, werden Skifahrer auf<br />
dem Weg zum Gipfel mit Werken von<br />
Mozart begleitet. Die Kombination aus<br />
Ski und Musik bildet die touristischen<br />
Hauptthemen in einer perfekten Kombination<br />
ab und spiegelt sich auch in<br />
den beiden Botschaftern der aktuellen<br />
Winterkampagne des Salzburgerlandes<br />
wider. Einerseits Marcel Hirscher, der für<br />
<strong>das</strong> Skifahren steht und den Kinderskisport<br />
pushen möchte, und andererseits<br />
Rolando Villazón, der vorrangig die Mozartwoche<br />
im Jänner prolongiert.<br />
Einen „Freund für’s Leben“ habe er in<br />
Mozart gefunden, so der Startenor. Sowohl<br />
die Winterkampagne selbst mit<br />
persönlichen „Liebesbotschaften“ der<br />
beiden an den Winter als auch die Präsentation<br />
im Hotel Sacher in Wien zeigt<br />
eines ganz deutlich: Werbung funktioniert<br />
über Emotionen, die wiederum<br />
über Menschen transportiert wird, am<br />
Flying-Mozart wird in der Skiwelt Amadé<br />
zum Einsatz kommen.<br />
Foto: SalzburgerLand Tourismus_Christian Lendl<br />
besten. Und die Kombination der, auf<br />
den ersten Blick, konträren Themen<br />
Musik und Sport, sorgt für zusätzlichen<br />
Anreiz.<br />
www.salzburgerland.com
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELL & ANGESAGT 9<br />
Am Wirtshaustisch kommt man zusammen,<br />
um Emotionen und Meinungen<br />
auszutauschen - Die Gaststube<br />
als Kommunikationsdrehscheibe psychosozialer<br />
Hygiene: Eine romantische<br />
Vorstellung - oder erhält <strong>das</strong> Gasthaus<br />
vor allem daraus besondere Relevanz?<br />
Wirtesprecher OÖ Thomas Stockinger<br />
beantwortet dies mit einem klaren Ja,<br />
wenngleich er aus Erfahrung weiß, <strong>das</strong>s<br />
KultiWirt Günther Maurer (li.) und<br />
Wirtesprecher OÖ Thomas Stockinger<br />
sprachen über die Wirtshauskultur .<br />
Fotos: Oberoesterreich Tourismus GmbH<br />
Stammtischkultur: Wunsch oder Wirklichkeit?<br />
der Stammtisch sich verändert. Von der<br />
Informationsplattform der Dorf-Granden<br />
hat er sich vielfach zu einem Treff<br />
Gleichgesinnter entwickelt. Jäger, Sportler,<br />
Trachtengruppen, Damenrunden und<br />
andere setzen sich regelmäßig zu Speis<br />
und Trank zusammen.<br />
Damit dies auch in Zukunft in den<br />
Wirtshäusern geschieht, liegt auch am<br />
Wirt, so der Kirchschlager KultiWirt<br />
Günther Maurer: Der Weg zur Differenzierung<br />
durch Positionierung kann auch<br />
über die Kulinarik führen, so Maurer, der<br />
mit seinem Projekt „Dorfwirte mit Zukunft“<br />
als Coach für Branchenkollegen<br />
auftritt. Auf diese Weise ist es möglich,<br />
beim Gast auch <strong>das</strong> erforderliche Qualitäts-<br />
und Preisbewusstsein zu verankern.<br />
www.oberoesterreich-tourismus.at<br />
Eine perfekte Balance<br />
Die Waschmaschinen und Trockner<br />
der neuen Benchmark-Serie.<br />
Miele Professional. Immer Besser.<br />
Entwickelt, um die Grenzen des Möglichen zu erweitern.<br />
Slackliner bringen Technik, Präzision und Herzblut ins absolute Gleichgewicht,<br />
um die Grenzen des Machbaren zu verschieben. Die neuen<br />
Benchmark Maschinen verkörpern ebenfalls eine perfekte Balance – aus fein<br />
abgestimmten Technologien und Funktionen, die herausragende Ergebnisse<br />
und optimal koordinierte Abläufe sichern. Wann setzen Sie den Maßstab<br />
in der Wäschepflege?<br />
miele.at/benchmark
Ihre Bestellmöglichkeiten:<br />
Jänner<br />
1 Sa Neujahr<br />
2 So<br />
3 Mo<br />
4 Di<br />
5 Mi<br />
6 Do Hl. Drei Kg.<br />
7 Fr<br />
8 Sa<br />
9 So<br />
10 Mo<br />
11 Di<br />
<strong>12</strong> Mi<br />
13 Do<br />
14 Fr<br />
15 Sa<br />
16 So<br />
17 Mo<br />
18 Di<br />
19 Mi<br />
20 Do<br />
<strong>21</strong> Fr<br />
22 Sa<br />
23 So<br />
24 Mo<br />
25 Di<br />
26 Mi<br />
27 Do<br />
28 Fr<br />
29 Sa<br />
30 So<br />
31 Mo<br />
KW 1<br />
KW 2<br />
KW 3<br />
KW 4<br />
KW 5<br />
KW 2<br />
Februar<br />
1 DI<br />
2 Mi<br />
3 Do<br />
4 Fr<br />
5 Sa<br />
6 So<br />
7 Mo<br />
8 Di<br />
9 MI<br />
10 Do<br />
11 Fr<br />
<strong>12</strong> Sa<br />
13 So<br />
14 Mo<br />
15 Di<br />
16 Mi<br />
17 Do<br />
18 Fr<br />
19 Sa<br />
20 So<br />
<strong>21</strong> Mo<br />
22 Di<br />
23 Mi<br />
24 Do<br />
25 Fr<br />
26 Sa<br />
27 So<br />
28 Mo<br />
März<br />
1 DI<br />
2 Mi<br />
3 Do<br />
4 Fr<br />
5 Sa<br />
6 So<br />
KW 6 KW 10<br />
7 Mo<br />
8 Di<br />
9 MI<br />
10 Do<br />
11 Fr<br />
<strong>12</strong> Sa<br />
13 So<br />
KW 7 KW 11<br />
14 Mo<br />
15 Di<br />
16 Mi<br />
17 Do<br />
18 Fr<br />
19 Sa<br />
20 So<br />
KW 8 KW <strong>12</strong><br />
<strong>21</strong> Mo<br />
22 Di<br />
23 Mi<br />
24 Do<br />
25 Fr<br />
26 Sa<br />
27 So<br />
KW 9 KW 13<br />
28 Mo<br />
29 Di<br />
30 Mi<br />
31 Do<br />
April<br />
1 Fr<br />
2 Sa<br />
3 So<br />
4 Mo<br />
5 Di<br />
6 Mi<br />
7 Do<br />
8 Fr<br />
9 Sa<br />
10 So<br />
11 Mo<br />
<strong>12</strong> Di<br />
13 Mi<br />
14 Do<br />
15 Fr<br />
16 Sa<br />
17 So<br />
18 Mo Ostermontag<br />
19 Di<br />
20 Mi<br />
<strong>21</strong> Do<br />
22 Fr<br />
23 Sa<br />
24 So<br />
25 Mo<br />
26 Di<br />
27 Mi<br />
28 Do<br />
29 Fr<br />
30 Sa<br />
KW 14<br />
KW 15<br />
KW 16<br />
KW 17<br />
Mai<br />
1 So Staatsfeiertag<br />
2 Mo<br />
3 Di<br />
4 Mi<br />
5 Do<br />
6 Fr<br />
7 Sa<br />
8 So<br />
9 Mo<br />
10 Di<br />
11 Mi<br />
<strong>12</strong> Do<br />
13 Fr<br />
14 Sa<br />
15 So<br />
16 Mo<br />
17 Di<br />
18 Mi<br />
19 Do<br />
20 Fr<br />
<strong>21</strong> Sa<br />
22 So<br />
23 Mo<br />
24 Di<br />
25 Mi<br />
26 Do Christi Himmelfahrt<br />
27 Fr<br />
28 Sa<br />
29 So<br />
30 Mo<br />
31 Di<br />
KW 18<br />
KW 19<br />
KW 20<br />
KW <strong>21</strong><br />
KW 22<br />
Juni<br />
1 Mi<br />
2 Do<br />
3 Fr<br />
4 Sa<br />
5 So<br />
6 Mo Pfingstmontag<br />
7 Di<br />
8 Mi<br />
9 Do<br />
10 Fr<br />
11 Sa<br />
<strong>12</strong> So<br />
13 Mo<br />
14 Di<br />
15 Mi<br />
16 Do Fronleichnam<br />
17 Fr<br />
18 Sa<br />
19 So<br />
20 Mo<br />
<strong>21</strong> Di<br />
22 Mi<br />
23 Do<br />
24 Fr<br />
25 Sa<br />
26 So<br />
27 Mo<br />
28 Di<br />
29 Mi<br />
30 Do<br />
www.gastro.at<br />
KW 23<br />
KW 24<br />
KW 25<br />
KW 26<br />
Juli<br />
1 Fr<br />
2 Sa<br />
3 So<br />
4 Mo<br />
5 Di<br />
6 Mi<br />
7 Do<br />
8 Fr<br />
9 Sa<br />
10 So<br />
11 Mo<br />
<strong>12</strong> Di<br />
13 Mi<br />
14 Do<br />
15 Fr<br />
16 Sa<br />
17 So<br />
18 Mo<br />
19 Di<br />
20 Mi<br />
<strong>21</strong> Do<br />
22 Fr<br />
23 Sa<br />
24 So<br />
25 Mo<br />
26 Di<br />
27 Mi<br />
28 Do<br />
29 Fr<br />
30 Sa<br />
31 So<br />
KW 27<br />
KW 28<br />
KW 29<br />
KW 30<br />
August<br />
1 Mo<br />
2 Di<br />
3 Mi<br />
4 Do<br />
5 Fr<br />
6 Sa<br />
7 So<br />
8 Mo<br />
9 Di<br />
10 Mi<br />
11 Do<br />
<strong>12</strong> Fr<br />
13 Sa<br />
14 So<br />
KW 33<br />
15 Mo Maria Himmelfahrt<br />
16 Di<br />
17 Mi<br />
18 Do<br />
19 Fr<br />
20 Sa<br />
<strong>21</strong> So<br />
22 Mo<br />
23 Di<br />
24 Mi<br />
25 Do<br />
26 Fr<br />
27 Sa<br />
28 So<br />
29 Mo<br />
30 Di<br />
31 Mi<br />
KW 31<br />
KW 32<br />
KW 34<br />
KW 35<br />
September<br />
1 Do<br />
2 Fr<br />
3 Sa<br />
4 So<br />
5 Mo<br />
6 Di<br />
7 Mi<br />
8 Do<br />
9 Fr<br />
10 Sa<br />
11 So<br />
<strong>12</strong> Mo<br />
13 Di<br />
14 Mi<br />
15 Do<br />
16 Fr<br />
17 Sa<br />
18 So<br />
19 Mo<br />
20 Di<br />
<strong>21</strong> Mi<br />
22 Do<br />
23 Fr<br />
24 Sa<br />
25 So<br />
26 Mo<br />
27 Di<br />
28 Mi<br />
29 Do<br />
30 Fr<br />
IHR PARTNER<br />
in Sachen<br />
KW 36<br />
KW 37<br />
KW 38<br />
KW 39<br />
0810 100 180<br />
089 370 644 00<br />
Oktober<br />
1 Sa<br />
2 So<br />
3 Mo<br />
4 Di<br />
5 Mi<br />
6 Do<br />
7 Fr<br />
8 Sa<br />
9 So<br />
10 Mo<br />
11 Di<br />
<strong>12</strong> Mi<br />
13 Do<br />
14 Fr<br />
15 Sa<br />
16 So<br />
17 Mo<br />
18 Di<br />
19 Mi<br />
20 Do<br />
<strong>21</strong> Fr<br />
22 Sa<br />
23 So<br />
24 Mo<br />
25 Di<br />
26 Mi Nationalfeiertag (Ö)<br />
27 Do<br />
28 Fr<br />
29 Sa<br />
30 So<br />
31 Mo<br />
KW 40<br />
KW 41<br />
KW 42<br />
KW 43<br />
KW 44<br />
November<br />
1 Di Allerheiligen<br />
2 Mi<br />
3 Do<br />
4 Fr<br />
5 Sa<br />
6 So<br />
7 Mo<br />
8 Di<br />
9 MI<br />
10 Do<br />
11 Fr<br />
<strong>12</strong> Sa<br />
13 So<br />
14 Mo<br />
15 Di<br />
16 Mi<br />
17 Do<br />
18 Fr<br />
19 Sa<br />
20 So<br />
<strong>21</strong> Mo<br />
22 Di<br />
23 Mi<br />
24 Do<br />
25 Fr<br />
26 Sa<br />
27 So<br />
28 Mo<br />
29 Di<br />
30 Mi<br />
<strong>GASTRO</strong>TECHNIK<br />
www.mayway.eu<br />
KW 45<br />
KW 46<br />
KW 47<br />
KW 48<br />
Dezember<br />
1 Do<br />
2 Fr<br />
3 Sa<br />
4 So<br />
5 Mo<br />
6 Di<br />
7 Mi<br />
8 Do Maria Empfängnis<br />
9 Fr<br />
10 Sa<br />
11 So<br />
<strong>12</strong> Mo<br />
13 Di<br />
14 Mi<br />
15 Do<br />
16 Fr<br />
17 Sa<br />
18 So<br />
19 Mo<br />
20 Di<br />
<strong>21</strong> Mi<br />
22 Do<br />
23 Fr<br />
24 Sa<br />
25 So Christtag<br />
26 Mo Stefanitag<br />
27 Di<br />
28 Mi<br />
29 Do<br />
30 Fr<br />
31 Sa<br />
Schädlingsbekämpfung & Taubenabwehr<br />
Monitoring gemäß IFS, AIB, BRC<br />
auch für HACCP – Konzepte geeignet<br />
Hygiene seit 1878<br />
1090 Wien, Sechsschimmelgasse 9 office@assa.at<br />
Tel. 01/316 60-0, Fax: 01/316 60-99<br />
www.assa.at<br />
innovativ – leistungsstark – verlässlich<br />
KW 49<br />
KW 50<br />
KW 51<br />
KW 52<br />
www.haubis.at<br />
10 AKTUELL & ANGESAGT<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
tipp aus der praxis<br />
Kleine<br />
Geschenke …<br />
… erhalten die Freundschaft<br />
und sie sind ein Zeichen<br />
der Wertschätzung und<br />
Anerkennung. Gerade in<br />
diesen schwierigen Zeiten<br />
hängt die Zukunft vieler Betriebe<br />
von oft langjährigen<br />
Stammkunden ab. Sie waren<br />
es, die während der letzten<br />
beiden Jahre den Weiterbestand<br />
ihres Stammlokals gesichert<br />
haben.<br />
Mit einem kleinen „Goodie“<br />
als Dankeschön können<br />
Sie Ihre Kunden überraschen,<br />
erfreuen und damit<br />
Danke sagen für <strong>das</strong> Vertrauen<br />
und die Unterstützung<br />
über zwei Jahre Pandemie.<br />
Dabei kommt es nicht auf<br />
den Preis an, sondern auf die<br />
wertschätzende Geste. Ein<br />
Keks (gut verpackt natürlich)<br />
mit einem Dankeschön<br />
und Festtagswünschen sind<br />
keine große Investition und<br />
machen ein gutes Gefühl –<br />
bei Ihren Kunden und bei<br />
Ihnen.<br />
Wir haben uns heuer für<br />
unsere Kunden etwas ganz<br />
Besonderes überlegt und<br />
eine strikt limitierte Sonderedition<br />
eines weihnachtlich-winterlichen<br />
Sirups<br />
entwickelt, verpackt in einer<br />
eigens gestalteten „Wunderbar“<br />
in einem tollen Design.<br />
Denn auch für mich gilt es<br />
DANKE zu sagen für <strong>das</strong> Vertrauen<br />
und den Mut immer<br />
weiterzumachen – auch in<br />
schwierigen Zeiten.<br />
KR Wolfgang Zmugg, Geschäftsführer<br />
von Grapos.<br />
www.grapos.com<br />
Foto: Grapos<br />
Verlängerung der Corona-<br />
Hilfen, aktuelle Fristen<br />
Lockdown-bedingt werden bereits<br />
bekannte Corona-Hilfen zum Teil<br />
verlängert, zum Teil adaptiert. Um<br />
den Überblick zu behalten, haben wir für<br />
Hoteliers und Gastronomen eine kompakte<br />
Zusammenfassung erstellt.<br />
Ausfallsbonus III<br />
Betrachtungszeitraum November 20<strong>21</strong><br />
bis März 2022, bei einem Umsatzeinbruch<br />
von mind. 40 % zum Vergleichsmonat.<br />
Die Ersatzrate liegt für die Hotellerie<br />
und Gastronomie (wie gehabt)<br />
bei 40%. Maximal 80.000 Euro pro Monat,<br />
bei gleichzeitiger Anrechnung der<br />
Kurzarbeitsbeihilfe. Antragstellung beginnend<br />
ab 16. Dezember 20<strong>21</strong> möglich.<br />
Verlängerung Verlustersatz<br />
Für die Monate Jänner bis März 2022:<br />
Bei einem Umsatzeinbruch von mind.<br />
40% zum Vergleichsmonat kommt eine<br />
Ersatzrate von 70- 90% des Verlustes<br />
zur Anwendung. Maximaler Rahmen <strong>12</strong><br />
Millionen Euro statt bisher 10 Millionen.<br />
Antragstellung ab Anfang 2022.<br />
COVID-19 Kurzarbeit im Lockdown<br />
Für die Zeit des Lockdowns steht in<br />
direkt betroffenen Branchen die ungekürzte<br />
Beihilfe in der Höhe von 100%<br />
bis 31.<strong>12</strong>.20<strong>21</strong> zu. Die Antragstellung ist<br />
bis zu 14 Tage rückwirkend ab Beginn<br />
der Kurzarbeit möglich (für Unternehmen,<br />
die Kurzarbeit während des Lockdowns<br />
beginnen). Änderungsanträge<br />
auf Erhöhung der Ausfallstunden auf<br />
über 50% können bis Ende des aktuellen<br />
Kurzarbeitszeitraumes eingebracht<br />
werden. Die Verpflichtung, mindestens<br />
NovaTouch® Kassensysteme<br />
www.novacom.at<br />
<strong>GASTRO</strong> LIEFERSERVICE<br />
Wir liefern nicht nur Lebensmittel. Wir liefern Leidenschaft.<br />
<strong>GASTRO</strong><br />
TECHNIK<br />
2022<br />
Mag. Alexander Komarek, Steuerberater,<br />
Wirtschaftsprüfer bei LBG in Wien.<br />
50% der Ausfallzeit von kurzarbeitenden<br />
Lehrlingen für Weiterbildungsmaßnahmen<br />
zu nutzen, entfällt für November<br />
und Dezember 20<strong>21</strong>.<br />
Fristverlängerung früherer<br />
Corona-Hilfen<br />
Die Frist für die Antragstellung zum ursprünglichen<br />
Verlustersatz sowie zum<br />
ursprünglichen Fixkostenzuschuss<br />
800.000 wurde um ein Quartal, von<br />
31.<strong>12</strong>.20<strong>21</strong> auf 31.3.2022 verlängert.<br />
Hinweis: Die Antragsfrist für den seinerseits<br />
verlängerten Verlustersatz<br />
(Betrachtungszeitraum Juli bis Dezember<br />
20<strong>21</strong>) läuft (unverändert) bis 30. Juni<br />
2022.<br />
Wichtiger Hinweis: Verstöße gegen<br />
die COVID-Bestimmungen führen zur<br />
Rückzahlungspflicht erhaltener Corona-Hilfen.<br />
Bei Verwaltungsstrafen, wie<br />
beispielsweise Verstößen im Zusammenhang<br />
mit 2-G-Kontrollen, müssen<br />
die Corona-Hilfen für den Monat zurückgezahlt<br />
werden.<br />
Dieser Ausgabe von <strong>GASTRO</strong><br />
liegt der brandneue<br />
Wand-Kalender für <strong>das</strong> Jahr<br />
2022 bei.<br />
Foto: LBG Österreich GmbH<br />
shop.METRO.at 0800 206 200<br />
Montag bis Donnerstag 8:00 – 17:00 Uhr<br />
Ihre Bestellmöglichkeiten:<br />
Freitag 8:00 – 15:00 Uhr<br />
bestellung@metro.at
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELL & ANGESAGT 11<br />
Foto: Alpenrose Familux Resort<br />
Ferienhotellerie: 4-Tage-Woche<br />
Dass die Branche der Ferienhotellerie<br />
durch unregelmäßige Arbeitszeiten,<br />
Wochenend- und Feiertagsarbeit<br />
mit Personalmangel zu kämpfen hat, ist<br />
bekannt. Florian Mayer, Geschäftsführer<br />
der Familux Resorts, erklärt die geplanten<br />
Maßnahmen, welche die Arbeitsbedingungen<br />
der Familux Resorts-Gruppe<br />
revolutionieren sollen: „Wir haben unseren<br />
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />
zugehört und eine große, gruppenübergreifende<br />
Umfrage in Bezug auf die Wünsche<br />
und die Zufriedenheit unserer 450<br />
Mitarbeiter(innen) gemacht. Ganz oben<br />
auf der Wunschliste der 1.080 Antworten<br />
in den Fragebögen steht eine ausgewogene<br />
Work-Life-Balance, was uns dazu bewogen<br />
hat, mit Beginn der Wintersaison<br />
in unseren Hotels in Tirol, Oberösterreich<br />
und Bayern die 4-Tage-Woche anzubieten.<br />
Das bedeutet 32 Stunden in Deutschland<br />
bzw. 40 Stunden in Österreich aufgeteilt<br />
auf vier Tage und drei Tage frei für<br />
all jene, die <strong>das</strong> möchten.“ Zu der umfassenden<br />
Initiative zählen neben der 4-Tage-Woche<br />
auch die Einführung der Familux<br />
Academy mit mehr als 90 Kursen pro<br />
Jahr, die dem Wunsch nach mehr Weiterbildungen<br />
nachkommt sowie Sonntagsprämien<br />
und geplante Sabbaticals.<br />
www.familux.com<br />
Foto: daniela_jakob_dachsteinkoenig_-_familux_resort
<strong>12</strong> ALLES FÜR DEN GAST<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Foto: FRBMedia/ChristopherBlank<br />
Licht und Schatten über der<br />
Im vergangenen Jahr fiel die Salzburger Gastro-Fachmesse noch der Pandemie zum Opfer.<br />
Für fünf Tage wurde <strong>das</strong> Messezentrum<br />
Salzburg wieder zur<br />
Gastronomie- und Hotellerie-<br />
Drehscheibe Österreichs. Vom<br />
6. bis 10. November präsentierten über<br />
540 Aussteller auf der „Alles für den<br />
Gast“ ihre Produkte, Services und Visionen<br />
für die Zukunft. <strong>21</strong>.897 Fachbesucher<br />
erlebten nach der coronabedingten<br />
Absage im Vorjahr die ganze<br />
Bandbreite der Gastronomie und Hotellerie.<br />
Wobei man diese Zahlen in die<br />
richtige Relation setzen muss: Bei der<br />
2019er-Ausgabe der Salzburger Fachmesse<br />
waren es noch 751 Aussteller<br />
und knapp 45.000 Besucher.<br />
„Die ‚Alles für den Gast‘ hat einmal<br />
mehr gezeigt, <strong>das</strong>s sie trotz der derzeitigen<br />
Umstände Österreichs größte<br />
Fachmesse ist. Dies zeigt, wie wichtig<br />
der Tourismus, die Hotellerie und Gastronomie<br />
in unserem Land sind“, freute<br />
sich Barbara Leithner, COO von RX<br />
Austria & Germany, trotz allem.<br />
Keine „Messetouristen“<br />
Natürlich habe sie die „Alles für den<br />
Gast“ wirtschaftlich schon einmal<br />
glücklicher gemacht, aber emotional<br />
gesehen sei die Messe für die Branche<br />
enorm wichtig gewesen, so Leitner<br />
weiter. „Dass die Flut an Messetouristen<br />
dieses Jahr ausgeblieben ist,<br />
sahen eine Vielzahl unsere Aussteller<br />
nicht als Nachteil. Im Gegenteil: Noch<br />
nie hätte man qualitativ so hochwertige<br />
Gespräche führen können. Denn jene<br />
Menschen, die dieses Jahr unsere Messe<br />
besucht haben, hatten einen klaren<br />
Fachbesucher-Anspruch.“<br />
Das deckt sich durchaus mit den Eindrücken,<br />
die man selbst bei Gesprächen
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong> ALLES FÜR DEN GAST<br />
13<br />
Der Salzburger Lokalmatador war die einzige namhafte<br />
heimische Brauerei auf der Messe.<br />
Emotional gesehen war die Messe für die Branche enorm<br />
wichtig.<br />
„Alles für den Gast“-Messe<br />
Heuer feierte sie – wenn auch etwas verkleinert – Wiederauferstehung. <br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
mit Ausstellern bekommen konnte. Einige<br />
beklagten sich über den in Relation zu<br />
anderen Jahren flauen Besucherandrang,<br />
manche hatten mit der neuen 2-G-Regelung<br />
für ihre Mitarbeiter zu kämpfen,<br />
die mitten in die Messezeit hineinfiel,<br />
aber andere waren mit der Qualität der<br />
geführten Gespräche durchaus zufrieden.<br />
Eine bayrische Brauerei sprach sogar<br />
von der für sie „erfolgreichsten Messe<br />
überhaupt“. Apropos Brauereien: Dass<br />
der Salzburger Lokalmatador die einzige<br />
namhafte heimische Brauerei auf der<br />
Messe war, konnte einem auch zu denken<br />
geben. Aber auch viele andere große<br />
Unternehmen und Messe-Stammgäste<br />
glänzten dieses Jahr durch Abwesenheit.<br />
Was umgekehrt etliche kleinere Aussteller<br />
freute, die es so von den Wartelisten<br />
in die Messehallen schafften.<br />
Kein kalter Kaffee und innovative<br />
digitale Lösungen<br />
Erwähnenswert sind jedenfalls auch die<br />
Side-Events: Bei den diesjährigen “Austrian<br />
Coffee Championships” etwa,<br />
veranstaltet von SCA Austria, ging es<br />
brühheiß her. Den Titel des “Barista<br />
Champions” gewann Junior Vargas, der<br />
nun zur Weltmeisterschaft fährt. Beim<br />
Brewers Cup überzeugte Martin Wölfl<br />
die Jury und im Cup Tasting holte Bojan<br />
Pasic den verdienten Sieg.<br />
Spannend auch der GastroHackathon,<br />
veranstaltet von Dishtracker. In 24<br />
Stunden musste für ein konkretes Problem<br />
aus der Gastronomie, Hotellerie<br />
oder dem Tourismusbereich eine digitale<br />
Lösung entwickelt werden. Gewonnen<br />
hat <strong>das</strong> Team “Gleap” mit ihrer Lösung<br />
der automatisierten Websiteerstellung<br />
über einen Chatbot.
14 ADVERTORIAL<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Die besten Wirte in OÖ<br />
Die einfach-echt-ehrlich-Wirte Kampagne – die Sieger! <br />
© Netzwerk Kulinarik/pov.at<br />
nachrichten.at/genussland<br />
Nominiere deinen<br />
Lieblingsgastronom,<br />
der Regionalität<br />
echt und ehrlich<br />
serviert!<br />
Wer ist der Beste im ganzen<br />
Land? Diese Frage galt es, bei<br />
der OÖ Genussland-Challenge<br />
zu beantworten! Der Beste<br />
in diesem Fall ist jener Genussland OÖ-<br />
Wirt, der die Regionalität seiner Produkte<br />
in Kooperation mit seinen Produzenten<br />
am besten sichtbar macht und dies<br />
seinen Gästen auch kommuniziert. Wirte<br />
waren aufgerufen, ihre Gäste mit ihren<br />
regionalen Köstlichkeiten zu überzeugen<br />
und zum Voten zu animieren. Ausgeschrieben<br />
wurde die Challenge von Genussland<br />
Oberösterreich in Kooperation<br />
mit den OÖ Nachrichten und <strong>das</strong> Ziel<br />
war es, die Herkunftsbezeichnungen auf<br />
der Speisekarte und damit auch regionale<br />
Lieferanten ins Scheinwerferlicht zu rücken.<br />
Damit man weiß, woher‘s kommt.<br />
Die Gäste waren aufgerufen, Fotos von<br />
regionalen Lieblingsspeisen ihrer Lieblingswirte<br />
hochzuladen und unter #einfachechtehrlich<br />
zu teilen. Die Fachjury<br />
warf dann ihr strenges Auge auf die Spezialitäten<br />
und kürte die Sieger in fünf<br />
Regionen. Deren Rezepte zum Nachkochen<br />
findet man auf genussland.at,<br />
ebenso wie alle Genussland-Wirte, die<br />
regionale Speisen anbieten. Im Folgenden<br />
stellen wir die Siegerwirte gemeinsam<br />
mit ihren Produzenten vor.<br />
www.genussland.at<br />
Genussland_09994_Inserat_OOEN_272x100mm_RZ_yk.indd 1 27.08.<strong>21</strong> 09:35<br />
Nummer 1 im Mühlviertel: Der Schlagerwirt<br />
Most, Fruchtsäfte, Edelbrände, Liköre,<br />
naturbelassener Käse, hausgemachte<br />
Marmeladen und Pesenbachtaler<br />
Weideochsen sowie Hausschweine:<br />
Am Schlagerhof, der Landwirtschaft<br />
von Elisabeth und Bernhard Berger<br />
in Bad Mühllacken, liegt die Basis<br />
für den gastronomischen Betrieb des<br />
Schlagerwirtes. Hier werden nach alten<br />
überlieferten Rezepten und in bester<br />
Qualität Spezialitäten der regionalen<br />
Küche gekocht. Der preisgekrönte<br />
Fruchtsaft des Hausherrn und langjährigem<br />
Genussland-Partner spricht<br />
eine eindeutige Sprache. Zum Gratulieren<br />
kam dann auch gleich Gertrude<br />
Leitner von Leitner- Ei aus Lichtenberg.<br />
„Wir haben viele treue Partner<br />
und schauen beim Preis nicht auf jeden<br />
Cent“, so Elisabeth Berger. Ihr persönlicher<br />
Tipp eine regionale Köstlichkeit<br />
sind die Wildhascheeknödel, die sie mit<br />
pikantem Kürbiskraut serviert und anschließend<br />
gibt’s <strong>das</strong> Maroni-Tiramisu<br />
mit dem Eidotter der Freilaufhennen<br />
von Lieferantin Gertrude Leitner.<br />
Die Küchenchefin ist aber auch für ihren<br />
Leberschädl, den Schweinsbraten<br />
aus dem Holzofen und die gebackenen<br />
Speckknödl bekannt.<br />
www.schlagerwirt.at<br />
Schlagerwirtsleute Elisabeth und Bernhard Berger<br />
mit ihrer Eierlieferantin Gertrude Leitner .<br />
Foto: Karin Haas
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong> ADVERTORIAL<br />
15<br />
Nummer 1 im Innviertel: Der Wirt z‘Weissau<br />
Seit 17 Generationen im Familienbesitz,<br />
wird im Innviertler Gasthaus<br />
„Wirt z‘Weissau“ in Lochen am (Matt)<br />
See auch bereits seit 1557 gekocht. Das<br />
„Zapfrecht“ ist beinahe ebenso alt. Naheliegend<br />
also, <strong>das</strong>s der Wirt z’Weissau<br />
mit der jüngsten Generation, Daniel<br />
Strobl und seine Frau Verena, im<br />
Anwesen ebenfalls groß aufkocht.<br />
Daniels Mama steht noch immer<br />
in der Küche und auch der Papa hilft<br />
mit. Genussland-Wirt Daniel Strobl<br />
ist nicht nur mit Facebook und Instagram<br />
auf Du und Du, sondern auch mit<br />
vielen regionalen Lieferanten. Die „Laberl“<br />
seines Regional- Burgers werden<br />
dank Weide-Ochsen vom zwei Minuten<br />
entfernten Lippengut hergestellt.<br />
Die pikanten Topfenknödl im Sesammantel,<br />
ebenfalls ein Renner beim<br />
Wirt z‘Weissau, erhalten ihr Aroma<br />
vom Bröseltopfen der Familien-Käserei<br />
Höflmaier in Lochen. Auch dort<br />
blickt man auf reichlich Erfahrung<br />
zurück, denn in der Käserei wird seit<br />
1931 gekäst. Was durch den Bergkäse<br />
auf der Lasagne beim Wirt z‘Weissau<br />
ebenfalls zu schmecken ist. Der<br />
Innviertel-Sieger der Wirte-Challenge,<br />
Genussland-Wirt Daniel Strobl,<br />
Die Gastronomen<br />
Verena und<br />
Daniel Strobl (v.l.),<br />
mit ihren Lieferanten<br />
Thomas und<br />
Josef Höflmaier jun.<br />
mit ihrem „besten<br />
Eck vom Käse“.<br />
Foto: Karin Haas<br />
ist „natürlich“ auch AMA-zertifiziert.<br />
„Wir kaufen so nah wie möglich ein“,<br />
so Strobl. Die Nudeln kommen von der<br />
Familie Paischer aus Munderfing und<br />
finden in einer veganen „Bowl“ ihren<br />
Platz. Tradition trifft hier eindeutig auf<br />
Innovation.<br />
www.wirt-weissau.at<br />
Nummer 1 im Salzkammergut:<br />
Das Weinhaus Attwenger<br />
Wer kennt es nicht, <strong>das</strong> Weinhaus Attwenger im Herzen der Kaiserstadt<br />
Bad Ischl. Die denkmalgeschützte Villa ist für Gourmets keine<br />
unbekannte Adresse. Seit sechs Jahren führt dort Küchenchef Tobias<br />
Fers mit Gattin Nadine als Pächter <strong>das</strong> Genuss-Regiment. Sohn Timothy<br />
Jack kreiert als Patissier regionale Produkte zu süßen Versuchungen,<br />
Tochter Naomi Lina Marie bringt <strong>das</strong> Ganze fachgerecht zum Tisch.<br />
Das weitgereiste Gourmet Paar bringt viel Erfahrung aus ausländischen<br />
Küchen mit und setzt es gekonnt mit regionalen Produkten genussvoll<br />
um. „Wir kochen seit jeher regional und nachhaltig und bringen so den<br />
ursprüngliche Geschmack der Zutaten zur Geltung“, sagt Tobias Fers.<br />
Der Genussland-Wirt ist AMA-zertifiziert und freut sich, <strong>das</strong>s ehrliche<br />
Qualität nun einmal mehr honoriert wird. Mit dem „Weinhaus Attwenger“<br />
als Salzkammergut-Sieger der Wirte-Challenge steht ein Wirt auf<br />
dem Stockerl, dem die Kombination aus internationaler Erfahrung und<br />
regionaler Produkte bestens gelungen ist. Gewinner sind aber auch die<br />
regionalen Lieferanten, wie es zum Beispiel die „Eiermacher“ mit Chef<br />
Manfred Söllradl in Kremsmünster sind. Deren Entenbrust serviert Tobias<br />
Fers mit Rotkraut und Serviettenknödl.<br />
www.restaurant-attwenger.at<br />
Tobias und Nadine Fers mit Bio-Entenbrust<br />
und Kasnudel. Foto: Karin Haas<br />
Foto: Manfred Söllradl<br />
Manfred Söllradl sorgt für regionales Geflügel.
16 ADVERTORIAL<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Nummer 1 im Traunviertel: Der Kirchenwirt<br />
Ein Vierkanter aus dem 18. Jahrhundert<br />
ist <strong>das</strong> Reich von Christoph<br />
Enengl und seiner Gattin Nadine, komplettiert<br />
wird <strong>das</strong> Genussland-Team<br />
von Vater Erich und Mutter Maria. Seit<br />
2017 wird hier im Kirchenwirt in Kirchberg-Thening<br />
regional und nachhaltig<br />
im Dienste des Genusses gekocht.<br />
Enengls Parade-Gericht ist ein – natürlich<br />
– regionaler Hirschrücken, der mit<br />
Speckbohnen, Hokkaidokürbis-Pürree,<br />
Maroni und selbst eingelegter Portweinbirne<br />
serviert wird. Der Traunviertel-Sieger<br />
der Wirte-Challenge weiß,<br />
wo gute, regionale Produkte zu Hause<br />
sind. Zum Beispiel bei Max Hirschvogel:<br />
Der Lieferant bringt seine Säfte<br />
und den beliebten Speckbirnen-Cider<br />
aus Thening zum Hirschrücken mit.<br />
Oder auch den „Drink Pink“, ein rosa<br />
Cider, sowie Apfel-Ingwer-Saft – ganz<br />
wie es am besten zu den Speisen passt.<br />
Seit 2017 schaukelt der junge Mann<br />
den Vertrieb des Gutes mit 25 Hektar<br />
und 13.000 Obstbäumen, den sein Vater<br />
Wilfried Hirschvogel aufgebaut hat.<br />
Regionalität im Glas gehört beim Kirchenwirt<br />
dazu.<br />
Regionalität ist für Kirchenwirtin<br />
Nadine Enengl selbstverständlich: „Wir<br />
Christoph (li.) &<br />
Nadine Enengl<br />
mit dem Hirschrücken<br />
und<br />
Lieferant Max<br />
Hirschvogel<br />
mit Trend-Cider<br />
„Drink Pink“.<br />
Foto: Karin Haas<br />
kochen Marmelade ein, machen Pesto<br />
und sogar Erdbeer-Sirup.“ Neben<br />
der Regionalität gilt ihre Leidenschaft<br />
auch dem Wein, deshalb betreibt <strong>das</strong><br />
Genussland-Wirtspaar eine kleine, feine<br />
Vinothek mit dem Besten aus regionalen<br />
Rebsorten.<br />
www.kirchenwirt-kirchberg.at<br />
Nummer 1 im Hausruckviertel:<br />
Das Gasthaus „Alfons“<br />
Herzlich bei der Gastfreundschaft, regional<br />
in der Küche. Das Gasthaus<br />
„Zum Alfons“in Rutzenham (Bezirk<br />
Vöcklabruck) haben Alfons Baldinger<br />
und seine Frau Dorothe 1998 in dritter<br />
Generation übernommen und ein<br />
wenig umgebaut. Seither stehen drei<br />
Alfons Baldinger (li.) und<br />
sein Bieressig mit Gattin<br />
Dorothe und Gewürz-Lieferant<br />
Johann Perner.<br />
Foto: Karin Haas<br />
Bierkessel in der Gasthausbrauerei<br />
mit Chef Alfons Baldinger, der immer<br />
fröhlich und mit Hut, die personifizierte<br />
Gastlichkeit ist und dem obendrein die<br />
Ideen nie ausgehen. Bieressig und Bierhonig<br />
sind seit kurzem die Renner: „Unsere<br />
Essigwurst mit Bieressig ist einzigartig“,<br />
sagt Gattin Dorothe, die von<br />
Tochter Diana, der Wirtschafts-Studentin,<br />
ebenso unterstützt wird, wie<br />
von Sohn Alfons IV., 14 Jahre jung.<br />
In der Gasthausbrauerei ist <strong>das</strong><br />
Braumeisterschnitzel, ein Hühner-Naturschnitzel<br />
mit Sauce aus regional gekauften<br />
Champignons der Renner. Davor<br />
gibt’s die Suppe mit hausgemachtem<br />
Leberknödl, und wer möchte, <strong>das</strong><br />
selbstgebackene Brot. Die Gewürze<br />
dafür kommen von Landwirt Johann<br />
Perner, der in Pilsbach mit Gattin Birgit<br />
den Hof „Braun z‘ Schmidham“ betreibt.<br />
Der „Gewürzschäfer“ betreibt<br />
eine Merinoschafzucht und kultiviert<br />
Gewürze wie Kümmel, Blaumohn, Koriander,<br />
Fenchel, Anis und Leinsamen.<br />
Aber auch kalt gepresste Öle hat er im<br />
Angebot.<br />
www.zum-alfons.at
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELL & ANGESAGT 17<br />
ÖHV-Kongress auf Mai<br />
verschoben<br />
Screenshot von www.oehv.at/kongress<br />
Die Corona-Lage und vor allem der absehbare Mitarbeitermangel<br />
machen inzwischen schon die Planung für Großveranstaltungen<br />
im kommenden Jahr schwierig. Die ÖHV<br />
hat daher beschlossen, ihren 30. Jahreskongress von Jänner<br />
auf 2. – 4. Mai zu verschieben. Austragungsort soll die<br />
Wiener Hofburg bleiben. Am Kongressthema – „Lebensläufe.<br />
Arbeitswelten neu denken“ – will man festgehalten: „Die<br />
Unternehmen investieren viel in flexible Arbeitszeiten, lebenslanges<br />
Lernen und Mitarbeiterunterkünfte. Auf der<br />
überbetrieblichen Ebene gibt es mindestens genauso viel zu<br />
tun, wenn sich Unternehmer nicht einmal im ‚Jännerloch‘<br />
zwei Tage aus dem Betrieb nehmen können – bei voraussichtlich<br />
400.000 Arbeitslosen.“, so ÖHV-Generalsekretär<br />
Dr. Markus Gratzer. <br />
www.oehv.at/kongress<br />
Kurzarbeit bis Ende<br />
März 2022 verlängert<br />
Die Regierung hat <strong>das</strong> Modell der Kurzarbeit bis Ende März<br />
nächsten Jahres verlängert. Außerdem erhalten Mitarbeiter,<br />
die seit März 2020 mindestens 10 Monate in Kurzarbeit<br />
waren und im November 20<strong>21</strong> immer noch in Kurzarbeit<br />
sind, im April 2022 einen Bonus von 500 Euro, sofern deren<br />
Bruttolohn weniger als 2.775 Euro beträgt.<br />
Da Mitarbeitern während des Lockdowns bei Kurzarbeit<br />
nicht nur einen Teil ihres Einkommens verlieren, sondern<br />
zusätzlich Trinkgeld, wird es ab Dezember im Rahmen der<br />
Kurzarbeit außerdem wieder eine Trinkgeldpauschale geben.<br />
Sie wird so abgewickelt, <strong>das</strong>s die Bemessungsgrundlage<br />
für die Vergütung um fünf Prozent erhöht wird und die<br />
Unternehmen gegenüber dem AMS erklären, <strong>das</strong>s sie Bemessungsgrundlage<br />
und Vergütung entsprechend anheben.<br />
DerFeigl hat‘s –<br />
der Feigl bringt‘s
Seite 18 bis Seite 47<br />
Food<br />
Winterdessert<br />
Das Beste kommt zum<br />
Schluss: Ein köstliches<br />
Dessert ist der perfekte<br />
Abschluss für ein gutes<br />
Essen. Das Dessert bleibt<br />
in Erinnerung, sogar wenn<br />
der Hauptgang nicht überzeugend<br />
war, und „versüßt“<br />
auf wunderbare Weise die<br />
ganze Speisenfolge.<br />
Seite 20<br />
Portrait<br />
Cross-Over-Fusionsküche:<br />
Haya Molcho hat als spätberufene<br />
Quereinsteigerin<br />
in wenigen Jahren ein Gastro-Imperium<br />
geschaffen<br />
mit Lokalen in halb Europa.<br />
Ein Gespräch über levantinische<br />
Küche, Vertrauen<br />
gegenüber Mitarbeitern<br />
und den Mut, anständige<br />
Preise zu verlangen.<br />
Seite 32<br />
Ethnofood<br />
Viel besser als ihr Ruf:<br />
Leider hat die spanische<br />
Küche in unseren Breiten,<br />
im Gegensatz zu anderen<br />
Mittelmeer-Regionen, einen<br />
eher geringeren Stellenwert.<br />
Vor Ort bietet die iberische<br />
Halbinsel allerdings viel<br />
mehr als nur Paella & Co.<br />
Seite 38
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELLES 19<br />
Mit Putz und Stingl<br />
Ratzeputz!<br />
Text & Foto: Andrea Jungwirth<br />
Käsereste finden sich in fast jedem Kühlschrank<br />
nicht-veganer Haushalte und vor allem in den Kühlräumen<br />
von Hotelküchen. Eine große Sortenwahl<br />
bei Käsebuffets am Abend ist geradezu ein Muss.<br />
Es fallen reichlich Käsereste an oder auch Stücke,<br />
die nicht mehr so ansehnlich sind, da bereits etliche<br />
Gäste etwas heruntergeschnitten haben. Das<br />
ändert aber nichts am hervorragenden Geschmack<br />
und an der Qualität. In einfachen und vor allem<br />
schnell bereiteten Käsestangerln lassen sich die<br />
Reste knusprig verwerten, sie passen zu etlichen<br />
Vorspeisen oder Salaten.<br />
Kürbiskernstangerl mit Käse<br />
Zutaten:<br />
2 Packungen Butterblätterteig à 270 g, 100 g Parmesan<br />
oder würziger Bergkäse oder gemischte<br />
Käsereste, gerieben, 100 g Kürbiskerne, 2 Esslöffel<br />
Sesam, 1 Ei<br />
Zubereitung:<br />
Kürbiskerne grob hacken. Einen Blätterteig mit<br />
verquirltem Ei bestreichen, mit Sesam, Käse und<br />
Kürbiskernen bestreuen. Den zweiten Blätterteig<br />
auf den Belag legen und den Teig mit einem Nudelholz<br />
andrücken.<br />
Den Blätterteig mit einem Messer der Länge<br />
nach in etwa 2 cm breite Streifen schneiden. Die<br />
Streifen an beiden Enden halten und die Enden<br />
in entgegengesetzte Richtungen drehen.<br />
Die Streifen auf ein mit Backpapier ausgelegtes<br />
Backblech legen und im Backrohr bei 220 Grad<br />
Celsius etwa 15 Minuten knusprig backen.<br />
Süße Verführungen<br />
Backwarenspezialist<br />
Edna hat jüngst sein<br />
neuestes Sortiment an süßen<br />
Naschereien präsentiert.<br />
Mit dabei ist z.B.<br />
› Mini-Apfelschnecke<br />
mit saftigen Apfelstücken:<br />
Der feine<br />
Zuckermantel auf dem<br />
Gebäck karamellisiert<br />
beim Erwärmen leicht und sorgt so für ein besonderes<br />
Geschmackserlebnis. Als süßes Fingerfood, beim Flying Buffet<br />
oder als Alternative zum Apfelstrudel.<br />
› Tiramisu-Schnitte mit Löffelbiskuit: Die beliebte italienische<br />
Nachspeise gibt es jetzt auch als Tiramisu-Schnitte. Sie ist<br />
nach original italienischem Rezept hergestellt und lässt sich<br />
individuell nach Ihrem Bedarf portionieren.<br />
› Schmelzendes Herz Premium: Der kleine, luftige Schokoladenkuchen<br />
mit warmem, zartschmelzendem Bitterschokoladenherz<br />
ist eine wunderbare, schnell zubereitete Nachspeise.<br />
Am besten garniert mit Obers, Früchten und Eis.<br />
› Belgische Zucker-Butterwaffeln: Warme Waffeln verkaufen<br />
sich durch ihren Duft fast von allein. Mit frischen Beeren, Eis<br />
oder Kompott verfeinert sind sie ein süßes Highlight.<br />
www.edna.de<br />
Kaiserschmarrn trifft<br />
Lebkuchen<br />
Naschkatzen werden<br />
große Augen machen!<br />
Es gibt die zwei<br />
beliebten Winter-Süßspeisen<br />
Kaiserschmarrn<br />
und Lebkuchen jetzt in<br />
einem: Der neue TONI<br />
KAISER Lebkuchenschmarrn<br />
überrascht mit<br />
einer gelungenen Kombination.<br />
Gehackte Haselnüsse<br />
und Lebkuchengewürze<br />
verfeinern den<br />
beidseitig gebackenen Schmarrn, der wie handgemacht aussieht.<br />
Zudem ist er im Handumdrehen zubereitet. Entweder<br />
10–<strong>12</strong> Minuten in der Pfanne, oder ca. 10 Minuten bei ca. <strong>12</strong>0<br />
Grad im Kombidämpfer oder bei 900 Watt in der Mikrowelle.<br />
Ein Verpackungskarton beinhaltet 5 kg. Gut, <strong>das</strong>s es diese innovative<br />
Produktneuheit <strong>das</strong> ganze Jahr über im Dauersortiment<br />
gibt.<br />
www.weinbergmaier.at<br />
Foto: Edna<br />
Foto: Weinbergmaier
20 WINTERDESSERT<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Winterliche<br />
Desserts
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
WINTERDESSERT <strong>21</strong><br />
Ein köstliches Dessert ist der perfekte Abschluss für ein<br />
gutes Essen. Das Dessert bleibt in Erinnerung, sogar wenn<br />
der Hauptgang nicht überzeugend war, und „versüsst“ auf<br />
wunderbare Weise die ganze Speisenfolge. Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />
Gerade wenn es draußen kälter und<br />
bald dunkel wird, freut man sich<br />
auf ein warmes Dessert. Es ist beinahe<br />
ein Seelenwärmer, <strong>das</strong> zufrieden<br />
macht. Schokolade, winterliche<br />
Gewürze wie Zimt und Kardamom, eine<br />
warme Sauce oder ein Soufflé stimmen<br />
unsere Sinne auf die Weihnachtszeit ein.<br />
Tradition liegt in der Luft<br />
Ein Dessert muss nicht satt machen, es<br />
sorgt für ein Wohlgefühl und im Winter<br />
für ein paar Glücksgefühle mehr.<br />
Es überrascht daher nicht, <strong>das</strong>s gerade<br />
im Winter mehr Süßes genascht wird.<br />
Trotz zahlreicher Trends und kultureller<br />
Einflüsse zeigt sich die Dessertlandschaft<br />
in der kalten Jahreszeit eher traditionell.<br />
Man genießt bevorzugt <strong>das</strong>,<br />
was man schon als Kind geliebt hat, bestimmte<br />
Kekssorten oder traditionelle<br />
Süßspeisen, wie bei Mama oder Oma<br />
eben. Lebkuchen, Vanillekipferl und<br />
Desserts mit Glühwein, oder zumin-<br />
Bei uns liegt<br />
Backtradition<br />
in der Familie.<br />
Seit 1902.<br />
Lebkuchenstrudel<br />
Zutaten für 1 Strudel:<br />
1 Packung Strudelblätter à 60 g<br />
› ~ 150 g Lebkuchen ohne<br />
Glasur<br />
2 Äpfel<br />
1 Birne<br />
2 Esslöffel Rosinen<br />
› 4 Esslöffel Sauerrahm<br />
150 – 200 ml Schlagobers<br />
› 3 Esslöffel geriebene<br />
Haselnüsse<br />
3 Esslöffel Rum<br />
1 Esslöffel Vanillezucker<br />
etwas Zimt<br />
› flüssige Butter zum<br />
Bestreichen<br />
1. Äpfel und Birne schälen, entkernen und in<br />
dünne Scheiben oder kleine Würfel schneiden.<br />
Lebkuchen in kleine Stücke schneiden.<br />
2. Obst und Lebkuchen mit den restlichen Zutaten<br />
– außer den Haselnüssen – in einer Schüssel<br />
vermischen und etwa 30 Minuten ziehen lassen.<br />
3. Die Strudelteigblätter aus der Packung nehmen.<br />
Ein Blatt auf ein Strudeltuch legen und mit<br />
flüssiger Butter bestreichen, <strong>das</strong> zweite Teigblatt<br />
darüber legen. Das Teigblatt mit den geriebenen<br />
Haselnüssen bestreuen.<br />
4. Apfel-Lebkuchenfüllung längs auf dem Strudelteig verteilen und<br />
den Strudel einrollen, zuvor die seitlichen Teigränder einschlagen.<br />
5. Den Strudel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen<br />
und mit flüssiger Butter bestreichen. Den Strudel bei 180 Grad Celsius<br />
etwa 30 Minuten backen, dazwischen nochmals mit Butter bestreichen.<br />
6. Ein Stück Lebkuchenstrudel mit einem winterlichen Eis, einer Vanillesauce<br />
oder auf einem Beerenspiegel anrichten.<br />
» Seit Generationen geben wir<br />
<strong>das</strong> Wissen um die österreichische<br />
Backtradition weiter. Dieses<br />
Wissen fängt bei den besten<br />
Zutaten an und zeigt, wie sorgsam<br />
man mit ihnen umgehen muss,<br />
um <strong>das</strong> beste Brot zu backen.«<br />
Ing. Anton Haubenberger<br />
Haubis GmbH<br />
Kaiserstraße 8 / A-3252 Petzenkirchen<br />
t +43 (0) 7416 / 503-0 / www.haubis.at
22 WINTERDESSERT<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Foto: Andrea Jungwirth<br />
dest mit den darin verwendeten Gewürzen,<br />
liegen in der Beliebtheitsskala ganz<br />
oben. Die sogenannten „Familienklassiker“<br />
sind zu Recht beliebter denn je und<br />
die Covidkrise hat die Lust auf Selbstgebackenes<br />
gesteigert. Wer nicht selbst<br />
bäckt, kauft seine Naschereien oder genießt<br />
sie im Café.<br />
Zwar gibt es jedes Jahr neue Kekserlkreationen,<br />
aber die Klassiker dominieren<br />
<strong>das</strong> Angebot. Traditionelle Konditoreien<br />
wie der Zauner in Bad Ischl oder<br />
<strong>das</strong> Demel in Wien überzeugen mit ihren<br />
überlieferten Köstlichkeiten in Top-<br />
Qualität nicht nur ausländische Gäste,<br />
sondern auch viele Einheimische. Wobei<br />
<strong>das</strong> Verschicken verschiedener Spezialitäten<br />
nicht erst seit Corona boomt.<br />
Nicht nur Kekserl am Teller<br />
Trotz der Vielfalt an kleinem Gebäck und<br />
Keksen wäre es zu einfach, vor allem in<br />
der Adventzeit, winterliche Desserts nur<br />
darauf zu beschränken. Strudeln, Schmarren<br />
und Waffeln sind neben Torten und<br />
Kuchen bewährte Klassiker. Auch wenn<br />
es im Winter etwas traditioneller auf den<br />
Tellern zugeht, die verschiedenen Trends<br />
hinterlassen überall ihre Spuren.<br />
Kulinarische Trends ändern sich regelmäßig,<br />
viele verschwinden schnell<br />
wieder und manche, wie zum Beispiel<br />
die Macrons, bleiben und begeistern ihre<br />
Anhänger. Desserts sind in der Gastronomie<br />
nicht zu unterschätzen und für<br />
einen erheblichen Teil des Umsatzes<br />
wichtig. Da sind typische Klassiker für<br />
den Betrieb oft <strong>das</strong> Fundament, doch<br />
auch die Trends sorgen für mehr Vielfalt<br />
und sollen ihre Spuren hinterlassen.<br />
Sie bieten dem Gast etwas Neues zum<br />
Ausprobieren.<br />
Ein Dessert zum Trinken<br />
Der Espresso nach dem Essen ist ein<br />
traditioneller Abschluss und auch trinkbare<br />
Desserts sind nichts Neues, doch<br />
kreative Köche setzen hier frische Akzente.<br />
Milchshakes mit Apfelkuchen<br />
oder Bratapfel, geräucherte alkoholische<br />
Drinks mit Schokolade oder die<br />
Kombination von süß mit scharf sind<br />
nur ein paar Möglichkeiten für einen<br />
trinkbaren süßen Abschluss. Eine Tasse<br />
heiße Schokolade wäre zu einfach, <strong>das</strong><br />
Spiel verschiedener Aromen mit Kakao<br />
zaubert aber Überraschendes ins Glas.<br />
Herzhaft mit Gemüse und<br />
scharfen Gewürzen<br />
Das Kreieren von Desserts mit herzhaften<br />
Gewürzen wie Pfeffer, Chili oder<br />
Salz liegt schon seit einigen Jahren im<br />
Trend. Salziges Karamell ist schon lange<br />
beliebt, auch die Kombination von Chili<br />
und Schokolade. Die Verbindungen werden<br />
aber immer gewagter, wie ein Granatapfeleis<br />
mit langem Pfeffer. Kuchen<br />
und Torten mit Gemüse sind ebenfalls<br />
nicht mehr „exotisch“, sie haben sich<br />
etabliert und Torten mit Karotten, Roten<br />
Rüben oder Kürbis stehen gerade im<br />
Winter hoch im Kurs.<br />
Klein, aber fein<br />
Nicht immer basieren Trends auf neuen<br />
Geschmackrichtungen, es kann auch<br />
nur eine Form des Anrichtens oder ein<br />
Dekonstruieren der Bestandteile sein.<br />
Ein Mousse wird nicht mehr in einer<br />
großen Form bereitet, und nach dem<br />
Festwerden in schönen Nocken auf den<br />
Teller gebracht. Nein, es wird bereits<br />
in kleinen Gläsern zubereitet und dem<br />
Gast serviert. Der Apfelkuchen nicht<br />
mehr in einem Stück, sondern zerteilt<br />
als Apfelmousse mit Streusel und Creme<br />
im Glas dekorativ anrichtet. Kleinere,<br />
aber feine Mehlspeisen werden vermehrt<br />
auch als Convenience angeboten.<br />
Bestimmte Produktlinien werden um<br />
ein „Mono-Portion-Dessert“ erweitert.<br />
Die Auswahl ist daher so groß wie nie.<br />
Eine Schwarzwälderkirschtorte kann<br />
man selbst bereiten, als Convenience,<br />
oder gar tiefgefroren kaufen, aber auch<br />
auf eine dekonstruierte „Schwarzwälder<br />
Kirsch im Glas“ zurückgreifen.<br />
Naschen zum Wohlfühlen<br />
Der Trend zu veganen Süßspeisen, aber<br />
auch zu regionalen Zutaten und bekömmlicheren<br />
Rezepturen ist klar erkennbar.<br />
Die Konsumenten schätzen<br />
vermehrt saisonale, durchaus klassische<br />
Zutaten wie Äpfel, Maroni und Quitte<br />
oder Mehle aus der Region. Regionalität<br />
mit einer Gesundheitskomponente und<br />
guter Geschmack schließen sich nicht<br />
aus. Im Gegenteil. Unkomplizierte Desserts<br />
mit einfachen, gängigen, durchaus<br />
gesunden Zutaten sind auf dem Vormarsch.
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
WINTERDESSERT 23<br />
Fotos: Frutarom<br />
Darf ’s noch ein<br />
Nachtisch sein?<br />
Rot-Weiß-Rote Klassiker sind<br />
nach wie vor Spitzenreiter im<br />
Dessert-Bereich. Vor allem die<br />
Klassiker Strudel, Knödel oder<br />
Kaiserschmarren sind bei den<br />
Österreichern seit eh und je beliebt.<br />
Diese hochwertigen Convenience<br />
Produkte werden bei<br />
Transgourmet sehr gut nachgefragt.<br />
Schnitten und Törtchen<br />
erfreuen sich gleichfalls guter<br />
Nachfrage, da diese praktisch<br />
in der Anwendung sind. Gefragt<br />
sind natürlich auch Basis-Convenience<br />
Produkte wie fertige Teige oder Creme-<br />
Basisprodukte, um schnell und unkompliziert<br />
Desserts produzieren zu können,<br />
die dann nur noch individuell veredelt<br />
werden müssen. Croissants, Maccarones,<br />
Muffins, Donuts oder Cheesecakes<br />
ebenso wie Profiterols oder Tiramisu<br />
sind Desserts, die auf den heimischen<br />
Winterliche Würze<br />
Traditionelle<br />
Desserts und<br />
Leckereien sind<br />
ohne typisch<br />
weihnachtliche<br />
Gewürze undenkbar.<br />
Zimt,<br />
Muskat, Kardamom,<br />
Nelken<br />
und Pfeffer waren<br />
in früherer<br />
Zeit kostbar und<br />
teuer, deshalb<br />
war ihre Verwendung<br />
den Hochfesten<br />
des Jahres<br />
vorbehalten. Der winterliche Klassiker<br />
ist Zimt, ein Traditionsgebäck, mit vielen<br />
regionalen Varianten, ist der Christoder<br />
Weihnachtsstollen, bei dem Kardamom<br />
ein Geschmackgeber ist. Seit jeher<br />
gelten Nelken als entzündungshemmend<br />
und finden sich – neben winterlichen<br />
Speisekarten als Fixstarter gelten. All<br />
diese Köstlichkeiten biete Transgourmet<br />
an. Ein immer größer werdendes<br />
Thema sind vegane Desserts: Produzenten<br />
erweitern dahingehend ihr Sortiment<br />
oder arbeiten an Adaptionen, um<br />
Rezepte für die vegane Zielgruppe anzupassen.<br />
www.transgourmet.at<br />
Keksen, Dessert oder Heißgetränken –<br />
ebenso in Hausmitteln. Ebenso hilfreich<br />
für feiertägliche Schlemmereien ist die<br />
Muskatnuss, die Vielen als wahrer „Fettburner“<br />
gilt und somit ebenso in weihnachtlichen<br />
Süßspeisen unverzichtbar<br />
ist. Bei Wiberg finden sich diese besonderen<br />
Gewürze sowohl in ganzer Form<br />
als auch gemahlen.<br />
www.wiberg.eu<br />
Foto: Andreas Kolarik<br />
Fotos: Hügli<br />
Das Beste<br />
kommt zum<br />
Schluss<br />
Für viele Gäste ist <strong>das</strong> Dessert der<br />
Höhepunkt eines Menüs? Gastronomen,<br />
die ihren Gästen etwas<br />
Besonderes bieten möchten, müssen<br />
dafür nicht tief in die Trickkiste<br />
greifen. Mit der neuen Crème<br />
Patisserie der Hügli-Marke Vogeley<br />
lassen sich jetzt mit wenig Aufwand<br />
wirkungsvolle Desserts zaubern.<br />
Die Zubereitung der Crème Patisserie<br />
ist denkbar einfach: Das<br />
Pulver wird kalt mit Wasser angerührt.<br />
Das Mischungsverhältnis<br />
richtet sich nach der gewünschten<br />
Konsistenz für die fertige Crème.<br />
Bei der anschließenden Weiterverarbeitung<br />
sind den Ideen der<br />
Küchenprofis keine Grenzen gesetzt.<br />
Zudem ist die Neue von Vogeley<br />
backstabil, so <strong>das</strong>s sie sich<br />
auch für die Zubereitung von Gebäck<br />
eignet. Ein weiteres Plus für<br />
die Gastronomie-Küche: Sie lässt<br />
sie sich problemlos einfrieren und<br />
wieder auftauen.<br />
www.huegli.at
24 WINTERDESSERT<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Unwiderstehlicher<br />
Dessert-<br />
Genuss<br />
Klein, rund und vielseitig präsentieren<br />
sich die neuen 11er Mini-<br />
Donuts aus Kartoffelteig. Sie sind<br />
ideal für süße Dessert-Kreationen,<br />
setzten kreativen und innovativen<br />
Ideen keine Grenzen und lassen<br />
Feinschmeckerherzen höherschlagen.<br />
Leicht bestreut mit Zimt und<br />
Zucker, zu köstlichem Eis, Beerenoder<br />
Traubenragout sowie in Kombination<br />
mit feinster Haselnusscreme<br />
sind die 11er Mini-Donuts<br />
ein unwiderstehlicher Dessert-Genuss<br />
für Augen und Gaumen. Zubereiten<br />
lassen sich die 11er Mini-Donuts<br />
schnell und einfach in<br />
der Fritteuse, der Heißluftfritteuse<br />
oder im Kombidämpfer. Großer<br />
Vorteil ist, <strong>das</strong>s die kleinen Donuts<br />
sowohl warm zubereitet als auch<br />
kalt, nach längeren Standzeiten,<br />
vorzüglich schmecken. Somit eignen<br />
sich die 11er Mini-Donuts gleichermaßen<br />
für köstliche Desserts<br />
à la Minute in einem Restaurant,<br />
als süße Nachspeise bei einem Catering<br />
oder als Ergänzung bei Buffets.<br />
www.11er.at<br />
Foto: 11er<br />
Limitierte Wintersorten<br />
Darbo Fruchtikus – der fruchtige Snack<br />
zum Löffeln – ist reich an Frucht und<br />
Vitaminen. Die erlesenen Fruchtkompositionen<br />
im hübschen <strong>12</strong>5g Glas sind<br />
ideal für zwischendurch. Egal, ob zu<br />
Hause oder im Büro, mit Darbo Fruchtikus<br />
gönnt man sich eine fruchtige Auszeit<br />
und genießt Löffel für Löffel erlesene<br />
Früchte. Seit Oktober 20<strong>21</strong> überraschen<br />
zwei Sorten in limitierter Auflage den<br />
Gaumen. Die erste des Duos ist Bratapfel-Zimt,<br />
feine Äpfel werden hier winterlich<br />
inszeniert. Mit einem Hauch von<br />
Zimt werden Kindheitserinnerungen geweckt.<br />
Die zweite Fruchtkomposition ist<br />
der Geschmack Beeren-Auslese – ein kulinarisches<br />
Highlight an frostigen Wintertagen.<br />
Die limitierten Wintersorten<br />
Runde Versuchung<br />
Es ist der krönende Abschluss<br />
eines jeden Menüs<br />
– <strong>das</strong> Dessert. Gerade<br />
zur kühleren Jahreszeit und<br />
wenn die Tage kürzer werden<br />
gönnen sich Gäste gerne eine<br />
süße Versuchung. Iglo bietet<br />
zahlreiche süße Köstlichkeiten<br />
an, so etwa die süßen Knödel.<br />
Sie sind besonders flaumig<br />
und machen Lust auf mehr. Sie<br />
sehen aus wie hausgemacht<br />
und sind lange warmhaltefähig.<br />
Hier kommen große und<br />
kleine Mehlspeistiger auf ihre<br />
Kosten. Zu jeder Jahreszeit<br />
sehr beliebt sind der lockere<br />
und flaumige Iglo Topfenknödel<br />
oder, wer es fruchtiger<br />
mag, der Iglo Marillenknödel.<br />
Mit ganzer Frucht und ohne<br />
Kern ist er ein Hochgenuss.<br />
Für eine einfache Zubereitung<br />
ist ein Brösel-Zucker-<br />
Gemisch jeweils beigepackt.<br />
Eine portionsgenaue Kalkulation unter<br />
Berücksichtigung aller Kosten ist daher<br />
gewährleistet. Der Germknödel ist<br />
mit Powidlfülle ohne Rumaroma auch<br />
für die Kinderkarte ideal geeignet. Nach<br />
sind bis März 2022 in den Kühlregalen<br />
von gut sortierten Lebensmittelhändlern<br />
zu erwerben.<br />
www.darbo.at<br />
böhmischem Originalrezept werden die<br />
Powidltascherl zubereitet. Milchrahmstrudel,<br />
Erdäpfelnudeln und Maronipüree<br />
runden die winterliche Dessertkarte<br />
ab.<br />
www.iglo.at<br />
Foto: Iglo<br />
Foto: Marian Moschen Darbo
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
KONFITÜRE & HONIG 25<br />
Foto: Nitr / Adobe Stock<br />
Ein<br />
süßer<br />
Start in<br />
den Tag<br />
Konfitüre und Honig gehören bei vielen Leuten zu einem Frühstück dazu. Dabei gibt es nicht<br />
nur die unterschiedlichsten Sorten an Konfitüre bzw. Marmelade oder Honig, sondern auch<br />
verschiedenste Bezeichnungen, die wir uns genauer ansehen.<br />
Von Katrin Schedler<br />
Obwohl <strong>das</strong> Frühstücken im Café<br />
oder im Hotel immer mehr zum<br />
Trend geworden ist und sich <strong>das</strong><br />
Speisen- und Getränkeangebot<br />
teilweise verspielt und kreativ zeigt, gibt<br />
es köstliche Konstanten, ohne die es<br />
nicht geht. Die Rede ist von dem fruchtig-süßen<br />
Brotaufstrich, den es als klassische<br />
Variante und/oder in neuen, ausgefallenen<br />
Geschmacksrichtungen gibt:<br />
die Marmelade. Oder war es doch Konfitüre?<br />
Umgangssprachlich ist hierzulande<br />
ja alles eine Marmelade, was aus<br />
Früchten und Zucker hergestellt und<br />
eingekocht wird. Und vermutlich macht<br />
sich auch kein Gast am Frühstücksbuffet<br />
darüber Gedanken, ob der süße Brotaufstrich<br />
Marmelade oder Konfitüre ist.<br />
Doch es gibt Unterschiede bei den Brotaufstrichen<br />
und deren Bezeichnungen,<br />
was nicht zwingend die Qualität beeinflusst<br />
aber dennoch manchmal verwirrend<br />
sein kann.<br />
Marmelade ist Marmelade –<br />
so einfach könnte es sein<br />
Doch im Jahr 1979 sollte etwas Verwirrung<br />
in <strong>das</strong> Brotaufstrich-Sortiment<br />
kommen. Die EU legte damals Richtlinien<br />
fest, wann sich eine Marmelade<br />
Marmelade nennen darf und wann<br />
es eine Konfitüre ist. Außerdem wurde<br />
beschlossen wie viel Fruchtanteil ein<br />
solches Produkt enthalten muss und<br />
ob sowie welche Zusatzstoffe erlaubt<br />
sind. Die Briten und ihre Bezeichnungen<br />
wurden zur Orientierung hergenommen<br />
und die geben auf ihren Toast<br />
„marmelade“ oder „jam“. Wobei unter<br />
die erste Bezeichnung lediglich die bekannten<br />
Orangen- und Zitronenmarmeladen<br />
fallen, alles andere ist „jam“.<br />
Demnach durfte der Begriff Marmelade<br />
nur mehr für Aufstriche aus Zitrusfrüchten<br />
verwendet werden und Aufstriche<br />
aus anderen Früchten – solchen,<br />
die bei uns vorrangig zu Marmelade eingekocht<br />
werden, wie z.B. Erdbeeren, Marillen<br />
oder Zwetschke – sind Konfitüre.<br />
In der Verordnung ist <strong>das</strong> folgendermaßen<br />
nachzulesen: „Marmelade ist die auf<br />
die geeignete gelierte Konsistenz gebrachte<br />
Mischung von gegebenenfalls<br />
Wasser, Zuckerarten und einem oder<br />
mehreren der nachstehenden, aus Zitrusfrüchten<br />
hergestellten Erzeugnisse:<br />
Pulpe, Fruchtmark, Saft, wässriger<br />
Auszug, Schale. Die für die Herstellung<br />
von 1000 g Enderzeugnis verwendete<br />
Menge Zitrusfrüchte beträgt mindestens<br />
200 g, von denen mindestens 75 g<br />
dem Endokarp entstammen.“ Marmelade<br />
besteht also entweder aus mind. 7,5<br />
Prozent Fruchtfleisch oder Fruchtschale<br />
und muss pro Kilo mind. 200 Gramm<br />
Früchte enthalten. Eine Konfitüre besteht<br />
aus einer oder mehreren Fruchtarten,<br />
Zucker und Wasser. Pro Kilogramm<br />
Erzeugnis muss für verschiedene<br />
Fruchtarten ein Mindestfruchtgehalt<br />
eingehalten werden. Marillenkonfitüre<br />
beispielsweise muss aus mind. 350<br />
Gramm Frucht hergestellt worden sein,<br />
bei Johannisbeeren sind es z.B. 250<br />
Gramm. Steht der Zusatz „extra“ dabei,<br />
so ist im Allgemeinen mind. 450 Gramm<br />
Frucht verwendet worden. Und dann<br />
gibt es noch Begriffe wie Gelee, <strong>das</strong> aus<br />
Fruchtsaft hergestellt wird, und Fruchtaufstrich,<br />
bei dem der Anteil an Früchten<br />
deutlich höher ist als bei Marmelade<br />
oder Konfitüre. Fruchtaufstriche können<br />
auch mit anderen Süßungsmitteln als<br />
in der Verordnung vorgeschrieben ge-
26 KONFITÜRE & HONIG<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Foto: PumpizoldA<br />
Konfitüre und<br />
Honig dürfen<br />
beim Frühstück<br />
nicht<br />
fehlen.<br />
süßt werden, z.B. mit Agavendicksaft.<br />
Nach Diskussionen über die Verwendung<br />
der Bezeichnung „Marmelade“<br />
wurde 2004 die „Österreichische Konfitürenverordnung<br />
neu“ mit erweiterten<br />
EU-Richtlinien eingeführt. Die Erweiterung<br />
brachte vor allem Direktvermarktern<br />
und bäuerlichen Betrieben Vorteile.<br />
Bei direkter Abgabe des Produkte an<br />
den Letztverbraucher durch den Produzenten<br />
auf lokalen Märkten wie z.B.<br />
Bauernmärkten darf <strong>das</strong> Produkt statt<br />
„Konfitüre“ auch die Bezeichnung „Marmelade“<br />
tragen. Das gilt jedoch nicht für<br />
Marmeladen, die in Supermärkten angeboten<br />
oder exportiert werden – sie müssen<br />
weiterhin die Bezeichnung „Konfitüre“<br />
tragen.<br />
Einzeln verpackt oder im<br />
Dosiersystem<br />
Für die Hotellerie und Gastronomie gibt<br />
es mittlerweile die verschiedensten Einheitsgrößen<br />
und auf die Bedürfnisse abgestimmte<br />
Präsentationsmöglichkeiten.<br />
So gibt es die süßen Erzeugnisse für die<br />
Küche z.B. in Eimern oder Dosen und für<br />
<strong>das</strong> Buffet im klassischen Mini-Glas oder<br />
Portionsbecher. Für <strong>das</strong> Frühstücksbuffet<br />
gibt es auch schon Dispenser. Darbo beispielsweise<br />
bietet <strong>das</strong> neue hygienische<br />
Dosiersystem für Fruchtaufstriche, Honig<br />
und Nougatcreme an. Von der „Unterweger<br />
Früchteküche“ gibt es für die<br />
Gastronomie eine speziell entwickelte<br />
Gastrobar, die aus einer Bodenplatte (aus<br />
Holz oder Edelstahl) mit drei Tontöpfen<br />
besteht, in die jeweils ein 450 g Gastrobecher<br />
mit Konfitüre eingesetzt wird.<br />
Honig, aber bitte regional<br />
Neben Marmelade und Konfitüre gibt<br />
es noch eine weitere süße Komponente<br />
beim Frühstück, die nicht fehlen sollte:<br />
Honig. Was Honig ist, also die Begriffsbestimmungen<br />
sowie die Geltungsbereiche,<br />
<strong>das</strong> ist in der Honigverordnung<br />
festgehalten. Sie besagt, <strong>das</strong>s „Honig der<br />
natursüße Stoff ist, der von Bienen der<br />
Art Apis mellifera erzeugt wird, indem<br />
die Bienen Nektar von Pflanzen, Absonderungen<br />
lebender Pflanzenteile oder auf<br />
den lebenden Pflanzenteilen befindliche<br />
Sekrete von an Pflanzen saugenden Insekten<br />
aufnehmen, diese mit arteigenen<br />
Stoffen versetzen, umwandeln, einlagern,<br />
dehydratisieren und in den Waben<br />
des Bienenstockes speichern und reifen<br />
lassen.“ Klingt ein wenig verwirrend aber<br />
so will es <strong>das</strong> Gesetz. Das Naturprodukt<br />
Honig besteht im Wesentlichen aus verschiedenen<br />
Zuckerarten, insbesondere<br />
aus Glucose und Fructose sowie aus organischen<br />
Säuren, Enzymen und beim<br />
Honigsammeln aufgenommenen festen<br />
Partikeln. Je nach Honigsorte reicht<br />
die Farbe von beinahe farblos bis dunkelbraun.<br />
Wie ein Honig dann schmeckt, dafür<br />
sind mehrer Faktoren wie die Pflanzenart,<br />
Bodenbeschaffenheit, Witterung,<br />
<strong>das</strong> Klima und die Jahreszeit der Ernte<br />
verantwortlich. Dem Honig darf nichts<br />
anderes als Honig beigemengt werden,<br />
wenn er in den Verkehr gebracht oder<br />
als Zutat in einem Erzeugnis verwendet<br />
wird. Augen auf beim Honigkauf, denn<br />
viel von dem in Europa verkauften Honig<br />
stammt aus China oder Indien und<br />
immer wieder kommt es dabei auch zu<br />
Fälschungen. Wer sicher gehen möchte,<br />
<strong>das</strong>s die Gäste ein Qualitätsprodukt<br />
bekommen, der greift am besten zu heimischen<br />
Honig. Der ist zwar etwas teurer<br />
als die Importware, allerdings ist er<br />
hochwertiger und ein regionales Produkt.<br />
Auch Honig wird in unterschiedlichsten<br />
Portionsgrößen angeboten. Von den<br />
Mini-Portionsgläsern, praktischen Honigsticks<br />
über Honigspender bis hin zu<br />
ganzen und essfertigen Honigwaben fürs<br />
Buffet. Wer seinen Gästen was ganz besonderes<br />
bieten möchte, der kann auch<br />
eine Bienen-Patenschaft übernehmen.<br />
Haben Sie schonmal daran gedacht, einem<br />
Bienenvolk auf Ihrem Hoteldach ein<br />
Zuhause zu geben? So leisten Sie nicht<br />
nur einen wertvollen Beitrag zum Umwelt-<br />
und Bienenschutz, sondern erhalten<br />
auch noch wunderbaren Honig „vom<br />
Dach“. Fragen Sie mal bei Ihrem Imker in<br />
der Region nach, vielleicht entsteht so<br />
eine tolle und köstliche Kooperation.
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
ADVERTORIAL 27<br />
Fotos: Darbo<br />
GeNUSS zum Drücken!<br />
Die neue Nougatcreme für den Darbo Dispenser.<br />
info<br />
Die Vorteile auf einen Blick:<br />
Darbo erweitert <strong>das</strong> Angebot an Dosierflaschen<br />
für sein erfolgreiches<br />
Buffet-Dispensersystem: Neben<br />
verschiedenen Fruchtaufstrichen und<br />
Blütenhonig steht nun zusätzlich eine<br />
Nougatcreme in der Dosierflasche zur<br />
Auswahl. Mit ihrem angenehm nussigen<br />
Geschmack und ihrer fein-cremigen<br />
Konsistenz wird sie sicherlich viele<br />
Gäste begeistern. Aber die neue Creme<br />
schmeckt nicht nur am Brot. Auch im Joghurt,<br />
im Müsli, auf Palatschinken, zu Eis<br />
oder auf Früchten sorgt sie für eine willkommene<br />
Abwechslung.<br />
Übrigens: Die Darbo Nougatcreme<br />
wird ohne Palmöl hergestellt.<br />
• Mühelose und unkomplizierte Handhabung<br />
• Einfache Säuberung ohne Zerlegen<br />
• Hygienische und saubere Dosierung<br />
• Kein Tropfen<br />
• Einfaches Austauschen der leeren Dosierflaschen<br />
• Kein Werkzeug notwendig<br />
• Keine komplizierte Mechanik<br />
• Ansprechende Optik durch schlichtes Design<br />
• Dosierflaschen sind wiederverschließbar<br />
• Klare Sortenerkennung<br />
• Mehrsprachige Beschriftung<br />
Zum Darbo Dispenser<br />
Der „Darbo Dispenser“ ist eine praktische<br />
Vorrichtung, in die man Dosierflaschen<br />
mit Fruchtaufstrichen, Honig und Nougatcreme<br />
von Darbo hygienisch am Buffet<br />
platzieren kann. Durch einen einfachen<br />
Hebeldruck können sich die Gäste<br />
eine Portion Aufstrich entnehmen – eine<br />
saubere Lösung ohne viel Technik. Der<br />
Darbo Dispenser wurde speziell für die<br />
neuen Dosierflaschen designt. In neutralem<br />
Weiß und mit klaren klassischen<br />
Linien passt er in jeden Hotelbetrieb,<br />
der nach einer Dosierlösung fürs Buffet<br />
sucht. Hochwertige Materialien wie Aluminium<br />
und Edelstahl sorgen für Stabilität<br />
und Langlebigkeit. Die Handhabung<br />
ist für Gast und Personal selbsterklärend<br />
und sehr einfach. Der Dispenser muss für<br />
den Austausch der Dosierflaschen nicht<br />
zerlegt oder gereinigt werden. Ist eine<br />
Flasche leer, kann man sie in Sekundenschnelle<br />
durch eine neue ersetzen. Alle<br />
Oberflächen sind leicht erreichbar und<br />
abwischbar. Übrigens: Die Dispenser<br />
werden einzeln verkauft. So kann man<br />
beliebig viele Dispenser aneinanderstellen<br />
und die Präsentation individuell an<br />
die Buffetsituation anpassen.<br />
Kontakt:<br />
dispenser.darbo.com
28 KONFITÜRE & HONIG<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Honig- und<br />
Konfitürenpreis<br />
steigt<br />
Im Bereich des Honigs wird es zu<br />
einer Anhebung der Preise kommen<br />
müssen. Das liegt daran, <strong>das</strong>s<br />
die Erträge in vielen Regionen<br />
schlecht waren, <strong>das</strong> Bienensterben<br />
und die negativen Umwelteinflüsse<br />
sind hier dramatisch spürbar.<br />
Der größte Teil des Honigs in der<br />
Gastronomie wird am Frühstücksbuffet<br />
verkauft. Transgourmet wird<br />
sein Eigenmarken-Sortiment bei<br />
Honig und süßen Brotaufstriche<br />
ausbauen. Aktuell wird an entsprechenden<br />
Verpackungen gearbeitet<br />
– lanciert werden die Produkte im<br />
Frühling 2022. Artikel im Bereich<br />
Bio Blütenhonig, cremig und flüssig,<br />
sowie Quality Fairtrade Blütenhonig<br />
sind geplant. Außerdem<br />
bringt Transgourmet Natura eine<br />
Nuss-Nougat Creme, die gänzlich<br />
ohne Palmöl auskommt. Wieder<br />
erhältlich sind zwei Fruchtaufstriche<br />
vom österreichischen Produzenten<br />
Goldsonne, die sich durch<br />
besonders hohe Fruchtanteile von<br />
rund 78 Prozent und weniger Zucker<br />
auszeichnen. Auch Konfitüren<br />
werden merklich teurer – Himbeeren<br />
sind aufgrund schlechter Ernten<br />
<strong>das</strong> „neue Gold“.<br />
www.transgourmet.at<br />
Foto: Factory<br />
Eigenkreationen leicht<br />
gemacht<br />
Voll viel Frucht<br />
Was wäre, wenn in einer „Marmelade“<br />
kein Zucker zugesetzt sein<br />
müsste? Wenn <strong>das</strong> ganze Produkt nur<br />
aus Fruchtzutaten bestehen könnte?<br />
Das ergibt voll viel Frucht im Mund,<br />
egal, ob Marille, Erdbeer, Himbeer oder<br />
Heidelbeer mit schwarzen Johannisbeeren.<br />
Die fruchtige Explosion im Mund<br />
– <strong>das</strong> sind die neuen Fruchtaufstriche<br />
der Tiroler Früchteküche aus 100%<br />
Frucht. Marillen, Erdbeeren, Heidelbeer-Cassis<br />
und Himbeeren (jeweils<br />
60% Anteil), gesüßt mit Süße aus<br />
Äpfeln, geliert mit Pektin aus Äpfeln<br />
und verfeinert mit dem Saft aus Zitronen.<br />
Und alles aus kontrolliert biologischem<br />
Anbau.<br />
„Bio ist ein anhaltender Trend, der<br />
auch in den Hotels immer mehr Niederschlag<br />
findet. Gerade bei Bio-Produkten<br />
ist auch die Rohstoffauswahl besonders<br />
wichtig“, so Mag. Michaela Hysek-<br />
Unterweger, die Geschäftsführerin der<br />
Foto: Senna<br />
Die Vorfreude auf Weihnachten steigt<br />
– im umfangreichen Sortiment des<br />
österreichischen Traditionsunternehmens<br />
Senna, dem führenden Spezialisten<br />
für Margarine, Öle, Fette und Feinkost,<br />
finden sich köstliche Basen. Senna<br />
bietet ein vielfältiges Sortiment zum Selber-Backen<br />
oder Verfeinern von Backwaren.<br />
„Made in Austria“ ist <strong>das</strong> Schlagwort<br />
und bildet die qualitative Basis für<br />
geschmackvolle Eigenkreationen: bio,<br />
vegan, vegetarisch oder nachhaltig –<br />
mit den Senna-Margarinen, süßen Cremen,<br />
back- und froststabilen Fruchtfüllen,<br />
Backaromen und Glasuren gelingt<br />
jedes Rezept. Ob Croissants, Plunderoder<br />
Blätterteig, Kuchen und Torten gefertigt<br />
werden, für jeden Verwendungszweck<br />
und jede Anforderung gibt es die<br />
optimale Margarine. Zum Füllen und Verfeinerung<br />
setzt SENNA auf Convenience<br />
und bietet eine große Auswahl. Backund<br />
froststabile Cremen wie Nocciolone,<br />
Haselnusscreme mit vollmundig nussigem<br />
Geschmack oder vegane Vanillecreme<br />
ZERO Palm für cremig-zarte Vanillefüllungen<br />
sind sofort einsatzbereit.<br />
www.senna.at<br />
Unterweger Früchteküche. Nur die besten<br />
Früchte schaffen es daher durch den<br />
strengen Auswahlprozess.<br />
www.fruechtekueche.at<br />
Foto: Unterweger Früchteküche
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
ADVERTORIAL 29<br />
Fotos: Edna Backwaren<br />
Frühstückszeit mit EDNA<br />
Welcher Frühstückstyp sind Sie? Gehören Sie zu denjenigen, bei denen morgens<br />
jede Minute zählt oder sind Sie eher der Genießer-Typ?<br />
Das Frühstück zählt als wichtigste<br />
Mahlzeit des Tages.<br />
Wer morgens ausgiebig frühstückt,<br />
startet garantiert mit mehr<br />
Energie und Power in den Tag. Dabei<br />
spielt es natürlich auch eine Rolle, was<br />
man isst. Ob herzhaft oder süß, die Auswahl<br />
ist riesig. So manch einem genügt<br />
morgens ein frischgebrühter Kaffee mit<br />
einem leckeren Croissant, während<br />
andere wiederum lieber ein herzhaftes<br />
Körnersandwich mit beispielsweise<br />
Gemüsesticks und Kräuterquark bevorzugen.<br />
Damit Sie Ihren Kunden<br />
und Gästen eine leckere Auswahl<br />
anbieten können, haben<br />
wir von EDNA Backwaren<br />
GmbH natürlich für jeden<br />
Geschmack etwas<br />
im Sortiment.<br />
Für alle, die sich gerne<br />
ausgewogen und<br />
bewusst ernähren<br />
möchten, eignet sich<br />
eine unserer Weckerl-<br />
Mischkisten aus der<br />
Betterlife-Produktlinie.<br />
Hier erhalten<br />
Sie angesagte Weckerlsorten<br />
wie Power<br />
Korn, Emmer Urkorn<br />
oder Hanf in nur einem Karton. Nutzen<br />
Sie die Vorteile von den praktischen<br />
Mischkisten und sparen Sie sich damit<br />
nicht nur Lagerplatz, sondern bieten<br />
Sie Ihren Gästen für jeden<br />
Geschmack <strong>das</strong> Passende.<br />
Besonders an kalten<br />
Wintertagen bevorzugen viele<br />
Gäste auch einen süßen<br />
Start in den Tag.<br />
Unser Tipp: Servieren<br />
Sie frischgebackene<br />
Waffeln. Mit der EDNA<br />
Brüsseler Waffelbackmischung<br />
Art. 93111 geht<br />
die Zubereitung schnell<br />
und einfach. Wenn Sie<br />
dennoch Zeit sparen<br />
möchten, können Sie natürlich<br />
auch auf die bereits fertig gebackenen<br />
Waffeln Art. 1304 oder Pancakes<br />
Art. 1301 zurückgreifen. Einfach kurz<br />
aufwärmen und servieren.<br />
Kontakt:<br />
Edna Backwaren<br />
Rutzenmoos 20<br />
4845 Rutzenmoos
Appetit auf<br />
einen genussvollen<br />
Start in<br />
den Tag?<br />
Less Salt -<br />
Big Taste<br />
Dinkeldream<br />
Nutzen Sie<br />
unsere Frühstücksklassiker!<br />
Art. 2004*<br />
Better Life<br />
Weckerlkiste,<br />
4-fach sortiert<br />
Gewicht: 64 g, 80 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Potato King<br />
2ab Urweizen-<br />
Weckerl<br />
(1)<br />
(2)<br />
(2)<br />
(1)<br />
(3)<br />
(4)<br />
(3)<br />
Art. 2414*<br />
Better Life Wellness<br />
Quartett, 4-fach sortiert<br />
Hanfweckerl (1), Power Kornweckerl (2),<br />
Brennesselweckerl (3), Emmer Urkorn<br />
Weckerl (4)<br />
Gewicht: 60 g, <strong>12</strong>0 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Art. 5295*<br />
Better Life Vollkornweckerl-<br />
Mix, 3-fach sortiert<br />
Mehrkorn-Vollkornweckerl (1), Hafer-<br />
Vollkornweckerl (2), Vollkornweckerl (3)<br />
Maße: L 9,5 x B 8,5 x H 3,5 cm<br />
Gewicht: 70 g, 60 St. / Kt.<br />
vorgebacken<br />
Art. 2<strong>21</strong>*<br />
FF-Süßes-Frühstücks-<br />
Weckerl<br />
Maße: L 14,0 x B 6,0 x H 5,0 cm<br />
Gewicht: 70 g, 80 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
25g<br />
80g<br />
Art. 1805*<br />
Mini-Butter-Croissant Bake-up<br />
Maße: L 8,5 x B 3,8 cm<br />
Gewicht: 25 g, 200 St. / Kt.<br />
vorgegart<br />
Art. 1403*<br />
XXL Buttercroissant Bake-up<br />
Maße: L 13,5 x B 6,0 cm<br />
Gewicht: 80 g, 70 St. / Kt.<br />
vorgegart<br />
Art. 1301*<br />
Pancake<br />
Maße: Ø 10,0 cm, H 0,5 cm<br />
Gewicht: 40 g, <strong>12</strong>0 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
» Bestellen Sie jetzt bei Ihrem<br />
EDNA Backwaren GmbH<br />
Rutzenmoos 20<br />
A-4845 Rutzenmoos<br />
www.edna.at
Unsere<br />
Burger-<br />
Empfehlungen<br />
für Weihnachten<br />
Art. 2357*<br />
FF-Brioche Burger,<br />
geschnitten<br />
Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />
Gewicht: 100 g, 20 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Rezepttipp:<br />
Pulled Goose<br />
mit Rotkohl<br />
Art. 1600*<br />
FF-Gourmet Burger rund,<br />
geschnitten<br />
Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />
Gewicht: 100 g, 40 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Art. 1320*<br />
FF-Gourmet Burger Sesam,<br />
geschnitten<br />
Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />
Gewicht: 100 g, 40 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Art. 1324*<br />
FF-OMG Burger,<br />
geschnitten<br />
Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 3,5 cm<br />
Gewicht: 100 g, 20 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Art. 1364*<br />
FF-Sourdough Burger,<br />
geschnitten<br />
Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />
Gewicht: 100 g, 40 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Art. 252*<br />
FF-Rusty Burger,<br />
geschnitten<br />
Maße: Ø <strong>12</strong>,0 (5 Inch) x H 4,5 cm<br />
Gewicht: 100 g, 40 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Art. 2682*<br />
BB-Brezn-Brioche Burger<br />
mit Sesam, geschnitten<br />
Maße: Ø 10,0 (4 Inch) x H 5,0 cm<br />
Gewicht: 80 g, 60 St. / Kt.<br />
fertig gebacken<br />
Großhändler, im C+C Markt oder direkt bei EDNA!<br />
Lieferung per Tiefkühl-LKW.<br />
* Weitere Informationen (Inhalte der Mischkisten, Bezeichnung des Lebensmittels, Zutaten, Nährwertdeklaration,<br />
Allergene, Zubereitung) erhalten Sie unter www.edna.at.<br />
Auf der Website im Suchfenster die Artikelnummer eingeben und anschließend auf die gewünschten Informationen<br />
klicken. Gerne steht Ihnen unsere kostenlose Service-Hotline 0800/202084 für weitere Informationen zur Verfügung.<br />
Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Keine Haftung für Druckfehler.<br />
Bei den Produkt bildern handelt es sich teilweise um Servierbeispiele.
32 PORTRAIT<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
ETHNO<br />
FOOD<br />
„Reich wird man in der Gastronomie<br />
nicht, aber glücklich!“<br />
Fotos: NENI / Nuriel Molcho
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
PORTRAIT 33<br />
Haya Molcho hat als spätberufene Quereinsteigerin in wenigen Jahren ein Gastro-Imperium<br />
geschaffen mit Lokalen in halb Europa. Mit <strong>GASTRO</strong> sprach sie über ihre Art der<br />
levantinischen Küche, Vertrauen gegenüber Mitarbeitern und den Mut, anständige Preise<br />
zu verlangen.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
<strong>GASTRO</strong>: Frau Molcho, Sie sind eigentlich<br />
Quereinsteigerin und haben<br />
Psychologie studiert, sich aber<br />
immer schon für <strong>das</strong> Kochen interessiert.<br />
Wie kam es dann dazu, aus dem<br />
Hobby einen Beruf zu machen?<br />
Haya Molcho: Hobby kann man so eigentlich<br />
nicht sagen. Mein Mann Samy<br />
Molcho ist ja Künstler und ich habe jahrelang<br />
mit ihm ein Nomadenleben gelebt.<br />
Von Indien über China bis Japan<br />
waren wir unterwegs und ich habe in<br />
dieser Zeit in verschiedensten Ländern<br />
in professionellen Küchen gearbeitet.<br />
Also ich habe zwar keine klassische<br />
Kochausbildung, kochen gelernt<br />
habe ich allerdings sehr wohl. Ich habe<br />
in diesen sieben Jahren die Weltküche<br />
kennengelernt. Natürlich war da mein<br />
Glück, <strong>das</strong>s die Leute meinen Mann<br />
kannten und wir tolle Leute kennengelernt<br />
haben, die mir dann Türen öffnen<br />
konnten. Das war einerseits eine<br />
extrem lehrreiche und spannende, aber<br />
auch harte Zeit.<br />
Als wir uns dann in Wien niedergelassen<br />
haben, habe ich in Wien ein Cateringunternehmen<br />
eröffnet, <strong>das</strong> unglaublich<br />
schnell gewachsen ist, weil ich von<br />
einem Kunden zum nächsten herumgereicht<br />
wurde. Da habe ich dann für<br />
Events gekocht von bis zu 2000 Leuten,<br />
sowohl im privaten wie auch im Businessbereich<br />
und so habe ich mir einen<br />
Namen gemacht mit meiner levantinischen<br />
Küche. „Wenn man was Alternatives<br />
ausprobieren will, nimmt man die<br />
Haya“ haben die Leute bald gesagt.<br />
Schnitzel und Schinkenfleckerl gabs<br />
bei Ihnen nie?<br />
Nein, niemals! Niemand hat vorher so<br />
gekocht wie ich, ich habe eine ganz neue<br />
Linie nach Österreich gebracht. Auch<br />
weil ich wusste, <strong>das</strong>s ich nicht so sein<br />
darf wie die anderen. Es gibt genug gute<br />
Erfolgreiche Familienbande: Haya Molcho<br />
im Kreise ihrer Söhne.<br />
Foto: NENI / Nuriel Molcho<br />
Caterer sonst in Österreich. Ich wollte<br />
etwas Neues machen, wo Speisen im<br />
Papier serviert werden oder man mit<br />
den Händen isst, mit viel frischem Ge-<br />
info<br />
Haya Molcho wurde 1955 in Tel Aviv geboren und zog als Kind mit ihren Eltern nach Bremen, wo sie<br />
die Schule besuchte und Psychologie studierte. Seit 1978 ist sie mit dem bekannten Pantomimen<br />
und Regisseur Samy Molcho verheiratet, mit dem sie aufgrund seiner Tätigkeit durch Indien, Japan,<br />
China, Marokko und viele weitere Länder reiste, bevor sie sich mit ihm in Wien niederließ. Aus dieser<br />
Ehe stammen vier Söhne, Nuriel, Elior, Nadiv und Ilan, wobei sich aus den Anfangsbuchstaben dieser<br />
Vornamen auch der Name der Marke NENI ergibt. Nadiv (*1990) lebt und arbeitet als Schauspieler in<br />
Los Angeles, die anderen drei Söhne arbeiten in unterschiedlichen Bereichen an vorderster Front im<br />
Familienunternehmen mit: Nuriel (*1984) als Chef Marketing Officer, Elior (*1986) als General Manager<br />
der Restaurants in Wien und Ilan (*1987) als CEO der NENI Holding GmbH.<br />
Neben dem NENI am Wiener Naschmarkt, <strong>das</strong> 2009 eröffnet wurde, führt Haya Molcho derzeit auch<br />
<strong>das</strong> NENI am Prater, den Tel Aviv Beach am Donaukanal (der im kommenden Frühjahr als „NENI am<br />
Wasser“) neu eröffnet werden soll sowie Restaurants in München, Berlin, Hamburg, Köln, Zürich, Paris,<br />
Amsterdam und Mallorca. Ein weiterer Standort in Kopenhagen ist bereits fix für 2022 geplant. In allen<br />
NENI-Restaurants, die von einer Fusion-Levante-Küche geprägt sind, ist <strong>das</strong> Sharing-Prinzip im Fokus,<br />
denn Teilen im Kreise der Familie und Freuden ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens von Haya Molcho.<br />
Einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes macht Molcho inzwischen aber mit Produkten wie Hummus,<br />
Falafel oder Baba Ghanoush, die sie unter der Marke „NENI am Tisch“ in Supermärkten vertreibt.<br />
Außerdem hat Haya Molcho mehrere Kochbücher („Tel Aviv“, „Balagan“, „Feuerküche“ und „Lust auf<br />
fremde Küche“) verfasst.
34 PORTRAIT<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Vom Naschmarkt aus starteten die Molchos ihre Erfolgsstory.<br />
Fotos: NENI / Nuriel Molcho<br />
müse und eben Rezepten, die es in Österreich<br />
sonst noch nicht gab. Und wir<br />
haben immer ganz frisch, direkt vor den<br />
Gästen gekocht.<br />
Sie sind aber auch bald in die Gastronomie<br />
eingestiegen.<br />
Ja <strong>das</strong> war 2009 mit „NENI am Naschmarkt“.<br />
Dort haben dann auch gleich<br />
drei meiner vier Söhne – Nuriel, Elior<br />
und Ilan – mit angefangen mitzuarbeiten.<br />
Nur Nadiv kommt ganz nach seinem<br />
Vater, ist Künstler und arbeitet als<br />
Schauspieler in Los Angeles.<br />
Wie hat sich Ihr – „Gastroimperium“<br />
muss man eigentlich schon beinahe<br />
sagen – entwickelt? Sie haben ja mittlerweile<br />
Restaurants in halb Europa?<br />
Wir haben tatsächlich fast im Jahresrhythmus<br />
neue Lokale eröffnet, inzwischen<br />
sind es elf Stück. Diese Expansion<br />
war dabei gar nicht so geplant,<br />
sondern man ist meist an uns herangetreten.<br />
Auch unsere Supermarktlinie<br />
war nicht unsere Idee, sondern Spar ist<br />
kurz nach der Eröffnung von NENI am<br />
Naschmarkt zu uns gekommen und die<br />
Nachfrage ist so gestiegen, <strong>das</strong>s wir im<br />
LEH inzwischen über die Hälfte unseres<br />
Umsatzes machen. Wie wir begonnen<br />
haben, für Spar zu produzieren, hatten<br />
wir noch nicht mal eine anständige<br />
Produktionsanlage. Wir haben buchstäblich<br />
in einer Garage alles in Handarbeit<br />
hergestellt.<br />
Ist offensichtlich nicht <strong>das</strong> schlechteste<br />
Rezept. Auch Bill Gates oder Jeff<br />
Bezos haben so begonnen.<br />
Oder Red Bull. Das waren alles ambitionierte<br />
Leute, oft Quereinsteiger mit einer<br />
Vision. Unter den Voraussetzungen<br />
schafft man es auch.<br />
Inzwischen gibt es also elf Standorte<br />
– ist eine weitere Expansion geplant?<br />
Nächstes Jahr wird NENI in Kopenhagen<br />
eröffnet, Dubai ist gerade in Überlegung<br />
und nächstes Frühjahr bauen wir<br />
den Tel Aviv-Beach am Donaukanal in<br />
Wien komplett um und machen ein Restaurant<br />
draus, <strong>das</strong> „NENI am Wasser“.<br />
Und ich plane in der Nähe des Naschmarktes<br />
eine NENI-Bakery, in der ich<br />
nur Frauen beschäftigen möchte, weil<br />
Frauen in unserer Branche unbedingt<br />
gefördert werden sollten.<br />
Sind Ihre Lokale eine Art von Systemgastronomie,<br />
wo sich Stil und Rezepte<br />
überschneiden oder hat jedes ein<br />
individuelles Konzept?<br />
Nein Systemgastronomie ist <strong>das</strong> keine.<br />
Wir nehmen die Stadt in unseren Konzepten<br />
mit. Natürlich gibt es etliche NE-<br />
NI-Klassiker, die man überall findet, die<br />
die Leute immer essen wollen, wenn sie<br />
zu uns kommen. Dazu gehört Shakshuka<br />
oder Hummus oder unser Jerusalem<br />
Teller. Aber sonst habe ich in jedem Lokal<br />
einen anderen Küchenchef, der seinen<br />
Stil mit einbringt, mit eigenen Rezepten.<br />
NENI wird dabei immer hip sein.<br />
Wir werden nie die klassischen weißen<br />
Tischtücher verwenden, wir werden nie<br />
Nouvelle Cuisine anbieten.<br />
Was genau ist jetzt Ihr Part im Betrieb?<br />
Die des letztinstanzlichen Chefs? Oder<br />
werden Entscheidungen gemeinsam<br />
mit Ihren Söhnen getroffen?<br />
Nein, Chef bin ich gar nicht, CEO ist einer<br />
meiner Söhne. Ich bin vor allem für<br />
die Produktentwicklung zuständig und<br />
ich bin <strong>das</strong> Gesicht nach außen. Bei uns<br />
sind die Aufgaben klar aufgeteilt, jeder<br />
ist für einen anderen Bereich verantwortlich,<br />
auf den er auch spezialisiert ist<br />
und daher von den anderen auch akzeptiert<br />
wird. Dadurch findet man auch für<br />
alle Probleme letztlich eine gute Lösung.<br />
Wenn wir alle nur Köche oder nur Marketingexperten<br />
wären, <strong>das</strong> wäre eine<br />
Katastrophe.<br />
Wie sieht es bei so vielen Standorten<br />
mit der Kontrolle aus? Sie können ja<br />
schlecht jedem Lokal jede Woche einen<br />
Besuch abstatten?<br />
Wir haben <strong>das</strong> Glück, gute Mitarbeiter<br />
zu haben und da sind Top-Leute dabei,
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
PORTRAIT 35<br />
In den NENI-Küchen herrscht ein Mischmasch<br />
an Nationalitäten und Küchenstilen.<br />
Fotos: NENI / Nuriel Molcho<br />
die eigentlich nur unterwegs sind, von<br />
Hamburg bis Paris in den Lokalen nach<br />
dem Rechten sehen und die Leute dort<br />
unterstützen und sie auch schulen. Man<br />
darf in diesem Bereich nicht geizig sein<br />
und alles selber machen wollen. Und<br />
man muss vertrauen können. Wenn du<br />
nicht loslassen kannst, wirst du auch<br />
keinen Erfolg haben. Das Geschäft hat<br />
bei uns zwar nie Pause, aber dafür nehme<br />
ich mir dann auch mal drei Wochen<br />
Auszeit und gehe auf Ayurveda, Yoga<br />
oder Meditation und dann ist wirklich<br />
Pause. Dann nehme ich nicht mal ein<br />
Handy mit und vertraue darauf, <strong>das</strong>s alles<br />
klappt. Und wenn <strong>das</strong> nicht klappt,<br />
dann mache ich was falsch. Anders gesagt:<br />
Man sollte nicht gierig sein und <strong>das</strong><br />
Geld auch teilen können. Du wirst nicht<br />
reich in der Gastronomie, aber du wirst<br />
glücklich, wenn du es richtig machst.<br />
Und wenn du nicht glücklich bist, dann<br />
mach was Anderes.<br />
Wie viele Mitarbeiter haben Sie derzeit<br />
und wie schwierig ist <strong>das</strong> Thema<br />
für Sie?<br />
Mitarbeiter habe ich alleine in Wien<br />
etwa 200 und insgesamt etwa 500.<br />
Und es ist aktuell ein Riesenproblem!<br />
Die Gastronomie wird sich umstellen<br />
müssen, höhere Gehälter zahlen, mehr<br />
Freizeit gewähren müssen. Es geht nicht<br />
mehr so wie früher. Dabei werden die<br />
Gäste lernen müssen, mehr zu bezahlen.<br />
Nachhaltigkeit, Bio-Qualität sind<br />
alles wichtige Trends, bei uns ist auch<br />
<strong>das</strong> vegetarische und vegane Angebot<br />
ganz wichtig. Hohe Qualität ist wichtig,<br />
die kostet aber auch Geld, genauso wie<br />
die höheren Gehälter für die Mitarbeiter.<br />
All <strong>das</strong> wird der Kunde in Zukunft bezahlen<br />
müssen. Wer <strong>das</strong> nicht will oder<br />
kann, muss zu McDonald’s & Co. gehen.<br />
Werden die höheren Preise am österreichischen<br />
Markt durchsetzbar sein?<br />
Ja ich glaube schon. Ich hoffe auch, <strong>das</strong>s<br />
die Supermärkte da mitmachen und<br />
weggehen von dem billig-billig. Gute Lebensmittel<br />
sind wertvoll und haben ihren<br />
Preis und wir wollen die Mitarbeiter<br />
fair entlohnen. Da geniere ich mich<br />
nicht, dafür auch höhere Preise zu verlangen.<br />
Wie würden Sie Ihren Kochstil bezeichnen?<br />
Traditionell israelisch bis<br />
levantinisch? Authentisch oder neu<br />
interpretiert? Und was ist <strong>das</strong> Besondere<br />
dabei?<br />
Ja es ist authentisch, aber die Küche in<br />
Israel, speziell in Tel Aviv, entwickelt<br />
sich ja auch enorm. Letztlich ist es eine<br />
Art Fusion-Crossover-Küche, die auf israelischen,<br />
levantinischen Rezepten basiert,<br />
aber auch ganz andere Einflüsse<br />
aufgreift. Da kann dann auch mal Kimchi<br />
aus Korea oder ein französisches Rezept<br />
eine Rolle spielen. Und wie schon<br />
gesagt, wird vegetarisch und vegan immer<br />
stärker. Die jungen Leute wollen<br />
heute gesund essen. Sie leben insgesamt<br />
bewusster und sind auch bereit, mehr<br />
Geld für gesundes Essen auszugeben.<br />
Dafür gehen sie vielleicht nicht jeden<br />
Tag ins Restaurant. Das ist eine wichtige<br />
Zielgruppe. Ganz typisch für uns sind<br />
auch Sharing-Angebote für den ganzen<br />
Tisch, wo man sich durch alles Mögliche<br />
durchkosten kann.<br />
Ist koschere Küche auch ein Thema?<br />
Nein überhaupt nicht. Das ist etwas für<br />
die orthodoxen Gläubigen, aber <strong>das</strong> bin<br />
ich nicht, ich bin auch nicht religiös. Ich<br />
bin modern, ich habe alle Religionen in<br />
meinen Küchen und darauf bin ich stolz.<br />
Ich sage immer, ich mache Frieden in<br />
der Küche. (lacht)<br />
Wie erklärungsbedürftig sind Ihre Gerichte<br />
bei den meisten Gästen, nachdem<br />
diese Küche ja bei uns kaum Tradition<br />
hat?<br />
Natürlich müssen alle unsere Mitarbeiter<br />
diesbezüglich geschult werden. Die Köche<br />
ohnehin aber auch die Serviceleute,<br />
um den Gästen zu erklären, was sie hier<br />
essen. Und alle Küchenchefs kommen<br />
mit uns auch mal für ein paar Tage nach<br />
Israel, um den Spirit zu erleben.
36 AKTUELLES<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Salomon goes<br />
green<br />
Esskultur und Ernährungsverständnis<br />
sind in einem nachhaltigen<br />
Wandel. Dazu liefert auch<br />
Salomon FoodWorld® die passenden<br />
Innovationen: Die Lieblingsprodukte<br />
vieler Gäste gibt es nämlich<br />
auch als Plant-Based-Variante<br />
– exklusiv entwickelt und erhältlich<br />
für den Foodservice. Homestyle<br />
Burger, Crunchy Chik’n® Burger<br />
und Knusper Schnitzel – Salomons<br />
Bestseller bekommen nun je einen<br />
Zwilling an die Seite: „Green Heroes“<br />
– 100 Prozent vegan aus 100<br />
Prozent Weizenprotein, bei gleichbleibend<br />
authentischem Meat-<br />
Taste, wie Salomon verspricht.<br />
Die veganen Produktneuheiten<br />
wurden exklusiv für den Foodservice<br />
entwickelt und sind ausschließlich<br />
im Gastro-Großhandel<br />
erhältlich. Mit der neuen veganen<br />
Range bekommen Salomon-Kunden<br />
alles unkompliziert aus einer<br />
Hand – Burger, Bun und Saucen.<br />
www.salomon-foodworld.com<br />
Fotos: Salomon<br />
Vegane Schnitzel<br />
aus der Schweiz<br />
Für viele ist <strong>das</strong> Schnitzel<br />
eine Art Heiliger Gral. Da<br />
sollte die „The Green Mountain“<br />
Veggie-Variante schon<br />
echt was können. Das Schnitzel<br />
aus rein pflanzlichen Zutaten<br />
ist nicht nur für Veganer<br />
geeignet, sondern richtet<br />
sich an alle Feinschmecker.<br />
„Statt Fleisch verwenden wir<br />
Soja- und Weizenprotein sowie<br />
eine kleine Menge hochwertiges<br />
Rapsöl und Vitamin B<strong>12</strong>“,<br />
so „The Green Mountain“ Chef Werner<br />
Ott. Dazu ist es nach Otts Angaben<br />
„geschmacklich ausgereift und umweltschonend<br />
produziert“.<br />
„Der vegetarische Trend in der Gesellschaft<br />
hat uns angespornt, gleich<br />
fünf Neuheiten zu entwickeln“, erklärt<br />
Multitalent in der<br />
Profi-Küche<br />
Vegane und vegetarische Gerichte<br />
werden in der modernen Küche immer<br />
beliebter. Die Marke „Risso“ bietet<br />
für diese tägliche Herausforderung eine<br />
leichte Alternative zum Obers: Die drei<br />
neuen Risso-Kochcremes dienen dazu,<br />
Gerichte durch eine besonders cremige<br />
Komponente zu verfeinern und sind<br />
eine pflanzliche, haltbare Alternative zu<br />
Obers.<br />
Mit 26 % Fett ist etwa die „Risso<br />
Chanty Duo“ nicht nur zum Kochen,<br />
sondern auch zum Aufschlagen geeignet.<br />
Sie ist pflanzlich basiert und der<br />
perfekte Allrounder für alle Anwendungen<br />
in der Küche. Sie lässt sich zügig<br />
aufschlagen, gerinnt nicht und kann<br />
vielseitig in säurehaltigen, kalten oder<br />
warmen Speisen angewendet werden.<br />
Eine rein pflanzliche Alternative stellt<br />
die „Risso Chanty Duo Vegan“ mit 26 %<br />
Fettgehalt dar. Sie eignet sich ebenfalls<br />
Ott. Neben dem Plant-Based Schnitzel<br />
umfasst <strong>das</strong> Sortiment von „The Green<br />
Mountain“ auch pflanzenbasiertes Faschiertes,<br />
eine Leberkäse-Alternative,<br />
Burger, Steak, Bratwurst und Filet (Hühnchen-Art).<br />
www.thegreenmountain.ch<br />
Foto: Risso<br />
zum Kochen und Aufschlagen und ermöglichen<br />
dem Koch verschiedene Ernährungsformen<br />
zu bedienen (z.B. vegan,<br />
halal, laktosefrei oder kalorienbewusst).<br />
www.risso.at<br />
Foto: The Green Mountain
Frische gibt’s<br />
bei uns auch<br />
geschnitten.<br />
Mit unserem Angebot kommt<br />
frisches Obst und Gemüse schon<br />
perfekt vorbereitet in Ihrer Küche<br />
an – bequemer geht’s nicht.<br />
agm.at
38 ETHNOFOOD<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Viel besser als ihr Ruf<br />
ETHNO<br />
FOOD
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
ETHNOFOOD 39<br />
Leider hat die spanische Küche bei uns einen geringeren Stellenwert. Vor Ort bietet die iberische<br />
Halbinsel viel mehr.<br />
Von Thomas Askan Vierich<br />
In unseren Breiten stand und steht<br />
die spanische Küche unter den mediterranen<br />
Küchen immer etwas im<br />
Schatten der italienischen und griechischen.<br />
Mag sein, <strong>das</strong>s die italienische<br />
feiner und vor allem leichter ist und die<br />
griechische besser gewürzt. Die deftige<br />
spanische Küche, die eher keine frischen<br />
Kräuter und allzu viele Gewürze kennt,<br />
muss sich aber keineswegs verstecken.<br />
Vermutlich ist der spanische Schinken<br />
der beste der Welt. Es gibt ihn in<br />
verschiedenen Qualitätsstufen: Serrano<br />
ist der einfachere, vergleichbar mit<br />
italienischem Parmaschinken oder dem<br />
kroatischen Prsut, aber magerer. Iberico<br />
stammt von den gleichnamigen freilaufenden<br />
Schweinen, die sich fast ausschließlich<br />
von Eicheln ernähren. Dann<br />
gibt es Papa negra, Bellota oder Joselito,<br />
<strong>das</strong> sind Steigerungsformen von Iberico:<br />
zart schmelzendes, unglaublich aromatisches<br />
Fleisch. Die Qualität hängt auch<br />
von der Reifedauer ab. Es gibt in Madrid<br />
Lokale, die sich auf so etwas spezialisiert<br />
haben, dort kann man aus einer<br />
Unmenge Serrano-Qualitäten wählen<br />
(und viel Geld ausgeben).<br />
Ein Klassiker der spanischen Küche<br />
ist natürlich Paella, mit Gemüse, mit und<br />
ohne Fleisch oder mit Meeresfrüchten.<br />
Ihr Ursprung ist die Region um Valencia<br />
und die spanische Ostküste. In Barcelona<br />
gibt es einen Stadtteil am Meer<br />
(Barcelonetta), wo sich die Paella-Lokale<br />
aneinanderreihen. Paella hieß ursprünglich<br />
die große Pfanne, in der dieses<br />
Reisgericht zubereitet wird. Grundlage<br />
ist ein Rundkornreis, der mit Safran<br />
gewürzt wird.<br />
In Barcelona habe ich auch mal Artischocken<br />
aus dem Ofen gegessen, ein<br />
unvergessliches Erlebnis: Die ganzen<br />
Artischocken werden im Ofen gegrillt,<br />
bis die Spitzen der Blätter anfangen zu<br />
kokeln. Dazu wird Knoblauchmayonnaise<br />
serviert.<br />
Die nordwestliche Region Galizien<br />
ist vor allem für ihre deftige Küche berühmt<br />
– vor allem mit Fisch und Meeresfrüchten.<br />
Von hier stammen die<br />
Empena<strong>das</strong>, gefüllte Teigtaschen, die<br />
Tapas, Paella und Jamón Ibérico sind nur drei der kulinarischen Klassiker in Spanien.<br />
Fotos: pixabay<br />
auch in Lateinamerika sehr beliebt sind.<br />
Oder der Polpo (Tintenfisch) auf galizische<br />
Art aus dem Ofen. Auch <strong>das</strong> Baskenland<br />
hat eine ganz eigene Küche –<br />
mit französischen Einflüssen. Hier gibt<br />
es den Bacalao (Stockfisch) in ungezählten<br />
Varianten oder Pastel Vasco (Gateau<br />
Basque): ein Mürbeteigkuchen mit<br />
Cremefüllung.<br />
Damit sind wir schon in Portugal, wo<br />
es beide Gerichte, also Stockfisch und<br />
Pastel zu Weltberühmtheit gebracht haben.<br />
Die Pastéis de nata aus den Kaffeehäusern<br />
Lissabons kennt jeder, der dort<br />
einmal eingekehrt ist. Und Baccalao gibt<br />
es in unendlichen Variationen, besonders<br />
wohlschmeckend sind die frittierten<br />
Bällchen. Portugal ist auch berühmt<br />
für seine Sardinen in Dosen. In Lissabon<br />
gibt es dafür eigene Geschäfte.<br />
Insgesamt ist die portugiesische Küche<br />
noch etwas einfacher, aber nicht<br />
weniger wohlschmeckend, als die spanische.<br />
Man darf nicht vergessen, die<br />
Menschen hier sind nicht wohlhabend,<br />
ihre Hausmannskost kann deshalb<br />
nicht kostspielig und allzu raffiniert<br />
sein. Auf der anderen Seite häufen
40 ETHNOFOOD<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
gereicht. So kann man einen ganzen Tag<br />
vertrödeln. Und dazu vielleicht noch<br />
Fußball schauen, Barca gegen Real.<br />
Klar, <strong>das</strong>s auch Fisch einen hohen Stellenwert in der spanischen Küche hat.<br />
Foto: Pixabay<br />
sich in letzter Zeit preisgekrönte Sternerestaurants<br />
auf der iberischen Halbinsel.<br />
Städte wie Barcelona, Madrid oder San<br />
Sebastian haben sich zu Pilgerstätten<br />
für anspruchsvolle Genießer entwickelt.<br />
Tapas<br />
Eine besondere Kultur des Genießens<br />
auf Spanisch (und Portugiesisch): Kleine<br />
Häppchen zum Wein oder Bier, die in<br />
den Bodegas rund um die Uhr gereicht<br />
werden. Das geht von den in Essig und<br />
Öl eingelegten Sardellen (Boquerones)<br />
über belegte Brote (Bocadillos), in Tomatensauce<br />
gekochte Fleischbällchen<br />
über Piementos de Padron (siehe Rezept)<br />
und Tortillas (siehe Rezept) bis zu<br />
Spießchen mit Stockfisch oder Papas<br />
brava (scharfe Bratkartoffeln). Natürlich<br />
werden auch Oliven und Schinken<br />
Wein & Öl<br />
Beides hatte lange Zeit mit spanischer<br />
Herkunft keinen guten Ruf. Weil die<br />
Spanier auf Masse statt Klasse setzten.<br />
Und diverse Olivenölskandale verursachten.<br />
Doch die Zeiten scheinen<br />
vorbei. Heute genießt spanisches und<br />
portugiesisches Olivenöl wieder die<br />
Anerkennung, die es verdient, weil jetzt<br />
auch in Spanien auf Qualität gesetzt<br />
wird – vor allem von den kleineren, unabhängigen<br />
Produzenten.<br />
Das Gleiche gilt für den Wein: Der<br />
portugiesische Vino Verde muss kein<br />
leichter, billiger Weißwein sein. Und Spanien<br />
hat mehr zu bieten als Rioja. Weine<br />
von den Ufern des Duro (Ribiera del<br />
Duro) sind oft den Riojas an Ausdruckskraft<br />
überlegen. Oder probieren Sie einen<br />
reinsortigen Tempranillo aus Katalonien.<br />
Besonders temperamentvoll und<br />
ausdrucksstark ist hier die kleine Region<br />
Priorat. Auch spanische Weißweine,<br />
besonders aus dem Norden, schmecken<br />
wunderbar und vor allem anders. Beliebt<br />
in ganz Spanien sind die unkomplizierten<br />
Weine aus der Region Rueda, zum Beispiel<br />
ein Verdejo. Auch der katalonische<br />
Schaumwein Cava kann es mit Sekt, Prosecco<br />
und Co. aufnehmen.<br />
Tapas-Rezepte<br />
Pimientos de Padrón:<br />
Eine Spezialät aus Galizien. Die frischen unreifen grünen Früchte einer bestimmten Paprikasorte, die aussehen<br />
wie Jalapenos, werden mit etwas Öl in der Pfanne gebraten und mit reichlich Meersalzflocken bestreut.<br />
Es gibt ein Sprichwort in Galizien: „Paprikas aus Padrón: einige scharf, andere nicht.“ Typisch ist auch<br />
ihr leicht bitterer Geschmack.<br />
Papas arrugada:<br />
Spezialität von den kanarischen Inseln. Kleine Kartoffeln, am besten rotschalige, werden mit viel Salz in<br />
wenig Wasser gekocht. Auf den Kanaren nimmt man oft einfach Meerwasser, wir müssen uns mit Meersalz<br />
behelfen. Wichtig ist, <strong>das</strong>s eine Salzschicht auf den ungeschälten Kartoffeln zurückbleibt, deshalb nimmt<br />
man wenig Wasser und erhitzt die Kartoffeln am Ende noch einige Minuten zum Trocknen. Dazu werden<br />
grüne oder rote Mojos serviert, also Saucen aus Peperonis und frischem Koriander.<br />
Tortilla (Grundrezept):<br />
Geschälte rohe Kartoffeln in Scheiben schneiden. Mit gehackten Zwiebeln braten, bis sie durch sind. Verquirlte<br />
Eier hinzugeben. Wenn sie anfangen zu stocken, Deckel auf die Pfanne geben und den Kuchen<br />
umdrehen. Kann man im Kühlschrank aufbewahren und portionsweise servieren. Diese Tortilla lässt sich<br />
beliebig variieren: mit Knoblauch wie in Katalonien üblich, mit Frühlingszwiebeln, mit Schlagrahm, mit<br />
Speck, man kann sie auch mit Käse überbacken.
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
ADVERTORIAL 41<br />
Fotos: Wiberg<br />
Spanische Vorspeisen<br />
Spanische Köstlichkeiten sind vielfältig, ganze Speisekarten lassen sich problemlos<br />
damit füllen.<br />
Auch bei sommerlichen Temperaturen<br />
muss nicht auf <strong>das</strong> Süppchen<br />
vorneweg verzichtet werden, etwa<br />
mit Gazpacho, dem kalten Suppenklassiker.<br />
Einfach abgeschmeckt wird mit<br />
AcetoPlus Paprika von WIBERG, <strong>das</strong> neben<br />
dem intensiven Geschmack vollreifer<br />
Paprika auch mit prickelnder Säure<br />
überzeugt. Für die Zubereitung der spanischen<br />
Tapas-Varianten hat WIBERG<br />
einiges im Sortiment: Mit Paprika geräuchert,<br />
Pinienkerne geschält und den mediterranen<br />
Klassikern Rosmarin gefriergetrocknet,<br />
Basilikum gefriergetrocknet<br />
und Thymian gefriergetrocknet lässt sich<br />
variieren. Mariniert und abgerundet wird<br />
mit AcetoPlus Zitrusfrüchte und dem original<br />
spanischen „grünem Gold“, Natives<br />
Oliven-Öl Extra Andalusien. Genau<br />
<strong>das</strong> braucht man auch, wenn man eine<br />
der beliebtesten spanischen Dip-Saucen<br />
zubereiten will: Natives Oliven-Öl<br />
Extra Andalusien, Chilis geschrotet und<br />
Kreuzkümmel gemahlen verbinden sich<br />
zur Mojo Roja. Oliven-Öl und Knofi Pur<br />
braucht man für eine authentische Aioli.<br />
In Punkto Hauptspeise führt kein<br />
Weg vorbei an der Paella Marinera, mit<br />
der man vom ersten Bissen weg wieder<br />
im Urlaub ist. Duft und Farbe bekommt<br />
die maritime Köstlichkeit von den WI-<br />
BERG Safran Fäden in Topqualität. Für<br />
den richtigen Schärfekick nach eigenem<br />
Gusto sorgt Red Dhofar aus dem WI-<br />
BERG Exquisite Sortiment. Wer es gerne<br />
deftig herzhaft hat, genießt <strong>das</strong> saftig<br />
aromatische Fleisch des berühmten Iberico<br />
Schweins – köstlich in Szene gesetzt<br />
mit Grill Mediterran.<br />
Genießer schwören selbstverständlich<br />
auch auf die vielen spanischen Dessert<br />
Verführungen, für die doch immer<br />
noch ein bisschen Platz sein sollte. Hier<br />
führt die Crema Catalan <strong>das</strong> Feld an und<br />
wird mit Vanille Gourmet zum unvergesslichen<br />
Erlebnis. Kreative variieren<br />
beispielsweise mit Orangia Sun oder Zitronia<br />
Sun und bringen auf diese Weise<br />
die spanische Sonne auf den Teller.<br />
Wiberg präsentiert ein Aioli-Rezept<br />
für 10 Personen. Benötigte Zutaten<br />
sind 200g mehlig gekochte Kartoffeln,<br />
30g pasteurisiertes Eigelb, 200ml<br />
WIBERG Natives Oliven-Öl Extra Peloponnes<br />
Kaltextraktion, 3g WIBERG Red<br />
Dhofar Gewürzzubereitung arabischer<br />
Art mit Safran und Sumac Beere und 4g<br />
WIBERG Ursalz pur fein, unjodiert. Die<br />
Zubereitung beginnt, indem die Kartoffeln<br />
passiert werden. Dann werden die<br />
Knoblauchscheiben in etwas Wasser<br />
eingeweicht. Anschließend den Safran<br />
in fünf Esslöffel heißem Wasser einweichen<br />
und etwa 30 Minuten ziehen lassen.<br />
Danach Eigelb sowie Safransud<br />
mit den Kartoffeln pürieren.<br />
Jetzt wird Natives Oliven-Öl langsam<br />
zugegeben. Die Knoblauchscheiben<br />
werden ausgedrückt<br />
und zusammen mit Red Dhofar<br />
sowie Ursalz zur Kartoffelmasse<br />
gegeben und cremig püriert.<br />
Bis zum Verzehr muss <strong>das</strong> Gericht<br />
kühl gelagert werden.<br />
Kontakt:<br />
www.wiberg.eu
42 ETHNOFOOD<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Salzzitronen<br />
Zutaten:<br />
› 10 Bio-Zitronen<br />
› 200 – 250 g grobes Meersalz<br />
› eventuell Gewürze und<br />
Kräuter wie Lorbeerblätter,<br />
Wacholderbeeren, Fenchelsamen,<br />
1 Zimtstange,<br />
1 Rosmarinzweig oder<br />
Pfefferkörner<br />
› 1 steriles Einmachglas mit 1<br />
Liter Fassungsvermögen<br />
Rezept & Foto: Andra Jungwirth<br />
1. Zitronen unter fließendem<br />
warmen Wasser gründlich<br />
waschen.<br />
2 Jede Zitrone kreuzförmig<br />
der Länge nach einschneiden.<br />
Die Zitrone sind geviertelt,<br />
halten aber noch an<br />
einem Ende gut zusammen.<br />
Die Zitronen leicht zusammendrücken,<br />
so<strong>das</strong>s sich die<br />
Spalten öffnen.<br />
3. In jede Zitrone etwa 2 Teelöffel<br />
Salz füllen, die Frucht wieder etwas in Form bringen und in <strong>das</strong><br />
Einmachglas schlichten.<br />
3. Nun eventuell Kräuter und Gewürze dazugeben und <strong>das</strong> restliche<br />
Salz darüber streuen. Mit den Gewürzen und Kräutern eher sparsam<br />
umgehen. Wasser aufkochen und über die Zitronen gießen, so<strong>das</strong>s alle<br />
bedeckt sind. Das Glas verschließen und zumindest 4 Wochen ziehen<br />
lassen.<br />
4. Ungeöffnet sind die Zitronen mindestens 1 Jahr haltbar, geöffnet sollten<br />
sie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Der Sud kann als Würze für<br />
Salate, Saucen und Eintöpfe verwendet werden.<br />
tipp aus der praxis<br />
Pimentón de la Vera<br />
Die Extremadura ist eine landwirtschaftlich bedeutende Landschaft westlich von<br />
Madrid. Von hier kommt auch der berühmte Iberico Schinken. Das Schwein lebt unter<br />
Kork- und Steineichen, deren Früchte es frisst. Überhaupt wird in der Extremaduda,<br />
also der Landschaft „jenseits des Duro“ (so etwas wie unser „Transleithanien“) sehr viel<br />
Bio-Landwirtschaft betrieben. In La Vera, in der Region Caceres am Fuße der Sierra de<br />
Gredos, wird Paprika angebaut und in einem besonderen Verfahren verarbeitet. Die<br />
Schoten werden etwa eine Woche luftgetrocknet und über Eichenholz geräuchert. Dann<br />
werden sie ohne Kerne und Stile mehrfach gemahlen, um eine sehr feine Struktur des Pulvers zu erzielen.<br />
Das wird in drei verschiedenen Schärfegraden in viereckige, kleine rote Dosen verpackt und<br />
herkunftsgeschützt als „Pimentón de la Vera“ in alle Welt verkauft.<br />
In Spanien selbst würzt man damit die berühmte Chorizo, Spaniens Antwort auf die Salami: eine<br />
grobkörnige luftgetrocknete Rohwurst mit Knoblauch und eben viel Paprika. Eine spanische Chorizo<br />
enthält etwas doppelt so viel Paprika wie ihr ungarisches Gegenstück,<br />
die Kolbász.<br />
Mit Pimentón kann man aber auch Paella oder Eierspeisen würzen.<br />
Wie wäre es mit einem „spanischen Frühstück“? Rühreier mit Chorizo<br />
und Pimenton! Dazu katalanische pan de tomades reichen: Getoastete<br />
Weißbrotscheiben, mit einer Knoblauchknolle und einer halben Tomate<br />
eingerieben, anschließend mit bestem Olivenöl beträufelt.<br />
Thomas Askan Vierich, Autor des Buches Aroma. Die Kunst des Würzens.<br />
ISBN 978-3-7471-0423-1<br />
Foto: Ida Rosen
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
ETHNOFOOD 43<br />
Foto: Frutarom Savory Solutions<br />
Rund um die<br />
japanischen Nudeln<br />
Ramen sind wie ein Drei-Gang-Menü<br />
in einem Gericht: Man hat eine Suppe,<br />
die Nudeln als Hauptgang und die<br />
Toppings sind die Vorspeise. In Florian<br />
Ridders Buch dreht sich alles um sie –<br />
die berühmten japanischen Nudeln. Das<br />
Tolle an Ramen ist, <strong>das</strong>s man die unterschiedlichen<br />
Zutaten nach Geschmack<br />
oder Ernährungsstil kombinieren kann.<br />
Während seiner Tätigkeit als Koch in<br />
Florian Ridder: Ramen - Selbst gemacht!<br />
Mit Fleisch, ohne Fleisch, vegan.<br />
Mit Illustrationen von Lisa Rammensee<br />
und Fotografien von Pia Schmikl<br />
Paperback , Klappenbroschur , 160<br />
Seiten, 19,5 x 24,0 cm, circa 100 farbige<br />
Abbildungen, € 18,00 [D] / € 18,50 [A]<br />
/ CHF 25,90, ISBN 978-3-517-09990-3,<br />
Südwest Verlag<br />
Asien hat sich Ridder besonders mit Ramenrezepten<br />
befasst, die er jetzt einem<br />
deutschsprachigen Publikum zugänglich<br />
macht. Wer bei den Fachbegriffen<br />
rund um die Delikatesse wie etwa Shoyo<br />
oder Dashi den Überblick verliert, dem<br />
hilft dieses Buch: Mit detailreichen Erklärungen,<br />
farbenfrohen Illustrationen,<br />
hochwertigen Bildern und kreativen Rezepten<br />
kann jeder selbst seine ganz besonderen<br />
Ramen zubereiten. „Ramen<br />
- Selbst gemacht!“ ist ein Do it yourself-<br />
Buch, <strong>das</strong> in die Tiefe geht. Es ist für jeden<br />
Geschmack etwas dabei, herzhaft<br />
oder süß, Fisch oder Fleisch, vegetarisch<br />
oder vegan.<br />
www.penguinrandomhouse.de/<br />
Lange Tradition und voller<br />
Geschmack<br />
Besonders in südlichen Ländern findet man eine<br />
lange Tradition an kalten Suppen. Den klimatischen<br />
Bedingungen angepasst hat sich unter anderem<br />
die spanische Gazpacho andaluz als Küchenklassiker<br />
etabliert. Dabei werden vollreife Paprika,<br />
Zwiebeln und Tomaten kalt aufgemixt und mit kalter<br />
Brühe, wie etwa WIBERG Vital-Gemüse-Bouillon,<br />
aufgegossen. Für vollen Paprika-Geschmack<br />
und sattrote Farbe sorgt AcetoPlus Paprika, eine<br />
Prise Chilis geschrotet gibt den richtigen Schärfe-<br />
Kick. Wer im Suppenteller stilecht finishen möchte,<br />
greift authentisch zum Premium-Öl WIBERG Natives<br />
Oliven-Öl Extra Andalusien.<br />
www.wiberg.eu<br />
tipp aus der praxis<br />
Klar gestellt: Grüne<br />
Stellen am Gemüse<br />
Köche wissen, <strong>das</strong>s grüne Stellen<br />
an Kartoffeln nicht gesund<br />
sind. Kartoffelknollen enthalten<br />
Verlag/Suedwest<br />
von Natur aus Solanin, einen<br />
schwach giftigen Stoff, der vor<br />
allem in Nachtschattengewächsen<br />
wie Tomaten, Auberginen<br />
oder auch Paprika vorkommt.<br />
In reifem Gemüse ist davon nur<br />
sehr wenig enthalten, so<strong>das</strong>s der<br />
Genuss unbedenklich ist.<br />
Wird die Kartoffelknolle Sonnenlicht<br />
ausgesetzt, so verfärben<br />
sich die Stellen grün und<br />
der Gehalt an Solanin steigt<br />
deutlich an. Der Stoff schmeckt<br />
schwach bitter und wirkt in höheren<br />
Konzentrationen giftig.<br />
Bei Kartoffeln sitzt der Stoff vor<br />
allem in und unter der Schale,<br />
er geht auch ins Kochwasser<br />
über, so<strong>das</strong>s dieses immer<br />
weggeschüttet werden sollte.<br />
Ist nur eine kleine Stelle leicht<br />
grün, so reicht <strong>das</strong> gründliche<br />
Wegschneiden. Sind die grünen<br />
Stellen stark ausgeprägt, so sollte<br />
<strong>das</strong> Gemüse entsorgt werden.<br />
Dasselbe gilt für unreife Tomaten,<br />
jedoch nicht für grüne Stellen<br />
an Wurzelgemüse wie Karotten<br />
oder Triebe an Zwiebeln.<br />
Nur Nachtschattengewächse<br />
bilden Solanin aus. Gerade Karotten<br />
schieben sich im Wachstum<br />
in der Erde etwas in die<br />
Höhe, der obere Teil der Wurzel<br />
bildet Chlorophyll aus und wird<br />
nun grün. Das „Grüne“ kann zwar<br />
auch leicht herb schmecken, ist<br />
aber völlig unbedenklich beim<br />
Genuss.<br />
Mag. Andrea Jungwirth<br />
Ernährungswissenschafterin<br />
Foto: Andrea Jungwirth
44 ZITRONE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Zitronen, die würzende<br />
Erfrischung
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
ZITRONE 45<br />
Frisch, mild-würzig mit saurer Note, blumig, oder auch ein bisschen nach Gewürzen, so lässt<br />
sich der Geschmack von Zitronen beschreiben, doch es dominiert immer die erfrischende<br />
Säure.<br />
Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />
Wie sauer eine Zitrone aber<br />
schmeckt, entscheiden Reifegrad<br />
und Sorte. Je reifer die<br />
Früchte geerntet werden,<br />
desto milder werden sie und wer noch<br />
dazu in den Genuss bestimmter Sorten<br />
kommt, der ist meist überrascht, wie süß<br />
Zitronen schmecken können. Die „Meyer-Zitrone“<br />
gilt als die beste und süßeste<br />
Zitronensorte und ist momentan bei<br />
Köchen sehr begehrt. Sie ist eine auf natürliche<br />
Weise entstandene Hybride<br />
aus Zitrone und Orange oder Mandarine.<br />
Daher ist die Frucht sehr saftig, mild,<br />
leicht mandarinenartig im Geschmack<br />
und süßsauer, wobei die Betonung immer<br />
noch auf sauer liegt. Die Schale<br />
schmeckt komplexer mit einer dezenten<br />
Thymiannote. Und die gute Nachricht,<br />
von Oktober bis November kommt<br />
sie auch gerne mal aus der Türkei zu uns<br />
auf die Märkte.<br />
Mediterraner Speisenbegleiter<br />
Die im Handel angebotenen Früchte<br />
werden meist vor der optimalen Reife geerntet,<br />
und da Zitrusfrüchte nicht nachreifen,<br />
entwickeln sie daher nie die Süße,<br />
die sie eigentlich haben könnten. Anders<br />
als in mediterranen Ländern, die nahezu<br />
verschwenderisch Zitronen in der Küche<br />
verwenden. Kaum ein Gericht mit Fleisch<br />
oder Fisch, <strong>das</strong> ohne die Säure und Würze<br />
auskommt. Die Vielfalt der Rezepte<br />
zieht einen Bogen von Griechenland<br />
bis nach Spanien. Von Kotosoupa Avgolemono,<br />
der griechischen Hühnersuppe<br />
mit Zitrone, über sizilianische Pasta mit<br />
Zitronen bis nach Spanien, wo auch die<br />
Würze der Zitrone auf einer Paella mit<br />
Meeresfrüchten oder bei spanischen Tapas<br />
nicht fehlen darf. Gerade die spanische<br />
Küche ist von marokkanischen Einflüssen<br />
geprägt, die, wie kann es anders<br />
sein, auch reichlich Zitronen verwendet.<br />
Die marokkanischen Salzzitronen peppen<br />
durch ihre frische Aromatik viele Gerichte<br />
auf und sind unverzichtbar für Tahine,<br />
Kichererbsengerichte, Saucen oder<br />
Hülsenfrüchte. Die Herstellung ist sehr<br />
einfach, aber es dauert zumindest einen<br />
Monat, bis die Früchte in der Salzlake<br />
ziehen, die Zitronenschalen glasig weich<br />
werden und aromatisch salzig schmecken.<br />
Man verwendet am besten ein kleines<br />
Stück einer Salzzitrone, hackt oder<br />
schneidet es sehr fein und würzt damit<br />
sein Gericht. Afrikanische Einflüsse finden<br />
sich auch in Form der Salzzitrone in<br />
der spanischen Küche wieder.<br />
Ran an die Schale<br />
Die Zitrone ist die Zitrusfrucht, die am<br />
wenigsten aus unseren Küchen wegzudenken<br />
ist und <strong>das</strong>, obwohl <strong>das</strong> Fruchtfleisch<br />
mit wenigen Ausnahmen nicht<br />
gegessen wird. Verwendet werden der<br />
säuerliche Saft und die aromatische<br />
Schale zum Würzen. Und da Zitrone<br />
nicht gleich Zitrone ist, sollte die Sorte<br />
passend zum Gericht gewählt werden.<br />
Grob wird zwischen zwei Sorten unterschieden,<br />
den Saftzitronen und den<br />
Zedratzitronen (Citrus medica), bei denen<br />
hauptsächlich die Schale verwendet<br />
wird.<br />
„Buddhas Hand“ oder die „Etrog-Zitrone“<br />
sind klassische Zedratzitronen,<br />
die wenig oder kaum Fruchtfleisch und<br />
somit wenig Saft enthalten, aber dafür<br />
reichlich Schale und weiße Fruchthaut<br />
darunter. Cedrat, die Urzitrone, aus deren<br />
Kreuzung mit der Bitterorange die weit<br />
bekannte Saftzitrone entstand, stammt<br />
wahrscheinlich aus Südostasien. Im Mittelmeergebiet<br />
ist sie noch sehr verbreitet<br />
und die bis zu zwei Kilogramm schweren<br />
Früchte sind auch bei uns im gut sortierten<br />
Gemüsehandel zu kaufen. Das Aroma<br />
der Schale passt sowohl zu Süßspeisen<br />
als auch zu Herzhaftem. Das wohl<br />
bekannteste Produkt daraus ist <strong>das</strong> Zitronat,<br />
aber aus der „Cedro“ werden Klassiker<br />
der italienischen Küche wie der sizilianische<br />
Zitronensalat bereitet oder<br />
Liköre, Eis oder Curds aromatisiert.<br />
„Buddhas Hand“ ist die auffälligste<br />
und auch eine der teuersten Zitronensorten.<br />
Diese Zedratzitrone besitzt kein<br />
Fruchtfleisch und auch keinen Saft, die<br />
Segmente der Frucht sind fingerähnlich<br />
ausgebildet. Die „Finger“ werden wie<br />
Trüffel hauchdünn gehobelt und zum<br />
Parfümieren von Gerichten verwendet.<br />
Gelb, grün, rot oder doch orange<br />
Wenn es nur um den Saft geht, unterscheiden<br />
sich die gängigen Sorten in der<br />
Saft- und Kernmenge und schmecken<br />
mehr oder weniger sauer. Dagegen treiben<br />
es Schalenform und -farbe bei alten<br />
Sorten bunt. So können sie wie die Rote<br />
Zitrone „Rosso“, auch Glühwein-Zitrone<br />
genannt, rot sein oder gelb-grün gestreift,<br />
wie bei der „panaschierten Zitrone“,<br />
wobei bei Vollreife <strong>das</strong> Grün in Rot<br />
umschlägt. Bei der „Rosenapfelzitrone“<br />
ist die Frucht stark gefurcht, <strong>das</strong> Fruchtfleisch<br />
erinnert etwas an Bergamotte, die<br />
Schale der „Volkamer Zitrone“ färbt sich<br />
orange.<br />
„Normale“ im Supermarkt erhältliche<br />
Zitronen mit grüner Schale sind nicht<br />
unreif wie viele denken. Zitronenstauden<br />
lieben die Wärme, damit die Früchte<br />
aber gut reifen, benötigen sie kühle<br />
Nächte. Nur so wandelt sich die Schale<br />
von grün in zitronengelb. Die Farbe<br />
sagt also nichts über den Reifezustand<br />
aus. Grüne Stellen auf der gelben Schale<br />
oder gar grüne Zitronen sind kein Zeichen<br />
für schlechte Qualität, sie sind genauso<br />
wertvoll und reif, solange die<br />
Schale glänzt. Nur wenn die Schale einen<br />
gleichmäßigen Glanz aufweist, ist<br />
<strong>das</strong> ein verlässliches Zeichen, <strong>das</strong>s die<br />
Frucht reif ist.
46 MESSEBLITZLICHTER<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Tiefkühlgemüse von Ardo garantiert frisches Obst und Gemüse,<br />
auch wenn es <strong>das</strong> jahreszeitenmäßig eigentlich gar nicht gibt.<br />
Frisch geerntet und gefroren behalten die Produkte ihre Inhaltsstoffe.<br />
www.ardo.de<br />
Wiberg ist der perfekte Partner, wenn es um guten Geschmack<br />
geht. Perfekt zu würzen und <strong>das</strong> Verfeinern mit<br />
Essig und Ölen sorgen für den letzten Schliff.<br />
www.wiberg.eu<br />
Steirerkren, Kartoffel- oder Eiprodukte: Holzmann liefert<br />
küchenfertige und qualitativ hochwertige Convenience für<br />
die Gastronomie. www.holzmann-fvl.at<br />
Burger, Semmeln und Croissants: Edna sorgt für den täglichen<br />
Frischegenuss auch am festlichen Tisch. www.edna.at<br />
Frisch, knusprig und rasch zubereitet bringt Aviko die Pommes<br />
als beliebte Beilage überall auf den Tisch. www.aviko.de
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
MESSEBLITZLICHTER 47<br />
Aufgrund der schwierigen Covid-Situation war die Messe für<br />
uns heuer etwas anders. Die Besuchermassen sind ausgeblieben,<br />
jedoch war die Qualität der tatsächlichen Besucher<br />
sehr gut. Wir sind mit dem Messe-Nachgeschäft bis dato sehr<br />
zufrieden. www.haubis.at<br />
Das Beste für Patisserie und Confiserie präsentiere Confis<br />
Express auf seinem Stand - inklusive Verkostung.<br />
www.confis-express.de<br />
Fotos: Michael Heinz, Hintergrund: cbies / Adobe Stock<br />
Mit eggcellent gibt es <strong>das</strong> perfekte Ei über Stunden hinweg<br />
und <strong>das</strong> auch gleich mit einer attraktiven Präsentation.<br />
www.eggcellent.de<br />
Wer Teigwaren sagt, sagt Recheis: Die Nudelmarke sorgt mit<br />
Co2 freier Produktion nicht nur für Genuss, sondern zeigt auch<br />
Verantwortung. www.recheis.com<br />
SalzburgMilch darf sich über die Prämierung von drei<br />
Käsesorten bei der Wahl zum Käsekaiser 2022 freuen.<br />
Einmal Frischkäse, einmal „Hartkäse bis 5 Monate“ und<br />
„Innovation“ gingen an die SalzburgMilch.<br />
www.milch.com<br />
Darbo Marmeladen, Kompotte und Sirupe finden sich auf<br />
vielen Frühstücksbuffets. Sie sorgen für einen genussvollen<br />
Start in den Tag und auch wer Zucker sparen<br />
möchte, wird hier fündig. www.darbo.at
Seite 48 bis Seite 69<br />
Cold Drinks<br />
Bier<br />
Gehörnte Biere: Im Advent<br />
haben Bockbiere wieder<br />
Hochsaison – ein Brauch, der<br />
auf die katholische Kirche zurückgeht,<br />
denn der Advent ist<br />
– streng betrachtet – ebenso<br />
eine kirchliche Fastenzeit wie<br />
es die Wochen vor Ostern<br />
sind.<br />
Seite 50<br />
Liköre<br />
Dagegen ist doch ein Kraut<br />
gewachsen: Kräuterliköre<br />
haben teilweise eine über 100<br />
Jahre lange Tradition und<br />
sind aufgrund ihrer Vielseitigkeit<br />
– egal, ob als Aperitif<br />
oder Digestif, pur oder zum<br />
Mixen – aus keiner gut sortierten<br />
Bar wegzudenken.<br />
Seite 58<br />
Champagner<br />
Es muss nicht immer nur<br />
Brut sein: Champagner ist<br />
<strong>das</strong> typische Getränk als<br />
Aperitif und für feierliche<br />
Anlässe. Doch der facettenreiche<br />
„König der Weine“ hat<br />
deutlich mehr Potential, <strong>das</strong><br />
hierzulande auch langsam<br />
entdeckt wird.<br />
Seite 64
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELLES 49<br />
Vorfreude auf Neujahr<br />
KATE & KON gehört zu den führenden<br />
Weinhändlern Österreichs und ist<br />
seit 40 Jahren eine Familiensache. Für<br />
Katharina, Florian und Konstantin Wolf,<br />
die natürliche Fortführung des großen<br />
Erbes von Carlo Wolf, einem Pionier in<br />
der Kulinarik. KATE & KON bietet seinen<br />
Kunden in verschiedenen Preisklassen<br />
<strong>das</strong> Beste, davon ist die Familie<br />
überzeugt.<br />
Durch den langjährigen Wissensschatz<br />
findet KATE & KON den besten<br />
Ansatz für ein perfektes, kulinarisches<br />
und vinophiles Produktsortiment<br />
für Silvester. So lässt sich etwa mit dem<br />
Champagne Ayala <strong>das</strong> neue Jahr gebührend<br />
einläuten. Ayala steht nach vielen<br />
Jahren Tradition noch heute für qualitativ<br />
hochwertigen Champagner, welcher<br />
weltweit in den Genuss kommt<br />
und für seine Eleganz und Frische bekannt<br />
ist.<br />
www.kateandkon.com<br />
Foto: Champagneayala<br />
Doppeltgehörnter<br />
Vorarlberger<br />
Doppelböcke sind vor allem in<br />
Bayern sehr beliebt, aber auch<br />
im Ländle versteht man sich auf<br />
diese Braukunst. Etwa beim Mohren<br />
Doppelbock, der sich als der<br />
ideale Begleiter in der kalten Jahreszeit<br />
präsentiert. Einmal ins<br />
Glas gefüllt besticht <strong>das</strong> Bockbier<br />
mit seiner satten Bernstein-Farbe<br />
und dem feinporigen Schaum. Der<br />
Duft erinnert an Dörrobst, Honig<br />
und Marzipan. Nach dem ersten<br />
Schluck entfalten sich die gehaltvollen<br />
Aromen im Mund. Dieses<br />
Starkbier ist die perfekte Speisenbegleitung<br />
zu Desserts, Maroni,<br />
Gans oder würzigem Bergkäse.<br />
www.mohrenbrauerei.at<br />
Große Reserve aus<br />
Gumpoldskirchen<br />
Seit 2013 produziert der Kamptaler<br />
Winzer Fred Loimer international renommierte<br />
Sekte. 2018 brachte er seine<br />
erste Große Reserve Blanc de Blancs aus<br />
Langenlois auf den Markt, nun folgt die<br />
Große Reserve Blanc de Noirs aus Gumpoldskirchen.<br />
Eine Große Sektreserve<br />
muss laut dem österreichischen Weingesetz<br />
auf der Hefe drei Jahre reifen. Bis<br />
zu fünf Jahren sind es bei Fred Loimer, der<br />
neben den Weingärten in seiner Heimat<br />
Langenlois auch Flächen in Gumpoldskirchen<br />
bewirtschaftet. Dort wachsen<br />
die biodynamischen Pinot-Noir-Trauben<br />
für die Gumpoldskirchen Große Reserve<br />
Blanc de Noirs Brut Nature, die mit dem<br />
Jahrgang 2016 ihre Premiere feiert. Maritime<br />
Sedimente aus Ton und Sand mit alpinem<br />
Kalkschotter prägen diesen zweiten<br />
großen Schaumwein aus dem Hause<br />
Loimer.<br />
www.loimer.at<br />
Foto: Jürgen Schmücking<br />
Foto: Mohrenbrauerei
50 BIER<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Wer hat dem Bier die<br />
Hörner aufgesetzt?<br />
Foto: Lumixera / Adobe Stock
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
BIER 51<br />
Im Advent haben Bockbiere wieder Hochsaison – ein Brauch, der auf die katholische Kirche<br />
zurückgeht, denn der Advent ist – streng betrachtet – ebenso eine kirchliche Fastenzeit wie<br />
es die Wochen vor Ostern sind.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Bierbrauen war lange Zeit <strong>das</strong> Privileg<br />
von Klöstern, weshalb auch<br />
in diesem Bereich die Kirche in<br />
manchen Bereichen ihren Stempel<br />
aufdrücken konnte – etwa beim<br />
Bockbier, <strong>das</strong> speziell vor Weihnachten<br />
und Ostern traditionell genossen wird.<br />
Denn da Flüssiges bekanntlich <strong>das</strong> Fasten<br />
nicht bricht, haben einst die Mönche<br />
vor Ostern und Weihnachten eben ein<br />
besonders starkes und nahrhaftes Bier<br />
eingebraut, um die karge Kost der Fastenzeit<br />
aufzubessern. Eine weitere Legende<br />
besagt, <strong>das</strong>s – die Ordensbrüder<br />
wollten auf Nummer sicher gehen – ein<br />
Fass eines solchen „Fastenbieres“ nach<br />
Rom geschickt wurde, um den Segen<br />
des Papstes für diesen Biertypus zu erhalten.<br />
Bloß war im Mittelalter der Weg<br />
nach Rom ein langer und beschwerlicher<br />
und so kam <strong>das</strong> Bierfass nach wochenlanger<br />
Reise über die Alpen durchgeschüttelt<br />
und von der mediterranen<br />
Sonne erwärmt in Rom an, war entsprechend<br />
sauer und ungenießbar und folgerichtig<br />
fand der Papst, <strong>das</strong>s dieses Gebräu<br />
dem Seelenheil seiner Schäfchen<br />
nicht abträglich sei, womit die Verbreitung<br />
der Bockbiere vor Weihnachten und<br />
Ostern ihren Siegeszug antreten konnte.<br />
Wobei man „Siegeszug“ hierzulande leider<br />
buchstäblich in Anführungszeichen<br />
setzen muss, beträgt der Marktanteil der<br />
Starkbiere in Österreich doch gerade einmal<br />
0,4 Prozent, Tendenz fallend. Viel<br />
zu wenig angesichts der intensiven Aromen,<br />
die diese Arten von Bieren bieten!<br />
Bockbier nicht tierischen<br />
Ursprungs<br />
Dabei hat der Name „Bockbier“ eigentlich<br />
nichts mit dem gleichnamigen Tier<br />
zu tun. Vielmehr war bereits im 14. Jahrhundert<br />
die deutsche Stadt Einbeck in<br />
der Nähe von Hannover für ihre Starkbierbraukunst<br />
berühmt, so<strong>das</strong>s man<br />
auch andernorts bald ein Bier nach „ainpöckisch<br />
Art“ herstellte. Aus diesem<br />
„ainpöckisch Bier“ wurde im Laufe der<br />
Zeit umgangssprachlich eben „ein Bockbier“.<br />
Der klassische Weihnachtsbock ist<br />
dabei ein untergäriges Bier mit etwa 6,5 –<br />
7,5 Vol.% Alkohol. Und wer es etwas intensiver<br />
möchte, der greift eben zu Doppelbockbieren.<br />
Stellt sich die Frage, wieviel Luft es<br />
nach oben beim Alkoholgehalt von Bieren<br />
gibt? Erstaunlicherweise jede Menge.<br />
In Bayern etwa sind Doppelböcke mit<br />
einem Stammwürzegehalt von mindestens<br />
18° Plato und einem Alkoholgehalt<br />
meist jenseits der 7,5 Vol.% beliebt. Und<br />
da geht noch mehr: So ist (immer vorausgesetzt,<br />
die Stammwürze ist hoch<br />
genug und liefert der Hefe damit genügend<br />
Brennstoff) bei einem „klassischen“<br />
Bier erst irgendwo in der Gegend von <strong>12</strong><br />
– 14 Vol.% Feierabend, weil die Hefe ab<br />
diesem Zeitpunkt beginnt abzusterben –<br />
sie vergiftet sich quasi selbst durch den<br />
von ihr produzierten Alkohol. Einer der<br />
bekanntesten Vertreter solcher „klassischen“<br />
Böcke ist etwa <strong>das</strong> Samichlaus<br />
Bier der oberösterreichischen Brauerei<br />
Schloss Eggenberg: Die Rezeptur stammt<br />
eigentlich von der Schweizer Brauerei<br />
Hürlimann, seit dem Jahr 2000 wird dieser<br />
Mega-Bock aber von der Salzburger<br />
Brauerei Schloss Eggenberg gebraut. Der<br />
Name ist ein Schweizer Dialekt für „St.<br />
Nikolaus-Tag“, den 6. Dezember, den einzigen<br />
Tag im Jahr, an dem dieses Bier gebraut<br />
wird. Mit 14 % Alkohol dabei eines<br />
der stärksten klassischen Lagerbiere der<br />
Welt, <strong>das</strong> in drei verschiedenen Versionen<br />
verkauft wird. Traumkombination<br />
etwa zu kräftigen Blauschimmelkäsen.<br />
Ein Eis zum Trinken<br />
Wer es noch stärker haben möchte, kann<br />
etwa zum Eisbock greifen. „Erfunden“<br />
hat diesen angeblich ein Brauereigeselle<br />
Ende des 19. Jahrhunderts in der bayrischen<br />
Stadt Kulmbach. Er soll in einer<br />
besonders kalten Winternacht ein Fass<br />
Bier im Freien vergessen haben. Ein Teil<br />
des Wasseranteils des Bieres gefror dabei<br />
zu Eis, Alkohol und andere Aromen<br />
sammelten sich in konzentrierter, aber<br />
noch flüssiger Form im Inneren des Eisblocks<br />
– und wurden bei einer Verkostung<br />
als überaus schmackhaft beurteilt.<br />
Das Prinzip hat sich bis heute nicht verändert:<br />
„Normales“ Starkbier wird auf<br />
unter null Grad Celsius abgekühlt. Die<br />
MÜNCHNER BIER.<br />
UNABHÄNGIG.<br />
HB VERKAUFSLEITUNG ÖSTERREICH: FRANZ FÖRG<br />
TEL.: +49 (0)172 / 816 98 55<br />
EMAIL: FRANZ.FOERG@HOFBRAEUHAUS.COM
52 BIER<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
im Bier vorhandenen Wassermoleküle<br />
beginnen jetzt zu kristallisieren und lassen<br />
sich herausfiltern, wodurch <strong>das</strong> verbleibende<br />
Bier umso intensiver wird. Ein<br />
Vorgang, der sich durchaus mehrmals<br />
wiederholen und so die mögliche Alkoholkonzentration<br />
fast beliebig nach oben<br />
schrauben lässt.<br />
Wo liegt jetzt also wirklich die Grenze?<br />
Die US-Brauerei Samuel Adams<br />
hat als eine der ersten mit ihrem „Utopias“<br />
ein besonderes Starkbier mit 28<br />
Vol.% Alkohol vermarktet, <strong>das</strong> heute<br />
noch eine gesuchte Rarität unter Liebhabern<br />
ist. Für Aufsehen sorgte vor einigen<br />
Jahren ein kurzer Wettstreit um<br />
<strong>das</strong> stärkste Bier der Welt zwischen der<br />
bayrischen Brauerei „Schorschbräu“ mit<br />
ihrem „Schorschbock“ und der schottischen<br />
Kultbrauerei „Brewdog“, die mit<br />
ihrem „Sink the Bismarck“ dagegenhielt.<br />
Doch während die Briten bei spritzigen<br />
41 Prozent die weiße Flagge hissten,<br />
entwickelte Schorschbräu-Besitzer<br />
Georg Tscheuschner seinen Megabock<br />
weiter auf beachtliche 57 Vol.% Alkohol,<br />
womit Tscheuschner für sich reklamiert,<br />
<strong>das</strong> „stärkste Bier der Welt“ zu brauen.<br />
Mehr sei seiner Ansicht nach nicht<br />
möglich, ohne gegen <strong>das</strong> Reinheitsgebot<br />
zu verstoßen. Und tatsächlich streiten<br />
sich die Geister darüber, ob <strong>das</strong> „Snake<br />
Venom“ der schottischen Brauerei<br />
„Brewmeister“ mit 67,5 Vol.% Alkohol<br />
noch als „Bier“ durchgeht, schließlich<br />
wird dieser unfassbare Wert durch <strong>das</strong><br />
Zusetzen von Ethanol, also reinem Alkohol,<br />
erreicht.<br />
Teurer als jeder Edelbrand<br />
Doch wer jetzt glaubt, Biere dieser Alkoholkategorie<br />
seien picksüße Liköre<br />
ohne jede Kohlensäure, der liegt ziemlich<br />
falsch. Das „Sink the Bismarck“ beispielsweise<br />
moussiert noch deutlich und<br />
bietet intensive Zitrusaromen. Ein spannender<br />
und nicht alltäglicher Digestif!<br />
Dafür, <strong>das</strong>s man solche Biere trotzdem<br />
lieber aus dem Schnapsglas als dem Bierkrug<br />
genießt, sprechen aber neben dem<br />
Selbsterhaltungstrieb auch die Preise:<br />
Unter 50 € pro 0,33-l-Flasche tut sich<br />
in dieser Kategorie wenig, auch mehr als<br />
100 € pro Flasche sind kein Problem.<br />
Aber zurück in die Gefilde klassischer<br />
Starkbiere: Ganz nach dem Motto<br />
„schlankes Bier – schlankes Glas, kräftiges<br />
Bier – bauchiges Glas“ genießt man<br />
Bockbiere idealerweise aus einem Pokal<br />
oder klassischen Krügel. Als Speisenbegleitung<br />
passt eine Weihnachtsgans oder<br />
ein Braten ebenso gut wie ein intensiver<br />
Hartkäse. Und zu einem dunklen Doppelbock<br />
darfs dann auch ein Schokoladendessert<br />
oder ein gereifter Blauschimmelkäse<br />
sein. Noch ein Tipp: Starkbiere<br />
sind lange haltbar, in der Regel sogar weit<br />
über <strong>das</strong> MHD hinaus. Das Aroma verändert<br />
sich dabei wie bei einem guten<br />
Wein meist zum Besseren. Warum also<br />
nicht mal eine Kiste Doppelbock im Keller<br />
beiseite stellen und erst in zwei oder<br />
drei Jahren genießen? Auch Vertikalverkostungen<br />
verschiedener Jahrgänge bringen<br />
oft interessante Erkenntnisse.<br />
Alkoholgehalt in die richtige<br />
Relation setzen<br />
Und wie bringt man Bock & Co. jetzt am<br />
besten an den Gast? Die Angst vor dem<br />
höheren Alkoholgehalt ist speziell bei<br />
Autofahrern oft vorhanden, dazu bedeuten<br />
mehr Stammwürze und mehr Alkohol<br />
auch mehr Kalorien. Doch die richtige<br />
Relation macht es wie so oft auch hier<br />
aus: Ein Bockbier hat um die 7 % Alkohol,<br />
die leichtesten Sommerweine beginnen<br />
bei 10 bis 11 %, selbst ein weißer Spritzer<br />
hat um die 6 %. Und davor fürchtet sich<br />
auch niemand. Allerdings kann es gerade<br />
bei Starkbieren durchaus Sinn machen,<br />
diese – zumindest auch – im 0,1-<br />
oder 0,2-Liter-Glas anzubieten. Denn in<br />
klassischen Krügeln oder Seideln ausgeschenkte<br />
Bockbiere können selbst gestandene<br />
Biertrinker rasch an ihre Grenzen<br />
bringen. Sollte man den Bock aus der<br />
Flasche verkaufen, kann man diese auch<br />
unter mehreren Gästen aufteilen.<br />
info<br />
Stachel im Bier<br />
Um den Genuss von Bockbieren – noch besser: (dunklen)<br />
Doppelbockbieren – zu zelebrieren, bietet sich<br />
auch <strong>das</strong> „Stacheln“ an. Bei dieser Prozedur taucht man<br />
einen heißen Metallstab kurz in <strong>das</strong> Bierglas und zieht<br />
es in einer Drehung wieder heraus. Durch die Hitze des<br />
Stachels karamellisiert der im Bier vorhandene Restzucker,<br />
der Schaum wird besonders cremig und erwärmt<br />
sich merkbar, während <strong>das</strong> Bier seine Temperatur<br />
kaum erhöht. Viel leichter – und aufsehenerregender<br />
– kann man bei seinen Gästen beim Thema Bier nicht<br />
Eindruck schinden.<br />
Dieser Brauch kommt aus den alten Schmieden, wo im<br />
Winter ein glühender Metallhaken tatsächlich verwendet<br />
wurde, um <strong>das</strong> eiskalte Bier auf genusstaugliche<br />
Temperatur zu bringen. Bierstacheln samt Halterung<br />
und Bunsenbrenner sind heute im einschlägigen Fachhandel<br />
erhältlich.<br />
Foto: Mühlviertel Marken GmbH
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
BIER 53<br />
Fotos: Brau Union Österreich<br />
In der Brau Union ist der Bock los<br />
Spätestens ab Ende November liefern viele Brauereien ihre Weihnachtsböcke aus. Klar, <strong>das</strong>s<br />
hier auch die Brau Union Österreich mit ihrem umfangreichen Sortiment ein Wörtchen mitzureden<br />
hat – konkret sogar gleich mit fünf verschiedenen Bockbieren.<br />
Der Gösser Bock etwa überzeugt mit<br />
deutlichem Malzduft und langanhaltendem,<br />
kraftvollem Abgang.<br />
Das Aroma der Bierspezialität erinnert<br />
an Lebkuchen, Gewürze und Brot – damit<br />
passt <strong>das</strong> untergärige Starkbier mit<br />
einem Alkoholgehalt von 7,1% ideal zu<br />
vielen bekannten Hausmannsgerichten<br />
aber ebenso zum Nachtisch.<br />
Der Zipfer Stefani Bock ist ebenfalls<br />
untergärig und strahlt in einem intensiven<br />
Goldgelb, ist vollmundig und bietet<br />
eine feine Hopfennote. Mit einem Alkoholgehalt<br />
von 7,1% passt die kräftige<br />
Spezialität am besten zu kräftig aromatischen<br />
Speisen, zu wirklich kräftigen Suppen,<br />
zu Gebratenem aller Fleischsorten,<br />
zu Geräuchertem und kräftigem Käse.<br />
Der Edelweiss Gamsbock ist ein hefetrüber,<br />
goldgelber Weizenbierbock<br />
mit kräftigem Charakter, vollmundigem<br />
Geschmack und ausgeprägten<br />
weizenbiertypischen Noten. Das obergärige<br />
Bockbier mit 7,1% Alkohol passt<br />
hervorragend zu deftigen Gerichten wie<br />
Entenbraten aber auch zu Geräuchertem.<br />
Ebenso gut harmoniert der Gamsbock<br />
mit Bergkäse, Blauschimmelkäse<br />
sowie als geschmacklich perfekter Begleiter<br />
zu Desserts.<br />
Der untergärige Winterbock aus<br />
der Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu<br />
Kaltenhausen zeigt sich in einer honigfarbenen<br />
Optik und ist ungefiltert. In<br />
der Nase entwickelt sich ein Bukett aus<br />
Aromen nach frischem Biskuit, unterlegt<br />
mit Hopfenaromen. Im Trunk fällt<br />
der schlanke Körper auf. Er kommt erfrischend,<br />
eher trocken und ein klein wenig<br />
harzig. Das Bittere ist moderat und rasch<br />
abklingend. Er verfügt über einen Alkoholgehalt<br />
von 7,1 Prozent und passt hervorragend<br />
zu Wildgerichten, Steaks und<br />
würzigen Braten. Ebenso harmoniert <strong>das</strong><br />
Bier mit würzigen Käsesorten, nussigen<br />
Desserts und Lebkuchen.<br />
Außerdem bietet man in Kaltenhausen<br />
aktuell noch einen Weizenbock, die<br />
Sonderedition „Pilgrim“ an. Dieses Starkbier<br />
zeigt sich bei einem Alkoholgehalt<br />
von 6,5% Alkohol mit einer sanften Honigfarbe.<br />
In der Nase entfalten sich Aromen<br />
nach reifen Früchten und Honig. Am<br />
Gaumen präsentiert sich „Pilgrim“ rund<br />
und mild, mit ansprechender Bittere im<br />
Abgang und einem besonderen Charakter<br />
durch eine für den Bierstil nicht ganz<br />
alltägliche späte Hopfengabe. Der Weizenbock<br />
„Pilgrim“ passt gut zu Wild und<br />
Schmorgerichten mit dunklem Fleisch,<br />
aber auch als Begleiter zu Desserts oder<br />
zu würzigem Bergkäse.<br />
www.brauunion.com
54 BIER<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
tipp aus der praxis<br />
Conrad Seidls<br />
Bierwelt<br />
Fastenbier<br />
Auch wenn die letzten Wochen<br />
des Kalenderjahrs heutzutage<br />
mit den fettesten und<br />
süßesten Speisen locken: Die<br />
Adventzeit fiel früher in eine<br />
Fastenzeit – vom 11. November<br />
bis zum 6. Jänner wurde<br />
bis zum Jahr 1917 mehr oder<br />
weniger streng gefastet. Ausnahmen<br />
vom Fastengebot<br />
gab es an den Wochenenden<br />
und generell für Flüssigkeiten<br />
(„liquida non frangit ieiunium“<br />
– Flüssges bricht <strong>das</strong><br />
Fasten nicht). Trinken durfte<br />
also auch der Fastende. Und<br />
hier kommt der Weihnachtsbock<br />
ins Spiel: Das Regelwerk<br />
für <strong>das</strong> Fasten eröffnete die<br />
Möglichkeit, sich mit dem alkohol-<br />
und kalorienreicheren<br />
Bier die karge Fastenkost aufzubessern.<br />
Das Bier, <strong>das</strong> wir<br />
als Weihnachtsbock kennen,<br />
war demnach ursprünglich<br />
eher ein Adventbock – so wie<br />
bei den bayerischen Nachbarn<br />
die Starkbierzeit mit der<br />
Fastenzeit vor Ostern zusammenfällt.<br />
Dass <strong>das</strong> kräftige<br />
Bier auch noch gut schmeckt,<br />
vor allem wenn Malzkörper<br />
und Bittere in vernünftiger<br />
Balance stehen, erhöht den<br />
festlichen Charakter, war aber<br />
ursprünglich nur ein angenehmer<br />
Nebeneffekt.<br />
Conrad Seidl<br />
Ihr „Bierpapst“<br />
Conrad.Seidl@gmx.at<br />
Foto: Medianet-Hartl<br />
Würzig, kräftig und süffig<br />
Die Bayreuther Bierbrauerei zelebriert<br />
den Bayreuther Bock jedes Jahr am<br />
31. Oktober mit einem genussvollen<br />
Bockbierfest, was 20<strong>21</strong> wegen der Pandemie<br />
jedoch leider ausfallen musste.<br />
An diesem Abend wird normalerweise<br />
feierlich <strong>das</strong> erste Fass des Starkbieres<br />
angestochen. Die traditionelle Bierspezialität<br />
bekommt so eine eigene Bühne<br />
und ist in aller Munde. Gleichzeitig<br />
ist <strong>das</strong> zünftige Fest der Startschuss für<br />
den Verkauf des Bockbieres im Handel.<br />
Als saisonale Bierspezialität gibt es den<br />
Bayreuther Bock nur wenige Wochen<br />
im Jahr, so lange der Vorrat reicht. Um<br />
den urigen Charakter zu unterstreichen,<br />
kommt <strong>das</strong> Bockbier in der Euro-Flasche<br />
auf den Markt, in der Gastronomie<br />
zum Teil im Holzfass. Horst Weiß, Braumeister<br />
der Bayreuther Bierbrauerei, beschreibt<br />
<strong>das</strong> Bockbier: „Der Bayreuther<br />
Bock ist ein untergäriges, naturbelassenes<br />
Starkbier, <strong>das</strong> im Glas seinen leuchtenden<br />
Kupferton zeigt. Der Geschmack<br />
ist geprägt von kräftigen Malzaromen,<br />
die an Honig und Karamell erinnern,<br />
Im Jahr 1589 wurde <strong>das</strong> Hofbräuhaus<br />
von Herzog-Wilhelm V. gegründet, um<br />
teure Importe aus dem niedersächsischen<br />
Einbeck zu beenden und den Hofstaat<br />
mit eigenem Bier zu versorgen. Das<br />
selbst gebraute Braunbier kam nicht gut<br />
an, ein stärkeres Bier wurde gewünscht.<br />
Also warb man den Braumeister Elias<br />
Pichler an. Dieser entwickelte 1614 den<br />
Maibock, Münchens ältestes Bockbier.<br />
Der „Hofbräu Maibock“ ist ein untergäriges<br />
Starkbier mit einem Alkoholgehalt<br />
von 7,2% Vol.. Kupfer- / bernsteinfarben<br />
mit cremefarbenem Schaum und einem<br />
kräftigen Malzaroma riecht der Hofbräu<br />
Maibock nach Waldhonig, Cognac, Marzipan,<br />
Brot und leichter Karamellnote.<br />
Der Geschmack ist seidig, rund, körperbetont<br />
und wärmend mit Aromen von<br />
frisch getoastetem Brot und einem angenehm<br />
süßen Bisquitaroma. Im Ausklang<br />
überzeugt er den Bierliebhaber mit einer<br />
dazu gesellen sich dezente Noten von<br />
roten Beeren.“<br />
www.bayreuther-brauhaus.de<br />
Ältestes Bockbier Münchens<br />
wahrnehmbaren, gut eingebundenen<br />
und ausgewogenen Bittere. Der „Hofbräu<br />
Maibock“ ist ein Original Münchner<br />
Bockbier im oberen Preissegment.<br />
Für die Gastronomie ist er im 30 und 50<br />
Liter Fass erhältlich.<br />
www.hofbraeu-muenchen.de<br />
Foto: Bayreuther<br />
Foto: Hofbräu München
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
BIER 55<br />
Kärntner Bock mit Tradition<br />
Auch in der kleinen Kärntner Gemeinde<br />
Hirt huldigt man traditionell<br />
rund um Weihnachten dem<br />
Festbock. Diese saisonale Bierspezialität<br />
unterscheidet sich von anderen<br />
Bieren nicht nur durch höheren<br />
Alkoholgehalt, sondern auch<br />
durch die besonders lange Lagerzeit<br />
von mindestens sechs Monaten.<br />
Wie bei allen Hirter Bieren<br />
stammt <strong>das</strong> weiche Bergquellwasser<br />
aus den „Hanslbauerquellen“<br />
im Wasserschutzgebiet direkt<br />
gegenüber der Brauerei. Der<br />
Hirter Festbock zeichnet sich auch<br />
durch einen klaren Farbton und<br />
reintönigen Geruch aus. Im Antrunk<br />
präsentiert sich <strong>das</strong> Bockbier<br />
schön süffig. Der Abgang ist,<br />
trotz höherem Stammwürzeanteil,<br />
harmonisch und zartbitter.<br />
Kennzeichnend ist auch die milde<br />
Kohlensäurestruktur.<br />
www.hirterbier.at<br />
Prämierte Premium-Biere<br />
Die Zillertaler Bierspezialitäten umfassen<br />
Bock- bzw. Doppelbock Biere,<br />
die in der Kleinbrauerei gebraut und per<br />
Hand abgefüllt und etikettiert werden.<br />
Hier trifft feinstes Aroma auf höchstes<br />
Niveau. Die über mehr als fünf Jahrhunderte<br />
überlieferte Kunst des Bierbrauens,<br />
gepaart mit dem Gespür für den Puls<br />
der Zeit, bilden die Basis für die Zillertal<br />
Bier Spezialbier-Edition. Sie sind eine<br />
neue Generation eleganter Biere, die außergewöhnlich<br />
gut mit dem vielfältigen<br />
Genuss- und Lebensstil von heute harmonieren.<br />
Ein Teil der Spezialbiere wird<br />
sogar zur Veredelung in ausgewählten<br />
Barrique-Fässern ausgebaut. Die hohe<br />
Güte dieser Spezialitäten beweisen auch<br />
die Falstaff-Prämierungen der einzelnen<br />
Sorten. Granat - Premium Barley Wine<br />
erzielte 96 Punkte, der Gauder Steinbock<br />
- Reserve Barrique 96 Punkte, 517 - Dinkel<br />
Weizen Spezialität 92 Punkte und der<br />
Gauder Steinbock - naturtrüb 91 Punkte.<br />
www.zillertal-bier.at<br />
Foto: Hirter Bier<br />
Foto: Zillertal<br />
Weihnachtliches<br />
Brauspezial<br />
Der Original Stieglbock – ein<br />
kräftiges Original von Stiegl<br />
– ist gehaltvoll und vielschichtig.<br />
Der saisonale Klassiker aus<br />
der Salzburger Privatbrauerei, der<br />
speziell für die Weihnachtszeit<br />
eingebraut wird, präsentiert sich<br />
samtweich am Gaumen mit vollem<br />
Körper und wärmendem, langem<br />
Abgang. Um sich geschmacklich<br />
voll zu entfalten, bekommt<br />
die bernsteinfarbene Bierspezialität<br />
dann einige Monate Zeit zum<br />
Reifen. Die monatelange und kalte<br />
Reifung macht diese Bierspezialität<br />
zu einem echt festlichen<br />
Genuss. Die würzig-kräftige Bierspezialität<br />
harmoniert kulinarisch<br />
hervorragend zu dunklem Fleisch<br />
und Wild, Ente und Gansl sowie zu<br />
gut gereiften Käsesorten. Der Original<br />
Stieglbock ist in der 0,5-Liter-<br />
Mehrwegflasche erhältlich. In der<br />
Gastronomie kann man ihn auch<br />
aus der 0,33-Liter-Mehrwegflasche<br />
und vom Fass genießen.<br />
www.stiegl.at<br />
Foto: Stiegl
56 BIER<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Foto: Die Weisse<br />
Foto: Valentin Weinhäupl<br />
Foto: Valentin Weinhäupl<br />
Weissbier in mehreren Varianten aus<br />
der hauseigenen Brauerei ist – wenig<br />
überraschend – der USP von Augustin<br />
Absmanns „Die Weisse“.<br />
Der weise Weissbier-Wirt<br />
Wenn eine Gasthausbrauerei schon „Die Weisse“ heißt, lässt sich erahnen, wer hier der<br />
Hauptdarsteller ist. <br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Foto: Valentin Weinhäupl
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
BIER 57<br />
Manchmal kommt es anders als<br />
man denkt: Eigentlich wollte<br />
der Salzburger Augustin Absmann<br />
ja in Richtung Haubengastronomie<br />
unterwegs sein. Doch<br />
Hans Gmachl hat im Jahr 1987 vom<br />
Land Salzburg eine damals recht desolate<br />
Brauerei in der Stadt Salzburg gekauft<br />
und einen Betreiber für <strong>das</strong> damalige<br />
Bräustüberl gesucht. Sepp Siegl<br />
von der Trumer Brauerei hat dann den<br />
Kontakt hergestellt und Absmann, der<br />
<strong>das</strong> winzige Bräustüberl der „Weissen“<br />
vom einen oder anderen privat getrunkenen<br />
Bier kannte, machte sich 1988<br />
unerschrocken ans Werk. Als junger<br />
Gastronom sucht man schließlich<br />
die Herausforderung und <strong>das</strong>s sich<br />
<strong>das</strong> kulinarische Angebot damals ungefähr<br />
auf Essigwurst, Pfefferwurst<br />
und Weisswurst beschränkt hat (dazu<br />
konnte man genau eine einzige selbstgebraute<br />
Weissbiervariante trinken)<br />
hat dem Optimismus auch keinen Abbruch<br />
getan.<br />
Jede Erweiterung war<br />
bald wieder zu klein<br />
„Viel persönlicher Einsatz bei wenigen<br />
Mitarbeitern, sieben Tage die Woche“<br />
war dann auch <strong>das</strong> Motto der<br />
ersten Jahre „meine Frau hat mich damals<br />
jedenfalls nicht oft gesehen“, erinnert<br />
sich Augustin Absmann im Gespräch<br />
mit <strong>GASTRO</strong>. Doch es hat sich<br />
ausgezahlt: „Schon nach kurzer Zeit<br />
ist der Laden so gut gelaufen, <strong>das</strong>s wir<br />
den alten Gasthof daneben revitalisieren<br />
konnten“, freut sich der Salzburger<br />
Gastronom. „In der Zeit war regelmäßig<br />
der Bär los, die Leute sind bis auf die<br />
Straße gestanden und wir haben Stück<br />
für Stück einen Raum nach dem anderen<br />
wieder in Betrieb genommen.“ Da<br />
wurde schon mal schlagartig die Sitzplatzanzahl<br />
von <strong>12</strong>0 auf 240 verdoppelt<br />
– samt der Furcht, <strong>das</strong>s man <strong>das</strong><br />
nie voll bekomme. Die Furcht erwies<br />
sich allerdings als unbegründet, heute<br />
hält man sogar bei knapp 400 Sitzplätzen,<br />
die von insgesamt 40 Mitarbeitern<br />
bespielt werden – und auch die<br />
sind im Dauereinsatz, denn freie Plätze<br />
sind speziell an den Abenden eher die<br />
Ausnahme als die Regel.<br />
„Es war damals einfach der Richtige<br />
Zeitpunkt für so eine Gasthausbrauerei<br />
und wir haben die Chance genutzt“,<br />
meint Absmann heute. Zumal <strong>das</strong> Land<br />
Salzburg den Betrieb vorher den etablierten<br />
Brauereien angeboten hatte, die<br />
allesamt abgewunken haben. „Zu alt, zu<br />
desolat und was willst an dem Standort<br />
überhaupt machen“ lauteten durch die<br />
Bank deren Argumente. Nur Gmachl<br />
und Absmann waren weise genug, die<br />
Möglichkeiten des Weissbier-Betriebes<br />
zu erkennen.<br />
Bratl als signature dish<br />
Unnötig zu erwähnen, <strong>das</strong>s sich <strong>das</strong> kulinarische<br />
Angebot über die Jahrzehnte<br />
dramatisch vergrößert hat. An die fünf<br />
selbst gebraute Weizenbiere, ein paar<br />
Biermischgetränke plus ein untergäriges<br />
Märzen zieren heute die Standardkarte,<br />
dazu kommen jeweils noch <strong>das</strong><br />
eine oder andere Saisonbier. Beim Essen<br />
regiert klassische Wirtshausküche<br />
zwischen kaltem Aufschnitt, Kasnocken,<br />
Backhendl, Schnitzel & Co. mit<br />
dem Schweinsbraten in diversen Versionen<br />
als signature dish. Dazu gibt<br />
es neben der herkömmlichen Speisekarte<br />
auch eine Tageskarte, die zweimal<br />
täglich (!) wechselt. Und wer sich<br />
nicht entscheiden kann, der bestellt<br />
einfach <strong>das</strong> 1er-, 2er- oder 3er-Menü<br />
(Weisswürste, Gulasch oder Bratl, jeweils<br />
mit einem Weissbier).Die Zutaten<br />
kommen dazu soweit möglich aus<br />
der Region und es wird so gut wie alles<br />
hausgemacht, wie Absmann betont.<br />
Lediglich die Innviertler- und Spinatknödel<br />
sowie die Kärntner Kasnudeln<br />
werden von externen Spezialisten produziert,<br />
aber sonst werde wirklich alles<br />
im Haus gekocht. Und bio? Absmann:<br />
„Wir sind ein ehrliches Wirtshaus mit<br />
ausgezeichneten Produkten, aber bio<br />
geht sich bei unserer Preisstruktur einfach<br />
nicht aus.“ Was den Erfolg offenbar<br />
nicht schmälert.<br />
info<br />
Die Weisse<br />
Rupertgasse 10<br />
5020 Salzburg<br />
www.dieweisse.at<br />
Starkes Lebenszeichen<br />
aus dem Ländle<br />
Der Advent ist auch in der Vorarlberger Mohrenbrauerei<br />
die passende Zeit für ein Festbier. Der Mohren Bock etwa<br />
lockt den Biergenießer mit einem vielversprechenden Bernsteinton<br />
und süßlich honigartigen Noten. Der vollmundige<br />
Geschmack klingt mit angenehm milder Bittere ab. Der<br />
Bock ist ein idealer Begleiter zu würzigem Käse und herzhaften<br />
Gerichten. Erhältlich in der 0,33l Mohren Bügelflasche im<br />
handlichen 8er Pack oder in der Kiste mit 20 Flaschen. Für<br />
Bockbierfeste in der Gastronomie wird der Bock auch im Offenausschank<br />
angeboten.<br />
www.mohrenbrauerei.at<br />
Foto: Mohrenbrauerei
58 LIKÖRE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Dagegen ist doch ein Kraut gewachsen<br />
Kräuterliköre haben teilweise eine über 100 Jahre lange Tradition und sind aufgrund ihrer<br />
Vielseitigkeit aus keiner gut sortierten Bar wegzudenken.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Sie eignen sich als Aperitif ebenso<br />
wie als verdauungsfördernder<br />
Digestif, zum Pur-Trinken ebenso<br />
wie zum Mixen – Kräuterliköre<br />
bzw. Kräuterbitter sind daher so etwas<br />
wie die Universalkünstler jeder Bar.<br />
(Ok, <strong>das</strong> mit der Verdauungsförderung<br />
wird zwar von manchen Medizinern bestritten,<br />
aber erstens sind wir ein Gastro-<br />
und kein Ärztemagazin und zweitens<br />
darf die Überlieferung von Generationen<br />
auch was zählen.) Ein wenig zum gesundheitsfördernden<br />
Nimbus beitragen wird<br />
außerdem die Tatsache, <strong>das</strong>s bei der Entwicklung<br />
mancher Rezepturen tatsächlich<br />
der eine oder andere Apotheker,<br />
Klosterbruder oder sogar Arzt mitgewirkt<br />
hat. In der Regel wird für die Herstellung<br />
eine Mischung aus getrockneten<br />
Blüten, Kräutern oder Fruchtschalen<br />
in reinem Alkohol eingelegt und <strong>das</strong> so<br />
entstandene Mazerat erst gefiltert und<br />
danach durch die Zugabe von Wasser auf<br />
Trinkstärke herabgesetzt.<br />
Vom „Magenbitter“ für Oldies zum<br />
In-Getränk der Jugend<br />
Die Namen der großen Player haben sich<br />
dabei über die Jahrzehnte kaum verändert:<br />
Jägermeister und Underberg sind die<br />
Platzhirsche aus Deutschland, italophile<br />
Genießer greifen zu Ramazzotti oder<br />
Averna, aber auch Zwack Unicum (Ungarn),<br />
Fernet Branca (Italien), Becherovka<br />
(Tschechien) oder Gurktaler (Kärnten)<br />
haben ihre treue Fangemeinde. Dabei hat<br />
sich <strong>das</strong> Image vieler Marken im Laufe<br />
der Jahre stark gewandelt. Wurde früher<br />
– meist von Leuten jenseits der 50 – einfach<br />
ein „Magenbitter“ nach dem Essen<br />
bestellt, steht heute die Marke im Vordergrund,<br />
von denen es die eine oder andere<br />
zum absoluten In-Partygetränk bei<br />
jungen Erwachsenen, speziell im Bereich<br />
Apres-Ski oder auf Adventmärkten, geschafft<br />
hat.<br />
Der Gastronomie kommt dabei<br />
durchaus eine Funktion als Türöffner zu<br />
den Gästen zugute. „Die Gastronomie<br />
ermöglicht es dem Kunden, die Vielfalt<br />
von Averna ausprobieren zu können. Je<br />
nach Angebot hat der Endkonsument die<br />
Möglichkeit, unterschiedliche Getränke-<br />
Varianten zu testen und auch den ‚Perfect<br />
Serve‘ zu probieren“, bestätigt man<br />
etwa bei Generalimporteur Campari. „Immer<br />
öfter wird Averna aber auch in seinen<br />
unterschiedlichen Getränke-Varianten<br />
in der Szenegastronomie getrunken.<br />
So zeigen beispielsweise die Verkaufszahlen<br />
der Bar Campari, <strong>das</strong>s Averna<br />
Stella Biehal<br />
setzt in ihrer<br />
Bar sowohl bei<br />
Weinen wie<br />
auch Kräuterlikören<br />
gerne<br />
auf kleine<br />
Produzenten.<br />
Foto: Civediamo<br />
der populärste Amaro aus dem Campari<br />
Portfolio ist.“<br />
„Line-Extensions werden kaum<br />
nachgefragt“<br />
Stella Biehal besitzt u.a. die Bar „Civediamo“<br />
in der Wiener Innenstadt. Sie<br />
hat sich in ihrem Angebot an Kräuterbitters<br />
– bei dem Lokalnamen kein<br />
Wunder – vor allem auf italienische Produkte<br />
in dem Bereich spezialisiert, wobei<br />
hier vor allem die Standardprodukte<br />
Fotos: Jolly Schwarz
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
LIKÖRE 59<br />
der jeweiligen Marken bestellt werden:<br />
„Die Line-Extensions bekannter Marken<br />
werden kaum nachgefragt. Die Gäste<br />
greifen gerne zum Original bzw. wird<br />
‚der Klassiker‘ sehr gezielt bestellt. Das<br />
Interesse an Produkten von kleinen, regionalen<br />
Produzenten steigt allerdings<br />
spürbar. Es gibt Neugierde, neue Hersteller<br />
zu entdecken und die Gäste setzen<br />
sich intensiver mit der Kategorie<br />
auseinander“, weiß die Gastronomin, die<br />
selbst auch einen Weinhandel betreibt.<br />
Am liebsten werden die Liköre dabei als<br />
„Sours“ konsumiert, wobei „je spezieller<br />
<strong>das</strong> Produkt ist, desto größer ist <strong>das</strong> Interesse,<br />
es auch mal pur zu kosten. Wir<br />
machen mit vielen Kräuterlikören auch<br />
Spritz-Variationen, die bei unseren Gästen<br />
sehr gut ankommen.“ Generell wirke<br />
sich der Aperitivo-Boom positiv auf<br />
den Absatz der Kräuterliköre aus, die<br />
in Spritz- und Cocktailvariationen gut<br />
ankämen. Die Experimentierfreudigkeit<br />
steige.<br />
„Österreich hat eine Sonderstellung“<br />
Seit kurzem ist die steirische Firma „Liquid Spirits“ Generalimporteur für den deutschen<br />
Kult-Kräuterlikör Jägermeister. <strong>GASTRO</strong> sprach mit Geschäftsführer Oliver Dombrowski<br />
über aktuelle Trends und die Bedeutung der Gastronomie für die Marke.<br />
<strong>GASTRO</strong>: Herr Dombrowski, wie hat<br />
sich der Absatz von Jägermeister in<br />
Österreich generell bzw. speziell in<br />
der Gastronomie in den letzten Jahren<br />
entwickelt?<br />
Oliver Dombrowski: Die Jägermeister-<br />
Fans sind in den letzten Jahren erfreulicherweise<br />
immer mehr geworden in Österreich<br />
und der Absatz stetig gestiegen.<br />
Natürlich darf man hier die Zeit seit Corona<br />
nicht mitrechnen. Davor wurden<br />
in Österreich pro Jahr über zwei Millionen<br />
0,7 Liter Flaschen abgesetzt.<br />
Wie wichtig ist die Gastronomie als<br />
Absatz- und Werbemarkt für Jägermeister?<br />
Jägermeister ist der Begleiter besonderer<br />
Momente und einzigartiger Nächte.<br />
Von daher ist die Gastronomie natürlich<br />
ein sehr wichtiger Bereich für<br />
Jägermeister, wenn es darum geht, gemeinsam<br />
anzustoßen.<br />
Gibt es spezielle Trends beim Genuss<br />
von Jägermeister (pur, als Shot, auf<br />
Eis, als Longdrink/Cocktail, etc.)?<br />
Als Shot, eiskalt, am besten bei -18°C<br />
– <strong>das</strong> ist und bleibt die klassische und<br />
gleichzeitig beliebteste Art und Weise,<br />
weltweit Jägermeister zu genießen.<br />
Doch Österreich hat dabei eine Sonderstellung<br />
im Vergleich zu allen anderen<br />
Ländern: Nirgendwo sonst wird<br />
Jägermeister so oft aus den Kleinstflaschen<br />
getrunken wie bei uns. Da sind<br />
wir Weltmeister. In allen anderen Ländern<br />
setzt man vorrangig auf die Jägermeister<br />
Tap Machine, um eiskalte Shots<br />
aus Gläsern zu genießen.<br />
In den letzten Jahren hat sich darüber<br />
hinaus allerdings auch eine Jägermeister<br />
Cocktail/Longdrink-Kultur entwickelt.<br />
Das liegt nicht zuletzt am großen Einsatz<br />
der Hubertus Circle Community,<br />
<strong>das</strong> ist unser weltweites Netzwerk von<br />
Barkeepern. So entstehen immer wieder<br />
neue aufregende Drinks.<br />
Welche Tipps können Sie Gastronomen<br />
geben, um den Absatz von Jägermeister<br />
zu steigern?<br />
In erster Linie ist natürlich die Präsentation<br />
entscheidend. Steht eine Tap Machine<br />
an der Bar, werden Gäste schnell<br />
auf den Geschmack gebracht, mit einer<br />
Runde Jägermeister anzustoßen. Darüber<br />
hinaus kann man mit der Line Extension<br />
Jägermeister Scharf oder dem<br />
weltweit ersten Superpremium-Kräuterlikör<br />
Jägermeister Manifest den<br />
Gästen einen Anreiz bieten, neue Geschmackserlebnisse<br />
kennenzulernen.<br />
PS: Und wer wissen möchte, wie<br />
sich eine Marke entwickeln kann und<br />
zum Abschluss eine für heutige Normen<br />
völlig unfassbare Zeitreise in die<br />
Vergangenheit erleben möchte, der<br />
sollte mal „Jägermeister Werbung alt“<br />
googeln. In den 1970er-Jahren wurden<br />
für eine Anzeigenserie unterschiedliche<br />
Personen mit einer Flasche und<br />
einem Glas Jägermeister in der Hand<br />
abgebildet, die erklärten, warum sie<br />
Foto: Liquid Spirits<br />
den Kräuterlikör trinken. Das beginnt<br />
bei der konservativen Hausfrau die<br />
meint „Ich trinke Jägermeister, weil ich<br />
mich gar nicht trau, meinem Mann <strong>das</strong><br />
Zeugnis von unserem Kleinen zu zeigen.“,<br />
geht über ein geschätzt maximal<br />
15-jähriges Mädchen, <strong>das</strong> Jägermeister<br />
trinkt, weil ihr „Dealer zur Zeit im<br />
Knast sitzt“ und endet bei einem dunkelhäutigen<br />
Mann, der lachend erklärt,<br />
er trinke Jägermeister, weil er „ein richtiger<br />
Deutscher werden will“... Gute<br />
Unterhaltung!
60 LIKÖRE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Kräuterlikör aus<br />
Wien<br />
Kalê heißt er – der Kräuterlikör<br />
aus Wien mit einem feinen, aromatischen<br />
Geschmack und der<br />
sanft anregenden Wirkung natürlicher<br />
Zutaten. Die Zutatenliste ist<br />
fast so multikulturell und vielfältig<br />
wie die Stadt Wien selbst. Der<br />
Name ist eine Hommage an Kalê,<br />
die Glänzende. Sie war in der Mythologie<br />
die Tochter des Zeus und<br />
der Eurynome sowie später die<br />
Gattin des Hephaistos, bekannt als<br />
die jüngste und schönste der drei<br />
Grazien. Anknüpfend an die Tradition<br />
des Kräuterlikörs als Heiltrank<br />
wurde die Rezeptur nicht nur mit<br />
Köchen, sondern auch mit Apothekern<br />
entwickelt, um sowohl anregend<br />
als auch entspannend, erfrischend<br />
und aphrodisierend zu<br />
wirken. Dazu vereinen sich in diesem<br />
besonderen Getränk Matcha,<br />
Yuzu, Damiana, Ginkgo, Eucalyptus,<br />
Guarana, Maca und Baldrian<br />
zu einem wohlschmeckenden Elixier.<br />
www.weinco.at<br />
Foto: Wein&Co<br />
Rezept aus Mönchshand<br />
Heiße Cocktails<br />
Jägermeister läutet mit zwei ungewöhnlichen<br />
Hot Drinks-Rezepten die<br />
Weihnachtszeit ein. Kreiert wurden die<br />
Rezepte vom Hubertus Circle Mitglied<br />
erster Stunde Reinhard Pohorec. Für den<br />
Ehrenschild Punch werden eine Flasche<br />
/ 750ml trockener Rotwein, eine Flasche<br />
/ 700ml Jägermeister, eine Zimtstange,<br />
Schalen von einer Bio Orange und einer<br />
Bio Zitrone, fünf Gewürznelken, vier<br />
Kapseln Kardamom sowie zwei Stück<br />
Sternanis benötigt. Die Zubereitung<br />
wird gestartet, indem man die Gewürze<br />
im Mörser andrückt und leicht zerstößt,<br />
in ein Teesäckchen füllt und gut<br />
verschließt. Das hilft dabei, die Gewürze<br />
später leichter entfernen zu können.<br />
Anschließend werden Rotwein, Jägermeister<br />
und Gewürzsäckchen im Topf<br />
für etwa 15 Minuten sieden gelassen.<br />
Anschließend <strong>das</strong> Gewürzsäckchen entfernen<br />
und <strong>das</strong> Ganze mit Zitrusschalen,<br />
gedörrten Zitrusrädern oder Zimtstangen<br />
garnieren. Das zweite Rezept ist der<br />
Hot Buttered Jäger. Für ihn werden 50ml<br />
Jägermeister, 100ml heißer Apfelsaft, ein<br />
großzügiger Esslöffel hausgemachte Gewürzbutter,<br />
oder alternativ ungesalzene<br />
Butter und Gewürze nach persönlichem<br />
Den Impuls für den Augustiner<br />
Tropfen der oberfränkischen<br />
Destillerie Dr. Rauch lieferten alte<br />
überlieferte Rezepturen der Augustiner<br />
Mönche. Kräuterwissen<br />
wurde über die Jahrhunderte<br />
in Klöstern gesammelt<br />
und auch in Form von Elixieren<br />
genutzt. Die Augustiner<br />
Mönche wussten<br />
um die Geheimnisse der<br />
verschiedenartigen natürlichen<br />
Gewächse, deren<br />
Wirkung und Wohlgeschmack.<br />
Auf der Basis<br />
dieses Wissens und einer<br />
überlieferten Rezeptur kreierte<br />
die Destillerie Dr.<br />
Rauch den Kräuterlikör Augustiner<br />
Tropfen. Destilliert aus einer<br />
speziellen Mischung von Kräutern,<br />
Gewürzen, Wurzeln und Zitrusfrüchten<br />
entfaltet er sein ganz eigenes<br />
würziges Aroma mit ausgeprägt typischem<br />
Kräutergeschmack. Das<br />
ausgewogene Geschmackserlebnis<br />
beruht nicht zuletzt auf<br />
der behutsamen handwerklichen<br />
Herstellungsweise – die<br />
Augustiner-Mönche hätten<br />
es wohl nicht besser gekonnt.<br />
Aufgrund seiner wärmenden<br />
Schärfe ist Augustiner Tropfen<br />
der ideale Begleiter zu einem<br />
guten Essen – als Aperitif<br />
oder Digestif, pur, auf Eis, aber<br />
auch als Longdrink.<br />
www.destillerie-dr-rauch.de<br />
Foto: Dr. Rauch<br />
Geschmack, benötigt. Zuerst wird der<br />
Jägermeister mit dem heißen Apfelsaft<br />
aufgegossen, die Gewürzbutter daraufgesetzt<br />
und langsam schmelzen gelassen.<br />
Dann wird mit Zimtstangen garniert.<br />
Die Zutaten für die Gewürzbutter<br />
sind 200g ungesalzene Butter, <strong>das</strong> Mark<br />
von einer ausgekratzten Vanilleschote,<br />
eine Zimtstange, drei Nelken und drei<br />
Pimentkörner. Alle Gewürze werden im<br />
Mörser fein vermahlen, mit der handwarmen<br />
Butter vermengt und anschließend<br />
kaltgestellt.<br />
www.jagermeister.com<br />
Foto: Christopher Hanschitz
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
LIKÖRE 61<br />
Österreichische<br />
Kräutermischung<br />
Kräuter- und Bitterliköre wärmen<br />
von Innen, sie schmecken<br />
deshalb besonders in der Winterzeit.<br />
Der „PINKATALER bitter20<strong>21</strong>“<br />
ist ein Kräuterlikör, bei<br />
dem sich eine Vielzahl sonnengereifter<br />
Kräuter sowie Blüten,<br />
Samen und Wurzeln aus dem<br />
sonnigen Österreich vereinen.<br />
Diese regionalen Zutaten geben<br />
der Kräuterspezialität von Windisch<br />
ihren unvergesslichen, feinherben<br />
Geschmack. Überzogen<br />
mit alten Destillaten von Enzian<br />
und Vogelbeere entsteht dieser außergewöhnliche<br />
und bekömmliche Bitter. Die<br />
wunderschöne Bernsteinfarbe, der Duft<br />
nach geröstetem Kaffee, dunkler Schokolade<br />
und Enzian, machen Lust auf die kalte<br />
Zeit des Jahres. Der Geschmack ist einerseits<br />
würzig und nussig, andererseits<br />
süßbitter mit Anis und malziger Vanille<br />
sowie sehr mild und ausgewogen.<br />
www.kracherl.at<br />
Wohltuende Kräuter in der<br />
Portionsflasche<br />
Foto: Topspirit<br />
Underberg, die weltweite Nr. 1<br />
in der Portionsflasche, zeichnet<br />
sich durch <strong>das</strong> ausgewogene<br />
Verhältnis von wertvollen<br />
Kräuterauszügen und hochwertigem<br />
Alkohol aus, <strong>das</strong> ihm<br />
seine speziellen Eigenschaften<br />
verleiht. Als Digestif nach<br />
einem guten Essen ist Underberg,<br />
serviert im speziellen Underberg<br />
Stilglas, somit ein besonders<br />
stilvoller Abschluss.<br />
Die Rezeptur ist ein seit 175<br />
Jahren gut gehütetes Familiengeheimnis.<br />
Aromatische Kräuter aus 43<br />
Ländern werden einer strengen Eingangskontrolle<br />
unterzogen und nach<br />
dem geheimen „Semper idem“-Verfahren,<br />
<strong>das</strong> eine stets gleichbleibende Qualität<br />
gewährleisten soll, weiterverarbeitet.<br />
Nach der schonenden Gewinnung<br />
der Auszüge durch hochwertigen Alkohol<br />
wird der Kräuterextrakt nur mit frischem<br />
Was- ser verdünnt<br />
und an- schließend<br />
einem monatelangen Reifeprozess in<br />
slowenischen Eichenfässern unterzogen.<br />
Erst dann wird er in die typischen,<br />
mit strohfarbenem Papier umwickelten<br />
Portionsflaschen abgefüllt.<br />
www.topspirit.at, www.underberg.com<br />
Foto: Windisch<br />
Venedig im Glas<br />
genießen<br />
Select Aperitivo wurde 1920 im<br />
Herzen Venedigs in der Destillerie<br />
Pilla kreiert. Aufgrund seiner<br />
alten Verbindung mit der Stadt gilt<br />
Select als der klassische venezianische<br />
Aperitif. Select wird durch die<br />
sorgfältige Mischung von 30 Botanicals<br />
hergestellt. Wacholderbeeren<br />
steuern ihre balsamische<br />
und blumige Note bei, während<br />
Rhabarberwurzeln für die intensiv,<br />
bittere Note sorgen. Select besticht<br />
durch sein raffiniertes und<br />
komplexes Aromaprofil und seinem<br />
ausgewogenen bittersüßen<br />
Geschmack. Farblich kennzeichnet<br />
Select Aperitivo <strong>das</strong> intensive<br />
und brillante Rubinrot mit orangefarbenen<br />
Reflexen.<br />
Nach über 100 Jahren lokaler<br />
Erfolgsgeschichte hat sich Select<br />
Aperitivo jetzt entschieden, <strong>das</strong><br />
Produkt auch in andere Länder zu<br />
exportieren. Für Nicht-Italiener ist<br />
<strong>das</strong> Produkt daher eine Innovation,<br />
da die Markenbekanntheit außerhalb<br />
von Italien äußerst gering ist.<br />
www.kattus-borco.at<br />
Foto: Kattus Borco
62 SHERRY<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Merci Sherry!<br />
Udo Jürgens hat bei seinem Welthit vermutlich<br />
nicht an den südspanischen Wein gedacht, auch<br />
wenn der damals deutlich populärer war als heute.<br />
Es wird Zeit für eine Renaissance!<br />
<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Foto: exclusive-design / Adobe Stock<br />
Wer in den 1960er – 1980er-Jahren<br />
aufgewachsen ist, kann<br />
sich vielleicht noch an die<br />
unvermeidliche Flasche Fino-Sherry<br />
erinnern, deren Inhalt wochen-<br />
wenn nicht monatelang vor sich<br />
hin oxidieren konnte und dann bei Zimmertemperatur<br />
als Aperitif ausgeschenkt<br />
wurde. Vielleicht ein Grund für <strong>das</strong> langsame<br />
Aussterben des Sherrys auf vielen<br />
Getränkekarten. Denn leider hat sich<br />
der Sherry inzwischen in der Gastronomie<br />
ähnlich rar gemacht wie der Dodo<br />
auf Mauritius.<br />
Sherry ist im Prinzip eine spezielle<br />
Art von Wein, der ausschließlich im Süden<br />
Spaniens, im Sherry-Dreieck der Region<br />
um Jerez de la Frontera, Puerto de<br />
Santa Maria und Sanlúcar de Barrameda<br />
(Andalusien), hergestellt wird. Der gepresste<br />
Most der Palomino-Traube gärt in<br />
Edelstahltanks und wird nach wenigen<br />
Monaten einer ersten Verkostung unterzogen,<br />
nach der er als Fino oder Oloroso<br />
klassifiziert wird. Auf der Grundlage dieser<br />
Erstklassifizierung werden die jungen<br />
Weine durch Zusetzen von Alkohol<br />
auf 15%, im Falle des Fino, und auf 17%,<br />
wenn es sich um Oloroso handelt, aufgespritet.<br />
Mit oder ohne Oxidation?<br />
Der unterschiedliche Alkoholgehalt dieser<br />
Weine bestimmt den Verlauf ihrer jeweiligen<br />
Reifeprozesse. Die Finos mit<br />
ihren 15% behalten einen Teil der na-
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
SHERRY 63<br />
türlichen Hefe, die sich in den Flor verwandelt<br />
– eine Art Schleier auf der Weinoberfläche,<br />
der diesen vor dem Oxidieren<br />
schützt. Andererseits sorgt der höhere<br />
Alkoholgehalt der Olorosos dafür, <strong>das</strong>s<br />
die Hefe abgetötet wird, wodurch der<br />
Wein Luftkontakt hat und sehr schnell<br />
oxidiert.<br />
Nach rund einem Jahr Lagerung in<br />
Eichenfässern wird der Wein einer zweiten<br />
Klassifikation unterzogen. Sie dient<br />
der Überprüfung, ob der Wein nach dieser<br />
Entwicklungsphase noch den ursprünglich<br />
festgelegten Einteilungskriterien<br />
entspricht: Denn speziell bei den<br />
Finos hat sich gegebenenfalls ihr Charakter<br />
verändert. Der häufigste Grund dafür<br />
ist die Oxidation durch den Verlust der<br />
schützenden Florschicht, wodurch der<br />
Wein an Farbe gewinnt und nicht mehr<br />
so blass wirkt. Diese Weine werden von<br />
den Finos getrennt und fortan Amontillados<br />
genannt.<br />
Drei Grundsorten<br />
Es gibt daher drei Grundsorten von<br />
Sherrys: Fino, Amontillado und Oloroso.<br />
› Finos erkennt man an ihrem blassen,<br />
strohgelben Ton. Ihr Aroma und<br />
Geschmack sind leicht, frisch und<br />
intensiv mit einem herben, trockenen<br />
Abgang.<br />
› Amontillados sind bernstein- und<br />
goldfarben. Die kräftigen Fino-Weine<br />
verlieren ihre Hefedecke und oxidieren;<br />
dabei entwickeln sie komplexe<br />
Aromen und Geschmacksrichtungen.<br />
› Olorosos haben eine tiefe Bernsteinoder<br />
Mahagoni-Farbe. Diese Weine<br />
zeichnen sich durch kräftige Aromen,<br />
einen beständigen Körper und einen<br />
abgerundeten Geschmack aus.<br />
Nach der zweiten Klassifikation<br />
sind die Weine bereit für <strong>das</strong> Soleraund-Criadera-System,<br />
<strong>das</strong> Jahr für Jahr<br />
die Herstellung von Weinen mit stets<br />
gleichbleibender Qualität gewährleistet.<br />
Dies wird durch die kontinuierliche<br />
Mischung von Weinen unterschiedlichen<br />
Alters erreicht. Jede Fassreihe, oder<br />
Criadera, enthält Weine unterschiedlichen<br />
Alters. Die unterste Reihe, aus der<br />
die Weine zum Abfüllen entnommen<br />
werden, wird Solera genannt und enthält<br />
den ältesten Wein. Der dann entnommene<br />
Wein wird aus den nächstälteren<br />
Fässern aufgefüllt, usw.<br />
Nicht für die Lagerung gedacht<br />
Und wie trinkt man Sherry am besten?<br />
Die Antwort lautet „Je früher, desto besser“.<br />
Denn im Gegensatz zu anderen<br />
Weinen, wird Sherry trinkfertig abgefüllt<br />
und reift nicht in der Flasche nach.<br />
Einmal geöffnet hält Sherry im Kühlschrank<br />
zwischen maximal einer (Fino)<br />
und vier bis acht Wochen (Amontillado<br />
und Oloroso). Finos sollten gut gekühlt<br />
genossen werden, Amontillados<br />
und Olorosos vertragen dagegen auch<br />
Temperaturen von 15 – 17 Grad.<br />
Der Fino ist ein klassischer Aperitif<br />
und ideale Tapasbegleiter, passt aber<br />
auch zu Meeresfrüchten und Fisch.<br />
Spannend auch zu Sushi und anderen<br />
Asia-Gerichten. Amontillados trinkt<br />
man am besten zu hellem Fleisch, Käse<br />
oder scharfen Speisen. Olorosos dagegen<br />
sind perfekt zu dunklem Wild,<br />
Schmorgerichten, Pilzen, aber auch<br />
Desserts. Salud!<br />
Visionäre Kooperation<br />
Auf 500 Flaschen limitiert ist der 10 Jahre<br />
gereifte Single Malt Whisky von Peter<br />
Affenzeller aus dem Mühlviertel, gefinisht<br />
im Icon HILL Weinfass von Winzer<br />
Leo Hillinger. Abgefüllt ist die Besonderheit<br />
in ein gläsernes Meisterwerk der legendären<br />
Designerin Zaha Hadid. Hillinger<br />
und Affenzeller sind zwei Visionäre,<br />
die der Drang zur absoluten Perfektion<br />
vereint. Wie es der Tradition entspricht,<br />
ist dieser Single Malt gänzlich aus reinstem<br />
Gerstenmalz gebrannt. Das Getreide<br />
stammt zu 100 % aus eigenem Anbau<br />
und wird mit frischem Quellwasser aus<br />
dem Mühlviertler Hochland auf Trinkstärke<br />
gebracht. Der Whisky hat eine<br />
wunderschöne goldene Bernsteinfarbe<br />
und entwickelt am Gaumen einen animierenden<br />
Geschmack mit sehr feinen,<br />
runden Noten begleitet von den subtilen<br />
Nuancen des vom Wein durchdrungenen<br />
und aromatisierten Holzes der Fässer.<br />
www.leo-hillinger.com<br />
www.peter-affenzeller.at<br />
Foto: Emmerich Maedl
64 CHAMPAGNER<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
„Es muss nicht immer<br />
nur Brut sein“<br />
Foto: Lukas Gojda / Adobe Stock<br />
Champagner ist <strong>das</strong> typische Getränk als Aperitif und für feierliche Anlässe. Doch der<br />
facettenreiche „König der Weine“ hat deutlich mehr Potential, <strong>das</strong> hierzulande auch langsam<br />
entdeckt wird. Der Konsum steigt derzeit jedenfalls, speziell in der Gastronomie.<br />
<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Er ist unbestritten der „König der<br />
Weine“: der Champagner, der ausschließlich<br />
aus einem genau umgrenzten<br />
Gebiet in der französischen<br />
Champagne kommen darf und in<br />
der Regel ein Verschnitt aus lediglich drei<br />
zugelassenen Rebsorten ist: Chardonnay,<br />
Pinot Noir und Pinot Meunier. Die unterschiedliche<br />
Kombination dieser drei<br />
Grundsorten ergibt dann den Charakter<br />
des Champagners, wobei in seltenen Fällen<br />
auch reinsortige Champagner gekeltert<br />
werden.<br />
Es ist jetzt müßig, die besondere Herstellung<br />
von Champagner mit Flaschengärung,<br />
Rüttelpult, etc. aufzuwärmen,<br />
zumal diese Schritte auch von anderen<br />
hochwertigen Schaumweinherstellern<br />
außerhalb der Champagne gesetzt werden.<br />
Jedenfalls muss man den Champagnerhäusern<br />
zugestehen, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Marketing<br />
seit jeher perfekt funktioniert, <strong>das</strong>s<br />
Champagner weltweit der Inbegriff für<br />
Reichtum, Stil und Qualität ist – auch<br />
wenn <strong>das</strong> Gebotene vielleicht nicht in<br />
jedem Fall mit dem aufgerufenen Preis<br />
korreliert. Der Champagner-Nachfrage<br />
tut <strong>das</strong> allerdings keinen Abbruch. Und<br />
selbst die Pandemie hat den Absatz in<br />
der Gastronomie hierzulande nicht stoppen<br />
können – eher im Gegenteil.<br />
„Konsumbereitschaft und<br />
Neugierde der Gäste sind da“<br />
In der Gastronomie läuft <strong>das</strong> Geschäft<br />
derzeit bestens, weiß man etwa beim<br />
Getränkehändler Kattus-Borco, der u.a.<br />
die Marke Laurent-Perrier im Programm<br />
hat. „Die Champagner-Nachfrage entwickelt<br />
sich in der Gastronomie überdurchschnittlich<br />
positiv. Die letzten zwei<br />
Monate des Jahres machen zwar noch<br />
immer rund ein Drittel des Absatzes aus.<br />
Aber vor allem der Rosé-Trend wirkt sich<br />
auch positiv auf den Absatz in der warmen<br />
Jahreszeit aus“, meint etwa Firmenchef<br />
Johann Kattus. Bei Laurent-Perrier<br />
liege auch der Fokus klar auf der Gastronomie,<br />
in der die höherpreisigen Qualitäten<br />
wie Rosé, Millésimé, Blanc de Blancs<br />
oder Grand Siècle für „ein erstklassiges<br />
Champagnererlebnis sorgen“ würden.<br />
Dabei hat Kattus auch konkrete Tipps für<br />
den Gastronomen parat: „Es muss nicht<br />
immer nur Brut sein. Andere Qualitäten<br />
im offenen Ausschank wie Rosé und besondere<br />
Jahrgänge überraschen und be-
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
CHAMPAGNER 65<br />
Die Burgenländer Birgit und Norbert<br />
Szigeti produzieren echten Champagner<br />
unter der Marke „Norbert Deux-Coeurs“.<br />
Foto: A-Nobis<br />
Foto: Loop<br />
geistern die Konsumenten; sie erweitern<br />
den Champagner-Horizont. Champagner<br />
ist ein wunderbarer und stilvoller<br />
Essensbegleiter und hat sich als solcher<br />
mehr Präsenz verdient. Die Konsumbereitschaft<br />
und Neugierde der Gäste sind<br />
da. Mit einem elaborierten Angebot und<br />
charmanter Information zu Jahrgängen<br />
und Abfüllungen lassen sich die Gäste<br />
leicht auf eine prickelnde Entdeckungsreise<br />
einladen.“<br />
„Beim Champagner zählt die Marke<br />
sehr stark“, ist auch Christoph Morandell<br />
vom Wein- und Spirituosen-Importeur<br />
Morandell in Tirol überzeugt, weshalb<br />
man im eigenen Portfolio auch besonders<br />
auf solche Namen setze, dabei aber<br />
durchaus ein paar Alternativen zu Pommery,<br />
Roederer & Co. im Programm habe.<br />
Nach Morandells Aussagen flacht aktuell<br />
der jüngste Trend zu Rosé-Champagner<br />
allerdings langsam wieder ab. „Champagner<br />
ist ein sehr klares Produkt und wird<br />
vermehrt auch wieder ganz klassisch getrunken.“<br />
Wobei „klassisch“ in dem Fall<br />
für Österreich eben bedeute Aperitif, Digestif<br />
oder feierliche Anlässe. Als Standardgetränk<br />
zwischendurch oder zur<br />
Speisenbegleitung sei der edle Schaumwein<br />
hierzulande nach wie vor nicht so<br />
gefragt.<br />
Johann Kattus empfiehlt Champagner<br />
auch als Essensbegleitung.<br />
Foto: Aelia & the Camera<br />
Ein Champagner-Produzent aus<br />
dem Burgenland<br />
Der burgenländische Sektproduzent<br />
Norbert Szigeti gehört zu den wenigen<br />
Ausländern, die offiziell Champagner<br />
produzieren dürfen, aktuell im dritten<br />
Jahrgang. Voraussetzung dafür ist<br />
allerdings, <strong>das</strong>s nicht nur die Trauben<br />
aus der Champagne kommen, sondern<br />
<strong>das</strong>s wirklich jeder Arbeitsschritt bis zur<br />
fertig degorgierten Flasche bei einem<br />
Partnerbetrieb in der Region passiert..<br />
Immerhin 25.000 Flaschen werden solcherart<br />
jährlich unter der Marke „Norbert<br />
Deux-Coeurs“ in den Sorten Brut, Rosé,<br />
Blanc de Blancs, Demi Sec, Millesime sowie<br />
den reinsortigen roten Varianten Pinot<br />
Noir und Pinot Meunier produziert.<br />
Das ist zwar keine Menge, die den Branchenriesen<br />
Kopfschmerzen bereiten wird<br />
(Top-Marken wie Moët & Chandon oder<br />
Veuve Cliquot operieren hier im zweistelligen<br />
Millionenbereich), jedoch seien<br />
„kleine Champagnerhäuser individueller<br />
und können sich auch die Zeit nehmen<br />
kleine Mengen hochqualitativ herzustellen“,<br />
wie Szigeti auf Anfrage betont. „Das<br />
Champagnerprojekt ist definitiv ein Herzensprojekt<br />
für mich – deshalb auch der<br />
Name ’Norbert Deux-Coeurs Champagner’.<br />
Deux Coeurs bedeutet zwei Herzen.<br />
Ein Herz für <strong>das</strong> Burgenland und ein Herz<br />
für die Champagne“, so Szigeti, der seinen<br />
diesbezüglichen Fokus auf die Gastronomie<br />
und private Ab-Hof-Käufer legt.<br />
Champagner-Menüs als neues<br />
Angebot<br />
Wie man Champagner gut inszenieren<br />
und auch abseits von Aperitif oder<br />
Weihnachten/Silvester an den Mann<br />
bringen kann, darüber hat man sich<br />
etwa im Panoramahotel Alpenstern<br />
im Bregenzerwald Gedanken gemacht.<br />
Hier kann man Champagner nicht nur<br />
als Aperitif, sondern auch als Speisen-
66 CHAMPAGNER<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Foto: Loop<br />
In München schenkt man Champagner<br />
auch mal aus der <strong>12</strong>-Liter-Flasche glasweise<br />
aus.<br />
begleiter zu einem kompletten Menü erleben.<br />
So treffen beispielsweise Alpenkaviar<br />
auf einen Veuve Clicquot Rosé,<br />
Ötztaler Lachsforelle auf einen Veuve<br />
Clicquot Vintage Brut 20<strong>12</strong>, Auer Trüffellamm<br />
auf die Veuve Clicquot La Grande<br />
Dame 2008 und Basilikum Frischkäse<br />
auf Veuve Clicquot Rich, den man<br />
am besten mit viel Eis als „Erfrischung“<br />
trinkt, aufeinander. Das Fine-Dining<br />
Menü wird dabei natürlich regelmäßig<br />
– je nach Saison und Verfügbarkeit<br />
der Zutaten – angepasst. In der Hotelbar<br />
Novum schließlich kreieren Headbartender<br />
Oliver Polster und sein Team<br />
selbst fantasievolle Champagner Cocktails.<br />
„Aktuell gibt es drei verschiedene<br />
Champagner-Marken in unserem Hotel:<br />
Veuve Clicquot, Dom Pérignon und Krug.<br />
Von allen drei Brands gibt es im Hotel Alpenstern<br />
alle verfügbaren Champagner“,<br />
erklärt dazu Maximilan Steinfeld, Sommelier<br />
& Marketingchef sowie Schwiegersohn<br />
des Hauses. Die meisten Sorten<br />
werden dabei von der Halbflasche<br />
bis zur Doppelmagnum angeboten und<br />
auch größere Gebinde seien auf Wunsch<br />
jederzeit erhältlich. Das Champagnermenü<br />
ist dabei ganz neu und wird in der<br />
Wintersaison 20<strong>21</strong>/22 erstmals – sowohl<br />
für externe Gäste als auch für Hausgäste<br />
(gegen einen kleinen Aufpreis auf die<br />
Halbpension) – angeboten. Erfahrungsberichte,<br />
wie gut dieses Angebot angenommen<br />
wird, gibt es daher noch keine.<br />
Steinfeld: „ Da wir Champagner sehr gerne<br />
genießen, bringen wir ihn so auch den<br />
Gästen näher und nehmen dadurch eine<br />
mögliche ’Hemmschwelle’ vor Champagner.<br />
Veuve Clicquot unterstützt uns in<br />
vielen Belangen, so auch im Bereich Interior<br />
& Design. Auf unserer Sonnenterrasse<br />
steht beispielsweise ein eigens gebrandeter<br />
Veuve Clicquot Strandkorb,<br />
der einen Bezug zu Sylt, meiner Heimat,<br />
darstellt und eine gemütliche Atmosphäre<br />
für unsere Gäste schafft. Champagner<br />
ist sozusagen der rote Faden bei uns im<br />
Haus und macht den Gästen Lust auf <strong>das</strong><br />
eine oder andere Glas.“<br />
Foto: Kriegelstein<br />
Foto: Chandon<br />
Winter Spritz<br />
Chandon Garden Spritz präsentiert<br />
den perfekten Drink für<br />
verschneite Tage. Mit einer getrockneten<br />
Orangenscheibe und<br />
einer würzigen Zimtstange auf Eis<br />
serviert, wird dem spritzig-aromatischen<br />
Genuss ein festlicher<br />
Twist verliehen. Bei diesem einfachen, winterlichen Getränkerezept<br />
vereinen sich lediglich 150ml Chandon Garden Spritz<br />
mit Eiswürfeln, einer Zimtstande (Cassia) und einer getrockneten,<br />
karamellisierten Orangenscheibe. Ana Paula Bartolucci, der<br />
kreative Kopf hinter Chandon Garden Spritz, hat die Cassia-<br />
Zimtsorte für den einzigartigen Winter Spritz gewählt. „Zimt<br />
ist mein Lieblings-Wintergewürz. Er ist aromatisch, hat eine<br />
nostalgische Wärme und Süße. Ich liebe ihn wegen der subtilen<br />
pfeffrigen Noten, die <strong>das</strong> Chandon Garden Spritz Erlebnis<br />
einzigartig machen. Gemeinsam mit einer karamellisierten,<br />
getrockneten Orangenscheibe und einer Stange Zimt – unserem<br />
,Zauberstab‘ – wird Chandon Garden Spritz zum ultimativen<br />
Getränk der kalten Jahreszeit“, so Ana Paula Bartolucci.<br />
www.chandongarden.com<br />
Champagner aus<br />
Damenhand<br />
Eine Rarität und exklusiv bei Transgourmet<br />
erhältlich ist unter anderem der Champagner<br />
aus dem Haus Baron Albert in Charly<br />
su Marne im Norden der Champagne. Das<br />
von drei Frauen mit viel Liebe zum Detail<br />
geführte kleine und sehr alte Champagnerhaus<br />
ist für seine herausragenden<br />
Produkte bekannt. Die Trauben werden<br />
von Hand gelesen, die Champagner drei<br />
bis vier Jahre gelagert. „Beatrice Baron<br />
brut rose“ ist eine Cuvée aus den Rebsorten<br />
Chardonnay, Pinot Meunier und<br />
Pinot Noir. Dieser Champagner überzeugt<br />
mit einer strukturierten Eleganz<br />
und einer strahlenden Rose-Farbe. Die<br />
weichen Töne machen ihn zu einem<br />
perfekten Aperitif, er harmoniert zu<br />
Meeresfrüchten und Ziegenkäse.<br />
www.transgourmet.at<br />
Foto: Pfeiffer Werbung<br />
Foto: Pfeiffer Werbung
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
CHAMPAGNER 67<br />
Auch Champagner soll Bio<br />
Dass Bio schon lange<br />
kein „In-Produkt“<br />
mehr ist, sondern ein<br />
großer Bestandteil unseres<br />
Lebens, dessen<br />
sind sich viele Gastronomen<br />
bewusst. Hier<br />
verwundert es keinen<br />
– auch, wenn man bei<br />
biologisch Zertifiziertem<br />
tendenziell an Lebensmittel<br />
als an Getränke<br />
denkt – <strong>das</strong>s Bio auch in der Welt<br />
des Champagner Einzug gehalten hat.<br />
Foto: Szigeti<br />
Um sein eigens Champagnerhaus zu<br />
Gründen braucht man reichlich Mut,<br />
vor allem wenn die meisten anderen<br />
Champagnerhäuser bereits seit mehr<br />
als 3 Jahrhunderten existieren. Alain<br />
Thiénot bewies Nerven aber auch Ehrgeiz<br />
während er genau dies tat. Mit fast<br />
20 Jahren Erfahrung als Weinmakler in<br />
der Champagne, hatte er sich ein tiefes<br />
Wissen über die Weinberge angeeignet.<br />
1985 verwirklichte Alain Thiénot seinen<br />
Traum und rief sein eigenes Champagnerhaus<br />
ins Leben. Durch seine engen<br />
Kontakte mit besten Winzern konnte er<br />
für eine ausreichende Traubenversorgung<br />
garantieren.<br />
Thiénot ist ein präzis geführtes Abenteuer,<br />
<strong>das</strong> sich ausgezahlt hat. Es hat seinen<br />
Platz zwischen großartigen Champagnerhäusern<br />
gefunden, wo Qualität<br />
über Quantität steht und Kreativität über<br />
Tradition. Dieser lange Weg bildete <strong>das</strong><br />
Fundament eines unabhängigen und von<br />
Familienwerten geprägtes Champagnerhauses,<br />
dessen Weine u.a. bei Getränkeimporteur<br />
Morandell erhältlich sind.<br />
Christine und Vincent<br />
arbeiten bereits seit 2015<br />
biologisch zertifiziert. Das<br />
Champagnerhaus besteht<br />
schon seit 1700, alle<br />
Champagner werden von<br />
Trauben aus den eigenen<br />
Weingärten verarbeitet.<br />
Der Bio-Champagner ist<br />
hierzulande unter anderem<br />
bei der Sektkellerei<br />
Szigeti in Gols oder online<br />
auf der Szigeti Webseite zu erhalten.<br />
www.szigeti.at<br />
Der Traum vom eigenen<br />
Champagnerhaus<br />
Charles Heidsieck als<br />
Exklusivmarke bei Morandell<br />
Der Tiroler Getränkeimporteur Morandell<br />
ist seit kurzem Exklusivvertriebshändler<br />
in Österreich der Champagnermarke<br />
Charles Heidsieck. Couragiert<br />
investierte der Gründer Charles Heidsieck<br />
in 2.000 Jahre alte Kellergewölbe<br />
aus der Römerzeit, deren hygrometrische<br />
Bedingungen ideal für die Reifung<br />
von Weinen sowie die Entfaltung von Finesse<br />
und Eleganz sind. Seine damalige<br />
Entscheidung, die Weine über einen verlängerten<br />
Zeitraum reifen zu lassen, war<br />
ein kostenintensiver aber auch zukunftsweisender<br />
Schachzug.<br />
Bis heute hat die Reifezeit strategische<br />
Priorität. Dass <strong>das</strong> Haus Charles<br />
Heidsieck seinen ganz eigenen Stil hat<br />
und Jahrgang für Jahrgang an seinem<br />
Niveau feilt, begeistert nicht nur Champagnerkenner<br />
und Sommeliers, sondern<br />
auch mehr und mehr Liebhaber der guten<br />
Küche.<br />
www.morandell.com<br />
Foto: CharlesHeidsieck_F.Azler<br />
Glamouröses<br />
Zusammenspiel<br />
Das Unternehmen WEIN & CO<br />
präsentiert winterliche Produktneuheiten,<br />
die perfekt zusammenpassen<br />
und der Herbstzeit einen<br />
Touch an Gourmet-Glamour<br />
verleihen. Herbstzeit ist Trüffelzeit,<br />
die weltweit beliebte Delikatesse<br />
ergänzt sich hervorragend<br />
mit Champagner. Das herrliche<br />
Aroma des Trüffels sowie der außergewöhnliche<br />
Geschmack ermöglichen<br />
in der Küche zahlreiche<br />
Variationsmöglichkeiten in der Zubereitung.<br />
Der Edelpilz eignet sich<br />
ideal, um gemeinsam mit anderen<br />
Zutaten und Spezialitäten gekocht<br />
oder als Veredelung serviert<br />
zu werden. Ob in der Sauce, Suppe,<br />
Terrine, am Toast oder auf Pasta<br />
– Trüffel begeistert mit seinem<br />
einzigartigen Geruch und verführt<br />
alle Sinne. Doch nicht nur der Trüffel<br />
lässt Gourmetherzen höherschlagen.<br />
Prickelnder Champagner<br />
ist die ideale Ergänzung zum<br />
Trüffel-Menü. WEIN & CO hat<br />
köstliche Trüffelspezialitäten, die<br />
nur aus hervorragendem Olivenöl<br />
und echten Trüffeln bestehen, und<br />
dazu eine große Auswahl an unterschiedlichen<br />
Champagner-Sorten<br />
zusammengestellt.<br />
www.weinco.at<br />
Foto: Wein & Co
68 MESSEBLITZLICHTER<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Unser Kolumnist Master Barister Franz Grünwald präsentierte<br />
seine nachhaltige Bio-Kaffeemarke Boscoverde<br />
und konnte damit überzeugen.<br />
www.franzgruenwald.com<br />
Morandell bringt als führender Partner der Gastronomie<br />
im Bereich die flüssigen Versuchungen ins Haus. Diesbezügliche<br />
Prämierungen sind an der Tagesordnung.<br />
www.morandell.com<br />
Stilvolle Gläser und schönes Geschirr machen den Tisch<br />
erst zu einem echten Hingucker. WMF sorgt mit seinem<br />
Sortiment für Ästhetik auf dem Tisch und praktische<br />
Helfer in der Küche. wmf.com<br />
Nespresso Professional Kaffeemaschinen sind stilvoll im<br />
Design, einfach in der Handhabung und verlässlich in der<br />
Qualität. www.nespresso.com<br />
Rauch Fruchtsäfte und Eistees bringen Geschmack und<br />
schützen die Umwelt. Als Gründungsmitglied der PET-<br />
2PET Organisation setzt <strong>das</strong> Unternehmen einen Fokus<br />
auf recycelbare rePET Flaschen. www.rauch.cc<br />
Segafredo garantiere genussvolle Momente in der<br />
Gastronomie und Hotellerie. Purer Genuss für die Gäste.<br />
www.segafredo.at<br />
Melitta Kaffee ist schon seit Generationen bekannt und<br />
beliebt. Mit seinen Kaffeeautomaten stattet er kleine<br />
und große Betriebe gleichermaßen aus. www.melitta.at
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
MESSEBLITZLICHTER 69<br />
Die Softdrinks von Grapos sind fixer Bestandteil der Gastronomie.<br />
Das Postmix-System hat den Offen-Ausschank<br />
revolutioniert. www.grapos.com<br />
Auch Bierpapst und <strong>GASTRO</strong>-Kolumnist Conrad Seidl ließ<br />
es sich nicht nehmen, der <strong>GASTRO</strong>-Crew auf unserem<br />
Messestand einen Besuch abzustatten.<br />
Fotos: Michael Heinz, Hintergrund: cbies / Adobe Stock<br />
Die Teekanne macht den Tee! WEr kennt ihn nicht, den<br />
Werbespruch und auch auf der Messe zeigte der Teespezialist,<br />
was er alles im Sortment hat. www.teekanne.at<br />
Schärf Kaffee ist eine Symbiose aus Wissenschaft und<br />
Kunst, die dann in den Schärf Kaffeemaschinen zum<br />
Hochgenuss wird. 60 Jahre Erfahrung im Kaffee- und<br />
Kaffeemaschinensektor zeigen die Fachexpertise.<br />
www.schaerf.at<br />
Lavazza Kaffee ist setzt sich in hohem Maß für Nachhaltigkeit<br />
ein und bietet Baristas und Gastronomen eine<br />
große Auswahl an Kaffeemischungen. Klassiker finden<br />
sich hier genauso, wie Innovationen. www.lavazza.at<br />
Hochwertige Kaffeemaschinen und ausgereifter Service<br />
sind die Expertise von Franke Kaffeemaschinen.<br />
www.franke.com
Seite 70 bis Seite 81<br />
Hot Drinks<br />
Kaffee<br />
(C)Aroma mit Charme: Der Südtiroler Valentin<br />
Hofer betreibt die Rösterei Caroma und ist der<br />
erste Röstmeister in ganz Italien, der sich „Kaffee<br />
Experte“ und „Chef Diplom Kaffeesommelier“<br />
nennen darf.<br />
Seite 72<br />
Tee<br />
Ein Schuss ins Dunkle: Rum ist der klassische<br />
„Schuss“ in einen Tee, doch es gibt auch andere<br />
Kombinationsmöglichkeiten, wenn man<br />
der wärmenden Funktion eines Tees – oder<br />
auch dem Geschmack – ein wenig auf die<br />
Beine helfen möchte.<br />
Seite 80
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELLES 71<br />
Auszeichnung Leitbetriebe Austria<br />
Das führende Tiroler Tourismusunternehmen<br />
Schultz-Gruppe und<br />
café+co wurden im Rahmen der „Wirtschaftswanderung“<br />
im Zillertal von<br />
Leitbetriebe Austria ausgezeichnet.<br />
Leitbetriebe Austria-Geschäftsführerin<br />
Monica Rintersbacher überreichte die<br />
Auszeichnung an die fleißigen Wanderer<br />
und erfolgreichen Unternehmenslenker<br />
der Familie Schultz und Fritz<br />
Kaltenegger. Mit dabei war auch der Tiroler<br />
Landesrat Anton Mattle. „Der Unternehmergeist,<br />
die Innovationskraft<br />
und die regionale Verbundenheit der<br />
Schultz Gruppe sind vorbildlich und machen<br />
sie zu einem Leitbetrieb im wahrsten<br />
Sinn des Wortes“, erklärte Monica<br />
Rintersbacher. „Die wunderschöne Natur<br />
des Zillertals und Osttirols, in denen<br />
die Gruppe aktiv ist, ist zwar eine<br />
exzellente Basis, doch der nachhaltige<br />
touristische Erfolg ist <strong>das</strong> Ergebnis verantwortungsvoller,<br />
kreativer Arbeit und<br />
einer Gastfreundschaft, die man von der<br />
ersten Minute weg genießen kann.“ Von<br />
Österreich aus hat café+co Mittel- und<br />
Osteuropa erobert und betreibt heute<br />
mehr als 60.000 Verpflegungsautomaten<br />
in Unternehmen, Ämtern, Spitälern<br />
und Tankstellen in neun europäischen<br />
Staaten, darunter Deutschland und Österreich.<br />
Aus der österreichischen Kaffeetradition<br />
wurde eine internationale<br />
Erfolgsgeschichte.<br />
www.cafeplusco.com<br />
www.schultz.at<br />
Foto: Irene Ascher<br />
Foto: pixabay<br />
Kaffeegenuss schützt <strong>das</strong> Gehirn<br />
Viel Kaffeegenuss verringert die Wahrscheinlichkeit<br />
von Alzheimer, wie<br />
eine Langzeitstudie der Edith Cowan<br />
University zeigt. Als Teil der „Australian<br />
Imaging, Biomarkers and Lifestyle<br />
Study“ haben die Forscher untersucht,<br />
ob der Kaffeekonsum die Anzahl des<br />
Abbaus der kognitiven Fähigkeiten innerhalb<br />
von mehr als einem Jahrzehnt<br />
bei über 200 Australiern beeinflusste.<br />
„Teilnehmer ohne Gedächtniseinschränkungen<br />
und mit einem höheren<br />
Kaffeekonsum zu Beginn der Studie<br />
verfügten über ein geringeres Risiko eines<br />
Übergangs einer leichten kognitiven<br />
Einschränkung, die häufig einer Alzheimererkrankung<br />
vorangeht, oder einer<br />
Erkrankung während der Laufzeit der<br />
Studie.<br />
Mehr Kaffee ergab positive Ergebnisse<br />
in Bezug auf bestimmte Bereiche der<br />
kognitiven Funktion. Das galt vor allem<br />
für die exekutive Funktion, zu der Planung,<br />
Selbstkontrolle und Aufmerksamkeit<br />
gehören“, so die leitende Forscherin<br />
Samantha Gardener, die einen Konsum<br />
von zwei Tassen Kaffee pro Tag empfiehlt.<br />
Die Studie konnte keinen Unterschied<br />
zwischen koffeinhaltigem und<br />
entkoffeiniertem Kaffee feststellen. Das<br />
galt auch für die Vorteile oder Folgen der<br />
Zubereitung in Hinblick auf die Zubereitungsart<br />
und die Verwendung von Milch<br />
und/oder Zucker.<br />
www.ecu.edu.au
72 KAFFEE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
(C)Aroma mit Charme<br />
Die Gastronomie ist<br />
Hauptabnehmer für<br />
den Caroma Kaffee.<br />
Foto: Alex Filz<br />
Der Südtiroler Valentin Hofer betreibt die Rösterei Caroma und ist der erste Röstmeister in<br />
ganz Italien, der sich „Kaffee Experte“ und „Chef Diplom Kaffeesommelier“ nennen darf.<br />
<br />
Von Petra Pachler
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
SÜD<br />
TIROL<br />
KAFFEE 73<br />
Foto: Felix Bacher<br />
Foto: Petra Pachler<br />
Valentin Hofer mit seinem Schatzkästchen:<br />
Jede Lade steht für ein Land, in<br />
dem Kaffeebohnen wachsen.<br />
Foto: Hausknecht<br />
Valentin Hofer ist der erste Röstmeister<br />
in ganz Italien, der sich<br />
„Kaffee Experte“ (Qualified Coffee<br />
Expert) und „Chef Diplom<br />
Kaffeesommelier“ (Chief Coffee Sommelier)<br />
nennen darf – zwei Fachbezeichnungen,<br />
die von der europäischen Wirtschaftskammer<br />
in Brüssel anerkannt<br />
sind. Und begonnen hat alles in Wien.<br />
Denn dort absolvierte Hofer seine Ausbildung<br />
zum Kaffeefachmann.<br />
Valentin Hofers Leidenschaft gilt<br />
dem Kaffee. Schon bei seinen ersten<br />
Begrüßungsworten an die Teilnehmer<br />
der Führung durch seine Rösterei Caroma<br />
ist <strong>das</strong> deutlich spürbar und wird<br />
sich noch oft zeigen. Der Südtiroler hat<br />
seine Wurzeln in der Gastronomie und<br />
war da ursprünglich in einem Betrieb tätig,<br />
in dem der Chef im Keller Kaffee röstete.<br />
Als dieser in den Ruhestand ging,<br />
meinte er zu Valentin Hofer: „Willst Du<br />
<strong>das</strong> hier nicht weitermachen?“ Wollen<br />
schon, aber können weniger. Denn<br />
Hofer hatte keine Ahnung vom Rösten.<br />
Das war im Jahre 1995. Also experimentierte<br />
der heutige Röstmeister mehr<br />
schlecht als recht mit den Bohnen, bis<br />
er 2007 auf eine Kaffeeschule in Wien<br />
stieß. Drei Expertenlehrgänge brauchte<br />
es, bis er mit einer Menge Fachwissen<br />
im Gepäck wieder heimfahren konnte<br />
ins südtirolerische Völs, um in der eigenen<br />
Kaffeerösterei so richtig loszulegen.<br />
Die im Übrigen nur 100 Meter von<br />
seinem einstigen Arbeitgeber entfernt<br />
liegt.<br />
Die Ausbildung verhalf nicht nur<br />
Hofer selbst zum notwendigen Fachwissen,<br />
sondern in weiterer Folge auch<br />
den südtiroler Gastronomen. Denn an<br />
sie gibt er heute sein Wissen um die Kaffeequalität<br />
und <strong>das</strong> richtige Röstverfahren<br />
in Kursen und Schulungen weiter.<br />
Fairer Direkt-Handel<br />
80 Prozent des Caroma Kaffees gehen<br />
in die Gastro, 20 Prozent in den Handel.<br />
Vorwiegend in Südtirol, aber auch<br />
in Deutschland und im nahen Innsbruck<br />
und da in kleineren Geschäften,<br />
wie dem Innsbrucker Weltladen. Was<br />
auch schon die Philosophie von Valentin<br />
Hofer widerspiegelt: Sein Einkauf<br />
erfolgt hauptsächlich über kleinere<br />
Händler und über den direkten Handel<br />
mit Bauern. Denn kleine Röster, zu denen<br />
sich auch Hofer zählt, können bei<br />
den Bauern direkt Kaffeebohnen ersteigern,<br />
was für ihn echter, fairer Handel<br />
ist. Bei Hofer erfolgt der Einkauf in der<br />
Form, <strong>das</strong>s er über seinen Händler eine<br />
Kaffeeprobe im Sackerl erhält und ausschlaggebend<br />
für den Preis ist, wie viele<br />
Defekte dabei sind. „Als Defekte werden<br />
etwa Steine und Zweige bezeichnet,<br />
aber auch Munition war schon dabei“, so<br />
Hofer. Der Großteil seiner Bohnen wird<br />
nach Hamburg verschifft und sobald die<br />
Muster da sind, wird geröstet, verkostet<br />
und gekauft. Für <strong>das</strong> Rösten der kleinen<br />
Mengen hat Hofer eine kleine Röstmaschine<br />
für 100 Gramm, die dann auch<br />
bei den Führungen durch die Rösterei<br />
zum Einsatz kommt.<br />
Weniger ist mehr!<br />
150 Tonnen im Jahr röstet Valentin<br />
Hofer, eine Menge, die ein großer Anbieter<br />
an einem Vormittag röstet. Womit<br />
<strong>das</strong> Wesentliche auch schon definiert<br />
ist: Wie bei vielen anderen Verfahren, ist<br />
auch hier Zeit der entscheidende Faktor<br />
und Zeit ist <strong>das</strong>, was große Unternehmen<br />
den Lebensmitteln kaum mehr geben<br />
(können). Hofer röstet seinen Kaffee<br />
für 18 Minuten bei 220 C°, in der Indus-
74 KAFFEE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
2 + 18 = Qualität<br />
Was klein anfing, hat sich mittlerweile<br />
zu einem Betrieb mit 19 Mitarbeitern<br />
enzwickelt plus Hofers Ehefrau, die im<br />
Büro organisiert und koordiniert. Neben<br />
der Rösterei ist es vor allem <strong>das</strong> anerkannte<br />
Schulungszentrum, mit dem sich<br />
Valentin Hofer einen Namen gemacht<br />
hat. Dort werden nämlich nicht nur<br />
Gastronomen geschult, sondern auch<br />
Hotelfachschüler und Lehrkräfte ausgebildet.<br />
Letztere erhalten regelmäßige<br />
Nachschulungen und unterrichten dann<br />
in weiterer Folge ihre Schüler, die dann<br />
im Zuge ihrer Ausbildung bei Caroma<br />
auch umfassende Praxisanleitungen bekommen.<br />
Viele machen <strong>das</strong> in ihrer Freizeit,<br />
so Hofer, der von zwei zertifizierten<br />
Trainern unterstützt wird. Am Ende der<br />
Ausbildung zum Kaffeefachmann steht<br />
dann <strong>das</strong> Coffee Diploma.<br />
Leidenschaft und Begeisterung kennzeichnen Hofers Vorträge.<br />
Foto: Alex Filz<br />
Foto: AnitaAugscheller<br />
trie gibt man den Bohnen bei 800°C oft<br />
nur 1-2 Minuten.<br />
Kaffeeausbau findet heute in über<br />
80 Ländern der Welt statt, Hofer<br />
selbst bezieht seine Bohnen eigentlich<br />
„von überall her“. Auf Nachfrage<br />
sind es dann aber doch viele Bohnen<br />
aus Brasilien und Kolumbien. Seine Begeisterung<br />
für den Kaffee teilt er gerne<br />
mit kaffeeaffinen Besuchern, denn<br />
die Führungen in der Rösterei macht<br />
er höchstpersönlich. Dort erfährt man<br />
dann so Dinge wie, <strong>das</strong>s es <strong>12</strong>0 verschiedene<br />
Kaffeepflanzen gibt, aber<br />
auch, <strong>das</strong>s 98 Prozent des Kaffees aus<br />
Arabica und Robusta erzeugt werden.<br />
Davon sind es weltweit 60 Prozent Arabica<br />
Bohnen, der „Apfel“ unter den Kaffeebohnen,<br />
wie Hofer sagt, weil der Geschmack<br />
fruchtig, aber auch ein bisschen<br />
schokoladig ist.<br />
Den Rest deckt die Robusta-Bohne<br />
ab, die, eher holzig und ein bisschen<br />
scharf, in seinem Vergleich die Birne ist.<br />
Die Uhr zählt mit bei Hofers Sammel-Leidenschaft<br />
für Kaffeemühlen.<br />
Foto: Petra Pachler<br />
Was ist denn nun wesentlich für den<br />
Geschmack des Kaffees, wollen wir wissen?<br />
„Das Mahlen des Kaffees und die<br />
Ziehzeit“, so Hofer, aber <strong>das</strong> Entscheidende<br />
sei die Grundregel für guten Kaffee:<br />
„Beim Kaffeekochen nie kochendes<br />
Wasser verwenden, denn <strong>das</strong> verbrennt<br />
die Aromen“, so der Röstmeister. „Und<br />
die Kaffeepackungen immer gut zu machen,<br />
denn Sauerstoff ist der größte<br />
Aromakiller“, sagt Valentin Hofer dann<br />
noch zum Schluss.<br />
Die Kunst des Röstens<br />
Die Kaffeekirschen müssen schnell weiterverarbeitet<br />
werden, weil sie rasch fermentieren.<br />
Erst durch die Röstung werden<br />
die Aromen herausgearbeitet und<br />
die Kunst dabei ist die Röstkurve. Jedes<br />
Röstverfahren wird am PC gespeichert<br />
und <strong>das</strong> ist <strong>das</strong> wahre Geheimnis<br />
der Rösterei: „Ist der Laptop weg, ist<br />
<strong>das</strong> Wissen und auch <strong>das</strong> Geheimnis des<br />
guten Kaffees weg“, so Hofer. Damit genau<br />
<strong>das</strong> nicht passiert, hüten sowohl<br />
Valentin Hofer als auch sein Röstmeister<br />
Moritz den Laptop wie einen Schatz.<br />
Maximal 30 Prozent einer Kaffeebohne<br />
kommt in die Tasse, aber eigentlich<br />
sollten es nur 20 Prozent sein, denn je<br />
mehr Stoffe geröstet werden, umso bitterer<br />
wird der Kaffee.<br />
Anhand einer kleinen Röstmaschine,<br />
demonstriert Hofer den Röstvorgang<br />
und erklärt dabei, <strong>das</strong>s eine Kaffeepflanze<br />
rund 5-6 Kilo Kirschen ergibt<br />
und die wiederum ergeben 1 kg Rohkaffee<br />
– davon bleiben rund 800 Gramm<br />
Kaffee und auf einen Liter Kaffee kommen<br />
durchschnittlich 65 Gramm Kaffee.<br />
Fair & gut<br />
Hofer plädiert für Direktimporte, die<br />
er mit verschiedenen Projekten in den<br />
Herkunftsländern unterstützt. Dazu<br />
gehören auch zwei Fincas, deren Partner<br />
die Genossenschaft COCAFCAL ist,<br />
die ihren über 800 Mitgliedern Wissen<br />
und Unterstützung vermittelt. Denn<br />
gemeinsam trotz man Dingen wir Ernteausfällen<br />
besser. Hofer ist zum Kaffee-Fachmann<br />
Südtirols geworden und<br />
aus Wien hat er nicht nur sein Wissen,<br />
sondern auch eine Portion Charme<br />
mitgebracht. Denn eine Führung bei<br />
ihm hat etwas von fachlich bestens untermauerter<br />
Charme-Offensive für guten<br />
Kaffee.<br />
https://caroma.info/
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
KAFFEE 75<br />
Praktische Kapsel<br />
Stärkster Kaffee<br />
nun in Österreich<br />
Passend zum Tag des Kaffees wurde „der stärkste Kaffee der<br />
Welt“ erstmals auch in Österreich lanciert. Der Kaffee hat<br />
bis zu drei Mal mehr Koffeingehalt als jeder andere, ist aber zu<br />
100 Prozent natürlich und enthält keinerlei künstliche oder<br />
natürliche Zusatzstoffe. Angesprochen wird die Gastronomie<br />
über den österreichischen Vertriebspartner „Grind and Brew“<br />
von Alexander Melchior. Black Insomnia soll sich in der (System-)Gastronomie<br />
als Spezialkaffee etablieren. Die ersten Vertriebserfolge<br />
sind vielversprechend: Es zeigt sich, <strong>das</strong>s etliche<br />
Gastronomen den „stärksten Kaffee der Welt“ als Hauptkaffee<br />
führen wollen. Alternative Brühmethoden sind für den „Mega-<br />
Kaffee“ besonders geeignet – so die „Tisch-Zubereitungsmethode“,<br />
wo Gäste Zutaten serviert bekommen und ihren Kaffee<br />
selbst aufbrühen. Hier ist die Resonanz bei Wiener Kaffeehausketten<br />
positiv. All jene, die lange Öffnungszeiten haben, sind<br />
offen für <strong>das</strong> neuartige Kaffee-Konzept und kommen auf Black<br />
Insomnia zu. Auch die ersten Gespräche mit der Systemgastronomie,<br />
Catering-Unternehmen und Kantinen-Betreibern<br />
sind angelaufen. Ein eigener Markt für große Ketten tut sich<br />
dadurch auf, Black Insomnia als White-label zu vertreiben. Ab<br />
dem nächsten Jahr soll ein eigenes Außendienst-Team die HO-<br />
GAST-Szene ansprechen und Black Insomnia vorstellen.<br />
www.blackinsomnia.at<br />
Foto: Black Insomnia<br />
om Frühstück bis zum Abendessen, Kaffee ist immer be-<br />
– und ein wunderbarer Umsatzbringer. Transgourmet<br />
Vliebt<br />
setzt dabei auf die hauseigene Marke JAVA. Kaffee in Kapseln<br />
ist perfekt für den Zwischendurch-Genuss, für Zimmermaschinen<br />
und Seminarräume geeignet. Daher bietet JAVA auch diese<br />
Möglichkeit an: Das hauseigene Kapselsystem ist mit allen Nespresso-Systemen<br />
kompatibel. In der JAVAREI in Bruck/Mur<br />
werden beste Arabica-Bohnen mittels traditioneller Trommelröstung<br />
zu Kaffee-Spezialitäten vermahlen. JAVA Kapseln in<br />
zwei Sorten vervollständigen <strong>das</strong> Angebot: Sie passen in alle<br />
gängigen Kapselmaschinen. Dass auch die kleinen Kapseln den<br />
großen Genuss bieten, garantieren die hauseigenen Kaffee-Experten.<br />
Nur die feinsten Rohkaffeebohnen werden verwendet.<br />
Auch die Liebhaber klassischer Finesse kommen bei JAVA auf<br />
ihre Rechnung. Der Classic Vienna ist eine Komposition aus<br />
hochwertigen Kaffeesorten – die besten Bohnen machen ihn<br />
zu einer aromatischen Mischung. Er besticht durch sein ausgewogenes<br />
Aroma. Die Stärke von Kaffee wird anhand einer<br />
5-teiligen Skala definiert, der „wilde Italiener“ kommt auf Stufe<br />
vier, der „sanfte Wiener“ auf Stufe drei. Die Bio-Eigenmarken<br />
von Transgourmet bietet auch Kaffeekapseln an. Die Kaffeespezialitäten<br />
garantieren gerechte Produktionsbedingungen,<br />
nachhaltigen Anbau, klimaneutrale Produktion und umweltfreundliche<br />
Verpackung.<br />
www.transgourmet.at<br />
Foto: Transgourmet
76 KAFFEE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
M3 Maschine – eine für alle<br />
gibt’s nicht<br />
Egal, was man Ihnen über Kaffeemaschinen erzählt,<br />
die EINE, die perfekt ist und garantiert ein Top-Resultat<br />
in die Tasse bringt, gibt es nicht. Die Wahrheit<br />
ist, <strong>das</strong>s die Espressomaschine zu Ihrem Betriebstyp<br />
passen muss und von den Menschen, die an ihr<br />
arbeiten, mit Liebe und Feingefühl behandelt werden<br />
muss. Ich spreche hier über Espressomaschinen<br />
und nicht über Vollautomaten.<br />
In der Profianwendung sind zwei Technologien<br />
vorherrschend: 1. Maschinen mit Wärmetauscher<br />
und 2. Dual- oder Mehrboiler-Maschinen. Ob mit<br />
oder ohne Temperatursteuerung, mit oder ohne<br />
Druckprofileinstellung, Hebel-, Pumpen- oder Kolbendruck<br />
– alles <strong>das</strong> sind Entscheidungen, die Sie<br />
nur nach der Art Ihres Betriebs und Ihrer persönlichen<br />
Vorliebe beim Thema Kaffeezubereitung treffen<br />
sollten. Ist meine Maschine im Dauereinsatz mit<br />
mehreren hundert Kaffees am Tag, arbeite ich mit<br />
verschiedenen Bohnenqualitäten und -röstungen<br />
und arbeiten unterschiedliche Menschen an dieser<br />
Maschine oder immer der selbe? Diese Fragen sollten<br />
Sie sich stellen und mit einem unabhängigen<br />
Kaffeeexperten und Barista diskutieren.<br />
Grob unterschieden kann man sagen, <strong>das</strong>s Dualoder<br />
Mehrboiler-Systeme meist vorteilhafter sind,<br />
wenn die Maschine im Dauereinsatz ist. Wärmetauscher<br />
sind eher optimal, wenn die Maschine immer<br />
wieder Pausen hat. Die Brühtemperatur nach einem<br />
Stillstand auf <strong>das</strong> richtige Maß abzukühlen, ist mit etwas<br />
Kenntnis der Maschine durch flushen der Brühgruppe<br />
leicht. Umgekehrt ist es aber kaum möglich,<br />
eine zu geringe Kaffeewassertemperatur auszugleichen,<br />
die durch Permanent-Betrieb entstehen kann.<br />
Als Master-Barista bin ich mit allen gängigen<br />
Maschinen-Typen vertraut. Rufen Sie mich an, ich<br />
berate Sie gerne, um die ideale Maschine für Sie<br />
und Ihren Betrieb zu finden.<br />
Professionelles<br />
Brühen<br />
Beratungsgespräch mit Manuela<br />
Hirzer, Jura Professional (rechts<br />
außen).<br />
Auch der Schweizer<br />
Kaffeevollautomaten-<br />
Hersteller Jura war mit<br />
seinen innovativen Kaffee-Gesamtlösungen<br />
auf<br />
der „Alles für den Gast“<br />
in Salzburg vertreten. Im<br />
Hotel-, Seminar- und Tagungsbereich<br />
können<br />
durch die modulare Ausrichtung<br />
der Kaffeevollautomaten<br />
von Jura „Kaffeestraßen“ konzipiert werden: Indem<br />
mehr als ein Vollautomat gleichzeitig im Einsatz ist, kann die<br />
Kaffeezubereitung auf verschiedene Stationen verteilt werden.<br />
Dadurch bilden sich automatisch kleinere Gruppen vor den<br />
Kaffeevollautomaten, zusätzlich lässt sich ein größerer Kaffeebedarf<br />
abdecken. „Wir konzentrieren uns ausschließlich<br />
darauf, <strong>das</strong> perfekte Kaffeeergebnis in der Tasse zu garantieren.<br />
Daher verwenden wir nur frisch gemahlene Bohnen und<br />
können auch dort, wo größere Mengen an Kaffee gefragt sind,<br />
ein gleichbleibendes, intensives Geschmackserlebnis bieten<br />
– unabhängig davon, wer den Kaffeevollautomaten bedient“,<br />
so Annette Göbel, Leitung Verkaufsförderung Jura Österreich.<br />
Am Messestand wurde die GIGA X8 von Jura vorgestellt. Sie<br />
kann 32 verschiedene Spezialitäten auf Knopfdruck frisch brühen.<br />
Außerdem ist sie für die Zubereitung von bis zu 200 Tassen<br />
Kaffee täglich gerüstet. Für den Einstieg in die Oberklasse<br />
wurde die GIGA X3 vorgestellt. Sie bereitet 150 Tassen Kaffee<br />
am Tag zu und hält ebenfalls 32 Kaffeespezialitäten bereit.<br />
Mit der Speed-Funktion gelingen diese zudem in Rekordzeit.<br />
www.jura.com<br />
Foto: Grünwald<br />
tipp aus der praxis<br />
Franz Grünwald,<br />
Master Barista,<br />
Diplom<br />
Kaffeesommelier<br />
www.franzgruenwald.com<br />
Jura bei der „Alles für den Gast“, v.l.n.r.: Maria Heidegger<br />
(Schulungsleiterin), Reinhard Reisner (Leitung Technik und<br />
Kommunikationscenter), Caroline Bischofberger (Messe-Leitung),<br />
Thomas Schallegger (Professional Verkaufsinnendienst),<br />
Andreas Hechenblaikner (Geschäftsführer Jura Österreich)<br />
und Manuela Hirzer (Professional) am Jura Messestand.<br />
Fotos: Veigl-Fotografie – Salzburg
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
KAFFEE 77<br />
Features für kontaktlose Zubereitungsund<br />
Bezahlprozesse<br />
Wer sich in Selbstbedienung eine Kaffeespezialität an einem<br />
Kaffeevollautomaten zubereitet, achtet in Corona-Zeiten<br />
stärker denn je auf einen kontaktarmen Zubereitungs- und Bezahlprozess.<br />
Der Schweizer Kaffeemaschinenhersteller Schaerer<br />
unterstützt Betreiber bei der Umsetzung entsprechender Konzepte<br />
mit maßgeschneiderten Lösungen. Für die Schaerer Coffee<br />
Soul sowie <strong>das</strong> Nachfolgemodell Schaerer Coffee Soul mit<br />
„Select“-Konzept stehen zur Umsetzung kontaktloser Zubereitungs-<br />
und Bezahlprozesse drei leistungsfähige, neue Features<br />
zur Verfügung.<br />
Die „2nd Screen“-Option erlaubt es, die Zubereitung von Getränken<br />
nach dem Scan eines QR-Codes vom eigenen Smartphone<br />
aus zu starten – <strong>das</strong> Berühren des Maschinendisplays ist hier also<br />
nicht mehr notwendig. Ist die Maschine außerdem mit dem optionalen<br />
„Touchless Outlet“ ausgestattet, fährt der Auslauf nach<br />
Auswahl des jeweiligen Getränks exakt in die optimale Position für<br />
die Getränkeausgabe. Zu guter Letzt lässt sich durch die Integration<br />
der Schaerer Digital Payment Solution die Bezahlung ebenfalls<br />
berührungslos per Smartphone abwickeln. Ein externes Terminal<br />
für den Bezahlprozess ist dadurch nicht mehr notwendig.<br />
www.schaerer.com<br />
Franz Grünwald<br />
Master Barista<br />
Meine Kaffee-Leidenschaft Diplom Kaffeesommelier<br />
ist Ihr Erfolg<br />
Damit in Ihrer Umgebung nur noch erstklassiger Kaffee getrunken<br />
Kaserngasse<br />
wird, trainiere ich Ihre<br />
16<br />
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.<br />
A-2000 Stockerau<br />
Außerdem stelle ich Ihre Maschine und Mühle perfekt auf Ihren Kaffee ein und berate<br />
Sie umfassend über die Arbeitsabläufe für höchsten Tel. Kaffeegenuss. 0043 664 255 38 26<br />
office@boscoverde.at<br />
Franz Grünwald<br />
Franz Grünwald<br />
Master Barista<br />
Diplom Kaffeesommelier<br />
Master Barista<br />
Diplom Kaffeesommelier<br />
Kaserngasse 16<br />
A-2000 Kaserngasse Stockerau 16<br />
Tel. 0043 A-2000 664 255 Stockerau 38 26<br />
Tel. office@boscoverde.at<br />
0043 664 255 38 26<br />
office@boscoverde.at<br />
www.boscoverde.at<br />
https://franzgruenwald.com<br />
Foto: Schaerer
78 KAFFEE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
„Der Trend geht zu frisch gemahlen“<br />
Engelbert Künig ist Geschäftsführer der Vivea-Gesundheitshotels, zehn Betrieben in<br />
Österreich, die sich auf die Bereiche Gesundheit und Wellness spezialisiert haben. Aber auch<br />
<strong>das</strong> Thema Kaffee ist dem Tchibo Coffee Service-Partner ein Anliegen.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Vivea Gesundheitshotel Bad Schönau Zur Quelle.<br />
Foto: Hannes Dabernig<br />
Herr Künig, können Sie uns einen kurzen<br />
Überblick über die Vivea-Gesundheitshotels<br />
geben?<br />
Wir, die Künig GmbH, sind Gesellschafter<br />
und Betreiber der Vivea Gesundheitshotels<br />
in Österreich mit zehn Standorten.<br />
Die Vivea Gesundheitshotels haben<br />
sich in Zusammenarbeit mit den gesetzlichen<br />
Kassen auf Kuraufenthalte<br />
und Gesundheitsvorsorge spezialisiert.<br />
Wir bieten unseren Gästen – ganzjährig<br />
und wetterunabhängig – passende Angebote<br />
für eine erholsame Auszeit an. Im<br />
Mittelpunkt steht <strong>das</strong> Wohlbefinden der<br />
Gäste; ihre Gesundheit stärken die Ärzte<br />
und Therapeuten mit der umfangreichen<br />
Therapievielfalt sowie den Behandlungen<br />
mit natürlichen Heilvorkommen.<br />
Seit wie vielen Jahren verwenden Sie<br />
Tchibo-Kaffee in den Vivea-Gesundheitshotels?<br />
Die Kooperation mit der Firma Tchibo<br />
Coffee Service begann im Jahre 2011<br />
und ist bis heute eine erfolgreiche Zusammenarbeit.<br />
In wie vielen Bars und Restaurants der<br />
gesamten Gruppe kommt Tchibo zum<br />
Einsatz?<br />
Wir verwenden in all unseren zehn Gesundheitshotels<br />
ausschließlich Produkte<br />
der Tchibo Coffee Service.<br />
Wie hoch ist der Kaffeebedarf im Monat<br />
in etwa?<br />
Unser Jahresbedarf an Röstkaffee beläuft<br />
sich auf ca. 18.000 Kg.<br />
In welcher Form von Kaffeemaschinen<br />
kommt der Tchibo-Kaffee bei<br />
Ihnen zum Einsatz? Ausschließlich<br />
Siebträgermaschinen oder auch als<br />
info<br />
Filterkaffee oder als Vollautomat im<br />
Self-Service-Betrieb?<br />
Seit ca. 5 Jahren bieten wir unseren Gästen<br />
im Frühstücksbereich neben dem<br />
klassischen Filterkaffee auch frisch gemahlenen<br />
Bohnenkaffee über Vollautomaten<br />
an. Dieses Angebot kommt bei<br />
unseren Gästen sehr gut an, dadurch<br />
geht der Trend klar von Filter- auf Bohnenkaffee.<br />
Wie entwickelt sich der Kaffeeumsatz<br />
bei Vivea generell?<br />
Tchibo Coffee Service ist <strong>das</strong> Außer-Haus-Service für Gastronomie,<br />
Betriebsverpflegung und Büro. Es bietet alles, was zum perfekten<br />
Kaffee gehört: höchste Qualität und Frische, perfekt auf den Kaffee<br />
abgestimmte Kaffeemaschinen, ganzheitliche maßgeschneiderte<br />
Heißgetränkelösungen, innovative Einrichtungskonzepte und eine<br />
umfassende Betreuung durch unseren Außendienst. Tchibo Coffee<br />
Service steht für eine Markenvielfalt in höchster Qualität für jeden<br />
Geschmack. Das Angebot reicht von Tchibo Kaffee, der Fairtradeund<br />
Bio-zertifizierten Marke Tchibo Vista bis zu der authentisch<br />
italienischen Marke Piacetto Espresso exklusiv für die Gastronomie.<br />
Abgerundet wird <strong>das</strong> Sortiment mit Trinkschokolade und Tee aus<br />
dem Hause Tchibo.<br />
www.tchibo-coffeeservice.at
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
KAFFEE 79<br />
Der Kaffeeumsatz in unseren Häusern<br />
ist seit Jahren konstant auf einem gleichbleibenden<br />
Niveau.<br />
Welche Kaffeevarianten sind am<br />
beliebtesten?<br />
Bei uns werden hauptsächlich die Klassiker<br />
Espresso, Verlängerter, Cappuccino<br />
sowie Latte Macchiato getrunken.<br />
Engelbert Künig, Geschäftsführer der<br />
Vivea-Gesundheitshotels, schätzt die<br />
Betreuung durch <strong>das</strong> Team des Tchibo<br />
Coffee Service.<br />
Foto: Vivea<br />
Warum hat man sich gerade für Tchibo<br />
als Kaffeepartner entschieden? Preis,<br />
Geschmack, Service, ...?<br />
In erster Linie haben wir einen Kaffee gesucht,<br />
der sowohl qualitativ als auch geschmacklich<br />
den Anspruch unsere Gäste<br />
gerecht wird. Hervorzuheben ist sicherlich<br />
die gute und zuverlässige Zusammenarbeit<br />
sowie die Betreuung durch<br />
<strong>das</strong> Team des Tchibo Coffee Service.<br />
Foto: Franke<br />
Neue Digital-Plattform<br />
von Franke<br />
Franke Coffee Systems lanciert die<br />
neue virtuelle Plattform „Franke Digital<br />
Coffee Machine Explorer“. Diese Plattform<br />
soll ein virtuelles Erlebnis schaffen,<br />
<strong>das</strong> auf die Bedürfnisse jedes Benutzers<br />
individuell zugeschnitten ist. Bequem<br />
und mit einfacher Navigation benötigt<br />
der Besucher nur zwei Schritte, um die<br />
Franke-Maschine zu finden, mit der er<br />
sein Kaffeegeschäft ausbauen kann. Die<br />
Plattform bietet die Möglichkeit, umfassende<br />
Lösungen für Betriebe jeder Größe<br />
und verschiedene Kundensegmente<br />
zu finden.<br />
„Unsere Besucher können unsere virtuelle<br />
Umgebung ganz einfach betreten,<br />
um Lösungen zu entdecken, die für ihr<br />
Kaffeegeschäft funktionieren. Großartig<br />
ist, <strong>das</strong>s dies alles bequem und von überall<br />
geschehen kann“, sagt Roman Probst,<br />
Head of Global Sales bei Franke Coffee<br />
Systems. Die Benutzeroberfläche ist für<br />
Smartphones und Tablets optimiert.<br />
coffee.franke.com
80 TEE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
tipp aus der praxis<br />
Ankas Teewelt<br />
So langsam verabschieden<br />
wir uns vom farbenprächtigen<br />
Herbst und sagen willkommen<br />
zur WinterTEEsaison.<br />
Die Zeit der Ernte ist<br />
vorbei, die Früchte des Sommers<br />
und Herbstes werden<br />
zum winterlichen Teegenuss.<br />
Passend zur neuen Jahreszeit<br />
gibt es spannende Teesorten,<br />
die wohlige Wärme<br />
in jede Tasse bringen: Ein<br />
milder Schwarztee, ein fruchtiger<br />
Rooibos paart sich mit<br />
würzigem Zimt, scharfem<br />
Ingwer, Apfelstücken, Hagebutte<br />
oder einer Vanilleschote.<br />
Geschmacks-Kreationen<br />
wie Pflaume-Zimt, Orange-<br />
Karamell oder Punschgenuss<br />
mit Marzipan machen aus jeder<br />
Tea-Time ein besonderes<br />
Erlebnis. Übrigens ist Tee zur<br />
Winterzeit auch immer eine<br />
besondere Geschenkidee.<br />
Schon beim Zubereiten strömen<br />
die Düfte von herrlich<br />
winterlichen Gewürzen durch<br />
und laden zu gemeinsamen,<br />
genussvollen Momenten ein.<br />
Je kälter der Winter wird, desto<br />
verlockender ist eine wärmende<br />
Tasse Tee. Es ist Zeit,<br />
Ihr Regal mit köstlichem Tee<br />
für den Winter zu füllen, damit<br />
auch kalte Tage zum Genuss<br />
werden.<br />
Teehaus Ronnefeldt<br />
Anka Kleebinder<br />
Teefachberaterin<br />
Österreich<br />
akleebinder@ronnefeldt.de<br />
www.ronnefeldt.com<br />
Foto: Ronnefeldt<br />
Ein Schuss ins Dunkle<br />
Rum ist der klassische „Schuss“ in einen Tee, doch es gibt<br />
auch andere Kombinationsmöglichkeiten.<br />
Je tiefer die Temperaturen sinken,<br />
desto mehr wächst die Lust, sich<br />
innerlich aufzuwärmen – und notfalls<br />
lässt sich hier selbst bei einem heißen<br />
Tee noch ein wenig mit Hochprozentigem<br />
„nachhelfen“. Aufgrund der<br />
Vielzahl verschiedener Tee-Sorten und<br />
gleichermaßen einer großen Vielfalt im<br />
Bereich der alkoholischen Getränke und<br />
Spirituosen, lassen sich optimale Kombinationen<br />
leider kaum pauschal beantworten.<br />
Umgekehrt ist <strong>das</strong> Spannende<br />
am Kombinieren von Tee und alkoholhaltigen<br />
Getränken, <strong>das</strong>s kaum ein Weg<br />
daran vorbeiführt, die Mischung ganz<br />
praktisch zu probieren.<br />
Tee ist in der Regel sehr fein im Geschmack<br />
– bei Mischgetränken mit starkem<br />
Eigengeschmack besteht die Gefahr,<br />
<strong>das</strong>s der Tee nachher nicht mehr<br />
herauszuschmecken ist. Klassische<br />
Früchtetees lassen sich zum Beispiel –<br />
Willi Dungl bringt losen<br />
Bio-Tee in die Tasse<br />
Loser Tee oder Teebeutel? Was diese<br />
Frage betrifft, heißt es für Willi Dungl<br />
ab sofort nicht mehr entweder oder. Die<br />
Teemarke bringt seine Bestseller ganz<br />
neu auch in Form loser Tees in die Regale.<br />
„Mit der Freundinnen-Reihe sprechen<br />
wir gezielt die Liebhaber offener Tees<br />
an“, betont Markenverantwortliche Maria-Theresia<br />
Svejda.<br />
Geschmacklich geben sich die drei<br />
„Freundinnen“ vielseitig. „Bergfreundin“<br />
verspricht einen kräftigen Teegenuss<br />
durch einen Mix aus Minze und Melisse,<br />
Fenchel, Salbei und Thymian. „Halsfreundin“<br />
besticht durch eine Kombination<br />
aus Salbei und Fenchel, intensiver<br />
Pfefferminze, Thymian, Zitronengras und<br />
Ingwerwurzel. „Magenfreundin“ vereint<br />
Foto: pixabay<br />
weil sie in der Regel einen recht kräftigen<br />
Geschmack haben – meist sehr gut<br />
mit z.B. Rum oder Amaretto kombinieren.<br />
Mit vielen Tees gut mischen lässt<br />
sich z.B. Vodka, der einen verhältnismäßig<br />
dezenten Eigengeschmack hat.<br />
acht wertvolle Kräuter – von der Kamille<br />
über die Melisse bis zu frischer Pfefferminze<br />
und Anis.<br />
www.willidungl.com<br />
Foto: Teekanne
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
TEE 81<br />
Heiße Tee-Cocktails<br />
Brühen Sie 2 LeafCup® Winter Harmony<br />
in einem geeigneten Teeglas (0,32 l)<br />
mit 200 ml kochendem Wasser auf. Ziehzeit<br />
mind. 8 Min. Während der Ziehzeit:<br />
Fruchtsaft und Aromasirup mischen, erhitzen<br />
und zum Tee ins Glas gießen. Dekorieren<br />
und heiß genießen.<br />
Winter Apple<br />
› Step 1: 2 LeafCup® Winter Harmony<br />
in einem geeigneten Teeglas (ca. 0,32 l)<br />
mit 200 ml kochendem Wasser aufbrühen.<br />
8 Minuten ziehen lassen.<br />
› Step 2: 50 ml Apfelsaft und 2 Schuss<br />
Zimtsirup mischen, erhitzen und zum<br />
Tee gießen.<br />
› Step 3: Mit 1 Scheibe Apfel dekorieren.<br />
Winter Orange<br />
› Step 1: 2 LeafCup® Winter Harmony<br />
in einem geeigneten Teeglas (ca. 0,32 l)<br />
mit 200 ml kochendem Wasser aufbrühen.<br />
8 Minuten ziehen lassen.<br />
› Step 2: 50 ml Orangensaft und 1 Schuss<br />
Karamellsirup mischen, erhitzen und<br />
zum Tee gießen.<br />
› Step 3: 1/2 Scheibe Orange ins Glas<br />
hinzugeben.<br />
Winter Marzipan<br />
› Step 1: 2 LeafCup® Winter Harmony<br />
in einem geeigneten Teeglas (ca. 0,32 l)<br />
mit 200 ml kochendem Wasser aufbrühen.<br />
8 Minuten ziehen lassen.<br />
› Step 2: 50 ml Apfelsaft und 2 Schuss<br />
Amaretto-Sirup (alternativ 2 cl Amaretto-Liquor)<br />
mischen, erhitzen und<br />
zum Tee gießen.<br />
› Step 3: 1/2 Scheibe Orange ins Glas<br />
hinzugeben.<br />
Foto: Ronnefeldt<br />
BIO for the win<br />
Bei dem wärmenden Getränkeklassiker<br />
Tee ist Bio auf dem Siegeszug:<br />
Transgourmet bietet <strong>12</strong>2 verschiedene<br />
Bio-Tee Produkte an, acht davon unter<br />
der erst vor kurzem lancierten Bio-Eigenmarke<br />
Transgourmet Natura. Der<br />
Trend geht klar in Richtung biologische<br />
Qualität und Nachhaltigkeit – die neben<br />
den Rohstoffen auch die umweltfreundlichen<br />
Verpackungen miteinschließt.<br />
Die Transgourmet Natura Bio-Eigenmarke<br />
„für große Ansprüche“ bietet ein<br />
umfassendes Tee-Sortiment – jeweils in<br />
praktischen Einzelportionen. Die Produktpallette<br />
ist durch die Bank Bio und<br />
Fairtrade. Zur Auswahl stehen Grünund<br />
Schwarztee, Früchtetee, Hagebutte<br />
Hibiskus, Kamillentee, Kräuter- sowie<br />
Lindenblütentee und Pfefferminztee.<br />
www.transgourmet.at<br />
Foto: Factory<br />
100% nachhaltiger Teegenuss<br />
Produkte aus biologischem Anbau erfreuen<br />
sich immer größerer Beliebtheit.<br />
Ronnefeldt entspricht diesem<br />
Wunsch mit einem großen Bio-Teesortiment.<br />
Eine besonders große Auswahl<br />
gibt es bei den beliebten Schwarzen und<br />
Grünen Tees. Das Biosiegel garantiert<br />
einen kontrolliert ökologischen Anbau,<br />
d. h. der Tee wird ohne gentechnische<br />
Veränderungen und ohne Verwendung<br />
von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln<br />
angebaut. Außerdem<br />
werden alle Tees in akkreditierten Laboratorien<br />
auf Rückstände untersucht,<br />
damit sie nicht nur schmecken, sondern<br />
auch für <strong>das</strong> persönliche Wohlgefühl<br />
sorgen.<br />
Zudem will Ronnefeldt die Belastung<br />
durch seine Produkte auf ein Minimum<br />
reduzieren. Deshalb wurde „100%“ entwickelt,<br />
die erste Produktreihe, die komplett<br />
Bio und vegan ist, aber auch zu<br />
100% biologisch abbaubar, recyclebar<br />
oder beides. Die Zutaten dieser acht<br />
100% Tees wurden in Bio-zertifizierten<br />
Gärten gesät, gepflegt, gegossen und geerntet<br />
- von klassischen Teesorten wie<br />
dem English Breakfast bis hin zu fruchtigen<br />
Kreationen mit saftigen Papaya.<br />
www.ronnefeldt.de<br />
Foto: Ronnefeldt
Seite 82 bis Seite 111<br />
Non-Food<br />
GV*<br />
Guten Appetit: Die SV (Österreich) GmbH ist<br />
eines der größten heimischen Unternehmen in<br />
der Gemeinschaftsverpflegung und seit knapp<br />
20 Jahren auch für <strong>das</strong> leibliche Wohl von Bewohnern<br />
wie Mitarbeitern dreier Caritas-Heime<br />
in Wien verantwortlich.<br />
Seite 88<br />
* Gemeinschaftsverpflegung<br />
Verkaufsautomaten<br />
Umsatzerwartungen erfüllt: Die Automatisation<br />
schreitet aller Orten voran. In Wien kann man<br />
inzwischen ganze Menüs plus Getränke aus<br />
einem Automatenrestaurant namens „Foodie<br />
Fridge“ beziehen.<br />
Seite 98<br />
Hygiene<br />
Im Einsatz gegen Staub und Viren: Das Housekeeping<br />
hat mit dem Umsetzen der Hygienemaßnahmen<br />
alle Hände voll zu tun, doch besonders<br />
in diesen Zeiten hat Hygiene im gesamten<br />
Betrieb Priorität.<br />
Seite 102<br />
Tischkultur<br />
Das Auge isst mit: In der kommenden Weihnachtszeit<br />
wird wieder – Corona lässt grüßen<br />
– bevorzugt im kleinem Rahmen gefeiert,<br />
aber gerade deshalb soll der gedeckte Tisch<br />
für den Gast etwas Besonderes sein.<br />
Seite 106
| BA<strong>12</strong>-<strong>21</strong>G |<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELLES 83<br />
Führungswechsel<br />
bei ADA Cosmetics<br />
Nach über 35 Jahren schied<br />
Walter Haas zum 30. November<br />
20<strong>21</strong> aus der Geschäftsführung<br />
von ADA<br />
Cosmetics Österreich/<br />
Schweiz/Italien aus. Haas<br />
hat <strong>das</strong> Geschäft des Hotelkosmetikherstellers<br />
in der<br />
Alpenregion über mehr als<br />
drei Jahrzehnte erfolgreich<br />
aufgebaut und nachhaltig<br />
geprägt.<br />
Am 1. November übernahm<br />
Florian Mitterhuber<br />
die Geschäftsführung. Der 55-jährige international erfahrene<br />
Hotelier und Vertriebsexperte kommt mit mehr als 30 Jahren<br />
Branchenerfahrung zu ADA Cosmetics. Das Unternehmen ist<br />
ihm nicht neu. Er war dort bereits von 2008 bis 2015 im Vertrieb<br />
in Österreich tätig.<br />
Foto: Ada<br />
ADA Cosmetics<br />
launcht SHAPE<br />
ADA Cosmetics,<br />
Erfinder des<br />
ersten Spendersystems<br />
für die Hotelbranche,<br />
bringt<br />
Anfang 2022 seine<br />
neueste Entwicklung<br />
heraus: SHA-<br />
PE – Sustainable.<br />
Hygienic. Aesthetic. Pump. Evolution. Neu bei SHAPE ist der<br />
einfach zu bedienende Pumpverschluss. Ein leichter Fingerdruck<br />
genügt und der Gast erhält exakt die Portion an Seife,<br />
Duschgel oder Bodylotion, die er braucht.<br />
SHAPE ist als geschlossenes System konzipiert. Ein gesicherter<br />
Präzisionsverschluss verhindert <strong>das</strong> Eindringen von<br />
Keimen in die Kartusche. Die enthaltenen Kosmetikprodukte<br />
bleiben hygienisch sauber – bis zum letzten Tropfen. Durch <strong>das</strong><br />
gradlinige Design und die glatte Oberfläche lassen sich die Kartuschen<br />
außen problemlos reinigen und desinfizieren. Transparente<br />
Streifen an der Seite lassen erkennen, wie viel sich noch<br />
in der Kartusche befindet. Ist sie leer, kann sie mit wenigen<br />
Handgriffen ausgetauscht werden.<br />
www.ada-cosmetics.com/shape<br />
Foto: Ada<br />
Schnell zur effizienten<br />
Lichtlösung: mit TwinCAT 3<br />
Lighting Solution<br />
Die TwinCAT 3 Lighting Solution:<br />
über Excel konfigurierbar, voll HTML- und webfähig,<br />
dezentral skalierbar sowie direkt über Panel bedienbar<br />
vereinfacht alle Arbeitsschritte von Engineering bis Wartung<br />
integriert alle typischen Lichtregelungen<br />
unbegrenzte Anzahl der DALI-2-Linien<br />
schnelle Funktionsänderungen, Adressierungen und<br />
Erweiterungen direkt im Betrieb<br />
DALI-2-Linien unabhängige Gruppierungen<br />
Scannen und<br />
alles über die<br />
Vorteile der<br />
Lighting Solution<br />
erfahren<br />
Für individuelle Lichtsteuerungen:<br />
7-Zoll-Multitouch-Panel, Buskoppler, I/Os und<br />
TwinCAT 3 Lighting Solution.
84 KÜCHENTECHNIK<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Vor- & Nachteile<br />
von Edelstahl<br />
Foto: Joe Gough / Adobe Stock<br />
Swen May, GF von Mayway.<br />
Foto: Mayway<br />
Edelstahl in Küchen und im Barbereich wird immer beliebter – wir haben beim<br />
Küchen-Experten Mayway nachgefragt, wie man Edelstahl am besten einsetzt und pflegt.<br />
<br />
Von Thomas Askan Vierich<br />
<strong>GASTRO</strong>: Sind Voll-Edelstahlküchen<br />
teurer als Holzküchen?<br />
Swen May, GF von Mayway: Definitiv<br />
nein. Immer mehr Gastronomen bauen<br />
nicht nur ihre Küchen aus Edelstahl,<br />
sondern auch ihre Theken oder ihre<br />
Outdoor-Küche. Weil es einfach haltbarer<br />
ist. Unsere Anfertigungen sind<br />
sogar günstiger als jede Maßarbeit aus<br />
Holz vom Tischler.<br />
Wie lange hält so eine Theke oder Küche<br />
aus Edelstahl?<br />
Länger als alles aus Holz, weil Edelstahl<br />
gegenüber Flüssigkeiten viel widerstandsfähiger<br />
ist. Holz wird durch die<br />
Feuchtigkeit irgendwann morsch. Aber<br />
nicht jede unserer Edelstahltheken sieht<br />
nach Edelstahl aus – Österreich ist ja<br />
traditionell ein holzlastiges Land. Also<br />
verkleiden wir die Edelstahlkonstruktion<br />
mit Holz. Oder es wird schwarz pulverbeschichtet.<br />
Das sieht wirklich sehr<br />
gut aus.<br />
Und Edelstahl rostet wirklich nie?<br />
Das ist leider ein Irrglaube, jeder Edelstahl<br />
kann rosten. Bei schlechter Pflege<br />
und in herkömmlicher Qualität, wenn es<br />
mit Säuren in Verbindung kommt. Mit<br />
dem richtigen Putzmittel kann man<br />
Edelstahl davor schützen, dann legt sich<br />
ein dünner Film über die Oberfläche, <strong>das</strong><br />
funktioniert wie eine Politur. Natürlich<br />
nicht auf Oberflächen, die mit Lebensmitteln<br />
in Berührung kommen. Dort<br />
werden andere Putzmittel eingesetzt.<br />
Aber wenn man zum Beispiel gebeiztes<br />
Selchleisch für längere Zeit auf eine<br />
Edelstahloberfläche legt, dann greift <strong>das</strong><br />
Salz den Stahl an.<br />
Also können Fleischer keinen Edelstahl<br />
einsetzen?<br />
Doch. Aber andere Stahl-Qualitäten.<br />
Edelstahl in Großküchen ist meistens<br />
Chrom-Nickel-Stahl kurz CNS. Je höher<br />
der Nickelanteil ist, desto hochwertiger<br />
ist der Stahl. Deshalb ist der Edelstahl<br />
(AISI201) aus Asien oft minderwertiger,<br />
weil die sehr wenig Nickel und stattdes-
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
KÜCHENTECHNIK 85<br />
Foto: Mayway<br />
sen mehr Magnesium einsetzen. Nickel<br />
macht den Stahl widerstandsfähiger<br />
und sorgt für einen höheren Korrosionsschutz.<br />
„Nirosta“ ist eigentlich ein<br />
irreführender Name, denn es gibt keinen<br />
Stahl, der nie rostet. Edelstahl reagiert<br />
empfindlich auf Salze und Chlor.<br />
Deswegen werden in Schwimmbädern<br />
andere Qualitäten eingesetzt: V4A-<br />
Edelstahl. Den nimmt man auch, wenn<br />
man schlachtet oder in der Pathologie.<br />
Weil Blut auch eine Säure ist. Im normalen<br />
Einsatzbereich kann man den deutlich<br />
günstigeren V2A-Stahl nehmen.<br />
Außerdem sind im Stahl immer kleine<br />
Anteile an Schwefel eingeschlossen<br />
und dort kann der Rost ansetzen, selten<br />
aber doch kommt es dann zu Lochfraß.<br />
Dennoch sind unsere Edelstahlküchen<br />
sehr langlebig, wir geben fünf Jahre Garantie<br />
auf alle Edelstahlverbauten. Die<br />
info<br />
Mayway aus Wiener Neudorf<br />
ist Österreichs größter<br />
Anbieter von Edelstahlmöbeln.<br />
Der Edelstahl kommt<br />
zu 100% aus Europa. Mayway<br />
berät seine Kunden und baut<br />
Küchen und Theken maßgerecht<br />
und in Sonderanfertigungen.<br />
Die Edelstahlmöbel<br />
erfüllen alle geforderten<br />
Hygieneansprüche, ob HS,<br />
H1, H2 oder H3.<br />
www.mayway.eu<br />
Lebenszeit ist natürlich viel länger, bis<br />
zu 20 Jahre.<br />
Zerkratzen Edelstahloberflächen<br />
nicht sehr schnell?<br />
Allerdings, <strong>das</strong> lässt sich nicht vermeiden.<br />
Also kommt häufig auf die Edelstahlkonstruktion<br />
im Barbereich eine<br />
Arbeitsplatte, aus Corian zum Beispiel.<br />
Es gibt auch widerstandsfähige<br />
Kompaktplatten mit einem speziellen<br />
Verbundssystem, <strong>das</strong> sehr hart und<br />
wasserfest ist. In der Küche im Patisseriebereich<br />
wird natürlich Granit oder<br />
Marmor als Arbeitsoberfläche eingesetzt.<br />
Teig würde am Edelstahl picken<br />
bleiben.<br />
Und wie sieht es mit Hitze aus? Kann<br />
man eine heiße Pfanne auf eine Edelstahloberfläche<br />
stellen?<br />
Da sprechen Sie etwas sehr Sensibles<br />
an. Das kann man nicht ohne Weiteres.<br />
Dafür braucht man einen guten<br />
Unterbau. Die dünne Edelstahloberfläche<br />
wird verklebt, damit sie sich nicht<br />
wellen kann. Und sie sollte mindestens<br />
1 bis 2 mm stark sein. Unter der Edelstahloberfläche<br />
liegt eine mit der Oberfläche<br />
verklebte Verbundplatte. Wir haben<br />
auch eine Serie im Programm, da<br />
verzichten wir komplett auf diese Verbundplatte<br />
und arbeiten mit Edelstahl-<br />
Rohrprofilen bei der Unterkonstruktion.<br />
Dann ist die Konstruktion noch<br />
massiver, hat aber den Nachteil, <strong>das</strong>s<br />
sich manche Stellen dann hohl anfühlen,<br />
mag auch nicht jeder.
86 KÜCHENTECHNIK<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Hygienisches<br />
Mehrweggeschirr<br />
Das Wort „Mehrweg“ hat eine<br />
große Strahlkraft, und <strong>das</strong> insbesondere<br />
in der Gastronomie.<br />
Doch auch in Kinos, Kindergärten,<br />
Schulen, bei Events oder im Handel<br />
wird im Außer-Haus-Verkauf<br />
immer mehr auf spülbare Becher<br />
und Geschirr aus Kunststoff, oder<br />
auf wiederbefüllbare Flaschen gesetzt.<br />
Jedoch hat es <strong>das</strong> Spülen von<br />
Mehrwegbehältnissen in sich und<br />
verlangt nach besonderer Technik.<br />
Die Hobart Experten wissen, worauf<br />
es beim hygienesicheren Spülen<br />
und Trocknen von Mehrweggeschirr<br />
ankommt. Basierend auf<br />
seiner langjährigen Erfahrung mit<br />
Kunststoff-Spüllösungen für den<br />
Catering- und Eventbereich präsentiert<br />
der Weltmarkführer gewerblicher<br />
Spültechnik passende<br />
Spüllösungen für jeden Bedarf und<br />
für die unterschiedlichste Mehrweg-Behältnisse<br />
– von der kleinen<br />
Untertischspülmaschine bis<br />
hin zur großen Bandspülanlage.<br />
www.hobart.de<br />
Fotos: Hobart<br />
Trends in der Küchentechnik<br />
„Kochgeschirr für ein<br />
ganzes Leben“<br />
Der Trend, <strong>das</strong>s die Nutzung von Verkaufsautomaten<br />
immer wichtiger<br />
wird, lässt sich ganz klar erkennen. Immer<br />
mehr dieser Geräte halten in den<br />
meisten Nonfood-Bereichen Einzug. Vor<br />
allem die drei eigens von Frigomac entwickelten<br />
Contactless drop-off Produkte<br />
werden immer essentieller – diese vereinen<br />
Technik, Nachhaltigkeit, Innovation<br />
und 24/7. Die gefragtesten Produkte<br />
im Bereich der Küchentechnik sind zwar<br />
simpel, aber nicht mehr wegzudenken:<br />
Desinfektionsspender sind nach wie vor<br />
Top-Produkte, um die immer strengeren<br />
Hygienemaßnahmen bestmöglich zu erfüllen.<br />
Auch ein Merkmal der letzten Zeit<br />
ist, <strong>das</strong>s Qualität vor Quantität kommt.<br />
Der Fokus liegt hier klar auf hochwertigen<br />
Geräten und Möbeln. Einsparungen<br />
erfolgen daher bei der Anzahl der Geräte.<br />
Beim Kauf von Geräten wird außerdem<br />
auf gute Energielabels geachtet.<br />
Kunden von Frigomac werden aktiv auf<br />
dieses Thema angesprochen, denn es ist<br />
wichtig, Geräte mit guten Energieeffizienzklassen<br />
anzubieten.<br />
www.frigomac.at<br />
Das Startup Olav hat Wegwerf-Pfannen<br />
den Kampf angesagt und entwickelte<br />
mit Olav ein „Kochgeschirr für ein<br />
ganzes Leben“. Jetzt wurde auch die erste<br />
Pfannenboutique by Olav als Pop-up<br />
Store in der Spiegelgasse 3, im 1. Wiener<br />
Gemeindebezirk eröffnet. Schon<br />
Profis wie Haya Molcho, Paul Ivić oder<br />
Silvio Nickol setzen auf diese Innovation.<br />
Denn Kupferkernpfannen sind<br />
immer wieder neu beschichtbar und<br />
damit nachhaltiger als Wegwerf-Pfannen.<br />
Zudem griffen die Gründer von<br />
Olav, die Wienerin Christina Neworal<br />
und ihr Bonner Kollege Till von Buttlar,<br />
auf Kupfer zurück: Kupfer leitet Wärme<br />
8x besser als Gusseisen und sogar 20x<br />
besser als Edelstahl. Da sich aber klassische<br />
Kupferpfannen nicht für Induktionsherde<br />
eignen, wird <strong>das</strong> Kupferherz<br />
der Pfannen mit mehreren Schichten<br />
ummantelt und mit einer keramisch<br />
verstärkten Antihaftbeschichtung versehen.<br />
Neworal: „Unsere Beschichtung<br />
ist keramisch verstärkt, extrem langlebig<br />
und hitzebeständig. Ist sie trotzdem<br />
abgenützt, können die Olav Pfannen<br />
günstig wiederbeschichtet werden.“<br />
https://myolav.com/<br />
Foto: Frigomac<br />
Fotos: Olav
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
KÜCHENTECHNIK 87<br />
Foto: Rist<br />
Silko Evolution:<br />
„Einer für alles“<br />
Hochwertiges Design für hochwertige Leistungen. Die komplette<br />
Lösung für Ihr Unternehmen. Mit einem Hauch von<br />
Design für ein modernes und gefragtes Ambiente. Ganz aus<br />
Edelstahl, garantiert diese Küche maximale Robustheit und<br />
Zweckmäßigkeit. Dank Zubehör, <strong>das</strong> auf Anfrage zur Verfügung<br />
steht, wie beispielweise eine Hinterwand aus Edelstahl<br />
mit Ausstattung und eine Ablagefläche zur Kundenseite hin,<br />
deren Feinverarbeitung farblich mit den Türflügeln abgestimmt<br />
ist, bietet Silko Ihnen die Möglichkeit, Ihren Arbeitsplatz auf<br />
praktische und effektive Art zu organisieren. Für alle Restaurants,<br />
die ihren Gästen ein komplettes Empfindungserlebnis<br />
bieten möchten, für Lokale, die ihr Angebot mit einzigartigen<br />
Gerichten erweitern möchten. Evolution stellt Evo Full vor, ein<br />
Kochsystem, <strong>das</strong> es ermöglicht, Gerichte aller Art in nur zwei<br />
Metern Platz zu zubereiten. Funktionen: Fritteuse, Multifunktionsplatte,<br />
Spülbecken mit Brause, Induktion 2 Zonen, Mehrzweckbehälter,<br />
Nudelkocher.<br />
www.rist.at<br />
Mehrwegverpackung<br />
der Umwelt zuliebe<br />
Die Nachfrage<br />
nach nachhaltigem<br />
Konsum<br />
steigt. Dies<br />
gilt für Non-<br />
Food, Food und<br />
auch für die jeweilige<br />
Verpackung.<br />
Mehrwegbehälter<br />
für Essen und<br />
Getränke zum<br />
Mitnehmen<br />
und Bestellen sollen künftig dazu beitragen, Abfälle zu vermeiden,<br />
Rohstoffe zu sparen und die Umwelt zu schonen.<br />
Unter dem Namen „Good Bowl“ gibt es daher jetzt ein<br />
neues, nachhaltiges To-Go-Konzept für Gastronomie und<br />
Großküchen. Es handelt sich dabei um ein komplettes System<br />
mit verschiedenen Größen und Einteilungen.<br />
Je nach Speisenangebot kann aus drei Formen ausgewählt<br />
werden:<br />
› GoodBowl Big. Die GoodBowl für Hauptspeisen, Pasta, Suppen,<br />
große Salate und vieles mehr. Füllmenge 1300 ml<br />
› GoodBowl Twin. Im Format der GoodBowl Big. Aber mit<br />
zwei getrennten Kammern. Ideal z.B. für Hauptspeisen mit<br />
Beilagen oder Soßen. Füllmenge 600 ml + 400 ml<br />
› GoodBowl Tiny. Ideal für Beilagensalate, Desserts und<br />
Snacks. Füllmenge 550 ml<br />
Alle Schalen sind mikrowellen- und spülmaschinenfest<br />
und temperaturbeständig.<br />
www.sick-werksvertretung.com<br />
Foto: Thermoplan<br />
DOUBLE<br />
MAKES SENSE.<br />
THE WORLD‘S FIRST<br />
TWO-LEVEL-WASHER<br />
www.hobart.de/tlw
88 GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Foto: Stefanie Starz<br />
„Wir bauen die Vorlieben<br />
in den Speiseplan ein“
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG 89<br />
Die SV (Österreich) GmbH ist eines der größten heimischen Unternehmen in der<br />
Gemeinschaftsverpflegung und seit knapp 20 Jahren auch für <strong>das</strong> leibliche Wohl von<br />
Bewohnern wie Mitarbeitern dreier Caritas-Heime in Wien verantwortlich. Von Clemens Kriegelstein<br />
Für Bewohner in Senioren- oder<br />
Pflegeheimen sind die Mahlzeiten<br />
oft genug die Höhepunkte des<br />
Tages, zudem ist man hier naturgemäß<br />
oft mit Gästen „mit besonderen<br />
Bedürfnissen“ konfrontiert (dieser PC-<br />
Ausdruck ist zwar häufig ein Ärgernis,<br />
im konkreten Fall allerdings entspricht<br />
er der Realität). Das beginnt bei diversen<br />
Diät-Anforderungen und endet bei<br />
Schluckbeschwerden, die eine Breikost<br />
verlangen. Dazu soll die Ernährung gesund<br />
und ausgewogen sein und tendenziell<br />
nicht zu viel Salz beinhalten. Jede<br />
Menge Voraussetzungen also, für die<br />
die Caritas Socialis etwa an drei Wiener<br />
Standorten mit der SV-Group einen<br />
erfahrenen Caterer gefunden hat, der in<br />
Österreich zu den größten Playern im<br />
Bereich der Gemeinschaftsverpflegung<br />
(mit Fokus auf Mitarbeiterrestaurants,<br />
Schulen, Kindergärten und Verpflegung<br />
im Gesundheitswesen) gehört.<br />
Seit 2002 besteht diese Partnerschaft,<br />
wie Rupert Koch, operativer<br />
Direktor der SV-Group gegenüber<br />
<strong>GASTRO</strong> erklärt. 160 Bewohner am<br />
Standort Oberzellergasse (1030), etwa<br />
70 in der Pramergasse (1090) und nochmal<br />
knapp 80 in der Veitingergasse<br />
(1130) plus dem jeweils dazugehörenden<br />
Pflege- und administrativen Personal<br />
werden also von SV kulinarisch täglich<br />
komplett versorgt. Komplett bedeutet in<br />
dem Fall Frühstück, Mittag-, Abendessen<br />
sowie eine Nachmittagsjause. Außerdem<br />
steht noch an zwei der Standorte<br />
eine (kostenpflichtige) Cafeteria zur<br />
Verfügung, die meist für den Besuch von<br />
Gästen benutzt wird.<br />
Vor Ort wird frisch gekocht<br />
Gekocht wird nicht in einer Zentralküche,<br />
sondern jeweils frisch vor Ort. Insgesamt<br />
31 Mitarbeiter sind dabei bei<br />
SV ausschließlich für die drei Caritas-<br />
Standorte zuständig. Das Frühstück ist<br />
klassisch, mittags wird von Montag bis<br />
Donnerstag ein 3-Gang-Menü angeboten,<br />
bestehend aus Suppe, zwei Hauptspeisen<br />
zur Wahl („köstlich bewährt“<br />
info<br />
SV-Group<br />
oder vegetarisch) und einem Dessert.<br />
Freitag bis Sonntag gibt es dann zusätzlich<br />
eine dritte Hauptspeise („traditionelle<br />
Küche“) zur Auswahl. Dazu kommt<br />
jeweils noch ein Salatbuffet. Die Jause<br />
besteht traditionell aus Kaffee und Kuchen<br />
und abends haben die Bewohner<br />
die Wahl zwischen kalten und warmen<br />
Speisen, <strong>das</strong> kann beispielsweise ein<br />
belegtes Brot oder ein Wurstsalat sein,<br />
ein Paar Würstel, eine Gulaschsuppe<br />
oder ein Scheiterhaufen. Die jeweiligen<br />
Wunschmenüs sollten zwar aus logistischen<br />
Gründen im Vorhinein bekanntgegeben<br />
werden, aber diese sind nicht<br />
in Stein gemeißelt. Bei kurzfristigen Änderungswünschen<br />
vor Ort ist man immer<br />
flexibel.<br />
„Wir haben bei der SV auch eine Diätologin<br />
beschäftigt und erstellen mit ihr<br />
jeweils einen ausgewogenen und abwechslungsreichen<br />
6-Wochen-Speiseplan.<br />
Außerdem bieten wir auch eine<br />
Ernährungsvisite an, wo die Diätologin<br />
2x/Jahr die Bewohner besucht und<br />
bei Bedarf auch eine besondere Kostform<br />
empfiehlt“, erklärt Rupert Koch,<br />
der selbst – ja tatsächlich – ausgebildeter<br />
Koch ist. Dass selbstverständlich<br />
wenn nötig auch lactose- oder glutenfrei<br />
etc. gekocht wird, versteht sich ohnehin<br />
von selbst. Abschließend schaut<br />
noch die Pflegedienstleitung in jedem<br />
Haus über die Speisepläne und gibt diese<br />
frei.<br />
Saisonale und regionale Produkte<br />
im Fokus<br />
Beim Einkauf achtet man vor allem<br />
auf saisonale und regionale Produkte.<br />
„Fleisch kommt etwa nur aus Österreich,<br />
Brot und Gebäck von der Bäckerei<br />
Felber, Beilagenerdäpfel stammen<br />
vom Biohof Niedermayer“, weiß Koch.<br />
Das Gros der Grundprodukte wird dabei<br />
von AGM geliefert. Bio ist nicht wirklich<br />
<strong>das</strong> große Thema. Gesund und ausgewogen<br />
müsse die Ernährung halt sein,<br />
wobei viele Ideen auch von den Heimbewohnern<br />
selbst kämen. Koch: „Die Bewohner<br />
haben ja auch Vorlieben und die<br />
bauen wir dann eben in die Speisepläne<br />
ein. Deswegen gibt es auch keinen<br />
zentralen Speiseplan für alle Standorte,<br />
sondern jeder Küchenchef kann hier –<br />
eben abgestimmt mit der Diätologin –<br />
Die SV Group ist eine führende Gastronomie- und Hotelmanagement-Gruppe<br />
mit Schweizer Wurzeln. Der Hauptsitz der SV Group<br />
Österreich befindet sich in Wien. Die Gruppe ist in mehreren Geschäftsfeldern<br />
tätig: Restaurants für Unternehmen und Schulen,<br />
Hotels mit Eigenmarken sowie mit weiteren renommierten Marken<br />
als Franchisenehmerin, öffentliche Restaurants mit innovativen<br />
Konzepten sowie gastronomischer Lieferservice und Catering. Die<br />
SV Group beschäftigt rund 6.100 Mitarbeiter, davon 500 in Österreich<br />
in 65 Betrieben.<br />
Die SV Group geht auf die 1914 gegründete Non-Profit-Organisation<br />
„Schweizer Verband Soldatenwohl“ zurück. Else Züblin-Spiller<br />
errichtete landesweit Soldatenstuben und servierte dort ausgewogene<br />
und preiswerte Verpflegung. Die ideellen Werte der Gründerin<br />
werden heute von der SV Stiftung weitergeführt. Diese gemeinnützige<br />
Stiftung ist Mehrheitsaktionärin der SV Group und setzt ihre<br />
Dividende für Projekte im Bereich der gesunden Ernährung und für<br />
<strong>das</strong> Gemeinwohl ein.
90 GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Die mobilen Bewohner der Caritas-Heime nehmen ihre Mahlzeiten auch gerne<br />
gemeinsam in den Speisesälen ein.<br />
Fotos: Caritas Socialis<br />
relativ frei agieren. Da wird dann eben<br />
in einem Heim gerne Polenta gegessen,<br />
in einem anderen nicht. Sowas wird alles<br />
berücksichtigt. Und wenn ein Gericht<br />
nicht passt, dann kommt davon<br />
auch wieder viel retour. Sowas merken<br />
wir dann ganz schnell.“<br />
Eine konkrete Preisstruktur, was also<br />
eine Tagesverpflegung kosten darf, gibt<br />
es nach Kochs Angaben natürlich, diese<br />
sei allerdings in ein Gesamtkonzept<br />
eingebunden. „Wir haben schon auch<br />
etwa regelmäßig Kalbfleisch auf dem<br />
Speiseplan, also der Preis ist jetzt nicht<br />
<strong>das</strong> ausschlaggebende Kriterium.“ Und<br />
wenn sich ein Bewohner etwas Spezielles<br />
wünscht, dann wird man immer versuchen,<br />
<strong>das</strong> umzusetzen. Aber vor allem<br />
müssten die Speisen halt leicht zu kauen<br />
sein, was etwa Steaks von vorneherein<br />
ausschließe.<br />
Geschmäcker ändern sich<br />
Was man im Laufe der Jahre jedenfalls<br />
merken würde, sei eine gewisse Änderung<br />
der Essensvorlieben. Noch immer<br />
seien zwar Klassiker wie Schweinsbraten<br />
oder Schnitzel gerne gesehen, bzw.<br />
gegessen, aber die jüngeren Jahrgänge<br />
der Heimbewohner seinen eben auch<br />
schon deutlich mehr in der Weltgeschichte<br />
herumgekommen und daher<br />
internationalen Gerichten gegenüber,<br />
abseits von Spaghetti Bolognese, aufgeschlossener.<br />
Und auch die vegetarischen<br />
bis veganen Gerichte werden laut<br />
Koch immer stärker nachgefragt. Und<br />
<strong>das</strong> nicht nur von den (jüngeren) Pflegekräften,<br />
sondern auch in zunehmendem<br />
Maße von den Heimbewohnern.<br />
Eingenommen werden die Mahlzeiten<br />
von den Bewohnern entweder auf<br />
den Stationen in den Zimmern oder –<br />
wenn es der körperliche Zustand zulässt<br />
– im zentralen Speisesaal. „Bediente<br />
Selbstbedienung“ nennt man bei SV<br />
den Vorgang dort. Bedeutet: Suppe, Salat<br />
und Dessert werden vom Buffet geholt,<br />
<strong>das</strong> Hauptgericht wird von einem<br />
Mitarbeiter auf einem Tablett angerichtet<br />
und dieses vom Gast selbst zum<br />
Tisch getragen. „Dadurch sind kurzfristige<br />
Wünsche – etwa nur ein halbes<br />
Schnitzel oder doch der Kaiserschmarrn<br />
statt dem Fleischgericht – für uns auch<br />
problemlos erfüllbar“, erklärt Koch. Insgesamt<br />
sei der Aufwand also sehr groß<br />
in den Küchen und leider hinke da der<br />
Imagewandel ein wenig hinterher. „Für<br />
viele hat diese ‘Seniorenküche‘ noch immer<br />
einen faden Beigeschmack und oft<br />
genug hört man von gestandenen Köche<br />
etwas in der Art von ‘ah geh, sowas<br />
mache ich doch locker mit‘, die schauen<br />
dann oft groß, was hier alles zu tun<br />
ist. Wie gesagt, diese Vielzahl an Diäten,<br />
die anderen Anforderungen – <strong>das</strong> ist alles<br />
nicht zu unterschätzen“, so Koch abschließend.
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
ADVERTORIAL 91<br />
Rekordverdächtig! Österreichs größter<br />
Anbieter von Edelstahlmöbel<br />
314 x Edelstahlküchen und <strong>12</strong>.137 x Einzelmöbel von MAYWAY.<br />
Auch im Pandemie Jahr 2020 konnte<br />
MAYWAY seine Produktionsmengen<br />
steigern. Das ist sicher auch der schnellen<br />
Verfügbarkeit durch die riesigen<br />
MAYWAY Lagerkapazitäten zu verdanken.<br />
“Mehr als 1000 verschiedene Edelstahlmöbel<br />
haben wir ständig prompt<br />
verfügbar und Sonderbauten werden in<br />
Rekordgeschwindigkeit hergestellt“.<br />
Qualität zahlt sich aus!<br />
„Alle MAYWAY Edelstahlmöbel sind<br />
100 % ,Made in Europe‘, darauf dürfen<br />
Sie vertrauen. Billigware aus China finden<br />
Sie davon bei uns nicht“, so Swen<br />
May, GF der MAYWAY Gruppe.<br />
Wir beraten Kunden individuell zu<br />
Premium Möbeln wie Edelstahltischen,<br />
Arbeitsschränken, Geschirrschränke,<br />
Edelstahlspülen und vielen Sonderbauten<br />
aus Premium Edelstahl V2A,<br />
(1.4301, X5CrNi18-10, AISI 304) oder<br />
V4A, (1.4401 (X5CrNiMo17-<strong>12</strong>-2, AISI<br />
316). Jedes Produkt kann ohne großen<br />
Aufpreis in Sondergrößen gefertigt werden.<br />
Sonderanfertigungen sind für MAY-<br />
WAY-Mitarbeiter eine stets willkommene<br />
Abwechslung. Meistens werden für<br />
Edelstahlmöbel sowie Arbeitsplatten<br />
ungewöhnliche Maße gewünscht. Bei<br />
MAYWAY geht <strong>das</strong> alles ganz einfach.<br />
Alle gängigen Hygieneausführungen<br />
sind bei MAYWAY erhältlich. Ob HS, H1,<br />
H2 oder H3 – wir erfüllen alle Kundenwünsche.<br />
Die hochqualifizierten und erfahrenen<br />
Mitarbeiter sowie der Einsatz<br />
modernster CAD-Technik im Maschinenpark<br />
machen es möglich!<br />
Wir folgen mit neuen Produktentwicklungen<br />
ständig den Trends der Branche.<br />
Die große Nachfrage nach Bartheken<br />
und Outdoor-Küchen komplett aus<br />
Edelstahl können ebenso erfüllt werden.<br />
Wie etwa die beliebten Weinregale aus<br />
Edelstahl, die MAYWAY neu im Sortiment<br />
führt.<br />
Bei hohen Ansprüchen an Design,<br />
Hygiene und Lebensdauer sind MAY-<br />
WAY-Edelstahlmöbel genau <strong>das</strong> Richtige.<br />
Wir sind von unserer Qualität überzeugt,<br />
deshalb erhalten MAYWAY Kunden<br />
auf Edelstahlmöbel 5 Jahre Garantie.<br />
Mehr Informationen erhalten Sie in unseren<br />
Standorten bei Ihrem MAYWAY<br />
Verkaufsberater.<br />
www.mayway.eu oder 0810-100 180<br />
Foto: MAYWAY<br />
D A S O N L I N E P O R T A L<br />
facebook.com/<strong>GASTRO</strong><strong>das</strong>fachmagazin<br />
twitter.com/<strong>GASTRO</strong>webportal<br />
www.gastro.at<br />
Melden Sie sich für unseren wöchentlichen Newsletter unter<br />
www.gastroportal.at/newsletter an!
92 SOFTWARE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Neue Ideen für die<br />
Stadthotellerie<br />
Foto: Pixabay<br />
Mit Digitalisierung und Umdenken – so können Stadthotels neue Gästeschichten ansprechen:<br />
Mehr Leasuregäste statt der wegbrechenden Business/MICE-Gäste gewinnen! Von Thomas Askan Vierich<br />
Es ist nicht davon auszugehen, <strong>das</strong>s<br />
sich der MICE-Markt in absehbarer<br />
Zeit erholen wird. Das Konferenzgeschäft<br />
wird sich auch nach<br />
Corona dauerhaft verändert haben.<br />
Stadthoteliers müssen sich neben den<br />
Geschäftsreisenden neue Kunden erschließen:<br />
noch mehr auf den Leisurebereich<br />
setzen. Und zwar nicht nur auf<br />
städtereisende Singles und Pärchen, sondern<br />
auch auf Familien.<br />
Denn der Freizeitgast kehrt schneller<br />
zurück als der Geschäftsreisende. Wie<br />
aber bekommt man Feriengäste in die<br />
Stadt und ins eigene Hotel?<br />
Hoteliers müssen Brücken bauen<br />
zwischen geringer Nachfrage und Überangebot.<br />
Um die Average Daily Rate zu<br />
stabilisieren oder gar zu heben, könnte<br />
man einen Hygieneaufschlag verlangen.<br />
Das kann man glaubwürdig kommunizieren<br />
und den sind Gäste auch<br />
bereit zu zahlen. Denn solche Maßnahmen<br />
werden auch noch 2022 notwendig<br />
sein. Darüber hinaus könnte man seine<br />
Pachtverträge und Lieferantenverträge<br />
prüfen und eventuell nachverhandeln.<br />
Hier ist man durchaus in einer guten Position.<br />
Auf keinen Fall auf einen Preiskampf<br />
einlassen. Diese Spirale kann nur<br />
nach unten drehen.<br />
Um die Nachfrage zu beleben, sollte<br />
man gezielt Leisuregäste ansprechen,<br />
ohne dabei seine Identität als Businesshotel<br />
preiszugeben. Man könnte seine<br />
Vertriebskanäle checken und mehr<br />
auf solche setzen, wo sich Urlauber und<br />
Privatreisende informieren (Social Media,<br />
Spezialplattformen wie Hideaway,<br />
Urlaubsguru u.a.). Man sollte auch sein<br />
Image überdenken und seine Homepage<br />
anpassen: Weniger die tollen Konferenzräume<br />
betonen, dafür andere Angebote<br />
wie Wellness, Restaurant, Bar etc.<br />
Job & Familie<br />
Reisende werden in Zukunft ihre Geschäftsreisen<br />
mit Urlaubsreisen verbinden<br />
wollen, auch weil sich damit der<br />
CO2-Fußabdruck eines Fluges verringern<br />
lässt. Also werden sie vielleicht ihre<br />
ganze Familie mitbringen. Papa und/oder<br />
Mama arbeiten und machen gleichzeitig<br />
Ferien. Das heißt, <strong>das</strong> Hotel kümmert<br />
sich um die reizenden Blagen (und den<br />
Ehepartner), während der andere arbeitet:<br />
Macht ihnen Freizeitangebote, spezielle<br />
Kindermenüs, Betreuung und so weiter.<br />
Warum nicht für Kinder schon am<br />
Frühstücksbüffet leckere Smoothies lustig<br />
verpackt anbieten? Oder eine Orangenpresse<br />
zum Selbersaften?<br />
Das funktioniert in der Ferienhotellerie<br />
meist schon ganz gut, vor allem in Family-Hotels.<br />
Aber kann man da auch arbeiten?<br />
Sind die auf Erwachsene eingestellt,<br />
die gern an ihren Projekten auch
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
SOFTWARE 93<br />
im (verlängerten) Urlaub werkeln möchten?<br />
In der Stadthotellerie ist es eher umgekehrt:<br />
Die sind oft auf Geschäftsreisende,<br />
Erwachsene und Business-Nomaden<br />
eingestellt. Aber wehe, wenn die ihre Familie<br />
mitbringen! Dann muss Papi oder<br />
Mami schon selbst für Beschäftigung<br />
sorgen. Das hat auch der Geschäftsführer<br />
der Achat-Hotelgruppe Philipp von Bodman<br />
bemerkt. Nicht nur, <strong>das</strong>s er für seine<br />
Stadthotels in Deutschland und Salzburg<br />
angesichts des noch länger schwächelnden<br />
MICE-Markts neue Zielgruppen<br />
sucht, er hat es auch selbst erlebt: „Man<br />
muss flexibel und kreativ auf veränderte<br />
Marktbedingungen reagieren“, sagt<br />
er. „Auslöser waren meine eigenen Erfahrungen<br />
beim Reisen mit meinen drei<br />
Kids, die zwischen ein und sieben Jahre<br />
alt sind. Wenn wir in ein typisches Urlaubs-<br />
oder Erlebnishotel für die ganze<br />
Familie fahren, ist alles wunderbar.<br />
Im Vorfeld brauchen meine Frau und ich<br />
uns keine größeren Gedanken rund um<br />
unsere Kleinen zu machen und auch an<br />
Hardware müssen wir nur <strong>das</strong> Nötigste<br />
mitnehmen. Bei Städtereisen sieht<br />
<strong>das</strong> schon ganz anders aus: Die meisten<br />
Hotels sind auf Erwachsene ausgerichtet.<br />
Service für Eltern und Kind? Auf <strong>das</strong><br />
Notwendige konzentriert! Das haben wir<br />
Bei der Planung von Hotelzimmern spielt die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle.<br />
Fotos: Achat<br />
jetzt an mehr als der Hälfte unserer Hotelstandorte<br />
geändert.“<br />
Zu den neuen Angeboten gehören<br />
Appartments mit Kitchenetten für längere<br />
Aufenthalte und es gibt einen „proaktiven<br />
Rundum-Service“ für Familien:<br />
Schon beim Check-in wird den Kindern<br />
mit besonderer Aufmerksamkeit begegnet<br />
und man begleitet die Kids während<br />
der gesamten Guest-Journey mit Tipps<br />
für kindergerechte Ausflüge und/oder ein<br />
Unterhaltungsprogramm in der Nähe.<br />
Dazu gibt es Babyausrüstungen mit Zustellbett,<br />
kindergerechte Toilettensitze,<br />
Windeleimer und -auflagen sowie Kinderpflegeprodukte.<br />
Für die schnelle Wäsche<br />
stehen Gäste-Waschmaschinen zur<br />
Verfügung.<br />
Konfliktpotenzial zwischen klassischen<br />
Geschäftsreisenden und Familien<br />
sieht von Bodman keines. Weil in den<br />
meisten Fällen Familien eher am Wochenende<br />
reisen und Arbeitende unter<br />
der Woche. Und wenn es doch zu Überschneidungen<br />
kommt, was ja durchaus<br />
beabsichtigt ist? „Im Idealfall inspirieren<br />
wir Businessreisende sogar zum Städtetrip<br />
mit Kids in einem unserer Hotels<br />
oder geben dem Geschäftsreisenden ein<br />
kleines Mitbringsel für die Kids zuhause<br />
an die Hand.“<br />
Businessgäste sind treu und loyal, legen<br />
großen Wert auf Internet/WLAN,<br />
für sie ist die Lage (nahe am Konferenzzentrum/Kunden)<br />
entscheidend und sie<br />
schätzen zusätzliche Services (Zimmerservice,<br />
Minibar etc). Leisuregäste haben<br />
andere Ansprüche: Sie sind preissensibel,<br />
suchen nach passenden Packages, richten<br />
sich stark nach Bewertungen und<br />
Aus der Gastronomie<br />
für die Gastronomie<br />
NovaTouch ® ist die ideale Systemlösung für Kassa und Warenwirtschaft –<br />
von der gehobenen Tischgastronomie über die Szenegastronomie<br />
bis hin zur Systemgastronomie.<br />
Inklusive Filialmanagement, Allergen-Informationssystem und vielfältigen<br />
Lösungen für <strong>das</strong> mobile Bonieren und bargeldlose Bezahlen.<br />
So werden Sie allen Bedürfnissen<br />
Ihrer Gäste gerecht!<br />
www.novacom.at
94 SOFTWARE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
schätzen Hoteleinrichtungen wie SPA,<br />
Fitness oder Mobilitätsangebote (Fahrrad,<br />
E-Scooter). Um diese Gäste erfolgreich<br />
anzusprechen, sollte man seine Reputation<br />
im WWW checken und eventuell<br />
dort ein bisschen nachhelfen. Man<br />
könnte seine Firmenkontakte ansprechen<br />
und ihnen Angebote für Privatreisen<br />
machen.<br />
Und man sollte neue Packages schnüren<br />
– auch jenseits von Familien: Zum<br />
Beispiel einen günstigen Parkplatz anbieten.<br />
Gäste reisen in Coronazeiten verstärkt<br />
mit dem eigenen Auto an. Man<br />
könnte mit externen Partnern kooperieren:<br />
ÖPNV (Tagestickets im Zimmerpreis<br />
inkludiert), Fahrradverleih, E-Scooter-Anmeldung,<br />
Radrouten abseits der<br />
üblichen Touristenpfade anbieten. Die<br />
eigenen Mitarbeiter nach Geheimtipps<br />
fragen und diese den Gästen kommunizieren.<br />
Tickets für Museen, Freizeitparks,<br />
Freibäder, Konzerte anbieten. Mehr Freizeitangebote<br />
im eigenen Haus bieten,<br />
leer stehende Konferenzräume für Veranstaltungen<br />
nutzen: Mini-Kino für Kinder,<br />
Vorträge, Personal Training usw.<br />
Gäste wollen schon im Vorfeld wissen,<br />
wie unter verstärkten Hygieneregeln<br />
<strong>das</strong> Frühstück funktioniert, ob es dafür<br />
Timeslots gibt. Was passiert, wenn ich<br />
kurzfristig absagen muss oder krankheitsbedingt<br />
früher abreisen muss? Wie<br />
funktioniert der Check-in? Gibt es kontaktlose<br />
Möglichkeiten? Ist der SPA-Bereich<br />
geöffnet? Hier ist Ehrlichkeit gefragt,<br />
keine falschen Versprechungen<br />
machen.<br />
InRoomTablets können Hotelgäste digital begeistern.<br />
Foto: Pixabay<br />
Digitalisierung als Weg<br />
aus der Krise<br />
Vor allem Digital Natives erwarten digitale<br />
Helfer. Das können Selfcheckin-Stationen<br />
sein wie am Flughafen oder Angebote<br />
für BYOD (Bring Your Own Device):<br />
Dass der eigene Netflix-Account auch<br />
am TV im Zimmer funktioniert. Man<br />
kann dem Gast schon bei der Buchung<br />
Zugang zur Hotelapp anbieten, über die<br />
er dann auch einchecken kann (digitaler<br />
Meldeschein). Das eigene Smartphone<br />
kann auch als Zimmerschlüssel fungieren<br />
und man kann über die Hotelapp per<br />
Pushnachrichten Promotion betreiben.<br />
Oder den Gast digitale Grußkarten an<br />
Freunde verschicken lassen (und so kostenlos<br />
Werbung auf den sozialen Kanälen<br />
bekommen). Hier könnte man auch<br />
gegen ein Gratis-Getränk <strong>das</strong> Zimmerservice<br />
abbestellen (spart Kosten) oder<br />
Massagen buchen.<br />
Immer beliebter werden Tablets am<br />
Zimmer, über die die Gästekommunikation<br />
läuft. Lose Blattsammlungen<br />
sind definitiv out. Über diese Tablets<br />
kann der Gast Zusatzangebote buchen.<br />
Hierüber kann auch die coronabedingte<br />
Registrierung für den Restaurantbesuch<br />
abgewickelt werden. Hier können<br />
Tickets oder Leihräder gebucht<br />
info<br />
werden. Volker Niemczyk von Betterspace<br />
weiß aus eigener Erfahrung, <strong>das</strong>s<br />
diese InRoomTablets die höchste Nutzungsrate<br />
von allen digitalen Angeboten<br />
haben. „Damit kann und sollte man<br />
Hotelgäste digital begeistern“, rät er.<br />
Betterspace ist eine Ausgründung des<br />
Fraunhofer Instituts und beschäftigt<br />
sich seit 20 Jahren mit den Möglichkeiten<br />
der Digitalisierung in der Hotellerie:<br />
mit Infrastruktur, Smart Home, digitaler<br />
Gästekommunikation und Schnittstellenexpertise.<br />
Zusammengefasst geht es für die Stadthotellerie um diese<br />
Punkte:<br />
1) neue Zielgruppen gewinnen<br />
2) neue Vertriebskanäle erschließen<br />
3) Angebote für Geschäftsreisende mit Familie machen<br />
4) Partnerschaften schließen mit lokalen Anbieter (Restaurant um<br />
die Ecke, Provisionen)<br />
5) attraktive Packages schnüren: Premiumshopping, Feinschmeckertour<br />
6) Stadt- und Regionalmarketing einbeziehen<br />
7) Werbemittel und Marketingbudgets überprüfen: Anzeige in<br />
überregionaler Zeitung, Radiowerbung, back to the roots<br />
8) Sicherheit bieten, flexible Stornoregelungen<br />
9) kreativ sein: do something great! Mitarbeiter einbeziehen, die<br />
kennen Insiderlocations; statt Büffet: Frühstückspicknick mit<br />
Rucksack<br />
10) kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren, auch mit Mitarbeitern<br />
11) digital begeistern; mehr als WLAN anbieten<br />
<strong>12</strong>) Alternativen finden, wenn alles nicht klappt: Quarantänehotels,<br />
Lieferservice, Straßenverkauf von Speisen und Getränken, Büro<br />
auf Zeit; Fitnessangebote für Externe öffnen, Kurse in leerstehenden<br />
Konferenzräumen anbieten
HS/3<br />
HOTEL<br />
SOFT<br />
WARE<br />
So individuell<br />
So individuell<br />
wie Ihre<br />
Gäste<br />
wie Ihre<br />
Gäste<br />
Professionelles Hotelmanagement für<br />
kleine und große Hotels. Jetzt testen!<br />
Professionelles Hotelmanagement für<br />
kleine und große Hotels. Jetzt testen!<br />
5000 Hotels<br />
Bei über<br />
erfolgreich<br />
5000 Hotels<br />
im Einsatz<br />
erfolgreich<br />
im Einsatz<br />
Hohe Funktionalität<br />
Hohe<br />
Einfache<br />
Funktionalität<br />
Bedienung<br />
Einfache<br />
Leicht erlernbar<br />
Bedienung<br />
Leicht<br />
Praxisorientiert<br />
erlernbar<br />
Praxisorientiert<br />
Telefon: +49 (0) 52 31 / 4 58 20 - 0 Email: info@hs3.de www.hs3-hotelsoftware.de
96 SOFTWARE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Küche der<br />
Zukunft<br />
Digitale Helfer für Steuerung,<br />
Vernetzung und Kontrolle der<br />
Küchengeräte sind die Zukunft.<br />
Hobart ist der Weltmarktführer<br />
für Spültechnik im Gewerbebereich<br />
und launcht die zukunftsorientierte<br />
SmartConnect App. Diese<br />
löst die Washsmart App ab, inklusive<br />
neuer Features und verbesserter<br />
Grafik. Alle Hobart Maschinen<br />
im Bereich der Spül- und Gartechnik<br />
können so gemanagt werden.<br />
Relevante Daten sind in Echtzeit<br />
verfügbar und können für <strong>das</strong><br />
Controlling und die Hygienedokumentation<br />
verwendet werden.<br />
Außerdem werden Nutzende vor<br />
Störungen gewarnt, Ausfallzeiten<br />
können dadurch vermieden werden.<br />
„Vernetzung ist die Zukunft. Die<br />
neue SmartConnect App macht<br />
es dem Management und dem<br />
Küchenpersonal noch einfacher,<br />
die Technik effizient und kostensparend<br />
einzusetzen“, so Manfred<br />
Kohler, Geschäftsführer der Hobart<br />
GmbH.<br />
www.hobart.de<br />
Fotos: Hobart<br />
Kassen-Hybrid aus vier<br />
POS-Systemen<br />
Digitale Lösungen für<br />
Vectron-Kassen<br />
Mit dem „Lightspeed Restaurant“ ist<br />
vor kurzem ein neues iPad-Kassensystem<br />
auf den Markt gekommen, <strong>das</strong><br />
in seiner Programmierung einzigartig<br />
und fortschrittlich ist. Das Produkt<br />
kombiniert die fortschrittliche Software<br />
von gleich vier ehemals konkurrierenden<br />
POS-Systemen und vereint deren<br />
stärkste Features zu einer leistungsstarken,<br />
neuen Gastronomie-Plattform. Mit<br />
iKentoo (Schweiz), Kounta (Australien),<br />
Gastrofix (Deutschland) und Upserve<br />
(USA) hatte Lightspeed in den letzten<br />
Jahren mehrere äußerst erfolgreiche Gastronomie-Kassenanbieter<br />
übernommen,<br />
die allesamt zu den Marktführern in ihren<br />
Ländern gehörten. In der neuen Software<br />
Lightspeed Restaurant fließen jetzt<br />
erstmals <strong>das</strong> Know-how und die tiefgehende<br />
weltweite Expertise aller vier Systeme<br />
zusammen.<br />
www.lightspeedhq.de<br />
Beim Kauf eines Vectron-Kassensystems<br />
sind die Cloud-Module Kassen-<br />
Backup und Speisekarten-Download per<br />
QR-Code kostenlos für drei Jahre enthalten.<br />
Weitere erhältliche Module sind<br />
ein aussagekräftiges Reporting, ein Fiskalarchiv<br />
und Software-Updates. Diese<br />
können einzeln gebucht oder über <strong>das</strong><br />
Standard-Paket bezogen werden. Eine<br />
MobileApp als Ergänzung der stationären<br />
Kasse zur schnellen und bequemen Bedienung<br />
und Abrechnung am Tisch kann<br />
flexibel hinzugebucht werden. Eine Online-Tischreservierung<br />
ist durch Anbindung<br />
an <strong>das</strong> System von Resmio möglich.<br />
Damit buchen Gäste online komfortabel<br />
rund um die Uhr ihre gewünschten Plätze<br />
und die Auslastung wird verbessert.<br />
Eine Gutscheinlösung mit den Möglichkeiten<br />
Code-Download, Bon-Aufdruck<br />
und Online-Gutschein soll bald folgen.<br />
www.vectron.de<br />
Foto: Lightspeed<br />
Foto: Vectron Systems
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
SOFTWARE 97<br />
Stressfreie Weihnachten<br />
Während die Inzidenzen<br />
steigen,<br />
steht auch<br />
die Weihnachtszeit<br />
bevor. Für Gastronomen<br />
und Hoteliers<br />
gilt es, sich<br />
den aktuellen Herausforderungen<br />
–<br />
ob der akute Personalmangel<br />
oder<br />
wieder begrenzte<br />
Kapazitäten –<br />
zu stellen und sich<br />
bestmöglich vorzubereiten.<br />
Dabei<br />
haben viele Gastronomen<br />
längst<br />
erkannt, wie bedeutend der Einfluss digitaler<br />
Tools auch für die eigenen Betriebe<br />
ist. Mithilfe der intelligenten All-In-<br />
One-Lösung von gastronovi lässt sich<br />
der gesamte Bestell- und Bezahlvorgang<br />
digitalisieren und automatisieren,<br />
so<strong>das</strong>s beispielsweise über QR Codes<br />
am Tisch Bestellungen vom Kunden<br />
aufgegeben und direkt bezahlt werden<br />
Die Hotellerie muss digital werden.<br />
Das weiß auch Andreas Tedsen, Vize-Präsident<br />
des DEHOGA Schleswig<br />
Holstein und Geschäftsführer des Hotels<br />
Lüttje Burg in Lütjenburg. Seine<br />
Entscheidung fiel daher auf die digitale<br />
Gästemappe, <strong>das</strong> iQ Tab von Betterspace<br />
neben einem stark aufgerüsteten<br />
WLAN-Netz. „Ohne einen barrierefreien<br />
Internetzugang im Hotel geht<br />
heutzutage nicht mehr viel“, erklärte<br />
Tedsen. Mit der innovativen Infotainment-Zentrale<br />
bleibt kein Gästewunsch<br />
offen. Dank der integrierten<br />
können. Ob Vorbestellungen, Self-Ordering<br />
vor Ort oder <strong>das</strong> Anbieten von Online-Bestellungen<br />
zur Abholung bzw.<br />
Lieferung – eine stressfreie Planung der<br />
Kapazitäten und Organisation wird gewährleistet<br />
und kommt in der bevorstehenden<br />
Weihnachtszeit sowohl Gästen<br />
als auch Gastgeber zugute.<br />
www.gastronovi.com<br />
Digitalisierung ja, aber richtig<br />
Diebstahl-Check-Out Prüfung braucht<br />
sich der Hotelier auch keine Gedanken<br />
um Verluste zu machen.<br />
Die iQ Tabs sind mit einer Schnittstelle<br />
mit der HS/3 Hotelsoftware verbunden.<br />
Dank der Partnerschaft von<br />
Betterspace und HS/3kann der Hotelier<br />
jetzt seine Gäste u.a. automatisch mit<br />
einer individuellen Begrüßung auf den<br />
digitalen Gästemappen empfangen. Das<br />
sorgt nicht nur für lächelnde Gesichter<br />
bei seinen Gästen, sondern schafft Vertrauen<br />
und steigert die Kundenbindung.<br />
www.hs3-hotelsoftware.de<br />
Foto: Gastronovi<br />
Orderman-<br />
Technik soll<br />
Servicepersonal<br />
entlasten<br />
Funkboniersystem-Vorreiter Orderman<br />
will mit seiner neuesten<br />
Entwicklung Erleichterung in die<br />
Gastronomie bringen. Der neue<br />
und noch leichter bedienbare Orderman9<br />
soll durch seine innovative<br />
Technik die Arbeit der Service-<br />
Mitarbeiter spürbar erleichtern.<br />
Das soll die Bestellungsabwicklung<br />
effizienter machen, außerdem<br />
wurde erstmals auch eine Bezahlmöglichkeit<br />
integriert.<br />
In den Orderman9 wurden<br />
spezielle Features integriert, die es<br />
Service-Mitarbeitern ermöglichen,<br />
ihren Orderman zu individualisieren<br />
und diverse Einstellungen entsprechend<br />
ihrer persönlichen Arbeitsweise<br />
anzupassen. „Dazu zählen<br />
beispielsweise frei belegbare<br />
Seitentasten für häufig verwendete<br />
Funktionen, die sich nach<br />
Person und Betrieb durchaus unterscheiden“,<br />
so Christian Korneli,<br />
Executive Director Orderman. Das<br />
ebenfalls neue Design soll zudem<br />
höchsten ergonomischen Standards<br />
entsprechen, wodurch der<br />
Orderman9 jetzt noch besser in<br />
der Hand liegen soll.<br />
www.orderman.com<br />
Foto: Orderman
98 VERKAUFSAUTOMATEN<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
„Die Umsatzerwartungen<br />
haben sich erfüllt“<br />
Die Automatisation schreitet aller Orten voran. In Wien kann man inzwischen ganze Menüs plus<br />
Getränke aus einem Automatenrestaurant namens „Foodie Fridge“ beziehen. Von Clemens Kriegelstein<br />
Foodie Fridge bezieht seine Automaten von der Firma Bischof Automaten.<br />
Wie oft werden diese nachgefüllt?<br />
Alle 2 Tage.<br />
Wie funktioniert <strong>das</strong> Informationssystem?<br />
Wie wissen Sie, welche Kästchen<br />
nachgefüllt werden müssen und welche<br />
Inhalte vielleicht abgelaufen sind<br />
und entsorgt werden müssen?<br />
Wir lesen digital aus dem Automaten<br />
den Status aus, über eine App bekommt<br />
unser externer Logistikpartner die Informationen,<br />
was in welchen Automaten<br />
nachzufüllen ist.<br />
Unternehmer Alexander Billasch<br />
ist es gewohnt, Probleme selbst zu<br />
lösen. So auch <strong>das</strong> leidige Versorgungsthema<br />
auf Geschäftsreisen: „Eines<br />
Tages habe ich mir gedacht, es muss<br />
doch mehr geben als Leberkäsesemmel<br />
und Gulaschsuppe.“ Herausgekommen<br />
am Ende des Gedankenganges ist „Foodie<br />
Fridge“, <strong>das</strong> erste Wiener Automatenrestaurant,<br />
<strong>das</strong> diesen Herbst eröffnet<br />
hat und <strong>das</strong> von Getränken über<br />
Snacks bis hin zu hochwertigen Hauptspeisen<br />
rund um die Uhr alles anbietet,<br />
worauf man auch außerhalb von Geschäfts-<br />
oder Lokalöffnungszeiten Lust<br />
haben könnte.<br />
<strong>GASTRO</strong>: Herr Billasch, wie entwickelt<br />
sich <strong>das</strong> Geschäft mit dem Automatenrestaurant?<br />
Wurden Ihre<br />
Umsatzerwartungen in den ersten<br />
Wochen erfüllt?<br />
Fotos: Tabea Hepp<br />
Alexander Billasch: Ja, die Umsatzerwartungen<br />
haben sich erfüllt, wir haben<br />
bereits einen stabilen Tagesumsatz<br />
erreicht und wachsen stetig.<br />
Gibt es von der Kundenfrequenz her<br />
einen Unterschied zwischen Lockdown<br />
und Kein-Lockdown?<br />
Nicht wirklich, man hat eher gemerkt,<br />
<strong>das</strong>s die Menschen generell bei Verkündung<br />
von 2G oder Lockdown 1-2 Tage<br />
verunsichert, geschockt, verärgert waren.<br />
In diesen Tagen war der Umsatz<br />
wirklich reduziert. Das hat sich aber<br />
sehr kurzfristig beruhigt.<br />
Wie viele Gerichte oder Snacks haben<br />
Sie ständig im Angebot?<br />
Wir wechseln wöchentlich <strong>das</strong> Angebot<br />
und haben permanent fünf Menüs<br />
und zwei verschiedene Sandwiches im<br />
Angebot.<br />
Welche Gerichte haben sich bis jetzt<br />
als Renner erwiesen?<br />
Das klassische Gulasch, Thai Curry und<br />
Burrittos.<br />
Bei der Eröffnung wurden auch Verkostungen<br />
angekündigt. Fanden solche<br />
schon statt und wie wurden diese<br />
angenommen?<br />
Ja, solche Verkostungen fanden statt<br />
und wurden gut angenommen. Wobei<br />
die Anonymität beim Einkauf eine große<br />
Rolle spielt. Zu oft dürfen wir nicht<br />
persönlich präsent sein.<br />
Gibt es Probleme mit Vandalismus<br />
oder Verschmutzungen?<br />
Einen sinnlosen Versuch, den Kaffeeautomaten<br />
zu „knacken“, obwohl wir<br />
bargeldlose Zahlung und Videoüberwachung<br />
haben, gab es. Ist aber nichts<br />
passiert. 2x ist jemandem ein Getränk<br />
runter gefallen, aber sonst haben wir<br />
keinerlei Probleme.<br />
Sind weitere Standorte geplant?<br />
Ja, zwei kleine Locations in Wien, beide<br />
in der Modecenterstraße, sind derzeit in<br />
Umsetzung und nächstes Jahr sollen weitere<br />
zwei bis drei größere Stores folgen.<br />
www.foodie-fridge.com
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
VERKAUFSAUTOMATEN 99<br />
Automatisch Umsatz generieren<br />
Auf der „Alles für den<br />
Gast“ stellte auch der<br />
Vorarlberger Automatenhersteller<br />
Bischof seine<br />
neuesten Produkte vor,<br />
z. B. <strong>das</strong> Modell FlexMax,<br />
<strong>das</strong> durch unkomplizierte<br />
Handhabung in Sachen<br />
Bestückung überzeugt.<br />
Weiters:<br />
› Touchscreen Display<br />
22“<br />
› Warenkorbfunktion<br />
› Temperaturunterteilung<br />
von +3°C bis +10°C<br />
› Verkauf über Bilder<br />
› Hinterlegung von Produktinformationen<br />
Das Modell LockBox ist ein neues Automatensystem<br />
für individuelle Schließfachkonfiguration:<br />
11 verschiedene Fach- / Türgrößen<br />
gekühlt oder ungekühlt<br />
beleuchtet oder unbeleuchtet<br />
durchsichtig oder undurchsichtig<br />
› Auswahl aus verschiedenen Verkaufsvarianten<br />
z.B. über Nummer oder Bilder<br />
(first in first out)<br />
Der Warenautomat Vision<br />
XL ist der Bestseller,<br />
der für fast jedes Produkt<br />
eingesetzt werden kann.<br />
Seine Vorteile:<br />
› größte Flexibilität bei<br />
Produktgröße, Form und<br />
Gewicht<br />
› Ausgabe von Produkten<br />
mit einem Gewicht bis 2 kg<br />
› flexible Schächte für<br />
individuelle Bestückung<br />
› Liftsystem um empfindliche<br />
Produkte in die Ausgabe zu<br />
transportieren<br />
› Kühlung im Bereich 0,5 - <strong>12</strong>°C<br />
Passend zum Vision XL bietet Bischof<br />
die Casia Lockers in verschiedenen Fachgrößen<br />
an. Die wichtigsten Eigenschaften:<br />
› Steuerbar über Zahlmodul oder Touchscreen<br />
Display<br />
› mit Fenster<br />
mit Beleuchtung<br />
Module mit 10 oder 20 Schließfächern<br />
› Produktlast pro Fach bis zu 20kg<br />
(400kg pro Modul)<br />
www.bischof-automaten.com<br />
Fotos: Bischof Automaten<br />
Einheitliche Bezahlsysteme nach Maß<br />
Fotos: Redl<br />
Es gibt unzählige Automaten am Markt,<br />
die mittlerweile alle Bedürfnisse und<br />
Kundenwünsche abdecken, egal, ob für<br />
Snacks, Zigaretten, Kalt- oder Heißgetränke.<br />
Schnell sind sie aufgestellt, einfach<br />
zu warten und zu befüllen. Aber was,<br />
wenn man verschiedene Automaten,<br />
Espresso-Kaffeemaschinen oder auch<br />
Schankanlagen hat und diese vielleicht<br />
von verschiedenen Herstellern sind, und<br />
dann noch ein einheitliches Bezahlsystem<br />
möchte. Spätestens hier stößt man<br />
an seine Grenzen.<br />
Die Firma Redl aus Hollabrunn hat<br />
eine Lösung dafür entwickelt. Nahezu<br />
jeder Automat kann auf eine QR-Codeoder<br />
RFID-Karten- Bedienung umgebaut<br />
oder erweitert werden. So kann sich der<br />
Hotelgast zum Beispiel mit seiner Hotelzimmerkarte<br />
einen Mitternachtssnack,<br />
Bier oder Kaffee in der Lobby holen<br />
oder der Mitarbeiter bedient sich in<br />
der Kantine, abgerechnet wird bei Abreise<br />
oder am Monatsende. Mit der TiPOS<br />
Bonus App, einer Stammkunden App für<br />
Gastronomen, könnte über den QR-Code<br />
eine Bierzapfstelle im Outdoor-Raucherbereich<br />
bedient werden. Guthaben<br />
lädt man sich vorher auf oder bekommt<br />
man durch gesammelte Stammkunden-<br />
Punkte. Je nach Kundenwunsch.<br />
Redl.net
Innovative Automatenlösungen<br />
von Bischof<br />
VISION XL<br />
Nutzen Sie unsere persönliche Beratung.<br />
Wir sind gerne für Sie da.<br />
FLEXMAX<br />
XL+CASIA<br />
LOCKBOX<br />
FERTIGE SHOP-KONZEPTE:<br />
Machen Sie den Verkauf Ihrer Produkte komplett unabhängig von Personal und Öffnungszeiten.<br />
Wir bieten verschiedene Automaten-Store-Konzepte: vom kleinen Anhänger, über fest installierte<br />
24/7-Selbstbedienungsläden bis hin zum verglasten Pop-up-Store-Container.<br />
Rufen Sie an und vereinbaren Sie einen Termin.
Wir sind für Sie da.<br />
Bischof Automaten in Ihrer Nähe:<br />
Zentrale<br />
Hohenems/Vorarlberg<br />
Bischof Handels-GmbH<br />
Radetzkystraße 154<br />
A-6845 Hohenems<br />
Tel. +43 5576 76 700<br />
office@bischof-automaten.com<br />
www.bischof-automaten.com<br />
AUTOMATENLÖSUNGEN LIFE ERLEBEN:<br />
• mit Touchscreen oder Tastatur<br />
• verschiedenste Zahlungsfunktionen oder auch<br />
Abholcode-Programmierung<br />
• Automatenerweiterungen, z.B. mit Schließfächern<br />
• Kombination Vereinbaren verschiedener Sie telefonisch Automaten einen Termin<br />
• Telemetrie und kommen mit Online-Zugang Sie vorbei.<br />
Standort mit Schauraum<br />
Wien<br />
Daniel Schnetzer<br />
Perfektastraße 87<br />
A-<strong>12</strong>30 Wien<br />
Tel.: +43 660 43 136 56<br />
office@bischof-automaten.com<br />
Standort mit Schauraum<br />
Deutschland<br />
Klaus Schmidt<br />
Tel.: +49 151 462 392 96<br />
office@bischof-automaten.com<br />
Schweiz<br />
AS Automaten Schweiz GmbH<br />
Landstrasse 58<br />
FL-9494 Schaan<br />
Tel.: +423 793 03 05<br />
office@asautomatenschweiz.ch<br />
Automaten erleben<br />
Besuchen Sie uns im neuen Schauraum in Hohenems und<br />
Wien und überzeugen Sie sich selbst von unserem Automaten-<br />
Angebot. Mit der Hilfe unserer Berater finden Sie bei uns genau<br />
<strong>das</strong> Modell, <strong>das</strong> zu Ihrem Warensortiment passt.<br />
Selbstbedienungsladen 2.0<br />
Unabhängig von Personal und Öffnungszeiten verkaufen,<br />
sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag? Mit dem<br />
Einsatz von Automaten ist <strong>das</strong> möglich. Endecken Sie unsere<br />
vielfältigen Automaten-Store-Konzepte.
102 HOUSEKEEPING & REINIGUNG<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Im Einsatz gegen<br />
Staub und Viren<br />
Das Hotel Sacher setzt auf Transparenz,<br />
wenn es um Hygiene geht.<br />
Fotos: Hotel Sacher<br />
Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Das Housekeeping hat mit dem<br />
Umsetzen der Hygienemaßnahmen alle Hände voll zu tun, doch besonders in diesen Zeiten<br />
hat Hygiene im gesamten Betrieb Priorität.<br />
Von Katrin Schedler<br />
Wir sind leider immer noch inmitten<br />
der Corona-Pandemie<br />
und seit heute (22.11.<strong>21</strong>) wurde<br />
<strong>das</strong> öffentliche Leben wieder<br />
einmal heruntergefahren. Ausgangsbeschränkungen<br />
und verschiedenste Maßnahmen<br />
gegen <strong>das</strong> Virus bestimmen den<br />
Alltag, was uns alle vor Herausforderungen<br />
stellt – auch die Hotellerie und Gastronomie,<br />
die neben Kultur- und Freizeiteinrichtungen<br />
sowie einem Teil des<br />
Handels wieder einmal ihre Türen geschlossen<br />
halten muss. Aktuell dürfen<br />
Beherbergungsbetriebe keine Aufenthalte<br />
für touristische Zwecke anbieten und<br />
Hotelaufenthalte obliegen demnach einem<br />
nachvollziehbaren und zwingenden<br />
beruflichen Grund. Dies gilt in Österreich<br />
bis voraussichtlich 13. Dezember,<br />
welche Regelungen danach gelten, sind<br />
noch nicht bekannt. Mit dem Aufkommen<br />
des Virus ist auch <strong>das</strong> Thema Hygiene<br />
– zwar in allen Bereichen aber ganz<br />
besonders in Beherbergungsbetrieben –<br />
einmal mehr in den Vordergrund gerückt.<br />
Hygiene ist und bleibt ein wesentlicher<br />
Bestandteil des Alltags und gerade wenn<br />
man nicht in den eigenen vier Wänden<br />
nächtigt, möchte man sich sicher sein,<br />
<strong>das</strong>s Hygienemaßnahmen eingehalten<br />
und diese auch kommuniziert werden.<br />
Für <strong>das</strong> Housekeeping bedeutet <strong>das</strong> einen<br />
erhöhten Arbeitsaufwand, denn neben<br />
der Instandhaltung der Gästezimmer<br />
müssen auch sämtliche Gänge und Korridore,<br />
der Hallenbereich, Treppenhäuser<br />
und öffentliche Räumlichkeiten instand<br />
gehalten werden. Dabei haben Beherbergungsbetriebe<br />
verschiedenste Maßnahmen<br />
gesetzt, um ein sicheres Umfeld für<br />
Gäste und <strong>das</strong> Hotelteam zu schaffen.<br />
Verbesserte Reinigungsprotokolle<br />
Viele Hotels haben aufgrund von Corona<br />
ihre Reinigungsprotokolle sowie den Reinigungsservice<br />
verbessert. Die Häufigkeit<br />
der Reinigung und auch Desinfektion, vor<br />
allem in stark frequentierten Bereichen<br />
wie etwa Toiletten oder Aufzügen, wurde<br />
erhöht. Händedesinfektions-Stationen<br />
(am besten kontaktlos zu bedienen) wur-
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
HOUSEKEEPING & REINIGUNG 103<br />
den aufgestockt und an relevanten Orten<br />
aufgestellt, in den Zimmern sind zusätzlich<br />
Desinfektionstücher erhältlich. Je<br />
nach Aktivität und Anweisung der örtlichen<br />
Behörden tragen Mitarbeiter Gesichtsbedeckungen,<br />
Handschuhe usw..<br />
Auch Gäste haben die Richtlinien einzuhalten<br />
und sind verpflichtet z.B einen<br />
MNS bzw. eine FFP2-Maske zu tragen.<br />
Auf social distancing und dessen Umsetzung<br />
ist zu achten. Die Beschilderungen<br />
in den Hotels sollen die Gäste daran<br />
erinnern. Fürs Reinigen und Desinfizieren<br />
gibt es verschiedenste (verbesserte)<br />
Systeme und Maschinen auf dem Markt,<br />
die dem Personal die Arbeit erleichtern<br />
sollen. Eines davon sind elektrostatische<br />
Systeme, bei denen Desinfektionsflüssigkeiten<br />
beim Sprühen elektrisch aufgeladen<br />
werden. Die Tröpfchen werden<br />
von der elektrischen Aufladung mit umgekehrtem<br />
Vorzeichen auf den Oberflächen<br />
angezogen und legen sich genau<br />
und gleichmäßig an diese an. Der Vorteil:<br />
Fehler beim Auftragen von Desinfektionsmitteln<br />
auf Oberflächen werden<br />
erheblich reduziert und auch schwer zugängliche<br />
Stellen können erreicht werden.<br />
Außerdem wird eine Kreuzkontamination<br />
vermieden, da keine Tücher<br />
verwendet werden müssen. Ein innovatives<br />
elektrostatisches Sprühsystem, <strong>das</strong><br />
eine sehr hohe Abdeckung erzielt, wurde<br />
beispielsweise von TecnoStatic entwickelt.<br />
(www.tecnostatic.com)<br />
Tipp: Gemeinsam mit einem Expertenteam<br />
hat die ÖHV (Österreichische<br />
Hoteliervereinigung) Empfehlungen zur<br />
Hygiene im Hotel ausgearbeitet. Diese<br />
beinhalten neben einer Menge von<br />
Fachinformationen für alle Bereiche auch<br />
Hinweise für die Unterweisung von Mitarbeitern.<br />
Infos unter: www.oehv.at<br />
Sacher setzt auf Transparenz<br />
Viele Beherbergungsbetriebe in Österreich<br />
befolgen nicht nur die behördlichen<br />
Hygiene-Vorschriften, sondern punkten<br />
mit noch strengeren Reinigungsroutinen.<br />
Bei den Gästen kommt <strong>das</strong>, wie erwartet,<br />
sehr gut an. Schon bei der Buchung wird<br />
darauf geachtet, wie Hotels mit dem Thema<br />
Hygiene umgehen. Das Hotel Sacher<br />
in Wien und Salzburg setzt auf Transparenz:<br />
„Glasklar, transparent – und eine<br />
saubere Sache. Wir bei Sacher legen großen<br />
Wert darauf, <strong>das</strong>s unsere Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter wissen, wie Hygiene<br />
richtig geht. Denn nur so können<br />
wir Ihre Sicherheit garantieren! Interne<br />
Schulungen, laufende Informationsupdates<br />
zu neuen Maßnahmen und Sicherheitsüberprüfungen<br />
helfen uns, Standards<br />
hoch zu halten. Daraus, <strong>das</strong>s uns<br />
Hygiene wichtig ist, machen wir kein Geheimnis“,<br />
lässt <strong>das</strong> Traditionsunternehmen<br />
ihre Gäste schon im Voraus wissen.<br />
MitarbeiterInnen machen bei Sacher in<br />
regelmäßigen Abständen einen PCR Test<br />
oder Antigen-Schnelltest laut Covid-19<br />
Verordnung, zudem verpflichtet sich jede/r<br />
MitarbeiterIn, alle Hygienemaßnahmen<br />
einzuhalten und umzusetzen. Neue<br />
Hygieneschulungen müssen laufend absolviert<br />
werden. Zu Dienstbeginn wird<br />
Fieber gemessen – bei erhöhter Temperatur<br />
geht’s wieder retour nach Hause.<br />
Alle MitarbeiterInnen haben mitunter<br />
einen zertifizierten Sicherheits- und Hygiene<br />
eLearning Kurs absolviert, zudem<br />
werden regelmäßig intensive Trainings<br />
zum Einsatz und richtiger Handhabung<br />
von Desinfektionsmitteln durchgeführt.<br />
Diese und weitere Maßnahmen sollen für<br />
ein sicheres Miteinander sorgen. „All unsere<br />
Hygienepläne wurden gemeinsam<br />
mit unseren Hygienepartnern Ecolab<br />
und Diversey überarbeitet und alle eingesetzten<br />
Desinfektionsprodukte sind<br />
viruzid und auf dem neuesten Stand“,<br />
so <strong>das</strong> Unternehmen. Auch mit besonderem<br />
Blick auf <strong>das</strong> Housekeeping wird<br />
bestens vorgesorgt: „Unsere Wäschereien<br />
arbeiten, innerhalb der gesetzlichen<br />
Vorgaben, mit thermischen Desinfektionsverfahren,<br />
die wirksam gegen Sars-<br />
Cov-2 sind. Zusätzlich gibt es bei Sacher<br />
ganz spezielle Hygienespüler, mit denen<br />
wir auch höchste Sicherheit bei Wäschen<br />
in unseren Inhouse-Waschmaschinen<br />
garantieren.“ Tagesdecken sowie Journale<br />
und auch Dekokissen wurden aus<br />
Sicherheitsgründen aus den Zimmern<br />
entfernt. Die Zimmerausstattung bleibt<br />
jedoch komfortabel wie bisher. „Zudem<br />
ist Sacher ein GBAC STAR-zertifizierter<br />
Betrieb. Unter Anleitung von GBAC,<br />
einem Bereich der internationalen Vereinigung<br />
der Reinigungsbranche ISSA,<br />
haben wir uns strengsten Standards der<br />
Reinigung, Desinfektion und Prävention<br />
infektiöser Krankheiten verschrieben“,<br />
ergänzt Markus Setznagel, Head of Marketing<br />
& Communications.<br />
BIOBACT<br />
Biotechnologische Reinigung &<br />
Geruchsbeseitigung<br />
• Hergestellt aus 100% natürlichen<br />
Mikroorganismen, sicher im Gebrauch<br />
und für die Umwelt (keine<br />
Gefahrensymbole)<br />
• Ideal für Sanitärbereiche, Küchen<br />
oder andere Bereiche, in denen eine<br />
Geruchskontrolle erwünscht ist<br />
• Bestens geeignet für alle wasserfesten<br />
Böden und Oberflächen, z.B. Fliesen,<br />
Gummi, Linoleum, PVC und Keramik<br />
• Flasche besteht zu 100% aus Altplastik<br />
aus dem Gelben Sack<br />
FLASCHE<br />
100%<br />
ALTPLASTIK<br />
& 100% KREISLAUFFÄHIG<br />
A circular future | wmprof.com
104 HOUSEKEEPING & REINIGUNG<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Vertrauen und<br />
Sicherheit durch<br />
NOA<br />
Sichere Reinigungsprozesse und<br />
klar geregelte Verantwortlichkeiten<br />
im Housekeeping sind die<br />
Basis für hohe Hygienestandards.<br />
Die Softwarelösung NOA des Hygienespezialisten<br />
hollu soll <strong>das</strong><br />
Hygienemanagement einfach<br />
und transparent machen. Alle<br />
Aufgaben sind digital abgebildet<br />
und nachweisbar dokumentiert.<br />
Über die dazugehörige App<br />
NOAguide wird <strong>das</strong> Team im Reinigungsalltag<br />
optimal unterstützt<br />
und durch den Tag begleitet. Welche<br />
Zimmer sind heute zu reinigen?<br />
Womit starte ich? Worauf ist<br />
besonders zu achten? Einfach die<br />
täglichen Hygiene- und Desinfektionsaufgaben,<br />
die vorher definiert<br />
und mit Bildern sowie Informationen<br />
verknüpft wurden, in der App<br />
aufrufen und sich digital durch die<br />
Anwendung leiten lassen. Der Reinigungsstatus<br />
ist stets aktuell, so<br />
sieht man auf einen Blick, ob ein<br />
Zimmer bezugsfertig ist oder nicht.<br />
Auch Krisenpläne, zum Beispiel für<br />
den Anlassfall von COVID-19 oder<br />
Noroviren, können zentral angelegt<br />
und über die App an <strong>das</strong> Team<br />
ausgespielt werden.<br />
www.noa.online<br />
Fotos: hollu<br />
Komfort trifft auf<br />
Nachhaltigkeit<br />
Die Zeit des Regens, Matsches und<br />
Schnees ist die Hochsaison für<br />
Schmutzfangmatten. Wie man diese<br />
wieder sauber bekommt und wie lange<br />
sie im Einsatz sein sollen erklärt Walter<br />
Heldmann, Mattenexperte und Produktionsleiter<br />
bei DBL Merk. Es ist wichtig,<br />
die Schmutzfangmatten gründlich<br />
zu waschen, da sonst der Floor keinen<br />
Schmutz mehr aufnehmen kann. Der<br />
Schmutz würde dann durch die über die<br />
Matte laufenden Kunden wie ein Stempel<br />
weiter durch die sauber zu haltenden<br />
Räume getragen werden. Dies gilt durch<br />
regelmäßiges Waschen und Austauschen<br />
der Schmutzfangmatten zu vermeiden.<br />
Um den Floor vom Schmutz zu<br />
befreien ist die von DBL eingesetzte industrielle<br />
Tunnelwaschstraße mit bis zu<br />
750 kg Fassungsvermögen ideal. Es werden<br />
während des Waschvorgangs eigens<br />
dafür abgestimmte Waschmittel<br />
Ziel von Albiro und Solida ist es, den<br />
besten Tragekomfort für die herausfordernden<br />
Bedingungen in Küche und<br />
Service zu erreichen. Durch die Entwicklungsarbeit<br />
in der Schnitttechnik<br />
und den Einsatz von TEC CELL–Geweben<br />
kann dieses hoch gesteckte Ziel auch<br />
erreicht werden. Das TEC CELL-Gewebe<br />
ist patentiert, besonders pflegeleicht und<br />
umweltfreundlich. Es überzeugt selbst<br />
die sensibelste Haut durch Weichheit<br />
und damit verbundenen Tragekomfort<br />
sowie enorme Langlebigkeit und wenig<br />
Gewicht. Bei den Modellen der Kochjacke<br />
Diagonal wird dieses Gewebe eingesetzt.<br />
Ein Großteil der Fasern ist natürlichen<br />
Ursprungs und stammt aus dem nachwachsenden<br />
Rohstoff Holz, entstanden<br />
durch Photosynthese. Bei diesen Modellen<br />
wird Nachhaltigkeit auf mehreren<br />
Ebenen realisiert: Durch die Verwendung<br />
des nachwachsenden Rohstoffs Holz, die<br />
umweltfreundliche Herstellung der Rohwaren,<br />
<strong>das</strong> Zertifikat der gelebten sozialen<br />
Verantwortung durch BSCI, durch die<br />
Produktion in Europa und die Langlebigkeit<br />
durch höchste Qualitätsansprüche.<br />
www.albiro.at<br />
www.solida.at<br />
Saubere Schmutzfangmatten<br />
Produktionsleiter Walter Heldmann.<br />
Foto: Albiro<br />
dosiert. Damit bei den Logomatten die<br />
Farben leuchtend bleiben, werden sie in<br />
der Regel bei 55 Grad gewaschen. Nach<br />
dem Waschen werden die Matten in einem<br />
Trommeltrockner getrocknet. Dabei<br />
richtet sich der Floor von selbst wieder<br />
auf, es entstehen so keine Wellen beim<br />
Trocknen.<br />
www.dbl.de<br />
Foto: DBL
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
HOUSEKEEPING & REINIGUNG 105<br />
Sauberkeit und Hygiene als<br />
„Benchmark“<br />
Sie sind Alleskönner und bei Bedarf<br />
auch Spezialisten:„The New Benchmark<br />
Machines“ von Miele haben vor<br />
kurzem die erfolgreichen Modelle der<br />
Generation „Benchmark“ abgelöst. Zu<br />
Waschmaschinen dieser Baureihe, die<br />
je nach Modell für <strong>12</strong> bis 20 Kilogramm<br />
Beladung verfügbar sind, gibt es Trockner<br />
in den passenden Größen.<br />
Herzstück der Maschinen sind die<br />
neuen Steuerungen. Je nach Einsatzort<br />
und Anwendung wird <strong>das</strong> Full-Touch-<br />
Farbdisplay entweder zur komplexen<br />
oder denkbar einfachen Bedieneinheit<br />
– in mehr als 30 Sprachen. Die glatte,<br />
schnell zu reinigende Oberfläche reagiert<br />
auch auf die Berührung von Arbeitshandschuhen.<br />
Alle Geräte sind für<br />
die digitale Vernetzung und die Nutzung<br />
von zukunftsweisenden Lösungen vorbereitet.<br />
So ist beispielsweise die Verbindung<br />
zu Dosiersystemen sowie zu anderen<br />
Geräten im Rahmen einer Spitzenlastabschaltung<br />
gewährleistet.<br />
Die Bedienung von Waschmaschinen<br />
und Trocknern ist gegenüber der<br />
bisherigen Generation deutlich einfacher<br />
geworden. Beispielsweise durch<br />
<strong>das</strong> elektromotorische Verschlusssystem<br />
„OneFingerTouch“ der Waschmaschinen,<br />
<strong>das</strong> sich – dank neuem Design<br />
des Türgriffes – zukünftig noch einfacher<br />
bedienen lässt.<br />
www.miele.at/professional<br />
Foto: Miele<br />
Allzweck bereit<br />
Werner & Mertz<br />
Professional erweitert<br />
sein Green Care<br />
Professional Sortiment<br />
um einen gebrauchsfertigen<br />
Allzweckreiniger.<br />
Oberflächen werden<br />
mit dem neuen TA-<br />
NET multiclean hervorragend<br />
benetzt<br />
und im Handumdrehen<br />
von Fingerabdrücken,<br />
Nikotinrückständen,<br />
Fett- und<br />
Tintenflecken, Kugelschreiber<br />
und -filzstiftstrichen<br />
materialschonend und streifenfrei<br />
befreit. Seine Vielseitigkeit<br />
macht ihn zum perfekten Reiniger<br />
in den verschiedensten Objekten<br />
wie Bürogebäuden, Schulen, Hotels<br />
oder Gastronomiebetrieben.<br />
TANET multiclean ist EU-Ecolabel<br />
und Cradle to Cradle® zertifiziert,<br />
hat eine CLP-freie Rezeptur<br />
und eine Flasche aus 100% Recyclat.<br />
Als ready-to-use Produkt spart<br />
TANET multiclean Zeit und Geld.<br />
Sicher für Mensch und Umwelt.<br />
www.green-care-professional.com<br />
Schädlingsbekämpfung & Taubenabwehr<br />
Monitoring gemäß IFS, AIB, BRC<br />
auch für HACCP – Konzepte geeignet<br />
Hygiene seit 1878<br />
1090 Wien, Sechsschimmelgasse 9 office@assa.at<br />
Tel. 01/316 60-0, Fax: 01/316 60-99<br />
www.assa.at<br />
innovativ – leistungsstark – verlässlich<br />
Foto: Werner & Mertz
106 TISCHKULTUR<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Festliche Tischkultur<br />
In der kommenden Weihnachtszeit wird wieder bevorzugt in kleinem Rahmen gefeiert und<br />
gerade deshalb soll der gedeckte Tisch für den Gast etwas Besonderes sein. Von Andrea Jungwirth<br />
Bereits kleine Veränderungen verleihen<br />
dem Gastraum und dem<br />
gedeckten Tisch ein festliches<br />
Ambiente. In diesem Jahr wird<br />
bevorzugt klassisch dekoriert, durch<br />
die Rückbesinnung auf die sogenannte<br />
„gute alte Zeit“ ist vor allem eine traditionelle<br />
Weihnachtsdekoration angesagt<br />
und Farben wie Rot, Grün und Gold dominieren<br />
die Festtafel.<br />
Gepflegtes Wohlfühlambiente mit<br />
Natürlichkeit<br />
Weihnachtskugeln, Tannenzweige und<br />
natürlich Kerzen dürfen bei der Weihnachtsdekoration<br />
in der Gastronomie<br />
nicht fehlen und <strong>das</strong> Wohlfühlambiente<br />
beginnt nicht erst im Gastraum. Ein<br />
schöner Christbaum im Eingangsbereich<br />
und Dekoration bereits vor dem<br />
Restaurant laden den Gast zum Verweilen<br />
ein. Der dekorierte Tisch, ansprechend,<br />
aber nicht zu überladen,<br />
schafft eine Atmosphäre, in der <strong>das</strong><br />
Essen nochmals so gut schmeckt, der<br />
Gast daher gerne länger verweilt und<br />
mehr konsumiert. Um <strong>das</strong> weihnachtliche<br />
Menü in vollen Zügen genießen<br />
zu können, sollten Tischwäsche, Teller,<br />
Gläser und Besteck mit der Tischdekoration<br />
harmonieren, wobei natürliche<br />
und nachhaltige Dekorationsartikel verstärkt<br />
im Trend liegen. Accessoires aus<br />
Holz, echte Tannenzapfen und -zweige,<br />
schöne Glasgefäße mit Kerzen wirken<br />
natürlich, aber edel. Dann reichen<br />
zu weißer Tischwäsche einige farbliche<br />
Akzente in Rot, Grün und Gold und ein<br />
aufeinander abgestimmtes Geschirr, um<br />
die erwünschte Stimmung zu erzielen.<br />
Jedoch gilt <strong>das</strong> Prinzip, weniger ist mehr.<br />
Der klare minimalistische Stil aus Skandinavien,<br />
mit seiner Natürlichkeit und<br />
seinen warmen Farben, kann dabei Vorbild<br />
sein.<br />
Langlebige Grundausstattung<br />
Die weihnachtliche Zeit zählt für Gastonomen<br />
zu den umsatzstärksten des<br />
Jahres. Neben der passenden Speisekarte<br />
darf <strong>das</strong> entsprechende Ambiente<br />
nicht fehlen. Natürlich gibt es Trends<br />
wie den alpinen oder den klaren skandinavischen<br />
Stil in vielen Hotels, dementsprechend<br />
werden Tischwäsche, Geschirr<br />
und Gläser ausgewählt, aber die<br />
Ware sollte auch aus wirtschaftlicher<br />
Sicht möglichst lange halten. Mit einem<br />
zurückhaltenden Design ist man daher<br />
gut beraten. Mit hochwertiger, weißer
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
TISCHKULTUR 107<br />
Foto: sebra / Adobe Stock<br />
oder champagnerfarbener Tischwäsche<br />
in Damast oder Leinenqualität, mit<br />
hochwertigen Gläsern und Geschirr, die<br />
in <strong>das</strong> Gesamtkonzept des Hauses passen,<br />
liegt man immer richtig. Passende<br />
Dekorationsartikel für den Toptable<br />
können so optimal wirken und an die jeweilige<br />
Festlichkeit und auch an aktuelle<br />
Trends angepasst werden.<br />
Farbenharmonie<br />
Rot ist die klassische Weihnachtsfarbe,<br />
die vor allem als Bordeaux, auch in<br />
Kombination mit Violett gut wirkt. Gold<br />
in Form des Besteckes oder verschiedener<br />
Dekorationsartikel harmoniert damit<br />
immer. Zusammen mit dunklem<br />
Grün wirkt <strong>das</strong> bewährte Farbenduett<br />
besonders gut in einer leicht rustikalen<br />
Umgebung.<br />
Wer es weniger klassisch bevorzugt,<br />
kann auch Pastellfarbenes wählen. Rosa,<br />
Beige, aber auch ein dezentes Pastellblau<br />
liegen im Trend. In ein modern wirkendes<br />
Ambiente passen Rosatöne, die zusammen<br />
mit dezenten Braun- oder Grautönen<br />
gut harmonieren und auf keinen<br />
Fall kitschig wirken. Sie erzeugen ein ruhiges<br />
Ambiente, besondere Akzente wie<br />
mit Dekorationsartikel im Karomuster,<br />
können dabei gezielt eingesetzt werden.<br />
Wer farblich aus der Reihe tanzen will,<br />
kann Mut zur Farbe beweisen. Knallige<br />
Farben im Stil der 60er Jahre liegen genauso<br />
im Trend wie die Kombination von Pastelltönen<br />
mit kräftigen Farbtönen.<br />
Mit dem Tischtuch beginnt es<br />
Schön essen gehen, <strong>das</strong> vermissen die<br />
Menschen in diesen Zeiten, denn es geht<br />
nicht nur um <strong>das</strong> Essen selbst, sondern<br />
auch um <strong>das</strong> Ambiente und die Atmosphäre.<br />
Gerade in der Weihnachtszeit ist<br />
dieses Verlangen stärker ausgeprägt und<br />
der Gast lässt sich vom Erscheinungsbild<br />
mehr beeinflussen. Die beste Werbefläche<br />
ist somit die Location selbst. Und alles<br />
beginnt mit zumindest einem schönen<br />
Tischtuch, an dem immer noch der<br />
Nimbus des Feierlichen hängt. Es wird<br />
nur mehr zum Teil in der Gastronomie<br />
verwendet, in der gehobenen Gastronomie<br />
ist es ein Muss. Als Basis der<br />
Tischdekoration ist es ein Zeichen der<br />
Gastfreundschaft, man zeigt dem Gast<br />
Wertschätzung, wenn der Tisch schön<br />
eingedeckt ist. Je nach Anlass finden sich<br />
Exemplare mit passenden Motiven, dezente<br />
festliche Motive, die auch perfekt<br />
zu weißem Standardgeschirr passen.
108 TISCHKULTUR<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Prickelnde<br />
Champagnergläser<br />
Riedel vereint Eleganz, Dynamik<br />
und Tradition. Glasserien<br />
von Riedel passen zu jeden Anlass<br />
und Weinliebhaber finden ihr<br />
Glas – ob händisch oder maschinell<br />
gefertigt, die Auswahl ist groß.<br />
Aber auch die Accessoires wie Karaffen<br />
und Dekanter bestechen<br />
durch ihre Schönheit. Geschenke<br />
von Riedel gehören zu den absoluten<br />
Lieblingen. „Die Bezeichnung<br />
Champagner Weinglas ist bewusst<br />
gewählt“, erklärt Maximilian J. Riedel,<br />
„denn Champagner ist in erster<br />
Linie ein Wein. Ob Blanc de<br />
Blanc oder Cuvées – <strong>das</strong> Champagner<br />
Weinglas bringt die gesamte<br />
Aromenvielfalt von Champagner<br />
zum Vorschein. Der größere<br />
Mundranddurchmesser ermöglicht,<br />
<strong>das</strong> Parfum des Champagners<br />
zu genießen. Ein Moussierpunkt<br />
verhindert <strong>das</strong> zu schnelle<br />
Abperlen der Champagnerbläschen,<br />
da <strong>das</strong> Moussieren für viele<br />
zum Trinkerlebnis von Champagner<br />
dazugehört.“<br />
www.riedel.com<br />
Die Welt der Oberflächen<br />
Die Veredelungsarten von HEPP schaffen<br />
<strong>das</strong> gewisse Etwas. Ob stonewashed,<br />
PVD-beschichtet, Glasperlen<br />
gestrahlt, gebürstet, versilbert oder individualisiert.<br />
Bestecke mit einer Oberflächenbeschichtung<br />
sorgen für ein besonderes<br />
Flair auf dem Tisch. Bei der<br />
PVD-Beschichtung wird die Farbe durch<br />
Dampf unter Vakuumbedingungen auf<br />
<strong>das</strong> Besteck aufgebracht. Es weist eine<br />
hohe Beständigkeit gegen Abrieb und<br />
Verschleiß auf. Die stilvollen PVD-Varianten<br />
sind bei HEPP in den Farben gold,<br />
hellgold, kupfer und anthrazit erhältlich.<br />
Beim Stonewashing wird ein einzigartiger<br />
Vintage-Look kreiert. Durch die Behandlung<br />
mit Glasperlen erhält <strong>das</strong> Besteck<br />
einen sanften Schein. Gebürstete<br />
Oberflächen bringen Schwung auf den<br />
gedeckten Tisch. Eine Versilberung sorgt<br />
für weichen Glanz und maximales Reflexionsvermögen<br />
und mit einer Individualisierung<br />
des Bestecks lässt HEPP keine<br />
Wünsche offen. Mit den unterschiedlichen<br />
Veredelungsmöglichkeiten bleiben<br />
keine Wünsche offen. Der Geschirr-<br />
Spezialist Rechberger unterstützt bei der<br />
passenden Auswahl für jeden gedeckten<br />
Tisch.<br />
www.rechberger.at<br />
Foto: Hepp<br />
Foto: Halek<br />
Foto: Riedel<br />
Nerv der Zeit<br />
Das Familienunternehmen Halek<br />
setzt auch in Zukunft auf nachhaltige<br />
Verpackungsprodukte und trifft somit<br />
den sensiblen Nerv der Zeit, denn<br />
immer mehr Gastronomie- und Hotellerie<br />
Betriebe sind auf der Suche nach<br />
innovativen und umweltfreundlichen<br />
Verpackungsalternativen für den täglichen<br />
Betrieb. Die Produktpalette umfasst<br />
neben einem vielfältigen und anspruchsvollen<br />
Hygienesortiment eine<br />
große Auswahl an modernsten, ökologischen<br />
Verpackungen und Produkten<br />
für den Take Away und To Go Bereich,<br />
für den Catering und Event, den Feinkostbereich,<br />
rund um Salat und Fleisch,<br />
Servietten in allen nur erdenklichen Variationen<br />
sowie Reinigungspapier und<br />
Tücher. Für den Vendingbereich, eine<br />
große Auswahl von Füllprodukten, wie<br />
Kaffee, Cacao, Tees, Cappuccinos, dazu<br />
die passenden Becher in allen Rohstoffversionen,<br />
bis zu kompostierbaren Becher,<br />
alle mit der Möglichkeit der Bedruckung.<br />
www.halek.at
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
TISCHKULTUR 109<br />
Royal Collection Servietten<br />
Die neue PAPSTAR „Royal<br />
Collection“ Designserien<br />
„CHALK“ & „DELFT“ überzeugen<br />
mit einem trendigen Look<br />
in gedeckten Farben. Die dazu<br />
passenden Leuchterkerzen,<br />
Tischdecken und Tischläufer<br />
schaffen <strong>das</strong> perfekte Ambiente.<br />
Weitere Innovationen<br />
sind unter anderem 13 starke<br />
unifärbige Servietten im wiederverschließbaren<br />
Karton,<br />
ebenfalls aus der Serie „Royal<br />
Collection“. Bei dieser Verpackungsvariante<br />
wird komplett<br />
auf Plastik verzichtet. Die PAPSTAR<br />
„Royal Collection“ Servietten sind weich<br />
im Hautkontakt, geruchsneutral und<br />
leicht formbar. Auch optisch ist kaum<br />
ein Unterschied zur pflegeintensiven<br />
Unser Resümee zur heurigen Messe<br />
„Alles für den Gast“ ist durchwegs<br />
positiv. Zwar waren wesentlich weniger<br />
Gäste als die Jahre zuvor, dafür jedoch<br />
viele professionelle Fachbesucher.<br />
Qualitativ war die geringere Gästeanzahl<br />
damit definitiv kein Nachteil, sondern<br />
es waren dadurch trotzdem etliche<br />
Stoffserviette sichtbar. Produziert wird<br />
<strong>das</strong> gesamte Sortiment in Spittal an der<br />
Drau, worauf <strong>das</strong> heimische Unternehmen<br />
besonders stolz ist.<br />
www.papstar.com, www.papstar-shop.at<br />
Helmut Hutterer zur „alles<br />
für den Gast“<br />
Foto: Kurt Heinz<br />
gute Verkaufsgespräche und Abschlüsse<br />
möglich. Die Veranstalter und Aussteller<br />
haben heuer unter den gegebenen<br />
Bedingungen <strong>das</strong> beste aus der Messe<br />
gemacht und die GAST 20<strong>21</strong> ist somit<br />
erneut Teil einer erfolgreichen Messe-<br />
Geschichte für uns.“<br />
www.helmuthutterer.at<br />
Foto: Papstar<br />
Foto: Josef Rozsnyai<br />
Fotos: Rist<br />
Messerblock<br />
„Robert Welch“<br />
Der Messerblock „Robert Welch“<br />
in Schwarz, mit 6 Messern und<br />
Schärfer sowie Magnethalterung<br />
zur Klingenschonung. Der Signature<br />
Black Knife Block wird mit einem<br />
integrierten Radschärfer aus<br />
Keramik geliefert, um die Messer<br />
geschliffen und scharf zu halten.<br />
Ein magnetisches Ortungsgerät<br />
in jedem Schlitz zieht den Rücken<br />
des Messers zum Block und<br />
verhindert so eine Beschädigung<br />
der Schneide beim Einsetzen oder<br />
Entfernen der Messer.<br />
Vegetable/Paring Knife 8 cm,<br />
Serrated Utility Knife <strong>12</strong> cm, Kitchen<br />
Knife 14 cm, Cooks Knife<br />
14 cm, Bread Knife 22 cm, Carving<br />
Knife 23 cm, Knife Sharpener.<br />
23/20/32 cm<br />
www.rist.at
110 MESSEBLITZLICHTER<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Klassische Grills und Räucheröfen in allen Varianten<br />
konnte man bei der Firma Beelonia begutachten. Das<br />
deutsche Familienunternehmen ist seit <strong>12</strong>5 Jahren in<br />
diesem bereich führend.<br />
www.beelonia.de<br />
Die Spezialisten für nachhaltige Take-<br />
Away- und Lebensmittelverpackungen<br />
sowie für Servietten und Table-Top<br />
konnten zahlreiche interessierte Besucher<br />
begrüßen und über Innovationen und ökologische<br />
Lösungen aus dem Hause Messerle<br />
informieren. https://shop.messerle.at<br />
Olf Thile, Geschäftsführer Sielaff Austria und<br />
Schweiz war begeistert von der Qualität der<br />
Besucher. Es waren zwar nicht so viele wie zu<br />
normalen Zeiten aber unterm Strich war es für<br />
uns eine der besten Messen in Salzburg.<br />
www.sielaff.com<br />
Mastern statt klopfen lautet die Devise bei Schnitzelmaster.<br />
Das Fleisch wird dadurch besonders zart und<br />
man erspart sich viel Zeit. Gerade in großen Gastronomiebetrieben<br />
ein wesentlicher Vorteil. www.schnitzelmaster.de<br />
Lusini ist die neue Heimat für bekannte Marken<br />
wie Erwin Müller, Jobline oder Vega und bietet ein<br />
umfassendes Produktsortiment für Gastronomie<br />
und Hotellerie. www.lusini.com<br />
Speise-, Getränke und Weinkarten in allen Designs bietet die Firma<br />
Reischl aus Lamprechtshausen (Salzburg) an. Der individuelle Stil<br />
eines Hauses zeigt sich schließlich schon beim Überreichen der<br />
Karten an den Gast.<br />
www.reischl.at<br />
Mit dem besten Preis- Leistungsverhältnis und dem größten<br />
Gastro- und Gewerbearmaturenprogramm entwickelte sich<br />
Klarco zum „Marktführer“ in Österreich, wovon sich die Messebesucher<br />
überzeugen konnten. www.klarco.at
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
MESSEBLITZLICHTER 111<br />
Wer auf der Suche nach Einweggeschirr, Tischdekoration,<br />
Servietten, Kerzen, u.ä. war, dem konnte auf dem Stand<br />
von Papstar mit seinem umfangreichen Sortiment geholfen<br />
werden. www.papstar.com<br />
Die Firma Redl Gastrosystems aus Hollabrunn<br />
ist zufrieden, wieder mal bei einer<br />
Messe dabeigewesen zu sein. „Wir haben<br />
die letzten Monate genutzt und uns Antworten<br />
auf die Probleme der Gastronomie<br />
überlegt, die durch Covid19 entstanden<br />
sind“, soMartina Gabler-Redl. Redl.net<br />
Wir von Bischof Automaten, als auch die Besucherinnen<br />
und Besucher haben sich sehr gefreut, <strong>das</strong>s wieder eine<br />
Messe stattgefunden hat. Zwar waren es in diesem Jahr<br />
weniger Besuchenden und Ausstellende, aber es war<br />
fachlich eine sehr gute Messe mit sehr interessierten<br />
Kundinnen und Kunden. Ein großer Erfolg war unsere<br />
neue Softeismaschine, welche gerne besucht und getestet<br />
wurde. Auch unsere neuen Automatenmodelle<br />
vom FlexMax über den XL mit Casialockers hin zu einem<br />
unserer Bestseller, der LockBox, fanden großes Interesse<br />
bei den Besuchenden. www.Bischof-Automaten.com<br />
Fotos: Michael Heinz, Hintergrund: cbies / Adobe Stock<br />
Von Tischwasserfiltern über Filterkaraffen und Filterflaschen<br />
bis hin zu Filterarmaturen – beim Wasserspezialisten<br />
Brita blieben bei diesen Produktwünschen keine<br />
Fragen offen. www.brita.at<br />
Ecolab ist der weltweit führende Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen in<br />
den Bereichen Wasser, Hygiene und Infektionsprävention, wovon sich die zahlreichen<br />
Messebesucher auf dem Stand überzeugen konnten.<br />
www.ecolabhealthcare.de/<br />
Edelstahlküchen und Großküchentechnik für alle professionellen Bedürfnisse<br />
waren neben dem großen Geschirrsortiment die Highlights<br />
auf dem Stand der Wiener Firma Rist. www.rist.at<br />
BWT sorgt dafür, <strong>das</strong>s wohlschmeckendes, mineralisiertes Wasser<br />
in bester Qualität aus der Leitung, dem Wasserspender oder dem<br />
Tischwasserfilter direkt zu den Gästen kommt. www.bwt.com
Hotel<br />
Seite 1<strong>12</strong> bis Seite <strong>12</strong>7<br />
Tourismus &<br />
Hotellerie<br />
Tourismus<br />
Und jetzt? Touristische Strategien zu entwickeln,<br />
gleicht derzeit ein wenig dem Blick in die Kristallkugel.<br />
Denn was heute beschlossen wird, kann<br />
morgen schon Makulatur sein, wie die aktuelle<br />
Entwicklung zeigt. Trotzdem bleiben Touristiker<br />
dran und versuchen vermehrt, Konzepte auszustellen,<br />
die Pandemie-Maßnahmen so weit als<br />
möglich trotzen. <br />
Hotellerie<br />
Grün muss es sein! Die grüne Revolution ist im<br />
Vormarsch und auch Hoteliers kommen daran<br />
nicht vorbei, denn immer drängender wird der<br />
Wunsch der Gäste nach nachhaltigen Angeboten.<br />
Was aber auch neue Chancen für die Betreiber<br />
eröffnet. Was echte Nachhaltigkeit von<br />
einem grünen Mascherl unterscheidet, haben<br />
wir uns an einem konkreten Beispiel angesehen.
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
AKTUELLES 113<br />
Foto: Urbanauts<br />
Reisen mit persönlicher Empfehlung<br />
Sicherheit und Vertrauen werden die<br />
Reiseplanung dominieren, demnach<br />
werden Locations, die nicht so überlaufen<br />
sind, die Nase vorne haben. Destinationen<br />
und Unterkünfte als Geheimtipps<br />
zu positionieren, wird zum<br />
neuen Geschäftsmodell und hier knüpfen<br />
die Urbanauts an, die mit ihren persönlichen<br />
Empfehlungen für Hideauts<br />
sorgen.<br />
Die soeben ins Leben gerufene Empfehlungsplattform<br />
Hideauts spiegelt<br />
die neue Philosophie des Reisens wider.<br />
Sie zeigt besonders authentische<br />
und wenig überlaufene Plätze, jede<br />
Empfehlung der Plattform wurde vorab<br />
besucht. Das Team hinter den Streetlofts<br />
der Wiener Grätzlhotels und Service-Apartements<br />
in der Linzer etagerie<br />
reist abseits touristischer Pfade<br />
und gibt ihre persönliche Empfehlung<br />
für Unterkünfte wieder. Frei nach dem<br />
Motto: Wir waren dort!<br />
www.hideauts.at<br />
TAO Ticket to Winter<br />
Touristiker arbeiten fieberhaft daran,<br />
ihre Destinationen fit für die Zukunft<br />
des Wintertourismus zu halten. Neben<br />
der Pandemie sind es der Klimawandel<br />
und eine sinkende Zahl an Skifahrern,<br />
die eines klar macht: Skigebiete müssen<br />
künftig mehr sein als nur Liftbetreiber,<br />
um erfolgreich zu sein. „TAO Ticket to<br />
Winter“ hat ein Konzept entwickelt, alle<br />
Winteraktivitäten in einem ganzheitlichen<br />
Geschäftsmodell zu bündeln.<br />
Ulrich Andres, Geschäftsführer der<br />
TAO Beratungs- und Management<br />
GmbH: „Mit ,TAO Ticket to Winter‘<br />
steht Destinationen ein System zur Besucherlenkung<br />
und Monetarisierung zur<br />
Verfügung, <strong>das</strong> sowohl den klassischen<br />
Liftbetrieb als auch die Aktivitäten abseits<br />
der Piste in einem Geschäftsmodell<br />
bündelt.“<br />
Das System baut auf zwei Säulen: Einerseits<br />
setzt es auf Kommunikationsmaßnahmen,<br />
um Besucher vor Ort an<br />
die Hand zu nehmen und zu servicieren.<br />
Andererseits gibt es einen Webshop sowie<br />
eine App, in denen Tickets gekauft<br />
werden können. Dabei kommt <strong>das</strong> System<br />
ganz ohne Hardware wie Automaten,<br />
Kassen oder auch Schranken aus.<br />
Pilot-Destination war <strong>das</strong> Kärntner<br />
Skigebiet Simonhöhe, wo für die Wintersaison<br />
20/<strong>21</strong> Drehkreuze und Kassen<br />
entfernt und mittels TAO Ticket to<br />
Winter auf ein Ganzjahres-Konzept umgestellt<br />
wurde. Die Erfahrungswerte zeigen<br />
eine Umsatzsteigerung mit gleichzeitiger<br />
Kostensenkung.<br />
www.tao.at/produkte/<br />
tao-ticket-to-winter/<br />
Foto: TAO
GREEN<br />
FUTURE<br />
114 HOTEL DER ZUKUNFT<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Die Hotel-Zukunft ist grün!<br />
Und sie muss nachhaltig sein! Denn Natur hat immer etwas mit Nachhaltigkeit zu tun und<br />
Natur als Basis gewinnt in der Hotellerie stetig an Bedeutung. Hoteliers tun also gut daran,<br />
sich mit diesem Thema intensiv auseinanderzusetzen. <br />
Von Petra Pachler<br />
Grün, nachhaltig, ressourcenschonend,<br />
umweltfreundlich. Schlagworte,<br />
die nicht nur durch die Gazetten<br />
geistern, sondern Begriffe,<br />
die eine Lebensart skizzieren, die von immer<br />
mehr Menschen nachgefragt wird.<br />
Die Natur wird zum wesentlichen Asset<br />
im Tourismus und die Hotellerie zieht<br />
nach. In ländlichen Regionen bedient<br />
man sich schon länger dessen, was man<br />
vor der Haustüre hat, aber auch Betreiber<br />
in urbanen Räumen setzten auf grün.<br />
Stadthotels planen Begrünungen für ihre<br />
Häuser und setzen die Natur auch mittels<br />
frischer Produkte auf dem Teller um.<br />
Der Stadtgärtner ums Eck darf tagesfrisch<br />
liefern, die Bienen auf dem Hoteldach<br />
versorgen die Frühstückgäste mit<br />
info<br />
Im zweiten Teil der Serie<br />
„Hotel der Zukunft“<br />
beleuchten wir <strong>das</strong> Thema<br />
Nachhaltigkeit.<br />
dem Honig. Eine Mischung aus Tradition<br />
und Moderne hinsichtlich Architektur<br />
und Kulinarik ist zu beobachten, wo<br />
dann die Natur im Fokus steht.<br />
Prodinger Tourismusberatung hat<br />
sich dem Thema in einem eigenen Buch<br />
gewidmet, und zwar auch unter dem Aspekt,<br />
„Wie es gelingt, Nachhaltigkeit in<br />
der Hotellerie vor der gnadenlosen Vermarktung<br />
zu retten!“<br />
Denn eines ist auch klar: Das Thema<br />
Nachhaltigkeit heften sich viele auf die<br />
Fahnen, aber für die ganzheitliche Umsetzung<br />
braucht es mehr als nur ein bisschen<br />
Holz beim Bau und grüne Pflanzen<br />
zur Deko.<br />
Hotels in Österreich stehen oft inmitten<br />
einer Naturidylle, ohne <strong>das</strong>s sich deren<br />
Besitzer dessen bewusst ist. Oft sind<br />
auch mittelständische Betriebe aus alten<br />
Bauernhöfen entstanden, die seit Generationen<br />
in der Familie sind. Die daraus<br />
hervorgehenden Hotels haben damit<br />
nicht nur die optimale Lage, sondern<br />
auch den entsprechenden traditionellen<br />
Spirit, der für die Gäste spürbar ist. Und<br />
die Betreiber verfügen über <strong>das</strong> Wissen,<br />
mit der Natur zu leben, ohne sie zu zerstören.<br />
Der Hotelier, so Prodinger, befindet<br />
sich also beim achtsamen Umgang<br />
mit der Umwelt in einer Pole-Position.<br />
Den Vorteil zu nützen, gleichzeitig Verantwortung<br />
zu übernehmen und als Vorbild<br />
zu agieren, ist die Basis für durchgängige<br />
Nachhaltigkeit. Der Hotelier mutiert<br />
zum „Tour-Guide“ der Natur, sein landwirtschaftliches<br />
Wissen öffnet den Gästen<br />
die Augen für den Kreislauf der Natur<br />
und kann so gleichzeitig auch die so oft<br />
zitierte Erlebniswelt schaffen.<br />
„Native-Eco“<br />
Tourismus-Berater Christoph D. Albrecht,<br />
Geschäftsführer von AC Consulting,<br />
teilt die Urlaubsgäste in unterschiedliche<br />
Segmente. Eines davon<br />
nennt er <strong>das</strong> Wertefeld Native-Eco, in<br />
dem Umweltbewusstsein und Naturverbundenheit<br />
mit Tradition verschmelzen.<br />
Die Natur und <strong>das</strong> intensive Erlebnis mit
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
HOTEL DER ZUKUNFT 115<br />
Das Designhotel Wiesergut punktet mit seinem „green“ Fokus .<br />
Fotos: Wiesergut / Hari Pulko<br />
Der eigene Bauernhof ist die Grundlage<br />
für nachhaltiges Wirtschaften und von<br />
dort kommen Fleisch, Obst und Gemüse<br />
auf den Teller.<br />
und in ihr sind der Kern. Der Native Eco<br />
entscheidet sich bei gleichen Leistungen<br />
dann auch bevorzugt für jene Anbieter,<br />
die ressourcenschonend und umweltbewusst<br />
agieren.<br />
„Native-Eco“ setzt sich aus drei Themenbereichen<br />
zusammen. „Ganzheitliche<br />
Naturerlebnisse“, „ressourcenschonender<br />
Betrieb“ und „Regionalität und<br />
Authentizität“.<br />
„Ganzheitliches Naturerlebnis“ bedeutet,<br />
<strong>das</strong>s die Gäste nicht nur in der Natur<br />
sein möchten, sondern auch von und über<br />
sie lernen wollen. Das liefert enormes Potenzial<br />
für neue Angebote und führt sogar<br />
so weit, <strong>das</strong>s Gäste Urlaub machen, um<br />
in der Natur zu arbeiten. Urlauber, speziell<br />
jene aus dem urbanen Bereich, lassen<br />
den Alltag hinter sich, indem sie im Hotel<br />
oder am Bauernhof mithelfen – und <strong>das</strong><br />
unentgeltlich. Sie wollen neue Dinge erleben<br />
und <strong>das</strong> so naturnahe und authentisch<br />
wie möglich.<br />
Der Hotelier ist damit Kräuterpfarrer,<br />
Wildexperte, Landwirtschafts-Fachmann<br />
und Gärtner und teilt sein Wissen<br />
mit den Gästen: Bei Kräuterwanderungen<br />
für <strong>das</strong> selbst hergestellte Pesto, der<br />
morgendliche Besuch im Stall ist Begegnung<br />
mit dem abendlichen Schnitzel.<br />
Das emotionale Erleben von Naturaspekten<br />
bleibt hängen und wird im<br />
Archiv „wiederkommen“ gespeichert. Alpine<br />
Volunteering-Programme können<br />
somit neue Chancen für Tourismusbetriebe<br />
liefern.<br />
Die Natur als wichtiger gesellschaftlicher<br />
Aspekt ist ins Bewusstsein gerückt,<br />
Umwelt- und Klimaschutz – und als<br />
Klammer über dem Ganzen die Nachhaltigkeit<br />
- sind deshalb wichtige Themen<br />
bei allen Menschen geworden. Somit<br />
wird der Druck auf Gastro- und Beherbergungsbetriebe<br />
immer größer, umweltund<br />
ressourcenschonend zu agieren, so<br />
Albrecht. Genau wie bei der ressourcenschonenden<br />
Produktion legen naturbewusste<br />
Gäste u.a. Wert darauf, <strong>das</strong>s<br />
Hotels und Gastrobetriebe ökologisch<br />
gebaut und betrieben werden. Hotelbetreiber<br />
können dadurch doppelt profitieren.<br />
Einerseits sparen sie damit selbst<br />
Energiekosten und andererseits erhöhen<br />
sie die Attraktivität für Menschen,<br />
die diesen Werten verbunden sind.<br />
Transparenz und Wissensvermittlung<br />
in Bezug auf die Herkunft der Produkte<br />
wird zunehmend wichtiger und die Fokussierung<br />
auf Native-Eco an allen Gäste-Kontaktpunkten<br />
muss durchgängig<br />
gelebt werden. Die Gäste wollen Regionalität<br />
und Authentizität aktiv spüren<br />
und erleben.<br />
„Öko ist in ...“<br />
... sagt der Prodinger Report hinsichtlich<br />
Nachhaltigkeit und grüner Hotels. Der<br />
grüne Trend wird von außen und innen<br />
sichtbar gemacht. Grün bedeutet Nachhaltigkeit<br />
und impliziert damit auch ein<br />
grünes Hotel. Doch was ist ein grünes<br />
Hotel? Ökolabels und <strong>das</strong> Umweltzeichen<br />
sind zwar schon ein guter Anfang<br />
für die Positionierung, weil Zertifikate<br />
auch für den Gast nachvollziehbar
116 HOTEL DER ZUKUNFT<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Kolumne<br />
Ändert sich nichts,<br />
ändert sich alles<br />
Die Globalisierung war für<br />
den Tourismus ein Wertschöpfungsturbo.<br />
Aber ich<br />
fürchte, <strong>das</strong>s wir die Anfälligkeit<br />
dieses Motors<br />
unterschätzt haben. Das<br />
Corona-Virus führt uns dies<br />
drastisch vor Augen. Die<br />
Pandemie ist (auch) eine<br />
Konsequenz der Art und<br />
Weise, wie wir konsumieren.<br />
Sie ist eine direkte Folge der<br />
absolut unsinnigen Idee,<br />
<strong>das</strong>s eine Wirtschaft immer<br />
und immer weiter wachsen<br />
kann und soll.<br />
Es bedarf einer profunden<br />
Veränderung der touristischen<br />
Produkte. Andernfalls<br />
wird die angestrebte<br />
positive Veränderung nicht<br />
zu verwirklichen sein. Und<br />
eine wahrhafte Veränderung<br />
wiederum kann nur geschehen,<br />
wenn der Antrieb<br />
dazu von den Menschen<br />
freiwillig kommt, wenn sich<br />
von selbst eine gewisse<br />
Freude entwickelt, längst<br />
angesagte Nachhaltigkeits-<br />
„To-Dos“ nicht nur zur befolgen,<br />
sondern sie auch als<br />
Selbstverständlichkeit im<br />
täglichen Leben zu praktizieren.<br />
Mit anderen Worten:<br />
Nachhaltigkeit ist nicht <strong>das</strong><br />
Ziel, sondern ein permanenter<br />
Weg!<br />
Thomas Reisenzahn, akadem.<br />
geprüfter Tourismuskaufmann.<br />
Foto: Prodinger Beratungsgruppe<br />
Die Atmosphäre entsteht aus der Symbiose zwischen Tradition und Moderne.<br />
Foto: Wiesergut / Hari Pulko<br />
sind. Aber es muss weiterreichen: Für<br />
den Gast soll <strong>das</strong> grüne Konzept auch<br />
bei den Lebensmitteln sichtbar sein,<br />
dazu gesellt sich ressourcenschonender<br />
Umgang mit Wärme, Energie und<br />
Wasser und die Verwendung von Naturmaterialien<br />
und chemiefreien Kosmetikprodukten.<br />
All <strong>das</strong> muss der Gast<br />
sehen, damit es authentisch ist – Hinweise<br />
können also nicht schaden. Die<br />
Zertifizierung umfasst aber auch Bereiche,<br />
die der Gast nicht sieht, wie Recycling-Strategien,<br />
ein Abfallmanagement<br />
und der Umgang mit den Mitarbeitern.<br />
Wobei letzteres letztendlich aber auch<br />
wieder beim Gast ankommt, denn zufriedene<br />
Mitarbeiter wirken sich auch<br />
positiv auf die Kundenzufriedenheit aus<br />
und stärken <strong>das</strong> Image des Hotels.<br />
Landwirt versus Hotelier<br />
Ein Hotel, <strong>das</strong> die grünen Kriterien<br />
bestens erfüllt, ist <strong>das</strong> Hotel Wiesergut<br />
in Saalbach-Hinterglemm. Auf<br />
dem Grund des heutigen Hotels steht<br />
seit 1350 ein Gutshof mit hofeigener<br />
Quelle. Die Landwirtschaft ist seit Generationen<br />
Einnahmequelle und Leidenschaft<br />
der Familie und auch die aktuellen<br />
Gastgeber, Martina und Sepp<br />
Kröll, sind nicht nur professionelle Hoteliers,<br />
sondern auch Landwirte mit<br />
Leib und Seele. Auf 80 Hektar Eigenbesitz<br />
und 15 Hektar Pachtgrund leben<br />
15 Hühner, Milchkühe (die von Mitte<br />
Mai bis Mitte Oktober auf der Wieseralm<br />
weiden), Esel Gloria, Hengst Lucky<br />
und original reinrassige Pinzgauer<br />
Rinder - eine vom Aussterben bedrohte<br />
regionale Rasse. Drei Hochbeete im<br />
Innenhof sind ideal von der Küche zugänglich.<br />
ein zirka 10 Meter langes Blütenbeet<br />
mit lauter essbaren Blüten und<br />
Kräutern, Apfelbäume für den naturtrüben<br />
Apfelsaft zum Frühstück und Obstbäume,<br />
deren Früchte zu Marmeladen<br />
verarbeitet werden, vervollständigen<br />
den landwirtschaftlichen Betrieb. Sepp<br />
Kröll empfindet diese Tätigkeit als guten<br />
Ausgleich zur Arbeit im Hotel. Das<br />
Wild kommt vorwiegend von Krölls<br />
Vater, der Jäger ist, der Rest wird bei<br />
Tauernlamm zugekauft. Was sich aus<br />
der eigenen Landwirtschaft nicht ausgeht,<br />
wird in regionaler Bioqualität ergänzt.<br />
Gemüse kommt vom Biohof Stechaubauer<br />
in Saalfelden und vom Bauer<br />
Gust aus der Steiermark. Die Produkte<br />
werden in Slow Food Philosophie zubereitet,<br />
was für Sepp und Martina Kröll<br />
„bewusster Genuss regionaler und auch<br />
traditioneller Gerichte, mit großer gelebter<br />
Wertschätzung den Produzenten<br />
gegenüber“ bedeutet.<br />
Die Gäste profitieren von der „Back<br />
to the roots“ Philosophie, denn was auf<br />
ihren Tellern landet, ist an Frische nicht<br />
zu überbieten. Auch im Wiesergut fungiert<br />
der Hotelchef als Naturvermittler,<br />
der seinen Gästen die Wichtigkeit der<br />
Landwirtschaft anhand von Best practice<br />
nahebringt. Besuche im Stall sind keine<br />
Seltenheit und die umliegende Pinzgauer<br />
Natur ist für Lehrausgänge genauso<br />
Basis wie für Outdoor-Aktivitäten.<br />
Und auch da sorgen die Hoteliers für die<br />
notwendige Ausrüstung, entspannt wird<br />
indoor im Pool mit Quellwasser.
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
HOTEL DER ZUKUNFT 117<br />
Der grüne Nachhaltigkeitsgedanke<br />
zeigt sich in einer Abwasseraufbereitung<br />
im Küchenbereich, eine Kompostiermaschine<br />
für Nahrungsmittel- und Speisereste<br />
wird demnächst angeschafft. Man<br />
beteiligt sich an der Entstehung eines<br />
Wasserkraftwerkes gegenüber des Wieserguts,<br />
die Verpackungen sind alle aus<br />
nachhaltigen Materialien und <strong>das</strong> Ziel<br />
für 2022 ist eine eigene Kosmetik-Wiesergutlinie<br />
- ohne Zusatzstoffe - in Glasflacons<br />
zu entwickeln.<br />
Die Wiesergut Landwirtschaft geht<br />
auf der Wieseralm weiter: Das Bergrestaurant<br />
auf zirka 1500 m Seehöhe setzt<br />
auf Nachhaltigkeit in allen Belangen. Regionale<br />
Materialien wie Schladminger<br />
Loden, die Wiederverwendung alter Lärchenschindeln<br />
im Deckenbereich sowie<br />
eigens angefertigte Steinschüsseln aus<br />
Rauris stehen genau dafür. Ebenso die<br />
Kulinarik mit regionalen Produzenten.<br />
Der Käse für Kasnock’n und Kaspreßknödl<br />
kommt vom Sinnlehenhof in Leogang, der<br />
Kaviar von Walter Grüll aus Grödig.<br />
Der Kreislauf der Natur wird hier in<br />
einem geschlossenen System gelebt, was<br />
selbstredend zur Auszeichnungen mit<br />
dem Umweltzeichen geführt hat.<br />
www.wiesergut.com<br />
Was ist Nachhaltigkeit<br />
in der Hotellerie?<br />
Naturprodukte aus dem Umfeld auf<br />
dem Teller, Behandlungen mit Naturprodukten<br />
– möglichst in einem Naturspa.<br />
Im besten Fall ist der Hotelier<br />
Landwirt und baut viele seiner benötigten<br />
Produkte selbst an, wenn nicht,<br />
dann sollte er seinen Bauer zumindest<br />
kennen – und <strong>das</strong> auch kommunizieren.<br />
Gäste können dann den Küchenchef<br />
beobachten, wenn er vormittags<br />
in den Kräutergarten geht, um einzelne<br />
Zutaten für <strong>das</strong> Mittagessen direkt aus<br />
der Natur zu holen. Was mit dem Kräutergarten<br />
im Hotelareal begann, hat sich<br />
mancherorts zu ganzen Landwirtschaften<br />
entwickelt. Oder auch umgekehrt,<br />
nämlich, <strong>das</strong>s die Landwirtschaft zuerst<br />
da war und dann der Beherbergungsbetrieb<br />
entstand.<br />
Nachhaltiges Wirtschaften in der<br />
Hotellerie heißt auch, eine dem Standort<br />
angepasste Infrastruktur zu haben,<br />
heißt, lokale Arbeitskräfte zu beschäftigen<br />
und familienfreundliche Arbeitsbedingungen.<br />
Green ist <strong>das</strong> eine, doch<br />
Nachhaltigkeit ist noch viel mehr und<br />
ohne diese kann Green langfristig nicht<br />
funktionieren. Und der Hotelier muss es<br />
Auch Selbsteingekochtes gehört im<br />
Wiesergut zum Nachhaltigkeitsprinzip.<br />
Foto: Wiesergut / Rainer Hofmann<br />
kommunizieren, sonst bleibt er auf seinem<br />
Schatz womöglich sitzen.<br />
Ähnlich formuliert es auch Michaela<br />
Reitterer, ÖHV Präsidentin, hinsichtlich<br />
zukunftsfähiger Hotels: „Man muss gute<br />
Geschichten erzählen! Und <strong>das</strong> kann<br />
nicht sein, <strong>das</strong>s ich der billigste Anbieter<br />
bin! Und genauso wichtig ist „Nicht<br />
more of the same. Sondern, wie gestalte<br />
ich meine Marke aus, was braucht die Region,<br />
wie kann ich Mehrwert schaffen?“<br />
Die Natur als Basis haben alle, aber<br />
nicht alle machen etwas daraus. Dabei<br />
hat sie jede Menge Geschichten zu erzählen!<br />
Monika Gogl vom gleichnamigen Architekturbüro, war 2011 federführend für den Umbau im Wiesergut zuständig<br />
und gab <strong>GASTRO</strong> einen kurzen Einblick zur Bau-Philosophie.<br />
Frau Gogl, wo wurde der Nachhaltigkeitsfaktor am meisten umgesetzt?<br />
Da meiner Meinung nach Nachhaltigkeit ein holistisches Ganzes umfasst, wurde versucht, sowohl in der<br />
Architektur als auch in den Arbeitsprozessen und in der Weiterführung Nachhaltigkeit als oberstes Gebot<br />
zu spielen. Und ja, je klarer es der Architektur gelingt, natürliche Prozesse widerzuspiegeln<br />
(WABISABI), umso langlebiger ist <strong>das</strong> Produkt, da Patina und schönes<br />
Altern im menschlichen Sein eine wichtige Rolle einnehmen.<br />
Kurzinterview<br />
Wie entstand die puristische und zukunftsweisenden Architektur des<br />
Hotels?<br />
Die konzeptionelle Idee basiert auf einer weitblickenden Auseinandersetzung<br />
mit den vorhandenen Gegebenheiten in topologischer, baukünstlerischer und<br />
landschaftlicher Hinsicht.<br />
Zudem spielt der Faktor der agierenden Personen (Bauherren) eine große Rolle,<br />
da es sich um ein individuell ausgeführtes Produkt handelt. Die gegebene und<br />
die gestaltete Natur in Einklang und in räumlichen Bezug zu bringen, war eine<br />
der wichtigsten Grun<strong>das</strong>pekte.<br />
Wo zeigt sich die Langlebigkeit am besten?<br />
Je präziser und besser die Materialität gewählt und von modischen Aspekten<br />
Abstand gehalten wird, umso langlebiger bleibt es.<br />
Foto: Gogl Architekten
118 TOURISMUS<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Foto: Maria Sbytova / Adobe Stock<br />
Tourismus 2022 – wie<br />
sieht die Zukunft aus?
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
TOURISMUS 119<br />
Wintersport liegt in der DNA des österreichischen Tourismus.<br />
Fotos: Salzburgerland Tourismus<br />
Was braucht der Tourismus, um wieder auf die Erfolgsspur zu kommen und dort auch langfristig<br />
zu bleiben? Die Schlüsselworte sind Sicherheit, kulinarische Erlebnisse, Emotionen,<br />
Digitalisierung und ein funktionierendes Miteinander. Eines der größten Problemfelder ist der<br />
evidente Fachkräftemangel. <br />
Von Petra Pachler<br />
Das Gästeverhalten hat sich durch<br />
Corona deutlich verändert. Neue<br />
Parameter prägen die Urlaubsentscheidungen,<br />
allen voran der<br />
Sicherheitsaspekt. Gäste kommen dorthin,<br />
wo sie <strong>das</strong> Gefühl haben, <strong>das</strong>s Gastgeber<br />
auf ihre Sicherheit bedacht sind.<br />
Demzufolge strotzen die Websites touristischer<br />
Anbieter nur so vor Hinweisen<br />
zu Covidmaßnahmen und Sicherheitsaspekten<br />
in ihrer Region.<br />
Im Salzburgerland zum Beispiel zeigt<br />
ein Wegweiser den Weg zum sicheren<br />
Winterurlaub. Der Überblick beinhaltet<br />
Infos über die aktuelle Lage, alle derzeit<br />
geltenden Maßnahmen, die Regeln zur<br />
Liftbenützung und auch den regelkonformen<br />
Check-In in den Unterkünften.<br />
Der Skibetrieb steckt seit Jahrzehnten<br />
in der DNA des Salzburgerlandes,<br />
trotzdem legt man auch hier sogar im<br />
Winter vermehrt den Schwerpunkt<br />
auf den Genuss. Was im Sommer die<br />
Via Culinaria, bilden im Winter die Genuss-Ski-Routen<br />
ab. Die Genuss-Ski-<br />
Route „Die süße Versuchung“ im Snow<br />
Space Salzburg widmet sich den vielfältigen<br />
regionalen Süßspeisen, die auf<br />
den im ganzen Skigebiet verteilt teilnehmenden<br />
Hütten verkostet werden<br />
können. Bauernkrapfen, Pongauer Kerschmuas<br />
und die süße Brettljause warten,<br />
inklusive der Informationen über<br />
Ursprung und Zubereitung des jeweiligen<br />
Gerichts. Die Vernetzung zwischen<br />
Landwirtschaft und Gastronomie auch<br />
zu publizieren, wird zum Fixpunkt.<br />
www.snow-space.com/suesse-versuchung<br />
Dazu passt eine Diskussionsrunde,<br />
die Hannes Royer, Vereinsobmann von<br />
„Land schafft Leben“, gemeinsam mit<br />
Dominik Linser von Ötztal Tourismus<br />
durchführte: Das Thema Regionalität<br />
und Tourismus standen dabei im Fokus.<br />
„Diese Veranstaltung soll dazu führen,<br />
<strong>das</strong>s regionale Produkte aus dem Tal in<br />
den Großhandel gelangen. Damit können<br />
GastronomInnen diese leichter beziehen<br />
und am Ende dieses Prozesses<br />
steht die Vermarktung des Ötztals als<br />
Genussregion“, so Linser.<br />
www.landschafftleben.at<br />
Kulinarik als Gästemagnet<br />
Kombinierbare Genuss- und Kulinariktouren<br />
will künftig die Region Wachau-<br />
Dunkelsteinerwald anbieten. Mittels<br />
eines LEADER-Projekts werden die Genussangebote<br />
regionaler Anbieter in der<br />
Wachau und im Dunkelsteinerwald in<br />
spezielle wachautypische Genuss- und<br />
Kulinarik-Touren verpackt. In Form von<br />
kombinierbaren Touren durch die Region<br />
werden Genussstationen angefahren,<br />
„was die regionale Wertschöpfung<br />
stärkt und Arbeitsplätze sichert“,<br />
so Wirtschafts- und Tourismuslandesrat<br />
Jochen Danninger. Laut Bernhard<br />
Schröder, Geschäftsführer von Donau<br />
Niederösterreich Tourismus GmbH, sei<br />
<strong>das</strong> Marktpotenzial enorm, weil es Ge-
<strong>12</strong>0 TOURISMUS<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Die Bandbreite des Tourismus wird in der Steiermark in allen 11 Regionen ausgespielt.<br />
Fotos: Steiermark Tourismus<br />
Auch der Naturpark Mürzer Oberland<br />
setzt künftig auf Besucherlenkung.<br />
Foto: nixxipixx.com<br />
nusstouren in der Region bis dato nicht<br />
gibt. Das Projekt wird mit Unterstützung<br />
von Land und Europäischer Union<br />
(LEADER-Fördermittel) gefördert.<br />
www.noe.gv.at<br />
Vernetzung von Kulinarik<br />
und Kultur<br />
Der zum zweiten Mal abgehaltene upperfuture<br />
day, <strong>das</strong> Leitevent des oberösterreichischen<br />
Tourismus, sieht den<br />
Tourismus als gesamtwirtschaftlich<br />
vernetzte Branche, die mit Netzwerkpartnern<br />
aus vielen Bereichen, allen voran<br />
mit der Landwirtschaft, zusammenarbeitet.<br />
„Echte Begegnungen“ stellt die<br />
Themen Kulinarik und Kultur in den Fokus,<br />
denn essen & trinken macht die<br />
Seele Oberösterreichs für alle Sinne erlebbar.<br />
Und gerade in der Vernetzung<br />
mit der Kultur – von der Wirtshauskultur<br />
bis zur Gegenwartskultur – steckt<br />
viel Potenzial für künftige Entwicklungen,<br />
so Mag. Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer<br />
des Oberösterreich Tourismus.<br />
„Kultur hat bei internationalen Gästen<br />
schon immer einen hohen Stellenwert,<br />
die Kultur des Genusses kommt<br />
verstärkt hinzu. Beides zu kombinieren<br />
hat hohes Potenzial für touristische<br />
Konzepte. Die Entwicklung Österreichs<br />
als Kulinarikdestination ist eine sehr dynamische<br />
und trifft die steigende Nachfrage<br />
von Gästen aus aller Welt“, so Lisa<br />
Weddig, Geschäftsführerin der Österreich<br />
Werbung.<br />
www.oberoesterreich-tourismus.at<br />
Winterliebe<br />
Emotionen prägen den Tourismus!<br />
Nicht erst jetzt, aber seit der Pandemie<br />
verstärkt, denn der entstandene Wertewandel<br />
hat unter anderem auch zu<br />
einem Bedürfnis nach menschlichen Begegnungen<br />
geführt, wie Viktoria Veider-<br />
Walser von Kitzbühel Tourismus meint.<br />
Emotionen stehen im Vordergrund und<br />
ein neues Qualitätsverständnis hat sich<br />
etabliert. Die mit 10 Millionen Euro Budget<br />
ausgestattete Kampagne „Winterliebe“<br />
der Österreich Werbung spielt genau<br />
mit diesen Begriffen und zeigt, worum<br />
es geht: Es geht um Gefühle, die bei den<br />
Gästen die Liebe zu einem Österreich Urlaub<br />
entfachen sollen.<br />
„Künftige Entwicklungen der Destinationen<br />
– <strong>das</strong> wird nicht mehr im isolierten<br />
Kämmerlein passieren, sondern<br />
gemeinschaftlich. Lebensraum und Lebensqualität<br />
zählen“, so Veider-Walzer.<br />
11 Regionen,<br />
11 Sehnsuchtsmomente<br />
Auch die Steiermark spielt in ihrer Winterkampagne<br />
stark mit Emotionen: Steiermark<br />
Tourismus stellt 11 Sehnsuchtsmomente<br />
aus 11 Erlebnisregionen in<br />
den Mittelpunkt – von der ersten Abfahrt<br />
auf einer frisch präparierten Piste<br />
über <strong>das</strong> warme Thermalwasser bis hin<br />
zur Schneeschuhtour. Menschen sind<br />
die Botschafter der Themen.<br />
www.steiermark.com<br />
Digital ist normal<br />
Letzteres ist einer der wesentlichsten<br />
Punkte in der touristischen Zukunft:<br />
Ohne Digitalisierung geht nichts mehr<br />
und der durch die Pandemie ausgelöste<br />
Schub hat viele Entwicklungen beschleunigt.<br />
Entscheidend wird die benutzerfreundliche<br />
Umsetzung der<br />
technischen Features sein.<br />
Zitat<br />
„Eine seriöse Prognose für <strong>das</strong> kommende Urlaubsjahr<br />
ist daher so lange nicht möglich, als die politische Seite<br />
der Pandemie nicht beendet und alle Entscheidungen<br />
für Urlaubsaktivitäten der Eigenverantwortung<br />
der Menschen übergeben werden (können).“<br />
Prof Mag. Peter Zellmann, Institut für Freizeit und Tourismusforschung
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
TOURISMUS <strong>12</strong>1<br />
Besucherstromanalysen werden<br />
künftig <strong>das</strong> Geschehen entscheidend<br />
prägen, so Martin Schober von Saint Elmos<br />
Tourismusberatung: Die NÖ Bergbahnen<br />
haben bereits die erste Konferenz<br />
(Ana:Log) abgehalten, die sich nur<br />
diesem Thema widmet.<br />
Ein Anbieter für digitale Touren<br />
(Outdoor-Active) hat Live-Tracking als<br />
Leistungsangebot und Pilotprojekt initiiert:<br />
https://corporate.outdooractive.com<br />
Dabei werden Daten aus Hardware-<br />
Tracking mit GPS-Positionierung kombiniert,<br />
um Destinationen beim Management<br />
ihrer Gäste zu unterstützen.<br />
Voraussetzung für eine gezielte und aktuelle<br />
Besucherlenkung ist es, die aktuelle<br />
Auslastung der Hotspots zu kennen<br />
und <strong>das</strong> potenzielle Gästeaufkommen<br />
vorherzusagen.<br />
Unbewusste Gästelenkung<br />
Der Diskrepanz zwischen Angebot und<br />
Nachfrage will auch die Tourismusregion<br />
Naturpark Mürzer Oberland mit<br />
einer Besucherstromregelung entgegenwirken.<br />
Zahlreiche Tagesgäste machen<br />
die Planung schwierig, man setzt<br />
auf Vorab-Information. Die Erfahrung<br />
zeigt, <strong>das</strong>s sich viele Gäste abseits traditioneller<br />
Quellen informieren, immer<br />
mehr folgen Erzählungen – auch via Instagram<br />
und Postings. Der Ansatz für die<br />
geplante Besucherlenkung basiert unter<br />
anderem auf der Verortung sämtlicher<br />
Ausflugsziele mit öffentlichen Verkehrsanbindungen,<br />
einer (interaktiven)<br />
Beschilderung, Planungstools vor Ort,<br />
der Moderation der wichtigsten Tourenportale<br />
und Social Media-Kanäle.<br />
Eine favorisierte Bewerbung bestimmter<br />
Orte und Touren, die öffentlich erreichbar<br />
sind, soll eine unbewusste Gästelenkung<br />
bewirken. www.muerzeroberland.at<br />
Mobil – aber bitte sanft!<br />
Nachhaltigkeit prägt den Tourismus wie<br />
kaum jemals zuvor und eine der größten<br />
Herausforderungen dabei ist die Mobilität.<br />
Der Tourismus Mobilitätstag, zum<br />
achten Mal von Tourismus- und Klimaschutzministerium<br />
veranstaltet, zeigte<br />
sowohl die Relevanz dieses Themas<br />
auf als auch Lösungsansätze. Die Tourismusregion<br />
Zell am See arbeitet aktuell<br />
an einem Konzept für den Ausbau der<br />
öffentlichen Anreise, Ziel ist die Steigerung<br />
der Ankünfte aus Nahmärkten. Die<br />
Features reichen von alternativen Mobilitätsangeboten<br />
vor Ort inklusive einer<br />
Mobilitätskarte Zell am See-Kaprun,<br />
dem Ausbau und der Elektrifizierung<br />
des öffentlichen Verkehrsnetzes und<br />
dem Ausbau der E-Ladeinfrastruktur.<br />
Zudem soll die Destination als E-Bike-<br />
Region entwickelt werden. Eingebunden<br />
sind Tourismusverbände, Bergbahnen,<br />
der Klima- und Energiefonds und touristische<br />
Betriebe. Der intakte Naturraum<br />
dient als Basis touristischer Wertschöpfung<br />
in der Ganzjahresdestination<br />
mit 2,8 Millionen Nächtigungen im Jahr.<br />
www.zellamsee-kaprun.com<br />
info<br />
Zitat<br />
„Tourismus ist ein<br />
komplexes System.<br />
Die Krise hat gezeigt:<br />
Alle Säulen<br />
müssen funktionieren!<br />
Und man darf<br />
auch Einschränkungen<br />
machen -eine<br />
gewisse Anzahl an<br />
Gästen reicht!“<br />
Elias Walser vom Seefelder<br />
Tourismus<br />
Essen & trinken – und genießen<br />
Die Richtung für 2022 ist ziemlich klar:<br />
Neben der Stärkung erprobter Angebote<br />
kommt der Kulinarik ein immer größerer<br />
Stellenwert zu. In diesem Bereich<br />
<strong>das</strong> Heimische anzubieten, ist mittlerweile<br />
fast Pflicht, wird aber genauso<br />
zum Unterscheidungsmerkmal für Regionen.<br />
Dazu kommt die Vernetzung<br />
mit weiteren Themen, die einmal Kultur<br />
heißen, und dann wieder (Winter)<br />
wandern oder skifahren. Für Gastronomen<br />
und Hoteliers ist <strong>das</strong> Potenzial<br />
neuer Gäste damit ein großes, denn<br />
der Skifahrer 4.0 schaut bei der Pistenauswahl<br />
verstärkt auf die dort angebotene<br />
Gastronomie und der Genuss-Urlauber<br />
wählt überhaupt sein Programm<br />
nach den kulinarischen Angeboten aus.<br />
Und auch der Trend in Richtung naturnahe,<br />
nachhaltige Urlaubsformen gibt<br />
den Destinationsmanagern viele Möglichkeiten<br />
in die Hand.<br />
Die Plattform „Nachhaltige Mobilität im Tourismus“ von<br />
BMLRT und BMK beschäftigt sich eingehend mit diesem Thema.<br />
(www.meine-regionen.at)<br />
Mit dem klimaaktiv mobil Förder- und Beratungsprogramm unterstützt<br />
<strong>das</strong> Klimaschutzministerium Österreichs Unternehmen und<br />
Regionen und insbesondere die Tourismus- und Freizeitbranche<br />
bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten zur klimafreundlichen<br />
Tourismusmobilität.<br />
www.klimaaktivmobil.at<br />
Die Broschüre „Wie wird meine Tourismusdestination nachhaltig<br />
mobil?“ ist eine Anleitung für Praktiker in den Destinationen<br />
und skizziert die Schritte von der Idee bis zur Umsetzung konkreter<br />
Maßnahmen. Erhältlich beim Tourismusministerium.<br />
https://info.bmlrt.gv.at<br />
Foto: Olympiaregion Seefeld
<strong>12</strong>2 TOURISMUS & HOTELLERIE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
SÜD<br />
TIROL<br />
Foto: tvb_kronplatz_helmuth_rier<br />
Das<br />
grüne<br />
Tal<br />
GREEN<br />
FUTURE<br />
Foto: rotwild_olang<br />
Das Pustertal gilt als <strong>das</strong><br />
grünste Tal Südtirols und<br />
zudem trifft hier auch<br />
Österreich auf Italien. <br />
<br />
Von Petra Pachler<br />
Zwar liegt der Großteil des Tales<br />
schon in Südtirol, aber der östlichste<br />
Abschnitt ist dann doch<br />
in Osttirol beheimatet. Neben Sillian<br />
in Osttirol und Bruneck, Pfunders<br />
und Innichen, <strong>das</strong> an Österreich grenzt,<br />
ist Olang eine der bekanntesten Orte im<br />
südtiroler Teil des Pustertals. Und wer<br />
Olang sagt, der muss auch Kronplatz<br />
sagen, denn vom Gipfel des Olanger<br />
Hausberges breitet sich <strong>das</strong> UNESCO-<br />
Welterbe Dolomiten aus – mit weitreichenden<br />
Wander- und Skigebieten, wie<br />
den Lienzer und Pragser Dolomiten und<br />
den weltberühmten Drei Zinnen.<br />
Grünes Skigebiet<br />
Mit seinen 119 Pistenkilometern ist der<br />
Kronplatz nicht nur ein großer, sondern<br />
auch der beliebteste Skiberg Südtirols.<br />
Was auch schon die Frage aufwirft,<br />
wie ein Skigebiet beschaffen sein<br />
muss, wenn es im grünsten Tal bestehen<br />
kann. Am Kronplatz sorgt ein Büdel<br />
an Maßnahmen dafür, den Puster<br />
Skiberg umweltfreundlich zu machen.<br />
Aufstiegsanlagen laufen mit Ökostrom,<br />
der aus Wasserkraft gewonnen wird. In<br />
den letzten Jahren wurde der Kronplatz<br />
deshalb auch mehrmals mit dem „Green<br />
Energy Logo“ ausgezeichnet. Zudem bedecken<br />
Photovoltaikanlagen die Dächer<br />
der neu errichteten Talstation Ried in<br />
Percha und jener von Pikolein bei St.<br />
Martin in Thurn.<br />
Das für den Kunstschnee benötigte<br />
Nass wird in vier Speicherseen gebunkert<br />
und wird mit Regenwasser, Quellwasser<br />
und dem Wasser umliegender
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
TOURISMUS & HOTELLERIE <strong>12</strong>3<br />
Flüsse und Bäche gespeist. Italienweit<br />
war der Kronplatz auch <strong>das</strong> erste Skigebiet,<br />
in dem eine Pistenraupe mit Hybrid-Antrieb<br />
zum Einsatz kam.<br />
Naturschutzgebiete<br />
als grüne Lunge<br />
Definitiv ein grünes Aushängeschild<br />
ist der Naturpark Fanes-Sennes-Prags,<br />
der mit 25.453 ha als größter Naturpark<br />
Südtirols alle Kriterien der Nachhaltigkeit<br />
erfüllt. Auf vier Themenwegen wird<br />
der Fokus auf die verschiedenen Landschaften<br />
gelegt und gibt unterschiedliche<br />
Einblicke in die Natur. Wer den<br />
Naturerlebnisweg rund um den Toblacher<br />
See wählt, kommt dann gleich<br />
zum nächsten Naturschutzgebiet, dem<br />
Naturpark Drei Zinnen, <strong>das</strong> direkt angrenzt.<br />
TauFrisch in der Gastronomie<br />
Ein echtes „Green“ Projekt findet sich<br />
in Taufers mit Null Kilometer & TauFrisch:<br />
Das neue Gemüseanbau-Projekt,<br />
bei dem 13 Tauferer Gastbetriebe mitmachen,<br />
steht für Frische und Vielfalt<br />
in der Tauferer Küche. Bei diesem Projekt<br />
werden über dreihundert Sorten angebaut,<br />
vom klassischen Gemüse bis hin<br />
zu den alten, lokalen und seltenen Gemüsesorten.<br />
Die Gastronomen ernten<br />
sie gemeinsam und verfeinern sie dann<br />
zu köstlichen Gerichten. Das Anbauland<br />
liegt vor den Toren von Sand und wird<br />
zu 100 Prozent natürlich, in Mischkultur<br />
und unter Beachtung der Pflanzengemeinschaften<br />
beackert. Durch die reine,<br />
naturnahe Anbaumethode wird es<br />
möglich, alle Teile des Gemüses zu verwenden.<br />
www.ahrntal.com/de/genuss-gesundheit/<br />
genuss/taufrisch-frisch-vom-feld.html<br />
St. Vigil in Enneberg, <strong>das</strong> am Eingang<br />
zum Naturpark liegt, hat es schon<br />
geschafft: Seit August 20<strong>21</strong> ist der Urlaubsort<br />
als erster in Südtirol mit der<br />
GSTC-Zertifizierung (Global Sustainable<br />
Tourism Council) ausgezeichnet.<br />
Foto: IDM Südtirol / Alex Filz<br />
Das Pustertal setzt <strong>das</strong> Grün stark in den<br />
touristischen Angeboten um.<br />
Foto: barbara_schuster_olang<br />
Seit 20<strong>12</strong> ist <strong>das</strong> Naturhotel<br />
Leitlhof klimapositiv, wichtigster<br />
Baustoff ist Holz.<br />
Die bodenständige Gerstensuppe<br />
gehört laut Küchenchef<br />
Markus Auer unbedingt<br />
auf die Speisekarte.<br />
Fotos: Bureau Rabensteiner<br />
Europe’s Leading Green Hotel 20<strong>21</strong><br />
Stephan Mühlmann ist Juniorchef<br />
des Naturhotels Leitlhof in Innichen.<br />
Er hat sich intensiv mit<br />
den Themen Energie und Nachhaltigkeit<br />
auseinandergesetzt und so ist<br />
es ihm gelungen, <strong>das</strong> Haus energieautark<br />
und CO2-neutral zu machen. Das<br />
Hotel verfügt über ein eigenes Holzblock-Heizkraftwerk<br />
mit Hackschnitzeln<br />
aus dem eigenen Wald und einer<br />
Photovoltaikanlage am Dach und ist<br />
eines von nur wenigen klimapositiven<br />
Hotels weltweit (seit 20<strong>12</strong> zertifiziert).<br />
2016 und 20<strong>21</strong> wurde <strong>das</strong> Hotel mit<br />
dem World Travel Award in der Kategorie<br />
„Europe’s Leading Green Hotel“<br />
ausgezeichnet.<br />
Auf dem eigenen Bauernhof, dem<br />
Mühlhof, werden Agnus-Rinder gezüchtet,<br />
die nur im Leitlhof auf den<br />
Tisch kommen. Am Mühlhof gedeihen<br />
aber auch Gemüse und Kräuter,<br />
die dann zu einer Mischung aus alpinmediterraner<br />
Küche zubereitet werden.<br />
Alpin sind auch die Anwendungen<br />
im Spabereich und allein die Lage<br />
des Hotels inmitten des UNESCO<br />
Welterbes ist eigentlich die Basis der<br />
grünen Philosophie<br />
www.leitlhof.com<br />
Trotz großem Außenpool ist <strong>das</strong> Naturhotel<br />
Leitlhof klimaposiv.
<strong>12</strong>4 TOURISMUS & HOTELLERIE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Horizont-Erweiterung<br />
Das Alpin Panorama Hotel Hubertus<br />
ist im Winter Dreh- und Angelpunkt<br />
für Skifahrer und im<br />
Sommer für Wanderer. Was <strong>das</strong> Hotel<br />
allerdings auszeichnet, <strong>das</strong> ist sein<br />
Servicegedanke: Der Hotelshuttle<br />
des Hubertus verkehrt kostenlos zwischen<br />
Hotel und Talstation, <strong>das</strong> Winter-Aktivprogramm<br />
reicht von geführten<br />
Skiausflügen, Schneeschuh- und<br />
Winterwanderungen bis hin zu Tipps<br />
vom Chef. Die Natur steht auch hier<br />
im Fokus, denn in den Panoramazimmern<br />
schlafen Urlauber vor einer riesigen<br />
Glasfront mit der imposanten<br />
Bergkulisse vor den Augen.<br />
High in the sky<br />
Eine architektonische Meisterleitung<br />
ist der 25 Meter lange Outdoor Sky<br />
Pool, der sich von der Hausfassade<br />
abhebend frei zwischen Himmel und<br />
Erde zu schweben scheint. Oben der<br />
Himmel und unten scheinbar nichts.<br />
Sichtbare Grenzen gibt es nicht und<br />
mit fünf Metern Breite, 25 Metern<br />
Länge und 1,30 Metern Tiefe ist der<br />
Sky Pool ein Unikat in der Wellnesswelt<br />
und in einer Höhe von zwölf Metern<br />
hat der Schwimmer <strong>das</strong> Gefühl,<br />
Wellness findet im Hotel Hubertus vorwiegend outdoor statt.<br />
über dem Gelände zu schweben. Verstärkt<br />
wird dieser Eindruck durch die<br />
Glasfront und ein verglastes Fenster<br />
im Boden des Pools.<br />
Das Wellness-Leben spielt sich im<br />
Hubertus überhaupt hauptsächlich<br />
open air im 5.000 m2 großen Alpenreych<br />
Park ab. Mit fünf Outdoorpools,<br />
Ruhepavillon, Feuerstelle, Ruheinseln,<br />
Blockhaussauna, Panorama-Almsauna<br />
und dem Dolomiten-Höhlen-<br />
Dampfbad ist <strong>das</strong> Freiluft-Wellness<br />
ziemlich einzigartig.<br />
Gastronomisches Allerlei<br />
Im Hubertus Park sind Genießer gut<br />
aufgehoben: Sie schlendern rund um<br />
Küchenchef Thomas Mayr setzt auf alpine-mediterran<br />
in seiner Küche.<br />
Infinity mit Bergblick von Südtirols<br />
spektakulärstem Pool.<br />
Fotos: kottersteger_alpinhotel_panorama_hotel_hubertus<br />
<strong>das</strong> Hotel durch Südtiroler Obstbäume,<br />
riechen an typischen Kräutern, nützen<br />
die handgemachte Holz-Kegelbahn<br />
oder meditieren an der Feuerstelle.<br />
Und da sich Gegensätze bekanntlich<br />
anziehen, finden sich in den Kochtöpfen<br />
von Küchenchef Thomas Mayr<br />
die unterschiedlichsten Kulturen. Auf<br />
den Tellern treffen dann bodenständige<br />
Südtiroler Traditionsgerichte auf<br />
leichte mediterrane Köstlichkeiten<br />
und raffinierte Spezialitäten aus aller<br />
Welt. Regionale Produkte sind federführend<br />
beim Südtiroler Koch, der sich<br />
seinen Ruf in Häusern auf der ganzen<br />
Welt erkochte.<br />
www.hotel-hubertus.com
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
NEUERÖFFNUNGEN <strong>12</strong>5<br />
Besonderes Konzept<br />
Lifestyle- und Businesshotel<br />
mit einem Restaurant, einer<br />
Vinothek und verschiedenen<br />
Räumen für Veranstaltungen<br />
vereinen sich im neuen Firmament<br />
in Rankweil. 143 Zimmer,<br />
Suiten und Long Stay Apartments<br />
stehen im Firmament zur<br />
Wahl. Besonders ist auch <strong>das</strong><br />
kulinarische Konzept. Im Restaurant<br />
mit Showküche kocht<br />
nämlich jeden Monat ein anderer<br />
aufstrebender Jungkoch<br />
der „Brotherhood of Culinary<br />
Chef ’s Association“ auf und nimmt die<br />
Gäste mit auf eine schmackhafte Reise<br />
in seine Heimat. Dieser Verein setzt sich<br />
für die Förderung und Weiterbildung von<br />
Lehrlingen, Chefs, Genussmenschen und<br />
allen an der Kulinarik Interessierten ein.<br />
Essen oder baden?<br />
Ganz „dahoam“ ist Küchenchef und<br />
Patron Andreas Herbst in seiner Küche,<br />
die regionalen Produzenten nun<br />
eine in jeder Hinsicht spektakuläre<br />
Bühne bietet. Für den Küchenchef des<br />
Genießerhotels Die Riederalm, ist <strong>das</strong><br />
neue À-la-carte-Restaurant „dahoam“<br />
in jedem Detail Ausdruck seiner Vorstellung<br />
einer modernen, kreativ inspirierten<br />
und zugleich extrem bodenverwurzelten<br />
Alpinküche. Nach Jahren in<br />
Spitzenrestaurants kocht der Salzburger<br />
seit 2015 im elterlichen Betrieb. Das kulinarische<br />
Erlebnis startet schon mit einer<br />
etwas anderen Speisekarte: Symbole<br />
auf einer Karte auf weißem Stierleder zeigen<br />
<strong>das</strong> feine Netzwerk an speziell ausgewählten,<br />
heimischen Manufakturen und<br />
bäuerlichen Betrieben, deren beste Produkte<br />
<strong>das</strong> Menü bestimmen.<br />
Die vier oder sechs Gänge auf teils<br />
speziell gefertigtem Geschirr einer Salzburger<br />
Keramikkünstlerin haben zudem<br />
historische und geografische Bezüge zur<br />
Geschichte Leogangs. Vom Bergbau bis<br />
zu jenen Zeiten, als <strong>das</strong> Eis vom Birnbachloch<br />
zur Bierkühlung nach München<br />
per Eisenbahn gebracht wurde.<br />
Die für <strong>das</strong> Abendessen im Rankweil passenden<br />
Weine wählt der Sommelier aus<br />
der hauseigenen Vinothek aus. Speisen<br />
und Weine zum Mitnehmen werden<br />
ebenfalls angeboten<br />
www.firmament.at<br />
Die Badewannen sind mit einem ausgeklügelten<br />
Hängemattenkonzept sicher<br />
befestigt: Das Gefühl in einer der beiden<br />
spektakulären „Hamarca“-Badewannen<br />
ist aber im besten Sinn des Wortes „über<br />
dem Alltag schwebend“ – <strong>das</strong> moderne<br />
Alpin-Design aus hochwertigen Materialien<br />
wie Altholz oder anthrazitfarbenen<br />
Edelfliesen und mit Weinklimaschrank<br />
sind Luxus pur.<br />
www.riederalm.com<br />
www.restaurant-dahoam.com<br />
Fotos: Jens Ellensohn Fotografie<br />
Fotos: Carmen Huter<br />
Foto: Kaufmann Zwei GmbH<br />
Stylischer<br />
Holzbau<br />
Die Familie Wilfinger eröffnet<br />
am 26. Dezember in der Alpenstadt<br />
Bludenz die Pforten des<br />
Hotel „Alpstadt“. Der zentral gelegene<br />
Neubau wurde von dem<br />
Vorarlberger Architekten Johannes<br />
Kaufmann in edler Holzbauweise<br />
geplant und steht auf einer<br />
Fläche von 300 Quadratmetern.<br />
Das Hotel ist sieben Stockwerke<br />
hoch und beherbergt 65 Zimmer,<br />
davon gibt es 32 Südzimmer<br />
mit Balkon. Zu den Einrichtungen<br />
zählen außerdem Seminarräume,<br />
ein Restaurant und die Dachterrasse<br />
mit Bergblick. Zimmer sind<br />
bereits buchbar. Durch eine Direktverbindung<br />
gelangt man direkt<br />
in <strong>das</strong> angrenzende Fohren<br />
Center. Für Hochzeiten werden in<br />
dem Vorarlberger Hotel individuelle<br />
Pakte angeboten, von Polterabenden<br />
mit Livemusik im Gastgarten,<br />
Bowling oder Lasertag bis<br />
hin zur Hochzeitsfeier im Fohren<br />
Saal und kostenloser Übernachtung<br />
im Penthouse bei einer fixen<br />
Saalbuchung ab 60 Personen.<br />
Eine Beratung hierfür ist kostenlos<br />
und unverbindlich, eine frühzeitige<br />
Anfrage wird jedoch empfohlen.<br />
www.alpstadt.com
<strong>12</strong>6 HOTELLERIE<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
GREEN<br />
FUTURE<br />
Konzeptneuheit<br />
im Spa-Bereich<br />
Das Resort Bergkristall in Oberstaufen<br />
präsentiert ein neues<br />
Spa-Konzept, <strong>das</strong> gemeinsam<br />
mit einer Spa-Expertin entwickelt<br />
wurde. Das Konzept hatte<br />
Wellness- und Selfness-Erlebnisse<br />
zum Inhalt, die auf den Haupteigenschaften<br />
des Bergkristalls beruhen<br />
und beruht auf natürlichen<br />
Aspekten. Für jedes der vier Kraftfelder<br />
des Kristalls – Licht, Kraft,<br />
Harmonie und Klarheit – wurde<br />
ein eigenes Signature-Treatment<br />
konzipiert und vor jeder Behandlung<br />
gibt es ein Gespräch für die<br />
individuellen Bedürfnisse. Für <strong>das</strong><br />
Treatment kommen nur natürliche<br />
Produkte zum Einsatz. „Bei der<br />
Entwicklung des Konzepts lag uns<br />
besonders am Herzen, individuelle<br />
Spa-Rituale im Einklang mit der<br />
Allgäuer Natur zu entwickeln“, so<br />
die Betreiber.<br />
www.bergkristall.de<br />
Foto: Mathis Leicht Photography<br />
Ausgezeichnetes Luxushotel<br />
Das stylische und autofreie Vier-Sterne-Superior-Resort<br />
Gradonna****s<br />
Mountain Resort in Kals am Fuße des<br />
Großglockners wurde vom Connoisseur<br />
Circle erneut auf Platz 1 der Boutique-<br />
und Designhotels im deutschsprachigen<br />
Raum gewählt. Auf 1.350<br />
Metern ist man sich des wertvollen Gutes<br />
Natur bewusst und geht sorgsam<br />
mit ihr um. Daher gibt es ein nachhaltiges<br />
Energiekonzept mit nachhaltiger<br />
Bauweise und einen ressourcenschonenden<br />
Betrieb. Am Eingang zum größten<br />
Schutzgebiet der Alpen, dem Nationalpark<br />
Hohe Tauern gelegen, prägen<br />
naturnahe Architektur und Holzbauweise<br />
mit Niedrigenergiestandard <strong>das</strong><br />
Resort. Eine E-Ladestation unterstützt<br />
umweltfreundliche Mobilität, Kalser<br />
Marmor ist bodenständig und regional<br />
zugleich. Die Energie kommt vom eigenen<br />
Hackschnitzelwerk und die Abwärme<br />
der Kältetechnik wird zum Beheizen<br />
Das „Almhof Family Resort &<br />
Spa“ im Zillertal bietet Kindern<br />
und Erwachsenen täglich<br />
die Möglichkeit, aus der „Grüne<br />
Haube Naturküche“ ein Gericht<br />
zum Abendessen auszuwählen.<br />
Hier treffen zertifizierte<br />
Bioqualität und naturbelassener<br />
Genuss aufeinander. Der Almhof<br />
verfügt bisher als einziges<br />
Kinderhotel über diese Auszeichnung<br />
und durch ein Aktivitätenprogramm<br />
werden die<br />
Kinder an <strong>das</strong> Thema Ernährung<br />
herangeführt und für die grünen<br />
Gerichte motiviert. Außerdem finden<br />
regelmäßig Koch- und Backkurse sowie<br />
Kräutersuchen im Garten des Hotels<br />
statt. „Essen soll Spaß machen“ – so<br />
lautet <strong>das</strong> Motto des Gourmet-Restaurants.<br />
Bei der Grünen Haube Naturküche<br />
kommen Vollkorn, frisches Gemüse<br />
der Schwimmbäder genützt. Eingekauft<br />
wird regional. Nicht ohne Grund hat <strong>das</strong><br />
Hotel mit Augenmerk auf Nachhaltigkeit<br />
den Green Luxury Award 2014 erhalten<br />
und die Auszeichnung „Europe’s<br />
Leading Green Resort 2015“.<br />
www.gradonna.at<br />
Kinderhotel mit grünem<br />
Angebot<br />
und Obst großteils aus biologisch kontrolliertem<br />
Anbau, Fleisch aus artgerechter<br />
Haltung und Fisch aus heimischen<br />
Gewässern auf die Speisekarte. Auf die<br />
Verwendung von Geschmacksverstärkern,<br />
Konservierungsmitteln oder Aromen<br />
wird verzichtet.<br />
www.familyresort.at<br />
Foto: Soll und Haben GmbH<br />
Foto: MichaelHuber
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
<strong>GASTRO</strong>MIX <strong>12</strong>7<br />
Individuelle Wände<br />
Ursprüngliche Beton-, Rost-, Kupfer-,<br />
Stein-, Holz- und Spachteloptiken<br />
verleihen Naturdesigntapeten einen<br />
ganz individuellen, natürlichen Look. Seit<br />
September 20<strong>21</strong> ist die INKU Kollektion<br />
„Variano Neo“ erhältlich und setzt auf<br />
handgefertigte Qualität aus Deutschland.<br />
Verwendet werden ökologische Materialien,<br />
die durch die Produktion in der<br />
Manufaktur jedes Stück zu einem Unikat<br />
werden lassen. Die Innovation dieses<br />
Produkts basiert auf einem modernen<br />
Mineral-Verbundwerkstoff, der dem<br />
Original sowohl in Optik als auch in Haptik<br />
in nichts nachsteht. Das Material lässt<br />
sich unkompliziert verarbeiten – ganz<br />
wie eine klassische Tapete. Die Dekorschichten<br />
bestehen aus einem mineralischen<br />
Naturprodukt: Steinmehl. So wird<br />
der Vorteil aus der Natur als natürliche<br />
Ressource genutzt, um eine ökologische<br />
und nachhaltige Wandgestaltung anzubieten,<br />
die zu 100 Prozent recycelbar sowie<br />
chlor- und weichmacherfrei ist. In<br />
der Kollektion stehen 15 Dekore zur Auswahl.<br />
www.inku.at<br />
Neues Motel in Strasshof<br />
Neben dem 2015 in Strasshof bei Wien<br />
eröffneten Restaurant „Zündwerk<br />
– Fine Steaks, Burger & Beer“ wird nun<br />
ein Motel errichtet. Dieses neue Zündwerk<br />
Motel verfügt über insgesamt 23<br />
Zimmer, darunter drei für den Langzeitaufenthalt<br />
ausgelegte Appartements.<br />
Auch die zwanzig Doppelzimmer bieten<br />
den Gästen viel Komfort: <strong>das</strong> WC ist<br />
vom Bad räumlich separiert, der Tisch<br />
ist in Blickrichtung Fenster ausgerichtet<br />
und die Betten können auf Wunsch getrennt<br />
aufgestellt werden. Darüber hinaus<br />
gibt es in jedem Zimmer einen stylischen<br />
Retro-Kühlschrank sowie eine<br />
passende Kaffeemaschine. Gleich neben<br />
der Rezeption lädt eine Lounge mit offenem<br />
Kamin zum gemütlichen Verweilen<br />
ein. Im angrenzende Frühstücksbereich,<br />
der tagsüber auch als Café sowie als Meeting-Point<br />
genutzt werden kann, steht<br />
zentral ein großer Hochtisch. Die im ganzen<br />
Haus verwendeten Farben und Materialien<br />
tragen – so wie auch bereits im<br />
bestehenden Restaurant – entscheidend<br />
zur Wohlfühl-Atmosphäre bei. Die Erstellung<br />
des Funktions- und Gestaltungskonzepts,<br />
die Planung inklusive 3D-Visualisierung<br />
sowie die Ausschreibung<br />
der Inneneinrichtung des Motels erfolgte<br />
– wie bereits beim Zündwerk Restaurant<br />
– in Zusammenarbeit mit Koll Gastro<br />
Konzept. Die Eröffnung des Hauses<br />
ist für <strong>das</strong> kommende Frühjahr geplant.<br />
www.koll.co.at<br />
Foto: Zündwerk Motel (Koll) Foto: Inku<br />
Foto: Adobe Stock<br />
Karriere in der<br />
Hotelbranche<br />
Bereits in den letzten Jahren zählte<br />
der Fachkräftemangel zu den<br />
größten Herausforderungen der<br />
Tourismusbranche – gute Fachkräfte<br />
sind durch die Corona-Pandemie<br />
in der Hotellerie so gefragt<br />
wie nie. Es zeigt sich einmal mehr:<br />
Die Branche lebt von Mitarbeitern,<br />
die nicht nur Begeisterung für den<br />
Kontakt mit Gästen mitbringen,<br />
sondern die auch die Abläufe in<br />
Hotellerie und Tourismus perfekt<br />
beherrschen. Wer einen Ein- oder<br />
Umstieg in die Branche plant, ist<br />
mit einer soliden Ausbildung bestens<br />
beraten. Mit entsprechender<br />
Qualifikation steigt die Chance auf<br />
eine attraktive Position. Unternehmen<br />
wiederum können qualifiziertes<br />
Personal sofort in den laufenden<br />
Betrieb eingliedern. Die WIFI<br />
Wien-Ausbildung zum Hotelfachmann<br />
oder zur Hotelfachfrau setzt<br />
genau hier an. Teilnehmende werden<br />
nicht nur mit umfangreichem<br />
und breitgefächertem Wissen bestens<br />
auf ihre zukünftige Tätigkeit<br />
in der Hotellerie vorbereitet. Praktische<br />
Beispiele und Übungen sorgen<br />
dafür, <strong>das</strong>s die erworbenen<br />
Skills sofort in die Praxis umgesetzt<br />
werden können.<br />
www.wifiwien.at
<strong>12</strong>8 BUCHTIPPS<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Kulinarische<br />
Reise durch den<br />
Wald<br />
Das neue Wildkochbuch von Harald<br />
Rüssel „Wild – Wald – Genuss“<br />
verfolgt den Grundsatz „back<br />
to the roots“. Hier wird mit Produkten<br />
gekocht, die man direkt im<br />
Wald und auf der Wiese findet. Der<br />
Autor ist passionierter Jäger und<br />
Sternekoch, er nimmt die Leser auf<br />
einen Waldspaziergang mit. Dabei<br />
zeigt er in über 80 klassischen<br />
und neuen Wildrezepten, wie mit<br />
Wildpflanzen, Kräutern und Wildfleisch<br />
schmackhafte Wildgerichte<br />
gezaubert werden können. Kein<br />
Fleisch ist natürlicher als Wild, keine<br />
Pflanze nachhaltiger als eine<br />
Wildpflanze. Mit diesem Wildkochbuch<br />
ist man der Natur direkt<br />
auf der Spur. Mit seinem jahrelang<br />
angesammelten Schatz an<br />
Naturerfahrungen und Fachwissen<br />
zeigt Rüssel, welche kulinarischen<br />
Schätze im Wald verborgen liegen<br />
und wie diese in leckere Speisen<br />
verwandelt werden – vom klassischen<br />
Wildschweinragout über<br />
Kartoffel-Pfifferling-Salat bis zum<br />
Wald-Dessert wie Fichtengel mit<br />
Waldbeeren und Wildkräutern.<br />
www.dorlingkindersley.de<br />
ISBN 978-3-8310-4199-2, September 20<strong>21</strong><br />
256 Seiten, 208 x 280 mm, fester Einband,<br />
Über 200 farbige Fotos und Illustrationen<br />
34,95 €, DK Verlag<br />
Küchenrebell Ramsay<br />
präsentiert schnelle Küche<br />
International renommierter Sternekoch<br />
und Küchenrevolutionär Gordon Ramsay<br />
liefert in seinem neuen Buch „Quick<br />
and Good“ 100 neue, kreative und alltagstaugliche<br />
Rezepte. Alle Gerichte sind<br />
in maximal 30 Minuten und mit einfachen<br />
Zutaten zuzubereiten. Seine Kreativität<br />
und Expertise verwandeln sie dabei<br />
in etwas ganz Besonderes. Im Laufe<br />
seiner herausragenden Karriere hat Ramsay<br />
jeden Trick der Branche gelernt, um<br />
Gerichte zu kreieren, die schmecken und<br />
dabei immer schnell und problemlos gekocht<br />
werden können. Eine Fähigkeit,<br />
die in besonders hektischen Momenten<br />
auch im Alltag gefragt ist. Mit diesem Erfahrungsreichtum<br />
hat der Topkoch jetzt<br />
eine Rezeptsammlung für all jene geschrieben,<br />
die wenig Zeit zum Kochen<br />
Nicht umsonst gehört die bayerische<br />
Küche zu den beliebtesten Regionalküchen<br />
Deutschlands. Wie vielseitig und<br />
modern dabei die traditionellen Gerichte<br />
sein können, beweist Spitzenkoch Alexander<br />
Huber in seinem Sternerestaurant<br />
„Huberwirt“, welches er bereits in der 11.<br />
Generation in Pleiskirchen in Oberbayern<br />
führt. Seine besten Rezepte hat er nun in<br />
seinem neuen Kochbuch „Bayerische Küche<br />
vom Feinsten“ festgehalten. Seine Gerichte<br />
sind elegant und fein komponiert,<br />
sie zeichnen sich durch eine ausgewogene<br />
Aromatik, Raffinesse und Leichtigkeit<br />
aus <strong>das</strong> paart sich mit makellosem<br />
Handwerk. Ob der Sonntagsbraten, die<br />
Volksfestspezialität oder die bayerische<br />
Avantgarde, aus allen Gerichten spricht<br />
eine Abwechslung und Finesse, bei der<br />
nicht nur Bayern ins Schwärmen geraten.<br />
Die knapp 60 Rezepte – von der Bratensülze<br />
mit Schmand und Radieserl über<br />
<strong>das</strong> Kalbslüngerl mit Serviettenknödel bis<br />
haben, dabei aber keine Kompromisse bei<br />
Geschmack oder Aroma eingehen möchten.<br />
Hier wird für jeden Geschmack aufgetischt.<br />
www.penguinrandomhouse.de/Verlag/<br />
Suedwest<br />
Kochen wie in Bayerns<br />
Wirtshäusern<br />
Gordon Ramsay<br />
Quick and Good<br />
100 köstliche<br />
30-Minuten-Rezepte<br />
256 Seiten, ISBN<br />
978-3-517-09970-5<br />
€ 26,00 [D] / €<br />
26,80 [A] / CHF<br />
36,50<br />
Südwest Verlag<br />
ISBN 978-3-98541-049-1, Oktober 20<strong>21</strong>, 240 Seiten, 240<br />
x 290 mm, fester Einband, 49,90 €, DK Verlag<br />
hin zur Dampfnudel mit Vanillesauce – in<br />
„Bayerische Küche vom Feinsten“ wird ein<br />
schöner Querschnitt der oberbayerischen<br />
Wirtshausküche abgebildet, moderne und<br />
leichte Interpretationen inklusive.<br />
www.dorlingkindersley.de
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
PERSONELLES <strong>12</strong>9<br />
Foto: Steiermark Tourismus_Bernhard Loder<br />
Foto: Erich Reismann<br />
Zweiter Geschäftsführer für STG<br />
Ab 1. Jänner 2022 wird Michael Feiertag den neuen<br />
Geschäftsbereich „Standortmarketing“ in der Steirischen<br />
Tourismus und Standortmarketing GmbH (STG)<br />
als Geschäftsführer leiten. Dies hat die Landesregierung<br />
auf Antrag von Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl beschlossen.<br />
Feiertag wurde von der Hearing-Kommission<br />
als geeignetster Kandidat empfohlen. Der gebürtige<br />
Grazer ist seit 1. Jänner 20<strong>21</strong> als Prokurist in der<br />
STG tätig und für den Aufbau des neuen Geschäftsfeldes<br />
Standortmarketing zuständig. Davor war er unter<br />
anderem Pressesprecher von Landeshauptmann Hermann<br />
Schützenhöfer, Referent in der Tourismusabteilung<br />
des Landes sowie Redakteur bei zahlreichen steirischen<br />
Medien.<br />
Hudler verlässt Ottakringer<br />
Alfred Hudler hat sich mit dem Aufsichtsrat der Ottakringer<br />
Getränke AG über <strong>das</strong> Auslaufen seines<br />
Vertrages mit 30.Juni 2022 verständigt. Hudler begann<br />
im Jahr 1991 bei Vöslauer, wurde 1995 Vorstandsvorsitzender<br />
der Vöslauer Mineralwasser AG und wechselte<br />
2018 zu Ottakringer Getränke AG, wo er seitdem Vorstandssprecher<br />
ist. Er will<br />
aber weiterhin seine Expertise<br />
in der Unternehmensgruppe<br />
einbringen.<br />
Aufsichtsratsvorsitzende<br />
Christiane Wenkheim<br />
dankte Hudler in einer<br />
ersten Stellungnahme<br />
für seinen erfolgreichen<br />
Einsatz und sein Engagement.<br />
Die Nachfolger-<br />
Entscheidung soll demnächst<br />
getroffen werden.<br />
Neue Communications<br />
Managerin für Iglo Österreich<br />
Die 37-Jährige Karoline Kurmann ist bereits seit 2014<br />
Iglo tätig, seit Herbst ist sie als Marketing Manager<br />
Communications für die Kommunikations-Agenden bei<br />
Iglo Österreich zuständig. Sie startete bei dem Unternehmen<br />
als Senior Brand<br />
& Digital Communications<br />
Manager und wurde<br />
2018 zum Marketing Manager<br />
befördert. Im Laufe<br />
der Jahre verantwortete<br />
die gebürtige Kärntnerin<br />
alle wesentlichen Kategorien<br />
– von Fisch & Geflügel<br />
über Gemüse, Erdäpfel<br />
bis hin zu Mahlzeiten.<br />
www.iglo.at<br />
„Schlosshotels & Herrenhäuser“<br />
hat neuen Präsidenten<br />
Franz Ladinser ist Eigentümer<br />
des ältesten<br />
historischen Boutiquehotels<br />
in Südtirol und<br />
wurde auf dem Schloss<br />
Leopoldskron in Salzburg<br />
bei der jährlichen Generalversammlung<br />
zum<br />
neuen Präsidenten gewählt.<br />
Außerdem wurden<br />
Benedikt Kössler (Ansitz<br />
Felsenheim in Lermoos),<br />
Johanna Moosbrugger<br />
(Hotel Bergschlössl in St. Anton) und Sepp Perwanger<br />
(Der Zirmenhof in Radein) in den Vorstand gewählt. Ladsiner<br />
ist die Stärkung der Bindung zwischen Gästen und<br />
Mitgliedsbetrieben wichtig, außerdem setzt er auf einen<br />
nachhaltigen Tourismus der historischen Hotels. „Der<br />
gemeinsame Nenner der Betriebe ist ihre historische Individualität,<br />
der Charme des Vergangenen und Gelebten,<br />
die regionale Verwurzelung, der persönliche Führungsstil,<br />
die individuelle Gastfreundschaft und der Mix aus<br />
Modernität du Tradition“, so der gebürtige Südtiroler. Er<br />
verfügt über viele Jahre Erfahrung im Tourismus, mit bereits<br />
25 Jahren übernahm Ladsiner den Betrieb seiner Eltern<br />
in Innenlich im Pustertal.<br />
www.experiencecharakter.com<br />
Foto: Iglo Österreich<br />
Foto: Cornelius Klimt Schlosshotels&Herrenhäuser
130 VORSCHAU & IMPRESSUM<br />
<strong>12</strong>/20<strong>21</strong><br />
Das erwartet Sie in der nächsten Ausgabe:<br />
7. 2. 17. 2.<br />
Anzeigenschluss<br />
Erscheinungstermin<br />
Food Getränke Nonfood<br />
• Fingerfood:<br />
Burger & Snacks<br />
• Frühstückskonzepte<br />
• Kartoffel-Vielfalt<br />
• Food Trends 1. HJ<br />
2022<br />
• Ethno Food Serie:<br />
Skandinavische<br />
Küche<br />
• Lager &<br />
Märzenbier<br />
• Cognac & Weinbrand<br />
• Fruchtsäfte<br />
• Kaffee & Tee<br />
• Reinigung & Hygiene<br />
• Gast-& Biergärten<br />
• Professioneller<br />
Einkauf: Abholung &<br />
Zustellung<br />
• Küchentechnik<br />
• Gemeinschaftsverpflegung<br />
• Ambiente &<br />
Tischkultur<br />
Tourismus/<br />
Hotellerie<br />
• Thermenkulinarik<br />
• Hotel der Zukunft<br />
III<br />
• Was muss ein<br />
erfolgreiches Spa<br />
bieten<br />
Button-Legende<br />
In jeder Ausgabe des <strong>GASTRO</strong>-Magazins finden sich Buttons bei manchen Geschichten. Sie sollen auf folgende Inhalte hinweisen:<br />
GREEN<br />
FUTURE<br />
Stories, die unter<br />
anderem<br />
Nachhaltigkeit zum<br />
Inhalt haben.<br />
WIRTSHAUS-<br />
KULTUR<br />
Portraits, welche die<br />
Wirtshauskultur in<br />
Österreich<br />
repräsentieren.<br />
ETHNO<br />
FOOD<br />
Die Küchen<br />
der Welt.<br />
SÜD<br />
TIROL<br />
Foto: Josef Rozsnyai<br />
impressum<br />
› Herausgeber: Kurt Heinz & Michael Heinz › Geschäftsführung: Kurt Heinz, Tel. +43 (0)664/751 026 29, k.heinz@gastroverlag.at;<br />
Michael HEINZ, Tel. +43 (0)664/5<strong>21</strong> 69 36, m.heinz@gastroverlag.at, › Medieninhaber: H1 Medien & Gastro Verlag GmbH, UID-Nr.:<br />
ATU 41834306 › Anzeigenleitung: Peter Bubenicek, Tel. +43 (0)1/4798430-15, bubenicek@gastroverlag.at › Anschrift: 1180 Wien,<br />
Gersthofer Straße 87/1, Tel. +43 (0)1/479 84 30, Fax +43 (0)1/479 84 30-16, gastro@gastroverlag.at, www.gastroverlag.at, www.gastro.at<br />
› Chefredakteur: Kurt Heinz › Chef vom Dienst: Michael Heinz › Redaktionsleitung: Petra Pachler, Tel. +43 (0)1/479 84 30-20,<br />
pachler@gastroverlag.at › Redaktion/Leitung Online: Mag. Clemens Kriegelstein, Tel. +43 (0)1/479 84 30-14, kriegelstein@gastroverlag.at<br />
› Freie Mitarbeiter: Mag. Andrea Jungwirth, Katrin Schedler BA, Stefan Köstenbauer, Mag. Thomas Askan Vierich<br />
› Kolumnisten: Anka Kleebinder, Conrad Seidl, Wolfgang Zmugg, Franz Grünwald, Thomas Reisenzahn › Lektorat: Katrin Schedler<br />
› Redaktionssekretariat: Andreas Sourcé, Tel. +43 (0)1/479 84 30-18, source@gastroverlag.at › Layoutkonzept &<br />
Grafik: Georg Bock, office@derbock.at, Tel. +43 (0)699/191 303 42 › Online-Grafik: Josef Rozsnyai, Tel. +43 (0)1/479<br />
84 30-<strong>12</strong>, rozsnyai@gastroverlag.at › Gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 25 vom 1. 1. 20<strong>21</strong> › Druck: Ferdinand Berger<br />
& Söhne Ges.m.b.H. › Erscheinungsweise: monatlich › Bezugspreis: jährlich EURO 55,– (inkl. 10 Prozent MwSt. +<br />
Porto). Abo-Konto: Volksbank IBAN AT73 4300 0428 6147 8008 › Unternehmensgegenstand: Die Herausgabe,<br />
die Herstellung und der Vertrieb von Druckschriften aller Art. Erklärung über die grundlegende Richtung:<br />
2020<strong>21</strong>0<strong>21</strong><br />
Unabhängiges Magazin für die öster reichische Gastronomie und Hotellerie. › Verlagspostamt: 1180 Wien,<br />
Postgebühr bar bezahlt. Teilweiser oder gesamter Nachdruck bedarf der Zustimmung des Verlags. Für unverlangt<br />
eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete<br />
Kommentare geben die persönliche Meinung des Autors wieder und müssen nicht<br />
mit der Meinung der Redaktion überein stimmen<br />
Alle verwendeten geschlechtsspezifischen Formulierungen meinen<br />
die weibliche und die männliche Form.<br />
Druckauflage 30.624<br />
Verbreitete Auflage<br />
1. Halbjahr 20<strong>21</strong> 30.540
Geistesblitz<br />
aus Krems<br />
Für die sichere Hygiene in<br />
Innenräumen, Feucht- u.<br />
Nassräumen, Waschplätze,<br />
Dusche, Bad, Küche, Keller,<br />
Kühl- u. Arbeitsräume,<br />
für den gesamten<br />
Lebensmittelbereich.<br />
Die glatten Oberflächen sind<br />
schimmelresistent durch den<br />
Titandioxyd-Gehalt!<br />
30 Jahre<br />
Erfahrung<br />
Dieser Blitz wurde in Krems fotografiert<br />
am 28. 7. 2020 um 20:34 Uhr<br />
• Säure- laugen- und salzbeständig<br />
• Rost- und korrosionsfrei, wärmedämmend<br />
• Pflegeleicht, abwaschbar, fugenfrei, wasserdicht<br />
Raumhoch in verschiedenen Breiten und in fast allen Farben, auch marmoriert. Paneel mit Wärmedämmung oder biegsame Großfliesenplatte.<br />
Zum Kleben über alte Fliesen/Mauerwerk, Beton, Holz, Gipskarton, rostendes/verbeultes Blech, Decke und Wand.<br />
Verkaufspreise / inkl. MWSt.<br />
iSOTHERM - SGP Großfliesenplatte, 2,3 mm stark:<br />
<strong>12</strong>5 x 275 cm € 220,– 14,2 kg<br />
<strong>12</strong>5 x 330 cm € 231,– 17 kg<br />
150 x 275 cm € 266,– 17 kg<br />
200 x 275 cm € 370,– 22,8 kg<br />
iSOTHERM - Struktur-Endlosfliese GL<br />
<strong>12</strong>0 cm breit, endlos gerollt<br />
auf Wunschlänge zugeschnitten:<br />
€ 32,40 / m 2 3,2 kg / m 2<br />
Farbe weiß ist lagernd!<br />
Beratung bei Ihrem Installateur, oder direkt beim Erzeuger<br />
Hafenstraße 60 / Sonnenrain 6, A-3500 Krems<br />
einfache Transportmöglichkeit<br />
im PKW<br />
www.poolprofi.at www.raumluft-virenfrei.at<br />
Geschäftszeiten: Nov. bis Feber: MO-FR 9-16 Uhr<br />
Hafenstraße 60, A-3500 Krems<br />
Tel.: +43 (0) 2732 / 76660<br />
www.isotherm.at<br />
isotherm@pastnerit.at<br />
Ing. Erich Pastner, 0676/6919007<br />
Entwickelt<br />
und erzeugt in<br />
Krems an der<br />
Donau/Wachau<br />
OXY Sauerstoff-Pulver ins Poolwasser<br />
streuen statt Chlor.<br />
Oxy wirkt als hautfreundliches und geruchloses<br />
Desinfektionsmittel, beseitigt Gerüche, Urinstein,<br />
Wasserstein und Abflussverstopfungen und zur<br />
Schimmelfugen-Reinigung. Für Gastro und Haushalt.<br />
www.poolprofi.at<br />
1 % OXY-Sauerstoff ins Sprühwasser<br />
zur Raumluftbefeuchtung<br />
macht alle Viren unschädlich!<br />
Egal ob Grippe oder Corona …<br />
mit dem OXY-Wirkstoff wurde die<br />
Schweine- und Vogelgrippe besiegt.<br />
www.raumluft-virenfrei.at<br />
B <strong>12</strong>/<strong>21</strong>